• Der Blarze Schwock, autonomes Kabarett
    http://projekte.free.de/bankrott/schwockinhalt.html

    Selbstdarstellung

    Stehender Schwock - allein Den Blarzen Schwock „Münsters gefährlichsten Nebenwiderspruch“ (Junge Welt), gibt es seit gut fünf Jahren. Gegründet wurde das mittlerweile fünfköpfige Kabarettensemble eingentlich...gar nicht! Denn als 1998, Uni-Streik, Besetzung des Soziologie-Institutes und die heroischen Ein,- und Angriffe hochpolitisierter Studierender gegen ein „Soldaten sind Mörder“-Transparent vor dem Schloß (dem architektonisch eindrucksvollsten Truppenübungsplatz der Bundesrepublik!) glücklich überstanden, der Blarze Schwock im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Infoladen Bankrott zum ersten Mal die Bretter der Baracke betrat ,dachte noch niemand an „bleibende Werte“. Schon gar nicht im Kabarett. Laut ging es zu , fröhlich und spontan. Wir hatten ganz einfach all die widerspenstigen, witzigen oder skurilen Einfälle zusammengetragen, die uns im Laufe der vergangenen Jahre gekommen waren, wenn das Wetter in Ahaus zu schlecht, das Flugblatt zu langweilig oder die Stimmung auf dem Plenum zu gut war. Spott und Lästerung als Hygiene für Herz und Hirn - das wurde unser erstes, bühnentaugliches Kabarettprogramm.
    Der Erfolg war...nun, ähem...überwältigend. Wir jedenfalls ließen uns überwältigen. Oder was hättet ihr getan nach so einer Kritik? "Ein toller Abend aus der Reihe „Anarchistische Theorie und Praxis“, an dem sich gezeigt hat, daß Politik auch Spaß machen kann und die Herren der Szene nicht nur über sich selbst lachen, sondern auch mit ihren selbstgemachten Texten voll ins Schwarze treffen können. Ganz große Klasse und absolut fortsetzungswürdig!" (APOPLEX).
    Daß das Gelächter von damals, das wir als nährendes Manna mit uns heim trugen, mindestens so sehr unseren Personen wie unserer Darbietung gegolten hatte ("Mein Gott! Das trauen die sich?!"), begannen wir erst spät und häppchenweise zu begreifen. Da waren wir aber schon in Düsseldorf, Wuppertal, Moers, Bielefeld, Hannover, Dresden, Berlin, Halle, Bremen, Mannheim und werweißwosonstnoch gewesen, hatten das Wendland gemeinsam mit den „Roving Bottles“ bespielt, bei der Emeritierung von Herrn Professor Doktor Siegrist mitgewirkt (Ich frage mich bis heute, wofür die eigentlich noch ’n Kabarett brauchten?), zwei Sketche für das Radio aufgenommen und in der Frauenstraße 24 in Münster den vielleicht schönsten Erfolg unseres bisherigen Kleinkünsterlerdaseins gefeiert, gefolgt von einem weiteren wunderbaren Auftritt auf der briefmarkengroßen Bühne der Frankfurter Wagenburg.
    Wandernder Schwock - alleinHeute ist egal, ob wir damals (seligen Gedenkens, schnief!) an,- oder ausgelacht worden sind. Der Blarze Schwock ist mittlerweile ein bühnenerfahrenes Kabarettensemble mit einem abendfüllenden Programm geworden - das einzige anarchistische Reisekabarett Deutschlands. Ein Quintett fünf wilder Wesen, die in einem Panda voller Sperrmüll und Gitarren durch die Lande ziehen. Hier und da gesellen sich netterweise ein „Techniker“ oder eine „Technikerin“ dazu. Gegenwärtig touren wir mit unserem zweiten Programm „Die Muse hat mich gebissen“. Nur Kabaretta unsere treue aber schon recht mitgenommene Kleiderpuppe, die meistens duldsam im Kofferraum hockte, bis sie - jeden Abend auf’s Neue - im Zugabenteil des Programms „Fischer, friß misch net“ von tollwütig gewordenen Knüppelschwingern in Uniform verprügelt wurde, genießt inzwischen ihren wohlverdienten Ruhestand.
    Der Blarze Schwock ist anachistisches Kabarett nicht nur auf, - sondern auch hinter der Bühne. Es gibt bei uns keinen Leiter, keinen Regisseur, keinen Einpeitscher, Vorturner oder Trainer. Alle machen alles - und sich gelegentlich das Leben schwer, versteht sich. Aber welche Polit-Kombo würfe hier den ersten Stein...na? ...na? Wer nicht spielen muß, darf inzenieren - oder umgekehrt, nach gusto.
    Es ist so viel geschrieben und gestritten worden über das, was politisches Kabarett bewirken oder nicht bewirken kann, daß wir uns mit einem schlichten Bekenntnis am Schluß begnügen wollen: Wenn Menschen aus unserer Vorstellung hinausgehen mit einem Lächeln im Gesicht - über sich selbst, über die Ungerechtigkeit der Welt, den Widerstand ansich oder die lästige Tatsache, in einer halben Stunde schon wieder zum Plenum in den Infoladen zu müssen,- wenn wir also für anderthalb Stunden den Frust hinaus, - und den Spaß hineinlassen, hineinlachen konnten, haben wir unsere Arbeit gut gemacht...naja: hoffentlich!
    Blarz! Wir haben geschwockt!

    Pressestimmen:

    "Jetzt noch 18% gemeiner! Der Blick aus dem Fenster des Infolädchens in der beschaulichen Provinzstadt Münster fällt auf eine Arbeiterviertelidylle. Hier schmeckt das Bier und ist auch noch billig. Der Traum aller linken GeisteswissenschaftlerInnen mit zwei- und dreistelliger Semesterzahl. An sonnigen Tagen stürzt manchmal Möllemann vom Himmel. Prima Bedingungen, sich ausgiebig der Lästerei über den Rest der Welt zu widmen. Der ist, wir wissen es alle, zunehmend böse. Wer aber diese Tatsache heutzutage noch völlig nüchtern und ernsthaft referierend vermitteln will, stellt eine potentielle Fluchtursache für seine vom restlichen Leben schon genug gebeutelten Mitmenschen dar. Das Kabarett hat es da leichter, auch wenn es vielleicht gar nix vermitteln, sondern nur Spaß machen will. Um allerdings mit der Verschärfung der Wirklichkeit mithalten zu können, muss man sich schon einiges einfallen lassen: Darf man noch Witze über geklonte Menschen oder privatisierte Atemluft machen? Sicher. Kabarett darf alles. Aber ist das nicht viel zu real bedrohlich um witzig zu sein? Egal. Ein „autonom-anarchistisches Szene Kabarett“ wie der Blarze Schwock findet zum Glück noch vieles andere, was genauso real, aber auf jeden Fall witzig ist. Und gemein! Die FAU kriegt eine regelrechte Liebeserklärung ab. Ebenso Sub Marcos. Als Opfer spielen mit: Die Autonomen, die Antifa, Attac, die Grünen, die grüne Knüppelbrigade, die Olivgrünen, Marxisten, Möllemann, Moslemjäger und Klassiker! Kaum ein Stück, das nicht irgendwie aus Funk, Fernsehen oder deutschem Kulturerbe bekannt vorkäme. An das erste Schwock-Programm erinnert allerdings außer drei Köpfen, einer Gitarre, dem bewährten Nummernkabarettstil und der Vielspitzigkeit der Texte nicht viel. Wenn schon ein neues Programm, dann die Pointen auch gleich wieder reichlich dosiert. Um all die schönen und gemeinen Anspielungen mitzubekommen, muss man sicher öfter hingehen. Umfangreiches Allgemein-, Spezial- und Szenewissen ist ebenfalls für den vollen Genuss der Darbietung von Nutzen. Man hat es halt mit fünf zum Teil sehr gründlichen StudentInnen der Geisteswissenschaft zu tun. Diese Spezies arbeitet gern mit Statistik. Statistisch gesehen schlüpfen die fünf SchwockerInnen in 19 Rollen, davon 16 Männer- und 3 Frauenrollen, wobei 2 Frauenrollen von Männern und 6 Männerrollen von Frauen (ja, natürlich muss man die Geschlechterzuschreibungen auch grundsätzlich in Frage stellen) gespielt werden. Queering ist auch auf der Kabarettbühne im Kommen! Nur wo bleiben die weiblichen Spottobjekte? Mit 3:16 völlig unterrepräsentiert. Hier liegt noch was im Argen. Dazu singen sie bis zu fünfstimmig sieben Songs mit zehn bekannten Melodien und zwei Gitarren... sechs Saiten. Beeindruckende Zahlen. Zum Glück muss beim Kabarett nicht jedes Ensemblemitglied übermäßig musikalisch sein, um mit Songs beim Publikum anzukommen. Zusammen 90 Minuten Spaß für den Preis weniger Erfrischungsgetränke. Vielleicht auch bald in Eurer Nähe. Ich geh’ morgen zum fünften Mal hin."
    thorsten aus Münster (In: Direkte Aktion Nr. 155 Februar 2003)

    "’Linke Chaoten’ gelten allseits als verbissene Barrikadenkämpfer, die das Schweinesystem hassen und keinen Humor kennen, Münsters Autonome beweisen jedoch Sinn für Witz und Selbstironie. Die linksextreme Kabarett-Gruppe „Der Blarze Schwock“ aus den Reihen studentischer Demoaktivisten verarscht neben Bullen und Bonzen auch geren den unfreiwilligen Ernst der eigenen Szene. Das kommt nicht nur in Münster an: das Kabarett mit dem schwarz-roten Anarcho-Stern tourt mit seinem aktuellen Programm durch besetzte Häuser und autonome Zentren der ganzen Republick." (Ultimo Uni-Spezial SoSe 2002)

    Engagement
    Schwock in Formation - Mehrzahl Die Muse hat den blarzen Schwock erstmals am So. den 16. Juni um 21.00 Uhr in der Baracke in Münster gebissen. Seitdem standen wir auf zahlreichen Bühnen unterschiedlichster Güte und haben die Verpflegung verschiedenster Volxküchen genossen. Nach einer längeren Pause machen wir nun wieder die Republik unsicher. Premiere unseres dritten Programms „Ab jetzt gibt’s Comedy!“ ist am Samstag den 14. Juni um 20.00 Uhr in der Frauenstraße 24 in Münster. Verraten wird noch nichts aber zum Schnuppern gibt es hier einen Bilderbogen aus unseren alten Programmen. Wer uns engagieren möchte, kann dies auf eigene Gefahr mit einer Email an bankrott@free.de versuchen.
    Let there be Schwock!

  • OCaml en 2021
    https://linuxfr.org/news/ocaml-en-2021

    La version 4.13.0 du langage OCaml est sortie le 24 septembre 2021, sept mois après OCaml 4.12.0 sortie le 24 février 2021.

    OCaml est un langage fonctionnel de la famille des langages ML (dont font partie SML et F#). Il s’agit d’un langage fonctionnel multi‐paradigme fortement typé qui permet de mélanger librement les trois paradigmes : fonctionnel, impératif et objet. La plus grande spécificité d’OCaml dans le paysage des langages fonctionnels (Haskell, Rust, F#…) est probablement son système de module : les modules d’OCaml font partie intégrante du langage, et il est par exemple possible de décrire des modules paramétrés par d’autres modules (à travers des foncteurs).

    La grande nouveauté de cette année 2021 est la convergence de l’environnement d’exécution entre la version standard d’OCaml et le (...)

  • Série Le projet Nellie Bly - Axelle Mag
    https://www.axellemag.be/serie/le-projet-nellie-bly

    Le #projet_Nellie_Bly, développé par #axelle, souhaite outiller les journalistes, les étudiant·es et toutes les personnes intéressées par le traitement médiatique des #violences_envers_les_femmes.

    Comment raconter les multiples violences dont les femmes sont victimes ?
    Quel vocabulaire, quelles pratiques, entre journalistes, avec associations de terrain, avec les femmes ?
    Comment mettre un terme à la maltraitance médiatique des violences envers les femmes et comment utiliser, enfin, des mots justes ?

    Femmes journalistes face au #sexisme

    https://soundcloud.com/axellemag/femmes-journalistes-face-au-sexisme

    Le premier webinaire, « Vie ma vie de femme journaliste », organisé dans le cadre du projet Nellie Bly, a été préparé et animé par Camille Wernaers, journaliste et formatrice à axelle magazine, le 27 avril 2021.

    Nous y interrogeons le sexisme que subissent de nombreuses femmes journalistes, les stratégies qu’elles ont trouvé pour y faire face ... et pour le pulvériser. Deux femmes passionnantes dressent pour nous des constats et pointent des outils de résistance précieux. #pulvériser_le_sexisme

    Nos invitées sont :
    • Lise Ménalque, doctorante à l’Université Libre de Bruxelles et assistante à l’école universitaire de journalisme de Bruxelles. Elle travaille sur les #rapports_sociaux_de_genre dans les processus de #féminisation de la profession de journaliste en Belgique francophone.
    • Sarah Frères, journaliste, spécialiste des thématiques Nord-Sud et des migrations. Elle travaille pour le magazine Imagine Demain le monde.

  • “Don’t fail justice,” victim of Israeli war crimes tells Dutch court
    Adri Nieuwhof Rights and Accountability 24 September 2021
    | The Electronic Intifada
    https://electronicintifada.net/blogs/adri-nieuwhof/dont-fail-justice-victim-israeli-war-crimes-tells-dutch-court

    Benny Gantz, then army chief, left, and Amir Eshel, then air force commander, second from left, with other Israeli officials in 2013. The pair are being sued in the Netherlands for a 2014 bombing attack on Gaza that killed several family members of Ismail Ziada. Baz Ratner Reuters

    Two senior Israeli military officials should answer for their actions before a court of justice, Dutch judges in The Hague heard on Thursday.

    Human rights lawyer Liesbeth Zegveld told the appeals tribunal that a lower court had erroneously disregarded that there was no alternative way to seek justice for her client Ismail Ziada.

    A Palestinian-Dutch citizen, Ziada has been suing Benny Gantz, Israeli army chief at the time, and Amir Eshel, then air force chief, for the decision to bomb his family’s home during Israel’s 2014 assault on Gaza.

    Gantz is currently Israel’s defense minister and deputy prime minister. Ziada’s civil lawsuit seeks hundreds of thousands of dollars in damages from the Israeli commanders.

    The Israeli attack reduced the three-floor building in al-Bureij refugee camp to rubble.

    It killed Ziada’s 70-year-old mother Muftia, his brothers Jamil, Yousif and Omar, sister-in-law Bayan, and 12-year-old nephew Shaban, as well as a seventh person visiting the family.

    But in January 2020, the district court in The Hague shut the door in Ziada’s face by granting “functional immunity” to Gantz and Eshel on the grounds that when they committed their alleged crimes they were acting in an official capacity.

    That decision flew in the face of decades of jurisprudence following the Nuremberg trials of Nazi war criminals that those who commit the gravest offenses, including war crimes, crimes against humanity and genocide, cannot hide behind the excuse that they were acting in an official capacity or just following orders.
    No other path to justice

    Thursday’s hearing was part of Ziada’s appeal of that lower court ruling. The hearing was held in an almost empty room. Only 13 people, including this writer, were allowed to attend.

    Many others were disappointed that they couldn’t express their solidarity with Ziada by their presence.

    People come to show solidarity with Ismail #Ziada.#EndImpunity #NoImmunity pic.twitter.com/3cBruPiId7
    — adri nieuwhof (@steketeh) September 23, 2021

    Zegveld, who is renowned in the Netherlands for representing victims of human rights abuses, also told the judges that “Israel maintains an apartheid regime against Palestinians.”

    Therefore Ziada’s only viable option is to seek justice in the Dutch courts.

    Zegveld made a strong case that it was unjustifiable to grant immunity to the two Israeli military commanders.

    She noted that in 2010, the European Court of Human Rights ruled that “in cases where the application of state immunity from jurisdiction restricts the exercise of the right of access to a court, the court must ascertain whether the circumstances of the case justify such restriction.”

    Zegveld argued that Israel has completely deprived Palestinians in Gaza of access to justice by declaring the coastal enclave to be an “enemy entity” and its residents “enemy subjects.”

    Israeli law prohibits “enemy” citizens from bringing claims for damages against the state in Israeli courts.

    In response, defense lawyers for Gantz and Eshel repeated their arguments that because their clients had acted on behalf of the state, their acts were protected by functional immunity.

    After Zegveld’s thoroughly formulated plea, the lawyers for Gantz and Eshel did not make a strong impression.

    At the end of the hearing, the judges offered Ziada the opportunity to speak.

    “I never thought that my vision to seek justice would be denied by providing functional immunity to the war criminals,” he told the court. (...)

  • Un livre vient de sortir sur l’expérience du parlement de la Loire dont le romancier Camille de Toledo a fait une version « romancée ».

    Introduction de Manuella éditions :

    "Ce livre déploie un récit : celui d’un soulèvement légal terrestre où une commission constituante se voit confier la charge d’accueillir les éléments de la nature dans nos enceintes humaines.

    Il suit une expérience collective bien réelle, celle des auditions pour un parlement de Loire qui, entre l’automne 2019 et le printemps 2021, a cherché à définir les conditions dans lesquelles les êtres de la nature, en l’occurence, un fleuve français, doivent accéder à la personnalité juridique.

    Les lectrices et lecteurs pourront y découvrir un processus instituant - un théâtre de métamorphoses - pour établir un plus vaste souverain, ouvert aux éléments de la nature. Ils pourront y suivre les débats annonciateurs d’un avenir où, dans le sillon de la loi néo-zélandaise faisant de la rivière Wanghanui une personne légale, les éléments naturels participeront à l’élaboration des règles de la vie commune.

    Le parlement de Loire est une démarche portée par le POLAU-pôle arts & urbanisme – commissariat Maud Le Floc’h – dans le cadre du programme artistes-ingénieurs.es GÉNIES-GÉNIES.

    http://manuella-editions.fr/livre/le-fleuve-qui-voulait-ecrire-les-auditions-du-parlement-de-loire.h
    http://www.editionslesliensquiliberent.fr/livre-Le_fleuve_qui_voulait_%C3%83%C2%A9crire-9791020910

    #nature #fleuve #litterature #gaïa

  • Comment le photographe Jonas Bendiksen a dupé « Visa pour l’image » pour dénoncer les fake news
    https://www.marianne.net/culture/comment-le-photographe-jonas-bendiksen-a-dupe-visa-pour-limage-pour-denonc

    « Tromper ma communauté, mais pas le reste du monde »

    Une fois le livre en vente, en avril, Bendiksen est tiraillé. Une partie de lui jubile devant la pluie de compliments sur le sérieux de son travail, la justesse de son écriture, l’importance de son sujet. Mais sa nature honnête le rattrape : « Je n’aime pas arnaquer les gens, et comme beaucoup de criminels, j’attends aussi avec impatience que ma couverture soit dévoilée », confie-t-il. De nombreux magazines veulent lui acheter le sujet, ce qu’il refuse sous différents prétextes : « Tromper ma propre communauté, OK, mais pas le reste du monde », résume-t-il.

    Surpris que ses confrères n’aient rien remarqué (bien que ce soit pour lui un excellent indicateur de combien il avait visé juste), le photographe envoie son travail au festival de photojournalisme Visa pour l’image ; qui d’autre que cette équipe qui sélectionne tous les ans le meilleur du métier pourrait démasquer la supercherie ? Il n’en est pourtant rien, et quand le directeur Jean-François Leroy lui propose de projeter son sujet, Bendiksen culpabilise – mais ne recule pas. À la manière des hackers recrutés et payés par des compagnies pour traquer les failles de leur défense informatique et en renforcer la protection, il considère son action comme un service rendu pour exposer les failles d’une industrie vulnérable et sensibiliser à plus de vigilance.
    De faux profils Facebook pour semer le doute

    Le projet n’a de sens que si la vérité éclate : petit Poucet patient, Bendiksen sème des indices. D’abord à travers un faux profil Facebook, qu’il utilise dès le lendemain de la projection à Perpignan pour répandre des allégations à son encontre… sans succès. C’est sur Twitter que l’opération se révélera concluante : soulagé, le photographe profite même de l’entretien accordé à Magnum pour annoncer qu’il enverra un exemplaire dédicacé à l’internaute qui, le premier, a mordu à l’hameçon et repéré une brèche…

    Le 20 septembre, Jean-François Leroy publie sur Facebook et Twitter un communiqué de réponse, en anglais. Se disant « piégé » et « abasourdi », il présente ses excuses au public. « Aucun système n’est parfait […] et Visa ne fait pas exception. » « Nos équipes, malgré tous nos efforts pour éviter des erreurs, ne peuvent jamais prétendre être infaillibles. » Sans se réfugier entièrement derrière cet argument, Leroy rappelle aussi qu’il avait développé avec Jonas Bendiksen, habitué du festival, une relation basée sur « l’amitié et la confiance » : « Aurions-nous été plus prudents s’il s’était agi d’un photographe inconnu ? Peut-être, peut-être pas. » S’il qualifie les méthodes utilisées de « discutables », Leroy certifie que l’incident est perçu comme une « opportunité » plutôt qu’une attaque. « Cette audace insolente a, pour le meilleur ou pour le pire, élevé le problème à un niveau que nous n’aurions jamais cru possible ». Bendiksen, de son côté, a renouvelé ses excuses à l’ensemble de l’équipe.

    Que dirait enfin le photographe aux habitants de Veles, bien réels ? « J’espère qu’ils ne sont pas trop offensés, répond-il. Mais quelles sont exactement les implications éthiques de mon travail pour eux, puisque toutes les personnes de mon histoire sont des avatars numériques ? Quelles obligations ai-je envers des personnes que je n’ai pas photographiées ? ». Résumant l’entreprise ainsi : « Un tas de leurs jeunes ont inventé beaucoup de fictions ridicules sur un endroit lointain, les États-Unis, et en ont profité. Je suis venu d’un endroit lointain et j’ai inventé une fiction en retour à leur sujet, mais basée sur une histoire vraie. » Un match nul en somme. Alors, sans rancune ?

    Une réaction outrée de la profession :
    https://www.a-l-oeil.info/blog/2021/09/24/larnaque-de-jonas-bendiksen-photojournaliste-chez-magnum

    Non, Jonas Bendiksen n’a pas fait preuve de génie dans cette affaire, il a juste trompé sa profession, sans oublier le public qui a vu ses images avant que la supercherie ne soit dévoilée. Et cela est une faute professionnelle exceptionnellement grave.

    Son argument selon lequel ce travail a été fait pour démontrer la duplicité des fausses nouvelles, « fake news » pour parler comme chez Magnum, est non seulement ridicule mais totalement contre-productif. Aujourd’hui, nul n’ignore que les fausses nouvelles connaissent, grâce à la technique, une ampleur exceptionnelle et nocive. Jonas Bendiksen enfonce un portail grand ouvert !

    Mais plus grave, du fait de la profession qu’il affiche : « photojournaliste », sa démonstration se retourne contre la profession. Si les journalistes, eux-mêmes, se mettent à glorifier les fausses nouvelles, les esprits les plus raisonnables vont basculer dans une errance dramatique pour la société.

    Et puis, il faut bien aller au bout de la fallacieuse démonstration de Bendiksen : l’excuse de l’art. Face à la mutation ultra rapide de la presse et à la crise économique qui en découle, de nombreux photojournalistes se tournent vers les galeries, les musées et se mettent à vouloir faire de l’art. Je n’ai rien contre, mais être artiste n’a rien à voir avec le journalisme ! L’art est imaginaire, le journalisme est une captation honnête de faits bien réels.

    La reconnaissance du mélange des genres est une fausse nouvelle.

    Michel Puech

    @Reka avait déjà noté un truc sur Seenthis il y a 8 ans...
    https://seenthis.net/messages/106073

  • Pâte d’arachide (beurre de cacahuètes)
    https://www.cuisine-libre.org/pate-d-arachide-beurre-de-cacahuetes

    Décortiquez les cacahuètes pour en avoir 250 g. Mixez avec 2 cuillerées d’huile jusqu’à obtenir une pâte lisse. #Huile_d'arachide, #Arachide, #Afrique, #Pâtes_à tartiner / #Végétarien, #Sans œuf, #Sans gluten, Végétalien (vegan), #Sans lactose, #Sans viande, Crudité

    #Végétalien_vegan_ #Crudité

  • Défense et illustration des libertés académiques : un eBook gratuit

    Mediapart propose sous la forme d’un livre numérique téléchargeable gratuitement les actes du colloque de défense des libertés académiques organisé par #Éric_Fassin et #Caroline_Ibos. Témoignant d’une alliance entre #journalistes et #intellectuels face à l’#offensive_réactionnaire contre le droit de savoir et la liberté de chercher, il sera présenté lors du débat d’ouverture de notre Festival, samedi 25 septembre.

    Dans un passage trop ignoré de ses deux conférences de 1919 réunies sous le titre Le Savant et le Politique, Max Weber plaide pour une sociologie compréhensive du #journalisme. Lui faisant écho à un siècle de distance, ce livre numérique à l’enseigne de La savante et le politique témoigne d’une alliance renouvelée entre intellectuels et journalistes, dans une #mobilisation commune en défense du #droit_de_savoir et de la #liberté_de_dire, de la #liberté_de_chercher et du #droit_de_déranger.

    Constatant que le journaliste, échappant « à toute classification sociale précise », « appartient à une sorte de #caste de #parias que la “société” juge toujours socialement d’après le comportement de ses représentants les plus indignes du point de vue de la #moralité », Max Weber en déduisait, pour le déplorer, que « l’on colporte couramment les idées les plus saugrenues sur les journalistes et leur métier ». Dans une réminiscence de son projet inabouti de vaste enquête sur la #presse, présenté aux « Journées de la sociologie allemande » en 1910, il poursuit : « La plupart des gens ignorent qu’une “œuvre” journalistique réellement bonne exige au moins autant d’“intelligence” que n’importe quelle autre œuvre d’intellectuels, et trop souvent l’on oublie qu’il s’agit d’une œuvre à produire sur-le-champ, sur commande, à laquelle il faut donner une efficacité immédiate dans des conditions de création qui sont totalement différentes de celles des autres intellectuels ».

    Ce plaidoyer en défense de l’artisanat du métier n’empêchait pas la lucidité sur les corruptions de la profession, avec un constat sans âge qui peut aisément être réitéré et actualisé : « Le #discrédit dans lequel est tombé le journalisme, ajoutait en effet Weber, s’explique par le fait que nous gardons en mémoire les exploits de certains journalistes dénués de tout sens de leurs #responsabilités et qui ont souvent exercé une influence déplorable. » De tout temps, le journalisme est un champ de bataille où s’affrontent l’idéal et sa négation, où la vitalité d’une discipline au service du public et de l’#intérêt_général se heurte à la désolation de sa confiscation au service d’intérêts privés ou partisans, idéologues ou étatiques. Tout comme, dressée contre les conservatismes qui voudraient l’immobiliser et la figer dans l’inéluctabilité de l’ordre établi, la République elle-même ne trouve son accomplissement véritable que dans le mouvement infini de l’émancipation, dans une exigence démocratique et sociale sans frontières dont l’égalité naturelle est le moteur.

    C’est ce combat qui réunit ici des journalistes et des intellectuels, le journal en ligne que font les premiers et le colloque qu’ont organisé les seconds. Si Mediapart publie en eBook, après l’avoir diffusé dans son Club participatif, les actes du colloque La savante et le politique organisé les 7-10 juin 2021 par Éric Fassin et Caroline Ibos, c’est tout simplement parce qu’à travers des métiers différents, avec leurs légitimités propres, leurs procédures universitaires pour les uns et leurs écosystèmes économiques pour les autres, intellectuels et journalistes sont aujourd’hui confrontés à la même menace : la fin de la #vérité. De la vérité comme exigence, recherche et audace, production et #vérification, #confrontation et #discussion. L’#assaut lancé contre les libertés académiques, sous prétexte de faire la chasse aux « pensées décoloniales » et aux « dérives islamo-gauchistes », va de pair avec l’offensive systématique menée contre l’#information indépendante pour la marginaliser et la décrédibiliser, la domestiquer ou l’étouffer.

    Les adversaires que nous partageons, qui voudraient nous bâillonner ou nous exclure en nous attribuant un « #séparatisme » antinational ou antirépublicain, sont en réalité les vrais séparatistes. Faisant sécession des causes communes de l’#égalité, où s’épanouit l’absence de distinction de naissance, d’origine, de condition, de croyance, d’apparence, de sexe, de genre, ils entendent naturaliser les #hiérarchies qui légitiment l’#inégalité de #classe, de #race ou de #sexe, ouvrant ainsi grand la porte aux idéologies xénophobes, racistes, antisémites, ségrégationnistes, suprémacistes, sexistes, homophobes, négrophobes, islamophobes, etc., qui désormais ont droit de cité dans le #débat_public. S’ils n’en ont pas encore toutes et tous conscience, nul doute que la nécrose des représentations médiatique et politique françaises à l’orée de l’élection présidentielle de 2022 leur montre déjà combien ils ont ainsi donné crédit aux monstres de la #haine et de la #peur, de la guerre de tous contre tous.

    Pour entraver ce désastre, nous n’avons pas d’autre arme que notre liberté, et la #responsabilité qui nous incombe de la défendre. Liberté de penser, d’informer, de chercher, de dire, de révéler, d’aller contre ou ailleurs, d’emprunter des chemins de traverse, de réfléchir en marge ou en dehors, de créer sans dogme, d’imaginer sans orthodoxie. Si la chasse aux dissidences et aux mal-pensances est le propre des pouvoirs autoritaires, elle est aussi l’aveu de leur faiblesse intrinsèque et de leur fin inévitable, quels que soient les ravages momentanés et désastres immédiats de leurs répressions.

    La richesse, la vitalité et la force des contributions de ce livre numérique ne témoignent pas seulement d’une résistance au présent. Elles proclament ce futur de l’#émancipation qui germe sur les ruines d’un ordre agonisant.

    Pour télécharger l’eBook :
    https://static.mediapart.fr/files/defense_et_illustration_des_libertes_academiques.epub

    https://blogs.mediapart.fr/edwy-plenel/blog/230921/defense-et-illustration-des-libertes-academiques-un-ebook-gratuit

    #livre #Caroline_Ibos #livre #liberté_académique #libertés_académiques #recherche #université #ESR #islamo-gauchisme

  • DJ Mehdi, le son du Prince - ARTE Radio Podcast
    https://www.youtube.com/watch?v=aMbzFSkMuhg

    Musicien éclectique à la personnalité chaleureuse, DJ Mehdi aura illuminé l’âge d’or du rap français des années 90-2000. Il a donné un « son » aux quartiers populaires avec le tube du groupe 113 « Tonton du bled » et bien d’autres. Mais il a aussi fait des excursions électroniques dans la « french touch » avec Justice ou Daft Punk. Il a donc réconcilié le hip hop et l’électro à une époque où c’était mal vu, voire impossible ! Éditeur du magazine Rockyrama, Johan Chiaramonte s’attache au parcours de Mehdi Faveris Essadi a.k.a. DJ Mehdi, trop tôt disparu à 34 ans le 13 septembre 2011. Le podcast va à la rencontre de ceux avec qui il a travaillé, de ses débuts en banlieue à l’âge de 14 ans (Manu Key de Mafia K’1 Fry) à ses complices à Paris : Pedro Winter du label Ed Banger, Romain Gavras de Kourtrajmé, Xavier de Rosnay du groupe Justice, le journaliste rap Arnaud Fraisse, le compositeur et chef d’orchestre Thomas Roussel. Tous participent à remettre son oeuvre en contexte, et surtout donnent à entendre l’originalité du son de DJ Mehdi.

    #musique #DJ_Mehdi #hip-hop #rap #rap_français #électro #Histoire #Mafia_K'1_Fry #Arte_Radio #audio #podcast

  • Association Between K–12 School Mask Policies and School-Associated COVID-19 Outbreaks — Maricopa and Pima Counties, Arizona, July–August 2021 | MMWR
    https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/70/wr/mm7039e1.htm

    A school was considered to have a mask requirement if all persons, regardless of vaccination status, were required to wear a mask indoors in school. An early mask requirement was one that was in place when the school year began, and a late mask requirement was one that was implemented any time after school began.

    […]

    […] the odds of a school-associated #COVID-19 outbreak were 3.5 times higher in schools with no mask requirement than in those with a mask requirement implemented at the time school started.

    #masques #écoles #enfants

  • Lutte contre les médecins agresseurs sexuels : l’impossible enquête (1/2) - Pour une M.E.U.F.
    https://www.pourunemeuf.org/2021/09/15/lutte-contre-les-medecins-agresseurs-sexuels-limpossible-enquete-1-2

    La nécessité de travailler sur ce sujet nous est venue suite à un constat édifiant : en tant que soignant·es tout le monde a déjà entendu parler de #médecins connus comme étant agresseurs sexuels. Plusieurs médecins de notre association ont donc décidé d’enquêter pour comprendre et savoir comment agir.
     
    Pour étayer notre propos, nous avons d’abord décidé de recenser les faits-divers traitant d’#agressions_sexuelles ou de #viols perpétrés par des médecins. Les articles sont glaçants tant par leur nombre que par les faits relatés : il en va de palpations des seins sans justification médicale, à des viols dissimulés sous des « thérapies corporelles ». 
     
    Ces agressions sont d’autant plus révoltantes que les médecins profitent de la position de dominants que leur confère leur statut. Ils justifient souvent leurs actes par la nécessité de contact physique inhérent à l’examen médical. De plus, les victimes sont souvent déjà dans un contexte de vulnérabilité physique ou psychique lorsqu’elles viennent consulter puisqu’elles sont généralement malades ou en demande d’aide.
     
    Entre ces histoires entendues dans le cadre de notre travail, les articles de presse, les témoignages de victimes et la lecture des compte-rendus anonymes de plusieurs Chambre Disciplinaire de Première Instance du conseil de l’ordre (CDPI), les récits ne manquent pas pour estimer l’ampleur du problème. 
     
    Pourtant, beaucoup de médecins connus comme agresseurs dans la profession ne sont jamais inquiétés, ou bien quand une histoire devient publique suite à un dépôt de plainte, les réactions sont souvent : « Tout le monde le savait ». En tant que médecins féministes, nous nous sommes alors demandées s’il était possible de briser ce silence et ainsi mettre ces personnes hors d’état de nuire. Somme toute : peut-on dénoncer un confrère connu comme agresseur sexuel ? 
     
    C’est ainsi qu’a débuté un fastidieux travail de consultation des textes de lois, de contact auprès de juristes, d’appels à des associations défendant les victimes ou encore de rendez-vous auprès des Conseils de l’Ordre des Médecins.
    Si notre volonté paraissait louable au départ — divulguer des actes illégaux dans l’intérêt des patient·es, nous nous sommes vite rendues compte que la tâche était bien plus difficile qu’il n’y paraissait. Nous nous sommes notamment heurtées aux murs du secret médical et de la confraternité.

    #ordre_des_médecins

  • Nursing Clio: The Racist Lady with the Lamp
    https://nursingclio.org/2020/11/05/the-racist-lady-with-the-lamp

    “She’s a product of her time” is a racist excuse I’ve often heard from colleagues when discussing less appealing aspects of Nightingale’s canon. Her “time” was the Victorian epoch, named after Queen Victoria, who ascended to the British throne in 1837. It was a time of brutal capitalist expansion, an era that saw the rise of the suffragettes, countless working-class uprisings, and anti-colonial revolts. Nightingale was not just a product of her time; she was a product of her social class and its conservative values, which she actively embraced. Her racist discourse was part of the upper classes’ reaction to some of the anti-colonial movements rocking the British empire. The Great Indian Revolt of 1857 sent shockwaves throughout the empire, as did the New Zealand wars. Nightingale was an active participant in British colonialism.

    (...) Despite the clarity of Nightingale’s writings, nursing academia continues to produce hagiographies venerating her. While some nurse scholars have offered critical perspectives on Nightingale, her body of work is largely unchallenged within the nursing profession.

    (...) The weight of Nightingale seems to smother our capacity as a profession to celebrate other historical nursing leaders, especially Black and Indigenous women. One in particular stands out; Mary Seacole , a Black nurse from the same era, who also served in areas where Nightingale worked, such as Crimea, and for much longer. She achieved fame in her own right because of the selflessness and grit with which she treated wounded soldiers.

    Edith Monture was the first Indigenous nurse in Canada and a pioneer in maternal and Indigenous health. Emma Goldman , a Jewish nurse in addition to an anarchist activist, was an advocate for women’s health and fought against the devastating impacts of capitalist industrialization on the health of working people. None of these trailblazing women fit within the Nightingale “ideal” of the nurse; they were willful and rebellious, and by their very existence, challenged racist and sexist norms.

    • Florence Nightingale, la fondation de la croix rouge et le progrès en matière d’hygiène de l’époque sont les produits de l’industrialisation en général et plus particulièrement de l’industrialisation de l’art de la guerre.

      Chacune de ces transformations innovatrices de la guerre est suivie d’une consommation croissante de vies humaines qu’il faut pourtant éviter autant que possible afin de continuer à faire tourner la machine énorme que constitue le cercle d’investissement, de production et de mise en vente capitaliste. La guerre est sa forme parfaite car elle resout le problème de la surproduction en détruisant le surplus invendable tout en créant des profits énormes par la production d’armes.

      Pour la première fois dans l’histoire les femmes soignantes et les hommes médecins trouvent leur place dans ce circuit infernal à l’endroit où la machine risque de dérailler à cause des ruptures d’approvisionnement en chaire humaine et à cause de l’empathie humaine qui complique la participation des masses aux guerres de plus en plus totales et profitables.

      Boris Vian nous en parle dans son poème sur le bon Docteur Schweitzer :

      Pour qui voulez-vous les remettre
      En bon état, docteur Schweitzer
      Ces nègres que vous recollez
      Et qu’on recassera demain

      Quand on approche le rôle des soignants d’une perspective historique avec les outils de l’économie politque on découvre une lignée ancestrale dont les premières générations sont des chamans, sorciers et prêtres qui depuis la victoire de la science sur les pratiques mysthiques ont cédé leur place aux médecins. Les classes au pouvoir ont toujours eu besoin d’une justification profonde et irréfutable de leur rôle dominant. Là où l’irrationnel du type religieux et spirituel ne tient plus debout ce sont la science médicale et ses aberrations les plus brutales qui ont pris le relève. Dans les contrées où pauvreté et l’absence d’éducation moderne empêchent l’introduction des idées modernes les pratiques et structures religieuses persistent et s’opposent au concurrent moderne qu’est la médcine occidentale.

      Le racisme des soignants ne constitue alors qu’une forme particulière de la domination médicale exercée à travers le triage et la catégorisation des patients en fonction de leurs symptomes. On trouve le racisme dans sa forme typique pour le 19ème siècle colonialiste chez Nightingale puis dans sa forme idéale à la rampe d’Auschwitz où les médecins SS instruisent les simples gardes comment réaliser le projet antisemite tout en poussant l’exploitation du corps humain jusqu’à sa forme absolue, Vernichtung durch Arbeit , l’anéantissement par le travail. C’est triage idéal dont l’issue est toujours la mort induite par la main médicale.

      A l’exception des médecins pratiquant le triage nous sommes tous et toutes des nègres évoqués dans le poème de Boris Vian. L’appelation exprime notre infériorité et dépendance par rapport au dominants dont les personnages du Docteur Schweitzer et Florence Nightingale sont des émanations propagandistes dessinant une image floutée et embellie de leurs profession dans le but d’en obscurcir la qualité véridique.

      Je ne parle pas de questions purement historiques car les recherches sur le cerveau humain et les pratiques dans la recherche et l’expérimentation sur les gènes humains nous placent face à des menaces bien plus graves que l’eugénisme de 1900 dont nous connaissons les résultats. Là encore les idéologies et opinions religieuses se confondent avec les intérêts des classes domminantes.

      Boris Vian, Docteur Schweitzer
      https://www.irrationale.net/wort/vianschw.html

      #iatrocratie

  • En France, une #éducation inégalitaire dans ses résultats et son financement
    https://www.banquedesterritoires.fr/en-france-une-education-inegalitaire-dans-ses-resultats-et-son-

    Dans l’édition 2021 de ses « Regards sur l’éducation », l’#OCDE met en lumière les #inégalités du système éducatif français. En termes de résultats, ces inégalités se situent le plus souvent dans la moyenne. En termes de #financement, la France sous-dote l’école primaire au bénéfice du collège.

  • « Par définition, il n’y a pas de flux irréguliers de demandeurs d’asile » | Alternatives Economiques
    https://www.alternatives-economiques.fr/definition-ny-a-de-flux-irreguliers-de-demandeurs-dasile/00100199

    #flux_migratoires_irréguliers #gisti #fabrique_de_l'opinion #mensonge_d'état

    Entretien « Par définition, il n’y a pas de flux irréguliers de demandeurs d’asile »
    Jean-Pierre Alaux Juriste, Membre du Gisti, anciennement chargé de l’asile.

    Après la prise de Kaboul par les talibans, Emmanuel Macron appelait à « anticiper et nous protéger contre des flux migratoires irréguliers importants ». En réaction à ces propos, Jean-Pierre Alaux, juriste et membre du Groupe d’information et de soutien des immigrés (Gisti), revient sur les voies légales actuelles en matière d’accueil des réfugiés afghans.

    Anciennement en charge de l’asile auprès de l’organisation, qui appelle à l’ouverture de nouvelles voies légales et effectives d’accès à la France pour la protection des Afghanes et Afghans victimes de persécutions, il déplore le manque de solidarité des pays occidentaux. Et rappelle que les signataires de la Convention de Genève, dont fait partie la France, se doivent d’accueillir les réfugiés qui entrent sur leur territoire.

    Face à la situation en Afghanistan, que peut faire la France ?

    Je dirais plutôt « que doit faire la France ? ». En effet, l’Hexagone se doit d’appliquer la Convention de Genève de 1951, tout comme les autres pays signataires. Il s’agit du texte fondateur international en matière de droit d’asile, dont le grand prêtre est le Haut Commissariat des Nations unies pour les réfugiés (UNHCR). Cette convention définit ce qu’est un réfugié, quels sont ses droits et quelles sont les obligations des Etats signataires à son égard.

    L’article 1 stipule qu’un réfugié est une personne qui est persécutée, ou qui craint de l’être, et qui, en raison de cette crainte, se trouve hors du pays dont elle a la nationalité. Autre élément fondamental de la convention, spécifié dans l’article 31 : un pays ne peut pas appliquer de sanction aux réfugiés du fait de l’entrée sur son territoire sans autorisation. Les réfugiés ont ainsi le droit, garanti par l’ONU, de traverser les frontières sans y être autorisés au préalable. Enfin, l’article 31 dit également qu’il n’est pas question pour les Etats signataires de renvoyer les réfugiés dans leur pays d’origine.

    Il est important de noter que, pour la convention, un réfugié ne se limite pas à ceux qui ont obtenu le statut de réfugié, mais comprend également ceux qui visent la protection du statut de réfugié.

    Comment réagissez-vous au discours d’Emmanuel Macron, quand il parle de « flux migratoires irréguliers vers l’Europe » ?

    J’ai été scandalisé. Tout simplement car, par définition, il n’y a pas de flux irréguliers de demandeurs d’asile. C’est le droit qui le dit. Un Afghan qui traverse un certain nombre de pays franchit plusieurs frontières, et arrive en France par exemple, n’est pas du tout un « flux irrégulier », puisque la Convention de Genève, que la France a signée, dit que les demandeurs de protection internationale ont la particularité unique, par rapport aux autres types de migrants, de pouvoir se déplacer sans autorisation, et donc de ne pas être en situation irrégulière lors de ce déplacement. Et ça, Emmanuel Macron le sait parfaitement. Il ment en connaissance de cause.

    En France, où en est-on en matière d’asile ? Le statut de réfugié est-il facilement accordé ?

    Non, ce n’est pas du tout un statut facilement accordé. Globalement, en France, on tourne autour de 20 % de décisions positives, si on additionne les demandes de protection internationale faites auprès de l’Office français de protection des réfugiés et des apatrides (Ofpra)1 et de la Cour nationale du droit d’asile (Cnda), l’instance d’appel après les éventuels rejets de l’Ofpra.

    Ensuite, et c’est important à savoir, depuis une dizaine d’années, il y a deux statuts selon les règles européennes : le statut de réfugié – qui est le statut historique et est interprété comme devant s’appliquer aux personnes qui sont personnellement visées par des persécutions ou des risques de persécutions – et la protection subsidiaire.

    La protection subsidiaire, inventée par l’Union européenne (UE), s’applique aux personnes qui ne sont pas en mesure d’établir qu’elles sont personnellement visées par des risques, mais qui viennent de pays où « tout est dangereux », c’est-à-dire que la situation est dangereuse pour tout le monde, et que ça pourrait donc « leur tomber sur la tête » à tout moment.

    Il y a une grande différence entre ces deux statuts. Le premier donne droit à une carte valable dix ans, renouvelable à l’infini. Le deuxième, lui, se traduit par l’attribution d’une carte de séjour « vie privée et familiale », d’une année de validité, et renouvelable. La protection subsidiaire est donc un statut beaucoup plus précaire que le statut de réfugié, et a de nombreux inconvénients. Par exemple, quelle banque accorderait un emprunt à quelqu’un qui n’a pas la certitude de pouvoir reste plus d’un an sur le territoire ? De plus, théoriquement, si la situation dans le pays d’origine redevenait idyllique, la carte de séjour peut être retirée.

    A partir du moment où l’Europe a inventé un statut plus précaire que le statut de réfugié, petit à petit, et de manière assez prévisible, c’est ce statut qui a été le plus accordé. Aujourd’hui, en France, 60 % à 70 % des Afghans auxquels on donne une réponse positive reçoivent la protection subsidiaire, et c’est donc une minorité d’entre eux qui bénéficient du statut de réfugié. C’était l’inverse il y a encore cinq ans.

    Néanmoins, et il faut le préciser, la France a renvoyé bien moins de personnes en Afghanistan que le Danemark ou l’Allemagne, et se trouve parmi les pays qui en a le moins renvoyé, alors même que les Afghans étaient parmi les premiers demandeurs d’asile en 2020.

    La France peut-elle « choisir ses migrants » ?

    La France peut choisir ses migrants, sauf, justement, pour les réfugiés. Dans la mesure où quelqu’un, d’où qu’il vienne, déclare avoir été persécuté, ou affirme risquer de l’être, la France est dans l’obligation d’accepter cette personne réfugiée. Néanmoins, il existe une particularité européenne, qui constitue un nouvel obstacle : le système de Dublin.

    Celui-ci ne s’oppose pas à la Convention de Genève, mais il impose que le seul pays habilité à examiner une demande d’asile soit le pays par où la personne demandeuse d’asile est entrée dans l’UE. En pratique, il s’agit souvent du premier pays où la personne a été contrôlée par la police, et où son empreinte digitale a été prise.

    Par la suite, si cette personne demande l’asile dans un autre pays, elle sera renvoyée dans ce premier pays. C’est pourquoi les pays européens en bordure de l’UE, comme l’Italie ou la Grèce, protestent contre l’absence de solidarité des autres Etats, argumentant que leur position géographique ne devrait pas impliquer une telle différence dans la prise en charge des demandeurs d’asile.

    Par le passé, comment l’Europe et la France avaient-elles réagi lors de crises similaires ?

    A l’origine, dans les années 1950, il n’y avait pas l’UE, mais la plupart des réfugiés étaient reconnus à partir de ce que le UNHCR appelait le prima facie. Selon ce principe, toute personne qui venait d’un pays secoué par des violences manifestes, ou qui faisait partie d’une minorité qui était persécutée, pouvait obtenir le statut de réfugié, à la seule condition de prouver son appartenance à ce pays ou à cette minorité. Il n’était pas nécessaire de raconter des histoires individuelles.

    Le statut prima facie s’est appliqué aux ressortissants de l’Europe de l’Est au temps du rideau de fer. Il suffisait alors de prouver que vous étiez Hongrois, par exemple, et vous receviez le statut. C’est également ce qu’il s’est passé dans les années 1970 : sous la pression, les pays occidentaux ont décidé d’accueillir les réfugiés du sud-est asiatique (Vietnamiens, Cambodgiens, Laotiens) qui prenaient la mer, à la seule condition de prouver leur nationalité.

    Néanmoins, il faut préciser qu’il s’agissait à l’époque essentiellement de réfugiés qui appartenaient à une couche sociale bien supérieure à celle des réfugiés actuels. Les demandeurs d’asile étaient des intellectuels, des artistes, voire des militants syndicaux. Du coup, il y avait une sorte de conjugaison entre les convictions humanitaires et les facilités d’intégration dans nos sociétés.

    De plus, cette « sélection sociale » faisait qu’ils étaient peu nombreux. Aujourd’hui, les demandeurs d’asile afghans sont principalement issus de couches populaires, d’origine paysanne ou de très petits commerçants de provinces éloignées de Kaboul. Fatalement, ces personnes sont plus nombreuses que les élites.

    De manière générale, on est actuellement face à une Europe très peu généreuse. Emmanuel Macron, Angela Merkel et les pays occidentaux appliquent la même vieille philosophie de classe que celle du temps du rideau de fer : ils sont prêts à accueillir et protéger les artistes, les intellectuels, les professeurs d’université et les défenseurs de droits humains, mais à laisser sans protection les paysans, les petits artisans...

    Qu’en est-il des autres pays, tels les Etats-Unis ou le Canada ?

    Les Etats-Unis ont des paroles relativement tolérantes en ce moment, et sont plutôt décontractés, car ils savent qu’ils ne recevront qu’une très petite minorité du flux afghan, du fait de leur position géographique. Ils feront donc avec. Mais je suis méfiant, car ce dernier mois, Joe Biden est en train de revenir à la politique de Donald Trump à la frontière mexicaine.

    Le Canada prévoit d’accueillir 20 000 réfugiés. Néanmoins, ça fait très longtemps que le pays applique une politique d’acceptation sur dossier, afin que les qualifications des personnes admises dans le pays correspondent aux besoins du marché de l’emploi du moment. La protection est donc donnée à condition que ça leur serve à quelque chose. Le Royaume-Uni prévoit de faire pareil sur une période de quatre ou cinq ans, et d’accepter principalement les personnes qualifiées ou formées.

    De manière générale, le bilan est le même : les individus qui courent des risques dans le monde sont de plus en plus nombreux, mais le premier réflexe des pays occidentaux est de déclarer vouloir se protéger avant de protéger les Afghans eux-mêmes. Il n’y a aucun pays qui se démarque réellement pour sa solidarité.

    Note 1.22 % de réponse positive de l’Ofpra en 2018, 15 % en 2020.

    Propos recueillis par Margot Vermeylen

  • Première à Montpellier : quand les Gitans font leur festival sur les Gitans
    https://actu.fr/occitanie/montpellier_34172/premiere-a-montpellier-quand-les-gitans-font-leur-festival-sur-les-gitans_45055

    Les organisateurs de cette grande première sont fiers d’avoir mené à bien « leur bébé » : du jeudi 30 septembre au dimanche 3 octobre inclus, la Halle Tropisme, à Montpellier accueillera un festival sur les Gitans organisé par des Gitans. L’événement est baptisé « Mosaïque Gipsy Bohème » et ce sont des Gitans de la communauté d’ici qui l’ont créé. Quatre jours de fiesta comme les Gitans savent la faire.

  • Les spipolliens, ces paparazzi... d’insectes !
    https://www.telerama.fr/debats-reportages/les-spipolliens-la-secte-des-mitrailleurs-dinsectes-6924418.php

    DRÔLES DE PASSIONNÉS 3/4 – Certains comptent les chauves-souris. D’autres, les oiseaux. Les “spipolliens”, eux, se piquent d’insectes pollinisateurs. Ils répertorient tout spécimen croisé au jardin. Leurs photos, classées avec soin sur le site Internet du Spipoll, forment un riche inventaire au service des scientifiques.
    Au nord de Rennes, derniers immeubles avant les champs, tout le monde descend. Derrière l’abribus, les herbes hautes. « Quartier de Beauregard, ciel couvert, 20 °C, vent léger », note Barbara sur un petit bout de papier, avant de regarder sa montre. Il est 14h55 et Barbara sort son appareil photo. Top départ. Sur les centaurées mauves qui bordent le macadam, elle guette la petite bête. À peine la butineuse a-t-elle le temps de se poser sur la fleur, que, clic-clac, Barbara, en vraie paparazzi des insectes, lui a tiré le portrait. « C’est une mégachile, une abeille sauvage », précise-t-elle, ravie. Vous repérez tout juste l’insecte en question que Barbara en est déjà à sa quatrième bestiole observée, « cinq ! » s’exclame-t-elle en pointant un fin scarabée, un œdémère vert. « Regardez ses fémurs enflés, c’est un mâle ! »
    À voir Barbara voleter en K-way au-dessus des corolles violettes, on en vient presque à se demander si notre accompagnatrice ne posséderait pas un superpouvoir : « Je ne sais pas si mes gènes ont muté, s’amuse celle-ci, mais c’est vrai qu’avec le temps j’ai développé une attention particulière aux mouvements légers : je suis paramétrée pour repérer de loin les insectes en vol. » Ce mois de juillet 2021, Barbara, alias Barbara Mai, son pseudo de photographe ès bestioles, fête ses 11 ans de « Spipoll ». Spipoll ? Le petit nom du « Suivi photographique des insectes pollinisateurs ». Lancé en 2010 par le Muséum national d’histoire naturelle et l’Office pour les insectes et leur environnement (Opie), c’est l’un des nombreux programmes de sciences participatives qui permettent aujourd’hui au citoyen d’aider la recherche scientifique en récoltant des données de terrain.
    Barbara est loin d’être seule à s’être prise de passion pour la chose. Au dernier comptage de l’Observatoire national de la biodiversité (ONB), plus de 100 000 Français participaient à l’une de ses initiatives, au nombre de plusieurs centaines dans l’Hexagone. Un engouement, et une profusion de projets, que n’aurait pu imaginer à ses débuts, il y a deux décennies, le réseau
    Vigie-Nature. Porté par le Muséum, l’organisme encadre les programmes suivant un protocole strict, qui génère de grosses bases de données. Et que l’on s’intéresse aux algues ou aux papillons, il y en a vraiment pour tous les goûts. Parmi les nouveaux objets d’étude, les météorites, que le projet Vigie-Ciel tente de localiser après leur chute, et qui le 1er janvier 2020 a récupéré son premier caillou.

    Deux photos de spipolliens. À gauche, une osnie mâle (abeille sauvage). À droite, un œdémère et un syrphe ceinturé butinant une cupidone.
    Prisca/Spipoll | M. de FLORES/Spipoll
    Quant aux sujets « anciens », comme les oiseaux, ils n’ont pas fini de mobiliser les bénévoles : en mai 2021, le programme de Suivi temporel des oiseaux communs (Stoc), le plus ancien participatif français, a fait le point sur plus de trente années de comptage. Parmi les dizaines d’opérations suivies par Vigie-Nature, c’est d’ailleurs l’Observatoire des oiseaux des jardins qui comptabilise le plus grand nombre de participants en exercice, 14 000 en 2019. Un chiffre monté à 22 000 en pleine pandémie mondiale. Car la science participative ne semble pas avoir souffert du Covid-19, bien au contraire : de nouveaux venus, arrivés au fil des confinements, ont souvent découvert les joies de la collecte de données pas plus loin que dans leur jardin.
    750 photos par jour

    Succès aussi pour le petit Spipoll, « qui a multiplié son nombre de participants par trois », soit quelque 968 observateurs en 2020, selon Mathieu de Flores, chargé de mission à l’Opie. Une montée en puissance permise par l’application lancée en 2020 alors que le projet venait de fêter son 10e anniversaire. Un saut de plus vers le très grand public ? Désormais, chacun peut participer à l’aventure muni d’un simple smartphone. « Il y a dix ans, lorsque nous avons conçu le site Internet, la photographie numérique n’était pas si répandue. Les insectes sont rapides, il faut un bon appareil photo : les gens en possèdent désormais un à l’intérieur de leur téléphone, ce dont nous n’aurions osé rêver en 2010 », s’enthousiasme Mathieu de Flores. Car, à l’heure de la crise de la biodiversité, l’entomologiste amateur 2.0 n’épingle plus le scarabée dans une boîte vitrée. Il le photographie, puis le laisse s’envoler.
    Qui veut « spipoller » se place donc tout simplement au-dessus d’une plante en fleur : « On vous demande de photographier tous les insectes qui s’y posent, puis de poster une photo, exploitable, par type d’insecte observé, précise Mathieu de Flores. Nous vous fournissons ensuite les outils aidant à le ranger dans l’une des 630 catégories d’insectes. » Résultat, cela n’a jamais autant mitraillé coquelicots et pissenlits. Sur spipoll.org, plus de 57 610 tranches de vie de plantes et de petites bêtes ont été postées. « En 2020, nous avons frôlé les 10 000 collections en un an, ce qui signifie environ 750 photos par jour. » Des images déposées 24 heures sur 24, validées en moins de deux heures, parfois au cœur de la nuit, par des spipolliens insomniaques.
    “Un petit univers parallèle s’est créé, très investi, très bienveillant.” Grégoire Loïs, à Vigie-Nature

    Un immense album photo, donc, où l’abeille côtoie le scarabée, et qui se feuillette en famille. Chez les spipolliens, tout le monde regarde les photos de tout le monde. Protocole oblige, leur validation est en effet collaborative, avec des photos visées successivement par trois personnes. « Sous les images, nous avions laissé un espace de commentaires qui a été investi par les participants. Ça a pris tout seul, d’un coup, sans qu’ils aient besoin de nous », se souvient, encore surpris, Colin Fontaine, chercheur au CNRS, qui utilise les données du Spipoll pour étudier les communautés plantes-pollinisateurs. Communauté, c’est le mot. Car en s’extasiant sous la photo de l’araignée-crabe, on tisse des liens.
    Par la magie des commentaires, le trombi de coléoptères et consorts se mue dès lors en embryon de réseau social. « Un petit univers parallèle s’est créé, très investi, très bienveillant, constate le directeur adjoint de Vigie-Nature, Grégoire Loïs, lui-même spipollien assidu. Je ne crois pas qu’il y ait d’équivalent : les gens qui participent au suivi des chauves-souris sont passionnés de chauves-souris, mais les spipolliens sont fans du programme en lui-même. » Les fans, ils vont de Marie, 25 ans, étudiante dans le Finistère nord, à Nicole, la doyenne, 87 ans, retraitée en Dordogne. Et, après avoir échangé virtuellement, ils ont rapidement traversé la France pour aller « spipoller » ensemble. « Le format idéal, c’est deux personnes, estime ainsi Marie, qui à son arrivée en Bretagne a contacté Barbara. Comme ça, on peut discuter, et cela ne fait pas peur aux insectes ! » Aux premières rencontres officielles, en 2013, lorsque le noyau dur se présente, un mot revient donc sans cesse : « Accro, se souvient Barbara. On s’était surnommés les spipolliens anonymes. »
    Compréhension fine de l’écosystème

    Accro, d’abord à la « vraie vie » des insectes floricoles. Pas besoin d’aller loin, il se passe toujours quelque chose sur les inflorescences, même sur une carotte sauvage de la périphérie rennaise. Butinage bien sûr, mais aussi accouplement, deux téléphores fauves, monsieur sur madame qui butine, ou prédation, une araignée-crabe qui a kidnappé un andrène. Mais pour les humains, il s’agit surtout d’une parenthèse dans un quotidien trépidant. Avec ses longues observations hors du temps, le Spipoll rend zen, paraît-il. À tel point que certains n’hésitent pas à affirmer qu’il devrait être remboursé par la Sécu, à l’instar de Gilles. « J’ai un appareil photo assez gros, alors je dois retenir ma respiration pour que les photos ne soient pas floues : se concentrer, respirer, c’est une sorte d’exercice de méditation. »
    Face à autant d’enthousiasme, le projet échappe un peu à ses concepteurs : « Peu après le lancement de l’appli, j’ai été invité en Bourgogne, s’amuse Mathieu de Flores. Quand l’animateur du projet est convié à une rencontre non officielle, c’est bon signe ! » Et si le Covid-19 freine aujourd’hui les interactions, les spipolliens comptent bien rattraper leur retard rapidement. En 2022, Albert, pseudo Ber, 71 ans, espère ainsi pouvoir fêter ses 10 ans de Spipoll en « famille », dans l’Insectodrome. Un jardin qu’il a créé au milieu d’une truffière d’Uzès et dont les sculptures de nidification accueillent une multitude de petites bêtes. Pour lui, il ne s’agit plus seulement d’une rencontre avec la garrigue, ses chênes verts, ses abeilles sauvages, mais avec beaucoup d’autres choses : « Ce n’est pas simple de s’y mettre quand on part de rien, sans connaissances entomologiques. J’ai rencontré des gens qui m’ont aidé, apporté énormément et que je considère aujourd’hui comme des amis. »

    Une rencontre nationale de fous d’insectes dans les Cévennes en 2019. Être spipollien,
    ça crée des liens !
    Spipoll
    Du côté du Muséum, les données récoltées par les spipolliens rendent de fiers services à la science. Hospitalité des milieux agricole et urbain, homogénéisation biotique, pollinisation du châtaignier, les études se multiplient, et ce n’est que le début. « Le chercheur a toujours besoin de plus de données », sourit Colin Fontaine. Quant à l’aspect humain, c’est très gratifiant. « Cela rend les participants capables de comprendre les enjeux environnementaux de façon éclairée », conclut-il, se souvenant d’Albert, au départ dépité par les lézards faisant dînette dans ses nichoirs : « Il en est arrivé à la conclusion que cela montrait combien le milieu était hospitalier, avec une compréhension fine de l’écosystème, et ça c’est super ! » À l’avenir, le site du Spipoll, en cours de traduction, s’apprête à faire d’autres émules, plus loin, en Grande-Bretagne, aux Pays-Bas, même en Scandinavie. Pour toucher la Méditerranée, cela s’annonce plus compliqué, car les insectes changent lorsque l’on descend vers le sud. « Il faut faire vite, alerte Barbara, que les actualités récentes épouvantent. Plus cela m’effraie, plus je spipolle. » Devant son immeuble, elle a affiché ses photos sur un panneau explicatif. Depuis, le service des espaces verts ne lui coupe plus ses pissenlits.

    #Sciences_participatives #Insectes #Vigie_Nature