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Agent d’ingérence étrangère : Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren, müssen Männer mit Bärten sein. Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte, die haben Bärte. Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit.

  • Ursula Haverbeck und ihr uralter Hass : 95-jährige Holocaustleugnerin muss wieder vor Gericht
    https://www.tagesspiegel.de/politik/95-jahrige-holocaustleugnerin-muss-wieder-vor-gericht-ursula-haverbeck-

    Voilà une nazie, une vraie de vraie. The woman you love to hate . Si seulement les crypto-fascistes du « centre » politique n’existaient pas. Si mamie-facho se tape encore du temps en prison elle y mourra fièrement comme martyre de son mouvement. Là son avocat avance son état de faiblesse comme prétexte pour la garder en liberté. Elle fait si bien son travail de révisionniste. A ch...

    6.6.2024 von Jost Müller-Neuhof - Keine Frau in Deutschland ist so lange und so verbohrt als Rechtsextremistin unterwegs wie die Mitgründerin des Nazi-Vereins „Collegium Humanum“. Ein Gericht bezeichnete sie 2015 als „unbelehrbar“ – jetzt folgt der nächste Prozess.

    Sie ist die mutmaßlich älteste aktive Rechtsextremistin in Deutschland und mit ihrer hartnäckigen Leugnung des Holocaust zu einer Ikone in der antisemitischen Szene aufgestiegen: Ursula Meta Hedwig Haverbeck-Wetzel, 95 Jahre alt, steht an diesem Freitag erneut vor Gericht.

    Diesmal ist es das Landgericht Hamburg, das über den weiteren Umgang mit der betagten Vielfach-Straftäterin befinden muss. Es ist die Berufungsverhandlung zu einem Urteil des Amtsgerichts vom November 2015. Haverbeck, so die Planung, soll persönlich erscheinen; das Gericht teilt mit, der Prozess werde vom gerichtsärztlichen Notdienst begleitet.

    Anlass sind typische Haverbeck-Handlungen. Am Rande des Prozesses gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning in Lüneburg diktierte sie einem NDR-Reporter ins Mikrofon: „Ausschwitz war kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager“. Der Sender brachte den O-Ton wenige später in „Panorama 3“.

    Die Angeklagte ist unbelehrbar und das Gericht ist fest davon überzeugt, dass sie zukünftig weitere einschlägige Taten begehen wird.
    Das Hamburger Amtsgericht in seinem Urteil 2015

    In einem weiteren NDR-Interview äußert Haverbeck über die als Buch veröffentlichten Kommandanturbefehle des Lagers Auschwitz:

    „Ich ziehe die Erkenntnis daraus, dass ich hier den letzten noch vielleicht ausstehenden Beweis darüber habe, dass Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager war‘“.

    Der Journalist fragt noch einmal nach:

    „Das heißt, es hat keine Massenvernichtung gegeben?‘‘

    Haverbeck: „Nein.“

    In der damaligen Hauptverhandlung bestätigte Haverbeck freimütig, alles so gesagt zu haben, nichts sei aus dem Kontext gerissen worden. Als Beweis für ihre Thesen bot sie an, dass das von den Nazis zum Massenmord verwendete Blausäure-Giftgas „Zyklon B“ ungeeignet sei, um Menschen zu töten – ihre Standardverteidigung.

    Der Schuldspruch: zehn Monate Haft ohne Bewährung. Strafmildernd sei Haverbecks Geständnis und ihr damals schon hohes Alter von 87 Jahren berücksichtigt worden, heißt es im Urteil. Verschärfend dagegen, dass nichts, weder Geld- noch Freiheitsstrafen sie von ihrem Tun abhalten könnten.

    Eine Strafaussetzung zur Bewährung kam daher nicht in Betracht: „Die Angeklagte ist unbelehrbar und das Gericht ist fest davon überzeugt, dass sie zukünftig weitere einschlägige Taten begehen wird.“

    Ob die Greisin ihre Haft antritt, ist ungewiss

    Daran konnte und kann es wenig Zweifel geben. Seit 20 Jahren kassiert Haverbeck Geld- und Haftstrafen wegen Volksverhetzung. Demnach kann bestraft werden, wer die nationalsozialistischen Massenmorde „in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost“. Zuletzt war es in Berlin vor zwei Jahren so weit, es setzte ein Jahr Haft ohne Bewährung.

    Ob die Greisin tatsächlich einrücken muss, ist ungewiss. Im Berliner Fall ist das Urteil rechtskräftig, eigentlich hätte sich Haverbeck bis Ende Juni in einem Justizvollzugskrankenhaus in Nordrhein-Westfalen einfinden müssen. Doch Haverbeck und ihr ebenfalls rechtsextremer Anwalt Wolfram Nahrath argumentieren mit Schwäche und Krankheit. Die Delinquentin sei weder reise- noch hafttauglich.

    Sollte das zutreffen, wird die Renitente nach einem langen Leben ihrer antijüdischen Geschichtsleugnung langsam müde. Das Abstreiten des Holocausts war so etwas wie ihr Lebenswerk.

    1963 gründete Haverbeck, damals noch Ursula Wetzel, mit ihrem späteren Ehemann Werner Georg Haverbeck das „Collegium Humanum“, eine „Heimvolkshochschule für Umwelt und Lebensschutz“ im ostwestfälischen Vlotho. Die Tagungsstätte galt damals auch als Hotspot von Friedensaktivisten und Ökobewussten, zu den Gästen sollen Studentenführer Rudi Dutschke und der Künstler Joseph Beuys gezählt haben. Dies ungeachtet der Tatsache, dass Werner Haverbeck, ehemaliger SS-Untersturmführer, eine schillernde Karriere im NS-Staat hingelegt hatte.

    Parallel versuchte sich das Paar an einer politischen Karriere in der damals frisch gegründeten Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), die nach dem Willen der Haverbecks das erwachende Umweltbewusstsein mit national-völkischen Positionen zusammenbringen sollte. Das Unterfangen scheiterte, die beiden wurden wegen ihres harten Rechtsdralls aus der Partei ausgeschlossen.

    In der Folge wandelte sich das „Collegium Humanum“ zu einer Anlaufstätte für internationale Holocaustleugner, bis es 2008 vom Bundesinnenministerium verboten wurde. Als parallele Veranstaltung rief Haverbeck den Verein „Gedächtnisstätte“ ins Leben, der heute als Nachfolgeorganisation des „Collegium“ gilt.

    Insgesamt eine Vita, in der sich erweist, dass sich Motive der Friedensbewegung auch schon vor der AfD in rechtsnationalen Strömungen spiegeln konnten und Öko-Aktivismus ein paar politische Wurzeln hat, von denen heute nur selten die Rede ist. Vor allem aber entsetzt der Haverbecksche Judenhass, der alles überwölbt und in ihrer verqueren Weltsicht alles zusammenzuhalten scheint.

    #Allemagne #nazis