Taxi

Reality Check - Geschichten rund ums Taxi in Berlin und weltweit - Materialsammlung, Bilder, Videos, Texte

  • Platz wird umbenannt: Blücherplatz in Berlin-Kreuzberg wird zu Eva-Mamlok-Platz
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/platz-wird-umbenannt-blucherplatz-in-berlin-kreuzberg-wird-zu-eva-mamlo

    Bezirksverordnetenversammlungen sind wie kleinbürgerliche Häuslebauer, irgendwas muss immer an- oder umgebaut werden, und am Ende kommt immer eine Verschlimmbesserung heraus. Noch eine Straßenumbenennung gibt dem Leben der Verordneten den Anschen von Sinn.

    Für irgendwas muss man ja Aufwandsentschädigung und Sitzungsheld kassieren. Auch so ein Ausschuss mitsamt dem Bezirksamtsapparat, den er kontrollieren soll, will nicht in untätiger Sinnlosigkeit scheitern. Alle wollen liefern. Also weg mit dem Preußengeneral, her mit der Widerstandsdame.

    Das ist gut gemacht und schlecht gedacht, aber Denken ist ja bekanntlich Glückssache. Diesmal haben die Bezirksverorneten in der Denklotterie eine Niete gezogen. Einfach das nächste Los kauf, möchte man ihnen zurufen. Ihr kriegt es gratis und von mir noch Taschengeld dazu. Vielleicht ist ja ein pädophiler Jugendamtsleiter euer Hauptgewinn, der ganz dicke Plüschbär, den ihr als Kinder immer gewinnen wolltet und nie erwischt habt.

    Taxi wünscht Euch Glück, dann kann es vielleicht glückliche Fahrgäst vom Rathaus nach Hause fahren. Wobei, wir sind ja in Friedrichshsin Kreuzberg, da fahren alle Fahrrad und Uber. Auch egal. Wir machen das alles ja nur zum Spaß.

    23.4.2026 - Ein Platz in Kreuzberg soll einen neuen Namen bekommen – den der jüdischen Widerstandskämpferin Eva Mamlok. Die Umbenennung gilt allerdings nicht ab sofort.

    Der Blücherplatz am Halleschen Tor in Berlin-Kreuzberg soll künftig nach einer jüdischen Widerstandskämpferin Eva-Mamlok-Platz heißen. Bis Ende des Jahres soll der Platz umbenannt werden, wie das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg mitteilte. Die Umbenennung findet demnach erst nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus Ende September statt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

    Eva Mamlok war eine jüdische Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, die in Kreuzberg aufwuchs. 1944 starb sie im Konzentrationslager Stutthof. Stolpersteine in der Neuenburger Straße erinnern an sie und ihre Familie.

    Der bisherige Namensgeber des Platzes, Gebhard Leberecht von Blücher, war ein preußischer Generalfeldmarschall, der eine bedeutende Rolle in den Befreiungskriegen gegen Napoleon spielte.

    Die Umbenennung geht auf einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung aus dem vergangenen Juni zurück. In dem Antrag zur Umbenennung heißt es, dass der Platz nicht mehr den Namen eines Feldherrn der Befreiungskriege gegen Napoleon tragen, sondern dort eine Persönlichkeit des weiblichen und jüdischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus geehrt werden solle. Zudem sei Blücher mit der mehrspurigen, eineinhalb Kilometer langen Blücherstraße bereits im Bezirk prominent vertreten. (dpa)

    #Berlin #Kreuzberg #Blücherplatz #Eva-Mamlok-Platz #Straßenumbenennung #Politik #Zeitgeist #Geschichte