• Après la disparition de Ralph Giordano à 91 ans le souvenir de l’époque nazie risque d’être enterré entre les pages des livres d’histoire.

    C’est toute la génération des enfants et adolescents de 39-45 qui est en train de nous quitter. C’est un avantage pour les jeunes car disparaissent avec eux les non-dits, le silence et la culpabilité de ceux qui ont su et n’ont rien fait. Les familles se libèrent du traumatisme des coupables sans responsabilité véritable. Par contre la disparition de ceux qui étaient la cible du combat acharné des nazis nous lègue une tâche difficile : comment remplacer le récit des témoins sincères ?

    Er mischte sich ein, wenn andere schwiegen - Kultur & Live - Hamburger Abendblatt
    http://www.abendblatt.de/kultur-live/article135242045/Er-mischte-sich-ein-wenn-andere-schwiegen.html

    Als kurz vor Kriegsende die Deportation der Mutter Richtung Osten, und das wusste man , in den sicheren Tod angeordnet wurde, versteckte sich die Familie in einem feuchten Alsterdorfer Kellerloch, das ihnen Gretel Schulz, eine mutige Hamburgerin, überlassen hatte. Vom 14. Februar 1945 an vegetierten sie im Dunkeln zwischen Ratten. Sie wären beinahe verhungert, bis Gretel Schulz am 4. Mai 1945 das Ende der Schrecken verkünden konnte: „Die Scheiße hat ein Ende.“ Die Engländer hatten Hamburg befreit.

    Davor lag eine furchtbare Zeit,. Ein Lehrer trieb ihn beinahe in den Selbstmord. Im Kellerloch war er bereit, seine geliebte Mutter zu erschießen, ehe sie in die Hände der Nazis fallen konnte – einmal fehlten dazu nur wenige Sekunden. Giordano fasste damals zwei Entschlüsse. Den einen machte er erst Jahrzehnte später publik: In eine Welt, die zu solchen Gräueln fähig ist, würde er nie Kinder setzen. Ein Entschluss, über den er erst im Alter gesprochen und den er heftig bereut hat.

    Der zweite Vorsatz war, das schreckliche Erleben der Nazizeit zu einem Buch zu verarbeiten. Die Notizen dafür rettete er durch die letzten beiden Kriegsjahre. „Das Buch“ – unter diesem Begriff geisterte es durch seinen Kopf, als der Titel „Die Bertinis“ noch nicht gefunden war – musste noch fast vierzig Jahre warten. Er hat, so sagte er, jeden Tag daran gedacht, hat Sätze geformt, an Formulierungen gefeilt. Doch zuvor war anderes wichtiger.

    An vieren ihrer Peiniger, so hatten es Ralph Giordano und sein älterer Bruder Egon es vor, wollten sie Rache nehmen, darunter „Speckrolle“, einer der fanatischen Nazi-Lehrer vom Johanneum. Sie suchten und fanden ihn, auch hier war die Pistole schon entsichert – sie ließen ihn leben. Giordano Auseinandersetzung mit der Unmenschlichkeit fand andere Wege.

    Ein Trugschluss – „die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde“ – führte Giordano zunächst in die DDR, vom dort zur Schau getragenen Antifaschismus angezogen. Er besuchte Mitte der 1950er-Jahre die Schriftstellerschule in Leipzig, arbeitete als Journalist, bis ihn seine Abneigung gegen das stalinistische Regime zurück in den Westen holte.

    Dans les dernières années Ralph Giordano était devenu un exemple pour les limites de la pensée libérale.

    https://www.jungewelt.de/feuilleton/giordano-gestorben

    Bemerkenswert war auch sein Bestseller »Die zweite Schuld oder Von der Last Deutscher zu sein«, mit er 1987 die Verdrängung und Entsorgung des Faschismus nach 1945 angriff. Nach dem mörderischen Brandanschlag auf eine türkische Familie in Mölln 1992 formulierte er in einem offenen Brief an Bundeskanzler Helmut Kohl, dass die Juden in Deutschland nun dazu übergehen müssten, ihre Selbstverteidigung zu übernehmen, weil sie vom Staat keinen Schutz mehr zu erwarten hätten. Als der späte Martin Walser von einem Linken zu einem Rechten mutierte, der die »Instrumentalisierung des Holocaust« ebenso geißelte wie er »Versailles« die Schuld an Hitlers Aufstieg zusprach, warf ihm Giordano, der Israel als »Mutterland« begriff, Geschichtsfälschung in der Tradition des deutschen Revanchismus vor.

    Doch auch der späte Giordano legte einige denkwürdige Turns hin. 2003 begrüßte er die US-Invasion des Iraks, 2004 gedachte er beim Bund der Vertriebenen des »Leids«, das den Deutschen nach 1945 angetan worden sei und 2007 reihte er sich in Köln bei den sogenannten Islamkritikern ein, den Vorläufern jener Bagage, die zur Zeit in Dresden aufmarschieren lässt.

    #antifascistes #allemagne

    • Google translate donne des resultats acceptables (avec accents et cedilles) . Il est payant quand on veut l’utiliser dans son site, mais tu peux l’utiliser en copiant/collant les textes qui t’interessent. Je le fais regulierement pour l’arabe, le chinois ou le russe. D’habitude c’est assez bon pour se faire une idee de la structure et de la sigification d’un texte.

      https://translate.google.com/#de/fr/Als%20kurz%20vor%20Kriegsende%20die%20Deportation%20der%20Mutter%2.

      Ici Google transforme « avant la fin de la guerre » en « avant la guerre », il ignore sans doute le mot Kriegsende , pas etonnant pour le produit d’une entreprise qui se trouve dans une guerre totale perpetuelle ;-)

      Ensuite il a des problemes avec les mots allemands decomposes dont la premiere partie se trouve au debut de la phrase et la deuxieme partie a sa fin : publikmachen -> « machte er erst Jahrzehnte später publik ».

      https://translate.google.com/#de/fr/Bemerkenswert%20war%20auch%20sein%20Bestseller%20%C2%BBDie%20zweit.

      La Google translate touche a ses limites :
      Von der Last Deutscher zu sein -> du poids d’etre Allemand donne par la charge devait être allemand
      Verdrängung und Entsorgung des Faschismus nach 1945 -> le refoulement et le recyclage du fascisme sous forme de rituel de commemoration apres 1945 donne le déplacement et l’élimination du fascisme
      J’avoue que la deuxieme phrase tout en ayant une structure gammaticale assez simple constitue un defi pour chaque traducteur par ses elements metaphoriques et ses connotations multiples. Impossible de la traduire litteralement.

    • Vilain ou gentil - je ne saurais donner de reponse. Vu d’une perspective allemande c’est un survivant de l’holocauste qui s’est engage contre les injustices causees par les regimes totalitaires. Il a ecrit un livre qui temoigne de la situation des gens poursuivis par le nazisme et contrairement a Anne Frank il a survecu. A cause de cette perspective d’opprime il a un cote qui fait de lui une personne a respecter sans condition. Je crains qu’un palestinien le verrait comme zioniste. C’est justement a cause de cette ambiguite que c’est quelqu’un d’interessant.

      cf. [EN] http://en.wikipedia.org/wiki/Ralph_Giordano_%28writer%29

    • Ah ben je comprends mieux maintenant. Merci pour le lien de wikipedia qui m’a éclairée. Du coup, je pense comme toi. Je ne sais pas si c’est un gentil ou un vilain. Je me méfie des gens qui stigmatisent, d’autant plus que lui-même a été stigmatisé... La nature humaine m’a toujours déconcertée !