• Spaniens »Verschwundene«: Nur in Kambodscha sind es mehr | Telepolis
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    Fast 40 Jahre nach dem Ende der Diktatur liegen noch über 100.000 Gegner des Franco-Regimes in Massengräbern und Straßengräben

    Am gestrigen Freitag wurde weltweit der „Tag der Verschwundenen“ begangen, wobei die spanische Variante in der Übersetzung deutlich klarer ist - „Día Internacional de las Víctimas de Desapariciones Forzadas“. Denn die Menschen sind nicht bloß „verschwunden“, sondern man ließ sie mit Gewalt verschwinden. Sie sind „Opfer von gewaltsamem Verschwindenlassen“, wie die wörtliche Übersetzung des spanischen Titels lautet. An diesem von den Vereinten Nationen bestimmten Gedenktag soll an das Schicksal dieser Menschen erinnert werden.

    In Spanien ist weitgehend bekannt, wo die Gegner der Franco-Putschisten verscharrt wurden, anders zum Beispiel als im Fall des Dichters Federico García Lorca, der ebenfalls fern jeder Kriegshandlung aus dem Haus gezerrt und ermordet wurde.

    Mit 114.000 wird die Zahl der Menschen beziffert, die noch immer nicht identifiziert in Massengräbern verscharrt sind. „Nur in Kambodscha gibt es mehr Verschwundene als in Spanien“, titelte zum Beispiel der Schweizer Rundfunk (SFR) zum Thema. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verweist auch darauf, dass der Diktator bis heute unangetastet in seinem Mausoleum liegt.

    Dieses ließ sich Franco noch zu Lebzeiten von vielen Zwangsarbeitern errichten. Viele haben im sogenannten „Tal der Gefallenen“ ihr Leben dabei verloren und wurden dort gegen den Willen ihrer Angehörigen anonym verscharrt - wie zahllose Republikaner, Anarchisten, Kommunisten, Basken oder Katalanen, die die Republik mit ihrem Leben gegen die Putschisten verteidigt hatten.