Taxi

Reality Check - Geschichten rund ums Taxi in Berlin und weltweit - Materialsammlung, Bilder, Videos, Texte

  • Berliner City West: Tauentzienstraße wird probeweise für Autos gesperrt | rbb24
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/03/bvv-tauentzien-charlottenburg-wilmersdorf-verkehrsfrei-gruene-al.html

    Ach wie schön: Die Wilmersdorfer FDP zeigt sich als Die Wahren Grünen während sich die Baden-Württembergischen Grünen als Die Wahre FDP etablieren. Dass politisches Rot gleich Schwarz und Schwarz gleich Rot ist, wussten schon vor der Groko. Nun wird Gelb zu Grün und Grün zu Gelb . Noch mehr Politik für Farbenblinde geht nicht. Viel Spass dabei.

    Mal sehen, wie gut die Kanäle vom Charlottenburg-Wilmersdorfer Gelbgrün zum Tempelhof-Schöneberger Schwarzrot funktionieren. In Tempelhof-Schöneberg gibt es noch politisches Reinrot . Zusammen mit dem Friedrichshain-Kreuzberger Restgrün mach das immer wieder häßliche Reinfarbflecken auf dem politischen Einheitsmäntelchen. Aber keine Sorge, die grüne Putztruppe übt schon seit den Neunzigern, wie man fundamentalen Dreck beseitigt.

    Wussten Sie eigentlich welche Farbe rauskommt, wenn man Schwarzrot und Gelbgrün zusammenkippt? Richtig, das ergibt ein stumpfes Braun. Wer braucht da noch nationalliberales Blau? Die Antwort lautet: Niemand ! Damit ist auch das lästige Alles-für-Doofe-Problem gelöst. Die Farbe Blau kennt man nur noch in Frankreich. Hoch die Schwarzrotgelbgrüne Einheitsfront für die Schließung der Tauentzienstraße. Berlin macht vor, wo es langgeht.

    Danke, liebe Hauptstadt-FDP.

    Wer sich keine Farben merken kann, soll sich an Namen orientieren. Nach diesem Prinzip wird heute Wahlkampf aufgezogen. Vor 156 Jahren dachte man ähnlich, und widmete am 31.10.1864 die Tauentzienstraße dem General von T. Anders als ein Wahlplakat für die Vier-Jahres-Zeiträumen heutiger Legislaturperioden will Tauentzien uns heute immer noch ein Vorbild sein.

    Zwar hatte er keine Shopping-Bataillone und Rollkoffer-Geschwader, die der Stadt Berlin in Coronazeiten so schmerzlich fehlen, aber auch er hätte Schlachten trotz großer Verluste führen und gewinnen sollen.

    Kulturinteressierte Preussenfans kennen General Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien, den Namenspatron der Tauentzienstraße. Der Verlierer der Schlacht von Jena zwang die unter Napoleon vom Joch der Adligen befreiten Städte Mitteldeutschlands nach der französischen Niederlage erneut unter die Herrschaft Preussens. Das machte ihn zum Held der so genannten Befreiungskriege und Symbol von 100 Jahren preußischer Militärherrschaft in Deutschland.

    Was für ein herrlicher Akt, wenn die SUV-Panzer vom Schlachtfeld Tauentzien abziehen und das Feld der Shopping-Infantrie überlassen. Es werden zahllose Bataillone ausschwärmen, befehligt von Generälen in vernetzten Distributions- und Marketing-Hauptquartieren des Großkapitals. Make Germany Great Again , das Feld ist frei für die Stärksten, die dem Corona-Virus die Stirn geboten haben werden. Das hat auch die kleine FDP-Abteilung von Charlottenburg-Wilmersdorf begriffen. So geht Zukunft.

    12.03.20 - Der Tauentzien ist eine Einkaufsstraße mit Hürden: Will man auf die andere Seite, kämpft man sich durch den Verkehr. Auf Antrag der FDP will der Bezirk die Straße probeweise autofrei machen. Vorgesehen ist zunächst eine Probephase.

    Die Tauentzienstraße in der Berliner City West probiert sich als autofreie Promenade. Wie lange und wie genau diese Verkehrsfreiheit aussieht, muss nach Aussagen des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen von Charlottenburg-Wilmersdorf, Alexander Kaas Elias, in den nun anstehenden Absprachen mit dem Senat und dem Nachbarbezirk Tempelhof-Schöneberg beraten werden.

    Der Verkehrsausschuss der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf hatte in der vergangenen Woche mit den Stimmen von Rot-Grün-Rot auf Antrag der FDP beschlossen, die Tauentzienstraße zwischen Joachimsthaler Straße und Wittenbergplatz probeweise für Autos zu sperren. Mit einer Zustimmung für das Vorhaben durch die Stimmen von Rot-Grün-Rot und der FDP in der BVV-Sitzung in der nächsten Woche wird auf Grund der Mehrheiten gerechnet.

    Recke: Testphase möglicherweise in der Adventszeit
    „Die City West muss unbedingt attraktiver werden, wenn sie berlinweit und auch in Bezug auf den Onlinehandel wettbewerbsfähig werden will“, sagte FDP-Fraktionschef Felix Recke als Initiator des Antrags. Der Vorschlag einer temporären Sperrung der Tauentzienstraße sei das Ergebnis eines Bürgerforums im Herbst 2019, an dem auch Anwohner und Vertreter der Wirtschaft teilnahmen.

    „Uns ist dabei sehr wichtig, dass wir nicht einfach Maßnahmen vorgeben und Verdrängungseffekte befördern, sondern uns mit allen Beteiligten gemeinsam abstimmen, wie die verkehrliche Anbindung sichergestellt bleibt, die neu gewonnenen Flächen genutzt werden und der Einzelhandel profitiert“, betonte Recke.

    Als Testphase würde sich beispielsweise die Adventszeit anbieten, in der der Weihnachtsmarkt auf die Tauentzienstraße ausgeweitet werden könnte. Gleichzeitig würde der Breitscheidplatz massiv aufgewertet, wenn er nicht mehr nur eingekesselt zwischen zwei Straßen liegt. Auch die Sperrelemente zum Terrorschutz könnten neu gedacht werden.

    Studie soll das Verkehrsexperiment begleiten

    Die Chancen und Folgen einer Sperrung sollten in einer Studie analysiert werden, sagte Kaas Elias. Nach dem Vorliegen solch einer Studie könne man dann beraten und entscheiden, was auf der Straße dann auch baulich verändert werden muss. „Das Ganze bietet die Chance, dass die City-West eine gewissen Aufwertung erfährt.“

    Kaas Elias erklärte, er rechne grundsätzlich mit einer Zustimmung auch von Senat und vom Nachbarbezirk Tempelhof-Schöneberg. „Grob“ habe es hier „schon mal positive Signale“ gegeben. Ab der der Nürnberger Straße bis zum Wittenbergplatz gehört die Tauentzienstraße zum Nachbarbezirk.

    P.S. Für alle, die es nicht verstanden haben:
    Die Farbe Blau https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Farben:_Blau
    Les Bleus : https://fr.wikipedia.org/wiki/Les_Bleus

    #Berlin #Charlottenburg-Wilmersdorf #Tempelhof-Schöneberg

  • Corona Pandemie (COVID-19) – Hände weg vom Wedding !
    https://www.unverwertbar.org/corona/#report7

    Report #7

    A. ist 52 Jahre alt und in Berlin als Taxifahrer angestellt

    24.03.2020

    Heute, am 21. März, bin ich an meinem regulären freien Tag bei kaltem, klaren Wetter alleine durch den Treptower Park spaziert, konnte innerlich wie äußerlich frische Luft tanken. Der Park war gut besucht: Paare, Familien, JoggerInnen…. aber alles auf Abstand bedacht.

    Beruflich bin ich ab komender Woche auf Kurzarbeit gesetzt, soll noch 40% meiner bisherigen Arbeitsleistung erbringen, ergo 2 Tage in der Woche fahren. Die Umsätze im Taxigewerbe brachen seit dem Ausfall der Internationalen Tourismusbörse massiv ein. In den ersten zwei Märzwochen hatte ich immerhin noch Umsätze von knapp 15 Euro je Stunde. Seit Beginn der drastischen Maßnahmen am 15.3. jedoch nur noch 1-3 Fahrten am Tag. Normal sind 8-12. Ich fahre Spätschicht, also so ab 17 Uhr bis 1:00 Uhr- eigentlich. Weil abends wegen der frühen Schließzeit der Restaurants gar nichts los ist, habe ich in der letzten Zeit nach 4-5 Stunden “freiwillig” abgestellt, bekomme also auch nur diese bezahlt.

    Die wenigen Fahrten in den letzten Tagen waren ausgesprochen sinnvolll, z.B. eine prekär Selbständige mit Vorerkrankungen von der besten Freundin nach Hause, ältere Leute von Familienbesuchen, osteuropäische Bauarbeiter, die ihe Familen nicht sehen können, von Lidl zur Unterkunft.

    Kurzarbeit statt völligem Zuhausebleiben ist sinnvoll- könnten Taxen doch ein Bindeglied zur Notfallversorgung in Krankenhäusern sein oder zur Aufrechterhaltung der Versorgung zuhause dienen. Care-WorkerInnen müssen zur Arbeit fahren, nicht alle haben ein Auto. Taxen können definitiv hygienischere Bedingungen bieten als U- und S-Bahn. Der Arbeitsschutz beschränkt sich bei uns jedoch bislang darauf, dass eine viruzide Händelotion und bedingt viruzide Reinigungstücher für die von den Fahrgästen angefassten Oberflächen ausgegeben wurden.
    Darüber hinaus habe ich mir privat geeignete Handschuhe besorgt. Ich lasse möglichst niemanden mehr auf dem Beifahrersitz sitzen, öffne die Fenster einen Spalt breit und meide öffentliche Toiletten. Der Arbeitsschutz obliegt aber dem Arbeitgeber. Wenn mein Beruf, der für mich mehr ist als nur Broterwerb, in diesen Notzeiten einen Sinn machen soll, ohne sich selbst und andere zu gefährden, muss da mehr passieren! Am besten wäre es, immun zu sein… aber den leichten Verlauf einer Infektion kann niemand garantieren.

    Bislang stehen wir unsinng herum, sind irgendwo zwischen denen, die zuhause bleiben sollen und denen, die unbedingt arbeiten sollen, vergessen. Die vielen prekär Selbstständigen und Scheinselbstständigen im Taxigewerbe bekommen noch nicht einmal Kurzarbeitergeld. Ich habe keine Wahl, als den halben Tag lang am Halteplatz auf ein Wunder zu warten, das nicht kommt… hatte da am Hermannplatz am Freitag ein Gespräch mit einem Kollegen.

    Ein Wort noch zu den An- und Abreisewegen per U-Bahn zu meinem Arbeitsplatz. Der liegt in Kreuzberg, meine Wohnung in Friedrichshain. Nachmittags erscheint die Welt noch fast in Ordnung, nur leerer. Viele Menschen sind rücksichtsvoller, aber einige drängeln wie gehabt und springen in abfahrbereite Bahnen. Nachts, so ab 22 Uhr, wird die Situation aber schon zunehmend skurril. Schnorrer sprechen immer verzweifelter die wenigen anderen Fahrgäste an, es liegen ja auch kaum mehr Pfandflaschen rum. Am Feitag sah ich auf mehreren U-Bahnhöfen DrogengebraucherInnen, die auf dem Bahnsteig völlig offen ihren Stoff auf einem Löffel erwärmten oder in einer Platikflasche inhalierten. Trotz Kameras scheint ihnen alles egal zu sein…

    Aber es gibt im spätabendlichen Berlin auch zu Corona- Zeiten schöne Momente. Manche schauen bestürzt, wenn mensch sich das offen getragene Feierabendbier vom Kiosk nicht nehmen läßt, aber andere lächeln eines deshalb auch an, trauen sich wohl nicht mehr das bislang selbstverständliche- was mit Abstand zu anderen völlig safe ist- zu tun.

    Am Donnerstag habe ich um 23.00 Uhr für mich alleine auf der Bank vor einem für take away offenen Imbiss Rigatoni Bolognese und ein Weizenbier genossen… stilecht mit Teller und im Glas. Die BeamtInnen in dem langsam auf der leergefegten Partymeile vorbeischleichenden Streifenwagen haben aufgrund meiner einsamen Simulation eines Biergartens nicht schlecht gestaunt… sind aber vorbeigefahren.

    Arbeit sollte endlich wieder daran gemessen werden, ob sie sozialen Sinn macht (nicht am Profit) und derzeit nur dann- und unter den bestmöglichen Bedingungen für die Gesundheit aller- stattfinden.

    Lassen wir uns nicht unterkriegen!

    #Berlin #Taxi #covid-19

  • Wichtige Informationen zu COVID-19 | eBay.de
    https://pages.ebay.de/update/2020/covid19/index.html

    Wir verbieten Angebote, die von Naturkatastrophen und tragischen Ereignissen z.B. durch stark überhöhte Preise profitieren wollen. Wir setzen alles daran, solche Angebote so schnell wie möglich zu löschen und priorisieren dabei vor allem unzulässige Angebote mit relevanten Schutzmasken und Desinfektionsmitteln.
    Wir unterstützen lokale Händler

    Viele lokale Händler werden in den nächsten Wochen deutliche Umsatzverluste erleiden, weil Käufer aufgerufen wurden, möglichst zu Hause zu bleiben. Sie können lokale Händler unterstützen, indem Sie bei eBay mit der lokalen Suche nach Händlern in Ihrem direkten Umfeld suchen. Denn viele lokale Händler verkaufen auch online bei eBay.

    Spezifische Informationen für unsere Verkäufer sind hier zu finden: https://verkaeuferportal.ebay.de/ebay-konto-coronavirus

  • Infos zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie
    http://www.ag-taxi.de/corona-auswirkungen.html

    Taxifahrerinnen und -fahrer gehören zu den Hauptleidtragenden der Corona-Empidemie. Seit Beginn der Epidemie überschlagen sich die Ereignisse und eine Flut an falschen und zutreffenden Informationen bricht über uns herein. Dieser Artikel beschreibt, was wir tun können, um die Krise zu meistern. Das Ergebnis in einem Satz zusammengefasst : Die Lage ist schwierig aber nicht hoffnungslos. Zum Live-Chat Ab 18:00 wollen wir gemeinsam herausfinden, welche Massnahmen Fahrerinnen und Fahrern am (...) #News

    http://www.ag-taxi.de/IMG/pdf/20200314_sengpg_rv-corona.pdf
    http://www.ag-taxi.de/IMG/pdf/20200313_bmf-bmwe-schutzschild-fuer-beschaeftigte-und-unternehmen.pdf

  • AG Taxi Live-Chat
    http://www.ag-taxi.de/AG-Taxi-Live-Chat.html

    Wir müsssen reden. In Zeiten von COVID-19 trifft sich die AG Taxi im WWW. Am Dienstag, den 17.3.2020 um 18 Uhr ist es wieder soweit. Aufgrund des Verbots aller öffentlichen Veranstaltungen und der Schließung unserer Tagungsräume laden wir alle Kolleginnen und Kollegen ein, sich am Dienstag, den 17.3.2020 mit uns auf unserem IRC-Chat-Kanal zu treffen, und zu beraten, was für uns Angestellte und selbstfahrende Taxiunternehmer zu tun ist. Es wird keine zusätzliche Software benötigt. Alle können (...) #News

    https://kiwiirc.com/nextclient/irc.freenode.net/agtaxi
    http://community.wikidot.com/blog:talk-with-us-on-irc
    https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Relay_Chat
    https://kiwiirc.com

  • Taxi-Bundesverband fordert Vorbestellfrist für Mietwagen - Mietwagenbranche, Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. | News | taxi heute - das unabhängige und bundesweite Taxi-Magazin - das unabhängige, bundesweite Taxi-Magazin
    https://www.taxi-heute.de/de/news/mietwagenbranche-bundesverband-taxi-und-mietwagen-e-v-taxi-bundesverband-

    In Frankreich gab es eine Vorbestellfrist, die im Namen des fairen Wettbewerbs von der Regierung gekippt wurde. Mal sehen, ob die Verankerung des Taxi-Bundesverbands so gut ist, dass die Forderung eine Chance bekommt.

    12.03.2020 von Dietmar Fund - Für Mietwagen sollte eine Vorbestellfrist von mindestens 30 Minuten eingeführt werden, die zwischen dem Auftragseingang und dem Fahrtantritt liegt. Nur so könne wirksam und leicht kontrollierbar verhindert werden, dass Mietwagen taxiähnlichen Verkehr anbieten, schreibt der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V.

    Eine solche Regelung könne auf Großstädte beschränkt werden. Als solche zählt der Verband Städte ab 100.000 Einwohnern.

    Der Verband sieht seinen Vorschlag als neues Element zur zusätzlichen Abgrenzung von Taxis und Mietwagen. Gleichzeitig betont er, dass die Rückkehrpflicht für auftraglose Mietwagen als Unterscheidungsmerkmal zwischen Taxis und Mietwagen auf keinen Fall aufgeweicht werden dürfe. Die Politik solle vielmehr die Voraussetzungen für eine digitale Kontrolle der Rückkehrpflicht schaffen.

    Dass man als ehrlich wirtschaftender Unternehmer mit Mietwagen, die taxiähnlichen Betrieb anbieten, nicht überlebensfähig ist, war übrigens ein Thema, das bei der letzten Sitzung der Taxi-Erfa-Gruppe in Oldenburg angesprochen wurde. Einen Bericht dazu bringt taxi heute in der Ausgabe 3-4/2020.

    #Taxi #Mietwagen #Politik #Rückkehrpflicht

  • Umsatzeinbruch wegen Corona: Taxi braucht finanzielle Hilfe
    https://www.taxi-times.com/umsatzeinbruch-wegen-corona-taxibranche-braucht-schnelle-finanzielle-hil

    11. März 2020 von Jürgen Hartmann - „Im Taxigewerbe brennt die Hütte. Die Unternehmer haben Umsatzeinbußen um bis zu 80 Prozent“, sagt Hans-Peter Kratz, Vorstand der Taxivereinigung Frankfurt. Er fordert von der Politik ein mehrmonatiges zinsloses Darlehen pro Taxi und Monat über 1.500 Euro.

    Nach und nach legt das Corona-Virus das gesamte öffentliche Leben in Deutschland lahm. Das trifft auch die Taxibranche sehr hart, denn ohne Messen, ohne Theater ohne Fußballspiele ist kein Bedarf an Taxis. Wenn die Airlines tausende Flüge wegen Nachfragemangel stornieren, fehlen demzufolge auch die Zubringerfahrten. Ebenso an den Bahnhöfen. „Wir haben ähnlich wie in der Hotellerie Umsatzrückgänge zwischen 60 und 80 Prozent“, berichtet Hans-Peter Kratz. Einen vergleichbaren Einbruch hätte es bisher noch nie gegeben.

    Die vom Staat aktuell beschlossenen Maßnahmen für Überbrückungshilfen seien auf das Taxigewerbe nicht anwendbar. „Kurzarbeitergeld hilft dem Einzelunternehmer gar nichts und dem angestellten Fahrer aufgrund fehlender Tarifverträge nur sehr wenig.“ Würden Unternehmer zudem ihre Fahrer mangels Fahrgästen nach Hause schicken, würden der Umsatz schlagartig auf Null zurückgehen, während die Fixkosten erhalten bleiben.

    Zudem würde der Unternehmer gegen die Betriebspflicht verstoßen, so Kratz weiter. Er hat deshalb nun bei der Handelskammer und beim Frankfurter Oberbürgermeister eine Überbrückungshilfe in Form eines zinslosen Darlehens zur Diskussion gestellt. Pro Taxi und Monat sollen die Unternehmer zur Überbrückung der Liquiditätsengpässe 1.500 Euro für mindestens drei Monate erhalten. Diese Hilfe müsse schnell und unbürokratisch erfolgen und dürfe nicht auf Basis von seitenlangen Förderanträgen der KfW-Bank erfolgen, bei denen man schon eine Woche brauche, um sämtliche Bonitäts- und andere Nachweise einzusammeln.

    Kratz hofft bei dieser Forderung auf breite Unterstützung von seinen Taxi-Funktionärskollegen und auch vom Bundesverband Taxi und Mietwagen.

    #Taxi #Deutschland #Corona #Politik #Subventionen

  • Corona-Virus: Entschädigung auch für Taxibetriebe?
    https://www.taxi-times.com/corona-virus-entschaedigung-auch-fuer-taxibetriebe

    10. März 2020 von Hayrettin Şimşek - Unter den zahlreichen Absagen diverser Großveranstaltungen leidet auch die Taxibranche. Wo niemand tagt oder feiert, werden auch keine Taxis benötigt. Helfen die nun verkündeten Unterstützungsprogramme der Bundesregierung auch den betroffenen Taxibetrieben?

    Wegen der Ausweitung der Corona-Virus-Epidemie sind bereits Kongresse, Messen und Veranstaltungen abgesagt worden. Ein schwerer Schlag auch für das Taxigewerbe, das im städtischen Bereich sowieso bereits durch viele illegal agierende Mietwagenbetriebe mit Umsatzeinbußen zu kämpfen hat.

    Besonders betroffenen Unternehmen wie Messebauern, Hotels und Gaststätten sowie der Tourismusbranche will die Regierung nun finanziell unter die Arme greifen: Die große Koalition kündigt Vorschläge für Liquiditätshilfen und ein Gespräch mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft und den Gewerkschaften an. Die Neuerungen sollen bereits an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden.

    Doch werden davon auch die betroffenen Taxibetriebe profitieren? Iordanis Georgiadis, Vorstand der Taxi Auto Zentrale Stuttgart (TAZ), berichtet in der Facebook-Gruppe „5010000″ von einem Gespräch mit der IHK Stuttgart: „Geplant, aber noch nicht beschlossen ist bei Betrieben, die in Kurzarbeit eintreten, von der Agentur für Arbeit die Lohnkosten teilweise zu übernehmen. Als weiterer Punkt wird über die Aussetzung von Ratenzahlungen bei Finanzierungen ohne Sanktionen gesprochen. Entschieden ist auch da noch nichts. Direkte Unterstützung von Verdienstausgleich oder ähnliches ist zur Zeit bei keinem Gewerbezweig geplant. Da sich aber täglich was ändert, bleiben wir dran und versuchen alles.“

    Mehrwagenbetriebe mit vielen Angestellten sollten sich daher informieren, ob Kurzarbeit ein gängiges Mittel wäre, um Fahrerentlassungen zu vermeiden. Kurzarbeit muss bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Zu den Voraussetzungen informiert die Behörde auf ihrer Homepage.

    #Taxi #Deutschland #Corona #Politik #Subventionen

  • Findungskommission, BTM-Tagung, Frankfurter Demo – Absagen
    https://www.taxi-times.com/findungskommission-btm-tagung-frankfurter-taxidemo-die-woche-der-absagen

    11. März 2020 von Jürgen Hartmann - Die zahlreichen Absagen aus nahezu allen kulturellen und öffentlichen Bereichen betreffen nun auch erste Taxi-Veranstaltungen. Nicht immer ist das Corona-Virus der Grund.

    Die Taxivereinigung Frankfurt (am Main) hat heute die für diesen Freitag geplante Taxikundgebung abgebsagt. Dies sei „zur Sicherheit unserer Kollegen und Fahrgäste“ erfolgt, heißt es auf der Homepage der Taxivereinigung. Ein Ersatztermin werde rechtzeitig bekanntgegeben.

    #Taxi #Politik #Verbände #Corona

  • Taxi Hunter
    https://seenthis.net/messages/830025

    Herman Yau, 1993, HK, 35mm, VO ZH ST ANG, 89’

    Déjà pas fan des chauffeurs de taxi, Ah Kin (Anthony Wong) pète les plombs lorsque sa femme enceinte, dont la robe est restée coincée dans une porte de taxi, meurt traînée sur le bitume. Scène d’anthologie pour ce classique de la Category III à l’humour noir contenant plusieurs clins d’œil à « Taxi Driver ».

    Taxi Hunter (1993) - Herman Yau | Synopsis, Characteristics, Moods, Themes and Related | AllMovie
    https://www.allmovie.com/movie/taxi-hunter-v161810

    Anthony Wong stars in this dark comedy — directed by James Ha Chim-see — about Hong Kong’s notoriously surly taxi cab drivers. The film centers on Kin (Wong), a meek white-collar worker with a pregnant wife. When she goes into labor, Kin tries desperately to flag down a taxi. The first cabby refuses because his wife’s bleeding might soil his cab. When they finally arrive at the hospital, his wife’s dress gets snagged in the car door, she get dragged to death by the driver. This sends Kin off the deep end. After drowning his sorrows in liquor, he stabs to death a truculent cabby. A similar foray into vigilantism the following day only leads to a split lip and a stolen wallet. Kin regroups and gets a gun. Soon after an inevitable Travis Bickle-like transformation, he starts picking off taxi drivers left and right. The cops start to plant undercover agents as cabbies, hoping to capture the outlaw.

    List of Hong Kong Category III films
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Hong_Kong_Category_III_films

    Hong Kong Cinemagic - Taxi Hunter
    http://www.hkcinemagic.com/en/movie.asp?id=467

    Plot
    Ah Kin (Tommy Wong) is a hard-working insurance agent, his adorable wife is pregnant, and he’s been having a lot of problems with taxis lately. Ah Chung is his best friend, a hellfire, straight-arrow police officer who mostly wears a tee-shirt. When his wife starts hemorrhaging, Ah Kin calls a taxi, but it leaves when someone else offers more money. His wife dies, and now it’s time for revenge. ......

    Other titles : Di shi pan guan, 的士判官 (HK Title)
    Country : Hong Kong
    Film Company : Galaxy Films Ltd
    Genre : Category 3 / Crime / Thriller
    HK Category : I I I
    Runtime : 90 min.
    Video : Colour
    Audio : Speaking (Cantonese)
    HK Gross : 5 M. HK$

    Director : Herman Yau Lai To
    Producer : Stephen Shin Gei Yin
    Action Director : James Ha Chim Si
    Writer : Lau Yin, Tony Leung Hung Wah, Mak Kai Chung, Herman Yau Lai To
    Cinematographer : Puccini Yu Kwok Bing

    Assistant Director : Ma Kim Y ing, Mak Kai Chung
    Executive producer : Tony Leung Hung Wah
    Assistant Action Director : Che Kim Fai
    Music : Jonathon Wong Bong
    Costume Designer : Lam Pooi Yee, Tong Ping
    Art director : Danny Yuen Ching Yeung
    Editor : Wong Wing Ming
    Planning : Chan Yuk Ming
    Presenter : Stephen Bo Yue Chung
    Production Manager : Rita Fung Fung Jan, Anthony Lo Ga Chi
    Car Stunt : Billy Pang Bei Lei

    Cast :
    Cast :
    Anthony Wong Chau Sang
    Perrie Lai Hoi San
    Yu Rong Guang
    Ng Man Tat
    Athena Chu Yan
    Chan Fai Hung
    Fan Oi Git
    Mak Kai Chung
    Lam King Kong
    Lam Chiu Wing
    Chan Kai Tong
    Hau Woon Ling
    Benny Lau Shui Hung
    Sammy Lau Wing Kin
    Lung Tin Sang
    Billy Pang Bei Lei
    Alex Tang Man Chiu
    Wu Fung
    Brief appearance :
    James Ha Chim Si

    Taxi Hunter (1993) | MONDO EXPLOITO
    http://mondoexploito.com/?p=4599

    Herman Yau, who directed such classic nasties as The Untold Story (1993) and Ebola Syndrome (1996) teams up with the star of both aforementioned movies, Anthony Wong, in the nasty, yet not quite as nasty, little film Taxi Hunter. In Taxi Hunter, Wong stars as Kin, a man whose life is ravaged by taxi drivers who repeatedly bully him. His distaste for taxi drivers comes to a boil when one night his pregnant wife is killed by a reckless taxi driver. From this moment on, Kin becomes a vigilante patrolling the streets for unscrupulous taxi drivers, whether they be rapists, bullies or just trying to run up their meters by driving rubbish routes.

    While Kin is going about his taxi driver killing spree, unbeknownst to him his best pal, who happens to be a policeman, is on the case to track him down. Obviously neither knows what the other is up to and of course this leads to a dramatic finale with lots of fun and action along the way and a healthy dose of Hong Kong cinema morality.

    Most of us have experienced crappy taxi drivers and have been driven to irritation by their over-charging, lewd behaviour or mind numbing rantings and ravings. That is not to say that all taxi drivers are rubbish. I’m sure the vast majority of taxi drivers, like most people in most occupations, are quite good at their jobs or at the very least efficient. And I’m sure that they just get a bad reputation from the odd bad egg in the bunch. Like in most groups of people I guess. It’s the old, do a good job and nobody will say anything, do a crap job and they’ll tell a thousand people thing. Or however that saying goes. With that in mind, the reason this movie is a lot of fun is that we can all think of a crap time we had with a taxi driver and get a bit of catharsis as we watch Wong dish out his brand of madcap justice. This isn’t like the loftier villains in your usual action films where they’re millionaire drug/gun runners with world domination plans. These are just taxi drivers. This is something your average Joe (who has spent 60 dollars to get across three suburbs, only to get to the other end of the journey to catch the driver ogling your girlfriend’s cleavage in the rear-view instead of watching for the cyclist he almost hit) can get behind. So thanks, Hong Kong.

    It got me thinking, what are some other ideas for action movies based on service industry irritants we could make?? Hmmm…

    Inefficient Bureaucrat Hunter?

    Trendy Cafe Waiter Hunter?

    Late Train Driver Hunter?

    Rip-off Mechanic Hunter?

    Night Club Bouncer Hunter?

    Stuck-up Video Store Clerk Hunter?

    The Girl at the Clothing Shop Who Laughed at Me When I Hit My Head on Their Low Hanging Light Fitting Hunter?

    Taxi Hunter (1993)
    http://www.lovehkfilm.com/reviews/taxi_hunter.htm

    The Skinny: Entertaining and interesting exploitation fodder based on an actual taxi strike on Hong Kong. Anthony Wong is great as the “taxi hunter.”
    Review
    by Kozo: Hong Kong exploitation at its best. Anthony Wong is in nice guy/creepy guy mode as a successful insurance agent who has a pregnant wife. However, he always seems to have run-ins with lousy taxi drivers - a bit of bad luck that goes nuclear when his wife and unborn child accidentally get offed by a particularly selfish driver.
    After some necessary depression, Wong decides to take his aggressions out on all those bastard taxi drivers that overcharge, choose fares, and are generally disagreeable. Yu Rong-Guang plays Wong’s best friend, a cop who’s assigned to find the taxi serial killer. Imagine his surprise when he discovers that his quarry is also his best pal. Ng Man-Tat is Yu’s partner, and Athena Chu is the reporter daughter.
    This is a well-acted movie that manages to inject some complexity into its exploitative subject. Wong is a deranged killer who actually remains a decent fellow in every other way. Herman Yau never takes the easy way out, and allows events to unfold in seemingly logical ways - until he refuses to show us a conclusive ending. Still, this is an interesting character-study/revenge flick. This film was inspired by an actual taxi strike in Hong Kong. (Kozo 1996)
    Alternate Review
    Review
    by
    Magicvoice: Ah-Kin (Anthony Wong) has a nice life. He has a beautiful wife who is pregnant with their first child, a lovely apartment, and a job with prospects for promotion. Things are looking good until a Hong Kong cab driver destroys it all. When his wife goes into labor, Ah-Kin calls a cab only to have the driver take off for a better fare. Another driver stops but refuses to take them to the hospital because she is bleeding profusely. The cab driver takes off without noticing that the wife’s nightgown is stuck in the cab door, and she’s dragged down the street.
    Both she and the baby die soon after and Ah-Kin is left alone with with his policeman friend Chung (Yu Rong -Guang) to comfort him. Ah-kin takes to the bottle and is soon given a leave of absence from his job due to the decline in his performance. After getting drunk with Chung one night, Ah-Kin gets harassed by the cab driver driving him home and he snaps. The driver is left dead and Ah-Kin feels strangely liberated.
    From here, Taxi Hunter could have easily taken the one-dimensional Falling Down route, but instead manages to become a multi-layered revenge film with the viewer feeling nothing but sympathy for Ah-Kin. He’s really a nice guy, though a little bit nerdy and definitely insane with grief over his loss. His actions are premeditated but his motives are pure. He only kills the “bad” taxi drivers, like the ones who cheat on fares, mistreat their clients, and attempt rape. On the other hand, Ah-Kin is kind to everyone who isn’t an evil taxi driver. He even makes a special trip to the hospital to apologize to an injured cop, who was shot by Ah-Kin while working undercover as a taxi driver.
    Taxi Hunter is full of Herman Yau’s humorous little touches. It’s not nearly as nasty a film as one might expect, though the death of Ah Kin’s wife is almost as gruesome as anything in The Untold Story or Ebola Syndrome (two other Yau/Wong collaborations). The social commentary on the pressures of city life and the corruption of HK taxi drivers is very interesting albeit one-sided. None of the “bad” taxi drivers are portrayed with any sympathy at all. The film is ultimately Ah-Kin’s story and we’re meant to feel for him. (Magicvoice 2002)

    #FIlm #Taxi #Hongkong

  • Kleingewerbe-Index für die Hauptstadtregion: Wo das Ladensterben am stärksten wütet - Berlin - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/kleingewerbe-index-fuer-die-hauptstadtregion-wo-das-ladensterben-am-staerksten-wuetet/25625872.html

    09.03.2020 - Eine große Datensammlung zeigt, wo es kleine Geschäfte und Handwerker in Berlin und Brandenburg besonders schwer haben. Grund ist nicht immer der Onlinehandel.

    Fast jeder kennt ein kleines Klamottengeschäft, eine inhabergeführte Konditorei oder einen schönen Buchladen, der sich mit guter Beratung, Service und kreativen Ideen gegen die Konkurrenz der Ketten und Preisvergleichsportale behauptet hat – dann aber doch aufgeben musste. Die „Initiative für Gewerbevielfalt“ (die maßgeblich vom Zusammenschluss der regionalen Telefonbuch-Verlage getragen wird), hat nun aus vielen Quellen Zahlen und Fakten zusammengeführt, um ein Gesamtbild über den „Zustand und die Zukunft des deutschen Kleingewerbes“ zu zeichnen. Gemeint sind Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Die Ergebnisse für Berlins Bezirke und Brandenburgs Landkreise liegen dem Tagesspiegel exklusiv vor.

    Für Deutschland belegen die Zahlen zunächst ein fast flächendeckendes Kleingewerbesterben seit Mitte bis Ende der Nullerjahre: So ging die Zahl der Bekleidungsfachhändler von 2009 bis 2017 um 32 Prozent zurück, die der Fleischereien um 30 Prozent (2008 bis 2018), die Zahl der Apotheken (2005 bis 2018) um 27 Prozent und die der Buchhändler (2009 bis 2017) immerhin noch um 18 Prozent.

    Gleichwohl gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Branchen und den Regionen: Im sogenannten „Gewerbevitalitätsindex (GVI)“ der Initiative rangieren Berlin und Brandenburg im Mittelfeld zwischen den Extremen Bayern, wo es offenbar noch eine recht intakte Gewerbestruktur gibt, und Sachsen-Anhalt, wo die Bewohner eigentlich keine intakte Gewerbestruktur mehr vorfinden. Der Index reflektiert also auch die allgemein bekannte Wirtschaftsstruktur.

    Für Deutschland belegen die Zahlen zunächst ein fast flächendeckendes Kleingewerbesterben seit Mitte bis Ende der Nullerjahre: So ging die Zahl der Bekleidungsfachhändler von 2009 bis 2017 um 32 Prozent zurück, die der Fleischereien um 30 Prozent (2008 bis 2018), die Zahl der Apotheken (2005 bis 2018) um 27 Prozent und die der Buchhändler (2009 bis 2017) immerhin noch um 18 Prozent.

    Gleichwohl gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Branchen und den Regionen: Im sogenannten „Gewerbevitalitätsindex (GVI)“ der Initiative rangieren Berlin und Brandenburg im Mittelfeld zwischen den Extremen Bayern, wo es offenbar noch eine recht intakte Gewerbestruktur gibt, und Sachsen-Anhalt, wo die Bewohner eigentlich keine intakte Gewerbestruktur mehr vorfinden. Der Index reflektiert also auch die allgemein bekannte Wirtschaftsstruktur.

    Die Experten haben auch den Ausbildungstrend in ihre Berechnung aufgenommen. Hier steckt ein wichtiges Anzeichen für einen drohenden – oder längst bestehenden – Fachkräftemangel, der auch und gerade für kleine Betriebe existenzbedrohend sein kann. Das zeigt, dass nicht automatisch „das Internet“ beziehungsweise der digitale Wandel direkt für die Krise in einem Gewerbe verantwortlich sein muss.

    Dass zum Beispiel die Zahl der Ausbildungsverträge im Bäckereihandwerk um 50 Prozent gesunken ist binnen zehn Jahren, hat sicher auch demografische Gründe: Da es weniger Jugendliche gibt als früher, können sie sich ihre Ausbildungsplätze oft aussuchen und sind nicht genötigt, den Karriereweg für Frühaufsteher zu wählen.

    Berlin und Brandenburg zwischen Bayern und Sachsen-Anhalt

    „Die Metropolregion Berlin-Brandenburg beispielsweise ist gut aufgestellt, wenn es um den allgemeinen Zustand des Gewerbes geht“, heißt es in dem Bericht der Initiative. Berlin erreicht eine 5,2 auf der Skala von 0 bis 10. Die Autoren verweisen auf Berlin als „Magnet für Start-ups und andere Neugründungen“. Hier wurden seit 2008 durchschnittlich 33 Prozent mehr Gewerbebetriebe errichtet als aufgegeben.

    Auf der anderen Seite haben im Handwerk in keinem anderen Bundesland (außer in Sachsen-Anhalt) so viele Maurer und Betonbauer geschlossen (22 Prozent). Und das, obwohl man seit Jahren von einem Bauboom an der Spree spricht. Bei Fleischereien liegt Berlin ebenfalls nur im unteren Mittelfeld – minus 36 Prozent in zehn Jahren, laut Handwerksverband ZDH. (Lesen Sie hier einen Report über Berlins letzten stolzen Fleischermeister).

    Obwohl der Einzelhandel in Berlin insgesamt gut aufgestellt sei, wie es in der Analyse heißt, sei die Gewerbevielfalt in einigen Branchen bedroht. Dazu zählen vor allem der Einzelhandel mit Kommunikations- und Informationselektronik ( minus 14 Prozent) sowie mit Heimwerkerbedarf (minus 25) und Haushaltsgeräten (minus 33 Prozent). Wie fast überall in Deutschland ist auch in Berlin die Zahl der Ausbildungsverträge gesunken – um 29 Prozent in zehn Jahren. In allen anderen ostdeutschen Ländern ging die Zahl stärker zurück.

    Mit Blick auf die Bezirke steht Mitte mit einem Gesamtindexwert von 7,9 im Berlin-Vergleich am besten da. In den so unterschiedlichen Bezirken Marzahn-Hellersdorf (3,4) und Steglitz-Zehlendorf (3,5) hat es das Gewerbe besonders schwer. Die Werte zeigen, dass ein niedriger Wert in diesem Index nicht automatisch auf eine schwache Einkommensstruktur – und dadurch ausbleibende Kundschaft – in einer Region hinweisen: In Steglitz-Zehlendorf dürften es Gewerbetreibende eher schwer haben, weil sie die vergleichsweise hohen Mieten nicht stemmen können.
    Große Unterschiede im Land Brandenburg

    „Brandenburg (Gesamtnote 5,0) sticht laut Bericht durch die beste ostdeutsche Gewerbedichte hervor.“ Obwohl das Handwerk besser abschneidet als in vielen anderen Bundesländern, hat Brandenburg 29 Prozent seiner Bäcker seit 2008, 28 Prozent seiner Schuhmacher und 14 Prozent seiner Klempner verloren. Auch im Einzelhandel stehe Brandenburg von allen ostdeutschen Ländern am besten da: Hier ist die Zahl der Geschäfte zwischen 2009 und 2017 „nur“ um sechs Prozent gesunken. Schaut man tiefer in die Regionen, stecken vor allem die ländlichen Kreise in der Krise: Der Elbe-Elster-Kreis (minus 20 Prozent), der Oder-Spree-Kreis (minus 22 Prozent) und die Uckermark (minus 19 Prozent) haben zwischen 2009 und 2016 ein Fünftel ihrer Einzelhändler verloren.

    Laut Michael Wolf, Chef der Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH, wolle man mit der Analyse einen „grundlegenden Beitrag zur Diskussion um die Zukunft der Gewerbevielfalt leisten“. Laut einer Umfrage wünschen sich 94 Prozent der Deutschen „ein breites Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen an ihrem Wohnort“. 83 Prozent sehen die Politik in der Verantwortung gegen eine „Verödung der Innenstädte“. Wie viele regelmäßig bei Amazon und Zalando einkaufen, steht nicht da.

    #Berlin #Gewerbe #Immobilien #Wirtschaft

  • Zoff von Bus- und Autofahrer – Seniorin (84) zwischen Fahrzeugen eingeklemmt – B.Z. Berlin
    https://www.bz-berlin.de/berlin/tempelhof-schoeneberg/nach-zoff-von-bus-und-autofahrer-seniorin-84-zwischen-fahrzeugen-eingeklem

    Es macht immer seltener Spaß, in Berlin Auto zu fahren. Der Auf-die-Fresse-Faktor ist heute einfach zu gross. Szenen wie die im Artikel beschriebene hat der Autor dieses Kommentars selbst mehrfach erlebt. Sie endeten zum Glück alle glimpflicher als hier, hatten jedoch mehrfach längere juristische Auseinandersetzungen mit Beteiligten und Gerichten zur Folge.

    Am Montagmittag wurde eine 84-jährige Fußgängerin Opfer eines Streits zwischen einem Busfahrer (44) und zwei jungen Männern.

    Die Seniorin wurde beim Rückwärtsfahren von einem 19-jährigen Autofahrer übersehen und infolgedessen zwischen seinem Toyota und dem dahinterstehenden BVG-Bus eingeklemmt. Sie erlitt schwere Verletzungen und kam in ein Krankenhaus.

    Dem vorweg ging Zeugenaussagen zufolge ein Streit zwischen einem Bus-, einem Toyota- und einem weiteren Autofahrer, die beide auf der Busspur mit ihren Autos parkten. Gegen 12 Uhr eskalierte die Situation in der Manfred-von-Richthofen-Straße, als der BVG-Busfahrer die Seitenscheibe des vor ihm parkenden Toyota mit der Faust einschlug. Das teilte die Polizei am Dienstag mit.

    Der 19-Jährige, der am Steuer des Toyota saß, gab bei der Polizei an, er habe daraufhin aus der Situation fliehen wollen und hätte deshalb zunächst zurückgesetzt. Hierbei erfasst er die 84-Jährige, die gerade zwischen dem Toyota und dem BVG-Bus die Fahrbahn überqueren wollte.

    Rettungskräfte der Feuerwehr brachten sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der 19-Jährige gab an, zunächst nichts von dem Unfall mitbekommen zu haben und war weggefahren, erschien jedoch wenig später wieder am Unfallort. Die Ermittlungen dauern an.

    #Berlin #Tempelhof #Manfred-von-Richthofen-Straße #Verkehr #Stress

  • Fußgängerzone in der Berliner City West: Bezirk will autofreie Tauentzienstraße testen - Berlin - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/fussgaengerzone-in-der-berliner-city-west-bezirk-will-autofreie-tauentzienstrasse-testen/25630406.html

    10.03.2020 von CAY DOBBERKE - Die Tauentzienstraße im Herzen der westlichen Berliner Innenstadt soll „probeweise“ zur #Fußgängerzone werden. Dafür hat der Verkehrsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) #Charlottenburg-Wilmersdorf gestimmt. Der endgültige BVV-Beschluss folgt voraussichtlich am 19. März. Der Antrag stammt von der FDP-Fraktion, nur die CDU votierte dagegen. In einem „ausgewählten Zeitraum“ will man den Boulevard entweder ganz sperren oder eine Seite für Busse, Taxis und Radfahrer offenhalten.

    Ob #Tempelhof-Schöneberg mitzieht, scheint noch offen
    Es geht um den Bereich zwischen dem Wittenbergplatz und der Joachimsthaler Straße. Damit ist auch ein kleiner Teil des Kurfürstendamms betroffen. Etwa die Hälfte der Tauentzienstraße gehört zu Tempelhof-Schöneberg. Deshalb steht in dem Beschluss, Charlottenburg-Wilmersdorf solle sich gemeinsam mit dem Nachbarbezirk bei der Senatsverkehrsverwaltung für das Pilotprojekt einsetzen. Die BVV Tempelhof-Schöneberg hat sich noch nicht damit beschäftigt.

    Der Test soll nach den Plänen der FDP mehrere Wochen lang dauern, um eine wissenschaftliche Untersuchung zu ermöglichen. Die Fraktion strebt „mehr „Aufenthaltsqualität“ und „neue Impulse für die Stadtgestaltung“ an. Sie schlägt beispielsweise eine Sperrung während der Sommerferien oder eine Vergrößerung des Weihnachtsmarkts auf dem Breitscheidplatz vor.

    Einzelhändler befürchten Verluste

    Die bezirkliche CDU-Fraktion lehnt den Vorstoß ab, weil Wirtschaftsvertreter „massive Umsatzeinbrüche“ befürchteten. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, sagte, eventuelle Sperrungen müssten „unter Einbeziehung der Anrainer vorbereitet“ werden. In Berlin mit seinen vielen Stadtteilzentren könne es schnell geschehen, dass Kunden sich umorientieren, wenn eine Einkaufsstraße schlechter erreichbar sei.

    Klaus-Jürgen Meier vom Unternehmerverein AG City warnte vor „Aktionismus“. Über ein ganzheitliches Mobilitätskonzept werde zurzeit in der Initiative „WerkStadtForum City West“ beraten. Mit Ergebnissen rechnet er im kommenden Sommer.

    Bereits vor sechs Jahren hatte die Grünen-Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf zwei autofreie Tage auf dem Ku’damm und der Tauentzienstraße gefordert. Damals gab es dafür keine Mehrheit.

    #Berlin #Tauentzienstraße #Verkehr

  • Bauverzögerung bei Friedenauer Höhe wegen des Mietendeckels - Tagesspiegel
    https://leute.tagesspiegel.de/tempelhof-schoeneberg/macher/2020/03/10/114823/bauverzoegerung-bei-friedenauer-hoehe-wegen-des-mietendeckels

    Neubauten sind vom Mietendeckel nicht betroffen. Dennoch nehmen ihn so genannte Investoren zum Vorwand, Baumaßnahmenzu stoppen und so die Politik des Berliner Senats zu boykottieren.

    10.03.2020 von Sigrid Kneist - Während ganz im Westen auf dem Areal des einstigen Wilmersdorfer Güterbahnhofs nach und nach die Gebäude hochgezogen werden, passiert auf dem größten Teil des Geländes nichts. Lediglich eine Baustraße führt von der Hauptstraße in die weiträumige, planierte Sandlandschaft, die sich entlang der S-Bahn- und Stadtautobahntrasse entlangzieht. Inzwischen hängt das ambitionierte Projekt Friedenauer Höhe – eins der größten Wohnungsbauvorhaben in der City – um neun Monate bis ein Jahr den Planungen hinterher. Auf diesem Teil des Geländes sollen rund 1200 freifinanzierte Wohnungen entstehen. Auf dem westlichen Teil zur Handjerystraße hin sind rund 250 öffentlich geförderte Wohneinheiten im Bau. Über die Planungen habe ich vor gut einem Jahr geschrieben: tagesspiegel.de

    Was ist da los? Eigentlich sollte bereits 2019 mit dem Bau begonnen werden. Im vergangenen Jahr war schlagartig eine Vermarktung nicht mehr möglich. Grund dafür: Anfang 2019 gab es die ersten Ideen für den Mietendeckel. „Die Diskussion um den Mietendeckel brachte das Interesse der Investoren zum Erliegen“, sagt Klaus Kirchberger, Geschäftsführer der Firma OFB Projektentwicklung, die den Zuschlag für das Gelände und den Bau dieses Teils des neuen Quartiers erhalten hat. Investoren seien sich angesichts der Debatte um die Mietobergrenzen nicht mehr sicher gewesen, ob sich Wohnungsbau in Berlin noch rentiere.

    Anfang März trat der Mietendeckel in Kraft. Neubauten sind von den im Gesetz festgeschriebenen Mietobergrenzen allerdings nicht betroffen. Inzwischen sei man auch wieder mit Investoren in Gespräch, sagt Kirchberger: „Es ist schließlich eine ausgezeichnete Lage.“ Er rechne mit einem Baubeginn Anfang der zweiten Jahreshälfte. Zur Hauptstraße hin soll auch ein großer Gewerbekomplex mit Büroräumen entstehen. Auf der Homepage des Projekts Friedenauer Höhe heißt es noch, dass der Wohnungsbau Ende 2022 beendet und das gesamte Quartier Ende 2023 fertiggestellt sein wird. Inzwischen geht Kirchberger davon aus, dass der Komplex 2024 in Gänze fertig wird.

    Wohnungen werden gebraucht. Laut dem städtebaulichen Vertrag sei die OFB verpflichtet, in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen, heißt es im Bezirksamt, wo man nicht glücklich über die Verzögerungen ist. „Ich erwarte, dass die OFB in diesem Jahr mit dem Bau beginnt und hierfür alle Anstrengungen unternimmt, damit das klappt. Die Menschen brauchen dringend neue Wohnungen“, sagt Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne).

    Verzögerungen im Westen. Auch bei dem bisherigen Bau lief nicht alles rund. Direkt an der Handjerystraße sollte der alte Edeka-Supermarkt bereits im vergangenen Jahr abgerissen werden. Der Supermarkt soll in einem neuen sechsgeschossigen Bau dann später wieder eröffnet werden. Aber Edeka wollte zunächst nicht weichen und berief sich auf einen langfristigen Mietvertrag. Inzwischen gibt es allerdings eine Einigung. Das Gebäude des bisherigen Supermarkts wird demnächst abgerissen, damit dort die Bauarbeiten weitergehen können. Diesen Teil der Friedenauer Höhe baut das Immobilienunternehmen Ten Brinke. Die Wohnungen sollen von der landeseigenen Wohnungsgesellschaft Howoge übernommen werden.

    #Berlin #Friedenau #Handjerystraße #Wohnen #Immobilien #Politik

  • Uber startet in Bern und vermittelt an Taxis
    https://www.taxi-times.com/uber-startet-in-bern-und-vermittelt-an-taxis

    28. Februar 2020 von Jürgen Hartmann - Seit Donnerstag bietet der äußerst umstrittene und größtenteils mit illegal agierenden Partnern zusammenarbeitende Fahrtenvermittler „Uber“ seinen Dienst auch in der Schweizer Hauptstadt Bern an. Sämtliche Fahrten werden dabei an Taxis vermittelt. 

    Ganz freiwillig kam diese Kooperation allerdings nicht zustande, sie resultiert vielmehr aus den strengen Beförderungsregelungen Berns. Diese sehen beispielsweise keine so genannten Limousinenfahrten vor. Stattdessen müssten alle sowohl eine Taxiführer- als auch eine Taxihalterbewilligung nachweisen – und eine erfolgreich abgelegte Ortskunde. Der Fahrpreis kann dagegen frei festgesetzt werden, weshalb Uber auch in Bern seinen Surge-Pricing-Algorithmus einsetzen wird. Das bedeutet, dass die meisten Fahrten billiger als zum Taxipreis angeboten werden (zur Markteroberung), während sie bei hoher Nachfrage auch drastisch ansteigen können.

    Bern ist die neunte Schweizer Stadt, in der Uber seine Fahrten vermittelt. Der jetzt erfolgte Start ist eine Reaktion auf 130.000 vergebliche Versuche von Uber-Kunden im Jahr 2019, ein Fahrzeug zu bestellen, teilte das Unternehmen mit. Mit dem Anbieten der Uber App wolle man den lokalen Taxifahrern eine neue Möglichkeit geben, ihre Auslastung zu erhöhen und neue Kunden zu gewinnen, schreibt der Fahrdienstvermittler.

    Ob und wie viele Berner Taxis diese Möglichkeit tatsächlich nutzen, geht aus den bisherigen Mitteilungen und zahlreich erschienenen Medienberichten nicht hervor. Taxifahrer, die einer Zusammenarbeit mit Uber offen gegenüberstehen, sollten sich in den Niederlanden umhören. Dort sind die Verdienstmöglichkeiten der Uber-Fahrer mittlerweile so katastrophal, dass man nahezu wöchentlich vor der Uber-Hauptzentrale demonstriert.

    #Uber #Schweiz #Bern

  • Neukölln: Höchster Anteil an Armutsgefährdeten im Bezirk
    https://abendblatt-berlin.de/2020/03/06/neukoelln-hoechster-anteil-an-armutsgefaehrdeten-im-bezirk
    https://abendblatt-berlin.de/wp-content/uploads/2020/03/ONLINE-Neukölln-©imago-images-_Emmanuele-Contini.jpg

    Die Armutsgefährdungsquote in Berlin ist leicht angestiegen 
    In den letzten fünf Jahren ist das Armutsrisiko in Berlin leicht gestiegen. Das legte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in seinem fünften Regionalen Sozialbericht 2019 offen. Unter den Bezirken weist Neukölln mit 27,4 Prozent den höchsten Anteil an armutsgefährdeten Einwohnern auf. Im Kontrast dazu steht Pankow mit 6,7 Prozent, gefolgt von Steglitz-Zehlendorf mit 11,1 Prozent und Treptow-Köpenick mit 11,3 Prozent.

    Jeder sechste Bürger betroffen
    Im Jahr 2018 war laut Bericht rund jede sechste Person in Berlin armutsgefährdet. Besonders betroffen waren junge Menschen ohne Schulabschluss und Lehre sowie Alleinerziehende und Bürger in Haushalten mit drei oder mehr Kindern. Die Situation Alleinerziehender habe sich trotz einer konjunkturellen Erholung am Arbeitsmarkt nicht gebessert. Als armutsgefährdet gelten diejenigen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Pro-Kopf-Nettoeinkommens zur Verfügung haben. Für Berlin liegt die Armutsgefährdungsschwelle bei 1.004 Euro, die Armutsschwelle für einen Einpersonenhaushalt bei 837 Euro und die Schwelle für strenge Armut bei 669 Euro.

    #Berlin #Neukölln #Armut

  • Umfassender Service wird seltener – Marktübersicht über die Taxikonditionen aller im Taxi-Bereich aktiven Hersteller - Unternehmensführung Marktübersicht Taxi-Pakete, Taxi-Umrüster, Taxithemen (allg.) | Fachartikel | taxi heute - das unabhängige und bundesweite Taxi-Magazin - das unabhängige, bundesweite Taxi-Magazin
    https://www.taxi-heute.de/de/node/20304

    26. Februar 2020, von Dietmar Fund - Nur noch wenige Autohersteller bieten den Taxi- und Mietwagenunternehmern mehr als nur
spürbare Nachlässe bei der Anschaffung.

    Schon seit den 60er-Jahren honorieren die Fahrzeughersteller, dass intensiv genutzte und langlebige Taxis ein Werbeträger erster Güte sind. Sie belohnen die Taxibranche für die vielen „Probefahrten“ mit potenziellen neuen Kunden, die sie täglich machen, mit Nachlässen. Deren Bedeutung hat beim heute üblichen allgemeinen Gefeilsche allerdings nachgelassen. Außerdem haben die gewachsene Komplexität der Technik und schnellere Modellwechsel die Langlebigkeit in den Hintergrund treten lassen. Auch die Umrüstung von Taxis ist komplexer geworden.

    Taxi-Extras nehmen ab

    Das hat inzwischen vielen Herstellern die Freude am Taxi-Geschäft genommen, das mit seinen kleinen Stückzahlen für aufstrebende Manager ja noch selten ein Karriere-Sprungbrett war. Wie die Übersichtstabelle auf den Folgeseiten zeigt, sind die Einträge bei den Kernleistungen und den Extras nur noch bei Mercedes-Benz, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge deutlich länger. Sie sind auch die einzigen Marken, die ihre neuen Modelle erst einmal ausgiebig unter Taxi-Bedingungen testen, bevor sie mit einer Taxi-Ausstattung ab Werk angeboten werden. Sie nehmen dabei in Kauf, mit neuen Modellen erst Monate nach dem Serien-Start als Taxi zu kommen. Einfacher macht es sich mittlerweile der Rest der Taxi-Welt einschließlich der einstmals in die Taxi-Strategie des Volkswagen-Konzerns eingebundenen Marken Seat und Skoda. Beide haben sich aus dem Taxi-Geschäft ganz zurückgezogen. Ihre Kunden können höchstens noch bei INTAX unsubventionierte Taxi-Pakete in bereits zugelassene Modelle älterer Baureihen einbauen lassen. Nur ein einziger Skoda-Händler unterstützt diesen Weg mit der Zulassung entsprechend günstiger größerer Partien von Lager-Taxis.

    Die restlichen Marken bis auf 
Volvo setzen auf INTAX in Oldenburg als Entwicklungs- und Umrüstpartner, der neue Modelle rasch zum Taxi macht, sofern die Verantwortlichen der Hersteller selbst schnell genug sind. Sie überlassen die Dauererprobung ihren Kunden.So ist es inzwischen auch bei Ford und bei Opel, die das Taxi-Geschäft besonders engagierten Händlern übertragen. Volvo setzt als einziger Hersteller seit der Wiederaufnahme des Taxi-Geschäfts auf den Umrüstpartner ADLER Taxameter und Funktechnik in München. Die deutschen Schweden haben versprochen, einen langen Atem zu zeigen. Ein Indiz dafür ist, dass sie vor kurzem den kompakten SUV XC 60 ins Taxi-Programm aufgenommen haben.

    Um Ersatztaxis wie hier bei Gessner & Jacobi in Hannover kümmern sich nur Mercedes-Benz, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Sonst kommt es auf die Initiative der einzelnen Händler an. Bild: Dietmar Fund

    Einer ist auf dem Sprung

    Ein weiterer Lichtblick am Horizont zeigt sich bei Jaguar. Christoph Engler vom Vertrieb für Flotten- und Gewerbekunden kündigt für seine Marke Zuschüsse für das Fahrzeug und den Umbau für das Elektrotaxi i-Pace und die Mittelklasse-Baureihe XF bei INTAX an.

    Solche Nettigkeiten haben Taxi- und Mietwagenunternehmer nicht zu erwarten, die sich von Tesla haben elektrisieren lassen. Die Amerikaner arbeiten noch an der Taxi-Zulassung des als preiswerter angekündigten Models 3 und geben ihren teuren Modellen Model S und Model X nur eine Wallbox für langsames Laden zu Hause gratis mit.

    #Taxi #Industrie #Business

  • Ludwigshafen prüft Konzessionen nach dem Hamburger Modell - Taxi-Konzessionen | News | taxi heute - das unabhängige und bundesweite Taxi-Magazin - das unabhängige, bundesweite Taxi-Magazin
    https://www.taxi-heute.de/de/node/17903

    11.11.2017 von Dietmar Fund - Seit November 2017 verlangt die Genehmigungsbehörde bei der Vergabe, Verlängerung oder Übertragung von Taxi- und Mietwagenkonzessionen Nachweise der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

    Taxi- und Mietwagenunternehmer, die in Ludwigshafen seit dem 1. November die Verlängerung, Zuteilung oder Übertragung einer Konzession beantragen möchten, müssen jetzt zusätzlich zu den bisher nötigen Unterlagen weitere Dokumente vorlegen, die ihre persönliche Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Erforderlich sind zum Beispiel eine Mitteilung der in den letzten drei Jahren beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, eine Liste mit Angaben zu Kilometerständen, eine Eigenkapitalbescheinigung und die Angabe der Jahresfahrleistungen der eingesetzten Fahrzeuge.
    Ein von der Genehmigungsbehörde beauftragter Gutachter soll die eingereichten Unterlagen prüfen. Auch Antragsteller, die auf der Warteliste stehen, sollen nach demselben Verfahren geprüft werden. Weil das länger als bisher dauert, sollten Antragsteller ihren Verlängerungsantrag drei Monate im Voraus einreichen. Bearbeitet werde er aber erst, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorlägen, schreibt die Stadtverwaltung.

    Die Genehmigungsbehörde möchte mit diesem ausdrücklich an das „Hamburger Modell“ angelehnten Verfahren eine gerechtere und gerichtsfeste Verteilung von Konzessionen erreichen. Sie betont, dass von einer Freigabe von Konzessionen keine Rede sein könne.

    Ziel der Änderung sei es, dem örtlichen Taxi- und Mietwagengewerbe eine „bessere wirtschaftliche Entfaltungsmöglichkeit“ zu geben und gleichzeitig dem Grundrecht der Berufsfreiheit Rechnung zu tragen, schreibt Kämmerer und Beigeordneter Dieter Feid sinngemäß in einer Pressemitteilung der Stadt Ludwigshafen. Diese Vergabepraxis habe sich außer in Hamburg nach Erkenntnissen der Stadtverwaltung bereits in anderen Städten bewährt.

    #Taxi #Hamburger_Modell

  • Taxi-Wettbewerber Uber sucht Partner fürs Berliner Umland - Taxi-Apps, Sammelfahrten | News | taxi heute - das unabhängige und bundesweite Taxi-Magazin - das unabhängige, bundesweite Taxi-Magazin
    https://www.taxi-heute.de/de/node/20362


    Wie beim Pilotprojekt in Kirchheim bei München (Foto) will Uber-Chef Christoph Weigler auch Brandenburger Behörden und Politiker mit emissionsarmen Fahrzeugen ansprechen.

    10.03.2020 von Dietmar Fund - Der Fahrdienstvermittler möchte die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr im Brandenburger Umland von Berlin verbessern.

    Noch im ersten Halbjahr 2020 möchte der Fahrdienstvermittler Uber ein Pilotprojekt in Brandenburger Gemeinden starten, um deren Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr der Großstadt Berlin zu verbessern. Uber denkt an On-demand-Zubringerverkehre und an Heimbringer-Fahrten speziell zu Tagesrandzeiten.

    Wie man sie so organisieren könnte, dass sie das eigene Auto überflüssig machen könnten, möchte das Unternehmen nun mit allen in Fragen kommenden Landkreisen sowie mit potenziellen Partnern besprechen. Gesucht werde „ein geeignetes Gebiet mit besonderem Verbesserungspotenzial für die Mobilität“, schreibt Uber. Gesucht seien „Partner und Unterstützer mit lokaler Expertise“.

    Die „Mobilitätsplattform“ denkt offenbar daran, auch Taxiunternehmer in das Pilotprojekt mit einzubinden. Laut den Potsdamer Neuesten Nachrichten hat Deutschland-Chef Christoph Weigler erklärt, dass er an Taxi-, Mietwagen- und Busunternehmer denkt, die emissionsarme Fahrzeuge einsetzten.

    #Uber #Brandenburg #disruption ÖPNV

  • Kurzarbeitergeld wegen Corona-Virus
    https://www.bund-verlag.de/aktuelles~Kurzarbeitergeld-wegen-Corona-Virus~
    https://www.bund-verlag.de/api/news/teaser/image/1f20c40d-f3cf-476e-a8f3-aebb167d9459

    Das Corona-Virus und die dagegen ergriffenen Schutzmaßnahmen wirken sich auch auf Import und Export aus. Erleiden Firmen in Deutschland deshalb Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich – so die Bundesagentur für Arbeit.

    Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit für Baden-Württemberg weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass es durch die Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus in China auch in Baden-Württemberg bereits zu Auftragsengpässen gekommen ist. Aus diesem Anlass stellt die Bundesagentur klar, dass Betriebe in solchen Fällen Kurzarbeit anmelden können, wodurch den Beschäftigten Kurzarbeitergeld zusteht.

    In der Pressemitteilung heißt es:
    »Ein auf Grund oder in Folge des Corona-Virus und/oder der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen eingetretener Arbeitsausfall beruht im Regelfall auf einem unabwendbaren Ereignis oder auf wirtschaftlichen Gründen im Sinne des Paragraphen 96 Abs. 1 Nr. 1 SGB III. Ein Ausgleich des Arbeitsausfalls mit Hilfe des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes ist damit grundsätzlich möglich.

    Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Informationen über die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld (KUG) und Videoanleitungen finden sie auf der Seite https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-arbeitgeber-unternehmen.

    Darüber hinaus stehen die Agenturen für Anfragen und Beratungen zur Verfügung. Die Nummer der Servicehotline für Arbeitgeber lautet 0800 45555 20.«

    Quelle:
    Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg, Presseinfo Nr. 8 vom 6.2.2020