Golem.de : IT-News für Profis

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    • propre lien :

      https://www.golem.de/news/weltraumschrott-chinesische-raketenstufe-stuerzt-unkontrolliert-ab-2105-156192

      [...]

      Der Start des ersten Moduls der chinesischen Raumstation hat wieder ein großes Stück Weltraumschrott hinterlassen, das unkontrolliert abstürzen wird. Das berichtete Andrew Jones für Space News. Die Kernstufe der Changzheng-5B (Langer Marsch 5B) hatte das Modul in einen niedrigen Erdorbit gebracht und fliegt dort nun unkontrolliert. Beobachtungen zeigen, wie die Raketenstufe im Orbit taumelt. Sie wird wahrscheinlich am 9. Mai 2021 abstürzen, der genaue Ort und Zeitpunkt sind aber noch unklar.

      Die wasserstoffbetriebene Kernstufe hat ein Leergewicht von etwa 20 Tonnen. Es wird geschätzt, dass davon zwischen 4 und 8 Tonnen am Boden ankommen werden. Die Raketenstufe ist etwa fünfmal so schwer wie die Oberstufe der Falcon 9, die vor kurzem in der Nähe von Seattle abstürzte.

      Der Orbit der Changzheng-5B hat eine Bahnneigung von 41 Grad. Er erreicht seinen nördlichsten Punkt etwa auf der Breite von New York oder Madrid und den südlichsten Punkt zwischen Australien und Tasmanien.

      Die Changzheng-5B ist für Starts von großen Nutzlasten in niedrige Orbits ausgelegt und nicht mit wiederstartbaren Triebwerken ausgestattet. Das reguläre Modell, Changzheng-5, befördert Satelliten mit einer Oberstufe in höhere Orbits. Dabei wird die 20 Tonnen schwere Kernstufe abgetrennt, bevor sie einen Orbit erreicht, so dass sie in eine vorher bekannte und abgesperrte Absturzzone im Pazifik stürzt.

      US- und russische Raumstationen produzierten mehr Schrott

      Die beiden Experimentmodule Mengtian und Wentian, die 2022 gestartet werden sollen, werden mit 20 Tonnen statt 22,5 Tonnen etwas leichter sein. Die Rakete für ihren Start hätte also Reserven, um mit wiederstartbaren Triebwerken oder einer Oberstufe ausgestattet zu werden. Es ist aber nicht bekannt, ob das geplant ist.

      Zusammen mit der Kernstufe des gleichen Raketentyps, von der Generalprobe des Starts der Raumstation mit einem Raumschiffprototyp, ist es eines der schwersten künstlichen Objekte, die jemals unkontrolliert in die Erdatmosphäre eingetreten sind. Schwerer war die sowjetische Raumstation Salyut-7 mit 40 Tonnen, die rund 80 Tonnen schwere US-Raumstation Skylab und die 36 Tonnen schwere zweite Raketenstufe der Saturn V, mit der Skylab in den Erdorbit gebracht wurde.

      [/]

      #Chine #débris #aérospatiaux #fusée #vaisseau_spatial
      #Russie #États-unis

      cf. https://seenthis.net/messages/914341

  • Andi Scheuers Freundin: Kritik an Wechsel von Bärs Büroleiterin zu Facebook - Golem.de
    https://www.golem.de/news/andi-scheuers-freundin-kritik-an-wechsel-von-baers-bueroleiterin-zu-facebook-2


    Voici des personnes sans morale ni scrupules.

    10.2.2021, von Friedhelm Greis - Vom Bundeskanzleramt zum Werbekonzern Facebook: Der Wechsel von Bärs Büroleiterin Julia Reuss stößt bei FDP und SPD auf Kritik.
    Artikel veröffentlicht am

    Die Opposition kritisiert den geplanten Wechsel der Büroleiterin von Digitalstaatsministerin Dorothee Bär, Julia Reuss, zum sozialen Netzwerk Facebook. „Der nahtlose Wechsel von der kontrollierenden zur kontrollierten Instanz deutet darauf hin, dass eine wirksame Kontrolle von Facebook seitens der Bundesregierung nicht zu erwarten ist“, sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing dem Handelsblatt.

    Dem Bericht zufolge leitet Reuss seit zwei Jahren das Büro der CSU-Politikerin im Bundeskanzleramt. Die 37-Jährige solle Ende Februar als Public-Policy-Direktorin für Zentraleuropa zu Facebook wechseln. In der Position solle sie den Austausch zwischen dem US-Konzern und den politischen Entscheidungsträgern in Deutschland und anderen europäischen Ländern organisieren. Angesichts der bevorstehenden Verhandlungen über das Digitale-Dienste-Gesetz und das Digitale-Märkte-Gesetz dürfte diese Position für Facebook von großer Bedeutung sein.
    Wechsel zwischen Verkehrsministerium und Bahn

    Reuss soll schon zuvor ihre beruflichen Erfahrungen in der Regierung für einen Wechsel in die Wirtschaft genutzt haben. So sei die damalige persönliche Referentin von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Ende 2012 zur Deutschen Bahn gewechselt. Im Sommer 2018 sei sie dann ins Bundesverkehrsministerium zurückgekehrt, wo die Stabsstelle für urbane Mobilität übernommen habe. Im Mai 2019 habe sich Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erstmals in der Öffentlichkeit mit seiner neuen Freundin Julia Reuss gezeigt. Reuss ist zudem Aufsichtsratsvorsitzende der bundeseigenen Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH).

    Kritisch zu dem Wechsel äußerte sich auch der Koalitionspartner der Union. Der SPD-Digitalpolitiker Jens Zimmermann hält es laut Handelsblatt zwar „prinzipiell für keinen Nachteil, wenn Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung auch Expertise in der Wirtschaft einbringen und sammeln“. Als Staatsministerin sei Bär jedoch im Gegensatz zu Reuss ein solch direkter Wechsel verwehrt.

    Dabei verfügt die Büroleiterin einer Staatsministerin laut Zimmermann oft nicht über schlechtere Kontakte als die Vorgesetzte selbst. „Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass Facebook ein Unternehmen ist, das auch in der kommenden Legislaturperiode vielen Diskussionen im politischen Raum ausgesetzt sein wird“, sagte Zimmermann dem Handelsblatt.

    Dem Bericht zufolge hat Bär nach dem Bekanntwerden der Wechselpläne „unverzüglich“ veranlasst, dass Reuss ihre operativen Tätigkeiten an andere Mitarbeiter übergibt.

    #népotisme #Facebook #Allemagne

  • Ein Bündnis aus zahlreichen Verbänden spricht sich für Open-Source-Lösungen als Alternative zu MS 365 aus.
    https://www.golem.de/news/baden-wuerttemberg-breites-buendnis-gegen-microsoft-schulcloud-2101-153363.htm

    Zahlreiche Gruppierungen fordern Baden-Württembergs Kultusministerium dazu auf, auf den Einsatz von Microsofts MS 365 an Schulen zu verzichten. Stattdessen sollen Open-Source-Lösungen wie Moodle und Big Blue Button als Alternative genutzt werden.

    Unterstützt wird die Erklärung von einem sehr breiten Bündnis. Mitgetragen wird sie etwa vom Landesschüler- und Landeselternbeirat in Baden-Württemberg, dem Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie gesellschaftlichen Gruppen wie dem Chaos Computer Club Stuttgart und der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
    Kultusministerium will Microsoft-Lösung

    Das Land Baden-Württemberg testet seit einiger Zeit die Nutzung von MS 365. Die CDU-Kultusministerin von Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann, die derzeit wegen ihres Agierens in der Coronapandemie stark unter Druck steht, bevorzugt die Microsoft-Lösung. Die Kritik daran ist nicht neu, so wird insbesondere bezweifelt, ob die Microsoft-Cloud mit Datenschutzbestimmungen in Einklang zu bringen ist.

    Die jetzt vorgestellte Erklärung weist auch auf die Datenschutzprobleme hin. Das ist aber nur einer von mehreren Aspekten. So verweisen die Verbände darauf, dass die Nutzung von Open-Source-Lösungen ein Beitrag zur digitalen Souveränität sei.

    „Ein Bundesland darf sich nicht von einem Cloud-Angebot wie MS 365 abhängig machen, über das es nicht mit voller Souveränität selbst, sicher und dauerhaft verfügt, weil es jederzeit vom Anbieter oder auf Anweisung der Regierung des Landes des Firmensitzes in der Nutzung eingeschränkt oder gar abgeschaltet werden kann“, heißt es dazu in der Erklärung.
    Moodle-Probleme inzwischen behoben

    Bereits jetzt nutzen viele Schulen in Baden-Württemberg Open-Source-Lösungen. Am Montag gab es bei den vom Land bereitgestellten Moodle-Instanzen Probleme mit der Erreichbarkeit. Laut einer Meldung des für die Instanzen zuständigen BelWü (Datennetz der wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg) wurden diese jedoch inzwischen durch Optimierungen in der Datenbankkonfiguration behoben. Moodle ist eine in PHP geschriebene Open-Source-Software für Lernplattformen.

    Die Initiatoren der Stellungnahme sehen mit den bestehenden Lösungen den Bedarf der Schulen bereits gut abgedeckt: „Mit Moodle (Lernplattform), Bigbluebutton (Videokonferenzsystem), Libreoffice (Bürosoftware), Thunderbird (Mailprogramm) und Nextcloud (Dateiablage und Kooperation) stehen allen Schulen Anwendungen zur Verfügung, die den Funktionsumfang von MS 365 abdecken oder übertreffen."

    #Allemagne #école #éducation #privatisation #écoles #politique #cloud #nuage

  • Mapnificent: Wie weit kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln? - Golem.de
    https://www.golem.de/1108/85516.html


    Der Maßstab für die Entscheidung, mit dem Taxi zu fahren oder eben nicht?

    https://www.mapnificent.net/berlin/#13/52.5199/13.3662/900/52.5256/13.369

    Ein Taxi sollte innerhalb der Stadt bei mittleren Entfernungen nicht nur bequemer als andere öffentliche Verkehrsmittel sein, sondern auch einen Zeitgewinn bieten. Das mittels Duchfahrterlaubnissen, autorisierte Benutzung der Busspuren, privilegierte Ampelschaltungen und bauliche Maßnahmen zu ermöglichen, ist Aufgabe der Verkehrsverwaltung. Damit sie diese Auggabe wahrnimmt, muss der notorische „politische Wille“ dafür hergestellt werden.

    5.8.2011 - Der Bonner Entwickler Stefan Wehrmeyer visualisiert mit Mapnificent, welche Orte in einer Stadt innerhalb einer vorgegebenen Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Die Daten können zudem über ein API abgefragt werden.

    Anderer Link zu Mapnificent : https://seenthis.net/messages/24738

    #Berlin #Taxi #Kartographie #Verkehr #Politik

  • Elektroautos: Bundestag beschließt Anspruch auf private Ladestelle
    https://diasp.eu/p/11663765

    Elektroautos: Bundestag beschließt Anspruch auf private Ladestelle

    Der Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur könnte mit dem Gesetz einen neuen Schub bekommen. Der Anspruch gilt nicht nur für Elektroautos. (Ladesäule, Technologie) Elektroautos: Bundestag beschließt Anspruch auf private Ladestelle

    • lien propre:

      https://www.golem.de/news/elektroautos-bundestag-beschliesst-anspruch-auf-private-ladestelle-2009-150939

      Ein Blick in die Kommentare lohnt sich!

      il vaut bien un regard dans les commentaires

      –---------------

      oAnth:

      Die Entwicklung der Wasserstofftechnologie unter Verwendung der Brennstoffzelle und der E-Fuel-Technologie werden damit stillschweigend aus dem Wettbewerb verdrängt … und der Bundestag lässt sich kollektiv verblendet, wie vorab Diess, dies, dies, dies absehbar gewesen, von der Kraftfahrzeug-Lobby so mir nichts dir nichts vor den Karren spannen.

      Das sorgt in der Praxis unter den Hauseigentümern in den Wohnanlagen für gewaltigen Ärger, den die Hausverwaltungen schwerlich in den Griff bekommen werden, sobald die Sonderumlagen auf die Eigentümergemeinschaft zurollen, die für die finanzschwachen Eigentümer bei ohnehin anfallenden regelmäßigen Sanierungskosten zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten nach sich ziehen - und das jetzt unter den Arbeitsmarktbedingungen in Folge der Corona-Pandemie.

      Im Ernstfall bedeutet das übrigens nach 3-monatig auflaufenden Wohngeldrückständen: die Hausverwaltung muss die Zwangsversteigerung der zahlungsrückständigen Wohnungseinheit in die Wege leiten.

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      Die bisher obligatorische einstimmige Annahme durch die Eigentümer beim Einbau einer Ladeanlage innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft fällt weg, hingegen stehen rechtlich weitergehende Misshelligkeiten ins Haus, stellt man sich die Frage, inwieweit z.B. eine 51-prozentige Ablehnung eines Vorschlages der Art und Weise des Einbaus der Verkabelung und der Ladestation bindend ist, bzw. wie weit eine 51-prozentige Zustimmung die nicht Willigen in die Kostendeckung mit einbezieht - vordergündig nein, da aber dergleichen Maßnahmen größtenteils nicht ohne andere bauliche und technische Erneuerungen und Ergänzungen vorgenommen werden, gerät die Veranlassung von dergleichen Sanierungs- und Ausbauarbeiten, sowie die Kostentrennung zu einem juristischen und zwischenmenschlichen Minenfeld, auf dem sich eine Unzahl von möglichen Rechtsstreitigkeiten vermuten lassen, welche sich über Jahre hinziehen können und das Zusammenwirken der Haus- und Wohungseigentümer langfristig zu vergiften drohen.

      Es stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre (s.o.), je nach baulichen und lokalen Voraussetzungen den Schwerpunkt auf die Brennstoffzelle oder die E-Fuel-Technologie zu setzen, da die infrastrukturellen Kosten hier nicht auf die einzelnen Privathaushalte umgelegt werden können, sondern unmittelbar in den Kauf, die Wartung des Fahrzeugs und den Erwerb des erforderlich Treibstoffs einfließen.

      #voiture_électrique #juridiction #logement_en_copropriété #Allemagne

      #auf_deutsch

  • Reporter ohne Grenzen: Studie kritisiert Darknet-Paragraf als unnöt...
    https://diasp.eu/p/9319950

    Reporter ohne Grenzen: Studie kritisiert Darknet-Paragraf als unnötig Die Betreiber von Plattformen im Darknet können laut einer Studie bereits nach geltendem Recht geahndet werden, wenn dort mit Illegalem gehandelt wird. Ein eigens dafür geschaffener Straftatbestand könne jedoch den Betrieb von Plattformen im Internet und Anonymisierungsdiensten gefährden https://www.golem.de/news/reporter-ohne-grenzen-studie-kritisiert-darknet-paragraf-als-unnoetig-1907-142 #Internet #Darknet #Tor #Computer #Handy #Nutzer

  • Funklöcher : Immer mehr Orte wollen keinen Mobilfunkmast - Golem.de
    https://www.golem.de/news/funkloecher-immer-mehr-orte-wollen-keinen-mobilfunkmast-1903-139757.html

    Dans le sud de l’Allemagne l’opposition contre la 5G de plus en plus forte

    Besonders in Baden-Württemberg wehren sich laut Vodafone Bürger zunehmend gegen die Mobilfunkversorgung. Die Telekom beklagt sogar bundesweiten Widerstand.

    Viele Bürger wehren sich gegen Mobilfunkstationen in ihrer Nähe. „Die aufgeklärte Bürgerschaft opponiert in viel größerer Zahl gegen Vorhaben der öffentlichen Hand“, sagte Steffen Jäger vom Gemeindetag Baden-Württemberg der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das verzögert neben dem Bau von Bahnhöfen und Flughäfen auch den Ausbau des Mobilfunks.

    Die drei Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica/O2 stoßen häufig auf Widerstand. Laut Vodafone erschweren Bürgerinitiativen den Bau von Stationen in Stuttgart, Mannheim, Schorndorf, Waiblingen, Ludwigsburg und Kernen, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet.

    Die Telekom nennt als Hürden baurechtliche Verfahren, Naturschutzbestimmungen, fehlende Wegerechte und die Nichtbereitstellung öffentlicher Gebäude. Das gelte bundesweit, teilte das Unternehmen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit.

    #Allemagne #internet #réseaux #politique

  • McFadden-Prozess : BGH weist Klage wegen Störerhaftung endgültig ab - Golem.de
    https://www.golem.de/news/mcfadden-prozess-bgh-weist-klage-wegen-stoererhaftung-endgueltig-ab-1903-13987

    Il semble qu’en Allemagne on aura enfin les réseaux wifi libres et ouverts pour tous. Pour en être sûr il faut encore attendre le texte complet de la dernière décision de justice en matière de réseaux ouverts , mais il y a des éléments qui justifient l’optimisme.

    7. März 2019 - Ein jahrelanges Verfahren um ein offenes WLAN ist mit einer überraschenden Begründung zu Ende gegangen. Dennoch warnt Prozess-Gewinner McFadden weiter vor dem Betrieb offener Hotspots.

    Der jahrelange Rechtsstreit des Netzaktivisten Tobias McFadden für offenes WLAN in Deutschland ist zu Ende. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wies am Donnerstag die Revision des Musikkonzerns Sony zurück. Damit ist ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München von März 2018 rechtskräftig. (Az. I ZR 53/18)

    In dem Prozess ging es um die Frage, ob Internetnutzer, die ihr WLAN-Netzwerk für die Allgemeinheit öffnen, für Urheberrechtsverstöße über ihren Anschluss geradestehen müssen. McFadden war 2010 von Sony abgemahnt worden, weil jemand über das offene WLAN seines Büros illegal einen Song heruntergeladen hatte. In der Auseinandersetzung wurde er von der Piratenpartei unterstützt.
    Regierung schaffte Störerhaftung ab

    In dem Verfahren hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) im September 2016 entschieden, dass kommerzielle Hotspot-Betreiber bei Urheberrechtsverletzungen, die über ihr WLAN begangen wurden, nicht zur Zahlung von Schadenersatz sowie entsprechenden Abmahn- und Gerichtskosten verpflichtet werden können. Allerdings dürfe der Geschädigte die Zahlung von Abmahn- und Gerichtskosten für die Durchsetzung von Unterlassungsansprüchen verlangen.

    Auf Basis dieses Urteils hatte McFadden am 20. April 2017 seinen Prozess vor dem Landgericht München verloren, weil er sein WLAN nicht mit einem Passwort geschützt hatte. Doch die große Koalition beschloss im Sommer 2017, das bereits geänderte Telemediengesetz ein weiteres Mal zu modifizieren, um kostenpflichtige Unterlassungsforderungen zu unterbinden. Im Berufungsverfahren vor dem OLG München hatten die Richter bestätigt, dass diese Gesetzesänderungen mit EU-Recht vereinbar sind. Die Sony-Anwälte hatten dies in dem Prozess angezweifelt.
    Überraschende Begründung

    Allerdings hatte das Gericht eine Revision des Urteils vor dem BGH zugelassen, die nun abgelehnt wurde. Die Begründung überraschte selbst McFadden. Denn die Karlsruher Richter urteilten, dass kommerzielle Anbieter schon nach alter Rechtslage erst dann verpflichtet gewesen seien, ihr Netzwerk zum Beispiel mit einem Passwort zu sichern, wenn sie jemand auf einen Rechtsverstoß hingewiesen habe. Dass Sony McFadden vor der Abmahnung einen solchen Hinweis erteilt habe, sei nicht festgestellt, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Koch in der Verhandlung.

    McFadden schloss daraus, „dass alle ’Altfälle’ von Hotels etc. kippen könnten und die noch laufenden Verfahren zugunsten der WLAN-Betreiber ausfallen“. Die schriftliche Urteilsbegründung liege aber noch nicht vor. Er forderte Nutzer trotz des Erfolgs vor Gericht dazu auf, ihr WLAN geschlossen zu halten. Auch mit diesem Urteil sei das neue TMG „noch nicht komplett gerichtlich getestet“. Stattdessen sollten Nutzer Freifunk-Router mit VPN zu einem Freifunkverein verwenden.

    #Allemagne #droit #internet #WIFI

  • Contract for the web: Bundesregierung unterstützt Rechtsanspruch auf Internet - Golem.de
    https://www.golem.de/news/contract-for-the-web-bundesregierung-unterstuetzt-rechtsanspruch-auf-internet-

    Le gouvernement fédéral allemand signe le contrat pour le web.

    28. November 2018 - Die Bundesregierung will das Internet als „öffentliches Gut und Grundrecht“ schützen. Damit unterstützt sie eine Initiative von WWW-Erfinder Tim Berners-Lee.

    Die Bundesregierung stellt sich hinter die Prinzipien des sogenannten Contract for the web. Digitalisierungsstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) und Bundesverbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) hätten am Mittwoch in Berlin die Prinzipien dieses „Vertrags für das Web“ unterzeichnet, teilte die Regierung mit. „Das Internet ist ein öffentliches Gut. Der Zugang dazu muss allen Menschen offenstehen“, sagte Barley anlässlich der Unterzeichung. An der Zeremonie nahmen der CEO der Web Foundation, Adrian Lovett, sowie Mitglieder des Ausschusses Digitale Agenda des Deutschen Bundestages teil.
    Stellenmarkt

    Der Vertrag geht auf eine Initiative von WWW-Erfinder Tim Berners-Lee und der von ihm im Jahr 2008 gegründeten World Wide Web Foundation zurück.

    Die Regierungen sollen demnach

    „sicherstellen, dass sich jeder Mensch mit dem Internet verbinden kann. Damit jeder Mensch, ungeachtet seiner Identität oder seines Wohnorts, aktiv am Online-Geschehen teilhaben kann.“
    „das gesamte Internet jederzeit verfügbar halten. Damit keinem Menschen das Recht auf uneingeschränkten Zugang zum Internet verwehrt wird.“
    „das Grundrecht der Menschen auf Schutz ihrer Privatsphäre respektieren. Damit jeder Mensch das Internet frei, sicher und ohne Angst nutzen kann.“

    Vertrag folgt bis Mai 2019

    Bis Mai 2019 sollen die Prinzipien zu einem Vertrag ausgearbeitet werden, hieß es weiter. Die Grundlagen dafür lege der Koalitionsvertrag, demzufolge bis 2025 ein Rechtsanspruch auf flächendeckenden Zugang zu schnellem Internet geschaffen werden soll. Darüber hinaus will die Koalition von Union und SPD ein hohes Datenschutzniveau garantieren und höchste Anforderungen an Datensicherheit erfüllen.

    Die Initiative der World Wide Web Foundation wird aktuell von mehr als 80 Personen, Organisationen und Unternehmen unterstützt, darunter Google, Facebook und Cloudfare. Deutschland ist neben Frankreich das erste Land, dessen Regierung den Webvertrag unterzeichnet hat.

    cf. DE — A Contract for the Web https://seenthis.net/messages/742063

    #Allemagne #Digitale_Agenda #W3C #Internet

    • Bundesregierung | Aktuelles | Bund unterstützt „Contract for the web“
      https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-unterstuetzt-contract-for-the-web--1554868

      Jeder Mensch soll das Internet nutzen können – frei, sicher und ohne Angst. Das sieht der „Contract for the Web“ vor, den Digitalisierungsstaatsministerin Bär und Justizministerin Barley für die Bundesregierung in Berlin unterzeichnet haben.

      Die Bundesregierung verpflichtet sich mit der Unterzeichnung, die Grundsätze des „Vertrags für das Web“ einzuhalten. Dazu gehört unter anderem sicherzustellen, dass sich jeder Mensch zu jeder Zeit mit dem Internet verbinden kann und das Grundrecht auf Schutz seiner Privatsphäre respektiert wird.

      „Das Internet ist das Rückgrat der Digitalisierung. Die Bundesregierung schützt es als öffentliches Gut und Grundrecht. Die Prinzipien des ’Contract for the web’ unterstützen wir daher sehr gerne“, sagte Digitalisierungsstaatsministerin Dorothee Bär.

      Bundesjustizministerin Katarina Barley betonte: „Das Internet ist ein öffentliches Gut. Der Zugang dazu muss allen Menschen offenstehen. Deswegen ist es wichtig, dass sich die Bundesregierung heute genau dazu bekennt.“ Es sei die Aufgabe von Politik und Gesellschaft den rechtlichen Rahmen zu definieren und über ethische Fragen zu diskutieren.

      Den Vertragsbeitritt hatte die Bundesregierung Mitte November bei ihrer Digitalklausur in Potsdam verabredet. Die Grundlagen dafür legt der Koalitionsvertrag - etwa mit dem Vorhaben, bis 2025 einen Rechtsanspruch auf flächendeckenden Zugang zu schnellem Internet zu schaffen.
      Veröffentlichung im Mai 2019

      Die Idee des „Contract for the Web“ geht auf den Vater des WWW und Gründer der World Wide Web Foundation, Tim Berners-Lee, zurück. Im November 2018 rief er bei einem Gipfel in Lissabon Bürger, Unternehmen und Regierungen dazu auf, einen digitalen Gesellschaftsvertrag für ein „freies und offenes“ Internet zu schließen.

      Der Vertrag soll im Mai 2019 publiziert werden – ein symbolischer Termin, da bis dahin mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung online sein soll. Die französische Regierung hat sich bereits dazu bekannt, ebenso wie zahlreiche Organisationen und Personen wie Google, Facebook oder der frühere britische Premierminister Gordon Brown.

      Das sieht der „Vertrag für das Web“ vor

      Regierungen werden

      sicherstellen, dass sich jeder Mensch mit dem Internet verbinden kann,
      das gesamte Internet jederzeit verfügbar halten,
      das Grundrecht der Menschen auf Schutz ihrer Privatsphäre respektieren.

      Unternehmen werden

      – das Internet für jeden Menschen erschwinglich und zugänglich machen,
      – die Privatsphäre und die persönlichen Daten der Verbraucher respektieren,
      – Technologien entwickeln, die das menschlich Beste unterstützen und das Schlechteste bekämpfen.

      Bürger werden
      – Gestalter und Mitwirkende im Internet sein,
      – starke Gemeinschaften bilden, die den gesellschaftlichen Diskurs und die Menschenwürde respektieren,
      – für das Internet kämpfen.

      Wer sich an der Schaffung des neuen Vertrags beteiligen oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich als Unternehmen oder Privatperson eintragen.
      https://contractfortheweb.org/deutsche

      Außerdem gibt es für die Social-Media-Kampagne den Hashtag #ForTheWeb.

    • DE — A Contract for the Web
      https://contractfortheweb.org/deutsch
      21 ans après la publication du manifeste du web indépendant (http://www.uzine.net/article60.html) le gouvernement allemand rejoint les signataires du contrat pour le web . Cette déclaration définit le web en tant que bien commun et prévoit la mise en place de mesures pour garantir l’accès au réseau pour chacun. Ce faisant le gouvernement étend la définition de l’intérêt commun à l’internet pour tous.

      Vertrag für das Web – Grundsätze

      Das Web wurde entwickelt, um Menschen zusammenzubringen und Wissen frei verfügbar zu machen. Jeder Mensch hat die Aufgabe, sicherzustellen, dass das Web der Menschheit dient. Indem sie sich den folgenden Grundsätzen verpflichten, können Regierungen, Unternehmen und Bürger weltweit dazu beitragen, das offene Web als öffentliches Gut und Grundrecht für jeden Menschen zu schützen.
      Regierungen werden

      sicherstellen, dass sich jeder Mensch mit dem Internet verbinden kann
      Damit jeder Mensch, ungeachtet seiner Identität oder seines Wohnorts, aktiv am Online-Geschehen teilhaben kann.

      das gesamte Internet jederzeit verfügbar halten
      Damit keinem Menschen das Recht auf uneingeschränkten Zugang zum Internet verwehrt wird.

      das Grundrecht der Menschen auf Schutz ihrer Privatsphäre respektieren
      Damit jeder Mensch das Internet frei, sicher und ohne Angst nutzen kann.
      Unternehmen werden

      das Internet für jeden Menschen erschwinglich und zugänglich machen
      Damit kein Mensch von der Nutzung und Gestaltung des Webs ausgeschlossen wird.

      die Privatsphäre und die persönlichen Daten der Verbraucher respektieren
      Damit die Menschen die Kontrolle über ihr Online-Leben behalten.

      Technologien entwickeln, die das menschlich Beste unterstützen und das Schlechteste bekämpfen
      Damit das Web wirklich ein öffentliches Gut ist, das den Menschen an erste Stelle setzt.
      Bürger werden

      Gestalter und Mitwirkende im Web sein
      Damit das Web für jeden Menschen umfangreiche und relevante Inhalte bereithält.

      starke Gemeinschaften bilden, die den gesellschaftlichen Diskurs und die Menschenwürde respektieren
      Damit sich jeder Mensch online sicher und willkommen fühlt.

      für das Web kämpfen
      Damit das Web offen und eine globale öffentliche Ressource für die Menschen bleibt – überall, heute und in Zukunft.
      Wir verpflichten uns, diese Grundsätze zu achten und einen Beratungsprozess aufzunehmen, um einen umfassenden „Vertrag für das Web“ zu erarbeiten, der die Aufgaben und Pflichten von Regierungen, Unternehmen und Bürgern festschreibt. Die Herausforderungen, vor denen das Web heute steht, sind gewaltig und betreffen jeden Bereich unseres Lebens – und das nicht nur, wenn wir online sind. Doch wenn wir zusammenarbeiten und ein jeder von uns die Verantwortung für sein Handeln übernimmt, kann es uns gelingen, ein Web zu schützen, das wirklich für alle Menschen da ist.

      #Allemagne #politique #internet @arno

    • @fil Euh, en politique il faut faire pression si on veut obtenir quoi que ce soit. Cette déclaration nous permettra de rappeller au goúvernement qu’il vient de la signer.

      Ce qui me semble plus important c’est l’extension de la définition de l’intérêt commun á la défense de l’internet libre. Désormais une association ou entreprise (allemande) accédera plus facilement au statut d’intérêt commun en poursuivant des activités pour la défense de la liberté du réseau.

  • Wie Microsoft Europa kolonialisiert – netzpolitik.org
    https://netzpolitik.org/2018/wie-microsoft-europa-kolonialisiert

    Die Forderung nach Windows bricht Europarecht

    Während die großen Internetunternehmen wie Facebook, Amazon und Google verstärkt auf Open-Source-Software setzten, liefern sich die Staaten Europas immer wieder dem Microsoft-Monopol aus. Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz zu den Konditionen der Verträge zwischen Bund und Microsoft werden „wegen Konzerngeheimnissen“ nur geschwärzt herausgegeben. Microsoft ist also in der Lage, den Staat daran zu hindern, seine Bürger zu informieren, beispielsweise über die genauen Kosten der Software. Das US-Unternehmen diktiert den Ländern Europas die Vertragsbedingungen.

    Public Money? Public Code! - FSFE
    https://fsfe.org/campaigns/publiccode/publiccode.en.html

    Why is software created using taxpayers’ money not released as Free Software? We want legislation requiring that publicly financed software developed for the public sector be made publicly available under a Free and Open Source Software licence. If it is public money, it should be public code as well. Code paid by the people should be available to the people!

    The Public Money? Public Code! campaign aims to set Free Software as the standard for publicly financed software. Public administrations following this principle can benefit from collaboration with other public bodies, independence from single vendors, potential tax savings, increased innovation, and a better basis for IT security.

    The Free Software Foundation Europe together with over 100 civil society organisations and more than 15.000 individuals signed the Open Letter. We will use the signatures to contact decision makers and political representatives all over Europe and convince them to make public code the standard. You are invited to add your signature to make a bigger impact!

    Freie Software: Wenn der Staat finanziert, dann Open Source - ComputerBase
    https://www.computerbase.de/2017-09/freie-software-staat-open-source

    Wenn Behörden die Entwicklung von Software in Auftrag geben, soll der Quellcode immer unter einer Freie-Software- und Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden. Das fordern 31 Verbände und Vereine in einem offenen Brief.

    Die Aktion läuft unter dem Motto „Public Money? Public Code!“. Politisch ist das mit der Forderung verbunden, künftig gesetzlich zu regeln, dass von öffentlichen Einrichtungen in Auftrag gegebene Software unter einer Freie-Software-oder Open-Source-Lizenz laufen muss. Denn bis dato würden Verwaltungen jedes Jahr Millionen Euro für steuerfinanzierte Software ausgeben, entwickelt wird die aber von privaten Firmen, die in der Regel eine proprietären Lizenz verwenden. Somit ist der Quellcode nicht einsehbar.

    Public Money Public Code: 31 Organisationen fordern freie Software in der Verwaltung - Golem.de
    https://www.golem.de/news/public-money-public-code-31-organisationen-fordern-freie-software-in-der-verwa

    Mehr freie Software in der Verwaltung: Das wollen 31 Organisationen und fordern Nutzer auf, bei den Kommunen, Städten oder Landkreisen anzufragen. Durch das Begehren sollen Sicherheitslücken vermieden, die Zusammenarbeit verbessert und Steuergelder gespart werden.

    Public Code: Aktivisten fordern Freie Software vom Staat - SPIEGEL ONLINE
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/public-code-aktivisten-fordern-freie-software-vom-staat-a-1167416.html

    Kampagne Public Code: Software für die Verwaltung soll frei sein | heise online
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kampagne-Public-Code-Software-fuer-die-Verwaltung-soll-frei-sein-3830705.html

    Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hat sich als Präsident der Freedom of the Press Foundation bereits zusammen mit mehreren hundert Einzelpersonen hinter die Aktion gestellt. „Weil der Quellcode von unfreier Software oft ein Geschäftsgeheimnis ist, erschwert dies das Finden sowohl versehentlich als auch absichtlich eingebauter Sicherheitslücken enorm“, begründet er seinen Schritt. „Reverse Engineering“ sei in vielen Ländern illegal, was Angriffen wie per WannaCry zugute komme und kritische Infrastrukturen wie Kliniken oder Autofabriken gefährde. Sicherheitslücken lägen dabei oft in proprietärer Software verborgen.

    Snowden hält „nicht auditierbaren Code“ daher für ein Risiko, „das Staaten nicht länger durch spezielle Sonderrechte subventionieren können, ohne dass dadurch Kosten in Form von Menschenleben entstehen“.

    Das Microsoft-Dilemma - Reportage & Dokumentation - ARD | Das Erste
    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/das-microsoft-dilemma-100.html

    „Wanna Cry“ war ein Weckruf: Die Cyber-Attacke mit dem Erpressungstrojaner traf im Mai 2017 hunderttausende Rechner in mehr als 100 Ländern. Aber wie kann nur ein Schadprogramm gleichzeitig Unternehmen, Krankenhäuser und sogar Geheimdienste in der ganzen Welt lahmlegen? Die Antwort hat einen Namen: Microsoft.

    Auch staatliche und öffentliche Verwaltungen von Helsinki bis Lissabon operieren mit der Software des US-Konzerns. Sie macht angreifbar für Hacker und Spione, verstößt gegen das europäische Vergaberecht, blockiert den technischen Fortschritt und kommt Europa teuer zu stehen. Darüber hat der Journalist Harald Schumann mit seinem Recherche-Team InvestigateEurope mit Insidern und Verantwortlichen in ganz Europa gesprochen.

    Eine gefährliche Abhängigkeit

    Martin Schallbruch, der frühere IT-Chef der Bundesregierung, berichtet, wie die Staaten immer tiefer in die Abhängigkeit von Microsoft geraten. Ein Top-Jurist aus den Niederlanden beschreibt, wie die EU-Kommission und die Regierungen dafür das europäische Ausschreibungsrecht brechen. In Frankreich hat das Verteidigungsministerium beim Abschluss von geheimen Verträgen mit Microsoft das Parlament umgangen, darum will die Senatorin Joelie Garriaud-Maylam nun einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar warnt, die Microsoft-Systeme setzen die privaten Daten der Bürger der Ausforschung durch die US-Geheimdienste aus. Interne Dokumente belegen, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik dieses Misstrauen teilt.

    Gibt es Alternativen?

    Sowohl das Europaparlament als auch der Bundestag haben darum mehrfach gefordert, dass die staatlichen IT-Systeme auf quelloffene „Open Source“- Software umgestellt wird, die von Europas eigenen Sicherheitsbehörden geprüft werden können. Italiens Armee hat mit diesem Umstieg auch begonnen, erzählt der italienische General Camillo Sileo. Genauso halten es Polizeibehörden in Frankreich und Litauen oder die Städte Rom und Barcelona. Warum aber stemmen sich die meisten Regierungen gegen die Alternativen, oder kehren wie im Fall München sogar zurück in die Arme von Microsoft? Andrup Ansip, EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt und weitere Akteure stellen sich den Fragen.

    Ein Film von Harald Schumann und Árpád Bondy

    http://tv-download.dw.com/dwtv_video/flv/imf/imf20180510_HDmicrosoft9897_sd_sor.mp4

    #sécruté #FLOSS #open_source #Microsoft #politique #lock-in #monopoles

  • Verkehr: Selbstfahrende E-Taxis sind gut für die Umweltbilanz - Golem.de
    https://www.golem.de/news/verkehr-selbstfahrende-e-taxis-sind-gut-fuer-die-umweltbilanz-1803-133592.html


    Da lachen ja die Hühner.

    Ob sie das Stauproblem lösen, ist nicht bekannt. Aber eine Flotte von selbstfahrenden Elektrotaxis könnte die Umweltbilanz einer Stadt wie New York deutlich verbessern. Und die Elektroautos seien dabei auch noch kostengünstiger als konventionelle Taxis, sagen Forscher.

    #Taxi #WTF

  • beA – das katastrophale elektronische Anwaltspostfach
    https://justillon.de/2018/03/bea-das-katastrophale-elektronische-anwaltspostfach

    Juristen und Technik? Das kann nicht gut gehen! Nur ein Thema ist noch schlimmer: Juristen und Mathe. Denn wie wir alle wissen: iudex non calculat! Auch wenn das Thema „Legal Tech“ so langsam in den Köpfen der Anwälte ankommt, lebt es sich in der juristischen Realität oft noch wie im Mittelalter. Bücher aus Papier, statt E-Reader. Düstere Bibliotheken und Jura-Professoren, die sich konsequent weigern, ihre Vorlesungsmaterialien online anzubieten. Im Büro: Tonnenweise eingestaubte Akten, statt elektronischer Dokumente.

    Zumindest mit letzterem sollte nach Ansicht des Gesetzgebers nun endlich Schluss sein. Bereits im Jahr 2016 wurde die Einführung eines besonderen E-Mail-Postfaches für Anwälte diskutiert, aber immer wieder aus technischen Gründen aufgeschoben. Das „Besondere Elektronische Anwaltspostfach“ (kurz: „beA“) wurde letztendlich am 28. November 2016 in Betrieb genommen. Es ist inzwischen auch in § 31a der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) vorgesehen:

    „Die Bundesrechtsanwaltskammer richtet für jedes im Gesamtverzeichnis eingetragene Mitglied einer Rechtsanwaltskammer ein besonderes elektronisches Anwaltspostfach empfangsbereit ein. […] Der Inhaber des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs ist verpflichtet, die für dessen Nutzung erforderlichen technischen Einrichtungen vorzuhalten sowie Zustellungen und den Zugang von Mitteilungen über das besondere elektronische Anwaltspostfach zur Kenntnis zu nehmen.“
    Verpflichtende Nutzung ab 2018

    Ursprünglich war vorgesehen, dass Anwälte ab dem 01.01.2018 über ein besonders ausgestaltetes und gesichertes E-Mail-Postfach verfügen müssen und auch verpflichtet sein sollen, dieses empfangsbereit eingerichtet zu haben. Ab dem 01.01.2022 sollen außerdem alle Rechtsanwälte verpflichtet sein, Dokumente den Gerichten elektronisch zu übermitteln. Theoretisch. Denn in Realität wurde das einst glänzende Großprojekt mit Ach und Krach gegen die Wand gefahren.

    Bis heute wartet die Anwaltschaft vergeblich auf ein funktionierendes Computerprogramm. Der Berliner Flughafen BER, Stuttgart 21 und das elektronische Anwaltspostfach haben eine Gemeinsamkeit: Bei allen dreien scheint in den Sternen zu stehen, wann der Betrieb endlich aufgenommen werden kann. Was war bei beA schiefgegangen? Die Kurzfassung: alles!
    165.000 Anwälte warten noch immer

    Ende 2017 wurden alle 165.000 Anwälte in Deutschland aufgefordert, die BeA-Software auf den Kanzleirechnern sofort zu deinstallieren. Also wenige Tage vor dem offiziellen Starttermin am ersten Januar. Die Mailplattform wurde zeitweise wegen Sicherheitslücken sogar komplett abgeschaltet. Ein geheimes Zertifikat von der Internetseite der Bundesrechtsanwaltskammer erwies sich als Einfallstor für Hacker-Attacken. Zuvor hatten zunächst technische Probleme den Start zum Jahresbeginn 2017 verhindert. Außerdem gab es juristische Auseinandersetzungen vor dem Anwaltsgerichtshof, weil sich Rechtsanwälte gegen die Nutzungspflicht wehrten. Auch der Chaos Computer Club machte wiederholt auf eklatante Sicherheitslücken aufmerksam, wurde zunächst jedoch nicht ernst genommen.

    Statt einem offenen Hackathon zum Anwaltspostfach gab es Anfang 2018 dann eine geschlossene Diskussion mit 20 handverlesenen Gästen. Auf technischer Seite stellten sich dabei noch mehr Probleme heraus, als bisher bereits bekannt waren. Unter anderem wurde festgestellt, dass eine veraltete Java-Bibliothek zu weiteren Gefährdungen führen würde. Unklar ist außerdem wie eine offensichtliche Cross-Site-Scripting-Lücke (XSS) so lange unentdeckt bleiben konnte.

    Das Highlight des Abends war jedoch sicherlich, dass die sogenannte „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“, mit der das beA-System als besonders sicher beworben wurde, überhaupt nicht existiert. Die anwesenden Fachleute waren sich diesbezüglich einig. Ein Vertreter der Bundesrechtsanwaltskammer versuchte zu argumentieren, dass „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“ ja kein geschützter Begriff sei. Doch das konnte die Anwesenden kaum überzeugen. Ein Diskussionsteilnehmer merkte an, dass Rechtsanwälte wohl besser nicht versuchen sollten, kryptographische Fachbegriffe neu zu besetzen und Kryptographen zu widersprechen.
    Kosten: 120 Millionen Euro

    Die Umstellung des beA auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wäre laut Fachleuten theoretisch machbar. Allerdings wäre sie wohl nur durch eine nahezu komplette Neuentwicklung der Software zu erreichen. Der für das beA Debakel im Falle eines endgültigen Scheiterns drohende Schaden ist enorm, denn die Kosten für das beA betragen mittlerweile mehr als 120 Millionen Euro.

    Der verantwortliche IT-Dienstleister Atos war bei dem Treffen nicht dabei. Auch das Unternehmen Governikus, das maßgeblich an der Entwicklung des beA beteiligt war, wurde von Atos angewiesen, nicht teilzunehmen.

    Und so wartet die Anwaltschaft noch immer vergeblich auf ihr ganz besonderes E-Mail-Postfach. Aus der Politik heißt es nur: „Der Bundesregierung ist derzeit noch kein konkreter Termin für die Wiederinbetriebnahme des beA bekannt.“

    Wie wir nun alle dazugelernt haben: „Iudex non Anwaltspostfach!“

    Fundstellen:
    Gesetzesbegründung zu § 31a BRAO:bundestag.de http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/762/76268.html
    Kosten: rechtstipp24.de https://rechtstipp24.de/2018/01/04/haftung-der-brak-fuer-bea-pleite-schaden-124-408-775-e-rueckzahlung-und
    handelsblatt.com http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/digitalisierung-anwaelte-warten-immer-noch-auf-das-elektronische-postfach/21012714.html
    golem.de https://www.golem.de/news/bea-so-geht-es-mit-dem-anwaltspostfach-weiter-1801-132430.html

    #Allemagne #justice #droit

  • Updates: Wie man Spectre und Meltdown loswird - Golem.de
    https://www.golem.de/news/updates-wie-man-spectre-und-meltdown-loswird-1801-132125.html

    Sicherheitslücken in fast allen modernen Prozessoren verunsichern seit der vergangenen Woche Privatanwender und Administratoren. Wir erklären, was Nutzer derzeit unternehmen sollten und wo noch Unklarheit besteht. Dabei konzentrieren wir uns auf Desktop- und Server-Systeme.
    Eine Analyse von Hauke Gierow und Sebastian Grüner

    Meltdown und Spectre: „Dann sind wir performancemäßig wieder am Ende der 90er“ - Golem.de
    https://www.golem.de/news/meltdown-und-spectre-dann-sind-wir-performancemaessig-wieder-am-ende-der-90er-

    Wir haben mit einem der Entdecker von Meltdown und Spectre gesprochen. Er erklärt, was spekulative Befehlsausführung mit Kochen zu tun hat und welche Maßnahmen Unternehmen und Privatnutzer ergreifen sollten.

    #sécurité

  • Sportwagen auf Abruf: Porsche bietet Autoabo an - Golem.de
    https://www.golem.de/news/sportwagen-auf-abruf-porsche-bietet-autoabo-an-1710-130546.html


    Die Auto-Flatrate macht wirtschaftlich keinen Sinn. Schön ist sie jedoch für den hippen Angeber mit fetter Brieftasche, der einfach nur eine schicke Karre will. Teurer wird es wahrscheinlich nicht einmal, wenn man die Kisten beim klassischen Autovermieter ordert. Und da sieht man auch schon, wer der Konkurrent ist, welchen geschäftsbereich sich Porsche erobern will:

    Mit Autos alleine macht kann man heute nicht mehr wachsen, es muss ein neuer Markt her. Individuelle Serviceleistungen und Finanzierung sind die Bereiche, in denen die Autohersteller Wachstumschancen wittern.

    Der Sportwagenhersteller Porsche startet in den USA das Programm Porsche Passport, bei dem es Autos im Abonnement für einen fixen Monatsbeitrag gibt. Die Flatrate Launch für 2.000 US-Dollar monatlich bietet Kunden Zugriff auf acht Varianten der Modellreihen Boxster 718, 718 Cayman, Macan und Cayenne. Das Programm Accelerate für 3.000 US-Dollar monatlich umfasst den Zugriff auf 22 Varianten, darunter den 911 und den Panamera sowie leistungsgesteigerte Versionen aus dem Launch-Programm. Zunächst startet der Dienst in Atlanta.

    #Kfz #Business