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  • Ex-Polizist soll 320.000 Euro mit erfundenen Mietwohnungen erbeutet haben
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    Faites confiance à votre police !

    4.8.2026 von Tanja Tal - Er arbeitete bei der Berliner Polizei gegen Betrüger. Jetzt sitzt der 37-Jährige selbst auf der Anklagebank – Wohnungssuchende sollen seine Opfer gewesen sein.

    Als Kommissar ermittelte er gegen Betrüger. Bis er selbst Wohnungssuchende mit kriminellen Tricks abzockte.
    Polizist bekämpfte früher Betrugskriminalität

    Rund 320.000 Euro soll Ex-Polizist Inanc K. (37) mit Fake-Angeboten auf dem Mietmarkt und Daten-Klau ergaunert haben. Drei Anklagen liegen gegen den Mann vor, der einst bei der Berliner Polizei in einer Abteilung zur Bekämpfung von Betrugskriminalität arbeitete.

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    Staatsanwaltschaft: „Er schuf ein Betrugssystem“

    Er flog im Juni 2022 aus dem Dienst. Hintergrund waren wohl Ermittlungen in Köln wegen Rezeptfälschung und Verstoß gegen das Antidopinggesetz. Das damalige Verfahren wurde eingestellt. Nun geht es vor dem Landgericht um Taten zwischen September 2021 und September 2024.

    Die Staatsanwältin: „Er schuf ein Betrugssystem.“ Und: „Das erlangte Geld verwendete er für sein aufwendiges Leben.“ Von teuren Partys war am Rande des Prozesses die Rede.
    Angeklagte gibt sich als Mitarbeiter der Hausverwaltung aus

    Seine Masche: Erst soll er Mietwohnungen im Internet angeboten haben, die gar nicht existierten. Die Anklägerin: „Wegen der bestehenden Wohnungsnot in der Stadt meldeten sich viele Menschen.“

    Er schuf ein Betrugssystem.

    Staatsanwältin

    Er gab sich laut Anklage als Mitarbeiter von Hausverwaltungen aus, die es ebenfalls nicht gab. Per E-Mail seien die Interessenten dann zur Abgabe einer Selbstauskunft aufgefordert worden.
    Drei Säulen laut Anklage

    Dutzende Suchende tappten in die Falle. Sensible Daten habe K. raffiniert genutzt. Die Staatsanwältin geht von „drei Säulen“ aus, über die K. agiert habe.

    Erste Abzock-Variante: Bankkonten mit geklauten Daten eröffnen und dann bis zur Dispogrenze plündern. Um an Zugangsdaten und Bankkarten zu kommen, soll K. Nachsendeaufträge eingerichtet und Bankbriefe an verwaiste Briefkästen geleitet haben.
    K. will umfassend aussagen

    Zweite „Säule“: Diebstahlsversicherungen unter fremden Namen abgeschlossen und teure Dinge als gestohlen gemeldet. Mehr als 200.000 Euro sollen so in die Taschen des Ex-Beamten geflossen sein.

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    Und dritte Variante: Unter falscher Identität bei Arbeitgebern angerufen und Gehälter von Betrugsopfern umgeleitet – „das Gehalts-Auszahlkonto hat sich geändert“. Am 13. August will K. umfassend aussagen – und gestehen.

  • Schock im Maison de France : Wütender Besucher löst fast ein Inferno aus
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/angriff-auf-buecher-im-maison-de-france-li.10151051

    Il n’est pas d’accord avec ce qu’il lit dans livre, il met le feu à la bibliothèque française de Berlin. Les dégats ne sont pas importants mais l’événement rappelle quand même l’attentat dcontre la Maison de France de 1983.

    30.6.2026 von Tanja Tal - Im Maison de France löste ein 35-Jähriger ein schweres Feuer aus. Mit Benzin attackierte er eine Bibliothek. Ein mutiger Besucher verhinderte eine Katastrophe.

    Schrecksekunden im Kulturzentrum Maison de France: Statt in der Bibliothek zu lesen, ging ein Besucher wütend mit Benzin gegen Bücher vor.

    Besucher verhindert mit einem Feuerlöscher Schlimmeres

    Was trieb Abdoul R. (35), den Feuerteufel, an? Neun Monate später begann der Prozess gegen einen Mann, der beinahe einen Großbrand verursacht hätte. Der Ankläger: „Bücher und Holzregale – alles hätte wie Zunder brennen können. Zum Glück hat ein Besucher geistesgegenwärtig zum Feuerlöscher gegriffen, die Flammen gelöscht.“

    Angeklagter liebt das Lesen und die Kultur

    R. kleinlaut vor der Richterin. Ein Oberleitungsmonteur aus Weißenfels (Sachsen-Anhalt). Er war am 20. September 2025 als Besucher in Berlin: „Ich wollte Urlaub machen.“ Mit viel Kultur. „Ich bin ein Mensch, der gerne liest und Bücher liebt.“

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    Der Gesamtschaden im Maison de France wird mit 6530 Euro angegeben.imago/Jürgen Ritter

    Es zog ihn in die Abteilung Geschichte. R.: „Ich las in drei Büchern.“ Ein spezielles Thema interessierte den Mann, der aus Burkina Faso (Westafrika) stammt: „Ich habe über Sklavenzeit gelesen und was mit den Menschen passiert ist.“
    Geschichte wühlt den Angeklagten auf

    Es habe ihn wütend gemacht: „Ich fand, die Geschichte war in den Büchern schlecht oder sogar falsch erzählt.“ Das habe ihm keine Ruhe gelassen: „Am nächsten Tag bin ich wieder hin, wollte etwas machen.“

    Es war ein großer Fehler. Dafür habe ich zu bezahlen. Stück für Stück werde ich alles abzahlen. Abdoul R., Angeklagter

    Die Richterin: „Es sollen etwa 25 Besucher in der Bibliothek gewesen sein. Haben Sie daran gedacht, dass Leute in Gefahr waren?“ Abdoul R. nickte: „Ich wollte den Menschen nichts tun und sagte noch, dass sie besser rausgehen sollten.“
    Sachschaden beläuft sich auf 6530 Euro

    Er hatte Benzin gekauft und außerdem Bremsenreiniger in der Tasche. Die Anklage: „Er verschüttete die Mittel über Bücher in zwei Regalen, zündete dann mit dem Feuerzeug an.“ An drei Stellen brannte es.

    Eine Mitarbeiterin der Bibliothek im Institut français am Kurfürstendamm: „200 Bücher haben wir verloren.“ Zerstört durch Flammen oder durch Löschwasser. Sachschaden insgesamt: 6.530 Euro.
    Polizei fasst den Täter vor Ort

    Die Polizei fasste R. noch vor Ort. Mit schwerem Gepäck durfte er zurück nach Weißenfels reisen: Anzeige wegen versuchter schwerer Brandstiftung und Sachbeschädigung.

    Das Kulturzentrum Maison de France war im April 1950 als deutsch-französische Begegnungsstätte eröffnet worden. Die Richterin zum Angeklagten: „Alle, die im Haus waren, hatten unfassbares Glück! So ein Feuer kann sich rasant ausbreiten.“
    Täter will für seine Tat geradestehen

    Planvoll sei R. vorgegangen. Auch der Verteidiger: „Wenn man Bücher nicht lesen möchte, dann muss man es nicht tun. Aber andere davon abzuhalten, das geht nicht.“ R. einsichtig: „Es war ein großer Fehler. Dafür habe ich zu bezahlen. Stück für Stück werde ich alles abzahlen.“ Urteil: Ein Jahr Haft auf Bewährung.

    Bombenanschlag 1983
    https://de.wikipedia.org/wiki/Maison_de_France

    Am 25. August 1983 wurde ein Bombenanschlag auf das Haus verübt, bei dem der Radsportler Michael Haritz starb, der gerade mit seiner Friedensgruppe „Fasten für das Leben“ im französischen Generalkonsulat eine Petition übergeben wollte. Weitere 23 Personen wurden verletzt. Die Bombe wurde von dem Libanesen Mustafa Ahmed el-Sibai gelegt, der im Auftrag der armenischen Terrorgruppe „Asala“ handelte.[12] Geplant wurde der Anschlag von dem Attentäter Johannes Weinrich, der dafür im Jahr 2000 in Berlin zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde.[13] Weinrich galt als die rechte Hand des Terroristen Carlos, der mit dem Attentat auch seine Freundin Magdalena Kopp freipressen wollte.[14] Wie sich später herausstellte, wurde das Attentat mit Unterstützung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) durchgeführt. Der ehemalige Oberstleutnant des MfS Helmut Voigt wurde hierfür 1994 in einem Prozess vor dem Landgericht Berlin[15] zu vier Jahren Freiheitsstrafe wegen Beihilfe zum Mord verurteilt.

    #Berlin #Charlottenburg #Kurfürstendamm #fait_divers #bibliothèque #culture #incendie

  • Letzter DDR-Kultfilm plötzlich wieder da! Jetzt können Sie ihn gratis gucken
    https://www.berliner-kurier.de/ddr/ddr-kultfilm-zwei-schraege-voegel-gratis-gucken-li.10151629

    https://www.youtube.com/watch?v=n2OqsoL-sfc

    30.6.2026 von Florian Thalmann - Ein echter DDR-Kultfilm ist zurück: „Zwei schräge Vögel“ können Sie jetzt kostenlos online sehen. So kommen Sie an den Klassiker!

    Unzählige Filme sind zu DDR-Zeiten in den heiligen Hallen der Defa entstanden – doch während einige auch heute bei vielen noch lebhafte Erinnerungen wecken, sind andere im Laufe der Zeit deutlich in den Hintergrund gerückt. Doch manchmal kommen sie plötzlich wieder, die kultigen Filme aus der DDR – wie dieser: Erinnern Sie sich noch an die beliebte Komödie „Zwei schräge Vögel“? Der Film war einer der letzten Defa-Streifen der DDR, ist Kult – und jetzt können Sie ihn kostenlos schauen! Wir verraten, wie Sie an den Streifen aus der DDR gratis und ohne Streaming-Konto rankommen.
    „Zwei schräge Vögel“ wurde letzter Kult-Film der DDR

    Der Streifen wurde im Jahr 1988 produziert, wurde im Jahr 1989 veröffentlicht. Und wurde damit ganz knapp zu einem der letzten Defa-Filme der DDR: In den Kammerlichtspielen in Cottbus wurde am 12. September 1989 die Premiere gefeiert, am 22. September 1989 kam „Zwei schräge Vögel“ dann in die Kinos der DDR.

    Nur wenige Wochen später war der 9. November 1989, die Mauer fiel – und das Ende der DDR wurde besiegelt. Doch nicht nur deshalb war der Film etwas Besonderes: Es handelt sich um eine Satire, die auch viele Probleme der DDR auf die Schippe nahm.

    In dem Streifen geht es um die beiden Informatikstudenten Peter „Kamminke“ Galetzky (gespielt von Matthias Wien) und Frank Lettau (Götz Schubert), die an der Hieronymus-Lotter-Universität in Leipzig an ihrer Diplomarbeit schreiben. Sie entwickeln dafür ein System zur Suche von Fehlern in Software.

    Beide sind in die gleiche Frau verliebt: Gina Menzel (Gerit Kling) hat ihnen den Kopf verdreht. Doch weil ihr Programm für Schwierigkeiten an der Uni sorgt (für die die beiden nichts können), werden sie ins thüringische Finsterberg-Dodeleben abgeschoben, wo sie in der Produktion des VEB Stirnräder arbeiten sollen.

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    Matthias Wien und Götz Schubert spielten in „Zwei schräge Vögel“ die Informatikstudenten Peter „Kamminke“ Galetzky und Frank Lettau.DEFA-Stuftung/Youtube

    Dort wird allerdings veraltete und fehlerbehaftete Computertechnik benutzt. Mit der Hilfe der Sachbearbeiterin Petra Anschütz (Simone Thomalla) brechen die beiden in der Silvesternacht in die VEB-Räume ein, um die Technik mithilfe ihres Computerprogramms eine wichtige Produktionsanlage zu reparieren.

    Wird es ihnen gelingen – und bringen sie die Maschine wieder zum Laufen? Und was passiert mit Petra, in die beide natürlich erneut gleichzeitig verliebt sind? Das können die Zuschauer bei „Zwei schräge Vögel“ sehen, einem der letzten Filme der DDR.

    DDR-Kultfilm „Zwei schräge Vögel“ gibt es jetzt gratis

    Den gibt es jetzt nämlich kostenlos: Auf dem YouTube-Kanal „DEFA Filmwelt“ stellt die Defa-Stiftung, die den Film-Schatz der Defa verwaltet, immer wieder Filme ein, die beinahe in Vergessenheit geraten sind. Erst seit Tagen gibt es hier nun die Satiren „Zwei schräge Vögel“ – kostenlos und für jeden zum Anschauen!

    Wer reinguckt, wird auch einige bekannte Orte des Ostens wiedererkennen. Gedreht wurde der Streifen nämlich unter anderem in Großbreitenbach im ehemaligen DDR-Bezirk Suhl und auf der Moritzbastei in Leipzig.

    Auch die Besetzung liest sich wie ein kleines Lexikon der Ost-Stars: Neben den schon genannten Hauptdarstellern sind in „Zwei schräge Vögel“ auch Defa-Legende Fred Delmare, die Schauspiel-Stars Jaecki Schwarz und Peter Sodann, Willi Schwabe (bekannt auch aus „Willi Schwabes Rumpelkammer“) und Kabarettist Uwe Steimle zu sehen. Auch Märchen-Star Peter Dommisch, Schauspieler Edgar Külow (er war unter anderem der Assistent vom „Zauberpeter“) und Schauspieler und Regisseur Jürgen Mai sind zu sehen.

    DDR-Film „Zwei schräge Vögel“ lohnt sich für alle!

    Der Film lohnt sich aber auch aus anderen Gründen: Es war einer der wenigen Streifen, die die Missstände der DDR witzig aufarbeiteten. Hier werden Themen angesprochen, die in DDR-Filmen eigentlich ein Tabu waren – und Sprüche geklopft, bei denen man eigentlich vermuten würde, dass Regisseur Erwin Stranka durch die Stasi von der Premierenfeier abgeholt wurde.

    „Der Sozialismus braucht jeden, aber keiner weiß, wo“, heißt es dort unter anderem. Und: „In der Spitze sind wir halt nur Durchschnitt, aber im Durchschnitt sind wir absolute Spitze.“

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    Gerit Kling schlüpfte in „Zwei schräge Vögel“ in die Rolle der Sängerin Gina Menzel. DEFA-Stiftung/Youtube

    Die Zuschauer feiern den kultigen Film noch heute. „Habe den Film 1989 während meiner Armeezeit im Kinosaal der Kaserne gesehen und war damals erstaunt, dass in einem Defa-Film wenn auch komödiantenhaft auf Missstände in VEB-Betrieben aufmerksam gemacht wurde“, schreibt ein Nutzer unter dem Film auf YouTube.

    „Habe ihn nun nach 37 Jahren endlich mal wieder sehen dürfen und habe mich wie damals köstlich amüsiert.“ Und einer freut sich: „Endlich gibt’s diesen Film hier, habe ich (passend) als Informatik-Student (also auch schräger Vogel damals) kurz vor der Wende gesehen und danach nie wieder.“

    #DDR #film #cinéma #comédie #1989 #informatique #industrie

    • DEFA Filmwelt / DEFA Stiftung a bloqué le visionnage Youtube en dehors de l’Allemagne.
      Je suis pratiquement sûr que c’est illégal s’ils reçoivent des fonds européens. A moins qu’ils ne se préservent de tels fonds justement pour conserver ce pouvoir de décision.
      Contourner en allant sur ARD Mediatek.

  • Für 40.000 D-Mark verriet Genosse Erich DDR-Staatschef Honecker an den BND
    https://www.berliner-kurier.de/ddr/ddr-diplomat-erich-verriet-honecker-an-bnd-li.10037725

    21.5.2026 von Norbert Koch-Klaucke - Aktenfunde zeigen, wie DDR-Diplomat Erich Hempel Top-Spion für den BND wird und Erich Honecker an den Westen verrät.

    Für 40.000 West-Mark und einen gebrauchten Audi 80 lieferte ein Mann aus der DDR dem Westen brisante Geheimnisse – kurz vor dem Mauerfall. In seiner Heimat galt er schlicht als Genosse Erich, beim Bundesnachrichtendienst führte er den Decknamen „Enrico“. Vor 37 Jahren wurde er damit zur wichtigsten Quelle des BND im Machtapparat der DDR um Staatschef Erich Honecker.
    Vom DDR-Diplomaten zum Top-Spion für den Westen

    Über das Leben von Erich Hempel ist bis heute nur wenig bekannt. Er wurde 1928 im böhmischen Jablonec nad Nisou (heute Tschechien) als Sohn eines Malers und einer Hausfrau geboren.

    Bereits 1946 trat er in die SED ein. In der DDR arbeitete er zunächst als Musiker, später als Diplomat im Außenministerium. Auch Kontakte zur Stasi gehörten zu seiner Vergangenheit.

    Ende der 1980er-Jahre lebte Hempel als Invalidenrentner. Bei einem Aufenthalt in West-Berlin bot er überraschend westlichen Geheimdiensten seine Dienste an.

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    Nach jahrzehntelangem Schweigen berichten nun BND-Mitarbeiter über ihren Top-Spion. Gleichzeitig tauchen immer mehr Veröffentlichungen über ihn auf – etwa in der „Bild“-Zeitung oder auf dem Portal der Bundeszentrale für politische Bildung.
    BND plaudert jetzt über den Top-Spion aus der DDR

    Beim BND genießt „Enrico“ bis heute einen herausragenden Ruf. „Er war in dieser Phase, aber auch, wenn man es über die gesamte Zeit des Kalten Krieges hinweg betrachtet, die beste Quelle, die der BND je im politischen Apparat der DDR rekrutieren konnte“, wird ein Mitarbeiter zitiert.

    Vor allem 1989 lieferte Hempel präzise Einblicke in die DDR-Führung, die sich damals bereits im Niedergang befand. Während man in der Bundesrepublik das Geschehen hinter den Kulissen nur erahnen konnte, lieferte der ehemalige Diplomat konkrete Details.

    Wann genau der erste Kontakt zustande kam, ist umstritten. Laut „Bild“ geschah dies Ende November 1988, andere Quellen nennen Februar 1989. Fest steht: Ein Mann mit Halbglatze und Brille meldete sich beim West-Berliner Verfassungsschutz, gab seinen Namen preis und erklärte, er verfüge über internes Wissen aus Politbüro und Regierung.
    So verrät Erich H. DDR-Staatschef Honecker

    Dank seiner Einsätze in DDR-Botschaften – unter anderem in Kuba, Kolumbien und Argentinien – hatte Hempel enge Verbindungen in die Führungsspitze.

    Er kannte Außenminister Oskar Fischer ebenso wie Egon Krenz, den damaligen Kronprinzen von Staatschef Erich Honecker. Zudem berichtete er von Stasi-Aufträgen, etwa dem Ausspähen jüdischer Friedhöfe zur Nutzung von Namen für Tarnidentitäten. Das bezeichnete er als widerliche Drecksarbeit.

    Auszug aus der BND-Akte, die Enrico als hochwertige Quelle lobt.

    Auszug aus der BND-Akte, die Enrico als hochwertige Quelle lobt.Historisches Büro/BND

    Seine Beweggründe schilderte Hempel deutlich: Er sei mit dem System unzufrieden. Trotz der Reformrhetorik aus Moskau unter Michail Gorbatschow bleibe die DDR starr und verschließe sich Veränderungen. Er wolle „reinen Tisch“ machen. Zusätzlich habe man ihm eine dringend benötigte Herzbehandlung verweigert.

    Zunächst misstrauten die westlichen Dienste dem Überläufer und vermuteten eine Stasi-Falle. Doch nach weiteren konspirativen Treffen in West-Berliner Hotels überzeugte Hempel die Verantwortlichen. Der BND führte ihn fortan unter dem Decknamen „Enrico“. Bis zum Herbst 1989 kam es zu rund 15 Treffen.

    Oktober 1989: Erich Honecker empfängt den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow. Der Bruderkuss täuscht. Die beiden Männer sind alles andere als Freunde.

    Oktober 1989: Erich Honecker empfängt den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow. Der Bruderkuss täuscht. Die beiden Männer sind alles andere als Freunde.Kumm/dpa

    Seine Informationen waren brisant. So berichtete Hempel, dass Honecker die Flüchtlingsbewegung im Sommer 1989 unterschätzte und glaubte, „der Spuk geht schnell vorüber“. Außerdem machte er auf wachsende Spannungen im engsten Führungszirkel aufmerksam – Entwicklungen, die sich später bestätigten.

    Nach einem Treffen kurz vor den historischen Ereignissen hielt der BND fest: „Enrico lieferte eine Reihe von Erkenntnissen zu aktuellen Themen.“ Dabei ging es um die „Führungssituation im Politbüro“, Diskussionen über den SED-Kurs, „Aspekte zum deutsch-deutschen Verhältnis“, den „Gesundheitszustand von Erich Honecker“ und die Reaktionen von Stasi-Chef Erich Mielke auf die Ausreisewelle.
    Genosse Erich H. im Visier der Stasi

    Das Urteil der BND-Experten fiel eindeutig aus: Den unter den Decknamen „Leo I“ und „Leo II“ erstellten Berichten „wurden wiederum überdurchschnittliche Qualität bescheinigt“. Auch Hinweise auf das angespannte Verhältnis zwischen Honecker und Gorbatschow bestätigten sich später.

    Die Bezahlung blieb dennoch vergleichsweise überschaubar: rund 40.000 D-Mark und ein gebrauchter Audi 80. Gleichzeitig geriet Hempel ins Visier der Stasi. Bereits im März 1989 bestand laut Unterlagen der „dringende Verdacht, geheimdienstliche Verbindungen zum BND zu unterhalten“.

    Genosse Erich H. verrät dem BND auch, <a href="https://www.berliner-kurier.de/ddr/honecker-ulbricht-genossen-darueber-lachte-die-ddr-die-besten-witze- schlecht es 1989 um die Gesundheit von DDR-Staatschef Erich Honecker steht</a>.

    „Bild“ berichtet jetzt, dass die Stasi kurz davor war, „Enrico“ zu enttarnen. Die DDR setzte nun ihre Spione auf Hempel an. Eine Stasi-Akte unter dem Decknamen „Condor“ wurde angelegt. Das geht aus Dokumenten hervor, die nun im Bundesarchiv entdeckt wurden.

    Ende 1990 wurde der Top-Spion vom BND in den „Ruhestand“ geschickt. Nur wenige Tage später kam es zu einem schweren Unfall mit dem Audi 80: Ein Lkw krachte in sein Fahrzeug. Ob es sich um einen gezielten Angriff ehemaliger Stasi-Kreise handelte, konnte nie bewiesen werden. Hempel erlitt vermutlich einen Schlaganfall infolge des Unfalls und starb Jahre später.

    Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.

  • Feuerdrama in Berliner Klinik: Patientin verbrennt im Krankenhaus-Bett
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/tragoedie-in-berlin-klinik-patientin-stirbt-in-brennendem-bett-li.10

    Diesmal im Behring : Ich mach dich Krankenhaus, da siehst du scheiße aus ...
    Patientien Schwarzwâlder Art ist keine neue Foltertechnik, kommt immer wieder mal vor, nur hört man selten davon. Beliebt sind auch schön heiß eingestellte Heizunterlagen im OP und andesre „Unachtsamkeiten“. Harnkatheter reinrammen und rausreißen ist auch so ein Sport, nordische Kombi, Zielschießen für Paramediziner sozusagen. Sind ja nur Patienten und Spaß muß sein mein Freund, nicht wahr ?

    https://www.youtube.com/watch?v=dw87rZKZF9M


    Jazzkantine - Krankenhaus

    4.4.2026 von Stefan Doerr - Die 64-Jährige wurde von Die 64-Jährige wurde von einem Pfleger im brennenden Bett entdeckt.

    Dramatische Szenen in der Nacht zu Samstag in Berlin-Zehlendorf: In einem Krankenhaus an der Walterhöferstraße ist eine Patientin nach einem Brand ums Leben gekommen.

    Pfleger entdeckte die Frau im brennenden Bett

    Gegen 23.15 Uhr entdeckte ein Pfleger das Feuer in der dritten Etage und fand die 64‑jährige Frau in einem brennenden Krankenhausbett.

    Nach bisherigen Erkenntnissen reagierte der Pfleger sofort, begann umgehend mit Löschmaßnahmen und alarmierte die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war das Feuer bereits erstickt. Für die 64-Jährige Patientin jedoch kam jede Hilfe zu spät: Sie wurde mit lebensbedrohlichen Brandverletzungen auf die Intensivstation des Krankenhauses verlegt und verstarb dort schon wenig später.

    Wie es zu dem tödlichen Brand im Patientenzimmer kommen konnte, ist völlig unklar. Die Ermittlungen laufen, ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat den Fall übernommen. Auch Stunden nach dem schrecklichen Unglück lagen der Polizei bis zum Samstag Nachmittag noch keine neuen Erkenntnisse vor.

    War ein technischer Defekt Auslöser des Brandes?

    „Es wird noch ermittelt, was den Brand ausgelöst hat. Denkbar wäre auch, dass ein technischer Defekt die Ursache gewesen sein könnte oder auch ein Handhabungsfehler durch die Patientin“, so ein Polizeisprecher zum KURIER. Eines scheint jedoch sicher: „Es gibt jedoch keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.“

    Welche unglückliche Verkettung von Umständen zu dem Feuer-Drama geführt hat, ist also ungewiss. Doch in einem Krankenhaus, einem Ort der Sicherheit, wurde die Nacht für eine Patientin zur tödlichen Falle.

    https://www.youtube.com/watch?v=s53SkS2YUTk

    #Mecizin #Krankenhaus #Iatrokratie #Folter

  • Berliner Theater-Chef Holger Klotzbach gestorben
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/berliner-theater-chef-holger-klotzbach-gestorben-li.10015739

    Nicht erwähnt in der Berichterstattung wird seine Rolle als Mitglied Nummer 4 der Drei Tornados in der Zeit ihres größten Erfolgs. Nach Jahren der Existenz als Studenten-, Protest- und Bewegungskabarett füllten sie große Säle. Das ermöglichte es Holger Klotzbach 1990 den Kino-Konzertsaal „Quartier Latin“ in der Potsdamer Straße als „Quartier“ zu übernehmen . Das war kein Erfolg aber mit der „Bar jeder Vernunft“ und dem „Tipi am“ wurde aus dem Kabarettisten endgültig der Theaterunternhemer Klotzbach.

    https://www.youtube.com/watch?v=TCXQxkihsa8

    Die drei Tornados live 1985, ab 15:50 Das Adolf-Eichmann-Lied des Polizeichor Berlin

    Auch beim „Konzert für Berlin“ am 12. November 1989 waren Die 3 Tornados dabei. Es war ihr letzter gemeinsamer Auftritt.
    https://seenthis.net/messages/1155300

    Holger war der vierte Tornado. Nummer drei Hans-Jochen Krank verließ die Truppe 1981, weil er keine Lust mehr auf Stress mit der Justiz hatte, und das unsichere Leben als Radikalkabrettist gegen ein Stelle als Lateinprofessor an einem Gymnasium ib der ostdeutschen Provinz eintauschte.

    Florian Thalmann - Holger Klotzbach gründete unter anderem das Varieté Wintergarten, Bar jeder Vernunft und Tipi am Kanzleramt. Am Freitag starb er.

    Traurige Nachrichten für die Berliner Kleinkunst- und Theaterszene: Wie Tipi am Kanzleramt und Bar jeder Vernunft melden, ist Holger Klotzbach gestorben, der Gründer und Direktor der renommierten Häuser. Er hätte in wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag gefeiert.

    Holger Klotzbach gründete mehrere Theater in Berlin

    Holger Klotzbach wurde in Duisburg geboren, machte zunächst eine Ausbildung zum Lehramt. Er war aber auch politischer Aktivist, durfte aufgrund seiner Aktivitäten nicht im öffentlichen Dienst arbeiten. Deshalb wandte er sich dem Zirkus zu, wurde zunächst Privatlehrer und Pressesprecher beim Circus Busch-Roland und war in Wien später an der Gründung des berühmten Circus Roncalli beteiligt.

    Das Zirkusleben faszinierte ihn, erzählte er anlässlich seines 70. Geburtstages in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“. „Ich hatte neun, zehn Kinder im Zirkuswagen. Ich fand das unstete Reiseleben toll und den Menschenschlag. Wie die zusammen gefeiert haben, aber auch mit welcher unglaublichen Disziplin die jeden zweiten Tag das Zelt auf- und abgebaut haben.“

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    Holger Klotzbach und Hans-Peter Wodarz beim Jubiläumsfest zum 30. Geburtstag der Bar jeder Vernunft und zum 20. Geburtstag des Tipi am Kanzleramt.Anita Bugge/imago

    Klotzbach mischte 1980 auch bei der Gründung des Tempodrom mit – und übernahm mit anderen Künstlern, darunter Musiker der Kölner Band BAP, später den Veranstaltungsort „Quartier Latin“. Sie bauten ihn zu einem Varietétheater um, dem heutigen Wintergarten in der Potsdamer Straße. Später kamen die Bar jeder Vernunft und das Tipi am Kanzleramt hinzu, wo Klotzbach bis zu seinem Tod als Direktor tätig war.

    Theater-Team trauert um Direktor Holger Klotzbach

    Nun wird um den Theaterchef und kreativen Kopf getrauert. „Er war ein kreativer und mutiger Mensch, großzügig, weltoffen und tolerant“, teilt Sprecherin Sabine Wenger mit. „Seiner Initiative verdanken wir heute zwei wundervolle Theater in dieser Stadt, denen es seit über 30 Jahren gelingt, ohne Subventionen anspruchsvolles und originelles Entertainment zu bieten.“ Man werde ihn schmerzlich vermissen.

    Sein Werk solle im Sinne von Klotzbach fortgeführt werden – von Ehemann und Partner Eric Schmidt-Mohan und dem Team der beiden Häuser. Klotzbach starb laut erster Informationen am Freitag. Er hätte am 30. Januar seinen 80. Geburtstag gefeiert. „Wir werden gemeinsam bei einer Trauerfeier in der Bar jeder Vernunft von ihm Abschied nehmen“, heißt es aus dem Theater. Den Termin dafür werde man noch bekannt geben.

    #Westberlin #Kabarett #Quartier_Latin #Wintergarten #Nekrolog

    • Holger Klotzbach: Gründer der Bar jeder Vernunft ist tot
      https://www.berliner-zeitung.de/news/holger-klotzbach-gestorben-gruender-der-bar-jeder-vernunft-ist-tot-

      Die Meldung in der Berliner Zeitung erwähnt die 3Tornados immerhin.

      24.1.2026 - Die Berliner Kulturszene trauert um den Mitbegründer legendärer Spielstätten, wie dem Tempodrom und Tipi am Kanzleramt. Holger Klotzbach wurde 79 Jahre alt.

      Der Gründer und Direktor der Bar jeder Vernunft und des Tipi am Kanzleramt, Holger Klotzbach, ist am Freitag, eine Woche vor seinem 80. Geburtstag, in Berlin gestorben. Das teilte die Bar jeder Vernunft am Freitagabend in einer Pressemitteilung mit.

      Klotzbach, 1946 in Duisburg geboren, prägte die Berliner Kulturlandschaft über Jahrzehnte hinweg. Nach einer Ausbildung zum Lehramt wurde er vom Radikalenerlass als „verfassungsfeindlich“ eingestuft und erhielt Berufsverbot. Diese Erfahrung bezeichnete er später als sein „großes Glück“, da sie ihn auf einen anderen Weg führte.

      Zunächst wandte sich Klotzbach dem Zirkusleben zu und war an der Gründung mehrerer legendärer Berliner Institutionen beteiligt, darunter der Zirkus Roncalli, das Schwarze Café und das Tempodrom. In den 1980er Jahren stand er als Mitglied des Kabaretts „Die 3 Tornados“ selbst auf der Bühne.

      Zwei Theater ohne staatliche Förderung aufgebaut

      Im Jahr 1992 gründete Klotzbach gemeinsam mit seinem damaligen Partner Lutz Deisinger die Bar jeder Vernunft, ein Spiegelzelt in Berlin-Wilmersdorf. Zehn Jahre später folgte das Tipi am Kanzleramt. Beide Spielstätten bieten seit über 30 Jahren Entertainment ohne staatliche Subventionen.

      Die Bar jeder Vernunft würdigte Klotzbach als „kreativen und mutigen Menschen“, der sich durch Großzügigkeit, Weltoffenheit und Toleranz ausgezeichnet habe. Sein Ehemann und Partner Eric Schmidt-Mohan sowie das Team kündigten an, sein Werk in seinem Sinne fortzuführen.

    • Die TAZ hat bis heute, Sonntag, den 25.1.2025 weder Meldung noch Nachruf zum Tod von Holger Klotzbach veröffentlicht. Dafür findet sich dort im Archiv ein Artikel, der an Hintergründiges über Klotzbachnund die Alternativmedien in der Wendezeit erinnert.

      : ’Zweite Hand‘ mit Tornado-Mann und NRJ für Radio 100
      https://taz.de/Zweite-Hand-mit-Tornado-Mann-und-NRJ-fuer-Radio-100/!1727875&s=Klotzbach

      Schöneberg. Vor der morgigen Sitzung des Kabelrates ist noch einmal Bewegung in das Gezerre um das pleite gegangene Radio 100 gekommen. Eine Anbietergruppe beantragte beim Lizenzvergabegremium die Ausfertigung der bereits genehmigten Übernahme weiterer Anteile durch den französischen Rundfunkkonzern NRJ (Nouvelle Radio Jeunesse). Zu dem Konsortium gehören die Altgesellschaften NRB (24,6 Prozent der Anteile) und 103,4 (eine Prominenteninitiative mit drei Prozent), NRJ mit 38 Prozent und »Aktiv Radio Berlin« (ARB), das sich aus alten Gesellschaftern des Anderen Radio Berlins sowie dem Kleinanzeigenblatt ’Zweite Hand‘ und dem Kabarettisten Holger Klotzbach (»3 Tornados«). Diese Gruppe steht für 34,6 Prozent der Anteile. Die Anbietergemeinschaft hofft nun, daß der Kabelrat nach dem Konkurs des alten Radio 100 keine Neuausschreibung der Lizenz beschließt, die alte Sendeerlaubnis also weiterhin Bestand hätte. Am gemeinsam mit NRJ geplanten Konzept soll sich nichts ändern. So werden homosexuelle Hörer und Hörerinnen jeden Sonntag mit einer zwei Stunden dauernden, schwul-lesbischen Sendung versorgt. Vier Stunden in der Woche sollen fremdsprachige Ausländerprogramme zu hören sein. Die neue Firma, die unter dem Namen Radio 2000 GmbH laufen will, plant 30 feste Stellen für die Unterhaltung des Senders ein. Die Gehälter sollen sich auf dem Niveau des SFB bewegen.

      Das Konkurrenz-Konsortium um die Mediengruppe Schmidt&Partner (Elefantenpress etc.) und die ehemaligen Mitarbeiter hofft hingegen auf eine Neuausschreibung der Lizenz. Wie vom Kabelrat zu erfahren war, soll von diesem Interessenten noch kein ausführliches Sende- und Firmenkonzept eingegangen sein. Bei diesem Anbieter sind mittlerweile auch der Ostberliner Verlag Basis-Druck und ein »Förderverein für interkulturelle Medienarbeit« eingestiegen. Und auch Schmidt&Partner wollen mit einem Prominenten-Verein aufwarten: Dabei sollen Schauspieler Rolf Zacher, Publizist Robert Jungk und einige Bündnis 90/Grüne-Abgeordnete sein.

      Die Gewinner der Geschichte haben alle gut am de facto Verkauf des AlternativrdionsbRadio 100 an den französischen NRJ Kimzern verdient.

      #Berlin #Geschichte #Medien #Radio #Privatisierung

    • War alles nicht einfach. Nichmal die TAZ von 1991 zur Radio 100 Nachfolge.

      Tornados gespalten
      https://taz.de/Tornados-gespalten/!1727711&s=Klotzbach

      16.3.1991 - Der Streit um Radio 100 sorgt für Trennungen und Umgruppierungen, wobei einige noch nicht mal wissen, in wessen Töpfchen sie gelandet sind. So hat sich der alte Radio-Prominentenverein »103,4« bzw. sein Vorsitzender, FU-Professor Uwe Wesel, auf die Seite von NRJ geschlagen. Der Rest des Vereins weiß davon allerdings noch nichts. Grips-Theatergründer und Grips-Hausautor Volker Ludwig (103,4-Mitglied): »Darüber bin ich nicht informiert.« Das Kabarettensemble »Die drei Tornados« hingegen scheinen sich in der Radio-100- Frage zu spalten. Tornado Holger Klotzbach setzt auf NRJ und hält 4 Prozent der Anteile von ARB (Aktiv-Radio Berlin), die mit NRB zusammen zu den Franzosen wollen. Die beiden Resttornados Günter Tews und Arnulf Rating hingegen gehörten zu den zwölf Gründungsmitgliedern, die gestern den Verein für einen unabhängigen Rundfunk in Berlin ins Leben riefen, der auf der Seite von Schmidt und Partner, Mitarbeiterverein, Tolleranz e.V. und dem »Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit« steht. Der interkulturellen Medienarbeit haben sich bislang 52 Gruppen, Projekte und Initiativen verschrieben. Für einen unabhängigen Rundfunk kämpfen neben den Resttornados u.a. der Schauspieler Rolf Zacher, DDR- Rocker Toni Krahl, Stasi-Jäger Reinhard Schult, Renate Künast, Senats-Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Grüne(AL)/UFV, MdB Vera Wollenberger, Zukunftsforscher Robert Jungk, Musiker Phillip Boa, Ex-Senatorin Michaele Schreyer und Ost-Akademiepräsident Heiner Müller. Tornado Tews ließ mitteilen. »Genau das brauchen wir. Ein Gegenradio«.

  • Willy Abel
    https://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Abel#Erfindungen_und_Ehrungen

    Der #Eierschneider aus Berlin. Eine völlig überflüssige Erfindung, aber jeder Haushalt hat einen.

    Ab 1908 konzentrierte sich Abel auf die Entwicklung und Herstellung von Haushaltsgeräten. Dafür gründete er 1912 die Harras-Werke in der Rittergutstraße 106/107 in Lichtenberg bei Berlin. Er war Alleininhaber und alleiniger Betriebsleiter. Weltbekannt wurde er durch die Entwicklung und Herstellung von Kleinmaschinen und Geräten für den Haushalt, die als Massenartikel am Fließband produziert wurden. So erfand er die Brotschneidemaschine mit rundem Messer, den Eierschneider und das herzförmige Waffeleisen.[1] Der HARRAS-Original-Eierteiler war Abels erster Massenartikel mit einem weltweiten Absatz. Er vermarktete seine Produkte unter dem Slogan „HARRAS in alle Welt“ und gründete Niederlassungen in New York und London. Der wirtschaftliche Erfolg erlaubte es Abel, weitere industrielle Erfindungen planmäßig zu entwickeln und in erfolgreiche Herstellungs- und Vertriebsprozesse zu überführen.

    Die HARRAS-Werke gehörten nach dem Zweiten Weltkrieg zu den wenigen Betrieben in Ost-Berlin, die nicht enteignet wurden. Brotschneidemaschinen, Reibeisen und Gardinenbleche waren die ersten Produkte, die wieder hergestellt wurden.

    Um 1940 erkrankte Abel schwer an Diabetes, sodass ihm ein Bein amputiert werden musste. Er starb einen Tag vor seinem 76. Geburtstag in Berlin-Lichtenberg.

    Die Harras-Werke wurden von einem Pächter unter der Bezeichnung Harras-Werke W. Abel weitergeführt und 1960 verstaatlicht.

    Museum Lichtenberg im Stadthaus - Willy Abel, Ingenieur und Erfinder
    https://museum-lichtenberg.de/index.php/menschen/lichtenberger-persoenlichkeiten/599-abel-willy

    Geboren am 23. September 1875
    Gestorben am 22. September 1951

    In der Lichtenberger Rittergutstraße gründete der Ingenieur Willy Abel 1912 den Hauptsitz der Harras-Werke, eine der ersten Haushaltsmaschinenfabriken in Deutschland. Der Unternehmensgründer Willy Abel gilt als „Vater der deutschen Haushaltsmaschinen-Industrie“ und Wegbereiter moderner Küchengeräte.

    Willy Abel stammte aus dem Rheinland und wurde am 23. September 1875 geboren. Zur Schule ging er in Trier. Nach seinen eigenen Angaben besuchte er von 1889 bis 1892 die dortige Gemeindeschule. Im Anschluss daran wurde er Technischer Lehrling in der Maschinenfabrik und Eisengießerei Ed.Lais & Co., die ebenfalls in Trier ansässig war. Nach einer dreijährigen Lehrzeit arbeitete er dort Technischer Volontär und Betriebs-Direktions-Assistent. Bereits in dieser Zeit zeigte sich was später zur Grundlage seiner Karriere werden sollte: sein außergewöhnlicher Erfindungsdrang. 1893, Willy Abel war gerade 18 Jahre alt, meldete er sein erstes Patent an. Er erfand, die später in der ganzen Welt eingeführte, Zahnräderform-Maschine. (Zahnräderform-Maschine DRP. Nr. 71833 vom 29.04.1893)

    Doch Willy Abel zog es fort von Trier, die nächsten fünf Jahre, bis 1898, arbeitete er als erster Konstrukteur für Werkzeugmaschinenbau im Konstruktionsbüro der Königlichen Gewehrfabrik in Spandau. Weiterbildung war für ihn offensichtlich sehr wichtig, denn in dieser Zeit war er gleichzeitig Hörer an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Zwischen 1898 und 1899 arbeitete er als Leitender Ingenieur des Berliner Patentbüros Brögelmann & Hirschlaff.

    Um sich seinen eigenen Innovationen und Erfindungen besser widmen zu können, entschließt sich Willy Abel ab 1899 als freiberuflicher Konstrukteur zu arbeiten. In den Jahren bis 1906 meldet er für ihn wichtige Patente an, die er in der Folgezeit verwertet und weiterentwickelt. So baut er für die Deutsche Reichspost den ersten Briefmarken-Automaten. Auf dieser Grundlage entstehen weitere Wertzeichen-Automaten, eine Rotationsdruckmaschine für Briefmarken und dergleichen mehr.

    Als er im Jahr 1906 seinen Wertzeichen-Automaten der Öffentlichkeit vorstellt, war dies bereits sein viertes Modell an dem er arbeitete. Das neue an diesem Gerät war, dass nach dem Einwurf eines Geldstücks, ohne weitere äußere Einwirkung, der Automat in Betrieb gesetzt wurde. Auf diese Weise konnten Briefmarken, Postkaten, Bahnsteigkarten u.ä. verkauft werden. Es war das Ergebnis einer insgesamt achtjährigen Arbeit.

    Für die Verwertung dieser Patente wurden mehrere Firmen gegründet. Zwischen 1906 und 1908 war Willy Abel Technischer Direktor der Abelschen-Postwertzeichen-Automaten-Vertriebsgesellschaft (später Deutsche Abel-Postwertzeichen-Automaten AG) und der Eisenbahnfahr- und Bahnsteigkarten AG in Staaken bei Spandau. Im Jahr 1907 gründet er die W. Abel & Co. GmbH in Berlin-Schöneberg.

    Dass seine Erfindungen auch international erfolgreich sind zeigt seine Teilnahme an einer Ausstellung in Mailand im Jahr 1906. Dort erhält der Abelsche-Postwertzeichen-Automat eine goldene Medaille. Folgerichtig ist dann auch der Verkauf zahlreicher seiner Patente ins Ausland.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang der Gesellschaftervertrag der Internationalen Abelschen Briefmarken-Automaten Vertriebsgesellschaft vom 19.12.1907. Zum Gegenstand des Unternehmens heißt es im § 2 u.a., dass es um die bisher betriebenen Geschäfte und um die Verwertung der gegenwärtigen und zukünftigen Erfindungen des Ing. Willy Abel auf dem Gebiet von Briefmarken-, Billets-, Fahrscheinen- etc. Automaten geht. Im § 5 werden die Patente und Schutzrechte im Ausland aufgeführt. Daraus erfährt man, wohin und in welcher Anzahl Patente verkauft wurden: nach Frankreich, England und Amerika jeweils 3, nach Österreich, Italien, Ungarn, Schweden, Dänemark, Norwegen und in die Schweiz jeweils 2 und nach Belgien, Rußland Spanien, Canada, Rumänien und Japan jeweils 1 Patent. Der Verkauf der Patente an die Deutsche Reichspost und die ausländischen Postdirektionen machte Abel zu einem reichen Mann.

    Das Jahr 1907 war für Willy Abel auch privat bedeutsam, in diesem Jahr heiratete er Margarethe Drosse.

    Ab dem Jahr 1908 konzentrierte sich Willy Abel auf die Entwicklung und Herstellung von Haushaltsgeräten. In dem Jahr begann er mit der Produktion einer gestanzten Reibe. Wie innovativ er bei der Erfindung von Haushaltsgeräten ist, zeigt die breite Palette seiner Erzeugnisse, die er in Massenproduktion herstellen ließ. Eigens dafür gründete er im Jahr 1912 die Harras Werke in Berlin-Lichtenberg, deren Alleininhaber und alleiniger Geschäfts- und Betriebsleiter er war. Auf einer Fläche von ca. 4.000 m², versehen mit einem eigenen Gleisanschluss, wurden hier Haushaltsprodukte aller Art hergestellt. Das beständigste seiner Produkte, das er über viele Jahrzehnte produzierte, war ganz zweifelsohne der Brotschneider mit Kreismesser. Eine seiner kleineren aber sehr erfolgreichen Erfindungen war der Eierschneider. Unter dem Namen Harras-Original-Eierteiler war er Abels erster Massenartikel mit einem weltweiten Absatz, von dem in kürzester Zeit ca. 10 Millionen Stück verkauft wurden. „Harras in alle Welt“ unter diesem Slogan begann er sehr erfolgreich seine Haushaltsgeräte zu vermarkten. Seine größten Erfolgte erzielte er in den USA, wo es bereits einen Markt für Massengüterproduktion gab. Zwischen 1918 und 1923 entstanden Niederlassungen in New York und London.

    Um der ständig steigenden Nachfrage gerecht zu werden, musste Willy Abel seine Produktionskapazität erweitern. So entstand im Jahr 1918 das Werk II, eine Eisengießerei und Maschinenfabrik in Ferdinandshof in Vorpommern. Modern ausgebaut lieferte sie monatlich 300 Tonnen Rohgußteile, die dank des Bahnanschlusses schnell nach Lichtenberg zur Weiterverarbeitung geliefert werden konnten. Im Jahr 1920 folgte das Werk III, ebenfalls in Ferdinandshof, in dem die Holzteile für die Haushaltsgeräte gefertigt wurden. Die Harras-Werke gehören zu den wenigen, die die 1923 in Deutschland ausbrechende Wirtschaftskrise relativ unbeschadet überstanden. Harras-Produkte kannte man in den 20er Jahren in der ganzen Welt.

    Zu einem tiefen Einschnitt kam es zu Beginn der 30er Jahre mit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise. Der Zusammenbruch des Weltmarktes machte auch vor den Toren der Harras-Werke keinen Halt. Willy Abel war gezwungen seine ausländischen Niederlassungen abzustoßen und die Produktionsstätten in Vorpommern zu schließen. Einzig das Werk in Lichtenberg blieb erhalten.

    Um die Zeit des Ausbruchs des 2. Weltkrieges erkrankte Willy Abel schwer an Diabetes. Die Krankheit nahm einen so heftigen Verlauf, dass ihm ein Bein amputiert werden musste. Die letzten Kriegsjahre verbrachte er an der Ostsee. Immerhin konnte er sich nach wie vor als Konstrukteur betätigen.

    Obwohl Lichtenberg während des Krieges schwer bombardiert wurde, waren die Harras-Werke vergleichsweise glimpflich davongekommen. Lediglich eine Halle (944 m²) war durch Fliegerbomben stark zerstört worden. Das Fabrikgelände und das dazugehörige Wohnhaus in der Rittergutstraße 106/107 (heute Josef-Orlopp-Straße 89 – 91), das die Familie Abel seit dem Jahr 1916 bewohnte, wurden am 23. April 1945 von sowjetischen Soldaten besetzt.

    Die Harras Werke gehörten aber zu einem der wenigen Betriebe im Ostteil der Stadt, die nicht enteignet wurden.

    Seit Anfang März 1946 hatten die Harras-Werke wieder 500 – 600 m² ihrer ehemaligen Fabrikräume in Benutzung. So gelang Willy Abel, trotz aller Probleme bei der Versorgung mit Rohstoffen ein erfolgreicher Neubeginn. Brotschneidemaschinen, Reibeisen und Gardinenbleche gehörten zu den ersten Produkten, die wieder produziert wurden. Willy Abel, der sich Zeit seines Lebens dadurch auszeichnete, dass er seine Produkte nicht nur erfand, sondern auch selbst produzierte und erfolgreich vermarktete, legte alle seine Kraft in diesen Neuanfang. Dabei machte er keineswegs vor den Toren seines eigenen Betriebes halt.

    Dies geht auch aus einem Schreiben vom 8. Februar 1947 an den Magistrat von Groß-Berlin, Abteilung Volksbildung, Hauptamt Wissenschaft und Forschung hervor. Darin geht es um frühere und gegenwärtige Leistungen. Es zeigt, wo er selbst seine Prioritäten setzte, und stellt so etwas wie ein Vermächtnis des Willy Abel dar. In Einzelnen benennt er darin:

    Erfindung und Konstruktion der vor 50 Jahren patentierten und nachdem in der ganzen Maschinenindustrie verbreiteten Zahnräderformmaschine.
    Erfindung und Konstruktion der im In- und Ausland vor 40 Jahren patentierten Wertzeichen-Rotationsdruckmaschine und Verkäufer der Wertzeichen wie Briefmarken und Billets vom Rollband.
    Schöpfung der Gewinde-Toleranz-Norm für Schrauben, heute Allgemeingut in der Schrauben-Industrie.
    Stanze mit gleitender Führungspalette zum Stanzen von dünnen Blechen, z.B. für die Herstellung des vor 35 Jahren patentierten Eierteilers.
    Vor 20 Jahren Erfindung und Konstruktion der „Schienenlunge“ für stoßfreies Eisenbahngleis.
    „Ebenso bin ich z.Z. mit dem Städteaufbau beschäftigt. – Im Rahmen dessen erfand ich vorerst für die Entmörtelungsmaschine den rotierenden Gelenkmeißel – und plane weiter, weil mein Lehrberuf Ziegelgleittechnik ist.“

    Insgesamt waren es 63 Erfindungen, die Willy Abel im Laufe seines Lebens patentieren ließ. Hinzu kamen die Schutzrechte für 100 seiner „kleineren Erfindungen“.

    Die weitere Entwicklung sollte Abel jedoch nicht mehr teilhaben. Einen Tag vor seinem sechsundsiebzigsten Geburtstag am 22. September 1951 verstarb er, hier in Berlin-Lichtenberg.

    Foto: Archiv Museum Lichtenberg

    Quellen:
    Fabrikstadt Lichtenberg
    Bergauf – Bergab im Berliner Osten
    Lichtenberger Beiträge Heft 3, 1997

    Landesarchiv Berlin
    C Rep. 105 Nr. 23560
    C Rep. 105 Nr. 36212
    A Rep. 342-02 Nr.390

    Archiv Museum Lichtenberg
    Schreiben vom 08.02.1947 von W. Abel an den Magistrat von Groß-Berlin

    Alleskönner Eierschneider – er ist ein echter Berliner
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/alleskoenner-eierschneider-er-ist-ein-echter-berliner-li.335540

    7.4.2024 von Norbert Koch-Klaucke - Vor über 100 Jahren hat ihn Fabrikant Willy Abel aus dem Berliner Stadtteil Lichtenberg erfunden. Sein kleiner Küchenhelfer wurde ein Welterfolg und kann viel mehr, als nur Eier in Scheiben zu zerteilen.

    Das Problem kennt jeder – nicht nur zu Ostern. Hart gekochte Eier für Salat und Partyhäppchen schnell in perfekt gleichmäßigen Scheiben zu schneiden, ist keine einfache Sache. Dann muss dieser kleine Küchenhelfer ran, der in jedem Haushalt sein sollte: der Eierschneider. Ein absoluter Alleskönner, der nicht nur Hühnerprodukte zerkleinern kann. Seine Existenz haben wir einem Berliner zu verdanken, der den Eierschneider vor über 100 Jahren erfand und der ein echter Welterfolg wurde.

    Trotz Mixer, Rührmaschinen oder Mikrowelle ist das kleine Ding, das wie eine Miniharfe aussieht, aus unserer modernen Küchenwelt nicht mehr wegzudenken. Der Eierschneider ist ein Klassiker unter den Haushaltsgeräten, der Kultstatus genießt. Vor allem, weil man sich bis heute die Frage stellt, wie man ein Ei perfekt in dünne Scheiben schneidet, die man für den Eiersalat oder als Brotauflage braucht.

    Der Legende nach soll sich schon der griechische Philosoph Aristoteles darüber seine Gedanken gemacht haben, der von 384 bis 322 vor Christus lebte. Ob das nun stimmt oder nicht: Fakt ist, hätte Aristoteles den Eierschneider erfunden, wäre er damit und nicht mit anderen Weisheiten in die Geschichtsbücher gekommen.

    Hartgekochte Eier mit dem Messer in gleichmäßige Scheiben zu schneiden, ist keine einfache Sache, die kaum perfekt gelingt. imago/YAY-Images

    Alleskönner Eierschneider: In einer Berliner Fabrik lief er 1909 erstmals vom Band

    Den Ruhm erntet nun ein Berliner, der leider kaum Erwähnung in den Analen der grandiosen Erfindungen der Weltgeschichte findet. Sein Name: Willy Abel. Ein Unternehmer aus dem Berliner Stadtteil Lichtenberg, in dessen Fabrik 1909 der erste Eierschneider der Welt vom Band lief.

    Willy Abel war ein echter Daniel Düsentrieb. Mit den Erlösen aus der Erfindung seines Briefmarken- und Fahrkartenautomaten hatte er sich an der Rittergutstraße (heute Josef-Orlopp-Straße) die Harras-Werke aufgebaut, in denen dann der „Eiteiler“, so hieß der Eierschneider ursprünglich, hergestellt wurde.

    Wie Abel auf diesen noch bis heute unentbehrlichen Küchenhelfer kam? Der Mann hatte offenbar eine Vorliebe für Haushaltsgeräte. Sein Ziel war es, mit diesen „Maschinen“ die „geplagte Hausfrau“ zu unterstützen. Und so erfand Abel nicht nur den Eierschneider, sondern auch die Brotschneidemaschine, die eine Sägescheibe hatte, die mit einer Kurbel angetrieben wurde. Auch so ein Gerät, das nun elektrisch angetrieben auch aus der heutigen Küche nicht mehr wegzudenken ist.

    Eierschneider-Erfinder Willy AbelHeimatmuseum Lichtenberg

    Alleskönner Eierschneider: Noch immer gilt er als DDR-Produkt

    Der Eierschneider von Abel wurde ein echter Renner. Er verkaufte bis 1950 weltweit über zehn Millionen Stück. Sogar in den USA fanden sie großen Absatz. Und der Eierschneider wurde von anderen Herstellern zahlreich kopiert.

    Am 23. September 1951 starb Abel. 1960 wurde sein Lichtenberger Werk an einen VEB zwangsverpachtet. Der VEB Harras stellte allerdings keine Eierschneider mehr her. Das Werk wurde zu einer Blechfabrik, die später auch Rasenmäher produzierte.

    Die Produktion des Eierschneiders in der DDR übernahm der VEB Sonja Plastic aus dem Erzgebirge. Möglich, dass man deshalb den Eierschneider hierzulande noch immer als typisches Ost-Produkt ansieht. Ost-Experten erklären es damit, dass man „in der DDR gerne Eierbrötchen aß oder zu Geburtstagen den Gästen Häppchen mit Eierscheiben servierte, die man mit Petersilie, Kapern oder Heringshäppchen belegte“.

    Aber auch in anderen Teilen Deutschlands und der Welt bereitet man diese leckeren Speisen zu – mithilfe des unverwüstlichen Eierschneiders. Der aber noch viel mehr kann.

    So sah der erste Eierschneider der Welt aus, der 1909 in Berlin produziert wurde.Heimatmuseum Lichtenberg

    Alleskönner Eierschneider: Selbst Kartoffeln und Käse sind für ihn kein Problem

    Denn auch das Schneiden von einigen Obst- und Gemüsesorten in dünne und gleichmäßige Scheiben mit dem Messer ist oftmals sehr mühselig und zeitraubend. Ein Glück, dass es Eierschneider gibt, mit denen sich auch das ohne viel Aufwand erledigen lässt.

    Etwa bei weichen Fruchtsorten wie Erdbeeren oder Trauben, aus denen man einen wunderbaren Obstsalat zaubern kann. Pilze und sogar gekochte Kartoffeln lassen sich mit einem Eierschneider zerteilen. Dabei geht man genauso vor, als wolle man ein hart gekochtes Ei in Scheiben schneiden. Man legt die Frucht in die Mulde des Eierschneiders, drückt sanft den Deckel mit den Drähten herunter – und schon erhält man mehrere gleichmäßige Obst- oder Gemüsescheiben.

    Ebenso können auch weiche Käsesorten wie Mozzarella oder Feta mit dem Eierschneider zerteilt werden. Back-Experten nehmen ihn sogar, um vorgeformten Teig in Scheibchen zu schneiden.

    Und wer Langeweile und mal nichts zum Zubereiten hat – der benutzt den Eierschneider als Musikinstrument. So mancher hat als Kind garantiert mit den Edelstahlsaiten Harfe gespielt. Vielleicht heißt der Eierschneider deshalb in Österreich auch Eierharfe.

    #Berlin #Lichtenberg #Geschichte #Technologie #Erfindungen #Wirtschaft #Gadget

  • Verkehr in Berlin: Fünf Baustellen, die uns ab Montag richtig nerven
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/verkehr-in-berlin-fuenf-baustellen-die-uns-ab-montag-richtig-nerven-

    6.10.2025 von Florian Thalmann - Neue Woche, neues Glück: Autofahrer in Berlin dürfen auch diese Woche gespannt sein, welche Neuerungen sich auf den Straßen der Hauptstadt bieten. Denn Fakt ist: Berlin ist und bleibt die Hauptstadt der Baustellen! Wer denkt, dass der Montag auch mal ohne neue Baustellen auskommt, der hat sich gewaltig geirrt. Aber: Zum Glück haben Sie den KURIER! Wir geben den Überblick, an welchen Ecken der Stadt ab heute gebuddelt wird – und nennen die fünf Baustellen, die die Autofahrer im Verkehr in Berlin ab heute nerven!

    Auf der B1/5 in Friedrichsfelde wird die Fahrbahn ausgebessert

    Die B1/5 ist eine wichtige Verkehrsachse, unzählige Autofahrer nutzen die Straße jeden Tag, um nach Berlin zu gelangen oder nach Feierabend wieder ins Umland zu düsen. Auf der Strecke kann es in Friedrichsfelde nun etwas enger werden: Am Montag beginnen in Höhe der Märkischen Allee Arbeiten an der Fahrbahn. Rund um die Straßenschleife, an der Autofahrer auch in Richtung Marzahn gelangen können, wird die Fahrbahn stadtauswärts auf einen Fahrstreifen verengt. Übrigens: Falls Sie im Stau stehen und sich fragen, warum im Bereich von B1/5 und Märkischer Allee zwei große Cowboys aus der DDR stehen: Hier ist die Erklärung!

    Friedrichshain: Neue Bauphase auf der Baustelle am Frankfurter Tor

    Am Frankfurter Tor in Friedrichshain wird schon seit einer Weile gebaut – hier treten die Arbeiten am Montag in eine neue Phase ein, während der sich Autofahrer auf eine neue Sperrung einstellen müssen. Betroffen ist dieses Mal der rechte Fahrstreifen der Frankfurter Allee stadtauswärts in Höhe Frankfurter Tor. Bis Mitte Oktober ist der dicht, vor allem im Feierabendverkehr kann es hier eng werden. Wichtig außerdem: Wer von der Warschauer Straße kommt, kann nicht nach rechts in die Frankfurter Allee abbiegen. Laut Berliner Verkehrsinformationszentrale sollen die Arbeiten bis Mitte Oktober dauern, im Anschluss steht aber die nächste Bauphase an.

    Buddeln in Britz: Baustelle auf dem Tempelhofer Weg wird umgebaut

    Wer mit seinem Auto den Tempelhofer Weg in Britz passieren muss, sollte sich am Montag ebenfalls auf Veränderungen einstellen. Denn hier gibt es schon eine Baustelle, an der sich am Morgen etwas verändert. Ab jetzt ist die Fahrbahn zwischen dem Treseburger Ufer und der Gradestraße in beiden Richtungen auf jeweils einen Fahrstreifen verengt. Die Dauer wird bis Mitte November angegeben, danach folgt allerdings der nächste Bauabschnitt.

    Bauarbeiten auf Gotthardtstraße und Berliner Straße

    Auch in den Bezirken Reinickendorf und Wilmersdorf wird gebaut. In Reinickendorf ist die Gotthardtstraße betroffen. Der Grund: Hier finden Fräsarbeiten statt, meldet die Berliner Verkehrsinformationszentrale. „Für eine Woche ist die Fahrbahn in Richtung Kurt-Schumacher-Platz in Höhe Romanshorner Weg auf einen Fahrstreifen verengt. Die Mittelstreifenüberfahrt ist gesperrt“, heißt es dazu. In Wilmersdorf wird es auf der Berliner Straße etwas enger – hier finden Bauarbeiten nach einem großen Rohrbruch im Bereich der Bundesallee statt. Ab Montag ist die Fahrbahn in Richtung Bayerischer Platz vor der Kreuzung zur Bundesallee auf einen Fahrstreifen verengt – Autofahrer müssen sich darauf bis Mitte November einstellen.

  • Transporter-Fahrer gegen Radfahrer - das geht heftig aus

    Ein Radler machte Fotos von einem riskanten Manövers des Transporters. Was danach geschah wurde zu einem brisanten Fall für den Richter.
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/transporter-fahrer-gegen-radfahrer-das-geht-heftig-aus-li.2357631

    Leg dich nicht mit Transporterfahrer an. Euer Kutscher hat wegen solcher Mörder das Radfahren in der Berliner Innenstadt aufgegeben. Nach täglich etwa zwei ähnliche Begegnungen reichte es. Das war vor über zwanzig Jahren.

    Der Job macht die Leute kirre. Stress, keine Knete, Verachtung vom Chefausbeuter, wat willste. Verurteilt wurde der Falsche. Boss, Miethaie und Stadplaner müssten in den Knast.

    18.9.2025 vonBerliner KURIER
    Foto
    Der Angeklagte Maznun Azak sitzt in einer blauen Jacke vor dem Richter. Pressefoto Wagner

    Kurze Zündschnur: Ein Transporter-Fahrer ärgert sich über einen Radfahrer. Der liegt kurz darauf verletzt auf der Straße, und Autofahrer Maznun A. (53) steht nun vor Gericht. Der Lagerarbeiter war am 13. August 2024 mit einem Transporter in Kreuzberg unterwegs. Ein Wendemanöver dann auf der Köpenicker Straße – aus Sicht von Radfahrer Luke S. (44) war es riskant, behinderte mehrere Fahrradfahrer.

    S. zückte sein Handy – „ich machte ein Foto“. Dann stieg er wieder aufs Rad. An einer roten Ampel eine Begegnung: „Der Fahrer öffnete das Fenster und schrie mich an. Ich war schockiert.“ Mit Tempo 20 bis 25 sei er weitergefahren. Der Transporter habe ihn dann überholt – „der Fahrer hielt, stieg aus und warf mich vom Fahrrad“.
    Streit eskalierte auf offener Straße

    Der Radler rutschte über die Straße: „Ich hatte Glück, dass es keinen Gegenverkehr gab“. Die Folgen erheblich: „Kopf aufgeschlagen, Schulter ausgekugelt, Arm gebrochen, Lunge geschädigt.“ Zehn Monate habe er nicht arbeiten können, so der Massagetherapeut. „Rad fahre ich nicht mehr.“

    Der Angeklagte aber pocht auf Unschuld: „Ich wollte nur mit ihm reden und ihm sagen, dass er die Bilder löschen soll. Er kann mich doch nicht einfach auf der Straße fotografieren.“ An einer roten Ampel sei es der Radfahrer gewesen, der „komische Bewegungen gemacht, mit dem Handy gewedelt und gepöbelt“ habe.

    Transporter-Fahrer A.: „An einer Bushaltestelle fuhr ich dann rechts ran. Er war 30 bis 40 Meter hinter mir, fuhr auf mich zu.“ Er will ihm Zeichen gegeben haben: „Mit der Hand – ich wolle mit ihm reden“.

    Richter kontert die Darstellung des Angeklagten drastisch

    Doch S. sei schneller geworden. Fahrer A.: „Ich ging auf ihn zu, wollte ihn am Rucksack halten. Da ist er runtergefallen.“ Der Richter kontert: „Vom Rad gestürzt. Wenn man bei der Geschwindigkeit reingreift, muss man mit massiven Verletzungen rechnen.“

    Ein Augenzeuge (40): „Er hat ihn am Rucksack gepackt und zu Boden gerissen“. Der Radfahrer sei über den Lenker gestürzt. Der Autofahrer habe dann Zeugen wegschicken wollen: „Geht einfach weiter. Der Herr wird schon wieder aufstehen.“

    Der Angeklagte wollte Freispruch. Das Gericht sah es anders. Schuldig des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und der gefährlichen #Körperverletzung. Zwei Jahre #Haft auf #Bewährung und eine #Führerscheinsperre von 18 Monaten ergingen. Zudem soll A. ein Schmerzensgeld von 2000 Euro zahlen. (KE)

    #Berlin #Verkehr #Justiz #Arbeit

  • Puhdys Songtexte, sortiert nach Album
    https://www.songtextemania.com/puhdys_songtexte.html
    https://www.youtube.com/watch?v=nkU2E_nSeNg

    14.7.2021 Die Puhdys schließen wieder Frieden : Die Band beendet Streit um Songrechte
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/die-puhdys-schliessen-wieder-frieden-die-band-beendet-streit-um-song

    Le groupe rock le plus célèbre de la #RDA se reconcilie après une dispute sur lrs droits d’auteur de ses chansons.

    Die Musiker der aufgelösten Rockband Puhdys haben ihren Streit um die Urheberschaft der Songrechte beigelegt, wollen sich aber zu Einzelheiten des Vergleichs nicht äußern, um neuen Streit zu vermeiden. Das meldet die dpa am Mittwoch und beruft sich auf ein Anwaltsschreiben. Eine wahrhaft nebulöse Nachricht über das Ende des drei Jahre währenden Streits. Sie erzwingt Recherchen.

    Die kurze Antwort: Die Hits schrieb Dieter Birr und nicht die Puhdys-Combo. Die Gema wird die Autorenschaft der meisten strittigen 200 Titel umregistrieren. Und ausführlich: Die Einzelheiten sind komplizierter.

    Wir fragen als Erstes bei Dieter Birr nach, der 2019 in einem Interview mit dem Berliner KURIER begründet hatte, warum er nach fast 50 gemeinsamen Jahren plötzlich erklärte, die Kompositionsrechte stünden ihm allein zu. Der seine Kollegen sogar verklagte, als sie nicht freiwillig verzichteten. Immerhin reagierten auch Fans mit Unverständnis.

    Dieter Birr erklärt am Mittwoch am Telefon, dass er gern Auskunft geben würde, aber seine Kollegen bestünden auf Verschwiegenheit. Daher keine Einzelheiten, nur so viel: „Ich bin mit dem Ergebnis des Vergleichs mehr als zufrieden und auch froh, dass wir keine Gerichte bemühen mussten.“

    Verständlich, denn nach Informationen des Berliner KURIER regelt der Vertrag, dass die meisten der strittigen Kompositionen von der Gema umregistriert werden müssen, darunter so bekannte Songs wie „Alt wie ein Baum“. Das heißt, für mehr als 100 Titel, die den frühen Puhdys als Gruppe oder dem Duo Birr/Meyer zugeordnet waren, wird Dieter Birr nun als alleiniger Komponist ausgewiesen. Rückwirkend erhebt er keine Ansprüche.

    Dieter Birr, Sänger, Gitarrist, Komponist, Texter

    Dieter Birr, Sänger, Gitarrist, Komponist, TexterImago/Karina Hessland

    Zum Kompromiss gehört dem Vernehmen nach, dass Birr in etlichen Fällen trotzdem auf die Hälfte der Gema-Erlöse verzichtet, während sich die Kollegen die andere Hälfte teilen. Der Anspruch gilt auf Lebenszeit der Musiker. 1979 übernahm Klaus Scharfschwerdt die Drums, 1997 ersetzte Peter Rasym den Bassisten. Rasym ist nicht an Tantiemen der Puhdys beteiligt.

    Das klingt komplex, ist aber eindeutig und beendet den Streit für immer. Der Vergleich wurde von Anwälten ausgehandelt, zugestimmt haben neben Dieter Birr auch Peter Meyer, Dieter Hertrampf, Klaus Scharfschwerdt, Gunther Wosylus und die Witwe von Harry Jeske, Erma Juros Jeske.
    Dieter Birr fühlte sich 2018 von seinen Kollegen verraten

    Der Streit hat den Blick auf die Bandgeschichte von 1969 bis 2016 verändert, gerade weil die Puhdys stets als gute Kumpel galten, die alles einvernehmlich regeln. Niemals, sagte Dieter Birr 2019, sei ihm früher auch nur der Gedanke gekommen, seine Kompositionsrechte zurückzufordern. Die habe er stets bewusst und gern mit den Kollegen geteilt, als seinen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg.

    Doch 2018 erhob er plötzlich seinen durchaus bizarren nachträglichen Anspruch auf frühe Rechte, denn er fühlte sich verraten. Der Bruch passierte in dem Augenblick, als sich die Band zu einer Platte ohne neuen Titel von ihm entschloss: „Heilige Nächte“, 2013. Man muss das als Aufstand gegen „Maschine“ verstehen, den musikalischen Kopf der Band, Liebling der Medien, der sich fraglos auch stets als Macher, Treiber und Bestimmer aufführte.

    Hat er dabei vielleicht Ideen der anderen unterdrückt? Oder waren einige Kollegen schon so desinteressiert an gemeinsamen Titeln, dass sie für neue Alben nicht mal ihre Instrumente selbst einspielten? In jedem Fall hätten sie jetzt die Chance gehabt, es allen zu zeigen – mit einem Puhdys-Album ohne Maschine, stattdessen mit Titeln von Meyer, Hertrampf, Scharfschwerdt.

    Aber die Musiker steuerten ohne Birr überhaupt nichts bei: Kompositionen, Arrangements, Texte – alles eingekauft, nichts darauf hatte noch mit den Puhdys zu tun. „Heilige Nächte“, das letzte Album der Puhdys, wurde das am schlechtesten verkaufte in der Geschichte der Band.
    Dieter „Maschine“ Birr wollte Anerkennung für seine Kreativität – als Urheber, als Komponist

    Nach diesem Affront fiel Dieter „Maschine“ Birr über Wochen in Schockstarre. Wollte dann eine Aussprache, die mit Schweigen endete. Er hatte jahrzehntelang die Titel beigesteuert, seinen Kollegen Hunderttausende Euro an Tantiemen überlassen. Jetzt war er verletzt. „Ich war fertig mit der Welt, stand völlig allein da“, erzählte er erstmals sechs Jahre später.

    Das Ende der erfolgreichsten DDR-Rockband, die vielleicht nicht zu den Kritikerlieblingen gehörte, aber auf jeden Fall zum Klangbild des Ostens, es war damit besiegelt. Jetzt wollte er klarstellen, wer die Titel komponiert hatte. Die Kollegen wehrten sich, erklärten, es hätten „immer alle mitgewirkt“ an der Entstehung der Songs.

    Sicher – als Musiker, als Manager, aber das Urheberrecht schützt eben nur Kompositionen, allein dafür zahlt die Gema Tantiemen. Dort verwendet man für die Credits gewöhnlich viel Sorgfalt, denn es geht um Ruhm und Geld. Und selten ist jemand so töricht, darauf zu verzichten, weil er Kollektivgedanken pflegt.

    Dieter Birrs Anwalt Paul W. Hertin sagte am Mittwoch auf Nachfrage: „Um Geld ging es meinem Mandanten offenbar nie, wie ich im Lauf des Prozesses feststellte. Er wollte Anerkennung für seine Kreativität – als Urheber, als Komponist.“
    Ein Puhdys-Musiker meldete Insolvenz an

    Die Puhdys sind keineswegs gleichermaßen wohlhabend. Ein früheres Bandmitglied hat nach einer Insolvenz offenbar empfindliche Geldsorgen, Dieter Birr dagegen, der Soloplatten rausbrachte und viel für andere schreibt, wird auf ein Millionenvermögen geschätzt.

    Auf die strittigen Puhdys-Tantiemen von vielleicht 25.000 Euro im Jahr ist er nicht angewiesen, rückwirkend hat er nie etwas verlangt. Ihm geht es vor allem um die Verwertung der Titel, darüber kann er nun endlich allein entscheiden. Seine Kollegen wussten immer genau, von wem die Songs stammen. Sie hätten sich lautlos einigen können.

    Die Forderungen wurden indes der Boulevardpresse gesteckt. Die Schlagzeilen unterstellten Dieter Birr dann Abzocke, Gier und 120.000-Euro-Forderungen. Diesen Vergleich hat nun einer gewonnen, und alle konnten ihr Gesicht wahren. Aber große Reunion-Konzerte wird es eher nicht geben.

    #DDR #musique #rock

  • Endlich da! Berlin hat seinen Harald-Juhnke-Platz
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/berlin-hat-seinen-harald-juhnke-platz-li.2353147

    Da muss man dafür sein, nix Kulturkampf. #Grolku heißt jetze #Säuferecke, weil Berlins berümtester Kampftrinker das Kudamm-Plätzchen mit Mosaikei (nir echt aus der kaputten Kirche) bekommt. Nur ein paar Meter weiter war die Kaschemme zum Leberruinieren, die unsa Hardy so liebte. Darauf einen Underberg, nicht wahr lieber Fallada, unter uns Alkis muttat sein.

    1.9.2025 von Karim Mahmoud - Jahrelange tobte ein Kulturkampf um die Benennung nach dem verstorbenen Entertainer Harald Juhnke. Jetzt ist die Namensgebung endlich vollzogen.

    Berlin hat endlich einen Harald-Juhnke-Platz. Danken darf die Stadt dem Ex-Juhnke-Manager Peter Wolf. Er kämpfte seit Jahren um die Benennung nach dem verstorbenen Entertainer – gegen den erbitterten Widerstand vieler Politiker im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

    Wolf hatte dem Berliner KURIER in der vergangenen Woche erzählt, der Harald-Juhnke-Platz werde jetzt kommen. Mehr als 20 Jahre nach dem Tod von Harald Juhnke gibt es in Berlin nun offiziell einen nach ihm benannten Platz. Der Platz ist eher ein Plätzchen. Es befindet sich auf einem Dreieck zwischen der Kreuzung Kurfürstendamm, Grolmanstraße und Uhlandstraße. Das teilte die Pressestelle des Landes Berlin mit.

    Nur wenige Schritte entfernt befanden sich die berühmten Kudamm-Bühnen, auf denen Juhnke unvergessliche Auftritte hatte. Offiziell eingeweiht wird der Harald-Juhnke-Platz in vier Wochen.

    Die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf hatte bereits im März mehrheitlich für die Namensgebung gestimmt. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erklärte, mit dem Harald-Juhnke-Platz am Kurfürstendamm „würdigen wir sein Lebenswerk und setzen ein sichtbares Zeichen für die enge Verbundenheit der Stadt mit Harald Juhnke“.
    Berlins Regierender Kai Wegner unterstützte die Juhnke-Platz-Idee

    Wegner war lange Zeit einer der wenigen, die Peter Wolf in der Sache Juhnke-Platz unterstützten. Dem KURIER hatte Wolf gesagt: „Es ist unfassbar, dass man mit der Namensgebung so lange gewartet hat.“ Harald Juhnke sei nicht nur einer der größten Entertainer aller Zeiten gewesen. Er habe der Stadt Berlin auch unendlich viel gegeben.

    Harald Juhnke (1929–2005) wuchs in Berlin-Wedding auf. Er spielte in zahlreichen Filmen und Theaterstücken mit und moderierte verschiedene große Unterhaltungsshows im Fernsehen. Juhnke war lange Alkoholiker und hat diese Erkrankung nie vollständig überwunden. Trotzdem liebten ihn Millionen Menschen. Im April 2005 starb Juhnke im Alter von 75 Jahren in einem Heim in Rüdersdorf bei Berlin.

  • Kilian Kerner und das Grauen der DDR : „Wo sind unsere gestohlenen Kinder ?“
    https://www.berliner-kurier.de/show/kilian-kerner-fashion-show-glitzer-und-glamour-trifft-auf-das-grauen

    Quand un immigré de Cologne met en scène un défilé de mode à Berlin, il veut laisser une impression durable. Pas si facile, mais notre ressortissnt de la capitale du carneval allemand est assez agé pour se rappeller de la campagne publicitaire scandaleuse de Bennetton avec les t-shirt tachés de sang. Il lui manque juste un thème pour son petit train phantôme afin d’épater la galerie.

    Heureusement pour lui les institutions de propagande anticommuniste officielles ont collectionnés tous les méfaits du régime de Pankow. En RDA il y a eu des enfants disparus, alors il met en scène un show glauque autour du sujet en embauchant pour une apparition sur scène de vrais membres de vraies familles d’enfants vraiment disparus. C’est la réussite totale. Son public est fasciné et oublie que les médias qui soutiennt le créateur de mode soutiennt en.même temps l’armée qui assassine des enfants par milliers.

    Au fond c’est une histoire bien berlinoise. Hans Fallada l’a écrit entre 1933 et 1945 mais n’a pu la publier de son vivant. Le roman porte le titre "Un homme veut réussir" (Ein Mann will nach oben) et décrit un Barry Lyndon allemand de l’époque entre 1900 et 1933. Kilian Lerner est un personnage de cet acabit.

    4.7.2025 vin Julia Nothacker - „Aufarbeitung, jetzt!“, fordert Kilian Kerner mit einer emotionalen Fashionshow für die verschwundenen Kinder der DDR und die Angehörigen.

    „Wo ist mein Kind? Wo ist mein Bruder? Wo ist meine Tante?“ Das sind Fragen, die unter die Haut gehen, und die jetzt zum Mittelpunkt von Kilian Kerners Fashionshow auf der Berliner Fashion Week wurden. Der Titel seiner Show: „DDR. Die gestohlenen Kinder“. Schon Wochen zuvor verriet Kilian dem Berliner KURIER, dass sich die Zuschauer bei der Show nicht wohlfühlen werden, genau das war sein Plan – und dieser ging auf.

    Fashion Week Berlin: Solch eine Modenschau hat es noch nicht gegeben

    Während die Gäste, darunter auch Prominente wie Simone Thomalla und Florence Kasumba, die Plätze in der Uber Arena einnehmen, herrscht bereits gedrückte Stimmung. Das Licht ist gedimmt, nur die hellen Lichtkegel, die auf die Models gerichtet sind, geben einen Einblick auf die dezente Kulisse. Innerhalb der 30 Minuten Show steigert sich die Musik, zu Anfang wirkt sie verspielt, dann dramatisch und schließlich gruselig. Zwischendurch folgt lautes Babygeschrei, das den Eindruck, man befinde sich in einem Horror-Film, verstärkt.

    Ja, Kilian hat bei dieser Show nichts dem Zufall überlassen. Man merkt dem Designer seine Schauspielvergangenheit deutlich an, die Fashionshow wirkt vielmehr wie eine Art Performance.

    Designer Kilian Kerner: Er bringt das Leid der DDR auf den Laufsteg

    Monate lang hat sich Kilian tief in die Geschichte der gestohlenen DDR-Kinder begeben und sich natürlich auch intensiv mit der Mode in den 80er Jahren beschäftigt. Wer aber jetzt denkt, die schwere Thematik spiegle sich auch in der Kollektion wieder, der irrt. Kilian scheut sich nicht vor Glitzer und Glamour trotz dramatischer Botschaft. „Glitzer und Glamour gehört zu mir und ich dachte auch zuerst, ich muss das weglassen. Aber es gab so glamouröse Abendmode in der DDR, das glaubt man gar nicht“, sagt er dem KURIER kurz nach der Show.

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    Kilian Kerner mit seinen Models Pierre und Daniela im Interview mit dem Berliner KURIER.Berliner KURIER

    Kilian Kerner rückt die verschwundenen Kinder in den Mittelpunkt

    Es ist vor allem der Kontrast zwischen glamouröser Mode und dem Grauen in der DDR, der die Zuschauer beinahe verstört zurücklässt. Der Applaus ist deswegen auch verhalten – nicht deswegen, weil die Zuschauer nicht begeistert, sondern noch immer tief betroffen und mitgenommen sind. Ein beklemmender und für eine Fashion Show fast schon befremdlicher Moment. „Es war das erste Mal in 21 Jahren, dass ich bei einer Show das Gefühl hatte, ich kann da nicht rausgehen. Das hat sich komplett falsch angefühlt“, verrät Kilian.

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    GNTM-Zweitplatzierter Pierre trug bei seinem Walk eine Babypuppe im Arm.N. Kubelka/Future Image/Imago

    Den Schlussapplaus teilt sich der Designer nicht nur mit den Models, sondern auch mit den Angehörigen der verschwundenen Kinder. Ihnen gibt Kilian endlich eine Stimme. Sie tragen Plakate, mit denen sie nach Aufklärung der damaligen Fälle verlangen. Im Hintergrund läuft ein Video, in dem immer wieder der gleiche Satz fällt: „Sagt mir, wo mein Kind ist!“

    Les articles cités plus bas complètent l’image.

    Kilian Kerner Eltern, Wie seine Herkunft seinen Aufstieg beeinflusste
    https://timm-mittelhessen.de/beruehmtheiten/kilian-kerner-eltern-wie-seine-herkunft-seinen-aufstieg-beeinfluss

    21.2.2025 von markyn - Wenn es um deutsche Mode geht, ist Kilian Kerner ganz vorne mit dabei. Neben einem unerschütterlichen Lebenswillen wird sein Name auch mit einem avantgardistischen Stil in Verbindung gebracht. Doch obwohl sein Wechsel von der Schauspielerei zur Mode ein heißes Thema ist, scheint sich niemand mit der Frage beschäftigt zu haben, wie seine Eltern daran beteiligt waren.

    Kilian Kerner
    Kilian Kerner
    Persönliche Daten Details
    Name: Kilian Kerner
    Geburtsdatum: 15. Februar 1979
    Geburtsort: Köln, Deutschland
    Nationalität: Deutsch
    Wohnort: Berlin
    Familienstand: In einer Beziehung
    Beruf: Modedesigner
    Bekannt für: Berlin Fashion Week, Promi-Outfits
    Label: Kilian Kerner Berlin
    Instagram: @kiliankerner
    Website: kiliankerner.de

    Die Geschichte spielt in Kerners Heimatstadt Köln. Seine prägenden Jahre waren von einer Vielzahl kreativer Aktivitäten geprägt. Sein frühes Interesse an einer Schauspielschule war ein Zeichen für sein Talent für Inszenierungen, auch wenn er nie ernsthaft über eine Karriere in der Modebranche nachdachte. Dies änderte sich jedoch, nachdem er versehentlich ein T-Shirt entwarf, indem er Bleichmittel darauf tropfen ließ. Dieses zufällige Design war der Beginn seiner Karriere in der Modebranche.
    Der Weg zum Erfolg: Unerschütterliche Kreativität

    Im Alter von 22 Jahren zog Kerner nach Berlin und begann dort mit der Arbeit an seinen ersten Kollektionen. Zu dieser Zeit war die Stadt das Zentrum einer neuen, avantgardistischen Modebewegung. Mit seinen Entwürfen gab er 2008 sein Debüt auf dem Laufsteg der Berlin Fashion Week. Stars wie Nena, Kylie Minogue und Karolina Kurkova wurden schnell auf seine Entwürfe aufmerksam, was seinen Durchbruch markierte.

    Er war berühmt und wohlhabend, weil er Kleidung herstellen konnte, die sowohl praktisch als auch ausdrucksstark war. Innerhalb eines Jahres eröffnete er acht Shop-in-Shop-Standorte in ganz England und seine Kleidung wurde in vierzehn verschiedenen Ländern verkauft. Dies zeigte die außergewöhnliche Effizienz, mit der sein Unternehmen expandiert hatte. Allerdings ist jeder Aufstieg an die Spitze mit Schwierigkeiten verbunden.

    Die Kollision: Triumph, Stress und ein Neuanfang

    2016 stieg Kerner aus seinem eigenen Unternehmen aus. Der enorme Druck der Modebranche hatte ihn an seine Belastungsgrenze gebracht. Sein kreativer Geist stand unter ständigem Leistungsdruck, und er hatte jahrelang mit Schlaflosigkeit und Konzentrationsproblemen zu kämpfen. Es folgte ein Krankenhausaufenthalt, bei dem die Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung gestellt wurde.

    Die Diagnose markierte den Beginn eines neuen Kapitels, nicht dessen Abschluss. Nach einer Pause kehrte Kerner 2021 mit einem Paukenschlag zur Berlin Fashion Week zurück. Sein Wiederaufstieg wurde durch seine Kollektion symbolisiert, die sich durch extravagante Designs mit Diamantbesatz auszeichnete. Er hatte sich und sein Unternehmen völlig verändert.
    Ein Medienikone wird zum Modefan

    Auch in vielen anderen Bereichen ist er unglaublich talentiert. Mit seiner Radio-Energy-Kolumne „Hinter der Blitzlichtwelt der Mode“ und seiner eigenen YouTube-Talkshow „Topmodel – der Talk“, die er seit 2016 moderiert, bietet er einen Blick hinter die Kulissen der Modebranche.

    Außerdem ist er in „Germany’s Next Topmodel“ stark vertreten. Seine ohnehin schon beträchtliche Fangemeinde in Deutschland ist noch größer geworden, seit er 2021 dort als regelmäßiger Gastjuror auftritt. In den Jahren 2023 und 2024 wird er erneut Teil der Show sein.
    Der mögliche Einfluss seiner Eltern auf sein kreatives Vermächtnis

    Obwohl die Identität seiner Eltern weitgehend unbekannt ist, scheint seine Erziehung darauf hinzudeuten, dass Fantasie und Originalität hoch geschätzt wurden. Seine außergewöhnliche Belastbarkeit, sein ästhetisches Empfinden und sein unkonventioneller Ansatz lassen darauf schließen, dass er bereits in jungen Jahren unabhängiges Denken und Pioniergeist beherrschte.

    Heutzutage ist Kilian Kerner als einflussreiche Persönlichkeit in der Modebranche und darüber hinaus bekannt. Seine Karriere ist ein Beispiel für den Mut, sich immer wieder neu zu erfinden, und seine Entwürfe erzählen Geschichten. Er hat gezeigt, dass es für das Erreichen von Größe mehr als nur Anerkennung braucht; es erfordert auch die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen.

    Kilian Kerner : Pleite erst einmal abgewendet
    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/frankfurt-intern-kilian-kerner-pleite-erst-einmal-abgewendet-3180980

    13.1.2014 vin von Lars Winter - Am 14. Januar startet in Berlin die Fashion Week. Für Designer, Bekleidungshersteller und Mode­-In­teressierte aus aller Welt ist Berlin dann wieder fünf Tage lang „the place to be“.

    13.1.2014 von Lars Winter, Euro am Sonntag

    Auch Kilian Kerner wird auf der Modemesse zugegen sein. Unter dem Motto „when you know your little prince“ präsentiert der Berliner Jung­designer sich und seine neue Kollektion vor zahlreichen Stars und Sternchen der Szene - zum zwölften Mal in Folge übrigens.

    Diese Kontinuität und Aufmerksamkeit war der gleichnamigen Aktie von Kilian Kerner in den vergangenen Monaten nicht vergönnt, zumindest nicht im positiven Sinn. Im Vorjahr verlor der Small Cap in der Spitze gut 90 Prozent an Wert, nur ganz knapp schrammte das Start-up-Unternehmen an der Pleite vorbei. Das Modelabel hat aus Investorensicht in der Vergangenheit viele Fehler gemacht. Die Unternehmenskommunikation war viel zu optimistisch, der Börsengang verfrüht. Auch die Konsolidierung einer Filmfirma aus dem Umfeld des Schauspielers Matthias Schweighöfer, die mittlerweile allerdings wieder entkonsolidiert wurde, war eine Schnapsidee und hat Kilian Kerner an der Börse viel Vertrauen gekostet.

    Nun gibt es wieder etwas Licht am Horizont. Die kritische Liquiditätssituation hat sich nach eigenen Aussagen entspannt. Die Hauptaktionärin MoTo Fashion und der Gründer Kilian Kerner gewährten der Gesellschaft eine halbe Million Euro als langfristiges Aktionärsdarlehen, um den kurz- bis mittelfristigen Finanzierungsbedarf sicherzustellen. Darüber hinaus haben die Investoren gegenüber der börsennotierten Firma die Absicht erklärt, bis spätestens Ende 2014 jeweils bedarfsbezogen weitere Finanzmittel von mindestens 1,5 Millionen Euro in Form von Eigen- beziehungsweise Fremdkapital zur Verfügung zu stellen. Die im Halbjahresbericht 2013 erwähnte Finanzierungslücke wäre damit zunächst wieder geschlossen. Die Aktie hat bereits positiv auf diese Nachricht reagiert und sich zuletzt vom Tief bei 18 Cent mehr als verdreifacht. Gelingt es Kilian Kerner, sich auf das Modegeschäft zu konzentrieren, durch eine Vertriebs- und Marketingoffensive die Umsätze zu steigern und so an der Börse verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, könnte sich der Aufwärtstrend durchaus fortsetzen.

    Modelabel Kilian Kerner wird zum Start-up-Investor - FINANCE
    https://www.finance-magazin.de/business-transformation/modelabel-kilian-kerner-wird-zum-start-up-investor-31483

    14.3.2016 von Florian Bamberg - Start-ups statt Fashion: Am 14. März soll Kilian Kerner von der Modefirma zur Beteiligungsgesellschaft werden. Die neuen Eigentümer haben viel vor.

    Das Modeunternehmen Kilian Kerner wird zur Investmentgesellschaft. Das ist der Plan der neuen Mehrheitseigentümer des Unternehmens, Christofer Radic und Christian Frenko. Die Dachgesellschaft soll dann Auden heißen. Kilian Kerner ist in Zukunft nur noch eine Beteiligung der Holding.

    Am heutigen Montag ist die außerordentliche Hauptversammlung, auf der über die so genannte Umfirmierung und die Namensänderung abgestimmt wird. Dass die Investoren Radic und Frenko ihren Plan durchbekommen, darf als so gut wie sicher betrachtet werden: Sie besitzen rund 60 Prozent der Anteile und haben weitere Anteilseigner auf ihrer Seite, sagte Radic zu FINANCE. So sei ausgeschlossen, dass eine Sperrminorität von 25 Prozent gegen die Umfirmierung zustande komme.

    Radic und Frenko planen, direkt aus der Holding in Portfoliounternehmen zu investieren – nicht über Fonds, wie klassische Private-Equity-Gesellschaften es tun. Die beiden wollen das Geld ihrer Aktionäre in erster Linie in Start-ups und schnell wachsende Tech-Unternehmen stecken.

    Anfang März haben die Investoren 500.000 neue Aktien herausgegeben. Die Papiere wurden bei drei Family Offices platziert. Durch weitere Kapitalerhöhungen und dadurch, dass Radic und Frenko eigene Beteiligungen einbringen, soll der Börsenwert von Kilian Kerner in 18 Monaten auf mehr als 50 Millionen Euro steigen. Noch liegt der bei nicht einmal 12 Millionen Euro, obwohl sich der Kurs in den letzten drei Monaten fast verdreifacht hat.

    „Bei Start-ups liegt es in der Natur der Sache, dass sie meist acht bis 15 Jahre brauchen, bis sie schwarze Zahlen schreiben“, sagt Philippe Roesch, dessen Beratung Riam Partners institutionelle Investoren bei der Auswahl von Private-Equity-Fonds unterstützt. Darum sei eine Evergreen-Struktur, wie Radic und Frenko sie planen, durchaus sinnvoll – sie erzeugt weniger Zeitdruck als das klassische Fonds-Modell.

    Allerdings habe das Konstrukt auch Nachteile: „Aktiengesellschaften haben höhere Transparenzpflichten als Fondsgesellschaften“, so Roesch. „Das macht die Alltagsarbeit dort mühsamer und kostspieliger.“

    Ganz offenbar setzen Radic und Frenko neben Family Offices auch auf Privatinvestoren – schließlich ist der große Vorteil einer Aktiengesellschaft, dass jeder mit dem Geld für ein Papier sich an dem Unternehmen beteiligen kann. Um die potenziellen Geldgeber zu bezirzen, müssen Radic und Frenko allerdings noch viel Zeit und Geld in die Kapitalmarktkommunikation stecken. Denn bislang ist Kilian Kerner an der Börse unterhalb sämtlicher Radarschirme unterwegs gewesen.

    Wieso der Fanmiles- und Optiopay-Investor Auden AG abstürzte
    https://www.businessinsider.de/gruenderszene/allgemein/auden-absturz

    29.3.2018 von Christina Kyriasoglou - Der junge Startup-Investor Auden AG wollte groß von sich reden machen. Dann rutschte das Unternehmen ab – und will jetzt gar von der Börse gehen. Eine Spurensuche.
    Der Börsenkurs der Auden AG im vergangenen Jahr. Das Hoch der Aktie lag einst bei 6 .

    Plötzlich war er da, der neue Spieler am Markt. Und er gab sich alles andere als bescheiden. Die Auden AG sollte unter Vorstand Christofer Radic an der Börse schnell 100 Millionen Euro wert sein – und für Mittelständler und Family Offices in vielversprechende Startups investieren. Als Spürhund für die Analogen.

    Doch der Plan scheiterte krachend. Die Marktkapitalisierung der Beteiligungsgesellschaft ist von mehr als 40 Millionen Euro auf etwa eine Million gefallen, das Portfolio von sieben auf vier Startups geschrumpft. Am Mittwochabend verkündete das Unternehmen einen drastischen Schritt: Man werde von der Frankfurter Wertpapierbörse gehen und rechne damit, dass der Handel in den kommenden drei Monaten eingestellt werde. Was ist geschehen?

    Der Abstieg begann bereits im Dezember 2016. Da verkündete die Auden AG einen vermeintlich großen Erfolg: eine abgeschlossene Kapitalerhöhung über 15,6 Millionen Euro. Die Aktien seien zu 7 Euro pro Stück bei Investoren platziert worden, was deutlich über dem damaligen Börsenpreis von etwa 5,70 Euro lag.

    Mit dem frischen Geld wollte das Unternehmen weiter in innovative Startups investieren. Doch im Frühling kamen erste Zweifel an der Story auf. Marktgerüchte setzten dem Aktienkurs zu. Plötzlich hieß es in einer Ad-Hoc-Meldung von Auden im Juli, dass Aktien aus der Kapitalerhöhung doch nicht vollständig abgenommen worden seien. Das heißt: Nicht nur die Erfolgsmeldung scheint ungenau gewesen zu sein – auch war es ein schlechtes Zeichen, dass Investoren nicht einsteigen wollten. Der Kurs brach weiter ein.
    Rechtsstreit und Millionen-Forderungen

    Heute wird immer klarer, was damals passiert ist. Mit Reyke Schult ist ein neuer Vorstand bei Auden am Werk, der versuchen soll, die AG aufzuräumen. Er fordert 11,9 Millionen Euro von dem Hauptinvestor der AG, der einen ähnlichen Namen trägt: Auden Group GmbH. Diese GmbH wird von den beiden Männern geführt, die zuvor auch die Auden AG aufgezogen hatten: Christofer Radic und Christian Frenko. Während Radic Vorstand der AG war, hatte Frenko offiziell kein Amt inne. Er war sieben Monate lang Prokurist und als Portfoliomanager unterwegs.

    Die Millionen fordert der neue AG-Vorstand Schult jetzt, weil sich die Auden Group GmbH dazu verpflichtet haben soll, bei der Kapitalerhöhung der AG im Dezember 2016 als Investor einen Großteil der neu ausgegebenen Aktien zu zeichnen. Der Hauptaktionär wollte demnach nahezu die gesamte Millionensumme in die AG stecken, die einer der Geschäftsführer gleichzeitig geleitet hat.

    Laut dem neuen Vorstand Schult soll das Geld nicht vollständig gezahlt worden sein. Jetzt warnt er, die AG könne bald Aktien einziehen, welche die Auden Group GmbH an der AG hält. Frenko und Radic würden also Anteile an der AG verlieren. Um das zu verhindern, müssten sie laut Schult bis Ende April eine Zahlung von 1,5 Millionen Euro ins Grundkapital leisten.

    Radic sieht die Lage grundlegend anders. Das Argument: Die GmbH habe für die AG Zahlungen ausgelegt – und zwar in Höhe von 9,4 Millionen Euro. „Im Wesentlichen hat die Auden Group GmbH damals alle Beteiligungskäufe für die AG bezahlt, da die AG zu der Zeit noch nicht die liquiden Mittel hatte“, so Radic auf Nachfrage. Das sei der Fall für Fanmiles, OptioPay, JimDrive und andere gewesen. „Die Beteiligung ging dabei immer direkt ins Eigentum der AG über. Und wir hatten die Forderung gegen die AG.“ Demnach schulde man der Auden AG längst nicht so viel Geld, wenn man dies miteinander verrechne.

    Von Schult heißt es: „Die Höhe der Forderung wird von uns geprüft.“ Solange man das tue, sehe man keine Grundlage für eine etwaige Verrechnung.

    Der Streit geht tief. Schult drohte bereits Ende Dezember mit rechtlichen Schritten gegen ehemalige Organe der Auden AG. Jetzt sagt er: „Details dazu können wir derzeit nicht nennen, da es sich um laufende Verfahren handelt.“ Man sei in der Sache aber nicht untätig. „Unser Ziel ist, ehemalige Organe der Gesellschaft zu Rechenschaft zu ziehen.“ Auf Nachfrage bestätigt der frühere Vorstand Christofer Radic, sich in rechtlichen Auseinandersetzungen mit der AG zu befinden.
    Wirtschaftsprüfer will aktuell keine Fortführungsprognose geben

    Dem angeschlagenen Ruf des Investors helfen solche Streitigkeiten nicht. Schult versucht sich laut eigener Aussage an der Stabilisierung der Auden AG, die „Priorität“ habe. Von neuen Investments ist keine Rede.

    In dem Portfolio der Auden AG befinden sich von einst sieben Startups noch OptioPay, Fanmiles, JimDrive und Modomoto. Erst vor einigen Tagen hat die Auden AG eine Beteiligung rückabgewickelt: an der Agentur Interstruct Communications. Gewinn konnte Auden aus dem Investment nicht schlagen: Die Rückabwicklung sei „weitestgehend kostenneutral“ gewesen.

    An OptioPay hält Auden mittlerweile 14 Prozent. Die Beteiligung an dem Fintech-Unternehmen aus Berlin ist das Aushängeschild der AG. Die Investition in Fanmiles, wo auch Fußballstar Philipp Lahm beteiligt ist, hat sich hingegen nicht so entwickelt wie erhofft – Gründerszene berichtete. „Im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses 2016 haben wir uns dazu entschieden, die Beteiligung an Fanmiles abzuwerten“, so Reyke Schult.

    Über wie viel Geld die Auden AG noch verfügt, ist nicht bekannt. Auch, weil Geschäftsberichte seit Monaten überfällig sind. Vor Kurzem hieß es von Schult gegenüber Gründerszene, der Jahresabschluss 2016 werde intensiv vom Wirtschaftsprüfer geprüft und man hoffe, dass die Veröffentlichung zeitnah geschehe. Am gestrigen Mittwochabend gab die Auden AG dann bekannt, die Prüfung des Abschlusses ganz abzubrechen. Der Grund sieht für die AG nicht gut aus: Sie und der Wirtschaftsprüfer sind sich uneinig darüber, ob für die Auden AG eine Fortführungsprognose gegeben werden kann. Die AG sieht es als erwiesen an, dass das Unternehmen bestehen kann – der Abschlussprüfer hingegen ist noch nicht überzeugt.

    Von Auden heißt es weiter, es sei zu teuer und zu aufwendig, die Prüfung fortzusetzen, bis auch der Prüfer die Planung als ausreichend beurteile. Der Abbruch sei möglich, da die AG nicht der gesetzlichen Prüfungspflicht unterliege. Am 17. April erscheine der nicht testierte Abschluss.
    Hoher Druck zu sparen?

    Vor anderthalb Wochen gab Schult gegenüber Gründerszene noch an, die Liquiditätssituation der AG sei „ausreichend, auch vor dem Hintergrund, dass die Kosten massiv gesenkt werden konnten“. Jetzt aber will der Vorstand noch mehr sparen: dadurch, dass er Auden von der Börse nimmt. Das sogenannte Delisting soll den jährlichen Aufwand um 50.000 bis 100.000 Euro reduzieren. „Damit ist die Restrukturierung auf der Kostenseite vollständig abgeschlossen“, heißt es weiter. „Die monatlichen Kosten werden sich nach dem Delisting pro Monat noch auf unter 10.000 Euro belaufen.“

    Der Druck zu sparen, scheint hoch zu sein. So konnte sich die Auden AG auch unter dem neuen Vorstand Reyke Schult bisher kein frisches Kapital sichern. Die Turbulenzen scheinen Investoren abgeschreckt zu haben: Bereits Ende Dezember 2017 hatte die AG unter Schult ein neues Vorhaben angekündigt, Geld aufnehmen zu wollen. Ein deutscher Investor sollte die Erhöhung über knapp 670.000 Euro noch in dem Jahr zeichnen. Neuigkeiten zu dem Vorhaben hat Auden allerdings bisher nicht bekannt gegeben. „Wir befinden uns nach wie vor in Gesprächen“, heißt es dazu von Schult nur. „Der Ausgang ist offen.“

    Liste der börsennotierten deutschen Unternehmen
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_b%C3%B6rsennotierten_deutschen_Unternehmen

    Auden AG (ehemals Kilian Kerner AG)

    #Allemagne #carrière #affaires #mode #demi-monde

  • Autobahn-Drama: Flixbus nach Berlin kippt auf der A19 um – 20 Verletzte
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/autobahn-drama-flixbus-nach-berlin-kippt-auf-der-a19-um-20-verletzte

    Bis vor ein paar Jahren waren private Linienbusse nicht erlaubt. Es zeigt sich, dass es dafür gute Gründe gab. Aber dann wollte man modern, billig und innovativ sein, senkte Löhne und Renten und erlaubte privaten Busverkehr. Im Ergebnis machen heute hochbetagte und vielgestresste Fahrer mittleren Alters die Straßen unsicher, im wahrsten Sinne des Wortes, wie man sieht.

    4.7.2025 von Stefan Henseke - Schweres Busunglück auf der Autobahn. In der Nacht um 2.40 Uhr verliert der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und kommt von der Fahrbahn ab.

    Schock auf der Autobahn: Ein aus Kopenhagen kommender Flixbus ist auf der Fahrt nach Berlin von der Autobahn abgekommen und auf die Seite gekippt. Passiert ist das auf der A19 in Mecklenburg-Vorpommern. 20 Reisende wurden verletzt.

    20 Reisende wurden verletzt, einer davon lebensgefährlich, wie ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen mitteilt. Der Schwerstverletzte war zwei Stunden eingeklemmt gewesen, bevor er endlich mit Spezialwerkzeug aus dem Bus befreit werden konnte. Zur Schwere der übrigen Verletzten konnte der Sprecher zunächst nichts sagen. Dazu sei man in der Klärung.
    An der Anschlusstelle Röbel: Der Flixbus kommt von der Fahrbahn ab

    Der Bus mit 53 Reisenden und zwei Busfahrern an Bord war aus Kopenhagen kommend über das Zwischenziel Berlin auf dem Weg nach Wien. Der Unfall hat sich gegen 2.40 Uhr an der Anschlussstelle Röbel (km 24,5) in Richtung Berlin ereignet. Der Bus kam zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab, bevor er umgekippte. Der Grund dafür sei laut Polizei noch nicht klar.

    Pankower Kleingärtner atmen auf: Tausende Parzellen gerettet

    Nervensägen beim Notruf: 2500 Berliner rufen ständig die Feuerwehr!

    Alarmiert wurden Rettungsdienst, Feuerwehr und Rettungshubschrauber. Auch Beamte der Autobahnreviere Dummerstorf und Linstow sowie aus Plau am See sind im Einsatz. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ist auch die DEKRA vor Ort. „Die unverletzten Reisenden wurden durch einen Bus übernommen und nach Röbel gebracht“, teilt die Polizei mit.
    Die Autobahn A19 Richtung Berlin ist gesperrt

    Die Autobahn in Fahrtrichtung Berlin ist seit dem Unfallzeitpunkt voll gesperrt, meldet sie Polizei. Zwei Kräne richteten den Bus wieder auf. Die Vollsperrung wird voraussichtlich noch bis Mittag bestehen.

    Die unverletzte Passagieren wurden samt Gepäck zum Zentralen Omnibusbahnhof nach Berlin gebracht. Dafür sei ein Ersatzfahrzeug organisiert worden, teilte Flixbus mit. „Wir stehen in engem Austausch mit der Polizei und den zuständigen Behörden vor Ort, um die Ursache des Unfalls schnell und umfassend aufzuklären“, schreibt ein Unternehmenssprecher. Sobald gesicherte Informationen zum Unfallhergang vorlägen, werde das Unternehmen diese zeitnah kommunizieren.

    Immer wieder passieren schwere Unfälle mit Reisebussen. Erst im vergangenen Jahr verunglückte ein Flixbus auf der A9. Vier Menschen starben, mehr als 30 wurden verletzt, als der Bus am Schkeuditzer Kreuz von der Fahrbahn abkam und umstürzte (mit dpa).

    #Verkehr #Linienbus #Privatisierung

  • Beste Witze aus der DDR: Erich Honecker muss zu einem wichtigen Termin ...
    https://www.berliner-kurier.de/ddr/beste-witze-aus-der-ddr-erich-honecker-muss-zu-einem-wichtigen-termi

    Auf der Autobahn hält die Polizei einen Trabi an. Der Fahrer kurbelt die Scheibe herunter, und der Polizist sagt: „Herzlichen Glückwunsch! Sie sind der 1000. Fahrer auf dieser Strecke und gewinnen deshalb 1000 Mark!“ Der Trabi-Fahrer strahlt: „Wahnsinn, mit dem Geld kann ich endlich meinen Führerschein machen!“ Die Frau neben ihm verdreht die Augen: „Hören Sie nicht auf ihn, Herr Polizist, er ist komplett betrunken!“ Da brüllt die Oma vom Rücksitz: „Hab ich euch nicht gesagt, dass wir mit dem geklauten Trabi nicht weit kommen?!“ Plötzlich klopft es aus dem Kofferraum: „He, was ist da vorne los? Sind wir jetzt endlich im Westen?“

    ...

    Erich Honecker muss zu einem wichtigen Termin und fährt mit seiner Limousine über die Landstraße. Plötzlich rumpelt es – der Fahrer hat versehentlich ein Huhn überfahren. „Können Sie zum Landwirt gehen und es beichten?“, fragt er. Honecker steigt aus, läuft zum nahe gelegenen Bauernhof und berichtet dem Bauern von dem Unfall. Als er zurückkommt, fehlen ihm ein paar Zähne, die Haare stehen in alle Richtungen ab und er hat ein blaues Auge. Die Fahrt geht weiter. Ein paar Kilometer später überfährt der Fahrer ein Schwein. „Dieses Mal gehen aber Sie beichten“, sagt Honecker. Der Fahrer steigt aus, geht zum nächsten Bauernhof. Als er zurückkommt, hat er einen großen Korb dabei – voll mit frischen Eiern, Brot, Würsten und Weinflaschen. „Was haben Sie dem denn gesagt?“, will Honecker wissen. Der Fahrer lacht. „Ich habe gesagt: Guten Tag, ich bin der Fahrer von Erich Honecker, ich habe das Schwein überfahren!“

    #DDR #humour

  • Sparen, bis es quietscht! Die große Streichliste des Berliner Senats
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/sparen-bis-es-quietscht-die-grosse-streichliste-des-berliner-senats-

    Vermutlich unterschlägt der Artikel etliche Sparmaßnahmen im sozialen Bereich und führt nur die auf, an denen die BZ imteresdiert ist.

    9.9.2024 - Berlin muss bis zu vier Milliarden Euro einsparen. Wo, das zeigt diese Liste. Der Verkehr ist von der möglichen Streichliste am meisten betroffen.

    Sparen, sparen, sparen! Die Berliner Politik steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Im kommenden Jahr müssen bis zu 4 Milliarden Euro im Haushalt eingespart werden. Die Köpfe der Finanzexperten der CDU/SPD-Koalition rauchen bereits – während sie sich durch eine lange Liste an möglichen Sparmaßnahmen arbeiten. Berlins Finanzsenator Stefan Evers hat sie auf dem Tisch liegen. Und die B.Z. hat exklusiven Einblick in diese Liste erhalten. Zurzeit wird intensiv geprüft, welche Einschnitte wirklich durchgesetzt werden können.

    Nach den Herbstferien soll Klarheit herrschen. Eins ist schon jetzt klar, beim Verkehr soll offenbar am meisten gespart werden. Unter den Vorschlägen finden sich diese brisanten Punkte:
    Verkehr

    29-Euro-Ticket: Ein Verkaufsstopp für das Berlin-Abo zum 1. November oder 1. Dezember steht im Raum. Sogar ein Ausstieg aus dem 49-Euro-Deutschland-Ticket wird in Erwägung gezogen.

    Schülerticket: Das kostenlose Fahren für Schüler könnte auf der Kippe stehen. Bis 2019 zahlten 90.000 Kinder 21,80 Euro monatlich für das Ticket, seitdem übernimmt das Land Berlin die Kosten. Jetzt wird überlegt, diese Regelung zurückzunehmen.

    Tram-Neubau: Neue Strecken könnten vorerst auf Eis gelegt werden, darunter auch die Verlängerung der Linie M10, die ursprünglich ab Herbst 2026 von Moabit nach Jungfernheide führen sollte und ebenfalls die umstrittene Tram 21 zum Ostkreuz.

    E-Busse: Die Anschaffung neuer E-Busse könnte pausieren, bis diese nicht mehr teurer sind als Dieselbusse – mit Ausnahme von 50 Bussen, die 2025 noch geliefert werden sollen.

    Fahrrad-Mobilität: Planungsstopps für Radschnellwege und Fahrradparkhäuser werden intensiv geprüft.

    Anwohner-Parken: Die Gebühr von derzeit 10,20 Euro pro Jahr könnte verdoppelt oder sogar auf bis zu 300 Euro angehoben werden.

    Parkzonen: Eine Ausweitung der Parkzonen sowohl geografisch als auch preislich wird in Erwägung gezogen, basierend auf Vergleichen mit Hamburg und München.
    Kultur

    Komische Oper: Die geplante 478-Millionen-Euro-Sanierung Unter den Linden könnte gestrichen werden, indem die Oper dauerhaft im Schillertheater verbleibt.

    700 Kinder weg! Eltern kündigen Kita-Verträge, weil Erzieher ständig streiken

    Nächste Hauptstadt verbietet E-Roller komplett!

    Kulturcent: Ein Aufschlag von 50 Cent auf Tickets für Theater, Museen und Konzerte könnte eingeführt werden.
    Wohnen

    Zweitwohnungssteuer: Eine Erhöhung um 2 bis 5 Prozent der Nettokaltmiete steht zur Debatte, was zusätzliche Einnahmen generieren könnte. Bisher, so die B.Z., bringen 20.529 Betroffene 15,5 Mio. Euro im Jahr.

    Grunderwerbsteuer: Immobilienkäufer könnten bald 6,5 Prozent auf den Kaufpreis zahlen müssen, wie es bereits in Brandenburg der Fall ist. Das wären 0,5 Prozent mehr.

    Wohnsitz-Abmeldung: Eine Prämie von 100 Euro für die Abmeldung des Wohnsitzes könnte das Melde-Register bereinigen.

    Spielbank-Abgabe: Eine Erhöhung um 5 Prozent könnte zusätzliche Einnahmen bringen.

    Auch in Schulen soll gespart werden, vor allem an der Raumgröße.

    Auch in Schulen soll gespart werden, vor allem an der Raumgröße.Serienlicht/imago
    Schulen, Kitas, Bildung

    Schulraum: Die Berliner Schüler könnten künftig in kleineren Räumen untergebracht werden, denn die Frage, ob Berliner Schulen im Vergleich zu groß gebaut werden, steht im Raum.

    Schulessen: Eine soziale Staffelung bei der Finanzierung des Schulessens könnte dazu führen, dass nicht mehr jedes Kind kostenlos versorgt wird.

    Gratis-Kita: Auch die beitragsfreie Kita könnte auf den Prüfstand kommen. Eine Rückkehr zu einem gestaffelten Beitragssystem, wie es bis 2007 existierte, ist möglich.

    Tegel-Uni: Der geplante Umbau des ehemaligen TXL-Terminals für die Hochschule für Technik könnte auf den Prüfstand kommen.
    Sicherheit

    Polizeifahrzeuge: Eine Umstellung auf Leasing könnte bei Polizei und Feuerwehr Kosten senken.

    Objektschutz: Der Schutz von Gebäuden, die nicht dem Land Berlin gehören, könnte aus Kostengründen eingestellt werden.
    Freizeit und Vergnügen

    Vergnügungssteuer: Auch hier wird eine Erhöhung um 5 Prozent in Betracht gezogen, was z.B. die Kosten für einen Spielautomaten auf 306 Euro pro Monat ansteigen lassen könnte.

    168 Mio. Euro! Neubau des Berliner Jahnstadions wird 70 Prozent teurer

    City-Tax: Eine Erhöhung der Bettensteuer um zwei Prozent für alle Reisenden könnte zusätzliche Einnahmen bringen.
    Konsum

    Verpackungssteuer: Eine Abgabe wie in Tübingen (1,50 Euro) wird geprüft, allerdings steht noch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus.

    All diese Maßnahmen werden derzeit sorgfältig abgewogen, um zu entscheiden, welche Opfer Berlin bringen muss, um die Finanzen zu stabilisieren. Die geplanten Einsparungen im Haushalt bezeichnete Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zuletzt als notwendig. „Die Vorgängersenate haben viel zu viel Geld ausgegeben“, begründete er das und verwies darauf, dass das jährliche Haushaltsvolumen von 2016 bis 2024 von 25 auf rund 40 Milliarden Euro angewachsen sei. Zwar seien bestimmte zusätzliche Ausgaben in der Corona-Pandemie richtig gewesen, aber: „Das Ziel muss jetzt sein, auf Vorkrisenniveau zu kommen“.

    #Berlin #Sparmaßnahmen #Politik

  • Ludwig Renn und sein Kinderbuch „Nobi“ : Wie woke war die DDR ?
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/ludwig-renn-und-sein-kinderbuch-nobi-wie-woke-war-die-ddr-li.2249652


    Eine Illustration aus „Nobi “von Ludwig Renn, in der DDR erschienen. Kinderbuchverlag Berlin/Repro : Henseke

    Le communiste et commandant de la brigade internationale Ernst Thälmann Ludwig Renn (Arnold Friedrich Vieth von Golßenau) a vécu en #RDA comme auteur de livres de voyage et pour enfants. Son "Nobi" s’appellait initialement "Le nègre Nobi". Le mot "Neger" étant considéré de plus en plus désuète et raciste il disparu du titre après les premières éditions.

    Cet article évoque plusieurs exemples de la gestion des expressions jugées inadéquates en RDA.

    31.08.2024 - Bis heute wird über eine Geschichte gestritten, die in der DDR zur Schulbuch-Literatur gehörte. Es geht darum, wer das Wort „Neger“ aus dem Buchtitel gestrichen hat.

    Negerkuss, Mohrenstraße, Zigeunerschnitzel, Indianer: Es gibt immer mehr Wörter, die aus dem Sprachgebrauch verschwinden, weil sie eine rassistische Bedeutung haben, auch wenn sie oft gar nicht so gemeint sind. Es wird heftig darüber gestritten, viele fühlen sich bevormundet. Eines der Paradebeispiele in der Diskussion ist noch heute ein DDR-Kinderbuchklassiker, der einst Schulliteratur war. Ein Buch von Ludwig Renn: „Nobi“, 90 Seiten dünn.


    Spanischer Bürgerkrieg.- vlnr: Joris Ivens, Ernest Hemingway (mit Baskenmütze), Ludwig Renn (in Uniform)

    Nobi ist so eine Art ostdeutsche Variante von Mogli. Ein kleiner, schwarzer Junge, der tierische Freunde hat. Gingu, die Giftschlange. Mafuka, das Gorilla-Kind, Pongu, das Flusspferd. Es geht um Sklavenjäger und den Widerstand des Urwalds. Hunderttausende Kinder in der DDR haben das kurzweilige Buch gelesen und etwas über Afrika und seine Geschichte gelernt – kindgerecht erzählt.

    „Unautorisierte Eingriffe späterer Sprachwächter“

    In der Diskussion von heute geht es vor allem um den alten Titel des Buches – „Der Neger Nobi“. Im Internet gibt es erregte Diskussionen über die Verkürzung, die ersten beiden Worte wurden gestrichen, übrig blieb nur „Nobi“. In den 2000ern wurde das Buch im Eulenspiegelverlag neu aufgelegt.

    Geschimpft wird über die Wokeness unserer Zeit, die keinen Respekt vor geschichtlichen Zusammenhängen habe, über eine Sprachpolizei, die einem vorschreiben will, was man sagen darf und was nicht. Woke ist zu einem Schimpfwort geworden und bedeutet laut Duden eigentlich „in hohem Maß politisch wach und engagiert gegen (insbesondere rassistische, sexistische, soziale) Diskriminierung“.


    Die 19. Auflage von „Nobi“ in der DDR, Mitte der 70er-Jahre erschienen.Kinderbuchverlag Berlin/Repro Henseke

    „Das Original dieses Buches heißt ‚Der Neger Nobi‘, geschrieben von dem des Rassismus absolut unverdächtigen Schriftsteller Ludwig Renn, einem Mann mit ausgesprochen linken und sozialistischen Ansichten. Und nicht ‚Nobi‘“, schreibt ein User erregt im Internet. „Wer schützt eigentlich Texte ehrbarer Autoren vor unautorisierten Eingriffen späterer Sprachwächter? Wer schützt die deutsche Sprache vor bewussten Begriffs- und Bedeutungsverdrehern?“
    Die Sprachpolizei der DDR

    Doch wann ist der Buchtitel verändert worden, erst in den vergangenen Jahren? Ich habe die Geschichte auch in der Schule in Berlin-Köpenick gelesen und wusste, dass das Büchlein noch irgendwo versteckt in meinem Bücherregal steht. Bei meinen Büchern aus der Kinderzeit – höchstwahrscheinlich zwischen P wie Benno Pludra („Die Reise nach Sundevit“) und R wie Götz R. Richter („Die Nacht auf der Wanachi-Farm“). Siehe da, es ist noch da, die 19. Auflage, irgendwann zwischen 1974 und 1975 erschienen. Titel: „Nobi“, also schon damals ohne den Vorsatz „Der Neger“.

    Wenn also eine Sprachpolizei zugeschlagen hat, dann war es die der DDR. Schon seit 1962 (8. Auflage), sieben Jahre nach dem Erstdruck, erschien das Kinderbuch mit dem verkürzten Titel. Und das mit Einverständnis des Autors. Denn Ludwig Renn (geboren als Arnold Vieth von Golßenau), Offizier im Ersten Weltkrieg, später Kommunist und Spanienkämpfer, war auch in den 60ern noch ein angesehener, viel beschäftigter Autor, er starb erst 1979 in Berlin-Kaulsdorf. Und das Wort Neger war schon in den 60ern komplett aus der Zeit gefallen, schon damals ein herabwürdigendes Schimpfwort, das oft aber unbedacht, ohne nachzudenken, benutzt wurde.


    Ludwig Renn (links) mit dem polnischen Politiker Ignacy Loga-Sowiński (1954)Günther Weiß/Bundesarchiv/Wikimedia Commons

    Und ja, in der DDR gab es so etwas wie eine Sprachpolizei. Die hieß damals nur Abteilung „Agitation und Propaganda“, einmal in der Woche bekamen die Chefredakteure Anweisungen von oben, aus dem Politbüro der SED. Oft ging es dabei gar nicht um große Politik, sondern um Mangelwirtschaft, um religiöse Dinge. In den späten 80er-Jahren gab es in der BZ am Abend zum Beispiel die Anweisung, das Wort „Putte“ (Kindergestalt in Skulptur und Maler) nicht mehr zu schreiben. Grund: An den heruntergekommenen Hauseingängen der Vorkriegsaltbauten, in Prenzlauer Berg und Friedrichshain, waren eben diese Skulpturen meist kaputt. Und es hagelte jedes Mal Briefe von erbosten Lesern, wenn man auch nur das Wort Putte erwähnte, von Lesern, die sich darüber beschwerten, wie die DDR die Stadt zerfallen ließ.

    #DDR #lettres #racisme #langue #socialisme

  • PFAS - Getting ‘forever chemicals’ out of drinking water
    https://seenthis.net/messages/1010623

    Suivant l’article répéré par @kassem la situation aux États Unis est très inquiétante.

    En Europe centrale on est parfois encore à l’abri du problème sauf dans les endroits proches d’usines produisant ou utilisant les PFAS et, deuxième facteur à risque, dans les communes où la privatisation du traitement des eaux usées empêche les investissements nécessaires dans l’épuration. Malheureusement il y a de nombreux endroits en Europe qui sont touchés par l’un de ces problèmes.

    https://foreverpollution.eu

    More than 17 000 sites all over Europe are contaminated by the “forever chemicals” PFAS, an exclusive, months-long investigation from 18 European newsrooms shows. The investigation “The Forever Pollution Project” reveals an additional 21 000 presumptive contamination sites due to current or past industrial activity. The contamination revealed by this project spreads all over Europe.

    Les PFAS font partie de l’héritage de « trente glorieuses » quand l’industrie utilisait n’importe quelle substance qui promettait un gain en cométivité et une augmentation du chiffre d’affaires sans se soucier des conséquences pour l’environnement.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Per-_und_polyfluorierte_Alkylverbindungen#Geschichte

    Die PFAS-Chemie wurde in den späten 1930er-Jahren entdeckt. Seit den 1950er-Jahren wurden viele von Verbrauchern und der Industrie häufig verwendete Produkte mit oder aus PFAS hergestellt.

    Voilà la carte des endroits pollués par les PFAS en Europe
    https://www.lemonde.fr/en/les-decodeurs/article/2023/02/23/forever-pollution-explore-the-map-of-europe-s-pfas-contamination_6016905_8.h

    Résultats de l’enquête en open data
    https://assets-decodeurs.lemonde.fr/decodeurs/medias/foreverpollution/map_data.csv

    La carte affiche plusieurs régions particulièrement touchées par la production et la contamination par les PFAS. Il s’agit de l’italie du nord autour de Venise, la vallée du Rhin entre la France et l’Allemagne, toute la Belgique et de la région d’Amsterdam au Pay Bas.

    Il y a plusieurs régions parsemées de sites de production et de contamination PFAS : Stockholm, la région parisienne, toute l’Allemagne, le Danemark avec Copenhague et l’Angleterre (sans le Pays de Galles et l’Écosse). Un peu moins touchés sont la Pologne et les autres pays de l’Europe de l’Est, la France, l’Espagne et les autres régions de l’Italie.

    On constate qu’il y a une correlation entre le degré de l’industrialisation d’un endroit et sacontamination avec les PFAS.

    La ville de Berlin est peu contaminée pour une agglomération de sa taille. C’est sans doute la conséquence de sa désindustrialisation après 1989 et du fait qu’elle est située au milieu de la région la moins peuplée d’Allemagne. Il y a 5 endroits contaminés et quelques contaminations probables qui sont tous d’anciens aeroports et sites industriels. On verra sans doutes des travaux de décontamination dans les années à venir. Il n’y a qu’un seul utilisateur industriel de PFAS connu à Berlin. A ma connaissance l’eau potable de la ville ne contient pas de PFAS.

    Est-ce qu’il faut utiliser les filtres à eau pour se protéger contre les PFAS ?

    Avant la l’enquête sur les PFAS en Europe les filtres d’eau étaient généralement considérés comme plutôt nuisibles. On peut alors dire que leur utilisation n’apporte toujours pas d’avantage sauf peut-être dans les régions connues pour leur pollution par PFAS. Il faut attendre les résultats de tests européens avant de pouvoir prendre des décisions raisonnables.

    Wasser­filter im Test Über­flüssig bis schädlich
    https://www.test.de/Wasserfilter-im-Test-Gut-filtert-keiner-4840828-0

    Sie verheißen weiches Wasser, weniger Kalk, mehr Teegenuss. Doch das schaffen Wasser­filter nur für wenige Liter. Ein Modell trug sogar Schimmelpilze ins Wasser ein.

    Ist ein Wasser­filter sinn­voll? Die Anbieter erwecken den Eindruck, ohne Wasser­filter gehe es nicht. Im Prüf­labor erwies sich das als ziemlich über­trieben. Filtern ist meist ohnehin über­flüssig, nahezu über­all in Deutsch­land fließt einwand­freies Trink­wasser aus der Leitung.

    Trotzdem kann es Gründe geben, zu Hause weiches Wasser genießen zu wollen. Für Teegourmets kann ein Wasser­filter zum Beispiel interes­sant sein. Fast alle frischen Filter verwandelten im Test hartes Wasser in weiches. Doch schon nach dem ersten Viertel der angegebenen Kapazität schafften sie nur noch mittel­hartes Wasser. Das gilt selbst für den besten Wasser­filter.

    La situation en Allemagne est généralement nettement moins inquiétante qu’aux États Unis, mais les municipalités sont obligés de dépenser chaque année des millios pour éliminer les terres contaminées.

    https://www.berliner-kurier.de/berlin/wie-sicher-ist-unser-grundwasser-hochgiftiges-pfas-auf-dem-gelaende-

    18.07.22, Wie sicher ist unser Grundwasser? Hochgiftige PFAS auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Berlin-Tegel entdeckt! Sie sind extrem gesundheitsschädlich

    Bref à Berlin la rivière de la Spree est polluée à quelques endroits mais elle n’est heureusement pas la source pour l’eau potable de la ville qui s’alimente en eau par des puits proches des autres cours d’eau dans ses banlieues vertes.

    PFAS - Substances per- et polyfluoroalkylées
    composés organiques synthétiques
    https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Substances_per-_et_polyfluoroalkyl%C3%A9es

    Il semble que les PFAS ne fassent pas partie des perturbateurs endocriniens mais ont simplement des effests poisonneux. Ils sont connus par exemple pour la réduction de l’efficacité des vaccinnations.

    Perturbateur endocrinien
    substance chimique qui affecte le système hormonal
    https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Perturbateur_endocrinien

    #USA #Europe #Berlin #PFAS #pollution #perturbateur_indocrinien

  • Fake News ! Radfahrerin fährt gegen Bus und stürzt
    https://www.berliner-kurier.de/kriminalitaet/polizei-ticker-berlin-li.362968
    Kannichsein, eine Hirtstraße gibt es in Berlin nur in Bohnsdorf.

    Am Mittwochmorgen ist in Mitte Radfahrerin verletzt worden, als sie von der Hirthstraße kommend nach rechts in die Karl-Liebknecht-Straße einbog. Dabei fuhr die 45-Jährige die gegen den hinteren Teil eines Linienbusses, der auf der Busspur der Karl-Liebknecht-Straße unterwegs war. Der 59-jährige Busfahrer hielt den Bus nach dem Zusammenstoß unverzüglich an. Die 45-Jährige zog sich durch den Aufprall und den Sturz Verletzungen an den Armen, Beinen und dem Rumpf zu. Sie kam in ein Krankenhaus. In dem Linienbus wurde niemand verletzt.

    #Berlin #Karl-Liebknecht-Straße #Verkehr #Hirtstraße

  • Erinnerungen an Tamara Danz! Bei einem Glas Sekt sagte sie mir: Alles wird gut!
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/erinnerungen-an-tamara-danz-bei-einem-glas-sekt-sagte-sie-mir-alles-

    14.12.2022 von Norbert Koch-Klaucke - Sie bleibt unvergessen: Silly-Frontfrau Tamara Danz, die jetzt 70 Jahre alt geworden wäre.

    Die CD „Mont Klamott“ läuft. Eine kraftvolle Frauenstimme erfüllt mein Zimmer. Die von Tamara Danz, die am 14. Dezember 70 Jahre alt geworden wäre. Viel zu früh ist 1996 diese großartige Sängerin von uns gegangen. Doch es ist, als wäre sie noch immer da – mit ihrer wilden Frisur und dem unbeschreiblich aufregendem Outfit.

    Ich frage mich, wie Tamara heute wohl aussehen würde. Eines bin ich mir aber sicher: Die einstige Diplomatentochter, die zur unsterblichen DDR-Rock-Queen wurde, würde garantiert noch heute mit 70 auf der Bühne stehen und uns mit ihrer Stimme Mut machen. Denn das konnte sie.

    Hoffnung geben, Mut machen – es war auch so, als ich Tamara Danz das erste Mal begegnete. 1987 in Salzwedel, als ich noch kein Journalist war, sondern in dieser Stadt mit damals 20 Jahren als DDR-Soldat gerade nicht die schönste Zeit meines Lebens erlebte. Das einzige Gute: Ich bekam den Befehl, ein paar Karten für ein Silly-Konzert für die Kompanie besorgen.

    Auf der Suche nach dem Schalter stand sie im Kulturhaus Salzwedel plötzlich vor mir. Die Band machte gerade auf der Bühne den Soundcheck, als die Frontfrau mit ihrer markanten wilden Frisur auf mich mit einem Glas Rotkäppchen-Sekt zukam. Ich erinnere mich noch genau, wie ihre Augen meine Uniform musterten und sie merkte, dass ich mich in diesem Aufzug nicht gerade sehr wohl fühlte.


    Tamara Danz bei einem Silly-Konzert im Palast der Republik: Das Foto entstand zu jener Zeit, als unser Autor seine erste Begegnung mit der Sängerin hatte.

    Tamara besorgte noch ein zweites Glas Sekt und reichte es mir und sagte, in dem sie auf meine Uniform deutete: „Auch diese Zeit geht vorbei. Du wirst sehen – eines Tages bist du wieder frei. Alles wird gut!“ Ich war sprachlos, ich hatte verstanden. Tamara Danz, die DDR-Rock-Queen, sagte auf einmal so etwas offen aus, das nun überhaupt nicht im Sinne des Staates sein konnte, in dem wir damals lebten. Vor allem einem Menschen gegenüber, den sie gar nicht kannte.

    Lesen Sie auch: Silly: Warum Tamara Danz den „letzten Kunden“ nicht mochte>>
    Tamara Danz zum 70.: Sie hatte einfach den Mut, offen zu sagen, was sie dachte

    An dem folgenden Abend erlebte ich dann mein erstes Silly-Konzert. Ich sah Tamara, wie sie als „Wilde Mathilde“ den Saal zum Kochen brachte. Und immer wieder hörte ich die Worte, die sie mir Stunden zuvor sagte und die mir dann am Ende auch Mut machten, den Rest meiner 18 monatigen Soldatenzeit zu überstehen. Tamara Danz hatte meine Seele getroffen.

    Tamara Danz auf der legendären Demonstration auf dem Alexanderplatz am 4. November 89, rechts Silly-Musiker Ritchie Barton
    Tamara Danz auf der legendären Demonstration auf dem Alexanderplatz am 4. November 89, rechts Silly-Musiker Ritchie Barton Imago/Rolf Zöllner

    Lesen Sie auch: Silly: Auf ihrer neuen Platte singt Tamara Danz>>

    Heute weiß ich: Tamara hatte einfach den Mut das zu sagen, was sie gerade dachte und für richtig hielt, egal, wer da vor ihr stand. Auch in ihren Liedern war das so. Sie gehörte zu den Künstlern in der DDR, die offen die Zustände im Land kritisierten.

    Auch später, im wiedervereinten Land, erhob die Sängerin ihre Stimme, wenn es um die Benachteiligung der Ostdeutschen ging und uns daran erinnerte, dass sich keiner für seine Herkunft schämen müsse. Sie verstand, die Gefühle der Menschen zu treffen, mit dem, was sie sagte. Ich denke, auch in der heutigen Krisenzeit würde sie die richtigen Worte finden, die Mut machen und Hoffnung geben.

    In diesem Sinne erhebe ich mein Glas Sekt, erinnere mich mit Dankbarkeit an meine erste Begegnung mit dieser wunderbaren Frau. Happy Birthday Tamara – wo immer du auch sein magst! Wir haben dich nicht vergessen!

    Norbert Koch-Klaucke schreibt jeden Freitag im KURIER über Geschichten aus dem Osten.
    Kontakt in die Redaktion: wirvonhier@berlinerverlag.com

    #DDR #musique #rock #féminisme #histoire

  • Radweg-Bau bedroht Berlins Wasserversorgung
    https://www.berliner-kurier.de/kiez/radweg-bau-bedroht-berlins-wasserversorgung-li.94866

    Die Berliner Wasserbetriebe haben den Bau eines Radwegs in Mahlsdorf gestoppt. Geplante Arbeiten im Münsterberger Weg können vorerst nicht stattfinden, weil unter der Strecke zwei fast 130 Jahre alte Wasserrohre verlaufen. Diese Leitungen versorgen 500.000 Berliner mit Trinkwasser. Schwere Baumaschinen könnten eine Havarie auslösen.

    Entstehen sollte der 160 Meter lange Radweg auf einem Trampelpfad am Münsterberger Weg zwischen Gielsdorfer und Neuenhagener Straße. Für den Bau hatte der Berliner Senat dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf 93.000 Euro bereitgestellt. Doch in einer Planungsrunde fiel Vertretern der Wasserbetriebe auf, dass die Lage des Radwegs ungeahnte Probleme aufwirft. Bauarbeiten könnten an zwei wichtigen Transportleitungen einen Schalenbruch verursachen.

    Die Rohre liegen bereits seit den Jahren 1893 und 1896 im Boden von Mahlsdorf - allerdings nicht besonders tief. „Sie sind mit einem Innendurchmesser von 1,20 Meter vom größten Kaliber“, sagt Stephan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe. Die Rohre leiten Trinkwasser für Hunderttausende Haushalte vom Wasserwerk Friedrichshagen zum Zwischenpumpwerk Lichtenberg. Von dort werden weite Teil der sogenannten Berliner Tiefstadt versorgt.
    Historische Leitungen aus Grauguss

    Die alten Leitungen sind aus Grauguss gefertigt und, so der Sprecher, „im Grunde für die Ewigkeit gemacht“. Wenn man sie in Ruhe lasse, könnten sie noch lange „top in Schuss bleiben“. Ein Nachteil des Graugusses sei jedoch seine begrenzte Bewegungstoleranz. „Die Rohre sollten mit Samthandschuhen angefasst und nicht durch den Einsatz von Baumaschinen gefährdet werden“, so der Sprecher. Der Radweg könne nun nicht wie geplant entstehen.

    Was im Fall einer Havarie drohen würde, zeigt das Beispiel eines Wasserrohrbruchs zwischen Malchow und Karow im September 2016. Rund 20.000 Kubikmeter auslaufendes Wasser ließen auf dem Acker, unter dem die beschädigte Ringleitung verlief, einen See entstehen. In Haushalten in Marzahn-Hellersdorf, Pankow, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Lichtenberg war die Wasserversorgung stundenlang beeinträchtigt. „Mieter in Wohnungen ab der vierten Etage hatten aufgrund gesunkenen Wasserdrucks Probleme“, so die Berliner Wasserbetriebe.

    Damit sich ein Zwischenfall wie im Jahr 2016 nicht wiederholt, prüft das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf nun die Möglichkeit eines Radwegbaus ohne Risiken für die unterirdischen Wasserrohre. „Für uns wäre es am einfachsten, wenn die Wasserbetriebe die gefährdeten Leitungen zeitnah erneuern könnten“, sagt Wirtschaftsstadträtin Nadja Zivkovic (CDU). Doch man müsse davon ausgehen, dass die nötigen Arbeiten nicht kurzfristig zu erledigen seien.
    Neue Route für den Radweg?

    Wasserbetriebe-Sprecher Stephan Natz nennt die Lösungsmöglichkeiten, entweder für die Wasserversorgung einen anderen Streckenverlauf zu finden oder den geplanten Radweg um ein Stück zu verschieben. „Eine Neuverlegung von Wasserleitungen wäre theoretisch möglich, aber mit Kosten von geschätzt einer Million Euro verbunden“, sagt er. Der Bezirk müsse sehen, ob er nicht stattdessen die Planungen für den Verlauf des Radwegs überarbeiten wolle.

    Stadträtin Zivkovic betont, dass eine Alternativroute für den Radweg an die Bedingung einer „ökologisch guten Lösung“ gebunden sei. Man wolle so wenig Bäume wie möglich beschädigen und Eingriffe in die Natur vermeiden. Bezirk und Wasserbetriebe müssen nun abwägen zwischen Umweltschutz, Kosten und der Sicherstellung der Wasserversorgung. Eine Havarie und Schäden an den fast 130 Jahre alten Leitungen will niemand in Kauf nehmen.

    Noch ältere Wasserrohre gibt es in Berlin in der Torstraße in Mitte. Sie wurden um das Jahr 1856 in der Zeit der Gründung der Wasserbetriebe verlegt.

    ##Berlin #Mahlsdorf #Münsterberger_Weg #Wasser #Geschichte