Die Welt im Ton

/Lange-Welt-im-Ton.htm

  • Help ! Quand on parle très mal allemand, comment trouver l’endroit où l’on peut écouter ces voix et chansons de poilus, de soldats irlandais, indiens, etc. enregistrés en prison lors de la Première guerre mondiale ?

    Ces documents ont l’air hallucinants !

    Des voix de poilus de 14-18 retrouvées à Berlin : écoutez ces enregistrements, ils ont plus de 100 ans !

    Plus de 2 000 enregistrements de soldats français, réalisés pendant leur détention, sont sorties des archives allemandes et désormais consultables.

    https://www.francetvinfo.fr/societe/guerre-de-14-18/des-voix-de-poilus-de-14-18-retrouvees-a-berlin_3023969.html

    Les archives sonores semblent être ici : http://www.sammlungen.hu-berlin.de/sammlungen/78

    Et le 16 novembre, pour les Francilien·nes : https://www.maisondelaradio.fr/evenement/cinema-sonore/meme-morts-nous-chantons

    • @jef_klak Les archives ne sont pas ouvertes au public, des consultations à des fins de recherche sont possibles.
      Demande d’accès www.lautarchiv.hu-berlin.de
      Il y a une exposition du 04.05.2018 – 25.11.2018

      Musée de l’histoire de la ville de Spandau / Citadelle
      Am Juliusturm 64
      13599 Berlin

      Téléphone
      +49 (30) 35 49 44-0

      Téléphone pour réservation
      +49 (30) 33 97 87 74

      Fax
      +49 (30) 35 49 44-296

      Site Web
      www.zitadelle-berlin.de

      Courriel
      info@zitadelle-berlin.de

    • L’expo actuelle dans la citadelle traite un autre sujet :

      Nachbarn hinter Stacheldraht – Das Engländerlager Ruhleben und Kriegsgefangenschaft 1914 bis 1921
      http://www.zitadelle-berlin.de/museengalerien/sonderausstellung
      Communiqué de presse
      http://www.zitadelle-berlin.de/wp-content/uploads/2018/04/Pressemitteilung-Abstrakt-dt.pdf

      On peut écouter quelques documents sonores dans le contexte de cet article:

      Erster Weltkrieg: Tonaufnahmen im Kriegsgefangenenlager - SPIEGEL ONLINE
      http://www.spiegel.de/einestages/erster-weltkrieg-tonaufnahmen-im-kriegsgefangenenlager-a-1049784.html

      Um ein „Stimmen-Museum der Völker“ zu schaffen, führte ein Berliner Lehrer Zwangs-Tonaufzeichnungen von Insassen deutscher Kriegsgefangenenlager durch. So entstand ein ethisch höchst fragwürdiger Rassen-Katalog - der für die Forschung dennoch wertvoll ist.

      d’autres sources :

      Tonaufnahmen von Kriegsgefangenen - Die Stimmen der Welt (Archiv)
      https://www.deutschlandfunkkultur.de/tonaufnahmen-von-kriegsgefangenen-die-stimmen-der-welt.1001.de

      Vor exakt 100 Jahren, am 27. Oktober 1915, wurde die Königlich Preußische Phonographische Kommission unter strengster Geheimhaltung gegründet. Von diesem Zeitpunkt an nahmen deutsche Wissenschaftler in brandenburger Kriegsgefangenenlagern die Sprache und die Musik verschiedenster Ethnien auf. Der berliner Sprachwissenschaftler Wilhelm Doegen träumte von einem Museum der Stimmen der Völker, die deutschen Militärs vom Einsatz von Kolonialtruppen in Europa. Geblieben ist eine einzigartige akustische Sammlung vieler Kulturen der Welt. Und Spuren der Biographien sind heute noch auffindbar. Susanne Arlt nahm sich des interessanten Themas an.

      Das ist Jasbahadur Rai. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme ist er gerade mal 23 Jahre alt. Jasbahadur Rai stammt aus Indien, genauer gesagt aus der Provinz Darjeeling. Er ist ein Gurkha – ein nepalesischer Soldat im Dienst der britischen Armee.

      „Jeder Regentropfen fällt in das überlaufende Meer. Wir kamen auf Befehl der Briten nach Deutschland. Hört, hört, nun hört, wir kamen auf Befehl der Briten. Drei Wasserströme in einem Dorf in Nepal. Wasser fließt ohne Pause. Wir sterben nicht, aber selbst lebendig leben wir nicht. Die Seele schreit auf.“
      Sensibel und schmerzerfüllt

      Die Gurkhas gelten als hartgesotten, als furchtlos und geschickt. Angeblich ziehen sie in jeden Krieg mit dem Schlachtruf: Lieber sterben, als ein Feigling sein. Doch was der 23-jährige an diesem heißen Sommertag im Juni 1916 in den Schalltrichter des Aufnahmegeräts der Phongraphischen Kommission spricht, klingt nicht furchtlos. Schon gar nicht hartgesotten. Es klingt sensibel und schmerzerfüllt.

      Phonographierte Klänge - Restauro
      https://www.restauro.de/phonographierte-klaenge

      Phonograph? Wachswalzen? Galvanos? Die Ausstellung „Phonographierte Klänge – Photographierte Momente“ im Ethnologischen Museum in Berlin beeindruckt mit einzigartigen Ton- und Bilddokumenten aus deutschen Kriegsgefangenenlagern im Ersten Weltkrieg. Die Tonaufnahmen sind häufig die ältesten historischen Aufnahmen von Sprachen weltweit, die Forschungsergebnisse stoßen deshalb schon auf großes Interesse der Wissenschaft.

      Wilhelm Doegen - Verfolgte deutschsprachige Sprachforscher
      http://zflprojekte.de/sprachforscher-im-exil/index.php/catalog/d/182-doegen-wilhelm

      Geb. 17.3.1877 in Berlin, gest. 3.11.1967 in Berlin.

      D. ist ein problematischer Fall in diesem Katalog: er ist hier aufgenommen, weil er 1933 entlassen wurde.[1] D. hatte in Berlin zunächst Volkswirtschaft studiert, dann zu den neueren Philologien (Englisch, Französisch) und der Germanistik gewechselt. In diesem Rahmen hatte er 1899 ein Semester in Oxford studiert, wo er unter dem Einfluß von H. Sweet die Phonetik als sein künftiges Arbeitsgebiet entdeckte. Nachdem er 1902 seinen Militärdienst geleistet hatte, machte er 1904 in Berlin sein Staatsexamen mit einer Arbeit über »Die Verwendung der Phonetik im englischen Anfangsunterricht« und unterrichtete seit 1905 an Berliner Gymnasien. Bereits 1913 hatte er eine systematische Methodik des Ausspracheunterrichts vorgelegt, mit dem Schwerpunkt bei prosodischen Fragen: »Sprach- und Lehrproben. Ein Beitrag zur Methodik des neusprachlichen Unterrichts«.[2] Phonetische Forschungen betrieb er mit einer breiteren Orientierung, nicht zuletzt in Verbindung mit der Erfindung/Verbesserung der technischen Apparaturen. 1909 erfand er ein eigenes Aufnahmegerät, den Doegen-Lautapparat. Vor diesem Hintergrund war bei ihm die Ausspracheschulung Arbeitsschwerpunkt, s. seine »Auswahl französischer Poesie und Prosa«[3] und »Passages from English Literature illustrating British national character with preliminary exercises in language«.[4] Eine Pionierrolle hatte er bei der Fokussierung von prosodischen Fragen, in Hinblick auf die er diese Bände auch mit Schallplatten ausstattete. In diesen Arbeiten finden sich z.T. ausführliche Intonationsanalysen, so z.B. als Anhang zu dem Band zum Französischen von 1928. In den 20er Jahren publizierte er darüber hinaus im Umfeld der kulturkundlichen Bewegung zum Englisch- und Französischunterricht, mit den in diesem Zusammenhang üblichen »völkerkundlichen« Stereotypen.

      Die Welt im Ton
      http://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Lange-Welt-im-Ton.htm

      »Menschenfresser« in Sonderlagern
      Wie kam es überhaupt dazu, dass im Jahr 1915 ein indischer Sikh in einem deutschen Kriegsgefangenenlager in den Trichter eines Grammophons sprach? Hintergrund für die groß angelegte Tonsammlung im Ersten Weltkrieg war die weltpolitische Situation: Das Deutsche Reich und seine Bündnispartner (Österreich-Ungarn, das Osmanische Reich und Bulgarien) kämpften 1915 gegen die Armeen Belgiens, der Entente-Staaten England, Frankreich und Russland sowie gegen Soldaten aus den von der Entente abhängigen und kolonialisierten Ländern in Afrika, Asien und Ozeanien. Da die Kolonialsoldaten oftmals als »Kanonenfutter« benutzt und an die vorderste Frontlinie geschickt wurden, kamen viele von ihnen um. Überlebende wurden in die Gefangenenlager der so genannten Mittelmächte gebracht. Während in den österreichisch-ungarischen Lagern vor allem Gefangene von der Ostfront, also Soldaten aus der russischen Armee landeten, gelangten in deutsche Lager auch Gefangene von der Westfront in Flandern und später Frankreich.

      Die Präsenz von kämpfenden Afrikanern, Asiaten, Neuseeländern und vielen anderen in Europa führte auf deutscher Seite zu heftigen Reaktionen. Bereits kurz nach Kriegsausbruch gingen reißerische Artikel durch die deutsche Presse, in denen auf die Verwendung von »Menschenfressern« in den gegnerischen Armeen verwiesen wurde. Sie legten den Entente-Staaten den Einsatz von Kolonialsoldaten als militärische Schwäche aus und behaupteten eine Verletzung des Völkerrechts. Die Gründe für den starken öffentlichen Reflex lagen jedoch nicht nur in der propagandistischen Absicht, die Kriegsgegner zu destabilisieren, sondern reichten tiefer. Hauptanklagepunkt vieler Autoren war die Tatsache, dass die »Kulturvölker« der Franzosen und Engländer sich der Hilfe von so genannten »Naturvölkern« – Völkern ohne Industrie, Schrift und Geschichtsschreibung – bedienten, um das »Kulturvolk« der Deutschen zu bekämpfen. Diese Konstellation durchbrach die bis 1914 herrschende imperiale Weltordnung, nach der die selbst ernannten »Kulturvölker« darin paktierten, die »Naturvölker« zu unterwerfen, und sich als am weitesten »fortgeschrittene« Menschen verstanden, die die Welt »rechtmäßig« beherrschen durften.

      Detail - Staatliche Museen zu Berlin
      https://www.smb.museum/nachrichten/detail/ankuendigungen-der-sonderstellungen-zum-themenjahr-aufbruch-weltbruch-1914-i

      Phonographierte Klänge - photographierte Momente

      Ton- und Bilddokumente aus deutschen Kriegsgefangenenlagern des Ersten Weltkrieges

      Veranstalter: Museum Europäischer Kulturen und Ethnologisches Museum
      Dauer: 10.10.2014 - 06.04.2015

      #Berlin #musée #histoire #guerre_14-18 #éthnographie #éthnologie #colonialisme