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  • Siegen: Mutmaßlicher Einbrecher nach Taxifahrt mit Tresor festgenommen
    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/siegen-mutmasslicher-einbrecher-nach-taxifahrt-mit-tresor-festgenommen-a-77a
    Ein Taxi ist immer das falsche Fluchtfahrzeug, nur in Amsterdam nicht. Dort ist die Taxibranche eng mit der Unterwelt verzahnt.

    Ein mutmaßlicher Krimineller hat wohl nicht nachgedacht, als er sich mit einem offenbar gestohlenen Tresor in ein Taxi setzte: Im nordrhein-westfälischen Siegen haben Einsatzkräfte den Mann festgenommen, nachdem der Taxifahrer die Beamten über seinen Fahrgast mit dem ungewöhnlichen Gepäck informiert hatte, wie die Polizei mitteilte.

    Unter dem Vorwand, einen Freund anzurufen, meldete sich der Taxifahrer bei der Polizei und teilte dieser während der Fahrt laufend seinen Standort mit.

    Die Polizei hielt das Taxi schließlich an und kontrollierte den 27-jährigen Fahrgast. Neben dem Tresor, für den der Mann keinen Schlüssel hatte, fanden die Beamten demnach weiteres Diebesgut und Drogen bei ihm. Er wurde vorläufig festgenommen. Da es keinen Haftgrund gab, wurde der Tatverdächtige jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.

    Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren.

    #Taxi #Anekdote

  • Die Toten von der polnisch-belarussischen Grenze

    Eine irakische Mutter, ein Fußballfan aus dem Jemen, ein Teenager aus Syrien: Mindestens 17 Menschen sind seit September im Grenzgebiet zwischen Belarus und Polen gestorben. Dieser Text erzählt von ihren Träumen, Ängsten und Zielen.

    https://www.spiegel.de/ausland/polen-belarus-17-menschen-starben-an-der-grenze-das-sind-ihre-geschichten-a-

    Voir aussi le tweet de Lighthouse Reports :

    The border between Poland & Belarus is a deathtrap. Much of the EU has written off the people caught in it as ‘weapons’ in a hybrid war waged by a dictator. In an in-depth investigation @LHreports reconstructed the final days & life stories of the dead

    https://twitter.com/LHreports/status/1472155544941211654

    Avec des mini-portraits :

    #Pologne #décès #morts #mourir_aux_frontières #asile #migrations #réfugiés #identification #Biélorussie #frontières

    –-

    ajouté à la métaliste sur cette frontière :
    https://seenthis.net/messages/935860

  • Walmart, CVS und Walgreens - Jury spricht großen US-Apothekenketten Mitschuld an Opioidkrise zu
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/opioid-krise-bei-walmart-cvs-und-walgreens-jury-in-ohio-spricht-us-apotheken

    Sans drogues la vie est insupportable. Parfois les responsables se disputent les profits encaissés sur le fond de cette situation.

    24.11.2021 - Die USA leiden unter einer Opioidkrise mit Hunderttausenden Toten. Nun sind erstmals Apotheken wegen eines zu laxen Umgangs bei der Abgabe schuldig gesprochen worden.

    Die Pharmakonzerne und Großhändler hinter den umstrittenen und abhängig machenden Opioiden wie »Oxycontin« von Purdue stehen bereits seit Jahren im Fokus der US-Justiz. Neu ist, dass vor einem US-Gericht nun auch Apotheken erfolgreich verantwortlich gemacht worden sind – für den allzu lockeren Umgang mit diesen Schmerzmitteln, die in den USA zu einer Opioidkrise mit inzwischen Hunderttausenden Toten geführt haben.

    In dem richtungsweisenden Verfahren in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio wurden nun drei große Apothekenketten schuldig gesprochen, durch zu laxe Vergabe der süchtig machenden Arzneimitteln zu der Krise beigetragen zu haben. Die Jury des Bundesgerichts kam am Dienstag (Ortszeit) zu dem Schluss, dass die US-Einzelhändler Walmart, CVS und Walgreens den Verkauf von Schmerzmitteln im Bundesstaat Ohio nicht ausreichend kontrolliert haben.
    Im Schnitt Hunderte Pillen für jeden Einwohner abgegeben

    Die Unternehmen kündigten Berufung an. Sie weisen eine Mitschuld an der Opioidkrise zurück und berufen sich darauf, von lizenzierten Ärzten verschriebene Pillen verkauft zu haben. Walgreens-Sprecher Fraser Engerman kritisierte etwa, die Apothekenkette habe »niemals Opioide hergestellt oder vermarktet, und wir haben sie auch nicht an die ›Pillendienste‹ und Internetapotheken geliefert, die diese Krise angeheizt haben«.

    Geklagt hatten zwei Countys in Ohio. Sie fordern von den Konzernen Milliarden Dollar an Entschädigungen für Kosten, die ihnen im Kampf gegen Opioid-Abhängigkeit und Überdosierungen entstanden sind. Sie konnten die Geschworenen davon überzeugen, dass die Ketten durch die Art und Weise, wie sie die Schmerzmittel ausgeben, ein öffentliches Ärgernis sind.

    »Das Gesetz verlangt von den Apotheken, dass sie bei der Abgabe von Medikamenten gewissenhaft vorgehen. Dieser Fall sollte ein Weckruf sein, dass Versäumnisse nicht akzeptiert werden«, sagte Mark Lanier, ein Anwalt der Countys Lake und Trumbull. Allein in Trumbull County wurden zwischen 2012 und 2016 rund 80 Millionen verschreibungspflichtige Schmerzmittel ausgegeben – das sind rechnerisch etwa 400 für jeden Einwohner.

    Wie viel Walmart, CVS und Walgreens zahlen müssen, soll ein Bundesrichter im Frühjahr bestimmen. Es gibt zahlreiche ähnliche US-Klagen, darunter außer gegen Hersteller und Großhändler auch gegen Apotheken. Die Entscheidung in dem Verfahren gilt deshalb nun als wichtiger Wegweiser.

    Opioide sind zum Teil synthetisch hergestellte Arzneimittel mit unter anderem schmerzlindernden Eigenschaften. Sie bergen jedoch auch enorme Abhängigkeitsrisiken und hohes Missbrauchspotenzial. Die Opioid-Epidemie hat in den USA laut Gesundheitsbehörde CDC in den vergangen zwei Jahrzehnten zu fast einer halben Million Toten geführt.

    #USA #opioides #aliénation #exploitation #capitalisme

  • #cannabis : le SPD, le FDP et les Verts s’entendent sur la légalisation - DER SPIEGEL
    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ampel-parteien-einigen-sich-auf-legalisierung-von-cannabis-a-216b328b-5746-4

    C’est officiel, la coalition du nouveau gouvernement post-Merkel annonce que l’Allemagne va légaliser le #cannabis. Selon le média allemand #DerSpiegel, un représentant du groupe de travail chargé d’évaluer le changement de politique a déclaré : "Nous introduisons la distribution contrôlée de cannabis aux adultes à des fins récréatives dans les magasins agréés." Cette annonce est une étape décisive pour l’avenir de l’industrie du cannabis en #Europe. — Permalien

    #politiquedrogues

  • Streit über Stolpersteine : »NS-Opfer und Täter lassen sich oft nur schwer definieren« – wer verdient eine Anerkennung ?
    https://www.spiegel.de/geschichte/stolpersteine-wer-verdient-eine-ehrung-als-ns-opfer-a-1c021711-113b-40fc-bbd

    Cet article dans l"hebdomadaire Der Spiegel porte un sous-titre infâme qui sous entend une course des victimes nazis à une récompence sous forme de pavé commémoratif "Stolperstein". "Récompense" est la traduction de "Anerkennung". Le texte par contre contient des informations intéressantes sur le projet de mémoire collective le plus important d’Allemagne.

    Alors qu’il y a prèsque 10.000 Stolpersteine à Berlin l’ancienne capitale du mouvement nazi Munich n’a autorisé aucun pavé commémoratif dans l’espace public.

    Avec son projet "Stolpersteine" l’artiste Gunter Demnig génère des revenus de 60.000 Euros par mois. Son objectif commercial est le chiffre de 75.000 Euros mensuels. Cette somme correspond à 750 pavés commmémoratifs pour des victimes des nazis. A partir de son action artistique initiale s’est développé un réseau de groupes de soutien iinternational qui identifient les victimes et leurs histoires afin de déposer les demandes d’autorisation nécessaire auprès des municipalités et de trouver les fonds nécessaires pour l’intervention de l’artiste.

    Gunter Demnig n’est ni historien ni fonctionnaire d’une organisation d’anciens persécutés. Chez iui on est facilement admis dans le cercle des victimes nazies. Ce caractère ouvert lui vaut la critique d’associations dont le modèle d’affaire ressemble au sien. On n’apprécie guère que d’autre victimes des nazis viennt contester l’exclusivité du panthéon et de son gardien d’entrée à Yad Vashem.

    Gunter Demnig préfère ne pas perdre son temps avec des discussions. Il veut poser ses pavés dans la mémoire publique des villes et compter son argent. C’est une position qu’il a conquis avec beaucoup de persistene et de travail, et personne ne lui disputera son succès.

    24.09.2021, von Isabel Metzger, - Gunter Demnig ist unterwegs. Am Telefon rauscht im Hintergrund die Autobahn. »Geht’s auch eine halbe Stunde später?« fragt der 73-Jährige. Gerade war er noch in Bensheim, verlegte Stolpersteine an der Darmstädter Straße. Zuvor fuhr er nach Serbien und setzte 22 Steine, »die ersten im Land«, sagt Demnig.

    Seit rund 25 Jahren verlegt der Kölner Bildhauer Stolpersteine. Damit will Demnig an NS-Opfer erinnern: »Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden«, ist auf der Seite seiner Stiftung zu lesen.

    Doch wenn es um die Biografien einzelner Menschen geht, kann es heikel werden. Ein Auftrag aus Luxemburg sorgte in diesen Tagen für Aufruhr. Denn in der Gemeinde Junglinster sollten 15 Stolpersteine im Boden versenkt werden: vier für Juden – und elf für Zwangsrekrutierte. Gemeint sind Luxemburger, die während des Nationalsozialismus zwangsweise eingezogen wurden und teilweise in der Wehrmacht mitkämpften. Alle elf Soldaten starben im Krieg, andere Zwangsrekrutierte überlebten. In den Achtzigerjahren zahlte die Bundesrepublik Entschädigungen, als Zeichen der Anerkennung. Für Demnig ist daher klar: »Die elf waren NS-Opfer, für mich gibt es da keinen Unterschied.«
    »Vermischung von unterschiedlichem Leid«

    Ist da wirklich kein Unterschied? Kritiker sprachen von »Gleichmacherei«: Als Vertreterin der jüdischen Gemeinschaft fühle sie »Befremdung«, sagte Claude Wolf, Präsidentin des »Comité pour la mémoire de la Deuxiéme Guerre Mondiale«, dem luxemburgischen Portal reporter.lu. Die »Vermischung von unterschiedlichem Leid« bereite ihr Sorgen.

    Auch Jens-Christian Wagner, Stiftungsdirektor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, lehnt Stolpersteine für Zwangsrekrutierte ab: »Wehrmachtskämpfer und Menschen, die in Gaskammern ermordet wurden, werden hier gestalterisch auf eine Stufe gestellt«, sagte er dem SPIEGEL. »Das ist geschichtsvergessen.«

    Demnig kennt diese Diskussionen: Die Definition von NS-Opfern ist umstritten. Wer einen Stolperstein im öffentlichen Raum bekommt und wer nicht, entscheiden die Kommunen. Sie urteilen unterschiedlich streng. So lag Demnig im Streit mit der Stadt Hannover, als er vor zehn Jahren einen Stolperstein für Walter Sochaczewski verlegen wollte. Weil der jüdische Kinderarzt bereits 1936 emigriert war, lehnte Hannover zunächst ab: Der Arzt habe den Holocaust überlebt, Stolpersteine seien allein Todesopfern vorbehalten. Nach Protesten lenkte die Stadt schließlich ein.

    Augsburg wies 2017 aus ähnlichen Gründen acht Anträge auf Stolpersteine zurück. Darunter befanden sich NS-Gegner wie Maria Pröll, die durch Luftangriffe ums Leben kam. Andere starben durch Krankheit. Stolpersteine sollten ausschließlich als Gedenkzeichen für »die von den Nationalsozialisten ermordeten und in den Tod getriebenen Opfer verlegt werden«, lautete die Begründung, wie die »Süddeutsche Zeitung« berichtete.
    Stolpersteine sind nicht überall erlaubt

    In München darf Demnig Stolpersteine generell nur auf privatem Grund verlegen, auf öffentlichem Grund verbot sie der Stadtrat. Für die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern hatte Präsidentin Charlotte Knobloch kritisiert, Passanten würden auf die Steine treten und »achtlos über sie hinweggehen«. Bis heute sind im öffentlichen Raum nur Stelen oder Gedenktafeln erlaubt.

    In Städten wie Hamburg, sagt Demnig, sei es für ihn einfacher, der Opferbegriff weniger eng gefasst. Dort befinden sich unter den heute mehr als 6000 Stolpersteinen auch weniger eindeutige Fälle wie Emigranten sowie Kriegsbeteiligte. Otto Röser etwa wurde 1935 verhaftet wegen »Vorbereitung zum Hochverrat«, so heißt es in der damaligen Gerichtsbegründung. Später kämpfte Röser in der »Bewährungstruppe 999«; sie wurde aus »wehrunwürdigen« Häftlingen gebildet, denen ansonsten die Deportation in ein KZ drohte.

    Wahrscheinlich, heißt es in der Datenbank der »Stolpersteine Hamburg«, starb er bei einem Einsatz des Bataillons. Ist Röser ein Opfer oder ein Täter?

    »NS-Opfer und Täter lassen sich oft nur schwer definieren«, sagt Jens-Christian Wagner. »Es ist eine Grauzone, die sich mit Stolpersteinen nicht darstellen lässt.« Wer aber entscheidet, ob ein Mensch die Bezeichnung »Opfer« verdient? Bislang gibt es kein deutschlandweit einheitliches Verfahren, keine gemeinsamen Kriterien, um Stolpersteine zu beantragen.
    »Ich bin kein Weltverbesserer«

    Finanziert wird das Projekt über Patenschaften. Ein Stein kostet 120 Euro, im Ausland zwölf Euro mehr. Meistens, erklärt Demnig, kommen Bewohner oder Nachfahren von NS-Opfern auf ihn zu. Lokale Initiativen kümmern sich oftmals darum, die Anträge bei der Kommune durchzusetzen.

    »Stolpersteine funktionieren als Schneeballsystem, das macht ihren Charme aus«, sagt Wagner. »Mit einem Zentralkomitee würde das Problem nicht gelöst.« Allerdings müssten lokale Initiativen »mehr in diskursiven Austausch treten«. Ob ein Stolperstein angemessen ist, lasse sich nur aus einer »wissenschaftlichen Perspektive« entscheiden.

    Gunter Demnig ist kein Wissenschaftler. Er sieht sich weder als Aktivist noch als Weltverbesserer – »ich bin Bildhauer«. Über seine Familie verliert Demnig nicht viele Worte. Sein Vater habe »bei der Flak« gearbeitet, sagt er, »die schossen in die Luft und wussten oft selbst nicht wohin«.

    Die meisten Geschichten von »damals« hörte er von seiner Großmutter. »’Ne Rote, SPD-Frau der ersten Stunde«, sagt Demnig. Sie habe bei Nauen in Brandenburg gelebt, nicht weit vom KZ Sachsenhausen. »Dort hat sie die Transporte beobachtet«, sah, wie Soldaten Gefangene mit Gewehren vor sich hertrieben. Natürlich sei klar gewesen, »dass das nicht sauber war, was da ablief«, sagt Demnig.

    Stein auf Stein, 500 pro Monat

    Seinen ersten Stein setzte Demnig am 16. Dezember 1992 in Köln. In eine Messingplatte gravierte er einen Deportationsbefehl des SS-Massenmörders Heinrich Himmler von 1942. »Damals dachte ich nicht, dass daraus einmal so ein Projekt wird«, sagt er. »Für mich war das Konzeptkunst.« Dann kam alles anders: Karlheinz Schmid, Herausgeber der »Kunstzeitung«, veröffentlichte zu dieser Zeit einen Bildband mit dem Titel »Kunstprojekte für Europa« – Untertitel: »Größenwahn«. Darin war auch Demnigs erster Stein abgebildet.

    Der Bildhauer fühlte sich herausgefordert: »Millionen Steine würde ich vielleicht nicht schaffen, dachte ich mir damals«, erzählt Demnig. »Aber ich könnte ja zumindest mal anfangen.« Bis heute wurden 80.000 Stolpersteine verlegt, in 27 Ländern. Er schafft um die 500 Steine im Monat, das Ziel seien 750.

    Als er von den Diskussionen über die Stolpersteine in Luxemburg hörte, »hat mich das unheimlich traurig gemacht«, sagt Demnig. »Eine Opfergruppe wird hier gegen die andere ausgespielt«. Zwangsrekrutierte seien zwar Teil der Wehrmacht gewesen. »Aber habt ihr Beweise, dass es wirklich Mörder waren?«

    Gibt es NS-Opfer erster und zweiter Klasse?

    Wagner dagegen fordert, in strittigen Fällen keine Stolpersteine zu setzen. Selbst wenn Menschen gegen ihren Willen eingezogen wurden oder nicht aktiv am Verbrechen beteiligt waren, handle es sich um eine Grauzone: »Auch Zwangsrekrutierte waren tragende Säulen der NS-Ausgrenzung.«

    Vor rund zehn Jahren gab es deshalb eine Auseinandersetzung wegen eines Stolpersteins für Hugo Dornhofer: Vor 1945 war der spätere CDU-Politiker dienstverpflichteter Bauleiter im KZ Mittelbau-Dora. Der Stein wurde genehmigt, Demnig verlegte ihn in Heiligenstadt in Thüringen, beschriftet mit dem Titel »Zwangsarbeiter«.

    Hinter jedem Stein ein Schicksal

    Vor 20 Jahren verlegte Gunter Demnig seine Stolpersteine für die NS-Opfer erstmals mit behördlicher Genehmigung – mittlerweile sind es mehr als 61.000. Hier erzählt der Künstler, warum er nicht damit aufhört.

    Wagner protestierte dagegen. »Mit so einer Aufschrift musste jeder denken, dass er ein normaler KZ-Häftling war«, sagt er. Zwar sei Dornhofer zum Dienst verpflichtet worden, damals arbeitslos, »mit Sicherheit kein glühender Nazi«. »Ein Bauleiter hatte aber ein normales Arbeitsverhältnis, mit ganz normalem Lohn«, so Wagner. Schließlich habe er Demnig überredet, den Stein wieder zu entfernen, »eines Tages war er einfach nicht mehr da«.

    »Opferbegriff verwässert«

    »Mit dem Opferzentrismus unserer Erinnerungskultur hadere ich«, sagt Wagner. »Gesellschaftlich hat das Opfer hohes Prestige, viele versuchen deshalb unter den Opferbegriff unterzuschlüpfen.« Damit aber werde der Begriff »verwässert«. »Menschen sind keine Lämmer, sondern handelnde Akteure«, sagt Wagner. Unter dem Opferbegriff würden sie »objektiviert«.

    Wagner plädiert dafür, sich in der Erinnerungskultur mehr mit den Profiteuren des Nationalsozialismus zu beschäftigen. Es sei zwar eine »Pflicht der Gesellschaft, sich auch mit strittigen Fällen auseinanderzusetzen«, sagt er. »Dazu aber braucht es Bildungsprojekte, öffentliche Diskussionen. Und keine Stolpersteine.«

    Demnig hat den Eindruck, dass in den letzten Jahren der Opferbegriff erweitert wurde. Für Behinderte habe er früher weniger Aufträge bekommen, »jetzt kommen immer mehr Angehörige auf mich zu«. In manchen Städten hätten sich die Kriterien für Stolpersteine gelockert. Nach Hannover fahre er inzwischen mehrmals im Jahr – »mal sehen, was in München noch passiert«.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine

    Liste der Länder mit Stolpersteinen, sortiert nach dem Datum (Jahr) der ersten Steinsetzung:

    Deutschland (seit 1992 – ein Prototyp in Köln)
    Österreich (seit 1997)
    Deutschland (seit 2000 mit amtlicher Genehmigung)
    Niederlande und Ungarn (seit 2007)
    Polen und Tschechien (seit 2008)
    Belgien und Ukraine (seit 2009)
    Italien (seit 2010)
    Norwegen (seit 2011)
    Slowakei und Slowenien (seit 2012)
    Frankreich, Kroatien, Luxemburg, Russland und Schweiz (seit 2013)
    Rumänien (seit 2014)
    Griechenland und Spanien (seit 2015)[26]
    Litauen (im August 2016)
    Lettland (seit 2017)
    Finnland (seit Juni 2018)
    Republik Moldau (seit Juli 2018)
    Schweden und Dänemark (seit Juni 2019)
    Serbien (seit August 2021)[28

    Liste de Stolpersteine ä Berlin-Charlottenburg
    https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.180218.php#azmap_1_0

    https://www.stolpersteine-berlin.de/de/biografie/3816

    #nazis #victimes #art #Allemagne #mémoire_collective

  • Streit über Stolpersteine : »NS-Opfer und Täter lassen sich oft nur schwer definieren« – wer verdient eine Anerkennung ?
    https://www.spiegel.de/geschichte/stolpersteine-wer-verdient-eine-ehrung-als-ns-opfer-a-1c021711-113b-40fc-bbd

    LAvec son projet "Stolpersteine" l’artiste Gunter Demnig génère des revenus de 60.000 Euros par mois. Son objectif commercial sont 75.000 Euros mensuels. Cette somme correspond à 750 pavés commmémoratifs pour des victimes du nazisme. A partir de son action artistique initiale s’est développé un réseau de groupes de soutien iinternational qui identifient les victimes et leurs histoires afin de demander les autorisations nécessaire aux municipalités.

    24.09.2021, von Isabel Metzger, - Gunter Demnig ist unterwegs. Am Telefon rauscht im Hintergrund die Autobahn. »Geht’s auch eine halbe Stunde später?« fragt der 73-Jährige. Gerade war er noch in Bensheim, verlegte Stolpersteine an der Darmstädter Straße. Zuvor fuhr er nach Serbien und setzte 22 Steine, »die ersten im Land«, sagt Demnig.

    Seit rund 25 Jahren verlegt der Kölner Bildhauer Stolpersteine. Damit will Demnig an NS-Opfer erinnern: »Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden«, ist auf der Seite seiner Stiftung zu lesen.

    Doch wenn es um die Biografien einzelner Menschen geht, kann es heikel werden. Ein Auftrag aus Luxemburg sorgte in diesen Tagen für Aufruhr. Denn in der Gemeinde Junglinster sollten 15 Stolpersteine im Boden versenkt werden: vier für Juden – und elf für Zwangsrekrutierte. Gemeint sind Luxemburger, die während des Nationalsozialismus zwangsweise eingezogen wurden und teilweise in der Wehrmacht mitkämpften. Alle elf Soldaten starben im Krieg, andere Zwangsrekrutierte überlebten. In den Achtzigerjahren zahlte die Bundesrepublik Entschädigungen, als Zeichen der Anerkennung. Für Demnig ist daher klar: »Die elf waren NS-Opfer, für mich gibt es da keinen Unterschied.«
    »Vermischung von unterschiedlichem Leid«

    Ist da wirklich kein Unterschied? Kritiker sprachen von »Gleichmacherei«: Als Vertreterin der jüdischen Gemeinschaft fühle sie »Befremdung«, sagte Claude Wolf, Präsidentin des »Comité pour la mémoire de la Deuxiéme Guerre Mondiale«, dem luxemburgischen Portal reporter.lu. Die »Vermischung von unterschiedlichem Leid« bereite ihr Sorgen.

    Auch Jens-Christian Wagner, Stiftungsdirektor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, lehnt Stolpersteine für Zwangsrekrutierte ab: »Wehrmachtskämpfer und Menschen, die in Gaskammern ermordet wurden, werden hier gestalterisch auf eine Stufe gestellt«, sagte er dem SPIEGEL. »Das ist geschichtsvergessen.«

    Demnig kennt diese Diskussionen: Die Definition von NS-Opfern ist umstritten. Wer einen Stolperstein im öffentlichen Raum bekommt und wer nicht, entscheiden die Kommunen. Sie urteilen unterschiedlich streng. So lag Demnig im Streit mit der Stadt Hannover, als er vor zehn Jahren einen Stolperstein für Walter Sochaczewski verlegen wollte. Weil der jüdische Kinderarzt bereits 1936 emigriert war, lehnte Hannover zunächst ab: Der Arzt habe den Holocaust überlebt, Stolpersteine seien allein Todesopfern vorbehalten. Nach Protesten lenkte die Stadt schließlich ein.

    Augsburg wies 2017 aus ähnlichen Gründen acht Anträge auf Stolpersteine zurück. Darunter befanden sich NS-Gegner wie Maria Pröll, die durch Luftangriffe ums Leben kam. Andere starben durch Krankheit. Stolpersteine sollten ausschließlich als Gedenkzeichen für »die von den Nationalsozialisten ermordeten und in den Tod getriebenen Opfer verlegt werden«, lautete die Begründung, wie die »Süddeutsche Zeitung« berichtete.
    Stolpersteine sind nicht überall erlaubt

    In München darf Demnig Stolpersteine generell nur auf privatem Grund verlegen, auf öffentlichem Grund verbot sie der Stadtrat. Für die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern hatte Präsidentin Charlotte Knobloch kritisiert, Passanten würden auf die Steine treten und »achtlos über sie hinweggehen«. Bis heute sind im öffentlichen Raum nur Stelen oder Gedenktafeln erlaubt.

    In Städten wie Hamburg, sagt Demnig, sei es für ihn einfacher, der Opferbegriff weniger eng gefasst. Dort befinden sich unter den heute mehr als 6000 Stolpersteinen auch weniger eindeutige Fälle wie Emigranten sowie Kriegsbeteiligte. Otto Röser etwa wurde 1935 verhaftet wegen »Vorbereitung zum Hochverrat«, so heißt es in der damaligen Gerichtsbegründung. Später kämpfte Röser in der »Bewährungstruppe 999«; sie wurde aus »wehrunwürdigen« Häftlingen gebildet, denen ansonsten die Deportation in ein KZ drohte.

    Wahrscheinlich, heißt es in der Datenbank der »Stolpersteine Hamburg«, starb er bei einem Einsatz des Bataillons. Ist Röser ein Opfer oder ein Täter?

    »NS-Opfer und Täter lassen sich oft nur schwer definieren«, sagt Jens-Christian Wagner. »Es ist eine Grauzone, die sich mit Stolpersteinen nicht darstellen lässt.« Wer aber entscheidet, ob ein Mensch die Bezeichnung »Opfer« verdient? Bislang gibt es kein deutschlandweit einheitliches Verfahren, keine gemeinsamen Kriterien, um Stolpersteine zu beantragen.
    »Ich bin kein Weltverbesserer«

    Finanziert wird das Projekt über Patenschaften. Ein Stein kostet 120 Euro, im Ausland zwölf Euro mehr. Meistens, erklärt Demnig, kommen Bewohner oder Nachfahren von NS-Opfern auf ihn zu. Lokale Initiativen kümmern sich oftmals darum, die Anträge bei der Kommune durchzusetzen.

    »Stolpersteine funktionieren als Schneeballsystem, das macht ihren Charme aus«, sagt Wagner. »Mit einem Zentralkomitee würde das Problem nicht gelöst.« Allerdings müssten lokale Initiativen »mehr in diskursiven Austausch treten«. Ob ein Stolperstein angemessen ist, lasse sich nur aus einer »wissenschaftlichen Perspektive« entscheiden.

    Gunter Demnig ist kein Wissenschaftler. Er sieht sich weder als Aktivist noch als Weltverbesserer – »ich bin Bildhauer«. Über seine Familie verliert Demnig nicht viele Worte. Sein Vater habe »bei der Flak« gearbeitet, sagt er, »die schossen in die Luft und wussten oft selbst nicht wohin«.

    Die meisten Geschichten von »damals« hörte er von seiner Großmutter. »’Ne Rote, SPD-Frau der ersten Stunde«, sagt Demnig. Sie habe bei Nauen in Brandenburg gelebt, nicht weit vom KZ Sachsenhausen. »Dort hat sie die Transporte beobachtet«, sah, wie Soldaten Gefangene mit Gewehren vor sich hertrieben. Natürlich sei klar gewesen, »dass das nicht sauber war, was da ablief«, sagt Demnig.

    Stein auf Stein, 500 pro Monat

    Seinen ersten Stein setzte Demnig am 16. Dezember 1992 in Köln. In eine Messingplatte gravierte er einen Deportationsbefehl des SS-Massenmörders Heinrich Himmler von 1942. »Damals dachte ich nicht, dass daraus einmal so ein Projekt wird«, sagt er. »Für mich war das Konzeptkunst.« Dann kam alles anders: Karlheinz Schmid, Herausgeber der »Kunstzeitung«, veröffentlichte zu dieser Zeit einen Bildband mit dem Titel »Kunstprojekte für Europa« – Untertitel: »Größenwahn«. Darin war auch Demnigs erster Stein abgebildet.

    Der Bildhauer fühlte sich herausgefordert: »Millionen Steine würde ich vielleicht nicht schaffen, dachte ich mir damals«, erzählt Demnig. »Aber ich könnte ja zumindest mal anfangen.« Bis heute wurden 80.000 Stolpersteine verlegt, in 27 Ländern. Er schafft um die 500 Steine im Monat, das Ziel seien 750.

    Als er von den Diskussionen über die Stolpersteine in Luxemburg hörte, »hat mich das unheimlich traurig gemacht«, sagt Demnig. »Eine Opfergruppe wird hier gegen die andere ausgespielt«. Zwangsrekrutierte seien zwar Teil der Wehrmacht gewesen. »Aber habt ihr Beweise, dass es wirklich Mörder waren?«

    Gibt es NS-Opfer erster und zweiter Klasse?

    Wagner dagegen fordert, in strittigen Fällen keine Stolpersteine zu setzen. Selbst wenn Menschen gegen ihren Willen eingezogen wurden oder nicht aktiv am Verbrechen beteiligt waren, handle es sich um eine Grauzone: »Auch Zwangsrekrutierte waren tragende Säulen der NS-Ausgrenzung.«

    Vor rund zehn Jahren gab es deshalb eine Auseinandersetzung wegen eines Stolpersteins für Hugo Dornhofer: Vor 1945 war der spätere CDU-Politiker dienstverpflichteter Bauleiter im KZ Mittelbau-Dora. Der Stein wurde genehmigt, Demnig verlegte ihn in Heiligenstadt in Thüringen, beschriftet mit dem Titel »Zwangsarbeiter«.

    Hinter jedem Stein ein Schicksal

    Vor 20 Jahren verlegte Gunter Demnig seine Stolpersteine für die NS-Opfer erstmals mit behördlicher Genehmigung – mittlerweile sind es mehr als 61.000. Hier erzählt der Künstler, warum er nicht damit aufhört.

    Wagner protestierte dagegen. »Mit so einer Aufschrift musste jeder denken, dass er ein normaler KZ-Häftling war«, sagt er. Zwar sei Dornhofer zum Dienst verpflichtet worden, damals arbeitslos, »mit Sicherheit kein glühender Nazi«. »Ein Bauleiter hatte aber ein normales Arbeitsverhältnis, mit ganz normalem Lohn«, so Wagner. Schließlich habe er Demnig überredet, den Stein wieder zu entfernen, »eines Tages war er einfach nicht mehr da«.

    »Opferbegriff verwässert«

    »Mit dem Opferzentrismus unserer Erinnerungskultur hadere ich«, sagt Wagner. »Gesellschaftlich hat das Opfer hohes Prestige, viele versuchen deshalb unter den Opferbegriff unterzuschlüpfen.« Damit aber werde der Begriff »verwässert«. »Menschen sind keine Lämmer, sondern handelnde Akteure«, sagt Wagner. Unter dem Opferbegriff würden sie »objektiviert«.

    Wagner plädiert dafür, sich in der Erinnerungskultur mehr mit den Profiteuren des Nationalsozialismus zu beschäftigen. Es sei zwar eine »Pflicht der Gesellschaft, sich auch mit strittigen Fällen auseinanderzusetzen«, sagt er. »Dazu aber braucht es Bildungsprojekte, öffentliche Diskussionen. Und keine Stolpersteine.«

    Demnig hat den Eindruck, dass in den letzten Jahren der Opferbegriff erweitert wurde. Für Behinderte habe er früher weniger Aufträge bekommen, »jetzt kommen immer mehr Angehörige auf mich zu«. In manchen Städten hätten sich die Kriterien für Stolpersteine gelockert. Nach Hannover fahre er inzwischen mehrmals im Jahr – »mal sehen, was in München noch passiert«.

  • Henry Ford und die #Nazis Der Diktator von Detroit
    https://www.spiegel.de/geschichte/henry-ford-und-die-nazis-a-947358.html
    Est-ce que l’automobile serait un objet essentiellement fasciste ?

    Unternehmer, Wohltäter - und Hitlers Vorbild: Der amerikanische Autofabrikant Henry Ford revolutionierte nicht nur die Fließbandproduktion, mit seinem antijüdischen Thesen inspirierte er auch den deutschen Diktator - und erhielt dafür 1938 eine besondere Auszeichnung der Nazis.

    #économie #politique #technologie

  • Très intéressant : ces jours-ci, notre efficace gouvernement se félicite que la campagne de vaccination est « en avance » sur ses prévisions. Par exemple ici (et sinon entendu à la radio nationale aujourd’hui) :
    La vaccination contre le Covid-19 atteindra en août son objectif… en avance
    https://www.courrier-picard.fr/id215168/article/2021-07-22/la-vaccination-contre-le-covid-19-atteindra-en-aout-son-objectif-en-

    Le gouvernement s’était fixé un objectif de 40 millions de premières injectons de vaccin contre le Covid-19 pour le mois d’août. L’objectif sera atteint ce mois-ci.

    C’est vraiment important ça : ça signifie que le gouvernement n’avait de toute façon jamais prévu d’atteindre un niveau de vaccination qui aurait permis, seul, de contrer la nouvelle vague cet été. C’est-à-dire que le gouvernement admet qu’il a une fois de plus merdé le déconfinement, et qu’il a une fois de plus merdé l’arrivée d’une nouvelle vague, en faisant le choix de se reposer uniquement sur la vaccination (dont on nous dit donc aujourd’hui que même « en avance », elle n’est pas capable d’arrêter cette vague). Mauvaise volonté des anti-vax ou pas.

    Et qu’en septembre, nos enfants seront une fois de plus à poil face à cette vague, sans rien de sérieux préparé dans les écoles.

    (Constat qui n’invalide pas par ailleurs le fait que je soutiens qu’on a besoin d’être extrêmement volontaristes sur la vaccination, et refuser ces histoires de « liberté individuelle » alors même que le vaccin est un des principaux outils pour nos libertés collectives et individuelles à moyen terme. Et aussi le fait que les 30% à 40% de gens aujourd’hui avec le masque sous le nez dans les supermarchés sont des sales cons.)

    • Un autre aspect d’intérêt, c’est cette histoire d’avoir « gagné du temps » en faisant traîner les restrictions molles et merdiques pour finalement faire redescendre la courbe avec plusieurs mois de retard. Ce haut fait d’Épidémiologiste 1er.

      Non seulement ça s’est payé en malades graves et en morts, mais en plus, on n’a justement pas « gagné du temps », puisqu’au lieu d’avoir pu profiter d’un peu de liberté, on a replongé illico dans la vague Delta. La courbe ici à Montpellier est épatante : les jeunes de 20 à 29 ans, le taux d’incidence n’est redescendu dans le vert que pour une durée de deux semaines !

      Tout ce qu’on a « gagné », ce sont des morts et des malades, et une période de répit plus courte d’autant qu’on a prolongé la 2e vague…

      Je te fais un dessin :

      Et pour la bonne bouche, je te mets aussi une étoile pour célébrer l’article « Reconfinement allégé et vaccination : comment Emmanuel Macron a gagné son pari » du 12 juin dans le JDD :
      https://www.lejdd.fr/Politique/reconfinement-allege-et-vaccination-comment-emmanuel-macron-a-gagne-son-pari-4

      (Suggestion : prévoir exactement le même genre de communication à propos du « temps gagné » sur le réchauffement climatique.)

    • Donc ni les mesures ni les menus du jour vaccinals semblent en mesure de contrer de nouvelles vagues et de nouveaux variants, sauf à répéter de nouvelles injections pour chaque variants.
      Donc nos enfants, effectivement se retrouverons à poil en septembre, ou blindé messenger pour le reste de leur vie.

    • Donc ni les mesures ni les menus du jour vaccinals semblent en mesure de contrer de nouvelles vagues et de nouveaux variants, sauf à répéter de nouvelles injections pour chaque variants.

      Absolument rien de scientifiquement fondé ne permet d’affirmer ça pour l’instant.

    • Ce qu’on sait, c’est que la couverture vaccinale actuellement est insuffisante pour arrêter seule la nouvelle vague. À terme, si la couverture vaccinale augmente massivement, elle devrait permettre d’arrêter les futures vagues (c’est le principe d’un vaccin : on protège suffisamment, même de manière imparfaite, pour de toute façon faire tellement chuter le taux de reproduction que toute nouvelle introduction du virus s’éteint très rapidement).

      Pour l’instant aussi, on n’a aucune indication d’échappement vaccinal avec un variant qui se diffuserait massivement : les vaccins actuels protègent efficacement contre l’actuel variant Delta. C’est une crainte que ça finisse par arriver, mais ce n’est pas le cas actuellement.

      Quand aux « mesures », pour l’instant c’est le néant et c’est l’objet de ce thread : le pari gouvernemental de laisser faire la fête du slip (« la vie comme avant ») en se reposant uniquement sur l’avancement de la vaccination est ce qui nous plante en ce moment (et non la mauvaise volonté – même si elle est réelle – d’une grosse partie de la population à se faire vacciner). Puisqu’on annonce être en avance d’un mois sur le calendrier vaccinal du gouvernement, cocorico, et qu’on se mange tout de même des progressions encore jamais vues des contaminations.

      La « grosse » mesure qui est le passe vaccinal, grosso modo ce sera début août pour les lieux qui comptent. Peut-être qu’il aura une efficacité, même très imparfaite, pour faire suffisamment baisser le taux de reproduction, associé à la couverture vaccinale partielle, ou peut-être qu’il est tellement troué, avec une volonté politique de ne pas nuire au consumérisme des fêtards dans les régions touristiques, qu’il n’aura qu’un effet marginal (mineurs exclus du passe, contrôles bidon comme, tout le monde le pense très fort, dans les boîtes de nuit actuellement, multiplication des QR codes de complaisance…). Pour l’instant on ne sait pas.

    • Ah, important : et c’est pas comme si c’était pas annoncé par les scientifiques. C’est très très exactement ce qu’avait dit craindre Christian Drosten en… janvier dernier :
      https://www.spiegel.de/international/germany/interview-with-virologist-christian-drosten-i-am-quite-apprehensive-about-wh

      Drosten: Once the elderly and maybe part of the risk groups have been vaccinated, there will be immense economic, social, political and perhaps also legal pressure to end the corona measures. And then, huge numbers of people will become infected within just a short amount of time, more than we can even imagine at the moment. We won’t have 20,000 or 30,000 new cases a day, but up to 100,000 in a worst-case scenario. It will, of course, be primarily younger people who are less likely than older people to have severe symptoms, but when a huge number of younger people get infected, then the intensive care units will fill up anyway and a lot of people will die. Just that it will be younger people.

    • Depuis le début, nous surfons sur une vague dénommée « worst case scenario » en ce qui concerne les réactions des populations (gvt en premier lieu).

      Alors même que d’une certaine façon, dans la mesure où ce virus n’est pas massivement mortel, nous pourrions aussi dire que nous ne sommes pas dans un « worst case scenario » du point de vue de la nature du virus.

    • En l’absence de mesures barrières et de modifications de comportements, Laurent Thines évalue l’impact probable du sarscov2 en France à 300 000 décès. De plus :

      « Le Covid-long menace. Nous avons appris à connaître maintenant un peu mieux les séquelles sur la santé de la contraction du virus (60% des patients ont encore au moins un symptôme à six mois) : épisodes de fièvre, fatigue profonde, toux et difficultés respiratoires persistantes (fibrose pulmonaire), fatigabilité et malaise à l’effort physique, douleurs thoraciques et palpitations, maux de tête et douleurs musculo-articulaires, perte d’odorat et de goût, troubles de mémoire et de concentration, rétraction pénienne… Ce florilège d’effets tardifs balaie à lui seul l’argument de ceux qui défendent la notion d’une maladie bénigne qui ne tue que ceux dont la santé était très dégradée et qui “allaient de toute façon mourir dans l’année”.

      https://seenthis.net/messages/924110

  • How Frontex Helps Haul Migrants Back To Libyan Torture Camps

    Refugees are being detained, tortured and killed at camps in Libya. Investigative reporting by DER SPIEGEL and its partners has uncovered how close the European Union’s border agency Frontex works together with the Libyan coast guard.

    At sunrise, Alek Musa was still in good spirits. On the morning of June 25, 2020, he crowded onto an inflatable boat with 69 other people seeking asylum. Most of the refugees were Sudanese like him. They had left the Libyan coastal city of Garabulli the night before. Their destination: the island of Lampedusa in Italy. Musa wanted to escape the horrors of Libya, where migrants like him are captured, tortured and killed by militias.

    The route across the central Mediterranean is one of the world’s most dangerous for migrants. Just last week, another 100 people died as they tried to reach Europe from Libya. Musa was confident, nonetheless. The sea was calm and there was plenty of fuel in the boat’s tank.

    But then, between 9 a.m. and 10 a.m., Musa saw a small white plane in the sky. He shared his story by phone. There is much to suggest that the aircraft was a patrol of the European border protection agency Frontex. Flight data shows that a Frontex pilot had been circling in the immediate vicinity of the boat at the time.

    However, it appears that Frontex officials didn’t instruct any of the nearby cargo ships to help the refugees – and neither did the sea rescue coordination centers. Instead, hours later, Musa spotted the Ras Al Jadar on the horizon, a Libyan coast guard vessel.

    With none of them wanting to be hauled back to Libya, the migrants panicked. "We tried to leave as quickly as possible,” says Musa, who won’t give his real name out of fear of retaliation.

    Musa claims the Libyans rammed the dinghy with their ship. And that four men had gone overboard. Images from an aircraft belonging to the private rescue organization Sea-Watch show people fighting for their lives in the water. At least two refugees are believed to have died in the operation. All the others were taken back to Libya.
    Frontex Has Turned the Libyans into Europe’s Interceptors

    The June 25 incident is emblematic of the Europeans’ policy in the Mediterranean: The EU member states ceased sea rescue operations entirely in 2019. Instead, they are harnessing the Libyan coast guard to keep people seeking protection out of Europe.

    The European Court of Human Rights ruled back in 2012 that refugees may not be brought back to Libya because they are threatened with torture and death there. But that’s exactly what Libyan border guards are doing. With the help of the Europeans, they are intercepting refugees and hauling them back to Libya. According to an internal EU document, 11,891 were intercepted and taken back ashore last year.

    The EU provides financing for the Libyan coast guard and has trained its members. To this day, though, it claims not to control their operations. “Frontex has never directly cooperated with the Libyan coast guard,” Fabrice Leggeri, the head of the border agency, told the European Parliament in March. He claimed that the Libyans alone were responsible for the controversial interceptions. Is that really the truth, though?

    Together with the media organization “Lighthouse Reports”, German public broadcaster ARD’s investigative magazine “Monitor” and the French daily “Libération”, DER SPIEGEL has investigated incidents in the central Mediterranean Sea over a period of months. The reporters collected position data from Frontex aircraft and cross-checked it with ship data and information from migrants and civilian rescue organizations. They examined confidential documents and spoke to survivors as well as nearly a dozen Libyan officers and Frontex staff.

    This research has exposed for the first time the extent of the cooperation between Frontex and the Libyan coast guard. Europe’s border protection agency is playing an active role in the interceptions conducted by the Libyans. The reporting showed that Frontex flew over migrant boats on at least 20 occasions since January 2020 before the Libyan coast guard hauled them back. At times, the Libyans drove deep in the Maltese Search and Rescue Zone, an area over which the Europeans have jurisdiction.

    Some 91 refugees died in the interceptions or are considered missing – in part because the system the Europeans have established causes significant delays in the interceptions. In most cases, merchant ships or even those of aid organizations were in the vicinity. They would have reached the migrant boats more quickly, but they apparently weren’t alerted. Civilian sea rescue organizations have complained for years that they are hardly ever provided with alerts from Frontex.

    The revelations present a problem for Frontex head Leggeri. He is already having to answer for his agency’s involvement in the illegal repatriation of migrants in the Aegean Sea that are referred to as pushbacks. Now it appears that Frontex is also bending the law in operations in the central Mediterranean.

    An operation in March cast light on how the Libyans operate on the high seas. The captain of the Libyan vessel Fezzan, a coast guard officer, agreed to allow a reporter with DER SPIEGEL to conduct a ride-along on the ship. During the trip, he held a crumpled piece of paper with the coordinates of the boats he was to intercept. He didn’t have any internet access on the ship – indeed, the private sea rescuers are better equipped.

    The morning of the trip, the crew of the Fezzan had already pulled around 200 migrants from the water. The Libyans decided to leave an unpowered wooden boat with another 200 people at sea because the Fezzan was already too full. The rescued people huddled on deck, their clothes soaked and their eyes filled with fear. "Stay seated!” the Libyan officers yelled.

    Sheik Omar, a 16-year-old boy from Gambia squatted at the bow. He explained how, after the death of his father, he struggled as a worker in Libya. Then he just wanted to get away from there. He had already attempted to reach Europe five times. "I’m afraid,” he said. "I don’t know where they’re taking me. It probably won’t be a good place.”

    The conditions in the Libyan detention camps are catastrophic. Some are officially under the control of the authorities, but various militias are actually calling the shots. Migrants are a good business for the groups, and refugees from sub-Saharan countries, especially, are imprisoned and extorted by the thousands.

    Mohammad Salim was aware of what awaited him in jail. He’s originally from Somalia and didn’t want to give his real name. Last June, he and around 90 other migrants tried to flee Libya by boat, but a Frontex airplane did a flyover above them early in the morning. Several merchant ships that could have taken them to Europe passed by. But then the Libyan coast guard arrived several hours later.

    Once back on land, the Somali was sent to the Abu Issa detention center, which is controlled by a notorious militia. “There was hardly anything to eat,” Salim reported by phone. On good days, he ate 18 pieces of maccaroni pasta. On other days, he sucked on toothpaste. The women had been forced by the guards to strip naked. Salim was only able to buy his freedom a month later, when his family had paid $1,200.

    The EU is well aware of the conditions in the Libyan refugee prisons. German diplomats reported "concentration camp-like conditions” in 2017. A February report from the EU’s External Action described widespread "sexual violence, abduction for ransom, forced labor and unlawful killings.” The report states that the perpetrators include "government officials, members of armed groups, smugglers, traffickers and members of criminal gangs.”

    Supplies for the business are provided by the Libyan coast guard, which is itself partly made up of militiamen.

    In response to a request for comment from DER SPIEGEL, Frontex asserted that it is the agency’s duty to inform all internationally recognized sea rescue coordination centers in the region about refugee boats, including the Joint Rescue Coordination Center (JRCC). The sea rescue coordination center reports to the Libyan Defense Ministry and is financed by the EU.

    According to official documents, the JRCC is located at the Tripoli airport. But members of the Libyan coast guard claim that the control center is only a small room at the Abu Sitta military base in Tripoli, with just two computers. They claim that it is actually officers with the Libyan coast guard who are on duty there. That the men there have no ability to monitor their stretch of coastline, meaning they would virtually be flying blind without the EU’s aerial surveillance. In the event of a shipping accident, they almost only notify their own colleagues, even though they currently only have two ships at their disposal. Even when their ships are closer, there are no efforts to inform NGOs or private shipping companies. Massoud Abdalsamad, the head of the JRCC and the commander of the coast guard even admits that, "The JRCC and the coast guard are one and the same, there is no difference.”

    WhatsApp Messages to the Coast Guard

    As such, experts are convinced that even the mere transfer of coordinates by Frontex to the JRCC is in violation of European law. "Frontex officials know that the Libyan coast guard is hauling refugees back to Libya and that people there face torture and inhumane treatment,” says Nora Markard, professor for international public law and international human rights at the University of Münster.

    In fact, it appears that Frontex employees are going one step further and sending the coordinates of the refugee boats directly to Libyan officers via WhatsApp. That claim has been made independently by three different members of the Libyan coast guard. DER SPIEGEL is in possession of screenshots indicating that the coast guard is regularly informed – and directly. One captain was sent a photo of a refugee boat taken by a Frontex plane. “This form of direct contact is a clear violation of European law,” says legal expert Markard.

    When confronted, Frontex no longer explicitly denied direct contact with the Libyan coast guard. The agency says it contacts everyone involved in emergency operations in order to save lives. And that form of emergency communication cannot be considered formal contact, a spokesman said.

    But officials at Frontex in Warsaw are conscious of the fact that their main objective is to help keep refugees from reaching Europe’s shores. They often watch on their screens in the situation center how boats capsize in the Mediterranean. It has already proven to be too much for some – they suffer from sleep disorders and psychological problems.

    https://www.spiegel.de/international/europe/libya-how-frontex-helps-haul-migrants-back-to-libyan-torture-camps-a-d62c396

    #Libye #push-backs #refoulements #Frontex #complicité #milices #gardes-côtes_libyens #asile #migrations #réfugiés #externalisation #Ras_Al_Jadar #interception #Fezzan #Joint_Rescue_Coordination_Center (#JRCC) #WhatsApp #coordonnées_géographiques

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    • Frontex : l’agence européenne de garde-frontières au centre d’une nouvelle polémique

      Un consortium de médias européens, dont le magazine Der Spiegel et le journal Libération, a livré une nouvelle enquête accablante sur l’agence européenne des gardes-frontières. Frontex est accusée de refouler des bateaux de migrants en mer Méditerranée.

      Frontex, c’est quoi ?

      L’agence européenne des gardes-frontières et gardes-côtes a été créée en 2004 pour répondre à la demande d’aides des pays membres pour protéger les frontières extérieures de l’espace Schengen. Frontex a trois objectifs : réduire la vulnérabilité des frontières extérieures, garantir le bon fonctionnement et la sécurité aux frontières et maintenir les capacités du corps européen, recrutant chaque année près de 700 gardes-frontières et garde-côtes. Depuis la crise migratoire de 2015, le budget de l’agence, subventionné par l’Union Européen a explosé passant 142 à 460 millions d’euros en 2020.

      Nouvelles accusations

      Frontex est de nouveau au centre d’une polémique au sein de l’UE. En novembre 2020, et en janvier 2021 déjà, Der Spiegel avait fait part de plusieurs refoulements en mer de bateaux de demandeurs d’asile naviguant entre la Turquie et la Grèce et en Hongrie. Dans cette enquête le magazine allemand avait averti que les responsables de Frontex étaient"conscients des pratiques illégales des gardes-frontières grecs et impliqués dans les refoulements eux-mêmes" (https://www.spiegel.de/international/europe/eu-border-agency-frontex-complicit-in-greek-refugee-pushback-campaign-a-4b6c).

      A la fin de ce mois d’avril, de nouveaux éléments incriminants Frontex révélés par un consortium de médias vont dans le même sens : des agents de Frontex auraient donné aux gardes-côtes libyens les coordonnées de bateaux de réfugiés naviguant en mer Méditerranée pour qu’ils soient interceptés avant leurs arrivées sur le sol européen. C’est ce que l’on appelle un « pushback » : refouler illégalement des migrants après les avoir interceptés, violant le droit international et humanitaire. L’enquête des médias européens cite un responsable d’Amnesty International, Mateo de Bellis qui précise que « sans les informations de Frontex, les gardes-côtes libyens ne pourraient jamais intercepter autant de migrants ».

      Cet arrangement entre les autorités européennes et libyennes « constitue une violation manifeste du droit européen », a déclaré Nora Markard, experte en droit international de l’université de Münster, citée par Der Spiegel.

      Une politique migratoire trop stricte de l’UE ?

      En toile de fond, les détracteurs de Frontex visent également la ligne politique de l’UE en matière d’immigration, jugée trop stricte. Est-ce cela qui aurait généré le refoulement de ces bateaux ? La Commissaire européenne aux affaires intérieures, Ylva Johansson, s’en défendait en janvier dernier, alors que Frontex était déjà accusé d’avoir violé le droit international et le droit humanitaire en refoulant six migrants en mer Egée. « Ce que nous protégeons, lorsque nous protégeons nos frontières, c’est l’Union européenne basée sur des valeurs et nous devons respecter nos engagements à ces valeurs tout en protégeant nos frontières (...) Et c’est une des raisons pour lesquelles nous avons besoin de Frontex », expliquait la Commissaire à euronews.

      Pour Martin Martiniello, spécialiste migration à l’université de Liège, « l’idée de départ de l’Agence Frontex était de contrôler les frontières européennes avec l’espoir que cela soit accompagné d’une politique plus positive, plus proactive de l’immigration. Cet aspect-là ne s’est pas développé au cours des dernières années, mais on a construit cette notion de crise migratoire. Et cela renvoie une image d’une Europe assiégée, qui doit se débarrasser des migrants non souhaités. Ce genre de politique ne permet pas de rencontrer les défis globaux des déplacements de population à long terme ».

      Seulement trois jours avant la parution de l’enquête des médias européens incriminant Frontex, L’Union européenne avait avancé sa volonté d’accroître et de mieux encadrer les retours volontaires des personnes migrantes, tout en reconnaissant que cet axe politique migratoire était, depuis 2019, un échec. L’institution avait alors proposé à Frontex un nouveau mandat pour prendre en charge ces retours. Selon Martin Martiniello, « des montants de plus en plus élevés ont été proposés, pour financer Frontex. Même si le Parlement européen a refusé de voter ce budget, celui-ci comporte de la militarisation encore plus importante de l’espace méditerranéen, avec des drones et tout ce qui s’en suit. Et cela fait partie d’une politique européenne ».

      Les accusations de novembre et janvier derniers ont généré l’ouverture d’une enquête interne chez Frontex, mais aussi à l’Office européen de lutte antifraude (OLAF). Pour Catherine Woolard, directrice du Conseil européen des Réfugiés et Exilés (ECRE), « On voit tout le problème des structures de gouvernance de Frontex : ce sont les États membres qui font partie du conseil d’administration et de gestion de Frontex, et ces États membres ont fait une enquête préliminaire. Mais cette enquête ne peut pas être profonde et transparente, puisque ces États membres sont parties prenantes dans ce cas de figure ».

      Pour la directrice de l’ECRE, une enquête indépendante serait une solution pour comprendre et réparer les torts causés, et suggère une réforme du conseil d’administration de Frontex. « La décision du Parlement concernant le budget est importante. En plus des enquêtes internes, le Parlement a créé un groupe de travail pour reformer le scrutin au sein du conseil administratif de l’agence, ce qui est essentiel. Nous attendons le rapport de ce groupe de travail, qui permettra de rendre compte de la situation chez Frontex ».

      Certains députés européens ont demandé la démission du directeur exécutif de Frontex. « C’est un sujet sensible » souligne Catherine Woolard. « Dans le contexte de l’augmentation des ressources de Frontex, le recrutement d’agents de droits fondamentaux, ainsi que les mesures et mécanismes mentionnés, sont essentiels. Le Parlement européen insiste sur la création de ces postes et n’a toujours pas eu de réponse de la part du directeur de Frontex. Entretemps, l’agence a toujours l’obligation de faire un rapport sur les incidents où il y a une suspicion de violation du droit international et humanitaire ».

      https://www.levif.be/actualite/europe/frontex-l-agence-europeenne-de-garde-frontieres-au-centre-d-une-nouvelle-polemique/article-normal-1422403.html?cookie_check=1620307471

  • Philosoph Habermas lehnt Buchpreis ab : souveräne Entscheidung nach SPIEGEL-Kritik souveräne Ents - DER SPIEGEL
    https://www.spiegel.de/kultur/literatur/philosoph-habermas-lehnt-buchpreis-ab-souveraene-entscheidung-nach-spiegel-k

    Parce qu’il n’est pas en accord avec la forme de gouvernement qui est en place dans ce pays, Jürgen Habermas choisit (après quelque hésitation) de ne pas accepter le prix du cheikh Zayed (225 000 euros donnés par Abu Dhabi). Curieusement, la nouvelle ne semble pas intéresser la presse intellectuelle francophone !

    https://www.dw.com/en/j%C3%BCrgen-habermas-turns-down-uae-award-over-human-rights-concerns/a-57405254

    #Emirats #Habermas

  • Den Feind zu kennen ist für die Sicherheit wichtiger als den Weg zu kennen
    知己更要知彼,安全的未来之路
    https://e.huawei.com/cn/tech-topic/cn/security/secur


    Il ne faut pas croire que les chinois et le chinois soient incapables de dire les choses clairement.

    Voici ce que donne la traduction automatique d’un texte publié à propos de questions de sécurité sur le site de Huawei. J’aime la référence au commandant déchu du Deutsches Afrikakorps Erwin Rommel. L’auteur chinois se trompe quand il parle de l’invincibilité de ce militaire. Rommel réuissit des victoires tant qu’il disposait du contenu de la communication de ses adversaires. La campagne africaine des militaires allemande fut vouée à l’échec après la perte de l’accès à ces information. Le décryptage systématique de son propre système de codage Enigma par les services britannques marqua la fin des victoires improbables de cette star de la propagande nazie.

    Erwin Rommel Ren Zhengfei (任正非) même combat ?

    19.10.2015 - Die Top 1 rangiert Experte in den Kampfkünsten in der lachenden Stolz der Jianghu, Feng Qingyang, ein Lied „die nur neun Schwerter“, verstehen die Welt der Kampfkünste, nur schnell ist nicht gebrochen, schnell ist es, den nächsten Schritt des Gegners zwischen dem Feuer und Stein zu wissen, und dann schnell aus der Bewegung, um den Feind zu kontrollieren, der Fuchs Chong später auch praktiziert dies in "für die Menschen lieben, Blumen sehen Blumen "Das war die beste Technik der Welt. Im Zweiten Weltkrieg war Rommel in Nordafrika unbesiegbar, er stützte sich auf die Fähigkeit, die Kampftaktik des Gegners zu kennen, ergänzt durch das Verständnis der aktuellen Situation des Gegners, die Strategie schnell anzupassen, um den Feind schnell zu kontrollieren, um den Gegner zu erhalten, um den schönen Namen zu geben: der Wüstenfuchs. All das kommt daher, dass nur wenige Menschen ein Prinzip wirklich tief verstehen: Wer seinen Feind kennt, wird nie eine Schlacht verlieren. Der Grund ist derselbe, auch der Sicherheitsschutz folgt diesem Prinzip, wer das Verständnis und den geschickten Einsatz dieses Prinzips vorwegnimmt, der wird die erste Gelegenheit im Sicherheitsangriff und Verteidigungskrieg nutzen.

    Die genaue „Kenntnis des Feindes“ durch den Angreifer ist oft die halbe Miete

    Fortgeschrittene Hacker zu verstehen, den Gegner, die Sammlung von Informationen, die ganz wichtig ist, die Art und Weise der Angriff, Malware sind abhängig von Wissen des Benutzers, alle Angriffsschritte angepasst sind, Messer direkt auf den Kern der Sache. Zum Beispiel durch die Sammlung von Informationen über die Mitarbeiter der Organisation, ein tiefes Verständnis für ihre sozialen Beziehungen, persönliche Vorlieben, Terminal-Sicherheit und andere Situationen, und dann einige Angriffe anpassen, um den Computer des Mitarbeiters zu kontrollieren, als Sprungbrett, um reibungslos in das Netzwerk der Organisation.

    Bei dem Aurora-APT-Angriff auf Google wurde die Vorliebe eines Mitarbeiters für Fotografie genutzt, um den Webserver einer gefälschten Foto-Website anzupassen. Der Google-Mitarbeiter erhielt einen Weblink von einer vertrauenswürdigen Person und klickte darauf, um die bösartige Website zu betreten und unwissentlich weitere Trojaner-Software herunterzuladen. Damit begann der „Aurora-Vorfall“, der die Welt schockierte.

    Traditionelle Sicherheit kennt nur „sich selbst“ Passive Verteidigung offensives und defensives Ungleichgewicht

    Die traditionelle Sicherheitsabwehr konzentriert sich auf Schwachstellen. Herkömmliche Sicherheitsprodukte für die Verteidigung basieren auf dem Verständnis von Schwachstellen, und auf dieser Grundlage kann die Verwendung von Schwachstellen-Auslösebedingungen für das Design von Signaturen, die nur der Signatur des Angriffs entsprechen, identifiziert werden. Die Qualität und der Umfang der Signatur in diesem Modell wirken sich direkt auf die Effektivität des Verteidigungssystems aus, und die fehlende Erfahrung bei der Abwehr unbekannter Bedrohungen angesichts sich verändernder und fortschrittlicher Bedrohungen führt oft zu einer deutlichen Reduzierung der Verteidigungsfähigkeiten.

    In den letzten Jahren, die Sicherheit Abwehrsystem ist auch in den Prozess der kontinuierlichen Entwicklung, ist diese Änderung tatsächlich in der „wissen Sie selbst“, um mehr Macht zu investieren. Beispielsweise konzentrieren sich NGFW- und NGIPS-Sicherheitsprodukte auf die Entwicklung kontextbezogener Funktionen, die Assets, Standort, Topologie, Anwendungen, Identität, Inhalte und andere Informationen umfassen. Diese Art der Optimierung des auf Schwachstellen basierenden passiven Abwehrsystems kann die Erkennungsgenauigkeit verbessern, hat aber keinen qualitativen Einfluss auf den aktuellen Zustand des Ungleichgewichts zwischen Angriff und Abwehr.

    Neues Denken konzentriert sich auf „Knowing the Enemy“ Proaktive Verteidigung, um Chancen vorzubeugen

    Verizon hat den 2013 Data Breach Investigation Report veröffentlicht, der das oberste Prinzip im Umgang mit APT - sich selbst zu kennen, aber auch den Feind zu kennen - klar herausstellt und betont, dass ein wirklich proaktives und effektives Sicherheitspräventionssystem darin besteht, „den Feind zuerst zu erkennen“.

    Das so genannte „Know your enemy“ (Kenne deinen Feind) besteht in der effektiven Identifizierung des angreifenden Gegners, der Tools und der zugehörigen technischen Prinzipien sowie anderer Informationen, die zur Erkennung bösartiger Aktivitäten und sogar zur Lokalisierung bestimmter Organisationen oder Personen verwendet werden können.

    Speziell auf die beliebteste fortgeschrittene Bedrohung Angriff APT, „know your enemy“ ist es, effektiv zu identifizieren, die APT-Angriffskette, identifizieren die Angreifer das Angriffsverhalten durch Anomalien, wie DNS-Anomalien, Mail-Anomalien, etc., in der Analyse einer großen Anzahl von Angriff und Verteidigung auf der Grundlage von Daten und Sicherheit Intelligenz, ein tiefes Verständnis der Angreifer die Basierend auf der Analyse einer großen Menge an grundlegenden Angriffs- und Verteidigungsdaten und Sicherheitsinformationen können wir die Angriffskette des Angreifers, Angriffstools, Angriffstechniken usw. tiefgreifend verstehen, relevante Informationen extrahieren und eine große Menge an „Selbsterkenntnis“-Informationen kombinieren, leistungsstarke maschinelle Selbstlernfähigkeiten nutzen, um das Angriffsmodell zusammenzufassen, um so verschiedene anormale Verhaltensweisen effektiv zu identifizieren und „den Ton zu hören, bevor man die Person sieht“. "Dieser aktive Verteidigungsmodus durchbricht die bisherige passive Situation vollständig und kehrt damit das Ungleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung effektiv um. Dieser Modus der proaktiven Verteidigung durchbricht die bisherige Situation, reaktiv zu sein, vollständig und kehrt das Ungleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung effektiv um. Er vergrößert das Zeitfenster zwischen Eindringen und Schaden effektiv, verkleinert das Zeitfenster zwischen Erkennung und Reaktion und baut ein Verteidigungssystem auf, das mit fortgeschrittenen Bedrohungen umgehen kann.

    Im Zuge des „Know your enemy“-Verständnisses wurden modernste Technologien, einschließlich des maschinellen Selbstlernens, angewandt und entwickelt, was zu einem Boom in der Sicherheitsaufklärung führte. Gleichzeitig wird die Sicherheitsintelligenz zu einem exzellenten Input für Erkennungsmodelle, in Form eines guten Feedback-Systems. In Zukunft werden Sicherheitsprodukte in der Lage sein, Security Intelligence zu nutzen, um verschiedene fortschrittliche Bedrohungen schneller und genauer zu identifizieren.

    Huawei Security, Wir kennen uns aus, wir kennen uns aus, wir kennen den Weg zur Sicherheit der Zukunft

    Als Mainstream-Sicherheitsanbieter in der Branche besteht Huawei auf der Stärkung der Praxis des „Sich-selbst-Kennens“ und optimiert und verbessert weiterhin die Wahrnehmungsfähigkeit und Verteidigungsgenauigkeit seiner Single-Point-Defense-Sicherheitsprodukte, die typischerweise durch die Next-Generation-Firewall USG6000 repräsentiert werden; andererseits erforscht es auch aktiv den Bereich des „Kennens des eigenen Feindes“ und übernimmt die Führung bei der Veröffentlichung einer Reihe von Sicherheitsprodukten und -lösungen wie Sandboxen, Big-Data-Analyseplattformen und Cloud-Reinigungslösungen im Jahr 2015, um die Innovation des aktiven Verteidigungsmodus zu realisieren.
    Basierend auf einer großen Anzahl von Angriffsmustern und verschiedenen Bedrohungsinformationen haben die Big-Data-Plattformprodukte von Huawei CIS durch Expertenanalyse und maschinelles Selbstlernen ein umfangreiches Modell zur Erkennung von Anomalien erstellt, mit dem anomale Verhaltensweisen in jedem Glied der APT-Angriffskette effektiv identifiziert werden können. Gleichzeitig können die Big-Data-Plattformprodukte von Huawei CIS durch ein tiefgreifendes Verständnis der Umgebung, einschließlich der Identifizierung interner Informationen, wie z. B. Werte und Benutzer in der Umgebung, und durch die endgültigen multidimensionalen Bedrohungsinformationen anomale Verhaltensweisen in jedem Glied der APT-Angriffskette effektiv identifizieren. Durch die abschließende mehrdimensionale Bedrohungsanalyse können verschiedene fortschrittliche Bedrohungen effektiv identifiziert und relevante Bedrohungsinformationen generiert und mit herkömmlichen Sicherheitsgeräten wie NGFW und NGIPS geteilt werden, wodurch wirklich ein netzwerkweites, rückgekoppeltes aktives Verteidigungssystem entsteht, das „den Feind kennt und sich selbst kennt“.

    Source : https://web.archive.org/web/20201125152838/https://e.huawei.com/cn/tech-topic/cn/security/security
    Traduction : https://www.deepl.com/translator

    „Wolfsgeist“ : Wie Huawei seine Angestellten in Europa kontrolliert
    https://netzpolitik.org/2021/wolfsgeist-wie-huawei-seine-angestellten-in-europa-kontrolliert

    Ehemalige Angestellte werfen Huawei Diskriminierung vor. Wie massiv der Konzern in ihr Privatleben eingreift und wie er sein Personal auf Linie hält, zeigen interne Dokumente und verdeckte Tonaufnahmen, die netzpolitik.org und die Recherchepartner:innen des Signals Network ausgewertet haben.
    13.01.2021 um 06:00 Uhr - Alexander Fanta, Daniel Laufer

    Enigma-Entschlüsselung : Wie Schachspieler halfen, den Krieg zu gewinnen - DER SPIEGEL
    https://www.spiegel.de/geschichte/enigma-entschluesselung-wie-schachspieler-halfen-den-krieg-zu-gewinnen-a-123

    Verband Deutsches Afrika-Korps e.V., Paderborn - Firmenauskunft
    https://www.firmenwissen.de/az/firmeneintrag/33104/4290286191/VERBAND_DEUTSCHES_AFRIKA_KORPS_E_V.html

    Verband Deutsches Afrika-Korps e.V.
    Paderborner Str. 42
    33104 Paderborn, Deutschland

    Registernummer: VerR 2973

    Kurzbeschreibung
    Verband Deutsches Afrika-Korps e.V. mit Sitz in Paderborn ist im Vereinsregister mit der Rechtsform Verein eingetragen. Das Unternehmen wird beim Amtsgericht 33098 Paderborn unter der Vereinsregister-Nummer VerR 2973 geführt. Das Unternehmen ist wirtschaftsaktiv. Die letzte Änderung im Vereinsregister wurde am 28.01.2013 vorgenommen. Das Unternehmen wird derzeit von 4 Managern (4 x Vorstand) geführt. Die Steuernummer des Unternehmens ist in den Firmendaten verfügbar. Das Unternehmen verfügt über einen Standort.

    Deutsches Afrikakorps – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Afrikakorps

    Das Deutsche Afrikakorps (DAK) war ein Großverband der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, der von 1941 bis 1943 auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz zum Einsatz kam und hier mit seinen gepanzerten Verbänden den Kern der späteren deutsch-italienischen Panzerarmee Afrika bildete. Das Operationsgebiet erstreckte sich im Verlaufe des Krieges von Tunesien über Libyen bis Ägypten. Fälschlich wird bisweilen das gesamte deutsche Kontingent im Afrikafeldzug als Afrikakorps bezeichnet.

    Wayback Machine - Verband Deutsches Afrika-Korps e.V.
    https://web.archive.org/web/20191220080255/http://deutsches-afrikakorps.de

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    Wir bitten alle schriftlichen Anfragen,welche die Verbandszeitung „Die Oase“, die Mitgliedschaft im Verband, der Website und den Einsatz deutscher Soldaten in Nordafrika im 2. Weltkrieg* betreffen,an

    Telefonische Anfragen oder Anfragen zu o.a. Themen per E-Mail:

    Verband Deutsches Afrika-Korps e.V.

    –Bundesvorsitzender-
    Uwe Vogel
    Röttersdorf 17
    07349 Lehesten
    036653 - 22428 oder 0171 - 5005231
    uvogel1959(at)aol.com

    –Stellvertretender Bundesvorsitzender-
    Bernd Peitz
    Paderborner Str. 42
    33104 Paderborn-Elsen
    Tel. 05254-60289
    Fax 05254-662187
    b-p.peitz(at)t-online.de

    –Bundesgeschäftsführerin-
    Barbara Weitpert
    Geislinger Str. 71
    89197 Weidenstetten
    07340 - 240
    weitpert(at)t-online.de

    #Chine #commerce #idéologie #espionnage #guerre #impérialisme

  • Reise durch den Niger »Diese Einsamkeit, diese Stille«
    https://www.spiegel.de/reise/fernweh/niger-diese-einsamkeit-diese-stille-dieses-sternenzelt-a-63559885-a30c-47ed-

    Die Gefahr, etwa in Chicago überfallen zu werden, ist größer als in vielen Ländern Afrikas – aber aus wirtschaftlichen und politischen Gründen wird für die USA keine Sicherheits-Reisewarnung verhängt. Dabei möchte ich niemandem raten, in Länder mit Reisewarnungen zu fahren!

    Michael Runke

  • La contamination au Covid-19 a lieu lors des repas selon l’Institut Pasteur | Le HuffPost
    https://www.huffingtonpost.fr/entry/cette-etude-de-linstitut-pasteur-confirme-ce-quon-sait-des-lieux-de-c

    COVID-19 - Repas de famille et retrouvailles entre amis augmentent les risques de contaminations au Covid-19. Ce sont les résultats de la 3ème étude ComCor pour l’Institut Pasteur sur les lieux de contamination au Covid-19, dont les résultats ont été détaillés par l’épidémiologiste membre du Conseil scientifique Arnaud Fontanet dans le Journal du Dimanche ce dimanche 7 février.

    “La transmission se fait beaucoup en famille ou entre amis”, a donc rappelé Arnaud Fontanet dans l’entretien au JDD, confirmant ce qui se dessine depuis déjà quelques moins.

    • Pff, j’ai eu peur, heureusement que mes collègues de bureau ne sont pas mes amis, on se postillonne dessus toute la journée, et lorsque je prends le métro, je fais bien attention à ne reconnaitre personne de ma famille.

      #libéralisme
      #solitude

      psst, tu as vu la photo pour une fois … ben non, encore raté, le racisme se glisse partout décidément.

    • "L’étude soulignait en effet que les repas “jouent un rôle central”, ainsi que les bureaux partagés, et tous types de réunions physiques. La prédominance des infectants “proches” est logique, car c’est en leur compagnie que la garde des gestes barrières est souvent levée.

      Plus généralement, les résultats confirment ce qu’on l’on sait de la transmission du virus, qui se fait essentiellement par des gouttelettes expulsées par la bouche et le nez lorsqu’on parle, tousse ou éternue, mais aussi par les microgouttelettes émises en permanence par la respiration. Quand on enlève le masque, souvent pendant les repas, on s’expose logiquement à un risque accru de contamination."

    • Je vais pas souvent au local que l’on partage en co-working-location-indivis+ mais ce midi, impossible de déjeuner, il y a des rires et des hurlements des personnes dans la cuisine autour de la table. C’est sympa de rire mais autant ouvrir la fenêtre pour aérer, sauf que j’ai droit à des moqueries et une totale incompréhension « ah ben vous oubliez vite les 80.000 morts du covid dites donc » ça fait tomber l’ambiance et les regards s’assombrissent, l’un d’eux se charge de refermer la fenêtre.
      #c'est_ta_faute
      #plombe_l'ambiance
      #blame_the_victim

    • Je crains qu’on se prenne une vague post-vaccinale : les vaccinés se croiront protégés et laisseront tomber les gestes barrière avant la protection réelle. C’est d’ailleurs la raison pour laquelle beaucoup de gens se font vacciner : en finir avec les masques. No comment !
      On est quand même toujours sur un plateau à 700 décès/jour ! 3 airbus qui s’écrasent tous les jours, ce n’est pas rien ! Mais tout va bien puisque les gens vont pouvoir partir en vacances....

    • @rckloar C’est exactement le scénario que craint Drosten, dans son interview d’il y a deux semaines :
      https://www.spiegel.de/international/germany/interview-with-virologist-christian-drosten-i-am-quite-apprehensive-about-wh

      Drosten: Once the elderly and maybe part of the risk groups have been vaccinated, there will be immense economic, social, political and perhaps also legal pressure to end the corona measures. And then, huge numbers of people will become infected within just a short amount of time, more than we can even imagine at the moment. We won’t have 20,000 or 30,000 new cases a day, but up to 100,000 in a worst-case scenario. It will, of course, be primarily younger people who are less likely than older people to have severe symptoms, but when a huge number of younger people get infected, then the intensive care units will fill up anyway and a lot of people will die. Just that it will be younger people.

      (Sinon, pour le détail, en France, on est plutôt à 400 morts par jour, en incluant les Ehpad.)

  • Vuca Waymo - Granolashotgun
    https://www.granolashotgun.com/granolashotguncom/vuca

    Les véhicules autonomes font désormais partie de notre réalité. A San Francisco ils font partie même du quotidien des habitants sous forme de taxi. Pour les habitants d’Absard en Iran par contre ils constituent une menace permanente par leurs variantes militaires contrôlées par les ennemis du pays.

    VUCA. It’s a military acronym that’s been in circulation since the 1980s. Vulnerable, Uncertain, Complex, and Ambiguous. The bright clear lines are gone.

    A couple of months ago Mohsen Fakhrizadeh, one of Iran’s most important nuclear scientists, was assassinated by a computer guided machine gun mounted on the back of an autonomous Nissan pickup truck. His wife was beside him and was unscathed by the bullets. Facial recognition software was most likely in play. Once Fakhrizadeh was down the Nissan promptly blew itself up destroying much of the evidence. The usual suspects have been blamed. Israel, the US, the Saudis… No surprise there.

    So what are the long term consequences of these new techniques once they mutate and “democratize?”

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-zu-iran-wer-nuklear-aufruestet-ist-des-todes-a-0ad3806d-3a59-4fc5-988

    Israels Geheimdienstminister hat die Kritik an dem tödlichen Anschlag nun als »Heuchelei« bezeichnet. »Sie kennen die iranischen Versuche, Atomwaffen zu erlangen, ganz genau«, sagte Minister Eli Cohen.
    ...
    »Israel hat deutlich gemacht, dass es Iran nicht erlauben wird, Atomwaffen zu erlangen«, sagte er. »Iran ruft zur Zerstörung Israels auf, und deshalb ist aus unserer Sicht jeder, der aktiv an nuklearen Aufrüstungsbestrebungen beteiligt ist, des Todes.«

    Waymo
    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Waymo

    Waymo LLC is an American autonomous driving technology development company. It is a subsidiary of Alphabet Inc, the parent company of Google. Waymo operates a commercial self-driving taxi service that operates in the greater Phoenix, Arizona area called “Waymo One”, with Chandler, Arizona fully mapped. In October 2020, the company expanded the service to the public, and it is the only self-driving commercial service that operates without safety backup drivers in the vehicle.

    #Taxi

  • via https://www.nachdenkseiten.de/?p=69245#h06 Talk im Hangar-7 – M...
    https://diasp.eu/p/12370002

    via https://www.nachdenkseiten.de/?p=69245#h06

    Talk im Hangar-7 – Merkel, Kurz und Mutationen: Politik am Volk vorbei? | Kurzfassung - 20 Min.

    Jeden Donnerstag ab 22:10 Uhr bei ServusTV Österreich und Donnerstagnacht bei ServusTV in Deutschland.

    https://www.youtube.com/watch?v=LuSk4PnemGg

    Seit Monaten beherrschen #Lockdowns unseren Alltag, doch noch immer sind keine Lockerungen in Sicht. Aus Angst vor neuen Virus-Mutationen und weiterhin hohen Infektionszahlen werden die Maßnahmen verschärft und verlängert: Geschäfte, Schulen und das gesamte öffentliche Leben bleiben eingefroren. Verfechter der #ZeroCovid-Initiative fordern jetzt sogar eine europaweit umfassende Arbeitspause. Dies lehnen die meisten Regierungschefs zwar ab, doch der Tenor ist klar: Lockerungen kommen erst ab einer (...)

  • Virologist Christian Drosten: “I Am Quite Apprehensive about What Might Otherwise Happen in Spring and Summer” - DER SPIEGEL
    https://www.spiegel.de/international/germany/interview-with-virologist-christian-drosten-i-am-quite-apprehensive-about-wh

    DER SPIEGEL: The issue of school closures was the subject of hours of debate on Tuesday during the meeting between Merkel and the state governors. Why has it been so difficult for scientists to convince people on this issue?

    Drosten : To be honest, even without our study on viral loads in children, I would not have considered it likely that children would be spared by #SARS-CoV-2. From a purely biological perspective, the mucous membrane doesn’t change all that much during puberty. Which means that children can also get infected – and be contagious. That so many doubts about that fact have arisen was always, and still is, confusing to me.

    #enfants #écoles

    • À propos du taux de reproduction et du fait qu’il faut le diminuer de manière plus agressive :

      Currently, that number is at 0.9. It is great that we have finally managed to push it back down below 1, so that the number of cases can begin to drop. But 0.9 isn’t enough if we want to quickly loosen the brakes. With an R of 0.9, it takes about a month to reduce the number of infections by half. That is too long. We should try, through an intensification of the shutdown, to get the number down to 0.7. Then, the case numbers will drop by half in just a week, and we can get to a point where we can stop the spread of B.1.1.7 or at least give ourselves a head start.

    • La stratégie d’éradication (viser zéro infections) devrait être le but :

      DER SPIEGEL: Do you think that the so-called Zero-COVID strategy, the goal of sinking the number of new infections to zero, is the right way forward?

      Drosten: I do think it would be possible with a significant effort. The virus, of course, would continue to flare up, just as we have seen in China and Australia. But it would absolutely be worthwhile to at least identify zero new infections as a target. Primarily because I am quite apprehensive about what might otherwise happen in the spring and summer.

      puis de préciser : ce qu’il craint, c’est qu’une fois les personnes les plus fragiles vaccinées, il y ait une grosse pression sociale et politique pour lever les restrictions, et ainsi laisser circuler très très largement le virus si on n’a pas, d’ici là, réduit considérablement le nombre de contaminations (et ce sera alors un massacre, cette fois chez les jeunes). Question abordée ici :
      https://seenthis.net/messages/898188

  • Virologist Christian Drosten: “I Am Quite Apprehensive about What Might Otherwise Happen in Spring and Summer” - DER SPIEGEL
    https://www.spiegel.de/international/germany/interview-with-virologist-christian-drosten-i-am-quite-apprehensive-about-wh

    Drosten : Antibodies are just one component of immune protection, another is T-cell immunity. That protects much more strongly against a serious progression of the illness. If the virus mutates, it doesn’t have an effect on T-cell immunity. As such, I don’t think that we have to fear that our vaccines will be ineffective.

    #immunité #vaccin #sars-cov2 #anticorps

    • DER SPIEGEL: When you formulate such assessments, people across Germany are listening, and it often determines public opinion. How well are you able to live with that responsibility?

      Drosten: It doesn’t rob me of sleep. From the very beginning, I hoped that this public role would be shared among several people. And luckily, that is happening.

      Donc à peu près l’inverse de ce qui se passe ici, où la parole est confisquée (et distillée de façon perverse) par un gouvernement qui prend la population pour une bande demeurés, et donc suscite la défiance.

  • Est-ce que, vu que ça fait un an que ça dure, on a une théorie un peu sérieuse sur l’effet de l’arrivée de l’été sur le virus ?

    Parce que de ce que je vois, la situation est mauvaise en ce moment au Brésil, où c’est l’été.

    Je vous dis ce que je crains ? Si on continue avec ces pseudo-confinements qui se contentent de bloquer la progression, sans réellement d’effet à la baisse, on va se maintenir à des niveaux très élevés de circulation du virus, et je ne vois pas dans ce cas comment on pourrait rouvrir quoi que ce soit de restauration, de bistrots et de culturel pour l’été.

    À moins que le pari est que d’ici là, on aura vacciné au moins la population la plus fragile, et que donc on pourra laisser s’ébattre le virus dans la population, avec un taux de mortalité bien plus faible et donc sans saturer les réas. Ce qui me semble un choix excessivement risqué.

    • L’immunité de troupeau naturelle à partir d’une vague initiale n’existe pas (#Manaus). Les seuls « vaccins » (in)disponibles ont des effets dont on ne sait pas à quel point ils sont limités. Le pari : compter sur des mutations nombreuses pour obtenir une immunité de troupeau naturelle, à moyen terme....

      Immunological characteristics govern the transition of COVID-19 to endemicity - View ORCID ProfileJennie S. Lavine1,*, View ORCID ProfileOttar N. Bjornstad2, View ORCID ProfileRustom Antia1
      https://science.sciencemag.org/content/early/2021/01/11/science.abe6522

      We are currently faced with the question of how the CoV-2 severity may change in the years ahead. Our analysis of immunological and epidemiological data on endemic human coronaviruses (HCoVs) shows that infection-blocking immunity wanes rapidly, but disease-reducing immunity is long-lived. Our model, incorporating these components of immunity, recapitulates both the current severity of CoV-2 and the benign nature of HCoVs, suggesting that once the endemic phase is reached and primary exposure is in childhood, CoV-2 may be no more virulent than the common cold. We predict a different outcome for an emergent coronavirus that causes severe disease in children. These results reinforce the importance of behavioral containment during pandemic vaccine rollout, while prompting us to evaluate scenarios for continuing vaccination in the endemic phase.

      #gouvernerlapandémie

    • Ah, Christian Drosten aborde très exactement ces deux points (effet de l’été, laisser filer l’épidémie une fois les personnes fragiles vaccinées) dans son interview de la semaine :
      https://www.spiegel.de/international/germany/interview-with-virologist-christian-drosten-i-am-quite-apprehensive-about-wh

      Drosten: Once the elderly and maybe part of the risk groups have been vaccinated, there will be immense economic, social, political and perhaps also legal pressure to end the corona measures. And then, huge numbers of people will become infected within just a short amount of time, more than we can even imagine at the moment. We won’t have 20,000 or 30,000 new cases a day, but up to 100,000 in a worst-case scenario. It will, of course, be primarily younger people who are less likely than older people to have severe symptoms, but when a huge number of younger people get infected, then the intensive care units will fill up anyway and a lot of people will die. Just that it will be younger people. We can cushion this terrible scenario somewhat by pushing the numbers way down now.

      DER SPIEGEL: Can we be confident that case numbers will begin to drop in spring as temperatures rise?

      Drosten: I don’t think so. The fact that we had such a relaxed summer in 2020 likely had to do with the fact that our case numbers remained below a critical threshold in the spring. But that’s not the case any longer. I am afraid that it will be more like in Spain, where case numbers climbed rapidly again after the lockdown was lifted, even though it was quite hot. In South Africa, too, where it is currently summer, case numbers are at a high level.

  • Senza stringhe

    La libertà di movimento è riconosciuta dalla nostra Costituzione; se questa sia un diritto naturale oppure no, bisogna allora riflettere su cosa effettivamente sia un diritto naturale. Tuttavia, essa è una parte imprescindibile della vita umana e coloro che migrano, ieri come oggi, hanno uno stimolo ben superiore all’appartenenza territoriale. Ogni giorno, ci sono due scenari paralleli e possibili che avvengono tra le montagne italo-francesi: coloro che raggiungono la meta e coloro che vengono respinti; il terzo scenario, fatale e tragico, è solamente intuibile.
    Eppure la frontiera è stata militarizzata ma qui continuano a passare: nonostante tutto, c’è porosità e c’è un passaggio. Prima che arrivasse il turismo privilegiato, l’alta valle compresa tra Bardonecchia, Oulx e Claviere ha da sempre vissuto la propria evoluzione dapprima con il Sentiero dei Mandarini e successivamente con la realizzazione della ferrovia cambiando la geografia del posto. Le frontiere diventano incomprensibili senza aver chiara l’origine dei vari cammini: la rotta balcanica, il Mar Mediterraneo centrale, i mercati del lavoro forzato e le richieste europee. Le frontiere si modellano, si ripetono e si diversificano ma presentano tutte una caratteristica isomorfa: la politica del consenso interno oltre che strutturale. In una valle come questa, caratterizzata dagli inverni rigidi e nevosi, dal 2015 non si arresta il tentativo di attraversare il confine tra i due stati sia per una necessità di viaggio, di orizzonte retorico, di ricongiungimento familiare ma soprattutto, dopo aver attraversando territori difficili o mari impossibili, per mesi o anni, non è di certo la montagna a fermare la mobilità che non segue logiche di tipo locale. Le mete finali, a volte, non sono precise ma vengono costruite in itinere e secondo la propria possibilità economica; per viaggiare hanno speso capitali enormi con la consapevolezza della restituzione alle reti di parentato, di vicinato e tutte quelle possibili.
    La valle si presenta frammentata geograficamente e ciò aumenta le difficoltà per raccogliere dei dati precisi in quanto le modalità di respingimento sono molto eterogenee, ci sono diversi valichi di frontiera: ci sono respingimenti che avvengono al Frejus e ci sono respingimenti che avvengono a Montgenèvre. Di notte, le persone respinte vengono portate al Rifugio Solidale di Oulx, sia dalla Croce Rossa sia dalla Polizia di stato italiana. Durante il giorno, invece, la Polizia di stato italiana riporta le persone in Italia e le lascia tra le strade di Oulx o a Bardonecchia. Dall’altra parte, ad Ovest del Monginevro, a Briançon è presente il Refuge Solidarie: solo con la collaborazione tra le associazioni italo-francesi si può avere una stima di quante sono state le persone accolte e dunque quante persone hanno raggiunto la meta intermedia, la Francia. Avere dei dati più precisi potrebbe essere utile per stimolare un intervento più strutturato da parte delle istituzioni perché in questo momento sul territorio sono presenti soprattutto le associazioni e ONG o individui singoli che stanno gestendo questa situazione, che stanno cercando di tamponare questa emergenza che neanche dovrebbe avere questo titolo.

    Non sono migranti ma frontiere in cammino.

    https://www.leggiscomodo.org/senza-stringhe

    #migrations #frontières #Italie #montagne #Alpes #Hautes-Alpes #reportage #photo-reportage #photographie #Briançon #Oulx #liberté_de_mouvement #liberté_de_circulation #militarisation_des_frontières #porosité #passage #fermeture_des_frontières #Claviere #Bardonecchia #chemin_de_fer #Sentiero_dei_Mandarini #Frejus #refoulements #push-backs #jour #nuit #Refuge_solidaire #casa_cantonniera #froid #hiver #Busson #PAF #maraude #solidarité #maraudes #Médecins_du_monde #no-tav
    #ressources_pédagogiques

    ajouté à la métaliste sur le Briançonnais :
    https://seenthis.net/messages/733721#message886920