Ein Kassenautomat spart Zeit bei der Schicht-Abrechnung

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    Hale-Geschäftsführer Stefan Leitner (rechts), Taxiunternehmer Michael Much (Mitte) und Produktbetreuer Andrejs Berzajs

    5. Februar 2020 - Nach einer mehrmonatigen Pilotphase hat der Salzburger Taxameterhersteller Hale den offiziellen Verkaufsstart eines Kassenautomaten verkündet. Er fungiert als digitale Abrechnungshilfe und kann gleichzeitig zum Geldwechseln genutzt werden.

    Die Produktpräsentation fand im bayerischen Bad Tölz statt, wo Michael Much, Chef des gleichnamigen Taxiunternehmens, während der letzten Monate die ersten Erfahrungen mit dem Prototypen sammelte. Nun soll der 1,55 Meter hohe Apparat im gesamten Taxigewerbe vertrieben werden – als „wertvolle Hilfe speziell für Mehrwagenbetriebe“, wie es Hale-Geschäftsführer Stefan Leitner bei der Gerätevorstellung betonte.
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    Jede einzelne Fahrerabrechnung wird per LAN-Kabel oder über W-LAN unmittelbar vom Mini-PC im Automaten in das Kassenbuch überspielt und geht zusätzlich per E-Mail an die vom Taxiunternehmer ausgewählten Empfänger. Diese haben somit in Echtzeit einen Überblick, welche Fahrer wann und welchem Umsatz abgerechnet haben.

    „Bisher hat unser Disponent pro Tag etwa zwei Stunden mit Geldzählen verbracht“, erzählt Much. „Jetzt ist es maximal ein Viertel. Wir sparen uns dadurch rund 40 Arbeitsstunden pro Monat.“

    Im Falle eines Stundenlohns von 15 Euro wären das monatlich 600 Euro. Die Anschaffungskosten des Kassenautomats, der laut Hale 7.910 Euro netto kostet, wäre damit nach rund 14 Monaten amortisiert. Die Anlieferung, der Aufbau und die Einweisung werden je nach Aufwand gesondert berechnet. Für die Aufschaltung und Wartung der Software wird quartalsweise eine Pauschale über 150 Euro fällig. Auf Anfrage sei auch ein Mietkauf möglich, berichtet Stefan Leitner.

    Leitner und sein Produktbetreuer Andrejs Berzajs wiesen bei der Präsentation explizit auf die Geldwechselfunktion des Kassenautomaten hin. Von Muchs Fahrern werde diese regelmäßig genutzt, wenn mal wieder während einer Schicht fast jeder Fahrgast mit großen Gelscheinen bezahlt oder die Münzen ausgehen. Ein Münchner Mehrwagenbetrieb will den Automaten zunächst einmal nur für diese Funktion freischalten, damit sich die Fahrer schon mal an das Gerät gewöhnen. „Zur Abrechnung ist es danach nur ein kleiner Schritt“, sagt Leitner.

    Ebenso wie zu weiteren Funktionen, die nach und nach integrierbar sind. „Beispielsweise können wir dem Fahrer schon bei der Abrechnung anzeigen, wann und wie lange der Taxameter nicht eingeschaltet war. Der Fahrer kann dann nachtragen, falls er zu diesen Zeiten eine Pause gemacht hat“, berichtet Berzajs. Über das NFC-Modul soll bald auch eine Führerscheinabfrage möglich werden.

    „Mit dem Kassenautomat HKA-01 machen Taxiunternehmen einen großen Schritt in die digitale Zukunft“, ist man sich beim Salzburger Hersteller sicher. Man automatisiere die laufenden Prozesse der Fahrerabrechnung und helfe somit, ständige Aufwände zu reduzieren und Kosten zu senken.

    Unter diesem Aspekt ist es sehr passend, dass der bisherige Pilotversuch bei einem Taxibetrieb stattfand, der mit über 134 Jahren Firmenhistorie das älteste Taxiunternehmen ist. Was mal wieder beweist, dass Taxibetriebe den digitalen Wandel aktiv mitgehen.

    #Taxi #Arbeitsbedingungen