• Taxi, Mietwagen, Pooling? Gesetzentwurf für modernes Personenbeförderungsrecht | heise Autos
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    08.10.2020 - von Florian Pillau/dpa

    Die neuen Mobilitätsangebote erfordern andere Regeln als das Taxigewerbe. Beiden Modellen soll nun ein modernisiertes Personenbeförderungsrecht gerecht werden.

    Der Taxi- und Fahrdienstmarkt in Deutschland soll grundlegend reformiert werden. Nach langem Ringen hat das Verkehrsministerium nun einen Gesetzentwurf vorgelegt. Für neue Mobilitätsanbieter sollen bestehende Hemmnisse verschwinden. Konkret sollen eine neue Verkehrsform eingeführt und Regelungen zum Taxen- und Mietwagenverkehr geändert werden. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Haus von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor, welcher der dpa vorliegt. Kritik kam vom Taxiverband, aber auch vom Fahrdienstvermittler Uber.

    Neue Dienste als Ergänzung

    Die schwarz-rote Koalition hatte vereinbart, den Einstieg neuer Anbieter in den Taxi- und Fahrdienstmarkt zu erleichtern, die meist per App bestellt werden. Die neuen Dienste sollen das klassische Taxigewerbe sowie den öffentlichen Nahverkehr ergänzen. So sollen sogenannte Pooling-Angebote von Fahrdiensten, bei denen sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, dauerhaft erlaubt werden.

    In der Koalition gab es lange Verhandlungen darüber. Scheuer hatte Anfang 2019 Eckpunkte für eine Modernisierung des Personenbeförderungsrechts vorgelegt. Der Entwurf geht nun in die Ressortabstimmung. Auch der Bundesrat muss dem Gesetz zustimmen.

    Flexibilisierung durch Angebote „on demand“

    Im Entwurf heißt es, durch die Digitalisierung entstünden zunehmend plattformbasierte Geschäftsmodelle, die eine bedarfsgerechte und gebündelte Vermittlung von Mobilitätsdienstleistungen möglich machten. Auf diese Weise entstehe die Möglichkeit, Fahrten und Fahrzeuge mit anderen, meist fremden Mitreisenden zu teilen. Angebote „on demand“ ermöglichten eine stärkere Flexibilisierung der Mobilität als der noch weitgehend fahrplangebundene Nahverkehr.

    Die neuen Mobilitätsangebote bräuchten aber eine rechtssichere Genehmigungsgrundlage, heißt es. Anbieter wie Uber, Moia, Clevershuttle und ViaVan sollen also künftig Rechtssicherheit bekommen. Bislang sind viele neue Anbieter nur auf Grundlage befristeter Ausnahmeregelungen unterwegs.

    Neue Verkehrsform „Gebündelter Bedarfsverkehr“

    Konkret soll eine neue Verkehrsform des „gebündelten Bedarfsverkehrs“ geschaffen werden. Dieser soll nicht der Beförderungspflicht unterliegen. Die zuständigen Behörden sollen Vorgaben zu Sozialstandards machen können. Zwischen den unterschiedlichen Beförderungsformen soll es einen „fairen Ausgleich“ geben, Länder und Kommunen sollen entsprechende Steuerungsmöglichkeiten erhalten.

    Navi-Pflicht statt Ortskundeprüfung

    Das klassische Taxigewerbe fürchtet wegen der neuen Konkurrenz um sein Geschäft. Um das Taxigewerbe zu entlasten, soll die Taxitarifpflicht gelockert werden können – durch einen kommunal festgelegten Tarifkorridor mit Höchst- und Mindestpreisen. Für häufig frequentiere Ziele wie Flughäfen oder Bahnhöfe sollen Streckentarife festgelegt werden können. Die Ortskundeprüfung für Taxifahrer soll abgeschafft werden, stattdessen soll es eine Pflicht für ein Navigationsgerät geben.

    An der Rückkehrpflicht für Mietwagen ohne Auftrag wird laut Entwurf grundsätzlich festgehalten. Es soll aber die Möglichkeit geschaffen werden, die Rückkehrpflicht „näher auszugestalten“ – durch die Festlegung weiterer Abstellorte ab einer bestimmten Distanz zum Hauptbetriebssitz.

    Rückkehrpflicht im Zentrum der Debatte

    Die Rückkehrpflicht stand im Zentrum der Reformdebatte. Sie besagt, dass Fahrzeuge neuer Fahrdienste nach jeder Fahrt an den Betriebssitz zurückkehren müssen und anders als klassische Taxis nicht auf der Straße auf Kunden warten dürfen. Das Taxigewerbe hatte eine Abschaffung der Rückkehrpflicht strikt abgelehnt.

    Im öffentlichen Personennahverkehr soll es künftig einen sogenannten Linienbedarfsverkehr geben. Das bedeutet, es soll möglich werden, Fahrten mit kleineren Fahrzeugen statt dem herkömmlichen Linienbus zu machen. Das zielt vor allem darauf, das Angebot auf dem Land zu verbessern.

    Nacharbeiten bei den Sozialstandards

    Der Bundesverband Taxi und Mietwagen forderte Nachbesserungen am Entwurf. Geschäftsführer Michael Oppermann kritisierte am Donnerstag in Berlin vor allem die Regelungen zur Rückkehrpflicht. Neue Ausnahmen verhinderten eine Kontrolle. „Der Minister rollt Uber damit zwar nicht den roten Teppich aus, aber er öffnet ihnen persönlich die Hintertür.“ Außerdem kritisierte Oppermann, Uber & Co würden nicht auf klare Sozialstandards verpflichtet. Scheuer müsse dringend nacharbeiten.

    Für Uber sagte Deutschlandchef Christoph Weigler: „Während der Rest der Welt ambitionierte Schritte unternimmt, um den Klimawandel zu bekämpfen, den Umstieg auf nachhaltige Fortbewegung voranzutreiben und dabei neue Formen der Mobilität zu ermöglichen, ergreift Deutschland traurigerweise diese Chance nicht. Der vorliegende Gesetzesvorschlag zwingt Chauffeur-Mietwagen immer noch dazu, leer durch deutsche Stadtzentren zu fahren.“ Das verhindere den notwendigen Umstieg auf Elektrofahrzeuge.

    Künstliche Trennung zwischen den drei Verkehrsarten?

    Auch der Deutschland-Chef von Free Now, Alexander Mönch, sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf. „Insbesondere die künstliche Trennung zwischen den drei Verkehrsarten Taxi, Mietwagen und Pooling wird in der Realität schwerlich funktionieren. In der Konsequenz wird dies zu mehr Verkehr in den Städten führen, weil noch weitere Servicetypen mit neuen Fahrzeugen hinzukommen.“ Die FDP-Verkehrspolitikerin Daniela Kluckert sagte, der Entwurf lasse sowohl die Interessen der Nutzer als auch die von neuen und innovativen Unternehmen völlig außer Acht und verteidige einzig die Pfründe von wenigen.

    #PBefG #Taxi #Gesetz

  • Lesetipp : Cybercrime in Corona-Zeiten | heise online
    https://www.heise.de/hintergrund/Lesetipp-Cybercrime-in-Corona-Zeiten-4925201.html

    Wie Corona die Taktiken von Cybergangstern und damit die IT-Bedrohungslage verändert hat, erläutert eine aktuelle Veröffentlichung des Bundeskriminalamts.
    ...
    Als vorrangige Corona-spezifische IT-Bedrohungen nennt die Auswertung betrügerische Webseiten und Phishing/Spam per E-Mail. Bei den Webseiten spielen jene Betrugsseiten eine zentrale Rolle, die etwa ab April 2020 mit angeblichen Corona-Soforthilfen warben – und zu denen nach aktuellem Stand laut BKA rund 1200 Online-Strafanzeigen eingegangen sind. Auch betrügerische Mails hätten sich häufig um das Thema Soforthilfe gedreht.

    Der 22-seitige Bericht beleuchtet außerdem angepasste Ransomware-Strategien und Angriffsmöglichkeiten, deren Relevanz durch die vermehrte Home-Office-Nutzung gestiegen ist. Ebenfalls lesenswert: der Abschnitt zur Auswirkung der Pandemie auf die Darknet-Szene.

    https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/Cybercrime/cybercrime_node.html

  • Missing Link : Agilität in Zeiten von Corona | heise online
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    27.09.2020 von Timo Daum - In Zeiten von Corona helfen agile Methoden, den Digitalen Kapitalismus flexibel und widerstandsfähig zu machen. Das Manifest ist fast 20 Jahre alt.

    Bald feiern die Agilen Methoden zwanzigsten Geburtstag. Im Februar des Jahres 2001 entstand auf einer Skihütte in einem Wintersportgebiet im US-Bundesstaat Utah das Manifest für Agile Softwareentwicklung, das Gründungsdokument der agilen Bewegung. Zu den Unterzeichnern des Manifests gehörte z. B. Jeff Sutherland, der zusammen mit Ken Schwaber die ersten Versionen von Scrum entwickelte, eine der erfolgreichsten Methoden, die als Folge der agilen Revolution weltweit populär wurden. Mit von der Partie waren auch Kent Beck und Howard Cunningham, Erfinder des Extreme Programming, einer Programmiermethode, die auf direkter Zusammenarbeit zu zweit oder zu mehreren basiert.

    Das Agile Manifest proklamiert enge Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen, besonders Techniker und Businessleute sollen miteinander reden. Dem Team kommt zentrale Bedeutung zu, sein Alltag soll durch persönliche Kommunikation und tägliches physisches Zusammentreffen geprägt sein. Es erhält große Freiheiten, seine Arbeit selbst zu organisieren, aufzuteilen und abzuarbeiten, das Management muss seinerseits dafür Sorge tragen, dass die Arbeitsbedingungen für die optimale Performance des Teams gewährleistet sind. Feedback zur Teamoptimierung ist wichtig, die langfristige Produktivität des Teams muss gewährleistet werden. Dazu gehören neue Rollendefinitionen bis hin zu passender Architektur: eher Werkstattcharakter, offene Räume und flexible Arbeitsplätze als geschlossene Einzelbüros. So etwas gab bis dato nicht.
    Agilität in Zeiten von Corona

    Physische Nähe, enge Zusammenarbeit von und direkte Begegnungen in agilen Teams gehören zum Kanon der agilen Methoden, so zum Beispiel die geforderte tatsächliche Anwesenheit aller Teammitglieder bei den Daily Scrum Meetings oder das gemeinsame Programmieren Schulter an Schulter beim Extreme Programming.

    All das ist in Zeiten der Coronakrise nicht mehr möglich, die Vereinzelung im Home Office das genaue Gegenteil der erwünschten idealen Arbeitssituation. Im Zug der Covid19-Pandemie mussten sich viele Millionen Menschen innerhalb von Tagen oder Wochen auf Arbeit von zu Hause einstellen, sich mit neuer Software vertraut machen, neue Kommunikationskanäle und Verhaltensweisen erlernen. Sie mussten ihr Zuhause zum Büroraum umgestalten, dabei darauf achten, dass der Zoom-Hintergrund ansprechend gestaltet ist: eine stabile Internetverbindung wird eh vorausgesetzt. Trotz der Kappung von Sozialkontakten zu Freunden und Familien, trotz Existenzängsten, Doppelbelastung durch Kinderbetreuung hatten sie sich gut gelaunt und perfekt ausgeleuchtet vor dem Monitor einzufinden.

    Eine reibungslose Adaption an die neuen Software-Tools wird ebenso vorausgesetzt wie das Erlernen der damit verbundenen sozialen Fähigkeiten ("gehen Sie nicht auf die Toilette, während Sie an einer Microsoft Teams- oder Zoom-Telefonkonferenz teilnehmen") – ein Paradebeispiel für das, was die Arbeitswissenschaftlerin Phoebe Moore von der Universität Leicester als „affektive Arbeit“ bezeichnet, die stillschweigend vorausgesetzt wird, unsichtbar bleibt und nicht vergütet wird. Wie in einem Laborversuch wurden die Flexibilität und Resilienz der Menschen auf die Probe gestellt – ein brachialer Anpassungsprozess an quasi über Nacht veränderte Bedingungen nahm seinen Lauf.
    Distributed Scrum

    Unternehmen stellten sich schnell auf die neue Situation ein, und auch die agilen Gurus hatten sogleich ein Update parat. Bereits im Februar 2020, also in der Anfangsphase der Pandemie, als zumindest in den USA Corona noch weit weg war – der erste Corona-Todesfall in den USA datiert vom 29. Februar –, gab JJ Sutherland, Sohn des gleichnamigen Scrum-Begründers, Hinweise für das agile Arbeiten in Pandemiezeiten und hatte auch einen griffigen Slogan dafür parat: „distribuierte Kollaboration“. Da die Teammitglieder nun weit verstreut und vereinzelt agierten, sei es umso wichtiger, dass der Zugang auf dieselben Tools für alle gewährleistet sei, alle erledigten und ausstehenden Aufgaben müssten ohne Zeitverzögerung für alle zugänglich sein, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Ebenso steige die Bedeutung digitaler Werkzeuge, allen voran Kommunikationstools. Präzision und Vollständigkeit in der Beschreibung der Backlog-Elemente werde noch wichtiger, wenn die Teams verteilt arbeiten, so JJ Sutherland: „Das Team muss wissen, was der Product Owner will und warum.“

    Von digitalen Technologien war im Agilen Manifest noch gar nicht die Rede, jetzt rücken sie immer mehr ins Zentrum des agilen Arbeitsalltags. Über den Globus verteilte Teams gibt es im internationalen Softwaregeschäft allerdings schon länger. Eine Veröffentlichung aus dem Jahre 2009, an der der Scrum-Mitbegründer Sutherland selbst beteiligt war, beschreibt die Erfolge einer Softwarefirma, die zwischen den Niederlanden und Indien (PDF) mit distribuiertem Fern-Scrum gute Erfahrungen machte. Sie hatten das Scrum-Framework an die Anforderung räumlich verteilter und gleichzeitig outgesourcter Teams in verschiedenen Zeitzonen angepasst, und das Modell erfolgreich skalieren können.

    Der Vergleich mit dem Paradebeispiel dezentraler Systeme, dem Hauptgaranten für die Dynamik des Digitalen Kapitalismus, drängt sich auf: dem Internet. Die Topologie des Internets – ein dezentrales Netzwerk aus Servern, das einen Atomkrieg überleben und funktionsfähig bleiben kann, wird übertragen auf die Arbeitsorganisation: Distribuierte Teams überleben bzw. bleiben produktiv trotz Coronapandemie, trotz Ausgangssperren und Ausnahmezustand – der Resilienz des Internets, kybernetischer Selbststeuerung und agiler Arbeitsmethoden sei Dank. Von Präsenz, körperlicher Nähe, Zusammenstehen beim Daily Standup Meeting, von der Benutzung analoger Klebezettel aus der Anfangszeit von Scrum ist nicht mehr die Rede – was bleibt, ist ein digital vermitteltes weltweit räumlich und zeitlich verteiltes Netz an ausgelagerten, vereinzelten, und doch vernetzten Geistesarbeitern.
    Das agile Unternehmen

    „Unternehmen werden erkennen, dass sie viel anfälliger sind als gedacht und mit selbstorganisierten, objektiven und ergebnisorientierten digitalen Arbeitsmodellen agiler auf zukünftige Herausforderungen reagieren müssen“, lautet die Einschätzung der Unternehmensberaterin Alejandra Martínez. Sie spricht von einem erzwungenen Digitalisierungsschub, der jedoch „eine bessere Rückverfolgbarkeit der Arbeit“ sowie die Installierung von „effizienteren Modellen“ zur Folge hat. Martínez, die auch Direktorin der spanischen Fraunhofer-Abteilung BICG ist, setzt auf die Werte und Prinzipien der Agilität: „Übermäßige Kontrolle“, konstatiert sie, „ist nicht mehr sinnvoll“, stattdessen gewinnen „Resilienz, Flexibilität, Selbstorganisation, die Abschaffung von bürokratischen, innenarchitektonischen und sozialen Hürden, Vertrauen und Empathie mit einer klaren Verteilung der Autorität“ an Bedeutung. Der Trend zum agilen Unternehmen hat starken Impetus erhalten, gleichzeitig deutet sich ein digital divide auch bei Organisationen an: Die Gefahr, auf der Strecke zu bleiben, hat sich verschärft.

    Es kann keine Rückkehr zur alten Normalität geben, heißt es. Das gilt sicher für einmal etablierte, distribuierte, virtuell vermittelte Arbeitsformen; viele Organisationen werden sie beibehalten wollen, zu attraktiv ist das Potenzial für die Externalisierung von Kosten und Personal gleichermaßen – den Stuhl, auf dem die Mitarbeiter sitzen, haben sie schließlich selbst bei IKEA gekauft. Unternehmen stellen fest, dass der Krankenstand nachlässt – wer das Haus kaum noch verlässt, bekommt auch seltener eine Erkältung.
    Das agile Selbst

    Die neue Arbeitskultur erlebte eine Bewährungsprobe in der Corona-Pandemie, und wie der Digitale Kapitalismus selbst hat sie gut überlebt, sie stellt sich als passende Methoden für die Organisation kognitiver Arbeit heraus. Die Werte und Prinzipien, die das bald zwanzig Jahre alte Manifest für Agile Softwareentwicklung propagiert – Kundenorientierung, Eigenverantwortung, innere Führung, Resilienz und Selbstoptimierung, um nur einige zu nennen – werden nicht nur zum Imperativ kognitiver Arbeit überhaupt, sondern fließen darüber hinaus in die Konstitution eines agilen Subjekts ein.

    Die Prinzipien und Werte des Agilen Manifests werden gleichzeitig zu Angeboten und Anforderungen, zur Blaupause für das Individuum selbst: Es soll sich selbst verbessern und sich dabei sozial und affektiv kompetent, selbstständig und selbststeuernd in den Dienst des Kapitals stellen, auf dass dieses einen konstanten Strom an kreativer Tätigkeit abschöpfen kann. Kundenorientierung und schnelles Reagieren auf veränderte Anforderungen werden zu Kernkompetenzen einer neuen Klasse, gleichzeitig werden diese Leitbilder auf alle gesellschaftlichen Ebenen projiziert. Agile Prinzipien halten Einzug – weit über das Arbeitsleben hinaus.
    Bis zum Rand des Burnouts

    Milestones setzen und erreichen, performant sein – nicht nur das Wording hat Einzug gehalten in die Subjektivität der digitalen Generation – wir sind zum Project Owner unseres eigenen Lebensprojekts geworden, ein Sprint jagt den nächsten. Werte, Kompetenzen und Rollen aus der digitalen Projektwelt halten auch außerhalb dieser Sphäre Einzug, ganz wie diejenigen aus dem Fabrikregime – Disziplin, Verlässlichkeit, Unterordnung unter Autoritäten – auch die Gesellschaft bis in die Familien hinein geprägt hat.

    #scrum

  • Woran LiMux scheiterte und was wir daraus lernen können
    https://diasp.eu/p/11615997

    Woran LiMux scheiterte und was wir daraus lernen können

    heise+ | Woran LiMux scheiterte und was wir daraus lernen können

    München galt als leuchtendes Beispiel für dem Einsatz von Open-Source-Software in Behörden. Doch dann kehrte man zu Microsoft zurück. Was lässt sich lernen? https://www.heise.de/hintergrund/Woran-LiMux-scheiterte-und-was-wir-daraus-lernen-koennen-4881035.html #Interviews #LiMux-Projekt #LinuxundOpenSource #Microsoft #München #OpenSource

  • Persönlichkeitsrecht: Pressearchive dürfen auch Unangenehmes lange ...
    https://diasp.eu/p/11615371

    Persönlichkeitsrecht: Pressearchive dürfen auch Unangenehmes lange vorhalten

    heise+ | Persönlichkeitsrecht: Pressearchive dürfen auch Unangenehmes lange vorhalten

    Nicht immer ist der Versuch erfolgreich, Inhalte per Klage aus dem Netz zu verbannen. Unter Umständen kann ein solches Vorgehen zum bösen Bumerang werden. https://www.heise.de/hintergrund/Persoenlichkeitsrecht-Pressearchive-duerfen-auch-Unangenehmes-lange-vorhalten- #DSGVO #EuGH #Google #Internet #Klage #Netz #Pressearchive #RechtaufVergessen #Urteil

  • [l] (https://blog.fefe.de/?ts=a1c38282) Liebe Leser, ich bin die Ta...
    https://diasp.eu/p/11516235

    [l] Liebe Leser, ich bin die Tage von Heise gefragt worden, ob ich nicht mal einen Kommentar über die Mozilla-Entlassungen und Rust schreiben will. Der ist jetzt online. Viel Spaß bei der Lektüre.

    Um mal den typischen Einwänden von Leuten, die den Artikel nicht gelesen haben, die Luft aus den Segeln zu nehmen: Mozilla ist inkompetent / hat zuvie Wasserkopf / besteht nur noch aus SJW.

    Ich empfehle daher, die Spenden mit Zweckbindung zu versehen. Nur für Arbeiten an den Zukunfttechnologien Rust, Servo und Webrender. Man könnte sogar zweckbinden auf das Mozilla-Office in Deutschland und vor der Zahlung der nächsten Rate Effektivitätskontrollen setzen, wenn man Angst hat, dass die das verprassen. Die Sorge würde ich mir aber eher nicht machen, denn was die bisher auf diesen Gebieten geleistet (...)

  • Virologie : « Sie züchten Viren, um sie ansteckender zu machen » | heise online
    https://www.heise.de/hintergrund/Virologie-Sie-zuechten-Viren-um-sie-ansteckender-zu-machen-4717438.html
    Est-ce que le coronavirus s’est échappé d’un laboratoire chinois ? Pour le professeur Steven Salzberg de la John Hopkins University c’est possible mais peu probable. Avec le Cambridge Working Group il appelle à terminer toute recherche sur les virus dans le but de les rendre plus dangereux.

    Es wird spekuliert, dass das neuartige Coronavirus aus einem Labor stammt. Glauben Sie, dass das eine Möglichkeit ist oder halten Sie das für eine Verschwörungstheorie? Le professeur Steven Salzberg de la John Hopkins University constate que c’est possible mais peu probable.

    Ich halte es vor allem für eine Verschwörungstheorie, aber ganz ausschließen kann man es aktuell nicht. Nach allem, was wir wissen, sieht es deutlich nach einem natürlich entwickelten Virus aus. Er wurde nicht „gebaut“. Aber ein natürlich entwickeltes Virus könnte trotzdem aus einem Gain-of-Function-Labor stammen.

    Il fait partie du Cambridge Working Group (CWG), qui appelle à arrêter toute recherche virologique cherchant à rendre plus dangereux des virus.

    Oft werden dort keine Viren [mit Gentechnik-Werkzeugen] mutiert, sie lassen das Virus sich nur vermehren. Wenn die Chinesen offener zeigen würden, was dort in diesen Laboren passiert, dann könnten wir es wahrscheinlich ausschließen. Aber sie teilen es uns nicht mit, also bleibt es eine Möglichkeit, dass der Virus dort versehentlich entwischt ist. Ich glaube das aber nicht und gehe von einem natürlich entstandenen Virus aus.

    Was sind die potentiellen Gefahren eines solchen Labors? Sie sagen, die Forschung ist sehr risikoreich, die Proponenten berufen sich aber darauf, dass die höchsten Sicherheitsstandards für Biosicherheitslabore eingehalten werden.

    Ich würde zustimmen, dass bei ordentlichen Sicherheitsvorkehrungen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Virus in die Umwelt entwischt, extrem gering ist. Aber wie einige Leute argumentiert haben, darunter Marc Lipsitch von der Harvard University [der die Cambridge Working Group gegründet hat, Anm. d. Red.], bleibt der mögliche Schaden extrem groß, auch wenn die Chance dafür extrem klein ist.

    Wenn man sich ein paar vernünftige Zahlen überlegt und das Risiko abwägt, dann handelt es sich um eine ernstzunehmende Gefahr. Man würde feststellen, dass das Risiko nicht bei Null liegt, dass es eine tatsächliche, sehr kleine Wahrscheinlichkeit gibt, dass etwas wirklich Furchtbares aufgrund dieser Forschung geschehen wird. Warum das in Kauf nehmen?

    Wir werden deshalb nicht besser auf eine Pandemie vorbereitet sein, wir werden nicht fertige Impfstoffe auf Lager haben. So wie ich das sehe, liegen die einzigen Vorteile bei den Forschern selbst: Sie veröffentlichen Paper und erhalten Förderungen. Die ganzen Vorteile liegen bei ihnen, das Risiko aber bei der Gesellschaft. Wir als Gesellschaft bezahlen das, die Regierung zahlt das.

    Was könnte konkret passieren?

    Es ist nicht wahrscheinlich, dass jemand die Tür offenstehen lässt und das Virus so in die Atmosphäre gelangt. Es könnte aber passieren, dass das Virus einen Laborarbeiter infiziert oder auf deren Kleidung gerät. Genau das sollen die Vorkehrungen verhindern, aber es bleibt möglich. Viren sind extrem klein, wir können sie nicht sehen.

    So könnten dann andere Personen außerhalb des Labors infiziert werden, die wiederum dann andere – und schon haben wir eine Pandemie. Das kann passieren. Nicht wahrscheinlich, doch selbst wenn die Chance eins gegen eine Million steht, so ist sie immer noch zu groß, meiner Ansicht nach. Weil diese Forschung uns nichts bringt.

    The Cambridge Working Group
    http://www.cambridgeworkinggroup.org

    Recent incidents involving smallpox, anthrax and bird flu in some of the top US laboratories remind us of the fallibility of even the most secure laboratories, reinforcing the urgent need for a thorough reassessment of biosafety. Such incidents have been accelerating and have been occurring on average over twice a week with regulated pathogens in academic and government labs across the country. An accidental infection with any pathogen is concerning. But accident risks with newly created “potential pandemic pathogens” raise grave new concerns. Laboratory creation of highly transmissible, novel strains of dangerous viruses, especially but not limited to influenza, poses substantially increased risks. An accidental infection in such a setting could trigger outbreaks that would be difficult or impossible to control. Historically, new strains of influenza, once they establish transmission in the human population, have infected a quarter or more of the world’s population within two years.

    • Non ! Si la question se pose bien de la dissémination (le plus souvent accidentelle) de virus depuis des labos, dans ce cas là, c’est pas possible. Il a été démontré X fois que le conavirus n’est pas (ne peut pas être) une création humaine (je cherche pas de référence et ne me souviens évidemment pas des arguments démonstratifs trop pointus pur ma mini mini culture virologique :) mais zut ! stop aux fausses questions).
      On veut encore se prendre pour Dieu, ici le Dieu, c’est l’autre de moi même et il est méchant.
      #confusionnisme