Ex-Polizist soll 320.000 Euro mit erfundenen Mietwohnungen erbeutet haben
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4.8.2026 von Tanja Tal - Er arbeitete bei der Berliner Polizei gegen Betrüger. Jetzt sitzt der 37-Jährige selbst auf der Anklagebank – Wohnungssuchende sollen seine Opfer gewesen sein.
Als Kommissar ermittelte er gegen Betrüger. Bis er selbst Wohnungssuchende mit kriminellen Tricks abzockte.
Polizist bekämpfte früher Betrugskriminalität
Rund 320.000 Euro soll Ex-Polizist Inanc K. (37) mit Fake-Angeboten auf dem Mietmarkt und Daten-Klau ergaunert haben. Drei Anklagen liegen gegen den Mann vor, der einst bei der Berliner Polizei in einer Abteilung zur Bekämpfung von Betrugskriminalität arbeitete.
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Staatsanwaltschaft: „Er schuf ein Betrugssystem“
Er flog im Juni 2022 aus dem Dienst. Hintergrund waren wohl Ermittlungen in Köln wegen Rezeptfälschung und Verstoß gegen das Antidopinggesetz. Das damalige Verfahren wurde eingestellt. Nun geht es vor dem Landgericht um Taten zwischen September 2021 und September 2024.
Die Staatsanwältin: „Er schuf ein Betrugssystem.“ Und: „Das erlangte Geld verwendete er für sein aufwendiges Leben.“ Von teuren Partys war am Rande des Prozesses die Rede.
Angeklagte gibt sich als Mitarbeiter der Hausverwaltung aus
Seine Masche: Erst soll er Mietwohnungen im Internet angeboten haben, die gar nicht existierten. Die Anklägerin: „Wegen der bestehenden Wohnungsnot in der Stadt meldeten sich viele Menschen.“
Er schuf ein Betrugssystem.
Staatsanwältin
Er gab sich laut Anklage als Mitarbeiter von Hausverwaltungen aus, die es ebenfalls nicht gab. Per E-Mail seien die Interessenten dann zur Abgabe einer Selbstauskunft aufgefordert worden.
Drei Säulen laut Anklage
Dutzende Suchende tappten in die Falle. Sensible Daten habe K. raffiniert genutzt. Die Staatsanwältin geht von „drei Säulen“ aus, über die K. agiert habe.
Erste Abzock-Variante: Bankkonten mit geklauten Daten eröffnen und dann bis zur Dispogrenze plündern. Um an Zugangsdaten und Bankkarten zu kommen, soll K. Nachsendeaufträge eingerichtet und Bankbriefe an verwaiste Briefkästen geleitet haben.
K. will umfassend aussagen
Zweite „Säule“: Diebstahlsversicherungen unter fremden Namen abgeschlossen und teure Dinge als gestohlen gemeldet. Mehr als 200.000 Euro sollen so in die Taschen des Ex-Beamten geflossen sein.
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Und dritte Variante: Unter falscher Identität bei Arbeitgebern angerufen und Gehälter von Betrugsopfern umgeleitet – „das Gehalts-Auszahlkonto hat sich geändert“. Am 13. August will K. umfassend aussagen – und gestehen.