• Epstein - ein Agent des Kreml ?
    https://overton-magazin.de/top-story/epstein-ein-agent-des-kreml

    Epsteins Wohnung in Manhattan : Gold muss schon sein. BIld : FBI

    Voici une bonne explication de la raison d’être du réseau Eptein : Les relations entre les ricjes et puissants du monde règne la méfiance. On ne peut alors faire confiance qu’aux personnes avec qui on partage de sales secrets.On crée de la confiance en se compromettant. C’est horrible alors que ça se fasse au moins dans des conditions agrèables. Une île aux jolies jeunes femmes encore mineures est l’endroit parfait pour ces rites d’initiation au monde des vrais riches et puissants.

    15.2.2026 von Arian Schiffer-Nasserie - Ein paar unverantwortliche Bemerkungen zu Macht und Verantwortung.

    1. Wenn der Fall Epstein bzw. seine zunehmende Veröffentlichung die Eliten des Westens inklusive Präsidenten, Aristokraten, Finanzoligarchie, Medienmogule ein wenig zu kompromittieren droht, dann bedeutet das für verantwortungsvolle Denker der westlichen Leitmedien (vgl. z.B. NZZ vom 10.02.) nur eines: Russland war’s! Beweis: Cui bono?

    2. Besorgniserregend daran ist die Bereitschaft der freien Welt und ihrer freien Presse zur Selbstimmunisierung gegen Fakten, die das halluzinierte Selbstbild des eigenen Vereins und seiner Eliten auch nur sanft ankratzen könnten.

    3. Weil nämlich nicht sein kann, was nicht sein darf, geht’s offenbar mit dem Teufel zu. Was ansonsten gerne zur Diskreditierung abweichender „Narrative“ ins Feld geführt wird, ohne sich die Mühe ihrer Widerlegung zu machen, das ist in diesem Fall schlicht geboten: Die Selbstimmunisierung erfolgt durch eine waschechte Verschwörungstheorie.

    4. Nicht besser steht es um jene, die die unschönen Fakten zwar anerkennen, um sich aber im gleichen Augenblick angewidert vom eigentlichen Fall abzuwenden.

    5. Für sie handelt es sich bei Epstein, Gefährtin und Geschäftspartnern um eine schreckliche Ansammlung von Perversen – ohne das geringste Interesse an den Gründen und Grundlagen ihrer „Perversion“. Die mehr- oder minderjährigen Girls auf den Schößen der Reichen und Mächtigen gelten ihnen spiegelbildlich als unfreiwillige Opfer eines Verbrechens, das ganz und gar nichts mit den üblichen Gepflogenheiten ihrer feinen Gesellschaft zu tun hat – kaum wird die Arschkriecherei wortwörtlich als private Chance praktiziert.

    6. Dabei sind die Motive der Beteiligten gar nicht so weltfremd und unverständlich, wie es nun das Unverständnis aller Welt glauben machen will.

    a) Die „Vernetzung“ der Agenten von Geld und Gewalt ist die Basis ihrer Erfolge, weil sie sich nun mal wechselseitig brauchen: Das Geschäft der Reichen beruht auf den Entscheidungen der Mächtigen. Und deren Macht beruht auf dem Geschäft der Reichen. Journalisten brauchen die Nähe zu den Machern für ihre Storys und die Macher brauchen gute Presse. Und alle brauchen Vitamin B, um als Agenten ihrer Sache in Konkurrenz zu ihresgleichen voran zu kommen. Dabei sind sie auch auf Makler angewiesen, die sich das Ihre vom Arrangement ausrechnen. Ein solcher war Jeffrey Epstein. Und an ihm kam zusehends keine/r mehr vorbei, der oder die nach oben wollte.

    b) Dabei ist allen Beteiligten selbstverständlich, die eigenen Interessen auf der Basis der spezifischen Erpressungsmacht als „Chancen“ für jene vorstellig zu machen, die man für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren sucht: Arbeitsplätze, Steueraufkommen, Investitionen, Rechtssicherheit, Subventionen, Zölle, Wahlkampfhilfe, Folgeaufträge, Kontakte, Renommee, internationales „Engagement“ etc. pp.

    c) Arbeit ist für die Manager von Staat und Kapital daher vor allem schwerste Beziehungsarbeit. Da kommt es auf Tuchfühlung, Fingerspitzengefühl und echtes Vertrauen an, gerade weil und nicht obwohl man sich begründet misstraut. Und Vertrauen ist gerade dann gegeben, wenn sich alle Beteiligten auch mal von ihrer verletzlichen, von ihrer weichen Seite zeigen…

    d) Beziehungsarbeit und Vertrauen brauchen weder Blaumann noch weiße Weste. Viel nützlicher ist da schon die Bereitschaft, sich wechselseitig kompromittierbar zu machen. Zum Beispiel durch einen Verstoß gegen jene sittlichen Maßstäbe und Werte, in deren Namen man den Rest der Welt verantwortungsvoll terrorisiert.

    e) Nichts liegt da näher, als das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, um die Steifheit von Verhandlungen zu entspannen – zumal es ja auch Chancen für junge talentierte Models bietet.

    f) Fotos der Ereignisse, die Beteiligung von Geheimdienstlern und Zeugen aus den Eliten der ganzen Welt dürften insofern kein Kollateralschaden, sondern Geschäftsgrundlage von Orgy-Island gewesen sein.

    7. Nicht nur die Berechnungen der beteiligten Verantwortungsträger sind ganz von dieser besten aller Welten, die es bekanntlich gegen „autoritäre Regime“ zu verteidigen gilt. Die Berechnungen ihrer Opfer sind es auch: Erst reißen sich diese (in berechnender Hingabe) den sprichwörtlichen A. auf, um per Modelagentur u.ä. in den Dunstkreis der Mächtigen zu kommen und dann werden sie von der feinen Gesellschaft – eigentlich wenig erstaunlich – eben auch in den selbigen ge# ! Hoffnung und Enttäuschung liegen eben oft dicht nebeneinander und manchmal sogar unter einer Decke im selben Bett.

    8. Dabei wäre die Geschichte übrigens vermutlich für alle Beteiligten rühmlich ausgegangen – und viele Täter und Opfer hatten sich damit ja auch bereits gerühmt – wenn nicht …

    a) nach langen Abwehrversuchen die Justiz unter dem Druck des neuen Zeitgeistes (Stichwort: #me too) eine Neubewertung jener Anzeigen vorgenommen hätte, die sie zuvor so professionell abgeschmettert hatte;

    b) das ganze darüber öffentlich verhandelte Schlamassel zum Material des Machtkampfes zwischen den Eliten des politischen Amerikas avanciert wäre;

    c) und schließlich in der uneingeschränkten Veröffentlichung der dokumentierten Perversionen durch die US-Regierung unter Trump gemündet wäre.

    Was einst als wechselseitige Versicherung gedacht war, hat sich inzwischen in sein Gegenteil verkehrt. Die „Epstein-Files“ liefern den verfeindeten und konkurrierenden Saubermännern und Sauberfrauen inzwischen überreichlich das Material ihrer wechselseitigen Diskreditierung. Und deshalb und nur deshalb will inzwischen auch niemand mehr etwas mit seinem alten Kumpel Jeffrey und seiner schönen Gefährtin zu tun haben. Fast könnte man von einer glücklichen Fügung sprechen, dass der gute alte Epstein in Untersuchungshaft tragisch verstarb und einfach nichts Kompromittierendes mehr sagen kann. Nun ja.

    Die seltsame Ironie des Falles: Die tatsächlich relevante Brutalität der Beteiligten, nämlich ihre Kommandogewalt über das Schicksal ihrer Untergebenen, ihr Kommando über die globale Arbeiterklasse, über Krieg und Frieden, über Konjunktur und Krise, über Hunger und Elend – also mehr oder weniger über das Leben und Sterben der gesamten Welt – und die spiegelbildliche Bereitschaft der Untergebenen, nämlich jede Sauerei als persönliche Chance zu interpretieren, verblasst am bornierten Maßstab der Völker, ob die Eliten diese ihre Macht auch genau so glaubwürdig, fromm, moralisch und mit weißer Weste verkörpern, wie es die braven Knechte und Mägde im Gegenzug für ihre treuen globalen Dienste von ihrer Herrschaft erwarten dürfen.

    #USA #élites #occident #corruption

  • Ce qu’il faudra faire pour vaincre l’#extrême_droite

    L’extrême droite se nourrit du #désespoir économique, de l’#insécurité et de l’#exclusion. Pour la priver de ses ressources, ceux qui veulent préserver la #démocratie doivent proposer un contre-discours axé sur la #dignité et l’#appartenance, ainsi qu’un programme politique conçu pour favoriser l’#inclusion_économique et la #résilience_climatique.

    De l’Allemagne aux États-Unis en passant par le Brésil et au-delà, l’extrême droite gagne du terrain. Si les détails varient d’un pays à l’autre, le schéma est étonnamment cohérent : l’extrême droite prospère lorsque les économies ne parviennent pas à assurer le #bien-être, l’#équité et la #sécurité.

    Ce n’est pas une observation nouvelle. #Antonio_Gramsci, #Karl_Polanyi et d’autres penseurs du XXe siècle ont diagnostiqué le #fascisme comme une réponse réactionnaire à l’#instabilité_capitaliste et aux mouvements progressistes qui avaient émergé pour contrer ses excès. Dans The Great Transformation, Polanyi a fait valoir que le « #déracinement » des marchés des #relations_sociales avait créé un terrain fertile dans lequel l’#autoritarisme pouvait s’enraciner.

    À notre époque, #Nancy_Fraser, de la New School for Social Research, a décrit comment le #néolibéralisme érode la #solidarité_sociale, alimentant le #populisme exclusif. D’autres analystes soulignent que l’#austérité et la #précarité rendent les citoyens vulnérables aux #discours_simplistes qui désignent des #boucs_émissaires.

    Ainsi, l’histoire montre comment le #chômage_de_masse, l’#inflation et la baisse du #niveau_de_vie peuvent favoriser l’#extrémisme, en particulier lorsqu’ils s’accompagnent d’institutions faibles, d’une #polarisation_politique ou de discours exploitant les #griefs et les #peurs. Tout comme la #Grande_Dépression a ouvert la voie au fascisme en Europe, la #crise_financière mondiale de #2008 a créé les conditions d’un retour du #nationalisme à travers le monde.

    Aujourd’hui, nous sommes confrontés à une nouvelle itération du même cycle. Bien que l’#Allemagne ait initialement fait preuve de résilience pendant la pandémie de COVID-19, la crise énergétique déclenchée par l’invasion de l’Ukraine par la Russie l’a particulièrement touchée. Comme l’ont montré les économistes Isabella M. Weber et Tom Krebs, la hausse des #coûts_énergétiques s’est répercutée sur l’ensemble de l’#économie, la fixation des prix par les entreprises amplifiant les pressions inflationnistes. Alors que les ménages étaient en difficulté, le parti d’extrême droite Alternative für Deutschland a vu sa popularité monter en flèche.

    Aux États-Unis, des décennies de #désindustrialisation, de stagnation des #salaires et d’augmentation des inégalités ont érodé l’idée que chaque génération fera mieux que la précédente. L’Inflation Reduction Act de l’ancien président Joe Biden était une initiative ambitieuse visant à relancer la politique industrielle et à stimuler la fabrication écologique, mais son héritage s’est avéré éphémère. Donald Trump a exploité le mécontentement suscité par la hausse des prix après la pandémie et a remporté les élections de 2024 en utilisant comme arme l’#aliénation et le #ressentiment, en désignant comme boucs émissaires les immigrants, la #mondialisation et les « #élites_urbaines ».

    Le #Brésil illustre une autre dynamique. Des millions de personnes sont sorties de la #pauvreté sous le gouvernement du Parti des travailleurs du président Luiz Inácio Lula da Silva dans les années 2000, mais beaucoup ont vu ces acquis s’inverser, tandis que d’autres ressentent de l’amertume d’être exclus des programmes sociaux. La révolution numérique rend le travail plus précaire. Lula a tenté de restaurer certains des acquis perdus depuis son retour au pouvoir en 2023, mais il est confronté à un Congrès dominé par l’extrême droite et ses alliés.

    Même si Jair Bolsonaro a été condamné pour tentative de coup d’État, d’autres dirigeants d’extrême droite au Brésil promettent également un retour à l’ordre, à la stabilité et à la foi religieuse. Leur rhétorique met l’accent sur l’#esprit_d’entreprise et l’#autonomie. Bien que séduisante sur le plan émotionnel, l’idée selon laquelle les individus sont responsables de la pauvreté ignore cyniquement les obstacles structurels qui bloquent la mobilité socio-économique.

    Les #chocs_internationaux – ruptures de la chaîne d’approvisionnement pendant la pandémie, volatilité des marchés énergétiques, #conflits prolongés, effets inflationnistes du #changement_climatique – ont également alimenté la montée des forces d’extrême droite. Ces problèmes exigent une coopération transfrontalière, mais les extrémistes les exploitent pour attaquer le #multilatéralisme, le présentant comme un « #complot mondialiste ». Les #droits_de_douane punitifs de Trump incarnent cette réponse, présentant le commerce mondial comme une lutte à somme nulle dans laquelle les étrangers sont les ennemis des travailleurs américains.

    Ces discours simplistes unissent les mouvements d’extrême droite plus que n’importe quel ensemble de politiques communes. Chacun repose sur une opposition fondamentale entre « nous » et « eux ». Comme le note la sociologue brésilienne Esther Solano, ces discours séduisent ceux qui se sentent abandonnés, en faisant des immigrants, des minorités, des féministes, des militants pour le climat et d’autres groupes des ennemis. Dans un monde binaire de gagnants et de perdants, la #complexité disparaît dans les mythes d’une #pureté_culturelle et d’une grandeur nationale révolues.

    Pour contrer ces discours, il faut plus qu’une réfutation raisonnée. Si les racines de l’ascension de l’extrême droite sont en grande partie économiques, il sera impossible de la vaincre sans une nouvelle #vision_économique.

    Cela signifie, pour commencer, s’attaquer à l’inflation à sa source. La récente vague d’inflation était moins liée à une demande excessive qu’à des chocs d’offre, à la #spéculation et à des fragilités structurelles. Pourtant, l’orthodoxie économique a continué à privilégier les hausses de taux d’intérêt et l’austérité, pénalisant les travailleurs et les plus vulnérables. Les gouvernements doivent plutôt utiliser des #outils_fiscaux – soutien au revenu, #allégements_fiscaux sur les produits de première nécessité, renforcement des #services_publics – pour protéger les ménages, tout en investissant dans les capacités nationales en matière d’#énergies_renouvelables, de #sécurité_alimentaire et de production durable. Il faut lutter de front contre la spéculation des entreprises en appliquant les #lois_antitrust, en renforçant les règles de #transparence et en sanctionnant les pratiques abusives en matière de #prix.

    Une deuxième priorité consiste à investir massivement (et stratégiquement) dans les #infrastructures_publiques. Des #transports au #logement, en passant par la #santé et l’#éducation, le domaine public doit être reconstruit. La propriété publique ou la réglementation des secteurs clés garantirait la fiabilité, l’équité et la #résilience_climatique des services. Mais l’#investissement seul ne suffit pas. Les institutions doivent être rendues plus transparentes, responsables et participatives, afin de restaurer la #confiance dans le fait que les gouvernements servent l’#intérêt_général.

    Troisièmement, nous avons besoin d’une transition véritablement juste vers une économie à faible émission de carbone. Une politique industrielle verte peut créer des emplois et revitaliser les régions laissées pour compte tout en décarbonisant l’activité économique. Mais si elle est trop laissée au marché, la transition verte risque d’aggraver les inégalités. La #transition_énergétique doit donner du pouvoir aux travailleurs, et non les abandonner. Les emplois verts doivent être des #emplois de qualité : sûrs, bien rémunérés, syndiqués et ancrés dans les communautés. À cette fin, la #politique_industrielle devrait se concentrer sur les énergies propres, la régénération des écosystèmes et les secteurs des soins.

    Quatrièmement, nous devons restaurer la confiance dans les institutions. Cela signifie apporter des améliorations tangibles dans des domaines tels que le #logement_abordable, les #soins_de_santé publics et les infrastructures résilientes. Cela signifie également démocratiser la prise de décision. Des mécanismes tels que la #budgétisation_participative, les #assemblées_citoyennes et les #initiatives_communautaires en faveur du climat peuvent permettre aux citoyens non seulement d’être témoins du changement, mais aussi de le façonner.

    Enfin, pour contrer les discours simplistes de l’extrême droite, il faut élaborer de nouveaux discours audacieux. Un message de renouveau culturel et politique doit accompagner la réforme économique. Là où l’extrême droite offre la peur, la #division et des boucs émissaires, les forces démocratiques doivent offrir la #solidarité, la dignité et l’#espoir, en s’appuyant sur un #discours qui met l’accent sur le #bien-être_collectif, célèbre la #diversité et donne le sentiment que le #progrès est possible et réel.

    L’extrême droite se nourrit du désespoir, de l’insécurité et de l’exclusion. Bricoler les contours du néolibéralisme ne permettra pas d’apporter la sécurité, la dignité et le sentiment d’appartenance nécessaires pour l’affamer. Pour cela, nous avons besoin d’un nouveau modèle économique, fondé sur la #durabilité, la #justice et la solidarité.

    https://www.reseau-bastille.org/2025/12/26/ce-quil-faudra-faire-pour-vaincre-lextreme-droite
    #à_faire #résistance #fisc #fiscalité #économie #gauche #contre-discours
    ping @karine4

  • Trump, Epstein und die Demokraten : Eine kriminelle herrschende Klasse
    https://www.wsws.org/de/articles/2025/11/14/pers-n14.html

    Ein Protestplakat an einer Bushaltestelle in der Nähe der US-Botschaft in London zeigt US-Präsident Donald Trump mit Jeffrey Epstein, 17. Juli 2025 [AP Photo/Thomas Krych]

    Comme toujours chez nos camatades trotzkystes la description du statut quo est correcte quoique incomplète et leurs revendicatioms sont trop romantiques pour nous rapprocher même d’un millimètre de la lutte finale évoquée dans niore chanson préférée. Il est vrai que sousTrump l’impérialisme a laissé tomber son masque civilisé et nous entraîne dans l’abîme de sa chute sans cacher ses intentions.

    Français : https://www.wsws.org/fr/articles/2025/11/15/pers-n15.html
    Anglais : https://www.wsws.org/en/articles/2025/11/14/mzkc-n14.html

    14.11.2025 von Patrick Martin - Die Veröffentlichung von mehr als 20.000 E-Mails aus dem Nachlass von Jeffrey Epstein wirft ein neues Licht auf den verdorbenen und kriminellen Charakter der amerikanischen herrschenden Klasse. Was die Dokumente offenbaren, sind nicht nur die privaten Perversionen eines Individuums, sondern der Charakter der gesamten kapitalistischen Elite – ihre miteinander verflochtenen Netzwerke aus Finanzwelt, Geheimdiensten, Medien und Politik – und das Ausmaß ihres moralischen und sozialen Verfalls.

    Epstein agierte jahrzehntelang als gut vernetzter Mittelsmann für die Reichen und Mächtigen. Er vermittelte minderjährige Mädchen an eine Klientel, zu der Milliardäre, Politiker, Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter gehörten. Er war überall dort präsent, wo Einfluss gesucht, gehandelt und in Geld umgesetzt werden konnte – in enorme Geldsummen.

    Epstein hatte Verbindungen nicht nur zu Wall-Street-Größen und führenden US-Politikern, von Bill Clinton bis Donald Trump, sondern auch zu Personen aus dem Ausland, darunter der ehemalige Prinz Andrew, jetzt Andrew Mountbatten Windsor, Bruder von König Charles III. Epsteins enge persönliche Beziehungen zum ehemaligen israelischen Premierminister Ehud Barak und anderen hochrangigen Beamten deuten auf langjährige Verbindungen zum israelischen Geheimdienst hin.

    Die neu veröffentlichten E-Mails enthüllen das Ausmaß von Epsteins Integration in elitäre Kreise, einschließlich regelmäßiger Kontakte zu hochrangigen Politikern, Medienvertretern, Akademikern und außenpolitischen Strategen. Sie bestätigen auch, dass diese gesamte Gesellschaftsschicht sich seiner Verbrechen sehr wohl bewusst war – und aktiv daran arbeitete, sie zu vertuschen.

    Nirgendwo wird dies deutlicher als in der Verbindung zwischen Epstein und Donald Trump. In einer E-Mail aus dem Jahr 2011 erinnert Epstein Ghislaine Maxwell daran, dass ein Opfer von Menschenhandel, das später als Virginia Roberts Giuffre identifiziert wurde, „Stunden” mit Trump in Epsteins Haus verbracht hatte, dass dies jedoch ein „Hund, der nicht gebellt hat”, war – die Episode war nie öffentlich bekannt geworden.

    Eine weitere Reihe von E-Mails aus dem Jahr 2015 zeigt, wie Epstein sich mit dem Schriftsteller Michael Wolff, Autor einer feindseligen Biografie über Trump, darüber abstimmt, wie man Informationen als politisches Druckmittel einsetzen kann, zu einem Zeitpunnkt, an dem Trump Kandidat für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner war. Epstein prahlte damit, Fotos von Trump zu haben, die diesen mit Mädchen in Bikinis in seiner Küche zeigen. In einer E-Mail schrieb er, dass Trump „alles über die Mädchen wusste.”

    Die nun veröffentlichten 20.000 E-Mails liefern zahlreiche Details zu Epsteins Verbrechen, doch er selbst wurde im August 2019 in seiner Zelle erhängt aufgefunden – unter Umständen, die stark darauf hindeuten, dass auf höchster Ebene beschlossen wurde, nach dem Motto „Tote erzählen keine Geschichten“ zu handeln.

    Die Demokratische Partei hatte während der gesamten Amtszeit der Biden-Regierung reichlich Gelegenheit, sich mit der Verbindung zwischen Trump und Epstein zu befassen. Stattdessen tat sie nichts, denn der Skandal betraf auch prominente Demokraten.

    Der Fall Epstein ist schon für sich genommen eindeutig von Bedeutung. Die Entscheidung der Demokraten, nun einige der belastendsten E-Mails zu veröffentlichen, in denen Trump namentlich erwähnt wird, und die massive Berichterstattung in den Mainstream-Medien deuten jedoch darauf hin, dass der Fall als Waffe in den undurchsichtigen Konflikten innerhalb der Finanzaristokratie wiederbelebt wird. Diese betreffen in erster Linie den Krieg gegen Russland in der Ukraine und Trumps rücksichtsloses und unberechenbares außenpolitisches Verhalten im Allgemeinen, einschließlich der Einführung von Zöllen, die den Welthandel stören.

    Die gesamte Finanzaristokratie unterstützt die Ziele der Trump-Regierung, doch es wächst die Befürchtung, dass Trump zu verhasst und zu unberechenbar ist oder die Gefahren zu sehr außer Acht lässt, um sein Programm des Klassenkampfs erfolgreich umzusetzen. Die scheinbar unaufhaltsame Ausweitung der Staatsverschuldung, die Schwankungen an den Finanzmärkten und der Anstieg sowohl der Entlassungen als auch der Inflation sind allesamt Symptome einer herannahenden Wirtschaftskrise von globalem Ausmaß.

    In diesem Zusammenhang ist es aufschlussreich, dass die Demokraten beschlossen haben, sich Trump in Bezug auf den Regierungsstillstand zu fügen, ihn aber im Epstein-Skandal zu bekämpfen. Nach den „No Kings“-Protesten und dem Debakel der Republikaner bei den Wahlen am 4. November haben die Demokraten als Schlachtfeld nicht die Verteidigung von Arbeitsplätzen und Sozialprogrammen gewählt, sondern die schmutzigen Beziehungen zwischen Trump und dem verurteilten Sexhändler.

    Trump sieht sich auch mit zunehmenden Abwanderungen innerhalb der Republikanischen Partei konfrontiert. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, kündigte nach wochenlangen Verzögerungen am Donnerstag überraschend an, dass das Repräsentantenhaus nächste Woche über einen Beschluss abstimmen werde, der das Justizministerium dazu zwingen würde, alle Epstein-Dokumente zu veröffentlichen. Johnsons Kehrtwende erfolgte, nachdem klar geworden war, dass die Unterstützung für die Maßnahme eine kritische Masse erreicht hatte.

    Die Maßnahme wird wahrscheinlich vom Senat blockiert oder von Trump mit einem Veto belegt werden. Doch die Konzentration auf Epstein wird dazu dienen, die parteiübergreifenden Verhandlungen über Kürzungen der Bundesausgaben, die Aggression der USA gegen Venezuela und die verstärkten Angriffe auf Migranten und Geflüchtete zu verschleiern.

    Was Trump betrifft, so sind die Maßnahmen zur massiven Eskalation der Kriegsvorbereitungen gegen Venezuela nicht zuletzt auf die sich verschärfende Krise der Regierung zurückzuführen. Am Donnerstagnachmittag gab Kriegsminister Pete Hegseth bekannt, dass das Pentagon die „Operation Southern Spear“ starten werde, nachdem bei zwanzig Angriffen vor der Küste Venezuelas und Kolumbiens mindestens 76 unbewaffnete Zivilisten getötet worden waren.

    Es wäre nicht das erste Mal, dass eine amerikanische Regierung versucht, innenpolitische Probleme zu lösen und den Rahmen für einen massiven Angriff auf demokratische Rechte zu schaffen, indem sie außenpolitisch zu militärischer Gewalt greift.

    Die Arbeiterklasse darf sich in diesem Kampf innerhalb der herrschenden Klasse hinter keine der beiden Fraktionen stellen. Der Fall Epstein ist nicht nur eine Anklage gegen Trump – er ist eine Anklage gegen die gesamte Bourgeoisie. Er legt die korrupte Physiognomie einer herrschenden Klasse offen, die längst jede Verbindung zu demokratischen Prinzipien oder sozialem Fortschritt aufgegeben hat. Sie hat die Macht an Gangster, Betrüger und Räuber abgegeben.

    Die Arbeiterklasse muss auf der Grundlage ihrer eigenen Interessen und mit ihrem eigenen Programm in die sich zuspitzende politische Krise eingreifen. Die Verbrechen von Epstein sind Ausdruck eines Gesellschaftssystems, das Privateigentum, Klassenprivilegien und das politische Monopol einer korrupten Elite verteidigt. Dasselbe System, das Epstein gedeckt hat, führt jetzt Krieg im Ausland, streicht Millionen Menschen die Lebensmittelmarken und setzt Polizei und Geheimdienste ein, um die Opposition im Inland zu unterdrücken.

    Im Fall Epstein geht es nicht nur um die Vergangenheit. Es geht um die Gegenwart und die Zukunft. Die herrschende Elite ist moralisch und politisch bankrott. Sie kann nicht reformiert oder durch die bestehenden Institutionen „zur Rechenschaft gezogen“ werden. Sie muss gestürzt werden. Was erforderlich ist, ist eine Bewegung der Arbeiterklasse – bewaffnet mit einem revolutionären sozialistischen Programm –, um die Herrschaft der Oligarchen zu beenden und eine Gesellschaft aufzubauen, die auf Gleichheit, Wahrheit und Menschenwürde basiert.

    puis ...

    14.11.2025 par Jacob Crosse - Des e-mails confirment qu’Epstein offrait ses services de trafic sexuel à Trump et à toute la classe dirigeante américaine,
    https://www.wsws.org/fr/articles/2025/11/14/cozh-n14.html

    #USA #impérialisme #capitalisme #nantis #élites #culture_du_viol

  • Finanzelite zwischen Glanz und Verantwortungslosigkeit : „Mein Sohn wird das alles bezahlen“
    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/grosser-treff-der-finanzelite-in-frankfurt-mein-sohn-wird-das-alles

    Ils sont blancs, vieux, de droite et pas très intelligents, mais ils aiment les blagues du fou du roi Roland Berger. Voilà un portrait de la section "finance" des élites allemandes.

    Le Berliner Zeitung nous livre un rapport accablant d’une rencontre organisée par l’entreprise du ministre pas si cultivé de culture allemand.

    24.10.2025 von Lukas Kuite - Deutschlands Schulden steigen rasant – die Antworten der Finanzelite wirken erstaunlich einfach. Exklusive Einblicke vom Frankfurt Finance & Future Summit.

    Es ist Donnerstagabend im Frankfurter Gibson Club, als Deutschlands bekanntester Unternehmensberater Roland Berger, Gründer der gleichnamigen Strategieberatung, unter Bühnenscheinwerfern steht, die mehr blenden als erhellen. 88 Jahre alt, graues Haar, fester Blick, das Glas Sekt in der Hand. Als er den Preis für die „stärkste Marke“ entgegennimmt, ist der Saal stiller, als man es von einer Galanacht erwarten würde.

    „Politik ist eine schwierige Aufgabe, gerade in dieser Zeit, in der niemand sich Sorgen darüber macht, über das man sich eigentlich Sorgen machen müsste“, sagt Berger. Der Applaus kommt spät, verhalten. Zwischen Rosé und Mousse au Chocolat schauen manche der Anzugträger verlegen auf die Teller. Fühlen sie sich ebenfalls angesprochen?

    Berger, der seit den 1960er Jahren auch Berater von Bundeskanzlern war, fügt hinzu: Er wollte seine Firma damals nach sich selbst benennen, um die Verantwortung zu tragen – „für meine Mitarbeiter, meine Kunden und die Gesellschaft.“

    Es klingt wie ein Gebet aus einer anderen Zeit. Und es wird der Satz sein, an dem sich alles spiegelt, was an den zwei Konferenztagen des Frankfurt Finance & Future Summits 2025 zuvor geschehen ist. Deutschlands Finanzelite ist eine Antwort auf die drängendste Frage schuldig geblieben: Wer finanziert den Wohlstand der zukünftigen Generationen?

    Tag eins des Frankfurter Finanzgipfels: Kapitalmarktunion – das politische Placebo

    Am Mittvormittag liegt ein grauer Schleier über Frankfurt am Main. Der Himmel bedeckt, die Luft kühl, aber still, während schwarze Limousinen vorfuhren. Drinnen, im Kap Europa, ging es um Zukunft – um die Zukunft des Finanzstandorts Deutschland, Europas, vielleicht sogar des europäischen Wohlstands.

    EZB-Chefin Christine Lagarde sprach über „Integration“ und „Vertrauen“. KfW-Chef Stefan Wintels über „Resilienz“. Der nicht anwesende Kanzler Friedrich Merz im Vorfeld der Konferenz über „Mut zum Wachstum“. Große Worte, die wie Reklameschilder wirkten. Nur was sie bedeuteten, blieb unklar.

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    Deutsche Bank-CEO Christian Sewing während der Eröffnung des Frankfurt Finance & Future Summits.Marc Conzelmann/WEIMER

    Die Lösung für alle Probleme trug hier einen Namen: Kapitalmarktunion. Die Integration aller 27 Anleihenmärkte in einen europäischen. Auch: Europäische Superbörse oder „Wall Street“ genannt. Ein Begriff, den sowohl Hessens Ministerpräsident Boris Rhein, EZB-Chefin Lagarde, als auch Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sowie KfW-CEO Stefan Wintels in den Mund nahmen.

    Kapitalmarktunion: Ein Begriff, der klang, als könne er Schulden tilgen, Wohlstand verteilen und Zukunft bauen – eine Art Wunderformel in politischem Goldpapier. Das Wunderheilmittel? Doch in jedem Satz schwang ein unausgesprochener Gedanke mit: Dass jene, die da sprachen, ihre eigene Verantwortung längst weitergegeben hatten: An die nachkommenden Generationen.

    Europas Schulden – der blinde Fleck in Frankfurt am Main

    Über Staatsverschuldung wurde in den Panels kaum gesprochen. Am Rande der Konferenz schon. Ein anonymer Finanzchef einer internationalen Beratungsfirma sagte leise zur Berliner Zeitung: „Ich mache mir weniger Sorgen um Deutschland, die Schuldenquote ist stabil. Aber die USA – die laufen Richtung Krise. Und niemand hier wagte, das Thema anzusprechen.“

    Ein Kollege aus einer deutschen Großbank wurde direkter: „Alles wird unter ‚Infrastruktur’ abgeheftet. Aber viele Projekte bringen keine Rendite. Wir bauen Beton, wo wir eigentlich Bildung bräuchten.“ Soll hier auf den Bühnen in Frankfurt keine schlechte Stimmung verbreitet werden?

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    Im Kap Europa wurde über zwei Tage der Frankfurt Finance & Future Summit abgehalten.Steffen Boettcher/WEIMER

    Auf den Leinwänden wirkte alles solide. Doch die Frage hinter vorgehaltener Hand lautete: Wie lange trägt ein Sozialstaat bei null Prozent Wachstum? Ein CFO sagt zur Berliner Zeitung: „Wir schieben Kosten als Infrastruktur – viele Projekte erwirtschaften nichts.“ Ein KI-Berater brachte es im Hintergrund auf den Punkt: „Wir sind zu langsam. Um meinen Sohn mache ich mir Sorgen, der für das bezahlen wird, was wir gerade verschleppen könnten.“

    Schon am ersten Konferenztag war klar: Die Kapitalmarktunion war das Mantra, das alles übertönte. Lagarde nannte sie „den Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit Europas“. Merz sprach von „Wachstum durch Integration“. Wintels gar von „Resilienz durch Beteiligung“. Doch wo Vision sein sollte, blieb Marketing.

    Lediglich bei der IPO Night am Mittwochabend im Städel Museum wurden tapfere Unternehmen mit Weitsicht gekürt. Pfisterer, eines der weltweit größten Unternehmen für das Verbinden, Kontaktieren und Isolieren elektrischer Leiter in Stromnetzen, erhielt die Auszeichnung zum herausragendsten Börsengang des Jahres. Den spektakulären Börsengang von TKMS (Thyssen Krupp Marine Systems) Anfang der Woche hatten die Veranstalter so kurzfristig wohl nicht mehr auf dem Schirm haben können.

    Am Donnerstag schlägt das Wetter um. Regen treibt über das Frankfurter Messegelände, glänzende Schuhspitzen spritzen durch Pfützen. Plötzlich steigen Windgeschwindigkeiten an, bis Schirme in den Händen der Gäste umklappen. Starke Böen jagen durch die Glasfronten des Kap Europa. Ähnlich schlägt der Ton um.

    Ein Chefanalyst einer der weltweit fünf größten Beratungsfirmen gestand anonym auf Anfrage der Berliner Zeitung: „Die Kapitalmarktunion ist kein neues Wunderheilmittel. Wir reden seit 2014 darüber. Jetzt wird sie als Antwort auf Schulden, Demografie und Stagnation verkauft – aber sie löst nichts, sie verschiebt nur Verantwortlichkeit.“

    „Wir brauchen 5000 Milliarden Euro bis 2045“, rief Wintels von der Bühne. „Und wir müssen über längere Arbeitszeiten sprechen.“ Das Publikum nickte, einige tippten auf ihre Smartphones. Draußen flackerte das Licht des Sturms in die Scheiben. Sieht hier keiner die Verantwortungslosigkeit?

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    KfW-Chef Stefan Wintels sprach rund 15 Minuten über den wirtschaftlichen Abstand von Deutschland und Europa zu den USA.Steffen Boettcher/Weimer Media Group

    Was KfW-Chef Wintels euphemistisch „Beteiligung“ nannte, hieß in Wahrheit: Die junge Generation sollte investieren, während die alte weiter verwaltete. Neue Märkte sollten die Lücken stopfen, die Politik hinterließ. Schon jetzt investiere die junge Generation enorm, betonte Wintels auf der Bühne. Seine Bank steckt das Steuergeld bekanntlich in Klimaprojekte, die mal mehr und mal weniger sinnvoll sind.

    Ein JP-Morgan-Berater brachte es nüchtern: „Wir brauchen mehr Risikokapital, klar. Aber das Mindset stimmt nicht. Der Deutsche hält sein Geld lieber in Beton als in Ideen.“ Ein Krypto-Broker widersprach fast trotzig: „Die Jungen holen das schon auf. Vertrauen in klassische Systeme sinkt. Krypto wird zur Flucht aus der Verantwortung der Alten.“

    Damit war der Generationenkonflikt zum ersten Mal am Donnerstagnachmittag richtig spürbar: Die, die vom Kapital lebten, redeten von Vertrauen. Vor allem Wintels, der im Sommer wegen seines 1,2 Millionen Euro Jahresgehalts zum Teil auf Kosten der Steuerzahler in die Kritik geraten war. Die, die es erwirtschaften sollten, lebten längst im Misstrauen – und waren gar nicht anwesend. Die meisten Anwesenden, die unter 30 Jahre alt waren, trugen Tabletts oder Garderoben-Kleiderbügel herum, anstatt Aktentaschen oder Mikrofone.

    Zwischen Panels über Compliance und Nachhaltigkeit verlor sich die Debatte am Donnerstag in Fachsprache und Standortfragen. Ein Kapitalmarktchef einer deutschen Bank sagte: „Alle reden über die europäische Börse, ob sie in Paris oder Frankfurt stehen soll. Aber keiner weiß, wo sie gebaut werden soll – wo ist die Baugenehmigung?“ Auch die Klagen über Bürokratie blieben nicht aus. Eine Bankberaterin sagte: „Wir prüfen jeden Kunden auf einer Milliarde Datenpunkte – Digitalisierung? Fehlanzeige.“

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    Gitta Connemann (5.v.r.), Katherina Reiches Staatssekretärin, vergab auf dem Finanzgipfel Preise an den Mittelstand.Steffen Boettcher/WEIMER

    Derweil startet die Aftershowparty des Events im Frankfurter Gibson Club. Was denkt die Elite vom neuen Wunderheilmittel, der Kapitalmarktunion, wenn sie bereits Alkohol getrunken hat? Ein Sicherheitsberater: „Wir brauchen keine weitere Schuldenunion unter neuem Namen. Wir brauchen eine Verteidigungsunion, da liegt das echte Einsparpotenzial.“ Statt Börsenwände einzureißen, sollte die EU ihre „Frontlinien hochziehen“. Man hatte in der ganzen Euphorie ja fast vergessen: In Europa herrscht Krieg.

    Kapitalmarktunion – die Ausrede einer Politik, die lieber über Formulare sprach als über Verantwortung? Repräsentativ war dieser Finanzgipfel sicher nicht.
    Die Abwesenden der Finanzelite: Berlin, Ostdeutschland und Diversität

    Kaum ein Speaker während des Finanzgipfels stammte aus Berlin, dem eigentlichen Fintech-Mekka der EU. Die Frankfurter Finanzwelt blieb westdeutsch, wohlhabend, homogen. Diversität tauchte nur im Programmheft auf.

    Und als Georg Kofler, Investor aus der VOX-Show „Höhle der Löwen“, am Donnerstag sagte, Merz habe recht mit seiner Stadtbilddebatte – die „Parallelgesellschaften“ in Berlin würden ihn stören – wurde der stille Riss sichtbarer, der sich durch dieses Land zieht. Später im Gibson Club äußerte er sich auf Nachfrage deutlicher: „Mich stören vor allem die Kopftücher.“ Deswegen sei er aus Berlin weggezogen.

    Ein Satz, der die Luft im Saal spaltet – und den bis auf die anwesenden Journalisten der veranstaltenden Weimer Media Group dennoch niemand öffentlich verurteilte. Kofler wird angelächelt, die Finanzelite macht sogar mit ihm Scherze. Der Wohlstand blieb unter seinesgleichen.

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    Die Marken Gala der Weimer Media Group im Gibson Club sollte den Finanzgipfel in Frankfurt feierlich abrunden.WEIMER MEDIA GROUP/Marc Conzelmann

    Im Saal des Nachtclubs während der Markengala servierten junge Kellner Fingerfood. Sie waren größtenteils zwischen 20 und 30, viele mit Migrationshintergrund. Einer sagte halblaut: „Vielleicht reden die ja irgendwann auch über uns.“ Taten sie nicht.

    Roland Berger mit Appell an die deutschen Finanz-Machthaber

    Am Ende dieser zwei Tage stand Roland Berger. Seine Worte vom Donnerstagabend wirkten im Nachhall der Veranstaltungen wie ein Gegenentwurf zu all den PowerPoint-Schlachten: Verantwortung als persönlicher Akt. Kein Fonds, keine Union, kein Index – sondern Haltung. Jeder spürte es.

    „Wenn man vom Weg abkommt, braucht man jemanden, der ihn weitergeht“, sagte er in Richtung der Veranstalterin Christiane Götz-Weimer, deren Mann als Berater nun im Kanzleramt arbeitet. Ein Satz, halb Mahnung, halb Spiegel? Ist Politik in seinen Augen wirkungslos?

    Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) gab er noch einen Auftrag mit: „Sagen Sie Friedrich Merz, dass die Reformen noch in diesem Jahr kommen müssen. Dann geht es 2026 auch hoffentlich wieder bergauf.“ In Humor verpackt, aber dennoch klar und voller Wahrheit.

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    Beratermogul und Nachkriegslegende Roland Berger gab Dorothee Bär einen Wunsch für Friedrich Merz mit. Reformen sollen noch in diesem Jahr kommen.WEIMER MEDIA GROUP/Marc Conzelmann

    Als die Beats durch den Club wummern, spiegelt sich vor der Tür das Regenlicht. Drinnen wurden Zukunftsbegriffe verhandelt – draußen blieb die Frage unbeantwortet: Wer übernimmt Verantwortung, und wer zahlt? Frankfurt 2025 zeigte vor allem eines: Die Debatte über Geld ist laut, die über Verantwortung leise – und sie beginnt genau dort, wo Roland Berger am Donnerstagabend aufgehört hatte.

    #Allemagne #société #nantis #élites

  • Jeffrey Epstein was linked to the upper echelons of wealth and politics – but where did he get his fortune ?
    https://www.theguardian.com/us-news/2025/sep/13/jeffrey-epstein-emails-wealth

    Les crimes dont on l’accusé et condamné ne représentent qu’une petite partie des exploits de J.E. La plupart des dommages qu’il a causé et qui l’ont rendu très riche ont été le résultat de sa participation à la fraude fiscale des élites.

    13.10.2025 by Edward Helmore - Jeffrey Epstein was a very wealthy man, but exactly how wealthy and where that money came from remains shrouded in mystery.

    Newly unearthed emails last week shone light on Epstein’s role as freelance client development officer, acting as a channel between political figures and business titans, greasing up the former with lifestyles they could not afford and the latter with avenues of political influence.

    Exposure of that channel ended the career of Peter Mandelson, the UK ambassador to the US, provoking a crisis in Britain’s Labour government, after emails showed that Lord Mandelson had steered a $1bn banking deal Epstein’s way and expressed sympathy for Epstein’s 2008 conviction for child sexual procurement.

    Emails obtained by Bloomberg and others went further, showing that figures in Epstein’s network of billionaires, politicians, celebrities, royalty and intellectuals were assembled into schemes of influence.

    “Jeffrey was a starfucker,” an acquaintance told the Guardian last week. “Anyone he thought had influence he would try to add to his collection. Mandelson is slippery, and impressed by money, so Jeffrey liked that.”

    The spheres of influence Epstein created, emails showed, relied simultaneously on access and gifts. Bloomberg obtained a spreadsheet of expenses that in some cases appeared to sync with emails between Epstein and his former girlfriend and accomplice Ghislaine Maxwell, the financier’s convicted sex-trafficking co-conspirator.

    One expense, dated 21 December 2005, showed a $35,000 watch for “DB” – the same day that Maxwell and Epstein discussed in emails giving Bill Clinton aide Doug Band an Audemars Piguet with the same value. Band has denied receiving any watch.

    In all, the emails include a spreadsheet itemizing nearly 2,000 gifts, luxury items and payments totaling $1.8m.

    But the questions about the source of Epstein’s wealth have never been fully resolved. He was worth nearly $600m at his death, thanks mostly to two wealthy billionaire clients – Victoria’s Secret founder Les Wexner and, later, Apollo Global Management co-founder Leon Black – as well as Johnson & Johnson heiress Elizabeth “Libet” Johnson, sister of former US ambassador to the UK Woody Johnson.

    Between his collection of lavish homes in New York, Palm Beach and Paris, two private Caribbean islands, two jets and helicopter, Epstein held nearly $380m in cash and investments, according to his estate.

    That wealth arrived suddenly. According to associates, until the end of the 90s, Epstein was living in a two-bedroom apartment on Manhattan’s Upper East Side close to the river. It was only when Maxwell arrived from London that his lifestyle was dramatically elevated.

    Epstein moved to a townhouse on 68th Street and later to a 28,000-sq-ft mansion on 71st Street, later transferred to him by Wexner in 2011.

    Steven Hoffenberg, a former business partner of Epstein convicted of running a Ponzi scheme, claimed that Maxwell’s father, disgraced press baron Robert Maxwell, introduced his daughter to Epstein in the late 1980s.

    A 2022 Miami Herald exposé showed complex Maxwell family transactions passing through companies in Jersey, the British Virgin Islands and Panama that it called “a decades-long modus operandi of financial deception”.

    In a 2013 corporate filing, Epstein described himself as “an experienced and successful financier and businessman”, an “entrepreneur who has built several highly profitable companies” and “one of the pioneers of derivative and option-based investing”.

    Of the more than $800m in revenue Wexner and Black brought in from 1999 to 2018, according to financial statements obtained by the New York Times, Epstein – who was neither a licensed tax attorney nor a certified public accountant – collected at least $490m in fees.

    According to Forbes, the two businessmen supplied close to 75% of Epstein’s fee income during that period. Court records from a 2022 case brought against one of Epstein’s banks, JPMorgan Chase, show that Epstein’s US Virgin Islands-based companies were his only “revenue-generating” companies from 1999 to his death in 2019. Under the territories’ economic development program, Epstein is estimated to have saved $300m in taxes between 1999 and 2018.

    A 2023 report by the then Senate finance committee chair, Ron Wyden, found Black paid Epstein $170m “for purported tax and estate planning advice”. Black has not been accused of wrongdoing. He said in a 2020 earnings call that he “deeply regretted” his association with Epstein. A report from global law firm Dechert found “no evidence that Black … was involved in any way with Epstein’s criminal activities”.

    Wexner claimed after Epstein’s arrest in 2019 that Epstein had “misappropriated” more than $46m of his personal fortune and said in a letter to L Brand employees: “I know now that my trust in him was grossly misplaced and I deeply regret having ever crossed his path.”

    But by 2006, with Wexner’s patronage at an end, Epstein’s Financial Trust Company, which had generated $300m in fees, generated less than $5m over five years. His 2008 conviction dealt a further blow and he returned to New York to salvage his reputation and business.

    The New York Times reported last week that despite internal red flags about suspicious cash withdrawals and transfers, JPMorgan Chase continued to consider Epstein a treasured customer with more than $200m in accounts. Perhaps more importantly, he unofficially served as a client developer for the private wealth management division.

    JPMorgan Chase has described its ties to Epstein as “a mistake”. Epstein introduced bank executives to some figures who would become clients, including Google co-founder Sergey Brin, and to global leaders, such as Israeli prime minister Benjamin Netanyahu, Bill Gates, Elon Musk and Emirati billionaire Sultan Ahmed bin Sulayem.

    Epstein received a $15m fee for smoothing the sale of a $1.3bn stake in Glenn Dubin’s $7bn Highbridge Capital Management hedge fund to the bank. Epstein’s connections were by then more valuable than his wealth.

    Epstein’s main connection to the bank was Jes Staley, later CEO of Barclays, who was found by UK regulators to have misled them about his ties to Epstein.

    Conspiracy theories that Epstein was blackmailing his wealthy connections, snaring them in honeytraps that included models brought into the US, including by Jean-Luc Brunel, founder of MC2 Model Management, who – like Epstein – died in prison while awaiting trial on sex crimes charges, have not come to fruition.

    But wherever the Epstein scandal goes next, and whomever else it brings down, Epstein moves like a zombie through the upper echelons of wealth and politics. “He operated a circle with many points of entry,” says the acquaintance, “but now he’s like a wrecking ball rolling across countries.”

    #élites #fraude

  • La France est submergée par la cocaïne, alerte un rapport RTS - Benjamin Luis

    Un « tsunami blanc », telle est l’image choc choisie par l’Office anti-stupéfiants français. Selon un rapport confidentiel de l’office, auquel ont eu accès des médias français, le pays est submergé par la cocaïne et gangréné par une économie parallèle violente, jusqu’au cœur des villes moyennes. 

    En France, la drogue est partout, selon le constat dressé dans le dernier rapport de l’Office anti-stupéfiants français (OFAST) paru fin juillet, un document à diffusion restreinte. Il parle d’une offre désormais « sans zone blanche  », donc plus aucun territoire n’est épargné.

    Dans cette offre, la cocaïne domine. Les saisies ont bondi, les prix ont chuté et la consommation s’est envolée. Plus d’un million de Français et Françaises en feraient un usage régulier.


    Pas moins de 37 tonnes de cocaïne ont été saisies sur les six premiers mois de l’année 2025, une hausse de 50% par rapport au début 2024, relate France Info.

    Fusillades, guet-apens et assassinats
    La violence est alarmante : fusillades, guet-apens, assassinats commandités… Près de 400 attaques liées au trafic ont été recensées en 2024, le tout dans une logique de marché, avec des tarifs fixés pour intimider ou éliminer.

    Des réseaux structurés, en lien direct avec les cartels sud-américains, travaillent en coulisses. Ils s’adaptent, se numérisent et livrent désormais à domicile, investissent même les locations de courte durée.

    Selon l’OFAST, la France fait face à un système criminel qui infiltre la société et défie l’Etat. Filant la métaphore du raz de marée, le ministre de l’Intérieur français Bruno Retailleau évoque une « menace existentielle pour le pays ».

    Les passages aux urgences ont « plus que triplé » à cause la cocaïne
    En France, la consommation de cocaïne fait peser un « poids significatif » sur l’hôpital et les services d’urgence, où le nombre de passages qui y sont liés ont « plus que triplé » entre 2012 et 2023, avant de se stabiliser l’an dernier, affirme l’agence française de santé publique.

    En 2024, 5067 passages aux urgences en lien avec l’usage de cocaïne et 1619 hospitalisations (consécutives à un passage) ont été recensés. Ces taux de passages aux urgences sont « très élevés en Guyane, Provence-Alpes-Côte d’Azur et en Occitanie ».

    Surtout des hommes trentenaires
    Entre 2012 et 2024, sur 32’749 passages aux urgences liés à l’usage de la cocaïne, environ les trois quarts (74%) concernaient des hommes et l’âge médian était de 32 ans, correspondant au profil des personnes les plus consommatrices au sein de la population générale.

    Sur cette période, les passages aux urgences liés à la consommation de cocaïne étaient « fréquemment associés à des diagnostics de consommation d’autres substances », en « premier lieu l’alcool » (29%), puis les narcotiques (dont les opiacés, 14%), le cannabis (11%) et les benzodiazépines (7%).

    #France #élites #cocaïne #drogue #drogues #stupéfiants #mafia #corruption #épidémie_de_cocaïne
    Source : https://www.rts.ch/info/monde/2025/article/rapport-choc-la-france-submergee-par-un-tsunami-de-cocaine-et-de-violence-289599

  • Droits de douane : les Etats-Unis et l’Union européenne ont « conclu un accord » commercial, annoncent Donald Trump et Ursula von der Leyen
    https://www.franceinfo.fr/monde/usa/droits-de-douane/droits-de-douane-les-etats-unis-et-l-union-europeenne-ont-conclu-un-accor

    Le président américain a par ailleurs affirmé que l’UE allait « accepter d’acheter aux Etats-Unis pour 750 milliards de dollars d’énergie. Ils vont accepter d’investir aux Etats-Unis 600 milliards de dollars de plus que ce qu’ils investissent déjà. »

  • La remarquable contribution des #élites politiques suisses au #discours_anti-immigrés

    Une étude de chercheurs de l’EPFZ questionne l’origine du discours anti-immigrés qui s’est imposé en Suisse et en Europe. Elle déconstruit au passage bon nombre de clichés et souligne l’importance du vocabulaire emprunté à la #biologie.

    Comment expliquer le succès du discours anti-immigrés, thème qui domine la politique suisse depuis des décennies et qui s’impose aujourd’hui partout en Europe ? En théorie, la réponse semble évidente : les électeurs réagissent à des craintes culturelles, économiques et sécuritaires suscitées par l’arrivée de migrants. Une étude publiée fin novembre dans l’American Political Science Review par deux chercheurs l’EPFZ et un chercheur de l’Université Bocconi, en Italie, questionne toutefois cette doxa. Sur la base de l’expérience suisse.

    (#paywall)
    https://www.letemps.ch/opinions/chroniques/la-remarquable-contribution-des-elites-politiques-suisses-au-discours-anti-i
    #anti-immigration #migrations #réfugiés #Suisse

    • The Free Movement of People and the Success of Far-Right Parties: Evidence from Switzerland’s Border Liberalization

      The main theories explaining electoral backlash against immigration focus on citizens’ cultural, economic, and security concerns. We test these predictions in Switzerland, which opened its labor market to neighboring countries in the 2000s. Employing a difference-in-differences design, we document a substantial rise in immigrant workers in Swiss border municipalities after the border opened. This was accompanied by a 6-percentage-point (95% confidence interval 2–10) increase in support for anti-immigrant parties, equivalent to a 32% rise at the mean. However, we find no adverse effects on citizens’ employment, wages, or subjective perceptions of economic, cultural, or security threats. Instead, we describe how far-right parties introduced novel narratives related to overcrowding to advance hostility toward immigrants. We provide evidence that this rhetoric targeted border municipalities, where it had the greatest impact on voters susceptible to political persuasion. Together, these findings suggest that elites can play a role in driving anti-immigrant votes.

      https://www.cambridge.org/core/journals/american-political-science-review/article/free-movement-of-people-and-the-success-of-farright-parties-evidence-from-switzerlands-border-liberalization/21D5C52BB398194097C4C00F82C9FE68

      #extrême_droite #afflux #invasion

    • La remarquable contribution des élites politiques suisses au discours anti-immigrés - Le Temps - 15/02/2025

      Comment expliquer le succès du discours anti-immigrés, thème qui domine la politique suisse depuis des décennies et qui s’impose aujourd’hui partout en Europe ? En théorie, la réponse semble évidente : les électeurs réagissent à des craintes culturelles, économiques et sécuritaires suscitées par l’arrivée de migrants. Une étude publiée fin novembre dans l’American Political Science Review par deux chercheurs l’EPFZ et un chercheur de l’Université Bocconi, en Italie, questionne toutefois cette doxa. Sur la base de l’expérience suisse.

      Les chercheurs se sont intéressés aux effets de l’entrée en vigueur de la libre circulation des personnes à partir du début des années 2000 dans le canton du Tessin en comparant les zones frontières directement impactées par l’augmentation des travailleurs italiens et celles qui étaient moins exposées. Dans leurs conclusions, ils constatent que la montée en flèche du vote anti-immigrés est sans commune mesure avec l’augmentation de ces travailleurs frontaliers ou migrants, en particulier dans les zones éloignées de la frontière.

      Selon leur enquête, les populations frontalières n’ont aucune raison objective à devoir protéger leurs traditions (les immigrés étant de même culture) ni de craindre des menaces économiques (l’emploi et les salaires augmentent). « Nous n’avons trouvé aucune preuve que l’ouverture des frontières augmente la perception d’un risque de chômage accru, d’augmentation des loyers ou d’une dégradation financière. » C’est même parfois le contraire qui s’est produit. Pourquoi cette peur alors ? Les auteurs suggèrent qu’il faut en trouver l’aiguillon dans le discours des élites politiques. Ce rejet s’expliquerait non pas par des craintes objectives de la population auxquelles répondraient les partis politiques, mais, à l’inverse, par un discours alarmiste distillé par de nouveaux « entrepreneurs politiques » pour bousculer les grands partis traditionnels en imposant de nouveaux thèmes.

      Pour y parvenir, il fallait toutefois renouveler l’ancien discours raciste ou xénophobe pour convaincre notamment les secteurs les moins politisés de la population. On a ainsi créé un « nouveau narratif » permettant de renforcer les peurs et d’encourager l’hostilité envers les migrants sans être taxé d’extrémiste. Pour ce faire, on a emprunté à la biologie le terme de « stress de densité », une notion qui, appliquée à la société, permet d’expliquer la pression sur les villes, les transports publics, les routes, les campagnes, les supermarchés et jusqu’aux cinémas, par l’immigration.

      « Le narratif du stress de la densité (Dichtestress) est attractif dans la mesure où il peut exprimer un malaise face à l’immigration sans être encombré par la connotation xénophobe des termes antérieurs comme l’Überfremdung », explique Dominik Hangartner, l’un des auteurs. Une innovation que l’on doit à l’UDC, premier parti à l’avoir introduit dans ses campagnes pour stopper l’« immigration de masse » au nom d’une protection quasi biologique du territoire. L’argumentaire de la surpopulation a ensuite été repris par les Brexiter en 2016 et plus récemment par Donald Trump qui déclarait l’an dernier que son « pays [était] plein ».

      Face à ce nouveau discours, les avocats de l’immigration – pour des raisons économiques et démographiques – n’étaient pas préparés à lui opposer un « contre-discours », constate l’étude. Vingt ans plus tard, personne n’a trouvé la parade. Déconstruire le langage de ces nouvelles élites politiques est un premier pas pour réduire les peurs et s’engager dans une approche plus rationnelle de l’immigration.

  • Les « #minerais_de_sang » du #numérique, clé de la guerre en #RDC

    Au Congo, le mouvement armé #M23 soutenu par le Rwanda s’est emparé de la ville de Goma, capitale d’une province riche en #minerais_stratégiques. Indispensables aux #smartphones, ils alimentent ce #conflit meurtrier et écocidaire.

    C’est un tournant dans la guerre qui ravage l’est de la République démocratique du Congo (RDC) depuis trente ans. Dimanche 26 janvier, des combattants du #Mouvement_du_23_mars (M23), un #groupe_armé antigouvernemental, appuyés par 3 000 à 4 000 soldats rwandais, sont entrés dans Goma, la capitale de la province du #Nord-Kivu où vivent un million de personnes.

    Au cœur de ce conflit, les « minerais de sang » — #coltan, #nickel, #étain et #or — indispensables à la fabrication des équipements électroniques et notamment des smartphones. Reporterre fait le point avec #Fabien_Lebrun, chercheur en sociologie et auteur de Barbarie numérique. Une autre histoire du monde connecté (L’Échappée, octobre 2024).

    Reporterre — Quel est le lien entre le conflit à l’est de la RDC et les minerais utilisés pour fabriquer nos smartphones ?

    Fabien Lebrun — Au cœur de cette guerre se trouvent les minerais de sang, aussi appelés #minerais_de_conflits : le coltan, le nickel, l’étain et l’or. Le coltan est transformé en #tantale, indispensable à la fabrication des #condensateurs pour smartphones : sans ce #métal très résistant à la chaleur et à la corrosion qui permet la miniaturisation des composants, les téléphones chaufferaient tellement qu’ils pourraient prendre feu. Or, les deux tiers des réserves mondiales de coltan se trouvent dans et à l’est du Congo. L’Afrique des Grands Lacs — Congo et #Rwanda confondus — en assure la moitié de la production mondiale.

    L’est du Congo est également riche en #cassitérite, dont provient l’étain indispensable pour les soudures des circuits électroniques ; en #wolfram, ou #tungstène, qu’on retrouve dans les vibreurs et les haut-parleurs des téléphones portables ; et en or, dont l’industrie numérique siphonne 10 % de l’extraction mondiale pour la fabrication de ses #cartes_mères et ses circuits imprimés. Depuis la première guerre de 1996, ces minerais occupent une place dans ce qu’on peut appeler une #économie_de_guerre, une économie militarisée qui perdure à ce jour.

    Depuis avril dernier, les rebelles du M23 contrôlent la zone minière de #Rubaya, qui fournit 15 % du coltan mondial. Quel intérêt stratégique y trouvent-ils ?

    En contrôlant administrativement la zone, le M23 peut élaborer tout un système de #taxes et ainsi financer le conflit. D’après un rapport de l’ONU, le groupe exporte désormais 120 tonnes de coltan par mois et les taxes qu’il prélève sur la production lui assurent un revenu d’environ 800 000 dollars mensuels. D’un point de vue économique et financier, les intérêts sont importants.

    Le M23 est soutenu par l’armée rwandaise. Depuis plusieurs années, le président de la RDC Félix Tshisekedi accuse le Rwanda de convoiter ses #ressources en #minerai. Quel rôle ont ces ressources dans l’aggravation des tensions géopolitiques dans la région ?

    Ces #métaux sont, si ce n’est la principale cause, au moins un déterminant important dans l’#instabilité de la #région_des_Grands_Lacs. L’exploitation et la commercialisation de ces minerais de sang structurent l’#économie, l’#industrie et la #politique de la région. Elles produisent une rente qui enrichit les #élites et favorise la #corruption.

    On parle beaucoup du Rwanda, plaque tournante pour ces minerais indispensables aux équipements électroniques, mais l’Ouganda et dans une moindre mesure le Burundi sont aussi dans le coup. L’État congolais lui-même est en partie responsable de la situation : 2 000 kilomètres séparent Goma de la capitale, Kinshasa, et les institutions étatiques y sont absentes.

    Quelles sont les conséquences humaines et écologiques de l’#industrie_minière pour les habitants du Nord-Kivu ?

    Depuis le milieu des années 1990, début de la révolution numérique, le coût humain et écologique de ce conflit autour des minerais de sang est démentiel. Avant même le regain de #violence des trois dernières semaines, les analystes parlaient de plusieurs millions de #morts, de 7 millions de #déplacés dans des conditions terribles et de 4 millions de réfugiés qui ont fui le Congo. Près de 30 millions de Congolais sont en situation de #malnutrition aiguë.

    Au-delà du conflit, le bilan écologique est dévastateur. Les terres du Nord-Kivu, fertiles et qui auraient pu bénéficier à l’agriculture locale, ont été saccagées par les activités minières. L’#air est pollué d’effluves toxiques.

    « À certains endroits, il n’y a plus de vie aquatique »

    L’industrie minière est aussi en partie responsable de la destruction de la #forêt du bassin du Congo, deuxième massif forestier tropical mondial crucial dans la lutte contre le changement climatique. Les espèces en voie d’extinction qui y vivent — gorilles des montagnes, bonobos, rhinocéros — sont massacrés par les groupes armés qui contrôlent les activités minières.

    Mais la première victime de l’extractivisme est l’#eau, comme l’explique l’ingénieure à SystExt Aurore Stéphant. Cela se vérifie au Congo, avec des centaines de kilomètres de cours d’eau contaminés aux #métaux_lourds — plomb, cadmium, etc. Le fleuve Congo est touché, ainsi que les #nappes_phréatiques. À certains endroits, il n’y a plus de #vie_aquatique.

    L’appétit des États occidentaux et des #multinationales de la tech pour ces ressources n’est pas étranger à ce désastre…

    Cela fait des décennies que la #responsabilité de l’#industrie_numérique dans la déstabilisation de la RDC est pointée du doigt. Mi-décembre, le président de la RDC a porté #plainte contre #Apple pour recel de #crime_de_guerre, blanchiment de faux et #tromperie des consommateurs.

    Déjà, en 2019, l’organisation internationale Right Advocates avait lancé une action collective contre Apple, #Microsoft, #Tesla, #Google et #Dell, qu’elle accusait de profiter du #travail_d’enfants dans les mines de cobalt congolaises. Malheureusement, la plainte n’avait pas abouti.

    « La production de masse de la #Playstation 2 de #Sony avait entraîné une ruée vers les activités minières »

    En 2016, Amnesty International et Afrewatch accusaient de grandes marques électroniques comme Apple, #Samsung et Sony d’acheter du cobalt à des négociants s’approvisionnant dans des mines où travaillent des enfants.

    En 2000, la flambée des prix du coltan, alimentée par la production de masse de la Playstation 2 de Sony, avait entraîné une ruée vers les activités minières à l’est de la RDC avec des conséquences très néfastes pour les communautés.

    Or, les États appuient bien souvent ces multinationales. En février, Bruxelles et Kigali signaient un accord pour un approvisionnement « durable » de l’Union européenne en minerais critiques. Alors qu’on sait très bien que 90 % des minerais de sang qui sortent du Rwanda proviennent du Congo !

    Peut-on parler de #néocolonialisme ?

    L’extractivisme est la pratique coloniale historique par excellence. Dès le XVIᵉ siècle, les conquistadors ont pillé l’or et l’argent des Amérindiens, qu’ils ont exterminés. Cet épisode a été un tournant pour l’enrichissement des États occidentaux et la naissance du capitalisme et de la mondialisation.

    Les activités minières, polluantes, génératrices de conflits sociaux, d’usages des terres et de l’eau, étaient sorties de nos imaginaires. Mais depuis trente ans, on assiste à un regain de l’extractivisme pour alimenter la #révolution_numérique.

    Il est évident que l’accord qui permet à l’Union européenne de piller la RDC en passant par le Rwanda est typiquement néocolonial. De même que la #mainmise de la #Chine sur le cobalt et le #cuivre congolais. On pourrait parler de #technocolonialisme.

    Que faudrait-il faire pour aider la région du Nord-Kivu à s’apaiser ?

    Nous ne pourrons pas diminuer la pression minière dans la région des Grands Lacs sans décroissance minérale et métallique. Pour être solidaires avec les Suds, il faudra forcément acheter moins et favoriser des appareils plus durables et mieux réparables.

    Réduire notre demande en métaux rares va aussi impliquer d’avoir des outils moins rapides, moins performants. C’est tout notre quotidien numérique et la numérisation à marche forcée qui sont à revoir.

    https://reporterre.net/Les-minerais-de-sang-du-numerique-cle-de-la-guerre-en-RDC
    #République_démocratique_du_congo #Congo #extractivisme #minerais #pollution

  • Daily Mail. Davos 2025 by night : agences d’escorts, accords de non-divulgation pour prostituées et transgenres

    Secret depravity of the Davos global elite: More sex parties than ever, NDAs for prostitutes,... Miriam Kuepper - dailymail.co.uk

    The secret depravity of the global elite coming to the World Economic Forum in Davos has been laid bare, with escort agencies revealing that the demand for sex parties, NDAs for prostitutes and transsexual women has increased.

    The forum, which started on Monday, has welcomed more than 3,000 business and political leaders to the Swiss Alps. 

    But not just the global elite has flocked to the town, as escorts are more in demand than ever among those attending the event.

    • La dépravation secrète de l’élite mondiale présente au Forum Économique Mondial de Davos a été mise à nu par le Daily Mail, avec des agences d’escortes révélant une demande accrue pour des fêtes sexuelles, des accords de non-divulgation pour les prostituées et des femmes transgenres.

      Un événement mondial attirant plus que des leaders
      Le forum, qui a débuté lundi, a accueilli plus de 3 000 leaders politiques et économiques dans les Alpes suisses. Cependant, ce ne sont pas seulement les élites mondiales qui affluent vers la ville ; les escortes sont plus demandées que jamais parmi les participants à l’événement. Selon un site web organisant des « rendez-vous payants », de nombreux arrivants profitent d’orgies sexuelles organisées par des individus réservant plusieurs femmes à la fois.

      Une demande record pour les services d’escorts

      « Depuis le début du WEF, nous avons vu environ 300 femmes et femmes transgenres réservées à Davos et dans les environs », a déclaré Andreas Berger, porte-parole de Titt4tat, à MailOnline. Cela représente une augmentation par rapport aux 170 femmes réservées en 2024. « En termes de nombre de réservations pour des relations intimes commerciales, c’était une année record pour nous [au WEF] », a ajouté M. Berger. « Il y avait nettement plus de fêtes sexuelles que les années précédentes », a-t-il précisé, se basant sur le nombre d’escortes réservées – 300 par environ 90 clients, contre 140 l’année dernière.

      Des mesures de confidentialité renforcées
      Il semble que les clients fortunés et puissants prennent également des mesures accrues pour garder leurs activités sexuelles secrètes. « Ce qui a changé, c’est que beaucoup de femmes à Davos et dans les environs doivent maintenant signer des accords de non-divulgation (NDAs) », a déclaré M. Berger, ajoutant que ces accords étaient souvent rédigés en anglais. « Nous soupçonnons que cela est la conséquence des récentes nouvelles sur les fêtes sexuelles à Hollywood. »

      L’acte sexuel le plus demandé
      Une autre responsable d’agence d’escortes a révélé l’acte sexuel le plus demandé par les clients puissants et « intouchables ». « Le sexe anal est en fait l’une des choses les plus fréquemment demandées », déclare Susann de l’agence Swiss Escort Avantgarde. Elle a ajouté à propos des clients engageant des escortes au WEF : « Ces types de personnes se considèrent comme intouchables, ce qu’ils sont souvent de manière réaliste. » « Je pense que des agressions physiques contre les escortes, par exemple pour assouvir un certain fétichisme BDSM, sont absolument concevables », a poursuivi Susann. « D’après mon expérience, plus le rang professionnel/social d’un homme est élevé, plus son seuil d’inhibition pour la violence contre les femmes est bas. »

      Une clientèle de haut niveau
      En ce qui concerne les clients au WEF, une autre agence a révélé : « Les PDG et politiciens de grandes villes représentées au WEF font autant partie de notre clientèle que dans la vie quotidienne. » « Bien sûr, je ne peux parler que pour notre agence, mais les conversations avec d’autres agences et modèles montrent que beaucoup d’hommes utilisent ces services. » « La principale différence réside moins dans l’événement lui-même, mais plutôt dans le type d’agence et le segment de prix qu’elles servent – qui correspond souvent au revenu des clients. » « Notre agence opère dans le segment haut de gamme, ce qui reflète également notre clientèle typique. »

      Des compagnes bilingues et sophistiquées
      « Nos modèles sont généralement bilingues, car nous nous adressons à une clientèle plus sophistiquée et de haute qualité », ont ajouté Jan et Lia de Lia Models, précisant que les langues demandées étaient l’anglais comme langue principale, ainsi que l’allemand ou le français. « À Davos, les gens aiment se montrer le soir aux côtés d’une femme particulièrement séduisante et attrayante, présentée comme une compagne ou une amie. » « Il est avantageux que la compagne soit non seulement visuellement convaincante, mais aussi intelligente et vive d’esprit. » « En fin de compte, il est important que le rendez-vous se déroule harmonieusement et que la compagne transmette de manière crédible qu’elle est la partenaire du client. » « L’élégance, le style et la capacité à se mouvoir confortablement à un niveau social élevé sont au premier plan. Une apparence confiante est essentielle pour répondre aux attentes des clients dans cet environnement exclusif. »

      Des tarifs élevés pour des services de luxe
      Bien sûr, la principale raison pour laquelle les escortes affluent à Davos pour le WEF est de gagner de l’argent – avec des tarifs exorbitants facturés pendant l’événement et certaines femmes commandant facilement 6 000 £ par réservation. Mais ces montants ne sont rien pour les clients fortunés, s’accordent à dire les différentes agences d’escortes – et leurs clients paient généralement pour plusieurs heures de « compagnie » avec les femmes. M. Berger de Titt4tat a ajouté que la durée moyenne de réservation au WEF est de quatre heures, ce qui, combiné au tarif horaire moyen et aux 300 réservations sur Titt4Tat pendant les trois premiers jours du WEF seulement, s’élèverait à environ 300 000 CHF (270 000 £). « Mais il y a d’autres fournisseurs et agences. Mon estimation serait d’environ 1 million de CHF (900 000 £) au total », a ajouté M. Berger.

      NDLR : Selon une escort, de nombreux clients de Davos sont des « travailleurs subalternes qui sont excités, peut-être même là pour la première fois, plutôt que des acteurs de pouvoir de haut niveau ». Les rencontres de la Fondation Bilderberg et de la Commission trilatérale, fondée par David Rockefeller, elles, se déroulent discrètement en petit comité. On est loin des trois mille participants de Davos. Les médias ne font rien pour soulever l’indignation. Quant à Klaus Schwab, 86 ans, il est l’arbre bien utile pour cacher la forêt.

      #Suisse #davos #élites #prostitution #femmes #transgenres #services #vice #sexe #banques #banquiers #pouvoir #dépravés #dépravation
      Source : https://www.dailymail.co.uk/news/article-14314271/Secret-depravity-Davos-global-elite-sex-parties-NDAs-prostitutes-transs
      Traduction : https://lemediaen442.fr/davos-2025-by-night-agences-descorts-accords-de-non-divulgation-pour-pr

  • Marc Bloch, historien et résistant, va entrer au Panthéon, annonce Emmanuel Macron
    https://www.lemonde.fr/politique/article/2024/11/23/marc-bloch-historien-et-resistant-va-entrer-au-pantheon-annonce-emmanuel-mac

    Resté en France malgré la répression qui s’abattait sur les juifs, Marc Bloch s’engage dans la Résistance en 1943, dont il devient un des chefs pour la région lyonnaise. « Marc Bloch ne désespéra jamais du ressort de notre peuple, certain que le courage n’est pas une affaire de carrière ou de caste », a résumé le chef de l’Etat. Il est arrêté le 8 mars 1944 à Lyon, emprisonné et torturé à la prison de Montluc, et fusillé le 16 juin avec 29 de ses camarades.

    Dans une lettre au président de la République, dont l’AFP a obtenu copie, la famille demande, au regard de son engagement, que « l’extrême droite, dans toutes ses formes, soit exclue de toute participation à la cérémonie » d’entrée au Panthéon. « L’œuvre de ce patriote convaincu est profondément antinationaliste, construite contre le roman national et la réduction de l’histoire française aux frontières nationales », écrivent sa petite-fille Suzette Bloch et son arrière-petit-fils Matis Bloch, au nom des ayants droit. _[voir : https://blogs.mediapart.fr/laurent-mauduit/blog/231124/pantheonisation-les-conditions-posees-par-la-famille-de-marc-bloch]_

    Macron n’est pas soralien, il cause pas depuis le même endroit. En même temps, il a fort bien retenu la méthode.

    #confusionnisme

    • Laissez Marc Bloch tranquille, M. Sarkozy, par Suzette Bloch et Nicolas Offenstadt, 28 novembre 2009
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2009/11/28/laissez-marc-bloch-tranquille-m-sarkozy-par-suzette-bloch-nicolas-offenstadt

      Pour l’historien, la France c’était l’ouverture.

      Petite-fille de Marc Bloch et historien médiéviste, nous avons décidé de joindre nos voix pour dire stop à l’utilisation abusive de l’historien, de l’intellectuel, du résistant Marc Bloch par le président de la République, Nicolas Sarkozy - et ceux qui l’entourent - pour habiller leurs discours idéologiques
      Un jour, moi, Suzette Bloch, j’ai demandé à mon père : "Mais comment as-tu fait pour avoir le courage physique de résister à l’occupant ?" Il m’a répondu : "Tu sais, quand tu es agressé, tu ripostes, c’est comme un réflexe, tu ne te poses même pas la question." Mon père s’appelait Louis Bloch. Il était modeste. Ses hauts faits de résistant contre les nazis et leurs auxiliaires français, je les ai appris par le récit d’autres. J’aurais pu poser la question à mon grand-père. Mais je ne l’ai pas connu. Il a été fusillé. Le 16 juin 1944. Il est tombé sous les balles allemandes. Le soir, dans un champ. A Saint-Didier-de-Formans (Ain). Il était lui aussi dans la Résistance. Il s’appelait Marc Bloch. J’aurais pu poser la question à ma grand-mère. Mais je ne l’ai pas connue. Elle est morte le 2 juillet 1944. A Lyon. De douleur, de privations, sans nouvelles de son mari, de ses fils, Etienne, Louis et Daniel, tous engagés dans l’armée de l’ombre. Elle s’appelait Simonne.

      Marc, Simonne, Louis m’ont laissé une mémoire, la mémoire d’une famille qui a érigé la liberté d’esprit au rang de première des valeurs humaines. Aujourd’hui, je suis indignée. Au point où j’en arrive à surmonter la timidité que j’ai aussi reçue en héritage. Pour dire « Assez ! ».

      Le 12 novembre à La-Chapelle-en-Vercors, dans la Drôme, le président de la République a prononcé un discours destiné à apporter sa "contribution" au débat qu’il a lancé sur l’"identité nationale", une notion qui ne s’impose en rien et qui peut servir les pires desseins idéologiques. Il en a appelé à mon grand-père à l’appui de son hymne à la France repliée, chrétienne et éternelle. "Honneur", « patrie », « fierté d’être français », « identité nationale française », "héritier de la chrétienté" : ces termes sont légion dans ce discours où le chef de l’Etat prétend décrire ce que doit être sa France, cautionnée par le "plus grand historien".

      A plusieurs reprises, pendant la campagne présidentielle, il avait cru bon de citer L’Etrange Défaite, ce retour réflexif sur 1940, écrit par l’historien, qui avait été aussi combattant. Mais là, trop, c’est trop. Je suis révulsée. Pourquoi ce besoin de recourir à Marc Bloch pour se vêtir de ses qualités d’homme irréprochable. Peut-être parce qu’il faut rendre noble et acceptable un débat qui sert à la fois de courtes visées électorales et un projet idéologique de retour au « national », sans rapport aucun avec les engagements et la vision du monde, savant et citoyen, de Marc Bloch.

      Je refuse que mon grand-père soit utilisé pour célébrer la patrie selon Nicolas Sarkozy, qui joue de la peur de « l’Autre ». « L’étranger » ? « L’immigré » ? Toujours sommé de se justifier, forcément marginalisé par un débat centré sur l’"identité nationale", pourchassé quant il n’est pas « en règle », obligé de se cacher, de cacher ses enfants ou de travailler aux sinistres conditions du travail au noir. Quels sont ces "renoncements" qui menacent la patrie ? Toute cette phraséologie n’a rien à voir avec Marc Bloch, qui s’est battu dans un tout autre contexte contre de vrais ennemis des libertés.

      "Je suis, je m’en flatte, un bon citoyen du monde et le moins chauvin des hommes. Historien, je sais tout ce que contenait de vérité le cri fameux de Karl Marx : « Prolétaires de tous les pays, unissez-vous ! »", écrivait aussi le médiéviste dans L’Etrange Défaite, soucieux d’articuler son intense patriotisme et de plus larges horizons.

      Non, moi, sa petite-fille, je ne veux pas que Marc Bloch soit instrumentalisé par Nicolas Sarkozy. Il n’aurait pas approuvé cette idéologie nationaliste malsaine. Je demande au président de laisser la pensée de mon grand-père à l’étude, à la critique, aux historiens, ainsi qu’à tous les lecteurs de ses oeuvres.
      L’historien coauteur de ces lignes doit dire, avec bien d’autres, que le fameux passage cité à plusieurs reprises par le président et ses proches, et encore à La Chapelle-en-Vercors, pour faire croire que l’histoire de France s’adopte comme un tout, comme un animal de compagnie, est un détournement bien abusif. Voici la phrase exacte : "Il est deux catégories de Français qui ne comprendront jamais l’histoire de France, ceux qui refusent de vibrer au souvenir du sacre de Reims ; ceux qui lisent sans émotion le récit de la fête de la Fédération."

      Lorsqu’on remet cette phrase dans son contexte, on comprend qu’elle sert avant tout à dénoncer l’étroitesse d’esprit du patronat des années 1930, incapable de saisir l’élan des luttes ouvrières, et en particulier de celles de 1936. "Dans le Front populaire", ajoute Bloch - le vrai, celui des foules, non des politiciens -, il revivait "quelque chose de l’atmosphère du Champ de Mars, au grand soleil du 14 juillet 1790." Surtout, Marc Bloch dénonce ici l’incapacité des élites à bâtir de grands moments de rassemblement autour des idéaux démocratiques, face à ceux des régimes fascistes. Les spécialistes de Marc Bloch invitent à la prudence dans l’usage de la phrase, déjà formulée pendant la Grande Guerre. Ils en ont proposé de multiples lectures, insistant sur ce double contexte de guerre. A l’évidence, ce genre de discours d’union sacrée est un lieu commun pendant un conflit et mérite d’être entendu dans ce contexte.

      Comme d’habitude, le président sort des mots et des icônes de leurs contextes et de leurs engagements pour les peindre aux couleurs du jour, les plus nationales en l’occurrence, oubliant l’époque qui les a produits, empêchant toute compréhension des enjeux du temps. Comme le note l’historien Gérard Noiriel, "alors que Nicolas Sarkozy n’a cessé de stigmatiser la pensée critique comme une menace sur l’identité nationale, Marc Bloch l’a, au contraire, toujours encouragée".

      Suzette Bloch est Journaliste, petite-fille de Marc Bloch
      Nicolas Offenstadtest Maître de conférences en histoire à l’université Paris-I, auteur de "L’Histoire bling-bling", Stock

      #histoire #pensée_critique

    • « Les héritiers intellectuels de Marc Bloch dérangent, qu’ils écrivent sur le réchauffement climatique, la colonisation ou les violences de genre »
      CHRONIQUE, Pierre-Cyrille Hautcœur, Economiste
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2024/12/11/les-heritiers-intellectuels-de-marc-bloch-derangent-qu-ils-ecrivent-sur-le-r

      L’annonce de la panthéonisation de l’historien par Emmanuel Macron doit faire prendre conscience de l’importance de l’indépendance des chercheurs et de leurs travaux, souligne l’économiste Pierre-Cyrille Hautcœur, dans sa chronique.

      L’entrée de Marc Bloch au Panthéon est sans doute l’une des brillantes diversions dont le président de la République a le secret. Elle peut cependant nous aider à comprendre pourquoi la #recherche_universitaire est tant remise en cause. Historien, professeur des universités, mais aussi ancien combattant et résistant, Marc Bloch est devenu respectable. Il fut pourtant en son temps un perturbateur du savoir historique établi et un critique aigu de la société de l’entre-deux-guerres et de ses hypocrisies paresseuses.

      Comme universitaire, Marc Bloch découvre en 1919 à l’université de Strasbourg (son premier poste universitaire après quelques années de lycée avant-guerre) les pratiques de recherche de l’université allemande (en avance sur la française alors), en particulier le séminaire et la confrontation systématique aux publications nouvelles comme aux innovations méthodologiques. Influencé par la sociologie et l’économie, il pense l’histoire comme une intervention intellectuelle dans le monde, non comme l’accumulation de connaissances sur le passé. Après en avoir tiré toutes les conséquences, il crée en 1929 avec Lucien Febvre une revue nouvelle, les Annales d’histoire économique et sociale, qui appelle à une rupture avec les pratiques ordinaires de l’histoire et à l’engagement d’un dialogue permanent avec les autres sciences, naturelles comme sociales, pour répondre aux questions du présent.

      L’influence des Annales, prolongée après la guerre par la création de la sixième section de l’Ecole pratique des hautes études (aujourd’hui l’EHESS), n’a pas d’équivalent dans la recherche historique à l’échelle mondiale. Quand il écrit L’Etrange Défaite, au lendemain de la débâcle, Marc Bloch s’appuie sur son savoir d’historien, sur sa pratique comparatiste et sur son expérience militaire pour, par exemple, démontrer impitoyablement en quoi et pourquoi l’état-major français a été incapable intellectuellement de remettre en cause ses doctrines forgées durant la Grande Guerre.

      Multiples assauts

      Ces savoirs nouveaux sont souvent dérangeants, et L’Etrange Défaite ne pouvait pas être publiée sous Vichy. Aujourd’hui, les héritiers #intellectuels de Marc Bloch dérangent aussi, qu’ils écrivent sur le réchauffement climatique, l’impact des pollutions sur la santé, la colonisation ou les violences de genre. Et ceux qu’ils dérangent dans leurs certitudes et dans leurs acquis ont largement les moyens de contester ou de marginaliser ces savoirs.

      C’est pourquoi l’indépendance des chercheurs et des universitaires est garantie par la Constitution et devrait être un sujet de vigilance des gouvernements. Elle subit actuellement de multiples assauts, dont certains viennent de l’intérieur même des institutions républicaines. La première attaque conteste l’engagement social et politique des chercheurs, comme s’il n’était pas nécessaire à la pertinence de leur recherche aujourd’hui, et comme s’il affectait la qualité de la connaissance scientifique. C’est oublier que celle-ci ne peut pas s’apprécier à l’échelle d’un travail individuel, mais seulement à celle du débat savant, impitoyable envers l’erreur.

      Une deuxième remise en cause, plus insidieuse et bureaucratique, absorbe le temps de recherche dans d’innombrables tâches à l’utilité réduite. La troisième, plus radicale, remet en cause la nécessité de la recherche pour l’enseignement universitaire, alors qu’elle est la condition d’un enseignement actualisé. La réduction des budgets des universités (constante en termes de dépense par étudiant depuis le début des années 2010) amène à remplacer les enseignants-chercheurs par des vacataires ou des enseignants non chercheurs. Elle expose les étudiants à des enseignants sans expérience ou sans pratique de la recherche, alors que leur demande d’actualisation des savoirs est immense et que leur efficacité sociale postérieure en dépend.

      Mais il y a une raison contre laquelle Marc Bloch n’a pu nous prémunir : les élites françaises ont, dans leurs grandes écoles, été si peu exposées à la recherche qu’elles n’imaginent pas que celle-ci puisse leur manquer et manquer au pays. Puisse cette panthéonisation les faire changer d’avis.

      Pierre-Cyrille Hautcœur est directeur d’études à l’EHESS (Ecole d’économie de Paris).

      #grandes_écoles #élites_françaises

  • La droitisation de la France, un mythe : en haut à droite, en bas à gauche

    Par exemple, le soutien au droit de vote des étrangers est passé de 34 % en 1984 à 58 % en 2024. Ou 53 % de la population pense qu’il y a trop d’immigré·es aujourd’hui contre 69 % en 1988... »

    Depuis quelques décennies, particulièrement suite à l’élection de François Hollande, de nombreu·ses électeur·ices désertent les urnes et rejettent les partis, toutes générations confondues.

    https://cqfd-journal.org/En-haut-a-droite-en-bas-a-gauche

    #gauche
    #vote
    #opinion

  • Tatiana Ventôse - « Les élites ont atomisé la classe ouvrière française »

    https://www.youtube.com/watch?v=d7HjQeyiexU

    Depuis 50 ans, la France s’endette, s’appauvrit, diluée dans une Union Européenne qui l’essore et une finance mondialisée qui la pille.
    Notre pays est de moins en moins souverain, de plus en plus dépendant des nations à qui elle a abandonné sa production.
    Mais nos producteurs existent toujours : ils sont dans la France périphérique, tandis que les élites logent dans des métropoles déconnectées du réél.
    Dans Il est venu le temps des producteurs (éditions du Fil d’Actu), la youtubeuse politique Tatiana Ventôse en appelle à leur réveil.

    #analyse #France #analyse #pillage #élites #ue #union_européenne #dette #économie #bruno_lemaire #bruno_lemaire

  • France’s Establishment Is Preparing for a Le Pen Government
    https://jacobin.com/2024/06/france-marine-le-pen-horaces-far-right

    Si je comprends bien cet article les fascistes au sein des institutions francaises préparent depuis longtemps l’arrivée au pouvoir de leurs figures de proue. Nous connaissons tous une sorte de « preview » de ce que sera leur politique. L’agence européenne Frontex est un projet réalisé par les mêmes fanatiques xénophopes et suprémacistes qui se préparent à transformer la France dans un régime du genre Vichy 2.0 . Les élections seront alors dramatiques. Leur résultat le sera aussi s’il donne raison aux partisans d’une sixième République Vichyste.

    14.6.2024 by Marlon Ettinger - For years, French media has speculated on “Les Horaces,” a secret group of state officials who hope to join a far-right government. With Marine Le Pen’s party heading polls for the parliamentary elections, their plans look closer to reality than ever.

    For nearly a decade there have been whispers of a secret group in French politics called the “Horaces.” Expecting that Marine Le Pen will one day become president, this circle of influential senior government officials and business leaders have been assiduously preparing for her first hundred days in power.

    According to a report from Le Point, they numbered around eighty people in 2016, and included judges and teachers, members of the military bureaucracy, lawyers and CEOs, as well as functionaries in government ministries and higher education. By 2017, a report in Marianne put their number at 155, though a 2024 investigation in Libération narrowed the circle back down to an efficient twenty-eight. These men reportedly dine with Le Pen, draft her program and speeches, and author her campaign initiatives and about-faces (it was this group, according to an Agence France-Presse report, that urged Le Pen to step away from the aspects of her program that have sometimes feigned a defense of France’s social welfare system).

    They’ve also plotted attacks on Le Pen’s opponents, like Jean-Luc Mélenchon, drafting messaging in 2017 in case the left-wing presidential candidate forced a runoff between himself and Le Pen instead of Emmanuel Macron.

    Now, after the Rassemblement National (RN)’s crushing performance in the European elections, and the political thunderbolt of Macron’s announcement of snap elections, Le Pen truly is closer to power than ever. This is not just a campaign slogan, but a widely understood reality. Éric Ciotti, the leader of the mainstream right-wing party Les Républicains, announced on Tuesday afternoon that he was prepared to forge an alliance with Le Pen, snapping the thin film between respectable Gaullism and the far right (in reality, this film has been porous for year). Les Républicains quickly splintered, with the party’s political bureau voting to strip Ciotti of the presidency. Still, Ciotti was backed by the leader of Les Républicains’ youth wing, and according to one poll over 50 percent of their voters support such a right-wing alliance with Le Pen.

    The shockwave of Macron’s dissolution of parliament and the political opportunities that it has opened up has prompted figures like Ciotti to openly proclaim what they really think — and pushed forward the schedule for a Rassemblement National government that now feels all but inevitable. It’s ten minutes to midnight for those who want to stop Le Pen. But even before this political earthquake, way back in the now-distant campaign for Sunday’s European elections, senior officials with profiles that matched the foggy outlines of the Horaces were stepping out of the shadows to contest for power openly. With Le Pen’s dominant performance over the weekend, some of those senior officials are now members of the European Parliament (MEPs), charged with making policy in a much more direct way than ever before.

    There was the former head of the EU’s border agency Fabrice Leggeri, number three on the Rassemblement National list and Thierry Mariani, a longtime member of the mainstream right-wing party Les Républicains, minister of transport from 2010 to 2012, and number nine on the list. They were both easily elected. There’s also a criminal magistrate, Pascale Piera, a high-ranking representative of France’s justice system and elected from position number ten. Twenty-fifth on the list — but still comfortably elected — is Pierre Pimpie, deputy director of the body charged with securing the nation’s railways.

    During a debate in the run-up to the election, Macron’s young prime minister, Gabriel Attal, tried to portray Le Pen’s Rassemblement National as an ill-prepared, flighty outfit led by politicians ready to say anything and change any opinion to get power. But outside of empty politicking, Attal underestimates just how ready this party is to govern, just how long it’s been preparing to take power, and who’s ready to join it on its road to the top.
    The Horaces

    When Hossam Boutros Messiha came to France from Egypt he was eight years old and didn’t speak a word of French. The son of an Egyptian diplomat, when he turned twenty he became a naturalized citizen of France and changed his name to Jean. “I’m assimilated,” Messiha told the newspaper Libération in 2017. “Arab on the outside, French on the inside.”

    Messiha was educated at the prestigious École nationale d’administration (ENA) and in 2005 became a project manager for the Army’s chief of staff. His career didn’t attract much public attention, but he marched steadily up the ranks of the civil service within the Ministry of Defense.

    In 2014, by Messiha’s account, he sent an email to the Rassemblement National and met Le Pen the same year. They were interested in him, and later on would refer to him, with his impeccable educational background and career as a functionary, as a prize.

    In an interview with the reactionary journal Valeurs actuelles earlier this year, Messiha claimed that joining Le Pen’s party in 2015 cost him his civil service career. But the same year he met Le Pen, he also became an assistant to the ministry’s deputy director of operational management. He remained trusted enough in that position that in 2016 the minister of defense gave him the formal authority to sign all “acts, orders, and decisions” in the minister’s name for the division, according to an announcement in the government’s official gazette.

    And according to an investigation by Mediapart last year, Messiha’s civil service career didn’t end when he joined RN at all. Nor did it end when he left that party in 2018 and threw his support behind far-right pundit and presidential candidate Éric Zemmour in 2022 as his spokesman.

    Collaborating with Le Pen, Messiha reportedly racked up five figures a month in payments, then working for Zemmour’s campaign he pulled in another €32,700 for a variety of services including television appearances and organizing rallies. Throughout nearly that whole time, from 2017 to 2023, according to documents reviewed by Mediapart, Messiha was also drawing a salary from the Ministry of Armed Forces at an estimated €6,000 a month.

    What was he doing for the ministry in between television appearances warning about the Islamization of the country and the forced replacement of the country’s white, Christian ethnic stock?

    Nobody could say for sure, though he remained listed on the ministry’s internal staff directory and had an official government email address. Messiha denied Mediapart’s entire report and sued them for defamation. A trial will take place in Paris in November.

    Now Messiha views Zemmour’s Reconquête as the future of the French right. But the dramatic betrayal of Zemmour over the past couple of days — led by Le Pen’s niece Marion Maréchal — makes that look less likely now, with all of the party’s MEP’s defecting back to Rassemblement National. Zemmour kicked them out of the party and said he was “disgusted and hurt by the betrayal” — but still held the door open to alliances with Le Pen’s party, Les Républicains, and “all other parties of good faith who want to defeat Macron and the Islamo-leftists.” He also pointed a finger at the behavior of the “clan” around Maréchal as part of the reason for the crack up, referring to Marion as “Maréchal Le Pen.”
    Leggeri — a Heavy Proposition

    The Rassemblement National announced Fabrice Leggeri as a candidate early on in its EU election campaign, as a show of its strength. Now, after coasting to an easy election, Leggeri will be one of the party’s official spokesmen for the parliamentary elections at the end of June.

    Leggeri has his own long and successful career in the French civil service, and that trajectory reached its apogee in the seven years he served as the director of the European Union’s border control agency Frontex. Frontex is the EU’s first uniformed branch, with over two thousand employees and a budget at just under a billion euros a year. It’s the EU’s largest agency, and the first one to carry firearms.

    Leggeri came to Frontex with decades of experience enforcing border controls for the French government. In the French Ministry of Interior he headed up everything from digitizing passports to handling “irregular migration” by combating fraud and organizing deportations.

    Leggeri also accumulated experience at the European Commission level in the early 2000s, when he was a national expert for the commission from 2000 to 2003. There, he contributed to a document that recommended the formation of a Europe-wide border control agency. The recommendations of that document were adopted by the commission and led to the formation of Frontex.

    Leggeri left the agency in 2022 under a cloud of controversy after reports from Der Spiegel and Lighthouse Reports revealed that the agency had been complicit in illegally pushing migrants back out into the Mediterranean. Those allegations led to an investigation by the European Anti-Fraud Office, which found that Frontex cofunded Greece’s coast guard forces responsible for pushing migrants back out into the Aegean Sea often in inflatable rafts with motors, that Frontex was aware of the pushbacks, that the executive management of the agency concealed cases from its own officers to prevent them from investigating, and that Frontex even withdrew aerial surveillance so the operations couldn’t be documented.

    The report also found that Leggeri “actively resisted” hiring forty human rights agents, which European regulations required that the agency have (all while pushing to balloon the agency’s staff to ten thousand strong by 2027).

    After Leggeri stepped down from the agency in June 2022, he went back to the Ministry of Interior, where he had a vague position as an “executive project manager” before taking an “unpaid leave of absence from the French State administration,” according to his LinkedIn page.

    The location Leggeri listed for that leave gave some clue about his future plans — the Brussels Metropolitan Area. And right after he left Frontex, he was seen at the European Parliament in Strasbourg with deputies from both Les Républicains and the Rassemblement National.

    With the Gaullist center-right polling much lower than the “national” camp, Le Pen’s party was a much safer choice for Leggeri to guarantee him a seat.

    “We have to fight against being drowned by migration, a challenge which the European Commission and the Eurocrats minimize,” Leggeri said when he announced his candidacy in February. “My experience at Frontex confirms this reality.” Music to Le Pen’s ears.

    “It’s very interesting to have somebody from the inside . . . who’s proof of what we’ve been saying for a long time,” Le Pen said in reaction to Leggeri’s announcement.
    A Civilizational War

    Leggeri’s remarks backed up a common concern among the Horaces, who believe that the fight against immigration is a battle in a civilizational war that threatens to overwhelm Europe.

    “For those who we might encounter that are hesitating, let’s not forget to remind them that there are some ten million people in an assault base on the other side of the Mediterranean,” the creator of the group André Rougé told them in 2017.

    As a Rassemblement National candidate Leggeri adopted the same rhetoric, claiming that the European Commission doesn’t view “migratory submersion” as a threat, “but more as a project.”

    “I can testify to that,” he said, claiming that by contrast Le Pen’s party is “determined to fight” the commission’s plot, which they argue is furthered by last month’s adoption of the Pact on Migration and Asylum.

    “As a senior civil servant, I served the state with honor, but I’ve also seen the limits that of political decisions, which lead to failure,” Leggeri said in February. “Faced with this, I’m choosing to become politically involved to defend the public interest and that of France.”

    Leggeri and all those who’ve long wished for Le Pen to come to power suddenly see their deepest wishes coming true. Macron, that prince of chaos, has thrust France headlong into the next stage of its history.

    For the Horaces, all the better.

    #France #Europe #élections #administration #fascisme #élites #Frontex

  • Mobilisation pour Gaza : un débat interne « dur » et avec « beaucoup d’émotion » jeudi matin à Sciences Po Paris
    https://www.lemonde.fr/societe/article/2024/05/02/mobilisation-pour-gaza-un-debat-interne-dur-et-avec-beaucoup-d-emotion-jeudi

    L’administrateur provisoire a reconnu avoir « pris des positions assez fermes sur certains sujets », en refusant « très clairement la création d’un groupe de travail qui était proposé par certains étudiants pour investiguer [les] relations [de l’école] avec les universités israéliennes ».

    « Après un début où les débats étaient apaisés, la tension est montée à la fin », a témoigné auprès de l’Agence France-Presse Hugo, 22 ans, étudiant en master à Sciences Po, pour qui « la principale information est le refus du directeur de créer un groupe de travail pour réévaluer les partenariats de Sciences Po ».

    Aucune justification n’est apporté pour cette décision, qui n’est en fait que l’application de la position politique de la ministre et donc du gouvernement, qui enterre le principe d’une autonomie de la gouvernance des universités :

    Sur la demande des étudiants d’interroger les « partenariats de l’école avec les universités et organisations soutenant l’Etat d’Israël », la ministre de l’enseignement supérieur, Sylvie Retailleau, a répété, jeudi matin, qu’il était « hors de question que les universités prennent une position institutionnelle en faveur de telle ou telle revendication dans le conflit en cours au Proche-Orient ».

    La ministre a demandé aux présidents d’université de veiller au « maintien de l’ordre » public, en utilisant « l’étendue la plus complète des pouvoirs » dont ils disposent, notamment en matière de sanctions disciplinaires en cas de troubles ou de recours aux forces de l’ordre, lors d’une intervention en visioconférence au conseil d’administration de France Universités.

    #Gaza #génocide_plausible_en_cours #aveuglement # et #complicité

    • #Sciences_Po annonce la fermeture vendredi de ses principaux locaux à Paris, après un débat interne qui a débouché sur une nouvelle mobilisation (Publié aujourd’hui à 16h13, modifié à 23h01 [-] republication de l’article du 02 mai 2024 à 11h42)
      https://www.lemonde.fr/societe/article/2024/05/02/mobilisation-pour-gaza-un-debat-interne-dur-et-avec-beaucoup-d-emotion-jeudi

      (...) Sylvie Retailleau, a répété, jeudi matin, qu’il était « hors de question que les universités prennent une position institutionnelle en faveur de telle ou telle revendication dans le conflit en cours au Proche-Orient ».
      La ministre a demandé aux présidents d’université de veiller au « maintien de l’ordre » public, en utilisant « l’étendue la plus complète des pouvoirs » dont ils disposent, notamment en matière de sanctions disciplinaires en cas de troubles ou de recours aux forces de l’ordre, lors d’une intervention en visioconférence au conseil d’administration de France Universités.

      #Israël #France #élites #politique

    • « La fermeté est et restera totale », a fait savoir Matignon à l’Agence France-Presse (AFP). « S’agissant de la situation dans les établissements, certaines ont pu être réglées par le dialogue. Pour d’autres, des réquisitions par les présidents d’université ont été faites, et les forces de l’ordre sont intervenues immédiatement. Cette fermeté paie : 23 sites perturbés ont été évacués hier », a affirmé la même source à l’AFP, ajoutant, pour Sciences Po Paris, que Gabriel Attal avait « demandé l’intervention dès la réquisition de l’administrateur provisoire ».

      https://www.lemonde.fr/societe/article/2024/05/03/les-forces-de-l-ordre-interviennent-a-sciences-po-paris-et-evacuent-plusieur

      #occupations #police

    • Heureusement, dans son édito du jour, Le Monde jouait à fond son rôle usuel de chien de garde, justifiant à l’avance, avec force sophismes débiles, que Darmanin envoie ses Robocops contre les étudiants qui manifestent contre un génocide.

      Israël-Gaza : une contestation légitime, des dérives inacceptables
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2024/05/03/israel-gaza-une-contestation-legitime-des-derives-inacceptables_6231324_3232

      A première vue, ces mouvements évoquent les révoltes estudiantines des années 1960-1970 contre la guerre américaine au Vietnam ou celles qui, un peu plus tard, dénonçaient le régime d’apartheid d’Afrique du Sud. Le parallèle s’arrête cependant assez vite. Les Etats-Unis n’étaient pas visés à domicile par un terrorisme vietnamien, là où Israël riposte aux massacres du 7 octobre 2023. Quant à Yahya Sinouar, le chef du Hamas à Gaza, il est difficilement comparable à Nelson Mandela.

      […]

      Les libertés de réunion et d’expression doivent être défendues, non ces débordements intolérables. Que des étudiants juifs, parce qu’ils s’identifient comme tels, puissent se sentir mal à l’aise, voire en danger, dans une université française ou américaine est inacceptable, quelles que soient leurs positions – en réalité très diverses – sur le conflit.

      […]

      En France, Jean-Luc Mélenchon cherche à exploiter la faiblesse des réactions à la tragédie de Gaza. Mais, en soutenant les appels au « soulèvement » et en attisant la colère des étudiants, le leader de La France insoumise jette de l’huile sur une question inflammable dans un pays qui réunit d’importantes communautés juive et arabe, et fait douter de son sens des responsabilités.

  • Comme un sale parfum (brun). Causerie avec l’historien #Johann_Chapoutot | #Au_Poste

    https://www.auposte.fr/causerie-avec-lhistorien-johann-chapoutot

    #Gramsci nous avait prévenus : « Le vieux monde se meurt, le nouveau monde tarde à apparaître et dans ce clair-obscur surgissent les monstres ». Avec l’#historien Johan Chapoutot, nous allons tenter, justement, de voir clair dans nos temps obscurs. Où sont les monstres ? Le cadavre du Vieux monde est-il déjà froid ou encore chaud ? La France à l’envers, Manouchian panthéonisé sous le sourire de Le Pen et ses lieutenants, la macronie machine à « com » d’#extrême_droite au service des #élites. On va écouter le maître.

    PAR
    DAV_DUF

    19 MARS 2024
    Johann Chapoutot, Historien spécialiste du "nazisme et de l’Allemagne, professeur d’histoire contemporaine à Paris-Sorbonne, est l’auteur, entre autres, de « Le Meurtre de Weimar » (PUF, 2010), « La Loi du sang. Penser et agir en nazi » (Editions Gallimard, 2014), « Le Grand récit » (PUF, 2021). Son travail sur le "management #nazi, antichambre du management #capitaliste_moderne, est l’un des plus notables.

  • 𝖯𝖾𝗍𝖾𝗋 𝖧𝖺𝗋𝗅𝗂𝗇𝗀 sur X :
    https://twitter.com/PeterHarling/status/1726932155392291030

    In Gaza, as on many urgent questions, we are watching a cohort of Western leaders do things that don’t seem to serve any purpose, besides voicing their own shallow instincts.

    They are not cynical or unconscionable as much as they are #grotesque, which is harder to explain. 🧵

    The US, for example, has adopted a radical line that could cost Biden many votes, while doing little to help Israel, absent achievable goals.

    Meanwhile, Germany, the UK, or France, are bizarrely tearing at their social cohesion in ways that can only profit the far-right.

    That is also why resignation is so has-been. When politics become an incoherent succession of “definite” views, there is no standard to hold them up to.

    All this poses the question of a whole new cast of mainstream politicians who are highly educated, energetic, ambitious, arguably genuine even...

    ...and nonetheless shallow and impulsive, to the point where it becomes difficult to articulate what exactly they stand for.

    Much of this has to do with the fact that most of our leaders belong to no particular structure .

    They embody no ideology as such, beyond the malleable conventional wisdom that has currency in such circles as the World Economic Forum. Theirs are shades of greyish thinking.

    They don’t really belong to a party either, except nominally.

    To the extent they ride to power on the backs of an existing party, they proceed to ruling as charismatic leaders, whose individual journey counts more than their party’s long-term program or prospects.

    Moreover, they usually didn’t grow out of (or entertain respect for) the apparatus of state.

    In fact, they tend to do away with much of its expertise, relying on a coterie of advisors, consultants, and pollsters, as well as their innate, apparently boundless self-confidence.

    Few even have any meaningful life experience, making their biographies exceptionally bland.

    Increasingly, what distinguishes mainstream leaders is an uneventful background of privilege, leading smoothly into the cozy, unimaginative world of jet-setting #elites.

    When you think of it, there is a template for this type of leader: #Tony_Blair.

    In hindsight, for all the reasons above, he appears almost like the spiritual father of Macron, Sunak, Cameron, Blinken, Obama, and co. He remains the inspired, incorrigible opportunist in chief.

    It would be a mistake, though, to assume that such leaders represent nothing.

    Quite the contrary, many of their views are representative of the #zeitgeist. That is part of the #grotesque: They often say things that any odd bod may say in private, in a cafe or a pub.

    That is because they represent, above all, a perfected form of individualism: A #leader is nothing but another person reacting, instinctively, in the moment.

    Their views have no reason to fit into or develop a system. If proven wrong, so be it. Don’t we all make mistakes?

    That is also why resignation is so has-been. When politics become an incoherent succession of “definite” views, there is no standard to hold them up to.

    In turn, lack of accountability only reinforces the dis-inhibited nature of politics.

    So, welcome back, Cameron!

    Perhaps the most disturbing part of this analysis is that it erases much of the distinction between mainstream politicians and the populists they claim to fight.

    Populism amounts to little more than expressing the zeitgeist. And populists, if anything, do it better.

  • « L’éviction des lycéennes des parcours scientifiques renvoie la situation des femmes à une période antérieure à leur émancipation économique » - Tribune
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2023/09/10/l-eviction-des-lyceennes-des-parcours-scientifiques-renvoie-la-situation-des

    Pire, celui des bachelières scientifiques a diminué de 60 % alors que les professionnels de l’industrie, du conseil, du numérique, de l’ingénierie et de la haute technologie demandent plus de personnes qualifiées en sciences et s’inquiètent de la trop faible présence des femmes.

    69 % des garçons étudient les maths en terminale et seulement 45 % des filles, induisant dans les parcours scientifiques des inégalités de genre inédites depuis les cinquante dernières années. Au lieu d’augmenter les effectifs des jeunes formés aux sciences, la réforme du lycée de 2019 les ramène à ceux des années 1980, mettant à mal la souveraineté scientifique de la France.

    Face à ces constats, l’alerte a été donnée depuis deux ans par les services statistiques publics, relayée par tous, au point de devenir un sujet de campagne présidentielle. Pour autant, la réaction tardive du ministère demeure sans rapport avec l’importance des enjeux pour le pays. Imposé à partir de la rentrée 2023 pour les élèves de première ne choisissant pas la spécialité maths, l’ajout d’une heure trente de mathématiques ne peut avoir d’impact sur le public scientifique auquel il ne s’adresse pas.

    • Je ne vois pas comment l’éviction des maths dès la première allait permettre d’améliorer le niveau scientifique.

      Ma fille, une 2003, a passé un bac Blanquer covid , probablement la meilleure cuvée. À ce moment-là, la plupart des gens en filière générale n’avait plus fait de maths depuis 2 ans. Mais les maths restent une condition pour entrer en supérieur scientifique… mais pas seulement.

      Cette année, elle est dans une fac Suédoise pour un cursus de Japonais.
      Les Suédois ont aussi un Parcoursup like dont il faut valider les nombreux critères avant de commencer l’inscription dans la fac visée.

      Après un bon petit parcours du combattant, à quelques jours de la pause estivale, les Suédois annoncent un changement des règles du jeu de dernière minute : maintenant pour rentrer dans n’importe quelle filière du supérieur, il faut avoir validé des maths niveau première ou terminale. Ce n’est pas formulé exactement comme ça, il nous faut quelqus jours pour décrypter le jargon local, mais l’idée est de présenter une preuve de son éducation en maths de ce niveau… y compris pour des études de japonais. Ça s’applique à tout le pays, y compris les étudiants étrangers.

      Tu la vois mieux, la grosse arnaque ? On est passé du bac premier diplôme du supérieur au bac verrou interdisant l’entrée dans le supérieur. Je n’ai pas d’infos des autres pays, mais je suis prête à parier que ça converge.

      Autrement dit, le fait — même pour des gens qui se destinent à des études non scientifiques — de ne pas avoir pris au lycée des maths optionnelles dont il a été clairement annoncé que leur niveau avait été relevé et n’était que pour les gens se destinant aux sciences, c’est excluant.

      Après quoi, ils peuvent commencer à lâcher des prouts, comme quoi les sciences humaines ou la littérature, ça ne sert à rien dans le supérieur…

      Ce qui a sauvé ma fille, c’est qu’elle était en Arts Appliqués et que les maths y restent obligatoires jusqu’en terminale. Même si elle n’a pas passé les maths au bac, elle a pu fournir un relevé de notes qui rentrait dans les nouveaux critères suédois. Elle aurait été en filière générale, elle était grillée.

    • fabrication de barrages à l’entrée d’un « supérieur » qu’on balkanise toujours davantage et démassification vont de pair.
      l’école ne doit pas donner des moyens de comprendre, critiquer, bâtir, et surtout pas au grand nombre. ainsi dès le secondaire, outre la minoration de maths qui restent le critère de sélection, celles de l’histoire et de la philo cassent des ponts vers l’aptitude au raisonnement abstrait et des boussoles qui permettent de se situer. jungle for all.

    • Sans parler des lycéennes qui seront évincées parce que la République Française les préfère enfermées à la maison que voilées au lycée. Mais c’est pour défendre l’émancipation des femmes, tout comme certains anarchistes sont très inquiets de voir des femmes à l’école avec une barbe ou une jupe pas à la bonne longueur.

    • Tu la vois mieux, la grosse arnaque ? On est passé du bac premier diplôme du supérieur au bac verrou interdisant l’entrée dans le supérieur. Je n’ai pas d’infos des autres pays, mais je suis prête à parier que ça converge.

      C’est exactement ça. Et dans la tête de certains profs du secondaire ça donne même : « mais autant le supprimer ce bac » (sous-texte inconscient : le barrage viendra après).

      Je suis aussi prêt à parier que ça converge, au moins au niveau européen, depuis le processus de Bologne, dont le premier coup de canon en France a été la loi LRU (l’arnaque du siècle pour les université : je t’enlève toute ta thune mais je te donne la li-ber-tay bordel !) : donc en fait je t’enlève toute autonomie de pensée et de penser ton avenir (et de penser l’avenir des étudiants que tu vas accueillir).

  • Quand on est millionnaire, il faut être riche sans trop en avoir l’air, Anne Bory

    La France est désormais le troisième pays, derrière les Etats-Unis et la Chine, abritant le plus de millionnaires en dollars états-uniens, selon le rapport sur la richesse mondiale publié par UBS, le 15 août https://www.ubs.com/global/fr/media/display-page-ndp/fr-20230815-global-wealth-report-2023.html . Ces plus de 2,8 millions de millionnaires vivant en France en 2022 débordent donc largement les quelques milliardaires médiatiquement connus et les dynasties industrielles.
    Ces « élites ordinaires » ont moins attiré les regards sociologiques et médiatiques que la grande bourgeoisie ou les descendants de la noblesse, alors même qu’elles détiennent un capital économique – financier et immobilier – considérable, et qu’elles occupent l’essentiel des positions de pouvoir dans les mondes économique et politique.

    Le récent 140e numéro de la revue Politix, intitulé « Dominer par l’argent », comprend deux contributions consacrées à ces « riches » qui ne revendiquent que ponctuellement le qualificatif et se sentent obligés de légitimer leur position sociale dans un contexte national et international d’augmentation des inégalités. Rachel Sherman a ainsi enquêté auprès d’une quarantaine de couples fortunés vivant à New York. Lorraine Bozouls, elle, s’appuie sur un corpus équivalent, constitué lors d’une enquête par entretiens au sein de deux villes cossues de la banlieue parisienne. Les deux sociologues ont notamment porté un regard attentif aux façons de dépenser l’argent, à la question du logement et aux enjeux de légitimité.
    Si l’argent des « pauvres » est objet de moult contrôles et soupçons – la rituelle polémique autour de l’utilisation des aides sociales destinées à la rentrée scolaire en est un bon exemple –, l’abondance de l’argent des riches ne le place nullement hors d’un maillage étroit de normes sociales. Dans le cas de ces « élites ordinaires », en France comme aux Etats-Unis, #éthique_du_travail et consommation raisonnable sont en effet deux traits qui reviennent avec une fréquence frappante dans les entretiens. Mais ils ne sont pas propres à ce groupe social : on les retrouve dans d’autres groupes sociaux, bien moins dotés économiquement.

    Minimiser ses ressources

    Ces ménages, dans les deux pays étudiés, manifestent ainsi le besoin de s’appuyer sur une éthique du travail, insistant sur les efforts fournis, professionnellement, mais aussi dans le cadre des tâches relevant de la sphère domestique, tendant à minimiser le rôle des ressources héritées, qu’elles soient financières ou immobilières.
    L’article de Rachel Sherman évoque des enquêtés tous millionnaires au moins en patrimoine immobilier qui valorisent leurs pratiques de consommation à moindre coût, l’utilisation de bons de réduction et leur refus d’acheter une voiture neuve tant que leur « vieille voiture » actuelle fonctionne. Lorraine Bozouls montre, elle, comment le recours au crédit pour acheter une résidence principale contribue à euphémiser la richesse : on emprunte « comme tout le monde » plutôt que de payer comptant comme les « plus riches que soi ». Mais si, comme l’a écrit la sociologue Anne Lambert https://www.lemonde.fr/campus/article/2020/06/11/anne-lambert-sociologue-avec-la-crise-les-conditions-d-insertion-dans-la-vie , les classes populaires en « prennent pour vingt-cinq ans » avec des mensualités en proportion plus lourdes, au regard des budgets familiaux, ici, au fil des entretiens, on apprend que le prêt sur vingt ans a été remboursé en sept, ou que la part empruntée est très faible dans le prix d’achat.

    Travailler dur, consommer raisonnablement : on retrouve sans surprise dans les entretiens new-yorkais l’écho très fort à l’éthique protestante du capitalisme analysée par Max Weber. Cet écho existe néanmoins aussi clairement dans les entretiens menés par Lorraine Bozouls auprès de ménages de culture catholique, pratiquants pour certains.

    Ainsi, loin de la consommation ostentatoire déjà analysée par Thorstein Veblen à la toute fin du XIXe siècle, il convient pour ces « millionnaires ordinaires » d’être riches, et très souvent héritiers, sans trop en avoir l’air, à la fois aux yeux des autres et pour soi-même.

    https://www.lemonde.fr/sciences/article/2023/08/30/quand-on-est-millionnaire-il-faut-etre-riche-sans-trop-en-avoir-l-air_618707

    #riches #millionnaires

    • Dominer par l’argent, Politix 2022/4 (n° 140)
      https://www.cairn.info/revue-politix-2022-4.htm

      Ce numéro de Politix a été préparé en 2022 et achevé début 2023, pendant que la France connaissait un de ses mouvements sociaux les plus importants des trente dernières années. Ce dossier thématique n’est pas en lien direct avec la problématique des retraites et ne prétend pas contribuer au débat public sur cette question. Mais il éclaire, à sa façon, l’actualité que nous traversons en disséquant les différentes manières dont les #élites assoient leur #domination et influencent notre monde.
      Le dossier regroupe des contributions qui analysent les relations entre #capital économique et positions de #pouvoir : dans quelle mesure et à quelles conditions la richesse matérielle peut-elle être un ressort de l’accès à, du contrôle sur, et du maintien de ces positions ? À l’heure où la concentration des #richesses dans certains espaces de pouvoir peut paraître parfaitement assumée, les prétentions à l’égalité portées par nos démocraties contemporaines continuent de troubler ce compagnonnage qui, somme toute, pourrait sinon aller de soi. C’est, d’une certaine façon, cette #naturalisation_empêchée qu’explore ce dossier en étudiant des situations concrètes où se mêlent richesse et pouvoir. Plus précisément, ce numéro invite à s’intéresser aux tensions, même légères ou furtives, que fait naître cette relation : lorsque se donne à voir l’inconfort que peut provoquer l’abondance de ressources matérielles quand la pénurie est la règle, lorsqu’apparaissent des tiraillements suscités par l’occupation d’une position de pouvoir, acquise, au moins pour partie, grâce à cette richesse, ou lorsque se décèlent les ajustements, pratiques et symboliques, nécessaires pour contenir ou surmonter ces embarras…

  • Le retour du travail des enfants est le dernier signe du déclin des Etats-Unis Steve Fraser

    En 1906, un vieux chef amérindien visitait New York pour la première fois. Il était curieux de la ville et la ville était intéressée à lui. Un journaliste d’un magazine demande au chef amérindien ce qui l’a le plus surpris dans ses déplacements en ville. « Les petits enfants qui travaillent », répondit le visiteur.

    Le travail des enfants aurait pu choquer cet étranger, mais il n’était que trop banal à l’époque dans les Etats-Unis urbains et industriels (et dans les fermes où il était habituel depuis fort longtemps). Plus récemment, cependant, il est devenu beaucoup plus rare. La loi et la pratique l’ont presque fait disparaître, supposent la plupart d’entre nous. Et notre réaction face à sa réapparition pourrait ressembler à celle de ce chef : choc, incrédulité.


    Mais nous ferions mieux de nous y habituer, car le travail des enfants revient en force. Un nombre impressionnant d’élus entreprennent des efforts concertés ( The New Yorker , « Child Labor is on the Rise », 4 juin 2023 sur le site) pour affaiblir ou abroger les lois qui ont longtemps empêché (ou du moins sérieusement freiné) la possibilité d’exploiter les enfants.

    Reprenez votre souffle et considérez ceci : le nombre d’enfants au travail aux Etats-Unis a augmenté de 37% entre 2015 et 2022. Au cours des deux dernières années, 14 États ont introduit ou promulgué des lois annulant les réglementations qui régissaient le nombre d’heures pendant lesquelles les enfants pouvaient être employés, réduisaient les restrictions sur les travaux dangereux et légalisaient les salaires minimums pour les jeunes.

    L’État de l’Iowa autorise désormais les jeunes de 14 ans à travailler dans des blanchisseries industrielles. A l’âge de 16 ans, ils peuvent occuper des emplois dans les domaines de la toiture, de la construction, de l’excavation et de la démolition et peuvent utiliser des machines à moteur. Les jeunes de 14 ans peuvent même travailler de nuit et, dès l’âge de 15 ans, ils peuvent travailler sur des chaînes de montage. Tout cela était bien sûr interdit il n’y a pas si longtemps.
    +++
    Les élus donnent des justifications absurdes à ces entorses à des pratiques établies de longue date. Le travail, nous disent-ils, éloignera les enfants de leur ordinateur, de leurs jeux vidéo ou de la télévision. Ou encore, il privera le gouvernement du pouvoir de dicter ce que les enfants peuvent ou ne peuvent pas faire, laissant aux parents le contrôle – une affirmation déjà transformée en fantasme par les efforts visant à supprimer la législation sociale protectrice et à permettre aux enfants de 14 ans de travailler sans autorisation parentale formelle.

    En 2014, l’Institut Cato, un groupe de réflexion de droite, a publié « A Case Against Child Labor Prohibitions » (Un cas contre les interdictions du travail des enfants), arguant que de telles lois étouffaient les perspectives pour l’avenir des enfants pauvres, et en particulier les enfants noirs. La Foundation for Government Accountability (Fondation pour l’obligation du gouvernement de rendre des comptes), un groupe de réflexion financé par une série de riches donateurs conservateurs, dont la famille DeVos [Betsy DeVos, secrétaire d’Etat à l’Education sous l’administration Trump], a été le fer de lance des efforts visant à affaiblir les lois sur le travail des enfants, et Americans for Prosperity, la fondation milliardaire des frères Koch [très engagés dans les investissements pétroliers], s’est jointe à eux.

    Ces attaques ne se limitent pas aux États rouges (républicains) comme l’Iowa ou ceux du Sud. La Californie, le Maine, le Michigan, le Minnesota et le New Hampshire, ainsi que la Géorgie et l’Ohio, ont également été l’objet d’interventions dans ce sens. Au cours des années de pandémie, même le New Jersey a adopté une loi, augmentant temporairement les heures de travail autorisées pour les jeunes de 16 à 18 ans.


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    La vérité toute crue est que le travail des enfants est rentable et qu’il est en train de devenir remarquablement omniprésent. C’est un secret de Polichinelle que les chaînes de restauration rapide emploient des mineurs depuis des années et considèrent simplement les amendes occasionnelles comme faisant partie du coût de fonctionnement. Dans le Kentucky, des enfants d’à peine 10 ans ont travaillé dans de tels centres de restauration et d’autres, plus âgés, ont dépassé les limites horaires prescrites par la loi. En Floride et au Tennessee, les couvreurs peuvent désormais avoir 12 ans.

    Récemment, le Département du Travail a découvert plus de 100 enfants âgés de 13 à 17 ans travaillant dans des usines de conditionnement de viande et des abattoirs du Minnesota et du Nebraska. Et il ne s’agissait pas d’opérations véreuses. Des entreprises comme Tyson Foods et Packer Sanitation Services – qui appartient au fonds d’investissement BlackRock, la plus grande société de gestion d’actifs au monde [voir l’article sur ces fonds publié sur ce site le 7 juillet 2023] – figuraient également sur la liste.

    A ce stade, la quasi-totalité de l’économie est remarquablement ouverte au travail des enfants. Les usines de vêtements et les fabricants de pièces automobiles (qui fournissent Ford et General Motors) emploient des enfants immigrés, parfois pendant des journées de travail de 12 heures. Nombre d’entre eux sont contraints d’abandonner l’école pour ne pas être pénalisés. De la même manière, les chaînes d’approvisionnement de Hyundai et de Kia dépendent des enfants qui travaillent en Alabama.

    Comme l’a rapporté le New York Times en février dernier (« Alone and Exploited, Migrant Children Work Brutal Jobs Across the U.S. » par Hannah Dreier, 25 février 2023) – contribuant à faire connaître le nouveau marché du travail des enfants – des enfants mineurs, en particulier des migrants, travaillent dans des usines d’emballage de céréales et des usines de transformation alimentaire. Dans le Vermont, des « illégaux » (parce qu’ils sont trop jeunes pour travailler) font fonctionner des machines à traire. Certains enfants participent à la confection de chemises J. Crew [grande firme de prêt-à-porter] à Los Angeles, préparent des petits pains pour Walmart [le plus grand distributeur des Etats-Unis] ou travaillent à la production de chaussettes Fruit of the Loom [firme très connue]. Le danger guette. Les Etats-Unis sont un environnement de travail notoirement dangereux et le taux d’accidents chez les enfants travailleurs est particulièrement élevé, avec un inventaire effrayant de colonnes vertébrales brisées, d’amputations, d’empoisonnements et de brûlures défigurantes.

    La journaliste Hannah Dreier a parlé d’une « nouvelle économie de l’exploitation », en particulier lorsqu’il s’agit d’enfants migrants. Un instituteur de Grand Rapids, dans le Michigan, observant la même situation difficile, a fait la remarque suivante : « Vous prenez des enfants d’un autre pays et vous les mettez presque en servitude industrielle. »

    Il y a longtemps, aujourd’hui
    Aujourd’hui, nous pouvons être aussi stupéfaits par ce spectacle déplorable que l’était ce chef amérindien au tournant du XXe siècle. Nos ancêtres, eux, ne l’auraient pas été. Pour eux, le travail des enfants allait de soi.

    En outre, les membres des classes supérieures britanniques qui n’étaient pas obligés de travailler dur ont longtemps considéré le travail comme un tonique spirituel capable de réfréner les impulsions indisciplinées des classes inférieures. Une loi élisabéthaine de 1575 prévoyait l’affectation de fonds publics à l’emploi d’enfants en tant que « prophylaxie contre les vagabonds et les indigents ».

    Au XVIIe siècle, le philosophe John Locke [1632-1704, auteur de l’ Essai sur l’entendement humain , un des principaux acteurs de la Royal African Company, pilier de la traite négrière], alors célèbre « défenseur de la liberté », soutenait que les enfants de trois ans devaient être inclus dans la force de travail. Daniel Defoe, auteur de Robinson Crusoé , se réjouissait que « les enfants de quatre ou cinq ans puissent tous gagner leur propre pain ». Plus tard, Jeremy Bentham [1748-1832, précurseur du libéralisme], le père de l’utilitarisme, optera pour quatre ans, car sinon, la société souffrirait de la perte de « précieuses années pendant lesquelles rien n’est fait ! Rien pour l’industrie ! Rien pour l’amélioration, morale ou intellectuelle. »

    Le rapport sur l’industrie manufacturière publié en 1791 par le « père fondateur » états-unien Alexander Hamilton [1757-1804, secrétaire au Trésor de 1789 à 1795] notait que les enfants « qui seraient autrement oisifs » pourraient au contraire devenir une source de main-d’œuvre bon marché. L’affirmation selon laquelle le travail à un âge précoce éloigne les dangers sociaux de « l’oisiveté et de la dégénérescence » est restée une constante de l’idéologie des élites jusqu’à l’ère moderne. De toute évidence, c’est encore le cas aujourd’hui.


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    Lorsque l’industrialisation a effectivement commencé au cours de la première moitié du XIXe siècle, les observateurs ont noté que le travail dans les nouvelles usines (en particulier les usines textiles) était « mieux fait par les petites filles de 6 à 12 ans ». En 1820, les enfants représentaient 40% des travailleurs des usines dans trois Etats de la Nouvelle-Angleterre. La même année, les enfants de moins de 15 ans représentaient 23% de la main-d’œuvre manufacturière et jusqu’à 50% de la production de textiles de coton (« Child Labor in the United States », Robert Whaples, Wake Forest University).

    Et ces chiffres ne feront qu’augmenter après la guerre de Sécession [1861-1865]. En fait, les enfants d’anciens esclaves ont été ré-esclavagisés par le biais d’accords d’apprentissage très contraignants. Pendant ce temps, à New York et dans d’autres centres urbains, les padroni italiens ont accéléré l’exploitation des enfants immigrés tout en les traitant avec brutalité. Même le New York Times s’est offusqué : « Le monde a renoncé à voler des hommes sur les côtes africaines pour kidnapper des enfants en Italie. »

    Entre 1890 et 1910, 18% des enfants âgés de 10 à 15 ans, soit environ deux millions de jeunes, ont travaillé, souvent 12 heures par jour, six jours par semaine.Leurs emplois couvraient le front de mer – trop littéralement puisque, sous la supervision des padroni , des milliers d’enfants écaillaient les huîtres et ramassaient les crevettes. Les enfants étaient également des crieurs de rue et des vendeurs de journaux. Ils travaillaient dans des bureaux et des usines, des banques et des maisons closes. Ils étaient « casseurs » et « ouvreurs de portes en bois permettant l’accès d’air » dans les mines de charbon mal ventilées, des emplois particulièrement dangereux et insalubres. En 1900, sur les 100 000 ouvriers des usines textiles du Sud, 20 000 avaient moins de 12 ans.

    Les orphelins des villes sont envoyés travailler dans les verreries du Midwest. Des milliers d’enfants sont restés à la maison et ont aidé leur famille à confectionner des vêtements pour des ateliers clandestins. D’autres emballent des fleurs dans des tentes mal ventilées. Un enfant de sept ans expliquait : « Je préfère l’école à la maison. Je n’aime pas la maison. Il y a trop de fleurs. » A la ferme, la situation n’est pas moins sombre : des enfants de trois ans travaillent à décortiquer des baies.

    Dans la famille
    Il est clair que, jusqu’au XXe siècle, le capitalisme industriel dépendait de l’exploitation des enfants, moins chers à employer, moins capables de résister et, jusqu’à l’avènement de technologies plus sophistiquées, bien adaptés aux machines relativement simples en place à l’époque.


    En outre, l’autorité exercée par le patron était conforme aux principes patriarcaux de l’époque, que ce soit au sein de la famille ou même dans les plus grandes des nouvelles entreprises industrielles de l’époque, détenues en grande majorité par des familles, comme les aciéries d’Andrew Carnegie. Ce capitalisme familial a donné naissance à une alliance perverse entre patron et sous-traitants qui a transformé les enfants en travailleurs salariés miniatures.

    Pendant ce temps, les familles de la classe ouvrière étaient si gravement exploitées qu’elles avaient désespérément besoin des revenus de leurs enfants. En conséquence, à Philadelphie, au tournant du siècle, le travail des enfants représentait entre 28% et 33% du revenu des familles biparentales nées dans le pays Monthly Labor Review, « History of child labor in the United States—part 1 : little children working », January 2017) . Pour les immigrés irlandais et allemands, les chiffres étaient respectivement de 46% et 35%. Il n’est donc pas surprenant que les parents de la classe ouvrière se soient souvent opposés aux propositions de lois sur le travail des enfants. Comme l’a noté Karl Marx, le travailleur n’étant plus en mesure de subvenir à ses besoins, « il vend maintenant sa femme et son enfant, il devient un marchand d’esclaves ».

    Néanmoins, la résistance commence à s’organiser. Le sociologue et photographe Lewis Hine a scandalisé le pays avec des photos déchirantes d’enfants travaillant dans les usines et dans les mines. (Il put accéder à à ces lieux de travail en prétendant qu’il était un vendeur de bibles.) Mother Jones [1837-1930], la militante syndicaliste, a mené une « croisade des enfants » en 1903 au nom des 46 000 ouvriers du textile en grève à Philadelphie. Deux cents délégués des enfants travailleurs se sont rendus à la résidence du président Teddy Roosevelt [1901-1909] à Oyster Bay, Long Island, pour protester, mais le président s’est contenté de renvoyer la balle, affirmant que le travail des enfants relevait de la compétence des Etats et non de celle du gouvernement fédéral.

    Ici et là, des enfants tentent de s’enfuir. En réaction, les propriétaires ont commencé à entourer leurs usines de barbelés ou à faire travailler les enfants la nuit, lorsque leur peur de l’obscurité pouvait les empêcher de s’enfuir. Certaines des 146 femmes qui ont péri dans le tristement célèbre incendie de la Triangle Shirtwaist Factory en 1911 dans le Greenwich Village de Manhattan – les propriétaires de cette usine de confection avaient verrouillé les portes, obligeant les ouvrières prises au piège à sauter vers la mort depuis les fenêtres des étages supérieurs – n’avaient pas plus de 15 ans. Cette tragédie n’a fait que renforcer la colère grandissante à l’égard du travail des enfants.
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    Un comité national sur le travail des enfants a été créé en 1904. Pendant des années, il a fait pression sur les Etats pour qu’ils interdisent, ou du moins limitent, le travail des enfants. Les victoires, cependant, étaient souvent à la Pyrrhus, car les lois promulguées étaient invariablement faibles, comportaient des dizaines d’exemptions et étaient mal appliquées. Finalement, en 1916, une loi fédérale a été adoptée qui interdisait le travail des enfants partout. En 1918, cependant, la Cour suprême l’a déclarée inconstitutionnelle.

    En fait, ce n’est que dans les années 1930, après la Grande Dépression, que les conditions ont commencé à s’améliorer. Compte tenu de la dévastation économique, on pourrait supposer que la main-d’œuvre enfantine bon marché aurait été très prisée. Cependant, face à la pénurie d’emplois, les adultes, et en particulier les hommes, ont pris le dessus et ont commencé à effectuer des tâches autrefois réservées aux enfants. Au cours de ces mêmes années, le travail industriel a commencé à incorporer des machines de plus en plus complexes qui s’avéraient trop difficiles pour les jeunes enfants. Dans le même temps, l’âge de la scolarité obligatoire ne cessait de s’élever, limitant encore davantage le nombre d’enfants travailleurs disponibles.
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    Plus important encore, l’air du temps a changé. Le mouvement ouvrier insurrectionnel des années 1930 détestait l’idée même du travail des enfants. Les usines syndiquées et les industries entières étaient des zones interdites aux capitalistes qui cherchaient à exploiter les enfants. En 1938, avec le soutien des syndicats, l’administration du New Deal du président Franklin Roosevelt a finalement adopté la Fair Labor Standards Act qui, du moins en théorie, a mis fin au travail des enfants (bien qu’elle ait exempté le secteur agricole dans lequel ce type de main-d’œuvre restait courant).

    En outre, le New Deal de Roosevelt a transformé les mentalités à l’échelle du pays. Un sentiment d’égalitarisme économique, un nouveau respect pour la classe ouvrière et une méfiance sans bornes à l’égard de la caste des entreprises ont rendu le travail des enfants particulièrement répugnant. En outre, le New Deal a inauguré une longue ère de prospérité, avec notamment l’amélioration du niveau de vie de millions de travailleurs et travailleuses qui n’avaient plus besoin du travail de leurs enfants pour joindre les deux bouts.

    Retour vers le passé
    Il est d’autant plus étonnant de découvrir qu’un fléau, que l’on croyait banni, revit. Le capitalisme états-unien est un système internationalisé, ses réseaux s’étendent pratiquement partout. Aujourd’hui, on estime à 152 millions le nombre d’enfants au travail dans le monde. Bien sûr, tous ne sont pas employés directement ou même indirectement par des entreprises états-uniennes. Mais ces millions devraient certainement nous rappeler à quel point le capitalisme est redevenu profondément rétrograde, tant chez nous qu’ailleurs sur la planète.

    Les vantardises sur la puissance et la richesse de l’économie des Etats-Unis font partie du système de croyances et de la rhétorique des élites. Cependant, l’espérance de vie aux Etats-Unis, mesure fondamentale de la régression sociale, ne cesse de diminuer depuis des années. Les soins de santé sont non seulement inabordables pour des millions de personnes, mais leur qualité est devenue au mieux médiocre si l’on n’appartient pas au 1% supérieur. De même, les infrastructures du pays sont depuis longtemps en déclin, en raison de leur âge et de décennies de négligence.

    Il faut donc considérer les Etats-Unis comme un pays « développé » en proie au sous-développement et, dans ce contexte, le retour du travail des enfants est profondément symptomatique. Même avant la grande récession qui a suivi la crise financière de 2008, le niveau de vie avait baissé, en particulier pour des millions de travailleurs mis à mal par un tsunami de désindustrialisation qui a duré des décennies. Cette récession, qui a officiellement duré jusqu’en 2011, n’a fait qu’aggraver la situation. Elle a exercé une pression supplémentaire sur les coûts de la main-d’œuvre, tandis que le travail devenait de plus en plus précaire, de plus en plus dépourvu d’avantages sociaux et non syndiqué. Dans ces conditions, pourquoi ne pas se tourner vers une autre source de main-d’œuvre bon marché : les enfants ?

    Les plus vulnérables d’entre eux viennent de l’étranger, des migrants du Sud, fuyant des économies défaillantes souvent liées à l’exploitation et à la domination économiques états-uniennes. Si ce pays connaît aujourd’hui une crise frontalière – et c’est le cas – ses origines se trouvent de ce côté-ci de la frontière [et non pas avant tout en Amérique centrale ou au Mexique].

    La pandémie de Covid-19 de 2020-2022 a créé une brève pénurie de main-d’œuvre, qui est devenue un prétexte pour remettre les enfants au travail (même si le retour du travail des enfants est en fait antérieur à la pandémie). Il faut considérer ces enfants travailleurs au XXIe siècle comme un signe distinct de la pathologie sociale présente. Les Etats-Unis peuvent encore tyranniser certaines parties du monde, tout en faisant sans cesse étalage de leur puissance militaire. Mais chez eux, ils sont malades.

    #capitalisme #profits #travail des #enfants #exploitation #usa #Etats-Unis #élites #esclavage #ouvrières #ouvriers #migrants #Lewis_Hine

    Source originale : Tom Dispatch https://tomdispatch.com/caution-children-at-work
    Traduit de l’anglais par A l’encontre https://alencontre.org/ameriques/americnord/usa/le-retour-du-travail-des-enfants-est-le-dernier-signe-du-declin-des-etat

    • C’est cela le nationalisme : faire miroiter un intérêt commun entre classes d’un pays contre une menace extérieure. Non pas fondamentalement critiquer le capitalisme, ni le remettre en question, mais seulement pointer la mondialisation.

      Si la bourgeoisie française, en cette période de crise, fait le choix du souverainisme, comme elle l’a déjà souvent fait par le passé, ce ne sera jamais que sous sa direction prédatrice.

      À moins que les travailleurs s’emparent du pouvoir et exproprient la classe capitaliste, être souverainiste sera toujours se mettre à la remorque de sa classe possédante.

      Cette gauche qui répand les idées mortelles de l’extrême droite ne vaut pas mieux qu’elle.

  • #écriture_inclusive La sécession des élites Christian Rioux

    Le jugement n’est pas anodin et passera peut-être à l’histoire. Le 11 mai dernier, un tribunal a décidé d’interdire l’utilisation de l’écriture dite « inclusive » dans les documents de l’Université de Grenoble. Le 16 juillet 2020, le conseil d’administration avait en effet décidé de rédiger les statuts de l’institution dans ce nouveau sabir idéologique qui fait fi de certaines des règles élémentaires de la langue française en multipliant les points médians et autres signes inconnus des grammaires.


    On pouvait notamment y lire que « le.la Directeur.trice du Service des Langues est élu.e pour 5 ans au scrutin secret. Il.elle est élu.e au premier tour à la majorité absolue des membres élu.e.s., aux tours suivants, il.elle est élu.e à la majorité relative. » Je vous épargne la suite.

    Le tribunal réagissait ainsi à la plainte déposée par un professeur agrégé d’anglais. Il estimait que ce texte enfreignait la Constitution puisque celle-ci stipule que « la langue de la République est le français ». À la surprise générale, les juges lui donnèrent raison au nom d’une jurisprudence selon laquelle les actes administratifs doivent répondre à un principe de « clarté et d’intelligibilité ». Tout document serait donc tenu d’avoir « un niveau de clarté propre à garantir son accessibilité immédiate ». La démocratie serait à ce prix.

    Dans son jugement, le tribunal s’appuie sur une déclaration de l’Académie française datée du 26 octobre 2017 qui affirme que « la multiplication des marques orthographiques et syntaxiques » de cette écriture « aboutit à une langue désunie, disparate dans son expression, créant une confusion qui confine à l’illisibilité ».

    Les Immortels ne croyaient pas si bien dire. Car au-delà du débat juridique et linguistique, ce jugement met en évidence ce que l’on pourrait désigner comme une forme de sécession de plus en plus manifeste des nouvelles élites intellectuelles et universitaires.

    En effet, les membres du conseil d’administration de l’Université de Grenoble n’ont pas décidé de proposer une réforme linguistique, de convaincre la majorité de leurs idées, d’envoyer un mémorandum au gouvernement ou à l’Académie française. Ils ont décidé d’écrire comme bon leur semble. Qu’on se le tienne pour dit !

    Peu importe que pratiquement personne n’écrive ainsi, que cette langue soit en réalité « excluante » puisqu’elle n’est enseignée nulle part et n’a ni grammaire ni règles connues de tous. Peu importe que, selon un sondage de l’Ifop réalisé en 2021, 63 % des Français en réprouvent l’usage et 42 % n’en aient même jamais entendu parler https://www.ifop.com/publication/notoriete-et-adhesion-aux-theses-de-la-pensee-woke-parmi-les-francais . Au nom de leurs bons sentiments et d’un féminisme dévoyé, ces élites se sont levées un beau matin et ont décidé que la langue commune que parlent plus de 300 millions de francophones dans le monde ne faisait plus leur affaire et qu’il fallait la changer. Comme si elle était leur propriété privée.

    Voilà bien ce qu’on appelle faire sécession. Si les néoféministes agissent ainsi, pourquoi chacun n’utiliserait-il pas demain ses propres règles linguistiques, qui au nom de l’écologie, qui au nom de l’antiracisme, qui au nom de la simplification de la grammaire ? Quant aux partisans de la paix universelle, ils pourraient écrire en espéranto — certains n’en sont d’ailleurs pas très loin. Quid alors de la langue commune ?

    Au-delà du délire inhérent à ce mode d’écriture abscons et totalement idéologique, l’exemple de l’Université de Grenoble illustre combien nos nouvelles élites « éclairées » vivent de plus en plus dans leur propre univers avec leurs propres références culturelles. Et donc, pourquoi pas leur propre langue ? C’est ce qu’avait décrit avant tout le monde l’historien et sociologue américain Christopher Lasch, décédé en 1994. Ce ne sont plus les masses, le prolétariat ou le peuple qui se révoltent, disait-il, mais les élites instruites, celles qui ont accès à l’université et inondent les médias, qui, au nom du Bien, ont décidé de faire sécession et d’en finir avec ce peuple qui serait de toute façon raciste, sexiste, pollueur et misogyne.

    Contrairement à la vieille bourgeoisie nationale qui s’était résolue à « faire nation », nos nouvelles élites mondialisées se sont « retirées de la vie en commun », a écrit Lasch. Elles ont plus en partage avec les classes favorisées qui vivent à des milliers de kilomètres de là qu’avec les gens qui font leur ménage et ramassent leurs poubelles. Ce séparatisme élitaire explique toute une série de phénomènes étranges qui, autrement, demeureraient incompréhensibles. Qu’on pense aux discours exaltés, irrationnels et parfois même antiscientifiques sur les minorités sexuelles, raciales ou ethniques. Des discours à ce point extrémistes qu’ils dépassent l’entendement de la majorité. Et empêchent donc de faire société.

    Quand on ne veut plus partager la langue du plus grand nombre, cela en dit long sur le degré de dissolution de la société. Récemment, deux professeurs de l’Université Lyon 2, convaincus de leur supériorité morale, n’ont pas hésité à imposer un examen de droit rédigé en sabir « inclusif ». On y trouvait des graphies comme « touz », « als », « appelae » et « reconnux ». À ceux qui s’estimaient lésés par un énoncé « illisible », l’université répliqua que la « liberté pédagogique » était sacrée. Le reste de l’humanité n’avait qu’à aller se rhabiller.

    #racisme #élites #sécession #révolte #racisme #exclusion #France #Grenoble #constitution #bobos #linguistique #discrimination ( de celles et ceux qui n’appartiennent pas à la #bourgeoisie )

    Source : https://www.ledevoir.com/opinion/chroniques/791787/chronique-la-secession-des-elites
     

  • L’Asie face à la #Chine
    https://laviedesidees.fr/L-Asie-face-a-la-Chine.html

    Souvenir des crimes du #Japon en Corée, éloignement culturel entre l’archipel et la péninsule, affairisme nationaliste des #élites : peu importe. L’important est de resserrer les rangs face à la Chine, dans une « alliance du thé au lait ». En #Corée_du_Sud, la rentrée universitaire se fait à la toute fin février. Elle est marquée par d’immenses beuveries, intensément ritualisées, qui ne manquent jamais de stupéfier les étrangers de passage. Les facultés privatisent des centres de loisirs ou des stations de ski. (...) #Essais

    / #International, Japon, Chine, #mémoire, élites, #Asie, #coopération_internationale, Corée du (...)

    https://laviedesidees.fr/IMG/docx/20230328_chine.docx
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