• L’attraction mexicaine

    Joani Hocquenghem

    https://lavoiedujaguar.net/L-attraction-mexicaine

    L’attraction mexicaine, l’incroyable Mexique, l’envers de la conquête : l’hospitalité hallucinée de l’empereur Moctezuma attribuant à l’émigrant le rang d’un dieu, elle n’apparaît pas à l’école.

    Cependant que Cortès et ses successeurs ratiboisent rapidement les Indes occidentales — on a quatorze ans et c’est le programme d’histoire au lycée —, en classe de français, le nouveau monde apparaît sur la route où Montaigne méditatif chemine vers Rouen, sous la forme d’un groupe de sauvages qui vont voir le roi Charles IX — ces émigrants-ci sont des échantillons exotiques, des roitelets de la France antarctique, comme on a appelé l’Amazonie. Montaigne note fiévreusement leur premier interview, leurs impressions de voyage, ce que nous leur inspirons, ce qu’ils nous inspirent : « ... quelqu’un en demanda leur avis, et voulut savoir d’eux ce qu’ils y avaient trouvé de plus admirable, ils répondirent trois choses, d’où j’ai perdu la troisième et en suis bien marri ; mais j’en ai encore deux en mémoire... »

    La première était que les Suisses de la garde, grands et forts, obéissent à un roi enfant au lieu qu’on choisisse entre eux le souverain, et la deuxième qu’il y ait chez nous des gens « gorgés de toutes sortes de commodités » sans que leurs « moitiés » (ainsi nomment-ils leur semblables) qui mendient à leur porte « ne les prissent à la gorge ou missent le feu à leurs maisons ». (...)

    #Mexique #Montaigne #Hugo #1968 #Artaud #Álvarez_Bravo #Diego_Rivera #Trotski #André_Breton #Godard #Clastres #Lowry #Traven #Chiapas #zapatisme

  • #Patrice_Lumumba: the most important assassination of the 20th century | Georges Nzongola-Ntalaja | Global development | The Guardian
    https://www.theguardian.com/global-development/poverty-matters/2011/jan/17/patrice-lumumba-50th-anniversary-assassination

    Patrice Lumumba, the first legally elected prime minister of the Democratic Republic of the Congo (DRC), was assassinated 50 years ago today, on 17 January, 1961. This heinous crime was a culmination of two inter-related assassination plots by American and Belgian governments, which used Congolese accomplices and a Belgian execution squad to carry out the deed.

    #afrique #rdc #résistance

    • Thomas Giefer, le grand réalisateur de films documentaires sur le mouvement ’68 en Allemagne a retrouvé l’un des membres belges du commado qui a assassiné Patrice Lumumba. En 1999 peu de temps avant sa mort celui-ci donne sa version des événements dans un film qui retrace les développements qui ont mené à la mort du premier ministre congolais. Dan le film Thomas Giefer parle aussi avec l’assassin de la CIA chargé de l’exécution.

      Oui, il y a des sous-titres !

      Patrice Lumumba - Mord im Kolonialstil (2000)
      https://www.youtube.com/watch?v=NOwPERiRyOw

      AGDOK - Mitglieder | Thomas Giefer | Film / Funk, Journalist | Vita
      http://member.agdok.de/de_DE/members_detail/8097/vita

      Thomas Giefer | DFFB
      https://dffb-archiv.de/dffb/thomas-giefer

      Thomas Giefer
      https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Giefer

      Harun Farocki Institut » Thomas Giefer
      https://www.harun-farocki-institut.org/en/tag/thomas-giefer-en

      Instructions on how to Pull off Police Helmets

      News from the archive : INSTRUCTIONS ON HOW TO PULL OFF POLICE HELMETS and UNTITLED OR : NIXON COMES TO BERLIN, both made in 1969.
      https://www.harun-farocki-institut.org/en/2017/11/30/november-2017-instructions-on-how-to-pull-off-police-helmets

      Farocki presumed the films to be lost. Surprisingly, they resurfaced just now, in November 2017. Thomas Giefer , dffb student of the year 1967 and one of the 18 students relegated in 1968, found them among the films he kept from the time.

      Here’s an image from INSTRUCTIONS ON HOW TO PULL OFF POLICE HELMETS, filmed from the Steenbeck by Giefer.

      Farocki about the film: »According to Fritz J. Raddatz, Rosa Luxemburg cried when she read Marx’s concept of value. I was just as disappointed by the Cine-Tracts made in May 1968 in Paris and shown shortly afterwards in Berlin.

      I must have been expecting something more like television news coverage; in much the same way, each crowd which saw our handbill films during those years was similarly disappointed. Because we didn’t make ‘real’ films, as my mother called them, it seemed to them that their cause wasn’t being acknowledged in suitably official form, something which workers’ films and Fassbinder were later to achieve.

      We made this spot during one of the many breaks in filming a somewhat reckless film about playgroups by Susanne Beyeler. Wolfgang Gremm stripped naked on a flat roof and played a policeman. We played on the anti-humanist provocation of showing, purely technically, how to fight a policeman, but didn’t go so far as to use an androgynous, long-haired actor – something which Gremm, the fattest and shortest-haired of us all, accepted with a grin.«

      #Congo #Kongo #film #histoire #Berlin #1968

  • Neue Gedenktafel erinnert an Attentat auf Rudi Dutschke - Im Westen Berlins - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/bezirke/im-westen-berlins/article213817905/Neue-Gedenktafel-erinnert-an-Attentat-auf-Rudi-Dutschke.html

    Am 11. April 1968 wurde Rudi Dutschke auf dem Kurfürstendamm niedergeschossen.
    17.09.2017, 08:41
    Philipp Siebert
    0

    Am 11. April 1968 wurde Rudi Dutschke auf dem Kurfürstendamm niedergeschossen. An prominenter Stelle erinnert jetzt eine zweite Gedenktafel an das Attentat. Von Philipp Siebert Zufrieden wirkte Gretchen Dutschke-Klotz am Sonnabendmittag vor dem Haus am Kurfürstendamm 141 in Halensee. „Ich finde es gut, dass man hier etwas darüber erfahren kann - das wird zu oft vergessen“, sagte sie. Kurz zuvor hat sie unter den Augen von rund 30 Zuschauern eine Gedenktafel für ihren verstorbenen Mann Rudi Dutschke enthüllt. Diese erinnert an das Attentat, das genau an dieser Stelle zu Ostern 1968 auf den Wortführer der Studentenbewegung verübt wurde und an dessen Folgen er elf Jahre später starb.
    Gretchen Dutschke Klotz (li.) hat die Gedenktafel gemeinsam mit Jürgen Karwelat von der Berliner Geschichtswerkstatt und BVV-Vorsteherin Annegret Hansen (SPD) enthüllt. Foto: Philipp Siebert
    Gretchen Dutschke Klotz (li.) hat die Gedenktafel gemeinsam mit Jürgen Karwelat von der Berliner Geschichtswerkstatt und BVV-Vorsteherin Annegret Hansen (SPD) enthüllt. Foto: Philipp Siebert

    Nach dreieinhalb Jahren Planung und Vorbereitung wurde die neue Gedenktafel an der Bushaltestelle Kurfürstendamm/Joachim-Friedrich-Straße angebracht. Sie weist auch auf eine Steintafel hin, die bereits 1990 etwa fünf Meter entfernt in den Boden eingelassen worden war. „Ziemlich genau an dieser Stelle wurde auch auf Dutschke geschossen“, sagte Jürgen Karwelat aus dem Vorstand der Berliner Geschichtswerkstatt, auf dessen Initiative diese neue Gedenktafel maßgeblich zurückgeht. Allerdings ist diese Tafel zwischen Bürgersteig und Parkplatz kaum sichtbar. „Wir haben uns deshalb heute auch hier versammelt, um einen Missstand zu beheben“ sagte Karwelat. Auf Beschluss der Wilmersdorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV), in der er damals für die Grünen saß, habe man die erste Tafel bewusst so unscheinbar gestaltet. Mehr habe man für nicht angemessen gehalten. Umso mehr freue er sich, dass nach dreieinhalb Jahren Arbeit in der Gedenktafelkommission der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf und mit Zustimmung der Wall AG, der die Bushaltestelle gehört, nun diese zweite Tafel angebracht wurde.
    Die alte Tafel von 1990 ist kaum sicht- und schlecht lesbar. „Attentat auf Rudi Dutschke - 11. April 1968. An den Spätfolgen der Schussverletzung starb Dutschke 1979. Die Studentenbewegung verlor eine ihrer herausragendsten Persönlichkeiten“, lautet die Inschrift. Foto: Philipp Siebert
    Die alte Tafel von 1990 ist kaum sicht- und schlecht lesbar. „Attentat auf Rudi Dutschke - 11. April 1968. An den Spätfolgen der Schussverletzung starb Dutschke 1979. Die Studentenbewegung verlor eine ihrer herausragendsten Persönlichkeiten“, lautet die Inschrift. Foto: Philipp Siebert

    Dutschkes Witwe Gretchen Dutschke-Klotz zieht dabei auch Verbindungen zur heutigen Zeit: „Nie wieder Nazis und mehr Demokratie - wir wollten ein Land, das sich vom bösen zum guten Deutschland wandelt“, beschreibt sie die Intentionen der Studentenbewegung. Ihr Mann habe dafür mit dem Leben bezahlen müssen. Aber dieses gute Deutschland sei jetzt wieder in Gefahr, ergänzt sie und zeigt auf einen wenige Meter entfernten Wahlkampfstand der AfD.
    Dutschke starb an Spätfolgen des Anschlags

    Rudi Dutschke galt als wichtigster Wortführer der Studentenbewegung Ende der Sechzigerjahre. Als er am 11. April 1968 zum SDS-Büro am Kurfürstendamm ging, hatte der arbeitslose Hilfsarbeiter Josef Bachmann dort bereits auf ihn gewartet. Nach einem kurzen Wortgefecht zog Bachmann eine Pistole und schoss dreimal aus nächster Nähe auf Dutschke. Zwei Kugeln trafen ihn in den Kopf. Dutschke erlitt lebensgefährliche Gehirnverletzungen, konnte aber im Krankenhaus gerettet werden. Lange war man davon ausgegangen, dass Bachmann ein rechtsextrem motivierter Einzeltäter gewesen sei. Erst später wurde bekannt, dass er bereits ab den frühen 60er-Jahren Verbindungen in die rechtsextreme Szene hatte, für die Dutschke ein Feindbild war.
    Die neue Gedenktafel ist hinter Glas an der Bushaltestelle angebracht. Foto: Philipp Siebert
    Die neue Gedenktafel ist hinter Glas an der Bushaltestelle angebracht. Foto: Philipp Siebert

    Bachmann wurde wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dutschke nahm brieflich Kontakt mit ihm auf, erklärte ihm, er habe keinen persönlichen Groll gegen ihn. Bachmann beging allerdings am 24. Februar 1970 im Gefängnis Selbstmord. Rudi Dutschke stark am 24. Dezember 1979 mit 39 Jahren im dänischen Aarhus an den Spätfolgen des Attentats. Nach einem epileptischen Anfall ertrank er in der Badewanne.

    #Berlin #Charlottenbiug #Kurfürstendamm #Kudamm_140 #Geschichte #1968

  • CGT et FO appellent les routiers à la grève à partir de dimanche soir AFP - 4 Décembre 2018 - Le figaro
    http://www.lefigaro.fr/social/2018/12/04/20011-20181204ARTFIG00378-transport-routier-cgt-et-fo-appellent-a-la-greve-

    Les fédérations CGT et FO du secteur du transport routier ont appelé à la grève à partir de dimanche soir 22h et pour une durée indéterminée afin de défendre le pouvoir d’achat, qualifiant de « miettes » les mesures annoncées mardi par le premier ministre.

    Les routiers pourraient eux aussi se lancer dans un mouvement de contestation. C’est du moins ce que souhaitent les fédérations CGT et FO qui ont appelé à la grève à partir de dimanche soir 22h et pour une durée indéterminée. En ligne de mire des deux syndicats figure le pouvoir d’achat. Mécontents des mesures annoncées mardi par le premier ministre, la CGT et FO les qualifient de « miettes ».

    Les deux syndicats sont par ailleurs mécontents d’une récente décision du Conseil d’État qui a annulé les dispositions d’un décret de 2016 fixant des majorations de 25% et 50% aux heures supplémentaires des chauffeurs routiers et réclament « une réunion en urgence » au ministère des Transports, dans un communiqué commun. « Ni le courrier reçu ce jour de Mme la ministre Élisabeth Borne, ni les explications du conseiller social du ministère, ne nous ont convaincu, bien au contraire ! », écrivent les deux syndicats de concert dans leur communiqué. « Nous sommes persuadés que depuis la décision du Conseil d’État, le verrou des heures supplémentaires majorées a sauté pour le transport routier de marchandises », ajoutent-ils.

    Le ministère des Transports a immédiatement réagi : « Les deux organisations syndicales concernées prennent un mauvais prétexte pour lancer un appel à une grève qui n’a aucune raison d’être », affirme-t-il dans un communiqué, alors que le gouvernement est englué dans le conflit des « gilets jaunes ».

    Une perte de « 300 à 1200 euros par mois »
    Depuis le rendu de cette décision, la CGT estime qu’elle « risque d’avoir des répercussions négatives sur (le) pouvoir d’achat » des routiers. Lundi, elle avait appelé à des journées d’actions à partir du 14 décembre. Elle a donc accéléré son calendrier.

    La décision du Conseil d’État, ramenant à 10% les majorations des heures supplémentaires des routiers, leur ferait « perdre entre 300 et 1200 euros par mois », avait déclaré lundi à l’AFP Patrice Clos, secrétaire général de FO Transports et Logistique.
    . . . . . .

    #Gilets_Jaunes #Transports #manu #mai68 #1968 #MouvementsSociaux #Mai1968 #MouvementSocial #anniversaire

  • Ce film, diffusé en coopération avec le CHS du XXe siècle, retrace l’histoire, la mémoire et la légende d’un mouvement subversif… qui a fini par être patrimonialisé par la société qu’il voulait renverser

    https://sms.hypotheses.org/13472

    #film, #situationnisme, #debord, #spectacle, #marchandisation, #patrimoine, #évolution, #histoire, #mémoire, #subversion, #subvertir, #symbole, #1968, #mai, #IS, #internationale_situationniste, #postérité, #légitimation

  • Mexico 68

    Joani Hocquenghem

    https://lavoiedujaguar.net/Mexico-68

    Vue de son premier gratte-ciel, la Torre Latinoamericana qui depuis 1953 la surplombe de ses 180 mètres, la ville est énorme déjà, gonflée par l’exode rural. Débordant du vieux centre colonial autour du zócalo, elle s’étire à perte de vue au long de ses deux axes presque perpendiculaires, le paseo de la Reforma et l’avenue Insurgentes.

    Au-delà d’une mince rangée de buildings, elle s’étale de tous côtés en constructions d’une hauteur rapidement décroissante, immeubles de quatre ou cinq étages, vecindades horizontales autour de cours fermées, puis au sud et à l’ouest en banlieues résidentielles, villas des quartiers de Polanco et de Las Lomas, espaces verts où les vastes casernes du Camp militaire numéro 1 font une tache plus sombre, et au nord et à l’est, au-delà des halles de la Merced et du pénitencier de Lecumberri, en masures, hangars et bidonvilles sous le ciel brouillé par les fumées des fonderies, usines à papier, cimenteries, centrales électriques et de l’énorme raffinerie du quartier d’Azcapotzalco. (...)

    #Mexique #1968 #Tlatelolco #massacre #Elena_Poniatowska

    • #viol #culture_du_viol #sexisme #violences_sexuelles #androcentrisme #misogynie #fraternité #haine

      L’historien remet en cause la réelle importance de Mai 68 du point de vue de la libération sexuelle. Il s’appuie sur les archives du COPES pour montrer que cette liberté existait déjà pour les garçons, y compris en matière de pratiques homosexuelles. Lorsqu’elles avaient lieu, ces dernières ne renvoyaient pas forcément à une identité d’homme « gay », n’impliquaient pas automatiquement que le garçon se considère comme un « homosexuel ». L’assignation à une norme hétérosexuel/homosexuel n’était à l’époque déjà pas incontournable (les travaux de Régis Révenin semblent en cela s’inscrire dans une vision très foucaldienne, cf. Histoire de la Sexualité de Michel Foucault).

      Révenin R., 2015, Une histoire des garçons et des filles. Amour, genre et sexualité dans la France d’après-guerre, Paris : Éditions vendémiaires, Paris.

      La construction d’une virilité « entre pairs » était en revanche la norme, virilité dont les preuves étaient à fournir aux autres garçons. Les archives étudiées par Régis Révenin montrent l’existence de viols collectifs et l’absence totale de culpabilité pour les uns, ainsi que le renversement de cette culpabilité du côté de ces filles, traitées de « salopes ». La « libération sexuelle » des années 1968 était presque un argument que les garçons utilisaient pour draguer et coucher. Tout en portant un regard extrêmement normatif sur les filles qui devaient être bonnes ménagères, fidèles (l’infidélité était une qualité virile), bonnes épouses en tous points de vue y compris au lit… Le regard porté par les hommes sur les femmes était réprobateur et s’inscrivait dans une assignation de genre binaire, les filles étaient pour eux soit maman, soit « putain ».

      C’est assez interessant pour comprendre ce que les hommes veulent dire avec le mot #amour

  • Time for a revolution: how the art of 1968 caught a world in turmoil | Culture | The Guardian

    https://www.theguardian.com/culture/2018/apr/30/time-for-a-riot-how-the-art-of-1968-caught-a-world-in-turmoil

    Photography: ‘The moment a country lost its sense of self’

    On 19 August #1968, Josef Koudelka returned to Czechoslovakia from Romania, where he had been living among and photographing Romany Gypsies. The following day, Soviet tanks appeared on the streets of Prague. For seven days, the 30-year-old Moravian-born photographer roamed the city with his East German Exakta Varex camera loaded with movie film, the only stock he could find at short notice.

  • OpenEdition Books - Dossier - 1968-2018 : cinquante ans de contestation
    https://books.openedition.org/1106
    En 1968, la plus grande révolte ouvrière et étudiante que la France ait connue prend pour cible toutes les formes de domination. Ce moment coïncide aussi avec une forte politisation internationale qui reflète l’importance des idéologies et des engagements pour les droits civiques, la décolonisation, le féminisme. La présente sélection de livres veut rendre compte de ce mouvement polymorphe et ses répercussions politiques, sociales, culturelles au cours des dernières décennies.
    #1968 #OpenEditions #mai68

  • #Daniel_Lindenberg, l’hétérodoxe
    https://www.mediapart.fr/journal/culture-idees/190118/daniel-lindenberg-l-heterodoxe

    Disparu le 12 janvier, l’historien des idées avait analysé la nouvelle configuration de la pensée conservatrice en 2002 dans Le Rappel à l’ordre : enquête sur les nouveaux réactionnaires. Originale, intranquille et indocile, son œuvre ne se réduit pas à cet ouvrage, comme l’explique Olivier Mongin, ancien directeur de la revue #Esprit, qui lui rend ici hommage.

    #Culture-Idées #1968 #neo-reactionnaires

  • 2018 - Nous organiser et mener la lutte de classe | Dernier éditorial de Lutte Ouvrière
    https://www.lutte-ouvriere.org/editoriaux/2018-nous-organiser-et-mener-la-lutte-de-classe-101812.html

    « La France est en marche », « la croissance est de retour », « les créations d’emploi ont redémarré », « soyez optimistes et faites-nous confiance » : voilà ce que nous chantent Macron et ses acolytes en cette nouvelle année.

    Quand on appartient au monde de la #bourgeoisie, des affairistes et des boursicoteurs, il y a de quoi voir l’avenir en rose. L’envolée des bourses en 2017 a fait gagner la bagatelle de 1000 milliards de dollars aux 500 plus grandes fortunes mondiales. Le patron de LVMH, Bernard Arnault, 6ème au classement, a vu son patrimoine s’accroître de 20 milliards d’euros l’année dernière. L’immobilier, le secteur bancaire et l’automobile battent record sur record, et leurs actionnaires sont comblés. Oui, aux sommets de la société, l’argent coule à flots et cela ouvre des perspectives à nombre de bourgeois, petits et moyens.

    Et tout ce monde sait pouvoir compter sur #Macron et ses délicatesses à l’égard des plus riches. Rien qu’avec la suppression de l’impôt sur la fortune, beaucoup ont encaissé des dizaines de milliers d’euros. #Pénicaud, la ministre du Travail, a ainsi économisé 62 000 €, mais pour certains, c’est bien plus. Cela aide à avoir confiance dans l’avenir !

    Mais quand on est ouvrier, employé, aide-soignante, cheminot ou encore retraité, il n’y a pas de quoi se réjouir.

    Il y a ceux qui, salariés à #Tupperware, #Vallourec ou #Gemalto, sont menacés dans leur emploi, car même prospères, tous les groupes continuent leur saignée en matière d’emploi. Les banques suppriment des milliers de postes en fermant des agences, au prétexte qu’elles sont moins fréquentées. Plusieurs groupes, dont #Pimkie et #PSA - qui dépassera deux milliards de bénéfices en 2017 -, ont annoncé vouloir recourir aux ruptures conventionnelles collectives pour faire partir plus vite et à moindre coût des milliers de travailleurs.

    Et qui peut croire que demain, le #patronat relâchera la pression sur les travailleurs et reviendra sur les sacrifices qu’il a imposés ces dernières années ? Le patronat ne renoncera pas, de son plein gré, à l’allongement du temps de travail, à l’augmentation de la charge de travail ou au blocage des salaires. Partout l’exploitation se renforce, et c’est précisément parce qu’elle se renforce que les groupes ont fait bondir leur taux de profit.

    Le gouvernement brandit les créations nettes d’emplois de 2017 pour preuve que la situation s’améliore pour les travailleurs. 269 000 emplois ont été créés pour cinq millions de femmes et d’hommes au chômage, et il faudrait s’en réjouir !

    Évidemment, ici ou là, le grand patronat peut avoir besoin d’embaucher. Le profit ne peut pas se produire sans travailleurs, et à force de supprimer des emplois et de pousser les anciens dehors, il faut bien que le patronat recrute un peu. Mais il le fera aux conditions qui se généralisent désormais, des emplois précaires et de plus en plus mal payés.

    Et ce n’est pas le gouvernement qui demandera au patronat d’augmenter les salaires. Lui-même étudie une remise en cause de l’indexation du smic car le coût du travail serait encore trop élevé.

    Mais, grand seigneur, le gouvernement a concocté un ersatz d’augmentation de salaire. En augmentant la CSG d’une main et en baissant de l’autre les cotisations salariales en proportion supérieure, le gouvernement va augmenter de quelques euros le salaire net.

    Comment réalise-t-il ce tour de magie ? En faisant payer les retraités, car eux subiront l’augmentation de la CSG sans compensation et paieront pour le manque à gagner dans les caisses de l’État. Autrement dit, Macron a inventé un nouveau type d’augmentation de salaire : l’augmentation payée par les retraités, c’est-à-dire par nos grands-parents ou nos parents ! 

    Même en supposant qu’un krach financier n’éclate pas dans les prochains mois et que la reprise économique se confirme, les travailleurs ne seront pas plus invités aux réjouissances demain qu’ils ne l’ont été hier.

    Tant que la bourgeoisie et ses valets politiques mènent la danse, ils poursuivront leur offensive anti-ouvrière et s’arrogeront les fruits du travail collectif. Pour que les choses changent, il faudra que les travailleurs s’attaquent au grand patronat.

    Il y a bientôt 50 ans, en mai-juin #1968, c’est la #grève_générale qui fit lâcher à De Gaulle une augmentation du smic de 35 %. En 1936, c’est la grève générale qui imposa la semaine de cinq jours, les congés payés et les conventions collectives à un patronat tremblant devant les occupations d’usines. Lutter collectivement, nous organiser : il n’existe pas d’autres moyens de changer notre sort.

  • 68, année idéale
    https://www.franceculture.fr/emissions/le-journal-des-idees/le-journal-des-idees-jeudi-4-janvier-2018

    On se souvient que, selon des confidences glanées par le quotidien L’Opinion (18 octobre 2017), il s’agissait pour lui – je cite – de « sortir du discours maussade sur ces événements qui ont contribué à la modernisation de la société française, dans un sens plus libéral ». Hegel disait qu’on voit l’Histoire avec les yeux qu’elle nous a donnés et si le jeune président qui n’a pas connu la « chienlit » voulait idéaliser cet héritage comme la matrice d’un libéralisme à la fois économique et sociétal, les historiens et les témoins de mai 68 pourraient bien l’amener à corriger sa vision.

    #joli_mois_de_mai #1968 #cinquantenaire #chienlit

  • Le Mai 68 des immigrés en France. Entretien avec Daniel A. Gordon

    A quoi ressemblait #1968 depuis le bidonville ? De la même façon : à quoi ressemblait le #bidonville pour les révoltés de 1968 ?

    Le #Mouvement_des_Travailleurs_Arabes joua

    un rôle déterminant en lançant la première grève de la faim des #sans-papiers en 1972-1973, qui amena à la #régularisation de 35 000 personnes. Étant donné la récurrence des mouvements de sans-papiers dans les périodes plus récentes, c’est là un exemple de la manière dont le MTA commença quelque chose qui dure toujours, même si l’organisation n’exista qu’entre 1972 et 1976.

    Le #MTA fut aussi

    fermement condamné par le #PCF et la #CGT pour ce que ces dernières organisations voyaient comme une « division de la classe ouvrière »...

    http://www.contretemps.eu/mai-68-immigres-france-gordon

    • George A. Romero s’efface derrière ses zombies

      Le réalisateur de « La Nuit des morts-vivants », qui a influencé toute la pop-culture, est mort le 16 juillet.

      Il y a peu de cinéastes dont on peut dire qu’ils ont révolutionné non seulement le cinéma, mais aussi la culture populaire dans son ensemble. George A. Romero fut de ceux-là, de ceux qui engendrèrent non seulement une figure cinématographique nouvelle, de ceux qui allaient bouleverser la manière même de faire un film d’action à Hollywood, mais aussi influencer une génération de créateurs de séries télévisées, de jeux vidéo, de bandes dessinées. George ­Andrew Romero est mort dimanche 16 juillet à Los Angeles, des suites d’un cancer du poumon.
      Né le 4 février 1940 à New York, George Romero effectue ses études à l’université de Pittsburgh (Pennsylvanie). Après avoir obtenu ses diplômes, il tourne des courts-métrages ainsi que des films publicitaires. Avec quelques amis, il crée une société de production et se lance dans la réalisation d’un long-métrage. Tout semble possible alors, même tourner, avec des copains, un film d’horreur en noir et blanc avec un budget minuscule – moins de 100 000 dollars, dit-on. C’est ainsi que naît La Nuit des morts-vivants, en 1968.

      Critique sociale

      L’époque est au bouillonnement idéologique, mais aussi au recul des censures. Elle offre des perspectives et permet un déchaînement graphique au cinéma. Romero déclarera bien plus tard, dans une interview au Monde : « Nous étions les enfants des années 1960. On vivait dans une ferme, comme une petite communauté. On se retrouvait tous les soirs, en discutant à perte de vue des perspectives de changements de la société, de la désintégration de la cellule familiale. Au départ, on voulait surtout faire un film très choquant, pousser le bouchon un peu plus loin, ne pas couper au moment où les gens se font dévorer par les monstres. On s’intéressait surtout à la manière d’être le plus effrayant. »

      Le scénario de La Nuit des morts-vivants, signé John Russo, imagine qu’une cause inconnue ­redonne vie aux morts et que ceux-ci, devenus des monstres anthropophages, se mettent à attaquer les vivants pour les dévorer, selon le principe d’une contagion sans frein. Le film décrit les efforts d’une poignée de survivants, réfugiés dans une maison isolée, pour repousser les assauts de ces créatures.

      Ce point de départ, proche des récits racontés dans les bandes dessinées d’horreur pour adolescents du type EC Comics, a été considéré par les détracteurs du film – mais aussi par les premiers spectateurs, sceptiques – comme un appauvrissement des mythes du cinéma fantastique. Le zombie romérien est en effet bien éloigné de ceux issus de la tradition vaudoue et déjà mis en images par Victor Halperin en 1932 (White Zombie), Jacques Tourneur en 1943 (Vaudou) ou John Gilling en 1965 (L’Invasion des morts-vivants), pour citer trois chefs-d’œuvre du genre. Son monstre à lui est dépourvu de toute aura romantique, bien loin de la mélancolie du vampire, du loup-garou ou de la créature de Frankenstein, nostalgiques ou avides d’une humanité perdue ou hors d’atteinte. C’est une silhouette sans conscience, guidée par un pur appétit, totalement absurde et irrémédiablement déterminée. Une créature insensible et quasi invincible (il faut lui détruire le cerveau pour empêcher sa progression). Truffé de scènes de terreur et d’action jamais vues (comment tuer ce qui est déjà mort ?), le film est aussi une tentative de critique sociale. Le goût américain pour la violence y est clairement mis en avant.
      La Nuit des morts-vivants remporte un succès immédiat, permettant à Romero de tourner ­ensuite d’autres films, qui ne ­rencontreront pourtant pas le succès : There’s Always Vanilla, en 1971, Season of the Witch, en 1972, The Crazies (où il reprend le principe de son premier long-métrage, remplaçant les morts-vivants par des personnes devenues folles à la suite d’une contamination mystérieuse), en 1973 ou Martin, curieux film de vampires, en 1978.

      Variations sur le zombie

      La même année, il reprend la figure du zombie avec Dawn of the Dead. Le film, tourné avec 500 000 dollars, en rapportera 500 millions. Il sera imité, copié, parodié dans le monde entier. En décrivant le combat de quelques personnages réfugiés dans un centre commercial pour se pro­téger des attaques des morts-vivants, Romero réalise non seulement un grand film d’action, mais surtout une œuvre critique radicale. La vie au sein de la ­société de consommation y est remise en question : celle-ci ne fait-elle pas des humains l’inverse exact des morts encore vivants, c’est-à-dire des vivants déjà morts ?

      https://www.youtube.com/watch?v=GyjhfoEW_Ik

      Le zombie deviendra une figure sur laquelle Romero va continuer de travailler, chaque nouvelle ­variation sur ce qui semble une mythologie assez pauvre étant pour lui une manière de parler de l’Amérique contemporaine. Le Jour des morts-vivants, en 1985, met en scène un conflit entre l’armée et les savants, entre la force et la science. Le Territoire des morts, en 2005, renvoie une image sombre de l’Amérique post-11-Septembre, rongée par les inégalités de classe. Diary of the Dead, en 2007, prend acte de la transformation d’une société ­devenue totalement transparente, quadrillée par l’hypercommunicabilité des réseaux sociaux. Enfin, Survival of the Dead, en 2008, ramène le spectateur aux sources du cinéma d’action hollywoodien, le western. Bien que recyclant perpétuellement le même thème, les films de Romero témoignent d’une inépuisable inventivité dans la mise en scène de l’action et de la violence.

      Métaphores de l’époque

      Le zombie, grâce à Romero, est ­devenu entre-temps une des figures les plus familières du divertissement contemporain. Le jeu ­vidéo Resident Evil ou la série The Walking Dead, par exemple, sont de purs dérivés des trouvailles de l’auteur de La Nuit des morts-vivants. Il serait injuste, pourtant, de réduire le cinéma de Romero à la seule figure du zombie. Il a aussi réalisé des films éloignés de ce thème, tel Knightriders, en 1981, qui raconte le périple d’une troupe de motards montant des spectacles au cœur de l’Amérique profonde, recréant les joutes médiévales. Une œuvre imprégnée de l’héritage de la contre-culture. Le sensible et terrifiant Incidents de parcours, en 1988, décrit la relation d’un jeune tétraplégique avec le singe capucin qu’il a adopté. Celui-ci, qui est censé l’assister, deviendra de plus en plus menaçant jusqu’à vouloir le tuer.
      Il est aujourd’hui généralement admis que le cinéma d’horreur américain des années 1970 et 1980 a constitué une étape essentielle de l’histoire d’Hollywood. L’épouvante y a été le moyen le plus frontal de faire non seulement progresser la technologie, mais surtout d’inventer figures et métaphores décrivant le monde contemporain. Le cinéma d’horreur a porté les armes d’une critique radicale de la société. Si toute une génération de réalisateurs talentueux a représenté ce mouvement, qui d’autre que George Romero l’a mieux incarné ?

    • Comment l’industrie du jeu vidéo a vampirisé l’œuvre de George Romero

      http://www.lemonde.fr/pixels/article/2017/07/17/comment-l-industrie-du-jeu-video-a-vampirise-l-uvre-de-george-romero_5161655

      George Romero, l’inventeur du film de zombies moderne, mort à l’âge de 77 ans, dimanche 16 juillet, a marqué de son empreinte l’imaginaire du jeu vidéo. De manière indirecte, en influençant certains de ses plus grands créateurs ; et de manière plus ambiguë, en y trouvant autant de raisons de rebondir au cinéma que de pester contre le vol de ses univers.


    • https://gonzomusic.fr/george-a-romero-mort-du-maitre-des-morts-vivants.html

      Lorsque l’on m’a proposé le script de « Land Of The Dead ( Le Territoire des Morts), le quatrième film de la saga des #morts-vivants, pour l’adapter en français en 2005, j’étais ultra-fier d’accomplir cette mission. Pour moi Romero était un, héros, un précurseur, le maitre incontesté de tous les #zombies. Inspiré par les #légendes_vaudoues, sa « Night of the Living Dead ( La Nuit des Morts-Vivants) » sort en #1968 sur les écrans. Immédiatement, ce film kitch devient une #légende_du_cinéma. Tourné pour la somme dérisoire de 120.000$- le film générera finalement plus de CINQUANTE MILLIONS de dollars -, joyeux bordel cinématographique bricolé, son film de #série_Z va non seulement traverser l’Histoire, mais servira également de mètre étalon à tant et tant de longs-métrages post-apocalyptiques, où les morts sortis de terre courent après les vivants pour les boulotter…suivis par toutes ces séries télé, de WALKING DEAD à Z NATION en passant par IZOMBIE. Romero inspirera également des générations de réalisateurs aussi inventifs que débrouillards, sachant si souvent nous faire rêver avec trois bouts de ficelle…humaine et un budget famélique, tous les Tobe Hooper et John Carpenter qui ont su si bien marcher dans ses pas, sans oublier également son brillant collègue italien Dario Argento. Son « Night of the Living Dead » inaugural n’était pas seulement polémique par ses bouffeurs de chair humaine aux yeux hagards, Romero avait aussi su aiguillonner positivement la société américaine des 60’s si figée, et en oeuvrant ainsi pour les droits civiques, « castant » un acteur black dans le rôle principal, juste avant l’assassinat de Martin Luther King.

      https://www.ecranlarge.com/films/news/993380-george-a-romero-le-papa-des-zombies-est-decede

    • Bon.
      Déjà, rapprocher les zombies de Romero du vaudou, c’est assez cocasse, mais affirmer que Night of the Living Dead est un film kitsch et « un joyeux bordel », « bricolé »...

      Je me passe très bien de ce genre de torchons putàclic et incultes.

    • Pour rendre hommage à George A. Romero, décédé le 16 juillet à l’âge de 77 ans, ARTE bouleverse sa grille des programmes et diffuse le premier et plus fameux film du cinéaste américain lundi 24 juillet à 23h45 : La Nuit des morts-vivants (Night of the Living Dead, 1968). Le film sera également disponible en télévision de rattrapage pendant sept jours sur #ARTE+7.

      http://www.arte.tv/fr/videos/002682-000-A/la-nuit-des-morts-vivants

      #George_A.Romero n’a pas inventé le cinéma « gore », il ne l’a pas non plus utilisé ou détourné de sa fonction primordiale – choquer le spectateur. Mais il est sans doute le premier à l’avoir pris cinématographiquement au sérieux, à dépasser le Grand-Guignol de fête foraine des films de Herschell Gordon Lewis, dans un souci inédit de réalisme et d’allégorie. On a beaucoup parlé de film séminal à propos de La Nuit des morts-vivants, même si Les Oiseaux et Psychose de Hitchcock ont eu une influence beaucoup plus grande et durable sur tout le cinéma de genre moderne. Mais c’est sans nul doute vrai du point de vue économique, puisque ce cauchemar en noir et blanc a sorti le #cinéma_gore fauché du ghetto des circuits d’exploitation régionaux pour inventer l’équation magique : film d’horreur + petit budget = rentabilité assurée et ventes dans le monde entier. Halloween, Evil Dead, Le Projet Blair Witch ou les récentes productions Blumhouse, pour ne citer que les exemples les plus célèbres, s’en souviendront. Sur le plan formel, Romero a raccroché l’horreur cinématographique et ses monstres archaïques, goules et vampires poussiéreux, au wagon des images télévisées traumatisantes sur la guerre du Vietnam, atrocités trop réelles diffusées en direct dans les foyers américains.

      http://www.arte.tv/sites/olivierpere/2017/07/21/nuit-morts-vivants-de-george-a-romero

  • Imaginäre Feldschlachten? „1968“ in Schweden und Westdeutschland | Zeithistorische Forschungen
    http://www.zeithistorische-forschungen.de/2-2005/id%3D4470

    Vergleicht man nun Westdeutschland mit den USA oder Frankreich, so werden die eingefahrenen Deutungsmuster von „Repression“ und „Befreiung“ sowie die Fixierung auf Politik, Gewalt und Theorieproduktion allerdings leicht verfestigt. Für Schweden dagegen kann man keine aufregenden theoretischen Diskussionen, keinen „Mai 68“ und noch nicht einmal wirkliche Gewalt feststellen. Gerade deshalb ist dieses Land ein ideales Vergleichsobjekt. Es lassen sich einerseits signifikante Ähnlichkeiten zu Westdeutschland herausarbeiten - sowohl was die Entwicklung der beiden Länder betrifft als auch die chronologische Koinzidenz bestimmter Ereignisse -, während andererseits deutliche Unterschiede vorhanden sind, was die Qualität der Ereignisse und Entwicklungen betrifft.

    Im Folgenden werde ich zunächst sehr knapp den wirtschaftlichen und sozialen Strukturwandel beider Länder nach 1945 und die entstehende teenage culture skizzieren (1.), dann ebenso knapp auf frühe Politisierungsprozesse eingehen (2.), um schließlich die 68er-Ereignisse in einem engeren Sinne samt ihrer „Nachgeschichte“ in den 1970er-Jahren ausführlicher in den Blick zu nehmen (3.). Abschließend wird zu begründen sein, warum die Entwicklung ähnlich und unterschiedlich zugleich verlief und welchen Stellenwert „1968“ für den gesellschaftlichen Wandel in beiden Ländern hatte (4.). Ich werde dabei das Schwergewicht auf Schweden legen und auf Wahrnehmungsprozesse, weil diese die Ereignisse entscheidend vorantrieben.

    #histoire #1968 #Allemagne #Suède

  • Studentenbewegung : « Aufmüpfig, rebellisch, links » | ZEIT Campus
    http://www.zeit.de/2016/28/studentenbewegung-1966-knut-nevermann/komplettansicht

    Pour Knut Nevermann l’année 1968 représente le début de la fin de la révolte des étudiants.

    Vor 50 Jahren brach in Deutschland die Studentenrevolte los. Ein Gespräch über die Ereignisse im Juni 1966 mit dem damaligen Berliner Asta-Vorsitzenden Knut Nevermann.

    Der Jurist Knut Nevermann, 72, war in den Jahren 1966/67 Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses (Asta) der Freien Universität Berlin. Später war er Staatssekretär für Wissenschaft in Sachsen und in Berlin.

    DIE ZEIT: Herr Nevermann, wollen Sie die Geschichte der Studentenbewegung neu schreiben? Bislang gilt 1968 als das Schlüsseljahr der Revolte.

    Knut Nevermann: Ich will einfach mit ein paar Mythen um „68“ aufräumen. 1968 fand der studentische und außerparlamentarische Protest sicher seinen Höhepunkt – aber auch sein Ende. Den eigentlichen Aufbruch markiert das Jahr 1966. Erstmals in der deutschen Geschichte zeigte sich in Berlin ein relevanter Teil der akademischen Jugend aufmüpfig, rebellisch, links.

    ZEIT: Sie waren dabei. Was geschah damals?

    Nevermann: Rund 3.000 Studenten setzen sich, das ist genau 50 Jahre her, in die Vorhalle des Henry-Ford-Baus der Freien Universität Berlin. Dort diskutieren sie neun Stunden lang über studentische Interessen, über den Protest gegen den Rektor, der ihnen die Nutzung von Räumen verboten hat, und über die „Demokratisierung aller gesellschaftlichen Bereiche“, wie es in der Abschlusserklärung heißt. Professoren und Assistenten diskutieren mit, sogar der Rektor erscheint für ein kurzes Statement. Es herrscht Hochspannung, die zu nicht enden wollendem Argumentieren führt.

    ZEIT: Ein Aufstand sieht aber anders aus.

    Nevermann: Nein, genau so sah eben der Aufstand aus. Sie müssen sich das vorstellen vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die noch durch die prüde Steifheit der Adenauer-Jahre geprägt ist: Erst mit 21 Jahren werden wir volljährig. Es gilt das rigide Sexualstrafrecht mit dem berühmten Kuppelei-Paragrafen, der es Zimmerwirtinnen verbietet, Pärchen die gemeinsame Übernachtung zu erlauben. Ohne Trauschein ist es schwer, die Pille zu bekommen. Als Studenten siezen wir uns.

    ZEIT: Herr Kommilitone?

    Nevermann: Ja: „Herr Kommilitone, könnte ich einmal einen Blick in Ihre Mitschriften von der letzten Vorlesung werfen? Ich war leider verhindert.“ Der Friseur verpasst uns meist einen kurzen sogenannten Fassonschnitt. Als Studentenvertreter trägt man selbstverständlich Schlips – auch auf Sit-ins und Teach-ins, also den Sitzblockaden und Diskussionsveranstaltungen an der FU.
    Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 28 vom 30.6.2016.
    Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 28 vom 30.6.2016. Die aktuelle ZEIT können Sie am Kiosk oder hier erwerben.

    ZEIT: Wie kam es zu der Protestaktion? Noch 1961 entwarf die Studie Student und Politik, an der auch der Philosoph Jürgen Habermas beteiligt war, das Bild der angepassten Studenten, die kein „Ferment politischer Unruhe“ darstellten.

    Nevermann: Wesentlich zur Politisierung beigetragen haben Regelverletzungen von Studenten, auf die sich die Berliner Massenmedien – Stichwort Springer-Presse – stürzten, womit sie die Stimmung weiter anheizten. Regelverletzungen gab es aber auch durch die „Obrigkeit“, das Rektorat etwa.

    ZEIT: Zum Beispiel? Studieren ohne Abitur? Studiengänge finden

    Nevermann: Im Februar 1966 verbietet der FU-Rektor Studenten die Nutzung eines Raumes der Universität für eine Vietnamdiskussion. Nach Protesten darf sie dann stattfinden, doch der Konflikt wirkt mobilisierend und führt anschließend 2500 Studenten zur ersten größeren Vietnamdemonstration. Hier folgt nun eine Regelverletzung vonseiten der Studenten: Die genehmigte Route wird verlassen, man steuert auf das Amerikahaus zu. Studenten werfen mehrere rohe Eier. In Berlin! Auf die Besatzungsmacht! Das Medienecho ist gewaltig. Vietnam als moralisches Thema ist gesetzt, die Studenten sind alarmiert. Der Streit um die Nutzung von Räumen geht weiter. Hinzu kommt, dass die Universitätsleitung Studenten nur noch befristet zulassen will. Wer zu lange studiert, dem droht die Zwangsexmatrikulation. Der Protest der Studenten reißt nicht ab. Mit uns tritt die erste Nachkriegsgeneration in die politische Arena.

    ZEIT: Welche Rolle spielten Sie dabei?

    Nevermann: Ich war, als 22-Jähriger, gerade zum Asta-Vorsitzenden gewählt worden und stand dem Sozialdemokratischen Hochschulbund nahe. Mitte Juni spitzte sich die Lage zu. Auf der Immatrikulationsfeier hielt ich eine Rede, in der ich die Raumverbote und die geplanten Zwangsexmatrikulationen kritisierte. Man kann sich das heute gar nicht mehr vorstellen, aber damals war es üblich, dass der Asta-Vorsitzende vorab seine Rede dem Rektor zur Kenntnis gab. Als Zeichen der Missbilligung ziehen die Professoren des Akademischen Senats nicht wie üblich feierlich mit Talar in den Saal, und der Rektor kritisiert meine Rede. Doch sie wird mit viel Beifall seitens der Studenten bedacht. Das ist neu; bis dahin galt der Beifall immer dem Rektor. Vier Tage später folgt das Sit-in im Henry-Ford-Bau.

    1968 ist ein Jahr des Scheiterns

    ZEIT: Teach-in, Sit-in, das sind Protestformen nach dem Vorbild der amerikanischen Bürgerrechts- und Studentenbewegung.

    Nevermann: Es war ein kultureller Wetterwechsel zu spüren, der aus den USA kam. An den US-Universitäten verband sich der Protest gegen den Vietnamkrieg mit der Hippiebewegung. Protestsongs von Joan Baez und Bob Dylan wurden populär.

    ZEIT: Oft wird „68“ als Aufstand gegen die Naziväter bezeichnet.

    Nevermann: Das kam in Deutschland dazu. Es gab dieses Schweigen der Väter oder den Streit über die Vergangenheit in vielen Familien. Mehr und mehr stellte sich heraus, welch üble Rolle viele ehrwürdige Ordinarien in der Nazizeit gespielt hatten.

    ZEIT: Die Studentenbewegung gewann nach 1966 an Fahrt. Ostern 1968 kam es in Berlin und im übrigen Westdeutschland zu massiven Aktionen gegen den Springer-Verlag, in Paris wurden die Studenten im Mai militanter, es gab gar einen Generalstreik, Studenten und Arbeiter verbündeten sich. Spricht nicht doch vieles für 1968 als das entscheidende Jahr der Revolte?

    Nevermann: Nein. Ende Mai war in Paris schon wieder alles vorbei, was auch in Berlin zur Desillusionierung führte. Zudem folgte der Schock aus Prag: Sowjetische Panzer beendeten brutal den Prager Frühling und damit die Hoffnung auf einen real existierenden Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Paris war gescheitert, Prag war gescheitert. Die Protestbewegung in Berlin war gescheitert, zersplittert, zerstritten. 1968 ist am Ende das Jahr des Scheiterns, nicht das Jahr des Aufbruchs.

    ZEIT: Aber ein irrlichternder Ausläufer dieser Zeit hielt die Bundesrepublik weiterhin in Atem: der Terrorismus der Baader-Meinhof-Gruppe.

    Nevermann: Die haben Tod, Angst und Schrecken verbreitet. Aber sie waren ja nur ein Rinnsal, das aus dem Strom der Studentenbewegung hervorgegangen ist. Dass sie bedeutende Erben dieser Bewegung waren, ist ein Mythos. Er wird dadurch genährt, dass sich diese Terrorerzählungen besser publizistisch vermarkten lassen als differenzierte Analysen zur Veränderung der politischen Kultur.

    ZEIT: Wer sind denn die Haupterben der Studentenbewegung?

    Nevermann: Jene Studenten, die sich selbst verändert haben, die politisches Bewusstsein entwickelt haben, die ihre private Lebensweise durcheinandergewirbelt haben. Das ist die überwältigende Mehrheit der damaligen Studierenden. Dazu kommen noch viele Lehrlinge. Sie alle haben das politische und gesellschaftliche Klima im Land verändert. Sie haben in Massen den langen Marsch durch die Institutionen angetreten.

    ZEIT: Haben sie das Land nach links gerückt?

    Nevermann: Nicht unbedingt. Die Erneuerung hat ja alle politischen Lager erfasst. Es ist auch ein Mythos, dass der SDS, der Sozialistische Deutsche Studentenbund, allein die Bewegung geführt hat. Es war eine plurale Bewegung. Ein Beispiel: Der Veranstalter der Vietnamdiskussion, dem der FU-Rektor 1966 die Raumnutzung verbot, war der RCDS, der Studentenverband der CDU, gemeinsam mit liberalen und linken Studentenverbänden.

    ZEIT: Was ist das wichtigste Verdienst der Studentenbewegung?

    Nevermann: Dass Autoritäten hinterfragt werden. Dass viele auch vor Fürstenthronen Mut zeigen. Die Erkenntnis, dass Politik wichtig ist.

    ZEIT: Und was ist schiefgelaufen?

    Nevermann: Die Verlotterung zwischenmenschlicher Umgangsformen. Die unverantwortliche Gewaltbereitschaft. Die Schmierereien in Zügen und an Häusern. Wir sind sozusagen auf der Suche nach dem verlorenen Über-Ich.

    Knut Nevermann
    https://de.wikipedia.org/wiki/Knut_Nevermann

    #révolte #Allemagne #1968

  • Voilà. Plutôt que de regarder état des lieux, il faut regarder ça


    A bientôt j’espère, Chris Marker, 1968
    Au cas où vous ne le sachiez pas. Chris Marker profite de la grève de la rhodia de Besançon fait en 67 pour filmer les ouvriers. Il fait ce film qui d’ailleurs est considéré, à tort, comme un monument du documentaire militant. Ensuite il le montre aux ouvriers et il enregistre les débats. Ces derniers trouvent que dans ce film le réalisateur se prend un peu pour un touriste qui les trouve si merveilleux ces ouvriers qui luttent. Alors il leur dit « un cinéma militant ne sera que l’oeuvre des ouvriers eux-mêmes ». C’est ainsi que naissent les groupes medvetkine. Leur premier film « classe de lutte », lui, est un vrai film merveilleux, militant, collectif, féministe, qui déchire.
    https://www.youtube.com/watch?v=VVWBRpT-hRI

    #critique_a_2_balles #a_bientôt_j'espère #chris_marker #1968 #groupe_medvetkine #cinema_militant