• Das Firmengeflecht der FDP - Liberales Bildungs-Business - Politik - Süddeutsche.de
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    Der FDP-nahe Universum-Verlag betreut die Webseiten der Liberalen und druckt Schulbücher. Er hat eine merkwürdige Art entwickelt, sich Aufträge zu beschaffen.

    0. März 2010, von Thorsten Denkler - Es ist ein Heft, dessen Titel sich wunderbar in den liberalen Wertekosmos einfügt: „Traumberuf Chef“. Schließlich sind freies Unternehmertum und Marktwirtschaft Schlüsselbegriffe im Jargon der FDP.

    So wundert es nicht, dass die Liberalen im Thüringer Landtag am 16. März einen Antrag stellen, wie mit Hilfe dieses Heftes künftig Thüringer Schülerinnen und Schüler in die Geheimnisse des Kapitalismus eingeführt werden sollen. Die Landtagsfraktion fordert mit Drucksache 5/620 die schwarz-rote Landesregierung auf, das „Lehrmaterial ’Traumberuf Chef’ in den Lehrplan der Thüringer Schulen zu integrieren“.

    Die Fraktion verweist zudem stolz darauf, dass das Heft vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie „initiiert“ worden sei. Dessen Chef ist seit vergangenem Herbst FDP-Mann Rainer Brüderle. Auch den Liberalen in Thüringen dürfte inzwischen aufgefallen sein, dass hinter dem Heft ein FDP-nahes Verlagskonglomerat steht.

    Der ursprünglich in Berlin gegründete Universum-Verlag residiert inzwischen in Wiesbaden, unterhält aber noch eine Berliner Repräsentanz und gehört zu 50 Prozent der FDP.

    Der Verlag hat sechs Tochterunternehmen sowie je eine Dependance in der Schweiz und in Polen. Im Jahr 2008 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 80 Mitarbeitern knapp 11,5 Millionen Euro Umsatz.

    Viele Aufträge an den Verlag kommen direkt von der FDP. Wenn die Partei ihre Homepage oder das „Portal-Liberal“ erneuert, dann übernimmt das der Universum-Verlag. Wenn die Liberalen neue Broschüren oder Infoblätter benötigen, dann druckt sie der Universum-Verlag. Auch die persönliche Homepage von FDP-Chef und Außenminister Guido Westerwelle wird von einer Tochter des Universum-Verlags betreut.

    Der Verlag druckt nicht nur, er steht auch redaktionell für die liberale Sache ein: So landet eine E-Mail, die sich an die Redaktion des gemeinsamen Internetportals von Bundespartei, FDP-Bundestagsfraktion und FDP-naher Friedrich-Naumann-Stiftung wendet, bei der „Universum Kommunikation und Medien AG“, ansässig in der Reinhardtstraße 16 in Berlin-Mitte.

    Unter der Adresse Reinhardtstraße 14 firmiert die FDP-Parteizentrale im Thomas-Dehler-Haus. Die Wege in die Schaltzentrale der Macht sind kurz.

    Der Universum-Verlag und das Land Hessen
    Anfang März geriet die FDP in Hessen in die Kritik, weil der liberale Justizminister und Landesparteichef Jörg-Uwe Hahn ohne jede Ausschreibung die Wiesbadener Agentur Cicero beauftragt hatte, für das Ministerium für ein Honorar in Höhe von 13.000 Euro eine „Integrationskonferenz“ vorzubereiten. Cicero ist eine 95-Prozent-Tochter des Universum-Verlags.

    Für den Landtag erstellte das Druckhaus Schülerbroschüren und Lehrmaterial. Kosten: 120.000 Euro. Auch diese Vergabe wurde ohne Ausschreibung erteilt, der verantwortliche Landtagsdirektor ist ein FDP-Mann. Aus dem Universum-Verlag heißt es, eine Ausschreibung sei deshalb nicht nötig gewesen, weil es sich um einen Folgeauftrag gehandelt habe.

    Die Beispiele zeigen, wie eng der Verlag und die Institutionen im schwarz-gelb geführten Hessen miteinander verflochten sind.

    Auftrag aus dem Wirtschaftsministerium
    Jetzt steht das Bundeswirtschaftsministerium unter Verdacht, dem FDP-Unternehmen öffentliche Aufträge zuzuschanzen. Eine Sprecherin bestreitet jedoch, dass Minister Brüderle etwas damit zu tun haben könnte. Der Auftrag für das Heft „Traumberuf Chef“ sei bereits im Juli 2009 erteilt worden, also noch zu Zeiten, als der Wirtschaftsminister von der CSU gestellt wurde und Karl-Theodor zu Guttenberg hieß.

    Für das Projekt hat das Ministerium etwa 50.000 Euro bereitgestellt. Dabei wurde das Ministerium von der Agentur Flaskamp betreut, die den Universum-Verlag in Eigenregie mit der Umsetzung beauftragte. Mit im Boot war damit auch die Universum-Tochter Cicero.

    Offizieller Kooperationspartner des Wirtschaftsministeriums ist aber nach wie vor der Verein „Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung“. Die Organisation ist anerkannt und gilt als überparteilicher Partner im Bereich der Jugendbildungsarbeit. Die ehrenamtlichen Vorstände des Vereins haben sehr unterschiedliche fachliche Hintergründe, viele sind leitende Beamte aus Schulministerien der Länder.

    „Sein Golfschlag wird gefürchtet“
    Ein wichtiger Mann im angeblich so überparteilichen Verein ist Schatzmeister Siegfried Pabst. Er ist auch ehemaliger Leiter der politischen Abteilung der FDP. Und er kennt sich mit Geld aus: Im Wahlkampf 2005 sammelte Pabst als damaliger Leiter des Bürgerfonds der FDP Spenden für seine Partei.

    Im von der Bundes-FDP herausgegebenen Magazin Elde wird er als zugehörig zum „liberalen Urgestein“ beschrieben, sein Golfschlag werde „gefürchtet“. Er wisse, dass „viele Parteifreunde an einem guten Glas Wein und einer exquisiten Zigarre interessiert sind“. Pabst hat den 1930 gegründeten Universum-Verlag 1997 übernommen.

    Geschäftsführer des Vereins Jugend und Bildung ist Michael Jäger. Er wiederum ist zugleich Leiter des „Geschäftsbereichs Jugend und Bildung“ im Universum-Verlag in Wiesbaden. Der Internetauftritt des Vereins wurde programmiert von der „Universum Online GmbH“.

    Ein Verein als anerkanntes Aushängeschild
    Der FDP-nahe Verlag hat mit dem Verein eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die sich als äußerst lukrativ für den Verlag erwiesen haben dürfte. Denn der Verein fungiert bei der Auftragsbeschaffung des Universum-Verlags als fachlich anerkanntes Aushängeschild.

    So ist etwa auf der Kölner Bildungsmesse Didacta nicht der Universum-Verlag, sondern die „Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung“ vertreten, um Kooperationspartner für Bildungsprojekte zu gewinnen. Zwar kann der Verein Aufträge, die sich aus solchen Kooperationen ergeben, auch an andere Bildungs-Verlage vergeben. De facto ist das in den vergangenen Jahren allerdings nicht geschehen, bestätigt Michael Jäger auf telefonische Nachfrage.

    Der Verein und der Verlag haben überdies eine gemeinsame „Stiftung Bildung und Jugend“ gegründet: Vizepräsident ist FDP-Mann Siegfried Pabst, Geschäftsführer Michael Jäger.

    Jäger, der nach eigenen Angaben nicht FDP-Mitglied ist, hat dennoch kein Problem damit, für Verein und Verlag gleichzeitig in leitender Position tätig zu sein. Im Gegenteil: Aus Sicht des Vereins-Geschäftsführers würde er ohnehin „dazu raten, mit dem Universum-Verlag zusammenzuarbeiten“.

    Jäger weist auf Nachfrage von sueddeutsche.de auch jeden Vorwurf zurück, der Verlag stehe FDP-geführten Häusern zu nahe. Er könne sich - von der aktuelle Kooperation mit dem Brüderle-Ministerium abgesehen - an kein gemeinsames Projekt mit einem FDP-geführten Ministerium erinnern, sagt er, weder auf Landes-, noch auf Bundesebene. Vielmehr habe der Verlag mit vielen einst SPD-geführten Ministerien zusammengearbeitet wie etwa dem Finanz- oder dem Verteidigungsministerium zur Zeit der großen Koalition.

    Nicht ganz zufrieden mit dem Konstrukt scheint jedoch Eva-Maria Kabisch zu sein, die Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung“. Kabisch ist parteilos und genießt über alle Parteigrenzen hinweg einen exzellenten Ruf als Bildungsfachfrau. Bis 2004 hat sie als hohe Beamtin beim Berliner Bildungssenator das Land unter anderem in der Kultusministerkonferenz vertreten.

    Kabisch will über den Universum-Verlag kein schlechtes Wort verlieren. Die Zusammenarbeit sei „ordentlich“ und immer „vertrauensvoll“ gewesen. Dennoch hat sie als Vereinsvorsitzende jetzt eine interne Diskussion über die personelle und geschäftliche Verflechtung ihrer Arbeitsgemeinschaft mit der FDP angemahnt.

    Sie habe immer Wert darauf gelegt, unabhängig zu ein, sagt Kabisch zu sueddeutsche.de. Der Universum-Verlag habe immer „gute Arbeit geleistet“. Doch dann schiebt sie einen Satz hinterher, der auch als Drohung an die FDP und ihr kleines Verlagsimperium verstanden werden kann: „Ich will mich nicht instrumentalisieren lassen.“

    #Allemagne #politique #affaires #business #FDP #libéraux

  • Et les gagnants de l’EuroMillions sont… Jonathan Lefèvre - 9 Septembre 2019 - Investigaction

    Du #Kazakhgate, à la loi sur la transaction pénale, pointé par l’ONU pour la gestion des fonds libyes, le nom de Didier Reynders (MR) figure dans les grands scandales de la politique belge de ces dernières années. Mais si son nom a fait la Une ce week-end, c’est parce que la nouvelle fonction de l’ancien ministre des Affaires étrangères et de la Défense est devenue connue : il va devenir commissaire européen à la Justice.

    Charles Michel, membre du même parti et Premier ministre, a lui aussi reçu sa « récompense » européenne. Après avoir détricoté nos services publics, attaqué les régimes de retraite et géré avec des séparatistes, l’homme politique libéral est récompensé par le poste de présidence du Conseil européen. Michel et Reynders ne sont pas les seuls à avoir reçu une promotion très rémunératrice...

    Christine Lagarde, business Europe
    Cette ancienne femme d’affaires (elle a passé plus de 25 ans dans le cabinet d’avocats d’affaires américain Baker & McKenzie dont elle prendra la direction) a débuté en politique en étant nommée ministre déléguée au Commerce extérieur en 2005 sous la présidence de Jacques Chirac (UMP, droite). Nicolas Sarkozy la conserve une fois arrivé au pouvoir. Après un passage à l’Agriculture, elle prend la tête du ministère de l’Économie. Un sujet qu’elle maîtrise bien. Comme le prouve cette analyse qu’elle faisait en décembre 2007, en pleine crise des « subprimes  »  : « Il est largement excessif de conclure que nous sommes à la veille d’une grande crise économique  »…

    C’est sans doute ce don de voyance qui convainc le Fond monétaire international (FMI) de la nommer directrice générale en 2011. Cette fonction va lui permettre d’appliquer l’austérité à un niveau supérieur et surtout de faire souffrir le peuple grec.

    Alors qu’elle est déjà au #FMI, une affaire datant de son passage au ministère de l’Économie refait surface. L’État français avait déboursé 403 millions d’euros à (l’homme d’affaires maffieux) #bernard _tapie dans le cadre de l’arbitrage d’une affaire d’escroquerie, de faillite frauduleuse et de détournement d’argent public. Christine Lagarde, soupçonnée de « complicité de faux  » et « complicité de détournement de biens publics  » s’en sortira finalement en étant déclarée coupable de « négligence  »…

    L’ex-femme d’affaires est maintenant à la tête de la Banque centrale européenne ( #BCE ). Un organisme qui, avec le… FMI et la #commission_européenne, forme la #Troïka, qui a fait exploser la #pauvreté du peuple grec, a cassé les services publics, s’est attaqué au patrimoine, a mis à la rue des milliers de pensionnés, etc.

    David Sassoli, casseur du rail
    Ancien journaliste, le #social-démocrate David Sassoli est, comme Christine Lagarde, venu assez tardivement en politique. Élu en 2009 au Parlement européen, il a été choisi par une majorité de ses collègues pour présider celui-ci jusqu’en 2022. L’ancien présentateur du JT de la RAI (chaîne publique italienne) a obtenu ce poste après avoir assuré la vice-présidence lors de la mandature précédente. Présenté comme un « facilitateur  » par ses pairs, il peut compter sur le soutien du #PPE, groupe des conservateurs européens. Preuve que ce membre du Parti démocrate (PD, centre gauche) séduit aussi la droite. Et pour cause. Il se présente lui-même comme le père de « la plus importante réforme ferroviaire de l’Union européenne – la loi européenne Sassoli-Dijksma – qui a été adoptée en 2017 après trois années de négociations compliquées  ». Cette réforme est en effet importante. Sassoli était le « rapporteur  » du « 4ème paquet ferroviaire  » de l’Union européenne. En tant que « rapporteur  », son job était de faire la médiation entre les différentes instances européennes (Parlement, Commission, etc.), en proposant des amendements afin de faire voter la réforme qui grave dans le marbre la #libéralisation du #rail.

    Si, avant ce paquet, le transport ferroviaire était du ressort du secteur public, et que des aménagements pouvaient être envisagés pour la participation du privé, après le vote la logique est inversée  : le rail est maintenant dans les mains du privé et les États doivent se battre pour garder une main dessus. C’est de cela que se vante le « beau gosse de la gauche  », comme il est surnommé par la presse italienne. « Beau gosse  » peut-être, « de la gauche  » sûrement pas.

    Josep Borrell, délinquant en col blanc
    Le nouveau chef de la #diplomatie européenne, le social-démocrate espagnol Josep Borrell, est loin d’être un nouveau-venu en politique. Il a déjà occupé le poste de Président du Parlement européen, et est passé du ministère des Affaires étrangères espagnoles au poste de « Haut représentant de l’Union pour les affaires étrangères et la politique de sécurité  » (un intitulé plus compliqué que « ministre européen des Affaires étrangères  »). Élu député pour la première fois en 1986, il n’a plus quitté les cénacles politiques depuis, que ce soit à l’échelle locale, nationale ou européenne. A l’exception d’un petit détour par le Conseil d’administration d’un groupe énergétique, #Abengoa. Le temps de se faire condamner pour délit d’initié (il avait vendu des actions de la société un peu avant qu’elle ne dépose le bilan…) l’année dernière. Après avoir réglé l’amende de 30 000 euros, le voici donc de retour dans les hautes sphères institutionnelles européennes.

    Celui qui s’était déplacé en France pour convaincre les membres du #PS français de voter pour le Traité constitutionnel européen (qui, malgré ce soutien des socialistes, a été refusé par le peuple français avant d’être imposé par le gouvernement deux ans plus tard…), s’est fait connaître en 2012 pour des propos que n’aurait pas renié Donald Trump. Lors d’une conférence à l’université de Madrid, il a évoqué l’indépendance des États-Unis en ces termes  : « Tout ce que les Américains avaient à faire était de tuer quatre Indiens mais à part ça, c’était vraiment facile  »… Ou comment nier un génocide en une phrase. La diplomatie européenne a de beaux jours devant elle.

    Ursula von der Leyen, ministre de la Guerre
    L’ancienne ministre de la Défense allemande est née en Belgique. Normal vu que son père a occupé de hauts postes à la #CEE (Communauté économique européenne, ancêtre de l’Union). Ursula von der Leyen est la candidate proposée (imposée  ?) par le couple Macron-Merkel. Elle réussit à faire l’unanimité entre une partie du groupe social-démocrate et… l’extrême droite. Le président hongrois Viktor Orban était d’ailleurs fier de cette arrivée à laquelle il a activement contribué.

    Sa vision de la « Défense  » allemande ? L’ingérence. Elle n’a eu de cesse de promouvoir les interventions extérieures lors de son passage au ministère. Lors de son discours devant le Parlement européen, elle a regretté le manque d’argent public pour réussir la transition écologique. Avant de demander… plus d’argent pour la guerre et l’Otan… Bref, sa vision très offensive de la Défense risque de renforcer plus encore l’évolution guerrière d’une Europe qui se dote de drones de combat et met sur pied une armée européenne.

    Et ce n’est pas sa gestion de l’ #argent_public qui va réjouir les travailleurs du continent. Elle est sous le coup d’une commission d’enquête parlementaire dans son pays pour avoir eu (un peu trop) recours à des consultants privés pour plus de 200 millions d’euros lorsqu’elle était ministre de la Défense…

    #ue #union_européenne #commissaire #business #corruption #mafia #casseurs #violences #affaires #didier_reynders #charles_michel #christine_lagarde #josep_borrell #ursula_von_der_leyen
    Source : https://www.solidaire.org/articles/et-les-gagnants-de-l-euromillions-sont

  • What I Learned from Jeff Bezos After Reading Every Amazon Shareholder Letter
    https://getpocket.com/explore/item/what-i-learned-from-jeff-bezos-after-reading-every-amazon-shareholder-let

    It was always about the long term.

    In every Amazon annual report, Jeff Bezos publishes a shareholder letter where he provides a broad overview of the company’s operations throughout the year. His letters are incredibly thought-provoking and are a must-read for anyone working in tech or interested in business. Bezos knows how to communicate with Wall Street and is both clear and concise in his writing. Recently, I discovered a link that included the complete set of these letters (from 1997 to 2016) in one handy PDF. Here are a few of my key takeaways from reading through it.
    It’s all about the long-term…

    In his 1997 shareholder letter, Jeff Bezos issued a manifesto “It’s all about the long-term” where he laid out his approach to business and to running Amazon. He pledged that decisions would be made with a long-term lens and with a focus on market leadership. This manifesto has been included in every single shareholder letter for the last 20 years! After reading these letters, it is clear that the fundamentals of how Amazon does business remain the same. Talk about commitment and consistency.

    A focus on the long-term is important for several reasons. First, for a company that drives growth through innovation, a long-term approach allows for experimentation and an acceptance of short-term failures. “Failure comes part and parcel with innovation. It is not an option.” A lot of Amazon’s growth has been driven by AWS, Marketplace, and Prime. Each of these offerings was a bold bet at first, with many skeptics. In Bezos’ 2014 letter, he noted that sensible people “worried (often!)” that these initiatives could not work. Bezos believed in his vision and stayed heads down.

    “If you’re going to invent, it means you’re going to experiment, so you have to think long term”

    Second, having a long-term orientation reduces the impact of stock price fluctuations on decision-making. In 2000, the company’s shares were down 80%. It would be natural to become reactive in this situation. Bezos, however, made decisions to build a “heavier company” against the vision that 15% of commerce eventually would move online (he made this statement in 2000 when e-commerce was less than 1% of total retail sales). Even though the stock had dropped dramatically, Bezos felt Amazon was better positioned than it was the year prior and marched forward with the same strategy.

    “In the short-term, the stock market is a voting machine; in the long-term it’s a weighing machine” — Benjamin Graham

    Third, when you are long-term oriented it aligns customer and shareholder interests. In the short term, this is not always the case. Some skeptics have criticized Amazon for being a “charitable organization being run by the investment community… for the benefit of consumers.” Bezos argues that long-term thinking “squares the circle” and that proactively delighting customers creates trust and more business.

    “Proactively delighting customers earns trust, which earns more business from those customers, even in new business arenas. Take a long-term view, and the interests of customers and shareholders align.”

    Customer centricity as a north star

    There are many different ways to structure a business: competitor-focused, product-focused, technology-focused, business model-focused, or customer-focused. From the outset, Amazon’s goal was to build the world’s most customer-centric company. Bezos would constantly remind employees to wake up every morning terrified… not of the competition, but of Amazon’s own customers. Customers are fickle; they are loyal to a company until a competitor offers a better service. Amazon designed its core value proposition around keeping customers happy by constantly offering more selection, better convenience, and lower prices.

    Jeff Bezos’ napkin sketch outlining Amazon’s strategy

    A low-cost structure leads to lower prices, which combined with a large range of products leads to a better customer experience. These happy customers return to purchase more items on Amazon sites, driving traffic and attracting more third-party sellers. This leads to more selection, which further contributes to a better customer experience.

    Amazon’s energy internally comes from its desire to impress its customers. This means reinventing normal and delivering products before customers even know they want them. Some companies may rely on customer surveys and market research to understand their users. This is especially dangerous when designing and inventing new products. “Good inventors and designers deeply understand their customer. They spend tremendous energy developing that intuition.”

    “A remarkable customer experience starts with the heart, intuition, curiosity, play, guts, taste. You won’t find any of it in a survey.”

    High-quality, high-velocity decision-making

    While it is important to make high-quality decisions, Bezos stresses the importance of making these decisions at high velocity. Speed matters in business and slow decision making is de-energizing and a competitive disadvantage. Bezos offers a set of guidelines for how to make decisions at high-velocity:

    Understand that decisions can be reversed: These “Type 2 decisions” are two-way doors that can be reversed. If you make a suboptimal Type 2 decision, you can reopen the door, and unwind the consequences. Because of this, these decisions should be made quickly. As organizations grow, there is a tendency to turn all decisions into Type 1 decisions that are made methodically and with great deliberation. The end result is slowness and diminished innovation.
    Bias towards action: Most decisions should be made with close to 70% of the information needed. Waiting for 90%+ information will slow you down.
    “Disagree and commit”: When consensus is not possible but you have conviction in a particular direction, “disagree and commit”. This means that while you disagree with the decision, you remain committed to a successful outcome. Staying focused on trying to change the team’s mind is too slow of an approach.
    Recognize when an agreement isn’t achievable: Sometimes different teams have different objectives and see the world differently. No discussion will change these views. A quick escalation in these scenarios is much better than constant argument, which will lead to exhaustion.

    “If you’re good at course correcting, being wrong is less costly than you think, whereas being slow is going to be expensive for sure”

    Put effort into inputs, not financial outputs

    While Amazon takes financial outputs seriously, 100% of the company’s time is focused on inputs. This is because these inputs are controllable and are the most effective way to maximize financial outputs. Bezos has instilled a rigorous annual goal-setting process at Amazon which is lengthy, spirited, and detail-oriented. In 2010, the company had 452 detailed goals with individual owners, deliverables, and target completion dates. Interestingly, however, across all these goals, the word ‘revenue’ was only used eight times and ‘free cash flow’ only four times. ‘Net income’, ‘gross profit’, and ‘operating profit’ was never used.

    As an exercise, let’s apply this logic to the goal of increasing the company’s stock price. We must work backward until we find something that is controllable as an input.

    No reasonable person would know how to drive up the stock price, but by working backward we identified a tangible input of improving picking efficiency to manage towards. This will drive down costs, which will increase free-cash-flow, which will drive up the stock price. This is only one of many strategies.

    “Focusing our energy on the controllable inputs to our business is the most effective way to maximize financial outputs over time”

    Build a disciplined, patient, and nurturing culture

    Today, Amazon’s main growth engines are largely AWS, Prime, and Marketplace. Each of these established businesses is a well-rooted tree that enjoys high returns on capital and operates in a large market. Each of these businesses was however once a tiny seed itself. Many large companies fail to launch new businesses from scratch because of the patience and nurturing required. One of Amazon’s competitive advantages is its culture which is supportive of small businesses with large potential.

    While Amazon’s culture demands that these businesses be high potential and differentiated, it does not require them to be large the day they are born. In 1996, Amazon crossed $10 million in book sales, a monumental feat for the company at the time. Today, a new business crosses that threshold would increase the company’s overall sales from $136 billion to $136.01 billion. Executives don’t scoff, but support these milestones. Celebrating wins and progress is important!

    AWS, Prime, and Marketplace are three big ideas which continue to be nurtured internally at Amazon. The company is actively searching for its fourth pillar which some claim could be Alexa. There’s clearly a growing trend toward using voice search and interacting with digital assistants. Some analysts predict Echo and Alexa-family revenue to generate over $11 billion by 2020. Only a couple years ago this category didn’t exist.
    Raise the bar on hiring… again and again

    Setting the bar high on hiring has been the single most important element of Amazon’s success. During the interview process, Amazon asks each interviewer to consider three questions before making a hiring decision:

    Will you admire this person?
    Will this person raise the average level of effectiveness of the group they’re entering?
    Along what dimension will this person be a superstar?

    Leaders recognize exceptional talent and take seriously their role in coaching others. Recently, Amazon developed the ‘raising the bar’ method by getting employees more involved in the interview process. The goal is to make sure every new hire is as good as, if not better than the one before.

    “You can work long, hard, or smart, but at Amazon.com you can’t choose two out of three”

    Final Thoughts

    Not only did Jeff Bezos predict the future, he helped shape it. In the 20 years since Amazon’s IPO, the company has grown from $148 million in revenue to over $136 billion. That’s close to 1000x! We are lucky that Jeff Bezos takes the time each year to share his knowledge with the world in these shareholder letters. As an investor (late-stage VC at IVP), in order to improve, I have to read… a lot. Bezos’ shareholder letters are a must-read for anyone interested in business. I have relinked the document here. It’s only 66 pages!

    “Our approach remains the same, and it’s still Day 1” — Jeff Bezos

    #affaires #platformes

  • Microsoft mit Gewinnsprung - Aktie auf Rekordhoch | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/ratgeber/digital/microsoft-mit-gewinnsprung---aktie-auf-rekordhoch-32880710

    On l’avait un peu pedu de vue, mais Microsoft continue à dominer.

    Microsoft baut seine Führung als wertvollstes börsennotiertes US-Unternehmen vor den Erzrivalen Apple und Amazon aus. Der Geschäftsbericht vom Vorabend hievte den Börsenwert zeitweise auf enorme 1,08 Billionen Dollar..de/ratgeber/digital/microsoft-mit-gewinnsprung---aktie-auf-rekordhoch-32880

    Dank boomender Cloud-Dienste läuft es bei Microsoft derzeit prächtig. Im letzten Geschäftsquartal (bis Ende Juni) schoss der Gewinn im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 13,2 Milliarden US-Dollar (11,7 Mrd Euro) in die Höhe, wie Microsoft am Donnerstag mitteilte. Das lag zwar auch maßgeblich an einer Steuergutschrift über 2,6 Milliarden Dollar, doch auch das operative Ergebnis legte um starke 20 Prozent zu.

    Microsoft verdient weiter glänzend am lukrativen Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet. Beim Flaggschiff - der Azure-Plattform für Unternehmen - kletterte der Umsatz um 64 Prozent. Das ist zwar ein beeindruckender Wert, allerdings lag das Wachstum im Vorjahreszeitraum noch bei 89 Prozent und im Vorquartal bei 73 Prozent. Die Cloud-Dienste sind ein großer Teil des Erfolgsrezepts, mit dem Konzernchef Satya Nadella Microsoft seit seinem Amtsantritt 2014 zu einem kaum für möglich gehaltenen Comeback verholfen hat.

    Doch auch in vielen anderen Sparten brummt das Geschäft. Das 2016 übernommene Online-Karriereportal Linkedin erhöhte den Umsatz um ein Viertel. Microsofts Web-Version des Büroprogramms „Office 365” legte um starke 31 Prozent zu.

    Selbst das angestaubte Windows-Geschäft lief dank überraschend starker PC-Verkäufe gut. Einziger Schwachpunkt war die Gaming-Sparte mit der Spielkonsole Xbox. Insgesamt stiegen die Erlöse um 12 Prozent auf 33,7 Milliarden Dollar. Sowohl Gewinn als auch Umsatz lagen über den Erwartungen der Analysten.

    #affaires #monopoles #logiciels #gafam

  • How owning an Instagram-famous pet changes your politics.
    https://www.salon.com/2019/06/23/how-owning-an-instagram-famous-pet-changes-your-politics

    Ici on apprend que...
    – l’acquisition de followers instagram est big business
    – il faut une équipe composé de la star, du talent pour dessiner, photogrphier, écrire, entretenir des relations, gérer les finances ...
    – une mission et un message clair qui touchent un naximum d’intéressés
    – ne pas souffrir d’une allergie contre toute forme de commercialisation.

    –> les petits enfants et les animaux domestiques ou vivant en groupes familiales constituent le contenu de base idéal.
    #fcknstgrm #seenthis-pour-les-nuls

    Owners of social media–famous animals say the experience has shaped their politics and beliefs

    Matthew Rozsa, June 23, 2019 11:30PM (UTC)

    I must begin this article with a confession: If it weren’t for my fiancee, I never would have gotten so deep into the world of Instagram-famous pets.

    To say that they give her joy is an understatement. Many restful slumbers have been disrupted by her random exclamations of unbridled happiness, followed by her pressing an iPhone against my face while cooing, “Look at the adorable dog!” or “Isn’t this the most beautiful pig in the world?”

    At first I affectionately teased her for her obsession, but then I began to dig a little deeper. What I soon learned — first from a trip to Canada last year to visit the famous Esther the Wonder Pig and then from my own research — is that animal social media stars are more than just cute pets. They are at the vanguard of a new way of viewing humanity’s relationship with other species — one that has left a positive impact on the larger world.

    “We raise awareness for the Toronto Humane Society and the Basset Hound Rescue of Ontario on our social media platforms through posts and live broadcasts,” Nathan Sidon, who along with Carly Bright co-owns Dean the Basset, told Salon by email. Incidentally, Dean the Basset has over 400,000 followers across social media platforms.

    “We also donate a significant portion of the account’s profits to these charities (over $5,000 in the last 12 months),” Sidon adds. “It’s hard to follow Dean’s account and not see how much love, attention and care he’s showered with daily.... It’s my hope that our greatest contribution to this cause is by setting an example to all pet owners and anyone considering getting a pet of how to be the best pet-owner you can be.”

    According to Sidon, he and Bright believe that “pets are a privilege and that animals in your care should be made a top priority.” He added, though, that “in our case we’ve gone so far that whether or not we’ve become Dean’s slaves is a legitimate question. I think this really shines through on Dean’s account. He’s calling the shots!”

    Salon also emailed Gemma Gené, whose social media presence includes not only pictures of her beloved pug Mochi, but also a comic series that colorfully depicts his ebullient personality.

    “I was working as an architect in my first big job in New York,” Gené recalled when asked about how she met Mochi. “It was my dream job at the time but unfortunately the hours were crazy. I used to finish work at night every day and I had to work most weekends. I missed my dog Mochi so much during work. I always liked comics and used comic as a journal. I started drawing little stories about Mochi on my subway commutes. I posted them on Instagram and eventually they become big enough that I was able to focus on my art work.”

    Now she says that she has 250,000 followers on Instagram, over 50,000 on Facebook and over a 100,000 visits every day.

    “We have participated in several campaigns,” Gené told Salon when asked about her animal rights work. “We were part of Susie’s Senior Dogs and Foster dogs NYC #famousfosters campaign where they pair people who have big audiences with a senior dog to foster. This is a great way to show how important fostering is. We fostered a little senior that we renamed Dorito and was adopted after a very few days.”

    Gené says that she donates her artwork to raise money for dog rescues — including pug rescues.

    “A cause that is very dear to our hearts is the ’Animals are not property’ petition the Animal Legal Defense Fund is working on,” Gené explained. “We try to use our influence to share this message to help change the laws on animals so they stop being considered an object and start having rights.”

    “A big part of our work presents Mochi as a little character with a big personality, much closer to a human than what most people think of dogs. We are trying to show the world that animals are much more than objects and that have many more similarities to us than what we think,” she adds.

    Salon also reached out to Steve Jenkins, who, along with Derek Walter, co-owns Esther the Wonder Pig. They told Salon that their various social media pages have roughly 2,000,000 followers and garner around 450,000 interactions every week.

    “Esther was supposed to be a mini-pig, we never had any intention of anything else,” Jenkins wrote to Salon. “By the time we realized Esther wasn’t what we thought she was, and that she would in fact be many hundreds of pounds, we had fallen in love with her and weren’t willing to give up. Technically having a family member like Esther was illegal where we lived, so we kept it quiet and opted to make a ’little Facebook page’ to show our more removed friends and family what was happening. The page went viral somehow, and all of a sudden we had thousands of people checking in every day to see what she was up to.”

    Their ownership of Esther soon caused them to become full-time animal rights activists, eventually purchasing a farm where they keep pigs, dogs, turkeys, horses and at least one (literally) strutting peacock.

    “We have been able to establish the Happily Ever Esther Farm Sanctuary, where we rescue abused and abandoned farm animals,” Jenkins explained. “We donated the largest CT scanner in the world to our local veterinary hospital. Until then, the didn’t have equipment large enough to properly get proper diagnostic images for an animal Esther’s size. We also established a fund called ’Esther Shares’ that we use to pay the medical bills for other sanctuaries and rescue organization. Last but not least, we use our pages to help people build a relationship with Esther, something that can have a deep and lasting impact on the person’s life because of their newfound love and respect for pigs.”

    Jenkins, like Gené and Sidon, also told Salon that he began to reevaluate how human beings view their relationship with animals.

    “We think everybody has a connection with animals, but we learn over time to love some animals differently than others,” Jenkins explained. “Esther really leveled that playing field in our mind, and elevated farm animals to the position we previously reserved for companion animals like cats and dogs. She ignited a passion within us that we didn’t know we had. It became a mission of our to help others see Esther the way did, and to bring her larger than life personality across in a way that people could relate to.”

    These arguments are what makes the social media movements so powerful — and why, I suspect, my fiancee is so enamored with them. It is easy to objectify animals, to view them as vessels for whatever immediate function they can provide human beings (food, clothing, recreation). Yet by presenting their animals online as hilarious personalities, with quirks and stories of their own worth following, these sites help us see animals as more than just tools of human beings. They become individuals — and, like all individuals, worthy of not just affection, but respect.

    Gené, Jenkins and Sidon also had heartwarming stories about how their social media work had improved the lives of the two-legged animals who visit them.

    “Through photos and videos requested by fans, Dean has helped a teenager ask a girl to prom, surprised a bride on her wedding day, been the theme of a 90 year old woman’s [birthday] party, and the list goes on,” Sidon told Salon. “We’ve also received hundreds of very personal messages from fans around the world telling us that Dean’s account has provided them with a much needed daily dose of positivity that’s helped them when they’re going through difficult times in their life. Suffice to say that Dean gets a lot of love from around the world and he hopes to give the love back!”

    Jenkins had a similar story about Esther.

    “My favorite message ever came from a young mother in the southern United States,” Jenkins recalled. “She was having a rough time emotionally, and found Esther’s page was becoming a bit of a crutch for her. She would check every day to see what we were up to, and engage with our posts as a way to take her mind off stuff. One day she sent a message to let us know that we had been the source of most of her smiles lately. She wanted to thank us for helping keep a positive attitude, and for helping her show her two small boys that it was ok to have two dads [Jenkins is in a same-sex relationship with Walter] and a turkey for a brother. A family is a family no matter what it looks like, and I still well up when I think about her message.”

    Gené discussed how lucky she is to “have a very loving audience,” telling Salon that “we get hundreds of messages a day telling us the impact our comic has on people and they really fuel us to keep going. Some of them particularly warm my heart like when people say that our comics make them smile when they are going through a difficult time, or when they bring back sweet memories of an animal they loved that passed away.”

    She added, “If one day we don’t post anything, we get messages of people checking up on us. That made us realize we have a community that look forward to our posts daily.”

    I should add, on a final personal note, that I do not write this article from a position of presumed moral superiority. Despite vowing to eliminate my meat consumption since I visited the Esther farm last year, I have only been able to somewhat reduce it, and aside from writing pieces like this I can’t claim to have done very much to advance the cause of animal rights in my own life. Sometimes I suspect the plaque which clogs my arteries is karmic, a punishment for sustaining my own life at the expense of those animals who have given theirs, and one that will likely shorten my own time in this world.

    The goal here is not to shame those who eat meat, or search for a firm distinction between companion animals and farm animals. The point is that social media’s animals stars have made more people think of animals as individuals — to start to see them as living souls. That isn’t enough to solve the problems facing our world today, but it’s the only place where we can start.

    #animaux #business #politique #morale #affaires #instagram #médias

  • Zeitungsfinanzierung
    http://www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/lokaljournalismus/151250/zeitungsfinanzierung


    la structure économique des journaux allemands

    Die Zeitungskrise ist in aller Munde. Um die Hintergründe zu verstehen, muss man die ökonomische Struktur der Zeitung kennen: Wie verteilen sich Ein- und Ausgaben? Auf welche Geschäftszweige neben der Zeitung setzen die Medienhäuser noch?

    Grafik: Wie sich eine Zeitung finanziert
    http://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/Wie_sich_eine_Zeitung_finanziert.pdf

    Das Geschäftsmodell der Medienindustrie unterscheidet sich von jenem anderer Industrien erheblich. Im Normalfall zahlt der Kunde für ein Produkt und dessen Herstellung (Rohmaterial plus Verarbeitung). Die Medienindustrie hingegen stellt dem Kunden vielfach Produkte unentgeltlich zur Verfügung: Sie liefert Anzeigenblätter bis zum Briefkasten, legt in Kneipen und in Kinos regionale Zeitschriften zur kostenlosen Mitnahme aus oder strahlt für Hörer und Zuschauer kostenlos private Rundfunkprogramme aus. Finanziert werden diese Medien ausschließlich über Werbung. Ein anderer Teil der Medienindustrie arbeitet mit einem Mischmodell aus Verkaufserlösen und Werbeeinnahmen, so z. B. die meisten Zeitschriften- und alle Zeitungsverlage.

    Der Anteil der Werbeeinnahmen ist dabei sehr unterschiedlich und hängt gerade bei den Zeitschriften sehr stark von der jeweiligen Leserschaft ab. Die Werbewirtschaft hat beispielsweise ein besonderes Interesse an den besser verdienenden Bevölkerungsgruppen und an jungen Leuten, da diese auf Werbung besonders ansprechen. Daher können Jugendzeitschriften wie „Bravo“ einen relativ hohen Preis z. B. für eine ganzseitige Anzeige verlangen.

    Die Tageszeitungen in Deutschland haben in der Regel keine Leserschaft, die sich über Geschlecht, Alter oder auch spezifische Interessen (Hobbys) bestimmen ließe. Nur für die wenigen überregionalen Tageszeitungen wie „Süddeutsche Zeitung“ oder „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ gilt dies weniger. Drei Viertel aller in Deutschland verkauften Zeitungsexemplare stammen von lokalen oder regionalen Abonnementzeitungen. Diese Zeitungen haben keine spezifische Leserschaft sondern sprechen alle Bevölkerungsgruppen an, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg. Die Gemeinsamkeiten innerhalb einer solchen Leserschaft sind so gering, dass die Verlage der werbenden Wirtschaft keine wie auch immer bestimmte Leserschaft anbieten können – mit einer Ausnahme: Lokal- oder Regionalzeitungen erreichen die Leserschaft in einem bestimmten Gebiet. Daher wird Zeitungswerbung insbesondere vom örtlichen Handel und von lokalen Dienstleistern betrieben. Für Markenartikel (vom Waschmittel bis zum Handy) wird überwiegend im Fernsehen oder in Zeitschriften geworben.

    Verlust des Rubrikengeschäfts
    Werbung trägt erheblich zur Finanzierung von Medien bei. Dem Leser kann es recht sein, denn die Werbung wirkt wie ein Sponsor und sorgt für relativ geringe Preise. Bei den Tageszeitungen macht das Werbegeschäft heute noch knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Über Jahrzehnte war das ganz anders: Die Werbung in Zeitungen boomte. Zwei Drittel der Verlagseinnahmen wurden mit Werbung erzielt. Diese große Nachfrage nach Zeitungswerbung hielt an bis zum Jahr 2000. Es war das beste Jahr für die Zeitungsverlage, die allein mit der Werbung einen Umsatz von 6,6 Mrd. € erreichten.

    Nach der Jahrtausendwende brach der Werbemarkt dann insgesamt – nicht nur für die Zeitungen – förmlich ein. Der Umsatz mit Werbung in Medien ging von 23,4 Mrd. € auf 18,9 Mrd. € in 2011 zurück, so die Zahlen des Zentralverbands der Werbewirtschaft. Die Wirtschaftskonjunktur lahmte und entsprechend wurde weniger für Werbung ausgegeben. Für die Zeitungsverlage kam annähernd zeitgleich ein zweites Problem hinzu. Das Internet formierte sich immer stärker im Werbemarkt und wuchs insbesondere im Immobiliengeschäft und beim Kfz-Handel zum Konkurrenten der Zeitungen heran. Heute werden gebrauchte Autos ob von Privatleuten oder vom Handel überwiegend über das Internet verkauft. Ähnliches gilt für den Wohnungsmarkt. Dabei spielen vor allem die Suchfunktionen im Internet eine gewichtige Rolle. Den Zeitungen ist dieses so genannte Rubrikengeschäft weitgehend verloren gegangen. Entsprechend fehlen die Einnahmen in der Kasse. So konnten Zeitungsverlage – regional wie überregional agierend - 2011 nur noch einen Umsatz von 3,5 Mrd. erreichen.

    Alle Verlage in Deutschland haben in den letzten Jahren versucht, diese Einnahmeverluste über die Anhebung der Verkaufspreise zumindest in Teilen auszugleichen. Der Einzelpreis für den Kioskverkauf und – noch wichtiger – der Abonnementpreis pro Monat für den Bezug per Botenzustellung wurde erhöht. Im Jahr 2000 kostete das Abonnement einer Lokal-/Regionalzeitung in Westdeutschland durchschnittlich noch 17,44 € (Ostdeutschland: 13,89 €). In 2010 mussten die Abonnenten bereits 26,85 € (Ostdeutschland: 21,77 €) zahlen. Preissteigerungen sind für die Verlage aber nicht risikolos, denn nicht alle Abonnenten akzeptieren sie. Manche kündigen das Abonnement. Zudem müssen die Verlage zumindest in jenen Gebieten, in denen noch Wettbewerb zwischen verschiedenen Zeitungen besteht, auch die Konkurrenzsituation beachten. Die Verlage agieren entsprechend vorsichtig, sind aber zu Preiserhöhungen gezwungen. Über die Werbung wird das Produkt Zeitung für den Leser immer noch verbilligt, aber nicht mehr in dem Ausmaß wie das früher galt.

    Abschied von der monomedialen Unternehmensausrichtung
    Auf der Kostenseite der Verlage machte 2010 nach Angaben des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger (BDZV) allein der in Deutschland gewohnte – im Ausland vielfach unbekannte – Service der Hauszustellung per Boten mit knapp 24 Prozent der Ausgaben aus. Die Redaktionskosten sind mit knapp 26 Prozent noch etwas höher. Ähnlich die technische Herstellung: Sie kostet insgesamt 25 Prozent (wobei 6 Prozentpunkte davon für Papier verwendet werden). Für die Anzeigenbeschaffung werden 16 Prozent und für die Verwaltung 9 Prozent ausgegeben (Durchschnittswerte für Abo-Zeitungen in Westdeutschland)

    Demnach ergaben sich 2010 die Erlöse zu 52 Prozent durch den Lesermarkt und zu knapp 48 Prozent durch Anzeigen. Bei den Werbeerlösen sind inzwischen neben der klassischen Anzeige auch die der Zeitung beigefügten Prospekte wichtig. Die Anteile dieses Beilagengeschäfts machten immerhin knapp 8 Prozent der gesamten Erlöse aus. Der Löwenanteil wird aber weiterhin mit Anzeigen verdient. Der Preis für diese Anzeigen ist abhängig von der Größe der Anzeige und der Auflage der Zeitung. Zudem arbeiten die Verlage mit unterschiedlichen Grundpreisen. Gewerbliche Anzeigen sind am teuersten. Für die Rubrikenmärkte (Stellen-, Immobilien- und Bekanntschaftsanzeigen) ist der Preis reduziert. Noch günstiger sind die Preise für Familienanzeigen (Hochzeiten, Geburten, Sterbefälle und Ähnliches).

    Zeitungsverlage sind heute anders als früher keine monomedialen Unternehmen mehr. Sie sind längst auch im Internet aktiv, unterhalten dort eigene Portale, meist unter dem Namen der Zeitung, oft auch noch weitere. Diese Portale finanzieren sich gleichfalls überwiegend aus Werbeeinnahmen. Die meisten Zeitungsunternehmen verlegen zudem Anzeigenblätter, die in der Regel ein- oder zweimal wöchentlich den Haushalten in einem bestimmten Gebiet zugestellt werden, oder sind an solchen Blättern beteiligt. Viele Zeitungsunternehmen haben sich auch im Privatfunk engagiert, meistens bei Hörfunkanbietern, seltener bei Fernsehveranstaltern. Seitdem in Deutschland private Postunternehmen zugelassen sind, arbeiten viele Verlage auch in dieser Branche und nutzen ihr Vertriebs-Knowhow. Letztlich werden in Zeitungsdruckereien nicht nur Zeitungen produziert, sondern auch Fremdaufträge ausgeführt. Vor allem Verlage von hochauflagigen Zeitungen verkaufen darüber hinaus eigene Buch oder DVD-Reihen.

    Das digitale Geschäftsfeld wird von den Verlagen Zug um Zug ausgebaut:

    Sie bieten digitale Versionen der Zeitungen als ePaper dem Kunden zur täglich aktuellen Nutzung an;
    Internetportale werden ausgebaut und parallel zur technischen Entwicklung um Audio- und Videodateien ergänzt;
    für Smartphones werden mehr und mehr kostenpflichtige Apps angeboten. Auch für die Nutzung mit Tablets werden Apps angeboten, noch allerdings nur in kleiner Zahl.

    Die Verlage sind also bemüht, die heute noch überwiegend zunächst für die Zeitung erstellten redaktionellen Leistungen mehrfach zu verwerten. An die redaktionellen Mitarbeiter werden multimediale Aufgaben gestellt: Interviews werden auch zu (kurzen) Audiofiles verarbeitet; der Zeitungsfotograf ist heute mit digitalen Kameras unterwegs, um neben dem Zeitungsfoto auch einen Videobericht zu produzieren, der über die digitalen Verbreitungswege vermarktet wird.

    Die Zeitungsverlage haben damit in den letzten Jahren ihre Reichweite erhöht. Die redaktionellen Leistungen werden über die unterschiedlichen Wege heute von mehr Menschen wahrgenommen. Dennoch haben die Verlage betriebswirtschaftliche Probleme. Im Internet hat sich die kostenlose Nutzung auch von journalistischen Inhalten durchgesetzt. Bepreiste Angebote finden nur sehr geringes Interesse. Die Finanzierung dieser Angebote allein über die Werbung gelingt nur unzureichend. Zugleich wird die bezahlte Zeitung immer weniger nachgefragt. Die Auflage der Tagespresse sinkt seit Jahren beständig, ohne dass ein Ende dieser Entwicklung abzusehen wäre. Insbesondere die jungen Leser fehlen. Sie kaufen Zeitungen viel seltener als frühere Generationen. Seit Jahren wird intensiv versucht, das Medium Zeitung bei jungen Leuten populär zu machen. Bundesweit gibt es beispielsweise Dutzende von Modellen zum Einsatz von Zeitungen in der Schule. All diese Bemühungen haben allerdings bislang nicht dazu geführt, den langsamen aber anhaltenden Auflagenverlust der Zeitungen zu stoppen.

    Creative Commons License Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/ Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
    Autor: Horst Röper für bpb.de, Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.

    #Allemagne #Presse #affaires

  • Un policier français et une agent de la DGSE impliqués dans un vol de sac à main au Liban - Le Parisien
    http://www.leparisien.fr/faits-divers/un-policier-francais-et-une-agent-de-la-dgse-impliques-dans-un-vol-de-sac

    « Au Liban, les choses auraient même pu très mal tourner avant l’arrivée de la police », écrit-il dans son rapport. D’autant qu’une « spécificité culturelle » du pays est de pouvoir y laisser ses objets personnels en évidence sans craindre de se les faire dérober, les vols de voie publique étant extrêmement rares.

    Eueuh... comment dire... Je ne tenterais pas l’expérience ! Mais la lecture de cet article est très drôle, y compris pour la mention du salaire du flic de l’ambassade qui a dû oublier de, mentionner ses primes...

    #liban #affaires_étrangères #étranges_affaires

  • Nordic/Baltic Tech Startup Databases and Maps — SiliconVikingsSilicon Vikings Events
    http://siliconvikings.com/nordicbaltic-tech-startup-databases

    10 Estonian startups to look out for in 2019 and beyond. By @EU_Startups
    https://www.eu-startups.com/2019/01/10-estonian-startups-to-watch-in-2019-and-beyond

    10 Latvian startups to look out for in 2019. By @mary_loritz via @EU_Startups
    https://www.eu-startups.com/2019/01/10-latvian-startups-to-look-out-for-in-2019

    10 Swedish startups to watch in 2019. By @mary_loritz via @EU_Startups
    https://www.eu-startups.com/2019/01/10-swedish-startups-to-watch-in-2019

    10 European startups that will help you keep your New Year’s resolution incl FitnessCollection, FLOW VR Meditation, Resilio, and Plant Jammer. By EU-Startups (2019)
    https://www.eu-startups.com/2019/01/10-european-startups-that-will-help-you-keep-your-new-years-resolution

    #affaires #business #pays_baltes

  • What is Salesforce? Four days, 170,000 people, and one Metallica concert later, I figured out what Salesforce is — Quartz
    https://qz.com/1500717/what-is-salesforce-four-days-170000-people-and-one-metallica-concert-later-i-fig

    I had not registered for this session, and had to convince the conference bouncers that my press pass allowed me entry. They allowed me to attend on the condition that I wouldn’t take up a precious chair.

    What dawned on me over the course of this discussion was the sheer ubiquity of software.
    I agreed and sat in a chair at the far end of the room. Slowly, several people, all of them white, nearly all of them women, joined our table. One worked for a community bank in Wisconsin. Another for Freddie Mac. Two of the women, it turned out, worked for the company my brother co-founded, which often helps financial firms with Salesforce.

    This was the closest I had come to understanding what Salesforce is actually good for, beyond throwing swanky parties. Everyone at the table had used Salesforce to solve problems at their companies. It had worked well. They had many more problems, and wanted to figure out the best way to use the platform to solve those, too. As they discussed how best to “leverage Financial Services Cloud,” their heads nodded.

    What dawned on me over the course of this discussion was the sheer ubiquity of software. Yes, it is several years now since Marc Andreessen wrote that “software is eating the world.” But it’s not just the smartphones and websites that we have come to be familiar with as “software.” It’s literally everything. Do anything in a modern city and it will trigger a long string of computational processes. Test-drive a car, express interest in an insurance plan, apply for a loan, contribute to a nonprofit, use a credit card, call airline customer service, change a t-shirt order from “large” to “medium,” and you will be entered into a database, added to annual reports, sent automated emails, plugged into “people who buy X also buy Y” algorithms. This is obviously true for hip startups like AirBnb. It is also true for boring, ancient, bailed-out behemoths like Freddie Mac.

    Usually, the software that runs in the dark server rooms of non-tech companies either comes with hefty license fees or is barely functional, hacked together over years by in-house coders who have come and gone. Information relevant to the company may be spread across hundreds of spreadsheets and thousands of emails, accessible only from certain computers or networks. One of the chief complaints of the woman from Freddie Mac was that the company has “a lot of legacy systems” that need to be modernized.

    “Enterprise software”—specifically “customer relationship management” software—aims to solve, or at least alleviate, such problems. Benioff’s insight was to do so using the “cloud.” Instead of charging people for a license to use your software, a la Windows XP, have them pay for a subscription to use your service, which can be accessed anywhere. It’s like Gmail, but for all of the mind-numbing tasks of the modern salesperson, customer service representative, or middle manager, like inputting what happened on a call with a customer or generating inventory reports. No more understaffed IT departments, no more inaccessible spreadsheets, no more massive upfront costs.

    These days, most people use several cloud-based services, like Spotify or Dropbox. It’s why the Google Chromebook can be a thing, and why Jack Dorsey, Twitter’s CEO, can get by without ever using a computer. It’s why Salesforce can count among its several mascots SaaSy, named after “Software as a Service,” a dancing white circle with arms and legs, but no face, that displays the word “software” in a red circle with a red line crossing it out. Nothing to install, just the cloud. That is sassy.

    But Benioff was onto the idea early. Less than 20 years have passed since he staged a sassy fake protest at the annual conference of the incumbent CRM giant, Siebel Systems, with protesters chanting, “The internet is really neat, software is obsolete!” Now 89 of the companies on the Fortune 100 use Salesforce. For the past three years, Salesforce has grown over 20% year-over-year every single quarter.

    What is Salesforce? Four days, 170,000 people, and one Metallica concert later, I figured out what Salesforce is — Quartz
    https://qz.com/1500717/what-is-salesforce-four-days-170000-people-and-one-metallica-concert-later-i-fig

    Giving more people access to high-paying tech jobs. Looks great.

    Soon after that, though, a darker, less altruistic interpretation of “inclusive capitalism” began to emerge. One that sees it not primarily as a way to bring in the excluded, but to boost the Salesforce brand, to fortify the cult, to attract talent and investors. To establish a place in history.

    After the PepUp Tech video, another told the story of billionaire Italian fashion designer Brunello Cucinelli, who uses Salesforce at his company. Cucinelli was himself in attendance. After the video finished, he took the microphone and spoke directly to Benioff in rapid-fire Italian, through an interpreter, as if he were the effusive prognosticator of an ancient king.

    “For your birthday,” Cucinelli pronounced, “I have a special request to submit to you.” This was how I learned that the keynote speech was happening on the day of Benioff’s 54th birthday.

    If “inclusive capitalism” has any chance of succeeding, one could hope for no better agent than Benioff.
    “I would like you, in this special world, which is the cradle of genius, you should envision something that lasts for the next 2,000 years,” Cucinelli continued. “In ancient Greece, Pericles 2,500 years ago stated, ‘as long as our Parthenon is standing, our Athens will be standing, too.’ In ancient Rome, Hadrian stated, ‘I feel responsible for the beauty in the world,’ and he states, ‘my Rome will be there forever.’ In my Florence, during the Renaissance, there is Lorenzo the Magnificent, another genius, who basically sits around the same table, Michelangelo, Leonardo, all together, and they design and plan for eternity…I think you, Marc, you could be the new Lorenzo the Magnificent of this side of the world.”

    Benioff was certainly positive about the first video, but this speech appeared to affect him in a deeper way. Salesforce Tower is now the tallest building in San Francisco. There is a children’s hospital in the city with his name on it. Maybe not quite 2,000 years, but those will last. And with Time under his belt, Benioff is in a position to become known as the guy who figured out how to improve the world while making loads of cash. He has deflected suggestions that he intends to run for political office by saying he can do even more good as a CEO.

    If “inclusive capitalism” has any chance of succeeding, one could hope for no better agent than Benioff. He’s a large, imposing, wealthy white man with ties to cultural icons and A-level politicians, but also to community leaders and local activists. Instead of making grand, world-changing gestures to “cure all diseases,” his focus is local, on things he has a personal stake in and can observe, like the well-being of the Bay Area. He has a chief philanthropy officer. Salesforce develops tools that make charitable giving easier for companies and organizations. His intentions appear to be good.

    But it’s also true that Benioff probably couldn’t have bought Time magazine, or built such a tall tower, if not for the exclusive capitalism that he hopes to rid the world of. This is the hard thing about being a billionaire who wants to do good: they only feel responsible for the beauty in the world so long as they still get to have lots and lots and lots of money. Benioff can donate tens of millions of dollars, marginally expanding the set of people who benefit from the status quo, without really losing any of his own wealth. And if anything, it raises his status even further.

    But if “inclusive” and “capitalism” turn out to be incompatible, would he be willing to give it all up for the greater good?

    #USA #capitalisme #action_charitable #affaires

  • Les #Etats-Unis ont dépensé cinq mille neuf cent (5900) milliards de dollars en #guerres depuis 2001
    https://watson.brown.edu/costsofwar/files/cow/imce/papers/2018/Crawford_Costs%20of%20War%20Estimates%20Through%20FY2019%20.pdf

    ... there is no strategy for ending the wars. The fact that the US keeps spending huge sums for wars that, at least in Afghanistan, are in a stalemate, and in Iraq and Syria, are unresolved, is a long-term budgetary problem which will affect future generations.

    Il est quand même incroyable que ce genre d’article se montre surpris par la poursuite des guerres et parle des répercussions négatives sur le commun des mortels sans aborder les énormes répercussions positives sur l’"#élite",

    #Profiteur de #guerre — Wikipédia
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Profiteur_de_guerre

    (Et on ne parle même pas des marchands d’armes)

    Les guerres du Golfe et la guerre d’Afghanistan.

    Plus récemment, des sociétés ayant contribué à l’approvisionnement des forces de la coalition dans les guerres en Irak, tels que Bechtel, KBR, Halliburton ou Blackwater, ont été accusées de tirer profit de ces conflits en « surchargeant » le prix de leurs services, voire d’en être les instigateurs occultes[13], l’accusation « du sang pour du pétrole » – thème récurrent des slogans anti-guerre – illustrant cette opinion. Steve Clemons, un membre éminent du think tank de la « New America Foundation », est allé jusqu’à accuser l’ancien directeur de la CIA, James Woolsey d’avoir à la fois profiter de la guerre et de l’avoir encouragée[14]. Le « Center for Public Integrity » a indiqué que la sénatrice américaine Dianne Feinstein et son mari, Richard Blum, ont engrangé des millions de dollars en provenance d’Irak et d’Afghanistan par le biais des contrats de son entreprise, Perini[15], Feinstein ayant voté en faveur de la résolution donnant au président George W. Bush le pouvoir d’envahir l’Irak. Le defense contractor Brent R. Wilkes, qui fait l’objet d’une inculpation, a été dépeint comme « #extatique » à l’annonce que les États-Unis allaient entrer en guerre avec l’Irak : « Lui et certains de ses cadres supérieurs étaient vraiment des #va-t-en-guerre », a déclaré un ancien employé. « Brent disant que cela créerait de nouvelles #opportunités pour l’entreprise. Il était vraiment heureux de faire des #affaires au #Moyen-Orient »[16]

  • Wie Werbung wirklich wirkt | Telepolis
    https://www.heise.de/tp/thema/Wie-Werbung-wirklich-wirkt

    der Allensbacher Wissenschaftsjournalist Wolfgang J. Koschnick [schreibt] in „Telepolis“ eine Reihe von Artikeln über Werbung, Marktkommunikation und den Stand der Werbewirkungsforschung.

    #publicité #communication #psychologie #affaires

  • If you’re Chinese, then being a ‘shameless’ savvy saver is likely to be in your DNA | South China Morning Post
    http://www.scmp.com/news/hong-kong/community/article/2138956/if-youre-chinese-then-being-shameless-savvy-saver-likely-be

    Chinese people, like most others, love money. But to be more precise, we take great joy in scrupulously balancing between saving money and spending within our means.

    This attitude has been extolled as a virtue. In fact, it’s become so ingrained in our psyche that no matter where or how we are brought up or how we are educated, when it comes to handling money, being sensible and frugal is second nature to us.

    We often do it without thinking and feel no shame in doing so, even if we might appear penny-pinching to others.

    So there was little surprise when a recent Citibank study revealed Hong Kong is packed with a million millionaires, 68,000 of whom have at least HK$10 million (US$1.27 million) squirrelled away.

    Another report by Wealth-X, a firm that conducts research and valuations on ultra-high net worth individuals, also found that Hong Kong is a magnet for the ultra-wealthy. It was the city with the second-highest number of such residents, after New York.

    Any Chinese would tell you that accumulating wealth may be hard work, but keeping it is even harder.

    As a popular Chinese saying goes, “The first generation makes the money, the second one holds onto the inheritance, but the third one spends it.” This Chinese proverb serves as a warning and a reminder that sensible budgeting and frugality is not only a virtue but a survival mantra that needs to be etched on the mind.

    Therefore, our attitudes towards money are shaped early in life by our elders as an integral part of Chinese culture and upbringing. We are told at a very young age that to be a responsible person, we must work hard and save up a nest egg to secure our future and consequently, our family’s future.

    All Chinese are also familiar with the saying, “To store up grains in case of a famine”. This obviously is the basic principle that illustrates we may be money-oriented but it’s all for good reason.

    We are driven by a sense of responsibility to provide for our families and the fear that something might go wrong also prompts us to work hard to save up for rainy days.

    There’s no shame in being a savvy saver – even in times of prosperity
    Many of my old relatives have said that their life savings are hidden away in tin boxes stashed under their beds, cupboards or even their floorboards. I once came across a biscuit tin that contained a big wad of HK$1,000 bills, a bank book, some old photographs and some identification documents; I later found out the items belonged to one of my aunts.

    When I asked her why she stored all these valuables in a tin box, she said the items were like her life – the photographs were her past and the money was to support her now and in the future. She thought keeping “her life” in a tin box was the best way to keep it safe, as in the event of a misfortune like a fire, she would be able to quickly grab all of her valuables.

    Last week, I was having dinner with my girlfriend and when she ordered hot lemon water, I immediately asked the waiter to give her a mug of hot water instead, but with two pieces of lemon for me. The waiter took the order but gave me a funny look. I didn’t even have to explain to my girlfriend, Patty, who is an overseas Chinese, the reasoning behind my order – I wanted to save money.

    By ordering the hot water and lemon separately, the restaurant wouldn’t know how to charge us – so it would be free. We burst out laughing and both agreed that being thrifty is in our DNA. We may come from very different backgrounds but we are undeniably Chinese when it comes to our views of money.

    Famed Canadian comedian Russell Peters was spot on in one of his shows when he described a shopping experience he had when trying to get a discount from a Chinese shop owner who only gave him a reduction of 50 cents.

    He said “Chinese won’t give you a bargain … instead they will try to get every penny from you.”

    Many years ago, I heard that for every $10 a Chinese makes, they would save $9. It might sound far-fetched but it’s true that an average Chinese person saves a lot more than many of his overseas counterparts.

    According to the International Monetary Fund, from 1995 to 2005, the average urban household savings rate in China stood at 25 per cent of disposable income, with some other analysts even putting it as high as 30 per cent.

    When we have our minds set on earning that first barrel of gold, every penny counts, and we always look for a bargain. Others may laugh at our frugality or supposed stinginess, but at the end of the day, there’s no shame in being a savvy saver – even in times of prosperity.

    With that in mind, let’s finish off today with another Chinese adage and some food for thought: “When rich, think of poverty, but do not think of riches when you are poor”. In other words, there is never a bad time to save. Even when you have deep pockets, you must always be prepared for leaner times.

    Luisa Tam is a senior editor at the Post

    This article appeared in the South China Morning Post print edition as: Savvy saving is a way of life for Chinese

    #économie #affaires #Chine

  • Stormy Daniels, le scandale inattendu à la Maison Blanche
    https://www.mediapart.fr/journal/international/120318/stormy-daniels-le-scandale-inattendu-la-maison-blanche

    A la Une du site du « Wall Street Journal ». Juste avant la victoire de #Donald_Trump, son avocat a acheté le silence d’une actrice de films pornographiques. Une affaire pas si légère, qui pourrait tourner au casse-tête légal pour le président des États-Unis.

    #International #affaires #conflits_d'intérêts #Corruption

  • Guerre de survie politique Le Courrier.ch - Michel Warschawski - 27 Février 2018
    https://lecourrier.ch/2018/02/27/guerre-de-survie-politique

    Au pied du mur
    On sait le premier ministre israélien empêtré dans de multiples affaires de corruption (dossiers 1000, 2000 et 3000). La police vient de soumettre ses recommandations au parquet : sa mise en examen approche à grands pas. Et voilà que les plus proches collaborateurs de Benjamin Netanyahou, dont son conseiller en communication et son ancien directeur de cabinet, viennent d’être placés en détention pour un quatrième dossier – le dossier 4000, dont le quotidien Haaretz affirme que c’est « de loin le plus grave ».

    Benjamin Netanyahou, par le biais du directeur général du Ministère de l’information, Shlomo Filber, et de son porte-parole et homme à tout faire, Nir Hefetz, a graissé la patte à Shaul Elovitch, propriétaire de la plus importante compagnie de télécommunications, Bezeq, en échange d’une couverture médiatique flatteuse sur le très populaire site d’information Walla, qui appartient à Bezeq.

    On s’en souvient, le dossier 2000 avait dévoilé une tentative de marchandage avec le propriétaire du grand quotidien Yediot Aharonot, afin que celui-ci mette un bémol à ses critiques envers Netanyahou et sa femme Sarah.

    Le dénominateur commun entre ces deux affaires saute aux yeux, il s’inscrit au cœur même de l’ADN de Netanyahou : l’image. Est-ce un hasard si le premier ministre – pour combien de temps encore ? – tient tant à conserver le portefeuille de ministre de l’Information ? L’homme dont le règne est déjà plus long que celui de Ben Gourion n’a aucune stratégie politique ni projet à long terme : son seul but est de se maintenir indéfiniment au pouvoir ; et son moyen, l’usage des ressources de communication pour se présenter comme le bouclier d’Israël face à ses innombrables ennemis, et comme rempart contre l’ennemi intérieur – les gauchistes, comme il les appelle tous, quelle que soit la diversité de leurs programmes politiques.

    Netanyahou met aujourd’hui ses indéniables qualités de communicant au profit de sa survie politique, face aux affaires qui le menacent de toutes parts. Avec l’aide de sa garde rapprochée, qui dénonce quotidiennement et violemment « le coup d’Etat policier et juridique » contre un premier ministre élu démocratiquement par le peuple. Le député du Likoud Miki Zohar a même osé comparer la « campagne de calomnies » contre Netanyahou à l’assassinat du premier ministre Yitzhak Rabin.

    Tout cela pourrait être relégué dans le domaine des faits divers et de la rubrique judiciaire, s’il s’agissait d’un Ehoud Olmert ou d’un Ariel Sharon, anciens premiers ministres eux aussi impliqués dans des affaires de corruption. Mais il s’agit de Benjamin Netanyahou, persuadé que le pouvoir lui appartient pour l’éternité, à la fois pour sauver Israël et pour couvrir sa femme de bijoux et de champagne rosé. Pour conserver le pouvoir, ce personnage est prêt à tout, littéralement tout.

    Notamment une guerre contre l’Iran – une vieille obsession – par Syrie et Liban ­interposés.
    Après avoir repris les bombardements contre Gaza, sorte de réflexe conditionné chaque fois que rien ne va plus, il brandit la menace d’une guerre totale contre l’Iran, prétextant le survol du territoire israélien par un drone iranien. Certains journalistes mal intentionnés lui ont d’ailleurs déjà trouvé un nom : « la guerre des dossiers ».

    La majorité des experts militaires s’y opposent catégoriquement, arguant que la riposte iranienne risquerait de faire des milliers de victimes israéliennes. Mais que vaut la vie de milliers de civils israéliens, si c’est le prix à payer pour que Benjamin et Sarah Netanyahou conservent la résidence ministérielle de la rue Balfour, à Jérusalem, et

    continuent à y vivre une opulence digne d’un autocrate ottoman ?

    #corruption #Benjamin_Netanyahou #Sarah_Netanyahou #Bezeq #affaires #champagne #bijoux #Syrie #Iran #Liban #Gaza #michel_warschawski

  • « Me too » : le gouvernement face à ses contradictions
    https://www.mediapart.fr/journal/france/010318/me-too-le-gouvernement-face-ses-contradictions

    © Reuters L’exécutif l’a toujours dit : la « cohérence » de l’action #politique suppose le respect des lois, mais aussi une « forme d’éthique ». C’est pourquoi quatre ministres – inquiétés par la #Justice, mais pas mis en examen – avaient quitté le gouvernement avant que ne démarrent les débats sur la moralisation de la vie publique. Mais ce qui est valable pour les #affaires politico-financières, ne l’est toujours pas en matière de lutte contre les inégalités entre les femmes et les hommes.

    #France #Emmanuel_Macron #Ethique #exécutif #Gérald_Darmanin #inégalités_femmes-hommes #Marlène_Schiappa #Nicolas_Hulot #violences_sexuelles

  • Affaire Darmanin : une démission ne dépend pas du code pénal
    https://www.mediapart.fr/journal/france/010218/affaire-darmanin-une-demission-ne-depend-pas-du-code-penal

    © Reuters #Gérald_Darmanin doit-il démissionner ? Tous ceux qui se prononcent sur la question font référence à l’ouverture d’une enquête judiciaire qui, à elle seule, légitimerait ou non son renvoi. Les décisions politiques ne peuvent pourtant pas se prendre seulement en vertu de la loi. L’éthique compte, comme l’ont montré les renvois des dernières années.

    #France #affaires

  • Report : Haley Duped by Prank Call From Fake Polish Leader
    http://nymag.com/daily/intelligencer/2017/12/report-haley-duped-by-prank-call-from-fake-polish-leader.html

    “Yes, this is Nikki. How are you Mr. Minister?” Haley (ostensibly) says. “Let me start with very much thanking you for the support we’ve received on the vote today. We will never forget it.”

    After discussing tensions between Ukraine and Russia, the fake Polish leader asks about America’s stance on Putin’s recent actions in (nonexistent) Binomo.

    “You know Binomo?” he asks.

    “Yes, yes,” Haley assures him.

    “They had elections and we suppose Russians had its intervention.”

    “Yes, of course they did, absolutely,” Haley agrees. “Let me find out exactly what our stance is on that, and what if anything the U.S. is doing or thinks should be done and I will report back to you on that as well.”

    #Etats-Unis #affaires_étranges

  • Transports lillois : Keolis joue à qui veut perdre des millions mediacites.fr/lille - Olivier Aballain - 8 décembre 2017
    https://www.mediacites.fr/lille/decryptage-lille/2017/12/08/transports-lillois-keolis-joue-a-qui-veut-perdre-des-millions/8 minutes

    La Métropole européenne de Lille (MEL) choisira son nouveau délégataire pour les transports publics le 15 décembre. L’actuel détenteur, Keolis-Transpole, est donné archi-favori face à Transdev. Il a pourtant accumulé 85,7 millions d’euros de pertes ces dernières années. Explication d’un paradoxe.


    Ce 30 novembre 2017, à la station Lille Europe, Gilles Fargier est tout sourire. Le patron de Keolis Lille (Transpole) est venu en invité assister à l’inauguration des premiers portiques d’accès au métro dont il a la gestion. L’investissement dépasse le million d’euros, supporté intégralement par la métropole lilloise (MEL). C’est la Saint-Nicolas avec une semaine d’avance ! D’autant que dans sa hotte, le Père Noël Damien Castelain, président (divers droite) de la MEL, transporte un cadeau bien plus somptueux, d’une valeur de 60 millions d . . .

    La suite de l’article est payante. Néanmoins, quelques extraits :

    Un cadeau de 60 millions d’euros par la MEL à Kéolis pour que Transpole mette en place ces portiques de soit disant sécurité
    Un des rares cadeaux que la MEL aura fait à son opérateur de transport, tout au long du contrat de 7 ans qui s’achéve.

    Le réseau Lillois a plongé dans le rouge dés 2012.
    Année après année, l’exploitant Kéolis Transpole a du essuyer les pertes, et plus exactement demander à sa maison mère, Kéolis Sa, contrôlé par la SNCF de boucher les trous.
    Celui ci a re financé sa filiale Lillois à hauteur de 64,8 millions d’euros en capital entre 2012 et 2016. Un gouffre.

    Kéolis et Trandev se livrent à une concurrence acharné sur le renouvellement du contrat (avec énormément d’avantages pour kéolis).

    Transpole a accumulé de 2011 à 2016 un déficit d’exploitation de 85,7 millions d’euros, qui intègre le transfert à kéolis SA de 80 % du crédit d’impôts CICE touché par la filiale Lilloise.

    Kéolis SA a du re capitaliser sa filiale pour compenser la cash consommé par son déficit.

    De 2012 à 2016, le montant versé par Kéolis à sa filiale a attend 64,8 millions d’euros, dont ma majorité en cash selon les experts du cabinet Secafi . . .

    La billetique, un ratage bien exploité par Transpole
    La mise en place de la carte et du ticket Pass Pass sans contact a été pour le moins chaotique . . .
    Un manque à gagner évalué à 23 millions d’euros pour la seule année 2016 . . . .
    Kéolis tente donc d’obtenir une indemnisation pour les dysfonctionnement du systéme Pass Pass . . .
    Rien ne dit qu’une telle somme finira par renter dans les caisses de l’entreprise . . .

    En attendant, la direction a pu mettre la pression sur les salariés et même sur l’emploi . . .

    Un investissement sur l’avenir
    Ce qui semble par dessus tout motiver Kéolis ce sont . . .
    Un tramway vers Lesquin en 2013 . .
    L’intégration à un grand réseau ( Bus Tramway Métro automatique . . . ) pour ses contrats à l’étranger . . .

    Aucun opérateur ne peut officiellement prévoir une marge négative, mais rien ne les empêche de se tromper . .

    #Keolis #Transpole #Transdev #Lille #MEL #Damien-Castelain #SNCF #Portiques #Tramway #Bus #billeterie Les #affaires sont les affaires #berdouilleux

  • Das Vorgehen der Domaingrabber › Centron
    https://www.centron.de/das-vorgehen-der-domaingrabber

    Aus aktuellem Anlass, weil wir wieder eine Domain für einen Kunden retten sollen, die sich ein Domaingrabber geschnappt hat, möchten wir einen kleinen Einblick in die Methodik geben.

    Die Richtlinien der Denic besagen, dass zumindest der Admin-C, der für die Domain verantwortliche Kontakt, in Deutschland ansässig sein muss. Der Domaininhaber (Owner) kann im Ausland sein. Dies machen sich die Domaingrabber zunutze und registrieren die gewollten Domains auf eine ausländische Firma. Ob es diese Firma wirklich gibt, ist anzuzweifeln. Oft ist diese Firmenadresse auch nur eine Briefkastenfirma oder ein angemieteter Briefkasten.

    Bei unserer Domain ist es folgende Firma mit Adresse: (Bitte Update vom 06.03.2017 am Ende des Beitrags lesen)
    ENTROGA EUROPE LTD.
    145-157 St John Street
    EV1V 1PW
    London
    GB
    Phone: +44 19 24850461
    Fax: +44 19 24850461
    Email: matari.ilori@gmail.com

    Eine kurze Recherche im Netz ergibt: Es ist natürlich nur eine Briefkastenfirma. Unter dieser Adresse kann man sich ein „Virtual Office“ für nur £15 holen und somit hat man auch schon eine Adresse im Ausland http://www.startinbusiness.co.uk/listings/services/ukwide/virtual_office/details/london_presence.htm

    Nun recherchieren wir mal weiter: Der Inhaber der Firma ist ein Herr Jozsef Ilona, ein Ungar, der auch in Ungarn ansässig ist. Dieser Herr Ilona ist auch Inhaber der Firma Araconia Web Hosting Ltd. Keine der Unternehmen hat eine eigene Website und auch keine direkte Mailadresse, was zu erwarten war. Ein Ungar, der englische Firmen hat und Domaingrabbing in Deutschland betreibt.Hier ein rechtlich wirksames Schreiben zu senden, wäre sinnlos. Man wird nie eine Antwort bekommen. Es sei denn, man bietet dem Domaingrabber einen stattlichen Betrag zum Kauf der Domain, dann kann man mit einer Antwort rechnen. Interessanterweise richten die Domaingrabber den Verkaufspreis einer Domain nach der Höhe der Anwalts- und Prozesskosten, die anzunehmen sind, wenn man per Gesetz an die Domain kommen möchte. So, dass ein Domainkauf meistens mehr Sinn macht, als das rechtliche Vorgehen.

    Jetzt kommen wir zum Admin-C (zur Erinnerung, der Domainverantwortliche, der in Deutschland sein muss). Es handelt sich hierbei um:

    Herr Smit Jansen (oder Barbara Wozniak)
    Didierstr. 1
    65203 Wiesbaden

    Deutsche Adresse stimmt schonmal. Nun senden wir ein Klageschreiben via Einschreiben-Rückschein. Dies kommt – wie zu erwarten war – mit „Empfänger an dieser Adresse nicht zu ermitteln“ zurück. Ein Punkt für uns, denn das war ein Fehler des Domaingrabbers, diese Adresse nicht mehr zu pflegen.

    Weitere Recherche nach dieser Adresse ergibt, dass auch diese Anschrift nur ein gemieteter Briefkasten ist, diesmal angeboten von einer deutschen Firma: http://www.deine-postadresse.de/postadresse-mieten/index.php/hilfe-zur-postadresse-mieten-mit-festnetzrufnummer-in-wiesbaden.ht

    Wir haben nun Denic über die Nichtexistenz des deutschen Admin-C unterrichtet und jetzt kommt Bürokratie ins Spiel. Denic verlangt, obwohl die Sachlage nicht klarer sein könnte, eine negative Feststellung des zuständigen Anwohnermeldeamtes, dass es diese Person wirklich dort nicht gibt.

    Es bleibt spannend. Nicht selten stellt sich am Ende von solchen Fällen heraus, dass der wirkliche Domaingrabber ein Deutscher ist. Denic ist sich dieser Sache bewusst, meint aber auf Anfrage, dass man nichts dagegen tun könnte. Wir, als Denic Mitglied, bezweifeln das sehr stark.

    Solltet Ihr auch in die Fänge eines Domaingrabbers gekommen sein, meldet euch gerne bei uns, wir helfen mit unserem Know-How, wo wir können.

    UPDATE 15.02.2016: Nach einigen Wochen, vielen Telefonaten und diversem Schriftverkehr, konnten wir die Domain erfolgreich für unseren Kunden zurückholen.

    UPDATE 28.12.2016: Wie uns einer unserer Leser mitgeteilt hat, wurde der Name des Admin-C nun auf Barbara Wozniak geändert. Anscheinend wurde es Smit Jansen zu bunt.

    UPDATE 06.03.2017: Soeben haben wir erfahren, dass es einen neuen Firmennamen des Domaingrabbers gibt. „MINNI & FRIENDS LTD.“ Admin-C weiterhin Barbara Wozniak. Interessanterweise ist die verantwortliche Person dieser Firma eine Frau Janine Lemke, die aber nirgends als Admin-C in Erscheinung tritt. Die kompletten Firmendaten sind:

    MINNI & FRIENDS LTD.
    St John Street
    EC1V 4PW
    London
    GB
    Phone: +44 19 24850461
    Fax: +44 20 30041855
    Email: office23uk@gmail.com

    Anscheinend gründen die Domaingrabber immer wieder neue Firmen in England, um ihre Machenschaften zu verschleiern. Hier eine Liste der Firmen (alle schon wieder aufgelöst), die unseres Wissens nach genutzt wurden. Frau Lemke wohnt anscheinend in Zypern und ist Niederländer.
    HT GREEN LTD. (08528566)
    VU BLUE LTD. (08528439)
    UZ BLUE NET LTD. (08528440)
    030 INFO LTD. (08528425)
    EU INTERCAST LTD. (08528528)
    AW EAST LTD. (08528593)
    DOMAIN RECYCLING LTD (08528405)
    NG HUI LTD. (08509346)
    NV MED LTD. (08509331)
    RR PLANET LTD. (08509373)
    LK POWER-NET LTD. (08509319)
    SEPA NATURE LTD. (08509383)
    LU NETWORK EUROPE LTD. (08510271)
    ZM GATE LTD. (08509272)
    RG SUN LTD. (08509205)
    VJ ECO-NET LTD. (08509186)
    GW TECHNOLOGY LTD. (08501281)
    FT EUROPE LTD. (08501255)
    WEB WWW INFO LTD (08479494)
    NS SERVE LTD. (08451410)
    ID DOMAIN LTD. (08451503)
    IO NETWORX LTD (08446171)

    Wer selbst recherchieren möchte, findet hier eine erste Anlaufstelle: https://beta.companieshouse.gov.uk/company/08587389/officers

    #internet #affaires

  • La justice israélienne se rapproche de Netanyahou
    https://www.mediapart.fr/journal/international/070817/la-justice-israelienne-se-rapproche-de-netanyahou

    En annonçant leurs soupçons contre le premier ministre dans deux #affaires de #Corruption et de trafic d’influence, les magistrats israéliens menacent la survie politique de #Benjamin_Netanyahou. Mais l’homme a suffisamment montré sa résilience pour ne pas l’enterrer par avance.

    #International #Ari_Harow #Arnaud_Mimran #Enquête #Israël

  • Quand l’AFP étouffe des informations gênantes pour le nouveau pouvoir | Syndicat National des Journalistes CGT
    https://snjcgt.fr/2017/06/22/quand-lafp-etouffe-des-informations-genantes-pour-le-nouveau-pouvoir

    L’affaire #Richard_Ferrand, sortie par Le #Canard_Enchaîné dans son édition du 24 mai, aurait pu être révélée par l’#AFP. Des #journalistes de l’Agence étaient en effet en possession des informations, mais la rédaction en chef France n’a pas jugé le sujet digne d’intérêt.

    Qu’un possible scoop sur une #affaire_politico-financière impliquant le numéro deux du nouveau parti au pouvoir ne soit pas jugé intéressant, voilà qui est troublant. Surtout après les affaires Fillon et Le Roux qui ont émaillé la campagne présidentielle, et alors que le nouveau président Emmanuel Macron affirme vouloir moraliser la vie politique.

    #journalisme #censure #affaires

  • Six #enquêtes judiciaires visent le #FN et #Marine_Le_Pen
    https://www.mediapart.fr/journal/france/050517/six-enquetes-judiciaires-visent-le-fn-et-marine-le-pen

    © Reuters Patrimoine, financement des campagnes, salaires des assistants FN au Parlement européen et au conseil régional du Nord-Pas-de-Calais : Marine Le Pen et/ou son parti sont aujourd’hui visés par pas moins de six enquêtes judiciaires pour leurs pratiques financières.

    #France #affaires #Front_national

  • Des candidats et des #affaires : comment Mediapart a enquêté
    https://www.mediapart.fr/journal/france/260417/des-candidats-et-des-affaires-comment-mediapart-enquete

    Nombreux sont les abonnés qui, depuis le début de la campagne, interpellent la rédaction sur le traitement journalistique des différents candidats et des affaires les concernant. Pourquoi, en effet, toutes ces révélations sur Fillon et Le Pen et rien sur Hamon et Macron ?

    #France #Corruption #financement_de_la_la_vie_politique #François_Fillon #Front_national #Marine_Le_Pen