• Europawahl 2024: So haben die Berliner Bezirke gewählt
    https://www.berliner-zeitung.de/news/europawahl-2024-in-berlin-so-haben-die-bezirke-gewaehlt-li.2223335

    10.6.2024 von Xenia Balzereit - Die deutsche Hauptstadt setzt sich bei der Europawahl wie immer vom Deutschlandtrend ab. Wie die einzelnen Bezirke gewählt haben – eine Übersicht.

    Berlin hat bei den Europawahlen gewählt und die Grünen in der Hauptstadt auf Platz 1 gehievt. Allerdings muss die Partei, dem bundesweiten Trend folgend, große Verluste verzeichnen. Insgesamt kann sie 19,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, bei der Europawahl 2019 waren es noch 27,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in Berlin dieses Mal bei 62,3 Prozent, das ist etwas mehr als 2019. Wie die zwölf Berliner Bezirke gewählt haben – eine Übersicht.
    Charlottenburg-Wilmersdorf

    In Charlottenburg-Wilmersdorf konnten die Grünen ihre Spitzenposition halten, allerdings mit deutlichen Verlusten. Die Partei erhielt 23,5 Prozentpunkte, das sind 9,1 Prozentpunkte weniger als bei der Europawahl 2019. Auf dem zweiten Platz folgte die CDU mit 21,1 Prozent, danach die SPD mit 16,3 Prozent. Die AfD und die FDP teilten sich den vierten Platz mit je 7,1 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und die Partei Volt schafften jeweils 5,3, die Linke 4,5 Prozent.

    Friedrichshain-Kreuzberg

    In der traditionellen Hochburg der Grünen, in Friedrichshain-Kreuzberg, erreichte die Partei 31,9 Prozent. Zweitstärkste Kraft war die Linke mit 13 Prozent, danach folgten die SPD mit 10,2 Prozent und die Partei Volt mit 7,3 Prozent. BSW kam auf 6,9 Prozent, die CDU auf 6,8 und Martin Sonneborns Satirepartei Die Partei auf 5,7 Prozentpunkte. Abgeschlagen in Friedrichshain-Kreuzberg sind die AfD mit 4,3 Prozent und die FDP mit drei Prozent.

    Berlin-Lichtenberg

    In Lichtenberg holte die AfD mit 17,5 Prozent die meisten Stimmen. Zweitstärkste Kraft wurde BSW mit 15,2 Prozent. Danach folgen die CDU mit 12,9, die Grünen mit 12,1 und die SPD mit 10,9 Prozent. Die Linke, in Lichtenberg traditionell stark und in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zweitstärkste Kraft, holte bei der Europawahl glatte zehn Prozent. Volt kam auf 4,5 Prozent, Sonneborns Die Partei auf 3,9, die FDP auf 2,4 Prozent.

    Marzahn-Hellersdorf

    In Marzahn-Hellersdorf wurde die AfD stärkste Kraft mit 25,3 Prozent, danach folgten BSW mit 17,1 und CDU mit 16,4 Prozent. Die SPD erreichte 10,3 Prozent, die Linke glatte sieben und die Grünen fuhren in Marzahn-Hellersdorf ihr schlechtestes Ergebnis mit 6,4 Prozent ein. Die FDP, die Partei und Volt bekamen alle gleich wenig, nämlich 2,6 Prozent.

    Berlin-Mitte

    Die Grünen erreichten in Berlin-Mitte den ersten Platz mit 26,2 Prozent, zweitstärkste Partei wurde die SPD mit 11,9 Prozent, drittstärkste die CDU mit 11,6 Prozent. Die Linke kam in Mitte auf glatte zehn Prozent. Danach folgten BSW mit 7,2 und Volt mit 7,1 Prozent. Die FDP kam auf 4,6 Prozent.

    Berlin-Neukölln

    Auch in Neukölln wurden die Grünen mit 19,4 Prozent stärkste Kraft, kurz dahinter folgte die CDU mit 18,7 Prozent. Die SPD bekam 13,4 Prozent. AfD und Linke lagen nah beieinander mit je 10,1 und glatten zehn Prozent. BSW kam auf 5,8 Prozent, Volt auf 3,9, Die Partei auf 3,5 und die FDP auf glatte drei Prozent. Die Partei MERA25, die aus Diem25 hervorgegangen ist und unter anderem vom ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis gegründet wurde, kam in Neukölln auf 3,3 Prozent – ihr bestes Ergebnis in Berlin.

    Berlin-Pankow

    In Pankow ein ähnliches Bild: Die Grünen erreichten das beste Ergebnis mit 23,6 Prozent, zweitstärkste Kraft wurde die CDU mit 12,3 Prozent, dritte die SPD mit 11,4 Prozent. Direkt dahinter kam die AfD mit 11,1 Prozent, dicht gefolgt von BSW mit 10,4 Prozent. Als nächstes kam die Linke mit 8,8 Prozent, Volt mit 5,8, Die Partei mit 4,4 und die FDP mit 3,5 Prozent.

    Berlin-Reinickendorf

    In Reinickendorf holte die CDU mit 18,2 Prozent berlinweit ihr bestes Ergebnis. Danach folgten die SPD mit 15,5 Prozent und die Grünen mit 14 Prozent. Die AfD erreichte in Reinickendorf 13,3 Prozent. BSW kam auf 5.9 Prozent, die FDP auf 5,3 Prozent und die Linke auf 3,2 Prozent. Neue Parteien wie Volt, Mera25 oder auch die Satirepartei Die Partei erreichten in Reinickendorf im Vergleich zum Rest Berlins außergewöhnlich wenige Stimmen.

    Berlin-Spandau

    Auch in Spandau wurde die CDU mit 26,6 Prozent stärkste Kraft. Zweitstärkste Kraft wurde die SPD mit 16,3 Prozent, kurz darauf folgte die AfD mit 15,4 Prozent. Die Grünen kamen auf 11,8 Prozent, danach folgte BSW mit 6,6 Prozent, die FDP mit 4,5 und die Linke mit 3,2 Prozent.

    Europawahl in Berlin: Die höchste Beteiligung gab es mit 76,4 Prozent in einem Wahlkreis im Bezirk Steglitz.

    Steglitz-Zehlendorf

    Auch in Steglitz-Zehlendorf wurde die CDU stärkste Kraft, hier erreichten die Christdemokraten 25,6 Prozent. Zweite wurden die Grünen mit 21,2 Prozent, die SPD bekam 16,1 Prozent. Die AfD vereinte mit 7,8 Prozent mehr Stimmen auf sich als die FDP mit 7,5 Prozent. Volt bekam mit 4,6 Prozent mehr als die Linke mit 3,3 Prozent.

    Tempelhof-Schöneberg

    In Tempelhof-Schöneberg gewannen die Grünen die Wahl und erreichten 23,1 Prozent. Danach folgten die CDU mit 20,4 und die SPD mit 15,3 Prozent. Die AfD erreichte 8,5 Prozent. Die Linke und BSW schnitten mit je 5,7 Prozent besser ab als die FDP mit 4,6 Prozent. Volt bekam mit 4,8 Prozent nochmal ein wenig mehr als die FDP.

    Berlin-Treptow-Köpenick

    In Treptow-Köpenick wurde die AfD mit 17,3 Prozent klar die stärkste Kraft, zweitstärkste wurde die CDU mit 14,5 Prozent und drittstärkste BSW mit 14 Prozent. Erst dann kommen die Grünen mit 13,1 und die SPD mit 11,5 Prozent. Die Linke ist fünftstärkste Kraft mit 8,4 Prozent. Die FDP bekam mit drei Prozent weniger als Volt mit 4,1 und der Partei mit 3,9 Prozent.

    #Allemagne #Berlin #élections #Europe

  • David Layani : « Nous serons vigilants à ce que les actifs sensibles d’Atos ne soient pas bradés » | Les Echos
    https://www.lesechos.fr/tech-medias/hightech/atos-nous-serons-vigilants-a-ce-que-les-actifs-sensibles-ne-soient-pas-brad

    Cessions, transparence financière, plan social, fusion avec Onepoint : dans un entretien aux « Echos », le vainqueur du sauvetage d’Atos face à Daniel Kretinsky répond sans tabou aux questions autour de son projet de reprise avec des créanciers du groupe informatique français.

    #lol #alstom n’est pourtant pas si vieux que ça...

  • La génération Fenwick et le monde la logistique sous l’œil des rappeurs.
    https://lhistgeobox.blogspot.com/2024/06/la-generation-fenwick-et-le-monde-la.html

    « Les grands groupes comme Amazon insistent sur la robotisation du travail et l’utilisation des nouvelles technologies dans le secteur de la logistique, laissant croire que ces innovations faciliteraient le travail ouvrier. Or, il n’en est rien. L’omniprésence de la technologie (logiciels pro de gestion, commandes vocales, écrans tactiles) confine les ouvriers dans des tâches hyper-spécialisées, proches de celles développées au temps du taylorisme triomphant. De même, le savoir-faire des salariés est rogné par le travail sous commande vocale, qui existe dans certaines plateformes logistiques. Guidés par une voix numérique, les ouvriers, équipés d’un casque sur les oreilles, manipulent les colis à traiter, puis valident l’action une fois la tâche requise effectuée, par l’intermédiaire d’une reconnaissance vocale. Un pseudo-dialogue se crée avec la machine, mais il n’y a aucune marge de manœuvre, d’autonomie ou d’initiative pour le travailleur. »

  • Ukraine-Krieg : Freibrief für Neonazis
    https://www.jungewelt.de/artikel/477143.ukraine-krieg-freibrief-f%C3%BCr-neonazis.html


    US-Waffen in »vertrauenswürdigen« Händen : Nazisymbolik als Markenzeichen der »Asow« -Brigade (Kiew, 14.3.2020)

    Si la situation en Ukraine n’était pas une tragédie on pourrait s’amuser avec des blagues comme celle ci : Qui est encore moins sympatique que Poutine ? Réponse : de vrais nazis.

    Ça ne te fais pas rire ? Justement, ces dangereux criminels existent un peu partout et en Ukraine ils font la guerre à chacun qui ne partage pas leurs idées nationalistes. Désormais ils ont le soutien officiel des État Unis.

    Cet article présente un profiteur peu sympathique du conflit en Ukraine. Le fabiquant d’armes Rheinmetall espère doubler sa valeur en bourse en coopérant avec les assassins professionnels du côté ukrainien.

    Assassins ? Bien sûr, les soldats sont des assassins, chacun sans exception et sans égard des raisons plus ou moins bonnes qu’ils croit avoir pour faire son travail abject. L’émancipation des femmes fait qu’on doit les inclure dans la définition comme meutrières .

    12.6.2024 von Ina Sembdner - Washington hebt US-Waffenverbot für ukrainische »Asow«-Brigade auf. Rheinmetall startet vor »Wiederaufbaukonferenz« Joint Venture mit Kiew

    Je mehr die Ukraine auf dem Schlachtfeld ins Hintertreffen gerät, desto radikaler werden die Maßnahmen ihre Verbündeten. So habe »die 12. Asow-Brigade der ukrainischen Spezialeinheiten die vom US-Außenministerium durchgeführte Leahy-Überprüfung bestanden«, meldete das State Department nach »eingehender Überprüfung« laut Washington Post vom Montag (Ortszeit). Das »Leahy-Gesetz« verhindert, dass US-Militärhilfe an ausländische Einheiten geht, die nachweislich schwere Menschenrechtsverletzungen begangen haben – dafür habe das Außenministerium »keine Beweise« gefunden.

    Im Zuge des »Euromaidan« und der rassistischen Gewalt gegen die russischsprachige Bevölkerung im Osten der Ukraine war »Asow« vor rund einem Jahrzehnt die Verwendung US-amerikanischer Waffen untersagt worden. Die Angehörigen der Brigade posierten allerdings schon unmittelbar nach dem russischen Einmarsch im Februar 2022 als erste mit neu gelieferten westlichen Waffen – nun haben sie ganz offiziell »Zugang zu derselben militärischen Unterstützung der USA wie jede andere Einheit«.

    Offen bleibt, wann genau das Verbot aufgehoben wurde. Ein Sprecher des Außenministeriums lehnte es gegenüber dem Blatt ab, dazu Auskunft zu geben. Ebenso unklar bleibt, ob die US-Waffen bereits »Asow«-Kämpfer erreicht haben. Weder die Führung der Neonazibrigade – deren noch immer verehrter Gründer Andrij Bilezkij geschworen hat, »die weißen Rassen der Welt in einen letzten Kreuzzug (…) gegen die von Semiten geführten Untermenschen zu führen« –, noch die ukrainische Regierung reagierten auf diesbezügliche Anfragen der Washington Post. Die hatte noch im März 2022 selbst zu »Asow« getitelt: »Neonazis nutzen den Krieg Russlands in der Ukraine für ihre Zwecke aus.« Ihr Ziel sei nicht die Verteidigung einer demokratischen Ukraine, hieß es damals, sondern »eine gemeinsame Vision für einen ultranationalistischen Ethnostaat«. Der Krieg biete eine »goldene Gelegenheit, dieses Ziel zu verfolgen und es in ein Modell zu verwandeln, das in die ganze Welt exportiert werden kann«.

    Auch für andere birgt der Krieg und der zunehmende Bedarf an Waffen und Munition eine »goldene Gelegenheit«. So eröffnete der größte deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall am Montag einen ersten gemeinsamen Panzerreparaturbetrieb und eine Produktionsstätte in der Ukraine. Man wolle das Land »effizient und zuverlässig« unterstützen, sagte Konzernchef Armin Papperger dem ukrainischen Verteidigungsministerium zufolge. Und beide Seiten haben Großes vor. So will die Ukraine mit Hilfe westlicher Rüstungskonzerne künftig einer der weltweit führenden Waffenproduzenten werden, und Rheinmetall will an die Spitze der globalen Waffenschmieden rücken. Das Geld für die dafür benötigte Basis wird dabei gerade bei der in Berlin stattfindenden »Wiederaufbaukonferenz« eingesammelt. Und erst am Montag berichtete die Wirtschaftswoche unter Berufung auf einen Insider: Es sei Rheinmetalls Anspruch, »eine der Säulen der nationalen und internationalen Sicherheitsvorsorge zu sein«. Es schmerze Papperger in seinem unternehmerischen Ehrgeiz, dass sein Konzern zwar weltweit viel Aufmerksamkeit erfahre, doch in der Branche finanziell und bei den Auslieferungen bestenfalls in der zweiten Liga spiele. Nach einer Steigerung des Börsenwerts seit 2021 auf rund 22 Milliarden Euro, seien nun »50 Milliarden denkbar«.

    La définition du soldat comme meurtrier est le résultat d’une réflexion logiquie soutenue par des raisons étiques. Pourtant on cherche à nous la faire oublier. C’est le moment pour nous rappeller quelques notions clés.

    Le physicien

    „Im Krieg waren die Kennzeichen des idealen Soldaten Stärke und Mut, Großmütigkeit gegenüber dem unterlegenen Feind und Mitleid gegenüber dem Wehrlosen. Nichts davon ist übriggeblieben. Moderne Waffen der Massenvernichtung lassen keinen Raum für irgendwelche sittlich begründeten Einschränkungen und degradieren den Soldaten zu einem technischen Mörder.“

    – Max Born

    Le pasteur

    „Denn sie wissen, was sie tun! Krieg ist gegen den Willen Gottes. Nun ja, das ist viel gesagt und gar nichts getan. Mord ist auch gegen den Willen Gottes. Aber damit, dass ich das feststelle und Morde nicht verhindere, habe ich eben noch gar nichts getan. Und damit ist heute die Ausbildung zum Soldaten die Hohe Schule für Berufsverbrecher. Mütter und Väter sollen wissen, was sie tun, wenn sie ihren Sohn Soldat werden lassen. Sie lassen ihn zum Verbrecher ausbilden.“

    – Martin Niemöller

    Le journaliste

    „Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.“

    – Kurt Tucholsky

    Source : https://de.m.wikipedia.org/wiki/Soldaten_sind_M%C3%B6rder

    #Allemagne #Berlin #Ukraine #nazis

  • Des milliers d’Africains expulsés par l’Algérie en détresse au Niger
    https://www.lemonde.fr/afrique/article/2024/06/10/au-niger-assamaka-porte-de-l-enfer-des-senegalais-chasses-d-algerie_6238507_

    Des milliers d’Africains expulsés par l’Algérie en détresse au Niger
    Par Abbas Asamaan (Dakar, correspondance)
    « Où est la rupture ? Où est le changement [promis par le nouveau président du Sénégal, Bassirou Diomaye Faye] ? », proteste Mouhamadoul Makhtar Thiam, étudiant perdu dans l’enfer d’Assamaka, poste-frontière nigérien, à 15 kilomètres de l’Algérie et 4 000 kilomètres de Dakar. L’homme de 24 ans, joint au téléphone par Le Monde, a été jeté dans le désert, le 29 mars, par les forces de sécurité algériennes. Depuis, il multiplie les appels aux autorités sénégalaises pour être rapatrié.
    « On est 150 migrants sénégalais coincés dans le désert, témoigne, à ses côtés, un compatriote. Il y a urgence, certains sont blessés. » Le centre de santé d’Assamaka, géré par les équipes de Médecins sans frontières (MSF), est en effet débordé par l’afflux de migrants. Dans une vidéo transmise au Monde, un autre Sénégalais, Mohamed Diallo, montre les traces de brûlure qui constellent ses bras et son torse. « Un lynchage », survenu à Tamanrasset, la dernière ville du Grand Sud algérien, assure Mouhamadoul Makhtar Thiam. « Il est souffrant, on doit l’évacuer au plus vite », s’énerve-t-il, alors que l’Algérie multiplie les refoulements massifs.
    En 2023, d’après MSF, plus de 22 250 migrants subsahariens ont été expulsés à Assamaka. Selon les sources, Alger en a expulsé entre 7 000 et 9 000 autres depuis le début de l’année, provoquant un raidissement diplomatique avec le Niger. En dépit de l’émoi suscité dans les médias sénégalais – une vidéo que Mouhamadoul Makhtar Thiam avait envoyée à l’ONG sénégalaise Horizons sans frontières a été diffusée au journal télévisé de TFM, l’une des chaînes les plus regardées du Sénégal, début juin –, ni le président, Bassirou Diomaye Faye, ni son premier ministre, Ousmane Sonko, ni le secrétaire d’Etat chargé des Sénégalais de l’extérieur n’ont réagi publiquement. « On n’est pas dans l’émotionnel », s’agace une source proche de ce dernier.
    Les expulsions, elles, se font sans compassion : des camions à bestiaux partis d’Algérie déversant des sans-papiers au « point zéro » de la frontière avec le Niger, forçant, en 2023, selon une source humanitaire, au moins 16 000 personnes à parcourir 15 kilomètres sous le soleil brûlant jusqu’à Assamaka. « Je pensais que mon cauchemar allait prendre fin, confie Mouhamadoul Makhtar Thiam. Mais ça n’était que la suite de l’enfer que je vis depuis février. »
    Son exode ponctué de sept séjours en prison dans les geôles algériennes a été motivé, précise-t-il, « par le régime de répression de Macky Sall », au pouvoir jusqu’en avril. Une journée, celle du refoulement, le 29 mars, reste gravée dans sa mémoire : « Il était 13 heures, le soleil au zénith, une chaleur suffocante, et nous n’avions ni eau ni téléphone. Je voyais les gens tomber et mourir sous mes yeux, et j’étais impuissant. »
    Depuis, l’étudiant sénégalais s’efforce de survivre avec très peu d’eau potable, confronté à des rixes incessantes entre migrants, dont le nombre ne cesse de croître. « Ce mercredi encore, vingt et un ont été refoulés » d’Algérie, dit-il. Comme cent quarante de ses camarades, tous âgés de moins de 35 ans, il a fait le choix du « rapatriement volontaire », procédure de l’Organisation internationale pour les migrations.
    « Des urgences migratoires ont été résolues en une journée », rappelle pourtant une source diplomatique sénégalaise, citant le rapatriement express, en 2023, sous la présidence de Macky Sall, de trente-sept Sénégalais de l’île de Sal, au Cap-Vert, ou le retour au pays de soixante-seize autres de Tunisie, après la vague xénophobe, consécutive aux propos racistes du président Kaïs Saïed sur les Africains subsahariens.
    « On n’est pas à la hauteur au Sénégal, enrage Boubacar Sèye, président d’Horizons sans frontières. Il faut mettre en place une agence autonome chargée des migrations internationales pour avoir un réel accompagnement pour toutes ces personnes en détresse. » Sans le battage médiatique, les milliers de Sénégalais partis sur les routes maritimes ou terrestres de l’exode auraient été abandonnés à leur sort, veut croire cette infatigable vigie des questions migratoires.
    Alors qu’approche la Tabaski, l’équivalent ouest-africain de l’Aïd-el-Kébir, l’exécutif sénégalais observe avec prudence les appels à l’aide, par crainte d’éveiller une opinion choquée par les drames répétés de l’immigration clandestine et les arrivées massives de concitoyens sur les îles Canaries. D’après les autorités espagnoles, la majorité des 32 000 migrants arrivés – un record – en 2023 étaient des Sénégalais. Selon nos informations, aucune autorité consulaire sénégalaise n’a, à ce jour, rencontré Mohamed Diallo, le jeune homme qui porte des marques de brûlure. Pour le faire soigner, ses proches ont fini par le faire évacuer à Agadez, la principale ville du Nord nigérien, à quelques centaines de kilomètres de « la prison à ciel ouvert d’Assamaka », selon l’expression de Mouhamadoul Makhtar Thiam, mais encore loin de Dakar.

    #Covid-19#migration#migrant#senegal#niger#assamaka#algerie#espagne#canaries#MSF#OIM#refoulement#sante#santementaleagadez

  • Niedergang der Linkspartei : Marginal in Marzahn
    https://www.jungewelt.de/artikel/477084.niedergang-der-linkspartei-marginal-in-marzahn.html


    Auch im Ruhrgebiet auf dem Rückzug : In Bottrop, wo am 5. Juni dieses Wahlplakat fotografiert wurde, kam die Linkspartei am Sonntag noch auf 1,7 Prozent der Stimmen

    Aux élections pour le parlement européen le parti Die Linke récolte le fruit du travail qu’il n’a pas fait. Ses fonctionnaires ont abandonné les ouvriers et petits entrepreneurs qu’ils étaient censés défendre. Les gens ne sont pas bêtes et sont allés voter ailleurs. Les spécialistes des statistiques nous font savoir depuis bientôt dix ans que l’électorat citadin vert est insensible aux charme de l’aile écolo et pro-réfugiés du parti.

    Résultat : le parti n’a plus d’attaches alors personne ne vote pour ses candidats. En quinze ans de son existence les fonctionnaires du parti on réussi à faire couler le projet qui était censé réunir ce qui était le meilleur de tous les courants socialistes d’Allemagne.

    Est-ce qu’il y a une solution pour les militants de gauche qui les fera survivre aux guerres dans les décennies à venir ? C’est fort probable au pays de Karl Marx. Nous avons inventé le communisme, quand même ;-)

    11.6.2024 von Nico Popp - Fünf Prozent in Ostdeutschland: Linkspartei nach Europawahl vor Scherbenhaufen

    Es sind ein paar dürre Zahlen, die exemplarisch belegen, dass sich die Existenzkrise der Partei Die Linke – unterhalb der desaströsen 2,7 Prozent Stimmenanteil bundesweit – mit der Wahl des EU-Parlaments am Sonntag noch einmal zugespitzt hat. Im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, einer traditionellen Hochburg schon der PDS, wo die Linkspartei bei der Bundestagswahl 2009 auf über 40 Prozent gekommen war, landete sie nun bei gerade noch sieben Prozent. Die Partei ist am Sonntag in vier von fünf ostdeutschen Flächenländern unter fünf Prozent geblieben. Im fünften Bundesland, Thüringen, wo immer noch ein Ministerpräsident mit Linke-Parteibuch regiert, stehen 5,7 Prozent in der Bilanz. In Thüringen, Sachsen und Brandenburg werden im September die Landesparlamente neu gewählt – ob die Partei in allen drei Ländern den Wiedereinzug in den Landtag schafft, ist seit Sonntag durchaus offen.

    Die Linkspartei hat viele ihrer nach langen Jahren des Niedergangs noch verbliebenen Wähler an das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verloren, das gerade im Osten durchweg deutlich besser abschnitt und hier zur drittstärksten politischen Kraft aufstieg – ohne Strukturen in der Fläche und ohne eigentlichen Apparat. Die Linke, das hat diese Wahl wieder gezeigt, erreicht ihre einstige Kernklientel nicht mehr. Sie wird von diesen Menschen als Bestandteil oder als Anhängsel des liberalen Blocks wahrgenommen – und das lässt sich nicht reparieren, indem vor einer Wahl ein paar Wochen lang »Mieten runter, Löhne rauf« plakatiert wird. Von denen, die auch diesmal noch die Linkspartei gewählt haben, tun das viele nur, weil sie das schon immer gemacht haben – und das werden, wenn sich nichts an der Aufstellung der Partei ändert, 2025 noch einmal weniger Wähler sein als 2024. Dass unter diesen Umständen ein Wiedereinzug der Partei in den Bundestag in die Zone des Utopischen rückt, liegt auf der Hand.

    Fortan ist sie im Europaparlament noch mit drei Abgeordneten vertreten: mit Koparteichef Martin Schirdewan, der linksliberalen Aktivistin Carola Rackete, die der Partei nicht angehört, und der Gewerkschafterin Özlem Alev Demirel, die politisch einen vergleichsweise soliden Eindruck macht.

    Ansonsten sieht die Bestandsaufnahme so aus: Die Partei hat ihr Ergebnis von 2019, das in der Rückschau vielfach als erstes sichtbares Zeichen des Niedergangs der Partei betrachtet wird, noch einmal halbiert. 1.091.268 Stimmen bei einer bundesweiten Wahl markieren die Schwelle zur Kleinpartei. Die EU-Minnesänger von Volt kamen auf 1.023.161 Stimmen.

    Abgesehen von den nackten Zahlen liegt mit diesem Resultat der gesamte politische Ansatz der Parteiführung in Trümmern: Jahrelang hatte die tonangebende Fraktion im Parteivorstand auf den politischen und organisatorischen Bruch mit der Strömung um die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht hingearbeitet. Die Auseinandersetzungen mit Wagenknecht und die von Wagenknecht vorgetragene Kritik am Kurs der Partei wurden für die endlose Abfolge von Wahlniederlagen verantwortlich gemacht. Jetzt zeigt sich, dass nicht nur Wagenknecht weg ist, sondern viele der noch verbliebenen Wähler mitgegangen sind.

    Der Versuch, das Abbröckeln der alten Wählerbasis durch eine organisatorische und politische Öffnung für liberal-aktivistische, »urbane« Milieus aufzufangen, erweist sich mehr und mehr als vollständiges Fiasko. Die überwiegend fiktiven »Bewegungen«, die man mit der als Coup gefeierten Nominierung der Spitzenkandidatin Carola Rackete ansprechen wollte, haben bei Wahlen – und um nichts anderes geht es gerade den »Bewegungslinken« im Parteivorstand – überhaupt kein Gewicht.

    Ganz abgesehen davon akkumulieren sich die mit der politischen Schwenkung aufgeworfenen politischen Probleme. Dass Rackete im Vorfeld ihrer offiziellen Nominierung im November 2023 wissen ließ, die Partei könne einen weiteren »Erneuerungsprozess« vertragen und ihren Namen »von mir aus ändern«, ist eben mehr als nur eine Anekdote. Mit dem Resultat vom Sonntag steht die Frage, ob die Partei Die Linke in ihrer bisherigen Existenzweise noch eine Zukunft hat. Schirdewan sprach am Montag von einem »Neubegründungsprozess der Linken«. Das klingt wie eine Androhung, den Katastrophenkurs noch entschiedener fortzusetzen.

    #Allemagne #gauche #électioms

  • Verbände und Gewerkschaften warnen vor Nullrunde beim Bürgergeld
    https://www.vdk.de/presse/pressemitteilung/verbaende-und-gewerkschaften-warnen-vor-nullrunde-beim-buergergeld

    Ça y est, les liberaux préfèrent les producteurs d’armes aux pauvres concitoyens. Vole un petit peux le pauvres (qui sont nombreux) et tu gagnera beaucoup. Seulement ce petit peux c’est beaucoup pour les pauvres concernés. Les associations sociales et les syndicats exigent un recalcul des aides sociales et s’opposent à la non-augmentation proposée par le gouvernement national malgré l’inflation.

    4.6.2024 Kategorie Armut & Umverteilung

    Bündnis fordert kurzfristige Reform der Bürgergeld-Anpassung für 2025
    VdK-Präsidentin: „Die Regelsätze im Bürgergeld müssen dringend neu berechnet werden.”

    Ein Zusammenschluss aus 8 Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Gewerkschaften und Erwerbslosengruppen hat sich mit einem Appell an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, und die Abgeordneten im Bundestag gewandt und vor den sozialen Folgen einer Nullrunde beim Bürgergeld gewarnt.

    Das Bündnis fordert eine kurzfristige Reform der Bürgergeld-Anpassung für 2025. Ansonsten drohe Bürgergeldberechtigten ein weiterer Kaufkraftverlust, mit dem sich die Armut von Millionen Erwachsenen und Kindern weiter verschärfen würde. Konkret wird gefordert, ausgehend vom geltenden Regelsatz in Höhe von 563 Euro die aktuellen Preissteigerungen zu berücksichtigen.

    Anders als oft behauptet sei das Bürgergeld auch in den vergangenen zwei Jahren nicht zu großzügig erhöht worden, so die Verfasser des Appells. Im Gegenteil: Aktuelle Analysen zeigen, dass Bürgergeldberechtigte 2021-2023 erhebliche Kaufkraftverluste erlitten haben. Bei einer alleinstehenden Person summieren sich diese Verluste auf bis zu 1012 Euro. Erst mit der Anpassung 2024 habe es eine Trendwende gegeben, wobei die aufgelaufenen Verluste nur zu einem kleinen Teil kompensiert würden.

    Verena Bentele, Präsidentin, Sozialverband VdK Deutschland:

    „„Zwar fallen die Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Energie deutlich geringer aus als noch im vergangenen Jahr. Menschen, die mit dem Existenzminimum auskommen müssen, spüren sie dennoch jeden Tag. Die Nullrunde bei den Bürgergeld-Regelsätzen führt dazu, dass sich viele Menschen schlechter versorgen können. Daher müssen die Regelsätze dringend grundlegend neu berechnet werden. Der heutige Regelsatz spiegelt in keiner Weise wider, was für ein Existenzminimum notwendig wäre.”“

    Joachim Rock, Abteilungsleiter und zukünftiger Hauptgeschäftsführer des Paritätischen:

    „„Das Bürgergeld reicht schon heute nicht aus, um eine gesunde Ernährung, Mobilität und soziale Teilhabe finanzieren zu können. Die Regelsätze bestimmen die Lebensumstände von über sieben Millionen Menschen, die mit steigenden Kosten kämpfen, maßgeblich mit. Eine Nullrunde darf es deshalb nicht geben, sie widerspräche auch Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts.”“

    Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied:

    „„Wir brauchen mehr Bezahlung nach Tarif, einen höheren Mindestlohn und beim Bürgergeld auch in Zukunft mindestens einen Inflationsausgleich. Denn das Preisniveau bleibt hoch und damit bleibt das Leben teuer. Auch wenn die Preise zuletzt weniger stark gestiegen sind, kommt man mit einem kleinen Einkommen kaum über die Runden. Es ist ungerecht, Menschen das soziale Netz Bürgergeld wegzureißen.““

    Michael Groß, Vorsitzender des Präsidiums der Arbeiterwohlfahrt:

    „„Ein anständiger Inflationsausgleich für die Ärmsten in unserer Gesellschaft ist eine Frage des Anstands und muss daher selbstverständlich sein. Was derzeit fehlt, ist der Mut für eine zukunftsorientierte Politik, die zuerst Ziele für eine gerechtere Gesellschaft formuliert und im zweiten Schritt mit den dafür nötigen finanziellen Mitteln tatsächlich auch hinterlegt. Wir müssen mit einer Reform der Schuldenbremse und der Stärkung der Einnahmenseite endlich Druck aus dem Kessel nehmen und einen Sozialstaat gestalten, der wirklich keinen zurücklässt.”“

    Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik, Diakonie:

    „„Schon vor der Inflation lag der Regelsatz weit unterhalb der tatsächlichen Bedarfe. Es hat zwei Jahre gedauert, bis mit den letzten Anpassungen die Inflationsfolgen weitgehend ausgeglichen wurden. Die Kaufkraft der Regelsätze darf nicht weiter sinken. Sonst werden immer mehr Menschen in Deutschland existentiell bedroht und können sich das Lebensnotwendige einfach nicht mehr leisten. Das kann ein Sozialstaat nicht einfach hinnehmen.”“
    Pressekontakt
    Das Portraitfoto zeigt Julia Frediani.

    Telefon: 030 9210580-409 030 9210580-409 Mobil: 0175 6604730 E-Mail: j.frediani@vdk.de

    Gemeinsames Positionspapier
    Drohende Nullrunde bei den Regelsätzen abwehren – Kaufkraft erhalten. Stand : 4.6.2024
    https://www.vdk.de/assets/bundesverband/dokumente/newsletter/Positionspapier_-_Drohende_Nullrunde_bei_den_Regels%C3%A4tzen_abwehren.pdf

    #Allemagne #politique #libéralisme #social #austérité #armement #SPD #CDU #FDP

  • Assurance chômage : un jeu de massacre en 10 graphiques | Alternatives Economiques
    https://www.alternatives-economiques.fr/assurance-chomage-un-jeu-de-massacre-10-graphiques/00111369

    Jamais, depuis 66 ans qu’existe l’assurance chômage, une réforme n’aura autant brutalisé les salariés privés d’emploi et jamais un gouvernement n’aura manié le bâton de manière aussi répétée. Ces superlatifs ont, il est vrai, déjà été largement utilisés pour qualifier les précédents coups de rabot de 2019-2021 puis de 2023. Pour autant, ces trois secousses telluriques rapprochées donnent une idée de la magnitude du séisme pour toutes celles et ceux qui vivront un jour un épisode de chômage.

    Elles donnent également un aperçu de l’ampleur de la réforme budgétaire amorcée par l’exécutif. Grâce aux tours de vis antérieurs, l’Unédic tablait sur des excédents de plus de 11 milliards en 2027. Cette dernière réforme devrait lui apporter 3,6 milliards d’euros d’économies supplémentaires par an, en rythme de croisière. De quoi permettre au gouvernement, qui avance ce chiffrage, de continuer à ponctionner dans les caisses de l’assurance chômage.

    Il aurait d’ailleurs tort de s’en priver : faire les poches des chômeurs est l’opération la plus simple et la plus rapide pour tailler dans la protection sociale sans que les syndicats, gestionnaires de l’Unédic, n’aient la capacité de mobiliser l’opinion pour la cause des demandeurs d’emploi.

    https://justpaste.it/fvana

    https://seenthis.net/messages/1055345

    • La bonne nouvelle après la bérézina électorale et ses résultats, toutes les lois en cours à l’AN sont en standby.
      La mauvaise, en cas de victoire des bas du front aux prochaines législatives : les drogués, les PD, les chômeurs, les non-souchiens, les électeurices de Rima Hassan... seront fusillés devant l’assemblée nationale le 14 juillet.

    • Oui, alors @vanderling, la loi sur l’assurance chômage et ses nouvelles dispositions prendrait effet le 1er décembre 2024. Et ce n’est pas l’AN qui va avoir la main sur le calendrier puisque :

      Pour réformer les paramètres de l’assurance-chômage, le gouvernement n’a pas besoin de passer par le Parlement. Il doit saisir les partenaires sociaux d’une négociation, via « une lettre de cadrage ». Mais en cas d’échec de leurs discussions, il peut reprendre la main par décret. Et cette fois, comme en 2019, c’est ce qui va se produire.

      Donc même si le RN s’est montré hostile à cette réforme dès les annonces de Attal en mars dernier, ils ne vont certainement pas continuer à « bordéliser » l’AN si ils sont majoritaires et si, qui plus est, certains d’entre eux entrent au gouvernement. Maintenant, il peut s’en passer des choses d’ci le 1er décembre ...

      https://www.lesechos.fr/economie-france/social/nouvelle-reforme-de-lassurance-chomage-ce-quil-faut-savoir-2087122

    • Chômage : malgré la dissolution, Macron maintient sa réforme
      https://rapportsdeforce.fr/breves/chomage-malgre-la-dissolution-macron-maintient-sa-reforme-061121400

      « Pendant les travaux, la vente continue », a répondu Agnès Pannier-Runacher, la ministre déléguée auprès du ministre de l’Agriculture, à propos de la réforme de l’assurance chômage. Une formule cynique pour expliquer que malgré la dissolution de l’Assemblée nationale et la convocation d’élections législatives dans trois semaines, le gouvernement ne renonçait pas à sa mesure d’appauvrissement de centaines de milliers de personnes privées d’emploi. Une réforme qui rapporterait selon un dernier chiffrage de l’Unédic entre 4 et 5,4 milliards d’euros par an d’ici cinq ans, au lieu des 3,6 milliards d’euros annoncés par la ministre du Travail.

    • Dans le magazine préféré de Pannier-Runacher
      www.capital.fr/economie-politique/reforme-de-lassurance-chomage-agnes-pannier-runacher-affirme-quelle-nest-pas-enterree-1498039

      La dissolution de l’Assemblée nationale laisse plusieurs questions en suspens. Les Français sont appelés aux urnes une nouvelle fois les 30 juin et 7 juillet prochains. Mais en attendant que les Français se prononcent à nouveau, que vont devenir les réformes engagées par le gouvernement, et au premier chef celle de l’assurance chômage ? Statu quo sur cette question à écouter Agnès Pannier-Runacher. Sur le plateau de BFM Business, la ministre déléguée auprès du ministre de l’Agriculture a affirmé de manière imagée que « pendant les travaux, la vente continue ».

      Ainsi, si « aucune loi ne sera discutée et votée pendant la période de préparation et de réalisation des élections », l’exécutif reste aux affaires. Agnès Pannier-Runacher a ainsi fait savoir que « le Conseil d’État continue donc son travail sur l’assurance-chômage ». Toutefois, la ministre déléguée a rappelé la règle qui prévaut en période électorale : « Le gouvernement ne doit pas annoncer de décision qui serait de nature à modifier le vote dans cette période de réserve. » Elle ne peut donc pas garantir que « les conditions sont réunies pour aller au bout », mais assure que la réforme de l’assurance chômage n’est pas enterrée.

      Si le papier glacé fait du mauvais compost, le cadavre de cette ministre peut contaminer tes carottes.
      https://seenthis.net/messages/1054680

    • 250 000 chômeurs privés d’indemnisation ? Malgré la dissolution, la bataille contre la réforme de l’assurance chômage continue
      https://www.humanite.fr/social-et-economie/assurance-chomage-2/250-000-chomeurs-prives-dindemnisation-malgre-la-dissolution-la-bataille-co

      « Pendant les travaux, la vente continue ». C’est par cette phrase aussi sibylline que maladroite (de quelle vente s’agit-il ? du bradage de notre modèle social ?) que la ministre Agnès Pannier-Runacher a annoncé que la réforme de l’assurance-chômage suivait son cours, en dépit de la dissolution de l’Assemblée nationale.

      de quelle vente s’agit-il ? du bradage de notre modèle social ?
      Traduction : de la vente de ce service public aux etps privées et du braquage du modèle social.

    • #Assurance-chômage : la réforme pourrait induire plus d’économies que prévu
      https://www.lemonde.fr/politique/article/2024/06/12/assurance-chomage-la-reforme-pourrait-induire-plus-d-economies-que-prevu_623

      Si elle est mise en œuvre, la réforme de l’assurance-chômage est susceptible d’avoir un impact encore plus fort que prévu – au détriment des demandeurs d’emploi. Une fois pleinement entrée en vigueur, elle pourrait engendrer des économies comprises entre 4 milliards d’euros et 5,4 milliards d’euros par an, selon des chiffrages provisoires fournis, mardi 11 juin, par l’#Unédic, l’organisme copiloté par les partenaires sociaux qui gère le régime d’indemnisation.
      Cette nouvelle évaluation est supérieure à celle qui avait été évoquée, le 22 mai, par le gouvernement lorsqu’il avait commencé à dévoiler son projet : à l’époque, l’exécutif tablait sur un rendement annuel de 3,6 milliards d’euros. Une telle révision à la hausse conforte les syndicats dans leur analyse : la portée des mesures arrêtées par le pouvoir en place est « absolument monstrueuse », comme l’a réaffirmé, mardi, Marylise Léon, la secrétaire générale de la CFDT.

      L’Unédic a livré des éclairages supplémentaires, lors d’une conférence de presse, en soulignant qu’il convenait d’être prudent sur les incidences de la réforme. Celle-ci passe par un décret, qui est censé être publié au Journal officiel avant le 30 juin, mais dont les grandes lignes sont connues. A l’avenir, pour pouvoir toucher une #allocation, les #chômeurs devront avoir travaillé huit mois sur les vingt derniers (contre six mois au cours des vingt-quatre écoulés, aujourd’hui). En outre, la période d’indemnisation sera raccourcie (de dix-huit à quinze mois, pour le droit commun, tandis que les personnes d’au moins 57 ans seront couvertes pendant vingt-deux mois et demi, contre vingt-sept à l’heure actuelle).

      Une version du décret a déjà été communiquée par les services de l’Etat, mais « certains aspects de l’écriture ne sont pas tout à fait clairs », a déclaré, mardi, Christophe Valentie, le directeur général de l’Unédic, en soulignant le caractère « complexe » et « multifactoriel » du texte. C’est pourquoi il y a une « estimation très large des économies », a-t-il ajouté. Il est certain, en tout cas, que les effets seront « massifs ».

      Les syndicats espèrent le retrait
      Alors que le gouvernement espère stimuler les embauches avec sa réforme, en misant sur 90 000 postes en plus, M. Valentie a fait part de ses interrogations à ce sujet : « J’attends qu’ils nous expliquent comment ils ont fait leurs calculs. » A l’Unédic, a-t-il poursuivi, « on ne parle pas en création d’emplois [quand il s’agit d’apprécier] l’impact d’une mesure ». « C’est un exercice quand même assez casse-gueule car ça suppose des modifications de comportements et des anticipations de retour à l’emploi, a expliqué M. Valentie. Les modèles qui sont en capacité de dire “ça va créer tant” sont en discussion. »

      Les éléments apportés par l’Unédic sont du pain bénit pour les syndicats, qui continuent leur offensive pour obtenir le retrait d’un projet du brutalité sans précédent, selon eux. Mardi après-midi, au Conseil économique, social et environnemental (CESE), ils ont organisé une rencontre sur l’assurance-chômage avec quatre chercheurs : les économistes Bruno Coquet et Michaël Zemmour, la sociologue Claire Vivès, la psychologue du travail Dominique Lhuilier. « Une opération de résistance par l’intelligence », a lancé François Hommeril, le président de la CFE-CGC, durant les prises de parole, en présence des journalistes. Pour lui, le seul objectif de la réforme est d’« appauvrir » les demandeurs d’emploi.

      Son homologue de la CGT, Sophie Binet, a dénoncé le « hold-up de 5,4 milliards d’euros » commis par l’exécutif aux dépens des chômeurs. C’est « injuste, inacceptable », a renchéri Frédéric Souillot, le secrétaire général de Force ouvrière (FO). Quant au président de la CFTC, Cyril Chabanier, il a rappelé que la proposition de loi du groupe Libertés, indépendants, outre-mer et territoires (LIOT), à l’Assemblée nationale, pour contrer le projet du pouvoir en place, avait de « fortes chances de passer », mais celle-ci ne pourra finalement pas être examinée en séance, du fait de la dissolution. Il s’agit d’un « déni de démocratie », a déploré M. Chabanier.

      Plusieurs responsables syndicaux ont confirmé leur intention de contester le décret devant le Conseil d’Etat, sans préciser les arguments juridiques qu’ils comptent invoquer. « On ne va pas dévoiler nos cartes maintenant », a dit, en souriant, Mme Binet. Et de conclure, pleine d’optimisme : « Je suis plutôt confiante sur le non-avenir de cette réforme, au regard du non-avenir de ce gouvernement. »

      #travail #guerre_aux_pauvres

  • Druschba : DDR-Erdgastrasse durch die Ukraine – ein Friedensprojekt als Kriegsopfer
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/erdgasleitung-durch-die-ukraine-der-bauleiter-blickt-auf-verbrannte

    En 1979 les jeunes ouvriers de la #RDA construisent le gazoduc Droujba (amitié) en URSS (A ne pas confondre avec l’Oléoduc du même nom) . Ils inauguraient une nouvelle époque de paix entre les peuples d’Europe.

    Là il va falloir attendre encore deux générations avant de pouvoir envisager la prochaine phase d’amitié entre les peuples russes, ukraniens et allemands Pourvu que nos dirigeants ne provoquent pas une situation qui opposera encore plus longtemps les peuples les uns contre les autres.

    6.4.2024 von Maritta Adam-Tkalec - Vor 50 Jahren begann die DDR den Bau eines Abschnitts der „Sojus“-Pipeline, der damals längsten Erdgastrasse der Welt. Wie das Jahrhundertprojekt Europa prägte.

    Nie zuvor hatte sich die DDR einer derart großen und komplexen Aufgabe gestellt wie dem Bau eines 518 Kilometer langen Abschnittes der insgesamt 2743 Kilometer messenden Erdgastrasse „Sojus“ – der damals längsten Pipeline der Welt. Die Vorbereitungen für die Arbeiten auf der gigantischen Wanderbaustelle begannen im Herbst 1974, den Beschluss hatten die sozialistischen Länder im Juni, also vor genau 50 Jahren gefasst.

    Die planmäßige Fertigstellung erfolgte in unfassbar kurzer Zeit – bereits im September 1978 konnte die geprüfte Gasleitung mit vier Verdichterstationen dem sowjetischen Auftraggeber und Eigentümer übergeben werden. Gazprom setzte das System über die ebenfalls von den DDR-Bauleuten in Tscherkassy errichtete Steuerzentrale schrittweise in Betrieb.

    Die Leitung des Teams von Spitzenkräften übernahm bald Bauingenieur Werner Heinze, 1938 im thüringischen Dorf Mellenbach-Glasbach geboren. Der Baustellendirektor erinnert sich an die vielen ungeahnten Schwierigkeiten im DDR-Bauabschnitt, der vollständig in der Ukraine lag: „Unsere Mannschaften hatten zwar Erfahrungen mit Leitungen in flachem Gelände wie etwa zwischen Karl-Marx-Stadt und Leipzig, aber solche Steigungen und die komplizierten Bodenverhältnisse mit bis zu eineinhalb Meter mächtigem Mutterboden, der bei Tauwetter wie Schmierseife wird, kannten wir nicht.“

    Dazu kamen die technischen Anforderungen mit Rohren aus westlicher Produktion von 1420 Millimeter Durchmesser, nicht gekannten Wandstärken und hohen Stahlqualitäten, die notwendig waren, um ein gigantisches Rohrsystem mit einem Betriebsdruck von 75 bar zu betreiben.
    „Wetterbedingungen und Bodenverhältnisse sind eben nicht ganz zu überlisten, und in Tauwetterperioden muss man keine 30 Meter langen Rohrsektionen im Schlamm versenken, sondern andere Arbeiten planen. Aber das haben wir so richtig erst zum Schluss begriffen.“ Für die ersten 100 Meter brauchten die Teams Tage zum Experimentieren, am Ende verlegten die Trupps fast drei Kilometer pro Tag.

    Baustellendirektor Werner Heinze überreicht der Brigade Oleg Koschewoi eine Auszeichnung. Das war 1976 in Alexandrowka, ukrainisch Oleksandriwka. Die Ortschaft mit 74 Prozent jüdischer Bevölkerung war vom 5. August 1941 bis zum 8. Januar 1944 von der Wehrmacht besetzt. Fast 700 Menschen wurden in der Zeit erschossen. Dirk Heinze&

    Heute beobachtet Werner Heinze den Krieg in der Ukraine mit großer Betroffenheit – immerhin stecken fünf Jahre seines Lebens in der Pipeline. Er denkt in erster Linie an das Leid der Menschen, mit denen er zusammen gearbeitet, gelebt und gefeiert hat. Die Trasse ist nur noch ein Fragment: „Schade um die Anlagen. Schade, dass die Weltpolitik ein solch wichtiges Projekt kaputtgemacht hat“, sagt er voller Zorn auf den Angriffskrieg.

    Nach seiner Überzeugung begannen die Auseinandersetzungen, als die Europäische Kommission zu Zeiten von Kommissionspräsident Manuel Barroso 2010 der Ukraine nicht die Möglichkeit gegeben habe, sowohl mit Russland als auch mit der EU normale staatliche Vereinbarungen abzuschließen, und so einen Keil zwischen die Ukraine und Russland getrieben habe.

    Neben der Sowjetunion beteiligten sich an der gesamten Trasse alle damaligen sozialistischen Länder: Rumänien, Ungarn, die CSSR, Bulgarien, Polen und die DDR. Sie bildeten die „Union“, russisch Sojus. Der Name „Druschba“, Freundschaft, wurde dem DDR-Abschnitt bei der Verabschiedung der ersten 500 Jugendlichen in Berlin verliehen.

    Im Juni 1974 hatte der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) in Sofia das Großprojekt auf den Weg gebracht. Die Energie- und Rohstoffversorgung der Mitgliedsländer sollte langfristig, stabil und preisgünstig gesichert werden. Auch Westeuropa sollte auf Jahrzehnte davon profitieren. Schon zwei Jahre zuvor, am 6. Juli 1972, hatten die Bundesrepublik und die Sowjetunion einen ersten Liefervertrag für das heiß begehrte Erdgas unterzeichnet.

    Zwar gab es noch keine Pipeline, wohl aber seit 1970 ein zwischen westdeutschen Firmen und Banken mit der Sowjetunion geschlossenes Abkommen: das von der Regierung Willy Brandt im Sinne von Wandel durch Handel angebahnte Erdgas-Röhrengeschäft. Erst die Pipeline Sojus erschloss den Lieferweg – und ohne Röhren, Baumaschinen und andere Technik aus dem Westen wäre der sozialistische Trassenbau nicht Realität geworden.

    Die Pipeline überwand den Eisernen Vorhang im Kalten Krieg; heute sagen manche, sie habe in die russische Rohstoff-Knechtschaft geführt. Heinze meint: „Unsere Politiker verschweigen aber, dass unser Wohlstand und die Stärke der deutschen Wirtschaft über Jahrzehnte zu einem nicht unerheblichen Teil auf preiswertem Gas aus Russland basierte.“

    Die DDR bekam keinen Direktanschluss

    Der DDR-Abschnitt reichte von Krementschuk am Fluss Dnipro bis ins westukrainische Kleinstädtchen Bar. Der Rest bis zum Sojus-Endpunkt lag in ungarischer Verantwortung. Von Ushgorod an der Grenze zu Ungarn strömte das sowjetische Erdgas in ein Rohrleitungsnetz, an das zahlreiche europäische Länder angeschlossen waren.

    Eine direkte Leitung in die DDR gab es nie, die Verteilung lief größtenteils über Österreich. Das unterschied diese Trasse von der Erdölleitung „Freundschaft“, die seit 1963 direkt die Chemiewerke in Schwedt und Leuna belieferte. Hauptabnehmer für das Erdgas aus der nahe der Grenze Russlands zu Kasachstan gelegenen Region Orenburg wurde in der DDR die Chemieindustrie und das Kombinat Schwarze Pumpe.

    _Was schon die Wehrmacht auf dem Rückzug durch die Ukraine erfuhr: Bei Tauwetter ist kein Weiterkommen. Hier ein im Schlamm versunkenes Komatsu-Baugerät.

    Was schon die Wehrmacht auf dem Rückzug durch die Ukraine erfuhr: Bei Tauwetter ist kein Weiterkommen. Hier ein im Schlamm versunkenes Komatsu-Baugerät. Sammlung Heinze/privat

    Baustellendirektor Werner Heinze überreicht der Brigade Oleg Koschewoi eine Auszeichnung. Das war 1976 in Alexandrowka, ukrainisch Oleksandriwka. Die Ortschaft mit 74 Prozent jüdischer Bevölkerung war vom 5. August 1941 bis zum 8. Januar 1944 von der Wehrmacht besetzt. Fast 700 Menschen wurden in der Zeit erschossen.

    Bei Baubeginn war der Zweite Weltkrieg gerade 30 Jahre vorbei. In den ukrainischen Dörfern hätten sich die Menschen noch sehr genau an die Verbrechen der Wehrmachtssoldaten erinnert, sagt Heinze. „Wir waren die ersten Deutschen, die wieder in der Region auftauchten, in einer Zeit, als noch Leichen umgebettet wurden.“

    Bei Tscherkassy, wo die Baustellendirektion saß, hatte im Januar/Februar 1944, ein Jahr nach dem sowjetischen Sieg in Stalingrad, eine der größten Kesselschlachten des Zweiten Weltkriegs mit Zehntausenden Toten stattgefunden; im Oblast Winniza (heute Winnyzja), wo die DDR eine Gasverdichterstation baute, befand sich das sogenannte Führerhauptquartier Werwolf.

    Die Wehrmacht und die Ukrainer

    Alle Trassenbauer wurden in den Dörfern, bei offiziellen Meetings und persönlichen Treffen mit der unsäglichen Vergangenheit direkt konfrontiert, erzählt Heinze: „Das verlangte politisches Fingerspitzengefühl.“ So habe er bei einer Vertragsverhandlung im Zementwerk Uman den Werkleiter zu später Stunde gefragt: „‚Genosse Abramowitsch, wie war es im praktischen Leben, als die Naziarmee hier war?‘ Die Antwort: ‚Vor der Besetzung bestand meine Familie aus 21 Personen, danach blieb ich mit meiner Nichte alleine übrig.‘ Ich hatte keine Frage mehr.“

    Vor allem deshalb habe sich der Beschluss als weise erwiesen, den Trassenbau im historisch verbrannten Gelände als FDJ-Projekt zu organisieren: „90 Prozent der Leute auf unseren Baustellen waren jung, nach dem Krieg geboren, unbelastet“, sagt Heinze: „Das war ein Segen.“ Es gelang, die anfängliche Distanz zu den Einheimischen in Nähe zu verwandeln. 150 deutsch-ukrainische Ehen hat die Trasse gestiftet. Von den Dorffesten, zu denen die Trassniks eingeladen waren, reden die Leute noch heute.

    Der Arbeitsalltag mit seinen Partnern lief vollständig auf Vertrauensbasis, sagt der Baustellendirektor: „Handschlag und ein Blick in die Augen. Kein Papier“, so habe das die ganze Zeit funktioniert. Die Kommunikation mit den sowjetischen Auftraggebern und Vertragspartnern regelte sich auf kurzem Weg von Baracke zu Baracke in Tscherkassy.

    Die Kosten derart politisch aufgeladener Projekte ufern in der Regel aus, und die Trasse bildete keine Ausnahme. Im Prinzip besagte der Vertrag mit der Sowjetunion: Ihr baut auf vorgegebener Strecke nach sowjetischen Normen und Vorschriften mit DDR-Kapazitäten und -Mitteln, einschließlich der Bezahlung für Rohre, Verdichter und spezieller Bautechnik durch freie Devisen, und bekommt dafür 20 Jahre lang eine festgelegte Menge Gas.

    Das sowjetische Projekt setzte die technische und technologische Beherrschung der notwendigen Arbeiten voraus und dass diese mit minimalstem sozialen Aufwand durchgeführt würden. Das traf auf die DDR nicht zu, so Heinze: „Die Baubrigaden wurden neu zusammengestellt, geschult, auf das Ausland vorbereitet, transportiert, wesentlich höher bezahlt und mussten schrittweise auf das Produktivitätsniveau herangeführt werden.“ Für Versorgung und Betreuung bot die DDR das beste Verfügbare auf. Das Baumaterial kam überwiegend per Schiene und Luftfracht, das hob die Kosten über das sowjetische Projekt hinaus an.

    „Dem politischen Auftrag entsprechend hatten wir natürlich auch mehr Mitarbeiter in Partei, FDJ und gesellschaftlichen Organisationen, als es in einem Kombinat im Inland Normalität war“, sagt Heinze. Ergebnis: „Nach vorliegenden Unterlagen kamen Mehraufwendungen von etwa einer Milliarde Mark der DDR zusammen, die vom sowjetischen Projekt nicht gedeckt waren und für die es natürlich auch kein Gas gab.“ Die DDR bezog dafür das Gas zu einem Preis, der unter Weltmarktpreis lag, aber eine volkswirtschaftliche Gesamtaufrechnung von Aufwand und Gaslieferungen liegt nach Heinzes Recherchen nirgends vor.

    Drei Monaten Arbeit an der Trasse folgte ein vierwöchiger Heimaturlaub. Hinter jedem Arbeitszyklus lag für alle Trassniks harte Arbeit, aber auch eine Zeit voller Erlebnisse im Kollektiv und zunehmend im „Territorium“. Das „fröhliche Jugendleben“ sei immer mit dabei gewesen, aber an erster Stelle hätten die Produktionsziele gestanden, stellt der Baudirektor klar.

    Die Bezahlung lag über den Einkünften im Inland; Schweißer kamen schon mal auf 3000 Mark im Monat. Das Tagegeld von sieben Rubel konnte zum Teil nach Hause transferiert und zum Einkauf von Westwaren oder für bevorzugten Autokauf verwendet werden. In den Spitzenzeiten 1976/77 war die Baustelle mit etwa 6000 Menschen besetzt, rund 12.000 junge Menschen waren insgesamt dabei. Viel mehr junge DDR-Bürger wollten mitmachen: „Wir hatten sofort nach dem Aufruf der FDJ mindestens 30.000 Bewerber – ohne dass bekannt war, wie gut die Besoldung geregelt wurde“, erinnert sich Heinze.

    Trotz des schließlich glücklichen Verlaufs dachten die DDR-Verantwortlichen am Ende: „Das machen wir nie wieder.“ Als aber kurz darauf die Sowjets abermals anklopften, diesmal wegen der Jamal-Pipeline, die Gas aus der Eismeer-Region liefern sollte, machte die DDR wieder mit – doch galten strikt die Regeln kommerzieller Projekte.

    Die Druschba-Trasse ist in der DDR-Erinnerung positiv verankert. Trotz des Krieges in der Ukraine liegen die Rohre intakt im Boden. Deutschland aber bezieht lieber Flüssiggas aus Katar oder den USA, obwohl der Landweg allemal ökologischer und billiger ist. Tragisch, wie eine grandiose Gemeinschaftsleitung, ein Jahrhundertprojekt, auf diese Weise endet.

    #Allemagne #URSS #Ukraine #économie #énergie #guerre #paix #socialisme #comecon #haz_naturel #gazoduc #jeunesse #histoire

  • Namibia zwischen postkolonialer Amnesie und erstarkendem Protest – ein Reisebericht
    https://www.berliner-zeitung.de/open-source/namibia-zwischen-postkolonialer-amnesie-und-erstarkendem-protest-ei

    9.6.2024 von Bärbel Ruben - Unsere Autorin reiste durch Namibia. Ein Bericht über skurrile Hinterlassenschaften des deutschen Kolonialismus, bröckelnde Machtansprüche und Impulse für die Zukunft.

    Namibia ist ein beliebtes Reiseziel der Deutschen. Unsere beiden Länder haben jedoch eine schmerzhafte gemeinsame Kolonialgeschichte: Deutsche Soldaten begingen hier einen Völkermord an den OvaHerero und Nama. Zugleich wird Swakopmund heute noch von den deutschsprachigen Namibiern ungeniert als Deutschlands südlichstes Nordseebad beworben.

    Mit großem Unbehagen beobachtete Bernd Heyl diese postkoloniale Amnesie, als er vor 20 Jahren das erste Mal nach Namibia reiste. Gemeinsam mit Helga Roth erarbeitete er ein alternatives Reiseangebot und veröffentlichte einen postkolonialen Reiseführer. Er schließt damit einen blinden Fleck. In diesem Jahr habe ich mich Heyls Reiseleitung anvertraut.

    Wir kommen am Ende der Regenzeit, Ende März in der Hauptstadt Windhoek an. Hier ist die Debatte um das koloniale Erbe allgegenwärtig. Sie wird von jungen Namibierinnen und Namibiern, die nach der Unabhängigkeit geboren wurden, vorangetrieben.

    Ein denkmalloser Sockel sorgt bei uns für eine erste Irritation. Hier thronte bis November 2022 der „Schutztruppenoffizier“ Curt von François. Da die Nama-Gemeinschaft unter Hendrik Witbooi sich weigerte, sich den Deutschen mittels Schutzverträgen zu unterwerfen, befahl von François 1893 ein hinterhältiges Massaker, das den Ort Hornkranz auslöschte.

    Das Bronzestandbild von Curt von François steht heute nicht mehr auf einem Sockel, sondern liegt auf Autoreifen gebettet am Rande eines Parkplatzes. Die Initiative dazu ging von der namibischen Künstlerin Hildegard Titus aus, die im Juni 2020 die Online-Petition „A Curt Farwell“ startete. 1500 Unterschriften wurden dem Bürgermeister von Windhoek übergeben. Es war die erste erfolgreiche zivilgesellschaftliche Denkmal-Initiative. Vorbilder waren Aktivisten südafrikanischer Universitäten.

    Weiter geht’s zum viel kritisierten neuen Wahrzeichen der Stadt, dem Independence Memorial Museum. Der in Nordkorea bestellte Kolossalbau wurde 2014 ohne Beteiligung namibischer Historiker und Künstlerinnen errichtet. In ikonografischer Bildsprache werden die Helden des Kampfes gegen die koloniale Unterdrückung, wie Friedrich Maharero und Hendrik Witbooi geehrt und der Völkermord, die Apartheid sowie der Befreiungskampf der SWAPO thematisiert. Die hyperrealistischen Monumentalgemälde erinnern uns an die heroische Bildsprache sowjetischer Künstler.

    Zum Gesamtensemble gehört auch das Genozid Memorial. Hier wird das Leiden der OvaHerero und Nama – ausgehend von historischen Bilddokumenten – in Steintafeln konserviert. Etwas ratlos stehen wir schließlich vor der überdimensionalen Statur von Sam Njuoma, dem ersten Präsidenten Namibias.

    Ironie der Geschichte: An dieser Stelle stand von 1912 bis 2014 das zentrale koloniale Wahrzeichen der Stadt. Ein namenloser Reiter mit Gewehr. Im Hof der Alten Feste, der ehemaligen kolonialen Militärverwaltung, ist er jetzt vorerst abgestellt.
    Ambivalente Rolle der Missionare

    Wir ziehen weiter. Helga Roth macht uns auf ein fantasievolles Mural an der Giebelwand des Collage of Theaters in der Robert Mugabe Avenue aufmerksam: Ein weißer Hase sitzt auf dem alten Kolonialsockel und der Reiter wirbelt in Einzelteile gesprengt durch die Luft. Der Einfallsreichtum der Studierenden regt unsere Fantasie an.

    In den südnamibischen Ortschaften Gibeon, Keetmanshoop und Bethanien beschäftigen wir uns mit der ambivalenten Rolle der Missionare als Wegbereiter des Kolonialismus. 1866 entstand die erste Kirche der Rheinischen Missionsgesellschaft in Keetmanshoop. Da sie in der Regenzeit von einer Flutwelle zerstört wurde, kam es 1895 zu einem Kirchenneubau durch Abraham Thomas, einem Evangelisten aus der Gemeinschaft der Nama.

    Viele Führer der Nama-Gemeinschaften (Namakaptains) waren bereits in ihren Herkunftsorten im südlichen Afrika mit dem Christentum in Berührung gekommen, hatten sich taufen lassen und versprachen sich vom Kontakt mit den Missionaren Schutz und Ansehen, aber auch europäische Handelswaren, wozu Waffen und Alkohol gehörten. Nicht zuletzt erhofften sie sich Stärke durch Glauben.

    Eine Ausstellung in der Kirche von Keetmannshoop macht uns mit Persönlichkeiten der Nama-Gemeinschaften bekannt. In dieser Stadt existieren, wie auch andernorts, parallele Erinnerungswelten scheinbar friedlich nebeneinander. Auf zwei Obelisken werden die „Offiziere und Mannschaften der Kaiserlichen Schutztruppe, welche in den Kriegsjahren 1904–1907 den Heldentod starben“ geehrt.

    Die wohl skurrilste Hinterlassenschaft des deutschen Kolonialismus betreten wir in Duwisib. Hier steht ein Schloss – im Stil der Wilhelminischen Neuromantik, das der Kolonialkrieger Hansheinrich von Wolf 1909 durch afrikanische Arbeiter errichten ließ. Es steht ebenso wie Fort Namutoni, die nördlichste deutsche Kolonialfeste, unter Denkmalschutz.

    Ein weiteres gut gepflegtes Machtsymbol der Deutschnamibier ist der in Omaruru errichtete Franketurm, vor dem eine Kanone steht, die uns in unheilvoller Weise an den Vernichtungsbefehl Lothar von Trothas denken lässt. Der Turm erinnert seit 1907 an den Kommandeur Viktor Franke, der im Gefecht von Omaruru einem Teil der OvaHerero-Gemeinschaften eine tödliche Niederlage bereitete. 1964, also in der Apartheidszeit, wurde der Turm zum nationalen Denkmal erhoben, hier gab es eine Allianz im Geiste zwischen Buren und Deutschen. Der eigentliche Skandal: Erst 2018 kam eine neue Gedenktafel des Nationalen Denkmalrats dazu. Darauf werden Franke und Kameraden weiterhin als Helden von Omaruru gefeiert. Ziemlich fassungslos verlassen wir diesen aus der Zeit gefallenen Ort.

    Die Anerkennung des Völkermords ist eine geschichtspolitische Zäsur

    Am atemberaubend schönen Waterbergmassiv erfahren wir von den schrecklichen Ereignissen, die sich hier vor 120 Jahren abgespielt haben. Der Gegensatz von natürlicher Schönheit und historischem Grauen ist schwer auszuhalten.

    Nach der Schlacht am Waterberg im August 1904 unter dem Befehl Lothar von Trothas flohen die OvaHerero in die Omahekewüste, um sich bis Britisch-Betschuanaland zu retten. Zehntausende überlebten diesen Marsch nicht, sondern verdursteten, da die Deutschen ihre Wasserstellen besetzten. Da wir wissen, dass unser namibischer Reisebegleiter Harold Tjiuiju Herero ist, fassen wir Mut und fragen ihn, was er denkt, wenn er mit uns an diesem Ort weilt. Plötzlich öffnet sich der zurückhaltende Mann und spricht davon, dass seine Urgroßmutter die Flucht vor den deutschen Truppen nicht überlebt hat. Die Familie hat kein Grab, an dem sie sie betrauern kann.

    In der ehemaligen deutschen Polizeistation, dem heutigen Waterberg Camp, sitzen wir im Speisesaal. An den Wänden hängen die Kolonialzeit verherrlichende Bilder samt deutschem Kaiserpaar Auguste Viktoria und Wilhelm II. Es sind keine alten, ausgeblichenen Fotos, sondern Reproduktionen. Das Haus wurde nach der Generalsanierung im Jahre 2007 durch den namibischen Tourismusminister wiedereröffnet. Eine große Chance wurde verpasst. Platz wäre ausreichend vorhanden, um hier am authentischen Ort über die deutschen Kolonialverbrechen aufzuklären.

    Ein paar Kilometer weiter besichtigen wir den von der Kriegsgräberfürsorge Windhoek gepflegten Kolonialsoldatenfriedhof. Wir wissen, dass es für die meisten der 60.000 OvaHerero und Nama, die dem Genozid zum Opfer fielen, keine Gräber gibt. Noch immer findet man ihre Gebeine in der Omahekewüste und an anderen Orten. Die von der „Kameradschaft deutscher Soldaten“ am Mauerrand eingelassene Gedenkplatte zum „Andenken der in der Schlacht am Waterberg 1904 gefallenen Hererokrieger“ ist ein Feigenblatt.

    Aktivismus im Wohnhaus und im Stadtzentrum

    Im Stadtteil Matatura von Swakopmund treffen wir den Aktivisten Laidlaw Peringanda. Unsere Gruppe hat keinen Platz in dem kleinen Zimmer seines Wohnhauses, in dem er das Swakopmund Genozid Museum eingerichtet hat. An den Wänden hängen verstörende Fotos aus dem Bestand des Namibischen Nationalarchivs: angekettete, die Passmarke tragende Kinder oder für den Transport in die deutschen Museen vorbereitete Schädel. Auch das ikonografische Bild von den ausgemergelten OvaHerero, das wir bereits im Unabhängigkeitsmuseum, als Steinrelief auf dem Genozid Mahnmal in Windhoek und in vielen Büchern gesehen haben, findet sich hier.

    Uns beschäftigt die Frage, ob man diese durch weiße Herrenmenschen gefertigten Aufnahmen weiterhin in Museen zeigen sollte. Werden die Opfer hierdurch nicht nochmals entwürdigt? Werden so Traumata von Generation zu Generation weitergegeben? Laidlaw Peringanda ist unbedingt dafür, diese Bilder zu zeigen. Schüler, Studierende und Bildungsreisende finden den Weg zu ihm. Aber eigentlich gehört so ein Museum ins Zentrum von Swakopmund, finden wir.

    Dort, im Zentrum, beschönigt das von einem privaten Trägerverein getragene Stadtmuseum noch immer die deutsche Kolonialvergangenheit. Ein zaghaftes Umdenken hat jedoch eingesetzt, seit 2022 präsentiert das Museum eine kleine Ausstellung zu den Kolonialverbrechen, die von den international bekannten Namibia-Experten Larissa Förster, Julia Binter und Dag Hendrichsen, unter Einbeziehung von Laidlaw Peringanda kuratiert wurde. Im Zentrum von Swakopmund sieht man rote Farbspritzer am großen Marinedenkmal der Deutschen Schutztruppen. Der aktivistische Protest bezeugt, wie auch hier die konservierte Zurschaustellung kolonialer Machtansprüche zu bröckeln beginnt.

    Anderntags tauchen wir ein in den Swakopmund Memorial Peace Park Cementry, eine Art Parkfriedhof der Erinnerung. Seit 2007 umfasst er auch ein riesiges anonymes Gräberfeld, in dem die Gebeine von ca. 3000 OvaHerero und Nama bestattet sind. Sie stammen von Menschen, die die deutschen Konzentrationslager von Swakopmund nicht überlebten. Vielen Touristen ist gänzlich unbekannt, dass es hier das größte Konzentrationslager der Kolonie gab; weitere befanden sich in Windhoek, Brakwater, Okahandja, Omaruru, Karibib, Keetmanshoop und Lüderitz.

    Am Rand des Gräberfeldes erinnert das „Nama und Ovaherero Genocide Monument“ daran, dass die Menschen an Hunger, Sklavenarbeit, durch sexuellen Missbrauch, Krankheiten, Erschöpfung, dem unwirtlichen Klima oder durch Mord deutscher Soldaten starben. Die Grabhügel im Wüstensand haben uns sehr beeindruckt. Der überdeutliche Kontrast zu den gepflegten, von Palmen beschirmten Grabstätten der Europäer sagt alles über die bis heute andauernde schreiende Ungleichheit im Lande aus.

    Bärbel Ruben ist Diplomhistorikerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Neukölln.

    #Allemagne #Namibie #Afrique #colonialisme #histoire

  • A #Lille, depuis 15 ans, un projet de « doublage » de la taille des rames de #métro est en réalisation SANS JAMAIS voir le jour.

    Comme je n’ai pas trouvé d’enquête complète et récente, je vais tenter ici de réunir au moins les articles qui permettent de se faire une idée.
    Peut être faut-il être sur d’autres réseaux sociaux pour avoir de l’info fraîche, mais je n’irai pas traîner la dedans, je fais ça ici.

    Info perso :
    Depuis 1 an, des actions techniques ont lieu régulièrement pour faire avancer le sujet.
    Il y a d’ailleurs eu un clash il y a 6 mois entre la MEL et #Alstom, dans les médias, ca se traduisait pas un éventuel procès et un blocage complet du projet. Mais en fait non.
    Par contre, le fait que ça n’avance pas... ça oui.
    Le fond du problème, ça serait la disparition des compétences qui étaient utilisées lors de sa réalisation dans les années 70-80.
    Il se disait aussi (mais depuis 30 ans) qu’un métro n’aurait jamais du être confié à un électronicien (Gabillard), mais plutôt à un.e automaticien. Que c’est ca qui casse tout.

    Et si on veut doubler ces rames, c’est que le besoin est pressant. La fréquence est déjà au max, le remplissage plus que saturé. Alors imaginez au quotidien... et cela depuis 10-15 ans.
    C’est toute la métropole et ses habitants qui en pâtissent.

    #transport_public #scandal #MEL #VAL

    • Et le tout sans parler des portiques ultra longs à s’ouvrir. De la présence de portiques, TOUT COURT. Et de l’apparition de plusieurs services de ticketing qui ont amené des modes de bipages différents et confusants.
      Sans compter non plus les tarifs en hausse constantes, les tarifications socio-humiliantes.
      Sans compter aussi, car c’est la même compagnie, les V’Lille en concurrence avec des fournisseurs privés de vélos, le tout sans augmentation des impôts alors que pourtant ces modes de transports biberonnent les commerces depuis des années.

  • Quando l’Italia scoprì i naufragi dei migranti

    Marzo 1997. Il mare di mezzo subisce le politiche repressive dell’Italia per chiudere i confini. La tragedia della #Kater_i_Rades si inserisce in una storia secolare di migrazione nell’Adriatico.

    Tutto sembra iniziare e finire con una polaroid. Agosto 1991, porto di Bari. Un peschereccio ha lanciato l’allarme alla Guardia Costiera di Brindisi:

    «C’è una nave stracarica di persone, viene verso l’Italia». «Quanti saranno?», chiede il controllo. «Una marea», risponde il peschereccio. La nave era la #Vlora, appena tornata in Albania dopo aver scaricato zucchero a Cuba.

    Il comandante della nave #Halim_Milaqi raccontò dell’assalto della folla di disperati allo sbando dopo la caduta del regime comunista, raccontò di essere stato costretto a levare l’ancora dal porto di Valona e a far rotta verso l’Italia.

    Il viceprefetto di Brindisi, #Bruno_Pezzuto, decise di dirottare la nave Vlora con i suoi ventimila passeggeri verso il porto di #Bari, pensando che le ore necessarie a un’imbarcazione così carica e lenta per raggiungere il capoluogo regionale potessero aiutare a organizzare soccorsi. Il resto è storia: lo sbarco sul molo troppo piccolo, ma più lontano dalla città; migliaia di persone ammassate allo #Stadio_della_Vittoria; i rimpatri; le tensioni tra l’amministrazione cittadina del capoluogo pugliese e il governo di Roma.

    Come se tutto quello che è accaduto, l’8 agosto 1991, fosse una sorta di trailer di quella che sarebbe diventata la narrazione tossica sulle migrazioni in Italia nei trent’anni seguenti. Una folla di senza nome, un affresco minaccioso, l’impressione dell’invasione. E delle frontiere che diventano letali.

    Il primo respingimento

    Ancora Italia-Albania, ancora lo stesso Adriatico, ma siamo nel 1997, il 28 marzo alle 18:57 per la precisione.

    La Kater i Rades, una motovedetta di piccole dimensioni, si dirige verso l’Italia. È carica di uomini, donne e bambini. In fuga dalle violenze che sono esplose in Albania dopo il crollo delle piramidi finanziarie che hanno messo sul lastrico tante famiglie.

    In Italia il dibattito politico è veemente: si teme un’altra “invasione” di migranti dall’Albania, il governo è sotto pressione e rafforza il pattugliamento nelle acque tra i due Stati. La Marina adotta anche manovre intenzionali per disturbare e interdire la navigazione di altri natanti civili.

    Una corvetta della Marina militare italiana, la Sibilla, avvista l’imbarcazione e inizia le manovre di “dissuasione”. Insegue la Kater i Rades, le gira intorno, la avvicina. Troppo. La tocca a poppa e in pochi minuti l’imbarcazione cola a picco nel Canale d’Otranto. I superstiti furono solo 34, i morti 57, in gran parte donne e bambini, 24 corpi non verranno mai ritrovati.

    Il processo per accertare le responsabilità dell’accaduto è molto lungo e alla fine gli unici responsabili del disastro risultano essere il comandante della Sibilla e l’uomo al timone della Kater.

    «Il naufragio della Kater i Rades costituisce una pietra di paragone per tutti gli altri naufragi a venire, non solo perché è stato l’esito delle politiche di respingimento e dell’isteria istituzionale che le ha prodotte. Non solo perché i termini della questione oggi sono i medesimi. Non solo perché, con totale cinismo o somma indifferenza, una forza politica di governo continua a parlare di blocchi navali nel Mediterraneo. Il naufragio della Kater i Rades è una pietra di paragone, perché, a differenza dei molti altri avvolti nel silenzio, è possibile raccontarlo», scrisse Alessandro Leogrande, nel suo libro inchiesta Il Naufragio, raccontando quello che viene ormai ricordato come la prima delle cosiddette tragedie del mare.

    Indietro nei secoli

    Eppure l’Adriatico è stato per secoli una rotta di migrazioni, del passato e del presente.

    La prima migrazione di massa è probabilmente sulla stessa rotta: ancora Albania-Italia. Tra il XV e il XVII secolo, provenienti da quelle regioni note come Epiro (oggi a cavallo tra Albania e Grecia), centinaia di migliaia di profughi si stabilirono in Italia. Dopo la caduta della resistenza all’avanzata dell’Impero ottomano, con la morte del comandante supremo Skanderbeg (l’eroe nazionale albanese Giorgio Castriota, morto nel 1468 combattendo gli ottomani, ndr), i civili che non volevano finire sotto l’egida del Sultano fuggirono verso la Puglia, passando l’Adriatico, fermandosi o continuando il loro viaggio fino a Calabria e Sicilia. Qui, dopo secoli, ancora oggi, conservano lingua e tradizioni dei loro antenati.

    E poi, durante la Guerra Fredda, piccole imbarcazioni di pescatori si mettevano al servizio – dietro compenso – di “viaggi” da una parte all’altra del confine tra Italia e Jugoslavia, in un senso e nell’altro. Verso le coste italiane fuggivano i nemici del socialismo e cioè nazionalisti, soprattutto croati, che volevano evitare i processi per aver collaborato con nazisti e fascisti. In Jugoslavia, invece, passavano militanti di sinistra italiani, ex partigiani che non avevano lasciato le armi o esponenti di movimenti extraparlamentari, che cercavano protezione o proseguivano verso l’allora Cecoslovacchia.

    Perché l’Adriatico, da sempre, per vicinanza e navigabilità, è una rotta quasi naturale dei movimenti umani, legali e illegali.

    Fino a pochi anni fa soltanto, ad esempio, una delle rotte migratorie più comuni era legata al porto greco di Patrasso. Migliaia di persone, che arrivavano in Grecia dal confine con la Turchia, per la maggior parte provenienti dall’Afghanistan e dal Pakistan, finivano in un accampamento informale all’ingresso del porto della città greca, vivendo in una tendopoli che ormai aveva assunto le dimensioni di una città fantasma.

    Bar e barbieri, piccoli ristoranti, negozi erano spuntati in tutto l’accampamento che arrivò a ospitare fino a duemila persone. Tendenzialmente tollerati dalle autorità e dai residenti, lentamente, vissero sulla loro pelle il cambio di narrazione sulle migrazioni, l’emergere dell’estrema destra (in particolare il movimento Alba Dorata), l’esasperazione dei residenti.

    Le tensioni aumentavano, ma decine di ragazzi continuavano a provare a partire, sempre nello stesso modo: aspettavano i camion che facevano manovra per entrare nel porto di Patrasso, provavano ad aprire il rimorchio e ci saltavano dentro. A volte riuscivano, altre no.

    Come nel caso di S.J., un migrante afghano di 24 anni, trovato morto nel garage del traghetto Cruise Europa della Minoan Lines il 6 settembre 2009, in rotta da Patrasso ad Ancona. Gli venne trovata in tasca una domanda per lo status di rifugiato politico in Grecia. L’autopsia stabilì che il giovane era morto per asfissia nella stiva, dove venne calcolato che la temperatura avesse raggiunto i 50 gradi percepiti. Nessuno ha mai tenuto il conto di quanti S.J. non ce l’hanno fatta.

    Pochi mesi prima, c’era stato il primo sgombero violento del campo, che si era poi ricostituito in più campi di dimensioni inferiori, ma che andarono incontro negli anni successivi allo stesso destino.

    La rotta adriatica

    Oggi quella rotta ha numeri poco significativi, ma ancora vengono registrati arrivi provenienti dai porti greci e albanesi a Bari, Brindisi, Ancona e Venezia.

    Una segnalazione di Global Initiative Against Transnational Organized Crime, ad esempio, raccontava nel 2021 come l’Albania fosse una base di partenza, ma non più per la popolazione locale.

    Il 9 gennaio 2021 un’imbarcazione con 55 migranti provenienti da Siria, Iran ed Egitto – tra cui donne e bambini – vennero salvati in mare al largo delle coste dell’Albania. Il motoscafo su cui viaggiavano, partito da Valona, ​​in Albania, era diretto in Italia e si era rotto. I piloti erano fuggiti e la barca andava alla deriva e perdeva carburante.

    La stessa segnalazione analizzava anche altri viaggi, che cominciano sulle coste sia dell’Albania sia del vicino Montenegro, ma con una modalità diversa rispetto al passato: non più grandi imbarcazioni, non più nascosti nei traghetti. Ma piccole barche, a volte addirittura a vela (facilmente scambiabili per imbarcazioni da turismo) per piccoli gruppi. Che potevano pagare cifre molto alte in cambio di un viaggio più sicuro.

    Il naufragio di Steccato di Cutro, che ha fatto almeno 180 vittime nel febbraio 2023, è il risultato di un viaggio simile. Il caicco inabissatosi, però, era partito dalla Turchia ed era diretto in Calabria. Un’ipotesi è che abbia evitato l’Adriatico perché, secondo le testimonianze di alcuni migranti e le informazioni fornite da una fonte di IrpiMedia, i trafficanti lo considerano troppo pattugliato, molto più delle coste calabresi.

    Oggi in alto Adriatico, la rotta migratoria più battuta è quella via terra. Ogni giorno, nel piazzale principale della stazione ferroviaria di Trieste, si possono incontrare le persone in viaggio sulla cosiddetta Rotta balcanica. Si calcola che siano state decine di migliaia le persone arrivate via terra dal 2015, con un incremento negli ultimi anni.

    Rispetto alle migrazioni via mare, invece, le novità degli ultimi anni in Adriatico, sono legate soprattutto a rotte di “ritorno”. Sempre più spesso, alle navi delle Ong che salvano in mare persone dalla rotta del Mediterraneo centrale, vengono assegnati porti in Adriatico, per ordine del governo italiano. Rispetto a questa pratica, dovuta alla nuova normativa italiana, le ong hanno emesso un comunicato congiunto nel quale accusano l’esecutivo di Roma.

    «Nel 2023, le navi di soccorso delle Ong sono state costrette a percorrere più di 150.500 km in più per raggiungere porti lontani, il che equivale a fare più di tre volte e mezzo il giro del mondo. Ciò significa centinaia di giorni trascorsi lontano dall’area di ricerca e soccorso, dove la vita delle persone è a rischio», denunciano le organizzazioni firmatarie.

    L’ultimo accordo

    C’è un’ultima polaroid che rischia di essere scattata, questa volta dall’altro lato dell’Adriatico. Rappresenta due centri di detenzione in territorio albanese per le persone migranti intercettate o soccorse in mare dalle navi italiane. Nel novembre 2023, infatti, l’Italia ha siglato un accordo con l’Albania che porterà alla nascita in territorio albanese di «strutture per effettuare le procedure di frontiera o di rimpatrio dei migranti non aventi diritto all’ingresso e alla permanenza nel territorio italiano».

    Secondo Amnesty International, l’accordo rappresenta una «violazione degli standard internazionali di ricerca e soccorso, riversa sofferenze aggiuntive su persone appena salvate dal mare, spesso traumatizzate per aver appena assistito all’annegamento di altre persone o bisognose di assistenza urgente» e mette «a rischio numerose vite umane».

    L’intesa tra i presidenti Giorgia Meloni e Edi Rama vale almeno 65 milioni di euro, il prezzo per la sola costruzione degli edifici, a cui vanno ovviamente aggiunti i costi di gestione, a carico sempre dello Stato italiano.

    Nel maggio 2024, mentre in Italia infuriavano le polemiche sui costi di queste strutture in rapporti ai reali risultati che dovrebbero raggiungere, in Albania la costruzione del centro per l’arrivo dei migranti via mare, nel porto della cittadina di Shëngjin, era praticamente conclusa, mentre quella del centro di detenzione nella località interna di Gjader, era ancora molto indietro.

    Ciò nonostante, nel corso di una visita in Albania il 5 giugno 2024, la presidente del Consiglio Giorgia Meloni ha dichiarato che «il complesso dei due centri per migranti in Albania sarà operativo dal primo agosto 2024». È un cerchio che sembra chiudersi, ancora una volta, a scapito dei diritti e delle vite umane.

    Gli impatti

    Decine di scatti, decine di movimenti tra le sponde, di traffici legali e illegali e di migrazioni. Movimenti che hanno avuto e hanno sempre un impatto, da entrambi i lati. Ci sono gli impatti sulle storie personali, quelle di chi è riuscito ad avere una nuova vita, di chi non è arrivato, di chi è arrivato e ha trovato altro.

    Come Hyso Telharaj, arrivato in Italia dall’Albania nel 1999 e ucciso pochi mesi dopo per essersi rifiutato di piegarsi ai caporali delle campagne pugliesi dove lavorava come bracciante.

    Ci sono poi impatti più ampi, la cui concretezza si può notare dopo giorni, mesi, anni. È l’impatto dei flussi economici provenienti dai traffici, che attraversano il mare di mezzo. Non c’è una mappa che descrive questi impatti: ci sono collegamenti, passaggi di denaro tra una città e un’altra, operazioni che svelano sistemi che vanno ben oltre i confini nazionali. Sono flussi che, a differenza di quelli di persone, non creano allarme sociale, ma creano cambiamenti reali, più o meno visibili.

    Ci sono i soldi del contrabbando di sigarette, che hanno avuto un impatto locale, garantendo un reddito a migliaia di pugliesi, e un impatto internazionale, con enormi quantità di denaro drenate verso i paradisi fiscali.

    E poi ci sono i traffici di stupefacenti che, attraverso il riciclaggio dei proventi in attività immobiliari e turistiche, hanno cambiato il volto di porzioni di costa su entrambe le sponde dell’Adriatico. Non solo. In Albania, hanno anche contribuito a falsare l’economia e a far salire i prezzi, a danno di chi in certi affari illegali non è coinvolto, ma ne paga comunque le conseguenze.

    Vale anche per i rifiuti tossici e le armi, che hanno avuto impatti devastanti sulla salute e anche sulla stessa vita degli abitanti dei luoghi di destinazione di questi flussi di merci illegali.

    L’Adriatico è una frontiera dove, fin dai tempi degli Imperi del Quattrocento, c’è una continua commistione tra interessi criminali ed economie legali. La globalizzazione ha accorciato le distanze del mondo ma ancora oggi non c’è nessuna cerniera che tiene insieme mondi diversi in uno spazio così ridotto: Oriente e Occidente; Europa dentro l’Unione europea, ed Europa fuori dall’Unione europea. Tutti bagnati dallo stesso mare di mezzo.

    https://irpimedia.irpi.eu/adriaticocriminale-naufragi-migranti-vlora-kater-i-rades

    #naufrage #asile #migrations #réfugiés #Albanie #réfugiés_albanais #Italie #Adriatique #Méditerranée #1997 #mer_Adriatique #histoire
    #28_mars_1997 #Sibilla #procès #justice #Cutro #Steccato_di_Cutro #Hyso_Telharaj

    • Il naufragio. Morte nel Mediterraneo

      «Il naufragio della Kater i Rades costituisce una pietra di paragone per tutti gli altri naufragi a venire, non solo perché è stato l’esito delle politiche di respingimento e dell’isteria istituzionale che le ha prodotte. Non solo perché i termini della questione oggi sono i medesimi. Non solo perché, con totale cinismo o somma indifferenza, una forza politica di governo continua a parlare di blocchi navali nel Mediterraneo. Il naufragio della Kater i Rades è una pietra di paragone, perché, a differenza dei molti altri avvolti nel silenzio, è possibile raccontarlo.»

      Alle 18.57 del 28 marzo 1997 una piccola motovedetta albanese stracarica di immigrati, la Kater i Rades, viene speronata da una corvetta della Marina militare italiana, la Sibilla. In pochi minuti l’imbarcazione cola a picco nel Canale d’Otranto. È la sera del Venerdì Santo. I superstiti sono solo 34, i morti 57, in gran parte donne e bambini, 24 corpi non verranno mai ritrovati. È uno dei peggiori naufragi avvenuti nel Mediterraneo negli ultimi vent’anni. Ma soprattutto è la più grande tragedia del mare prodotta dalle politiche di respingimento. La guerra civile albanese, che infuria da settimane, spinge migliaia di uomini, donne e bambini a partire verso le coste italiane in cerca della salvezza. La crisi del paese balcanico fa paura. In molti in Italia alimentano il terrore dell’invasione e prospettano la necessità del blocco navale. Così, tre giorni prima del naufragio, il governo italiano vara delle misure di controllo e pattugliamento nelle acque tra i due Stati che prevedono anche il ricorso a procedure di «harassment», ovvero «azioni cinematiche di disturbo e di interdizione». Prima dello scontro, la Sibilla insegue la Kater i Rades per un tempo che agli uomini e alle donne sulla carretta appare incredibilmente lungo. Il processo per accertare le responsabilità dell’accaduto è lunghissimo. Le indagini vengono ostacolate e intralciate, alcune prove scompaiono o non vengono mai recuperate. Alla fine, gli unici responsabili del disastro risultano essere il comandante della Sibilla e l’uomo al timone della Kater. Intanto in Albania, i sopravvissuti e i parenti delle vittime creano un comitato per ottenere giustizia. Alessandro Leogrande ha indagato a lungo sul naufragio del Venerdì Santo: ha incontrato i sopravvissuti e i parenti delle vittime, i militari, gli avvocati, gli attivisti delle associazioni antirazziste e ha girato per le città e i villaggi dell’Albania da cui sono partiti i migranti.

      https://www.feltrinellieditore.it/opera/il-naufragio

      #livre #Alessandro_Leogrande

  • L’autre 8 mai 1945. 80ème anniversaire

    Appel pour la reconnaissance des crimes contre l’humanité commis en Algerie par la France

    Il est impossible de célébrer ce quatre-vingtième anniversaire de la victoire contre le nazisme sans vouloir arracher à l’oubli ce qui s’est passé en Algérie ce même 8 mai et les jours suivants.

    Des manifestations pacifiques à Sétif, Guelma, Khératta et la région ont été écrasées dans le sang ; près 35 000 civils Algériens ont été massacrés par la police, la gendarmerie, les milices coloniales armées par les autorités locales, l’Armée Française, agissant sur ordre de l’exécutif. C’est au cours de cette répression massive que l’on a déploré à Sétif et aux alentours une centaine de victimes Européennes.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2024/06/07/lautre-8-mai-1945-80eme-anniversaire

    #international #histoire #algérie #france

  • Le futur centre de rétention pour migrants voulu par Meloni en Albanie soulève des critiques
    https://www.lemonde.fr/international/article/2024/06/06/le-futur-centre-de-retention-pour-migrants-voulu-par-meloni-en-albanie-soule

    Le futur centre de rétention pour migrants voulu par Meloni en Albanie soulève des critiques
    Par Allan Kaval (Rome, correspondant)
    Pour conclure la campagne des élections européennes, la présidente du conseil italien, Giorgia Meloni, a choisi de se rendre en Albanie, alliée fidèle dans la mise en œuvre de la politique migratoire pensée par la dirigeante nationale-conservatrice. Dans le nord du pays, mercredi 5 juin, elle a visité avec son homologue italophone et italophile, Edi Rama, le lieu où doit sortir de terre l’un de ses grands desseins : l’installation en territoire albanais de structures de traitement des procédures d’asile, projet sur lequel elle a misé beaucoup politiquement. La cheffe de l’exécutif s’est ainsi rendue dans le futur centre d’identification du port de Shengjin et sur le chantier du centre de rétention de Gjadër, situé à 20 kilomètres à l’intérieur des terres, où doivent être retenus à l’avenir des migrants en attente de l’approbation de leurs demandes d’asile ou de leur expulsion.
    Le projet albanais de Mme Meloni a fait l’objet d’un protocole d’accord entre Rome et Tirana signé en novembre 2023 pour une durée de cinq ans. Le texte prévoit que des migrants secourus en mer par des navires italiens soient transférés vers l’Albanie, où ils verront leurs demandes d’asile étudiées. Pour la présidente du conseil, l’enjeu est de normaliser une logique d’externalisation de l’asile, qui gagne déjà en popularité au sein des exécutifs européens. Son projet voit d’ailleurs le jour au moment où, en dehors de l’Union européenne, le gouvernement conservateur britannique de Rishi Sunak s’apprête à mettre en œuvre un arrangement allant en ce sens avec le Rwanda.
    Mme Meloni, très proche du premier ministre britannique, a décrit mercredi son accord avec le gouvernement albanais comme ouvrant une « phase nouvelle » dans la gestion de la question migratoire. Selon elle, il « pourrait être reproduit dans de nombreux pays » et « pourrait devenir une partie de la solution structurelle de l’Union européenne ». De fait, dans une lettre adressée à la Commission fin avril, quinze États européens ont appelé à s’inspirer du protocole passé entre l’Italie et l’Albanie.
    Aussi séduisantes soient-elles pour les partisans d’un durcissement de la politique migratoire européenne, les apparences radicales de l’accord passé entre Rome et Tirana masquent une réalité complexe. Contrairement au protocole signé par le Royaume-Uni et le Rwanda, l’Italie ne prévoit nullement de céder à l’Albanie ses responsabilités en matière d’asile. Les sites de Shengjin et Gjadër seront des emprises italiennes, opérées et gardées par des fonctionnaires italiens et où s’appliquera le droit italien. Si leurs demandes d’asile sont retenues, les personnes qui y seront passées pourront se rendre en Italie. S’ils doivent être expulsés, les expulsions auront également lieu après un transfert par le territoire italien.
    En découlent des coûts considérables. Les audiences des demandeurs d’asile devront se faire à distance, ce qui implique des investissements techniques particuliers. Lorsque cela ne sera pas possible, il faudra payer le voyage aux avocats et interprètes. Les forces de l’ordre albanaises devront être dédommagées pour la surveillance externe, les policiers et les carabiniers italiens détachés sur place devront être indemnisés, logés, nourris. S’ajoute à cela, et entre autres dépenses, les coûts du transport naval entre la zone de sauvetage et l’Albanie, puis les allers-retours entre l’Albanie et l’Italie. Un rapport technique du ministère de l’économie datant de février prévoit un coût total de 650 millions d’euros pour les cinq années couvertes par le protocole.
    De nombreuses questions techniques restent par ailleurs en suspens. La procédure accélérée d’asile qui sera en vigueur dans les structures italiennes en Albanie ne concerne que des hommes adultes originaires de pays considérés comme sûrs par l’Italie. Cela implique qu’une sélection difficilement réalisable en mer soit faite avant le transbordement d’un bateau allant en Italie vers un autre allant en Albanie. En résulteront des risques en matière de sécurité, et la possibilité que des familles soient séparées. Par ailleurs, les personnes qui se seraient vues refuser leurs demandes d’asile et dont les pays d’origine n’ont pas d’accord d’expulsion avec l’Italie ne pourront pas rester indéfiniment en Albanie. Elles devront être orientées vers des centres de rétention en territoire italien et en sortiront libres une fois la durée maximale de séjour atteinte.
    Lire aussi | Article réservé à nos abonnés Quinze pays de l’Union européenne réclament l’externalisation des demandeurs d’asile
    Initialement prévue pour le 20 mai, l’ouverture des centres a été annoncée mercredi pour le 1er août par Mme Meloni. Le projet est cependant vivement critiqué par l’opposition italienne. « C’est une gabegie de fonds à seules fins de propagande », juge ainsi Lia Quartapelle, députée du Parti démocrate (PD, centre gauche). Côté albanais, le premier ministre socialiste Edi Rama a obtenu l’adoption de l’accord sans difficulté, même si ses alliés européens lui reprochent sa totale disponibilité vis-à-vis d’une dirigeante de droite radicale. Il conteste toujours l’existence d’une compensation financière italienne, présentant ce protocole un « accord du cœur », fruit de la simple reconnaissance de Tirana pour l’accueil qu’ont connu les milliers d’exilés albanais en Italie dans les années 1990. En février, Rome a toutefois subitement accepté de signer un accord pour reconnaître les droits à la retraite de plus de 500 000 Albanais travaillant en Italie.

    #Covid-19#migrant#migration#italie#albanie#asile#droit#sante#expulsion#externalisation

  • Quando l’Italia scoprì i naufragi dei #Migranti
    https://irpimedia.irpi.eu/adriaticocriminale-naufragi-migranti-vlora-kater-i-rades

    Marzo 1997. Il #Mare di mezzo subisce le politiche repressive dell’Italia per chiudere i confini. La tragedia della Kater i Rades si inserisce in una storia secolare di migrazione nell’Adriatico L’articolo Quando l’Italia scoprì i naufragi dei migranti proviene da IrpiMedia.

    #Diritti #Mediterraneo #Albania

  • 1 in 4 children globally live in severe child food poverty due to inequity, conflict, and climate crises – UNICEF
    https://www.unicef.org/press-releases/1-4-children-globally-live-severe-child-food-poverty-due-inequity-conflict-a
    https://www.unicef.org/sites/default/files/styles/hero_desktop/public/UN0517643+Bangladesh.webp?itok=CBoECSLz

    Les pauvres et les zones de conflit sont les plus touchés... mais également les familles qui subissent la pression des multinationales de l’agro-alimentaire et qui nourrissent leurs enfants principalement de plats préparés, ce qui les fait passer en dessous de l’alimentation variée avec plus de deux groupes d’aliments.

    NEW YORK, 6 June 2024 – Around 181 million children worldwide under 5 years of age – or 1 in 4 – are experiencing severe child food poverty, making them up to 50 per cent more likely to experience wasting, a life-threatening form of malnutrition, a new UNICEF report reveals today.

    For the first time, Child Food Poverty: Nutrition Deprivation in Early Childhood analyses the impacts and causes of dietary deprivation among the world’s youngest people in nearly 100 countries, and across income groups. It warns that millions of children under the age of five are unable to access and consume a nutritious and diverse diet to sustain optimal growth and development in early childhood and beyond.

    Children who consume, at most, two of eight defined food groups are considered to be in severe child food poverty. Four out of five children in this situation are fed only breastmilk/milk and/or a starchy staple, such as rice, maize or wheat. Less than 10 per cent of these children are fed fruits and vegetables. And less than 5 per cent are fed nutrient-dense foods such as eggs, fish, poultry, or meat.

    “Children living in severe food poverty are children living on the brink. Right now, that is the reality for millions of young children, and this can have an irreversible negative impact on their survival, growth and brain development,” said UNICEF Executive Director Catherine Russell. “Children who consume just two food groups per day, for example rice and some milk, are up to 50 per cent more likely to experience severe forms of malnutrition.”

    The report warns that while countries are still recovering from the socio-economic impacts of the COVID-19 pandemic, the effects of growing inequities, conflicts, and the climate crisis have pushed food prices and the cost of living to record high levels.

    Of the 181 million children living in severe food poverty, 65 per cent reside in just 20 countries. Around 64 million affected children are in South Asia, and 59 million are in Sub-Saharan Africa.

    In Somalia, a country experiencing conflict, drought and floods, 63 per cent of children are living in severe child food poverty and in the most vulnerable communities, over 80 per cent of caregivers reported that their child had been unable to eat for an entire day.

    In the Gaza Strip, months of hostilities and restrictions on humanitarian aid have collapsed the food and health systems, resulting in catastrophic consequences for children and their families. Five rounds of data collected between December 2023 and April 2024 have consistently found that 9 out of 10 children in the Gaza Strip are experiencing severe food poverty, surviving on two or fewer food groups per day. This is evidence of the horrific impact the conflict and restrictions are having on families’ ability to meet children’s food needs – and the speed at which it places children at risk of life-threatening malnutrition.

    The report finds nearly half (46 per cent) of all cases of severe child food poverty are among poor households where income poverty is likely to be a major driver, while 54 per cent – or 97 million children – live in relatively wealthier households, among whom poor food environments and feeding practices are the main drivers of food poverty in early childhood.

    Several factors are fueling the child food poverty crisis, including food systems that fail to provide children with nutritious, safe and accessible options, families’ inability to afford nutritious foods, and parent’s inability to adopt and sustain positive child feeding practices. In many contexts, cheap, nutrient-poor and unhealthy ultra-processed foods and sugar-sweetened beverages are aggressively marketed to parents and families and are the new normal for feeding children. These unhealthy foods and beverages are consumed by an alarming proportion of young children experiencing food poverty, displacing more nutritious and healthier foods from their daily diets.

    #Alimentation #Enfants #Unicef

    • À 100 ans, André conduit sa voiture tous les jours et sans lunettes
      https://actu.fr/hauts-de-france/rue_80688/a-100-ans-andre-conduit-sa-voiture-tous-les-jours-et-sans-lunettes_60360862.htm

      Vain dieu ! moi à 59 ans avec des lunettes, au bout d’une heure de route au volant, j’ai qu’une envie c’est de descendre de mon cercueil à roulettes. J’ai le souvenir de mon vieux qui a abandonné la conduite à 70 ans passé suite à un accident heureusement sans victimes ; à la fin il faisait que quelques kilomètres pour aller boire des coups dans les bleds alentour. Du fait qu’il était unijambiste, il avait oublié de mettre sa boite automatique en marche avant et sûrement aussi avec en plus un coup dans les carreaux. Son copain à la place du mort à côté de lui a eu la peur de sa vie quand la voiture à défoncé la vitrine du bar qu’ils venaient de quitter. Son pote en avait pissé dans son froc en pleurant dans l’airbag. Ce n’était pourtant pas par manque de tentative de mon frère et de mes sœurs d’essayer de le convaincre d’arrêter de conduire. Comme il avait longtemps été chauffeur de bus, entre autres, sa réponse était buttée jusqu’à cet accident : « non de dieu de bordel de merde ! C’est pas vous qui allez m’apprendre à conduire ». Maintenant que mes parents sont décédés tous les deux, il paraît qu’il a accueilli ma mère, au ciel, en lui disant que c’était lui le champion à la marelle. Forcément, avec une jambe de bois, à ce jeu là c’est plus facile.

    • Je sais que je ne conduirai pas toute ma vie. J’ai 69 ans cette année, j’envisage d’arrêter de conduire bien avant mes 80 ans . Se posera la question de mes déplacements. Mon médecin est à 15 km. Je n’en ai pas trouvé un plus près. Je ferai livrer mes courses je le sais déjà. Ce ne sera pas facile mais je ne veux pas tuer quelqu’un en conduisant.

    • Ma fille a décrété qu’elle était trop distraite pour envisager de conduire un jour. Pour ma part, je pense qu’il faut pousser fort pour qu’on arrête de consacrer autant de pognon à la bagnole, qu’il faut faire de la place aux vélos et aux piétons, aux moyens de transports autres et ça va se faire tout seul.

      Ce qui tue, c’est la bagnole partout et donc de la sécurité nulle part.

      On accuse l’âge, la gnôle, la testostérone, mais ce qui tue, c’est la bagnole partout.

  • Ursula Haverbeck und ihr uralter Hass : 95-jährige Holocaustleugnerin muss wieder vor Gericht
    https://www.tagesspiegel.de/politik/95-jahrige-holocaustleugnerin-muss-wieder-vor-gericht-ursula-haverbeck-

    Voilà une nazie, une vraie de vraie. The woman you love to hate . Si seulement les crypto-fascistes du « centre » politique n’existaient pas. Si mamie-facho se tape encore du temps en prison elle y mourra fièrement comme martyre de son mouvement. Là son avocat avance son état de faiblesse comme prétexte pour la garder en liberté. Elle fait si bien son travail de révisionniste. A ch...

    6.6.2024 von Jost Müller-Neuhof - Keine Frau in Deutschland ist so lange und so verbohrt als Rechtsextremistin unterwegs wie die Mitgründerin des Nazi-Vereins „Collegium Humanum“. Ein Gericht bezeichnete sie 2015 als „unbelehrbar“ – jetzt folgt der nächste Prozess.

    Sie ist die mutmaßlich älteste aktive Rechtsextremistin in Deutschland und mit ihrer hartnäckigen Leugnung des Holocaust zu einer Ikone in der antisemitischen Szene aufgestiegen: Ursula Meta Hedwig Haverbeck-Wetzel, 95 Jahre alt, steht an diesem Freitag erneut vor Gericht.

    Diesmal ist es das Landgericht Hamburg, das über den weiteren Umgang mit der betagten Vielfach-Straftäterin befinden muss. Es ist die Berufungsverhandlung zu einem Urteil des Amtsgerichts vom November 2015. Haverbeck, so die Planung, soll persönlich erscheinen; das Gericht teilt mit, der Prozess werde vom gerichtsärztlichen Notdienst begleitet.

    Anlass sind typische Haverbeck-Handlungen. Am Rande des Prozesses gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning in Lüneburg diktierte sie einem NDR-Reporter ins Mikrofon: „Ausschwitz war kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager“. Der Sender brachte den O-Ton wenige später in „Panorama 3“.

    Die Angeklagte ist unbelehrbar und das Gericht ist fest davon überzeugt, dass sie zukünftig weitere einschlägige Taten begehen wird.
    Das Hamburger Amtsgericht in seinem Urteil 2015

    In einem weiteren NDR-Interview äußert Haverbeck über die als Buch veröffentlichten Kommandanturbefehle des Lagers Auschwitz:

    „Ich ziehe die Erkenntnis daraus, dass ich hier den letzten noch vielleicht ausstehenden Beweis darüber habe, dass Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager war‘“.

    Der Journalist fragt noch einmal nach:

    „Das heißt, es hat keine Massenvernichtung gegeben?‘‘

    Haverbeck: „Nein.“

    In der damaligen Hauptverhandlung bestätigte Haverbeck freimütig, alles so gesagt zu haben, nichts sei aus dem Kontext gerissen worden. Als Beweis für ihre Thesen bot sie an, dass das von den Nazis zum Massenmord verwendete Blausäure-Giftgas „Zyklon B“ ungeeignet sei, um Menschen zu töten – ihre Standardverteidigung.

    Der Schuldspruch: zehn Monate Haft ohne Bewährung. Strafmildernd sei Haverbecks Geständnis und ihr damals schon hohes Alter von 87 Jahren berücksichtigt worden, heißt es im Urteil. Verschärfend dagegen, dass nichts, weder Geld- noch Freiheitsstrafen sie von ihrem Tun abhalten könnten.

    Eine Strafaussetzung zur Bewährung kam daher nicht in Betracht: „Die Angeklagte ist unbelehrbar und das Gericht ist fest davon überzeugt, dass sie zukünftig weitere einschlägige Taten begehen wird.“

    Ob die Greisin ihre Haft antritt, ist ungewiss

    Daran konnte und kann es wenig Zweifel geben. Seit 20 Jahren kassiert Haverbeck Geld- und Haftstrafen wegen Volksverhetzung. Demnach kann bestraft werden, wer die nationalsozialistischen Massenmorde „in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost“. Zuletzt war es in Berlin vor zwei Jahren so weit, es setzte ein Jahr Haft ohne Bewährung.

    Ob die Greisin tatsächlich einrücken muss, ist ungewiss. Im Berliner Fall ist das Urteil rechtskräftig, eigentlich hätte sich Haverbeck bis Ende Juni in einem Justizvollzugskrankenhaus in Nordrhein-Westfalen einfinden müssen. Doch Haverbeck und ihr ebenfalls rechtsextremer Anwalt Wolfram Nahrath argumentieren mit Schwäche und Krankheit. Die Delinquentin sei weder reise- noch hafttauglich.

    Sollte das zutreffen, wird die Renitente nach einem langen Leben ihrer antijüdischen Geschichtsleugnung langsam müde. Das Abstreiten des Holocausts war so etwas wie ihr Lebenswerk.

    1963 gründete Haverbeck, damals noch Ursula Wetzel, mit ihrem späteren Ehemann Werner Georg Haverbeck das „Collegium Humanum“, eine „Heimvolkshochschule für Umwelt und Lebensschutz“ im ostwestfälischen Vlotho. Die Tagungsstätte galt damals auch als Hotspot von Friedensaktivisten und Ökobewussten, zu den Gästen sollen Studentenführer Rudi Dutschke und der Künstler Joseph Beuys gezählt haben. Dies ungeachtet der Tatsache, dass Werner Haverbeck, ehemaliger SS-Untersturmführer, eine schillernde Karriere im NS-Staat hingelegt hatte.

    Parallel versuchte sich das Paar an einer politischen Karriere in der damals frisch gegründeten Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), die nach dem Willen der Haverbecks das erwachende Umweltbewusstsein mit national-völkischen Positionen zusammenbringen sollte. Das Unterfangen scheiterte, die beiden wurden wegen ihres harten Rechtsdralls aus der Partei ausgeschlossen.

    In der Folge wandelte sich das „Collegium Humanum“ zu einer Anlaufstätte für internationale Holocaustleugner, bis es 2008 vom Bundesinnenministerium verboten wurde. Als parallele Veranstaltung rief Haverbeck den Verein „Gedächtnisstätte“ ins Leben, der heute als Nachfolgeorganisation des „Collegium“ gilt.

    Insgesamt eine Vita, in der sich erweist, dass sich Motive der Friedensbewegung auch schon vor der AfD in rechtsnationalen Strömungen spiegeln konnten und Öko-Aktivismus ein paar politische Wurzeln hat, von denen heute nur selten die Rede ist. Vor allem aber entsetzt der Haverbecksche Judenhass, der alles überwölbt und in ihrer verqueren Weltsicht alles zusammenzuhalten scheint.

    #Allemagne #nazis

  • L’Europe dans les territoires ruraux : « je t’aime, moi non plus »
    https://metropolitiques.eu/L-Europe-dans-les-territoires-ruraux-je-t-aime-moi-non-plus.html

    Comment les Français perçoivent-ils les politiques européennes qui influencent leur vie quotidienne ? Alors que l’échelon européen semble ignoré, voire dédaigné, Xavier Laurière-Tharaud, agent de développement d’un Pays en milieu rural, témoigne de l’implication concrète de ces institutions, au plus près de la vie locale. L’action de l’Europe est peu perçue dans les territoires ruraux. Quand elle l’est, c’est surtout par les aides accordées aux agriculteurs par la Politique agricole commune (PAC), dont les #Terrains

    / #Europe, ruralité, #développement_rural, #alimentation, #politiques_publiques, #périurbain, (...)

    #ruralité #PAC
    https://metropolitiques.eu/IMG/pdf/met_lauriere.pdf

  • More Than Just Kiaochow Bay: A (Nearly) Forgotten Story
    https://www.goethe.de/prj/zei/en/art/21750527.html


    Kiautschou, German colony China: Beheaded Chinese (allegedly bandits) at the roadside, behind them Europeans have lined up for a group photo. Photo around 1900 Photo: F. A. Fischer, Genova

    Zhu Yijie , Mechthild Leutner - Iltisstraße, Berlin-Dahlem: In German, the word “Iltis” means “polecat”, evoking that little native carnivore from the marten family after which the road must surely have been named. But actually it wasn’t at all – to this day the street name commemorates a chapter in the history of German colonialism.

    Along with neighbouring streets Lansstraße and Takustraße, it was originally supposed to honour the successful attack on the Taku Forts (Dagu Forts) carried out by the Iltis, a German torpedo boat commanded by Captain Lans; the forts were meant to prevent access to the large port of Tianjin – and therefore bar the way to Peking. The attack was the start of the Colonial War in 1900/1901, the first of many bloody battles fought by German and Allied troops against the Chinese Empire, and a climax in the aggression practised by the imperial forces.

    By concluding the Sino-German Unequal Treaty of 1861, Prussia as vanguard of the German nations had also joined the phalanx of imperial forces that had served to massively restrict China’s territorial, political, financial and economic sovereignty since the First Opium War in 1840-42, rendering the country an informal colony. In the Second Opium War from 1858-60 these semi-colonial structures were reinforced and extended. The most profitable trading commodity was opium. The fact that it was a drug with catastrophic consequences for individuals and for the whole country was played down. According to the new treaties, it was now possible to import opium – the same as all the other goods – at giveaway prices.

    The country’s economic and financial structure was destroyed, and China was forced to borrow large sums on credit in order to pay off the huge reparations to the imperial powers. Large swathes of the population sank into poverty, resulting in uprisings – against the foreign aggressors and their representatives as well as against the Qing regime, which was unable to stop the country from being exploited and bled dry financially. Prussia, from 1871 the German Empire, had been profiting from the economic advantages of the semi-colonial system since 1865, and was already lining up its naval ships that were patrolling the coast ready to be deployed locally in the ports, or threatening to.

    However Germany was by no means in a position to enforce the acquisition of a territorial colony similar to Britain’s Hong Kong, as had been their ambition since the 1870s, because of the determined resistance put up by the Chinese government. However the experts furnished themselves with the necessary diplomatic, linguistic and cultural knowledge necessary for further expansion, and with the foundation of the Seminar for Oriental Languages in Berlin in 1887 the systematic generation of knowledge required for colonial expansion began for China too.

    “Coal station and naval base” – those are two further misleading terms that were used in 1897-98 by German diplomats in negotiation with the Chinese government, after German troops had occupied an area in Jiaozhou Bay and its port Qingdao. After long negotiations and with the threat of further military aggression, the Empire obtained a 99-year lease on the region through extortion, and it was known as the “Kiaochow Bay Leased Territory”. Identifying the colony as a “leased territory” was the sole achievement of the Chinese negotiators. But whatever the area was called in the following decades and sometimes even still, a “protectorate” or “model colony”, it was a de facto German colony from 1897 to 1914 as well as part of Shandong Province, as a fortification of that same direct German “sphere of influence” with economic and military privileges.

    “Model colony” – another misleading term: it was developed for propaganda purposes as an antithesis to British Hong Kong and was an expression of German-British rivalries on the international markets. At the same time it served as legitimation and as a cover-up of the colonial character of the German occupation. The thing is, similar issues were at stake in China too – domination, a military base, developing sales markets and exploiting the abundant coal deposits in Shandong for the German navy in Eastern Asia, as well as some profitable investment opportunities for German capital. Kiaochow Bay was under the command of the German Imperial Naval Office, a governor ruled over its conquered people.

    As with all territorial colonies they implemented a spatial and socio-cultural segregation for the rulers and the ruled, inequality was reproduced and the specifically colonial instruments of government became established: first of all the complete suspension of the sovereign rights of the Chinese state, the aggressive military attitude of the troops, and quashing of the slightest resistance, including what was known as penal expeditions, particularly in the early days. Subsequently they imposed expropriation and dispossession measures on the rural and urban population, restricted Chinese trading activities, abrogated the Chinese social and legal systems and developed a new two-part legal system, as well as banning the Chinese from settling in what was termed the “European Quarter”.

    Racism, coupled with a Eurocentric air of superiority and social discipline, were everyday practices that were most notably expressed at an individual level through the routine violence towards Chinese people because they were considered inferior, as well as through the rape of Chinese women by German soldiers. Marriages between Germans and Chinese although not prohibited in law were socially sanctioned – as a result German men belonging to the lower colonial class lived in an ambiguous legal position with their Chinese wives and children.

    Of course there was resistance against the colonial rulers as well: while mainly the social stratum comprising public servants and academics went all-out to demand political reforms albeit without success, and the merchant classes were increasingly managing to assert their economic interests, the uneducated rural population, anticipating their cultural order to be primarily under threat from foreign missionaries, also put up resistance through campaigns of violence – culminating in the Boxer Rebellion and the Colonial War that followed it in 1900-01. The German Reich played a part in this war as well as profiting from it: they had military command over the troops dispatched by the eight Allied nations, they pocketed most of the reparation money China had to pay, and finally they were responsible for a series of violent acts and so-called penal campaigns against the rebellious boxers and the population.

    The fact that from around 1904 the Germans were very committed to what they called Germany’s Cultural Mission and less focused on the military was because of the realisation that that was the only way the German Reich could profit from China in the long term. And the fact that a modern urban infrastructure and traffic system with medical and educational facilities (military hospitals, clinics, schools, an observatory, the Sino-German University) had been developed in the European Quarter in Kiaochow Bay, which were also used by some of the Chinese population, also had a propaganda effect: the colonial project was supposed to demonstrate civilisation, progress and modernity for the benefit of the Chinese people as well as the international British rivals. That offers points of connection right up to the present day with regard to the origins and perpetuation of the narratives of modernisation, in German as well as to some extent Chinese historiography.

    When the First World War began in 1914, Kiaochow Bay was occupied by Japanese troops. That was the final straw for colonial rule. And when the German Empire came to an end in 1918 as well, all colonial claims were formally renounced – the other imperial powers didn’t do this until 1942. In China’s cultural memory, of political leadership as well as intelligence, the colonial era from 1840 to 1942 is still considered to be present today and is known as the Century of Humiliation, even serving as a basis for the formulation of strategic foreign policy.

    In the triangle formed between Iltisstraße, Takustraße and Lansstraße in Berlin-Dahlem, after much campaigning by residents, they put up an information board in 2011 detailing their colonial origins. Kiautschou-Straße in Berlin-Wedding on the other hand still bears no reference to its historical background. The German colonial project in China has no place in the cultural memory of most Germans, or it’s associated with the concept of “model colony” and modernisation.

    #Allemagne #Chine #Quingdao #Berlin #Iltisstraße #Takustraße #Lansstraße #Dahlem

    #Kiautschou

    #histoire #colonialisme #impérialisme

  • https://aufstehen.de/web

    C’est chiant quand il n’y a qu’un seul parti politique dans ton pays qui se prononce sans réserve contre la guerre, surtout quand tu n’es pas d’accord avec plusieurs de ses autres positions.

    Link Presseerklärung der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder“:
    https://machmit.aufstehen.de/mitmachen/images/Presse-InfoUkraine-IniAktionen_31.05.pdf

    Link „Flyer Kriegseskalation stoppen“:
    https://machmit.aufstehen.de/mitmachen/images/FlyerKriegseskalationStoppen_vonIsabelle.pdf

    Bon, il y a des discussions sur un nombre impressionnant de sujets...

    Aufstehen Manifest Diskussion - Ideensammlung
    https://aufstehen.pro/sam

    Gemeinsam das Bild einer neuen Gesellschaft erschaffen,
    zusammen alte Fehler vermeiden...
    und jetzt, alle miteinander, die Wege in die Gesellschaft der Zukunft finden.
    Wege, die wir gehen wollen!

    Erstmals seit es die Menschheit gibt, schreibt sich eine Bewegung ihr Manifest selbst!

    Was bisher geschah:
    Teil I
    Gemeinsam entwickeln wir das Bild einer Gesellschaft, wie wir sie uns vorstellen
    ▸ UNSERE VISION

    Teil II
    Was hätte in Deutschland besser laufen können (abgeschlossen)
    ▸ UNSERE ANALYSE

    Bedenkt, in früheren Zeiten war ein Graswurzel-Manifest zu schreiben unmöglich, weil vor allem die ärmeren lohnabhängigen Menschen zu ungebildet waren. Das änderte sich. Noch nie konnten so viele Menschen lesen und schreiben wie heute, hatten so viele Menschen Zugang zu Informationen und können dank Fremdsprachen auch weit über den Tellerrand schauen. Aber trotz dieser Entwicklung und Internet hatte noch keiner, keine Organisation die Idee, mit extra dafür geschaffenen Werkzeugen euch alle zu fragen: Wie soll unsere Zukunft aussehen? Wie wollen wir sie erreichen? Nutze nun diese Chance, bring dich ein! Es ist nicht schwer. Melde dich an ... und los geht es.

    Teil III
    WEGE ZUM ZIEL formulieren (und wenn nötig die Vision ergänzen)
    MACH MIT!
    Klicke oben rechts auf NEU REGISTRIEREN und schreib mit an UNSEREM MANIFEST!

    Topics

    Altersvorsorge und Rente
    Arbeit
    Außenpolitik
    Bildung
    Demokratie
    Digitalisierung und KI
    Eigentum
    Energieversorgung
    Ernährung und Landwirtschaft
    Europapolitik
    Familienpolitik und Senioren
    Finanzen und Steuern
    Freiheit
    Frieden
    Gesellschaft und Politik
    Gesundheit, Pflege
    Gleichberechtigung, Chancengleichheit
    Grundgesetz, Verfassung
    Infrastruktur und Verkehr
    Innenpolitik, Innere Sicherheit
    Justiz und Rechtssystem
    Kinder und Jugend
    Kultur, Kulturpolitik
    Landesverteidigung
    Medien und Journalismus
    Migrationspolitik
    Regional- und Stadtentwicklung
    Sozialpolitik, Gemeinwohl
    Tierwohl, Tierschutz
    Umwelt- und Klimaschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit
    Verbraucherschutz
    Wirtschaft, Ökonomie
    Wissenschaft und Forschung

    #Allemagne #politique #Aufstehen #BSW #guerre #pacifisme

  • Il Politecnico e la ricerca militare
    https://radioblackout.org/2024/06/il-politecnico-e-la-ricerca-militare

    La connessione tra #guerra e scienza è un dispositivo epistemico, che ha le sue radici nel ‘500 e in Italia un padre nobile come Galileo Galilei. Il fattore scatenante è l’arrivo in Europa della polvere da sparo, che presto viene impiegata per scopi bellici. La tecnologia necessaria all’utilizzo bellico della polvere da sparo richiede studi […]

    #L'informazione_di_Blackout #politecnico_e_ricerca_militare

    • La Città dell’Aerospazio di Torino è stata inaugurata

      Il 28 novembre si è svolta a Torino la cerimonia inaugurale dell’inizio dei lavori dedicati alla costruzione della Città dell’Aerospazio. La “posa della prima pietra” è stato un momento importante per il progetto, di cui si discute da diversi anni e che servirà a riqualificare, ammodernare ed espandere un intero quartiere industriale in Corso Marche a Torino.

      All’interno del perimetro di quella che sarà definita Città dell’Aerospazio, sono già ora presenti la sede torinese di Leonardo Velivoli, di Altec e di Thales Alenia Space. Il progetto di riqualifica è sviluppato da una collaborazione pubblico-privata, fra Leonardo, il Politecnico di Torino e la Città di Torino.

      Come sottolineato da Leonardo, attualmente il settore aerospaziale e la filiera connessa occupa in Piemonte oltre 35 mila addetti, producendo un fatturato di oltre 8 miliardi di euro all’anno. In Piemonte, a Torino e in questo quartiere industriale lo spazio è quindi già di casa, e lo è da molti anni.

      Nella sede di Thales Alenia Space sono stati costruiti moduli della Stazione Spaziale Internazionale, le capsule Cygnus, il telescopio Euclid, e sono ora in fase di progettazione moduli della stazione lunare Gateway e della stazione commerciale di Axiom Space, giusto per citare alcuni fra i progetti più importanti degli ultimi vent’anni.

      Fra questi edifici ce ne sono alcuni attualmente in disuso e altri laboratori che meriterebbero degli upgrade. L’idea di aggiornare e soprattutto espandere le attività in questa zona sembrava quindi fin da subito necessaria, complice la volontà della città di Torino, forse manifestata fin troppo in ritardo, di valorizzare il comparto industriale e scientifico spaziale, con l’obiettivo di essere a tutto tondo una città dell’aerospazio.
      Il progetto

      Il progetto della città dell’aerospazio prevede lo sviluppo iniziale di un edificio affacciato su Corso Marche, al quale sarà aggiunto un piano e in cui verranno installati dei nuovi laboratori gestiti dal Politecnico. L’edifico è chiamato “fabbricato 37” e avrà una superficie di 10 mila metri quadri. Seguirà poi lo sviluppo de “la casa delle PMI”, un secondo edificio di 16 mila metri quadri dedicato a ospitare laboratori, sedi e uffici per piccole e medie imprese e startup.

      In base a quanto dichiarato da Leonardo, che ricordiamo essere il partner industriale di riferimento e promotore del progetto, nella Città dell’Aerospazio si svilupperanno laboratori inizialmente per quattro principali obiettivi:

      – Architetture e sistemi per la propulsione ibrido/elettrica, la generazione, la distribuzione e l’attuazione elettrica a bordo di velivoli in campo aeronautico;
      – Sviluppo di sistemi aerei autonomi, capaci di operare senza il controllo continuo di un operatore umano e di interagire in sicurezza in un ambiente a sua volta popolato da velivoli, sia pilotati che uncrewed;
      – Sistemi di monitoraggio e di ausilio al pilota in situazioni ambientali critiche e di elevato carico di lavoro psico-fisico;
      – Sistemi di big data analysis per la valutazione dello stato di salute di singoli velivoli o flotte, per prevenire o identificare precocemente l’insorgenza di avarie e ottimizzare gli interventi manutentivi.

      https://www.astrospace.it/wp-content/uploads/2023/11/La-Citta-dellAerospazio-Torino-750x422.webp

      Lo sviluppo di questa rigenerazione di Corso Marche è formalmente iniziato il 28 aprile, con la cerimonia inaugurale. I lavori procederanno a fasi, divisi in 12 diversi sottoprogetti. Secondo il DAP (Distretto Aerospaziale del Piemonte): “nel 2028 è prevista la piena operatività, con più di 4.100 occupati totali, di cui 1.100 nuovi occupati nelle attività industriali, con circa 380 milioni di euro di investimenti in R&D nei prossimi anni”.
      La cerimonia inaugurale

      La cerimonia della posa della prima pietra si è svolta la mattina del 28 novembre, all’interno della sede di Leonardo Velivoli. Alla posa, simbolica, della prima pietra erano presenti diverse istituzioni, sia locali che nazionali, oltre ai rappresentanti principali delle aziende coinvolte. A dare il via all’inaugurazione Marco Zoff, managing director della Divisione Velivoli Leonardo e il video messaggio dell’AD di Leonardo, Roberto Cingolani.

      Successivamente è stato il turno dei saluti delle istituzioni rappresentate dal presidente dell’ASI Teodoro Valente, dal presidente della Camera di Commercio di Torino, Dario Gallina e del presidente della Regione Piemonte, Alberto Cirio, mentre il sindaco di Torino Stefano Lo Russo ha inviato un video messaggio.

      Alla cerimonia di avvio dei lavori hanno partecipato anche il Ministro dell’Ambiente e della Sicurezza, Gilberto Pichetto Fratin, il Vice Segretario Generale della Difesa e consigliere di amministrazione di ASI Luisa Riccardi, il rettore del Politecnico Guido Saracco e il rettore dell’Università degli Studi di Torino, Stefano Geuna.

      La Città dell’Aerospazio promette quindi di diventare un polo industriale tecnologico e di ricerca interamente dedicato allo spazio come non ce ne sono altri in Italia. La base di partenza è forte, un luogo che ha fatto e che sta facendo la storia delle tecnologie spaziali e aerospaziali italiane ed europee, ma i lavori da affrontare sono molti e le sfide impegnative.

      https://www.astrospace.it/2023/11/29/la-citta-dellaerospazio-di-torino-e-stata-inaugurata