• Der Mann fürs Doofe
    ▻https://www.unsere-zeit.de/der-mann-fuers-doofe-4818992

    August Hanning (rechts) beim Antritt als BND-Chef im Jahr 1998. Jahre später half er bei einem Buch über den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder mit, das ihm nun mächtig Ärger einbringt. (Foto: picture-alliance / dpa | Stephan Jansen)

    Tu n’a pas d’argent mais des dettes, on trouve de vieux documents secrets chez toi et tu as des copains chinois. Conclusion, tu es un espion chinois parce que de surcroit tu as été le chef des espions allemands. Te voilà en prison. T’as tiré les mauvaises cartes. C’est bête mais c’est comme ça.

    Conclusion deux : Quand tu es pauvre tu ne joues pas dans la cour des riches. Tu vois comment ça finit.

    16.10.2026 von Ralf Hohmann - Der Ex-BND-Chef und Geschäftemacher August Hanning sitzt in Untersuchungshaft. Sein Fall beflügelt Propaganda gegen China

    Am Dienstag vergangener Woche wurde August Hanning wegen des Verdachts der Spionage, der landesverräterischen Ausspähung und des Auskundschaftens von Staatsgeheimnissen festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Hanning leitete von 1998 bis 2005 den Bundesnachrichtendienst (BND). Unmittelbar im Anschluss ernannte ihn der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zum Staatssekretär. Nach seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienst widmete er sich jenem Berufsfeld, das für ehemalige Geheimdienstchefs offenbar als natürliche Fortsetzung der Karriere gilt: die profitorientierte internationale Beratung in Sachen Sicherheit und Geheimnis.

    Im Unterschied zu Hannings Nachfolgern in der BND-Spitze, Ernst Uhrlau, der als „freiberuflicher Berater für globale Sicherheitsfragen“ bei der Deutschen Bank unterkam, und Gerhard Schindler, der mit seinem Unternehmen Friedrich 30 laut Lobbyregister 2025 unter anderem Aufträge des Rüstungsunternehmen Chora (elektronische Kampfführung) abarbeitet, beschied sich Hanning nicht mit „Klein-Klein“. Er strebte nach einem groß angelegten privaten Sicherheitsnetzwerk. In schneller Folge schossen die von ihm initiierten Firmen HanningConsult, System 360 AG (Schweiz), System 360 GmbH (Deutschland), Pluteos AG (Schweiz), GSC4 und Tradex Safety aus dem Boden. Nebenbei gab es noch einen Aufsichtsratsposten in der Bundesdruckerei und einen Kommanditistenjob bei PB Phoenix Beteiligungen. Für die Kontakte in die Staaten des postsowjetischen Ostens diente ihm die Vorstandschaft im Deutsch-Aserbaidschanischen Forum. Im Jahr 2021 folgte dann noch die gemeinsam mit Ex-Mossad Chef Danny Yatom in Jerusalem gegründete WHEN Group (Cyber-Sicherheit).

    Die Profitlogik kennt für alles einen Preis: für Daten, Aufmerksamkeit, Reputation und Beziehungen. Nicht immer mit Erfolg. Schmerzlich verlief Hannings Ausflug in die lettische Bankenwelt. Ab 2017 saß er für ein monatliches Salär von 12.000 Euro im Aufsichtsrat der PNB Banka. Am 12. September 2019 erklärte ein lettisches Gericht die Bank für insolvent. Der Insolvenzverwalter fordert vom Ex-BND-Präsidenten rund vier Millionen Euro. Hanning stand das Wasser bis zum Hals, die Beamtenpension wurde gepfändet. Am 6. Februar 2022 bat er schriftlich um Hilfe beim damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Der Bittbrief brachte nichts. Der Niedergang nahm seinen Lauf.

    Laut den Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft soll Hanning im Jahr 2022 gemeinsam mit einem pensionierten LKA-Beamten über seine Firma System 360 den Auftrag angenommen haben, die bei ihrem Vater in Dänemark lebenden Kinder der Gastronomie-Magnatin Christina Block nach Deutschland „zurückzuholen“. Für die Aktion selbst sei der Ex-Mossad-Agent David Barkay angeheuert worden. Als Entlohnung winkten 115.000 Euro. Auf die Hanning-Firma System 360 war ein verdeckter Ermittler angesetzt. Am 16. September 2025 kam es bundesweit und in der Schweiz zu umfangreichen Durchsuchungen der Privat- und Firmenräume Hannings. Die eingesetzten Beamten stießen auf rund 2.000 BND-Dokumente. Ein klassischer Zufallsfund, auch „Beifang“ genannt. Der Inhalt der Dokumente, darunter interne Lageberichte für das Kanzleramt, Unterlagen zum angeblichen iranischen Atomprogramm, Analysen zu russischen Streitkräften, alles aus den Jahren 2010 bis 2022, sprach wohl Bände. Die Bundesanwaltschaft übernahm.

    Ob die angeblich gefundenen Dokumente überhaupt eine Brisanz aufweisen, ist zweifelhaft: Das Material ist mehr als vier Jahre alt, relevante Informationen werden unmittelbar gewinnbringend abgesetzt und nicht zu Hause im Regal gestapelt oder als Kopie gehortet. Warum sollte Hanning, der ja seit September 2025 genau wusste, was bei ihm zur Auswertung abtransportiert wurde, monatelang seelenruhig auf den Zugriff der Ermittler warten, wenn er selbst davon ausgegangen wäre, es handle sich um geheimnisrelevante Unterlagen?

    Die Antwort auf die Frage, ob Hannings Geschäftsmodell aus Dummheit oder Gier oder beidem scheiterte, kann dahinstehen, passt das Ganze doch wunderbar zur hysterischen Erzählung der „Gefahr aus dem Osten“.

    „Jetzt geht es auch um China!“, schrieb die „Bild“-Zeitung unter Bezug auf eine „Spiegel-Recherche“. Ein grandioser Auftakt, im Gleichklang meldeten alle, die in der bürgerlichen Journaille Rang und Namen haben: Hanning habe Kontakt zu „einem Mann aus dem chinesischen Geheimdienstapparat“ gepflegt und – wie ungeheuerlich – dieser „Militärdiplomat und Ex-Generalmajor“ habe in einem 2017 erschienenen Buch Hanning für „Hinweise und Erläuterungen“ gedankt. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Das Netz ist voll vom Passus „Hinweise und Erläuterungen“, der die Geheimnisverrat-Fantasie beflügeln soll.

    Es kostet nur ein paar Minuten Aufwand, diesen neuerlichen Propagandacoup zu entlarven und der ganzen Lächerlichkeit preiszugeben, die er verdient hat. Lesen wir, was da im Vorwort zu einem Gesprächsband mit Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) geschrieben steht: Am Ende des Dankeswortes an verschiedene Mitwirkende am Buchprojekt schreibt der besagte Wang Jian­zheng: „Bei sprachlichen und textlichen Herausforderungen profitierte ich von den Hinweisen und den Erläuterungen von August Hanning, dem ehemaligen Staatssekretär im deutschen Innenministerium (der kürzlich China besucht hatte).“ Unfassbar, da hat Hanning wohl Geheimnisse der deutschen Grammatik und Syntax an den bösen Chinesen verraten.

    #Allemagne #services_secrets #espionnage #wtf

  • #albania in #rivolta: si infiammano le #proteste a Tirana
    ▻https://radioblackout.org/2026/10/albania-in-rivolta-si-infiammano-le-proteste-a-tirana

    Dal 31 maggio migliaia di persone scendono in piazza a Tirana: i media l’hanno chiamata la “Rivoluzione dei fenicotteri”, dal nome degli uccelli della laguna di Narta, sulla costa meridionale. Tutto nasce da un progetto turistico di lusso in un’area protetta, sostenuto dal governo di Edi #rama e legato a Jared Kushner, genero di Donald […]

    #L'informazione_di_Blackout #polizia
    ▻https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/10/albaniaelon.mp3

  • Bärbel Bas und die Suche des Kapitals nach Bündnispartnern im rechten Lager
    ▻https://overton-magazin.de/top-story/baerbel-bas-und-die-suche-des-kapitals-nach-buendnispartnern-im-rech

    Bärbel Bas auf dem Arbeitergebertag. Screenshot von BDA-YouTube-Video

    En ce moment Bärbel Bas est la victime la plus célèbre de la lutte des classes nanties contre le peuple travailleur. Dans les médias on parle d’une tragédie personnelle qui aurait poussé la ministre fédérale pour le travail et le social. à démissionner. En réalité elle gênait le progrès du démantèlement du droit du travail et de la réduction des budgets pour les obligations sociales de l’état.

    16.10.2026 von Peter Nowak - Die Kapitalverbände drängen auf einen politischen Umbau in ihren Sinne. Der Rücktritt von Bärbel Bas ist für sie ein Etappensieg. Hier sind historische Reminiszenzen am Platz.

    Manchmal wird auch sozialdemokratischen Politikern klar, dass sie bei aller Anpassung an den kapitalistischen Normalzustand für die Inhaber der eigentlichen Macht im Staat nur Angestellte sind, die schnell ersetzt werden können, wenn sie nicht spuren. Diese Einsicht blitzte bei der damaligen Arbeitsministerin Bärbel Bas im November 2025 auf, als sie beim Bundeskongress der Jusos über ihr Rede beim Arbeitgebertag eine Woche zuvor sprach.

    Dort treffen sich die, die nicht gewählt sind, die aber, so die Vorstellung von weiten Teilen des Staatsapparates, bei guter Laune gehalten werden müssen. Politiker aller Parteien werden täglich daran gemessen, wie sie der Wirtschaft ein gutes Umfeld verschaffen. Das heißt Steuern und Löhne runter, Arbeiterrechte schleifen, mehr Arbeiten für weniger Lohn, also das ganze Mantra der Wirtschaftsliberalen, das wir täglich auf fast allen Sendern und in fast allen Medien hören. Der Arbeitgebertag ist ein Event, auf dem die gewählten Politiker bei der Wirtschaftslobby vorsprechen und betonen sollen, was er oder sie unternommen hat, damit die Gewinne, der Dax und die Aktienkurse steigen.
    Bas auf dem Arbeitgebertag

    Das tat auch die Arbeitsministerin Bärbel Bas bei ihrer Rede am Arbeitgebertag im November 2025. Sie betonte, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Sicherheit zusammengehören. Das ist eigentlich das Credo der sozialen Marktwirtschaft. Bas zitierte sogar den Unternehmerpatriarchen Robert Bosch in ihrer Rede, um die Anwesenden für ihr Idealbild des sozialen Unternehmens zu begeistern.

    Bas wagte es aber auch, eine populistische Kampagne zu kritisieren, die den von der Arbeiterbewegung erkämpften Sozialstaatsregelungen minimieren oder gar schleifen will. Bas setzte sich für eine starke Tarifbindung und eine verlässliche Rente ein. Sie vertrat also das klassische Modell der Sozialpartnerschaft. Bas wagte sogar daran zu erinnern, dass für viele Menschen kein abstraktes Talkshow-Thema entscheidend ist, sondern das Geld, mit dem sie auskommen müssen.Da sind große Teile der nicht gewählten eigentlichen Macht im Staat schon in Gelächter ausgebrochen, was Bas sichtlich irritierte. Denn sie haben ja kein Interesse an Senioren, die von ihrer Rente leben können. Denn die sollen möglichst lange mit Minijobs im Niedriglohnsektor ihre Rente aufbessern.
    „Die Herren im Maßanzug“

    Eine Woche später reflektiere Bas auf der Bundeskonferenz über dieses Treffen: „Da saßen sie, die Herren im Maßanzug, und die Ablehnung war deutlich zu spüren. … Dieser Moment hat mir noch einmal gezeigt, wo die Linien in Wirklichkeit verlaufen, nicht zwischen jung und alt, sondern zwischen arm und reich“.

    Diese emotionale Rede, die weit entfernt von Klassenkampfrhetorik war, in der aber die Erkenntnis von den wirklichen Widersprüchen im Kapitalismus aufblitzten, war Anlass für eine Hetze von rechten und konservativen Medien sowie Politikern von AfD, den Unionsparteien und FDP. Da stand die Front der Eigentümerlobby und es wurde klar, wo für sie die wahre Brandmauer verläuft. Zwischen denen, die zumindest noch eine Ahnung haben, dass es in Deutschland wie in allen kapitalistischen Staaten Menschen gibt, die von ihrer Arbeit leben müssen, und denen, die die Kapitalinteressen rücksichtslos durchsetzen wollen. Wer aber tatsächlich die Interessen der großen Mehrheit der Menschen vertritt, bekommt den Hass der Eigentümerlobby zu spüren.

    Seitdem stand Bas auf deren Abschussliste, obwohl sie nach ihrer Rede bei den Jusos sofort erklärte, dass sie das alles keineswegs als Aufruf zum Klassenkampf verstanden haben wollte und danach alle Verschlechterungen auch bei der Rente mitgetragen hat. Christian von Stetten, einer der umtriebigsten Kapitallobbyisten in der CDU, hat offen erklärt, dass für ihn Bas nicht mehr tragbar ist. So war ihr Rücktritt auch ein Erfolg dieser Eigentümerlobby unabhängig von Parteimitgliedschaft.
    Merz – beim Arbeitgebertag unter Freunden

    Als nun vor einigen Tagen Kanzler Merz beim Arbeitgebertag 2206 auftrat, konnte er sich unter Freunden fühlen. Schließlich hat Merz selber so viele Jahre als Kapitallobbyist gearbeitet. Merz war und ist selber einer dieser Herren im Maßanzug, für die Zugeständnisse an die arbeitende Bevölkerung ein Grauen sind, weil es ihnen ja um die Profitrate geht.

    Wenn Merz in seiner Rede in diesen Kreisen noch mal betont, er lege gar keinen Wert darauf, der Liebling der Nation zu werden, sondern er wolle das Land voranbringen, wird der Subtext natürlich sofort klar. Wichtig ist es ihm, bei denen beliebt zu sein, die die Macht im Staat haben, also beim Kapital. Und deren Vertreter haben auch klargemacht, dass sie jetzt zügige Reformen fordern. Das bedeutet das Schleifen von der Arbeiterbewegung erkämpften Errungenschaften, wie den Achtstundentag oder Mitbestimmung und vor allem bei der Pflege und bei der Rente die Kapitalinteressen umzusetzen.

    Das Kapital hat da keine besonderen Parteipräferenzen. Doch es wird schon deutlich, wenn der Angriff auf die Errungenschaften der Lohnabhängigen von der SPD gebremst wird, dann muss deren Politikern deutlich gemacht werden, dass es dann ohne sie geht. Die Kampagne gegen Bas sollte das vor allem zeigen. Denn Kapitalvertreter haben schon längst erkannt, dass die AfD bei der Umsetzung ihrer Interessen eine sichere Bank ist. Keine Partei fordert so offen die Abschaffung der Erbschaftssteuer und geriert sich immer wieder als Sprachrohr der Kapitalinteressen. Wenn sie trotzdem von vielen Lohnabhängigen gewählt wird, ist das für die Kapitalvertreter natürlich ein besonderes Plus. Arbeiterproteste gegen das Mitregieren der AfD halten sich dann in Grenzen.
    Brandmauer nach links

    Deswegen ist für große Teile des Kapitals und ihnen nahestehender Medien klar, dass eine Brandmauer nach links nötig ist. Diese Linke beginnt schon mitten in der Sozialdemokratie und großen Teilen der Gewerkschaften. Die Linkspartei ist für diese Kreise schon fast ein linksextremer Verdachtsfall. An der Unterstützerliste des Berliner Appells für Verantwortung wird deutlich, wie die Eigentümerlobby von angeblich Linksliberalen wie dem langjährigen SPD-Politiker Wolfgang Thierse oder Anetta Kahane unterstützt wird. Sie zeigen, dass auch in Zeiten des Aufstiegs der AfD der Feind links steht.

    Gleichzeitig soll mittels von Sondierungsgesprächen erprobt werden, wie leicht sich Die Linke für Kapitalinteressen formen lässt. Da wird die Forderung der Stärkung von Polizei und Verfassungsschutz als Schutz von jüdischem Leben verkauft. Selten wurde der Kampf gegen Antisemitismus offener instrumentalisiert als in dem schon erwähnten Berliner Appell für Verantwortung. Da geht es erstmals in vielen Absätzen gegen Mietendeckel und Enteignungsgesetze und dann wird noch der Kampf gegen Antisemitismus dran geklascht. Wem es damit wirklich ernst ist, würde diesen Aufruf selber als Beispiel für Antisemitismus heranziehen.
    Wie mit dem Fall Steffen Krach umgehen?

    Dann erleben wir übergriffige Sondierungsgespräche, wo die Vertreter von SPD und Grünen sich tatsächlich anmaßen zu entscheiden, wer Mitglied der Linken bleiben und wer in deren Fraktionen sitzt darf. Eigentlich dachte man, in der bürgerlichen Demokratie entscheidet das der Wähler. Als es in den 1980er Jahren Koalitionsgespräche zwischen Grünen und SPD gab, wäre es undenkbar gewesen, dass die SPD den Ausschluss von Linksgrünen wie Jutta Ditfurt oder Thomas Ebermann hätten fordern können, die sich kritisch zu solchen Bündnissen mit der SPD positionierten. Ein solches Ansinnen hätte damals auch zum Ende der Koalitionsgespräche geführt. Auch bei der Linken wächst jetzt die Ablehnung solcher Übergriffkeiten von Grünen und SPD.

    Dabei müsste doch die SPD eigentlich eine Krisensitzung einberufen, um darüber zu reden, wie sie mit der Personalie Steffen Krach umgeht. Kurze Zeit vor der Berlinwahl wurden seine Büros und Wohnungen wegen Vorwürfen von Unregelmäßigkeiten beim Umgang mit Immobiliengeschäften durchsucht. Krach versuchte, die Angelegenheit auszusitzen. Jetzt fand in der gleichen Sache eine Razzia beim niedersächsischen SPD-Bundesabgeordneten Adis Ahmetovic statt.
    Deutschlandfunk im Kampf gegen Sozialstaat

    Derweil macht das Lager der Eigentümerlobby auf allen Medien mobil gegen den Sozialstaat. Der Deutschlandfunk ist da vorne mit dabei. Das zeigten die Sendungen rund um den Arbeitgebertag 2026. Da wurde in einer Sendung die Reaktion auf die Worte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall eingeblendet. Ein Stöhnen war zu hören. Dann wurde der Münsteraner Ökonomieprofessor Aloys Prinz im Deutschsandfunk interviewt, wobei sofort klar wird, dass der Interviewer und der Interviewte Bürger im Geister für die Kapitalinteressen sind. Eingeleitet wird mit der Frage, ob nach dem Rücktritt von Bas alles besser wird. Prinz sagt, wir hoffen es. Da wird noch einmal die Ablehnung gegen eine Politikerin deutlich, die es wagte, sogar auf dem Arbeitgebertag die Sozialpartnerschaft anzumahnen, die von Kapitalseite längst aufgekündigt wurde.

    Die Frage des Interviews war, ob die Bundesregierung noch mal das Vertrauen der Unternehmer gewinnen kann, also der ungewählten eigentlichen Macht im Staat. Prinz antwortete, die Regierung könne deren Vertrauen zurückgewinnen, wenn sie ernst macht mit dem Kampf gegen die Reste des Sozialstaats. Die Rente mit 63 gilt für Prinz als eine jener „Errungenschaften, die man schwer wieder los wird“. Für ihn ist die Abschaffung der Rente mit 63 sogar ein Prüfstein, wenn die Regierung das Vertrauen der Herren mit den grauen Anzügen wieder gewinnen will.

    Dann geht es um die Arbeitslosenversicherung, wo Prinz Klartext redet: Es gibt für ihn keinen Anspruch darauf. Es sei Aufgabe der Politik zu entscheiden, wem sie etwas gibt und wem nicht. Hier wird deutlich, wie weit Kapitalverbände beim Umbau des Staates in ihrem Sinne bereit sind zu geben. Das ist eine Kampfansage an Millionen Menschen, die auf Rente und Leistungen des Arbeitslosengelds angewiesen sind. Bas wurde angefeindet, weil sie diese Menschen mit in ihre Überlegungen einbezogen hat.

    Prinz endet mit einer Warnung: „Wenn es nicht gelingt, die Erwartungen der Unternehmen zu stabilisieren, haben, wir ein Problem.“ Im Klartext heißt das, dass sich die Kapitalverbände dann anderen politischen Partnern zuwenden, die ihre Interessen offener vertreten. Das wäre aktuell die AfD. Schon gibt es Überlegungen, diese Partei kapitalfähig zu machen, indem die Union die Koalition mit der SPD aufkündigt und in einer Minderheitenregierung die Mehrheiten dort sucht, wo sie diese bekommt. Dann könnte die AfD ihre Verlässlichkeit für die Kapitalinteressen unter Beweis stellen.
    Erinnerungen an Weimarer Republik

    Hier ist eine historische Reminiszenz angebracht. Vor 96 Jahren wollten führende Kreise des Kapitals Schluss machen mit den wenigen von der Arbeiterbewegung erkämpften Errungenschaften der Novemberrevolution, die erhalten geblieben sind. Dazu gehörten Mitbestimmung, Gewerkschaftsrechte, Arbeitszeitverkürzungen. Die Regierung unter dem SPD-Kanzler Hermann Müller wollte sie zumindest teilweise erhalten und geriet ins Visier der Kapitalkreise. Der Streit um die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung spitzte sich schließlich so zu, dass Müller zurücktreten musste, obwohl er am Ende sogar den Kapitalinteressen zustimmen wollte, aber damit nicht alle Abgeordneten seiner Partei überzeugen konnte.

    Ab 1930 begannen sich führende Kapitalkreise nach Bündnispartnern im rechten Lager umzusehen, die ihre Interessen nach Innen und Außen besser umzusetzen beriet waren. Sie fanden sie schließlich in der NSDAP.

    Geschichte wiederholt sich nicht oder wenn dann als Farce. Wir sind auch heute wieder in einer Zeit, wo Deutschland im Zentrum der Militarisierung in Europa steht. Der kapitalgerechte Umbau im Innern ist davon nicht zu trennen. Dabei sucht das Kapital wieder Bündnispartner im rechten Lager. Es ist bedauerlich, dass dieser Aspekt beim oft rein moralisch geführten Kampf gegen rechts kaum beachtet wird. Dann hätte das Treffen des Arbeitgebertages ein Ziel der Proteste sein müssen. Denn eines ist klar, die AfD oder eine andere rechte Partei kann nur zur Macht kommen, wenn dafür die eigentlichen Mächtigen grünes Licht dafür geben.

    #Allemagne #lutte_des_classes #militarisation #social-démocrates

  • Kriegswirtschaft : KNDS wird reiner Staatskonzern
    ▻https://www.jungewelt.de/artikel/531624.kriegswirtschaft-knds-wird-reiner-staatskonzern.html

    Après l’expérience ulrainienne leurs chars ne se vendent plus, alors les milliardaires vendent leurs usines à l’état. Avec la menace de vendre à l’étranger on fait monter le prix.

    16.10.2026 - Krieg und Gier: Deutsche Rüstungsmilliardäre erpressen Bundesregierung

    Sie kriegen den Hals nicht voll, die Herren Rüstungsindustriellen von Braunbehrens, Bode und Sethe. Die Erben der Firma Krauss-Maffei Wegmann (KMW) haben ihre Milliardenvermögen in jüngerer Zeit vervielfacht. Nun wollen sie verkaufen. An den deutschen Staat. Aber nicht unter Mondpreis.

    2015 fusionierte KMW mit dem französischen Staatskonzern Nexter. So entstand die Rüstungsschmiede KNDS. Sie produziert Haubitzen, Raketensysteme, aber vor allem Panzer: »Leopard 2«, »Leclerc«, »Puma«, »Boxer«. Den drei deutschen Industriellenfamilien gehört die eine Hälfte des Konzerns. Die andere ist in französischem Staatsbesitz.

    Ursprünglich wollte der deutsche Staat den KMW-Erben vier Fünftel ihrer Anteile abkaufen. Das übrige Fünftel sollte an die Börse gebracht werden. Um keine französische Vormachtstellung entstehen zu lassen, sollte auch Frankreich ein Fünftel seiner Anteile an die Börse bringen.

    Wie das Handelsblatt am Donnerstag mitteilte, fällt der Börsengang nun aus. Die drei Familien hätten damit mehr als 15 Milliarden Euro erzielen wollen. Realistisch sei »derzeit allenfalls die Hälfte« – der Drohnenkrieg in der Ukraine habe »Zweifel an der Zukunftsfähigkeit von schweren Waffensystemen wie Kampfpanzern geweckt«. Das Kerngeschäft der Rüstungserben scheint nicht mehr zeitgemäß.

    Was machen die Familien von Braunbehrens, Bode und Sethe, da sie nun recht enttäuscht mit dem Rücken zur Wand stehen? Sie erpressen den größten Kunden von KNDS: die kriegsgeile Bundesregierung. Die ist schließlich bei der Umsetzung ihrer herrlichen Rüstungspläne auf unangenehme Weise von dem Konzern abhängig.

    Der Ankauf von Anteilen in der Höhe der französischen soll ihr den Einfluss auf Unternehmensentscheidungen sichern. Und die bevorzugte Belieferung. Es soll ja schnell gehen mit der Kriegstüchtigkeit – »whatever it takes« (Kanzler Merz). Kaum auszudenken, dass die Familien ihre Anteile in dieser Situation fremden Mächten vermachen.

    Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat ein Angebot auf den Tisch gelegt. Es dürfte großzügig sein. Wie das Ministerium dem Handelsblatt mitteilte, »liegt die Entscheidung bei den Anteilseignern«. (xre)

    #Allemagne #armement

  • Schockanrufe bei Senioren : Polizei schaltet größte Plattform von Telefonbetrügern ab
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/schockanrufe-bei-senioren-polizei-schaltet-groesste-plattform-von-t

    Le SAS (software as service) est complété par le CAS (crime as service). La police allemande et de Serbie ont démantelé un réseau criminel qui a mis à disposition de truands l’infrastructure VoIP nécesssaire pour faire des appels intimidant chez les personnes agées afin de les convaincre de remettte leur argent et objets de valeur à des faux policiers.

    ►https://www.asterisk.org

    C’est si simple. Tu loues une interface au réseau téléphonique, tu montes quelques serveurs #Asterisk et le tour est joué. Ensuite tu gères l’affaire comme m’importe quel centre d’appel.

    Sans doute les criminels n’ont pas poussé assez loin la virtualisation et les couches d’abstraction et se sont alors fait prendre par la police qui a investi du travail pour protéger les modèles d’affaire des plus grands truands du business VoIP.

    Quand tu compares les structures et couches d’abstraction des grands comme Uber, Mercedes et HSBC (sans parler des Orange et Deutsche Telekom) avec un tel réseau « fait mains » tu découvres que la société de classes connaît des acteurs qui font la loi et jouissent d’une impunité totale « too big to fail » et une couche moyenne de rigolos qui sont systématiquement appréhendés par la police.

    Prépare une guerre et un génocide et tu aura ta place de héro dans les manuels scolaires, tue ton beau père violeur et tu finira en prison. Chez les spécialistes des réseaux et du commerce c’est pareil.

    13.20.2026 von Andreas Kopietz - Falsche Polizisten und falsche Bankmitarbeiter setzen alte Leute unter Druck. Jetzt bekam eine internationale Bande Besuch von der Polizei.

    Die Berliner Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt haben eine Plattform abgeschaltet, die Betrügern Anrufe mit gefälschten Rufnummern ermöglicht haben soll. Nach Angaben der Ermittler dürfte es sich um den größten Anbieter solcher Dienste im deutschsprachigen Raum handeln.

    Am Dienstagmorgen durchsuchten Einsatzkräfte die Wohnungen zweier Beschuldigter im Alter von 23 und 41 Jahren in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Hessen. Domains, Server, Telegram-Accounts und weitere technische Infrastruktur der Plattform wurden beschlagnahmt und abgeschaltet.

    Insgesamt richtet sich das Berliner Verfahren gegen fünf Beschuldigte zwischen 23 und 41 Jahren. Gewissermaßen als Dienstleistung sollen sie ihren kriminellen Kunden ermöglicht haben, potenzielle Opfer über Internettelefonie (Voice over IP) mit manipulierten, sogenannten gespooften Rufnummern anzurufen. So erscheint zum Beispiel auf dem Telefondisplay eines Angerufenen die Nummer des Polizeinotrufs 110, damit er glaubt, tatsächlich die Polizei sei am anderen Ende.

    Vor allem sollen die Beschuldigten Anrufe falscher Bankmitarbeiter und falscher Polizeibeamter unterstützt haben. Nach bisherigen Ermittlungen gingen mindestens 600.000 Anwahlversuche von der Infrastruktur aus. Die Verdächtigen sollen mit dem Dienst mehr als 1,6 Millionen Euro eingenommen haben.

    Auch in Serbien wurden Wohnungen durchsucht

    Meist handelt es sich bei den Opfern um hochbetagte Menschen. Sie werden am Telefon unter Druck gesetzt, indem die Betrüger behaupten, es gebe Pläne, die Angerufenen demnächst auszurauben. Deshalb müssten sie schnell ihre Wertsachen der Polizei übergeben. Auf diese sogenannten Schockanrufe fallen die Opfer oft herein und händigen Wertsachen und Geld an kriminelle Abholer aus, die sich als Polizisten ausgeben.

    Bereits am 7. Oktober hatten Berliner Polizisten gemeinsam mit serbischen Behörden in Serbien die Wohnungen dreier weiterer Beschuldigter durchsucht: zweier Männer im Alter von 26 und 27 Jahren sowie einer 25-jährigen Frau.

    Ihnen wird Beihilfe zum Computerbetrug in mehr als 18.000 Fällen vorgeworfen. In 70 Fällen ist nach derzeitigem Stand bereits ein Schaden von insgesamt rund 764.000 Euro nachgewiesen. Gegen die beiden Männer wurden bestehende Haftbefehle vollstreckt. Sie sollen nach Deutschland überstellt werden. Ein entsprechendes Ersuchen will die Berliner Staatsanwaltschaft an Serbien übermitteln.

    Parallel zur Razzia am Dienstagmorgen durchsuchten Ermittler die Wohnungen von 14 weiteren Beschuldigten in Nordrhein-Westfalen. Diese Durchsuchungen erfolgten im Auftrag der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime der Staatsanwaltschaft Köln und stehen nach Behördenangaben im Zusammenhang mit dem Berliner Verfahren. Die Ermittlungen laufen seit Februar 2025.

    #Allemagne #Serbie #crime #VoIP #fraude

  • NATO-Übung »Steadfast Noon« : »Das Völkerrecht steht dem entgegen« 
    ▻https://www.jungewelt.de/artikel/531546.nato-%C3%BCbung-steadfast-noon-das-v%C3%B6lkerrecht-steht-dem-entge

    Sous le capitalusme le dtoit national et international n’edt qu’une collection de textes de propagande et d’idéologie. L’état et le capital ne "respectent" la loin que quand une texte de loi leur convient.

    Le droit humanitaire interdit l’utilisation des armes nucléaires mais l’armée de l’air Luftwaffe prépare l’auto-annilihation de l’Europe quand même. Quelques manifestants contestent les prépsrstifs illégaux.

    15.10.2026 von Kristian Stemmler - Kriegsgegner demonstrieren vor Standorten der Luftwaffe, weil sie den Einsatz von Atomwaffen übt. Ein Gespräch mit Martin Singe

    Martin Singe ist in der Friedensbewegung aktiv und Sprecher des Aktionsbündnisses »atomwaffenfrei.jetzt«

    Vor dem rheinland-pfälzischen Fliegerhorst Büchel haben Sie am Sonnabend mit Mitstreitern und Mitstreiterinnen eine Mahnwache organisiert. Was war der Anlass?

    Wir haben mit insgesamt etwa 50 Personen gegen das am Dienstag begonnene Atomkriegsmanöver »Steadfast Noon« der NATO und die Beteiligung der Bundeswehr daran protestiert. Bei der jährlichen Übung wird das Szenario eines Atomkrieges über Europa simuliert. Die USA, alle europäischen Staaten mit »nuklearer Teilhabe« und weitere unterstützende Staaten sind beteiligt.

    Was trainiert die Bundeswehr dabei?

    Es wird geübt, wie die Atombomben, die in Büchel lagern, an die dort stationierten »Tornado«-Kampfjets montiert und wie sie über den Zielgebieten abgeworfen werden. Die Atombombenabwürfe werden mit Attrappen simuliert. Wo die Ziele liegen, ist immer geheim.

    Warum ist die Beteiligung der Bundeswehr problematisch?

    Die in Büchel stationierten »Tornado«-Atombomber nehmen an dem Manöver teil, obwohl die Verwendung von Atomwaffen durch die Bundeswehr gemäß Völkerrecht ein Kriegsverbrechen bedeutet. Bei der Einbindung von Nichtkernwaffenstaaten wie Deutschland in den möglichen Einsatz von US-Atomwaffen wird von »nuklearer Teilhabe« gesprochen. Diese ist unseres Erachtens nicht nur problematisch, sondern völkerrechtswidrig. Bei unserer Aktion am Wochenende haben wir eine symbolische Völkerrechtsschranke vor dem Standort Büchel und den dort gelagerten Atombomben aufgebaut, um das bildlich zu zeigen.

    Erstens steht das humanitäre Völkerrecht jedem Atomwaffeneinsatz und auch jeder Drohung mit einem solchen Einsatz entgegen. Ein Atomkriegsmanöver bedeutet ja die Bereitschaft zum Einsatz von Atomwaffen im Ernstfall und ist damit eine Drohung. Und zum zweiten hat Deutschland den nuklearen Nichtverbreitungsvertrag unterzeichnet. Der verbietet unter anderem, dass ein Nichtatomwaffenstaat Atomwaffen mittelbar oder auch unmittelbar annimmt. Die Stationierung von US-Atombomben in Büchel ist praktisch eine mittelbare Annahme von Atomwaffen, die im Ernstfall zur unmittelbaren Annahme würde, wenn der US-Präsident sie freigibt und Piloten der Bundeswehr sie ins Ziel fliegen müssen.

    Sie verweisen auf das Bundesjustizministerium.

    Das Ministerium erklärt auf seiner Homepage das Völkerrecht und dort wird klar gesagt, dass jede Verwendung von Atomwaffen durch deutsche Soldaten oder Soldatinnen ein Kriegsverbrechen bedeutet. Das ist die völkerrechtlich korrekte Auslegung des humanitären Völkerrechtes. Wenn aber jede Verwendung von Atomwaffen durch Bundeswehr-Angehörige ein Kriegsverbrechen ist, dann bedeutet die Teilnahme an »Steadfast Noon« die Vorbereitung eines Kriegsverbrechens.

    Das Protestbündnis hat einen offenen Brief an Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD und Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU geschrieben. Was fordern Sie von den beiden?

    Wir haben an Merz und Pistorius appelliert, die Beteiligung der Bundeswehr an den Atomkriegsübungen der NATO abzusagen, um so auch die zur Beteiligung vorgesehenen Soldaten und Soldatinnen nicht in Gewissensnot zu bringen. Rechtswidrige Befehle dürfen sie nicht befolgen.

    Hat die Gefahr eines atomaren Krieges aus Ihrer Sicht zugenommen?

    Auf jeden Fall. Weltweit gibt es über 12.000 Atomwaffen, davon sind über 4.000 sofort einsatzbereit. Das Atomkriegsmanöver dokumentiert in erschreckender Weise die Bereitschaft von NATO und Bundesregierung, im »Ernstfall« einen Atomkrieg zu führen, der zumindest ganz Europa vernichten würde. Alle Atommächte rüsten gegenwärtig nuklear auf und »modernisieren« ihre Arsenale, in 2025 für insgesamt etwa 119 Milliarden US-Dollar.

    Der völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran sollte dessen Atomrüstung durch Bombardierungen verhindern, obwohl darüber aussichtsreiche Verhandlungen im Gange waren. Im Mai endete die Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag ergebnislos – auch weil die Atommächte ihrer Vertragsverpflichtung zu atomarer Abrüstung nicht nachkommen. Deutschland und weitere EU-Staaten haben zudem eine Atomwaffenkooperation mit Frankreich begonnen.

    Wird nicht sogar eine deutsche Atombombe erwogen?

    Die Spekulationen über eine deutsche Atombombe werden immer wieder laut, aber das ist vertraglich im Grunde ausgeschlossen. Der Aufbau neuer europäischer Wege der nuklearen Teilhabe, gerade mit Frankreich, eventuell auch später noch mit England, ist allerdings hochaktuell. Deshalb fordern wir den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag und demonstrieren am Sonnabend noch einmal im nordrhein-westfälischen Nörvenich. Wir treffen uns zur symbolträchtigen Uhrzeit »fünf vor zwölf« am Fliegerhorst. Dann folgen eine Demo und Kundgebung auf dem Schlossplatz.

    Warum in Nörvenich?

    Nörvenich ist der Ausweichflugplatz von Büchel. Hier ist die deutsch-französische Nuklearwaffenkooperation begründet worden, als Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron sich dort im Juli getroffen haben.

    #armes_nucléaires #mouvement_pour_la_paix #Allemagne

  • Braunes Haus
    ▻https://de.wikipedia.org/wiki/Braunes_Haus

    Le régime capitaliste états-unien a été proche des nazis allemands jusqu’à ce qu’il triomphe sur les ambitions des derniers et prenne la place dans le monde à laquelle aspiraient les nazis.

    Im „Braunen Haus“ ließ Hitler, in Anerkennung der Unterstützung durch den US-amerikanischen Industriellen Henry Ford, hinter seinem Schreibtisch ein großes Porträt dieses Firmenpatriarchen an der Wand aufhängen.

    #Allemagne #Munich #capitale_nazie #nazis #USA #Ford

  • #repressione in #sicilia – War on #antifa : #NSPM-7 Defendants Union – Parcoursup e #polizia_predittiva@0
    ▻https://radioblackout.org/podcast/repressione-in-sicilia-war-on-antifa-nspm-7-defendants-union-parcours

    Estratti dalla puntata del 12 ottobre 2026 di #bello_come_una_prigione_che_brucia REPRESSIONE IN SICILIA Grazie al contributo di due compas dalla Sicilia andiamo ad approfondire alcuni aspetti dell’attuale contesto repressivo in quella regione. Con Andre, partiamo da una rapida descrizione della giornata del Carnevale No Ponte tenutasi a Messina nel 2025 per […]

    #algoritmi #carcere #ddl_1660 #intelligenza_artificiale #sorveglianza #war_on_antifa
    ▻https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/10/BCUPCB_no-ponte_ipogeo.mp3

  • 30 Jahre in Deutschland: Straßenzeitungen machen Bettler zu Händlern
    ►https://www.n-tv.de/panorama/Strassenzeitungen-machen-Bettler-zu-Haendlern-article24460122.html

    Tibor Adamec, sitzt mit der aktuellen Ausgabe der „Biss·“ am Münchner U-Bahnhof Marienplatz. (Foto: dpa)

    15.10.2023 - Für viele sind sie ein gewohntes Bild: Männer und Frauen, die am Bahnhof oder in S- und U-Bahnen Straßenzeitungen anbieten. Die Zeitungen sind Teil eines sozialen Projektes, das es weltweit gibt - seit 30 Jahren auch in Deutschland.

    Sie heißen „Hinz & Kunzt“, „Trott-War“, „drobs“, „Straßenkreuzer“ oder „Asphalt“ - rund 25 Straßenzeitungen gibt es in ganz Deutschland. Verkauft werden sie von Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, arm und manchmal auch obdachlos. Eine der bekanntesten ist die Münchner Zeitschrift „Biss“, nicht nur, weil der schillernde Modezar Rudolph Moshammer das Projekt über seinen Tod hinaus förderte. Sie ist auch die erste Straßenzeitung, die in Deutschland gegründet wurde, nach dem Beispiel anderer Länder wie Großbritannien oder den USA.

    Am kommenden Dienstag feiert „Biss“ sein 30-jähriges Bestehen. Der Kampf gegen Armut eint die Blätter, die nach ähnlichen Prinzipien arbeiten. „Sie geben den Menschen eine schnelle, würdige und legale Möglichkeit, Geld zu verdienen, während gleichzeitig die Gründe der Armut durch Journalismus und Interessenvertretung angesprochen werden“, schreibt das Internationale Netzwerk der Straßenzeitungen. Das INSP hat seinen Sitz im schottischen Glasgow, weltweit gehören ihm 90 Zeitungen in 35 Ländern an. „Um effektiv Armut zu bekämpfen, müssen wir den Menschen zuhören, die sie erlebt haben.“

    2,80 Euro kostet das „Biss“-Magazin mit dem roten Schriftzug und einer Auflage von rund 42.000, das etwa 100 Menschen in München verkaufen, vorwiegend Männer und einige Frauen. Eine Besonderheit des Projektes ist die Tatsache, dass der gemeinnützige Verein Biss e.V. viele der Verkäufer anstellt und ihnen so Sicherheit samt Sozial- und Krankenversicherung bietet. „Die Zeitung spielt bei uns nur die zweite Geige. Es geht bei Biss um die Verkäuferinnen und Verkäufer“, sagt Geschäftsführerin Karin Lohr mit Blick auf die Gründungsidee, Menschen in sozialen Schwierigkeiten Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

    Teil der Gesellschaft statt Almosen

    Das notwendige Geld kommt unter anderem durch den Zeitungsverkauf, aber etwa auch durch Spenden oder Patenschaften. Zwischen 16 und 39 Stunden arbeiten die Beschäftigten pro Woche, je nach Zahl der verkauften Zeitungen können sie im Monat bis zu rund 1889 Euro netto verdienen. Nicht mit Geld aufzuwiegen ist das Gefühl, wieder eine regelmäßige Arbeit zu haben, eine Tagesstruktur und Kontakte zu anderen Menschen.

    Doch das Selbstbewusstsein kann leiden, wenn Menschen ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen und der Verkäuferin am Bahnhof oder vor der Kneipe nur Geld zustecken, ohne das Heft haben zu wollen. Eine Spende aus Mitleid, die dem eigentlichen Zweck zuwiderläuft. Denn die Leute, die verkaufen, wollen gerade keine Almosen, sondern wieder Teil der Gesellschaft sein.

    So wie der dienstälteste Verkäufer von „Biss“: Tibor Adamec ist seit der Gründung des Blattes dabei und seit 1998 fest angestellt. „Ich bin doch kein Bettler, ich bin Händler“, sagt der 86-Jährige. Adamec ist für sein schickes, gepflegtes Aussehen und seine zurückhaltende Art bekannt. „Wichtig ist die Persönlichkeit, die verkauft“, sagt er. Die gibt ihm wohl auch das Selbstbewusstsein, sich gegen Pöbeleien zu wehren. Einem „Geh doch arbeiten, du faule Sau“ habe er mal ruhig entgegnet: „Ich bin doch angestellt.“

    Sonst bekomme er aber viel Wertschätzung von seinen Kunden, die er zum Teil seit Jahren kenne. Das sei Balsam für die Seele, „da komme ich mir vor wie ein Heiliger“. Wohl auch deshalb fehlt dem Rentner etwas, wenn er mal frei hat und nicht an seinem Stammplatz am Marienplatz steht. Damit die Kunden treu bleiben, will Karin Lohr ihnen etwas bieten. „Die Zeitung muss von Profis gemacht werden. Sie muss so gut sein, dass unsere Leute das auch verkaufen können“, meint die Soziologin.

    „Brücke zwischen den Milieus“

    Professionelle Journalisten schreiben bei „Biss“ Artikel, von Politik über Gesellschaft bis hin zu Sozialthemen wie psychischen Problemen oder Gewalterfahrung. Auch Betroffene schreiben und geben Einblicke in eine Welt, mit der viele Leser sonst keine Berührung hätten. Die Magazine seien eine „Brücke zwischen den Milieus“, beschreibt es Volker Macke, Sprecher der deutschsprachigen Straßenzeitungen und Chefredakteur von „Asphalt“ in Hannover.

    Doch die Wirtschaftskrise und die steigenden Preise sind auch hier spürbar. Tendenziell seien die Auflagen bis auf wenige Ausnahmen rückläufig, sagt Macke. Viele Leute müssten stärker aufs Geld schauen. Es gebe sogar Stammkunden, die sich von den Verkäufern regelrecht verabschiedet hätten. Zudem seien die Menschen gehetzter und hätten weniger Zeit für Gespräche. Um zu bestehen, probieren Zeitungen vieles aus, etwa bargeldlose Bezahlung. Sie feilen am Design, um Jüngere zu begeistern. Dann ist da noch die Digitalisierung. Es gebe digitale Angebote als Ergänzung zum Printprodukt, erzählt INSP-Chef Mike Findlay.

    Doch das gedruckte Heft ist für ihn unabdingbar. Für ihn zählt der direkte Kontakt, wenn der Verkäufer dem Kunden die neue Ausgabe in die Hand drückt: „Wir sehen, dass die Verkäufer gesundheitlich und von ihrem Wohlbefinden her profitieren wegen des sozialen Aspektes ihrer Arbeit.“ Diese Wertschätzung wünscht sich auch Lohr von den Menschen, denen jemand eine Straßenzeitung anbietet: „Für ein Lächeln oder ein freundliches Gesicht und dass man grüßt und jemanden erkennt als Mensch, dafür muss man kein Sozialarbeiter sein.“

    Quelle: ntv.de, Cordula Dieckmann und Niklas Treppner, dpa

    #Allemagne #mendicité #pauvreté

  • Cueillettes de plantes et de champignons : gare aux parasites, voici comment les éviter
    ▻https://theconversation.com/cueillettes-de-plantes-et-de-champignons-gare-aux-parasites-voici-c

    Un point important à ne pas oublier est que les parasites peuvent aussi se trouver dans les jardins potagers et les tas de compost, qui peuvent être visités par les chats du voisinage, voire par des renards, même en zones urbaines.

    Il est souvent entendu que l’ajout de vinaigre permet de laver plus efficacement les fruits et légumes, mais en réalité, il est trop dilué pour avoir un effet désinfectant. Des expériences en laboratoire ont montré que la destruction totale des formes de résistance (autrement dit les formes qu’adoptent les parasites pour survivre quand les conditions de l’environnement sont défavorables) de Toxoplasma gondii demande une application de chlore, d’alcool ou d’acide à des concentrations élevées, ce qui est à la fois dangereux pour la santé et pour les aliments traités.

    Si la consommation de plantes et de champignons sauvages fait partie des voies de contamination par les parasites à ne pas négliger, il faut se souvenir qu’il en existe bien d’autres.

    Parmi elles, on peut citer la baignade en milieu naturel (contamination par la bouche, le nez ou la peau), la consommation d’aliments crus ou peu cuits (viandes, fruits de mer, légumes, fruits, herbes aromatiques…), la mise à la bouche de mains souillées (après avoir touché la terre, le sable, des animaux domestiques, tout objet lui-même souillé par contact avec le sol, par exemple, etc.), la consommation d’eau du robinet (lors de voyages, surtout, car ce mode de contamination est très rare en France), ou encore la mauvaise habitude qui consiste à tolérer de se faire lécher le visage par son chien ou son chat…

    #alimentation #parasites #cueillette #potager

  • Münchens Open-Source-Comeback
    ▻https://www.heise.de/news/Muenchen-Open-Source-ist-wieder-da-11484321.html

    Linux et l’open source n’ont pas perdu la guerre initiée par Microsoft, même pas à Munich. L’open revient et couvre de plus en plus de secteurs de l’administration.

    12.10.2026 von Udo Seidel - Nach dem Ende von LiMux setzt München heute erneut auf Open Source. Neue Projekte und ein OSPO zeigen den Wandel der Stadt.

    Auf dem Open Source Summit Europe in Prag hat Laura Dornheim, CDO und IT-Referentin der Stadt München, über den Status quo und weitere Ziele von München im Bereich quelloffene Software berichtet. So mancher wird nun kurz nachdenken: Open Source und Stadt München: Da war doch etwas in den 2000ern? Genau, das LiMux-Projekt war damals angetreten, um die Nachfolge von Windows anzutreten. Auslöser war das Support-Ende von Windows NT 4.0 und ein Beschluss der Stadt, dass nun quelloffene Software zu bevorzugen sei.

    Was Anfang der 2000er noch als revolutionär galt, ist heute fast schon eine gebräuchliche Anforderung. So eine Umstellung ist aber nicht einfach und bringt sowohl technische als auch nicht-technische Herausforderungen mit sich. 2013, nach rund 10 Jahren, konnte das Projekt die Fertigstellung verkünden. Wichtige Basiskomponenten des neuen Behörden-Linux waren Debian, KDE und LibreOffice.

    Doch um 2014 herum drehte sich der Wind. Es gab Politiker-Wechsel im Rathaus. Microsoft verlegt ihren Deutschlandsitz vom Münchner Umland in die Stadt hinein. Die Luft wurde dünn für LiMux und Open Source. Und so kam 2017 der Beschluss zum „Salto rückwärts“: das Ersetzen von Linux durch Windows bis 2020. Ein interessanter Fakt ist, dass die Migration von LibreOffice zu MS Office erst 2023 abgeschlossen war. Damit dauerte sie ähnlich lang wie die Umstellung von proprietär zu quelloffen in den 2000er Jahren. Ist damit Open Source in der Stadt München am Ende?
    Doch nicht das Ende

    Nein, denn 2020 – wieder nach einem politischen Wechsel – kam der Beschluss, Open Source als Normalfall bei der Software-Beschaffung zu priorisieren, „wo immer technisch und finanziell sinnvoll“. Außerdem soll selbst erstellte Software künftig unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben als Open Source bereitgestellt werden. Ein griffiges Motto in diesem Zusammenhang ist: öffentliche Gelder, öffentlicher Code (public money, public code). Diese Begrifflichkeit hält sich immer noch. In ihrem Vortrag verwendete Dornheim auch gerne mal „Public Source“ anstatt „Open Source“. Seit 2024 gibt es auch ein Open Source Program Office (OSPO). Solche Stellen sind seit einiger Zeit als wichtiger Bestandteil für erfolgreiche Arbeit mit und für Open Source in Firmen bekannt. Wer mehr wissen will, sollte sich den aktuellen Forschungsbericht der Linux Foundation genauer anschauen.

    Gibt es denn auch schon sehenswerte Resultate der Abteilung München Open Source? Das ist zunächst DAVe (Database and Evaluation of Traffic Counts). Dieses Programm lässt sich zum Dokumentieren und Analysieren der Verkehrsentwicklung benutzen. Das seit 2021 aktive Programm hat der Stadt Wolfsburg so gut gefallen, dass sie es ebenfalls einsetzt. Selbstverständlich findet man den Quellcode in einem öffentlichen Verzeichnis auf GitHub. Ein weiteres Beispiel ist MUCGPT. Hier können Beschäftigte der Stadt DSGVO-konform mit verschiedenen KI-Agenten „sprechen“. Da gibt es einen „E-Mail-Helfer“, der beim Formulieren von Nachrichten hilft. Beim Verfassen von Texten hilft der Lektor-Assistent „Aufdeutscher“ beim Erzeugen sprachlich korrekter Formulierungen. Auch zu MUCGPT gibt es ein entsprechendes Verzeichnis auf GitHub.

    Auch die ursprüngliche Idee des LiMux-Projekt ist wieder lebendig und in Aktion. Die Stadt München ersetzt VMware durch Proxmox im Bereich Virtualisierung. Das Projekt soll 2027 abgeschlossen sein und jährlich rund eine Million Euro einsparen. Anstelle von Jira und Confluence sollen OpenProject und XWiki zum Einsatz kommen. Diese Entscheidung fiel 2025. Die geschätzten Einsparungen liegen bei mehr als einer halben Million Euro jährlich. Im Datenbank-Bereich wird es für Oracle enger: Der Star heißt PostgreSQL. Anders als bei den eben genannten Projekten sind hier jedoch nicht die Lizenzkosten der primäre Treiber: Laut Dornheim sind die gegenwärtigen finanziellen Modalitäten mit Oracle nicht schlecht. Der Wechsel zu PostgreSQL ist primär dem Wunsch geschuldet, „wo immer technisch und finanziell sinnvoll“ Open-Source-Software einzusetzen.

    Nicht unerwähnt soll das Open-Source-Sabbatical bleiben. Hier können sich Mitarbeiter eine Auszeit nehmen, um an einem bestimmten Open-Source-Projekt zu arbeiten, mit dem Ziel einer spürbaren Verbesserung der Software. Es können sich sogar Externe für das Open-Source-Sabbatical bewerben. In diesem Fall sichert die Stadt München finanzielle Unterstützung für die Zeit zu. Man kann sagen, das LiMux-Projekt ist wie ein Phönix aus der Asche auferstanden: verändert und vielleicht sogar stärker.

    (fo)

    #Allemagne #administration #open_source #Bavière #Munich #public_money_public_code

  • #cuba, tra #Bloqueo e nuove #sanzioni
    ▻https://radioblackout.org/2026/10/cuba-tra-bloqueo-e-nuove-sanzioni

    Da gennaio Washington ha imposto un blocco petrolifero che di fatto sta cercando di strangolare l’isola, lasciandola senza carburante: in nove mesi è arrivata una sola petroliera, russa, il cui carico è bastato per un mese. La rete elettrica è al collasso, con sei blackout nazionali nel 2026 e quartieri dell’Avana senza corrente anche per […]

    #altavisibilita #L'informazione_di_Blackout #USA
    ▻https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/10/audio-cegna-cuba.mp3

  • Leben im Irrenhaus
    ▻https://overton-magazin.de/kommentar/politik-kommentar/leben-im-irrenhaus

    Irrenhaus, Francisco de Goya, Public domain, via Wikimedia Commons

    Le sommeil de la raison nous a téléporté dans l’asyle des aliénés. Au lycée c’était au cours de théâtre qu’on joua Les Physiciens de Dürrenmatt, aujourd’hui la réalité dépasse l’imagination de l’auteur et fait de la chute de la pièce de théâtre le point de départdes la Weltpolitik allemande : nous vivons dans l’asyle où tout le monde est assez fou pour acclamer la gouvernance des détraqués.

    Die Physiker
    ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/Les_Physiciens

    12.10.2026 von Leo Ensel - „Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren!“ Das schrieb vor 250 Jahren der deutsche Schriftsteller, Philosoph und Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing. – Wirklich vor 250 Jahren?

    „Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Ignoranz ist Stärke.“ (George Orwell)

    „Billionen Schulden sind Sondervermögen.“ (Friedrich Merz, nicht wörtlich)

    Wie würden Sie es nennen, wenn Sie in einem Land lebten, in dem …

    … ein Kanzler, der geschworen hat, Schaden von seinem Volk abzuwenden, abfällig (oder gar stolz?) äußert, Frieden gebe es „auf jedem Friedhof“?
    … und dieses Volk – mehr als 84 Millionen Menschen – durch die geplante Stationierung von Mittelstreckenraketen in Geiselhaft nimmt und zur Zielscheibe gegnerischer Präventiv- und Vergeltungsschläge im Krisen- oder gar Kriegsfalle verwandelt?
    … eben dieser Kanzler – angetreten, um den Haushalt zu sanieren – bereits sieben Wochen vor seiner Kanzlerschaft die Chuzpe hatte, in einem abgewählten Bundestag 500 Milliarden Euro Schulden durchzupeitschen und diesen gigantischen Schuldenberg seinem Volk auch noch als „Sondervermögen“ anzudrehen?
    … und, statt alles dafür zu tun um einen Krieg zu verhindern, diesen auch noch halbstark herbeiredet?
    … ein Minister, der sein Volk „kriegstüchtig“ machen will und es auf einen Krieg mit einer Atommacht in drei bis fünf Jahren vorbereitet, dafür von diesem Volk zum beliebtesten Politiker gekürt wird?
    … Kanzler und Kriegsertüchtigungsminister für all diese Maßnahmen ihrem Volke – vor allem den ärmeren Schichten – niemals ausreichende Unsummen von Geld, nicht zuletzt in Gestalt massiv gestiegener Lebenshaltungskosten, will sagen: Inflation und drastischer Kürzungen im Sozialbereich, abverlangen, das alles als „Reformpaket“ verkaufen und „das Volk, der große Lümmel“ dies widerstandslos über sich ergehen lässt?
    … die Regierung dafür militärische Unterstützung im Wert von rund 57,6 Milliarden Euro in ein korruptes Land schickt, um dort einen Krieg – der nicht gewonnen werden kann und immer schneller auf das eigene Land überzugreifen droht – ad infinitum zu verlängern?
    … dieses Land dafür systematisch ausbluten lässt und dies frech „Verteidigung unserer Werte“ nennt?
    … ein Außenminister, statt endlich die Diplomatiemaschine anzuwerfen, versichert, das Land, mit dem ein Krieg auszubrechen droht, werde „immer ein Feind bleiben“?
    … eine Ex-Außenministerin, die für die Menschenrechte über Leichen ging und von „wertegeleiteter Außenpolitik“ sprach, kein Problem damit hatte, die zivilen Opfer militärischer Attacken je nach Täter als Kriegsverbrechen oder Kollateralschäden zu verbuchen?
    … und von Atombunkern schwärmte, wo sie ausgelassen Hüpfspielchen veranstaltete?
    … Waffenlieferungen und Krieg als Politik der demokratischen Mitte (womöglich sogar der Linken) gelten, der Einsatz für ein Ende der Kampfhandlungen jedoch als „rechts“ verschrieen wird?
    … Spitzenpolitiker einer einstmals friedensbewegten Partei lauthals den Einsatz von Waffensystemen fordern, mit denen sowohl der Regierungssitz einer Nuklearmacht als auch deren Atomwaffenlager in die Luft gejagt werden können – ohne an die Folgen für das eigene Land und dessen Bevölkerung zu denken?
    … Spitzenmilitärs Szenarien für den Einsatz eben dieser Waffensysteme in „Feindesland“ – inclusive Verschleierung der eigenen Beteiligung – durchspielen? Und als dies herauskommt,
    … für die Leitmedien der Skandal ausschließlich darin besteht, dass sie so dumm waren, sich dabei abhören zu lassen?
    … Rüstungskonzerne hofiert werden und sich als Sponsoren beliebter Fußballclubs groß in Szene setzen dürfen?
    … die Weigerung, preiswerte Energie vom nun zum Gegner erklärten ehemaligen Kooperationspartner zu beziehen, ausgerechnet diesem in die Schuhe geschoben wird?
    … statt dessen die Bevölkerung von Politikern, die sich als Umweltschützer gerieren, gezwungen wurde, dreckiges, teures Frackinggas vom Großen Bruder aus Übersee zu beziehen?
    … mit dieser Maßnahme große Bereiche der heimischen Wirtschaft in den Ruin getrieben werden – das Land also, um ein anderes zu bestrafen, ökonomischen Suizid begeht?
    … worüber sich am meisten der Große Bruder freut, der damit einen potentiell gefährlichen Konkurrenten – ein einstmals hochindustrialisiertes Land, das mit einem preiswerten Energielieferanten zum wechselseitigen Nutzen gut kooperierte – erfolgreich beseitigte und nun die kümmerlichen Reste dieser Industriebrache zu Spottpreisen aufkauft?
    … die Regierung einen Angriff auf das Herzstück der nationalen Energieversorgung – normalerweise ein Kriegsgrund – noch nicht mal ernsthaft juristisch verfolgt und über die Hintergründe dieser imposanten Tatenlosigkeit auch noch den Diskurs verweigert?
    … das ganze Land im freien Fall ist – und alle immer noch wähnen, in der Spitzenliga zu spielen?
    … eine ganze Generation, die vor vierzig Jahren zu Hunderttausenden gegen eine allgemeine Kriegsgefahr auf die Straßen ging, heute angesichts einer viel größeren akuten Kriegsgefahr saturiert-gelangweilt vor sich hindöst?
    … junge Klimaschützer jeden Wagen mit Verbrennermotor wütend attackieren, aber nicht auf dem Schirm haben, dass man das Klima bereits mit einem „atomaren Schlagabtausch“ am „Nachhaltigsten“ zerstören kann?
    … und statt die Kriegsgefahr zu bekämpfen, sich lieber mit Political Correctness, Hafer-Latte und Gender-Schönsprech die Zeit vertreiben?
    … Christopher Street Days hundertmal stärker frequentiert werden – inclusive geschlossener Belegschaften namhafter Rüstungskonzerne – als Friedensdemonstrationen?
    … Kriegsdienstverweigerer, die früher „Krieg eher uncool“ fanden, mit großem Aplomb zu reumütigen Konvertiten mutieren – wohlwissend, dass sie selbst niemals an die Front geschickt werden?
    … ehemals friedensbewegte prominente Rockmusiker es ihnen gleich tun und nun dafür plädieren, die grundgesetzlichen Panikwerte nun mit Waffengewalt zu verteidigen?
    … der „anregendste Philosoph Europas“ folgendes zum Besten gibt: „Europa erlebt derzeit, historisch gesehen, etwas, das einem Glück gleicht. Wir haben wieder Feinde. Echte Feinde.“
    … ein alter Althistoriker ungeniert im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die Unwilligkeit von Eltern geißelt, ihre Kinder „für das Gemeinwesen zu opfern“?
    … für die Leitmedien ein ungleich größerer Skandal als Krieg die Tatsache ist, dass Frauen in den Top-Etagen der Rüstungsindustrie nicht etwa nur unterrepräsentiert, sondern so gut wie gar nicht vorhanden sind? Und Transgenderpersonen sogar im Offiziersrang in der Bundeswehr immer noch diskriminiert werden?
    … es als ultimativer Emanzipationskick gilt, wenn nun vor allem Frauen in Kriegsangelegenheiten den starken Mann geben?
    … die Medien der Bevölkerung, als wären die alle Sonderschüler, bei jeder Nachricht aufs Geduldigste erklären, wer hier gut und wer böse, wer Täter und wer Opfer ist?
    … Talkshows nach dem Prinzip „Fünf Stühle, eine Meinung“ ablaufen und, sollte doch mal als Alibi eine abweichende Position präsentiert (genauer: vorgeführt) werden, sich alle – inclusive des/der Diskussionsleiter-Sternchen-in – sofort mit vereinten Kräften auf sie stürzen, um sie unisono zu „grillen“?
    … sogenannte Faktenchecker Fake News verbreiten?
    … alle Menschen, die diesen Wahnsinn nicht mitmachen – und seien sie ansonsten noch so lammfromm –, umgehend an die gesellschaftlichen Ränder abgedrängt werden?

    Und wenn Sie in einer Welt lebten, in der …

    … eine supranationale Institution, die einst gegründet wurde, um Kriege zwischen ihren Mitglieder ein für alle Male auszuschließen – und damit auch höchst erfolgreich war –, nun nach außen hin immer aggressiver und kriegsgeiler auftritt?
    … und Staatsbürger, die das kritisieren, via Sanktionen aller Rechte beraubt?
    … Politiker, die ihre gefühlte moralische Superiorität wie eine Monstranz vor sich hertragen, für ihre geheiligten Werte Kriege anheizen, zwangsverpflichtete Männer an der Front verheizen, ein Land zu Tode verteidigen, Totalverweigerung in Sachen Diplomatie betreiben und fröhlich einen thermonuklearen Weltkrieg riskieren? – Während
    … dagegen eher schräge Gestalten in der Politik sich tatsächlich für ein Ende des wechselseitigen Tötens und Sterben einsetzen?

    Ich weiß nicht, wie Sie das alles nennen würden.

    Ich nenne es: Leben im Irrenhaus!

    Eine ältere Version dieses Textes wurde zuerst bei Globalbridge veröffentlicht.

    El sueño de la razon produce monstruos
    ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/El_sue%C3%B1o_de_la_razon_produce_monstruos

    #Allemagne #politique #obsession

  • Reformzug rollt weiter : Jetzt ist der Arbeitsmarkt dran
    ▻https://www.nachdenkseiten.de/?p=157320

    L’américanisation de l’Allemagne avance. Sa transformation dans un enfer capitaliste suit le scénario du patronat réactionnaire. On nous prépare la demise du droit du travail qui est le fruit de cent cinquante ans de lutte politique et syndicale.

    On nous parle trop des neonazis et d’autres extrémistes. Ces éléments de la droite ne constituent que la partie terroriste du projet. Leur rôle est d’étouffer la résistance dans les milieux sociaux hors des grande villes et chez les simples gens.

    Les grandes lignes du développement sont dessinées dans les tours des banques à Francfort et les cabinets des law firms transatlantiques. Merz et son parti chrétien ne sont que des marionettes. Les autres partis dits démocratiques occupent les citoyens engagés et les tiennent à l’écart de la véritable résistance contre la transformation dantesque prévue.

    Dans ce contexte la trahision de la démocratie, du mouvement pour la paix et de la classe ouvrière par le parti Die Linke constitue la preuve de l’efficacité des moyens mis en oeuvre.

    L’hiver sera froid.

    9.10.2026 von Rainer Balcerowiak - Der Reformzug der Bundesregierung rollt immer weiter. Manchmal gerät er kurzzeitig etwas ins Stocken, weil die angesichts ihres freien Falls von nackter Panik getriebene SPD mal ein bisschen bremsen will, wie zuletzt bei der Pflegeversicherung. Dann gibt es ein paar eindringliche Gespräche hinter verschlossenen Türen, und manchmal ruft sogar der Bundespräsident beim Parteivorsitzenden an und verklickert ihm, wo der Hammer hängt. Und dann rollt es wieder. Von Rainer Balcerowiak.

    Die massiven Kürzungen bei den Sozialversicherungssystemen (Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung) sowie beim Wohngeld sind auf dem Weg und sollen nach Beratung und Entscheidung im Bundestag ab Januar wirksam werden. Bereits in Kraft ist die neue Grundsicherung, die das „Bürgergeld“ ersetzt und mit verstärkter Repression gegen Erwerbslose an die alten Hartz-IV-Gesetzen anknüpft.

    Nun wird zügig das nächste Ziel angesteuert: Jetzt ist der Arbeitsmarkt dran. Dabei geht es laut Bundesregierung um so noble Ziele wie „Entfesselung“, „Entbürokratisierung“, „Flexibilisierung“ und „Wettbewerbsfähigkeit“. Im Mittelpunkt steht eine Stärkung des guten alten „Hire and Fire“-Prinzips. Die 2018 nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts eingeschränkten Möglichkeiten für sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen sollen erheblich ausgeweitet werden. Laut „Reformpaket“ sollen Arbeitsverträge maximal vier Jahre lang ohne sachlichen Grund befristet und in dieser Zeit bis zu sechsmal verlängert werden können. Das ist eine Verdopplung im Vergleich zu den bisherigen Regelungen.

    Eine weitere Reformattacke betrifft die Arbeitszeit. Bislang ist die tägliche Regelarbeitszeit im Arbeitszeitgesetz auf acht Stunden begrenzt. Ausnahmen sind möglich, unterliegen aber dem Mitbestimmungsrecht für Betriebsräte. Künftig soll es nur noch eine Begrenzung der Wochenarbeitszeit geben, auf 48 Stunden. Zwar bläst die SPD-Basis in der jetzigen Phase wieder gewaltig die Backen auf, aber welchen Effekt das hat, sollte man spätestens nach dem Sturm im Wasserglas bei der Pflegereform verstanden haben.

    Weniger Kündigungsschutz und ein paar hässliche Gemeinheiten

    Natürlich sind diese beiden Vorhaben noch nicht die ganz große Sense, aber sie sind ein Einstieg in die systematische Deregulierung des Arbeitsmarktes. Wirtschaftsverbände und relevante Teile der CDU lassen auch keinen Zweifel daran, dass das alles nur der Anfang sein kann und weitere „Reformen“ folgen müssen. Das gilt auch für ein weiteres Element des aktuellen Pakets: Der Kündigungsschutz soll eingeschränkt werden. Widerspricht ein Arbeitsnehmer einer Kündigung und kommt die Sache vor Gericht, kann er keinen Anspruch auf Weiterbeschäftigung gelten machen, sondern nur noch auf eine Abfindung. Zunächst soll das nur für Spitzenverdiener (ab einem Brutto-Jahreseinkommen von ca. 180.000 Euro) gelten, aber die Büchse der Pandora beim Kündigungsschutz wäre geöffnet, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das ausgeweitet wird.

    Dazu kommen bei diesem Reformpaket noch ein paar hässliche Gemeinheiten. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) soll künftig grundsätzlich ab dem ersten Krankheitstag gesetzlich verpflichtend sein. Die rein telefonische Krankschreibung ohne direkten Arztkontakt soll abgeschafft werden. Begründet wird das von der Koalition mit gestiegenen Fehlzeiten und hohen Krankenständen in den Unternehmen. Was ja alles die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beeinträchtige. Ob das so durchkommt, ist noch offen. Ärzteverbände laufen Sturm gegen die Pläne. Sie befürchten Millionen zusätzliche Praxisbesuche, überlastete Wartezimmer und eine unnötige Belastung erkrankter Arbeitnehmer sowie des Praxispersonals. Zudem ist eine derartige Drangsalierung von Arbeitnehmern in vielen Branchen tarifvertraglich ausgeschlossen, was den Gesetzgeber angesichts stetig schwindender Tarifbindung in der deutschen Wirtschaft wohl nicht an seinem Vorhaben hindern würde.

    Sonderregeln für Rüstungsbetriebe

    Weitgehend unter dem Radar einer breiteren Öffentlichkeit und auch kein Bestandteil des „Programms für Aufschwung und Beschäftigung“ ist eine weitere Entwicklung, die immer mehr Arbeitsnehmer betreffen könnte. Und das hat etwas mit der allseits propagierten „Kriegstüchtigkeit“ zu tun, denn derzeit gibt es eine regelrechte Welle der Umwandlung von zivilen Produktionsanlagen in Rüstungsstandorte, vor allem – aber nicht nur – in der kriselnden Autoindustrie nebst Zulieferern. Und da kommt dann der Geheimschutz ins Spiel, der die im Betriebsverfassungsgesetz verankerten betrieblichen Mitbestimmungsmöglichkeiten erheblich einschränkt. Betriebsräte benötigen dann für bestimmte Informationen spezielle Sicherheitsüberprüfungen. Ohne diese bleibt ihnen der Zugang zu sensiblen Dokumenten verwehrt. Grundlage dafür ist das Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG).

    Aber selbst wenn ein Betriebsratsmitglied die höchste Sicherheitsstufe besitzt, gilt im Geheimschutz das strikte Prinzip: Informationen werden nur geteilt, wenn sie für die konkrete Aufgabenerfüllung absolut notwendig sind. Und dieses Prinzip ist äußerst dehnbar. Unter Berufung auf das SÜG und den staatlichen Geheimschutz werden wirtschaftliche Daten, Projektdetails, Verträge oder technische Neuentwicklungen oft vorenthalten oder extrem geschwärzt. Für die Sicherheitsüberprüfung müssen die Mandatsträger tiefe Einblicke in ihr Privatleben, ihre Finanzen, Auslandsreisen und das Leben ihrer Ehe- oder Lebenspartner gewähren. Verweigert ein Betriebsratsmitglied diese Überprüfung, behält er zwar sein Mandat, bleibt aber von zentralen Informationen abgeschnitten und darf im Extremfall bestimmte Bereiche des Werks nicht mehr betreten. Auch das Prinzip der kollektiven Arbeit im Betriebsrat durch Austausch von Informationen zwecks gemeinsamer Entscheidungsfindung wird ausgehebelt. Erhält ein überprüfter Betriebsrat Einblick in als geheim eingestufte Daten, darf er sein daraus resultierendes Wissen nicht an Betriebsratskollegen weitergeben, die keine Sicherheitsprüfung durchlaufen haben.

    Und so fügt sich eins ins andere. Auf der einen Seite werden die sozialen Sicherungssysteme geschreddert und das geltende Arbeitsrecht ausgehöhlt. Und auf der anderen wird die Militarisierung in vielen gesellschaftlichen Bereichen – z.B. auch im Gesundheitswesen – immer weiter vorangetrieben. Umso wichtiger wäre es, diese zentralen Konfliktfelder – Kriegsvorbereitung und massiver Sozialabbau – als Einheit zu begreifen, als umfassenden Klassenkampf von oben; dem man einen umfassenden Klassenkampf von unten entgegensetzen muss. Eine Erkenntnis, der sich vor allem die Gewerkschaftsführungen bislang noch weitgehend verweigern. Einige Ansätze gibt es, aber wir sollten uns ziemlich beeilen.

    #Allemagne #fascisation #libéralisation #privatisation #bellicisme

  • Anschlag mit Auto bei Anti-AfD-Demo: „Die Angst ist seitdem nicht weggegangen“
    ▻https://taz.de/Anschlag-mit-Auto-bei-Anti-AfD-Demo/!6205318

    Ohne ihren Hund hätte sie es nicht geschafft, sagt Viola Mabel, Überlebende eines rassistischen Anschlags Foto: Timo Knorr

    10.10.2026 von Katharina Schipkowski -Viola Mabel wurde 2020 bei einer Demonstration von einem AfD-Anhänger in Henstedt-Ulzburg angefahren. Bis heute kämpft sie mit den Folgen des Anschlags.

    taz: Frau Mabel, Sie sind Überlebende eines rassistischen Anschlags. Was passierte am 17. Oktober 2020?

    Viola Mabel: Ich war mit meinem damaligen Partner bei einer Kundgebung gegen den schleswig-holsteinischen Landesparteitag der AfD in Henstedt-Ulzburg. Wir gingen über einen Gehweg und unterhielten uns, ich sah aus dem Augenwinkel, wie ein riesiger Pick-up von einer Parklücke seitlich auf den Gehweg fuhr. Das waren Millisekunden, in denen ich realisierte, der fährt auf mich zu. Gleichzeitig dachte ich, „das kann jetzt nicht wahr sein“. Dann drehte ich mich um und rannte los. Ich dachte: „Renn oder du stirbst.“

    taz: Aber er hat Sie erwischt.

    Mabel: Ich erreichte eine Grünfläche und dachte, da kann er ausweichen, wenn er mich nicht treffen will. Da erwischte er mich richtig, von Kopf bis Fuß. Im Urteil steht, dass ich über die Motorhaube flog und mehrere Meter weit geschleudert wurde. Ich erinnere mich, dass ich eine komplette Ruhe in mir spürte, echt so klischeemäßig wie man das über Nahtoderfahrungen sagt. Dann bin ich panisch aufgestanden, weil ich keine Luft bekommen habe. Ich konnte auch nicht richtig gucken und hören. Mein Ex-Partner kam auf mich zugerannt und weinte, da dachte ich: „Oh Gott, dann muss es ja schlimm sein“, und weinte auch.

    taz: Was passierte dann?

    Mabel: Eine Polizistin nahm meine Daten auf, aber ich war total verwirrt. Dann hörte ich einen lauten Knall. Im Nachhinein weiß ich, dass ein Polizist in die Luft geschossen hat. Und dass der Täter noch zwei andere De­mons­tran­t*in­nen angefahren hat. Im Krankenwagen diskutierte ich noch mit dem Notarzt, dass er bloß nicht meine Mutter anrufen sollte, sondern ich das selber mache, weil sie einen Herzinfarkt bekäme, wenn sie hört, ich sei angefahren worden. Mir war das Ausmaß meiner Verletzungen überhaupt nicht klar. Der Notarzt bereitete mich darauf vor, dass wir in den Schockraum fahren, er sagte: „Mensch gegen PKW ist immer eine größere Sache.“

    taz: Wie lange waren Sie im Krankenhaus?

    Mabel: Ich habe es dort kaum ausgehalten und mich nach der ersten Nacht gegen ärztlichen Rat entlassen. Ich hatte gelesen, dass der Täter nach wenigen Stunden freigelassen worden war. Da bekam ich Panik. Ich dachte, der kommt jetzt hierher und bringt das zu Ende. In gewisser Weise bin ich an dem Tag, bei der Tat, gestorben.

    taz: Wie meinen Sie das?

    Mabel: Weil alles, was mich ausgemacht hat, seitdem weg ist. Vor der Tat war ich lustig, offen und neugierig. Ich war eine sehr präsente Person und oft die Lauteste im Raum. Davon ist nichts mehr da. Ich bin seitdem nie wieder Bus oder Bahn gefahren, bin fast nur noch zu Hause mit meinem Hund, meinen Kameras und Alarmanlagen.

    taz: Die Angst kam also sofort nach der Tat?

    Mabel: Ja. Sie ist seitdem nicht weggegangen, sondern wurde immer schlimmer. Die ersten zwei, drei Monate nach der Tat hatte ich höllische Schmerzen und konnte fast nichts alleine. Als es körperlich besser wurde, ging es psychisch richtig los. Das war ein rasanter Weg bergab. Meine Therapie wurde abgebrochen, weil das Opferentschädigungsgesetz den Fall nicht anerkannt hat, weil das Tatwerkzeug ein Auto war.

    taz: Wieso wird das nicht anerkannt?

    Mabel: Weil in solchen Fällen das Verkehrsrecht gilt und die KfZ-Versicherung zuständig ist. Inzwischen wurde das geändert, seit Juni 2021 erkennt das Gesetz über die Entschädigung von Opfern auch Taten mit Autos als Tatwerkzeug an. Damals ging es mir aber so schlecht, dass ich mich nicht wirklich damit beschäftigen konnte. Jetzt nützt es mir nichts mehr, weil die Tat zu lange her ist. Trauma hat offenbar ein Ablaufdatum.

    taz: Wie haben Sie sich damals ohne Therapie aus der Krise herausgeholt?

    Mabel: Mir geht es immer noch schlecht, ich weiß gar nicht, ob man so ein Trauma überhaupt überwinden kann. Aber immerhin lebe ich noch. Das verdanke ich zum großen Teil meinem Hund, ohne ihn wäre ich nicht mehr auf dieser Welt. Ich habe ihn 2021 aus dem Tierschutz geholt, er kommt aus Rumänien. Mein Hund war noch ängstlicher als ich, er hatte sogar Angst vor seinem eigenen Spiegelbild. Das finde ich so sinnbildlich, weil wir uns so ähnlich waren. Ich musste für uns beide stark sein. Also verdanke ich es meinem Hund, meiner eigenen Stärke und dem Glauben an mich selber.

    Warum haben Sie Kameras in Ihrer Wohnung?

    Mabel: Weil ich wahnsinnige Angst habe. Davor, dass es wieder passiert oder der gleiche Täter oder jemand aus seinem Umfeld die Tat zu Ende bringen könnte. Er saß ein knappes Jahr in Haft und ist jetzt wieder frei. Man darf Nazis nicht unterschätzen. Sie sind gefährlich und bewaffnet. Und wenn sie nicht bewaffnet sind, nutzen sie Alltagsgegenstände.

    Haben Sie nach der Tat schlechte Erfahrungen mit Ihnen nahestehenden Menschen gemacht?

    Viola Mabel sitzt an ihrem Küchentisch
    „Ich weiß gar nicht, ob man so ein Trauma überhaupt überwinden kann“, sagt Viola Mabel Foto: Timo Knorr

    Mabel: Die Welt dreht sich für die meisten Menschen weiter – aber für Betroffene nicht. Ich verstehe, dass die Leute irgendwann nicht mehr fragen, wie es einem geht. Ich weiß auch nicht, ob es überhaupt möglich ist, die Schwere eines solchen Angriffs zu begreifen. Wie es ist, als Schwarze Frau Opfer von so etwas zu werden, ist, glaube ich, gerade für weiße Menschen unvorstellbar.

    taz: Auch nicht in einem sehr linken politischen Umfeld?

    Mabel: Für viele Menschen, die sich damals mit mir solidarisiert haben, wurde die Tat schnell zu etwas Politischem. Es hieß: „Getroffen hat es eine, gemeint sind wir alle.“ Aber ich habe irgendwann gemerkt: Nein, gemeint sind eben nicht wir alle. Ich war diejenige, die danach mit den Folgen weiterleben musste. Und als Schwarze Frau kann ich nicht einfach meinen „FCK AfD“-Pulli ausziehen und aufhören, ein potenzielles Ziel rechter Gewalt zu sein. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die politische Symbolik meiner Geschichte wichtiger wurde als die Frage, wie es mir als Betroffener eigentlich geht.

    taz: Im Sommer 2023 begann der Prozess gegen den Täter Melvin S. Wie war das für Sie?

    Mabel: Es war komisch, Melvin S. zu sehen. In meinem Kopf war er ein Monster ohne Gesicht gewesen. Als ich ihn sah, dachte ich: „Krass, der sieht ja aus wie ein Kind.“ Zum Tatzeitpunkt war er 19. Ich hatte im ersten Moment absurderweise Mitleid mit ihm. Der Prozess hat mich sehr gestresst. Ich habe mit der Ladung zum Prozess eine Sehnerventzündung bekommen, das erste Anzeichen einer Multiplen Sklerose, die dann diagnostiziert wurde. Ob und welchen Einfluss dieser massive Stress auf die Erkrankung hatte, kann man so genau nicht feststellen. Aber zeitlich fiel meine erste Sehnerventzündung genau in diese extrem belastende Phase.

    taz: Wie lautete das Urteil gegen Melvin S.?

    Mabel: Drei Jahre Jugendstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Eingriffs in den Straßenverkehr. Angeklagt war er auch wegen versuchten Totschlags, aber das Gericht sah zwar einen Vorsatz, aber keine Tötungsabsicht bei ihm. Die Richterin hat gesagt, ob die Tat rassistisch motiviert war, wolle sie nicht beurteilen, obwohl sie bei S. eine rechtsextreme Gesinnung festgestellt hatte. Sie gebe die Entscheidung „in die Hände der Zivilgesellschaft“. Meiner Meinung nach: null Rückgrat. Nicht überraschend, trotzdem enttäuschend.

    taz: Hat Melvin S. sich bei Ihnen entschuldigt?

    Mabel: Er hat gesagt, dass es ihm leid tue, aber bei mir kam diese Entschuldigung überhaupt nicht glaubwürdig an. Er hat mich nicht mal angesehen. Gleichzeitig hat er behauptet, weder rechts noch links und nicht rassistisch, sondern höchstens ein bisschen nationalistisch angehaucht zu sein. Das fand ich schwer, ernst zu nehmen angesichts dessen, was im Verfahren über seine rechtsextreme Gesinnung bekannt wurde. Er hatte rassistische und nationalsozialistische Inhalte auf dem Handy, hatte mit Springerstiefeln und einer Flasche mit dem Etikett „Reichsbrause“ posiert. Nach dem Urteil hat er Revision eingelegt, die aber abgelehnt wurde.

    taz: Könnte es überhaupt eine Wiedergutmachung geben? Wie sähe die aus?

    Mabel: Demnächst stehen die Zivilprozesse an, da geht es um eine finanzielle Entschädigung. Durch die Folgen der Tat habe ich in den letzten Jahren um die 800 Krankheitstage angesammelt. Aber das Finanzielle ist nur ein Aspekt. Ich glaube nicht, dass das Attentat mich jemals loslassen wird. Dementsprechend ist es auch nicht zu verzeihen. Was die Justiz angeht: Das Strafmaß empfinde ich als sehr niedrig. Aber wichtiger als die konkrete Höhe der Strafe ist mir eigentlich, dass die Dimension dieser Tat anerkannt wird. Und genau das ist nicht passiert.

    taz: Konnten Sie Ihre Enttäuschung in Wut umwandeln?

    Mabel: Ich bin wütend auf das Gericht, wütend auf Deutschland, wütend auf die Gesellschaft. Aber ich bin auch unfassbar enttäuscht, dass Menschen überhaupt zu so etwas fähig sind. Bei Melvin S. ist bei mir vor allem dieses Unverständnis geblieben. Unverständnis über so eine Unmenschlichkeit.

    taz: Was würden Sie ihm sagen, wenn Sie ihn nochmal treffen würden?

    Mabel: Ich glaube, ich würde ihn einfach schütteln und fragen: Warum? Ich möchte, dass er wirklich versteht, welchen Impact diese Tat auf mein Leben hatte, bis heute hat und wahrscheinlich noch sehr, sehr lange haben wird.

    taz: Wann haben Sie sich entschieden, offensiv mit Ihrer Geschichte in die Öffentlichkeit zu gehen?

    Mabel: In den letzten Jahren ging es mir immer wieder so schlecht, dass ich mich gefragt habe: Wie soll ich so ein Leben weiterleben? Ich konnte wochenlang kaum aus dem Bett aufstehen, hatte Schmerzen und das Gefühl, dass von meinem früheren Leben kaum noch etwas übrig ist. Ich habe mich in dieser Zeit auch mit Sterbehilfe beschäftigt.

    taz: Bis zu welchem Punkt?

    Mabel: Irgendwann habe ich mich daran erinnert, wer ich vor dieser Tat war. Wie viel Kraft und Vertrauen ich in mich hatte. Ich weiß nicht, ob ich irgendwann wieder die Viola von früher werde. Aber ich merke, dass ich mir Stück für Stück etwas zurückhole. Auch daraus ist die Entscheidung entstanden, in die Öffentlichkeit zu gehen. Ich will mir meine Stimme und meine Handlungsfähigkeit wiederholen. Und ich werde für die Anerkennung dessen kämpfen, was mir passiert ist, und für die Gerechtigkeit, die mir bisher gefehlt hat.

    taz: Und dann begannen Sie, auf Instagram darüber zu sprechen?

    Mabel: Ja, weil die Medien zwar schon über die Tat und den Prozess berichtet haben, aber viel zu wenig. Bei der Polizei hieß es zuerst sogar, es sei ein Verkehrsunfall gewesen. Außerdem weiß ich nicht, was die Leute für Bilder im Kopf haben, wenn sie lesen, dass eine linke Demonstrantin angefahren wurde. Wahrscheinlich gar keine. Ich wollte zeigen, dass jemand mit einem richtigen Leben hinter dieser Geschichte steht. Mit einer Persönlichkeit, mit Gefühlen, Familie, Freun­d*in­nen und Zielen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so viral geht.

    taz: Bekommen Sie auch Hassreaktionen?

    Mabel: Ja, zu jedem Video, das ich mache, kommen auch Hasskommentare. Natürlich beschäftigt mich das, vor allem die Masse davon. Aber es gibt Schlimmeres.

    taz: Hilft Ihnen auch Ihr Kriminologiestudium dabei, die Tat und das Trauma zu bewältigen?

    Mabel: Auf jeden Fall. Ich möchte verstehen, wie Radikalisierung funktioniert, welche psychologischen Mechanismen dahinterstecken und warum Menschen irgendwann bereit sind, anderen Gewalt anzutun. Dieses Bedürfnis gab es bei mir auch schon vor der Tat. Ich bin ein Mensch, der Dinge verstehen möchte. Und ich glaube, das ist auch die Grundlage dafür, etwas verändern zu können. Und natürlich hilft mir das auch bei meiner eigenen Geschichte. Etwas wissenschaftlich einordnen zu können, gibt mir ein Stück Orientierung zurück. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass ich aufpassen muss, nicht alles so lange verstehen zu wollen, bis es sich irgendwann kontrollierbar anfühlt. Manche Dinge kann man erklären und trotzdem nicht ungeschehen machen.

    taz: Was möchten Sie zum Abschluss noch sagen?

    Mabel: Fick die AfD!

    Im Interview: Viola Mabel

    Der Mensch

    Viola Mabel, 27, lebt in Hamburg und studiert Kriminologie. 2020 wurde sie Opfer eines rassistischen Anschlags. Auf Instagram spricht sie unter @itsviolamabel über die Folgen ihres Traumas, über Terror und rassistische Gewalt.

    Das Attentat

    Der AfD-Anhänger Melvin S. fuhr am 17. Oktober 2020 am Rande des schleswig-holsteinischen AfD-Parteitags in die protestierende Menge und verfolgte drei Personen über fast hundert Meter. Eine von ihnen war Viola Mabel, er traf sie frontal und verletzte sie schwer.

    #Allemagne #terrorisme #extrême_droite #attentat #souffrance #racisme

  • Est-il vrai qu’autrefois les migrations n’étaient pas aussi nombreuses ?
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=R39EikLlXR4

    La migration apparaît aujourd’hui comme un phénomène sans précédent. Pourtant, un regard sur l’histoire le montre : l’Homme s’est toujours déplacé, et ce dans une plus grande mesure que nous ne le pensons souvent. Depuis Homo sapiens et Néandertal aux légionnaires romains, des vagues d’émigration vers l’Amérique du Nord et de la Partition des Indes au programme Bracero aux États-Unis, un voyage au cœur de l’un des débats de société les plus controversés du moment.

    #mythe #migrations #réfugiés #préjugés #migration_de_masse #histoire #frontières #homo_sapiens #archéologie #mouvement #mobilité #homo_migrans #nomadisme #sédentarité #émigration_européenne #Etats-nations #symboles #identité #frontières_nationales #altérité #migration_forcée #Huguenots #déportation #expulsion #traite_des_esclaves #Inde #sous-continent_indien #Radcliffe #Cyril_Radcliffe #religion #Pakistan #mémoire #silence #Allemagne #travailleurs_immigrés #Etats-Unis #braceros #racisme #wetbacks #3% #eurocentrisme #ressources_pédagogiques #vidéo #film

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    #Ligne_Radcliffe

    La ligne Radcliffe est la ligne de partition entre les dominions de l’Inde (ou « Union indienne ») et du Pakistan (ce dernier incorporant alors l’actuel Bangladesh, qui formait alors une province pakistanaise sous le nom de Bengale oriental) qui deviendra, à l’indépendance de ces deux pays le 15 août 1947, leur frontière commune.

    Son tracé, qui inclut donc les actuelles frontières indo-pakistanaise et indo-bangladaise (créant de nombreuses enclaves indo-bangladaises), a été déterminé par une commission frontalière présidée par Sir Cyril Radcliffe (assisté de deux hindous et de deux musulmans) et dont la tâche était de décider d’une répartition équitable des habitants et territoires entre les deux futurs États.

    ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/Ligne_Radcliffe

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    #Programme_Bracero
    Le programme Bracero représente une série de lois du

    travail aux États-Unis entre 1942 et 1964 octroyant un nombre limité de permis de travail temporaires à des ouvriers mexicains car la Seconde Guerre mondiale entraînait un besoin en bras supplémentaires (dans l’agriculture mais aussi le ferroviaire).

    Le terme bracero est dérivé de l’espagnol « brazo » signifiant « bras », pour désigner celui qui vit de sa force de travail. Depuis, il désigne des travailleurs originaires du #Mexique ayant migré en Californie pour y travailler dans les champs ou les usines, souvent en situation de semi-clandestinité[1]. Le terme est proche de « wetback » (« dos mouillé »), qui caractérise les migrants traversant la frontière par le Rio Grande.

    Par extension, ce terme peut faire référence à un coupeur de canne haïtien travaillant dans un batey de République dominicaine.

    ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/Programme_Bracero

    ping @karine4 @reka

  • Abroger Parcoursup - La démonstration du professeur et physicien Bruno Andreotti
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=vrxSFNvCRdY

    « ça sera dans parcours sup, rire en classe, être absent (...) l’institution produit un ressentiment scolaire » (carburant du vote RN)

    #Parcoursup #université #ORE (Vidal : Skema Business School) #recalés_de_parcoursup #filières_pros #apprentissage (financé à hauteur de 28 milliards suite à la réforme Penicaud / Galliléo) #enseignement_supérieur_privé #alternance #école #Bac_Blanquer (Véolia) #sélection par le #contrôle_continu et les #options #néo-management #capital_de_compétences #revenu_escompté #travailleurs_indépendants #travail

    edit en août 2026

  • L’AfD rêve d’annexer les Sudètes, une partie de l’Italie et l’Alsace-Lorraine
    ▻https://legrandcontinent.eu/fr/2026/10/05/au-sein-de-lafd-on-reve-dannexer-les-sudetes-une-partie-de-litalie-

    5.10.2026 par Marin Saillofest - Nous cartographions les frontières de la « Grande Allemagne » des « territoires perdus » que certains cadres de l’extrême droite allemande rêvent désormais de reconquérir.

    Des membres de l’Alternative für Deutschland (AfD), le parti d’extrême droite allemand, multiplient les « signaux irrédentistes » envers des régions ayant appartenu à l’espace germanophone, aujourd’hui situées dans d’autres pays européens. La démarche n’émane pas nécessairement de la direction du parti, mais aucune de ces prises de parole n’a pour autant fait l’objet de procédures disciplinaires à notre connaissance.

    – En 2018, le groupe AfD au Bundestag a interrogé le gouvernement sur le travail de la « référente culturelle pour la Prusse-Occidentale, la Posnanie, la Pologne centrale, la Volhynie et la Galicie », dans une série de questions où il réclame un financement institutionnel pour les associations d’expulsés.
    – En novembre 2019, Stephan Protschka, député de l’AfD au Bundestag, a participé au financement d’une stèle à Bytom rendant « hommage aux soldats allemands tombés pendant la Première et la Seconde Guerre mondiale, aux combattants des corps d’autodéfense et des corps francs, et aux Allemands de l’Est opprimés et assassinés ».
    – En 2024, Alice Weidel avait déclaré avoir toujours refusé d’utiliser le nom polonais, Głubczyce, de Leobschütz, la ville d’origine de la famille de son père, dans l’actuelle voïvodie d’Opole.

    La « Grande Allemagne » de l’AfD

    On remarque une accélération des provocations verbales en lien avec des « territoires perdus » depuis le début de l’année.

    – Après que l’État russe a classé en mai la Landsmannschaft Ostpreußen, une association culturelle des expulsés de Prusse-Orientale, comme « organisation indésirable », l’AfD a dénoncé cette décision et a demandé au gouvernement allemand s’il en avait discuté avec Moscou.
    – Le même mois, des élus de l’AfD en Bavière ont réclamé l’abrogation des décrets Beneš de 1945, qui ont servi de base légale à l’expulsion des Allemands des Sudètes de l’État tchécoslovaque reconstitué après sa dissolution par l’Allemagne nazie en 1938-1939. À l’occasion du congrès des Allemands des Sudètes, qui se tenait pour la première fois en Tchéquie, des membres de l’AfD ont défendu l’organisation de la manifestation malgré l’hostilité du parti tchèque d’extrême droite Liberté et démocratie directe (SPD), avec lequel l’AfD siège pourtant au Parlement européen dans le groupe Europe des nations souveraines (ESN).
    – Le 12 septembre, à Termeno, lors du congrès du mouvement de jeunesse du parti Süd-Tiroler Freiheit fondé par Eva Klotz, Jean-Pascal Hohm, le chef de l’organisation de jeunesse de l’AfD (Generation Deutschland), a repris le slogan du parti en déclarant : « Le Sud-Tyrol n’est pas l’Italie ».

    L’Alsace, dont le territoire faisait partie du Saint-Empire romain germanique avant d’être rattaché à la France au XVIIe siècle, et qui a été annexée à deux reprises par l’Allemagne (en 1871 puis en 1940), a aussi fait l’objet de revendications.

    – Un jeune militant de Generation Deutschland, la jeunesse de l’AfD, Marco Eggebrecht, a publié sur X le 9 mai une photo de lui accompagnée de la phrase : « Comment je te regarde quand j’entends : l’Alsace-Lorraine doit redevenir une possession allemande ».

    .

    Wie ich dich angucke, nachdem du gesagt hast :
    „Elsass-Lothringen muss wieder in Deutschen Besitz übergehen.“ pic.twitter.com/XURCn7Be5X
    — Marco Eggebrecht (@MarcoEgge) May 9, 2026

    - Trois jours plus tard, le député européen Tomasz Froelich, un membre de l’AfD élu en 2024, a attaqué la France et dénoncé « sa politique agressive d’assimilation linguistique », ainsi que « l’hypocrisie » de l’Union en raison de sa critique de la politique chinoise vis-à-vis des populations ouïghoures.

    .

    Im Elsass sprachen vor drei Generationen rund 90 Prozent der Bevölkerung Elsässisch – heute ist das eine aussterbende Sprache. Alles Folge der aggressiven sprachlichen Assimilationspolitik Frankreichs.

    Anstatt sich um den Schutz nationaler Minderheiten auf dem eigenen Kontinent… pic.twitter.com/Yp3g7mWxEj
    — Tomasz Froelich (@TomaszFroelich) May 12, 2026

    Le 3 octobre, Jour de l’unité allemande, un dirigeant de Generation Deutschland, Luca Maurice Strauf, a décrit sur X la réunification comme « une victoire d’étape », en commentant une image qui inclut entre autres l’Alsace-Lorraine, le Luxembourg, l’Autriche mais pas la Silésie, la Poméranie et la Prusse-Orientale.

    .

    Der Vorstand der AfD-Jugend, Luca Maurice Strauf, mit völkischem Revisionismus zum Tag der deutschen Einheit. Der 3. Oktober für ihn nur ein „Etappen-Sieg“ vor der „großdeutschen Lösung“. Mittlerweile wieder gelöscht, aber das lässt tief blicken. pic.twitter.com/Hx4IrotVdN
    — Gareth Joswig (@garethmetik) October 3, 2026

    .

    Il a depuis supprimé sa publication.

    Allemagne. « Un seul État » : des membres de l’AfD rêvent de récupérer... l’Alsace et la Lorraine
    ▻https://www.ledauphine.com/politique/2026/10/08/un-seul-etat-des-membres-de-l-afd-revent-de-recuperer-l-alsace-et-la-lor

    L’extrême droite allemande rêve de "récupérer" l’Alsace Moselle ?
    ▻https://tout-metz.com/extreme-droite-allemagne-veut-recuperer-alsace-moselle-carte-2026-538761

    Allemagne : ces militants de l’AfD qui veulent nous reprendre l’Alsace et la Moselle
    ▻https://www.marianne.net/monde/europe/allemagne-ces-militants-de-l-afd-qui-veulent-nous-reprendre-l-alsace-et-la

    #merci @biggrizzly
    ▻https://seenthis.net/messages/1194590

    #Allemagne #nationalisme

  • Blocage des lycées en #France : la colère des lycéens gronde aussi en Europe
    ▻https://www.taurillon.org/blocage-des-lycees-en-france-la-colere-des-lyceens-gronde-aussi-en-europe

    Alors que le mouvement lycéen continue en France, la colère gronde également ailleurs en Europe. Si les modalités et les revendications peuvent sensiblement varier d’un pays à l’autre, la colère des lycéens est loin d’être un phénomène cantonné à la France. Tour d’horizon. #Jeunesse & #Education

    / France, #Italie, #Allemagne, #Belgique, Jeunesse, #Manifestations, Education

    #Jeunesse_&_Education
    ▻https://www.radiofrance.fr/franceinter/podcasts/le-grand-reportage-de-france-inter/le-grand-reportage-du-mercredi-30-septembre-2026-3748999
    ▻https://www.leparisien.fr/societe/une-convergence-des-luttes-la-principale-organisation-lyceenne-appelle-au
    ▻https://www.lemonde.fr/societe/article/2018/12/10/entre-100-et-120-lycees-sont-perturbes_5395280_3224.html
    ▻https://www.franceinfo.fr/societe/education/blocage-des-lycees/le-syndicat-de-la-magistrature-appelle-a-cesser-de-reprimer-la-jeunesse-p
    ▻https://www.franceinfo.fr/societe/education/blocage-des-lycees/a-ce-stade-il-n-y-a-pas-de-garanties-deplore-sophie-venetitay-du-snes-fsu
    ▻https://www.deutschlandfunk.de/zehntausende-schueler-demonstrieren-gegen-moegliche-wehrpflicht-100.
    ▻https://www.tagesschau.de/inland/kriegsdienstverweigerer-124.html
    ▻https://www.mr.be/argumentaires/2026-le-temps-des-reformes-en-federation-wallonie-bruxelles-avec-un-cap-et-une-am
    ▻https://www.revuepolitique.be/il-existe-en-belgique-une-tradition-de-greve-a-lecole
    ▻https://www.leggiscomodo.org/onda-anomala-movimento-studentesco
    ▻https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fridays-for-future-demonstriert-in-mehr-als-60-staedten-gegen-bundesregierun
    ▻https://www.tagesschau.de/wissen/klima/fridays-for-future-klimaaktivisten-klimaproteste-100.html
    ▻https://www.lemonde.fr/planete/article/2025/11/26/deforestation-droite-et-extreme-droite-s-allient-pour-demanteler-la-loi-euro
    ▻https://www.deutschland.de/fr/topic/politique/fridays-for-future-les-raisons-de-la-reussite-du-mouvement

  • Il settore agricolo in crisi: voci da Campania e Piemonte
    ▻https://radioblackout.org/2026/10/il-settore-agricolo-in-crisi-voci-da-campania-e-piemonte

    Da diversi giorni gli agricoltori sono tornati a mobilitarsi. Come ribadiscono con forza dal 2024, il settore primario è in crisi: costi di produzione che eccedono il guadagno, indebitamento, squilibri di potere lungo le filiere della GDO, difficoltà climatiche, politiche agricole inadeguate ai più, assenza di ricambio intergenerazionale. Oggi, il lievitare del costo del carburante […]

    #altavisibilita #L'informazione_di_Blackout #agricoltura #caro_carburante #carovita #italia #proteste_agricoltori
    ▻https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/10/AgriProtesteOtt26.mp3

  • Épidémie de cancers : « On ne veut pas tomber malades pour sauver une filière agricole »

    ▻https://www.mediapart.fr/journal/france/011026/epidemie-de-cancers-ne-veut-pas-tomber-malades-pour-sauver-une-filiere-agr

    ▻https://www.youtube.com/watch?v=Qyg4yWmkklU

    Octobre rose individualise un problème collectif et éminemment politique. Notre eau, notre sol, notre nourriture, notre atmosphère sont pollués. Les liens entre les cancers et les pesticides sont avérés. Pourtant, les lois censées les encadrer s’assouplissent.

    Après la loi Duplomb en France, place à la directive européenne omnibus, une loi Duplomb XXL bientôt en discussion. Et les malades sont toujours plus nombreuses et nombreux. Plus de 430 000 nouveaux cas détectés chaque année en France. Leur colère gronde, celle des médecins aussi, des agriculteurs et agricultrices, des citoyen·nes.

    Une émission présentée par Samia Dechir, préparée avec Raphaël Gribe Marquis et Mathieu Mialaret.

    Avec :

    Fleur Breteau, fondatrice et porte-parole du collectif Cancer Colère et autrice de Cancer Colère (Seuil, 2026) ;

    Éléonore Bridge, autrice d’Octobre Rage (Leduc, 2026) ;

    Amélie Cadier-Loriaud, médecin radiologue, spécialisée en imagerie de la femme, philosophe et autrice de Nos corps politiques (Seuil, 2026) ;

    Pierre Sujobert, médecin, professeur d’hématologie, spécialiste des cancers du sang (voir sa déclaration d’intérêts).