• Turban und Hakenkreuz - Der Großmufti und die Nazis - WDR Köln | programm.ARD.de
    https://programm.ard.de/TV/wdrfernsehen/turban-und-hakenkreuz---der-grossmufti-und-die-nazis/eid_281116228729715

    Voici la position officielle des médias allemeands dits de qualité par rapport à l’histoire récente de la Palestine.
    https://www.youtube.com/watch?v=U5ixt36li4U

    Sendung am 21.02.2011, 23:15 Uhr - Muhammad Amin al-Husaini, der Mufti von Jerusalem ist eine der schillerndsten Figuren des 20. Jahrhunderts. Die Beziehung zwischen dem ihm und den Nazis ist kurios, und sie erzählt eine bis heute unbekannte Geschichte des Dritten Reiches.

    Muhammad Amin al-Husaini ist einer der wichtigsten Mufti für die Araber. Und wie kaum eine andere Persönlichkeit aus der arabischen Welt ist er mit der deutschen Geschichte verwoben. Schon zu seinen Lebzeiten galt er als Legende, verehrt und bewundert von seinen Landsleuten, verachtet und bekämpft von seinen Feinden. Sechzehn Jahre lang war al-Husaini das religiöse Oberhaupt der arabischen Muslime, dreißig Jahre ihr politischer Führer und lange Zeit auch politischer Repräsentant der arabischen Welt.

    Und so unwahrscheinlich es sich heute anhört, er war offenbar auch in Deutschland populär. Man kannte ihn. Vier Jahre lang von 1941-45 lebte der Araberführer in der Reichshauptstadt, war eng mit der Staatsmacht verbunden, hatte Freunde bis in die höchsten Kreise des Regimes. Der Araber in Berlin hat das verbrecherische System ideologisch und politisch gestützt und verteidigt, skrupellos und verbohrt wie ein Nazi. Seine enge Verbundenheit und vielseitige Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten hatte vor allem eine Grundlage: den Judenhass. Die Beziehung zwischen dem Mufti und den Nazis ist kurios, und sie erzählt eine bis heute unbekannte Geschichte des Dritten Reiches.

    Stab und Besetzung
    Redaktionelle Zustaendigkeit Heinrich Billstein
    Redaktion Susanne Spröer

    #Allemagne #Palestine #histoire #sionisme #Arabie #islam #religion #guerre #nazis #propgagande

  • Erling von Mende
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Erling_von_Mende

    Im Jahr 1987 berichtete der akademische Rat und Leiter der Spachausbildung Chinesisch am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität Berlin Klaus Stermann, dass von Mende bei der Verteidigung seiner Habilitationsschrift nicht in der Lage war, eine Frage aus der Zuhörerschaft zu beantworten. Eine Chinesin hatte sie auf Chinesisch/Guoyu gestellt, das der angehende Sinologieprofessor offensichtlich nicht beherrschte.

    Erling von Mende (* 10. Oktober 1940 in Berlin) war von 1983 bis 2007 Universitätsprofessor der Sinologie am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität Berlin. Seine Schwerpunkte sind die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der traditionellen materiellen Kultur Chinas, insbesondere der frühen Song-Dynastie bis zum Ende der Qing-Dynastie, die frühe Qing-Zeit unter besonderer Berücksichtigung des mandschurischen Einflusses und der Mandschuristik, Xinjiang und die Mandschurei sowie die kaiserliche Außenpolitik in den nördlichen und nordöstlichen Grenzgebieten.

    Der Vater Erlin von Mendes war der Teilnehmer an der zweiten Konferenz zur Endlösung der Judenfrage, Nazi-Spezialist für „die Völker der Sowjetunion“ und Unterstützer muslimischer Kriegsverbrecher im westlichen Nachkriegsdeutschland
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wannseekonferenz#Folgekonferenzen

    Erling von Mende vertrat keine der nazi-rassistischen Thesen seines Vaters. Dessen Verquickung mit den antikommunistischen Netzwerken des westlichen Nachkriegsdeutschland ist dennoch bemerkenswert und mit Sicheheit von Bedeutung für Forschung und Karriere Erling von Mendes.

    Gerhard von Mende - Die Völker der Sowjetunion im Katalog der DNB
    https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=131519727

    Gerhard von Mende - Die Völker der Sowjetunion bei Amazon
    https://www.amazon.co.uk/Die-V%C3%B6lker-Sowjetunion-Gerhard-Mende/dp/B0016VPQL0#featureBulletsAndDetailBullets_feature_div

    antiquarisch
    https://www.antik-nr3.de/Die-Voelker-der-Sowjetunion--um-1930.html?language=de

    Beschreibung
    Autor: Gerhard von Mende
    Verlag: Schneider Reichenau
    Jahr: k.A., schätze 30-er Jahre
    Umfang: 124 Seiten 13x19 cm
    Zustand: außen geringe Gebrauchsspuren, innen mehrere Stempel „Rußland- Institut der Auslandhochschule“, sonst innen gut bis sehr gut
    Inhalt: u.a.
    Der russische Staat und die Völker
    Russen, Ukrainer, Weißrussen, Türken
    Der Kaukasus
    Finnische Völker
    Die Deutschen
    Die Juden
    Der Bolschewismus und die Völker

    Gerhard von Mende.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gerhard_von_Mende

    Necla Kelek hat von Mendes Aktivitäten nach 1945 dargestellt: US-Dienststellen mischten 1951 bei der Gründung einer „Geistlichen Verwaltung der Muslimflüchtlinge“ im Münchener Löwenbräukeller, zuvor ein hervorgehobener NS-Versammlungsort, mit. Ibrahim Gacaoglu, ein von der CIA geführter Muslim, übernahm den Vorsitz des kleinen Vereins, der die vom Krieg übrig gebliebenen Nazi-Muslime (z. B. Truppen der Waffen-SS unter dem ideologischen Einfluss des Mohammed Amin al-Husseini) organisieren sollte. Im Hintergrund wirkten fortbestehende Nazi-Seilschaften, wie eben die von Mendes, ehemals für den organisatorischen Kontakt zu den Muslimen in der SS und Wehrmacht zuständig. Männer wie er, die erfahren waren in der Einschätzung der Muslime und im Umgang mit ihnen, wurden nun wieder gebraucht. Er unterhielt in Düsseldorf ein vom Verfassungsschutz und der Bundesregierung finanziertes geheimdienstliches „Büro für heimatlose Ausländer“ (später nach von Mendes Tod „Studiengruppe für Ost-West-Fragen“ mit gleicher Zielsetzung), ein Euphemismus für Leute, die in der Heimat an den eigenen Leuten schwere Kriegsverbrechen begangen hatten und deshalb nicht mehr zurück nach Jugoslawien bzw. in die Sowjetunion oder andere Staaten des Ostens konnten. Eine wichtige Rolle spielte der Vertriebenenminister Theodor Oberländer, im Nationalsozialismus Leiter des „Sonderverbandes Bergmann“, einer Truppe von muslimischen Soldaten der Wehrmacht.[18] 1956 wurde der CIA-Mann Gacaoglu jedoch durch einen „alten Kämpfer“ ersetzt: Nureddin Namangani, Imam und Hauptmann der SS-Sondereinheit Dirlewanger, die an der Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto beteiligt gewesen war. Von Mende und Oberländer wollten die bisherigen Nazi-Muslime durchaus nicht dem amerikanischen Geheimdienst überlassen.[19]

    Von Mende hielt ab Februar 1956 engen Kontakt zur Bundeszentrale für Heimatdienst (ab 1963: Bundeszentrale für politische Bildung), in der er später eine gut dotierte Stelle fand. Im Rahmen des Ost-West-Konflikts richtete er unter dem Vorzeichen einer antikommunistischen Haltung ein Ostkolleg der Bundeszentrale für Heimatdienst in Köln-Lindenthal ein, das am 28. November 1958 seinen Betrieb aufnahm. Erklärtes Ziel dieses Kollegs war die „Organisierung der geistig-politischen Bekämpfung des Kommunismus“. Kritisch ist zu beachten, dass auch seine bisherige Arbeit im RMfdbO auf der Vorstellung gründete, dass der „Kommunismus“ eine vom „Judentum“ produzierte Folge von „völkischer Entartung“ gewesen ist.[20] Seine NS-Position war der Bundeszentrale für Heimatdienst wohlbekannt. Aus diesem Grunde sollte er keine öffentlich sichtbare Spitzenposition im Ostkolleg einnehmen und die angestrebte Position eines Direktors des Amts blieb ihm verwehrt.[16] Bis zu seinem Tod 1963 blieb er jedoch Mitglied des Direktoriums der staatlichen Behörde. Erst viele Jahre nach dem Tod von Mendes wechselte man das Etikett des Ostkollegs zu Ost-West-Kolleg.

    Von v. Mendes Düsseldorfer Forschungsdienst Osteuropa der Nachkriegszeit finden sich acht verschiedene Erarbeitungen, insbes. Presseauswertungen, in der Sammlung Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW), „Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft“ in Kiel. Eine Sparte „Archiv der Sovietunion“ (sic) des Forschungsdienstes ist ebenfalls belegt.[21] Eine durch gerichtlichen Beschluss festgestellte Vita des Nationalsozialisten Mende findet sich im deutschen Bundesarchiv.

    Villenkultur
    https://www.fu-berlin.de/universitaet/villenkultur/14sinologie/institut/index.html

    Die Leitung des OAS lag bis in die 1970er Jahre in den Händen von alten Nazis und Vertrauten der Kuomintag-Diktatur auf Taiwan. Der Berufung von Mendes dürften diese Zusammemhänge nicht geschadet haben.

    Die Sinologie wurde 1956 an der Freien Universität etabliert. Der anfänglich berufene Walter Fuchs (1902–1979) war fachlich ausgewiesen für die neuere chinesische Geschichte, die mandschurische Sprache und Literatur und chinesische Kartographie, doch politisch belastet.

    Er war 1938 nach China übergesiedelt und von 1940 an am Deutschland-Institut in Peking tätig gewesen. Nachdem er 1947 China hatte verlassen müssen, wurde er eine Zeit lang interniert und hatte als ehemaliges NSDAP-Mitglied zunächst Schwierigkeiten, seine wissenschaftliche Karriere fortzusetzen. Nach Habilitation und Lehrverpflichtung in München übernahm er dort eine Stelle am Museum für Völkerkunde, bis er schließlich die Professur an der Freien Universität Berlin antrat.

    Nach seinem Weggang 1959/1960 – er trat zunächst eine längere Forschungsreise an und wechselte schließlich an die Universität Köln – folgte ihm 1961 Alfred Hoffmann (1911–1997) nach, mit dem Fuchs noch aus China eng bekannt war. Hoffmann, ein Spezialist für chinesische Literatur, war von 1940 bis 1943 ebenfalls am Deutschland-Institut beschäftigt gewesen; er kehrte 1953 nach Deutschland zurück. Als begeisterter Ornithologe veröffentlichte er auch ein Glossar der heute gültigen chinesischen Vogelnamen. 1964 verließ er bereits wieder die Freie Universität Berlin, seine Stelle blieb bis 1969 unbesetzt.

    Während der Zeit der Studentenbewegung lag die Leitung des Ostasiatischen Instituts bei Hans Eckardt vom Japanologischen Seminar. Eckardt, von 1938 bis 1945 in Kyoto Leiter des japanisch-deutschen Forschungsinstituts, war Mitglied der NSDAP-Auslandsorganisation gewesen. Wegen seines Verhaltens sowie antisemitischer und sexistischer Äußerungen lief ein Disziplinarverfahren der Universität gegen ihn; als dieses eingestellt wurde, kam es 1967/1968 zu Aktionen der Studierenden, unter anderem auch zur Besetzung des Ostasiatischen Seminars – der ersten studentischen Institutsbesetzung in der Bundesrepublik Deutschland.

    Klaus Stermann
    https://www.amazon.de/Langenscheidt-Sprachf%C3%BChrer-wichtigen-Situationen-Urlaub/dp/3468220901/ref=mp_s_a_1_1?dchild=1&keywords=klaus+stermann&qid=1618647764&sr=8-1

    China. Maos Erbe im Widerspruch. Berliner Studien zur Internationalen Politik, Band 4 by Werner Pfennig, Klaus Voll; China unter neuer Führung. Hintergründe und Analysen zur Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur nach dem Sturz der „Viererbande“ im Herbst 1976 by Helmut Franz, Wolfgang Kubin, Mechthild Leutner, Klaus Stermann, Gerhard Will, Cheung-lieh Yu
    https://www.jstor.org/stable/43111158

    Yasni
    http://www.yasni.de/klaus+stermann/person+information

    Open Letter to President Xi Jinping, Posted by Sophie Beach | Jun 3, 2014
    https://chinadigitaltimes.net/2014/06/open-letter-president-xi-jinping

    CHUN 4 (1987)
    https://www.fachverband-chinesisch.de/chinesisch-in-wissenschaft-und-forschung/fachzeitschrift-chun/chun-4-1987

    https://www.fachverband-chinesisch.de/fileadmin/user_upload/Chinesisch_in_Wissenschaft_und_Forschung/Fachzeitschrift_CHUN/1987_CHUN_04_ok.pdf

    Relikte der Bauernrepublik schlummern in Neuentempel
    https://www.moz.de/lokales/seelow/scheunen-tour-relikte-der-bauernrepublik-schlummern-in-neuentempel-49367594.html

    Vor seiner Kossäten-Scheune mit tiefem Keller: Klaus Stermann (85) gab gern Auskunft über die Lagerstätten im Dorf.

    15. März 2020, Von Cornelia Link-Adam - Neuentempel sei das Dorf der vielen Scheunen. Mit diesen Worten hat Klaus Stermann auf sein Heimatdorf aufmerksam gemacht. Seine These untermauerte er bei unserer Tour durch die Straßen, die die Vielfalt historischer Lagerstätten offenbarte.

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    EnergiemuseumA Aus unserem Gästebuch
    https://www.energie-museum.de/index.php?id=9

    2020
    Keine weiteren Führungen auf Grund der Corona-Situation
    30.10.
    Ich bin tief beeindruckt von der liebevollen Gestaltung und herzlichen Führung, die uns Glücklichen zuteil wurde. Mein altes Energie-Ingenieur-Herz leuchtet wieder, und manch bemerkenswerte Erinnerung und Vision eröffnet sich mir. Habt 10x10x10+1-fachen Dank! Eine tolle Truppe fürwahr!
    Klaus Stermann, Sinologe

    #sonologie #Allemagne #histoire

  • Reform der Grunderwerbsteuer : Gute - Nachricht für Immobilienhaie
    https://taz.de/Reform-der-Grunderwerbsteuer/!5761095

    En Allemagne achats et ventes de biens immobiliers resteront non imposables. C’est un privilège réservé aux entreprises du secteur immobilier. Les particuliers seront toujours soumis à l’impôt de 6,5 pour cent lors de l"achat d’une maison.

    CDU und CSU haben verhindert, dass Konzerne künftig bei Wohnungskäufen Grunderwerbsteuer zahlen müssen. Dafür werden Familien zur Kasse gebeten.

    Es ist eine eklatante Ungerechtigkeit: Wenn eine Familie eine Wohnung kauft, zahlt sie dafür bis zu 6,5 Prozent des Kaufpreises als Grunderwerbssteuer. Wenn Immobilienkonzerne dagegen eine oder auch gleich 100 Wohnungen erwerben, geht der Staat meist leer aus. Das ermöglichen sogenannte Share Deals, bei denen nicht die Immobilie direkt, sondern ein Unternehmen verkauft wird, dem sie gehört. Wenn weniger als 95 Prozent der Firma binnen fünf Jahren den Eigentümer wechseln, wird keine Grunderwerbssteuer fällig.

    Auf diese Art können vor allem große Investoren Wohnhäuser häufiger verkaufen und die Preise in die Höhe treiben. Den Ländern entgehen nach Schätzungen bis zu eine Milliarde Euro Steuern pro Jahr. Mieter zahlen langfristig mehr.

    Die am Mittwoch vom Finanzausschuss des Bundestags beschlossene Reform wird daran leider wenig ändern. Die Abgabe soll nun schon fällig werden, wenn der Käufer 90 statt wie derzeit 95 Prozent der Firma mit der Immobilie übernimmt. Den Rest darf er nicht wie bisher bereits nach 5, sondern erst nach 10 Jahren steuerfrei kaufen.

    Das sind angesichts der Millionengeschäfte, um die es hier geht, lächerlich niedrige Hürden. Die Investoren müssen einfach die Verträge mit ihren Strohleuten, die die restlichen Anteile halten, etwas ändern – und können sich wie bisher die lästige Abgabe an den Staat sparen.

    Das Spiel stoppen könnte der Bund nur, wenn er die Schwelle für die Grunderwerbsteuer auf 50 Prozent der Unternehmensanteile senkt. Denn wer nicht mehr als die Hälfte einer Immobilienfirma hat, kann auch nicht wirklich über sie bestimmen. So würden Share Deals unattraktiv. Damit das vor dem Bundesverfassungsgericht durchkommt, müsste die Abgabe nur für den jeweiligen Firmenanteil gezahlt werden. Bislang schuldet der größte Gesellschafter die gesamte Steuer.

    Doch vor allem CDU und CSU haben eine wirksame Reform verhindert. Sie haben wieder einmal die Interessen der Konzerne und Vermögenden durchgesetzt – auf Kosten der Allgemeinheit.

    #Allemagne #législation #immobilier #Share_Deal #logement #spéculation #impôts

  • Karlsruhe richtet über Mietendeckel - Verfassungsrichter wollen wegweisende Entscheidung zur Regulierung der Mieten in Berlin verkünden
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1150753.mietendeckel-karlsruhe-richtet-ueber-mietendeckel.html
    Aujourd’hui le Tribunal constitutionnel fédéral d’Allemavne décidera du sort de la législation berlinoise qui limite le montant des loyers dans la capitale.

    Lange war nichts zu hören vom Bundesverfassungsgericht in puncto Mietendeckel, nun soll es rasant gehen: An diesem Donnerstag wollen die Karlsruher Richter eine Entscheidung zum Mietendeckel verkünden – so hatten es mehrere Quellen auch »nd« bereits am Mittwoch angedeutet. Und zwar ohne, dass es vorher eine mündliche Verhandlung dazu gegeben hat. Das wiederum sorgt bei Juristen, aber auch bei Mietervertretern für großes Erstaunen, denn bei einer Entscheidung von solcher Tragweite ist das alles andere als üblich. Beobachter des Verfahrens fragen sich auch, ob dieses Vorgehen im Einklang mit dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts geschieht, der als Erstes mit dem Thema befasst war, bevor der als konservativer geltende zweite Senat übernahm.

    Die Richter in Karlsruhe sind deshalb aufgerufen, die grundsätzliche Rechtmäßigkeit des Berliner Mietendeckels zu prüfen, weil die Abgeordneten der Bundestagsfraktionen von FDP und CDU/CSU eine Normenkontrollklage auf den Weg gebrachten haben, um das Berliner Gesetz zu kippen. In der Verhandlung vor dem obersten deutschen Gericht dürfte auch die formale Frage geklärt werden, ob Bundesländer überhaupt Mieten regulieren dürfen oder ob das nicht dem Bund vorbehalten ist.

    .
    Die Karlsruher Entscheidung betrifft die Mieterinnen und Mieter von rund 1,5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt, deren Mieten seit Ende Februar 2020 aufgrund des »Gesetzes zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin«, wie es offiziell heißt, auf fünf Jahre eingefroren sind. Ausgenommen von dem Gesetz waren Neubauwohnungen, die nach dem Jahr 2014 gebaut wurden und Sozialwohnungen, die besonders bezuschusst werden. In einer zweiten Stufe konnten seit vergangenem Herbst sogar überhöhte Mieten abgesenkt werden. Bis zu mehreren Hundert Euro kamen da pro Monat an Einsparungen zusammen.

    Aber nicht nur Berliner Mieterinnen und Mieter gucken an diesem Donnerstag mit Spannung auf die Entscheidung in Karlsruhe. Auch in der rot-rot-grünen Koalition in Berlin, deren Vorzeigeprojekt der Mietendeckel ist, steigt die Anspannung. »Das fehlt uns gerade noch«, sagt ein wichtiger Koalitionsvertreter vielsagend, der aber vor der Bekanntgabe des Urteils nicht in der Zeitung zitiert werden möchte. Offenbar wird befürchtet, dass Karlsruhe den Berliner Mieterdeckel, der ganz zu Beginn maßgeblich von der SPD vorangetrieben wurde, vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben wird.

    #Allemagne #Berlin #droit #justice #logement

  • Organizing YouTube - Rosa-Luxemburg-Stiftung
    https://www.rosalux.de/news/id/41394/organizing-youtube

    Im Sommer 2019 ging eine ungewöhnliche Meldung durch die Presse. Die Industriegewerkschaft IG Metall verkündete ihr vermutlich erstes Bündnis mit einer Facebook-Gruppe. Zusammen mit der YouTubers Union, einer 15.000-köpfigen Netzbewegung, gab die größte Gewerkschaft Europas eine Kampagne gegen die Arbeitsbedingungen auf YouTube bekannt. Unter großem Medienecho wurden Forderungen verkündet, Kampagnenvideos veröffentlicht und ein Countdown als Druckmittel geschaltet.

    Eine ungewöhnliche Kooperation

    Verwunderlich schien an der Mitteilung nicht nur, dass sich eine Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie für die Belange von YouTuber*innen einsetzt. Auch die Frage der Arbeitsbedingungen schien ungewöhnlich: YouTube ist nicht als Arbeitsort, sondern als bunte Social-Media Plattform bekannt. Erstaunlich wirkte auch Jörg Sprave, 53-jährige Symbolfigur und Gründer der YouTubers Union. Spraves Kanal, der über zwei Millionen Abonnenten um sich versammelt, umweht nicht die Atmosphäre transnationaler Arbeitskonflikte. Die Videos, die Sprave vor einer Holzhütte im hessischen Odenwald aufnimmt, drehen sich um den Bau riesiger Steinschleudern und haben Comedy-Charakter.

    Auf einen zweiten Blick liegt die Kampagne jedoch näher. Die Google-Tochter YouTube hat sich im letzten Jahrzehnt zu einer riesigen Arbeitsplattform entwickelt - über 100.000 Menschen verdienen heute auf der Plattform mit Content-Produktion ihren Lebensunterhalt. Die Website hat sich in einen digitalen Marktplatz verwandelt, auf dem YouTuber*innen um die Aufmerksamkeit ihres Publikums buhlen. Wer viele Aufrufe generiert, bekommt dabei Werbe-Einnahmen von YouTube ausbezahlt. Die Hobby-Ästhetik der Plattform verdeckt dabei die verschärften Arbeitsbedingungen, unter denen dieser Wettbewerb stattfindet.

    Prekäre Arbeitsbedingungen auf YouTube

    Wer auf YouTube Erfolg haben möchte, muss sich heute den kaum durchschaubaren Regeln von YouTube‘s «Recommendation Engine» anpassen – einem algorithmischen Empfehlungssystem, dessen Parameter sich täglich ändern können. Die Wahl der Titel-Stichworte, die Anzahl neuer Videos pro Woche und selbst die Verwendung von Umgangssprache kann sich dabei auf den Erfolg eines Kanals auswirken. Wer dabei als «nicht werbefreundlich» eingestuft wird, kann in wenigen Wochen sein Einkommen verlieren.

    Während die eng getakteten Regeln auf YouTube verstärkt einem Fließband für Kreativarbeit gleichen, ist das Arbeitsverhältnis der «Creators» von Regellosigkeit geprägt. Als formal Selbstständige besitzen sie weder ein Recht, falsche Sanktionen anzufechten, noch haben sie Ansprüche auf soziale Absicherung. Die Abwehr von Willkür und Prekarität erfolgt nach den Regeln eines entsicherten, digitalen Kapitalismus: Fehlentscheidungen werden erst korrigiert, wenn genügend Nutzer*innen auf Twitter Alarm schlagen, interne Abläufe laufen ins Nichts. Wer einen Krankheitsfall erlebt, kann schnell aus dem Geschäft sein, der psychische Druck ist mitunter hoch. Nur wer sich diesen Bedingungen anpasst, kann auf YouTube profitieren.
    Einkommensausfall ohne Warnung

    Jörg Sprave, Symbolfigur und Gründer der YouTubers Union, war von dieser Entwicklung selbst betroffen. Nachdem sein Kanal im Frühjahr 2017 als «Waffen-Content» eingestuft wurde, sank sein Einkommen aus Videowerbung von 6000 auf 1500 Dollar im Monat. Genauso ging es anderen YouTuber*innen: wer vom Algorithmus als problematisch eingestuft wurde, konnte sogar seinen Kanal verlieren. Grobe Fehlentscheidungen sind dabei weit verbreitet. In diesem Jahr wurde bekannt, dass Wörter wie ‚gay‘ und ‚trans‘ im Videotitel zur Einschränkung der Werbequalifizierung führen können – eine Dynamik die zeigt, wie weit entfernt von der selbsterklärten Neutralität digitale Plattformen sind.

    Spätestens mit den schärferen Content-Kontrollen, die YouTube seit 2017 durchführt, wurde die gemeinsame Organisierung für YouTuber*innen zum Thema. Im Frühjahr 2018 rief Sprave daher die YouTubers Union als Facebook-Gruppe ins Leben, mehr als 15.000 Nutzer*innen traten bei. Nicht alle davon sind selbst Creators; bewusst wurden auch die Nutzer*innen der Plattform eingeladen, von deren Traffic YouTube’s Geschäftsmodell lebt.
    Gründung 2018 mit 15.000 Mitgliedern

    Obwohl die Facebook-Gruppe als Form neu ist, ähnelt die Praxis der Gruppe auch einer klassischen Organisierung: sie stimmt über gemeinsame Forderungen ab, organisiert Mitgliederbefragungen, sogar digitale Mitgliedsausweise werden zeitweise ausgegeben. Als Sprave ein Video über YouTube’s Empfehlungsalgorithmus veröffentlicht, reagiert das Unternehmen. Auf Einladung reist er zu Treffen mit YouTube nach Zürich und ins Silicon Valley, bringt die Anliegen der Gruppe vor. Mehr als Lippenbekenntnisse erntet er aber nicht. Die Schwächen der YouTubers Union werden dabei schnell klar: sie hat kein rechtliches Mandat und ist auf informelle Gespräche angewiesen. YouTube vermeidet strategisch, mit der Gruppe kollektiv zu verhandeln.

    Informelle Gespräche mit YouTube

    Als Gesprächspartner kommt schließlich die IG Metall ins Spiel. Die Gewerkschaft hat mit «Fair Crowdwork» bereits 2016 ein Portal für Plattform-Arbeit eröffnet und ist seit einigen Jahren auch für Selbstständige offen. Ihr Standing als mitgliederstarke Gewerkschaft, mit rechtlicher Expertise und finanziellen Ressourcen sind für Sprave gute Argumente eine Kooperation einzugehen.

    Gemeinsam starten die IG Metall und die YouTubers Union schließlich FairTube, eine öffentliche Kampagne für die Belange der YouTuber*innen. In erster Linie wird Transparenz gefordert: YouTube soll die Bedingungen offenlegen, zu denen produziert werden darf. Außerdem fordert FairTube eine unabhängige Schlichtungsstelle für Streitfälle und eine Chancen auf Mitbestimmung. Gedroht wird mit Klagen auf Scheinselbstständigkeit, auf Datenrechtsverstöße nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und mit öffentlichen Shitstorms, sollte YouTube nicht einlenken. Ein 30-tägiger Countdown stellt das Unternehmen vor die Wahl – gemeinsame Gespräche oder ein Arbeitskampf auf die Plattform.
    Kampagne «FairTube» im Sommer 2019

    Von Anfang an löst die Kampagne viel Echo aus: Von der Tagesschau bis zur Washington Post wird berichtet, und die Gruppengröße verdoppelt sich nahezu. YouTube selbst sieht schließlich sich zu Stellungnahmen gezwungen: «We’re deeply invested in creators’ success, that’s why we share the majority of revenue with them» erklärt das Unternehmen schließlich mehrmals auf Nachfrage. Am letzten Countdown-Tag reagiert das Unternehmen auch offiziell auf die Kampagne: Eine Einladung zum Gespräch von Google Deutschland geht bei der IG Metall ein. Einige Tage vor dem Treffen verkündet Google aber, dass Mitglieder der YouTubers Union nicht erwünscht sind, der Termin platzt. Seitdem herrscht Kampfbereitschaft: Die IG Metall prüft rechtliche Schritte und die YouTubers Union bereitet «Shitstorms» vor, öffentliche Aktionen, die den Ruf des Unternehmens weiter drücken sollen.
    Arbeitskonflikte auf Plattformen nehmen zu

    Auch wenn der Konflikt auf YouTube durchaus ungewöhnlich ist, sind Arbeitskonflikte auf Plattformen keine Seltenheit mehr. Der Markt für Arbeit auf digitalen Plattformen ist in den letzten Jahren enorm gewachsen: Lieferdienste, Reinigungs- und Taxi-Services werden heute vermehrt über Plattformen vermittelt. Dabei wird jedoch selten Arbeit neu erfunden oder automatisiert, wie viele Unternehmen suggerieren. Für Dienstleister ist die Plattform ein Weg, Arbeit outzusourcen und dabei algorithmisch zu kontrollieren. Mit der Vergrößerung der Märkte auf Plattformen sind dabei auch die Konflikte gestiegen. Seit 2016 haben sich Kurierdienst-Fahrer*innen in Europa erstmals organisiert, und Arbeiter*innen bei Taxi-Diensten wie Uber konnten 2019 eine Gesetzesänderung in Kalifornien mit erkämpfen. Mit der YouTubers Union zeigt sich nun die Organisierung auf einer Plattform, die nicht über einen lokalen Kundenmarkt funktioniert.

    Feststellen lässt sich an diesen Konflikten, dass auch algorithmische Kontrolle die Möglichkeit zur Organisierung nicht ausschalten kann. Zweckentfremdung von Betriebs-Chats, Sabotage der Schichtsysteme und strategische Streiks haben sich in einigen Bereichen als Mittel bewährt. Die zentralen Hebel von Arbeiter*innen sind aber oft nicht der Entzug der eigenen Arbeitskraft, sondern öffentlicher Druck und das Einklagen rechtlicher Standards. Gerade für Startups hängt der Marktwert auch am Ruf in der Öffentlichkeit, schlechte Presse über Arbeitsbedingungen können dabei ein Druckmittel sein. Viele Arbeitspraktiken sind zudem illegal nach geltendem Recht, stellen etwa eine Scheinselbstständigkeit dar oder verstoßen gegen Datenschutz-Vorgaben.
    Die Regulierung des kommerziellen Internets

    Konflikte um Regulierung und öffentlicher Druck sind besonders für YouTube keine Neuigkeit. Konnte sich der Social-Media Gigant bis vor wenigen Jahren noch als Tool zur Demokratisierung der Kulturproduktion feiern lassen, haben die Konflikte um die Plattform spätestens seit dem US-Wahlkampf 2016 zugenommen. YouTube’s Empfehlungsalgorithmus, der Zuschauer*innen auf der Plattform halten soll, wurde als «Radikalisierungs-Pipeline» bekannt: Verschwörungstheorien, Alt-Right Kanäle und Fake News breiten sich strukturell auf der Plattform aus, auch weil sie zuverlässig für Traffic auf der Plattform sorgen.

    Dazu kam auch Ärger von Werbekonzernen: diese wollten nicht mehr mit den kontroversen Inhalten werben, die vermehrt auf YouTube empfohlen wurden. Kürzlich wurde auch von der US-Handelskommission FTC Regulierung angekündigt, die YouTube die Datensammlung von Kindern erschwert und das Geschäftsmodell der Plattform beschneidet. Es ist also nicht die schlechteste Zeit, einen Kampf um die Struktur des Unternehmens zu führen. Anliegen wie das der YouTubers Union werden dabei verschärft durch die Proteste von Arbeiter*innen in der Google-Zentrale und bei Subkontraktoren, die bis in den US-Wahlkampf hinein eine Rolle spielen.
    Neue Formen der Organisierung

    Mit der Skandalisierung der prekären Arbeitsbedingungen konnte die YouTubers Union bis jetzt durchaus Aufsehen auf der Plattform erregen. Das zeigt auch das Vorgehen von YouTube, das sich nun strategisch um mehr Transparenz und Feedback-Kultur bemüht. Wie erfolgreich die Bemühungen mittelfristig bleiben, ist abzuwarten. Auffällig an der Organisierung ist, dass in der YouTubers Union Arbeiter*innen und Konsument*innen gemeinsam agieren. Auf YouTube stehen beide Gruppen in einer engen Symbiose, dieses Verhältnis kann in der Organisierung als Ressource eingesetzt werden. Während sich eine Klassenidentität wie in den Fabriken des industriellen Kapitalismus sicher nicht beobachten lässt, eint viele Mitglieder der Union aber die Erkenntnis, dass ihre Interessen denen von YouTube gegenüber stehen. Diese Einstellung, die sich von der harmonischen Ideologie der neutralen Plattform abgrenzt, bricht ein wirkmächtiges Paradigma des Silicon Valley auf.
    Risiken und Schwachpunkte

    Es zeigen sich aber auch Risiken und Schwachpunkte. Viele große YouTuber*innen sind der Bewegung bislang fern geblieben. Das kann auch daran liegen, dass sich eine kuriose Mischung aus Mitgliedern in der Gruppe tummelt. Neben Kanälen über Gärtnerei oder Meditation finden sich auch viele Kanal-Betreiber*innen in der Grauzone des auf YouTube Erlaubten. Auch rechte Trolls finden sich in der Gruppe, obwohl die Moderation einschreitet. Weniger sichtbar sind Kanäle aus dem LGBTQ-Spektrum, die von den Veränderungen auf YouTube stark betroffen waren. Hier könnten Bündnisse möglich sein. Mit einer Sammelklage queerer YouTuber*innen hat die FairTube-Kampagne bereits ihre Solidarität bekundet.

    Mit der basisdemokratischen Organisierung mancher Lieferdienst- oder Uber-Fahrer*innen deckt sich die Dynamik der YouTubers Union nicht. Der Gruppengründer Sprave hat nicht nur eine wichtige Symbolfunktion, sondern als Moderator auch viel Einfluss in der Facebook-Gruppe. Darin spiegeln sich jedoch auch die Machtunterschiede auf YouTube selbst: große Creators haben enormen Einfluss und Reichweite, kleine Kanäle sind kaum sichtbar.

    Offen ist auch, ob sich die YouTubers Union langfristig als kollektive Bewegung etablieren kann, oder ob sie sich zur strategischen «Single Person Organizations» (Geert Lovink) ohne bleibenden Zusammenhalt entwickelt. Die Organisierung wirft auch die Frage auf, wie progressive Kämpfe um Medien-Plattformen im Lichte von rechten Kulturkämpfen geführt werden können.

    Regulierung als Gestaltungsfeld

    Das von vielen Seiten geführte Ringen um YouTube‘s Struktur zeigt, dass das Unternehmen mehr ist als eine Social-Media-Plattform mit privatisiertem Arbeitsmarkt. Als zentrale Sphäre öffentlicher Kommunikation stellt sie zunehmend eine Infrastruktur dar, über die auch mediale und politische Hegemoniefragen ausgehandelt werden. Vor diesem Hintergrund sollten die kommenden Regulierungsbemühungen in Europa, den USA und weiteren Ländern beobachtet werden. Hier können, wie das Beispiel der kalifornischen AB5-Regulierung zeigt, in den nächsten Jahren Standards gesetzt werden. Um diese sollte mitgekämpft werden – auch zum Thema Arbeit.

    Valentin Niebler ist Soziologe und forscht zu Konflikten in der Plattformökonomie. Er ist Mitglied des Zentrums für emanzipatorische Technikforschung (ZET).

    #Allemagne #Youtube #disruption #travail #syndicalisme

  • Covid-19 dans le monde : l’Allemagne durcit sa loi pour pouvoir imposer des restrictions sur tout le territoire
    https://www.lemonde.fr/planete/article/2021/04/13/coronavirus-dans-le-monde-le-royaume-uni-remplit-son-objectif-pour-la-vaccin


    A Dresde, en Allemagne, le 12 avril.
    JENS SCHLUETER / AFP

    En Allemagne, durcissement de la loi anti-Covid et couvre-feux

    Le gouvernement allemand a approuvé, mardi, un durcissement de sa loi lui permettant d’imposer des restrictions harmonisées sur tout le territoire pour mieux combattre la pandémie de Covid-19. Cette loi confère à l’Etat des pouvoirs accrus face aux régions, avec lesquelles les tensions s’étaient multipliées. Jusqu’ici, les mesures de lutte contre le coronavirus ont été décidées laborieusement entre le gouvernement et les Länder, compétents en matière sanitaire en vertu du fédéralisme allemand.
    Ce projet, qui doit encore être ratifié par le Bundestag, prévoit que si l’incidence, qui mesure les infections sur une semaine, est supérieure à 100 pendant trois jours, l’Etat fédéral imposera des couvre-feux nocturnes, la réduction des contacts entre personnes privées ou encore la fermeture de magasins jugés non essentiels, a annoncé la chancellerie.

  • Chroniques de l’occupation de la Rhénanie

    Au lendemain de la Première Guerre mondiale, quelque 100 000 soldats français sont envoyés en #Allemagne pour occuper la Rhénanie. Environ 20 000 d’entre eux sont issus des colonies françaises, notamment de #Tunisie et du #Maroc. Rapidement, ces hommes sont la cible d’une campagne de #diffamation qui fait la une des journaux du monde entier sous le slogan « La honte noire »…

    https://www.youtube.com/watch?v=5LmnuSwdlGg


    #film #documentaire #film_documentaire
    #occupation #histoire #propagande #honte_noire #WWI #première_guerre_mondiale #accord_de_Versailles #troupes_coloniales_françaises #corps #racisme #schwarze_schmach #soldats_africains #Rhénanie #Ray_Beveridge #femmes_allemandes #Luise_Zietz #haine_raciale #stérilisation #Mulatiesierung #nationalisme #enfants_afro-allemands #bâtards_de_Rhénanie #Eugen_Fischer #nazisme #stérilisations_forcées_de_masse #Wolfgang_Abel #commission_spéciale_3 #colonisation #colonialisme #soldats_coloniaux #armée

    ping @nepthys

  • Les Allemands sont donc allés voir les autorités libanaises, pour leur proposer de reconstruire le port de Beyrouth. Selon les Allemands, ça coûterait 6 milliards de dollars. « On va vous faire ça bien, efficace et tout… ».

    Les Français se sont donc empressés d’aller à leur tour proposer leurs services : 10 milliards de dollars. « Ah oui mais attention, pour ce prix ça va être la classe Made in France. Votre port, ce sera le Versailles des ports… »

    Du coup une entreprise libanaise s’est à son tour présentée pour le marché : 12 milliards. Les autorités se sont étonné : « Mais vous êtes encore plus chers que les Français ! ». Le représentant de la boîte a expliqué : « Ah mais sur les 12 milliards, c’est 3 milliards pour vous, 3 milliards pour nous, et les travaux on les fait faire par les Allemands. »

    • ... elle est bonne ... pour les Allemands ... qui ont deux chances sur trois d’obtenir le contrat. Mais attention, ils vont imposer des contrats qui leurs permettront d’encaisser 18 milliars de dollars et le port ne sera jamais prêt. La dette du Liban aura augmentée de 24 milliards, tout le monde sera content et la société du port sera vendue aux chinois pour rien du tout contre la promesse d’un nouveau port.

      Also gingen die Deutschen zu den libanesischen Behörden und boten an, den Hafen von Beirut wieder aufzubauen. Nach Angaben der Deutschen würde es 6 Milliarden Dollar kosten. „Wir werden es richtig machen, effizient und so...“.

      Die Franzosen mussten sich deshalb beeilen, ihre Dienste ebenfalls anzubieten: 10 Milliarden Dollar. „Aber für diesen Preis bekommen sie ein Projekt erster Klasse, Made in France. Ihr Hafen wird das Versailles der Häfen ...“.

      Zuletzt stieg ein libanesisches Unternehmen in die Ausschreibung ein: 12 Milliarden. Die Behörden waren erstaunt: „Aber ihr seid ja noch teurer als die Franzosen!“. Der Vertreter der Firma erklärte: „Stimmt, aber von den 12 Milliarden erhelten Sie 3 Milliarden, 3 Milliarden sind für uns, und die Deutschen machen die Arbeit.“

      ... au loin j’entends vaguement le rire sardonique des mutilés et familles sans abri après la catastrophe ...

      #appel_d_offre #économie #Liban #France #Allemagne

    • Je connaissais la même mais en remplaçant « la reconstruction du port de beyrouth » par « la peinture de la mairie de Marseille », avec comme trio un marseillais, un breton et un corse. C’était assez tangible aussi.

  • 10.04.2021 : Abbau Ost (Tageszeitung junge Welt)
    https://www.jungewelt.de/artikel/400215.armut-und-konzernmacht-abbau-ost.html

    Les dirigeants politiques en Allemagne de l’Est font détruire les logements sociaux afin de faire place aux des investisseurs privés. L’appauvrissement de grandes parties de la population continue et prépare le terrains aux faux prophètes de l’extrême droite.

    Ostdeutschland ist das Eldorado für das deutsche Kapital. Der Staat fördert Konzernansiedlungen und schröpft die lohnabhängige Bevölkerung. So ist die Zahl der Sozialwohnungen auf dem Gebiet der DDR innerhalb von vier Jahren um knapp 43 Prozent gesunken. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Bundestagsabgeordneten Caren Lay (Die Linke) hervor, wie dpa am Freitag berichtete. Obwohl neue Sozialwohnungen gebaut wurden, schrumpfte der Bestand zwischen 2015 und 2019 von 102.116 auf nur noch 58.604 Wohnungen. Am stärksten war der Rückgang in Sachsen-Anhalt (mehr als 70 Prozent), wo Ende 2019 nur noch 3.510 Sozialwohnungen übrig waren. Auch in Brandenburg sank die Anzahl um mehr als 50 Prozent auf 24.850. Das Ganze ist ein Prozess des Verfalls: Während 2019 64.456 Wohnungen aus der Sozialbindung fielen, wurden im selben Jahr nur 25.565 neue preisgebundene Wohnungen gebaut.

    Steigende Mieten befördern das Armutsrisiko. Das verfügbare Einkommen schwindet. Die Coronakrise verschärft die Lage noch. Rund 3,6 Millionen Menschen waren – ohne statistische Tricks – im März erwerbslos gemeldet. Doch die staatlichen Lohnersatzleistung reichen nicht aus. Mehr als jeder zweite ALG-I-Bezieher erhielt weniger als 1.000 Euro im Monat. In Ostdeutschland sind es sogar zwei von drei Beziehern, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland am 25. März berichtete. Die durchschnittliche Anspruchshöhe beim Arbeitslosengeld lag im Jahr 2020 bei 1.024 Euro. Im Westen waren es im Jahresschnitt 1.047 Euro, im Osten 937 Euro. Wer hierzulande weniger als 1.040 Euro im Monat verdient, gilt als armutsgefährdet.

    Die SPD nimmt diese Entwicklung geduldig zur Kenntnis: »Die Aufstiegschancen aus den unteren sozialen Lagen sind in unserem Land in den letzten Jahrzehnten gesunken und verharren auf viel zu niedrigem Niveau«, schrieb die Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe im Parteizentralorgan Vorwärts am Donnerstag. In Ostdeutschland sei die »Dynamik« noch einmal geringer als im Westen. »Der Armuts- und Reichtumsbericht zeigt uns, dass an sehr vielen Stellen noch viel für die Sozialdemokratie zu tun ist. Wir kämpfen schon seit vielen Jahren für die richtigen Reformen«, schrieb Kolbe, deren Partei das Hartz-IV-Regime installiert hat. Für ihre Genossen ist sie voll des Lobes: »Wir haben in der Pandemie immer darauf geachtet, auch die sozialen Auswirkungen der Krise abzufedern.« Doch während Großkonzerne Dividenden an Aktionäre ausschütten und vom Staat Kurzarbeitergeld kassieren, bekommen Arme und Geringverdiener kaum etwas.

    Die Firmenchefs freuen sich über die günstigen Standortvorteile im Osten. Niedrige Löhne, geringe Tarifbindung und wenig Gewerkschaftsvertreter in den Betrieben schaffen ein prima Investitionsklima. Vorneweg die Auto­industrie. Der US-Autobauer Tesla wehrt sich in seinem Werk in Grünheide vehement gegen Gewerkschaftsvertreter. Auch der Deutschland-Chef des kanadischen Batterieproduzenten Rock Tech Lithium, Dirk Harbecke, ist euphorisch. Die Subventionen seien viel höher, frohlockte er gegenüber Business Insider am 2. April. Während in Hamburg oder Hessen nur zehn Millionen Euro einzustreichen wären, kassiere sein Konzern an der Grenze zu Polen idealerweise bis zu 45 Millionen Euro vom Staat. »Man kann in Ostdeutschland viel bewegen«, so der Manager.

    #Allemagne #logement #privatisation #capitalisme

    • propre lien:

      https://taz.de/Neues-Buch-von-Sahra-Wagenknecht/!5764480

      Die US-Theoretikerin Nancy #Fraser hat in dem Bündnis von Neoliberalismus und Linksliberalen eine Voraussetzung für den Aufstieg des Rechtspopulismus identifiziert. Ein „dröhnender Dauerdiskurs über Vielfalt“, so Fraser, habe die Forderungen nach sozialer Gleichheit verdrängt. Die Linke müsse sich wieder sozialer Gerechtigkeit zuwenden, aber ohne Minderheitenrechte zu vergessen.

      Auch Sahra Wagenknecht treibt die Frage um, warum die gesellschaftliche Linke partout nicht mehrheitsfähig wird. Sie knüpft in ihrer Streitschrift „Die Selbstgerechten“ an Frasers Kritik an und radikalisiert sie bis zur Unkenntlichkeit. Denn bei ihr sind der giftige Neoliberalismus und der nur scheinbar menschenfreundliche Linksliberalismus fast das Gleiche.

      „Die linksliberale Erzählung ist nichts als eine aufgehübschte Neuverpackung der Botschaften des Neoliberalismus. So wurde aus Egoismus Selbstverwirklichung, aus Flexibilisierung Chancenvielfalt, aus Verantwortungslosigkeit gegenüber den Menschen im eigenen Land Weltbürgertum.“

      [...]

      –------------
      cf. aussi:

      Interview:
      Sahra Wagenknecht: «In einer Demokratie muss man zur Grundlage nehmen, was die Menschen wollen, und nicht, was einige hippe Weltbürger schön finden»

      https://www.nzz.ch/international/deutschland/sahra-wagenknecht-identitaetspolitik-will-ungleichheit-ld.1611631

      [...]

      Die linken Parteien verlieren mehr und mehr aus den Augen, für wen sie eigentlich da sein müssen. Wir sind keine Interessenvertretung gutsituierter Grossstadt-Akademiker, sondern müssen uns vor allem für die einsetzen, die sonst keine Stimme haben: die in schlecht bezahlten Service-Jobs arbeiten, oder auch für die klassische Mittelschicht, etwa Handwerker und Facharbeiter, die oft keinen akademischen Abschluss haben. Debatten über Denk- und Sprachverbote gehen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.

      [...]

      #Wagenknecht #Allemagne #dieLinke #gauche_modérée #centre-gauche #cancel_culture #néolibéralisme

  • Covid-19 dans le monde : l’Allemagne place les Pays-Bas en zone à haut risque
    https://www.lemonde.fr/planete/article/2021/04/04/covid-19-dans-le-monde-le-pape-espere-une-renaissance-post-pandemique_607551

    L’institut Robert-Koch avait déjà procédé de même pour trois autres pays frontaliers dont la France. Les voyageurs devront présenter un test négatif et s’isoler entre cinq et dix jours.Des millions de personnes dans le monde se résignent à passer le dimanche de Pâques, le jour le plus important du calendrier liturgique chrétien, sous le signe des contraintes sanitaires pour la deuxième fois depuis le début de la pandémie de Covid-19. La pandémie a fait plus de 2 847 000 morts dans le monde depuis fin décembre 2019, selon un bilan établi par l’Agence France-Presse à partir de sources officielles, dimanche matin. Ces chiffres sont globalement sous-évalués. Ils se fondent sur les bilans quotidiens des autorités nationales de santé, sans inclure les réévaluations reposant sur des bases statistiques.
    L’Allemagne va placer les Pays-Bas en zone à haut risque en raison du nombre élevé de contaminations au SARS-CoV-2, a annoncé dimanche l’Institut Robert-Koch, qui a déjà procédé de même pour trois autres pays frontaliers dont la France. A partir de mardi à minuit, tout voyageur en provenance des Pays-Bas devra présenter un test de dépistage du virus négatif pour pouvoir entrer sur le territoire allemand, selon l’institut de veille sanitaire. Il devra en outre observer une période de quarantaine de dix jours avec la possibilité de l’interrompre au bout de cinq jours sur présentation d’un test négatif.Pour les personnes qui effectuent la navette entre les deux pays voisins pour des raisons professionnelles, des exceptions sont toutefois prévues. L’Allemagne, où l’inquiétude ne cesse de grandir face à la troisième vague épidémique, avait déjà décidé de classer en zone à haut risque la France, la République tchèque et la Pologne.
    Les Pays-Bas sont limitrophes de deux Etats régionaux allemands importants, la Basse-Saxe et surtout la Rhénanie du Nord-Westphalie, le Land le plus peuplé avec 18 millions d’habitants. Les restrictions mises en place pour lutter contre la pandémie, qui s’aggrave dans le royaume néerlandais, ont récemment été prolongées jusqu’au 20 avril.

    #Covid-19#migrant#migration#allemagne#paysbas#france#pologne#republiquetcheque#tauxincidence#sante#test#frontiere#circulation#zonearisque

  • Allemagne : les expulsions se poursuivent malgré la pandémie - InfoMigrants
    https://www.infomigrants.net/fr/post/31190/allemagne-les-expulsions-se-poursuivent-malgre-la-pandemie

    L’Allemagne a expulsé plus de 750 personnes vers l’Afrique en 2020. La plupart des pays africains sont mal préparés à accueillir les demandeurs d’asile déboutés et le coronavirus ne ferait qu’aggraver la situation.Touré raconte le cauchemar qu’il a vécu en janvier dernier, au moment d’être confronté à la possibilité d’être expulsé. « J’étais malade d’inquiétude. Je n’ai pratiquement pas pu bouger pendant trois semaines. J’avais des nausées, des vertiges, je ne pouvais pas sortir », se souvient le Guinéen.Pour protéger son identité, il n’utilise que son nom de famille. Touré dit craindre les forces de sécurité dans son pays. La police guinéenne l’aurait arrêté et torturé pour ses idées politiques avant qu’il ne prenne la fuite vers l’Europe.
    Normalement, un homme comme Touré serait le bienvenu en Allemagne. Il parle couramment l’allemand, a un emploi stable dans un centre d’hébergement et ambitionne de terminer ses études cet été. Mais son droit à rester en Allemagne devient de plus en plus hypothétique. Bien qu’il a évité l’expulsion en janvier, les autorités lui ont accordé un sursis d’à peine six mois."Il m’arrive de ne pas à trouver le sommeil parce que je me dis que quelqu’un pourrait venir me chercher en pleine nuit", explique Touré. Il dit aussi avoir des problèmes de concentration ce qui handicape ses études et sa préparation aux examens. La seule façon pour Touré de se sortir de cette situation est de fournir aux autorités allemandes un passeport pour prouver son identité. Or, l’ambassade de Guinée à Berlin ne délivre pas de passeports. Sa seule option serait actuellement de prendre un avion pour rentrer en Guinée et y faire les démarches administratives. Mais pour Touré, cette option n’est pas envisageable. « Il est fort possible que l’on me torture à nouveau. Qui sait, je pourrais arriver à l’aéroport et ensuite plus personne n’entendra parler de moi. »
    Malgré la pandémie de coronavirus, l’Allemagne continue donc à mener des expulsions. Selon le gouvernement allemand, l’an denier, 755 personnes ont été renvoyées, la plupart vers les pays du Maghreb comme la Tunisie, le Maroc et l’Algérie. D’autres demandeurs d’asile ont été expulsés vers le Nigéria, le Ghana et la Gambie.Et pour le moment, ce rythme d’expulsions se poursuit. En janvier, un avion a décollé de Munich vers le Nigéria avec à son bord 24 personnes, dont certaines condamnées par la justice.Une démarche dénoncée par l’activiste Rex Osa et son réseau « Refugees » Refugees" (Les réfugiés pour les réfugiés) qui soutient les Nigérians dans le sud de l’Allemagne."Ils se retrouvent les uns à côté des autres dans l’avion pendant six ou sept heures de vol. S’il y a une personne infectée parmi le groupe, ils sont tous exposés au coronavirus", estime Rex Osa, qui craint que les expulsions n’augmentent le risque de propagation du Covid-19 dans les pays d’origine des migrants. Rex Osa n’est pas le seul à demander l’arrêt des expulsions. Plusieurs organisations d’aide aux migrants ainsi que des instances religieuses expriment les mêmes préoccupations.
    De nombreux pays africains ne disposent en effet pas de suffisamment de médecins, de lits en soins intensifs ou de ventilateurs pour prendre en charge les patients atteints du coronavirus. De plus, les campagnes de vaccination d’envergure ne sont menées que dans une poignée de pays.
    A ce problème sanitaire vient s’ajouter une difficulté qui n’est pas nouvelle, à savoir le manque de perspectives économiques pour les personnes renvoyées, dont la plupart ne savent pas comment s’en sortir dans leur pays d’origine. Alors les recours en justice sont souvent le seul espoir pour les demandeurs d’asile déboutés. En décembre, un tribunal administratif de l’État du Bade-Wurtemberg, dans le sud de l’Allemagne, a empêché l’expulsion d’un demandeur d’asile afghan. Le juge a estimé que la situation en Afghanistan était devenue si mauvaise en raison de la pandémie que les migrants expulsés n’ayant pas de famille ou de biens sur place étaient exposés au risque d’une « misère extrême ».Enfin, comme pour le Guinéen Touré, certains migrants sont menacés d’expulsion pour ne simplement pas avoir les documents nécessaires à prouver leur identité. Or avec la pandémie et les restrictions de déplacement, obtenir de tels documents officiels peut s’avérer encore plus compliqué."La pandémie n’a pas dissuadé les autorités à obliger les demandeurs d’asile à s’identifier", note l’activiste Rex Osa. "Ils continuaient à recevoir des lettres leur rappelant les délais dans lesquels ils devaient présenter leurs documents, même si les frontières étaient fermées et le travail des ambassades à l’arrêt."Après le vol charter vers le Nigeria en janvier, les autorités bavaroises responsable des demandes d’asile et des expulsions ont concédé que « l’actuelle pandémie de coronavirus pose de nouveaux défis (aux autorités) ainsi qu’aux pays d’origine. La situation médicale inhabituelle actuelle due à la pandémie ne change cependant pas fondamentalement la situation juridique actuelle. »
    En attendant, Touré espère une fin heureuse. L’ambassade de Guinée à Paris doit commencer à traiter les demandes de passeport et il espère pouvoir s’y rendre pour obtenir son droit de rester en Allemagne.

    #Covid-19#migrant#migration#allemagne#afrique#sante#retour#expulsion#demandeurdasile#droit#pandemie

  •  »Heimatschutz« der Bundeswehr
    https://www.jungewelt.de/artikel/399649.heimatschutz-der-bundeswehr-bei-unruhen-k%C3%B6nnen-sie-hinzugezoge
    Le militarisme allemand dispose d’une armée spéciale pour les guerres civiles anticipées. Il s’agit des 900.000 soldats de réserve dont 114.000 membres de l’association des militaires de réserve. Cette armée à peine secrete participe systématiquement aux réunions stratégiques des organisations sociales et d’intervention en cas de catastrophes "naturelles" . Sachant que la majorité des dirigeants du "Arbejtsamt" à tous les niveaux est constituée par d’anciens officiers de la Bundeswehr on comprend que l’état bourgeois déploie ses bataillons pour mater les révoltes prolétaires ou populaires à venir.

    3.4.2021 - Militarisierung im Inneren: Dienstantritt von Bundeswehr-Rekruten für »Heimatschutz«. Ein Gespräch mit Heinz Klee

    Seit mehr als einem Jahrzehnt recherchieren Sie zur Entwicklung des sogenannten Heimatschutzes. Am Donnerstag war Dienstantritt neuer Rekruten bei der Bundeswehr. Was ist Ihnen dazu bekannt?

    Ziel ist es, aus den Reihen der Werktätigen Freikorps zu rekrutieren, zum Niederschlagen von Aufständen im Inneren. Seit etwa zehn Jahren wirken in der BRD Exmilitärs als freiwillige Reservistenkompanien bei den »Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräften« in der Bundeswehr. Neuerlich werden zusätzlich Jugendliche ab 17 Jahren für ein Jahr rekrutiert: Sieben Monate lang werden sie kaserniert, ideologisch getrimmt, lernen schießen. Danach sollen sie einen Zivilberuf in ihrer »Heimat« ausüben, zu deren angeblichem Schutz. In den folgenden sechs Jahren müssen sie für fünf weitere Monate bereitstehen, um immer wieder als Reservisten eingezogen werden. Aus unserer Sicht sollen sie die Militarisierung unter die Arbeiter bringen und dem Schutz des Großkapitals dienen.

    In welcher historischen Tradition steht der »Heimatschutz«?

    Die Novemberrevolution hatte 1918 den Krieg beendet. Militärs höherer Dienstgrade strömten frustriert zurück nach Deutschland. Diese Reaktionäre und Arbeiterhasser, deren Träume zerplatzt waren, sich in den Ostgebieten auf erbeutetem Hof einen schönen Lenz zu machen, bauten unter militärischer Leitung Freikorps auf und erschossen Revolutionäre. Damals gründete sich die sogenannte Technische Nothilfe, heute das Technische Hilfswerk, THW. Das war eine Streikbruchorganisation. Vom Militär bewaffnet, versuchte sie, in bestreikten Betrieben die Produktion wieder in Gang zu setzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie verboten, wurde aber in den 50er Jahren wieder aufgebaut.

    Wie verlief der Ausbau im vergangenen Jahrzehnt?

    Das Militär ordnete sich zivile Organisationen sukzessive unter, allen voran das THW, die Feuerwehr, das Rote Kreuz oder auch die Johanniter. Über den Staatsapparat organisiert, sitzen sie in Krisenstäben der Landratsämter mit Militärs zusammen. Die Bundeswehr sitzt seit Corona in den Gesundheitsämtern, an sensibler Stelle der Datenklärung. Ob das mit dem Aufbau der SA in der Weimarer Republik vergleichbar ist? Die musste damals erst eine starke Arbeiterbewegung niedermachen, die wir heute nicht haben. Mittlerweile gibt es 900.000 Reservisten in der BRD, davon 114.000 im Reservistenverband organisiert. Sollte es Unruhen im Inneren geben, können sie hinzugezogen werden.

    Welche Strategie steckt dahinter?

    Das Großkapital aus Industrie und Banken nutzt »seinen« Staatsapparat, um die eigene Herrschaft im Inneren durch dessen Gewaltmonopol abzusichern. Der Imperialismus herrscht mit zwei Methoden: entweder mit Betrug und Verrat über die Sozialdemokratie oder mit offener Gewalt, etwa einer Militärdiktatur. Sichtbar wird ein Umschwenken. Beispiel: Die Hanauer Industrie- und Handelskammer bot Firmen in Kurzarbeit an, ihre Beschäftigten in der Coronakrise zur Bundeswehr schicken, um sie dort aus- und fortzubilden. Dass die Militarisierung in die Betriebe hineinläuft, ist möglich, weil die Sozialdemokratie und die Gewerkschaften ständig Einfluss verlieren.

    Wie kommt es dazu?

    Laut Karl Marx und August Bebel müssen Gewerkschaften auf ihre Fahne schreiben: »Nieder mit dem Lohnsystem, nieder mit dem Kapitalismus.« Sie tun es nicht. Seit der Annexion der DDR gehen ihre Mitgliederzahlen immer weiter in den Keller. Die ehemalige Arbeiterpartei SPD hat kaum mehr Arbeiter in ihren Reihen.

    Die »Arbeitsgruppe gegen den Notstand der Republik«, früher bei den Gewerkschaften direkt angesiedelt, organisiert nun Metaller und Verdi-Kollegen von der Basis. Gab es Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaftsspitze?

    Schlimmer: Im DGB gibt die Gewerkschaft der Polizei, GdP, zunehmend den Ton an. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Verdi, organisiert Militärs in ihren Reihen. Übereinkunft war, uns als interne Gruppe nicht mehr als existent zu betrachten. Das schwächt den Kampf gegen den Militarismus. Wir müssen zu starken Gewerkschaften zurück, die diese Aufgabe wahrnehmen.

    Heimatschutzgeset von 1934
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Entwicklung_des_Denkmalschutzes_in_Sachsen#Gesetz_zum_Schutze_von_Ku

    Bundeswehr : Dossier „Heimatschutz“
    https://www.bundeswehr.de/de/organisation/streitkraeftebasis/aktuelles/heimatschutz-bundeswehr

    „Dein Jahr für Deutschland“ : Freiwillig die Heimat schützen
    https://www.bmvg.de/de/aktuelles/-dein-jahr-fuer-deutschland-freiwillig-die-heimat-schuetzen-348578

    Pilotprojekt : Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz

    https://www.bundeswehr.de/de/ueber-die-bundeswehr/die-reserve-der-bundeswehr/reservist-werden-in-der-bundeswehr-/reserve-der-streitkraeftebasis-/pilotprojekt-freiwilliger-wehrdienst-im-heimatschutz-

    „Heimatschutz“ mit der Bundeswehr – Worum geht es wirklich ?
    https://www.rf-news.de/2020/kw30/heimatschutz-mit-der-bundeswehr-worum-geht-es-wirklich

    Es wird aber auch mit materiellen Vorteilen gelockt: monatliches Einstiegsgehalt ca. 1.400 € netto, für Jugendliche mit schmalem Budget durchaus attraktiv. Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, weist auf den Widerspruch zum freiwilligen sozialen Jahr hin: „Menschen, die freiwillig in der Pflege, Alten- oder Behindertenhilfe arbeiten, bekommen nicht mal ihr S-Bahn-Ticket ersetzt.“ Warum also diese „Großzügigkeit“ beim Bundeswehrdienst?
    ...
    Ausgerechnet die „linke“ Thüringer Landesregierung unter Führung von Bodo Ramelow offenbart einen Blick auf das, worum es wirklich geht: Laut einem Sprecher der Bundeswehr habe das Land „die Abstellung von Soldaten zur (schichtfähigen) Ausübung des Hausrechts“ im Flüchtlingslager in Suhl beantragt! (WSWS vom 4.4.2020)

    Empörung löste auch der Einsatz von Aufklärungsflügen der Bundeswehr zur Erfassung von Demonstranten beim G8/G7-Gipfel 2007 bzw. 2015 aus. Grundlage für den Einsatz der Bundeswehr im Inneren ist u.a. Artikel 87a Abs. 4 Grundgesetz, in dem es heißt: „Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitlich-demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann die Bundesregierung ... Streitkräfte … bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen.“ Im Klartext heißt „Heimatschutz“ nichts anderes als Schutz des kapitalistischen Systems bei aktivem Widerstand der Bevölkerung und revolutionären Unruhen.

    Es ist kein Zufall, dass gerade jetzt auch dieser Teil der Bundeswehr gestärkt werden soll. „Es kann sein, dass eine so tiefe weltpolitische Krise bevorsteht, wie es seit dem II. Weltkrieg noch nicht der Fall war. In einer solchen Krise werden Massenkämpfe und Streiks ausbrechen, es wird zu Straßenschlachten und brutalen Polizeieinsätzen gegen die Massen kommen. … Das Gemisch aus ökonomischen, politischen, ökologischen, sozialen, ideologischen und Hungerkrisen ist der Boden, auf dem sich eine revolutionäre Gärung herausbilden kann.“ (Stefan Engel, Eine Tendenz zur gesamtgesellschaftlichen Krise, Rote Fahne Magazin 12/2020).

    Darauf bereiten sich die Herrschenden vor, und die Jugend spielt dabei eine wichtige Rolle.

    BMI - Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat - Bundesinnenministerium
    https://www.bmi.bund.de/DE/startseite/startseite-node.html

    #Allemagne #militarisme #lutte_des_classes #révolte

  • Complot sans théorie, une expérience de pensée | AOC media - Analyse Opinion Critique
    https://aoc.media/opinion/2021/04/01/complot-sans-theorie-une-experience-de-pensee

    Par Philipp Felsch HISTORIEN
    Le vocable de « conspirationnisme » en vogue aujourd’hui était déjà présent dans les années soixante où il servait particulièrement à désigner les travaux de la Théorie critique. Parler aujourd’hui de théories du complot pour qualifier le « corona-négationnisme » et autres pensées paranoïdes n’apporte en réalité pas grand chose à la compréhension du phénomène : ce foisonnement de croyances n’est perméable à aucun argument et ne repose sur aucune théorie.

    Au moins depuis que les images de Jake Angeli – le « QAnon shaman » – ont fait le tour du monde pour illustrer l’assaut du Capitole, les diagnosticiens contemporains s’accordent à dire que la crise politique – pas juste états-unienne – est liée à la contagion pandémique de théories du complot. Le culte qui veut que des fonctionnaires démocrates américains dirigent un réseau pédopornographique connaît outre-Rhin un regain d’intérêt dans le mouvement dit des Querdenker [1], des « anti-conformistes ».

    Croyance qui trouve facilement à s’hybrider à cette autre qui veut que la pandémie soit une machination de la Fondation Gates ou encore que les mesures politiques visent à instaurer une dictature mondiale. Comme si le virus ne s’attaquait pas qu’aux voies respiratoires et nerveuses mais aussi à la saine confiance dans le monde, une partie importante de la population connaît actuellement une perte de foi dans une réalité partagée, acceptée et officielle.

    On en voit les conséquences jusque dans nos cercles d’amis : des connaissances qu’on estimait pour leur intelligence et leur circonspection se révèlent soudain être des « corona-négationnistes ». Entre une « évolution des contaminations », qui les dépasse, et des mesures sanitaires, qu’elles perçoivent comme une menace, difficile de se résigner à l’inévitable. Mais alors pourquoi se jeter dans le terrier du lapin, croire en un complot, se référer à des faits douteux ? Nous connaissons les ressorts des « infox » et autres « pièges à clics » sur les réseaux sociaux. En parallèle, les premières études se sont penchées sur les indicateurs psychosociaux de la pensée paranoïde. Mais au-delà de tout cela, qu’est-ce qui lie l’essor des théories du complot à la situation actuelle ? Qu’est-ce que cela nous dit de l’état d’esprit de l’époque ?

    Tentons une petite expérience de pensée : prenons une de nos connaissances rongée par le doute et replaçons-la dans le contexte ouest-allemand de la fin des années 1960. Dans un premier temps, cette personne aurait certainement rejoint l’opposition extraparlementaire [2] qui mobilisait à son apogée des centaines de milliers de personnes. Au lieu de chercher des explications alternatives sur le Net, elle se serait armée – dans un second temps – du vocabulaire de la Théorie critique qui, avec ses diagnostics de « monde administré » et de « contexte d’aveuglement », se prêtait admirablement à l’articulation d’un malaise diffus affleurant dans le cours des événements.

    Il faut avoir en tête qu’à l’époque déjà, la formation d’une « grande coalition [3] » suscitait de grandes inquiétudes. Pour Rudi Dutschke, c’était là un signe indubitable que le capital, mis sur la défensive en raison de la chute du taux de profit, se voyait contraint d’exercer un pouvoir direct et « bureaucratique » en adoptant des lois sur l’état d’exception. En 1968, même le tempéré Adorno était d’avis que Ludwig Erhard, le prédécesseur de Kiesinger à la chancellerie, avait « vendu la mèche » en parlant de « société en ordre de bataille [4] ».

    Pour Karl Popper qui introduisit le terme – au singulier – dans le débat philosophique de la fin des années 1940, il s’agissait d’un cas patent de « théorie du complot ». Par là, il entendait toutes les tentatives visant à imputer des phénomènes sociaux ou politiques à « certains individus ou groupes de puissants » – qu’il s’agisse des « Sages de Sion », des « impérialistes » ou des « capitalistes » –, un procédé que Popper, en libéral patenté, jugeait particulièrement caractéristique de toutes les variétés de « marxisme vulgaire ».

    Mais c’est probablement dans l’œuvre d’Herbert Marcuse que l’aspect conspirationniste de la Théorie critique apparaît le plus clairement. Quiconque ouvre aujourd’hui L’Homme unidimensionnel – le best-seller de Marcuse de 1964 – constatera avec surprise tout un chapitre employé à discuter ou plutôt régler ses comptes avec Ludwig Wittgenstein, le poster boy de la pensée non dogmatique, post-métaphysique, celui-là même qui inspira l’ordinary language philosophy !

    Or, en se penchant sur le langage courant, dans l’intention de débusquer dans les problèmes métaphysiques les tournures langagières fautives, Wittgenstein avait commis l’impardonnable aux yeux de Marcuse : se limiter à analyser le langage du « contribuable moyen » revenait à faire cause commune avec l’ordre établi au lieu de percer à jour la « manipulation » dont le langage était continuellement l’objet. En d’autres termes : l’erreur de Wittgenstein, pour Marcuse, était de vouloir traiter un trouble, là où la pensée critique avait pour tâche de faire tomber les masques. Remonter le long de cette faille nous permettrait de reconstituer une polémique vieille de plusieurs décennies – et encore vivace aujourd’hui – entre la philosophie anglo-saxonne et la philosophie continentale.

    Il n’était pas question de déjouer les manigances des « Sages de Sion » ou des « capitalistes ». Le complot que Marcuse entendait dévoiler était celui de l’histoire elle-même.

    Mais à quel genre de conspiration avait-on affaire ? Quand bien même le livre de Marcuse parle de « politiciens », du « Pentagone », de « lavage de cerveau » et de « Mercedes allemandes », son analyse ne s’attarde pas sur un groupe de responsables en particulier. Contrairement aux insinuations de Popper, il n’était pas question de déjouer les manigances des « Sages de Sion » ou des « capitalistes ». Le complot que Marcuse entendait dévoiler était celui de l’histoire elle-même – une idée qui nous fait remonter à la métaphore de la « main invisible » d’Adam Smith et à la « ruse de la raison » de Hegel, autrement dit aux débuts de la philosophie de l’histoire moderne.

    Les événements politiques des années 1960 inspiraient, comme aujourd’hui, une profonde défiance chez nombre de contemporains : les anciennes élites cherchaient-elles à conserver leur mainmise ? Était-ce l’empire américain qui tirait les ficelles ? La RFA se transformait-elle en État fasciste ? Comme le montrait en 2012 Luc Boltanski dans Énigmes et complots, un ouvrage plus actuel que jamais, ces formes de malaise paraissent inévitables dans des sociétés complexes et dynamiques, et plus encore dans les phases de brusque changement historique ou d’intervention accrue de l’État.

    Face à cela, l’apport de la Théorie critique – et des écoles de pensée qui lui ont succédé – consistait à canaliser l’« herméneutique du soupçon » propre à la recherche d’indices dans le lit de la spéculation rationnelle. Ce qui ne veut pas dire que les soixante-huitards n’ont pas pointé des coupables en particulier. Mais avec des termes tels que « contexte d’aveuglement » ou « capitalisme tardif », l’on débattait des principes du mouvement de l’histoire et de la causalité sociale en dehors d’un quelconque groupe d’intérêt. Et quand Marcuse appelait à résister à la « règle des faits établis », loin de plaider pour les faits alternatifs, il appelait à transcender le statu quo par la pensée.

    À en juger par les postes et les financements, ce sont les héritiers de Wittgenstein qui sont sortis gagnants de la querelle avec la philosophie continentale. Et les mouvements politiques actuels ne se distinguent plus par leurs références à la philosophie de l’histoire. De même que le discours sur la politique identitaire, insistant sur l’expérience personnelle, fonctionne sans superstructure théorique, les partisans de Fridays for Future sont mus moins par la dialectique que par les pronostics des climatologues. Et même si les Querdenker peuvent rappeler à bien des égards les anciens mouvements de protestation, nous n’avons pas connaissance du moindre débat théorique dans leurs rangs.

    Parler de théories du complot est trompeur dans la mesure où il est en réalité question d’administration de preuves.

    Un nouveau style de pensée paranoïde se déverserait-il aujourd’hui dans l’espace idéologique laissé vacant ? Les théories du complot seraient-elles le revers de cette conception réaliste de la politique qui, plus orientée vers la faisabilité que vers les opinions, vers les institutions que vers les utopies, chercherait une issue en dehors des « grands récits » ? Mais parler de théories du complot est trompeur dans la mesure où il est en réalité question d’administration de preuves. Autrement dit, il y a une différence selon que vous accusiez la dialectique de la raison ou la Fondation Gates d’être à l’origine de tous les maux. Outre le fait qu’elles tendent à identifier des coupables, les théories du complot reposent dans presque tous les cas sur un ensemble limité de faits supposément indiscutables : les intérêts du lobby de la 5G, les crimes de Jeffrey Epstein, la disparition des bulletins de vote en Pennsylvanie…

    Quiconque a déjà eu ce genre de discussion sait que la question de savoir « ce qui est le cas » ne tarde jamais à dégénérer. Nos actuels annonciateurs d’apocalypse préfèrent traduire leur malaise dans la civilisation sur le plan factuel. Avec d’une part pour conséquence cette périlleuse politisation des faits à laquelle nous assistons depuis maintenant quelques années et, de l’autre, ce foisonnement de théories du complot reliant des points en lignes nébuleuses. Aussi dogmatique qu’elle ait pu être, la pensée spéculative présentait au moins l’avantage d’être perméable aux arguments. Or, si des faits il ne faut se taire, en débattre tient quasiment de l’impossible.

    Traduit de l’Allemand par Christophe Lucchese.

  • Susanne Erichsen
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Susanne_Erichsen

    Susanne Erichsen geborene Firle (* 30. Dezember 1925 in Berlin-Steglitz; † 13. Januar 2002 in Berlin) war eine deutsche Schönheitskönigin sowie Mannequin, Fotomodell und Unternehmerin.

    https://m.tagesspiegel.de/mode/west-berliner-stilikonen-modevorbilder-in-der-mauerstadt/8583552.html


    Susanne Erichsen : Winter 1953.

    Sie war die erste deutsche Schönheitskönigin aus Berlin. Susanne Erichsen wurde 1952 in Baden-Baden zur Miss Germany gewählt. Ihr Aussehen war eher streng als lieblich – aber so hatten Mannequins damals auszusehen – aristrokatisch und ladylike. So präsentierte sie die Kleider der Berliner Couturiers wie Uli Richter und Heinz Oestergaard. In die USA flog sie als Modebotschafterin und wurde flugs als „Fräuleinwunder“ berühmt. In den USA verdiente sie als Model mehr als 100 Dollar in der Stunde – eine astronomische Summe. Zurück in Berlin gründete sie ihre eigene Modefirma „Susanne Erichsen Teenager Modelle GmbH“. 1967 wollte sie dann nicht nur mit Kleidern sondern guten Tipps ihre Umgebung verschönern und eröffnete eine Modelschule. Aber auch das schien ihren missionarischen Eifer noch nicht gestillt zu haben, oder sie fühlte einfach, dass es in West-Berlin einen dringenden Bedarf an Schönheitspflege gab: Für alle war die „Schule in Sachen Schönheit. Gewusst wie“.

    #Allemagne #Berlin #Steglitz #mode #histoire #Frauleinwunder

  • RBB-„Kulturradio“ vor der Reform So rasend wie langsam
    https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/rbb-kulturradio-vor-der-reform-so-rasend-wie-langsam/26140492.html


    Ganz besonders alten Wein gibt es beim RBB „Radio Kultur“ in gut abgehangenen Schläuchen, nur mit Wirklich Neuem is nix.

    Dafür dümpelt der Sender seicht vor sich hin, bei einer Million Euronen weniger im Jahr. Jünger, billiger, erfolgreicher. So sieht das aus. Altersdiskriminierung light, völlig idiotisch, denn Wachstum findet zur Zeit vor allem bei den Ü-60 statt.

    Will die Wellenchefin ihre Stammhörerschaft etwa Corona-euthanasieren? Wettet sie darauf, das ihre Pandemiemassnahmen das Wachstum radikal in die Bestattungsbranche verlagern helfen?

    Danach bleiben dem Sender wirklich nur die arbeitlosen Ü-40 bis U-60-Künstler allerlei Geschlechts zum MA-Doping übrig. Ich höre schon die MA-Jingles 2021: „Wenn Du Künstler unter 60 bist, ruf an und gewinne ein Jahr Kultur-BGE. Alle anderen können den Porsche abstauben.“

    Wie sich die ÖR-Granden, dazu gehören auch RBB-Kulturchefs Stephan Abarbanell und Verena Keysers, an Einschaltquoten aufgeilen, ist zur Routine geworden. Die freche Behauptung, mit weniger Geld mehr Kultur zu machen auch.

    Das Ergebnis kann nur Einnahmeverluste für Kunstschaffende bis hin zum Verlust ihrer Existenz beduten. Die kommende ÖR Gebührenerhöhung können dann Feste, Funktionäre und private Produzenten in aller Ruhe unter sich aufteilen

    Wer braucht schon Künstler?

    30.8.2020- Mit den Mitteln des Radios und als Video-Livestreams wurde versucht, viele Kulturveranstaltungen der Region zumindest virtuell stattfinden zu lassen und den Künstlern doch noch eine Bühne zu geben. „Wir haben im Radio, aber auch im Fernsehen, viel Neues ausprobiert – vom der „Carmen“-Übertragung bis hin zu virtuellen interreligiösen Gottesdiensten“, sagt dazu RBB-Kulturchef Stephan Abarbanell.

    Die Pandemie hat das Kulturradio des RBB in der Hochphase der 2019 verordneten Reform getroffen. Sie soll das Programm attraktiver machen und der Hörerschwund gestoppt stoppen. Zugleich soll der Altersdurchschnitt von derzeit 61,6 Jahren gesenkt werden, nicht zuletzt durch neue digitale Formate.

    Zudem soll das Kulturradio von 2021 an eine Million Euro jährlich einsparen. Entsprechend groß sind die Befürchtungen insbesondere bei den Freien Mitarbeitern, dass die Einsparungen vor allen zu ihren Lasten gehen. Aber auch aus der Kulturszene wurden kritische Stimmen laut, dass wieder einmal bei der Kultur gespart werde, denn vergleichbare Vorgaben gebe es für andere RBB-Sender nicht.

    #Allemagne #Berlin #radio #musique #culture #politique #covid-19

  • Streit um Klassik im Radio RBB Kultur erntet heftige Kritik für neuen Musikmix
    https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/streit-um-klassik-im-radio-rbb-kultur-erntet-heftige-kritik-fuer-neuen-musikmix/27059608.html

    01.04.2021 - Der Sender will mit neuem Musikprogramm mehr Leute ansprechen. Trotz zahlreicher Beschwerden von Stammhörern verteidigt Wellenchefin Verena Keysers die Initiative.

    Verena Keysers hat eine klare Botschaft: Sie will kein Randgruppen-Radio machen. Sondern mit RBB Kultur für die ganze Stadtgesellschaft da sein. Das jüngst modifizierte Programm soll die Vielfalt der Kulturmetropole Berlin spiegeln, „themenstark“ und „journalistisch relevant“, wie sie im Gespräch mit dem Tagesspiegel sagt.

    Kernpunkt der Reform ist für die Wellenchefin darum das „kulturelle Wort“ und erst danach der neue Musikmix, der neben Klassik in den Sendungen „Der Morgen“ und „Der Tag“ jetzt auch Filmmusik, Pop, Jazz und die so genannten New Classics umfasst.

    In den beiden hörerstärksten Tagesphasen, zwischen sechs und zehn Uhr sowie 16 und 20 Uhr will RBB Kultur über die Diversität der regionalen Kulturszenen berichten, seine Kompetenz als Beobachter und Berichterstatter unter Beweis stellen, mit vielen Interviews, Hintergrundgesprächen, Rezensionen. Denn, so argumentiert Verena Keysers, ihr Auftrag lautet, ein Kulturprogramm zu machen und nicht ein Klassikprogramm.

    Darum haben sie und ihr Team sich für eine Weitung der musikalischen Inhalte entschieden. Aus dem Bereich Klassik stammen in den Primetime-Zeiten nur noch die Hälfte der gespielten Titel - wobei Dirk Hühner, Musikchef bei RBB Kultur, darauf hinweist, dass die klassischen Kompositionen mit bis zu acht Minuten deutlich länger seien als die Tracks der übrigen Genres. Dadurch bliebe insgesamt die Klassik-Dominanz gewahrt.

    Irritation, Enttäuschung und auch Wut haben die Veränderungen bei der Stammhörerschaft ausgelöst. „Um die 750 Mails und Briefe sind beim RBB eingegangen, teils mit Zuspruch und Lob für neue Sendungen und musikalische Repertoires, überwiegend mit Kritik am neuen Sound Design und den musikalischen Erweiterungen“, sagt Verena Keysers. Wobei sich nicht nur das ältere Publikum meldete: „Kritik ist keine Frage des Alters, sondern des Musikgeschmacks. Auch jüngere üben heftige Kritik.“
    Keysers will die Vielfalt der Berliner Kulturszene feiern

    Den Tagesspiegel haben ebenfalls außergewöhnlich viele Leserreaktionen erreicht, beim Landesmusikrat liefen die Mitglieder sogar derartig Sturm gegen das neue Wellenprofil, dass sich der Interessenverband entscheiden hat, eine Meinungsumfrage zum Thema durchzuführen, um für das nächste Gespräch mit den RBB-verantwortlichen inhaltlich umfassend gewappnet zu sein.

    „Natürlich haben wir mit Abwehrreaktionen bei unseren Stammhörern gerechnet“, räumt Verena Keysers ein. „Dennoch bin ich überrascht von der Vehemenz und auch von der Richtung, in die die Debatte gerade geht: dass nämlich hier eine totale Verflachung stattfände. Diesen Vorwurf finde ich überhaupt nicht gerechtfertigt.“

    Das Ziel der Modifizierungen sei doch lediglich, dass sich die fantastische Vielfalt des hauptstädtischen Kulturlebens auch in der Musikauswahl widerspiegele, sagt Keysers. Nur so könne der Sender neue Zielgruppen ansprechen, für die das bisherige Musikprofil gerade ein Kriterium war, RBB Kultur nicht zu hören.

    Verena Keysers formuliert es so: „Ausschließlich klassische Musik, das haben uns viele in einer Studie befragte Hörerinnen und Hörer zurückgemeldet, wirkt auf nicht wenige, die sich potenziell für unsere Inhalte interessieren, im wahrsten Sinne des Wortes exklusiv.“

    Es ist das alte Argument des Elitären, das hier bemüht wird. Ausschließlich für eine spitze Interessengruppe zu senden, das will sich längst keine öffentlich-rechtliche Anstalt mehr leisten. Auch wenn die durchschnittliche Einschaltquote von 100 000 Personen, die das klassikbasierte Kulturradio bislang hatte, keine quantité négligable ist. Weil es sich hier nicht um Menschen handelt, die das Radio zuhause oder im Büro im Hintergrund dudeln lassen, sondern um aufmerksame Nutzer.
    Ist Einaudi „ganz normale Klaviermusik“?

    Selbstverständlich seien auch intern nicht alle mit der neuen Linie einverstanden, sagt Keyers. „Wir diskutieren sehr intensiv über die musikalische Handschrift, teilweise sogar heftig und hitzig“. Außerdem werde der Musikmix ständig überprüft, auf das, was gut und was weniger zusammenpasse, fügt Dirk Hühner hinzu – und dann von Monat zu Monat weiterentwickelt.

    Die sogenannte Neoklassik, also jene Form von Instrumentalmusik mit Easy-Listening-Charakter, die sowohl melodisch, rhythmisch als auch harmonisch auf Schlichtheit setzt und für die exemplarisch der Pianist Ludovico Einaudi steht, so ist für Hühner übrigens längst in der Realität von Bildungsbürgerhaushalten angekommen: „Das wird von sehr vielen für ganz normale Klaviermusik gehalten.“

    Natürlich zeigt Verena Keysers sich überzeugt davon, dass RBB Kultur einen Großteil der Stammhörer wird halten können. Die nächsten Ergebnisse der Mediaanalyse, die Aufschlüsse über die Reichweite der Sender und ihre Hörer-Quoten bringt, werden allerdings erst im Juli vorliegen. Bei den positiven Reaktionen auf die Reformen überwiegen übrigens jene Stimmen, die den neuen Wort-Schwerpunkt loben – und es konsequent finden, dass sich dadurch auch musikalisch der Horizont geweitet habe.

    Was aber antwortet Verena Keysers jenen Menschen, die ihr schreiben, dass sie ihre kulturelle Heimat verloren hätten? „Ich bitte sie, das Ungewohnt nicht reflexhaft abzulehnen, sondern sich erst einmal einzuhören und dem neuen Profil von RBB Kultur eine Chance zu geben.“ Mit anderen Worten: Macht euch mal locker!

    Interessant wäre im Zusammenhang mit dieser Wer-spielt-was-für-wen-Debatte folgendes Gedankenspiel: Was würde wohl passieren, wenn Radio Eins, der Sender „nur für Erwachsene“, der so stolz auf seinen anspruchsvolle Rock-Pop-Mix ist, von der RBB-Intendanz gebeten würde, aus Gründen der ästhetischen Barrierefreiheit regelmäßig auch Schlager von Helene Fischer und Andrea Berg zu spielen?

    #Allemagne #Berlin #radio #musique #culture #politique

  • Allgemeinverfügung rechtswidrig Shopping-Testpflicht in Brandenburg gekippt
    https://m.tagesspiegel.de/berlin/allgemeinverfuegung-rechtswidrig-shopping-testpflicht-in-brandenburg-gekippt/27053898.html

    31.03.2021, 15:38 Uhr, von Sabine Schicketanz - Das Potsdamer Verwaltungsgericht erklärt die Shopping-Testpflicht für unzulässig. Die Folgen daraus sind noch unklar. In Berlin ist die Pflicht am Mittwoch in Kraft getreten.

    Das Potsdamer Verwaltungsgericht hat die von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) mit einer Allgemeinverfügung erlassene Shopping-Testpflicht gekippt. Das bestätigte Gerichtssprecher Ruben Langer am Dienstag.

    Die Allgemeinverfügung erweise sich „nach summarischer Prüfung als rechtswidrig“, teilte das Gericht mit. Sie sei unter anderem „inhaltlich nicht hinreichend bestimmt“.

    Die gerichtliche Überprüfung hatte nach Informationen der Potsdamer Neuesten Nachrichten der Baumarkt Hornbach in einem Eilantrag angestrengt. Die Stadt Potsdam hatte angeordnet, dass ab vergangenen Samstag das Einkaufen im Einzelhandel und auch in Baumärkten nur mit Vorlage eines aktuellen negativen Corona-Schnelltests möglich ist.

    Davon nicht betroffen sind die Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte oder Drogerien und der Buchhandel, die auch im harten Lockdown geöffnet bleiben.

    Läden mit Testpflicht müssen wieder schließen

    Offen ist, welche Auswirkungen der Beschluss hat: Denn Potsdam hat nunmehr drei Tage hintereinander eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 aufgewiesen - damit muss die Stadt laut Landeseindämmungsverordnung die Notbremse ziehen und unter anderem die Geschäfte, für die es jetzt die Testpflicht gilt, wieder schließen.

    Allerdings sind die genauen Umstände und Vorgaben noch unklar, denn die Landesregierung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat am Dienstagnachmittag eine geänderte Corona-Eindämmungsverordnung vorgestellt. Baumärkte sollen weiter offen bleiben; was das dann für Potsdams Testpflicht und den Beschluss des Verwaltungsgerichts bedeutet, ist ebenso noch unklar.

    Aus dem Handel hatte es viel Kritik an der Testpflicht gegeben. Händler befürchten, dass der Test eine weitere Hürde für Kunden ist, die dazu führt, dass noch weniger Menschen vor Ort einkaufen gehen, solange die Läden geöffnet sind. Am Samstag, dem ersten Tag mit Shopping-Testpflicht, hatte es Engpässe bei den Teststellen und wenig Kundschaft in den Läden der Innenstadt gegeben.

    Der Hornbach-Baumarkt hat nach PNN-Informationen bereits am Samstag die Testpflicht nicht umgesetzt. Sanktionen gab es nicht, die Stadt hatte angekündigt, nur zur Testpflicht aufklären zu wollen.

    Potsdam ist mit der Shopping-Testpflicht nicht allein: Auch die Bundesländer Berlin, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern haben einen negativen Schnelltest zur Pflicht vor dem Einkaufen gemacht. Inwieweit das Potsdamer Urteil darauf Einfluss hat, ist derzeit offen.

    In Berlin gilt die Testpflicht seit Mittwoch. In allen Geschäften bis auf in denen des täglichen Bedarfs wie zum Beispiel Lebensmittelgeschäften, Apotheken oder Drogerien ist kein Test vorgeschrieben, in allen anderen schon.

    Der Test muss vom selben Tag sein – mit Ausnahme eines PCR-Tests, dieser darf maximal 24 Stunden zurückliegen. Dabei kann man auch eine Bescheinigung verwenden, die man nach einem Test am Arbeitsplatz oder einer der Berliner Teststellen bekommen hat, ob schriftlich oder elektronisch auf dem Smartphone.

    #Allemagne #civid-19 #surveillance #Orwell #1984 #iatrocratie

  • Zentrale Anlaufstelle für Corona-Tests der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
    https://test-to-go.berlin

    A #Berlin pour obtenir le droit de faire ses courses il faut se faire tester et enregistrer quotidiennement. Il est désrormais impossible de s’habiller et chausser sans identification et enrégistrement numérique.

    Pour le dire plus précisément : D’abord on oblige tout le le monde à se faire tester. Ensuite on oblige les malades à accepter la surveillance étroite par les autoritës compétentes. Impossible d"échapper à la surveillance totale.

    #Allemagne #Orwell #1984 #dystopie #iatrocratie

  • L’Espagne va exiger un test PCR négatif à sa frontière avec la France
    https://www.lemonde.fr/international/article/2021/03/27/face-au-rebond-du-rythme-des-contaminations-sur-son-sol-l-espagne-va-exiger-

    LEspagne va exiger un test PCR négatif à sa frontière avec la France. Destination de prédilection en plein Covid avec ses bars ouverts et son couvre-feu à 23 heures, Madrid est devenue un spot pour touristes français, tandis que ses habitants ont interdiction de quitter la région, ce qui exaspère les Espagnols.Jusqu’à la mi-mars, le nombre d’infections diminuait régulièrement en Espagne mais il a recommencé à progresser, le gouvernement faisant état de 7 586 nouveaux cas en vingt-quatre heures vendrediFace à la hausse du nombre d’arrivées depuis l’Hexagone et au rebond du rythme des contaminations sur le sol espagnol, l’Espagne va exiger des voyageurs arrivant de France par la route qu’ils présentent un test négatif au Covid-19 de moins de soixante-douze heures, a annoncé samedi 27 mars le ministère de la santé.Cette mesure, qui prendra effet mardi et s’appliquera aux personnes âgées de plus de 6 ans, intervient alors que l’Espagne intensifie les restrictions dans l’espoir d’éviter une augmentation des cas de contamination pendant la Semaine sainte, qui commence ce week-end.C’est la première fois qu’une telle exigence est imposée par l’Espagne à ceux qui franchissent cette frontière terrestre. Jusqu’à présent, cela n’avait été exigé que pour les arrivées par voie aérienne (aéroports) ou maritime (ports). A compter du 30 mars, cette obligation est étendue aux voyageurs entrant par la route depuis la France. Les enfants âgés de moins de 6 ans et les voyageurs en transit ne sont pas concernés par cette mesure, qui s’applique aux voyageurs, quels que soient leur nationalité et le motif de leur entrée en Espagne, venant d’un pays classé « à risque », c’est-à-dire enregistrant un taux d’incidence égal ou supérieur à 150 cas pour 100 000 habitants.
    Seules les personnes travaillant dans le transport routier et les travailleurs transfrontaliers seront exemptés, ainsi que les personnes qui vivent dans la zone frontalière à condition qu’elles restent dans un rayon de 30 kilomètres autour de leur domicile.Jusqu’à la mi-mars, le nombre d’infections diminuait régulièrement en Espagne mais il a recommencé à progresser, le gouvernement faisant état de 7 586 nouveaux cas en vingt-quatre heures vendredi, ce qui porte le nombre total de cas à près de 3,3 millions et les décès à plus de 75 000. En France, les cas quotidiens ont presque doublé depuis le début du mois. Le seuil des 200 000 nouveaux cas hebdomadaires a été franchi et plus de 94 000 personnes atteintes de Covid-19 sont mortes depuis le début de l’épidémie. Destination de prédilection en plein Covid avec ses bars ouverts et son couvre-feu à 23 heures, Madrid s’est convertie en refuge pour les touristes européens, notamment français, tandis que ses habitants ont interdiction de quitter la région.
    Cette différence de traitement exaspère les Espagnols, encore plus à l’approche de la Semaine sainte, une fête extrêmement populaire dans le pays et lors de laquelle les gens ont l’habitude de voyager pour se retrouver en famille. L’Allemagne a classé vendredi la France entière, y compris les territoires d’outre-mer, comme zone à « haut risque » d’infection au Covid-19, ce qui implique notamment des contrôles au moins aléatoires aux frontières, que la plupart des voyageurs en provenance de France observent une période de quarantaine à l’arrivée dans le pays et disposent d’un test négatif de moins de quarante-huit heures.

    #Covid-19#migrant#migration#france#espagne#allemagne#sante#frontiere#circulation#test#tourisme

  • Covid-19 : l’Allemagne durcit les conditions d’accès des Français sur son territoire
    https://www.lemonde.fr/international/article/2021/03/27/covid-19-l-allemagne-durcit-les-conditions-d-acces-des-francais-sur-son-terr

    Covid-19 : l’Allemagne durcit les conditions d’accès des Français sur son territoire. Le Royaume-Uni pourrait lui aussi rendre plus difficile le passage de ses frontières, alors que la Belgique, l’Espagne et l’Italie s’en tiennent à ce stade aux restrictions déjà en place. Se rendre en Allemagne depuis la France va devenir plus difficile. A partir de dimanche 28 mars, les voyageurs devront être munis d’un test négatif – PCR ou antigénique – de quarante-huit heures. Ils seront également soumis à une quarantaine de dix jours, qui pourra être levée au bout du cinquième en cas de présentation d’un second test négatif. Cette décision était attendue. Elle est la conséquence du classement de la France comme « zone à haut risque » par l’Institut de santé allemand Robert-Koch, annoncé vendredi 26 mars. A cette catégorie appartiennent les pays qui, pendant dix jours successifs, affichent un taux d’incidence supérieur à 200 cas pour 100 000 habitants. En France, vendredi, il était de 337 (120 en Allemagne). Jusqu’à présent, la France était considérée par l’Allemagne comme une simple « zone à risque ». Les conditions d’entrée outre-Rhin étaient donc moins drastiques : les voyageurs munis d’un test négatif à leur arrivée en Allemagne pouvaient être exemptés de quarantaine dans la plupart des Länder. Quant à ceux qui n’en avaient pas, ils pouvaient malgré tout entrer à condition de se mettre à l’isolement et de se faire tester dans les dix jours suivant leur arrivée si les autorités l’exigeaient. Ce qui, en pratique, était très rare. Concernant les frontaliers, la situation ne devrait pas fondamentalement changer, notamment pour les habitants de la Moselle, dont le département est déjà classé « zone à circulation du variant », depuis début mars, par l’Institut Robert-Koch. Les 16 000 travailleurs et les 2 000 élèves mosellans se rendant chaque jour en Allemagne doivent donc présenter un test de quarante-huit heures, soit en pratique deux ou trois par semaine. Pour les frontaliers venant des départements alsaciens, seuls deux tests négatifs par semaine devraient suffire, et ils pourraient être effectués côté allemand, ont expliqué, vendredi soir, les autorités du Land frontalier du Bade-Wurtemberg.Au Royaume-Uni, également, la pression monte très fortement sur le gouvernement Johnson pour qu’il durcisse encore les modalités de passage des frontières maritimes et aériennes avec la France. Pour les personnes arrivant dans le pays, résidents ou pas, la règle est déjà très contraignante : elles doivent disposer d’un test négatif et doivent s’isoler chez elles dix jours. Outre-Manche, l’épidémie a beaucoup reflué grâce au confinement en vigueur depuis la fin de décembre 2020 et à la campagne vaccinale (29 millions de personnes ont déjà reçu leur première dose). Mais les experts s’inquiètent du nombre de cas de variants brésilien et sud-africain en circulation dans l’Hexagone, et l’opposition travailliste réclame des mesures.Boris Johnson a laissé entendre, mercredi, que les contrôles aux frontières entre la France et le Royaume-Uni pourraient être renforcés « très bientôt ». Lors d’une audition devant la Chambre des communes, il a déclaré qu’il y avait un « équilibre à trouver » entre ces contrôles renforcés et les « ruptures » qu’ils occasionneraient.
    A en croire le quotidien Daily Telegraph, il pourrait être décidé, dès le week-end des 27 et 28 mars, de lever l’exception qui permettait jusqu’à présent aux chauffeurs routiers venant de France d’arriver au Royaume-Uni sans tests. Ils seraient très bientôt soumis à des tests obligatoires, en arrivant à Douvres.
    Il va aussi « falloir considérer » l’option de mettre la France sur la liste rouge, a ajouté M. Johnson. Les personnes arrivant au Royaume-Uni d’un pays placé sur cette liste rouge nationale doivent s’isoler dix jours dans un « hôtel quarantaine », et payer environ 1 750 livres sterling (plus de 2000 euros) pour ce séjour. Actuellement, la liste rouge comprend une trentaine de pays, dont le Chili, le Brésil ou l’Afrique du Sud.
    De leur côté, en revanche, la Belgique, l’Espagne et l’Italie ne prévoient pas, pour l’instant, de durcissement des règles concernant les arrivées depuis la France. Concernant l’Italie, les voyageurs arrivant de l’Hexagone doivent déjà présenter un test de maximum quarante-huit heures ; un antigénique suffit.L’Espagne, elle, exige des Français – comme du reste des Européens – un test PCR négatif de moins de soixante-douze heures s’ils arrivent par avion. En revanche, aucun test n’est requis pour ceux qui arrivent par route ou voie ferrée.Toutefois, la venue de Français désireux de profiter de l’ouverture des restaurants et des bars, des théâtres et du couvre-feu à 23 heures, provoque une controverse à Madrid, où le parti de la gauche alternative Mas Madrid a demandé à la présidente de la région, la conservatrice Isabel Diaz Ayuso, qu’elle « cesse de dérouler le tapis rouge aux hordes de Français qui viennent se saouler ».Concernant la Belgique, les règles sont plus drastiques concernant les zones dites « rouges », dont la France fait d’ores et déjà partie. Les personnes arrivant de ces zones sont en effet soumises à une quarantaine de dix jours, qui peut être réduite à sept en cas de test négatif au bout du septième jour. Pour les non-résidents, un test négatif doit avoir été effectué au maximum soixante-douze heures avant leur arrivée. S’agissant des résidents, le test peut être fait à leur arrivée. Ces dispositions ne concernent toutefois pas les frontaliers, pour lesquels ni test ni quarantaine ne sont obligatoires.

    #Covid-19#migrant#migration#france#allemagne#belgique#grandebretagne#espagne#italie#sante#test#frontiere#circulation

  • Sea_Terra

    Die SeaTerra GmbH hat über mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung im Bereich der Kampfmittelsondierung, Räumung und Sprengung zu Wasser und zu Land. Wir setzen für unsere Arbeit hochpräzise und empfindliche Sensorik in Kombination mit modernen Positionierungssystemen ein, die weltweit einzigartig sind. Die SeaTerra verfügt über Sondier- und Räumschiffe und eigene Unterwasserrobotik (#ROV).

    Kampfmittelsondierung und Kampfmittelräumung ist Vertrauenssache. Rund 60 Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Disziplinen und Fachrichtungen von Geophysik, über Geologe, Sedimentologen, Feuerwerker, Taucher, Ingenieure bis Archäologen jeden Tag die hohen/höchsten/strengsten Ansprüche, die unsere Kunden und wir uns selbst gesetzt haben.

    SeaTerra GmbH verfügt über eine eigene Entwicklungsabteilung, die stetig neue Verfahren und Technologien ermöglicht, um im Rahmen von Kundenprojekten effizient und kostengünstig ans Ziel zu gelangen.

    https://seaterra.de

    #dépollution #Allemagne #GEKA #explosifs #WWI #WWII #première_guerre_mondiale #deuxième_guerre_mondiale #seconde_guerre_mondiale #déminage #bombes #dépollution_pyrotechnique #explosifs

    –-> vu dans le film documentaire

    #Déchets de guerre : des explosifs enfouis en héritage

    À chaque fois que des projets de construction de grande envergure (parcs éoliens, pose de câbles ou approfondissement de voies navigables) sont prévus dans les mers, les canaux ou les embouchures européens, Dieter Guldin et son équipe entrent en jeu. La raison est simple : plus d’un million et demi de tonnes de #matériel_militaire datant des guerres mondiales repose au fond de la #mer_du_Nord et de la #mer_Baltique.

    https://www.arte.tv/fr/videos/093707-011-A/arte-regards-dechets-de-guerre-des-explosifs-enfouis-en-heritage
    #guerre #mers

  • 25.03.2021: Ohrfeigen zum Mittagsschlaf (Tageszeitung junge Welt)
    https://www.jungewelt.de/artikel/399330.literatur-ohrfeigen-zum-mittagsschlaf.html

    25.03.2021, von Jürgen Heiser - Wie Anja Röhls »Das Elend der Verschickungskinder« mein eigenes verschüttetes Trauma ans Licht holte

    Es ist eine Binsenweisheit, dass Veränderungen nur durchsetzt, wer selbst quälende gesellschaftliche Verhältnisse erleidet. Sind die Betroffenen jedoch Kinder, kann es dauern. Oft können sie selbst erst als Erwachsene aktiv werden, wenn sie gelernt haben, wie das geht: Sich wehren, Widerstand leisten. Brennend aktuelles Beispiel ist das hundertausendfache Elend der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch kriminelle Täter der Amtskirchen und die Duldung und Vertuschung durch ihre Oberen.

    Das »Elend der Verschickungskinder« in der BRD, von dem jetzt das gleichnamige Buch von Anja Röhl berichtet, war lange Zeit als individualisiertes Leiden verschüttet. Viel zu lange, wie auch der Autor dieser Buchbesprechung bestätigen kann, der selbst im Alter von neun Jahren »Erholungskind« war, wie das im Rheinland der 1960er Jahre hieß. Der Vater, Straßenbahnfahrer bei der Düsseldorfer Rheinbahn, war glücklich, seinen Jüngsten über das Sozialprogramm seiner Firma sechs Wochen ins Allgäu schicken zu können. »Damit unser Kleiner endlich mal essen lernt und zunimmt«, hofften die Eltern. Doch nach der sechswöchigen »Erholung« fiel ihnen am Bahnhof ein schluchzendes Kind in die Arme.

    Was war nur passiert mit ihrem Kind in der Obhut der katholischen Schwestern des »Kinderkurheims Maria Theresia« in Kaufbeuren? Entsetzt erfuhren die Eltern, dass dort Essensentzug als Strafe verhängt wurde und tagtäglich ein zweistündiger Bettzwang zur Mittagszeit mit Ohrfeigen durchgesetzt wurde. Normale kindliche Regungen der Neun- bis Zwölfjährigen empfanden die Schwestern als »ungezogenes Benehmen« und ahndeten es oft mit urplötzlichen Züchtigungen. Angst war das Alltagsbrot unter der Obhut dieser sadistischen Truppe von Gottes Gnaden.

    Was die Kinder nach Hause schrieben, wurde zensiert. »Du willst doch auch, dass Mama und Papa nur Schönes zu lesen bekommen, oder?« Also wurde die Ansichtskarte unter Aufsicht neu geschrieben. Reiner Psychoterror. Für viele Kinder waren die Trennung von der Familie und das Ausgeliefertsein in fremder Umgebung der erste wirkliche Schock ihres Lebens.

    Von solchen Vorkommnissen berichtet die Sonderpädagogin und Journalistin Anja Röhl in ihrem Buch zu Hauf. Das Leiden betraf, so die Autorin, »mindestens acht bis zwölf Millionen Kinder«, die »in den 1950er bis 1990er Jahren Erholungs- und Kuraufenthalte in Kinderheimen und Kinderheilstätten« der BRD verbrachten. Seit Röhl, die selbst »Verschickungskind« war, das Problem in die Öffentlichkeit brachte, fassten viele Menschen Mut und trugen »Tausende von Erinnerungen« an »ein ganzes System von Gewalt und Erniedrigung« zusammen, wie es im Buch heißt.

    Die Autorin schildert, wie die »Verschickungskinder« erst erkennen mussten, dass sie nicht allein waren. So wie es auch dem Verfasser erging, dem die Buchbesprechung unverhofft zum Selbstzeugnis wurde. Da schrieb plötzlich das Kind aus dem Rheinland mit, das hoffte, zur »Erholung« im Allgäu auch endlich in so ein »tolles Ferienlager« zu reisen, wie es ihm seine beneidenswerten DDR-Freunde von ihren Pionier- und FDJ-Ferienlagern erzählten, wenn er jährlich einige Wochen bei der Familie seiner Mutter nahe Karl-Marx-Stadt verbrachte. Der Traum vom Abenteuer im Ferienlager verwandelte sich jedoch in den Alptraum eines Straflagers.

    So zeigte sich dem Rezensenten, dass dieses Buch ein Glück für alle ist, die noch ähnliche verschüttete Erfahrungen ans Licht zu holen haben. Röhls Grundlagenwerk steht für den Beginn einer Auseinandersetzung mit einem verschwiegenen Stück Elend der Kinder der Westrepublik. Es analysiert anhand der Betroffenenberichte den bislang von der Wissenschaft ignorierten Forschungsgegenstand, geht bis in die »Kinderheilkunde« des Nazifaschismus zurück und belegt, dass sich in den BRD-Kinderkurheimen das Unheil der »strafenden Pädagogik« der »NS-Schwesternschaft« fortsetzte. Es untersucht auch das lukra­tive Geschäftsmodell »Kinderkuren«. Aber es macht vor allem Mut, weil es davon zeugt, wie die früheren »Verschickungskinder« das individuelle Unglück heute in ein kollektives Erkenntnisprojekt verwandeln, um sich von diesem Trauma zu befreien.

    Anja Röhl: Das Elend der Verschickungskinder. Psychosozial-Verlag, Gießen 2021, 305 Seiten, 29,90 Euro

    Verein Aufarbeitung und Erforschung von Kinderverschickung e. V.: https://verschickungsheime.de/wissenschaft-und-forschung

    #Allemagne #pédagogie #nazis #colonies_de_vacances