Ein Blick zurück in Zeiten, in den die Bundesagentur für Arbeit von Reserveoffizieren gekapert wurde – das Erbe aus der jüngsten Vergangenheit
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L’administration fédérale pour chômeurs (Bundesagentur für Arbeit) est un exemple d’inefficacité radicale. On a identifié l’origine de la situation : depuis 2010 un groupe d’anciens officiers de la Bundeswehr a pris le contrôle de l’institution et y a introduit des chaînes de commande militaire. Le résultat est digne d’un roman picaresque et frôle l’absurdité des aventures du brave soldat Švejk .
Le document référencé contient une analyse détaillée des résultats de la numérisation « réussie » de l’administration. Voici un extrait qui ne décrit que la préhistoire .
Vielleicht ein Grund der Ineffizienz und vielleicht die Hoffnung, dass es besser werden kann: Die langjährige innige Beziehung der Bundesagentur für Arbeit zur Bundeswehr und deren Führungsprinzip »Führen durch Auftrag«
Im Zuge des Umbaus der Bundesagentur für Arbeit hatte der Reserveoffizier Frank-Jürgen Weise1 hohe Positionen der Arbeitsagentur mit ehemaligen Offizieren der Bundeswehr besetzt (z.B. Ralf Holzwart, hat den Job als Leiter der Regionaldirektion Bayern der BA als Quereinsteiger 2010 bei einer Reservistenübung von Frank-Jürgen Weise angeboten bekommen, Hans-Christian Witthauer, bis 2008 aktiver Offizier der Bundeswehr, wurde von Weise als Leiter der Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit eingesetzt. Gleichzeitig wurde ihm die Aufgabe der Leitung der zentralen Abteilung Personal der Bundesagentur für Arbeit übertragen).
Die Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit kooperiert eng mit der Führungsakademie der Bundeswehr. Auf die Frage » Was können Ex-Offiziere besser als Ungediente?«, antwortete Frank-Jürgen Weise:
Nicht, dass sich diese Qualitäten nicht auch bei Ungedienten fänden. Aber klar ist: Offiziere kennen sich mit komplexen Organisationen gut aus, beherrschen die Auftragstechnik und können mit Rückschlägen gut umgehen. (in: WirtschaftsWoche 4.7.2013)
Auf die Frage » Und wie übertragen Sie Ihre Erfahrungen, die Sie als Offizier gesammelt haben, auf die Organisation der Bundesagentur? «, lautete die Antwort:
Nehmen wir den Führungskompass – ein Leitfaden für die Führungskräfte unserer Organisation: Darin finden sie Formulierungen und Inhalte, die an den Führungsstil der Bundeswehr angelehnt sind –
beispielsweise in angepasster Form das Modell Führen mit Auftrag......das vorherrschende Führungskonzept in der Bundeswehr...
..bei dem der Vorgesetzte keinen sturen Befehl gibt, sondern einen Auftrag. Das heißt, er gibt zwar das Ziel vor, der Soldat entscheidet aber, wie der Weg dorthin aussieht.
Diese Methodik mit Aufträgen und Zielvereinbarungen von oben – ohne Produktverantwortung (die Art der Durchführung eines Auftrags ist ein Produkt) – zu steuern, scheiterte und setzt Mitarbeitende unter Druck.
Resultat des Führungskonzepts war ein desaströses Betriebsklima bei der Bundesagentur für Arbeit. Das Ergebnis einer Befragung der Führungskräfte nach Weises Weggang fasste dessen Nachfolger, Detlef Schlee in folgenden Worten zusammen: »Die Befragung ist eher schlecht ausgefallen. Das muss man sagen. Auch mit Noten zwischen fünf und sechs. Das entspricht einem blauen Brief und die Versetzung ist gefährdet«. Im detaillierten Bericht des Handelsblattes
(▻https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundesagentur-fuer-arbeit-befragung-offenbart-desastroeses-
betriebsklima/20620814.html) vom 22.11.2017 hieß es:
Bei der Befragung im vergangenen Sommer hatten viele der rund 3000 befragten Führungskräfte den
Führungsstil des BA-Vorstands teils scharf gerügt. Das geht aus einer Videobotschaft von BA-Chef Scheele an die Mitarbeiter hervor, die der dpa vorliegt. Nach Einschätzung der Beschäftigten fehlt es in der
Bundesagentur an „Wertschätzung, Kommunikation und Zusammenarbeit“. Mitarbeiter in der Nürnberger
Bundesbehörde beklagten zudem eine „Kultur des Misstrauens“. Es gebe zu viele Hochglanzbroschüren, die gelebte Wirklichkeit sehe aber ganz anders aus.
Von 2004 bis 2017 wirkte Frank-Jürgen Weise als Vorstandsvorsitzender der BA und besetzte wichtige Führungspositionen mit ehemaligen Offizieren der Bundeswehr ohne Stellenausschreibungen (Dieses Recht ließ er sich vertraglich bestätigen). Mittlerweile sind 8 Jahre nach Weises Weggang vergangen und die BA bemüht sich seitdem, eine moderne Unternehmenskultur zu etablieren. Auch das IT-Systemhaus war nur in der Außendarstellung ein moderner Software-Entwickler und vollzieht derzeit einen tiefen Umbruch.
Kaum jemand würde heute die Bundeswehr als Institution nennen, wenn es um Effizienz und Effektivität geht. Der Import des Führungsmodells der Bundeswehr könnte eine Mitursache für die Ineffizienz und Ineffektivität der Bundesagentur für Arbeit nicht nur bei der Digitalisierung sein.
▻https://www.cicero.de/wirtschaft/ein-offizier-fur-nurnberg/37348 : Ein Offizier für Nürnberg: Frank-Jürgen Weise ist seit zwei Jahren Chef der Bundesagentur für Arbeit. Mit dem Bundeswehrkonzept der inneren Führung, „Motivation durch Überzeugung“, will der Kompaniechef a.D. die schwerfällige Behörde zu einer effizienten Eingreiftruppe machen.
Frank-Jürgen Weise „Mit Basisdemokratie hat man keinen Erfolg“, Interview in der Wirtschaftswoche vom 4.7.2013
