• Eine deutsche Spezialität : - Erfolgreiche Diffusion
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     »Antideutsch« – nämlich gegen das neue, vergrößerte Deutschland gerichtet – zu sein war damals noch Konsens unter deutschen Linken (Demonstration gegen die »Wiedervereinigung« , Frankfurt am Main, 12.5.1990)

    Les "Antideutsche", un courant autonome de la gauche allemande, a été transformé dans une sorte de cinquième colonne de Washington et Tel Aviv. Depuis bientôt trente ans cette bande de s’affaire à détruire toute tentative de créer un alliance de gauche contre leur le défenseur de la démocratie (les États Unis) et le bastion contre la dictature (l’état d"Israël) au proche orient. Ils ne sont pas très nombreux mais leur voix est très forte. Voici leur histoire.

    11.4.2024 von Gerhard Hanloser - Ein kritischer Impuls gegen »Großdeutschland« wird zum Material deutscher Staatsräson. Unterwegs wird der Krieg als Zivilisationsbringer entdeckt. Über Antideutsche

    Als 1989/90 die DDR unterging, geriet die bundesrepublikanische Linke ins Schlingern. Das unter Federführung von Bundeskanzler Helmut Kohl schlagartig größer gewordene Deutschland stellte eine Bedrohung dar, nicht nur für andere Länder, nicht nur für alles, was als »undeutsch« erachtet werden konnte, sondern eben auch für die Linke selbst. In den frühen 1990er Jahren war nicht zuletzt deshalb eine sich selbst als »antideutsch« definierende Stimmung und Haltung in der radikalen Linken weitverbreitet. Die Anfangsparole »Nie wieder Deutschland!« schien nicht nur berechtigt angesichts einer Explosion von Alltagsrassismus, die der deutschen Wiedervereinigung auf den Fuß folgte. Die Pogrome von Rostock und Hoyerswerda, die sprunghafte Zunahme antisemitischer Friedhofsschändungen und ein Erwachen neuer Großmachtbestrebungen zeigten, dass die Alarm schlagende Deutschland-Kritik zur Wiedervereinigung, die im Ausland zu vernehmen war und von relevanten Teilen der Linken geteilt wurde, prophetisch war.
    Nie wieder Deutschland!

    Wer sich nicht auf der großen Frankfurter Demonstration am 12. Mai 1990 unter der Parole »Nie wieder Deutschland! Demon­stration gegen deutschen Nationalismus, gegen die Kolonialisierung Osteuropas und gegen die Annexion der DDR« einfand, zu der nicht nur der Frankfurter Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD, sondern auch die Hamburger und Münsteraner Grüne Alternative Liste, die Kölner Nicaragua-Koordination, die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands und der Duisburger Antiimperialistische Kongress aufgerufen hatten, war vielleicht, wie der Autor, zu Hause geblieben und etwa dem Aufruf der Antifagruppe Freiburg, des Bundes Westdeutscher Kommunisten, des ­Motorradclubs Kuhle Wampe und des U-AStA gefolgt und fand sich am Dienstag, dem 30. Januar 1990 am Bertoldsbrunnen unter der Parole »Nie wieder Großdeutschland« ein. Oder er suchte am 1. Dezember in aller Kälte den Platz vor dem Kaufhaus Schneider in Freiburg auf, um zu konstatieren: »Das neue Deutschland ist wieder eine souveräne Großmacht. In den Zwei-plus-vier-Gesprächen und dem KSZE-Treffen wurde dem (anscheinend) vorbehaltlos zugestimmt. Es werden der deutsche Faschismus, der Zweite Weltkrieg und seine Folgen zu den Akten gelegt. Damit wird die nie ernsthaft in Angriff genommene Auseinandersetzung mit der Geschichte Deutschlands endgültig verneint. Das ist der fruchtbare Boden für die Offensive von deutschem Nationalismus und Rassismus.«

    Die Antworten auf solche Befunde atmeten den Geist der Subversion und des linken Radikalismus: »Wahlboykott, Streik, Demos, alltägliche Verweigerung sind wichtige Negationen des Bestehenden. Ebenso muss die Verwirklichung der Utopie einer befreiten Gesellschaft versucht werden. Es ist alles dranzusetzen, dass eine radikale außerparlamentarische Opposition, ein Widerstand von unten gegen das kapitalistische System Konturen annimmt (…) Widerstand ist die Verweigerung, die Sabotage. Widerstand ist Häuserbesetzen, verstopfte stinkende Straßen zu blockieren, sich die Plätze und Dinge selbstbestimmt anzueignen. Widerstand ist menschliche Wärme, das Zerbrechen der Vereinzelung. Widerstand ist Solidarität mit denen von uns, die sie in die Knäste stecken, ist Solidarität überhaupt.«

    Die Sprache und die aufrufenden Gruppennamen verraten es: Nahezu das gesamte radikal linke Milieu – auch das antiimperialistische – war »gegen Großdeutschland« und fürchtete ein neues »viertes Reich«.

    In den frühen 1990er Jahren war die antideutsche Kritik also noch eine Form radikalisierter linker Politik angesichts einer sie überrollenden historischen Entwicklung. Demnach spitzte die antideutsche Linke in ihrem Bedürfnis, die Wiedervereinigung als offizielles Staatsprojekt abzulehnen, die im linken Milieu stets eingeübte Subversionspraxis und Haltung radikaler Kritik am Bestehenden lediglich auf Deutschland und die neue Situation zu. Doch in den darauffolgenden zehn, 20 und 30 Jahren gab es eine so rasche und schnelle Entmischung und Neuzusammensetzung dieser Linken, eine Verabschiedung alter gemeinsamer Standpunkte und Konsenspositionen, wie man es in dem Umbruchmoment 1989/90 und den noch im Zeichen des Linksaktivismus stehenden Jahren danach nicht für möglich gehalten hätte.
    Kriegsunterstützer

    Zwischenzeitlich trommelten Intellektuelle aus der Linken für den Golfkrieg 1991. So verkündete der Anfang 2020 verstorbene Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza anlässlich des US-Kriegs gegen Saddam Hussein, »dass hier einmal aus falschen Gründen und mit falschen Begründungen das Richtige getan zu werden scheint«. Krieg sei notwendig zum Schutz Israels. »Nie wieder Krieg« und »Nie wieder Auschwitz« sollte nicht mehr länger untrennbar sein. »Es kann schlimmere Übel geben als den Krieg«, darin waren sich plötzlich linke Staatskritiker und liberale Staatsphilosophen wie Jürgen Habermas einig. Als aber schließlich angesichts der jugoslawischen Zerfallskriege und des ersten deutschen Angriffskrieges nach 1945 aus dem Mund des ersten grünen Außenministers Joseph Fischer ähnliche Kriegsbegründungen zu vernehmen waren wie während des Golfkriegs von den israelsolidarischen linken Bellizisten, war die große Unüberschaubarkeit ausgebrochen. Gelang es der linken Monatszeitschrift Konkret 1991 nicht, ihre Leserschaft von der angeblichen Richtigkeit des damaligen Krieges zu überzeugen, wie die Flut empörter Leserbriefe und Abonnementkündigungen zeigte, so vollbrachte Joseph Fischer diese Meisterleistung in bezug auf seine Partei auf einem außerordentlichen Parteitag in Bielefeld 1999: das Einschwören einer ursprünglich pazifistischen Parteibasis auf einen NATO-Krieg, der noch dazu nicht vom Völkerrecht gedeckt war.

    In der Diskursfigur »Krieg ist besser als Auschwitz« formierte sich eine prowestliche Front, deren Kennzeichen ein antifaschistisch begründeter Bellizismus und die Unterstützung für Israel waren. Später sprachen sich Antideutsche gemäß dieser Logik für den »War on Terror« in der Folge von »Nine Eleven« sowie für den Krieg gegen den Irak im Jahr 2003 aus. So etwa auch in der traditionsreichen Zeitschrift Blätter des Informationszentrums 3. Welt (heute iz3w) aus Freiburg, die in dieser Zeit sehr stark von Redakteuren geprägt war, die sich am antideutschen Diskurs orientierten. Die iz3w-Reaktion meinte: Gelogen werde in Zeiten des Krieges doch immer, was solle die Aufregung, schließlich sei der Diktator Saddam Hussein entmachtet, darüber soll man sich freuen und dies den »Demokraten Blair und Bush« danken. Verdruckste Kriegsapologetik wurde auch in einer unter Gesprächsleitung von Jörg Später stehenden iz3w-Diskussion artikuliert, in der ein anderer Redakteur das redaktionelle Lavieren im Nonsensbekenntnis »Die USA wollen das (partiell) Richtige, aber aus den falschen Gründen und mit den falschen Mitteln« zusammenfasste und damit Gremlizas Bekenntnis von 1991 nachäffte.

    Besonders pittoresk und der antideutschen Ideologieprägung der Redaktion geschuldet war jedoch, dass die Golfkriegsrechtfertigung als Aktualisierung der Kritischen Theorie verkauft wurde. Wer sich nämlich den Fakten, also den Kriegslügen der USA widme, der sei in das »Elend des Positivismus« verstrickt. Es gelte statt dessen, das »Ganze als das Unwahre« – wie Adorno aus der »Minimal Moralia« zitiert wurde – zu erkennen, und da wären doch ein paar gefälschte Fakten nicht weiter der Rede wert. Diese Haltung transportiere die »Vorzüge der kritischen Vernunft«, hieß es bei iz3w, deren Redaktion bis heute von solch prowestlichen Stimmen beherrscht wird.

    jW-Shop, Siegert: Marx geht um

    War dieser unumwunden positive Bezug auf die mit Lügen begründete imperialistische Politik der USA und deren kriegerische Aggression also die gebotene Überwindung des alten »Antiimperialismus«, die die Linke den Antideutschen zu verdanken habe, wie so manch einer heute noch meint? Anhand dieser Episode zeigt sich jedenfalls, wie Theorie zur Mode verfiel, wie kritische Begriffe zu reinen Spielmarken derer verkamen, die mit dem Repertoire der Kritischen Theorie bloß kokettierten.
    Sympathien für rechts

    Dieser antideutsche Bellizismus hatte seinen Scheitelpunkt 2003 sicherlich erreicht. In den vergangenen Jahren hat sich die Selbstbezeichnung »antideutsch« verflüchtigt. Nicht jedoch der Zuschnitt der antideutschen Agenda, die in herrschende ideologische Kanäle diffundiert ist. Für die meisten Antideutschen war der klassische Linke das Objekt, an dem sie sich abarbeiteten; längst war man darin eingespielt, Linken vorzuhalten, sie seien antisemitisch, völkisch, nationalistisch und antiamerikanisch. In diesem Urteil – besonders, was Antiamerikanismus und Antisemitismus anging – traf sich der Antideutsche mit dem Rechten, der in Springers Welt oder mit Joachim Fest von der FAZ schon länger den linken Antiimperialisten als neuen Nazi erkannt hatte. Damit lag ein markanter Wechsel in der Bündnispolitik auf der Hand. Konservative und offen antilinke Publizisten und Wortführer, Medien wie politische Kräfte schienen einem Teil der »Antideutschen« als akzeptabel: Henryk M. ­Broder und die Freiburger Initiative Sozialistisches Forum (ISF), die sich als »Linkskommunisten« bezeichneten, gemeinsam gegen angebliche linke Antisemiten. Querfront?

    Ein jüngerer Tiefpunkt dieser Entwicklung war der auch in den Medien rezipierte Szenestreit um den Bahamas-Autor Thomas Maul, der die AfD am 9. Mai 2018 nach einer Rede des Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland anlässlich des 70jährigen Bestehens des israelischen Staates als »einzige Stimme der Restvernunft im Bundestag« lobte. Mit der AfD also für Israel und gegen Antisemitismus. Genau dieser Teil der Antideutschen befleißigt sich einer »Islamkritik«, der auch rassistische Invektiven nicht fremd sind. So haben einige Antideutsche also durchaus Verständnis für die AfD, wenn die Partei Israel bedingungslos unterstützt, und auch für die »Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes« (PEGIDA), wenn sich bei deren Kundgebungen eine »Islamkritik« artikuliert. Im Visier steht hier wie dort: die muslimische und arabische Bedrohung.

    Der »Sommer der Migration« 2015 war für einen Teil des vormalig antideutschen Milieus ein Scheidepunkt. Die Entscheidung fiel zugunsten des Staates aus. Aus traditionell israelfeindlich eingestellten Ländern, so beschwor man, rückten antisemitische Migranten auf Deutschland zu. Diesem Ausnahmezustand war in den Augen der ideologisch aufgerüsteten ehemaligen Linken nur mittels Flüchtlingsabwehr als praktischem Antiantisemitismus zu begegnen. Der Betrug solcher Antideutschen erweist sich nicht zuletzt in dieser rabiat deutsch-souveränistischen Selbstpositionierung.
    Durchlauferhitzer

    Nun mag man im Falle der Bahamas tatsächlich abwinken. Doch diese schrille Berliner Zeitschrift muss als Durchlauferhitzer angesehen werden für eine ganze Menge Publizisten und Wissenschaftler, die auf ihrem individuellen Marsch durch die Institutionen inzwischen angekommen sind und so auf lange Sicht vermochten, antideutsche oder besser: antilinke Allgemeinplätze im publizistischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Feld zu verankern. Stephan Grigat, Matthias Küntzel, Samuel Salzborn, Jan Gerber sind nur einige Namen, die hier zu nennen wären.

    Ging es den Marschierern durch die Institutionen in den 1970ern um eine Verbreitung linker, tendenziell auf Gleichheit abstellender Inhalte in Universitäten, Schulen und Sozialarbeit, so wirken die antideutschen Interventionen auf diesen Feldern als Kampfansage an soziale Gleichheitsvorstellungen, an Antirassismus und die Linke allgemein. Der Antisemitismusvorwurf an die Opposition von links ist hierbei das beliebteste Disziplinierungs- und Skandalmittel. Gekoppelt wurde dieser Vorwurf nicht grundlos mit der Behauptung, die Partei Die Linke demonstriere in ihrer Haltung zu Israel ihre Unfähigkeit, mit anderen Parteien zu koalieren. Der ehemalige Bahamas-Autor Samuel Salzborn und der Jungle World-Autor Sebastian Voigt lancierten einen demagogischen, wissenschaftlich kaum haltbaren, aber in der Öffentlichkeit um so wirksameren Artikel, worin ein angeblich hegemonial werdender Antisemitismus innerhalb der Partei diagnostiziert wurde. Der Beitrag, in Teilen als Vorabdruck in der Frankfurter Rundschau erschienen, sorgte für eine aufgeregte Debatte und führte sogar dazu, dass im Bundestag eine aktuelle Stunde zum »Antisemitismus der Partei Die Linke« abgehalten wurde.

    Samuel Salzborn, der von 2012 bis 2017 Professor für Grundlagen der Sozialwissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen war, formuliert in einem anderen Kontext: »Die linken Organisationen, die heute Antisemitismus und Israel-Hass verbreiten, verfolgen nach wie vor das völkische Weltbild des Antiimperialismus, das von ethnisch-kulturellen Homogenitätsvorstellungen geprägt ist: als Glaube an ethnische Kollektive, die nur in ihrer völkischen Homogenität und als einheitliche Kultur wahrgenommen werden – und nicht in ihren Widersprüchen und Abweichungen. Der Antiimperialismus, der sich primär gegen Amerika und Israel richtet, stellt die Rahmenideologie dar, deren integraler Bestandteil der Antisemitismus, vor allem in Form des Antizionismus ist. Der antiisraelische Antizionismus im Gewand antiimperialistischer Ressentiments fungiert dabei – zusammen mit dem Antiamerikanismus – als zentrales ideologisches Element des Linksextremismus.« Das mag für einen Unkundigen oder einen Staatsschützer einleuchtend klingen, allein: Welche linken Organisationen sind gemeint, von welcher Verkörperung des »Linksextremismus« ist die Rede?

    Ein Schlüsseltext zur Denunziation der antiimperialistischen Linken als antisemitisch stammt (wie die ISF mit ihrem Ça-ira-Verlag ebenfalls aus Freiburg) von Thomas Haury. In dem aus den frühen 1990er Jahren verfassten Artikel macht Haury vor dem Hintergrund einer äußerst schmalen Quellenbasis eine »Logik des bundesrepublikanischen Antiimperialismus« aus, die »strukturell antisemitisch« sei. Dieses Verdikt hat sich mittlerweile zu einem ungeprüften Vorurteil entwickelt. Verspricht es den einen die politisch korrekte moralische Haltung, so ist es anderen ein interessengeleitetes Geschäft.

    Wer sich für das Schicksal der Palästinenser einsetzt, wer aus internationalistischen beziehungsweise antiimperialistischen Motiven Kritik an Israels Besatzungspolitik übt, dem kann, dem wird nicht selten kurzerhand »Antisemitismus« unterstellt. Mit Mena-Watch, einer Ende 2011 in Wien ins Leben gerufenen proisraelischen Medienbeobachtungsstelle, oder den Ruhrbaronen, einem einflussreichen rechtsliberalen Blog, finden sich passende Plattformen, denen keine Anklage zu konstruiert, kein Antisemitismusvorwurf zu abwegig erscheint, in ihren ideologischen Filterblasen und Echokammern jedwede Kritik an der israelischen Politik auszuschließen.

    Ein wichtiger Protagonist ist in diesem Zusammenhang der Publizist und Buchhändler Alexander Feuerherdt, der seit 2006 den Blog Lizas Welt unterhält und neben Fußballthemen vor allem proisraelische Kommentare zum Nahostkonflikt verfasst. Er schreibt für die Jüdische Allgemeine, den Tagesspiegel und gehört zu den regelmäßigen Beiträgern für Henryk M. Broders rechten Blog Achse des Guten. Außerdem war er bis zum Ukraine-Krieg polemisch zuspitzender Autor zu Israel und Nahostfragen für Konkret. Was die politische Kampagne »Boycott, Divestment and Sanctions« (BDS) angeht, erklärte er dort, dass die sich »nicht ›nur‹ gegen die israelische ›Besatzung‹ richtet, sondern dass das, was früher ›Kauft nicht beim Juden!‹ hieß, heute de facto zur Parole ›Kauft nicht beim Judenstaat!‹ mutiert ist«.
    Zur Staatsräson geronnen

    Diese Sichtweise ist inzwischen offiziös geworden: Felix Klein, der Bundesbeauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus legt fest: Die »BDS-Bewegung ist in ihren Handlungen und Zielen antisemitisch«. Mit dieser Bestimmung gerät der ehemalige Diplomat allerdings in Widerspruch zu aktuellen Forschungsergebnissen. Viele Historiker und Politologen verweisen auf den menschenrechtlich motivierten Zuschnitt der gewaltfrei agierenden BDS-Kampage. So schreibt der Antisemitismusforscher Moshe Zimmermann, mit der ideologischen Kategorie des »israelbezogenen Antisemitismus« gerieten BDS »oder die BDS-nahen Kritikerinnen der israelischen Politik in den Mittelpunkt des neuen Antisemitismusstreits, parallel zur Marginalisierung des ›klassischen Antisemitismus‹ im rechtskonservativen Lager«. Und auch der Historiker Gerd Koenen urteilt, es handele sich bei BDS um eine »aus linker oder liberaler Ethik gespeiste internationale Solidaritäts- und Boykottbewegung gegen die israelische Besatzungspolitik«. Etliche namhafte jüdische und israelische Wissenschaftler, von denen viele in den Bereichen jüdische Geschichte und Antisemitismus forschen, appellierten an die deutschen Parteien, über BDS zu diskutieren, »eine kategorische Delegitimierung solcher gewaltfreien Mittel ist falsch und kontraproduktiv«.

    Seit dem 7. Oktober, dem Angriff von bewaffneten Hamas-Einheiten aus Gaza und den sich anschließenden Massakern an israelischen Zivilistinnen und Zivilisten, hantiert die große Medien- und Politikkoalition noch leichtfertiger mit dem Antisemitismusvorwurf. In den entsprechenden Diskursen steht wohlfeile Moral gegen reale Interessen, gegen Begriff und Vernunft, um einen beständigen Verdacht zu artikulieren. Denkfaulheit und eine falsche Identifizierung der Juden mit Israel und einer Kritik an Israel mit Antisemitismus fallen so mit der »Staatsräson« Deutschlands zusammen.
    Immer schon Mainstream

    Die Antideutschen mögen als »Antideutsche« verschwunden sein. Doch bereits als wahrnehmbare Szene waren sie »Mainstream im sektenhaften Gewand«. Mittlerweile gehören Teile ihrer Positionen zur deutschen »Staatsräson«. Sie sind kein vergessenes Randphänomen, vielmehr aktueller Ausdruck des »Elends der deutschen Zustände«, die sich durch militaristisches Denken, prowestlichen Konformismus, Verachtung der linken Geschichte von Internationalismus und Antiimperialismus auszeichnen. Aus mannigfaltigen Gründen bedienen sie die offizielle deutsche »Staatsräson«, Israel bedingungslos zu unterstützen. Kritisch ist daran nichts mehr; eine antideutsche Haltung im positiv-emphatischen Sinne von Unangepasstheit, Nonkonformismus und Antistaatlichkeit kann in dieser Haltung schon lange nicht mehr ausgemacht werden.

    Gerhard Hanloser ist Herausgeber des 2004 im Unrast-Verlag erschienenen Sammelbands »Sie war’n die Antideutschesten der deutschen Linken«. 2019 veröffentlichte er die Bilanz »Die andere Querfront. Skizzen des antideutschen Betrugs«.

    #Allemagne #philosemitisme #sionisme #impérialisme #politique #gauche #Antideutsche

  • Topics in Neukölln: Warum ein Buchladen israelischer Betreiber schließen muss | Berliner Zeitung
    http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/neukoelln-warum-ein-buchladen-israelischer-betreiber-schliess
    A Berlin les supporteurs inconditionnels d’Israel se mettent à la chasse au juifs .

    Es ist eine Abschiedsnachricht. „Liebe Freunde, ich möchte mich bei allen bedanken, die gestern gekommen sind, um mit uns zu trauern…“ – so beginnt der Eintrag vom 23. Juli auf der Facebook-Seite des Neuköllner Buchladens Topics. Seit vergangenem Sonnabend ist der kleine, schicke Laden an der Weserstraße geschlossen. Aus finanziellen Gründen, wie die Betreiber versichern. Das allein wäre nichts Besonderes. Kleine, individuelle Buchläden haben es grundsätzlich schwer, sich gegen große Ketten und vor allem den Internet-Handel zu behaupten.

    Doch Topics wurde von zwei Israelis betrieben. Er musste auch deshalb schließen, weil das Geschäft bedroht und beschimpft wurde. Das ist die Kurzversion.

    Tatsächlich ist die Situation um einiges komplizierter. Auf der Facebook-Seite des Ladens beschreibt Besitzer Doron Hamburger am 22. Juli in einer ausführlichen Stellungnahme, welche Gründe zur Schließung des Geschäfts geführt haben. Die finanzielle Lage sei schon längere Zeit nicht einfach gewesen, schreibt er.

    Doch dann ereignete sich das, was Hamburger den „Evola-Vorfall“ nennt. Ende Februar 2017 hatten die Topics-Betreiber eine Veranstaltung angekündigt, bei der sie das Werk von Julius Evola diskutieren wollten. Der italienische Kulturphilosoph und Verfasser rechtsextremer und antisemitischer Theorien sympathisierte zeitweise mit dem italienischen Faschismus und dem deutschen Nationalsozialismus. „Wir haben vielleicht nicht deutlich genug gemacht, worum es uns bei der Veranstaltung geht“, schreibt Hamburger selbstkritisch. Auf das, was die Ankündigung auslöste, waren er und sein Kollege Amir jedenfalls nicht vorbereitet.

    Ein Shitstorm ging auf die beiden Shop-Betreiber nieder, im Internet wurden sie als Nazis bezeichnet. Hamburger selbst beschreibt Facebook-Diskussionen mit Nutzern, die sich selbst der Antifa-Bewegung zurechnen. Er habe ihnen angeboten, an der Veranstaltung teilzunehmen, die als intellektuelle Auseinandersetzung mit Evolas Theorien geplant war, und ihre Kritik direkt zu äußern, so Hamburger. Doch an einem konstruktiven Dialog waren seine Gegner offenbar nicht interessiert.
    „Faschistischer Buchladen im Herzen Berlins“

    „Eines Morgens wachte ich auf und sah, dass wir auf Facebook als „faschistischer Buchladen im Herzen Berlins“ bezeichnet wurden. Mehrere Dutzend Nutzer hatten den Eintrag geteilt. Urheber war möglicherweise die linksextreme Szene. Sicher ist das nicht.

    Sicher ist nur: Nach dem „Evola-Vorfall“ erlitt Topics einen dramatischen Umsatz-Einbruch. Hamburgers Kollege Amir betont am Telefon, dass es keine Boykott-Aufrufe gegeben habe – schon gar keine offiziellen. Was die beiden Israelis zur Aufgabe bewegt hat, waren auch offenbar weniger die ökonomischen als die psychischen Folgen der Hetze.

    „Unser Laden war mehr als nur ein Geschäft“, schreibt Doron Hamburger in seinem emotionalen Facebook-Eintrag vom 22. Juli. „Die Veranstaltungen, die bei Topics stattfanden, waren die Schmuckstücke unseres Ladens. Doch nach allem, was geschehen ist, schwindet unsere Energie dafür.“ Es sei eine Sache, einen Laden in finanziell schwierigen Zeiten am Leben zu erhalten, weil man glaube, er sei wichtig für die Gemeinschaft, schreibt Hamburger weiter. „Aber es ist etwas völlig anderes, wenn man plötzlich realisiert, dass man selbst nicht mehr willkommen ist.“

    #Berlin Neukölln #Weserstraße #politique #Antideutsche

  • cosas que no se rompen
    https://cosasquenoserompen.noblogs.org
    Ce blog d’une activiste intiimpérialiste a été vidé de son contenu après des infâmes accusations d’#anti-semitisme par un groupe extrémiste. Son auteure risque de perdre son travail à l’université FU Berlin ne pourra que difficilement poursuivre sa carrière universitaire en #Allemagne.

    http://www.fu-berlin.de/vv/de/lv/307715?m=182537&pc=193632&sm=273470

    Les #Antideutsche sont un groupuscule pro-Israel qui dit avoir des positions de gauche mais nie l’existence de l’impérialisme étatsunien surtout quand l’état d’Israel est évoqué dans le contexte d’analyses internationales. A travers l’identification de toute critique d’Israel avec l’anti-semitisme ils utilisent l’ncontournable anti-anti-semitisme allemand pour discréditer toute expression critique envers l’état hébreux.

    Leurs agissements sont systématiquement utilisés par les médias pour taire des voix critiques de gauche. Ce procédé fait d’eux une des armes les plus efficaces contre des mouvements de gauche. Exemple : tu ouvres ta voix contre les bombardement de la bande de Gaza qui on tué 1400 palestiniens - tu es un anti-semite qui ne sera plus jamais invité sur les podiums de discussion et tu ne sera plus jamais payé pour un article dans les médias allemands.

    404
    https://cosasquenoserompen.noblogs.org/post/2015/09/20/shut-up-and-listen-reflexionen-zur-arbeit-vonmit-reclaim

    Le site extrémiste reste joignable.

    10.01.2017 Mena-Exklusiv
    FU Berlin: Antiisraelische Aktivistin als Politik-Dozentin

    Von Alex Feuerherdt

    Am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin lehrt eine Dozentin, die Israel für ein Kolonialprojekt europäischer Juden hält, den palästinensischen Terror verharmlost und auch sonst in Wort und Tat einiges unternimmt, um den jüdischen Staat zu delegitimieren. Dazu zählen unter anderem die Verteidigung einer antisemitischen Politsekte und die Beteiligung an einem Musikvideo, in dem Israel und seine Unterstützer attackiert werden.

    La presse de droite rejoint la campagne des extrémistes.

    FU Berlin Studierende werfen Lehrbeauftragter Antisemitismus vor
    http://www.berliner-zeitung.de/25519448

    Dominik Mai 11.01.17, 15:23 Uhr
    Studierende der Freien Universität Berlin (FU) erheben schwere Vorwürfe gegen eine Lehrbeauftragte am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft: Eleonora Roldán Mendívil soll unter anderem auf ihrem deutschsprachigen Blog „cosas que non se rompen“ ("Dinge, die nicht brechen") den Staat Israel verunglimpft und dessen Existenzrecht bestritten haben, kritisiert die Hochschulgruppe „Gegen jeden Antisemitismus an der Freien Universität“ in einem Schreiben an das Präsidium der FU.

    „Israel ist ein Kolonialstaat. Und Punkt“, ist in dem Blog unter anderem zu lesen. An anderer Stelle schreibt sie, dass es absolut legitim sei, „auf die unhaltbare und selbst nach bürgerlichem Internationalem Recht zich Mal illegale, imperialistische und rassistische Situation in Palästina aufmerksam zu machen“.

    „Sie verharmlost mit diesen Vergleichen und Bezeichnungen nicht nur die historischen Verbrechen des Kolonialismus und der Apartheid und stellt den israelischen demokratischen Rechtsstaat mit Unrechtsregimen auf eine Stufe“, kritisieren die Studierenden in ihrem Brief. Ihre Äußerungen seien als „radikale Negation des Existenzrechts Israels“ zu verstehen.

    Zudem engagiere sich Roldán Mendívil, die sich selbst als Anarchistin und Marxistin beschreibt, in antiisraelischen Gruppen - unter anderem in solchen, die den palästinensischen Terror als absolut legitimen und gerechtfertigten nationalen Befreiungskampf verharmlosen.

    Außerdem habe die Politikwissenschaftlerin mit dem Rapper Kaveh zusammen gearbeitet, der Verbindungen zur verschwörungsideologischen und antisemitischen Szene unterhalte. Im Video zum Song „Antideutsche / Tayha Falastin“ („Lang lebe Palästina“) singe Roldán Mendívil „Freiheit für Falastin – kein Frieden mit dem Apartheidregime“. Das Lied müsse als Forderung verstanden werden, den Staat Israel abzuschaffen.

    Dans Wikipedia trouve une version abrégée et modérée de la Perspective de la droite allemande sur les Antideutsche .
    https://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche

    La position officielle de l’état allemand est publiée par la #BPB (Bundeszentrale für politische Bildung)
    http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/33626/antideutsche-und-antiimperialisten

    Dans un article de 14 pages publié par la #RLS (Rosa Luxemburg Stiftung) Isabel Erdem discute les relations entre la gauche et les antideutsche.

    Anti-deutsche Linke oder anti-linke Deutsche ? Eine sachliche Betrachtung
    https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Utopie_kreativ/192/192Erdem.pdf

    Dans une interview avec Jens Wernicke l’activiste Jules Jamal El-Khatib explique la différence entre la gauche et les antideutsche.

    Pseudo-linke Neocons – die Antideutschen und die Linke
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=33624

    Teile der Antideutschen äußern durchaus Verständnis für Kriege, sei es nun der Irakkrieg oder der israelische Angriff auf Gaza. Aber das Feindbild ist klar, alles was nicht dem ach so toleranten Westen angehört, wird erstmal skeptisch beäugt. Auch bei Kriegen wird mit doppeltem Maß gemessen: die russischen Bomben auf Syrien werden berechtigterweise kritisiert, die amerikanischen dagegen als humanistische Hilfe dargestellt. Dabei treffen beide „Interventionen“ die Bevölkerung und ob man nun durch eine Bombe der USA, Frankreichs oder Russlands stirbt, ist den Familien der toten Zivilisten ziemlich egal.

    Noch schlimmer ist es bei der EU und Kritik an dieser. Die EU wird unverfroren als Projekt der Toleranz und des Internationalismus verkauft, während gleichzeitig Frontex dafür sorgt, dass Flüchtlinge nicht nach Europa können und eine eigene Armee geschaffen wird.

    Aus diesem Grund greifen Sie dann auch Sahra Wagenknecht an, die eine durchaus berechtigte Kritik an der EU und ihren neoliberalen Verträgen äußert. Das ist ihr dritter – der zweite waren ja die Bomben – Punkt: Während Millionen Menschen im Süden Europas ihre Arbeitsplätze oder Wohnungen aufgrund des Troika-Diktats verloren haben, wird die EU als ein Hort des Fortschritts dargestellt, ein Projekt des Internationalismus, ein Ort des Friedens.

    Pseudo-linke Neocons – die Antideutschen und die Linke | NachDenkSeiten – Die kritische Website
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=33624

  • Après les engeulades le néant - le parti pirate allemand est en route vers /dev/null

    Die Hölle von Halle | Telepolis
    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42083/1.html

    Die Piraten treiben heute niemanden mehr. Die Rebellenrolle der 8%-Protestpartei haben sie ausgerechnet an die AfD abgegeben. Während der Grad an Selbstbeschäftigung bei AfD, Linkspartei, Grünen und Piraten in etwa gleich hoch liegen dürfte, haben inzwischen alle Parteien eine professionelle Außendarstellung - nicht aber die hemdsärmeligen Piraten, die sich sogar ausgerechnet bei Social Media deklassieren ließen. Selbst nach dem vergeigten Bundestagswahlkampf wurde Personen, die etwa Plakate „mit Kleingedrucktem“ zu verantworten hatten, nicht ausgetauscht - mit dem Ergebnis, dass selbst die Familienpartei einen deutlich brauchbareren TV-Spot realisierte.

    So gelang es, die Zustimmung der verprellten Wähler nochmals von 2,2% (Bundestagswahl mit 5%-Hürde) auf 1,4% (Europawahl ohne Hürde) runterzufahren. Obwohl inzwischen viele gestandene Piraten die Partei verlassen haben oder schlichtweg rausgeekelt wurden, teilte der vor einem Dreivierteljahr gewählte Piraten-Babo unverblümt mit, er würde heute alles ganz genauso machen. Vor der Wahl des Frankfurters waren dessen enge Kontakte zu den Berliner Peinlichpiraten allgemein unbekannt.

    Berliner Heißluft

    Während sich die meisten Landesverbände der Piratenpartei tendenziell als sozialliberal verstehen, fassten vor allem in den Landesverbänden Berlin und Sachsen Bewegungen Fuß, die sich je nach Anlass als #Autonome, #Anarchisten, #Antideutsche, #Antifa, Linksradikale, „datenschutzkritische Spackeria“ und #Feministen bezeichnen. Entgegen der satzungsmäßigen Beschlusslage postuliert die Berliner Clique ideologische Symbolpolitik wie „gendergerechte Sprache“ und Machtverteilung nach Geschlechtszugehörigkeit. Die gleichfalls nach Linksaußen gedrifteten „Jungen Piraten“ fielen vor allem durch entsprechend ideologischen Shitstorm auf. Wer abweichende Meinungen vertritt, darf sich auf Nazi-Etiketten gefasst machen. Auch Identitätsdiebstahl und Anschwärzungen gehören zum Berliner Politikstil.

    Ausgerechnet das ursprüngliche Kernthema „Meinungsfreiheit“ wurde bei Berliner Lautsprechern zum Schimpfwort für „Spinner“ und Kritiker verbrämt, die von der vorgegebenen Linie abweichen. Während fragwürdige Berliner Piraten wie „Klick-mich!“-Buchautorinnen, Brandfackel-auf-Botschaft-Werferinnen, Busen-Herzeigerinnen und „prozessfreudige Anarchisten“ sakrosankt scheinen, reicht inzwischen in Berlin „Majestätsbeleidigung“ als Grund zum Parteiausschluss. So stören sich Berliner Piraten etwa an der Bezeichnung „strunzdummer LaVo-Hipster“ für einen stets Zylinder tragenden Landesvorstand, der 2012 mit seinem berühmten Zeitreise-Antrag die peinlich gewordene Partei endgültig lächerlich machte und die Forderung nach einer friedlichen Besiedelung des Mars für gute Öffentlichkeitsarbeit hält.

    Das Rückgrat der Piratenpartei stellen hingegen die großen Landesverbände NRW, Hessen, Bayern und Niedersachsen, wo die meisten Mitglieder wohnen. Dort und auch in vielen anderen Landesverbänden ist man vom schrillen Auftreten von Berliner Piraten entsetzt und fordert dieses Wochenende die Piratenpartei von einer dubiosen Funktionselite wieder zurück, welche sich an Schlüsselpositionen rangewanzt hat. Bekannte Piraten, welche die Partei geprägt hatten, verließen inzwischen das ideologisch aufgeladene Narrenschiff, so der vormalige Bundesvorsitzende Sebastian Nerz, Wahlkampfmaschine Mathias Schrade oder Lawblogger Udo Vetter.

    • L’auteur Markus Kompa décrit que parti pirate allemand « has done a good job » en poussant les autres partis á s’ouvrir un peu ou à revenir vers leur raison d’être qui a tendance à se perdre dans le marchandage politique quotidien.

      denn plötzlich redeten alle Parteien hysterisch von „Transparenz“, der Bundestag veranstaltete wenigstens pro forma eine Internet-Enquete. Die Grünen gaben ihre Verteufelung des Internets auf. CDU-Verbände experimentierten mit Liquid Feedback. Die SPD ließ die Basis über die Koalitionsfrage abstimmen. Die Linkspartei steht in Sachen Netzpolitik den Piraten inzwischen sogar in nichts mehr nach, beim Thema Überwachungswahn können diese bzw. ihre Quellparteien auf über zwei Jahrzehnte Widerstand gegen entsprechende gesetzgeberische Vorhaben verweisen. Das ebenfalls von der Linken kritisierte gegenwärtige Urheberrecht wird ohnehin kaum in Deutschland gemacht, sondern in Europa - wo sich die einzige Piraten-Abgeordnete allerdings der auch insoweit unzuverlässigen Grünen-Fraktion angeschlossen hat.

      Les pirates n’ont malheureusement pas réussi à s’établir comme une force stable qui aurait défendu la neutralité du net, la libre expression et une vision novatrice du droit d’auteur. L’article de Kompa explique une partie des raisons de l’échec de cette tentative. Il met l’accent sur le rôle des extrémistes de gauche dans le processus de déclin du parti.
      Contrairement à lui j’y vois surtout un manque de radicalité, le désir de se faire accepter par « la politique » dite officielle et la corruption morale et politique qui fait essentiellement partie du jeu politique dans notre système parlementaire.

      Il était évident et prévisible quelles obstacles qui allaient se poser pour ce nouveau petit parti qui était en route vers une place dans les parlements et les autres institutions démocratiques. Ils n’ont pas su les gérer, ni dans le sens d’un petit parti radical ni dans le sens d’une force démocratique stable. Tant pis, le rôle de l’opposition retombe entre les mains de « la gauche ».
      On verra ce que ca donnera.

  • Les "Antideutsche" s’intéressent à leurs origines


    Leur courant de pensée est plus récent , pourtant j’ai l’impression que les Antideutsche sont à l’Allemagne ce que les nouveaux philosophes sont à la France - en beaucoup moins intelligent et en beaucoup plus farfelu. Qu’on me corrige, je ne suis pas spécialiste en la question.

    L’organe central des Antideutsche est la revue Jungle World où j’ai trouvé cette page qui cite des textes écrites pendant la deuxième guerre mondiale. On y découvre une image de l’Allemand imprégné par une culture barbare incorrigible composée de guerriers avides de sang et de domination depuis l’époque de l’empire romain.

    Les Antideutsche d’aujourd’hui sont de fervants défenseur d’Israel utilisant un vocabulaire de gauchiste anti-impérialiste. Il me font penser aux chrétiens de droite américains qui soutiennent Israel parce qu’ils croient que la politique israélienne accélère l’arrivée de la fin du monde et l’avénement de l’empire de dieu.

    jungle-world.com - Archiv - 05/2010 - Dossier - Abdruck aus »Fight for Freedom. Die Legende vom anderen Deutschland« 
    http://jungle-world.com/artikel/2010/05/40315.html

    Die Gegner Lord Vansittarts versuchen das größte Kapital aus seiner Aussage zu ziehen, dass die Deutschen von der »Gier nach Weltherrschaft« erfüllt seien – eine Aussage, die sie mit dem Ruf »Britischer Imperialismus!« niederbrüllen und so in einem Sturm des Gespöttes und billigen Gelächters untergehen lassen wollen. Welchen Sinn hat es, mit solchen Leuten histo­rische Argumente auszutauschen, die nicht von allein erkennen, wie ungeeignet es ist, den »britischen Imperialismus« zu beschwören, wenn nicht einmal die zahllosen Plünderungen und Mordtaten der alten Hunnen einen angemessenen Vergleich für die Taten der modernen Hunnen bieten?

    Auch ich glaube jedoch, dass die Diagnose »Gier nach Weltherrschaft« keine angemessene Beschreibung der deutschen Krankheit ist, aber meine Begründung ist durchaus eine andere. Sicher, wenn es die Dummheit der anderen den Deutschen leicht genug macht, werden sie die Weltherrschaft auf ihrem Weg gern als eine Art nützliches Mittel zum Zweck übernehmen. Aber der Zweck selbst ist das Verbrechen um des Verbrechens willen, der Sadismus um des Sadismus willen, der Kannibalismus, der sich »aller Mittel und Ressourcen der modernen Wissenschaft bedient«, um des bloßen Kannibalismus willen – so wie es etwa in der Abschlachtung der Juden deutlich wird, die sich auf keine zweckmäßigen Motive zurückführen lässt. Die Deutschen sind, das sollte nicht vergessen werden, Idealisten oder, wie der gute alte Hindenburg gern sagte: »Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun.«

    Antideutsche http://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsch

    Antideutsche sind eine aus verschiedenen Teilen der radikalen Linken hervorgegangene Strömung. Antideutsche wenden sich nach eigener Überzeugung gegen einen spezifisch deutschen Nationalismus, der im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erstarkt sei. Weitere antideutsche Positionen sind Solidarität mit Israel und Gegnerschaft zum Antizionismus, Antiamerikanismus und Antiimperialismus. Diese führten und führen zu heftigen Kontroversen innerhalb des linken Milieus.

    L’article anglais cite Richard Wagner qui définissait le caractére allemand par la capacité de faire une chose pour elle-même. Il prônait l’art pour l’art par opposition à l’utilitarisme qu’il jugeait undeutsch . Bref : Si tu fais de la musique pour faire de la musique c’est deutsch , si tu fais de la musique pour gagner de l’argent c’est undeutsch .

    »Hier kam es zum Bewusstsein und erhielt seinen bestimmten Ausdruck, was Deutsch sei, nämlich: Die Sache, die man treibt, um ihrer selbst und der Freude an ihr willen treiben, wogegen das Nützlichkeitswesen, d.h. das Prinzip, nach welchem eine Sache des außerhalb liegenden persönlichen Zweckes wegen betrieben wird, sich als undeutsch herausstellte.«

    Les ennemis du barbare allemand en concluaient que le génocide des juifs était de l’art pour l’art d’après une vision culturelle germanique inaccessible aux autres peuples. Depuis l’histoire a montré que cette idée était complètement erronnée. Les Antideutsche y tiennent encore.

    #antideutsche #allemagne