• L’antisémitisme ou l’islamophobie : mais que fait-on des oubliés ?
    https://lejournalcorrosif.fr/societe/antisemitisme-islamophobie-oublies-du-systeme

    Dans une France devenue un champ de bataille numérique et IRL, entre islamophobie et antisémitisme, je ne m’y reconnais plus. En tant qu’oublié du système, j’exprime dans ce billet d’humeur triste mon écœurement face à ce constat accablant de haine. <p>The post L’antisémitisme ou l’islamophobie : mais que fait-on des oubliés ? first appeared on Le Journal Corrosif.</p>

    #Société #Antisémitisme #Islamophobie #Grossophobie #Cyberharcèlement #Inégalités #Invisibles #Précarité #Médias #BilletDHumeur #Antifascisme #Humanisme #JournalCorrosif

  • Le langage antisémite
    https://laviedesidees.fr/Le-langage-antisemite

    La plupart des préjugés antisémites existent toujours, sous une forme actualisée, sans que leur #Histoire soit bien connue : ces obsessions, fantasmes et schémas de pensée restent profondément sédimentés dans nos sociétés.

    #antisémitisme

  • Inacceptable, la sanction de l’Université Lyon 2 contre Julien Théry porte un coup majeur à la liberté des universitaires

    Le 24 juin 2026 l’université Lumière Lyon 2 affichait la décision disciplinaire qui frappe un de ses enseignants, Julien Théry : 18 mois de suspension d’exercice sans traitement.
    Julien Théry, professeur d’histoire et chercheur respecté, en France et à l’étranger, pour ses travaux sur le Moyen Âge, était accusé d’antisémitisme ; il est cependant sanctionné non à ce titre, mais pour avoir nui à l’image et au fonctionnement de son université de rattachement. Les faits qui lui sont imputés n’ont pas eu lieu dans ledit établissement, et le contenu des cours de J. Théry n’est nullement en cause : on reproche à l’enseignant ses interventions à titre personnel sur les réseaux sociaux, et comme animateur sur des médias militants classés à gauche. À la suite d’autres intellectuels, Julien Théry s’est ainsi volontairement exposé et rendu vulnérable pour des causes qu’il a estimées juste de défendre, telle que celle des Palestinien·nes.
    https://framaforms.org/inacceptable-la-sanction-de-luniversite-lyon-2-contre-julien-thery-porte

    ***

    Dans une tribune, plus de 200 universitaires apportent leur soutien à l’historien Julien Théry, suspendu 18 mois de ses fonctions. Ils estiment que cette décision crée un précédent inquiétant pour l’ensemble de l’enseignement supérieur.
    https://regards.fr/tribune-inacceptable-la-sanction-de-luniversite-lyon-2-contre-julien-thery-p

  • Linker Radikalismus: Desaster mit Nachspiel
    https://www.jungewelt.de/artikel/525034.linker-radikalismus-desaster-mit-nachspiel.html

    Drei Entführte starben, aber immerhin 102 konnten gerettet werden. Befreite Geiseln kommen am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv an (27.6.1976)

    À propos du rôle de du détournement d’avion à Entebbe en 1976 dans l’histoire de la gauche antiimpérialiste et du mythe de l’antisemitisme de gauche.

    27.6.2026 von Gerhard Hanloser - Vor 50 Jahren endete die Geiselnahme von Entebbe blutig. Die terroristische Tat hatte weitreichende Folgen – auch für die Linke

    Die Entführung eines Passagierflugzeugs der Air France am 27. Juni 1976 und ihre verheerenden Folgen sind weniger stark im kollektiven Gedächtnis verankert als beispielsweise jene der »Landshut«-Maschine im Deutschen Herbst 1977. Beide Male versuchten palästinensische bewaffnete Luftpiraten, die Entlassung mehrerer politischer Gefangener zu erzwingen. Im Gegensatz zu der bekannteren Entführung des Flugzeugs »Landshut« nach Mogadischu waren an der ein Jahr früher erfolgten Geiselnahme auch deutsche Militante beteiligt. Es waren die Gründungsmitglieder der Revolutionären Zellen (RZ) aus Frankfurt am Main, Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Zusammen mit bewaffneten Militanten der »Volksfront zur Befreiung Palästinas – External Operation« (PFLP-EO) kaperten sie ein Flugzeug, das von Tel Aviv aus über einen Zwischenstopp in Athen nach Paris fliegen sollte, und lenkten es über eine Zwischenstation in die ugandische Stadt Entebbe.

    Die RZ hatten genauso wie die Rote Armee Fraktion (RAF) ihre Wurzeln in der sich radikalisierenden Außerparlamentarischen Opposition (APO) der Bundesrepublik. Sie wollten einen strategisch und inhaltlich etwas anders gelagerten Weg des »bewaffneten Kampfes« gehen als die RAF. Vorgesehen war nicht eine komplette Illegalisierung der Stadtguerilleros, sondern die RZ-Aktivisten sollten weiterhin auch in den diversen Strukturen der legalen radikalen Linken agieren. Neben antiimperialistischen Aktionen, vornehmlich gegen den von den USA unterstützten Putsch in Chile von 1973, und sozialrevolutionären Aktionen, die den antikapitalistischen und antipatriarchalen Kämpfen von Arbeitern, Jugendlichen und Frauen helfen und ihre Feinde angreifen sollten, nannten die ursprünglichen RZ ausdrücklich »Aktionen gegen die Filialen und Komplizen des Zionismus in der BRD« als Feld ihres Wirkens.
    Gefangenenbefreiung

    In der Frühphase der Organisation zählte zu dieser antizionistischen Ausrichtung offensichtlich eine inhaltlich-strategische wie logistisch-organisatorische Zusammenarbeit mit der marxistisch-leninistischen Kaderorganisation PFLP. Diese Art der politischen Verbindung hatte auch einen nicht unproblematischen Aspekt, was den RZlern selbst durchaus bewusst war, wie eine Aussage in einem Selbstinterview der RZ aus dem Jahr 1975 deutlich macht. Darin bekunden sie, dass es eine politische Bestimmung in ihrer Politik geben würde, die »viele Genossen nicht verstehen und nicht akzeptieren und die auch die Massen nicht verstehen und die sie vorläufig auch nicht interessieren wird«. 1976 ging es aber in erster Linie um die Befreiung gefangener Genossinnen und Genossen. Nach den Aussagen des RZ-Mitglieds Rudolf Schindler hätten Böse und Kuhlmann die Möglichkeit gesehen, »sich einer genialen und garantiert unblutigen Aktion der PFLP anzuschließen, durch die ein halbes Hundert Palästinenser aus israelischen Gefängnissen befreit werden sollten. Die PFLP sei daran interessiert, durch deutsche Beteiligung ihren Konflikt mit Israel zu internationalisieren und die Freilassung von Ulrike Meinhof und anderen RAF-Gefangenen in ihre Forderung mitaufzunehmen.«

    Sieben Tage nach der Entführung, am 4. Juli 1976, starteten israelische Spezialeinheiten eine spektakuläre Militäroperation namens »Operation Thunderbolt«. Die insgesamt sieben palästinensischen und deutschen Geiselnehmerinnen und Geiselnehmer wurden gezielt getötet und die 102 Geiseln befreit, drei von ihnen starben im Kugelhagel. In davor stattfindenden Kampfhandlungen zwischen ugandischen Wachsoldaten und israelischen Kommandotrupps wurden über zwanzig ugandische Armeeangehörige sowie der Einsatzleiter der israelischen Spezialeinheit, Jonathan Netanjahu, der Bruder des amtierenden israelischen Premierministers, als einziges Opfer auf israelischer Seite ebenfalls getötet. Der spätere Bundeskanzler Helmut Kohl erklärte damals in seiner Rolle als Oppositionsführer der CDU im Deutschen Bundestag: »Israel hat der Welt ein Beispiel gegeben, wie man mit entschlossenem und verantwortungsvollem Handeln den internationalen Terror eindämmen kann.« Aus dem Haus des Medienkonzerns Springer wurde verkündet: »Die Israelis haben einen Sieg für die ganze freie Welt errungen.« Objektiv betrachtet war die Operation eine Anwendung militärischer Gewalt auf fremdem Staatsgebiet und lief daher grundsätzlich dem Gewaltverbot nach Artikel 2 Abs. 4 der UN-Charta zuwider.

    Die bereits damals traditionsreiche Solidaritätszeitung iz3w (Blätter des Informationszentrums 3. Welt) aus Freiburg im Breisgau bezog sich auf das Völkerrecht und kritisierte, dass die Indus­trieländer die israelische Aktion rechtfertigten, die israelische Verletzung der Charta der Vereinten Nationen wortlos hinnahmen und »alleine den individuellen Terror verdammt wissen« wollten, welcher dem globalen System schaden wolle, es jedoch eher stabilisieren würde. Währenddessen übertraf die Vielzahl von sogenannten K-Gruppen wie KPD/ML, KPD-AO und Kommunistischer Bund Westdeutschland (KBW) sich selbst in militant-antiimperialistischer Phrasendrescherei. Differenzierender wurde im damals recht einflussreichen Arbeiterkampf, der Zeitung des Kommunistischen Bundes (KB), erklärt, dass es nur vordergründig um die Rettung unschuldiger Menschen gegangen sei. Israel würde die Avantgarde des Imperialismus darstellen, welcher schlicht sein Recht auf Aggression durchsetze – »zum Beispiel, wenn Staaten der ›Dritten Welt‹ auf den Gedanken kommen sollten, sich gegen die Ausplünderung ihrer Rohstoffe zu wehren«. Das besonders Perfide sei nun jedoch, dass »diese Kampagne sich diesmal besonders gut hinter dem ›menschlichen‹ Interesse an der Befreiung der Geiseln und der in der faschistischen Vergangenheit begründeten Sympathie für Israel verstecken konnte«. Die DKP-nahe Deutsche Volkszeitung blieb stärker der antifaschistischen Tradition verpflichtet und äußerte sich in deutlichen Worten zu dem Terror »bundesdeutscher Anarchisten«, welcher einer Logik der »Degradierung des Menschen zum Handelsobjekt« folge. Historische Parallelen und Erinnerungen an Gewalt gegen Juden, die von Deutschen ausgeübt wurden, sollte man nicht sofort von der Hand weisen. Gleichzeitig machte der von dem prominenten Mitglied der Deutschen Friedensunion Hans-Werner Bartsch verfasste Text deutlich, dass die israelische Regierung in den widerrechtlich besetzten Gebieten als »Terrorregime« agiere und damit Terror selbst hervorgerufen habe.
    Endpunkt revolutionärer Moral

    Im Januar 1978 erschien in der Frankfurter Theoriezeitschrift der undogmatischen Linken Autonomie. Materialien gegen die Fabrikgesellschaft unter dem Pseudonym M. Lubetsky eine tiefgreifende Abrechnung mit der Politik des bewaffneten Antiimperialismus, wie sie von der RAF und auch den RZ propagiert und ausgeführt wurde. Der Text trug den vielsagenden Titel »Stammheim und Tel Zaatar. Versuch über Moral und Politik«. Tatsächlich ging es den RZ-Militanten – allen voran der 29jährigen Brigitte Kuhlmann – darum, die gefangenen Genossen endlich aus den Gefängnissen zu befreien. Besonders Ulrike Meinhofs Zustand sorgte für Beunruhigung. Für die Aktivisten der PFLP-EO wiederum dürfte die Situation im Flüchtlingslager Tel Al-Zaatar in Beirut, das seit Januar 1976 von libanesischen christlichen Milizen belagert worden war, ein entscheidendes Motiv gewesen sein. Die palästinensischen Kämpfer dort drohten aufgerieben und massakriert zu werden. Mittels der Entführung sollte Handlungsfähigkeit bewiesen werden.

    Der in Frankfurt am Main ansässige Marxist Moishe Postone, der sich hinter dem Pseudonym Lubetsky verbarg, sah in der Aktion einen Endpunkt revolutionärer Moral erreicht. Der Antizionismus gehöre zum Internationalismus der Neuen Linken, dürfe sich dann aber gerade nicht gegen Juden, die in Palästina leben, richten. Vielmehr müsse sich ein emanzipatorisches Programm auch in den Aktionen selbst manifestieren. Die militanten Palästinenser verteidigte er vor dem Vorwurf des Nationalismus: »Ihr Nationalismus ist total verständlich, nicht nur moralisch, sondern auch materiell. Welche andere Haltung wäre denn möglich für Menschen, die vertrieben wurden und seither außerhalb jeder realen gesellschaftlichen Struktur gelebt haben: seit über einer Generation in Flüchtlingslagern, die permanent das Ziel brutaler israelischer Angriffe waren und von den arabischen Staaten in deren Konflikten untereinander als Spielball benutzt wurden?« Die linke Bewegung müsse »zu einer kritischen Unterstützung antiimperialistischer Bewegungen kommen«. Dies erfordere, den Konflikt in Palästina konkret zu untersuchen und zu erkennen, dass Kampfweisen wie in Algerien oder Vietnam hier nicht funktionieren können, da die Situation eine völlig andere sei. Außerdem sei auf »Glorifizierung des bewaffneten Kampfs im Ausland« ebenso zu verzichten wie auf das Springen von einem »Identifikationsobjekt« zum anderen. Besonders deutsche nichtjüdische Linke sollten Schuld und Verantwortung angesichts der Nazigeschichte stärker reflektieren.

    Neben diesen klugen Beobachtungen arbeitete der Text Postones mit weitreichenden Spekulationen. So behauptete er, die Forderung nach Freilassung von politischen Gefangenen hätte das eigentliche Ziel verschleiert, nämlich Syrien und andere Staaten verstärkt gegen Israel auf und an die Seite der PLO und der PFLP zu bringen, und damit einen Block der Unnachgiebigen zu formen. Postone führte weiter aus: »Ich glaube, dass dieses Ziel die spezifische Form der Aktion erklärt. Zwei Tage, nachdem die Air-France-Maschine Entebbe erreichte, wurden die etwa 150 nichtjüdischen Passagiere freigelassen. Die etwa 100 jüdischen Passagiere wurden als die eigentlichen Geiseln festgehalten. Und unter denen, die die Selektion der Passagiere in jüdische und nichtjüdische vornahmen (nicht etwa israelische und nichtisraelische, was schlimm genug gewesen wäre), waren junge Deutsche: Ich glaube nicht, dass dies ein Zufall war, sondern es war eine bewusste Inszenierung (ob die unmittelbar beteiligten Entführer dies nun realisierten oder nicht). Die Absicht war, so extrem zu provozieren, dass eine extrem gewalttätige israelische Reaktion ausgelöst würde. Der Welt wurde, wieder einmal, vorgeführt, wie Deutsche Juden und Nichtjuden voneinander selektierten.« Eine ungeheure Welle traumatischer Erinnerungen wäre ausgelöst worden. »Alle kleinen Erfolge, die progressive Antizionisten bei ihrem Versuch, die enge Verbindung von jüdischem Selbstverständnis und Zionismus zu brechen, erzielt hatten – eine Verbindung, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer so allgemeinen wurde –, waren weggefegt. Die Absicht war, eine Einheitsfront aller palästinensischen Gruppen und Araber gegen alle Israelis und Juden herzustellen, alle Konflikte innerhalb der jeweiligen ›Lager‹ zu verkleistern, so dass jede Seite in der anderen die ›wirklichen Nazis‹ sah – eine Absicht, die nichts mehr mit einer progressiven Befreiungsbewegung zu tun hat.«

    Die heutige Quellenlage bestätigt Postones Mutmaßung zur Absicht der Aktion nicht. So distanzierten sich sowohl PFLP als auch PLO von der Aktion, während die verantwortliche Splitterorganisation PFLP-EO mit einem Erfolg ihres Unternehmens zu rechnen schien. Durchaus korrekt scheinen Postones zeitgenössische pessimistische Bemerkungen jedoch in Hinsicht auf die Wirkung der Entführung und ihrer Folgen zu sein.

    Willkommener Anlass

    Die Aktion von Entebbe wurde rasch zu einem Vorwand für verschiedene Akteure, die bislang mit dem Milieu der radikalen Linken verbunden waren, sich von Internationalismus und Antiimperialismus ganz zu lösen. Der zwischen Nonkonformismus und Konformismus pendelnde Publizist Henryk M. Broder begründete in den 1980er Jahren seinen Abschied von der Linken mit Entebbe und wollte festgehalten wissen, dass die »deutschen Genossen«, wie er nur noch spöttisch formulierte, »ihren palästinensischen Freunden« geholfen hätten, indem sie anhand der Namen in den Pässen die Juden von den Nichtjuden separiert hatten. Er konstatierte: »Es war die erste ›Selektion‹ nach 1945.«

    Nach dieser Polemik Broders wurde es bis in die frühen 1990er Jahre weitgehend still um den Fall Entebbe. Im Umbruchsjahr 1991 meldete sich schließlich eine Revolutionäre Zelle mit einer ungewöhnlichen Erklärung zu Entebbe, zur Jahre zurückliegenden Ermordung eines ehemaligen Genossen und zur Frage des »linken Antisemitismus« zu Wort. Der Text trug den Titel »Gerd Albartus ist tot«. Folgt man dieser Erklärung der RZ, die sich offensichtlich gerade in Abwicklung befand, dann fand in Entebbe eine »Selektion entlang völkischer Linien« statt: »Die legitime und notwendige Kritik an der israelischen Besatzungspolitik sowie die selbstverständliche Solidarität mit dem Widerstand der Palästinenser war umgeschlagen in die Bereitschaft, jüdische Passagiere gleich welcher Staatsangehörigkeit für den Terror und die Grausamkeit des israelischen Regimes haftbar zu machen und damit sozialrevolutionäre Maßstäbe gegen die der Sippenhaft einzutauschen.« Das Dokument gilt damit als eines der wichtigsten Beispiele nicht nur linker Selbstkritik, sondern der Beweisführung, dass es einen originären »linken Antisemitismus« geben würde, der sogar zu mörderischen oder Mord in Kauf nehmenden Aktionen führe. Eine andere Revolutionäre Zelle bestritt dagegen im Mai 1992 diese Darstellung der Ereignisse in Entebbe kategorisch. Sie folge »bürgerlicher Medienpropaganda« und zeige ein »unsägliches Misstrauen gegenüber den eigenen beteiligten GenossInnen«. Gewertet wurde das Papier der anderen RZ-Gruppe als »Rundumschlag auf Kosten der kämpfenden Völker im Trikont«. Außerdem hieß es: »Eine Auswahl von Jüdinnen und Juden hat es nicht gegeben.« Am Ende wurde erklärt, »Strategie und Taktik bewaffneter Politik weiterzuentwickeln« stünde auf der Tagesordnung – nicht das Aufgeben.

    Im Mai 1992 schob die sich selbstkritisch präsentierende Revolutionäre Zelle einen Text nach, in dem sie gegen diese Gegenreden anderer RZ-Gruppen und Einzelpersonen ihre Kritik am linken Antizionismus vertiefte: Dieser sei »keineswegs so unschuldig, wie er sich gibt. Er ist zu einem Erkennungszeichen der Zugehörigkeit zu einem bestimmten subkulturellen Milieu der radikalen Linken geworden« und würde als Loyalitäts­test gelten. Damit trafen die Autoren und Autorinnen sicher einen Punkt, und ihr öffentliches Abrücken von einer unkritischen Palästina-Solidarität und einem geschichtslosen Antizionismus war überfällig, kam allerdings Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zu spät. Schließlich war die RZ in den 1980er und frühen 1990er Jahren eher dafür bekannt, militant gegen die Ausländer- und Asylpolitik der Bundesrepublik vorzugehen. Die zerknirschte Selbstkritik, der heftige Streit und die Auflösungen der RZ-Gruppen fielen so in der Tat zusammen mit einer Welle des rechten Alltagsrassismus und »mit dem vorläufigen triumphierenden Siegeszug des Imperialismus über Trikont und Osteuropa«, wie es die orthodox-antiimperialistisch argumentierende RZ-Gruppe in ihrer Kritik formulierte.

    Für die sich in den 1990ern formierenden »Antideutschen«, die allerdings lediglich eine aggressive Absetzbewegung von der Linken darstellten (vgl. junge Welt vom 8.8.2025), sowie für die interessierte Öffentlichkeit allgemein liegt mit der selbstkritischen RZ-Erklärung, die von »Selektion« und »völkischen Linien« sprach, ein entscheidendes Beweisstück vor, um der radikalen und militanten Linken generell Antisemitismus vorhalten zu können. Schließlich hatte die federführende RZ des »Gerd Albartus ist tot«-Papiers auch konstatiert: »Wir sind mittlerweile davon überzeugt, dass in Sachen Antisemitismus für uns ein immenser Nachholbedarf besteht.« Nicht alle nahmen ihr die Selbstkritik ab. Der Konkret-Publizist Wolfgang Pohrt las dies als »reumütige Bilanz«, die »den eigenen Abgang mit Bedeutungsschwere zu befrachten« trachte. Wo radikale Enthüllung geboten wäre, würde dieser Text der Revolutionären Zelle ausweichen und zu Beschwichtigungsformeln greifen. »Sie sind damit auf dem besten Weg, sich rückwirkend jede Legitimation ihrer Praxis zu entziehen, und, was dasselbe ist, ihre Heimkehr ins wiedervereinigte Deutschland vorzubereiten.«

    Die Polemik von Pohrt ist nicht ganz halt- und grundlos. Weit erfolgreicher als die damals noch Illegalisierten der RZ hat schließlich der ehemalige Frankfurter Linksradikale Joseph »Joschka« Fischer, der einer militanten Konkurrenzgruppe zur RZ entstammte, wiederholt auf Entebbe rekurriert, um seinen Weg zur Macht mit Läuterungserzählungen zu glätten. Der aktivistische Politologe Markus Mohr, Herausgeber des bislang umfangreichsten Buches über die »Legenden um Entebbe«, konnte detailliert nachzeichnen, wie Fischer, changierend zwischen biographischer Fälschung und passender Selbsterfindung, besonders in den Jahren von 1997 bis 2001 »Entebbe« nutzte, um sich zum »Freund Israels« zu stilisieren, der schon im Jahre 1976 über die Entführungstat entsetzt gewesen sein will – wofür sich jedoch keine Quelle finden lässt.

    Späte Korrekturen

    Der israelische Historiker und Soziologe Moshe Zuckermann hat in einem Aufsatz über Mythos und Ideologie der Befreiungsoperation von Entebbe im kulturellen Gedächtnis Israels die immerwährende Selbstviktimisierung und den ideologischen Nexus der israelischen Schoah-Erinnerung und des Entebbe-Ereignisses dargestellt und kritisiert. In israelischen Tageszeitungsberichten, Politikerstatements und kulturindustriellen Produkten zu Entebbe reichte die Tatsache, dass deutsche Terroristen dabei waren, bereits aus, um die Entführungstat mit den Konzentrationslagern in Verbindung zu bringen. Zuckermann kommt zu dem Schluss: »Klischee, antideutsches Ressentiment und interessengeleitete Ideologie bildeten dabei eine Rezeptionsmelange, die weder etwas mit dem realen Holocaust noch mit seiner authentischen Erinnerung und eben auch nicht unbedingt mit dem, was sich in Entebbe real zugetragen hat, zu tun haben muss.«

    Vor dem Hintergrund dieses Rezeptionskontextes in Israel meldete sich in der Tageszeitung Haaretz im Jahre 2011 Ilan Hartuv, eine der damaligen Geiseln, zu Wort. Er wolle dem tradierten Mythos von der Selektion entgegentreten, denn »Entebbe war nicht Auschwitz«. Die Entführer hätten anhand der Pässe die Israelis von den Nichtisraelis getrennt, erklärte er. Einige der freigelassenen Passagiere seien Juden gewesen. Allerdings seien auch einige nichtisraelische Juden, die bei Tagesanbruch mit traditionellen Gebetsriemen zu beten begannen, den israelischen Staatsbürgern zugeordnet worden. Traumatische Szenen spielten sich ab. Die Entführer hätten aber im Gespräch versichert, sie positionierten sich nicht gegen Juden, sondern gegen Israel. Außerdem berichtet Hartuv von einem Wortwechsel zwischen einer Geisel und dem RZ-Mitglied Wilfried Böse. Einer der Entführten, ein Holocaustüberlebender, habe Böse seine KZ-Nummer gezeigt und ihm sinngemäß gesagt, dass Deutsche wohl immer gleich agieren. Böse sei darauf erbleicht und habe in der Erinnerung von Hartuv zitternd geantwortet: »Sie irren sich. Ich habe in Westdeutschland Terroranschläge verübt, weil das herrschende Establishment Nazis und Reaktionäre in seinen Dienst aufgenommen hat.« Er habe auch erklärt, er wisse sehr wohl, dass im September 1970 mehr Palästinenser durch Jordanier als durch Israelis umgekommen waren und syrische und christliche Milizen im libanesischen Bürgerkrieg die Palästinenser massakriert hatten – und nicht die Israelis. Aber er wolle den leidenden Palästinensern, die die Underdogs seien, helfen. Böse habe, so sagte hinterher eine Stewardess aus, im letzten Moment eine scharfe Handgranate aus dem Fenster geworfen, als das israelische Kommando die Flughalle stürmte und den 27jährigen sofort erschoss.

    Auch der Historiker Robert Wolff, der ausführlich die Quellen studiert hat, zeigt sich recht zurückhaltend, wenn es um die subjektiven Gründe der deutschen RZ-Aktiven geht, sich an der Entführung zu beteiligen. Ungeachtet dessen wird in zuweilen triumphalistischer Weise Böse und Kuhlmann als Intention Antisemitismus unterstellt, was durch die Quellenlage aber nicht gedeckt ist. In einer aktuellen Veröffentlichung des der »antideutschen« Szene entstammenden Historikers Jan Gerber zu Entebbe wird sogar der gesamten Linken, die sich internationalistisch und kritisch gegenüber Israel positionierte, ein als Antizionismus kaschierter Antisemitismus unterstellt. Diese Veröffentlichung in der Edition Tiamat reiht sich inhaltlich gut ein in das Verlagsprogramm des mittlerweile vollkommen proisraelischen Herausgebers Klaus Bittermann, der zu Beginn seiner Verlegertätigkeit noch Schriften der Zionismuskritikerin Hannah Arendt herausgebracht hatte.

    Jenseits dieser immer wiederkehrenden interessegeleiteten Instrumentalisierung des Desasters Entebbe bleibt die Entführung ein beschämendes Kapitel der militanten Linken. Die Revolutionären Zellen formulierten in ihrem selbstkritischen Papier vom Dezember 1991: »Was wir auf internationaler Ebene machten, war nicht die antiimperialistische Dimension dessen, wofür wir in der BRD kämpften, sondern stand im krassen Gegensatz dazu.« Dem kann kaum widersprochen werden. Dieses Kapitel des »roten Jahrzehnts« mit seiner bewaffneten Kollaboration mit und Parteinahme für militante Palästinenserorganisationen inklusive Gewalt gegen Zivilbevölkerung und Geiselnahme ist abgeschlossen. Der heutige radikale propalästinensische Aktivismus, beispielsweise von »Palestine Action Germany«, gegen eine Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit erfolgt im Rahmen zivilen, gewaltfreien Ungehorsams, obwohl auch diese politische Praxis von der Justiz in den Bereich des Terrorismus geschoben wird.

    À propos d’Entebbe
    https://seenthis.net/messages/1025515
    https://seenthis.net/messages/1021049#message1021206
    https://seenthis.net/messages/557569
    https://seenthis.net/messages/555947

    #histoire #terrorisme #antisemitisme #impérialisme #Palestine #PFLP #triage #sélection #FPLP

  • « Liste de génocidaires à boycotter » : un professeur de Lyon-2 interdit d’exercer pendant 18 mois sans salaire
    https://www.lefigaro.fr/lyon/liste-de-genocidaires-a-boycotter-un-professeur-de-lyon-2-interdit-d-exerce

    L’université a décidé de sanctionner Julien Théry à 18 mois d’interdiction d’exercer avec privation de traitement. Ce dernier avait suscité la polémique après avoir publié une liste de « génocidaires à boycotter » et un mème sur Facebook d’une caricature jugée antisémite.

    Julien Théry, professeur d’histoire à l’université Lyon-2, a été sanctionné par son établissement pour une publication Facebook datée de janvier 2024, dans laquelle il relayait une caricature jugée antisémite. Selon une information d’AEF, confirmée au Figaro par une source au sein de l’université, Julien Théry a été condamné à 18 mois d’interdiction d’exercer avec privation de traitement. Cette sanction a été diffusée au sein de l’université via un affichage. Il a été reconnu fautif d’un « manquement au devoir de dignité, de mesure et d’exemplarité » et d’une « atteinte à l’image et au fonctionnement de Lyon-2. »

    L’enseignant avait défrayé la chronique fin décembre 2025, peu de temps après l’exhumation de cette publication Facebook, pour avoir diffusé une liste de « génocidaires à boycotter » . L’université Lyon-2 avait annoncé via sa présidente, Isabelle von Bueltzingsloewen, sa suspension temporaire. « Suite au signalement fait auprès du procureur de la République de Lyon le 25 novembre dernier, de nouveaux éléments conduisent l’Université Lumière Lyon-2 à prendre une mesure de suspension à titre conservatoire à l’encontre du professeur Julien Théry, annonce l’université par voie de communiqué. En effet, la teneur des propos et du visuel que celui-ci a postés sur les réseaux sociaux n’est pas compatible avec les valeurs de la République et de l’université. »

    Il reste préférable d’appeler aux/justifier les massacres des palestiniens plutôt que de désigner ceux qui émettent ces appels/les justifient pour ce qu’ils sont.

    #Julien_Théry

    • de manière general dansle contexte actuel je suis bien sur d’accord avec ta conclusion, mais pas vraiment dans ce cas, que j’ai beaucoup suivi et creusé (avec ALIA, association pour la liberté académique, on avait publié un communiqué ne le soutenant pas), il avait clairement posté des trucs antisémites et pas effacé des messages des posts de dieudonné, soral, et d’autres trucs nauséabonds sur son profil facebook...

    • Ils s’en sont pris aux communistes. Et tout et tout. Julien n’était pas assez intelligent. Il mérite tout ce qu’il lui arrive. Ne plus avoir le droit de vivre de son métier. Tant pis pour lui. Il n’avait qu’à être plus intelligent. Bientôt, on va dire la même chose de Boucheron. Quoique. Il est plus intelligent. Il ne perd pas son temps sur Facebook j’imagine. Lui. Julien n’était pas très malin. Convenons en. Il mérite ce qu’il lui arrive.

    • J’ajoute que les directeurs de thèse un petit peu trop proches de leurs étudiantes ont rarement à subir, avec autant de célérité, de telles sanctions. Même les flics responsables d’avoir volontairement amputés des passants d’un œil ou d’un bout de crâne ne prennent pas aussi chers et aussi vite. Tu peux être granremplaciste à l’Université, tu es protégé par les milliardaires qui menacent de couper leurs mécénats. Mais quand tu ne sais plus quoi faire pour exprimer ton horreur devant l’innommable, on n’attend pas 3 mois pour te priver de tout moyen de subsistance. Il n’avait qu’à exprimer l’horreur avec les bons mots et avec les bonnes personnes, en privé, et avec retenue.

    • 18 mois avec sursis au pénal, ça ne t’empêche pas de vivre de ton métier, et c’est la Justice, la vraie, celle que la société a désigné pour punir les crimes. Pour Julien, qu’est pas très malin, on te fait la démonstration qu’administrativement, on peut faire pire. Et c’est doublement bénéfique pour les génocidaires : ça envoie un avertissement sans frais. Vous pensiez pouvoir vous exprimer librement sur ce sujet particulier ? Choisissez bien vos mots, car ça pourrait vous coûter très cher. On te dit qu’il y a une liberté d’expression. Mais tu comprends, on a tous intériorisé que la Loi Gayssau, c’est uniquement pour les voix qui s’expriment sur l’action de l’état Israélien. Aujourd’hui, dans nos milieux, on t’explique que désigner un quidam de sioniste, c’est antisémite. Demain, ce sera de désigner le quidam de pro-israélien, qui va devenir un trope antisémite, un dog whistle, comme on dit dans les milieux qui savent mieux que toi ce que tu penses et ce que tu es (car oui, tu es un individu passionnément antisémite).

      L’historien Boucheron, d’ailleurs, suite à son passage chez Erner, il se prend un procès d’intention. Il n’a pas voulu changer de sujet au milieu d’une émission consacrée à un résistant à l’Allemagne nazie. Il a refusé de répondre à la question d’Erner sur un parallèle crétin entre hier et aujourd’hui. Il n’a pas compris Boucheron de quoi il s’agissait. Il a répondu « je vous laisse parler tout seul ». Conclusion : il est contre nous. Il est antisémite. Et qu’on se mette à en débattre dans nos cénacles, comme si l’accusation avait le moindre fondement dialectique. On t’a dit d’y réfléchir. Alors tu dis qu’il n’y a pas de fumée sans feu. Tu dis que Boucheron, assurément, il est antisémite, parce qu’il ne veut pas reconnaître l’évidence. La milice française qui rafle, c’est comme les pacifistes pro-palestiniens qui manifestent. Évidemment.

      En parallèle, tu vois l’information qui dit que les services de propagande israéliens ont un budget multiplié par 10. D’un coup, y-a plus personne pour te susurrer le un plus un. C’est silence radio. Ça n’existe pas. Ça existe en tout cas bien moins que l’histoire de ce complot contre les juifs qui voudrait qu’une certaine gauche ne rêverait que d’exterminer une partie de la population du fait de sa religion.

    • Boucheron à joliment envoyé chier Erner (il a sans doute besoin de réparer la faiblesse dont il a fait preuve initialement quant au macronisme… ). Lui ne diffuse pas du Soral du Dieudonné et des clichés antisémites.
      Être attaqué par la droite, par les sionistes est un point commun qui ne dit rien ici de l’essentiel. Il suffit de lire Thery sur l’antisémitisme soviétique pour savoir à quel genre de négationnisme il est prêt à contribuer.

  • Etienne Balibar : Affronter l’antisémitisme après Gaza

    Deux confusions pèsent sur nos luttes pour la justice après le génocide : l’une instrumentalise l’impératif de liquidation de l’antisémitisme, en identifiant judéité et sionisme. L’autre attribue la responsabilité des crimes perpétrés par Israël à la communauté imaginaire des « Juifs ». Il faut que nos Etats combattent ces confusions mortifères. Mais c’est à nous qu’incombe la responsabilité.

    C’est avec plaisir et un peu d’appréhension que j’ai accepté de présenter une communication dans cette conférence [1]. Elle porte sur une question essentielle, qui nous préoccupe tous depuis des années, et prend place dans un moment de très grande tension morale et politique. Ce qui fait toute la difficulté, mais aussi l’urgence d’y confronter une multiplicité de discours et d’engagements, pourvu qu’ils se plient à ce que Jürgen Habermas appelait l’éthique de la discussion et qu’on pourrait résumer ainsi : pas d’interdit, pas d’intentions cachées ni de soupçons de malveillance. C’est dans cet esprit que je suis ici.

    A la réflexion, j’ai voulu tirer bénéfice de la nuance syntaxique qui distingue l’anglais (langue du colloque) du français et j’ai intitulé ma communication : Resisting Antisemitism after Gaza : Moral and Political dilemmas. Dans ce titre on entend soit l’idée qu’après Gaza de nouvelles formes d’antisémitisme vont surgir, auxquelles il faut trouver le moyen de résister, soit l’idée qu’après Gaza la résistance à l’antisémitisme va se présenter dans de nouvelles conditions, qui exigent une adaptation de ses stratégies et de son langage. J’ai en tête les deux problèmes et j’essayerai de les examiner ensemble. On voit bien pourquoi : à travers sa reproduction continuelle et ses métamorphoses, l’antisémitisme n’a rien d’une essence immuable. C’est une formation historique relationnelle, qui se configure autrement à mesure que ses porteurs et ses victimes changent de place et de statut, en même temps que le cadre de leur rencontre. Et cette relation est périodiquement affectée par des événements dramatiques, qui font bifurquer le cours de l’histoire. C’est exactement le cas avec l’événement « Gaza ».

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/06/25/etienne-balibar-affronter-lantisemitisme-apres

    #antisemitisme

  • La NSS met en garde : des mesures de protection sont nécessaires pour préserver les enfants de l’antisémitisme

    La NSS souligne que l’éducation religieuse, les moments de prière collectifs et les activités extrascolaires peuvent alimenter des attitudes discriminatoires envers les Juifs/Juives et d’autres minorités

    L’éducation religieuse, les cultes collectifs et l’accueil de groupes religieux extérieurs peuvent constituer des vecteurs d’antisémitisme si aucune mesure de protection n’est mise en place, a averti la National Secular Society (NSS).

    Le ministère de l’Éducation a lancé une étude indépendante sur l’antisémitisme dans les écoles et les établissements d’enseignement supérieur en Angleterre. Cette étude vise à formuler des « recommandations pratiques » à l’intention du ministère et des responsables du secteur sur « la manière de prévenir, d’identifier et de lutter efficacement contre l’antisémitisme et d’autres formes de haine et de préjugés ».

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/01/16/appel-a-la-lutte-contre-lantisemitisme/#comment-74803

    #antisemitisme #gb

  • Penser l’antisémitisme contemporain

    Un publication : Bruno Quélennec & Salima Naït Ahmed (dir.), Penser l’antisémitisme contemporain. Anthologie critique, avec une préface de Michel Wieviorka, La Tour-d’Aigues, éditions de l’Aube, collection « voix et regards », 28 euros, 792 pages.

    2) Colloque international des 18-20 Juin au Campus Condorcet : Critical Theories of Antisemitism

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/01/16/appel-a-la-lutte-contre-lantisemitisme/#comment-74678

    #antisemitisme

  • À propos du sionisme chrétien - Börries Albrecht Conon August Heinrich Freiherr von Münchhausen (20. 3.1874 16.3.1945)
    https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6rries_von_M%C3%BCnchhausen_(Schriftsteller)


    Schloss Windischleuba (von 1880 bis 1945 im Besitz der Familie Münchhausen)

    Ce poète de génie complètement oublié figure sur la Gottbegnadeten-Liste de Goebbels. Le personnage est un exemple pour les origines communes et la collaboration entre nazis et sionistes. Une histoire de dingues pas si folle.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gottbegnadeten-Liste

    Verhältnis zum Zionismus


    Juda (1900)

    1899 befreundete sich Münchhausen mit dem jüdischen Künstler Ephraim Moses Lilien, der ihm anbot, seine Balladen zu Themen der Bibel zu illustrieren. Liliens Kreis von Rabbinern und Zionisten, so Münchhausen 1922, habe ihn zur Sonderausgabe Juda angeregt. Diese erschien im Dezember 1900. Die Balladen darin behandeln Figuren des Tanach als Helden wie in germanischer oder griechischer Mythologie, nicht sozial deklassierte, verfolgte, ermordete Juden der Geschichte Europas. Münchhausens damaliger christlicher Zionismus deckte sich mit dem Interesse des deutschen Adels, Juden weiter Zugang zu Offiziersberufen und höheren Justizämtern zu verwehren und sie auszubürgern. Darum hatte Kaiser Wilhelm II. bei seiner Palästinareise 1898 dem Führer des politischen Zionismus Theodor Herzl ein deutsches Protektorat in Palästina für ausreisewillige deutsche Juden in Aussicht gestellt.

    Juda erreichte bis 1922 mehrere Auflagen, wurde in viele Sprachen übersetzt und erschloss dem Autor neue Leser. Die zionistische Zeitschrift Die Welt warb fortan für seine Schriften. Im Gegenzug warb Münchhausen bei Lesungen für den Zionismus, den er als Beweis für eine mutige „Aristokratie der Juden“ ansah. Sein Werk wurde in vielen jüdischen Familien zur Bar Mitzwa verschenkt. Es verschaffte Lilien genug Einkommen, um den „Jüdischen Verlag“ und die Demokratisch-Zionistische Fraktion zu gründen, die jüdische Nationalkultur erneuern wollte.[14]

    In Juda vertrat Münchhausen einen programmatischen Philosemitismus, der die Ansiedlung von Juden in Palästina vorbehaltlos bejahte. In den Anfangszeilen reklamiert der Sprecher, er werde dem „geächtet Volk“ der Juden „die Stege aus Haß und Hohn zu deiner Jugend Glück“ zeigen und ihm unter der Losung „Zurück!“ die Wege weisen. Dies spiegelte in poetischer Form eine philosemitische Sicht auf den Zionismus und sein Nachdenken über die Möglichkeiten, dessen Ziele zu erreichen. Dabei grenzte er sich vom jüdischen Kollektiv ab und stellte sich ihm als „des Predigers Stimme in der Wüste“ (Jes 40,3 EU) wie ein Prophet gegenüber. In der Auswahl und Abfolge biblischer Figuren gaben seine Balladen negativen Episoden der jüdischen Geschichte eine positive Deutungsmöglichkeit.

    Zionistische Rezensenten, etwa Theodor Zlocisti,[15] begrüßten das Werk Juda daher durchweg als poetische Vorwegnahme ihrer politischen Hoffnungen. Sie lobten Münchhausens Sympathie für das Judentum und Unterstützung des Zionismus als beispielhaft und erklärten sie aus seiner Beschäftigung mit biblischen Stoffen oder aus einer allgemeinen Sehnsucht nach dem Fremden. Manche fragten jedoch auch, wieweit er sein poetisches Versprechen, Juden den Weg zu ihrem Glück zu zeigen, auch praktiziere.[16] Der Kulturzionist Martin Buber beschrieb Münchhausen in der Welt als deutschen Dichter, der die „jüdische Volksseele“ für tot und „entartet“ gehalten, dann aber durch Lilien Verständnis für sie entwickelt habe. Buber widersprach jedoch deutlich der Losung „Zurück!“: Rückkehr in eine poetische Vergangenheit sei nicht das Ziel der Zionisten, sondern eine neue Zukunft des Judentums.[17] Juda wurde ein Kerntext des deutschen kulturellen Zionismus.[18] Diese Balladen beeinflussten den jungen Stefan Zweig, der sie vermutlich durch Lilien in Berlin kennenlernte. Zweig war ab 1900 einige Jahre mit Münchhausen befreundet.[19]

    Morris Rosenfelds Lieder des Ghetto, von Lilien illustriert, beschrieben den Arbeitsalltag verarmter Juden in Osteuropa. Münchhausen begriff das Werk als Konkurrenz zu Juda und schrieb 1902 einen Verriss: Dichter und Zeichner seien ihm „völlig fremd, wo sich die sozialen Gedanken demokratisieren“. Er kenne das Judentum nur als stolz und aristokratisch, nicht als proletarisch und sozialdemokratisch. Er unterstellte dem Autor „Unkenntnis“ und beschrieb ihn mit antisemitischen Klischees als „heimatlos“ und „geschlagen mit dem ganz großen Fluche seiner Rasse“. Im Gedicht Mein Kind fand er Geldgier schon bei jüdischen Kindern. Liliens Bilder von Arbeitsgeräten, ausgebeuteten und hungernden Menschen seien „verunglückt“ und „verfehlt“. Durch diese Bilder zögen die proletarischen Lieder wie „Fürstenkinder“ ins Land, um dem verarmten Autor Einkünfte zu verschaffen. Er empfahl das Werk nur gebildeten Juden, als es schon in mehrere Sprachen Osteuropas übersetzt worden war und dort auch andere Leser fand.

    Münchhausens Sympathie für den Zionismus war rassistisch und sozialdarwinistisch begründet: Er schätzte nur Juden, die wie er an eine „jüdische Rasse“ glaubten. Laut Gronemann beschrieb er diese als „ältesten Adel der Welt“ neben dem „Schwertadel“, zu dem er sich zählte, und dem „Kaufmannsadel“, etwa der Fugger. Besonders im Judentum habe eine Auslese der Stärksten und Widerstandsfähigsten stattgefunden, indem die jahrhundertelange Judenverfolgung die Schwachen „ausgemerzt“ habe. Laut der Welt nannte er Zionismus „das Erwachen eines stolzen Adelsbewusstseins eines Edelvolkes“, das allerdings durch die vielen (auch jüdischen) „Plebejer“ keine Realisierungschance habe. 1904 lehnte er „die ihr Wesen und ihren Stamm verleugnenden Grossstadtjuden“ ab. Ursprünglich sei das Judentum durch „Anwendung des rein aristokratischen Grundgedankens“ groß geworden: „Menschenzüchtung durch Reinhalten der Rasse, Züchtung von gewissen, erstrebten Eigenschaften durch Verbindung von zwei Familien, bei denen diese Eigenschaften schon länger lebendig sind“. Darin glichen Juden dem Adel. Das habe ihn „bei diesem Volke immer so besonders angezogen, das mutige Verfechten dieser seiner Eigenart“.

    Wegen dieser Ansichten fand Gronemann Münchhausens „Werdegang vom Sänger jüdischer Kraft und jüdischer Helden zum deutschvölkischen Barden“ begreiflich: „Er schätzte das alte Judentum und die in der Tradition verwurzelten Abkommen der alten Makkabäer. Er verabscheute das Assimilantentum und begriff nicht, wie ein Jude etwa sich anders denn als Aristokrat fühlen konnte.“[20]

    Auch andere antisemitische Schriftsteller wie Julius Langbehn und Houston Stewart Chamberlain teilten damals Münchhausens Haltung: Sie bewunderten tief religiöse, konservative Juden, die ihre Religion mit einer Identität als eigenem „Volk“ gleichsetzten, und lehnten „moderne“, emanzipierte, individualistische und darum „wurzellose“ Juden ab. Sie sahen deren Kosmopolitismus und Anpassungsbereitschaft als gefährliches Unterminieren („Zersetzung“) der „rassischen“ Integrität und „völkischen“ Solidarität ihrer Gesellschaft. Laut dem Sprachwissenschaftler und Kulturhistoriker Lionel Gossman war die Berufung auf jüdische Zeugen und Quellen ein bei diesen Antisemiten beliebter rhetorischer Trick.[21]

    So bekannte Münchhausen sich 1930 nach den ersten großen Wahlerfolgen der NSDAP gegenüber Gronemann offen als Antisemit: „Sie sind Davidsternler, ich bin gewiß kein Hakenkreuzler, aber doch werden Sie begreifen, daß es mir als deutschem Schriftsteller peinlich ist, wenn in der deutschen Literatur Juden eine führende Stellung innehaben, aber das könnte noch angehen. Was für mich schlechthin unerträglich ist, ist daß sie diese Stellung zu Recht innehaben.“

    #nazis #philosemitisme #sionisme #histoire #antisemitisme #noblesse

  • Linkspartei und Antizionismus : Antisemitismus vergessen
    https://taz.de/Linkspartei-und-Antizionismus/!6182262


    „Die Versunkene Bibliothek“ des Künstlers Micha Ullman auf dem Bebelplatz in Berlin erinnert an die Bücherbrennung der Nazis 1933   Foto : Rolf Zöllner/imago

    Le journal TAZ est connu pour sa ligne anti-laïciste. Ce commentaire y ajoute le philosemitisme obsessionnei typique pour la gauche bien pensante qui nie le caractère impérialiste de l’état capitaliste allemand et trouve son bonheur dans la distanciation symbolique des méfaits de ses grand parents nazis.

    Avec les sionistes chrétiens états-uniens, qui oeuvrent pour la déstruction de l’humanié de laquelle les croyants s’élèveront comme êtres bénis ce sont les philosemites allemands qui croient en la mission historique d’Israël qui pacifie le proche orient comme leurs arrière grand parents on cru en la pacification de l’ennemi héréditaire d’outre Rhin.

    Quand le parti Die Linke commémore la censure nazie comme première étape de la persécution et la guerre totale sans évoquer l’antisemitisme sur chaque bout de papier disponible, cela est "pénible" pour les amis inconditionnels de l’état d’Israël.

    Ces idéologues de pacotille ne comprennent pas qu’ils font le travail des nazis historiques et modernes. La menace nazie concerne d’abord les auteurs et personnes qui ne sont pas juifs du tout.

    La première cible des nazis furent leurs adversaires communistes et socialistes puis les handicapés et infirmes qualifiés de trop chers pour les laisser vivre

    Reprenons l’argument juif fallacieux du TAZ :Pour les nazis les juifs firent partie des groupes qui par leurs gènes malsains constituèrent une menace pour la santé du peuple allemand. Chaque national-socialiste dut lutter pour la santé génétique des Allemands ariens et contre l’a propagation épidémieque des mauvais gènes qu’ils soient communistes, asociaux, juifs ou nègres. Pour les nazis tout fut génétique et héréditaire.

    On n’extermina pas les juifs simplement par antisemitisme mais parce que la science médicale et généique l’imposa. La menace juive exigea une attention particulière à cause de la confusion des gènes juifs et ariens déjà introduits. Les membres des races inférieures faciles à identifier ne constituèrent pas de problème. Le problème juif fut perçu comme particulier à cause de la proximité des juifs et des ariens. La lutte scientifique nazie consista alors dans l’identification et la séparation des juifs des populations européennes génétiquement saines.

    Vu d’aujourd’hui il n’y a rien de scientifique dans ces idées et pratiques, mais â l’époque on rencointra des idéologies, affirmations scientifiques et pratiques meurtrières également aux États Unis et dans l’empire colonial britannique.

    L’antisemitisme nazi et l’assassinat de population juives entières furent motivés et justifiés par les idées médicales et mis en pratique par les médecins du Reich. L’antisemitisme ne fut qu’une vielle mauvaise tradition alimentée par les classes au pouvoir qui entra dans l’idéologie nazie parce qu’elle fut assez simpliste pour les esprits sans formation médicale scientifique. La raison et le véritable moteur du crime du vingtième siècle furent l ’idéologie médicale et épidémiologique en particulier.

    L’antisemitisme du vingtiême siècle est moderne et scientifique. Il n’a en commun avec l’antisemitisme féodal que sa cible. Sa justification religieuse fut remplacée par la pensée scientifique médicale et darwiniste guidée par la logique de l’efficacité capitaliste qui s’étend à tous les groupes de personnes.

    Quand on situe aujourd’hui le sort des juifs au centre de son antifascisme on nuit à la mémoire de la plupart des groupes visés par la fureur exterminatrice nazie et on manipule la compréhension du monde présent afin de justifier chaque acte juif comme légitime défense. Le philosemitisme n’est que le revers de l’antisemitisme et partage son caractère inhumain. QED

    30.5.2026 von Ulrich Gutmair - In Berlin macht die Linkspartei eine Gedenkveranstaltung zur NS-Bücherverbrennung. Aber warum fehlen im Ankündigungstext entscheidende Begriffe?

    A m 10. Mai lud die Linke in Berlin dazu ein, auf den Bebelplatz zu kommen. „Lesen gegen das Vergessen“ hieß die Veranstaltung. Gemeinsam wolle man an die Bücherverbrennungen von 1933 erinnern und „ein Zeichen gegen Hass, Rassismus und das Vergessen“ setzen. Die Co-Vorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, teilte auf ihrem Instagram-Account mit: „Wir erinnern an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Bücher am 10. Mai 1933 in 22 deutschen Universitätsstädten verbrannt wurden.“ Auch Schwerdtner versprach noch einmal: „Wir werden nicht vergessen!“

    Vergessen wurde in der Ankündigung allerdings der Hinweis, dass die Mehrheit dieser Schriftstellerinnen und Schriftsteller jüdisch war. Die nationalsozialistische Propaganda begründete die Bücherverbrennungen so: „Der jüdische Geist, wie er sich in der Welthetze in seiner ganzen Hemmungslosigkeit offenbart, und wie er bereits im deutschen Schrifttum seinen Niederschlag gefunden hat, muss aus diesem ausgemerzt werden.“
    Illustration einer Ausgabe der wochentaz mit dem Titel „Egal war gestern“

    wochentaz

    Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

    In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

    Die sogenannte „Gesamtaktion gegen den jüdischen Zersetzungsgeist“ im Frühjahr 1933 folgte einem klar und deutlich formulierten Programm, für das es einen Begriff gibt, den sich deutsche Judenhasser bereits im 19. Jahrhundert selbst gegeben hatten: Dieser Begriff heißt Antisemitismus. Auch er bleibt in der Ankündigung der Linken unerwähnt. Seit der Einführung der Politik der „Blutreinheit“ im Spanien des 15. Jahrhunderts hat der Hass auf Juden eine rassistische Komponente. Antisemitismus ist trotzdem keine bloße Unterkategorie von Rassismus.
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    Semantische Verschiebungen

    Das lässt sich im Fall der Bücherverbrennung schon daran erkennen, dass bei Weitem nicht alle der Autorinnen und Autoren, deren Bücher von eifrigen deutschen Studierenden auf den Scheiterhaufen geworfen wurden, Juden waren. Den Nazis reichte, dass sie moderne Literatur produzierten, um sie unter dem Begriff des „jüdischen Zersetzungsgeistes“ zu subsumieren. Linke sollten das wissen.

    Wir sind geneigt, das Ausüben von Macht mit großen Gesten zu verbinden. Kleine semantische Verschiebungen aber weisen manchmal deutlicher als laute Parolen auf strategische Justierungen in Apparaten hin, die ihre Macht sichern oder vergrößern wollen.

    In Berlin wird im September gewählt. Der antizionistische Flügel hat auch innerhalb der Berliner Linken seine Macht ausgebaut. Wer den Kampf gegen den Zionismus für die vornehmste Aufgabe der deutschen Linken und Israel für ein neokoloniales Projekt weißer Überlegenheit hält, muss den Antisemitismus wohl vergessen. Dann aber sollte man auf pathetische Aufrufe „gegen das Vergessen“ verzichten. Weil dann wird’s peinlich.

    Ulrich Gutmair, Kulturredakteur

    Kulturredakteur der taz. Hat Geschichte und Publizistik studiert. Aktuelles Buch: „’Wir sind die Türken von morgen’. Neue Welle, neues Deutschland“. (Tropen/Klett-Cotta 2023).

    #Allemagne #antisemitisme #philosemitisme #nazis #iatrocratie

  • Pourquoi y a-t-il une recrudescence de l’antisémitisme ?

    Il est indéniable que les deux dernières années ont vu un accroissement de l’antisémitisme : au-delà de l’augmentation générale des manifestations de racisme sous toutes ses formes, il y a eu une recrudescence spécifique d’attaques, parfois spectaculaires, visant des Juifs en tant que tels. Traiter ce problème nécessite de poser un diagnostic correct quant à la cause profonde du phénomène.

    La multiplication des actes antisémites est évidemment corrélée à la séquence d’événements qui a commencé au Moyen-Orient avec l’attaque menée par le Hamas le 7 octobre 2023. Celle-ci marqua le début d’une offensive des plus brutales et meurtrières menées par les forces armées israéliennes dans la bande de Gaza : un bombardement intensif et indiscriminé de l’un des territoires les plus densément peuplés du monde, entraînant la destruction systématique de son tissu urbain, ainsi que des dizaines de milliers de morts directes, en plus d’un nombre encore inconnu de morts indirectes résultant du blocus, de la destruction des infrastructures sanitaires de Gaza, de la famine organisée et des conditions de vie très précaires sous des tentes.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/01/16/appel-a-la-lutte-contre-lantisemitisme/#comment-74405

    #antisemitisme

  • Le peuple et moi. François Ruffin cinéaste | RdLI | RdLI
    https://rdli.fr/articles/essai/le-peuple-et-moi-francois-ruffin-cineaste

    Parmi ses « films cultes », Ruffin cite aussi Monsieur Smith au Sénat (1939), toujours de Frank Capra, « le plus grand ». En tant que député, il ambitionne d’« être James Stewart à l’Assemblée », c’est-à-dire de se mettre en branle « pour affronter l’institution et [...] chercher ce qu’il reste de l’humanité dans le cœur des hommes1 ». Quand il parle de ce film, il évoque d’ailleurs surtout l’acteur James Stewart, qui s’est construit une persona (image publique) d’« homme du peuple associé [...] aux “devoirs civiques” et à une “morale inébranlable” », et qui, avec son allure et son élocution hésitantes, convoque « les valeurs populistes de la small-town America2 » (l’Amérique des petites villes).

    Faisons l’hypothèse que ces références n’ont rien d’anodin. Si on les met en regard des films de Ruffin (en partie réalisés avec Gilles Perret), on peut y lire la matrice, voire le fantasme originaire, de son action politique. Le George Bailey de La Vie est belle et le Jefferson Smith de Monsieur Smith au Sénat condensent peut-être la manière dont Ruffin se perçoit, comment il se construit comme personnage central de ses __films et comment il fabrique une certaine image du « peuple ».

    #altruisme_narcissique #cinéma #peuple #François_Ruffin

    • Ruffin ne compte pour rien, il vaut comme énième avatar du rouge-brun dont les mille nuances ont fleuri au cours de la contre-révolution capitaliste. Admettons-le, la Nouvelle droite a marqué le point. Une révolution culturelle s’est produite. De Soral à Dieudonné, de Guiraud à Thery, de Mélenchon à Bouteldja, ça emboucane et ça suinte de partout.

      En ce moment, Villepin fait parait-il un tabac dans les amphis. Fétus atomisés cherch. sauveur, un « désarroi déjà roi » (cf. la place accordée à JLM). Bheurk.

      Sinon, je connais pas assez la BD, mais je trouve extraordinaire le nombre de dessinateurs qui se sont prêtés à cette auto-hagiographie. Une BD de Ruffin sur Ruffin, wtf.
      Usuellement on fait faire ça par d’autres.

      #rouge_brun #gauche

    • Ruffin au Congo
      https://www.senscritique.com/bd/les_aventures_de_francois_ruffin_depute_reporter_picardie_splendor/critique/339436612

      Attiré par les extraits plus ou moins douteux qui traînaient sur Twitter, j’ai lu cette « BD » de François Ruffin (entre autres) composée de plusieurs saynètes, illustrées chaque fois par quelqu’un de moins talentueux que le précédent (c’est visuellement extrêmement laid) où il se met en scène en train de régler les problèmes des pauvres.

      Dans le seul film que j’ai vu de lui : Merci Patron on était déjà face à un écueil similaire, le mec ne sait pas s’effacer, il doit se mettre en avant, dire « moi je ». S’il n’est pas le héros, le sauveur, il ne se sent pas bien. Il veut être reconnu comme tel et donc là il va tartiner son héroïsme pendant 80 pages de BD (vendues 22€ en physique, donc bien au dessus du prix du marché, qui va acheter ça à part moi parce que je suis un connard cynique ?)

    • je connais rien à la BD, mais je sais pas si on peut qualifier Jul (le correcteur dit "Nul) de simple exécutant. ce gros vendeur est connu, et pas seulement comme artiste (caniche) de Macron lors d’une visite officielle en Chine en 2018.

      Sinon, vu la manière dont R.F. fait sa pub, on apprend des choses qui viennent compléter un tableau profondément repoussant. En 2017, Il a publié un livre sur sa visite d’un hôpital psychiatrique, Un député à l’HP.

      il a un côté Trump se mettant en scène dans un avion militaire qui bombarde N-Y de merde. comme à défaut de n’être point offensant il est (presque) inoffensif, il a enfin réussi à faire du bien, tout le monde rigole.

      #politique #pourriture

    • @biggrizzly Le fil sur Mastodon épinglé ici aussi hier par @monolecte dans un autre fil Seenthis.
      https://seenthis.net/messages/1169245#message1172569
      Plutôt que l’égo boursouflé de Ruffin et sa BD qui semble l’être tout autant (je ne l’ai pas lu et je pense que je vais m’en dispenser) American Splendor est un chef d’œuvre et son auteur un héros de l’édition underground. Lui aussi a fait un film de sa bande dessinée. Une interview de Harvey Pekar dans The Comics Journal
      “There Are Just Some Times When You Can’t Deal” : A Previously Unpublished Interview with Harvey Pekar
      https://www.tcj.com/there-are-just-some-times-when-you-cant-deal-an-unpublished-interview-with-harv
      et un autre TCJ avec son ex compagne. Joyce Brabner, 1952-2024.
      https://www.tcj.com/joyce-brabner-1952-2024

      #Harvey_Pekar #American_Splendor
      American Splendor ≣ 2003 ≣ Trailer
      https://www.youtube.com/watch?v=HerH_v1Bw14

      @colporteur From Krakow to Krypton et The Jewish Graphic Novel , deux ouvrages qui explorent en détail les liens entre la bande dessinée et le judaïsme.
      https://www.nebraskapress.unl.edu/jps/9780827608436/from-krakow-to-krypton

    • S’agit de faire mieux que ce branleur de Karl Marx qui siégeait même pas au parlement et aussi bien que Harvey Pekar. Et alors ? Vous êtes contre l’ambition ?

      Bref. Amiens est splendide, certes (surtout ripolinée comme la ville l’est désormais). Ruffin, lui - tout le monde l’aura compris - n’est qu’un de ses fientes.

      Sinon, @vanderling, merci, mais si j’ai bien noté American splendor comme digne d’intérêt (sans savoir par quoi commencer parmi ce qui est dispo en français), grâce au crapaud de la Somme qui se voudrait aussi beau que le boeuf réputé magique dont il se réclame en matière de BD, je crains de continuer à pas savoir grand chose ni de la BD ni du judaïsme. à dire vrai mon insistance depuis plus de deux ans quant à ces histoires (de minoritaires) tient davantage à l’importance que revêt l’antisémitisme qui me parait au principe d’un racisme (éventuellement de masse) qui n’a pas attendu l’invention des races biologiques du XIXeme pour exister et qui perdure (et donc doit se renouveler) au-delà de ses prétentions scientifiques passées. C’est davantage le majoritaire (pas nécessairement en nombre), comment il se constitue qui m’importe. Les ressorts de la normopathie ordinaire, et la manière dont ils sont remis en tension / utilisés ("Moscovici ne parle plus français, il parle la langue de la finance internationale", citation approximative de JLM, par exemple).

      #melon_d'Amiens

    • Ruffin se lance dans la BD, et c’est un naufrage politique
      https://contre-attaque.net/2026/05/16/ruffin-se-lance-dans-la-bd-et-cest-un-naufrage-politique

      (...)

      Dans les dialogues mais surtout dans les dessins, ces pages empruntent de façon criante au registre colonial. Ici, les deux corps non-blancs sont menaçants, grimaçants, colériques et instables. Ils ne maîtrisent pas leurs émotions, contrairement aux agents en uniforme et à François Ruffin. Le député est représenté comme conquérant, droit, tout en maîtrise. Ferme mais juste. Plutôt que de se joindre au passager maghrébin, le seul qui a une réaction normale, à savoir protester contre des contrôleurs et des flics racistes qui dérangent tout le monde, il le corrige. Il le fait taire.

      (...)

      Cela ressemble à un suicide politique. À moins, tout simplement, que Ruffin ne s’adresse plus à la gauche.

      (...)

    • @colporteur Tu dis ne pas savoir par quoi commencer parmi ce qui est dispo en français. Je te conseille son anthologie éditée par Çà & Là, en 3 volume 19€ chaque. Et logiquement disponible dans toute bonne médiathèque digne de ce nom.
      https://www.caetla.fr/_Harvey-Pekar_
      H. Pekar & R. Crumb

      judaïsme et bandes dessinées.
      Un petit extrait de son interview dans The Comics Journal « Il y a juste des moments où on ne peut pas s’en sortir » que je signalais plus haut :

      Les Arabes palestiniens ont été traités plus durement que tous les autres Arabes. Ils n’ont même pas eu la moindre chance d’accéder à l’autonomie. C’était l’un de mes arguments ; c’est un sujet qui demande beaucoup de temps à développer. Et puis, leur recours à la force… c’est une chose d’utiliser la force si c’est pour vraiment obtenir quelque chose. Je ne suis pas pour partir en guerre, ni rien de ce genre, mais si l’on doit faire la guerre, c’est qu’il faut en tirer quelque chose. Et ces guerres qu’Israël mène, ils vont devoir continuer à les mener tant qu’ils existeront, à moins qu’ils ne changent leur politique. Je suis entré dans les détails et j’ai fait beaucoup de recherches à ce sujet. Puis je l’ai envoyé à l’éditeur, qui m’a demandé de le restructurer, et entre-temps, j’ai fait équipe avec un très bon illustrateur. Il s’appelle JT Waldman.

      Harvey Pekar à profondément ausculté la domination et les agressions multiple d’Israël envers la Palestine. Après je n’en sais pas plus que ça de ses réflexions sur le judaïsme, ses conclusions et sa collaboration avec l’illustrateur JT Waldman.

      Pour revenir à ton seen initial, Ruffin est sûrement plus fasciné par les super-héros marvel que par la BD underground. François le MadMan qui se prend pour un super-héros. Super Zéro oui.

    • BD : On a retrouvé Félix le « Maghrébin » de Ruffin !
      https://www.youtube.com/watch?v=xEr_9shMBYs

      sans vouloir gâcher la rigolade renouvellée, cette chaine YT fait aussi dans le Collon, Bouteldja, il est donc possible de douter de de sa fiabilité.

      edit il y a aussi du Seba, Aberkane, Chouard, Alsoumi (d’ Urgence Palestine ; pour lui, l’islamophobie est une stratégie créée par Israel), Youssef Hindi (publié par Kontre Kulture), #Mizane est un site conspi et antisémite, une émanation des Éd. AlBouraq, qui tiennent la librairie éponyme et la « Librairie de l’Orient », qui vend de nombreux livres des éditions Kontre Kulture (Soral). On y trouve aussi le négationniste Garaudy.

      c’est une fois de plus incompréhensible que des Gresh, Mauduit, Cypel, Bégaudeau (bien que...) etc. acceptent de participer (si l’antisémitisme est résiduel, faut-il remettre une pièce dans la machine ?).

      nous voilà toujours plus cernés par les racelards.

      #racisme #antisémitisme

    • @48polopolo

      40:53 Je suis d’Amiens et j’en peux plus de Ruffin, l’année passée il est venu à l’usine ds laquelle je bossais car celle ci était menacée de fermeture (elle a fermé depuis), et tu vois qu’il vient en mode sauveur, super héros des prolétaires et tu sens trop à la fois cet égo démesuré d’1 côté et de l’autre le mépris inconscient qu’il a pour nous les ouvriers. Il ne a parlé d1 manière insupportable comme s’il fallait se mettre à « notre niveau », comme s’il était lui aussi un prol, comme si on était des débiles, et l’expression « la France qui pue des dessous de bras » qu’il emploiera qq tps plus tard ds les médias est tellement parlante de sa personnalité... Mais en gros il vient comme un récolteur des doléances des ouvriers pour les répéter ensuite à la tv ou à l’assemblée pour se mettre en avant et dire que lui est au contact du « peuple qui souffre » et du coup le comprend, mais à aucun mmt il tente d’orienter vers une lutte ouvrière ou un rapport de force... C’est paternaliste au possible, dénigrant et égocentrique un truc de fou, il se croit tellement le haut parleur/porte parole du prolétariat car on serait incapable de le faire et de poser des mots sur nos conditions...

      Et concernant le « respecter la police » un peu ds le mm genre quand il était venu devant notre usine il y avait des médias et à un moment donné on leur avait demandé de nous laisser nous entretenir entre nous les ouvriers et Ruffin ; certaines médias n’ont pas respecté cette doléances de notre part (en plaçant une perche sonore en scred pr ns écouter) et j’ai pousse un coup de gueule contre eux en disant qu’ils n’étaient même pas capables d’avoir du respect pour des dizaines de mecs qui allaient se retrouver au chômage et qu’ils n’avaient aucune morale, éthique et qu’au fond ils étaient des rapaces, Ruffin m’est à moitié tombé dessus en disant qu’il ne fallait pas que je m’énerve contre eux car mm si ds le fond j’avais raison il fallait être conscient qu’on avait besoin d’eux (sachant que c’est très certainement lui qui les avaient fait venir car à tout nos rassemblements précédents on ne les avaient pas vu et on n’avait jms réclamé leur présence 🤷) pour faire porter notre voix... Cette scène m’a vraiment fait penser à ce moment où il se place au-dessus de la mêlée, au dessus de moi en l’occurrence, ouvrier qui ne serait pas capable de gérer sa colère mm ds un moment où elle serait légitime, je vais perdre mon emploi, je me fais enregistrer ac mes collègues à notre insu ds un moment d’organisation de notre mouvement... Il ne se rend mm pas compte de son côté « sauveur autoproclamé » ms qui au fond ne sert à rien... Il avait son p’tit carnet et je ne sais pas ce qu’il a fait de ces p’tites notes prises lors de cette échange...
      Nb : il y avait Deffontaines du pc qui était là aussi et il a été infichu d’exister et de porter un discours quel qu’il soit... Il est dramatique lui aussi ds un autre genre

      Ps : pour être qd même un peu d’eau ds mon vin il est vrai que Ruffin est qd même présent, mm s’il le fait très mal, ds les usines et les luttes ouvrières et je pense que LFI devrait se saisir plus souvent de ce genre de moment de lutte ouvrière (mm s’ils le font ce n’est pas assez à mon avis)

      https://www.youtube.com/watch?v=L1b9XnzKwO8&lc=UgyAF7KJ-SzE_PlIBsd4AaABAg

    • Concernant le témoignage, a priori ce Félix ne raconte pas de bobards puisque Ruffin a reconnu les faits (par contre oui le média sur lequel il s’exprime est tout pourri).

      J’aime bien ce que dit Geoffroy de Lagasnerie, qu’en gros Ruffin quand il doit se positionner sur quelque chose qui sort de ses combats habituels, eh bien il dit systématiquement des trucs de droite :
      https://piaille.fr/@0xdefec7edcafe/116614549796117644

    • Geoffroy de Lagasnerie dès l’entrée « même si, je redis encore que je voterai pour lui, que je le soutiens etc » mais nan voila encore ou nous mène le concept de projection politique sur l’homme érigé en bite centrale, le héros, la star politique. Nous serions ses moutons obligés, c’est exactement comme la projection amoureuse, de l’emprise mentale qui ignore les comportements et actions de la personne pour persévérer dans ses propres croyances qui dénient le grand splash bouseux final.
      Ruffin se torpille tout seul, mais c’est la suite logique de sa mégalomanie (qui s’accompagne d’une cécité totale de l’Autre) il a toujours été imbu, réac et pue de dessous ses idées. Ses films étaient déjà insupportables et dégoulinants de mépris des classes populaires ou des femmes. Nan mais, rien que le titre « Debout les femmes » je fuis, de quel droit il vient dire aux femmes ce qu’elles doivent faire ? et si tu arrives pas à saisir l’injure, imagine un film de Ruffin avec pour titre « Debout les noirs ».
      Ce type est devenu rapidement l’archétype du mâle blanc nourri de ses privilèges qui lui permettent d’être LE donneur de leçon, vraiment d’une autre époque, celle de la domination coloniale, du patriarcat et du racisme.
      Un combo !
      Geofroy, parle nous d’art, c’est ton domaine, pour le reste, allez vous lécher entre vous mais qu’on n’ait pas à suivre vos soutiens puants.

      Et quand même, ce type est censé être journaliste et arrive à pondre des fakes énormes pour déformer la réalité à sa gloire, mazette, la honte.
      https://seenthis.net/messages/1173404#message1173578

    • Ah mais oui je suis d’accord que Lagasnerie est à peine moins problématique (je mets ça un peu dans le même sac que Bégaudeau, des mecs à l’égo boursouflé qui s’écoutent parler) mais je trouvais sa remarque pertinente. Ruffin je l’ai toujours trouvé ridicule par rapport à ses fantasmes sur le vie ouvrière, courant de tournois de foot en fêtes de la saucisse et présentant ça comme l’alpha et l’oméga de la culture des pauvres, se rapprochant par là plus d’un Patrick Sébastien que d’un Jean Jaurès des temps modernes.

    • Ce n’était pas contre toi @alexcorp ! Je suis contente d’être sur seenthis pour me sentir moins seule. J’ose même plus parler de mon aversion pour ces bouses de petits coqs du pouvoir. Donc je suis ravie que tombent les masques et n’allons pas se fourvoyer avec ces mégalos qui prennent la vulgate pour stupide.
      Je pense aussi à Branco qui fait sa petite campagne et auquel les gilets jaunes qui se sont formés dans le froid des ronds-points s’opposent à Toulouse parce qu’ils ne veulent surtout pas d’un chef autoproclamé. Il est temps d’arrêter ce cirque ridicule de la vem république qui offre un boulevard aux tyrans et la course à la mégalomanie.
      La chute prévisible et lamentable de Ruffin est exactement le chemin tracé par cet obsolète système politico-médiatique. Tant que les dégâts que cela engendre sur le cerveau ne sont que risibles, rions, celleux qui s’engagent en politique pour y gagner quelques millimètres de gloire sont dangereux pour les valeurs de notre belle france et de son drapeau et de ses barbelés de frontières. Envie de faire dérailler la belle franfrance dans son traintrain patriotico fasciste seriné tous les jours par les assoiffés mégalos du pouvoir.

    • Cernés, suite

      Derrière le témoignage accablant de Félix Barrès, qui accuse François Ruffin de l’avoir essentialisé comme « un arabe » dans sa BD alors qu’il se revendique « Français de souche », apparaît aussi le parcours d’un journaliste converti à l’islam aux positions pour le moins ambiguës sur le djihad

      https://www.lopinion.fr/politique/des-gens-qui-vont-combattre-en-syrie-dune-maniere-rationnelle-le-vrai-visag

      choisir Mizane pour témoigner, c’était étrange, on nous propose une explication ... sous #paywall

    • Explication empreinte d’une certaine #islamophobie en l’occurrence ...

      https://justpaste.it/njbq9

      Il y a trois liens vers des enregistrement Soundcloud sur la page d’origine mais ils n’apparaissent pas sur la page que j’ai pu sauvegarder :

      1) Félix Barrès et sa conversion
      https://soundcloud.com/robinv-3/felix-barres-et-sa-conversionwav

      2) Félix Barrès et son entourage :
      https://soundcloud.com/robinv-3/felix-barres-et-son-entouragewav

      3) Félix Barrès et le Jihad :
      https://soundcloud.com/robinv-3/felix-et-le-jihadwav

      J’espère que vous arriverez à écouter tout ça sans vous créer de compte. Perso, je n’ai pu y échapper.

      L’Opinion est un quotidien français lancé en mai 2013 par Nicolas Beytout, ancien président des Échos et ancien directeur des rédactions du Figaro. Le journal revendique être pro-business[3]. Il suit une ligne qui s’affirme « néolibérale » selon Marianne.
      Le quotidien est édité en version imprimée et en version numérique.
      L’Opinion appartient à Bey Media, propriété à 100 % d’Ufipar, une filiale de LVMH.
      Son siège est situé à Paris.

      https://fr.wikipedia.org/wiki/L%27Opinion_(quotidien_fran%C3%A7ais)#

      Quel sombre brouet calomniateur tu nous a livré là @colporteur ...

    • Merci @sombre, pas besoin de s’inscrire pour écouter depuis seenthis les 3 fichiers audio !

      L’article raciste de l’opinion ne fait pas la différence entre être arabe et être musulman, avec en non-dit que s’être fait humilier par ruffin devient logique. Super puant.
      La base sempiternelle du caniveau de l’extrême droite, entre amalgamistes et confusionnistes, ils sont fins prêts.

    • Merci @sombre pour l’éclaircissement. Je me demandais d’où sortais ce type, et, pour lui comme pour Gresh et les autres cités plus haut, comment on peut accepter de faire un truc pour cette immondice de Mizane. La question reste posée mais a priori tous ceux qui se commettent sur un tel site sont soit dépourvus de tout sens politique, soit abusés, soit bien louches. Personne ne leur posera la question.

      Ce qui me frappe dans ce qu’il dit c’est qu’il émet l’hypothèse qu’il y a 30 ans il aurait pu satisfaire son besoin de transcendance (c’est moi qui choisi ce terme) grâce à l’existence de "grands penseurs qui n’existent plus". Encore et toujours « l’âme d’un monde sans cœur (...) l’esprit d’une époque sans esprit » ....

    • pour @touti et pour les autres (+10 pour tes commentaires touti)
      je viens de refaire le plein dans ma médiathèque préféré et les bibliothécaires ont eu.e un coup de coeur pour la dernière BD de #Marc_Dubuisson (43 ans, je le croyais plus âgé) le dessin (strip de 6 cases par page) est minimaliste mais les dialogues sont exquis.
      Pour Ruffin même le bisou à un flic de Renaud me semble moins gênant. Dubuisson propose une playlist antifa à la fin de son album (pour les possesseur de smartphone) scanner un QRcode pour une écoute sur Qobuz ou Deezer, il boycotte Spotify (fasciste et xénophobe) ici aussi il y a des playlists antifa de @cdb_77 & @sinehebdo Je tague Marc_Dubuisson car je suis sur qu’il est déjà là sur seenthis.
      Amour, fascisme et CDD édité chez Delcourt (2026)
      c’est frais et percutant à la différence de Ruffin qui sent le moisi et le velours de l’AN.
      https://www.editions-delcourt.fr/bd/series/serie-amour/album-amour-fascisme-et-cdd

    • merci @arno depuis Marc Dubuisson a quitté le X de l’autre facho et il a migré sur Mastodon.
      https://piaille.fr/@unpied
      Une Case extraite de sa BD « Amour, fascisme & CDD »


      Ce serait le pied s’il ouvrait un compte ici

      Dubuisson Seenthis c’est bon aussi

    • Je me souviens @touti d’un autre de tes commentaires ou d’un de tes seen à propos de l’élection de Ruffin comme député (sous étiquette LFI/NFP). Tu disais pis que pendre à son sujet et je trouvais que tu y allais un peu fort. Faut croire que tu avais cerné le bonhomme alors que je pensais que le NFP était révolutionnaire. Des révolutionnaires à l’assemblée nazionale avec braun-pivet au perchoir, suis-je bête, j’ai sacrément déchanté depuis et je suis pas loin de dire comme les anars « élections pièges à cons ». Ruffin n’a même pas l’excuse d’être girouette, il mouline tellement entre sa circo, l’AN, Fakir, son cinéma, ses réseaux... et le syndrome d’être indéboulonnable qu’il croit faire partie de l’histoire de france. Combien de fois je l’ai écouté sur des plateaux télé et non je devais avoir du mou de chat à la place du bulbe pour croire à ce mec là. Tu me diras avoir du mou de chat à la place du cerveau en regardant la télé c’est un peu normal, c’est même fait pour ça et le pire c’est qu’ils le savent.

    • @colporteur

      Ce qui me frappe dans ce qu’il dit c’est qu’il émet l’hypothèse qu’il y a 30 ans il aurait pu satisfaire son besoin de transcendance (c’est moi qui choisi ce terme) grâce à l’existence de "grands penseurs qui n’existent plus". Encore et toujours « l’âme d’un monde sans cœur (...) l’esprit d’une époque sans esprit » ....

      Cela m’évoque le concept de l’#anomie :

      Conséquence d’une politique antisociale

      Une anomie pourrait être suscitée par une propagande promouvant l’isolement ou même la prédation plutôt que la coopération. Ce serait la manifestation d’une politique antisociale.

      « Si l’anomie est un mal, c’est avant tout parce que la société en souffre, ne pouvant se passer, pour vivre, de cohésion et de régularité. Une réglementation morale ou juridique exprime donc essentiellement des besoins sociaux que la société seule peut connaître[3]. »

      -- Émile Durkheim, De la division du travail social

      https://fr.wikipedia.org/wiki/Anomie

      Maintenant, si l’on met en exergue que seules les « religions du Livre » (monothéisme révélé) sont le moyen de retrouver une coexistence pacifiée entre les différentes composantes d’une société donnée , ce n’est pas pour moi, en tant que « gauchiste », la meilleure voie à suivre. Mais bon, normalement, les lois de 1905 devaient permettre à toutes ces communautés religieuses de vivre en bonne intelligence. Ce n’est qu’un siècle plus tard (2004) qu’on a pu constater qu’il n’en était rien.

      Je viens de tomber sur une communication du Conseil d’état à propos d’une étude annuelle intitulée « Un siècle de laïcité », document de plus de 200 pages A4 ... Je pose ça ici, pour mémoire et je me plongerai là-dedans pour y détecter les biais qui ont conduit la société française aux errements que nous connaissons aujourd’hui.

      https://www.conseil-etat.fr/publications-colloques/etudes/etudes-annuelles/un-siecle-de-laicite-etude-annuelle-2004#3

    • @vanderling faut voir aussi que Ruffin a mué politiquement, sans doute transformé et pourri par son expérience du pouvoir. Même si depuis toujours il est complètement nul sur les sujets qui sortent de son ouvriérisme paternaliste, il était quand même un poil plus « exigeant » politiquement il y a quelques années (je me souviens de lui, discutant avec Filoche et se moquant de Hamon car trop mou, eh bien voilà maintenant il marche main dans la main avec Faure, la belle affaire).

    • @sombre Dans mon Robert (2001) deux définitions pour Anomie

      1 — anomie nf sociol . Absence ou désintégration des normes sociales. ETY. Du gr. Anomia « désordre » anomique.
      2 — anomie nf Mollusque bivalve à coquille rose nacrée, à allure de petite huître.

      La deuxième définition correspond mieux au député Ruffin. Il appartient bien à la classe des mollusques comme nombre de ses coreligionnaires du parlement. Accroché·e·s à leurs sièges tels des berniques à leur rocher.

      Ruffin a mué politiquement, sans doute transformé et pourri par son expérience du pouvoir.

      @alexcorp
      ça ira peut être mieux en France quand ils inscriront dans le marbre le bannissement et la proscription pour tout élu·e·s qui trahit ce pour quoi il l’a été justement. Pour trahison, délit d’initié, parjure, cumuls de mandats, favoritisme, etc... Ainsi que la comptabilité et la reconnaissance des votes blancs et des abstentions dans tous les modes de scrutin. Leurs élections seront un peu plus crédibles et les électeurices un peu plus volontaires face aux urnes. Alors la citation de L. Latzarus sera contredite « En démocratie, la politique est l’art de faire croire au peuple qu’il gouverne ».
      Mais je suis un éternel idéaliste et je sais bien que c’est le parlement qui a le pouvoir législatif et que ces empaffé·e·s ne légifèrent jamais contre leurs classes de bourgeois. La ploutocratie a encore de beaux jours devant elle. Quand leur pouvoir vacille ils déclarent la guerre, enfin ils utilisent le populo comme chair à canons. L’histoire est pleine de conflits sanglants en perpétuel recommencement et ils sont de plus en plus meurtrier avec « la guerre moderne » les drones et autre saloperies, les génocides, les conflits sans fin.
      Et Ruffin qui y va de sa moraline et que tout irai mieux si on l’écoutait. Mais qu’il ferme sa gueule et qu’il se fasse oublier. S’il avait un tant soi peu de fierté, il se planquerai sous un rocher et qu’il se contente de pointer, comme nombre de ses collègues, au palais-bourbon en priant que son indemnité parlementaire tombe encore de nombreuses années tant qu’il bernera son électorat.
      Élu député depuis 2017 LFI puis LFI/Nupes et actuellement avec un groupe écologiste depuis sa dissidence des insoumis . C’est quoi le prochain ? Debout la France ?
      https://fr.wikipedia.org/wiki/Debout_(parti_politique)

      Le nom proscription désignait jadis une mesure coercitive prise contre certaines personnes en période de troubles civils graves et, en particulier, désignait le bannissement pour menace à la sûreté de l’État, qui interdisait au proscrit l’accès du territoire français. Mais ce nom doit pour l’essentiel sa triste renommée au sens qu’il avait dans l’Antiquité romaine, quand il désignait la condamnation à mort de citoyens par le pouvoir, et ce, sans décision de justice, pour la simple raison qu’ils déplaisaient aux hommes alors à la tête de l’État. Cette condamnation était rendue publique et exécutoire par le simple affichage du nom des proscrits dans le Forum. Les plus célèbres et les plus tragiques de ces proscriptions sont celles qui furent commandées par Marius et Sylla. Aujourd’hui le mot proscrit désigne plus ordinairement une personne qui se voit refuser l’entrée d’un cercle, d’un salon etc.

    • fils de cadre à l’"ouvriérisme" de manager (n’insultons pas LO à tort et à travers ah ah ah), patron de presse égotique, candidat qui se pousse du col limite macronard. fiente bourgeoise.

      sinon, -"l’esprit d’un monde (ou d’une époque, selon les traductions) sans esprit"_, c’est Marx à propos de la religion, juste avant le passage trop souvent cité tronqué, ce qui réduit la critique (l’analyse) à une dénonciation, « la religion est l’opium du peuple ».

      par ailleurs, la fiction d’un parlement qui légifère date d’avant 1958-1962, le parlement ne légifère pas réellement, il est lieu d’un théâtre où sont entérinés les projets de loi gouvernementaux à condition que le gvt y trouve son intérêt (catégorie composite et variable ou l’exigence de maintenir la démocratie fictive peut cesser de jouer).

      Ruffin vient de faire ce qu’il fallait pour conforter JLM. sauf que lorsque pas tout à fait dépourvu de jugeote ce dernier déclare qu’une mobilisation populaire sera indispensable à l’action d’un futur gouvernement de transformation, personne n’ignore au fond que chaque jour ces propos sont démentis par la pratique réelle d’une France « insoumise » au garde-à-vous devant son leader, ce qu’on se doit de considérer comm l’indice d’une aptitude plus générale à la soumission volontaire.

    • Et pour parfaire l’enterrement politique, voila un article du Monde sur L’Amour et la Révolution un livre de Johanna Silva sur la relation toxique de ruffin.

      Johanna Silva : « Que François Ruffin se soit comporté avec moi comme il l’a fait, c’est aussi un problème politique »

      https://www.lemonde.fr/livres/article/2024/03/17/johanna-silva-que-francois-ruffin-se-soit-comporte-avec-moi-comme-il-l-a-fai

      Johanna Silva, elle aussi, a d’abord ravalé sa colère. Cinq années durant, elle s’est tenue aux côtés de François Ruffin, épousant ses idées, veillant sur lui et prenant en charge nombre d’aspects logistiques – chercher une salle, acheminer la sono, animer la discussion, récupérer le micro… Elle a tenu un rôle important dans le succès du film Merci patron ! (2016), puis dans la campagne qui a permis au rédacteur en chef du journal Fakir d’entrer à l’Assemblée nationale, où elle a été sa première assistante parlementaire : « “L’intendance suivra.” C’est-à-dire Johanna », résumait le député à propos de cette militante incontournable qu’il saluait à la fois comme son « bras droit » et sa « compagne de route ».

      #Johanna_Silva

  • Les Londonien·nes juifs/juives méritent de vivre sans crainte – nous prenons des mesures pour garantir leur sécurité

    En ces temps sombres, nous devons soutenir nos voisin·es juifs/juives, comme l’ont fait des générations de Londonien·nes avant nous

    Les Juifs et les Juives vivent dans la peur – une peur qui s’est installée depuis des années, mais qui s’est intensifiée ces dernières semaines. Elle s’immisce désormais dans tous les aspects de la vie quotidienne : aller chercher les enfants à l’école, se promener dans la rue principale, manger au restaurant, se rendre à la synagogue le jour du Shabbat.

    Des ami·es et collègues juifs/juives m’ont confié qu’elles et ils se surprenaient désormais à regarder par-dessus leur épaule en public et à s’inquiéter que leurs enfants portent des symboles religieux. C’est déchirant. Il est tout à fait inacceptable que les Juifs/Juives soient contraint·es de vivre ainsi.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/05/04/les-londonien·nes-juifs-juives-meritent-de-viv

    #antisemitisme

  • Londres : nouvelle attaque antisémite gravissime.

    Deux hommes juifs, âgés de 76 et 34 ans, ont été poignardés à Golders Green, quartier du nord de Londres où vit une importante communauté juive, mercredi 29 avril.

    Cette nouvelle attaque au couteau est considérée comme « terroriste » par la police et survient après une série d’incidents à caractère antisémite dans ce secteur ces dernières semaines. Hospitalisés, ils se trouvent dans un « état stable »,

    Le suspect a été arrêté peu après l’attaque pour tentative de meurtre. Il a « des antécédents de violence grave et des problèmes psychologiques », a déclaré la police.

    « Les mots de condamnation ne suffisent plus »

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/01/16/appel-a-la-lutte-contre-lantisemitisme/#comment-73890

    #antisemitisme

  • Une minorité britannique est confrontée à une menace meurtrière dans nos rues.
    Où sont donc les soi-disant antiracistes ?

    Alors que les Juifs/Juives sont confronté·es à la menace mortelle de l’antisémitisme, elles et ils ne devraient pas être livré·es à elles ou eux-mêmes. Il est temps que leurs compatriotes britanniques se mobilisent

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2026/may/01/antisemitism-racism-jews-britain

    **

    La majorité modérée doit se mobiliser dans la lutte contre l’antisémitisme

    L’attentat terroriste perpétré dans ma circonscription a laissé les Juifs et les Juives britanniques comme moi dans un sentiment d’isolement et de peur. Mais j’ai été témoin d’une véritable solidarité à l’œuvre – je sais que c’est possible

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2026/may/02/moderate-majority-fight-against-antisemitism-british-jews

    #antisemitisme

  • Gustav Freytag #antisemite ?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Freytag

    Le conflit autour de l’ #antisemitisme allemand existe depuis bientôt deux cent ans. Depuis 1945 on doit lui ajouter le #philosemitisme, technique de disculpation d’anciens meurtriers nazis et de leurs héritiers. La réception de Soll und Haben , est marquée par les méandres du récit allemand de l’antisemitisme, et récemment de l’ #Aufarbeitung et de la #raison_d_état allemande.

    Aufgrund seines Romans Soll und Haben, der 1855 erschien, wurde Freytag nach dem Zweiten Weltkrieg wegen seiner angeblich antisemitischen Tendenz zum Teil heftig kritisiert. Deutlich wurde dies in der Debatte um die Verfilmung von Soll und Haben im Jahr 1977 durch Rainer Werner Fassbinder, die letztlich zur Aufgabe des Projekts durch den WDR führte. Hauptgrund hierfür ist die Darstellung des gewissenlosen, amoralischen und habgierigen jüdischen Kaufmanns Veitel Itzig, den Freytag der Figur des redlichen, von hohem Arbeitsethos geprägten Protagonisten Anton Wohlfart gegenüberstellt. Andererseits hat Freytag sich in mehreren Aufsätzen (Der Streit über das Judentum in der Musik, gegen Richard Wagner, sowie Über den Antisemitismus. Eine Pfingstbetrachtung) ausdrücklich gegen den Antisemitismus ausgesprochen. Weiterhin stellt Freytag in Soll und Haben auch Angehörige z. B. des deutschen Adels als moralisch verworfen dar, während andere Figuren jüdischer Abstammung (u. a. die Eltern des Veitel Itzig) positiv geschildert werden.

    Die Technik des Dramas (1863) wurde zu einem der wichtigsten dramaturgischen Lehrbücher seiner Zeit. Freytag fasst hier die Dramentheorie des geschlossenen Dramas nach Aristoteles und vor allem Friedrich Schiller zum „pyramidalen Aufbau“ (Exposition und erregendes Moment, Höhepunkt mit Peripetie, retardierendes Moment und Lösung bzw. Katastrophe) des klassischen Dramas zusammen. Freytags „Technik des Dramas“ war unter anderem prägend für das in seinem Heimatland bis heute überaus erfolgreiche dramatische Werk des lettischen Nationalschriftstellers Rūdolfs Blaumanis (1863–1908).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Soll_und_Haben_(Roman)

  • #Antisémitisme : « Avec la “loi Yadan”, c’est le statut de la mémoire et son rapport au temps politique qui sont en jeu »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2026/04/10/antisemitisme-avec-la-loi-yadan-c-est-le-statut-de-la-memoire-et-son-rapport

    Pour comprendre l’arrière-plan historique du débat actuel, il faut revenir un peu en arrière. Et notamment à la création de l’IHRA. Cette organisation intergouvernementale a pour but de prolonger l’esprit de la déclaration de Stockholm en lui donnant une structure durable.

    Cette déclaration de Stockholm fut elle-même adoptée en 2000 à l’issue du Forum international sur l’Holocauste. En réaffirmant l’engagement à commémorer les victimes de la Shoah, à encourager l’enseignement de son #histoire et à faciliter la recherche dans les archives, elle s’inscrit dans le contexte de l’après-guerre froide : les Etats cherchent à stabiliser le consensus mémoriel autour de la Shoah, qui est vu comme un fondement moral et civique des démocraties contemporaines. C’est donc un texte politique et pédagogique qui vise prioritairement la transmission, l’éducation et la responsabilité historique.

    Un tournant décisif s’opère quand la trentaine d’Etats membres de l’IHRA − aujourd’hui 35, dont la France − décident, en mai 2016, d’adopter la définition opérationnelle, mais non contraignante de l’IHRA : « L’antisémitisme est une certaine perception des juifs qui peut se manifester par une haine à leur égard », définition suivie d’ une sorte de guide pratique avec des exemples. Un déplacement s’opère alors : un dispositif conçu pour promouvoir la mémoire et l’éducation est mobilisé comme une source de normes destinées à l’action publique, à l’administration et à la régulation du débat académique et politique. C’est ce glissement du mémoriel vers le normatif qui constitue l’arrière-plan historique du débat actuel.

    https://justpaste.it/kxh9m

    « La “loi Yadan”, en débat à l’Assemblée nationale, confond volontairement #antisionisme et antisémitisme », un collectif d’universitaires, 25 janvier 2026 2026https://www.lemonde.fr/idees/article/2026/01/25/la-loi-yadan-en-debat-a-l-assemblee-nationale-confond-volontairement-antisio
    https://justpaste.it/n0bgc

  • La loi Yadan affaiblit la salutaire lutte contre l’ #antisémitisme

    Le processus consistant à tenter de discréditer, voire à criminaliser toute critique d’Israël en la faisant passer pour une démonstration d’antisémitisme ne date pas d’hier... Pourtant, avec cette loi, il pourrait assimiler toute critique d’Israël, même légitime, avec de l’antisémitisme sous prétexte d’antisionisme. Lutter contre ce projet attentatoire à la la liberté d’expression est donc une nécessité démocratique > https://forgedelopinion.blogspot.com/2026/04/la-loi-yadan-affaiblit-la-salutaire.html

  • Rima Hassan et la génération Palestine
    Chronique d’Emilie Nicolas | 1 avril 2026 | Le Devoir
    Anthropologue, l’autrice est chroniqueuse au Devoir, à Radio-Canada et à CBC.
    https://www.ledevoir.com/opinion/chroniques/968822/rima-hassan-generation-palestine

    En novembre 2024, la rapporteuse spéciale de l’ONU sur la situation des droits de l’homme dans les territoires palestiniens occupés depuis 1967, Francesca Albanese, entame une visite au Canada. Elle doit donner une série de conférences dans les universités, en plus de rencontrer des groupes de défense des droits en privé. B’nai Brith lance une campagne de dénonciation de sa venue au pays. Selon le groupe de pression pro-israélien, Albanese « défend des groupes terroristes responsables de la mort de Canadiens et d’Israéliens », et endosse « l’antisémitisme et la violence ». B’nai Brith met donc de la pression sur la direction de chacune des universités où elle doit prendre la parole pour tenter — sans succès — de faire annuler ses prises de parole. Le groupe en profite, sur ses réseaux sociaux, pour « presser le gouvernement d’empêcher les orateurs pro-terreur et antisémites d’entrer au Canada, et de reconsidérer le rôle du Canada à l’ONU, étant donné le rôle d’agences comme l’UNRWA qui encouragent l’antisémitisme ».

    J’ai eu l’occasion de rencontrer Francesca Albanese en privé à Montréal en novembre 2024. Je vous annonce formellement aujourd’hui les conclusions de mon enquête : elle ne mord pas. Assez de gens hautement plus qualifiés que moi en sont venus à la même conclusion, si bien qu’elle est pressentie pour un prix Nobel de la paix.

    Vendredi dernier, B’nai Brith célèbre. L’eurodéputée française Rima Hassan est empêchée d’entrer au Canada, après que des « informations » ont été fournies à l’agence frontalière par le groupe. Il met aussi de la pression sur l’Université Concordia pour faire annuler une conférence qui doit se tenir en virtuel, car « le Canada n’est pas une plateforme pour ceux qui justifient le terrorisme et glorifient la violence ». Or, Rima Hassan, pas plus que Francesca Albanese, ne fait l’objet d’aucun procès ou d’aucune condamnation en justice qui viendrait appuyer la grave nature des accusations lancées. Il lui est arrivé, à propos du Hamas, d’avancer que les peuples colonisés ont droit à la résistance en droit international, tout en condamnant les prises d’otages et les attaques contre les civils du 7 octobre 2023.

    À titre de chroniqueuse, j’ai été invitée à participer à un panel, mardi soir, à la suite d’une allocution que Rima Hassan a dû tenir en virtuel, sur les résistances contre l’extrême droite et le fascisme. Et nous nous sommes entretenues au téléphone pendant plus d’une heure, mardi matin. Vite comme ça, les conclusions de cette deuxième enquête, c’est que Rima Hassan ne mord pas non plus. (...)

    • Honte à la justice française qui cède aux génocidaires ! La loi Yadan n’a pas été votée mais elle s’applique déjà.

      Le député * Matthias Renault [ RN, énarque et ancien magistrat financier ] annonce saisir la procureure de la République de Paris après une publication de l’eurodéputée LFI Rima Hassan évoquant Kōzō Okamoto, membre de l’Armée rouge japonaise impliqué dans l’attentat de l’aéroport de Lod en 1972. Dans un message publié sur X, Rima Hassan citait Okamoto :
      « J’ai consacré ma jeunesse à la cause palestinienne. Tant qu’il y aura oppression, la résistance ne sera pas seulement un droit, mais un devoir. »
      Or Kōzō Okamoto est l’un des auteurs de l’attaque terroriste menée le 30 mai 1972 à l’aéroport de Lod (aujourd’hui Ben Gourion), qui a fait 26 morts et plus de 80 blessés parmi les civils.
      Dans son courrier adressé au parquet de Paris, le député [ RN ] estime que cette publication pourrait relever de l’article 421-2-5 du code pénal, qui sanctionne l’apologie publique d’actes de terrorisme, notamment lorsqu’elle est diffusée en ligne.
      📌La justice devra désormais déterminer si la publication constitue une simple citation dans un contexte politique ou une valorisation d’un auteur d’attentat terroriste.

      https://x.com/SlMONWEINBERG/status/2037553432651759893

      « Soutien à Rima Hassan. Dans son tweet, elle a simplement partagé une citation de Kōzō Okamoto. Elle n’a pas glorifié ou soutenu des actes dont il pourrait être l’auteur.
      Pendant ce temps, ceux qui soutiennent à longueur de plateaux télés le génocide à Gaza ne sont pas inquiétés. »Camille @K1000Journalist

      * Prise de positions dudit personnage :

      En janvier 2025, à la suite d’une enquête évoquant un monopole de certification halal au profit de la Grande mosquée de Paris pour des exportations vers l’Algérie, il adresse un signalement à la procureure de la République de Paris. Il s’interroge sur l’attribution d’un opérateur unique et qualifie le mécanisme de droit de douane « de fait » imposé aux exportateurs, obligatoire et payant. Il estime qu’un tel montage pourrait relever de l’extorsion et souligne la dimension de souveraineté et de sécurité liée aux circuits de financement.

      En juillet 2025, dans le cadre de la polémique liée à des messages antisémites attribués à une étudiante gazaouie accueillie en France, il interpelle les autorités sur les procédures de sélection et de « criblage » avant entrée sur le territoire. Il questionne explicitement les protocoles de sécurité ayant permis l’arrivée de la jeune femme, l’affaire conduisant le ministre des Affaires étrangères, Jean-Noël Barrot, à reconnaître une défaillance et à annoncer une enquête interne.

      En novembre 2025, en écho aux manifestations au Royaume-Uni, il affiche un drapeau français à la fenêtre son bureau de l’Assemblée nationale, ce qui suscite des discussions internes sur les règles applicables et la conduite à tenir. Le député revendique un geste de nature patriotique, tandis que l’administration de l’Assemblée « tergiverse » sur la réponse à apporter. L’épisode est présenté comme un différend de protocole et de symboles au sein de l’institution.

      En janvier 2026, il signe un amendement contre le financement par le contribuable de « structures idéologiques et militantes » citant en exemple les Rencontres trans musicales qui seraient un festival de musique d’artistes transgenres, alors que ce n’est pas le cas, et lui vaut d’être moqué dans plusieurs médias.https://www.huffingtonpost.fr/politique/article/le-depute-rn-matthias-renault-verse-dans-le-ridicule-en-essayant-d-at

    • https://www.franceinfo.fr/politique/la-france-insoumise/l-eurodeputee-lfi-rima-hassan-placee-en-garde-a-vue-pour-apologie-du-terr

      Lors de cette garde à vue, une petite quantité de drogue de synthèse a été découverte dans le sac de l’eurodéputée, rapporte par ailleurs à franceinfo une source proche du dossier. Selon cette même source, Rima Hassan a expliqué aux enquêteurs avoir acheté du CBD à Bruxelles, et que la drogue lui avait été donnée à son insu. Sa garde à vue a été étendue aux faits de « transport », « détention », « usage de stupéfiants » et « refus de se soumettre aux relevés signalétiques ».

    • Régis de Castelnau :

      Coucou les amis magistrats !
      Eh bien dites donc, quand il s’agit de faire plaisir à Netanyahu et Ben Gvir, vous faites progresser la jurisprudence. Voilà que le procureur fait mettre en garde à vue une parlementaire sans respecter son immunité issue de la Constitution. Et ce sur un signalement d’un député du RN devenu le petit télégraphiste zélé des génocidaires israéliens. On imagine que pour le remercier, Ben Gvir va lui offrir le pin’s avec le nœud coulant.
      Alors on convoque Rima Hassan, qui commet l’erreur de se rendre à la convocation, on fouille son sac (!!!!!!) et on prétend y avoir trouvé de la drogue. Et on prévient la presse. Astuce ! Comme ça on prétend qu’il y a un flagrant délit et que l’immunité parlementaire ne fonctionne pas. Décidément vous êtes créatifs quand il s’agit de complaire à Netanyahu.
      Jusqu’où allez-vous déshonorer ?

      https://x.com/R_DeCastelnau/status/2039723747750363282

    • Rima Hassan. @RimaHas
      12:40 AM · 3 avr. 2026
      https://x.com/RimaHas/status/2039835443722645981

      Je réserve l’ensemble de mes déclarations à la conférence de presse que mon avocat et moi tiendrons demain après-midi.

      Pendant toute la journée, sur la base de fuites illégales, j’ai dû subir des accusations m’imputant la possession de plusieurs drogues. Ces accusations sont totalement fausses : seule la présence de CBD a été constatée parmi mes effets personnels, ce qui est parfaitement légal et que j’utilise à des fins médicales.

      Mon avocat engagera des poursuites pour diffamation contre toute personne ayant propagé ou relayé ces fausses rumeurs.

    • Rima Hassan :

      Quelques éléments importants avant la conférence de presse de 17h :

      • C’est toutes les procédures pour lesquelles j’ai été auditionnée jusqu’à présent en audition libre qui ont été classées sans suite, 13 sur 16 au total en grande majorité des plaintes déposées par le lobby pro israélien en France ciblant mes opinions politiques sur le génocide à Gaza et la Palestine. (Plainte de Bellamy classée, appel au soulèvement à Sciences po classée, légitimité de la lutte armée à Gaza et sur l’action du Hamas classée et toutes les autres qui s’y assimilent 13 sur 16 donc ).

      • Sur les 3 procédures restantes encore ouvertes
      – celle d’hier sur la citation de Kozo Okamoto qui donnera lieu à une audience le 7 juillet ✌️
      – et les 2 auditions de ce matin (sur le one by one de l’article faisant référence aux activités du Hamas contre les milices affiliées à l’Etat islamique soutenues et financées par Israël à Gaza, plainte là aussi déposée par l’organisation juive européenne OJE et l’organisation juive française OJF, puis une plainte déposée par le collectif d’extrême droite Némésis pour un post en collab d’un collectif étudiant qui dans sa publication a relayé un tag ciblant Némésis , post qui a été supprimé par ce même collectif étudiant le même jour à ma demande).

      • Enfin sur la question de la drogue, j’avais sur moi du CBD hier en me rendant à ma garde à vue utilisé à des fins médicales, sur les 2 CBD que j’avais l’un a été testé conforme à ce qui se vend légalement, et le deuxième selon les enquêteurs contenait des traces de drogue de synthèse qui aurait été ajoutée à la résine de CBD, jai fait savoir où j’avais acheté légalement ce CBD. Des vérifications sont simplement en cours sur l’origine de ce CBD pour corroborer mes déclarations. J’ai aussi effectué un test urinaire qui a confirmé la seule présence de faible trace de THC dû à la consommation du CBD ce qui a été confirmé par le médecin. Toutes les informations qui font référence à la détention de drogues sont fausses et ont été sciemment relayées dans le seul but de me nuire dans le cadre des procédures dont je fais l’objet et je me réserve la possibilité d’engager des poursuites en ce sens.

      Merci pour tous les mots de soutien et de solidarité.

      https://x.com/RimaHas/status/2040020134287282629

    • Dans l’extrait, [ où intervient le minable Paul Larrouturu ] on comprend bien que le journaliste a imaginé sa séquence et cherche LA phrase. Peut être même que ça l’arrange que R. Hassan l’ai renvoyé à l’audience du 7 juillet, ça permet de dire dans son reportage « elle n’a pas voulu répondre ».

      Il ne porte que peut d’intérêt au fond de l’affaire, à savoir, est ce que c’est de « l’apologie du terrorisme » de citer le responsable d’un attentat dans un tweet (vrai question, intéressante, qui en plus aura permis de parler de cette histoire méconnue de Kozo Okamoto)

      Autre moment tendu : l’échange avec un journaliste de BFM qui défend la couverture de sa chaîne télé alors qu’on lui dit qu’elle a diffusé des fake news et a contribué à l’acharnement médiatique injustifié de Rima Hassan.

      C’est pas tout à fait la même dynamique : un journaliste se sent obligée de portée secours au média qui l’embauche. Alors que la vraie question c’est : BFM a été en boucle sur cette affaire, quitte à raconter de la D, parce que c’est son fond de commerce / son modèle économique.

      Tout ça c’est pas nouveau. Ce qui l’est, c’est que des différences de manière de travailler / de déontologie ont été exposées de manière crue, en public et en direct. Pour moi c’est hyper positif :
      Pour une fois, les journalistes ont montré autre chose qu’une petite corporation bourgeoise/parisienne qui se soutien coûte que coûte (j’exagère à peine).

      Les médias, les journalistes, n’ont pas la même ligne éditoriale, ne répondent pas aux mêmes exigences, ne sont pas soumis aux mêmes pressions et impératifs économiques.

      Ça veut pas dire qu’il y d’un côté les bons et de l’autre les mauvais, ça veut dire que « les journalistes » ou « les médias » ça veut pas dire grand chose, que c’est pas un ensemble homogène. Et vu la défiance (méritée) envers nous, ce genre d’épisode permet de montrer tout ça.

      Bref, force à la journaliste Khadija Toufik, soutenez la presse indépendante !
      https://x.com/Theo_Bouh/status/2040150406441914548

    • Quand sa consœur Khadija Toufik qui risque sa vie sur le terrain l’interpelle sur le génocide perpétré par Netanyahou, Paul Larrouturou la prend de haut et affiche un sourire insolent. C’est vrai qu’il y a de quoi se marrer...

      Paul Larrouturou m’a demandé, de façon arrogante, « qui je suis » lorsque je l’ai interpellé sur le génocide à Gaza, alors qu’il posait les mauvaises questions à Rima Hassan. Je suis grande reporter indépendante de terrain. J’ai couvert les crimes israéliens en Palestine et je n’ai pas vu grand monde en Cisjordanie occupée, qui est pourtant accessible contrairement à Gaza. Les grands médias doivent se remettre en question et poser les bonnes questions.
      Pourquoi personne n’évoque le terrorisme de Benyamin Netanyahou, recherché par la CPI pour crimes de guerre et crimes contre l’humanité dans un contexte d’occupation illégale au regard du droit international ? C’est tout le sujet aujourd’hui ! Les médias ont une responsabilité ! Khadija Toufik

    • « C’est ce qu’on appelle une masterclass : bravo !

      Avec l’usage pervers de la parole, il faut toujours être clair comme le fait le député ici. »
      https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=icSZ2jf-pbs

      Franceinfo m’invite pour parler des dépendances de nos armées vis-à-vis de l’étranger.
      Je me retrouve à commenter la garde à vue de #RimaHassan, juste après un conseiller municipal LR présenté comme « politologue ».
      Le service public mérite mieux que ce propagandisme à la CNEWS.

      Le recadrage ferme et salutaire au tout début de la vidéo de 00:00 à 02:01 ! Excellente remise en place du service public !

    • Même la barbouzerie demande du professionnalisme. C’est pourquoi il faut remercier l’amateurisme du cabinet du ministre de la Justice dont le porte-parole a téléphoné de tous côtés pour commenter le déroulement de la garde à vue de Rima Hassan. « Le Canard enchaîné » l’a entendu ! Peut-être le conseiller bavard en lisait-il le déroulement grâce à un code d’accès sur le matériel de ceux qui sur place en relevaient le contenu. Je dis sans doute. Car je n’ai pas pu le voir moi-même, quoique j’habite le quartier du commissariat où Rima Hassan a été détenue. Mais j’ai été très sensible au message sicilien que cette proximité m’adressait peut-être. J’ai dit : peut-être. Tout avait été calculé aux petits oignons par monsieur Nuñez et ses potes au ministère de la Justice. Peut-être, aussi. Patatras ! L’ivresse de l’action, le flot de l’adrénaline et hop, le dérapage ! On aurait trouvé de la drogue dans le sac de Rima ! De la drogue ! Rima Hassan « pro terroriste et camée » comme dit le subtil David Lisnard pour l’insulter sans vergogne, tout président de l’Association des maires de France qu’il est censé être encore. « Des maires » peut-être, mais pas de tous puisqu’il n’a pas eu le temps ni le réflexe de prendre contact avec ses collègues de la Seine-Saint-Denis grossièrement insultés par l’officialité médiatique. Mais revenons au sujet. Bien sûr, il n’y avait pas de drogue ni rien qui y ressemble dans le sac de Rima. Seulement un produit légal à usage médical dont Rima a aussitôt donné la facture et la carte de visite du lieu d’achat. Mais d’ailleurs imagine-t-on sérieusement qu’une personne se droguant viendrait au commissariat avec ses produits le jour d’une garde à vue ? Donc pas de drogue. Mais grâce à la fuite organisée au ministère et au circuit barbouzard de diffusion de « l’information » ce fut un déchaînement. Tous les rigolos de la presse audiovisuelle et leurs compères abrutis de haine anti-insoumise dans la presse écrite régionale se sont lâchés. Habitués à recopier les infos données par la police moyennant on ne sait quoi, ils n’ont rien vérifié, rien discuté. Bilan pour tous ces pieds nickelés : l’Arcom est saisie et les plaintes pleuvent sur les auteurs des articles diffamatoires. Il fallait en voir plus d’un se tortiller sur les plateaux de télé pour diminuer leur responsabilité et combien de chaînes de télé continuer d’afficher des bandeaux ambigus pour créer de la confusion. Quant au barbouze du ministère, c’est une première : l’inspection générale lui tombe dessus. Sans précèdent : une enquête pour un viol du secret de l’instruction. Nous savons à quel point c’est incroyable vu comment ont été traitées plus d’une d’entre nous dans des conditions identiques. La justice n’a jamais ni poursuivi une seule personne responsable de ce délit ni puni une seule fuite. Personnellement, je suis convaincu que personne ne le sera, comme d’habitude. Ce sera parfait car le ridicule dans toute cette affaire est promis à se montrer bientôt encore plus crûment.

      Je mets à la suite de ce post le relevé des « affaires » déclenchées contre Rima Hassan. Et les non-lieux qui vont avec. Treize sur seize ! Et quoique le déclenchement vienne des mêmes personnes, jamais une sanction pour abus de recours comme d’autres parmi nous en ont connu. On va voir la suite. Ni la justice ni la police ne sont acquises de la cave au grenier aux manipulateurs de tout ce harcèlement. Rappelons-le : les informations sur les manquements dans l’affaire de Lyon sont venues de la police elle-même. Les non-lieux rendus à propos des mises en cause de Rima Hassan sont des décisions de justice prises par des juges. Il ne faut pas désespérer de notre pays. Mais plus vite viendra la libération, mieux ce sera. Rendez-vous en 2027.

      L’affaire « barbouze contre Rima Hassan » ne fait que commencer. On peut promettre ici d’autres épisodes savoureux.

      Et nous n’oublions pas l’affaire de Lyon où police, justice et médias se sont bien tenus par la barbichette pour produire un récit sans rapport avec les faits. Ils ont manqué à tous leurs devoirs en laissant faire le jour de la rixe à laquelle participait Quentin Deranque et dont il est mort. Tout cela pour pouvoir coller à Rima une responsabilité dont les barbouzes savaient de façon documentée qu’elle était innocente. Et cela alors que le même ministère et celui de l’Intérieur connaissaient minute par minute la situation. Et même la photographiait. Et n’ont pas apporté assistance à personne en danger. Vous allez voir, chers lecteurs, comme la suite va être intéressante dans ce domaine aussi !

      Encore une histoire de pieds nickelés macronistes. « Non à la loi Yadan » ! Une pétition utile collecte les signatures sur le site de l’Assemblée nationale. Plus de six cent mille personnes ont déjà signé. Il s’agit de contrer le vote de la proposition de loi présentée par madame Yadan, députée des Français de l’étranger. Son texte vise à rendre obligatoire l’approbation de la politique du gouvernement israélien en assimilant toute critique de celui-ci à de l’antisémitisme. Ce texte devait être voté à la sauvette par une modification de l’ordre du jour de l’Assemblée jeudi dernier. Ce coup tordu a été démasqué par Mathilde Panot, la présidente du groupe parlementaire insoumis. En effet Yadan avait envoyé un mail à divers « amis » pour qu’ils soient présents le jour du vote alors même que celui-ci n’avait été ni décidé ni même demandé ! Le lièvre étant levé, nul ne peut plus l’arrêter. La loi a bénéficié de la conjonction de plusieurs composants caractéristiques du moment. D’abord l’indignation de savoir que quelqu’un pouvait manipuler l’ordre du jour de l’Assemblée de la veille pour le lendemain. Ensuite le dégoût suscité par la loi sur la peine de mort pour les résistants palestiniens en Israël. Enfin la nouvelle vague de crimes de guerre au Liban.

      En effet et pour ne citer que cela, il faut dire combien, au lendemain du vote de la loi raciste de la Knesset (Chambre parlementaire en Israël) sur la peine de mort réservée aux Palestiniens, nombre de parlementaires commencent à prendre la mesure de ce que représente moralement et politiquement le « soutien inconditionnel » que la loi Yadan rendrait obligatoire. Beaucoup ont déjà regretté publiquement même leur conduite passée sur le sujet et reconnu le génocide. On a vu récemment de hauts décideurs socialistes dénoncer le génocide et les autres crimes de guerre de l’armée de Netanyahu comme un tout. C’est le cas d’Olivier Faure pour ne citer que la figure du repenti la plus spectaculaire. Je crois que cette fois-ci beaucoup vont encore changer de camp. Certes leur sincérité est voisine de zéro et leur opportunisme au top niveau. Peu importe. Ce qui compte, c’est le résultat. C’est-à-dire l’isolement croissant du gouvernement Netanyahu devenu désormais quasi absolu en France. Par exemple, le groupe socialiste a retourné sa veste et décidé de ne pas voter la loi. Cela même si Guedj, Hollande et Grégoire étaient ses premiers signataires et le restent. En tous cas le texte de la pétition expose avec une grande clarté les raisons rationnelles de la signer.

      « Ce projet de loi, porté par Caroline Yadan, prétend lutter contre de nouvelles formes d’antisémitisme.

      Cependant, lorsque l’on lit l’exposé des motifs, on remarque un amalgame entre l’antisémitisme et la critique d’Israël (antisionisme). On peut lire par exemple : « Cette haine de l’État d’Israël est aujourd’hui consubstantielle à la haine des Juifs. L’appel à la destruction de cet État, parce qu’il forme un collectif de citoyens juifs, est une manière détournée de s’attaquer à la communauté juive dans son ensemble. »

      Cet amalgame opéré par Caroline Yadan n’est pas innocent. En effet, en 2025, un tribunal correctionnel a relaxé une personne accusée d’antisémitisme pour avoir soutenu la cause palestinienne. Ce même tribunal a énoncé : “La référence à Israël ou au sionisme, défini comme un mouvement politique et religieux visant à l’établissement puis à la consolidation d’un État juif en Palestine, ne peut, à elle seule, être interprétée comme visant la communauté juive dans son ensemble”.

      On peut donc craindre que ce projet de loi ne cherche à contrer ces relaxes et à obliger les juges à opérer cet amalgame entre antisémitisme et antisionisme afin de faire taire toute critique contre Israël.

      Cet amalgame est scandaleux pour trois raisons :

      – Il représente un réel danger pour la liberté d’expression, en muselant tout soutien à la cause palestinienne. Si ce projet de loi devait être voté, des slogans pacifistes comme « l’égalité et la liberté pour tous de la mer au Jourdain » pourraient faire l’objet de condamnations judiciaires. Le travail des journalistes et des chercheurs.e.s pourrait également s’en retrouver censuré.

      – Il appuie indirectement la colonisation de la Palestine par Israël, illégale au regard du droit international.

      – Il dessert la lutte contre l’antisémitisme en assimilant les Juives et les Juifs à la politique de Benjamin Netanyahou alors que nombre d’entre elleux critiquent ouvertement (et à juste titre) cette politique mortifère.

      Oui, il faut lutter contre l’antisémitisme de toutes nos forces, comme contre toutes les autres discriminations. Mais pas en muselant la liberté d’expression ni en assimilant la communauté juive à la politique de Benjamin Netanyahou.

      https://melenchon.fr/2026/04/10/meme-la-barbouzerie-demande-du-professionnalisme

    • https://www.acrimed.org/Rima-Hassan-et-la-drogue-fiasco-mediatique

      Jeudi 2 avril 2026, trop pressées de taper sur l’une de leurs cibles favorites, de nombreuses rédactions ont propagé des fausses informations à propos de la garde à vue de la députée européenne LFI Rima Hassan, distillées au goutte-à-goutte et en direct par leurs sources policières. Ce naufrage médiatique illustre à merveille la dynamique du journalisme de préfecture, enclenchée par des services « police-justice » n’ayant aucun mal à fouler au pied les principes élémentaires du journalisme, pour peu que leur source fût la police.

  • Tribune d’une française juive de gauche radicale | Le Club
    https://blogs.mediapart.fr/lolaroskis/blog/010426/tribune-dune-francaise-juive-de-gauche-radicale?at_format=link&at_ac

    Je suis profondément, viscéralement de gauche, et je ferai toujours partie de celleux qui résistent lorsque notre famille politique s’éloigne de ses valeurs. Je refuse le dogme et le manque d’autonomie de pensée.

    L’antisémitisme a cette spécificité d’exister dans tous les partis politiques et classes sociales, il n’a cessé d’être protéiforme au fil des époques, et notre famille politique se doit d’être irréprochable à ce sujet.

    Nous vivons depuis des siècles et des siècles dans une société structurellement patriarcale, spéciste, validiste, homophobe, raciste, islamophobe et antisémite.

    Ces idées, ces concepts ont infusé en profondeur dans nos sociétés, dans nos éducations, dans notre environnement social, on en hérite.

    Nous n’en sommes pas responsables, jusqu’au jour où nous décidons d’ouvrir les yeux et de nous former à l’origine de chacun de ces rapports de domination.

    En tant que juif·ves de gauche, cela fait plus de deux ans que nous tentons d’alerter nos ami·es, nos camarades de lutte, sur cette question.

    En retour nous ne recevons que gaslighting et très souvent une forme de goysplaining.

    Nous sommes fatigué·es de nous sentir si seul·es, nous avons besoin que nos vécus, notre parole soient pris en compte.

    Nous avons besoin que des personnes non juives nous défendent.

    Au-delà de ça, c’est est une faute morale, éthique et politique.

    Dans notre famille politique nous avons toujours dit qu’il fallait « écouter les concerné·es » , je vous conjure pour le bien de notre famille politique, pour le bien de cette société qui se fracture de façon exponentielle, d’appliquer ce même principe aux juif·ves.

    Nous sommes toustes très inquiet·es, révolté·es, angoissé·es de l’état du monde actuel et de l’avenir qui se dessine.

    L’humanité est malade,

    il va nous falloir être d’une rigueur intellectuelle implacable,

    il va nous falloir être courageux·ses,

    et garder notre intelligence de cœur malgré toute cette charge émotionnelle qui nous dépasse.

    Soyons responsables.

    Lola Roskis Gingembre

    #antisémitisme #gauche

    • La tribune passe et repasse sur mon fil Mastodon. 

      Elle sort la veille de voter la loi Yadan. 

      Je dis ça, je dis rien. 

      Un génocide est toujours en cours, car à Gaza, ça meurt de faim. 

      A gauche, je n’ai pas l’impression qu’on demande de lyncher les juifs. Je n’ai même pas l’impression qu’on analyse les évènements en termes de religion. 

      Cette tribune, à la suite de plusieurs autres, me fait penser aux tribunes notallmen au moment de metoo, ou aux chouineurs qui te disent que tous les blancs ne sont pas racistes, regardez y-a du racisme anti-blanc, au moment de blacklivematters. Une sorte de notallgenocidaire, regardez y-a du racisme anti-juif. Une sorte de gaslighting pour nous faire oublier de quel côté sont les victimes du moment.

    • Je ne vois pas mieux comme réponse à vos commentaires que de citer ce passage :

      La question de l’antisémitisme est un des angles morts d’une partie de la gauche.

      Accepter de l’admettre, repenser tout ça et le considérer, c’est faire avancer la gauche.

      Ne pas vouloir en parler par peur que la droite et l’extrême droite gagnent, c’est malsain pour notre famille politique, c’est accepter qu’un poison se diffuse parmi nous.

      Dans une famille, lorsqu’il y a un souci majeur, le taire, ou le nier n’a jamais arrangé les problèmes, il ne fait que l’empirer sur le long terme.

    • Tu sais, la gauche ne va pas avoir le choix, avec la loi Yadan. Elle va être décrétée antisémite, et toutes ces tribunes auront gagné le pompom du mickey : elles auront eu raison avant tout le monde, et malgré tous ces gauchistes qui n’ont apparemment pas assez bien protégé les juifs de gauche contre les pogroms de gauche.

  • Petits arrangements entre « collabos », par Samuel Dumoulin (Le Monde diplomatique, avril 2026)
    https://www.monde-diplomatique.fr/2026/04/DUMOULIN/69409

    En octobre 1943, des agents du Commissariat général aux questions juives (CGQJ) adressent à leur chef Xavier Vallat une pétition concernant le « fonctionnement de la “Popote’’ ». Ils déplorent la « médiocrité des repas servis », regrettent de « ne plus avoir de potage au repas de midi » et pointent un service « des plus sommaires » : « ni nappes, ni serviettes, on mange tout dans la même assiette ». Ils n’ont rien à redire en revanche à propos de leur travail : identifier les Juifs, les ficher, les spolier.

    #antisémitisme #Vichy #union_des_droites #histoire

  • L’antisémitisme à droite, une histoire qui ne finit jamais | Blast le souffle de l’info, site d’information français d’actualités et d’investigations indépendant
    https://www.blast-info.fr/articles/2026/lantisemitisme-a-droite-une-histoire-qui-ne-finit-jamais-oxOgIKf_R1ybPnwh

    Plus un jour, ou presque, ne s’écoule, en ce mois de mars 2026, sans que la presse dominante ne publie, pendant que la droite cite publiquement l’antisémite Charles Maurras — inventeur de l’ «  antisémitisme d’État  » condamné à la prison à vie en 1945 pour collaboration avec l’Allemagne hitlérienne — ou l’antisémite Philippe Pétain — complice actif de l’entreprise nazie d’extermination des Juifs d’Europe —, des rafales d’articles décrétant (ou suggérant, de façon plus ou moins hypocrite) que Jean-Luc Mélenchon, et par transition La France insoumise (LFI), et par transition la gauche dite «  extrême  » ou «  radicale  » — celle qui combat tous les racismes et qui, suprême effronterie, dénonce depuis 2023 le génocide perpétré à Gaza par le gouvernement israélien —, seraient «  antisémites  ». Pour bien mesurer ce qui se joue dans ce moment effarant où la gauche antifasciste, antinazie et antiraciste est donc désignée comme antijuive pendant qu’une droite dite «  républicaine  » presqu’intégralement fascisée est laissée libre d’invoquer des antisémites notoires, il faut remonter le temps jusqu’au tout début du siècle - et se rappeler d’abord ce qui fut probablement la séquence fondatrice de ce stupéfiant renversement de la réalité.

  • Les objectifs d’ELNET sont clairs ....

    via https://diaspora.psyco.fr/p/12349204

    #ELNET #sionisme #Israel #lobbyisme

    ♲ Rima Hassan - 2026-03-18 20:35:23 GMT

    Les objectifs d’ELNET sont clairs :

    – Constituer et nourrir un réseau politique stratégique favorable à Israël
    – Peser pour favoriser #Israël en matière d’échanges économiques et technologiques
    – Participer à l’instrumentalisation de la lutte contre l’ #antisémitisme pour défendre le #sionisme et rendre toute critique de l’État d’Israël impossible

  • Aaron Regunberg sur X :

    (Jonathan Greenblatt, que l’on voit dans la vidéo, est le Directeur général de l’”Anti-Defamation League”.)

    C’est répugnant. « Nous ne sommes pas les Juifs aux genoux tremblants. » Greenblatt fait référence à un trope selon lequel les Juifs d’Europe ont été massacrés par les nazis parce qu’ils étaient faibles et lâches. Ce n’est pas pour cette raison qu’ils ont été tués – ils ont été tués parce que des tarés génocidaires ont conquis l’Europe et les ont massacrés.

    Entre ces attaques répugnantes contre nos ancêtres, et des commentaires comme la récente affirmation de Neera Tanden selon laquelle les Juifs d’Europe ont été tués « précisément parce qu’ils étaient riches », les défenseurs d’Israël commencent à adopter un #antisémitisme pur et dur. Je me demande si les Jake Tappers du monde entier auront quelque chose à dire ? (Je plaisante, on sait qu’ils ne diront rien.)

    https://x.com/AaronRegunberg/status/2033913259498086581