• Generalplan Ost - Planungshorizont Krim - Zielrichtung Ukraine - Vo...
    https://diasp.eu/p/12936309

    Generalplan Ost - Planungshorizont Krim - Zielrichtung Ukraine - Vordenker der Vernichtung - Prof. Dr. Götz Aly über die Planer einer neuen Europäischen Ordnung (1941 - 1943) im Gespräch mit Alexander Kluge. | 16.06.2017 - 45 Min.

    https://www.youtube.com/watch?v=0ZbeI1xzs48

    #Überbevölkerung #Volk_ohne_Raum #Rassismus #Osteuropa #Rassengesetze #Ostkrieg #Armut #Umsiedlungsprojekte #Aussiedlung #Rationalisierung #Modernisierung

  • Von Armut bedroht. Mischke bereist erneut ganz Deutschland und besu...
    https://diasp.eu/p/11794676

    Von Armut bedroht. Mischke bereist erneut ganz Deutschland und besucht Menschen mit diversen Hintergründen – Geflüchtete, alleinerziehende Mütter, Schulabbrecher, Selbstständige etc. –, um mit ihnen über das Leben am Rande der #Armut zu reden. (piqd) https://www.prosieben.de/tv/prosieben-spezial/video/prosieben-spezial-von-armut-bedroht-ganze-folge

  • Trabantenstädte: „Das Geld reicht nicht“ | Telepolis
    https://www.heise.de/tp/features/Trabantenstaedte-Das-Geld-reicht-nicht-4705433.html

    In den Berliner Taxibetrieben und vor allem bei den weitghend unkontrollierbaren Mietwagenanbietern findet regelmäßig Schwarzarbeit statt. Die Folgen der COVID-19 / #Corona #Epidemie sind für die Betroffenen dramatisch. Ihre Einkünfte versiegen vollständig und werden durch kein Hilfsprogramm aufgefangen.

    Entwickelt sich auch in Berlin eine explosive soziale Notlage?

    Die Schlange vor der Essensausgabe in Clichy-sous-Bois sei am Mittwochvormittag vergangener Woche um 11 Uhr bereits 300 Meter lang gewesen. Es war die dritte Essensausgabe der Stiftung Abbé Pierre innerhalb von acht Tagen. Am ersten Tag kamen 190 Personen, am zweiten 490 und am dritten 750, berichtet die Reporterin von Le Monde.
    ...
    „Die Ausgangsbeschränkungen haben die Lage in den benachteiligten Wohngegenden beträchtlich erschwert.“ So lautet auch der Titel eines Aufrufs, der am selben Tag wie die Reportage erschienen ist. Darin warnen „Präventionsspezialisten“ aus dem sozialen Bereich davor, dass dem Staat und den Medien in ein paar Wochen „etwas um die Ohren fliegen könnte“, das sie bislang mit großer Gleichgültigkeit behandeln.
    ...
    Die Welt der „Quartiers populaires“ (Unterklassen-Wohnviertel) kommt kaum in der größeren französischen Medienöffentlichkeit vor. Sie wird zur Seite geschoben wie vor den Gelbwesten-Protesten die Welt der schlecht verdienenden Angestellten und Freiberufler aus der Peripherie.
    ...
    „Das Geld reicht nicht“, ist ein Kernsatz in der Le Monde-Reportage, wo ein paar Stimmen aus unterschiedlichen Quartiers populaires gesammelt werden. 150 Euro mehr im Monat plus 100 Euro pro Kind hat Macron in seiner Fernsehansprache am 13.März als außergewöhnliche Hilfe für Familien in finanziell-ärmlichen Verhältnissen versprochen.

    Doch sind diese Hilfen an administrative Bedingungen geknüpft, die viele Familien nicht erfüllen, so eine weitere Quintessenz aus Berichten zur Lage der Quartiers populaires zu Zeiten der Corona-Epidemie. Die Arbeitslosigkeit, ohnehin schon überdurchschnittlich hoch vor Ausbruch der Epidemie, hat sich durch die Schließung der Gastronomie, der Hotels und anderer Dienstleistungsbetriebe in einem Maße verschärft, für das es noch gar keine Zahlen gibt. Aber dass die Lage katastrophal ist, daran gibt es keinen Zweifel.

    Auf Ersparnisse dürften die wenigsten zurückgreifen können. Arbeiten im „informellen Bereich“, Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit, sicherten bis zum Corona-Stopp das Überleben, tauchen aber in offiziellen Statistiken nicht auf.
    ...
    „Kontakt zu 40 Prozent der Schüler verloren“
    ...
    Die Schulpflicht hat auch dafür gesorgt, dass die Eltern wissen, wo sich die Kinder aufhalten. Das sei unter den gegenwärtigen Bedingungen anders. Eine Lehrerin aus dem Norden Paris wird damit zitiert, dass sie den Kontakt zu 40 Prozent ihrer Schüler verloren hat. Mit der Schließung der Schulen entfällt auch das Kantinenessen für die Schüler.

    #Berlin #Clichy_sous_Bois #covid-19 #Armut #Schwarzarbeit

  • Neukölln: Höchster Anteil an Armutsgefährdeten im Bezirk
    https://abendblatt-berlin.de/2020/03/06/neukoelln-hoechster-anteil-an-armutsgefaehrdeten-im-bezirk
    https://abendblatt-berlin.de/wp-content/uploads/2020/03/ONLINE-Neukölln-©imago-images-_Emmanuele-Contini.jpg

    Die Armutsgefährdungsquote in Berlin ist leicht angestiegen 
    In den letzten fünf Jahren ist das Armutsrisiko in Berlin leicht gestiegen. Das legte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in seinem fünften Regionalen Sozialbericht 2019 offen. Unter den Bezirken weist Neukölln mit 27,4 Prozent den höchsten Anteil an armutsgefährdeten Einwohnern auf. Im Kontrast dazu steht Pankow mit 6,7 Prozent, gefolgt von Steglitz-Zehlendorf mit 11,1 Prozent und Treptow-Köpenick mit 11,3 Prozent.

    Jeder sechste Bürger betroffen
    Im Jahr 2018 war laut Bericht rund jede sechste Person in Berlin armutsgefährdet. Besonders betroffen waren junge Menschen ohne Schulabschluss und Lehre sowie Alleinerziehende und Bürger in Haushalten mit drei oder mehr Kindern. Die Situation Alleinerziehender habe sich trotz einer konjunkturellen Erholung am Arbeitsmarkt nicht gebessert. Als armutsgefährdet gelten diejenigen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Pro-Kopf-Nettoeinkommens zur Verfügung haben. Für Berlin liegt die Armutsgefährdungsschwelle bei 1.004 Euro, die Armutsschwelle für einen Einpersonenhaushalt bei 837 Euro und die Schwelle für strenge Armut bei 669 Euro.

    #Berlin #Neukölln #Armut

  • Infotipp
    https://diasp.eu/p/10330165

    Infotipp

    „Die Banken handeln in Milisekunden, die Steuerbehörden brauchen Jahrzehnte“

    Cum-Ex: US-Bank plünderte deutsche Staatskassen

    Ein Beitrag von #Panorama über die Historie von #CumEx. Besonders brisant: Die illegalen Geschäfte wurden in den #USA bereits 2008 verboten - und die #Banker zogen einfach nach Europa weiter, insbesondere nach #Deutschland. Keine Kooperation der #Finanzbehörden, keine Warnung.

    Den informativen Beitrag findet ihr hier: https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2020/Cum-Ex-US-Bank-pluenderte-deutsche-Staatskassen,cumex198.html

    Mehr Infos zu den CumEx-Recherchen gibt es hier: https://www.otto-brenner-preis.de/dokumentation/2019/preistraeger/1-preis

    #Steuern #Banken #Finanzmärkte #Finanzen #Geld #Ungleichheit #Reichtum #Armut #Ungerechtigkeit #Raub #Diebstahl (...)

  • Berlin-Reinickendorf: 80-jähriger Fleischer erschlägt Wildschwein und zerlegt es - Polizei - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-reinickendorf-80-jaehriger-fleischer-erschlaegt-wildschwein-und-zerlegt-es/23391048.html

    Nach den Rumänen kommen die Berliner. Selbstversorgung mit Fleisch oder leckeren Krebsen aus dem Tiergarten ist in Berlin verboten. Früher galt das Jagdprivileg für Adelige, heute muss man Grund und Boden, Jagdschein und registrierte Waffen besitzen, um sich selbst mit Fleisch versorgen zu dürfen.

    Dumm gelaufen für den pensionierten Berliner Schlachter, der sich endlich mal wieder die Tiefkühltruhe füllen wollte. Hätte auch klappen können ohne Denunzianten.

    06.11.2018, 10:08 Uhr Alexander Fröhlich

    Enthauptet, gehäutet, ausgenommen: Ein 80-jähriger Fleischer wollte Wildschwein essen, kann es sich aber nicht leisten. In Berlin-Tegel griff er selbst zur Axt.

    Die Berliner Polizei warnte ihre Twitter-Fans gleich vorab: „Wenn Sie nicht wissen möchten, was ein 80-jähriger Fleischer letzte Nacht auf einem Parkplatz in Reinickendorf mit einem Beil angestellt hat, klicken Sie bitte nicht hier.“ Auf zwei Fotos sind der abgetrennte Kopf eines Wildschweins, eine Axt und ein Wetzstahl zu sehen.

    Wer dann doch weiterklickt, bekommt eine ungewöhnliche Geschichte zu lesen. Sie handelt von einem Rentner, der sich gutes Fleisch vom Wildschwein nicht leisten kann und der sich im Tegeler Forst kurzerhand selbst bedient hat.

    Ein Zeuge hatte am Sonntagabend die Szenerie auf einem Discounter-Parkplatz an der Ecke Waidmannsluster Damm, Ecke Karolinenstraße beobachtet: Eine Frau und ein Pkw, dessen Scheinwerfer in den Wald am Tegeler Fließ leuchteten. Dem Zeugen kam das nicht ganz geheuer vor und er alarmierte die Polizei.

    Gegen 22.40 Uhr kam ein Funkstreifenwagen vorbei, die Beamten trafen eine 75 Jahre alte Frau. Sie sagte den Polizisten: „Ich warte auf meinen Mann, der gleich von der Arbeit kommt." Tatsächlich hatte ihr Mann zu tun: Die Beamten schauten sich weiter in dem angrenzenden Waldstück um und fanden eine Bache – enthauptet, gehäutet, teilweise ausgenommen.

    Verwertbare Eingeweide und einige größere Stücken Fleisch lagen schon in einer Kiste, die Schlachtutensilien gleich daneben. Der 80-Jährige versteckte sich derweil im Gebüsch, dann wurde er von den Polizisten entdeckt.

    Am Ende räumte der Mann seine Tat ein. Das Tier soll zutraulich gewesen sein, er habe es mit einem Beil erschlagen – um es fachmännisch zu schlachten und zu zerlegen. Leisten könne er sich das gute Wildschweinfleisch sonst nicht. Den Beamten zeigte er auch den abgetrennten Kopf der Bache. Die Polizei übergab die Kadaverteile an den herbeigerufenen Förster, die Schlachtwerkzeuge wurde beschlagnahmt.

    Nun wird gegen den pensionierten Fleischer wegen Jagdwilderei ermittelt. Noch nicht klar ist, ob der Mann sich zum ersten Mal selbst im Wald am Schwarzwild bedient hat. Das müsste nun im Zuge der weiteren Ermittlungen geklärt werden, sagte ein Sprecher der Polizei.

    Es ist nicht der erste Fall in Berlin, in dem Tiere einfach geschlachtet werden. In Mariendorf wurden Schafe des Kindergartens Global Village gestohlen. Auch der Neuköllner Streichelzoo war mehrfach betroffen. Dort hatten im Februar zwei wohnungslose Rumänen versucht, eine Angoraziege zu schlachten. Im Strafprozess wegen Diebstahls mit Waffen sowie der „Tötung eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund“ erklärten die beiden Männer: „Wir töteten das Tier, weil wir Hunger hatten." Bereits im Januar war ein Schaf des Streichelzoos gestohlen und ausgeweidet worden.

    #Berlin #Reinickendorf #Waidmannsluster_Damm #Karolinenstraße #Armut #Hunger

  • Die Armen in #Deutschland - dem Tod so nah | Telepolis
    https://diasp.eu/p/8026888

    Die Armen in #Deutschland - dem Tod so nah | Telepolis

    Über den Umgang mit den Besitzlosen in unserer #Gesellschaft

    #Politik und Gesellschaft begegnen den Gestrauchelten oft voller Abscheu. Jeden Tag frisst sich die #Armut ein Stück weiter und tiefer in die Armen und Ärmsten, bis von ihrem #Menschsein nur noch ein Stück Elend übrig ist (Selber schuld: Arm, kränker und früher Tod). Und an diesem Stück #Elend ergötzen sich dann Teile der Gesellschaft. Sie schütteln und rütteln die Armen und setzen sie einer symbolischen #Gewalt aus, die in ihrer Brutalität der Gewalt des Straßenschlägers, der seinem wehrlosen Opfer noch an den Kopf tritt, kaum nachsteht. Seit vielen Jahren findet eine geradezu schizophrene Politik Anwendung, die, bei Lichte betrachtet, Armut zu bekämpfen versucht, indem sie Armut (...)

  • #unten – Wenn Armut sichtbar und zum Aufschrei wird
    https://diasp.eu/p/8020866

    #unten – Wenn Armut sichtbar und zum Aufschrei wird

    Unter dem Hashtag #unten erzählen Userinnen und User auf Twitter, wie es ist, in #Armut oder #Familien mit wenig #Geld aufzuwachsen. Und wie es sich anfühlt, ausgegrenzt bis verspottet zu werden. Armut ist ein gesellschaftliches Problem – doch es wird den einzelnen Betroffenen übergewälzt. Veronika Bohrn-Mena hat Geschichten gesammelt und beschreibt, was Armut in #Österreich mit Menschen anrichtet.

    Im November 2018 wurde auf Twitter ein neuer Hashtag geboren: #unten. Darunter sammeln sich abertausende Tweets, in denen #Menschen von ihren Erfahrungen und ihrem #Leben in Armut berichten. Sie schildern unzählige kleine Momente und Erinnerungen. Sie machen spürbar, wie prägend Armut und unser gesellschaftlicher Umgang damit sind. Armut macht etwas (...)

  • Armut in Berlin: Getränkemarkt verlangt Gewerbeschein von Flaschensammlern - Berlin - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/armut-in-berlin-getraenkemarkt-verlangt-gewerbeschein-von-flaschensammlern/23056614.html

    Die landeseigene Website berlin.de wirbt dafür, leere Flaschen neben die Mülleimer zu stellen – um „weniger gut situierten Mitbürgern einen Gefallen zu tun und das Wühlen in der Tonne zu ersparen“. Gute Idee – und dann? Schlägt die privatwirtschaftliche Bürokratie zu: In einer als „dringend“ klassifizierten „Hausinfo“ schreibt die Geschäftsführung von Getränke-Lehmann (PR-Slogan: „Ick koof bei Lehmann“) an alle Märkte: „Sog. Flaschensammler“ müssten „wie alle Wiederverkäufer Angabe über ihre Adresse, USt-IdNr. etc. machen. Das Flaschensammeln ist dann ein Gewerbe, wenn es eine selbstständige, auf Dauer angelegte Tätigkeit ist, die zum Zwecke der Gewinnerzielung verfolgt wird und nicht geringfügig ist. Hierzu ist bitte der ‚Flaschensammler‘ höflich zu befragen. Verweigert er die Auskunft, kann keine ordnungsgemäße Gutschrift erstellt werden.“

    Der Berliner Rechtsanwalt Stefan Senkel berichtet von einem Fall, bei dem ein Lehmann-Markt unter Hinweis auf das Schreiben die Annahme von 15 Pfandflaschen verweigerte

    #Berlin #Armut #Flaschensammler

  • Prozess um getötetes Tier in Berlin-Neukölln: Ziege im Streichelzoo geschlachtet: Haftstrafe - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/prozess-um-getoetetes-tier-in-berlin-neukoelln-ziege-im-streichelzoo-geschlachtet-haftstrafe/21140418.html

    Im England der Neuzeit wurden Apfeldiebe gehenkt. Wer die Boulevardblätter geifern gehört hat weiß, daß wir davon nicht weit entfernt sind. Armut wird eingesperrt. Dummeheit auch. Wem nützt das?

    Von Kerstin Gehrke - Zwei Männer hatten im Tiergehege in der Neuköllner Hasenheide eine Ziege getötet. Für eine Amtsrichterin kam eine Bewährungsstrafe nicht in Betracht.

    Die Männer auf der Anklagebank sahen sich kopfschüttelnd an: Rund sechs Wochen nach der Tötung der Angoraziege „Lilly“ im Tierpark Neukölln sind die beiden 29-jährigen Angeklagten zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt worden. Für zehn Monate soll der vorbestrafte Nicusor-Razvan V. ins Gefängnis, der gleichaltrige Mihaita-Iulian B. für neun Monate. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach die Rumänen am Mittwoch des Diebstahls mit Waffen sowie der Tötung eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund schuldig.

    Die Angeklagten waren am Abend des 18. Februar auf die Ziege mit den weißen Locken aufmerksam geworden. Ein dreijähriges Tier, trächtig und kostbar für den Tierpark. Eine Zucht sollte aufgebaut werden. Die beiden Angeklagten aber kamen gegen 22 Uhr als Schlächter. Obwohl sie reichlich Bier getrunken hatten, kletterten sie mühelos über den zweieinhalb Meter hohen Zaun, durchschnitten der Ziege mit einem Messer die Kehle und trennten dem Tier ein Bein ab.

    Aus Hunger getötet

    Über ihre Anwälte ließen V. und B. ihre Geständnisse verlesen. „Wir töteten das Tier, weil wir Hunger hatten“, erklärten sie. Sie hätten „nur ein Bein“ gewollt und den Streichelzoo in der Hasenheide für einen Bauernhof gehalten. Seit Anfang 2018 würden sie sich in Berlin aufhalten und als Bauhelfer arbeiten, dafür allerdings kaum Geld erhalten. „Ihr Chef hat ihnen den Lohn vorenthalten“, sagte einer der Verteidiger. Die beiden Angeklagten seien zudem „bäuerlich geprägt“ und keine „Tiermörder“. Die Ziege sei artgerecht und aus Sicht der Verteidigung auch nicht ohne vernünftigen Grund geschlachtet worden. „Es geschah zu Ernährungszwecken.“

    Dementsprechend plädierten die Anwälte auf Geldstrafen unter anderem wegen „Diebstahls geringwertiger Sachen“ und Hausfriedensbruchs. Die Richterin aber folgte im Wesentlichen der Staatsanwältin, die eine einjährige Gefängnisstrafe für V. und eine zehnmonatige Bewährungsstrafe für B. verlangt hatte. Das Küchenmesser, mit dem die Angoraziege geschlachtet wurde, sei juristisch als gefährliches Werkzeug einzustufen – also ein Diebstahl mit Waffen, wofür bis zu fünf Jahre Haft drohen. „Wenn ich Appetit auf ein Schafbein habe, gibt es keinen vernünftigen Grund, eine Ziege zu töten“, sagte die Amtsrichterin. Damit folgte sie nicht dem Argument, dass die damals erheblich angetrunkenen Männer aus Hunger getötet hätten. Davon abgesehen sei das Tier gestohlen und seine Tötung strafbar gewesen. „Für Alkohol war Geld da“, sagte die Staatsanwältin. „Sie hätten sich Essen kaufen können.“

    Ein Ziegenbein im Rucksack

    Es sind Strafen, die deutlich ausfallen. Die Begründung laut Urteil: Weil den Angeklagten keine günstige Sozialprognose gestellt werden könne. Beide seien kurz nach ihrer Einreise nach Deutschland straffällig geworden. Sie seien ohne festen Wohnsitz, ohne geklärte Arbeits- und Einkommensverhältnisse. Die Verhängung von Bewährungsstrafen komme deshalb nicht in Betracht. V. sei zudem als Dieb vorbestraft.
    Die Angeklagten wurden noch am Tatort gefasst. Anwohner hatten die Schreie des Tieres gehört und die Polizei gerufen. Als V. und B. das umzäunte Gelände verlassen wollten, wurden sie erwischt. Einer der Männer hatte ein blutverschmiertes Messer bei sich, in der Nähe lag ein Rucksack mit einem Ziegenbein. In dem Gehege des Streichelzoos im Volkspark Hasenheide entdeckten Polizisten schließlich die getötete Ziege.
    Seit ihrer Festnahme befanden sich die Rumänen in Untersuchungshaft. Ob es bei der verhängten Strafe bleibt, wird sich zeigen: Der Fall wird voraussichtlich in die nächste juristische Runde gehen, ein Verteidiger kündigte bereits Rechtsmittel an.

    #Berlin #Neukölln #Hasenheide #Armut #Kriminalität

  • Hasenheide: Angoraziege geschlachtet – Tatverdächtige haben Bein im Rucksack
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/hasenheide-angoraziege-geschlachtet---tatverdaechtige-haben-bein-im

    Hunger ist der beste Koch, und vor allem macht er erfinderisch. Was für die vegane Streichelzoogentry von Kreuzkölln eine SS-Einsatzgruppen-Aktion ist, ist für die ganz armen Landbewohner Rumäniens Alltag.

    „Du kannst kein Essen kaufen?
    Kein Problem, der reiche Nachbar hat noch Schafe.“

    Einbrecher haben am Sonntagabend im Streichelzoo an der Neuköllner Hasenheide eine seltene Angoraziege geschlachtet. Am späten Sonntagabend erwischte die Polizei zwei Männer beim Verlassen des Tiergeheges im Volkspark Hasenheide. Zunächst war die Rede von einem getöteten Schaf - inzwischen steht jedoch fest: Das Tier war eine Angoraziege, die wegen ihres dichten Fells oft mit einem Schaf verwechselt wird.

    Soweit so gut. Achtung jetzt wird’s blutig. Kinder und Schwangere verlassen bitte den Saal, Gewaltporno ab!

    Einer der Männer habe ein blutverschmiertes Messer bei sich getragen, so ein Polizeisprecher. In einem Rucksack seien ein Bein des Tieres und Handschuhe mit Blutspuren gefunden worden.

    Um 1900 wurden im gar nicht mehr so wilden Westen der USA Pferdediebe gelyncht. Mal sehen, wie es den Berliner Ziegenmördern ergeht.

    Erst Ende Januar waren zwei Schafe aus dem Streichelzoo entwendet worden. In einem nahen Busch wurden Überreste eines säuberlich geschlachteten schwangeren Tiers gefunden. Das zweite gestohlene Schaf blieb damals unverletzt. Ob die Festgenommenen auch das erste Schaf töteten, ist noch unklar.

    War doch klar, geschnappt werden immer die Dummen, die keine Zeitung lesen. Wenn ein Ding solche Aufregung verursacht, dann geben sich die Sheriffs echt Mühe. Da geht man kein zweites Mal rein. Nicht nach so kurzer Zeit. Nicht in der Hasenheide. Dumm gelaufen, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Die beiden 29-jährigen Rumänen hatten ersten Erkenntnissen zufolge der Ziege noch im Gehege die Kehle durchgeschnitten und ein Bein abgetrennt. Im Raum stehen der Verdacht des Verstoßes gegen des Tierschutzgesetz sowie des Diebstahls.

    Eigentich ein Wunder, wenn nicht noch mehr Mittellose auf die Idee kommen, dass da was anderes als Betteln geht. Rumänen sind halt einfallsreicher. Trotzdem schade ums Schaf, äh, nö, war ja ne Ziege. Auch schade.

    #Berlin #Armut #Kriminalität #Tierschutz

  • Tierpark Neukölln: Unbekannte schlachten trächtiges Schaf im Streichelzoo | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/tierpark-neukoelln-unbekannte-schlachten-traechtiges-schaf-im-strei

    Traurig steht das ostfriesische Milchschaf-Mädchen Emma in ihrem Gehege im Tierpark Neukölln. Das Jungtier (2) wurde vor wenigen Tagen mit ihrer Mutter Rose (✝5) aus dem Streichelgehege entführt und dabei verletzt. Emma überlebte – doch ihre Mama wurde von den bislang Unbekannten geschlachtet.


    Wollziege Lilly (li.) und das überlebende Milchschaf Emma (re.) trauern.

    In der Nacht zu Freitag dringen die Täter in das Gehege in der Hasenheide ein und schnappen sich die einzigen beiden Schafe des ausschließlich aus Spenden finanzierten Streichelzoos. „Die müssen die armen Tiere dann über den Zaun geworfen haben. Und der ist knapp zwei Meter hoch“, sagt Tierpfleger Gerrit Harre.

    Trotz der Todesschreie des Muttertiers konnte Emma nicht davonlaufen
    Dann zerren sie Rose und ihre Tochter Emma in ein nahe gelegenes Gebüsch. Und beginnen, das ältere der beiden Schafe zu schlachten. „Die haben ihr die Kehle durchgeschnitten und sie dann fachmännisch ausgeweidet. Und haben alles mitgenommen, was man essen kann“, so Harre weiter. Die Täter lassen nur die Klauen, den Kopf und das Fell zurück.


    Gerrit Harre vom Tierpark Neukölln fand die Überreste des geschlachteten Schafs Rose in der Hasenheide.

    Weshalb die Unbekannten das zweite Tier zurückließen, ob es Mitleid war oder sie bei ihrer blutigem Werk einfach nur gestört wurden, weiß niemand. Fakt ist: Trotz der Todesschreie des Muttertiers Rose konnte Emma nicht davonlaufen. Zum einen wurde sie bei dem Wurf über den Zaun an einer Klaue verletzt, humpelt seitdem. Zudem sind ostfriesische Milchschafe nachtblind – und in der Dunkelheit somit völlig orientierungslos. 

    „Wir hatten uns schon so auf Nachwuchs gefreut.“
    „Wir haben die arme Emma erst am nächsten Morgen gefunden. Sie stand wie angewurzelt und völlig apathisch neben dem Gebüsch, in dem ihre Mutter getötet wurde“, sagt der Tierpfleger. Jetzt befindet sich Emma in tierärztlicher Behandlung. 

    Besonders traurig: Das von den Unbekannten geschlachtete Schaf Rose war trächtig. Gerrit Harre: „Wir hatten uns schon so auf Nachwuchs gefreut.“ Nun ist Emma das einzige Schaf im Tierpark Neukölln und lebt mit Wollziege Lilly (3) in einem Gehege. 

    Zwar wurde Anzeige bei der Polizei erstattet, am Eingang des Tiergeheges in der Hasenheide zudem ein Zeugenaufruf ausgehängt. Doch die Chancen, die Schafsschlächter zu fassen, dürften laut einem Ermittler „äußerst gering“ sein. Harre wütend: „Wenn diese Leute Hunger haben, sollen sie gefälligst in den Supermarkt gehen und sich nicht an unseren Tieren vergreifen!“

    Fotos: K. Oberst

    #Berlin #Neukölln #Hasenheide #Armut

  • Wohnpolitik in Berlin: Kommt jetzt die Antragswelle für Wohnberechtigungsscheine? - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnpolitik-in-berlin-kommt-jetzt-die-antragswelle-fuer-wohnberechtigungsscheine/20947740.html

    Billige Wohnungen für alle - eine tolle Idee. Wie sieht es mit den Stellen für die Antragsbearbeitung aus und was bedeuten die neuen 8-Euro-Sozialwohnungen für die Berechtigten? Rechnen wir mal nach.

    Ein Single hat einen Anpruch auf eine Wohnung mit ca. 53 Quadratmetern - zumindest ist das die Größe, die sich aus den aktuellen Tabellen und Mietobergrenzen der Verordnungen zum Sozialgesetzbuch ergibt. Er verdient maximal 1800€ netto pro Monat, und darf so den neuen Typ Sozialwohnung mieten.

    53 m² * 8€ + 169€ Neben/Heizkosten = 693€ Warmmiete im günstigsten Fall.
    Bei 1800 € Einkommen bleiben 1207€ für alle weiteren Ausgaben.
    Das sind typischerweise 60€ Strom, 100€ Monatskarte, 40€ Internet / Telefon, 20€ Handy, 80€ Versicherungen, insgesamt 300€ monatliche Fixkosten ohne Auto

    Es bleiben ca. 900€ zum Leben für einen qualifizierten Industriearbeiter. Ein Auto ist da eigentich nicht drin, aber es reicht ihm für ein ruhigens bescheidenes Leben, wenn er keine Verpflichtungen hat. An die Gründung einer Familie mit Kindern darf er nur denken, wenn seine Frau wesentlich mehr verdient, oder er bereit ist, zu verarmen. In Anbetracht der abzusehenden Niedrigrenten (in seinem Fall 854€ bei 48% Rentenhöhe), ist diese Wohnung auch für Dauersingles im Alter nicht mehr zu bezahlen.

    Lieber Leser, wir haben herausgefunden, dass die neuen Top-Sozialwohnungen eine schöne Sache sein werden, wenn es sie denn einmal geben wird, und wenn die niedrigeren Kosten ihren Bewohnern beim Aufstieg in die Kaste der Besserverdienenden helfen.

    Zur Lösung der sozialen Frage tragen sie nichts bei. Die Schere öffnet sich weiter.

    Künftig können auch Berliner mit einem mittleren Einkommen einen Wohnberechtigungsschein beantragen. Das sieht eine entsprechende Vorlage vor, die der rot-rot-grüne Senat beschlossen hat. So sollen künftig etwa auch Busfahrer, Polizisten und Krankenpfleger die Möglichkeit haben, vergünstigten Wohnraum zu bekommen. Schwierig könnte das aus zwei Gründen werden: Es fehlt an Wohnungen. Und den Bezirken fehlt Personal, um die zusätzliche Anträge zu bearbeiten.

    Ein Wohnberechtigungsschein (WBS) ermöglicht den Inhabern, in eine Sozialwohnung zu ziehen, die mit öffentlichen Geldern gefördert wird. Um sie beantragen zu können, muss das monatliche Einkommen unter einen bestimmten Betrag liegen. Bisher waren das in einem Ein-Personen-Haushalt 1400 Euro Netto, bei zwei Personen 2100 Euro. Dann konnte man eine geförderte Wohnung für 6,50 Euro pro Quadratmeter mieten. Rund 100.000 Sozialwohnungen gibt es der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zufolge in der Hauptstadt.

    Diese sollen von der neuen Regelung auch nicht betroffen sein. Die besagt, dass nun auch Bürger mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 1800 Euro etwa bei einem Ein-Personen-Haushalt oder 2700 Euro bei einem Zwei-Personen-Haushalt den Schein beantragen können. Der Unterschied: Sie haben nur Anspruch auf eine Sozialwohnung, die für acht Euro pro Quadratmeter vermietet wird. Die Regelung soll der sozialen Durchmischung der Wohnquartiere und der Stabilisierung der Bewohnerstruktur dienen, heißt es von der Verwaltung. Und ein Investor müsse trotzdem die 30 Prozent üblichen Sozialwohnungen bauen, wenn er das neue Modell fördern wolle. Denn die neuen Wohnungen müssen erst noch gebaut werden. Bisher gibt es keine Sozialwohnungen in diesem Preissegment, die die 380.000 neuen Antragsberechtigten beziehen könnten. Hinzu kommen 870.000 Berliner, die bereits zuvor das Recht auf einen Wohnberechtigungsschein hatten. Rund zwei Drittel der Berliner Erwerbstätigen könnten somit einen Antrag stellen.

    #Berlin #Wohnen #Armut

  • 230 Parkbäume sollen Flüchtlingsunterkünften weichen - Steglitz-Zehlendorf - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article209288595/230-Parkbaeume-sollen-Fluechtlingsunterkuenften-weichen.html
    60 Jahre im Container - solange soll angeblich die „Standzeit“ einer „Mobilunterkunft“ sein. Viel Mobilität verspricht das nicht, weder räumlich noch sozial. Wer einmal drin ist bleibt da auch.

    Erinnern Sie sich noch an die Mau-Mau-Siedlung in Lankwitz? Die hat so ähnlich angefangen nur für Ostvertriebene und arme Deutsche. Da ging es sozial auch nicht wirklich vorwärts in den letzten 70 Jahren, wer da wohnte bekam kaum etwas vom Wirtschaftswunder ab.

    Diesmal also gleich Container, ist ja auch nur für Kanaken und Studenten.

    Über die Mau-Mau-Siedlung
    https://seenthis.net/messages/403358

    Müssen 230 Bäume in einem historischen Park an der Leonorenstraße in Lankwitz gefällt werden, um Platz für Flüchtlingsunterkünfte zu machen? Oder können leerstehende Gebäude auf einer benachbarten Brache für die Unterbringung von 450 Asylbewerbern genutzt werden?

    Seit die Pläne der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung bekannt sind, in dem 110 Jahre alten Park hinter dem Seniorenheim „Haus Leonore“ mobile Unterkünfte zu errichten, protestieren dagegen Bezirkspolitiker, eine Bürgerinitiative und Prominente wie Dieter Hallervorden. Doch auch nach einem Vor-Ort-Termin mit Umweltstaatssekretär Stefan Tidow mit allen Beteiligten kam es zu keiner Annäherung. Einziges Ergebnis: „Die Gebäude werden ein wenig verrückt, um einige, für das Erscheinungsbild wichtige Bäume zu erhalten“, sagte Petra Rohland, Sprechern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

    Das Grundstück ist Eigentum des kommunalen Klinikkonzerns Vivantes. Neben dem Seniorenheim sind auf der Fläche noch ein Trafohäuschen, das in Betrieb ist, mehrere leerstehende Gebäude und der alte Park, den die Senioren zum Spaziergehen nutzen. Auf einem Teil dieses Parks sollen nun die mobilen Unterkünfte entstehen. Die Standzeit der Module betrage mindestens 60 Jahre, sagte Dirk Gerstle, Sozial-Staatssekretär auf Anfrage des Abgeordneten Oliver Friederici (CDU). Sie sollen etwa zehn Jahre für Flüchtlinge genutzt und im Anschluss zum Wohnraum für Studenten, Senioren oder Familien werden.
    Aktivierung leerstehender Gebäude abgelehnt

    Bei der Grundstücksbegehung konnten einzelne Häuser, wie das Bettenhaus und das Trafohaus besichtigt werden. „Das leerstehende rote Backsteingebäude parallel zur Leonorenstraße hat bereits neue Thermofenster und könnte mit wenigen Umbauten für 50 bis 100 Flüchtlinge hergerichtet werden“, sagt Holger Holzschuher, Sprecher der Bürgerinitiative „Parkleonore“. Doch in der anschließenden Debatte wurde dies von den beteiligten Senatsverwaltungen abgelehnt, da sie nicht in das Zeit- und Kostenkonzept der Modulbauten passen.

    Holger Holzschuher liegt nun die Fäll-Liste der 230 Bäume vor. Der Bezirk hat die Genehmigung der Fällung verweigert. Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) wollte alle Beteiligten an einen Tisch holen, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Ein kürzlich angesetzter Termin musste aus Krankheitsgründen abgesagt werden.

    Der Park war schon vor dem Streit um die Flüchtlingsunterkünfte bekannt geworden. Er war Drehort für den Film „Das letzte Rennen“, in dem Dieter Hallervorden durch die Grünanlage joggt.

    #Berlin #Lankwitz #Leonorenstraße #Siemensstraße #Flüchtlinge #Stadtentwicklung #Armut

  • „Strassenfeger“ gegen Bettelbanden - tip berlin
    http://www.tip-berlin.de/strassenfeger-gegen-bettelbanden

    seit Monaten, so heißt es beim Verein „mob – Obdachlose machen mobil“, komme es zu Konflikten der „Strassenfeger“-Verkäufer mit Bettelbanden aus Rumänien oder Bulgarien. Die Rede ist von Pöbeleien, Diebstählen, Agressionen, Schlägereien.
    ...
    Für den „Strassenfeger“ werden die Konflikte zunehmend zu einer Existenzfrage. Die Obdachlosenzeitung ist eines von fünf Hilfsprojekten des Vereins, sie kostet 1,50 Euro, wovon dem Verkäufer 90 Cent verbleiben und 60 Cent an mob e.V. gehen. Damit finanziert der Verein eine Notübernachtung für obdachlose Menschen in der Storkower Straße in Prenzlauer Berg sowie den Druck der Zeitung. Wer den „Strassenfeger“ verkaufen will, darf nicht betteln, braucht Grundkenntnisse der deutschen Sprache und versichert, die Zeitung nicht in berauschtem Zustand anzubieten.

    Die Konkurrenzkämpfe zwischen registrierten Verkäufern und Bettelbanden seien extrem geworden, erzählt Rüdiger. Insbesondere an belebten Plätzen wie dem Hauptbahnhof oder dem Bahnhof Zoo. Angeblich schicken die Banden verstärkt Minderjährige mit der Zeitung los. Beim mob-Verein seien schon Beschwerden eingegangen, erzählt Mara Fischer. „Wir verurteilen dieses Verhalten scharf“, sagt sie. „Es widerspricht unseren Regeln und beschädigt das Ansinnen des Projekts Strassenfeger.“
    Jedenfalls sind die Verkaufszahlen binnen drei Jahren von 21.000 auf 10.000 Exemplare eingebrochen. Der Erscheinungsrhythmus des „Strassenfegers“ wurde von 14- auf 21-tägig umgestellt. „Wir müssen ernsthaft über den Fortbestand der Zeitung nachdenken“, sagt Mara Fischer vom mob-Verein.

    ... Rüdiger, 47, [hat sich] eine grün-gelbe Weste übergezogen, wie sie registrierte Verkäufer der Obdachlosenzeitung „Strassenfeger“ neuerdings tragen. Zu ihrem eigenen Schutz. Und zur Bürgeraufklärung.

    Das Netzwerk der weltweiten Straßenzeitungen setzt bereits in anderen Städten ähnliche Verkaufswesten ein. Die Berliner Polizei schlug zudem vor, die Westen mit Nummern auszustatten, die mit denen der Verkäuferausweise übereinstimmen. Und der Paritätische Wohlfahrtsverband übernahm die Kosten (20 Euro pro Stück). Allerdings wurden bisher lediglich 60 Stück verteilt.

    Rüdiger sagt, dass die Mutter des Mädchens früher eine registrierte Verkäuferin war. Dann wollte sie ihn von seinem Platz vertreiben. Die Mutter schubste, spuckte vor seine Füße. Die Supermarkt-Security schritt ein. Der Verein sperrte der Mutter den Ausweis. Seitdem ist sie nicht mehr auffindbar. Den „Strassenfeger“-Ausweis hat sie immer noch.
    Rüdiger sagt, er habe beobachtet, dass das junge Mädchen am Tag zwischen 60 und 70 Euro durch Spenden einnähme. Man erzähle sich, Bettler wie sie würden morgens in der Schönhauser Allee mit LKWs abgesetzt und „ausstreunen“. Und abends dort wieder abgeholt.

    #Berlin #Bettler #Armut

  • Berlin-Prenzlauer Berg: Er stahl Honig-Gläser und muss nun wohl in Haft - Berlin - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-prenzlauer-berg-er-stahl-honig-glaeser-und-muss-nun-wohl-in-haft/14019946.html


    Down and out in Berlin

    Der 23-jährige Bogdans G. aber dachte nicht an die Gesundheit. Für ihn war es Beute – süß, klebrig und wertvoll nur, weil er sie verscherbeln wollte. 59,95 Euro hätte er bezahlen müssen. Er aber stürmte aus dem Markt in Prenzlauer Berg.

    Seinem Verfolger fielen erst Honiggläser vor die Füße und dann der Dieb. Drei Monate später ist G. im Kriminalgericht ein wirklich seltener Fall. Honig – Lindenblüte oder Lavendel – als Hehlerware? Der stellvertretende Leiter des Bio-Marktes nickte: „Es gibt Spezialitäten, da kostet das Glas bis zu 35 Euro.“

    Luxus-Honig für 35 Ocken das Glas wird schon mal von denen, denen das zu teuer ist, geklaut. Die Macht schlägt dann zurück, wer um sich schlägt kriegt es einschlägig ab. Dann fährt der Prolet ein, statt Schacht gibt es Knast. Heult da wer?

    #Berlin #Kriminalität #Armut