• Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz#

    Das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG) regelt die berufliche Qualifikation der Kraftfahrer bzw. Fernfahrer und die Weiterbildung der Berufskraftfahrer im gewerblichen Güterkraftverkehr und im Personenverkehr in Deutschland und ist eine Angleichung an EU-Recht (Richtlinie 2003/59/EG).[1] Hierdurch soll eine Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr durch die Vermittlung tätigkeitsbezogener Fertigkeiten und Kenntnisse bei Kraftfahrern bewirkt werden.

    Die Qualifizierung ist zudem erforderlich für Berufskraftfahrer, die Fahrzeuge im gewerblichen Bereich führen, für die eine Fahrerlaubnis der Klasse C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE notwendig ist.

    #Arbeit #ÖPNV #Ausbildung

  • Berufskraftfahrerqualifikation – alle Infos | IHK München
    https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Verkehr/Berufskraftfahrerqualifikation

    Berufskraftfahrer sind gesuchte Fachkräfte, deren Kenntnisse und Fähigkeiten über das reine Fahren eines Lkws oder Busses hinausgehen. Zusätzlich zum Erwerb des entsprechenden Führerscheins (Fahrerlaubnis) müssen die Fahrer daher noch als Berufskraftfahrer qualifiziert werden, damit sie gewerblich fahren dürfen. Maßgeblich sind dabei die Vorschriften des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes (BKrFQG). Dieses regelt genau, welche Prüfungen, Unterweisungen und Kurse Fahrer im Personen- oder Güterverkehr absolvieren müssen.

    Inhaltsnavigation

    Welche Punkte sind bei der Berufskraftfahrerqualifikation zu berücksichtigen?
    Anwendungsbereich
    Mindestalter zur Qualifikation
    Besitzstand bei alten Führerscheinen
    Erwerb der Grundqualifikation gemäß § 4 BKrFQG
    Grundqualifikation
    Beschleunigte Grundqualifikation
    Verschiedene Nachweise der Berufszugangsvoraussetzungen (Berufskraftfahrergrundqualifikation)
    Welche Rechtsgrundlagen beinhaltet die Richtlinie 2003/59/EG für die Berufskraftfahrerqualifikation?
    Was ist bei der Verlängerung der Fahrerlaubnis nach fünf Jahren zu beachten?
    Welche Kosten verursacht die Berufskraftfahrerqualifikation?
    Was wird durch die Fahrpersonalverordnung (FPersV) geregelt?
    Werden ADR-Kurse für die Weiterbildung anerkannt?
    Ist eine Weiterbildung für die Berufskraftfahrerqualifikation an Sonn- und Feiertagen erlaubt?

    #Arbeit #ÖPNV #Ausbildung #Deutschland

  • BKrFQG - Gesetz über die Grundqualifikation und die Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güter- oder Personenkraftverkehr
    https://www.gesetze-im-internet.de/bkrfqg_2020/index.html#BJNR257510020BJNE000600000

    Was für LKW- und Busfahrer gilt, kann Kutschern genauso helfen.

    Na schön, seit ein paar Tagen haben wir ein neues #Personenbeförderungsgesetz, dass voraussichtlich problemlos vom Bundesrat durchgewunken werden wird, da im Bundestag die CDU/CSU Koalition mit der SPD gemeinsam mit den Grünen dafür gestimmt hat. Die Ortskundeprüfung für Taxifahrer wird durch eine allgemeine Fachkundeprüfung ersetzt, da heute #Navigationssysteme die Orientierung im Stadtraum übernehmen können, so sagt man.

    Unabhängig davon, ob das alles so richtig und gut oder falsch und schlecht ist, fragt sich, was das novellierte Gesetz für Taxi- und Mietwagenfahrer bedeutet. Es gibt grundsätzlich zwei Richtungen, in welche die Entwicklung des individuellen Personennahverkehrs von staatlichen und gesellschaftlichen Akteuren gelenkt werden kann:

    – Wenn das bisherige laissez-faire fortgesetzt wird, erhalten alle zerstörerischen Kräfte freie Bahn, welche in fünfzig Jahren das Taxibewerbe zu einer immer brutaleren Maschine gemacht haben, die Menschen ins soziale Abseits stösst und sie dort mit Gewalt festhält.

    – Wenn die von den Kräften hinter der Gesetzesnovelle behauptete Modernisierung gesellschaftlichen Nutzen bringen soll, muss für die Fahreinnen und Fahrer der Berliner Taxis und Mietwagen erforderliche Ausbildung auf ein zeitgemäßen Niveau gebracht werden.

    Das Zeitalter von Taxi- und Mietwagenjobs als niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit für Einwanderer ist bereits jetzt Vergangenheit. Ein Aufstieg vom Taxifahrer zum Millionär oder auch nur Kleinunternehmer ist bei den aktuellen Hungerlöhnen unmöglich. Nur wer skrupellos betrügt, hat noch Chancen auf sozialen Aufstieg.

    Modernisierte Eingangsvoraussetzungen für die Ausübung des risikoreichen und in vielerlei HInsicht anspruchsvollen Berufs des Personenbeförderers PKW/Taxi/Mietwagen (bisher bekannt als Taxifahrer) liegen im Interesse der Kunden, der abhängig Beschäftigten und der ehrlichen Betriebe . Die Menschen am Steuer müssen in die Lage versetzt werden, als souveräne Staatsbürger im digitalen Zeitalter ihren Fahrgästen einen umfassenden Zugang zu ihrem Heimatort zu bieten. Sie erweitern ihre hervorragenden Ortskenntnisse durch den Einsatz digitaler Technologien. Sie verfügen über gute Kenntnisse der Digital- und Fahrzeugtechnik ebenso wie über essentielle Kenntnisse der wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge sowie der Geschichte ihrer Stadt.

    Die zwingend vorgeschriebene anspruchsvolle Ausbildung sichert den abhängig Beschäftigten in Taxi und MIetwagen armutsfeste Einkommen und zukunftsssichere Arbeitsplätze. Für das Taxi- und Mietwagengewerbe bricht ein neues goldenes Zeitalter an, in dem Taxis eine hochprofitable Integration in urbane Wertschöpfungsketten erfahren.

    Als erster Schritt in diese Richtung sollte den aktuell gängigen Betrugs- und Ausbeutungsmethoden ein Ende gemacht werden. Bereits heute gibt es intelligente Technologien für die Arbeitszeiterfassung die keine Umgehung erlaubt und von den Aufsichtsbehörden in Echtzeit konsultiert werden könnten. Eingeführt werden müssten sie in ausnahmslos allen vom ÖPNV-Gesetz erfassten Beförderungsangeboten, um sektorübergreifendes Lohndumping zu verhindern.

    – EIne Rechtsgrundlage dafür hat der EUGH kürzlich geschaffen.
    – Hard- und Software dafür kommt bereits heute in den Car-Sharing-Flotten zum Einsatz.
    – Die IHK-Prüfung für Berufskraftfahrer könnte als Blaupause für die Prüfung zum Personenbeförderer PKW/Taxi/Mietwagen dienen.

    Es bleibt spannend.

    § 4 Besitzstand
    Die Regelungen zur Erlangung der Grundqualifikation und der beschleunigten Grundqualifikation finden keine Anwendung auf Fahrer, die eine Fahrerlaubnis besitzen oder eine Fahrerlaubnis besessen haben, die ihnen entzogen worden ist, auf die sie verzichtet haben oder deren Geltungsdauer abgelaufen ist, sofern es sich um eine Fahrerlaubnis handelt, die

    1. vor dem 10. September 2008 erteilt wurde und für die Klassen D1, D1E, D, DE oder eine gleichwertige Klasse gilt;
    2. vor dem 10. September 2009 erteilt wurde und für die Klassen C1, C1E, C, CE oder eine gleichwertige Klasse gilt.

    Die Pflicht zur Weiterbildung bleibt bestehen.

    BKrFQV - Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes
    https://www.gesetze-im-internet.de/bkrfqv_2020/index.html

    § 1 Erwerb der Grundqualifikation
    § 2 Erwerb der beschleunigten Grundqualifikation
    § 3 Unterrichts- und Prüfungsanforderungen in besonderen Fällen
    § 4 Weiterbildung
    § 5 Anerkennung von Ausbildungsstätten
    § 6 Anforderungen an den Unterricht
    § 7 Fortbildung der Ausbilder
    § 8 Ausstellung des Fahrerqualifizierungsnachweises
    § 9 Ausstellung eines neuen Fahrerqualifizierungsnachweises bei Änderungen, Verlust, Diebstahl und Beschädigung
    § 10 Ordnungswidrigkeiten

    Prüfung Berufskraftfahrer - IHK Nord Westfalen
    https://www.ihk-nordwestfalen.de/branchen/verkehr-und-logistik/eu-bkf-zusatzqualifikation/pruefungberufskraftfahrer-3596790

    Auszug aus dem Gebührentarif der IHK Nord Westfalen
    IV. Sachkundeprüfungen und Unterrichtungsverfahren
    Ziffer 6: Prüfung gemäß Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz
    6.1

    Gebühren
    Für die Durchführung der Prüfungen werden folgende Gebühren gemäß Gebührentarif der IHK Nord Westfalen erhoben:
    Auszug aus dem Gebührentarif der IHK Nord Westfalen
    IV. Sachkundeprüfungen und Unterrichtungsverfahren
    Ziffer 6: Prüfung gemäß Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz
    6.1
    Grundqualifikation
    • Gesamtprüfung - 1.420,00 Euro
    • Gesamtprüfung Quereinsteiger - 1.365,00 Euro
    • Gesamtprüfung Umsteiger - 960,00 Euro

    6.2
    Wiederholungs-/Teilprüfung Grundqualifikation
    • Theoretische Prüfung - 270,00 Euro
    • Theoretische Prüfung Quereinsteiger - 215,00 Euro
    • Theoretische Prüfung Umsteiger - 130,00 Euro
    • Praktische Prüfung -1.150,00 Euro
    • Praktische Prüfung Quereinsteiger - 1.150,00 Euro
    • Praktische Prüfung Umsteiger - 830,00 Euro

    6.3
    beschleunigte Grundqualifikation
    • Theoretische Prüfung - 140,00 Euro
    • Theoretische Prüfung Quereinsteiger - 115,00 Euro
    • Theoretische Prüfung Umsteiger - 100,00 Euro

    6.4
    Ausstellung einer Ersatzbescheinigung - 30,00 Euro

    #Arbeit #ÖPNV #Ausbildung

  • Taxischulen - Tipps zur Auswahl der richtigen Taxischule
    https://www.taxi-berlin.de/news/taxischulen

    9. AUGUST 2013 - Da aufgrund der Anzahl der prüfungsrelevanten Plätze, Ortsteile und Objekte viele tausend verschiedene Zielfahrten möglich sind, ist umfangreiches Wissen erforderlich, zu dessen Erlangung der Besuch einer Taxischule empfehlenswert ist.

    Taxischulen bieten Kurse zur Erlangung der Ortskunde zu unterschiedlichen Konditionen an. Da Taxischulen meist zu Taxibetrieben gehören, die ein Interesse an der Einstellung neuer Fahrer haben, bietet ein Teil der Schulen günstige Konditionen für Teilnehmer, die anschließend im selben Betrieb als Fahrer arbeiten. Für Teilnehmer ohne bindenden Vertrag sind die Kosten häufig höher, da die Taxischule ihre Ausbildungsleistung ausschließlich durch den Schulungskostenbeitrag der Teilnehmer finanziert.

    Es empfiehlt sich, vor dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages mehrere Taxischulen zu besuchen (viele sind im Internet zu finden) und – falls möglich – probeweise an einigen Unterrichtslektionen teilzunehmen, um einschätzen zu können, ob eine Schule bzw. der zugehörige Betrieb den persönlichen Vorstellungen entspricht.

     

    Arbeitsmaterialien

    In guten Taxischulen erhält jeder Teilnehmer – neben fachlich und didaktisch hochwertigem Unterricht – aktuelle und fehlerarme Schulungsunterlagen, zu denen mindestens ein Ortskunde-Katalog mit Lösungen sowie ein umfangreiches Zielfahrten-Script gehört, das einen Großteil des relevanten Berliner Straßennetzes abdeckt. Da aufgrund der Vielzahl der möglichen A-B-Kombinationen nicht alle rechnerisch möglichen Fahrten in einem Heft stehen können (denn dies hätte um die 20.000 Seiten), umfasst eine gute Zielfahrtensammlung mindestens alle Bezirke, Ortsteile/Siedlungen, Straßen, Plätze und Objekte aus dem Ortskunde-Katalog und die meisten gängigen Straßenverbindungen. Der Kauf des offiziellen Ortskundekatalogs bei den Verbänden ist für einzelne Anwärter nicht sinnvoll, denn er wird ohne Lösungen herausgegeben.

    Weitere nützliche Arbeitsmittel sind der Spezialatlas zum Taxischein für Berlin, in dem Details aus dem Straßennetz exakt und auf die Ortskundeprüfung zugeschnitten abgebildet sind, die aus Stadtplänen nicht hinreichend deutlich hervorgehen, sowie Computer-Lernprogramme und die Smartphone-App(likation) „TaxiCoach Berlin“. Der Spezialatlas ist im Handel erhältlich, wird aber bei vielen Taxischulen auch – zusammen mit Stadtplänen – als Bestandteil des Lernmaterials eingesetzt.

    In jedem Fall sollte der Umgang mit Kartenmaterial für Sie Routine sein. Für die grobe Übersicht empfiehlt sich eine auseinanderfaltbare Karte, auf der das Stadtgebiet komplett (möglichst auf einer Seite) abgebildet ist. Für Detailkenntnisse ist eine großmaßstäbliche Karte in Atlasform zu empfehlen. Beides wird von mehreren Verlagen in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Bei der Auswahl sollten Sie darauf achten, dass die Karten übersichtlich und gut lesbar sind und eine für Sie angenehme Grafik haben, denn Sie werden viele Stunden auf die Karten sehen. Für Taxischeinanwärter sind nicht unbedingt die gleichen Produkte brauchbar wie für Touristen.

    #Taxi #Berlin #Ausbildung #Taxischulen

  • Taxi München eG: Ausbildung Taxifahrer
    http://www.taxi-muenchen.com/taxi-muenchen-eg/kurse-und-schulungen/ausbildung-taxifahrer.html

    Wir wird man Taxifahrer, wie lange dauert die Ausbildung und wie schwer ist die Prüfung? Wir haben nach Informationen für München, Hamburg und Berlin gesucht und nichts Stichhaltiges gefunden. Ein paar verdeckte Hinweise lassen sich dennoch auf den Infoseiten der Taxischulen ausmachen. Ergebnis: Alles ist möglich.

    In München scheint es am einfachsten zu sein. Nach 12 Stunden Schulung, viel Lernen zu Hause und Begleichen der Ausbildungsgebühr von 150,00 € geht es in eine Testprüfung. Wer die besteht, ist reif für die offizielle Ortskundeprüfung. München scheint eine Kleinstadt zu sein, in der alle Taxikandidaten echte Schnellmerker sind.

    Hamburg - Ausbildungszentrum | Hansa-Taxi
    https://www.schulung211211.de

    Hamburg ist heftiger. 8 Wochen Schulung und 375,00 € sind fällig, bevor die amtliche Prüfung gemeistert werden kann. Das sieht schon eher nach Großstadt aus.

    Berlin Taxi Bildungscenter
    http://taxi-bildungscenter.de/taxiausbildung.html

    Für Berlin gibt es überhaupt keine Informationen zur Dauer der Ausbildung. Auf einer Kundgebung gegen Pläne des Bundesverkehrsministeriums, das Uber & Spießgesellen die Bahn freimachen will, verkündete ein Taxi-Verbandsfunktionär, dass Taxifahrer besser als Uber-Fahrer wären, weil sie ja mindestens ein Jahr an ihren Ortskenntnissen gefeilt hätten.

    Klar, Berlin ist die größte Stadt, deshalb muß hier auch am meisten gelernt werden, bevor der Taxi-Anfänger über genügend Ortskennisse für den Start verfügt.

    Die Wahrheit liegt wie immer im Auge des Betrachters. Wo Jobcenter Bildungsgutscheine vergeben, dauert die Ausbildung am längsten.

    Das hat mit dem Bestreben der Taxischulen zu tun, möglichst lange Kursgebühren einstreichen zu können. Entscheidend für die Dauer der Ausbildung sind jedoch die Auszubildenden selber. Wer vom Jobcenter geschickt wird, ist in der Regel nicht mit überschneller Ausffassungsgabe gesegnet. Da kann es in Berlin schon mal mehrer Jahre dauern, bis die dreitausend Straßen und Objekte inklusive der siebentausend Straßen, die nicht im Ortskundekatalog stehen, bei der mündlichen Prüfung aber bekannt sein müssen, so gut beherrscht werden, dass an ein erfolgreiches Ablegen der Ortskundeprüfung zu denken ist.

    In der Epoche der studentischen Taxifahrer benötigte ein durchschnittlicher Kandidat etwa zwei Monate, um neben der letzten Hausarbeit in den Semsterferien noch den P-Schein zu machen.

    Viele ließen sich von erfahrenen Kollegen mit Infomaterial und Tips für gute Streckenführung versorgen, aber die Kurse dienten mehr der Kontaktaufnahme mit dem Metier als der eigentlichen Ausbildung. Wer bereits Latein, zwei moderne Fremdsprachen, Deutsch, Mathe, Physik und Pilosophie auf Abi-Niveau beherrscht und jeden Monat Uni-Klausuren schreibt, dem fällt das Erlernen von ein paar tausend Straßen, Einrichtungen und Fahrtstrecken leicht.

    Da Taxifahrer heute in Berlin mit viel Glück und Erfahrung nur noch knapp den Mindeslohn verdienen, taugt der anstrengende Job nicht mehr zur Studienfinanzierung. Um Das WG- oder Zimmer im Studentenwohnheim, Essen, Kleidung Uni-Gebühren und alles andere zum Leben Erforderliche zu bezahlen, muss man jede Woche vierzig Stunden und länger im Taxi sitzen. Das schließt gleichzeitiges Studieren aus.

    Also kommen nur noch die zur Taxischule, die einen „niedrigschwelligen“ Einstieg in die Gesellschaft brauchen. Wenn sich viele Kleinverdiener zusammentun, jeder in der Familie arbeitet und sparsam lebt, kann diese Gemeinschaft es schaffen, einen bescheidenen Wohlstand aufzubauen, besonders wenn die Preise im Herkunftsland der Familie viel niedriger als in Deutschland sind.

    So fahren heute nur noch die Taxi, die es eigenlich nicht nötig haben, aber diese Arbeit lieben, viele, die weit unten auf der sozialen Leiter aber noch nicht gänzlich abgehängt sind, und die Mehrzahl der Kollegen schuftet, um sich mit unendlich langen Arbeitszeiten Wohlstand im Herkunftsland und einen Zugang zur deutschen Gesellschaft zu erkämpfen. Die Kinder sollen es mal besser haben.

    Ob dieses Modell über das Jahr 2019 hinaus funktionieren wird steht in den Sternen. Wenn es den Vermittlungsplattformen gelingt, eine noch brutalere Konkurrenzsituation durchzusetzen, indem sie Mietwagen mit Fahrern, die weit weniger als den Mindestlohn verdienen, in den Markt drücken, dann werden auch die Einkommen der Taxifahrer weiter sinken und nicht einmal mehr zum Überleben in Armut ausreichen.

    Es ist erstaunlich, dass weiter junge Menschen als Taxifahrer anfangen. Wie blöd kann man nur sein! Es herrscht Fachkräftemangel, und wer jung ist, findet immer eine Ausbildung für besser bezahlte Jobs.

    #Taxi #Uber #Kaptalismus #Ausbildung #Konkurrenz

  • Bundespressekonferenz zum #Fachkräfteeinwanderungsgesetz am 19.12.18

    Bundespressekonferenz zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz mit Peter #Altmaier (Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Hubertus #Heil (Bundesminister für Arbeit und Soziales) und Horst #Seehofer (Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat).

    #Beschäftigungsduldung
    #3+2_Regelung #Ausbildungsduldung
    #Identitätsklärung

    https://www.youtube.com/watch?v=ws_fmcoZu-U

    #Allemagne #immigration #loi_d'immigration #clarification_d'identité #conférence

    • La 3+2 Regelung concerne les demandeurs d’asile en formation professionnelle (berufliche Ausbildung) —> après le rejet de la demande d’asile c’est possible de demander une tolérance pour continuer leur formation professionnelle (Ausbidungsduldung). Les formations professionnelles en Allemagne sont généralement d’une durée de 3 ans. Ensuite la personne peut demander une tolérance (de 2 ans renouvelable) pour poursuivre l’emploi suite à la formation professionnelle (Beschäftigungsduldung). Donc 3 ans Ausbildungsduldung + 2 ans Beschäftigungsduldung = 3+2 Regelung.

      La nouvelle loi d’immigration, entrée en vigueur prévu pour janvier 2020, vise à calrifier la 3+2 Regelung au niveau national (actuellement la mise en ouvre depend des Länder et surtout des services d’immigration (Ausländerbehörden)).

      L’idée mentionné dans la conférence ci-dessus est : « nicht die falschen abzuschieben [sic] ». Les demandeurs d’asile en formationen professionnelle contribuent à l’économie et à la prospérité du pays et selon les ministres : au lieu de faire venir des personnes des pays tiers c’est mieux de garder ceux et celles qui sont déjà arrivé.es...citation de Heil concernat les travailleur.ses immigré.es des années 60 « [...] weil Arbeitskräfte kommen sollten und es kamen Menschen [sic] » - Heil fait appel à éviter une même situation.

      ...donc en prenant Heil au mot : on veut des travailleur.ses et pas des êtres humains pour l’économie allemande ?

      La loi est toujours en discussion - à voir les possibilités pour venir légalement depuis les pays tiers en Allemagne pour travailler...

    • Pressemitteilung des Bayerischen Flüchtlingsrats vom 20.12.2018

      Ausgebremst – die Beschäftigungsduldung ist eine weitere Lösungsverweigerung

      Bayerischer Flüchtlingsrat fordert eine integrative Wende in der Arbeitsmarktpolitik für Flüchtlinge und Geduldete

      Die Regierungskoalition hat mit der Beschäftigungsduldung einen Vorschlag vorgelegt, nach dem Flüchtlinge in Arbeit eine Aufenthaltsperspektive bekommen können. Die Bundesregierung zeigt sich zufrieden mit dem Kompromiß, hilfreich für Flüchtlinge und Geduldete ist er nicht. An die Erteilung sind viele Bedingungen geknüpft. Vor allem müssen mögliche Begünstigte schon eine Arbeitserlaubnis haben. Gerade hier haben die Ausländerbehörden die Möglichkeit, etwaige Verbesserungen ins Leere laufen zu lassen. Nötig ist nach Ansicht des Bayerischen Flüchtlingsrats eine angemessenere Erteilung der Beschäftigungserlaubnis, die einer Duldung vorausgeht.

      „Wem die Ausländerbehörden erst gar keine Arbeitserlaubnis erteilen will, dem nützt auch eine Beschäftigungsduldung nichts. Schon die Ausbildungsduldung scheitert in Bayern daran, dass viele Flüchtlinge zwar einen Ausbildungsvertrag bei einer Firma vorlegen können, aber dann keine Erlaubnis durch die Ausländerbehörde bekommen. Der kleine Teil derer, denen eine Ausbildung gestattet wird, dem verweigert dann die Ausländerbehörde meist die Ausbildungsduldung. Wir gehen davon aus, dass in ganz Bayern weniger als 50 Ausbildungsduldungen erteilt worden sind. Mit der jetzt beschlossenen Beschäftigungsduldung wird man ähnlich verfahren“, kritisiert Stephan Dünnwald, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats.

      „Das Problem liegt darin, dass die Ausländerbehörde vielen Asylsuchenden und Geduldeten die Integration in Arbeit oder Ausbildung verweigert, auch wenn sie gar nicht abgeschoben werden können. So stecken viele Asylsuchende und Geduldete in Bayern in einer Sackgasse fest – mit fatalen Folgen für die Integration. Die Beschäftigungsduldung wird dieses Problem nicht beheben, sondern ist nicht mehr als ein Schönheitspflästerchen. Hier hat es die Bayerische Staatsregierung in der Hand, endlich auch sozialpolitisch verantwortlich die Weichen in Richtung Integration zu stellen. Das würde auch der bayerischen Wirtschaft entgegenkommen."

    • Pressemitteilung 19.12.2018

      Deutschland braucht ein modernes Einwanderungsgesetz

      Zur heutigen Vorstellung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Fachkräfteeinwanderung erklärt Filiz Polat, Sprecherin für Integrations- und Migrationspolitik:

      Der heute vorgelegte Entwurf ist enttäuschend. Der ohnehin schon zu kurz greifende Gesetzentwurf wird gleichzeitig von Seiten der Union strittig gestellt. Aus dem Asylstreit im Sommer hat die Union anscheinend nichts dazugelernt und bremst aufgrund interner Streitereien die Regierungsarbeit aus. Die Forderungen der Verbände, der Wirtschaft und der Unternehmen bleiben ungehört. Der schwarz-roten Koalition fehlen Mut und Innovationskraft für einen großen Wurf in der Migrationspolitik. Dabei wäre ein wirksames und praxistaugliches Einwanderungsgesetz keine Wohltat, sondern notwendig und längst überfällig.

      Die neu geschaffene Einwanderungsmöglichkeit zur Berufsausbildung wird mit so hohen Voraussetzungen überfrachtet, dass diese in der Praxis zur Einzelfallregelung verkommen wird. Die Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung ist nicht nur unzureichend, sondern bedeutet für tausende geduldete Menschen in Ausbildung und Arbeit und ihre Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, dass trotz Integration durch Arbeit die Abschiebung bevorstehen kann.

      Deutschland braucht ein modernes Einwanderungsgesetz, das imstande ist, die großen vor uns liegenden Herausforderungen ohne ideologische Scheuklappen zu bewältigen - vom Fachkräftemangel bis zum demografischen Wandel. Dafür haben wir als grüne Bundestagsfraktion einen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt. Mit unserem Entwurf führen wir eine Talentkarte für Arbeitskräfte ein. Einwandernde können sich so in Deutschland unbürokratisch einen Job suchen - und für sich und ihre Familie eine neue Zukunft in Deutschland aufbauen. Im Mittelpunkt steht ein punktebasiertes System mit klaren, transparenten und flexiblen Kriterien, die durch eine Kommission festlegt werden sollen. Dies hilft den Einwanderungswilligen und den Unternehmen. Das Einwanderungsgesetz sollte ein wichtiger Baustein der Migrationspolitik in einer globalisierten Welt sein und verlässliche und zeitgemäße Regelungen schaffen auch für diejenigen, die bereits hier sind. Mit dem Gesetzentwurf der GroKo wird das nicht gelingen. Es ist an der Zeit für ein Einwanderungsgesetz, das diesen Namen auch verdient.

      Den grünen Entwurf für ein Einwanderungsgesetz (BT-Drucksache 19/6542) finden Sie hier:

      http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/065/1906542.pdf

      https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2018/dezember/deutschland-braucht-ein-modernes-einwanderungsgesetz.html

    • Fachkräftemangel: Arbeitsminister Heil will Vorrangprüfung für Asylbewerber dauerhaft aussetzen

      Die Bundesregierung will die Vorrangprüfung bei der Beschäftigung von Asylbewerbern und geduldeten Flüchtlingen dauerhaft abschaffen. „Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Absicht, im Einvernehmen mit den Ländern die Aussetzung der Vorrangprüfung durch Ministerverordnung in allen Agenturbezirken zu entfristen“, teilte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage des Handelsblatts mit. Dazu habe das Ministerium die Länder um Stellungnahme gebeten. Die Abstimmung mit den anderen Ressorts solle „zeitnah“ eingeleitet werden.

      Asylbewerber, deren Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, und Geduldete dürfen nach bestimmten Aufenthaltsfristen in Deutschland arbeiten. Ursprünglich musste in den ersten 15 Monaten aber die Bundesagentur für Arbeit (BA) prüfen, ob es für die Stelle nicht auch einen geeigneten deutschen Bewerber oder EU-Bürger gibt.

      Diese Pflicht zur sogenannten Vorrangprüfung hatte die Bundesregierung im August 2016 per Verordnung aufgehoben. Sie stellte den Ländern damals aber frei, einzelne Regionen auszunehmen – etwa, weil die Arbeitslosigkeit dort weiter hoch ist. 23 der insgesamt 156 Agenturbezirke der BA hielten an der Vorrangprüfung fest, sie liegen in Bayern, im Ruhrgebiet und in Mecklenburg-Vorpommern.

      Allerdings hatte die Bundesregierung die Aussetzung bis zum August dieses Jahres befristet. Diese Befristung soll nun aufgehoben werden. Das Ministerium weist aber darauf hin, dass die Vorrangprüfung „jederzeit per Verordnung ganz oder teilweise wieder eingeführt werden“ könne, etwa wenn die Arbeitsmarktlage dies geboten erscheinen lasse.

      In den 23 Agenturbezirken der BA, in denen die Vorrangprüfung noch gilt, wurden im vergangenen Jahr nur 110 Asylbewerber und 24 Geduldete auf Jobsuche abgelehnt, weil sich für die betreffende Stelle auch Deutsche oder EU-Bürger beworben hatten. In gut 80 Fällen wurden Anträge abgelehnt, weil es andere Bewerber gab und zusätzlich die Arbeitskonditionen nicht stimmten.

      Die Arbeitsagentur muss nämlich – unabhängig von der Vorrangprüfung – in jedem Fall sicherstellen, dass Flüchtlinge nicht zu ungünstigeren Bedingungen eingestellt werden als vergleichbare deutsche Arbeitnehmer. Hier hat die Behörde im vergangenen Jahr in insgesamt knapp 8.000 Fällen ihr Veto eingelegt. In knapp 121.000 Fällen hat die BA ihr Okay gegeben, dass Asylbewerber oder Geduldete eine Beschäftigung aufnehmen dürfen.

      An diesem Mittwoch will das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verabschieden, der Flüchtlingen und generell Ausländern besseren Zugang zur Ausbildungsförderung verschaffen soll. Sozialverbände wie der Paritätische Gesamtverband hatten darauf hingewiesen, dass diese Förderung wenig bringe, wenn gleichzeitig der Zugang zum Arbeitsmarkt durch Wiedereinführung der Vorrangprüfung erschwert würde.
      Auch Seehofer mit einem Gesetzesentwurf

      Neben dem Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz wird das Kabinett auch über eine Anpassung der Asylbewerberleistungen entscheiden. Die Geldleistung wird leicht angehoben, weil die Lebenshaltungskosten seit der letzten Anpassung gestiegen sind. Diese Maßnahme soll aber „kostenneutral“ umgesetzt werden, und zwar indem Geflüchtete, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, künftig so behandelt werden, als lebten sie in einer Partnerschaft. Das heißt, für sie gilt ein niedrigerer Regelsatz.

      Von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) steht das sogenannte Geordnete-Rückkehr-Gesetz auf der Tagesordnung der Ministerrunde. Es sieht eine Art „Duldung light“ und niedrigere Sozialleistungen für Flüchtlinge vor, die bei der Klärung ihrer Identität oder bei der Beschaffung von Ausweisdokumenten nicht kooperieren.

      Außerdem soll das Gesetz für eine verbesserte Durchsetzung der Ausreisepflicht von abgelehnten Asylbewerbern sorgen, etwa durch eine Absenkung der Ausweisungsschwellen oder erleichterte Möglichkeiten, Ausreisepflichtige in Haft zu nehmen.

      Besonders umstritten ist das Vorhaben, den Ländern zeitlich befristet zu erlauben, Abschiebehäftlinge in regulären Haftanstalten unterzubringen. Damit würde das geltende Trennungsgebot ausgehebelt. Alle Justizminister der Bundesländer mit Ausnahme Bayerns lehnen dies ab. Hierüber wird es sicher noch kontroverse Debatten im Bundesrat geben. Allerdings ist das Geordnete-Rückkehr-Gesetz nicht zustimmungspflichtig.

      Mit der Verabschiedung von Seehofers Gesetz im Bundeskabinett wird auch der Weg frei, die schon im Dezember vom Kabinett verabschiedeten Gesetze zur Fachkräfteeinwanderung und zur Duldung von gut in den Arbeitsmarkt integrierten Flüchtlingen im Bundestag zu behandeln. Die Union hatte die Verabschiedung des Geordnete-Rückkehr-Gesetzes zur Bedingung dafür gemacht, dass das parlamentarische Verfahren zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz eingeleitet wird.

      https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fachkraeftemangel-arbeitsminister-heil-will-vorrangpruefung-fuer-asylbewerber-dauerhaft-aussetzen/24227504.html?ticket=ST-1688870-1KDF2PFxcBLJ02eVGSF1-ap4

  • In Potsdam sind Taxis noch immer Mangelware
    https://www.pnn.de/potsdam/selbst-reservierungen-fuer-den-naechsten-morgen-werden-abgelehnt-in-potsdam-sind-taxis-noch-immer-mangelware/23688960.html


    Seit dem Jahr 2015 hat das Taxigewerbe in Potsdam ein Problem - es darf nicht mehr absolute Dumpinglöhne zahlen und so ausgebufft wie die Berliner Taxiunternehmer sind die Potsdamer auch nicht. In Berlin klappt das nämlich mit dem systematischen Verstoßen gegen das Mindestlohngesetz.

    In Potsdam gibt es nicht genug Taxis und nicht genug Fahrer. Der Gescäftsführer der Taxi-Zentrale Potsdam Detlef Baatz will deshalb Taxifahrer zum Ausbildungsberuf machen. Das freut uns.

    28.11.2018 - Schuld für die Misere sieht Baatz auch in der eigenen Branche. „Wir müssen uns um eine bessere Verfügbarkeit bemühen, sonst übernehmen irgendwann die privaten Unternehmen den Markt“, sagt er und spielt damit auch auf den US-amerikanischen Fahrdienstvermittler Uber an. Und auch um den Nachwuchs müsse man sich verstärkt kümmern, etwa indem die Branche darauf hinarbeitet, Taxifahren zum Ausbildungsberuf zu machen. Das würde die Attraktivität steigern und mehr Anerkennung bringen, ist er überzeugt.

    Kommentar über Taxis in Potsdam: Der Taxifahrer-Job muss beliebter werden - Potsdam - PNN
    https://www.pnn.de/potsdam/kommentar-ueber-taxis-in-potsdam-der-taxifahrer-job-muss-beliebter-werden/23689042.html

    Der Taximangel hat vor allem mit fehlendem Nachwuchs zu tun, und der wiederum mit der mangelnden Attraktivität des Berufes. Er ist oft mit Nacht- und Wochenendarbeit verbunden und die Bezahlung ist immer noch nicht attraktiv genug – trotz Gebührenerhöhung. Damit Taxifahren attraktiv bleibt, muss sich die Branche mehr anstrengen, sich unbeliebte Schichten zum Beispiel aufteilen und gemeinsam dafür kämpfen, den Beruf wieder beliebter zu machen.

    Die Autorin vermutet eine Ursache für den Taximangel, die keine ist.

    Doch bei allem Verständnis für den Frust vieler Potsdamer: Taxis sind eben kein Linienverkehrsmittel, einen Anspruch auf Verfügbarkeit gibt es nicht.

    Im Gegenteil ist genau das der Fall. Die Gemeinde kann anordnen, dass zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten Taxis bereitgehalten werden. Diese Möglichkeit begründet den Sonderstatus des Taxis als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Leider ist das in Vergessenheit geraten. In Berlin wurde dem Problem vorgebeugt, indem die Ausbeutung migrantischer Sub-Minilöhner vom Senat akzeptiert wird, und in Potsdam ignoriert die Stadtverwaltung die sinnvollen Besonderheiten des Taxigewerbes ebenfalls.

    Flaute trotz Tarif-Erhöhung: Weiter warten auf Potsdamer Taxis - Potsdam - PNN
    https://www.pnn.de/potsdam/flaute-trotz-tarif-erhoehung-weiter-warten-auf-potsdamer-taxis/21288874.html
    Gegen den Taximangel wird geflickschustert.

    13.02.2018 - Derzeit beteiligt sich die Taxigenossenschaft an der jährlichen landweiten Verkehrssicherheitsaktion Fifty-fifty-Taxi-Ticket, die es Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25 ermöglicht, am Wochenende und Feiertagen vergünstigt mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Die Initiative soll alkoholisierte junge Menschen davon abhalten, sich selbst ans Steuer zu setzen. Das brandenburgische Verkehrsministerium finanziert die Aktion, die bereits seit 1995 existiert, in diesem Jahr mit 62 500 Euro. Partner ist neben der Taxigenossenschaft die AOK Nordost. Insgesamt werden 32 500 Tickets im Wert von 125 000 Euro zur Verfügung gestellt.

    Junge Menschen in ländlichen Regionen sind auf günstigere Taxipreise angewiesen
    In den vergangenen Jahren seien immer etwa 90 Prozent der Tickets verkauft worden, sagte Daniela Teichert von der Geschäftsleitung der AOK Nordost. Insbesondere in den ländlichen Regionen, wo an den Wochenenden in der Nacht kaum oder gar keine Busse fahren würden, seien die jungen Menschen auf ein solches Angebot angewiesen. Vor allem in den Regionen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald werde laut der AOK Nordost die vergünstigte Taxifahrt genutzt. Mehr als 6500 Tickets werden hier durchschnittlich im Jahr verkauft. In Potsdam wurden im Jahr 2017 260 Tickets im Wert von zwei Euro sowie 944 Tickets im Wert von fünf Euro verkauft.

    Potsdam: Taxikrise verschärft sich weiter - Potsdam - PNN
    https://www.pnn.de/potsdam/potsdam-taxikrise-verschaerft-sich-weiter/21338444.html

    Kein Taxi? Der Mindestlohn ist Schuld. Über eine gesunde Gewerbestruktur macht sich auch in Potsdam niemand Gedanken. Billig müssen sie sein, die Fahrer, sonst sind Profite in Gefahr. Darum geht es.

    26.06.2017 - Baatz: Keine Taxis mehr in der Nacht wegen Mindestlohn
    Dass die Unternehmer die Wochenend- und Nachtstunden nicht mehr besetzen, führt Baatz auf die Einführung des Mindestlohnes vor zwei Jahren zurück. Viele Chefs hätten offenbar Angst, dann nicht die entsprechenden Umsätze machen zu können, um die Fahrer entsprechend zu entlohnen. Eine Angst, die angesichts der enormen Nachfrage unbegründet zu sein scheint.

    Baatz sieht bei der Kontrolle der sogenannten Betriebspflicht auch die Stadt in der Pflicht: Die Vergabe einer Taxikonzession ist in Potsdam an die Bedingung geknüpft, das Taxi an mindestens 16 Tagen im Monat mindestens sechs Stunden tatsächlich auf der Straße zu haben. Derzeit scheint das aber in der Praxis nicht kontrolliert zu werden. Auf eine PNN-Anfrage, wie die Betriebspflicht für die Taxis kontrolliert wird, antwortete die Stadt: „Die Betriebspflicht als zwingende Verpflichtung gemäß der Taxenordnung Potsdam obliegt dem Taxiunternehmer selbst.“ Im Rahmen eines im vergangenen Jahr erstellten Gutachtens zur Taxibranche in Potsdam sei man aber zu der Einschätzung gekommen, „dass die Beförderungspflichten gesamtheitlich erfüllt werden“. Für etwa drei Prozent der derzeit in Potsdam konzessionierten 96 Taxiunternehmer seien in den vergangenen zwölf Monaten Anträge auf Entbindung von der Betriebspflicht genehmigt worden. Es handele sich dabei meist um Krankheits- oder Urlaubszeiten, in Einzelfällen auch Unfallschäden.

    Mindestlohn und Nachwuchsprobleme: In Potsdam fehlen Taxifahrer - Berlin - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/mindestlohn-und-nachwuchsprobleme-in-potsdam-fehlen-taxifahrer/14737680.html

    27.10.2016 - Betroffene machen ihrem Ärger auch in den sozialen Netzwerken Luft. Eine Potsdamerin schildert auf Facebook, wie sie für 2.30 Uhr ein Taxi rufen wollte: „Antwort: Es können nachts keine Stadtfahrten mehr vermittelt werden – bei Mindestlohn müsste man das verstehen. Wofür sind die verdammt noch mal da?“, schreibt die Frau, die viele zustimmende Kommentare erhielt. Andere erzählen von verpassten Zügen und Bussen, weil kein Taxi zum Bahnhof zu bekommen sei, offenbar sogar in den Nachmittagsstunden.

    Ins Hotel mit der Pferdekutsche
    Was Taxikunden ärgert, bereitet der Tourismus- und Veranstaltungsbranche, aber auch Wirtschaftsvertretern ernsthafte Sorgen. Filmparkchef Friedhelm Schatz spricht von einer „dramatisch schlechten Situation“ – viele Gäste seien nach Abendveranstaltungen in der Metropolishalle oder im Restaurant Eisenherz auf Taxis angewiesen, aber der Taxiruf ist fast aussichtslos geworden. „Und das fällt auf uns zurück!“ Besorgt ist man auch bei der Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK): Wenn Dienstleistungen nicht wie gewohnt funktionierten, litten Touristen, Einwohner und die regionale Wirtschaft, sagte IHK-Vizechef Manfred Wäsche. Hoteliers wie die Chefin des Kongresshotels am Templiner See, Jutta Braun, erzählt von Hotelgästen, die mit einer Pferdekutsche ins Hotel kamen, weil kein Taxi zu finden war. Der Potsdamer Gastronom Mario Kade erinnerte sich daran, dass einer seiner Mitarbeiter nach einer Hochzeitsfeier mit dem Brautpaar noch bis 5 Uhr früh im Restaurant warten musste, ehe das Taxi kam.

    Taxis in Potsdam: Potsdam in der Taxi-Krise - Potsdam - PNN
    https://www.pnn.de/potsdam/taxis-in-potsdam-potsdam-in-der-taxi-krise/21394832.html

    20.10.2016 - Mindestlohn habe zum Umdenken geführt

    Der Potsdamer Taxi-Markt ist offenbar in der Krise. Grund ist nicht nur der im vergangenen Jahr eingeführte Mindestlohn von 8,50 Euro, auch wenn der zuerst genannt wird, wenn man bei Harry Kortschlag vom Taxiverband Potsdam nachfragt. Der Mindestlohn, erklärt er, habe bei vielen Taxi-Unternehmen zum Umdenken geführt: „Der eine oder andere Betrieb hat den Rückwärtsgang eingelegt“, sagt Kortschlag. So seien die Arbeitszeiten von angestellten Fahrern etwa vielerorts auf sechs Stunden reduziert worden. „Der Taxifahrer hat ja ein Anrecht auf Bezahlung, egal wie groß die Umsätze sind – das Risiko trägt dann der Unternehmer“, erklärt Kortschlag.

    Nur wenige junge Leute wollen Taxi-Fahrer werden
    Das ist aber nicht das einzige Problem. Laut Kortschlag ist es schwierig geworden, überhaupt noch Arbeitskräfte zu finden. „Neueinstellungen sind illusorisch – für den Beruf interessieren sich nur wenige junge Leute“, sagt Kortschlag, dessen Unternehmen selbst lange Taxifahrer ausgebildet hat. Als Grund für das ausbleibende Interesse sieht er das schlechte Image des Berufs, die Nacht- und Wochenendarbeitszeiten und die vergleichsweise bescheidene Entlohnung. Gleichzeitig seien in Potsdam mehrere Taxifahrer in Rente gegangen. Zwar ist die Zahl der in der Stadt konzessionierten Taxis unverändert bei 190: Aber statt wie früher rund 280 Taxifahrer gebe es dafür mittlerweile nur noch rund 200.

    Auch Detlef Baatz von der Taxigenossenschaft sieht das Nachwuchsproblem, das die gesamte Dienstleistungsbranche betreffe: „Die Bereitschaft, nachts und an den Wochenenden zu arbeiten, ist nicht mehr da.“ Hinzu kommt auch, dass immer mehr Potsdamer Taxi-Unternehmer gar nicht mehr in der Genossenschaft und damit beim zentralen Taxiruf organisiert sind: Seien 2009 noch praktisch alle 190 Taxis über die Taxizentrale organisiert gewesen, seien es mittlerweile nur noch 130. Etliche Unternehmer nutzen heute alternative Kontaktwege zum Kunden, etwa diverse Smartphone-Apps. Auch mit 130 Taxis könne ein Rund-um- die-Uhr-Service eigentlich funktionieren, betont Baatz: „Aber dafür müssten die Taxis eben bereitstehen.“

    Taxis in Potsdam fehlen: Warte noch ein Weilchen - Potsdam - PNN
    https://www.pnn.de/potsdam/taxis-in-potsdam-fehlen-warte-noch-ein-weilchen/21389116.html

    08.06.2015 - Wutentbrannte Anrufe in der Zentrale
    Offenbar ist der Mangel kein Zufall. Auch am vergangenen Wochenende haben PNN-Testanrufe in den Nächten zum Samstag und Sonntag Schwierigkeiten ergeben. Zum Beispiel: Freitag, 1 Uhr. Ein Taxi vom nördlichen Stadtteil Bornim nach Babelsberg sollte bestellt werden. „Momentan sind keine Taxis verfügbar“, so die Auskunft bei der Taxizentrale unter Tel.: (0331) 292929. Die Zeit, wann wieder ein Taxi in der Nähe sein könnte, sei schwer abschätzbar, so die Telefonistin in der Zentrale: „Aber es sieht ganz schlecht aus.“ Dagegen war am Samstag um 0 Uhr ein Taxi am Hauptbahnhof sofort verfügbar. Zwei Stunden später war allerdings für den Norden Potsdams wiederum kein Taxi in der Nähe – nach einer etwa fünf Minuten langen Telefonschleife. Vorher war bei mehreren Anrufen die Leitung der Taxizentrale schlicht besetzt.

    Detlef Baatz kennt das Problem. Der Geschäftsführer der Potsdamer Taxigenossenschaft leitet die Taxizentrale, die die Taxis an die Anrufer vermittelt. „Besonders schwierig gestaltet sich die Kundenversorgung in den späten Stunden der Wochenenden.“ Teilweise seien in und um Potsdam nur zehn bis 15 Fahrer im Einsatz. Dieser „unhaltbare Zustand“, so Baatz, führe dazu, dass viele Potsdamer nicht dorthin kommen, wo sie hinwollen. Einige riefen dann wutentbrannt in der Taxizentrale an. Dort sieht man sich „mit allen Schimpfwörtern, die es so gibt“, konfrontiert, so Baatz.

    Abends nur wenige Taxis im Einsatz
    Von den bis zu 190 in Potsdam lizensierten Taxis sind offenbar nur wenige unterwegs. „An sich gibt es in Potsdam mehr als genug Taxis“, sagt Taxifahrer Andreas Seidel. „Sie müssen nur gefahren werden.“ Doch für die Besitzer lohnt sich der Einsatz seit Einführung des Mindestlohns nur noch, wenn die Wagen auch ausgelastet sind – also nur tagsüber. Das sieht auch Facebook-Nutzer Thomas Kallweit so: „Taxifahren lohnt sich nicht mit Mindestlöhnen. Aufstocken mit Hartz-IV war ,besser’ für Arbeitgeber und Kunden“, meint er.

    Taxibranche in Potsdam: Taxisterben wegen Mindestlohn - Potsdam - PNN
    https://www.pnn.de/potsdam/taxibranche-in-potsdam-taxisterben-wegen-mindestlohn/21525446.html

    Minndestlohn, die Ausrede ist unschlagbar. Warum niemand daran gedacht hat, dass Menschen arbeiten, um zu leben, ist und bleibt dennoch erstaunlich. Vielleicht sind die Sub-Mindestlohn-Betriebe ethisch doch nicht so ganz in Ordnung.

    17.03.2015 - Wer mit einem Taxi fahren möchte, muss sich nicht nur auf höhere Fahrpreise, sondern auch auf längere Wartezeiten einrichten. Seit Januar sind nämlich weniger Fahrzeuge auf Potsdams Straßen unterwegs. Der Grund: die Einführung des Mindestlohns. MARCO ZSCHIECK

    Potsdam - „Es tut uns leid. Im Moment steht leider kein Fahrzeug bereit“, so die Auskunft aus der Taxizentrale. Diese enttäuschende Mitteilung bekommen Anrufer seit Jahresbeginn häufiger, wenn sie in Potsdam ein Taxi rufen möchten. Besonders in der Nacht sind offenbar immer weniger Fahrzeuge unterwegs. Obwohl die Preise zu Jahresbeginn kräftig angehoben wurden, lohne es sich für die Taxiunternehmen nicht, zu fahren, so Harry Kortschlag vom Taxiverband Potsdam. Ursache sei der seit Januar geltende Mindestlohn. Angestellte Taxifahrer würden deshalb von den Unternehmen weniger eingesetzt.

    #Taxi #Potsdam #Ausbildung

  • Schule Reimann (1902 bis 1943)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schule_Reimann
    http://objekte.jmberlin.de/image/jmb-img-478880

    Die Schule Reimann (auch „Reimann-Schule“ genannt) war eine private Kunst- und Kunstgewerbeschule in Berlin-Schöneberg. Sie wurde 1902 von Albert Reimann gegründet und am 23. November 1943 bei einem Luftangriff auf Berlin zerstört.

    Ansichtspostkarte mit dem Gebäude der Schule Reimann – Jüdisches Museum Berlin


    http://objekte.jmberlin.de/object/jmb-obj-478822

    Schule Reimann in der Landshuter Straße 38 in Berlin-Schöneberg

    https://www.openstreetmap.org/node/1824744034

    #Berlin #Schöneberg #Landshuter_Straße #Kunst #Ausbildung #Handwerk #Medien #Geschichte

  • Details zum VIP Taxi Service und zur VIP-Schulung bei Taxi Berlin
    https://www.viptaxi.de/details.php
    Da wird der Einführung eines Beruf Taxifahrer vorgebeugt. Man schließt bei ein paar Fahrern der Funkvermittlung die gröbsten Wissenlücken und hofft, auf diese Art das Qualitätsproblem zu lösen. Ein Feigenblatt, ein kleine Umsatzsteigerung für die teilnehmenden Kollegen und null Wirkung für Arbeitsbedingungen und Lohn der Berliner Taxifahrer.

    Mehr Qualität im Berliner Taxigewerbe durch ein gesteigertes Bewusstsein für den Beruf des Taxifahrers; das ist oberstes Ziel der neuen Premium-Flotte.

    In Zusammenarbeit mit dem Taxiverband Berlin Brandenburg e.V. (TVB), Innung des Berliner Taxigewerbes e.V., „Innung“ und TaxiDeutschland e.V. (TD) realisiert Taxi Berlin seit Januar 2014 nun die ersten Schulungen, in denen die Teilnehmer tiefe Einblicke in wichtige Teilbereiche erhalten, um künftig als Fahrer der Premium-Flotte hinterm Steuer zu sitzen.
    ...
    Schulungsinhalte

    Aktuelle Wettbewerbssituation
    Neue Mobilitätsanbieter
    Berufsbild des Taxifahrers
    Erwartungen der Fahrgäste
    Taxigesetze & Verkehrsrecht
    Technik
    Bargeldlose Zahlungsarten

    #Berlin #Taxi #Ausbildung

  • Zahlreiche freie Ausbildungsplätze, aber bayerische Behörden wollen...
    https://diasp.eu/p/5986453

    Zahlreiche freie Ausbildungsplätze, aber bayerische Behörden wollen #Ausbildung für Flüchtlinge nicht genehmigen http://www.sueddeutsche.de/bayern/asylpolitik-zum-nichtstun-verurteilt-1.3647650 …

    Zahlreiche freie Ausbildungsplätze, aber bayerische Behörden wollen #Ausbildung für Flüchtlinge nicht genehmigen http://www.sueddeutsche.de/bayern/asylpolitik-zum-nichtstun-verurteilt-1.3647650 …

    https://twitter.com/ProAsyl/status/903554274247925760 #asyl #asylpolitik #proasyl #deutschland #flüchtlinge #refugees #botpost