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  • Die Causa Ceuta – Eine Blaupause für europäische Abschottungspropaganda - Lower Class Magazine
    https://lowerclassmag.com/2026/08/14/die-causa-ceuta

    Les événement de Ceuta sont trop pour ma petites tête. Comment est-ce qu’on fait pour pousser des dizaines de milliers de personnes à se jeter dans la mer laissant derrière une centaine de morts puis les fait disparaître pendant qu’un spectacle médiatique impressionnant tourne autour de faits imaginaires.

    Une explication

    Nous vivons au centre d’un monde conspirationniste et nous ne nous en rendons pas compte. Nous croyons vivre en Union Européenne, dans des états de droit, mais ce n’est qu’on monde virtuel imaginé par les meneurs de la conspiration actuelle. Parfois le rideau aux limites de notre petit monde est levé par des forces plus importantes que les conspirationnistes de la maison européenne.

    Ce n’est pas une nouvelle idée. Les artistes nous en avertissent depuis longtemps. Ne citons que Simulacron-3 (1964). Le Monde sur le fil (1973) et Matrix (1999). Depuis mon poste je ne peux pas faire la différence entre la réalité et la grande projection sauf en me rappelant d’une promenade comme enfant sur la jetée de l’aéroport de Tempelhof. Dans mes souvenirs d’enfance j’existe vraiment.

    Sie werden kommen, der Tag ist nicht fern
    Aus den verwahrlosten Städten
    Und reißen uns nachts, in London und Bern
    Aus den Schlaraffiabetten.

    Wir werden erwachen, wie immer zu spät,
    Wenn sie in der Türfüllung stehen,
    Um erbleichend das schärfste Küchengerät
    In ihren Händen zu sehen.

    Europas Armee an der Küste hält stand,
    Verteidigt die Reiche der Reichen,
    Bis zu den Augen im Dünensand,
    Bis zu den Bergen aus Leichen.

    Noch haben Europas Armeen nicht geschossen. Aber was an den letzten Tagen des Juli 2026 in der spanischen Exklave Ceuta an der Nordspitze Marokkos vor sich ging, kommt diesem dystopischen Szenario aus dem Lied „Sie werden kommen“, das der linke Musiker Hans-Eckardt Wenzel und der Autor Steffen Mensching (beide stammen aus DDR) bereits im Jahr 1990 verfasst haben, schon sehr nahe. Schwer bewaffnete Soldaten am Strand und „Berge aus Leichen“ – soweit sind wir immerhin schon!

    Schätzungsweise mehr als 100 Menschen sind ertrunken, als in den letzten Tagen des Juli 2026 zehntausende Verzweifelte versuchten, die knapp sechs Kilometer lange Strecke von Marokko nach Ceuta schwimmend zu überwinden, um die mit hohen Zäunen, Stacheldraht und Sensoren gesicherte Grenze auf dem Festland zu umgehen. Es waren vor allem junge Männer, aber auch Frauen und Kinder. Sie alle riskierten ihr Leben, um Not und Elend in Marokko und anderen Ländern Afrikas zu entkommen und ihren Traum von Europa wahrzumachen, von einem menschenwürdigen Leben.

    In den EU-Staaten brach umgehend Hysterie aus, aber nicht etwa wegen der schockierend hohen Zahl von ertrunkenen Geflüchteten. Die politische Klasse in den europäischen Metropolen rastete angesichts der Nachrichten und Bilder aus Ceuta aus – als wäre der Tag gekommen, den Wenzel und Mensching vor fast vier Jahrzehnten prophezeit hatten, der Tag, an dem die Armen und Ausgebeuteten nicht mehr bitten und betteln, sondern sich den ihnen zustehenden Teil gewaltsam nehmen, wie es in dem Lied heißt:

    Sie weisen uns stumm, die Rechnungen vor
    Für die Zeche, um die wir sie prellten
    Und schlafen vor unserm Garagentor
    In Deckenburgen und Zelten.

    Den Stuhl für sie vor die Türe gestellt,
    Den werden sie grinsend zerschlagen.
    Sie holen sich endlich das Brot für die Welt
    Ohne zu bitten, zu fragen.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geiferte: „Die Bilder aus Ceuta sind inakzeptabel.“ Man könne nicht zulassen, dass „jemand in die EU kommt, ohne sich an unsere Regeln zu halten“. Die „gefährlichen Grenzübertritte“ müssten „unverzüglich“ aufhören. Italiens protofaschistische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach von „schockierenden“ Bildern, tönte: „Italien wird nicht tatenlos zusehen“ und forderte Spaniens Ausschluss aus dem Schengen-System. Der rechte tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš schloss sich der Forderung an, beklagte die „skandalöse“ Migrationspolitik Madrids.

    Dazu hier ein kleiner Exkurs: In den vergangenen Tage wurde eine These debattiert, die einer gewissen Plausibilität nicht entbehrt. Diese besagt, dass ein geopolitisches Bündnis aus den USA, Israel und Marokko die spontane Wanderung der Migranten auf die Ceuta inszeniert oder gesteuert habe. Ziel wäre demnach, die linke, israelfeindliche Regierung und die EU zu spalten. Die deutschen Konzernmedien und öffentlich-rechtlichen Sender verdammten diese These postwendend als Verschwörungstheorie. Und den ARD-Journalisten Georg Restle traf der Bannstrahl der versammelten Presse, weil er einen Post geteilt hatte, in dem diese Theorie vertreten wurde.

    Aber über die möglichen Auslöser der spontanen Wanderungsbewegung soll es in diesem Beitrag nicht gehen, sondern um das, was sie im In- und Ausland ausgelöst haben. Also weiter im Text:

    Der CSU-Mann Manfred Weber, Chef der Konservativen im EU-Parlament, verlangte, Spanien müsse „umgehend für Ordnung sorgen“. Die Grenzschutzorganisation Frontex müsse „vor Ort das Kommando übernehmen“, sollte Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez „nicht in der Lage sein, die Lage zu kontrollieren“. Frankreich verschärft seine Grenzkontrollen zu Spanien. Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte Spanien Unterstützung zu.

    Litauens Außenminister Kęstutis Budrys nannte die Lage in Ceuta einen „Weckruf für Europa“, schrieb in den sozialen Medien: „Europas Sicherheit beginnt an seinen Außengrenzen.“ Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk forderte, die Grenze von Ceuta militärisch zu sichern und die Asylverfahren zu verschärfen. Madrid solle sich am polnischen Vorgehen an der Grenze zu Belarus orientieren (zur Info: Dort baute Polen eine hohe, mit Stacheldraht bewehrte Mauer, Grenztruppen machen Jagd auf Geflüchtete, dutzende Migranten sind im sumpfigen Grenzgebiet bereits an Unterkühlung, Hunger und Erschöpfung gestorben).

    Das ist nur ein Ausschnitt der politischen Reaktionen auf die Vorgänge in Ceuta. Unnötig zu erwähnen, dass keine einzige Regierung auch nur ansatzweise daran dachte, die Migranten, die Ceuta erreicht hatten, aufzunehmen, ihnen Asyl zu gewähren und sie auf die EU-Staaten zu verteilen. Völlig undenkbar!

    Die absurde Hysterie demonstrierte aufs Neue, dass der Friedensnobelpreisträger EU mittlerweile praktisch keine Skrupel mehr kennt, wenn es darum geht die „Festung Europa“ abzuschotten gegen die Habenichts vom afrikanischen Kontinent, die vermeintlich „unseren“ Wohlstand und inneren Frieden bedrohen.

    Die Reaktionen der EU-Staaten illustrierten auch aufs Neue die moralische Verkommenheit und Verlogenheit der europäischen Bourgeoisien, denen das Schicksal der Underdogs außerhalb der europäischen Grenzen völlig egal ist. Über die Menschen, die auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken – in diesem Jahr waren es nach Schätzungen bereits etwa 1000 -, wird ohnehin kaum noch ein Wort verloren. Wenn die Medien entsprechende Nachrichten bringen, dann höchstens noch in den Meldungsspalten.

    Vollends grotesk erscheint der Hype um die Vorgänge in Ceuta, wenn man sich anschaut, wie bescheiden die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit auf das Inkrafttreten des Gemeinsamen Asylsystems Europas (GEAS) am 12. Juni ausfielen. Dieses für die europäische Asylpolitik einschneidende Ereignis ging nämlich so gut wie unter, wurde von den Konzernmedien höchstens pflichtgemäß referiert und weithin als überfällige Einigung der EU-Staaten auf gemeinsame Regeln interpretiert.

    Kritik am GEAS kam nur von den „üblichen Verdächtigen“, also Pro Asyl, Flüchtlingsräte, Diakonie, Caritas et cetera. Dabei handelte es sich bei dieser „Reform“, wie Pro Asyl treffend feststellte, um den „historischen Tiefpunkt für den Flüchtlingsschutz in Europa“. So können zum Beispiel Geflüchtete jetzt an den Außengrenzen in geschlossenen Lagern festgehalten werden, während sie Schnellverfahren durchlaufen, bei denen von sorgfältiger Prüfung und rechtsstaatlichen Standards nicht mehr die Rede sein kann.

    Für von der Leyen und die Mehrzahl der EU-Regierungschef*innen waren die Vorgänge von Ceuta jedenfalls eine günstige Gelegenheit, Spanien und seinen Ministerpräsidenten, deren Migrationspolitik ihnen als zu liberal gilt, nach Kräften zu diffamieren. Bevor überhaupt geklärt war, was die spontane Wanderung ausgelöst hatte, klagten 22 EU-Staats und RegierungschefInnen, inklusive Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), in einem offenen Brief Spanien an.

    Sie bezeichneten in dem Schreiben die „Legalisierung einer sehr großen Zahl irregulärer Migranten“ in Spanien als falschen Anreiz, sich auf den Weg nach Europa zu machen. Der Hintergrund: Vor kurzem hatte die Regierung Sánchez mehreren Hunderttausend Menschen im Land ohne Papiere die Möglichkeit gegeben, ihren Aufenthalt zu legalisieren. Dazu gehören übrigens die vielen Erntehelfer, die europäische Supermärkte mit Obst und Gemüse versorgen.

    Dass ihre Migrationspolitik im „Ernstfall“ gar nicht so liberal ist, bewies die spanische Regierung allerdings in Ceuta. Die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles erklärte, die Armee halte „3.000 Soldaten bereit“, um Guardia Civil, Polizei und die Bevölkerung in Ceuta zu unterstützen. Medien berichteten, Soldaten der spanischen Armee sperrten den Zugang zum Strand von Ceuta für Migranten, ließen sie nicht an Land. In der spanischen Zeitung El País hieß es wenig später: „Spanische Soldaten helfen den Jugendlichen, wieder in ihr Land zurückzukehren“. Gemeint war, dass mit Pistolen und Schlagstöcken bewaffnete Soldaten die Geflüchteten bedrohen, um sie zum Umdrehen zu zwingen.

    Auch sonst wurden die Menschen, die es nach Ceuta geschafft hatten, mit perfiden Mitteln zur Rückkehr nach Marokko genötigt. Die Stadt ließ alle Bars, Restaurants und Geschäfte flächendeckend schließen, Einheimische verweigerten den Verkauf von Lebensmitteln und Trinkwasser. Spanien entsandte Soldaten und schwere Militärfahrzeuge, um die Hafenpromenaden, Grenzen und Supermärkte abzuriegeln. Wer versuchte, Asyl zu beantragen, dem wurde klargemacht, dass das aussichtslos sei, weil Marokko im Zuge der neuen EU-Asylregeln als sicheres Herkunftsland eingestuft ist.

    Natürlich ließ es sich auch der deutsche Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) nicht nehmen, eine scharfe Reaktion auf die Ereignisse zu simulieren. Er kündigte an, die Binnengrenzkontrollen über den September hinaus zu verlängern. Madrid müsse „umgehend“ dafür sorgen, dass der europäische Außengrenzschutz gewährleistet ist und die „illegal eingereisten Migranten“ nach Marokko zurückgebracht werden. Die Erfolge beim Zurückdrängen der „illegalen Migration“ müssten erhalten und ausgebaut werden. „Wir setzen die Migrationswende mit Kontrolle, Kurs und klarer Kante fort“, tönte der Minister.

    All diese Reaktionen der europäischen Politiker war letztlich nicht überraschend und am Ende war man sich bei allen Differenzen auch wieder einig, frei nach der Devise „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“. Bei einer Dringlichkeitssitzung am 4. August wurde die scharfe Kritik an Madrid zurückgenommen, stattdessen das Krisenmanagement Spaniens in Kooperation mit Marokko gelobt und festgehalten, dass keiner der rund 72.000 Geflüchteten, die es nach Ceuta geschafft hatten, den Schengen-Raum, also das europäische Festland erreicht habe. Alles wieder in Butter, die „Festung Europa“ hatte standgehalten.

    Erheblich folgenreicher und schädlicher, aber zugleich auch aufschlussreicher als die Reaktionen der Politiker auf die Vorgänge in der Exklave ist letztlich aber die Berichterstattung deutscher Medien über die Ereignisse, wobei das nüchterne Wort „Berichterstattung“ hier nicht ganz passend ist. Die deutschen Konzernmedien, allen voran das faschistoide Boulevardblatt Bild, entfachten einen Hype um den „Ansturm der Migranten“, der die Hysterie und Hetze der EU-Politiker weit übertraf und keinen anderen Zweck hatte, als Angst und Panik zu verbreiten und Erinnerungen an den „Flüchtlingsstrom“ von 2015/16 zu provozieren.

    „Migranten überrennen spanische Hafenstadt“ hieß es in Bild in reißerischer Aufmachung, „Tausende Migranten stürmen Ceuta – Jetzt kommt das Militär“ oder „Ceuta: Offenbar radikale Islamisten unter eingereisten Migranten“. Illustriert waren die Texte online und in den gedruckten Ausgaben immer wieder mit Bildern von hunderten auf die Kamera zustürmender junger Männer. Der stellvertretende Bild-Chefredakteur Paul Ronzheimer interviewte in seinem Podcast den „Migrationsforscher“ Gerhard Knaus, der zu den Stichwortgebern der restriktiven deutschen Asylpolitik gehört.

    Der Bild-Mann entblödete sich nicht, Knaus zu fragen, was er den vielen Menschen zu sagen habe, „die sich an die Flüchtlingskrise von 2015 und ihre Folgen erinnern“. „Wenn wir etwas gelernt haben in den letzten zehn Jahren, dann ist es die Macht dieser Bilder und die politische Macht dieser Ängste, auf die man antworten muss. Nicht mit Phrasen, sondern mit Handeln“, war die Antwort von Knaus. Anders als damals drohe aber „kein neuer Flüchtlingsstrom“, fügte er hinzu: „Aber die Bilder machen Angst.“

    Perfider geht es nicht! Die Bilder machen keine Angst – mit den Bildern wird Angst gemacht und das sehr gezielt. Dass Knaus eine solche Aussage ausgerechnet gegenüber einem Vertreter der Bild-Zeitung tätigt, die bei dieser Panikmache ganz vorn dabei ist, kann nur noch als grotesk bezeichnet werden.

    Die Tageszeitung junge Welt brachte den ganzen Wirbel so auf den Punkt: „Bild, das ist das Geschäft in dieser Mediengosse, schürt Angst und Ekel vor den Fremden, die, so geht die Erzählung, unseren Wohlstand bedrohen.“ Und weiter: „Die Bedrohung, die hiermit mehr als nur insinuiert wird, verkehrt die wahren Verhältnisse. Menschen setzen aus purer Verzweiflung ihr Leben aufs Spiel, um spanisches Territorium in Afrika zu erreichen, in der Hoffnung, in der EU Asyl zu erhalten.“

    Bild schreckte wie üblich auch vor Verdrehungen und frechen Lügen nicht zurück. „So einfach könnten die Migranten jetzt nach Deutschland kommen“, schlagzeilte das Schmutzblatt zu einem Zeitpunkt, als die meisten bereits nach Marokko zurückgekehrt waren und fügte hinzu, „der Großteil“ der Geflüchteten „dürfte früher oder später auf das europäische Festland gelangen“. Genau das hatte übrigens AfD-Chefin Alice Weidel am Tag zuvor behauptet: „Ihr Ziel dürfte mutmaßlich Deutschland sein“, behauptete sie ohne jeden Beleg über die Migranten in Ceuta.

    Bild machte als „Beleg“ für seine Behauptung folgende Rechnung auf: „Von Gibraltar in Südspanien bis Stuttgart sind es weniger als 2.700 Kilometer. Mit dem Auto dauert die Fahrt rund 22 Stunden. Mit Bussen über Madrid und Paris dauert sie mindestens 40 Stunden.“ Die Migrant*innen waren allerdings gar nicht in Gibraltar, was bekanntlich an der Südspitze Spaniens liegt. Von Ceuta aus käme man dorthin nur mit einem Boot oder Hubschrauber, zudem wird bei einer Ausreise streng kontrolliert. Und wie gesagt versicherten die spanischen Behörden ebenso wie die der EU inzwischen längst, kein einziger der Geflüchteten, die es in die Exklave geschafft hatten, sei aufs spanische Festland gelang.

    Nicht wenigen dürften die Ereignisse kurz vor den wichtigen Wahlen in Berlin und ostdeutschen Flächenländern hoch willkommen gewesen sein, waren sie doch eine erneute Steilvorlage für die AfD. Natürlich gehörte die Bundessprecherin der Partei, Alice Weidel, zu den ersten, die sich Ende Juli äußerten. Es müsse „schnellstmöglich dafür gesorgt werden, dass jene, die illegal in Ceuta eingefallen sind, direkt abgeschoben werden“, hetzte sie in einer Erklärung: „Sie dürfen nie den europäischen Kontinent betreten.“

    Eines haben die Vorgänge der vergangenen Tage in dankenswerter Deutlichkeit aufs Neue demonstriert: Die Bild-Zeitung und ihr publizistisches Umfeld, der Springer-Verlag insgesamt, gehören zu den großen Treibern der Rechtsentwicklung in Deutschland. Sie sind die mächtigsten Unterstützer der AfD und wenn in Sachsen-Anhalt demnächst ein Politiker dieser Partei zum Ministerpräsidenten gewählt wird, haben sie ihr Etappenziel erreicht.

    Angesichts solcher Aussichten könnte man sich fast nach der Erfüllung der Dystopie sehnen, die Wenzel und Mensching in ihrem eingangs zitierten Lieder „Sie werden kommen“ ausmalen. Hier noch Verse daraus:

    Sie werden mit langen Stangen aus Stahl
    Die glänzenden Schränke zerhauen,
    Um für den nächsten Cholerafall
    Sich Kindersärge zu bauen.

    Sie schleppen die toten Säuglinge mit
    Und all ihre Infektionen
    Und öffnen mit einem gewaltigen Tritt
    Die Tür’n der Fernsehstationen.

    Gebt uns, schrein sie, die Bilder her,
    Die unsere Träume besetzten.
    Die Augen sind voll, die Bäuche sind leer.
    Wir waren die allerletzten.

    Sie wurden im Radio, Barbaren genannt,
    Verbrecher, Vertierte, Verführer,
    Sie stecken die Galerien in Brand,
    Mit Werken von Goya und Dürer.

    Quittons le cauchemar et rentrons dans la réalité, la vraie. La photo de Tempelhof date de 1928 quand mon père avait quatre ans. Elle a été prise dans le terminal qui n’existe plus qui se trouvait à l’endroit de la pompe à essence de l’armée de l’air états-unienne. La jetée est constituée par les tribunes sur le toît de l’énorme bâtiment nazi mais elles ne sont accessibles que dans les années 2010 après la fin des vols á partir de THF, la construction de l’aéroport n’ayant été accomplie que des les années 1960. Pourtant le hall et les guichets sur la photo ressemblent à ceux qu’on fréquentait.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tempelhof

    #migration #politique #manipulation #THF #Berlin #Ceuta

  • Pinneberg (Allemagne) : feu sur l’agent immobilier des forces de répression- Info Libertaire
    https://www.infolibertaire.net/pinneberg-allemagne-feu-sur-lagent-immobilier-des-forces-de-repressi

    Du feu pour le « Bureau fédéral chargé des missions immobilières » (traduit de l’allemand de de.indymedia, 16 août 2026) Hello, aujourd’hui nous souhaitons vous présenter le « Bureau fédéral chargé des missions immobilières » (BImA). Vous ne le connaissez pas ?... Lire la suite @Mediarezo Actualité / #Mediarezo

  • Neubaupläne vs. NS-Erbe : Reichenbunker statt NS-Bunker
    https://taz.de/Neubauplaene-vs-NS-Erbe/!6203480

    Wo bis vor kurzem Gras über das tausendjährige Reich wuchs, erwächst nun eine Diskussion Foto : Sven Kaeuler/dpa

    Est-ce que vous achteriez une baraque hantée pas des fantômes nazis ? Bientôt vous pourrez acquérir des appartements construits sur les soldides fondation du bunker ou murut le « Führer ». C’est en plein centre de Berlin et ne sera pas pour tout le monde.

    Nos états d’âme de pauvres n’y comptent pour rien. Monument historique ? Des logements peu chers ? Les touristes anglais fascinés par le lieu historique ? La gentrification ? La laideur architecturale par quête du fric ? Passons. Il y a du profit dans l’air !

    Les social-démocrates responsables pour la privatisation du terrain historique s’en fichent royalement. Ils se sont abaissé il y a longtemps déjà au niveau de chiens de Pavlov libéraux qui salivent à chaque promesse d’investissement.

    11.8.2026 von Erik Peter - Der Große Bunker unter Hitlers Neuer Reichskanzlei soll einem Neubau weichen, so will es auch Senator Gaebler. Der Verein Berliner Unterwelten will das verhindern.
    Blick auf ein abgezäuntes Gelände in Berlin Mitte, unter dem sich eine Bunkeranlage befindet.

    Zwischen einem der letzten DDR-Plattenbauviertel an der Wilhelmstraße in Mitte und den Landesvertretungen von Hessen und Brandenburg befindet sich eine der letzten innerstädtischen Brachflächen. Neben einem Parkplatz an der Voßstraße wuchert Grün auf dem abgezäunten Gelände. Auch ein kleiner Hügel aus Trümmerschutt ist zu sehen. Unspektakulär ist das Bild nur auf den ersten Blick. Einst befand sich auf dem gesamten Gelände Hitlers Neue Reichskanzlei, der betonierte Machtanspruch der Nationalsozialist:innen, in dem auch Hitler selbst ein monumentales Arbeitszimmer hatte.

    Unter dem gesamten Gelände befanden sich gleich mehrere Bunker, darunter der überwiegend abgetragene und zugeschüttete Führerbunker. Noch zur Hälfte erhalten und zu einem Großteil just unter jener Freifläche befindlich, ist der Große Bunker, mit einem Ausmaß von etwa 60 mal 30 Metern. In Kriegszeiten, zwischen 1940 und 1944 fanden hier sowohl Mit­ar­bei­te­r:in­nen der Reichskanzlei, aber auch Hunderte Frauen und Kinder Schutz vor den Bomben. Ein berühmtes, allerdings nachgestelltes Foto vom 2. Mai 1945 zeigt, wie der letzte Stadtkommandant Berlins, Helmuth Weidling, den Bunker verlässt, um sich den sowjetischen Truppen zu ergeben.

    Geht es nach einem Hamburger Spekulanten, der sich das Gelände in den letzten zehn Jahren zusammengekauft hat und Bausenator Christian Gaebler (SPD), soll dieses Stück Geschichte schon bald weichen. Entstehen sollen stattdessen ein siebengeschossiger Neubau mit 66 Wohnungen und ein Bürogebäude. Vermutlich um Platz für eine Tiefgarage zu schaffen, sollen dafür die etwa zwei Meter dicken unterirdischen Bunkerwände abgetragen werden. Der Senator hatte zuletzt gegenüber der Bild-Zeitung verlauten lassen: „Wir stehen dem Neubau von Wohnungen nicht im Wege, um einen Bunker zu erhalten, der dann womöglich noch zum Wallfahrtsort wird.“

    Lauten Widerspruch dagegen hat am Dienstag der Verein Berliner Unterwelten formuliert, der die Geschichte der Stadt an authentischen Orten vermittelt. Auf einer auch von internationalen Jour­na­lis­t:in­nen gut besuchten Pressekonferenz in den Vereinsräumlichkeiten am Zeughaus, einer ehemaligen unterirdischen Toilettenanlage, appellierte der Vorsitzende Dietmar Arnold an die Investoren, sich mit der NS-Vergangenheit auseinanderzusetzen. „Das ist ein historischer Ort, der nicht kaputtgehen darf“, so Arnold.

    Der Bunker trägt den Neubau

    Der Stadtplaner Arnold schlägt stattdessen vor, den Neubau auf den Bunkeranlagen zu errichten. Dies sei „ohne Probleme“ machbar, schließlich hätten die auch schon die Neue Reichskanzlei getragen. Notwendig dafür sei lediglich die Anpassung des „inzwischen völlig veralteten“ Bebauungsplans von 2006. Den Wohnungsbau wolle man „nicht verhindern“, auch wenn dort keine Wohnungen für den „Otto-Normal-Verbraucher“ entstünden, so Arnold. Den Bunker selbst möchte der Verein zu einem Erinnerungsort an das NS-Regime, der Geschichte der Neuen Reichskanzlei und dem Kriegsende umgestalten. Die Kosten für Um- und Ausbau würde man selbst übernehmen.

    Das Landesdenkmalamt sieht einen möglichen Abbruch der baulichen Reste des Großen Bunkers unter der Neuen Reichskanzlei kritisch

    Kein gutes Haar ließ Arnold am Vorgehen und der Positionierung von Senator Gaebler und von Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD). So habe der Verein seit März vergangenen Jahres immer wieder Anfragen an die Senatsverwaltung und den Bezirk zu den Ergebnissen der Tagung des Landesdenkmalamtes gestellt und nach einem Kontakt zu dem Eigentümer gebeten. Antworten erhielten sie nicht. „Eine Transparenz zum Bauvorhaben war nicht vorhanden, die Öffentlichkeit faktisch ausgeschlossen“, so Arnold.

    Erst Mitte Juni dieses Jahres gelang es Arnold, Kontakt zu den Bauherrn aufzunehmen. Am selben Tag hätten sich Gaebler und Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt an die Bild gewandt. Kahlfeldt sagte dieser: „Die Denkmalschützer sehen nicht die Notwendigkeit, das zu erhalten – aber die Notwendigkeit der Dokumentation.“ Arnold widersprach und verwies auf eine Empfehlung des Denkmalamtes aus dem März 2025. Damals hieß es: „Das Landesdenkmalamt sieht einen möglichen Abbruch der baulichen Reste des Großen Bunkers unter der Neuen Reichskanzlei kritisch.“ Dieser befinde sich trotz Grundwassereinfluss in einem „guten Zustand“.

    Aus der Senatsverwaltung von Gaebler hieß es auf Anfrage der taz, das Grundstück sei „seit 2007 in privatem Eigentum“, zudem sei der Bebauungsplan 2006 „unter Betrachtung denkmalschutzrechtlicher Aspekte“ beschlossen worden. Für Gaebler habe der „Wohnungsbau an dieser Stelle Priorität“. Der Eigentümer sei „verpflichtet, vor Abriss des Bunkers diesen entsprechend zu dokumentieren“. Zu dem Kompromissvorschlag vom Verein Berliner Unterwelten äußerte sich die Verwaltung nicht.

    Arnold dagegen sieht die Gefahr, dass Berlin womöglich den aufwändigen und teuren Abriss des Bunkers auch noch aus eigener Tasche bezahlen müsste. Gaeblers Warnung vor einem „Wallfahrtsort“ bezeichnete er als „Totschlagargument“, das schon vor 30 Jahren vorgebracht wurde, sich aber nirgends in Berlin je erfüllt hätte.

    Auch das Beispiel der Topographie des Terrors zeigt, dass dieses Argument wenig überzeugend ist. Die Topographie des Terrors ist einer der meistbesuchten Erinnerungsorte in Berlin und entstand vor allem durch zivilgesellschaftliches Engagement. Damals, so Arnold, hätte er den Abriss vielleicht noch verstehen können, heute aber habe man ein ganz anderes Geschichtsverständnis. Der Senat aber habe sich anscheinend einfach nur „gefreut, dass da ein Investor kommt und diesem den Weg freigeräumt“.

    #Berlin #Mitte #Gertfud-Kolmar-Straße #Führerbunker #histoire #nazis #urbanismre

  • #Eco-Cooler : un #climatiseur écolo qui fonctionne sans électricité

    Fabriqué à partir de matériaux de récupération, l’Eco-cooler est un rafraîchisseur d’air qui peut être reproduit par n’importe qui pour un prix très dérisoire. Et il fonctionne !

    Les systèmes les plus rudimentaire sont parfois les plus surprenants. L’exemple qui va suivre en est la parfaite illustration : des ingénieurs du Bangladesh ont mis au point un climatiseur 100 % écolo… qui n’a besoin d’aucune électricité pour fonctionner ! Surtout que les climatiseurs sont l’un des appareils électriques les plus énergivores.

    Cette invention s’appelle l’Eco-cooler et a été créé par #Grameen_Intel_Social_Business, une entreprise qui cherche des solutions technologiques accessibles à toute la population.

    Pourquoi avoir travaillé sur une clim’ low cost ? Parce que le Bangladesh est régulièrement soumis à de grandes chaleurs (jusqu’à 45°) et que les gens en souffrent beaucoup : la plupart des habitations sont en tôle et la température peut rapidement devenir insoutenable.

    Le cahier des charges était donc simple, mais très ambitieux ! Il fallait mettre au point un rafraîchisseur d’air à la fois écologique, efficace… et bon marché ! Quelques temps plus tard, le défi est remporté haut la main : l’Eco-cooler remplit toutes ces conditions…

    A partir d’une simple planche et de quelques #bouteilles_en_plastique, on peut désormais faire chuter la température de 5° en quelques minutes seulement !

    https://sain-et-naturel.ouest-france.fr/eco-cooler-climatiseur-ecolo-electricite.html
    #low-tech #technologie #alternative #climatisation #fraîcheur #recyclage #bouteilles_en_PET #chaleur #canicule #astuce

    • Low Tech : construire un climatiseur écologique

      Et s’il y avait un climatiseur qui pourrait fonctionner sans électricité ? C’est exactement ce qu’un inventeur a réussi à mettre sur pied en créant un climatiseur « zéro électricité » fabriqué à partir de bouteilles en plastique recyclées.

      [Edit 06/2021] la vidéo et le site internet du créateur ayant disparus, on peut s’interroger sur l’efficacité de ce système !!

      https://www.youtube.com/watch?v=rFIpmhVJZCg

      Ashis Paul, l’inventeur de cette installation a trouvé un moyen facile de créer un climatiseur. Son invention se nomme « Eco-Cooler » et elle est basée sur une idée très simple à partir de la façon dont l’air se refroidit lorsqu’elle se dilate.

      La majeure partie du Bangladesh connaît des étés très chauds avec des températures atteignant jusqu’à 45 °C. Certaines de ces zones rurales n’ont même pas accès à l’électricité. L’éco-cooler, étant sans électricité, incroyablement bon marché et facile à fabriquer, est une bénédiction pour tout le monde. À ce jour, plus de 25 000 refroidisseurs écologiques ont été installés au Bangladesh par les employés de Grameen Intel et les bénévoles de Grey Dhaka.

      https://www.build-green.fr/low-tech-construire-un-climatiseur-ecologique

    • Eco-cooler : fabriquer un #climatiseur écologique avec des bouteilles en plastique
      https://www.geekmaispasque.com/2017/08/eco-cooler-fabriquer-un-climatiseur-ecologique-sans-electricite-grat ?

      Le goulot de la bouteille joue l’effet d’un tunnel qui compresse l’air. Cela permet ainsi de rafraichir l’air à la sortie du goulot (expansion ou détente rapide) suivant le même principe. Cet effet de rafraichissement suite à une détente rapide est connu sous le nom d’effet Joule-Thomson. L’Eco-Cooler permettrait ainsi, dans les zones connaissant de fortes chaleurs, de faire baisser la température jusqu’à 5°C .

      [...]

      Vous pouvez aussi fabriquer votre propre Eco-cooler en mode Do It Yourself en téléchargeant le guide au lien ci-après Eco-Cooler : HowToMake.
      https://www.geekmaispasque.com/blog/wp-content/uploads/2017/08/Eco-Cooler.HowToMake.pdf

      Suite à mes recherches, deux courants de pensées existent : « c’est génial » VS « c’est une arnaque ». Les deux courants étant soutenus par des approches physiques et thermodynamiques, une expérimentation s’impose donc. A noter que les résultats vont sûrement dépendre des conditions climatiques extérieures.

      #air #effet_Joule-Thomson

    • Evaluating the effectiveness of the ‘eco-cooler’ for passive home cooling

      Constructed with used plastic bottles, the eco-cooler has been widely adopted in resource-poor communities in Bangladesh and other countries. We tested the eco-cooler under controlled conditions using a scientific wind tunnel in a climatic chamber. In our tests, we used seven eco-cooler designs in 27 climate conditions typical of Bangladesh (temperatures of 40 °C, 35 °C, and 30 °C; humidity levels of 70%, 60%, and 40%; and wind speeds of 4.0 m s−1, 2.0 m s−1, and 0.2 m s−1) in 92 experiments (N = 7686 measurements in 87 short experiments and N = 23,428 measurements in five long experiments). We found no significant temperature reductions with eco-cooler use, except at low wind speeds, where temperature reduced by up to 0.2 °C. In theoretical calculations extending our empirical findings, the greatest temperature drop was 0.85 °C at 4.0 m s−1 with a 40 °C static air inflow temperature. However, this temperature drop did not extend beyond the nozzles of the bottles in the eco-cooler. The eco-cooler did not work effectively as an indoor air cooler.

      https://www.nature.com/articles/s44168-024-00165-7

  • MetaGer - Zitatsuche
    https://metager.de/zitat-suche?q=Uniform

    Dans le web allemand avant Google Metager et LEO (link everything online) furent les annuaires et moteurs de recherche d’Allemagne.Les projets ont survécu dans une forme réduite et spécialisée. #seenthis á l’ère des #bots #IA fera comment ?

    In dem unten stehenden Textfeld können Sie in unserer Datenbank nach Zitaten oder Autoren suchen.

    Ergebnisse für die Suche „Uniform“:
    Werner Mitsch:, "Mode ist die Uniform der Zivilisten

    https://metager.de/keys

    MetaGer: Suchen und surfen, ohne beobachtet zu werden

    MetaGer respektiert Ihre Privatsphäre: ohne Werbung, ohne Tracking, ohne Logging. Und jetzt können Sie auch jede Webseite anonym besuchen.

    Keine Werbung
    Kein Tracking
    Kein Logging
    Keine Kompromisse

    So funktioniert es
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    #vie_privée #www #internet

  • Rapport Mensuel- Juillet 2026

    Le présent rapport vient de montrer à suffisance que les violations des droits de l’homme au Burundi sont encore une triste réalité mais les instances habilitées restent dans le silence comme si la situation était normale. Cette inertie des organes habilités fait qu’il s’observe encore beaucoup de violations des droits humains et les victimes augmentent au jour le jour.Les victimes sont de plusieurs catégories : les personnes tuées, les arrestations arbitraires suivies de détentions illégales, les personnes enlevées et/ou portées disparues, les cas de VSBG en général et de viol en particulier, les cas de torture, de traitements cruels, inhumains et dégradants, etc. Dans tous les cas, la clandestinité reste une couverture des auteurs à telle enseigne que nos observateurs des droits humains ne peuvent pas documenter tous les cas. Les prisons sont caractérisées par la surpopulation et la promiscuité et cela influe sur les droits des détenus.

    https://www.aprodhasbl.org/2026/08/15/rapport-mensuel-juillet-2026

    #burundi

  • Le retour de la « #Doctrine_Monroe » et l’escalade militaire en #Amérique_latine
    https://lvsl.fr/le-retour-de-la-doctrine-monroe-et-lescalade-militaire-en-amerique-latine

    Une nouvelle apologie de la « doctrine Monroe ». Le 11 août, le département d’État américain diffusait une vidéo traçant une ligne directe entre le message de James Monroe au Congrès en 1823 (appelant les Européens à se retirer d’Amérique latine) et l’enlèvement de Nicolás Maduro en janvier dernier, sur ordre de Donald #Trump. Celui-ci serait ainsi le plus récent gardien d’une doctrine qui avait longtemps pris soin de se présenter en protectrice, plutôt qu’en maîtresse de l’hémisphère. Une telle réaffirmation de la force sur le droit a conduit plusieurs pays à envisager un réarmement à marche forcée - et notamment le #Brésil. Pour ce pays, qui fut le premier pays en Amérique du Sud à saluer l’énoncé de Monroe, et qui n’a jamais rompu avec Washington, le message du Département d’Etat ne (…)

    #L'Amérique_latine_en_question #International

  • « Préserver et restaurer la nature coûte moins cher que la détruire : pour 1 euro investi dans la biodiversité, on en récupère 8 »
    https://www.lemonde.fr/planete/article/2026/08/15/preserver-et-restaurer-la-nature-coute-moins-cher-que-la-detruire-pour-1-eur

    Comment faire face aux menaces qui pèsent sur le vivant et les écosystèmes ? La biologiste Tatiana Giraud propose que cela passe par une réorientation des subventions allant à l’élevage intensif vers l’agriculture biologique, avec un accompagnement des agriculteurs dans la transition.

    [...]

    Aucune espèce animale ne peut subsister seule. Cela paraît à la fois un peu évident, mais ce n’est pas si facile à comprendre ! Dans cette chaîne qui va des micro-organismes aux gros mammifères, il y a une complémentarité. Le biologiste [américain] Paul Ehrlich [1932-2026] expliquait qu’il ne fallait pas voir la #biodiversité comme une bibliothèque où les espèces seraient des livres rangés les uns à côté des autres – parce que même si c’est dommage, on peut perdre quelques livres, on survit quand même –, mais qu’il faudrait plutôt voir les espèces comme les rivets d’un avion qui maintiennent ensemble les tôles de l’appareil. On peut perdre quelques rivets, ça tient, mais quand on en perd trop, tout explose.

    [...]

    Il y a eu cinq #extinctions_de_masse dans le passé. La dernière, c’était au crétacé [− 143 millions à − 66 millions d’années], au cours de laquelle les dinosaures ont disparu, ainsi que les trois quarts des espèces sur Terre.
    On pourrait se dire qu’on n’est pas encore dans une sixième extinction, dans le sens où on n’est pas encore arrivés à la disparition des trois quarts des espèces ; seuls quelques pourcents d’entre elles ont vraiment disparu. Mais quand on regarde, par exemple, les batraciens – les grenouilles, les crapauds –, on avoisine les 40 % de disparition. Surtout, l’abondance des populations s’effondre. C’est le cas pour les oiseaux en Europe, et c’est encore pire pour les insectes volants, pour lesquels on a des diminutions de plus de 75 %, parfois plus. Lorsque les populations chutent, cela veut dire qu’il y a moins de diversité au sein des espèces et qu’elles peuvent moins s’adapter aux changements.

    Si nous ne sommes pas encore à une sixième extinction de masse en termes d’espèces disparues, nous nous en approchons dangereusement. Quand on regarde les taux d’extinction, la vitesse à laquelle les espèces disparaissent, on est à des niveaux dix fois plus rapides qu’à la dernière extinction de masse au crétacé !

    [...]

    Les travaux scientifiques sur le sujet démontrent que l’on gagne plus d’argent en protégeant la biodiversité qu’en la détruisant. Une étude [publiée en février 2025 par plusieurs laboratoires, notamment le Laboratoire d’#écologie alpine] a évalué les coûts et les bénéfices de ce qu’on appelle des « solutions fondées sur la nature » [mises en œuvre dans les Alpes] – par exemple, végétaliser les villes, refaire les cours d’eau pour éviter les inondations, etc. Cela coûte de l’argent dans un premier temps, mais cela permet aussi d’en économiser beaucoup – par exemple, les inondations cela peut coûter très cher !

    Ce que montre cette étude, c’est que pour 1 euro investi dans la préservation de la biodiversité, on en récupère 8. C’est vrai dans nos régions, mais aussi à l’échelle de la planète. La ville de New York, par exemple, a restauré une forêt et des bassins versants, un investissement de 1 milliard d’euros. Mais une usine de retraitement des eaux aurait coûté dix fois plus – alors que la forêt est bien plus efficace. Cela nous coûte moins cher de préserver la nature et de la restaurer que de la détruire.

    https://justpaste.it/e89z8

    #agriculture #pesticides

  • The Madman and the Statesman
    https://www.telesurenglish.net/opinion/the-madman-and-the-statesman

    President Javier Milei’s repeated attacks on Brazilian President Luiz Inácio Lula da Silva go beyond political rhetoric, damaging Argentina’s diplomatic standing and undermining its strategic relationship with its largest trading partner. Photo: EFE

    16.8.2026 - The truth is that I had promised myself I would avoid the temptation to analyze the statements and behavior of Argentina’s President Milei. The reason: to keep myself as far away as possible from a figure as despicable as the dweller of the Casa Rosada.

    A toxic individual who can poison even those who examine him- like a researcher dissecting a filthy rat and, in doing so, becoming infected with the hantavirus. But his most recent verbal attacks on a man of integrity and a dignified social activist like President Luiz Inácio “Lula” da Silva crossed every line and compelled me to write these few lines about the incident and the man himself.

    RELATED: BolsoMaster: Bolsonaro Ties to Brazil’s Biggest Banking Fraud in History Exposed

    His unforgivable remarks during his attendance at the Brazilian Liberal Party Convention -which officially nominated Flávio Bolsonaro as the far-right candidate- reiterated for the umpteenth time that Argentina is governed by a man who lacks even the most basic sense of reality. He is someone who navigates a turbulent sea of delusions and fantasies in which the essential distinction between truth and lies vanishes entirely. It certainly is a very alarming condition for ordinary people, but it is extremely dangerous when the person suffering from it is a head of State.

    Milei’s supporters seem to think it’s normal for presidents to insult and disparage one another the way Milei does with Lula, Pedro Sánchez, Gustavo Petro, Miguel Díaz Canel, and in his words, any “shitty leftist.”

    For the rest of the world, it’s not. In international relations, not even heads of state from countries that are deeply at odds with one another exchange that kind of abuse. To the accusations he made on that occasion -that Lula is “corrupt, a thief, and a convict”– he has now added that Lula “is not innocent” and that if he is free, it is due to a procedural error. This is because Milei doesn’t have the slightest idea what it means to be president of a republic or what responsibilities come with that office.

    He has not -and never will- step outside the microcosm of those third-rate television panels that turned him into a colorful and appealing phenomenon because of the absurdities he spouted. Nor has he stepped outside the undignified chorus of pseudo-journalists incapable of asking him a substantive question or following up on his stammering and fanciful answers.

    But furthermore, insulting his Brazilian counterpart constitutes an unforgivable lack of respect toward a country of fundamental economic, political, and geopolitical importance to Argentina -a country with which Argentina founded Mercosur, with which it shares a natural gas integration project, and with which it has established a virtuous level of productive interdependence. Such behavior is detrimental to national interests; but if there’s one thing Milei is unaware of (aside from the most basic norms of courtesy and good manners), it’s those very interests- because in the strange, ethereal world in which he lives, they simply do not exist. The national interest, like social justice, is a malicious invention of the leftists. Only markets exist.

    With his outbursts, Milei has discredited this country as few presidents have done, with the exception of those who, during the military dictatorships that intermittently seized power between 1930 and 1983, took the government by storm. With his blatant disregard for the most basic ethical standards, he has degraded the language of politics like no one before him.

    His is a thuggish, violent, aggressive slang that makes him look small and humiliates him in the eyes of almost everyone (“Who is this guy?” said Lula, a statesman, with subtle irony, referring to the puppet who insulted him) and that also degrades the presidential office and, by extension, the institutional framework of the republic. His insults, hurled left and right, have made it possible today for any ordinary citizen in this country to refer to their president as “a fucking fascist”-something that would have been unthinkable before this troglodyte’s unfortunate irruption into Argentine political life.

    If fewer people believe in democracy today, it’s because of Milei -and, let’s not forget!- the “red circle” of the country’s wealthiest elites and foreign interests who enormously benefit from his policies.

    Let’s remember that it was he who defined his mission as lining the pockets of business leaders and destroying the state from within. In pursuit of a fanciful fiscal balance or surplus- one based on its failure to fulfill its basic obligations as a government -it has cut public spending on health care, and destroy the public hospital system- which results daily in the deaths of chronically ill patients who cannot access their medications, children who cannot receive care, and older adults deprived of their medications or medical treatments because their meager retirement benefits and pensions make them unaffordable.

    It has also cut spending on public education, science and research, public works essential for economic growth, and the fight against poverty- whose figures fluctuate wildly from one day to the next depending on the President’s hormonal imbalance. He has released ridiculous poverty figures that reveal this man is living in another galaxy: 29% of the population, he said recently.

    Yet, multidimensional measure of poverty -one that isn’t limited to simply calculating household income but also takes into account access to “a set of environmental and housing rights, as well as employment, health, education, and services”– shows that in this country, the poor make up 67% of the population. Without a doubt, Milei has been the greatest serial impoverisher in modern Argentina. And if he truly wants to end poverty, let him go to China, where poverty has indeed been eradicated thanks to state policies conceived and directed by the “fucking leftists” of the Chinese Communist Party.

    The hot-headed, quarrelsome madman who governs us has no idea what the real world is like. He doesn’t speak with real, flesh-and-blood people but only with the sycophants in his inner circle. He lies systematically- as I’ve rarely seen a head of state lie in my entire professional life as a political scientist -and sincerely believes his own lies. To say that this is the government that has done the most to advance negotiations with the United Kingdom regarding the Malvinas Islands is utter nonsense. He may be an admirer of Margaret Thatcher, but that doesn’t budge the nearly two-century-old British colonial ambition regarding our islands by even a millimeter.

    To think that Trump will demand that London sit down to negotiate the issue with our country is utter folly. To say that our economy is growing at 10% in a country where, since Milei took office, 26,000 businesses have closed -2% of which were large-scale- and where commerce, construction, and industry are in free fall, with more than 250,000 newly unemployed and nearly two-thirds of the working population saying they “can’t make ends meet” on their wages -is yet another sign of his complete disconnection from reality.

    In short, our President- aside from insulting his opponents- admits, through his statements, that he does not live in Argentina but is stuck in the ramblings of Murray Rothbard or Friedrich von Hayek.

    I could hardly conclude these remarks without addressing the international counterpart to the extreme cruelty with which Milei treats his weakest and most vulnerable compatriots. I am referring to his unconditional admiration for two perpetrators of genocide: Donald Trump and Benjamin Netanyahu. The former ordered the extrajudicial execution of 221 people killed simply for sailing in so-called “drug boats”-an issue on which the traditional guardians of Western values maintain a complicit silence.

    Not only that, but they are also unmoved by the criminal military attack on Venezuela and the kidnapping of the legitimate president, Nicolás Maduro Moros -whom recently declassified CIA documents confirmed as the winner of the last presidential election.

    Trump and Marco Rubio are also guilty of the slow, creeping genocide they are perpetrating through the comprehensive blockade of Cuba- a country deprived of fuel for mobility and transportation, of supplies for its aging thermal power plants, unable to receive tourists, and subjected, that island -which shows solidarity like no other- to criminal pressure, with no one in this world possessing the qualities that Fidel had in abundance to send an oil tanker to the aid of the Cuban people in defiance of the imperial order.

    Yet Milei declares himself an unconditional admirer of the other great perpetrator of genocide in our time: the Israeli Prime Minister, who is carrying out ethnic cleansing in the Gaza Strip, shooting defenseless children and women -homeless, without water, without anything- even attacking ambulances rushing to aid the victims of Zionist brutality, and displaying a cowardice comparable only to that of the Nazi leadership and troops during the Holocaust.

    An unstoppable neo-Nazi regime that is now rampaging through southern Lebanon and also attacking the population of the West Bank, stealing land and burning the homes of the Palestinians who live there. Milei takes pride in his affinity with these two major criminals, which makes it unnecessary to dwell further on criticism of him.

    One might only add that, in addition to his mental imbalances -which lead him to insult a statesman like Lula- there is also his sheer stupidity: Argentina, along with the United States and Israel, was one of only three countries in the UN General Assembly that opposed a resolution proposed by Ghana declaring that the transatlantic slave trade, which took place over three centuries, was “the most serious crime against humanity in history.”

    There were 123 countries that voted in favor of that resolution, 52 abstentions-largely the old European colonial powers and their satellite states -and only three countries that voted against it, including Argentina alongside with the United States and Israel.

    Milei’s obsession with being “Trump’s biggest bootlicker” in the world led him to make a monumental mistake: Malvinas issue will be discussed in the near future by the UN Decolonization Committee, where African countries are heavily represented. Hopefully, they will understand that the infamous vote legitimizing the slave trade was the outburst of a man who, solely due to a disastrous combination of circumstances, became president of this country and who in no way represents the sentiments of the Argentine people.

    #Brazil #Argentine #crise_diplomatique

  • How to buy a ‘mega-dinghy’ : the perilous new model of Channel crossing
    https://www.theguardian.com/uk-news/2026/aug/15/how-to-buy-a-mega-dinghy-the-perilous-new-model-of-channel-crossing

    Ce n’est pas pour les vacances à la plage.

    15.8.2026 by Daniel Boffey - Providing a large dinghy for use in the choppy seas of western Europe was not a problem, as long as the order was for more than 20 vessels, they said. The sales manager at the Chinese company even had an online brochure for an undercover Guardian reporter, posing as a prospective client, to peruse.

    They had a production capacity of 500 boats a month and, yes, it was possible to get even bigger ones for the right price. They could do a seven or even an eight-metre military-style dinghy for $1,678 (£1,238) a boat, without the engines, but that would be lacking CE certification, the mandatory mark that shows a product meets EU health and safety requirements.

    “We can sell this big boat to China warehouse only,” wrote the sales manager on the Made in China messaging platform. From there, it was up to the client to export it and get the right certification.

    In the early hours of Monday morning, a full-to-the-brim dinghy of a type similar to that being offered by the Chinese salesperson arrived in the UK after crossing the Channel with a record 230 people onboard. French authorities say there have been 11 such “mega-dinghy” crossings of the Channel so far this year. Last week one of those carrying 173 people capsized after its engine caught fire.

    It is a clear and perilous trend. An analysis by the Migration Observatory at the University of Oxford, based on Home Office figures, shows how the number of people travelling on a dinghy has sharply increased since the crossings first began nearly a decade ago.

    In 2018, there would be an average of seven people per small boat. That ticked up to 13 by 2020. The number shifted up to 27 by the following year and by 2022 it was 41. The average number of people on a dinghy crossing is up to 66.5 people in the first six months of 2026. These are often no longer small boats. The length of the dinghy that arrived this week was 15 metres.

    Where are the “mega-dinghies” coming from? The sales manager offering boats to an undercover Guardian reporter worked for a company called Wuxi Funsor Marine Equipment that is described on its own website as a subsidiary of the Weihai Yamar Outdoors Product Co Ltd.

    Weihai Yamar, which is headquartered in an industrial park in Wenquan Town in Weihai, in the eastern Chinese province of Shandong, was put under economic sanctions by the UK in July last year for offering rigid inflatable boats for sale on online retail platforms to organised crime gangs smuggling people across the Channel. Weihai’s largest shareholder at the time is now the main shareholder of Wuxi Funsor Marine Equipment. Weihai Yamar has denied advertising lifeboats and boats for migrants online.

    The likely onward journey of dinghies from eastern China can be traced thanks to the recent trial of Adem Savas, a Turkish national identified by the National Crime Agency (NCA) as one of the key enablers of small boat crossings.

    Between 2019 and 2024, Savas was said by the NCA to have supplied inflatable boats, outboard engines and equipment to gangs across Europe, enabling thousands of crossings, including around half of all Channel crossings in 2023, generating millions of pounds in profit.

    Savas was the primary equipment supplier to a Kurdish smuggler, Hewa Rahimpur.

    The boats and engines were sourced largely from China, transported from Turkey through Bulgaria, and stored in Germany before onward distribution to smuggling networks in Belgium and France.

    A Netherlands-based haulage firm facilitated the logistics. A raid coordinated by Europol in December 2024 resulted in 25 searches in Germany and the seizure of equipment and cash.

    Savas pleaded guilty in a court in Bruges to people-smuggling and being a member of an organised crime group and was sentenced to 11 years’ imprisonment and a €400,000 (£340,000) fine. Savas’s co-defendants received combined sentences of 38 years.

    A spokesperson for Europol said the shift to larger boats was plausibly an indication that the gangs were getting desperate.

    “I can confirm that Europol – and within our agency specifically the experts forming the European Centre Against Migrant Smuggling (ECAMS) – is aware of this development,” the spokesperson said.

    “We are in constant exchange with the appropriate authorities in both France and the United Kingdom on this phenomenon and also have a dedicated operational taskforce running that concentrates on smuggling of migrants with boats (no matter if relatively small boats or, as of recently, larger boats) across the Channel.

    “As with any criminal phenomenon, a change of tactics used by criminal networks may be the result of law enforcement pressure.”

    Mihnea Cuibus, a senior researcher at the Migration Observatory, said the mega-dinghy phenomenon made economic sense for the gangs as they faced pressures on their supply chains from the authorities.

    “It’s simply much more efficient, much more profitable for gangs to pack as many people as possible on one boat,” he said. “What we’ve seen in the last few weeks with some of these so-called mega-dinghies is an acceleration of this longstanding trend.

    “It’s very likely to do with increased enforcement in and around the French coast in particular. We’ve seen the authorities work, quite differently, targeting the supply chains and making it hard to get hold of the small boats in the first place.”

    Weihai Yamar did not respond to a request for comment.

    Additional reporting by Lyndon Li

    #Royaume_Uni #immigration #passeurs #criminalité_organisée #Chine #bateau_gonflable

  • Après l’échec de BIP-110, Plan B juge presque impossible de recréer les débuts de Bitcoin - Journal du Coin
    https://journalducoin.com/bitcoin/echec-bip-110-plan-b-juge-presque-impossible-recreer-debuts-bitcoin

    Il faut que tout change pour que rien ne change. Le week-end du 8 août 2026, une poignée de nœuds a pris la porte. En rejetant les blocs qui ne signalaient pas leur soutien à BIP-110, ils se sont détachés du réseau principal de Bitcoin pour fonder leur propre chaîne, avec une fraction infime du pouvoir de minage derrière eux. Le divorce a duré le temps d’un week-end. Quelques jours plus tard, Giacomo Zucco, directeur de Plan B Network, en tirait une leçon nettement plus large que le sort d’un simple fork raté : impossible de refaire aujourd’hui ce que Bitcoin a réussi il y a dix-sept ans.

    Les points clés de cet article :
    Le week-end du 8 août 2026, une scission temporaire et insignifiante du réseau Bitcoin a eu lieu en raison du rejet de la proposition BIP-110.
    Giacomo Zucco a souligné que l’épisode démontre l’impossibilité de reproduire la réussite initiale de Bitcoin dans le contexte actuel du marché.

    BIP-110, la sécession qui a fait pschitt à quatre blocs près

    Techniquement, BIP-110 est un soft fork limité à douze mois. Il vise à restreindre le stockage de données non financières sur Bitcoin, à commencer par les inscriptions Ordinals, en plafonnant les sorties OP_RETURN à 83 octets et les insertions de données à 256 octets. La nuance compte. Contrairement à un hard fork, qui autorise de nouvelles règles, BIP-110 se contente de restreindre ce qui existait déjà, la définition même d’un soft fork.

    Porté par le développeur historique Luke Dashjr, le texte devait rallier 55 % des blocs minés sur une période de deux semaines pour s’activer en douceur. Il en a rassemblé 2,53 %, selon le moniteur officiel de la proposition. Faute de majorité, la signalisation est devenue obligatoire, et les nœuds BIP-110 ont commencé à rejeter tout bloc silencieux au niveau 961 632. Une chaîne parallèle est née, avec deux blocs à peine à son compteur le premier jour. Le 12 août, elle plafonnait à quatre. Pendant ce temps, la chaîne principale avançait sans à-coups, comme si de rien n’était.
    Pour Zucco, Bitcoin est une « conception immaculée » qu’on ne refera pas

    Sur le podcast The Starting Block de The Block, le 12 août, Giacomo Zucco qualifie l’épisode d’« événement éducatif ». Pour lui, même une tentative honnête de lancer une cryptomonnaie de façon équitable se heurte aujourd’hui à des obstacles que Bitcoin a largement esquivés à ses débuts. Il cite d’autres lancements « équitables » où des acteurs ont cherché un accès anticipé à du matériel de minage spécialisé, malgré les efforts des développeurs pour garantir une distribution égale des jetons. Même une intention pure finit contournée.

    _« Bitcoin a été créé et entretenu pendant plusieurs années hors des projecteurs des marchés, des gouvernements, des agences gouvernementales, des spéculateurs et des trolls qui n’attendent qu’une occasion de perturber le processu s »_

    Il appelle cette fenêtre disparue la « conception immaculée » de Bitcoin.

    Zucco appuie sa démonstration sur un détail savoureux. Pour tenter de faire survivre sa chaîne dissidente, Luke Dashjr a voulu tirer au sort un nouvel algorithme de preuve de travail (proof-of-work, le calcul qui sécurise le minage) en se fiant au dernier caractère du prochain hash de bloc sur le testnet4, le réseau de test de Bitcoin.

    Sauf que des participants ont miné des blocs de test supplémentaires pour fausser le tirage. Dashjr a dû tout arrêter, puis relancer la sélection. « C’est devenu ultra centralisé autour de lui, il donne les ordres sur Discord. C’est le plus haut niveau de centralisation imaginable, et ça montre qu’on ne peut plus reproduire Bitcoin de façon équitable », tranche Zucco.

    Dix-sept ans après, la gouvernance de Bitcoin a gagné en robustesse et perdu en innocence

    Zucco ne balaie pas tout du revers de la main. Il fait le tri. Il qualifie de « saine » la discussion sur le spam et juge légitimes certaines critiques adressées à la gouvernance de Bitcoin Core, l’équipe de développeurs qui maintient le logiciel de référence du réseau. Ce qui l’agace davantage, c’est l’argument selon lequel BIP-110 serait urgent parce que du contenu illégal pourrait être encodé dans la blockchain et exposer les opérateurs de nœuds à des poursuites. « C’est ce qui a créé ce faux sentiment d’urgence […] Dès qu’on entre dans la rhétorique du « Bitcoin est mort si on ne fait pas ce que je dis », on sait qu’un fork de shitcoin va suivre. Ça transforme une discussion technique ou économique en panique morale », résume-t-il.
    Bitcoin et crise interne

    Michael Saylor, président exécutif de Strategy, avait rejoint l’opposition dès juillet dans un essai de 110 points : « Bitcoin n’a pas besoin de gardiens de la pureté, il a besoin de gardiens de la neutralité. » Quelques jours après l’échec du fork, Luke Dashjr a perdu son poste d’éditeur des BIP (Bitcoin Improvement Proposals, les propositions d’amélioration du protocole) à l’issue d’un vote des autres développeurs, qui invoquaient un conflit d’intérêts lié à son propre rôle dans BIP-110. Zucco, pourtant opposé au fork depuis le départ, a jugé cette éviction hors de propos. C’est une « mauvaise décision au mauvais moment », a-t-il dit, une manière de « rétribution pour avoir eu tort » qui alimente les accusations de centralisation pesant sur le développement de Bitcoin.

    La crise interne ouverte par l’éviction de Dashjr n’est pas près de s’éteindre. Le dernier grand chantier du protocole, lui, s’était déroulé autrement. Fin 2021, l’activation de Taproot avait réuni un large consensus avant son verrouillage au bloc 709 632, sans laisser la moindre chaîne minoritaire dans son sillage. BIP-110, avec 2,53 % de soutien, ne laisse dans son sillage qu’une ramification résiduelle que plus personne ne surveille vraiment.

  • A Castel Volturno, una casa liberata dalla mafia
    https://www.visionscarto.net/a-castel-volturno-una-casa

    A Castel Volturno, il paesaggio urbano racconta una storia che un solo sguardo non può decifrare. Dietro cancelli chiusi, ville abbandonate e strade che non portano da nessuna parte, si sovrappongono le tracce della mafia, della speculazione immobiliare e delle persone di origine straniera… Eppure, guardando più da vicino, si scoprono anche persone che lavorano instancabilmente, ogni giorno, per liberare la città dal suo passato segnato dalla violenza e dagli abusi. Un reportage di (…) Billets

    #Billets_

  • Le projet de mine EMILI et la promesse de souveraineté minérale à l’aune de l’analyse filière [fév. 26]
    https://www.lestempsquirestent.org/fr/numeros/numero-8/le-projet-de-mine-emili-et-la-promesse-de-souverainete-minerale-

    En France, le #lithium est un sujet d’actualité avec plusieurs projets de fabrication de #batteries, de composants de batterie, de raffinage et d’extraction de lithium annoncés récemment sur le territoire national. Parmi l’ensemble de ces projets, #EMILI (Exploitation de MIca Lithinifère par Imerys) est probablement celui qui a probablement fait le plus de bruit. Le projet consiste en l’extraction et le raffinage de 34000 tonnes d’hydroxyde de lithium par la compagnie #Imerys à partir de 2030.

    [...]

    Quelle gouvernance du lithium d’Echassières  ?
    [...]
    Ce sont donc principalement ces constructeurs automobiles qui achètent et dirigent les flux de lithium au sein de la filière. [...] Or, il faut bien considérer que les constructeurs automobiles européens ont fait le choix stratégique d’attaquer leur entrée sur le marché de l’électromobilité en produisant des véhicules lourds et chers. Les #SUV électriques représentent aujourd’hui plus de la moitié des ventes en Europe, ce qui fait que le véhicule moyen vendu en Europe a augmenté de 810 kg entre 2010 et 2023 en moyenne ce qui en retour a des conséquences sur les prix (Alochet et al. 2025). Le prix moyen d’un #véhicule_électrique neuf en Europe est de 66864 euros, le plus élevé au monde (Jato, 2024) . Donc si le lithium d’Imerys est acheté par un constructeur automobile européen, comme l’ont énoncé les défenseurs du projet dans le registre de justification géoéconomique, il servira principalement à alimenter cette montée en gamme, c’est-à-dire qu’il produira essentiellement des SUV électriques en l’absence de diversification de l’offre d’électromobilité actuelle en Europe. Ce que l’on présente comme un levier de #transition correspond à une trajectoire d’intensification matérielle. Un gros SUV doté d’une batterie de 100 kWh nécessite environ 5 fois plus de lithium qu’une petite citadine d’une batterie de 20 kWh, de type Renault Twingo, ce qui veut dire que cette montée en gamme des constructeurs européens crée des besoins supplémentaires en lithium pour des modèles haut-de-gamme uniquement destinés aux foyers les plus aisés.

    La destination finale du lithium d’Echassières de ce point de vue cristallise les critiques. Il s’agissait même d’une des premières questions posées aux représentants d’Imerys lors de l’ouverture du débat public le 11 mars. À la question d’un membre de l’association StopMine03, « Pouvez-vous vous engager à ce que cette production de lithium ne soit pas engagée dans un circuit de consommation qui soit celui des véhicules SUV ? », Imerys répond qu’elle ne peut prendre un tel engagement.

    Et c’est bien normal, Imerys est une entreprise minière qui tente de se diversifier dans le lithium. Attribuer à Imerys la responsabilité de la destination finale du lithium n’a de ce point de vue pas de sens. L’entreprise ne possède pas encore de clients, les prix du lithium sont bas en raison des surcapacités chinoises et elle semble ne pas avoir encore sécurisé de financement privé pour les débuts du projet. Ces difficultés peuvent expliquer dans une certaine mesure la raison pour laquelle le projet, dont le début était initialement programmé pour 2027, a été retardé à 2030.

    Les opposants au projet qui se sont manifestés durant le débat ont justement centré leurs critiques sur l’imposition de l’électromobilité individuelle comme horizon collectif désirable, une critique valide mais à laquelle ne peut pas répondre Imerys sur le fonds. Fanny Verax résume très bien cette critique de l’imposition de l’électromobilité individuelle que suppose l’extraction du lithium dans son intervention lors du débat du 4 avril 2024. Elle y dénonce la voiture individuelle comme une «  gabegie énergétique et minérale  », rappelant que déplacer une à deux tonnes de matière pour transporter en moyenne 100 kg d’humain constitue un gaspillage incompatible avec les limites planétaires. Selon elle, la puissance publique a la responsabilité de « conditionner la relance minière à des objectifs ambitieux de sobriété », faisant de la réduction des usages superflus une condition de la légitimité même du projet. De même, cette trajectoire de montée en gamme qui favorise l’intensification matérielle de l’extraction du lithium est encouragée par les instruments de politique publique qui gouvernent la filière lithium-batterie. On peut citer l’exemple du bonus écologique, une subvention à la consommation française destinée à financer l’achat de véhicules électriques en France. Cet instrument s’applique à des véhicules jusqu’à 2,4 tonnes, ce qui inclut la quasi-totalité des SUV actuellement commercialisés.

    Mais ces appels à conditionner l’extraction à des usages sobres du lithium ont pourtant été écartés par les représentants de l’Etat au nom du fonctionnement d’un marché intégré : dans un espace européen de libre circulation, le lithium, les cathodes, les batteries et les véhicules ne sont ni produits ni consommés dans un périmètre national clos, et toute contrainte d’affectation interne heurterait les règles de concurrence et de libre circulation. De même, imposer des limites industrielles à la taille des batteries par exemple reviendrait à invalider la trajectoire stratégique empruntée par les constructeurs automobiles pour concurrencer la Chine.

    Si d’aucuns attribuent cette montée en gamme à la réglementation environnementale européenne qui aurait un temps favorisé les véhicules lourds, l’orientation stratégique des constructeurs automobiles européens peut aussi s’expliquer par la difficulté de produire un véhicule électrique abordable compétitif face aux acteurs chinois, de 36000 euros moins cher, en moyenne, que son équivalent européen (Bibra et al., 2022  ; Alochet et al., 2025). À titre d’exemple, 75 modèles de véhicules électriques sont disponibles à moins de 20000 € en Chine, contre un seul en Europe (Transport & Environment, 2024). L’entrée sur le marché électrique par le véhicule de luxe a permis aux constructeurs automobiles européens de retarder la confrontation commerciale avec les constructeurs automobiles asiatiques sur le terrain de la compétitivité-coût, dans la mesure où celle-ci est moins intense pour les produits de luxe que pour les segments de masse. Les OEMs européens ont pu volontairement renoncer à concurrencer les constructeurs chinois sur les segments d’entrée de gamme, où la pression sur les coûts est la plus forte.

    Une fuite de lithium en dehors de la filière française  ?
    [...]
    Dans les faits, ce seront donc probablement les acteurs asiatiques disposant de davantage de capacités financières et dominants sur le marché de la cathode qui achèteront le lithium français au moins dans un premier temps. Cela signifie que le lithium extrait en France sera très probablement exporté pour être transformé à l’étranger, c’est-à-dire exactement dans les destinations que le projet prétendait contourner lorsqu’il était justifié par le registre géoéconomique détaillé plus haut. Un projet vendu comme contributeur effectif à la sécurité d’approvisionnement des gigafactories françaises pourrait pour partie servir à alimenter des capacités de fabrication de matériaux actifs de cathodes chinoises.
    [...]
    Les moyens attribués au développement de la filière lithium en France et en Europe se sont principalement concentrés sur l’aval de la filière (véhicule électrique et batterie), des activités à forte intensité capitalistique certes, mais qui ne peuvent contribuer à la souveraineté prétendue sans un tissu solide de fournisseurs locaux au sein d’une filière lithium domestique.

    [...]

    La transition ne dépend pas du minerai lui-même, mais de l’organisation sociale et politique qui en autorise les usages : tant que celle-ci demeure guidée par une intensification matérielle et un imaginaire d’abondance, le lithium ne peut pas devenir ce qu’il est censé incarner.

  • Un militant syndical condamné à 8 ans de prison a presque entièrement perdu la vue en détention

    Ce militant de 71 ans du mouvement syndical indépendant biélorusse a été arrêté le 19 avril 2022, comme bon nombre de ses collègues. Neuf mois plus tard, il a été reconnu coupable en vertu de trois articles du Code pénal et condamné à huit ans d’emprisonnement dans une colonie pénitentiaire de haute sécurité.

    Depuis son incarcération, la vue de Vatslau Areshka s’est gravement détériorée : outre d’autres problèmes de santé, il a désormais presque entièrement perdu la vue.

    Récemment, le Centre des droits humains « Viasna », citant un autre prisonnier politique, a rapporté que Vatslau Areshka devait se déplacer à tâtons dans son quartier de prison. Aliaksandr Yarashuk, dirigeant du Congrès biélorusse des syndicats démocratiques et membre du Conseil d’administration de l’Organisation internationale du travail, a déclaré à Salidarnasts que le cas d’Areshka mettait en évidence l’anarchie, l’inhumanité et la mesquinerie des autorités actuelles.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/05/05/au-belarus-comme-ailleurs-defendre-les-droits-des-travailleurs-et-les-libertes-syndicales-partout-dans-le-monde/#comment-75452

    #belarus

  • C’è chi resta! La scommessa di #salvatore_calzerano a Pinetamare
    https://informareonline.com/ce-chi-resta-la-scommessa-di-salvatore-calzerano-a-pinetamare

    Tra le tante difficoltà, #castel_volturno è un territorio ancora in grado di essere attrattivo per alcuni dei suoi giovani, che nonostante tutto non smettono di credere nella propria città. È il caso di Salvatore Calzerano, #barbiere ventiduenne, che con tanti sacrifici ha deciso di dar vita al suo primo salone. Salvatore ha deciso di […] L’articolo C’è chi resta! La scommessa di Salvatore Calzerano a Pinetamare proviene da Informareonline, scritto da Stefano Errichelli

    #Approfondimenti #Attualità #EVIDENZA #Magazine_Agosto_2026

  • Bolivie : Un mouvement social historique en mai-juin 2026

    Pendant plus de 50 jours (de début mai à fin juin), le peuple bolivien a manifesté, fait grève, bloquer les villes pour lutter contre la violente hausse des prix imposée par le gouvernement de Rofrigo Paz. Après la défaite de la gauche aux élections générales de 2025, il s’agit d’un mouvement que peu d’observateurs attendaient. Et pourtant, c’est le plus important depuis la guerre de l’eau de 2000 et du gaz de 2003.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/08/15/bolivie-un-mouvement-social-historique-en-mai-

    #bolivie

  • 30 Jahre Amrit: Wo selbst Markus Söder sein kulinarisches Trauma kurieren konnte
    https://www.berliner-zeitung.de/article/30-jahre-amrit-wo-selbst-markus-soeder-sein-kulinarisches-trauma-ku

    Vor 30 Jahren eröffneten Bitu (l.) und Bunty Bans im Herzen Kreuzbergs ihre erste Filiale. © Dahahm Choi für Berliner Zeitung

    Da hat sich der Lohnschreiber sein Geld schwer verdient mit dieser Lobeshymne. Vom Einwanderer zum Restaurant-Kapitalisten, was für eine Immigrations-Erfiogsgeschichte. Systemgastronomie und industriell genormte Benimmse des Personals, so geht das mit dem Aufstieg.

    Leider sind die Speisen in den Tempeln der Massenverköstigung genau das, Frasß für Bauern vom Dorf, deren deutsche Geschmacksknospen in deutscher Erde aus den deutschen Sixties fest verwurzelt sind. Man erinnert sich mit Grauen an die ersten Chinarestaurant von Westberlin, Scheinefleisch süß-sauer und Banane in Honig, echte Chinesenexotik, null Geschmack. Sogar der billige älteste indische Imbiß Berlins, das Ashoka in der Grolmannstraße ist geschmacklich interessanter als der Ketteninder..

    Als wir noch gut verdienten hat Ihr Autor einmal indische Investoren auf der Suche nach Restaurant-Locations durch die Stadt kutschiert und nicht begriffen : Es geht um Ausbeutung. Billigeinwanderer in der Küche sind die Grundlage für Reichtum, Aufstieg und Integration weniger. Glückwunsch zu 30 Jahren Brutalausbeutung, die Herren !

    Wann kommt endluch die indische Volxküche für alle?
    Die wird gebraucht.

    14.8.2026 von Enno Kramer - Als 1996 die erste Filiale in Kreuzberg eröffnete, war indische Küche noch eine Seltenheit. Drei Jahrzehnte später ist Amrit aus Berlin nicht mehr wegzudenken.

    Es war ein anderes Kreuzberg, als die Gebrüder Bans vor mehr als 30 Jahren nach Berlin kamen. Wo sich heute so selbstverständlich Restaurant an Späti, Galerie an Café und Boutique an Bar reihen, prägten im Jahr des Mauerfalls noch lauter heruntergekommene Häuser, improvisierte Kulturstätten, türkische Lebensmittelgeschäfte und Kneipen das Straßenbild rund um das Kottbusser Tor und den damaligen Heinrichplatz.

    Ein Kreuzberg zwischen Aufbruch und Verfall, das die jüngere Bans-Generation nur noch aus den Erzählungen ihrer beiden Väter kennt.

    Als indische Restaurants noch rar gesät waren

    Balbir Bans, der von Mitarbeitern und Familie ebenso liebe- wie respektvoll „Bitu“ genannt wird, ist nur wenige Monate vor dem Fall der Mauer aus den USA nach Berlin gekommen. Als Teil seines Hotelmanagement-Studiums durchlief der heute 59-Jährige eine einjährige Ausbildung im Intercontinental in der Budapester Straße. Wenige Monate später kam sein drei Jahre jüngerer Bruder Harmeet „Bunty“ Bans hinzu und trat prompt in seine Fußstapfen. Was die beiden damals noch nicht ahnten: 30 Jahre später ist die Familie Bans aus der Berliner Gastronomielandschaft kaum noch wegzudenken.

    Jedem in der Hauptstadt dürfte Amrit ein Begriff sein – Generationen von Berlinern sind mit seiner indischen Küche groß geworden. Neben ihrer opulenten Einrichtung, den vielen indischen Ornamenten und der warmen Farbpracht sind die Restaurants vor allem für ihre schiere Größe bekannt geworden. Zwischen 300 und 700 Quadratmeter messen die insgesamt vier Filialen in Kreuzberg, Mitte und Schöneberg; zusammengerechnet finden mehr als 1500 Gäste dort Platz.

    Dabei hat in der Hausnummer 202 auf der Oranienstraße alles ganz klein angefangen, erinnert sich Bitu Bans. Am 15. August 1996 eröffnete er dort gemeinsam mit seinem Bruder die erste Filiale. Erst im Laufe der Zeit konnten sie die benachbarten 203 und 204 übernehmen und den Grundstein für das Amrit-Imperium legen. „Indische Restaurants waren damals in Berlin noch rar gesät. Am Anfang mussten wir den Gästen unsere Küche erst beibringen“, erklärt der ältere Bruder.

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    Bei der Einrichtung setzt man auf ein bisschen Folklore und unauffälliges Interieur © Dahahm Choi für Berliner Zeitung

    Schon zu Beginn hatten die Gebrüder Bans jedoch eine klare Vision: „gutes Essen zum fairen Preis“. Was nach einer Plattitüde klingen mag, die sich jedes zweite Restaurant in der Stadt auf die Fahne schreiben dürfte, scheint bei Amrit seine Berechtigung zu finden. Bis heute kommen Stammkunden, die vor 30 Jahren zum ersten Mal zu Gast waren – darunter „gewöhnliche“ Hauptstadtbewohner ebenso wie Prominenz aus dem In- und Ausland. Erst vor wenigen Wochen schaute Mike Tyson in der Filiale am Potsdamer Platz vorbei, auch Liam Neeson war schon einmal da. Deutsche Politiker? „Sie alle waren schon einmal da“, versichert Bitu Bans.

    Eine besonders rührende Geschichte: „Wir haben am 15. August 1996 eröffnet, und ein Gast hat am 26. August desselben Jahres bereits seinen 50. Geburtstag bei uns gefeiert. Das war damals eine große Feier. Und jetzt, auf den Tag genau drei Jahrzehnte später, möchte er bei uns seinen 80. Geburtstag feiern.“

    Sogar bis nach Indien scheint Amrit sein Ruf heute vorauszueilen. Zwei Wochen lang habe man etwa Mukesh Ambani, den reichsten Mann Indiens, mit einem „ganz besonderen Menü“ bekocht. Und auch der indische Premierminister bekomme ihr Catering: „Wenn er in Berlin zu Besuch ist, möchte er kein deutsches Essen, sondern indische Küche“, verrät Bunty Bans.

    Ein über Generationen geführtes Familienunternehmen

    Mittlerweile tragen zwei Generationen gemeinsam Verantwortung für Amrit. Während Bitu und Bunty Bans den Grundstein legten, führen inzwischen Vijay, Sunny und Raj das Familienerbe zusammen mit ihren Vätern weiter und entwickeln es mit neuen Ideen für die Zukunft. Vijay Bans, der Sohn des älteren Bruders, ist mittlerweile 32 Jahre alt und kann sich an viele einprägsame Momente erinnern: „Ich renne seit meinem zweiten Lebensjahr durch die Restaurants“, lacht er und erzählt, dass er und seine beiden acht Jahre jüngeren Cousins Sunny und Raj nach der Schule und während des Studiums immer wieder ausgeholfen haben.

    Bis heute gibt es bei Amrit keine klare Aufgabenteilung unter den fünf Männern. Jeder arbeitet mit, jeder hat ein bisschen die Zügel in der Hand. „Es ist nicht so, dass der eine diese Filiale übernimmt und der andere die andere“, erklärt Sunny. „Alle machen alles, es ist ein echtes Familienunternehmen.“

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    Ein starkes Team (v.l.n.r.): Raj und Sunny Bans mit ihrem Vater Bunty Bans sowie Bitu und dessen Sohn Vijay Bans. © Dahahm Choi für Berliner Zeitung

    Aus den Erzählungen ihrer Väter können sich Vijay, Raj und Sunny ein gutes Bild davon machen, wie es zur Eröffnung in der Oranienstraße ausgesehen haben muss. „Schon nach drei Monaten war es schwierig, an einem normalen Montag oder Dienstag noch einen Platz zu bekommen“, erinnert sich der Jüngere der älteren Generation. „Am Wochenende war Ausnahmezustand: Der Laden war voll, es gab keine Reservierungen, und die Leute haben trotzdem angestanden.“ Drei Jahre später habe man sich dazu entschieden, eine zweite Filiale auf der Oranienburger Straße gegenüber dem ehemaligen Tacheles zu eröffnen.

    So selbstverständlich indische Küche in Berlin heutzutage scheint, so außergewöhnlich war sie noch im Jahr 1996. An einer Hand hätte man die Restaurants in der Stadt abzählen können, schildert Bitu Bans. Einerseits war es damals also eine gern gesehene kulinarische Abwechslung, mit der man Kundschaft gewinnen konnte, andererseits war es die ungewohnt ehrliche Gastfreundschaft: „Wir waren Kreuzberger und hatten ein gutes Gefühl für den Kiez“, erklärt Bans.

    „Als uns der Laden in der Oranienstraße angeboten wurde, kamen Nachbarn auf uns zu und meinten, diese Straßenseite sei nicht so gut – es sei dunkel dort. Trotzdem haben wir unseren Durchbruch geschafft.“ Ohne Marketing, ohne Social Media.
    Deutsche sind offener für Neues geworden

    Das hat sich sogar bis zum Food-Guru der deutschen Politik herumgesprochen: Markus Söder. Im April 2025 musste der bayerische Ministerpräsident seine Indien-Reise wegen eines heftigen Magen-Darm-Infekts vorzeitig abbrechen. Doch anstatt indisches Essen auf seine schwarze Liste zu setzen, wo es sich zu Tofu und Avocado gesellt hätte, wollte er der Küche noch eine Chance geben – und ging zu Amrit. Sein kulinarisches Trauma scheint er seitdem überwunden zu haben. Bereits einige Male tat er unter dem Hashtag „söderisst“ seine Liebe zu der Restaurantkette kund.

    Gekocht wird bei Amrit überwiegend nordindisch. Zwar habe man einige Akzente aus dem Süden des Landes übernommen, doch liegen die Wurzeln der Familie im Punjab, im Norden Indiens. Regelmäßig reisen die fünf Unternehmer dorthin, um sich von neuen Gewürzmischungen und Zubereitungsarten inspirieren zu lassen. Produkte und Zutaten, bei denen Herkunft und Qualität für den authentischen Geschmack entscheidend sind, werden deshalb direkt aus Indien bezogen. „Im Geschmack macht das einen gewaltigen Unterschied“, betont Raj Bans. „Bei allen anderen Produkten greifen wir, wo immer möglich, auf regionale Produkte und Lieferanten zurück.“

    Abgesehen von Klassikern wie Chicken Tikka Masala, Butter Chicken oder Lamm Korma, die immer bestellt würden, wünschen sich die fünf Männer von ihren Gästen jedoch manchmal ein bisschen mehr Mut zum Probieren. Familienrezepte und -soßen sowie Eigenkreationen wie Chicken Malabari oder Kolhapuri Masala, Goa Masala oder Kerala Masala gebe es nur bei Amrit. Sie würden jedoch nicht so oft bestellt wie das Altbekannte – wenngleich die Deutschen in den vergangenen Jahren „gewürzoffener“ geworden seien.

    Überhaupt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges verändert: hohe Mieten, Personalmangel, steigende Lebensmittel- und Energiepreise und der langjährige Streit um die Mehrwertsteuer, der erst vor kurzem beigelegt wurde. Für Vijay Bans ist klar: Wer sich als Gastronom 30 Jahre lang über Wasser halten möchte, muss einen klaren Plan haben: „Man muss konsistent bleiben – man kann nicht anfangs volles Tempo geben und dann nachlassen. Wir sind alle fünf in unseren vier Filialen aktiv, arbeiten selbst im Service und bedienen unsere Gäste bis heute persönlich. Das Personal sieht, dass der Chef immer mit an Bord ist, und das motiviert alle anderen.“

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    Ob in Kreuzberg oder in Mitte: Jede einzelne Amrit-Filiale misst zwischen 300 und 700 Quadratmetern. © Dahahm Choi für Berliner Zeitung

    Ob es eines Tages eine fünfte Filiale in Berlin geben wird, weiß die Familie Bans selbst noch nicht. Es sei eine Frage des Schicksals, betont Bitu Bans: „Mein Vater sagt immer: Jedes Reiskorn trägt einen Namen – den Namen dessen, der es einmal essen wird. Also steht sowohl fest, wer das Reiskorn isst, als auch, ob es eine fünfte Filiale geben wird. Lassen wir uns überraschen.“

    30 Jahre Amrit. Das Jubiläum feiert Familie Bans am Sonntag, den 16. August, ab 16 Uhr in allen vier Filialen mit besonderem Programm. Weitere Informationen unter www.amrit.de

    #Berlin #Geschichte #Migration #Gastronomie #Ausbeutung

  • Vous reprendrez un peu de sauce piquante ?

    Sur ce blog, je traite et analyse des sujets divers et avariés qui me font frémir de délire. Sans avoir un avis journalistique ou autre, j’exerce en toute impunité. Écrivain bipolaire à la plume corrosive, poétique, parfois humoristique ou tragique, mais toujours authentique.

    https://www.psychotheque.com

    #psychothèque #blog #écritures #poésie #chroniques #bipolarité #plumecorrosive #humournoir #billetdhumeur #satiresociétale

  • 12.000 Autos kämpfen in Berlin um immer weniger Fahrgäste
    https://www.berliner-zeitung.de/article/12000-autos-kaempfen-in-berlin-um-immer-weniger-fahrgaeste-10292456

    Die Karten sind gezinkt. Solange der Mindestlohnnin Mietwygen und Taxis nicht durchgeset und die Mietwsgenlöhne vom Jobcenter ergânzt werden, wird es keine Lösung geben.

    14.8.2026 von Peter Neumann - Taxi-Chef Hermann Waldner warnt vor einem ruinösen Wettbewerb. Uber-Generalunternehmer Thomas Mohnke sieht die Probleme woanders. Einen gemeinsamen Feind haben beide: den Stubenhocker.

    Das kann auf Dauer nicht funktionieren, warnt Hermann Waldner. Er hat errechnet, wie viele Autos in Berlin Fahrgäste befördern – entweder als Taxi oder als Mietwagen im Auftrag von Uber & Co. Unterm Strich seien es viel zu viele, sagte der Präsident des Berliner Landesverbandes Taxi Deutschland und Chef der größten Berliner Taxizentrale. Die Folgen des ruinösen Wettbewerbs werden die Fahrgäste bald spüren.

    „Unterm Strich sind es rund 12.000 Fahrzeuge, die sich den Berliner Markt teilen und das Geschäft für alle kaputt machen“, rechnete Waldner vor. „Der Kuchen wird immer kleiner, und damit schrumpfen auch die einzelnen Stücke“, sagte er der Berliner Zeitung.

    Die „schiere Masse der Fahrzeuge“ führe dazu, dass alle Akteure verlieren. Es überlebten nur noch Unternehmen, die Steuern hinterziehen und gesetzliche Abgaben vermeiden. Weil die Kosten explodieren, geben immer mehr Taxiunternehmen in Berlin auf.

    Zu teuer, zu wenig Service: Kann sich die Taxibranche in Berlin noch retten?
    Zu teuer, zu wenig Service: Kann sich die Taxibranche in Berlin noch retten?
    „So viele Taxis wird es in Berlin nie wieder geben“

    Der jüngste Beitrag in der Berliner Zeitung, der sich mit der Lage der Taxi- und Mietwagenbranche befasste, hat eine Kontroverse ausgelöst. Thomas Mohnke, Generalunternehmer für Uber in Deutschland und Chef der SafeDriver Group, kritisiert die Taxibranche.

    „So viele Taxis wie früher wird es in Berlin nie wieder geben. Die Zahl der Taxis wird wahrscheinlich weiter zurückgehen“, erwartet Mohnke.

    In den vergangenen Jahren seien die Taxitarife stärker gestiegen als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. „Wenn man das Preisniveau halten will, muss die Leistung besser werden. Sonst wird die Branche nicht überleben“, warnt Mohnke. Doch von dort kämen kaum Ideen.

    Es gebe viele Kleinunternehmer mit nur einem Taxi, sagt der Berliner. Oft hätten sie keine Alterssicherung oder die Alterssicherung reiche nicht aus. „Die Einzelwagenbetreiber müssen so lange hinterm Lenkrad sitzen, wie sie den P-Schein erneuert bekommen. Irgendwann kommt der Moment, an dem sie aus Altersgründen nicht mehr arbeiten können. Nachwuchs gibt es kaum, also schrumpft die Branche.“

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    Mit dem Smartphone bestellen: Uber und Bolt vermitteln Fahrten mit Mietwagen. Auch in Berlin machen sie den Taxis Konkurrenz. Die Fahrpreise sind oft deutlich günstiger. © Sebastian Gollnow/dpa

    Dabei hätten Taxi und Mietwagen einen gemeinsamen Feind, analysiert Mohnke: „Das sind Angebote für Stubenhocker: Videokonferenzen, Homeoffice-Strukturen, Essenslieferdienste und Streamingdienste, die mich davon abhalten, ins Kino oder Theater zu gehen.“

    In diesem Punkt stimmt Hermann Waldner zu. Diese Art der Mobilität „schrumpft ständig“, analysiert der Taxi-Funktionär. „Die Gründe dafür sind vielfältig, aber zuerst wird beim Restaurant, beim Urlaub und beim Taxi gespart.“ Doch es gebe weitere Probleme. Dazu zähle das Überangebot an Fahrzeugen, die in Berlin unterwegs sind.

    „Wir hatten vor Corona rund 8300 Taxis in Berlin sowie einige hundert Mietwagen. In der Zwischenzeit haben wir rund 6600 Taxis und etwa 1500 Mietwagen, die in Berlin zugelassen sind“, rechnete Waldner vor. Weil das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten „ordentlich aufgeräumt und illegale Anbieter aus dem Verkehr gezogen“ hat, haben Mietwagenbetreiber den Betriebssitz ins Umland verlagert.

    Verbandschef: „Der Kofferraum des Taxis war voll mit Handgranaten“
    Verbandschef: „Der Kofferraum des Taxis war voll mit Handgranaten“

    Geht in Teltow-Fläming alles mit rechten Dingen zu?

    Beispiel Teltow-Fläming: „Dort sind aktuell 2128 Plattformmietwagen zugelassen, ein historischer Höchststand“, stellt Waldner fest. Insgesamt schätzt er, dass rund 4000 Mietwagen im Umland zugelassen sind, die fast alle in Berlin unterwegs sind. Zusammen mit den Berliner Taxis und Mietwagen ergibt das rund 12.000 Fahrzeuge.

    Der Landeschef von Taxi Deutschland greift Thomas Mohnke direkt an: „Das entscheidend Schädliche für das seriöse Berliner Taxigewerbe ist, dass Herr Mohnke mithilfe von Uber eine Art Goldgräberstimmung für eine neue Mietwagenunternehmerschicht ausgelöst hat.“ Die meisten Firmen seien im Umland konzessioniert. Sie versuchten, alle Arten von Gesetzen und Vorschriften zu unterlaufen, kritisiert Hermann Waldner.

    Branchenkenner wie der SPD-Verkehrspolitiker Tino Schopf argwöhnen, dass die Behörden im Land Brandenburg viel zu freigiebig Konzessionen ausstellen. Es gehe nicht alles mit rechten Dingen zu.

    Uber warnt vor Preiserhöhung und plant neues Angebot für Berlins Außenbezirke
    Uber warnt vor Preiserhöhung und plant neues Angebot für Berlins Außenbezirke
    Mindestpreise: „Gewinn für alle ehrlichen Steuerzahler“

    Die Verwaltung des Landkreises Teltow-Fläming arbeite „sehr ordentlich“, entgegnet Thomas Mohnke. „Dass sich dort so viele Mietwagenunternehmen angesiedelt haben, hat mit der Lage im industriell starken Speckgürtel von Berlin zu tun. Teltow-Fläming liegt in der Nähe des Flughafens BER, zwischen Berlin und der Landeshauptstadt Potsdam. Das ist strategisch eine gute Lage. Das gilt übrigens auch für den Landkreis Barnim.“

    Eine solche Ballung im Umland sei auch aus anderen Großstädten bekannt. So seien in München und Frankfurt kaum noch Mietwagenunternehmen gemeldet. „Im Gegensatz zu Taxibetrieben müssen sie für jedes Fahrzeug einen Parkplatz nachweisen. Doch in Innenstädten sind Parkplätze eine teure Mangelware. In Berlin zahlen Sie schnell über 250 Euro pro Monat und Stellplatz“, erklärt der Uber-Generalunternehmer.

    Mohnke widerspricht auch der Annahme, dass man als Auftragnehmer von Uber oder Bolt nur dann wirtschaftlich überleben könne, wenn man Steuern hinterzieht und Sozialversicherungsbeiträge nicht zahlt. Eine Studie in München habe nachgewiesen, dass der Betrieb von Mietwagen für den Unternehmer „auskömmlich“ sei. „Er kann Löhne, Sozialabgaben und Fahrzeuge bezahlen und auch Gewinne erzielen.“

    „Es ist das alte Lied, dass Mietwagen angeblich effizienter eingesetzt werden“, kontert Hermann Waldner. „So alt wie das Lied ist, so falsch ist es auch. Die angebliche Effizienz ist mit unterdurchschnittlicher Bezahlung der Fahrer oder täglichen Verstößen gegen das Personenbeförderungsgesetz erkauft.“

    Bisher konnten Mietwagenflotten Fahrpreise anbieten, die weder betriebswirtschaftlich noch sozialversicherungsrechtlich begründet waren, erklärt Hermann Waldner. Dass nun Städte versuchen, Mindestfahrpreise festzusetzen, sei ein „Gewinn für alle ehrlichen Steuerzahler, nicht nur für die Mobilitätsbranche“.

    „Bei Serviceangeboten ist noch Luft nach oben“

    Doch wie sieht es mit der Qualität beim Taxi aus? Sie müsse besser werden, meint Thomas Mohnke, der selbst rund 200 Taxis betreibt. „Das Taxigewerbe muss aufhören, sich auf Transporte von A nach B zu beschränken und sich sonst um nichts zu kümmern. Es muss Assistenz und Unterstützung anbieten. Mobilität beginnt lange vor dem Einsteigen und hört mit dem Aussteigen nicht auf. Die Zukunft des Taxis liegt darin, komplette Dienstleistungsketten zu entwickeln.“

    Das Taxigewerbe sei eine Branche, die schon immer mit der Zeit gegangen sei, entgegnet Hermann Waldner. Er sagt aber auch: „Bei Serviceangeboten ist noch Luft nach oben. Ich kann mir vorstellen, dass man sein Kinoticket oder eine Reservierung im Restaurant über taxi.eu buchen kann.“

    Doch es gebe Grenzen. Waldner: „Ein Paketfahrer kennt sich mit Behindertentransporten nicht aus, ein Essenzulieferer wird sich mit Krankentransporten schwertun. Auch Taxifahrer und Taxifahrerinnen können im Gegenzug nicht alles bewältigen.“

    #Berlin #Taxi #Mietwygen #Uber #Lohnfumping #Mmindestlohn

  • Après de nouveaux rejets acides dans un #ruisseau cet été, des voix réclament la suspension des activités minières d’Imerys à #Glomel
    https://splann.org/imerys-glomel-rejets-acides-juillet-2026

    La publication d’un arrêté préfectoral le 5 août a révélé qu’une pollution émanant de la #mine de Glomel (22) avait été constatée début juillet. La capacité de la multinationale à maîtriser sa production d’andalousite est plus que jamais questionnée. Certains opposants réclament la suspension de ses activités. L’article Après de nouveaux rejets acides dans un ruisseau cet été, des voix réclament la suspension des activités minières d’Imerys à Glomel est apparu en premier sur Splann ! | Premier média d’enquête indépendant en Bretagne.

    #Pollutions #Andalousite #biodiversité #blavet #carrière #centre-bretagne #Côtes_d'Armor #Douar_Bev #eau_et_rivières #écologie #effluents_acides #ellé #environnement #extraction #extractivisme #fer #Imerys #industrie #industrie_minière #jean-yves_jégo #kreiz_breizh #langonnet #le_faouët #plouray #préfecture #Refracterre #rivière #sabès #udb #union_démocratique_bretonne