• Wie die Bratwurst zum Impfen kam: Die geheimen Corona-Protokolle des Berliner Senats
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/corona-protokolle-bratwurst-gegen-pieks-li.10009875

    15.1.2026 von Franz Becchi - Die bisher geheimen Protokolle zeigen, wie der Berliner Senat Corona-Entscheidungen traf. Die Berliner Zeitung macht die Dokumente erstmals öffentlich.

    Im Frühling 2020 stand die Welt plötzlich still. Länder schlossen ihre Grenzen, Schulen und Geschäfte gingen in den Lockdown – die Politik setzte global aufgrund eines Virus, ungeahnte Maßnahmen um. Doch was lag den drastischen Entscheidungen zugrunde, die auch in Berlin das Leben der Menschen auf den Kopf stellten?

    Warum wurden Schulschließungen, Maskenpflicht, 2G-/3G-Regeln, PCR-Tests und schließlich die Impfkampagnen mit einer solchen Dringlichkeit durchgesetzt? Auf welcher wissenschaftlichen Basis fielen diese Entscheidungen, und wie viel politisches Kalkül und organisatorische Logistik steckten wirklich dahinter?
    Chaotische Krisenbewältigung und organisatorische Fokussierung

    Dank des Informationsfreiheitsgesetzes (IfG) hat der freie Journalist Martin Rücker für die Berliner Zeitung Zugang zu den Protokollen des Krisenstabs der Senatsverwaltung erhalten – Dokumente, die bisher hinter verschlossenen Türen blieben (Hier zum Download). Diese offenbaren nun einen einzigartigen Einblick in die chaotischen, aber auch pragmatischen Entscheidungsprozesse der ersten Pandemie-Monate und des Anfangs der Impfkampagne. Welche Fehler wurden begangen? Und was verraten diese Protokolle über das Management der Corona-Pandemie?

    Die Dokumente decken den Zeitraum von Februar 2020 bis August 2021 ab und werfen Licht auf die Handhabung der Pandemie durch die Berliner Behörden. Obwohl die Namen in den Protokollen geschwärzt wurden, sind die entscheidenden Akteure erkennbar: Die damalige Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) und Bürgermeister Michael Müller (SPD) standen an der Spitze des Geschehens. Doch wurde in der Krise wirklich „nach bestem Wissen und Gewissen“ entschieden, wie es der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn immer wieder betonte?

    Ein aufschlussreicher Punkt ist die Überforderung der Gesundheitsämter: „Die Gesundheitsämter sind am Limit und brauchen mehr Luft zum Arbeiten und weniger Druck“, heißt es in einem Protokoll vom 22. Oktober 2020. Diese Überlastung führte zu Diskussionen über härtere Maßnahmen, um die Mitarbeiter zu entlasten. Es wurde die Notwendigkeit einer „zeitnahen Einschränkung des öffentlichen Lebens“ betont, um eine „Pause für die Aufarbeitung von Ermittlungszuständen“ zu ermöglichen. Hier stellt sich die Frage: Ging es wirklich primär um den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung oder um organisatorische Entlastung?

    Bereits im September 2020, lange bevor ein Impfstoff verfügbar war, beginnt der Krisenstab mit der Planung der Impfstofflagerung. Zunächst ist eine Lagerung bei –60 Grad Celsius vorgesehen, später jedoch wird eine deutlich höheren Temperatur von –20 bis –15 Grad Celsius in „normalen Kühlschränken“ plötzlich als ausreichend angesehen.

    In der Großlagenrunde vom 10. März 2021 wird die Frage aufgeworfen, ob „die vereinfachte Handhabung“ des BioNTech-Impfstoffs ermöglicht werden könne, da „bisher die Tieftemperaturkühlung ein logistisches Problem“ gewesen sei. Ein weiteres Beispiel für die logistische Fokussierung: Es wird besprochen, dass vonseiten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) die Verimpfung des Impfstoffs in Arztpraxen für möglich gehalten werde. Hier wird deutlich, dass organisatorische Herausforderungen weit mehr im Fokus standen als etwa mögliche Sicherheitsbedenken bezüglich der Präparate.

    Politische Kommunikation und Medienstrategie

    Ein zentrales Thema in den Dokumenten ist die politische Kommunikation. So wird im Protokoll vom 10. Dezember 2020 festgehalten: „Die breite Bevölkerung muss auf geeignete Weise über die Medien von den Sperrmaßnahmen klarer informiert werden.“ Medien wurden von den Verantwortlichen als Schlüsselakteure wahrgenommen, um die Bevölkerung zu erreichen und die Maßnahmen effektiv zu vermitteln. Eine spezifische Maßnahme war die geplante Umbenennung der „Ausgangsbeschränkung“ in „Ausgangssperre“, da der Begriff „Ausgangsbeschränkung“ als zu „wenig konsequent“ wahrgenommen wurde.

    Der Berliner Senat setzte des Weiteren auf eine positive Berichterstattung über die Impfkampagne. So wird Ende 2020 ein „gut vorbereiteter Pressetermin“ durchgeführt, um die Bevölkerung für die bevorstehenden Impfungen zu gewinnen. Gleichzeitig wird aber auch hinter den Kulissen über drastische Maßnahmen wie einen „Mega-Lockdown“ und eine „Ausgangssperre“ diskutiert. Die Medien sollten nicht nur als Informationsübermittler, sondern als Instrument zur Förderung der Akzeptanz und zur Unterstützung der Maßnahmen dienen.

    Besonders brisant war die frühzeitige Diskussion um den AstraZeneca-Impfstoff. Schon im Februar 2021 heißt es im Protokoll des Krisenstabs: „Gegen die Vorbehalte gegenüber AstraZeneca in der Bevölkerung muss argumentativ zeitnah gegengesteuert werden.“ Diese Formulierung zeigt, wie sehr die Behörden mit der Wahrnehmung des Impfstoffs in der Öffentlichkeit beschäftigt waren. Im März 2021, als sich Berichte über Nebenwirkungen häuften, insbesondere Blutgerinnsel, zog die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Impfstoff kurzzeitig aus dem Verkehr. In Deutschland setzte man die Impfungen schon am 19. März 2021 wieder fort, nachdem die EMA den Impfstoff schließlich als weiterhin sicher bewertete.

    Trotz der aufkommenden gesundheitlichen Bedenken wird die Impfkampagne fortgesetzt. Ein Protokoll vom 8. April 2021 berichtet: „Nach Empfehlung der Stiko soll AstraZeneca nicht mehr an Personen unter 60 Jahren verimpft werden.“ Doch nur wenige Wochen später, am 22. April 2021, entscheidet die Senatsverwaltung für Gesundheit, dass sich auch Personen unter 60 Jahren „auf eigenen Wunsch“ mit AstraZeneca impfen lassen können. Hintergrund ist die Aufhebung der AstraZeneca-Impfpriorisierung durch das BMG, sodass es trotz der Stiko-Empfehlung wieder möglich ist, sich freiwillig mit AstraZeneca impfen zu lassen.
    Der „Wurst gegen Impfung“-Ansatz

    Ein besonders einprägsames Beispiel für die pragmatische Herangehensweise der Behörden an die Impfkampagne war die Aktion „Bratwurst gegen Piks“. Am 15. Juli 2021 wird im Krisenstab darüber diskutiert, wie speziell Jugendliche erreicht werden könnten. Ein Mitglied des Krisenstabs schlägt vor: „Als überspitztes Beispiel könnte man auf dem Rosenthaler Platz, Bratwurst gegen Piks anbieten.“ Das Konzept zielte darauf ab, durch unkonventionelle Maßnahmen Impfzögerlichkeit zu überwinden und die Impfbereitschaft zu fördern.

    Diese Aktionen werden von den Medien weitgehend positiv aufgenommen, wird in den Sitzungen betont. Der Tagesspiegel bezeichnete die „Gratis-Wurst“ unter anderem in Thüringen als „Kampf gegen Skepsis und Impfmüdigkeit“. Im Artikel wird das Motto erwähnt: „Wenn die Menschen nicht zu den Spritzen kommen, müssen die Spritzen zu den Menschen gelangen.“

    In Berlin werden unter anderem Impfpartys mit DJs organisiert, auf denen Corona-Impfungen verabreicht werden. Im Rahmen des Volksfests „Berlin Park“ findet im August 2021 eine Impfaktion statt, bei der der vektorbasierte Corona-Impfstoff Johnson & Johnson sowie das mRNA-Präparat von Moderna verabreicht werden. Für jede Impfung erhalten Teilnehmende eine Freifahrt auf die Attraktionen des Festes. Dafür wirbt das Bezirksamt Mitte im Vorfeld mit einer öffentlichen Mitteilung.

    In der Lagebesprechung des 12. August 2021 heißt es in den Protokollen dazu: „guter Erfolg sind lange Impfnächte mit DJ in der Arena“ und „bisherige Resonanz als Erfolg zu werten“. Daraufhin wird ein „weiterer Ausbau“ niederschwelliger Angebote geplant. „Berlin kann impfen, Berlin kann Party – jetzt machen wir beides zusammen“, so bewarb die damalige Gesundheitssenatorin Kalayci die Aktion.
    Impfstoffverteilung und logistische Prioritäten

    Neben der Kommunikation war die effiziente Verteilung des Impfstoffs ein zentrales Thema. Besonders brisant ist die Diskussion über den Verfall von AstraZeneca-Dosen. Am 17. März 2021 wird im Protokoll des Krisenstabs festgehalten: „Impfstopp mit AstraZeneca zeigt Auswirkungen: knapp 5.000 Impfungen bislang ausgefallen.“

    Die Haftungsfragen rund um den AstraZeneca-Impfstoff wurden ebenfalls angesprochen. Am 22. April 2021 wird im Berliner Senat erörtert, ob und inwiefern der Staat im Falle von Impfschäden haftbar gemacht werden könne. Dabei stehen weniger die gesundheitlichen Risiken im Vordergrund, sondern die Sorge, dass eine Nicht-Verwendung des Impfstoffs negative Auswirkungen auf die Impfkampagne („Image-Schaden“) und das öffentliche Vertrauen haben könnte. Besonders deutlich wird dies in einem Protokoll vom 19. März 2021, in dem es heißt: „Bereits vor dem Impfstopp gingen die Terminbuchungen für AstraZeneca zurück und Terminwahrnehmung sank auf unter 90 Prozent.“

    Die Befürchtung, Impfdosen könnten verfallen und die Impfkampagne könnte an Schwung verlieren, war offensichtlich ein zentraler Antrieb für die politischen Entscheidungen. Die Protokolle des Krisenstabs zeigen, dass die Entscheidungen zur Corona-Bewältigung in Berlin oft weniger auf wissenschaftlichen Empfehlungen, sondern vielmehr auf logistischen Erwägungen, politischer Kommunikation und pragmatischen Lösungen beruhten.

    Ein sonderbares Verständnis von Wahrheit

    Die Entscheidung, AstraZeneca trotz aufkommender Gesundheitsrisiken weiter zu verabreichen, und die pragmatischen Ansätze wie „Bratwurst gegen Piks“ zeigen die Dissonanz zwischen der medizinischen Realität und der politischen Notwendigkeit, das Vertrauen in die Impfkampagne zu stärken und eine schnelle Durchimpfung der Bevölkerung zu erreichen.

    Dies wirft grundsätzliche Fragen auf: Inwieweit können extreme Maßnahmen wie Lockdowns, Maskenpflicht oder 2G-/3G-Regeln wirklich als rein evidenzbasiert gelten, wenn Logistik und öffentliche Wahrnehmung eine so zentrale Rolle spielen?

    Gleichzeitig offenbaren die Dokumente die Spannungen zwischen Gesundheitsvorsorge, politischer Verantwortung und praktischer Umsetzbarkeit. Immer wieder hatten politische und organisatorische Interessen Vorrang vor evidenzbasierter Wissenschaft – ein Umstand, der das Vertrauen der Bevölkerung in künftige Krisenentscheidungen erheblich erschüttern könnte.

    Hier können Sie die Corona-Protokolle des Krisenstabs der Berliner Senatsverwaltung herunterladen.
    https://berlinerverlag.com/wp-content/uploads/2026/01/Corona_Protokolle_Berlin.zip

    #Berlin #covid-19 #politique #vaccination #iatrocratie

  • DDR-Pflichtfach in Berlin auf der Kippe : Massive Kritik an Plänen für Geschichtsunterricht
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/mauerfall-im-klassenzimmer-wird-in-berlin-das-ddr-pflichtfach-abges

    Les lycéens berlinois profiteront de la suppression d’une année d’indoctrination anticommuniste avant le baccalauréat. Les associations de profs conservateurs et la fondation anticommuniste du Bund Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur s’insurgent. On pourrait passer sur cet événement mineur, mais il montre à quel point le fonctionnement du lycée est menacé par les défis qu’on refuse d’accepter depuis longtemps.

    15.1.2026 von Oliver Weinlein - Berlin war das Zentrum der Teilung, doch ausgerechnet hier soll die DDR-Geschichte in der Oberstufe wegfallen können. Lehrerverbände protestieren.

    Berlin gilt als das Zentrum der deutschen Zeitgeschichte. Kaum eine andere Stadt ist so tief mit den Narben zweier Diktaturen des 20. Jahrhunderts gezeichnet wie die heutige Hauptstadt. Ob als Sitz des Ministeriums für Staatssicherheit, als Brennpunkt des Kalten Krieges oder als Ort der Friedlichen Revolution – die Spuren der SED-Diktatur sind im Stadtbild allgegenwärtig.

    Kaum verwunderlich also, dass eine geplante Reform der gymnasialen Oberstufe für erhebliche Unruhe unter Historikern und Pädagogen sorgt. Es steht die Befürchtung im Raum, dass künftige Abiturienten die Schule verlassen könnten, ohne vertiefte Kenntnisse über die deutsche Teilung und die DDR erworben zu haben.
    Kritik an der Herabstufung zum Wahlthema

    In einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wird die Debatte um den Geschichtsunterricht in Berlins Oberstufe detailliert beschrieben. Im Streit geht es weniger um den neuen Rahmenlehrplan selbst, sondern um die Frage, was am Ende für alle verpflichtend ist. Denn nach den Plänen der Bildungsverwaltung soll Geschichte in der gymnasialen Oberstufe künftig nur noch in den ersten beiden Kurshalbjahren verbindlich belegt werden.

    Genau das alarmiert Historiker und Pädagogen: Die beiden späteren Kurshalbjahre, in denen im Berliner Lehrplan die deutsche Teilung, die DDR und im Anschluss Erinnerungskultur und Aufarbeitung verankert sind, könnten viele Schüler dann gar nicht mehr erreichen. Nationalsozialismus und Weimarer Republik bleiben dagegen im Pflichtteil der ersten beiden Halbjahre fest abgesichert. Der Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur warnen deshalb in einem offenen Brief an Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) vor einer faktischen Abwertung der DDR-Geschichte und fordern eine Korrektur der Belegpflicht.

    Widerspruch zu politischen Zielsetzungen

    Die geplante Neuregelung steht nach Ansicht der Fachverbände in deutlichem Widerspruch zum geltenden Koalitionsvertrag des schwarz-roten Senats. Darin sind die Stärkung der Erinnerungskultur und die Vermittlung der Geschichte von Diktatur und Demokratie ausdrücklich als zentrale Aufgabe verankert.

    Besonders kritisch wird bewertet, dass Berlin im Vergleich zu Brandenburg einen Sonderweg einschlägt, wo die DDR-Geschichte in der Oberstufe weiterhin über vier Kurshalbjahre verbindlich verankert ist. Da der Geschichtsunterricht in der Mittelstufe in Berlin ohnehin oft nur einstündig oder in Fächerverbünden erteilt wird, käme der Oberstufe eine entscheidende Rolle bei der vertieften historischen Einordnung zu.

    Die Landesvorsitzende des Geschichtslehrerverbandes, Lea Honoré, fordert deshalb eine Angleichung an das Brandenburger Modell mit vier verbindlichen Semesterthemen. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung findet sie deutliche Worte: „Das ist dramatisch für eine Stadt wie Berlin, für die die DDR-Geschichte so zentral ist. Gerade in der heutigen Zeit muss ein besonderes Augenmerk auf Verständnis und Erhalt der Demokratie gelegt werden.“
    Bildungsverwaltung prüft die Einwände

    Die Kritik der Experten ist in der zuständigen Senatsverwaltung angekommen. Auf Anfrage dieser Zeitung signalisierte die Behörde Gesprächsbereitschaft hinsichtlich der künftigen Ausgestaltung der Lehrpläne.

    Martin Klesmann, der Pressesprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, äußerte sich dazu wie folgt: „Die Senatorin hat den offenen Brief des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gestern erhalten und gelesen. Die darin angesprochenen Hinweise nehmen wir zum Anlass, den betreffenden Sachverhalt nochmals in den Blick zu nehmen.“

    Damit bleibt vorerst offen, ob die Senatsverwaltung die Verbindlichkeit des Themas DDR-Geschichte in der Oberstufe doch noch festschreiben wird, um eine Marginalisierung der jüngsten deutschen Vergangenheit im Berliner Abitur zu verhindern.

    #Berlin #éducation #lycée #histoire #DDR #RDA

    • DDR-Geschichte bleibt doch Pflichtstoff an Berliner Schulen
      https://www.berliner-zeitung.de/news/ddr-geschichte-bleibt-doch-pflichtstoff-an-berliner-schulen-li.1001

      26.1.2026 von Eva Maria Braungart - An den Plänen von Katharina Günther-Wünsch gab es scharfe Kritik. Nun rudert sie zurück und ändert die Pläne für die gymnasiale Oberstufe.

      Die Geschichte der DDR bleibt doch Pflichtstoff in der gymnasialen Oberstufe in Berlin. Wie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf Anfrage mitteilte, nahm die Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) die scharfe Kritik an der geplanten Reform zur Kenntnis.

      Bei der Debatte um die Reform geht es unter anderem darum, welcher Stoff für alle verpflichtend sein soll. Nach den Plänen der Bildungsverwaltung soll Geschichte in der gymnasialen Oberstufe künftig nur noch in den ersten beiden Kurshalbjahren verbindlich belegt werden.
      DDR-Geschichte nicht mehr verpflichtend? Scharfe Kritik

      Nationalsozialismus und Weimarer Republik sollen in diesen Halbjahren behandelt werden. Die späteren Kurshalbjahre, in denen im Berliner Lehrplan die deutsche Teilung, die DDR und im Anschluss Erinnerungskultur und Aufarbeitung thematisiert werden, soll nicht mehr verpflichtend sein.

      Die Reformpläne sorgten für scharfe Kritik. Der Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur warnten deshalb in einem offenen Brief an Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) vor einer faktischen Abwertung der DDR-Geschichte und fordern eine Korrektur der Belegpflicht.

      Die in einem offenen Brief angesprochenen Kritikpunkte „wurden zum Anlass genommen, die vorgesehenen Regelungen gemeinsam mit der Fachpraxis einzuordnen und ihre Umsetzung zu präzisieren“, so ein Sprecher der Senatsverwaltung.

      In einem fachlichen Austausch am Freitag habe sich Günther-Wünsch und die Vorsitzende des Berliner Landesverbands der Geschichtslehrerinnen und -lehrer auf eine „Konkretisierung der Belegverpflichtung unter Berücksichtigung rechtlicher wie schulorganisatorischer Rahmenbedingungen“ verständigt.

      Neuer Plan: So sollen Schüler doch DDR-Geschichte lernen

      Alle Schüler belegen verpflichtend die Kurshalbjahre Q2 (Weimarer Republik und Nationalsozialismus) sowie Q3 (Welt nach 1945). Damit bleibe „die Behandlung zentraler Kapitel der deutschen Geschichte, einschließlich der Zeit nach 1945 und somit der deutschen Teilung, verbindlicher Bestandteil des Geschichtsunterrichts in der gymnasialen Oberstufe“.

      In Kursen, in denen Schüler mit unterschiedlicher Belegdauer (zwei oder vier Semester) gemeinsam unterrichtet werden, werde die zeitliche Zuordnung der Inhalte des neuen Rahmenlehrplans Geschichte flexibler gestaltet. Konkret bedeutet dies: Im ersten Jahr der Qualifikationsphase werden die Themen der Kurshalbjahre Q2 und Q3 behandelt. Im zweiten Jahr folgen die Inhalte der Kurshalbjahre Q1 (Umbrüche und Revolutionen) sowie Q4 (Erinnern und Gedenken). Die Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (VO-OG) werde entsprechend präzisiert.

  • Günstig ausgehen war einmal : Berlin zählt zu den teuersten Partystädten Europas
    https://www.berliner-zeitung.de/panorama/guenstig-ausgehen-war-einmal-berlin-zaehlt-zu-den-teuersten-partyst

    Qu’on arrête de se plaindre des jeunes qui font la fête dans les parcs. A Berlin comme prèsque partout en Europe les sorties en boîte nuit ne sont plus une affaire d’argent de poche. On dit que Budapest est peu cher.

    14.1.2026 von Enno Kramer - Berlins Nachtleben war einst für seine günstigen Preise bekannt – doch das ist lange her. Eine aktuelle Analyse zeigt nun: In Europa geht es kaum kostspieliger.

    Die Zeiten, in denen Berlin von niedrigen Mieten, jeder Menge Leerstand und improvisierten Clubs geprägt war, in denen der Eintritt oft symbolisch oder gar kostenlos war, sind definitiv vorbei. Dazu genügt ein Blick auf eine der vielen Veranstaltungswebsites, die die besten Partys bereits Wochen im Voraus ankündigen: Weniger als 15 Euro verlangt in der Hauptstadt kaum noch ein angesagter Club; teilweise kostet der Eintritt sogar mehr als 30 Euro.

    Auch wenn Berlin weiterhin den Ruf eines schillernden Nachtlebens genießt, gehört die deutsche Hauptstadt im europäischen Vergleich inzwischen zu den teuersten Partystädten.

    Beste Partystädte Europas: Berlin verpasst die Top 10

    In einem aktuellen Vergleich von casino.at wurden 32 europäische Städte auf ihr Partypotenzial geprüft. Neben der Anzahl an Bars und Clubs, die mit mehr als vier Sternen bewertet wurden, sind auch die Preise für Bier, Cocktails und Clubeintritt unter die Lupe genommen worden. Dabei verpasst Berlin knapp die Top 10: Die Stadt zählt zwar zu den europäischen Metropolen mit den meisten gut bewerteten Bars, rutscht aufgrund hoher Drink-Preise aber im Vergleich zur gleichen Analyse vor zwei Jahren nach unten.

    Demnach liegt der durchschnittliche Eintrittspreis in angesagten Berliner Clubs bei 17,20 Euro. Nur in spanischen Großstädten wie Madrid, Barcelona und Sevilla sowie in Lissabon ist der Eintritt noch teurer – dort müssen Feiernde im Schnitt teilweise sogar über 20 Euro allein für den Einlass einplanen.

    Besonders auffällig ist der Preisunterschied bei Cocktails in europäischen Metropolen. Nur in München und Madrid sind die gemixten Getränke europaweit noch teurer als in Berlin. Hier kostet ein Cocktail durchschnittlich zwölf Euro. Biertrinker hingegen dürfen sich im innerdeutschen Vergleich glücklich schätzen: Während man in anderen Großstädten rund fünf Euro für ein Bier zahlt, sind es in der Hauptstadt nur 4,50 Euro. Das kann sich bei einer langen Nacht durchaus läppern.

    Auch Berlin: Wir haben die meisten angesagten Clubs

    Auch interessant: Berlin hat im europäischen Vergleich mit 951 angesagten Bars zwar mehr als jede andere deutsche Stadt, liegt aber dennoch weit hinter den Spitzenreitern Madrid und Barcelona zurück – letztere bieten über 500 weitere Adressen. Bei der Anzahl hipper Clubs macht Berlin allerdings keine europäische Stadt etwas vor: Insgesamt 73 Clubs erhielten eine Bewertung von vier Sternen oder mehr – ein absoluter Spitzenwert.

    Die schlechteste Partystadt Deutschlands ist Frankfurt am Main. Im europäischen Vergleich liegt die Main-Metropole nur auf Platz 26 und verfügt über besonders wenige Bars und Clubs, die von ihren Gästen für gut befunden wurden (292 Bars, 18 Clubs).

    Der Analyse zufolge ist Budapest übrigens die beste Stadt zum Ausgehen in Europa – und zugleich eine der günstigsten. Hier kostet ein Bier im Schnitt 2,50 Euro, ein Cocktail sieben Euro, und der Eintritt liegt für Berliner Verhältnisse bei schier unvorstellbaren 4,51 Euro. Auf Platz zwei folgt dann Porto, mit den günstigsten Bierpreisen aller untersuchten Städte (drei Euro) und ebenfalls sehr moderaten Eintrittspreisen von durchschnittlich 5,33 Euro. Den dritten Platz belegt die polnische Hauptstadt Warschau.

    #Berlin #clubs #boîtes_de_nuit #party

  • Streit um die Skyline: Der Berlinian erreicht 146 Meter und spaltet die Hauptstadt
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/zu-hoch-fuer-den-alexanderplatz-richtfest-des-berlinian-sorgt-fuer-

    Wer braucht neue Kirchtürme des Kapitalismus? Für die Wohnungsversorgung und das städtische Gewerbe sindvsie jedenfalls überflüssig.

    14.1.2026 von Oliver Weinlein - Der Berlinian erreicht seine 146 Meter. Trotz des Erfolgs bleibt die Kritik an der Bauhöhe und dem Zeitplan bis Mai 2027 bestehen.

    Am Berliner Alexanderplatz ist am heutigen Mittwochnachmittag ein städtebauliches Signal gesetzt worden, das gleichermaßen von baulichem Erfolg und politischem Zündstoff geprägt ist.

    Während über dem Skelett des neuen Hochhauses The Berlinian der Richtkranz schwebt, blicken Beobachter nicht nur mit Anerkennung auf den Fortschritt, sondern auch mit Skepsis auf die Begleitumstände dieses Mammutprojekts. Es ist ein markanter Meilenstein für das derzeit ambitionierteste Bauvorhaben im Herzen der Hauptstadt, das nach Jahren der Verzögerung und einem Eigentümerwechsel nun unübersehbar in den Himmel ragt.

    Vom Erbe Benkos zum Vorzeigeprojekt

    Die Geschichte des Berlinian ist untrennbar mit den Turbulenzen der Berliner Immobilienwelt verknüpft. Ursprünglich unter dem Namen Mynd vom inzwischen insolventen Signa-Konzern initiiert, drohte das Projekt zeitweise als nächste Bauruine am Alexanderplatz zu enden. Erst die Übernahme durch die Commerz Real im Jahr 2023 brachte die nötige Stabilität und das Tempo zurück auf die Baustelle. Mit einer Endhöhe von 146 Metern ist der Turm jetzt das am weitesten fortgeschrittene Hochhausprojekt auf dem Areal.

    Hinter der gläsernen Fassade entsteht ein Nutzungsmix, der über reine Büroflächen hinausgeht. Neben modernen Arbeitswelten sind Flächen für Einzelhandel, Kultur und Gastronomie vorgesehen. Besonders die öffentlich zugänglichen Bereiche wie die Lobby und eine geplante Skylounge sollen das Gebäude für die Stadtgesellschaft öffnen und das angrenzende Warenhaus Galeria ergänzen.

    Kai Wegners Vision einer Berliner Skyline

    Die politische Bedeutung des Projekts wurde durch den Auftritt des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner beim Richtfest unterstrichen. Der CDU-Politiker nutzte die Zeremonie für ein deutliches Bekenntnis zum Hochhausbau und forderte einen Mentalitätswechsel in der Stadtplanung. „Ich wünsche mir für Berlin, dass wir häufiger den Mut aufbringen, höher zu bauen“, so Wegner vor den geladenen Gästen. Das verdiene eine Metropole wie Berlin. Für Wegner ist der Turm ein Vorbote für die künftige Gestalt der Mitte: „Wir brauchen spannende Architektur. Wir brauchen auch hohe Häuser. Wir brauchen eine echte Skyline, und die wird hier am Alexanderplatz entstehen.“ Der Alexanderplatz habe großes Potenzial, betonte er weiter. Dass wir hier nun mit 146 Metern eines der höchsten Geschossbauten haben, zeige, was an diesem Ort möglich sei.

    Die Debatte um die wachsenden Meter

    Doch wo Licht ist, fällt am Alexanderplatz traditionell auch viel Schatten. Die Kontroverse um den Berlinian entzündet sich vor allem an seiner schieren Größe und deren Entwicklung. In den ursprünglichen Entwürfen war das Gebäude noch mit einer Höhe von 132 bis 134 Metern vorgesehen. Im Verlauf der Realisierung wuchs der Turm jedoch über 142 Meter bis auf die heutigen 146 Meter an.

    Diese Anpassung während der laufenden Entwicklung war laut Experten auf Basis des bestehenden Planungsrechts möglich, ohne eine völlig neue Genehmigungsschleife zu durchlaufen. Dennoch sorgt dieser Zuwachs für politischen Unmut. Kritiker und Teile der Opposition vermuten hinter der Erhöhung informelle Absprachen, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts nach dem Ausstieg von Signa abzusichern. Es stehen Fragen im Raum, ob dem Investor hier ohne ausreichende Transparenz zusätzliche Geschossflächen zugestanden wurden.

    Besonders die Auswirkungen auf die Sichtachsen zum Berliner Fernsehturm sorgen für Diskussionen, da der Bau aus vielen Perspektiven die gewohnte Dominanz des Wahrzeichens einschränkt.
    Ein ungleiches Bild am Alexanderplatz

    Das Richtfest des Berlinian verdeutlicht zudem die tiefe Spaltung in der Berliner Stadtentwicklung. Während hier der Baufortschritt gefeiert wird, herrscht wenige hundert Meter weiter am Alexander Tower des russischen Investors Monarch weiterhin Stillstand. Dort blicken die Berliner seit Jahren auf eine verwaiste Baugrube, die durch Finanzierungsprobleme und Sanktionen zum Mahnmal für die Risiken großer Investorenprojekte geworden ist. Berlin macht dort inzwischen Vertragsstrafen in Millionenhöhe geltend. Der Erfolg des Berlinian wirkt in diesem Kontext wie ein mühsam erkaufter Sieg gegen den drohenden Stillstand im Zentrum, auch wenn die massive Architektur von vielen als wenig feingliedrig empfunden wird.

    Zukunftsaussichten

    Mit dem Abschluss des Rohbaus beginnt nun die Phase des Innenausbaus. Entgegen früherer Schätzungen wird die vollständige Fertigstellung des Ensembles für den Mai 2027 angestrebt. Es bleibt abzuwarten, ob die versprochene Belebung des Platzes durch die öffentliche Skylounge und die kulturellen Angebote tatsächlich eintritt oder ob The Berlinian primär ein Symbol für eine Stadtplanung bleibt, die in der Kritik steht, sich zu sehr an den Bedürfnissen großer Finanzinvestoren zu orientieren.

    Der Richtkranz über dem Alexanderplatz markiert jedenfalls das Ende einer Ära der Unsicherheit, lässt aber die Debatte über die richtige Gestaltung der Berliner Mitte lebendiger denn je zurück.

    #Berlin #Mitte #Alexanderplatz #Stadtentwicklung #Hochhaus

  • Brandstiftung an Autos in Berlin auf hohem Niveau : Polizei findet nur wenige Täter
    https://www.berliner-zeitung.de/news/brandstiftung-an-autos-in-berlin-auf-hohem-niveau-polizei-findet-nu

    Pour le moment il n’y a que les petites guerres qui nous concernent au quotidien.

    14.1.2026 von Kai Kleinwächter - Über 700 Fahrzeuge brannten 2025 in Berlin. Nur die wenigsten Täter werden überführt.

    In Berlin sind im vergangenen Jahr erneut Hunderte Fahrzeuge durch Brandstiftung beschädigt oder zerstört worden. Insgesamt wurden 2025 rund 720 Autos angezündet, teilte die Polizei mit. Davon seien 407 Fahrzeuge direkt in Brand gesetzt worden. Weitere 231 Autos sollen beschädigt worden sein, weil die Flammen von benachbarten Fahrzeugen auf sie übergriffen.

    Damit bleibt die Zahl der Autobrände trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr auf sehr hohem Niveau. Im Schnitt wurden in Berlin wöchentlich bis zu neun Fahrzeuge angezündet. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 wurden gerade mal 211 Fahrzeuge angezündet. Weniger als ein Drittel des heutigen Niveaus.

    Auffällig ist zugleich die geringe Aufklärungsquote. Nach Angaben der Polizei konnte nur ein kleiner Teil der Täter ermittelt werden. Bei unpolitisch motivierten Taten wurden 52 Tatverdächtige festgestellt. Bei als politisch motiviert eingestuften Brandstiftungen hingegen keiner.

    Sieben Serien-Brandstifter vor Gericht gestellt

    Die politische Motivation ist bei der Brandstiftung an Autos die Ausnahme. Lediglich zwölf Fälle ordnete die Polizei 2025 dem politisch motivierten Linksextremismus zu. Dabei wurden 35 Fahrzeuge direkt angezündet, 48 weitere beschädigt.

    Die große Mehrheit der Brände geht laut Polizei auf andere Motive zurück – darunter Vandalismus, Versicherungsbetrug, persönliche Konflikte, Frustration oder Geltungssucht. Auch wurden laut Polizei im letzten Jahr sieben Verfahren gegen Serientäter geführt. (mit dpa)

    #Betlin #criminalité #incendie_criminelle

  • Nach dem Stillstand jetzt das Ende: Adler Group will Wohnungen im Steglitzer Kreisel nicht fertigstellen
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-wirtschaft/nach-dem-stillstand-jetzt-das-ende-adler-group-will-wohnungen-im-hochha

    Pacta sunt servanda. Echt ?

    13.10.2026 von Teresa Roelcke - Seit Jahren steht die Baustelle zum Umbau des Hochhauses in Eigentumswohnungen still. Nun teilt das Eigentümerunternehmen den Wohnungskäufern mit, dass es keine Möglichkeit sieht, die Wohnungen fertigzustellen.

    Nachdem es auf der Hochhaus-Baustelle des Steglitzer Kreisels seit Jahren nach Stillstand aussieht, verabschiedet sich die Eigentümerin Adler Group nun auch explizit von dem Plan, dort Wohnungen herzustellen. Das Anwaltsbüro Knauthe forderte am 7. Januar die verbliebenen Käufer von Eigentumswohnungen in dem Hochhaus per Schreiben dazu auf, von ihren Ansprüchen auf die Fertigstellung der von ihnen vorab erworbenen Wohnungen zurückzutreten. Die Anwälte vertreten die Steglitzer Kreisel Turm GmbH, eine Tochter der Adler Group.

    Die Mandantin sehe sich „außerstande, die vereinbarte Bauausführung in der vorgesehenen Form umzusetzen“, heißt es in dem Schreiben. Mehrere entsprechende Schreiben liegen dem Tagesspiegel vor. Die Steglitzer Kreisel Turm GmbH sehe „sich aufgrund aktueller Entwicklungen, insbesondere im wirtschaftlichen Umfeld (wie etwa erheblicher und im Vorfeld nicht absehbarer Kostensteigerungen), außerstande, die vereinbarte Bauausführung in der vorgesehenen Form umzusetzen.“ Zuerst berichtete die Morgenpost
    Ein unglückliches Eigentümerunternehmen

    Es handele sich „um Umstände, die für unsere Mandantin zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar waren und daher zu Beginn der Projektplanung nicht berücksichtigt werden konnten“, heißt es in dem Schreiben weiter. Das bedauere die Steglitzer Kreisel Turm GmbH sehr. „Selbstverständlich wäre sie weitaus glücklicher, wenn sie die vertraglich geschuldeten Leistungen gegenüber allen Käufern ordnungsgemäß hätte erfüllen können.“

    Eine Fertigstellung wäre nur unter Inkaufnahme eines wirtschaftlich nicht vertretbaren Risikos möglich, teilt die Kanzlei Knauthe mit: „Die Verkäuferin sieht sich daher berechtigt, die Leistung zu verweigern.“

    Ob die Adler Group die vereinbarten Leistungen, also die Fertigstellung der Wohnungen, tatsächlich verweigern darf, werden im Zweifel am Ende Gerichte entscheiden müssen. Die im Schreiben als Gründe angeführten Kostensteigerungen im Bau und die allgemeinen Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld betreffen allerdings nicht nur die Adler Group, sondern die gesamte Immobilienbranche, und dürften sich im Bereich des üblichen unternehmerischen Risikos bewegen.
    Schon viele Verträge rückabgewickelt

    Dass die Adler Group versucht, die Kaufverträge für die zugesagten Eigentumswohnungen rückzuabwickeln, ist nicht neu. Insgesamt 330 Eigentumswohnungen sollten nach einem Umbau in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude entstehen. Ende November 2025 wurde nach Aussage von Adler-Anwalt Karlheinz Knauthe noch mit insgesamt 23 Käufern zu Rückabwicklungen von Kaufverträgen für insgesamt 40 Wohnungen verhandelt.

    Neu ist allerdings die Schärfe, mit der die Aussichtslosigkeit eines Festhaltens an den abgeschlossenen, gültigen Kaufverträgen betont wird: „Obwohl wir die eingetretene Unmöglichkeit der Vertragserfüllung sehr bedauern, möchten wir Sie zugleich darauf hinweisen, dass auch ein längeres Festhalten am Vertrag die Situation nicht verbessern kann und nicht zu der gewünschten Fertigstellung der Wohnung führt.“

    Seit geraumer Zeit versucht die Adler Group, die Hochhaus-Baustelle zu verkaufen. Durch die gültigen Kaufverträge wird das Vorhaben vermutlich deutlich schwieriger.

    In der Vergangenheit hatte das Berliner Landgericht bereits im Falle des Wohnungskäufers André Gaufer für den Steglitzer Kreisel entschieden, dass die Adler Group nicht einseitig vom Kaufvertrag und den daraus folgenden Verpflichtungen zurücktreten dürfe. Die Adler Group hatte ihn, wie die anderen Käufer, zur Unterzeichnung eines Änderungsvertrags aufgefordert, mit dem er den Anspruch auf den im Vertrag vereinbarten Tiefgaragenstellplatz aufgegeben hätte.

    Als Gaufer seine Zustimmung verweigerte, wollte die Adler Group vom Vertrag zurücktreten. Das Landgericht Berlin bestätigte allerdings, dass der geschlossene Vorvertrag weiterhin seine Gültigkeit behalte.

    #Berlin #Steglitz #Hermmann-Ehlers-Platz #Kulighofstraße #Schloßstraße #Immobilien #Spekulation #Pleite

  • Hommage an Westberliner Kneipen: Untermalt von geisterhaftem Gelächter
    https://taz.de/Hommage-an-Westberliner-Kneipen/!6143551

    Das Risiko in der Kreuzberger Yorckstraße existierte bis 1988   Foto: Marcel Nobis

    13.1.2025 vin Tilman Baumgärtel - Hommage an Westberliner Kneipen: Untermalt von geisterhaftem Gelächter

    Nach umfangreichen Recherchen am Tresen hat Marcel Nobis ein Buch über die Westberliner Kneipenkultur zwischen APO und Mauerfall verfasst.
    Blick in den Kneipenraum des Risiko
    Das Risiko in der Kreuzberger Yorckstraße existierte bis 1988   Foto: Marcel Nobis

    Das Berliner Nachtleben ist in den letzten Jahren in einer Reihe von Büchern kanonisiert worden. Stilbildende Clubs vom Zodiac über Dschungel und Metropol bis Tresor, Bar 25 und Berghain sind in zahlreichen Coffeetable-Books ausführlich gewürdigt worden, seit Nico Mesterharm mit dem Buch „Berlin Technology“ 1997 die Disziplin der Berliner Tanzflächenforschung begründet hat.

    Der Berliner Kneipenszene ist bisher weniger Aufmerksamkeit geschenkt worden. Das mag damit zu tun haben, dass die Westberliner Kneipen weniger mit Underground-Musikkulturen verbunden sind als mit Blödelbarden wie Insterburg & Co. und den Gebrüdern Blattschuss, die mit „Kreuzberger Nächte“ den passenden Evergreen geschrieben haben.

    Aber wie das Buch „Echt progressiv bis voll krass. Die unkonventionelle Kneipenkultur West-Berlins 1968–1989“ von Marcel Nobis zeigt, haben die Kneipen eine wichtige Rolle für die Kunst- und Kulturszene Berlins gespielt. Das beginnt mit Läden wie der Kleinen Weltlaterne oder dem Leierkasten, Treffpunkt der Kreuzberger 60er-Jahre-Boheme, zu der Künstler wie Kurt Mühlenhaupt, Robert Wolfgang Schnell oder Günter Bruno Fuchs gehörten.
    Ideale der Studentenbewegung

    Stampen, Pinten und andere Bierschwemmen hatten freilich in der proletarischen deutschen Hauptstadt schon seit dem Kaiserreich eine bedeutsame soziale Rolle inne. Doch Nobis geht es um die Kneipen, die nach 1968 entstanden: „Es ist wohl nicht zu viel gesagt, dass in der beschriebenen Kneipenszene die Ideale der Studentenbewegung ihre Entfaltung in Richtung Mitte der Gesellschaft fanden.“

    In der Mauerstadt, in der es keine Sperrstunde gab, dafür aber viele Bundeswehrflüchtlinge und andere Bohemiens und Lebenskünstler, fehlte es nicht an Publikum für mit Trödel und Plüsch eingerichtete Kneipen mit Namen wie Tarantel, Walhalla, Black Corner, Tremens oder Beautiful Balloon.

    Aber keine Sorge, Nobis’ Buch ist keine akademische Abhandlung, sondern ein materialreiches, lebenspralles Alphabet der wichtigsten Berliner Kneipen, das aus teilnehmender Beobachtung an deren Theken entstanden ist. Nobis will alle der knapp 100 beschriebenen Kneipen besucht haben, manche offenbar so gut wie jeden Abend.


    Kneipenszene im LeierkAbend

    Im Leierkasten traf sich die Kreuzberger 60er-Jahre-Boheme   Foto: Marcel Nobis

    Bei der Recherche assistiert hat ihm dabei eine umfangreiche Tresenmannschaft, die Anekdoten, verschwommene Erinnerungen und auch historisch wertvolle Fotografien zu seinem Buch beisteuerte.

    Socken-Paul und Taxi-Elke

    Und so erhebt sich aus dem Buch eine lange untergegangene Welt von Zigarettenqualm-umwehten Typen mit Matten und Vollbärten, Fellmänteln und Bundeswehrparkas, mit Spitznamen wie Socken-Paul oder Taxi-Elke, Die Gräfin oder Der Hosenträger. Die machten in Westberliner Mythen wie der „Ruine“ am Winterfeldtplatz die Nacht zum Tage: „Nicht nur das Haus war eine vom Krieg schwer beschädigte Ruine, das Leben und die Gesundheit mancher Gäste war längst zerrüttet, wurde hier, untermalt von geisterhaftem Gelächter, endgültig zugrunde gerichtet“, schreibt Nobis.

    Auch die Punk- und New-Wave-Periode ist mit zum Teil extrem kurzlebigen Etablissements vertreten

    Neben Klassikern wie Ex & Pop oder Exil, Yorkschlösschen oder Quartier Latin, SO 36 oder Zwiebelfisch, die zum Teil bis heute existieren, punktet Nobis mit vollkommen vergessenen Kifferkneipen aus den frühen 1970er Jahren wie dem Unergründlichen Obdach für Reisende, Mr. Go oder dem Delirium.

    Auch die Punk- und New-Wave-Periode ist mit zum Teil extrem kurzlebigen Etablissements wie dem Shizzo oder dem Chaos vertreten; etwas kurz kommen die Kaschemmen der Hausbesetzer. Aber was er über frühe Lokalitäten der Berliner Queerszene wie Blocksberg oder Pelze schreibt oder seine Recherchen zu Serien-Kneipier Jürgen Grage – das ist dann schon richtige, bislang unerzählte Stadtgeschichte.

    Das Buch

    Marcel Nobis: „Echt progressiv bis voll krass. Die unkonventionelle Kneipenkultur West-Berlins 1968–1989“. Verlag Akademie der Abenteuer, Berlin 2025. 388 Seiten, 29 Euro

    #Berlin #Westberlin #Kneipe #Geschichte

  • #prisoners_for_palestine#Israele PLASMA LA #repressione#infowar E CAMPISMO@0
    https://radioblackout.org/podcast/prisoners-for-palestine-israele-plasma-la-repressione-infowar-e-campi

    Estratti dalla puntata del 12 gennaio 2026 di #bello_come_una_prigione_che_brucia Umer Khalid ha ripreso lo sciopero della fame dopo una breve interruzione. Le condizioni di salute di Heba Muraisi e Kamran Ahmed sono critiche, il rischio di morte è sempre più concreto, eppure il governo britannico e il ministro della giustizia […]

    #intelligenza_artificiale #Iran #israelificazione #Palestine_action
    https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/01/BCUPCB_aggiornamentiPrisoners-altroUK.mp3

  • Rathaus Lankwitz macht dicht – Kälte zwingt Verwaltung zur vorübergehenden Schließung
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/rathaus-lankwitz-macht-dicht-kaelte-zwingt-verwaltung-zur-vorueberg

    Wenn das Sozialamt wegen Kälte „streikt“, ist es noch übler arm zu sein.

    12.1.2026 - Aufgrund der defekten Heizung im Rathaus Lankwitz müssen die Mitarbeiter momentan von zu Hause aus arbeiten. Einige wichtige Dienste vor Ort bleiben dennoch verfügbar.

    Das Rathaus Lankwitz bleibt bis auf Weiteres geschlossen, da die Heizung ausgefallen und es im Gebäude zu kalt ist, wie die Stadtrandnachrichten am Montag berichten. Der Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Soziales, Tim Richter, äußerte hierzu: „Mit großem Bedauern muss ich das Rathaus Lankwitz vorübergehend schließen.“ Die laufenden Arbeiten sind nicht mehr unter normalen Bedingungen fortführbar, solange das Heizsystem nicht wieder in vollem Umfang funktionsfähig ist.

    Die regulären Sprechstunden des Amtes für Soziales, die dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr stattfinden, werden weiterhin angeboten, jedoch in eingeschränkter Form. Für mittellose und obdachlose Personen ist ein stark eingeschränktes Team des Amtes vor Ort erreichbar. Andere Bürger sind aufgefordert, sich mit ihren Anliegen über die Website an das Bezirksamt zu wenden. Momentan ist noch unklar, wann der normale Betrieb im Rathaus wieder aufgenommen werden kann.

    #Berlin #Lankwitz #Verwaltung #Infrastruktur #Heizung #Soziales #Sozialamt

  • Ukraine : un ange venu d‘Allemagne


    Jamais j’aurai cru pouvoir ressentir l’horreur du mépris qu’a éprouvé mon père losrqu’il a découvert dans le journal les annonces du décès de ses camarades de classe sous le titre « In stolzer Trauer ».

    Mon père est né en 1924 et fait partie de la première classe de jeunes hommes que les nazis et leurs généraux ont forcé à mourir sur le front de l’Est. Mon père y a échappé par des manipulations d’aventurier ce qui l’a marqué pour le reste de sa vie comme l’expérience des massacres à l’Est l’ont fait pour les autres jeunes hommes de sa génération.

    Que les parents de ses camarades d’école déclarent en gros titres la fierté d’avoir donné leurs fils pour la noble cause que fut l’Allemagne l’a profondément révolté.

    Ce bon vieux temps est en train de nous rattrapper et le reportage d’Uwe Lothar Müller nous fait suivre pendant une petite demi heure une mère qui réagit de la même manière à la mort de sa fille comme les parents nazis à l’époque de mon père.

    Aprés avois regardé ce témoignage insupportable je crois que pour beaucoup de parents il est impossible d’admettre que la mort de leurs enfants a été dénué de tout sens et surtout de toute signification. Les salutation de ses camarades de guerre et les médailles de l’état pour le compte duquel ils se sont faits tuer sont alors le bienvenu et permettent de supporter la douleur profonde de la mort de ses enfants, surtout pour les familles à enfant unique.

    Ce reportage n’aurait jamais dû être possible, mais il nous met en garde contre les horreurs à venir. Vu sous cet angle cette mère et ce père désespéré sont les héros involontaires d’une mauvaise cause que nous sommes tous appellés à prévenir en empêchant avec tous les moyens à notre disposition les politiciens et généraux de nos pays à préparer la future guerre contre la Russie ou tout autre pays.

    https://api-cdn.arte.tv/img/v2/image/AzagnbjD9TscrrDWGUEawj/380x214.jpg

    Émission du 28/03/2025
    Disponible jusqu’au 26/03/2055 ( ! )

    Nom de guerre : Snake. Savita Diana Wagner, infirmière militaire volontaire allemande âgée de 36 ans, a rejoint les forces armées ukrainiennes. Elle tenait un journal de guerre et faisait des vidéos. Elle a été tuée par les troupes russes dans l’Est de l’Ukraine le 31 janvier 2024.

    Savita menait une vie stable et heureuse en Allemagne. Guidée par un idéal, celui de « défendre l’Europe contre la Russie de Poutine », elle a choisi de tout quitter pour prendre les armes pendant près de deux ans sur le front ukrainien, laissant son mari Karl inconsolable, en proie à cette question lancinante, restée sans réponse son mari « Pourquoi ? ». Des centaines de pages de son journal du front, scrupuleusement tenu par la jeune femme, jour après jour, sont à paraître en 2026.

    A travers l’histoire de Savita, ce reportage raconte l’histoire des jeunes et moins jeunes Européens qui se sont engagés pour défendre les valeurs démocratiques, l’Europe et la liberté, aux côtés des Ukrainiens. Des valeurs aux antipodes de la brutalité et des crimes de guerre de Poutine.
    Positionnée dans les tranchées, sous le feu russe, elle a évacué ses camarades blessés, sauvant de nombreuses vies au péril de la sienne. Tous les soldats du bataillon Karpatska Sitch saluent à l’unanimité sa bravoure et son courage exceptionnels.

    Uwe- Lothar Muller et Elsa Kleinschmager ont accompagné son mari, Karl Stenerud et sa mère, Ula Wagner en Ukraine, lui rendre hommage au pied de sa tombe, un an après sa mort. Savita a été inhumée avec les honneurs militaires. Elle repose à Kiev, au cimetière Loukianivka, dans l’allée dite « de la Gloire ».

    Durée : 25 min
    Réalisation : Uwe Lothar Müller
    Auteur.e : Uwe Lothar Müller
    Image:Elsa Kleinschmager
    Montage:Frédéric Grimm
    Fixeur : Andrii Pogorilyi
    Pays : France
    Année : 2025

    #Ukraine #Allemagne #guerre #bellicisme #médias #propagande

  • Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit – Sonderausgabe zum Jahreswechsel : Der Blockbuster „NATO from Foresight to Warfight“ oder „Tomorrow starts today !“

    Voilà pourquoi je déteste la publicité et la propagande depuis que j’ai appris à lire et à écrire. L’absence totale de réflection humaniste et d’empathie chez les publicitaires et leur cynisme fondamental me les font considérer comme du "low life". Ils font partie de cette partie la plus basse de l’humanité avec les militaires, les médecins maîtres de la sélection à Auschwitz et les industriels profiteurs de la guerre

    10.1.2026 von Leo Ensel
    ...
    … und hier auf Deutsch:

    „Wir haben eine ziemlich gute Vorstellung davon [Blick aus einem fiktiven Raumschiff auf den afrikanischen und europäischen Kontinent], wie die Zukunft des Krieges aussehen wird. Der Klimawandel [wir sehen Hochhäuser in einer Wüste] wird nicht nur Handelswege, Nahrungsmittelversorgung [verdorrte Maisfelder] und Infrastruktur beeinflussen, sondern auch unsere militärische Ausrüstung [ein aus dem Wasser aufgetauchtes U-Boot]. Mehr noch als in der Vergangenheit [gestartete Rakete] wird Technologie entscheidende Vorteile bieten: von KI [endloser Raum mit Superrechnern] bis zu Überwachungssystemen [Kommandozentrale mit zahllosen Bildschirmen], von Drohnen [Drohnen-Heuschreckenschwärme] bis zu Hyperschallraketen [Rakete im Weltraum]. Und doch wird Krieg [gesprochen: „waaar“] im Wesentlichen eine menschliche Angelegenheit [menschliches Auge in Nahaufnahme] bleiben, wobei die Manipulation der Emotionen und des Verständnisses des Gegners genauso wichtig sein wird wie die Verweigerung des Zugangs [blaue, quallenartige Blasen in undefiniertem Raum] zu unseren Räumen. Der menschliche Geist wird selbst zum Schlachtfeld [die Blasen haben sich in ein riesiges durchsichtiges Gehirn irgendwo zwischen Meeresoberfläche und Weltraum verwandelt] werden. Wir müssen bereit sein, in Städten [bis an die Zähne bewaffnete Krieger durchkämmen ein an Paris erinnerndes Stadtviertel], im Weltraum [Raumstationen im All], im Cyberspace [sich überlagernde Blitze], in der Arktis [Militärfahrzeuge im Eis] und auf hoher See [Marineeinheiten unter einem tiefen, hell erleuchteten Wolkenhimmel] zu kämpfen. Wir müssen die Sprache der Abschreckung [ein mächtiger, von einem Wolfsrudel umkreister Bär] neu lernen. Wir gehen davon aus, dass sich die Umrisse dieser Zukunft ab 2030 abzeichnen werden, wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit [Bär und Wölfe umkreisen sich immer noch bedrohlich]. Es gibt nur ein Problem: Die Vorhersage der Zukunft des Krieges [ein mittelalterliches mathematisches Buch, sich in ein Hightech-Experimentallabor verwandelnd] ist per Definition ein fehlerhaftes Unterfangen. Wir neigen dazu, die Technologie zu überschätzen [eine mobile auf einem Militärfahrzeug plazierte Abschussrampe] und die Fähigkeit unseres Gegners, sich daran anzupassen, zu unterschätzen [ein Adler mit weiten Schwingen, hinter ihm eine Drohne]. Wir neigen dazu zu vergessen, dass nicht alles am Krieg neu sein wird [ein mit Gewehr, später mit Panzerfaust bewaffneter Beduine – islamischer Krieger? – auf einem galoppierenden Schimmel]. Vieles wird in Wirklichkeit alt sein [der Beduine auf dem Schimmel hat sich in einen Hightech-Krieger verwandelt, im Hintergrund eine Drohne]. Wir verstehen die Trends [sich überschlagene Meereswogen], aber nicht den Zeitplan. Und auch unsere Gegner haben eine Vision von der Zukunft des Krieges [futuristische Städte-Fata-Morgana], die auf gefährliche Lücken auf unserer Seite hindeutet [artifizielle Puzzlestücke, durch einen undefinierbaren space hindurch wird die sterngekrönte Spitze eines Kremlturms erkennbar]. Für einige sind Kriege in der Anthroposphäre [ein aus Nervenspinnennetzen konstruierter artifizieller Menschenschädel] kein Tabu, einschließlich Psychopharmaka [eine das Nervenuniversum durchkreuzende Medikamenten-Missile], Angriffe auf das Ökosystem und als Waffen eingesetzte Bakterien [undefinierbare riesige Mikroorganismen, einen abgebrannten Wald durchkreuzend]. Für andere Gegner [die blutrote Skyline einer Metropole unter dem Himmel der chinesischen Flagge] müssen Menschen möglicherweise nicht in den Kreislauf tödlicher Entscheidungen durch KI einbezogen werden [riesige, von Monitoren bewohnte Kommandozentrale]. Von Robotermutterschiffen koordinierte Drohnenschwärme [exakt das sehen wir AI-generiert] mögen wie Science-Fiction klingen, aber das tun alle guten technologischen Vorhersagen. Und während alle Beteiligten [menschenleere Kommandozentrale, zahllose Ledersessel um einen exorbitanten runden Tisch] – die NATO und ihre Gegner – kurze Kriege anstreben, hat die Realität oft das letzte Wort [an Raketen erinnernde Kugelschreiber]. Für die NATO bedeutet dies, dass wir keine Zeit zu verlieren haben [riesige, rot erleuchtete digitale Zahlenziffern]. Morgen beginnt heute [schemenhafte Krieger, einen hell erleuchteten Bogen Richtung Licht durchquerend]. Ihre Herausforderung, sollten Sie sie annehmen [ein riesiges Fernglas in aufdringlicher, fast pornohafter Nahaufnahme vor zwei Menschenaugen], besteht darin, diese Weitsicht in den Krieg – ‚foresight to warfight‘ – zu tragen [undefinierbare Linien in einem undefinierbaren Raum].“

    Endlich der klassische Kalauer, auf den fast vier Minuten lang abgezielt wurde!

    https://www.youtube.com/watch?v=gUeOJ5pMHiQ

    PS:
    Script and Creative Oversight stammen übrigens – hoch die Emanzipation! – von einer gewissen Florence („Russen sind keine Europäer“) Gaub. Picture, Motion & Sound von – Veganer bitte in Deckung gehen! – Ponywurst Productions: ponywurst.com. („Mit umfangreicher Beratungserfahrung in deutschen Unternehmen und als Gründer erfolgreicher Firmen bieten wir nicht nur kreative Schönheit, sondern auch einen vernünftigen Ansatz. Seit 2018 als Podcast-Produzent gestartet, stehen wir heute für kreative Konzeption, Produktion und Formatentwicklung, basierend aus der Symbiose aus erstklassigem Storytelling und modernster Technologie auf Basis von KI.“)

    Ponywurst
    https://ponywurst.com

    PONYWURST vereint kreative Köpfe, Storytelling-Experten und innovative Technologie wie generative künstliche Intelligenz und Video-Expertise. Mit umfangreicher Beratungserfahrung in deutschen Unternehmen und als Gründer erfolgreicher Firmen bieten wir nicht nur kreative Schönheit, sondern auch einen vernünftigen Ansatz. Seit 2018 als Podcast-Produzent gestartet, stehen wir heute für kreative Konzeption, Produktion und Formatentwicklung, basierend aus der Symbiose aus erstklassigem Storytelling und modernster Technologie auf Basis von KI.

    Aktuelle Projekte:

    März 2025, Musik-Video MEESE x HELL „Gesamtklärwerk Deutschland“ für DJ Hell & Jonatahn Meese, Regie, Video, Konzept Andreas O. Loff mit der Hilfe verschiedener KI-Tools
    ...

    #publicité #propagande #bellicisme #OTAN #wtf

  • (In)volontaires aux JO. Récit d’un #conflit du #travail_gratuit

    À distance des hommages officiels, cet ouvrage propose une analyse critique du #bénévolat aux Jeux olympiques et paralympiques de Paris 2024 par ses conflits.

    Documentant la contestation autour du statut des 45 000 «  volontaires des Jeux  », #Maud_Simonet restitue les mobilisations écologistes et syndicales qui ont dénoncé le recours massif au «  #travail_dissimulé  », éclaire leur originalité, les obstacles politiques rencontrés et les clivages qu’ils révèlent à l’intérieur du champ syndical. Au fil de l’enquête menée pour qualifier sociologiquement ce travail bénévole aux JOP, elle donne à entendre les interrogations critiques formulées par des volontaires et des salarié·espourtant enthousiastes de «  faire les Jeux  ».
    Ces #contestations montrent à quel point les JOP incarnent un stade suprême d’institutionnalisation du travail gratuit ; mais elles ouvrent également des brèches dans ce processus. En racontant une autre histoire du bénévolat aux JOP de #Paris_2024, (In)volontaires aux JO nous confronte au caractère politique des frontières du travail.

    https://www.editionstextuel.com/livre/involontaires_aux_jo
    #JO #jeux_olympiques #travail #livre #JO2024

  • „Wir schlagen zurück“ : Bundesinnenminister Dobrindt will Beobachtung linksextremer Szene verstärken
    https://www.berliner-zeitung.de/news/wir-schlagen-zurueck-bundesinnenminister-dobrindt-will-beobachtung-

    La réponse de la droite à la défaillance des systèmes de protection civile : on imtensifie la chasse aux gauchistes et augmente les budgets pour les polices et services secrets.

    11.1.2026 von Katharina Heflik - Nach dem Stromanschlag in Berlin will der Bundesinnenminister mit einem Sicherheitspaket reagieren. Sicherheitskonzepte und Nachrichtendienste sollen verstärkt werden.

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will nach dem Anschlag auf die Berliner Stromversorgung ein umfassendes Sicherheitspaket auf den Weg bringen. Das soll sich vor allem gegen Linksextremisten und radikale Klimaaktivisten richten, wie Dobrindt der Bild am Sonntag (BamS) sagte. Konkret will Dobrindt demnach die Nachrichtendienste personell aufstocken, um die Beobachtung der linksextremen Szene zu verstärken.

    „Wir schlagen zurück – und überlassen den Linksextremisten und Klimaextremisten nicht das Feld“, sagte Dobrindt. „Sicherheit hat oberste Priorität – ohne den Kampf gegen Rechtsextremismus zu vernachlässigen.“

    Zusätzlich will der Bundesinnenminister Betreiber von Strom-, Wasser- und Telekommunikationsnetzen zu strengeren Sicherheitskonzepten verpflichten. Das soll unter dem Kritik-Dachgesetz geregelt werden. Zudem sollen dem Bericht der BamS zufolge höhere IT-Sicherheitsstandards für digitale Netze und Steuerungssysteme gelten, um Hackerangriffen und Sabotage vorzubeugen.

    Städte fordern Blackout-Reserven

    Am vergangenen Wochenende war der Südwesten Berlins durch einen Brandanschlag von der Stromversorgung abgeschnitten worden. Mehrere Tage lang waren bis zu 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbe ohne Strom. Erst am Mittwoch hatte die Versorgung wieder vollständig hergestellt werden können.

    Der Brandanschlag verursachte dem Betreiber des Stromnetzes zufolge erhebliche Schäden. Die eigentlichen Reparaturarbeiten würden Monate in Anspruch nehmen, teilte Stromnetz Berlin mit. Inzwischen sei eine zweite provisorische Hochspannungsleitung in Betrieb genommen worden, die die Stromversorgung im betroffenen Gebiet zusätzlich absichere.

    Nach Stromterror: Zehntausende Berliner Haushalte weiterhin ungeschützt

    Nach Blackout in Berlin: So bekommen Betroffene ihre Miete zurück

    Zu dem Anschlag hatte sich die sogenannte Vulkangruppe bekannt, die von Behörden als linksextremistisch eingestuft wird. Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegner (CDU), und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatten von Linksterrorismus gesprochen. Die Bundesanwaltschaft hatte die Ermittlungen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe übernommen.

    Zuletzt forderte der Deutsche Städtetag mehr und dauerhafte Investitionen in den Bevölkerungsschutz. Der Bund solle eine „nationale Blackout-Reserve“ mit mobilen Kraftwerken einrichten. (mit dpa)

    #Alkemagne #Berlin #catastrophe #politique #préventiin #chrétien-démocrates

  • Ferat Koçak zu „Tennis-Gate“ : Warum der Stromausfall Berlins soziale Spaltung offenlegt
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ferat-kocak-zu-tennis-gate-warum-der-stromausfall-berlins-soziale-s

    Les villes allemandes et la capitale Berlin en particulier ne sont pas prêtes à suber desvattaques et catastrophes naturelles. Depuis la fin de la guerre froide on a économisé en démantelement les systèmes de protection civile. De petits groupes de gens sont alors capables de détruire les réseaux d’électricité de régions entières avec lrs moyens disponibles dans chaque grande surface.

    La préventiin collective étant quasiment absente les riches peuvent se protéger aloors que les gens communs sont exposés aux défaillances des infrastructures. Le maire chrétien-démocrate de Berlin agit enconséquence et joue au tennis avec sa compagne au lieu de consacrer son temps à l’organisation de l’aide pour les quarante cinque mille personnes victimes de la coupure de courant à Berlin. Interrogé il ment d’bord et ne l’avoue qu’une fois confronté avec les preuves de son manquement.

    11.01.2026 von Ferat Koçak - Kein Strom, keine Führung, keine Ehrlichkeit – aber Zeit für Sektempfänge. Sicherheit wird zur Geldfrage: Wer zahlen kann, kommt weg. Wer arm ist, friert. Ein Gastbeitrag.

    Berlin, Anfang Januar 2026. Zehntausende Menschen sitzen frierend in ihren Wohnungen – darunter alte Menschen, Kranke und Säuglinge. Draußen herrschen Minusgrade. Schulen und Kitas bleiben zunächst geschlossen. Der Alltag steht still. Viele fühlen sich von der Außenwelt abgeschnitten. Verzweiflung breitet sich aus.

    Und was macht die Politik? Sie lässt die Menschen im Stich. Verlässliche Informationen fehlen. Hilfe kommt spät oder gar nicht. Notunterkünfte werden unzureichend kommuniziert, Hotelkosten zunächst nicht übernommen.

    Wegner lügt den Menschen dreist ins Gesicht

    Besonders schlimm ist die Situation für alte und kranke Menschen, die tagelang im zehnten Stock ihres Wohnhauses ausharren müssen, weil der Fahrstuhl nicht funktioniert. Von den Lautsprecherdurchsagen, die in einigen Straßen zu hören waren, bekommen sie häufig gar nichts mit.

    Das Krisenmanagement wirkt insgesamt chaotisch und unkoordiniert. Der Senat versagt in einer Situation, in der Führung und Verantwortung gefragt wären. Besonders absurd wurde es für mich, als ich Tage, nachdem der Stromausfall bereits begonnen hatte, plötzlich eine Warnmeldung auf mein Handy erhielt – viel zu spät, um noch irgendeinen praktischen Nutzen zu haben.

    Doch Kai Wegner setzt als Regierender Bürgermeister noch einen drauf. Statt vor Ort zu sein, statt mit den Betroffenen zu sprechen, statt sich selbst ein Bild von der Lage zu verschaffen, macht er es sich lieber im warmen Homeoffice gemütlich. Und damit nicht genug: Wenig später stellt sich heraus, dass Wegner den Menschen dreist ins Gesicht gelogen hat.

    Anstatt sich – wie zunächst beteuert – zu Hause einzuschließen und das Krisenmanagement zu koordinieren, war er ausgerechnet Tennis spielen. Man muss sich das einmal vor Augen führen: Während die Menschen in Berlin einen der schlimmsten Stromausfälle in der Geschichte der Stadt erleben, steht ihr Regierender Bürgermeister auf dem Tennisplatz. Ein besseres Beispiel für die abgehobene Regierung in Berlin kann man sich nicht ausdenken: Die Politik im Roten Rathaus hat endgültig den Bezug zu den Berlinern verloren, für die sie eigentlich arbeiten sollte.

    Die hart arbeitenden Berliner interessieren Wegner herzlich wenig

    Ich erinnere daran, dass Kai Wegner ernsthaft eine Magnetschwebebahn für Berlin vorschlug – ein Prestigeprojekt, das Milliarden verschlungen hätte, während Schulen marode sind und Pflegerinnen im Krankenhaus seit Jahren am Limit arbeiten. Diese Schnapsidee konnten ihm seine Koalitionspartner zum Glück ausreden. Aber auch ohne Magnetschwebebahn schafft es Wegner, abzuheben.

    Ich bin mir sicher: Für einen hochkarätigen Empfang der Immobilienwirtschaft, für einen Lobby-Abend mit Häppchen und Sekt – dafür hätte Kai Wegner jedes Tennis-Match abgesagt. Aber wenn es um die Menschen in Berlin geht, um Hilfe, um Verantwortung? Fehlanzeige. Einmal mehr zeigt er: Die hart arbeitenden Berliner interessieren ihn herzlich wenig. Und die öffentliche Sicherheit unserer Stadt noch weniger: Da, wo Investitionen in die Absicherung von wichtigen Stromnetzen und Infrastruktur dringend geboten sind, spart die CDU jeden Cent. Dabei wäre das echte Sicherheit für die Menschen. Die jahrelange Nachlässigkeit beim Schutz kritischer Infrastruktur rächt sich jetzt. Für die Kabelbrücke, die Ziel des Anschlages war, gab es keine Redundanz, keinen alternativen Versorgungsweg. Das ist fahrlässig.

    Dass Berlin nicht krisenfest ist, war keine Überraschung. Expertinnen und Experten warnen seit langem. Der Berliner Landesrechnungshof stellte bereits vor zwei Monaten fest: Zuständigkeiten im Katastrophenschutz sind unklar, Personal fehlt, Abläufe sind ineffizient. Verantwortung wird zersplittert statt gebündelt. Und auch bundesweit sieht es kaum besser aus. Für viele realistische Szenarien – von Stromausfällen bis zu Extremwetter – existieren keine funktionierenden Notfallpläne.

    Und dann reden Kai Wegner und seine CDU-Parteifreunde seit Jahren ununterbrochen von Sicherheit, Ordnung und Verteidigungsfähigkeit. Gleichzeitig gelingt es offenbar einzelnen Randalierern, mit vergleichsweise geringem Aufwand unsere kritische Infrastruktur zu beschädigen und ganze Stadtteile lahmzulegen? Das ist ein politisches Armutszeugnis. Und es schockiert mich, dass führende Spitzenpolitiker das desolate Krisenmanagement verteidigen, statt Klartext zu sprechen und ehrlich mit den Menschen zu sein.

    Wer arm ist, muss frieren

    Was die Menschen in Berlin erleben mussten, ist beileibe kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines tieferliegenden Problems. Der Zivil- und Katastrophenschutz, der Bereich, der uns im Ernstfall schützen und helfen soll, wurde bundesweit über Jahre kaputtgespart. Behörden sind chronisch unterbesetzt, Geräte veraltet, Abläufe überholt. Kritische Infrastruktur ist unzureichend geschützt, funktionierende Back-up-Systeme fehlen vielerorts. Wie auch für die Kabelbrücke, die in Berlin beschädigt worden ist.

    All das führt dazu, dass Hilfe und Schutz im Krisenfall längst eine Frage des Geldbeutels sind. Wer Geld hat, kann sich einen Generator kaufen, ein Hotel buchen, zu Freunden aufs Land fahren. Friedrich Merz und Kai Wegner und ihre reichen Freunde in der Wirtschaft – sie haben das Geld und die Kontakte, um nicht in einer kalten Wohnung frieren zu müssen, wenn’s hart auf hart kommt. Die Rentnerin, die in der Platte wohnt, hat sie nicht. Die alleinerziehende Mutter, die mit zwei Nebenjobs gerade so über die Runden kommt, ebenso wenig. Sie sind auf Hilfe aus der Politik angewiesen. Auf Politiker, die Verantwortung übernehmen. Auf eine Politik, die vorbereitet ist. Und nicht auf dem Tennisplatz steht.

    Dass es auch anders geht, zeigen die Vorsitzende der Linkspartei, Ines Schwerdtner, und Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp. Sie waren früh vor Ort. Gemeinsam mit zahlreichen Ehrenamtlichen klopften sie – weil die Klingeln ja nicht funktionierten – an Türen, hörten den Menschen zu und organisierten unkomplizierte Hilfe. Dass diese Unterstützung durch Freiwillige – auch von Vereinen und Kirchen und Moscheen – geleistet werden musste, weil es sie in den ersten Tagen schlichtweg kaum gab, spricht Bände.

    Nach dem Stromausfall fühlen sich viele von der Politik im Stich gelassen: „Ohne die Helfer hätten wir nicht überlebt“
    Do-it-yourself: Zivilgesellschaft kompensiert Staatsversagen

    Auch als im Zuge des russischen Angriffes auf die Ukraine tausende Menschen auf der Suche nach Schutz und Sicherheit nach Berlin kamen, waren es freiwillige Helfer, die sie empfangen haben. Das ist staatliches Versagen. Immerhin zeigen Beispiele wie diese: Auch wenn Politiker uns im Stich lassen, wir Berliner halten im Ernstfall zusammen und können uns aufeinander verlassen. Egal was in unserem Pass steht oder welchen Job wir haben.

    Mein Tipp an Kai Wegner: Schneiden Sie sich davon eine Scheibe ab. Verlassen Sie Ihr Büro und Ihren Tennisplatz. Gehen Sie zu den Menschen. Hören Sie zu. Fragen Sie, wo der Schuh drückt. Ich bin mir sicher: Auch ohne Stromausfall würden Ihnen viele sagen, dass sie genug haben von abgehobenen Politikern, die Jahr für Jahr die soziale Infrastruktur dieser Stadt kaputtsparen, statt Geld dort zu investieren, wo es wirklich gebraucht wird.

    Berlin verdient mehr – viel mehr. Davon bin ich überzeugt.

    Zum Autor: Der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak (Die Linke) vertritt den Wahlkreis Berlin-Neukölln.

    #Alkemagne #Berlin #catastrophe #politique #préventiin #chrétien-démocrates

  • JustMusic
    https://www.justmusic.de

    Mit großem Bedauern mussten wir JustMusic am 18.03.2024 schließen.

    Unser Kerngeschäft verlagerte sich zunehmend zu wenigen Online-Giganten, mit weitaus vorteilhafteren Kostenstrukturen. Diese entfachten einen Preisdruck, dem wir als Großstadt-Einzelhändler mit Vollsortiment und den damit verbundenen Personal- und Betriebskosten nicht mehr standhalten konnten. Anders als die Online-Giganten konnten wir die stetig sinkenden Margen nicht durch massenhaften Umsatz kompensieren.

    Auch im lokalen Musikfachhandel war der akute Fachkräftemangel längst offensichtlich und erschwerte ein effektives Ausschöpfen der prinzipiellen Vorteile gegenüber der Online-Konkurrenz. Diesen und andere Faktoren konnten wir nicht beeinflussen, u.a. die angeordneten Ladenschließungen und Auflagen zur Pandemie, die Inflation, die stark gestiegenen Betriebskosten oder die rückläufige Nachfrage am Luxusgut „Musikinstrument“ in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

    Nach langjährigem Aufbäumen, den internen Umstrukturierungen während und nach der Pandemie mit den damit verbundenen Schließungen der Filialen in Hamburg, München und Dortmund, sowie der Piano Galerie in Wilmersdorf, sahen wir keine weitere Möglichkeit mehr, den Negativtrend umzukehren.

    Mit JustMusic verabschiedete sich nicht nur ein weiteres Kaufhaus aus der Hauptstadt, sondern ein Treffpunkt für Musiker und Musikbegeisterte, ein Stück Tradition & Kultur.

    An alle unsere Kunden und Freunde des Hauses geht ein herzliches Dankeschön für ihre Treue und für ihr Interesse. Ebenfalls bedanken wir uns bei allen aktuellen und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz und ihre Loyalität über die Jahrzehnte.

    Wichtige Informationen zu Service und Reparaturen:

    Ab dem 18.03.2024 können wir Reparaturen nicht mehr entgegennehmen. Bereits eingegangene oder bearbeitete Serviceanfragen werden selbstverständlich zu Ende gebracht und bereits eingegangene Gewährleistungsfälle bearbeitet. Die gesetzlichen Vorgaben zur Garantie stehen dabei unverändert im Fokus.

    Wichtige Angaben für Serviceanfragen:

    Auch nach dem 18.03.2024 kommen wir natürlich unseren gesetzlichen Verpflichtungen aus Gewährleistungsansprüchen sowie berechtigten Ansprüchen aus unserer freiwilligen Justmusic-Garantie nach! Wir nehmen jedoch keine Reparaturen mehr an, die außerhalb unserer Gewährleistungs/-Garantieverpflichtung liegen.

    Bereits aufgegebene und eingesendete oder abgegebene Gewährleistungs-/Garantiefälle werden durch unseren Service und Partner natürlich auch weiterhin bearbeitet. Ihr werdet nach Fertigstellung kontaktiert und erhaltet Euer Instrument/Produkt nach Terminvereinbarung ausgehändigt oder zugesandt.

    Für alle Fragen zu Servicefällen und Reparaturen, schreibt uns bitte eine E-Mail an service@justmusic.de unter Angabe der Servicefallnummer oder Reparaturauftragsnummer.

    ✔️ Eine Rechnungskopie des gekauften Produkts bzw. Instruments
    ✔️ Eine konkrete Mangel-/ Fehlerbeschreibung
    ✔️ Die Angabe der Seriennummer des Produkts
    ✔️ Eure Kontaktdaten sowie eine Telefonnummer, sodass wir mit Euch ggf. Rücksprache halten können

    Wir bitten um Verständnis, dass eine persönliche Beanstandung oder Abgabe von Reparaturgegenständen an unserem Standort ab 18.03.2024 aus logistischen Gründen nicht möglich ist.

    Für alle anderen Anliegen wendet Euch bitte an info@justmusic.de.

    AGB | Widerruf | Impressum | Datenschutz

    © Copyright 2024 JustMusic GmbH

    #Berlin #Kreuzberg #Oranienstraße #Wirtschaft #Handel #Konzentrationsprozeß #Gentrifizierung

  • Radio : Bertrand Louart, Racine de Moins Un, la centième, 2025

    Pour la centième émission #Racine_de_Moins_Un, son animateur et réalisateur #Bertrand_Louart, donne quelques explications sur le contenu de cette série d’émissions. D’abord, le titre de la série. Ensuite, la critique de la science et du #scientisme et son rapport avec la critique #anti-industrielle ou critique du capitalisme industriel. Enfin, à partir des conséquences de l’#automatisation, comment la critique de la technologie met en évidence les formes impersonnelles de domination, d’exploitation et d’aliénation.

    Alors bien sûr, l’utilisateur final de la technologie peut avoir l’impression de disposer d’une plus grande liberté de choix et d’usage. Mais ce n’est jamais qu’une impression : l’automobiliste doit aller travailler tous les jours en voiture pour pouvoir payer l’assurance, le carburant et les traites de son automobile ; l’utilisateur de smartphone est pris dans la toile d’Internet et des réseaux sociaux pour pouvoir continuer d’exister professionnellement et socialement, etc. La technologie – qu’on l’accepte ou la refuse – transforme en profondeur la société et la vie quotidienne de tout le monde à travers toute la planète, autant pour sa production que dans son usage. [...]
    Pour conclure provisoirement cette émission – car il y aurait bien d’autres choses à dire –, la critique anti-industrielle met en évidence les formes de domination, d’exploitation et d’aliénation qui sont impersonnelles, c’est-à-dire qui sont inscrites par le développement du capitalisme industriel dans l’aménagement du territoire, les dispositifs technologiques, la structure des machineries, etc. Ces appareillages peuvent donner au premier abord un sentiment de liberté et d’autonomie, mais le plus souvent ils viennent renforcer la dépendance à la marchandise et à l’argent ; et donc participent à détourner nos désirs et aspirations afin de continuer à faire tourner le système.
    Quoi qu’il en soit, souvenez-vous que :
    La seule chose pire que d’utiliser la technologie
    tout en la critiquant,
    c’est de l’utiliser sans jamais la critiquer
    .

    https://sniadecky.wordpress.com/2026/01/03/rmu-centieme

    Avec le PDF qui va bien :
    https://archive.org/download/rmu-100-louart-centieme/RMU_100_Louart-Centieme.pdf

    #critique-techno #Encyclopédie_des_Nuisances #Zamiatine