• “Screw Humboldt ” - Jorge Canizares Esguerra
    https://medium.com/@jorgecanizaresesguerra/screw-humboldt-def1320213f5

    How could the Prussian claim any authority on geo-distribution on the Chimborazo if Humboldt half-climbed once the volcano for a few hours and then left? Humboldt’s maps are cute but wrong. In fact, empirically they are crap. Let me tell you how to really do and map biodistribution

    Un article à charge contre notre héros sud-américain, dépeint comme un touriste pas sérieux plutôt qu’un scientifique, et à l’occasion pilleur d’idées et de concepts.

  • Roland-Berger-Stiftung - Verleihung von Menschenwürde-Preis wird verschoben
    https://www.deutschlandfunk.de/roland-berger-stiftung-verleihung-von-menschenwuerde-preis.2849.de.h


    Après le dévoilement du passé nazi du père du consultant Roland Berger la cérémonie de remise du Prix Roland Berger au musée juif à Berlin sera retardée. C’est un de ces moments quand l’histoire prend un tournant ironique car les membres du jury représentent une frange de la société qui est responsable pour la majorité des crimes commis par les entreprises multinationales et les états impérialistes : Romano Prodi, Shirin Ebadi, Joschka Fischer, Maria Furtwängler, Muhammad Yunus et Roland Berger sont tous des spécialistes du blanchiment moral des élites au pouvoir.

    Die Roland-Berger-Stiftung hat die für Montag geplante Verleihung ihres Preises für Menschenwürde verschoben.

    In einer Mitteilung hieß es, mit diesem Schritt möchte der Stifter Roland Berger vermeiden, dass die aktuelle Berichterstattung über die Rolle seines Vaters in der Zeit des Nationalsozialismus die Würde und das Renommee des Preises gefährde. Georg Berger war einem Bericht des „Handelsblattes“ zufolge 1931 in die NSDAP eingetreten und von 1936 bis 1939 Reichskassenverwalter der Hitler-Jugend gewesen. Anschließend sei er Generaldirektor einer „arisierten“ Backfabrik geworden und habe in einer beschlagnahmten Villa gewohnt.

    Der Unternehmensberater Roland Berger hatte seinen Vater lange als Gegner und Opfer der Nazis dargestellt. Er sagte dem Handelsblatt, er habe nun zwei Historiker mit Nachforschungen beauftragt.

    Der polnische Bürgerrechtler Adam Bodnar, der den Preis für Menschenwürde am Montag im Jüdischen Museum in Berlin erhalten sollte, hatte am Freitag erklärt, er nehme die Auszeichnung wegen der Zweifel an Bergers Rolle im Nationalsozialismus nicht entgegen.

    Roland Berger Preis für Menschenwürde – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Berger_Preis_f%C3%BCr_Menschenw%C3%BCrde

    Der Roland Berger Preis für Menschenwürde ehrt Personen und Organisationen, die sich vorbildlich und erfolgreich für Menschenwürde einsetzen und Völkerverständigung, Toleranz und eine freie und friedliche Gesellschaft fördern. Der Preis wird regelmäßigGeorg L. Berger – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_L._Berger

    Georg L. Berger (* 12. September 1893 in Würzburg[1]; † 1977 in Egglkofen) war ein Unternehmer, der durch Arisierungen und enge Zusammenarbeit mit dem NS-Regime zum Leiter des Lebensmittelkonzerns Ankerbrot und zum Ministerialrat im Reichswirtschaftsministerium wurde.

    in Berlin verliehen. Das Preisgeld ist zweckgebunden.

    Das mit der Auswahl der Preisträger beauftragte Komitee besteht aus Romano Prodi, Shirin Ebadi, Joschka Fischer, Maria Furtwängler, Muhammad Yunus und dem Stifter Roland Berger (Stand März 2017). Das Stiftungskapital beträgt 50 Millionen Euro.❞

    Georg L. Berger – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_L._Berger

    Georg L. Berger (* 12. September 1893 in Würzburg[1]; † 1977 in Egglkofen) war ein Unternehmer, der durch Arisierungen und enge Zusammenarbeit mit dem NS-Regime zum Leiter des Lebensmittelkonzerns Ankerbrot und zum Ministerialrat im Reichswirtschaftsministerium wurde.

    #Autriche #nazis #histoire #Allemagne #Berlin #Kreuzberg #Lindenstraße

  • Der Taxi Racer in Berlin : Amazon.de : Games
    https://www.amazon.de/Der-Taxi-Racer-in-Berlin/dp/B0000C1CC0/ref=pd_sbs_63_1/261-8051288-3515112?_encoding=UTF8&pd_rd_i=B0000C1CC0&pd_rd_r=e9add713-9c19-4

    Der Taxi Racer in Berlin
    von Emme Deutschland
    Plattform : Mac, Windows |
    Alterseinstufung: USK ab 0 freigegeben

    Informationen zum Spiel

    Plattform: Windows, Mac
    USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben
    Medium: Computerspiel

    Produktinformation

    ASIN: B0000C1CC0

    Produktbeschreibungen

    Mit Vollgas durchs Brandenburger Tor! Spielen Sie die actionreiche und tempogeladene 3D-Taxi-Racing-Simulation. Ihre Aufgabe besteht darin, Fahrgäste so schnell wie möglich und ohne Rücksicht auf Verkehrsschilder an ihren Bestimmungsort zu bringen. Verschiedene Fahrzeuge stehen Ihnen zur Verfügung, um mit atemberaubendem Tempo und waghalsigen Überholmanövern durch die Straßen Berlins zu rasen. Überschläge, dramatische Crashs und 360 Grad Dreher sind bei diesem Highspeed-Actionspiel vorprogrammiert. Für außergewöhnlich spektakuläre Stunts bekommen Sie sogar Bonuspunkte! Sollte Ihr Wagen durch Ihren rasanten Fahrstil zu stark beschädigt werden, so können Sie ihn in einer Werkstatt reparieren lassen. Bei diesem detailgenauen 3D-Actionspiel können sich die Rennfahrer von heute richtig austoben und müssen sich an keine Verkehrsregeln halten! Doch Vorsicht, Ihre Fahrgäste dulden nicht alles! Die TOP-Features von „Der TAXI RACER in BERLIN“: 4 Fahrermitsamt Wagen wählbar: Mercenary-C Limo, Zetto3 Cabrio, Gulfwar GTI, und 70s Style-Granado 2 zusätzliche Bonus-Fahrzeuge werden im Missionsverlauf freigeschaltet. Für noch mehr Action! Bonuspunkte für verrückte Stunts & Fahrmanöver 21 Missionen in 4 Stadtbezirken der Hauptstadt 10 verschiedene Passanten mit flotten Sprüchen Objekte wie Mülltonnen, Laternen, Sitzgruppen & vieles mehr können umgefahren werden Heftiger Soundtrack, wummernde Bässe und knackige Sound-Effekte passend zum Spiel Detailnahes 3D-Modell der Berliner Innenstadt Stuffenlos optimierbar für normale und schnelle Rechner Die geprüfte, originale deutsche Vollversion! „Der TAXI RACER in Berlin für Microsoft Windows“ wurde hervorragend bewertet von „PC Joker“, Ausgabe 02/2004 Systemvoraussetzungen System: Windows 98/ME/XP Prozessor Empfehlung: ab 1 GHz RAM: 128 MB Freier Festplattenspeicher: mind. 131 MB Grafikkarte: 3D-Beschleunigung mit 32 MB Steuerung: Tastatur & Maus

    Kundenrezensionen
    Spitzenrezensionen
    Jasmin
    1,0 von 5 SternenNaja
    27. November 2015
    Verifizierter Kauf
    Lässt zu wünschen übrig aber war ja fast geschenkt. Hatte es aus meiner Kindheit besser in Erinnerung. Schade aber naja
    Nützlich
    Kommentar Missbrauch melden
    Captain Kosy
    5,0 von 5 SternenDas beste Spiel seiner Serie! Unschlagbar, genial!!!
    28. Juni 2010
    Wer Berlin liebt (so wie ich) und wer Berlin kennen lernen will, für den ist „Taxi-Racer in Berlin“ absolut gemacht. Man lernt spielerisch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin kennen und kann alle Level bestehen. Während man die Nachfolger „TaxiRacer in London“ nur bedingt und „TaxiRacer in NewYork“ absolut nicht empfehlen kann, ist dieses Spiel einfach unschlagbar!!

    Während man die Fahrgäste von A nach B befördert, werden wie beim Navi die Straßennamen genannt, in denen man gerade unterwegs ist. Man bekommt zum Beispiel eine Fahrt von der Siegessäule zum Alexander Platz. Es macht tierisch Spaß mit 180 km/h durchs Brandenburger Tor zu rasen, was man in der Realität nicht direkt machen kann bzw. nicht machen sollte. Die Realität sollte man beim Spiel wegdenken, denn man kann bei dem Spiel auch in die Spree fahren, um so schneller ans Ziel zu kommen. Dabei geht man unter (später kann man wieder hochfahren) und fährt durch das Flussbett zum Ziel. Im Spiel sind auch Schanzen versteckt, die man spaßighalber benutzen kann. Wenn man richtig gut ist, kann man sie prima für die schnelle Weiterfahrt einsetzen.

    Für diejenigen, die die Level nicht schaffen, gibt es Mogelcodes (Cheats) im Netz. Aber ich habs auch ohne geschafft... Man sollte am Besten die Fahrgäste mit gelben oder orangem Euro-Zeichen einsammeln. Die Fahrgäste wollen meistens nicht weit gefahren werden und bezahlen recht gut.

    Fazit: Das Spiel ist absolut empfehlenswert. „TaxiRacer in Berlin“ bleibt und ist unschlagbar! Das Preis-Leistungsverhältnis ist klasse. Für den Fan sowieso ein Muss.

    #Berlin #Taxi #Spiel #game #jeux

  • Taxi Challenge Berlin: Amazon.de: Games
    https://www.amazon.de/Hemming-Taxi-Challenge-Berlin/dp/B0000632OG/ref=sr_1_fkmr0_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Speziala


    Alt und wohl eher weniger gut. Aber vielleicht hat es in zwischen Patina angesetzt und gefällt durch den Nostalgiefaktor.

    Produktbeschreibung

    Stahlharte Nerven und flinke Reflexe sind bei TAXI Challange BERLIN Grundvorraussetzung. Wo U-Bahn-Tunnel und andere Abkürzungen zur Verfügung stehen, ist an gemütliches Herumfahren nicht zu denken. Mit jedem zahlenden Fahrgast steigt die Chance auf den Titel des besten Taxifahrers von Berlin. Für ausgedehnte Besichtigungen der Berliner Innenstadt hat der Spieler absolut keine Zeit. Der irre 3D-Fahrspaß steckt in einer ganz und gar normalen Taxifahrt am PC. Als Kutscher ohne Furcht und Tadel nimmt der User das virtuelle Lenkrad in die Hand. Ohne Geld und vom Chef gefeuert, hat der Taxifahrer nur 24 nervenaufreibende Stunden, um der Welt zu zeigen, wer der beste Taxenlenker überhaupt ist. Zuvor steht jedoch der harte Kampf um zahlende Fahrgäste auf dem Plan. Aggressive Passanten und andere Chaoten machen diese Aufgabe nicht gerade leicht. Nur bei pünktlicher Ankunft am gewünschten Ziel gibt es bares Geld für die Hetzerei. Waghalsige Stunts verheißen ebenfalls ein steigendes Punktekonto. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Blechschäden und andere Blessuren am Auto repariert die Werkstatt nur gegen harten Euro. Für noch schnellere Zeiten sind auch ungewöhnliche Abkürzungen erlaubt. Steht also ein Gebäude der kürzeren Strecke im Wege, dann nichts wie hindurch und somit kostbare Minuten gespart. Zu Beginn stehen vier abgedrehte Charaktere in ihren Fahrzeugen zur Auswahl bereit. Anschließend geht es auf die digitale Piste von Berlin. Dutzende realer Gebäude und ein 3D-Modell der Stadt machen Lust auf eine Entdeckungsfahrt der anderen Art. Mehr als 20 Missionen und andere aufregende Modi warten auf die Fahrkünste des Actionfreaks.

    Produktbeschreibung des Herstellers
    Rasen Sie durch die Hauptstadt und werden Sie „Taxi-König“ von Berlin. Die Fahrgäste: aggressive Omas, süsse Lolitas, Gays und viele mehr.

    Kundenrezensionen

    Prof. Dr. S. Piasecki
    5,0 von 5 SternenEndlich mal ein Spaßfaktor...
    9. Juli 2002
    Das es sowas gibt, hätte ich nicht gedacht. Ein Rennspiel, das in Deutschland spielt und noch dazu große Teile einer Stadt beinhaltet. Das ist in diesem Spiel ziemlich gut gelungen. Natürlich ist nicht jedes Detail drin, aber die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind drin (ziemlich gut: der Potsdamer Platz). Dazu die wichtigsten Straßen (falls mal jemand die Loveparade-Route nachfahren will). Weiterhin jede Menge Laternen, Mülltonnen, Straßencafes etc. die man natürlich alle umfahren kann. Die Menge an Passanten und Straßenverkehr ist enorm. Wer einen einigermaßen flotten Rechner (ab P3 500) hat, hat ziemlich viel zu entdecken.

    Aber das beste ist der Missionsmodus. Man kann abends nur ein paar Minuten spielen oder auch ein paar Stunden. Man kommt einfach nicht davon los. Man fährt einfach immer wieder noch eine Runde. Oder spielt eine der alten Missionen, die man auch nachher noch laden kann. Endlich mal ein Spiel mit einer riesigen 3D-Welt, einer Menge Spielspaß und einem Spielkonzept, das einem das Loslegen erlaubt, ohne daß man dafür noch eine halbe Stunde ein Handbuch lesen muß. Noch dazu ist der Preis absolut angenehm.

    Claudia Garunn
    5,0 von 5 Sternen"Voll fett, Meister" (Zitat aus Taxi Challenge Berlin)
    3. Mai 2002
    Dem Ausruf des Punkers in diesem Spiel kann frau eigentlich nichts hinzufügen. Meiner ganzen Familie macht das Spiel Spaß und wir wetten schon, wer die meiste Kohle macht. :)
    Wenn man sich erst einmal an die Steuerung gewöhnt hat (geht sehr schnell), geht wirklich die Post ab. Mein Mann zieht ja sein Lenkrad vor, meine kleine Tochter (7 Jahre) und ich spielen aber lieber per Tastatur. Für die Kleine wäre das Lenkrad auch etwas zu wuchtig. Ich hoffe, dass demnächst mehr Städte versorgt, bzw. versoftet werden. Bis dann, Claudia

    Amazon Customer
    1,0 von 5 SternenDas Spiel ist ein einziger Cliping Fehler
    7. Juli 2002
    Ich weiß nicht was man sich dabei gedacht hat. Berlin sieht aus als hätte es jemand Fotografiert, dann gestreckt und dann eingefügt. Realismus ist in diesen Spiel nicht vorhanden. Die Leute die dieses Spiel gemacht haben, müssen sich wohl ein Buch aus der Bücherei ausgeliehen haben(Wie mach ich Computerspiele), wie das Kapitel Cliping fehlte. Jede Minute rast du durch die Starße durch und fährst auch durch Häuser. Also jeden anraten sich Crazy Taxi zu kaufen oder die Taxi Missionen von GTA 3 machen.

    #Berlin #Taxi #Spiel #game #jeux

  • Tagesspiegel Leute Newsletter | Tempelhof-Schöneberg 15.10.19
    https://leute.tagesspiegel.de/tempelhof-schoeneberg/macher/2019/10/15/99465/parkraumbewirtschaftung-innerhalb-des-s-bahn-rings

    15.10.2019 - Die Zeiten, in denen man in verschiedenen Stadtvierteln kostenlos parken kann, gehen dem Ende entgegen. Wie der Bezirk auf eine parlamentarische Anfrage antwortete (hier als PDF), ist „für die Flächen innerhalb des S-Bahnringes eine Parkraumbewirtschaftung
    flächendeckend geplant“, die bis Ende 2020 umgesetzt werden soll. Dies sei im Hinblick auf die Ziele des im Juli dieses Jahres beschlossenen Luftreinhalteplans notwendig. Der Bezirk bereitet derzeit die Vergabe für eine Machbarkeitsstudie der im S-Bahnring gelegenen Areale vor, in denen es bislang noch keine Ticketautomaten gibt. Im Frühjahr war im Schöneberger Norden eine neue Parkraumbewirtschaftungszone eingeführt worden.

    Und was geschieht außerhalb des S-Bahn-Rings? Für die Region rund um den Tempelhofer Damm zwischen Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße wurde im Zuge des „Verkehrsversuchs Tempelhofer Damm“ ebenfalls eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden bis Jahresende erwartet. Bei dem Verkehrsversuch Tempelhofer Damm handelt es sich um das Vorhaben, auf der Hauptverkehrsstraße geschützte Fahrradspuren einzurichten. Auch für Friedenau wird eine Studie in Auftrag gegeben werden, einen Terminplan gibt es aber noch nicht.

    #Berlin #Tempelhof #Verkehr #Parkraumbewirtschaftung

  • Solidarisches Grundeinkommen in Berlin: Die Nicht-Überwindung von Hartz IV - taz.de
    https://taz.de/Solidarisches-Grundeinkommen-in-Berlin/!5620955

    10. 9. 2019 von Volkan Agar - Das „Solidarische Grundeinkommen“ ist angelaufen. Erwerbsloseninitiativen halten die Idee des Regierenden Bürgermeisters für einen schlechten Scherz.

    Vor einem der Eingänge zum Neuköllner Jobcenter in der Mainzer Straße steht eine Frau und verteilt stillschweigend Werbeflyer eines Anwalts. Am anderen Eingang in der Hermannstraße sprechen Mariam* und andere von der Gruppe Solidarische Aktion Neukölln mit eigenen Flyern Jobcenter-Besucher an. Auf einem Campingtisch, den sie mitgebracht haben, liegen Kaubonbons und noch mehr Flyer, vom Bündnis Zwangsräumungen Verhindern oder von Deutsche Wohnen und Co. Enteignen. Ihr eigener Flyer fragt in Knallgelb: „Das Jobcenter nervt?“

    Zwar sind die Arbeitslosenzahlen in der Hauptstadt in den letzten zehn Jahren gesunken: 2009 lebten in Berlin noch 236.669 Arbeitslose, 2018 waren es 156.230. Das entspricht einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 14 auf 8,1 Prozent.

    Doch für Mariam und ihre Gruppe hat jeder Einzelne von ihnen, der Hartz IV bezieht, potentiell Ärger mit dem Jobcenter. „Weil das Geld zu spät kommt, weil Sanktionen angedroht werden“, sagt Mariam. „Dabei brauchen die Menschen das Geld zum Überleben.“

    Aber nicht nur die Solidarische Aktion Neukölln, auch die Sozialdemokraten in Berlin und der Republik wollen Hartz IV hinter sich lassen. Zumindest sagen sie das immer wieder. Letztere erhoffen sich davon, den Abstieg ihrer Partei aufzuhalten, ihr soziales Profil zu schärfen. In Berlin hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller einmal sogar gesagt: „Hartz IV werden wir nicht von heute auf morgen abschaffen. Aber man muss mal irgendwo anfangen.“

    Das Ende von Hartz IV?
    Das Ende von Hartz IV möchte Müller konkret mit dem sogenannten Solidarischen Grundeinkommen (SGE) einläuten. Laut Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales sollen in diesem Jahr 250, bis Ende 2020 dann 1.000 Berliner eine gemeinwohlorientierte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei landeseigenen Unternehmen oder bei freien Trägern aufnehmen. Entlohnt werden sollen sie nach Tarif, mindestens nach Mindestlohn. Sie sollen in Schulen und Kitas bei der Essensausgabe helfen, als Hausmeistergehilfen der landeseigenen Wohnungsunternehmen oder als Mobilitätshelfer bei der BVG.

    Die ersten beiden Verträge wurden im August bei der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM und bei der Inklusionshilfe Kopf, Hand + Fuß abgeschlossen. Zielgruppe sind Menschen, die maximal drei Jahre arbeitslos sind. Vergangene Woche hat die Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) mitgeteilt, dass mehr als 200 Berliner Arbeitgeber Interesse angemeldet und 1.800 Stellen eingereicht haben. Das Projekt dauert fünf Jahre und kostet das Land Berlin 200 Millionen Euro. Der Senat garantiert den SGE-Arbeitnehmern, dass sie danach im öffentlichen Sektor weiterbeschäftigt würden, falls sie nicht bei den landeseigenen Unternehmen bleiben könnten.

    Anfang August hat das Pilotprojekt begonnen – und das im Vergleich zu den vorangegangenen Debatten darum weitestgehend unbeachtet. Das mag daran liegen, dass Müller zunächst auf bundesweite Verbreitung und einen größeren Stellenumfang gehofft hatte und darin enttäuscht wurde – weil sein Projekt mit dem „Teilhabechancengesetz“ von Bundesarbeitsminister und Müllers Parteikollege Hubertus Heil kollidiert ist.

    Letzteres gilt seit Jahresbeginn. Vom SGE unterscheidet es sich zunächst im Umfang: für 50.000 Arbeitsplätze – und hier auch in der privaten Wirtschaft – gibt der Bund in fünf Jahren Lohnkostenzuschüsse im Umfang von vier Milliarden Euro aus. Während Heils Vorstoß sich vor allem an Menschen richtet, die sechs oder mehr Jahre arbeitslos sind, zielt Müllers SGE auf Menschen ab, die mindestens ein Jahr und maximal drei Jahre arbeitslos gemeldet sind. In Berlin existieren nun beide Programme parallel.

    Kein bedingungsloses Grundeinkommen
    Dass Müller mit dem Namen seines Programms einen falschen Eindruck erweckt, ist ein weiterer Unterschied zu Heils Programm. Denn anders als „Solidarisches Einkommen“ suggeriert, handelt es sich um kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern um eine Art öffentliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die keineswegs innovativ ist, sondern ähnliche Vorgänger hat. Als „Etikettenschwindel“ bezeichnet die Berliner CDU Müllers Pilotprojekt, wenn auch aus anderen Gründen als Erwerbsloseninitiativen.

    Mariam von der Solidarischen Aktion Neukölln findet, dass Müllers Programm ein „Scherz“ sei. Das Solidarische Grundeinkommen sei weder solidarisch, noch ein Grundeinkommen, sondern eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, „weil es Jobs sind, die Leute machen, um dafür Geld zu bekommen“. Müllers Programm sei alles andere als eine „bedingungslose Existenzsicherung für alle“. Die Arbeitnehmer würden gar zu Bittstellern gemacht – obwohl sie ja „nicht netterweise etwas vom Staat bekommen, ohne dafür etwas zu leisten“.

    Deswegen werden sie und ihre Gruppe auch weiterhin zwei Mal im Monat vor dem Jobcenter stehen und Betroffene ansprechen. Neben diesen spontanen Begegnungen treffen sich die Mitglieder zwei Mal im Monat in der Friedelstraße zum sogenannten „Anlaufspunkt“. Hier kommen Menschen hin, die Probleme mit dem Jobcenter haben und die Struktur der Solidarischen Aktion kennenlernen wollen. An zwei weiteren Tagen im Monat gibt es einen „Bürotag“, an dem Konkretes besprochen und organisiert wird: Antwortschreiben oder Begleitungen zum Jobcenter.

    „Niemand soll mit seinen Problemen alleine sein“, fasst Sebastian*, ein anderes Mitglied, das Prinzip der Gruppe zusammen. Sie hat sich vor über einem Jahr aus Personen gegründet, die selbst sozialen Stress hatten, Konflikte mit Jobcenter, Vermietern oder bei der Arbeit. Das Kollektiv versteht sich als eines der gegenseitigen Unterstützung und des Wissensaustauschs, das offen ist für neue Menschen – aber nicht als klassische Beratungsstelle. „Wir sind keine Experten, aber gemeinsam haben wir viel Wissen“, sagt Sebastian.

    Ursachen und Auswirkungen von Erwerbslosigkeit
    An dem Montagvormittag vor dem Jobcenter Neukölln kommt ein Mann, der sich als Momo vorstellt. Er erzählt, dass er beim Jobcenter ein Darlehen beantragt habe, um Familienmitgliedern Flugtickets zu kaufen, die sich auf der Flucht aus dem kriegsgeschüttelten Jemen befinden. Nachdem deren Visa zu verstreichen drohten, habe er privat Schulden aufgenommen, um die Tickets zu bezahlen. Jetzt wolle das Jobcenter das Darlehen aber nicht mehr auszahlen. Momo packt einen vollgehefteten Ordner aus seinem Rucksack und sucht die Schreiben dazu raus. Er und die Solidarische Aktion haben sich vor dem Jobcenter kennengelernt, jetzt kommt Momo auch zu den Treffen in die Friedelstraße. Zwischen zehn und 15 Menschen treffen sich bei den Terminen der Solidarischen Aktion derzeit.

    Auch die Erwerbsloseninitiative Basta aus dem Wedding versteht ihre Arbeit als Basisarbeit, das heißt: Die Beratungen, die sie drei Mal wöchentlich in verschiedenen Sprachen anbietet, versteht sie nicht als reinen Service. Vielmehr sollen die Beratungsgespräche einen Impuls dafür geben, sich zu organisieren, gemeinsam aktiv zu werden.

    Claudia Kratsch, 59 Jahre alt, selbst erwerbslos, erzählt im Ladenraum von Basta in der Schererstraße, dass sich mittlerweile mehrere hundert Menschen im Kontaktpool der Initiative befänden. Davon seien knapp 50 aktiv, etwa bei Begleitungen zum Jobcenter oder auch bei Konfrontationen mit Vermietern. Jährlich, so die Initiative, berät Basta über 1.000 Personen und setzt Rechtsansprüche in der Höhe von 100.000 Euro gegen das Jobcenter durch.

    Die Menschen, erzählt Kratsch, kommen nicht nur aus dem Wedding, sondern aus der ganzen Stadt. Arbeitslosigkeit versteht sie als systemimmanent: In einem ihrer Texte schreibt die Initiative, dass die Existenz von Arbeitslosen „Noch-Arbeitende“ unter Druck setzen solle – als permanente und drohende Erinnerung daran, dass letztere jederzeit ersetzbar sind. Ihnen gehe es deshalb darum, „die Ursachen und Auswirkungen von Erwerbslosigkeit politisch zu erarbeiten“, so die Initiative.

    Spiel mit der Hoffnung von Armen
    So erhofft sich Basta auch wenig von Projekten wie dem von Müller. „Die SPD versucht einen Begriff zu kapern, der für viele arme Leute mit Hoffnung verbunden ist: das Bedingungslose Grundeinkommen“, sagt Kratsch. Auch sie spricht von „altem Wein in neuen Schläuchen“, von einer Neuauflage der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. „Weil wir derartige Vorschläge kennen, diskutieren wir bei Basta wenig über solche Neuauflagen.“

    Das Ende von Hartz IV bleibt beim Regierenden Bürgermeister Michael Müller also erst mal Rhetorik. Sebastian und seine Solidarische Aktion Neukölln wollen diesem mit öffentlich wirksamen Aktionen näherkommen. Sebastian war früher beim Bündnis Zwangsräumungen verhindern aktiv.

    Er erinnert sich daran, wie unbekannt das Wort Gentrifizierung vor Jahren noch war. Heute ist es das Stadtthema schlechthin. „Weil es mittlerweile auch die Mittelschicht und die Journalisten betrifft, die Artikel darüber schreiben.“ Wer selbst nicht betroffen sei, dem falle die Empathie zwar schwer, so Sebastian. Trotzdem versucht die Gruppe weiter auf das Jobcenter und seine Betroffenen aufmerksam zu machen. 2015 hatten Zwangsräumung verhindern und Basta dem Jobcenter Neukölln mit einer Aktion vor Ort den „Goldenen Knüppel“ verliehen, um dessen repressive Praxis zu problematisieren. Für die Solidarische Aktion, die gerade neue Aktionen plant, dient das als eine Inspiration.

    *Die Namen wurden von der Redaktion geändert

    #Berlin #Arbeit #SGE

  • Pilotprojekt kommt gut an - taz.de
    https://taz.de/!5623028

    3. 9. 2019 - Mehr als 200 Berliner Arbeitgeber haben Interesse am Pilotprojekt „Solidarisches Grundeinkommen“ angemeldet. Sie reichten mehr als 1.800 Stellenangebote ein, wie Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Montag bilanzierte. Dabei seien häufig Stellen in Kitas, Lotsendiensten und als Mobilitätshilfen angemeldet worden. Bis Ende des Jahres sollen 250 Stellen besetzt werden. Unter den rund 210 Arbeitgebern sind freie Träger, Unternehmen, kommunale Betriebe und Verwaltungen. Zielgruppe sind Arbeitslose nach ihrem Übergang in das Arbeitslosengeld II inklusive des dritten Jahrs in der Arbeitslosigkeit. Bis Ende 2020 sollen 1.000 Arbeitslose vermittelt werden.

    #Berlin #Arbeit #SGE

  • Uber erschwert den Taxis das Geschäft: Taxifahrer fühlen sich uberfahren - taz.de
    https://taz.de/Uber-erschwert-den-Taxis-das-Geschaeft/!5632392

    11. 10. 2019 von Lukan Waschbüch - Seit zwei Jahren ist das Unternehmen Uber auf Berlins Straßen unterwegs. Die Taxifahrer der Stadt treibt das in finanzielle Not.

    Die Kamera filmt ihn heimlich von der Rückbank aus, drei Männer sitzen mit im Auto. Der junge Mann fährt unsicher, mehrfach müssen seine Fahrgäste ihm den Weg weisen. Er arbeitet noch nicht lange als Fahrer für das Unternehmen Uber, kennt sich in Berlin nicht gut aus. Wie seine Arbeitskraft angemeldet sei, fragen die drei Fahrgäste. Was er sonst mache, wie viel er verdiene. Es ist ein regelrechtes Verhör, doch der Fahrer schöpft keinen Verdacht. Er antwortet bereitwillig.

    Die neugierigen Fahrgäste sind Taxifahrer, und sie kämpfen um ihr wirtschaftliches Überleben. Die Konkurrenz durch das private Dienstleistungsunternehmen Uber erschwert ihnen das Tagesgeschäft – vor allem, weil Uber-Fahrer sich nicht an gesetzliche Regeln hielten, so der Vorwurf der Taxifahrer. Mem Deisel, Berliner Taxi-Unternehmer, erklärt, seine Umsätze seien innerhalb eines Jahres um 30 Prozent zurückgegangen. Das gelte auch für andere Unternehmer der Branche.

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    Seit mittlerweile zwei Jahren sammelt eine Gruppe von Taxifahrern deshalb Daten, die illegale Praktiken bei Uber und seinen Partnerunternehmen beweisen sollen. Das heimlich gefilmte Video, das der taz vorliegt, ist einer dieser Beweise. Außerdem haben sie jede Menge Fotos gesammelt, von Uber-Fahrzeugen auf der Busspur oder wartend am Taxi-Stand beispielsweise. Privilegien, die rechtlich der Taxibranche vorbehalten sind.

    Eines der größten Ärgernisse in den Augen der Taxifahrer ist die fehlende Durchsetzung der sogenannten Rückkehrpflicht. Sie gilt eigentlich für alle privaten Fahrdienstleister und besagt, dass die Fahrer nur am Firmensitz ihrer Arbeitgeber auf Aufträge warten dürfen. Sie dürfen nicht unterwegs anhalten oder einen Umweg fahren, um die Zeit bis zu einem neuen Auftrag zu überbrücken. Mit der Rückkehrpflicht soll nicht nur das Taxigewerbe geschützt werden, sondern auch die Stadt vor noch mehr Autos, die ziellos ihre Runden drehen.

    In den Straßen rund um Tegel
    Uber ist in Berlin nicht Anbieter, sondern Vermittler von privaten Fahrdienstleistungen. Örtlich ansässige Mietwagenunternehmen können sich auf der Uber-Plattform registrieren und Fahrten anbieten, die Uber-Nutzer buchen dann eine Fahrt in einem Mietwagen. Die Mietwagenfirmen bezahlen für die Kundenvermittlung bis zu 25 Prozent ihrer Einnahmen als Provision an Uber, sagt ein Sprecher des global tätigen Konzerns der taz. Man gehe davon aus, dass die Partner-Unternehmen aus der Mietwagenbranche sich an geltendes Recht hielten, und habe keine Erkenntnisse, dass dem nicht so sei.

    Solche Erkenntnisse haben dafür die Taxifahrer und belegen das mit zahlreichen Fotos. Sie dokumentieren, wie Uber-Fahrzeuge über Nacht in Berlins Straßen parken, obwohl an den entsprechenden Orten kein Mietwagenunternehmen gemeldet ist. Im versteckt gefilmten Video fragen sie den jungen Fahrer, wie das mit der Rückkehrpflicht funktioniert. Viele Uber-Fahrer hielten sich nicht an die Regel, erklärt er. Am Flughafen beispielsweise könne man immer problemlos ein Uber-Fahrzeug buchen, dabei seien nur wenige Mietwagenunternehmen in der Gegend gemeldet. Die Fahrer würden also in den Straßen rund um Tegel warten, bis eine Buchung sie erreiche.

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    Die gängige Praxis in Sachen Rückkehrpflicht ist aufgrund einer rechtlichen Einschränkung schwierig zu verhindern: Wenn während einer privaten Fahrdienstleistung ein neuer Auftrag eingeht, darf der auch angenommen werden, erklärt eine Sprecherin des Labo, des Berliner Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, das für die Kontrolle von Fahrdiensten wie dem von Uber zuständig ist. Uber erklärt, man könne die Einhaltung der Rückkehrpflicht selbst gar nicht überprüfen. Die Mietwagenunternehmen seien schließlich nicht exklusiv an Uber-Aufträge gebunden, sondern könnten auch Aufträge annehmen, die sie nicht über die App, sondern zum Beispiel telefonisch erreichten.

    Dank seiner rein vermittelnden Rolle ist Uber rechtlich nicht zu belangen. „Es besteht für eine Vermittlung von Fahraufträgen keine Genehmigungspflicht“, erklärt eine Sprecherin des Berliner Verkehrssenats der taz. „Aufgrund wiederholter Betriebsprüfungen bei Uber-Vertragspartnern ist nach wie vor davon auszugehen, dass es sich bei UberX um eine reine Vermittlungsplattform handelt.“ UberX ist das in Berlin aktive Uber-Angebot.

    Funktionierende Kontrollen wichtig
    Für das Fehlverhalten einzelner Fahrer ist Uber also nicht verantwortlich. Umso wichtiger wären funktionierende Kontrollen des Labo. Deisel, der Berliner Taxiunternehmer, sagt der taz: „Wir werden von der Politik im Stich gelassen.“ Man habe dem Labo die Beweise, die der taz vorliegen, ebenfalls präsentiert, passiert sei nichts.

    Der junge Uber-Fahrer im Video sagt, auf das Labo angesprochen, nur schulterzuckend: „Bestimmt gibt’s Kontrollen. Aber ich habe noch keine erlebt.“ Deisel sieht deshalb auch die Verbraucher in der Pflicht. „Wird die Rückkehrpflicht nicht eingehalten, fallen Parkplätze weg, es gibt mehr Staus wegen der Mehrzahl an Fahrzeugen, die Umwelt wird belastet“, sagt er. Uber-Nutzer müssten zudem damit rechnen, bei einem ähnlich orientierungslosen Fahrer wie dem jungen Mann im Video einzusteigen.

    Anders als Taxifahrer müssen Mietwagenfahrer keine Ortskundeprüfung ablegen, sondern lediglich einen kleinen P-Schein beantragen. Der kostet 60 Euro, hinzu kommen 100 Euro für eine verpflichtende ärztliche Untersuchung. „Ein Antrag, das war es“, sagt der Uber-Fahrer im Video, während er gerade falsch abbiegt.

    #Berlin #Taxi #Uber

  • Tagesspiegel Leute Newsletter | Tempelhof-Schöneberg 15.10.19
    https://leute.tagesspiegel.de/tempelhof-schoeneberg/macher/2019/10/15/99465/raus-aus-der-cdu

    Alles nicht einfach mit der Politik, schon auf Bezirksebene. Die Geschichte taugt auch als Lehrstück dafür was passiert, wenn man sich voll planloser Begeisterung an eine Aufgabe macht. Hoffentlich endet die Fortsetzung ohne tragisches Ende.

    Die Fraktion der Union in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat nur noch elf Mitglieder. Wanda Preußker hat die Fraktion verlassen, ist auch aus der CDU ausgetreten und will jetzt bis zum Ende der Legislaturperiode als fraktionsloses Mitglied der BVV angehören und dort aktiv sein.

    Die Gründe. „Die Fraktion vertritt Entscheidungen, die ich immer weniger mittragen konnte. Wir brauchen aber neue innovative Konzepte zu Verkehr, Wohnen, Arbeiten – wie unser Bezirk und unsere Stadt in der Zukunft aussehen soll. Leider bin ich mit meinen Vorschlägen nicht durchgedrungen“, sagte Preußker mir. „Ich bin zeitgleich aus der CDU ausgetreten. Ich sehe leider nicht, daß die CDU zukunftsweisenden Visionen ausreichend Platz geben wird.“ Es fehlten „neue zeitgemäße Bildungs- und Verkehrskonzepte und Rahmenbedingungen zur Schaffung neuer Wirtschaftsstandorte – wir hätten ein „Europäisches Silicon Valley” in Deutschland schaffen müssen“.

    Der Auslöser. Prozesse seien in der Fraktion nicht in Gang gekommen; immer wieder sei im Bezirk auf die Landesebene verwiesen worden, sagt Preußker. Das Fass zum Überlaufen gebracht habe dann der gemeinsame Beschluss von SPD und CDU, die Fällung gesunder Bäume an der Urania zu fordern, nur weil über die Senatskanzlei nach Jahrzehnten der Künstler vorstellig geworden sei, der mit der Präsentation seines dortigen Kunstwerks unzufrieden war. Über Alternativen – etwa eine Lichtinstallation, um das Kunstwerk sichtbarer zu machen – sei gar nicht nachgedacht worden. CDU-Fraktionschef Matthias Steuckardt sagt, die Entscheidung Preußkers sei für die Fraktion überraschend gekommen.

    Erfahrungen mit Parteien. Die CDU ist nicht die erste Partei, in der Preußker aktiv war. Mitte der Nullerjahre – nach einer langen Zeit im Ausland war sie wieder nach Berlin zurückgekehrt – trat Preußker in die FDP ein. Sie habe einen durch und durch liberalen Background, auch was das Verständnis von staatlichen Aufgaben angehe. Dann habe es aber unter dem damaligen FDP-Parteivorsitzenden Guido Westerwelle einen Schwenk hin zur reinen Lobbyistenpartei gegeben, der abstoßend gewesen sei. Da sei sie ausgetreten. Es war die Zeit, als die Piraten aufkamen. Laut Preußker damals eine Partei ebenfalls mit vielen liberalen Ideen, sehr technik- und IT-affin. Für die Piraten erhielt sie bei den BVV-Wahlen 2011 ein Mandat, wurde Fraktionsvorsitzende. Der Bruch folgte schon nach mehreren Monaten. Die Piraten hätten keine klare Ausrichtung gehabt, seien zu einem politischen Auffangbecken geworden. Statt um eine fortschrittliche Netzpolitik sei es nur noch um das bedingungslose Grundeinkommen gegangen.

    #Berlin #Tempelhof-Schöneberg #Politik #Piratenpartei #CDU

  • La terre des ronds-points
    Lena Balaud
    https://www.terrestres.org/2019/10/13/la-terre-des-ronds-points

    13 octobre 2019

    Un des tours de force du mouvement des Gilets Jaunes aura été d’habiter collectivement les ronds-points, péages, zones commerciales - espaces voués à être inhabitables. “Généalogie du déracinement” de Dalie Giroux nous raconte cette guerre entre l’habitation du monde et la valorisation de tout ce qui, sur terre, peut être vendu.

  • Fototechnik auf dem Berliner Fernsehturm | Mediathek des Stasi-Unterlagen-Archivs
    https://www.stasi-mediathek.de/medien/fototechnik-auf-dem-berliner-fernsehturm/blatt/19
    Ce site explique comment photographier et cartographier comme les vrais espions. Malheuresement la technologie employée est definitely eighties . Actuellement nous sommes confrontés à des objectifes et sensors beaucoup plus sensibes couplés aux caméras de surveillance omniprésents, les smartphones et bientôt les objets IoT personnels. A vous de juger si l’aisance avec laquelle on pouvait se soustraire à la surveillance par les agents #Stasi rendait la vie plus facile qu’aujourd’hui dans des états de plus en plus autoritaires et alliés aux société d’espionnage privées.

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    [Es handelt sich bei dieser Abbildung um den Ausschnitt eines Stadtplans Berlins rund um das Areal am Berliner Fernsehturm und Alexanderplatz. Der Ausschnitt reicht vom Brandenburger Tor im Westen, über die Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg im Norden, bis zum Volkspark Friedrichshain im Osten sowie zu den U-Bahnhöfen Spittelmarkt und Märkisches Museum im Süden. Herum um das Symbol für den Fernsehturm befinden sich mehrere Umkreisungen in unterschiedlichen Abständen mit Entfernungsangaben in 250 m-Schritten ab 500 m bis 1.500 m.]

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Tabelle zur Einschätzung fotografischer Technik bei verschiedenen Witterungsbedingungen

    [Diese Grafik ist eine fünfspaltige Tabelle zur Einschätzung der Möglichkeiten erfolgsversprechender Benutzung fotografischer Technik bei verschiedenen Witterungsbedingungen. In der linken Spalte sind Sichtbedingungen bei Sonne, Wolken und Regen ausdifferenziert (klare Sicht, leichter Dunst und starker Dunst). Die nächste Spalte listest Brennweiten von Objektiven auf. Die dritte Spalte von links benennt 7 unterschiedliche Modelle an fotografischem Filmmaterial. Die beiden rechten Spalten unterscheiden die Erkennbarkeit von Personen und Kfz-Kennzeichen in unterschiedlichem Abstand. Ob eine Kombination aus Wetterbedingung, verwendetes Objektiv und Filmaufnahmematerial zu einem befriedigenden Ergebnis für die Aufnahme von Personen oder Kfz-Kennzeichen in den unterschiedlichen Abständen führt, ist jeweils mittels eines Kreises für „möglich“ oder - im negativen Fall - durch einen Bindestrich ("nicht möglich") dargestellt.]

    Cette table nous apprend que les compétennces en matière de potographie des agents Stasi ne dépassaient pas le niveau d’un amateur rôdé. Ils ont omi les diverses méthodes qui permettent d’obtenir de meilleurs résultats par temps de brume simplement en utilisant des filtres polarisants. C’est typique pour l’approche du genre « bricolage » qui marquait leurs activités. Aujourd’hui on présente la Stasi comme le service de surveillance le plus effroyable du monde, mais en réalité les départements compétents pour le territoire de la #RDA étaient des monstres bureaucratiques peu efficaces.

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    [handschriftliche Ergänzung: Kamera: EE 3; 50mm Brennweite; Film NC 19
    22.06.1983]

    [Die Aufnahme, die vermutlich vom Berlin Fernsehturm herab gemacht wurde, zeigt den Verlauf einer mehrspurigen Straße mit Straßenkreuzungen, Plätzen und angrenzenden Hochhäusern. Neben dem Bild gibt es Bezifferungen von 1 bis 4, die auf das Foto bzw. auf Objekte im Foto zeigen: Nummer 1 verweist auf eine große Straßenkreuzung im hinteren Verlauf der Straße, Nummer 2 und 3 auf ein Hotel-Hochhaus im Vordergrund und Nummer 4 auf einen Eingang, vermutlich zur einer Unterführung oder U-Bahn-Station, neben dem Hotel-Hochhaus.]

    Brennweite: 1.000 mm, Blende 5.6, Belichtung 1/250 sec, Entfernung: 1,2 km
    8Dieses Bild ist eine Detailaufnahme einer Straßenkreuzung, fotografiert aus 1,2 km Entfernung herab vom Berliner Fernsehturm. Das Bild zeigt in herangezoomter Ansicht mehrere Autos, die um eine Verkehrsinsel herum fahren. Die Aufnahme ist neben dem rechten Bildrand mit einer umkreisten 1 versehen.]

    Là on constate que le service fédéral qui gère le patrimoine stasi n’a rien à envier à son sujet principal quant à son incompétence. Les décriptions des images ne donnent aucune information supplémentaire et n’identifient pas les rues et squares pourtant faciles à reconnaître quand on compare les photos au plan de ville. Ici ne sont pas mentinnés les rues #Karl-Liebknecht-Straße, #Wilhelm-Pieck-Straße (aujourd’hui #Torstraße), #Mollstraße. #Premzlauer_Allee, #Hirtenstraße, #Wadzeckstraße et surtout #Memhardstraße plus longue au moment de la prise de vue qu’aujourd’hui.

    Stadtplan Berlin - Hauptstadt der DDR - 1:25.000 VEB Landkartenverlag Berlin (1969) - Landkartenarchiv.de
    https://www.landkartenarchiv.de/ddr_stadtplaene.php?q=stadtplan_berlin_hauptstadt_der_ddr_1969
    Falk-Plan Berlin - 51. Auflage (1989) - Letzter Falkplan vor der Wende - Mit Aktualitäts-Siegel - Landkartenarchiv.de
    https://landkartenarchiv.de/falkplan.php?q=falk_berlin_51_1_1989
    Berliner Straßenverzeichnis (Matt-Mert)
    http://www.alt-berlin.info/seiten/str_m_2.htm
    Openstreetmal - Memhardstraße
    https://www.openstreetmap.org/way/523630409#map=19/52.52395/13.41161

    La deuxième photo montre un convoi de Volvos 264 TE qui conduit des membres du gouvernement ou des visiteurs officiels en direction de la Wilhelm-Pieck-Straße. Cet élément n’a pas pu échapper à la personne qui a écrit le déscriptif. Son omission nous parle du niveau de qualité du travail de la « Stasibehörde ».

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Aufnahmekamera: Praktica [handschriftliche Ergänzung: MTL 3] / [manuell durchgestrichen: Pentacon six TL]
    Filmmaterial: [handschriftliche Ergänzung: NC 19/Ilford XP 1]
    Datum: [handschriftliche Ergänzung: 06.09.83]
    Uhrzeit: [handschriftliche Ergänzung: 14:00]
    Wetterangabe: [handschriftliche Ergänzung: klare Sicht, einzelne Wolken]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 1.200 m]

    [Farbige Aufnahme einer Straßenkreuzung aus 1.200 m Entfernung, fotografiert herab vom Berliner Fernsehturm. Die Aufnahme zeigt mehrere Kfz in Frontalansicht in 4 Fahrspuren an einer Ampel stehend sowie eine Straßenbahn, eine Litfaßsäule und Passanten, die die Kreuzung überqueren.]

    [Umkreisung: 1]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1000 mm]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/125]
    Blende: [handschriftliche Ergänzung: 5,6]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 1.200 m]

    [Frontalaufnahme in schwarzweiß von Pkws in 4 Fahrspuren an einer Ampel stehend. Aufgenommen aus höherer Position vom Berliner Fernsehturm aus in 1.200 m Entfernung wären die Kennzeichen erkennbar und sind zum Ausdruck dessen nur teilweise anonymisiert.]

    [Umkreisung: 1]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 500 + 3 fach Konv. Tokina-Obj.]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/125]
    Blende: [Auslassung]

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Aufnahmekamera: Praktica [handschriftliche Ergänzung: EE 3] / [manuell durchgestrichen: Pentacon six TL]
    Filmmaterial: [handschriftliche Ergänzung: NC 19]
    Datum: [handschriftliche Ergänzung: 22.06.83]
    Uhrzeit: [handschriftliche Ergänzung: 12:30]
    Wetterangabe: [handschriftliche Ergänzung: klare Sicht; Entfernung: 650 m]

    [Man sieht den Eingang einer U-Bahnstation, beschildert mit „Karl-Marx-Allee, Hans-Beimler-Str.“ sowie das darum befestigte Pflaster. Auf dem Platz befinden sich mehrere Passanten in Bewegung. An dem Schutzgitter um die Treppen herum sind zwei Mülleimer postiert.]

    [Umkreisung: 8]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1.000 mm]
    Belichtungszeit: [[handschriftliche Ergänzung: 1/250]
    Blende: [handschriftliche Ergänzung: 5,6]

    [Aufnahme einer Straßenecke mit vielen Passanten in Bewegung, fotografiert aus einer höheren, schrägen Position. Die Kleidungsstücke der Passanten sind deutlich erkennbar. Von einigen von ihnen wären es auch die Gesichtszüge, weshalb sie anonymisiert wurden. Das Bild besitzt an der rechten Seite die handschriftliche und vertikal ausgerichtete Notiz „Ecke Spandauer - K. Liebknecht-Str.“]

    [vertikal, handschriftliche Ergänzung: Ecke Spandauer - K. Liebknecht-Str.]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1.000 mm]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/250]
    Blende: [handschriftlich: 5,6]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 500m]

    #Allemagne #Berlin #DDR #Fernsehturm #photographie #cartographie #Mitte #Karl-Marx-Allee #Hans-Beimler-Straße #Spandauer_Straße

  • Bezirksamt sieht keine Notwendigkeit, Kritik der Linksfraktion: Keine Schlichtungsstelle für Konflikte mit dem Jobcenter in Tempelhof-Schöneberg - Tempelhof-Schöneberg
    https://www.berliner-woche.de/tempelhof-schoeneberg/c-politik/keine-schlichtungsstelle-fuer-konflikte-mit-dem-jobcenter-in-tempelho

    Die Linke macht sich in Tempelhof-Schöneberg schon lange für eine Ombudsstelle stark, die Streitigkeiten mit dem Jobcenter schlichtet. Dass Sozialstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) kürzlich erklärte, diese werde nicht benötigt, ärgert die Partei.

    „Eine Ombudsstelle arbeitet unabhängig vom Amt und wird von den Betroffenen nicht mit Repressionen des Jobcenters verbunden“, erläutert Elisabeth Wissel. „Viele Klagen von ALG II-Empfängern und eine Flut von Anträgen, die vom Sozialgericht kaum zu bewältigen sind, bleiben oft monatelang liegen. Oftmals sind es Probleme und Missverständnisse, die im Vorfeld von einer Ombudsstelle geklärt und bereinigt werden können. In vielen Fällen kann es schon reichen, Bescheide, die nicht verstanden werden, genauer zu erläutern“, so die Fraktionsvorsitzende der Linken.

    Jutta Kaddatz hatte zuvor erklärt, dass die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales die Unterstützung mit Landesmitteln nicht ermöglichen könne. Ebenso sei das Bezirksamt nicht in der Lage, die Finanzierung selbst zu übernehmen. Der Stadträtin zufolge bedürfe es jedoch grundsätzlich nicht der Einrichtung einer solchen Ombudsstelle im Bezirk. „Der Rechtsanspruch auf leistungsrechtliche Beratung ist von zentraler Bedeutung und sichert den Kunden kostenlosen Rechtsrat durch das Jobcenter zu“, betont sie. Die Kunden würden durch die Beratung in die Lage versetzt, Rechte und Pflichten erkennen und verstehen und den individuellen Anspruch nachvollziehen zu können sowie Hilfestellungen zu individuellen Problemen zu erhalten.

    Rechtsverbindlichkeit wahren

    „Diesen Anforderungen wird eine Ombudsstelle für das Jobcenter durch das Bezirksamt nicht gerecht, da hier weder die fachliche Kompetenz vorgehalten noch rechtsverbindliche Auskünfte gegeben werden können. Eine entsprechende Beratung könnte daher im Gegenteil zu weiteren Beschwerden führen, wenn das Jobcenter den Empfehlungen der Ombudsstelle nicht folgt“, meint Kaddatz. „Im Übrigen kann darauf verwiesen werden, dass es bereits Stellen außerhalb des Jobcenters gibt, an die sich Betroffene wenden können.“ Beispiel sei das Berliner Arbeitslosenzentrum. Das Jobcenter arbeite derweil an „der stetigen Optimierung des Dienstleistungs- und Serviceangebotes“. Angestrebt sei die Zusammenlegung des internen Kundenreaktionsmanagements und der Clearingstelle, die Konflikte löst.

    #Berlin #Tempelhof-Schöneberg #Jobcenter

  • Berlin Open Data Day 2019 - Programm
    https://projektzukunft.berlin.de/fileadmin/user_upload/pdf/Digitalwirtschaft/OpenData19_einladung_digital_final_190924.pdf

    https://daten.berlin.de/interaktion/artikel/berlin-open-data-day-2019

    Das Motto des diesjährigen Berlin Open Data Day lautet „Intelligent Data“. Passend dazu wird es unter anderem Vorträge zum Thema Open Data und Künstliche Intelligenz geben, sowie ein Panel zum Thema Datenqualität und algorithmische Systeme. Außerdem werden verschiedene Case Studies und Plattformen vorgestellt. Last but not least wird das neue Berliner Open-Data-Handbuch präsentiert werden! Wie immer wird es außerdem viele Möglichkeiten zum Diskutieren und Netzwerken mit Verwaltung und Community geben.

    Programm und Anmeldung sind unter https://app.mateforevents.com/r/boddy19 zu finden.

    Der BODDy findet im Alice Rooftop & Garden, Kantstraße 17, 10623 Berlin statt und beginnt am 05.11. um 8:30.

    #open_data #Berlin

    • Teilnehmer

      Open Data Informationsstelle Berlin
      http://odis-berlin.de

      Open Data ist der Schlüssel
      für eine smarte Stadt.
      Open Data schafft Transparenz und Vertrauen
      Open Data ermgöglicht innovative Lösungen für gesellschaftliche Probleme
      Open Data fördert Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerengagement
      Um Berlin erfolgreich in die digitale Zukunft
      zu navigieren, benötigen wir Ihre Unterstützung.
      Wir helfen Berliner Verwaltungen, Behörden und
      Wissenschaftseinrichtungen bei der Bereitstellung und Nutzung offener Daten.

      Prototype Fund - Wir fördern Public Interest Tech - Prototypefund
      https://prototypefund.de

      Der Prototype Fund unterstützt Softwareentwickler*innen, Hacker*innen, Datenjournalist*innen und andere Kreative dabei, ihre Public-Interest-Tech-Idee vom Konzept bis zur ersten Demo umzusetzen.
      Wir fördern innovative Open-Source-Projekte in den Bereichen Civic Tech, Data Literacy, Datensicherheit und Software-Infrastruktur und supporten Euch mit bis zu 47.500 Euro Förderung pro Team/Einzelentwickler*in.
      Mit der Förderung könnt Ihr sechs Monate lang Code schreiben und einen Prototyp Eurer Open-Source-Software entwickeln. Zusätzlich erhaltet Ihr Coachings, Beratung und Vernetzung mit Tech- und weiteren Communities.

      Code for Germany ~ Stadt<entwickler /> nutzen offene Daten um ihre Stadt zu verbessern
      http://codefor.de/ueber

      Code for Germany ist ein Programm der Open Knowledge Foundation Deutschland in Partnerschaft mit Code For America. Ziel des Programms ist es, Entwicklungen im Bereich Transparenz, Open Data und Civic Tech in Deutschland zu fördern.

      OK LAB BERLIN
      http://codefor.de/berlin
      /img/CFG_logo.png

      Willkommen beim Berliner OK Lab! Wir sind etwa 30 Leute und arbeiten in verschiedenen Gruppen an Projekten rund um Open Data und Civic Tech. Wir kommen aus ganz verschiedenen Bereichen, entsprechend behandeln auch die Projekte an denen wir arbeiten ganz unterschiedliche Themen.

      Wir treffen uns jeden Montag um 19.00 Uhr (meist bei Wikimedia, Tempelhofer Ufer 23 - bitte auf Meetup prüfen) und arbeiten an unseren Projekten. Immer am 2. Montag im Monat machen wir eine Vorstellungsrunde d.h. wir zeigen, woran wir gerade arbeiten und neue Ideen und Projekte können vorgestellt werden. Wenn Du Lust hast, Dir unser Lab anzuschauen, komm einfach zu einer der Vorstellungsrunden vorbei. 2017 werden wir uns u.a. mit Wahldaten beschäftigen.

      Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.
      - Impressum - OKF
      https://okfn.de/impressum

      Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.
      Singerstr. 109
      10179 Berlin
      Deutschland

      E-Mail: info@okfn.de [OpenPGP]
      Telefon: +49 30 57 70 36 660
      Fax: +49 30 57 70 36 669

      Publikationen — IIT Berlin
      https://www.iit-berlin.de/de/publikationen

      Impressum — IIT Berlin
      https://www.iit-berlin.de/de/impressum

      Institut für Innovation und Technik (iit)
      in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
      Steinplatz 1
      10623 Berlin

      Kontaktdaten:
      Tel.: +49 (0) 30 310078 5507
      Fax: +49 (0) 30 310078 281
      E-Mail: institut(at)iit-berlin.de

      Geschäftsführer:
      Dipl.-Kfm. P. Dortans
      Dr. rer. nat. W. Wilke

      Gesellschafter:
      VDI GmbH
      VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik
      Informationstechnik e. V.

      Amtsgericht:
      HRB: 99568 Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
      Sitz der Gesellschaft:
      10623 Berlin
      Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt.-IdNr):
      DE 136782457

      Inhaltlich Verantwortliche:
      Dr. Ernst Andreas Hartmann
      Dr. Gerd Meier zu Köcker
      Dr. Marc Bovenschulte

  • Taxi fahren teurer: Preiserhöhung nach vier Jahren - taz.de
    https://taz.de/Archiv-Suche/!5621204&s=Taxi&SuchRahmen=Print

    Taxifahrten in Berlin kosten künftig wegen einer ersten Preiserhöhung nach vier Jahren im Durchschnitt 10,7 Prozent mehr. Vor allem bei Strecken bis sieben Kilometer wird die Änderung spürbar sein: Hier steigt der Kilometerpreis im Normaltarif um 15 Prozent von 2,00 auf 2,30 Euro. Der Grundpreis bleibt bei 3,90 Euro. Der Senat beschloss die Anpassung am Dienstag, sie tritt Anfang Oktober in Kraft. Ab dem siebten Kilometer steigt der Tarif um 10 Prozent von 1,50 auf 1,65 Euro je Kilometer. Die Kurzstrecke fällt mit 6 Euro statt bisher 5 Euro um 20 Prozent höher aus. Erhöht wird auch das Geld für die Wartezeit um 10 Prozent auf 33 Euro pro Stunde. Mit der Erhöhung würden Kostensteigerungen berücksichtigt.

    #Taxi #Berlin

  • Sabotage an Uber-Rädern: Das ist ein Uberfall - taz.de
    https://taz.de/Sabotage-an-Uber-Raedern/!5621084&s=Taxi

    9. 9. 2019 von Erik Peter - Ein Aufruf Reifen von Jump-Leihrädern zu zerstechen, stößt auf Resonanz. Der Protest zielt auf Uber, das es mit Gesetzen auch nicht so genau nimmt.
    Uber-Hinweis auf einem roten Fahrrad

    Hinter den harmlosen roten Rädern lauert das Böse Foto: dpa

    BERLIN taz | Ein rotes E-Bike auf Berlins Straßen zu finden, ist nicht schwer. Mehr als 1.000 Räder hat der Anbieter Jump, der im Mai mit seinem Angebot an den Start gegangen ist, in der Stadt verteilt. Zunehmend schwieriger wird es allerdings, ein fahrtüchtiges Rad zu finden. Denn ein Sabotageaufruf trägt offensichtlich Früchte. Statistiken gibt es zwar keine, kaputte Räder aber viele, in manchen Zeitungen wird bereits über Hunderte zerstochene Reifen bei den Leihrädern spekuliert.

    „Uber plätten“ heißt der Aufruf aus linksradikalen, kapitalismuskritischen Kreisen, der sich vieler Nachahmer und eines breiten Medieninteresses erfreut. „Stecht den beschissenen Fahrrädern, wo immer ihr ihnen begegnet, die Reifen auf!“, heißt es in dem Aufruftext, der sich auch die Mühe macht, dieses Tun zu begründen. Der Fokus auf Jump ist bewusst gewählt, denn die Firma gehört dem Taxi-Dienstleister Uber.

    Die anonymen Verfasser stellen fest, bereits das „Kerngeschäft der Vermittlung von Personenbeförderungsangeboten ist ausbeuterischer Plattformkapitalismus in Reinform“. Ein weiterer Vorwurf: Die ebenfalls mit Uber kooperierenden E-Scooter von Lime seien aufgrund ihrer enthaltenen Batterien klimaschädlich. „In diesem Punkt haben die Autonomen tatsächlich recht“, schreibt dazu die Berliner Zeitung und geht dabei darüber hinweg, dass sie auch mit ihrem ersten Punkt recht haben.

    Das seit Mai börsennotierte Unternehmen aus San Francisco macht in seinem Kerngeschäft nichts anderes als zwischen Kunden und Anbietern zu vermitteln. Uber besitzt keine Autos, genauso wenig wie Airbnb Unterkünfte. Für die Anbieter ihrer Dienstleistungen fühlen sie sich nicht verantwortlich. Arbeitsrechte für Uber-Fahrer? Ein Betriebsrat gar? Fehlanzeige. Stattdessen müssen die Fahrer große Teile ihren „Lohns“ an die Plattform sowie deren Subfirmen abdrücken. Was bleibt ist die Prekarität. Ausgebeutet werden auch die so genannten Juicer, die für Lime die Scooter einsammeln und an ihrer eigenen Steckdose aufladen.
    Gesetze ignorieren

    Ebenso wie Airbnb ist Uber ein Paradebeispiele dafür, aggressiv in rechtlich noch nicht abgesteckte Räume vorzudringen oder diese bewusst zu unterlaufen. Zum Schutz des professionellen Taxigewerbes ist Uber als Taxi-Ersatz in Berlin eigentlich verboten. Um sich dennoch festzusetzen, nutzt es Mietwagenanbieter, die dazu verpflichtet sind, nach jeder Fahrt zu ihrer Zentrale zurückzukehren, es sei denn, sie erhalten einen Folgeauftrag. Dass das passiert, glaubt niemand. Kontrollierbar ist es nicht. Mangels eigener Autos sind für die Uber-Kritiker die Räder und Roller die ersten manifesten Ausdrücke des Konzerns auf den Straßen Berlins.

    Zwar liegt die Empörung über so einen Aufruf zur Sabotage nahe. Andererseits aber trifft es einen Konzern, der den zumindest laxen Umgang mit gesetzlichen Regelungen zum Kernpunkt seines Geschäftsmodells gemacht hat. Die Aktion taugt allemal dazu, darüber zu sprechen. Die Verstöße, die von Uber ausgehen, sind gesellschaftlich schädlicher als ein paar aufgeschlitzte Reifen.

    #Uber #Sabotage #Berlin

  • Arbeit in Serie: Der Taxiunternehmer: „Viele von uns sind frustriert“ - taz.de
    https://taz.de/Arbeit-in-Serie-Der-Taxiunternehmer/!5626807

    Wenn man diesem Artikel glaubt, dann funktioniert die Gleichung noch: Drei Jahre Taxi fahren, dann mit dem Gesparten das erste Auto kaufen, und so weiter. Nur das schnelle Wachstum macht stutzig. Wie bitte generiert man mit dem ersten eigenen Taxi so viel Gewinn, dass in zwei Jahren weitere 19 Wagen dazukommen? Welche Bank gibt einem Taxiunternehmer einen Kredit für 19 Autos, egal welcher Marke? Und wie funktioniert das mit der Rückzahlung, wenn die meisten Unternehmen nicht einmal den Mindestlohn zahlen können geschweige denn Kreditzinsen?

    Vielleicht stimmt es ja, dass Umsonstkredite der Autoindustrie und Erspartes über die Aufbauphase helfen. Angesichts der aktuell möglichen Umsätze hat Unternehmer Deisel mit Sicherheit ein weiteres Pferd am Start, über das er im Interview nicht spricht.

    2. 10. 2019 von Lukas Waschbüsch - Mehmet Deisel hat sich als Taxifahrer selbstständig gemacht. Um konkurrenzfähig zu bleiben, entwickelt er mit Blick auf Uber eine Taxi-App.

    Der Arbeitsort

    Hinter dem Schreibtisch im Büro von Mehmet Deisel hängt ein gerahmtes Foto eines New Yorker Straßenzugs. Drei Spuren sind voll mit fahrenden Taxis, das Gelb ist im Bearbeitungsprogramm ordentlich aufgedreht worden. Vor dem Foto sitzt Deisel, Berliner Taxiunternehmer, einen Papierteller voll mit Schokobonbons vor sich. Im schmal geschnittenen Gäste-WC einen Raum weiter stapeln sich in der hinteren Ecke vier Winterreifen, eine schwarze Plastikplane verdeckt sie nur halb.

    Deisels Büro liegt in Neukölln. Bis vor zwei Jahren arbeitete er selbst noch als Taxifahrer, seit seiner Unternehmensgründung verbringt er mehr und mehr Zeit hinter dem Schreibtisch. „Ich bin auf den Straßen nicht mehr so aktiv, weil ich viel zu viel mit anderen Dingen beschäftigt bin. Wir sind gerade zum Beispiel dabei, eine eigene Taxi-App zu entwickeln und auf den Markt zu bringen“, sagt er. Mit dieser Taxi-App – „FairNow“ soll sie heißen – will Deisel das Taxi im Konkurrenzkampf mit privaten Fahrdienstleistern wie etwa Uber besser in Stellung bringen. Bei der Entwicklung arbeitet er mit fünf anderen Berliner Taxiunternehmern zusammen. Gemeinsam wollen sie dafür sorgen, das Taxi als Geschäftsmodell überlebensfähig zu halten.

    Der Mensch

    Wann die App genau auf den Markt kommt, weiß Deisel noch nicht. Ende August erschien dafür sein erstes YouTube-Video – es heißt „3 Mythen über Uber“ und kommt auf bisher knapp 5.000 Klicks. Deisel ist umtriebig, was den Kampf um die Zukunft seiner Branche angeht. Von den bevorstehenden Schwierigkeiten vor allem durch die neue Konkurrenz wusste der Berliner schon vor der Gründung seines Unternehmens. „Ich dachte mir damals einfach: Vielleicht muss ich in Zukunft nicht mehr fahren, sondern kann meinen ­Lebensinhalt auf andere Weise verdienen, nicht mehr im Taxi und auf der Straße“, erzählt er.

    Deisel geht regelmäßig ins Fitnessstudio, das sieht man ihm an. Er ist ein überdurchschnittlich breiter Mensch. Als Hobby würde er das Muskeltraining aber nicht bezeichnen. „Machen wir uns nichts vor: Fitness kann zwar Spaß machen, ist aber meistens eine Tortur, zu der man sich zwingen muss. Wenn Menschen da von einem Hobby sprechen, glaube ich ihnen das nur teilweise.“

    Wirklich Spaß macht ihm hingegen das Musizieren. Deisel spielte früher Schlagzeug. „Wenn ich da irgendwann die Gelegenheit finde, wieder einzusteigen, wäre das wirklich eine tolle Sache. Musik zu machen, das erfüllt mich.“
    Wie alles begann
    Taxi-Fahrende in Berlin

    Zahlen Ca. 7.500 traditionelle Taxen sind derzeit in Berlin unterwegs, die Zahl der FahrerInnen liegt bei rund 18.000. Die Einkommen sind mager, auch viele Selbstständige bleiben oft auf Mindestlohnniveau. Das Taxigewerbe genießt Privilegien wie Wartezonen, dafür müssen die ChauffeurInnen eine „Ortskundeprüfung“ ablegen. Die Tarife werden vom Senat festgelegt.

    Konkurrenz Mittlerweile drängen neue Dienstleister wie das US-Unternehmen Uber und die Daimler-BMW-Kooperation „Free Now“ auf den Markt. Sie verdienen vor allem an der appbasierten Vermittlung von „Mietwagen mit FahrerIn“. 2.000 bis 3.000 Menschen arbeiten hier. Wer für Uber & Co. fährt, muss keine Ortskunde nachweisen, darf aber – zumindest theoretisch – keine KundInnen spontan auf der Straße einsammeln. Taxi-Verbände kämpfen gegen die Aufweichung dieser Regeln und bezeichnen die günstigen Preise als Dumping. Ein weiterer Angriff auf das althergebrachte Geschäft ist das „Ridepooling“ von BerlKönig und Clevershuttle.

    „Ich bin gebürtiger Berliner, meine Eltern stammen aus der Türkei“, erzählt Deisel. Nach der Schule ließ er sich zum Kaufmann für IT-Hardware ausbilden, arbeitete danach im Vertrieb von Solarmodulen, unter anderem ein Jahr lang in Malaysia. Als die Branche finanziell in Schieflage geriet, kam er zurück nach Deutschland und stieg ins Taxi. „Seit 2014 fahre ich, 2017 habe ich mich als Taxiunternehmer selbstständig gemacht.“

    In der Neuköllner Lahnstraße baute er sich gemeinsam mit einem Kollegen ein Taxi-Unternehmen auf, mittlerweile besitzen die beiden 20 Autos und beschäftigen 35 Fahrer. „Ein Taxifahrer arbeitet in 12-Stunden-Schichten. Innerhalb der 12 Stunden muss er 8 Stunden ab­fahren, dazu kommt eine Stunde Pause. Im Idealfall ist ein Taxi doppelt besetzt, das ist bei uns nicht bei jedem Auto der Fall.“
    Die Arbeitszeit

    „Klar, manchmal arbeite ich immer noch mehr als 40 Stunden in der Woche, aber das hat sich mittlerweile eingependelt.“ Deisels Weg in die Selbstständigkeit vor zwei Jahren ging mit jeder Menge Arbeit einher. „Ich würde sagen, zu Anfangszeiten waren es locker 50 bis 60 Stunden pro Woche.“

    Deisel fuhr zunächst weiter selbst, um sein finanzielles Überleben zu sichern. Viel Zeit nahm auch sein Engagement innerhalb der Taxi-Branche in Anspruch. Schon damals war er Admin einer großen ­Facebook-Gruppe von Berliner Taxifahrern mit knapp 2.300 Mitgliedern. „Viele von uns sind sehr frustriert. Diesen Frust wollen wir bändigen. Dabei Erfolge aufweisen zu können ist etwas, das mich erfüllt. Das Taxigeschäft an sich erfüllt mich nicht, es führt nur dazu, dass ich mein Leben finanzieren kann.“
    Die Bezahlung

    Von den Einnahmen einer Taxifahrt bleiben Deisel als Unternehmer etwa fünf Prozent, nachdem er alle Kosten und Abgaben und das Gehalt des Fahrers abgezogen hat. Reich ist er damit bisher nicht geworden. „Ich konnte dieses Jahr keinen Urlaub machen, auch wegen des Geldes“, erzählt er. Das dürfte seinen Fahrern genauso gehen. „Wir beschränken uns auf den Mindestlohn. Mehr würde einfach nicht gehen. Die Fahrer haben das Glück, auch Trinkgelder zu bekommen.“ Trotzdem würde er gerne mehr bezahlen – und selbst natürlich auch gerne mehr verdienen.

    Deisel träumt von einer Eigentumswohnung. „Aber das ist definitiv nicht drin. Andererseits bin ich auch froh, dass ich nicht zusätzlich noch Burger braten oder Doppelschichten schieben muss, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. So schlimm ist es dann doch nicht. Ich würde sagen, ich bin irgendwo zwischen den Extremen.“
    Das Gewissen

    „Es gibt viele Probleme in unserer Gesellschaft, bedenkliche Entwicklungen. Wir haben teilweise einen Rechtsruck, teilweise auch einen islamistischen Ruck. Das merkt man auch in Taxis. Fahrer und Fahrgast müssen sich erst mal aneinander rantasten.“

    Deisel glaubt, dass die Kommunikation im Auto in den vergangenen Jahren schwieriger geworden ist, das Verhältnis zwischen Fahrer und Kunde unklarer. „Gefährliche Situationen zum Beispiel mit betrunkenen Gästen sind während der Fahrt immer präsent“, erzählt er. Genauso komme es vor, dass sich Kunden bei ihm über einen Fahrer beschwerten. Grundsätzlich sei das ­Verhältnis aber entspannt. „Eigentlich ist es so: Wie es in den Wald schallt, so schallt es auch wieder heraus“, sagt Deisel.

    Ganz und gar nicht entspannt ist Deisels Verhältnis zu Unternehmen wie Uber. Er regt sich über das mittlerweile gängige Modell des Surge Pricing unter Echtzeitbedingungen auf. „Es wird analysiert, wie dringend der Mensch gerade einen Fahrdienst braucht. Eine Fahrt an den Flughafen kostet dann schon mal 140 Euro, wenn der Bedarf groß genug ist. Selbst bei Terroranschlägen lässt Uber die Preise in die Höhe schießen. Dann müssen sich Menschen fragen, ob sie das Geld haben, aus der Gefahrenzone rauszukommen. Ansonsten müssen sie eben dort bleiben. Solche Sachen sollte man schon gewissenstechnisch einfach nicht unterstützen.“
    Die Wertschätzung

    Die Begegnung mit fremden Menschen ist für die Taxifahrer ­alltäglich. „Ich erinnere mich an gefährliche, lustige, schöne und traurige Situationen. Manchmal fühlt man sich aber auch einfach konstant unwohl in der Kabine“, erzählt Deisel.

    Manchmal wird der Taxi­fahrer sogar zur Vertrauensperson. „Eine sehr emotionale Begegnung hatte ich, als eine Dame im mittleren Alter eingestiegen ist und ein Gespräch zwischen uns entstand. Sie musste sich darauf vorbereiten zu sterben, hatte Krebs im Endstadium. Sie kam mir eigentlich zufrieden vor, aber als sie dann erzählte, dass sie sich schon von ihrer Familie verabschiedet hat, ging mir das schon sehr nahe.“
    Die Perspektive

    „In der Branche sieht aktuell vermutlich jeder diesen Punkt, möglicherweise aufgeben zu müssen“, sagt Deisel.

    Eigentlich ist der Unternehmer in Berlin fest verwurzelt. Doch die Veränderungen lassen ihn grübeln. „Ich sage mir: Mein Zuhause kann überall dort sein, wo ich mich wohl fühle. Ich bin da sehr flexibel. Hamburg finde ich als Alternative zum Beispiel gut. Man muss einfach seine ­Existenz tragen können. Wenn das gegeben ist, bin ich sehr flexibel. Wenn ich allerdings merke, dass es nicht läuft und ich woanders eine bessere Chance sehe, dann bin ich auch schnell weg.“

    Noch aber hat er allerdings in diese Richtung keine konkreten Pläne geschmiedet. „Ich verliere die Hoffnung nicht. Mal sehen, wie es mit unserer App läuft. Ich setze auch darauf, dass die Mietwagenbranche endlich stärker von der Politik reguliert wird und wir einen fairen Wettbewerb führen können.“
    Und zum Schluss: Was kaufen Sie sich für unverhoffte 100 Euro?

    „Ich würde ins B5-Center gehen und mir eine schöne Jeans und ein T-Shirt kaufen“, sagt Deisel, ohne lange zu zögern. „Markenklamotten gefallen mir einfach. Ich möchte so Sachen wie Dumping und Ausbeutung nicht unterstützen. Deshalb boykottiere ich verschiedene Unternehmen, Kik und Primark zum Beispiel oder im ­Lebensmittelbereich Nestlé. Klamotten kaufe ich dort, wo ich mir sicher sein kann, dass sie unter gerechten Bedingungen hergestellt wurden, oder dort, wo ich zumindest nichts von ungerechten Bedingungen weiß.“
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    Die Serie (Teil 12)

    Mit unserer „Arbeit in Serie“ werfen wir alle zwei Wochen regelmäßig Schlaglichter auf die Berliner Arbeitswelt, auf spannende Tendenzen und bedenkliche Phänomene. MehrfachjobberInnen, moderne ArbeitssklavInnen, ArmutsrentnerInnen: Wir schauen dahin, wo es wirklich wehtut. Aber auch dahin, wo die Berliner Wirtschaft boomt: Immobilienbranche, Unterhaltungsindustrie, digitale Transformation. Wir stellen Fragen nach Wertschätzung und Perspektiven. Wir sprechen mit Menschen, die typisch sind für Entwicklungen und doch auch ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Alle Folgen finden sich unter taz.de/arbeitinserie. (taz)

    #Berlin #Taxi #Gründung #Uber

  • BVG eröffnet ersten Mobilitätshub in Kreuzberg - Friedrichshain-Kreuzberg - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article216940589/BVG-eroeffnet-ersten-Mobilitaetshub-in-Kreuzberg.html
    Abschied vom Auto : Erster Mobilitäts-Hub in Berlin eröffnet - Berlin -

    Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/abschied-vom-auto-erster-mobilitaets-hub-in-berlin-eroeffnet/24212946.html

    Mobilität für Berlin Jelbi folgt Jurbey | eMobilität der Blog
    https://emobilitaetblog.de/jelbi-mobilitaet-berlin

    Urban Mobility Day - Berlin TXL
    https://www.berlintxl.de/en/dates/detail/urban-mobility-day.html

    A new tech hub joins the fray in mobility-mad Berlin | Sifted
    https://sifted.eu/articles/drivery-mobility-hub-berlin

    Jelbi – alle Mobilitätsangebote Berlins in einer App.
    https://www.jelbi.de

    Alle Mobilitätsangebote Berlins in einer App. 
    Einmal anmelden und alles fahren: Bus, Bahn, Roller, Fahrrad, Auto, Ridesharing und Taxi.

    cf. Monétiser l’usage de la rue, un nouveau visage de l’ubérisation - Libération
    https://seenthis.net/messages/804725

    #StatioNord

    #Berlin #Paris #Privatisierung #Mobilität #Transport

  • DEMO: Richtig deckeln, dann enteignen. // 03. Oktober 2019 um 13:00 // #Alexanderplatz am Haus des Lehrers – Stadt von Unten
    https://stadtvonunten.de/demo-richtig-deckeln-dann-enteignen-03-oktober-2019-um-1300-alexanderp

    Deckel und Töpfe: Mietenwahnsinn wird endlich Einhalt geboten

    Seit über 10 Jahren fordert die Berliner Mieter*innenbewegung „Hoch mit den Löhnen, runter mit der Miete“ – auf der Straße lautstark unterstützt von Kochtöpfen und Deckeln. Mit dem Vorschlag des Mietendeckels aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sah es zwischenzeitlich so aus, als würde die zweite Forderungen endlich in die Tat umgesetzt: Die Mietsteigerungen, durch die schon so viele ihr Zuhause verloren haben und die nur dem Profit dienen, hätten nach dem ersten Referentenentwurf aus der Senatsverwaltung zurückgenommen werden können. Das ist richtig, denn dann könnten sich Berlin wieder alle leisten. Statt Spekulation zu befördern, soll die Regierung die Interessen der Mieter*innen der Stadt und damit 80% der Bevölkerung in den Vordergrund stellen. Dass demnach Vermieter*innen statt Mieter*innen Härtefallanträge hätten stellen müssen, wenn sie durch diese Absenkung in finanzielle Schwierigkeiten geraten wären, ist konsequent: das Grundbedürfnis Wohnen steht über der Ware Wohnraum.

    Aber durch die Gegenkampagne von Immobilienlobby, rechten Oppositionsparteien und Teilen der Presse haben SPD, Linke und Grüne nun offenbar kalte Füße bekommen und den Mietendeckel an entscheidenden Stellen wieder aufgeweicht: Mietobergrenzen sollen höher liegen, Mieterhöhungen bei Modernisierung weiter möglich und Mietabsenkung nur noch in bestimmten Fällen möglich sein. Ein leicht verbesserte Mietpreisbremse ist aber nicht das, was r2g vereinbart hat und was die Mieter*innenstadt Berlin erwarten kann: Wir brauchen den radikalen Mietendeckel mit einem stadtweiten Mietenstopp!

    Zudem soll der Mietendeckel gerade nicht im sozialen Wohnungsbau gelten, wo in den letzten Jahren in vielen Häusern besonders starke Mietsteigerungen das Leben der ärmsten Berliner*innen zur Hölle gemacht haben. Deshalb fordern wir einen Mietendeckel auch für den sozialen Wohnungsbau!

    Auch beim Neubau gilt der Mietendeckel nicht. Dabei wissen wir doch schon lange: es fehlt an bezahlbarem Neubau, nicht an dem teuren, der überall gebaut wird. Wenn eine Mietobergrenze bestimmte Wohnungsmarktakteure also davon abhält zu bauen: kein Problem – um so mehr Platz für den wirklich bezahlbaren, dauerhaft abgesicherten kommunalen und selbstverwalteten Wohnraum den wir brauchen.

    Und: Auch der beste Deckel braucht einen Topf, auf den er passt. Der Mietendeckel muss von vielen weiteren Maßnahmen begleitet werden: Enteignung großer Wohnungsunternehmen, Neubau von 100% wirklich bezahlbaren, dauerhaft unprivatisierbaren kommunalen Wohnungen in der gesamten Stadt und Demokratisierung von Planungsverfahren und den Institutionen der Wohnraumversorgung. Mietendeckel und Enteignung schaffen die Voraussetzungen dafür, Immobilien und Boden aus der Kapitalverwertung rauszuziehen. Auch für den Neubau von Wohnungen müssen wir neue Modelle des Gemeineigentums in demokratischer Selbstverwaltung durch Stadtgesellschaft und Mieter*innen entwickeln und durchsetzen.

    Für all das geht es am 3. Oktober auf die Straße: Die Demonstration „Richtig deckeln, dann Enteignen“ starte auf dem Alex (Haus des Lehrers) um 13 Uhr. Wir sind dabei. Kommt auch, bringt eure Nachbar*innen, Freund*innen und Kolleg*innen mit – denn bezahlbarer Wohnraum geht uns alle an und ohne Druck reagiert die Politik nicht.

    #Berlin #logement #politique

  • Blick nach Steglitz-Zehlendorf: Nachbarschaftsinitiative drängt Stadträtin zur Prüfung einer Treuhänderschaft für Leerstandshaus - Friedenau
    https://www.berliner-woche.de/friedenau/c-bauen/nachbarschaftsinitiative-draengt-stadtraetin-zur-pruefung-einer-treuh

    Im September haben sich Vertreter der Nachbarschaftsinitiative Friedenau mit Ordnungsdezernentin Christiane Heiß und Baustadtrat Jörn Oltmann ((beide Grüne) zu einem Gespräch über das leerstehende Haus an der Ecke Odenwald- und Stubenrauchstraße getroffen.

    Thema waren die rechtlichen Möglichkeiten, für das sich selbst überlassene Wohnhaus einen Treuhänder im Rahmen des Zweckentfremdungsverbotsgesetzes einzusetzen. Die Wohnungen in dem Jugendstilgebäude sollen wieder bewohnbar gemacht und vermietet werden. Die Eigentümerin hält die Bezirksverwaltung hin und tut nichts für den Erhalt des Hauses.

    Stadträtin Christiane Heiß hält aber weiterhin an ihrer Auffassung fest, das Zweckentfremdungsverbotsgesetz sei im Fall der Odenwaldstraße 1/Stubenrauchstraße 68 nicht anwendbar. Die Wohnungen seien bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes nicht bewohnbar gewesen. Heiß möchte daher das Urteil im anhängigen Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht abwarten. Es wird geklärt, ob das Berliner Gesetz rückwirkend angewendet werden kann.

    Die Nachbarschaftsinitiative will nicht warten, da nach ihrer Auffassung vor dem obersten deutschen Gericht nicht über Leerstand sondern über Ferienwohnungen verhandelt werde. Der Stadträtin wift die Initiative eine allzu zögerliche Haltung vor. Ingrid Schipper von der Nachbarschaftsinitiative und Robert Post von der gemeinnützigen GSE, die als Treuhänderin für das Haus bereitstünde, verweisen auf einen vergleichbaren Fall in Steglitz-Zehlendorf. Im Nachbarbezirk prüft Michael Karnetzki (SPD), Stadtrat für Ordnung, Nahverkehr und Bürgerdienste, gerade die Einsetzung eines Treuhänders für ein leerstehendes Haus am Gardeschützenweg in Lichterfelde. Laut Friedenauer Nachbarschaftsinitiaitve gibt es viele Parallelen zwischen den Fällen. „Die Senatsverwaltung für Finanzen hat dabei ihre Unterstützung zugesagt, denn der Bezirk hat keine Mittel“, teilt Karnetzki in einer Pressemitteilung vom Juni mit.

    „Die derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen im Bezirk sind somit ausreichend, um dem ungenehmigten Leerstand entgegenzutreten“, meinen Ingrid Schipper und Robert Post. Beide fordern die Ordnungsdezernentin auf, nicht länger auf eventuelle gesetzliche Änderungen zu warten, sondern „endlich aktiv“ zu werden und „durch konsequentes Handeln den ungenehmigten Leerstand“ in Friedenau zu beenden. Die Bezirksverordnetenversammlung hat im April das Bezirksamt per Beschluss aufgefordert, den Einsatz eines Treuhänders zu prüfen.

    Infos unter www.leerstand-friedenau.blogspot.de.

    #Berlin #Friedenau #Wohnen #Grüne #Politik