„Sonjas Rapport“ unzensiert
▻https://www.vorwaerts.de/kultur/sonjas-rapport-unzensiert
Urdula Kuczynski alias Ruth Werner fut l’espionne au service de l’URSS qui a trasmis les informations essentielles sur la bombe atomique de la Grande Bretgne a l’Union Soviétique. Son autobiographie raconte la vie d’ume femme indépendsnte et libre qui vivait pour ses convictions.
26.5.2006 von Dagmar Günther - Ihr Leben ist symptomatisch für die politischen Gegensätze ihrer Zeit. Bereits 1977 veröffentlichte die aus der jüdischen Gelehrtenfamilie Kuczynski stammende Ruth Werner in der DDR unter dem Titel „Sonjas Rapport“ ihre ungewöhnliche Geschichte. Sie handelt von Spionage und Emigration, Liebe und Verrat; spielt in Deutschland, China, der Sowjetunion, Polen, der Schweiz und England. „Sonjas Rapport“ wurde in der DDR in 13 Auflagen insgesamt 500 000 Mal gedruckt. Das Buch erschien darüber hinaus in Bulgarien, Ungarn, der CSSR und der Sowjetunion Und es machte die Top-Agentin des 20. Jahrhunderts Ruth Werner schon zu einer Zeit berühmt, als kaum jemand etwas von ihrer „Übermittlerrolle“ in Sachen Atombombe wusste.
Zwei Jahre lang hatte „Sonja“ vom Kernphysiker und Atomspion Klaus Fuchs - wie sie Emigrant und Kommunist aus Überzeugung - in England „sehr wertvolle Informationen“ zum Bau der Atombombe erhalten. Ihr Bruder Jürgen Kuczynski hatte ihr Ende 1942 diesen Kontakt vermittelt. Die Informationen leitete sie per Funk oder über ihren Verbindungsmann „Sergej“ nach Moskau weiter. So half sie, das Atombomben-Monopol der USA zu brechen.
Dieser Teil ihres Lebens und ihre Reflexionen über Stalins Verbrechen waren nachweislich schon in der von DDR-Spionagechef Markus Wolf Ende der 60er Jahre initiierten Ursprungsfassung enthalten. Sie wurden 1977 allerdings nicht zur Veröffentlichung freigegeben - möglicherweise von DDR-Staatschef Erich Honecker und Stasi-Chef Erich Mielke, sehr wahrscheinlich jedoch von sowjetischer Seite.
Erst 1991 konnten die brisanten Fakten in einer in London herausgegebenen englischen Version gedruckt werden. Die kürzlich zum 60. Jubiläum des zur Eulenspiegel Verlagsgruppe gehörenden Verlags Neues Leben erschienene erste komplette deutsche Auflage von „Sonjas Rapport“ folgt der englischen Fassung. Der Leser erfährt nun, welche Rolle Ruth Werner bei der Atomspionage spielte. Mehr als einmal setze sie ihr Leben aufs Spiel. Bedeutsam sind auch ihre in den Grenzen ihres Selbstverständnisses geäußerten integren Gedanken über Stalins Verbrechen, denen ihr bekannte russische und deutsche Kommunisten zum Opfer fielen. Ruth Werner betonte ausdrücklich, sie habe nicht für Stalin sondern für die Sowjetunion gearbeitet.
Zur Sprache kommt darüber hinaus ihr eigener „bitterer Anteil“ an Opportunismus und Dogmatismus, von dem in der DDR selbst Menschen von lauterer Gesinnung nicht frei waren. Ruth Werner: „Ich bekämpfte dieMissstände, die mir bekannt waren, aber eben nur insoweit, dass ich meine Parteizugehörigkeit behalten und weiter Bücher schreiben konnte. ... Ich arbeitete innerhalb der Möglichkeiten, die mir offen standen. Heute mag das opportunistisch erscheinen, und ich muss mich fragen, wie oft ich dogmatisch war? Wie oft glaubte ich an Dinge, von denen ich heute weiß, dass sie falsch waren? Wie oft glaubte ich, dass Genossen Verräter seien, von denen sich herausstellte, dass sie Opfer unseres deutschen Stalinismus waren? Die Erinnerung daran lässt mich erröten, und das Nachdenken über 40 Jahre DDR und mein eigenes Verständnis ist noch nicht komplett...“
Eine wundervolle Ergänzung zu Ruth Werner Autobiografie stellt das sehr offene Gespräch dar, das der Berliner Journalist Rudolf Hempel mit ihren Kindern Michael P. Hamburger, Janina Blankenfeld und Peter John Beurton über ihre Mutter, die verschiedenen Väter und ihr eigenes Leben führte. Die Antworten zeigen drei Menschen auf der Suche nach ihrer eigenen Position, die in „Sonjas“ turbulenter Kundschafter-Zeit ihren Anfang nahm und noch immer nicht zu Ende ist.
Ruth Werner: Sonjas Rapport, Erste vollständige Ausgabe, Verlag Neues Leben, Berlin 2006, 384 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 3-355-01721-3
Filmdetails : Sonjas Rapport (1982)
▻https://www.defa-stiftung.de/filme/filme-suchen/sonjas-rapport
Regie: Bernhard Stephan, 119 Min., Farbe/Schwarz-Weiß, Spielfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Spielfilme, 1982
Film-/Videoformat
35 mm
Länge in m
3222
Englischer Titel
Sonya´s Report
Premierendatum
26.09.1982
Anlaufdatum
01.10.1982
Literarische Vorlage
Werner, Ruth: „Sonjas Rapport“, Autobiografie
Filmplakat zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Grafiker: Otto Kummert
Kurzinhalt (Deutsch)
Eine junge Frau, aus fortschrittlichem bürgerlichen Hause stammend, geht Mitte der 1930er-Jahre mit ihrem Mann Rolf nach Shanghai. Obwohl sie ein Kind hat, ist sie nicht bereit, sich ins Privatleben zurückzuziehen. Sie lernt Dr. Richard Sorge kennen und beschließt, Kundschafterin zu werden. Nach einer Ausbildung in der Nähe von Moskau - sie bekommt den Tarnnamen Sonja -, wird sie mit dem Genossen Ernst in die Mandschurei zu ihrem ersten Auftrag geschickt. Sie hat ein Verhältnis mit Ernst, bekommt ein Kind von ihm. Durch einen neuen Auftrag, der sie nach Polen führt, wird sie von Ernst getrennt. Für ihre Arbeit erhält sie in Moskau den Rotbannerorden. Danach geht sie in die Schweiz, funkt Informationen über den bevorstehenden Krieg in die Sowjetunion. Sie begegnet Rolf und Ernst, die ein Auftrag in den fernen Osten führt. Sonja heiratet einen Engländer, um nicht an Deutschland ausgeliefert zu werden.
(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992)
Filmstill zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Fotograf: Dietram Kleist
Filmstill zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Fotograf: Dietram Kleist
Filmstab
Drehbuch
Bernhard Stephan
Szenarium
Manfred Freitag
Joachim Nestler
Darsteller
Györgi Kinga Tarjan (Sonja)
Olgierd Lukaszewicz (Rolf)
Hartmut Puls (Ernst)
Karla Runkehl (Ollo)
Erwin Berner (Len)
Rolf Hoppe (Von Schlewitz)
Swetlana Schönfeld (Lisa)
Henry Hübchen (Erwin)
Thomas Neumann (Karl Hoffmann)
Talgat Nigmatulin (Feng)
Wladimir Din (Matsumoto)
Tariel Kassumow (Andrej)
Achim Wolff (Italienischer Schiffsoffizier)
Ursula Christowa-Staack (geb. Staack) (Ehefrau des Nazifunktionärs)
Paul Berndt (Nazifunktionär)
René Schönenberger (Schweizer Polizist)
Doris Thalmer (Ehefrau (Altes jüdisches Ehepaar))
Willi Schwabe (Ehemann (Altes jüdisches Ehepaar))
Tjo Den-Gu (Chinesischer Apotheker)
Ruth Kommerell (Großmutter)
Lars Rollberg (Micha)
Franziska Rollberg (Nina)
Birgit Frohriep (Gerda)
Ralf-Günter Krolkiewicz (Fred)
Anette Kralisch (Lisas Tochter)
Mario Aßmann (Lisas Sohn)
Petra Dobbertin (Erwins Frau)
Galina Chan (Ludmilla)
Wassili Pak (Diener / Japanischer Soldat)
Harry Merkel (Matschke)
Ilona Brömmer (auch: Brömmer-Weiß) (Blonde Dame)
Wladislaw Ogai (Janpanischer Offizier)
Juri Zoj (Japanischer Soldat)
Alexander Chan (Chinesischer Grenzsoldat)
Holger Eckert (Hausherr)
Gerhard Petri (Friseur)
Jürgen Hohmann (Artist)
Barbara Müller (Funkerin)
Renate Heymer (Blonde Dame)
Marga Hofmann (Dame der Gesellschaft)
Gabriela Stanek (Dame der Gesellschaft)
Renate Stephan (Dame der Gesellschaft)
Ria Fischer (Dame der Gesellschaft)
Nil Lath (Dame der Gesellschaft)
Christel Szcesny (Dame der Gesellschaft)
Cosima Wujee (Dame der Gesellschaft)
Regieassistenz
Harald Fischer (Assistenz-Regie)
Kameraassistenz
Norbert Kuhröber
Dietram Kleist
Dramaturgie
Anne Pfeuffer
Ton
Klaus Tolstorf
Gerhard Ribbeck (Tonmischung)
Maske
Jürgen Holzapfel
Christa Eifler
Requisite
Herbert Rother
Klaus-Dieter Ernst
Produktionsleitung
Erich Albrecht
Aufnahmeleitung
Lutz Wittcke
Karl-Heinz Rüsike
DEFA-Fotograf
Dietram Kleist
Synchronisation (Sprecher)
Ursula Werner (Sonja)
Reinhard Kuhnert (Rolf)
Zhaoming Pan (Matsumoto)
Angel Stojanow (Andrej)
Enbin Yang (Chinesischer Apotheker)
Kurzinhalt (Weitere Sprachen)
A metà degli anni ’30, una giovane donna della borghesia progressista, si trasferisce col marito Rolf a Shanghai. Nonostante abbia un figlio, non è disposta a ritirarsi a vita privata. Dopo aver conosciuto il Dr. Richard Sorge decide, così, di diventare esploratrice. Dopo una breve formazione nei pressi di Mosca, dove le assegnano il nome in codice Sonja, la donna viene mandata con il compagno Ernst in Manciuria per la sua prima missione. Dalla relazione con Ernst nasce un figlio. Per il suo lavoro Sonja viene insignita con un’onorificenza, dopodiché si trasferisce in Svizzera, dove radiotrasmette all’Unione Sovietica il pericolo dell’imminente guerra. Pur rincontrando Rolf e Ernst, sposerà un inglese, per non finire in mano ai tedeschi. (Italienisch)
Filmstill zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Fotograf: Dietram Kleist
Filmstill zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Fotograf: Dietram Kleist
Filmstill zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Fotograf: Dietram Kleist
Filmstill zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Fotograf: Dietram Kleist
Filmstill zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Fotograf: Dietram Kleist
Filmstill zu „Sonjas Rapport“
(R: Bernhard Stephan, 1982) Fotograf: Dietram Kleist
#Allemagne #Royaume_Uni #URSS #espionnage #femmes #biographie #communisme #histoire #nucléaire #bombe_atomique #guerre_froide
















