• Dans les algorithmes | QuitGPT (2/4) : la #gauche minimise-t-elle le #pouvoir de l’#IA ?
    https://danslesalgorithmes.net/2026/03/18/quitgpt-2-4-la-gauche-minimise-t-elle-le-pouvoir-de-lia

    Si les #boycotts montrent une efficacité limitée, la contestation même désordonnée de la #tech gagne du terrain, estime l’historien Brian Merchant, dans sa newsletter.

    (...)

    Croire que la gauche minimise le pouvoir de l’IA signifie surtout ne pas lire les innombrables #critiques qu’elle adresse.

  • EU-Sanktionen gegen Berliner Journalisten: „Sein Nachbar macht sich strafbar, wenn er ihm Brot bringt“
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/hueseyin-dogru-eu-sanktionen-journalist-interview-li.10023240

    15.3.2026 von Raphael Schmeller - Die EU hat den Journalisten Hüseyin Doğru wegen angeblicher Russlandpropaganda sanktioniert. Sein Anwalt warnt im Interview vor einem Präzedenzfall für die Pressefreiheit in Europa.

    Seit Mai 2025 steht der deutsche Journalist Hüseyin Doğru auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Seine Konten sind eingefroren, wirtschaftliche Kontakte weitgehend untersagt. Begründet wird die Maßnahme mit dem Vorwurf, er verbreite Desinformation im Sinne Russlands. Doğrus Anwalt Alexander Gorski weist das zurück und kritisiert ein Verfahren mit gravierenden rechtsstaatlichen Defiziten. Im Interview mit dieser Zeitung erklärt er, welche Belege die EU anführt, warum er die Sanktion für politisch hält und welche Folgen sie für seinen Mandanten und dessen Familie hat.

    Herr Gorski, der Rat der Europäischen Union hat Hüseyin Doğru im Mai 2025 wegen Russlandpropaganda sanktioniert. Welche Belege führt der Rat dafür an?

    Hüseyin Doğru wurde am 20. Mai 2025 im Rahmen der EU-Sanktionspakete gegen Russland auf Initiative Deutschlands vom Rat der Europäischen Union sanktioniert. Interessant ist, dass die Sanktionierung auf seiner Arbeit als Journalist basiert. In der offiziellen Begründung wird ausdrücklich seine Berichterstattung zum Thema Palästina erwähnt. Der Vorwurf lautet, er verbreite damit Desinformation im Sinne der Russischen Föderation. Allerdings findet sich in den Akten, die wir von der EU erhalten haben, keinerlei Nachweis für eine Verbindung zu Russland. Stattdessen bestehen sie im Wesentlichen aus Äußerungen meines Mandanten in sozialen Medien, die er im Rahmen seiner Meinungs- und Pressefreiheit getätigt hat, sowie aus Zeitungsartikeln deutscher Medien über ihn. Darauf stützt sich die Sanktionierung.

    Welche Aussagen werden in den Akten angeführt?

    Die Behörden haben verschiedene Äußerungen meines Mandanten betrachtet. Der Großteil seiner Beiträge in sozialen Medien kritisiert westliche Geopolitik und imperialistisches Verhalten von Staaten, darunter übrigens auch das imperialistische Verhalten Russlands. Außerdem finden sich verschiedene Posts meines Mandanten in der Akte, in denen er sich kritisch zur Außen- und Innenpolitik Deutschlands äußert.

    Sie sagen, Hüseyin Doğru sei auf Initiative Deutschlands sanktioniert worden. Haben Sie dafür Belege?

    Direkte Belege aus dem Verfahren selbst haben wir nicht. Die Akte, die wir von der EU erhalten haben, ist sehr dünn und gibt keinen Aufschluss über den konkreten Verfahrensablauf. Allerdings lassen Äußerungen auf der Bundespressekonferenz im Juli 2025, insbesondere von einem Vertreter des Auswärtigen Amtes, darauf schließen, dass die Bundesregierung die Sanktionierung initiiert hat.

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    Der Berliner Journalist Hüseyin Doğru wurde am 20. Mai 2025 im Rahmen der EU-Sanktionspakete gegen Russland sanktioniert.Lauryn Zoe Hinsch/Berliner Zeitung

    Hüseyin Doğru hat früher für Redfish gearbeitet, das vom russischen Sender Ruptly finanziert wurde. Hat Ihr Mandant heute noch Verbindungen nach Russland?

    Es ist richtig und öffentlich bekannt, dass Herr Doğru Teil von Redfish war, einem alternativen Medienunternehmen. Ebenso ist bekannt, dass dieses Medienunternehmen teilweise von Ruptly finanziert wurde, das hat Redfish selbst veröffentlicht. Allerdings wurde Redfish bereits vor Beginn des Ukrainekriegs liquidiert. Das Unternehmen existiert nicht mehr. Seitdem gibt es keinerlei materielle Verbindungen zwischen Herrn Doğru und staatlichen oder privaten Akteuren aus der Russischen Föderation.

    Wie bewerten Sie die Vorwürfe gegen Hüseyin Doğru?

    Als Jurist bin ich entsetzt darüber, wie wenig dieses Verfahren auf EU-Ebene mit rechtsstaatlichen Grundsätzen zu tun hat. Mein Mandant wurde vor der Sanktionierung nicht angehört. Die Begründung umfasst nur wenige Sätze und ist äußerst vage. Die gesamte Akte besteht aus wenigen dutzend Seiten und enthält ausschließlich Screenshots frei zugänglicher Internetveröffentlichungen. Aus diesen Unterlagen geht weder hervor, was auf EU-Ebene konkret besprochen wurde, noch welche Staaten welche Position vertreten haben oder von wem die Initiative ausging. All das müssen wir aus dem Kontext rekonstruieren. Schon formal halte ich dieses Verfahren daher für hochproblematisch und grundrechtsfeindlich. Auch inhaltlich stellt es eine große Gefahr für Presse- und Meinungsfreiheit dar, wenn Journalisten aufgrund ihrer Arbeit als Desinformationsakteure gebrandmarkt und anschließend einem so harten Sanktionsregime unterworfen werden können.

    Handelt es sich aus Ihrer Sicht um einen politischen Prozess?

    Es handelt sich eindeutig um einen politischen Prozess. Uns steht zwar der Rechtsweg auf europäischer Ebene offen, den wir auch beschreiten. Die große Herausforderung besteht jedoch darin, dass das Verfahren schon formal problematisch ist und faktisch eine Beweislastumkehr entsteht: Wir müssen gewissermaßen die Unschuld meines Mandanten beweisen. Das macht eine erfolgreiche Verteidigung erheblich schwieriger.

    Im Fall von Hüseyin Doğru greift das Gefahrenabwehrrecht. Was bedeutet das konkret für das Verfahren?

    Wir haben es nicht mit einem Strafverfahren zu tun. Es gibt keine Anklage wegen einer Straftat. Das Sanktionsregime greift auch bei vollständig legalem Verhalten. Meinem Mandanten wird keinerlei Straftat vorgeworfen. Das EU-Sanktionsregime soll eigentlich dazu beitragen, destabilisierende Aktivitäten der Russischen Föderation zu verhindern oder zu erschweren. Seit 2014 richtet es sich daher typischerweise gegen Personen aus dem Umfeld des Kremls, gegen Mitglieder des russischen Machtapparats oder gegen Teile der wirtschaftlichen Elite. Inzwischen trifft es aber auch Journalisten, die kein Fehlverhalten begangen haben und denen – wie im Fall meines Mandanten – keine konkrete Verbindung zu Russland nachgewiesen werden kann. Das Gefahrenabwehrrecht richtet sich hier also gegen eine Gefahr, die nicht besteht. Tatsächlich handelt es sich schlicht um einen Journalisten, der seine Arbeit macht und Meinungen äußert, denen man zustimmen kann oder nicht. Eine konkrete Gefahr wird von der EU lediglich behauptet, aber an keiner Stelle nachgewiesen.

    Die EU und die Bundesregierung sprechen Hüseyin Doğru faktisch ab, Journalist zu sein. Wie bewerten Sie das?

    Das ist äußerst problematisch. Wenn Regierungen nach eigenem Ermessen entscheiden können, wer Journalist ist und wer nicht, wird der Schutz der Pressefreiheit ausgehöhlt. Herr Doğru ist offensichtlich Journalist: Er hat Dokumentationen produziert, Artikel geschrieben, Pressearbeit geleistet sowie Interviews geführt und veröffentlicht, also klassisches journalistisches Handwerk. Journalismus bedeutet auch, Stellung zu beziehen und Missstände zu benennen. Deshalb halte ich es für sehr problematisch, wenn das Auswärtige Amt auf der Bundespressekonferenz erklärt, er sei Aktivist oder Desinformationsakteur. Dann stellt sich nämlich die Frage: Wer gilt noch als Journalist – und wer nicht? Am Ende zählt möglicherweise nur noch als Journalist, wer der Regierung genehm ist.

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    Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen behauptet, sie wolle Desinformation aus Russland bekämpfen.Nicolas Tucat/AFP

    Warum hat sich die EU ausgerechnet Hüseyin Doğru herausgegriffen?

    Das wissen wir nicht. Wir haben keinen Zugang zu den internen Verwaltungsvorgängen, die erklären könnten, wie Herr Doğru ausgewählt wurde und warum gerade er sanktioniert wurde. Was wir allerdings beobachten, ist, dass insbesondere die Bundesregierung sehr hart gegen Menschen vorgeht, die zum Russland-Ukraine-Krieg oder zum Thema Palästina abweichende Meinungen vertreten. In diesem Fall sehen wir die Anwendung des EU-Sanktionsrechts gegen eine solche kritische Stimme. Wir befürchten, dass daraus ein Trend entstehen könnte.

    Hüseyin Doğru ist seit fast einem Jahr sanktioniert. Wie wirkt sich das auf sein Leben aus?

    Herr Doğru ist verheiratet und hat drei kleine Kinder. Die Auswirkungen auf ihn und seine Familie sind verheerend. Von einem Tag auf den anderen wurden seine Konten eingefroren. Er darf keinerlei wirtschaftliche Transaktionen tätigen und muss jede Verfügung über sein Vermögen von der Bundesbank genehmigen lassen. Derzeit sind lediglich 506 Euro monatlich genehmigt, mit denen er seine Existenz sichern muss. Zudem ist unklar, ob eine Arbeitsaufnahme von den Behörden als Umgehung der Sanktionen gewertet würde. Eine entsprechende Anfrage beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist bis heute unbeantwortet. Wir versuchen derzeit, eine Antwort gerichtlich zu erzwingen. Hinzu kommt, dass seine Bank, die Comdirect, immer wieder zusätzliche Einschränkungen bei der Nutzung dieser 506 Euro vornimmt. Auch dagegen müssen wir regelmäßig gerichtlich vorgehen. Die Gefahr, sich strafbar zu machen, wenn man wirtschaftlichen Kontakt mit meinem Mandanten hat, ist insbesondere seit der Verschärfung des deutschen Sanktionsstrafrechts sehr hoch. Unter diesen Umständen ein normales Familienleben zu führen, ist kaum möglich. Oft wird dieser Zustand als „zivilrechtlicher Tod“ beschrieben – und genau das trifft hier zu. Seit dem 20. Mai 2025 steht das Leben meines Mandanten und seiner Familie komplett auf dem Kopf.

    Der Bundestag hat im Januar eine Verschärfung des deutschen Sanktionsstrafrechts beschlossen. Welche Folgen hat das?

    Die Schwelle für eine Strafbarkeit wurde gesenkt. Das bedeutet, dass sich Menschen schneller strafbar machen können, wenn sie in irgendeiner Form wirtschaftlichen Kontakt zu einer sanktionierten Person haben. Damit sollen sanktionierte Personen noch stärker vom wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen werden. Gleichzeitig führt das im Alltag zu absurden Situationen, weil ständig unklar ist, was noch erlaubt ist und was nicht.

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    Alexander Gorski sieht durch das Verfahren gegen seinen Mandanten Hüseyin Doğru die Pressefreiheit in der EU gefährdet.Markus Scholz/dpa

    Konkret gefragt: Darf Hüseyin Doğru Geldspenden empfangen?

    Nein.

    Darf er Lebensmittelhilfe erhalten?

    Nein.

    Das heißt: Wenn ein Nachbar an seine Tür klopft und ihm Brot bringen will, macht er sich strafbar?

    Ja, der Nachbar würde sich damit theoretisch strafbar machen.

    In welchem Stadium befindet sich das Verfahren derzeit?Wir haben im Juli 2025 Klage beim Gericht der Europäischen Union eingereicht. Nach unserer Einschätzung wird die Entscheidung im Frühjahr oder spätestens im Sommer dieses Jahres fallen. Sollte sie negativ ausfallen, können wir Berufung beim Europäischen Gerichtshof einlegen.

    Welchen Ausgang erwarten Sie?

    Sollten wir in der ersten Instanz verlieren, wäre das ein sehr schlechtes Zeichen für die Meinungs- und Pressefreiheit in der Europäischen Union. Eine solche Entscheidung würde es der EU ermöglichen, unliebsame Stimmen relativ leicht zu sanktionieren. Das lässt sich jedoch nicht mit den wesentlichen Grundfreiheiten vereinbaren, welche für alle EU-Staaten verbindlich in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union niedergelegt sind.

    Wäre das ein Präzedenzfall?

    Der Fall hat aus mehreren Gründen große Tragweite. Zum einen handelt es sich um den ersten Fall, in dem ein in der EU lebender EU-Bürger sanktioniert wurde. Zum anderen richtet sich die Sanktion gegen einen Journalisten wegen seiner Berichterstattung. Die Kombination aus der Sanktionierung eines in der EU ansässigen EU-Bürgers und der Bestrafung journalistischer Tätigkeit hätte gravierende Folgen, wenn sie vor Gericht Bestand hätte. Die Meinungs- und Pressefreiheit wären damit akut gefährdet.

    Zur Person

    Alexander Gorski ist Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Straf- und Migrationsrecht. Er studierte Rechtswissenschaften in Passau, Mexiko-Stadt und München und erwarb anschließend einen Master im Internationalen Menschenrechtsschutz und humanitären Recht an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Seit 2023 ist er zudem Lehrbeauftragter an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und Partneranwalt des European Legal Support Center (ELSC).

    #journalisme #liberté_d_expression.#censure #boycott #Allemagne #Union_européenne

  • Trump Condemns Marjorie Taylor Greene, Praises Mamdani
    https://www.thenation.com/podcast/archive/sms-112525

    Marjorie Taylor Greene claps during Donald Trump’s address to a joint session of Congress in the House Chamber of the US Capitol on Tuesday, March 4, 2025. (Tom Williams / CQ-Roll Call, Inc via Getty Images)

    Sous Merz nous vivons quasiment aux USA.Pourtant les médias allemands ne nous informent pas sur les mouvements populaires et la société états-unienne. Ce podcast donne une impression du contenu qui nous manque pour nous faire ine image réaliste de la vie chez notre allié outre-atlantique .

    Le texte / podcast original s’intéresse auusi aux cantines scolaires.

    25.11.2015 by Jon Wiener -Last Friday Marjorie Taylor Greene announced that she was quitting after Trump excommunicated her from MAGA, while the same day Trump welcomed Zohran Mamdani to the White House with open arms and high praise. What’s going on in Washington? Harold Meyerson comments—he’s editor at large of The American Prospect.

    Jon Wiener: From The Nation magazine, this is Start Making Sense. I’m Jon Wiener. Later in the Hour: Alice Waters, the legendary chef who founded Chez Panisse in Berkeley, will talk about how to make school lunch delicious, affordable, organic, and beautiful – and locally sourced from regenerative farmers. Her new book is A School Lunch Revolution. But first: Majorie Taylor Greene is out – and Zorhan Mamdani is in? Harold Meyerson will comment – in a minute.
    [BREAK]
    We’re still thinking about the wild week where Marjorie Taylor Greene announced she was quitting after Trump excommunicated her from MAGA. While on the same day, Trump welcomed Zohran Mamdani to the White House with open arms and high praise. What the heck? For comment and analysis, we turn to Harold Meyerson. He’s editor at large of the American Prospect. Harold, welcome back.

    Harold Meyerson: Always good to be here, Jon.

    JW: Let’s start with Marjorie Taylor Greene. On Friday, even her closest associates were stunned when she posted a 10-minute video on X announcing she would be leaving office January 5th, one year before her term expires. She’s the one who talked about Jewish space lasers starting forest fires, taking antisemitism to new heights. She promoted Trump’s claims of election fraud that led to the Capitol riot of January 6th, 2021.
    In the last few months, though, she split from Trump on at least three fundamental issues: She called Israel’s action in Gaza “genocide.” She said Trump was wrong to cut healthcare. And she defied Trump on release of the Epstein files. Trump responded by calling her “Marjorie Traitor Greene” and said he’d endorse a challenger to her in the next primary. So she quit. The simplest conclusion we can draw is that if you don’t agree with Trump, you can’t be in the Republican party. Is that the way you see it?

    HM: To a certain degree, yes. Marjorie Taylor Greene, if she’s to be judged only by her last month or two, has been coming around to what we might term “reality,” and it’s always a welcome development. When people do that, we encourage such excursions into what may be terra incognita for that particular person.
    But also a couple of points. First of all, by announcing she would leave on January 5th, her term in office would then include five years, which makes her eligible for the Congressional pension. I suspect she’s been thinking about this for a while, even though she wasn’t telling anyone about it — precisely because at some point it occurred to her she could leave on January 5th and still collect her pension.
    That said, she probably has some kind of future in the post-Trump Republican party, which will really begin to take shape after the midterm elections, when Trump, despite his best efforts to completely flout the Constitution, will be the lamest of ducks.

    JW: I want to talk a little bit more about her critique in her 10-minute video, the kind of talk you hardly ever hear from elected officials: She said “during the longest shutdown in our nation’s history, I raged against my own party for refusing to pass a plan to save American healthcare and protect Americans from outrageous, overpriced, and unaffordable health insurance policies. The House should have been in session every working day to fix this disaster, but instead America was force fed disgusting political drama once again from both sides of the aisle.
    “People know,” she said, “how much credit card debt they have. They know food costs too much. They know their rent has increasingly gone up, that the college degree they were told to earn only left them in debt and with no big six figure salary. They can’t afford health insurance or practically any insurance. And they just aren’t stupid.” Doesn’t that sound a bit like Bernie?

    HM: Yeah, but for the reference to sharing on a bipartisan basis the blame for the shutdown, that could have been said by any mainstream to left-of-mainstream Democrat, and that obviously comes as a surprise. But as I said in my previous remark, we’ve got to welcome anyone who begins to grapple with what is the reality that most Americans have to live through today.

    JW: Are you suggesting that she should or could become a Democrat?

    HM: I think there’s still too many issues that would keep her from doing that — on the social side of the spectrum. But we have to acknowledge, and she’s apart from this, but we have to acknowledge sort of the Josh Hawley tendency within the Republican party to attempt to begin to grapple with the immense economic inequality in the United States. Josh Hawley is becoming what Thomas Paine would’ve called “a sunshine soldier” for some unions. This is all related to the Republican party increasingly seen as having a working-class base and the realization therefore of a number of Republican elected officials, not a lot, but some, that the working class is not making out at all well, and that traditional Republican economic policy is complicit in the sort of dismal state of economic affairs for the American working class.

    JW: Yeah. What seemed to rankle her the most was being called a traitor. She said she had been loyal to Trump except for “standing up for American women who were raped at 14, trafficked and used by rich, powerful men.” She said, “that should not result in me being called a traitor and threatened by the president of the United States who I fought for.”

    HM: Well, she has a very good point. I find nothing there to argue with a single syllable of. Trump’s criteria for traitor boils down to are you sufficiently pro-Trump today? So it’s actually a very low bar to clear, and as far as Trump was concerned, she had cleared it.

    JW: Well, she’s in some ways a step ahead of most people. She said “Republicans will likely lose the midterms. Then I’ll be expected to defend the president against impeachment after he hatefully dumped tens of millions of dollars against me and tried to destroy me.” Well, that’s a good reason to quit.

    HM: Yeah, you would think. I mean, if this were a legal brief based on facts, never mind legal precedents, there would be very little to quibble with.

    JW: Then she went on CNN and said, quote, “I’m sorry for taking part in the toxic politics.” I have to say there’s some skepticism among some of our friends that she is really intent on pursuing a kinder, gentler politics. Do you share that?

    HM: Well, I don’t really go into the prophecy business. If she runs for higher office, either statewide in Georgia or nationally in 2028, she still has to win votes from what is essentially the MAGA base. And so that will require her not to jettison all of her past customs.

    JW: Yeah, the local Republican party in her district, this is north of Atlanta, issued a statement affirming its “unwavering support for her” and praised her for “working tirelessly to support the needs and views of her constituents.” But the same group declared in the same statement, “our support of Representative Greene does not in any way diminish our total support for President Trump.”

    HM: Right. And if she runs for any other office, that’s still the electorate she has to grapple with.

    JW: So she joins Liz Cheney and a actually pretty distinguished group of people — Senator Thom Tillis from North Carolina, who came to the same conclusion; there’s lots of others on this list.

    HM: And of course, all of the old Bush neocons, most of them have long since bailed. Many of the Reaganites. Yeah, this is a different Republican party. It’s really a cult of Trump, and if you don’t want to be in the cult of Trump, odds are you will either find your own way or be booted out of the Republican party.

    JW: The same afternoon, Mamdani went to the Oval Office. This is just after Trump called Marjorie Taylor Greene a traitor. Trump treated Mamdani in a warm and friendly way, expressed hope that Mamdani would be a “really great mayor” and that he was “confident that he can do a very good job.” The two of them agreed that cost of living issues were key in American politics today. And as for the police, the Republicans have been trying to paint Mamdani as anti-police. Trump said he would feel safe living in New York with Mamdani as mayor. He said he had no plans to send federal troops to New York City, which is a huge thing for Mamdani as he prepares to take office. Nothing about Mamdani being a communist lunatic or a stupid person, and nothing about withholding billions in federal funding from New York City. Instead, Trump said he’d “feel very comfortable” living in New York City with Mamdani as mayor. Trump told reporters, “we agree on a lot more than I thought. I want him to do a great job and we’ll help him do a great job.” Well, that’s a surprise.

    HM: It is a surprise. Several observations. First, at kind of a fundamental level, Trump is sub- ideological. Trump’s value system is based on “what can you do and what have you done for me?” Now admittedly, Mamdani has not really done anything for Trump, but I think there are a lot of CEOs and Wall Street types who live in New York who understand that, if Trump does to New York what he tried to do to Los Angeles, what he’s doing in Chicago and now Charlotte, in a city as densely populated as New York, that could just lead to all hell breaking loose — or just perpetual gridlock, metaphoric and literal. And I think a number of those folks have spoken to Trump probably about all of that.
    Also, from Mamdani’s point of view, look, Mamdani, I think historically quite correctly, cites Fiorello La Guardia as the greatest mayor of New York. But Fiorello La Guardia had the closest relationship with the president of the United States probably of any mayor of any city in American history. Much of what he was able to do in New York City was based on his personal conversations with Franklin Roosevelt and Roosevelt’s appropriation of lots of funds to New York City. And Mamdani completely understands that Trump has the power to really screw up New York. There are boats he does not need to rock.
    And Trump loves a winner. That’s the other side of this, so, and Trump understands when someone runs a smart campaign. Trump valorizes winning above anything else, I mean, this is the flip side of his doing things like denigrating Americans captured in wars as prisoners of war, they were “losers,” therefore, and he’s expressed that opinion. So this was the weirdest of convergences. But weird is in addition to other through lines of the Trump administration. Weirdness is certainly one of ’em.

    JW: The weirdest moment for a lot of us came when a reporter asked Mamdani about his having called Trump a fascist, and Mamdani kind of paused, and Trump jumped in and said, “You can just say it. That’s easier. It’s easier than explaining it. I don’t mind.” He says publicly, he doesn’t mind being called a fascist by the mayor of New York. What is going on?

    HM: [LAUGHTER] Well, just as Mamdani admires fear Fiorello La Guardia, Trump may admire Bonito Mussolini. Choose your favorite person of Italian extraction. Like I said, weird is definitely au courant.

    JW: And this post-ideological thing of Trump’s returns dramatically here.

    HM: Trump has had the government buy or get a controlling share de facto in any number of corporations. That’s either called state capitalism or some version of socialism or whatever. He’s not really hemmed in, for better and worse, mainly worse, by the usual ideological constraints that have hemmed in every previous president of the United States and most of the people who go into politics.

    JW: So where does this leave the Republican party? They had been planning to run a midterm national campaign that would put Mamdani at the center of their picture of the Democrats: Mamdani the Communist, Mamdani the Jihadist, Mamdani the Muslim radical, as the face of the Democratic party; anti-police, anti-capitalism, anti-Israel. Has Trump wrecked all that?

    HM: Well, he sure has for now. I mean, I think, look, Republicans are going to need a theme at the moment. The economy is their enemy. They’ve tried to distract the gubernatorial campaign in Virginia. The Republican had, I think someone calculated, 50% of her ads were about trans people in women’s sports, and that had no effect. The Democrat won that race by 15%. And so what Trump with Mamdani certainly leaves the Republicans sort of desperately groping for themes.
    I mean, this is a time-honored Republican tradition. A friend of mine showed me a little like one-minute video that Mamdani turned out in praise of a member of Congress in New York’s historic past named Vito Marcantonio, who was a protege of Fiorello La Guardia and represented East Harlem in the 1940s in Congress, but also was pretty close to the Communist Party in that he kind of followed what the American Communist Party did vis-a-vis foreign policy vis-a-vis the Soviet Union.
    Well, the Republicans eventually tried to run against every Democratic member of Congress by pointing out, “look, he voted on the same side as Vito Marcantonio.” That is like voting to set up a post office in Omaha, Nebraska. But it was on the same side as Vito Marcantonio, and the Republicans clearly would like to have done this with Mamdani. I suspect they still will find a way to do it, but Trump sure gave them a major obstacle in the middle of that road.

    JW: Of course, Mamdani doesn’t take office until January 1st, which is what, five weeks from now. Five weeks is a long time in Trump world.

    HM: Trump may discover some ties to Satan himself that Mamdani has between now and January 1st. Or he may have discovered them on January 10th. So everything with Trump is provisional.

    JW: One last thing this weekend: there’s a big consumer boycott being organized, a pause on shopping at three major corporations that have supported Trump, sponsored now by Indivisible, the Working Families Party, Black Voters Matter, and more. Together they issued a collective call for a boycott this weekend titled, “We Ain’t Buying It.” From Thanksgiving black Friday to Cyber Monday, they say, don’t buy anything from Home Depot, from Target, or from Amazon. Those are the three targets, because Home Depot has allowed its parking lots to become ground zero for ICE raid on immigrant day laborers and its billionaire co-founder Bernie Marcus has funneled millions into Trump’s campaigns.
    They’re saying, don’t buy anything this weekend, black Friday through Cyber Monday, from Target. Target once branded itself as afriendly, inclusive big box store. Now it has scrapped its DEI goal, and scaled back its LGBTQ offerings to avoid angering Trump.
    And don’t buy anything this weekend, black Friday through Cyber Monday, from Amazon. Amazon didn’t just shower Trump’s inauguration with cash. Jeff Bezos’ company pitched facial recognition tools to ICE, and Amazon Cloud services, powers, the Palantir system ICE uses to track and deport immigrants.
    People say, “well, three companies — aren’t there lots of other companies that have supported Trump and contributed to his inauguration?” Ezra Levin of Indivisible explained it: “We want to concentrate our focus on Home Depot, Target and Amazon because we’ve seen that organizing is far more effective when it is concentrated, when it is easy to join. Doesn’t mean they’re the only three. They’re the ones, but they’re the ones we’re going to focus on this weekend.”
    I wonder what you think about consumer boycotts. I myself was skeptical until the boycott of ABC and Disney actually brought back Jimmy Kimmel.

    HM: Yes. Well, that was a particular incident which got sort of universal recognition. It was so much in the news that it produced a real backlash. I’m not sure this will produce that, a backlash on that scale, because there’s no precipitating one event that is dominating the news as the temporary sacking, we didn’t know was temporary at the time, of Jimmy Kimmel.
    That said, Amazon controls just such a high share of American consuming, of American buying, that if you just really got something going at Amazon, that would be huge. But then again, of course, Amazon shopping is done on your phone or on your home laptop or what have you. So that’s kind of hard to mobilize as well. But I’m for whatever works. You and I are old enough to go back to the old grape boycott of the United Farm workers around 1970. So these things can have long-term and short-term effects, and Indivisible is certainly right that they really only work when you focus on just a handful of companies or a single company.

    JW: So “We Ain’t Buying It” – from black Friday to Cyber Monday, not from Home Depot, not from Target, not from Amazon. More information online at weaintbuyingit.com.
    Harold Meyerson — read him @prospect.org. Thank you, Harold.

    HM: Always good to be here, Jon.

    #USA #politique_intérieure #boycott #Amazon

  • L’#écologie de la carte bleue

    "Et si le consommateur, en réalité, n’y était pour rien, ou pour pas grand chose dans la terrible situation que nous vivons ? Et si le consommateur n’était pas lui-même « produit », ou inventé ? Et s’il fallait parler de « surproduction » plutôt que de « surconsommation », et rayer pour toujours ce mot de notre vocabulaire politique ?"

    Quand la jeunesse s’engage en écologie, quelques singes savants croient bon de faire remarquer que les jeunes feraient bien de commencer par « moins consommer », « s’acheter moins de vêtements » ou « jeter leur smartphone » avant de prétendre donner des leçons aux gouvernants.

    Cette même sagesse demi-habile s’oppose à toute élucubration anti-capitaliste en écologie en rétorquant systématiquement : « c’est bien beau de critiquer le #capitalisme, jeune fille, mais nous sommes tous responsables dans cette société consumériste ! si on n’avait pas trois télés et quatre ordinateurs par foyer, on pourrait critiquer le système ! »

    On retrouve jusq’au cœur des mouvements écologistes cette #auto-flagellation militante sur le thème de la « consommation », de la « surconsommation », voire de « l’#hyperconsommation ». Agir sur la consommation apparaît à nombre d’individus et d’organisations comme une solution simple et à portée de main, et donc comme un objectif politique intéressant : on fait donc des die-in dans les centres commerciaux, on bloque les McDo, on appelle au boycott ou à une consommation « bio et équitable ».

    Tentons une idée provocante : et si le consommateur, en réalité, n’y était pour rien, ou pour pas grand chose dans la terrible situation que nous vivons ? Et si le consommateur n’était pas lui-même « produit », ou inventé ? Et s’il fallait parler de « surproduction » plutôt que de « surconsommation », et rayer pour toujours ce mot de notre vocabulaire politique ? Et s’il fallait cesser d’agir en consommateur pour agir vraiment ? Donnons une chance à ces hypothèses, avec ce texte.

    Parmi les idées reçues les plus tenaces en écologie, il y a l’idée que la « surconsommation »1 serait le principal moteur de la destruction de l’environnement. L’humanité, prise comme « somme d’individus humains » sans tenir compte de ses hiérarchies ni de ses conflits internes, se serait rendue coupable, au fil des siècles, de « consommer » beaucoup trop de ressources naturelles. Un jour spécifique marque même le moment de l’année à partir duquel « l’humanité » commence à « surconsommer » : le jour du dépassement, qu’on atteint désormais dès juillet. Et combien de fois n’a-t-on pas entendu que les feux en Amazonie étaient directement causés par les steaks dans « nos assiettes » ?

    Nous soutenons, en revanche, que la théorie de la surconsommation vise à réduire la pratique écologiste à des choix de supermarché, à des petits ajustements dans un quotidien qui ne change pas vraiment, à une sorte d’écologie de la carte bleue. Alors que l’écologie pourrait aussi bien être une révolte contre les rapports sociaux et économiques à l’origine de la destruction du vivant. Le discours sur la « surconsommation » produit des sujets qui ne se conçoivent que comme des consommateurs coupables2. Il maintient l’écologiste dans le carcan de la société marchande, alors qu’il devrait s’en extirper, construisant avec d’autres les solidarités nécessaires pour faire naître un monde sans Amazon ou Intermarché. L’idée de surconsommation nous met des ornières et des chaînes qu’il nous faut arracher.

    En réalité, le consommateur en tant que figure historique apparue lors des deux derniers siècles n’y est pour rien (ou presque) dans la crise écologique que nous traversons. Le consommateur en tant que tel et les comportements qui lui sont associés n’ont d’ailleurs pas toujours existé, ni toujours été conçus comme tels : on voit apparaître les grands magasins et les réclames au XIXe siècle, et la consommation jadis réservée aux bourgeois se répandit finalement aux classes populaires lors de la première moitié du XXe siècle. La « naissance » du consommateur a servi à deux choses : écouler le surplus de marchandises produites par le capitalisme, et réintégrer les gens dans les rapports marchands sur leur temps de loisir, fraîchement arraché par des luttes sociales, pour couper court à tout ennui improductif ou désir de révolte. D’une certaine manière, la « consommation » a étendu le travail sur le temps de loisir, de sorte que nous continuons à travailler au bon fonctionnement de l’économie une fois sorti du bureau ou de l’usine.

    Dans l’imaginaire culturel de pas mal d’Occidentaux, le consommateur est assimilé à une sorte de zombie impuissant, incapable de se distinguer de la masse et se précipitant sur la marchandise lors des périodes de soldes. Cette image répond parfois au besoin des plus riches de stigmatiser la consommation des classes populaires, tout en se revendiquant d’une consommation plus intelligente et éclairée. Cependant, nous pourrions reprendre la figure du zombie à notre compte afin de caractériser l’impuissance et la passivité de ceux et celles dont le seul horizon politique se réduit à « consommer mieux » ou « moins ».

    Si l’on veut que l’écologie tape là où ça fait mal, elle devra cesser de tracer une ligne de séparation artificielle entre la « surconsommation » et la surproduction là où elles ne sont que trop intimement liées : la surconsommation est avant tout un effet de la surproduction. Mais ce n’est pas suffisant. Car la surproduction est aussi un effet, ou plutôt un problème chronique du capitalisme, qui a besoin de transformer de plus en plus de choses et de personnes en marchandises pour créer de la valeur. Il n’y a rien d’autre, derrière la « surconsommation » que la compulsion de croissance qui est inhérente au capitalisme. Si on peut toujours réduire sa consommation individuelle, le capitalisme aura toujours besoin que la consommation totale augmente, pour que la croissance continue.

    Le consommateur n’est donc pas une personne autant qu’il est une figure, un instrument de logiques qui dépassent son individualité. Cette distinction entre l’individu et la figure telle qu’elle est construite socialement va se révéler fondamentale pour la suite. Car si on peut absoudre en grande partie le consommateur de sa responsabilité dans la « crise écologique », il n’en faut pas moins l’assassiner ! Assassiner en nous le consommateur, cela veut dire donner une chance à l’humain se cachant sous l’identité désuète de producteur ou de consommateur, qui l’écrase tel un rocher ; faire exploser le carcan de la consommation, pour redécouvrir la multiplicité des activités et des actions nécessaires à une reprise en main de la question écologique.
    Existe-t-il un « choix de consommation » ?

    Prenons au mot l’idée de « surconsommation » : très bien, vous prétendez que nous, les petits individus, nous serions coupables de trop consommer. Essayons de déterminer à grands traits qui est responsable de quoi. Quelle est la position du consommateur dans l’économie ? Est-ce une position démocratique, depuis laquelle le consommateur peut décider, influer sur le cours du monde, arrêter la destruction des forêts et l’exploitation des pauvres ?

    A) Le « consommateur » arrive en bout de chaîne, une fois que tout a été choisi pour lui.

    Que s’est-il passé pour que le steak dans lequel croque le « consommateur » provoque des incendies en Amazonie ? Que s’est-il passé pour que l’ordinateur sur lequel je tape enrichisse des milices et exploite des mineurs au Nord-Kivu (Congo) ? Les critiques de la surconsommation ne s’intéressent pas beaucoup au contenu de cette mystérieuse chaîne de causes à effets. La vérité est très simple, tout le monde la connaît : le consommateur ne maîtrise rien du processus de production qui a mené au produit qu’il consomme.

    C’est la définition même du capitalisme, qui ne possède aucun caractère démocratique : une classe d’individus, les capitalistes, possèdent les moyens de production, ils décident donc de ce qui va être produit, et de comment cela va être produit (par exemple, une entreprise – Ikea – va couper illégalement du bois en Roumanie, puis l’importer en France sous forme de meubles). Les autres, les citoyens-consommateurs, sont privés des moyens de production, et sont donc réduits à travailler au service des capitalistes (en coupant du bois illégalement), et à consommer les produits que ces derniers leur proposent (chez Ikea)3.

    « Qu’à cela ne tienne ! » disent certains, « mais les capitalistes ne font que répondre à une demande, il suffit donc de ne plus consommer les produits qui détruisent la planète, et tout ira bien ! » C’est la tactique du boycott. Cette tactique fait l’impasse sur trois points très importants :

    1) L’asymétrie d’information est énorme entre le « consommateur » et les entreprises. Le consommateur, qui consomme hors de son temps de travail, n’a pas forcément les moyens, ni le temps, ni l’envie de devenir un Sherlock Holmes enquêtant sur sa propre consommation4. Même s’il souhaitait mener l’enquête, il aurait bien du mal à surpasser les grandes entreprises, qui elles s’appliquent bien à cacher les effets néfastes de leur activité. Ainsi, ExxonMobil, un géant pétrolier américain, était au courant du réchauffement climatique depuis les années 80, mais a investi massivement afin d’entretenir les doutes sur ce sujet, mentant même à ses investisseurs. De même, on nous présente régulièrement le parfait produit, la parfaite solution, équitable, bio, durable, avant de nous avouer quelques mois ou années plus tard que c’est en fait une catastrophe.

    2) Nous ne « choisissons » pas vraiment de consommer la plupart des choses que nous consommons. Nous naissons tous dans un monde déjà organisé autour des autoroutes, des aéroports, des ports, des centrales thermiques et nucléaires, et où l’économie marche au pétrole. Qui a choisi de construire tout ça ? « Nos parents » ? Ou les « décideurs », les capitalistes, les États ? Ces choix décisifs sur notre « mode de vie » ont été faits par une minorité (blanche et très riche), puis imposés à tout le reste du monde par la violence (colonisation). Qui peut aujourd’hui communiquer sans téléphone, qui peut prétendre à un emploi en périphérie sans avoir une voiture ? C’est le fonctionnement même de l’économie qui rend ces choses nécessaires, pas le fait que les « consommateurs » les consomment.

    3) Or, ce qui est premier dans l’économie, c’est l’offre, non la demande (la production, non la consommation). Car ceux qui ont le pouvoir, ceux qui prennent les décisions importantes, ceux qui produisent artificiellement des besoins par la privation et des normes par la publicité, ceux qui extorquent, qui pillent, qui dépossèdent, qui exploitent, ce ne sont pas « les consommateurs ». Certains organisent l’économie à leur profit, d’autres, les « consommateurs » n’ont le « choix » que de s’y adapter comme ils peuvent. C’est le mode de production dans lequel nous vivons qui est un scandale, et sa hiérarchie fondamentalement anti-démocratique. Le boycott n’a donc de sens que s’il s’étend à tout ce mode de production, et que s’il cherche à inventer d’autres manières de produire.

    B) La consommation des « consommateurs » est la plus petite partie de la consommation

    Enfin, rappelons rapidement qui sont les véritables « consommateurs ». Ceux qui consomment le plus, on l’oublie trop souvent, sont les grands producteurs, les grandes entreprises (les mêmes qui nous poussent à la consommation !). Car pour produire des marchandises, il faut bien consommer. Pour produire, par exemple, un meuble Ikea avec du bois roumain illégalement coupé, il me faut consommer des machines et des salariés pour couper le bois, d’autres pour le transporter, d’autres encore pour le transformer et l’assembler en meuble, et enfin, il me faut consommerdes directeurs marketing, des tonnes de papier, et des spots publicitaires pour que ce meuble se vende (trouve un petit « consommateur »).

    Dans une même logique, quel impact puis-je avoir en prenant des douches courtes, quand 90 % de l’eau est utilisée par l’industrie et l’agriculture ? A quoi sert-il que je me mette au « zéro déchet » quand les déchets des ménages représentent 10 % seulement de la masse totale des déchets produits ?5 Cela ne sert pas à rien, du point de vue d’une démarche personnelle — mais il ne faut pas se mentir sur l’impact de ces « petits gestes ». L’idée n’est pas d’opposer vulgairement « gestes individuels » et « actions collectives », qui pourraient aller de pair dans une optique de révolte contre un monde aliénant dans lequel on cherche d’autres manières d’exister, tout en travaillant à le renverser. Il s’agit uniquement de démanteler les discours nous appelant à faire chacun-e de notre mieux, tout en faisant totalement l’impasse sur les luttes collectives.

    Un rapport du think tank Carbon46 montre qu’avec tous les efforts du monde, des individus « héroïques » restreignant drastiquement leur consommation, mangeant végétarien et local, ne se déplaçant qu’à vélo ou en covoiturage, achetant tout d’occasion, ne réduiraient que 25% de leur empreinte carbone. Notons que ce genre de préoccupations héroïques intéressent surtout ceux qui ont le luxe d’avoir une grosse empreinte carbone, et le loisir de réfléchir à la réduire ; notons ensuite qu’il y a bien d’autres problèmes écologiques que le climat et l’empreinte carbone (pollution des océans, épuisement des sols, extinction des espèces, etc.) ; ajoutons enfin que ce chiffre de 25% est une parfaite (et fausse) abstraction : cette « étude considère l’empreinte carbone d’un ‘Français moyen’. Elle est égale à l’empreinte carbone du pays divisée par le nombre d’habitants [on fait donc abstraction de tous les rapports économiques de hiérarchie évoqués plus haut]. Ce Français moyen n’existe évidemment pas : il n’est qu’une vue de l’esprit qui permet de manipuler des données commodes [et qui a le malheureux effet de rapporter à des individus ce qui pourrait être rapporté à des entreprises, à des décideurs, à des choix historiques] ».

    La marge de « choix » du consommateur est donc extrêmement réduite. Consacrerait-il toute sa vie de consommateur à moins consommer qu’il ne changerait pas grand-chose à l’affaire. Là où le consommateur se prive d’une dizaine de trajets en avion dans sa vie, un zadiste, en bloquant la construction d’un aéroport, empêche des milliers de trajets en avion d’avoir lieu. Mais un zadiste, précisément, n’agit pas en consommateur. Pourquoi veut-on que nous agissions en consommateurs ? Y avait-il des consommateurs au Moyen-Âge, y en a-t-il sur les îles Andaman, où vit le peuple des Sentinelles7 ? Non. C’est donc qu’ils ont été inventés et produits à un moment de l’histoire. Qui a eu cette mauvaise idée ?
    Qui a inventé les surconsommateurs ? Les surproducteurs

    « La société de consommation, c’est aussi la société d’apprentissage de la consommation, de dressage social à la consommation–c’est-à-dire un mode nouveau et spécifique de socialisation en rapport avec l’émergence de nouvelles forces productives. »

    La Société de Consommation, Jean Baudrillard.

    L’invention de la figure et des comportements du consommateur correspond à une période bien précise de l’histoire économique. Sans avoir l’ambition d’en faire une analyse très détaillée, pointons-en rapidement les grandes lignes. Il y a d’abord une cause économique à l’invention du consommateur, c’est la nécessité d’écouler un surplus de marchandises. Ce besoin d’écouler la surproduction, de trouver des débouchés est une contrainte inhérente au mode de production capitaliste : pour créer de la valeur, il faut produire des marchandises, et il faut que ces marchandises soient achetées. Puisque le mode de production capitaliste carbure à la croissance (on investit pour récupérer une plus-value), il produit toujours plus de marchandises, peu importe la demande. Si la demande ne suit pas, il faut donc la créer artificiellement : c’est là qu’interviennent la publicité, les hausses de salaire, la baisse du temps de travail, les politiques fordistes et keynésiennes — et donc, la figure du consommateur : pour écouler le surplus de marchandises.

    Il y a aussi une cause politique : au début du XXe siècle, les luttes sociales et le spectre du communisme ont forcé les États et les capitalistes à faire des « concessions » (baisse du temps de travail, systèmes de protection sociale). L’invention du consommateur a donc répondu à un besoin politique : que les individus libérés sur leur temps de loisir ne passent pas ce temps à être heureux et improductifs, à faire des émeutes ou la révolution — non, bien mieux, qu’ils le passent à continuer à travailler pour les capitalistes : à consommer. Il n’y a là aucun « désir naturel de consommer » : placés sous tutelle de l’État qui revendique le monopole de la solidarité avec ses programmes de protection sociale (en cours de démantèlement), privés de nos amitiés par l’atomisation du travail, de l’urbanisation et des logements, qui structurellement empêchent toute vie commune, nous sommes forcés à la solitude, dont la seule échappatoire misérable consiste en la consommation effrénée des fragments de la vie des autres, que ce soit des séries Netflix ou des photos sur Instagram.

    Dans L’événement anthropocène, les chercheurs Jean-Baptiste Fressoz et Christophe Bonneuil montrent que la société de consommation et l’American way of life ont entièrement été produits par des dispositifs matériels et institutionnels au tournant des XIXe et XXe. Pour écouler le surplus de marchandises des usines tayloriennes, on commence à mettre des « marques » sur les produits, on encourage la vente par correspondance, on crée des supermarchés et des self-services ; la publicité, succédant à la réclame, fait l’apologie de la consommation comme mode de vie et marqueur de normalité sociale (elle suggère au consommateur qu’il souffre de défauts à corriger : il a besoin de cette pommade anti-ride).

    En même temps, la consommation de masse sert tout à fait explicitement à discipliner les travailleurs dans les usines : pour contrer l’absentéisme, Henry Ford crée la « journée à 5 dollars », et les grandes entreprises comme Ford, General Motors et General Electric mettent en place le « crédit à la consommation » (« acheter maintenant et payer plus tard ») pour inciter leurs travailleurs à acquérir leurs biens de consommation. La réparation, le recyclage, la sobriété sont présentés comme néfastes pour l’économie nationale, tandis que la consommation ostentatoire, la mode, l’obsolescence deviennent des pratiques respectables. Les syndicats finissent par trahir leurs idéaux révolutionnaires, et se contentent de revendiquer l’indexation des salaires sur les prix pour augmenter la consommation.

    Dira-t-on que les gens « surconsomment » beaucoup trop de trajets en voiture ? Le livre Road and Rail montre comment la centralité de la voiture dans l’urbanisme contemporain a été imposée partout au début du XXe (par des grandes compagnies et les Etats) malgré de fortes résistances de la population, alors que le tramway était le mode de transport (en commun) majoritaire. Dira-t-on que les gens « surconsomment » du chauffage, de l’électricité, des machines domestiques, depuis leurs petites maisons périurbaines ? Tout cela est le fruit de politiques publiques et du lobbying d’entreprises qui ont poussé activement les gens à devenir des « petits propriétaires » de lotissements de banlieue alimentés au tout-électrique (voir The Bulldozer in the Countryside, d’Adam Rome). Dira-t-on que « l’humanité » et « les consommateurs » ont été bien mal avisés le jour où ils se sont assemblés démocratiquement pour « choisir » le pétrole comme carburant du capitalisme ? Le livre d’Andreas Malm, Fossil Capital et celui de Timothy Mitchell, Carbon Democracy, démontrent que le choix des énergies fossiles, et en particulier celui du pétrole, a été le fait des classes capitalistes occidentales qui l’ont imposé à toute la planète, par la violence et au mépris de toute démocratie. Carbon Democracy revient par ailleurs sur la notion de « développement », qui plutôt que de représenter une volonté de progrès communément admise comme positive, cachait une volonté clairement colonialiste d’insérer les territoires et peuples victimes des impérialismes dans la division du travail global, tenue ensemble par une machinerie fonctionnant à base d’énergies fossiles8.
    Sauver la vie, tuer le zombie

    Tout a donc été fait pour qu’il soit extrêmement pénible au consommateur de résoudre le problème écologique. La figure et les comportements du consommateurs ont même été produits, pourrait-on dire, pour être impuissants, pour répondre sagement aux besoins de l’économie. Arrivés à ce point, nous jugeons donc le consommateur : non coupable de la catastrophe écologique qu’est notre monde.

    Le consommateur n’est pas coupable, certes, mais il faut tout de même le condamner à mort. Tous les bons films de zombies sont des films sur la société de consommation (voir l’excellent Zombie de Georges Romero). Le consommateur est cette créature étrange, à peine vivante, qui peuple les rues, les supermarchés, les parcs de loisir, les yeux dans le vide ou rivés sur son téléphone, faussement satisfaite, irrémédiablement solitaire et impuissante. Qui peut devenir agressive si on la contrarie dans son malheur. Retrouver un pouvoir d’action en écologie suppose une dézombification collective : il faut tuer en chacun de nous le consommateur.

    Voici donc quelques pistes et méthodes qui seront très utiles à cet effet. D’une part, le consommateur est produit de l’extérieur. Rien de plus efficace que de massacrer les consommateurs à la source, là où ils sont produits. On pourrait donc croire qu’il faut s’attaquer à la publicité, et à vrai dire les actions anti-pub sont toujours très réjouissantes, mais le cœur du problème n’est pas là. Dans une économie capitaliste, nous sommes des consommateurs avant tout parce que nous ne possédons pas et ne maîtrisons pas les moyens de production. Nous ne savons plus produire nos propres vêtements, notre propre nourriture, notre propre maison, comme tout le monde savait le faire il y a quelques siècles. On cessera donc d’autant plus d’être des consommateurs qu’on aura exproprié ceux qui s’accaparent les moyens de production, et qu’on se sera réapproprié collectivement les savoir-faire et les techniques nécessaires à une vie commune libre (jardiner, cultiver, coudre, construire, réparer, etc.).

    D’autre part, le consommateur nous tient de l’intérieur, quand nous sommes incapables de concevoir l’action écologique autrement que comme un acte de consommation (consommer moins, consommer mieux, et cela inclut le vote dans une démocratie libérale, qui n’est qu’un acte de consommation politique). Le consommateur est une figure inoffensive, il ne peut agir qu’en négatif en arrêtant de consommer tel produit. Il ne peut que s’indigner d’avoir été dupé quand on lui a fait manger du steak de cheval. Tuer le consommateur qui sommeille en nous ne signifie pas « arrêter de consommer » mais arrêter d’agir en consommateur, donc reconsidérer l’éventail des possibles dans les modes d’action. On ne fait jamais mieux pour son empreinte carbone ou pour l’écologie en général que lorsqu’on bloque des grands projets inutiles, et il y en a des tonnes sur le territoire français9.

    On ne redira jamais assez la richesse de ce que fut la ZAD de Notre-Dame-des-Landes du point de vue de l’action : recours juridiques, blocages économiques, mobilisations de masse, émeutes en centre ville, journées de conférences et d’accueil sur la zad, sabotage de nuit, construction de cabanes et de monuments artistiques, agriculture, musique, « non-marché » à prix libre, freeshop, convergence des luttes, tout cela a activement contribué à bloquer le projet d’aéroport, et à produire d’autres modes de vie. On ne trouve là rien qui relève de la « consommation », et ce fut la plus grande victoire de l’écologie française depuis bien longtemps.

    Il nous faut aussi poser sérieusement la question du renversement des institutions en place. On voit mal ce que pourraient faire une somme de consommateurs solitaires ou d’électeurs-tous-les-cinq-ans contre une chose aussi énorme que le système économique qui détruit la planète. Les gilets jaunes, les marches et les occupations sont un bon début — pour l’instant en échec, il est vrai : travaillons à offrir une suite grandiose !

    –—

    Notes

    1.↑Voir cet excellent article : https://theconversation.com/face-a-lurgence-climatique-mefions-nous-de-la-sur-responsabilisatio

    2.↑Sur la « production des consommateurs », il peut être utile de lire Marx :https://www.marxists.org/francais/marx/works/1857/08/km18570829.htm ; Debord, La Société du spectacle ; ou Louis Pinto, L’invention du consommateur.

    3.↑A propos de ces histoires de bois, voir : https://www.greenpeace.fr/bois-illegal-en-amazonie-la-france-impliquee ; https://www.greenpeace.fr/special-cash-investigation-les-forets-menacees-par-une-razzia-sur-le-bois

    4.↑NB. Sur ce point, nous ne revenons pas sur le postulat selon lequel il existerait des manières de consommer (et donc de produire) plus ou moins néfastes, certaines bienveillantes, voire bénéfiques et éthiques, et d’autres non,—au contraire, la notion même de consommation « éthique » n’est qu’un mythe capitaliste, le monde marchand y étant forcément régi par les logiques de l’exploitation du vivant. Par exemple, il n’existe pas encore de véritable produits « vegan », puisqu’à plusieurs endroits de leurs chaînes de production, ces produits reposent encore sur l’utilisation de fumier ou d’autres produits d’origine animale.

    5.↑Les lieux communs sur les différences de consommation entre individus et entreprises sont tirés d’un recueil de lieux communs : Cyril Dion, Petit manuel de résistance contemporaine.

    6.↑Le rapport de Carbon4 : http://www.carbone4.com/wp-content/uploads/2019/06/Publication-Carbone-4-Faire-sa-part-pouvoir-responsabilite-climat.pdf

    7.↑https://fr.wikipedia.org/wiki/Sentinelles_(peuple)

    8.↑Pour aller plus loin, voir deux sources d’inspiration de cet article : le chapitre « Phagocène » dans l’indispensable L’événement anthropocène de Christophe Bonneuil et Jean-Baptiste Fressoz, et la vidéo de Fressoz : « Transition, piège à cons », https://www.youtube.com/watch?v=lO0r5O4-2wU

    9.↑Pour Paris, à propos de grands projets, voir : https://lundi.am/Contre-les-grands-projets-depuis-Paris-Desobeissance-ecolo-Paris

    https://blogs.mediapart.fr/desobeissance-ecolo-paris/blog/151019/l-ecologie-de-la-carte-bleue-1
    #culpabilité #culpabilisation #surconsommation #surproduction #production #consommation #système #consumérisme #société_marchande #marchandisation #croissance #boycott
    signalé aussi par @monolecte
    https://seenthis.net/messages/1019622

  • asad abukhalil أسعد أبو خليل sur X : “أوتعلمون أن حركة المقاطعة أدّت إلى إضطرار ستاربكس إلى إغلاق الكثير من فروعها حول العالم بما فيها اميركا نفسها؟ وعندك الكتاب والإعلاميون والمثقّفون في لبنان يسخرون من حركة المقاطعة. #موسم_الرياض” / X
    https://x.com/asadabukhalil/status/1977109704137715768

    Savez-vous que le mouvement de #boycott a forcé #Starbucks à fermer de nombreuses succursales à travers le monde, y compris aux États-Unis eux-mêmes ? Et pourtant, les écrivains, les médias et les intellectuels au #Liban se moquent du mouvement de boycott.
    #موسم_الرياض

  • Boycott d’Israël : Michel Gondry retire son film du festival Cinema South - The Times of Israël
    https://fr.timesofisrael.com/boycott-disrael-michel-gondry-retire-son-film-du-festival-cinema-s

    Le cinéaste français Michel Gondry a annulé la projection de son film d’animation « Maya, donne-moi un titre » au prochain Festival Cinema South de Sderot, emboîtant ainsi le pas à d’autres réalisateurs internationaux ayant retiré leurs oeuvres du programme, ont annoncé dimanche les organisateurs, dans un contexte de multiplication des #boycotts culturels contre Israël en raison [du #génocide] à Gaza.

    Ce festival annuel organisé par le Sapir College, du 6 au 13 novembre, devait marquer la première israélienne de ce film primé de Gondry.

    « Ce n’est pas le seul film annulé [du fait du génocide], mais nous ressentons ce que traversent tous les festivals de cinéma israéliens », a déclaré Tamir Hod, directeur artistique du festival Cinema South. « Ils nous déprogramment des films partout. »

    […]

    Interrogé par l’Agence France Presse la semaine dernière, Levi a confié que de nombreux artistes comme lui souhaitaient quitter Israël en raison de la guerre à Gaza, craignant les conséquences d’une intensification du boycott culturel visant leur pays.

    Ces gens quittent parce qu’ils savent que s’ils ne représentent pas l’état génocidaire sioniste ils ne seront pas boycottés ; ils savent qu’ils ne sont pas boycottés à cause de leur confession.

  • The deeper story behind America’s pending loss of free speech
    https://robertreich.substack.com/p/the-deeper-story-behind-americas

    But the most intense pressure came from us — from Disney viewers and customers — who immediately began to cancel subscriptions to Disney+ and Hulu and threaten a broader consumer boycott.

    Some stars such as Tatiana Maslany (star of Marvel’s Disney+ series “She-Hulk: Attorney at Law”) and Rosie O’Donnell urged people to cancel their subscriptions.

    But the consumer boycott seems to have begun almost immediately.

    According to Strength in Numbers, searches for “cancel Disney+” were higher than boycott movements from when Disney went “woke” in 2020-2022. According to search interest, the Disney boycott quickly became four times as large as any boycott over the last five years.

    Shortly after Kimmel’s suspension was announced, Disney stock dipped about 3.5 percent and continued to trade lower in subsequent days.

    That loss in market value has amounted to about $4 billion.

    Investors knew consumers were upset. There’s never one single reason for the ups and downs in the value of a particular firm’s shares of stock, but the correlation here has been almost exact.

    The bottom line: We have extraordinary power. We’re the vast majority. Like every other big corporation, Disney relies on us.

  • Assassinat de Charlie Kirk : pourquoi la compagnie Walt Disney se retrouve-t-elle mêlée à des appels au boycott ? - ladepeche.fr
    https://www.ladepeche.fr/2025/09/21/assassinat-de-charlie-kirk-pourquoi-la-compagnie-walt-disney-se-retrouve-t

    Walt Disney Company est au cœur des critiques. L’entreprise américaine est accusée d’entraver la liberté d’expression alors qu’elle a suspendu un animateur de la chaîne ABC, Jimmy Kimmel, jeudi 18 septembre. L’émission télévisée américaine « Jimmy Kimmel Live ! », mêlant humour et interviews, est très populaire aux États-Unis.

    Lundi 15 septembre, dans un de ses sketchs, l’animateur du talk-show a commenté l’assassinat de Charlie Kirk, influenceur pro-Trump tué par balle le 10 septembre dernier.

    « Nous avons atteint de nouveaux sommets ce week-end, avec la clique MAGA [les partisans de Donald Trump, ndlr] qui s’efforce désespérément de présenter ce jeune qui a assassiné Charlie Kirk comme quelqu’un d’autre qu’un des leurs et qui fait tout son possible pour en tirer un avantage politique », a déclaré Jimmy Kimmel.

    Not a big fan of Jimmy Kimmel, but if you think his show should be canceled for this, you’re a hack and a total fraud who should never pretend to care about free speech pic.twitter.com/FSiktbva6y
    — Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) September 17, 2025

    Donald Trump salue la suspension du journaliste

    À la suite de ses propos, la chaîne ABC a suspendu l’émission pour une durée indéterminée.

    Cette décision a ravi le président américain Donald Trump, qui était souvent la cible de critiques de la part de l’animateur de 57 ans. « Félicitations à ABC d’avoir enfin eu le courage de faire ce qui devait être fait » s’est réjoui le républicain sur son réseau social Truth.

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    Des appels à boycotter la plateforme Disney +

    Un réjouissement qui est loin d’être partagé par l’ensemble des Américains, dont beaucoup y voient une entrave à la liberté d’expression. Une manifestation devant les locaux de Disney, maison mère de ABC, s’est tenue jeudi 18 septembre pour protester contre la censure de l’émission.

    De plus, les appels à boycotter la multinationale se multiplient, et les hashtags #BoycottDisney et #BoycottABCNetwork sont devenus une tendance sur les réseaux sociaux.

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    Le monde du cinéma s’en est également mêlé. Damon Lindelof, le créateur de Lost, et dont la prochaine série devait être diffusée la plateforme de streaming Disney +, a annoncé qu’il participait au boycott.

    L’actrice Tatiana Maslany, qui tient le rôle principal dans la série She-Hulk de Disney +, a également appelé au boycott de toutes les plateformes détenues par la compagnie, comme Hulu et ESPN.

    À lire aussi : Donald Trump : « Restaurer la vérité », « endoctrinement idéologique »… pourquoi le président américain s’attaque aux musées de Washington

    Un autre présentateur, Stephen Colbert, avait appris en juillet dernier que son émission emblématique serait annulée à partir de 2026. Trois jours avant son licenciement, il avait critiqué la chaîne CBS pour avoir réglé à l’amiable un procès avec Donald Trump.

    De son côté, le président américain a listé deux autres animateurs, Jimmy Fallon et Seth Meyers, comme prochaines cibles à abattre. « Il reste donc Jimmy (Fallon) et Seth (Meyers), deux gros loosers, sur la fabrique à fake news NBC. Leurs audiences aussi sont désastreuses. Allez-y, NBC ! » a-t-il écrit sur Truth Social.

  • C’est quoi le mouvement « #Bloquons_Tout » qui appelle à « un #arrêt_total du pays » à partir du 10 septembre ?

    L’appel à la #mobilisation, qui veut mettre la #France à l’arrêt pour une durée illimitée, est diffusé par d’anciens #Gilets_jaunes et partagé par des relais de l’#extrême_droite.

    Un nouvel « acte » des Gilets jaunes ? Près de sept ans après le mouvement de protestation citoyen qui avait partiellement paralysé la France, entre blocage des axes routiers et appels nationaux à manifester, une nouvelle mobilisation se prépare en ligne. Baptisée « Bloquons Tout ! », elle se présente, en tout cas dans sa forme actuelle, comme une réponse au tour de vis budgétaire annoncé par le Premier ministre, François Bayrou, le 15 juillet – avec pour mesure phare la suppression de deux jours fériés. En réaction, le mouvement ambitionne de mettre en place « un arrêt total et illimité du pays » à compter du 10 septembre.

    Parmi les publications identifiées par CheckNews sur les réseaux sociaux, la première mentionnant la date du 10 septembre est en réalité un peu antérieure à la présentation du plan de Bayrou, puisqu’elle a été mise en ligne le 14 juillet – alors que le Premier ministre a pris la parole le 15. Ce contenu émane du compte TikTok des #Essentiels, une organisation prônant « une France souveraine ». Dans la vidéo, le 10 septembre est présenté comme « le jour où la France s’arrête », où le pays « se confine, pas par peur d’un virus, mais par volonté d’un peuple qui dit stop aux injustices, stop aux abus, stop à ce système qui broie les humains pour nourrir les profits ». Et sur le site web des Essentiels, un « mode d’emploi » est proposé, suggérant de « limiter sa consommation à l’essentiel », de « régler uniquement en espèces », ou de « couper la télévision », à partir du 10 septembre.

    L’appel prend de l’ampleur en ligne lorsqu’il est diffusé par d’anciennes figures des Gilets jaunes. Dans la nuit du 14 au 15 juillet – toujours en amont des annonces de Bayrou, donc – #Anaïs_Albertini, qui avait pris part aux manifestations à l’époque, est la première, sur son compte Facebook, à « répondre à l’appel du 10, 11, 12 septembre, voire plus ». « Notre seul pouvoir est le #boycott_total », clame-t-elle. Le 15 juillet dans la journée, Anaïs Albertini met en ligne un autre post Facebook contenant un « appel national à la solidarité du peuple pour un arrêt total général et illimité du pays à partir du 10 septembre 2025 ».

    Puis, le 17 juillet, c’est encore elle qui partage, sur la même plateforme, un tract, sur fond bleu, devant permettre au « peuple » de se fédérer. Dans ses publications, elle assure se contenter de relayer l’appel, et refuse d’endosser la maternité du mouvement. Sollicitée par CheckNews, elle n’a pas donné suite, mais dans un live Facebook diffusé mardi, elle explique : « Il y en a beaucoup qui se demandent qui a fait le tract […]. On ne donnera aucune source […] Tout ce que je peux vous dire, c’est qu’il n’y a aucun parti politique ni aucun syndicat qui est mêlé dedans. Ce sont des personnes comme nous, des citoyens et des citoyennes de ce pays qui ont lancé l’appel. »

    Une nouvelle étape dans la structuration du mouvement est franchie le 19 juillet avec la création d’un site web, « mobilisation10septembre.blog », puis d’un compte sur X dès le lendemain, qui compte déjà plus de 1 000 abonnés.

    Sur ce site, qui propose de dire « stop à l’#austérité Bayrou », un lien vers un groupe Telegram national, dédié à l’organisation de la journée du 10 septembre, a vu le jour ce mercredi. Concrètement, trois modalités sont citées. La première : le #boycott (« on arrête de faire tourner leur système ») passant notamment par le fait de ne « plus acheter dans les grandes surfaces qui profitent des baisses de cotisations, des aides publiques, tout en pressurant les salariés (Carrefour, Auchan, Amazon, etc.) » mais aussi de « retirer son argent des grandes #banques complices de la #spéculation et de la politique de #casse_sociale » pour « le placer dans des banques coopératives ou locales ». Ensuite, la #désobéissance_civile via « l’#occupation pacifique de #lieux_symboliques » comme les préfectures ou les mairies, des blocages ciblés, ou le « soutien actif à ceux qui désobéissent ». Vient enfin la « #solidarité_citoyenne » visant par exemple à mettre en place des #caisses_de_grève, « ouvrir des espaces de discussion et de coordination dans chaque quartier, chaque village » ou encore à « relier les #luttes ».

    Relais d’extrême droite

    Des modes d’action très inspirés de ce qui se fait à gauche. Mais l’initiative est aussi beaucoup relayée en ligne par des comptes d’utilisateurs clairement d’extrême droite et de la #fachosphère. Les 28 premiers abonnements du compte X lié au site du mouvement regorgent également de figures ou canaux de la sphère évoluant à la croisée de l’extrême droite et du conspirationnisme. A l’image de la journaliste #Myriam_Palomba, proche de Florian Philippot vue chez Hanouna et qui diffuse les théories conspirationnistes les plus hardcores en ligne. Ou du compte de « réinformation » de la mouvance identitaire (et complotiste pro-Kremlin) « Nice Provence info ».

    Auprès de l’Humanité, qui a échangé par écrit, en passant par le formulaire de contact, avec une personne se présentant comme un salarié de 37 ans travaillant chez Enedis et comme étant l’un des créateurs de la plateforme, on indique que le mouvement « accepte d’être soutenu par tout le monde quel que soit le parti. Nous, on est en dehors de la politique. Tout ce qu’on veut, c’est se battre contre le plan de #François_Bayrou et rassembler tout le monde en dehors des divergences politiques ». Même rengaine du côté d’Anaïs Albertini, qui insiste dans son live Facebook sur le fait d’être complètement « apartisane » et qui regrette qu’« on essaye absolument de nous coller une étiquette ».

    « Arrêter de tout politiser »

    Mais sur la page d’accueil du site, un seul tweet est mis en avant. Plutôt neutre bien que soutenant l’initiative, il émane du compte « Au bon touite français » qui diffuse à ses 133 000 followers désinformation complotiste et propagande d’extrême droite. Comme ce lundi 21 juillet, par exemple, lorsqu’il expliquait que les « piliers fondamentaux pour la destruction des sociétés occidentales » sont notamment l’« immigration massive » et le « wokisme », citant un influenceur QAnon canadien obsédé par une prétendue « cabale de pédophiles sataniques ».

    Réponse de la même personne se présentant comme le salarié d’Enedis, entre autres à l’origine du site, au Parisien, qui l’a interrogé sur cette publication mise à l’honneur : « Ce tweet s’est retrouvé là parce que c’était l’un des premiers à relayer. Ce n’est ni un membre du collectif, ni une prise de position. Il faut arrêter de tout politiser. »

    A l’autre extrême de l’échiquier politique, le compte X intitulé « Front Populaire-LFI » y est aussi allé de sa publication, où est évoquée une « #mobilisation nationale pour faire #grève et manifester contre la politique de Macron le 10 septembre ». Mais il s’agit d’un compte d’actualité tenu par des militants, et non pas du compte officiel alimenté par le parti. Reste à savoir si cette nouvelle tentative de ranimer le mouvement des Gilets jaunes saura passer du web à la rue.

    Site piraté ?

    Jeudi 24 juillet, un rebondissement était observé sur fond d’imbroglio quant à la paternité du site, lequel a été suspendu temporairement pour suspicion de piratage. Le compte X « Convoi de la Liberté » - du nom de ce mouvement de protestation contre l’obligation vaccinale contre le Covid - a ainsi indiqué à CheckNews être à l’origine du blog, et du compte X « Bloquons tout » créé dans la foulée. Pour appuyer ses dires, il nous a transmis des captures d’écran du back office du site. Problème : cet internaute assure n’avoir échangé avec aucun journaliste sur le sujet via le formulaire de contact et avance donc que sa plateforme a été piratée. Ce que CheckNews n’est pas en mesure de confirmer formellement pour l’instant. Le site a été remis en activité en fin d’après-midi, une fois « sécurisé » selon son créateur et sans possibilité de contact via un formulaire.

    https://www.liberation.fr/checknews/cest-quoi-le-mouvement-bloquons-tout-qui-appelle-a-un-arret-total-du-pays
    #10_septembre_2025

  • Sonneborn : Wann verbietet von der Leyen Buchstaben von N-O-R-D-S-T-R-E-A-M ?
    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/sonneborn-wann-verbietet-von-der-leyen-buchstaben-von-n-o-r-d-s-t-r

    Il a raison ce Sonneborn, les chefs de l’UE sont des détraqués. Malheuresement il est de moins en moins drôle, lui. Il va falloir remplacer le fou du roi, cad de la reine Ursula.

    24.7.2025 von Martin Sonneborn - Der EU-Parlamentarier Martin Sonneborn sagt: Ursula von der Leyen führt einen Krieg gegen die EU, gegen China und überhaupt gegen die ganze Welt. Eine Attacke.

    DAS ACHTZEHNTE WAAAAS??!?

    Guten Tag draußen an den Geräten!

    In der letzten Woche hat die EU ihr 18. Sanktionspaket gegen einen Staat beschlossen, der nach ihrer eigenen Planung schon vor drei Jahren hätte zusammengebrochen sein sollen.

    Die kratzbürstige Slowakei des Sozialdemokraten Robert Fico hatte ihr Veto gegen das Paket schlussendlich aufgegeben, das seine Schlagkraft - wie immer - nicht nur gegenüber der Außenwelt der Emittenten, sondern auch innerhalb ihrer eigenen Innenräume entfalten wird. Mit Sanktionen ist es wie mit Stinkbomben, müssen Sie wissen.

    Die im Weltvergleich (konstant) überdurchschnittlichen Energiepreise in der EU werden mit all ihren Kollateralschäden - wettbewerbsunfähige Produktion und untragbare Lebenshaltungskosten - davon noch ein Lied zu singen wissen. Und es wird nicht die EU-Hymne sein.

    Der Hass auf Russland sei im Rat mittlerweile so groß, dass man dort eher bereit ist, zu verhungern und zu erfrieren, als auch nur ein Yota vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen“, berichtet ein nach wochenlangen Verhandlungen von der europäischen Demokratie sichtlich erschlagener Fico.

    Es wäre verrückt, wenn das wahr wäre. Mit Blick auf die derzeitige EU muss man besser sagen: Wahr ist nur, was auch verrückt genug ist. Und das sind in diesem Fall zwei Dinge: erstens das Verbot von Nordstream & zweitens illegale Sekundärsanktionen gegen China, Indien und die Türkei.

    Erstmals richten EU-Sanktionen sich nun nämlich gegen die Nord Stream-Pipelines, deren Reparatur oder Inbetriebnahme die EU für immer verbieten will. Schon die namentliche Erwähnung, schon der Gedanke, schon die Erinnerung an Nord Stream soll künftig unter Strafe stehen - verflucht für alle Zeiten - eine altrömische damnatio memoriae oder: die erste EU-Fatwa. SMILEY

    Brüssel ist nur noch 57 Sanktionspakete davon entfernt, die Verwendung aller in Nord Stream enthaltenen BUCHSTABEN unter Strafe zu stellen: Konsonanten, Vokale - zur Not auch Ausrufezeichen und Kommata. Die EU ist fest entschlossen, wie Sie sehen.

    Man sollte meinen, dass ein Nor Stream-Verbot auf den Widerstand wenigstens Deutschlands hätte stoßen müssen - immerhin ist Deutschland an den Pipelines nicht nur selbst beteiligt, sondern hatte einst die (gar nicht sooo schlechte) Idee, das dem US-Frackingdreck weit überlegene Pipeline-Gas (umweltfreundlicher und billiger!) zur Fortschreibung seiner traditionellen Standortvorteile zu nutzen.

    Aber nein, weit gefehlt. Es geschah mit Fritze Merzens vollster Unterstützung, gar auf seine Inititaive hin. Für die finale Durchtrennung der (einstigen) Aorta der (einstigen) deutschen Wirtschaft hatte der deutsche Bundeskanzler in Brüssel über Monate lobbyiert.

    Das Nord Stream-Verbot wollten das Ohrfeigengesicht & sein Träger UNBEDINGT. Und um einer innerdeutschen Debatte zu entgehen, wollten sie es auch unbedingt so, wie es nun kam: sie wollten es über Brüssel „abwickeln“: Ein alter Trick, um die Verantwortung für eine selbst betriebene Politik, ein selbst verfolgtes Ziel hinterher nicht auch noch übernehmen zu müssen. Über Bande spielen, nennt man das. Auch (oder gerade) für so etwas sei die EU ja überhaupt geschaffen worden, sagt so mancher: Als unsympathischer Unsympathenapparat, auf den wieder andere unsympathische Unsympathen im Bedarfsfall ihren Zeigefinger richten und behaupten können: „Seht her, liebe Kinder: Ich war’s ja gar nicht! Die Olle da in Brüssel war’s!“

    Zum ersten Mal knöpft sich das 18. EU-Paket nun auch China vor - und sanktioniert zwei große chinesische Geschäftsbanken. Wir schreiben das Jahr 50 der Aufnahme chinesisch-europäischer Beziehungen. Das sanfte Dahinschmelzen des US-Hegemonialgefüges und der Unipolarität hat bereits eingesetzt - ebenso wie jene Herausbildung eigenständiger Machtzentren, die man die multipolare Weltordnung nennt Jedem, der nicht vollständig verblödet ist, ist klar, dass die EU gut beraten wäre, es sich nach Russland, dem Globalen Süden & den USA nun nicht auch noch mit China zu verderben - zumal in Zeiten eines erratisch mit Zollsätzen um sich werfenden US-Präsidenten.

    Nachdem Von der ähem Leyen (und natürlich auch Merz) auf die 30prozentige Zollandrohung der USA wieder partout nicht hatten reagieren wollen, ist EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nun zu erneuten Gesprächen in Washington. Sie laufen nicht besonders. Derzeit sieht es nach einem pauschalen Mindestzoll von 15-20 Prozent aus. Genau da stand die EU schon im April, bevor sie der US-Rüstungs- und Frackingindustrie dämlicherweise weitere Rekord-Milliarden versprochen hatte.

    Welcher brillante Verhandler gibt die schlagendsten seiner (paar) Argumente denn aus der Hand, BEVOR er überhaupt eine Einigung erzielt hat, einen DEAL, werden Sie fragen. Nun, Trottel mit der Intelligenz eines Seeschwamms machen das, und zwar kurz, bevor sie Insolvenz anmelden. Und natürlich die EU (unter Frau von der Leyen).

    Aber zurück zu China.

    China zeichnete im Jahr 2000 für 6 Prozent der weltweiten Produktion verantwortlich, bald werden es 45 sein - während etwa der Anteil der USA im gleichen Zeitraum von 25 Prozent auf 11 und der Deutschlands von 8 auf 3 gefallen sein wird. Im direkten Vergleich mit dem BIP ihres „Daddys“ (Mark Rutte) ist die EU in den letzten zehn Jahren von 90 Prozent auf 65 gefallen. „That’s not good. You’re loosing!“, wie uns einer der Chefs von JP Morgan Chase mit der unter derlei Tüpen üblichen Abgebrühtheit einmal quer über den Atlantik brüllt.

    China hingegen überholt längst uns alle. Und das auch und gerade in entscheidenden Zukunftsfeldern: in fast allen Bereichen des technologischen Fortschritts, der (wissenschaftlichen) Erforschung der Meere und des Weltraums, der (technischen) Forschung und Entwicklung, der Patentanmeldungen, der akademischen Leistungen, der MINT-Absolventen, der Fertigungskapazitäten, der Automatisierung und Robotik, der strategischen Bindungen an den Globalen Süden, der Kontrolle über Schlüsselressourcen und der Dominanz in kritischen Lieferketten.

    Aus europäischer Sicht ist es der blanke Irrsinn, neben den mit Russland und den USA bestehenden (Wirtschafts-) Scharmützeln nun auch noch die Eröffnung eines dritten Schlachtfeldes (mit China) zu betreiben.

    Direkt vor dem EU-China-Gipfel, der diese Woche (in Peking) stattfindet, hielt von der ähem Leyen es dennoch für eine gute Idee, ihren „Kampf gegen Russland“ nun auch noch auf China auszudehnen. So bricht man Gespräche ab, bevor man überhaupt im Flugzeug sitzt. Und so könnte - statt zu Handel und Technologietransfer (diesmal andersrum, lol!) - das einzig „mögliche Ergebnis“ eine gemeinsame Erklärung zu „Klimaschutzmaßnahmen, Biodiversität und Umweltverschmutzung“ sein, heißt es aus der Kommission.

    Wir lassen das mal so stehen.

    Ein wirtschaftlicher Angriff auf China also - und das auch noch mit dem völkerrechtswidrigen Mittel der Sekundärsanktion. Denn tatsächlich ist das, was die EU hier gegen Chinas Banken zum Anschlag bringt, sowohl nach geltendem Recht als auch nach den eigenen Erkenntnissen der Kommission absolut illegal.

    Sogar eigene Rechtsakte hat die EU seinerzeit erlassen, um sich gegen dasselbe Zeug (aus den USA) zu wehren. Einschlägig ist die Blocking-Verordnung, mit der die EU nicht nur die (wegen ihrer exterritorialen Wirkung gegebene) Völkerrechtswidrigkeit von Sekundärsanktionen festhält, sondern es unseren Unternehmen sogar explizit verbietet, sich derartigen Sanktionen zu unterwerfen.

    Und nun verhängt sie so etwas selbst. Wissend, dass es illegal ist.

    Damit hat die EU die unterste aller für staatsähnliche Konstrukte überhaupt denkbaren Stufen erreicht. Adieu, EU-Rechtsstaatlichkeit! Und: auf Nimmerwiedersehen, Internationale Rechtsordnung.

    Erst in der letzten Woche hatte der chinesische Außenminister Wang Yi Brüssel besucht, wo er einer (begriffsstutzigen) EU-Außenbeauftragten - Kaja Kallas - nicht drei-, sondern viermal hatte erklären müssen, dass China leider zu Gegenmaßnahmen gezwungen sei, wenn die EU widerrechtlich chinesische Banken sanktioniere.

    Tatsächlich ist die EU, was Magnete und vor allem jene berühmten Seltenen Erden angeht, auf eine Belieferung von außen angewiesen: im letzten Jahr importierte die EU 46 Prozent aus China und 28 Prozent aus Russland - LOL! - drei Viertel ihres Gesamtbedarfs. Begrenzte China nun im Gegenzug (für die Sanktionierung ihrer Banken) deren Export, würde in der EU die Produktion von Flugzeugen, Autos, Batterien und Kühlschränken ebenso zum Erliegen kommen wie die Produktion von - und hier sehen Sie wirklich nur noch Dummheit am Werk - WAFFEN (Kampfjets, Drohnen, das ganze Programm)! Exakt jene Waffen, die die EU doch gleichzeitig in nie dagewesener Menge für nie dagewesenes Geld produzieren will, um Russland in der Ukraine zu schlagen.

    Kurz: Die EU verhängt eine rechtswidrige Maßnahme gegen China, um Russland zu treffen, mit der sie in der Folge ihre eigene Befähigung, Russland je treffen zu können, de facto zunichte macht.

    Der Wahnsinn hat in Brüssel mittlerweile wirklich diese Stufe erreicht. Kurz vor der Klapse, sagt man in Berlin.

    Wie dieses und alle anderen Sanktionspakete denn nun eigentlich den europäischen Bürgern, der EU-Wirtschaft oder auch nur der Ukraine helfen sollen, wird in Brüssel schon längst nicht mehr gefragt.

    Der Selbstzweck selbst ist heilig, und er heiligt auch jedes noch so dämliche & illegale Mittel. Ein Mantra, das die EU als akustische Beilage zur ihren Sanktionspaketen servieren sollte, zusammen mit der Wiederholung ihrer immergleichen (meist mehrfach widerlegten) Glaubenssätze, die von einer versteinerten Außenwelt nur noch mit ihrem eigenen Echo beantwortet werden - wie in den Schweizer Alpen.

    Diese Begeisterung über eine erfolgreiche Selbstsabotage sei in Europa wirklich einzigartig, ist im Netz zu lesen, es gebe so etwas nirgendwo sonst auf der ganzen Welt.

    Wir lassen das mal so stehen.

    Und ergänzen aus unserem heutigen Abgeordneten-Abreißkalender: Die gefährlichsten Lügen sind immer die, die wir uns selbst erzählen.

    Denn während eine ins Dysfunktionale gewendete EU hier drinnen auf ihr 18. Sanktionspaket anstößt, formiert sich draußen eine neue Welt, die energiereich, dollarresistent und: von Brüssels geheuchelter Pseudoethik vollkommen unbeeindruckt ist.

    Und es entstehen Verhandlungstische, an denen die EU keinen Platz mehr hat. Mit jedem Sanktionspaket, mit jeder hochnäsigen Phrase, jeder ins Dümmliche ausbuchstabierten Doppelmoral und jedem illegalen Akt treibt die EU ihre Außenwelt immer unwiderruflicher in eine eigene geopolitische Achse und ein eigenes ökonomisches Spielfeld hinein, in dem sie selbst noch nicht mal eine Stehplatzkarte hat. (Peking und Delhi rüsten ihre Lieferketten um, BRICS Plus expandiert, neue Handelskorridore und -allianzen entstehen, bei denen Brüssel völlig im Abseits steht.).

    Und das ist es eigentlich, was man von der Leyen (und ihren in überholtem Transatlantizismus erstarrten Hinterleuten) als EU-Bürger wirklich vorwerfen muss: Das Unvermögen, Veränderungen zu erkennen und sich - in Vertretung von 27 Staaten und 450 Mio. Menschen - zukunftssicher auf sie einzustellen. Die Isolation, in die von der Leyens Betonfrisur den ihr anvertrauten Kontinent hoch erhobenen Hauptes führt, wird für uns alle schwerwiegende Folgen haben.

    In Wahrheit wird die EU - NACH von der Leyen - einmal aufwachen und feststellen, dass sie ihre „GEGNER“ vereint, ihre „KONKURRENTEN“ gestärkt und sich selbst Jahrzehnte wirtschaftlichen Niedergangs zugefügt hat - für das flüchtige Vergnügen eines „moralischen“ Embargos, dessen Moralität nur noch innerhalb einer auf wenige Kubikzentimeter zusammengeschrumpften Echokammer räsoniert.

    Wenn Xi nach einem Treffen mit dem russischen und iranischen Außenminister mit den Worten zitiert wird, China strebe nicht nach der Weltherrschaft - China strebe danach, die Welt von jenen zu befreien, die glauben, sie gehörte ihnen, dann ist damit - so ungern man das bei uns auch hören mag - das Denken eines Großteils der Welt in seiner Quintessenz zusammengefasst.

    Das Wissen um außereuropäische Räume befindet sich in Europa auf einem historischen Tiefstand - kein Goethe, kein Leibniz, kein Kant, kein Brecht, kein Sandro Wagner in Sicht, um ein Bild von China zu vermitteln, das dem aus plumpem Eigennutz verbreiteten Vorurteil des US-amerikanischen Finanzministeriums entgegentreten könnte.

    Und auch hier, nach einem kurzen Blick in die europäische Geschichte, die zu ihren besseren Zeiten immer auch die eines fruchtbaren Austausches mit der Außenwelt war, zeigt sich, was einer sich den USA aufs Devoteste ausliefernden EU im Grunde fehlt - das EUROPÄISCHE. Gewichen einer Unterordnung, die von der Leyen längst zur Selbstzerstörungsbereitschaft gesteigert hat.

    Von der ähem Leyen führt nicht nur Krieg gegen RUSSLAND. Sie führt ihn auch gegen CHINA, AFRIKA und den Rest der WELT. Sie führt Krieg gegen die europäische Wirtschaft, gegen die europäischen Medien und gegen die Öffentlichkeit, Krieg gegen das Völkerrecht und gegen die EU-Kommission. Sie führt Krieg gegen die europäischen Verträge, gegen die europäischen Werte, gegen die europäische Kultur und gegen die europäischen Bürger.

    Sie führt einen Krieg nicht FÜR, sondern GEGEN die Europäische Union.

    P.S.: Von der vernichtenden Wirkung ihres 18. Sanktionspaketes ist die EU übrigens so überzeugt, dass sie schon mit der Arbeit am 19. begonnen hat.

    #Europe #Chine #boycott

  • One dead after protests against KFC branches in Pakistan
    https://www.bbc.com/news/articles/c8x81r4nxdeo

    Tu mènes la même campagne chez nous, tu ne t’arrêtes plus jamais, les entreprises liées aux business américains étant partout.

    18.4.2025 by Azadeh Moshiri, Vicky Wong - Police in Pakistan have made dozens of arrests following a string of protests targeting KFC branches across the country which led to one man being killed.

    Protesters, angry at the war in Gaza, have been urging a boycott of the chain, claiming it’s a symbol of the United States and its ally Israel.

    At least 20 attempted attacks on KFC outlets have been recorded across the country in the past week, Pakistan’s Minister of State for the Interior Talal Chaudhry told the BBC.

    Videos on social media show mobs armed with iron rods entering KFC stores and threatening to burn them down before police arrive to arrest protesters. In Karachi, two stores were set on fire.

    A video on social media shows a man yelling, “They are buying bullets with the money you make.”

    Condemning the violence, Chaudhry said that “most of the vendors involved are Pakistani” and “the profits go to Pakistanis”.

    A police officer confirmed to BBC News that the man who was killed, 45-year-old Asif Nawaz, was a staff member at KFC who was shot during one of the protests in the city of Sheikhupura, on the outskirts of Lahore, on 14 April.

    Sheikhupura Regional Police Officer Athar Ismail said Nawaz was working in the kitchen at the time and was hit in the shoulder by a bullet that was fired from a pistol more than 100ft away. He told BBC News that the main culprit is still at large, but that police have made 40 arrests so far.

    A bullet fired from that distance is not usually fatal, but a post-mortem found that after hitting his shoulder, the bullet travelled towards his chest.

    Mr Ismail told BBC News there was no evidence so far that suggested Mr Nawaz was the intended target and the shooting may have been accidental.

    Across Pakistan, influential figures have condemned the war in Gaza.

    The Islamist party, Tehreek-e-Labbaik Pakistan (TLP) has called for protests against Israel and the US, but has denied any involvement in the attacks on KFC.

    Pakistan’s most influential Sunni scholar, Mufti Taqi Usmani, has encouraged a boycott of products perceived to be linked to the war.

    But both have urged protesters to avoid resorting to violence.

    Usmani said in remarks made at the National Palestine Conference on Thursday that while it was essential to boycott products and companies from or linked to Israel, Islam “is not a religion that encourages harming others” and said it is prohibited to “throw stones or put anyone’s life at risk”.

    “So, continue your protest and boycott, but do so in a peaceful manner. There should not be any element of violence or non-peaceful behavior,” he said.

    TLP spokesman Rehan Mohsin Khan said the group “has urged Muslims to boycott Israeli products, but it has not given any call for protest outside KFC”.

    There have been several cases of Western brands facing attacks, boycotts and protests in Pakistan and other Muslim countries since Israel’s war on Gaza began.

    Last year, McDonald’s confirmed it would buy back all of its Israeli restaurants because a boycott over its perceived support for Israel caused a sales slump.

    In 2023, Starbucks called for peace and blamed “misrepresentation” of its views after a series of protests and boycott campaigns in part tied to the Israel-Gaza war.

    KFC and its parent company Yum Brands have not yet responded to the BBC’s request for comment.

    #Pakistan #boycott #Israel #USA #génocide

  • Les #appels au #boycott contre les #produits_américains s’étendent en #Europe du Nord

    #drumpf_policy #reactions

    https://www.lemonde.fr/international/article/2025/03/03/les-appels-au-boycott-contre-les-produits-americains-s-etendent-en-europe-du

    la compagnie Haltbakk Bunkers, opérateur numéro un dans les ports norvégiens, a indiqué qu’elle cessait « immédiatement » de ravitailler les bateaux de la #marine_américaine. Une décision prise à la suite du « plus grand merdier jamais présenté en direct à la télévision par l’actuel président américain et son vice-président », déclare la société, dans un communiqué, publié quelques heures après le clash entre le président ukrainien Volodymyr Zelensky et Donald Trump, à la Maison Blanche.

    Aussi radicale qu’elle puisse paraître, cette annonce n’en est qu’une parmi d’autres, dans les pays nordiques, où le mouvement appelant à boycotter les marques américaines prend de l’ampleur. Ces dernières semaines, plusieurs groupes ont vu le jour sur Facebook, listant les produits et services à mettre à l’index. Si l’impact de cette action est encore difficile à évaluer, les participants espèrent inspirer une mobilisation plus large, au niveau européen, capable de faire trembler les entreprises américaines.

  • Entretien avec #BDS_France : pourquoi boycotter les produits israéliens ?
    https://radioparleur.net/2024/12/04/boycott-gaza-palestine

    Dans cet épisode du Fil des luttes, nous accueillons Imen, animatrice de la campagne BDS France (Boycott, Désinvestissement, Sanctions). Ensemble, nous discutons du rôle des actions BDS pour dénoncer et combattre la complicité internationale avec le génocide en cours à Gaza. À quoi sert le boycott dans la lutte pour la justice en Palestine ? Alors que les bombardements […] L’article Entretien avec BDS France : pourquoi boycotter les produits israéliens ? est apparu en premier sur #Radio_Parleur.

    #Au_fil_des_luttes #Carousel_1 #Toujours_en_lutte #anti_colonialisme #anti-imperialisme #apartheid_israélien #au_fil_des_luttes #boycott_Israël #génocide_à_Gaza #lutte_pour_la_Palestine #mobilisation_citoyenne #solidarité_Palestine

  • #Féminisme. #Boycotter_les_hommes ? Après la victoire de Trump, le mouvement sud-coréen “#4B” gagne du terrain aux États-Unis

    Le mouvement sud-coréen préconise le refus de sortir avec des hommes et d’avoir des #relations_sexuelles avec eux, de se marier et de d’avoir des enfants de manière hétérosexuelle. Les recherches sur Internet à ce sujet ont bondi outre-Atlantique depuis le scrutin du mardi 5 novembre, et l’on a vu apparaître un hashtag dédié sur les réseaux sociaux.

    Après la victoire de Donald Trump à l’élection présidentielle américaine, “qui a été alimentée par les électeurs masculins et qui, pour beaucoup, a ressemblé à un référendum sur les droits reproductifs”, certaines jeunes Américaines parlent de boycotter les hommes, rapporte NPR.

    L’idée, explique la radio américaine, vient du mouvement sud-coréen connu sous le nom de “4B”, ou des quatre “#non” (bi signifie “pas” en coréen). Il préconise le refus de sortir avec des hommes (#biyeonae), d’avoir des relations sexuelles avec des hommes (#bisekseu), de se marier de manière hétérosexuelle (#bihon) et de donner naissance à des enfants (#bichulsan).

    L’intérêt pour le mouvement 4B s’est accru aux États-Unis dans les jours qui ont suivi le scrutin du mardi 5 novembre, avec un pic des recherches sur Google et l’apparition du hashtag sur les réseaux sociaux.

    #Autoprotection

    Ce “mouvement féministe radical”, comme le décrit le New York Times, a commencé à prendre de l’ampleur en #Corée_du_Sud en 2019, “à une époque où les #femmes étaient confrontées aux #disparités de longue date en matière de #droits_des_femmes dans leur pays”, et il “s’est encore intensifié lors des élections de 2021 dans ce pays”.

    Aux États-Unis, des femmes commencent à adopter de telles idées sur Internet, “dans un geste de #défi et d’autoprotection”, constate le journal, qui considère toutefois qu’il est encore “trop tôt pour savoir dans quelle mesure une telle position pourrait devenir populaire”.

    “Il est temps de fermer votre utérus aux hommes”, explique un post sur X devenu viral, relayé par NPR. “Cette élection prouve plus que jamais qu’ils nous détestent et nous détestent fièrement. Ne les récompensez pas.”

    https://www.courrierinternational.com/article/feminisme-boycotter-les-hommes-apres-la-victoire-de-trump-le-
    #mariage #parentalité #boycott

    • Inside the growing ’4B’ movement empowering women after Trump’s win

      A feminist crusade has emerged online in a bold response to Donald Trump’s election and the rollback of reproductive rights in the U.S—and it’s taking inspiration from South Korea’s radical "4B” movement.

      It’s a movement born from anger, frustration, and a deep sense of betrayal prompting women to say “no” to everything relating to men: sex, marriage, childbirth, and dating. This refusal to engage with a male populace set on taking away women’s bodily autonomy is a political statement and demand for equality that refuses to be ignored.

      “No matter how loud, how kind, how respectful, how cute, men will still fucking hate you,” said a TikTok user in a compilation video showing women online preparing to adhere to 4B in America.

      And why are American women taking action? Because in Tuesday’s election, a majority of Gen Z men, or “podcast bros,” cast their votes for Trump—a man whose handpicked conservative Supreme Court majority stacked the deck against women’s rights and overturned Roe v. Wade. The president-elect is also a textbook misogynist who used sexist language in the weeks leading up to the election when he said he’d “protect” women “whether they like it or not.” He is a serial adulterer who was also found liable for sexual abuse and has been accused of assault by dozens of others—and American women have had enough.

      With mounting solidarity, they are banding together (with some even shaving their heads in protest so as not to appeal to the male gaze) to adopt the 4B strategy: no more children, no more marriages, no more dating men until women’s rights are restored.

      Late on Election Day, when it was clear Trump had won his latest bid for president, 26-year-old white nationalist Nick Fuentes posted a short and infuriating statement on X: “Your body, my choice. Forever.”

      Fuentes, who dined with Trump at Mar-a-Lago, later went on his show “America First” and said to his 113,000 followers, “Hey bitch! We control your bodies. Guess what? Guys win again, okay? Men win again.”

      This comes after reports by ProPublica of women like Amber Thurman and Josseli Barnica dying preventable deaths due to being turned away from hospitals in states with abortion bans.

      On TikTok, women have been airing their rage, grief, and disappointment in powerful waves of shared emotion. Within 48 hours after Trump’s victory over Vice President Kamala Harris, the “4B movement” hashtag started trending. Women joining the movement refuse to let their bodies be used as bargaining chips in a patriarchal society.

      This moment isn’t just about a loss of rights: It’s a reclamation of power.
      American women taking cues from South Korea

      The “4B” comes from South Korea, where women decided to protest gender-based violence and a large wage gap by saying “no” to four B’s: biyeonae (dating men), bisekseu (sex with men), bihon (marrying men), and bichulsan (childbirth), according to CBS News. The movement has contributed to a plummeting birth rate in the country, according to The New York Times.

      TikToker Mrs. Sallee shared her raw feelings with followers, her voice trembling with emotion.

      “I just looked up what the 4B movement is, and I literally fell to the ground crying,” she said. “I cannot believe that that was something that had to be done and that now we’re at rock bottom, and this is where we are at. I feel like I’m living in a different world today. This is so heartbreaking.”

      Social media influencer Drew Afualo, known for her bold feminist takes, weighed in on South Korea’s 4B campaign during an interview on the podcast “Soul Boom” with actor Rainn Wilson.

      “It turns out women are a lot more essential than you would think, than men believe them to be, because now the government is panicking,” she said. “They’re like, ‘What are we gonna do? We’re gonna die out unless women decide to start having kids again!’ And women are refusing until they are awarded the exact same rights and respect that men are awarded in this society.”

      Although a sex strike is novel in the U.S., Carrie Reiling, assistant professor of political science at Washington College, said it’s “part of a long history of sex strikes to achieve a particular political goal.”

      “What is different about the 4B movement is the inclusion of not dating men, rather than simple refusal to have sex with men, which was the focus of many of the other movements,” Reiling said.

      “The question for these women is if their goal is concrete enough to achieve anything. Will the connection between saying ‘no’ to men and their political aims be clear enough?” she asked. “While a 4B movement might draw attention and jumpstart a conversation about new feminist activist goals, women joining such a movement should ensure that their anger is not just toward men. They should also ask what compels women to vote this way and if a 4B movement can lead to progress on this front as well.”
      An epidemic of lonely—and violent—men

      Long before “podcast bros,” the conservative male digital sphere had coined language for how men see themselves and how they relate to women.

      The term “incel” took flight in 2016, becoming the popular identifier for chronically online young men on the far-right who frequented message boards and platforms like Reddit, 4chan, and Twitter. The term is short for “involuntary celibate,” meaning men who do not choose to be celibate but are forced to because women won’t date or sleep with them. Other stereotypes like “Chads” (popular men who get lots of female attention) and “Stacys” (unattainable women who only date Chads) emerged out of this period.

      Incels have since been linked to mass violence and terrorism. Fuentes is the evolution of the incels, now unafraid of voicing their abhorrent, sexist views because they feel emboldened by the nation’s newly elected leaders.

      In 2017, Surgeon General Vivek Murthy wrote about an American “loneliness epidemic” in the Harvard Business Review. Later, Boston Globe columnist Billy Baker wrote the book, “We Need to Hang Out,” on male loneliness. In 2023, a New York Times article urged young people under 30 to “have more sex” as they were the most sexless generation in U.S. history. An NPR piece walked men through how to make friends.

      The upshot: Men are lonely—and this has made them vulnerable to becoming radicalized.

      This all points to a disconnected, lonely, and socially awkward generation of Gen Z and millennial men who find Trump and Vice President-elect JD Vance’s simplistic masculinity and alpha male posturing appealing. Harris’ running mate, Minnesota Gov. Tim Walz, tried to appeal to this group by showing a more evolved version of masculinity, with little success.

      While women are just as likely to struggle with loneliness, they are used to fighting to find their place in a world that wants to shape them into their version of acceptable. Because women know how to build community for their well-being and survival, they’re built for times like these.

      In another powerful show of solidarity, “blue bracelet” started trending on TikTok. White women are running to craft stores to make and wear blue friendship bracelets, distinguishing themselves from Trump-supporting MAGA women to signal their support to women of color. It’s a move grounded in the real risk of being identified as perhaps a “fellow traveler” in a climate that’s increasingly hostile and unsafe to marginalized groups. For many, these bracelets are more than just a symbol: They’re a lifeline.

      “I think many women are at a loss for what to do, and are absolutely dismayed and betrayed by men who chose their wallet, or who knows what, over a women’s right to choose,” said Samantha Karlin, founder of Empower Global.

      Karlin has spearheaded a female leadership workshop in Washington, D.C.

      “I teach a concept called the locus of control—many things are outside of your control that can give you anxiety—and the election results certainly are causing many women to feel completely out of control,” she said. “Choosing to abstain from sex, dating, marriage—those are all things an individual can control, even if the country voted for a sexual predator, canned three abortion resolutions, and decided, again, a woman shouldn’t be president.”

      The 4B and blue bracelet movements aren’t about what women are withholding, but what they’re demanding—like safety, equality, and respect. And if the respect isn’t willingly given, women will emulate the many political movements that came before and mobilize to create it for themselves.

      https://www.dailykos.com/stories/2024/11/10/2284042/-Inside-the-growing-4B-movement-empowering-women-after-Trump-s-win

  • Thoughts On Visit to Israel by Jello Biafra (2011) – AlternativeTentacles
    https://alternativetentacles.com/blogs/news/thoughts-on-visit-to-israel-by-jello-biafra-2011

    Originally written in 2011, we have featured this rare written article by Jello Biafra on our website for years, but with the creation of the new website, it hadn’t made it over until now. With all that is going on, it seems appropriate to showcase this in-depth article about Jello’s observations on this part of the world.

    https://contre-attaque.net/2024/10/16/nazi-punks-fuck-off
    #Jello_Biafra #dead_kennedys #alternative_tentacles_rds #Israël/Palestine #boycott

  • #Quebec : Pas de représentant du gouvernement Legault au souper pour Emmanuel Macron Radio-Canada

    Aucun membre du gouvernement québécois n’a assisté jeudi soir au souper officiel organisé par le gouvernement Trudeau en l’honneur du président français Emmanuel Macron, de passage à Montréal.
    Selon des informations obtenues par le 98,5 FM et confirmées par Radio-Canada, ni François Legault ni ses ministres n’ont pris part à l’événement. Seul le délégué général du Québec à Paris, Henri-Paul Rousseau, était présent.
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    À Québec, on se défend d’avoir boycotté l’événement.
    . . . . . .
    Source et suite : https://ici.radio-canada.ca/nouvelle/2107822/pm-ministres-quebec-absents-souper-officiel-macron-montreal?depuisR

    #râteau #emmanuel_macron #macron #en_vedette #international #boycott

  • RBO al Festival Alta Felicità – in dialogo con #BDS e #torino_per_gaza
    https://radioblackout.org/2024/08/rbo-al-festival-alta-felicita-in-dialogo-con-bds-e-torino-per-gaza

    Abbiamo dedicato uno spazio del nostro palinsesto in diretta dal Festival dell’Alta Felicità al coordinamento Torino per Gaza e al movimento BDS (Boycott, Divestment and Sanctions). Abbiamo chiesto a delle loro rappresentanti degli aggiornamenti sul percorso di lotta, a Torino e non solo, e sui prossimi passi per praticare e diffondere tutta la nostra solidarietà […]

    #L'informazione_di_Blackout #boycott_israel #palestina
    https://cdn.radioblackout.org/wp-content/uploads/2024/08/FAF-BDS-to-per-gza-2024_07_27_2024.07.27-12.00.00-escopost.mp3

  • Juegos Olímpicos contra el genocidio

    𝗘𝗹 𝘃𝗶𝗲𝗿𝗻𝗲𝘀 26 𝗱𝗲 𝗷𝘂𝗹𝗶𝗼 𝗶𝗻𝗶𝗰𝗶𝗮𝗻 𝗹𝗮𝘀 𝗢𝗹𝗶𝗺𝗽𝗶𝗮𝗱𝗮𝘀 ; 𝗲𝗻 𝗹𝗮 𝗶𝗻𝗮𝘂𝗴𝘂𝗿𝗮𝗰𝗶ó𝗻 𝗱𝗲𝘀𝗳𝗶𝗹𝗮𝗿á 𝘂𝗻𝗮 𝗱𝗲𝗹𝗲𝗴𝗮𝗰𝗶ó𝗻 𝗾𝘂𝗲 𝗮𝘃𝗮𝗹𝗮 𝗹𝗮 𝗼𝗰𝘂𝗽𝗮𝗰𝗶ó𝗻 𝗱𝗲 𝘁𝗲𝗿𝗿𝗶𝘁𝗼𝗿𝗶𝗼𝘀 𝘆 𝗲𝗹 𝗮𝘀𝗲𝘀𝗶𝗻𝗮𝘁𝗼 𝗱𝗲 𝘀𝘂𝘀 𝗹𝗲𝗴í𝘁𝗶𝗺𝗼𝘀 𝗱𝘂𝗲ñ𝗼𝘀. 𝗣𝗼𝗿 𝗳𝗮𝘃𝗼𝗿, 𝗿𝗲𝗽𝗿𝗼𝗱𝘂𝘇𝗰𝗮𝗻 𝗲𝘀𝘁𝗮𝘀 𝗶𝗺á𝗴𝗲𝗻𝗲𝘀 𝗽𝗮𝗿𝗮 𝗲𝘃𝗶𝘁𝗮𝗿 𝗾𝘂𝗲 𝗲𝗹 𝗶𝗺𝗽𝘂𝗻𝗲 𝗰𝗿𝗶𝗺𝗶𝗻𝗮𝗹 𝘀𝗲 𝗽𝗮𝘃𝗼𝗻𝗲𝗲 𝗲𝗻 𝗣𝗮𝗿𝗶𝘀 24. 𝗜𝗻𝗰𝗹𝘂𝘆𝗮𝗻 𝗲𝗹 í𝗰𝗼𝗻𝗼 ’𝗔𝗱𝗱 𝗬𝗼𝘂𝗿𝘀’ 𝗾𝘂𝗲 𝗶𝗱𝗲𝗻𝘁𝗶𝗳𝗶𝗰𝗮 𝗹𝗮 𝗰𝗮𝗺𝗽𝗮ñ𝗮 𝗺𝘂𝗻𝗱𝗶𝗮𝗹.

    #𝘉𝘰𝘺𝘤𝘰𝘵𝘵_𝘎𝘦𝘯𝘰𝘤𝘪𝘥𝘦

    #𝘖𝘭𝘺𝘮𝘱𝘪𝘤𝘴_𝘈𝘨𝘢𝘪𝘯𝘴𝘵_𝘎𝘦𝘯𝘰𝘤𝘪𝘥𝘦

  • En Israël, la menace montante du boycott des universités
    https://www.lemonde.fr/international/article/2024/06/04/en-israel-la-menace-montante-du-boycott-des-universites_6237152_3210.html

    En Israël, la menace montante du boycott des universités
    Par Samuel Forey (Jérusalem, correspondance)

    Des établissements d’enseignement supérieur occidentaux commencent à suspendre leurs relations avec leurs homologues de l’Etat hébreu, au motif qu’ils contribuent au système d’occupation et de colonisation de la Palestine.

    Le 17 mai, en réaction aux massacres de civils en cours dans la bande de Gaza, le conseil d’administration de la Conférence des recteurs et rectrices des universités espagnoles s’est engagé, dans un communiqué, à « réviser et, le cas échéant, à suspendre les accords de collaboration avec les universités et centres de recherche israéliens qui n’ont pas exprimé un engagement ferme en faveur de la paix et du respect du droit international humanitaire ». L’organe espagnol rassemble cinquante universités publiques et vingt-six privées.

    A Jérusalem, Tamir Sheafer, recteur de l’Université hébraïque, s’inquiète : « Les menaces de boycott étaient latentes depuis le 7 octobre 2023. Mais, depuis deux semaines, c’est un tsunami. Par des lettres ou des informations que nous recevons, je ne compte plus les relations académiques qui sont suspendues, voire rompues. »

    Le coup est rude pour le secteur universitaire israélien, considéré comme l’un des joyaux de l’Etat hébreu. Les établissements d’enseignement supérieur du pays sont classés parmi les meilleurs au monde, tant pour les sciences dures que pour les sciences humaines et sociales. Ils contribuent à faire d’Israël l’une des économies les plus dynamiques de la planète.

    Fragilisation de programmes
    Les universités israéliennes pourraient peut-être se passer de coopérations avec leurs homologues espagnoles, en raison des liens étroits qu’elles entretiennent avec les institutions américaines, britanniques ou encore allemandes. Mais l’Espagne et Israël sont intégrés aux programmes de recherche et d’innovation européens les plus importants, comme Horizon 2020 et Horizon Europe. L’Etat hébreu participe à ces plates-formes depuis 1996, et a reçu 360 millions d’euros de plus que sa contribution pour Horizon 2020, sur la période 2014-2020. Il a rejoint le nouveau programme, Horizon Europe, qui devrait distribuer quelque 95 milliards d’euros sous forme de bourses de 2021 à 2027.

    Or, l’université de Grenade a annoncé suspendre ses relations avec ses homologues israéliennes, le 17 mai, aussi bien en bilatéral qu’au sein de ces programmes européens. L’université de Barcelone a pour sa part appelé à empêcher les établissements israéliens à participer à ces projets. D’autres institutions européennes ont elle aussi déclaré vouloir cesser leurs collaborations avec Israël, comme en Norvège. Si le monde académique européen, dans sa grande majorité, n’a pas annoncé de boycott, ces initiatives, même isolées, risquent de fragiliser ces programmes, ainsi que l’espace européen de la recherche, une sorte de marché commun scientifique à l’échelle du continent.

    Le forum des présidents d’université d’Israël a réagi, le 21 mai, dans une déclaration au ton ferme et inquiet. Il note l’engagement de ces établissements dans la lutte contre le projet de réforme judiciaire, engagé par le gouvernement de Benyamin Nétanyahou, et rappelle que selon l’Academic Freedom Index, le niveau de liberté académique israélien est considéré comme l’un des plus élevés au monde.

    Des recherches pour l’industrie militaire
    Reste que les universités d’Israël sont accusées de contribuer à l’occupation et à la colonisation de la Palestine. Maya Wind, anthropologue israélienne à l’université canadienne British Columbia, qui a écrit un ouvrage de référence sur la participation académique au « projet colonial israélien », Towers of Ivory and Steel (« Tours d’ivoire et d’acier », Verso Books, 288 pages, 23 euros, non traduit), a écrit dans le média d’extrême gauche américain Jacobin que « Rafael et Israeli Aerospace Industries, deux des plus grands producteurs d’armes israéliens, se sont développés à partir de l’infrastructure mise en place par l’Institut Weizmann et le Technion ». Ce dernier, le plus ancien établissement d’enseignement supérieur d’Israël, est considéré comme l’un des plus performants au monde en ce qui concerne la recherche sur l’intelligence artificielle, notamment utilisée par l’armée pour produire des banques de cibles en masse.

    « Bien sûr, toutes sortes d’idées sont développées dans les universités, et certaines sont utilisées par l’armée. Mais la science, c’est la science. On ne fait pas de politique. Nous tenons de façon très claire et très forte à notre liberté académique. Un boycott nuirait à Israël, mais nuirait aussi à la science globale et aux valeurs que nous partageons. Mettre de la pression sur les universités ne va pas mettre de la pression sur le monde politique », affirme Arie Zaban, président de l’université Bar-Ilan, considérée comme plutôt conservatrice, et directeur du forum des présidents d’université d’Israël.

    Le professeur Arie Zaban, président du forum des présidents d’université d’Israël et président de l’université Bar-Ilan, sur le campus de l’établissement, à Tel-Aviv, le 20 mai 2024. VIRGINIE NGUYEN HOANG/HUMA POUR « LE MONDE »
    En Europe, la British Society for Middle Eastern Studies (BriSMES), l’une des plus importantes associations académiques d’études du Moyen-Orient, a adopté, en 2019, une résolution pour soutenir l’appel au boycott des institutions universitaires israéliennes.

    Le juriste israélien Neve Gordon, vice-président du BriSMES, qui enseigne le droit international à l’université Queen-Mary de Londres, justifie l’initiative : « Des disciplines enseignées dans les universités, comme l’arabe et le farsi, sont par exemple utilisées pour le renseignement. Dans l’archéologie, des chercheurs se concentrent sur la recherche de traces de l’Israël biblique, ignorant des siècles de présence musulmane. Des juristes justifient le bombardement des bâtiments palestiniens, appartements, hôpitaux, écoles, universités. Il existe tout un appareil qui joue un rôle majeur dans le soutien à la colonisation, tandis que les sciences dures mènent des recherches pour l’industrie militaire. »

    « Des bastions de valeurs démocratiques »
    Ces arguments ont le don d’irriter Tamir Shaefer. « Boycotter l’académie est une erreur et un acte injuste, dit-il. Les universités sont indépendantes du gouvernement. Nous sommes des îlots de bon sens, des bastions de valeurs démocratiques. Parmi les 24 000 étudiants de l’Université hébraïque, il y a 16 % d’étudiants arabes, dont la moitié vient de Jérusalem-Est. On a des programmes préparatoires gratuits pour eux. Palestiniens et Juifs peuvent interagir sur ce campus. Ils vivent ensemble dans les dortoirs. Et même alors que la guerre faisait rage dehors, le campus était calme. »

    Neve Gordon tient à rappeler que le boycott universitaire est un outil au service d’une cause, pas une fin en soi : « Il faut l’utiliser pour qu’Israël change ses politiques abusives vis-à-vis des Palestiniens. Une fois que cela aura pris fin, le boycott prendra également fin. »

    Suspendre les relations universitaires avec Israël est une idée ancienne. Elle remonte au lancement de la campagne palestinienne pour le boycott académique et culturel, en 2004. Elle a ouvert la voie à la campagne Boycott, désinvestissement, sanctions, l’année suivante.

    Aux Etats-Unis, la question a émergé dans la foulée de la guerre entre Israël et le Hamas, à l’été 2014. « C’est un point de rupture, dans le monde académique américain, même si le processus est graduel », explique Matthieu Rey, directeur des études contemporaines à l’Institut français du Proche-Orient. « Cette année-là, la Middle East Studies Association, qui regroupe 3 500 membres, vote une résolution contre le fait de s’en prendre à des universitaires qui soutiennent le boycott académique. Et, en 2022, elle approuve l’appel au boycott contre Israël. Avec les manifestations actuelles sur les campus aux Etats-Unis, c’est la première fois que la Palestine intègre l’histoire américaine, analyse-t-il. Plusieurs scénarios de boycott se posent aujourd’hui, entre ceux qui militent pour rompre avec les institutions et d’autres uniquement avec les individus. En Afrique du Sud, les militants anti-apartheid dans les grandes universités libérales appelaient à un boycott intégral. »

    Aux Etats-Unis, l’université d’Etat de Sonoma, en Californie, est la première – et la seule à ce stade – à avoir adopté ce type de sanction contre Israël. Le président de Sonoma a été aussitôt mis en congé par le conseil d’administration.

    « Des lieux de production critique »
    Le politiste israélien Denis Charbit, enseignant à l’Open University d’Israël, regrette l’absence de débat : « Entre le pour et le contre, on devrait admettre une position intermédiaire : le cas par cas. Que des projets de recherche franco-israéliens ayant des applications technologiques directes sur l’armement soient remis en cause, je peux le comprendre. Mais pourquoi décréter un boycott général d’institutions universitaires qui sont des lieux de production critique sur Israël ou le sionisme ? Personne ne conteste l’impact des nouveaux historiens sur la prise de conscience de la Nakba [« catastrophe » en arabe, en référence à l’exode forcé de 700 000 Palestiniens lors de la création d’Israël, en 1948]. Le boycott sélectif est audible du côté israélien, et ça donnerait l’occasion de débats sur les liens entre les sciences pures et les sciences appliquées… »

    Des étudiants en uniforme de l’armée israélienne sortant de cours et se dirigeant vers le jardin botanique du campus de l’Université hébraïque de Jérusalem, le 21 mai 2024. VIRGINIE NGUYEN HOANG/HUMA POUR « LE MONDE »
    Si le système universitaire israélien a pu participer à la construction idéologique du sionisme, il a pu aussi contribuer à le déconstruire, en formant des chercheurs parmi les plus en pointe sur les études postcoloniales. C’est à l’Université hébraïque que Yotam Rotfeld, étudiant en droit, a commencé à voir les Palestiniens autrement : « Regardez notre vie : à 18 ans, on fait l’armée. J’étais sniper chez les parachutistes. J’ai fait des choses terribles. Puis on voyage. Puis, on étudie, enfin. J’avais besoin de comprendre. Et l’université me donne ces outils de compréhension. Le boycott est un outil légitime. Mais, pour moi, il devrait être évité parce qu’il n’apporte pas les résultats attendus, c’est-à-dire la fin de l’occupation et de l’apartheid. »

    L’Université hébraïque, perchée sur un éperon rocheux dominant Jérusalem, le mont Scopus, semble loin de ces réflexions. Sur ce campus à l’américaine, à la fois vaste et sécurisant, ponctué d’espaces verts, les portraits des otages détenus par le Hamas sont partout. Des proches du personnel et des étudiants ont été tués dans l’attaque du 7 octobre 2023, puis à Gaza dans la guerre qui s’ensuit depuis.

    Pris en étau
    L’université a été prise dans une violente polémique concernant l’une de ses professeures, de renommée mondiale, Nadera Shalhoub-Kevorkian. Palestinienne de citoyenneté israélienne, originaire d’Haïfa, cette juriste féministe axe ses recherches sur le trauma, les crimes d’Etat et les études des génocides, et passait pour un modèle de réussite en Israël. Dès les jours qui ont suivi l’attaque du Hamas, elle a signé une pétition qui dénonçait un « génocide israélien soutenu par l’Occident à Gaza » et argué qu’Israël utilisait « les corps des femmes comme armes politiques ».

    Les sanctions infligées à la chercheuse, durement attaquée par sa hiérarchie, puis arrêtée par la police, ont abîmé la réputation de l’université, connue pour défendre jalousement sa liberté académique.

    Tamir Sheafer se défend : « [Mme Shalhoub-Kevorkian] n’a été suspendue que trois jours. Elle a clarifié sa position et a été réintégrée. Puis elle a été arrêtée par la police parce qu’on vit sous un gouvernement d’extrême droite ! » Mais le mal est fait. « Si l’université n’avait pas causé un tel esclandre, l’attention de la police n’aurait pas été attirée. Avec de tels agissements, nous ne devrions pas être surpris d’être boycottés », commente un membre de l’université requérant l’anonymat.

    Le monde académique israélien est lui aussi pris en étau entre les pressions internationales et le gouvernement ultranationaliste de Benyamin Nétanyahou, qui laisse les opinions les plus radicales s’exprimer. Quand, le 22 mai, 1 400 universitaires israéliens ont appelé, dans une pétition, à cesser la guerre et à assurer le retour des otages, le syndicat national des étudiants israéliens a immédiatement riposté. Il a proposé une loi qui obligerait les universités à licencier tous les universitaires s’exprimant contre « l’existence d’Israël en tant qu’Etat juif et démocratique », y compris les professeurs titulaires. Les établissements qui ne s’y conformeraient pas perdraient leur financement public. Le projet recueillerait la majorité des voix à la Knesset. Il n’a pas encore été déposé.

    #boycott #académique #Israël

    • L’université a été prise dans une violente polémique concernant l’une de ses professeures, de renommée mondiale, Nadera Shalhoub-Kevorkian. Palestinienne de citoyenneté israélienne, originaire d’Haïfa, cette juriste féministe axe ses recherches sur le trauma, les crimes d’Etat et les études des génocides, et passait pour un modèle de réussite en Israël. Dès les jours qui ont suivi l’attaque du Hamas, elle a signé une pétition qui dénonçait un « génocide israélien soutenu par l’Occident à Gaza » et argué qu’Israël utilisait « les corps des femmes comme armes politiques ».

      Les sanctions infligées à la chercheuse, durement attaquée par sa hiérarchie, puis arrêtée par la police, ont abîmé la réputation de l’université, connue pour défendre jalousement sa liberté académique.

      Tamir Sheafer se défend : « [Mme Shalhoub-Kevorkian] n’a été suspendue que trois jours. Elle a clarifié sa position et a été réintégrée. Puis elle a été arrêtée par la police parce qu’on vit sous un gouvernement d’extrême droite ! »

      Mais le mal est fait. « Si l’université n’avait pas causé un tel esclandre, l’attention de la police n’aurait pas été attirée. Avec de tels agissements, nous ne devrions pas être surpris d’être boycottés », commente un membre de l’université requérant l’anonymat.

  • Un article comparant les mérites respectifs, pour les mouvements anti-génocide sur les campus US, de la stratégie BDS et de la stratégie du désinvestissement centrée sur les entreprises

    Student protests will shape a generation of Americans’ thinking on social justice
    Hussein Ibish
    https://www.thenationalnews.com/opinion/comment/2024/05/03/student-protests-will-shape-a-generation-of-americans-thinking-on-s

    For all the rhetoric about the appalling war, Israel’s brutality and the virtually unimaginable number of Palestinian civilians, particularly children, who have been wantonly killed in Gaza, the divestment movement will probably emerge as the next phase of a protracted campaign on US campuses. When anti-apartheid fervour gripped campuses in the 1980s, many universities adopted rules prohibiting their own investment in entities that do business with those practicing apartheid, without limiting the ban to South Africa only.

    The opportunity for student activists, and the nightmare universities will struggle to manage in coming years even without the Gaza war, is built-into those policies. After all, it is difficult to look at the social, economic and political system enforced by Israel’s occupation army, particularly in East Jerusalem and the West Bank, and argue with a straight face that it cannot accurately be described as “apartheid”.
    [...]
    Students may find themselves on rock solid ground in coming years in asking why their universities persist with investments in such a system, or companies with any sort of presence in, or business with, the Israeli settlement project in the West Bank. The pro-Israel and right-wing backlash will be hysterical and reflective of great power, but counterarguments at the universities themselves will be factually hamstrung and intellectually weak.

    The rhetoric of the anti-Gaza war protests has been shaped and informed almost entirely by the boycott, divestment and sanctions (BDS) movement, and these protests in turn have galvanised and breathed new life into the BDS project on American universities.

    But BDS proponents will be on much shakier ground whenever it insists on breaking ties with Israeli universities and especially refusing to deal with Jewish Israeli faculty. Suddenly, they will find, the moral and intellectual equation flips against them, as they will be painting with far too broad a brush and playing into the hands of those would accuse them of anti-Semitism.

    But, especially insofar as they avoid academic and intellectual boycotts and stick to divestment from Israel, and especially anything to do with the occupation and settlements, this coming student movement should prove enduring and potent. It has been operating on the margins of US campuses for the past two decades, meeting with limited success among student structures but virtually none institutionally.

    The main legacy of the current organising against the Gaza war is very likely to be a greatly empowered campus divestment movement regarding Israel that, despite pressure from the same pro-Israel parents, donors and politicians, university administrations will find increasingly unmanageable, effective and possibly irresistible.

    #boycott #divestment #désinvestissement #campus

  • Guerre à Gaza : McDonald’s va racheter tous les restaurants franchisés d’Israël - Le Parisien
    https://www.leparisien.fr/economie/guerre-a-gaza-mcdonalds-va-racheter-tous-les-restaurants-franchises-disra

    L’enseigne est devenue une cible quand sa franchise en Israël a annoncé en novembre offrir des milliers de repas gratuits à l’armée israélienne, et consentir de gros rabais aux soldats. Lors de la présentation des résultats annuels 2023 du groupe, le 5 février, la direction avait reconnu que le chiffre d’affaires pâtissait du conflit à Gaza entre Israël et le mouvement palestinien Hamas, qui a commencé début octobre. Le PDG Chris Kempczinski, avait reconnu un « impact significatif » sur plusieurs marchés du Moyen-Orient ainsi que « dans d’autres pays musulmans comme la Malaisie, l’Indonésie ». Il avait aussi mentionné la France, en particulier dans les restaurants se trouvant dans les quartiers à forte population musulmane, alors que le pays est le 2e marché de « McDo » après les États-Unis.

    Preuve de l’impact du mot d’ordre #BoycottMcDonalds : des groupes de franchisés, en Turquie, au Koweït et au Pakistan notamment, ont publié des déclarations affirmant qu’ils n’avaient aucun lien avec la franchise israélienne.