• 06.04.2019: »Verwertungsdynamik kennt keine Grenzen« (Tageszeitung junge Welt)
    https://www.jungewelt.de/artikel/352513.kapitalistische-stadt-verwertungsdynamik-kennt-keine-grenzen.html?s

    Gespräch mit Andrej Holm. Über explodierende Mieten, Verdrängung als Geschäftsmodell und die Forderung nach Enteignung
    Interview: Jan Greve

    Andrej Holm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Am dortigen Institut für Sozialwissenschaften forscht er zu Wohnungspolitik, Gentrifizierung und Verdrängung. Er ist seit vielen Jahren in stadtpolitischen Bewegungen aktiv. Zwischen September 2016 und Januar 2017 war er kurzzeitig Staatssekretär für Wohnen, berufen von der Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (Die Linke). Nach teils hetzerischen Debatten über seinen fünfmonatigen Dienst beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR Ende 1989, den er als 18jähriger angetreten hatte, erklärte er am 16. Januar 2017 seinen Rücktritt.

    Trinken Sie gerne Freibier, Herr Holm?

    Ab und zu trinke ich Bier, es muss aber kein Freibier sein. Mit Sicherheit stimmt beim Biertrinken, was auch fürs Wohnen gilt: Man sollte sich weigern, völlig überhöhte Preise zu bezahlen.

    Maren Kern, Chefin des »Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen«, strengte diesen Vergleich jüngst mit Blick auf das Volksbegehren »Deutsche Wohnen und Co enteignen« an: »Bei Freibier sind auch alle dafür. Aber einer muss das Freibier immer bezahlen.« Was fällt Ihnen dazu ein?

    Für mich klingt das nach hilfloser Polemik, zumal es ja nicht um Freibier, sondern die Übernahme der Brauerei geht. Aber das Stammtischniveau dieses Vergleichs passt ins Bild: In den Reaktionen aus der Immobilienwirtschaft auf die Enteignungsforderung werden bisher relativ wenige Sachargumente angeführt. Statt dessen gibt es diskreditierende historische Vergleiche, nach dem Motto: »Da kommt die DDR 2.0«. Die Immobilienwirtschaft scheint das Aufbegehren der Mieterinnen und Mieter über Jahre ignoriert zu haben und wirkt jetzt angesichts der Radikalität der Forderungen nicht gut vorbereitet.

    Sie beschäftigen sich seit den 1990er Jahren wissenschaftlich mit Stadtpolitik. Konnte man die aktuellen Zuspitzungen damals absehen?

    Sowohl die wissenschaftliche Begleitung als auch die politische Mobilisierung orientieren sich ja immer an den aktuellen Konfliktlagen. Es ist nicht so, als hätte es etwa in den 2000er Jahren keine wohnungspolitischen Auseinandersetzungen in Berlin gegeben. Damals haben wir vor allem in Ostberliner Innenstadtbezirken über Gentrifizierung und Verdrängung durch Modernisierungen diskutiert. Die meisten waren überzeugt, dass es sich dabei um stadtteilspezifische Prozesse handelt – heute sprechen wir von einer stadtweiten Wohnungskrise. Als der Senat aus SPD und PDS massenweise Quartiere privatisierte, kritisierten das damals nur wenige Aktive aus Gewerkschaften und Mieterorganisationen. Dass Berliner Mietwohnungen irgendwann an der Börse gehandelt werden könnten, ahnten nur wenige.

    Offenbar glaubt man immer wieder, gegenwärtig die Spitze der Entwicklung erreicht zu haben – noch höher könnten Mieten nicht steigen, noch schlimmer könne es nicht werden. Im Rückblick zeigt sich aber: Die Verwertungsdynamik in wachsenden Städten wie Berlin kennt keine Grenzen. Vor fünf Jahren schauderte man, wenn man von Mietverträgen hörte, in denen 15 oder 20 Euro pro Quadratmeter verlangt wurden. Heutzutage tauchen Anzeigen auf, wo Mikroappartements für 40 Euro pro Quadratmeter inseriert werden. Hätte ich das vor zehn Jahren prognostiziert, wäre ich vermutlich in eine Betreuungseinrichtung überwiesen worden.

    Das ist aber nur die eine Seite der Medaille.

    Das sind die Spitzen der Entwicklung. Da sind wir weit weg von dem, was es an ­sozialem Versorgungsbedarf gibt. In Berlin gibt es eine relativ stabile Zahl von armen Haushalten, die so zwischen 750.000 und 800.000 liegt. Unter dem Strich können diese nicht mehr als 4,50 oder fünf Euro pro Quadratmeter zahlen. Eine soziale Wohnungspolitik müsste darauf ausgerichtet sein, solche Mieten dauerhaft zu schützen. Das wiederum hätte man auch schon vor zehn Jahren sagen können: Wir brauchen einen Grundbestand an günstigem Wohnraum, gerade in einer armen Stadt wie Berlin. Hier geht es um einen Bereich, den kein Markt regelt und der daher in öffentlicher Verantwortung organisiert werden muss. Da haben wir es mit einem Widerspruch zwischen sozialem Versorgungsbedarf und privaten Geschäftsinteressen zu tun.

    Wie sieht die Situation gegenwärtig aus? Gibt es aktuelle Zahlen zur Entwicklung von Mietpreisen?

    In den vergangenen zehn Jahren sind die Bestandsmieten in Berlin um weit über 30 Prozent gestiegen. Das sehen wir selbst da, wo es langfristige Mietverträge gibt und wo die hochgelobte deutsche Mietgesetzgebung greifen müsste. Durch die Anpassung an ortsübliche Vergleichsmieten oder die Umlage von Modernisierungskosten sind auch bei laufenden Verträgen die Mieten deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Daneben beobachten wir eine extreme Vergrößerung des Abstands zwischen Bestands- und Angebotsmieten. Wenn wir auf Zahlen von 2008/09 zurückschauen, lagen die Preise bei Neuvermietungen damals im Schnitt vielleicht einen Euro über den Bestandsmieten. Heute liegt der durchschnittliche Neuvermietungsaufschlag bei etwa fünf Euro. Wer jetzt die Wohnung wechselt oder neu in die Stadt kommt, hat sehr schlechte Startbedingungen.

    Aus der Perspektive der Immobilienbranche wiederum stellt sich dieser Abstand zwischen Bestands- und Neuvermietungsmieten als »Ertragslücke« dar. Mit dem schlichten Austausch eines Mietverhältnisses kann, ohne jede zusätzliche Investition, der Ertrag verdoppelt werden. Damit wird Verdrängung zum Geschäftsmodell. Nicht nur in innerstädtischen Lagen ist zu sehen, wie Vermieter alles daran setzen, Menschen zum Auszug zu bewegen, um neu vermieten zu können. Diese Entwicklung ist der Grund dafür, warum sich so viele kleine Nachbarschaftsinitiativen gebildet haben.

    Wird diese Entwicklung immer so weitergehen?

    Ein Ende ist nicht abzusehen. Allein in den letzten zehn Jahren haben sich die Preise für bebaute Grundstücke in Berlin fast verdreifacht. Bebaute Grundstücke sind in der Regel solche mit bewohnten Mietshäusern. Die gestiegenen Kaufpreise müssen am Ende aus der Bewirtschaftung der Gebäude refinanziert werden. Mit hohen Preisen steigt also vor allem die Erwartung, hohe Erträge zu erzielen. Das alles hat einen Flächenbrand von Verdrängungskonflikten in Berlin ausgelöst. Mittlerweile gibt es Haushalte, die zu arm sind, um verdrängt zu werden, weil sie sich auch die Mieten in den schnell teurer werdenden Randbezirken der Stadt schlicht nicht mehr leisten können.

    An diesem Wochenende werden Tausende Menschen gegen steigende Mieten und Wohnungsnot demons­trieren. In mehreren bundesdeutschen Städten finden Aktionen statt, ebenso wie in anderen europäischen Metropolen. Bereits im letzten Jahr protestierten nach Veranstalterangaben rund 25.000 Menschen in Berlin. Wie nehmen Sie den wachsenden Widerstand wahr?

    Es gibt ein kontinuierliches Anwachsen von stadtpolitischen Aktivitäten. Die Besonderheit in Berlin besteht darin, dass sich diese zu einer Zeit entwickelten, als es keinen parlamentarischen Ansprechpartner für die Bewegung gab. Wir reden von Mitte der 2000er, als der »rot-rote« Senat landeseigene Wohnungen privatisierte. Damals – heute ist es glücklicherweise anders – gehörte es noch zum Selbstverständnis der großen Mieterorganisationen, sich hauptsächlich um Rechtsberatung zu kümmern. Allerdings findet Verdrängung häufig auf legalen Wegen statt, kann also mit juristischen Mitteln nicht immer abgewendet werden. Dadurch waren Mietergruppen auf sich selbst zurückgeworfen und mussten ein hohes Maß an Selbstorganisation an den Tag legen, was bis heute nachwirkt. Das unterscheidet die Berliner Protestbewegung von der in anderen Städten. Und es hat dazu geführt, dass wir heute ganz grundsätzlich die Frage diskutieren, ob wir Wohnen gemeinsam in öffentlicher Verantwortung organisieren oder dem Markt überlassen wollen.

    Parallel zur Berliner Demonstration beginnt das Unterschriftensammeln für das Enteignungsvolksbegehren. Es gibt Kritik von verschiedenen Seiten, die die Erfolgsaussichten bezweifeln. Wie sehen Sie die Initiative?

    Es gibt bei der Suche nach den richtigen Konzepten, wie gutes Wohnen für alle gesichert werden kann, keine Patentlösung. Da sind zum Beispiel sogenannte Milieuschutzgebiete, von denen man sagen kann, dass mit ihnen die Situation verbessert wird – aber eben nicht für diejenigen, die außerhalb dieser Bereiche wohnen; von den rechtlichen Lücken ganz zu schweigen. Ähnlich verhält es sich beim sogenannten Mietendeckel, dessen Einführung in Berlin derzeit alle drei Koalitionspartner unterstützen. Auch dies mag die Lage für einige entspannen. Wird diese Grenze aber beispielsweise bei 6,50 Euro pro Quadratmeter angesetzt, ist die für die Haushalte, die bislang 4,50 Euro zahlen, immer noch zu hoch. Ein weiteres Beispiel ist der Neubau, bei dem es um die Quote von Sozialwohnungen geht. Eine prima Sache – aber eben nur für diejenigen, die dort ein Quartier ergattern können. Es gibt keinen wohnungspolitischen Joker, der alle Problem auf einmal löst. Grundsätzlich bin ich deshalb immer misstrauisch, wenn einzelne Instrumente wegen ihrer begrenzten Wirkung kritisiert werden.

    Dadurch lässt sich die Debatte lähmen.

    Genau. Wir haben es mit einem typischen Abwehrdiskurs zu tun, der in der Regel zuerst von der Immobilienwirtschaft geführt wird. Aus Sicht der Mieter ist die Sache klar: Es soll möglichst alles versucht werden. Je mehr Mieterschutz, je mehr öffentlich und gemeinnützig verwaltete Wohnungen und je mehr günstiger und dauerhaft gebundener Neubau, desto besser. Das gilt auch für die Sozialisierung, die mit der Enteignung von Konzernen verbunden ist. Dabei geht es ja nicht um eine Bestrafung von Immobilienunternehmen, denen man ihre Spielzeuge wegnimmt. So, wie ich die Initiative verstanden habe, geht es darum, einen relevanten Sektor zu vergesellschaften, weil dieser in privatwirtschaftlicher Organisation die soziale Aufgabe der Versorgung mit günstigem Wohnraum nicht erfüllt. Das ist eine richtige Forderung unter vielen.

    In den letzten Jahren war vor allem die Losung »Bauen, bauen bauen« zu hören. Damit hat man sich viel zu sehr auf die Logik des Marktmodells eingelassen. Viele scheinen zu glauben, dass Mieten sinken, nur weil mehr Quartiere entstehen. Das stimmt aber höchstens für die Spitzensegmente. Es ist völlig ausgeschlossen, so viel bauen zu können, dass es in der Stadt wieder mehr Wohnungen für 4,50 Euro den Quadratmeter gibt.

    Die »Deutsche Wohnen« als größter privater Vermieter in der Hauptstadt behauptet, gar kein Preistreiber zu sein.

    Der Konzern gibt regelmäßig bekannt, mit seinen Mieten im Schnitt nur knapp über dem Berliner Durchschnitt zu liegen. Wir müssen zunächst schauen, woher deren Bestände kommen. Es waren insbesondere die Privatisierungen, die das Entstehen solch großer Player überhaupt erst ermöglichten. In Berlin war das beispielsweise die GSW mit rund 64.000 Wohnungen, die SPD und PDS verkauften. Die »Deutsche Wohnen« und die meisten anderen größeren Immobilienunternehmen verwalten vor allem ehemals öffentlich geförderte Bestände. Dort wohnen überwiegend immer noch die Leute, für die die Häuser einst errichtet worden waren. Wir reden da in der Regel nicht von luxuriös sanierten Altbauten im Prenzlauer Berg, sondern von Siedlungsbauten aus den 1950er bis 70er Jahren. Wenn die Preise für diese Wohnungen – die eigentlich die günstigsten in der Stadt sein sollten – knapp über dem Berliner Durchschnitt liegen, läuft etwas schief.

    In der Argumentation von der Unternehmerseite klingt teilweise heraus, man handle quasi in Notwehr: Angesichts der Nullzinspolitik müsse man in Immobilien investieren, um irgendwie noch eine »vernünftige« Rendite erzielen zu können. Weckt das Ihr Mitleid?

    Überhaupt nicht. Die Dynamik der Finanzkrise 2008/09 zeigt, dass es zwei Modi zur Lösung der Probleme gibt. Die eine Strategie besteht darin, dass der Staat mit Hilfe riesiger Rettungspakete einspringt und die Profitmargen privater Konzerne sichert. Die andere führte zu Investitionen in privatisierte Bereiche, die bisher soziale Aufgaben erfüllten. Damit waren Konflikte programmiert: Die Versorgung mit günstigem Wohnraum darf nicht davon abhängen, ob irgendwelche Börsenwerte gerade hoch- oder runtergehen. Die Privatisierungen liefen dabei immer nach demselben Muster ab: Bereiche, die zuvor öffentlich organisiert waren und soziale Infrastruktur bereitstellten, wurden ökonomisiert. So sieht es aus, als sei der Staat überflüssig …

    … was im Interesse der Profiteure dieser Entwicklung liegt.

    Ja. Marxistisch gesprochen haben wir es mit einer fortgesetzten ursprünglichen Akkumulation zu tun: Bereiche, die noch nicht der Marktlogik unterworfen waren, werden für private Akteure geöffnet. Es ist skandalös, wenn Nutzerinnen und Nutzer öffentlicher Infrastruktur mit ihrem Geld ein gescheitertes Finanzmarktmodell am Leben erhalten sollen.

    Beim von Ihnen angesprochenen Gedanken ging es Marx darum zu zeigen, wie im kapitalistischen System wiederholt und gewalttätig agiert werden muss, um Profit dauerhaft erwirtschaften zu können. Sehen wir diese Gewalt in den heutigen Verhältnissen?

    Die sehen wir in vielen Bereichen. Etwa in den »kleinen« Rechtsübertretungen, wenn es darum geht, Mieter aus ihren Wohnungen zu ekeln. Oder beim Psychoterror, wenn über Monate hinweg Bauarbeiten vorgetäuscht werden, um Bewohner zum Auszug zu bewegen. Und auch bei Zwangsräumungen, die mit direkter physischer Gewalt einhergehen.

    Städte in kapitalistischen Zentren sind heute nicht nur durch steigende Mieten charakterisiert. Dazu kommen auch die Anwendungen digitaler Technologien, Stichwort »Smart City«, oder repressive »Sicherheitspolitik«, Stichwort Überwachung. Wenn es um Verwertungsinteressen geht, greifen mehrere Entwicklungen ineinander.

    Ja. Es gibt Dutzende Beispiele für die Unterwerfung der Stadtentwicklung unter die Profitlogik. Wie auch beim Wohnungsmarkt ist zu sehen, dass diejenigen, die nicht mithalten können, den kürzeren ziehen. Mit solchen Zuspitzungen wächst aber auch der Protest. In den Diskussionen hier wird ja gerne sehnsuchtsvoll in andere Städte geschaut, etwa nach Wien als Positivbeispiel für soziale Wohnungspolitik. Wenn ich mich aber außerhalb von Berlin mit Leuten unterhalte, merke ich, wie sehr die wiederum neidisch auf die hiesigen stadtpolitischen Debatten blicken. Etwa darauf, dass Nachbarschaftsinitiativen in Kreuzberg 2018 erfolgreich einen Google-Campus verhindern konnten. Oder auf das Enteignungsvolksbegehren.

    Der Berliner Senat hat die Hälfte seiner Amtszeit hinter sich. Kritik gibt es nicht nur von rechts, sondern auch von linken Gruppen, die einige Hoffnungen in die Koalition gesetzt hatten. Sind Sie froh darüber, persönlich nicht mehr als Staatssekretär für Wohnen, der Sie ja kurzzeitig waren, in der Schusslinie zu stehen?

    Es zeigt sich letztlich nur, was schon vorher alle wissen konnten: Politik ändert sich nicht allein dadurch, dass die Regierungskonstellation wechselt. Im besten Fall kann das den Raum an Möglichkeiten erweitern, beispielsweise für Initiativen. Das hat meiner Meinung nach in einigen Bereichen geklappt, in anderen nicht. So gibt es in Berlin immer noch Zwangsräumungen, auch veranlasst von den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Zudem wird die Unterbringung von anerkannten Geflüchteten in den öffentlichen Wohnungsbeständen erschwert. Weil der Aufenthaltsstatus regelmäßig überprüft wird, können selbst Geflüchtete mit mehrfach verlängerten Aufenthaltstiteln keine Dokumente mit einer Restlaufzeit von mindestens zwölf Monaten vorweisen, weswegen ihnen die Ausstellung eines Wohnberechtigungsscheins verweigert wird. Es gibt also einige Paradoxien, die sich nicht allein durch eine »rot-rot-grüne« Landesregierung aufgelöst haben. Die Linke in Berlin hat vor nicht allzu langer Zeit plakatiert: »Die Stadt gehört euch.« Für das gemeinsame Gestalten von Stadtpolitik gibt es noch nicht allzu viele Beispiele aus der Praxis. Es bleibt dabei: Die entscheidenden Impulse kommen von außen, siehe Enteignungsvolksbegehren. Auf das gutmütige Abarbeiten von Koalitionsvereinbarungen sollte man nur begrenzte Hoffnung setzen.

    Es war nicht überraschend, dass bürgerliche Kommentatoren beim Thema Enteignung die »DDR-Keule« aus der Schublade holten. Auch Sie versuchte man damit persönlich zu diskreditieren, weil Sie in jungen Jahren für wenige Monate beim Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet haben. Wie lange, meinen Sie, wird man in der BRD noch auf dieses »Argument« zurückgreifen?

    Der tiefsitzende Antikommunismus ist ein Kontinuum in der westdeutschen Politik. Das betrifft Konservative, geht aber auch weit ins sozialdemokratische und liberale Spektrum hinein. Darauf kann man sich häufig einigen. Vergleiche mit der DDR sind in der Hinsicht austauschbar. Es gibt offenkundig eine große Angst vor einer Gesellschaft, die nicht marktwirtschaftlich organisiert ist. Der Umstand, dass der Artikel 15 zur Enteignung gegen Entschädigung seit 70 Jahren im Grundgesetz steht, aber noch nie Anwendung gefunden hat, sagt eigentlich schon alles. Die Frage ist, ob ein solches antikommunistisches Ressentiment als Argument noch immer wirkt und wer das ernst nimmt. Ich habe jedenfalls noch keine Mieterin der »Deutsche Wohnen« getroffen, die die Enteignungsinitiative deswegen ablehnt, weil sie befürchtet, künftig in Stacheldraht eingezäunt zu werden.

    #Berlin #logement #immobilier #loyer #capitalisme #spéculation #bulle_immobilière

  • Inside #Lehman_Brothers. Une enquête inédite sur la chute d’une banque au-dessus de tout soupçon

    Dix ans après la faillite de la banque Lehman Brothers, #Jennifer_Deschamps met en lumière les mécanismes de sa chute. Une enquête rigoureuse, étayée par le témoignage de lanceurs d’alerte.

    Le 15 septembre 2008, Lehman Brothers est officiellement déclarée en faillite. Lâchée par le gouvernement et sans repreneur, la vénérable banque d’investissement, fondée à New York en 1850, disparaît en laissant à ses créanciers une dette de plusieurs centaines de milliards de dollars. Lancée depuis plusieurs années dans une course folle au profit, cette grande institution financière, dirigée par Richard Fuld, a développé des prêts hypothécaires à risques, rapidement devenus emprunts toxiques. Accordés à des ménages modestes voire sans revenus, ces subprimes ont permis à des centaines de milliers d’Américains de devenir propriétaires de leur logement. Mais en 2007, lorsque la bulle immobilière éclate, la remontée de taux d’intérêts gonfle les traites que les emprunteurs ne peuvent plus rembourser. Une vague de saisies s’abat sur les États-Unis, et notamment sur la Californie…

    Autopsie méthodique
    Spécialisée dans les produits financiers, Lehman Brothers a voulu « faire de l’argent par tous les moyens ». Naviguant en « zone grise » – là où, au minimum, tout ce qui n’est pas illégal peut être considéré comme légal –, la banque et ses filiales ont maquillé les bilans, poussé les équipes commerciales à truquer leurs dossiers pour atteindre des objectifs de plus en plus exigeants, et engranger des dollars par milliards. Le tout grâce à la complicité, l’incompétence ou l’aveuglement des organismes de contrôle et des agences de notation. Pour raconter, dix ans plus tard, un cataclysme dont les répercussions ont ébranlé les places boursières et les économies du monde entier, Jennifer Deschamps se place à hauteur d’hommes. Enrichie d’archives, son enquête, documentée et rigoureuse, réunit les témoignages inédits d’anciens collaborateurs de Lehman, qui ont tous eu un accès privilégié aux mécanismes délirants ayant mené au désastre : trois ex-employées de la BNC, une filiale spécialisée dans les prêts immobiliers, et « lanceuses d’alerte » (Linda Weekes, Sylvia Vega-Sutfin et Cheryl McNeil), et leur avocat (Gary Gwilliam) ; un ancien vice-président de Lehman (Matthew Lee), licencié après avoir refusé de cautionner une manœuvre comptable frauduleuse ; un ancien juriste de la banque (Oliver Budde) ainsi que l’ancien procureur de l’Illinois (Anton Valukas), mandaté en 2008 par le gouvernement américain pour enquêter sur les causes de la faillite. Autopsie méthodique d’un système malade, Inside Lehman Brothers se fait aussi mise en garde contre une déflagration qui pourrait bien, dans un futur proche, se rééditer.


    https://www.arte.tv/fr/videos/080155-000-A/inside-lehman-brothers
    #banque #finance #économie #subprimes #marché_immobilier #cupidité #argent #fraude #effondrement #crise_financière #prêts_hypothécaires #film #documentaire #Wall_Street #bulle_immobilière #lanceurs_d'alerte #culture_du_silence #travail #burn-out #faillite #banques_d'investissement #limites_juridiques #légalité #illégalité #courtiers #Richard_Fuld #harcèlement_sexuel #intimidation #femmes #BNC #SDF #sans-abris #Repo_105 #prêts_alternatifs #prêts_non-conventionnels

  • La face cachée du #modèle_suédois : sa #bulle_immobilière
    https://www.mediapart.fr/journal/international/191217/la-face-cachee-du-modele-suedois-sa-bulle-immobiliere

    Les prix de l’immobilier ont bondi de 232 % en #Suède depuis vingt ans. La bulle, alimentée par les « réformes », est cependant sur le point de se dégonfler. Avec la possibilité d’un scénario particulièrement inquiétant.

    #International #Economie #politique_monétaire

  • L’économie des villes (3/4) : BRICKS : l’hybris de la brique
    https://www.franceculture.fr/emissions/entendez-vous-leco/leconomie-des-villes-34-bricks-lhybris-de-la-brique



    chouette émission

    #Sur-production de #briques, #constructions d’#immeubles à tout va, flambée des prix et explosion de la #bulle_immobilière en #Espagne, le film Bricks, par le prisme des individus et l’#histoire de la brique, revient sur ces éléments qui ont marqué l’Espagne et continuent de laisser leurs empreintes.

    https://www.dailymotion.com/video/x62vave


    #expulsion #résistance

  • Face à la flambée des loyers, de jeunes Londoniens s’improvisent gardiens de propriétés
    https://www.mediapart.fr/journal/economie/230817/face-la-flambee-des-loyers-de-jeunes-londoniens-s-improvisent-gardiens-de-

    C’est une nouvelle technique pour éviter de payer des loyers colossaux : des gardiens occupent des propriétés vides. Ils renoncent à la sécurité du statut de locataire au risque de se faire expulser à tout moment. Ce mode de vie précaire s’est popularisé au #Royaume-Uni et pourrait bientôt être régulé.

    #Economie #bulle_immobilière #Grande-Bretagne #Immobilier #logement #londres

  • Ocupa Barcelona : la lutte pour le logement

    Les enfants ignorent que notre évacuation est prévue pour le 16, c’est-à-dire dans quatre jours...

    L’#Espagne est le pays européen dans lequel on recense à la fois le plus grand nombre d’#expulsions et d’appartements vides. C’est l’une des conséquences de la #crise économique et de l’éclatement, il y a neuf ans, d’une gigantesque #bulle_immobilière.

    // #documentaire moyen métrage, Arte //

    http://www.arte.tv/guide/fr/072509-003-A/arte-regards

  • #Irlande : le problème du #logement laisse présager une nouvelle crise immobilière
    https://www.mediapart.fr/journal/international/301116/irlande-le-probleme-du-logement-laisse-presager-une-nouvelle-crise-immobil

    En 2016, le prix moyen d’un loyer en Irlande est plus élevé qu’en 2008, avant la #crise_financière. Une nouvelle crise est à prévoir, selon l’OCDE. Les Irlandais pâtissent d’une politique gouvernementale qui favorise encore les secteurs financiers et immobiliers.

    #International #bulle_immobilière #europe #Immobilier

  • Risk of a housing price bubble in Turkey: A commentary -
    http://www.hurriyetdailynews.com/risk-of-a-housing-price-bubble-in-turkey-a-commentary.aspx?pageID

    Overall, the Turkish housing market has matured successfully over the last decade. The volume of housing loans have increased from $200 million to $51.4 billion between 2002 and 2015. Four million dwelling units were built from 2002 to 2014 and 6.3 million construction permits were issued over the same time period.
    According to the Central Bank of Turkey, real house prices grew 34, 68, 13, and 25 percent in Turkey, Istanbul, Ankara, and İzmir, respectively, from January 2010 to January 2015.

    Economists attribute this house price growth to both positive socio-economic fundamentals, as well as excessive optimism in the market. Likewise, buyers see current house price inflation as a rational course of market expansion. The other perception among buyers is that housing is the best possible investment. The narrative goes that “house prices will always go up.”

    Having just lived thought one of the largest property market crises in history, current market developments in Turkey seem like déjà vu. Wasn’t the previous crisis triggered by rising indebtedness, ever-growing prices, extensive construction levels and the belief that prices always go up?

    The question is, therefore, whether this house price growth indicates a bubble and, if so, can its burst trigger housing market-wide and economy-wide risks to the economy of Turkey?

    Notwithstanding its economic strength, Turkey is, however, classified as one of the “Fragile Five” countries. Its key weaknesses are large private and public debt, a significant current account deficit, declining industrial production, growing unemployment, a weakening GDP and a depreciating currency. Combined with excesses in the housing market, all this may suggest that the Turkish economy will face financial difficulties going forward.

    However, correction in the housing market may not be as contagious as one may think. First, though mortgaged house sales have been advancing steadily in recent years, high interest rates (11.6 percent on May 22), average loan maturity (7.5 years) and income inequality hardly allow for the housing credit-to-GDP ratio to reach the 6.5 percent threshold.

    Second, mortgage credit has been mainly issued to mid/upper-income individuals. Due to this somewhat “discriminative” mortgage access structure, a total housing market decline is unlikely. Third, the lack of mortgage securitization and mortgage-backed derivatives suggests that the secondary mortgage market risks are also minimal. What is more, a high LTV (Loan-to-value) ratio (75 percent) and the Banking Authority’s imposed lending standards would be at work in minimizing downturn risks.

    Taken together, even in the worst-case scenario, the bursting of the perceived housing bubble won’t be as disruptive to the national economy. Although Turkish house price growth may not totally reflect economic fundamentals in recent years, this does not necessarily imply “generalized bubble risk.” A future price correction is likely to affect speculators, credit-holders and credit-driven construction companies. A spillover effect is unlikely to be contagious.

    #Bulle_immobilière #Turquie

  • Encadrement des loyers : Paris copie Berlin et Amsterdam
    http://fr.myeurop.info/2015/06/16/encadrement-loyers-paris-copie-berlin-et-amsterdam-14374

    Renaud de Chazournes

    L’encadrement des loyers à Paris est une mesure directement inspirée de l’exemple allemand. Mais outre-Rhin cela ne suffit plus et Berlin vient de resserrer encore l’étau. Mais à trop vouloir bloquer les prix comme en Suède, on bloque l’ensemble du marché locatif.

    Cet encadrement des loyers est un serpent de mer. lire la suite

    #EUROFOCUS #Économie #Social #bulle_immobilière #immobilier #location_appartement #logement #prix_des_loyers #prix_immobilier #SDF

  • Why New York Real Estate Is the New Swiss Bank Account — New York Magazine
    http://nymag.com/news/features/foreigners-hiding-money-new-york-real-estate-2014-6

    de plus en plus d’immeubles de New York sont achetés par des étrangers qui souvent n’y mettent pas les pieds :

    Behind a New York City deed, there may be a Delaware LLC, which may be managed by a shell company in the British Virgin Islands, which may be owned by a trust in the Isle of Man, which may have a bank account in Liechtenstein managed by the private banker in Geneva. The true owner behind the structure might be known only to the banker. “It will be in some file, but not necessarily a computer file,” says Markus Meinzer, a senior analyst at the nonprofit Tax Justice Network. “It could be a black book.” If an investor wants to sell the property, he doesn’t have to transfer the deed—an act that would create a public paper trail. He can just shift ownership of the holding company.

    #new_york #bulle_immobilière #immobilier #placement #blanchiment #richesse

  • Espagne : la folie immobilière vue de l’espace - Le nouvel Observateur
    http://rue89.nouvelobs.com/2014/05/28/espagne-folie-immobiliere-vue-lespace-252465

    Le projet « Nación Rotonda » (« la nation rond-point »), créé par trois ingénieurs et un architecte, cherche à rendre visible l’impact de la bulle immobilière sur toutes les régions d’Espagne. Pour montrer comment la « folie » de la construction a transformé le territoire, ils se sont servis de Google Earth.

    La bulle immobilière a commencé en 1997 et a duré dix ans. Selon la banque d’Espagne, le prix des logements a augmenté de 100% entre 1996 et 2006, ce qui a contribué à créer une économie spéculative qui a fini par s’effondrer en 2007.

    Nous avons sélectionné huit images satellite qui racontent cette folie. (Sur chaque photo, faites glisser le "rideau" pour découvrir la bétonnisation de ces régions.)

  • Alarm Over Istanbul’s Building Boom
    http://reclaimistanbul.com/2014/05/22/alarm-over-istanbuls-building-boom-nytimes

    We are invading Istanbul again,” the real estate agent said enthusiastically as she ticked off the selling points of Turkey’s most ambitious development extravaganza to date: Maslak 1453.

    According to research by Mustafa Sonmez, author of numerous books on the Turkish economy, Mr. Erdogan has favored the construction and real estate sectors at the expense of important export sectors.

    “It’s a shame,” said Mr. Sonmez, who calculates that construction spending is now about 9 percent of the overall economy, a level that the International Monetary Fund has found to be associated with problems in other countries. “We have used all this free money to build houses and feed the domestic market.”

    To date, the local market had been remarkably resilient, overcoming a global rise in interest rates caused by last year’s “taper tantrum” surrounding the Federal Reserve’s decision to begin cutting back on stimulus, and the anti-government, anti-development street protests at Taksim Square here in Istanbul.

    But in the first three months of the year, unit sales for new apartments were down about 60 percent compared to the same period last year, according to Emlak Konut, the country’s largest real estate investment company.

    Moreover, Mr. Eren said, the inventory of unsold housing units has risen to 1.5 million, compared to levels close to zero several years ago, a clear sign that the slowing economy and higher interest rates are cutting into demand.

    The potential for a real estate crash highlights the role of the relatively obscure Housing Development Administration, commonly known as Toki, in fueling the boom.

    Traditionally a bureaucratic backwater with a mandate to push for more affordable homes, Toki emerged as a housing power center when its bylaws were changed in January 2004 to bring it under the direct control of Mr. Erdogan less than a year after he was elected. Under his sponsorship, Toki amassed choice properties at little or no cost, auctioned them off to developers and took a cut of the profits.

    According to Mr. Sonmez, Toki has been particularly aggressive in backing high-end projects undertaken by developers with ties to Mr. Erdogan. They include Ali Agaoglu, the billionaire businessman behind Maslak 1453, who late last year was one of a number of business executives, bankers and politicians questioned by the police as part of a broad corruption investigation. Also questioned were two Toki board members.

    #Istanbul
    #Bulle_immobilière
    #TOKI

  • Les victimes de la « gentryfication » ripostent, les petits bourgeois pleurnichent.

    Anschläge von Gentrifizierungsgegnern in Berlin : Ich stehe auf der Liste - Berlin - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/anschlaege-von-gentrifizierungsgegnern-in-berlin-ich-stehe-auf-der-liste/8251946.html

    Extremisten veröffentlichen im Internet Adressen von Wohnungseigentümern, Unternehmern und Politikern – und rufen zu Gewaltaktionen auf. Die Bedrohung wirkt wie ein Gift auf das freie Lebensgefühl in dieser Stadt. Die Polemik eines Betroffenen.

    ...

    Auf der nach oben offenen Skala der Eskalation ist Luft für jeden Irren, der zu mehr entschlossen ist. Bei unserem Kinderarzt, der eine Neubauwohnung in einer Parallelstraße bewohnt, flogen Steine durchs Fenster – und landeten im Kinderzimmer. Die Botschaft ist angekommen: Wir sollen uns nicht sicher fühlen. Wir können die Nächsten sein

    Manque de pot, quand on ne fait pas partie des grands investisseurs, quand on ne veut qu’investir les cent-mille Euros qu’on a hérité de tata, quand on n’est pas un « fond » mais une personne avec une famille et une adresse dans la ville en transformation ... on est parfois obligé de partager l’inquiétude urbaine avec ceux qui ont peur des expulsions parce qu’ils ne sont pas sûr de pouvoir payer leur loyer l’année prochaîne.

    Qu’est-ce qu’on fait dans ce cas ? On écrit un article dans un grand journal réactionnaire dans lequel on dénonce les résistants comme fous dangereux. Comme ça on est sûr de la compassion de tous les autres petit bourgeois qui ont peur aussi du grand méchant loup précaire. Solidarité petite bourgeoise, quoi.

    #berlin #precarite #bulle_immobiliere @touti

    • Gentrification appliquée : 22b Crelle Strasse, Berlin
      http://www.sonsenluttes.net/IMG/mp3/crellestrasse-la_gentrification_en_acte_a_berlin-_50mn50_02_10_13.mp3

      "Après une première émission sur la gentrification à Berlin, disponible sur sons en luttes, une deuxième, plus concrète. Au 22b de la Crellestrasse, un quartier de Schöneberg à Berlin, un promoteur immobilier a réussi, on se demande comment, à avoir toutes les autorisations pour construire un immeuble de 7 étages qui détruit tout l’environnement autour . En particulier, trois tilleuls magnifiques que les habitants ont tenté de protéger. Avant qu’on ne leur envoie une centaine de policiers pour leur faire bien comprendre que ce n’était pas la populace qui faisait la loi, mais les « investisseurs »."

      #audio #radio #gentrification #sons_en_luttes #fpp

    • Widerspruch Nr. 46 Zukunft der Stadt (2007), S. 13-38
      Autor : Roger Behrens
      Artikel : Kritische Theorie der Stadt
      http://www.widerspruch.com/artikel/46-01.pdf

      Was Brecht über eine „Fotografie der Kruppwerke oder der A.E.G.“ sagt, dass hier „beinahe nichts über diese Institute“ zu erkennen und „die eigentliche Realität ... in die Funktionale gerutscht“ ist, gilt auch für die bekannten Stadtansichten von Manhattan, Paris oder Berlin, die in Fotografien aus den 20er und 30er Jahren überliefert sind:

      Über die dem gesellschaftlichen Leben zugrunde liegende strukturelle Dynamik ist nichts zu erfahren; denn hier ist die Realität, wie Brecht schreibt, „nicht mehr im Totalen erlebbar“.

      Stattdessen wird das Urbane jetzt zum Ausdruck des Urbanen selbst, die urbane Lebensweise wird zu einer eigenständigen, die Klassenverhältnisse überschreitenden Kategorie. Unabhängig von ihrer Stellung im Produktionsprozess teilen die in der Metropole lebenden Menschen Gemeinsamkeiten des urbanen Verhaltens – die kapitalistische Gesellschaft wird mit der urbanen Gesellschaft weitgehend identisch. Stadt und Kapitalismus werden zu Synonymen

      Soyez les bienvenus dans la geule du moloch, dansez avec ses dents creuses qui tomberont avec votre départ, soyez témoins. Le reste du monde vous lapidera comme prophètes du désastre auquel il n’échappera point. Bienvenue à #Berlin.

  • Le montant moyen à rembourser des accédants a augmenté de 58% entre 2005 et 2011
    http://www.localtis.info/cs/ContentServer?pagename=Localtis/LOCActu/ArticleActualite&jid=1250266216525&cid=1250266209677

    Un #endettement lié au #logement passé de 442 à 800 milliards d’euros en six ans

    L’étude - intitulée « Les durées d’emprunts s’allongent pour les plus jeunes » - montre notamment que l’endettement des ménages s’est fortement accru entre 2005 et 2011, principalement sous l’effet de l’endettement pour le logement. Sur la période considérée, celui-ci est en effet passé de 442 à 800 milliards d’euros, soit une hausse de 81%. Dans le même temps, l’endettement lié aux crédits à la consommation passait de 129 à 163 milliards d’euros (+26%) et le #revenu disponible brut des ménages progressait seulement de 1.109 à 1.326 milliard d’euros (+19,5%).

    #bulle_immobilière

    • On a fait la promotion de l’achat ces dernières années, vu le niveau de prix à la location, en particulier en Ile de France... et maintenant quel que soit le choix qu’on ait fait, il se paie cher !!

  • Blog gaulliste libre : Pourquoi le krach immobilier semble inévitable
    http://www.gaullistelibre.com/2013/11/pourquoi-le-krach-immobilier-semble.html

    D’autres facteurs d’inquiétude

    Pire, il y a d’autres facteurs d’inquiétudes. Comme je l’avais souligné dans mon papier de fin 2012, l’effondrement du nombre de transaction est un indicateur généralement assez sûr du retournement du marché immobilier. Or, en 2012, elles ont baissé de plus de 20%. Pire, Jacques Friggit montre que du fait de l’explosion des prix, on sous-estime la baisse du nombre de transactions, qui est aujourd’hui 40% sous sa moyenne historique, signe que les propriétaires font tout pour éviter de mettre leur bien sur le marché. Pour maintenir artificiellement les prix à un haut niveau ?

    Autre motif d’inquiétude : les comparaisons internationales tendent toutes à indiquer que les prix sont particulièrement élevés en France. J’ai rapporté plusieurs fois les évaluations de The Economist, pour qui les prix de l’immobilier dans notre pays sont surévalués de 35 à 40%. Jacques Friggit a également appliqué l’analyse des prix par rapport aux revenus dans d’autres pays et il il semble que la France soit un des pays les plus cher. Les Etats-Unis sont revenus au point d’équilibre et progresse à nouveau après une chute sévère. L’Espagne, montée plus haut que nous, s’est bien ajustée. Et la Grande-Bretagne a également connu un ajustement important....

    #économie
    #bulle
    #CGEDD
    #immobilier
    #Jacques-Friggit
    #The-Economist
    #tunnel-de-Friggit

    • Quand j’ai loué ma première maison en 2000, j’ai appris que le proprio l’estimait sur le marché à 75-80 000€. Il l’avait lui même acheté sur une saisie immobilière 40 000€ quelques années plus tôt. La différence de prix, assez énorme, s’expliquait par un marché atone au moment de l’achat et des circonstances très favorables (vente aux enchères) ainsi que des travaux d’aménagement : une terrasse, des radiateurs électriques un peu moins grille-pain, les doubles vitrages et une ventilation forcée pour cacher que le truc était mal drainé et suintait d’humidité qui remontait du sous-sol par capillarité des mauvais parpaings constructifs. Quand les proprios ont organisé une vente fictive en 2008 pour nous gicler afin de relouer 50% plus cher, ils nous ont proposé le bousin à 120 000€ (soit 3 fois la culbute) puis l’ont mis brièvement sur le marché à 140 000€. Aujourd’hui, elle devrait s’échanger facilement dans les 150 - 160 000€, surtout si on la fait visiter après avoir bien aéré et passé un coup de peinture anti-moisissure.
      C’est la même maison qu’au début et, pour autant que je sache, le revenu moyen est loin d’avoir suivi la même courbe ascensionnelle.
      Encore plus prosaïquement, dans le secteur, les salaires ont eu tendance à baisser pour la majorité des gens (tu perds ton taff, tu repars fatalement au SMIC et rarement à plein temps), mais la moyenne est pondérée par le fait que les quelques hauts revenus du coin ont bien explosé.

      Tout ça pour dire que cette histoire, elle est tragiquement banale et elle me fait penser qu’on est bien au-delà de la bulle, en France, on est carrément dans une soirée-mousse.

    • ...maintenant on vend des maisons @ 350 000 Euros « vendu en l’état », pour ce prix on attend a minima du « clef en main »,
      et bien non ... on découvre après vente des fuites en toiture : toiture à refaire !
      Quant au raccordement au réseau public d’évacuation des eaux usées, après quelques jours, il est obstrué : réseau à refaire ! effectivement c’est tragiquement banale .

    • Déjà, je rappelle qu’une maison à 150 000 €, c’est une maison à un million de francs. Qui s’achetait des maisons à un million il y a seulement 15 ans ? Et aujourd’hui, tout le monde trouve que c’est une super bonne affaire.

      L’autre jour je parlais avec la mère d’une copine de ma fille. Ils arrivent du sud-est, parce qu’ils voulaient construire et que là-bas, le moindre terrain pour construire avec un jardin autour, c’est 250 000€. Le terrain, putain !

      Et ils ont prêté du fric à des SMICards pour se payer ce genre de connerie !

      http://www.youtube.com/watch?v=rMj_r_rQ75Q

  • A Berlin 200 millions pour un grand magasin en ruines

    L’ancien organe central des squatteurs berlinois TAZ publie le prix d’offre pour la ruine du centre artistique #Tacheles. Un commentaire du lecteur « spéculateur » nous informe qu’á Berlin il faut désormais compter dans les 3000 par m² si on veut acheter du terrain à bâtir en centre ville. Bien entendu c’est le prix de gros sans garantie contre les conséquences de terres polluées, bombes non éclatées de la dernière guerre et autres frais pour conserver un monument historique en ruines.

    Pourtant d’après lui le prix ne poserait pas de problème, il y aurait assez de gens qui voudraient placer une partie de leur fortune dans les pays où la propriété privée est effectivement protégée. On accepterait même un certain pourcentage de pertes à condition que son capital soit protégé contre des mesures chypriotes ou la perte totale.

    Tacheles zu verkaufen : Ruine für 200 Millionen - taz.de
    http://www.taz.de/Tacheles-zu-verkaufen/!127582

    spekulant
    Gast
    16. 11. 2013, 17:52

    die baufelder am schinkelplatz nähe bauakademie gingen 2011 bei nem gutachterwert von 2300 euro bodenwert laut liegenschaftsfond ooch schon für ein mehrfaches - geschätzt für schlapp 10 riesen der q meter- übern tisch

    also so sensationell is da also gar nix dran

    momentan sind liebhaber aus allen herren länder unterwegs,die ihr gerafftes unbedingt in noch „eigentumssicheren“ ländern unterbringen möchten und schlicht auch zukünftige enorme wertabschläge einkalkulieren

    mit dem entsprechenden grundstück laufen täglich wahnwitzige preisangebote ein, da tatsächlich innerstädtisch wenig angeboten wird
    so ist zum beispiel da s YAAM grundstück am ostbahnhof für schlapp 10 000 q meter nach verläßlichen gerüchten für 30 mio im markt

    wir steuerzahler sollten uns freuen ,daß die hsh nordbank wieder zu ihren an jagdfeld ausgereichten millionen kommt und meister jagdfeld die verlustfolgen für die steuerzahler aus dem einen und andern aus dem strauß seiner falierten objekte für die öffentliche hand abmildern kann

    mal kucken ,ob der meister auch mit seinem quartier 20????? die kurve kriegt

    der bundesverdienstkreuzträger hadert eh mit seinem schicksal,da ein großteil seiner auf verlusten sitzenden anleger ihn nicht mehr wie früher verehren und lieben sondern ihn vor die zivilgerichte zerren.

    tja , selbst die staatsanwaltschaft der menschenversteher aus köln rückt ihm auf die pelle

    #berlin #bulle_immobilière

  • Le « Chelsea Hotel » de Berlin-Ouest s’appelle Hotel Bogota. Il risque de bientôt devoir faire place à un projet immobilier anodin.

    Berlin-Charlottenburg : Hotel vor dem Aus : Was heißt schon Denkmalschutz ? - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtleben/berlin-charlottenburg-hotel-vor-dem-aus-was-heisst-schon-denkmalschutz/8283848-2.html

    Das Haus von 1911 steht unter Denkmalschutz. Aber was bedeutet das schon, im Zweifelsfall bleibt am Ende nicht viel mehr als die Hülle stehen. Man muss sich nur umgucken, was am Ku’damm schon alles verschwunden ist: Ins Astor-Kino zog Tommy Hilfiger ein, aus dem Marmorhaus wurde Zara, im Gloria Palast sitzt Benetton, in der alten Filmbühne Wien wurde gerade der Apple Store eröffnet, im Café Kranzler hockt Gerry Weber, im alten Café Möhring H&M und wer weiß, was aus dem Cinema Paris wird. Wie viele Benettons gibt es auf der Welt? Wie viele H&Ms? Und wie viele Bogotas?

    Behutsame Stadterneuerung hieß das Zauberwort der 80er Jahre, mit dem große Teile Kreuzbergs vor dem Abriss bewahrt wurden. Das ist anstrengend, zeitraubend und nicht profitorientiert. Aber es lohnt sich. Hätte die IBA-Alt, mit dem feurigen Hardt-Waltherr Hämer an der Spitze, nicht so hartnäckig den sanften Umbau verfolgt, wären viele der heute so begehrten Altbauten verschwunden, sähe halb Kreuzberg so aus wie am Kottbusser Tor.

    Eigentümer und Mieter, Kultur und Politik und Bürger Berlins müssen sich zusammensetzen und überlegen, was man für die Öffentlichkeit retten kann. Eine Etagenpension Bogota? Das Studio von Yva, die vor genau 71 Jahren, am 1. Juni 1942, nach Majdanek verschleppt und ermordet wurde? „Zerstörte Vielfalt“ heißt der Veranstaltungsreigen, mit dem gerade an die Folgen von Hitlers Machtantritt vor 80 Jahren erinnert wird, auch das Bogota beteiligt sich mit Lesungen. Einfalt haben wir genug.

    C’est l’énième endroit historique vivant de la ville qui disparaîtra sous les vagues d’attaque des richissimes investisseurs. Il se rangera dans la grande collection d’endroits perdus pour le commun des mortels, après avoir subi cette privatisation à l’intérieur de la privatisation galopante.

    Toutes les villes et leurs habitants qui tombent entre les mains des super-riches partagent le même destin à quelques années d’intervalle. Le processus se reproduit comme dans une figure fractale du mathématicien Mandelbrot. Ainsi l’arrondissement de Charlottenburg est en train de se transformer en Charlottograd, surnom datant des années 1920 quand les courtisans du tzar chassés par la révolution se réfugiaient dans la capitale la moins chère et la plus proche de Moscou perdu à jamais.

    De nos jours les russes ne fuient leur pays à cause de la peur de rouges. L’envie de se dépayser les prend parce que la richesse nouvellement accumulée impose l’aquisition de la beauté et de la culture dont dispose amplement la capitale allemande. En conséquence Berlin risque la mort de quelques quartiers par le trop grand bien-être de ses habitants. C’est un problème connu à Paris et New York où quelques rues dans les quartiers aisés souffrent de l’absence permanente de ses habitants. On ne peut pas être à la fois à New York, Londres, Moscou, Dubaï et Berlin, même si on possède de bien agréables appartements partout.

    Pourtant il y a un point positif dans ce développement. Après les oligarques arrivent leurs gérants, leurs prêtres orthodoxes, leurs femmes de chambre et tout ce petit mode qui constitue leur cour interntionale. L’entourage aussi fait exploser les loyers et prix de vente de l’immobilier, mais ces gens restent sur place, ils envoient leurs enfants à l’école, ils fondent des entreprises locales, ils apportent leur musique et leurs fêtes et se mêlent avec les populations locales. En quelques années ils seront des berlinois à part entière qui contribueront à la vie citadine comme tous ses habitants.

    #berlin #bulle_immobiliere #histoire

  • Les agences immobilières expliquent la baisse des ventes de logements depuis 18 mois par les mesures du gouvernement arrivé il y a 7 mois. Faut-il avoir fait des études d’économie pour ne pas les croire ?

    http://www.lemonde.fr/immobilier/article/2012/12/11/les-agences-immobilieres-forcees-d-adapter-leur-strategie-face-a-la-crise_18

    Près de 10 000 suppressions d’emplois et jusqu’à 3 000 fermetures d’agences en 2012. [...] « Moins 20 % environ de transactions immobilières sur un an dans l’ancien et de - 30 à - 35 % sur les dix-huit derniers mois » [...].

    [Pour François Gagnon, président ERA Europe et ERA France], la baisse des transactions s’explique surtout par un manque de confiance. « Les effets d’annonce du gouvernement – taxation accrue, contrôle des loyers, saisie des biens vides – font peur : elles donnent l’impression de vouloir punir les propriétaires, alors qu’il faudrait au contraire leur redonner confiance par des mesures incitatives, afin de favoriser les constructions et ainsi augmenter l’offre », plaide-t-il.

    Du côté d’Orpi, [...] Bernard Cadeau, le président du groupe [...] ne peut s’empêcher d’"avoir des craintes sur l’emploi à terme, d’autant que nous n’avons pas de vision claire du paysage fiscal dans les années à venir".

    Cet argument est largement relayé par le président de la Fnaim, qui dénonce "une évolution en yoyo de la fiscalité.

    Il n’y a pas d’explosion de la bulle immobilière. C’est juste une question de confiance, on vous dit !

    #économie #immobilier #bulle_immobilière #crise #foutaises #le_monde

  • On atteint des sommets. Alors que ces aides fiscales permettent aux plus riches de ne pas payer d’impôt sur le revenu, la commission européenne nous parle d’atteinte à la libre circulation des capitaux.

    L’UE enjoint à la France de renoncer à des aides fiscales dans l’immobilier - LeMonde.fr
    http://www.lemonde.fr/economie/article/2011/02/16/l-ue-enjoint-a-la-france-de-renoncer-a-des-aides-fiscales-dans-l-immobilier_

    La Commission européenne a adressé à la France, mercredi 16 février, un « avis motivé » l’enjoignant de modifier des dispositifs d’aide fiscale pour des investissements dans les logements neufs destinés à la location. Ces dispositifs sont jugés « discriminatoires » par Bruxelles, car un contribuable français ne peut pas en bénéficier ailleurs dans l’UE. L’avis motivé est la deuxième étape d’une procédure d’infraction [...] Or, la Commission « considère que ces dispositions sont incompatibles avec la libre circulation des capitaux, principe fondamental du marché unique de l’UE », car elles « dissuadent les contribuables résidents d’investir dans des biens immobiliers situés à l’étranger ».

    #bulle_immobilière #concurrence_libre_et_non_faussée

  • #bulle_immobilière

    Des statistiques sur l’immobilier

    CGEDD - Prix des logements sur le long terme
    http://www.cgedd.developpement-durable.gouv.fr/rubrique.php3?id_rubrique=138

    Graphiques sur longue période actualisés mensuellement présentant l’évolution du prix des logements, des montants de transactions immobilières, des taux d’intérêt, du prix des actions, etc. depuis le dix-neuvième siècle.

    http://img211.imageshack.us/img211/677/friggit201101.jpg

    Certains pensaient que ça chuterait brutalement, mais c’est reparti à la hausse. Certains pensent toujours que ça va chuter brutalement.