• Helmut Kohl : Die Wende von 1982 - Persönlichkeiten - Geschichte - Planet Wissen
    https://www.planet-wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/helmut_kohl/pwiediewendevon100.html#Geistig-moralische-Wende

    L’an 1982 marque le début de la fin de l’état-providence ouest-allemand. Le petit parti libéral FDP laisse tomber son partenaire social-démocrate et entre forme une coalition parlementaire avec les chrétiens-démocrates sous Helmut Kohl. Depuis les gouvernements consécutifs pratiquent les privatisations de plus en plus totales. L’amplification de la crise actuelle par les mesures contre le coronavirus offre la chance d’abandonner cette politique.

    Pourtant on a l’impression que le ministre de la santé allemand Jens Spahn tente de vendre les patients allemands aux multinationales. Faute de mieux il ne peut privatiser que leurs données, les hôpitaux ayant été tranformés en entreprises privées il y a un moment déjà.

    Als Helmut Kohl 1982 zum Kanzler gewählt wird, sehen das viele Beobachter als Irrtum der Politikgeschichte. Zu unbeholfen, zu provinziell wirkt Kohl. Doch der mächtige Pfälzer glaubt an sich und seine Mission: Er will Deutschland nicht nur politisch, sondern auch moralisch erneuern.

    Mit Beharrlichkeit ins Kanzleramt

    Das „Aussitzen“ galt vielen als herausragendes Kennzeichen seines Politikstils: Helmut Kohl taktierte, zögerte und schob Probleme und offene Fragen vor sich her, bis sich diese von alleine erledigt hatten oder leichter zu entscheiden waren.

    Zu dieser Taktik griff er nicht erst, als er Regierungschef im Kanzleramt wurde. Genau genommen verhalf ihm seine Beharrlichkeit überhaupt erst dorthin.

    Kohls erste und wichtigste Phase des Aussitzens dauert sechs Jahre und beginnt 1976. Als Kanzlerkandidat der CDU schrammt er mit einem überragenden Ergebnis von 48,6 Prozent knapp an der absoluten Mehrheit vorbei. Die sozialliberale Regierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt bleibt, wenn auch geschwächt, im Amt.

    Kohl ist der starke Führer einer Opposition, die nur darauf warten muss, bis die SPD/FDP-Regierung auseinanderbricht – so seine Vorstellung. Die Liberalen (FDP) kämen dann schon wieder zu ihrem „natürlichen“ Koalitionspartner (den Unionsparteien CDU und CSU).

    Und tatsächlich: Es knirscht mächtig zwischen den Regierungsparteien, vor allem Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) wird immer wieder eine Nähe zur Union und seinem Duzfreund Kohl nachgesagt, den er aus gemeinsamen Tagen im ZDF-Verwaltungsrat kennt.
    Franz Josef Strauß, ein Parteifreund als Gegenspieler

    Allerdings gibt es auch in der Union starke Differenzen nach der so knapp verlorenen Wahl. Die CSU will mehr Eigenständigkeit und beschließt, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag aufzulösen. Erst Kohls Drohung, die CDU als Konkurrenz zur CSU in Bayern zu etablieren, diszipliniert die Schwesterpartei.

    Dennoch geht CSU-Chef Franz Josef Strauß aus dem Konflikt als Sieger hervor – Kohls Ansehen hingegen ist beschädigt. Strauß lästert offen über Kohls „Unfähigkeit“ und inszeniert sich als heimlicher Herrscher der Union.

    Kohls Problem erledigt sich von selbst: Er überlässt Strauß den Vortritt als Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl von 1980. Strauß verliert gegen Bundeskanzler Helmut Schmidt und zieht sich nach Bayern zurück. Und Kohl? Seine Position ist gestärkt – dank der Aussitz-Taktik.

    Das Ende der sozialliberalen Koalition

    Schon die Koalitionsverhandlungen 1980 zwischen SPD und FDP gestalten sich schwierig. Der wirtschaftsliberale FDP-Flügel um Otto Graf Lambsdorff entfernt sich immer weiter von der Linie der SPD, die ständig neue Schulden macht, um die wirtschaftlichen Probleme zu bekämpfen. Und auch in der Außenpolitik gibt es immer mehr Differenzen.

    Kohl wittert seine Chance. Die Kontakte zu den Liberalen hat er schon zuvor gepflegt, auch als er auf der Oppositionsbank saß. Offiziell hält er im Sommer 1982 sichtbaren Abstand zur FDP-Spitze.

    Allerdings versichert er Genscher in einem kurzen Gespräch vieldeutig: „Im Übrigen musst du wissen, dass du nicht ohne Netz turnst.“ Die FDP könne also auf die Unterstützung der Union setzen, falls es zu einem vorzeitigen Ende der Regierungskoalition käme.

    Im September 1982 kommt es dann zum Bruch: Wirtschaftsminister Lambsdorff (FDP) schickt Bundeskanzler Helmut Schmidt ein wirtschaftspolitisches Konzept, das unvereinbar mit der SPD-Politik ist – und als „Scheidungspapier“ interpretiert wird.

    Die vier FDP-Minister treten zurück, und am 1. Oktober 1982 kommt es im Bundestag zu einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Kanzler Schmidt. Helmut Kohl erhält 256 der 495 gültigen Stimmen und wird somit zum neuen Bundeskanzler gewählt. Nach sechs Jahren des Aussitzens ist er endlich am Ziel.

    Kohls Lösung: eine „geistig-moralische Wende“

    Für Kohl ist damit nicht bloß eine neue Koalition an der Macht. Der Regierungswechsel sei eine „geistig-moralische Wende“, sagt er mehrmals. Er sieht seinen Politikstil als vom Zeitgeist abgekoppelt und plädiert für die Rückbesinnung auf Werte, Traditionen und bürgerliche Tugenden.

    Deutschland befinde sich seit mehr als einem Jahrzehnt – er meint damit die SPD-Regierungsjahre – in einer „geistig-moralischen Krise“. Das nationale Selbstverständnis sei verunsichert, ebenso wie das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Geschichte, zu Staat und Recht, und zu vielen grundlegenden ethischen Werten und sozialen Tugenden.

    Kohl steht für eine neue Sicherheit. Er will „Ehrlichkeit, Leistung und Selbstverantwortung“ eine neue Chance geben.

    Bestätigung durch die Wähler

    Kohl ernennt im Eilschritt eine Regierungsmannschaft, lässt ein Programm schreiben und stürzt sich in die Arbeit. Allerdings hat sein Amt einen Makel – auch in den Augen des Kanzlers: Er ist zwar parlamentarisch durch den Bundestag legitimiert, aber eben nicht direkt durchs Volk.

    Als strenger Verfechter demokratischer Prinzipien sucht Kohl die unmittelbare Bestätigung. Im Dezember 1982 stellt er im Bundestag die Vertrauensfrage, die Mehrheit der Abgeordneten von Union und FDP enthält sich. Der Weg für Neuwahlen im März 1983 ist frei.

    Mit 48,8 Prozent erzielt die Union ein Traumergebnis. Kohl sieht sich und seine Politik bestätigt und macht sich voller Elan an die Regierungsarbeit, um Deutschland zur versprochenen Wende zu verhelfen.

    Der Schwung und die Hoffnungen, die seine Wähler mit Kohl verbinden, gehen allerdings schnell verloren. Kohl agiert unbeholfen und entscheidungsschwach. Er sitzt die Probleme aus, mal wieder.

    Ende 1983 erreicht die Flick-Spendenaffäre die höchsten Kreise von Union und FDP: Wirtschaftsminister Lambsdorff tritt zurück, Kohl wird vor den Untersuchungsausschuss zitiert, wo er eine Falschaussage macht.

    Die CDU versucht dies als „Blackout“ darzustellen, doch spätestens jetzt fällt Kohl sein hoher ethischer Anspruch vor die Füße: Den Begriff der „geistig-moralischen Wende“ benutzen fortan nur noch seine Kritiker – mit Hohn.

    #Allemagne #histoire #privatisations #capitalisme #RFA #CDU #FDP

  • Documentaire Hold-Up : anticomplotisme et complotisme passent à côté de l’essentiel
    https://ricochets.cc/Documentaire-Hold-Up-anticomplotisme-et-complotisme-passent-a-cote-de-l-es

    Quelques analyses sur le fond et sur les faits

    vendredi 13 novembre 2020, par Camille Pierrette.

    Ce documentaire occupe tous les médias, alors essayons d’y voir un peu plus clair en abordant le sujet sous d’autres angles avec une analyse intéressante ci-dessous.
    Puis quelques remarques persos, et pour finir une autre analyse critique, plus classique et plus concentrée sur les faits.

    Pour voir ce documentaire Hold-Up et vous faire une idée par vous même, vous pourrez le voir en intégralité sur le site officiel du film.
    Voici aussi une bande annonce de Hold-Up :
    Hold-Up Bande-annonce - film documentaire
    par Thana TV
    HOLD UP ou COMME D’HABITUDE, L’ANTICOMPLOTISME ET LE COMPLOTISME PASSENT À CÔTÉ DE L’ESSENTIEL

    Quelques remarques griffonnées à la va-vite, avec l’aide de Simone Weil. Et aussi de Jaime Semprun (L’Abîme se repeuple, 1996) :

    « La domestication par la peur ne manque pas de réalités effrayantes à mettre en images ; ni d’images effrayantes dont fabriquer la réalité. Ainsi s’installe, jour après jour, d’épidémies mystérieuses en régressions meurtrières, un monde imprévisible où la vérité est sans valeur, inutile à quoi que ce soit. Dégoûtés de toute croyance, et finalement de leur incrédulité même, les hommes harcelés par la peur et qui ne s’éprouvent plus que comme les objets de processus opaques se jettent, pour satisfaire leur besoin de croire à l’existence d’une explication cohérente à ce monde incompréhensible, sur les interprétations les plus bizarres et les plus détraquées : révisionnismes en tout genre, fictions paranoïaques et révélations apocalyptiques. […] Le soupçon de manipulation générale est alors un ultime refuge, une façon commode de ne pas faire face à l’irrationalité totale de la décadence, en lui prêtant une rationalité secrète. »

    Le complot, ça marche ; c’est apparemment un nouveau filon capitaliste. C’est rassurant de se dire qu’on tient l’explication, qu’on comprend, qu’on sait, que tout ce qui se passe relève d’un plan, qu’on n’est pas juste perdus, égarés dans les flots tempétueux, incontrôlés, incontrôlables, dépourvus de sens, d’une civilisation qui, depuis longtemps déjà, n’est plus qu’un insondable maelstrom. Même chose, donc, en ce qui concerne l’anticomplotisme.

    Le documentaire Hold Up de Pierre Barnerias pose autant problème dans le fond que dans la forme — la musique dramatique, par exemple, permet à peu de frais de passer des banalités ou des fabulations pour d’incroyables révélations. On pourrait passer un certain temps à lister les erreurs factuelles et les mensonges qu’il colporte. Divers médias grand public ont déjà commencé à le faire (liens ci-après). Rappelons-en deux :

    1. Le documentaire suggère qu’étant donné que Bill Gates et les Rockefeller prévoyaient l’avènement d’une pandémie depuis plusieurs années, alors ils sont sans doute coupables de l’avoir provoquée. Mais d’innombrables scientifiques et aussi des écrivains et toutes sortes de gens nous avertissent à ce sujet depuis déjà des années ! Pas seulement Bill Gates et les Rockefeller, loin de là. Les pandémies accompagnent depuis déjà des siècles le développement de la civilisation. Ainsi que le souligne un article récemment publié sur le site de la célèbre chaîne états-unienne History : « Plus les humains devinrent civilisés, construisant des villes, établissant des routes commerciales entre elles, et menant des guerres les uns contre les autres, plus des pandémies devinrent probables. » Dans un récent article intitulé « Ce qu’il faut savoir sur les principales épidémies et pandémies », René Noto, président d’honneur de la SFMC (Société Française de Médecine de Catastrophe), explique : « L’histoire des civilisations connues par les fouilles archéologiques montre à l’évidence l’existence de maladies infectieuses et cette histoire est jalonnée par ces risques infectieux sans pour autant que l’on puisse avoir des informations précises sur le contexte épidémique de l’époque. » Il y en a déjà eu de nombreuses au cours de l’histoire de la civilisation, il y en aura d’autres. Rien d’étonnant. D’autant plus que la civilisation de notre temps est mondialisée, dotée de transports à grande vitesse, bien plus populeuse que celles du passé, etc.

    2. Il affirme que les zoonoses sont rares, ce qui est évidemment faux. « Les estimations varient, mais sur les mille quatre cents organismes pathogènes connus affectant l’être humain, entre huit cents et neuf cents sont des “zoonoses”, c’est-à-dire des infections issues d’hôtes non humains. » (James C. Scott, Homo Domesticus). Choléra, variole, oreillons, rougeole, grippe, varicelle et peut-être aussi paludisme, sont, entre autres, des zoonoses.

    Outre des erreurs factuelles et des mensonges purs et durs, le documentaire affirme des choses discutables, sinon douteuses, par exemple en évoquant divers complots et/ou phénomènes de corruption dans plusieurs secteurs industriels (le secteur pharmaceutique, notamment). Le problème étant qu’il ne s’agit pas tant de corruption ou de complots que du fonctionnement normal et logique du système capitaliste — impératif du profit et règne de l’intérêt financier. Lequel s’apparente, de bien des manières, à « une élite qui comploterait contre les citoyens et notamment contre les pauvres », quoi qu’en pense France Culture (d’où ces magnats de la Silicon Valley plaçant leurs enfants dans des écoles sans technologie tandis qu’ils encouragent l’État à fournir des tablettes à tous les autres enfants, à rendre l’école toujours plus numérique, virtuelle). Cette incompréhension du fonctionnement élémentaire du capitalisme amène les anticomplotistes à nier la réalité — des intérêts divergents, voire opposés, entre classes sociales — autant que les complotistes à la méconnaître. L’absence d’une démocratie véritable et l’existence de classes, d’une structure sociale hiérarchique, implique depuis des siècles l’existence de maîtres et d’esclaves, et ainsi « l’état perpétuel de guerre dans lequel tout maître est vis-à-vis de ses esclaves » (Pierre Samuel du Pont de Nemours en 1771, qui en savait quelque chose, dont le fils créera par la suite la société DuPont, aujourd’hui l’un des plus grands groupes industriels de chimie du monde).

    Complotistes et anticomplotistes ont également en commun — outre de prétendre détenir la Vérité scientifique — de ne jamais souligner une des seules choses dont nous sommes à peu près sûrs, à savoir, comme le formulait Simone Weil (Réflexions sur les causes de la liberté et de l’oppression sociale), que :
    « L’obstacle qui apparaît le premier est constitué par la complexité et l’étendue de ce monde auquel nous avons affaire, complexité et étendue qui dépassent infiniment la portée de notre esprit. Les difficultés de la vie réelle ne constituent pas des problèmes à notre mesure ; […] [l]es termes d’oppresseurs et d’opprimés, la notion de classes, tout cela est bien près de perdre toute signification, tant sont évidentes l’impuissance et l’angoisse de tous les hommes devant la machine sociale, devenue une machine à briser les cœurs, à écraser les esprits, une machine à fabriquer de l’inconscience, de la sottise, de la corruption, de la veulerie, et surtout du vertige. La cause de ce douloureux état de choses est bien claire. Nous vivons dans un monde où rien n’est à la mesure de l’homme ; il y a une disproportion monstrueuse entre le corps de l’homme, l’esprit de l’homme et les choses qui constituent actuellement les éléments de la vie humaine ; tout est déséquilibre. »

    Ainsi, l’étendue de la division du travail et de la spécialisation qui sont au fondement de la civilisation industrielle font de « la science […] un monopole, non pas à cause d’une mauvaise organisation de l’instruction publique, mais par sa nature même ; les profanes n’ont accès qu’aux résultats, non aux méthodes, c’est-à-dire qu’ils ne peuvent que croire et non assimiler. »

    Par exemple :
    « Les mathématiques constituent à elles seules un ensemble trop vaste et trop complexe pour pouvoir être embrassé par un esprit ; à plus forte raison le tout formé par les mathématiques et les sciences de la nature ; à plus forte raison le tout formé par la science et ses applications ; et d’autre part tout est trop étroitement lié pour que la pensée puisse véritablement saisir des notions partielles. Or tout ce que l’individu devient impuissant à dominer, la collectivité s’en empare. »

    Dans une telle configuration sociale, la démocratie est inexistante et impossible, les antagonismes de classe sont inéluctables, le pouvoir est entre les mains de l’inertie de la machine technocapitaliste, qui ne peut être ni contrôlée ni réformée. Les dominants ne peuvent que faire la guerre aux pauvres. Et le système la guerre au monde entier. Il est absurde d’espérer contrôler (qui plus est, démocratiquement) ce qui n’est plus depuis longtemps déjà à la mesure de l’être humain — des mégalopoles gigantesques, des États-nations pires encore, de vastes et même internationales divisions et spécialisations du travail nécessaires aux techniques/technologies les plus élémentaires sur lesquelles repose toute la société industrielle, l’existence technologique moderne.

    Il est très dommage que le documentaire mélange des réactions et remarques légitimes (hostilité envers les nouvelles technologies déployées de manière parfaitement antidémocratique, à l’image de tout le reste) à des affirmations ridicules (« on a trouvé le coupable de la covid19 »). Il est aussi dommage que les anticomplotistes s’empressent de conchier tous les complotistes, de les traiter de tous les noms, de les dénigrer avec parfois un mépris de classe abject (je ne sais plus quel média de masse propose en lien un thread Twitter d’une personne affirmant que les complotistes sont des gens « moyens » (ne possédant pas de diplôme supérieur d’éducation, etc.) frustrés et idiots).

    Je ne sais pas d’où sort le SARS-COV-2, je ne sais pas si l’hydroxychloroquine fonctionne ou non pour le guérir, je ne sais pas si le port du masque est dans l’ensemble une bonne chose ou non, je ne sais pas s’il est utile ou non, et je m’en fous un peu. Ce « monde incompréhensible », avec ses « processus opaques », son « irrationalité totale », dont « les difficultés […] ne constituent pas des problèmes à notre mesure », ce « chaos planétaire qui, littéralement, défie la description » (Jaime Semprun), est inhumain, ne peut être qu’inhumain. Il est absurde autant qu’inutile d’essayer de le réformer, d’en faire autre chose. Pour l’essentiel, il est à détruire — au plus vite, afin d’endiguer sa destruction du monde naturel et son écrasement de l’humanité, afin d’éviter qu’il ne finisse par nous détruire.
    « Toute cette évolution, par l’invraisemblable dépendance qu’elle organise, est venue renforcer la cohésion de la mégamachine, ce qui la rend encore plus irréformable que naguère et fait plus que jamais apparaître l’option révolutionnaire comme la seule raisonnable. » (La Lampe hors de l’horloge).

    Il se pourrait que le seul moyen de retrouver la mesure — des sociétés à taille humaine, des technologies contrôlables par de telles sociétés (« des formes d’organisation techniques et sociales plus simples, plus à la portée de la maîtrise et compréhension de chacun ») — soit de précipiter l’effondrement de la machine, malgré tout ce que cela implique.

    QUELQUES ARTICLES QUI LISTENT LES MENSONGES DU DOCUMENTAIRE (je hais les médias de masse ; de plein de manières, ils font partie des entités les plus nuisibles du moment, les plus responsables du désastre, de sa continuation, leurs critiques du documentaire sont toujours teintées d’un anticomplotisme qui correspond à une défense du statu quo, ou à une négation de problèmes bien réels, ou à un mépris grossier des imbéciles qui font le peuple d’en bas qui ne comprend rien à la Réalité Vraie, à la Science et à la Civilisation ; cela étant, ils relèvent pertinemment certains mensonges du documentaire Hold Up) :

    https://factuel.afp.com/non-la-famille-rothschild-na-pas-brevete-des-tests-de-depistage-du-covi
    https://www.sciencesetavenir.fr/sante/covid-19-4-fake-news-majeures-presentes-dans-le-documentaire-complo
    https://www.lemonde.fr/les-decodeurs/article/2020/11/12/covid-19-les-contre-verites-de-hold-up-le-documentaire-a-succes-qui-pretend-
    https://www.liberation.fr/france/2020/11/12/dix-contre-verites-vehiculees-par-hold-up_1805434
    https://www.leparisien.fr/societe/covid-19-labos-masques-et-domination-du-monde-on-decrypte-hold-up-le-docu

    (post de Nicolas Casaux)

    REMARQUES PERSOS

    Deux questions pièges :

    1. Est-ce que je suis complotiste si je dis que si tous les gros médias se sont autant jetés sur ce documentaire pour le démonter, c’est peut-être bien qu’il comporte certains éléments critiques dérangeants la civilisation industrielle et donc l’ordre en place qui sied tant aux puissants ? ;-)

    2. Est-ce que le fait que pratiquement tout le monde, de la droite à la gauche, répète avec entrain, et parfois conviction, que la France est une démocratie, alors que tout démontre que c’est faux depuis longtemps (et que c’est encore plus faux aujourd’hui qu’hier), relève du complot, du mensonge, de la "fake news", de la manipulation, ou de l’auto-aveuglement volontaire ? ;-)

    Voir aussi cet article de 2017 de Lordon :
    – Le complotisme de l’anticomplotisme - L’image est familière : en haut, des gens responsables se soucient du rationnel, du possible, du raisonnable, tandis que ceux d’en bas, constamment ingrats, imputent à leurs dirigeants une série de malveillances. Mais l’obsession du complot ne relève-t-elle pas plutôt des strates les plus élevées de la société ? Les journalistes reprenant les idées du pouvoir privilégient eux aussi cette hantise.

    Dans la grande soupe de la civilisation industrielle, il semble que tout se mélange, les individus et les masses ne maîtrisent et ne comprennent plus rien, les dominants non plus, et la plupart des puissants se contentent de surfer opportunément sur les vagues produites par l’un ou l’autre bout du monstre, de se tenir au bon endroit dans les hautes strates de la méga-Machine en mimant l’air de tenir les commandes ?

    Peu importe les complots ou leur absence, car on sait bien que, dans tous les cas, le pire virus est celui de la civilisation industrielle, de son capitalisme et de son étatisme. Un système qui n’est pas sorti de la cuisse de Jupiter ni de l’anus de Bill Gates.

    Pour continuer à aider à faire le tri entre le bon grain et l’ivrai à propos du documentaire Hold-up, il existe aussi cette analyse factuelle :

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    Analyse trouvée sur Facebook, de Loïc Steffan :

    J’ai regardé le documentaire Hold-Up. Le moins que l’on puisse dire c’est que celui-ci me semble complètement problématique.

    Mon analyse est très très longue. Parce que ce film est bien foutu et qu’il fallait débunker. C’est vraiment dommage parce qu’il y avait un super documentaire à faire avec tout l’argent récolté. Parce que la gestion de la crise actuelle est vraiment problématique. Notamment sur les injonctions paradoxales et le changement de stratégie de lutte qui pose problème. Il aurait pu faire un truc sans concession sur les libertés fondamentales juridiques et la gestion ératique de nos dirigeants.

    Mais, il y a des éléments extrêmement dérangeants dans la forme et le fond. J’y reviendrai.

    Si je suis gentil on peut y voir le symptôme d’une perte totale de confiance de la population envers les institutions, la science et le système. Il peut être lu comme révélateur des zones de tensions qui parcours la société. On peut sans conteste avancer qu’il donne à voir l’émergence d’une suite au mouvement des gilets jaunes. Une exaspération profonde qui n’aura besoin que de n’importe quelle étincelle pour s’embraser et qui peut dégénérer. Le raisonnement est totalement bancale.

    Mais comme c’est plutôt bien fait, il y a aussi des interrogations légitimes et factuellement vraies mélangées à des données pour le moins farfelues qu’il faut débunker. Ces gens sont malins. Mélanger le vrai et le faux est toujours plus efficace. Le problème c’est que ça prend du temps à débunker. J’ai passé 5 h à le visionner et à prendre des notes pour faire des vérifications.

    Le film est servi par une excellente maîtrise du montage, de l’émotion et des musiques tour à tour glaçantes, apaisantes, etc.

    Il va fonctionner (c’est déjà le cas) parce qu’il rentre en résonnance avec l’hypothèse de la scission des hyper riches et de la classe dominante que l’on retrouve chez les Pinçon-Charlot (elle est interviewée) et dans les écrits de Branco ou de Kempf.

    Le documentaire a récolté 182 000 € alors qu’il avait besoin de 20 000 €. 5200 contributeurs ont montré de l’intérêt. Témoignage « On est derrière vous ! Merci de véhiculer une réalité bien différente du lavage de cerveau qui tourne en boucle sur les écrans. En espérant que cela pourra aider le peuple à ouvrir les yeux. ».

    Toute vérité qui n’émane pas d’un média classique est préférée. Du coup on peut faire gober à peu près ce que l’on veut, du moment que c’est présenté comme rejeté par les grands médias.

    Personnellement je sais que les puissants sont capables du pire, des pires horreurs et du pire cynisme. Tout le monde le sait. Mais je sais aussi que le rasoir d’Ockham suffit souvent a expliquer beaucoup de chose. Ne pas chercher un grand complot quand la concupiscence, l’intérêt et l’impréparation suffisent à expliquer la situation. Ce qui est présenté comme un vaste complot mondial induirait que des millions de fonctionnaires, de personnels diplomatiques et autres ont fermé les yeux. Improbable statistiquement

    Mais c’est probablement à cause de la défiance généralisée que ce documentaire fait écho auprès de tant de monde. Pour autant, il n’est pas construit de manière honnête et procède par insinuation. comme dit un ami « Il n’y a que l’histoire qui pourra essayer d’apporter un regard assez objectif de notre époque. Le réalisateur est là pour faire du bruit et non pas pour créer un futur souhaitable et désirable. »

    Le pitch est assez simple et bien complotiste : le virus a été fabriqué par l’homme. il aurait été fabriqué par l’institut Pasteur. Il aurait envoyé à Wuhan pendant les Jeux Olympiques militaires en octobre dernier. Il n’est pas si dangereux mais des lois d’exception, des mensonges à répétition sont là pour terroriser les gens, pour leur faire accepter l’inacceptable et pour préparer le Grand Reset. On a déposé des brevets sur des vaccins et des tests avant l’épidémie et Big Pharma veut se faire des centaines de millions de dollars sur notre dos. C’est pour ça que l’hydrochloroquine du bon professeur Raoult a été interdite. Les transhumanistes sont derrière tous ça avec les libertariens. Les scientifiques, les chefs d’entreprises milliardaires et les chefs d’états préparent la dématérialisation totale de la monnaie pour asservir les hommes. Ils veulent se débarrasser des pauvres de la planète. Le déploiement de la 5 G, la course au vaccin contribuent à cette logique. Le seul qui ne rentrait pas dans la combine, c’est Trump. La palme à la fin du documentaire quand une profiler psycho-morphologue nous fait des portraits à deux balles de certains dirigeants ou scientifiques. Rien que ça.

    Le problème est qu’il est parsemé de propos nécessaires à un débat public éclairé pour noyer le poisson. Qu’est-ce que Régis de Castelnau est allé faire dans cette galère ? Ensuite on a tous les acteurs habituels de la contestation. Mais il y a un déséquilibre complet entre les faits et les opinions qui sont totalement mélangés.

    Commençons par les éléments nécessaires à un débat public et que j’aurai aimé voir correctement traités :

    Le questionnement sur les tests RT-PCR est légitime. Effectivement à 30 cycles de réplication, on a des résultats pour le moins farfelus. Il aurait été nécessaire de valider un protocole à 20 cycles maximum pour que la fiabilité soit réelle et que la charge virale détectée soit significative. Par contre le chiffre de 95 % de faux positifs est totalement faux. J’ai cherché un moment et on est plutôt dans la proportion inverse.

    Le questionnement sur les masques et les effets induits, l’est aussi. On nous montre longuement les ratés et les mensonges de la communication gouvernementale. Mais cela est traité de manière problématique. Le montage surtout. Répétition, musique qui va bien pour insister sur le complot hourdi par les puissants. On nous met des images d’infections cutanées bien dégueulasses pour nous faire réagir. On ne nous présente que les inconvénients et les ratés. Un argument totalement débile est utilisé. Regardez, le protocole sur les masques passe de 2 pages à 5 puis à 12 pages. Oui et alors ? Au vu de la polémique il est normal que l’OMS ait apporté des précisions. Rien sur l’aérosolisation et la protection même imparfaite qu’apporte le masque.

    Le questionnement sur les lois d’exceptions votées pendant la pandémie. C’est probablement la partie la moins pourrie et la moins à jeter de tout le documentaire. Effectivement la restriction des libertés est extrêmement problématiques. Les même décisions auraient dues être obtenues par la voie normale et à notre organisation actuelle. On a presque recréé un article 16 bis de la constitution qui n’a pas les même garde-fous. Dans ce cadre la rhétorique de la guerre est problématique. Mais le questionnement sur la montée des régimes autoritaires et des restrictions de liberté et des régimes de plus en plus illibéraux pose question.

    Le problème du Lancet Gate, cette étude bidonnée qui est passée dans une des revues les plus prestigieuses du monde, interroge. Effectivement la science nécessite la vérité. Mais l’affirmation (source à l’appui) que 50 % des études médicales sont fausses pose question. Il y a tout un tas d’affirmations dangereuses. La médecine n’est pas une science (sic). Big Pharma va se faire des centaines de milliards de dollars. J’ai vérifié. Au mieux une dizaine de milliards.

    Le marché des médicaments, c’est environ 1000 milliards de dollars dans le monde et quand on a enlevé les molécules les plus prescrites (aspirine, antalgiques, anti-allergiques, etc.) on mesure le peu de sérieux de l’affirmation. J’ai cherché l’affirmation que 2 milliards de personnes avaient pris de l’hydrochloriquine. Je cherche encore. C’est un fake. Le vocabulaire aussi est problématique. Criminel, terroriste, assassins sont les termes utilisés pour désigner tous ceux qui ne sont pas d’accord avec la thèse avancée par le documentaire. De manière subtile bien entendu. Il n’y a aucune réflexion sur les processus de validation des articles dans le monde académique.

    Le problème de la Direction Générale de la Santé, des ARS et des hôpitaux de proximité aurait pu être intéressant. Mais c’est traité sur le mode complotiste. Uniquement des pourris (sauf eux bien entendu), des conflits d’intérêts, etc. Pas de traitement de la question. Juste des accusations invérifiables pour la plupart.

    Le problème des effets psychologiques du confinement, des faillites aurait mérité un traitement digne de ce nom. Mais là aussi les chiffres sont farfelus. Pour 10 vies épargnées on aura 10 000 vies sacrifiés à terme. Sic. Il sort d’où ce chiffre ? Il est calculé comment ? Il n’est pas là pour nous faire peur ? Je croyais que le documentaire cherchait à nous montrer que la peur est mauvaise conseillère.

    Le côté « aveugle » du confinement n’est pas traité. On aurait pu avoir des réflexions sur les stratégies possibles face à une pandémie. Mais on a juste droit à la tarte à la crème de la Suède.

    L’explosion des inégalités face à la crise et des faillites probable n’est pas traité ou mal. On nous parle que de la sécessions des élites et des 0.1 % soigneusement mis en scène. de On apprend juste que le déficit de la sécurité sociale passe de 6 milliards à 44 milliards. Or ce chiffre n’est pas mis en perspective. les dépenses de la Sécurité sociale en 2020 devaient s’établir à 528,8 milliards d’euros. Un déficit de 44 milliards d’euros, comme prédit ne représentait donc que 8% des dépenses prévues. Ce n’est pas insurmontable. La question du financement de l’hôpital n’est pas traité. En gros, il n’y a pas d’éléments vraiment intéressant. Il y avait une vraie critique de la politique actuelle de Macron à faire.

    Passons à ce qui franchement pose problème (et pas qu’un peu vous allez voir)

    Des chiffres tout pourris. A un moment (j’ai sursauté) on annonce 12 000 viols d’enfants par jour. Heureusement qu’il dénonce le gouvernement qui cherche à nous faire peur parce que là c’est glaçant. C’est le passage sur les effets collatéraux du confinement. Je suis allé vérifier. Les pires chiffres (l’association refuse d’expliquer comment elle les construit et du coup il y a polémique) parle de 150 000 viols par an. En réalité il y a 7000 plaintes par an. Mais même 150 000 ça fait 400 par jour et c’est déjà énorme. Mais d’où sort ce 12 000. J’y vois un lien caché avec les thèses Qanon sur la supposée pédocriminalité des élites. Il y aurait du y avoir un traitement sérieux parce qu’effectivement le confinement exacerbe les tensions familiales.

    A un moment, un type sérieux explique que sur le Diamond Princess il y a eut 7 morts sur 700 infectés, soit 1% de mortalité. C’est intéressant car sur le Diamond Princess on a testé tout le monde, donc on a eut aussi tous les assymptomatiques. Mais il dit ensuite que ces calculs étendus aux Royaume Unis ne feraient que 55 000 morts ! Soucis. Il y a 56 millions d’habitants. Avec une imunité collective obtenue avec 60 % de contaminés ça fait au moins 300 000 morts. Alors d’où viennent ces chiffre. Sur le Diamond princess 20% de la population du bâteau a été touché, alors admettons que 20 % de la population anglaise soit touchée et appliquons le même ratio de mortalité.. ça fait quand même 112 000 morts, soit deux fois plus que ce que scientifique avance. Bref...

    Une autre surprise du film consiste à dire sans cesse qu’il n’y aura pas de seconde vague... alors que certains pays sont déjà.. à la troisième (Iran et Etats Unis par exemple).

    Un autre argument du film également est de comparer les morts de la covid avec ceux de la tuberculose, une des 10 plus grandes cause de mortalité dans le monde par maladie. le point de vue est d’affirmer qu’on s’excite sur la covid mais pas sur la tuberculose. Ce postulat est déjà faux car on lutte sans cesse contre cette maladie de part le monde. Sa dynamique est différente. D’une part le flux est régulier et on a des antibiotiques pour lutter car c’est d’origine bactérienne Mais comparons les chiffres : Il y a 10 millions de tuberculeux dans le monde et 1,2 millions sont morts en 2019 , ce qui fait une mortalité de 1,2%. Pour la covid on est actuellement à 1,27 millions ! Soit plus que la tuberculose en 2019 mais..MAIS en ayant confiné massivement un peu partout... parce qu’on n’a pas de traitement qui fasse l’unanimité.

    L’allusion bien conspirationnsite. Le gouvernement (sous entendu Macron) a donné 666 millions à la presse (c’est signé sic) et tout émane des 3 grandes agences (AFP, Reuter, AP). Quoi vous n’avez compris ? Un bonne vieille allusion au chiffre du diable et de la bête dans l’Apocalypse. L’air de rien comme cela en passant.

    Un témoignage anonyme (voix masquée et toute la mise en scène qui va bien) pour nous parler du grand complot du gouvernement. Un truc bien machiavélique et complotiste. Là je me suis dit que le mec avait passé trop de temps sur les sites Qanon. On ne voit aucune note. Aucun élément qui permet de croire le type. On doit le croire sur parole.

    Le problème des dépôts de brevet. On ne les voient pas. On nous les montre de loin. L’appellation Covid est générique aux coronavirus. Les coronavirus constituent une famille de virus (très nombreux) dont certains peuvent infecter les humains, entraînant le plus souvent des symptômes bénins de type rhume. Néanmoins, trois épidémies mortelles sont déjà survenues au 21e siècle, dont celle en cours. Un petit tour sur le site de l’Inserm et d’autres sites scientifiques permet de débunker assez facilement le truc.

    Rien sur les zoonoses, ce passage des virus des animaux aux humains. Il faut comprendre les zoonoses car en détruisant les habitats on rapproche les animaux sauvages des humains et donc la probabilité des épidémies.

    Le virus trafiqué par l’homme. Les manipulations génétiques laissent des traces. Les ciseaux génétiques de type CRISPR-Cas9 sont connus et très dangereux mais ces manipulations sont repérables. Elles sont repérables pour ce que j’ai compris. Seul deux ou trois scientifiques auraient vu ces traces ? Tous les scientifiques du monde sont des vendus et des tenants du grand complot ? Il n’y aura qu’une poignée de scientifique honnête pour dénoncer ? C’est statistiquement improbable.

    Le portrait de Anthony Fauci. C’est furtif. On lit rapidement qu’il est considéré comme l’homme le plus corrompu du monde par l’association veterans today. Comme ça. L’air de rien. Une vérification rapide permet de voir (conspiracy watch) qu’il s’agit d’un groupe complotiste. Ils affirment que le 11 septembre aux USA a été organisé par les services secrets Israéliens et ils relaient tout un tas de fake d’extrême droite. Il a de chouettes références le réalisateur.

    L’ode à Trump seul garant de la liberté mondiale et rassurant quand ses médecins alarmaient les populations et pour le moins lunaire ;

    Les scénario de la CIA et de Rockefeller (pas choisi au hasard parce que c’est un signe à l’extrême droite racialiste et antisémite) qui prévoient une pandémie. C’est un exercice classique et connu. Saxo Bank est connu pour ses « outrageous predictions ». Toutes les grandes institutions font ça. Il s’agit d’imaginer le pire et d’imaginer des réponses possibles. Tout les spécialistes de catastrophes font ce genre de scénarios. Ce n’est pas un hasard si la CIA et Rockefeller sont cités. Ca permet de rameuter certaines sphères contestataires.

    Les experts mobilisés sont aussi questionnables. Tous les acteurs français ont nié la deuxième vague et ont un dent contre le "système" dont ils font partie (tout comme moi d’ailleurs).
    Pour les experts étrangers, lorsqu’on va sur google voir le profil d’une dizaine d’entre eux. Résultat consternant : Experts auto proclamés, Directeurs de recherche virés , candidat de Forza Italia... On voit clairement d’où ça parle.

    Pour l’origine du vaccin, on ne peut rien affirmer aujourd’hui. Zoonose ou échappé d’un labo P4 et trafiqué par des scientifiques, on le saura plus tard. Privilégier l’une des hypothèse est un biais. Par ailleurs la façon dont les labos P4 (plus haut niveau de sécurité) est problématique. J’ai conscience que certains jouent aux apprentis sorciers mais on ne peut pas affirmer l’intentionalité de la pandémie si on n’a pas de preuves.

    Le traitement de Bill Gate. Je ne prends pas Bill Gate pour un grand philanthrope mais je pense qu’il est sincère dans sa réflexion vaccinale. Même si on peut ne pas partager son impérialisme de grand riche américain qui veut sauver le monde, le traitement coche toutes les cases du complotisme. Ils n’ont pas osé le faire directement mais comme ils parlent de la 5G à la fin et qu’il existe une théorie du complot qui dit que les vaccins contiendraient des puces informatiques pour nous tracer, on voit bien ce que l’on essaie d’induire.

    Les données présentées posent problème. Tout est montré de manière statique de manière à ce que cela induise l’idée qu’il n’y a pas de deuxième vague. Rien sur le décalage entre les contaminations (mal évaluées à cause des tests qui ont trop de cycles, je l’ai déjà expliqué) et la létalité quelques temps après. Rien sur les modèles prospectifs. Un mensonge sur l’affirmation de Macron. Quand il dit que l’immunité collective aurait pour conséquence 400 000 morts, il s’appuie sur un modèle publié dans la revue Nature Reviews Immunology par Arnaud Fontanet et Simon Caucherez, épidémiologistes à l’Institut Pasteur. Il ne repose pas sur rien comme ils l’affirment.

    L’impression générale est que rien n’est sourcé. Les faits, les opinions, les accusations sans preuves s’enchaînent au milieu d’éléments justes et de dénonciation de véritables problèmes qui mériteraient un véritable traitement. Mais ce confusionisme (qui est aussi celui de nos dirigeants au passage qui ont tendance à tout mélanger et à noyer le poisson) est délétère. On reste mal à l’aise sur la fin avec les interventions d’Atali ou de Laurent Alexandre. Qu’Atali ait poussé Macron en l’annonçant président, c’est normal, ils sont intimes. Il croyait à son poulain. Qu’Atali annonce un gouvernement mondial, c’est aussi normal. Il est persuadé que c’est la solution. Mais quand on connaît la politique, la géopolitique et les rapports de force mondiaux, cela paraît bien improbable. Pareil pour la monnaie électronique. Surtout quand le troc et l’achat d’occasion se développent. Il se passera ce qui s’est toujours passé dans de telle occasions. Les gens inventeront des monnaies de substitution.

    Tout au long du documentaire, est instillée l’idée que toutes les données qu’on nous sert à longueur de temps dans les médias sont truquées mensongères et que la vérité n’existe pas (la médecine n’est pas une science (SIC) par exemple). Elle est toujours manipulée par quelqu’un. Le plus drôle c’est qu’ils le font en utilisant des chiffres. Cocasse. En gros c’est à géométrie variable. Je ne suis pas dupe que les données sont toujours des constructions intellectuelles qui répondent à des logiques sociales sous-jacentes. Mais si on ne cherche pas à travailler sur des faits, c’est le règne des fakenews et de la post-vérité.

    Au final ce documentaire est une occasion manquée. il sombre dans les pires clichés et est même dangereux parce qu’il est bien monté et qu’il atteindra sa cible. Toutes les personnes dont la colère (parfois à juste titre d’ailleurs) est immense et qui rejettent le monde actuel et sont près à suivre des leaders qui dénoncent cet état de fait (pour le meilleur et pour le pire ?). La fin du documentaire où une psychologue explique littéralement que tous les dirigeants sont quasiment des psychopathes est glaçante. Oui il y a un paquet de gens "problématique". J’ai un peu fréquenté ce milieu. Mais il y a aussi des personnes attachantes et sincères dans leur engagement. Le tous pourris fait toujours le jeu des extrêmes.

    Les divers point Godwin aussi. Alors qu’il y a vraiment un danger de régime autoritaire et non libéraux en cette période troublée on aurait aimé une analyse qui tiennent la route sur ces tentations autoritaires. La gestion de Macron de l’autorité est problématique. Mais on peut la traiter autrement que le mode choisi par le documentaire.

    Il n’y a que très peu de réflexion sur les arbitrages risques bénéfices pourtant cruciaux dans la période actuelle. C’est un documentaire à charge. Dangereux parce qu’il exploite toutes les ficelles de la colère. Musique, cadrage et plans sont au service d’un projet franchement peu recommandable.

    Bon vous l’aurez compris. Si vous n’avez pas adhéré au documentaire, c’est que vous êtes un mouton endoctriné par le système.

    #hold-up #covid #complotisme #capitalisme

  • Fabian Scheidler, La fin de la mégamachine , 2020

    « La mégamachine se précipite dans le mur et ses pilotes jouent à l’aveuglette sur divers régulateurs, ce qui ne fait finalement qu’empirer la situation. Car les seuls outils qui pourraient maintenant nous être d’une aide quelconque n’ont jamais été prévus : un frein et une marche arrière . »
    La Fin de la mégamachine , p. 439.

    Contrairement à ce que le titre peut suggérer, il ne s’agit pas d’un livre de « collapsologie » (science de l’effondrement incarnée en France par Pablo Servigne, auteur du best-seller Comment tout peut s’effondrer , 2015). Les collapsologues agrègent des études dites scientifiques montrant que notre système économique et notre mode de vie ne sont pas soutenables (en raison de leurs impacts sur le tissu de la vie sur Terre, ainsi que de la finitude des ressources). En bref, ils font de la prospective catastrophique, sans toujours s’intéresser aux causes sociales et politiques structurelles de cette dynamique désastreuse qui est en cours depuis longtemps (au moins depuis la Seconde Guerre mondiale, qui constitue le début de la « grande accélération » dans les déprédations écologiques, voire depuis la Révolution industrielle ou l’apparition des premiers Empires). Scheidler fait exactement l’inverse : il revient sur l’histoire longue du système économique et politique dans lequel nous vivons (qu’on l’appelle société industrielle, capitalisme, modernité ou civilisation occidentale) pour mettre en lumière les causes sociopolitiques de l’effondrement en cours, causes qui sont ultimement liées à la quête de puissance, de pouvoir et de domination – qui se traduisent aujourd’hui par l’accumulation du capital, la croissance économique et l’innovation technologique – qui gouverne nos sociétés inégalitaires et hiérarchisées.

    Le livre de Scheidler constitue un antidote à la #bêtise_politique d’un Servigne !

    #Fabian_Scheidler, #mégamachine, #histoire_politique, #domination, #capitalisme, etc.

    https://sniadecki.wordpress.com/2020/11/11/scheidler-megamachine

    https://www.seuil.com/ouvrage/la-fin-de-la-megamachine-fabian-scheidler/9782021445602

    www.megamachine.fr

  • A propos du livre de Philippe Pelletier, Effondrement et capitalisme vert, par Habib Ayeb
    https://www.facebook.com/habib.ayeb/posts/10158931706685645

    La critique, plus que justifiée et indispensable, du capitalisme vert et des théories de l’effondrement (la collapsologie) peut amener à des positions totalement climatosceptiques.


    J’ai rarement été dérouté par un livre qu’en lisant celui de #Philippe_Pelletier (géographe libertaire, français) « Effondrement & Capitalisme vert ; La collapsologie en question ». Nada 20V0. Dérouté parce que l’auteur fait une analyse précise, détaillée, argumentée et très richement documentée des discours dominants actuellement à propos des diverses questions en relation avec l’environnement, pour en souligner l’origine, les contradictions internes et surtout la « cohérence et la continuité » avec le système capitaliste.
    Une analyse critique qui déconstruit un certain nombre de « concepts », d’idées reçues et de solutions qui sont sensés répondre à l’urgence écologique (environnementale, climatique, pandémique et sanitaire…) imminente (catastrophisme ou collapsologisme) : la protection de la nature, la fin du monde, les limites de la planète, la déforestation, la désertification, le dérèglement climatique, le développement durable, la bonne gouvernance… le capitalisme vert (généralement proposé comme solution…).
    Non seulement, il démontre que le capitalisme vert n’est qu’un mécanisme inventé dans le double objectif de a) consolider le système capitaliste de plus en plus « globalisé » et le protégeant contre les crises, telle que la crise financière de 2008, en le contournant et/ou en lui donnant un « visage » plus humain et surtout plus « environment friendly » ; b) maintenir et renforcer les relation de domination/dépendance Nord/Sud…, mais Philippe Pelletier rappelle, à raison, que pour expliquer la détérioration de l’environnement , le discours dominant désigne toujours les petits paysans, les petits entrepreneurs, les marginalisés, les populations du grand Sud… tous désignés comme obstacles aux progrès scientifiques et technologiques et contraintes majeures au développement…
    Jusque-là, tout va très bien d’autant plus que l’auteur, qui fait preuve de beaucoup de rigueur dans sa démonstration, propose un texte accessible sans trop de difficultés, le style étant à la fois étant fluide, clair et simple… Sur ces éléments de l’ouvrage, peu de choses me dérangent ou me semblent nécessiter davantage de discussions, justifications ou preuves. L’auteur rejoins à ce niveau la très majorité de la littérature marxiste ou marxienne, plus ou moins radicale (même si lui-même se dit libertaire (« disciple » d’Elisée Reclus, un autre géographe anarchiste) et donc plus proche de Bakounine que de Marx… )… Mais, comme dirait quelqu’un « le diable est dans le détail ».
    En effet, plus on avance dans la lecture et plus on est surpris par des raccourcis déroutants et autres affirmations sans « preuves ». Ainsi sous le prétexte de « démonter » les discours et autres affirmations « collapsologistes », l’auteur nous sert un florilège d’affirmations intelligemment parsemées « entre les lignes », le long des quelques 320 pages (+ une longue bibliographie) que compte le livre. Quelques exemples très (trop ?) rapides et non détaillés d’affirmations pour le moins surprenantes :
    – Tout en affirmant, à juste titre, que la « capacité de charge » démographique de la planète est loin d’être atteinte par la population mondiale actuelle, Pelletier passe sous silence l’exploitation intensive des ressources par une économie capitaliste de plus en plus extractiviste. Il multiplie même les (contre) exemples pour affirmer la limite est loin d’être atteinte… On serait même tenté de se demander « si le capitalisme « classique » n’est pas si nuisible qu’on le dit, pourquoi, diable, fallait-il inventer le « capitalisme vert » pour en couvrir les impacts ?
    – Le dérèglement climatique : climat n’a jamais cessé de changer et le GIEC qui développe les discours les plus alarmiste n’est en réalité qu’un club de riches scientistes généreusement payés pour nourrir les discours apocalyptiques les plus culpabilisateurs tout en évitant de désigner les vrais coupables et de remettre en cause le modèle économique dominant. En s’appuyant sur plusieurs exemples, l’auteur remet en question l’accélération vertigineuse et brutale des phénomènes tels que le réchauffement climatique, l’effet de serre, l’augmentation de dioxyde de carbone, les déplacements des étages écologiques, les remontées des niveaux de la mer et des océans…
    – La déforestation : Le constat est implacable, contre toute évidence : l’espace forestier n’a jamais été aussi large que ces dernières années !!! En fait, ce n’est pas totalement faux dès lors qu’on considère comme espace forestier tout espace « boisé ». Mais un géographe aussi soucieux du détail et de l’argument que Pelletier ne peut ignorer la grande différence entre les deux.
    – Aucune relation prouvée entre l’élevage intensif et industriel, la déforestation et les pandémies. Vraiment ?!! Le livre est sortie il y a à peine quelques semaines et l’auteur aborde donc la pandémie Covid 19 qui bloque le monde depuis plusieurs mois maintenant… Mais paradoxalement, la riche bibliographie ne compte aucune référence des recherches récentes et précisément publiées avant le mois d’août 2020, date à laquelle l’auteur aurait terminé son manuscrit.
    Alors, une conclusion ? En fait, j’en ai deux :
    1) N’hésitez pas à lire le livre (sans vouloir en faire la pub), vous ne serez pas déçu.e.s par sa richesse factuelle et, pour la grande partie, par la qualité de la démonstration… mais attention, N’oubliez jamais que le « diable est dans le détail » et, j’ajouterai, dans les tournures des phrases et l’art du déguisement intellectuel.
    2) Entre chaque deux lignes ou deux pages de ce livre, il y a un grand climatosceptique qui se cache assez bien derrière un discours sans concessions contre le système capitaliste dominant.
    C’est étonnant ? Non, pas vraiment. être de gauche protège pas contre certaines dérives intellectuelles... Est-ce qu’on peut être marxiste/marxien, libertaire, anticapitaliste… et climatosceptique ? Ce livre en donne la meilleure preuve…
    Encore un petit effort camarades…

    #climatoscepticisme #capitalisme_vert #écologie #effondrement #anarchisme

  • Crime d’État par Bernard Aspe
    https://www.terrestres.org/2020/11/06/crime-detat

    Un article récent de Frédéric Lordon était intitulé « Ces criminels qui nous gouvernent ». On ne soulignera jamais assez le fait que la notion de « crime », ici, est aujourd’hui moins que jamais une métaphore. Elle indique de façon très exacte l’opération politique qui est en cours : pour sauver la logique de la rentabilité, la logique de la valorisation du capital, les gouvernants sacrifient à la fois les libertés et les vies. La mise au travail pour sauver l’économie est un crime politique, et un crime tout court. Elle est la raison de la catastrophe sanitaire, la raison du ravage écologique, et la raison qui permet de livrer chaque jour davantage la population au pouvoir policier. Les gouvernants qui en sont responsables devraient donc être considérés comme des criminels, et traités comme tels.

    #Confinement #Bernard_Aspe #économie #capitalisme #covid

  • Thèses sur le concept de « travail », Bernard Aspe
    https://laparoleerrantedemain.org/index.php/2020/11/05/theses-sur-le-concept-de-travail-bernard-aspe

    L’expérience du confinement a du moins permis à tous d’entrevoir cette vérité : les lois de l’économie ne sont pas le fruit d’une nécessité historique, mais un programme porté par des militants, susceptible en tant que tel d’être intégralement interrompu. Nombreux désormais sont ceux qui s’accordent à dire que la période récente a fait apparaître l’économie, et ses militants, comme le véritable ennemi – disons l’ennemi des habitants de la Terre (pensons au beau film de Pelechian, qui date de 1970). Mais on peut préciser davantage ce qui, dans l’économie, constitue la raison première de la dévastation du monde naturel. On dira que cette raison, c’est la mise au travail généralisée des êtres de nature. Le cœur de l’ennemi, c’est bien l’économie ; mais au cœur de ce cœur, il y a le travail. Ce qui fait la spécificité du capitalisme, au regard des formations anciennes, est pour bien des historiens la centralité accordée à la productivité du travail, et non plus à celle de la terre. Mais au-delà de ce constat, et des débats qu’il suscite entre les spécialistes, ce qu’il s’agit de voir est bien qu’aujourd’hui, la cause réelle de la consumation de la Terre est la mise au travail des êtres de nature pour le capital.

    #pandémie #économie #capitalisme #travail #mise_au_travail #Bernard_Aspe

  • Être écoféministe | Jeanne Burgart Goutal
    Les Éditions L’échappée
    https://www.lechappee.org/collections/versus/etre-ecofeministe

    Je souhaitais en savoir plus sur l’#écoféminisme, Aude (#merci) m’a recommandé ce #livre. En plus de l’avoir trouvé très intéressant, j’ai appris des choses, l’approche et les arguments avancés résonnent bien avec mes propres ressentis.

    #Oppression des #femmes et #destruction de la #nature seraient deux facettes indissociables d’un modèle de #civilisation qu’il faudrait dépasser : telle est la perspective centrale de l’écoféminisme. Mais derrière ce terme se déploie une grande variété de #pensées et de #pratiques_militantes.
    Rompant avec une approche chic et apolitique aujourd’hui en vogue, ce livre restitue la richesse et la diversité des théories développées par cette mouvance née il y a plus de 40 ans : critique radicale du #capitalisme et de la #technoscience, redécouverte des sagesses et #savoir-faire traditionnels, réappropriation par les femmes de leur #corps, #apprentissage d’un rapport intime au #cosmos
    Dans ce road trip philosophique alternant reportage et analyse, l’auteure nous emmène sur les pas des écoféministes, depuis les Cévennes où certaines tentent l’aventure de la vie en autonomie, jusqu’au nord de l’Inde, chez la star du mouvement #Vandana_Shiva. Elle révèle aussi les ambiguïtés de ce courant, où se croisent Occidentaux en quête d’alternatives sociales et de transformations personnelles, ONG poursuivant leurs propres stratégies commerciales et #politiques, et #luttes concrètes de femmes et de communautés indigènes dans les pays du Sud.

    #colonialisme #agriculture #intersectionnalité

  • Bienvenue dans le passé. Autonomie de la nature, combustibles fossiles et Capitalocène, Davide Gallo Lassere, CONTRETEMPS [À propos des travaux d’Andreas Malm]
    https://www.contretemps.eu/capitalisme-ecologie-climat-anthropocene-ecosocialisme

    La thèse de Malm est que les nouvelles technologies de l’information et de la communication (NTIC), même si elles ne sont pas immédiatement rattachées à l’extraction et à la circulation d’énergies fossiles, ont joué un rôle incontournable pour combattre/récupérer les mouvements sociaux qui ont mis à mal l’ancien régime socio-énergétique et qu’elles exercent au sein du cycle actuel une puissance constituante. Encore une fois, les luttes qui ont entraîné la crise de l’ancien régime d’accumulation sont liées par un double nœud au développement du nouveau système techno-énergétique. La dégénération en cours des équilibres atmosphériques est en effet directement proportionnelle au boom des délocalisations des usines occidentales dans le Sud-est asiatique ; et cette reconfiguration des chaines globales des marchandises, dont un des objectifs prioritaires a consisté en la dissolution des concentrations ouvrières de l’époque keynésienne et fordiste, n’aurait jamais été praticable sans le travail de connexion et de coordination rendu possible par les NTIC.

    #capitalisme_fossile #capitalocène #Andreas_Malm

    • Le préfet du Haut-Rhin s’apprête à autoriser ce jeudi 5 novembre le méga-entrepôt d’Amazon à Ensisheim. Ce serait le plus gros projet français du géant de l’e-commerce à ce jour, avec quinze hectares de terres agricoles bétonnées et 200 millions de produits importés par an, d’après une estimation des syndicats d’Amazon.

      « L’étude d’impact n’a même pas réalisé un bilan sérieux des émissions liées au trafic de plus de mille poids lourds et 4.500 utilitaires supplémentaires par jour », soulignent par ailleurs les Amis de la Terre, qui dénoncent un projet climaticide et destructeur d’emplois pour les commerces physiques. « L’autorisation intervient alors que les commerces physiques connaissent une crise sans précédent. 150.000 à 300.000 emplois sont déjà menacés du fait du premier confinement et des réactions en chaîne provoquées par leur fermeture », poursuit le communiqué de l’association.

      Yeliz Gencer, médecin et membre du collectif d’opposant le Chaudron des alternatives, dénonce : « Après avoir signé une clause de confidentialité leur interdisant de révéler qu’Amazon serait l’exploitant final, les élus ont refusé de répondre à la presse sur le projet. L’enquête publique s’est déroulée pendant le premier confinement. L’ensemble des contributions, toutes opposées au projet, ont été balayées d’un revers de main. L’autorisation de ce projet par le préfet en plein reconfinement est une nouvelle insulte à la démocratie locale. Nous avons donc décidé de nous mobiliser tout en respectant les consignes de sécurité. »
      L’arrêté autorisant le projet serait déjà prêt, et devrait être signé ce jeudi après un passage devant une dernière commission administrative et consultative, le Coderst (Conseil départemental de l’environnement et des risques sanitaires et technologiques).

      Heureusement que la loi ASAP va enfin clarifier ce qu’il en est du secret des affaires.

      #Amazon #emploi #logistique #capitalisme_de_plateforme

  • Contre les droits héréditaires
    https://laviedesidees.fr/Contre-les-droits-hereditaires.html

    Comment la #révolution française a-t-elle pu, tout en abolissant les privilèges, fonder de nouvelles #inégalités ? Thomas Piketty retrace l’histoire des justifications théoriques de la propriété, et propose une nouvelle idéologie de l’égalité sans remettre en question le droit à la propriété privée.

    #Économie #capitalisme #propriété #Révolution_française #histoire #égalité #Books_and_ideas_originals
    https://laviedesidees.fr/IMG/docx/20201103_blaufarb.docx
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20201103_blaufarbfr.pdf

    • L’engagement des révolutionnaires français en faveur de l’égalité successorale révèle la conscience aiguë qu’ils ont de la manière dont la transmission des richesses d’une génération à l’autre installe durablement des modèles d’inégalités sociales. Mais leur approche intrafamiliale, bien que bénéfique pour les jeunes fils et filles, n’est pas parvenue à remédier aux inégalités croissantes entre les familles. Cet échec a largement contribué à l’augmentation des inégalités de richesse du XIXe siècle à nos jours.

      Sans le formuler explicitement, Piketty identifie implicitement la transmission héréditaire du patrimoine – et, plus largement, le principe de l’hérédité – comme un facteur essentiel de la perpétuation et l’accroissement des inégalités.

  • #Covid-19 et #capitalisme : le triomphe de la #biopolitique ? – CONTRETEMPS
    https://www.contretemps.eu/coronavirus-capitalisme-biopolitique-foucault-agamben-esposito-marxisme

    La pandémie de Covid-19 débutée en 2019 constitue un événement total parce qu’elle incarne, à une échelle mondiale inédite, l’emboîtement de toutes les crises en cours et l’absence de toute issue prévisible à l’emballement catastrophique auquel nous assistons. Suscitant l’analyse et le pronostic, invitant à penser les ruptures à une époque qui les avait bannies de son horizon, la situation a, entre autres effets collatéraux, provoqué la prolifération frappante de la thématique biopolitique, qui s’était développée sur le terrain de la philosophie critique contemporaine au cours des dernières décennies. Les causes de ce succès sont multiples : en raison de son caractère savant autant que suggestif, de son extension indéfinie et de ses connotations futuristes, de son parfum critique et, bien sûr, d’une ascendance foucaldienne devenue critère de vraie radicalité, le terme semble le plus adéquat, sinon pour analyser les causes de la situation, du moins pour énoncer l’ampleur de ses enjeux.

    • Le paradoxe est à son comble si l’on ajoute que les notions de biopolitique et de biopouvoir élaborées par Foucault au milieu des années 1970[1] sont toujours restées en chantier : remodelant sans cesse ces catégories avant de les délaisser, il leur conféra le statut de pistes et d’esquisses d’une théorie de la société et de l’État qui se voulait avant tout une alternative à la critique de l’économie politique marxiste et à ses conséquences politiques. Congédiant les questions de l’organisation de la production et du conflit de classes, abandonnant les perspectives de l’égalité et de la révolution, Foucault abordait la réalité politique et sociale sous l’angle combiné de procédures de subjectivation et de dispositifs de gouvernementalité, œuvrant à même les corps et les populations.

      #ontologie #vitalisme #immunopolitique #Agamben (détruit autrement que précédemment ici) #Isabelle_Garo

  • Pour vivre libres, sortons du bocal numérique
    https://reporterre.net/Pour-vivre-libres-sortons-du-bocal-numerique

    « On étouffe là-dedans, non ? » L’autrice de cette chronique s’en prend à notre société régie par le capitalisme numérique : chacun y est poussé à vivre dans son bocal, pour la plus grande joie de l’État et de la Silicon Valley. Elle prévient : « Une société pleinement informatisée a toutes les chances de déboucher sur une société totalitaire. » À la fin du Quai de Wigan (1937) [1], George Orwell analyse l’assujettissement par la machine. Un monde où elle serait omniprésente aurait tué le travail créatif, atrophié (...)

    #algorithme #écologie #technologisme #domination #addiction #GAFAM

  • La chasse, son business, les #chasseurs et leur défense de la nature | Le mensuel Lutte de Classe n°211 - novembre 2020 (20  octobre 2020)
    https://mensuel.lutte-ouvriere.org/2020/10/25/la-chasse-son-business-les-chasseurs-et-leur-defense-de-la-n

    – Droit de #chasse et droit de propriété
    – Les chasses gardées de la #bourgeoisie
    – Le mouvement ouvrier face aux privilèges de la bourgeoisie
    – L’industrie de la chasse  : une affaire profitable
    – Protéger les éleveurs, la nature, réguler les espèces  ?
    – La chasse aux électeurs
    – Pour réconcilier l’homme et la nature  : en finir avec le #capitalisme

  • Uber Eats, Deliveroo : les livreurs rassemblés en nombre à Toulouse pour dénoncer leurs conditions de travail - ladepeche.fr
    https://www.ladepeche.fr/2020/10/30/uber-eats-deliveroo-les-livreurs-se-rassembleront-a-19-heures-a-toulouse-p

    Uber Eats, Deliveroo : les livreurs rassemblés en nombre à Toulouse pour dénoncer leurs conditions de travail

    https://www.sudouest.fr/2020/10/30/bordeaux-la-colere-des-livreurs-toujours-plus-precaires-monte-d-un-cran-ave

    Bordeaux : la colère des livreurs, « toujours plus précaires », monte d’un cran avec le reconfinement
    https://www.sudouest.fr/2020/10/30/bordeaux-la-colere-des-livreurs-toujours-plus-precaires-monte-d-un-cran-ave

    Pour dénoncer « la baisse de leur rémunération », et de manière globale « la dégradation de leurs conditions de travail », des livreurs bordelais Deliveroo, Uber eat ou Stuart ont appelé les « clients livrés » à cesser leurs commandes sur les plateformes numériques, ce vendredi 30 octobre.

    Symbole supplémentaire dans leur action, près d’une centaine d’entre-eux se sont rassemblés en centre-ville, devant l’enseigne McDonald’s, sur la place de la Victoire, hier, aux alentours de 18 heures.

    « Pourquoi ici  ? Car les temps d’attente y sont hallucinants. Sachant que nous sommes payés à la tâche et en fonction de notre temps de livraison, ce mastodonte représente tout ce qui nous précarise », a commenté un petit groupe de livreurs réunis autour d’un mégaphone.

    Près à être – sans doute – fortement mobilisés pendant le reconfinement, les manifestants pointent également du doigt le recrutement massif de livreurs. « On a jamais été aussi nombreux. Avant on arrivait à vivre avec une plateforme. Aujourd’hui, on doit les cumuler et jongler entre différents systèmes. C’est beaucoup moins rentable », déplore Arthur, livreur depuis trois ans à Bordeaux.

    « L’objectif pour eux est de nous mettre en concurrence afin de faire baisser les prix, alors que, payés à la tâche, nous gagnons déjà pour la plupart moins que le Smic. Sans compter les comptes suspendus du jour au lendemain, via un simple mail pour nous rappeler que nous sommes tous interchangeables », abonde Jeremy.

    #livreurs #grève #auto_entrepreneurs #crise_sanitaire #capitalisme_de_plate_forme

  • https://multinationales.org/La-demesure-des-remunerations-patronales-et-ce-qu-il-y-a-derriere

    La rémunération moyenne d’un patron du CAC40 aura été de presque 5 millions et demi d’euros en 2019. Comme l’année dernière, les deux premières marches du podium sont occupées par Bernard Charlès de Dassault Systèmes (24,7 millions d’euros) et François-Henri Pinault de Kering (16,6 millions). Ils sont suivi du PDG de Teleperformance Daniel Julien, nouveau venu dans le CAC40 avec 13,2 millions d’euros. Il faut environ trois années et huit mois pour qu’un smicard gagne autant que Bernard Charlès en une journée.

    #cac40 #capitalisme #oligarchie #ploutocratie #inégalités

  • Comment le capitalisme de surveillance “transforme notre intimité en matière première”
    https://www.telerama.fr/idees/comment-le-capitalisme-de-surveillance-transforme-notre-intimite-en-matiere

    … et pourquoi il faut lutter contre. Dans “L’Âge du capitalisme de surveillance”, enfin traduit, Shoshana Zuboff, professeure émérite à la Harvard Business School, sonne l’alerte contre les géants du numérique qui nous dépossèdent de nos vies pour mieux les soumettre au marché.

    Au temps du tube cathodique, Jacques Ellul, l’un des grands penseurs de l’aliénation contemporaine, se posait déjà la seule question qui vaille vraiment à propos du pouvoir de la technique : « Une des illusions qu’on cherche à développer dans l’homme moderne, c’est de lui faire croire [qu’elle] le rend plus libre. […] Libre de quoi ? » À l’heure des réseaux sociaux et de la toute-puissance technologique, Shoshana Zuboff, professeure émérite à la prestigieuse Harvard Business School, prend le relais. Et sonne l’alerte. Nous sommes dépossédés de nos propres vies dans des proportions « indéchiffrables pour le cerveau humain ». Pire, plus nos spoliateurs en savent sur nous, moins nous en savons sur eux.

    Dans L’Âge du capitalisme de surveillance, un pavé de plus de huit cents pages sorti début 2019 aux États-Unis et enfin traduit en français (aux éditions Zulma), l’universitaire décrit minutieusement une société dystopique – mais bien réelle – dans laquelle les Google, Facebook et consorts capturent sans vergogne notre « surplus comportemental », raffinant le moindre atome de nos intimités numérisées pour leur seul profit. « C’est une double agression, contre notre autonomie et contre la démocratie », s’inquiète-t-elle, en livrant ce qui s’apparente à un opportun manuel de résistance.

    Celui-ci est d’autant plus notable qu’il n’émane pas d’une dangereuse radicale, bien au contraire : à la fin des années 1990, Shoshana Zuboff, prise dans une crise identitaire, a quitté son campus pour partir vivre dans une ferme. À l’époque, persuadée de faire partie du problème plus que de la solution, elle fait face à un choix : « Trouver un nouveau champ de recherche, ou chausser de nouvelles lunettes. » Ainsi a mûri sa charge – à mort – contre les tenants de ce « capitalisme renégat » qui nous traque tous, en permanence. Vous n’avez rien à cacher ? « Alors, vous n’existez pas. »

    Vous avez popularisé le terme « capitalisme de surveillance » depuis quelques années. Comment fonctionne-t-il ?

    L’effrayante spécificité du capitalisme de surveillance, c’est qu’il capture l’expérience personnelle pour la soumettre aux impératifs du marché. On pourrait même parler d’un marché de l’avenir humain. Ce capitalisme dévoyé transforme notre intimité en matière première qui, raffinée sous la forme de données, alimente une chaîne d’approvisionnement complexe. Dans ces usines d’un nouveau genre, on ne fabrique plus des produits mais des prédictions, individuelles et collectives. Ces conjectures, tirées de nos vies, émanent de nous, mais ne nous appartiennent pas. Elles nous concernent, mais ne nous reviennent pas.

    De la même manière que Ford aurait révolutionné le capitalisme en 1913, avec sa chaîne de production, vous posez le postulat que Google a inventé le capitalisme de surveillance au tournant du millénaire. Dans quelles circonstances ?

    Je situe sa naissance dans la Silicon Valley pendant l’éclatement de la bulle Internet, entre 2000 et 2001. À l’époque, de jeunes gens très intelligents dirigent des entreprises prometteuses, à l’intérieur desquelles ils inventent toutes sortes de services en ligne. Problème : ils ne gagnent pas d’argent. Là où le capitalisme industriel a réussi à transformer les ressources naturelles en énergie, les fleurons de cette nouvelle économie se révèlent incapables de répéter l’opération. Par conséquent, les investisseurs se retirent, et ils commencent à faire faillite les uns après les autres. Dans ce tableau, Google est perçu comme une pépite, mais même chez eux, il y a urgence.

    À vous écouter, ils n’étaient pas très doués pour le capitalisme !
    Jusqu’à ce qu’ils n’aient plus le choix, Sergey Brin et Larry Page, les fondateurs de Google, étaient publiquement opposés à la publicité ciblée. Quand ils ont commencé à regarder de plus près les données stockées sur leurs serveurs, des historiques de recherche, des miettes, des restes, ils ont réalisé qu’ils avaient à disposition un gisement gigantesque. C’est à ce moment-là qu’ils ont décidé d’exploiter notre surplus comportemental, que je nomme ainsi car il dépasse largement leurs besoins réels.
    “Au lieu de l’âge de l’information dont nous rêvions, fondé sur le partage de la connaissance permis par Internet, nous sommes renvoyés à un système féodal dans lequel des entreprises gigantesques peuvent influencer et contrôler nos comportements.”

    On touche ici une différence fondamentale. Le capitalisme industriel était une division du travail ; le capitalisme de surveillance, écrivez-vous, est une division de la connaissance. C’est-à-dire ?

    Il nous a fallu des décennies pour mesurer les conséquences du capitalisme industriel, pour déterminer par exemple que la dépendance aux énergies fossiles accélérait le réchauffement climatique. Aujourd’hui, nous sommes capables d’identifier les répercussions négatives du capitalisme de surveillance, à savoir la production secrète, effroyablement asymétrique, de savoir. C’est son effet le plus profond et le plus pernicieux, et il est indissociable d’un événement : le 11 Septembre. Au Capitole, juste avant que les tours jumelles s’effondrent, les parlementaires discutaient des contours d’une législation destinée à protéger la vie privée.

    En l’espace de quelques heures, George W. Bush a déclaré la « guerre contre la terreur », nous sommes entrés dans l’ère de l’information totale et dans une quête de certitudes. « Puisque nous n’avons pas su connecter les points, nous avons besoin de tous les points de tout le monde », ont dit les services de renseignement. Le département de la Défense, la CIA ou la NSA œuvrant sous les auspices de la Constitution américaine et obéissant à l’État de droit, il a fallu trouver une solution. Puisque Google et consorts n’étaient pas soumis aux mêmes contraintes, les autorités ont décidé de les laisser amasser richesse et pouvoir, afin qu’ils se chargent de connecter les points. Ainsi s’est forgée la symbiose entre la sphère publique et la sphère privée, entre la sphère du marché et celle du gouvernement.

    Pendant vingt ans, nous avons ensuite été aveuglés par notre optimisme sur le pouvoir libérateur de la technologie. Au lieu de l’âge de l’information dont nous rêvions, fondé sur le partage de la connaissance permis par Internet, nous sommes renvoyés à un système féodal dans lequel des entreprises gigantesques peuvent influencer et contrôler nos comportements. C’est une double agression, contre notre autonomie et contre la démocratie.

    Le pouvoir que vous décrivez est aussi immense qu’effrayant. Mais est-il vraiment effectif ?
    En 2001, Larry Page, le patron de Google, se référait à la capacité de calcul de ses serveurs en parlant de « [leur] intelligence artificielle ». Aujourd’hui, quand Google utilise cette expression, il s’agit d’un pouvoir sans commune mesure avec ces premières déclarations. Avec le capital qu’elles possèdent, ces entreprises visent le long terme. Pour entraîner son intelligence artificielle, Facebook ingère des trillions (milliards de milliards) de données chaque jour, afin de produire 6 millions de prédictions sur nos comportements par seconde. C’est une échelle inimaginable, indéchiffrable pour le cerveau humain.

    Pendant très longtemps, nous n’avions pas conscience de ce qui se jouait en arrière-plan. Puis le scandale Cambridge Analytica [du nom de cette officine britannique spécialisée dans le conseil politique qui a siphonné 87 millions de comptes Facebook au profit des campagnes du Brexit et de Donald Trump, ndlr] en 2018 a ouvert les yeux de l’opinion publique.
    “En 2016, le camp républicain a eu recours au micro-ciblage psychologique pour manipuler des comportements numériques qui ont des effets dans le monde réel. C’est ça le gagne-pain du capitalisme de surveillance.”

    Un récent rapport des autorités britanniques a tout de même montré que Cambridge Analytica a très largement survendu ses compétences…
    Mais personne ne peut nier que la campagne de Trump en 2016 a utilisé la technologie publicitaire de Facebook plus efficacement que quiconque. Le camp républicain a eu recours au micro-ciblage psychologique pour manipuler des comportements numériques qui ont des effets dans le monde réel. C’est ça le gagne-pain du capitalisme de surveillance.

    Vous estimez que le capitalisme de surveillance est « tyrannique », mais qu’il ne requiert « ni le fouet du despote, ni les camps ou les goulags du totalitarisme ». Avec l’omniprésence de nos smartphones, nos applications intrusives, nos objets connectés qui mouchardent, nous sommes devenus les agents consentants de notre propre enfermement. Plus que la manipulation cognitive, n’est-ce pas la plus grande victoire du phénomène que vous décrivez ?
    Nous nous sommes enchaînés nous-mêmes et c’est une intolérable tragédie. Dans nos sociétés libérales contemporaines, nous ne sommes pas éduqués à nous opposer au progrès technologique. Face à la dictature de l’inévitabilité, nous avons pourtant cruellement besoin d’alternatives et d’apprentissage citoyen. C’est d’autant plus problématique que les réseaux sociaux ont été inventés par des adolescents. Nous savons que ce moment de la vie désigne un soi inachevé.

    On construit sa personnalité et son libre-arbitre en se confrontant à l’altérité, au questionnement, à la dissonance. Or ces plateformes ne renvoient pas à des questionnements intérieurs – « Qui suis-je ? » – mais à des logiques de groupe. Des légions de pré-adolescents et de jeunes adultes sont profondément investis dans une machinerie conçue par d’autres adolescents et sont coincés dans un monde où ils sont constamment jugés par les autres. On parle souvent d’une économie de l’attention [qui consiste, dans la surabondance d’informations, à capter l’attention du public pour la valoriser économiquement, ndlr], mais c’est une confusion trompeuse. L’attention n’est que l’effet d’une cause, et cette cause, c’est un impératif économique qui demande une implication permanente.

    Craignez-vous que la pandémie, pendant laquelle nos vies se déroulent massivement en ligne, n’accélère cette dynamique ?
    À cause du coronavirus, l’Unesco estime que près de 300 millions d’enfants n’ont pas pu aller à l’école. C’est un chiffre sans précédent. Dans le même temps, Classroom, la plateforme d’apprentissage de Google à destination des enseignants, a multiplié par deux le nombre d’utilisateurs. Contrairement à ce que pensent les dirigeants des géants du numérique, cette consolidation n’est pas liée à un soudain afflux d’amour.

    Au contraire, deux enquêtes réalisées cet été montrent un renforcement du techlash (contraction de technology et backlash, ce mot-valise désigne le retour de bâton subi par les oligopoles de la Silicon Valley depuis deux ou trois ans, NDLR). La première dévoile que 75 % des Américains accordent plus d’importance à leurs données personnelles qu’au service offert par les plateformes ; 77 % pensent que ces entreprises ont trop de pouvoir ; 84 % ne leur font pas confiance. Dans la seconde, on apprend que la seule industrie moins populaire que Mark Zuckerberg est celle du tabac. Ces chiffres démontrent une véritable rupture entre le public et les Gafam, Facebook en particulier.

    “Je suis impressionnée par notre capacité collective à nous rassembler malgré l’isolement dans lequel nous sommes maintenus. C’est un premier pas et, désormais, il faut réussir à amener cette énergie dans l’arène politique.”

    Ce qui rend le moment aussi intéressant qu’incertain : sous le règne du capitalisme traditionnel, les classes populaires ont su s’unir pour défendre leurs droits en s’organisant en syndicats, en faisant grève, etc. Et face au capitalisme de surveillance ?
    Jusqu’à présent, nous n’étions que des utilisateurs, le terme dont nous affublent les plateformes. Une terminologie qui annonce notre anonymat interchangeable. En janvier 2019, j’ai quitté mon domicile pour trois semaines de tournée promotionnelle. Au bout du compte, j’ai voyagé pendant quatorze mois. Partout où je suis allée, aux États-Unis et en Europe, j’ai demandé aux gens de résumer en un seul mot pourquoi ils venaient à ma rencontre. En les compilant, j’ai réalisé qu’ils étaient récurrents et formaient un champ lexical parfaitement cohérent : liberté, anxiété, démocratie, manipulation, contrôle, résistance, colère, rébellion, action, invasion, peur, vie privée, vol, droits, autonomie, constitution, pouvoir, justice.

    Je suis impressionnée par notre capacité collective à nous rassembler malgré l’isolement dans lequel nous sommes maintenus. C’est un premier pas et, désormais, il faut réussir à amener cette énergie dans l’arène politique. Nous allons devoir inventer de nouveaux modes d’organisation, qui seront probablement différents des institutions du XXe siècle. Je pense par exemple au Real Facebook Oversight Board, lancé au mois de septembre et dans lequel je siège avec vingt-cinq autres membres de la société civile [ce collectif a été créé afin de surveiller l’Oversight Board officiel, « cour suprême » du réseau social chargée d’arbitrer les différends liés aux contenus, ndlr].

    Des armes anciennes pourraient toutefois être efficaces, comme les lois antitrust. Pensez-vous qu’il faille démanteler Facebook ou Google ?
    Ce n’est qu’une partie de la solution. Ces lois ont été conçues pour répondre à d’autres situations. Une entreprise comme Amazon était une impitoyable capitaliste avant de devenir une impitoyable capitaliste de surveillance. Autour de 2015, son patron, Jeff Bezos, a commencé à prendre conscience des incroyables revenus générés par les dividendes de la surveillance, et il s’est mis à réfléchir à un moyen d’embrasser ce modèle, en plus des pratiques dont il était déjà coutumier, qu’il s’agisse d’exploiter sa main-d’œuvre ou d’éliminer la concurrence.

    On pourrait dire la même chose de Facebook ou de Google. Il est vital que nous mesurions l’ampleur exacte du problème que nous tentons de résoudre. Quand les dirigeants de ces entreprises sont auditionnés au Congrès américain, il est surtout question d’invasion de la vie privée, de géolocalisation clandestine, du risque de désinformation. Ces interrogations montrent bien qu’il ne s’agit pas seulement de démanteler des monopoles. En Europe, le Règlement général sur la protection des données [entré en vigueur en mai 2018, ndlr] montre à la fois la voie et qu’il est bien trop tôt pour sabrer le champagne.

    Vous parlez d’un « capitalisme renégat » comme s’il était accidentel. Cela signifie-t-il qu’il peut être réformé ?
    Le capitalisme possède cette propriété que l’historien Fernand Braudel nommait « la longue durée ». Il faut l’analyser à travers ce prisme, en prenant en compte les spécificités de son époque, en l’occurrence le numérique. Je le nomme renégat car il renie certains aspects du capitalisme de longue durée, indispensables à sa durabilité, particulièrement l’idée d’offre et de demande. Même si Marx ou Schumpeter [le théoricien de la fameuse destruction créatrice, ndlr] ne partagent évidemment pas la même vision sur ses effets, le capitalisme, aussi violent et inégalitaire soit-il, a appris à améliorer les sociétés, en renforçant par exemple les classes moyennes.
    “Le capitalisme de surveillance ne s’intéresse ni à la réciprocité de l’offre et de la demande, ni à la résolution des problèmes que rencontrent les individus. Comme la financiarisation, c’est une forme entièrement parasite, et il n’y a rien à en sauver.”

    Le capitalisme de surveillance s’éloigne de ce modèle en ce sens qu’il détourne la technologie de notre époque à des seules fins d’accumulation. Il ne s’intéresse ni à la réciprocité de l’offre et de la demande, ni à la résolution des problèmes que rencontrent les individus. Comme la financiarisation, c’est une forme entièrement parasite, et il n’y a rien à en sauver. Je ne pense pas qu’on puisse dire la même chose du capitalisme industriel, qui a su en partie épouser les formes d’une société démocratique.

    Pour conclure sur une note plus personnelle et universelle, vous militez pour un droit au sanctuaire. Que répondez-vous à ceux, nombreux, qui prétendent qu’ils n’ont rien à cacher ?

    Si vous n’avez rien à cacher, vous n’existez pas. C’est une intoxication dangereuse. Cela revient à vous laisser détrousser de votre vie privée, à abandonner toute solitude et à ouvrir votre intimité à n’importe laquelle de ces entreprises. Dire que vous n’avez rien à cacher, c’est accepter votre condition d’utilisateur vide, uniquement défini par le rapport qu’il entretient avec les technologies qu’il utilise.

    #Alphabet #Google #DoD #NSA #CIA #algorithme #bénéfices #BigData #surveillance #microtargeting

  • Anselm Jappe : Béton. Arme de construction massive du capitalisme (parution prochaine aux éditions L’Echappée)
    http://www.palim-psao.fr/2020/10/nouveau-titre-d-anselm-jappe-beton.arme-de-construction-massive-du-capita

    Le béton incarne la logique capitaliste. Il est le côté concret de l’abstraction marchande. Comme elle, il annule toutes les différences et est à peu près toujours le même. Produit de manière industrielle et en quantité astronomique, avec des conséquences écologiques et sanitaires désastreuses, il a étendu son emprise au monde entier en assassinant les architectures traditionnelles et en homogénéisant par sa présence tous les lieux. Monotonie du matériau, monotonie des constru­ctions que l’on bâtit en série selon quelques modèles de base, à la durée de vie fortement limitée, conformément au règne de l’obsolescence programmée. En transformant définitivement le bâtiment en marchandise, ce matériau contribue à créer un monde où nous ne nous retrouvons plus nous-mêmes.

    Raison pour laquelle il fallait en retracer l’histoire ; rappeler les desseins de ses nombreux zélateurs – de toutes tendances idéologiques – et les réserves de ses quelques détracteurs ; dénoncer les catastrophes qu’il engendre sur bien des plans ; révéler le rôle qu’il a joué dans la perte des savoir-faire et dans le déclin de l’artisanat ; enfin démontrer comment ce matériau s’inscrit dans la logique de la valeur et du travail abstrait. Cette critique implacable du béton, illustrée par de nombreux exemples, est aussi – et peut-être avant tout – celle de l’architecture moderne et de l’urbanisme contemporain.

    #Anselm_Jappe #béton #capitalisme #urbanisme #architecture #critique_techno #Histoire @topophile (même si c’est un compte feed)

  • Imagining the End of Capitalism With Kim Stanley Robinson
    https://jacobinmag.com/2020/10/kim-stanley-robinson-ministry-future-science-fiction

    What I want to say to all my leftist readers is, get over it [geoengineering]. We’re in an all-hands-on-deck situation, where every possible thing that has ever been suggested to escape the mass extinction event is going to be on the table. And these theoretical arguments — it’s just another capitalist ploy, it’s a silver bullet, it’s a fantasy — well, some of that’s true and some of it isn’t. So there is no excuse for ideological rigidity about something this important. As a leftist, I would say to other leftists: Get over the prejudice against the term geoengineering and look again at the situation that we’re in. We need to decarbonize. Anything we do at scale to achieve that is a form of geoengineering.