• Rock ’n’ Roll High School
    https://en.wikipedia.org/wiki/Rock_'n'_Roll_High_School

    https://floodmagazine.com/162203/allan-arkush-roger-corman-rock-n-roll-high-school-feature

    Relativement peu rebelle Rock ’n’ Roll High School a vielli en toute dignité - si on ne prend la comédie que pour ce qu’elle devait être.

    Not long after Corman produced Summer School Teachers in 1975 (directed and written by Barbara Peeters, one of many women in the producer’s employ), New World was looking to do yet another high school–themed film. At first, Corman considered doing a movie called “Girls Gym,” with women doing naked gymnastics and little more. Arkush in the meantime had been writing a treatment for “Heavy Metal Kids” about, well, just that. While cooler heads prevailed in regard to exploitative nude gymnastics, an idea for real high school rebellion came up—a rebel yell so savage that its students would blow up their classrooms by film’s end. “I didn’t think that was funny, and besides, we were supposed to be making a comedy,” says Arkush about this literally explosive finale.

    Corman was dissuaded from his idea of naked gymnastics but, as it was 1977, the producer’s idea of what was popular leaned toward the mainstream of Thank God It’s Friday and Saturday Night Fever. Corman’s next school film was nearly called “Disco High,” but who blows anything up with a 4/4 beat? Arkush’s lightbulb moment came with his work in (and love of) rock and roll. “What is rock and roll if not the thing that your parents think will make you become evil? That’s the movie: kids taking over the school with the rebellious spirit of rock and roll.”

    Voila le film complet en HD.
    https://www.youtube.com/watch?v=qYUzYGRHEo4

    ‘Rock ‘n’ Roll High’ at 40 : How the Ramones and a Rebellious Female Lead Invaded Theaters
    https://variety.com/2019/music/news/rock-n-roll-high-school-40th-anniversary-1203292375

    School’s Out
    https://en.wikipedia.org/wiki/School%27s_Out_(song)
    Alice Cooper avait pris un coup de vieux, alors Corman choisit du fun style Ramones plutôt que le sordide Alice.

    https://www.youtube.com/watch?v=DdfLv4bgUK8

    En fin de compte il n’y a aucune musique rebelle qui a échappé au Leviathan de la commercialisation. Avec Rock ’n’ Roll High School Corman nous a donné le parfait exemple du procédé, pourtant ridicule comme le Jabberwocky d’Alice Carrol qui n’est qu’une poarodie du personnage biblique.

    One, two! One, two! And through and through
    The vorpal blade went snicker-snack!
    He left it dead, and with its head
    He went galumphing back.

    “And hast thou slain the Jabberwock?
    Come to my arms, my beamish boy!
    O frabjousday! Callooh! Callay!”
    He chortled in his joy.

    Rock ’n’ Roll High School (1979) – Film Review. Anarchy in the USA.
    https://www.on-magazine.co.uk/arts/film-reviews/rock-n-roll-high-school

    P.S. Même sujet, approche différente :

    Hurra, die Schule brennt ! – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hurra,_die_Schule_brennt !

    Hurra, die Schule brennt! (mit Untertitel Die Lümmel von der ersten Bank, 4. Teil) ist eine deutsche Filmkomödie, die 1969 unter der Regie von Werner Jacobs in Baden-Baden, Nürtingen und München gedreht wurde. Die Hauptrollen sind mit Peter Alexander, Heintje, Theo Lingen, Gerlinde Locker und Hansi Kraus besetzt. Der Film ist der vierte Teil der Filmreihe Die Lümmel von der ersten Bank.

    https://www.youtube.com/watch?v=WIkdpQ00D8E

    C’est un sujet éternel.
    Extrabreit - Hurra Hurra die Schule brennt (1982)
    https://www.youtube.com/watch?v=WiyXt4PjTCI

    #USA #jeunesse #révolte #musique #punk #rock_n_roll #commerce

  • Projet Duty free shop : l’évolution du terminal de l’aéroport de Stockholm, 2005-2007
    https://www.visionscarto.net/duty-free-shop-stockholm

    Titre Projet Duty free shop : Le Terminal de l’aéroport de Stockholm, 2005-2007 Mots-clés #cartographie_radicale #cartographie_expérimentale #transport #aéroport #espace_public #espace_privé #accaparement #colonisation #capitalisme #consommation #commerce #Stockholm #Suède #DFS Auteur Philippe Rekacewicz Date de création 2008-2012 #Cartothèque

  • Midea PortaSplit: Warum die mobile Klimaanlage aus China plötzlich überall ausverkauft ist
    https://www.berliner-zeitung.de/article/hitzewelle-mobile-klimaanlage-china-10167110

    5.7.2026 von Alexander Schmalz - Nach der Hitzewelle sind Klimaanlagen in vielen Ländern Mangelware. Besonders ein Modell aus China entwickelt sich zum Verkaufsschlager – aus einem ungewöhnlichen Grund.

    Die Hitzewelle mit Temperaturen von teils mehr als 40 Grad hat den Markt für Klimaanlagen in Europa kräftig durcheinandergewirbelt. Besonders gefragt ist derzeit ein mobiles Gerät des chinesischen Herstellers Midea. Das Modell PortaSplit ist laut der South China Morning Post inzwischen in mehreren europäischen Ländern ausverkauft. Die Zeitung berichtet zudem, dass einzelne Geräte auf Onlineplattformen mit deutlichen Preisaufschlägen weiterverkauft werden und das Modell in sozialen Netzwerken große Aufmerksamkeit auf sich zieht.

    Der Erfolg des Geräts hat vor allem einen praktischen Grund. Anders als klassische Split-Klimaanlagen muss die PortaSplit nicht dauerhaft an der Hausfassade montiert werden. Stattdessen wird die Außeneinheit mit einer Halterung außen am Fenster befestigt. Nach Angaben des Herstellers ist dafür weder eine Bohrung noch eine dauerhafte Veränderung der Fassade erforderlich.

    Gerade in Europa ist das ein entscheidender Vorteil. In vielen Städten erschweren Denkmalschutzauflagen oder Vorgaben von Eigentümergemeinschaften bauliche Veränderungen an Fassaden. Hinzu kommt, dass nach Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat fast jeder dritte EU-Bürger zur Miete lebt, in Deutschland sogar mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Für viele Mieter kommen fest installierte Klimaanlagen deshalb gar nicht infrage. Ein mobiles System, das sich beim Umzug einfach mitnehmen lässt, ist dadurch besonders attraktiv.

    PortaSplit: Käufer fahren quer durchs Land

    Die hohe Nachfrage hat die Geräte innerhalb weniger Wochen knapp werden lassen. Im vergangenen Jahr kostete die PortaSplit noch rund 900 Euro. Inzwischen liegt der offizielle Verkaufspreis bei etwa 1200 Euro. Auf Gebrauchtplattformen werden einzelne Geräte nach Berichten der South China Morning Post sogar für mehrere tausend Euro angeboten.

    In sozialen Netzwerken berichten Käufer davon, durch mehrere Städte gefahren zu sein, um noch ein Exemplar zu ergattern. Andere vergleichen das Gerät scherzhaft mit seltenen Sammelkarten. Inzwischen gibt es sogar eigene Internetseiten, die den Lagerbestand der Klimaanlage bei verschiedenen Händlern in Echtzeit verfolgen.

    Auch Deutschland spürt den Ansturm

    Der Boom macht sich auch hierzulande bemerkbar. Der Onlinehändler Galaxus teilte nach der jüngsten Hitzewelle mit, die Lager für Klimaanlagen und Ventilatoren seien inzwischen größtenteils leer. Nachschub aus Asien werde voraussichtlich erst nach dem Sommer erwartet.

    Allein im Juni verkaufte das Unternehmen nach eigenen Angaben 38 Prozent mehr Klimaanlagen als im bisherigen Rekordmonat Juni 2025. Im ersten Halbjahr stieg der Absatz von Klimaanlagen um 36 Prozent, bei Ventilatoren sogar um 72 Prozent.

    Chinas Lieferketten reagieren

    Der Nachfrageboom beschäftigt inzwischen auch chinesische Logistikunternehmen. Nach Angaben der South China Morning Post werben einige Anbieter bereits mit speziellen Luftfrachtverbindungen für Klimaanlagen nach Europa. Ein Logistikunternehmen aus Shenzhen berichtete von stark gestiegenen Bestellungen aus Frankreich, Belgien und Großbritannien. Das Lager sei inzwischen „voll mit Klimaanlagen“, erklärte ein Mitarbeiter.

    Klimaanlagen: Warum Europa jetzt aufrüstet

    Lange galt eine fest eingebaute Klimaanlage in Europa eher als Ausnahme. Viele Wohnhäuser wurden auf kalte Winter ausgelegt. Dicke, gut gedämmte Wände halten im Winter die Wärme im Gebäude – bei immer häufigeren Hitzewellen können sie jedoch dazu beitragen, dass sich Wohnungen über Tage stark aufheizen.

    Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden rund 85 Prozent aller Gebäude in der EU vor dem Jahr 2000 errichtet. Sie entstanden überwiegend für ein gemäßigtes Klima und verfügen häufig über keine fest installierten Kühlsysteme.
    Vorsicht vor Fakeshops und leeren Versprechen

    Mit der stark gestiegenen Nachfrage wächst auch die Zahl unseriöser Onlineangebote. Verbraucherschützer warnen vor Internetseiten, die angeblich revolutionäre Klimaanlagen für 70 bis 140 Euro anbieten und mit Schlagworten wie „Raumfahrttechnologie“, angeblichen Testberichten oder KI-generierten Werbevideos werben. Tatsächlich erhalten Käufer nach Angaben des Verbraucherschutzportals „Watchlist Internet“ häufig lediglich einfache Ventilatoren mit geringer Kühlleistung – oder im schlimmsten Fall gar keine Ware.
    Woran Käufer unseriöse Angebote erkennen

    Unrealistische Versprechen: Eine mobile Klimaanlage, die große Räume innerhalb weniger Minuten herunterkühlt, dabei kaum Strom verbraucht und nur rund 100 Euro kostet, gibt es nach Einschätzung von Verbraucherschützern nicht.
    Emotional aufgeladene Werbung: Geschichten über angebliche Erfinder oder Wundertechnologien sollen häufig Vertrauen schaffen, lassen sich aber oft nicht belegen.
    Fehlendes oder zweifelhaftes Impressum: Ein Blick auf den Firmensitz lohnt sich. Wirbt ein Anbieter mit deutscher Qualität, sitzt das Unternehmen aber im Ausland, sollten Käufer genauer hinschauen.
    Negative Bewertungen: Vor dem Kauf empfiehlt es sich, Erfahrungsberichte auf unabhängigen Bewertungsplattformen zu lesen – insbesondere die kritischen Stimmen.

    Was Betroffene tun können

    Wer statt einer Klimaanlage ein minderwertiges Gerät erhält, sollte sich möglichst schnell an den Zahlungsdienstleister oder die Bank wenden. Bei Kreditkartenzahlungen kann unter Umständen ein Chargeback beantragt werden. Wurde über einen Zahlungsdienst mit Käuferschutz bezahlt, lässt sich häufig auch eine Rückerstattung beantragen. Zusätzlich empfehlen Verbraucherschützer, den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen zu nutzen, um unseriöse Anbieter vor dem Kauf zu überprüfen.

    #climat #logement #canicule #commerce

  • Thales a fourni des radars de surveillance à l’armée birmane en plein massacre des Rohingya
    https://disclose.ngo/fr/article/thales-a-fourni-des-radars-de-surveillance-a-larmee-birmane-en-plein-massa

    Le géant de l’armement Thales a vendu six radars de surveillance à l’armée birmane en dépit d’un embargo européen et d’une vague de répression sanglante contre les Rohingya, une minorité musulmane persécutée par la junte au pouvoir, révèlent Disclose et Info Birmanie. Les livraisons se sont étalées de 2017 à 2020, avec la bénédiction de l’État français. Lire l’article

  • Armi e carburante verso Israele: il dossier che smentisce il silenzio italiano

    Oltre 400 spedizioni militari e 224mila tonnellate di greggio e gasolio dall’Italia dopo il 7 ottobre: il report accusa Roma di complicità nelle operazioni a #Gaza

    Nonostante le dichiarazioni ufficiali e l’assenza di nuove autorizzazioni formali, dall’Italia verso Israele il flusso non si è mai fermato. Armi, componenti elettronici, sistemi aerospaziali, carburante. Una rete logistica estesa, continua, documentata. A certificarlo è il dossier “Made in Italy, Delivered to Israel: Italian Military and Energy Transfers Fueling Genocide”, pubblicato da Giovani Palestinesi d’Italia, People’s Embargo for Palestine, Palestine Youth Movement e Weapon Watch, con il contributo dell’European Legal Support Center.

    I numeri sono difficili da ignorare: oltre 400 spedizioni di materiale militare e 224mila tonnellate di greggio e gasolio partite dall’Italia verso Israele tra ottobre 2023 e il 2025. Un’attività che coinvolge almeno 11 regioni italiane e che, secondo il report, dimostra la continuità dei rapporti militari e logistici anche nel pieno delle operazioni su Gaza.

    Il dossier ricostruisce una filiera articolata, fatta di aziende private, infrastrutture statali e hub logistici. Tra i nomi più rilevanti compare #Leonardo S.p.A., di cui vengono tracciate circa 150 spedizioni di componenti aerospaziali. Alcuni di questi materiali sarebbero stati inviati alla società israeliana #Elbit_Systems e includerebbero pannelli di controllo per comunicazioni radio e componenti elettronici destinati alle cabine di pilotaggio. Tecnologie che, secondo il rapporto, contribuiscono direttamente all’operatività di velivoli militari come gli F-15, utilizzati nei bombardamenti su Gaza.

    Accanto a Leonardo, emerge anche il ruolo di aziende attive nel settore della guerra elettronica e della cybersicurezza, come #Elettronica S.p.A. (oggi #Elt_Group), che avrebbe fornito sensori, sistemi radar e dispositivi di disturbo a Elbit Systems e #Israel_Aerospace Industries. Il Lazio appare come uno snodo centrale di questa rete, con l’aeroporto di Fiumicino utilizzato per il transito di componenti destinati a droni e veicoli militari.

    Anche il Nord Italia è coinvolto. Dall’aeroporto di Milano #Malpensa, secondo i registri analizzati, sarebbero transitati componenti aerospaziali, materiali idraulici ed elettrici, polveri metalliche e adesivi chimici utilizzati nella produzione di armi e munizioni. Una catena industriale e logistica che attraversa l’intero paese.

    Ma il dato forse più significativo riguarda il carburante. Secondo il dossier, 85mila tonnellate di greggio sarebbero partite dal porto di Taranto a bordo della nave #Seasalvia, dirette verso #Haifa. In alcune occasioni, l’imbarcazione avrebbe disattivato il sistema di tracciamento durante il tragitto, oscurando la propria rotta. Altre 138mila tonnellate di gasolio sarebbero state spedite dal terminale di #Santa_Panagia, a #Siracusa, contribuendo al rifornimento dei mezzi militari israeliani: blindati, camion, bulldozer utilizzati anche nelle demolizioni di abitazioni e infrastrutture nei territori palestinesi.

    Tutto questo mentre, sul piano ufficiale, il governo italiano sostiene di non aver concesso nuove autorizzazioni all’export militare verso Israele dopo il 7 ottobre. La relazione governativa del 2024, infatti, esclude Israele dalle nuove licenze rilasciate dall’Uama, l’autorità che supervisiona l’applicazione della legge 185/1990 sul commercio di armamenti.

    Eppure, come già segnalato dalla Rete Italiana Pace e Disarmo, gli scambi non si sono interrotti. I dati dell’Agenzia delle Dogane mostrano esportazioni militari verso Israele per oltre quattro milioni di euro nello stesso periodo. Una contraddizione evidente tra il piano formale e quello sostanziale.

    Il dossier lo afferma in modo diretto: il sostegno italiano non è né casuale né neutrale. Continuare a fornire materiali, tecnologie e carburante significa, secondo gli autori, contribuire attivamente alle operazioni militari israeliane e, quindi, alla distruzione in corso a Gaza.

    Per questo le organizzazioni chiedono misure immediate: un embargo bilaterale completo sulle armi, maggiore trasparenza sui transiti e la sospensione del memorandum d’intesa militare tra Italia e Israele. Non più dichiarazioni di principio, ma atti concreti.

    Il quadro che emerge è quello di una doppia realtà. Da un lato, le dichiarazioni ufficiali sul rispetto del diritto internazionale e sulla sospensione delle autorizzazioni. Dall’altro, una filiera economica e logistica che continua a funzionare, alimentando un conflitto che ogni giorno produce nuove vittime civili. E in mezzo, ancora una volta, il silenzio.

    https://osservatorionomilscuola.com/2026/04/01/dossier-made-italy-industria-genocidio-coinvolgimento-itali
    #armes #commerce_d'armes #armement #Israël #Italie #exportation #rapport

  • Benefizauktion : Hier können Berliner einen Picasso ersteigern
    https://www.berliner-zeitung.de/article/benefizauktion-hier-koennen-berliner-einen-picasso-ersteigern-10032

    À Berlin-Kreuzberg l’oligarchie affiche son visage humaniste. Pourtant le titre de cet article est un mensonge. Une large majorité des Berlinois dont moi est exclue de la vente aux enchères des Picassos, vous devinez pourquoi.

    En route pour l’américanisation de l’Allemagne. Elle n’est pas encore accomplie !

    27.4.2026 von Valentin Wölflmaier - „Save the Children“ lädt zur exklusiven Kunstversteigerung in die Berlinische Galerie. Ersteigert werden können unter anderem Werke von Picasso und Anselm Kiefer.

    Normalerweise ist die Berlinische Galerie ein Ort der stillen Betrachtung. Am 29. April wird es dort jedoch deutlich lebhafter zugehen. Ein Hammer wird fallen, Gebote werden durch den Raum gerufen. Die Kinderrechtsorganisation Save the Children lädt zur Benefizauktion „Art with Impact“. Der Zweck der Veranstaltung ist ein ernster, denn es geht um dringende humanitäre Hilfe für Kinder in Not. Die Namen der Kunstwelt, die dieses Anliegen unterstützen, sind entsprechend groß.

    Vorn am Pult steht an diesem Abend ein Schweizer. Simon de Pury gilt weltweit als Ausnahme-Auktionator. Kenner der Szene nennen ihn oft den „Mick Jagger der Auktionen“. Er hat in seiner langen Karriere bereits mehrere Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke eingesammelt. Nun hebt er seinen Auktionshammer in Berlin.

    Das Angebot der Auktion ist ungewöhnlich prominent besetzt. Unter den Hammer kommen Werke von Pablo Picasso, Lotte Laserstein und Max Liebermann. Auch zeitgenössische Größen wie Anselm Kiefer, Anish Kapoor, Alicja Kwade, Ayako Rokkaku und Norbert Bisky sind mit Arbeiten vertreten. Es ist ein Querschnitt durch die Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart.

    Der Erlös geht komplett an Save the Children

    Doch nicht nur bemalte Leinwände und Skulpturen suchen neue Besitzer. Es geht bei der Auktion auch um einmalige Erlebnisse. Die Bestsellerautorin Cornelia Funke lädt Höchstbietende auf ihren Hof in der Toskana ein, Reise und Unterkunft inklusive. Die viermalige Grammy-Preisträgerin und Save-the-Children-Botschafterin Anne-Sophie Mutter stiftet Konzertkarten. Ein anschließendes Meet and Greet gehört ebenfalls dazu. Die Berliner Staatsbibliothek öffnet zudem exklusiv ihre Schatzkammer für einen privaten Einblick.

    Hinter dem Glanz des Abends steht eine humanitäre Mission. Der gesamte Erlös der Versteigerung fließt in die weltweite Arbeit von Save the Children. Die Organisation gilt als die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt. Sie leistet unter anderem Nothilfe in akuten Kriegs- und Krisengebieten.

    Die Live-Versteigerung in der Alten Jakobstraße 124–128 beginnt am Mittwoch um 19 Uhr. Wer nicht persönlich vor Ort mitbieten kann, hat dennoch Chancen. Bereits ab dem heutigen 27. April läuft parallel eine sogenannte Silent Auction im Internet. Dort kann jeder online seine Gebote abgeben. In diesem Rahmen wird beispielsweise auch eine Coachingstunde mit der Autorin Stefanie Stahl versteigert.

    Mitbieten können Sie hier: https://www.savethechildren.de/art-with-impact

    #Allemagne #Berlin #Kreuzberg #Alte_Jakobstraße #art #commerce #misère #enfants #impérialisme_culturel

  • Chinas neuer Westen: Wie aus der alten Imperiumsgrenze in Zentralasien Pekings Lebensader wird
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/die-grenze-der-zukunft-chinas-zentralasien-li.10030037

    19.4.2026 von Eldaniz Gusseinov - Für China wird Zentralasien wieder zum Raum, an dem sich alles entscheidet: Aus dem alten Rand des Imperiums wird ein Schlüsselraum für strategische Handlungsfähigkeit. Ein Gastbeitrag.

    Wer von der alten kasachischen Hauptstadt Almaty aus nach Osten fährt, passiert zunächst das Dorf Schelek, dann Tschundscha, schließlich die Grenzstation Chorgos. Es ist die alte Kuldscha-Trasse, angelegt um 1870, als Handelskarawanen zwischen dem russischen Wernij und dem chinesischen Kuldscha verkehrten. Damals baute man hölzerne Brücken über Bewässerungskanäle und Trockentäler, um den Warenfluss in Gang zu halten. Heute rollen über dieselbe Achse Containerzüge mit Elektroautos, Maschinenbauteilen und Lithium-Akkus. Die Straße hat sich verändert. Ihre strategische Bedeutung nicht.

    Trauma des Imperium-Wettbewerbs

    Die Geschichte der chinesisch-zentralasiatischen Grenze ist eine Geschichte konkurrierender Imperien. Ab 1762 diente die Festung Huiyuan, rund 30 Kilometer westlich des heutigen Yining (Kuldscha), als Sitz des Qing-Generalgouverneurs für Xinjiang. Die Anlage war das Zentrum der mandschurischen Militärmacht in der gesamten Region, Teil des Systems der „Neuen Festungen von Ili“. Die Rebellion der 1860er-Jahre zerstörte sie. Der letzte Generalgouverneur, Mingsioi, sprengte sich in die Luft, anstatt zu kapitulieren. Was folgte, war ein Jahrzehnt russischer Kontrolle: Von 1871 bis 1881 kontrollierten zaristische Truppen das Ili-Tal, bis der Vertrag von Sankt Petersburg die Rückgabe regelte. Die Festung wurde danach nördlich des Ili-Flusses neu errichtet, und Huiyuan blieb bis zum Ende der Qing-Dynastie 1912 Verwaltungszentrum.

    Nicht weit von Kuldscha existiert noch heute ein Museum, in dem Karten aus der Qing-Ära ausgestellt sind. Da kann man unterschiedliche Karten sehen, auf denen das Gebiet Chinas über die heutigen Grenzen hinausgeht. Diese alten Karten hatten eine bemerkenswerte Nachwirkung für die Beziehungen zwischen China und den Ländern Zentralasiens nach dem Zerfall der Sowjetunion.

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    Das Herrschaftsgebiet der Qing-Dynastie (1644–1911). Solche Karten sind im Museum in Huiyuan ausgestellt.Ablat Khodzhaev

    Die chinesische Seite berief sich in den Grenzverhandlungen vor allem auf historische Materialien aus der Qing-Periode, darunter akademische Sammlungen historischer Karten der Volksrepublik China, die in den Jahren 1987–1996 veröffentlicht worden waren.

    Die zentrale Meinungsverschiedenheit bestand in der unterschiedlichen Auslegung des Begriffs „chinesisches Territorium“: Die sowjetische und später die kasachische Seite verstand darunter die Grenzen, die nach der Eroberung Turkestans durch das zaristische Russland festgelegt worden waren, während Peking das Territorium des mandschurischen Qing-Kaiserreichs im Blick hatte.

    Aus diesem Grund wurden die im 19. Jahrhundert zwischen dem zaristischen Russland und dem Qing-China geschlossenen Verträge und Protokolle einvernehmlich als rechtliche Grundlage der Verhandlungen angenommen: Ohne diese Grundlage wären die Grenzen auf einem riesigen Gebiet – bis hin zum Balchaschsee und Almaty – rechtlich unbestimmt geblieben. Nach dem Zerfall der Sowjetunion nahmen Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan Verhandlungen mit der Volksrepublik auf.

    Die Verhandlungen wurden durch eine Reihe völkerrechtlicher Abkommen abgeschlossen. Zwischen Kasachstan und China wurden insgesamt sechs internationale Verträge geschlossen, die den Verlauf der gemeinsamen Staatsgrenze präzise festlegten. Das Grenzabkommen von 1994 ließ zunächst zwei strittige Abschnitte offen, die erst im Juli 1998 durch ein ergänzendes Abkommen der beiden Staatsoberhäupter geregelt wurden. Den abschließenden rechtlichen Rahmen bildete das Protokoll über die Demarkation der kasachisch-chinesischen Staatsgrenze vom 10. Mai 2002, das die Grenzlinie auf einer Gesamtlänge von 1783 Kilometern verbindlich festschrieb.

    Die Grenzverhandlungen zwischen Kirgistan und China mündeten in zwei aufeinanderfolgenden Abkommen. Der erste Vertrag von 1996, ratifiziert 1998, legte den Verlauf von rund 900 Kilometern der gemeinsamen Grenze fest. Ein zweites Abkommen von 1999 regelte den verbleibenden Streitabschnitt: China erhielt dabei etwa 90.000 Hektar im Gebiet Usengi-Kusch – eine Zahl, die in einigen Quellen mit 125.000 Hektar angegeben wird, was vermutlich auf unterschiedliche Verhandlungsstände zurückzuführen ist –, während Kirgistan zwei Drittel des Khan-Tengri-Gipfels sowie den Berggipfel Pik Pobeda erhielt. Die offizielle Demarkation verzögerte sich aufgrund innenpolitischen Widerstands erheblich und wurde erst 2009 abgeschlossen, womit die Gesamtlänge der gemeinsamen Grenze von 1063 Kilometern endgültig festgeschrieben wurde.

    Im Jahr 2011 ratifizierte Tadschikistan das Abkommen von 1999 sowie das ergänzende Abkommen von 2002, wonach China 200 beziehungsweise rund 1100 Quadratkilometer Territorium im Pamir erhielt. Im Gegenzug verzichtete China auf seine Ansprüche auf mehr als 28.000 Quadratkilometer tadschikischen Staatsgebiets. Die Demarkation wurde offiziell durch das Protokoll vom 27. April 2010 abgeschlossen; die Gesamtlänge der gemeinsamen Grenze beträgt 477 Kilometer.

    Noch vor wenigen Jahren sorgten chinesische Geschichtslehrbücher für Unmut in Astana, weil sie Teile des heutigen Kasachstan als chinesisches Territorium darstellten. Im Jahr 2013 gab es Berichte, wonach chinesische Historiker versprochen hätten, in den Schulbüchern die korrekten Grenzen Kasachstans anzugeben. Der Grund dafür war, dass in China damals noch Bücher verwendet wurden, die vor der Unabhängigkeit Kasachstans herausgegeben worden waren.

    Foto
    Auf dem Foto dieser Karte ist angeblich chinesisches Gebiet zu sehen, das vom zaristischen Russland „besetzt“ wurde. Kasachischen Medienberichten zufolge wurde diese Karte den Schülern in China gezeigt.Eldaniz Gusseinov

    Das Malakka-Dilemma und seine Landbrücke

    Diese historische Tiefe gewinnt eine neue Brisanz vor dem Hintergrund der gegenwärtigen geopolitischen Lage. China importiert rund zwei Drittel seines Erdöls über See, wobei der größte Teil durch die Straße von Malakka fließt, ein Nadelöhr von kaum drei Kilometern Breite an der engsten Stelle. Die Volksrepublik verbraucht heute mehr als 15 Millionen Barrel Öl pro Tag und ist damit der weltgrößte Energieimporteur. Seitdem der ehemalige Präsident Hu Jintao im Jahr 2003 den Begriff des „Malakka-Dilemmas“ geprägt hat, arbeitet Peking an Alternativen für den Fall einer Seeblockade. Die Sorge ist nicht abstrakt: Die US-Marine unterhält Stützpunkte von Guam über Okinawa bis Diego Garcia, die eine Sperrung der Seewege theoretisch ermöglichen würden.

    Pekings bisherige Versuche, das Dilemma über Landkorridore zu entschärfen, sind allesamt auf erhebliche Hindernisse gestoßen. Der China-Pakistan-Wirtschaftskorridor (CPEC), konzipiert als direkter Zugang zum Arabischen Meer über den Hafen Gwadar, leidet unter Terroranschlägen, politischer Instabilität und massiven Bauverzögerungen. Der Wirtschaftskorridor durch Myanmar zum Tiefseehafen Kyaukphyu wird durch einen Bürgerkrieg und wachsende antichinesische Stimmung im Land gefährdet. Seit der Schließung des polnisch-belarussischen Grenzübergangs Małaszewicze, durch den 2024 rund 85 Prozent der Landfrachtgüter zwischen China und der EU liefen, steht auch der nördliche Eurasien-Korridor unter Druck.

    Der Iran-Konflikt verschärft die Lage zusätzlich. Der Korridor China-Kasachstan-Turkmenistan-Iran (CKTI), der 2024 noch ein Frachtplus von 31 Prozent verzeichnete, steht durch die Eskalation am Persischen Golf unter wachsendem Druck. Grenzschließungen, sanktionsbedingte Versicherungsausfälle und steigende Risikoprämien treiben Spediteure dazu, „iranfreie“ Überlandwege zu suchen. Der Transkaspische Mittlere Korridor über Kasachstan, Aserbaidschan und Georgien gewinnt an Volumen, arbeitet aber noch von einer niedrigen Basis aus.

    In diesem Kontext fällt der Blick fast zwangsläufig auf die fünf zentralasiatischen Staaten: Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Drei Staaten von Zentralasien grenzen direkt an Xinjiang, sind politisch stabil, haben keine offenen Konflikte mit Peking und verfügen über genau jene Ressourcen, die Chinas Industrie braucht: Öl, Gas, Uran, seltene Erden, Lithium, Kupfer und Gold.

    Vom Partner zur strategischen Lebensader

    Peking behandelt seine Westgrenze zunehmend als strategische Lebensader. Im Juni 2025 unterzeichneten China und die fünf zentralasiatischen Staaten in Astana den „Vertrag über ewige gute Nachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit“, der gegenseitige Nichtfeindseligkeit, Konsultationspflichten und vertiefte Sicherheitskooperation festschreibt. Es war das erste multilaterale Vertragsdokument dieser Art zwischen Peking und der gesamten Region.

    Die Karte veranschaulicht die geopolitischen Druckpunkte, mit denen China entlang seiner westlichen Verbindungskorridore konfrontiert ist — von der durch den Ukraine-Krieg belasteten Polnisch-Belarussischen Grenze über die instabile Afghanistan-Pakistan-Achse bis hin zum iranischen Transitkorridor. Während Washington mit dem TRIPP-Korridor im Südkaukasus eine alternative Handelsroute fördert, sieht sich Peking gleichzeitig mit dem Scheitern seines Amu-Darya-Ölvertrags mit den Taliban und der Gefährdung chinesischer Staatsbürger an der afghanisch-tadschikischen Grenze konfrontiert.

    Die Karte veranschaulicht die geopolitischen Druckpunkte, mit denen China entlang seiner westlichen Verbindungskorridore konfrontiert ist — von der durch den Ukraine-Krieg belasteten Polnisch-Belarussischen Grenze über die instabile Afghanistan-Pakistan-Achse bis hin zum iranischen Transitkorridor. Während Washington mit dem TRIPP-Korridor im Südkaukasus eine alternative Handelsroute fördert, sieht sich Peking gleichzeitig mit dem Scheitern seines Amu-Darya-Ölvertrags mit den Taliban und der Gefährdung chinesischer Staatsbürger an der afghanisch-tadschikischen Grenze konfrontiert.Grafik: BLZ. Quelle: Nightingale Int.

    Parallel dazu baut China die physische Infrastruktur in einem Tempo aus, das seinesgleichen sucht. Im Jahr 2024 fuhren 11.920 Güterzüge nach Zentralasien, ein Anstieg von mehr als elf Prozent gegenüber dem Vorjahr, und transportierten knapp 883.000 Standardcontainer. Chinas dritte Eisenbahnverbindung nach Kasachstan ist bereits genehmigt. Die jahrzehntelang verhandelte Bahnstrecke China–Kirgistan–Usbekistan (CKU) befindet sich im Bau und wird Xinjiang über das Fergana-Tal mit dem usbekischen Schienennetz verbinden. Am Kaspischen Meer ist in Aktau ein chinesischer Logistikhub in Betrieb gegangen, der Container für den sogenannten Mittleren Korridor nach Europa abfertigt.

    Die Investitionen reichen über Schienen hinaus. Bei Taschkent entsteht für 84 Millionen Dollar der Logistikkomplex „Silkway Central Asia“ mit chinesischem Kapital. In Almaty betreiben chinesisch-kasachische Gemeinschaftsunternehmen Terminals, die Straßen- und Schienenfracht konsolidieren. Im Juli 2025 eröffneten China und die zentralasiatischen Staaten in Xinjiang gemeinsame Zentren für Bildungsaustausch, Armuts- und Wüstenbekämpfung.

    Besonders aufschlussreich ist der Bereich der Lieferketten. Im Juni 2025 eröffnete BYD in der usbekischen Stadt Dschisak sein erstes Automobilwerk außerhalb Chinas, mit einer Anfangskapazität von 50.000 Fahrzeugen und einer geplanten Steigerung auf 500.000 Einheiten. Für die Batterien dieser Fahrzeuge braucht BYD Lithium, und genau darüber sprach Xi Jinping im Juli 2025 mit dem tadschikischen Präsidenten Rachmon. Die Vorkommen liegen in den Gebirgen des Autonomen Gebiets Berg-Badachschan, und die chinesische Firma CRBC baut dort gerade für 230 Millionen Dollar die Bergstraße Kalai-Chumb-Wandsch-Ruschan aus, einschließlich zweier Tunnel mit einer Gesamtlänge von 5,2 Kilometern.

    Die Grenze wird durchlässig

    Die strategische Annäherung zeigt sich nicht nur in Verträgen und Schienen, sondern im Alltag. Ende 2023 trat das gegenseitige Visafreiheitsabkommen zwischen Kasachstan und China in Kraft, das Bürgern beider Länder Aufenthalte von bis zu 30 Tagen ohne Visum ermöglicht. Usbekistan folgte im Juni 2025 mit einem analogen Abkommen. Kasachstan erhöhte die Zahl seiner Flugverbindungen nach Peking, Urumqi, Shanghai, Guangzhou und Chengdu.

    Im Sommer 2025 wurde Kasachstan zum ersten zentralasiatischen Land, in dem die chinesische Bezahl-App Alipay+ akzeptiert wird: Reisende aus China können über die kasachische Kaspi-App per QR-Code bezahlen, von Supermärkten in Almaty bis zu Geschäften in ländlichen Gebieten. Kurz darauf schloss auch Usbekistans nationales Zahlungssystem HUMO eine Partnerschaft mit Alipay+. Es entsteht ein digitaler Zahlungsraum, der die physischen Korridore ergänzt.

    In der ersten Jahreshälfte 2025 empfing Kasachstan 7,5 Millionen internationale Besucher, ein Rekord, wobei chinesische Touristen zu den drei größten Besuchergruppen zählten. Die Richtung ist eindeutig: Was einst eine bewachte Imperiumsgrenze war, wird schrittweise zu einer Integrationszone.
    Im Osten lärmen, im Westen angreifen

    China betrachtet Zentralasien nicht mehr als Peripherie, sondern als strategische Tiefe. Wenn der Indische Ozean unsicher ist, die Meerenge von Malakka verwundbar bleibt, der CPEC durch pakistanische Instabilität gefährdet wird, der Myanmar-Korridor in einem Bürgerkrieg feststeckt und der polnisch-belarussische Landweg gesperrt werden kann, dann bleiben die zentralasiatischen Transportwege als einzige funktionsfähige Alternative.

    Xinjiang, einst als abgelegene Peripherie betrachtet, verwandelt sich in eine multimodale Drehscheibe: Allein über den Grenzbahnhof Alaschankou wurden bis Mitte 2025 über 4000 Güterzugfahrten abgefertigt, zeitweise mehr als 20 Züge am Tag. Die Verdopplung der Gleise auf der Strecke Jinghe–Alaschankou hat die Abfertigungskapazität um rund 30 Prozent gesteigert.

    Das uigurisch geprägte Urumqi hat sich zudem zum Austragungsort hochrangiger China-Zentralasien-Foren entwickelt. Im Rahmen des 12. Kooperationsforums 2025 wurden neue Projekte und die sogenannte „Urumqi-Initiative“ lanciert, die Zollreformen, Grenzabwicklung und Forschungskooperationen mit zentralasiatischen Universitäten institutionalisiert. Xinjiang vermarktet sich offiziell als „Kernzone“ der Seidenstraßeninitiative nach Westen und betreibt die Pilotfreihandelszone China (Xinjiang).

    Chinas Doktrin der „Schicksalsgemeinschaft mit den Nachbarstaaten“ ist keine rhetorische Formel. Sie beschreibt ein konkretes Projekt: die Verschmelzung der chinesischen Wirtschaftsplanung mit der zentralasiatischen Infrastruktur, Energieversorgung und Rohstoffbasis. Der „Vertrag über ewige Nachbarschaft“ sichert dies vertraglich ab. Die Kooperationszentren in Xinjiang institutionalisieren es. Die Eisenbahnen, Straßen und Zahlungssysteme machen es operativ.

    Vor dem Hintergrund der weltweiten Konflikte gewinnt die Grenze zwischen China und den zentralasiatischen Ländern an Bedeutung, und Zentralasien rückt zunehmend in den Fokus strategischer Interessen. Für die zentralasiatischen Länder ist es von entscheidender Bedeutung, zu verhindern, dass ihr Territorium dazu genutzt wird, Dritten Schaden zuzufügen, und ihre strategische Lage zu nutzen, um die Konfliktparteien einander anzunähern.

    #Chine #Asie #commerce #infrastructure

  • The Great Majority: Body Snatching and Burial Reform in 19th-Century Britain
    https://publicdomainreview.org/essay/the-great-majority

    William Austin, The Anatomist Overtaken by the Watch in Carrying off Miss W— in a Hamper, 1773. The Scottish anatomist William Hunter flees the scene, as he and an accomplice are caught in the act of snatching a body
    https://digitalcollections.nypl.org/items/d68bf0c0-012a-0135-ea98-0b3ceced709c?canvasIndex=0

    L’avènement du capitalusme entraina de nombreuse nouvelles formes d’horreur sociale. La vente de cadavres déterrés et l’état catastrophoque des cimetières de pauvres laisséèrent des traces dams le souvenir vollectif.

    2.4.2026 by Roger Luckhurst - As populations flocked to city centres in the 19th century, church cemeteries began to overflow with the dead. Roger Luckhurst exhumes the history of this period, when anatomists fuelled a body-snatching trade led by “resurrection men” and reformers sought alternatives to the toxic urban graveyards and their pestilent fumes.

    In a few short, bewildering decades between 1780 and 1850, the industrial revolution transformed the economic and social order in Europe. The rapid shift of labour from agriculture to manufacture resulted in a profound disruption of traditional patterns of life — and death. In Britain, which went through this transformation early, one notable effect was the concentration of the growing population into new super-cities such as Manchester, Liverpool, or London.

    This sheer accumulation of people created all manner of interlocking social problems, not least of which was the number and concentration of the dead. In his 1721 play The Revenge, the Graveyard Poet Edward Young wrote the typically joyless lines “Life is the desert, life the solitude: / Death joins us to the great majority.” This phrase, borrowed from the Latin tag abiit ad plures, “he is gone to the majority”, became very popular in the nineteenth century as a euphemism for the brute fact that the dead far outnumbered the living. In 1880, the poet Thomas Hardy wrote in “The Levelled Churchyard”:

    We late-lamented, resting here,
    Are mixed to human jam,
    And each to each exclaim in fear,
    ‘I know not which I am!

    In this era, the spiritual succour promised by the sanctified ground of the churchyard cemetery was now undercut by the grim material reality of bodies stacked in soil that began to rise above street level. In the medical theory of the time, it was thought that decaying animal matter produced a miasma (literally “bad air”) that generated all kinds of fatal diseases. As piles of corpses were crammed into ever more saturated grounds, their pestilent presence seemed to threaten to speed the passage of the living into the decomposing arms of the great majority.

    Any reform had to confront the conservative forces of ingrained Christian belief about burial in consecrated ground and the economic fact that many churches survived on the fees levied for burial. Part of the problem for the urban poor was the inability to pay relatively high Church of England burial fees, which led to the proliferation of pauper burial grounds. These charged smaller fees, but were shrouded in shame and, in some notorious cases, became cash-cows for owners that had little respect for the bodies deposited there. In this strange interregnum between the arrival of hyper-urbanisation and the graveyard reforms of the 1850s, the city churchyard overflowed — and gave birth to enduring terrors.

    Positioned after the attitude of Michelangelo’s Pieta, the cast of a partially dissected body by John Goodsir, a pupil of the anatomist Robert Knox, ca. 1845. Some scholars wonder if the cast was based on a man described in Goodsir’s Anatomical Memoirs (1868): “an Edinburgh carter of intensely whisky habits, who in a drunken state fell from his cart and died on the spot [and] remained free from decomposition during thirty day s”.

    In Mary Shelley’s Gothic shocker Frankenstein (1818), Doctor Victor Frankenstein uses ungodly modern knowledge of physiology, physics, and chemistry to animate a body built from parts collected from anatomy laboratories and graveyards. Frankenstein passes over gruesome physiological details in a guilty rush: “Who shall conceive the horrors of my secret toil, as I dabbled among the unhallowed damps of the grave?” Shelley was relying on her audience’s awareness of how early nineteenth-century medicine was testing the boundaries of religious authority on questions of life and death. Medical men were seen as potential wreckers of Christian civilisation, directly associated with the peculiar and horrifying consequences of rapid advances in the study of human anatomy: body snatching.

    Body snatching emerged from a very specific situation in Britain. In 1540, Henry VIII had granted a Royal Charter to the Company of Barbers and Surgeons that provided them with just four human bodies a year for dissection and anatomical study, an essential component of medical training. Dissection was a sacrilegious act, imperilling the hope of bodily resurrection. Bodies could be taken only from those executed by hanging, who by their crimes had forfeited the right to proper burial. Two hundred years later, this provision had increased to only six bodies, despite a great increase in the number of surgeons.

    From about 1675, therefore, dead bodies became commodities. A shadow trade of so-called “resurrection men” or body snatchers rose to meet anatomy schools’ demand by robbing fresh graves. They exploited a legal loophole that since a corpse was neither property nor person, it could not be “stolen” — hence prosecutions were often on the grounds of offending public morals and carried lighter sentences than, for example, poaching or theft. A fresh corpse could fetch two guineas in the 1790s; an 1828 inquiry heard that by then it could be as much as eight guineas (about £600 in today’s currency).

    Rare “anatomical specimens” were worth even more. The famous “Irish Giant”, Charles Byrne, who died in 1783 after a life as a public sensation in London and Edinburgh, went to great lengths to avoid his body ending up on display in an anatomical museum. His will asked that he be buried at sea. The leading London anatomist John Hunter is thought to have paid as much as £500 (around £40,000 today) to deny Byrne’s wishes; he had the body snatched and added it to his collection. Byrne’s skeleton remained on display in the Hunterian Museum at the Royal College of Surgeons until 2023, despite a campaign to provide him his proper burial.

    From the surviving testimony of resurrection men, it is clear that pauper burial grounds, without guards or mortuaries, were favoured hunting grounds. Pauper grave-pits were often left open until the deep holes were filled with cheap, stacked coffins, sometimes up to twelve deep. Many of the poor were only buried in shrouds, further speeding exhumation. Meanwhile, the fearful middle classes, distrusting the safety of churchyards, spent money on lead coffins, iron grids, and various “mortsafe” devices — metal cages cemented into stone around the coffin. Famous examples of mortsafes survive in the Greyfriars kirkyard in Edinburgh, which was a known haunt of the resurrection men.

    A mortsafe in Edinburgh’s Greyfriars kirkyard, as photographed in James Moores Ball’s The Sack-’Em-Up Men: An Account of the Rise and Fall of the Modern Resurrections (1928) ..
    https://archive.org/details/b29826317/page/146/mode/2up?q=Mortsafe

    A mortsafe in Edinburgh’s Greyfriars kirkyard, as photographed in James Moores Ball’s The Sack-’Em-Up Men (1928) ..

    Revulsion at the desecration of graves is evident in the repeated instances of public rioting when resurrection men were arrested, as in Great Yarmouth in 1827, and in 1832, in Aberdeen, where an anatomy school was razed to the ground by an angry crowd. There were more disturbances in Cambridge, Greenwich, and elsewhere in the same years.

    These scenes intensified with the notorious case of William Burke and William Hare, who murdered an estimated sixteen people in Edinburgh over ten months in 1827 and 1828. They sold their first exhumed body for just over £7 (about £500) to the eminent Edinburgh anatomist Robert Knox, and latterly cut out the risky process of digging up graves by suffocating their victims after plying them with drink. Their last victim, Mary Paterson, was recognised by one of Knox’s assistants when preparing the body for class. Although only initially suspected of murdering Paterson, Hare quickly turned King’s evidence and revealed their deadly business model.

    In January 1829, Burke was tried, found guilty of one murder, executed, and — perhaps inevitably — dissected. It was said that over 40,000 people queued to see his ruined corpse. His skeleton is still on display in the Anatomical Museum of the Edinburgh Medical School. Surgeons often escaped any charge of complicity, but Robert Knox was forced to resign membership of the Royal College of Surgeons and soon left Edinburgh. The case of Burke and Hare poured into the popular imagination through a wave of popular broadsides, ballads, and lurid sketches of the crimes.

    Thomas Rowlandson’s watercolor of grave-robbers, with death pictured as a nightwatchman, 1755
    .https://wellcomecollection.org/works/nczkurds

    Anonymous engraving of Robert Knox, date unknown .
    https://wellcomecollection.org/works/wtanqrqy/images?id=bwfcyvnk

    The expansion of the pool of bodies available to anatomy schools was made in the 1832 Anatomy Act by allowing “unclaimed” pauper bodies to be used for dissection. If it ended the body-snatching trade, the Act hardly dispersed popular fear about the violation of bodies after death. Workhouse shame could now extend beyond burial in a pauper’s grave to (legal) desecration by dismemberment.

    Some who had argued for expanded access did, however, have the courage of their convictions. The influential Utilitarian philosopher Jeremy Bentham died in 1832, and Southwood Smith, a friend, undertook a public dissection of his body. Bentham’s body remains dubiously “in use” as an “Auto-Icon” — “a man preserved in his own image” — as stipulated in his will. His taxidermied remains spent many years sitting in a glass box in the passageways of University College London, gathering dust; he is still there, having been plumped up a little, with a fresh view onto the Bloomsbury gardens of Gordon Square.

    Popular disgust at body snatching seeped into the mass literature of the “penny bloods” or “penny dreadfuls”, cheap magazines with open-ended serial melodramas that were often suffused with radical sentiment. George W. M. Reynolds’ Mysteries of London serial (1844–56) had a recurrent monstrous Resurrection Man, a demonic emanation of the slums whose gang “burks” their victims. Thomas Rymer’s Manuscripts from the Diary of a Physician (started in 1844) opens with the melodramatic “The Dead Restored; or, The Young Student”, which recalls an incident in which the narrator is caught up in an act of grave-robbing.

    Memory of the Burke and Hare case persisted long after their deaths. Robert Louis Stevenson used it as the basis of his 1884 Christmas shocker “The Body Snatcher”. The volume was advertised in London with “six pairs of coffin lids, painted dead black, with white skulls and cross-bones in the centre for relief” carried by men in “long white surplices” purchased from a funeral establishment. The campaign was halted by the Metropolitan Police on grounds of decency.

    Illustration accompanying the appearance of Robert Louis Stevenson’s “The Body Snatcher” in Paul Mall magazine, 1883.

    H. Meredith Williams, The Body-Snatcher, as reproduced in James Moores Ball’s The Sack-’Em-Up Men (1928) .
    https://archive.org/details/b29826317/page/n9/mode/1up

    These graveyard terrors would eventually attract the attention of reformers like George Walker. A medical practitioner in Drury Lane, which bordered both the glitzy West End and some of the worst slums in inner London, he — like many reformers — had been brought up a dissenter from Church of England doctrine, with a willingness to challenge tradition and orthodoxy. His practice was in close proximity to a cluster of city-centre churchyards and burial grounds, which were in a parlous state when he began to explore them in the 1830s.

    In 1839, Walker published Gatherings from Grave Yards, in which he surveyed 149 individual burial grounds close to his practice: a catalogue of a city slowly being poisoned, in his view, by ground saturated with its own dead. He denounced the condition of London burial grounds as menaces to public health and an outrage to Christian custom. Following the miasmatic theory of disease, he recounted instances of gravediggers who had died suddenly from the inhalation of toxic fumes when working in the worst graveyards.

    The poor had few options for what to do with their dead. They laid out the deceased in their own rooms, often for days or even weeks at a time, partly to observe communal customs, but mainly because it took time for the family to raise fees for burial. The pauper graveyards themselves were often patches in unregulated grounds that had emerged to undercut higher Church of England fees. In these disregarded spaces, the physical number of the dead was a constant problem. It was managed by burying paupers in communal pits and removing their bodies illicitly by night a few days later. Any remaining flesh and bone was surreptitiously burnt. That gravediggers often required large quantities of alcohol to blunt their senses was only the first of the moral outrages against Christian belief.

    Burmantofts Cemetery — opened in 1842 due to overcrowding in Leeds Parish Church — pictured in front of the Leeds Workhouse, ca. late-19th century .
    Illustration an overflow burial ground for the parish of St Martin in the Field, Drury Lane, as pictured in an 1849 issue of The Illustrated London News. The accompanying article reports: “the substratum was some years since so saturated with dead, that the place was shut up for a period ”.
    https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=mdp.39015013716496&seq=200&view=2up

    A short walk from Drury Lane stands St Clement Danes Church. In those days, its crypt was stuffed with the intramural dead, often expensively inhumed close to the holiest spaces of the church, in lead coffins known to burst with the gases built up from decomposition. Meanwhile, the churchyard outside St Clement Danes was overflowing, as was its overspill ground, just over the road in Clement’s Lane.

    James Lane, a local resident, testified that he had seen gravediggers at night digging up coffins, breaking down the wood for burning, removing bones, shovelling “soft substance”, or spreading quick lime to dissolve the bodies below (some of the poor in fact favoured quick lime, because it damaged bodies enough to save them from body snatchers). “There is very little air attached to that quarter”, Lane told an 1842 parliamentary committee, and detailed his many health problems. John Eyles, a gravedigger, testified in clear terror of his tyrannical boss that he had been obliged to dig up coffins at night and break them up. He had even seen his own father’s coffin dug up and broken down.

    Enon Chapel was located in the same street. A Baptist dissenting chapel, opened in 1823 as a speculative venture, it had begun to offer cheap burial in its basement. Soon the congregation was contending with an “abominable” stench and saprophagous corpse flies crawling sluggishly from the cracks in the wooden floor. Some fainted from the smell; many left services with insidious, miasmatic headaches. When another reformist venture — the building of drains — required entry to the basement, it was discovered that 12,000 corpses had been stuffed into a space measuring 50 × 30 feet (15.2 × 9.1 m). The “master carman” William Burn testified that he had helped remove some of its contents when the sewer was built. Men repairing the road surface of Clement’s Lane had “asked me to give them a few baskets of rubbish [to fill potholes], which I did, and they picked up a human hand.” The bones got as far as Waterloo Bridge, where they were used as landfill to shore up the construction of Waterloo Road: infrastructure built on the bones of the city’s impoverished dead. Long after the inquiry had concluded, Walker purchased the lease on the abandoned Enon Chapel and paid for an estimated 20,000 more bodies to be reinterred in a garden cemetery outside the city.

    Illustration titled “Enon Chapel Cemetery, and Dancing Saloon”, from an 1847 issue of The Poor Man’s Guardian .

    Walker also continued to pamphleteer through the 1840s. He had the perfect case for his campaign when, in 1845, a serious fire started in the bone house of another private, unconsecrated burial ground. Spa Fields, near Exmouth Market in Clerkenwell, had been in use for over fifty years. One estimate suggested that it had capacity for 1,361 adult burial plots, but Walker calculated that upwards of 80,000 bodies were crammed in, sometimes with as many as eight stacked in one grave.

    The middle-class houses and businesses around Spa Fields had for years suffered from proximity to what Walker described as one of the worst “reservoirs of pestilence” in the capital. The bone house was at its centre. Walker’s investigations turned up a gravedigger who testified, “I have been up to my knees in human flesh by jumping on the bodies so as to cram them in the least possible space at the bottom of the graves.” The agitation of the businesses in the area forced the situation to a local magistrate’s court, and it turned out that the ultimate owner of Spa Fields, hidden behind a chain of managers, was the Marquis of Northampton. The scandal spilled into the national press.

    Spa Fields Playground, London, which sat abreast a massive pauper burial ground, one of the worst “reservoirs of pestilence” in the capital, as pictured in Isabella Holmes’ The London Burial Grounds (1896) .
    https://archive.org/details/b24862526/page/275/mode/1up

    Proposed layout of the London Necropolis at Brockwood, as featured in an 1852 issue of The Illustrated London News .
    https://en.wikipedia.org/wiki/File:Brookwood_Necropolis_proposal,_1852.png

    In 1851, thinking back to the notion of “the great majority”, Walker began On the Past and Present State of Intramural Burying Places with the blunt maxim “BULK MUST OCCUPY SPACE”. There is a powerful sense of a continuing, dangerous “necrosociability” in his writing, wherein the dead and the living continue to live together. London is envisaged as a city stuffed with the dead, “crowded into every inch of available space. . . . Myriads of bodies, in every stage of decomposition, have been, and continue to be, stowed away in subterranean receptacles in the streets, lanes, and blind alleys in this metropolis.”

    In 1852, the Burial Act finally passed, announcing that “for the Protection of the Public Health Burials in any Part or Parts of the Metropolis, or in any Burial Grounds or Places of Burial in the Metropolis, should be wholly discontinued.” Local Burial Boards were established, fees fixed, and inspection regimes formalised. Exceptions to the rule included the sites of national memorial, St Paul’s Cathedral and Westminster Abbey, some family intramural vaults where resting places had long been purchased and judged healthy, the new Cemetery Companies, and burial grounds for the Jewish and Quaker populations of the city.

    Suburban garden cemeteries — like London’s “Magnificent Seven” of Kensal Green (1833), West Norwood (1836), Highgate (1839), Nunhead (1840), Abney Park (1840), Brompton (1840) and Tower Hamlets (1841) — soon displaced the toxic churchyards. City grounds were abandoned, sometimes boarded up and left to rot, or the land informally occupied and repurposed as goods and storage yards. The horrific complex of burial grounds so central to Walker’s campaign for reform has now been almost entirely erased from the city. Even by the time Isabella Holmes set out to catalogue the remaining burial grounds for the Metropolitan Public Gardens Association in the 1880s, many had vanished entirely.

    from Roger Luckhurst, Graveyards: A History of Living with the Dead (London: Thames & Hudson, 2025).

    #Riyaume_Uni #histoire #cimetières #cadavres #commerce #capitalisme

  • How Amazon uses closer China supply ties to counter tariffs, Shein and Temu
    https://www.scmp.com/tech/tech-trends/article/3350409/how-amazon-uses-closer-china-supply-ties-counter-tariffs-shein-and-temu?module

    Amazon’s warehousing hub in Shenzhen streamlines shipping for Chinese sellers, cutting costs and delays amid rising competition and tariffs

    For pet food container seller Chen Junbin, customs used to be a major bottleneck when shipping from Shenzhen in southern China to his customers in the US.

    “In the past, we had to handle all the paperwork and coordinate with multiple logistics suppliers ourselves; a single [customs] inspection could delay our shipment by a week,” said Chen, founder of Shenzhen Lightning Technology.

    As one of the first sellers to test Amazon’s Global Warehousing and Distribution (GWD) facility, the US giant’s new model for an “all-in-one” logistics hub, Chen has seen his shipping cycle slashed from an unpredictable two- to four-week period to as short as three days since joining the initiative last June.

    By merging storage and customs clearance into one step, the facility allowed the company to deliver goods with “more frequent shipments” and “without repetitive paperwork”, Chen said.

    Amazon officially opened the world’s first GWD facility in Shenzhen to more sellers on Wednesday, marking the US e-commerce giant’s efforts to deepen its ties with the Chinese supply chain. The move followed intensified competition from Chinese rivals Temu and Shein and a turbulent year of unpredictable tariff hikes for China’s “Made in China, sold on Amazon” community.

    #Amazon #Chine #Shenzhen #commerce #navigation

  • Face aux pressions américaines, Lula défend #Pix et annonce son déploiement international.

    via https://diaspora.psyco.fr/p/12407501

    #BRÉSIL. Face aux pressions américaines, Lula défend #Pix et annonce son déploiement international. Le président brésilien Lula da Silva a répondu publiquement aux critiques de Washington : « Pix appartient au Brésil, et personne ne nous obligera à le changer. »

    La déclaration fait suite aux accusations américaines selon lesquelles le système de paiement instantané brésilien « fausserait le commerce international ».

    Qu’est-ce que #Pix ? Créé par la Banque centrale du Brésil, c’est un système de transferts instantanés disponible 24h/24, sans frais, accessible via QR code. Il compte aujourd’hui plus de 170 millions d’utilisateurs, soit près de 80 % de la population brésilienne, et a contribué à l’inclusion financière de millions de personnes jusque-là non bancarisées.

    #commerce #finance #visa #mastercard

  • Just Walked Out : Wie Amazon im LEH an der eigenen Strategie scheiterte - Supermarktblog
    https://www.supermarktblog.com/2026/03/05/just-walked-out-wie-amazon-im-leh-an-der-eigenen-strategie-scheitert

    Une source intéressante sur l’activité commerciale obligatoire pour tous sauf les vrais riches : les courses au supermarché. Dans cet article l’auteur du blog professionnel discute un échec d’Amazon. J’en retiens que le monde se rétrécit pour les personnes qui refusent de faire cadeau de leurs données.

    5.3.2026 von Peer Schader - Amazon hat die meisten seiner Supermärkte und Convenience Stores in den USA geschlossen oder in Whole Foods Markets umgewandelt. Auch wenn manche Beobachter:innen anderes behaupten: An der ambitionierten Kassenlos-Technologie ist der Konzern nicht gescheitert. Sondern an strategischen Fehlentscheidungen.

    Es gibt auch im Lebensmitteleinzelhandel Momente, die erst ikonisch wirken und später doch an der Realität zerschellen. „Für sich genommen ist das Grab-and-Go-Prinzip – fantastisch“, stand im Oktober 2019 an dieser Stelle im Blog. Und zwar in einem Zwischenfazit der Bemühungen von Amazon, den Einkauf von Lebensmitteln zu revolutionieren, indem man das Schlangestehen an der Kasse abschafft.

    Das war eigentlich eine geniale Idee. Noch dazu eine, die nach hohem Entwicklungsaufwand – zumindest bei meinen Tests in New York City – weitgehend reibungslos zu funktionieren schien.

    Das damals im Mittelpunkt stehende Format „Amazon Go“ machte den Eindruck, durch maximale Standardisierung bereit für die Expansion zu sein. Die zweifellos vorhandenen Einschränkungen und Fehleranfälligkeiten wirkten ausmerzbar.

    Die Revolution ist abgesagt

    Es half aber nichts: Sechseinhalb Jahre später ist die Revolution aus Seattle abgesagt. Zum 1. Februar 2026 hat Amazon sämtliche stationären Läden seiner zwischenzeitlich aufgebauten Lebensmittel-Vertriebslinien Amazon Fresh und Amazon Go entweder geschlossen oder auf Whole Foods Market umgestellt. Betroffen sind ungefähr siebzig Standorte in den USA. (Zum Vergleich: Rivale Walmart, der gerade erst seinen Status als weltgrößtes Handelsunternehmen an Amazon verlor, kommt in den USA über alle Vertriebslinien hinweg auf etwa 5.200 Filialen.)

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    Amazon-Go-Stores in New York City 2019: Convenience alleine war Amazon zu wenig – der Konzern zielte auf den ganzen Lebensmittelmarkt; Fotos: Smb

    Was – vorerst – bleibt, sind ergänzende Formate wie „Amazon Grocery“ (ein kleines Testkonzept in Chicago) und möglicherweise Pläne für einen Superstore bei Chicago, der es mit Walmart aufnehmen soll (laut CNBC-Bericht im Januar 2026, kurz vor der Rückzugsankündigung – ob das noch aktuell ist: unklar).

    In seiner offiziellen Mitteilung hat Amazon es so formuliert:

    „Obwohl wir in unseren Amazon-gebrandeten physischen Supermärkten ermutigende Signale gesehen haben, haben wir noch kein wirklich einzigartiges Kundenerlebnis mit dem richtigen wirtschaftlichen Modell geschaffen, das für eine großflächige Expansion notwendig ist.“

    Die Mainstream-Herausforderung

    CEO Andy Jassy hatte bereits 2023 eingeräumt, dass man noch nach der „richtigen Formel“ für stationären LEH suche – eine ungewohnte Rolle für den vom Buchhändler zum Weltkonzern aufgestiegenen Händler.

    Was ist da bei Amazon passiert? Oder besser: was nicht?

    Genau genommen hat sich bereits die Übernahme von Whole Foods Market 2017 als strategischer Irrtum für den Konzern erwiesen. Die Akquisition wurde vor allem als Signal gedeutet: Amazon meint es wirklich ernst! Das Problem: Whole Foods war mit seinem Fokus auf biologisch erzeugte Lebensmittel schon damals mehr Spezialist als Mainstreamer – und passte auch kulturell eher nicht zu Amazons Ambitionen. (Whole Foods läuft heute paradoxerweise ziemlich gut – am Ende des Texts mehr dazu.)

    Amazon stand vor der Herausforderung, ein breites Lebensmittel-Angebot aufzubauen, das in die Mitte der Gesellschaft zielt. Deshalb kam Amazon Fresh als stationäres Format dazu. Und sollte von vornherein die Lösung für ein spezifisches Problem des Lebensmitteleinzelhandels bieten: die Eliminierung lästiger Kassenschlangen.

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    Amazon Fresh Store in den USA; Foto: Atomicdragon136, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Zuschnitt.

    Anpassungen im Live-Betrieb

    Zu diesem Zweck hatte man in Seattle für viel, viel Geld die Just-Walk-Out-Technologie entwickelt und – wie beschrieben – zuerst für den Betrieb eigener Convenience Stores eingesetzt. Fertig entwickelt war sie aber trotz des laufenden Live-Betriebs nicht. Stattdessen mussten Prozesse in der Praxis laufend angepasst werden. Etwa, weil man unterschätzt hatte, wie gering die Bereitschaft bei Kund:innen ist, sich erstmal für eine App zu registrieren, um einen modernen Lebensmittelladen zu besuchen.

    Amazon korrigierte diesen Irrtum erst spät. Im März 2023 testete das Unternehmen in London ein hybrides Format: Kund:innen konnten frei eintreten, ohne Registrierung – und erst am Ausgang entscheiden, ob sie an einer regulären Kasse bezahlen oder die Just-Walk-Out-Technologie nutzen wollten (siehe Supermarktblog). Ein Eingeständnis, dass das ursprüngliche Konzept gescheitert war.

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    „Just Walk Out“ hat – auch in Großbritannien – nicht so funktioniert, wie sich Amazon das vorstellte; Fotos: Exciting Commerce

    Vollständig ist die Anpassung bis zuletzt nicht gelungen. Insbesondere nicht auf großen Flächen, wo Kund:innen ohnehin mit anderer Erwartungshaltung einkaufen. Kein Schlangestehen ist prima. Aber Kund:innen sahen lange erst nach dem Verlassen des Ladens, was ihnen abgerechnet wurde – nicht in Echtzeit, wie bei jedem normalen Einkauf. Die spätere Nachkontrolle war lästig, die Zeitersparnis dahin. Und die Geduld, eine neue Technologie zu nutzen, die als Work in Progress funktionierte, war gering.

    Massiv gesunkene Technik-Kosten

    Lag es also an der Technik, die Amazon zum Rückzug aus dem stationären LEH veranlasst hat, wie etwa die „Lebensmittel Zeitung“ Ende Januar analysierte („Ja, es war die Technik! […] Besonders relevant ist hier die Betonung auf Wirtschaftlichkeit, denn Konzepte mit Computer Vision sind teuer“).

    Aber so eindeutig lässt sich das nicht sagen.

    Ja, Amazon hat sich massiv mit der Annahme verkalkuliert, welchen Aufwand Kund:innen vorab zu betreiben bereit sind, um kassenlos einkaufen zu können.

    Was die Wirtschaftlichkeit angeht, ist die Rechnung aber eine andere. Richtig ist: Die Entwicklungskosten von Just Walk Out sollen Medienberichten zufolge gigantisch gewesen sein, die Ausstattung erster Läden mit Kameras und Sensoren verschlang Unsummen. Zuletzt gab es jedoch mehrere Berichte dazu, dass die Deployment-Kosten in den vergangenen Jahren um etwa 50 Prozent gesunken sein sollen – durch eine Kombination aus technologischen Verbesserungen und operativen Effizienzgewinnen.

    Die Kassenlos-Erfolge der anderen

    KI-Algorithmen sind exponentiell effizienter geworden. Sie kamen im Laufe der Zeit auch mit niedrigen Deckenhöhen, schrägen Böden und unregelmäßigen Decken zurecht – ohne teure bauliche Anpassungen. Die Installation wurde ebenfalls vereinfacht: bestehende Läden konnten leichter umgebaut werden, die Zahl der notwendigen Kameras sank erheblich.

    Der deutlichste Beweis dafür, dass die Technologie eigentlich funktioniert, ist allerdings, dass Just Walk Out mittlerweile an über 140 Drittanbieter in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien mit etwa 300 Standorten lizenziert wurde – und zwar mit messbaren Erfolgen: Stadionbetreiber melden Umsatzsteigerungen von über 100 Prozent, Konferenzzentren bedienen 300 Prozent mehr Kund:innen. Für andere scheint die Technologie also wirtschaftlich zu funktionieren.

    Amazon selbst bestätigte noch vor kurzem, dass 2026 weitere Lizenzpartner hinzukommen sollen, darunter Standorte in Stadien, Flughäfen, Universitäten und Krankenhäusern.

    Convenience war Amazon nicht genug

    Das Problem war vermutlich nicht die Technik an sich. Das Problem war, wie der Konzern sie einsetzte. Just Walk Out war von Anfang an eher für Convenience-Einkäufe wie meine Tests in NYC damals gemacht – schnelle Snacks, kleine Warenkörbe. Aber Amazon wollte mehr. Und presste die Technologie zu schnell in größere Formate, bevor sie im Convenience-Segment wirklich ausgereift war.

    Bereits kurz nach dem Start von Amazon Go eröffnete „Amazon Go Grocery“ auf 1.000 Quadratmetern mit über 5.000 Artikeln. Dann kam Amazon Fresh als Vollsortimenter.

    Das war wahrscheinlich ein strategischer Fehler. Aber: Erst den Convenience-Markt grundlegend aufzumischen, war Amazon nicht genug. Ziel war von Anfang an die Eroberung des gesamten stationären Lebensmittelmarkts – drunter wollte man es in Seattle nicht machen.
    Hohe Mieten als Zusatzproblem

    Dabei hätte Amazon Jahre Zeit gehabt, Go zu perfektionieren, Kinderkrankheiten auszumerzen, so gut zu machen, dass Kund:innen gar nicht mehr anders einkaufen wollen. Doch das reichte vermutlich nicht aus, um die enormen Investitionen zu rechtfertigen. Und war Hybris, keine Strategie.

    Dazu kam, dass man sich während der geplanten Eroberung des für Amazon neuen Markts gleich mehrfach verkalkulierte: Selbst als die Technologiekosten sanken, blieben die hohen Mieten für die zentralen Lagen u.a. in Business Districts und 1A-Lagen, die man angemietet hatte, um nah an der Amazon-Go-Kernzielgruppe zu sein.
    Amazon Go in der New Yorker Park Avenue und am Brookfield Place (2019); Foto: Smb

    Als 2024 drei Go-Stores in New York schlossen, erklärte das Unternehmen in einem Statement gegenüber TechCrunch:

    „In this case, while these three stores were performing well, we couldn’t make the economics work with the lease cost, so we’ve decided not to renew and have closed these locations.“

    War’s das jetzt mit LEH?

    Im April 2024 entfernte Amazon Just Walk Out schließlich aus seinen Fresh-Stores in den USA. Kund:innen wollten „receipts and savings in real time“ – also genau das, was die Technologie lange nicht leisten konnte. Seitdem standen die Dash Carts im Fokus: smarte Einkaufswagen, die Artikel beim Einlegen scannen und den Preis laufend anzeigen. Aber als Differenzierungsmerkmal zur etablierten LEH-Konkurrenz war das nicht (mehr) stark genug bzw. Amazon Fresh als stationäres Format zu wenig besonders, um Kund:innen aus ihren Gewohnheiten zu locken.

    Amazon hat also eine funktionierende, mittlerweile (für andere) wirtschaftlich einsetzbare Technologie entwickelt, aber sie in die falsche Umgebung gezwungen. Und ist deshalb gescheitert. Was natürlich die Frage aufwirft: War’s das jetzt mit Amazons Ambitionen im stationären LEH?

    Die Antwort darauf weiß man vermutlich nicht einmal im Unternehmen selbst.

    Coca-Cola für Whole-Foods-Kund:innen

    Das Paradox ist, dass es ausgerechnet für die Tochter Whole Foods derzeit ziemlich gut läuft – gerade weil der Händler Spezialist geblieben ist. Laut Amazon wuchs der Umsatz seit der Übernahme um über 40 Prozent, mittlerweile gibt es mehr als 550 Standorte. Über 100 weitere Filialen sollten zuletzt eröffnen. An zahlreichen Standorten kommen auch Amazons Dash Carts zum Einsatz.

    Foto
    Als Spezialist für mit hohem Bio-Sortimentsanteil hat sich Whole Foods Market behaupten können; Foto: Smb

    Gleichzeitig müht sich Amazon weiter, Whole Foods doch noch irgendwie Mainstream-kompatibel zu machen. In Chicago betreibt man mit „Amazon Grocery“ einen Mini-Store neben einer Whole-Foods-Filiale, damit Kund:innen dort klassische US-Marken wie Coca-Cola, Fritos und Folgers Kaffee kaufen können, die beim Bio-Spezialist nicht ins Regal passen. In Pennsylvania hat man einem Whole Foods ein automatisiertes Lager für 12.000 zusätzliche Produkte eingerichtet. Kund:innen können per QR-Code im Laden US-Marken bestellen und sie dann am Amazon-Counter abholen – ein „Store within a Store“.

    Als reinen Spezialhändler will Amazon Whole Foods also auch nicht stehen lassen. Eigentlich läge es nahe, die Handelskette zu verkaufen – die Frage ist nur: an wen? (Es gab vereinzelte Spekulationen, die sich bislang aber nicht erhärtet haben.)
    Rückbesinnung auf Delivery

    Vorerst lautet die offizielle Strategie im Lebensmittelgeschäft: Rückbesinnung auf das, was Amazon groß gemacht hat – die Lieferung. Aber mit demselben strategischen Wirrwarr. Nach dem Aufbau des US-Diensts „Same Day Grocery“, der eine Lieferung frischer Lebensmittel am selben Tag verspricht (siehe Supermarktblog), testet man seit kurzem in einigen US-Städten und in London das Format „Amazon Now“ – die _Sofort_lieferung innerhalb einer Stunde. Also genau das, was einst Prime Now leistete, bevor es vor fünf Jahren eingestellt wurde (siehe Supermarktblog).

    Heute wissen Plattformanbieter wie Doordash/Wolt, Just Eat Takeaway/Lieferando und Uber Eats diese Marktlücke mit ihren Diensten zu füllen.

    Es ist schon deswegen nicht ganz ausgeschlossen, dass Amazon Now auch in Deutschland irgendwann an den Start geht – und sich die Beteiligten, wie zuletzt in London, via LinkedIn gegenseitig auf die Schultern klopfen. Ohne dabei zu erwähnen, dass sie gerade eine Infrastruktur aufbauen, die es bis vor wenigen Jahren schon einmal fast genauso gab.

    Insofern ist man gut beraten, sich mit Analysen dazu zurückzuhalten, ob Amazon seine Pläne im stationären Lebensmittelhandel ein für alle Mal beerdigt hat. Oder ob bloß ausreichend Zeit ins Land gehen muss, bis die nächste spektakuläre Kehrtwende kommt.

    Wie man das aus Seattle halt gewöhnt ist.

    Mehr über Amazon im stationären LEH:

    2019: Amazon Go ist bereit für die Expansion. Und nimmt sich dafür ausgerechnet den deutschen Discount zum Vorbild
    2020: Multimarkenstrategie mit Fresh, Go, Whole Foods: So will Amazon zum Schwergewicht im Lebensmittelhandel werden
    2021: Work in progress: Amazons Lebensmittel-Strategie in Europa
    2022: Warum die Kassenlos-Zukunft im Supermarkt nicht so einfach ist wie gedacht
    2023: Die Rache des „Check-outs“: Amazon testet reguläre Kassen in britischen Fresh-Filialen
    2023: Amazon Stop & Go: Der lange Irrweg des Tech-Konzerns durch den Lebensmittelhandel
    2025: Same Day Grocery: Was bedeutet Amazons x-ter Anlauf im Lebensmittelhandel?

    #économie #commerce #monopoles #paiement #surveillance #vie_chère #technoligie #supermarché #intelligence_artificielle

  • Il porto di Gioia Tauro è al centro del traffico d’armi verso Israele. Il ruolo del colosso #Msc

    Il 18 marzo la Guardia di Finanza e l’Agenzia delle dogane del terminal calabrese hanno bloccato e messo sotto ispezione otto container sospetti, dopo le segnalazioni fatte il 13 e il 15 marzo da Linda Maggiori, autrice del nostro dossier “La flotta del genocidio”. I carichi fanno parte di una partita più grande di acciaio balistico partito dall’India: nelle bolle il destinatario reale non compare ma un filo ben visibile conduce al distretto militare industriale israeliano di Ramat Hasharon

    Il porto di Gioia Tauro, uno dei principali hub di transhipment (di smistamento) del Mediterraneo, è nel vortice di un traffico globale di acciaio balistico proveniente dall’India e diretto in Israele.

    Il 18 marzo la Guardia di Finanza e l’Agenzia delle dogane di Gioia Tauro hanno bloccato e messo sotto ispezione otto container sospetti, dopo le segnalazioni fatte il 13 e il 15 marzo da chi scrive. Queste ultime si basano sulle informazioni date dalla campagna #No_harbour_for_genocide, confermate dai siti di tracking e rilanciate poi dal movimento #Bds (Boicottaggio disinvestimento e sanzioni) e dalla testata Pressenza.

    Gli otto container arrivati a Gioia Tauro fanno parte di una partita più grande di 23 carichi di acciaio balistico partiti dall’India tra dicembre e gennaio su quattro diverse navi cargo della compagnia #Mediterranean_shipping_company (Msc). I porti di transhipment sono appunto Gioia Tauro e il Pireo di Atene, da dove i #container dovrebbero essere trasbordati su altre navi e dirigersi poi nell’#Hadaron_terminal del porto di #Ashdod, in Israele. Il ruolo di Msc in questa storia è preponderante visto che non solo le navi sono tutte sue ma anche i terminal: sia l’Hadaron sia il #Medcenter_container_terminal di Gioia Tauro sono entrambi nelle mani del gruppo di #Gianluigi_Aponte.

    Nella città calabrese l’ispezione ha per il momento confermato l’origine indiana dell’acciaio, prodotto dall’acciaieria #RL_Steels_&_Energy Ltd, che nel suo sito vanta apertamente una “partnership duratura con le aziende della difesa israeliane”.

    La stessa azienda a novembre 2025, come rivelato da On The Ditch, aveva spedito 125 tonnellate di acciaio per uso militare alla fabbrica di armi #Imi_systems, di proprietà di #Elbit_system, che si trova a Ramat Hasharon in Israele. Queste nuove spedizioni, secondo le informazioni di No harbour for genocide, sarebbero ugualmente dirette verso il distretto militare industriale di #Ramat_Hasharon.

    Ma nelle bolle di carico, in mano alle Dogane di Gioia Tauro, il destinatario reale non compare. Si legge solo il nome di #Banyan_group_international (#Bgi), una società intermediaria, di consulenza strategica, con uffici in Israele, India e Stati Uniti, che ha come mission quella di facilitare i rapporti commerciali tra aziende indiane e israeliane, specialmente nel settore bellico e che in questo caso agisce anche come nome di copertura per le aziende clienti.

    Il contesto è quello di un accordo commerciale e militare tra India e Israele e un traffico di armi sempre più in crescita, all’interno del quale il Paese del Sud-Est asiatico compra armi ad alta tecnologia da Israele vendendogli in cambio materie prime e acciaio balistico. Il traffico tra questi due Paesi è destinato ad aumentare anche in virtù del nuovo accordo di fornitura di armi siglato nel febbraio 2026.

    Nel frattempo rispetto a Gioia Tauro la deputata Stefania Ascari del Movimento 5 stelle ha presentato un’interrogazione urgente al governo, mentre la sua collega Anna Laura Orrico, accompagnata da Beppe Marra, referente regionale Usb, si è recata nel porto al momento dell’ispezione incontrando funzionari della Guardia di Finanza e dell’Agenzia delle dogane. “Ci hanno detto che le barre d’acciaio (quadrate e tonde) saranno sottoposte a una perizia tecnica per capire se si tratta di acciaio balistico a uso militare, dual use o unicamente civile. Nel caso in cui si accerti che l’utilizzo sia militare, si potrebbe procedere a sequestro”, spiega Orrico.

    Se ciò avvenisse sarebbe uno dei rari casi di sequestro di armamenti in transito. Come da mesi denunciamo con l’inchiesta che ha preso la forma del dossier “La flotta del genocidio”, i transiti di armi in Italia non solo si sono sempre svolti senza richiedere alcuna autorizzazione all’Unità per le autorizzazioni dei materiali di armamento (Uama), ma senza che nessuna autorità li sequestrasse, sebbene fossero diretti verso Paesi dalle condotte in palese violazione della legge 185 del 1990 che all’articolo 6 vieta esplicitamente l’export e il transito di armi verso Paesi che violano il diritto umanitario e le convenzioni internazionali.

    Nel porto di Gioia Tauro intanto la mobilitazione cresce, con presidi e conferenze stampa organizzate dai sindacati Usb e Orsa e dagli attivisti di Bds. Mentre nel Pireo il sindacato dei portuali Enedep ha già dichiarato il rifiuto di caricare e scaricare i container di acciaio balistico diretti in Israele.

    https://altreconomia.it/il-porto-di-gioia-tauro-e-al-centro-del-traffico-darmi-verso-israele-il
    #Gioia_Tauro #port #Italie #Calabre #armes #commerce_d'armes #Israël #Inde #résistance

  • Algérie. Des frontières qui tuent l’#économie des peuples du désert

    Avec plus de 6 700 kilomètres de frontières terrestres, l’Algérie fait face dans son grand Sud à un dilemme qu’aucune décision militaire ne peut trancher seule : comment sécuriser un territoire sans briser les sociétés qui le font vivre ?

    Mohammed a 28 ans et conduit des camions à #Tin_Zaouatine, l’une des bourgades algériennes les plus reculées, perchée à l’extrémité sud du pays, à quelques kilomètres du #Mali. Durant sa carrière de camionneur, il traversait souvent la frontière algéro-malienne pour acheminer des marchandises au nord du Mali. Depuis la prise du pouvoir des militaires à Bamako en 2021 et l’intensification des bombardements de l’armée malienne contre les groupes djihadistes, notamment dans la région de #Gao, et contre le #Front_de_libération_de_l’Azawad (#FLA) plus au nord, son activité s’est effondrée.

    « Nous vivons une abondance relative ici, dit-il, mais l’autre moitié de la famille et des proches au Mali ont été durement touchés. »

    Ce témoignage résume, mieux que n’importe quelle statistique, la fracture que vivent les populations frontalières du grand Sud algérien. D’un côté, un État qui sécurise ses #marges pour faire face à l’#instabilité chronique du #Sahel. De l’autre, des sociétés tribales dont les liens de sang, de #commerce et de culture enjambent les frontières depuis des siècles — et qui subissent de plein fouet chaque tour de vis sécuritaire.

    Des frontières qui n’ont jamais existé dans les esprits

    L’Algérie possède la plus longue frontière terrestre d’Afrique. Ses 6 734 kilomètres la connectent à sept pays voisins, dont le Mali (1 376 kilomètres), la #Libye (989 kilomètres) et le #Niger (956 kilomètres) — trois frontières particulièrement sensibles depuis l’effondrement de la Libye en 2011 et la déstabilisation progressive du Sahel.

    Mais sur le terrain, ces #lignes tracées par les États modernes se superposent à un tissu social et économique bien plus ancien, qui n’a jamais reconnu de séparations rigides. Les #Touaregs#Imuhagh dans leur propre langue — sont présents aussi bien dans le #Hoggar et le #Tassili algériens qu’en #Azawad malien ou dans l’#Aïr nigérien (voir carte ci-dessous). Les tribus arabes #Zaouïa, comme les #Kounta, jouent depuis des générations un rôle de médiation sociale et religieuse qui dépasse les frontières, et certains de leurs notables siègent encore aujourd’hui au Parlement algérien.

    Les #mariages_intercommunautaires entre l’Algérie, le Mali, le Niger et même jusqu’en Mauritanie au sud-ouest restent fréquents. Chaque crise diplomatique devient ainsi un fardeau social direct pour des #familles_éclatées de part et d’autre d’une #ligne_administrative. Le Sud algérien est aussi une #mosaïque_linguistique rare : on y parle l’#arabe et le #tamasheq, mais aussi des langues menacées comme le #korandje — mélange d’arabe, de berbère et de songhaï — ainsi que des dialectes #haoussa et #peul portés par les communautés frontalières et les flux migratoires.

    Le « #tahrib », une #économie_de_survie

    Dans ce contexte, la #mobilité_transfrontalière n’est pas un luxe mais une condition de survie. Pour les jeunes des zones reculées comme Tin Zaouatine, il n’existe souvent aucune autre perspective que d’intégrer les circuits du tahrib — terme qui désigne à la fois l’acte de « faire passer » et, plus largement, la #contrebande organisée. C’est ce que souligne Raouf Farrah, chercheur en géopolitique :

    "Concrètement, le tahrib consiste à exporter vers le Mali des produits algériens de première nécessité, souvent subventionnés : semoule, pâtes, carburant, électronique. Le différentiel de prix entre les deux pays rend ces flux extrêmement rentables pour les opérateurs locaux. Mais ils sont aussi vitaux pour les villes maliennes voisines comme #Tessalit ou #Kida."

    « le Nord-Mali, déconnecté des corridors logistiques de Bamako, dépend davantage de l’Algérie pour sa subsistance que de sa propre capitale. »

    Un chiffre suffit à mesurer l’ampleur du phénomène : selon les données de l’Office National des Statistiques (2018-2023), les exportations algériennes vers le Mali et le Niger sont inférieures à 2 millions de dollars par an (1,7 million d’euros). Ce chiffre dérisoire masque une économie parallèle structurée, animée par des réseaux touareg historiques — dont le chiffre d’affaires réel a cependant été divisé par trois depuis 2011.

    Trafic de documents d’identité

    « Les Nigériens, Tchadiens et Soudanais paient pour devenir algériens avec l’aide des habitants de la région », rapportent des témoins contactés par Maghreb Émergent. « Le processus consiste à se faire inscrire par des Algériens comme l’un des leurs, né dans le désert. Je suis au courant de ce trafic depuis 2006, mais on m’a récemment expliqué que ce ne sont pas seulement les Nigériens et les Maliens ayant des proches algériens qui utilisent cette démarche pour obtenir la #nationalité, les Tchadiens aussi y ont recours », raconte un témoin. « J’ai des proches là-bas, ils ont ces documents payés. »

    La #nationalité_algérienne coûte 600 000 FCFA (environ 1 000 euros) pour les Nigériens ou Maliens ayant des proches algériens, mais les Tchadiens paient 1 million de FCFA (1 500 euros), faute de réseau local.

    La problématique de l’accès à la nationalité dans les zones frontalières du Sud algérien repose, en premier lieu, sur l’héritage complexe du #tracé_colonial. Ce #découpage_territorial a fragmenté des communautés nomades, à l’instar des #tribus_touarègues, dont les structures sociales et les modes de vie s’affranchissent des frontières étatiques. Cette situation entrave la régularisation administrative de nombreuses familles et complexifie l’établissement des preuves d’allégeance nationale, certains individus refusant par ailleurs l’adhésion aux États malien ou nigérien.

    Parallèlement, le processus de #naturalisation fait l’objet de dérives systémiques impliquant des réseaux de coordination transfrontaliers entre le Mali, le Niger et la Mauritanie. Selon une source administrative, l’acquisition de la citoyenneté est désormais dénaturée par des pratiques corruptives où intermédiaires administratifs et magistrats facilitent des enregistrements frauduleux, souvent sous couvert de liens familiaux supposés avec des ressortissants subsahariens. Cette opacité structurelle occulte désormais la distinction entre les ayants droit légitimes et les bénéficiaires de manœuvres illicites.

    Quand la sécurité provoque des #crises_humanitaires

    La #militarisation progressive des frontières depuis 2011, puis les récentes tensions diplomatiques entre Alger et Bamako, ont asphyxié ces #échanges, avec des conséquences immédiates et sévères. Des blocus autour de villes comme #Gao et #Tombouctou ont conduit l’Algérie à suspendre momentanément ses #exportations. Le résultat a été sans appel.

    « L’absence de marchandises a provoqué une véritable #catastrophe_humanitaire et alimentaire », rappelle Akram Kharief — une situation si grave qu’elle a contraint Alger à reprendre les flux pour éviter le pire. C’est la démonstration par l’absurde de l’interdépendance de ces deux espaces : on ne peut pas fermer le robinet sans que des populations en meurent de soif.

    Pour les familles frontalières, la rupture prend une dimension encore plus personnelle. Elle brise les réseaux de solidarité traditionnels, met en péril des équilibres économiques construits sur des générations et transforme chaque décision politique prise à Alger ou à Bamako en tragédie familiale.

    Face à l’instabilité sahélienne, la traditionnelle #hospitalité du #désert résiste, mais se fissure. Les tribus frontalières continuent de traiter les exilés subsahariens avec humanité — eau, orientation, protection. Mais l’infiltration d’éléments djihadistes cherchant à se fondre dans le tissu tribal a profondément modifié l’équation sociale.

    « Cela place tout le monde sous suspicion », avertit Moussa, un exilé installé actuellement à Oran, dans l’ouest du pays, qui a travaillé pendant dix ans sur les routes transfrontalières entre le Mali et l’Algérie. Cette réalité a justifié, aux yeux des autorités algériennes, un renforcement du dispositif militaire qui limite drastiquement la #liberté_de_mouvement — y compris celle des populations locales qui n’ont rien à voir avec les réseaux armés.

    Une question existentielle sans réponse facile.

    Ces sociétés frontalières se trouvent aujourd’hui dans un étau. Coincées entre un État central qui, pour garantir sa sécurité, essaie de s’immuniser des réseaux djihadistes qui sévissent encore dans la région et une instabilité régionale qui ne montre aucun signe d’apaisement, elles font face à une question que ni Alger ni les capitales sahéliennes ne semblent vouloir poser ouvertement : peut-on sécuriser une frontière sans insécuriser la société qui la fait vivre ?

    Comme le formule sobrement une source locale : « La frontière administrative ne peut pas annuler l’unité sociale et économique. » La vraie question est de savoir si les États de la région en ont pris la mesure — avant qu’il ne soit trop tard.

    https://orientxxi.info/Algerie-Des-frontieres-qui-tuent-l-economie-des-peuples-du-desert

    #frontières #Algérie

  • 9 arrested over Louvre ticket fraud scheme involving Chinese tourists
    https://www.scmp.com/news/world/europe/article/3343382/9-arrested-over-louvre-ticket-fraud-scheme-involving-chinese-tourists

    Ah ces sacrés Chinois !

    Je ne vois qu’une méthode pour prévenir ce genre de fraude : rendre gratuites les visites du Louvre pour tout le monde, y autoriser la photographie commerciale aussi et distribuer de préférence les ticket aux enfants d’ouvrier, aux écoles, étudiants et gens sur place. Que les touristes fassen la queue.

    Le modèle commercial de DeepSeek c’est pour le Louvre : On fait des cadeaux et on profite des retombées.

    13.2.2026 - The world-famous museum says it lost nearly US$12 million over the past decade as the result of tickets being reused for different visitors

    The Paris prosecutors’ office on Thursday said that nine people were being detained as part of an investigation into a suspected decade-long, €10 million (US$11.8 million) ticket fraud scheme at the Louvre, the world’s most visited museum.

    The arrests took place on Tuesday as part of a judicial investigation opened after the Louvre filed a complaint in December 2024, the prosecutors’ office said.

    The loss for the museum over the past decade is estimated to exceed €10 million, it said.

    Those detained include two Louvre employees, several tour guides and one person suspected of being the mastermind, according to the prosecutors’ office.

    The museum alerted investigators about the frequent presence of two Chinese tour guides suspected of bringing groups of Chinese tourists into the museum by fraudulently reusing the same tickets multiple times for different visitors.

    Other guides were later suspected of similar practices.

    Louvre ticket fraud ring dismantled, police says
    https://www.lemonde.fr/en/culture/article/2026/02/12/louvre-ticket-fraud-ring-dismantled-police-says_6750429_30.html

    The Louvre Museum on December 18, 2025, in Paris

    C’est confirme, ces petits malins ont su déjouer les services de l’honorable institution française. Le péril jaune est l’avenir du monde !

    Comme disait l’autre : « We coup where we want, get used to it. »

    12.2.2026 by Le Monde with AFP - French police have broken up what the Louvre described as a ’large-scale’ ticket fraud network. Local news says nine people were arrested, including two museum employees.

    French police have dismantled a “large-scale” ticket fraud network at the Louvre in Paris, the museum said Thursday. The operation took place on Tuesday following “a report from the Louvre Museum,” a spokeswoman for the world-famous institution told Agence France-Presse.

    “Based on the information available to the museum, we suspect the existence of a network organizing large-scale fraud,” she added. She said the world’s most visited museum was facing “a rise and diversification in ticketing fraud” and has, in response, implemented a “structured” anti-fraud plan in cooperation with its staff and the police.

    French daily Le Parisien said nine people were arrested, including two museum employees and two tour guides. The Chinese community is believed to be particularly targeted by the scam, the newspaper said.

    Louvre bosses have been under huge pressure after thieves carried out a brazen robbery in October, making off with jewelry worth an estimated $102 million. Authorities have arrested all four alleged members of the heist crew, but have not found the stolen jewels.

    In recent months, trade unions have launched several days of strikes at the Louvre, pressing for more recruitment, more pay and better maintenance of the vast former royal palace.

    #France #Chine #patrimoine_culturel #commerce #tourisme

  • Abkehr vom Dollar: Wie mit Brics Pay eine neue globale Finanzarchitektur entsteht
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/abkehr-vom-dollar-wie-mit-brics-pay-eine-neue-globale-finanzarchite

    9.2.2026 Nicolas Butylin - Die geplanten Einführung von Brics Pay und Vorstöße Chinas für den Yuan fallen zeitlich zusammen. Damit gewinnt die Diskussion über eine Verringerung der Dollar-Abhängigkeit an Dynamik.

    Es sind Finanz- und Währungsthemen, die innerhalb der aufstrebenden Brics zunehmend an Relevanz gewinnen. Der geplante Start der Zahlungsplattform Brics Pay fällt beispielsweise zeitlich mit neuen Vorstößen Chinas zur Stärkung des Yuan als Reservewährung zusammen. Die finanzpolitischen Entwicklungen nähren so die Debatte über eine schrittweise Verringerung der globalen Abhängigkeit vom US-Dollar.

    Die Brics, ursprünglich bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, verstehen sich zunehmend als wirtschafts- und finanzpolitisches Gegengewicht zu den westlich geprägten Industriestaaten. Inzwischen wurde das Bündnis um weitere Länder erweitert, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Iran und Äthiopien. Gemeinsam repräsentieren die Brics-Staaten mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung und einen wachsenden Anteil der globalen Wirtschaftsleistung.
    Brics Pay: „Vor uns liegt ein langer evolutionärer Prozess“

    Vor diesem Hintergrund treiben die Brics seit mehreren Jahren Projekte voran, die den Handel untereinander unabhängiger von westlichen Finanzstrukturen machen sollen. Brics Pay ist dabei als ergänzende Zahlungsinfrastruktur für grenzüberschreitende Transaktionen konzipiert. Ziel ist es, Transaktionen in nationalen Währungen zu ermöglichen, Kosten zu senken und die Anfälligkeit für externe Eingriffe, etwa durch Sanktionen, zu reduzieren. Ein direkter Ersatz für das internationale Finanznachrichtensystem SWIFT ist das Projekt bislang nicht.

    Experten aus Brics-Ländern warnen zudem vor überzogenen Erwartungen. „Brics Pay existiert bislang als Konzept und als Bündel von Pilotlösungen. Vor uns liegt ein langer evolutionärer Prozess, einen abrupten Bruch mit der bestehenden Dollar-Infrastruktur wird es nicht geben“, sagt Mikhail Nikitin, Partner bei 5D Consulting, gegenüber der russischen Wirtschaftsnachrichtenagentur Prime. Entscheidend sei weniger die Symbolik als die praktische Umsetzung: einheitliche Standards, abgestimmte Emissionsregeln und funktionierende Clearing-Mechanismen.

    Zeitgleich kommt der politische Druck nicht nur aus dem Brics-Lager. Chinas Führung wirbt offensiver denn je für den Yuan als Reservewährung. Doch auch hier mahnen Ökonomen zur Nüchternheit. „Der Yuan ist bislang nicht frei konvertierbar. Das schafft eine strukturelle Asymmetrie“, erklärt Svetlana Frumina von der Plechanow-Wirtschaftsuniversität in Moskau. Während die USA ihre Schuldenlast über ein tief integriertes Dollarsystem international verteilen könnten, fehle China diese Möglichkeit unter den derzeitigen Kapitalverkehrsbeschränkungen.

    Dennoch: Die Richtung in der Finanzwelt ist eindeutig. Der Anteil des Dollars an den weltweiten Währungsreserven liegt zwar weiterhin bei rund 57 Prozent, doch die dominierende Rolle des Dollars erscheint weniger alternativlos als noch vor wenigen Jahren. „Eine Reservewährung lebt von Vorhersehbarkeit, Liquidität und stabilen Regeln. Genau diese Selbstverständlichkeit verliert der Dollar zunehmend“, sagt die Expertin Frumina.

    Brics-Vertreter rechnen mit Gegenmaßnahmen der USA

    Für die politischen Verantwortlichen in Washington ist Brics Pay daher weniger wegen seines derzeitigen Umfangs von Bedeutung als wegen der politischen und wirtschaftlichen Signalwirkung. Nikitin rechnet indes mit Gegenmaßnahmen. Er erwarte politischen Druck auf Moskau, Peking und Neu-Delhi, Handelshemmnisse und massive Versuche, die bestehende Dollar-Infrastruktur aktiv zu verteidigen.

    Unterm Strich, da sind sich auch die russischen Finanzexperten einig, deutet wenig auf einen schnellen Machtwechsel im globalen Währungssystem hin. Doch die Entstehung paralleler Finanzarchitekturen gilt inzwischen selbst unter westlichen Analysten als unumkehrbar. Die von den Brics forcierte Dedollarisierung treibt den Umbau der globalen Finanzordnung immer weiter voran.

    #économie #relations_internationales #commerce #BRICS #impérialisme

  • Commerces de proximité et liens sociaux des personnes âgées
    https://metropolitiques.eu/Achats-du-quotidien-et-liens-sociaux-des-personnes-agees.html

    Face au vieillissement de la population, les commerces de proximité maintiennent les liens sociaux des #personnes_âgées et permettent de « briser la solitude sans avoir à le dire ». Une enquête conduite dans le canton de #Genève invite à élargir à l’échelle du quartier les réflexions portant sur le bien-vieillir en autonomie. Le vieillissement de la population, en tant que mégatendance au même titre que les migrations et la transition démographique (OFS 2024), constitue un enjeu majeur, voire #Terrains

    / #commerce de proximité, commerce, #isolement_social, personnes âgées, #âge, Genève, #Suisse

    #commerce_de_proximité
    https://metropolitiques.eu/IMG/pdf/met-pignolo-hummel.pdf

  • Nous sommes Jacques
    https://noussommesjacques.com
    On ne nous dit pas comment sont utilisés les gains obtenus par la vente des jolis pins

    Vu sur https://zeitpunkt.ch

    Qu’il soit historique, qu’il soit présent, chaque grand pouvoir a certaines chosese qu’il ne tolère pas . Partout dans le monde on tire alors des lignes rouges à ne pas dépasser. Elles constituent la limite de la liberté d’expression et sont rarement connues d’avance et encore moins précises.

    L’arbitraire des punitions et sanctions pour les naïfs et les courageux est systématiquement le résultat du « chaos organisé » dans les institurion répressives. Ceci est connu chez les censeurs et tortionnaires . L’expression chaos organisée est bel et bien un terme nazi inofficiel couramment employé au sein des administrations en concurrence permanente de l’état national-socialiste .

    Jacques Baud wurde bestraft, weil er neutral über die Ereignisse rund um die Ukraine berichtet hat.

    Man kann seine Meinung teilen oder nicht. Was aber nicht geht, ist ein Schweizer Bürger mundtot zu machen.

    Die EU, welches ein bürokratisches Monster ist und nicht mit Europa verwechselt werden darf, hat ohne Rekursionsmöglichkeit einen ihnen unliebsamen Boten mit Sanktionen belegt. Jacques Baud kann sich rechtlich nicht wehren.

    Wir fordern alle rechtschaffenen Bürger der Schweiz und des Auslandes auf, laut gegen diesen Willkürakt zu protestieren.

    Als Zeichen des Protestes kann auch dieser Button dienen.

    #Europe #Suisse #Ukraine #liberté_d_expression #commerce #wtf

  • Elektronikhändler auf Chinesisch
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196456.onlinehandel-elektronikhaendler-auf-chinesisch.html

    28.12.2025 von David Bieber - Das Online-Riese JD.com soll den Mutterkonzern von Mediamarkt und Saturn übernehmen

    Hoch sind die Erwartungen bei Ceconomy, dem Mutterkonzern von Mediamarkt und Saturn, in Düsseldorf. Denn der chinesische Online-Riese JD.com – benannt nach seinem Firmengründer Liu Qiangdong – steht kurz vor der Übernahme der Elektronikhändler. Der Eigentümerwechsel soll im ersten Halbjahr 2026 vollzogen werden.

    JD.com sicherte sich etwa 85 Prozent der Ceconomy-Aktien, das Bundeskartellamt hat die Übernahme bereits genehmigt. Die finale Entscheidung liegt wegen des sogenannten Außenwirtschaftsgesetzes beim Bundeswirtschaftsministerium. Das Übernahmeangebot von JD.com ist bereits seit knapp einem halben Jahr anhängig. Nichtsdestotrotz geht man bei Ceconomy davon aus, dass der Deal zeitnah über die Bühne geht.

    Die Übernahme soll das Belieferungsgeschäft verändern. »90 Prozent der Lieferungen von JD.com in China finden am gleichen oder am nächsten Tag statt. Daran wollen wir teilnehmen«, sagt der Vorstandschef von Ceconomy, Kai-Ulrich Deissner, der Funke Mediengruppe.

    »Der Schritt von JD.com gerade in Deutschland zu expandieren, kann als eine Art Diversifizierung verstanden werden, da der heimische Markt in China übersättigt und hart umkämpft ist.« Wutao Wen Marktforschungsinstitut Rheingold

    Mit der Online-Plattform Joybuy ist der JD-Konzern bereits in Europa und auch in Deutschland präsent. »Der Schritt von JD.com gerade in Deutschland zu expandieren, kann als eine Art Diversifizierung verstanden werden, da der heimische Markt in China übersättigt und hart umkämpft ist«, ordnet Wutao Wen, China-Experte vom Marktforschungsinstitut Rheingold in Köln, gegenüber »nd« ein. JD.com versuche, durch die Erschließung des deutschen Marktes Konkurrenten wie den chinesischen Rivalen Alibaba auszustechen.

    Die Erfahrung von JD.com in der Digitalisierung und der hoch entwickelten Lieferketten- und Logistikinfrastruktur könne dem Online-Handel in Deutschland einen Schub verschaffen, vermutet Wen. »Die Schnelligkeit der Lieferungen und interessante Rabatte können den Markt umwälzen und JD.com eine privilegierte Rolle am Markt einbringen.«

    Ceconomy rechnet durch die »Partnerschaft« damit, Zugriff auf Technologien, auf Einzelhandelswissen und auf Lieferketten zu erhalten. Das verspricht sich umgekehrt auch JD.com. »Es könnte ein guter strategischer Schritt sein, eine deutsche Firma wie Ceconomy zu übernehmen, da JD.com dann von der europäischen und deutschen Infrastruktur profitieren könnte.« Letztlich könne es eine »Win-win-Situation« werden, meint Wen.

    Die Ketten von Ceconomy sind in elf Ländern vertreten, mit 403 Filialen ist Deutschland die mit Abstand größte Region. Von knapp 48 000 Beschäftigten arbeitet ein gutes Drittel hierzulande. Im August hieß es, dass Ceconomy nach Effizienzen suche. Dazu gehöre es, Personal abzubauen. Nun rudert Deissner zurück. Auf Nachfrage der Funke Mediengruppe sagt der Ceconomy-Chef: »Wir wollen ganz eindeutig keine Stellen in großem Maße abbauen.« Dass es indes zu Veränderungen kommen werde, sei nur eine Frage der Zeit. Einzelne Arbeitsplätze könnten bei der Schließung oder Verlagerung von Filialen wegfallen. Aber: »Die menschliche Note macht den Unterschied. Wir wollen der beste Arbeitgeber sein.«

    Italien, wo Ceconomy 144 Filialen betreibt, will die Übernahme durch JD.com laut der Nachrichtenagentur Reuters unter rigiden Auflagen für den Datenschutz genehmigen. Der Onlinehändler müsse sich dazu verpflichten, alle personenbezogenen Daten italienischer Kunden strikt von jenen von JD.com und seinen Tochtergesellschaften zu trennen.

    #Allemagne #Chine #commerce

  • "Les médailles les moins chères coûtent moins de 2 euros. Les plus chères, en plaqué or, autour de 15 euros. « On en vend 10 000 par jour », affirme le recteur de cette chapelle, où travaillent 40 bénévoles, ainsi qu’une quinzaine de sœurs des Filles de la Charité. "

    A Paris, une chapelle presque inconnue attire des millions de touristes
    https://archive.ph/YPUIM#selection-2091.1-2091.244

    En 2025, Notre-Dame-de-la-Médaille-Miraculeuse, située dans le 7ᵉ arrondissement de la capitale, aura accueilli environ 3 millions de visiteurs venus du monde entier. Un record. Et pourtant, elle est presque totalement inconnue des Parisiens.

    Des Brésiliens, des Mexicains, des Espagnols, des Italiens, des Philipins… A la sortie de la chapelle Notre-Dame-de-la-Médaille-Miraculeuse, à Paris (7e), on croise des visiteurs du monde entier. Certains trimballent une valise à roulettes, d’autres un sac du Bon Marché, situé juste en face. Personne ne franchit ce porche de la rue du Bac par hasard : tous ont calé cette étape au milieu d’une journée remplie de visites dans la capitale.
    « C’est une chapelle très connue au Guatemala. Toutes mes amies qui sont venues à Paris sont passées par ici », livre Olga (qui n’a pas souhaité donner son nom, comme tous les personnes citées par leur seul prénom), 60 ans, en vacances avec son fils. Maria, une Mexicaine de 57 ans, connaît cette chapelle depuis son enfance. « Mon père m’avait offert un livre sur la médaille miraculeuse. Je m’en suis souvenue il y a quelques jours, en tombant sur une vidéo YouTube. Alors je me suis dit, je ne peux pas quitter Paris sans y passer ! »
    Pas très grande, très bien entretenue, située dans un quartier chic apprécié des touristes, cette chapelle parisienne aura accueilli « 3 millions de personnes en 2025 », essentiellement des étrangers, affirme le père Alexis Cerquera Trujillo, ancien missionnaire lazariste, et recteur des lieux. Un record. C’est deux fois plus que la Sainte-Chapelle (où l’entrée est payante), et à peu près autant que le Musée d’Orsay. « Il y a dix ans, on avait moitié moins de visiteurs », livre cet ecclésiastique colombien. Les commerçants situés autour en profitent largement.
    Si ce site est connu dans le monde entier, c’est en raison d’un petit objet : une médaille. C’est ici qu’en 1830, la Vierge Marie serait apparue à une sœur de la Charité, Catherine Labouré. La Vierge lui aurait demandé de frapper une médaille, avec un « M » et une croix. Depuis, on prête à cet objet des pouvoirs miraculeux : elle aurait guéri des malades, en particulier lors d’une épidémie de choléra, et réalisé toutes sortes de grâces. Au cours du XIXe siècle, les Sœurs de la Charité et les frères lazaristes l’ont diffusée partout dans le monde, au cours de leurs missions. Des reproductions de la chapelle de la médaille miraculeuse ont été construites en Colombie, au Brésil…
    Années fastes pour le tourisme
    Et si, en 2025, cette chapelle a été particulièrement courue, c’est que l’année a été faste pour le tourisme parisien, dans la lignée de 2024. La réouverture de Notre-Dame a attiré de nombreux visiteurs dans la capitale, avec une sensibilité aux lieux du catholicisme. Le recteur de la chapelle cite aussi le Jubilé de Rome, proclamé tous les vingt-cinq ans, et qui a stimulé le désir de voyager en Europe. « Nous avons aussi de nombreux visiteurs non catholiques. Des gens curieux. Nous figurons dans les guides touristiques, sur les réseaux sociaux. Beaucoup de Japonais viennent pour les médailles, parce qu’ils aiment bien l’objet, sa magie, l’idée qu’elle peut avoir des pouvoirs », développe-t-il.

    A l’entrée du site, un écran plasma détaille l’arrivée des groupes : Indonésie, Mexique, Sri-Lanka… Des panneaux décrivent l’histoire du lieu, tandis que sur un présentoir, des prospectus sont déclinés dans une vingtaine de langues – même en bulgare, vietnamien, ou slovaque. Certains visiteurs laissent un mot avec une demande de prière. On croise quelques Français, comme cette étudiante en droit de 20 ans, venue « remercier » la Vierge après avoir réussi sa série de partiels.
    Pour les visiteurs, l’attrait du site tient beaucoup à la boutique de médailles, tenue par des sœurs installées derrière les caisses. Le jour de notre passage, elle fourmillait de monde. Les médailles les moins chères coûtent moins de 2 euros. Les plus chères, en plaqué or, autour de 15 euros. « On en vend 10 000 par jour », affirme le recteur de cette chapelle, où travaillent 40 bénévoles, ainsi qu’une quinzaine de sœurs des Filles de la Charité. Et si à la sortie, les touristes s’attardent dans l’enceinte, c’est aussi parce que le calme des lieux tranche avec la frénésie de la rue du Bac. Et qu’on y trouve un équipement dont Paris manque cruellement : de vastes toilettes, propres et gratuites.

  • #Forlenza patteggia per la “gestione” del #Cpr di Milano. I suoi nuovi affari, intanto, sono altrove

    L’amministratore di fatto della #Martinina Srl, l’ente gestore del Centro di permanenza per il rimpatrio finito sotto la lente della Procura, ha patteggiato due anni e tre mesi. Era imputato per frode in pubbliche forniture e irregolarità nell’esecuzione del contratto. A processo anche a Potenza, l’imprenditore è attivo oggi nel commercio di materie prime, specie cacao, anche con una società costituita insieme a Ernesto Sica, volto noto della politica campana.

    Per le condizioni disumane all’interno del Centro di permanenza per il rimpatrio (Cpr) di Milano, Alessandro Forlenza, ex amministratore di fatto della Martinina Srl, ha patteggiato appena prima di Natale una pena di due anni e tre mesi di reclusione e una multa di appena duemila euro. L’imprenditore era imputato per turbativa d’asta e frode in pubbliche forniture per le irregolarità nell’aggiudicazione e poi nell’esecuzione dell’appalto da oltre quattro milioni di euro per la gestione della struttura. Come raccontato su Altreconomia la società per aggiudicarsi il bando aveva presentato documenti falsi, promettendo attività inverosimili.

    Il 21 dicembre il giudice Franco Cantù Rajnoldi ha dato il via libera all’accordo raggiunto tra il Pubblico ministero Paolo Storari e i legali della società -Antonio Ingroia ed Eolo Alessandro Magni-: Martinina Srl pagherà una multa di 30mila euro e avrà il divieto di esercizio di fare impresa per 20 mesi. Andrà a processo invece Consiglia Caruso, madre di Forlenza, amministratrice della società.

    Si conclude così un pezzo importante del processo al Cpr di Milano, lo stesso in cui, come descritto dalle 164 pagine curate dai sostituti Giovanna Cavalleri e Paolo Storari, il 13 dicembre 2023, i reclusi erano ridotti in condizioni disumane tra luoghi sudici, visite mediche negate e cibo scadente.

    In questi anni di processi giudiziari, però, l’attività imprenditoriale di Forlenza non si è conclusa. Tutt’altro. Impossibilitato dal partecipare ai bandi pubblici si è concentrato sul commercio internazionale. La società “Solina-Sahel Agri Sol”, parte del gruppo Deko, ha annunciato pochi mesi fa che la società Coranimo era stata incaricata di rappresentare il gruppo in Italia. “Per ogni richiesta o per discutere delle opportunità lavorative scrivere ad Alesandro Forlenza”, si leggeva sul sito. Sito che, a fine dicembre 2025, non è più raggiungibile: dalla brochure ancora reperibile online si legge che “il gruppo [societario] si impegna a portare i migliori prodotti agricoli del Sahel, dell’Africa occidentale e orientale sul mercato globale”.

    C’è un po’ di tutto: verdure, frutta, spezie, noccioline e poi caffè, tè e cacao. Proprio sul cacao sembra essersi mosso Forlenza che, nei mesi scorsi, avrebbe tentato di aprire un’attività in Costa d’Avorio dove anche la società Soliva dichiarava di avere una sede. Sui biglietti da visita l’imprenditore si presenta come “international commodity trader mandates facilitators” indicando una email con un dominio “coranimo.it” che risulta inesistente mentre la partita Iva risulta intestata a lui.

    Coranimo non è un nome nuovo nella galassia dell’imprenditore. È la stessa denominazione con cui in Italia l’imprenditore campano ha registrato una società a responsabilità limitata denominata “Edil Coranimo”. L’azienda con sede a Milano ha per oggetto lo “sviluppo di progetti immobiliari senza costruzione” sia in Italia sia all’estero. È stata costituita nel 2020 da Forlenza, sempre con la madre Consiglia Caruso che attualmente è l’amministratrice unica, di fronte al notaio Stefano Campanella.

    A inizio febbraio di quest’anno Forlenza, invece, si è trovato di fronte al notaio Gaetano Di Giovine con altri soci per dar vita alla “Gemma Italia Srls”: una società che ha per oggetto “la vendita e il commercio, sia all’ingrosso che al dettaglio di prodotti alimentari quali cacao, caffè e prodotti derivati”. Da statuto inoltre è previsto che potrà “partecipare ad altre società, anche all’estero, aventi oggetto analogo, affine o connesso al proprio”. Insomma, un cerchio che sembra chiudersi con le attività del gruppo “Solina-Sahel Agri Sol”, di cui le tracce online sono sparite.

    Tra i soci che hanno contribuito a far nascere la “Gemma Italia”, che sul portale del Registro delle imprese risulta a metà dicembre registrata come inattiva, c’è anche Ernesto Sica, candidato per le elezioni regionali 2025 in Campania a sostegno del viceministro degli Esteri Edmondo Cirielli (Fratelli d’Italia). Sica nel 2000 fu eletto sindaco ad appena 28 anni a Pontecagnano Faiano, in provincia di Salerno, diventando una figura di spicco prima del centrosinistra e poi nel centrodestra di Silvio Berlusconi.

    Proprio Pontecagnano è il Comune in cui ha sede la Martinina Srl e di cui è originaria anche Paola Cianciulli, moglie di Forlenza: entrambi sono a processo di fronte al Tribunale di Potenza per la gestione del Cpr di Palazzo San Gervasio dove dovranno rispondere delle accuse di frode in pubbliche forniture inerenti all’appalto. Forlenza anche per maltrattamenti. I processi vanno avanti, gli affari non si fermano.

    https://altreconomia.it/forlenza-patteggia-per-la-gestione-del-cpr-di-milano-i-suoi-nuovi-affar
    #détention_administrative #rétention #migrations #réfugiés #sans-papiers #Italie
    #justice #procès #fraude #sous-traitance #privatisation #amende #Consiglia_Caruso #Solina-Sahel_Agri_Sol #Deko #Coranimo #Alessandro_Forlenza #Soliva #cacao #commerce_international #business #Edil_Coranimo #Gemma_Italia #Ernesto_Sica #Pontecagnano #Paola_Cianciulli #Palazzo_San_Gervasio

  • La colère noire des salariés en grève d’Amazon Brétigny pour le Black Friday
    https://www.streetpress.com/sujet/1764351422-colere-noire-salaries-greve-amazon-bretigny-black-friday-cad

    En ce jour dédié à la consommation et alors qu’#Amazon France a généré 1,34 milliard d’euros de chiffre d’affaires en 2024, les grévistes souhaitent mettre la lumière sur leurs #conditions_de_travail éreintantes, leur cadence effrénée, la #surveillance accrue et le climat de peur qui règne au sein de leur usine. Ils dénoncent aussi une véritable « répression syndicale ».

    Pour l’entreprise, il serait hors de question de perdre une miette sur le planning. Au point d’imposer des #cadences intenables à ces salariés, dénoncent les grévistes. « Chaque jour, on a un quota à atteindre, on doit déballer et trier 52 cartons par heure. Et ce pendant huit heures de travail », explique Rita Taha, salariée chargée de la réception des marchandises livrées par camion et représentante SUD.

    À ses côtés, ses collègues énumèrent : « En stockage, c’est jusqu’à 320 colis par heure qu’il faut ranger sur les étagères, tantôt en haut, tantôt en bas, selon les ordres de l’ordinateur, soit une marchandise à ranger toutes les trois secondes », renchérit Bruce, salarié de l’entreprise depuis quatre ans. Des gestes physiques et répétitifs, qui lui provoqueraient des douleurs « aux poignets, aux épaules et aux genoux ». « Et au dos », soupire Lisa dans son cas. « Depuis que je travaille ici, j’ai une reconnaissance de ma qualité de travailleur handicapé », précise-t-elle.

    Les employés racontent également subir une pression des managers pour respecter le rythme. « On n’a que 30 minutes de pause. Mais regardez comment l’entrepôt est immense ! », lance Clément, un salarié gréviste, en montrant le bâtiment gris où les rangs des camions s’alignent. Avec ses 142.000 m2 de superficie, l’entrepôt de Brétigny-sur-Orge est le plus grand que possède Amazon en France. Il dénonce : « Il faut parfois compter jusqu’à dix minutes de trajet pour faire l’aller-retour jusqu’au réfectoire. Ajoutez l’attente et il ne reste à peine dix minutes pour manger. » Idem pour aller aux toilettes, selon Enzo : « Lorsque l’on revient, il faut doubler la cadence pour rattraper le retard. »

    Dans ce contexte, les #accidents_du_travail seraient récurrents. Sur son téléphone, Rita Taha montre une vidéo d’un salarié secouru par les pompiers après avoir eu un malaise à la sortie de l’entrepôt le 17 novembre. « C’est devenu habituel : les secours connaissent le chemin pour venir », dit-elle, inquiète. Clément et Enzo évoquent le cas d’un de leurs collègues en arrêt depuis plus d’un an : « Son tendon du bras s’est cassé en actionnant la manette qui immobilise les camions. A priori, il ne retrouvera plus jamais sa mobilité du bras. Et le pire, c’est qu’un accident similaire s’est déjà produit le mois d’avant ! », disent-ils. Malgré les alertes concernant ces accidents, ils assurent : rien ne change.

    La dizaine de salariés présents sous le barnum assurent qu’ils étaient bien plus nombreux le 10 septembre, lors du mouvement Bloquons Tout. Si certains manquent à l’appel ce 28 novembre, c’est par peur, assurent-ils. « On assiste à une véritable répression syndicale », s’indigne Joseph Mukoko en prenant le micro. Il y a dix jours, Mediapart révélait le cas de deux salariées bannies du site pour s’être liées d’amitié avec une déléguée syndicale CGT, relation étroitement surveillée par l’entreprise. Une plainte a été déposée.

    Une dizaine de camions de CRS encerclent désormais le groupe de 30 manifestants. Même un #drone les survole.

    #grève #logistique #travail #commerce #répression_anti-syndicale

  • China’s cross-border interbank payment system goes live with Standard Bank as first African bank to offer service
    https://corporateandinvestment.standardbank.com/cib/global/who-we-are/about-us/news/china-cross-border-interbank-payment-system-goe

    Voilà une nouvelle importante. On se demande pourquoi suivant Duckduckgo qu’un seul journal allemand nous met au courant.

    20.11.0225 - Standard Bank, the biggest bank in Africa by assets, is the first authorised bank to offer transactions through China’s Cross-Border Interbank Payment System (CIPS).

    The bank was granted license to offer CIPS transactions in June at the Lujiazui Forum in Shanghai. The system has since gone live and was recently inaugurated at a ceremony held at the South African Reserve Bank (SARB).

    Mr Lesetja Kganyago, Governor of the SARB was joined at the ceremony by Pan Gongsheng, Governor of the People’s Bank of China (PBOC) and Wang Hongbo, Chairman of the CIPS. The two Governors emphasised the importance of the system for future payment transactions between commercial entities in both countries.

    The payment system allows for interbank payments between Africa and China using Chinese Renminbi (RMB) as the underpinning currency. Access to CIPS will provide banks and financial institutions the ability to clear and settle cross-border payments without the need to use different currencies.

    “We are keen advocates for Africa’s growth, and this new service is tailored to provide solutions that meet our clients’ needs where they operate. CIPS will enable more integration with a key trading partner and offer our clients diverse options for optimising their operations,” says Crosby Mkhwanazi, Head of Client Coverage at Standard Bank Corporate & Investment Banking.

    According to Standard Bank’s Trade Barometer 2024, 34% of surveyed businesses source their imports from China in contrast to 23% of the businesses surveyed in May 2023.

    With China being Africa’s largest export market, the new payment system will simplify and accelerate the clearance of transactions between the two markets.

    “We are confident in the exciting and continued evolution of the payments environment. CIPS is a seminal touchpoint for the broader development that continues to proceed at pace in the space, we will continue to work to provide innovative client solutions,” concludes Mkhwanazi.

    CIPS transactions are available on Standard Bank platforms.

    Standard Bank Pioneers Direct Integration with China’s CIPS for Faster, Cheaper Africa-China Payments

    The Benefits: Cutting Costs and Speeding Up Trade
    Broader Implications for Africa-China Relations

    Standard Bank, South Africa’s largest lender by assets, has become the first African bank to directly link up with China’s Cross-border Interbank Payment System (CIPS). This groundbreaking move, announced in November 2025, allows for real-time or near real-time payments between Africa and China in Chinese yuan (RMB), cutting out the need to route transactions through the US dollar. By bypassing the dollar, businesses can enjoy lower costs, quicker settlements, and smoother trade flows, boosting economic ties between the continents.

    The integration, secured after obtaining a licence in June 2025, builds on Standard Bank’s long-standing partnership with the Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), which holds a 20% stake in the bank since 2007. As Africa-China trade continues to grow—reaching over R4.5 trillion in 2024—this development comes at a key time, helping firms navigate currency fluctuations and high fees. With Standard Bank’s vast network serving 19.5 million clients across the group (12.4 million in South Africa alone as of June 2025), the move could transform how millions do business with China.

    The Benefits: Cutting Costs and Speeding Up Trade

    Switching to yuan-based payments through CIPS means African companies can avoid the extra charges and delays that come with using the US dollar as an intermediary. Traditional transfers often involve multiple banks, leading to higher fees and longer wait times—sometimes days. With CIPS, settlements can happen in hours or even minutes, making it easier for exporters and importers.

    Experts say this could save businesses up to 30% on transaction costs, especially for small and medium enterprises (SMEs) trading with China. “This integration not only reduces reliance on the dollar but also strengthens the yuan’s role in African trade,” noted a financial analyst from Nedbank. For South Africa, where China is the top trading partner, this could boost sectors like mining, agriculture, and manufacturing.

    Standard Bank’s Group Chief Executive, Sim Tshabalala, highlighted the move’s potential: “By enabling seamless RMB transactions, we’re opening doors for African businesses to grow faster and compete globally.” The bank, named Africa’s best by Euromoney in 2025 and South Africa’s most valuable banking brand for four years running by Brand Finance, sees this as a way to leverage its footprint in 20 African countries and four global financial centres, reaching a combined population of nearly 800 million.
    ICBC Partnership: A Long-Term Alliance

    The CIPS link builds on Standard Bank’s 17-year tie-up with ICBC, the world’s largest bank by assets. ICBC’s 20% stake, acquired in 2007 for R36.7 billion, has fostered joint ventures in trade finance and infrastructure. This relationship has helped Standard Bank navigate African markets while tapping into China’s economic might.

    “ICBC’s support has been key in making this integration possible,” said a Standard Bank spokesperson. The partnership has already facilitated billions in deals, from mining projects in Zambia to renewable energy in South Africa. With China’s Belt and Road Initiative pouring investments into Africa—over R2 trillion since 2013—this direct payment channel could accelerate more collaborations.

    Broader Implications for Africa-China Relations

    China remains Africa’s biggest trading partner, with bilateral trade hitting R5 trillion in 2024. However, dollar dominance has often complicated deals due to exchange rate risks and US sanctions on some transactions. By promoting yuan use, CIPS integration could shift more trade to RMB, reducing dependency on Western currencies and aligning with BRICS efforts for de-dollarisation.

    For Standard Bank, operating in countries with a combined GDP of over R20 trillion, this strengthens its role as a gateway for Chinese investment. The bank’s headline earnings of R24 billion and 19.1% return on equity for the half-year to June 30, 2025, reflect its robust position to lead such innovations.

    Analysts predict this could inspire other African banks to follow suit, fostering a yuan-based payment ecosystem. “It’s a game-changer for SMEs exporting to China,” said an economist from Stellenbosch University. However, challenges like yuan volatility and regulatory hurdles in some African nations remain.

    Standard Bank becomes first African lender to key into China’s CIPS
    https://africachinapresscentre.org/standard-bank-becomes-first-african-lender-to-key-into-china

    25.11.2025 by Ikenna Emewu - Standard Bank of South Africa has become the first African bank to directly integrate with China’s Cross-Border Interbank Payment System (CIPS), providing African companies with a faster route to pay Chinese suppliers in Renminbi, rather than routing transactions through the US dollar.

    The integration removes an extra step long embedded in Africa-China trade flows, where companies typically settled invoices in dollars, exposing them to delays, higher fees, and currency volatility.

    The shift comes as Chinese imports continue to dominate African trade. Standard Bank’s 2024 Trade Barometer shows 34% of African firms now import from China, up from 23% a year earlier. China-Africa trade reached $134 billion in the first five months of 2025, driven largely by finished goods flowing into Africa and raw materials travelling the other way.

    CIPS allows global banks to clear and settle cross-border RMB payments directly and in near real time. Standard Bank secured its licence in June and has already gone live across its digital channels. With operations in 21 African countries, the bank says RMB settlement could ease cash-flow strain for import-heavy sectors such as manufacturing, electronics, and construction.

    The move aligns with a broader global push for diversified payment systems as geopolitical shifts reshape trade financing.

    SOURCE: www.dabafinance.com

    De-Dollarisierung in Afrika: Größte Bank des Kontinents führt Chinas Swift-Alternative ein
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/dedollarisierung-in-afrika-groesste-bank-des-kontinents-fuehrt-chin

    26.11.2025 von Simon Zeise - Die afrikanische Standard Bank führt das chinesische Cips-System ein. Zahlungen müssen nun nicht mehr in Dollar abgewickelt werden. Die USA verlieren an Einfluss.

    Standard Bank peut désormais mener des opérations à travers le CIPS chinois
    https://projetafriquechine.com/2025/07/04/standard-bank-peut-desormais-mener-des-operations-a-travers-le-c

    2.7.2025 par Christian-Geraud Neema B. - La banque sud-africaine Standard Bank Corporate and Investment a obtenu l’autorisation de mener des transactions à travers le système de paiement chinois Cross-Border Interbank Payment System (CIPS), équivalent du SWIFT américain.

    Avec cette autorisation, la banque pourra procédér à des transactions directes avec des banques chinoises utilisant la monnaie chinoise le renminbi. Des transactions qui devraient faciliter davantage les échanges commerciaux entre la Chine et l’Afrique et renforcer la percée de la monnaie chinoise dans les transactions bancaires africaines.

    La banque sudafricaine parie sur les résultats d’une enquête qu’elle a menée et qui révèle qu’en 2024, 34% de business en Afrique importaient leurs produits de la Chine. Un chiffre qui est en hausse et qui devrait la demande pour les transactions bancaires entre les deux partenaires.

    L’intégration du CIPS par la Standard Bank s’inscrit dans une tendance un peu plus large sur le continent où de plus en plus de banques renforcent leurs capacités techniques et financières concernant le marché financier chinois.

    Cette autorisation sera certainement suivie par d’autres banques en Afrique qui regardent avec grande attention le marché chinois et la clientèle chinoise sur le continent.

    #mondialisation #dédollarisation #Afrique #Chine #banques #commerce #relations_internationales #CIPS

  • L’assassinat de Mehdi Kessaci, un crime politique
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/11/19/l-assassinat-de-mehdi-kessaci-un-crime-politique_6653984_3232.html

    L’alerte d’Amine Kessaci, qui, après la mort de son jeune frère, exhorte l’Etat à « comprendre qu’une lutte à mort est engagée », doit être entendue. Outre celles et ceux qui tombent sous les balles, c’est bien l’Etat de droit, la paix civile et la démocratie qui sont dans le viseur des « narcos ».

    [le] narcotrafic (...) fait vivre 200 000 personnes, dégage un chiffre d’affaires annuel estimé autour de 5,5 milliards d’euros et approvisionne en cocaïne 1,1 million d’usagers (...)

    #drogues #crime_organisé #narcotrafic #narco_terreur

    • « Non, je ne me tairai pas. Je dirai et répéterai que mon frère Mehdi est mort pour rien. Je dirai la violence du narcotrafic », Amine Kessaci, Militant écologiste, fondateur de l’Association Conscience
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/11/19/amine-kessaci-militant-ecologiste-non-je-ne-me-tairai-pas-je-dirai-et-repete

      Hier [le 18 novembre], j’ai enterré mon frère. Mon cœur n’est que blessure. La douleur m’éparpille. Mais elle n’effrite pas ma lucidité. Nous ne sommes dupes de rien. J’entends les belles paroles, les discours soudain volontaires. Je vois les postures de ceux qui prennent des mines affligées et demain continueront leur route comme si de rien n’était, parce que pour eux la vie des autres n’est rien et que seul compte le manège de leurs propres vanités. Je vois sans les lire la foule des commentaires de tout un chacun qui croit savoir mais ne sait rien.
      Parce que sa mort ne doit pas être recouverte par les sables de l’indifférence et de l’oubli. Mille fois j’écrirai son nom et je ferai face à ses assassins. Je serai le gardien de sa mémoire. Non, je ne me tairai pas.

      Je dirai et répéterai que Mehdi est mort pour rien. Je dirai la violence du #narcotrafic. Son emprise. Je dirai la lâcheté des commanditaires des crimes. Je dirai la dérive folle de ceux qui exécutent des contrats, brisent des vies et souillent leur âme à jamais. Je dirai pour trouer le silence comme eux trouent les corps de nos proches. Je dirai les carences de l’Etat, les failles de la République, les territoires abandonnés et les populations oblitérées.

      Un jour du mois d’août, la #police m’a demandé de quitter ma ville et de fermer les locaux de l’Association Conscience parce que j’étais ciblé. Sans m’en dire plus. Les semaines ont passé, sans m’en dire plus. Devant mon insistance à savoir, et parce que les menaces ne se tarissaient pas, on m’a accordé une protection policière, mais sans l’étendre aux miens. Pourtant, qui ignorait que ma famille avait déjà payé un tribut de sang ? Comment ne pas savoir que ma famille pouvait être touchée ?

      Il est temps d’agir

      Alors maintenant j’entends les discours. Mais qui rendra ses enfants assassinés à ma mère ? Le premier tombé, Brahim [dont le corps a été retrouvé le 29 décembre 2020], repose à Alger. Le second, Mehdi, avait 20 ans. Il a été touché en plein thorax par ses assassins. Il n’était coupable que d’être mon frère. Qui me rendra nos jeux, ses moqueries, sa tendresse, son soutien ?

      On me parle de crime d’avertissement. Mais un crime n’est jamais un avertissement. Le sang versé l’est pour toujours, et a plongé ma famille dans l’infini de la mort. On nous frappe pour nous briser, pour nous domestiquer, pour nous asservir. Voici ce que font les trafiquants : ils tentent d’annihiler toute résistance, de briser toute volonté, de tuer dans l’œuf tout embryon de révolte pour étendre leur pouvoir sur nos vies.

      Face à un tel ennemi, l’Etat doit prendre la mesure de ce qu’il se passe et comprendre qu’une lutte à mort est engagée. Il est temps d’agir, par exemple de faire revenir les services publics dans les quartiers, de lutter contre l’échec scolaire qui fournit aux trafiquants une main-d’œuvre soumise, de doter les enquêteurs et les forces de police des moyens dont ils ont besoin, de renforcer, de soutenir réellement les familles de victimes du narcotrafic. Nous comptons nos morts, mais que fait l’Etat ?

      Hier, j’ai enterré mon frère, et aujourd’hui je parle. Je parle et je ne me tairai pas parce que ma mère m’a appris à ne pas baisser la tête. Je parle, depuis mon deuil, depuis l’épicentre de ma souffrance, pour demander justice pour les miens, mais aussi pour toutes les autres victimes. Je parle parce que je ne peux que lutter si je ne veux pas mourir. Je parle parce que je sais que le silence est l’abri de nos ennemis. Je parle parce que je veux que mille voix s’épanouissent. Que notre révolte face au narcotrafic soit durable, et collective. Levons-nous ensemble. Courage. On ne peut pas tuer tout un peuple.

      Amine Kessaci, frère de Brahim et de Mehdi, militant écologiste, fondateur en 2020 de l’Association Conscience.

    • Narcotrafic : aux obsèques de Mehdi Kessaci, à Marseille, « la réalité, c’est qu’on a tous peur », Par Gilles Rof 
      https://www.lemonde.fr/societe/article/2025/11/19/aux-obseques-de-mehdi-kessaci-a-marseille-la-realite-c-est-qu-on-a-tous-peur

      L’enterrement du jeune frère du militant Amine Kessaci a eu lieu, mardi 18 novembre, sous haute protection. Tout en affichant leur esprit de résistance, ceux qui osent dénoncer le trafic de stupéfiants s’avouent tétanisés par cet assassinat.


      Des habitants de la cité de Frais-Vallon se rendent à la mosquée pour la prière organisée pour Mehdi Kessaci, à Marseille, le 18 novembre 2025. ARTHUR LARIE POUR « LE MONDE »

      Hommes du RAID masqués et armés de fusils d’assaut, équipes de déminage, berlines blindées pour accompagner la famille et un dispositif policier bouclant totalement la cité de Frais-Vallon (13e arrondissement) puis le cimetière de Saint-Henri (16e) dans le nord de #Marseille. Les obsèques de Mehdi Kessaci, le jeune frère du militant écologiste et figure de la lutte contre le narcotrafic Amine Kessaci, ont pris, mardi 18 novembre, une allure irréelle. Le déploiement inédit de forces de l’ordre pour un enterrement, la tension venant se mêler à la douleur des proches : tout au long de la journée, les circonstances ont rappelé à quel point l’assassinat, jeudi 13 novembre, de cet homme de 20 ans constitue une première en France.

      Encore étudiant en BTS banque dans un lycée du centre-ville, se préparant à repasser le concours de fonctionnaire de police, Mehdi Kessaci n’avait, selon le procureur de la République de Marseille, Nicolas Bessone, « rien à voir avec le narcotrafic ». Après quelques jours d’enquête, l’hypothèse d’un crime visant Amine Kessaci à travers son jeune frère reste la piste privilégiée par la justice. « Un crime d’intimidation », selon le ministre de l’intérieur, Laurent Nuñez, qui constituerait un « point de bascule » dans l’ampleur prise par les réseaux de trafic de stupéfiants en France.

      Des amis de la famille, des habitants de la cité où les Kessaci ont des attaches, des élus, des militants écologistes et des associatifs qui œuvrent dans les quartiers populaires de Marseille : devant la mosquée de Frais-Vallon, bloc de béton brut encerclé de barres d’immeubles, chacun se faufile, en début d’après-midi, au milieu des véhicules de police. Les responsables du petit lieu de culte sortent des tapis de prière à l’extérieur, ouvrent une salle annexe pour les non-musulmans. Les mots sont rares, formulés à voix basse. « Qu’on soit venus là est déjà un acte de résistance… Bien sûr qu’on a la trouille. On n’a pas envie d’être la prochaine cible », lâche la présidente d’une association des quartiers nord, connue pour son franc-parler et qui, pour une fois, requiert l’anonymat.


      Sur le lieu où a été assassiné Mehdi Kessaci, à Marseille, le 18 novembre 2025. ARTHUR LARIE POUR « LE MONDE »

      « Les gens sont estomaqués et la réalité, c’est qu’on a tous peur. Se dire qu’en parlant de ce qui se passe d’anormal dans nos quartiers, tu peux y passer, cela freine évidemment », souffle Nassurdine Haidari. A 47 ans, ce militant multicarte est engagé chez Les Ecologistes, dans les luttes décoloniales comme dans le combat contre les ravages du trafic de drogue. « Aujourd’hui, le plus dur à gérer, c’est le sentiment d’impuissance », ajoute-t-il.

      Gilet pare-balles

      Amine Kessaci, qui, ces dernières semaines, vivait sous protection policière à l’extérieur de la ville, n’était pas apparu publiquement depuis l’assassinat de son frère. Ceux qui ont pu lui parler à son retour à Marseille racontent un « homme dévasté », qui « s’interroge sur son combat ». A cette heure-là, personne ne savait encore qu’il prendrait la parole, mercredi, dans une tribune au Monde, dans laquelle il affirme vouloir continuer de « lutter » et incite chacun à s’exprimer parce que « le silence est l’abri de nos ennemis ».

      Blouson en jean masquant à peine son gilet pare-balles, visage marqué par la douleur, soutenu par ses proches et encadré par les policiers qui ne le quittent plus depuis la mort de Mehdi, il monte les quelques marches qui mènent à la mosquée, sans pouvoir prendre le temps de saluer les présents. La violence du narcotrafic vient, alors qu’il a 22 ans à peine, de lui arracher un second frère. Après Brahim, son aîné assassiné en 2020, celui pour la mémoire de qui il se bat depuis.

      L’eurodéputée écologiste Marie Toussaint, avec laquelle il a fait campagne pour les élections européennes de 2024, est là, l’ancienne secrétaire d’Etat à la ville et au plan Marseille en grand, Sabrina Agresti-Roubache (Renaissance), aussi. Elle accompagne Laurent Carrié, le conseiller territoires du président de la République, Emmanuel Macron, venu à la demande de ce dernier. Ce haut fonctionnaire connaît bien Amine Kessaci. Il l’a souvent croisé lorsqu’il était préfet à l’égalité des chances à Marseille, d’octobre 2021 à août 2023. Une période où la ville a connu un nombre inédit de #narchomicides – 49 en 2023 –, dont le meurtre de Socayna, jeune étudiante touchée par une balle perdue alors qu’elle était dans sa chambre. « A cette époque, l’émotion était déjà très forte. Mais, là, un cap est passé », estime l’envoyé du chef de l’Etat.

      A l’heure où l’imam lance la prière au défunt à Frais-Vallon, la nouvelle qu’un homme vient d’être abattu de plusieurs balles dans le quartier des Olives, à quelques kilomètres, sidère les présents. C’est le troisième meurtre en plein jour à Marseille, depuis octobre.

      Enquête délocalisée

      Dans cette journée de deuil pour la famille Kessaci et tous ses soutiens, l’Etat a tenu à afficher sa présence. A Marseille, par la protection ostensible des obsèques, sous le commandement direct de la préfète de police déléguée, Corinne Simon. A Paris, en accélérant la nomination, qui doit être officialisée mercredi 19 novembre en conseil des ministres, selon la Lettre A, du nouveau préfet des Bouches-du-Rhône, Jacques Witkowski, ancien gendarme, jusqu’alors préfet du Grand Est. Et en décidant de délocaliser l’enquête sur le meurtre de Mehdi Kessaci.


      Devant le cimetière Saint-Henri, où est enterré Mehdi Kessaci, à Marseille, le 18 novembre 2025. ARTHUR LARIE POUR « LE MONDE »

      Les investigations, ouvertes des chefs de « meurtre en bande organisée avec préméditation » et « associations de malfaiteurs en vue de commettre un crime », sont désormais confiées au parquet de Paris et à la juridiction nationale de lutte contre la criminalité organisée. Une manière d’afficher politiquement et judiciairement l’importance donnée à l’affaire, alors que, à Marseille, certains proches d’Amine Kessaci et lui-même, dénoncent le fait que sa famille n’avait pas bénéficié, ces dernières semaines, de mesures de protection malgré les menaces qui pesaient sur lui.

      Depuis l’assassinat du jeune Mehdi, le ministère de l’intérieur aurait décidé la mise sous protection d’une dizaine de personnes, connues pour leurs prises de parole ou leurs actions contre le narcotrafic. Des figures du militantisme marseillais assurent également avoir reçu des autorités le conseil appuyé d’éviter les déclarations publiques « pendant quelque temps ».
      Jeudi 20 novembre, le ministre de l’intérieur, Laurent Nuñez, et celui de la justice, Gérald Darmanin, doivent se rendre à Marseille. Une double visite que la ville espère depuis le meurtre de Mehdi Kessaci, qualifié par le maire, Benoît Payan (divers gauche), de « défi lancé à la France ».

      Marche blanche et action de l’Etat

      Les larmes aux yeux à la sortie du cimetière Saint-Henri, l’écologiste Michèle Rubirola, première adjointe, souligne la responsabilité globale de l’Etat dans la situation vécue par sa ville. « Les options sécuritaires ne suffiront pas à gagner la guerre contre le narcotrafic. Il faut aussi porter des politiques sociales et sanitaires pour répondre à une jeunesse qui a l’impression de ne plus avoir d’avenir et des consommateurs de drogue qu’on laisse en errance », insiste l’ex-maire de Marseille.
      Militant historique de la lutte contre le mal-logement, compagnon de l’aventure de l’Après M, ce fast-food transformé en lieu de solidarité, Fathi Bouaroua souligne, lui aussi, la nécessité d’une action au plus haut niveau. « Nous ne sommes plus face à de simples dealeurs. Ces gens-là osent se confronter directement à l’Etat. Leur message, c’est : “Sachez que vous ne pouvez pas passer de l’autre côté, nous dénoncer et collaborer avec la police contre nous.” Amine a peut-être été un peu trop seul dans son combat. S’opposer à ce genre de menaces nécessite un autre type de moyens », plaide-t-il.

      Sur les réseaux sociaux, il a incité ceux qui veulent montrer leur soutien au militant écologiste à acheter son livre Marseille, essuie tes larmes (Le Bruit du Monde, 224 pages, 20 euros). En attendant la marche blanche, qui doit se dérouler samedi 22 novembre à l’appel de Conscience, l’association créée par Amine Kessaci. « Les gens arriveront-ils aussi à mobiliser ?, interroge, troublé, Mohamed Bensaada, fondateur du syndicat des quartiers populaires de Marseille et militant de La France insoumise. J’ai peur que cette violence qui nous terrifie aujourd’hui devienne juste la norme pour les jeunes générations. Mais, si nous nous taisons, vivre ne vaudra pas la peine. »

      Sur le rond-point Claude-D’Arcy, là même où a été abattu Mehdi Kessaci, des gerbes de fleurs commencent à s’amonceler. L’une d’elles porte un ruban marqué d’un court message : « Notre affaire à tous. »

    • C’est « marrant » ça faisait quelques jours que je passais des heures à lire des trucs sur les mafias actuelles en France (après avoir lu des heures sur les mafias des années 30 aux USA la semaine dernière), et donc forcément sur la DZ Mafia :
      https://fr.wikipedia.org/wiki/DZ_Mafia

      Notamment parce que c’est eux qui à priori tente de raquetter le rappeur SCH, et ce pourquoi il vit à Paris sous protection, et ce pourquoi il a été ciblé par un assassinat (qui a tué son directeur commercial), l’année dernière.
      https://www.leparisien.fr/faits-divers/marseille-assassinat-du-proche-du-rappeur-sch-extorsion-dune-discotheque-

      Et donc pour les deux frères d’Amine Kessaci tués :
      https://www.leparisien.fr/faits-divers/derriere-le-meurtre-de-mehdi-kessaci-la-piste-mamine-redoutable-chef-de-l

      #DZ_Mafia #France #Marseille #narcotrafic #mexicanisation #cartels

    • Une "mafia" sans omerta (la poukave est un attribut du trafic de dope là où, suite aux Carbonari la mafia s’est fondée sur le secret), un cartel sans contrôle de la production (il y a des tentatives sur les drogues de synthèse), et, centralisent, un imaginaire de film de gangsters. Une organisation qui privilégie l’embauche de petites mains intérimaires ou auto-entrepreneurs pour préserver un noyau qui est le sous produit de la guerre de territoires, constitutive de ce type de commerce (au moins avant l’ubérisation de la vente) et de l’archipel carcéral.
      L’autodésignation comme mafia (reprise de Mocro Mafia pour exprimer une ambition de grandeur) est par essence contradictoire avec l’idée même de mafia qui est et doit rester une société secrète, celle des héroïques https://fr.wikipedia.org/wiki/%27Ndrangheta, celle qui défend sa chose https://fr.wikipedia.org/wiki/Cosa_nostra ; des « bons à rien » https://fr.wikipedia.org/wiki/Yakuza ; ou comme les triades, à la fois opposées au régime et inféodées aux patrons de l’économie, les Triades, autre société secrète https://fr.wikipedia.org/wiki/Triades_chinoises). Le marketing publicitaire vient renforcer l’intimidation.

      Certes issues de territoires spécifiques (les Quartiers Nord), ces sociétés commerciales relèvent avant tout de l’atomisation des relations capitalistes, et non d’anciennes formes communautaires de contrôle social (famille, clan, village). L’histoire est passée par là. Et il n’y a ici aucun contre modèle, tout au plus un miroir tendu (cf la hype vouée aux friqués de Dubaï, dont certains trafiquants importants).

      https://seenthis.net/messages/1137633
      https://seenthis.net/messages/1090030

      Sous couvert de lutte anti carcérale, il s’agissait avec les attaques de prison d’avril dernier de répandre la panique, des matons au directeurs de taules. C’était d’abord pour conserver aux huiles de cette société des marges organisationnelles à l’intérieur des prisons. Sans doute aussi en vue d’élargir le recrutement à davantage de main d’œuvre qualifiée (une entreprise se jauge à sa réputation). Tel est du moins mon avis, n’en déplaise à LM ou Contre attaque qui aimeraient légitimement être les contemporains de luttes contre la prison et font mine (?) de ne pas savoir ce que c’est que de risquer sa liberté, voire sa peau pour 2000 balles, sans même connaître, le plus souvent, ses employeurs (on est dans un schéma inverse des mafia, féodalité qui repose sur l’"honneur" dont il faut faire preuve dans une chaine de relations interpersonnelles hiérarchisées).

      https://seenthis.net/messages/1109775

      https://fr.wikipedia.org/wiki/Attaques_de_2025_contre_des_prisons_françaises#cite_ref-TF1_1-1

      Par ailleurs, même sans jouer à follow the money, il suffit de regarder dans divers quartiers, y compris dans des petits bleds de province, le nombre de boutiques diverses sans chiffre d’affaires apparent pour se dire que le blanchiment, c’est pas juste du bitcoin et du paradis bancaire.
      Comme la paix sociale dépend des emplois (aussi risqués soient-ils), et surtout des revenus (aussi faibles soit-ils) qui ruissellent depuis les trafics de drogue, ça devrait pas cesser.

      Sauf que des protagonistes ont décidément pris la confiance, jusqu’à dépasser les bornes (la logique des territoire de deal cède le pas), créant un immense trouble à l’ordre public (innombrables exécutions, victimes "collatérales, et maintenant meurtre d’intimidation sur personne sans lien avec leur activité). Les cartes vont être rebattues par le gérant du Casino, c’est annoncé. Évidemment pas au point de revenir sur la prohibition des drogues. Voilà une série promise à de nombreuses saisons.

      edit quant aux pratiques d’extorsions dans le rap amoureux du fric, des extraits de « L’Empire », dans les coulisses criminelles d’une industrie aux chiffres vertigineux
      https://seenthis.net/messages/1143488

    • A Dubaï, les luxueux appartements des « narcos » dans le viseur de la coopération judiciaire
      https://www.lemonde.fr/societe/article/2025/11/19/a-dubai-les-luxueux-appartements-des-narcos-dans-le-viseur-de-la-cooperation

      En visite aux Emirats arabes unis, le ministre de la justice, Gérald Darmanin, a dévoilé une liste de biens immobiliers que les autorités locales ont saisis à la demande de la France.

      Les visites diplomatiques de Gérald Darmanin aux #Emirats_arabes_unis, en tant que garde des sceaux, sont l’objet d’un rituel immuable : la remise à son homologue d’une « liste » recensant les criminels français en cavale, dont Paris espère l’extradition. Mercredi 19 novembre, sans déroger à cette tradition, Gérald Darmanin a remis une sélection d’une quinzaine de narcotrafiquants présumés, à la portée semblable à celle des affiches « Wanted » du Far West américain. Mais c’est d’un autre listing qu’est venue la nouveauté. Celui-ci détaille une quarantaine de biens immobiliers appartenant aux « narcos » ayant élu domicile à #Dubaï, et dont la saisie a été actée par les autorités locales.

      Postant sur le réseau social X un bref compte rendu de son déplacement, Gérald Darmanin se félicitait de cette première, précisant qu’il avait « transmis une liste de plusieurs dizaines de millions d’euros de patrimoine » aux autorités émiraties, « en particulier des appartements et des villas de luxe achetés en cash ou en cryptomonnaies ». Ce volet immobilier avait déjà été amorcé lors de la précédente visite du ministre, en janvier. Vanessa Perrée, alors directrice de l’Agence de gestion et de recouvrement des avoirs saisis et confisqués, était du voyage. Cette magistrate, dont le nom a désormais été proposé par Gérald Darmanin pour diriger le futur Parquet national anticriminalité organisée, avait sensibilisé ses interlocuteurs sur la question des confiscations et des saisies. Restait à fournir les détails opérationnels.

      Comme le permet la loi sur le narcotrafic, promulguée en juin, la saisie des avoirs criminels peut être réalisée avant même la condamnation définitive des prévenus. C’est en exportant le concept de « taper au portefeuille » des trafiquants du haut du spectre qu’a été lancé ce processus, sans pour autant que soit encore clarifié le devenir des biens en question, parfois situés dans les gratte-ciels les plus iconiques de Dubaï.

      « Coopération fructueuse »

      Si des résultats rapides sont attendus au sujet des « narcos » dont les noms ont été livrés à la police locale (il est habituel que quelques arrestations ponctuent le retour du ministre, comme un gage de bonne foi), la réalisation du diptyque « interpellation - extradition » n’est pas toujours fluide. Il a ainsi fallu s’y reprendre à deux fois, après une première remise en liberté, avant de faire revenir en France en juin, sous une lourde escorte policière, Abdelkader Bouguettaia, dit « Bibi », importateur présumé de larges quantités de cocaïne via le port du Havre et résidant à Dubaï depuis 2019. Après avoir quitté subrepticement cette ville, c’est finalement au Maroc, en mars 2024, qu’avait été cueilli Félix Bingui, dit « Le Chat », cadre dirigeant du clan marseillais Yoda, désormais emprisonné à Vendin-Le-Vieil (Pas-de-Calais).

      En dépit de ces circonvolutions, les relations diplomatiques se sont réchauffées depuis quelques années. Au-delà des voyages réguliers des ministres en exercice, l’installation, en avril 2024, d’un magistrat de liaison, a permis de faciliter le dialogue avec les Emirats, et de limiter les incompréhensions. « Depuis 2020, il y avait eu zéro extradition, et cette année, on en a recensé 14 en dix mois, c’est une coopération fructueuse », souligne-t-on à la chancellerie. Les gains en termes d’image sur la scène internationale, notamment pour ne plus apparaître comme une oasis tranquille pour criminels en cavale, participent à ce changement de paradigme côté émirati. Pour preuve, le prince héritier en personne a participé aux rencontres avec la délégation française.

      Mais ce déplacement, qui a coïncidé avec la réunion d’urgence organisée mardi par Emmanuel Macron sur le narcotrafic, s’inscrit aussi dans un moment politique particulièrement sensible au sujet de la lutte contre les trafics de stupéfiants et aux violences qui y sont corrélées. Une semaine après l’assassinat à Marseille de Mehdi Kessaci, petit frère d’Amine Kessaci, militant écologiste engagé contre le narcotrafic, Gérald Darmanin et Laurent Nuñez, ministre de l’intérieur, sont attendus jeudi à Marseille. La ville figure, sans surprise, comme l’un des principaux ports d’attache des narcotrafiquants ayant misé sur les luxueux appartements surplombant Dubaï pour y réinvestir l’argent du crime.

    • D’autres voix autorisées

      Trafic de stupéfiants : « L’approche exclusivement pénale, si nécessaire soit-elle, ne peut pas suffire à enrayer le phénomène », Jean-Baptiste Perrier, Professeur de droit
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/11/20/trafic-de-stupefiants-l-approche-exclusivement-penale-si-necessaire-soit-ell

      Les récentes violences liées au trafic de stupéfiants rappellent, une fois encore, que la France se trouve confrontée à un phénomène qui ne relève plus de la seule délinquance de rue, mais d’ une dynamique criminelle profondément enracinée.
      L’assassinat, le 13 novembre, du frère du militant écologiste Amine Kessaci et la fusillade, dans la nuit du 15 au 16 novembre, touchant un garçon de 12 ans à Grenoble – ne sont pas des faits isolés. Ils témoignent au contraire d’une aggravation inquiétante du phénomène : extension géographique des réseaux, rajeunissement des acteurs impliqués, banalisation de l’usage des armes , menaces sur les magistrats et le personnel pénitentiaire , montée en puissance des logiques de représailles et des actes d’intimidation.

      Pourtant, depuis plusieurs années, les chercheurs spécialisés et les acteurs des milieux associatifs alertent sur une transformation structurelle du trafic de stupéfiants (qu’il convient de nommer pour ce qu’il est, en évitant tout terme qui renverrait à une image populaire séduisante [raté : le populaire plus ou moins jeune est repu d’un imaginaire de films de gangsters, apte à le régurgiter, vaguement]). L’offre de stupéfiants se diffuse toujours plus largement, tirée par une économie criminelle souple, agile, qui sait tirer parti du numérique et, plus encore, des vulnérabilités sociales. Ce constat est étayé par de nombreux rapports : en août, l’Office anti-stupéfiants alertait sur un véritable « tsunami blanc » de cocaïne [c’est plutôt une submersion, mais utiliser ce terme serait dangereux à d’autres égards], le nombre de consommateurs ayant presque doublé en quatre ans, et la France est devenue « sans zone blanche » ; c’est-à-dire que le trafic de drogue s’étend désormais sur tout le territoire, des métropoles aux zones rurales.

      Face à cette aggravation du phénomène, la réponse française demeure hélas centrée sur la répression : la loi du 13 juin 2025 ne fait que durcir les outils existants, alors que son intitulé même reconnaît que le pays serait déjà tombé dans le « piège du narcotrafic ».

      Cette orientation répressive n’est pas illégitime , et la lutte contre la criminalité organisée implique d’appréhender et de punir les auteurs, mais elle a montré depuis longtemps ses limites. Alors qu’un rapport du Sénat évoquait, en mai 2024, une « menace existentielle », la réponse est à l’évidence insuffisante : l’approche exclusivement pénale, si nécessaire soit-elle, ne peut pas suffire à enrayer un phénomène qui s’alimente de facteurs économiques, sociaux ou encore éducatifs.

      Des travaux en criminologie ont en effet montré que l es marchés illicites, au premier rang desquels le trafic de stupéfiants, prospèrent lorsque les services publics et les perspectives pour la jeunesse reculent. [ pas question de renoncer pour si peu !] Le chômage massif des jeunes, la déscolarisation, le sentiment d’abandon sont autant d’interstices dont le crime organisé profite, en promettant des #revenus faciles (mais souvent illusoires) ainsi qu’un sentiment d’#appartenance que d’autres institutions ne parviennent plus toujours à offrir. La lutte contre le trafic de stupéfiants et le crime organisé ne peut donc ignorer ces dimensions : elle doit s’inscrire dans une approche pluridisciplinaire et de long terme.

      Une conférence de consensus

      Il ne s’agit pas d’être naïf, en pensant pouvoir éradiquer ce phénomène, ni de renoncer à l’outil répressif, mais de comprendre qu’il est absolument nécessaire d’agir simultanément sur plusieurs leviers : sécuritaire, mais aussi social, économique ou encore sanitaire . Le sujet doit être sorti de l’urgence permanente pour être inscrit dans une stratégie nationale et cohérente.

      Pour cela, l’organisation d’une conférence de consensus apparaît plus nécessaire que jamais. Une telle démarche, éprouvée pour d’autres politiques publiques [les retraites ? la santé publique ? l’école ?], permettrait de dépasser les postures partisanes et de réunir autour d’une même table chercheurs, pouvoirs publics, élus locaux, magistrats, policiers, associations de terrain, travailleurs sociaux, experts en santé publique ou encore [la rustine démocratique des] familles de victimes.

      L’objectif serait d’élaborer un diagnostic commun, d’évaluer rigoureusement les mesures existantes et de proposer un plan stratégique de long terme, tant pour la répression que pour la prévention, pour renforcer les dispositifs éducatifs, pour sécuriser les quartiers, en somme pour faire reculer les réseaux criminels en faisant avancer le lien social.

      La lutte contre le trafic de stupéfiants exige désormais de dépasser les logiques de court terme pour élaborer une politique véritablement intégrée, articulant prévention, sécurité, justice et action sociale. La crise est profonde et le point de basculement est probablement atteint, mais rien n’est irréversible. Un sursaut collectif s’impose pour dépasser l’illusion du tout-sécuritaire et affronter ce défi dans toute sa complexité humaine, sociale et territoriale.

      Jean-Baptiste Perrier est professeur à Aix-Marseille Université et doyen de la faculté de droit et de science politique. Spécialiste des questions de justice pénale, il a dirigé l’Institut de sciences pénales et de criminologie d’Aix-en-Provence et il est également président de l’Association française de droit pénal.

      #territoires #social

    • De nouveau pour dire que la répression ne suffit pas, et cette fois qu’il faudrait en finir avec celle de l’usage de cannabis, sans pour autant remettre en cause une répression des autres drogues prohibées (ainsi efficacement recentrée), répression qui est pourtant la condition native des organisation criminelles, d’illégalismes plus ou moins saumâtres.

      « Il est temps de mettre en œuvre une politique globale envers toutes les drogues, qui associe pleinement santé publique et ordre public », Bernard Basset, Médecin spécialiste en santé publique, Amine Benyamina, Professeur de psychiatrie et d’addictologie
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/11/20/il-est-temps-de-mettre-en-uvre-une-politique-globale-envers-toutes-les-drogu

      L’assassinat de sang-froid à Marseille du frère d’un militant associatif contre l’emprise du narcotrafic dans la ville a suscité l’horreur et témoigne des risques que fait courir à la société française la diffusion des méthodes brutales des #cartels de la drogue. La réponse répressive est indispensable et urgente, mais elle ne saurait être la seule pour lutter efficacement contre un phénomène qui se nourrit aussi de l’absence d’une politique cohérente de #santé_publique.

      La réunion contre le narcotrafic convoquée dans l’urgence mardi 18 novembre par le président de la République est révélatrice d’une approche uniquement centrée sur la répression, et dont on peut constater depuis un demi-siècle les limites sur le long terme. En effet, les professionnels de santé en ont été exclus.

      Il est légitime et indispensable de lutter vigoureusement contre l’emprise progressive des entreprises mafieuses sur les quartiers et, au-delà, sur son essaimage sur tout le territoire. Mais cette action de la police et de la justice s’accompagne à tort de l’idée que la répression est aussi le seul levier qui doit être employé contre les consommateurs. Cette logique normative et mécaniciste doit être évaluée, au-delà de toute considération morale, à l’expérience de ses échecs depuis des décennies. La diffusion des #drogues_illégales défie les coups de menton prétendument volontaristes et l’idée que seule la répression des consommateurs peut venir à bout du problème.

      En matière de stupéfiants, les objectifs d’une politique de santé sont souvent présentés à tort comme complaisants envers l’usage des drogues. Ce n’est jamais le cas car les professionnels de l’#addictologie ont une claire conscience de l’importance des risques et des dommages pour les personnes et pour leur entourage. Mais prévenir les usages et aider les usagers à sortir de leur dépendance sont des œuvres de longue haleine pour lesquels les a priori doivent céder la place concrètement et intellectuellement à la science et aux expériences évaluées.

      Salles de consommation supervisées

      Notre pays a longtemps été exemplaire en ce domaine avec une politique de #réduction_des_risques et des dommages qui s’est progressivement mise en place dans le contexte dramatique du début de l’épidémie de VIH. Il s’agit d’une réussite spectaculaire sur le plan sanitaire, mais aussi pour l’ordre public car la mise à disposition des #produits_de_substitution a mis fin aux braquages de pharmacies par les personnes en état de manque, qui faisaient la une des journaux dans les années 1980. La recherche d’efficacité, le pragmatisme et le courage politique des responsables d’alors devraient nous inspirer aujourd’hui.

      Depuis vingt ans, on assiste à un recul de la politique de santé – quand ce n’est pas simplement un abandon –, ce qui suscite l’étonnement voire l’incompréhension de nos collègues étrangers. L’exemple le plus frappant est celui des #salles_de_consommation_supervisées (appelées « haltes soins addictions ») dont les évaluations scientifiques et administratives sont clairement positives, mais dont la diffusion sur le territoire se heurte à la démagogie et à la stigmatisation des personnes dépendantes. Pourtant, il est clairement établi qu’elles contribuent aussi à la tranquillité publique et qu’elles offrent, pour une partie des utilisateurs, une issue à la dépendance.

      Les professionnels de l’addictologie et de la santé publique sont regardés avec condescendance quand ils demandent que la politique de lutte contre les drogues repose sur la prise en compte rationnelle des risques et des dommages pour chacun des produits. Il ne s’agit pas uniquement d’une préoccupation de rationalité de santé publique, mais aussi d’un souci de mieux employer les forces de répression contre les trafics les plus dangereux.
      C’est pourquoi la répression de la consommation de #cannabis est non seulement inefficace, mais affaiblit la lutte contre des drogues plus dangereuses et aux mains de réseaux criminels sans pitié. La #légalisation_du_cannabis est une option que d’autres pays ont déjà retenue, qui rapporte aux finances publiques et qui présente bien moins de risques pour la santé que l’#alcool qui est porté aux nues. Cette proposition ancienne ne doit pas être vue comme provocatrice, mais comme une opportunité pour les forces de répression de se consacrer au combat contre le cœur le plus inquiétant du trafic.

      Je suis un peu largué, et si il y a bien un retour de l’héro, je vois pas bien comment l’explosion de la conso de diverses drogues de synthèse (diversification causée par une loi qui n’est pas exclusivement celle du profit : vendre avant que le produit soit considéré comme une drogue prohibée) ou la conso de coke pourraient voir leurs dangers réduits sans dépénalisation (qui ne se fera pas dans des salles de conso).

      #usagers_de_drogues #prohibition_des_drogues

    • Assassinat de Mehdi Kessaci : les enquêteurs demeurent prudents, la piste d’un cadre de la DZ Mafia étudiée
      https://www.lemonde.fr/societe/article/2025/11/22/assassinat-de-mehdi-kessaci-les-enqueteurs-demeurent-prudents-la-piste-d-un-

      La signature du plus puissant groupe de narcotrafiquants marseillais – la #DZ_Mafia – est une piste qui semble s’imposer à ce stade. Un profil serait même privilégié, selon l’édition du Parisien du 20 novembre : celui d’Amine O., l’un des leaders de la DZ Mafia, emprisonné depuis mars à la maison d’arrêt de Bourg-en-Bresse. C’est depuis sa cellule qu’il aurait pu commanditer cet assassinat.

      Amine O., aussi surnommé « Mamine », ou « Jalisco », est bien connu des enquêteurs marseillais, mais aussi des magistrats de la juridiction nationale contre la criminalité organisée, à Paris, qui pilote désormais ce dossier sensible. Une note blanche du service d’information, de renseignement et d’analyse stratégique sur la criminalité organisée documentant les activités de la DZ Mafia, datée d’octobre 2024, détaille que « Mamine », dont les photos anthropométriques montrent un regard déterminé, une moustache épaisse et une barbiche, des cheveux ramenés en catogan, est connu pour sa « capacité de recrutement rapide d’équipes “à tiroir” pour la DZ Mafia », et constitue une « pièce maîtresse dans cette organisation criminelle ».
      Cet homme de 31 ans, qui a grandi dans la cité des Micocouliers, dans le 14e arrondissement de Marseille, fut essentiellement condamné, au début de son ascension criminelle, entre 2013 et 2016, pour violences aggravées, vols aggravés ou association de malfaiteurs. Depuis 2020, et plus encore ces trois dernières années, ses incriminations judiciaires, dans des affaires d’#assassinats_ciblés particulièrement sauvages, accompagnent la montée en puissance de la DZ Mafia. C’est un triple meurtre, remarquable de violence, qui connecte « Mamine » à la famille Kessaci…

      A la fin décembre 2020 et début janvier 2021, trois corps sont retrouvés, carbonisés, dans des voitures incendiées et abandonnées. Il s’agit de trois amis, considérés comme des figures montantes du trafic de stupéfiants. L’un d’entre eux, découvert gisant dans une Audi S3 en flammes, est un jeune homme âgé de 22 ans nommé Brahim Chabane. Il est le demi-frère d’Amine Kessaci, qui avait fondé depuis quelques mois à peine l’association Conscience, engagée sur le terrain de l’écologie comme de la lutte contre les trafics de drogues. Amine O. est poursuivi pour assassinat et, à l’époque, placé sous mandat de dépôt.

      Pourquoi n’a-t-il pas fait partie de la première sélection de détenus installés dans la « narcoprison » de Vendin-le-Vieil (Pas-de-Calais), dès la fin juillet ? « Comme il y a déjà 21 détenus de la DZ Mafia à Vendin, l’idée était de ne pas y reconstituer toute la tête de réseau, mais, au contraire, de répartir sur les deux sites les principaux », explique un responsable de l’administration pénitentiaire.

      « Les commanditaires sont dans nos prisons », a affirmé, vendredi, en marge de la présentation de son plan « zéro portable », le garde des sceaux, Gérald Darmanin, au sujet de l’assassinat de Mehdi Kessaci. Il a aussi souligné que « l’administration pénitentiaire n’avait rien à se reprocher » concernant la gestion du cas Amine O.

    • https://www.radiofrance.fr/franceculture/podcasts/l-invite-e-des-matins/marseille-les-nouvelles-cibles-du-narcotrafic-5904452

      Le journaliste Xavier Monnier, spécialiste du milieu criminel marseillais, nuance la dimension ethnique : « Il faut faire attention à avoir une lecture trop ethnique… au sein de la DZ Mafia comme du groupe Yoda, vous avez des Français d’origine comorienne, italienne, corse, algérienne, tunisienne. » Il rappelle que la DZ Mafia est née et organisée depuis la prison, fruit d’une décennie d’évolution : « On est face à l’aboutissement d’une chrysalide criminelle et là, on affronte l’éclosion. »

      Xavier Monnier qui avait donc fait une grosse enquête sur la DZ Mafia avant ce crime :
      En vidéo déjà lié https://seenthis.net/messages/1137633
      Et en écrit aussi en 3 articles :
      Narcotrafic, une histoire de la DZ Mafia - Episode 1 : Terreur sur Marseille
      https://www.blast-info.fr/articles/2025/narcotrafic-une-histoire-de-la-dz-mafia-episode-1-terreur-sur-marseille-h

      Narcotrafic, une histoire de la DZ Mafia - Episode 2 : La prison comme berceau et quartier général
      https://www.blast-info.fr/articles/2025/narcotrafic-une-histoire-de-la-dz-mafia-episode-2-la-prison-comme-berceau

      Narcotrafic, une histoire de la DZ Mafia - Episode 3 : La nouvelle ère du narcocapitalisme
      https://www.blast-info.fr/articles/2025/narcotrafic-une-histoire-de-la-dz-mafia-episode-3-la-nouvelle-ere-du-narc

      Et sa réaction au dernier meurtre
      https://www.blast-info.fr/articles/2025/marseille-don-quichotte-contre-les-moulins-des-narcos-yTR7NfaRR12EFEpXFK9

    • Bruno Mangin, pharmacien : « Les consommateurs de drogue portent déjà une culpabilité immense, n’ajoutons pas de la honte à leur souffrance »
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/11/25/bruno-mangin-pharmacien-les-consommateurs-de-drogue-portent-deja-une-culpabi

      Depuis plusieurs jours, les propos d’Emmanuel Macron visant les consommateurs « bourgeois des centres-villes » accusés de financer le narcotrafic ont suscité bien des réactions. La mobilisation de cette rhétorique est inquiétante : loin d’éclairer les enjeux, elle renforce de vieux préjugés à l’égard des consommateurs de drogues et conduit la lutte contre le narcotrafic dans une impasse politique et opérationnelle. Réduire un phénomène aussi complexe à un mécanisme de culpabilisation individuelle revient à nier la réalité des déterminants sociaux et des responsabilités publiques.

      Oui, sans clientèle, il n’existe pas de marché. C’est l’évidence. Mais réduire la question du narcotrafic à une équation morale et individuelle – faute, culpabilité, responsabilité personnelle – revient à masquer l’essentiel. La consommation ne peut être dissociée du contexte social, économique et politique qui la rend possible ou supportable. Pointer les usagers du doigt, c’est détourner le regard des causes profondes sur lesquelles, collectivement, nous refusons d’agir.

      Notre société est en proie à une perte de repères, à une inquiétude face à l’avenir, à une montée de l’isolement et à un effritement du lien social. Le vertige écologique, la fragilisation économique et l’injonction permanente à la performance touchent toutes les catégories sociales. Ce que l’on demandait autrefois à la communauté, on le demande désormais aux individus. C’est dans ce vide que les conduites addictives deviennent les palliatifs fragiles qui permettent de rester debout face à un réel devenu trop lourd. La question n’est pas seulement de savoir qui consomme, mais ce qui, dans notre organisation sociale, rend ces usages attractifs, nécessaires ou tolérables.

      L’histoire nous l’a appris : la « #guerre_contre_la_drogue », déclarée il y a plus de cinquante ans [aux Etats-Unis] par Richard Nixon, est un échec mondial. Des milliards dépensés, des vies brisées, sans jamais parvenir à la réduction durable des trafics ou de la disponibilité des produits. Le constat est clair : la seule répression ne modifie ni les marchés ni les logiques d’usage. En revanche, elle fragilise les plus vulnérables, aggrave les risques et éloigne des dispositifs de prise en charge.

      Explications simplistes

      Les données issues des organismes publics, dont l’Observatoire français des drogues et des tendances addictives, montrent que les usages évoluent, s’étendent et se diversifient. Elles documentent une progression globale tout en soulignant des différences selon les âges, les produits et les contextes.

      Ces éléments invitent à analyser, à comprendre, à débattre, plutôt qu’à désigner des coupables simplifiés. S’agissant des jeunes, les indicateurs suggèrent une évolution contrastée, mais il serait imprudent d’en déduire des conclusions causales. Leur mal-être augmente, leur rapport au monde change, mais rien ne permet d’affirmer ce qui relie ou distingue ces tendances. La responsabilité publique oblige à dépasser les explications simplistes et à repenser nos politiques à l’aune de réalités complexes, où la détresse sociale, existentielle et économique joue un rôle déterminant.

      Face à cela, les réponses politiques demeurent fragmentées. Les débats sur la légalisation du cannabis ou les haltes soins addictions sont trop souvent caricaturés, réduits à des slogans qui empêchent toute réflexion sérieuse. Cette caricature, devenue réflexe, produit de fait une absence de débat démocratique. Pourtant, la légalisation, expérimentée dans de nombreux pays, contribue à affaiblir les réseaux criminels, réduire les violences et mieux contrôler les substances. De même, les haltes soins addictions – évaluées officiellement – démontrent leur efficacité sanitaire, sociale et sécuritaire. Malgré cela, leur déploiement reste marginal, sans stratégie nationale.

      La lutte contre le narcotrafic nécessite une coordination réelle entre l’Etat, garant du cadre régalien, et les collectivités territoriales, au contact des réalités sociales. Sans articulation entre justice, police, prévention, santé publique, action sociale et politiques de jeunesse, aucune stratégie ne peut produire d’effets durables. C’est cette coopération – et non la désignation de boucs émissaires – qui permettra d’agir sur les causes, protéger les populations et réduire l’emprise des réseaux.

      Débat sur la légalisation

      A l’approche des élections municipales, il appartiendra aux candidates et candidats d’assumer leurs responsabilités : proposer des politiques locales qui ne se limitent pas à la seule sécurité, mais qui intègrent prévention, accompagnement social, soutien économique, réponses sanitaires structurées et vision politique cohérente. Ignorer cette dimension, c’est condamner les territoires à des solutions inopérantes.

      L’urgence est claire : cesser d’opposer morale et santé publique, prévention et répression, usagers et non-usagers. Lutter efficacement contre le narcotrafic exige une stratégie globale : fermeté contre les réseaux criminels, mais aussi courage face aux réalités sociales, économiques et politiques qui nourrissent la demande. Cela suppose d’ouvrir enfin un débat sérieux sur la légalisation, de déployer des haltes soins addictions dans toutes les grandes villes et de reconnaître l’usager non comme un coupable, mais comme un citoyen dont la santé et la dignité doivent être protégées. Les consommateurs de drogue portent déjà une culpabilité immense, et il est inutile d’ajouter de la honte à leur souffrance.

      Si nous voulons réduire le narcotrafic, ni la stigmatisation ni les proclamations ne seront suffisantes. Si nous voulons avancer, nous devons nous occuper de ceux qui souffrent, cesser de les accuser et contribuer à soigner une société qui vacille. Une société adulte ne se contente pas d’indignation ou de simplification. Elle regarde la réalité, elle l’affronte, elle construit. C’est cela que nous devons à nos concitoyens, à nos jeunes, à nos territoires et à notre démocratie.

      Bruno Mangin, pharmacien à Nîmes et président de l’association Ekko, qui œuvre pour la prise en charge des personnes en situation d’addiction et pour la prévention des conduites addictives.

    • Narcotrafic, le poison de l’Europe -Disponible jusqu’au 05/04/2026
      https://www.arte.tv/fr/videos/RC-027444/narcotrafic-le-poison-de-l-europe

      Dix ans avant la France ou la Suède, les Pays-Bas ont dû faire face à une criminalité ultraviolente organisée autour de la cocaïne latino-américaine. En retraçant l’histoire de ce narcotrafic d’un type nouveau, cette captivante enquête montre combien l’ultralibéralisme contemporain lui permet de prospérer.

      « le débat ne prend pas en compte la place du système financier », estime Roberto Saviano
      https://seenthis.net/messages/1151976

      La richesse d’une nation
      https://seenthis.net/messages/1151911

      #narcotrafic

    • Narcotrafic, le poison de l’Europe (2/2)
      La faiblesse des États
      https://www.arte.tv/fr/videos/118270-000-A/narcotrafic-le-poison-de-l-europe-2-2

      Dix ans avant la France ou la Suède, les Pays-Bas et la Belgique ont dû faire face à une criminalité ultraviolente organisée autour de la cocaïne latino-américaine. Ce second volet retrace la patiente enquête des polices européennes pour frapper le narcotrafic à sa tête. Une victoire temporaire, puisqu’il s’est reconstitué aussitôt, ailleurs et avec d’autres…

      pas mal de blabla, et pas que.
      découvre qu’en raison de ce commerce, le port de Rotterdam a été robotisé (le narcotrafic se dirige vers des ports moins équipés : Anvers n’a pas atteint la capacité de scanner tous les conteneurs ; le Havre est loin de tout ça, etc.)
      #cocaïne #Europe #mondialisation #commerce_mondial #marché_mondial #Dubaï #corruption #encrochat (hacké par la gendarmerie française) #sky_ECC (corrompue grâce à une demande d’actualisation policière)