#cybernétique

  • Free As In Beer: Cybernetic Science Fictions on Vimeo
    https://vimeo.com/8000921


    A paper delivered at the 2009 Pacific Ancient and Modern Languages Association Conference by Jeremiah Axelrod and Greg Borenstein that describes how British cyberneticist Stafford Beer’s writing, infographics, and industrial design for his ambitious #Cybersyn Project worked together to create a science fictional narrative of omniscience and ominpotence for Salvador Allende’s socialist government in Chile.

    Follow us on twitter for news about the Computer Science Fiction project: twitter.com/computerscifi

    #Chili #internet #cybernétique #histoire

  • Corona-Krise: Anschub für eine kybernetische Wende | Telepolis
    https://www.heise.de/tp/features/Corona-Krise-Anschub-fuer-eine-kybernetische-Wende-4723168.html

    20. Mai 2020 Hannes Hofbauer und Andrea Komlosy - Optimierung stellt das ideale Einfallstor für Kontroll-, Sicherheits- und Überwachungstechnologien dar

    Menschen stehen maskiert in langen Schlangen mit großen Abständen zur Vorderfrau an, um an einer Schleuse vor dem Einkaufszentrum bereitwillig die Unterarme wie zum Gebet zu öffnen, damit ihnen eine zur Unkenntlichkeit vermummte Person ein Desinfektionsmittel auf die Handflächen sprüht. Noch vor einem halben Jahr wäre man nach einer solchen Filmszene auf ein anderes Fernsehprogramm gesprungen, eine dermaßen unrealistische Darstellung hätte auch als Science Fiction niemand sehen wollen. Nun läuft die Szene jeden Einkaufssamstag in der Wiener Favoritenstraße ab; und die KundInnen scheinen es, ihrer Körperhaltung nach - dem Gesichtsausdruck kann man ja nichts entnehmen - bereits als Selbstverständlichkeit zu nehmen.

    In Windeseile haben sich neue Kulturtechniken verbreitet. Hände schütteln ist zur ostentativen Oppositionshaltung geworden, Türklinken werden mit dem Ellbogen geöffnet, instinktiv weicht das Gegenüber zurück, wenn man selbst einen Schritt nach vorne macht, der Vorübergehende wendet den Blick ab oder wechselt den Gehweg. Die Maske im öffentlichen Raum ist zum Symbol einer Angst-durchtriebenen Gesellschaft geworden.

    Der Mensch ist des Menschen Feind, so lautet die Botschaft der Virologen, deren Blick berufsbedingt eingeengt ist. Politiker bringen sie per Verordnungen ins Feld. Sie führen, wie vielfach betont, Krieg. Doch es ist nicht die Art von Krieg, die wir kennen, in denen Menschen als Kollektive feindlich gegenübergestellt werden. Diesmal steht Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, Einkäufer gegen Verkäufer, Alt gegen Jung, gesund gegen krank. In jedem steckt der potenzielle Feind. Die Situation ist dystopisch.

    Auch wenn wir die täglich medial vermittelten Fallzahlen und Seuchenverlaufskurven schon nicht mehr sehen können, müssen an dieser Stelle drei einfache Daten gegenübergestellt werden, um unsere Kritikfähigkeit zu schärfen: Einwohnerzahl, durchschnittliche Sterberate und Corona-Tote. Von den 83 Millionen Deutschen sterben pro Jahr durchschnittlich 900.000, während als Corona-Tote bis zum Stichtag 18. Mai 8027 gezählt wurden. Die Lage in Österreich ähnlich. Von 8,9 Millionen EinwohnerInnen sterben jährlich zwischen 80.000 und 82.000, bis Mitte Mai sind mit oder an Corona 628 Menschen verstorben. Würden diese Relationen medial und politisch kommuniziert, ließe sich keine Angst herstellen. Doch Angst ist nicht nur notwendig, um neue Verhaltensformen einzulernen, sondern vor allem auch, um eine gesellschaftliche Akzeptanz in Richtung einer kybernetischen Wende zu erreichen.

    Großer Zyklenwechsel: ein kybernetisches Zeitalter
    Die fast weltweit gesetzten Maßnahmen gegen die Verbreitung von Covid-19 beschleunigen einen Prozess, der schon seit Jahrzehnten im Gange ist. Es geht um nicht weniger als um die Wende vom Industriezeitalter in ein kybernetisches Zeitalter. In ihm sind Technologien vorherrschend, die maximale Anpassungsfähigkeit, Selbststeuerung, Kontrollierbarkeit, Miniaturisierung sowie individuellen und situativen Ressourcen- und Energieeinsatz gewährleisten.

    Die Unkalkulierbarkeit des Faktors Mensch, der seine physische Verletzlichkeit gegenüber dem Virus gerade offenbart, wird durch den Ausbau von Künstlicher Intelligenz kompensiert. Die russische Risikoforschergruppe um Leonid und Anton Grinin sowie Andrej Korotajev arbeiten bereits seit längerem an Prognosemethoden, um auf der Basis historischer Veränderungen Schlussfolgerungen für Zukunftsszenarien zu entwickeln.1 Eine solche historische Veränderung bahnt sich gerade ihren Weg.

    Grinin und Korotajev sprechen vom MBNRIC-Komplex (Medizin, Bio, Nano, Robo, Info, Cognitiv), der nicht nur neue Produkte (z.B. künstliche Körperteile, Pharmazeutika, Impfstoffe, Steuerungs- und Überwachungsgeräte) hervorbringen wird, sondern auch eine neue Nachfrage nach Optimierung (Gesundheit, Fitness, Schönheitsästhetik, genetische Modellierung) und personalisierter, maßgeschneideter Lebensbegleitung. Der Optimierungsgedanke stellt das ideale Einfallstor für Kontroll-, Sicherheits- und Überwachungstechnologien dar. Die Corona-Krise bietet dafür unter dem Deckmantel der medizinischen Notwendigkeit einen hervorragenden Einstieg. Das Testset und die Tracking-App stehen stellvertretend für ein durch die Angst vor dem Virus erzeugtes Bedürfnis.

    Norbert Elias und Michel Foucault haben aufgezeigt, dass die Akzeptanz von Sozialdisziplinierung und Überwachungsgesellschaft nicht unbedingt eines staatlichen Zwangs bedarf, sondern sich mit dem Zivilisationsversprechen in die Körper und Psyche der einzelnen Menschen einschleichen kann. Als massenpsychologisches Phänomen haben Theodor Adorno und Max Horkheimer die Anpassungsbereitschaft der Menschen an autoritäre Vorgaben am Beispiel des Faschismus erforscht.

    Auf diesen Grundlagen erhalten die in den vergangenen Monaten gesetzten Verordnungen und mehr noch das, was an Post-Corona-Kulturtechniken als „neue Normalität“ auch nach der Testphase beibehalten wird, ihren Sinn. Sie trainieren den Menschen, damit er im Umgang mit den selbstregulierenden und optimierenden kybernetischen Systemen der Zukunft seine Rolle bestmöglich erfüllen kann. Durch Corona hat sich die Gelegenheit ergeben, diesen Übergang zu beschleunigen, das Virus-Management nimmt die Zukunft vorweg.

    Historischer Rückblick
    Zyklisch auftretende Krisen haben in der Geschichte stets neue Leitsektoren hervorgebracht. Die dezentrale Produktion des textilen Verlagssystems machte mit der Erfindung der Spinnmaschine um 1780 dem Fabriksystem Platz. Aus der Depression des Vormärz 1848 führte die Eisenbahn ab den 1860er Jahren in den Aufschwung der „ersten Gründerzeit“. Nach dem Börsenkrach 1873 war es die Elektro-, Nahrungsmittel- und chemische Industrie, die das nächste Konjunkturhoch einleitete.

    Die beiden Weltkriege brachten mit der Rüstungsindustrie einen militärisch-industriellen Komplex hervor. Im Wiederaufbau der 1950er Jahre wurden das Automobil und die Haushaltstechnik zu neuen Leitsektoren. Nach dem Boom begann ab den 1970er Jahren die Suche nach kostensparenden Innovationen: Organisatorisch verhalf die Verlagerung der Produktionsstätten in den globalen Süden der industriellen Massenproduktion zu einer neuen Blüte; technologisch revolutionierte die IT-Branche die Abläufe in der Produktion sowie in dem immer wichtiger werdenden Dienstleistungssektor.

    Auf dem Weg aus der globalen Wirtschaftskrise 2007/08 zeichnen sich Robotik und Künstliche Intelligenz als Instrumente zur Krisenüberwindung ab. Eine umfassende Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche und die Einführung selbst-regulierender Systeme erfordern auf der einen Seite immer weniger menschliches Zutun und machen auf der anderen Seite den Menschen in seiner biologischen Existenz und in seinem Verhalten selbst zum Gegenstand einer Kommodifizierung.

    Die oben skizzierten Konjunkturzyklen, die auch als „lange Wellen der Konjunktur“ nach ihrem Erfinder Kondratieff genannt werden, sind auf höherer Ebene in zwei weitere zyklische Veränderungen eingebettet. Beim Hegemonialzyklus erleben wir den Niedergang der USA und den Aufstieg von Ländern des globalen Südens, die sich aus der Rolle als verlängerte Werkbank befreien können. Mit China entsteht ein Anwärter auf hegemoniale Nachfolge. Die zweite Veränderung betrifft die Ablöse des industriellen durch das kybernetische Prinzip der Produktion, die viel langfristigere Prozesse des Wandels in der Evolutionsgeschichte des Menschen betrifft.

    Seit dem Jäger- und Sammlerinnen-Dasein sah die Menschheit zwei große Revolutionen: die neolithische Revolution, die mit der Sesshaftwerdung Landwirtschaft und Handwerk hervorbrachte, und die industrielle Revolution, die mit arbeitsorganisatorischer Spezialisierung und Mechanisierung dem Fabrikprinzip zum Durchbruch verhalf. Mit der Computerisierung kündigte sich bereits in den 1950er Jahren das kybernetische Prinzip an, das einen neuen Aggregatzustand des Menschseins darstellt.

    Geschäftsfeld Mensch
    Im industriellen Zeitalter wurde die Arbeitskraft des Menschen zur Ware. Dafür bedurfte es der Trennung des Menschen von seinen Produktionsmitteln. Erzeugt wurde also nicht mehr für den eigenen Bedarf oder den lokalen Markt, auf dem selbst Hergestelltes verkauft wurde, sondern für ein Kapital, das Arbeit kommodifizierte, verwertete. Der Kauf von Arbeitskraft am Arbeitsmarkt durch einen Unternehmer setzt also die Entfremdung des Einzelnen von seiner Arbeit voraus und nimmt ihm bzw. ihr die Kontrolle über das Arbeitsprodukt. In der Klassengesellschaft verfestigt sich dieses Verhältnis.

    Im kybernetischen Zeitalter wird der Mensch selbst mit seiner Körperlichkeit kommodifiziert, verwertbar gemacht. Der aktuelle Diskurs über den Kampf gegen Covid-19 veranschaulicht diesen Prozess. Im Zuge der sogenannten Hygienemaßnahmen soll das sich selbst ständig regenerierende Immunsystem des Menschen durch käufliche pharmazeutische Produkte ersetzt werden. Desinfektion und Sterilität gelten als vordringliche Maßnahmen, um das Virus auszumerzen. Nebenher wird dann von Virologen und Politikern betont, dass Covid-19 nicht mehr verschwinden wird. Den scheinbaren Widerspruch soll ein Impfstoff auflösen. Dieser wird dann anstelle einer vom Körper selbst erfolgten Immunisierung als Ware vermarktet. Dass diese Selbstimmunisierung im Falle von Covid-19 bei kranken und alten Menschen schwer bis nicht möglich ist, stellt ein gewichtiges Problem dar. Warum sich allerdings bei jungen und gesunden Menschen ihr eigenes Immunsystem nicht entfalten können soll, mag der Unvernunft, dem Übereifer oder aber ökonomischen Interessen geschuldet sein.

    Desinfizieren, steril halten und Abstand wahren gehören als gesetzlich verordnete Begleiterscheinung zu den jüngsten Erleichterungen des öffentlichen Lebens, sei es bei der zaghaften Öffnung von Gaststätten, einer möglichen Urlaubsreise oder einer demnächst erlaubten Kulturveranstaltung.

    Ein Blick auf die Bedeutung der Begriffe mag den Hintergrund erhellen. Das lateinische Hauptwort „infectio“ steht für Färben, während das Adjektiv „steril“ auf medizinischem Gebiet mit unfruchtbar übersetzt wird. Und Abstand ist Abstand. Konsequentes Abstand halten und steril bleiben schwächt unser Immunsystem. Grundsätzlich weiß jede Mutter, dass es besser für die Kleinen ist, mit anderen im Park zu spielen und in der Erde zu wühlen, als am chemisch blank gebohnerten Laminatfußboden alleine rumzurutschen. Im Corona-Wahn verlieren alte Kulturtechniken allerdings ihre Gültigkeit ... und ihre Wirkung, weshalb es Ersatz braucht.

    Eine Impfung ist ein Ersatz. Sie kann hilfreich und notwendig sein, wenn der eigene Körper keine entsprechenden Abwehrkräfte gegen Viren oder Bakterien entwickeln kann. Wo dies allerdings für die absolute Mehrheit der Menschen vorgeschlagen wird, wie unbestritten beim Covid-19, sind Isolation, Desinfektion und Sterilität nur Wegbereiter für eine Kompensation natürlicher Abwehrkräfte. Bei einer solchen Kompensation - Impfung - ist viel Geld im Spiel, sehr viel Geld. Der biotechnisch-pharmazeutische Komplex als einer der Leitsektoren des kybernetischen Zeitalters zählt zweifellos zu den Gewinnern der Corona-Krise.

    #covid-19 #capitalisme #cybernétique

  • Antoinette Rouvroy : « Les algorithmes ne sont pas l’ennemi. Le vrai problème réside dans notre paresse à nous gouverner »
    https://www.cite.uliege.be/cms/c_4768859/fr/antoinette-rouvroy-les-algorithmes-ne-sont-pas-l-ennemi-le-vrai-probleme

    Ce jeudi 5 mars avait lieu la leçon inaugurale d’Antoinette Rouvroy, titulaire de la Chaire Francqui, docteure en science juridique et chercheuse qualifiée au FNRS. À cette occasion, elle a présenté ses recherches actuelles et passionnantes sur la montée en puissance des algorithmes. « Ce qu’on appelle aujourd’hui la tyrannie des algorithmes, cette désignation des algorithmes et de ceux qui les produisent comme l’ennemi relève d’une sorte de déterminisme technologique. Ils ont bon dos les algorithmes ! (...)

    #algorithme #éthique #manipulation #technologisme #notation

  • Trois livres passionnants lus récemment sur #politique, #design, #cybernétique et #architecture

    Kevin Limonier, L’Archipel des savants , Histoire des anciennes villes d’élite du complexe scientifique soviétique
    Révélé par Soljenitsyne en 1973, le Goulag n’était pas le seul archipel créé par le pouvoir soviétique. Un autre système d’îlots urbains s’est développé dès les années 1950, afin de produire les instruments de la puissance soviétique. Longtemps « invisibles », ces villes fermées, voire non cartographiées, ont produit durant la guerre froide le nec plus ultra scientifique et militaire nécessaire à la compétition technologique est-ouest : essais atomiques, réacteurs nucléaires, accélérateurs de particules, ordinateurs, modules spatiaux. Un siècle après la Révolution d’Octobre 1917, l’essai de Kevin Limonier s’applique à décrire les mutations de Baïkonour,
    Obninsk, Doubna ou Akademgorodok, depuis l’URSS de Khrouchtchev jusqu’à la Russie de Vladimir Poutine.

    Eden Medina Le Projet Cybersyn, La cybernétique socialiste dans le Chili de Salvador Allende
    http://editions-b2.com/les-livres/70-eden-medina-le-projet-cybersyn.html
    e 1970 à 1973, la présidence de Salvador Allende (1908-1973) entendit gérer la transition de l’économie chilienne du capitalisme vers le socialisme. Sous la direction du Britannique Stafford Beer (1926-2002), « père de la gestion cybernétique » adoubé par Norbert Wiener, une équipe interdisciplinaire conçut les modèles cybernétiques d’usines du secteur nationalisé de l’économie, et créa un réseau informatique de collecte et transmission rapides des données économiques entre le gouvernement et les ateliers de production. Bien que jamais activée, sa salle de contrôle dessinée au sein du Palais présidentiel par Gui Bonsiepe (1934- ), étudiant de l’école de design d’Ulm (où il enseigna de 1960 à 1968), constituait la partie visible de ce dispositif...


    John Harwood L’Odyssée de l’espace IBM
    http://editions-b2.com/les-livres/67-l-odyssee-de-l-espace-ibm.html
    L’Odyssée de l’espace IBM est d’abord une histoire des années 1950 : celle liant le nouveau PDG d’IBM, Thomas Watson Jr., à ses corporate designers, l’architecte Eliot Noyes et le publiciste Paul Rand. Ensemble, ils feront de la firme le n°1 mondial de l’informatique. Dans son essai, John Harwood retrace cette saga au sein de l’espace moderniste réinventant le rapport entre intérieur et extérieur, et entre hardware et software. Des bâtiments et machines « IBM » à ses conseils pour le film 2001de Stanley Kubrick, Noyes aura façonné un univers d’entreprise au sens strict, identité homogène et monde clos héritiers du style international et du brutalisme américains, mais augmentés des bunkers SAGE, des tele-computer centers et des white rooms...

    Un peu cher l’exemplaire, mais je crois que c’est un petit #éditeur.

  • Galaxy Haraway | DégenréE
    http://www.radiorageuses.net/spip.php?article999

    Malgré cette dure semaine pour le collectif dégenré-e (nous nous sommes fait.e.s viré.e.s de Radio Kaléidoscope), nous vous invitons dans la galaxy Haraway. Ce premier volet n’est qu’un voyage à travers quelques constellations de la féministe Donna Haraway, notamment autrice du « Manifeste Cyborg ». Durée : 1h30. Source : Radiorageuses

    https://degenree.pimienta.org/2019/degenree-2019-donna-sans-studio.mp3

  • Céline Lafontaine, L’économie du vivant, 2015 | Et vous n’avez encore rien vu...
    https://sniadecki.wordpress.com/2019/02/14/lafontaine-vivant

    Ce qui est intéressant, c’est que l’on n’a pas vu qu’un des fondements de l’Holocauste, c’était l’industrialisation.

    LCD : Ce qui est l’argument de Zygmunt Bauman, par exemple.

    Et Jacques Ellul disait pareil aussi.

    #critique_techno #Céline_Lafontaine #cybernétique #technoscience

  • La revanche des neurones
    L’invention des machines inductives et la controverse de l’intelligence artificielle
    Dominique CARDON, Jean-Philippe COINTET Antoine MAZIÈRES
    dans la revue Réseaux, 2018/5

    The Revenge of Neurons
    https://neurovenge.antonomase.fr

    Résumé
    Depuis 2010, les techniques prédictives basées sur l’apprentissage artificiel (machine learning), et plus spécifiquement des réseaux de neurones (deep learning), réalisent des prouesses spectaculaires dans les domaines de la reconnaissance d’image ou de la traduction automatique, sous l’égide du terme d’“Intelligence artificielle”. Or l’appartenance de ces techniques à ce domaine de recherche n’a pas toujours été de soi. Dans l’histoire tumultueuse de l’IA, les techniques d’apprentissage utilisant des réseaux de neurones - que l’on qualifie de “connexionnistes” - ont même longtemps été moquées et ostracisées par le courant dit “symbolique”. Cet article propose de retracer l’histoire de l’Intelligence artificielle au prisme de la tension entre ces deux approches, symbolique et connexionniste. Dans une perspective d’histoire sociale des sciences et des techniques, il s’attache à mettre en évidence la manière dont les chercheurs, s’appuyant sur l’arrivée de données massives et la démultiplication des capacités de calcul, ont entrepris de reformuler le projet de l’IA symbolique en renouant avec l’esprit des machines adaptatives et inductives de l’époque de la #cybernétique.

    Mots-clés
    #Réseaux_de_neurones, #Intelligence_artificielle, #Connexionnisme, #Système_expert, #Deep_learning

    le pdf en français est sur le site ci-dessus, qui met en ligne 2 graphiques et l’abstract
    https://neurovenge.antonomase.fr/RevancheNeurones_Reseaux.pdf

    • Ce récit coloré de l’annonce des performances en classification d’images d’une technique de deep learning (Krizhevsky, Sutskever et Hinton, 2012) témoigne des effets que provoque sur une communauté scientifique la réussite soudaine d’un paradigme hétérodoxe longtemps marginalisé. Surprise devant le résultat, interrogation sur la validité épistémique de la nouvelle démarche, inquiétude sur le devenir du paradigme orthodoxe, moquerie devant l’ignorance des enjeux théoriques du domaine des nouveaux entrants, vertige face au renversement de paradigme qui se profile... Depuis 2010, domaine après domaine, les réseaux de neurones profonds provoquent la même perturbation au sein des communautés informatiques traitant du signal, de la voix, de la parole ou du texte. Une méthode d’apprentissage proposant le traitement le plus « brut » possible des entrées, évacuant toute modélisation explicite des caractéristiques des données et optimisant la prédiction à partir d’énormes échantillons d’exemples, produit de spectaculaires résultats. Une manière simple de figurer ce renversement est de le caractériser comme le passage d’une machine hypothético-déductive à une machine inductive (figure 1).

      Ce qui était conçu comme la partie « humaine » de la fabrication des calculateurs, le programme, les règles ou le modèle, n’est plus ce qui est introduit dans le système, mais ce qui en résulte. Le regard que portent les sciences sociales sur ce tournant inductif consiste souvent à déconstruire l’illusion naturaliste des données « brutes » et les naïvetés d’un calcul sans théorie (Gitelman, 2013). Si une telle mise en garde est certainement nécessaire pour relativiser certains discours imprudents assurant que les « données parlent d’elles-mêmes », elle ne rend cependant pas justice au travail résolu et intensément artificiel entrepris par les promoteurs des techniques de deep learning pour imposer la seconde architecture de calcul, celle que nous appellerons dans cet article machine inductive et, plus précisément encore, machine connexionniste afin de mettre en évidence le type particulier d’induction dont elle se réclame.


      Figure 1. Machine hypothético-déductive (1) et machine inductive (2)

      […]

      Dans l’histoire tumultueuse de ce domaine de recherche, les techniques d’apprentissage utilisant des réseaux de neurones – que l’on appellera donc « connexionnistes » ont même longtemps été moquées et ostracisées par le courant « symbolique ». La tension entre ces deux approches est née avec la démarcation que la naissance de l’Intelligence artificielle opposa à la première cybernétique. L’approche symbolique qui constitue le cadre de référence initial de l’IA s’est identifiée à un cognitivisme orthodoxe : penser, c’est calculer des symboles qui ont à la fois une réalité matérielle et une valeur sémantique de représentation. En revanche, le paradigme connexionniste considère que penser s’apparente à un calcul massivement parallèle de fonctions élémentaires – celles qui seront distribuées au sein d’un réseau de neurones – dont les comportements signifiants n’apparaissent au niveau collectif que comme un effet émergent des interactions produites par ces opérations élémentaires (Andler, 1992). Cette distinction entre deux manières de concevoir et de programmer le fonctionnement « intelligent » d’une machine est au principe d’une tension qui n’a jamais cessé de structurer très profondément les orientations de recherche, les trajectoires scientifiques et la conception d’infrastructure de calcul. Aussi assiste-t-on aujourd’hui à un de ces retournements de situation dont l’histoire des sciences et des techniques est coutumière : une stratégie de recherche marginalisée par ceux qui ont contribué à poser les cadres conceptuels de l’Intelligence artificielle revient au-devant de la scène et se trouve désormais en position de redéfinir très différemment le domaine dont elle avait été exclue. Comme le souligne ironiquement Michael Jordan (2018), « c’est l’agenda intellectuel de Wiener qui domine aujourd’hui sous la bannière de la terminologie de McCarthy ».

    • très bien en effet ;-)

      Au cœur de ce débat tendu avec la communauté du machine learning, un sous-entendu est omniprésent : il n’y a que dans les laboratoires que les modèles sont linéaires, le monde, le « vrai monde », celui des données produites par la numérisation des images, des sons, des paroles et des textes, lui, est non linéaire. Il est bruité, l’information y est redondante, les flux de données ne sont pas catégorisés derrière des attributs de variables homogènes, claires et construites de façon intelligible, les exemples sont parfois faux.

      (...) La croissance exponentielle des jeux de données accompagne dans le même mouvement celle des architectures des calculateurs : le nombre de neurones dans un réseau double tous les 2,4 ans

      (...) Il y a une vague qui est la vague des données, une espèce de grande vague de fond qui a tout emporté. Et cela a bazardé complètement tous les courants de pensée qui étaient basés sur de la modélisation humaine, sur de la modélisation explicite. J’ai travaillé sur plusieurs domaines qui sont des domaines applicatifs, de la parole, de l’écrit, du texte, des données sociales, et chaque fois j’ai vu la même chose. Les gens ont imaginé pendant une période mettre des connaissances dans leur système et cela a été balayé. Systématiquement !

      (...) En transformant l’architecture des machines prédictives, les connexionnistes ont ainsi contribué à déplacer les mondes sociaux de l’IA : d’abord, parce que les données « réelles », notamment celles venues des industries du numérique, se sont (partiellement) substituées aux dataset « jouets » des laboratoires académiques, ensuite parce que les savoir-faire requis pour fabriquer les machines connexionnistes appellent des compétences en développement informatique qui n’étaient pas celles des précédentes génération

      #IA #machine_learning #deep_learning #histoire #recherche

    • Je précise tout de suite avant de poursuivre que je suis chercheur dans le domaine de l’IA symbolique, histoire de ne pas enfumer mon monde...

      Le panorama décrit est plutôt honnête, quoi qu’il soit beaucoup plus fourni côté connexionniste que côté symbolique. Cela laisse à penser que les auteurs sont des gens actifs dans la communauté connexionniste (je n’ai pas été vérifier j’avoue).

      On peut reprocher à l’article un certain ton revanchard. L’IA symbolique est très loin d’être morte et enterrée, de gros progrès ont été réalisé ces 20 dernières années, en particulier dans la résolution pratique de problèmes à forte combinatoire, ce qui a ouvert à nombre d’applications sur des problèmes réel avec des quantités de données assez faramineuses (ce genre de solveur par exemple est très efficace : https://potassco.org/clingo ).
      Ce point contredit une thèse sous-jacente de l’article, qui dit en substance : dès qu’il y a plein de données, l’approche symbolique est dans les choux.

      En revanche l’historique synthétique de l’IA est plutôt bien écrite.

      Ah, et un petit problème passé sous silence par les auteurs : le problème des réseaux de neurones, c’est qu’aujourd’hui encore, d’un point de vue théorique, on ne sais pas trop comment ça marche. C’est quand même assez embêtant...

      Ah oui un autre point gênant : finalement les auteurs ne sortent pas de la guerre connexionisme vs. symbolisme : ils parlent des progrès des approches connexionnistes dans le domaine des tâches de perception. C’est tout à fait vrai et spectaculaire (et les auteurs soulignent bien que le symbolisme ne vaut pas un clou dans ce domaine). En revanche ils se gardent bien de parler de tâches de raisonnement (au sens très large d’inférer de nouvelles connaissances à partir de connaissances préexistantes). Dans ce domaine les approches symboliques restent très largement supérieures (en particulier grâce aux progrès que j’ai mentionnés plus haut).

      Et comme je ne voudrais pas que vous croyiez que dès qu’on parle connexionisme ça me déclenche des crises d’urticaire, je signale que j’ai lu plusieurs papiers récemment qui parlent d’approches combinant connexionisme & symbolisme, et que je trouve ça plutôt intéressant. Très grossièrement deux approches différentes : a) les sorties du réseau de neurones sont utilisées pour apprendre des représentations symboliques. b) le réseau de neurone est utilisé pour apprendre la sémantique de certains formalismes logiques (dits « non monotones »). Bref, il s’agit dans les deux cas d’utiliser les bonnes performances des approches connexionnistes en terme d’apprentissage de perceptions, et les bonne performances des systèmes symboliques en terme d’inférence (et aussi le fait qu’on puisse caractériser formellement les propriétés de ces systèmes).

      Et je précise que compte tenu de mon age, je ne me sens absolument pas concerné par la guéguerre pleine de dédain entre famille connexionniste et famille symbolique (ce sont plutôt mes ancêtres scientifiques qui s’adonnaient à ça).

    • Je précise que mon commentaire précédent ne se veut absolument pas une analyse exhaustive de l’article cité : je l’ai lu assez rapidement par manque de temps, il faudrait que je relise à tête reposée pour développer. Autrement dit c’est juste un ensemble de questionnements rapides suite à une lecture elle aussi rapide !

    • C’est vrai qu’il y un ton un peu revanchard. On sent à travers les citations et les anecdotes — les types qui se dévouent pour aller s’emmerder à la cantine avec Yann LeCun — que c’est un milieu social assez toxique.

      L’article offre une vue sur la science en train de se faire, et de ce point de vue est assez passionnant. Il montre que le connexionnisme radical est une idée brute d’une grande puissance ; mais c’est comme le feu : pour en tirer un maximum d’énergie il va falloir créer des machines qui préparent le combustible, contrôlent les flux de chaleur, et évitent les rejets polluants.

  • VÉLOCE – Revue et collectif révolutionnaire. Contre la société cybernétique en formation, VÉLOCE œuvre à l’émergence d’une civilisation du jeu, de la solidarité matérielle et vivante.
    http://www.lisez-veloce.fr

    Thèses sur l’informatique
    http://www.lisez-veloce.fr/veloce-01/theses-sur-linformatique

    L’informatique est le moyen technique par lequel le capitalisme tente de résoudre ses contradictions internes, selon ses propres termes.

    #critique_techno #revue #cybernétique #informatique

  • Cybernetic Revolutionaries | Technology and Politics in Allende’s Chile
    http://www.cyberneticrevolutionaries.com

    https://www.youtube.com/watch?v=9qKoaQo9GTw


    "Big Data Lessons from Our Cybernetic Past" - Eden Medina (Strata + Hadoop 2015)

    By Eden Medina - A historical study of Chile’s twin experiments with cybernetics and socialism, and what they tell us about the relationship of technology and politics.

    In Cybernetic Revolutionaries, Eden Medina tells the history of two intersecting utopian visions, one political and one technological. The first was Chile’s experiment with peaceful socialist change under Salvador Allende; the second was the simultaneous attempt to build a computer system that would manage Chile’s economy. Neither vision was fully realized—Allende’s government ended with a violent military coup; the system, known as Project Cybersyn, was never completely implemented—but they hold lessons for today about the relationship between technology and politics.

    Drawing on extensive archival material and interviews, Medina examines the cybernetic system envisioned by the Chilean government—which was to feature holistic system design, decentralized management, human-computer interaction, a national telex network, near real-time control of the growing industrial sector, and modeling the behavior of dynamic systems. She also describes, and documents with photographs, the network’s Star Trek-like operations room, which featured swivel chairs with armrest control panels, a wall of screens displaying data, and flashing red lights to indicate economic emergencies.

    Studying project Cybersyn today helps us understand not only the technological ambitions of a government in the midst of political change but also the limitations of the Chilean revolution. This history further shows how human attempts to combine the political and the technological with the goal of creating a more just society can open new technological, intellectual, and political possibilities. Technologies, Medina writes, are historical texts; when we read them we are reading history.

    Cybernetic Revolutionaries | The MIT Press
    https://mitpress.mit.edu/books/cybernetic-revolutionaries

    Eden Medina- Profile
    https://www.informatics.indiana.edu/edenm

    She is the author of the prizewinning book Cybernetic Revolutionaries: Technology and Politics in Allende’s Chile and the co-editor of the prizewinning book Beyond Imported Magic: Essays on Science, Technology and Society in Latin America. She has also published on topics as diverse as computer science education, the making of global corporate culture, crisis communication and infrastructure during natural disasters, big data and algorithmic regulation, free and open source software, the history and social study of technology, science and technology in Latin America, and the relationship of technology and politics.

    #Chili #cybernétique #informatique #politique #socialisme #histoire

  • On Cybernetics / Stafford Beer
    https://www.youtube.com/watch?v=e_bXlEvygHg


    C’est absolument fantastique parce qu’on apprend dans le détail comment grâce aux nationalisations il était devenu possible de résoudre des problèmes économiques qui demeurent insolubles à nos jours dans un système capitaliste libéral.

    Video made at the University of Manchester by Stafford Beer after the military coup in Chile in 1973. The video explains the fundamentals and unfinished objectives of the Cybersyn project. It was first exhibited in the context of the installation www.multinde-metagame.cl, thanks to the collaboration of Mr. Raul Espejo.

    Title: Stafford Beer on Cybernetics / Part 3, Cybernetic Praxis in Goverment
    Speaker: Stafford Beer
    Made by: Manchester Business School
    Date of completion: 24-5-74
    Length: 20:28 min.
    Original Format: U-Matic
    Management and translation: or_am

    #Chili #socialisme #économie #cybernétique #internet #histoire

  • Ángel Parra - Litany for a computer and a baby about to be born.
    https://www.youtube.com/watch?v=6EemkVpoug8

    Angel Parra canta «letania para una computadora y para un niño que va a nacer», compuesta para dar a conocer y argumentar las metodologias del socialismo cibernetico.

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Stafford_Beer

    Stafford Beer et son assistante Sonia Mordojovich, qui était à la fois son interprète et à qui il déléguait la coordination de l’équipe lorsqu’il n’était pas au Chili. Stafford Beer, qui s’intéressait à l’organisation des entreprises a vu dans le Chili un moyen d’appliquer ses théories à une échelle incomparable. Il avait, en outre, la plus grande sympathie pour le projet politique d’Allende.

    Hay que parar al que no quiera
    que el pueblo gane esta pelea
    Hay que juntar toda la ciencia
    antes que acabe la paciencia”.

    Letra de la canción escrita por Stafford Beer y Ángel Parra

    Heute vor 40 Jahren : Pinochet zerstört das Internet, Mittwoch 11. September 2013
    http://www.klaus-meier.de/Heute-vor-40-Jahren-Pinochet-zerstort-das-Internet

    #Chili #socialisme #cybernétique #internet #histoire

  • On a rencontré l’ambassadeur de smartland
    http://labrique.net/index.php/thematiques/brique-brother/983-on-a-rencontre-l-ambassadeur-de-smartland

    La technocratie a un nouvel avatar pour continuer à urbaniser le monde et contrôler ses populations : la ville intelligente. En guise de promotion, le centre d’architecture et d’urbanisme de Lille inaugure une exposition intitulée « Bienvenue à SmartLand ». Pour celles et ceux qui doutaient des liens entre la smart city et les technologies sécuritaires... Visite guidée chez les smartiens.

    #En_vedette #Brique_Brother

  • Le vivant est irréductible - pratiques
    https://pratiques.fr/Le-vivant-est-irreductible

    Dans mon livre Cerveau augmenté, homme diminué, j’ai voulu parler de l’hybridation et émettre l’hypothèse que nous ne sommes pas en présence d’une vraie hybridation, mais d’une colonisation. Dans une vraie hybridation, il y a des organismes ou des entités de système qui se mélangent alors qu’ici, on passe sous silence le fait que le pôle biologique et le pôle technologique sont de nature totalement différente. Pour moi, il est clair qu’il ne s’agit pas d’une vraie hybridation, mais bien d’une colonisation.

    J’ai travaillé plutôt sur le cerveau parce que c’est ce que je connais et parce que le cerveau, en tous les cas en Occident, est considéré comme l’organe noble par excellence, là où il y a la pensée, les affects et les sensations. Le cerveau n’est cependant pas le seul à être « colonisé ». Toucher au cerveau, prétendre pouvoir modéliser la pensée, les affects et les sensations, c’est quelque chose de costaud ! C’est détisser toute singularité, toute frontière qui permettrait de dire : voilà ça, c’est le propre du biologique, ça, c’est le propre de la machine.

    Il faut savoir que, d’après la « théorie de l’information » utilisée par le monde numérique, il est possible de recueillir toute l’information qui constitue un cerveau ou un organisme. C’est le fameux programme où les chercheurs disent : je peux modéliser et recueillir toute l’information qui est dans un cerveau, je la passe dans une machine, un disque dur, et je la mets avec des algorithmes capables d’apprendre. Concrètement, cela veut dire que, quand je modélise le cerveau de Robert, l’idée n’est pas de faire une bibliothèque où les gens pourraient venir se renseigner sur ce que pense Robert ; l’idée est, qu’avec des algorithmes capables d’apprendre, dans un système qui resterait ouvert à l’information, le Robert en question, passé à la machine, continuerait à apprendre sur l’évolution du monde, sur l’évolution de sa famille. La question qui se pose alors est : mais où est Robert ? Dans le cerveau biologique qui est en train de se corrompre ? Ou Robert n’est-il pas plutôt à « augmenter » à « améliorer » dans la machine ?

    En dehors du monde de la recherche, ceci semble aujourd’hui de la science-fiction, mais, dans celui de la recherche, si on dit à n’importe quel collègue : « Tu ne peux pas modéliser entièrement un cerveau », la réponse est : « Pourquoi ? Au nom de quoi ? Tu es un ayatollah, Dieu t’en empêche ? » Ils ne disent pas que c’est fou, ils disent qu’on ne sait pas encore le faire.

    La question que je pose à propos du cerveau, et à propos du vivant en général, est la suivante : est-il vrai qu’il n’y a rien qui structurellement résiste dans le cerveau, dans le vivant, à cette modélisation, à cette réduction ?

    Miguel #Benasayag

    avec un peu de shameless auto promo pour le @spip inside !

  • « Start-up » ou « Etat-plateforme » : Macron a des idées du 17ème siècle
    https://www.franceculture.fr/emissions/la-vie-numerique/start-ou-etat-plateforme-macron-des-idees-du-17eme-siecle

    Mais on pourrait adresser à Emmanuel Macron une autre question : quitte à puiser dans la technologie de son époque le modèle d’un gouvernement, pourquoi emprunter celui des plateformes et des start-up ? Parce que ce modèle des plateformes numériques est en lui-même problématique : avec des airs de suppression des intermédiaires, de rapport direct avec l’usager, de rationalité et d’économie, il crée d’autres systèmes de rente, d’autres soumissions, d’autres folies. Après tout, quitte à puiser un modèle dans ce que nous permet la machine, il y a autre chose. Pourquoi ne pas aller voir quelles formes de gouvernement nous pourrions puiser du logiciel libre (“l’Etat logiciel libre”, ç’aurait de la gueule, non ?) ? Ou même du wiki, comme espace de partage et de co-élaboration (“Le wiki-état”, pas non plus, non ?”) ? C’est là, où en plus de la tradition déguisée sous les oripeaux de la modernité numérique, cette idée du gouvernement d’Emmanuel Macron est aussi un choix idéologique tout à fait clair qui ne questionne en rien les dérives du passé et du présent.

    #StartUp

  • Macron dit “Etat-plateforme”. Et pourquoi pas “wiki-Etat” ou “Etat libre” ?
    https://www.franceculture.fr/emissions/la-vie-numerique/macron-dit-etat-plateforme-et-pourquoi-pas-wiki-etat-ou-etat-libre

    La semaine dernière, invité à s’exprimer lors du salon VivaTech, Emmanuel Macron a répété l’idée qu’il se faisait de la France à venir - une start-up nation - et de la manière dont il concevait l’Etat - comme une plateforme. On en a beaucoup ri - d’un rire jaune souvent - dans les réseaux. Certains, comme le chercheur biélorusse Evgeny Morozov, ont même extrapolé, imaginant les citoyens en usagers-clients, le politique en investisseur et les lois en algorithmes (comme c’est le cas quand on utilise des plateformes numériques, type Facebook ou Uber). Le blogueur Olivier Ertzscheid - dans un post publié hier soir sous le joli titre “De la France comme start-up nation, et de mon cul comme du poulet” - rappelle les risques qu’il y a à faire de la nation un “fichier-client” et le désenchantement politique qu’il pourrait en sortir. Ces critiques sont valables et nécessaires, mais elles n’enlèvent pas aux idées du Président l’aura de modernité qu’il se donne en maniant ces références.

    Or, je pense que le problème est justement là, dans le fait que, sous couvert de modernité, il ne s’agit pas là d’idées neuves. Elles sont même très anciennes, si on prend la peine de les remettre en perspective dans une histoire plus longue. C’est la lecture de “La Gouvernance par les nombres” recueil des cours que le grand théoricien du droit Alain Supiot a données au Collège de France entre 2012 et 2014, qui permet de le comprendre.

    Alain Supiot montre que l’idée de gouverner par les nombres - donc par la raison, le calcul - remonte à Hobbes, donc au 17ème siècle. Dès les premières pages du “Léviathan”, c’est sur le modèle de la machine que Hobbes imagine le gouvernement des hommes. En guise de machine, c’est l’horloge et les automates qui s’inspirent de l’horlogerie qui prévalent chez Hobbes - on rêve toujours les machines selon les technologies de son époque. Mais c’est une rupture majeure dans l’imaginaire philosophique, juridique et politique. Non seulement Hobbes a, selon les mots de Supiot établi un “imaginaire normatif qui est encore largement le nôtre : celui qui se représente le gouvernement des hommes sur le modèle de la machine.” Mais il a aussi ouvert la voie à une tournure d’esprit considérant à adapter l’imaginaire normatif aux technologies de son époque. Ainsi, dès les années 1950, les textes de Norbert Winner sur la cybernétique et la société prirent modèles sur les ordinateurs et l’informatique pour imaginer une réforme en profondeur de l’art de gouverner (et je vous rappelle que ce modèle faillit être mis en place sous le gouvernement de Salvador Allende). En rêvant à un Etat-plateforme, Emmanuel Macron ne fait que s’inscrire dans cette tradition : il imagine le gouvernement des hommes selon la technologie à disposition à son époque, celle qui marche, celle qui a du succès : la plateforme numérique. Aucune révolution là-dedans, donc, mais la reformulation d’une lubie qui date du 17ème siècle, et d’ailleurs, ce n’est pas un hasard qu’il se qualifier lui-même de "maître des horloges", expression étrange qui trouve tout à coup sa pleine justification....

  • La grande histoire du compteur Linky de l’Antiquité à nos jours
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/spip.php?page=resume&id_article=935

    Société électrique et cybernétique : smart home, smart city, smart planet, Big data, objets connectés et « intelligents »

    Conférence-débat avec Pièces et main d’œuvre, organisée par Grenoble Anti-Linky et SERA Vendredi 16 juin 2017 à 20h30 à la Maison des Associations de Grenoble (6 rue Berthe de Boissieux)

    1869. Aristide Bergès introduit la "Houille blanche" dans sa papeterie de Lancey, près de Grenoble. 2012. Enedis (ex-ERDF) finance une chaire d’étude sur les réseaux électriques « intelligents » à l’INPG (Institut National Polytechnique de Grenoble). 2015. Le premier compteur Linky de France est posé à Echirolles, dans la banlieue grenobloise, à la vive satisfaction du maire communiste, Renzo Sulli. De quelle société Linky est-il le produit ? Quelle société Linky produit-il ? (Pour lire le texte (...)

    « http://grenoble-anti-linky.eklablog.com » #Nécrotechnologies
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/IMG/pdf/la_ve_rite_sur_le_compteur_linky.pdf

  • Project Cybersyn
    http://99percentinvisible.org/episode/project-cybersyn

    In England, in the 1960s, a business consultant named Stafford Beer was applying concepts of cybernetics to business management. He believed a business could be thought of as an intelligent system. If the goal of a business is to sell more product, or work more efficiently, one could (using the principles of cybernetics) design the system to work toward that goal.

    Flores thought that Stafford Beer could use Cybernetics to help model and manage Chile’s economy, and Beer was thrilled at the chance to apply his ideas on such a grand scale. Beer arrived in Chile in 1971 to begin on this project, which they called “Cybersyn.”

    Stafford Beer first set about making a cybernetic model of Chile’s economy that mapped out how all of the different parts of the economy connected within the larger system. Beer also wanted to enable the different parts of the Chilean economy to communicate easily with each other and thought computers could help accomplish this.

    Stafford Beer and the team he had assembled set about creating a computer network that would connect all of the factories in Chile. This was a really novel concept for the time, but there was a problem: it was the 1970s—there weren’t many computers in Chile. Stafford Beer was only able to get one computer to create his network.

    Their solution was to use telex machines. A telex is like a typewriter connected to a phone line. So if one factory had a telex, they could type out a message, and send it to another telex. The messages might contain data about shortages in raw material or how many workers were showing up to their shifts. This data would be entered into the computer and analyzed, and subsequently, decisions could be made about how to address problems.

    http://feeds.99percentinvisible.org/~r/99percentinvisible/~5/wC76ELhuJts/230-Project-Cybersyn.mp3

    #Chili #Cybernétique #Management #Politique #Projet_Cybersyn #Salvador_Allende #Socialisme #Stafford_Beer #Télex #Économie

  • Le ministre de la défense use donc du terme « #cybernétique » pour décrire la #cyberguerre
    http://www.europe1.fr/politique/cyberattaques-pour-jean-yves-le-drian-la-menace-cybernetique-est-devenue-maj

    "Il ne faut pas être naïf", explique Jean-Yves Le Drian qui confie que depuis trois ans, "la menace cybernétique est devenue majeure".

    Combien, parmi ces milliers d’attaques informatiques repoussées par les cyberpoliciers de l’#ANSSI et autres, combien visent donc en réalité les #SCADA (qui justifieraient peut-être cet usage du terme) ?

    Système de contrôle et d’acquisition de données (anglais : Supervisory Control And Data Acquisition, sigle : SCADA) est un système de télégestion à grande échelle permettant de traiter en temps réel un grand nombre de télémesures et de contrôler à distance des installations techniques.

  • « Dans ce livre [celui de Gilles Dowek et Serge Abiteboul] qui traite de “La vie au temps des algorithmes” - c’est son titre -, les deux chercheurs abordent la question de la démocratie, mais avec leur regard d’informaticien. Et je trouve que cela ouvre des perspectives tout à fait intrigantes. Pour eux, les systèmes politiques se distinguent par des manières différentes de transmettre l’information entre les agents. » Excellent texte, très stimulant.

    http://www.franceculture.fr/emissions/la-vie-numerique/et-si-la-democratie-etait-un-probleme-de-bit

    #démocratie #politique #informatique #débit #capacité

  • Un soir à Mirepoix
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/spip.php?page=resume&id_article=861

    Nous sommes souvent conviés à des réunions-débats organisés par des « cafés citoyens », des librairies, salons du livre, ciné-clubs et autres groupes politiques, syndicaux ou associatifs. On le sait peu mais partout en France, une myriade de lieux et de comités animent une réflexion et une discussion perpétuelles sur l’état des choses et les moyens d’y remédier. Chacune de ces rencontres offre un caractère particulier. Certaines durent tard dans la nuit, avec des échanges denses et nourris. D’autres revêtent plutôt un caractère d’initiation pour ceux qui y participent. L’ami qui nous a invités à Mirepoix le 18 juillet dernier a eu l’idée de transcrire les propos tenus ce soir-là, en plein air, sous la halle du village (merci Georges). L’intérêt de cette transcription, brute mais fidèle (avec des notes de (...)

    #Nécrotechnologies
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/IMG/pdf/un_soir_a_mirepoix.pdf

  • Transhumanisme et cannibalisme
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/spip.php?page=resume&id_article=853

    La revue Nature & Progrès consacre son dossier d’été 2016 à la critique « Du monde machine aux transhumains » avec : De la smart city à la smart planet – le parlement des choses (Tomjo) Vers une agriculture déshumanisée ? La robotisation destructrice de la culture paysanne (Jean-Louis Meurot) Du greenwashing chez les cyborgs – une post-humanité artificielle, au service d’une nature détruite (Antoine Costa) Co-évoluer avec la nature ou la reprogrammer ? (Guy Kastler) EGM : enfants génétiquement modifiés – reproduction artificielle et humanité à deux vitesses (Alexis Escudero) Réflexions autour du progrès – Nature et technologie : une cohabitation mouvementée (Clément Doedens) Transhumanisme et cannibalisme (Pièces et main d’œuvre) On peut trouver la revue dans les magasins bio ou la commander (6 € 50) (...)

    #Nécrotechnologies
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/IMG/pdf/transhumanisme_et_cannibalisme.pdf

  • Hudson Yards : la ville instrumentée, la communauté quantifiée - Places
    http://alireailleurs.tumblr.com/post/144238030924

    Places, une revue d’architecture et d’urbanisme américaine revient en détail sur le programme de #smart_city newyorkais d’Hudson Yards qui se veut un laboratoire expérimental pour la #Ville_intelligente. Jusqu’à présent, si l’imaginaire de la ville intelligente est toujours ambitieux, force est de constater qu’il a surtout accouché de villes mortes et bien peu désirables - Songdo en Corée du Sud, Masdar, aux Emirats Arabes Unis ou Lavasa en Inde -, et même parfois fort peu durables, sans que, malgré les critiques nourries, leurs promoteurs ne remettent en question le délire de leurs projets. Comme si le rêve de la ville parfaite était sans cesse ravivé par ses échecs successifs eux-mêmes…Sans revenir sur le projet que détaille très bien Shannon Mattern dans son article (notamment un système de ramassage de (...)