• Volvo 264 TE DDR als Limousine in Beucha
    https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=274160401&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&isSear
    Quelques photos pour vous donner une idée du luxe que se permettaient les membres du gouvernement de la #RDA.

    Preis 29.900 €
    Ohne Bewertung

    Unfallfrei

    Deutsche Ausführung
    Kilometerstand 146.000 km
    Hubraum 2.700 cm³
    Leistung 103 kW (140 PS)
    Kraftstoffart Benzin
    Anzahl Sitzplätze 7
    Anzahl der Türen 4/5
    Getriebe Automatik
    Erstzulassung 07/1976
    Anzahl der Fahrzeughalter 1
    HU Neu
    Klimatisierung Klimaautomatik
    Farbe Schwarz
    Innenausstattung Velours, Grau

    #DDR

  • Fototechnik auf dem Berliner Fernsehturm | Mediathek des Stasi-Unterlagen-Archivs
    https://www.stasi-mediathek.de/medien/fototechnik-auf-dem-berliner-fernsehturm/blatt/19
    Ce site explique comment photographier et cartographier comme les vrais espions. Malheuresement la technologie employée est definitely eighties . Actuellement nous sommes confrontés à des objectifes et sensors beaucoup plus sensibes couplés aux caméras de surveillance omniprésents, les smartphones et bientôt les objets IoT personnels. A vous de juger si l’aisance avec laquelle on pouvait se soustraire à la surveillance par les agents #Stasi rendait la vie plus facile qu’aujourd’hui dans des états de plus en plus autoritaires et alliés aux société d’espionnage privées.

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    [Es handelt sich bei dieser Abbildung um den Ausschnitt eines Stadtplans Berlins rund um das Areal am Berliner Fernsehturm und Alexanderplatz. Der Ausschnitt reicht vom Brandenburger Tor im Westen, über die Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg im Norden, bis zum Volkspark Friedrichshain im Osten sowie zu den U-Bahnhöfen Spittelmarkt und Märkisches Museum im Süden. Herum um das Symbol für den Fernsehturm befinden sich mehrere Umkreisungen in unterschiedlichen Abständen mit Entfernungsangaben in 250 m-Schritten ab 500 m bis 1.500 m.]

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Tabelle zur Einschätzung fotografischer Technik bei verschiedenen Witterungsbedingungen

    [Diese Grafik ist eine fünfspaltige Tabelle zur Einschätzung der Möglichkeiten erfolgsversprechender Benutzung fotografischer Technik bei verschiedenen Witterungsbedingungen. In der linken Spalte sind Sichtbedingungen bei Sonne, Wolken und Regen ausdifferenziert (klare Sicht, leichter Dunst und starker Dunst). Die nächste Spalte listest Brennweiten von Objektiven auf. Die dritte Spalte von links benennt 7 unterschiedliche Modelle an fotografischem Filmmaterial. Die beiden rechten Spalten unterscheiden die Erkennbarkeit von Personen und Kfz-Kennzeichen in unterschiedlichem Abstand. Ob eine Kombination aus Wetterbedingung, verwendetes Objektiv und Filmaufnahmematerial zu einem befriedigenden Ergebnis für die Aufnahme von Personen oder Kfz-Kennzeichen in den unterschiedlichen Abständen führt, ist jeweils mittels eines Kreises für „möglich“ oder - im negativen Fall - durch einen Bindestrich ("nicht möglich") dargestellt.]

    Cette table nous apprend que les compétennces en matière de potographie des agents Stasi ne dépassaient pas le niveau d’un amateur rôdé. Ils ont omi les diverses méthodes qui permettent d’obtenir de meilleurs résultats par temps de brume simplement en utilisant des filtres polarisants. C’est typique pour l’approche du genre « bricolage » qui marquait leurs activités. Aujourd’hui on présente la Stasi comme le service de surveillance le plus effroyable du monde, mais en réalité les départements compétents pour le territoire de la #RDA étaient des monstres bureaucratiques peu efficaces.

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    [handschriftliche Ergänzung: Kamera: EE 3; 50mm Brennweite; Film NC 19
    22.06.1983]

    [Die Aufnahme, die vermutlich vom Berlin Fernsehturm herab gemacht wurde, zeigt den Verlauf einer mehrspurigen Straße mit Straßenkreuzungen, Plätzen und angrenzenden Hochhäusern. Neben dem Bild gibt es Bezifferungen von 1 bis 4, die auf das Foto bzw. auf Objekte im Foto zeigen: Nummer 1 verweist auf eine große Straßenkreuzung im hinteren Verlauf der Straße, Nummer 2 und 3 auf ein Hotel-Hochhaus im Vordergrund und Nummer 4 auf einen Eingang, vermutlich zur einer Unterführung oder U-Bahn-Station, neben dem Hotel-Hochhaus.]

    Brennweite: 1.000 mm, Blende 5.6, Belichtung 1/250 sec, Entfernung: 1,2 km
    8Dieses Bild ist eine Detailaufnahme einer Straßenkreuzung, fotografiert aus 1,2 km Entfernung herab vom Berliner Fernsehturm. Das Bild zeigt in herangezoomter Ansicht mehrere Autos, die um eine Verkehrsinsel herum fahren. Die Aufnahme ist neben dem rechten Bildrand mit einer umkreisten 1 versehen.]

    Là on constate que le service fédéral qui gère le patrimoine stasi n’a rien à envier à son sujet principal quant à son incompétence. Les décriptions des images ne donnent aucune information supplémentaire et n’identifient pas les rues et squares pourtant faciles à reconnaître quand on compare les photos au plan de ville. Ici ne sont pas mentinnés les rues #Karl-Liebknecht-Straße, #Wilhelm-Pieck-Straße (aujourd’hui #Torstraße), #Mollstraße. #Premzlauer_Allee, #Hirtenstraße, #Wadzeckstraße et surtout #Memhardstraße plus longue au moment de la prise de vue qu’aujourd’hui.

    Stadtplan Berlin - Hauptstadt der DDR - 1:25.000 VEB Landkartenverlag Berlin (1969) - Landkartenarchiv.de
    https://www.landkartenarchiv.de/ddr_stadtplaene.php?q=stadtplan_berlin_hauptstadt_der_ddr_1969
    Falk-Plan Berlin - 51. Auflage (1989) - Letzter Falkplan vor der Wende - Mit Aktualitäts-Siegel - Landkartenarchiv.de
    https://landkartenarchiv.de/falkplan.php?q=falk_berlin_51_1_1989
    Berliner Straßenverzeichnis (Matt-Mert)
    http://www.alt-berlin.info/seiten/str_m_2.htm
    Openstreetmal - Memhardstraße
    https://www.openstreetmap.org/way/523630409#map=19/52.52395/13.41161

    La deuxième photo montre un convoi de Volvos 264 TE qui conduit des membres du gouvernement ou des visiteurs officiels en direction de la Wilhelm-Pieck-Straße. Cet élément n’a pas pu échapper à la personne qui a écrit le déscriptif. Son omission nous parle du niveau de qualité du travail de la « Stasibehörde ».

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Aufnahmekamera: Praktica [handschriftliche Ergänzung: MTL 3] / [manuell durchgestrichen: Pentacon six TL]
    Filmmaterial: [handschriftliche Ergänzung: NC 19/Ilford XP 1]
    Datum: [handschriftliche Ergänzung: 06.09.83]
    Uhrzeit: [handschriftliche Ergänzung: 14:00]
    Wetterangabe: [handschriftliche Ergänzung: klare Sicht, einzelne Wolken]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 1.200 m]

    [Farbige Aufnahme einer Straßenkreuzung aus 1.200 m Entfernung, fotografiert herab vom Berliner Fernsehturm. Die Aufnahme zeigt mehrere Kfz in Frontalansicht in 4 Fahrspuren an einer Ampel stehend sowie eine Straßenbahn, eine Litfaßsäule und Passanten, die die Kreuzung überqueren.]

    [Umkreisung: 1]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1000 mm]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/125]
    Blende: [handschriftliche Ergänzung: 5,6]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 1.200 m]

    [Frontalaufnahme in schwarzweiß von Pkws in 4 Fahrspuren an einer Ampel stehend. Aufgenommen aus höherer Position vom Berliner Fernsehturm aus in 1.200 m Entfernung wären die Kennzeichen erkennbar und sind zum Ausdruck dessen nur teilweise anonymisiert.]

    [Umkreisung: 1]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 500 + 3 fach Konv. Tokina-Obj.]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/125]
    Blende: [Auslassung]

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Aufnahmekamera: Praktica [handschriftliche Ergänzung: EE 3] / [manuell durchgestrichen: Pentacon six TL]
    Filmmaterial: [handschriftliche Ergänzung: NC 19]
    Datum: [handschriftliche Ergänzung: 22.06.83]
    Uhrzeit: [handschriftliche Ergänzung: 12:30]
    Wetterangabe: [handschriftliche Ergänzung: klare Sicht; Entfernung: 650 m]

    [Man sieht den Eingang einer U-Bahnstation, beschildert mit „Karl-Marx-Allee, Hans-Beimler-Str.“ sowie das darum befestigte Pflaster. Auf dem Platz befinden sich mehrere Passanten in Bewegung. An dem Schutzgitter um die Treppen herum sind zwei Mülleimer postiert.]

    [Umkreisung: 8]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1.000 mm]
    Belichtungszeit: [[handschriftliche Ergänzung: 1/250]
    Blende: [handschriftliche Ergänzung: 5,6]

    [Aufnahme einer Straßenecke mit vielen Passanten in Bewegung, fotografiert aus einer höheren, schrägen Position. Die Kleidungsstücke der Passanten sind deutlich erkennbar. Von einigen von ihnen wären es auch die Gesichtszüge, weshalb sie anonymisiert wurden. Das Bild besitzt an der rechten Seite die handschriftliche und vertikal ausgerichtete Notiz „Ecke Spandauer - K. Liebknecht-Str.“]

    [vertikal, handschriftliche Ergänzung: Ecke Spandauer - K. Liebknecht-Str.]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1.000 mm]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/250]
    Blende: [handschriftlich: 5,6]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 500m]

    #Allemagne #Berlin #DDR #Fernsehturm #photographie #cartographie #Mitte #Karl-Marx-Allee #Hans-Beimler-Straße #Spandauer_Straße

  • Heinz Beberniß
    https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Beberni%C3%9F


    Chemiewerker.JPG _Chmiewerker in Leuna

    Heinz Beberniß (* 29. Juli 1920 in Diemitz, heute Ortsteil von Halle (Saale); † 14. Mai 2012 ebenda) war ein deutscher Bildhauer, Maler und Grafiker.

    Monument der revolutionären Arbeiterbewegung
    https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Monument_der_revolution%C3%A4ren_Arbeiterbewegung

    Die Plastik „Monument der revolutionären Arbeiterbewegung“ (im Volksmund auch „Fäuste“) ist eine 1969 von Heinz Beberniß, Gerd Lichtenfeld und Sigbert Fliegel aus Beton geschaffene ehemalige Plastik, der Abbruch erfolgte 2003.


    Aufbau in der DDR, Großformat (V): Denkmal auf dem Ernst-Thälmann-Platz, Neubauten, Halle (Saale), Ausgabepreis: 30 Pfennig, Erstausgabetag: 20. November 1973, Entwurf: Manfred Gottschall


    August 1991, Thälmannplatz mit Wohnblock und dem „Monument der revolutionären Arbeiterbewegung“, von Thurn, Joachim F.


    August 1991, Thälmannplatz mit Wohnblock und dem „Monument der revolutionären Arbeiterbewegung“ andere Perspektive, von Thurn, Joachim F.

    22 August 1981, Mit einer Friedensmanifestation bekundeten vor dem Fahnenmonument in der Bezirksstadt Tausende Mitglieder der FDJ ihre Entschlossenheit, alle Kräfte für die weitere Stärkung des Sozialismus und den zuverlässigen Schutz der Arbeiter- und Bauernmacht einzusetzen.Vor der Manifestation werden u. a. am Monument der Revolutionären Arbeiterbewegung auf dem Thälmannplatz Kränze niedergelegt. von Lehmann, Thomas

    12 February 1972, Die Fäuste (GMP: 51.478752,11.982123), Denkmal „Kampf der revolutionären Arbeiterbewegung“. Erschaffen 1966 - 1970 von Heinz Beberniß zusammen mit Gerd Lichtenfeld und Sigbert Fliegel. Nach der Wende abgerissen. Dahinter das Kaufhaus. Davor die Fußgängerbrücke mit den als Benzolringe ausgebildeten Stützen, die die hier ansässige Chemieindustrie symbolisieren, von Jörg Blobelt

    12 February 1972, Die Fäuste (GMP: 51.478752,11.982123), Denkmal „Kampf der revolutionären Arbeiterbewegung“. Erschaffen 1966 - 1970 von Heinz Beberniß zusammen mit Gerd Lichtenfeld und Sigbert Fliegel, von Jörg Blobelt

    12 February 1972, Die Fäuste (GMP: 51.478752,11.982123), Denkmal „Kampf der revolutionären Arbeiterbewegung“. Erschaffen 1966 - 1970 von Heinz Beberniß zusammen mit Gerd Lichtenfeld und Sigbert Fliegel. Nach der Wende abgerissen. Dahinter das Kaufhaus. Davor die Fußgängerbrücke mit den als Benzolringe ausgebildeten Stützen, die die hier ansässige Chemieindustrie symbolisieren, von Jörg Blobelt

    Erstausgabetag: 10. Februar 1981, Ausgabepreis: 30 Pfennig, Entwurf: Manfred Gottschall

    Bundesarchiv - Bilddatenbank: Bildarchiv
    http://www.bild.bundesarchiv.de/archives/barchpic/search/_1570704808/?search[view]=detail&search[focus]=1

    #DDR #Kunst #Arbeiterbewegung #Halle #Sachsen

  • 07.10.2019 : 40 Jahre Mietendeckel (Tageszeitung junge Welt)
    https://www.jungewelt.de/artikel/364202.republikgeburtstag-40-jahre-mietendeckel.html


    Aujourd’hui il y a 70 ans suite à la création du Deutsche Mark et la fondation de la Republique Fédérale d’Allemagne sous surveillance des alliés occidentaux la chambre de députés provisoire à Berlin vote la constitution d’un état socialiste sur le sol allemand . Par cette décision l’assemblée fonde la Deutsche Demokratische Republik .

    Am 7. Oktober 1949 wurde die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Soziale Grundrechte hatten in dem sozialistischen Staat bis zuletzt Verfassungsrang

    L’hymne national : Auferstanden aus Ruinen, traduction en français
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Auferstanden_aus_Ruinen

    - Ressuscitée des ruines
    et tournée vers l’avenir,
    laisse-nous te servir pour atteindre le bien,
    Allemagne, patrie unie.
    Une misère ancienne est à vaincre
    et nous la vaincrons réunis.
    Car il nous faut y arriver,
    que le soleil beau comme jamais
    brille sur l’Allemagne (bis)

    – Qu’avec bonheur et avec paix soit bénie
    l’Allemagne, notre patrie.
    Le monde entier aspire à la paix,
    tendez la main aux peuples.
    Si nous nous réunissons fraternellement,
    nous battrons l’ennemi du peuple.
    Faites briller la lumière de la paix,
    pour que jamais plus une mère
    ne pleure son fils (bis)

    – Labourons, bâtissons,
    apprenez et travaillez comme jamais avant.
    Et avec confiance en sa propre force
    une génération libre se lèvera.
    Jeunesse allemande, les meilleures ambitions
    de notre peuple en toi réunies,
    tu seras la nouvelle vie de l’Allemagne
    et le soleil beau comme jamais
    brillera sur l’Allemagne (bis)

    https://www.youtube.com/watch?v=bWe6k1F5WKQ


    #Allemagne #DDR #histoire #constitution

  • DEPECHE MODE AT THE FUNKHAUS 17.03.17
    http://lili.de/u/xe7i9


    Ce site présente un des plus beaux bâtiments de de l’architecture industrielle de Berlin-Est . La maison de la radio de la RDA est en bon état et ses propriétaires ont pris soin de conserver tous les intérieurs historiques. Ce monument de l’histoire d’architecture sert toujours aux enrégistrements sonores et constitue l’unique bâtiment à Berlin où la rencontre de l’esprit de la RDA et de l’époque après ’89 ont trouvé une expression heureuse. Il y a des vistes gudées.

    Funkhaus Berlin
    https://www.funkhaus-berlin.net
    https://de.wikipedia.org/wiki/Funkhaus_Nalepastra%C3%9Fe


    Le site contient une série de photos absolument belles et impressionnates.

    Funkhaus Nalepastraße – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Funkhaus_Nalepastra%C3%9Fe

    Ein neues Sendehaus für die DDR-Radioprogramme

    Ein leerstehender Baukomplex einer früheren Sperrholzfabrik in der Nalepastraße, gelegen im sowjetischen Sektor Berlins, wurde ab Sommer 1951 zu einem Funkhaus ausgebaut. Ein Jahr später war der Umbau (Block A genannt) soweit vorangeschritten, dass aus vier Sendestudios und weiteren Aufnahmeräumen sowie dem notwendigen Schaltraum ab 12./13. September 1952 der volle Sendebetrieb für die zentralen Rundfunkprogramme der DDR aufgenommen werden konnte.

    Im Sommer 1952 begann auf dem 135.000 m² großen Gelände nahe der Spree im Ortsteil Oberschöneweide der Bau eines kompletten neuen Sendehauses mit Musik-Aufnahmestudios und einem großen Sendesaal. Für den Bau lieferte unter anderem der Architekt Franz Ehrlich die Pläne. Der Neubau erhielt die Bezeichnung Block B, in seinem Foyer wurden auch Marmor­platten aus der Neuen Reichskanzlei verlegt. 1960 begann der Bau von Block E, der insbesondere durch den fünfgeschossigen Skelettbau (E-R) von der Rummelsburger Landstraße weithin sichtbar ist. Dahinterliegend erstreckt sich ein weit gefächerter Flachbau, Block E-T. T steht hier für Technik, denn von diesem Gebäudeteil sendeten nunmehr sämtliche überregionalen Radiosender der DDR. Für die Grundrisse dieser Sendestudios wurden ausgewählte Akustikexperten hinzugezogen und es entstand ein Gebäudekomplex, der für seine Zwecke optimal gebaut wurde. Die Sprecherräume wurden beispielsweise zweischalig gebaut, selbst die Fundamente sind durch 4 1⁄2 cm starke Piathermplatten entkoppelt. Auch der größte Schaltraum Europas befand sich nun hier. Mit Fertigstellung Anfang der 1960er und noch heute gelten die Sendestudios als „State of the Art“.

    Funkhaus Berlin / DDR Berlin / Nalepastrasse - Funkhaus Berlin
    https://www.ddr-funkhaustour.de

    Termine für öffentliche Führungen, Monatlich zwei mal Samstags um 11 Uhr Reservierung erforderlich!

    Voici une visite guidée vidéo en anglais.
    https://www.youtube.com/watch?v=z_i0oAFB6Kg

    Nalepastrasse 18, 12459 Berlin
    https://www.openstreetmap.org/node/2820079133

    #Allemagne #Berlin #Treptow-Köpenick #Oberschöneweide #Nalepastraße #architecture #DDR #radio #musique #histoire

  • Gastbeitrag zu Welt-Artikel : Wie sich Richard Schröder arm rechnet | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/moralisch-bankrott--aber-nicht-pleite-die--schuldenluege--ueber-die

    Contrairement au mythe généralement accepté comme vérité ce n’était pas sa banqueroute économique qui a provoqué la fin de la RDA.

    http://www.klaus-blessing.de
    https://deutsche-einheit-1990.de/ministerien/ministerium-fuer-finanzen/staatssekretaere

    10.09.19 - Von Klaus Blessing und Walter Siegert

    Moralisch bankrott, aber nicht pleite Die „Schuldenlüge“ über die DDR ist bestätigt

    Vorwort von Maritta Tkalec zum Gastbeitrag

    Unter dem Titel: „Propagandakracher ,Schuldenlüge‘ – DDR war moralisch bankrott, aber nicht pleite“ berichtete die Berliner Zeitung am 4. Juli von einer Veranstaltung zum Thema „Das Schürer-Papier und die Schulden-Lüge: Wie pleite war die DDR?“, bei der DDR-Zeitzeugen über schicksalhafte Wendungen der letzten DDR-Monate berichteten. Sie fand statt in den Räumen von Rohnstock-Biografien im Prenzlauer Berg, wo in Erzählsalons in loser Folge gesellschaftliche Phänomene diskutiert werden, und in jüngerer Zeit vor allem ehemalige Kombinatsdirektoren und Fachminister ihre Erinnerungen vortrugen. Im Bericht ging es vor allem um die „Schuldenlüge“, also die in der Nachwendezeit zur Begründung vieler wirtschaftlicher Entscheidungen ins Feld geführte Behauptung, die DDR sei mit 48 Milliarden Valutamark im Ausland über jedes Maß verschuldet gewesen. Also pleite.

    Der Beitrag widmet sich ausführlich dem Zustand der DDR-Wirtschaft. Der wird als großenteils marode, komplett unterinvestiert, ausgelaugt und ineffizient beschrieben, die Herrschaft der SED als „moralisch bankrott“ beurteilt.

    Zugleich kamen DDR-Politiker zu Wort, darunter Walter Siegert, Finanzminister, die Ende 1989 und Anfang 1990 aktiv waren und die Übergangszeit bis zur Volkskammerwahl im März 1990 gestalteten. Diese Zeitzeugen erklärten, auf Dokumente und ihr Insiderwissen gestützt, wie die falsche Angabe zur Valuta-Verschuldung der DDR zustande gekommen war, wie sie korrigiert wurde und die Regierung von Helmut Kohl sie dennoch zu ihren politischen Zwecken benutzte.

    Dieser Beitrag missfiel dem Theologen Richard Schröder, als Sozialdemokrat Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer und später des Bundestags. Er befand, da werde über eine „unbedeutende Veranstaltung“ berichtet – „eine von einigen Hundert täglich in Berlin“. Die Leserinnen und Leser der Berliner Zeitung sahen das anders: Die große Resonanz auf den Veranstaltungsbericht sprach für starkes Interesse.

    Richard Schröders Erwiderung erschien am 18. Juli 2019 in der Zeitung Die Welt unter der Überschrift „Wie sich die DDR reich rechnete“. Er schreibt, die präsentierten Zahlen und Fakten zur Verschuldung seien „zwar richtig, aber seit 1990 bekannt“. Zwar richtig, aber bekannt? Kryptische Aussage. Dann kommt er zu seiner umfassenderen These: „Die Behauptung, die DDR sei 1989 nicht pleite gewesen, ist richtig, aber nicht wahr.“

    Walter Siegert und Klaus Blessing, DDR-Staatssekretär im Ministerium für Metallurgie der DDR, beide promovierte Ökonomen, sahen sich durch Richard Schröders laienhafte, teils anekdotische Wirtschaftsanalyse zu einer Erwiderung veranlasst und baten Die Welt um Veröffentlichung. Die Antwort der Redaktion: „Wir haben keine Verwendung für den Artikel.“

    Wir schon.
    Diesen Gastbeitrag von Klaus Blessing und Walter Siegert wollte die Welt nicht drucken

    Die Aufgabe von Theologen ist es, Glauben an das zu vermitteln, was sie nicht beweisen können. Das ist ihre Mission seit Menschengedenken. Problematisch wird es, wenn Glauben als Wissen ausgegeben und mit dem Pathos verkündet wird, unumstößliche Wahrheiten zu vermitteln. Genau das zelebriert Richard Schröder in seinem Artikel „Wie sich die DDR illusionär reich rechnete.“, der in der Zeitung Die Welt erschien.

    Der Theologe und Philosoph Schröder entwickelt für seine „Widerlegung“ einen neuen philosophischen Begriff: „Die Behauptung, die DDR sei 1989 nicht pleite gewesen, ist richtig, aber nicht wahr.“ Im Philosophieunterricht haben wir gelernt, eine Aussage ist dann wahr, wenn sie richtig ist – oder auch umgekehrt. Untersuchen wir den „Wahrheitsgehalt“ einiger seiner Behauptungen – belegt mit authentischen Quellen.

    Herr Schröder meint: „Das KoKo-Imperium von Schalck-Golodkowski wurde gegründet, um das Verbot des Exportes militärstrategisch relevanter Hochtechnologie trickreich zu umgehen.“

    Der Gründungsbeschluss für den Bereich Kommerzielle Koordinierung – Verfügung des Ministerrates der DDR vom 1. April 1966 – besagt: „Durch den Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel ist die einheitliche Leitung […] mit dem Ziel der maximalen Erwirtschaftung kapitalistischer Valuten außerhalb des Staatsplanes zu sichern.“
    Richard Schröder rechnet sich arm: Pleite des Ostens trat nach dem Beitritt zum Westen ein

    Das hat Schalck ohne jegliche staatliche Kontrolle in einem Umfang getan, der zeitweise fast die Höhe des planmäßigen Außenhandels der DDR mit kapitalistischen Staaten erreichte. Er sammelte Devisenreserven von 20 bis 30 Milliarden Valutamark (genaue Zahlen gibt es nicht) an, die dem Staatshaushalt vorenthalten wurden.

    Herr Schröder stellt fest: „Ob ein Staat 19 (Angaben der Deutschen Bundesbank d.V.) oder 49 Milliarden (Angaben von Gerhard Schürer, Vorsitzender der Plankommission der DDR) Schulden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist, ob er Zinsen und Tilgung pünktlich zahlen kann […]. Und dafür standen keine weiteren Produkte zur Verfügung.“

    Der erste Teil der Aussage stimmt. Im zweiten Teil will Herr Schröder suggerieren, dass die DDR eben doch pleite war, da sie nicht pünktlich zahlen konnte. Dazu die Deutsche Bundesbank: „Ende 1989 lagen die Liquiditätsreserven der DDR immer noch bei 29 Milliarden Valutamark und deckten 59,3 Prozent der Verschuldung ab.“

    Die Bayerische Landesbank hatte 1988 bestätigt: „Die DDR hat ihren 1983 aufgenommenen Milliarden-Kredit (Strauß-Kredit) voll zurückgezahlt.“ Die Treuhand erklärte: „Die KoKo-Milliarden von Schalck-Golodkowski sind fast vollständig gefunden worden, 20 Milliarden gleich bei der Wende, 1,5 Milliarden in den letzten Jahren.“ Hans Modrow stellte fest: „Die DDR war nicht pleite und brauchte kein Geld, um Löhne, Gehälter und Renten zu zahlen und den Betrieb des Staates aufrecht zu erhalten.“

    Die Pleite des Ostens trat nach dem Beitritt zum Westen ein: Absturz der Wirtschaft um 45 Prozent, der Industrie um 65 Prozent, Rückgang der Erwerbstätigen um über zwei Millionen, Auswanderung von über drei Millionen DDR-Bürgern in „den goldenen Westen“, Anhängen des Ostens an den Tropf westdeutscher Transferzahlungen. Herr Schröder philosophiert: „Devisenschulden konnten nur durch Exportsteigerungen bedient werden. Und dafür standen keine weiteren Produkte zur Verfügung. […] Man riss ja gepflasterte Straßen auf und asphaltierte sie, nur um die Pflastersteine für eine DM pro Stück dem Westen […] zu verkaufen.“
    Wie Richard Schröder polemisiert

    Tatsächlich sah die Exportstruktur der DDR in westliche Industrieländer 1989 wie folgt aus: Maschinen und Transportausrüstungen 31,9 Prozent, Fertigerzeugnisse 21,6 Prozent, Chemieprodukte 13,1 Prozent, Rohstoffe und Brennstoffe 12,1 Prozent, Nahrungsmittel 10,9 Prozent. Pflastersteine sind darin nicht enthalten.

    Herr Schröder fragt: „Wie konnte die DDR 1989 ihren Bankrott vermeiden?“ und zitiert Schürer, der angebliche „Tricks“ beschreibe: „Wir haben Kredite für Investitionen erhalten, die wir aber noch nicht eingesetzt hatten. Die wurden zwischenzeitlich auf ausländischen Banken angelegt und erschienen dadurch als Guthaben, obwohl es eigentlich Kredite waren.“ Die DDR, so Schröder, „unterhielt bei ihrem Spiel Verbindlichkeiten zu 600 ausländischen Banken“.

    Dass nicht verbrauchte Kredite Guthaben sind, ist jedem Kaufmann geläufig. Dass diesen Guthaben auf der anderen Seite der Bilanz „Verbindlichkeiten“ gegenüberstehen auch. Der Abschussbericht der Bundesbank über die Verschuldung der DDR weist Nettoschulden aus – also die Differenz zwischen Guthaben und Verbindlichkeiten. An dem „Spiel“ ist also nichts Anrüchiges oder Trickreiches zu finden.

    Herr Schröder polemisiert: „Altfunktionäre der DDR rechneten vor, dass den 19 Milliarden DM Schulden doch erhebliche Guthaben der DDR gegenüber Entwicklungsländern gegenüber standen.“ Da bringt der Herr Schröder wohl etwas durcheinander. Es geht nicht um „Entwicklungsländer“ sondern um Länder des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW).

    Der Stellvertretende Minister für Außenhandel, zuständig für den Bereich RGW, Dietrich Lemke, resümiert: „Als die Konten der Staatsbank der DDR bei der Internationalen Bank für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (IBWZ) in Moskau zum 31.12.1990 geschlossen wurden, ging auf die Bundesbank der Bundesrepublik Deutschland ein Guthaben in Valutamark und Deutschen Mark bewertet von etwa 23,4 Milliarden DM über.“

    Egon Krenz, vom 17. Oktober bis zum 6. Dezember 1989 SED-Generalsekretär und DDR- Staatsratsvorsitzender, bemerkte dazu: Aus den Schulden NSW und den Guthaben RGW „ergibt sich, dass die DDR unterm Strich weder überschuldet noch überhaupt verschuldet war“.
    Der Theologe Schröder zelebriert eigene Vorstellungen von Solidarität und christlicher Nächstenliebe, indem er diese auf Macht und Geld reduziert: „Die Sowjetunion hat die DDR gedrängt, ihre Favoriten in der sogenannten Dritten Welt zu beliefern, egal ob sie auch bezahlen (können). In Wahrheit ging es um sowjetische Globalpolitik im Kalten Krieg – die diesmal die DDR bezahlen sollte.“
    Richard Schröder: „Warum verlangte Modrow 15 Milliarden DM?“

    Für die sozialistisch orientierte DDR – und Großteile ihrer Bevölkerung – war internationale Solidarität mit Entwicklungsländern und ihrer Bevölkerung ein Markenzeichen der Politik, um deren eigene Wirtschaft zu stärken. Auch wenn nicht alles bezahlt wurde. Heute sind Entwicklungsländer billige Rohstoff- und Arbeitskräftequellen und profitabler Absatzmarkt.

    Herr Schröder schreibt über den Bundeskanzler: „Kohl hat […] erklärt, Geld gebe es für die DDR erst nach freien Wahlen in der DDR […]. Ich bin dem Bundeskanzler übrigens dafür dankbar.“
    Millionen Ostdeutsche, die mit Kohls leeren Versprechungen über „blühende Landschaften“, dass „es keinem schlechter gehen werde“ und der harten DM für diese „freien Wahlen“ geködert wurden, inzwischen jedoch Existenz und Heimat verloren haben, sind ihm heute gar nicht mehr dankbar.

    Von Kohl wurde Politik gemacht, und die hieß: Die DDR muss weg. Staaten, die man einverleiben will, gibt man kein Geld für deren Weiterbestehen. Thilo Sarrazin, seinerzeit Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, sprach 2010 Klartext: „Es stand doch die große Gefahr eines ‚dritten Weges‘ im Raum. Die DDR als weiterer Staat deutscher Zunge. Es kam darauf an, in diesen Monaten vollendete Tatsachen zu schaffen.“

    Herr Schröder fragt: „Warum verlangte Modrow 15 Milliarden DM?“ Die Antwort lautet: Weil die DDR seit ihrer Gründung vom Westen durch einseitige Reparationen, Abwerbung und Abwanderung von Millionen arbeitsfähiger Menschen, Embargo und ‚innerdeutschen‘ Handel um Billionen DM ausgeplündert wurde. Hans Modrow wollte einen kleinen Bruchteil davon zurück.

    Allein die Schulden aus den einseitigen Reparationszahlungen beziffert der westdeutsche Professor Arno Peters, gestützt auf 55 Professoren der Bremer Universität und fünf Senatoren der Hansestadt, im Jahr 1989 mit Zins und Zinseszins auf die Gesamtsumme von 727 Milliarden Mark. Kurt Biedenkopf meinte deshalb: „Wenn wir jetzt der DDR Ressourcen zur Verfügung stellen, können wir das nicht unter der Überschrift ‚Hilfe‘ oder gar ‚altruistische‘ Hilfe‘ subsumieren, sondern dass es für uns eine Verpflichtung gibt.“
    Resümee zum Artikel von Richard Schröder: „Schuldenlüge“ ist bestätigt

    Damit kommen wir zur Schröder’schen Gesamtaussage über die Pleite der DDR-Wirtschaft. Dazu sagt der Abschlussbericht der Deutschen Bundesbank von 1999: Ende 1989 betrug die Verschuldung gegenüber westlichen Ländern brutto 48,8 Milliarden Valutamark, netto, das heißt nach Abzug der Devisenreserven, 19,9 Milliarden Valutamark.

    Das entsprach zum damaligen Kurs rund 12 Milliarden Dollar – annähernd 750 Dollar je Einwohner der DDR. Eine Größenordnung, von der heute die meisten Länder der Welt nur träumen können. Die Auslandsschulden der Weltmacht USA betrugen Anfang des Jahres 2018 etwa acht Billionen US-Dollar. Das entspricht 24.000 US-Dollar je Einwohner.

    Die abschließende Einschätzung der Deutschen Bundesbank lautet: „Die Schwäche der außenwirtschaftlichen Statistiken der DDR lag darin, dass sie nicht alle Aktivitäten der KoKo-Unternehmen, der Sonderfonds und der Banken außerhalb des Wirtschaftsplanes erschlossen. Dadurch stellte sich für die DDR-Verantwortlichen diese Entwicklung freilich erheblich bedrohlicher dar, da ihnen überhöhte Zahlen der Verschuldung und des Schuldendienstes vorgelegt wurden.“ Unser Resümee zum Schröder-Artikel: Die „Schuldenlüge“ ist nicht widerlegt, sondern bestätigt.

    #DDR #histoire #économie #propagande #politique

  • RBB-Doku über die Leipziger Straße in Berlin: Sackgasse des Sozialismus - Medien - Gesellschaft - Tagesspiegel

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/rbb-doku-ueber-die-leipziger-strasse-in-berlin-sackgasse-des-sozialismus/8965532.html

    „Um Gottes willen, können hier überhaupt Menschen leben?“, sagte ein Zuzügler aus Bonn einst über die Leipziger Straße. Und wie, sagen die Bewohner. Eine RBB-Doku widmet sich jetzt dieser besonderen Straße Berlins. Nur das Verschönerungskombinat kommt ein bisschen zu kurz. Lothar Heinke

    Das Verschönerungskombinat hatte viel zu tun in der Leipziger Straße.

    Das Verschönerungskombinat hatte viel zu tun in der Leipziger Straße.Foto: RBB

    Eine berührende Geschichte, die mit einem Mal den samtenen Vorhang vor der DDR-Vergangenheit aufreißt, geht so: Eines Tages herrscht große Aufregung in einem Haus in der Leipziger Straße. Ein Mann ist mit seinem Fluggerät aufs Dach geklettert und versucht, über die Mauer nach West-Berlin zu fliegen. Dabei stürzt er auf das Dach einer Schule, die noch im Osten liegt. Die Volkspolizei kommt mit Hunden und Blaulicht, es ist toll was los in der Sackgasse des Sozialismus, die direkt an der Mauer beim Potsdamer Platz endet. Ein Junge findet das, was in seinem Haus geschieht, sehr spannend. Er fragt seine Mutter: Würdest du ihn aufnehmen, wenn er an unsere Tür klopft? Die Mutter überlegt und sagt Ja! Darauf der Junge: „Aber das dürfen wir nicht dem Vati sagen.“

    #berlin #ddr #architecture

  • 1989, la fin des certitudes - France Culture
    https://www.franceculture.fr/emissions/series/1989-la-fin-des-certitudes

    Épisode 1 : Un mur, trois révolutions, comment les événements de 1989 ont-ils changé la façon d’écrire l’histoire ?

    Épisode 2 : La RDA par elle-même
    Le Cours de l’histoire

    Épisode 3 : Trente ans après, comment agissent encore les archives de la Stasi sur la société allemande ?

    Épisode 4 : La querelle des images ou l’art allemand après la chute du mur de Berlin

    Épisode 5 : Berlin à la trace
    #Guerre_froide #Allemagne #Berlin #RDA #histoire
    @klaus

  • Une défaite historique de la droite au sein de la droite allemande
    https://www.wams.de


    Il y trente ans la presse Springer abandonne les guillemets autour de l’abbréviation pour l’état socialiste allemand. L’éditeur de Welt am Sonntag Mathias Döpfner, grand ami de la veuve d’Axel Cäsar Springer, le regrette encore aujourd’hui.

    „DDR“, Ein historischer Fehler, Welt am Sonntag, édition du 4.8.2019
    https://framadrop.org/r/la8_ZRMKg4#elsqpXdAGxpAvEL8zFgcTIxNWmzVng7wOS/uTtxCQSY=

    #DDR #guerre_froide #mur #Berlin #histoire #presse #Allemagne #politique

  • Warum traumatisierte DDR-Flüchtlinge auf Entschädigung hoffen können | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/nach-erfolgreicher-klage--warum-ddr-fluechtlinge-auf-entschaedigung

    Une décision du tribunal administratif fédéral introduit une nouvelle définition juridique. On connaissait le terme « rechtswidrig » qui signifie « contre la loi » ou simplement « illégal ». La plus haute instance juridique pour les différends administratifs introduit le terme « rechtsstaatwidrig » comme argument juridique principal. Elle s’octroie ainsi une compétence propre aux instances juridiques dans les pays de la common law. Le terme « rechtsstaatwidrig » a les allures de son collègue « Unrechtsstaat », cet « état de non-droit » introduit pendant un débat politique et transformé en pseudo-terme juridique par les médias de droite. On ne trouvera ce couple d’enfer dans aucun texte de loi et leurs définitions resteront très vagues parce qu’il s’agit d’expressions de propagande qui s’habillent en définition juridique malgré le flou artistique qui les entoure.

    Dans l’état allemand la création de lois et des définitions qui en constituent l’essence sont le privilège exclusif des assemblées élus par les citoyens allemands et les résidents européens autorisés à participer aux élections au niveau des Länder . Le pouvoir des assemblées démocratiques est le résultat de leur compétence exclusive de créer des lois, de lever des impôts et de refuser un plan budgétaire du gouvernement.

    Bien sûr la décision du tribunal administratif ne crée pas de précédent parce que c’est une manière de créer des lois inconnue du droit allemand. Chaque juge continue à être libre de se référer au terme rechtsstaatwidrig ou de juger sans prendre en compte la décision de l’instance administrative suprême. Pourtant la presse s’empare de l’expression de propagande qui sera ainsi reprise dans des contextes divers et finira par entrer dans d’autres jugements. Pire encore les décisions des plus hautes instances juridiques sont comme des lois parce que les juges qui les suivent sont sûrs que leurs décisions ne seront pas annulées en dernière instance. A travers ce mécanisme les tribunaux d’Allemagne créent des lois supplémentaires qui ne portent pas ce nom. En introduisant dans ces lois inconnus du grand public une notion imprécise qui peut s’appliquer à chaque fait historique et politique qui déplaît au juge, le tribunal administratif rend les décisions juridiques imprévisibles.

    Le tribunal administratif fédéral vient d’affaiblir le droit par le caractère vague de la nouvelle notion et par l’usurpation d’un privilège qui ne lui renvient pas. On pourrait qualifier sa démarche comme « rechtsstaatswidrig ». Parfois l’ironie se cache dans les faits et attend qu’on la révèle.

    25.07.19, von Norbert Koch-Klaucke

    Die Entscheidung kann man als historisch werten. Am Mittwoch hatten die Richter am Bundesverwaltungsgericht Leipzig entschieden, dass erstmals auch ehemalige DDR-Bürger Anspruch auf staatliche Hilfe und Entschädigung haben, wenn sie durch ihre Flucht über Mauer und Stacheldraht nach West-Berlin oder in die alte Bundesrepublik gesundheitliche Schäden erlitten haben und noch heute darunter leiden. Ein 56-jähriger Berliner, der noch immer auf Grund seiner Flucht und den Erlebnissen von 1988 psychisch erkrankt ist, hatte dieses Urteil vor dem obersten Gericht erkämpft. „Mehrere Hunderte traumatisierte DDR-Flüchtlinge, denen es ebenso erging, könnten nun auf Rehabilitierung und Entschädigung hoffen“, sagte sein Anwalt Thomas Lerche der Berliner Zeitung.

    Der Berliner Sozialrechtler vertritt seit etwa zehn Jahren bundesweit Opfer des DDR-Systems. Einen Tag nach dem Leipziger Urteilsspruch erhielt er Anfragen von mehreren DDR-Flüchtlingen, die nun auch ihren Anspruch auf Entschädigungen bei den Versorgungsämtern gelten machen wollen. „Bisher galten die Ansprüche nur für diejenigen, die wegen missglückter Flucht oder aus politischen Gründen in DDR-Gefängnissen saßen“, sagt Lerche. „Mit Ausnahme weniger Einzelfälle wurde das Leid der traumatisierten Flüchtlinge bisher nicht rechtsstaatlich anerkannt.“

    Sein Mandant war 26 Jahre alt, als er im Dezember 1988 mit seinem Bruder von Teltow-Sigridhorst aus nach West-Berlin geflohen war. Die Männer hatten stundenlang im Schlamm des Sperrgebietes gehockt, ehe sie mit Bolzenschneidern und Leitern die Grenzzäune überwanden. Der Kläger blieb nach seiner Schilderung vor Gericht im letzten Stacheldrahtzaun hängen, sei von DDR-Grenzern mit Kalaschnikows ins Visier genommen worden. Geschossen hätten sie nicht, der Mann entkam nach West-Berlin.
    Traumatisierte DDR-Flüchtlinge müssen gesundheitliche Schäden nachweisen

    Der gelernte Rohrleger machte später geltend, die zwölfstündige Flucht habe zu einer psychischen Erkrankung geführt, die noch heute fortwirke, er leide unter Alpträume und Reizbarkeit bis hin zu Wutanfällen.

    Vom Land Brandenburg verlangte er eine „verwaltungsrechtliche Rehabilitierung“. Sie führt zu Entschädigungsansprüchen, zum Beispiel Ersatz von Behandlungskosten.

    Das Land Brandenburg und das Verwaltungsgericht Potsdam lehnten das ab. Eine verwaltungsrechtliche Rehabilitierung komme nur nach individueller Verfolgung in Betracht. Die DDR-Grenzsicherung habe sich aber gegen die gesamte DDR-Bevölkerung gerichtet.

    Das Bundesverwaltungsgericht hob das Urteil auf und begründete, die Grenzsicherung der DDR sei insgesamt „rechtsstaatswidrig“ gewesen. Bei der Flucht hätten sich die Maßnahmen „konkret und individuell“ gegen den Kläger gerichtet. Er habe schlüssig dargelegt, dass seine Flucht zu Gesundheitsschäden geführt habe. Dieser Nachweis ist entscheidend. Auch für traumatisierte DDR-Flüchtlinge, die nun infolge des Urteils eine Entschädigung beantragen werden.

    Die Berliner Beratungsstelle „Gegenwind“, die seit 20 Jahren politisch Traumatisierte der SED-Diktatur betreut, bewertet das Urteil als „wichtige Grundsatzentscheidung“. Zu den einstigen DDR-Bürgern, die sich dort beraten lassen, gehören auch Menschen, deren Flucht zwar geglückt war, die aber unter den Erlebnissen noch immer seelisch kranken, so Psychologin Stefanie Knorr. „Es ging um akute Lebensgefahr, wenn man etwa miterleben musste, wie ein Mitflüchtender von einer Mine getötet wurde“, sagt sie.
    DDR-Flüchtling wird Entschädigung erst in zwei bis drei Jahren bekommen

    Seelisch zugesetzt hätte es auch Flüchtlingen, wenn sie später erfuhren, unter welchen staatlichen Repressalien ihre in der DDR verbliebenen Familienmitgliedern leiden mussten. Depressionen, Angstzustände würden sich sogar Jahrzehnte nach den Geschehnissen bei den Betroffenen verstärken. „Vor allem, wenn sie wegen ihrer Krankheit jahrelang arbeitslos waren, im Alter wenig Rente beziehen und Angst vor drohender Armut haben“, sagt Knorr.

    „Die Betroffenen nahmen hohe Risiken bei ihrer Flucht in die Freiheit in Kauf.“ Die heutige fehlende staatliche Anerkennung mache sie zusätzlich zu schaffen. „Daher ist ihre Rehabilitierung unbedingt wichtig“, sagt die Psychologin.

    Der Berliner, der das Urteil erwirkt hat, wird nicht sofort eine Entschädigung erhalten. „Das wird noch zwei bis drei Jahre dauern“, sagt Anwalt Lerche. Denn die Anträge auf seine Rehabilitierung, die zu Entschädigungsansprüchen führen, müssen beim Berliner Versorgungsamt eingereicht und bearbeitet werden. Unklar ist, wie hoch die Entschädigung sein wird.

    #Berlin #DDR #BRD #droit #justice

  • Die Arbeitsgruppe XVII (Besucherbüro West-Berlin)
    http://www.runde-ecke-leipzig.de/sammlung/pop_zusatz.php?w=w00017

    Der ständig anwachsende Strom von Flüchtlingen aus der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) über die noch offene Grenze in Berlin veranlasste die Staatsführung der DDR zur Ergreifung drastischer Maßnahmen. In der Nacht vom 12. zum 13. August 1961 wurden die Grenzen in und um Berlin vollständig abgeriegelt. Der Bau des so genannten „antifaschistischen Schutzwalls“ unterband jegliche Form von Kommunikation zwischen dem Ostteil der Stadt und den Westsektoren.

    Für West-Berliner bestand zudem seit 1962 praktisch keine Möglichkeit mehr, in die DDR zu reisen. Nun waren sie auch nicht einmal mehr in der Lage, in den Ostteil von Berlin zu gelangen. Die ersten Kontaktaufnahmen zwischen dem Ost- und Westteil der Stadt nach dem Bau der Mauer wurden durch die so genannten „Passierscheinabkommen“ wieder möglich. Sie erlaubten ab Ende 1963 befristet den „Einwohnern von Berlin-West den Besuch bei ihren Verwandten in Berlin (Ost), in der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik“, mit Passierscheinen. Zur Ausgabe der Passierscheine wurden eigens in den West-Berliner Bezirken 12 Büros eingerichtet, in denen Angestellte der Ost-Berliner Post Anträge entgegennahmen und Passierscheine ausgaben. Die Bearbeitung der Anträge erfolgte aber in Berlin-Ost. Die Passierscheinregelung konnte in den folgenden drei Jahren erneuert werden, scheiterte aber 1966 an den erhöhten Ansprüchen der DDR. Nur die Passierscheinstelle für dringende Familienangelegenheiten (Härtestelle) konnte ihre Arbeit bis zum Ende der DDR fortsetzen.

    Den Aufgabenbereich der Annahme von Anträgen bzw. der Ausgabe von Passierscheinen zur Einreise nach Ost-Berlin, übernahm später die Arbeitsgruppe XVII (AG XVII Besucherbüro West-Berlin) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), die von 1972 bis 1989 dem Stellvertreterbereich von Generaloberst Rudi Mittig unterstellt und seit Sommer 1989 dem Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit Generalleutnant Gerhard Neiber zugeordnet war. Sie hatte ihren Dienstsitz in Berlin-Hohenschönhausen und war für die inhaltliche, materiell-technische, finanzielle sowie personelle Sicherung der Arbeit jener Besucherbüros der DDR in West-Berlin („Passierscheinbüros“) zuständig. In ihren fünf Büros bzw. Genehmigungsstellen konnten Westberliner Bürger laut den geltenden Verordnungen Berechtigungsscheine für die ein- oder mehrmalige Einreise in die DDR beantragen und abholen. Weiterhin leistete die Diensteinheit Abwehrarbeit zur Sicherung der Tätigkeit der Mitarbeiter in den Büros für Besuchs- und Reiseangelegenheiten. Für die einzelnen Aufgaben und Bereiche waren innerhalb der AG XVII fünf Abteilungen zuständig, die u.a. eng mit der Hauptabteilung VI (Passkontrolle, Tourismus, Interhotel) des MfS und dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA) / Abteilung West-Berlin zusammenarbeiteten, Vorkommnisse in den Büros und Fahrstrecken klärten, die Dienstobjekte sicherten und den Transport- und Kurierdienst von und zu den Büros realisierten sowie die Versorgung bzw. das Kraftfahrzeugwesen organisierten.

    Zum Aufgabenbereich der AG XVII gehörte aber auch die Führung von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) und die Arbeit mit Offizieren im besonderen Einsatz (OibE).

    Die AG XVII in Berlin hatte 308 Mitarbeiter (Stand: 1989).

    #DDR #Westberlin #Passierscheinstelle #Geschichte

  • San Francisco tech bus protests - Wikipedia
    https://en.wikipedia.org/wiki/San_Francisco_tech_bus_protests


    Quand un régime affiche trop les privilège de ses agents, le peuple se rebelle. Les cars climatisés #Google sont aujourd’hui pour les habitants de #San_Francisco ce que les cars #Stasi constituaient pour les habitants de #Berlin-Est.

    San Francisco tech bus protests were a series of community-based activism held by residents of the San Francisco Bay Area beginning in late 2013, when the use of shuttle buses employed by local area tech companies became widely publicized. The tech buses have been called “Google buses” although that term is pars pro toto, in that many

    https://seenthis.net/messages/793645

    #USA = #DDR ?!? ;-)

  • Eigenes Liniennetz in Berlin: Hier fuhren die Busse der Stasi-Mitarbeiter
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/eigenes-liniennetz--hier-fuhren-die-busse-der-stasi-mitarbeiter--32

    20.7.2019 Von Andreas Förster - Während die Ost-Berliner an den BVB-Haltestellen auf volle Fahrzeuge warteten, leistete sich die Stasi einen eigenen Berufslinienverkehr. 50 Busse brachten die Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes zur Arbeit und wieder zurück. Sogar in West-Berlin gab es Haltestellen.

    Im Herbst 1989 wurden in Ost-Berlins Mitte mal wieder Gleise der Straßenbahn repariert. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen war eingerichtet worden. Mit den üblichen Folgen: überfüllte und verspätete Busse, schimpfende Berliner an den Haltestellen. An der Kreuzung Moll-/Hans-Beimler-Straße (heute Otto-Braun-Straße) kochte dabei die Volksseele besonders hoch, spielte sich dort doch allmorgendlich zur gleichen Zeit dasselbe Schauspiel ab.

    Nur wenige Meter neben der überfüllten SEV-Haltestelle hielt ein fast leerer Ikarus-Bus mit verhängten Scheiben. Die wenigen dort zusteigenden Männer und Frauen hatten sich zuvor schon auf dem Gehweg auffallend separiert von der ungeduldigen Menge, die auf den Ersatzbus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) wartete. Dass die in den geheimnisvollen Bus einsteigenden Fahrgäste dem Fahrer keine Fahrkarte zeigten, sondern ihm einen Klappausweis hinhielten, steigerte noch die Wut der Wartenden. Denn mit solchen Klappausweisen, das wusste jeder in der DDR, waren die Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes ausgerüstet.

    Im Stasiunterlagenarchiv kann man jetzt die mehr als zweitausend Seiten umfassenden Akten über ein weitgehend unbekanntes Kapitel des MfS einsehen – den sogenannten Berufslinienverkehr des Geheimdienstes. Als Berufslinienverkehr (BLV) definierte die Stasi „alle Beförderungen von Mitarbeitern (einschließlich Angehörige mit Kleinkindern)…, die mit KOM (Kraftomnibussen – d.Red.) des MfS planmäßig zu festgelegten Zeiten auf festgelegten Strecken von und zum Dienst zu bestimmten Dienstobjekten und zurück durchgeführt werden“.

    Stasi-Mitarbeiter wurden bereits in den 60er-Jahren mit Bussen transportiert

    Auf zuletzt 50 Linien mit einer Streckennetzlänge von insgesamt mehr als 1500 Kilometern verkehrten die in Ungarn produzierten Ikarus-Busse der Stasi jeden Werktag im Ostberliner Stadtgebiet und darüber hinaus. Erkennen konnte man Mielkes Busflotte an einem postkartengroßen Pappschild, das hinter der Windschutzscheibe angebracht war und die Aufschrift trug: „Berechtigungsschein KOM-Linie G“.

    Die ausschließlich im Berufs- und Feierabendverkehr fahrenden G-Busse, die es auch in anderen Bezirksstädten der DDR gab, waren ebenso bekannt wie verhasst. Hatte man ihre Existenz allerdings lange Zeit noch zähneknirschend und mit der Faust in der Tasche hingenommen, änderte sich das im Laufe des Jahres 1989 mit der zunehmenden Verbitterung über die Zustände in der DDR spürbar.

    Darüber beklagte sich Anfang November 1989 auch ein hochrangiger Offizier der Stasi-Hauptabteilung Personenschutz, deren Mitarbeiter damals täglich an der oben erwähnten Haltestelle in Mitte angefeindet wurden. „Die Leute sehen, dass unsere Busse nur mit teilweise wenigen Genossen besetzt sind, zum anderen bekommt man mit, dass beim Einsteigen der Dienstausweis gezeigt und somit erkannt wird, um welche Busse es sich dabei handelt“, schrieb Oberstleutnant Laufer in einem Vermerk und klagte: „Es fallen dabei abwegige Bemerkungen.“ Sein Vorschlag: Entweder die SEV-Haltestelle verlegen oder den Haltepunkt der Stasi-Busse.

    Bereits in den 60er-Jahren hatten einzelne Stasi-Abteilungen damit begonnen, ihre Mitarbeiter mit eigenen Bussen zu ausgewählten Dienstobjekten zu transportieren. Die Fahrtziele lagen dabei meist außerhalb der Stadt. Aber statt einen Shuttleservice von der letzten S-Bahn-Station einzurichten, wollte das MfS den eigenen Genossen offenbar eine zu große Volksnähe in den stets überfüllten Bussen und Bahnen der BVB im Berufsverkehr ersparen.

    Stasi-Busse absolvierten jeden Werktag insgesamt 150 Fahrten

    Deshalb wurden die Tschekisten bereits an ausgewählten Haltepunkten in der Stadt eingesammelt. Diese Haltestellen befanden sich meist in der Nähe zentraler Wohnobjekte des Dienstes – etwa in Johannisthal, am Leninplatz (heute Platz der Vereinten Nationen), im Lichtenberger Hans-Loch-Viertel und am Tierpark sowie in den Neubaugebieten in Hohenschönhausen, Marzahn und Hellersdorf.

    Die 1970 einsetzenden Bestrebungen im MfS, den BLV zu zentralisieren und eine Art diensteigenen Busbetrieb einzurichten, scheiterte bis zum Ende der Stasi am Widerstand der beteiligten Hauptabteilungen, die den Berufsverkehr ihrer Mitarbeiter lieber in eigener Regie fortführen wollten. Selbst der Vorschlag, die Busse könnten doch Angehörige mehrerer Diensteinheiten befördern, wenn deren Fahrtziel – wie etwa der Ort Gosen bei Berlin, wo es Dienst- und Ausbildungsobjekte mehrerer Abteilungen gab – das gleiche ist, stieß auf taube Ohren. Jede Abteilung wollte ihre eigene Linie für sich behalten.

    Einer Aufstellung aus dem Februar 1986 zufolge betrieben zu dieser Zeit ein Dutzend Stasi-Abteilungen insgesamt 50 Buslinien in Berlin und Umgebung. Eingesetzt waren überwiegend Ikarus-Busse der Typ-reihen 256 (Reisebus) und 280 (dreiachsiger Zuggelenkbus). In Einzelfällen verkehrten auch Kleinbusse vom Typ Barkas. Jeden Werktag absolvierten die Stasi-Busse insgesamt 150 Fahrten. Wie viele Mitarbeiter sie dabei transportierten, darüber gibt es keine Angaben. Schätzungsweise dürfte es sich um mehr als 10.000 Fahrgäste pro Tag gehandelt haben, da in den Unterlagen von einem Auslastungsgrad der Linien zwischen 80 und 100 Prozent gesprochen wird.

    Die meisten Busse auf jeweils acht Linien verkehrten für die Hauptabteilung Personenschutz (HA PS) und das Wachregiment. Die Personenschützer gelangten so aus Berlin zur Wohnsiedlung der SED-Spitze in Wandlitz und zum zentralen Ausbildungscamp in Kallinchen; die Offiziere des Wachregiments fuhren in die Kasernen in Adlershof, Erkner und Teupitz. Auf insgesamt sieben Buslinien gelangten Mitarbeiter der bei Stasi-Minister Mielke angesiedelten Spezialbauabteilung täglich zum Regierungsbunker in Prenden und zu unterirdischen Anlagen in Bernau.

    Fünfmal am Tag verkehrten die Stasi-Busse auf verschiedenen Linien

    Eine Buslinie weniger betrieb die Auslandsspionageabteilung HVA, die ihre Kader erst an mehreren Haltepunkten in Ostberlin einsammelte und dann zu den Ausbildungseinrichtungen in Gosen und Belzig sowie nach Zeesen und Wernsdorf fuhr. Auch die Lauschabteilung III schaffte Mitarbeiter in eigenen Bussen von Berlin in die Dienstobjekte Gosen und Biesenthal. Weitere Buslinien betrieben die Hauptabteilungen Kader und Schulung, VI (Grenzverkehr und Tourismus), XI (Chiffrierdienst) und II (Terrorabwehr) sowie VRD und Operativ-Technischer Sektor. Hinzu kam noch eine weitere Linie, die werktäglich jeweils um 6.20 und 7.20 Uhr am Alexanderplatz begann und Mitarbeiter in die MfS-Zentrale an der Lichtenberger Normannenstraße schaffte. Die Busse hielten am Leninplatz, im Weidenweg auf Höhe des U-Bahnhofs Marchlewskistraße (heute Weberwiese), vor dem Blumenladen am S-Bahnhof Frankfurter Allee sowie an der Ecke Fanninger-/Siegfriedstraße. Zurück ging es in entgegengesetzter Richtung jeweils um 17.15 und 19 Uhr.

    Was bis heute kaum bekannt ist – auch nach West-Berlin verkehrten regelmäßig Stasi-Busse. Fünf Linien gab es, auf denen die Mitarbeiter der jenseits der Mauer eingerichteten Büros für Besuchs- und Reiseangelegenheiten (BfBR) zu ihren Arbeitsstellen gelangten. In diesen auch „Passierscheinbüros“ genannten Einrichtungen, in denen Westberliner Einwohner einen Tagesbesuch im Ostteil der Stadt oder in der DDR beantragen konnten, arbeiteten Senatsmitarbeiter Seite an Seite mit Beamten aus Ostberlin. Letztere galten offiziell als Mitarbeiter des DDR-Ministerrats, waren aber in Wahrheit Stasi-Offiziere der Arbeitsgruppe XVII.


    Passierscheinbüro Waterlooufer

    Fünfmal am Tag verkehrten die Stasi-Busse auf verschiedenen Linien, um die insgesamt 75 in West-Berlin eingesetzten MfS-Mitarbeiter der AG XVII an den Grenzübergängen Invaliden-, Chaussee- und Heinrich-Heine-Straße einzusammeln, um sie in den Westteil der Stadt und vor allem wieder zurückzubringen. Fahrtziele der einzelnen Linien waren die fünf Passierscheinbüros am Spandauer Reformationsplatz, am Waterlooufer in Kreuzberg, in der Jebensstraße in Charlottenburg, in der Steglitzer Schloßstraße und an der Kreuzung Schul-/Maxstraße im Wedding. Auch an den Wochenenden und feiertags verkehrten Stasi-Busse nach West-Berlin, allerdings nur zweimal am Tag und lediglich zu den dann geöffneten Einrichtungen in Steglitz und Charlottenburg.

    Stasi-Mitarbeiter wurden unfreundlich, wenn keine Sitzplätze verfügbar waren

    Es gab immer wieder auch Zwischenfälle in den Stasi-Bussen. Davon künden die in den Akten überlieferten Beschwerdeschreiben.

    So beklagten sich Busfahrer über unfreundliche Stasi-Offiziere, über betrunkene Genossen, die auch schon mal in den Bus kotzten, und über Versuche, Kraftfahrer für private Erledigungen einzuspannen – etwa um Familien in Naherholungsgebiete zu kutschieren oder ein Kuchenpaket am Palast der Republik abzuholen.

    Ein Busfahrer der Stasi ärgerte sich darüber, dass seine Fahrgäste, wenn nicht genügend Sitzplätze zur Verfügung stehen, unfreundlich würden. Dabei seien das in der Regel nur vier bis sechs Personen, die eine Teilstrecke der Linie stehen müssten.

    „Die Genossen kommen dann mit solchen Argumenten wie ,Wir sind Schichtarbeiter und dürfen im Berufsverkehr nicht stehen‘, schrieb der Busfahrer in einem Beschwerdebrief an seine Vorgesetzten. Dabei sei dieses Argument doch schlecht, fügte der Mann hinzu, „denn wieviel Kollegen in Berlin arbeiten im Schichtdienst und bekommen in den Bussen der BVB auch keinen Sitzplatz“.

    Die Gefahr, die sich aus dem Betrieb des Stasi-Busverkehrs ergab, war dem Geheimdienst durchaus bewusst. So gab es die Sorge, dass ein Bus mit MfS-Mitarbeitern gekapert und die Insassen als Geiseln genommen werden, um einen Grenzdurchbruch zu erreichen.

    Im Jahre 1988 wurden daher zwei Stasi-Fachschulabsolventen der Antiterror-Abteilung II mit einer Abschlussarbeit zum Thema „Taktische Grundvariante zur Bekämpfung/Erstürmung eines Kraftomnibusses (KOM)“ beauftragt. Die im März 1989 vorgelegte Arbeit sollte die auszubildenden Antiterrorkämpfer des MfS in die Lage versetzen, „taktisch richtig zu handeln und die Überwältigung bzw. Liquidierung von Terrortätern erfolgreich durchführen zu können“. Die in der Arbeit beschriebenen Objekte einer Befreiungsaktion waren Ikarus-Busse Arbeit Typ 256 und 280 – also genau solche Fahrzeuge, die auch im BLV eingesetzt wurden.


    Im Jahr 2019 ist die Bushaltestelle am U-Bahnhof Wutzkyallee verschwunden. Die Säule mit dem U-Bahn-Schild wurde erneuert, steht aber immer noch am geichen Patz.

    #Berlin #DDR #Westberlin #Stasi #Verkehr #Passierscheinbüro #Passierscheinstelle #Geschichte

  • Renaud Epstein & station urbaner kulturen

    (Feben Amara, Jochen Becker, Christian Hanussek, Eva Hertzsch, Adam Page) with Oliver Pohlisch and Birgit Schlieps

    One day, one ZUP, one postcard (2014-…), 2018

    Wallpaper / Display cabinet
    Collection station urbaner kulturen, Berlin-Hellersdorf

    The sociologist Renaud Epstein’s project has first and foremost been an online format since its initiation in 2014: he posts a new postcard of large housing estates (Zones à Urbaniser par Priorité / ZUP) on his Twitter account every day. From a time when France dreamed of being modern and urban and believed in its architectural utopias, the ZUP postcards evoke at best a golden era, at worst a contemporary delusion.

    https://www.dropbox.com/s/vte4ejv9wsumzyh/ARLES%202019-PRESS%20KIT-kl.pdf?dl=0

    The Berlin collective station urbaner kulturen, based in the last big housing estate built in the GDR, has extracted sections from Epstein’s Twitter timeline in order to materialize the interaction between internet users and images. Their project «Going out of Circles / Kreise ziehen» presents a wider series of exhibitions that aims to create connections between the housing estates on the periphery of urban and economic centers, around Berlin and beyond.

    A display case with original postcards next to the Twitter wallpaper emphasises the different readings of formats of communication.

    Postcards – News from a Dream World
    Musée départemental Arles Antique

    1 July - 25 August / 10 - 18

    Exhibition curators: Magali Nachtergael and Anne Reverseau

    Eric Baudart & Thu-Van Tran (1972 et 1979), Fredi Casco (1967), Moyra Davey (1958), documentation céline duval (1974), Renaud Epstein & station urbane kulturen (1971 et créé en 2014), Jean Geiser (1848-1923), Joana Hadjithomas & Khalil Joreige (1969), Roc Herms (1978), Susan Hiller (1940-2019), John Hinde (1916-1997), Katia Kameli (1973), Aglaia Konrad (1960), Valérie Mréjen (1969), Martin Parr (1952), Mathieu Pernot (1970), Brenda Lou Schaub (1993), Stephen Shore (1947), John Stezaker (1948), Oriol Vilanova (1980), William Wegman (1943)

    The postcard is the ultimate circulating picture, constantly subject to a sense of déjà-vu. Throughout the twentieth century, it went hand in hand with the bottling of the visible world, the rise of image globalization and mass tourism. Collectors, hoarders, retouchers and iconographers seize existing pictures to give them a new meaning, clarify their status or context.

    By comparing this artistic vision with the making of postcards, this exhibition questions what they show and tell of the world, like a visual anthropology. What did they convey throughout the twentieth century, during their hour of glory? What vision of the world did they plant in the minds of their recipients, who got them from relatives and friends?

    Both a symbol of our private and collective imagination, the postcard represents an illusion, always close to hand. It shows us a dream world in which can project ourselves, as in a desirable fiction story.

    www.rencontres-arles.com/en/expositions/view/779/cartes-postales

    https://archiv.ngbk.de/projekte/station-urbaner-kulturen-hellersdorf-seit-2014
    https://www.ngbk.de/en/program/initiative-urbane-kulturen

    #renaud_epstein #cartes_postales

  • Der heimliche/offene Aufmarsch (every version)
    https://www.youtube.com/watch?v=3re36wBHq0M

    “Der heimliche Aufmarsch” (The Secret Deployment) was a poem by Erich Weinert, originally set to music by Vladimir Vogel in 1927. In 1931 Hanns Eisler arranged the song, making it seemingly more badass, for the movie Niemansland, in the finale of which it was sung by Ernst Busch. This version is the most popular. After WW2, Weinert changed the lyrics of the song to suit the Cold War, and even the title was changed to “Der offene Aufmarsch” (The Open Deployment)
    0:00 Der heimliche Aufmarsch Version 1 (E. Weinert-V. Vogel 1927)
    3:35 Der heimliche Aufmarsch Version 2 (E. Weinert-H. Eisler 1931)
    5:58 Der heimliche Aufmarsch Version 3 (E. Weinert-H. Eisler 1950s)
    8:06 Der offene Aufmarsch (E. Busch-H. Eisler 1960s)

    Wladimir Rudolfowitsch Vogel
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Rudolfowitsch_Vogel

    *17. Februarjul./ 29. Februar 1896greg. in Moskau; † 19. Juni 1984 in Zürich - Wladimir Vogel war der Sohn einer russisch-jüdischen Mutter und eines deutschen Vaters. Im Ersten Weltkrieg wurde seine Familie aufgrund ihrer Abstammung im Ural interniert, aber Wladimir durfte ausreisen. Er ging nach Berlin, wo er zwischen 1918 und 1924 bei Heinz Tiessen und Ferruccio Busoni studierte. Er war als Komponist, Kompositionslehrer am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium und Musikkritiker tätig. Er stand dem Expressionistenkreis um Herwarth Walden nahe und war als Mitglied in der Musiksektion der Novembergruppe von Max Butting und Hans Heinz Stuckenschmidt aktiv. Wegen seines Engagements für den deutsch-sowjetischen Kulturaustausch und für die Arbeiterbewegung musste er 1933 Deutschland verlassen. Seine Musik wurde von den Nationalsozialisten als entartet diffamiert. Später ging er über Strassburg, Brüssel und Paris nach London. Zwischen 1936 und 1939 war er in Zürich und lernte Aline Valangin kennen, die er 1954 heiratete, diese Ehe hielt bis 1965. Vogel und Valangin lebten ab 1939 und in den 1940er Jahren in Ascona, wo er die 1946 gegründeten Settimane Musicali di Ascona unterstützte. Ab 1964 war Vogel wieder in Zürich. In die Schweiz eingebürgert wurde er 1954 mit seiner Heirat. Zuvor war er mit einem Berufsverbot belegt, das ihm eine Lehrtätigkeit unmöglich machte. Auch durfte seine Musik nicht aufgeführt werden.[1] 1948 fand auf Veranlassung Vogels in Orselina ein «Dodekaphonischer Kongress» statt. Unter anderem nahmen Luigi Dallapiccola, Hermann Meier, Gian Francesco Malipiero, Karl Amadeus Hartmann, Rolf Liebermann und Erich Schmid teil. Seine sterblichen Überreste ruhen auf dem Friedhof Witikon.

    #DDR #impérialisme #musique

  • Der heimliche Aufmarsch
    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_heimliche_Aufmarsch

    „Der heimliche Aufmarsch“ ist ein Gedicht von Erich Weinert, welches er 1927 schrieb. Es wurde 1929 von Wladimir Vogel anlässlich des ersten internationalen Antikriegstages vertont.

    Hanns Eisler vertonte es 1938 neu und ließ es von Ernst Busch u. a. auf Kundgebungen der KPD vortragen. In dieser Version erlangte es seine größte Bekanntheit. In dieser Version singt es Ernst Busch am Schluss des Filmes Niemandsland aus dem Jahre 1931 von Victor Trivas.

    Ernst Busch nahm dieses Lied unter einigen Abänderungen in sein Spanienliederbuch auf.

    https://www.youtube.com/watch?v=HYJmGaBMQJ8

    Paroles

    Es geht durch die Welt ein Geflüster
    Arbeiter, hörst du es nicht?
    Das sind die Stimmen der Kriegsminister
    Arbeiter, hörst du sie nicht?
    Es flüstern die Kohle- und Stahlproduzenten
    Es flüstert die chemische Kriegsproduktion
    Es flüstert von allen Kontinenten
    Mobilmachung gegen die Sowjetunion!

    Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre
    Nehmt die Gewehre zur Hand.
    Zerschlagt die faschistische Räuberherde
    Setzt eure Herzen in Brand!
    Pflanzt eure roten Banner der Arbeit
    Auf jeden Acker, auf jede Fabrik.
    Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft
    Die sozialistische Weltrepublik!

    Arbeiter horch, sie ziehn ins Feld
    Und schreien für Nation und Rasse!
    Das ist der Krieg der Herrscher der Welt
    Gegen die Arbeiterklasse.
    Denn der Angriff gegen die Sowjetunion
    Ist der Stoß ins Herz der Revolution!
    Und der Krieg der jetzt durch die Länder geht,
    Ist der Krieg gegen dich, Prolet!

    Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre
    Nehmt die Gewehre zur Hand.
    Zerschlagt die faschistische Räuberherde
    Setzt eure Herzen in Brand!
    Pflanzt eure roten Banner der Arbeit
    Auf jeden Acker, auf jede Fabrik.
    Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft
    Die sozialistische Weltrepublik!

    Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft
    Die sozialistische Weltrepublik!

    #DDR #musique

  • Der offene Aufmarsch (english subtitles)
    https://www.youtube.com/watch?v=EByAEp3Dw9Q

    This is a 1957 east german march and there is not so much to add it here

    Paroles

    Es schreien die NATO-Minister
    Hört, hört ihr es nicht?
    Ihr Schreien ist nicht mehr Geflüster
    Hört, ja hört ihr es nicht?
    Sie schreien nach Profit ihrer Kriegsindustrie
    Und rüsten zum Kreuzzug, erneut wie noch nie
    Ihr Heer steht bereit für die Aggression
    Gegen dich und die Sowjetunion

    Arbeiter, Bauern, fester die Waffen
    Heut’ ist das heilige Pflicht
    Das sind die Verbrecher, Verbrechen beginnen
    Das heut’ ihre Waffe zerbricht
    Heut’ ist der Sozialismus Weltmacht
    Heut’ stehen die Völker nicht mehr allein
    Drum fester die Einheit, der Kampf wird sich lohnen
    Dann wird in der Welt immer Frieden sein

    Drum fester die Einheit, der Kampf wird sich lohnen
    Dann wird in der Welt immer Frieden sein

    Es schreien die US-Strategen
    Hört, hört ihr es nicht?
    Sie schreien nach neuen Raketen
    Hört, ja hört ihr es nicht?
    Vom Rhein wird mit Abschreckungslärm gedroht
    Mit Superwaffen, Neutronen und Tod
    Das ist die moderne Inquisition
    Gegen dich und die Sowjetunion

    Arbeiter, Bauern, fester die Waffen
    Heut’ ist das heilige Pflicht
    Das sind die Verbrecher, Verbrechen beginnen
    Das heut’ ihre Waffe zerbricht
    Heut’ ist der Sozialismus Weltmacht
    Heut’ stehen die Völker nicht mehr allein
    Drum fester die Einheit, der Kampf wird sich lohnen
    Dann wird in der Welt immer Frieden sein

    Drum fester die Einheit, der Kampf wird sich lohnen
    Dann wird in der Welt immer Frieden sein

    Aus Washington schreit es Sanktionen
    Hört, hört ihr es nicht?
    Embargo, Bestrafungsaktionen
    Hört, ja hört ihr es nicht?
    Das alles im Namen der Menschlichkeit
    Sie sind für Profit zu allem bereit
    Es rüstet die schwärzeste Reaktion
    Gegen dich und die Sowjetunion

    Arbeiter, Bauern, fester die Waffen
    Heut’ ist das heilige Pflicht
    Das sind die Verbrecher, Verbrechen beginnen
    Das heut’ ihre Waffe zerbricht
    Heut’ ist der Sozialismus Weltmacht
    Heut’ stehen die Völker nicht mehr allein
    Drum fester die Einheit, der Kampf wird sich lohnen
    Dann wird in der Welt immer Frieden sein

    Drum fester die Einheit, der Kampf wird sich lohnen
    Dann wird in der Welt immer Frieden sein

    Musique de Hanns Eisler , paroles d’ Erich Weinert

    #DDR #Ernst_Busch #impérialisme #musique

  • New AI deepfake app creates nude images of women in seconds - The Verge
    https://www.theverge.com/2019/6/27/18760896/deepfake-nude-ai-app-women-deepnude-non-consensual-pornography

    C’est l’été, la saison des scandales et du sexe.

    The creator of the DeepNude app, who identified himself as “Alberto,” told Motherboard that he was inspired by memories of old comic book adverts for “X-ray specs,” which promised they could be used to see through peoples’ clothes. “Like everyone, I was fascinated by the idea that they could really exist and this memory remained,” said Alberto.

    He says that he is a “technology enthusiast” rather than a voyeur, and is motivated by curiosity and enthusiasm for AI, as well as a desire to see if he could make an “economic return” from his experiments.

    Quelle société qui considère comme scandaleuse une app pour adolecents coincés ! J’admets que ma vue du sujet est celle d’un indigène du pays de la Freikörperkultur (FKK) qu’on appelle naturisme en France. La culture du corps libre permet de regarder d’un oeuil indulgent des bêtises pareilles. On ne voit simplement pas l’intérêt d’une app qui affiches de fausses images de femmes nues quand tout le monde se met naturellement à poil dans les parcs publics pour prendre son bain de soleil.

    A new AI-powered software tool makes it easy for anyone to generate realistic nude images of women simply by feeding the program a picture of the intended target wearing clothes.

    The app is called DeepNude and it’s the latest example of AI-generated deepfakes being used to create compromising images of unsuspecting women. The software was first spotted by Motherboard’s Samantha Cole, and is available to download free for Windows, with a premium version that offers better resolution output images available for $99.

    Both the free and premium versions of the app add watermarks to the AI-generated nudes that clearly identify them as “fake.” But in the images created by Motherboard, this watermark is easy to remove. (We were unable to test the app ourselves as the servers have apparently been overloaded.)

    As we’ve seen with previous examples of deepfake pornography, the quality of the output is varied. It’s certainly not photorealistic, and when examined closely the images are easy to spot as fake. The AI flesh is blurry and pixelated, and the process works best on high-resolution images when the target is already wearing revealing clothes like a swimsuit.

    But at lower resolutions — or when seen only briefly — the fake images are easy to mistake for the real thing, and could cause untold damage to individuals’ lives.

    Although much of the discussion around the potential harms of deepfakes has centered on political misinformation and propaganda, the use of this technology to target women has been a constant since its creation. Indeed, that was how the tech first spread, with users on Reddit adapting AI research published by academics to create fake celebrity pornography.

    A recent report from HuffPost highlighted how being targeted by deepfake pornography and nudes can upend someone’s life. As with revenge porn, these images can be used to shame, harass, intimidate, and silence women. There are forums where men can pay experts to create deepfakes of co-workers, friends, or family members, but tools like DeepNude make it easy to create such images in private, and at the touch of a button.

    Notably, the app is not capable of producing nude images of men. As reported by Motherboard, if you feed it a picture of a man it simply adds a vulva.

    #wtf #USA #bigots

    • Freikörperkultur – Wikipedia
      https://de.wikipedia.org/wiki/Freik%C3%B6rperkultur#Rechtliche_Aspekte_%C3%B6ffentlicher_Nacktheit

      Ablehnung von FKK, Verfolgung und Widerstand
      Seit den Anfängen der Freikörperkultur sah sich diese Anfeindungen ausgesetzt und musste sich gegen behördliche Repressalien zur Wehr setzen. Diese Ablehnung erfolgte in der Regel aus moralischen Erwägungen und ging mit der Unterstellung der Unsittlichkeit öffentlicher Nacktheit einher. Darüber hinaus gingen mitunter politische Motive einher, da die FKK-Bewegung traditionell politisch links ausgerichtet war und der sozialischen Arbeiterbewegung nahe stand.
      ...
      Am 3. März 1933 erließ das preußische Innenministerium einen Runderlass zur „Bekämpfung der Nacktkulturbewegung“, der Reichsverband unterstützte diesen sogar und nannte sich schließlich in „Kampfring für völkische Freikörperkultur“ um. Doch im völkischen Offizier Hans Surén beim Reichsarbeitsdienst, dem Reichsbauernführer Walter Darré und am Ende stark in der SS fand die FKK wieder neue Unterstützer.
      ...
      Im Deutschen Reich wurde das Verbot des Nacktbadens per Reichsverordnung vom 10. Juli 1942 gelockert, wenn es keiner sehen musste (gültig in der BRD bis in die 1960er Jahre, in der DDR bis 1990). Es gab in der Zeit des Nationalsozialismus auch eine „rassistische Nacktkultur“, deren bekanntester Vertreter Hans Surén war und die die nationalsozialistischen Körperideale verherrlichte. 1940 erschienen die ersten Farbbildbände mit Darstellungen martialischer Nacktheit wie vom Bildhauer Arno Breker.
      ...
      In der DDR wurden nach ab den 1950er Jahren in verschiedenen Regionen der Ostsee Konflikte zwischen nackten und bekleideten Badegästen ausgetragen, der sogenannte „Höschen-Krieg“. Dabei kam es zu Beleidigungen und tätlichen Übergriffen von beiden Seiten. Es kam zum Einschreiten der Polizei, in einigen Verwaltungsbezirken wurden FKK-Verbote verhängt. Dies führte zum Widerstand von Seiten der FKK-Bewegung. Teilweise wurden bekleidete Personen, die dem FKK-Bereich zu nahe kamen „zwangsentkleidet“ und an Bäume gebunden. Der Kultusminister der DDR, Johannes R. Becher forderte Erlasse dagegen, dass „gewisse Leute ihre deformierten Körper zur Schau stellen“ würden.

      Aus dieser Zeit stammt auch die später bekanntgewordene Anekdote, wonach Johannes R. Becher eine nacktbadende Frau mit den Worten: „Schämen Sie sich nicht, Sie alte Sau?“ anschrie. Es handelte sich dabei um die Schriftstellerin Anna Seghers, welche er nicht erkannt hatte. Als Becher ihr wenige Wochen später den Nationalpreis erster Klasse mit den Worten „Meine liebe Anna“ überreichte, erwiderte Seghers für alle deutlich hörbar: „Für dich immer noch die alte Sau.‘“

      Die FKK-Kultur der DDR ging siegreich aus diesem Konflikt hervor, ab den 1960er Jahren wurde FKK in der DDR zur Massenbewegung und so verbreitet wie sonst nirgendwo auf der Welt

      #DDR

  • Wie Gorbatschow Honecker loswerden wollte - Politik - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/politik/article104360046/Wie-Gorbatschow-Honecker-loswerden-wollte.html

    12.08.2009, von Dirk Banse - Michail Gorbatschow wollte Erich Honecker bereits 1987 als Generalsekretär der SED absetzen lassen. Das ergaben Recherchen von Morgenpost Online. Als Nachfolger war Hans Modrow vorgesehen, helfen sollten der KGB und Markus Wolf. Die Pläne waren wohl auch der eigentlich Grund für Wolfs Rücktritt als Stasi-Spionage-Chef.

    Als die Ost-Berliner Nachrichtenagentur ADN am 5. Februar 1987 die Nachricht vom Rücktritt des Stasi-Spionagechefs Markus Wolf verkündete, war die Verwunderung vor allem in der westdeutschen Öffentlichkeit groß. Warum, so wurde in den Medien gefragt, beendete der damals 64 Jahre alte Generaloberst nach mehr als 30 Jahren an der Spitze des Auslandsnachrichtendienstes der DDR seine Karriere so abrupt? Während die WELT wegen der Enttarnung zahlreicher Stasi-Spione im Westen „Risse am Lack des Agentenruhms von Wolf“ ausmachte, spekulierte die „Bild“-Zeitung über eine schwere Erkrankung des ebenso umstrittenen wie legendären Geheimdienst-Strategen. Wolf selbst, der bereits 1986 sein Büro in der Stasi-Zentrale geräumt hatte, verbreitete die Version, er habe die Macht nur deshalb abgegeben, um sich schriftstellerisch betätigen und dem künstlerischen Nachlass seines Bruders Konrad widmen zu können.

    Nichts von alledem scheint nach den Aussagen früherer Weggefährten des Spionage-Generals und anderer Zeitzeugen zuzutreffen. Laut dem ehemaligen Berliner SED-Chef Günter Schabowski war Wolf von Moskau dafür vorgesehen, die Entmachtung des damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR und Generalsekretärs des Zentralkomitees der SED, Erich Honecker, vorzubereiten. Der neue starke Mann in der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, habe Verbündete gesucht, die ihm dabei helfen sollten, seine Reformvorhaben in der DDR umzusetzen. Deshalb sei Wolf, der von 1934 bis 1945 in der UdSSR gelebt hatte, in Absprache mit dem sowjetischen Geheimdienst KGB als Spionagechef zurückgetreten und habe sich bei Künstlern und Intellektuellen in der DDR als möglicher Honecker-Nachfolger ins Gespräch gebracht.

    Besuch in Dresden als Urlaubsreise getarnt
    „Bereits im Frühjahr 1987 gab es ein Geheimtreffen in Dresden, an dem Wolf, der stellvertretende KGB-Vorsitzende und Gorbatschow-Vertraute Wladimir Krjutschkow sowie Dresdens SED-Chef Hans Modrow teilnahmen“, sagte Schabowski dem in Berlin lebenden Historiker Dmitrij Chmelnizki, der das Gespräch im Auftrag von Morgenpost Online führte. Bei dem Treffen in Dresden sei es darum gegangen, welche Rolle der Wolf-Freund Modrow dabei spielen könnte, die Gorbatschow-Reformen in die DDR zu tragen. Darüber berichtet Schabowski, der mit seinen Aussagen zu Reiseerleichterungen für DDR-Bürger am 9. November 1989 unfreiwillig den Fall der Mauer eingeleitet hatte, auch in seinem Buch mit dem Titel „Wir haben fast alles falsch gemacht“.

    Die Regierung in Ost-Berlin sei seinerzeit über den wahren Grund des Aufenthalts von Krjutschkow getäuscht worden. „Gegenüber dem Politbüro hatte er seinen DDR-Besuch als Urlaubsreise getarnt. Honecker teilte uns mit, dass sich Krjutschkow als Begleiter Markus Wolf gewünscht habe. Schon damals war mir das äußerst merkwürdig vorgekommen“, erklärte Schabowski.

    Gorbatschow ließ über seinen Sprecher Karen Karagesian ausrichten, dass er keine Erinnerung mehr daran habe, ob er Krjutschkow damals zu Modrow geschickt habe. „Das muss er auch nicht, weil er nicht über jeden Schritt von Krjutschkow, der erst ein Jahr später KGB-Chef wurde, informiert war“, sagte Karagesian.

    Der einzige noch lebende Zeitzeuge des geheimen Treffens in Dresden, Hans Modrow, bestätigte dagegen auf Anfrage von Morgenpost Online die Zusammenkunft. „Sie hat am 4. März 1987 im Gästehaus der SED-Bezirksleitung Dresden auf dem Weißen Hirsch stattgefunden. Wolf und Krjutschkow waren dabei“, sagte der jetzige Vorsitzende des Ältestenrats der Linkspartei. „Krjutschkow wollte von mir wissen, wie ich die Situation in der DDR beurteilte.“

    Geheimtreffen in Dresden
    An Gespräche über einen möglichen Putschversuch gegen den Staats- und Parteichef Honecker will sich Modrow hingegen nicht mehr erinnern. Der 81-Jährige weiß aber noch zu berichten, dass Krjutschkow bei seinem Besuch in Dresden den mit der Sowjetunion eng verbundenen Wissenschaftler Manfred von Ardenne getroffen habe. Dessen Sohn Thomas erklärte gegenüber Morgenpost Online, dass sein Vater an jenem Abend sehr aufgewühlt gewesen sei. „Er berichtete, dass Krjutschkow ihn direkt gefragt hätte, ob er sich Modrow als Nachfolger von Honecker vorstellen könnte. Mein Vater hat das bejaht, denn er hielt nichts von Honecker“, sagte Thomas von Ardenne.

    Dass Modrow von Moskau für die Honecker-Nachfolge vorgesehen war, bestätigt auch Professor Manfred Görtemaker vom Historischen Institut der Universität Potsdam. „Nach meinen Studien sollte Modrow tatsächlich der ‚deutsche Gorbatschow‘ werden. Wolf war für eine Rolle als wichtiger Verbindungsmann zwischen den Reformkräften, den bewaffneten Organen in der DDR und der Führung in Moskau vorgesehen. Denn er genoss als ‚halber Russe‘ volles Vertrauen in der Sowjetunion.“ Die Ansichten des Historikers decken sich mit den Erinnerungen des ehemaligen Stasi-Oberstleutnants und Wolf-Vertrauten Günter Bohnsack: „Soweit ich mich erinnern kann, hatte Wolf bereits Pläne für eine personelle Neugestaltung der politischen Führung erarbeitet.“ Laut Bohnsack war es Wolf aber nicht gelungen, das Militär für einen Putsch auf seine Seite zu bringen.

    Kritik aus Moskau am Schießbefehl
    Der ehemalige Gorbatschow-Berater Valentin Falin erklärte auf Anfrage ebenfalls, dass die sowjetische Führung bereits 1987 Ausschau nach einem Honecker-Nachfolger gehalten habe. Die Namen von mehreren DDR-Politikern seien dabei im Gespräch gewesen. „Gorbatschow hatte Honecker unter anderem Vorhaltungen wegen des Schießbefehls an der Grenze gemacht“, sagte Falin, der von 1971 bis 1978 Botschafter der Sowjetunion in der Bundesrepublik war. Laut Falin hatte der DDR-Regierungschef die SED-Führungsriege aber nicht über die Vorhaltungen informiert, was in Moskau zu großer Verärgerung geführt habe.

    Die Abneigung Gorbatschows gegenüber Honecker wird zudem aus der Überlieferung der damaligen Kreml-Protokolle sichtbar, die Morgenpost Online vorliegen. So erklärte Gorbatschow bereits im Januar 1987 dem Politbüro, dass Honecker von der Führung der UdSSR abrücke. Bei einem Besuch von Honecker im September 1988 in Moskau platzte Gorbatschow der Kragen: „Wenn du bei euch Schwierigkeiten mit der Erläuterung unserer Politik hast, dann ruf mich an, ich komme zu euch, wir gehen gemeinsam in die Massen und klären mit ihnen, was bei uns passiert – ob das Sozialismus ist oder nicht.“

    Im November 1989 war Wolfs und Modrows Zeit vorbei
    Die Versuche Gorbatschows, den Stalinisten Honecker durch reformfreudige Politiker ersetzen zu lassen, blieben auch dem westdeutschen Bundesnachrichtendienst (BND) nicht verborgen. Hans-Georg Wieck, der den BND von 1985 bis 1990 leitete, sagte Morgenpost Online, dass der Dienst damals über Informationen verfügt habe, wonach Wolf, Modrow und der damalige Dresdner Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer Vertreter der neuen sowjetischen Politik von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) in der DDR werden sollten. Laut Historiker Görtemaker gebe es Hinweise darauf, dass als Journalisten getarnte KGB-Agenten in der westlichen Presse Modrow als Reformer priesen und ihm ein positives Image verschafften. Diesen Verdacht stützt Ex-Stasi-Offizier Bohnsack. „Ich weiß, dass die 1.?Hauptverwaltung des KGB sogenannte aktive Maßnahmen durchführte, zu denen auch Veröffentlichungen in den westdeutschen Medien gehörten.“ Der ehemalige BND-Chef Wieck, der in der Zeit von 1977 bis 1980 Botschafter der Bundesrepublik in Moskau gewesen war und deshalb die Reformbemühungen von Gorbatschow besonders intensiv verfolgte, sagte, dass Wolf trotz der Unterstützung der sowjetischen Regierung letztlich die Macht gefehlt habe, um das stalinistische System zu stürzen.

    Das gelang dann im Jahr 1989 der DDR-Bevölkerung. Nachdem die Menschen in Massen über Ungarn aus der DDR geflohen waren und Demonstrationen Honecker zum Rücktritt gezwungen hatten, hoffte Wolf doch noch auf eine politische Karriere. Mit seinem Auftritt auf der Großkundgebung am 4. November 1989 in Ost-Berlin war dieser Traum geplatzt. Der ehemalige Stasi-General wurde gnadenlos ausgepfiffen. „Er war am Boden zerstört“, erinnert sich Schabowski. „Auch in Moskau baute man nicht mehr auf Wolf oder Modrow, die damals noch um das Überleben der DDR kämpften.“ Gorbatschow habe ihnen signalisiert, dass ihre Zeit abgelaufen sei.

    Mitarbeit: Manfred Quiring

    #Allemagne #URSS #DDR #histoire

  • Bei Wiedervereinigung Deutschlands wollte Gorbi den Botschafter Falin nicht hören - Sputnik Deutschland
    https://de.sputniknews.com/politik/20190221324060122-wiedervereinigung-falin-botschafter-gorbatschow

    16:50 21.02.2019, von Nikolaj Jolkin
    Am 22. Februar jährt sich zum ersten Mal der Todestag von Walentin Falin, Politiker und Diplomat, hochgestellter Funktionär zur Zeit des Untergangs der Sowjetunion. Hätte Gorbatschow auf seinen Berater gehört, wäre Deutschland heute ein neutraler Staat außerhalb von Militärblöcken und Russland nicht Ziel von Anfeindungen, wie es jetzt der Fall ist.

    #Allemagne #DDR #URSS #histoire

  • Juni 1989 : Umsturzversuch in Peking - Rolf Berthold, ehem. Botschafter der DDR in China
    https://www.youtube.com/watch?v=9IwrYmxjDDo


    Pensez-en ce que vous voulez, c’est un document qui rend très bien la position d’une partie importante du gouvernement de la RDA en 1989.

    Antikrieg TV - Zahlreiche Berichte widersprechen Behauptungen in Peking seien Tausende von Studenten Opfer von Massenerschiessungen geworden. Die oben verlinkten deutschsprachigen Berichte versuchen nun, die Ereignisse in andere Stadtteile Pekings zu verschieben. Auch dies könnte eine Verwirrungstaktik sein. Fakt scheint zu sein, dass westliche Medien über die Vorfälle auf dem Platz des himmlischen Friedens falsch berichtet haben.

    #Chine #DDR #histoire #4689

  • Leben in der DDR: Im Osten zu Hause, im Westen in die Schule | Berliner-Kurier.de
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/leben-in-der-ddr-im-osten-zu-hause--im-westen-in-die-schule-32671180

    Als mein Vater von der Arbeit kam, rannte ich zur Tür und fiel ihm in die Arme. Das machte ich jeden Abend. Und wie an jedem Abend roch er nach Rasierwasser, und seine Bartstoppeln kratzten mich an den Wangen, obwohl er sie am Morgen erst abrasiert hatte. Ich freute mich auf die Gute-Nacht-Geschichte, die er mir gleich erzählen würde. Doch dann spürte ich, dass an diesem Abend etwas anders war. Meine Eltern warfen sich Blicke zu, die ich nicht deuten konnte.

    Als ich im Bett lag, setzten sie sich zu mir und sagten: „Nächste Woche ziehen wir um. Nach Ost-Berlin.“

    Ich verstand erst einmal gar nichts. Wir lebten in Mariendorf, tief im Westen. Klar, mein Vater arbeitete in Ost-Berlin, das wusste ich, er war Kulturattaché am ägyptischen Kulturbüro, das an die Botschaft angebunden war, und besaß den Diplomatenstatus. Er pendelte jeden Tag über die Grenze in die Friedrichstraße. Auch das wusste ich.

    Im Osten hatte er eine Zweitwohnung, spärlich eingerichtet, im zehnten Stock eines Hochhauses am Hackeschen Markt, die ihm die Botschaft zur Verfügung stellte. Manchmal übernachteten wir dort. Doch das waren immer nur kurze Besuche, die nie länger als einen Tag dauerten.

    Wo würde ich zur Schule gehen? Würde ich meine Freunde nicht mehr sehen?

    Wenn ich an Ost-Berlin dachte, sah ich graue Häuser mit Einschusslöchern in den Fassaden vor mir. Ich konnte mir nicht vorstellen, dort zu leben. Wo würde ich zur Schule gehen? Würde ich meine Freunde nicht mehr sehen?

    Die nächsten Tage verbrachte ich mit dem Versuch, meine Eltern umzustimmen. Ich stritt, ich bettelte, ich kreischte und weinte. Doch es half alles nichts. Meine Mutter erklärte mir, dass mein Vater so öfter bei uns sein könne. Meine Kindersachen wurden in Kisten verstaut, mein Vater brachte eine nach der anderen in den Osten. Ich schwor, dass ich diesen Umzug meinen Eltern nie verzeihen würde – vor allem nicht meinem Vater, der ja schuld war an allem.

    Erst viel später verstand ich, dass die Botschaft auf einen Umzug gedrängt hatte, mein Vater war schließlich ein Repräsentant Ägyptens in Ost-Berlin, es machte sich bei Staatsempfängen nicht gut, wenn zur Sprache kam, dass er mit seiner Familie im Westen wohnte.

    Es gab vieles, was ich erst später verstand. Zum Beispiel, warum meine Mutter durchsetzte, dass ich weiterhin in West-Berlin zur Schule gehen konnte. Sie wollte mich nicht aus meiner vertrauten Umgebung reißen. Sie glaubte nicht daran, dass wir lange in Ost-Berlin bleiben würden. Der Umzug sollte eine Übergangslösung sein – es war das Jahr 1986, wir blieben bis nach der Wende.

    Jeden Tag durch den Tränenpalast

    Ich bekam ein Dauervisum für Angehörige des Diplomatischen Dienstes. Damit durfte ich an der Grenze den Diplomatenübergang nutzen und konnte fast ohne Kontrolle von Ost nach West und zurück pendeln. Ich war sieben Jahre alt, ich wohnte jetzt also in Ost-Berlin – und ging in West-Berlin zur Schule. Jeden Morgen und jeden Nachmittag lief ich allein durch die Diplomatenschleuse des Grenzübergangs im Tränenpalasts. Und ich hasste es jeden Tag.

    Wie schwer die Entscheidung, in den Osten zu ziehen, meinen Eltern gefallen sein muss, vor allem meiner Mutter, auch das begriff ich erst viele Jahre später. Mein Vater und meine Mutter lernten sich in der DDR kennen. Es waren die späten 70er-Jahre, mein Vater, der in Leipzig promoviert hatte, arbeitete in Kairo als Rechtsanwalt, als er für einen Vortrag in seine alte Studentenstadt eingeladen wurde. Er stieg in Ost-Berlin in den Zug, im Abteil begegnete er meiner Mutter, einer hübschen Germanistikstudentin.

    Sie verliebten sich, doch war von Anfang an klar, dass sie keine Beziehung führen durften. Der Vater meiner Mutter war Offizier, als Ingenieur wartete er die Triebwerke der Regierungsstaffel Honeckers. Ägypten war in den 70er-Jahren eines der modernsten arabischen Länder und orientierte sich mehr und mehr Richtung Westen. Meine Mutter und mein Vater hätten nicht einmal miteinander reden dürfen.

    Als die Stasi ihre Beziehung entdeckte, begann für meine Familie eine schwere Zeit. Mein Großvater verlor seine Position als Offizier, weil er sich weigerte, seine Tochter nie wiederzusehen. Meine Mutter wurde tagelang verhört, an der Uni wurde ihr zunächst untersagt, die Diplomprüfung abzulegen, und als sie dagegen erfolgreich Widerspruch einlegte, ließ man sie durch die Prüfung fallen. „Ein Diplom brauchen Sie ja nicht mehr, da Sie einen Ausländer aus dem Westen heiraten wollen“, gab der Prüfer ihr mit auf den Weg. „Ich gehe davon aus, dass die DDR für Sie keine Heimat mehr darstellt.“

    Doch meine Mutter war schon immer eine hartnäckige Frau, Sie setzte durch, dass sie die Prüfung doch noch ablegen konnte und bestand diese mit Auszeichnung.

    Sie bekam eine Stelle als Lehrerin an einer Schule in Schöneweide und wurde schwanger. Regelmäßig bestellte die Stasi sie jetzt in das Amt für Volksbildung im Plänterwald, so erzählte sie es mir später. Man setzte sie unter Druck, malte ihre – und meine – Zukunft in düsteren Farben.

    Meine Mutter bekam große Angst, man würde sie verhaften oder mich ihr wegnehmen, sie litt unter Panikattacken, der Schuldirektor nannte sie nur noch „Frau Staatsfeindin“, und ihr wurde klar, dass sie in diesem Land keine Perspektive mehr hatte. Nach meiner Geburt beschlossen meine Eltern, nach Ägypten zu gehen.

    Für meine Mutter wurde das Leben dort nicht leichter. Die deutsche Schule in Kairo, an der sie sich bewarb, erkannte ihr DDR-Diplom nicht an. Sie saß mit einem Kleinkind in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht verstand, dessen Frauenbild nicht zu dem passte, was sie aus der DDR gewohnt war. Auch hier hatte sie keine Zukunft, Schließlich beantragte sie die westdeutsche Staatsbürgerschaft, und wir zogen nach West-Berlin.

    Neues Zuhause: ein Hochhaus namens „Windmühle“

    Ich hatte eine glückliche Kindheit in Mariendorf, ich erinnere mich an das viele Grün, an die Spielplätze, alles war sehr beschaulich. Der Umzug nach Ost-Berlin riss mich aus meiner kleinen Kinderwelt. Ich verstand damals nicht, wie groß dieser Schritt erst für meine Mutter gewesen sein musste, und auch nicht, warum sie mich um keinen Preis in eine Schule in der DDR geben wollte, deren System sie so tief enttäuscht hatte.

    In dem Hochhaus in der Rochstraße 9, das wegen seines Grundrisses Windmühle genannt wurde, wohnten damals auch andere Diplomaten. Die Museumsinsel, das Rote Rathaus und der Fernsehturm waren nicht weit. Von meinem Kinderzimmerfenster aus sah ich auf die S-Bahngleise und den Schulhof der Schule nebenan. Die Kinder, die dort spielten, kannte ich nicht. Ich stieg jeden Morgen am Bahnhof Marx-Engels-Platz, der heute Hackescher Markt heißt, in die S-Bahn und fuhr bis zur Friedrichstraße, bis zum Grenzübergang im Tränenpalast. Vor den hohen Fenstern der Abfertigungshalle drängte ich mich durch die Menschenmassen, jeder wollte der Erste in der Schlange sein, niemand kümmerte das Kind mit blauem Schulranzen, das allein im Gedränge stand. Ich bekam im Laufe der Jahre viele Ellenbogen an Kopf und Schulter.

    Hatte ich es endlich in den Tränenpalast geschafft, passierte ich die quälend langsame Gepäckkontrolle. Jede Tasche wurde geöffnet und durchsucht. Gleich daneben gab es einen schmalen Gang, der immer leer war. Das war mein Gang. Die ersten Male ging ich ihn an der Hand meiner Mutter hinunter. Sie lief die Strecke mit mir gemeinsam ab, um sicherzugehen, dass ich meinen Schulweg allein bewältigen konnte.

    Als ich zum ersten Mal allein über die Grenze ging, stellte ich mich trotzdem erst mal in die lange Schlange, es erschien mir nicht richtig, einfach daran vorbeizugehen, ich war schüchtern, ich wollte nicht auffallen. Da entdeckte mich der Grenzer und rief: „Du bist doch Diplomatin, du musst hier nicht stehen. Da vorn ist dein Durchgang!“ Alle starrten mich an. Die verwunderten, teils aber auch missbilligenden Blicke brannten sich in meinen Rücken, ich spüre sie bis heute.

    So viele Menschen starben bei dem Versuch, aus der DDR zu fliehen. Und auch, wenn ich das damals nicht hatte wissen können – es verfolgt mich bis heute, dass ich, ein kleines Kind, einfach so an allen vorbeigehen durfte, ich wurde nicht mal richtig kontrolliert. Es war ein Privileg, das ich nicht verstand, das mir unangenehm war. Noch heute kann ich nicht gut an einer wartenden Schlange vorbeigehen, nicht am Flughafen, nicht nachts im Club, ich stelle mich an, selbst wenn ich auf der Gästeliste stehe.

    Obwohl ich mich schämte, hatte ich irgendwann genug Selbstvertrauen gesammelt, meinen Kinderausweis in der Menge hochzuhalten. Ich versuchte, dabei so lässig wie möglich auszusehen, später machte es mir sogar ein wenig Spaß. Das war schon was, dort einfach durchzulaufen, wie eine ganz wichtige kleine Person. Die Grenzer kannten mich: Ein Kind, das den kaum besuchten Diplomateneingang zweimal am Tag passierte, fiel eben auf. Ihre Namen hingegen erfuhr ich nie.

    Begegnungen mit Lolek und Bolek

    In „meiner“ Diplomatenschleuse – so nannte ich sie, weil ich dort nie jemand anderen sah – stand ein Häuschen, in dem zwei Grenzer saßen, die sich im Schichtdienst abwechselten: Einer war hager und hatte stechende Augen, der andere war dicklich. Ich erfand Namen für sie, nannte sie Lolek und Bolek, wie die polnischen Kinderbuchfiguren, die ich immer etwas gruselig fand, oder auch der Dicke und der Dünne, wie die beiden Gendarmen in den Saint-Tropez-Filmen mit Louis de Funès.

    Lolek – oder Bolek – saß erhöht hinter einer Scheibe und blickte von oben auf mich herab. Ohne ein Wort von sich zu geben, schaute er mir prüfend in die Augen, dann wieder auf mein Passbild, wieder in meine Augen. Er durchblätterte meinen dreiseitigen Kinderpass Tag für Tag aufs Neue, als gäbe es dort einen Geheimcode zu entdecken, der nur durch besonders angestrengtes Hineinschauen sichtbar gemacht werden konnte.

    Je älter ich wurde, desto frecher traute ich mich zu sein. Einmal fragte ich den Grenzer: „Bonjour, ça va? Heute schon jemanden verhaftet?“ Ich wollte ihm eine Reaktion entlocken, irgendeine. Er aber verzog keine Miene. Es ist nicht so, dass Lolek und Bolek unfreundlich waren, nur unnahbar. Tagein, tagaus sah ich die gleichen regungslosen Gesichter, die gleiche professionelle Kälte.

    Wenn etwas die Eintönigkeit meines Schulwegs durchbrach, war es meistens unangenehm. Einen Vorfall habe ich bis heute nicht vergessen, und ich verstand danach das erste Mal, warum die Menschen den Grenzübergang an der Friedrichstraße „Tränenpalast“ nannten.

    Ich wollte gerade durch meine Diplomatenschleuse gehen, als die alte Frau, die neben mir an der Gepäckkontrolle stand, anfing zu schreien und zu weinen, die Grenzer hatten ihr die Durchreise in den Westen verweigert. Ich sah noch, wie sie weggeführt wurde. „Aber ich will doch nur einmal meinen Enkel sehen!“, rief sie. Der Grenzer fischte einen Bilderrahmen aus ihrem Koffer, der noch immer auf der Gepäckablage lag, und schmiss ihn in den Mülleimer.

    Die Verzweiflung der Frau, die Ungerechtigkeit des Ganzen und vor allem die Willkür, all das spürte ich – nur in Worte fassen konnte ich diese Gefühle als Kind noch nicht. Wenn ich meinen Eltern abends von Situationen wie dieser erzählte, wichen sie aus, vielleicht, weil sie dachten, dass ich noch zu klein war, weil sie meine kindliche Unschuld bewahren wollten. Das führte dazu, dass in mir nach und nach eine große Wut entstand. Und später, als ich merkte, dass ich nichts an dieser Situation ändern konnte, eine große Resignation.

    Nach der Schleuse durchquerte ich den Transitbereich und lief schließlich durch einen langen gekachelten Gang hinunter zum Bahnsteig der U6. Ich sehe diesen Gang noch heute in meinen Träumen. Es sind Träume, in denen ich laufe und laufe und nirgendwo ankomme. Mittlerweile ist die Farbe der Kacheln in meinen Erinnerungen verblasst. War es mintgrün?

    Ich nahm dann die Bahn bis zur Endstation. In der Schule angekommen, fühlte ich mich endlich wie eine ganz normale Schülerin.

    Ein exotisches Geschöpf in Ost-Berlin

    Die Schule war lange Zeit der Lichtblick in meinem Alltag, das Stück Normalität, nach der ich mich so sehr sehnte. Obwohl in meiner Klasse alle wussten, dass ich im Osten wohnte, gab ich mir große Mühe, dass meine Wohnsituation nicht zur Sprache kam. Wenn die Klassenliste zu Beginn des Halbjahres alphabetisch durchgegangen wurde, hoffte ich inständig, dass niemand mehr zuhörte, wenn der Lehrer meine DDR-Postleitzahl und die Telefonnummer mit der Vorwahl für Ost-Berlin vorlas.

    In der Fünften wurden wir mit einer anderen Klasse zusammengelegt, die neue Lehrerin ging die Klassenliste laut durch, um zu prüfen, ob Anschrift und Telefonnummer richtig vermerkt waren. Als sie bei mir angelangt war, stockte sie und rief: „Was ist das denn für ein Unsinn, das ist ja in der DDR!“ Ich schloss die Augen. Die Lehrerin wollte mir partout nicht glauben, dass ich in der DDR wohnte. Sie wurde so böse, dass sie mich zur Strafe draußen im Vorraum vor dem Klassenzimmer platzierte. Der Direktor kam dann glücklicherweise vorbei und klärte sie auf. In der Pause bombardierten mich die neuen Mitschüler mit Fragen.

    Die schönsten Tage waren die, an denen es hitzefrei gab. Während die anderen Kinder Hausaufgaben machten, hetzte ich zurück über die Grenze. Wenn alles reibungslos verlief, war ich in knapp einer Stunde wieder im Osten, eine halbe Stunde brauchte ich, um zu essen, dann fuhr ich wieder zurück. Wie immer kam ich auch an diesen Tagen zwar als Letzte im Schwimmbad an, aber es blieb mir etwas mehr Zeit als sonst, ich konnte durchatmen.

    Oft aber lief es nicht reibungslos. Zwischen den Geisterbahnhöfen Französische Straße und Friedrichstraße blieb die U-Bahn gerne sehr lange im Tunnel stehen. Im Waggon war es dunkel, es wurde ganz still, die anderen Fahrgäste schauten sich nervös um, als hätten sie Angst, dass sich plötzlich die Türen öffnen würden und sie von nun an im grauen Osten wohnen müssten. Und ich saß zwischen ihnen und platzte innerlich vor Wut. Jede Minute, die wir hier herumstanden und warteten, fehlte mir am Ende mit meinen Freunden im Westen.

    Zu Hause wärmte ich das von meiner Mutter am Vorabend gekochte Mittagessen in der Mikrowelle auf und hetzte erneut los in Richtung Westen. Im Schwimmbad blieben mir dann meist nur zwei Stunden, ehe die anderen Kinder wieder nach Hause mussten. Ich nahm all das in Kauf. Denn noch schlimmer als das Gehetze und die endlose Fahrerei war die Einsamkeit zu Hause in unserer Wohnung in Ost-Berlin.

    „Hallo Westmädchen, komm doch mal her!“

    Im Osten hatte ich keine Freunde. Obwohl unser Haus direkt neben einer Schule lag, hatte ich keinen Kontakt zu den Kindern dort. Wenn der Unterricht aus war, standen sie oft vor dem Schulgebäude herum. Für sie muss ich ein exotisches Geschöpf gewesen sein: Ich trug die neusten Jeans und Marken aus dem Westen und war außerdem im Besitz eines knallroten Walkmans, alles Dinge, die für DDR-Bürger nur sehr schwer zu bekommen waren. Die anderen Kinder starrten mich an, ihre Gespräche verstummten, bis ich vorübergelaufen war, dann tuschelten sie. Mich verunsicherte das zutiefst.

    Einige versuchten auch, mit mir Kontakt aufzunehmen, riefen mir zu: „Hallo Westmädchen, komm doch mal her!“ Einmal blieb ich stehen. Es wurde ein schöner Nachmittag, wir hingen auf dem Spielplatz herum, blätterten in der Bravo, die ich aus dem Westen mitgebracht hatte. Am Abend kam ich glücklich und mit roten Wangen nach Hause, erzählte meinen Eltern, dass ich endlich Freunde gefunden hatte. Doch am nächsten Tag gingen sie mir aus dem Weg. Als ich einen von ihnen zu Rede stellte, zuckte er nur mit den Schultern: „Meine Eltern sagen, ich darf nicht mit dir spielen, sie sind in der Partei und bekommen sonst Schwierigkeiten.“ Von da an gab ich mich unnahbar, wenn ich an ihnen vorbeilief, obwohl ich mir nichts sehnlicher wünschte als Freunde in Ost-Berlin.

    Es waren nicht nur die Kinder, die mich anstarrten. Meine dunklen Locken und die westliche Kleidung sorgten auch dafür, dass Erwachsene ganz unverhohlen starrten, in der vollen S-Bahn, in der Markthalle oder einfach auf der Straße. Wenn ich durch die Stadt ging, zog ich also den Kopf ein wie eine Schildkröte; manchmal ertappe ich mich heute noch in dieser Haltung.

    Meine Freundin Anja

    Meine Freunde aus West-Berlin konnten mich nur nach wochenlanger Planung besuchen, sie mussten dann extra ein Visum beantragen. Ulrike, eine meiner ältesten Freundinnen, erzählt mir heute manchmal, wie stolz sie war, mich zu kennen, wie fasziniert die Leute waren, wenn sie berichtete, eine Freundin in Ost-Berlin zu haben. Unsere Wohnung in der Rochstraße mit ihren üppigen Teppichen und den Kronleuchtern wirkte auf Ulrike geradezu pompös, dabei war mein Zimmer sehr klein. Manchmal liefen wir zusammen zum Alexanderplatz, turnten um den großen Brunnen herum. Die Klassenkameraden, über die wir uns dabei unterhielten, waren in diesem Moment sehr weit weg.

    Die Nachmittage, an denen Ulrike da war, gehören zu den Glücksmomenten meiner Kindheit. Meistens aber war ich allein. Es war ja schon schwierig, mit jemandem im Westen zu telefonieren. Oft musste ich zwei bis drei Stunden wählen, bis ich eine freie Leitung erhielt, eine Geduldsprobe und zu lang, um sich nach der Schule noch mal drüben zu verabreden. Also saß ich allein zu Hause und sehnte die Schule herbei, in der mein Leben so schön normal war. Vor dem Schlafengehen wünschte ich mir oft, dass wir wieder in den Westen ziehen oder – noch besser – dass die Mauer einfach verschwindet.

    Ungefähr ein Jahr vor der Wende klingelte es bei uns an der Tür. Im Hausflur stand ein Mädchen, sie sagte, sie hieße Anja und wohnte weiter oben im Haus. Mein Vater hatte sie im Fahrstuhl getroffen und gefragt, ob sie nachmittags nicht mal vorbeikommen wolle, seine Tochter würde hier niemanden kennen.

    Anja war ein ruhiges Mädchen, ein Jahr älter als ich, mit blonden langen Haaren und puppenhaften Zügen. Sie sah aus wie Tatum O’Neal, eine Kinderschauspielerin, die ich toll fand. Ich schloss Anja gleich ins Herz. Wir konnten stundenlang auf meinem Hochbett liegen und Musik hören. Ich lud Anja auch oft zum Eisessen in den Palast der Republik ein. Für sie war das etwas ganz Besonderes, als normaler DDR-Bürger stand man dort drei Stunden an, um einen Platz im Café zu erhalten. Mit mir konnte sie einfach an der langen Schlange vorbeigehen. Vorn angelangt, musste ich dem Portier nur sagen, ich sei Diplomatentochter und Anja mein Gast, und wir zwei Mädchen erhielten im voll besetzten Café einen Tisch direkt am Fenster.

    Ich lud Anja immer ein, was mir nichts ausmachte, als Wessi hatte man genügend Ostgeld. Ich war einfach überglücklich, endlich eine Freundin im Osten zu haben. Meine Eltern freuten sich sehr für mich, schließlich hatten sie von heute auf morgen ein gut gelauntes Kind im Haus. Doch dann kam Anja immer seltener. Als ich sie zum letzten Mal traf, saßen wir auf dem Spielplatz vor unserem Haus herum, und sie legte ein Geständnis ab: Als mein Vater sie im Fahrstuhl angesprochen hatte, machte ihre Mutter umgehend Meldung bei der Stasi. Die verlangte von ihr Informationen über unsere Familie. Ich schöpfte nie Verdacht und erzählte Anja bereitwillig, was mein Vater so machte und wo er hinging. Sie verpackte ihre oft beiläufig klingenden Fragen als mädchenhafte Neugier. Und berichtete am Abend alles ihrer Mutter.

    Ich bin mir nicht sicher, warum sie mir am Ende davon erzählte, vielleicht hatte sie Angst bekommen, alles würde jetzt, mit der Wende, herauskommen. Ich war geschockt und wollte sie nie wieder sehen. Ich habe mich noch lange gefragt, ob überhaupt jemals etwas Echtes an dieser Freundschaft gewesen ist.

    Für die Stasi müssen wir ja interessant gewesen sein

    Ich hatte immer ein beklemmendes Gefühl, wenn ich allein in unserer Wohnung in der Rochstraße war, konnte aber nie erklären, warum. Auf unserer Etage lagen noch andere Wohnungen, aber außer dem sehr neugierigen Hausmeisterehepaar und einem Nachbarn habe ich nie einen anderen Bewohner kennengelernt.

    Kurz bevor wir auszogen, klingelte ein Mann an unserer Tür, der sich als Mitarbeiter der staatlichen Telefongesellschaft vorstellte. Er müsste dringend die Funktionsfähigkeit des Telefons überprüfen. Er öffnete das Gehäuse und nahm etwas heraus, das er schnell in seine Tasche steckte. Ohne sich die Mühe zu machen, das Telefon wieder zuzuschrauben, verabschiedete er sich und verschwand. Meine Mutter vermutet, dass wir aus den benachbarten Wohnungen abgehört wurden, was meine Beklemmung erklären würde. Da wir regelmäßig im Westen waren, müssen wir ja für die Stasi interessant gewesen sein.

    Als unter meinem Kinderzimmerfenster die Montagsdemos begannen, war ich zehn Jahre alt. Die Stimmung am Grenzübergang war noch angespannter als sonst, die Menschen waren aggressiv, die Grenzer nervös, keiner wusste, was als Nächstes passieren würde. Den Mauerfall und Günter Schabowskis Pressekonferenz verfolgten wir – wie die meisten – am Fernseher. Ich beobachtete alles wie durch Watte, ich konnte nicht so recht glauben, was da gerade geschah. Wie oft hatte ich mir genau das gewünscht! Jetzt kam es mir unwirklich vor. Erst als ich morgens am Grenzübergang stand, der voll war wie nie, begriff ich, dass alles ganz real war.

    Meine Eltern und ich zogen nach der Wende ans obere Ende der Friedrichstraße, in den leer stehenden Gebäuden um uns herum machten Technoclubs auf, der Tresor, das E-Werk. Als die dritte Großbaustelle neben unserem Haus entstand, gingen wir zurück nach Mariendorf. Da hatte ich meine Vorstadtjugend.

    Sobald ich mit der Schule fertig war, zog ich zurück nach Mitte, wo Berlin jetzt neu und aufregend war, voller Freiräume, in denen wir unsere Partys feierten – und mich doch jede Straße an die Kindheit erinnerte, die ich hier verbracht hatte. Berlin war damals so viel ruhiger, manche Straßen so gut wie menschenleer. Das vermisste ich oft. Ich zog wieder weg, als die Touristen kamen. Ich hatte das Gefühl, sie machten mir mein Mitte kaputt, zerstörten meine Erinnerungen, die ich
    verpackt hatte wie einen kostbaren Schatz.

    Zurück im Tränenpalast

    Ich studierte Jura, wie mein Vater. Während meines Referendariats für das Zweite Staatsexamen im Bezirksamt Mitte sollte ich die Rechtmäßigkeit des Abrisses eines Teils des denkmalgeschützten Tränenpalasts prüfen. In dem Moment holte mich zum ersten Mal die Vergangenheit ein, mir wurde klar, dass ich mich irgendwann damit beschäftigen musste, dass ich nicht für immer weglaufen konnte vor den Bildern aus dem Tränenpalast.

    Ich stellte fest, wie viel von meiner Persönlichkeit heute geprägt ist von meiner isolierten Kindheit in der DDR. Ich verstand, warum ich zum Beispiel so oft nicht innehalten kann, mir alles zu eng wird, es mich an ferne Orte zieht, ich so eine Sehnsucht in mir trage. Aber auch woher die Wut kam, die manchmal wie aus dem Nichts in mir hochstieg und unter der ich lange gelitten habe.

    Heute ist die Wut weg. Jetzt, wo ich älter werde, kann ich auch meine Eltern besser verstehen. Nur wenn ich gefragt werde, woher ich komme, Ost oder West, tue ich mich noch immer schwer. Wer will auf eine kurze Frage hin schon seine Lebensgeschichte erzählen? Ich sage dann mal Ost, mal West, je nachdem, was gerade passt. Und für mich stimmt irgendwie beides.

    Die Berliner Autorin Suzanne Salem

    Suzanne Salem trägt heute keinen Schulranzen mehr, pendelt aber seit kurzem wieder mit der U6 in die Friedrichstraße.

    Seit dem letzten Jahr arbeitet sie ihre Familiengeschichte auf, trägt gute und schlechte Erinnerungen zusammen und führt tagelang Gespräche mit der Mutter und Großmutter. Dabei erfährt sie vieles, was sie noch nicht wusste, über die DDR und ihr Leben vor dem Mauerfall, mit teils erschreckenden, aber auch heilsamen Erkenntnissen. Sie besucht die Orte von früher und setzt sich mit ihren Erinnerungen auseinander.

    Am Ende wird daraus ein Buch entstehen.
    Mehr unter www.suzannesalem.de

    #Berlin #Geschichte #DDR

    • Il n’y a que les plus rusés, chanceux et téméraires qui en plus sont dotés d’une confiance en soi immuable pour vivre ce type d’expérience en restant indemnes.

      Il y a par exemple la copine dont les parents journalistes #RFA vivaient à Berlin-Est à côté du #Checkpoint_Charlie. Le dimanche matin elle allait réguliérement chercher les petits pains pour le petit déjeuner à l’Ouest à Kreuzberg, elle passait ses ses soirées dans la boîte de nuit punk #SO36 d’où elle rentrait au petit matin chez elle à l’Est à moitié soule avec sa coiffure iroquoise en racontant des blagues aux douaniers de l’Est ... elle était adolescente en pleine rebellion, alors il n’y avait rien de mieux que de se moquer des braves gens en uniforme à l’Est comme à l’Ouest.

      Pour elle c’était un jeu alors que pour d’autres les conditions de vie et l’harcèlement par les petits salauds causaient l’impression de vivre sous une pression constante exercée par un pouvoir aux actes aléatoires.

      C’était plus facile à vivre à Berlin-Ouest, pourtant les mêmes gens réationnaires et petits d’esprit y donnaient le ton aussi.

      Dans les années 1970 à l’Ouest la première vague de squatteurs s’attaquait à l’ambiance anticommuniste qui reignait alors dans chaque foyer familial et dans chaque école.

      Ton Steine Scherben - Rauch-Haus-Song (1972, clip vidéo de 1983)
      https://www.youtube.com/watch?v=5l_sfQDsgZg


      https://de.wikipedia.org/wiki/Ton_Steine_Scherben

      Dans les années 1980 le deuxième mouvement de squatteurs occupait plus de 150 immeubles à Berlin-Ouest et libérait définitivement la ville de son ambiance de forteresse anticommuniste.

      Ideal - Berlin (1980)
      https://www.youtube.com/watch?v=J6YRKs_hKFQ


      https://de.wikipedia.org/wiki/Ideal_(Band)

      Grâce à ces mouvement de jeunesse Berlin-Ouest se transformait dans un endroit qui sentait la liberté malgré l’occupation militaire, alors qu’à l’Est les anciens de la guerre contre le fascisme et l’impérialisme gardaient les rênes et réprimaient chaque forme d’expression qu’ils ne comprenaient pas

      Silly - Die verlorenen Kinder (1989)
      https://www.youtube.com/watch?v=nA3fUKdZKQQ


      https://de.wikipedia.org/wiki/Silly_(Band)

      Cette chanson du groupe Silly de Berlin-Est décrit les sentiments des jeunes désireux de s’échapper aux contraintes imposées par les vieux communistes.

      Songtext Silly - Die verlorenen Kinder

      Der Wohnblock liegt am Abend
      Wie ein böses Tier
      Wo sie zu Hause sind
      Der Sprechfunk ruft nach ihnen
      Doch sie bleiben hier
      Wo sie zu Hause sind
      Sie rücken aneinander
      Auf der Spielplatzbank
      Wo sie zu Hause sind
      Der Recorder macht für sie
      Die Dämmerung lang
      Wo sie zu Hause sind
      Wo sie zu Hause sind

      In die warmen Länder würden sie so gerne fliehn
      Die verlornen Kinder in den Straßen von Berlin

      Der Wohnblock spuckt sie in
      Den kalten Wind
      Wo sie zu Hause sind
      Ab und zu nur sieht noch
      Einer frierend hin
      Wo sie zu Hause sind
      Wo die Fenster locken
      Mit so gelbem Licht
      Wo sie zu Hause sind
      Doch sie wissen diese
      Zimmer wärmen nicht
      Wo sie zu Hause sind
      Wo sie zu Hause sind

      In die warmen Länder würden sie so gerne fliehn
      Die verlornen Kinder in den Straßen von Berlin
      Zu den alten Linden die nur in der Ferne blühn
      Die sie nicht mehr finden in den Straßen von Berlin

      Songtext Ideal - Berlin

      Bahnhof Zoo, mein Zug fährt ein,
      ich steig aus, gut wieder da zu sein.
      Zur U-Bahn runter am Alkohol vorbei ,
      Richtung Kreuzberg, die Fahrt ist frei,
      Cottbuser Tor, ich spring’ vom Zug ,
      zwei Kontrolleure ahnen Betrug.
      Im Affenzahn die Rolltreppe rauf,
      zwei Türken halten die Beamten auf.
      Oranienstraße, hier lebt der Koran,
      dahinten fängt die Mauer an.
      Mariannenplatz rot verschrien,
      ich fühl’ mich gut, ich steh’ auf Berlin!
      Ich fühl’ mich gut! (Wir steh’n auf Berlin)
      Ich fühl’ mich gut! (Wir steh’n auf Berlin)

      Graue Häuser, ein Junkie im Tran,
      es riecht nach Oliven und Majoran.
      Zum Kanal an Ruinen vorbei,
      dahinten das Büro der Partei.
      Auf dem Gehweg Hundekot,
      ich trink Kaffee im Morgenrot.
      Später dann in die alte Fabrik,
      die mit dem Ost-West-Überblick.
      Zweiter Stock, vierter Hinterhof,
      neben mir wohnt ein Philosoph.
      Fenster auf, ich hör’ Türkenmelodien,
      ich fühl’ mich gut, ich steh’ auf Berlin!
      Ich fühl’ mich gut, wir steh’n auf Berlin!
      Ich fühl’ mich gut!
      Ich fühl’ mich gut! (Wir steh’n auf Berlin)
      Wir fühl’n uns gut! (Ich steh’ auf Berlin)

      Nachts um elf auf dem Kurfürstendamm
      läuft für Touristen Kulturprogramm,
      teurer Ramsch am Straßenstand,
      ich ess’ die Pizza aus der Hand.
      Ein Taxi fährt zum Romy Haag,
      Flasche Sekt hundertfünfzig Mark,
      fürn Westdeutschen, der sein Geld versäuft.
      Mal sehn, was im Dschungel läuft,
      Musik ist heiß, das Neonlicht strahlt.
      Irgendjemand hat mir ’nen Gin bezahlt,
      die Tanzfläche kocht, hier trifft sich die Scene,
      ich fühl’ mich gut, ich steh’ auf Berlin!
      Ich fühl’ mich gut! (Wir steh’n auf Berlin)
      Ich fühl’ mich gut! (Wir steh’n auf Berlin)

      Berlin, Berlin, Berlin, ...
      Berlin, Berlin, Berlin, ...
      Ich fühl’ mich gut! (Wir steh’n auf Berlin)
      Ich fühl’ mich gut! (Wir steh’n auf Berlin)

      Songtext : Rauch Haus Song

      Der Mariannenplatz war blau, soviel Bullen waren da
      Und Mensch Meier musste heulen, das war wohl das Tränengas
      Und er fragte irgendeinen: „Sag mal, ist hier heut ’n Fest?“
      "Sowas ähnliches", sagte einer, „das Bethanien wird besetzt.“
      "Wird auch Zeit", sagte Mensch Meier, stand ja lange genug leer
      Ach, wie schön wär’ doch das Leben, gäb’ es keine Pollis mehr
      Doch der Einsatzleiter brüllte: „Räumt den Mariannenplatz
      Damit meine Knüppelgarde genug Platz zum Knüppeln hat!“

      Doch die Leute im besetzten Haus riefen:
      „Ihr kriegt uns hier nicht raus!
      Das ist unser Haus, schmeißt doch endlich
      Schmidt und Press und Mosch aus Kreuzberg raus.“

      Der Senator war stinksauer, die CDU war schwer empört
      Dass die Typen sich jetzt nehmen, was ihnen sowieso gehört
      Aber um der Welt zu zeigen, wie großzügig sie sind
      Sagten sie: „Wir räumen später, lassen sie erstmal drin!“
      Und vier Monate später stand in Springer’s heißem Blatt
      Dass Georg-von-Rauch-Haus hat eine Bombenwerkstatt
      Und die deutlichen Beweise sind zehn leere Flaschen Wein
      Und zehn leere Flaschen können schnell, zehn Mollies sein

      Doch die Leute im Rauch-Haus riefen:
      „Ihr kriegt uns hier nicht raus!
      Das ist unser Haus, schmeißt doch endlich
      Schmidt und Press und Mosch aus Kreuzberg raus.“

      Letzten Montag traf Mensch Meier in der U-Bahn seinen Sohn
      Der sagt: „Die woll’n das Rauch-Haus räumen, ich muss wohl wieder zu Hause wohnen.“
      "Is ja irre", sagt Mensch Meier „sind wa wieder einer mehr
      In uns’rer Zwei-Zimmer-Luxuswohnung und das Bethanien steht wieder leer
      Sag mir eins, ham die da oben Stroh oder Scheiße in ihrem Kopf?
      Die wohnen in den schärfsten Villen, unsereins im letzten Loch
      Wenn die das Rauch-Haus wirklich räumen, bin ich aber mit dabei
      Und hau den ersten Bullen, die da auftauchen ihre Köppe ein.“

      Und ich schrei es laut:
      „Ihr kriegt uns hier nicht raus!
      Das ist unser Haus, schmeißt doch endlich
      Schmidt und Press und Mosch aus Kreuzberg raus.“

      Und wir schreien’s laut:
      „Ihr kriegt uns hier nicht raus!
      Das ist unser Haus, schmeißt doch endlich
      Schmidt und Press und Mosch aus Kreuzberg raus.“
      (3x)

  • Die Chinesische Lösung | Jugendopposition in der DDR
    https://www.jugendopposition.de/themen/herbst89/145315/die-chinesische-loesung

    „In der Nacht vom 3. zum 4. Juni begann eine extreme Minderheit konterrevolutionärer Elemente im Herzen Pekings, auf dem Tian An Men, Platz des Himmlischen Friedens, einen brutalen und gefährlichen Aufruhr zu entfachen, der die ganze Volksrepublik China in eine kritische Lage brachte.“ So kommentiert die DDR-Zeitung Junge Welt am kommenden Tag die Ereignisse, die die ganze Welt erschüttern.

    Die ganze Welt? Nein, das Politbüro der SED applaudiert den chinesischen Genossen unverzüglich. Am 8. Juni 1989 erklärt sich dann auch die Volkskammer, das Scheinparlament der DDR, solidarisch. In einer offiziellen Verlautbarung heißt es: „Die Abgeordneten der Volkskammer stellen fest, dass in der gegenwärtigen Lage die von der Partei- und Staatsführung der Volksrepublik China beharrlich angestrebte politische Lösung innerer Probleme infolge der gewaltsamen, blutigen Ausschreitungen verfassungsfeindlicher Elemente verhindert worden ist [...]. Dabei sind bedauerlicherweise zahlreiche Verletzte und auch Tote zu beklagen.“

    Mit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens, das wahrscheinlich Tausenden Menschen das Leben gekostet hat, zerschlägt das chinesische Militär eine breite Bewegung, die mit Streiks und Demonstrationen für eine Demokratisierung der Volksrepublik China eintritt. Die Solidaritätserklärungen der SED-Führung sind auch ein deutliches innenpolitisches Signal: eine Warnung an die eigene Oppositionsbewegung, dass es auch in der DDR eine „chinesische Lösung“ geben könne.
    Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens:
    Nach der Niederschlagung wird die DDR-Opposition aktiv

    Dennoch steht die Opposition sofort mutig gegen das Verbrechen in Peking auf. Unmittelbar nach dem Massaker werden in vielen Städten und von vielen Menschen Protestschreiben an die chinesische Staatsführung entworfen und Unterschriften gesammelt (Bildergalerie). Am 6. Juni 1989 versammeln sich erstmals knapp 30 Menschen vor der chinesischen Botschaft in Berlin-Pankow, um ihre Solidarität mit den chinesischen Studenten zu demonstrieren. Sie werden verhaftet, verhört und mit Ordnungsstrafen belegt.

    Kurz nachdem in Peking die ersten „Konterrevolutionäre“ im Zusammenhang mit den Ereignissen vom Platz des Himmlischen Friedens zum Tode verurteilt und hingerichtet werden, organisiert eine Gruppe aus Berlin-Pankow einen erneuten Demonstrationszug zur chinesischen Botschaft. Am 22. Juni 1989 treffen sich etwa 50 vor allem junge Leute in den Räumen der Superintendentur Pankow. Sie verfassen einen offenen Protestbrief an die chinesische Parteiführung sowie an die SED-Führung und wollen ihn dem Botschafter überreichen.

    Doch die Gruppe gelangt nicht einmal in die Nähe der Botschaft. Das Gelände ist weiträumig von Volkspolizei und Stasi abgesperrt. Alle Demonstranten werden festgenommen, stundenlang verhört und teilweise misshandelt. Die Festgenommenen erhalten später Ordnungsstrafverfügungen und müssen wegen „Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit“ erhebliche Geldstrafen auf sich nehmen (Bildergalerie).

    In Berlin finden noch im Juni mehrere Aktionen in den Räumen der Kirche von Unten (KvU), in der Samariterkirche und in der Erlöserkirche statt, die von jungen Menschen organisiert werden. Viele von denen, die mit Trommeln und Gebeten gegen das in China begangene Unrecht protestieren, sind bereits einen Monat zuvor aktiv gegen die Fälschung der Kommunalwahlen in der DDR aufgetreten.

    Zahlreiche Demonstranten, die während der Ereignisse im Herbst 1989 auf die Straße gehen, haben die Ereignisse vom Platz des Himmlischen Friedens im Hinterkopf: Das brutale Vorgehen der chinesischen Staatsmacht gegen die Oppositionsbewegung ist unvergessen. Als im September und Oktober 1989 in Dresden, Leipzig und Berlin schwer bewaffnete Polizisten mit Wasserwerfern und Räumfahrzeugen gegen die friedlichen Demonstranten vorgehen, befürchten viele eine Eskalation wie auf dem Tian An Men. Nicht umsonst ist „Keine Gewalt!“ eine der häufigsten Parolen auf den Demos dieser Zeit.

    Radio Glasnost: Protestaktionen gegen das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens, Abschrift

    Moderatorin:
    „Die Empörung der chinesischen Studentin teilten in den letzten Wochen viele Bürger der DDR, und sie protestierten mit Andachten, Kundgebungen und Trommelfasten gegen das Vorgehen der Armee in China als auch gegen die Art, wie in der DDR darüber Bericht erstattet wurde. Dieser Protest brachte häufiger ziemlichen Ärger mit der Staatsmacht ein, wie die beiden folgenden Beispiele belegen, von denen wir erst jetzt erfuhren.“

    Sprecher:
    „Am 8. Juni, vier Tage nach dem Massaker in Peking, tauchten bei einer Abendveranstaltung im Jugendklub ‚Atelier 89 in der Greifswalder Straße 89 in Ost-Berlin Flugblätter auf. Darin wurde unter der Losung ‚China ist nicht fern für den darauffolgenden Abend eine Demonstration durch den Stadtbezirk Prenzlauer Berg angekündigt. Am Treffpunkt Sredzki-, Ecke Rykestraße versammelte sich zunächst ein massives Aufgebot an zivilen und uniformierten Ordnungshütern. Sogar 30 verdächtig aussehende Personen wurden festgenommen und ins Vernehmungsgebäude Magdalenenstraße transportiert. Anderentags wurden sie um die Mittagszeit wieder freigelassen. Ein gesuchter Organisator der China-Demonstration war offenbar unter ihnen nicht gefunden worden. Stattdessen wurde dann der Leiter des Jugendklubs entlassen und das ganze Klubaktiv als ‚politisch untragbar bezeichnet. Einen Monat später, am 12. Juni, wurden dann drei junge Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren in Ost-Berlin verhaftet. Ihnen wird die Herstellung der Flugblätter und eines Demoplakates mit der Aufschrift ‚China ist nicht fern vorgeworfen. Inzwischen laufen die Ermittlungsverfahren gegen sie nach Paragraph 220 des Strafgesetzbuchs wegen der ‚Herabwürdigung von staatlichen Organen und ausländischen Vertretungen. Im entsprechenden Paragraphen heißt es: ‚Ebenso wird bestraft, wer Schriften, Gegenstände oder Symbole, die geeignet sind, die staatliche oder öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen, das sozialistische Zusammenleben zu stören oder die staatliche oder gesellschaftliche Ordnung verächtlich zu machen, verbreitet oder in sonstiger Weise zugänglich macht. Danach kann also das Hochhalten eines nicht genehmigten Plakates mit bis zu drei Jahren Knast geahndet werden. China ist eben näher, als mancher denkt.
    Auch in Dresden. Dort besetzten Leute aus einem autonomen Forum am 9. Juli die große Dresdner Kreuzkirche und begannen ein ‚Trommeln für Peking`. Kurze Zeit danach war der Altmarkt von Polizeikräften abgeriegelt. Eine Videokamera filmte alle Passanten, die in die Kirche wollten. Einige wurden zur Polizeiwache abtransportiert. Dort wurden sie von zivilen Beamten verhört. Das klang dann so:

    Frage: ‚Wissen Sie, was für eine Veranstaltung in der Kirche abgehalten wurde?`
    Antwort: ‚Ich vermute, es ging um die Todesurteile in China.`
    Frage: ‚Wo gab es ähnliche Veranstaltungen?`
    Antwort: ‚In der Gethsemanekirche, in der Samariterkirche und in der Erlöserkirche in Berlin.`

    Dort griffen die Polizeikräfte nicht direkt ein. Sie hatten die Kirchen allerdings umstellt.

    Frage: ‚Hatten Sie vor, in die Kirche zu gehen?`
    Antwort: ‚Ja, ich bin der Meinung, die Kirchen müssten für jedermann offen sein.`

    Zum Abschluss sagte der Vernehmer, dass außerhalb der Kirche eine nicht genehmigte Demonstration stattfinden sollte und die Festnahmen nur zur Sicherheit erfolgten. Deshalb wunderte es die Betroffenen, dass sie Ordnungsstrafen bezahlen sollen. Zitat aus der schriftlichen Begründung: ‚Sie haben in der Dresdner Kreuzkirche durch das Schlagen auf eine Trommel ruhestörenden Lärm verursacht und damit andere Bürger ungebührlich belästigt. Damit missachten Sie im groben Maße gesellschaftliche Interessen.`
    Insgesamt müssen 13 Personen Ordnungsstrafen zahlen in Höhe von 500 bis 1.000 Mark. Insgesamt will der Staat 11.300 Mark dafür kassieren, dass einige Bürger ihre Solidarität mit der Demokratiebewegung in China zum Ausdruck brachten.“

    Moderatorin:
    „Bei den drei in Berlin Verhafteten handelt es sich nach unseren Informationen um Hendrik Schulze, Torsten Röder und Jörg Jacobi. Bislang ist nicht bekannt, wann gegen sie das Verfahren eröffnet wird.“

    Quelle: Radio Glasnost, Juli 1989

    #Chine #Allemagne #DDR #Glasnost #4689

  • Target – Zielscheibe
    https://www.youtube.com/watch?v=4uARTIKU-VM

    Il y des scènes interessantes qui montrent #Paris, #Hambourg et #Berlin en 1984/1985, on nous popose une bonne copie d’un point de passage entre Berlin-Ouest et Berlin-Est qui possède une qualité quasi documentaire.

    Autrement le montage consiste dans un mélange incroyable de lieux qui n’ont aucun rapport en réalité, un pont qui mène à la « Speicherstadt » à Hambourg figure comme pont berlinois et pour les scènes de la fin on « quitte Berlin » alors que c’était strictement impossible à l’époque. Les villages de la « banlieue berlinoise » consistent en maisons fabriqués avec des pierres qu’on ne trouve pas dans la région où tout est construit en briques, en bois et en boue seche

    J’aime bien la trame style b-picture , le jeu des acteurs est O.K.

    A l’époque le monde hetero ne se rendait pas encore compte de l’existence du #SIDA alors le jeune Matt Dillon avait droit à quelques scènes de baise d’une qualité acceptable. C’est un film américain alors on ne va pas très loin dans ce qu’on nous montre et Gene Hackman reste fidèle à sa femme alors que sa copine espionne est très amoureuse de lui. Il y a un vieux #stasi dans une chaise roulante, de la trahison etc.

    Target (1985 film) - Wikipedia
    https://en.wikipedia.org/wiki/Target_(1985_film)

    Target is a 1985 American mystery thriller film directed by Arthur Penn and starring Matt Dillon and Gene Hackman.
    ...
    Cast

    Gene Hackman - Walter Lloyd/Duncan (Duke) Potter
    Matt Dillon - Chris Lloyd/Derek Potter
    Gayle Hunnicutt - Donna Lloyd
    Josef Sommer - Barney Taber
    Guy Boyd - Clay
    Viktoriya Fyodorova - Lise
    Herbert Berghof - Schroeder
    Ilona Grübel - Carla
    James Selby - Ross
    Ray Fry - Mason
    Tomas Hnevsa - Henke
    Jean-Pol Dubois - Glasses/Assassin
    Robert Ground - Marine Sergeant
    Véronique Guillaud - Secretary American Consulate
    Charlotte Bailey - Receptionist
    Randy Moore - Tour Director
    Jacques Mignot - Madison Hotel Clerk
    Robert Liensol - Cafe Vendor

    #film #cinéma #guerre_froide #espionnage #USA #anticommunisme #DDR

    • @aude_v #SPOILER

      Je ne sais pas si le film est qualifié pour entrer dans la liste des flicks « culte », mais il a quelques éléments remarquables comme le vieux stasi qui se révèle finalement comme la seule personne à qui Gene Hackman peut faire confiance et qui ne le trahit pas. Il y a une histoire sous-jacente entre pères ennemis à cause de la guerre dans laquelle ils sont engagés. C’est ce destin d’homme qui les unit et permet un dénouement heureux de l’intrigue. L’essentiel se joue entre hommes adultes.

      Les personnages du fils Matt Dillon (Chris/Derek) et de l’épouse Gayle Hunnicutt sont neutres en ce qui concerne le traitement du sujet de la confiance. Gene Hackman a abandonné une vie d’aventures pour eux. La famille est sacrée donc il n’y a pas de trahison.

      Le fils est un boulet en pleine révolte pubertaire, et Gene ne peut pas vraiment compter sur lui. En ce qui concerne les femmes c’est tout aussi incertain : Son fils tombe amoureux d’une femme fatale allemande bien blonde Ilona Grübel (Carla) qui essaie de le tuer, la femme de Gene reste kidnappée jusqu’au dénouement, alors on ne sait rien sur elle, et sa copine Victoria Fyodorova (Lise) reste énigmatique.

      On ne sait jamais si on peut faire confiance aux femmes ...

      C’est pourquoi le dénouement se passe sous forme d’une belle déclinaison du sujet demoiselle en détresse avec son repartition de rôles hyper-classiques.

      Un moment drôle arrive quand papa Gene révèle à fiston Matt que toute la famille a changé de nom pour échapper aux persécution des espions est-allemands. Le petit est choqué et fait une scène digne de La Cage aux folles de Molinaro.

      Vu sous cet angle le film a certaines qualités de deuxième degré à cause du contraste entre d’un côté le personnage principal ultra-masculin joué par Gene Hackman et les femmes blondes très dures, et de l’autres côté les hommes CIA lâches aux allures homos efféminés, enfin rien n’est comme il semble .Voilà ce qui se doit dans un thriller avec des espions et des nenettes sexy .

      Bon, l’histoire est assez tirés par les cheveux, mais enfin ...

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ilona_Gr%C3%BCbel
      https://en.wikipedia.org/wiki/Gayle_Hunnicutt
      https://en.wikipedia.org/wiki/Victoria_Fyodorova

      https://en.wikipedia.org/wiki/Damsel_in_distress