• Voll der Osten. Leben in der DDR. Eine Fotoausstellung von Harald Hauswald, Texte von Stefan Wolle
    https://www.youtube.com/watch?v=uvfSKqmnqFI

    „Voll der Osten“: Neue Foto-Ausstellung zum Alltag in der DDR | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/video/-voll-der-osten--neue-foto-ausstellung-zum-alltag-in-der-ddr-297093

    Es sind ganz normale Leute, die einfach lebten, so gut es ging, die aushielten. Und solche, die weggingen. Alltag in all seinen Facetten erzählen die Schwarz-Weiss-Aufnahmen – 100 aus einem Bilderberg von 32.000, die der Menschen-Beobachter und Chronist Hauswald machte.

    Die Ausstellung „Voll der Osten“ präsentiert auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist.

    Sie ist vom 14. Februar bis zum 1. März 2018 kostenlos im Berliner Podewil zu sehen.

    #DDR #Photographie #Event


  • Bewegung und Parameter
    https://www.heise.de/tp/features/Bewegung-und-Parameter-3959099.html

    Wussten sie, dass Wernher von Braun Schüler am Französischen Gymnasium war? Geschenkt, aber wer war eigentlich dieser Wernher von Braun?

    Hier die Erklärung von Tom Lehrer.
    Tom Appletons Erinnerungen folgen weiter untern.
    https://www.youtube.com/watch?v=TjDEsGZLbio

    Tom Appleton

    Ich war im Juni 1989 aus Wien kommend, in Berlin zu Besuch bei einem älteren jüdischen Freund aus Neuseeland. Er hatte Berlin 1938 verlassen, sehr spät, auf den letzten Drücker. Die alten Schulfreunde aus dem französischen Gymnasium, die in Berlin geblieben waren, hatten über die Jahrzehnte hinweg brieflich den Kontakt aufrecht gehalten. Sie hatten ihre alte Freundschaft nicht den Wahnvorstellungen der Nazis geopfert.

    Ich fuhr mit diesen alten Freunden, alle Jahrgang 1912, durch Westberlin. „Was meint ihr,“ fragte ich die Berliner, „wie lange wird diese Mauer noch Bestand haben?“ — „Mindestens 30 Jahre“, sagten sie übereinstimmend. „Dass die einmal runterkommt, das erleben wir sicher nimmermehr.“

    Ein halbes Jahr später war der Spuk vorbei. Merke: Wenn die richtigen Parameter zusammen kommen, verläuft der Prozess nicht unbedingt weiter linear, sondern exponentiell.

    Ich hatte es genossen, ihren alten Schulgeschichten zu lauschen. Ihr Schulkamerad Wernher von Braun wurde mit 18 von der Schule geworfen, weil er von seinen Mitschülern 500 Mark pro Person abzocken wollte, um einen raketengetriebenen Rennwagen zu bauen. Es waren Ideen wie aus „Donald Duck“. Braun fand natürlich neue Freunde für seine Raketenpläne.

    Mit Wernher von Brauns ehemaligem Mitschüler fuhr ich in der U-Bahn durch West-Berlin, umringt von Afro-Amerikanern der US-Army, verschleierten Frauen aus Anatolien und buntgemischten Menschen aus aller Welt. „Wie findest du das?“, fragte ich meinen alten Freund. „Dich haben sie als Juden aus Deutschland rausgeschmissen, obwohl du genauso aussiehst, wie alle diese Deutschen hier. Und jetzt leben hier Menschen aus aller Welt, ganz ungehindert?“

    Mein alter Freund zitierte, wie nicht anders zu erwarten, sehr zivilisiert, eine Stelle aus dem „Faust“, indem er Hitler mit Mephisto verglich — als „jene Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft.“

    In der Realität spielte sich das Ganze natürlich weniger altersmild oder sanftmütig ab. Ich wollte 1985 in Ost-Berlin den Pergamon-Fries

    betrachten, der in einem Roman-Essay von Peter Weiss beschrieben wurde. Ich hatte nur den ersten Teil des Buches gelesen, der 1975 erschienen war, und hatte keine genaue Vorstellung davon, was es mit diesem Bildwerk auf sich hatte, das im 19. Jahrhundert aus Griechenland nach Berlin verschleppt worden war.

    Im Endeffekt saß ich in Ost-Berlin vor diesem Gigantoskop und hatte nicht einmal eine Fotokopie der Weiss’schen Seiten vor mir — das Buch über die Grenze in die DDR mitzubringen wäre (so glaubte ich) unmöglich gewesen. Natürlich gab es im Pergamonmuseum auch nicht etwa eine Kopie des Weiss-Textes zum Lesen vor Ort. (Auch im Buch selber gab es keine Bild-Seiten dazu.) Zuletzt blieb mir nichts anderes übrig, als einfach festzustellen, dass auch in Ost-Berlin die jungen Frauen einfach attraktiv waren.

    #Deutschland #Kreuzberg #Bethaniendamm #Tiergarten #Derfflingerstraße #DDR #Nazis #Juden #Mauer #Westberlin #Ostberlin


  • Berlin Wall anniversary: Landmark date in Germany as symbol of division has now been down as long as it was up | The Independent
    http://www.independent.co.uk/news/world/europe/berlin-wall-anniversary-up-as-long-as-down-fell-10316-days-a8194791.h

    The Berlin Wall has now been down for as long as it stood dividing its city, with 10,316 days having elapsed since the barrier was pulled down by the German capital’s inhabitants.

    The guarded concrete wall was a flashpoint between East and West throughout the Cold War and stood for more than 28 years. As of Monday 5 February it has ceased acting as a border for the same amount of time.

    #berlin #mur #ddr



  • Zeichnen Sie den Verlauf der Berliner Mauer

    https://interaktiv.morgenpost.de/berliner-mauer

    Es begann mit einem riesigen Stacheldrahtzaun: In der Nacht zum 13. August 1961 reißen Grenz- und Volkspolizisten, unterstützt von Betriebskampfgruppen, das Straßenpflaster auf, rammen Tausende Betonpfähle in die Erde und rollen Hunderte Tonnen Stacheldraht aus. Rund 20.000 Bewaffnete sind im Einsatz. Um 6 Uhr ist die Operation „Rose“ vollbracht: 155 Kilometer Sektorengrenze sind abgeriegelt. Berlin erwacht als geteilte Stadt und bleibt es genau 28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage lang - insgesamt 10.315 Tage.
    97 Straßen innerhalb Berlins durchschnitten

    #cartoexperiment #berlin #ddr #mur #frontière #mémoire

    • C’est nul. J’ai regardé l’appli mais c’est comme si tu dessinait sur une feuille vierge. Il n’y a aucne indication des rues ou des bâtiments. Comment veux-tu dessiner une frontiére dans le néant ?

      Pour ceux qui voudraient se mettre sérieusement á la tâche j’ai une indication :

      Il suffit de suivre dans le sens de la montre les limites des arrondissement suivants :

      Reinickendorf / Pankow
      Wedding / Prenzlauer Berg
      Tiergarten / Mitte
      Kreuzberg / Friedrichshain
      Treptow / Neukölln

      Attention - cette liste suit les anciens arrondissements. La réforme des arrondissements fait qu’aujourd’hui il faudrait indiquer les quartiers (Ortsteile).


  • Berlin Wall: German man says he found lost 90 yards

    https://www.usatoday.com/story/news/world/2018/01/24/german-man-says-he-found-90-more-yards-berlin-wall/1060819001

    A 37-year-old man said Monday he had found an 80-meter (87 yard) long section of the Berlin wall that local authorities were unaware of.

    “According to my research, it is the last piece of the original wall,” Christian Bormann told the Berliner Zeitung daily.

    The local government office responsible for monuments apparently did not know about the existence of the section. Records showed the section had been registered as dismantled.

    #berlin #mur #ddr

    • Quelle c....rie - on le connaissait tous ce bout du mur le long de la ligne de S-Bahn qui menait vers le beau quartier Frohnau dans le secteur français de Berlin. C’est un chercheur amateur du nom de Bormann (!) qui l’a soi-disant retrouvé sous les ronces, mais c’est un lieu loin de tout que l’arrondissement de Reinickendorf va exploiter pour améliorer sa visibilité dans le cadre de la campagne touristique des banlieues de la ville.

      Berlin est la seule ville dans le monde où la découverte de quelques caillous oubliés depuis quelques années seulement peut servir de sensation pour vendre des journaux et nourrir des historiens. C’est génial, c’est comme si on était Rome avec ses vestiges de Néron mais à moindres frais.

      Sensationsfund in Pankow : Heimatforscher entdeckt 80 Meter langes Stück der Berliner Mauer | Berliner Zeitung
      https://www.berliner-zeitung.de/berlin/pankow-heimatforscher-entdeckt-80-meter-langes-stueck-der-berliner-

      „Zumeist wurden die älteren Maueranlagen abgerissen, sobald ein moderner Ersatz entstand“, sagt Bormann. Doch im Fall der Schönholzer Schützenstraße versäumte man den Abriss gleich zweimal – beim Bau der neuen Grenzanlage und Jahrzehnte später nach der Wende bei der Beseitigung des Todesstreifens. „Der Grund dafür, dass die Ur-Mauer stehenblieb ist vermutlich, dass sie hier wie die Spitze eines Dreiecks tief in den Wald hineinreicht“, sagt Bormann. Das mache sie schwer einsehbar und insbesondere für heutige Augen kaum noch als Teilstück der Mauer erkennbar.

      Si vous voulez découvrir l’emplacement exact des vestiges historiques voici l’adresse Openstreetmap. Vous descendez à la gare Schönholz et vous prenez le sortie est (bien sûr). N’oubliez pas de mettre de chaussures solides pour la ballade dans la boue.

      http://www.openstreetmap.org/way/24235822#map=18/52.57185/13.38255

      C’est vraiement loin de tout. Si vous ne voulez pas trop vous éloigner des bars et restaurants de Prenzlauer Berg , voici une autre « sensation » récente à visiter.

      Mauerpark-Sensationsfund : Archäologen entdecken DDR-Fluchttunnel | Berliner Zeitung
      https://www.berliner-zeitung.de/berlin/mauerpark-sensationsfund-archaeologen-entdecken-ddr-fluchttunnel--2

      Mit seinem Grabungsteam hat Dressler am Eingang zum Mauerpark einen bedeutenden archäologischen Fund freigelegt, der bisher einmalig in der Geschichte Berlins ist: Einen #Fluchttunnel, der einst 80 Meter vom Westen in den Osten führte, Teile eines unterirdischen Meldesystem der DDR-Grenztruppen und Gebäudereste des früheren Nordbahnhofs, an den Berliner Mauer einst reichte. Freigelegt wurde zudem eine etwa 20 Tonnen schwere Betonplatte mit massiven Stahlträgern, die früher aus der Erde ragten und nach dem Mauerbau einen Grenzdurchbruch in den Westteil verhindern sollten.

      Die Archäologen sind fündig geworden, weil der Eingang zum #Mauerpark derzeit eine Baustelle ist.

      L’article du Berliner Zeitung nous informe sur le caractère construit de l’info.

      Bormann ... kennt die fragliche Stelle schon seit 1999. „Ich mache die Entdeckung aber erst jetzt öffentlich, weil das Mauerstück nun erkennbar Schutz vor der Witterung braucht“, sagt er. Ein weiterer Grund sei, dass jüngst bei archäologischen Ausgrabungen im Mauerpark ein Fluchttunnel entdeckt wurde. Womöglich könne der von ihm entdeckte Mauerstreifen diese Forschungsarbeit noch bereichern. Das Bezirksamt Pankow ist bereits informiert.

      C’est l’occasion pour un politicien provincial de droite de rajouter son grain de sel au cours de l’histoire.

      Am Donnerstag bekommt Bormann ... Besuch vom Europa-Abgeordneten Arne Gericke (Freie Wähler). Der Politiker aus Rostock hält Bormanns Fund in Schönholz für eine „Entdeckung von europäischer Tragweite“.

      Génial, c’est un événement d’importance européenne nous fait savoir cet ami des Junker est-allemands qui espère gagner en notoriété grâce à son intervention.
      C’est une affaire qui marche. Il vient d’être mentionné dans le Berliner Zeitung qui autrement n’aurait rien à faire de ce lèche-botte des nobles les plus réactionnaires.

      Junker
      https://fr.wikipedia.org/wiki/Junker

      Le junker (Jkr.) était un noble, propriétaire terrien en Prusse et en Allemagne orientale1 et un grade de la table des Rangs en Russie impériale.

      En tant que groupe, les junkers ont constitué la noblesse foncière de Prusse et d’Allemagne orientale — plus précisément de l’Ostelbien (en)c’est-à-dire les terres situées à l’est de l’Elbe. La plupart de ces familles, issues de l’Uradel, noblesse immémoriale allemande féodale, a colonisé et christianisé le nord-est de l’Europe aux XIe, XIIe et XIIIe siècles.

      Ostelbien
      https://de.wikipedia.org/wiki/Ostelbien

      Als Ostelbien wurden in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg die Gebiete östlich der Elbe bezeichnet, bis hin nach Ostpreußen. Es handelte sich um flaches Land, das großflächige Gutswirtschaft ermöglichte und auf dem auch nach dem Beginn der Industrialisierung in Deutschland die Landwirtschaft ein stark dominierender Wirtschaftszweig war. Meist waren die Gutsbesitzer Adlige, protestantisch und politisch konservativ.

      #wtf #tourisme #Berlin #Pankow #Schönholz #Schützenstraße #Reinickendorf #S-Bahn #Mauer #Prenzlauser_Berg #Wedding

    • Je découvre pour ma part l’asphalte du parking d’ALDI juste à côté. Vivement que le capitalisme s’effondre, je pourrai vendre la nouvelle :)

      #merci @klaus pour la rigolade




  • 30 Jahre oppositionelle Luxemburg-Demo : Kampf um die « Freiheit der Andersdenkenden » - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    http://m.tagesspiegel.de/berlin/30-jahre-oppositionelle-luxemburg-demo-kampf-um-die-freiheit-der-andersdenkenden/20844624.html

    La marche de commémoration de l’assassinat des fondateur du parti communiste allemand sert de prétexte au journal de droite Tagesspiegel pour discréditer les luttes historique au sein de la RDA pour un socialisme plus ouvert.

    von Andreas Austilat

    1988 formierte sich in Ost-Berlin über ein Luxemburg-Zitat erster Straßenprotest. Es folgte eine der größten Verhaftungs- und Ausreisewellen der DDR.

    Es regnete, die dicke Wattejacke würde sich vollsaugen. Bernhard Freutel zog sie trotzdem an, als er sich am Sonntagmorgen des 17. Januar 1988 auf den Weg zum Frankfurter Tor machte. Aus strategischen Gründen: Unter der Jacke ließen sich sein Fotoapparat und drei Transparente gut verstecken.

    „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“, war eine der Losungen darauf – ein Spruch von Rosa Luxemburg, klug gewählt. Vordergründig gedachte das offizielle Ost-Berlin an diesem Tag Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, den im Januar 1919 ermordeten, mythisch verehrten Mitbegründern der Kommunistischen Partei. Tatsächlich handelte es sich um ein alljährliches Ritual, bei dem die SED zeigen wollte, wie freudig alle am real existierenden Sozialismus mitwirkten. Die Freiheit der Andersdenkenden war da nicht vorgesehen.
    In bester Laune malten die Freunde ihre Transparente

    Freutel, damals 30, war aktiv in der oppositionellen Umwelt- und Friedensbewegung. Fotos zeigen ihn mit Freunden in allerbester Laune beim Malen der Transparente. Sie ahnen nicht, dass es lange dauern wird, bevor sie sich nach diesem 17. Januar alle wiedersehen.

    Gegen neun Uhr steht Freutel dicht vor dem vereinbarten Treffpunkt: Die Treppe vor dem Sporthaus am Frankfurter Tor. Heute ist dort das Humana-Second-Hand-Kaufhaus. Sofort fielen ihm die vielen unauffälligen Leute mit den charakteristischen Handgelenk-Taschen auf. 350 Mann hatte die Stasi an diesem Tag im Einsatz; wer bereits die Treppe erreicht hatte, wurde schnell abgeschirmt.

    Freutel schoss seine heute raren Fotos. Eines zeigt, wie ein Fernsehteam aus dem Westen abgedrängt wird, auf einem anderen wird ein Protest-Transparent hochgehalten – und gleich danach runtergerissen. Er trat den Rückzug an.

    Von der anderen Straßenseite beobachtete Monika Walendy das Geschehen. Die 33-jährige Ärztin vom Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus in Kaulsdorf wollte ursprünglich mitmachen. Doch ihr Mann stand dort drüben, das Risiko, dass beide verhaftet würden und ihre beiden kleinen Kinder dann allein zu Hause wären, erschien ihnen zu groß.

    „Legale Ausreise? Keine Chance“

    Walendy und ihr Mann hatten zu jener Zeit genug von der DDR. Sie wollten die Musik hören und die Filme sehen, die sie mögen, sie wollten reisen, die Welt sehen, sie wollten raus aus dem Staat, der all das nicht zuließ. 1985 stellten sie einen Ausreiseantrag. Ihr Mann, der in der noch jungen Computertechnik arbeitete, durfte daraufhin seine bisherige Arbeit nicht mehr ausüben. Monika Walendy wurde weiter als Ärztin gebraucht, „auf legale Ausreise hatten wir keine Chance“.

    Die beiden gehörten zu den Mitbegründern der Arbeitsgemeinschaft Staatsbürgerrecht um den DDR-Regisseur Günter Jeschonnek. Reisefreiheit lautete ihre zentrale Forderung. Andere Oppositionelle, die sich seit Jahren in der Umweltbibliothek engagierten, in der Freutel aktiv war, oder in der Initiative Frieden und Menschenrechte um das Ehepaar Wolfgang und Lotte Templin, reagierten reserviert auf die Aktivitäten der Staatsbürgerrechtler. Denn sie wollten bleiben und die DDR verändern. Es gab Stimmen, die Walendy und ihren Mitstreitern materialistische Motive unterstellten. Und dennoch trat das ein, was die Staatsmacht fürchtete: Die Gruppen verständigten sich.

    Am 9. Januar 1988 war der Gemeindesaal der Zionskirche mit 150 Besuchern voll. Die Staatsbürgerrechtler erklärten, mit eigenen Transparenten bei der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration aufzutreten. Andere schlossen sich an. „Wir konnten nicht länger denken, es gibt bessere und schlechtere Oppositionelle“, erinnert sich Wolfgang Templin heute und sagt: „Ich wusste, eine solche Aktion wird die Staatsmacht bis ins Mark treffen.“

    Die Staatssicherheit war alarmiert: Die „Demonstration der Berliner Werktätigen“ dürfe auf keinen Fall „zu einer die öffentliche Ordnung und das sozialistische Zusammenleben bedrohenden Zusammenrottung missbraucht werden“, heißt es im Maßnahmenplan. Allein 150 Verdächtige wurden zu Hause aufgesucht, sie sollten schriftlich zusichern, der Kundgebung fernzubleiben.

    Wolfgang Templin wurde offen observiert. Zweimal schon war er in so einem Fall aus seiner Wohnung in Pankow über den Hof entwichen. Am 16. Januar bemerkte er, dass die Bewacher jetzt auch diesen Weg versperrt hatten. „Ich war sicher, wenn ich am nächsten Tag das Haus verlasse, verhaften die mich.“ Tatsächlich wurden viele auf dem Weg zum Frankfurter Tor festgenommen, unter ihnen der Liedermacher Stefan Krawczyk. Andere, die den Treffpunkt erreichten, brachte man von dort direkt in die Haftanstalt Rummelsburg. Unter den 170 Verhafteten war auch Monika Walendys Mann.

    Sie selbst stand noch auf der anderen Straßenseite, als zwei Männer sie aufforderten, in einen Lada einzusteigen. Auch ihre Fahrt endete in Rummelsburg. Man brachte sie in eine Sammelzelle, die Stimmung war hier gut, keiner rechnete damit, dass man sie lange festhalten würde. Dass es anders ausgehen könnte, schwante ihnen erst, als sie ins Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen überstellt wurden.

    Die Staatsmacht plante, den 17. Januar zum Anlass zu nehmen, die Opposition auszuschalten. Anklagen wegen Landesverrats wurden vorbereitet, darauf standen bis zu zwölf Jahre, wie Stasi-Minister Erich Mielke im kleinen Kreis berichtete. Die Verhaftungswelle rollte. Am 25. Januar traf es Wolfgang Templin und seine Frau Lotte, Freya Klier, damals mit Stefan Krawczyk verheiratet, und viele andere prominente Oppositionelle.
    Plötzlich wurde die DDR-Opposition auch im Westen wahrgenommen

    Warum die DDR dann nach ein paar Tagen doch von ihrer harten Linie abwich, ist nicht restlos geklärt. Sicher ist, dass die Solidarität im In- und Ausland die Regierung zunehmend irritierte. Im Westen hatte man bis dahin die Opposition in der DDR wenig wahrgenommen, das änderte sich schlagartig.

    Bernhard Freutel besitzt heute noch seinen Taschenkalender aus dem Jahr 1988. Für die Wochen nach dem 17. Januar ist praktisch an jedem Tag irgendeine Solidaritätsveranstaltung, eine Mahnwache oder ein Gedenkgottesdienst eingetragen. „Es war unglaublich zu sehen, was plötzlich los war und wie viele Leute sich an die Öffentlichkeit trauten."

    Monika Walendy sah ihren Mann am 2. Februar wieder, in der Untersuchungshaftanstalt in der Magdalenenstraße. Beiden drohte eine Haftstrafe, ihr sechs Monate, ihrem Mann zwölf. Man ließ sie im Ungewissen, was aus ihren Kindern werden würde. Doch zu ihrer Überraschung trafen sie nun nicht nur ihren Anwalt, sondern auch den evangelischen Landesbischof Gottfried Forck, der sich energisch für die Inhaftierten einsetzte. Den Walendys wurde erklärt, sie kämen in Freiheit, wenn sie sofort in den Westen ausreisten. Das gleiche Angebot erhielten Freya Klier, Stefan Krawzcyk, Wolfgang und Lotte Templin. Doch anders als die Walendys wollten sie in der DDR bleiben.

    Es begann ein tagelanges Tauziehen. Die Verteidiger der Inhaftierten spielten dabei eine seltsame Rolle, allen voran der später als Stasi-Zuträger enttarnte Wolfgang Schnur. Er sagte seinen Mandanten nicht, wie sehr ihr Fall auch im Ausland für Aufsehen sorgte, suggerierte ihnen, sie seien von aller Welt verlassen und drängte sie, einer Ausreise zuzustimmen.

    Auch andere Verteidiger wie Gregor Gysi und Lothar de Maizière, der Wolfgang Templin vertrat, verschwiegen offenbar ihren Mandanten, was draußen los war, wie Christian Booß, Experte für die DDR-Justiz, erklärt. „Alle Anwälte“, so Booß, „zeigten zu diesem Zeitpunkt nur einen Weg, raus aus der DDR.“ Wie den Templins erging es vielen anderen Oppositionellen. Der größten Verhaftungswelle seit dem Volksaufstand am 17. Juni 1953 folgte die größte Ausweisungswelle.

    Auch dagegen gab es Widerstand. Die Templins erstritten wie einige andere das Rückkehrrecht nach Ablauf von zwei Jahren.

    Die Mauer fiel dann früher.

    Monika Walendy lebte mit ihrem Mann und den Kindern, die ihnen folgten, fortan in West-Berlin. Bernhard Freutel übergab einige Fotos einem West-Journalisten, zwei Transparente verbrannte er im Kachelofen. Das dritte versteckte er so gut, dass er es nie wiederfand. Einen Ausreiseantrag zog er zurück. „Ich hatte den Eindruck, hier verändert sich gerade etwas.“

    Für einen kurzen Moment mochte die Staatssicherheit glauben, über die Bürgerrechtler gesiegt zu haben, die sie zwar nicht wegsperren, aber aus dem Land werfen konnte. Tatsächlich, so Christian Booß, entstanden nach dem 17. Januar schnell neue Netzwerke. Die Ausreisebewegung erhielt immer größeren Zulauf.

    Erich Mielke selbst zog in einer Dienstbesprechung am 25. Februar 1988 sein Fazit: „Das Zusammenspiel der feindlich-negativen Kräfte hat eine völlig neue Dimension bekommen.“

    Der Anfang vom Ende der DDR hatte begonnen.

    Zu den Vorfällen am 17. Januar 1988 gibt es am heutigen Sonntag eine Diskussions- und Erinnerungsveranstaltung im Stasimuseum in Lichtenberg, veranstaltet vom Bürgerkomitee und dem Trägerverein des Stasi-Museums. Sie beginnt um 11.30 Uhr in der Ruschestraße 103, moderiert von Experte Christian Booß. Auf dem Podium sitzen auch viele Zeitzeugen, die in unserem Text zu Wort kommen: Günter Jeschonnek, Monika Walendy, Wolfgang Templin und der Liedermacher Stephan Krawczyk.

    Die traditionelle linke Großdemonstration zur Erinnerung an die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg findet an diesem Sonntag, 10 Uhr, auf der Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde statt. Dabei werden unter anderem führende Politiker der Linken erwartet. In Friedrichsfelde waren die beiden Ermordeten 1919 beigesetzt worden. Eine weitere Gedenkveranstaltung findet um 15 Uhr am Rosa-Luxemburg-Steg am Landwehrkanal, Höhe Lichtensteinallee, statt. Am Montag, 18 Uhr, ist eine Gedenkdemonstration geplant, die vom Olof-Palme-Platz zu den beiden Denkmälern für die Ermordeten im Tiergarten führt.

    #DDR #histoire


  • Initiativgruppe Kundschafter des Friedens fordern Recht
    http://www.kundschafter-frieden.de
    Rencontrez des espions !

    Wir werden uns im Rahmen unserer politischen Arbeit mit Aufklärungsveranstaltungen weiterhin an die Jugend wenden. Der Jahnbehörde und den sogenannten „Opferverbänden“ kann und soll nicht die Meinungshoheit über die Politik der DDR überlassen werden. Zur Meinungsbildung gehört auch die Friedenspolitik der DDR und unser Anteil an über 40 Jahre Frieden in Europa.

    Le film : Kundschafter des Friedens
    https://www.youtube.com/watch?v=_cRdWNL0b9w

    #espionnage #guerre_froide #DDR


  • Two Germanies (1961-1989)

    http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_document.cfm?document_id=367

    http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/map.cfm?map_id=333

    Traffic Near the Inner-German Border (1973-1989)

    The Basic Treaty of 1972 improved opportunities for travel and visitation across the inner-German border. Residents of border regions on both sides (shown in color on the map) were given the right to apply for entry without any particular reason to visit persons on the other side of the border. The map shows the areas in both German states to which this agreement applied. Aside from Eisenach, almost all of the large border cities (Magdeburg, Weimar, Erfurt) on the GDR side were excluded from the purview of this visitation agreement. Likewise, cities on the Federal Republic side were also excluded. They included Kiel, Hamburg, Frankfurt, Würzburg, and Hanover, the latter of which constituted an exclave within this border zone. Thus, large parts of urban populations could not take advantage of the extended visiting privileges. Moreover, there was no legally binding guarantee that citizens of the Federal Republic could enter the GDR. Visitor applications from citizens of the GDR, as a rule, were only approved for women over 60 and men over 65 years of age.

    #ddr #allemagne #histoire



  • « Letzter Sommer DDR » | MDR.DE

    https://www.mdr.de/zeitreise/letzter-sommer-in-der-ddr100.html

    Je ne sais pas comment trouver les docu, j’adorerai les voir.

    Wie kam es zum Dreh 1990 und was war Ihr Auftrag?

    Ich habe 1990 gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Michael Huh zahlreiche Reisefilme für einen Videoverlag gedreht und so kam es damals zu dem Projekt. Die Crux war allerdings, dass der Produzent der Auftragsproduktion blühende Landschaften haben wollte und gar kein Auge hatte für den Alltag der Menschen. Der wollte eben schöne Bilder, weshalb der Film damals den Schwerpunkt auf Natur, Landschaft und Sehenswürdigkeiten hatte, wie Berlin oder den Dresdner Zwinger. Aber das eigentlich Interessante ging damals unter.

    #ddr #documentaires


  • Subharchord: Dieser DDR-Synthesizer war seiner Zeit weit voraus | Berliner Zeitung
    https://mobil.berliner-zeitung.de/kultur/-subharchord--dieser-ddr-synthesizer-war-seiner-zeit-weit-vor

    Es begann in den Fünfzigerjahren in Ostberlin, wo die DDR-Kulturplaner die Verbreitung der klassischen Orgelmusik mit einem modernen kompakten Instrument zu fördern gedachten. Auf Anregung des Komponisten Paul Dessau besann man sich auf eine Erfindung aus den Dreißigerjahren: dem Trautonium, das so genannte subharmonische Töne erzeugte, die in der Natur nicht vorkommen. Mit dem Instrument hatte Paul Dessau früher zusammen mit dem Komponisten Oskar Sala gearbeitet.

    1959 startete die Konstruktion eines leicht bedienbaren Mixtur-Instruments. Im „Labor für akustisch-musikalische Grenzprobleme“ in Adlershof begannen Experten, an einer Klangmaschine für futuristische Sounds zu tüfteln. Der Toningenieur Ernst Schreiber und der Komponist Addy Kurth entwickelten das Trautonium dank der revolutionären Halbleitertechnik bis 1962 zum Subharchord weiter.
    Manfred Mirsch schwärmt über das Subharchord: „Da war die DDR dem internationalen Standard weit voraus.“

    Der innovative Technikkasten brachte Brumm- und Knarztöne, aber auch flotte Tanzmusik und „Ernste Musik“ hervor. „Die Subharmonien waren etwas Besonderes“, sagt Miersch. „Da war die DDR dem internationalen Standard weit voraus.“

    Auch das mag das DDR-Plattenlabel Eterna bewogen haben, die avantgardistischen Subharchord-Klänge 1964 auf der mit psychedelischem LP „Experimentelle Musik“ zu veröffentlichen. 1965 wurde das Subharchord auf der Leipziger Messe präsentiert. Das Exportmodell – der Westpreis lag etwas niedriger als die 30.000 Ostmark - wurde von „Heliradio“ in Limbach-Oberfrohna hergestellt. Jedoch nur eine Kleinserie von sieben oder acht Stück.

    Dass der Absatz so bescheiden war, dazu hatten ein paar Hippies in San Francisco beigetragen. Mitte der Sechzigerjahre begann der Technikpionier Don Buchla mit der Entwicklung eines analogen Synthesizers, der mit „Spannungssteuerung“ funktionierte. „Durch diese Erfindung explodierten die Möglichkeiten der Klangerzeugung“, so Manfred Miersch. Für das DDR-Subharchord war das tragisch. Dessen Klangspuren finden sich daher vor allem in DDR-Filmen.

    #DDR #musique-électronique


  • Stasimuseum Berlin in der Zentrale des MfS

    http://www.stasimuseum.de/fr/frindex.htm

    Merci Arthur d’avoir signalé ce musée (j’avais oublié son existence...)

    Bienvenu au Musée de la #Stasi à #Berlin

    Notre musée se trouve dans la Maison 1 de l’ancienne centrale du Ministère de la Sûreté de l’État de RDA (MfS). Depuis sa construction en 1960/61, le bâtiment fut le siège officiel d’Erich Mielke, ministre de la Sûreté de RDA de 1957 à 1989.
    Le 15 janvier 1990, des manifestants occupèrent la centrale. Une semaine plus tard, la Table Ronde Centrale, un conseil formé de représentants du régime du SED et de groupes de protection des droits civiques, décida de créer dans la Maison 1 un lieu de commémoration et centre de recherche sur le Stalinisme en RDA. Aucun acte ne suivant cette déclaration d’intention, des membres du Comité Citoyen Berlinois et des militants pour les droits civiques prirent l’initiative et commencèrent à sécuriser ce lieu à la signification historique. Ils fondèrent l’ASTAK e.V, l’Action Anti-Stalinienne, qui inaugura l’ouverture du Centre de recherche et de commémoration Normannenstrasse avec l’exposition « Contre le sommeil de la raison ». Depuis, la Maison 1, rebaptisée Stasimuseum (musée de la Stasi), est accessible au public.
    Les bureaux du ministre Erich Mielke, préservés à leur état d’origine, représentent la partie centrale du site historique.

    #ddr


  • SEHEPUNKTE - Rezension von: SEW - Die Westberliner Einheitssozialisten - Ausgabe 10 (2010), Nr. 10
    http://www.sehepunkte.de/2010/10/17039.html

    Nach 1990 wurde von einigen Autoren behauptet, die linksalternative Protestbewegung und die Friedensbewegung in der Bundesrepublik seien durch die SED aus der DDR ferngesteuert worden, in Westberlin mit Hilfe ihres Westberliner Ablegers. In der ausführlich belegten Überprüfung dieser Behauptung liegt der wissenschaftliche Wert der Monographie.

    Klein macht ohne Einschränkung deutlich, dass die SED, später SEW, in Westberlin schon in den frühen 1950er Jahren eine „isolierte Splitterpartei“ (60) geworden war und das auch bis zu ihrem Ende im Jahre 1990 blieb. Wenn die Partei ein „Stachel“ war, dann sicher ein sehr kleiner. Ausgehend von seiner Fragestellung, wieweit die „Wirkungsmacht“ der politischen Einflussnahme der SED und seines Westberliner Ablegers SEW reichte, sind drei längere Exkurse besonders gelungen. Zunächst prüft Klein den seit 1990 mehrfach behaupteten angeblichen „operativen Infiltrationserfolg“ der SEW (bzw. der DKP) im Hinblick auf die Studentenbewegung der 1960er und 19870er Jahre und auf die Friedensbewegung der 1980er Jahre. Sodann falsifiziert er die Hypothese, die Bundesrepublik sei ob dieses angeblichen Erfolgs zu Recht eine „unterwanderte Republik“ zu nennen und deren Geschichte müsse deshalb neu geschrieben werden.

    Die Sozialistische Einheitspartei Westberlins (Publikation bei kassel university press)
    http://www.upress.uni-kassel.de/katalog/abstract.php?978-3-89958-994-8

    Die SEW war in Westberlin überaus aktiv und bekannt. Und wenngleich die Partei bei den Wahlen nie mehr als zwei Prozent erzielte, so gelang es ihr im Laufe der Jahrzehnte, zu einem anerkannten Bündnispartner im außerparlamentarischen Bereich zu werden. Das Buch beantwortet die Fragen, wie die SEW in den 1960er Jahre in der APO-Bewegung Fuß fassen konnte, in welcher Form sie in den 1970er Jahren auf die Neue Linke reagierte und warum sie in der Friedensbewegung in den 1980er Jahren eine sehr einflussreiche Rolle spielte.

    Download: http://www.upress.uni-kassel.de/katalog/Download.php?ISBN=978-3-89958-994-8&type=pdf-f

    Neue Dokumente zur SEW-Geschichte|Startseite
    http://sew-dokumente.org

    Was fehlt?
    Nicht alle Archive sind geöffnet. So fehlen Informationen über die Einflussnahme des Westberliner Senats und seiner untergeordneten Dienststellen auf die Tätigkeit der SEW.

    Verantwortlich für diese Website: Gerhard Seyfarth, 12099 Berlin, E-Mail: info[at]sew-dokumente.org

    #Allemagne #Berlin #DDR #histoire #politique


  • Center for Political Beauty

    http://www.politicalbeauty.com

    Ça date de 2014, je l’avais raté à l’époque. Signalé par Virginie Mamadouh de l’université d’Amsterdam puis de @cdb_77

    Center for Political Beauty

    The Center for Political Beauty is an assault team that establishes moral beauty, political poetry and human greatness while aiming to preserve humanitarianism. The group’s basic understanding is that the legacy of the Holocaust is rendered void by political apathy, the rejection of refugees and cowardice. It believes that Germany should not only learn from its History but also take action.

    The Center for Political Beauty engages in the most innovative forms of political performance art- an expanded approach to theatre: art must hurt provoke and rise in revolt. In one basic alliance of terms: aggressive humanism. The Center‘s exhibitions and plays were shown at Gorki Theatre, the 7th Berlin Biennale, ZKM Karlsruhe, Steirischer Herbst, NGBK, and HMKV, amongst others.

    Follow @politicalbeauty

    „The Center for Political Beauty is a medium of a new kind: They create the news they want to read on the front page themselves!“

    Spiegel Online

    –----

    First Fall of the European Wall
    Voices from the buses

    Contact :
    mauerfall2014@riseup.net

    Statement
    Berlin, November 17th 2014

    We are some of the people who followed the call of the Center for
    Political Beauty to tear down the European external borders on the
    25th anniversary of the fall of the Berlin wall. We were
    supernumeraries in an art project primarily addressing the German
    public by playing with the media. We acted out of a privileged
    position without the participation of local actors and affected
    persons. But as humans and activists, we were confronted with the
    social realities in the border areas of Europe. In this field of
    tension we sharpened our sensibilities for the political struggle that
    we will continue.

    On our journey, which led us through 8 states in 131 hours, borders
    became visible that most EU citizens never notice. The police
    harassment that we were exposed to at the border crossings is
    unacceptable. Some of us also experienced problems during passport
    controls after the action. We are concerned about what data has been
    saved and where and we demand a political investigation. What we
    experienced, however, is not comparable to what people seeking refuge have to endure at our borders everyday.

    We were denied access to the actual border fence. On the one hand,
    this shows how much the authorities fear the eye of the public and
    therefore how important media actions are. However, this also shows
    that the resistance against the European border regime cannot only be
    planned and staged as a media event.

    Art has pointed out the direction. Now the Fall of the European wall
    demands a base. The opening of the border on November 9th 1989, too,
    was not the result of a single action. One day a critical mass will
    set out for the European external borders and the fences will fall.
    This requires a variety of methods of resistance. Continuous and
    sustainable. With the participation of us all.

    to all those, who felt that cynicism when berlin celebrated 25 years
    freedom of movement, while fortress europe builds a new wall... here
    is a statement by political artists http://www.politicalbeauty.de
    that shows what art can be about.

    Very powerful action & pictures. Not everyone is a cynic, though one might become one comparing the 300 death on the German-German border 1961 - 1989 with the 30.000 on the EU borders in no more than 10 years time.

    #political_beauty #murs #frontières #mourir_en_mer #berlin #ddr



  • Berlin Wall Animations on Vimeo
    https://vimeo.com/24785974


    https://i.vimeocdn.com/video/162991883_1280x720.webp

    Quick journey through the building history of the berlin wall:
    Built in 1961, extended in four stages until its fall in 1989.

    Animations of the Berlin Wall created by frameboX / Till Nowak for the productions “FLUCHT IN DIE FREIHEIT” / “BUSTING THE WALL” by ZDF ENTERPRISES and ZDF / LOOPFILM AND HISTORY-MEDIA directed by Oliver HALMBURGER and JÖRG MÜLLNER

    MUSIC for this showreel:
    ANDREAS UND MATTHIAS HORNSCHUH

    #Berlin #Video #Mauer #Animation #Geschichte


  • Forschungsprojekt an FU Berlin: Alt-Nazis saßen im Apparat der DDR ganz oben | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/forschungsprojekt-an-fu-berlin-alt-nazis-sassen-im-apparat-der-ddr-

    Der Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin untersucht jetzt die Rolle von früheren Nationalsozialisten in der DDR-Wissenschaft und Bildung. In dem Bereich hätten viele frühere NSDAP-Mitglieder ihre Karriere fortsetzen können, teilte Projektleiter Klaus Schroeder am Montag mit. Die für drei Jahre geplante Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 750 000 Euro unterstützt.

    Entgegen der offiziellen Propaganda habe die SED ehemaligen Nationalsozialisten berufliche und politische Aufstiegschancen geboten. Acht DDR-Minister und neun Stellvertreter seien vor 1945 Mitglieder der NSDAP gewesen. 1953 seien mehr als ein Drittel der Mitarbeiter des Zentralkomitees der SED sowie der Kreis- und Bezirksleitungen der Partei frühere Nationalsozialisten gewesen.

    Diese seien in der DDR ebenso wie jugendliche Neonazis hartnäckig beschwiegen worden, so Schroeder. Nazis habe es demnach nur im Westen gegeben, die DDR habe sich als antifaschistisch dargestellt. Mit dem Projekt soll laut Schroeder auch rekonstruiert werden, warum dieser Personenkreis als unverzichtbar angesehen worden sei.

    #Allemagne #DDR #nazis #histoire


  • DDR-Raubkunst: Als die Stasi Hunderte Tresore und Bankschließfächer plünderte | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/kultur/ddr-raubkunst-als-die-stasi-hunderte-tresore-und-bankschliessfaeche

    So wie in Magdeburg lief es an diesem Januartag in allen DDR-Bezirken ab. Unter dem harmlosen Tarnbegriff „Aktion Licht“ wurde ein staatlich organisierter Raubzug vollzogen, der in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands einmalig ist.

    Von der SED befohlen, plünderten Stasi-Offiziere im Jahr 1962 Hunderte seit Kriegsende verschlossene Tresore und Safes, erbrachen Bankschließfächer, deren Besitzer aus der DDR geflohen oder seit dem Krieg verschollen waren, durchsuchten Gewölbe und Keller von Schlössern, Kirchen und Klöstern. Was dort an Kunst- und Wertgegenständen gefunden wurde, ließ die Stasi im Westen verscherbeln und kassierte damit mehrere Millionen D-Mark.

    Herkunft der Kulturgüter soll ermittelt werden

    Fünfundfünzig Jahre später werden Hintergründe und Verlauf dieses Raubzugs erstmals wissenschaftlich aufgearbeitet. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK) in Magdeburg hat dazu ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden aufgelegt.

    #Allemagne #DDR #histoire





  • Kapitel 4: Abflug mit der Interflug :: DDR Museum

    https://www.ddr-museum.de/de/blog/2017/Reise-4

    Erinnert ihr euch noch an euren ersten Flug? Nachdem Shimelis Vater Ende der 70er Jahre nicht aus dem Krieg Äthiopiens gegen Somalia zurückkehrte, wurde er in einem speziellen Camp für Kinder untergebracht. Jahrelang hoffte er darauf für eine der Delegationen, die ein anderes Land besuchen durften, ausgewählt zu werden. Endlich war es soweit und Shimels wurde in die DDR entsadt. Wie reiste man 1987 von Äthiopien in die DDR? Shimelis erinnert sich noch allzu gut... von Michael Geithner (10.10.2017)

    #ddr #interflug #nostalgie