• Urteil zu gemeinfreier Kunst : Kulturerbe für alle, aber nicht im Netz – Wikimedia Deutschland Blog
    https://blog.wikimedia.de/2018/12/20/urteil-zu-gemeinfreier-kunst-kulturerbe-fuer-alle-aber-nicht-im-netz

    Argh ! Désormais en Allemagne la photographie d’une oeuvre d’art constitue une nouvelle oeuvre à part entière même s’il s’agit d’une réproduction exacte de l’oeuvre originale. C’est le contraire d’un cadeau de Noël que nous fait le Bundesgerichtshof (BGH), la plus haute instance de justice d’Allemagne en dessous du tribunal constitutionnel Bundesverfassungsgericht (BVG).

    Concrètement cette décision entraîne une charge de travail importante pour chacun qui publie des images. Il faudra toujours vérifier si l’auteur de la copie d’une oeuvre ancienne autorise sa publication. Une grande partie des images d’illustration disparaîtront de la toile, car après la publication de l’image d’une oeuvre ancienne on ne pourra plus être sûr de ne pas être poursuivi en justice et de perdre beaucoup d’argent.

    By John Weitzmann
    Lisa Dittmer
    20. Dezember 2018

    Im Rechtsstreit um Digitalisate gemeinfreier historischer Kunstwerke auf Wikimedia Commons hat der Bundesgerichtshof heute seine lang erwartete Entscheidung verkündet. Museen können demnach den digitalen Zugang zu urheberrechtsfreien Werken beschneiden. Das Urteil ist ein Rückschlag für unsere Rechte am gemeinsamen Kulturerbe.

    Das Gericht hat den klagenden Reiss-Engelhorn-Museen (rem) Recht gegeben. Damit ist zumindest für die deutsche Rechtsordnung geklärt, dass auch 1-zu-1-Reproduktionen urheberrechtsfreier Kunstwerke nicht ohne Zustimmung derjenigen gezeigt oder verbreitet werden dürfen, die diese Reproduktionen angefertigt haben. Die reproduzierten Werke mögen als Teil des Kulturerbes also schon lange Allgemeingut geworden sein, ihre Darstellung in Form von Repro-Fotos jedoch unterliegt laut BGH denselben Lichtbildrechten wie sie auch an anderen Fotografien automatisch entstehen.

    Wir sind nicht mit dem Argument durchgedrungen, dass unser Kulturerbe in Zeiten digitaler Medien seiner Eigenschaft als Allgemeingut beraubt wird, wenn sich auch bei exakten Reproduktionen gemeinfreier Werke am Ende die Foto-Rechte gegenüber dem gemeinfreien Status des fotografierten Werks durchsetzen.

    Der BGH führt zur Begründung aus, dass „der Fotograf Entscheidungen über eine Reihe von gestalterischen Umständen zu treffen [hat], zu denen Standort, Entfernung, Blickwinkel, Belichtung und Ausschnitt der Aufnahme zählen.“ Das sei das „erforderliche Mindestmaß an persönlicher geistiger Leistung“ für den Lichtbildschutz nach § 72 Urheberrechtsgesetz.

    Auch reicht laut BGH das Foto-Verbot, das in den Reiss-Engelhorn-Museen gilt, bis ins Netz, das heißt: Wer dagegen verstößt (im aktuellen Fall war umstritten, ob vor Ort das Museums-Personal die Fotos doch erlaubt hatte), darf die Bilder auch nicht im Netz veröffentlichen.

    Keine Aussage macht der BGH dazu, ob auch aus dem Eigentum an Werkstücken ein Verbot der Veröffentlichung von Fotos entstehen könnte.

    Jetzt ist also der Gesetzgeber gefragt, den allzu pauschalen Paragrafen 72 des Urheberrechtsgesetzes zu reformieren. Denn ob die geistigen Schöpfungen früherer Jahrhunderte auch im Digitalen zu Allgemeingut werden, darf nicht vom guten Willen jedes einzelnen Museums abhängen. Genau das aber ist nach dem Richterspruch des BGH nun der Fall:

    Wenn ein Museum die von ihm selbst erstellten Digitalisate mit Verweis auf Lichtbildrechte rechtlich unter Verschluss hält und zusätzlich auch von seinem Hausrecht Gebrauch macht und keine Fotografien durch Besucherinnen und Besucher zulässt, gibt es keinen Weg, unser aller kulturelles Erbe so frei zugänglich zu machen, wie es die Gemeinfreiheit dieser Werke rechtlich eigentlich vorsieht.

    Dass dies dem öffentlichen Auftrag der Museen vollständig zuwiderläuft, haben zum Glück viele von ihnen erkannt und stellen Digitalisate von sich aus rechtlich frei. Auch wenn der Trend längst die Öffnung für digitale Möglichkeiten der Wissensvermittlung und die aktive Einbindung des Publikums ist … ob die Allgemeinheit, also wir alle und nächste Generationen wirklich das ganze kulturelle Erbe frei erfahren können oder nicht, darf nicht davon abhängen, ob die Museen ihren Auftrag richtig verstehen oder nicht.

    Das Rijksmuseum Amsterdam ist eines der führenden Museen, die ihre Sammlungen urheberrechtsfreier Werke zur kreativen Nachnutzung zur Verfügung stellen. https://www.rijksmuseum.nl/en/rijksstudio

    Alfried Wieczorek, Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, die im vorliegenden Fall gegen die freie Verfügbarkeit ihrer Digitalisate geklagt hatten, berief sich bei einer Diskussion 2017 vor allem darauf, “eventuelle zukünftige Einnahmemöglichkeiten” seiner Häuser schützen zu müssen. Das ist kein illegitimes Interesse, aber eine solche Rechnung blendet den gesellschaftlichen Wert des freien Zugangs zum Kulturerbe aus, den Projekte wie Wikimedia Commons ermöglichen, und widerspricht direkt dem öffentlichen Auftrag öffentlich geförderter Museen. Letztlich läuft das finanzielle Argument schlicht auf eine Art Geiselnahme hinaus:

    “Liebe Allgemeinheit, weil wir viel Aufwand mit der Bewahrung und Digitalisierung deines kulturellen Erbes haben und Du uns über die öffentliche Förderung nicht genug Geld zur Verfügung stellst, behalten wir uns die Monetarisierung der digitalen Repräsentationen Deines Erbes vor.”

    Es ist ein offenes Geheimnis, dass bei denjenigen Museen, die ähnlich restriktiv handeln wie die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, noch weitere Sorgen eine Rolle spielen. Sorgen wie die, durch eine Zugänglichkeit der Digitalisate im Netz am Ende als Museum irrelevant und überflüssig zu werden. Zwar gibt es zahlreiche Beispiele, die das genaue Gegenteil belegen, dass die Relevanz durch digitale Freigaben wieder zunimmt und es eher die digital versperrten Häuser sein werden, die einen Bedeutungsverlust erleiden. Doch selbst wenn die “digitalen Sorgen” berechtigt wären: Sich an ihnen zu orientieren hieße, die Institutionen über ihren Auftrag zu stellen. Es hieße, das Kulturerbe nur denjenigen zugänglich zu machen, die dafür Geld, Zeit und Mühe aufwenden können.

    Das Art Institute of Chicago stellte dieses Jahr 50.000 hochauflösende gemeinfreie Bilder von Werken wie Hokusais Großer Welle und diesem George Wesley Bellows Gemälde online. https://kottke.org/18/11/the-art-institute-of-chicago-has-put-50000-high-res-images-from-their-collec

    Dass die Kultur zu den Menschen muss, statt auf das Kommen der Menschen zur Kultur zu warten, haben eigentlich alle Museen auch verstanden. Viele versuchen, mit hauseigenen Projekten und Netzwerken auch im Netz präsent zu sein. Das ist gut und wo es funktioniert, sollten wir uns freuen. Doch zu glauben, die Museen könnten das digitale Bewussthalten des kulturellen Erbes alleine stemmen, ist vermessen. Das wahre gesellschaftliche Potenzial der Kultur entfaltet sich erst durch den Übergang der Werke ins Allgemeingut, der aus gutem Grund auch gesetzlich spätestens 70 Jahre nach Tod der Urheberin oder des Urhebers vorgesehen ist.

    Wenn nun laut Bundesgerichtshof der Lichtbildschutz des Paragraphen 72 des Urheberrechtsgesetzes also dazu führt, dass sich die Gemeinfreiheit der Originale an den Digitalisaten nicht fortsetzt, muss das Gesetz in diesem Punkt nachgebessert werden. Gelegenheit dazu wird spätestens dann bestehen, wenn die bereits laufende EU-Urheberrechtsreform in deutsches Recht umgesetzt werden muss.

    Wikimedia Deutschland ist dazu im Gespräch mit den zuständigen Bundesministerien und Ausschüssen des Bundestages, aber auch mit denjenigen Museen, die es ähnlich sehen wie die Kläger in diesem Rechtsstreit. Letztendlich muss es uns allen darum gehen, das kulturelle Erbe möglichst umfassend zugänglich zu machen, damit es nicht im medialen Lärm der Gegenwart untergeht und so aus dem (digitalen) Bewusstsein der Menschen verschwindet. Die Wikimedia-Projekte und ihre Communitys können und wollen hier helfen, gerade wegen der heutigen Entscheidung.

    #droit_d_auteur #Allemagne #creative_commons


  • Fair use - Wikipedia
    https://en.wikipedia.org/wiki/Fair_use

    Fair use is a doctrine in the law of the United States that permits limited use of copyrighted material without having to first acquire permission from the copyright holder. Fair use is one of the limitations to copyright intended to balance the interests of copyright holders with the public interest in the wider distribution and use of creative works by allowing as a defense to copyright infringement claims certain limited uses that might otherwise be considered infringement.

    #droit_d_auteur #USA #fair_use


  • Je tente toujours de me faire une opinion claire et me préparer à la suite de la Directive #Copyright #Droit_d_Auteur mais c’est pas facile entre des positions diverses voire opposées comme la vision #verre_a_moitie_plein de @laquadrature avec la reprise du texte (de plutôt mauvaise foi) de #Calimaq :

    La #directive_copyright n’est pas une défaite pour l’Internet Libre et Ouvert !
    https://seenthis.net/messages/724052
    https://seenthis.net/messages/722575

    Ce qui, soit dit en passant, m’a beaucoup déçue de leur part et mieux fait comprendre le départ de #Jeremy_Zimmermann avec qui j’ai pu échanger par ici : https://mamot.fr/@jz/100820437866775975 (le parrallèle que j’évoque au sujet de la #zad #NDDL se confirme d’ailleurs jour après jour...)

    & une autre vision, donc, plus réaliste il me semble, comme celle de @framasoft :

    Directive #Copyright : pourquoi l’échec, comment lutter
    https://seenthis.net/messages/723643

    J’ai cherché une #compilation / #recension sur #Seenthis sur tout ce qui concerne la directive mais sans succès, je me décide à mettre cet intéressant texte de #Pierre_Beyssac sur l’article 13 par ici en espérant avoir le temps de faire moi même ce travail de recherche et compléter cette publication au fil du temps... que je n’ai généralement pas :

    La directive copyright et le problématique article 13

    L’objectif poursuivi par l’article 13 de la directive est de protéger les ayants-droit de l’industrie du divertissement contre l’hégémonie des plateformes de partage, notamment Youtube, qui provoqueraient une “évasion” de revenus lorsque des œuvres leur appartenant sont diffusées illégalement sur ces plateformes.

    La solution proposée est d’instaurer une obligation légale de systèmes de “listes noires” de contenus protégés., sur tous les sites en ligne, et de tous les contenus, même de ceux qui n’ont pas besoin de protection (par exemple, le code source de logiciel informatique).

    Nous allons voir comment de tels systèmes fonctionnent, pourquoi ils sont complexes à mettre en œuvre avec des dégâts collatéraux significatifs, et pourquoi le but recherché est déjà atteint sur les plateformes visées, rendant l’article 13 néfaste.

    la suite : https://signal.eu.org/blog/2018/06/15/la-directive-copyright-et-le-problematique-article-13


    • « La justice ne consiste pas à se soumettre à des lois injustes, il est temps de sortir de l’ombre et, dans la grande tradition de la désobéissance civile, d’affirmer notre opposition à la confiscation criminelle de la culture publique. Lorsque nous serons assez nombreux de part le monde, nous n’enverrons pas seulement un puissant message de l’opposition à la privatisation de la connaissance, nous ferons en sorte que cette privatisation appartienne au passé. Serez-vous des nôtres ? »

      #université #édition_scientifique #articles_scientifiques #sci-hub #inégalités #partage #vidéo #film #culture_publique #désobéissance_civile #injustice #open_access #résistance #Carl_Malamud #jstor #MIT

    • Petit message à celles et ceux qui ont mis une petite étoile à ce post (grand #merci @val_k d’avoir signalé cette vidéo !)... j’ai moi-même (et d’autres bien entendu) pas mal posté d’articles et documents sur l’édition scientifique sur seenthis, vous les retrouvez avec le tag #édition_scientifique. J’ai aussi du matériel stocké dans mon ordi, si jamais quelqu’un a envie de se pencher sur cette question qui devrait plus largement être débattue publiquement... A bon entendeur...

    • #Guerilla_Open_Access_Manifesto

      Information is power. But like all power, there are those who want to keep it for
      themselves. The world’s entire scientific and cultural heritage, published over centuries
      in books and journals, is increasingly being digitized and locked up by a handful of
      private corporations. Want to read the papers featuring the most famous results of the
      sciences? You’ll need to send enormous amounts to publishers like Reed Elsevier.

      There are those struggling to change this. The Open Access Movement has fought
      valiantly to ensure that scientists do not sign their copyrights away but instead ensure
      their work is published on the Internet, under terms that allow anyone to access it. But
      even under the best scenarios, their work will only apply to things published in the future.
      Everything up until now will have been lost.

      That is too high a price to pay. Forcing academics to pay money to read the work of their
      colleagues? Scanning entire libraries but only allowing the folks at Google to read them?
      Providing scientific articles to those at elite universities in the First World, but not to
      children in the Global South? It’s outrageous and unacceptable.

      “I agree,” many say, “but what can we do? The companies hold the copyrights, they
      make enormous amounts of money by charging for access, and it’s perfectly legal —
      there’s nothing we can do to stop them.” But there is something we can, something that’s
      already being done: we can fight back.

      Those with access to these resources — students, librarians, scientists — you have been
      given a privilege. You get to feed at this banquet of knowledge while the rest of the world
      is locked out. But you need not — indeed, morally, you cannot — keep this privilege for
      yourselves. You have a duty to share it with the world. And you have: trading passwords
      with colleagues, filling download requests for friends.

      Meanwhile, those who have been locked out are not standing idly by. You have been
      sneaking through holes and climbing over fences, liberating the information locked up by
      the publishers and sharing them with your friends.

      But all of this action goes on in the dark, hidden underground. It’s called stealing or
      piracy, as if sharing a wealth of knowledge were the moral equivalent of plundering a
      ship and murdering its crew. But sharing isn’t immoral — it’s a moral imperative. Only
      those blinded by greed would refuse to let a friend make a copy.

      Large corporations, of course, are blinded by greed. The laws under which they operate
      require it — their shareholders would revolt at anything less. And the politicians they
      have bought off back them, passing laws giving them the exclusive power to decide who
      can make copies.

      There is no justice in following unjust laws. It’s time to come into the light and, in the
      grand tradition of civil disobedience, declare our opposition to this private theft of public
      culture.

      We need to take information, wherever it is stored, make our copies and share them with
      the world. We need to take stuff that’s out of copyright and add it to the archive. We need
      to buy secret databases and put them on the Web. We need to download scientific
      journals and upload them to file sharing networks. We need to fight for Guerilla Open
      Access.

      With enough of us, around the world, we’ll not just send a strong message opposing the
      privatization of knowledge — we’ll make it a thing of the past. Will you join us?

      Aaron Swartz

      July 2008, Eremo, Italy

      https://archive.org/stream/GuerillaOpenAccessManifesto/Goamjuly2008_djvu.txt

      En français, notamment ici:
      https://framablog.org/2013/01/14/manifeste-guerilla-libre-acces-aaron-swartz

    • #Celui_qui_pourrait_changer_le_monde

      Aaron Swartz (1986-2013) était programmeur informatique, essayiste et hacker-activiste. Convaincu que l’accès à la connaissance constitue le meilleur outil d’émancipation et de justice, il consacra sa vie à la défense de la « culture libre ». Il joua notamment un rôle décisif dans la création de Reddit, des flux RSS, dans le développement des licences Creative Commons ou encore lors des manifestations contre le projet de loi SOPA (Stop Online Piracy Act), qui visait à restreindre les libertés sur Internet. Au fil de ses différents combats, il rédigea une impressionnante quantité d’articles, de textes de conférences et de pamphlets politiques, dont une partie est rassemblée ici. L’adolescent, qui était déjà un libre-penseur brillant, laisse progressivement place à l’adulte, toujours plus engagé, se prononçant sur des sujets aussi variés que la politique, l’informatique, la culture ou l’éducation, et annonçant nombre de questions débattues aujourd’hui. Tiraillé entre ses idéaux et les lois relatives à la propriété intellectuelle aux États-Unis, harcelé par le FBI à la suite d’un procès intenté à son encontre, Aaron Swartz a mis fin à ses jours à l’âge de 26 ans.

      http://editions-b42.com/books/celui-qui-pourrait-changer-le-monde
      #livre

      Avec cet intéressant débat sur seenthis : pourquoi ce livre n’est pas en open access ? Débat introduit par la question de @supergeante : « ça ne choque personne ? »
      http://seen.li/cpal

    • #Alexandra_Elbakyan, la Kazakhe pirate d’articles scientifiques

      Rebelles high-tech (4/6). L’ancienne étudiante en neurosciences a créé un site Web de mise à disposition illégale de rapports de recherche. Le monde entier y a accès, au détriment des éditeurs.

      En ce jour ensoleillé de juin, le parc boisé du -musée Kolomenskoïe, à Moscou, accueille le Geek Picnic, un festival techno artistique en plein air. Parmi la foule, une jeune femme ronde et souriante, à l’allure sage et modeste, parle devant une caméra pour une interview qui sera diffusée sur YouTube. Elle explique, une fois de plus, le fonctionnement de Sci-Hub, son site Internet de publication d’articles scientifiques gratuit et ouvert à tous. Alexandra Elbakyan, 28 ans, originaire du Kazakhstan, est inconnue du grand public. Mais sur les campus et dans les labos de recherche de nombreux pays, c’est une star.
      Avec 62 millions d’articles stockés et référencés, près de 700 000 téléchargements quotidiens et des millions de visiteurs réguliers sur tous les continents, Sci-Hub s’est imposé comme une source majeure de documentation scientifique. Dans les pays pauvres, c’est un outil quotidien pour les chercheurs qui n’ont pas les moyens de se payer les abonnements coûteux des services des grands éditeurs. Dans les pays riches, des chercheurs ayant accès aux services payants utilisent Sci-Hub car il est simple et accessible de partout, sans formalités. Seul problème : Sci-Hub est un site pirate, qui vole les articles aux éditeurs et enfreint toute une série de lois sur la propriété intellectuelle et la sécurité des réseaux. Alexandra Elbakyan est poursuivie par la justice américaine.
      La création de Sci-Hub remonte à 2011. Alors étudiante en neuro-sciences, Alexandra se fait remarquer pour ses recherches sur les ondes cérébrales, ce qui lui vaut d’être invitée à aller étudier en Europe et en Amérique. Mais lorsqu’elle rentre au Kazakhstan, elle n’a plus accès aux textes scientifiques dont elle a besoin – un seul article peut coûter entre 30 et 40 dollars (entre 25 et 35 euros). Un jour, elle s’aperçoit que des biologistes russes s’entraident discrètement et s’échangent des articles sans se soucier des problèmes de copyright. Elle décide d’étendre et d’industrialiser cette pratique en créant un serveur de stockage et de distribution pour toutes les disciplines. Très vite, elle reçoit le soutien de chercheurs occidentaux : des partisans du mouvement « Open Access », militant pour la libre circulation intégrale de l’information scientifique, ainsi que des auteurs s’estimant victimes du modèle commercial dominant (dans le monde scientifique, les auteurs donnent leurs articles gratuitement aux éditeurs privés, qui les revendent très cher aux autres chercheurs).
      Complicités et marché noir
      Parmi les admirateurs d’Alexandra, beaucoup travaillent pour des universités abonnées aux services payants, et certains décident de transmettre discrètement leurs identifiants et leurs mots de passe à Sci-Hub, qui peut ainsi récupérer des articles en se faisant passer pour eux. Quand un lecteur demande un article présent dans ses serveurs, il le reçoit aussitôt. Si Sci-Hub ne possède pas l’article, il va le chercher chez un éditeur grâce à un complice, l’envoie au demandeur, puis l’archive dans la base. Bien sûr, rien n’est simple. Alexandra Elbakyan reconnaît que « Sci-Hub se procure des mots de passe de nombreuses sources différentes », ce qui laisse supposer qu’elle s’approvisionne aussi auprès de hackeurs, qui savent subtiliser des mots de passe sans l’accord de leur propriétaire… Elle a également travaillé en liaison avec un site russe, LibGen, qui distribue toutes sortes de produits piratés, mais elle affirme que, désormais, elle est autonome : « J’ai passé un temps considérable à monter mes propres serveurs, pour stocker et envoyer les articles. »
      Une fois son site lancé, Alexandra entame des études d’économie et de droit : « Un temps, j’ai envisagé de travailler pour le gouvernement, afin de changer les lois sur le copyright. » Puis elle se tourne vers l’informatique et décroche un poste de recherche qui lui laisse le temps de se consacrer à son site : « A partir de 2014, j’ai réécrit tout le code et analysé les statistiques (…). J’ai noté quels étaient les éditeurs les plus demandés, et j’ai chargé tout leur contenu. » Côté finances, Alexandra reçoit des dons anonymes de la part de lecteurs reconnaissants. Par ailleurs, elle a découvert très tôt le bitcoin, et a su spéculer sur cette nouvelle crypto-monnaie : « J’ai acheté des bitcoins quand ils valaient 20 dollars, et, aujourd’hui, ils valent cent fois plus. Cela me permet de me financer. »
      Cela dit, Sci-Hub suscite l’hostilité de nombreux universitaires, bibliothécaires ou conservateurs qui font la chasse aux tricheurs : quand un compte se met soudain à charger de gros volumes de documents, il attire l’attention des administrateurs, qui peuvent intervenir. D’autre part, et surtout, les éditeurs ont déclaré la guerre à Sci-Hub, devenu pour eux une menace existentielle. Le plus actif est le groupe anglo-hollandais Elsevier, leader mondial du secteur. En 2015, Elsevier porte plainte contre Sci-Hub devant un tribunal fédéral new-yorkais. Sans se soucier des questions de territorialité, la justice américaine s’empare de l’affaire et accuse Alexandra de piratage, un crime puni d’emprisonnement. Le juge commence par bloquer l’adresse Sci-hub.org, qui dépend d’un prestataire américain, ce qui oblige Alexandra Elbakyan à créer une série de nouvelles adresses.
      « Proche de l’idéal communiste »
      Convoquée à New York par le juge, elle refuse de s’y rendre. Elle envoie au tribunal une lettre provocatrice, et décide de ne plus aller dans les pays susceptibles de l’extrader vers les Etats-Unis. Elle cache son lieu de résidence, délaisse les réseaux sociaux américains comme Facebook et se rabat sur le réseau russe VKontakte. En revanche, elle participe, par Skype, à des colloques organisés par des universités occidentales. Peu à peu, elle en vient à contester la propriété sous toutes ses formes : « Je me sens proche de l’idéal communiste. Chez les scientifiques, on peut clairement distinguer deux classes : ceux qui travaillent, les chercheurs, et ceux qui les exploitent, les éditeurs. La théorie communiste explique comment cela fonctionne, et pourquoi une révolution est nécessaire. »
      Le procès décuple la célébrité d’Alexandra. Des universitaires consacrent des thèses à Sci-Hub, des comités de soutien se forment sur Internet, des députés européens prennent sa défense. En décembre 2016, la revue scientifique Nature publie une liste de dix jeunes gens exceptionnels ayant fait progresser la science au cours de l’année. Alexandra Elbakyan y figure en bonne place – un effort méritoire pour Nature, qui appartient au groupe d’édition allemand Holtzbrinck, et fait partie des victimes de Sci-Hub. Dans la foulée, The Custodians, un groupe international de militants de l’Internet libre et d’artistes numériques, lance une campagne pour la nomination d’Alexandra Elbakyan au « Disobedience Award » : ce prix de 250 000 dollars est décerné par le MIT de Boston à une personne qui aura fait progresser le bien commun en désobéissant à une loi injuste, tout en restant « efficace, responsable et éthique ». Pour les admirateurs de Sci-Hub, Alexandra Elbakyan est la lauréate idéale. En face, ses détracteurs, notamment américains, élargissent le débat en lui reprochant de vivre en Russie. Ils font valoir qu’elle ne désobéit pas vraiment aux lois de son pays, et sous-entendent qu’elle bénéficie en sous-main de la protection du régime de Vladimir Poutine.
      Le 21 juin 2017, le tribunal new-yorkais condamne Alexandra Elbakyan et ses complices éventuels à verser 15 millions de dollars de dommages et intérêts à Elsevier. Il exige aussi que Sci-Hub cesse toute activité et détruise ses fichiers. En réponse, Alexandra publie, sur VKontakte, un texte sarcastique, en russe : « Encore une victoire de la liberté américaine et de la démocratie… Comment la lecture gratuite d’articles scientifiques pourrait-elle causer des dommages à la société et violer les droits de l’homme ? »
      Après six années de stockage intensif, 95 % des articles demandés par les lecteurs sont déjà dans sa base – désormais, le piratage sert surtout pour les mises à jour. -Selon une étude menée en 2017 par le bio-informaticien allemand Bastian Greshake, les plus gros utilisateurs sont désormais l’Iran, isolé par les sanctions internationales, la Grèce, toujours en faillite financière, plusieurs pays d’Amérique latine, plus l’Inde et la Chine, en bonne place à cause de la taille de leur population. Cela dit, l’Allemagne est aussi très présente : fin 2016, soixante universités allemandes ont décidé de boycotter Elsevier pour protester contre l’augmentation du prix des abonnements, et d’autres sont en passe de les rejoindre. Désormais, leurs chercheurs se procurent les articles dont ils ont besoin par d’autres moyens…
      Parfois, la machine semble s’emballer, hors de tout contrôle. Dans certains pays comme l’Iran, des serveurs aspirent des gros volumes d’articles de Sci-Hub, pour créer leurs propres bases de données à usage local. Ailleurs, des groupes organisés téléchargent tous les articles consacrés à la chimie : selon Bastian Greshake, cette discipline est désormais la plus demandée sur Sci-Hub. Le 23 juin 2017, l’American Chemical Society (ACS), qui gère les intérêts des ayants droit des articles de chimie, porte plainte à son tour contre Sci-Hub devant un tribunal de Virginie.
      Imperturbable, Alexandra répète qu’elle est à l’abri, « quelque part dans l’ancienne Union soviétique ». Elle réaffirme qu’elle n’a aucune relation avec les autorités et assure que son site n’est pas en danger : « Il a été conçu pour résister à la pression. » Elle étudie à présent l’histoire des sciences et s’intéresse à l’hermétisme médiéval, mais promet que Sci-Hub va continuer à croître et embellir.

      https://www.lemonde.fr/festival/article/2017/07/27/alexandra-elbakyan-la-kazakhe-pirate-d-articles-scientifiques_5165479_441519


  • L’union Européenne et le droit d’auteur

    Je viens de recevoir ce message :

    Klaus,

    Europe’s proposed Directive on Copyright in the Digital Single Market – the new copyright laws – could soon deliver the death blow to a creative and free internet.

    The influential Committee on Legal Affairs (JURI) of the European Parliament is currently in the process of deciding its position on which amendments to adopt.

    If the most dangerous amendments pass, everything you put on the internet will be filtered, and even blocked. It doesn’t even need to be commercial — some proposals are so broad even your photos that you upload for friends and family would be included.

    Linking to and accessing information online is also at stake: extending copyright to cover news snippets will restrict our ability to learn from a diverse selection of sources

    Can you call a Member of European Parliament (MEP) today? Our new calling tool will connect you to an MEP, in your preferred language, at no cost to you.

    What’s worse is that this new proposed directive gives even more power to big companies like record labels or publishers to stifle competition. The proposal reads like a total giveaway to big copyright holders, with not much in it for the rest of us.

    You can only imagine how much harder it will be for up-and-coming musicians, artists, and writers to make their names when a big publisher or record label can stop them from sharing their self-produced content.

    It’s vital that we act together now.

    If MEPs hear from enough of us in the next few weeks, they may back away from adopting these last-minute, dangerous proposals to their copyright plans.

    Can you take action now using our new, free call tool before it’s too late?

    Yes, I’ll call my MEP now to help save the internet
    https://click.e.mozilla.org/?qs=604665c7b92de8d1639fbf2c045e89b6b07fa29370b9f5e14f844839c98fd12

    Take action now

    From everyone here at Mozilla, thank you for defending the internet,

    Jon Lloyd
    Advocacy Campaigns Manager
    Mozilla

    P.S. Did you know that the European Commission recently paid €360,000 for a study on how piracy impacts the sales of copyrighted music, books, video games, and movies ... but never shared the report, possibly because it determined that there is no evidence that piracy is a major problem? Read more about it here on Gizmodo. https://click.e.mozilla.org/?qs=604665c7b92de8d16a4914ba41eae6951fda66dc9242294fb01b3def86d1fc7

    #europe #politique #droit #droit_d_auteur


  • Global publishing giant wins $15 million damages against researcher for sharing publicly-funded knowledge | Privacy Online News
    https://www.privateinternetaccess.com/blog/2017/06/global-publishing-giant-wins-15-million-damages-researcher-sh

    The court awarded $15 million damages to the scientific publisher on the basis of 100 articles published by #Elsevier that had been made available without permission on Sci-Hub and a similar site called LibGen. At the time of writing, Sci-Hub claims to hold 62 million scientific research papers – probably a majority of all those ever published – most of which are unauthorized copies. According to a report in the scientific journal Science last year, it is Elsevier which is most affected by #Sci-Hub’s activities:

    #libgen


  • Mehr Macht den Autoren : VG Wort und Urheber einigen sich auf neuen Ausschüttungsplan für Tantiemen › Meedia
    http://meedia.de/2017/05/22/mehr-macht-den-autoren-vg-wort-und-urheber-einigen-sich-auf-neuen-ausschuettu
    Depuis sa fondation la VG Wort , la société des auteurs allemands chargée d’encaisser en leur nom redevances et honoraires collectifs, a versé les fonds collectés à cinquante pour cent aux éditeurs. Actuellement un nouveau régime de rémunération des auteurs prend forme après une décision de la justice et l’entrée en vigeur d’une nouvelle loi fédérale sur la question suivi d’un long marchandage :

    Désormais l’argent revient à cent pour cent aux auteurs sauf s’ils en cèdent expressément une partie à leur éditeur. Cette part variera entre 15 et 50 pour cent en fonction de la forme de publication et sera oblogatoirement fixée individuellement pour chaque publication d’une oeuvre.

    Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) und ihre Mitglieder haben sich nach monatelangen Streitigkeiten auf einen neuen, rechtskonformen Verteilungsplan geeinigt. Dieser sieht vor, dass die Urheber zukünftig automatisch 100 Prozent der Tantiemen erhalten. Verlage werden an den Einnahmen nur beteiligt, wenn die Autoren ausdrücklich zustimmen.

    #Allemagne #droit_d_auteurs #médias


  • Le Comité Orwell de Natacha Polony rattrapé par les ayants droit de l’écrivain - Libération
    http://www.liberation.fr/france/2017/03/20/le-comite-orwell-de-natacha-polony-rattrape-par-les-ayants-droit-de-l-ecr

    Le patronyme d’un auteur est non seulement « un attribut de la personne », mais également « un élément essentiel du droit moral de l’auteur », explique Emmanuel Pierrat à Libération. Et si les droits de la personnalité s’éteignent pour l’essentiel avec le décès, il n’en va pas de même pour le droit moral qui est, en France, imprescriptible et inaliénable. Or, rappelle Agnès Tricoire, avocate spécialiste en droit de la propriété intellectuelle, « un média est une œuvre en soi et un ensemble d’œuvres ». Dès lors, estime-t-elle, associer à un auteur des œuvres qui ne sont pas de lui « peut constituer une atteinte à son droit moral ».

    #droit_d_auteur #droit_moral #orwell


  • Oserez-vous visiter une exposition « interdite » ? – – S.I.Lex –
    https://scinfolex.com/2017/03/13/oserez-vous-visiter-une-exposition-interdite

    Voilà la manière dont le viaduc de Millau, oeuvre architecturale encore protégée par le droit d’auteur, devrait être présenté lors de cette exposition si l’on devait suivre la loi à la lettre…


  • 1852 - le Vatican interdit l’accès à sa bibiliothèque à l’auteur allemand Paul Heyse
    https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Heyse


    Un bel exemple pour l’abus du droit d’auteur - qui n’existait pas encore à l’époque

    Reise nach Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
    Im Mai 1852 war Heyse mit einer Arbeit über den Refrain in der Poesie der Troubadoure promoviert worden. Dank eines preußischen Staatsstipendiums konnte er im Anschluss eine Italienreise zur Untersuchung alter provenzalischer Handschriften unternehmen. In der Bibliothek des Vatikans erhielt er 1852 Hausverbot, weil er sich Notizen von ungedruckten Handschriften machte .

    #histoire #droit_d_auteur #poésie #Allemagne



  • VG Wort-Tantiemen : Freischreiber fordern für Autoren auch Zinsen von Verlagen ein › Meedia
    http://meedia.de/2016/09/12/vg-wort-tantiemen-freischreiber-fordern-fuer-autoren-auch-zinsen-von-verlagen
    La société de gestion collective des droits d’auteurs de textes VG Wort essaie de contourner les jugements l’obligeant à verser la totalité des recettes aux auteurs. Avec le soutien du syndicat de journalistes DJU elle cherche à trouver une possibilité de continuer à verser la moitié des sommes aux maisons d’édition. Le syndicat de journalistes indépendants Freischreiber s’y oppose.

    Mit Blick auf die Vertagung der Neuverteilung von Tantiemen durch die VG Wort hat die Autorenvereinigung Freischreiber die Entscheidung begrüßt. Die kurzfristig modifizierte Beschlussvorlage des Vorstands sei zu Recht gescheitert . Nun hätten die VG-Wort-Mitglieder „genügend Zeit, die komplexe Materie bis zur nächsten Versammlung zu prüfen“, sagt der Vorsitzende von Freischreiber, Benno Stieber.
    ...
    Aus Sicht von Freischreiber gibt es, anders als der VG-Wort Vorstand nun verlauten lässt, trotz der Abstimmungsniederlage keinen Grund, nicht wie geplant kommende Woche mit den Rückforderungen an die Verleger zu beginnen. „Nur weil es noch keinen Verteilungsplan gibt, können doch bereits Forderungen gestellt werden“, erklärte Stieber. Er kündigte an, dass die Freischreiber den Vorschlag für einen geänderten Verteilungsplan „eingehend juristisch prüfen und Verbesserungsvorschläge einbringen“ würden. Die nächste Gelegenheit für eine Entscheidung sei dann die Mitgliederversammlung am 26. November.

    Für die Politik sei das Abstimmungsergebnis ebenfalls ein Signal, erklärt der Freischreiber-Vorsitzende. Es zeige, dass die Solidargemeinschaft aus Verlegern und Urhebern schwer gestört ist. Den Medienpolitikern sollte das zu denken geben, wenn Sie derzeit daran arbeiten, die Verlegerbeteiligung an den Urhebertantiemen durch ein Gesetz wieder zu legalisieren. „Tantiemen aus Urheberrechten können nur Urhebern zustehen“, so Stieber.

    #Allemagne #droit_d_auteurs #rémunération #arnaque



  • Vielfalt für die Ewigkeit. Was Creative Commons für alle Gedächtnisinstitutionen so interessant macht - Ein Beitrag von John H. Weitzmann - Deutsche Digitale Bibliothek
    https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/ueber-uns/aktuelles/vielfalt-fuer-die-ewigkeit-was-creative-commons-fuer-al

    Das Urheberrecht funktioniert grundsätzlich folgendermaßen: Sobald eine Grafik, ein Wikipedia-Artikel oder Video vom letzten Urlaub entstanden ist, existiert ein neues Werk und das Urheberrecht mischt sich automatisch ein. Eine Registrierung oder dergleichen ist nicht nötig und auch das Merkmal ausreichender Schöpfungs- oder Gestaltungshöhe wird immer mehr zur reinen Floskel, die fast nichts mehr aus dem Schutzbereich des Urheberrechts ausschließt. Die Zahl digital im Netz befindlicher schutzfähiger Werke ist explodiert und hat eine ganze Gruppe in die Arena des Urheberrechts katapultiert, für die sie nie gedacht war: ganz normale Menschen. Diese technisch ermächtigten Verbraucher ohne juristische Ausbildung handeln inzwischen – manchmal ganz unbewusst – so, wie es früher nur eine exklusive, kleine Gruppe von Verwertern und Institutionen konnte. Für diese „Prosumenten“ (eine Verbindung aus „Produzent“ und „Konsument“) ist das gegenwärtige Urheberrechtssystem nicht gemacht und sie verstehen es oft auch gar nicht. Zugleich sind sie Hauptzielgruppe von Gedächtnisinstitutionen. Es sollten ihnen möglichst wenige Hürden in den Weg gelegt werden, um mit den angebotenen Informationen aktiv umzugehen.Normalerweise braucht man ausgebildete Juristen, um Rechteeinräumungen für jeden Einzelfall in juristisch einwandfreie Worte und Verträge zu fassen. Nicht jeder kann und will sich leisten, solche Juristen zu bezahlen, schon gar nicht, wenn es sich um einen Prosumenten handelt, der vielleicht eher unfreiwillig zum Urheber im Rechtssinne geworden ist. Oft würde ein solcher Aufwand völlig außer Verhältnis zum jeweiligen Nutzen stehen. Creative Commons antwortet darauf mit vorformulierten Standardverträgen (Lizenzen), die vorab umfassende Nutzungen des lizenzierten Werkes unter bestimmten Bedingungen erlauben. Diese Standardlizenzen können zumindest teilweise die Handhabbarkeit des Urheberrechts verbessern. Erreicht wird das auf zweifache Weise: Zum einen dadurch, dass Creative-Commons-Lizenzen es bei der Nutzung fremder Werke leichter erkennbar machen, was man damit machen darf und was nicht; zum anderen dadurch, dass sie bei eigenen Werken erleichtern, spezifische Nutzungen freizugeben. Auch Gedächtnisinstitutionen können zu diesem Werkzeug greifen, um die Nutzung ihrer Bestände – sofern sie Rechte daran haben – kontrolliert und standardisiert freizugeben.

    #droit_d_auteur #auf_deutsch #cc



  • Licence - Plugins SPIP - les licences
    http://plugins.spip.net/licence.html?lang=fr

    Une Licence pour articles et documents

    Lizenz Freie Kunst | Copyleft Attitude
    http://artlibre.org/licence/lal/de

    Creative Commons — CC0 1.0 Universell
    https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de

    Deutsche Übersetzung der GNU Free Documentation License
    http://www.selflinux.org/selflinux/html/gfdl_de.html

    Creative Commons — CC0 1.0 Universell
    http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de

    GNU Free Documentation License
    http://www.gnu.org/licenses/fdl.html

    LPRAB - Licence Publique Rien À Branler (Öffentliche scheisst-der-Hund-drauf Lizenz oder so)
    http://sam.zoy.org/lprab

    Devinez quelle licence je préfère :-)

    #droit_d_auteurs #copyright #Urheberrecht #auf_deutsch


  • « Au Parlement européen, en commission des affaires juridiques (« JURI », dans le jargon), Julia Reda a présenté lundi son projet de rapport sur la réforme du droit d’auteur. Au terme des discussions, Jean-Marie Cavada [je ne savais pas qu’on recyclait les vieilles gloires de la télé française au Parlement européen], qui présidait la séance, n’a pas été d’une tendresse particulière avec l’eurodéputée du Parti pirate. »

    http://www.nextinpact.com/news/93201-droit-d-auteur-jean-marie-cavada-flingue-rapport-reda.htm

    Deux arguments essentiels de la part de Cavada : l’eurodéputée est jeune, donc son rapport est forcément mauvais (pour faire de la politique sérieuse, il faut avoir au moins soixante ans), et les artistes qui ne gagnent pas d’argent avec le système actuel (la grande majorité) ne sont pas de vrais artistes.

    #droit_d_auteur


  • La propriété comprend le droit des auteurs de jouir de leurs droits de propriété
    http://hroy.eu/posts/propriete-auteurs-conseil-constitutionnel

    Rebelotte.1 Le constitutionnel remet ça :

    13. Considérant que les finalités et les conditions d’exercice du droit de propriété ont connu depuis 1789 une évolution caractérisée par une extension de son champ d’application à des domaines nouveaux et, notamment, à la propriété intellectuelle ; que celle-ci comprend le droit, pour les titulaires du droit d’auteur et de droits voisins, de jouir de leurs droits de propriété intellectuelle et de les protéger dans le cadre défini par la loi et les engagements internationaux de la France ;

    Pas de quoi être surpris. C’est désormais acquis dans le droit positif que le droit d’auteur est compris dans le droit de propriété, l’élevant par la même occasion au niveau le plus élevé de la pyramide des normes.

    Pas de quoi être surpris non plus concernant le (...)


  • Joyeux Fête du Domaine Public 2014 ! - Constant
    http://constantvzw.org/site/Joyeux-Fete-du-Domaine-Public-2014.html

    Samedi 25 janvier 10:00-23:30
    Joyeux Fête du Domaine Public 2014 !
    KBR, Cinéma Nova

    Chaque année, en date du 1er janvier, des milliers d’œuvres entrent dans le #domaine_public, 70 ans après la mort de leurs auteurs. La période de protection par le #droit_d_auteur expirant, les œuvres deviennent un #trésor public que chacun peut apprécier et utiliser librement. Cette année, ce sont les créations des auteurs décédés en 1943 qui seront célébrées.

    Pour l’occasion, la Bibliothèque royale de Belgique, le Centre de Recherche Information Droit et Société (CRIDS), le Cinéma Nova, la revue littéraire nY et Constant s’associent pour fêter avec vous cette journée particulière avec des ateliers, conférences et concerts. Pendant la journée on présentera à la Bibliothèque Royale de Belgique des oeuvres d’e.a. #Charlotte_Salomon, #Nikola_Tesla, #Sergei_Rachmaninov, #Henri_Lafontaine avec des interventions par la juriste Séverine Dusollier, l’archiviste Eglantine Lebacq, Mundaneum Mons et les musiciens Caroline James (piano), Alexey Kokhanov (bariton), Perrine De Oliveira (violoncello), Mélissa Gaty (violon).


  • Le pire du Copyright Madness 2013 : une année de propriété intellectuelle en délire !
    http://www.numerama.com/magazine/27903-le-pire-du-copyright-madness-2013-une-annee-de-propriete-intellectue

    Sachez que les fabricants de consoles ont pensé à vous [harcore gamer] et n’ont eu de cesse en 2013 de chercher à limiter le caractère social du gaming en vous empêchant de prêter un jeu à vos amis. Microsoft avait annoncé que sa prochaine console ne pourrait pas lire les jeux d’occasion.

    (...)

    [Ayants droits] Un des cas les plus remarquables dans la musique a été la publication d’un album de Bob Dylan en tirage très limité, dans le seul objectif de prolonger la durée des droits patrimoniaux. Le cynisme de Sony a été jusqu’à appeler l’album : The Copyright Extension Collection vol.1 On peut s’attendre à un volume deux...

    #copyright #bob_dylan #musique #droit_d_auteur #jeux


  • Ivre, le Forum d’Avignon veut écrire une déclaration des droits et pond une déclaration de guerre…
    http://scinfolex.com/2013/11/26/ivre-le-forum-davignon-veut-ecrire-une-declaration-des-droits-et-pond-une

    Je ne pensais pas un jour être amené à utiliser la fameuse formule « Ivre virgule » au début du titre d’un billet sur S.I.lex, mais il s’est produit une telle ÉNORMITÉ ce week-end lors du dernier Forum d’Avignon que je n’avais plus tellement le choix… Le Forum d’Avignon, c’est cette grand-messe annuelle qui rassemble pendant plusieurs jours la fine fleur des industries culturelles, afin de se livrer à des exercices de futurologie avancée concernant l’avenir de la culture à l’heure du numérique. Le tout bien sûr, en présence des pouvoirs publics, qui viennent en Avignon prendre un bon bain de lobbies (such a lobby place, comme dit la chanson…). Source : :: S.I.Lex (...)


  • India to seek photocopy right for students

    http://www.telegraphindia.com/1130921/jsp/nation/story_17374550.jsp

    Initiative très intéressante en Inde :

    India will seek changes to international copyright regulations so that
    students and researchers can procure photocopies of expensive books without having to pay royalties, a senior government source said.

    BASANT KUMAR MOHANTY

    New Delhi, Sept. 20: India will seek changes to international copyright regulations so that students and researchers can procure photocopies of expensive books without having to pay royalties, a senior government source said.

    Come December, he said, the Union human resource development ministry will ask the World Intellectual Property Organisation (Wipo) to relax its norms that protect authors’ and publishers’ commercial rights over their books.

    The ministry will suggest at the next general assembly of Wipo, a UN body with 185 nations as members, that educational and research institutions be exempted from the copyright regime.

    “Students and researchers use material (from books) for academic purposes. In developing countries like ours, they should not face any restrictions in doing so,” the source said.

    The ministry plan comes at a time the Oxford University Press, Cambridge University Press and Taylor & Francis have moved Delhi High Court alleging illegal photocopying of their books by a private vendor operating from the Delhi University campus.

    #inde #copyright #photocopie #droit_d_auteur

    • Un commentaire de Simon Batterbury de l’université de Melbourne :

      Nonetheless, copyright is pretty much impossible to enforce ever since the internet started working properly in the 1990s. Great in principle to benefit the writer or owner, but in reality things escape paywalls all the time.

      We are deluding ourselves if we think written texts will somehow take a different path to music downloads. I have never downloaded any music or films, but I am told this is pretty much the norm these days.

      The major academic publishers are putting up fierce resistance where they retain copyright to articles, but in a few hours all current geography articles from this month could be uploaded to an offshore domain, circulated to several others, and replicated as they are chased down. Individual copyrighted material the same. Only a new form of file, that self-destructs on an illegal download, is time limited or something, would halt this.

      The open access movement (which is about allowing material to be read by anybody, essentially) may be distasteful to some because to the potential for upfront charges to writers, but it actually fits with how the world now works. And with the needs of cash-poor Indian students and their universities too.

    • Les défenseurs du copyright aujourd’hui mettent toujours en avant le droit des auteurs à être rémunérés mais omettent de mentionner que dans l’immense majorité des cas, les auteurs ne perçoivent qu’une très faible, voire aucune rémunération. Ce sont des éditeurs qui encaissent et qui promeuvent la défense du droit « d’auteur » et son extension non seulement ad vitam mais aeternam (pour l’instant 70 ans après la mort des auteurs).


  • Les initiatives citoyennes se multiplient pour réformer le droit d’auteur
    http://www.actualitte.com/international/les-initiatives-citoyennes-se-multiplient-pour-reformer-le-droit-d-auteu

    Les initiatives citoyennes pour proposer une approche du droit d’auteur différente de celle des industries culturelles se multiplient : en France, un livre exposant différentes pistes pour une réforme de ce droit sera envoyé aux députés, tandis que les Finlandais se sont mobilisés pour porter des propositions jusqu’au Parlement de leur pays.

    #citoyen #droit_d_auteur


  • L’Open Data fragilisé par le droit d’auteur sur les bases de données
    http://www.numerama.com/magazine/25038-l-open-data-fragilise-par-le-droit-d-auteur-sur-les-bases-de-donnees

    Dans un jugement rendu il y a quelques jours, le tribunal administratif de Poitiers a estimé que le Conseil général de la Vienne avait le droit de se réserver l’exclusivité de distribuer ses archives d’état civil, malgré les règles favorisant l’Open Data, au motif que ces archives avaient été ordonnées dans une base de données qui fait elle-même l’objet d’un droit d’auteur spécial.

    #Droit_d_auteur #Justice #Service_public #Open_Data #Archives


  • Aaron Swartz : sur les traces d’une étoile filante du Net - L’actu Médias / Net - Télérama.fr
    http://www.telerama.fr/medias/aaron-swartz-sur-les-traces-d-une-etoile-filante-du-net,95428.php?xtatc=INT

    L’enjeu crucial des années 2010 étant, selon son ami Doc Searls, « cette menace pour la démocratie que fait peser le passage de l’ordinateur de bureau, de type PC – reposant sur des technologies ouvertes compatibles avec les logiciels libres – au smartphone, dominé par des acteurs comme Apple qui défendent des technologies fermées. » Traduction : en utilisant de plus en plus nos téléphones comme des mini-ordinateurs, nous nous lions dangereusement à des fournisseurs d’accès et à des acteurs privés qui n’ont pas nécessairement le bien commun comme préoccupation première.

    « Cette idée de voir Internet tomber aux mains de groupes de communication et de téléphonie rendait Aaron fou de rage », complète Doc Searls. « Le grand public a peut-être le sentiment que la neutralité d’Internet est une cause entendue, que rien de sérieux ne menace, mais il faut écouter et entendre les lanceurs d’alerte comme Aaron : l’information et la connaissance sont évidemment en danger. »

    #logiciel_libre #Droit_d_auteur #gachi #hacktivisme #connaissances #bien_commun