Cables of Resistance-Konferenz in Berlin : Linkspartei & Guido Arnold lassen das Amazon-Hochhaus brennen
Source : NIUS Verzeichnis /politik/ Artikel cables-of-resistance-berlin-linkspartei-guido-arnold-amazon-hochhaus
Pour la droite nous sommes ded terroristes, tous.
12.4.2026 von Jens Winter - In Berlin hat am Wochenende die Konferenz „Cables of Resistance“ (auf Deutsch: „Kabel des Widerstands“) stattgefunden. An der Zusammenkunft waren Politiker der Linkspartei, NGO-Mitarbeiter und der Vulkangruppen-Vordenker Guido Arnold beteiligt. Die Organisatoren riefen dabei (indirekt) dazu auf, das Berliner Amazon-Hochhaus anzuzünden, wie Fotos auf sozialen Medien zeigen. Das Innenministerium äußert sich beschwichtigend. NIUS konfrontierte vor Ort die Teilnehmer.
Dabei war schon die Bewerbung des Kongresses im Verlagsgebäude des Neuen Deutschland (welches zur Hälfte der Linkspartei und zur anderen Hälfte einem ehemaligen Stasi-Offizier gehört) eindeutig: Die Veranstalter nutzten ein durchtrenntes Kabel als Foto – und riefen zur Auslotung von „Aktionsformen“ gegen „Big Tech“ und den „Faschismus“ auf. Auf der Website hieß es dazu: „Wir sind Bewegungen und antikapitalistische Aktivist*innen, die eine Vielfalt an Widerstandsformen gegen Big Tech praktizieren. Wir wollen interessierte Menschen, Aktivist*innen und Bewegungen zusammenbringen, uns vernetzen und lokale Kämpfe verbinden.“
Auf dem Kongress selbst legten die Organisatoren Sticker mit dem brennenden Amazon-Hochhaus aus, versehen mit Parolen wie „Never accept Amazon tower“, „Jeff, wir wissen wo dein Tower steht“ oder Feuerzeuge mit der Aufschrift „The wrong Amazon is Burning“. Die Sticker verbreiteten die Veranstalter selbst auf ihren Social-Media-Kanälen. Das Amazon-Hochhaus befindet sich in fußläufiger Entfernung vom Veranstaltungsort am Franz-Mehring-Platz in Berlin-Friedrichshain.
Die Konferenz fand nur gut drei Monate nach dem Anschlag der „Vulkangruppen“ in Berlin statt. Im Januar hatten technologiefeindliche Ökoextremisten Hochspannungsleitungen eines Kraftwerks im Ortsteil Lichterfelde in Brand gesetzt. Durch den Anschlag schnitt man mehr als 100.000 Menschen über viereinhalb Tage vom Strom ab. Tausende mussten evakuiert werden, das Leben in den Stadtteilen Zehlendorf, Lichterfelde, Wannsee, Schlachtensee und Nikolassee kam tagelang zum Erliegen, eine Frau starb zudem unterkühlt in ihrer Wohnung. Der Aktivist und Autor Guido Arnold, der auch bei der „Cables of Resistance“-Konferenz anwesend war, forderte im Januar – kurz im Nachgang des Angriffs auf das Berliner Stromnetz – bei einem konspirativen Treffen in der Schweiz „Angriffe“ auf Rechte, wie NIUS exklusiv recherchiert hatte.
Dies wiederum hielt die Linkspartei nicht davon ab, für die Aktivisten einen Veranstaltungsort zur Verfügung zu stellen. Und auch Politiker der Partei beteiligten sich an der Konferenz: So nahm die Bundestagsabgeordnete Sonja Lemke am Kongress teil – und sprach dort über die „Nutzung der parlamentarischen Linken“ zur Weitergabe „wichtiger Informationen“. NIUS konfrontierte die Abgeordnete Sonja Lemke am Eingang mit ihrer Teilnahme.
Sehen Sie hier, wie NIUS die Linken-Abgeordnete Lemke konfrontiert:
Zahlreiche NGO-Mitarbeiter vor Ort
Auch ein Mitarbeiter der NGO „FragDenStaat“ war als Aussteller auf der Konferenz zugegen. Deren Trägerverein Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. erhielt allein 2024 über 850.000 Euro Steuergeld vom Bund. NIUS konnte den Mitarbeiter am Eingang abpassen und fragte ihn, ob sein Arbeitgeber über seine Teilnahme in Kenntnis sei – eine Antwort erhielt man nicht.
Joschi Wolf, Mitarbeiter der linken NGO „FragDenStaat“, geht auf die Konferenz.
Joschi Wolf, Mitarbeiter der linken NGO „FragDenStaat“, geht auf die Konferenz.
Das Innenministerium zeigte sich auf Anfrage von NIUS beschwichtigend. Zwar sei der Behörde die Veranstaltung bekannt, allerdings lägen ihr „keine Informationen“ vor, dass im Rahmen der Konferenz Informationen beispielsweise über kritische Infrastruktur von Abgeordneten an die linksextreme Szene weitergegeben würden.
Neben weiteren Mitgliedern und Mitarbeitern der Linkspartei wie der Bundestags-Referentin Anne Roth nahm mit Lena Rohrbach auch eine führende Persönlichkeit von Campact teil. Rohrbach sitzt in der Mitgliederversammlung; Campact gilt als zentrale Agitationsplattform im „Kampf gegen Rechts“ und beteiligt sich durch Social-Media-Arbeit, Demoaufrufe und Petitionen immer wieder an vermeintlich „progressiven“ Politikforderungen.
Teilnehmer vermummen sich auf dem Weg zur Veranstaltung.
Teilnehmer vermummen sich auf dem Weg zur Veranstaltung.
Der Vulkangruppen-Vordenker Guido Arnold hatte im Vorfeld des Kongresses der taz ein Interview gegeben. Darin antwortete er auf die Frage, ob er etwas mit den Vulkangruppen zu tun habe, rhetorisch: „Warum sollte ich?“ Darauf, dass Arnold bereits „Angriffe“ auf Rechte forderte und auch die Veranstaltung „Nein zu NIUS“ bewirbt, auf deren Logo NIUS zerschlagen wird, sprach ihn die taz nicht an.
Arnold selbst nahm an der Konferenz wohl in Tarnung teil, wie ein Foto nahelegt. Sein Kollege Detlef Hartmann, den man ebenfalls zu Arnolds Kollektiv Çapulcu zählt, sprach auf der Konferenz zum Thema der „Faschisierung“.
Mehr NIUS: Linkspartei diskutiert mit Vulkangruppen-Vordenker auf Kongress über „notwendige Aktionsformen“
Linkspartei diskutiert mit Vulkangruppen-Vordenker auf Kongress über „notwendige Aktionsformen“
Quelle : s.o. in /politik/ Artikel.linkspartei-vulkangruppe-aktionsformen-kongress-linksextremismus
9.4.2026 von Jens Winter - Er fordert Anschläge und gilt als Vordenker der linksterroristischen Vulkangruppen. Eine Bundestagsabgeordnete und weitere Mitglieder der Linkspartei diskutieren nun mit ihm auf einer NGO-Konferenz namens „Kabel des Widerstands“. Es geht auch um die „Nutzung der parlamentarischen Linken“ zur Weitergabe „wichtiger Informationen“.
Logo, Rhetorik und Akteure des dreitägigen, in Berlin stattfindenden Kongresses „Kabel des Widerstands“ (org. „Cables of resistance“) lassen wenig Raum für Zweideutigkeit. Die linksextremen Veranstalter bewerben die Konferenz mit einem Foto durchtrennter Kabel. Als Gast hat sich der Vordenker der Vulkangruppen, Guido Arnold, angekündigt, der selbst schon Anschläge auf Einrichtungen von Elon Musk oder rechte Influencer forderte. Thema der Konferenz sind „notwendige Aktionsformen“ gegen „Big Tech“ und den „Faschismus“.
In einem auf der Veranstaltungs-Website veröffentlichten „Manifest“ nutzen die Organisatoren auffallend direkt die Rhetorik der Vulkangruppen und Arnolds; sie sprechen von digitalen Technologien als „technologischen Angriff“ auf die eigenen Lebensgrundlagen. Arnold prägte den Ausdruck mit seinem Kollektiv Çapulcu. Die Vulkangruppen nutzen ihn in ihren Bekennerschreiben.
Bundestagsabgeordnete spricht über Weitergabe „wichtiger Informationen“
An der Konferenz im Verlagsgebäude des Neuen Deutschland nehmen auch zahlreiche Politiker der Linkspartei teil, unter anderem die Bundestagsabgeordnete Sonja Lemke, die im Digital- und Forschungsausschuss sitzt. Auf dem „Kabel des Widerstands“-Kongress in Berlin spricht sie zum Thema „Parlamentarismus nutzen – Rechenzentren bekämpfen“.
Am Beispiel von „Rechenzentren“ des Bundes soll es darum gehen, „wie die parlamentarische Linke genutzt werden kann, wichtige Informationen von den unterschiedlichen Ebenen zu bekommen und Proteste zu organisieren“. Konkret fragt sie: „Wie kann das Wissen über Planungen der Bundesregierung dazu dienen, um Protest zielgerichtet zu organisieren?“
Sonja Lemke (Linke) spricht im Bundestag gern auch im Kapuzenpullover.
Sonja Lemke (Linke) spricht im Bundestag gern auch im Kapuzenpullover.
Geheimdienste dürften alarmiert sein
Die Geheimdienste dürften nicht nur wegen solcher Ankündigungen hellhörig geworden sein. Auch Guido Arnold hatte nach dem Vulkangruppen-Anschlag im Januar mit mindestens einem Todesopfer in der linksextremen Szene gefordert, „Recherche-Arbeit“ zu leisten, um beispielsweise herauszufinden, wo sich „Forschungsinstitute von Elon Musk“ in Europa befinden. Solche Institute oder Orte, an denen sich die rechte „misogyne Influencer-Szene“ treffe, wären „für einen physischen Angriff geradezu ausgezeichnet“, so Arnold damals.
Teilnehmer jenes Treffens, auf dem Arnold diese Ideen äußerte, sinnierten mit ihm auch darüber, wie man behördliches Wissen abgreifen könne, um „Angriffe“ zu begehen – also genau über so eine Art von Wissenstransfer, über den nun die Bundestagsabgeordnete Sonja Lemke auf dem Podium sprechen möchte.
NIUS fragte bei der Linkspartei an, ob die Partei plane, über ihre Arbeit in den Parlamenten kritische Informationen an die linksextreme Szene für etwaige Terroranschläge weiterzugeben, und falls nicht, warum Sonja Lemke dann in diesem Setting zu dem Thema spricht. Eine Antwort der Partei auf die Anfrage steht aus. Auch eine Antwort des Innenministeriums, ob man von dem Treffen und der brisanten Personenkonstellation wisse, steht seitens der Behörde aus.
Den Aufruf zur Veranstaltung bebildern die Organisatoren mit durchtrennten Kabeln.
Den Aufruf zur Veranstaltung bebildern die Organisatoren mit durchtrennten Kabeln.
Vor Ort: weitere Linken-Politiker, Uni-Mitarbeiter, Wissenschaftler und der NGO-Komplex
Auch weitere Linken-Politiker sind vor Ort, wie der Kreuzberger Ortsvorstand, Daniel Weidmann. Er ist zudem Mitglied im Koordinierungskreis der „Bewegungslinken“ – eine der zentralen Strömungen der Partei. Auch Anne Roth, Referentin der Linkspartei für Digitalpolitik im Bundestag, ist auf einem Podium anwesend. Sie spricht über „digitale Gewalt“ beziehungsweise „technikbasierte Gewalt“. Im Ankündigungstext für ihr Panel kommt sie auch auf Collien Fernandes und ihren „Mut“ zu sprechen, öffentlich „über Deepfakes“ zu reden.
Zahlreiche Mitarbeiter von Universitäten, wie von der HU Berlin, TU Berlin, RWTH Aachen, Universität Bonn, Uni Halle, Leuphana Universität Lüneburg und eine Vertretungsprofessorin der Universität Kassel, nehmen an dem Kongress teil. Der ausstellende Fotograf Joschi Wolf arbeitet für das linke Projekt „FragDenStaat“, dessen Trägerverein Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. 2024 vom Bund über 850.000 Euro Steuergelder erhielt.
Auch der Arbeitgeber Guido Arnolds, das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, erhielt seit 2021 mehr als 145.000 Euro Steuergelder vom Bildungs- und Familienministerium. Lena Rohrbach, ebenfalls Referentin auf dem Kongress, ist Mitglied der Mitgliederversammlung von Campact e.V., dem höchsten Gremium der NGO, zu der auch die mit Steuermillionen finanzierte NGO HateAid gehört, die an der Kampagne gegen DeepFakes und „digitale Gewalt“ rund um Collien Fernandes beteiligt ist, auf die die Linken-Mitarbeiterin Anne Roth nun in ihrem Vortrag aufspringt.
Die IG Metall ist mit ihrer Sekretärin Sabrina Lamers vertreten. Die zum DGB gehörende Gewerkschaft (seit 2010 über 614 Millionen Euro Steuergelder) hatte kürzlich die Betriebsratswahl im Tesla-Werk Grünheide an die gewerkschaftsunabhängige Liste „Giga United“ verloren. Nun plant man unter linksextremer Führung „Widerstand“ gegen das Unternehmen, gegen das auch schon die Vulkangruppen Anschläge verübten.
Linkspartei stellt Räumlichkeiten zur Verfügung
Deren Vordenker Arnold wiederum, dessen Handschrift der Kongress trägt, hatte in einem Interview mit dem Neuen Deutschland angekündigt, auf die Konferenz zu kommen. Unter den Rednern taucht er offiziell nicht auf. Dafür findet sich unter diesen sein Kollege Detlef Hartmann, den man ebenfalls seinem Çapulcu-Kollektiv zurechnet.
Das Verlagsgebäude des Neuen Deutschland am Franz-Mehring-Platz 1, in dem der Kongress stattfindet, gehört zur Hälfte der Linkspartei, zur anderen Hälfte einem ehemaligen Stasi-Offizier. Jährlich findet darin beispielsweise der „Marx-is-muss“-Kongress der trotzkistischen Linkspartei-Gruppe „Marx21“ statt, die sich hinter islamistischen Terror wie den der Hamas stellt. Auch die Organisatoren vom „Kabel-des-Widerstands“-Kongress beziehen sich in ihrem „Manifest“ auf „Gaza“.
Der Linkspartei gehört zur Hälfte der Veranstaltungsort am Franz-Mehring-Platz 1.
Der Linkspartei gehört zur Hälfte der Veranstaltungsort am Franz-Mehring-Platz 1.
Organisatoren der dreitägigen Konferenz sind neben den Gruppen „Tech Workers Coalition Berlin“, „Berlin vs. Amazon“ und „Tesla den Hahn abdrehen“ auch das Kreuzberger Hausprojekt „Lause“, ein ehemaliges Hausbesetzer-Projekt in der Lausitzer Straße. Auch das Verlagsgebäude des Neuen Deutschland hatte sich die SED nach dem Krieg von der Deutschen Reichsbahn angeeignet.
Aus der linksextremen Szene nimmt unter anderem die Gruppe „Ende Gelände“ am Kongress teil, die durch die Besetzung von Braunkohlegruben Bekanntheit erlangte. Laut Veranstalter sind über 600 Tickets verkauft worden. Die einzigen Tickets, die man momentan noch kaufen kann, sind sogenannte „NGO-Tickets“. Diese richten sich offiziell an Personen, deren „Arbeitgeber (z. B. NGO, Universität, Unternehmen)“ die Teilnahme am Kongress „sponsern“. Ein solches Ticket gibt es für 180 beziehungsweise 240 Euro. Bereits 69 solcher Tickets hätten die Veranstalter laut Eigenaussage verkauft.
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