• Cables of Resistance-Konferenz in Berlin : Linkspartei & Guido Arnold lassen das Amazon-Hochhaus brennen

    Source : NIUS Verzeichnis /politik/ Artikel cables-of-resistance-berlin-linkspartei-guido-arnold-amazon-hochhaus

    Pour la droite nous sommes ded terroristes, tous.

    12.4.2026 von Jens Winter - In Berlin hat am Wochenende die Konferenz „Cables of Resistance“ (auf Deutsch: „Kabel des Widerstands“) stattgefunden. An der Zusammenkunft waren Politiker der Linkspartei, NGO-Mitarbeiter und der Vulkangruppen-Vordenker Guido Arnold beteiligt. Die Organisatoren riefen dabei (indirekt) dazu auf, das Berliner Amazon-Hochhaus anzuzünden, wie Fotos auf sozialen Medien zeigen. Das Innenministerium äußert sich beschwichtigend. NIUS konfrontierte vor Ort die Teilnehmer.

    Dabei war schon die Bewerbung des Kongresses im Verlagsgebäude des Neuen Deutschland (welches zur Hälfte der Linkspartei und zur anderen Hälfte einem ehemaligen Stasi-Offizier gehört) eindeutig: Die Veranstalter nutzten ein durchtrenntes Kabel als Foto – und riefen zur Auslotung von „Aktionsformen“ gegen „Big Tech“ und den „Faschismus“ auf. Auf der Website hieß es dazu: „Wir sind Bewegungen und antikapitalistische Aktivist*innen, die eine Vielfalt an Widerstandsformen gegen Big Tech praktizieren. Wir wollen interessierte Menschen, Aktivist*innen und Bewegungen zusammenbringen, uns vernetzen und lokale Kämpfe verbinden.“

    Auf dem Kongress selbst legten die Organisatoren Sticker mit dem brennenden Amazon-Hochhaus aus, versehen mit Parolen wie „Never accept Amazon tower“, „Jeff, wir wissen wo dein Tower steht“ oder Feuerzeuge mit der Aufschrift „The wrong Amazon is Burning“. Die Sticker verbreiteten die Veranstalter selbst auf ihren Social-Media-Kanälen. Das Amazon-Hochhaus befindet sich in fußläufiger Entfernung vom Veranstaltungsort am Franz-Mehring-Platz in Berlin-Friedrichshain.

    Die Konferenz fand nur gut drei Monate nach dem Anschlag der „Vulkangruppen“ in Berlin statt. Im Januar hatten technologiefeindliche Ökoextremisten Hochspannungsleitungen eines Kraftwerks im Ortsteil Lichterfelde in Brand gesetzt. Durch den Anschlag schnitt man mehr als 100.000 Menschen über viereinhalb Tage vom Strom ab. Tausende mussten evakuiert werden, das Leben in den Stadtteilen Zehlendorf, Lichterfelde, Wannsee, Schlachtensee und Nikolassee kam tagelang zum Erliegen, eine Frau starb zudem unterkühlt in ihrer Wohnung. Der Aktivist und Autor Guido Arnold, der auch bei der „Cables of Resistance“-Konferenz anwesend war, forderte im Januar – kurz im Nachgang des Angriffs auf das Berliner Stromnetz – bei einem konspirativen Treffen in der Schweiz „Angriffe“ auf Rechte, wie NIUS exklusiv recherchiert hatte.

    Dies wiederum hielt die Linkspartei nicht davon ab, für die Aktivisten einen Veranstaltungsort zur Verfügung zu stellen. Und auch Politiker der Partei beteiligten sich an der Konferenz: So nahm die Bundestagsabgeordnete Sonja Lemke am Kongress teil – und sprach dort über die „Nutzung der parlamentarischen Linken“ zur Weitergabe „wichtiger Informationen“. NIUS konfrontierte die Abgeordnete Sonja Lemke am Eingang mit ihrer Teilnahme.

    Sehen Sie hier, wie NIUS die Linken-Abgeordnete Lemke konfrontiert:
    Zahlreiche NGO-Mitarbeiter vor Ort

    Auch ein Mitarbeiter der NGO „FragDenStaat“ war als Aussteller auf der Konferenz zugegen. Deren Trägerverein Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. erhielt allein 2024 über 850.000 Euro Steuergeld vom Bund. NIUS konnte den Mitarbeiter am Eingang abpassen und fragte ihn, ob sein Arbeitgeber über seine Teilnahme in Kenntnis sei – eine Antwort erhielt man nicht.

    Joschi Wolf, Mitarbeiter der linken NGO „FragDenStaat“, geht auf die Konferenz.
    Joschi Wolf, Mitarbeiter der linken NGO „FragDenStaat“, geht auf die Konferenz.

    Das Innenministerium zeigte sich auf Anfrage von NIUS beschwichtigend. Zwar sei der Behörde die Veranstaltung bekannt, allerdings lägen ihr „keine Informationen“ vor, dass im Rahmen der Konferenz Informationen beispielsweise über kritische Infrastruktur von Abgeordneten an die linksextreme Szene weitergegeben würden.

    Neben weiteren Mitgliedern und Mitarbeitern der Linkspartei wie der Bundestags-Referentin Anne Roth nahm mit Lena Rohrbach auch eine führende Persönlichkeit von Campact teil. Rohrbach sitzt in der Mitgliederversammlung; Campact gilt als zentrale Agitationsplattform im „Kampf gegen Rechts“ und beteiligt sich durch Social-Media-Arbeit, Demoaufrufe und Petitionen immer wieder an vermeintlich „progressiven“ Politikforderungen.

    Teilnehmer vermummen sich auf dem Weg zur Veranstaltung.
    Teilnehmer vermummen sich auf dem Weg zur Veranstaltung.

    Der Vulkangruppen-Vordenker Guido Arnold hatte im Vorfeld des Kongresses der taz ein Interview gegeben. Darin antwortete er auf die Frage, ob er etwas mit den Vulkangruppen zu tun habe, rhetorisch: „Warum sollte ich?“ Darauf, dass Arnold bereits „Angriffe“ auf Rechte forderte und auch die Veranstaltung „Nein zu NIUS“ bewirbt, auf deren Logo NIUS zerschlagen wird, sprach ihn die taz nicht an.

    Arnold selbst nahm an der Konferenz wohl in Tarnung teil, wie ein Foto nahelegt. Sein Kollege Detlef Hartmann, den man ebenfalls zu Arnolds Kollektiv Çapulcu zählt, sprach auf der Konferenz zum Thema der „Faschisierung“.

    Mehr NIUS: Linkspartei diskutiert mit Vulkangruppen-Vordenker auf Kongress über „notwendige Aktionsformen“

    Linkspartei diskutiert mit Vulkangruppen-Vordenker auf Kongress über „notwendige Aktionsformen“

    Quelle : s.o. in /politik/ Artikel.linkspartei-vulkangruppe-aktionsformen-kongress-linksextremismus

    9.4.2026 von Jens Winter - Er fordert Anschläge und gilt als Vordenker der linksterroristischen Vulkangruppen. Eine Bundestagsabgeordnete und weitere Mitglieder der Linkspartei diskutieren nun mit ihm auf einer NGO-Konferenz namens „Kabel des Widerstands“. Es geht auch um die „Nutzung der parlamentarischen Linken“ zur Weitergabe „wichtiger Informationen“.

    Logo, Rhetorik und Akteure des dreitägigen, in Berlin stattfindenden Kongresses „Kabel des Widerstands“ (org. „Cables of resistance“) lassen wenig Raum für Zweideutigkeit. Die linksextremen Veranstalter bewerben die Konferenz mit einem Foto durchtrennter Kabel. Als Gast hat sich der Vordenker der Vulkangruppen, Guido Arnold, angekündigt, der selbst schon Anschläge auf Einrichtungen von Elon Musk oder rechte Influencer forderte. Thema der Konferenz sind „notwendige Aktionsformen“ gegen „Big Tech“ und den „Faschismus“.

    In einem auf der Veranstaltungs-Website veröffentlichten „Manifest“ nutzen die Organisatoren auffallend direkt die Rhetorik der Vulkangruppen und Arnolds; sie sprechen von digitalen Technologien als „technologischen Angriff“ auf die eigenen Lebensgrundlagen. Arnold prägte den Ausdruck mit seinem Kollektiv Çapulcu. Die Vulkangruppen nutzen ihn in ihren Bekennerschreiben.
    Bundestagsabgeordnete spricht über Weitergabe „wichtiger Informationen“

    An der Konferenz im Verlagsgebäude des Neuen Deutschland nehmen auch zahlreiche Politiker der Linkspartei teil, unter anderem die Bundestagsabgeordnete Sonja Lemke, die im Digital- und Forschungsausschuss sitzt. Auf dem „Kabel des Widerstands“-Kongress in Berlin spricht sie zum Thema „Parlamentarismus nutzen – Rechenzentren bekämpfen“.

    Am Beispiel von „Rechenzentren“ des Bundes soll es darum gehen, „wie die parlamentarische Linke genutzt werden kann, wichtige Informationen von den unterschiedlichen Ebenen zu bekommen und Proteste zu organisieren“. Konkret fragt sie: „Wie kann das Wissen über Planungen der Bundesregierung dazu dienen, um Protest zielgerichtet zu organisieren?“

    Sonja Lemke (Linke) spricht im Bundestag gern auch im Kapuzenpullover.
    Sonja Lemke (Linke) spricht im Bundestag gern auch im Kapuzenpullover.
    Geheimdienste dürften alarmiert sein

    Die Geheimdienste dürften nicht nur wegen solcher Ankündigungen hellhörig geworden sein. Auch Guido Arnold hatte nach dem Vulkangruppen-Anschlag im Januar mit mindestens einem Todesopfer in der linksextremen Szene gefordert, „Recherche-Arbeit“ zu leisten, um beispielsweise herauszufinden, wo sich „Forschungsinstitute von Elon Musk“ in Europa befinden. Solche Institute oder Orte, an denen sich die rechte „misogyne Influencer-Szene“ treffe, wären „für einen physischen Angriff geradezu ausgezeichnet“, so Arnold damals.

    Teilnehmer jenes Treffens, auf dem Arnold diese Ideen äußerte, sinnierten mit ihm auch darüber, wie man behördliches Wissen abgreifen könne, um „Angriffe“ zu begehen – also genau über so eine Art von Wissenstransfer, über den nun die Bundestagsabgeordnete Sonja Lemke auf dem Podium sprechen möchte.

    NIUS fragte bei der Linkspartei an, ob die Partei plane, über ihre Arbeit in den Parlamenten kritische Informationen an die linksextreme Szene für etwaige Terroranschläge weiterzugeben, und falls nicht, warum Sonja Lemke dann in diesem Setting zu dem Thema spricht. Eine Antwort der Partei auf die Anfrage steht aus. Auch eine Antwort des Innenministeriums, ob man von dem Treffen und der brisanten Personenkonstellation wisse, steht seitens der Behörde aus.

    Den Aufruf zur Veranstaltung bebildern die Organisatoren mit durchtrennten Kabeln.
    Den Aufruf zur Veranstaltung bebildern die Organisatoren mit durchtrennten Kabeln.
    Vor Ort: weitere Linken-Politiker, Uni-Mitarbeiter, Wissenschaftler und der NGO-Komplex

    Auch weitere Linken-Politiker sind vor Ort, wie der Kreuzberger Ortsvorstand, Daniel Weidmann. Er ist zudem Mitglied im Koordinierungskreis der „Bewegungslinken“ – eine der zentralen Strömungen der Partei. Auch Anne Roth, Referentin der Linkspartei für Digitalpolitik im Bundestag, ist auf einem Podium anwesend. Sie spricht über „digitale Gewalt“ beziehungsweise „technikbasierte Gewalt“. Im Ankündigungstext für ihr Panel kommt sie auch auf Collien Fernandes und ihren „Mut“ zu sprechen, öffentlich „über Deepfakes“ zu reden.

    Zahlreiche Mitarbeiter von Universitäten, wie von der HU Berlin, TU Berlin, RWTH Aachen, Universität Bonn, Uni Halle, Leuphana Universität Lüneburg und eine Vertretungsprofessorin der Universität Kassel, nehmen an dem Kongress teil. Der ausstellende Fotograf Joschi Wolf arbeitet für das linke Projekt „FragDenStaat“, dessen Trägerverein Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. 2024 vom Bund über 850.000 Euro Steuergelder erhielt.

    Auch der Arbeitgeber Guido Arnolds, das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, erhielt seit 2021 mehr als 145.000 Euro Steuergelder vom Bildungs- und Familienministerium. Lena Rohrbach, ebenfalls Referentin auf dem Kongress, ist Mitglied der Mitgliederversammlung von Campact e.V., dem höchsten Gremium der NGO, zu der auch die mit Steuermillionen finanzierte NGO HateAid gehört, die an der Kampagne gegen DeepFakes und „digitale Gewalt“ rund um Collien Fernandes beteiligt ist, auf die die Linken-Mitarbeiterin Anne Roth nun in ihrem Vortrag aufspringt.

    Die IG Metall ist mit ihrer Sekretärin Sabrina Lamers vertreten. Die zum DGB gehörende Gewerkschaft (seit 2010 über 614 Millionen Euro Steuergelder) hatte kürzlich die Betriebsratswahl im Tesla-Werk Grünheide an die gewerkschaftsunabhängige Liste „Giga United“ verloren. Nun plant man unter linksextremer Führung „Widerstand“ gegen das Unternehmen, gegen das auch schon die Vulkangruppen Anschläge verübten.
    Linkspartei stellt Räumlichkeiten zur Verfügung

    Deren Vordenker Arnold wiederum, dessen Handschrift der Kongress trägt, hatte in einem Interview mit dem Neuen Deutschland angekündigt, auf die Konferenz zu kommen. Unter den Rednern taucht er offiziell nicht auf. Dafür findet sich unter diesen sein Kollege Detlef Hartmann, den man ebenfalls seinem Çapulcu-Kollektiv zurechnet.

    Das Verlagsgebäude des Neuen Deutschland am Franz-Mehring-Platz 1, in dem der Kongress stattfindet, gehört zur Hälfte der Linkspartei, zur anderen Hälfte einem ehemaligen Stasi-Offizier. Jährlich findet darin beispielsweise der „Marx-is-muss“-Kongress der trotzkistischen Linkspartei-Gruppe „Marx21“ statt, die sich hinter islamistischen Terror wie den der Hamas stellt. Auch die Organisatoren vom „Kabel-des-Widerstands“-Kongress beziehen sich in ihrem „Manifest“ auf „Gaza“.

    Der Linkspartei gehört zur Hälfte der Veranstaltungsort am Franz-Mehring-Platz 1.
    Der Linkspartei gehört zur Hälfte der Veranstaltungsort am Franz-Mehring-Platz 1.

    Organisatoren der dreitägigen Konferenz sind neben den Gruppen „Tech Workers Coalition Berlin“, „Berlin vs. Amazon“ und „Tesla den Hahn abdrehen“ auch das Kreuzberger Hausprojekt „Lause“, ein ehemaliges Hausbesetzer-Projekt in der Lausitzer Straße. Auch das Verlagsgebäude des Neuen Deutschland hatte sich die SED nach dem Krieg von der Deutschen Reichsbahn angeeignet.

    Aus der linksextremen Szene nimmt unter anderem die Gruppe „Ende Gelände“ am Kongress teil, die durch die Besetzung von Braunkohlegruben Bekanntheit erlangte. Laut Veranstalter sind über 600 Tickets verkauft worden. Die einzigen Tickets, die man momentan noch kaufen kann, sind sogenannte „NGO-Tickets“. Diese richten sich offiziell an Personen, deren „Arbeitgeber (z. B. NGO, Universität, Unternehmen)“ die Teilnahme am Kongress „sponsern“. Ein solches Ticket gibt es für 180 beziehungsweise 240 Euro. Bereits 69 solcher Tickets hätten die Veranstalter laut Eigenaussage verkauft.

    Mehr NIUS: Gewaltandrohungen und Antifa-Server: Wie die linksextreme Initiative „Nein zu NIUS“ steuergeldfinanziert gegen freie Presse vorgeht

    #droite #propagande

  • Présidents en chansons : Sarkozy 2. De l’Elysée à la Santé.

    https://lhistgeobox.blogspot.com/2026/04/presidents-en-chansons-sarkozy-2-de.html

    « Tout au long du mandat, Sarkozy se livre à une surenchère droitière, comme le prouve la création d’un ministère de l’immigration et de l’identité nationale en 2009. Il cherche à prendre de vitesse le FN. Pour y parvenir, il prend conseil auprès de Patrick Buisson, ancien de l’Action française et rédacteur en chef de Minute, grand nostalgique de la France de Vichy. Il contribue ainsi à banaliser les idées de l’extrême droite au sein de l’électorat de la droite parlementaire. Sur ce thème, les Fatals Picards décrivent "La France du petit Nicolas", en insistant bien sur le fait qu’elle discrimine et malmène les populations immigrés ou les sans papiers ; une politique qui contribue à stigmatiser, discriminer, humilier, jeter en pâture des populations vulnérables. Exploitant le moindre fait divers, le chef de l’Etat détourne le mécontentement grandissant dans l’opinion publique à l’égard de sa politique, en désignant des boucs émissaires. Par exemple, ses déclarations font l’amalgame entre les Roms et la délinquance. Mais comme le rappelle avec humour les Roumains de Vama dans leur morceau "Sarkozy versus Gypsy", "si tous les Roms étaient des voleurs, alors la tour Eiffel disparaîtrait". »

  • Présidents en en chansons. Sarkozy 1. les années Karcher.
    https://lhistgeobox.blogspot.com/2026/03/presidents-en-chansons-sarko-1-les.html

    « Après la place de la Concorde, Sarkozy se rend au Fouquet’s avec ses happy few, membres du show bizz (Clavier, Halliday) et grands patrons (Arnault, Bolloré, Bouygues). Quelques semaines plus tard, le nouveau président kiffe la life sur un yacht prêté par Bolloré. Il devient alors le président bling bling, dont les premiers actes sont autant de faux pas, qui lui colleront aux basques.

    On mesure alors que ce qui plaît au nouveau chef de l’Etat, c’est la conquête du pouvoir. Une fois à l’Elysée, Sarkozy peine à exercer la fonction présidentielle, se comportant en candidat en campagne permanente, avec tout ce que cela implique de propos violents pour s’imposer, coûte que coûte. Il met en avant sa vie privée, son couple avec Cécilia, puis Carla Bruni. Ce faisant il accentue la tendance à la peopolisation de la vie politique. »

  • #Polices #municipales : des #effectifs en #hausse… sans #effet évident sur la #délinquance
    https://theconversation.com/polices-municipales-des-effectifs-en-hausse-sans-effet-evident-sur-

    Longtemps marqueur de #clivage entre #droite et #gauche, le développement de la #police_municipale s’est imposé comme une #priorité à l’approche des #élections de ce mois de mars, toutes tendances #politiques confondues. Pourtant, cette course aux effectifs n’est pas liée à l’évolution de la délinquance enregistrée.

    • Par contre à Évry (Essonne), ils ont trouvé un truc formidable pour créer de la délinquance. Les hauts faits du GSI, groupe de soutien et d’intervention (gendarmerie) adjoint à la « mumu »

      Post de Ricardo Parreira sur BS :
      https://bsky.app/profile/ricardoparreira.com/post/3mfzl6lpsb225

      Post de Loopsider sur sa page FB :
      https://www.facebook.com/Loopsider/videos/%C3%A0-%C3%A9vry-en-banlieue-parisienne-des-adolescents-de-14-%C3%A0-17-ans-accumulent-des-cont/1254431683296046

      À Évry, en banlieue parisienne, des adolescents de 14 à 17 ans accumulent des contraventions à un rythme alarmant. Certains ont déjà atteint plusieurs milliers d’euros de dettes, jusqu’à 9.000 euros pour l’un — une somme vertigineuse pour des mineurs qui n’ont pas encore gagné un seul salaire ou font des petits boulots.
      Dans tous les cas, une même unité de la police municipale revient dans leurs récits. Nous avons recueilli les témoignages de ces jeunes : ils décrivent un ciblage systématique qui ressemble moins à de la répression qu’à du contrôle social et de l’humiliation.
      Quelle trajectoire peut-on construire quand on entre dans l’âge adulte avec une telle épée au-dessus de la tête ? Quel rapport aux institutions, à la loi, à l’État, peut-on développer après ça ?
      Malgré nos multiples relances, ni la mairie d’Évry, ni la police municipale n’ont daigné nous répondre.

      La vidéo sur YT :

      https://www.youtube.com/watch?v=8MoRocU-PU0

      Des « affaires » similaires relatées en avril 2025 :

      Suite à des observations dans le 12e arrondissement, le Défenseur des droits a fait un rapport accessible sur cette page :
      https://www.defenseurdesdroits.fr/amendes-evictions-controles-une-etude-sur-la-gestion-des-indesira

      Le site du Défenseur des droits, institution indépendante chargée de défendre les droits et les libertés individuelles dans le cadre de 5 domaines de compétences déterminés par la loi :
      – la défense des droits des usagers des services publics ;
      – la défense des droits de l’enfant ;
      – le respect de la déontologie par les personnes exerçant des activités de sécurité (police, gendarmerie, services privés de sécurité …) ;
      – la lutte contre les discriminations ;
      – l’orientation et la protection des lanceurs d’alerte.

  • Anhörungen zu Jesidinnen und zum „LeistungsrechtsanpassungsG“ oder Ukrainerinnen-Hau-ab-Gesetz am 23.2.2026
    https://harald-thome.de/newsletter/archiv/thome-newsletter-08-2026-vom-22-02-2026.html
    La droite allemande cherche à se débarasser des réfugiés ukrainiens et yézidis.

    Ebenfalls am Montag, 23. Februar 2026, kommt es zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales und im Innenausschuss zu Jesid*innen und zum „LeistungsrechtsanpassungsG“ …

    Die Unterlagen, Stellungnahmen und Informationen für eine etwaige Anmeldung für die Anhörung zum Bleiberecht für jesidische Geflüchtete sind hier verfügbar: https://t1p.de/jh4fc

    Dabei möchte ich insbesondere auf die Stellungnahmen der Rechtsanwält*innen Caroline Mohrs (von pena.ger e.V.) und Jens Dieckmann hinweisen, aus denen die Notwendigkeit politischen Handelns zum Schutz der Überlebenden des Genozids deutlich wird.

    Alle Informationen zur Anhörung zum Ukrainer*innen-Hau-ab-Gesetz gibt es hier: https://t1p.de/hdhvf

    Hier sind die Anträge der DIE LINKE mit der Forderung nach einer grundsätzlichen Abschaffung des diskriminierenden Asylbewerberleistungsgesetzes und des Pari mit einer umfassenden und sehr lesenswerten Stellungnahme, aber auch die ziemlich offene Kritik des Deutschen Städtetags am Gesetzesvorhaben (Verschlechterung der Arbeitsmarktintegration, Verschlechterung der Finanzlage der meisten Städte, dauerhaft mehr Bürokratie).

    Bemerkung: Es gibt überhaupt kaum jemanden, außer der Union und AfD, der dieses irrsinnige Gesetz gut findet (nicht einmal die zuständige Ministerin!).

    #Allemagne #asyle_politique #réfugiés #législation #droite #politique

  • Le Triomphe des égoïsmes - Mon blog sur l’écologie politique
    https://blog.ecologie-politique.eu/?post/Le-Triomphe-des-egoismes

    Peugny décrit bien les conditions matérielles de la lutte des places et l’importance des stratégies individuelles dans un monde social plus dur et compétitif mais ce n’est que dans le deuxième chapitre et la conclusion qu’il répond véritablement à Tiberj.

    Dans « Le virage à droite des classes moyennes supérieures » (allusion au « virage à gauche » qui s’était opéré dans les classes les plus aisées à la fin des années 1970), il analyse les attitudes des Français·es vis-à-vis des politiques de redistribution. Selon lui, les données manquent pour établir avec Tiberj que les demandes de redistribution se maintiennent dans le temps et si les conclusions de politiste sont crédibles, c’est seulement sur les questions sociétales. Et de fait, Peugny a lui aussi peu de matière, par exemple il exploite les questions sur le mérite individuel ou la redistribution directe (à travers des aides à la personne) et montre ainsi que la société s’est grandement droitisée. Enfin, le mouvement vient surtout des classes les plus prescriptrices, celles qui votent le plus, les CSP+. Pire, ce sont les cadres du secteur public qui se sont le plus vite (vingt points en vingt ans) converti·es aux idées moisies selon lesquelles l’État ne devrait pas entretenir la paresse des personnes sans emploi ou on doit sa position sociale avant tout à son mérite (alors que tant de travaux, comme ceux de Peugny, montrent que la position sociale des parents est déterminante dans la plupart des cas (3)). Mais j’aurais aimé que l’auteur abordât la question de la redistribution indirecte. Car si la redistribution directe coince (et encore, pas tout le temps, voir le consensus contre les réformes des retraites de 2019 et 2023), la demande de services publics me semble néanmoins toujours forte et il s’agit d’une forme de redistribution. Ces derniers temps les analyses sur l’électorat RN sont nombreuses et celles dont j’ai connaissance montrent que si la critique des « parasites » est assez commune en leur sein, elle ne se porte pas contre les services publics, qui restent toujours largement plébiscités hors des libertariens purs et durs. C’est un bon point de levier.

    […]

    Alors, Peugny ou Tiberj pour nous aider à penser cette situation ? Les deux, et on aimerait assister à leurs échanges.

    #politique #France #droitisation #Vincent_Tiberj #Camille_Peugny #débat #recension #livre #sociologie #gauche #droite #Aude_Vidal

  • FDP, AfD, Militärputsch : Die verdrängte Geschichte hinter Christian Lüths Comeback im Bundestag
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/vom-honduras-putsch-in-den-bundestag-wie-christian-lueth-von-der-fd

    L’AfD n’est pas exactement un parti fasciste mais il n’est pas exactemnt démocratique non plus, comme tous les partis libéraux qui sont pour l’indépendance entrepreneuriale face á l’état.

    Alors quand ils sont présents dans les parlements et les autres institutions politiques ils constituent une menace pour la liberté citoyenne. On n’a pas besoin d’être fasciste pour soutenir les coups d’état réactionnaires.

    20.1.2026 von Harald Neuber - Christian Lüth ist zurück im Bundestag. Der Ex-AfD-Sprecher verteidigte 2009 den Honduras-Putsch. Das verrät viel über deutsche Politik. Eine Analyse.

    Es war Juli 2009, als ich zum ersten Mal nach Honduras flog. Die Maschine landete in Tegucigalpa, dieser seltsam verbauten Hauptstadt, eingeklemmt zwischen Bergen, mit einer Landebahn, die Piloten weltweit fürchten.

    Ich war als Lateinamerika-Korrespondent unterwegs, um über etwas zu berichten, das die Welt bereits vergessen hatte, bevor es richtig begonnen hatte: einen Militärputsch gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten.

    Auf den Straßen patrouillierten Soldaten. In den Vierteln der Armen hingen Plakate mit dem Gesicht von Manuel Zelaya, dem gestürzten Präsidenten. In den Einkaufszentren der Oberschicht tranken Geschäftsleute Kaffee und erklärten mir, warum das alles gar kein Putsch sei, sondern die Rettung der Demokratie. Ich erinnere mich an die Ausgangssperren, an die Angst in den Gesichtern der Menschen, die ich in Hinterzimmern traf – Gewerkschafter, Studentenführer, Menschenrechtsaktivisten. Sie nannten sich „Resistencia“ und wussten, dass sie ihr Leben riskierten.

    Kurz zuvor hatte ich erfahren: In einem Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung, nur wenige Kilometer entfernt, saß ein junger Deutscher und schrieb Berichte nach Berlin. Berichte, die den Putsch als „Legende“ bezeichneten. Berichte, die das Militär lobten. Berichte, die später von konservativen deutschen Medien aufgegriffen wurden, als wären sie objektive Analysen und nicht das, was sie waren: Propaganda für die Putschisten.

    Sein Name war Christian Lüth. Seit wenigen Tagen arbeitet er wieder im Deutschen Bundestag.

    Der Abend in der Botschaft

    Es gibt Momente, die sich einbrennen. Einer davon war ein Empfang in der deutschen Botschaft in Tegucigalpa unmittelbar nach dem Putsch. Eine Bundestagsabgeordnete war angereist, offiziell zur „Informationsreise“. Inoffiziell nutzte man den Anlass für etwas anderes.

    Die Führung der Widerstandsbewegung – Menschen, die tagsüber im Untergrund lebten – wurde diskret eingeladen. Die Idee war simpel: Wenn die Bundesregierung diese demokratischen Kräfte unterstützen würde, wenn Deutschland sich klar gegen den Putsch positionieren würde, könnte das etwas bewegen. Die Vereinten Nationen hatten den Staatsstreich verurteilt. Die Organisation Amerikanischer Staaten hatte die Putschisten ausgeschlossen. Die EU hatte reagiert.

    Doch Deutschland? Deutschland schwieg. Oder genauer: Deutschland sprach mit zwei Zungen.

    Während das Auswärtige Amt offiziell den Putsch verurteilte, war die Vertretung der Friedrich-Naumann-Stiftung in dem mittelamerikanischen Land– finanziert mit deutschen Steuergeldern – bestrebt, die Putschisten zu legitimieren.

    Der Abend in der Botschaft endete ohne Ergebnis. Die demokratischen Kräfte gingen zurück in den Untergrund. Die Bundesregierung tat nichts. Die Diplomatie hatte versagt – oder genauer: Sie hatte entschieden, nicht zu handeln.

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    Protest im Sommer 2009 vor dem Sitz der Naumann-Stiftung in BerlinHarald Neuber

    Was Honduras zerbrach

    Um zu verstehen, warum die Geschichte von Christian Lüth wichtig ist, muss man verstehen, was aus Honduras wurde.

    Vor dem Putsch war Honduras arm, aber es war eine Demokratie. Eine fragile, fehlerhafte, korrupte Demokratie – aber eine Demokratie. Präsident Zelaya hatte begonnen, vorsichtige Reformen durchzusetzen: eine Erhöhung des Mindestlohns, zaghafte Ansätze für Landreform und Steuergerechtigkeit. Er hatte sich dem ALBA-Bündnis angeschlossen, der von Venezuela initiierten Alternative zum neoliberalen Wirtschaftsmodell. Das machte ihn zum Feind der Oligarchie – jener zehn Familien, die das Land seit Generationen beherrschten.

    Der Putsch beendete nicht nur Zelayas Präsidentschaft. Er beendete Honduras als funktionierenden Staat.

    Was folgte, dokumentierten internationale Organisationen mit wachsendem Entsetzen. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission zählte systematische Menschenrechtsverletzungen: exzessive Gewaltanwendung, extralegale Hinrichtungen, Angriffe auf Demonstrierende, Morde an Journalisten und Aktivisten. Amnesty International dokumentierte tausende Fälle massiver Einschüchterung und Verfolgung allein in den ersten Monaten nach dem Putsch.

    Die Mordrate explodierte. Honduras wurde zum Land mit der höchsten Zahl von Tötungsdelikten weltweit. Drogenkartelle übernahmen ganze Regionen. Die Polizei wurde zur Todeschwadron. Die Justiz zum Instrument der Oligarchie.

    Ich erinnere mich an eine Frau, die ich 2010 traf, bei einer Rückreise aus der Region. Sie war Lehrerin gewesen, hatte bei den Protesten mitgemacht. Jetzt floh sie. Ihr Mann war verschwunden. Ihr Bruder erschossen. Sie zeigte mir Fotos von ihren Kindern, die sie außer Landes geschickt hatte. „Honduras ist tot“, sagte sie.

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    2022: Zelayas Ehefrau Castro wird zur Präsidentin gewählt. Das Land blieb im Chaos.Seth Sidney Berry via www.imago-images.de

    Die Rolle der Naumann-Stiftung

    Die Friedrich-Naumann-Stiftung „für die Freiheit“ ist eine der sechs großen deutschen parteinahen Stiftungen. Sie erhält jährlich Dutzende Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt für „politische Bildung“ und „internationale Zusammenarbeit“. Sie ist der FDP nahestehend und vertritt weltweit liberale, marktwirtschaftliche Positionen. In Honduras vertrat sie mit Lüth teilweise auch Positionen der Putschisten.

    Christian Lüth, damals Büroleiter der Stiftung in Tegucigalpa, schrieb zeitnah zum Putsch einen „Bericht aus aktuellem Anlass“ für die Stiftungszentrale in Berlin. Zentrale Aussage: „Die Legende vom Militärputsch in Honduras dient vor allem ‚Mel‘ Zelaya“. Seine These: Es habe gar keinen Putsch gegeben, sondern ein „verfassungskonformes Amtsenthebungsverfahren“. Der Bericht ist auf der Seite der Stiftung unter seinem ursprünglichen Link inzwischen nicht mehr erreichbar, Spuren finden sich aber hier und hier.

    Diese Darstellung widersprach der Einschätzung praktisch aller relevanten internationalen Organisationen. Die Vereinten Nationen verurteilten den Sturz Zelayas als Staatsstreich. Die Organisation Amerikanischer Staaten verurteilte den Putsch einstimmig. Die Europäische Union schloss sich an. Selbst die US-Botschaft in Tegucigalpa – das zeigen später von Wikileaks veröffentlichte Dokumente – bezeichnete den Putsch intern eindeutig als illegal.

    Doch Lüth blieb bei seiner Version. In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung Die Welt vom 4. Juli 2009 schrieb er unter dem Titel „Warum Europa und UN bei Honduras falsch liegen“: „Dieser ‚Militärputsch‘ wurde von rechtmäßig gewählten Volksvertretern angeordnet.“ Er lobte die Putschisten für ihre „Rückkehr zu Rechtsstaat und Verfassung“.

    Die deutsche Komplizenschaft

    Was Lüth tat, war keine Privatmeinung. Er handelte als offizieller Vertreter einer deutschen, staatlich finanzierten Stiftung. Die Naumann-Stiftung organisierte in dieser Zeit zumindest eine Veranstaltung im Deutschen Bundestag, bei denen Medienberichten zufolge Vertreter des Putschregimes auftraten – Personen, die von den USA mit Einreiseverboten belegt waren. Er trug Schilderungen zufolge dazu bei, Putschisten Zugang zu deutschen Entscheidungsträgern zu verschaffen, während die offizielle deutsche Außenpolitik den Staatsstreich verurteilte.

    Der dam alige Grünen-Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe, damals einer der wenigen deutschen Politiker, die sich intensiv mit Honduras beschäftigten, dokumentierte die Widersprüche. In einem ausführlichen Bericht schrieb er: „Die FDP-nahe Stiftung hatte – ganz der Propaganda Michelettis folgend – die Ereignisse vom 28. Juni 2009 als ‚Verteidigung der Demokratie‘ gerechtfertigt und Putschisten nach Berlin eingeladen, die in den USA mit Einreiseverbot belegt sind.“

    Es gab parlamentarische Anfragen. Es gab Kritik. Es gab Empörung – bei einigen. Doch Konsequenzen? Keine.

    Die Bundesregierung unter Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier (damals Außenminister) ließ die Naumann-Stiftung gewähren. Die Stiftung ließ Lüth gewähren. Und als der Putsch „erfolgreich“ war – als die Wahlen unter Militäraufsicht stattgefunden hatten, als ein genehmer Kandidat gewählt worden war, als die internationale Gemeinschaft müde geworden war – normalisierte Deutschland seine Beziehungen zu Honduras.

    Die Rechnung der Putschisten war aufgegangen. Die Oligarchie hatte gewonnen. Die Demokratie hatte verloren. Und Christian Lüth hatte seinen Teil dazu beigetragen. Später sollte Zelayas Ehefrau Xiomara Castro zwar zur Präsidentin gewählt werden. Die honduranische Demokratie aber erholte sich nie wieder vollständig. Das Land bleibt instabil. Es gilt als gescheiterter Staat. Die Drogenmafia ist mächtig.

    Von der FDP zur AfD

    Nach seinem Honduras-Einsatz kehrte Lüth nach Deutschland zurück. Er bekam einen Posten im Entwicklungsministerium unter FDP-Minister Dirk Niebel – einem Minister, der das Ministerium zur Versorgungsanstalt für FDP-Kader umbaute. Lüth sollte „Koordinator in der Abteilung Asien/Lateinamerika“ werden.

    Doch irgendetwas lief schief. Ende 2011 verließ Lüth das Ministerium wieder. Die genauen Gründe wurden nie öffentlich. Lüth landete als Büroleiter beim FDP-Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Ehrenberg. Dann kam die Bundestagswahl 2013. Die FDP flog aus dem Parlament. Lüth verlor seinen Job.

    Was dann geschah, ist bemerkenswert: Innerhalb weniger Monate wechselte Lüth zur AfD. Schon im November 2013 war er dort „Koordinator für Pressearbeit“. Im März 2014 wurde er Pressesprecher der Partei.

    Foto
    Dirk Niebel (FDP), 2023imago stock&people

    Der Wechsel war kein Bruch. Er war eine Fortsetzung. Wie auch für andere Akteure dieser Geschichte. Der frühere Entwicklungsminister Dirk Niebel etwa, von dem vor allem in Erinnerung bleibt, dass er mit passiver Hilfe des BND einen Teppich aus Afghanistan herausgeschmuggelte, arbeitet seit 2015 als Berater beim Rüstungs- und Automobilzulieferer Rheinmetall und ist dort in der internationalen Strategieentwicklung sowie den Regierungsbeziehungen tätig. Putsche, könnte man argumentieren, sind diesem Geschäft nicht abträglich.
    Es wuchs zusammen, was zusammengehört

    Hier müssen wir innehalten. Denn die Geschichte von Christian Lüth ist mehr als die Geschichte eines gescheiterten Karrieristen, der von einer Partei zur nächsten wandert. Sie ist ein Lehrstück über die ideologischen Kontinuitäten, die in der deutschen Politik selten benannt werden.

    Die Friedrich-Naumann-Stiftung verteidigte in Honduras einen Militärputsch gegen eine demokratisch gewählte Regierung, weil diese Regierung „linkspopulistisch“ war, weil sie sich mit Venezuela verbündet hatte, weil sie die Interessen der Oligarchie gefährdete. Das war keine Verirrung. Das war Programm.

    Die AfD vertritt heute Positionen, die in ihrer Verachtung für demokratische Institutionen, in ihrem Autoritarismus, in ihrer Bereitschaft, demokratische Spielregeln zu brechen, wenn es den eigenen Interessen dient, dem entsprechen, was die Putschisten in Honduras praktizierten.

    Und Christian Lüth? Er war das Verbindungsglied. Der Mann, der den Putsch in Honduras verteidigte, wurde zum Sprecher einer Partei, die die deutsche Demokratie von innen aushöhlen will. Das ist kein Zufall. Das ist Konsequenz.
    Die Wiederkehr

    Im September 2020 wurde Lüth fristlos entlassen. Der Grund: In einem heimlich gefilmten Gespräch soll er gesagt haben, man könne Migranten „nachher immer noch alle erschießen“ oder „vergasen“. Er hatte auch erklärt, die AfD müsse dafür sorgen, „dass es Deutschland schlecht geht“, um politisch zu profitieren.

    Blutrote Linie überschritten: Nazi-Sprüche sind ein Fall für den Staatsanwalt

    Die AfD distanzierte sich. Fraktionschef Alexander Gauland, der Lüth jahrelang gedeckt hatte, sprach von „abscheulichen Äußerungen“. Lüth trat aus der Partei aus. Das hätte das Ende sein können. Das Ende einer Karriere, die von Honduras über die FDP zur AfD geführt hatte, von der Verteidigung eines Putsches zur Fantasie über Massenvernichtung. Doch es war nicht das Ende.

    Seit Juni 2024 arbeitet Christian Lüth wieder im Deutschen Bundestag. Erst als „wissenschaftlicher Referent“ für den AfD-Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt aus Sachsen-Anhalt. Seit Dezember 2025 arbeitet er zusätzlich für den bayerischen AfD-Abgeordneten Reinhard Mixl.

    Der Mann, der über die „Vergasung“ von Migranten sprach, läuft wieder durch die Flure des Parlaments. Er hat wieder einen Hausausweis. Er hat wieder Zugang zu den Gebäuden, in denen über die Zukunft dieses Landes entschieden wird.
    Das Schweigen

    Warum schreibe ich das alles? Warum grabe ich eine Geschichte aus, die fünfzehn Jahre alt ist, die in einem Land spielt, das die meisten Deutschen nicht auf der Karte finden können? Weil das Schweigen ohrenbetäubend ist.

    Wenn über Christian Lüth berichtet wird – und das geschieht selten genug –, dann als „ehemaliger AfD-Sprecher“. Seine Zeit bei der Friedrich-Naumann-Stiftung wird bestenfalls in einem Nebensatz erwähnt, aber kaum einmal. Seine aktive Rolle bei der Legitimierung eines Militärputsches? Fast immer verschwiegen.

    Die FDP wurde kaum einmal gefragt, wie es sein kann, dass einer ihrer Kader einen Staatsstreich verteidigte und dafür nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Die Friedrich-Naumann-Stiftung wurde kaum einmal gefragt, ob sie ihre Honduras-Politik jemals aufgearbeitet hat. Die Bundesregierung wurde kaum gefragt, warum sie die Stiftung damals gewähren ließ.

    Stattdessen wird über die AfD berichtet, als wäre sie vom Himmel gefallen. Als hätte sie keine Vorgeschichte. Als gäbe es keine Kontinuitäten, keine Netzwerke, keine gemeinsamen Milieus zwischen dem, was sich „liberal“ nennt, und dem, was offen autoritär auftritt.
    Der Interventionismus

    Es gibt eine Linie, die von Tegucigalpa 2009 nach Caracas 2025 führt.

    Als im Juni 2009 das honduranische Militär den gewählten Präsidenten Zelaya verschleppte, argumentierten die Putschisten und ihre Unterstützer: Er war dabei, die Verfassung zu brechen. Er wollte sich zum Diktator machen. Wir haben die Demokratie gerettet.

    Als im März 2025 US-Präsident Donald Trump ankündigte, venezolanische Staatsbürger in die USA zu deportieren und sie dort als „Terroristen“ zu behandeln, argumentierte er: Venezuela ist ein gescheiterter Staat. Maduro ist ein Diktator. Wir bringen Demokratie.

    Die Logik ist dieselbe. Die Sprache ist dieselbe. Die Verachtung für Souveränität, für demokratische Prozesse, für das Selbstbestimmungsrecht der Völker – sie ist dieselbe.

    Und die Unterstützer? Sie sind oft dieselben Netzwerke. Dieselben Thinktanks. Dieselben Stiftungen. Dieselben Medien.

    Christian Lüth schrieb 2009 in der Welt, Europa und die UN lägen bei Honduras falsch. Die Welt-Zeitung druckte es. Konservative Kreise zitierten es. Die Narrative wurden gesetzt.

    Wer setzt heute die Narrative? Wer erklärt uns, warum Interventionen in Lateinamerika „Demokratieförderung“ sind und Interventionen in der Ukraine „russischer Imperialismus“? Wer entscheidet, welche Putsche gut sind und welche schlecht?

    Ein Mann, der einen Putsch gegen eine demokratisch gewählte Regierung verteidigte, wurde Sprecher einer Partei, die die deutsche Demokratie verachtet.

    Ein Mann, der Menschenrechtsaktivisten denunzierte, sprach später davon, Migranten zu „vergasen“.

    Ein Mann, der wegen dieser Äußerungen gefeuert wurde, arbeitet heute wieder im Bundestag.

    #Allemagne #Honduras #politique #coup_d_état #libéralisme #droite

  • Mike Pence Poaches Heritage Foundation Staff After Tucker Carlson–Nick Fuentes Blowup – Mother Jones
    https://www.motherjones.com/politics/2025/12/mike-pence-poaches-heritage-foundation-staff-after-tucker-carlson-nick-

    Former Vice President Mike Pence poached over a dozen senior officials from the Heritage Foundation to join his own conservative think tank in the latest sign that all is not well in right-wing politics.

    The Heritage Foundation is arguably the most prominent conservative think tank in America. Pence, meanwhile, started his competing think tank, Advancing American Freedom, to promote “exactly what the Trump-Pence Administration did every day.” Many prominent Republicans framed this to the Wall Street Journal as a return to conservative fundamentals, blocking out “what they see online.”

    As my colleague Anna Merlan recently reported, MAGA is eating itself alive. Pence’s move came after the Heritage Foundation’s leader, Kevin Roberts, defended Tucker Carlson for hosting white supremacist and Holocaust denier Nick Fuentes on his show, according to the Journal.

    #Politique #Droite #Etats_Unis

  • Caroline Ibos, sociologue : « La neutralité scientifique est au mieux une illusion, au pire une injonction politique »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/12/15/caroline-ibos-sociologue-la-neutralite-scientifique-est-au-mieux-une-illusio

    Caroline Ibos est professeure de sociologie et d’études de genre à l’université Paris-VIII-Vincennes-Saint-Denis, chercheuse au Sophiapol, et travaille notamment sur les éthiques du care (le soin, en anglais, au sens non médicalisé du mot) et les domesticités. Elle a publié, avec Eric Fassin, La Savante et le Politique. Ce que le féminisme fait aux sciences sociales (PUF, 328 pages, 20 euros).

    Votre livre se présente comme une réponse aux attaques visant la recherche scientifique, en particulier les sciences humaines et sociales. Comment expliquez-vous cette virulence ?

    Ces attaques sont en effet massives, de la part de forces politiques qui revendiquent une lecture biologisante du monde : les milliardaires y sont vus comme des génies qui méritent leur fortune, les pauvres comme des faibles, nés pour être pauvres, les femmes sont définies par leur « nature », légitimant un ordre social qui les renvoie à la maison…

    Les sciences sociales viennent déranger cet ordre établi, parce qu’elles portent un regard critique qui interroge, justement, ce qui semble si évident. En dénaturalisant les rapports sociaux et les inégalités, elles déstabilisent les discours d’autorité. Il faut donc les faire taire.

    Aux Etats-Unis, l’offensive a d’abord été dirigée contre les sciences sociales, avant de cibler aussi celles du climat ou la microbiologie et même les vaccins… En Europe, les études de genre sont attaquées depuis longtemps dans des pays comme la Hongrie. En France, l’intervention de la ministre Frédérique Vidal réclamant, en 2021, une enquête sur certains champs d’études critiques a marqué les esprits.

    Dans ce contexte d’intimidation et d’incertitude, il nous a semblé important de mettre en lumière les protocoles et les principes qui légitiment le travail scientifique. Nous voulions également revenir à la seule question qui vaille au fond : à quelles conditions les sciences sociales peuvent-elles remettre en cause ce qui semble évident, c’est-à-dire être véritablement critiques ?

    https://justpaste.it/m2tie

    #livre #sciences_sociales #neutralité_scientifique #naturalisation

    • L’apport des études féministes pour plus d’objectivité scientifique
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/12/15/l-apport-des-etudes-feministes-pour-plus-d-objectivite-scientifique_6657712_

      Livre. Des Etats-Unis à l’Europe, du Brésil à la Russie, les sciences sociales sont les cibles d’attaques violentes. La France n’échappe pas à ces offensives émanant de figures politiques de #droite et d’#extrême_droite, mais aussi d’#universitaires reprochant à leurs collègues de confondre #recherche et idéologie. C’est parce qu’ils jugent nécessaire de « prendre au sérieux la controverse épistémologique » que les sociologues Eric Fassin et Caroline Ibos, professeurs à l’université Paris-VIII-Vincennes-Saint-Denis, ont eu l’idée de cet essai dense et éclairant dont le titre emprunte à la fois à Max Weber et aux travaux féministes (La Savante et le Politique. Ce que le féminisme fait aux sciences sociales, PUF, 328 pages, 20 euros).

      Les deux spécialistes des études de genre y proposent un retour aux sources théoriques pour interroger le positionnement du chercheur et montrer que les sciences sociales ont toujours été politiques. Parce que la neutralité est illusoire, l’ouvrage s’attache à mettre en lumière l’apport des #études_féministes dans la quête d’objectivité. Plutôt que de vouloir corriger les biais par le dépassement des points de vue, elles engagent au contraire à situer les savoirs, et à ouvrir grand la recherche aux expériences, avec une attention particulière à celles des #minorités.

      Une dernière partie questionne l’éthique des enquêtes de terrain en sociologie à partir d’un épisode méconnu de l’histoire de la discipline, lorsque, autour de Jane Addams (1860-1935), les #femmes de la Hull House à Chicago réalisent des enquêtes dans des ateliers ou des tribunaux pour enfants, dans une perspective de réforme sociale. Ces travaux, jugés – déjà – trop politiques, seront écartés, avec leurs autrices, par les universitaires – masculins – de l’école de Chicago.

      S’il est plutôt destiné à un public universitaire, nul doute que cet essai, présenté par ses auteurs comme « une sorte de guide scientifique de l’engagement savant », contribuera utilement à nourrir le débat.

      #féminisme #point_de_vue_situé

  • Le Département et la Région suspendent leur coopération avec le Mucem à Marseille
    Par Victor Tillet | Publié le 12/12/25
    https://www.laprovence.com/article/culture-loisirs/16297158671168/le-departement-et-la-region-suspendent-leur-cooperation-avec-le-mucem-a-

    Dénonçant respectivement « l’importation du conflit » israélo-palestinien et « le diktat antisémite », Martine Vassal et Renaud Muselier ont annoncé sur X cette décision. Elle fait suite à la rupture du partenariat entre le musée national et Digital Realty.

    C’est le début d’une tempête autour du Mucem. Ce jeudi 11 décembre, le musée national annonçait la rupture de son partenariat avec un de ses mécènes : l’entreprise américaine Digital Realty, qui exploite quatre centres de données à Marseille. Et est par ailleurs associée à la compagnie israélienne d’immobilier Mivne Real Estate, qui porte de son côté des projets dans des colonies israéliennes situées en Cisjordanie et dans le Golan syrien. La coalition de collectifs marseillais « Divest from Digital Realty » l’accuse ainsi de soutenir la colonisation de ces territoires.

    En marge de cette annonce, Ariel Kenig, responsable des mécénats au Mucem, justifiait ainsi la fin du partenariat entre le Mucem et Digital Realty : « Cette décision a pour but de permettre au musée de poursuivre ses missions de service public et d’accueil des artistes dans un contexte apaisé. » Sauf que quelques heures plus tard, dans la soirée de jeudi, la sphère politique a vite mis à mal cette quiétude recherchée.
    Sur le réseau social X, Renaud Muselier et Martine Vassal ont annoncé chacun à leur tour la suspension de toute coopération avec le Mucem. Premier à dégainer, le président de la Région écrivait : « Quelle tristesse pour ce musée dont je fus le président du jury… La paix durable au Proche-Orient doit être l’objectif commun, et cette décision est une soumission au diktat antisémite ! Dès lors, la Région Sud suspend toute coopération potentielle avec cet établissement. »

    De son côté, la présidente du Département et de la Métropole Aix-Marseille-Provence, pointait : « Quand le militantisme antisémite s’infiltre dans l’un des emblèmes de Marseille. Importer le conflit du Proche-Orient au Mucem est insupportable et inadmissible. Le Département et la Métropole suspendent toute collaboration . » (...)

    • Victoire : le Mucem ne renouvelle pas son partenariat avec Digital Realty, complice de la colonisation israélienne en Palestine
      12/12/25
      https://www.bdsfrance.org/victoire-le-mucem-ne-renouvelle-pas-son-partenariat-avec-digital-realty

      (...) La campagne BDS France accueille avec une grande satisfaction l’annonce d’une victoire importante obtenue après plusieurs mois de mobilisation de la part de collectifs militants et associatifs, écologiques et d’artistes : le Mucem – Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée, à Marseille – ne renouvellera pas en 2026 son partenariat de mécénat avec le géant étasunien des data centers, Digital Realty, mis en cause pour sa complicité avec la colonisation israélienne. (...)

      #BDS

    • – Je pense que la critique du génocide israélien, ainsi que la mise en scène d’un soutien hystérique à Israël, sont désormais les marqueurs les plus nets de la fracture politique entre la gauche et la droite (et la bourgeoisie barbarisée). Même plus que l’opposition entre soutiens et opposants aux « grands hommes artistes » accusés de violer des femmes. Donc la radicalisation des imputations d’antisémitisme à chaque fois qu’il s’agit d’Israël, ça va devenir industriel.

      – Mais au-delà, je me demande à quel point ça n’est pas ici un élément de la culture war de la droite contre toutes ces institutions (musées, centres culturels, associations…) qu’elle accuse d’être un peu trop « woke » à son goût. Le Mucem promeut une vision de la Méditerranée qui ne correspond vraiment pas au bon gros suprémacisme françaouis et anti-islam qui fleurit par ailleurs dans la région. Son approche critique de l’histoire coloniale scandalise régulièrement la droite nostalgique de l’Empire.

      Sur TripAdvisor, la lecture des mauvaises notes est un vrai bonheur : ça te me dénonce le marxisme culturel qui critique la colonisation (qui n’est pas un crime, je te le rappelle, contrairement à ces Européens qui pratiquent l’àpoilisme hippie).

      The typical discourse of cultural Marxism against the colonizing company of Europe, truffled in some interesting detail, but an eye to the bundle, an exhibition completely dedicated to naturism! Not to the “natural spaces” as we thought when we entered the room but “naturist spaces”, that is, hippie communities of people who go in balls. It was going into the room and out. I suppose it will be a phenomenon of great importance in the development of Mediterranean culture and in my ignorance I cannot see it.

      Our visit was the day after the opening of the Olympic Games. We were on notice. We were not surprised at all to see this display of moral and artistic decline in a France lost to the cause.

      Je me demande donc à quel point cette imputation soudaine d’antisémitisme, ça n’est pas un moment pratique, tout à fait trumpien, pour régler ses comptes avec un musée qui devrait un peu plus célébrer l’œuvre civilisatrice de la colonisation française tout autour de la Méditerranée.

    • Ce racisme est pas « simplement » pro-israélien. Il a ici plus qu’ailleurs ses propres raisons d’être anti Arabe. Marseille, c’est une « ville arabe » (oui, elle est aussi juive, corse, comorienne, etc.). Ce que vilipendent droite et extrême droite (autant dire département et région), pendant que d’autres, Arabes ou pas, apprécient Marseille aussi pour son arabité, ou/et la place prise par des minorités (d’écart en écart, la dernière en date, de plus en plus visible, pourrait être dite queer d’allure).

      Quant au superbe Mucem, c’est vrai qu’il a quelque de gauche, et de national. C’est l’étalon du musée de la pédagogie à la papa, au risque de rester fermé à la création et à la pensée en train de se faire. L’été dernier, pénultième muséification de Di Rosa, de l’art issu et inspiré du populaire, avec sa touche locale, ancrée et... paternelle (les appelants à canards fabriqués par le père pour l’étang de Thau). Oui, ça se veut pas colonial, un peu écolo, anti-discrimination. la charte Netflix, mais comme à l’époque où Netflix avait pas les budgets d’HBO et ne pouvait que se faire doubler.

      Pour sa part, la ville avait monté, hors les murs, sur le Vieux Port, une expo qui documentait les rafles et destructions de 1943 que j’avais aimé.
      https://www.marseille.fr/mairie/les-vieux-quartiers-apres-destruction

      Avec un musée national, des feuilletons en prime time, la CGA CGM, des vedettes du show biz, Marseille reste "la verrue de l’Europe" (©NSADP) ?

      #Marseille #diktat_pro_israélien

    • A Marseille, le MuCEM lâché par plusieurs collectivités territoriales, sur fond de conflit israélo-palestinien
      https://www.lemonde.fr/culture/article/2025/12/16/le-mucem-lache-par-plusieurs-collectivites-territoriales-sur-fond-de-conflit

      La région #PACA, le département des Bouches-du-Rhône et la #Métropole_Aix-Marseille-Provence protestent contre la rupture par le musée d’un contrat avec un mécène, #Digital_Realty, accusé d’avoir des activités liées aux colonies en Cisjordanie. Une prise de position qui prend un tour politique à quelques mois des élections municipales.

      Siégeant au conseil d’administration du MuCEM sans voix délibérative, les collectivités ne sont pas des financeurs de premier plan de l’établissement, dont le budget s’élève à 22 millions d’euros. Elles font valoir, pour justifier leur prise de position, leur participation financière à hauteur de 40 % lors de la construction du musée et, depuis son ouverture, une aide de 550 000 euros en dix ans de la région et la mise à disposition des panneaux d’affichage électronique de la Métropole valorisée à hauteur de 100 000 euros. (...) Pour les observateurs marseillais, la #droite locale chercherait avant tout à reconquérir une communauté juive phocéenne de plus en plus courtisée par le Rassemblement national sur fond de montée de l’antisémitisme. Ni Renaud Muselier, président du conseil régional de PACA, ni Martine Vassal, présidente du département et de la Métropole, ni la mairie de Marseille n’ont donné suite à nos sollicitations.

      (...) Face à l’escalade [des actions de scandalisation de ce mécénat], la direction de l’établissement a interrogé Digital Realty sur la nature de ses intérêts dans les territoires palestiniens. Elle a aussi saisi le ministère de la culture, sa tutelle, qui lui a confirmé que les activités de cette société américaine ne contreviennent pas à la charte de mécénat des musées nationaux.

      [...]
      Le musée et son mécène ont fini par acter la fin de leur partenariat. « Cette décision vise à ce que le musée poursuive ses missions de service public dans un contexte apaisé », fait savoir un représentant de Digital Realty France. Le calcul, il est vrai, est rapide : si le soutien financier de la société américaine – environ 100 000 euros par an – n’est pas négligeable, il reste marginal au regard des 22 millions de budget de l’établissement. De son côté, Digital Realty, qui a déjà investi 400 millions dans quatre centres de données à Marseille, et prévoit d’en créer un cinquième pour un investissement de 300 millions d’euros, a préféré couper court à une polémique susceptible de ternir son image et de peser sur ses affaires.

      [...]

      ... la direction du MuCEM a répondu au CRIF : il ne s’agit pas d’une rupture, mais d’une « décision conjointe » du musée et du mécène. « Elle n’est ni unilatérale, ni brutale, ni idéologique », surligne Pierre-Olivier Costa, rappelant que, depuis huit mois, les activités du musée sont régulièrement interrompues par des militants, « sans d’ailleurs que le CRIF ne s’en soit ému à l’époque ».
      « Comme vous le voyez, ajoute le président du MuCEM, nous n’avons en rien cédé à la pression venant de groupes d’activistes. » Mais lorsque artistes et chercheurs menacent de boycotter le musée, ce dernier n’a pas d’autre choix. « Nous touchons là au cœur même de la mission qui est la nôtre : faire dialoguer artistes, chercheurs et publics dans la sérénité, la sécurité et la confiance. »

      https://justpaste.it/dhosb

      #Mucem #mécénat #RN #français_juifs #élections

  • MAGA’s Court Philosophers
    https://jacobin.com/2025/11/field-furious-minds-book-review

    Depuis toujours les philosophies de la droite n’ont constituées que des idéologies absurdes sinon farfelues. Elles sont tout sauf de la pensée scientifique parce que leur raison d’être est la justification d’un pouvoir ou régime injuste et réactionnaire. Sous Stalime et Mao même la pensée marxiste a été transformée dans une série d’affirmations et conclusions infondées.

    Dans Furious Minds Laura K. Field examine les philosophes de la cour du pseudo roi Trump.

    27.11.2025 by Orlando Reade - Once mocked as unsophisticated, Donald Trump in his second term has put forward an ambitious vision to reshape America. Surrounding the president is a loose network of intellectuals who provide his policies with a philosophy. An important new book maps it out.

    At a Beyoncé concert last summer, I found myself thinking about the right-wing philosopher Harry V. Jaffa. As the singer performed “Ameriican Requiem,” the first song on her Cowboy Carter album, lyrics flashed on the huge screens behind her: “The big ideas are buried here.” This slogan seemed to suggest that black Americans should claim the United States’ founding values as their own. Incongruously, it reminded me of Jaffa, who used those same ideas to reenergize the Right. This echo reflected something about our polarized times: both liberals and the Right are talking about the refounding of America.

    No one is taking this more to heart than the thinkers surrounding Donald Trump’s White House, the subject of an unexpected page-turner by the political theorist Laura K. Field, Furious Minds: The Making of the MAGA New Right. This is an important contribution to the study of the Right, an evolving field that includes John Ganz, Quinn Slobodian, and Matt Sitman and Sam Adler-Bell, hosts of the Know Your Enemy podcast.

    Field is well placed to write this book, having been trained by followers of the conservative philosopher Leo Strauss. She offers a personal account of moving away from her teachers as well as of her continuing respect for some of their arguments. The thinkers in Furious Minds believe the Right has been marginalized in intellectual life and are trying to do something about it, establishing journals and universities. They take what Field calls an “Ideas First” approach, insisting that “ideas have consequences” and “politics is downstream from culture.” While professing skepticism about this “New Right pathology” of privileging ideas over economics, Field admits she is drawn to it. This makes her an invaluable guide to their in-jokes and squabbles.
    The Intellectual Origins of Postliberalism

    The burgeoning collection of books and podcasts about right-wing thought also testifies to its growing appeal. Field describes the impulse among liberals, prevalent during the first Trump administration, to mock “Trumpy intellectuals” as “mistaken and counterproductive,” noting that since his reelection it has become even more important to understand where his policies come from, the thinkers behind them, and the whole intellectual history of the Right.

    Furious Minds maps out the movement in three camps: “the Claremonters idolize the American founding, the Postliberals a particular (religiously inspired) conception of the ‘Common Good,’ and the National Conservatives the myth of a traditional American nation.”

    The first chapter opens with Barry Goldwater’s speech at the Republican Convention during his 1964 campaign for the presidential nomination. Jaffa wrote the speech’s most notorious passage: “Extremism in defense of liberty is no vice, and moderation in the pursuit of justice is no virtue.” The thought, borrowed from Cicero, shows how philosophy can help seemingly unsophisticated populist candidates.

    Leo Strauss looms large in the book. Born in Germany 1899, he migrated to the United States in 1937 and eventually settled in Chicago. Best known for his theory of “esoteric writing,” Strauss argued that philosophers concealed secret truths within their published works. He taught his students to recover these ancient truths, among which was a deep-seated skepticism about democracy. Many of those students went on to become professors, public intellectuals, and politicians in the Reagan and Bush administrations.

    Jaffa, who was one of Strauss’s first doctoral students, extended Straussian methods to America’s political thinkers. In his magnum opus, Crisis of the House Divided (1959), Jaffa interprets a series of debates between Abraham Lincoln and Stephen Douglas during their 1858 contest for the Senate. Jaffa argues that Lincoln had grounded the United States in the “sacred principle” of equality, effectively refounding America. “For the republic to live,” Jaffa writes, “the act of creation or founding must be repeated.”

    His students took this to heart. In 1972, four of them set up the Claremont Institute, a think tank in a suburb of Los Angeles, near Claremont McKenna College, where their mentor taught. Departing from Jaffa, who died in 2015, the Claremont men promote a radically right-wing concept of equality, treating it more as a privilege than a natural right. This is the logic behind Trump’s migration policy.

    One of their most prominent associates is Michael Anton, now policy director at the White House. He describes the Claremont ideology as “secure borders, economic nationalism, and America-first foreign policy.” As Jaffa did for Goldwater, Anton wrote a histrionic defense of Trump, “The Flight 93 Election.” Published anonymously in The Claremont Review of Books, the essay compared the 2016 election to the plane on 9/11 where the passengers rushed the cabin and heroically averted disaster. Anton was rewarded with a job in the new administration.

    It is partly thanks to Strauss and Jaffa that there is such a high premium placed on classical philosophy in the archipelago of right-wing universities and colleges, most notably Hillsdale College in Michigan and the New College of Florida. Charlie Kirk took more than thirty online courses at Hillsdale, which helped provide him with the quotations from Aristotle and Aquinas that he used in his public debates with college students. The thinkers of the New Right have none of Leo Strauss’s academic restraint and make even the rebarbative Jaffa appear liberal.

    Field is well versed in the classical tradition, and this enables her to see how the Right misuses its own intellectual authorities. In one bravura passage, she shows how Anton misuses Lincoln’s speech on the Dred Scott decision, which in 1857 ruled that black Americans were not citizens. In his essay “Toward a Sensible, Coherent Trumpism,” Anton quotes Lincoln as saying people are “not equal in all respects” in order to argue against mass migration. Field writes: “Anton, like a sophist, took Lincoln’s description of the empirical (but in Lincoln’s view, very bad) reality of inequality and used it to defend the normative ideals of inequality and exclusion.”

    The other two factions appear more respectable than the Claremonters, but Field shows how they have collaborated with and enabled the excesses of the New Right. The leading postliberal thinker is the Notre Dame professor Patrick Deneen, author of Why Liberalism Failed, a book ironically made famous by Barack Obama’s 2018 reading list. Deneen argues that the American founding was an expression of liberalism, a tradition that has failed, and calls for a new “epic theory” to imagine a postliberal society. Another postliberal, Harvard law professor Adrian Vermeule, criticized Deneen for his lack of ambition, calling for a movement that could “co-opt and transform the decaying regime from within its own core.” This call was answered by the right-wing revolution in the second Trump administration.

    The National Conservatives — associated with the conference of the same name that gathers right-wing leaders from across the world, including Hungary’s Viktor Orbán and Britain’s Nigel Farage — share many of the policies and some of the same members as the first two groups. They inveigh against liberal values, champion a return to Christian ethics, and call for a more autocratic government. A key part of their strategy is an assault on universities. In a bizarrely contemporary scene, Field describes how a user of Clubhouse — an app used during the pandemic for social activities including karaoke and sexual groaning contests — found a room in which a group of National Conservatives, including Christopher Rufo, proposed elevating the marginal discourse of critical race theory into an all-encompassing threat to the nation. This added fuel to the culture wars that played a large role in Trump’s reelection.
    Looking at the Mirror

    Field traces the interactions between these seemingly discrete groups, describing their differences and their common cause. At some of their conferences, she sits in the front row; many of the figures she discusses are people she has met in person. Nevertheless, she doesn’t hold back. She offers a frank, passionate, and sometimes moving defense of liberal and secular values against the often hysterical screeds against liberal America. In response to Deneen’s argument that secular people have no moral compass, she writes: “Reading this from my in-laws’ basement in Wichita, with my newborn and a three-year-old underfoot, I could only laugh.”

    Even as Field dissents from the policies of the Right, she admits sympathy with aspects of their educational program like studying the classics of the Western tradition in order to think about the good, the true, and the beautiful. She agrees with some of their more liberal theorists, notably Allan Bloom, author of The Closing of the American Mind, that “liberals have for far too long accepted a minimalist self-understand that avoids all talk of virtue and ethical vision.” One of the solutions to polarization, she argues, is a hybrid, bipartisan curriculum, which would allow for thinking critically about different worldviews.

    Alongside the three main constituencies of the New Right is a fourth, which Field calls the “Hard Right Underbelly.” This includes the semi-anonymous Twitter accounts Raw Egg Nationalist and Costin Alamariu (aka “Bronze Age Pervert”), who have a large following among young and the terminally online. Field is less confident in categorizing them, but she offers insightful remarks on their intellectual training. Alamariu’s Straussian doctoral dissertation, published as Selective Breeding and the Birth of Philosophy, was condemned as the work of a Nazi by one of his PhD advisors but commended by Harvard professor Harvey Mansfield Jr who praised it as “full of sparks and fire.”

    Field doesn’t dwell on the aesthetic appeal of these figures. But this is, at least partly, the reason for their popularity online and among the post-woke writers associated with New York’s Dimes Square. This appeal is partly to do with the Right’s defiance of the culture of liberal hegemony, which translated the politics of anti-racism into elitist, bureaucratic, and puritanical codes. For a time, saying the unacceptable became aesthetically interesting, and right-wing writers like Alamariu exploited this and played their part in a culture war that, after the 2024 election, they appear to have won.

    Field describes how the “Hard Right Underbelly” was promoted by the podcast Red Scare, the most notorious denizens of Dime Square, who morphed from Bernie Sanders supporters to boosters of the Right. Field characterizes Red Scare as representative of the “hard left,” which they are not. More important, she might have explored how the Democratic Party’s sidelining of Sanders and other left-populist candidates helped the rise of the Right.

    Field’s criticisms of Kamala Harris’s bizarre campaign are noticeably restrained, lacking the passion and specificity with which she describes the failings of the Right. While not the ostensible subject of this book, the decisions of the gerontocratic and inert Democratic leadership might help to account for the New Right’s seeming monopoly on intellectual novelty.

    Field’s prescriptions for a reenergized liberalism, which could appeal to a broad swath of Americans, includes aspects of left populism. Zohran Mamdani’s triumphant campaign for New York City mayor might also provide a blueprint for this. The New Right would not accept a Muslim candidate who won over a city of migrants with an optimistic egalitarian politics, but a nation that twice voted for Obama might. As Field reminds us, the United States has always been egalitarian and pluralistic. The “big ideas,” as both Beyoncé and Jaffa maintain, can never be the preserve of an elite.

    Furious Minds is an unparalleled intellectual history of the present. Field’s research, range, and intimacy with her subjects yields many important insights and discoveries, from the serious to the ridiculous. She unearths an article in which Anton compares Socrates to a pickup artist. This is representative of the New Right in general, which has answered Deneen’s call for an “epic theory” with both high-brow ambitions and base contrarianism, inspired not only by Leo Strauss but also by Neil Strauss, author of a self-help book about how men can manipulate women into sleeping with them. It seems fitting that Trump’s court philosophers are pickup artists.

    #USA #droite #philosiphie #idéologie #philosophes

  • „Keine bedauerlichen Einzelfälle“ : Vater von Attentatsopfer klagt Politik an
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/magdeburg-brokstedt-illerkirchberg-wie-die-familien-der-opfer-von-a

    A Berlin la droite récupère une marche de commémoration pour les victimes d’attentats dur le sol allemand.

    16.11.2025 von Carola Tunk - In Berlin-Mitte fand eine Gedenkveranstaltung für die Opfer von Anschlägen und anderen Gewalttaten statt. Die Menschen hier wollen von der Politik gehört werden.

    331 Tage ist es her, dass Lucy ihren Bruder verlor. Der neunjährige André ist eines von sechs Todesopfern des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024. Andrés Schwester ist mit ihrem Vater, Marco Gleißner, am Samstagnachmittag nach Berlin gekommen, um gemeinsam mit anderen Angehörigen zu trauern.

    Viele der rund 100 Teilnehmer der Trauerwache Unter den Linden haben Familienmitglieder bei Gewalttaten verloren. Gemeinsam mit anderen Anteilnehmenden gedenken sie insbesondere der Menschen, die durch Attentate, Anschläge oder extreme Gewalthandlungen getötet wurden.

    Wie die Veranstalterin gegenüber der Berliner Zeitung im Vorfeld ausführte, habe man mit der Trauerwache explizit und ausschließlich denjenigen Opfern gedenken wollen, „die durch Schutzsuchende getötet wurden“, also Flüchtlinge. Dennoch lege man Wert auf die Feststellung, dass man „nichts Religiöses, Politisches oder Rechtes“ an sich habe. „Wir sind keine Naziveranstaltung.“

    „Kinderleben, die zu schützen sind“

    Vor der Bühne der Veranstaltung steht ein riesiger Schulbus. An ihm hängen Plakate mit den Namen der Kinder: Der Bus steht symbolisch dafür, dass die jungen Menschen ihr Leben noch vor sich hatten, wie die Veranstalterin erklärt. Auf der Bühne und mit Plakaten an den Zäunen wird aber auch an andere Anschlagsopfer erinnert: Ein Mann hält beispielsweise eine Rede auf Łukasz Urban – polnischer Lkw-Fahrer und erstes Opfer des Attentäters Anis Amri. Amri erschoss Urban, um dessen Sattelschlepper zu stehlen. Das rekonstruierten später die Ermittler. Damit tötete Amri dann auf dem Breitscheidplatz weitere elf Menschen, mehr als 70 wurden verletzt.

    Dann werden die Namen der Opfer verlesen: Yannis, Wilhelm, Leo, Rita, Sharam, Susanna … Daran anschließend spricht der Vater von Ann-Marie. Michael Kyrath verlor seine 17-jährige Tochter bei einer Messerattacke in Brokstedt am 25. Januar 2023, bei der auch der Freund von Ann-Marie getötet wurde. Kyrath lässt nicht locker: Er will, dass die Politik endlich handelt. Sie solle sich wieder auf Recht und Ordnung besinnen, wie sie es von ihren Bürgern auch verlangt. „Es geht um unser Kinderleben, die zu schützen sind“ Unter den Linden seien Menschen zusammengekommen, die zeigen, dass es „keine bedauerlichen Einzelfälle sind, wie die Politik behauptet“. Es sei ein sehr emotionaler Tag, sagt Kyrath.

    Trauermarsch verlegt: Veranstaltung darf nicht am Brandenburger Tor beginnen

    Eine Politikerin, die sich für Stimmen der Angehörigen einsetzt, ist Frauke Petry, frühere AfD-Chefin und Neu-Gründerin der Partei Team Freiheit. Sie weist darauf hin, dass viele der Opfer in der Öffentlichkeit keinen Namen und kein Gesicht haben. „Aber Erinnerung braucht immer einen Namen und ein Gesicht“, sagt Petry. Deshalb unterstütze sie die Aktion von Michael Kyrath.

    Auch Marco Gleißner setzt große Hoffnungen in die Versammlung: Vielleicht könne sie helfen, dass ähnliche Taten nicht mehr passieren. Er wünscht sich auch, dass die Opfer nicht vergessen werden. An einigen Prozesstagen gegen den Attentäter Taleb Al Abdulmohsen war Gleißner vor Ort. Al Abdulmohsen, ein Psychiater aus Saudi-Arabien, war mit einem Auto 400 Meter durch die Menschenmenge gerast. Der Vater kann den Tod seines Sohnes André auch ein knappes Jahr später nicht fassen: „Man kann es nicht glauben.“

    Foto
    Die Versammlung zog auch Polit-Prominenz an: Frauke Petry war vor Ort.Thomas Meyer/Ostkreuz

    Magdeburg, Illerkirchberg, Brokstedt und andere Städte haben sich ins Gedächtnis der Deutschen gebrannt, weil hier schreckliche Gewalttaten verübt wurden. Die Angehörigen wollen, dass das so bleibt, und kämpfen gegen das Vergessen. Und sie fordern eine andere Migrationspolitik. Dass nicht alle Flüchtlinge „hierher“ kommen können, das hört man hier oft.

    #Allemagne #attentat #xénophobie #politique #droite

  • Qui a tué Charlie Kirk ?
    https://x.com/DavidFosterVlog/status/1984552204863488200
    Le monde de Charlie Kirk.fut aussi bizarre que sa mort.

    David Foster @DavidFosterVlog
    I think Josh Hammer is a liar. Charlie was waking up. All these people saying he still supported isreal...what say you

    Candace Owens
    https://candaceowens.com/videos/?tag=Podcast%20Episodes

    ehemalige TP-USA-Sprecherin und gute Freundin von Charlie Kirk

    Explications de Mathias Bröckers

    JFK, MLK, RFK, CK – Was steckt hinter der Ermordung von Charlie Kirk ?
    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/jfk-mlk-rfk-ck-was-steckt-hinter-der-ermordung-von-charlie-kirk

    Gage Skidmore, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    15.11.2025 von Mathias Bröckers - Wird der Fall Charlie Kirk unter “Aktenzeichen K” der ungeklärten politischen Morde der USA landen?

    Anfang Okotober hatte ich (MAGA vs.MIGA – von JFK bis Charlie Kirk) festgehalten, dass die Ermittlungen des Attentats auf den konservativen Aktivisten und Gründer von “Turning Point USA” Charlie Kirk nach den klassischen Vertuschungsmustern politischer Morde in den USA ablaufen. Mit einem verrückten/verwirrten/radikalen Einzeltäter, einem sofortigen offiziellen Narrativ und der Ausschaltung oder Diffamierung jeder Kritik an der Beweiskraft der Indizien.

    Als nach dem Mord an John F. Kennedy recherchierende Journalisten und Autoren zu den offensichtlichen Lücken und Ungereimtheiten der offiziellen Untersuchung laut wurden, empfahl die CIA in einem Rundschreiben an ihre Büros gegen diese Kritik publizistisch vorzugehen und ein bis dahin relativ unschuldiges Wort – “Verschwörungstheorie” – als Kampfbegriff in der psychologischen Kriegsführung einzusetzen. Mit dieser Methode wird seitdem im öffentlichen Diskurs standardmäßig gearbeitet wenn es darum geht, Zweifel an offiziellen Narrativen auszuschalten und Kritiker als unseriös/verlogen/bösartig erscheinen zu lassen. Von den Morden an JFK, MLK, RFK über 9/11 bis Covid war das so zu beobachten. Wie jetzt, nach 9/10, mit dem Mord an Charlie Kirk und dem angeklagten Einzelschützen Tyler Robinson.

    Anders als bei den Schüssen auf JFK in Dallas 1963 waren an der Utah Valley Universität (UVU) aber nicht nur der Textilunternehmer Zapruder mit seiner Super-8-Kamera, sondern über 3.000 mit Smartphones ausgestattete Zeugen anwesend. Außerdem schauten zahlreiche Überwachungskameras ununterbrochen auf die UVU-Gebäude, von denen das FBI bisher aber nur Aufnahmen einer nach dem Schuss auf einem Dach weglaufenden Gestalt veröffentlicht hat, bei der es sich um den 22-jährigen Tyler Robinson handeln soll.

    Wie der mit der angeblichen Tatwaffe, einem vom Großvater stammenden Mauser-Gewehr aus dem Ersten Weltkrieg, das später in einem Waldstück gegenüber der Uni gefunden wird, auf das Dach kam, in Stellung ging und abdrückte, ist merkwürdigerweise nicht auf den gezeigten Bildern zu sehen, genauso wenig wie beim Weglaufen der Gestalt ein Gewehr. Stattdessen wird auf einen am Tatort gefundenen Schraubenzieher mit Robinsons Fingerabdrücken verwiesen, mit dem er das Schießeisen auf dem Dach demontiert haben soll. In einem Wäldchen gegenüber der Uni wird dann der in ein Handtuch eingewickelte Karabiner gefunden – wieder zusammengebaut, ohne Schraubenzieher (?) – mit Munition des Kalibers 30.06.

    Solche Munition wird zur Großwildjagd verwendet und hat auf 150 Meter massive Durchschlagskraft, bei Charlie Kirk indes nur eine kleine Eintrittswunde hinterlassen, weil das Rückgrat dieses “Mannes aus Stahl” das Geschoss angeblich aufgehalten hat. Der offizielle Autopsiebericht zu diesem Wunder liegt noch nicht vor. Dafür aber seit letzter Woche eine vom Gericht erlassene “Gag-Order”, die sämtlichen Zeugen der Tat und allen am Verfahren Beteiligten verbietet, sich darüber zu äußern oder zu publizieren – um die Jury im Vorfeld nicht zu beeinflussen.

    Da sich Tyler Robinson keinen Strafverteidiger genommen hat, wurden ihm Pflichtverteidiger zugeordnet – vom Generalstaatsanwalt (!), der andere Pro-Bono-Angebote von qualifizierten Anwälten nicht weiterleitete. Was ist von einem Prozess zu erwarten, bei dem die Ankläger sich die Verteidiger selbst aussuchen und 3.000 Zeugen zum Schweigen verurteilt sind, selbst wenn sie möglicherweise Entscheidendes gesehen, gehört, gefilmt haben? Ein ordentliches Ermittlungs- und Strafverfahren wohl kaum – und wie die Nicht-Ermittlungen des FBI zeigen, ist ein solches offenbar auch nicht erwünscht.

    Wie die Regierung Johnson 1963 ff. mit der “Einzeltäter”-Legende Lee Harvey Oswald/Motiv: “Kommunist”, sehr gut in den Vietnam-Krieg ziehen konnte, passt der Regierung Trump der “lone gunman” Tyler Robinson/Motiv:”Woke-Antifa-Aktivst”, bestens ins politische Konzept, gegen alles was “links” ist vorzugehen. Weshalb das Weiße Haus zwar den 14. Oktober zum nationalen “Charlie Kirk Gedenktag” ausrief, an weiteren Ermittlungen aber keinerlei Interesse hat und die (damals wie heute) willfährigen Großmedien die offenen Widersprüche und Fragen des offiziellen Narrativs ignorieren: “Weiter gehen, hier ist nichts zu sehen!”, bzw. nur von den “üblichen Verdächtigen” und das sind: Staatsfeinde, Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, Extremisten.
    Merkwürdiges Verhalten

    Doch 2025 waren nicht nur viel mehr Kameras am Tatort als 1963, es existieren auch viel mehr Möglichkeiten, Bilder und Dokumente der Öffentlichkeit bekannt zu machen: die “Verdächtigen” haben Reichweite. Und dass die Großmedien die Merkwürdigkeiten und Hintergründe dieses politischen Mords und der Ermittlungen seit Wochen heftig beschweigen, verhindert nicht, dass sie bekannt werden und nicht nur ein bisschen Staub aufwirbeln, sondern mittlere Erdbeben auslösen, wie jetzt im konservativen Lager die Debatte “America First!” und/oder “Israel First!”.

    Dasselbe Problem also, über das Charlie Kirk in den letzten Monaten mit seinen Spendern und Beratern in Clinch geraten war, weil er diese Frage bei seinen Events mit Kritikern das Gazakriegs wie dem jüdischen Comedian Dave Smith oder dem populären konservativen Moderator Tucker Carlson diskutierte. Und das weiterhin tun wollte, auch wenn Großspender ihm deshalb Millionenbeträge entzogen und Israels Präsident ihm noch viel mehr Geld in Aussicht gestellt haben soll, wenn er weiter auf seinem christlich-zionistischem Kurs bleibt. Was Charlie verweigerte. Und sich sogar herausnahm, die Ereignisse des 7. Oktober und die weitere US-Unterstützung des Gazakriegs in Frage zu stellen.

    Ob er ein Angebot bekommen hat, “das man nicht ablehnen kann”, wissen wir nicht, wenn dem so war, müsste man Bibi Netanjahu, der am Tag nach dem Attentat sofort und ungefragt verkündete, dass Israel mit dem Mord nichts zu tun habe, in einem Mafia-Thriller als Paten der “Kosher Nostra” ins Bild setzen, bei der vorauseilenden Händewaschung in Unschuld.

    Die zahlreichen Indizien und Hinweise auf die Lückenhaftigkeit des FBI-Narrativs vom Einzeltäter Tyler Robinson, das auf veröffentlichten Videos zu sehende merkwürdige Verhalten des Security-Teams und der engsten Mitarbeiter direkt nach dem Anschlag, die Videos möglicher weiterer Schützen, die Abwesenheit lokaler Polizei, der Abtransport des Opfers nicht im Rot-Kreuz-Wagen zum nächsten, sondern im Privat-SUV zu einem weiter entfernten Hospital und viele weitere Merkwürdigkeiten, die Candace Owens, ehemalige TP-USA-Sprecherin und gute Freundin von Charlie Kirk, auf ihrem Podcast seit Wochen zusammenträgt – all das macht deutlich, dass wir es hier nicht mit der Tat eines einsamen Irren zu tun haben, sondern mit einer verdeckten Operation, einer Verschwörung zum politischen Mord.

    Dass bei der Ermittlung eines Mords an einem einflussreichen politischen Akteur nicht nur die Polizei, sondern auch auch Geheimdienst hinzugezogen wird, um mögliche Verbindungen des vermeintlichen Täters zu verdächtigen Organisationen im In- und Ausland zu checken, scheint eine Selbstverständlichkeit. Nicht so im Fall Charlie Kirk, wo FBI-Direktor Kash Patel – in unserem Thriller der Polizeichef mit dem irren Blick – dem Direktor des “National Counterterrorism Center” Joe Kent Kompetenzüberschreitung vorwirft, weil er die Ermittlungsakten des FBI studiert hat.

    Das ist mehr als ein typischer Revierkampf von Behördenchefs und in dem mit Ungereimtheiten gespickten Fall derart merkwürdig, dass auch die “New York Times” (archived) nicht umhin kam, darüber zu berichten:

    Mr. Patel was troubled that Mr. Kent had gone through F.B.I. material related to the case, according to the people knowledgeable on the matter. Mr. Kent’s efforts were a topic at a White House meeting that included Mr. Patel, Mr. Kent and his direct superior, Ms. Gabbard. Top Justice Department officials, Vice President JD Vance and the White House chief of staff, Susie Wiles, were also there, according to several of the people who spoke to The New York Times about the matter.

    Nach diesem Spitzentreffen im Weißen Haus kam es dann zu einem lauwarmen gemeinsamen Statement, dass man weiterhin “unter jeden Stein” schauen will. Da sind sich die Direktorin der Geheimdienste Tulsi Gabbard, der FBI-Chef und Vizepräsident Vance ganz einig. “Bitte weiter gehen, hier ist nicht zu sehen!” Schon gar keine Verbindungen, Beeinflussungen oder Mittäterschaft von fremden oder einheimischen Mächten. Keine Islamisten, keine Russen und selbstverständlich keine Israelis – keine Spur. Die zweite gerichtliche Anhörung des Angeklagten, die am 30. Oktober erfolgen sollte, wurde jetzt auf Mitte Januar verschoben. Bis dahin: Redeverbot für alle Beteiligten und Zeugen!

    Doch die “üblichen Verdächtigen” (siehe oben) geben keine Ruhe, bloggen, streamen und podcasten unermüdlich weiter und sorgen von der MAGA-Basis bis hoch ins Weiße Haus für Spannungen. Um das Vermächtnis von Charlie Kirk und die Außenpolitik der Republikaner nach Trump, die Unvereinbarkeit von MAGA mit MIGA und die Forderung nach Abkehr von der “Israel First!”-Politik, die bei Charlie Kirks Debatten seit dem Gazakrieg von TP-USA-Anhängern immer häufiger laut geworden waren. Und auch ihn persönlich – aus christlich-moralischen wie aus national-politischen Gründen – zunehmend überzeugte und kritisch gegenüber dem Kurs der Trump-Regierung werden ließ. Sowie gegenüber seinen Sponsoren, die ihn unter Druck setzten, um ihn politisch auf Pro-Israel-Kurs und theologisch bei den Dogmen des evangelikalen Zionismus zu halten.
    Geopolitik mit dem Alten Testament: Christlicher Zionismus

    Diese Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Ideologie und Bewegung, die die Rückkehr der Juden in das Land Israel als Erfüllung biblischer Prophezeiung und Vorbote der Wiederkunft Christi betrachtet, wäre über den Status einer unbedeutenden protestantischen Sekte kaum hinaus gekommen, wäre sie nicht vom britischen Imperium entdeckt und gefördert worden, um Christen für die aktuelle Kolonialpolitik – die Ansiedelung von Juden in der britischen Kolonie Palästina – zu gewinnen. Im selben Jahr wie die Balfour Deklaration dieses Vorhaben verkündet, 1917, erscheint bei der ehrwürdigen Oxford University Press die “Scofield Reference Bible” und beschert dem Verlag erstmals einen Millionenseller. Mit ihrer wörtlichen Interpretation alttestamentarischer Endzeitprophezeiungen ist die kommentierte Bibelauslegung des amerikanischen Anwalts und “wiedergeborenen” Predigers Cyrus Scofield bis heute Grundlagenwerk der Sekte. Ihre Überzeugung, dass erst nach dem großen Armageddon und der Zerstörung des Tempels in Jerusalem der Messias wiederkommt, wird indes damals wie heute nicht aus religiösen Gründen, sondern zur Rechtfertigung und Propagierung geopolitischer Ziele instrumentalisiert.

    Durch Spenden republikanischer, evangelikaler und zionistischer Geldgeber war TP-USA zu einer millionenschweren Organisation geworden und ihr Gründer Charlie Kirk zum bedeutendsten Influencer der amerikanischen Rechten. Solange er als charismatischer “Evangelist” das christlich-zionistische Dogma verbreitete – und die Christen unter 30 für die Kolonialpolitik des Imperiums ideologisch bei der Stange hielt – war Charlie Kirk der golden boy der US-Konservativen und Israels.

    Bis er die Frage stellte, warum es an der schwer befestigten Grenze in Gaza, die er persönlich besucht hatte, 20 Stunden dauerte, bis am 7.Oktober die Eindringlinge der Hamas gestoppt wurden – und darauf bestand, dass diese Frage gestellt und eine Debatte über die US-Finanzierung des Kriegs geführt werden muss.

    Dazu hatte er auf einem TP-USA Großevent im Juli den populärsten konservativen Journalisten des Landes, Tucker Carlson, auf die Bühne geholt. Vor seinem Auftritt, so berichtete Carlson, hätte er dem Freund wegen des Konflikts mit den Großspendern angeboten, Israelkritik bei seiner Rede auszublenden, doch Charlie hätte den Kopf geschüttelt und mit “No, Tucker, go!” zur freien Rede aufgefordert. In einem privaten Chat mit Mentoren, Pastoren und dem TP-USA-Team hatte er zuvor bekundet, dass ihm keine Wahl bleibt, die “Israel-First!”-Linie aufzugeben, auch wenn er dafür mit den “üblichen Stereotypen” diffamiert wird – und Carlson und andere israelkritische Konservative auch bei künftigen Großevents einladen werde. Der Wortführer der konservativen GenZ war also dabei, die jungen MAGA-Republikaner – ohne deren Stimmen Trump nie Präsident geworden wäre – wieder auf das nationale “America First!”- Versprechen einzuschwören, das Trump mit seiner globalistischen, interventionistischen Neocon-Politik gebrochen hatte.

    In unserem Mafia-Thriller hat also nicht nur der zionistische Clanchef Bibi einen Grund, einen gefährlichen Abweichler und “Verräter” zu beseitigen, sondern auch Donald als Pate der Republikaner ein Motiv, den populären Führer der Parteijugend (und potentiellen Nachfolger!?) zu stoppen, bevor dieser die künftige Ausrichtung der ganzen Partei umkrempelt und die rechten Jungwählern von “America First 2.0” überzeugt: MAGA ohne MIGA.

    Über ein Motiv hinaus verfügen beide Paten zudem, wie bei Mafiabossen selbstverständlich, über die Mittel und Möglichkeiten, öffentliche Hinrichtungen als verdeckte Operationen durchführen zu lassen. Die Detektive im Fall Kirk müssen auf dem Weg der Wahrheitsfindung also nach Spuren von zwei mächtigen Clans und deren Spezialisten für solche “Hit-Jobs” suchen, sowie auch in Erwägung ziehen, dass bei der Vor- und Nachbereitung möglicherweise arbeitsteilig gearbeitet wurde. Also zum Beispiel Ausschau halten nach einem James Jesus Angleton-artigen Doppelagenten in der CIA, der nicht nur gegen den expliziten Willen von Präsident Kennedy – siehe Ken McCarthy: “JFKs and RFKs Secret War Against Zionist Extremism” – die nukleare Bewaffnung Israels betrieb, sondern auch den späteren Präsidentenmord-Sündenbock Lee Harvey Oswald unter Kontrolle hatte.

    Weil es mit Sicherheit sehr schwer sein wird, einen Täter wie “The Ghost” – so der Titel von Jefferson Morley`s Angelton-Biographie – zu fassen zu kriegen, scheint es eher wahrscheinlich, dass künftig die Liste der ungeklärten politischen Morden – JFK, RFK, MLK – um ein CK ergänzt werden muss. Und die “magische Kugel”, deren Durchschlagskraft Präsident Kennedy tötete und dem vor ihm sitzenden Gouverneur fünf Wunden beibrachte, noch um ein weiteres wundersames Geschoss, Kaliber 30.06, ergänzt werden muss, das Elchen oder Bären den Schädel zertrümmert, bei Charlie Kirk aber nur ein unscheinbares Loch im Hals verursacht hat.

    Bürgerkrieg im rechten Lager

    Zwar nur mit Verbalattacken doch ebenfalls mit schwerem Kaliber ist unterdessen im gesamten konservativen Lager ein interner Bürgerkrieg um die “MAGA und/oder MIGA”-Frage ausgebrochen, wo dem von Trump-Wählern allseits geschätzten Tucker Carlson jetzt das Etikett “gefährlichster Antisemit des Landes” angehängt wird. Weil er Nick Fuentes, den jungen Hardcore-Nationalisten, zu einem Talk eingeladen hat, der mit seinem Podcast und Millionen Fans jahrelang gegen Charlie Kirk als zu immigrantenfreundlich, zu schwulenfreundlich und zu israelfreundlich polemisiert hatte.

    Die “Hysterie”, so Glenn Greenwald, die darüber im rechten Lager mit Forderungen nach Ausschluss, Ausgrenzung und Zensur von Tucker Carlson ausgebrochen ist, hat ihre Wurzeln aber weniger in dem inhaltlich kaum skandalösen Gespräch, sondern in der anti-interventionistischen, israelkritischen Haltung, die Tucker Carlson bei seinen Auftritten und Sendungen explizit vertritt. Ebenso wie die Forderung nach Offenlegung der Klienten und Kontakte des Agenten/Zuhälters/Geldwäschers Jeffrey Epstein und seiner Mossad/MI 6/CIA-Verbindungen – Whitney Webbs hervorragende Recherche des Falls “Eine Nation unter Erpressung” ist unlängst auf deutsch erschienen – die Trump und sein heutiger FBI-Chef von der Biden-Regierung noch einforderten, um sie dann gemeinsam unter den Teppich zu kehren.

    Dass Tucker Carlson diese Verbindungen bei der TP-USA-Großveranstaltung mit Charlie Kirk ansprach, hat nach den Recherchen von Max Blumenthal auf The Grayzone zu dem Eklat mit seinen zionistischen Großspendern geführt. Ein Riss, der mittlerweile durch die ganze republikanische Partei inklusive der mächtigen “Heritage”-Stiftung geht. America First vs. Israel Frist ist die Frontlinie in diesem Bruderkrieg der US-Konservativen, dem Kampf um die Ausrichtung der Partei in der Post-Trump-Ära. Und um das Festhalten an der Strategie des Britischen Empire, auch im 20. Jahrhundert Christen für imperiale, koloniale Projekte zu mobilisieren, mit der christlich-zionistischen Scofield-Bibel in der Hand.

    Weil Charlie Kirk dabei war, sich von den Dogmen dieser Ideologie zu verabschieden, gärt unter dem politischen auch ein religiöser Konflikt. Insofern mangelt es unserem Italo-Krimi, auch wenn er im Mormonenstaat Utah spielt, nicht an fragwürdigen “Geistlichen”, die “Im Namen des Herrn” aktiv werden. Oder wegschauen. So führte dann eine kurze Bemerkung von Candace Owens, dass Charlie seit einiger Zeit die katholische Messe besuchte und überlegte zum Katholizismus zu konvertieren, zu einem Aufschrei seiner Pastoren bei TP-USA über diesen “Nonsens!” und ausführliche Beteuerungen, dass Charlie Kirk theologisch bis zum Ende treu auf seiner christliche-zionistischen Linie geblieben wäre. Zum Katholischen hätte er nur wegen der “schönen Architektur” der Kirchen geneigt.
    Die “Candace Intelligence Agency” ermittelt

    Solche “kleinen Lügen”, so Candace Owens, die als feuriger Pitbull der alternativen Ermittlungen nicht locker läßt, hätten sie erst richtig neugierig gemacht und mittlerweile zu dem Verdacht gebracht, dass Charlie möglicherweise von seinen eigenen Leuten hintergangen wurde und es um eine Übernahme der TP-USA-Organisation geht. Weshalb auch das von Charlie Kirk einige Wochen vor seiner Ermordung angeordnete Audit über die Finanzströme, und -Abflüsse des 100-Millionen-Betriebs bis heute nicht stattgefunden hätte.

    Nach der goldenen “Follow The Money”-Regel kriminalistischer Recherche hätten die Detektive in diesem Fall somit außer den Mossad und/oder CIA-Motiven hier noch eine dritte Spur zu verfolgen, was außer Candace aber niemand tut.

    Nachdem die langjährige Mitarbeiterin von Charlie Kirk wegen ihrer israelkritischen Haltung bei dem rechten Outlet “Daily Wire” gefeuert worden war, startete sie vor zwei Jahren im Netz ihre eigene Show “Candace”, mit der sie in den letzten Monaten bis auf Platz 1 der politischen Podcasts vorgestoßen ist. Und damit nicht nur ihren Ex-Chef bei “Daily Wire”, Ben Shapiro, sondern auch alle anderen konservativen Kommentatoren abgehängt hat. Nicht weil sie mit wilden “Verschwörungstheorien” nur “Klicks generiert”, sondern weil sie die blinden Flecken des offiziellen Narrativs benennt, die richtigen Fragen stellt und authentisch ist. Und bei ihren Standpunkten bleibt, auch wenn die üblichen Schmähungen gegen sie jetzt nicht mehr aus dem linken Lager kommen, sondern aus dem eigenen von rechts. Hier ist die aktuelle “Trutherin” Nr. 1 mit dem jüdischen anti-zionistischen Comedian Dave Smith im Gespräch – zum Stand der Dinge und der Ermittlungen ihrer “CIA” (Candace Intelligernce Agency).

    Würde der Angeklagte Tyler Robinson dasselbe Schicksal erleiden wie 1963 Lee Harvey Oswald und vor Beginn einer Gerichtsverhandlung ums Leben kommen, müsste das “Aktenzeichen K” der ungeklärten politischen Morde in den USA um den Fall Charlie Kirk bereichert werden. Da ein lebender Oswald angesichts der fragwürdigen Beweise samt “magischer” Kugel damals gute Chancen auf einen Freispruch gehabt hätte, kann bei der nebulösen Beweiskette des FBI auch der junge Robinson durchaus hoffen, der Todesstrafe zu entkommen.

    Die zehn Minuten nach den Schüssen auf John F. Kennedy im 6. Stock des Schulbuchgebäudes entdeckte “Tatwaffe” wurde vor Ort von drei Detektiven der Dallas Police und dem Chef der Mordkommission anhand des Schriftzugs als “Mauser 7.65” identifiziert. Sie mutierte dann zwei Tage später zu einer “Mannlicher-Carcano 6.5”, dem von Oswald unter falschem Namen für 19,95 im Versandhandel erworbenen Schießprügel der italienischen Infanterie, dem in Italien nachgesagt wird, dass man wegen seiner Ungenauigkeit den Krieg verloren habe. (vgl. M.B. – JFK Straatsstreich in Amerika, S. 123 f. ).

    Wenn das Geschoss aus Robinsons großväterlichem Mauser-Karabiner tatsächlich von Charlie Kirks stählerner Natur aufgehalten wurde und als Beweisstück Nr. 1 dem Gericht präsentiert wird, rückt der Angeklagte einer Verurteilung sehr nahe. Machtgeile Paten samt ihrer Killertrupps wären aus dem Schneider. Aus dem Mafia-Thriller müsste dann das Psycho-Drama werden, wie “Wokeness” einen schüchternen jungen Mann derart motivieren und radikalisieren kann, dass er zum kaltblütigen Mörder wird. Doch über eine solche Evolution ist bisher wenig bis nichts bekannt, die persönliche Geschichte Tyler Robinsons eine black blox und das gerichtliche Redeverbot sorgt dafür, dass es so bleibt. “Bitte weitergehen, hier ist nichts zu sehen!”

    Dieser Artikel erschien bereits auf der Website von Mathias Bröckers.

    Mathias Bröckers

    Mathias Bröckers ist Autor und freier Journalist. Seine Werke „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“ (1993), „Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.“ (2002) und „Wir sind die Guten – Ansichten eines Putinverstehers“ (2014) wurden internationale Bestseller. Er lebt in Berlin und Zürich und bloggt auf broeckers.com

    #USA #assassinat #droite #MAGA #Israël #Palestine

  • Cette semaine, la #droite accède au pouvoir officiellement en #Bolivie, avec un président soutenu par un parlement 95% à droite.

    Député•e•s et sénateurices ont pris leurs fonctions ces derniers jours, et ça sera demain pour le président et le vice-président.

    Ce qui est le plus marquant, c’est l’empressement à changer les symboles, ce qui fait craindre le pire pour l’État Plurinational. La droite tentera peut-être de changer la constitution pour revenir à la « République », qui discriminait allègrement 60% de la population.

    Mes observations pour l’instant :

    – serment face à la Bible et au crucifix, ce qui est anticonstitutionnel, la Bolivie étant un État laïque,
    – au lieu de lever le poing gauche, la main droite sur le cœur, la droite prête serment avec un symbole catholique (c’est exactement cet émoji :👌),
    – vêtements : retour du costard/cravate ou du tailleur, au lieu des vêtements de travail (mineurs, paysans), traditionnels, ou juste non-formels,
    – rétablissement du sens de l’horloge sur le fronton de l’Assemblée (elle tournait vers la gauche au lieu de la droite)

    La justice a également tourné casaque en annulant les condamnations et en libérant immédiatement les auteurs du coup d’État de 2019 (Añez, Camacho, Pumari).

    Quant au dollar parallèle, qui était monté à 20 Bs ces derniers mois, il est redescendu à 10 Bs. Le cours officiel est de 7 Bs.

  • Devenir fasciste
    Ma thérapie de conversion
    https://luxediteur.com/catalogue/devenir-fasciste
    Mark Fortier | LUX éditions 2025

    « La première étape de la thérapie de conversion au #fascisme, c’est le lâcher-prise. Le sujet doit s’ouvrir intérieurement au changement, laisser agir en lui la peur, s’abandonner aux petites lâchetés et aux compromissions opportunes. Cela ne va pas de soi. Heureusement, des personnalités exemplaires nous montrent comment on peut accepter le changement par degrés, subrepticement, sans coup d’éclat. »

    https://lundi.am/Comment-devenir-fasciste

    L’extrême droite a pris le pouvoir dans une foule de pays et elle menace de triompher dans plusieurs autres. Mark Fortier s’inquiète, mais il est aussi très las. Résolument campé à gauche dans ses convictions politiques, il constate que s’il ne veut pas être la proie des prochains maîtres du monde, il lui faudra changer de camp.

    Bien entendu, ce « journal de conversion » est une satire, un #pamphlet cinglant et comique qui s’en prend aux #fascistes, mais en premier lieu à tous ceux qui ont laissé la démocratie se dissoudre. L’auteur s’y compose une psyché autoritariste et s’efforce d’adhérer avec enthousiasme aux convictions de la #droite_radicale. Il offre surtout un portrait saisissant de la dégradation de nos institutions et une description affligeante de ce qui point lorsque l’on cesse de résister. Heureusement, la thérapie échoue, laissant tout de même ce qu’il faut de raison pour ne pas céder entièrement au désespoir.

  • Lexique en français de la chasse
    https://fr.m.wiktionary.org/wiki/Cat%C3%A9gorie:Lexique_en_fran%C3%A7ais_de_la_chasse

    Pour comprendre la morale et le comportement des groypers et d’autres bandes armées états-uniennes il est utile de lire les règles et manuels de chasse. Voici la version française.

    Normes de chasse en France : guide complet et réglementations
    https://www.chasseurs.org/normes-de-chasse-en-france-guide-complet-et-reglementations

    Le lexique du chasseur
    https://comptoirpostal.com/le-lexique-du-chasseur

    Le glossaire de la chasse Chasse, pêche, nature, chien, gibier…
    https://parlonschasse.com/glossaire-chasse

    #France #USA #chasse #déshumanisation #droite #fascisme

  • Volksseelsorge statt Volksverhetzung – Freispruch für einen Diakon
    https://apolut.net/volksseelsorge-statt-volksverhetzung-freispruch-fur-einen-diakon

    Peter Thiel et les trsnshumanistes sont des idéologues proches du nazisme avec ses surhommes et soushommes. Ils sont dangereux. Un prêtre protestant laïque vient d’être accusé, condamné puis aquitté en deuxième instance à cause de cette affirmation.

    Le diacre a tenu un discour de commémoratuon pour les victimes de l’action T4 , programme d’assassinat des malades et infirmes, précurseur et terrain de test de l’holocauste. D’autres membres de son église ont trouvé honteux let illégal la comparaison des idéologies et l’avertissement contre les nouveau instigateurs de l’apocalypse exécutée par les hommes. Le tribunal ne leur a pas donné raison.

    apolut est une publication proiblématique. D’abord ses vidéos ne sonr nit transcrites ni annotées, alors il faut les considérer comme de la propagnde plutôt que de l’information. Il est impossible de les citer correctement, car il faudrait d’aberd les transcrire et fournir ensuite les timecodes pour les citer correctement. Je refuse.

    J’ai cherché et trouvé une rubrique « articles » mais je n"ai pas beacoup apprécié ce que j’y ai trouvé. Trop de selles et crachats intellectuels.

    Sous ces conditions il impossible d’identifier les quelques vidéos et textes de qualité dans la masse de pensées et constructions farfelues, paranoïaques et conspirationnistes.

    Est-ce de droite ? Plutôt oui et parfois même d’extrême droite, mais il faudrait se prendre beaucoup de temps pour arriver à une opinion précise sur la question. Donc apolut est à éviter, pas très intéressant.

    3.9.3025 Ein Meinungsbeitrag von Claudia Jaworski.

    „Mehr Demokratie wagen“. Unter diesem Motto stand das Verfahren gegen den Diakon Radeljic-Jakic vor dem Landgericht Deggendorf, das nicht nur zugleich Geschichtsstunde und Zukunftswarnung war, sondern auch eine Lektion für die richtige und differenzierte Anwendung des Volksverhetzungsparagraphen.

    Es zeigte sich, dass es keine Volksverhetzung ist, als Kleriker vor dem Transhumanismus als Genozid-Programm zu warnen. Vor dem Landgericht Deggendorf erfuhr der „Volksverhetzungsparagraph“ in seinem seit Corona durch die Rechtsprechung ausgeuferten Anwendungsbereich eine dringend notwendige differenzierte Betrachtung. „Das Vergleichen mit dem Holocaust ist nicht als solches unzulässig. Vergleichen ist nicht gleich Verharmlosen.“, so der Richter in seiner mündlichen Urteilsbegründung.

    Es war das Jahr 2022. Wie jedes Jahr hielt der Diakon und Seelsorger Slavko Radeljic-Jakic an der Gedenkstätte für die 1.300 Opfer der Nazi-Euthanasie in der damaligen Psychiatrie Mainkofen seine Andacht. Die Gedenkfeier war von geladenen Gästen besucht, die eine etwas außergewöhnliche Ansprache hören sollten. Hier ein Ausschnitt:

    „Wir wollen nicht schweigen, wir wollen nicht still sein, um nicht dazu verdammt zu sein, die Geschichte zu wiederholen. Die Kultur des Todes des Nationalsozialismus endete leider nicht 1945. […] Die Menschheit wird von den globalen Erben der nationalsozialistischen Eugeniker bedroht. Mithilfe einer Gruppe skrupelloser eng vernetzter Milliardäre unter ihnen haben sie die Kontrolle über nationale und internationale politische Institutionen an sich gerissen, somit wollen sie die totale Kontrolle über die natürlichen Ressourcen und Finanzmittel der Welt erlangen, um das Demozid-Programm, d.h, das Programm einer Reduktion der Weltbevölkerung zu verwirklichen und sie mit transhumanen Robotern zu ersetzen.“

    Zur Verstärkung seiner Mahnung bezog sich Radeljic-Jakic auf Zitate von Eli Wiesel und Primo Levi, die bereits 1977 bzw. 1988 als NS-Opfer vor den Nazi-Technokraten warnten, die nach ihrer Verbringung in die USA zwischen 1945 und 1950 als Ausbilder einer ganzen Generation von amerikanischen Ärzten, Wissenschaftlern und Ingenieuren dienten.

    Diese Ansprache führte dazu, dass sich der Klinikleiter echauffierte und sich von den Worten des Diakons, die er als Einzelmeinung darstellte, im Namen der Klinik als auch der katholischen Kirche distanzierte. Er wies diese auf Schärfste zurück. Die Aussagen des Diakons seien falsch und entsprächen nicht der Realität.

    Nach einer Anzeige durch die Klinikleitung wurde der Diakon von dem Amtsgericht Deggendorf mit Urteil vom 05.01.2024 der Volksverhetzung schuldig gesprochen. Nach diesem Urteil soll er durch den haltlosen Vergleich des von ihm dargelegten weltweiten Genozid-Programms mit dem Holocaust billigend in Kauf genommen haben, damit die Verfolgung, Deportation und Ermordung von Juden zum beliebigen Vergleichsobjekt für jedermann zu degradieren und zu veharmlosen.

    Radeljic-Jakic, der strafrechtlich nie in Erscheinung getreten ist, sah sich, empört über den Vorwurf der Holocaust-Verharmlosung, erstmalig in seiner Religionsfreiheit eingeschränkt. Deswegen legte er gegen dieses Urteil Berufung ein. Diese führte am 27.08.2025 vor dem Landgericht Deggendorf zu einem glasklaren Freispruch.

    Doch was ist vor dem Landgericht anders gelaufen?

    Bagatellisierende Verschwörungstheorie?

    Während der Staatsanwalt die Mahnungen des Diakons kurzerhand in das Reich der Verschwörungstheorien verbannte und dabei auch die Bezugnahme auf die Corona-Zeit nicht scheute, nahm sein Verteidiger Edgar Siemund diese Ausführungen des Diakons ernst und belegte diese Entwicklung anhand der Aussagen des Historiker Yuval Noah Harrari und des umstrittenen Tech-Investors und Palantir-Gesellschafters Peter Thiel. Mit den Worten „Wissen ist dieser Tage eine Holschuld“ verwies er auf das aktuelle Interview der NYT mit Thiel vom 26.06.2025. Auf die Frage des Interviewers, ob die Menschheit überleben soll, antwortete Peter Thiel:

    „Transhumanismus ist dieses Ideal einer radikalen Transformation, bei der der natürliche menschliche Körper in einen unsterblichen Körper verwandelt wird. […] Wir wollen mehr als nur Cross-Dressing oder die Veränderung der Geschlechtsorgane. Wir wollen, dass man sein Herz, seinen Geist und seinen ganzen Körper verändern kann. Nebenbei bemerkt: Die orthodoxe Christenheit kritisiert, dass das nicht weit genug geht, wenn der Transhumanismus lediglich bedeutet, den Körper zu verändern, sondern man muss auch seine Seele verwandeln, man muss sein ganzes Selbst verändern.“

    Auch das reduktionistische Menschenbild des Technik-Fans und Ideengebers Yuval Noah Harari fand Eingang in den Gerichtsaal, der sich für einen Moment eher wie ein Vorlesungsaal anfühlte. Die Verdrängung des Homo Sapiens, das Absprechen des freien Willens und das Propagieren der Künstlichen Intelligenz als neue Religion sind aus der Sicht eines Diakons sehr wohl Anlass zu warnen, besonders vor dem Hintergrund der Geschichte des Bezirkskrankenhauses Mainkofen. Dort seien im Rahmen von Euthanasieprogrammen der Nazis Menschen mit Behinderung getötet worden, die als „unnützes“ und „unwertes“ Leben bezeichnet wurden. Denn, folgt man den Reden und Inhalten der Bücher von Harari, birgt der Transhumanismus das Risiko, dass sogenannte „Mensch-Maschine-Upgrades“ die Menschheit in „biologische Kasten“ aufspalten werden. Jene, die sich das Upgrade nicht leisten können, bleiben „nutzlose Menschen“ oder „hackable animals“. (1) Insofern muss ein Kleriker wie Radeljic-Jakic warnen, gibt der Verteidiger zu verstehen, denn dies bedeutet letztlich nicht nur die Abschaffung des Menschen in seiner jetzigen Form, sondern auch eine Klassifikation der Arten von Menschen, die durch den Transhumanismus geschaffen werden sollen.

    Gleichsetzung zwischen Verschwörungstheorie und Holocaust?

    Aus der Sicht der Staatsanwaltschaft war Radeljic-Jakic‘s „Verschwörungsrede“ dem Gedenken unwürdig. Es handele sich vielmehr um eine Gleichsetzung der Verschwörungstheorie mit dem Holocaust, was den Holocaust in seiner historischen Einmaligkeit entwerte und als einzigartiges Unrecht bagatellisiere. Generell pflege man in letzter Zeit Verharmlosungen des Holocaust, z. B. durch Äußerungen wie „impfen macht frei“ oder die Gleichsetzung der Grünen mit den Juden aufgrund deren Verfolgung wegen ihres unliebsamen Heizungsgesetzes, so der Staatsanwalt Baumgartner. Hat der Diakon also die NS-Verbrechen mit seiner Demozid-Theorie gleichgesetzt und damit eine Verharmlosung begangen? Dieser Vermutung setzte der Richter zwei Aspekte entgegen. Zum einen wies er darauf hin, dass das Demozid-Programm „nur eine Theorie“ sei, die nur in die Zukunft weise. Und zum anderen sei dies „Gott sei Dank nur eine Theorie“ und damit weit entfernt von einer Banalität, weil es als Fortwirkung der Kultur des Todes der Nazis von dem Diakon angesehen werde. Es sei deshalb gerade Zweck des Straftatbestandes, uns vor dem Vergessen zu schützen und als Mahnung zu dienen.

    „Ganz im Gegenteil bringt er die Verbrechen des NS-Regimes in die Gegenwart und regt dazu an, die Bedingungen zu hinterfragen, welche solche Verbrechen erst möglich machten“, so der vorsitzende Richter.

    Die jedenfalls äußerst präzise Urteilsbegründung des Richters schien ihrerseits ein Appell an die richtige Anwendung des Gesetzes in seiner konkreten Ausprägung zu sein. Anders als die Richterin der Vorinstanz und der auch beim Amtsgericht tätige Staatsanwalt definierte er zunächst den Begriff der Verharmlosung. Als Beispiele für eine Verharmlosung führte der Richter einmal ein quantitatives Element wie das Runterspielen der Zahl der ermordeten Juden sowie ein qualitatives Element ein, was erfüllt sei, wenn man behaupte, dass der Massenmord an den Juden doch nicht so schlimm sei, wenn man bedenke, wie viele Menschen damals insgesamt getötet worden seien. Weder das eine noch das andere liege hier vor.

    Angesichts der Tatsache, dass der Gesetzestext nur von „Billigen“, „Leugnen“ oder „Verharmlosen“ spricht, erinnerte der Richter den Staatsanwalt daran, dass „Vergleichen“ als solches nicht verboten ist, sonst hätte der Wortlaut des Gesetzestextes anders formuliert werden müssen. Deswegen ist das Vergleichen auch kein Tabu. Er mahnte:

    „[…] Es steht der Anklagebehörde nicht zu, den Gesetzgeber zu korrigieren und den Strafbarkeitsbereich über das Gesetz hinaus auszudehnen und schon in einem Vergleichen ein Verharmlosen zu sehen.“

    Missbrauchspotenzial des § 130 StGB

    Man gewann bei den Ausführungen des Vorsitzenden den Eindruck, dass das generalisierende Drüberbügeln der Staatsanwaltschaft über die Tatbestände, welches diese unter Berufung auf das BayObLG demonstrierte, wieder zurechtgerückt wurde. Dies war insofern notwendig, als die oberste Rechtsprechung dazu tendiert, die Strafbarkeit des §130 StGB sehr weit vor die eigentliche Verletzung des Rechtsgutes des „öffentlichen Friedens“ zu verlagern, um den Nimbus des Holocaust nicht zu beschädigen.

    Damit eröffnet sich die höchste Rechtsprechung bei der Strafbarkeitsbeurteilung der Volksverhetzung einen Ermessenspielraum, der gigantisch ist und dem Schutzzweck der Norm, nämlich den öffentlichen Frieden als abstraktes Rechtsgut zu bewahren, nicht im Ansatz gerecht wird. Denn anders als sonstige Strafvorschriften, wie z. B. Diebstahl oder Körperverletzung, die konkrete Rechtsgutsverletzungen von Eigentum und Körper schützen, ist der Begriff des öffentlichen Friedens kein individuelles Rechtsgut, sondern ein vager Begriff. Je länger also die Vorschrift des §130 StGB existiert, ohne dass dieses systematische Manko der Abstraktheit durch konkrete Anhaltspunkte für die Rechtsgutsverletzung des öffentlichen Friedens – z. B. durch laute Unmutsäußerungen oder das Ansetzen zu feindlichen Handlungen gegenüber staatlichen Stellen – konkret beseitigt wird, wird der § 130 StGB durch den mit der Zeit wachsenden Gewöhnungseffekt gegen Kritik abgeschirmt. Augenrollen und Tuscheln, wie das im konkreten Fall der 30-köpfigen Andachtsgemeinde war und der Staatsanwaltschaft sowie dem Eingangsgericht als Indizien für die Störung des öffentlichen Friedens ausreichten, waren diese für das Landgericht jedenfalls keine ausreichenden Kriterien, um eine Störung des öffentlichen Friedens annehmen zu wollen.

    Besieht man sich diesen Fall aus der Nähe, erkennt man, dass die Staatsanwaltschaft unter der Führung der obersten Rechtsprechung, allen voran des BayObLG, einer Überdehnung des Tatbestands der Verharmlosung das Wort redete. Das erkennt man daran, dass der Kontext, in dem Äußerungen wie die des Diakons fallen, nicht mehr auf die Realwirkung im Hinblick auf das Schutzgut der öffentlichen Sicherheit überprüft werden, sondern nur noch im Hinblick auf die Aufrechterhaltung des Nimbus des Holocaust. Ob Radeljic-Jakic sich über den Holocaust lustig gemacht hätte oder angesichts seines Schreckens vor der „Kultur des Todes“ warnte, erfährt damit die gleichen Konsequenzen. Jedwede Differenzierung im Sachverhalt ist damit obsolet. Der hierdurch entstehende grenzenlose Ermessensspielraum wahrt zwar die Heiligkeit des Holocaust, der Preis dafür jedoch ist eine völlig undifferenzierte Bestrafung jeglicher Bezugnahme auf diesen, was das Gebot des Erinnerns und das Mahnen vor einer Wiederholung zu einer juristischen Farce verkommen lässt.

    Unter Bezugnahme auf den im Strafbefehl und amtsgerichtlichen Urteil erwähnten demonstrierten Ungehorsam des Radeljic-Jakic führte das Gericht aus, dass ihm kein Rechtsgut bekannt sie, dass durch bloßen Ungehorsam verletzt werden könnte. Soweit der Ungehorsam sich auf staatliche Autorität beziehe, stellte er dem ein Zitat von Willy Brandt entgegen: „Mehr Demokratie wagen“. Ob sich hieraus mehr Gehorsam gegenüber staatlicher Autorität ableiten lasse, ließ der Richter offen und verwies darauf, dass ihm Gehorsam gegenüber dem Gesetz schon reichen würde.

    Quellen und Anmerkungen

    (1) Yuval Noah Harari: „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“. Erschienen am 6.11.2021

    #droite #médias #transhumanisme #iatrocratie #T4

  • L’obsession #trans
    https://laviedesidees.fr/L-obsession-trans

    La question trans est devenue l’un des points de clivages centraux du débat public aux États-Unis, jusqu’à la récente tuerie de Minneapolis et l’accusation de “transterrorisme”. Entre conservatisme, complotisme et transphobie, comment expliquer cette obsession ?

    #Société #genre #sexualité #extrême_droite #droite
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20250829_trans-2.pdf

  • La #migration est un #fait_social_total

    Parti pris · Omniprésente dans le paysage audiovisuel et les discours politiques, la question de l’immigration est sans conteste l’#obsession du #complexe_politico-médiatique français. Mais les deux visions principales qui s’affrontent – à #droite et à #gauche – pêchent considérablement par #distorsion et #omissions et peinent à embrasser la #dimension_globale de ce fait social.

    Si l’entrée de l’immigration dans le #débat_public fut progressive, on peut considérer comme un premier tournant les #agressions_racistes de #1973 et leur #médiatisation. En effet, le sujet va gagner en #visibilité à partir de ces événements et de leurs conséquences politiques, bien avant, comme on peut le lire parfois, la percée du #Front_national, au milieu des années 1980, et son affrontement avec les mouvements antiracistes.

    L’occasion est alors donnée aux immigrés de se présenter à la société française et de raconter leurs #conditions_de_travail et de vie. C’est aussi une opportunité, pour la société française, de débattre d’un sujet qui ne quittera plus les champs médiatique et politique, au point d’éclipser toutes les autres préoccupations citoyennes et même de les absorber, puisque le traitement qui en est fait suggère insidieusement sa responsabilité dans tous les #problèmes_sociaux.

    Si l’on peut penser que la surreprésentation de la question de l’immigration est imputable aux exigences et aux intérêts propres au secteur des médias, au vu de l’appétence de ces derniers pour les polémiques, on est bien en peine de justifier son #omniprésence dans le #discours_politique qui en a fait un #enjeu_électoral majeur. Cette évolution du #débat, en ampleur et en intensité, s’est accompagnée d’une #polarisation de plus en plus marquée et de la résurgence d’un #racisme_décomplexé, qui dénonce l’immigration comme un #poids pour le pays d’accueil et n’est contré que par une #rhétorique utilitariste qui associe immigration et #bénéfices_économiques.

    « #Grand_remplacement », « #invasion_migratoire » et « #submersion_migratoire »

    Porté par la droite et l’#extrême_droite, mais pas seulement, ce discours raciste développe l’idée que l’immigration représente non seulement une #charge_sociale, mais aussi une #menace_identitaire et sécuritaire pour les Français. Les immigrés sont ici présentés comme des individus #indésirables et en surnombre – on parle de « grand remplacement », d’« invasion migratoire » et de « submersion migratoire » – qui menaceraient la #sécurité et l’#identité nationales. L’argumentaire principal mobilisé pour défendre cette thèse est l’#incompatibilité des caractéristiques culturelles et religieuses des populations immigrées avec les valeurs de la #République, avec une focalisation sur l’#islam. Ce discours prône ouvertement l’arrêt des flux migratoires et même la possibilité du retour dans le pays d’origine. Sauf que…

    Lorsqu’il s’agissait de répondre à un besoin de #main-d’œuvre et d’abaisser les #coûts_du_travail, la droite, de connivence avec le #patronat, était favorable à l’immigration, notamment dans les années 1960, lorsque les constructeurs automobiles et les patrons des mines recrutaient massivement dans les pays du Maghreb. Ou encore au début des années 2000, lorsque le discours gouvernemental a fait de « l’#immigration_choisie » un leitmotiv. Aujourd’hui encore, cette pratique est maintenue et « protégée » parce que voulue par les élites économiques, bien que décriée sur les plateaux télévisés.

    De l’autre côté du spectre politique, l’argument utilitaire est mobilisé pour défendre les populations immigrées. Il est de plus en plus porté par la gauche, qui aime à rappeler la contribution des étrangers pendant la Grande Guerre et la Seconde Guerre mondiale ainsi que dans les #mines, les #usines et sur les grands #chantiers portés par le développement de l’#industrialisation, et qui souligne aujourd’hui le rôle des #médecins_étrangers dans le maintien du système de #santé_publique. Discours utilitariste donc (qui s’appuie sur les résultats de recherches en sciences économiques et en démographie conduites notamment par l’OCDE, la Banque mondiale et le FMI) mais qui est présenté comme humaniste par ses tenants, qui mettent en avant la #solidarité avec les immigrés et défendent une politique de #régularisation des #sans-papiers.

    Justifier le jeu du #capitalisme

    Ce discours est apprécié par la population concernée et il est souvent et naïvement repris par elle, puisqu’elle y trouve une justification à sa présence, au point de faire son totem de cette phrase qu’on entend souvent dans les bouches d’immigrés : « On travaille. » Mais la gauche dénie ici le fait que l’importation de populations étrangères dévalue les #classes_populaires (son principal électorat), qui se sont d’ailleurs progressivement détournées d’elle. En effet, valoriser la #participation des immigrés revient à justifier le jeu du capitalisme, qui utilise la #concurrence entre travailleurs et l’importation de main-d’œuvre pour casser les grèves, baisser les #salaires et ne pas améliorer les conditions de travail.

    Autrement dit, lorsqu’une partie de la gauche renonce à sa position historique sur la #régulation de l’immigration, elle protège ce que #Karl_Marx qualifie de « secret grâce auquel la classe capitaliste maintient son #pouvoir ». Elle devient dès lors ce que le sociologue #Ramón_Grosfoguel appelle une #gauche_impérialiste, dans le sens où « elle construit un #projet_politique où elle ne demande qu’à améliorer sa situation à l’intérieur des murs [frontières], à l’intérieur des espaces impérialistes, sans les remettre en cause, sans problématiser la #domination que ce #système-monde exerce sur les habitants à l’extérieur des murs [frontières]… Elle ne remet pas en question les #structures_de_pouvoir qui produisent le #pillage et l’#appauvrissement de la grande majorité de la population mondiale, qui vit juste à l’extérieur des murs et est soumise aux formes les plus despotiques, les plus appauvries et les plus violentes de l’accumulation du capital ». Pire, dans une démarche paternaliste, elle appelle à renforcer l’#aide_publique_au_développement au lieu de militer pour la #désimpérialisation.

    Dans les deux discours présentés ci-dessus, il y a des omissions et des distorsions si considérables qu’elles altèrent complètement l’appréhension du sujet de l’immigration. Il s’agit également de discours prisonniers de leurs points de vue et de leurs antagonismes réciproques, jusqu’à donner parfois l’impression qu’ils se définissent non pas en fonction des besoins de la réalité et des idées qu’ils défendent mais bien en réaction l’un à l’autre. À cela s’ajoute le fait que l’immigré est systématiquement abordé comme #objet et non comme #sujet, ce qui contribue à normaliser une #pensée_impérialiste qui ne participe qu’à stigmatiser les populations immigrées et à les dépouiller de leur #agentivité.

    Les trois quarts des migrations africaines sont intracontinentales

    Il s’agit d’un double phénomène : émigration-immigration. Toute étude ou tout discours qui ferait l’économie de l’un se condamnerait à l’incompréhension de l’autre, car l’un et l’autre sont les deux faces d’une même pièce. On comprend donc qu’une réflexion sur les conséquences de l’#immigration dans les pays d’arrivée doit nécessairement et impérativement s’accompagner d’une réflexion sur les #causes de l’#émigration dans les pays de départ.

    Une mise en perspective plus large permettra donc de montrer que les migrations ne concernent pas seulement les pays occidentaux – il s’agit d’un phénomène mondial –, voire qu’ils ne sont concernés que dans une moindre mesure, puisque les trois quarts des migrations africaines, par exemple, sont intracontinentales. Cela permettra également de jeter la lumière sur les problèmes réels ou supposés qui poussent des personnes du Sud à affluer en masse vers le Nord (pauvreté, conflits armés, accroissement démographique…), ainsi que sur les problèmes réels ou supposés qui poussent l’Occident à recruter des étrangers (déclin démographique, pénurie de main-d’œuvre, déserts médicaux…).

    Cette approche, qu’on pourrait qualifier de globale, est cruciale, parce qu’elle permet de démontrer combien une réflexion intramuros est vouée à l’échec, la seule manière de comprendre et de gérer la question migratoire étant d’établir un dialogue bilatéral, qui implique non seulement les pays d’émigration et les pays d’immigration mais aussi les populations migrantes et les sociétés d’accueil.

    L’immigration en #France est liée à l’#histoire_coloniale

    Il est aussi nécessaire de prendre en considération le rôle de l’histoire coloniale (esclavage, mobilisation militaire forcée et recrutement de travailleurs dans les colonies) dans la création des schémas migratoires ainsi que les rapports de force qui existent entre pays anciennement colonisateurs et pays anciennement colonisés. En effet, l’histoire de l’immigration en France est fondamentalement liée à l’histoire coloniale qui l’a créée, ce qui implique que, pour comprendre les migrations aujourd’hui volontaires, il est essentiel de revenir sur les #migrations_forcées dans les anciennes colonies, puisqu’elles ont des trajectoires identiques mais surtout qu’elles obéissent d’abord et avant tout aux besoins des pays occidentaux.

    Qualifiée comme telle – parce que c’est ce qu’on veut voir en elle, ce qu’on aimerait qu’elle soit et qu’elle le demeure –, l’#immigration_de_travail est une expression qui porte en elle un refus : regarder l’immigré autrement que comme un agent au service du capital, un corps au service des possédants. Or l’immigré est une personne, qui vient avec son histoire, sa religion, sa langue, sa façon d’être au monde, ses représentations et ses croyances, bref sa #culture. Il vient également avec ses besoins et ses aspirations : se marier, se perpétuer et vivre auprès de sa famille. Pourtant, et alors que, comme l’écrit le sociologue et non moins émigré-immigré #Sayad_Abdelmalek, « la chose était prévisible dès le premier acte d’immigration », tout semble se réaliser, du moins dans un premier temps, dans une logique du #provisoire.

    Ce sont là les #illusions qui accompagnent le phénomène migratoire, très bien expliquées par Abdelmalek Sayad. « L’image de l’émigration comme “#rotation” continuelle exerce sur chacun un fort pouvoir de séduction : la société d’accueil a la conviction de pouvoir disposer éternellement de #travailleurs […] sans avoir pour autant à payer (ou fort peu) en problèmes sociaux ; la société d’origine croit pouvoir se procurer de la sorte et indéfiniment les ressources monétaires dont elle a besoin, sans qu’il résulte pour elle la moindre altération ; les émigrés sont persuadés de s’acquitter de leurs obligations à l’égard de leur groupe […] sans avoir pour cela le sentiment de se renier. »

    L’illusion du provisoire

    C’est cette triple fonction des illusions qui maintient la notion de provisoire et lui donne une place centrale dans les #imaginaires de chacun, malgré sa mise en défaut par la réalité. C’est-à-dire, même après que le turnover a été révolu, que les séjours de travail se sont allongés jusqu’à devenir quasi permanents (transformant radicalement les rapports aux groupes d’appartenance et au #pays_natal), que les profils et les trajectoires migratoires se sont complexifiés, et que l’immigration de travail s’est transformée en #immigration_familiale, puis en #immigration_de_peuplement. La notion de provisoire est une consolation pour l’émigré face à sa désertion, pour la société d’origine face à sa désintégration et pour la société d’accueil dans son rêve de purification.

    La #délocalisation d’une partie de la société vers un autre pays, comme l’entretien de relations sociales et affectives entre ceux qui partent vivre à l’étranger et ceux qui restent dans le pays natal, semble créer une route qui grandit en même temps que la communauté d’expatriés. L’existence d’une solidarité intracommunautaire semble également faciliter, quand elle ne l’encourage pas directement, le passage à l’acte. En effet, l’idée de trouver des compatriotes ou même des membres du cercle familial (qui peuvent aider financièrement et psychologiquement) rassure le candidat à l’émigration sur la faisabilité de son #projet_migratoire et elle atténue sa peur de la #solitude et de l’#isolement. C’est ce qui explique le fait qu’on retrouve dans des villes et des quartiers à fortes densités immigrantes toute une communauté d’immigrés souvent originaires d’une même région et ayant parfois des liens de parenté.

    Les coûts importants des procédures administratives pour les demandes de visa et le pourcentage très élevé de refus dans certains pays (plus de 50 % en Algérie) rendent la voie légale souvent inaccessible. Le recours à la #clandestinité devient une possibilité de dépasser ces #blocages. En effet, traverser la Méditerranée dans une embarcation et franchir la frontière illégalement est une option choisie par des milliers de personnes chaque année, malgré les #risques et malgré les actions de prévention et de lutte contre la migration illégale.

    Maintenir coûte que coûte une #hiérarchie_sociale

    Ce qu’on peut relever du débat tel qu’il se présente aujourd’hui autour de la migration, c’est qu’elle est posée comme problème pour certaines populations et pas pour d’autres. Par exemple, en France ou en Allemagne, les réfugiés syriens ou afghans ne sont pas perçus comme les réfugiés ukrainiens. Le #traitement_médiatique qui leur est réservé n’est pas le même, pas plus que les dispositions prises pour leur #accueil et leur #insertion.

    Cet exemple permet d’inscrire la question dans le tableau plus large de la migration des pays du Sud vers les pays du Nord. Cette migration a ses spécificités et ses problématiques propres et elle ne saurait être confondue avec les mobilités intra-européennes ou euro-australo-américaines, par exemple, qui ne sont pas source de tensions, les populations qui en sont issues étant considérées comme assimilables, sinon semblables. Il n’en a pas toujours été ainsi. On se souvient du racisme envers les Bretons à Paris, des Britanniques envers les Irlandais, des Français envers les Italiens, les Espagnols, les Portugais…

    Ainsi posée, c’est la question du #racisme qui émerge comme point nodal de la migration, considérée par les uns comme phénomène social et par les autres comme problème social. Cette discrimination, qui a longtemps trouvé sa justification dans la #théorie_des_races et l’#infériorité_biologique supposée des uns par rapport aux autres, est remplacée, depuis la Seconde Guerre mondiale, par un #racisme_culturel, c’est-à-dire par un ensemble de pratiques et de discours dans lesquels la culture de certains groupes sociaux (généralement racisés) est essentialisée et infériorisée, l’objectif étant toujours le même : maintenir coûte que coûte une hiérarchie sociale.

    Faire l’impasse sur le #système-monde

    Penser l’État-nation dans un contexte d’#interdépendance_internationale est une ineptie, tout comme l’est le fait de chercher à préserver les intérêts d’un État ou à établir un #ordre_national plus juste dans un monde ravagé par les injustices, où l’on assiste au pillage des richesses humaines et naturelles par des multinationales occidentales ; un monde où rien ne protège les plus démunis de la prédation des États les plus puissants, qui se maintiennent par une #force_de_travail bon marché et des #matières_premières bradées. En effet, dans ce marché international qu’est devenu le monde et qui est régi par les intérêts économiques du capital et ses injonctions, le racisme apparaît comme une condition essentielle pour conserver une main-d’œuvre privée de droits, une force de travail à bas coût, non seulement dans les périphéries mais aussi au cœur des puissances économiques.

    Le racisme fonctionne donc selon des besoins cycliques. D’une part, il permet d’offrir des compétences à la demande et une main-d’œuvre bon marché dans les périodes de croissance, et, d’autre part, il permet d’exclure certaines populations du marché du travail dans les périodes de crise. Pour que cette mécanique puisse se perpétuer, les discriminations doivent persister, les frontières se renforcer et les populations « déplaçables » se résigner à leur #instrumentalisation. C’est ainsi que la splendide forteresse (le #centre) se protège contre les populations issues des #périphéries. C’est à ces conditions que peut se maintenir indéfiniment cet #ordre inique à l’échelle mondiale et c’est à ce niveau que doit s’inscrire la lutte pour la #justice_sociale.

    Ainsi déployée, la question migratoire déborde complètement celle des attitudes individuelles ou collectives vis-à-vis des immigrés, tout comme elle ne saurait être attribuée aux seuls faits politique ou économique, puisqu’elle est un fait social total, et que toute tentative de la saisir par un seul bout est vouée à l’échec. Il faut donc réinventer le débat, lui donner l’ampleur qu’il mérite et mettre à jour le lien direct qui lie les migrations avec les #guerres menées en Afrique et au Moyen-Orient, avec l’#extractivisme effréné et l’#exploitation irresponsable des #ressources des pays du Sud. Ce faisant, la question migratoire reprendra la place qui est la sienne au cœur de la lutte anti-impérialiste.

    https://afriquexxi.info/Migration-fait-social-total
    #utilitarisme #humanitarisme #paternalisme #diaspora #approche_globale #voies_légales #Etat-nation #nationalisme #nationalisme_méthodologique #périphérie #anti-impérialisme
    ping @reka @karine4 @_kg_ @isskein

  • DIAGRAMMES
    https://www.diagrammes.fr/fr

    Le monde se droitise à une cadence infernale.

    Le mouvement qui l’emporte est concurremment imprimé par des potentats qui invoquent la sécurité de leur peuple pour remodeler leur voisinage, des oligarques qui profitent de leur proximité avec le pouvoir pour faire main basse sur les ressources de l’État, et des faiseurs d’opinions payés par les seconds pour légitimer les basses œuvres des premiers. Mais sa trajectoire bénéficie en outre de la complaisance d’acteurs politiques et d’experts censément attachés au droit et à la raison, ainsi que de la perméabilité croissante des électorats aux désirs d’épuration que nourrit le ressentiment. Parce qu’entraver la poursuite d’une telle dérive suppose d’abord de mieux la comprendre, Diagrammes ambitionne de rejoindre le réseau des sites où les composantes de l’actuel « cap au pire » sont inventoriées et analysées.

    Pour rendre compte de ce qui nous arrive, on misera sur le développement mais aussi sur le croisement de cinq programmes. Le premier sera consacré aux mutations du capitalisme depuis la crise de 2008, et notamment à l’emprise croissante qu’y exercent les gestionnaires d’actifs et les nouveaux « barons voleurs ». Le deuxième traitera de l’émergence d’un ordre géopolitique inédit, dont le caractère multipolaire est aussi irréductible à la configuration de la première guerre froide qu’au modèle d’une « communauté internationale » régie par les États-Unis et leurs alliés. Troisièmement, on s’emploiera à dresser une typologie des extrêmes droites – car celles-ci agitent diversement leurs phobies communes – et de leurs modes de croissance. Le quatrième programme portera quant à lui sur l’évolution des formes de mitigation et de déni dont l’urgence climatique fait l’objet. Enfin, le cinquième est en quelque sorte le symétrique des précédents, puisqu’il traitera des leçons que les gauches devraient tirer des évolutions en cours.

    Diagrammes fera paraître en ligne une nouvelle édition toutes les trois semaines : dans chacune d’elles figureront de longs entretiens avec des chercheurs, des journalistes et des activistes dont le travail concerne l’un des cinq programmes ou se situe à l’intersection de plusieurs d’entre eux. Ces entretiens seront filmés et accompagnés d’un dossier destiné à les introduire, à les étayer et à les relier entre eux. L’objectif poursuivi est en effet de faire connaître des travaux éclairants mais aussi de souligner leurs résonances, et ainsi de construire un prisme capable d’augmenter la lucidité de celles et ceux qui ne se résignent pas à l’allure du présent.

  • #France-Algérie : quand la politique intérieure sacrifie la diplomatie
    https://lvsl.fr/france-algerie-quand-la-politique-interieure-sacrifie-la-diplomatie

    Le lien franco-algérien s’était-il à ce point délité depuis l’indépendance ? Tandis qu’Alger réactive un imaginaire anticolonial à l’encontre de Paris, de nombreux dirigeants français dénoncent les accords bilatéraux de 1968. Au-delà des contentieux bien réels entre les deux pays, cette crise semble moins résulter d’enjeux diplomatiques que de questions de politique intérieur. Des deux côtés […]

    #International #Accords_de_1968 #Alger #Algérie #Colonialisation #droite #extrême_droite #Macron #OQTF #Tebboune

  • Les présidents en chansons : Giscard d’Estaing

    https://lhistgeobox.blogspot.com/2025/07/les-presidents-en-chansons-giscard.html

    "Conscient que la France n’est plus qu’une puissance moyenne, Giscard cherche à préserver l’influence de l’hexagone en son pré-carré africain, quitte à perpétuer des pratiques néocoloniales douteuses. Giscard Bongo de Tchibanga est un 45 tours édité à l’occasion du voyage officiel de VGE au Gabon en août 1976. Le titre est co-signé par Ali Bongo, fils d’Omar et futur chef de l’Etat du Gabon. « Le nouveau président de tous les Français / L’ami de Bongo et des Gabonais / L’ami de l’Afrique et des Africains / Ce président-là, c’est Giscard d’Estaing / Pour gouverner la France et les Français / La France a dit : Giscard à la barre / Pour gouverner le Gabon et les Gabonais / Nous disons "Bongo à l’avant du bateau" ».
    Le président français entretient des liens très forts avec l’Oubangui-Chari de Jean-Bedel Bokassa et s’y rend chaque année pour s’y adonner à son passe-temps favori : la chasse de l’éléphant. C’est sans doute lors d’une de ces visites, en 1973, que VGE se fait remettre des diamants d’une valeur de 100 000 euros par le dirigeant centrafricain. De plus en plus mégalomane, Bokassa se fait sacrer empereur, avant de se transformer en un dictateur sanguinaire. VGE se voit contraint de lâcher son allié et d’abandonner son terrain de chasse préféré. Profitant d’un voyage de Bokassa en Libye, la France lance "l’opération barracuda" qui destitue le despote le 21 septembre 1979. Trois semaines plus tard, Le Canard enchaîné révèle l’affaire des diamants qui devient un scandale d’Etat. En 1977, avec Le président et l’éléphant, Gilbert Lafaille moque les nombreux safaris auxquels le président participe en Afrique."

    en version podcast :https://creators.spotify.com/pod/show/blottire/episodes/Les-prsidents-en-chansons--Giscard-dEstaing-e33tt1c

  • „Aktive politische Absage an queere Sichtbarkeit“ : Regenbogen-Netzwerk des Bundestages darf nicht am Berliner CSD teilnehmen
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/aktive-politische-absage-an-queere-sichtbarkeit-regenbogen-netzwerk-des

    Avec la majorité de droite il n’y aura pas de drapeau arc en ciel au dessus du Bundestag et l’association des employés du parlement queer n’aura pas le droit de participer au défilé CSD..

    Le bon vieux temps revient. Enfin la droite se montre comme l’ennemi de toutes et de tous comme à l’époque du film Nicht der Homosexuelle ist pervers sondern die Situation in der er lebt . Madame la présidente Jutta Klöckner et son chef dl’administration jouent les Précieuses ridicules . De vrais réactionnaires. Pour les chrétien-démocrates provinciaux le temps s’est arrête en 1971 . Moi ça me rajeunit énormément.

    https://www.youtube.com/watch?v=hOMGEw66kkg


    Ce n’est pas l’homosexuel qui est pervers mais la société dans laquelle il vit .

    16.6.2025 von Dominik Mai - Der Direktor des Bundestages hat verboten, dass das queere Mitarbeitenden-Netzwerk der Bundestagsverwaltung beim Christopher Street Day mitläuft. Der CSD kritisiert das scharf.

    Das queere Mitarbeitenden-Netzwerk der Bundestagsverwaltung darf in diesem Jahr, anders als in den Vorjahren, nicht am Christopher Street Day (CSD) in Berlin teilnehmen. Die bereits erfolgte Anmeldung einer Fußgruppe des Regenbogen-Netzwerks sei „auf Weisung der Verwaltungsspitze“ zurückgezogen worden, teilte der Trägerverein des CSD am Montag mit.

    Der Bundestag bestätigte das Verbot auf Tagesspiegel-Anfrage. „Der Direktor beim Deutschen Bundestag hat die Entscheidung getroffen, dass die Bundestagsverwaltung als solche, insbesondere aufgrund der gebotenen Neutralitätspflicht, nicht an politischen Demonstrationen und öffentlichen Versammlungen teilnimmt“, sagte eine Sprecherin. Privat dürften die Mitarbeitenden teilnehmen: „Außerhalb des Dienstes steht den Mitarbeitenden der Bundestagsverwaltung eine Teilnahme an solchen Versammlungen selbstverständlich frei“.

    Neuer Direktor und damit Leiter der Bundestagsverwaltung ist seit dem 12. Mai Paul Göttke. Die neue Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hatte ihn für die Position vorgeschlagen. Ob Göttke auf Weisung von Klöckner handelte, beantwortete die Pressestelle des Bundestages nicht.
    Entscheidung von Julia Klöckner: Keine Regenbogenflagge am Bundestag zum CSD

    Erst vor einem Monat hatte die CDU-Politikerin entschieden, dass – auch anders als in den Vorjahren – auf dem Reichstagsgebäude keine Regenbogenflagge zum Berliner CSD gehisst wird. „An diesem Tag wird die Regenbogenflagge zu Recht auf vielfältige Weise durch die Menschen selbst getragen und verbreitet, nicht durch die Institution Bundestag“, sagte Klöckner.

    Das kritisiert der Berliner CSD in seiner Stellungnahme. „Dass nun auch queere Beschäftigte der Bundestagsverwaltung nicht sichtbar beim CSD mitlaufen dürfen, verstärkt den Eindruck einer politischen Kehrtwende“, schreibt der Verein. Zudem sei es „ein Rückschritt für alle, die in Institutionen für Menschenrechte, Vielfalt und Demokratie eintreten“.

    Der CSD spricht von „einer aktiven politischen Absage an queere Sichtbarkeit“ und einer „bewussten Entscheidung gegen die Community“. CSDs seien gelebte Demokratie. „Wer die Teilnahme von queeren Mitarbeitenden staatlicher Institutionen untersagt, kündigt stillschweigend den Konsens auf, dass Grundrechte sichtbar verteidigt gehören“, so der Vorstand weiter. „Gerade in Zeiten, in denen CSDs zur Zielscheibe rechtsextremer Angriffe werden, wäre politischer Rückhalt mehr als angebracht.“

    CDU-Abgeordneter: Regenbogen-Netzwerk muss beim Berliner CSD sichtbar sein

    Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak forderte in einer Mitteilung, das Regenbogen-Netzwerk müsse beim Berliner CSD sichtbar sein. Er wünsche sich „eine Lösung, die das jenseits der gebotenen Neutralitätspflicht ermöglicht“, so Luczak. Beim CSD würden eine Million Menschen für Gleichberechtigung und Toleranz von LGBTIQ demonstrieren – Werte, für die auch der Bundestag einstehe. „Wenn das durch eine Teilnahme seiner Mitarbeiter zum Ausdruck kommt, finde ich das gut“, sagte Luczak.

    „Entsetzt und sehr enttäuscht“ ist die LSU, die Interessensvertretung queerer Menschen in CDU und CSU. In einer Mitteilung schrieb sie von einem „bedauerlichen Signal“. „Wenn sich LSBTIQ+ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren und für Sichtbarkeit beim CSD einstehen wollen, darf das keine Frage von Protokoll oder Formalia sein, sondern eine Selbstverständlichkeit“, so Sönke Siegmann, Bundesvorsitzender der LSU. „Wir appellieren an die Verantwortlichen, diese Haltung zu überdenken und weiterhin stärker auf Teilhabe und Sichtbarkeit zu setzen. Die Entscheidung ist ein Rückschritt für das offene Bild, das unser Parlament ausstrahlen sollte.“

    Der Kurswechsel von Julia Klöckner und der CDU ist kein Zufall – er ist ein gezielter Angriff auf queeres Leben. Maik Brückner, queerpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag

    Der queerpolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Maik Brückner, sprach auf Instagram von einem „fatalen Symbol“. „Der Kurswechsel von Julia Klöckner und der CDU ist kein Zufall – er ist ein gezielter Angriff auf queeres Leben. Dass queere Sichtbarkeit aus dem Bundestag verbannt wird, ist Ausdruck eines gefährlichen Rechtsrucks – auch innerhalb der Bundesregierung“, so Brückner.
    Nyke Slawik: „ein schwerwiegender politischer Rückschritt“

    Kritik kommt auch von Nyke Slawik, der queerpolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag. Das Verbot sei ein verheerendes Signal. „Die nun untersagte Präsenz des Regenbogen-Netzwerks des Bundestags auf einem der größten CSD des Landes ist ein institutioneller Rückzug aus gesellschaftlicher Verantwortung“, teilte sie mit. „Das ist ein klarer Rückschritt und eine Entscheidung – gegen die Community, gegen Sichtbarkeit und demokratische Vielfalt.“ Wenn queere Beschäftigte staatlicher Institutionen aus der Öffentlichkeit zurückgedrängt werden, sei das „ein schwerwiegender politischer Rückschritt.“

    Bundestagspräsidentin Klöckner müsse erklären, „wie sie in ihrer Rolle sicherstellen will, dass queere Mitarbeitende auch in Zukunft als Teil einer offenen, diversen Parlamentskultur in der Öffentlichkeit sichtbar sein dürfen“, so Slawik weiter: „Wer der queeren Belegschaft in der Verwaltung Sichtbarkeit verweigert, gestaltet damit politische Realität. Und diese Realität darf nicht eine der Ausgrenzung und Unsichtbarmachung sein.“

    Auch der Berliner CSD fordert von Klöckner, „sich klar zur Verantwortung des Bundestags für den Schutz queerer Menschen zu bekennen“. Der Verein hat die Mitglieder des Regenbogen-Netzwerks nun eingeladen, stattdessen auf dem offiziellen CSD-Truck mitzufahren.

    In diesem Jahr findet der Berliner CSD am 26. Juli statt. Erwartet werden wieder Hunderttausende Menschen, die für queere Rechte auf die Straße gehen. Start ist wie in den Vorjahren um 12 Uhr in der Leipziger Straße. Von dort aus geht es Richtung Potsdamer Platz, Nollendorfplatz, vorbei am Großen Stern auf die Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor.

    Das diesjährige Motto ist „Nie wieder still”. Das solle zeigen, dass die queere Community laut bleibe, sich nicht verdrängen, übersehen oder unsichtbar machen lasse, begründete der CSD das Motto.

    Les Précieuses ridicules (1659)
    https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Les_Pr%C3%A9cieuses_ridicules

    Ce n’est pas l’homosexuel qui est pervers mais la société dans laquelle il vit (1971)
    https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Ce_n%27est_pas_l%27homosexuel_qui_est_pervers_mais_la_soci%C3%A9t%C3

    Julia Klöckner (1972)
    https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Julia_Kl%C3%B6ckner

    #Allemagne #politique #droite #queer #Bundestag

  • Razzia gegen Reichsbürger : „Königreich Deutschland“ verboten – „König“ festgenommen
    https://www.berliner-zeitung.de/news/koenigreich-deutschland-verboten-razzien-in-sieben-bundeslaendern-l

    Contre l’usurpation - le "Roi d’Allemagne" vient d’être arrête par la police. On ne peut que remercier les fonctionnaires. Il n’y a qu’un roi allemand. L’autre est est un vieux réac et même pas sympa.

    13.5.2025 von Maria Windisch - Der Verein „Königreich Deutschland“ ist ab sofort verboten. Auch das selbsternannte Staatsoberhaupt wurde am Dienstag festgenommen.

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat den Verein „Königreich Deutschland“ verboten. „Zweck und Tätigkeit des Vereins laufen den Strafgesetzen zuwider und richten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung“, erklärte das Bundesinnenministerium am Dienstag. Dobrindt sprach von einem „bedeutenden Schlag gegen die sogenannten Reichsbürger und Selbstverwalter“. „Mit dem sogenannten ,Königreich Deutschland’ wurde die größte Vereinigung dieser seit Jahren wachsenden Szene verboten“, erklärte der Minister.

    Auch der selbsternannte „König“ des Vereins, Peter Fitzek, soll in Sachsen festgenommen worden sein. Gegen ihn wurde vor mehreren Wochen ein Haftbefehl erwirkt, der nun vollstreckt wurde, wie die Tagesschau berichtet.

    „Die Mitglieder dieser Vereinigung haben einen ,Gegenstaat’ in unserem Land geschaffen und wirtschaftskriminelle Strukturen aufgebaut“, erklärte der Minister weiter. „So untergraben sie beharrlich die Rechtsordnung und das Gewaltmonopol der Bundesrepublik. Dabei untermauern sie ihren vermeintlichen Herrschaftsanspruch durch antisemitische Verschwörungserzählungen.“

    Seit den frühen Morgenstunden durchsuchen außerdem laut Ministeriumsangaben hunderte Einsatzkräfte in sieben Bundesländern Liegenschaften des Vereins und Wohnungen von führenden Mitgliedern. Vereinsvermögen soll demnach beschlagt werden und weitere Beweismittel für die verfassungsfeindlichen Ziele und Aktivitäten des Vereins sichergestellt werden. Durchsucht wird unter anderem in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen, Brandenburg und Baden-Württemberg.

    Bei dem Verein handelt es sich um die größte bekannte Struktur der sogenannten Reichsbürger- und Selbstverwalter-Szene in Deutschland. Das Verbot erstreckt sich auch auf zahlreiche Teilorganisationen des Netzwerks und gilt ab sofort.

    Es sei das Ergebnis einer engen Kooperation mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz, weiteren Bundesbehörden und den Ländern. Im Vorfeld führten alle beteiligten Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden umfangreiche Ermittlungen und gemeinsame Auswertungen, wie das Innenministerium weiter mitteilte.

    Rio Reiser König von Deutschland
    https://www.youtube.com/watch?v=cWkBRs_BJAs

    Rio Reiser, Rio I. : 1986

    Jede Nacht um halb eins
    Wenn das Fernsehen rauscht
    Leg ich mich auf’s Bett und mal mir aus
    Wie es wäre, wenn ich nicht der wäre
    Der ich bin
    Sondern Kanzler, Kaiser, König oder Königin
    Ich denk’ mir, was der Kohl da kann
    Das kann ich auch
    Ich würd’ Vivaldi hören tagein-tagaus
    Ich käm’ viel rum, würd’ nach USA reisen

    Ronnie mal wie Waldi in die Waden beissen

    Das alles und noch viel mehr
    Würd’ ich machen
    Wenn ich König von Deutschland wär’
    Oh... das alles und noch viel mehr

    Würd’ ich machen
    Wenn ich König von Deutschland wär’

    Ich würd’ die Krone täglich wechseln
    Würde zweimal baden
    Würd’ die Lottozahlen
    Eine Woche vorher sagen
    Bei der Bundeswehr
    Gäb’ es nur noch Hit-Paraden
    Ich würd’ jeden Tag

    Im Jahr Geburtstag haben
    Im Fernseh’n gäb es nur noch ein Programm
    Robert Lembke 24 Stunden lang
    Ich hätte zweihundert Schlösser
    Und wär’ nie mehr pleite
    Ich wär’ Rio I., Sissi die II

    Das alles und noch viel mehr
    Würd’ ich machen
    Wenn ich König von Deutschland wär’
    Oh..., das alles und noch viel mehr
    Würd’ ich machen
    Wenn ich König von Deutschland wär’

    Die Socken und die Autos
    Dürften nicht mehr stinken
    Ich würd’ jeden Morgen erstmal ein Glas Champus trinken
    Ich wär’ schicker als der Schmidt
    Und dicker als der Strauß
    Und meine Platten kämen ganz groß raus
    Reinhard Mey wäre des Königs Barde
    Paola und Kurt Felix wären Schweizer Garde
    Vorher würd’ ich gern wissen
    Ob sie Spaß versteh’n
    Sie müssten 48 Stunden ihre Show anseh’n

    Das alles und noch viel mehr
    Würd’ ich machen
    Wenn ich König von Deutschland wär’
    Das alles und noch viel mehr
    Würd’ ich machen
    Wenn ich König von Deutschland wär’
    Das alles, und noch viel mehr
    Würd’ ich machen
    Wenn ich König von Deutschland... wär’

    #Allemagne #droite #parodie #musique