• Keine Spur von Höhenangst: Die ersten Fassadenkletterer Berlins
    https://www.berliner-zeitung.de/open-source/keine-spur-von-hoehenangst-die-ersten-fassadenkletterer-berlins-li.

    5.3.2026 von Bettina Müller - Bei ihren Raubzügen über den Dächern Berlins spielten die Gebrüder Kaßner in den 1920er-Jahren ein gefährliches Spiel. Und es endete tragisch.

    Es war eine hochgradig gefährliche Klettertour, die eine große Körperbeherrschung und noch größeren Mut erforderte: Hausvorsprünge, Spaliere, Pfeiler, Bäume, Regenrinnen und Blitzableiter dienten dem Vorwärtskommen an der Hauswand. Es waren jedoch keine Akrobaten, die der Unterhaltung des Publikums dienten, sondern Verbrecher. Die Fassadenkletterer waren geboren und wollten vor allem eins: Beute machen.

    Im Laufe der 1920er-Jahre wurde daraus der gefährlich verniedlichte „Klettermax“ oder auch „Das Gespenst von Berlin“. Die Lage wurde zunehmend unübersichtlicher, weil immer mehr Verbrecher die Häuserwände fluteten. Aber wer war das Original-Klettermäxchen, das von funkelnden Juwelen träumte, die es aber nicht selbst erarbeiten wollte? Ein historischer Pressebericht gibt heute die Antwort: „Die Gebrüder Kaßner waren die ersten, die die Fassadenkletterei in größtem Stil betrieben.“

    Oktober 1918. Während in Berlin Wilhelm II. nur kurz vor seiner Abdankung steht, die am 9. November 1918 bekannt gegeben werden wird, klettert Paul Kaßner eines Abends an der Fassade des Eden-Hotels hoch und verschafft sich durch ein offenes Fenster Zugang zu einem der Zimmer. Pech für ihn, dass er dabei von einem Rechtsanwalt überrascht wird, der den Eindringling kurzerhand überwältigt, mit Bettlaken fesselt und ihn verschnürt wie ein Paket der Polizei übergibt. Drei Monate Gefängnis sind das Ergebnis dieses gescheiterten Einbruchs, der keinerlei abschreckende Wirkung auf den Verbrecher hat.

    Paul Kaßner ist 18 Jahre alt und gebürtig aus Berlin, während sein älterer Bruder Wilhelm 1895 in Neu-Levin im Oberbarnim das Licht der Welt erblickte. Beide haben sich auf das Fassadenklettern spezialisiert und leben von den „Einkünften“ aus diesen lebensgefährlichen Raubzügen. Nach Abzug einer beträchtlichen Geldsumme für den Hehler, versteht sich. Das ärgert sie sehr, aber ändern können sie es nicht.

    Foto
    Ihren zweiten Raubzug begehen die Brüder Kaßner im Hotel Adlon.GRANGER Historical Picture/imago

    Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei

    Nur vier Monate nach dem Eden-Coup wiederholt Paul Kaßner das kriminelle Muster, diesmal in der Nacht zum 17. Februar 1919 an der Fassade des Adlon-Hotels, das dem Kletterer für seine „Arbeit“ sehr praktische Rillen im Sandsteinbau bietet. Er erleichtert dabei den Großindustriellen Stinnes um viel Bargeld und flieht.

    Doch die Berliner Kriminalpolizei kennt ihren „Pappenheimer“ mittlerweile nur zu gut und so lehnen sie sich beruhigt in ihren Bürostühlen zurück, weil sie wissen, dass er ihnen irgendwann in die Falle gehen wird. So auch diesmal: Am 26. April 1919 wird Paul Kaßner zu einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt.

    Seine „Karriere“ als gewerbsmäßiger Einbrecher beendet er natürlich nicht. Zu verlockend sind die Reichtümer, die in den Hotelzimmern auf ihn warten, zu ehrgeizig ist der Kletterer, der immer höher hinauswill, am liebsten bis in die Wolken. Sein Bruder Willi ist ihm offenbar ebenbürtig, auch er kann es nicht lassen und trägt dabei stets einen Revolver mit sich. Wenn sie gerade nicht klettern, verstecken sie sich in den düsteren Schlupfwinkeln der Großstadt, wo sie von ihren „Bräuten“ mit Essen versorgt werden. Und aus denen sie sofort fliehen und weiterziehen, wenn die Polizei ihnen mal wieder auf den Fersen ist.

    November 1925: Die Kaßner-Brüder bewegen sich nach wie vor in diesen dubiosen Kreisen der Kletterspezialisten. Paul Kaßner ist kurz zuvor aus der Strafanstalt Luckau entwichen, als Willi Kaßner sein Waterloo an einer Berliner Hotelfassade erlebt – in Form eines widerspenstigen Schweizer Hotelgastes namens Hollinger, der mit seiner Frau im Hotel Kaiserhof abgestiegen ist. Noch am selben Abend ihrer Ankunft kommt es zum Tumult.

    Hollinger ist im Bad, da hört er seine Frau im Schlafzimmer panisch schreien. Ohne zu zögern stürzt er in das Zimmer und sieht sich einem schwarz maskierten Mann gegenüber, der keine Schuhe trägt und mit seinem Revolver auf ihn zielt.

    Der furchtlose Hollinger wirft sich auf den Eindringling. Beide ringen miteinander, bis Kaßner Hollinger schließlich mit dem Revolverkolben ins Gesicht schlägt, was aber nicht die erwünschte besänftigende Wirkung hat. Der vor Wut rasende Hollinger revanchiert sich, indem er den Verbrecher in den Schwitzkasten nimmt und ihn dann in Richtung Fenster zerrt.

    Pech für Kaßner, dass es offensteht. Hollinger hebt zuerst die Beine und dann den Oberkörper des Mannes hoch und legt so den ganzen Verbrecher auf der Fensterbank ab – ein lauter Schrei ertönt und dann befindet sich nur noch ein Mann im Zimmer.

    Von der Charité bis zum Altar

    Kaßner überlebt mit mehreren Knochenbrüchen auf dem Asphalt, sodass Kommissar Werneburg, der Spezialist für Raubüberfälle im Polizeipräsidium, ihn zunächst in die Charité einweisen lassen muss. Aber auch dieses einschneidende Erlebnis und die Demütigung läutern Kaßner nicht, und sie halten ihn schon gar nicht davon ab, sich nach seiner Genesung im Dunkel der Nacht wieder neue Fassaden zu suchen. Er will klettern, muss klettern, um zu überleben, auch wenn die Gefahr sein ständiger Begleiter ist. Das Klettern ist auch zur unwiderstehlichen Sucht geworden.

    Anderthalb Jahre später sorgt er erneut für Polizeieinsätze. Im Mai 1927 findet im Norden der Stadt im Hause eines Gastwirts eine Verlobungsfeier statt. Der Sekt fließt in Strömen, dann wird die Harmonie jäh gestört, als aus unbekannten Gründen eine Prügelei eskaliert, sodass die Polizei anrücken muss. Doch auf dem Polizeirevier kommt der zukünftige Bräutigam der Gastwirtstochter gar nicht an. Und dann müssen die Beamten der ahnungslosen jungen Frau auch noch mitteilen, dass sie sich ausgerechnet mit dem „König der Fassadenkletterer“, Paul Kaßner, verlobt hatte, der sich ihr gegenüber unter falschem Namen als Kaufmann präsentiert hatte.

    Auch das Verlobungsgeschenk, eine Diamantenbrosche, musste sie wieder abgeben – sie stammte aus einem der Raubzüge Kaßners. Kurze Zeit später wird Kaßner in der Nähe des Stettiner Bahnhofs bei einer Prügelei festgenommen.

    Auch die letzte Phase der Weimarer Zeit wird für die Kaßners zu einem munteren Potpourri an Festnahmen, Gefängnisstrafen – und erneuten Ausbrüchen beider Brüder. Die Fassadenkletterer waren da schon längst in die Unterhaltungskultur der Stadt eingegangen: Ihre Abenteuer wurden in Gedichten, Romanen, Theaterstücken und sogar in Filmen aufgegriffen.

    Im April 1928 gelingt Paul Kaßner die Flucht aus einem streng bewachten Gefangenentransport gen Plötzensee. Seine neu gewonnene Freiheit nutzt er dann, um sich ausgiebig zu betrinken, wonach er schließlich besinnungslos an der Ecke Unter den Linden/Friedrichstraße von einem Polizeibeamten aufgegriffen wird. Die Gerichtsverhandlung im September des Jahres offenbart schließlich einen nahezu typischen Lebenslauf so mancher Berliner Verbrecher dieser Zeit: Der Vater war Trinker, die Jugend trostlos, von mehreren Geschwistern überlebten nur Paul und Willi. Die ersten Taschendiebstähle begingen sie im Alter von 13 Jahren, dann folgte die Fürsorgeanstalt und schließlich irgendwann das Zuchthaus.

    Der Bann war gebrochen und der Verbrecher geboren, der diesem ewigen Kreislauf nichts entgegensetzen konnte oder wollte. Als „guten Jungen“, der jedoch „leicht erregbar und krankhaft veranlagt“ sei, beschrieb ihn seine Mutter; als „jähzornigen Psychopathen, der unbeherrscht seinen Trieben folgt und auch von hohen Strafen nicht abgeschreckt wird“, der Gerichtsmediziner Medizinalrat Dr. Münich. Münich kam auch zu dem Ergebnis, dass der § 51 Reichsstrafgesetzbuch (RStrGB), der über die Zurechnungsfähigkeit der Angeklagten entschied, nicht zur Anwendung kommen könne. Paul Kaßner wurde somit zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, was – der Leser ahnt es schon – auch wieder keinerlei abschreckende Wirkung hatte.

    Ein schnelles Ende

    Doch wie lange kann ein Mensch auf diese Art und Weise leben? Was macht er, wenn er älter und vor allem unbeweglicher wird? Für die Gebrüder Kaßner sollte sich diese Frage nicht mehr stellen. In der Nacht zum 2. Juni 1933 erschoss die Dresdener Polizei einen Diamantenhändler in der Walpurgisstraße, der dort Edelsteine zum Verkauf angeboten hatte. Es war Willi Kaßner, den ein Polizeibeamter zur Rede gestellt hatte.

    Willi Kaßner hatte keine Sekunde gezögert und seine Waffe gezogen, mit tödlichem Ausgang: einem Schuss in seinen Kopf. Und so hieß es diesmal in der standesamtlichen Sterbeurkunde: Das Landeskriminalamt Dresden zeigte an, dass „Wilhelm Hermann Friedrich Kaßner, ohne Beruf, 38 Jahre alt, Wohnort unbekannt, geboren zu Beauregard, Kreis Oberbarnim, Familienstand unbekannt, zu Dresden auf dem Fußweg vor dem Grundstück Walpurgisstraße 4 am ersten Juni des Jahres tausendneunhundertdreiunddreißig nachmittags um elfeinhalb Uhr verstorben sei“.

    Paul Kaßner sollte seinen Bruder nur vier Jahre überleben. Zunächst geriet er als „Gewohnheitsverbrecher“ in den Fokus der Nationalsozialisten. Im Juni 1934 wurde er im schlesischen Brieg von einem Schöffengericht zu Sicherheitsverwahrung verurteilt und nach Berlin abtransportiert. Dort wurde Paul Kaßner „am 19. Februar 1937 in der Alexanderstraße 10 tot aufgefunden“. Es war die Adresse des Untersuchungsgefängnisses im Berliner Polizeipräsidium.

    Beauregard, Wriezen
    https://www.openstreetmap.org/node/766701333#map=9/52.550/13.889

    #Berlin #Geschichte #Kriminalität #Nazis #Berufsverbrecher #Eimbrecher

  • Speciale 21 marzo. Tutti i processi di mafia in Piemonte
    https://lavialibera.it/it-schede-2577-speciale_21_marzo_i_processi_di_mafia_in_piemonte

    Per la conoscenza e il contrasto alle mafie in Piemonte esiste un prima e un dopo Minotauro. L’operazione, scattata all’alba dell’8 giugno 2011 con l’arresto di 142 presunti ’ndranghetisti e complici, ha cambiato la percezione comune della presenza criminale nella regione. Da quella indagine e successivamente dalle udienze del processo, celebrato nell’aula bunker del carcere di Torino, sono emersi i legami tra certi esponenti della ’ndrangheta e politici locali, alcuni dei quali (come il sindaco di Leinì, Nevio Coral, o un assessore di Chivasso, Bruno Trunfio) condannati per le loro pesanti complicità. A 10 anni da Minotauro, politica e imprenditoria assenti "È evidente che l’organizzazione ha cercato di infiltrare la politica e le istituzioni", aveva detto l’allora (...)

    #MAFIE_●_RESISTENZE

    • Speciale 21 marzo. Narcotraffico, cantieri e clan stranieri: tutti i processi di mafia in Piemonte

      Dal 2011 a oggi, oltre 25 inchieste giudiziarie e decine di condanne per mafia. In Piemonte i clan, anche stranieri, si occupano di narcotraffico e lavori pubblici. E coltivano buoni rapporti con i colletti bianchi

      Per la conoscenza e il contrasto alle mafie in Piemonte esiste un prima e un dopo Minotauro. L’operazione, scattata all’alba dell’8 giugno 2011 con l’arresto di 142 presunti ‘ndranghetisti e complici, ha cambiato la percezione comune della presenza criminale nella regione. Da quella indagine e successivamente dalle udienze del processo, celebrato nell’aula bunker del carcere di Torino, sono emersi i legami tra certi esponenti della ‘ndrangheta e politici locali, alcuni dei quali (come il sindaco di Leinì, Nevio Coral, o un assessore di Chivasso, Bruno Trunfio) condannati per le loro pesanti complicità.

      «È evidente che l’organizzazione ha cercato di infiltrare la politica e le istituzioni», aveva detto l’allora procuratore capo di Torino, Gian Carlo Caselli, nel corso della sua requisitoria. Il maxiprocesso e le condanne seguite hanno modificato la consapevolezza pubblica del problema ma anche, più tecnicamente, l’operato della magistratura.

      Prima di Minotauro gli inquirenti partivano dall’indagine sui reati scopo (cioè su quei reati compiuti dagli associati, ad esempio le estorsioni) per poi cercare di dimostrare l’esistenza di un’associazione mafiosa. Con Minotauro il metodo cambia: «C’è l’associazione, ne parlano nelle intercettazioni, andiamo a vedere cosa fa», ha sintetizzato durante un incontro di Libera nel 2021 Roberto Sparagna, il magistrato che – raccogliendo le confessioni del pentito Rocco Varacalli – ha imbastito la maxi-inchiesta ed è oggi procuratore aggiunto a Torino.

      I frutti di quel lavoro hanno portato ad almeno altre 25 inchieste giudiziarie sul territorio piemontese. Inchieste che – con più di 450 indagati e parecchie decine di condanne per 416 bis – hanno dimostrato come la presenza criminale in Piemonte sia un fenomeno in costante evoluzione. L’ultimo rapporto della Direzione investigativa antimafia del 2024 indica la presenza della ‘ndrangheta in almeno 24 comuni.
      Politici e mafiosi

      Pochi giorni dopo Minotauro, il 21 giugno 2011, l’indagine Albachiara ha rivelato le presenze mafiose nel Basso Piemonte, tra le province di Asti, Cuneo e Alessandria, dove la criminalità aveva stretto rapporti con la politica: un consigliere comunale, Giuseppe Caridi, era stato addirittura affiliato e perciò poi condannato per mafia.

      Nel 2012 l’operazione Colpo di coda ha approfondito la presenza della ‘ndrangheta a Chivasso (Torino) e Livorno Ferraris (Vercelli). In quel contesto, gli investigatori hanno scoperto l’impegno di alcuni affiliati nella raccolta dei voti a favore del candidato sindaco del centrosinistra, Gianni De Mori, per le elezioni amministrative di Chivasso. De Mori non fu mai coinvolto nel procedimento, ma si dimise evitando lo scioglimento del Comune per infiltrazioni mafiose.

      Provvedimento che invece colpì il comune di Leinì e quello di Rivarolo Canavese. Il 2012 è stato l’annus horribilis per gli enti locali piemontesi, con il Piemonte prima regione del Nord Italia per numero di comuni sciolti per mafia: tre, in totale, considerando anche il caso di Bardonecchia (Torino), datato 1995. Nel 2014 l’operazione San Michele ha rivelato gli appetiti di alcuni ‘ndranghetisti sui lavori di movimento terra e smaltimento degli inerti nei lavori della Tav Torino-Lione.

      Alcune inchieste successive, come Alto Piemonte, Barbarossa e Carminius, hanno fatto luce sugli insediamenti della ‘ndrangheta fuori dal capoluogo. La prima, del 2016, ha rivelato i legami tra uomini delle ‘ndrine e gli ultras della Juventus e scoperto altre presenze nelle province di Biella e di Vercelli. La seconda, datata 2018, ha sgominato quella che secondo gli inquirenti era la “locale” astigiana, portando all’arresto di 26 persone tra Asti, Alba e Costigliole d’Asti.
      La terza, del 2019, si è concentrata sull’area di Carmagnola, ma ha colpito anche i piani alti della Regione Piemonte: un assessore, Roberto Rosso, è stato arrestato e processato per voto di scambio politico-mafioso. Secondo gli inquirenti, Rosso aveva chiesto il sostegno elettorale a due uomini della ‘ndrangheta. L’accusa ha retto fino al 2025, quando la Cassazione ha annullato la sentenza ordinando un nuovo processo d’appello: per i giudici non è dimostrato che Rosso fosse consapevole di interloquire con uomini dei clan.

      Traffici di cocaina e cantieri

      Il 2019 è stato l’anno di altre tre grosse indagini. Cerbero (su 66 persone legate alle locali di ‘ndrangheta a San Giusto Canavese e Volpiano, alcune delle quali coinvolte in grossi traffici internazionali di cocaina), Criminal Consulting e Pugno di ferro. Dalle ultime due operazioni è emersa una ‘ndrangheta capace di servirsi di colletti bianchi per intascare ampie fette di fondi pubblici con il ricorso ad aziende fittizie e prestanomi.

      Nel 2021 l’inchiesta Platinum-Dia ha smantellato una grossa rete di narcotraffico che si riforniva nei porti del Nord Europa. Il narcotraffico con il Sudamerica è il core business anche di alcune famiglie di origini calabresi insediate da decenni a Torino e a Volpiano, come gli Agresta, i Marando, gli Assisi, già coinvolti in altre indagini come Pinocchio (2015), Cerbero e Samba.

      Nel 2024 l’operazione Echidna ha fatto luce su una serie di condotte illecite nella gestione di appalti pubblici. Tra le persone messe agli arresti domiciliari figura Roberto Fantini, ex amministratore delegato di Sitalfa, parte del gruppo Sitaf che gestisce l’autostrada A32 Torino-Bardonecchia. Questa indagine ha dimostrato i legami tra l’imprenditore e un anziano ‘ndranghetista, Giuseppe Pasqua, ma anche tra quest’ultimo e un politico navigato con un trascorso tra i socialisti, Salvatore Gallo, padre dell’allora capogruppo regionale del Pd Raffaele Gallo.

      Infine, la recente inchiesta Factotum ha mostrato che a Torino gli ‘ndranghetisti potevano contare su un loro “rappresentante” anche all’interno del sindacato Cisl. Secondo quanto ricostruito, l’uomo, rappresentante della Filca (la sigla dei lavoratori edili), era attivo nel favorire la latitanza di alcuni mafiosi, trovare lavori alle imprese edili degli affiliati, sostenere gli “amici” nelle vertenze e aiutare alcuni a ottenere il reddito di cittadinanza.
      Clan rumeni e nigeriani

      L’attività giudiziaria ha certificato la presenza sul territorio piemontese anche di mafie straniere: nel 2014 l’inchiesta Brigada ha portato per la prima volta in Italia a una condanna per 416 bis, confermata anche in Cassazione, a carico di un gruppo di cittadini rumeni dediti a estorsioni, rapine e controllo dei traffici illeciti. La successiva operazione Athenaeum ha invece confermato la presenza dei clan nigeriani Black Axe, Eiye e Maphite.

      Le indagini hanno mostrato che questi gruppi sono organizzati in strutture verticistiche, rinsaldate dal vincolo di fedeltà e dalla pressione esercitata sui propri associati, anche attraverso la minaccia di ritorsioni contro i familiari rimasti in patria.

      #ndrangheta #Piémont #mafia #cartographie #ndrine #visualisation #familles #colpo_di_coda #enquêtes #Cerbero #Criminal_Consulting #pugno_di_ferro #Platinum-Dia #cocaïne #Echidna #Sitalfa #Sitaf #Factotum #Cisl #Filca #Athenaeum #mafia_nigériane #mafia_roumaine #Black_Axe #Eiye #Maphite

  • Willy Abel
    https://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Abel#Erfindungen_und_Ehrungen

    Der #Eierschneider aus Berlin. Eine völlig überflüssige Erfindung, aber jeder Haushalt hat einen.

    Ab 1908 konzentrierte sich Abel auf die Entwicklung und Herstellung von Haushaltsgeräten. Dafür gründete er 1912 die Harras-Werke in der Rittergutstraße 106/107 in Lichtenberg bei Berlin. Er war Alleininhaber und alleiniger Betriebsleiter. Weltbekannt wurde er durch die Entwicklung und Herstellung von Kleinmaschinen und Geräten für den Haushalt, die als Massenartikel am Fließband produziert wurden. So erfand er die Brotschneidemaschine mit rundem Messer, den Eierschneider und das herzförmige Waffeleisen.[1] Der HARRAS-Original-Eierteiler war Abels erster Massenartikel mit einem weltweiten Absatz. Er vermarktete seine Produkte unter dem Slogan „HARRAS in alle Welt“ und gründete Niederlassungen in New York und London. Der wirtschaftliche Erfolg erlaubte es Abel, weitere industrielle Erfindungen planmäßig zu entwickeln und in erfolgreiche Herstellungs- und Vertriebsprozesse zu überführen.

    Die HARRAS-Werke gehörten nach dem Zweiten Weltkrieg zu den wenigen Betrieben in Ost-Berlin, die nicht enteignet wurden. Brotschneidemaschinen, Reibeisen und Gardinenbleche waren die ersten Produkte, die wieder hergestellt wurden.

    Um 1940 erkrankte Abel schwer an Diabetes, sodass ihm ein Bein amputiert werden musste. Er starb einen Tag vor seinem 76. Geburtstag in Berlin-Lichtenberg.

    Die Harras-Werke wurden von einem Pächter unter der Bezeichnung Harras-Werke W. Abel weitergeführt und 1960 verstaatlicht.

    Museum Lichtenberg im Stadthaus - Willy Abel, Ingenieur und Erfinder
    https://museum-lichtenberg.de/index.php/menschen/lichtenberger-persoenlichkeiten/599-abel-willy

    Geboren am 23. September 1875
    Gestorben am 22. September 1951

    In der Lichtenberger Rittergutstraße gründete der Ingenieur Willy Abel 1912 den Hauptsitz der Harras-Werke, eine der ersten Haushaltsmaschinenfabriken in Deutschland. Der Unternehmensgründer Willy Abel gilt als „Vater der deutschen Haushaltsmaschinen-Industrie“ und Wegbereiter moderner Küchengeräte.

    Willy Abel stammte aus dem Rheinland und wurde am 23. September 1875 geboren. Zur Schule ging er in Trier. Nach seinen eigenen Angaben besuchte er von 1889 bis 1892 die dortige Gemeindeschule. Im Anschluss daran wurde er Technischer Lehrling in der Maschinenfabrik und Eisengießerei Ed.Lais & Co., die ebenfalls in Trier ansässig war. Nach einer dreijährigen Lehrzeit arbeitete er dort Technischer Volontär und Betriebs-Direktions-Assistent. Bereits in dieser Zeit zeigte sich was später zur Grundlage seiner Karriere werden sollte: sein außergewöhnlicher Erfindungsdrang. 1893, Willy Abel war gerade 18 Jahre alt, meldete er sein erstes Patent an. Er erfand, die später in der ganzen Welt eingeführte, Zahnräderform-Maschine. (Zahnräderform-Maschine DRP. Nr. 71833 vom 29.04.1893)

    Doch Willy Abel zog es fort von Trier, die nächsten fünf Jahre, bis 1898, arbeitete er als erster Konstrukteur für Werkzeugmaschinenbau im Konstruktionsbüro der Königlichen Gewehrfabrik in Spandau. Weiterbildung war für ihn offensichtlich sehr wichtig, denn in dieser Zeit war er gleichzeitig Hörer an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Zwischen 1898 und 1899 arbeitete er als Leitender Ingenieur des Berliner Patentbüros Brögelmann & Hirschlaff.

    Um sich seinen eigenen Innovationen und Erfindungen besser widmen zu können, entschließt sich Willy Abel ab 1899 als freiberuflicher Konstrukteur zu arbeiten. In den Jahren bis 1906 meldet er für ihn wichtige Patente an, die er in der Folgezeit verwertet und weiterentwickelt. So baut er für die Deutsche Reichspost den ersten Briefmarken-Automaten. Auf dieser Grundlage entstehen weitere Wertzeichen-Automaten, eine Rotationsdruckmaschine für Briefmarken und dergleichen mehr.

    Als er im Jahr 1906 seinen Wertzeichen-Automaten der Öffentlichkeit vorstellt, war dies bereits sein viertes Modell an dem er arbeitete. Das neue an diesem Gerät war, dass nach dem Einwurf eines Geldstücks, ohne weitere äußere Einwirkung, der Automat in Betrieb gesetzt wurde. Auf diese Weise konnten Briefmarken, Postkaten, Bahnsteigkarten u.ä. verkauft werden. Es war das Ergebnis einer insgesamt achtjährigen Arbeit.

    Für die Verwertung dieser Patente wurden mehrere Firmen gegründet. Zwischen 1906 und 1908 war Willy Abel Technischer Direktor der Abelschen-Postwertzeichen-Automaten-Vertriebsgesellschaft (später Deutsche Abel-Postwertzeichen-Automaten AG) und der Eisenbahnfahr- und Bahnsteigkarten AG in Staaken bei Spandau. Im Jahr 1907 gründet er die W. Abel & Co. GmbH in Berlin-Schöneberg.

    Dass seine Erfindungen auch international erfolgreich sind zeigt seine Teilnahme an einer Ausstellung in Mailand im Jahr 1906. Dort erhält der Abelsche-Postwertzeichen-Automat eine goldene Medaille. Folgerichtig ist dann auch der Verkauf zahlreicher seiner Patente ins Ausland.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang der Gesellschaftervertrag der Internationalen Abelschen Briefmarken-Automaten Vertriebsgesellschaft vom 19.12.1907. Zum Gegenstand des Unternehmens heißt es im § 2 u.a., dass es um die bisher betriebenen Geschäfte und um die Verwertung der gegenwärtigen und zukünftigen Erfindungen des Ing. Willy Abel auf dem Gebiet von Briefmarken-, Billets-, Fahrscheinen- etc. Automaten geht. Im § 5 werden die Patente und Schutzrechte im Ausland aufgeführt. Daraus erfährt man, wohin und in welcher Anzahl Patente verkauft wurden: nach Frankreich, England und Amerika jeweils 3, nach Österreich, Italien, Ungarn, Schweden, Dänemark, Norwegen und in die Schweiz jeweils 2 und nach Belgien, Rußland Spanien, Canada, Rumänien und Japan jeweils 1 Patent. Der Verkauf der Patente an die Deutsche Reichspost und die ausländischen Postdirektionen machte Abel zu einem reichen Mann.

    Das Jahr 1907 war für Willy Abel auch privat bedeutsam, in diesem Jahr heiratete er Margarethe Drosse.

    Ab dem Jahr 1908 konzentrierte sich Willy Abel auf die Entwicklung und Herstellung von Haushaltsgeräten. In dem Jahr begann er mit der Produktion einer gestanzten Reibe. Wie innovativ er bei der Erfindung von Haushaltsgeräten ist, zeigt die breite Palette seiner Erzeugnisse, die er in Massenproduktion herstellen ließ. Eigens dafür gründete er im Jahr 1912 die Harras Werke in Berlin-Lichtenberg, deren Alleininhaber und alleiniger Geschäfts- und Betriebsleiter er war. Auf einer Fläche von ca. 4.000 m², versehen mit einem eigenen Gleisanschluss, wurden hier Haushaltsprodukte aller Art hergestellt. Das beständigste seiner Produkte, das er über viele Jahrzehnte produzierte, war ganz zweifelsohne der Brotschneider mit Kreismesser. Eine seiner kleineren aber sehr erfolgreichen Erfindungen war der Eierschneider. Unter dem Namen Harras-Original-Eierteiler war er Abels erster Massenartikel mit einem weltweiten Absatz, von dem in kürzester Zeit ca. 10 Millionen Stück verkauft wurden. „Harras in alle Welt“ unter diesem Slogan begann er sehr erfolgreich seine Haushaltsgeräte zu vermarkten. Seine größten Erfolgte erzielte er in den USA, wo es bereits einen Markt für Massengüterproduktion gab. Zwischen 1918 und 1923 entstanden Niederlassungen in New York und London.

    Um der ständig steigenden Nachfrage gerecht zu werden, musste Willy Abel seine Produktionskapazität erweitern. So entstand im Jahr 1918 das Werk II, eine Eisengießerei und Maschinenfabrik in Ferdinandshof in Vorpommern. Modern ausgebaut lieferte sie monatlich 300 Tonnen Rohgußteile, die dank des Bahnanschlusses schnell nach Lichtenberg zur Weiterverarbeitung geliefert werden konnten. Im Jahr 1920 folgte das Werk III, ebenfalls in Ferdinandshof, in dem die Holzteile für die Haushaltsgeräte gefertigt wurden. Die Harras-Werke gehören zu den wenigen, die die 1923 in Deutschland ausbrechende Wirtschaftskrise relativ unbeschadet überstanden. Harras-Produkte kannte man in den 20er Jahren in der ganzen Welt.

    Zu einem tiefen Einschnitt kam es zu Beginn der 30er Jahre mit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise. Der Zusammenbruch des Weltmarktes machte auch vor den Toren der Harras-Werke keinen Halt. Willy Abel war gezwungen seine ausländischen Niederlassungen abzustoßen und die Produktionsstätten in Vorpommern zu schließen. Einzig das Werk in Lichtenberg blieb erhalten.

    Um die Zeit des Ausbruchs des 2. Weltkrieges erkrankte Willy Abel schwer an Diabetes. Die Krankheit nahm einen so heftigen Verlauf, dass ihm ein Bein amputiert werden musste. Die letzten Kriegsjahre verbrachte er an der Ostsee. Immerhin konnte er sich nach wie vor als Konstrukteur betätigen.

    Obwohl Lichtenberg während des Krieges schwer bombardiert wurde, waren die Harras-Werke vergleichsweise glimpflich davongekommen. Lediglich eine Halle (944 m²) war durch Fliegerbomben stark zerstört worden. Das Fabrikgelände und das dazugehörige Wohnhaus in der Rittergutstraße 106/107 (heute Josef-Orlopp-Straße 89 – 91), das die Familie Abel seit dem Jahr 1916 bewohnte, wurden am 23. April 1945 von sowjetischen Soldaten besetzt.

    Die Harras Werke gehörten aber zu einem der wenigen Betriebe im Ostteil der Stadt, die nicht enteignet wurden.

    Seit Anfang März 1946 hatten die Harras-Werke wieder 500 – 600 m² ihrer ehemaligen Fabrikräume in Benutzung. So gelang Willy Abel, trotz aller Probleme bei der Versorgung mit Rohstoffen ein erfolgreicher Neubeginn. Brotschneidemaschinen, Reibeisen und Gardinenbleche gehörten zu den ersten Produkten, die wieder produziert wurden. Willy Abel, der sich Zeit seines Lebens dadurch auszeichnete, dass er seine Produkte nicht nur erfand, sondern auch selbst produzierte und erfolgreich vermarktete, legte alle seine Kraft in diesen Neuanfang. Dabei machte er keineswegs vor den Toren seines eigenen Betriebes halt.

    Dies geht auch aus einem Schreiben vom 8. Februar 1947 an den Magistrat von Groß-Berlin, Abteilung Volksbildung, Hauptamt Wissenschaft und Forschung hervor. Darin geht es um frühere und gegenwärtige Leistungen. Es zeigt, wo er selbst seine Prioritäten setzte, und stellt so etwas wie ein Vermächtnis des Willy Abel dar. In Einzelnen benennt er darin:

    Erfindung und Konstruktion der vor 50 Jahren patentierten und nachdem in der ganzen Maschinenindustrie verbreiteten Zahnräderformmaschine.
    Erfindung und Konstruktion der im In- und Ausland vor 40 Jahren patentierten Wertzeichen-Rotationsdruckmaschine und Verkäufer der Wertzeichen wie Briefmarken und Billets vom Rollband.
    Schöpfung der Gewinde-Toleranz-Norm für Schrauben, heute Allgemeingut in der Schrauben-Industrie.
    Stanze mit gleitender Führungspalette zum Stanzen von dünnen Blechen, z.B. für die Herstellung des vor 35 Jahren patentierten Eierteilers.
    Vor 20 Jahren Erfindung und Konstruktion der „Schienenlunge“ für stoßfreies Eisenbahngleis.
    „Ebenso bin ich z.Z. mit dem Städteaufbau beschäftigt. – Im Rahmen dessen erfand ich vorerst für die Entmörtelungsmaschine den rotierenden Gelenkmeißel – und plane weiter, weil mein Lehrberuf Ziegelgleittechnik ist.“

    Insgesamt waren es 63 Erfindungen, die Willy Abel im Laufe seines Lebens patentieren ließ. Hinzu kamen die Schutzrechte für 100 seiner „kleineren Erfindungen“.

    Die weitere Entwicklung sollte Abel jedoch nicht mehr teilhaben. Einen Tag vor seinem sechsundsiebzigsten Geburtstag am 22. September 1951 verstarb er, hier in Berlin-Lichtenberg.

    Foto: Archiv Museum Lichtenberg

    Quellen:
    Fabrikstadt Lichtenberg
    Bergauf – Bergab im Berliner Osten
    Lichtenberger Beiträge Heft 3, 1997

    Landesarchiv Berlin
    C Rep. 105 Nr. 23560
    C Rep. 105 Nr. 36212
    A Rep. 342-02 Nr.390

    Archiv Museum Lichtenberg
    Schreiben vom 08.02.1947 von W. Abel an den Magistrat von Groß-Berlin

    Alleskönner Eierschneider – er ist ein echter Berliner
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/alleskoenner-eierschneider-er-ist-ein-echter-berliner-li.335540

    7.4.2024 von Norbert Koch-Klaucke - Vor über 100 Jahren hat ihn Fabrikant Willy Abel aus dem Berliner Stadtteil Lichtenberg erfunden. Sein kleiner Küchenhelfer wurde ein Welterfolg und kann viel mehr, als nur Eier in Scheiben zu zerteilen.

    Das Problem kennt jeder – nicht nur zu Ostern. Hart gekochte Eier für Salat und Partyhäppchen schnell in perfekt gleichmäßigen Scheiben zu schneiden, ist keine einfache Sache. Dann muss dieser kleine Küchenhelfer ran, der in jedem Haushalt sein sollte: der Eierschneider. Ein absoluter Alleskönner, der nicht nur Hühnerprodukte zerkleinern kann. Seine Existenz haben wir einem Berliner zu verdanken, der den Eierschneider vor über 100 Jahren erfand und der ein echter Welterfolg wurde.

    Trotz Mixer, Rührmaschinen oder Mikrowelle ist das kleine Ding, das wie eine Miniharfe aussieht, aus unserer modernen Küchenwelt nicht mehr wegzudenken. Der Eierschneider ist ein Klassiker unter den Haushaltsgeräten, der Kultstatus genießt. Vor allem, weil man sich bis heute die Frage stellt, wie man ein Ei perfekt in dünne Scheiben schneidet, die man für den Eiersalat oder als Brotauflage braucht.

    Der Legende nach soll sich schon der griechische Philosoph Aristoteles darüber seine Gedanken gemacht haben, der von 384 bis 322 vor Christus lebte. Ob das nun stimmt oder nicht: Fakt ist, hätte Aristoteles den Eierschneider erfunden, wäre er damit und nicht mit anderen Weisheiten in die Geschichtsbücher gekommen.

    Hartgekochte Eier mit dem Messer in gleichmäßige Scheiben zu schneiden, ist keine einfache Sache, die kaum perfekt gelingt. imago/YAY-Images

    Alleskönner Eierschneider: In einer Berliner Fabrik lief er 1909 erstmals vom Band

    Den Ruhm erntet nun ein Berliner, der leider kaum Erwähnung in den Analen der grandiosen Erfindungen der Weltgeschichte findet. Sein Name: Willy Abel. Ein Unternehmer aus dem Berliner Stadtteil Lichtenberg, in dessen Fabrik 1909 der erste Eierschneider der Welt vom Band lief.

    Willy Abel war ein echter Daniel Düsentrieb. Mit den Erlösen aus der Erfindung seines Briefmarken- und Fahrkartenautomaten hatte er sich an der Rittergutstraße (heute Josef-Orlopp-Straße) die Harras-Werke aufgebaut, in denen dann der „Eiteiler“, so hieß der Eierschneider ursprünglich, hergestellt wurde.

    Wie Abel auf diesen noch bis heute unentbehrlichen Küchenhelfer kam? Der Mann hatte offenbar eine Vorliebe für Haushaltsgeräte. Sein Ziel war es, mit diesen „Maschinen“ die „geplagte Hausfrau“ zu unterstützen. Und so erfand Abel nicht nur den Eierschneider, sondern auch die Brotschneidemaschine, die eine Sägescheibe hatte, die mit einer Kurbel angetrieben wurde. Auch so ein Gerät, das nun elektrisch angetrieben auch aus der heutigen Küche nicht mehr wegzudenken ist.

    Eierschneider-Erfinder Willy AbelHeimatmuseum Lichtenberg

    Alleskönner Eierschneider: Noch immer gilt er als DDR-Produkt

    Der Eierschneider von Abel wurde ein echter Renner. Er verkaufte bis 1950 weltweit über zehn Millionen Stück. Sogar in den USA fanden sie großen Absatz. Und der Eierschneider wurde von anderen Herstellern zahlreich kopiert.

    Am 23. September 1951 starb Abel. 1960 wurde sein Lichtenberger Werk an einen VEB zwangsverpachtet. Der VEB Harras stellte allerdings keine Eierschneider mehr her. Das Werk wurde zu einer Blechfabrik, die später auch Rasenmäher produzierte.

    Die Produktion des Eierschneiders in der DDR übernahm der VEB Sonja Plastic aus dem Erzgebirge. Möglich, dass man deshalb den Eierschneider hierzulande noch immer als typisches Ost-Produkt ansieht. Ost-Experten erklären es damit, dass man „in der DDR gerne Eierbrötchen aß oder zu Geburtstagen den Gästen Häppchen mit Eierscheiben servierte, die man mit Petersilie, Kapern oder Heringshäppchen belegte“.

    Aber auch in anderen Teilen Deutschlands und der Welt bereitet man diese leckeren Speisen zu – mithilfe des unverwüstlichen Eierschneiders. Der aber noch viel mehr kann.

    So sah der erste Eierschneider der Welt aus, der 1909 in Berlin produziert wurde.Heimatmuseum Lichtenberg

    Alleskönner Eierschneider: Selbst Kartoffeln und Käse sind für ihn kein Problem

    Denn auch das Schneiden von einigen Obst- und Gemüsesorten in dünne und gleichmäßige Scheiben mit dem Messer ist oftmals sehr mühselig und zeitraubend. Ein Glück, dass es Eierschneider gibt, mit denen sich auch das ohne viel Aufwand erledigen lässt.

    Etwa bei weichen Fruchtsorten wie Erdbeeren oder Trauben, aus denen man einen wunderbaren Obstsalat zaubern kann. Pilze und sogar gekochte Kartoffeln lassen sich mit einem Eierschneider zerteilen. Dabei geht man genauso vor, als wolle man ein hart gekochtes Ei in Scheiben schneiden. Man legt die Frucht in die Mulde des Eierschneiders, drückt sanft den Deckel mit den Drähten herunter – und schon erhält man mehrere gleichmäßige Obst- oder Gemüsescheiben.

    Ebenso können auch weiche Käsesorten wie Mozzarella oder Feta mit dem Eierschneider zerteilt werden. Back-Experten nehmen ihn sogar, um vorgeformten Teig in Scheibchen zu schneiden.

    Und wer Langeweile und mal nichts zum Zubereiten hat – der benutzt den Eierschneider als Musikinstrument. So mancher hat als Kind garantiert mit den Edelstahlsaiten Harfe gespielt. Vielleicht heißt der Eierschneider deshalb in Österreich auch Eierharfe.

    #Berlin #Lichtenberg #Geschichte #Technologie #Erfindungen #Wirtschaft #Gadget

  • Au Puntland, l’Etat islamique en Somalie profite du désespoir des migrants pour gonfler ses rangs
    https://www.lemonde.fr/afrique/article/2025/10/14/au-puntland-l-etat-islamique-en-somalie-profite-du-desespoir-des-migrants-po

    Au Puntland, l’Etat islamique en Somalie profite du désespoir des migrants pour gonfler ses rangs
    Par Marco Simoncelli (photos) et Maëlle Duhamel
    Chaque année, des dizaines de milliers d’Ethiopiens transitent par cette région autonome avant de traverser le golfe d’Aden. Epuisés par la route et sans ressources financières, une partie d’entre eux cèdent aux sirènes de l’organisation djihadiste.
    La botte d’un policier s’enfonce dans le sable blanc et aplatit un chapeau décoloré à moitié enseveli. De l’autre pied, il écrase un amas de bouteilles en plastique, d’où dépassent une lampe torche brisée et des chaussures usées. La plage de Mareero, à une dizaine de kilomètres à l’est de la ville de Bossasso, est jonchée de vêtements, des téléphones cassés, des boîtes de thon vides. Ultimes signes de vie des milliers de candidats à l’exil qui, chaque année, embarquent ici sur des embarcations de fortune dans l’espoir de traverser le golfe d’Aden pour rejoindre le Yémen.
    Ce passage via le Puntland, région autonome du nord-est de la Somalie depuis 1998, est l’une des deux voies de la « route migratoire de l’Est », qui part de l’Ethiopie pour atteindre le Yémen. Si la plupart des migrants choisissent de transiter par Djibouti, situé à seulement 30 km des côtes yéménites, plus de 58 000 personnes parties d’Ethiopie ont opté pour un passage par la Somalie en 2024, soit 23 % de plus qu’en 2023, d’après un rapport de l’Organisation internationale pour les migrations (OIM). L’immense majorité de ces départs se font depuis les plages du Puntland, moins surveillées.
    C’est dans cette région aride et montagneuse que s’est également implanté l’Etat islamique en Somalie, en 2015, après qu’Abdul Qadir Mumin, ancien membre de la milice djihadiste des Chabab, a fait allégeance à Abou Bakr Al-Baghdadi, chef de l’organisation Etat islamique (EI). Le groupe a investi la chaîne montagneuse de Cal Miskaat, qui présente de nombreux avantages : proche du golfe d’Aden, ce qui facilite les échanges avec le Moyen-Orient, elle est aussi délaissée par les Chabab, rivaux historiques de l’EI.
    Sur ce territoire aride et isolé, l’EI profite par ailleurs d’une « manne malléable et vulnérable à toutes formes d’exploitation » : les migrants en transit dans la région, affirme Tirsit Yetbarek, chercheuse indépendante basée au Somaliland. En quelques années, les effectifs de l’organisation n’ont cessé de grossir pour atteindre près de 1 000 combattants en 2024. L’EI en Somalie était alors « au plus fort de sa puissance depuis sa création », selon un rapport du Conseil de sécurité des Nations unies.
    Parmi ces nouveaux membres figurent de nombreux Ethiopiens, d’après l’ONU. « Mais seule une petite partie d’entre eux rejoignent l’organisation par conviction, balaie Tirsit Yetbarek. A leur arrivée dans le Puntland, la plupart des exilés éthiopiens sont exténués et voient en l’EI une manière de se faire un peu d’argent pour quelques mois, avant de continuer leur route. » « L’EI promet aux migrants une meilleure situation matérielle et les appâte avec un salaire et de la nourriture en échange de petits travaux », abonde Omar Mahmood, expert auprès de l’International Crisis Group (ICG) : « Il y a bien sûr des cas où les migrants se radicalisent. Mais ce n’est pas leur motivation première quand ils rejoignent l’EI. »
    L’organisation attire les migrants dans ses filets depuis Bossasso. Dans cette ville, centre économique du Puntland où s’alignent les baraquements en tôles, les exilés s’arrêtent pour quelques mois, le temps de réunir l’argent nécessaire à la traversée en mer. D’après Abdirizale Abdulahi, l’un des responsables du Migration Response Center de Bossasso, géré en collaboration entre les autorités du Puntland et l’OIM, entre 2 000 et 3 000 migrants se répartissent dans quatre camps informels de la ville. « Plus de 95 % d’entre eux sont éthiopiens, surtout originaires de l’Oromia », ajoute-t-il. Cette région, la plus grande d’Ethiopie, est en proie depuis 2018 à un conflit entre les insurgés de l’Armée de libération oromo et l’armée fédérale.
    Quelques centaines d’entre eux « dorment aussi dans la rue », « sans ressources » et « à bout de forces après des mois sur la route », décrit Abdirahman Abdullahi Ali, le maire de Bossasso. « Mama Oromo », originaire de Somalie, accueille chaque jour des migrants éthiopiens dans son restaurant. « J’ai vu des jeunes arriver à bout de forces, dénutris, raconte-t-elle sur le pas de la porte. A cause de la fatigue, du manque d’eau et de nourriture, certains devenaient fous. J’ai vu des migrants se déshabiller dans la rue. » « Cette masse de jeunes vulnérables est une ressource très profitable pour l’EI », déplore Abdirahman Abdullahi Ali. Aden Muse, enquêteur au sein de la police criminelle de Bossasso, confirme : « L’EI attire ces personnes en leur disant qu’elles peuvent gagner de l’argent. Mais en réalité, elles finissent dans les montagnes, forcées de rejoindre le groupe. »
    Rabii Ahmed Ibroosha est arrivé à Bossasso il y a un an et demi. Originaire de l’est de l’Oromia, l’homme de 33 ans travaille depuis quelques mois dans une petite ferme à la périphérie de la ville. Son objectif : récolter la centaine de dollars nécessaires à la traversée et engranger quelques économies supplémentaires pour sa vie future. La nuit, il partage une petite cabane en bordure du champ avec d’autres ouvriers. Un quotidien « difficile » en attendant, un jour, de « construire quelque chose en Arabie saoudite ». Rabii Ahmed Ibroosha sait que l’EI enrôle des migrants dans sa situation. « Même si je me sens en sécurité ici, j’essaie d’être plus prudent », confie-t-il, visiblement gêné par la question.
    Pour Ahmed Abdi Muhammed, officier de police maritime du Puntland, l’EI profiterait aussi du business des traversées pour faire fructifier ses activités. D’après lui, même si « l’EI n’organise pas forcément les départs en mer, il utilise ces mêmes réseaux de contrebande pour déplacer des hommes et des armes ». « Ces dernières années, le groupe djihadiste a mis en place un véritable système de taxation auprès des commerçants et entreprises de la région pour récolter de l’argent, explique de son côté Omar Mahmood. Ce ne serait donc pas surprenant que ce système se déplace peu à peu vers le trafic de migrants et que l’EI participe indirectement à l’organisation des traversées pour mener à bien ses projets. »
    Si la menace d’un enrôlement au sein de l’EI plane sur les migrants à Bossasso, la dangerosité de la traversée du golfe d’Aden semble les effrayer bien davantage. Près de 350 migrants sont morts ou ont disparu le long de la route de l’Est entre janvier et juin, contre 310 durant la même période en 2024, d’après l’OIM. « J’ai peur de la mer, mais je pense quand même tenter un jour ou l’autre de traverser », assure Hamse Abdirahman, 21 ans. Originaire de la zone d’Arsi, en Oromia, il survit dans une cabane avec d’autres exilés. « Là-bas, au Yémen, je pourrai réaliser mon rêve : avoir un travail stable et manger deux repas par jour. »

    #Covid-19#migrant#migration#yemen#somalie#puntland#EI#ethiopien#crise#sante#santementale#routemigratoire#migrationirreguliere

  • Trinkgeld im Job: Was erlaubt ist und was nicht
    https://www.telepolis.de/features/Trinkgeld-im-Job-Was-erlaubt-ist-und-was-nicht-10528334.html

    Arbeitnehmerprivileg : Trinkgeld steuerfrei, Selbständige müssen Trinkgeld versteuern. Nicht erwähnt : Trinkgelder werden vollatândig mit dem Bürgergeld verrechnet.

    14.8.2025 von Bernd Müller - Trinkgeld gehört für viele zum Einkommen dazu. Doch was ist rechtlich erlaubt? Wir klären die wichtigsten Fragen zu den Zusatzzahlungen.

    Ob im Restaurant, beim Friseur oder im Taxi – in vielen Branchen gehört das Trinkgeld für die Beschäftigten fest zum Einkommen dazu. Viele Kunden honorieren damit guten Service und wollen die oft nicht üppig entlohnten Arbeitnehmer unterstützen. Doch so selbstverständlich die Praxis des Trinkgeldgebens auch sein mag, so unklar sind vielen die rechtlichen Rahmenbedingungen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

    Was ist Trinkgeld eigentlich genau?

    Rechtlich gesehen ist Trinkgeld eine Geldzuwendung, die ein Kunde freiwillig zusätzlich zum eigentlichen Rechnungsbetrag für eine Dienstleistung gibt. Juristisch spricht man von einer sogenannten „Anstandsschenkung“. Das bedeutet: Es besteht kein Rechtsanspruch darauf. Der Kunde entscheidet selbst, ob und in welcher Höhe er etwas geben möchte.

    Wichtig ist dabei die Abgrenzung zum regulären Arbeitslohn. „Der Arbeitgeber darf das Trinkgeld auf keinen Fall auf den vertraglich vereinbarten Lohn anrechnen“, betont Fachanwalt für Arbeitsrecht Peter Meyer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das Trinkgeld ist also eine reine Zusatzleistung. Andererseits hat aber auch der Arbeitnehmer keinen einklagbaren Anspruch darauf. Er kann vom Kunden nicht verlangen, dass dieser zwingend Trinkgeld zahlt.

    Worin unterscheidet sich Trinkgeld vom Bedienungsgeld?

    Während das Trinkgeld eine freiwillige Leistung ist, handelt es sich beim Bedienungsgeld um einen verpflichtenden Aufschlag auf den Rechnungsbetrag. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte „Kofferträgergeld“ in Hotels oder das „Metergeld“, das bei Möbelumzügen oft zusätzlich berechnet wird.

    Der entscheidende Unterschied: Trinkgeld geht direkt und ungekürzt an den Mitarbeiter, der die Leistung erbracht hat. Bedienungsgeld dagegen fließt zunächst an den Arbeitgeber. Für ihn stellt es eine Form des steuerpflichtigen Arbeitsentgelts dar, das er nach den üblichen arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Regeln behandeln muss. Auf welche Weise es dann an die Mitarbeiter weitergegeben wird, hängt von der jeweiligen betrieblichen Praxis ab.

    Darf der Arbeitgeber auf das Trinkgeld seiner Mitarbeiter zugreifen?

    Nein, das ist gesetzlich ausgeschlossen. Das Trinkgeld gehört allein dem Arbeitnehmer, der die entsprechende Leistung erbracht hat. Der Arbeitgeber hat kein Recht, es ganz oder teilweise einzubehalten. Das gilt auch dann, wenn der Kunde mit EC- oder Kreditkarte zahlt und das Trinkgeld zunächst auf dem Geschäftskonto des Unternehmens landet. Auch in diesem Fall muss der Chef es in voller Höhe an seine Mitarbeiter auszahlen.

    Eine Ausnahme von dieser Regel ist nur möglich, wenn im Betrieb eine gesonderte Vereinbarung zur Verteilung der Trinkgelder getroffen wurde, etwa in Form eines sogenannten Trinkgeldpools (auch Tronc-System genannt). Aber selbst dann gilt: Der Arbeitgeber darf nicht eigenmächtig und willkürlich über die Aufteilung entscheiden.
    Wer entscheidet über die Verteilung des Trinkgelds, wenn es gesammelt wird?

    In vielen Unternehmen, insbesondere in der Gastronomie, ist es üblich, die Trinkgelder in einem gemeinsamen Topf zu sammeln und dann nach einem bestimmten Schlüssel an alle Mitarbeiter zu verteilen. Damit sollen auch die Beschäftigten „hinter den Kulissen“, etwa in der Küche, an den zusätzlichen Einnahmen beteiligt werden.

    Doch Vorsicht: „Der Arbeitgeber darf nicht eigenmächtig und nach Gutdünken über die Verteilung entscheiden“, gibt Arbeitsrechtler Meyer zu bedenken. Die Aufteilungskriterien müssen transparent und nachvollziehbar sein. In Betracht kommen etwa die Funktion des Mitarbeiters, die geleistete Arbeitszeit oder eine prozentuale Beteiligung am Umsatz.

    In vielen kleineren Betrieben gibt es oft keine schriftlich fixierten Regeln zur Trinkgeldverteilung. Stattdessen wird die Aufteilung meist intern unter den Mitarbeitern abgesprochen, erklärt Prof. Michael Fuhlrott, ebenfalls Fachanwalt für Arbeitsrecht, laut dpa
    .
    Sind Arbeitnehmer verpflichtet, ihre Trinkgeldeinnahmen offenzulegen?

    Eine allgemeine Auskunftspflicht gegenüber dem Arbeitgeber besteht nicht. Der einzelne Mitarbeiter muss also nicht unbedingt offenlegen, wie viel Trinkgeld er während seiner Schicht eingenommen hat.

    Etwas anderes kann sich aber aus dem Arbeitsvertrag oder einer speziellen Betriebsvereinbarung ergeben. Das ist insbesondere dann relevant, wenn die Trinkgelder nicht individuell behalten, sondern in einen gemeinsamen Pool eingezahlt und später nach einem bestimmten Schlüssel verteilt werden. Dann kann durchaus eine Pflicht zur Abrechnung und Meldung der Trinkgeldeinnahmen bestehen.
    Haben Beschäftigte einen Anspruch auf Barzahlung des Trinkgelds?

    Nein, einen solchen Anspruch gibt es nicht. Ob das Trinkgeld in bar oder bargeldlos gezahlt wird, hängt von den Gepflogenheiten im jeweiligen Betrieb und natürlich auch von den Wünschen und Möglichkeiten der Kundschaft ab.

    Gerade bei Kartenzahlungen oder Trinkgeldzahlungen über spezielle Online-Systeme haben die Beschäftigten aber oft das Nachsehen. „Besonders in Branchen wie Paketdiensten und Lieferservices empfiehlt sich daher nach wie vor die Barzahlung des Trinkgelds, da es sonst oft gar nicht bei den ausführenden Mitarbeitern ankommt“, rät Fachanwalt Meyer.

    Müssen Arbeitnehmer ihr Trinkgeld versteuern?

    Das hängt von der Art und Weise der Trinkgeldzahlung ab. Freiwillige Trinkgelder, die Kunden direkt und ohne Umwege an die Mitarbeiter zahlen, sind in der Regel steuer- und sozialversicherungsfrei. Der Beschäftigte kann also über diese Zusatzeinnahmen frei verfügen.

    Anders sieht es aus, wenn das Trinkgeld zunächst an den Arbeitgeber geht und von diesem über ein Tronc-System an die Belegschaft verteilt wird. Dann handelt es sich um steuerpflichtiges Arbeitsentgelt, für das auch Sozialabgaben anfallen. Gleiches gilt für verpflichtende Bedienungsgelder oder Serviceaufschläge.

    Übrigens: Selbstständige und Freiberufler müssen generell auch freiwillig gezahlte Trinkgelder als Betriebseinnahmen versteuern.

    Welche Trinkgeld-Höhe ist in welcher Branche üblich?

    Feste Regeln zur Höhe des Trinkgelds gibt es nicht. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa von der Art des Betriebs, der Region oder der Zufriedenheit des Kunden mit der Leistung.

    In der Gastronomie sind laut Arbeitsrechtler Fuhlrott je nach Segment zwischen fünf und 20 Prozent des Rechnungsbetrags als Trinkgeld üblich. In anderen typischen Trinkgeld-Branchen wie dem Friseurhandwerk, bei Taxifahrten oder Lieferdiensten liegt die Spanne meist um die zehn Prozent des Preises, schätzt sein Kollege Meyer. Feste Vorgaben gibt es aber nicht. Letztlich entscheidet jeder Gast selbst, wie viel er geben möchte – oder ob er überhaupt etwas gibt.

    Fazit: Trinkgeld ist immer eine freiwillige Zusatzleistung. Es sollte als Anerkennung und Wertschätzung für gute Arbeit verstanden werden, nicht als selbstverständliche Pflicht. Für Arbeitgeber gilt: Finger weg vom Trinkgeld der Mitarbeiter! Klare, transparente und fair ausgehandelte Regeln im Betrieb können helfen, Streitigkeiten und Unzufriedenheit in der Belegschaft zu vermeiden.

    #Arbeit #Einkommen

  • L’Occident veut-il vraiment la démocratie en Iran ? L’histoire dit le contraire.

    Par Arnaud Bertrand – Source Blog de l’auteur - 15 juin 2025
    https://arnaudbertrand.substack.com/p/does-the-west-want-democracy-in-iran

    de facto via https://lesakerfrancophone.fr/loccident-veut-il-vraiment-la-democratie-en-iran-lhistoire-dit-le

    L’ancien Premier ministre Mohammad Mossadegh, arrivant à son procès, le 8 novembre 1953

    [cf. https://fr.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Mossadegh]

    Chaque fois que les dirigeants occidentaux parlent du besoin de « liberté et de démocratie » en Iran, ils révèlent soit une ignorance historique stupéfiante, soit un cynisme à couper le souffle. La vérité inconfortable est que l’Iran avait la démocratie – jusqu’à ce que la CIA et les services de renseignement britanniques la détruisent.

    L’histoire fondatrice de l’Iran d’aujourd’hui est qu’il s’agissait d’une démocratie fonctionnelle, renversée par les puissances occidentales pour le crime impardonnable de nationaliser leurs propres réserves de pétrole, contrôlées à l’époque par la Compagnie pétrolière Anglo-Perse (rebaptisée plus tard British Petroleum – oui, la BP).

    À l’époque, comme aujourd’hui, la dernière chose à laquelle l’Occident pensait était les intérêts du peuple iranien. Tout était, comme c’est toujours le cas, une question de profits des entreprises et de contrôle impérial. Et les gens qui croient et répandent la rhétorique de la « liberté » ne sont malheureusement – souvent à leur insu – que des idiots utiles au service de ces intérêts. Comme toujours, l’ignorance sert le pouvoir.

    Vous ne pouvez pas comprendre les relations actuelles de l’Iran avec l’Occident sans connaître cette histoire.

    Ce qui suit est l’histoire de la façon dont les agences de renseignement américaines et britanniques ont détruit la démocratie iranienne pour protéger les bénéfices des compagnies pétrolières – un récit méticuleusement documenté basé sur l’excellent livre de David Talbot « L’échiquier du diable« , la biographie faisant autorité d’Allen Dulles, le directeur ayant servi le plus longtemps à la CIA à ce jour.

    Tous les Iraniens connaissent cette histoire. Il est temps que plus d’Occidentaux l’apprennent aussi.

    L’histoire commence en 1951, à une époque où l’Iran – qui était depuis longtemps une semi-colonie britannique – a obtenu son premier dirigeant véritablement démocratique.

    Le Premier ministre Mohammad Mossadegh avait été élu démocratiquement sur une plate-forme qui résonnait puissamment auprès du peuple iranien : reprendre le contrôle de la richesse de leur nation.

    Plus précisément, le problème le plus brûlant pour les Iraniens était le contrôle britannique sur la Compagnie pétrolière anglo-perse, qui monopolisait les réserves de pétrole de l’Iran depuis des décennies. Cela signifiait que les Britanniques avaient un contrôle effectif sur une grande partie de la richesse nationale de l’Iran, extrayant d’énormes profits alors que les Iraniens ordinaires ne voyaient que peu d’avantages.

    Mossadegh a décidé de nationaliser l’entreprise peu de temps après son entrée en fonction, cherchant à reprendre le contrôle souverain de l’actif le plus précieux de son pays. C’était une décision qui aurait transformé l’avenir économique de l’Iran et créé un puissant précédent pour d’autres pays riches en pétrole cherchant à obtenir leur indépendance de l’extraction coloniale.

    Cette décision scellerait son sort.

    Les intérêts privés des frères Dulles

    Arrive Dulles, ou plus précisément, les Dulles puisqu’en plus d’Allen, directeur de la CIA, son frère Foster était Secrétaire d’État. Ils étaient très intéressés à aider les Britanniques. Mis à part leur travail de “fonctionnaires”, ils avaient de fortes incitations privées pour cela.

    Les deux frères étaient associés au cabinet d’avocats Sullivan & Cromwell et étaient toujours fortement liés au cabinet. Au sein de l’entreprise, ils avaient de gros clients pétroliers comme Standard Oil qui étaient bien sûr très inquiets du précédent qui serait créé par la nationalisation du pétrole iranien. Allen avait un autre ancien client très intéressé par le différend pétrolier iranien : la société bancaire J. Henry Schroder basée à Londres (aujourd’hui appelée Schroders), au conseil d’administration de laquelle il siégeait, était l’agent financier du pétrole anglo-persan.

    Si cela ne suffisait pas, Allen Dulles avait encore une autre forte incitation à destituer Mosaddegh. Alors qu’il était chez Sullivan & Cromwell, il avait négocié un accord avec le Shah par lequel il engageait l’Iran à payer 650 millions de dollars à OCI, un consortium de 11 sociétés d’ingénierie américaines, pour moderniser le pays. Mossadegh était fermement opposé à l’accord, qu’il dénonçait comme un cadeau massif qui “briserait le dos des générations futures. » Il a conduit le vote parlementaire à ne pas financer le projet de développement monumental, tuant ainsi les chances de Dulles et de l’OCI d’en tirer de gros profits.

    Réticence initiale d’Eisenhower

    Au début, le président #Eisenhower était plus sympathique envers #Mossadegh que les #Dulles et les Britanniques. Mossadegh lui avait écrit une lettre : “De nos jours, une grande nation qui a une position morale si élevée dans le monde [que les États-Unis] ne peuvent pas se permettre de soutenir la politique immorale d’un ami et d’un allié. Le peuple iranien désire simplement mener sa propre vie [mais Anglo-Iranian Oil Company], qui pendant des années a exploité [nos] ressources pétrolières, a malheureusement persisté à s’immiscer dans la vie interne de [notre] pays.”

    Le sens inné de la décence d’Eisenhower, originaire du Midwest, l’a d’abord fait reculer de soutenir le siège colonial britannique de l’ #Iran et, en tant que tel, il a d’abord repoussé les conseils des frères Dulles. Mais les Dulles savaient comment manipuler Ike mieux que quiconque.

    La tromperie de la #Guerre_Froide_

    Les frères Dulles ont décidé de reformuler leur argument en faveur d’une intervention en termes de guerre froide. Ils ont dit à Eisenhower que l’Iran était au bord de la prise de contrôle communiste, que Mossadegh était un “larbin” communiste et que cela signifiait que 60% du pétrole mondial serait contrôlé par Moscou.

    C’était tout sauf vrai. Mossadegh était simplement un fervent nationaliste. Le Tudeh, le Parti communiste iranien, considérait Mossadegh avec méfiance alors que lui, à son tour, comptait sur le soutien du Tudeh quand cela lui convenait mais gardait ses distances, considérant le parti comme trop soumis à Moscou.

    Mais après des semaines de lobbying intensif de la part des frères Dulles et du gouvernement britannique, Eisenhower est devenu convaincu que l’Iran était un champ de bataille de la Guerre froide et que Mossadegh devait partir. Ils ont recruté Kermit « Kim » Roosevelt Jr., le petit-fils de Theodore Roosevelt, pour cette tâche.

    _L’Opération Coup d’État

    Trois ans plus tôt, les frères Dulles avaient recruté Roosevelt pour travailler en Iran en tant que lobbyiste pour leur malheureux accord OCI et il avait depuis dirigé une opération secrète de la CIA pour organiser un réseau de résistance clandestin à l’intérieur de l’Iran.

    Sous la direction des Dulles, Roosevelt s’est opposé au gouvernement démocratiquement élu de l’Iran, embauchant des bandes de mercenaires et soudoyant des chefs militaires pour trahir leur pays. Les fonctionnaires qui ont refusé les pots-de-vin et sont restés fidèles à Mossadegh ont été enlevés et assassinés. Le cadavre du général Afshartous, l’officier chargé d’identifier les traîtres, a été retrouvé jeté sur le bord d’une route en guise de message à tous les fonctionnaires qui ont choisi de se tenir aux côtés du Premier ministre.

    Les partisans de Mossadegh contrôlaient toujours les rues, mais c’était un problème pour les Américains. Le 18 avril, l’ambassadeur des États-Unis, Loy Henderson, a organisé une réunion avec Mosaddegh, le convainquant astucieusement de nettoyer les rues. Mossadegh savait qu’un coup d’État était en préparation, mais il n’était pas au courant de l’ampleur de l’implication des États-Unis. Henderson lui a dit que les « attaques de la foule » anti-occidentales étaient flagrantes et que s’il ne nettoyait pas les rues, les États-Unis devraient retirer leur reconnaissance du gouvernement de Mossadegh.

    Cela a fait l’affaire, Mosaddegh a commis ce que Henderson a appelé plus tard “l’erreur fatale du vieil homme” d’ordonner à son chef de police de nettoyer les rues. Cela a permis aux voyous embauchés par la CIA et aux responsables militaires soudoyés de conduire des chars convergeant vers la résidence du Premier ministre. En moins de 2 heures, le Premier ministre de 71 ans et ses principaux collaborateurs escaladaient le mur d’une maison voisine, échappant à peine à la colère de la foule embauchée.

    Le coup d’État était fait.

    Le retour du Shah

    Pendant ce temps, le Shah, qui était selon les mots de Kermit Roosevelt Jr. “une mauviette” avait fui le pays à cause des troubles. Il était allé à Rome avec la reine Soraya où ils ont été photographiés en train de magasiner dans les magasins de luxe de la capitale.

    Ce n’est pas exactement une coïncidence, Allen Dulles était également à Rome, et dans le même hôtel que le Shah, l’Excelsior. Sa mission là-bas était de raidir la colonne vertébrale du shah et de le ramener sur le trône.

    Il a réussi : peu de temps après, le Shah – détesté par son peuple pour être une marionnette occidentale – était dans un avion de ligne KLM avec Dulles à ses côtés. Lors de leur atterrissage à Téhéran, ils ont été chaleureusement accueillis par l’ambassadeur Henderson, fier d’avoir une créature américaine sur le trône.

    Le destin de Mossadegh

    Pendant ce temps, Mossadegh a été arrêté et jugé pour “trahison”, une accusation complètement orwellienne étant donné qu’il a en fait été renversé pour avoir refusé de trahir son peuple.

    Craignant que son exécution ne fasse de lui davantage un martyr, il a été condamné à 3 ans de prison puis banni dans son village rural, à 100 km au nord de Téhéran, où il a vécu le reste de ses jours. Quand il est mort 9 ans plus tard, Associated Press l’a dépeint comme un “dictateur de fer” qui avait terrorisé ses ennemis et “amené le pays au chaos économique.”

    Le shah a refusé la dernière demande de Mossadegh – d’être enterré dans le principal cimetière de Téhéran, aux côtés des corps de ses partisans abattus dans les rues par l’armée. Au lieu de cela, il a été enterré sous son propre salon.

    Couverture médiatique et conséquences

    Dulles a toujours considéré le coup d’État iranien comme l’un des 2 grands triomphes de sa carrière, avec le coup d’État qu’il a organisé au #Guatemala. L’implication de la #CIA était évidemment étouffée dans la presse américaine, mais le coup d’État était généralement présenté comme une « cause de réjouissance » comme l’écrivait le Washington Post à l’époque.

    Le New York Times de l’époque qualifiait Mossadegh de “nationaliste enragé et égoïste” dont la disparition de la scène politique “nous apporte de l’espoir.” La presse américaine a généralement décrit le coup d’État comme un « soulèvement populaire » et une « révolte de la nation. » Double langage orwellien une fois de plus car c’était en fait exactement le contraire.

    De toute évidence, quelques mois après le coup d’État, l’industrie pétrolière iranienne a été dénationalisée et remise à des sociétés étrangères, 40% du butin allant désormais aux producteurs de pétrole américains, notamment Gulf, Texaco, Mobil, Standard Oil du New Jersey et Standard Oil de Californie.

    Bien sûr, les seules personnes qui n’ont pas bénéficié du coup d’État étaient les Iraniens eux-mêmes. La démocratie naissante du pays a été démantelée, et les membres des partis d’opposition et de la presse ont été soit rassemblés et arrêtés, soit conduits dans la clandestinité.

    Les conséquences à long terme

    Les Américains et le Shah ont finalement récolté ce qu’ils avaient semé. En 1979, une authentique révolte populaire a été menée par les religieux islamiques du pays – le seul secteur d’opposition de la société iranienne qui n’avait pas été systématiquement écrasé par la dictature du Shah installée par la CIA.

    Pendant 25 ans, la police secrète du Shah, la SAVAK (formée par la CIA et le Mossad), a torturé et assassiné quiconque osait s’opposer au régime. Démocrates laïcs, gauchistes, nationalistes, intellectuels – tous ont été éliminés. La seule institution ayant suffisamment d’indépendance et de capacité organisationnelle pour résister était l’establishment religieux, qui avait ses propres réseaux et jouissait d’une légitimité populaire.

    C’est ainsi que l’intervention américaine “épris de liberté” a créé la #théocratie même que les dirigeants occidentaux désignent maintenant comme une preuve de “l’extrémisme » iranien. La République islamique n’est pas une vieille haine perse de la démocratie – c’est la conséquence directe de la destruction par l’Occident de la démocratie actuelle de l’Iran et de son remplacement par une dictature fantoche si brutale que seule une révolution religieuse a pu la renverser.

    Et à ce jour, les États-Unis restent le “Grand Satan” de l’Iran – non pas à cause d’un sentiment anti-occidental irrationnel, mais parce que les Iraniens se souviennent exactement de ce que l’ #Amérique a fait à leur démocratie.

    Chaque Iranien connaît cette histoire. La plupart des Américains n’en ont jamais entendu parler. Quand vous voyez les mèmes « L’Iran avant la révolution islamique » romancer l’ère du Shah, vous voyez de la propagande : une « modernité » de surface pour l’élite fortunée pendant que la police secrète torturait les dissidents au sous-sol.

    La ”révolution islamique » était une véritable révolution populaire avec un immense soutien du peuple iranien : des millions d’Iraniens sont descendus dans la rue dans ce qui était parmi les plus grandes manifestations de l’histoire mondiale par rapport à la taille d’une population. Et il n’y avait pas que des conservateurs religieux : tous les secteurs de la société iranienne étaient dans la rue.

    Les grèves générales ont paralysé toute l’économie. Les travailleurs du pétrole – l’épine dorsale des revenus de l’Iran – ont arrêté la production. Les soldats ont commencé à refuser les ordres de tirer sur les manifestants, et une partie de l’armée a commencé à faire défection du côté révolutionnaire.

    C’est ainsi que vous savez qu’une révolution bénéficie d’un véritable soutien de masse : lorsqu’un régime doté d’une armée puissante, d’une police secrète notoire et du soutien de la superpuissance mondiale s’effondre en quelques mois. Les régimes ne tombent pas aussi rapidement à moins d’avoir complètement perdu leur légitimité auprès de leur propre peuple.

    Bien sûr, de véritables révolutions populaires peuvent encore produire des gouvernements qui imposent leurs propres restrictions – et la théocratie iranienne a en effet limité les libertés d’une manière que de nombreux Iraniens trouvent aujourd’hui frustrante. Mais cela ne change rien au point fondamental de la légitimité de la révolution ou de ses racines anti-impérialistes.

    Les parallèles avec aujourd’hui

    Qu’est-ce que tout cela signifie pour aujourd’hui ? J’ai été frappé par cette vidéo virale sur Twitter d’une femme iranienne, qui ne portait pas de hijab, protestant dans les rues et disant :

    « Ces salauds nous rendent fous depuis 400 ans. Après tout ce temps, nous attendions d’attaquer. Ces scélérats ont passé un an et demi à tuer un demi-million de personnes. Et maintenant une attaque [contre nous]. Nous voulons une bombe atomique. Pourquoi pas une bombe atomique ? Le détroit d’hormuz, n’avez-vous pas dit [que vous vouliez] le fermer ? Faites-le alors !”

    Quand elle dit « ces salauds« , cette iranienne sans hijab ne veut pas dire son gouvernement – elle ne veut pas dire les mollahs – elle veut dire l’Occident. En fait, si vous l’écoutez, sa plainte est que les mollahs ne sont pas assez agressifs contre les puissances occidentales qui les “rendent fous depuis 400 ans.”

    Je pense que cette vidéo est infiniment plus illustrative du sentiment populaire en Iran aujourd’hui que l’image complètement déformée qu’on nous donne en Occident.

    Oui, 100 fois oui, le peuple iranien veut la liberté. Mais ce que la liberté signifie pour eux, dans le contexte iranien, c’est d’abord et avant tout la liberté vis-à-vis de nous, la capacité de choisir enfin leur propre destin sans que des puissances étrangères tentent de le saper à chaque étape du processus.

    Je ne doute pas que cette dame ne soit probablement pas une grande fan des lois obligatoires sur le hijab et de certains autres aspects du régime théocratique. Mais ces préoccupations deviennent inévitablement secondaires lorsqu’elle voit son niveau de vie écrasé sous le régime de sanctions le plus sévère au monde et lorsqu’elle se fait littéralement bombarder par les mêmes puissances coloniales qui, selon ses mots, “les rendent fous depuis 400 ans.”

    Rappelez-vous : le nationalisme sera toujours la force la plus puissante qui façonnera toute politique ; plus puissante que l’idéologie, la religion ou l’économie. Chaque gouvernement iranien soutenu par le peuple, de la démocratie de Mossadegh aux mollahs d’aujourd’hui, tire sa légitimité principalement de la promesse de défendre l’indépendance de l’Iran contre l’ingérence étrangère ; même lorsque ces gouvernements peuvent être impopulaires sur certaines questions nationales.

    En tant que tel, la seule façon pour le gouvernement iranien d’être ironiquement renversé par le soutien populaire serait que le peuple estime qu’il est devenu trop faible pour protéger l’Iran. Si vous croyez d’une manière ou d’une autre que larguer une bombe sur un peuple inspirera une révolte populaire ou incitera ces gens à se ranger de votre côté, vous vous méprenez fondamentalement sur un trait psychologique humain fondamental : chaque bombe qui tombe sur le sol iranien valide la conviction des Iraniens que leur survie dépend de la résistance au pouvoir occidental. Et pas y adhérer.

    Arnaud Bertrand

    • Elizabeth II, les services secrets et le Chah || 2000, 50 min.

      https://www.arte.tv/fr/videos/115540-000-A/elizabeth-ii-les-services-secrets-et-le-chah

      Des documents longtemps tenus secrets apportent un nouvel éclairage sur la destitution du Premier ministre iranien Mossadegh et le coup d’État de 1953 qui s’en suit. Orchestrée par les services secrets britanniques et américains, cette ingérence a encore aujourd’hui des conséquences désastreuses sur les relations entre l’Occident et l’Iran. Comment Elizabeth II a-t-elle été l’instrument de ce Coup d’Etat ?

    • An Iranian Odyssey; Mossadegh, Oil and the Coup

      https://www.youtube.com/watch?v=zs15nai95nQ

      2024 (on youtube), 50 min

      In 1951 Iranian Prime Minister Mohammad Mossadegh tried to end British domination of Iran. Mossadegh nationalized Iranian oil which had been monopolized by a single British company, #BP, for more than forty years. Mossadegh had to fight against a virtual alliance of foreign and domestic enemies. They undermined him in a struggle for power and control of oil. A struggle which culminated in a coup d’etat plotted and carried out by the CIA in August 1953.

      More than five decades later it is impossible to understand Iran without understanding Mossadegh’s victories and failures. Through exclusive access to eye-witnesses and the characters of the story in Iran, #UK and the US as well as never before seen archival material Maziar Bahari tells the gripping story of the rise and fall of Mossadegh.

      An Iranian Odyssey demystifies the current perception of Iran as an irrational and erratic pariah state. The film is not only a historical documentary. It is a relevant modern story that clearly tells the reasons behind the current stand-off between Iran and the West.

      #BritishPetroleum

  • Engels, Friedrich, Der deutsche Bauernkrieg, Vorbemerkung zur Ausgabe 1870 und 1875
    http://www.zeno.org/Philosophie/M/Engels,+Friedrich/Der+deutsche+Bauernkrieg/Vorbemerkung+%5Bzur+Ausgabe+1870+und+1875%5D

    Wir haben endlich einen Welthandel, eine wirklich große Industrie, eine wirklich moderne Bourgeoisie; wir haben dafür aber auch einen wirklichen Krach gehabt und haben ebenfalls ein wirkliches, gewaltiges Proletariat bekommen.

    Für den zukünftigen Geschichtsschreiber wird in der Geschichte Deutschlands von 1869 bis 1874 der Schlachtendonner von Spichern, Mars-la-Tour und Sedan, und was daranhängt, weit weniger Bedeutung; haben als die anspruchslose, ruhig, aber stetig fortschreitende Entwicklung des deutschen Proletariats. Gleich 1870 trat eine schwere Prüfung an die deutschen Arbeiter heran: die bonapartistische Kriegsprovokation und ihre natürliche Wirkung: der allgemeine nationale Enthusiasmus in Deutschland. Die deutschen sozialistischen Arbeiter ließen sich keinen Augenblick irremachen. Nicht eine Regung von nationalem Chauvinismus trat bei ihnen hervor. Mitten im tollsten Siegestaumel blieben sie kalt, verlangten »einen billigen Frieden mit der Französischen Republik und keine Annexionen«, und selbst der Belagerungszustand konnte sie nicht zum Schwelgen bringen. Kein Schlachtenruhm, kein Gerede von deutscher »Reichsherrlichkeit« zog bei ihnen; ihr einziges Ziel blieb die Befreiung des gesamten europäischen Proletariats. Man darf wohl sagen: einer so schweren, so glänzend bestandenen Probe sind die Arbeiter keines andern Landes bisher unterworfen worden

    #histoire #industrialisation #prolétariat #France #Allemagne #Einigungskriege #lutte_des_classes #guerre

  • Margarete Streisand | Stolpersteine in Berlin
    https://www.stolpersteine-berlin.de/de/eislebener-str/4/margarete-streisand

    Verlegeort: Eislebener Str. 4
    Bezirk/Ortsteil: Charlottenburg
    Verlegedatum: 23. April 2013
    Geboren: 05. August 1882 in Grätz / Grodzisk Wielkopolski
    Deportation: am 29. Oktober 1941 nach Łódź / Litzmannstadt
    Später deportiert am 06. Mai 1942 nach Chełmno / Kulmhof
    Ermordet 06. Mai 1942 in Chełmno / Kulmhof

    Margarete Streisand wurde am 5. August 1882 in Grätz (Grodzisk) im Raum Posen (Poznan) geboren. Der Vater war der Druckereibesitzer Louis Streisand, die Mutter hieß Clara. Margarete hatte drei Geschwister: Hugo, Willi (gestorben 1919 an Lungentuberkulose) und Bianka (geboren am 7. September 1881 in Grätz, nach Theresienstadt deportiert). Als sie am 17. Mai 1939 bei der Volkszählung in Berlin registriert wurde, war sie unverheiratet und von Beruf Buchhändlerin.

    „Mein Großvater Hugo Streisand“, so berichtete seine Enkelin Renate, “gründete 1901 eine erfolgreiche wissenschaftliche Buchhandlung, später wurde sie ein Antiquariat. Er wohnte zuerst in einer kleinen Wohnung in der Eislebener Straße 6 und zog dann 1905 in die Eislebener Straße 4, dorthin zogen auch seine Mutter und seine Schwester Margarete.“ Die Wohnung lag im 2. Stock links, ein Zimmer war untervermietet an Elisabeth Behrend (geboren am 14. Februar 1863 in Kolberg, ermordet am 13. September 1942 in Theresienstadt), die Buchhandlung befand sich in der Nähe an der Augsburger Straße 38.

    Margarete muss ihren Neffen Joachim Streisand (1920-1980), den Vater von Renate Streisand, wie sie sich weiter erinnerte, „geliebt haben. Das zeigen Urlaubsansichtskarten aus den 1920er Jahren.“ Margarete hat demnach Reisen in Europa gemacht, die eine gewisse finanzielle Kraft voraussetzten.

    Die Streisands wären „eine normale bürgerliche Familie gewesen“, schätzt Renate, wenn es die Judenverfolgung nicht gegeben hätte. „Ich erinnere mich an meine Kindheit in der Eislebener Straße 4, wenn meine Großmutter Erna-Maria Streisand mir vor bestimmten familiären Anlässen sagte, es sei nicht nötig, den Tisch im Wohnzimmer ganz auszuziehen, es kämen nicht so viele Verwandte. … Die Familie Streisand war klein geworden, Ermordung und Exil hatten nur noch eine kleine Gruppe der Streisands in Deutschland leben lassen.“

    Der Buchhändler Hugo Streisand lebte in „privilegierter Mischehe“, wie es bei den Nationalsozialisten hieß, er war verheiratet mit Erna-Maria geb. Dunst. Seine Schwester Bianka, verheiratete und geschiedene Hassel, wurde am 9. Februar 1944 aus der Joachimsthaler Straße 24 mit der Nummer 97 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte die Grauen des Ghettos, starb aber am 6. Juli 1945 an Herzschwäche, was sicherlich eine Folge der Haft war.

    Ergänzung 2022:
    Margaretes Bruder Hugo Streisand überlebte den Krieg und betrieb wieder seinen Buchhandel. Er starb 1955 und seine Witwe Erna führte das Antiquariat weiter.

    Eine Großnichte Ernas, Dr. Irina Metzler, schreibt uns:

    “Ich selber habe Tante Erna noch kennengelernt, als ich ein kleines Mädchen war und Erna ihr Antiquariat in einer für mich damals fürchterlich dunklen, staubigen und mit Büchern regelrecht zugestopften Wohnung hatte. Nach Ernas Tod Mitte der 80er-Jahre hatte meine Mutter den damals noch durch die Mauer getrennten Erben von Streisand die Buchexporthandlung abgekauft. Als “Buchexport Hugo Streisand Nachfolge Ursula Zilli” konnte die Firma 2001 noch das 100. Firmenjubiläum feiern, bevor sie von Berlin in die Nähe von Nürnberg umgezogen ist.”

    https://www.stolpersteine-berlin.de/sites/default/files/stolpersteine-media/dateien/dokumente-streisand.pdf

    Stolperstein Eislebener Straße 4 - Berlin.de
    https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.179820.php
    https://www.berlin.de/imgscaler/r4z4rDVUY5O_3HGAdUuSVO9JVVCo0mztkdqHl9FAspE/r3zu4/L3N5czExLXByb2QvYmEtY2hhcmxvdHRlbmJ1cmctd2lsbWVyc2RvcmYvdWViZXItZGVuLWJlemlya
    Hauseingang Eislebener Str. 4, Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

    Der Stolperstein für Elisabeth Behrend wurde am 24.7.2012 auf Wunsch ihrer Nachkommen Christiane von Alten und Jens-Peter Behrend (Berlin) verlegt.

    Der Stolperstein für Margarete Streisand wurde am 23.4.2013 auf Initiative von Renate Iwainsky-Streisand (Berlin) verlegt.

    https://www.berlin.de/imgscaler/kQzqxPXEQ7HHrF6ztfhia6TQhE0Gw475DjX-TAZDSag/r4zu3/L3N5czExLXByb2QvYmEtY2hhcmxvdHRlbmJ1cmctd2lsbWVyc2RvcmYvdWViZXItZGVuLWJlemlya Stolperstein Elisabeth Behrend Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

    HIER WOHNTE
    ELISABETH BEHREND
    JG. 1863
    DEPORTIERT 28.8.1942
    THERESIENSTADT
    ERMORDET 13.9.1943

    Elisabeth Behrend wurde am 14. Februar 1863 in Kolberg in Pommern geboren. Sie war Tochter des Arztes Moses Behrend und Ulrike geb. Gronau und hatte vier, möglicherweise fünf Geschwister. Ihr Vater Moses (Moritz) Behrend war Begründer des Behrendschen Solebads in Kolberg, das maßgeblich dazu beitrug, aus Kolberg einen Kurort zu machen. Über drei Generationen hinweg sollten die Behrends in Kolberg medizinische Heilbäder betreiben. Auch als ihr Bruder Felix als Medizinalrat die Aufsicht und Direktion über das Heilbad übernommen hatte, lebte die unverheiratete Elisabeth bei der Familie. Erst später, womöglich im Zuge der Deportationen, ging sie nach Berlin.
    Im Jahr 1938 , unmittelbar nach den Pogromen der sogenannten Reichskristallnacht, versuchte sie vergeblich, sich vor der Verfolgung zu retten, indem sie der Polizei folgende Mitteilung machte: „Ich versichere an Eides statt…, dass mein Großvater nach Angaben meiner Eltern als Wachtmeister eines Husarenregiments an den Freiheitskriegen 1813/14 teilnahm, Kriegsauszeichnungen erhielt und als Posthalter in Neustettin gelebt hat. Ich bin seine einzige heute noch lebende Enkelin und die Schwester des Geheimen Medizinalrats Dr. Felix Behrend. Kolberg, den 12. November 1938, Elisabeth Behrend“

    Deportiert wurde Elisabeth Behrend, die in der Eislebener Straße 4 im 2. Stock links als Untermieterin der Familie Streisand wohnte, am 28. August 1942 nach Theresienstadt, wo der fast 80-jährigen ein geruhsamer Lebensabend versprochen worden war. Sie wurde in ein verplombtes Abteil gesetzt, um sie herum 100 Jüdinnen und Juden, von denen fast alle älter als 70 waren. Die letzte Strecke bis zur Einfahrt des Ghettos mussten sie zu Fuß gehen. Ihnen war erlaubt, wenig Gepäck mitzunehmen. Diesen Transport überlebten nur drei. In Theresienstadt wurde fälschlich registriert, ihr „letzter Wohnort“ sei das Ostseebad Kolberg gewesen.

    Todestag von Elisabeth Behrend war der 13. September 1942. Auf dem Totenschein gaben die Ärzte als Todesursache „Darmkatarrh“ an, was eine Umschreibung für die Folgen der katastrophalen Ernährungs-, Gesundheits- und Hygieneumstände im Ghetto Theresienstadt war.
    http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/5427-elisabeth-behrend

    Text: Jens-Peter Behrend mit Hilfe von Aufzeichnungen und Dokumenten von Christiane von Alten sowie des Archivs Theresienstadt, ergänzt von Helmut Lölhöffel

    https://www.berlin.de/imgscaler/srpG2YvfemsdvpGz9sUoc6XSXXTw-RlSZVfs6cAh1_w/r4zu3/L3N5czExLXByb2QvYmEtY2hhcmxvdHRlbmJ1cmctd2lsbWVyc2RvcmYvdWViZXItZGVuLWJlemlya Stolperstein Margarete Streisand Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Bukschat&Flegel

    HIER WOHNTE
    MARGARETE
    STREISAND
    JG. 1882
    DEPORTIERT 29.10.1941
    ERMORDET IN
    LODZ / LITZMANNSTADT

    Margarete Streisand wurde am 5. August 1882 in Grätz (Grodzisk) im Raum Posen (Poznan) geboren. Der Vater war der Druckereibesitzer Louis Streisand, die Mutter hieß Clara. Margarete hatte drei Geschwister: Hugo, Willi (gestorben 1919 an Lungentuberkulose) und Bianka (geboren am 7. September 1881 in Grätz, nach Theresienstadt deportiert). Als sie am 17. Mai 1939 bei der Volkszählung in Berlin registriert wurde, war sie unverheiratet und von Beruf Buchhändlerin.

    „Mein Großvater Hugo Streisand“, so berichtete seine Enkelin Renate, “gründete 1901 eine erfolgreiche wissenschaftliche Buchhandlung, später wurde sie ein Antiquariat. Er wohnte zuerst in einer kleinen Wohnung in der Eislebener Straße 6 und zog dann 1905 in die Eislebener Straße 4, dorthin zogen auch seine Mutter und seine Schwester Margarete.“ Die Wohnung lag im 2. Stock links, ein Zimmer war untervermietet an Elisabeth Behrend (geboren am 14. Februar 1863 in Kolberg, ermordet am 13. September 1942 in Theresienstadt), die Buchhandlung befand sich in der Nähe an der Augsburger Straße 38.

    Margarete muss ihren Neffen Joachim Streisand (1920-1980), den Vater von Renate Streisand, wie sie sich weiter erinnerte, „geliebt haben. Das zeigen Urlaubsansichtskarten aus den 1920er Jahren.“ Margarete hat demnach Reisen in Europa gemacht, die eine gewisse finanzielle Kraft voraussetzten.

    Die Streisands wären „eine normale bürgerliche Familie gewesen“, schätzt Renate, wenn es die Judenverfolgung nicht gegeben hätte. „Ich erinnere mich an meine Kindheit in der Eislebener Straße 4, wenn meine Großmutter Erna-Maria Streisand mir vor bestimmten familiären Anlässen sagte, es sei nicht nötig, den Tisch im Wohnzimmer ganz auszuziehen, es kämen nicht so viele Verwandte. … Die Familie Streisand war klein geworden, Ermordung und Exil hatten nur noch eine kleine Gruppe der Streisands in Deutschland leben lassen.“

    Der Buchhändler Hugo Streisand lebte in „privilegierter Mischehe“, wie es bei den Nationalsozialisten hieß, er war verheiratet mit Erna-Maria geb. Dunst. Seine Schwester Bianka, verheiratete und geschiedene Hassel, wurde am 9. Februar 1944 aus der Joachimsthaler Straße 24 mit der Nummer 97 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte die Grauen des Ghettos, starb aber am 6. Juli 1945 an Herzschwäche, was sicherlich eine Folge der Haft war.

    Text: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf auf Grund Aufzeichnungen von Renate Iwainsky-Streisand (Berlin), Großnichte von Margarete Streisand.

    https://www.berlin.de/imgscaler/hYa_zE_b-Obb0UODQee5Kj5AvRMYD8kV91MJQRgyx34/r3zu4/L3N5czExLXByb2QvYmEtY2hhcmxvdHRlbmJ1cmctd2lsbWVyc2RvcmYvdWViZXItZGVuLWJlemlya Hugo und Erna Streisand Bild: Privat

    Ergänzung 2022: Margaretes Bruder Hugo Streisand überlebte den Krieg und betrieb wieder seinen Buchhandel. Er starb 1955 und seine Witwe Erna führte das Antiquariat weiter.

    Eine Großnichte Ernas, Dr. Irina Metzler, schreibt uns:

    “Ich selber habe Tante Erna noch kennengelernt, als ich ein kleines Mädchen war und Erna ihr Antiquariat in einer für mich damals fürchterlich dunklen, staubigen und mit Büchern regelrecht zugestopften Wohnung hatte. Nach Ernas Tod Mitte der 80er-Jahre hatte meine Mutter den damals noch durch die Mauer getrennten Erben von Streisand die Buchexporthandlung abgekauft. Als “Buchexport Hugo Streisand Nachfolge Ursula Zilli” konnte die Firma 2001 noch das 100. Firmenjubiläum feiern, bevor sie von Berlin in die Nähe von Nürnberg umgezogen ist.”

    Dokumente Maegarete Streisand https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/assets/dokumente-streisand.pdf?ts=1646829302 PDF-Dokument (1.8 MB)

    Adresse
    Stolpersteine
    Eislebener Str. 4
    10789 Berlin

    Streisand Hugo Buchhandlung und Antiquariat Nachfolgerin Ursula Zilli im KÖNIGSTR. 61A, Berlin, Berlin 14109, Berlin: Kundenrezensionen, Öffnungszeiten, Wegbeschreibungen, Fotos usw.
    https://berlin.city-advisor.de/streisand-hugo-buchhandlung-und-antiquariat-nachfolgerin-ursula-

    Kontakte

    Andere
    KÖNIGSTR. 61A, Berlin, Berlin 14109,
    Berlin, Berlin
    14109

    Anweisungen bekommen

    030/8053679
    Öffnungszeiten Streisand Hugo Buchhandlung und Antiquariat Nachfolgerin Ursula Zilli: Jetzt geöffnet

    Heute: 08:00 am — 06:00 pm
    Montag

    08:00 am — 06:00 pm
    Dienstag

    08:00 am — 06:00 pm
    Mittwoch

    08:00 am — 06:00 pm
    Donnerstag

    08:00 am — 06:00 pm
    Freitag

    08:00 am — 06:00 pm
    Samstag

    09:00 am — 05:00 pm

    Kundenrezensionen zu Streisand Hugo Buchhandlung und Antiquariat Nachfolgerin Ursula Zilli:

    Es liegen noch keine Bewertungen zu vor Streisand Hugo Buchhandlung und Antiquariat Nachfolgerin Ursula Zilli.Wenn Sie etwas bei a gekauft haben Streisand Hugo Buchhandlung und Antiquariat Nachfolgerin Ursula Zilli oder haben einen Service besucht - hinterlassen Sie ein Feedback zu diesem Business-Service:
    Über Streisand Hugo Buchhandlung und Antiquariat Nachfolgerin Ursula Zilli im Berlin

    Unser Unternehmen Streisand Hugo Buchhandlung und Antiquariat Nachfolgerin Ursula Zilli befindet sich in der Stadt Berlin, Region Berlin. Die Rechtsanschrift des Unternehmens lautet KÖNIGSTR. 61A. Der Umfang des Unternehmens Einzelhandel, Grosshandel. Bei anderen Fragen rufen Sie 030/8053679 an.

    Joachim Streisand
    https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Streisand

    Joachim Streisand (* 18. Oktober 1920 in Berlin; † 6. Januar 1980 in Ost-Berlin) war ein deutscher Historiker.

    Sein Vater Hugo Streisand betrieb im Westen Berlins eine Buchhandlung, die von bekannten Persönlichkeiten aus der Kunst, den Naturwissenschaften und der Schriftstellerei aufgesucht wurde. Sein Vater stand vor 1945 der Sozialdemokratie nahe und kannte u. a. Karl Kautsky, Eduard Fuchs und Dawid Borissowitsch Rjasanow (Dawid Borissowitsch Goldendach). Im Laufe der Jahre wandelte er seine Buchhandlung in ein wissenschaftliches Antiquariat um. Sein Vater verfasste auch Aufsätze wie über Ludwig Gall und die Gestalten der Geschichte der utopischen sozialen Konzeptionen. In diesem Umfeld wurde Joachim Streisand früh durch die Ansichten seines Vaters beeinflusst. Seine Schwester ist die Kirchenhistorikerin Rosemarie Müller-Streisand.[1]

    1938 erlangte Streisand das Abitur. Danach nahm er hauptsächlich ein Studium der Philosophie und Germanistik auf: von 1938 bis 1939 in Rostock,[2] danach von 1939 bis 1942 in Berlin. Daneben hörte er auch noch Vorlesungen in den Fächern Romanistik, Anglistik, Psychologie, Kunstgeschichte und Geschichte. Weiterhin entwickelte er ein Interesse für Mathematik, Physik und absolvierte zusätzliche Prüfungen in der lateinischen und griechischen Sprache. Auch moderne Sprachen interessierten ihn, so dass er die englische und französische Sprache fließend sprechen konnte. Zudem eignete er sich Kenntnisse der schwedischen, italienischen und spanischen Sprache an. Später lernte er die russische Schriftsprache, um russische Texte selbständig lesen zu können.

    Gemäß der Nürnberger Rassegesetze wurde er 1942 von der Universität vertrieben. Bei der Opta Radio AG arbeitete er von 1942 bis 1944 anfangs in Berlin, dann in Goldberg in Schlesien in einem Labor. 1944 wurde er in ein Zwangsarbeitslager nach Jena deportiert. Von dort flüchtete er im März 1945 nach Berlin und hielt sich dort versteckt bis Mai 1945 auf.

    Von Juni bis Dezember 1945 arbeitete er als stellvertretender Leiter des Schulamtes. Dann wechselte er an die Volkshochschule Berlin-Charlottenburg und hielt dort von 1946 bis 1948 Einführungsvorlesungen in den Fächern Philosophie, Soziologie und Probleme der Gesellschaftswissenschaften. Daneben leitete Streisand Arbeitskreise und -gemeinschaften über soziale und politische Bewegungen, die Französische Revolution, zu marxistischen Persönlichkeiten und zum dialektischen Materialismus. Seine eigenen Studien setzte er an der Universität Berlin fort und hörte Vorlesungen bei Alfred Meusel und Jürgen Kuczynski. Dabei wurde er Zeuge, wie es in Meusels Seminaren 1947 und 1948 zu großen politischen Disputen kam. Am Institut für Zeitgeschichte nahm er von September 1947 bis Juni 1948 eine Nebenbeschäftigung auf.

    1946 wurde Streisand Mitglied im Kulturbund, im April 1948 trat er der SED bei, was zur Entlassung aus der Volkshochschule führte. 1950 konnte er eine Stellung als Lehrbeauftragter für Musikgeschichte am Staatlichen Konservatorium antreten, danach als Lehrer beim DEFA-Studio für Gegenwartskunde. 1951 konnte er an der Humboldt-Universität als wissenschaftlicher Hilfsassistent Vorlesungen der neueren deutschen Geschichte wie die deutschen Einigungsbestrebungen im 19. Jahrhundert und später zur deutschen Geschichte von 1789 bis 1871 abhalten.

    1952 schrieb er seine Dissertation zum Thema Kritisches zur deutschen Soziologie, die sich hauptsächlich mit dem Soziologen Karl Mannheim beschäftigte. Die Gutachter dieser Arbeit waren Alfred Meusel und Heinz Kamnitzer. Die Arbeit und die mündlichen Prüfung konnte er mit der Bewertung summa cum laude abschließen. Da sein Betreuer Meusel zum Direktor des Museums für Deutsche Geschichte ernannt wurde, folgte Streisand ihm im Januar 1952 und übernahm als stellvertretender Leiter dort den historischen Zeitabschnitt von 1848 bis 1895. 1953 ernannte man ihn zum Abteilungsleiter. Weiterhin übernahm er Aufgaben im wissenschaftlichen Beirat der Wartburg. 1955 verließ er das Museum.

    Von 1953 bis 1957 wirkte er in Zusammenarbeit mit Fritz Klein an der Redaktion der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG) mit, da er zu den Begründern dieser Fachzeitschrift gehörte. Dabei betreute er die Veröffentlichungen zur deutschen und westeuropäischen Geschichte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

    Von 1956 bis 1963 betätigte er sich als wissenschaftlicher Referent an der Akademie der Wissenschaften. Im Dezember 1962 hatte er seine Habilitationsschrift mit dem Thema Die deutsche Geschichtsschreibung in den politischen und ideologischen Auseinandersetzungen des 18. Jahrhunderts – Von der Frühaufklärung bis zur deutschen Klassik an der Martin-Luther-Universität Halle abgegeben. 1963 erhielt er an der Humboldt-Universität Berlin einen Lehrauftrag und wurde zum Direktor des Instituts für deutsche Geschichte ernannt. Von 1969 an lehrte er als ordentlicher Professor und übernahm als Direktor die neue Sektion Geschichte bis 1974. 1971/72 war er dort an der politisch motivierten Relegation und Maßregelung von 13 Studenten beteiligt.

    Von 1968 an wirkte er als Präsident der Historiker-Gesellschaft der DDR, die vorher von Ernst Engelberg und Gerhard Schilfert geleitet wurde. Diese Stellung übernahm er für die nächsten zwölf Jahre bis zu seinem Ableben. Seit 1975 war Streisand Ordentliches Mitglied der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR.

    Seit 1945 war er mit der Schauspielerin Hildegard Lücke verheiratet, die später bei der Regie am Deutschen Theater zu Berlin mitarbeitete. Nach der Scheidung 1961 lebte er in einer Lebensgemeinschaft. 1969 wurde ihm der Nationalpreis der DDR verliehen.

    Von 1958 bis 1980 war er als Inoffizieller Mitarbeiter mit Decknamen „Montag“ für das Ministerium für Staatssicherheit tätig.[3]

    Die Schriftstellerin Lea Streisand ist Streisands Enkelin.

    Um die Einheit Deutschlands – Die Revolution 1848/49. Berlin 1953.
    Der Kampf von Marx und Engels für die demokratische Einigung Deutschlands. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG). Heft 2, 1953, S. 242.
    Bismarck und die deutsche Einigungsbewegung des 19. Jahrhunderts in der westdeutschen Geschichtsschreibung. In: ZfG. Heft 3, 1954, S. 349.
    Die Wartburg in der deutschen Geschichte. Berlin 1954.
    mit Fritz Klein (Hrsg.): Beiträge zu einem neuen Geschichtsbild. Zum 60. Geburtstag von Alfred Meusel. Berlin 1956.
    Deutschland von 1789 bis 1815. Von der Französischen Revolution bis zu den Befreiungskriegen und dem Wiener Kongreß. Berlin 1959; Neudruck 1981.
    Deutschland und Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts. In: Historische Forschungen in der DDR. Analysen und Berichte (= ZfG. Sonderheft), Berlin 1960.
    Deutschland 1789–1815 – Lehrbuch der deutschen Geschichte (Beiträge). Berlin 1961.
    als Hrsg.: Studien über die deutsche Geschichtswissenschaft. Band I: Die deutsche Geschichtswissenschaft vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Reichseinigung von oben. Berlin 1963; 2. Auflage, Berlin 1969.
    Geschichtliches Denken von der deutschen Frühaufklärung bis zur Klassik. Berlin 1964.
    Deutsche Geschichte in 3 Bänden. Band I: Von den Anfängen bis 1789. Band II: Von 1789 bis 1917 (Leiter des Autorenkollektivs), Berlin 1965.
    als Hrsg.: Die bürgerliche deutsche Geschichtsschreibung von der Reichseinigung von oben bis zur Befreiung Deutschlands vom Faschismus. Berlin 1965.
    Geschichtliches Denken – Von Der Deutschen Frühaufklärung bis zur Klassik. Berlin 1967.
    Lehrbuch der deutschen Geschichte (Beiträge). Band 6: Deutschland 1815–1849. Von der Gründung des Deutschen Bundes bis zur bürgerlich-demokratischen Revolution. Berlin 1967.
    Deutsche Geschichte in einem Band. Ein Überblick. Berlin 1968.
    als Hrsg.: Deutsche Geschichte. Band 3: Von 1917 bis zur Gegenwart. Berlin 1968.
    Deutsche Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart – Eine marxistische Einführung. Köln 1970, 4. Aufl. 1983, mit Beitrag von Georg Fülberth.
    Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung auf dem Wege zur sozialistischen Menschengemeinschaft. In: Helmut Meier, Walter Schmidt (Hrsg.): Geschichtsbewusstsein und sozialistische Gesellschaft. Berlin 1970.
    Kritische Studien zum Erbe der deutschen Klassik. Frankfurt am Main 1971.
    mit Jürgen Kuczynski: Parteilichkeit und Objektivität in der Geschichte. Berlin (West) 1972 (= Kategorien und Perspektiven der Geschichte. Reprint aus: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Berlin 1956, 1957, 1958).
    Alfred Meusels Weg vom bürgerlich-demokratischen Soziologen zum marxistisch-leninistischen Historiker. In: ZfG. Heft 9, 1975, S. 1029.
    Über Begriffsbildung in den Geschichtswissenschaften. In: Wolfgang Küttler (Hrsg.): Probleme der geschichtswissenschaftlichen Erkenntnis. Berlin 1977.
    mit Jürgen John u. a.: Historischer Führer, Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Erfurt, Gera, Suhl. Leipzig 1978.
    Frankreich im Geschichtsbild des deutschen Faschismus. In: Revue d’Allemagne. Heft 4, 1978, S. 528.
    Herders Geschichtsdenken. In: Walter Dietze (Hrsg.): Herder-Kolloquium 1978. Weimar 1980.
    Die historische Stellung von Johann Gottfried Herders Theorie menschlicher Kultur. In: ZfG. Heft 5, 1980, S. 415.
    Kultur in der DDR. Studien zu ihren historischen Grundlagen und ihren Entwicklungsetappen. Berlin 1981.
    mit Horst Bartel, Lothar Berthold, Helmut Bock, Ernst Diehl, Dieter Fricke, Heinz Heitzer, Joachim Hermann, Dieter Lange und Walter Schmidt: Deutsche Geschichte in zwölf Bänden. Berlin 1982.

    Ilko-Sascha Kowalczuk: Streisand, Joachim. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
    Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 9, Saur, München 1998.
    Hans Schleier: Joachim Streisand 1920 bis 1980. In: Heinz Heitzer, Karl-Heinz Noack, Walter Schmidt: Wegbereiter der DDR-Geschichtswissenschaft – Biographien. Dietz, Berlin 1989, ISBN 3-320-01055-7.
    Lea Streisand: Im Sommer wieder Fahrrad, Ullstein Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-5500-8130-9.

    Literatur von und über Joachim Streisand im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

    ↑ Hanfried Müller: Erfahrungen – Erinnerungen – Gedanken. Zur Geschichte von Kirche und Gesellschaft in Deutschland seit 1945. GNN Verlag, Schkeuditz 2010, ISBN 978-3-89819-314-6, S. 40.
    ↑ Immatrikulation von Joachim Streisand im Rostocker Matrikelportal.
    ↑ Vgl. Kowalczuk: Streisand, Joachim.

    Personendaten
    NAME Streisand, Joachim
    KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker
    GEBURTSDATUM 18. Oktober 1920
    GEBURTSORT Berlin
    STERBEDATUM 6. Januar 1980
    STERBEORT Ost-Berlin

    Scherls Straßenführer durch Berlin Ausgabe 1930 (Public Domain) - Digitale Landesbibliothek Berlin
    https://digital.zlb.de/viewer/image/34296031_1930/46-47

    Das Haus Augsburger Straße 38 war das dritte Haus auf der Südseite ab Rankestraße Richtung Westen. Die Lage entspricht der heutigen Hausnummer 39 und ist Teil des Dorint-Hotelkomplex an der Joachimstaler Straße (seit 22.07.2014 Joachimsthaler Straße) und Ausgburger Straße. Im Jahr 1930 galt die Hufeisen-Zählweise, bei Neugestaltung des Viertels wurde der von der Südtangente (Lietzenburger Straße) abgetrennte östliche Teil der Augsburger Straße zwischen Eisenacher und Passauer Straße in Fuggestraße umbenannt und die Hausnummern der westlich verbleibenden Augsburger Straße in sich gegenüberliegende gerade/ungerade Paarungen ab Passauer Straße bis Joachimsthaler Straße, rechts gerade, links ungerade, umsortiert.

    Der Kaupert zeigt die heutige, etwas verwirrende Nummerierung:

    Ehemaliger Bezirk
    Nr. 1-13 ungerade Wilmersdorf
    Nr. 2-18 gerade Schöneberg
    Nr. 19-43 ungerade, 20-44 gerade Charlottenburg

    #Berlin #Charlottenburg-Wilmersdorf #Charlottenburg #Eislebener_Straße #Shoa #librairie #histoire
    #Renate

  • Berlin-Staaken: Leiche nach Brand in Villa von Feinkost-König entdeckt
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-leiche-nach-brand-villa-von-feinkost-koenig-entdeckt-li.2326

    In der Villa der Familie Rogacki hat es gebrannt.

    20.5.2025 von Andreas Kopietz - Die Berliner Feuerwehr wurde am Montagnachmittag nach Staaken gerufen. In einer Villa eines bekannten Feinkostunternehmers war ein Feuer ausgebrochen.

    Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Spandau ist am Montag ein Mann ums Leben gekommen. Die Berliner Feuerwehr wurde gegen 12 Uhr in den Finkenkruger Weg im Ortsteil Staaken alarmiert.

    Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers war der Brand im Wintergarten des Hauses ausgebrochen. Die Flammen griffen dann auf das Haus und das Dach über.

    Als die Feuerwehr eintraf, habe das Haus im Vollbrand gestanden. „Wir hatten die Meldung, dass sich Menschen im Haus befinden würden“, sagte der Feuerwehrsprecher. „Deshalb wurde eine Personensuche eingeleitet.“ Dabei sei eine männliche Leiche gefunden worden. Rund 80 Feuerwehrleute waren nach Angaben des Feuerwehrsprechers im Einsatz.
    Identität der Leiche weiter unklar

    Nach Informationen aus Ermittlerkreisen gehört das Haus einem alteingesessenen Feinkosthändler aus Charlottenburg, der „Spezialitäten aus aller Welt“ anbietet. Eine offizielle Bestätigung lag am Dienstagabend allerdings nicht vor.

    Auch zur Identität des Toten gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Der Leichnam soll obduziert werden. Ob es sich dabei um den 68-jährigen Firmeninhaber handelt, war bis zum Abend unklar. Die Ursprünge des Familienunternehmens reichen bis ins Jahr 1928 zurück.

    Rogacki - Delikatessen seit 1928 in Berlin
    https://www.rogacki.de

    Bei uns gibt es Spezialitäten aus aller Welt · Eigene Importe · Frische und lebende Fische · Aal- und Fischräucherei · Fischbraterei · Hähnchenbraterei · Imbissabteilung · Wild und Geflügel · Feinste Wurstwaren · Frischfleisch · Salat- und Marinadenherstellung · Schlemmerecke · Pastaecke · Frische Brote · Käse · Erlesene und ausgesuchte Weine

    Was uns auszeichnet

    Meine Großeltern, Paul und Lucia Rogacki, eröffneten 1928 einen Räucherwarenhandel im Bezirk Wedding. Seit 1932 sind wir hier in der Wilmersdorfer Straße als erste Charlottenburger Aal- und Fischräucherei ansässig geworden. Seitdem ist die Herstellung von geräuchertem Fisch unsere Spezialität.

    Unser Angebot entwickeln wir kontinuierlich weiter. Inzwischen umfasst unserer Sortiment auch Wild, Geflügel, Wurst und Fleisch. Besonders stolz bin ich auf unser Fischsortiment mit ca. 70 Sorten frischen sowie lebenden Fischen. 2018 feierten wir unser 90. Firmen-Jubiläum.

    Lesen Sie mehr über uns in der Chronik oder besuchen Sie uns einfach einmal und schauen sich um.

    Ramona und Dietmar Rogacki

    Unsere Tradition

    Von der Räucherfisch-Bude bis zum modernen attraktiven Feinkost- und Delikatessen-Geschäft sind genau 45 Jahre vergangen. Die renommierte “Erste Charlottenburger Aal- und Fischräucherei”, wie sich das eingesessene Unternehmen heute noch nennt, ist mit der Zeit gegangen und scheute sich nicht, eine gewisse Diversifikation zu praktizieren. Man ist mit dem Sortiment so in die Breite gegangen, dass heute dem verwöhnten Feinschmecker wie dem Freund eines deftigen Happens alles offeriert werden kann. Mehr zu unserer Geschichte >

    Unser Geschäft befindet sich zwischen der Bismarck- und Zillestraße am U-Bahnhof Bismarckstraße

    Bitte nutzen Sie auch das Parkhaus der Deutschen Oper in der Zillestraße 51 (2 Minuten Fußweg von hier)

    Öffnungszeiten

    Montag
    Geschlossen
    Di - Do
    10:00 - 18:00
    Freitag
    09:00 - 18:00
    Samstag
    08:00 - 14:00
    Sonntag
    Geschlossen

    Unser Backstand ist Dienstag - Samstag täglich ab 8:00 Uhr für Sie geöffnet.

    Rogacki GmbH & Co. Einzelhandels KG
    Wilmersdorfer Straße 145, 10585 Berlin, Deutschland
    030 3438250
    info@rogacki.de

    https://www.rogacki.de/ueber-uns#Chronik

    #Berlin #Spandau #Finkenkruger_Weg #Charlottenburg #Wilmersdorfer_Straße #Einzelhandel #Geschichte

  • Supermärkte in Berlin an Feiertagen geöffnet: Hier kann man am Osterwochenende einkaufen
    https://www.berliner-zeitung.de/news/supermaerkte-in-berlin-an-feiertagen-geoeffnet-hier-kann-man-am-ost

    18.4.2025 von Eva Maria Braungart -
    ...

    Osterwochenende in Berlin: Diese Supermärkte haben trotzdem geöffnet

    Denn’s Biomarkt im Hauptbahnhof : Der Bio-Supermarkt am Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

    Rewe-Supermarkt im Hauptbahnhof : Der Rewe hat am Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

    Edeka im Bahnhof Friedrichstraße : Der Supermarkt in dem Bahnhof hat Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

    Asia 24 im Dong Xuan Center : Der Asiamarkt ist Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 20 Uhr offen.

    Denn’s Biomarkt am Bahnhof Zoo: Der Biomarkt am Hardenbergplatz nahe dem S-Bahnhof ist Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

    Ullrich am Bahnhof Zoo : Der Supermarkt ist Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

    Edeka im Bahnhof Südkreuz : Der Supermarkt ist Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

    Go Asia am Potsdamer Platz : Der Markt für asiatische Lebensmittel im Bahnhof öffnet Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 20 Uhr.

    Rewe am Ostbahnhof : Der Supermarkt ist Sonntag und an den Osterfeiertagen von 6 bis Mitternacht geöffnet.

    Denn’s Biomarkt am Ostkreuz : Der Bio-Supermarkt ist Sonntag und an den Osterfeiertagen von 7 bis 22 Uhr geöffnet.

    Edeka im Bahnhof Lichtenberg : Der Supermarkt öffnet Sonntag und an den Osterfeiertagen von 8 bis 22 Uhr.

    #Berlin #Handel #Feiertag #Einzelhandel #Ladenöffnungszeiten #einkaufen

  • En #Allemagne, les #centres_d'expulsion se multiplient

    Un deuxième centre d’expulsion pour les migrants "#dublinés" a ouvert ses portes en Allemagne près de la frontière polonaise le 1er mars 2025. Ces centres visent à accélérer le transfert des demandeurs d’asile #déboutés.

    Le nouveau centre d’expulsion a officiellement été inauguré le 1er mars à #Eisenhüttenstadt, dans la région du Brandebourg, au nord-est de l’Allemagne près de la frontière avec la Pologne.

    Il devrait commencer à être opérationnel le 13 mars, rapporte l’agence de presse KNA. Le centre comprend deux bâtiments, l’un pour les femmes et les familles, l’autre pour les hommes.

    Le centre a une capacité d’accueil d’environ 250 personnes et doit permettre d’accélérer le transfert des demandeurs d’asile déboutés dont les cas relèvent du #règlement_de_Dublin de l’Union européenne.

    Le premier centre, ouvert à #Hambourg, aurait déjà permis d’alléger les charges administratives. Un troisième centre doit ouvrir à #Brême, également dans le nord-de l’Allemagne. D’autres pourraient suivre dans le cadre d’un effort plus large des autorités visant à s’attaquer aux inefficacités du système d’asile.

    Aussi, les demandeurs d’asile devant être renvoyés dans le cadre du processus de Dublin ne percevront désormais plus qu’un soutien de base pendant deux semaines, au lieu des prestations sociales complètes prévues par la loi. Cette mesure doit décourager la migration irrégulière vers l’Allemagne.

    Un système qui peine à fonctionner

    Les "#centres_Dublin" font partie de la réforme du régime d’asile européen commun (RAEC) et ont été proposés par le ministère allemand de l’Intérieur fin 2024, sous le gouvernement sortant.

    L’actuelle ministre de l’intérieur, Nancy Faeser, a souligné l’importance de procédures rapides et efficaces, estimant que "si des personnes viennent en Allemagne alors qu’elles ont entamé leur procédure d’asile dans un autre pays de l’UE, elles doivent y être transférées plus rapidement".

    Selon ce règlement, un exilé ne peut faire sa demande d’asile que dans son premier pays d’entrée dans l’UE. Dans la pratique, le système fonctionne toutefois rarement.

    En 2024, l’Allemagne a présenté près de 75 000 demandes de transfert de demandeurs d’asile vers des pays de l’UE, dont environ 44 000 ont été approuvées. Pourtant, seules quelque 5 740 personnes ont été effectivement expulsées.

    Les raisons de ce #dysfonctionnement sont multiples. Certains pays de l’UE, comme l’Italie, ont cessé de reprendre des migrants expulsés. D’autres, comme la Grèce, sont confrontés à des problèmes juridiques dus aux mauvaises conditions dans les centres d’accueil de migrants, conduisant les tribunaux à bloquer les expulsions.

    En Allemagne, le dédale bureaucratique rallonge également les #délais d’expulsion.

    Kathrin Lange, ministre de l’Intérieur du Land de Brandebourg (l’Allemagne fédérale est composée de 16 Etats appelés Länder) prévient que le centre de Eisenhüttenstadt ne va offrir des résultats immédiatement. "Le système de Dublin, dans sa forme actuelle, ne fonctionne pas. Il a besoin d’une réforme fondamentale. Mais avec ce centre, nous faisons au moins un pas important vers davantage d’#ordre et d’#efficacité dans la politique migratoire", assure-t-elle.

    Les défis du règlement de Dublin

    Olaf Jansen, directeur de l’autorité centrale des étrangers du Brandebourg, se montre également sceptique. Il affirme que 60 à 70 % des demandeurs d’asile expulsés reviennent en Allemagne dans les jours qui suivent. Il critique la lenteur des délais de traitement des dossiers, en particulier à Berlin et à Dortmund, et appelle à une approche plus rationnelle, estimant que les expulsés récidivistes devraient être transférés immédiatement sans que leur dossier ne soit rouvert.

    Le centre d’Eisenhüttenstadt doit se concentrer sur les expulsions vers la #Pologne, qui a jusque-là accepté le retour de la quasi-totalité des "dublinés".

    Les transferts sont censés être effectués dans un délai de deux semaines. Le bureau central des étrangers du Brandebourg travaille en collaboration directe avec les fonctionnaires polonais. Celle-ci fonctionne plutôt bien, a expliqué Olaf Jansen à l’agence KNA.

    Le ministère allemand de l’intérieur est par ailleurs en discussion avec les différents Länder pour créer davantage de centres d’expulsion.

    Berlin assure que les centres augmenteront considérablement le nombre d’expulsions car ils évitent le problème récurrent de la disparition de migrants dans l’obligation de quitter le territoire.

    Les chiffres officiels montrent que dans 12 % des cas, les personnes “dublinées” disparaissent dès qu’elles sont informées de leur expulsion imminente.

    Des ONG de défense des droits de l’Homme sont néanmoins très critiques et dénoncent notamment la limitation de l’aide sociale. Wiebke Judith, porte-parole de Pro Asyl, note dans le Irish Times que "les centres Dublin ne résolvent pas les problèmes du gouvernement fédéral, mais aggravent considérablement la situation des gens".

    Les lois sur la sécurité adoptées en Allemagne après l’attentat meurtrier de Solingen en août 2024 stipulent que les demandeurs d’asile en attente d’être expulsés dans le cadre du règlement de Dublin seront ne toucheront plus que le minimum vital en termes de prestations sociales.

    Olaf Jansen, de l’autorité centrale des étrangers du Brandebourg, constate que de nombreux demandeurs d’asile ne viennent pas directement de zones de conflit, mais plutôt de pays tiers sûrs comme la Turquie.

    Il préconise des #contrôles_frontaliers plus stricts, une meilleure coopération au sein de l’UE et une politique migratoire axée sur les travailleurs qualifiés.

    Tout en reconnaissant que l’asile reste une obligation humanitaire essentielle, Olaf Jansen estime que “l’Allemagne - comme tous les pays d’immigration classiques - devrait réguler l’immigration en fonction de ses intérêts nationaux. Cela signifie qu’il faut faciliter l’immigration pour le marché du travail, la recherche et le monde universitaire tout en limitant l’accès aux systèmes de #protection_sociale aux cas de détresse humanitaire”.

    La pénurie de main-d’œuvre qualifiée a été largement éclipsée par la question des expulsions lors des récentes élections fédérales en Allemagne.

    Avec la victoire des conservateurs de la CDU/CSU, Friedrich Merz devrait devenir le prochain chancelier. Il prône des contrôles frontaliers plus stricts et une politique migratoire plus restrictive.

    https://www.infomigrants.net/fr/post/63391/en-allemagne-les-centres-dexpulsion-se-multiplient
    #rétention #détention_administrative #asile #migrations #réfugiés #sans-papiers #machine_à_expulser #statistiques #chiffres #découragement #dissuasion #accélération_des_procédures #expulsions #renvois #renvois_Dublin

    ping @karine4 @_kg_

  • Un #rapport confidentiel met à nu les combines du #cartel de l’#eau

    L’Autorité de la #concurrence s’est penchée sur un sujet explosif : les stratégies d’#entente dans le domaine de l’eau, et leurs conséquences sur l’augmentation des factures payées par les usagers. Le patron d’une filiale du leader mondial #Veolia vient d’être mis en examen à Paris pour #corruption et pratiques anticoncurrentielles, selon nos informations.

    Rarement, un document officiel avait exposé de manière aussi éclatante les manœuvres des géants de l’eau. Dans un rapport confidentiel, l’Autorité de la concurrence révèle l’entente « occulte » ayant permis aux trois leaders français du secteur de l’eau (Veolia, #Suez et #la_Saur) de remporter, en 2011, un #marché géant de près de un milliard d’euros en #Ile-de-France, d’après des informations de Mediapart.

    Ce document de synthèse de 49 pages, rédigé en 2021 au terme de sept années d’investigations – rythmées par les auditions, perquisitions et la rédaction de trois rapports intermédiaires –, est actuellement exploité par une juge d’instruction du tribunal judiciaire de Paris qui pilote plusieurs enquêtes sur des soupçons d’ententes illicites dans le secteur (lire en encadré).

    Le marché en question porte sur la modernisation de l’usine #Seine_Aval, dans les #Yvelines, une des six #stations_d’épuration du #Syndicat_interdépartemental_pour_l’assainissement_de_la_région_parisienne (#Siaap), qui couvre un total de 12 millions d’habitant·es, ce qui en fait le plus grand opérateur d’Europe.

    Initialement évalué à 547 millions d’euros, son coût s’est envolé à 929 millions d’euros dès la phase d’appel d’offres. Ces surcoûts – qui ont « surpris » jusqu’à plusieurs responsables du Siaap, selon l’Autorité de la concurrence – n’ont pu être supportés que par une « augmentation substantielle » de la #redevance payée par les usagers, insiste le rapport.

    La hausse du #tarif de l’eau en Île-de-France a été estimée à 30 % entre 2010 et 2015 dans une autre analyse, réalisée par la Brigade de répression de la délinquance économique (BRDE), ce qui représente près de 14 millions d’augmentation par an. Cet argent n’étant pas suffisant pour financer les travaux, le Siaap a aussi été contraint de décrocher un prêt à « des conditions très favorables » – en s’appuyant, chose étonnante, sur les réseaux d’influence de son fournisseur – auprès de la Banque européenne d’investissement (BEI).

    L’explosion du montant du marché Seine Aval a été justifiée par son attributaire par la technicité requise ainsi que l’augmentation des tarifs de construction. Mais pour l’Autorité de la concurrence, le vainqueur a facturé des prestations d’un montant « très élevé », ayant permis aux entreprises de dégager une « marge confortable ». Une situation qui découle du fait que, plutôt que de s’affronter au cours de l’#appel_d’offres lancé par le Siaap, les grandes entreprises du secteur ont préféré mettre sur pied une stratégie d’entente à plusieurs niveaux leur permettant d’assécher la concurrence, comme le démontrent des documents saisis en perquisition.

    « Le marché était enregistré comme une affaire acquise [dès le 17 juin 2011 dans un document interne d’un des cocontractants – ndlr], alors que la décision n’est intervenue que le 28 juin 2011 à la suite de la réunion du jury du Siaap », s’est ainsi étonnée l’Autorité de la concurrence. Sollicités par Mediapart, les responsables concernés n’ont pas répondu à nos demandes d’entretien.

    Nommé « #Biosav », le groupement ayant remporté le marché rassemblait les plus importants spécialistes du « #génie_épuratoire » (traitement des #eaux_usées) – à savoir les entreprises #OTV (filiale de Veolia) et #Degrémont (filiale de Suez) –, et du « #génie_civil » (réalisation d’ouvrages) – avec #Eiffage et #Vinci. Ce montage est d’autant plus étonnant que ces groupes de dimension mondiale avaient chacun les capacités – techniques comme financières – de concourir seuls, les uns contre les autres. « Je n’ai eu connaissance de l’association OTV-Degrémont que lors de l’ouverture des candidatures. Ce fut une découverte. Le jeu de la concurrence était singulièrement amoindri dès le départ », a témoigné la directrice adjointe grands travaux du Siaap au cours des investigations.

    Comme si cela ne suffisait pas, les enquêteurs ont aussi découvert qu’un troisième épurateur – la société #Stereau (filiale de la Saur) –, qui aurait aussi les épaules pour concourir à l’appel d’offres, avait secrètement négocié avec le groupement pour récupérer une « part » du marché, en tant que sous-traitant. Cette alliance a été dissimulée à plusieurs dirigeants du Siaap, ce qui « atteste que les responsables Biosav avaient conscience que le groupement avec les trois leaders nationaux posait un problème au regard du droit de la concurrence », selon le rapport final.

    Tandis qu’il ambitionnait initialement de recevoir avec quatre offres distinctes, le Siaap n’a eu à choisir qu’entre deux candidatures : Biosav et un autre groupement, mené par le britannique #Biwater, ce qui lui offrait dès le départ bien peu de possibilités.

    « À partir du moment où les majors de l’#épuration et du génie civil se marient, les élus [de la commission d’appel d’offres – ndlr] sont devant la responsabilité de refuser les sociétés françaises », a ainsi déploré un membre de l’équipe éconduite. Tandis que le représentant d’un autre concurrent étranger, le groupe autrichien #Wabag, qui ne s’est même pas positionné sur ce marché, a pointé une « singularité du Siaap » : « Je ne connais pas d’autres maîtres d’ouvrage où les leaders s’associent ainsi », a-t-il souligné, avant d’euphémiser : « Vu de l’extérieur, cette association interpelle et ne paraît pas pro-concurrentielle. »

    Ce déséquilibre a été renforcé par le fait que le groupement Biosav avait en plus accès, avant de préparer son offre, à des informations privilégiées sur le périmètre du marché. Une année avant celui-ci, les épurateurs OTV et Degrémont avaient en effet participé à une première mission, dite de « définition », qui s’est avérée être une sorte de « répétition du futur appel d’offres ». Cette situation a permis à ces entreprises d’anticiper les attentes de Siaap, en échangeant avec ses équipes, et de bénéficier d’un « avantage inévitable » par rapport à leur concurrent, selon l’autorité.

    Enfin, pendant la procédure de passation du marché, le groupement vainqueur a encore pu profiter « d’avantages concurrentiels majeurs » grâce à la relation particulière entretenue avec l’assistant à maîtrise d’ouvrage (AMO). Censée accompagner en toute indépendance le Siaap dans cet appel d’offres complexe, l’entreprise spécialisée #IRH Ingénieur Conseil a en réalité secrètement « œuvré » en faveur de Biosav, a découvert l’Autorité de la concurrence. Ce « parti pris » ne résulte pas d’une « action unilatérale » d’#IRH_Conseil, mais « s’inscrit dans une pratique collusive occulte » entre le cabinet et des responsables des épurateurs OTV et Degrémont, souligne le rapport, qui s’appuie sur de nombreux échanges et rendez-vous confidentiels découverts pendant l’enquête.

    Cette alliance apparaît d’autant plus problématique qu’IRH Ingénieur Conseil a joué un rôle prépondérant dans la sélection des candidats, en soutenant notamment auprès du Siaap l’explosion du montant du marché, reprenant quasiment mot pour mot le raisonnement développé dans une note que Biosav lui avait secrètement envoyée. « L’assistant à maîtrise d’ouvrage a donc utilisé auprès du client les arguments d’un des deux candidats pour justifier les prix proposés par celui-ci, ce alors même qu’il était supposé aider son client avec sérieux », résume la BRDE dans son rapport.

    Les motivations d’IRH Ingénieur Conseil peuvent apparaître doubles. D’abord, l’assistant à maîtrise d’ouvrage se trouvait, selon l’interprétation de l’Autorité de la concurrence, dans une situation de « conflit d’intérêts » pour accompagner le marché, dès lors que dans le cas où le Siaap avait fait le choix de déclarer la procédure infructueuse – en raison notamment des surcoûts –, l’AMO n’aurait reçu aucune compensation financière. L’entreprise avait donc intérêt à faire aboutir l’appel d’offres, coûte que coûte, y compris au détriment du syndicat et des usagers.

    Mais surtout, les intentions d’IRH Ingénieur Conseil paraissent dépasser le périmètre de ce seul marché. Dans des comptes rendus manuscrits de réunions avec les épurateurs qui dominent le secteur – documents « très vraisemblablement écrits » par le patron d’IRH de l’époque, Yves B., lequel était régulièrement invité dans les loges de Roland-Garros par OTV –, les enquêteurs ont en effet découvert les mentions suivantes : « Depuis 15 ans, IRH a joué le jeu de l’École F. [française] de l’Eau. Impression générale on donne beaucoup, on reçoit peu. »

    D’après l’Autorité de la concurrence, ces annotations traduisent le fait que la société de conseil en ingénierie cherchait à « développer des relations commerciales très étroites » avec les leaders de l’épuration, qui incarnent cette fameuse « école française de l’eau » et trustent le marché. « Le Siaap est captif des grands groupes français et de leurs cabinets d’étude et il semble difficile, pour ne pas dire impossible, de faire autrement », constatant à ce sujet une mission conjointe des ministères de l’écologie et des comptes publics en 2018, en relevant que le projet de refonte de Seine Aval a pu servir, pour les constructeurs, de « vitrine » dans leur stratégie d’exportation. Le premier à en profiter étant le groupe Veolia qui, après avoir réussi son OPA sur Suez dans des conditions contestées, a récemment poursuivi son développement au Maroc et en Arabie saoudite à l’occasion des deux dernières visites d’État d’Emmanuel Macron.

    En creusant les relations entre le cabinet de conseil IRH – petit rouage essentiel dans la conduite de marchés – et les géants de l’eau, l’Autorité de la concurrence a révélé, outre l’usine du Siaap, l’existence d’autres appels d’offres pour lesquels il apparaît que la « concurrence a été faussée ». Ce serait notamment le cas pour la rénovation d’une station à Fécamp (Seine-Maritime) ou à Saint-Marcellin (Isère). « Il existe une pratique commerciale d’IRH qui consiste à travailler avant la remise des offres avec un épurateur et à le “pousser” afin qu’il soit lauréat de la procédure de mise en concurrence », conclut le rapport, dont l’enquête sur le marché Seine Aval menace de faire jaillir un scandale plus grand encore.

    https://www.mediapart.fr/journal/france/151224/un-rapport-confidentiel-met-nu-les-combines-du-cartel-de-l-eau
    #France

  • Charlie Nash à propos de la vidéo extrêmement bizarre de la correspondante de CNN qui « découvre » un prisonnier qui n’avait pas encore été libéré d’une prison syrienne :
    https://x.com/CharlieNash/status/1867070374623707166

    Taking a look at the extremely bizarre video of CNN correspondent Clarissa Ward supposedly rescuing a Syrian prisoner, and the huge number of questions it raises:

    In the video, Ward and CNN are led by an armed “guard”. A member of the new Islamist regime, he takes CNN on a tour through the complex

    They soon stumble upon a locked cell - in a prison which has been completely emptied, the prisoners freed.

    “The guard makes us turn the camera off while he shoots the lock off the cell door,” Ward reports.

    Viewers do not get to see the “guard” opening the door
    After a fade to black, we see Ward and the camera crew enter the cell. From what we can see, the cell is clean. There is no waste. Only a blanket, which Ward repeatedly calls out to to see if anyone is underneath

    Receiving no response, the guard lifts the blanket, revealing a man who quickly gets up and raises his hands in the air. He looks healthy, his clothes clean, hair and nails trimmed. He says he has been in the cell for three months, without food/water for four days

    Presumably, the man did not hear the guard shooting the lock off his door, or the camera crew calling out to him from a few feet away. But he appears to be in remarkably good condition. He is quickly on his feet and in conversation. He can hear the guard and the CNN crew

    They escort the man outside, but instead of taking him straight to a hospital or doctor - the logical thing to do with a man who has been in a windowless cell for three months, without food & water for four days - they sit him in a chair and interview him

    Asked by Anderson Cooper what is known “about this man and how he ended up in the prison,” Ward admits, “Well, we don’t know that much because you can see from the report, Anderson, that he’s in a deep state of shock.”

    Ward admits she knows nothing about the man or if his statements are true. Everything in the report is taken at face value, from the guard opening the door (they were not allowed to film) to the prisoner’s claims

    C’est assez invraisemblable ces falsifications : les conditions de détention et la torture dans les prisons du régime syrien, c’est connu et documenté, très sérieusement, depuis des années, et là on a une journaliste de CNN qui participe à une mise en scène ridiculement transparente (on dirait une séance photo de BHL…). Et ce faisant, ouvre la porte à la remise en doute de tout ce qui était pourtant établi de manière sérieuse depuis des années…

    • La libération de la prison de Sednaya a d’ailleurs donné lieu à des manipulations (affirmation qu’il y avait 150 000 détenus, ainsi que des passages secrets et des sous-sols non documentés, etc.). Au point que les Casques blancs ont dû émettre un communiqué contredisant les rumeurs et demandant à cesser de les diffuser :
      https://whitehelmets.org/node/1691

      The search did not uncover any unopened or hidden areas within the facility. […]

      The operation involved five teams, including two K9 (trained police dog) units. The teams inspected all entrances, exits, ventilation shafts, sewage systems, water pipes, electrical wiring, and surveillance camera cables. Despite these extensive efforts, no hidden or sealed areas were identified.

      […]

      We urge social media users to be mindful of the widespread misinformation and rumors circulating about prisons and detainees. Please exercise caution when receiving or sharing such information online to respect the victims’ families and avoid causing unnecessary psychological distress.

      Alors même que les conditions de détention dans les prisons syriennes ont déjà été documentées et que la réalité devrait suffire, au lieu de monter des falsifications.

      –---

      J’ai bien conscience qu’il y a aussi beaucoup de manipulations dans l’autre sens, mais ce que je souligne ici, c’est le fait que ces manipulations-là n’ont pas de sens alors qu’elles sont censées soutenir des faits qui, eux, sont déjà avérés, ce qui est, à tout le moins, totalement con.

    • Oui, outre l’effacement total de la différence entre le vrai et le faux (et comme tu dis, ici elle doit être persuadée que mentir pour illustrer un mouvement plus généralement vrai, ce n’est pas vraiment mentir, sa falsification est sans doute un moment du vrai), je pense qu’il y a une volonté de mise en scène dans laquelle la journaliste est elle-même actrice de l’événement.

      Dans le genre, j’ai un vague souvenir de quelqu’un qui avait prétendu « sauver un bébé syrien » en le ramenant dans ses bagages. C’était BHL ? Un·e journaliste ? Ça ne me revient pas.

      Dans une moindre mesure, ça me fait penser aux journalistes météo, aux États-Unis, qui se font un devoir d’être au milieu de la rue pendant une tempête pour montrer que, eux aussi, sont des acteurs du coup de vent.

      https://www.youtube.com/watch?v=beSJ7EWfO0U

      Par contre, je ne regarde jamais les journaux télévisés, alors je ne saurais pas dire si cette tendance à se mettre en scène en tant qu’acteur·ice de l’événement (même sans totalement falsifier), c’est généralisé, si désormais le ou la journaliste se met assez systématiquement en vedette de son propre sujet, ou si ça reste relativement marginal.

    • Dans l’abattoir humain d’Assad
      https://lesjours.fr/obsessions/syrie-prisons
      Le régime syrien est tombé, ses prisons s’ouvrent.
      https://seenthis.net/messages/1087758

      L’activiste Mazen Al-Hamada avait témoigné face caméra des tortures subies en détention. Son corps a été retrouvé ce lundi à Saidnaya

      Dans un pays où les services de renseignement ont été formés par le bras droit d’Adolf #Eichmann, #Aloïs_Brunner, qui s’était vu accorder l’asile en 1954 en échange de conseils sur les techniques d’interrogatoire des #nazis, le régime a aussi mis en place une « politique d’extermination » à #Saidnaya, selon Amnesty.

      Merci @arno j’avais plus qu’à moitié gobé la video de #CNN

    • Did CNN Fabricate the Story of “Freeing a Prisoner from a Secret Jail”?
      https://verify-sy.com/en/details/10562/Did-CNN-Fabricate-the-Story-of--Freeing-a-Prisoner-from-a-Secret-Jail--

      The Verify-Sy team searched public records for the name “Adel Gharbal” to verify the circumstances and duration of his detention but found no results. Gharbal, who claimed to hail from Homs and whose dialect supported this claim, prompted further inquiries in the city. The team discovered that his real name is “Salama Mohammad Salama,” a revelation that brought shocking details to light. Salama, known as “Abu Hamza,” is a first lieutenant in Syrian Air Force Intelligence, notorious for his activities in Homs. Residents of the Al-Bayyada neighborhood identified him as frequently stationed at a checkpoint in the area’s western entrance, infamous for its abuses.

      Abu Hamza reportedly managed several security checkpoints in Homs and was involved in theft, extortion, and coercing residents into becoming informants. According to locals, his recent incarceration—lasting less than a month—was due to a dispute over profit-sharing from extorted funds with a higher-ranking officer. This led to his detention in one of Damascus’s cells, as per neighborhood sources.

      Despite his seemingly innocent and composed demeanor in the CNN report, Salama has a grim history. He participated in military operations on several fronts in Homs in 2014, killed civilians, and was responsible for detaining and torturing numerous young men in the city without cause or on fabricated charges. Many were targeted simply for refusing to pay bribes, rejecting cooperation, or even for arbitrary reasons like their appearance. These details were corroborated by families of victims and former detainees who spoke with Verify-Sy.

  • Seit 1899 Einsamkeit in Berlin-Treptow
    https://www.gartenfreunde-treptow.de/texte-zur-geschichte/articles/die-aeltesten-kleingartenvereine-treptows-1887


    So richtig einsam ist es am Dammweg zwar nicht, nicht mal richtig leise, aber der Mensch blendet Störendes sehr gut aus, wenn ihm danach ist.

    Die ältesten Kleingartenvereine Treptows (1887)

    Bereits vor der und um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wurden in Treptow, das damals noch vor den Toren Berlins lag, die ersten Laubenkolonien gegründet.
    Aus dieser Zeit existieren noch heute diese Vereine:

    „Zur Linde“ vormals „Little Po-Po“ (1887)
    „Neuseeland“ (1897)
    „Einsamkeit“ (1899)
    „Ehrliche Arbeit“ (1900)
    „Gemütlichkeit III“ (1902)

    https://www.openstreetmap.org/way/190618216

    Angeblich kann man da Bier trinken.
    https://wie.de/little-popo-in-der-kga-zur-linde.2820136908
    Little Popo in der KGA zur Linde

    Noch mehr Ifo zu Lilttle Po-Po
    https://admin.iamexpat.de/lifestyle/lifestyle-news/how-did-germany-fall-in-love-with-the-kleingarten-allotment

    By 1887, the trend had made it to the capital. What is thought to be Berlin’s oldest Kleingarten area was created by seven men in their mid-20s who inherited a plot of land from gardener Wilhelm Mosisch after his death. The garden was, and still is, located on Kiefholzstraße, which stretches through Treptow into Kreuzberg. Originally christened Little PoPo, the site’s namesake remained a mystery to club members for decades after it opened. “Could it have something to do with the pope?”, they asked themselves. “But then why ‘little’, in English?”, “Could it honestly be that the space had been so childishly named “Little bumbum” in a Denglisch mash-up of “Kleiner PoPo”?

    It turns out that the group of twentysomethings weren’t so innocent in their naming; the name had been chosen to hail one of Germany’s colonial exploits of the 1880s, a town in southeastern Togo, now known as Aného. In 1945 “Little PoPo” was abandoned and the space was re-dubbed as Kleingartenanlage zur Linde.

    #Berlin #Treptow #Dammweg #Einsamkeit #Geschichte #Laubenkolonie #Kleingartenanlage #Schrebergarten #Laubenpieper

  • Antony-Platz


    https://commons.m.wikimedia.org/wiki/Category:Antony-Platz_(Berlin-Waidmannslust)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Gedenktafeln_in_Berlin-Waidmannslust

    Waidmannslust: Bezirk stiehlt einem Platz den Namen
    https://www.morgenpost.de/bezirke/reinickendorf/article402083872/waidmannslust-bezirk-stiehlt-einem-platz-den-namen.html
    https://img.sparknews.funkemedien.de/400191210/400191210_1681544946_v16_9_1200.webp

    23.06.2021 von Susanne Kollmann
    Bis 2016 hieß der Platz an der Dianastraße „Place Antony“: Auf diesem Stein befand sich die ehemalige Plakette. © Unbekannt | Initiative Waidmannslust

    Berlin. Weil der Bezirk den Namen des Platzes „Antony“ von Waidmannslust nach Wittenau verlegt hat, sucht eine Initiative einen neuen Namen.

    vs.

    Antonyplatz
    https://m.kauperts.de/Strassen/Antonyplatz-Berlin

    vs.

    Howard Anthony Platz
    https://www.tributearchive.com/obituaries/30923501/howard-anthony-platz

    Howard Anthony Platz Obituary
    Hayesville, North Carolina
    September 9, 1937 - March 4, 2024
    ...
    Cheryl Miller

    March 4, 2024
    So sorry for your loss. We loved Howard. He was such a sweet man. He was our patient for years. He will be missed. Prayers, Cheryl Miller

    P.S.

    Name erhielt bei Abstimmung die meisten Stimmen: Früherer Place Antony in Waidmannslust soll Dianaeck heißen
    https://www.berliner-woche.de/waidmannslust/c-umwelt/frueherer-place-antony-in-waidmannslust-soll-dianaeck-heissen_a323729

    Diese Fläche soll künftig Dianaeck heißen. | Foto: Wolfgang Nieschalk

    6.10.2021 von Thomas Frey - Der ehemalige Place Antony an der Kreuzung Waidmannsluster Damm und Dianastraße soll künftig Dianaeck heißen. Dieser Name bekam beim abschließenden Votum die meisten Stimmen.

    Die Initiative Waidmannslust hatte im Sommer um Vorschläge für die Benennung der zuletzt namenlosen Fläche gebeten. Sie verlor 2016 ihre Bezeichnung Place Antony, nachdem Bezirksamt und BVV beschlossen hatten, dass der Platz vor dem Rathaus nach der französischen Partnerstadt heißen soll.

    Unter den eingegangenen 40 Vorschlägen wurden diejenigen, die mehrfach genannt wurden, erneut zur Abstimmung gestellt. Darunter war auch das Dianaeck, das dann eine Mehrheit bekam.

    Als nächsten Schritt will die Initiative Waidmannslust bei der neuen Baustadträtin oder Baustadtrat diesen „Bürgerwillen zum Vortrag bringen“. Wie die Formulierung bereits andeutet, kann das aber erst passieren, wenn sich das künftige Bezirksamt konstituiert hat.

    115× gelesen am 27.11.2024

    Die Franzosen und wir in Berlin: Dieser Platz braucht einen Namen!
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/dieser-platz-braucht-einen-namen-4259893.html

    24.6.2021 von Gerd Appenzeller - Früher lebte hier der französische Stadtkommandant. Der Findling hat eine U-Bahn-Historie. Doch den Platznamen hat das Bezirksamt gemopst - und jetzt?

    Hohe Kiefern, Hecken, Wald: Willkommen im Idyll von Berlin-Waidmannslust! Doch wo sind wir hier? Auf meinem 10 Jahre alten Pharus-Stadtplan heißt dieser Platz im Berliner Norden noch „Antonyplatz“, benannt nach der französischen Partnergemeinde Antony (bei Paris).

    Der Name an dieser Stelle war sinnvoll. Gegenüber liegen, besser: lagen die Residenz des französischen Stadtkommandanten und das Gästehaus der französischen Schutzmacht. Wer heute mal in den Stadtplan gucken will, bitteschön: Es geht um Einmündung der Dianastraße in den Waidmannsluster Damm.

    Auf einem riesigen Findling – er war beim Bau der U-Bahnlinie 8 gefunden worden – gab es auch eine bronzene Tafel mit dem Namen. Und hier, als Lektüretipp, finden Sie auch die französische Internetseite

    ville-antony.fr/reinickendorf, wo auch der „Place d’Antony“ auftaucht. Die Partnerschaft besteht seit 1966.

    Aber dann befand das Bezirksamt von Berlin-Reinickendorf, es müsse ein würdigerer Platz für den Namen der Partnergemeinde gefunden werden – was schon vom Ansatz her eine ziemliche Frechheit ist, denn dieser, von großen Kiefern umstandene Platz ist allemal schöner als der kahle Vorplatz des Rathauses in Wittenau, der nun Antonyplatz heißt.

    So geht das nicht, befand die „Initiative Waidmannslust“. Deren rühriger Vorsitzende, Wolfgang Nieschalk, ruft nun dazu auf, Namensvorschläge zu machen und an diese Emailadresse zu schicken:

    mail@initiative-waidmannslust.com – bitte auch mit Kopie an den Reinickendorf-Newsletter des Tagesspiegels, denn den bat Wolfgang Nieschalk um tatkräftige Unterstützung, in der sicher berechtigten Hoffnung, dass die mehr 16.000 Reinickendorfer Haushalte, deren Bewohner den Newsletter im Abo haben, dem Anliegen ordentlich Schub verleihen könnten.

    Also: Wie soll der namenlose Platz heißen? Aus den Vorschlägen will eine Jury (Zusammensetzung noch offen) dann der BVV Vorschläge für einen neuen Namen machen. Wolfgang Nieschalk meint übrigens, der Volksmund habe diesen Platz früher den „Bolzenplatz“ genannt, er kenne aber den Ursprung nicht. Privater Tipp: Bolzen ist ein anderes Wort für: Fußball spielen.

    #Berlin #Renickendorf #Eichborndamm #Rathaus_Reinickendorf #Antonyplatz #Dianaeck

  • Israeli Army Generals Want to Starve Gaza. Here’s Why That’s Illegal - Opinion - Haaretz.com
    https://archive.ph/2024.11.04-011059/https://www.haaretz.com/opinion/2024-11-04/ty-article/.premium/israeli-army-generals-want-to-starve-gaza-heres-why-thats-illegal/00000192-f33d-de0c-a7db-fb7db84e0000

    […]

    Eiland argues that it’s possible to separate the “innocent” civilian population from Hamas by allowing people to leave Gaza’s occupied north. Yet whether or not they actually leave, he says, it’s permissible to starve anyone who remains.

    He bases this argument on the claim that prior to October 7, 2023, Gaza was a state, so we have the right to treat it just as we would any other state, and to treat its entire population as a single unit.

    But in fact, Eiland, Gaza isn’t a state and never was a state; it is completely dependent on Israel for its supply of water and electricity. Most of its residents fled from Israel in 1948, and since then, they have lived in large refugee camps in Gaza. Israel surrounds the territory on three sides and controls the crossings through which food and medicine can be supplied to its residents. Consequently, let’s not play dumb by calling it a “state.”

    […]

    We have long since ceased to comply with international humanitarian law. And the generals’ plan is the diametric opposite of compliance with that court’s provisional orders.
    So far, Israel has managed to escape by the skin of its teeth from those seeking a ruling that it’s perpetrating a genocide in Gaza. But now, along comes Eiland and uses his lofty titles – major general in the reserves and a former head of the National Security Council – to promote a morally unacceptable plan that deserves to be roundly condemned.

    […]

    #Eiland #génocidaire

  • In Defense of the ’Generals’ Plan’ : Laying Siege to Israel’s Enemy Isn’t a War Crime - Opinion - Haaretz.com
    https://archive.ph/2024.11.02-081310/https://www.haaretz.com/opinion/2024-11-01/ty-article-opinion/.premium/in-defense-of-the-generals-plan-laying-siege-to-israels-enemy-isnt-a-war-crime/00000192-e406-d2fe-affe-e76f2f410000

    La somme d’affirmations mensongères et d’auto-contradictions par rapport à ses propres déclarations antérieures est impressionnante, même à une échelle sioniste.

    #Eiland

  • B.M. sur X :
    https://x.com/ireallyhateyou/status/1848469118363582692

    Netanyahu’s Channel 12 propagandist Amit Segal:
    “We can keep denying that what’s happening (in north Gaza) is an implementation of the Generals’ Plan - emptying of the Strip, starving the terrorists, eliminating them, capturing them - that’s in my opinion what’s happening here”

    “Notify the roughly 300,000 residents who stayed in northern Gaza Strip... We order you to leave... In a week the entire area will become a military zone... No supply will enter”

    A new campaign called “The Generals’ Plan” was launched, created by Maj. Gen. (Res.) Giora #Eiland.

    https://video.twimg.com/ext_tw_video/1848468301204131840/pu/vid/avc1/1280x720/yIJxo3ucZ0uZRB1T.mp4?tag=12

  • Eran Etzion appelle les soldats israéliens à la désobéissance face au crime de guerre que serait le « Plan des généraux » :
    https://x.com/eranetzion/status/1848635092463132779

    Je n’ai jamais appelé à la désobéissance.

    À mes yeux, c’est une mesure qui doit être réservée aux cas les plus extrêmes et évidents de « drapeau noir ». D’un ordre manifestement illégal. D’un crime de guerre.

    Eh bien, nous sommes arrivés à ce point.

    Netanyahou et le cabinet ont pris une décision, dissimulée au public, de mettre en œuvre le « Plan des généraux ». Ce plan est un crime de guerre.

    Et si cela n’est pas assez grave, cela a été fait après que l’administration américaine a informé par écrit, dans une lettre sans précédent du Secrétaire à la Défense et du Secrétaire d’État, que la mise en œuvre de ce plan ou des actions similaires entraînera un embargo sur les armes américaines à destination d’Israël.

    Il est difficile d’imaginer des circonstances plus graves.

    Donc, si vous êtes soldat ou officier, en service actif, permanent ou réserviste, vous avez le devoir de refuser de participer à toute action constituant un crime de guerre.

    Et si vous ne servez pas, vous avez le devoir d’appeler ceux qui servent à refuser de prendre part à un crime de guerre.

    Netanyahou et le gouvernement du 7/10 transforment Israël en un État paria, et amènent de leurs propres mains eux-mêmes, ainsi que les officiers et soldats de Tsahal, devant les tribunaux de La Haye, de Bruxelles, de Londres et de nombreuses autres capitales à travers le monde.

    Cela ne doit pas être permis.

    Sa bio :
    https://www.mei.edu/profile/eran-etzion

    Eran Etzion is a diplomat and strategist with more than 20 years of experience in senior government positions. He was head of policy planning at Israel’s Ministry of Foreign Affairs, and deputy head of the National Security Council in the Prime Minister’s office.

    • Le commentaire d’Eran Etzion est en réponse à ce message de Tomer Persico :
      https://x.com/TomerPersico

      Il y a une semaine, le secrétaire d’État et le secrétaire à la Défense des États-Unis ont envoyé une lettre d’une sévérité sans précédent, menaçant d’un embargo sur les armes à destination d’Israël si Israël ne reprenait pas la fourniture d’aide humanitaire au nord de la bande de Gaza.

      Les États-Unis craignent qu’Israël ne cherche à affamer et ainsi à pousser les Palestiniens vivant au nord de la route de Netzarim à la franchir, afin de contrôler de facto le nord de la bande, avec l’intention d’y établir des colonies à l’avenir.

      Hier, une conférence s’est tenue avec la participation de députés et ministres du Likoud, promouvant explicitement la colonisation dans la bande de Gaza. Le Premier ministre n’a ni condamné, ni démenti cette intention, ni empêché les membres de son parti.

      Hier également, le journaliste proche du Premier ministre, Amit Segal, est intervenu à l’antenne et a parlé explicitement de « modification des frontières » de la bande de Gaza et de futures colonies dans la bande, si Trump était élu aux États-Unis.

      Il a poursuivi en disant qu’au nord de la bande se déroule « un événement différent de tout ce que nous avons vu jusqu’à présent », et qu’"on peut nier" qu’il s’agisse d’une activité inhabituelle, mais qu’en réalité « le Plan des généraux » est probablement en cours, ce qui signifie l’expulsion de la population.

      Il est important de dire clairement :

      Il est permis d’évacuer des civils dans le cadre d’opérations militaires, à condition que l’opération le justifie, que l’évacuation soit raisonnable et qu’on leur permette de rentrer chez eux à la fin de l’opération.

      Si ces conditions ne sont pas respectées, il s’agit d’un nettoyage ethnique, c’est-à-dire l’expulsion d’une population avec l’intention claire de ne pas lui permettre de revenir dans ses foyers, dans le but de conquérir le territoire, de l’annexer et/ou d’y installer une population de l’occupant. Tout cela constitue des crimes de guerre.

      Quiconque commande un nettoyage ethnique, et quiconque y participe, est un criminel de guerre.

      Le gouvernement actuel entraîne le pays dans un chemin sombre et destructeur, où l’occupation non seulement ne se réduit pas, mais s’étend. Des idées messianiques, déconnectées de la réalité, concernant la colonisation de la bande de Gaza, ne nous ramèneront pas seulement aux années de tirs de mortiers sur les bus scolaires sur la route de Netzarim, mais approfondiront la fracture au sein de la société, nous plongeront dans un isolement international grave, un embargo sur les armes, des sanctions économiques et des arrestations d’officiers et de soldats en Europe.

      Si vous servez actuellement à Gaza, demandez à vos commandants quel est le plan pour le nord. Si vous n’obtenez pas de bonnes réponses, envisagez de refuser de continuer à servir. Si on vous dit explicitement, comme le dit Segal, que la population est expulsée pour conquérir le nord de la bande et y installer des colonies à l’avenir, déposez vos armes et refusez de continuer à servir.

      Il est absolument interdit de participer à un nettoyage ethnique.

      À propos de Tomer Persico :
      https://tomerpersicoenglish.wordpress.com/about

      Dr. Persico is a Research Fellow at the Shalom Hartman Institute, a Rubinstein Fellow at Reichman University and a a Senior Research Scholar at the UC Berkeley Center for Middle Eastern Studies. Between 2018 and 2021 he was the Koret Visiting Assistant Professor at the UC Berkeley Institute for Jewish Law and Israel Studies.

  • B’Tselem בצלם بتسيلم sur X :
    https://x.com/btselem/status/1845827799333871706

    Israeli NGOs warn international community it will be complicit if Israel forcibly transfers the population of Northern Gaza

    Human rights NGOs based in Israel today called on the international community to take action now to prevent Israel from forcibly transferring hundreds of thousands of Palestinians who have remained in the Northern Gaza Strip outside of the area, including by denying entry of essential humanitarian aid and fuel. The Israeli ceasefire coalition, the groups Gisha, B’Tselem, PHR-I and Yesh Din, said that there are alarming signs that the Israeli military is beginning to quietly implement the Generals’ Plan, also referred to as the #Eiland Plan, which calls for complete forcible transfer of the civilians of the northern Gaza Strip through tightening the siege on the area and starving the population.

    The NGOs reiterated the warning that states have an obligation to prevent the crimes of starvation and forcible transfer, and that if the continuation of the “wait and see” approach will enable Israel to liquidate northern Gaza, they will be complicit. All states and relevant international institutions should act now and use all tools at their disposal - legal, diplomatic and economic - to prevent this.

    « #communauté_internationale »

  • Application du plan #génocidaire (“controversé” pour la #BBC) de Giora #Eiland à #Gaza;

    ’Surrender or starve’: Attack on Jabalia hints at controversial Israeli plan for northern Gaza
    https://www.bbc.com/news/articles/c1e82yy0wxno

    The suspicion among Palestinians, the UN and relief agencies is that the IDF is gradually adopting some or all of a new tactic to clear northern Gaza known as the “Generals’ Plan”. It was proposed by a group of retired senior officers led by Maj-Gen (ret) Giora Eiland, who is a former national security adviser.

    Like most Israelis they are frustrated and angry that a year into the war Israel still has not achieved its war aims of destroying Hamas and freeing the hostages. The Generals’ Plan is a new idea that its instigators believe can, from Israel’s perspective, break the deadlock.

    At its heart is the idea that Israel can force the surrender of Hamas and its leader Yahya Sinwar by increasing the pressure on the entire population of the north. The first step is to order civilians to leave along evacuation corridors that will take them south of Wadi Gaza, an east-west stream that has become a dividing line in Gaza since the Israeli invasion last October.

    […]

    “Since we already encircled the northern part of Gaza in the past nine or 10 months, what we should do is the following thing to tell all the 300,000 residents [that the UN estimates is 400,000] who still live in the northern part of Gaza that they have to leave this area and they should be given 10 days to leave through safe corridors that Israel will provide.

    […]

    In his office in central Israel, [Giora Eiland] laid out the heart of the plan.

    “And after that time, all this area will become to be a military zone. And all the Hamas people will still, though, whether some of them are fighters, some of them are civilians… will have two choices either to surrender or to starve.”

    Eiland wants Israel to seal the areas once the evacuation corridors are closed. Anyone left behind would be treated as an enemy combatant. The area would be under siege, with the army blocking all supplies of food, water or other necessities of life from going in. He believes the pressure would become unbearable and what is left of Hamas would rapidly crumble, freeing the surviving hostages and giving Israel the victory it craves.
    […]
    It is not clear whether the IDF has adopted the Generals’ Plan in part or in full, but the circumstantial evidence of what is being done in Gaza suggests it is at the very least a strong influence on the tactics being used against the population.

  • Barbarossaplatz in Berlin-Schöneberg: So soll er umgestaltet werden
    https://www.berliner-zeitung.de/news/umbau-des-barbarossaplatzes-beschlossen-li.2259223


    Seit Dienstag steht fest, wie der Barbarossaplatz umgestaltet werden soll.Benjamin Pritzkuleit / Berliner Zeitung

    Der Wahnsinn geht weiter. Die Barbarossastraße wird am Platz gleichen Namens unterbrochen. Sie hört damit auf, Ost-West-Verbindung vom Bayrischen Viertel (Bamberger/Aschaffenburger) zur Goltz- und Gleditschstraße zu sein. Der kleinteilige Politkompromiss zerstörd zwecks Verkehrsberuhigung historische und immer noch sinnvolle Stadtstrukturen und -verbindungen, anstelle einfach den PKW-Verkehr ganz aus der Innenstadt zu verbannen.

    1.10.2024 von Eva Maria Braungart - Um die Gestaltung des Platzes gab es viel Unmut. Nun hat die Bezirksverordnetenversammlung sich für einen Vorschlag entschieden.

    Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Tempelhof-Schöneberg hat den Umbau des Barbarossaplatzes beschlossen. Dafür wurde die Variante 1 der Machbarkeitsstudie von Juni 2024 angenommen, wie das Bezirksamt mitteilte.

    Unterstützt durch einen gemeinsamen Änderungsantrag von SPD und CDU, soll das Vorhaben sicherstellen, dass die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden. Die Variante 1 sieht vor, dass die südöstliche Straßenverkehrsfläche dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten wird. Dadurch wird die Platzfläche vor der Schule erweitert und ein Übergang zum Alice-Salomon-Park gewährleistet. Andere Vorschläge sahen eine Ausweitung des Bereichs für den Fuß- und Radverkehr vor.

    Streit um Gestaltung des Barbarossaplatzes

    Im September demonstrierten Bürger für einen autofreien Barbarossaplatz. Aus 1030 Quadratmeter Grünfläche sollten 3300 werden. Bisher sind 85 Prozent der Fläche auf dem Barbarossaplatz versiegelt. Der Vorschlag von Saskia Ellenbeck, Stadträtin für Straßen im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, die Grünfläche massiv zu erweitern, wurde nicht angenommen. Diese Variante sei „nicht zielführend“, so der Ausschuss für Straßen und Verkehr. Stattdessen soll das Bezirksamt eine andere umsetzen, die vorsieht, dass die Ost- und Südseite des Barbarossaplatzes für Kraftfahrzeuge geöffnet bleibt. Allerdings hatte Ellenbecks Vorschlag von den Bürgern den meisten Zuspruch erhalten. Nun gibt es einen Kompromiss.

    Zusätzlich zu den bereits festgelegten Maßnahmen werden folgende Anpassungen in die laufende Planung integriert: Der fließende Verkehr auf der Eisenacher Straße bleibt in beiden Richtungen erhalten, und es wird auf den Einsatz eines Modalfilters verzichtet. Der separate Radweg wird ausschließlich auf den Barbarossaplatz beschränkt und nicht bis zur Eisenacher Straße ausgeweitet. Der Verlust von PKW-Stellplätzen rund um den Barbarossaplatz wird auf ein Minimum reduziert.

    #Berlin #Schöneberg #Barbarossaplatz #Barbarossastraße #Eisenacher_Straße #Schwäbische_Straße