• Verschlüsselt : der Fall Hans Bühler : Internet Archive
    https://archive.org/details/verschlusseltder00stre/page/8/mode/2up

    Operation Rubikon: Der Fall Hans Bühler - ZDFheute
    https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/fall-hans-buehler-100.html

    Hans Bühler war Firmenvertreter der Crypto AG, von der Geheimdienstoperation von BND und CIA hatte er keine Ahnung. Trotzdem war er eine Art Schlüsselfigur bei der Beendigung der Operation Rubikon.

    Hans Bühler
    https://cryptomuseum.com/people/hans_buehler.htm

    The Swiss Federal Police – the Bundesanwaltschaft – has investigated the matter and questioned several people, and it is said that no irrefutable evidence against Crypto AG was ever found. The outcome of the investigation however, remains classified to this day and repeated requests from journalists for public disclosure of the results of the investigation have so far been denied.

    Since Hans Bühler went public, some of his former colleagues have decided to come out as well. Former software engineer Jürg Spörndli confirmed that the company was visited frequently by NSA specialists and that on several occasions he was instructed by his manager to swap a crypto­graphic algorithm that he had developed, for an alternative one – supplied by the NSA – that was clearly weaker [2]. This case shows great similarity to the weakening of the Philips PX-1000 [3].

    The story of the deliberate weakening of the algorithms at the request of the NSA, is corroborated by former Crypto AG director Oskar Sturzinger, in an interview with Crypto Museum in November 2008 [4]. Previously classified documents — that were partly released by the NSA in 2014 — have meanwhile produced convincing evidence of a secret deal between Crypto AG and the NSA from 1951 onwards [5]. In January 2018, it was announced that Crypto AG would be split, and that the international part would be taken over by a Swedish company. Hans Bühler died in August 2018.

    Der Spionage-Skandal rund um die Zuger Crypto AG
    https://www.infosperber.ch/FreiheitRecht/NSA-BND

    Frank Garbely / 30. Sep 2015 - Die Nachrichtendienste der USA und von Deutschland haben mit Hilfe der Zuger Firma Crypto AG jahrelang andere Länder ausspioniert.

    Die Verbindung zur «National Security Agency» NSA, dem Auslandgeheimdienst der USA, wäre nichts als ein kreditschädigendes Gerücht, gestreut von Konkurrenten, die so der Crypto AG Kunden abjagen möchten: «Keiner unserer Kunden würde bei uns kaufen, wenn auch nur der leiseste Zweifel an der Integrität unserer Firma bestünde». So oder ähnlich hat die Direktion der Zuger Herstellerin von Chiffriergeräten stets jegliche Nähe zur NSA und anderen Diensten heftig abgestritten. Jetzt wissen wir: Das war gelogen.

    Blindes Vertrauen des Crypto-Gründers

    Bereits im Jahre 1955 hatten die NSA und Crypto-Gründer Boris Hagelin eine Zusammenarbeit ausgehandelt - noch bevor die Crypto AG die eigentliche Produktion von Chiffriergeräten in Zug aufnahm. Das behauptet nicht irgendein schräger Whistelblower, das belegen offizielle NSA-Dokumente, publiziert von der NSA selbst.

    Crypto-Gründer Boris Hagelin

    Ende April gab die NSA über 52’000 Seiten bisher geheimer Dokumente frei und stellte sie ins Netz. Es handelt sich um eine Dokumentensammlung von William F. Friedman (1891–1969), langjähriger NSA-Mitarbeiter, zuletzt Sonder-Assistent der NSA-Direktion. William F. Friedman, auch «Gottvater der US-amerikanischen Kryptologie» betitelt, gilt als der herausragende Pionier der Verschlüsselungstechnik in den USA, ganze Generationen von Geheimagenten bei NSA, CIA und der US-Army wurden nach seinen Anweisungen geschult.

    William F. Friedman war viele Jahre lang eng befreundet mit dem Schweden Boris Hagelin (1892–1983), ebenfalls ein begnadeter Kryptologe. Von 1940 bis 1944 lebte Boris Hagelin in den USA, sein Freund Friedman hatte ihn zur NSA geholt. Nach dem Krieg kehrte er als Pensionist nach Europa zurück und gründete in Zug die Crypto AG.

    Nicht weniger als 350 Dokumente mit weit über 1000 Seiten der Friedman-Papiere betreffen die Crypto AG: Briefe, Notizen, Photos, Memos etc. Diese Schriftsätze dokumentieren ein geradezu blindes Vertrauen des Crypto-Gründers zu William F. Friedman und der NSA.

    Immer wieder kursierten Gerüchte

    Das wichtigste Dokumente der freigegebenen Friedman-Papiere: Ein 22-Seiten langer Report über einen Besuch William F. Friedmans bei der Crypto AG. Der Sonder-Assistent des NSA-Direktors weilte vom 21. bis 28. Februar 1955 in Zug und verhandelte mit Boris Hagelin über eine Zusammenarbeit mit der NSA. Zahlreiche Passagen des Reports sind eingeschwärzt, so dass noch immer geheim bleibt, was genau vereinbart wurde. Soviel aber geht aus dem Friedman-Report hervor: Hagelin stimmte den NSA-Vorschlägen bedenkenlos zu. Und: Hagelin versprach, die Crypto AG werde die NSA regelmässig über neue Entwicklungen informieren und auch darüber, welche Geräte sie an welche Länder liefere.

    Immer wieder kursierten Gerüchte über mögliche Beziehungen der NSA zur Crypto AG. Erstmals im Jahre 1982. Damals beschrieb der NSA-Spezialist James Bamford in seinem ersten Bestseller über die NSA ein «Projekt Boris» und erwähnte bereits die enge Beziehung zwischen dem führenden NSA-Kryptologen William F. Friedman und Crypto AG Gründer Boris Hagelin. (1) In den folgenden Jahren verstärkte sich der Verdacht. Aber erst der Fall Hans Bühler entschlüsselte zumindest einen Teil der Geheimnisse rund um die mysteriöse Zusammenarbeit mit fremden Diensten. (2)

    Crypto-Verkäufer Hans Bühler im Iran verhaftet

    Hans Bühler (74) wurde am 18. März 1992 in Teheran verhaftet und in ein Militärgefängnis eingesperrt. Seit 13 Jahren bereits arbeitete er für die Crypto AG. Sein Job: Verkauf von Verschlüsselungsgeräten. Seine Kunden: Ministerien, Armee, Polizei- und Nachrichtendienste. Hans Bühler war mit Abstand der erfolgreichste Verkäufer der Crypto AG. Und der Iran einer seiner Grosskunden. Eigens für das Iran-Geschäft hatte er Farsi gelernt. Seit zehn Jahren reiste er regelmässig nach Teheran, im Schnitt zweimal pro Jahr. Die Verhaftung hielt er zuerst für ein Missverständnis. Das Missverständnis dauerte geschlagene 9 ½ Monate.

    Am 4. Januar 1993 wurde Hans Bühler endlich freigelassen. Als er ein Tag später in Zürich-Kloten landete, erklärte er: «Es war sehr hart, aber die Iraner haben mich korrekt behandelt.» Dann bedankte er sich mit Nachdruck bei seinem Arbeitgeber. Die Crypto AG hatte für ihn in Teheran eine Kaution in der Höhe von 1 Million Dollar hinterlegt.

    Doch kaum zurück in der Schweiz, wurde er gefeuert: «Das Vertrauensverhältnis ist schwer gestört. Für eine Weiterbeschäftigung besteht kein Bedarf», hiess es im Entlassungsschreiben. Noch schockierender als die Entlassung: die Crypto AG verlangte von Bühler die Rückerstattung der Kaution von 1 Million Dollar, denn seine Verhaftung im Iran hätte nichts mit der Crypto AG zu tun. Hans Bühler bat um eine Aussprache mit der Direktion. Doch die liess ihn abblitzen und verwies ihn an «unseren deutschen Aktionär». Nur: Niemand wollte Bühler diesen Aktionär benennen.

    Siemens und der Bundesnachrichtendienst

    Bisher hatte man angenommen, dass die Crypto AG dem Schweden Boris Hagelin gehörte. Doch bei der Gründung im Jahre 1952 besass Boris Hagelin nur gerade eine einzige von insgesamt 50 Aktien. 48 gehörten einer liechtensteinischen Briefkastenfirma, der Anstalt «Europäische Handelsgesellschaft» in Vaduz. Im Namen dieser Anstalt traten später immer wieder Deutsche, meist ehemalige Siemens-Mitarbeiter auf. Ein früherer Kollege Hans Bühlers, der lange Jahre in der Finanzabteilung der Crypto AG arbeitete, gab ihm einen Tipp: «Der geheime Aktionär heisst Bundesrepublik Deutschland, genauer die Bundesvermögensverwaltung.» Nach Recherchen des deutschen Geheimdienst-Experten Erich Schmidt-Eenboom, handelte es sich bei der Bundesvermögensverwaltung um eine Tarn- oder Scheinfirma des Bundesnachrichtendienstes.

    Siemens und der Bundesnachrichtendienst: Das erinnerte Hans Bühler an die wochenlangen Verhöre im iranischen Militärgefängnis. Immer wieder war er zu Siemens und ausländischen Diensten befragt worden: Was hat Siemens, was haben ausländische Dienste mit der Crypto AG zu tun?

    Über die Verhöre im iranischen Militärgefängnis sprach Hans Bühler erstmals ausführlich in einer Rundschau-Reportage. Bisher hatte Hans Bühler immer erklärt, er wäre im Iran gut behandelt worden, und er wüsste nichts über die Gründe seiner Verhaftung. Doch dem war nicht so. Er war psychisch gefoltert worden, und er hatte sehr wohl gewusst, was ihm die Iraner vorwarfen: Spionage.

    «Wir brennen ihnen die Augen aus»

    «Schon im ersten Verhör haben sie mich beschuldigt: Sie sind ein Spion, sie benutzen die Crypto AG nur als Deckmantel, sie verkaufen die Schlüssel-Codes dieser Firma. Für mich brach eine Welt zusammen», erzählte sich Hans Bühler. Was war mit den Schlüssel-Codes? Warum glauben die Iraner, er, Bühler, hätte die Schlüssel-Codes – also die Geheiminformation der Chiffriergeräte – an Nachrichtendienste verkauft?

    Diese Fragen machten für Bühler keinen Sinn. Er konnte nichts gestehen, weil er nichts wusste. Auch dann nicht, als ihm mit Folter gedroht wurde. Sie setzten ihn vor eine Tür, hinter der angeblich gefoltert wurde; er hörte Schreie, hörte Schläge. Oder er wurde auf ein Folterbett gefesselt. Zuvor hatte er ein ausgepeitschtes Opfer gesehen, blutüberströmt, der ganze Rücken voll Platzwunden.

    Ein Auspeitscher stand schon einsatzbereit am Folterbett. Doch dann wurde Hans Bühler wieder losgebunden, man wolle ihm noch eine Chance geben, aber wenn er bis morgen nicht rede, machten sie ernst. Und selbst als sie ihm eine brennende Zigarette an die Wange hielten und sagten, «wir brennen ihnen die Augen aus», bestritt Bühler Spionage und auch jegliches Wissen über knackbare Chiffriergeräte.

    Bühlers Entlassung löste viele Zungen

    Die Entlassung Bühlers und die Forderung, er müsse die Kaution zurückerstatten, brachten der Crypto AG wenig Sympathie ein. Im Gegenteil dieses schuftige Verhalten löste viele Zungen. Mehrere ehemalige Crypto-Mitarbeiter unterstützten Hans Bühler und gaben ihr Geheimwissen preis. P. F., in den 70er-Jahren Vizedirektor und Chef der Entwicklungsabteilung bei der Crypto AG, stellte alle anderen Quellen in den Schatten. Er hatte Unerhörtes zu berichten: «Amerikanische und deutsche Nachrichtendienste haben Crypto-Geräte manipuliert, damit sie für diese Dienste abhörbar wurden.» Für P. F. schien ausser Zweifel: «Diese Manipulationen waren der wahre Grund für Bühlers Verhaftung im Iran.»

    In einem fast zweistündigen Hintergrundgespräch, das wir im Rahmen der «Rundschau»-Reportage zum Fall Bühler aufzeichneten, schilderte P.F. in allen Einzelheiten diese Manipulationen. Einen TV-Auftritt lehnte er jedoch strikt ab: «Ich bin doch nicht lebensmüde.» Schliesslich durften wir nur ein paar wenige Sätze eines Mr. X. zitieren. Inzwischen sind 21 Jahre verstrichen und die Crypto AG hat längst erfahren, wer sich hinter Mr. X. verbarg.

    «Es kamen Leute aus Bad Godesberg, Deutschland, und brachten die so genannten Chiffrierkonzepte nach denen die Verschlüsselung in den Geräten abläuft. Früher waren es Leute aus Amerika von der Government Electronic Division in Arizona, damals das amerikanische Geheimdienst-Pendant zu Bad-Godesberg», führte P.F. aus.

    P.F. war persönlich mehrmals in Arizona, um die Zusammenarbeit von NSA und Crypto sicherzustellen. Später dann in Deutschland, wo er unter anderem den «Chef-Elektroniker» des Bundesnachrichtendienstes traf. Laut P.F. führten die Chiffrierkonzepte der US-amerikanischen und deutschen Dienste dazu, dass die Crypto-Geräte knackbar wurden. «Sehr vereinfacht formuliert kann man sagen, die Chiffrier-Geräte sendeten praktisch den Schlüssel mit. Sie lieferten Hilfsinformationen, die das Berechnen des Schlüssels erlaubten», so P. F. weiter.

    Schweizer Neutralität als Verkaufsargument

    Die Crypto AG gehörte weltweit zu den renommiertesten Firmen, die Chiffriergeräte herstellten. Zu Bühlers Zeiten beschäftigte sie 250 Mitarbeiter, in den besten Jahren waren es über 400, und sie belieferte rund 120 Länder, darunter Länder wie Iran, Irak und Ägypten. Eines der wichtigsten Verkaufsargumente war immer schon: die Schweizer Neutralität.

    Die Schweizer Neutralität war der entscheidende Grund, warum sich die NSA und deutsche Dienste für die Crypto AG interessierten. Die so genannten blockfreien Länder trauten beim Einkauf von Chiffriergeräten weder den USA und den Nato-Ländern, noch dem kommunistischen Block unter Führung der UdSSR oder Chinas. Gegenüber der Crypto AG aus der harmlosen und neutralen Schweiz dagegen hatten sie keinerlei Bedenken. Und in der Tat, es waren von Beginn an vor allem diese blockfreien Länder, die ihre Ministerien, Armeen und Geheimdienste mit Crypto-Geräten bestückten. Bereits im Treffen von 1955 werden mehrere diese Länder ausdrücklich genannt.

    Boris Hagelin junior wollte aufräumen

    Es war Boris Hagelin junior, der Sohn des Firmengründers, der P. F. als erster auf die «löchrigen» Chiffrierkonzepte hingewiesen hatte: «Zuerst habe ich gedacht, ‹dä spinnt ä chli›, das kann nicht sein, das wäre ja eine ungeheure Gangsterei.»

    Hagelin junior habe P.F. gesagt, wenn er einmal die Firmenleitung übernehme, werde er keine manipulierten Geräte verkaufen. Dazu kam es nicht. Noch bevor er die Firmenleitung übernehmen konnte, starb er im Jahre 1970 – nach einem schweren Autounfall in New York. Die genauen Umstände dieses Unfalls wurden nie abgeklärt. Trotzdem behauptete P. F.: «Das war kein Unfall, das war ein Attentat.»

    Die Hinweise von Hagelin junior hatten P.F., damals bereits Chef der Entwicklungsabteilung, keine Ruhe gelassen: «Ich sagte mir, wenn das wirklich so wäre, müsste ich aussteigen.»

    Mit Wissen von Bundesrat und Bundesanwaltschaft

    1977 hatte P.F. tatsächlich die Crypto AG verlassen. «Die Manipulationen waren für mich eine absolute Tatsache. Bevor ich wegging, habe ich mir Belege erzeugt, zum Teil in Form von Dokumenten. Diese Beweise liegen seither in einem Safe.»

    P. F. liess es nicht bei der Kündigung bleiben. Als erstes informierte er einen befreundeten Offizier der Schweizer Armee: Korpskommandant Kurt Bolliger, damals Chef der Flieger- und Flugabwehrtruppe. Der fiel aus allen Wolken, tat zumindest so, und schaltete sofort die Bundesanwaltschaft ein.

    P. F.: «Ein Mitarbeiter der Bundesanwaltschaft kam zu mir, ziemlich aufgeregt und sehr interessiert. Es gab viele Treffen. Aber plötzlich wurde die Übung abgebrochen. Eines guten Tages erklärt mir der Herr der Bundesanwaltschaft: ‹Mein Chef hat mich zurückgepfiffen; er will nicht, dass man da weiterbohrt›.»

    P. F. fragte nach: Warum? Die Antwort war eisernes Schweigen. P. F.: «Ich kann mir gut vorstellen, dass da entsprechende Leute aus den USA interveniert sind und gesagt haben, Hände weg.»

    Und auch der alte Dienstkamerad Kurt Bolliger bekam plötzlich kalte Füsse und wollte nichts mehr von der Crypto AG wissen. Die Bundesanwaltschaft hat seither mehrmals bescheinigt, dass bei der Crypto AG alles rechtens war.

    Für das Verhalten von Bundesanwaltschaft und Armeespitze gibt es eigentlich nur eine Erklärung: Der Bundesrat hat der NSA und den deutschen Diensten grünes Licht gegeben, entweder durch eine Vereinbarung mit der Nato oder eine Absprache mit den USA und der Bundesrepublik.

    «Bei denen zählt ein Menschenleben wenig»

    Keine zehn Pferde konnten P.F. dazu bewegen, für die «Rundschau»-Reportage vor die Kamera zu stehen oder seinen Safe zu öffnen. Das Gespräch endete mit einem erschütternden Dialog:

    Warum wollen sie nicht vor die Kamera stehen?

    «Das schafft nur Probleme. Meine Existenz ist zu wenig abgesichert.»

    Haben Sie Angst?

    «Ja. Es wäre lebensgefährlich. Nicht nur für die Bundesanwaltschaft wäre eine Publikation höchst unangenehm. Es gibt auch eine ganze Reihe von ähnlichen Organisationen im Ausland, die überhaupt nicht möchten, dass hier Klarheit geschaffen wird. Glauben sie mir, bei denen zählt ein Menschenleben wenig.»

    Auf P. F. wurden, wie er versicherte, zwei Mordanschläge verübt. Bei einem gab es mehrere Tote, P.F. kam mit dem Schrecken davon – und verliess die Crypto AG.

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    Streng geheim

    «Krypto» ist griechisch und heisst «verbergen», «geheim halten». Bei der Crypto AG nimmt man den Namen wörtlich, sehr wörtlich sogar. Laut Angaben ehemaliger Kaderleute beschäftigte die Crypto AG in den besten Jahren über 400 Mitarbeiter, und sie belieferte rund 120 Länder.

    Und heute? Wir riefen am Hauptsitz in Steinhausen an und verlangten den Pressedienst. Eine freundliche Dame nahm den Anruf entgegen und wurde schon bei der ersten Frage stutzig: «Wie bitte? Den was?» Wir hatten den Pressedienst verlangt. Nach zwei, drei weiteren Anrufen hatten wir endlich jemand am Apparat, der, wie wir meinten, autorisiert war zu reden. Wir stellten unsere Fragen: Wie viele Mitarbeiter? Wie viele Abnehmerländer? Wer sind die Aktionäre? Es gab immer nur eine Antwort: Dazu machen wir keine Angaben, keine Auskunft, auch darüber nicht…

    Aber es gibt sie doch – die Crypto AG. Auf einer Karriere Plattform im Internet fanden wir den Erfahrungsbericht eines Mitarbeiters, kurz und typisch Crypto AG: «Streng geheim – aber schön.»

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    Die Crypto AG baut Chiffrier-Maschinen

    Die Crypto AG entwickelt Chiffrier-Verfahren und stellt Chiffrier-Maschinen her. «Chiffre» heisst «Zeichen» oder «Geheimzeichen», und «chiffrieren» bedeutet «in Geheimschrift abfassen». Die Crypto-Maschinen verwandeln Klartext oder Klartöne in Geheimbotschaften und verhindern so, dass unerwünschte Dritte Telefongespräche mithören, dass E-Mails oder ganz allgemein Informationsaustausch via Internet (früher auch via Telex oder Telefax) von Unbefugten abgeschöpft werden können. Nicht nur Militärs, Geheimdienste, Polizei oder Regierungen benutzen Chiffrier- oder Verschlüsselungsgeräte, sondern auch Banken und sehr viele Wirtschaftsunternehmen, immer mehr auch Private.

    Verschlüsselungsverfahren gibt es seit Jahrtausenden, die ersten bestanden ganz simpel darin, dass man Buchstaben durch Zahlen oder Zeichen ersetzte. Schon der römische Feldheer Julius Cäsar (100–44 Jahre vor Christus) entwickelte eine Verschlüsselungsmethode, um Geheimbotschaften an seine Truppen zu übermitteln. Das Cäsar-Verfahren eignet sich bestens, um zu zeigen, wie Verschlüsselung funktioniert. Jeder Buchstabe des Klartextes wird in der Geheimbotschaft durch einen anderen Buchstaben ersetzt, und zwar durch einen Buchstaben x Stellen weiter hinten im Alphabet. Um die Geheimbotschaft zu entschlüsseln muss man wissen, um wie viele Stellen. X ist also der Schlüssel. Wenn der Buchstabe a um drei Stellen verschoben und also durch d ersetzt wird, dann heisst der Schlüssel drei.

    Das Prinzip der Verschlüsselung oder Chiffrierung hat sich bis heute nicht grundsätzlich verändert. Ein Klartext wird durch bestimmte Rechenverfahren (Algorithmen) mit einem Chiffrierschlüssel, auch «Code» genannt, versehen und so für Dritte unentzifferbar gemacht. Allerdings, seit Beginn des Computer-Zeitalters hat sich die Komplexität der Verschlüsselungstechnik (Kryptologie) ins Grenzenlose gesteigert.

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    Fussnoten:

    (1) James Bamford, The Puzzle Palace: A Report on NSA, America’s Most Secret Agency, Boston, 1982.

    (2 ) «Gefangen im Iran – Der Fall Hans Bühler», Schweizer Fernsehen, Die Rundschau vom 23. März 1994. Res Strehle, «Verschlüsselt». Der Fall Hans Bühler. Werd-Verlag. Zürich 1994.

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    #espionnage #Suisse #Iran #USA

  • ToTok, la messagerie suspectée d’espionner pour les Émirats arabes unis | iGeneration
    https://www.igen.fr/app-store/2019/12/totok-la-messagerie-suspectee-despionner-pour-les-emirats-arabes-unis-112051

    Incroyable impunité des Emirats. L’appli est retirée, point barre... Imaginons seulement que l’appli en question ait été diffusée depuis l’Iran !

    ToTok a connu un succès fulgurant en quelques mois d’existence et l’app a été téléchargée des millions de fois dans le monde entier. Cette messagerie instantanée doublée d’une solution de visioconférence a été créée dans les Émirats arabes unis pour venir concurrencer WhatsApp, Skype et toutes les autres. Même si elle a surtout été populaire dans son pays d’origine, son succès était croissant dans le reste du monde. Aux États-Unis, c’était même l’une des apps les plus téléchargées dans la catégorie des réseaux sociaux ces dernières semaines.

    On en parle au passé, car vous ne pourrez plus l’installer sur votre smartphone. Google l’a supprimée du Play Store jeudi dernier, Apple a suivi vendredi pour l’App Store. Et hier, dimanche 22 décembre, un article publié par le New York Times justifie cette disparition subite. D’après les autorités américaines, la vraie raison d’être de cette app était d’offrir au gouvernement des Émirats arabes unis une solution d’espionnage à grande échelle.

    #tic_arabes

    • Ces appareils suisses qui auraient été truqués pour les espions américains

      Diffusée cette semaine par la RTS, la web-série « La Suisse sous couverture » est une enquête sur les liens entre la Confédération et le renseignement international. Le premier épisode revient sur l’accord secret qui aurait permis aux Etats-Unis d’espionner 130 pays durant 40 ans grâce à l’entreprise zougoise Crypto AG. Fiction ou réalité ?

      La course au cryptage et au décodage des communications a débuté dans les années 1930 et la Suisse y a toujours joué un rôle de premier plan grâce à son expertise. Ainsi, dès 1947, lorsque débute la Guerre froide, de grandes puissances se tournent vers Crypto AG, fleuron de l’industrie de la sécurité des communications. En particulier les Etats-Unis, qui cherchent à tout prix le moyen technique de protéger leurs messages tout en déchiffrant ceux des Soviétiques.

      A cette époque, Crypto AG écoule ses machines dans la quasi totalité des missions diplomatiques du monde. Abordé par le directeur de l’unité de cryptologie de la NSA William Friedman, le fondateur de Crypto Boris Hagelin aurait accepté d’abaisser la qualité de ses appareils pour permettre aux Etats-Unis d’écouter les conversations de près de 130 pays. Cet accord confidentiel, qu’auraient conclu les deux amis en 1955, va éclater au grand jour en 1992, avec l’arrestation en Iran de Hans Buehler, ingénieur suisse de Crypto AG suspecté d’espionnage.

      https://www.rts.ch/info/suisse/10792008-ces-appareils-suisses-qui-auraient-ete-truques-pour-les-espions-america

  • Onkel Arturo und der Mossad | Telepolis
    https://www.heise.de/tp/features/Onkel-Arturo-und-der-Mossad-4590962.html
    Il y du nouveau chez les héros d’hier - ce n’est pas le Mossad qui a retrouvé et arrêté Adolph Eichmann en Argentine.

    Es war nicht der Mossad, es waren hohe Mitglieder der Regierung von Präsident Arturo Frondizi, die am 11. Mai 1960 den Kriegsverbrecher Adolf Eichmann in Buenos Aires verhaftet hatten. Im Dienstwagen. „Chapa oficial“, mit amtlichem Nummernschild, so ein Bericht des Geheimdienstes.

    #nazis #Argentine #espionnage #wtf

  • #Suisse : La NSA espionne-t-elle le monde depuis le Valais ?
    https://www.rts.ch/info/suisse/10824153-la-nsa-espionne-t-elle-le-monde-depuis-le-valais-.html

    A Loèche se côtoient 10 antennes du système d’écoute du Département fédéral de la défense (DDPS) et 25 antennes de la société Signalhorn, dont certains clients sont proches de l’agence américaine du renseignement (NSA). Comment est-ce possible et quels sont les risques ? Le 2e épisode de la web-série « La Suisse sous couverture » tente d’y répondre.

    Depuis 1974, les PTT (devenus Swisscom) et la Confédération gèrent un parc d’antennes paraboliques à Loèche, un site considéré comme le cœur du système de renseignement suisse. En l’an 2000, ils créent la surprise en cédant une grande partie des paraboles à l’entreprise américaine Verestar, qui a des liens indirects avec la NSA. Depuis, plusieurs entreprises ont défilé à Loèche, mais elles ont toujours compté parmi leurs clients des sociétés susceptibles d’entretenir des rapports avec les services de renseignements américains.

    Du côté de la Berne fédérale, on assure que tout va bien. En 2001, le Conseil fédéral exprime sa confiance à l’exploitant Verestar. En 2012, le Département fédéral de la défense (DDPS) prend le relais, et affirme, à propos du nouvel exploitant, Signalhorn, que l’indépendance est assurée. L’armée et l’entreprise ne partagent que les charges d’eau et d’électricité.

    RTSinfo diffuse cette semaine la web-série « La Suisse sous couverture », consacrée aux liens entre la Confédération et le renseignement international. Replongez dans cette affaire d’antennes valaisannes en regardant le deuxième épisode « Les grandes oreilles de la Confédération » (ci-dessus) avec son complément d’informations (ci-dessous). #Radio #vidéo
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    A la suite de l’interpellation du conseiller national Bernhard Hess (Démocrates Suisses/BE), le Conseil fédéral indique que Verestar exploite « des réseaux de satellites d’envergure internationale, soit 170 antennes ainsi qu’une cinquantaine de satellites » mais que l’entreprise « n’a jamais compté la NSA au nombre de ses clients ». Pourtant, Verestar possède la Maritime Telecommunications Network (MTN), qui compte parmi ses clients... l’US Navy. Le Conseil fédéral l’admet : « MTN travaille pour le compte de la Defense Information System Agency et du Space and Naval Warfare System Center, tous deux rattachés au Département de la défense, et susceptibles de ce fait d’entretenir des rapports avec les services de renseignements américains ».
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    2013 - les révélations d’Edward Snowden
    Ex-chargé de sécurité informatique à la CIA et administrateur système pour la NSA, Edward Snowden dévoile à différents médias des documents top-secrets de la NSA. La surveillance massive des communications et d’internet par Washington et Londres apparaît au grand jour. Swisscom, détenue à 51% par la Confédération, figure en rouge dans le programme « Treasure Map », une carte en temps réel du Web global. Les noeuds rouges représentent les réseaux d’entreprise où la NSA peut observer les données qui y circulent. Les flèches bleues illustrent les principaux chemins empruntés par les communications internet et mobiles. Est-ce que Swisscom a donné son consentement à un logiciel d’espionnage ?

    #nsa #surveillance #snowden #prism #internet #vie_privée #espionnage #privacy #edward_snowden #écoutes #usa #contrôle #etats-unis #Angleterre #Swisscom #Verestar #MTN #us_navy #DDPS #Loèche #ATC_Teleports #Onyx #Luxembourg

  • Spy Photos From Communist Czechoslovakia
    https://www.rferl.org/a/the-communist-spy-photographers-of-czechoslovakia/30236411.html?ltflags=mailer

    These are some of the thousands of images snapped by Czechoslovakia’s secret police during the 1970s and 1980s using tiny hidden cameras.

    Czechoslovakia at the time was in the “normalization period” that followed the 1968 invasion of the country by Soviet-led forces. The military takeover was ordered by the Kremlin after Czechoslovakia’s government attempted to ease restrictions on speech and implement other political reforms. For ordinary citizens, “normalization” meant a revived effort by the regime to assert extreme police control.

  • Frank Hensel, président de International Federation of Film Archives un espion nazi
    https://framadrop.org/r/ceKTxKWyBT#oDY+aLyVMGvDTLU7vGXF8YcNp62IIen3ly2Lrq6BxDk=


    Des documents nouvellement retrouvés dans les archives de la Stasi témoignent du rôle important de ce fonctionnaire nazi dans le combat contre la résistance française. D’après un rapport envoyé au #Reichssicherheitshauptamt dans la #Prinz-Albrecht-Straße cet homme à l’apparence anodine aurait démantelé le réseau de soutien aux pilotes alliés et réfugiés dans la toute la France et au Portugal.

    Voici un extrait de l’article dans le journal Berliner Zeitung du 19.10.2019

    In den nun aufgetauchten Berichten gibt ihm Hensel detaillierte Informationen über französische Résistance-Gruppen preis, die er sich offenbar zuvor bei Vertrauten aus Frankreich erschlichen hatte. „Meine Beziehungen sind heute so weit vorgedrungen, dass wir voraussichtlich ... die gesamte De
    Gaulle-Organisation vernichten können“, schrieb Hensel mit kaum verhohlener Begeisterung am 29. September 1942 an Schellenberg.
    ...
    Von der SS-Karriere wussten seine ausländischen Partner nichts, mit denen er am17. Juni 1938 die FIAF gründete. Ein erster Kongress, auf dem Hensel zum Präsidenten der FIAF gewählt wurde, fand im Juli 1939 in New York statt. Der Nachfolgekongress ein Jahr später in Berlin fiel zwar wegen des von Hitler-Deutschland eröffneten Angriffskrieges aus – Hensel aber blieb FIAF-Präsident.

    Der NS-Staat fand für den SS-Mann nun eine neue Verwendung. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Paris im Juni 1940
    bezog Hensel, getarnt als vermeintlicher Direktor der französischen Niederlassung des Mitteleuropäischen Reisebüros, ein Büro in der Avenue de l’Opéra. Von dort aus war sein – wie er es selbst nannte – „Sonderkommando Hensel“ gleich in doppelter Funktion in den besetzten Gebieten unterwegs. Einerseits sollte er für die mit Filmproduktionen
    befasste Abteilung F des Propagandaministeriums „Filme und ähnliches Propagandamaterial (sicherstellen) und die sofortige
    Auswertung dieser Gegenstände“ ermöglichen, wie es in seiner Personalakte heißt.

    Zum anderen lieferte er sowohl dem militärischen Geheimdienst der Wehrmacht – der von Admiral Canaris geleiteten Abwehr – als auch dem SD Informationen, die er über sein Zuträgernetz sammelte.
    ...
    am 29. September 1942, übermittelte Hensel deutlich wichtigere Informationen an Schellenberg – und zwar eine detaillierte Aufstellung der geheimen Anlaufstellen der Résistance im unbesetzten Teil Frankreichs sowie in Lissabon.

    Die Übersicht enthält sowohl die Anschriften der „De-Gaulle-Organisation“ in Montpellier, Marseille, Toulouse und Nizza wie auch die Namen der Verbindungsleute vor Ort und die Losungsworte, über die man mit ihnen in
    Kontakt treten kann. „Bei ihnen melden sich sämtliche englische Fallschirmjäger und Sprengstoffattentäter und werden von dort aus unterstützt und weitergebracht“, schrieb Hensel an Schellenberg.

    In einer weiteren Aufstellung benannte er zudem Adressen, an
    denen sich Flüchtlinge aus dem besetzten Belgien und dem annektierten Teil Frankreichs melden können, um von dort aus mit gefälschten Papieren via Lissabon zu den gegen Deutschland kämpfenden Exilarmeen nach Nord- und Zentralafrika zu gelangen.

    „Es dürfte z. Zt. für mich möglich sein, jede Frage beantworten zu können, die die De-Gaulle-Organisation in Frankreich, Portugal, England und Kongo betrifft“, lobte sich Hensel selbst in seinem Bericht an Schellenberg. „Es wäre am allerbesten, wenn Sie in Anbetracht der Wichtigkeit all dieser
    Meldungen einen Sonderkurier für mich einsetzen würden, da jetzt täglich Nachrichten von bedeutendem Kriegsinteresse einlaufen
    können, wo es auf jede Stunde ankommt.“

    International Federation of Film Archives
    https://www.fiafnet.org/pages/History/Origins-of-FIAF.html

    Of the future four members of FIAF, Nazi Germany’s Reichsfilmarchiv was the first to be established, on 29 January 1934, even though it would only be officially inaugurated (by Hitler himself) in February 1935, by which time it already contained over 1200 films of “artistic or cultural importance”. Joseph Goebbels, a cinema enthusiast who fully understood the cultural and political value of film, seemed to have played a crucial role in its constitution. In 1935 the Reichsfilmarchiv already had a new director – Frank Hensel, who had been involved in the making of propaganda films for the National Socialist Party (which he had joined in 1928).[4] Having travelled a lot in his youth, he spoke very good English, which would be helpful in establishing international contacts with foreign archives.

    In April that year, the Third Reich convened an International Film Congress in Berlin, attended by 1000 delegates of 24 national film industries. The remit of its 9th Special Committee was to discuss the question of film archives. The outcome of its deliberations was to recommend “the setting-up of a film repository in each country for the collection of films of cultural, educational, and scientific value or showing the development of film art. The producers in each country should be required to deliver a free copy of each of their films to the Repository. Each Repository would compile a catalogue of educational films and the various repositories would have contact with one another. As far as possible, a copy of all films produced in the respective countries, educational and otherwise, should be kept.”[5] Later Hensel was to give himself credit “for having successfully prompted other countries to create their own film archives based on the German archive” at this congress,[6] but the evidence does not bear this out. Many countries had boycotted the event for political reasons. The MoMA Film Library and the BFI’s National Film Library were already about to be launched, and it is unlikely that Langlois’ Cinémathèque project owed much to the recommendations of the Berlin congress. In November 1938 he would even declare to John Abbott that one of the real strengths of the FIAF project came from the fact that unlike most other international film organizations of the 1930s, FIAF had not been initiated by the German-Italian axis.
    ...
    Between 1936 and 1938, if the Cinémathèque française, the BFI, and the MoMA Film Library had developed a friendly and, to a degree, productive relationship, there seems to be little evidence of a similar sustained partnership between these three and the Reichsfilmachiv in that period, following the initial encounter between the Abbotts and their German counterparts in Berlin in the summer of 1936. In the fast-deteriorating international climate of that period, this is hardly surprising. What is more surprising is how the Reichsfilmarchiv would suddenly reappear on the international stage and take an important part in the foundation of the International Federation of Film Archives in 1938, via its representative Frank Hensel.
    ...
    The “Trois siècles d’Art aux États-Unis” exhibition opened with a private view on 24 May 1938. Later accounts confirmed that the event, hosted by the Abbotts, was attended by Vaughan, Langlois, and Frank Hensel, and therefore provided the first opportunity for these personalities to discuss the FIAF project.[31] From then on Hensel was invited to take part in all the discussions. It is not clear how the German – who by then was no longer the head of the Reichsfilmarchiv, but still represented it abroad – managed to be included in the negotiations, especially at a time when international tension was at its highest (it was less than three months after the Anschluss). The other three partners certainly saw an opportunity to bring international legitimacy to the future organization and, after all, the Reischsfilmarchiv was a major archive with a much larger collection than the Cinémathèque or the National Film Library.
    ...
    In a letter to Langlois on 1 June, Abbott confirmed in writing the initial agreement about “the creation of an International Federation of Film Archives” which they, Olwen Vaughan, and Hensel had drafted during their preliminary conversations in the last week of May.
    ...
    The representatives of the four archives agreed to meet again, this time in a more official manner, to put the finishing touches to FIAF’s founding document. They reconvened in the Abbotts’ hotel in his Paris on 9 June, and then again on 15 June. The minutes of these first two official FIAF meetings, taken by Olwen Vaughan, were duly signed by the participants – Abbott, Hensel, Vaughan, Langlois, and Franju. During the first meeting they approved the international agreement for the proposed Federation. They also decided that the first annual congress would be held in New York in the summer of 1939, and (on Hensel’s insistence, for political balance) the second in Berlin in 1940. Until the New York congress, the Board of Directors would consist of Abbott (President), Hensel (Vice-President and Secretary), Vaughan (Treasurer), and Langlois, while Franju was given the post of Executive Secretary, in charge of the FIAF office (another victory for Langlois).
    ...
    From the moment the Abbotts sailed back to New York on 22 June, Olwen Vaughan started playing a key role in ensuring that the unfinished business would be dealt with, especially as “minor frictions” seemed to have appeared between Langlois and Hensel, as reported in correspondence between Abbott and Vaughan at the end of June.[35] She played the unofficial role of spokesperson in Europe for the Abbotts, and kept a close eye on Langlois and Hensel, whose widely different temperaments (and ideological mindset) could put the common project at risk. She regularly reported to MoMA her growing frustration at Hensel’s lack of communication, and Langlois’ vagueness and messiness.
    ...
    If Hensel and Vaughan had the copies of the Agreement countersigned by their higher authorities within a few weeks, the delay in announcing the formation of FIAF eventually came from New York, where Abbott faced his own difficulties. One of them was that the US Government was in the process of setting up a film department within the National Archives, which seemed to unsettle the MoMA Film Library’s status as the country’s semi-official film archive. Abbott initially assumed this new institution would have to co-sign the FIAF Agreement with MoMA, so he made a number of enquiries. On another front, a tough interview of Abbott by Will H. Hays’ public relations man on 25 October also showed that the powerful Motion Picture Producers and Distributors of America was rather concerned about the new Federation, and by the fact that MoMA would be exchanging films with Nazi Germany on a systematic basis. The serious war scare caused by the Czechoslovakia Sudetenland crisis in late September came very close to putting an end to the FIAF Project before it was even launched. In a very anxious letter to Abbott, Vaughan recounted her presence in Paris that week, “whilst everything was at its worst. You never saw such a dreary town – all Air Raid precautions – no lights – and everyone far gloomier than in London.” She reported that both Langlois’ and Hensel’s morale was very low, and she begged Abbott to have the FIAF Agreement signed as quickly as possible to ease the tension.
    ...
    Rolf Aurich, “Cinéaste, Collector, National Socialist: Frank Hensel and the Reichsfilmarchiv”, Journal of Film Preservation, #64, April 2002.
    ...
    [33] Langlois was curiously left without a formal position in this early set-up (which was confirmed in the official Agreement signed on 17 June). This can be explained by the fact that the Cinémathèque had already obtained the post of Executive Secretary of FIAF, and the location of the Secretariat in Paris. Hensel probably also insisted on the Reichsfilmarchiv obtaining as prestigious a position as that of its American counterpart, for obvious political reasons.

    First Tango in Paris : The Birth of FIAF, 1936-1938Christophe Dupin
    https://www.fiafnet.org/images/tinyUpload/History/FIAF-History/Birth%20of%20FIAF%20Article_Dupin_JFP88.pdf

    #histoire #cinéma #France #Allemagne #espionnage #guerre

  • Le Gouvernement secret - France Culture
    https://www.franceculture.fr/emissions/series/le-gouvernement-secret

    Du « secret du Roi » de Richelieu à la série « Le bureau des légendes » en passant par Fouché, l’existence d’un « gouvernement secret » n’a cessé de hanter la politique. Le fait est que la collecte d’informations confidentielles recueillies à l’insu de tous, est une pratique très ancienne. Elle pose des difficultés particulières à une démocratie censée agir en toute transparence sous le regard de tous ; d’autant plus pressantes que la démocratie a paradoxalement plus besoin de services de renseignements parce que les citoyens y sont plus libres et qu’il faut limiter le recours à la force. Un « gouvernement bien informé » est encore plus nécessaire lorsque le monde devient de plus en plus dangereux comme aujourd’hui.

    Le monde plus dangereux que quand ? Bonne série malgré quelque complaisance.
    #espionnage #renseignement #police #audio

  • Straßenfeger Die fünfte Kolonne


    Voici comment entre 1963 et 1968 la télévison publique en RFA présentait la menace communiste aux allemands dont la majorité se souvenait encore de sa collaboration avec ses maîtres nazis. La réédition sur DVD conplète l’oeuvre anticommuniste avec une série de films « documentaires » sur les espions de l’Est publié en 2005 sous le titre Das Spinnennetz – Stasi-Agenten im Westen .

    Folge 1 - Es führt kein Weg zurück - 6. Juni 1963
    https://www.youtube.com/watch?v=cCPXpHlDMKE

    Die fünfte Kolonne (Fernsehserie) – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_f%C3%BCnfte_Kolonne_(Fernsehserie)

    Die fünfte Kolonne war eine deutsche Fernsehserie des ZDF, von der 23 Folgen in unregelmäßigen Abständen vom 6. Juni 1963 bis 11. Oktober 1968 ausgestrahlt wurden.

    Unter Bezugnahme auf den Begriff Fünfte Kolonne war sie die erste Spionageserie des deutschen Fernsehens. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges hatte sie neben der Unterhaltung einen durchaus politischen Gehalt – was einigermaßen ungewöhnlich für eine Fernsehserie war –, denn ihr Thema waren Aktivitäten östlicher Geheimdienste auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland. Stets behielten die westliche Gegenspionage bzw. Polizei und Militär die Oberhand. Jede der Episoden war in sich abgeschlossen, es gab keine konstanten Hauptdarsteller.

    Grundlage für alle Folgen der „Fünften Kolonne“ waren reale Fälle, die für das Spielfilmformat nur leicht bearbeitet und verändert wurden. So wird etwa in der Folge 15 („Mord auf Befehl“) die Ermordung des ukrainischen Exilpolitikers Stepan Bandera durch den KGB-Agenten Bogdan Staschynskij thematisiert.

    #Allemagne #guerre_froide #espionnage #médias #télévision #histoire

  • Khrys’presso du lundi 23 septembre 2019
    https://framablog.org/2019/09/23/khryspresso-du-lundi-23-septembre-2019

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World Les manifestations de Hong Kong se transforment en affrontements violents dans plusieurs villes (reuters.com – en … Lire la suite­­

    #Claviers_invités #Internet_et_société #Libr'en_Vrac #Libre_Veille #DRM #espionnage #Facebook #GAFAM #Internet #Revue_de_web #Surveillance #veille #webrevue
    https://mamot.fr/system/media_attachments/files/006/313/778/original/4f3832e1c2a0d08e.mp4?1569093502


    https://mamot.fr/system/media_attachments/files/006/234/459/original/64423caf649d9ea5.mp4?1568657782

  • Khrys’presso du lundi 16 septembre 2019
    https://framablog.org/2019/09/16/khryspresso-du-lundi-16-septembre-2019

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World Les data centers chinois rejettent autant de CO2 que 21 millions de voitures (usbeketrica.com) Le « Grand … Lire la suite­­

    #Claviers_invités #Internet_et_société #Libr'en_Vrac #Libre_Veille #DRM #espionnage #Facebook #GAFAM #Internet #Revue_de_web #Surveillance #veille #webrevue

  • Khrys’presso du lundi 9 septembre 2019
    https://framablog.org/2019/09/09/khryspresso-du-lundi-9-septembre-2019

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World Chine : les Ouïghours enfermés dès l’école (liberation.fr) – voir aussi : Les Ouïghours en Chine, du rêve … Lire la suite­­

    #Claviers_invités #Internet_et_société #Libr'en_Vrac #Libre_Veille #DRM #espionnage #Facebook #GAFAM #Internet #Revue_de_web #Surveillance #veille #webrevue

  • Khrys’presso du lundi 2 septembre 2019
    https://framablog.org/2019/09/02/khryspresso-du-lundi-2-septembre-2019

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World Certains équipements de #Surveillance russe ont laissé fuiter des données pendant plus de deux ans (zdnet.com … Lire la suite­­

    #Claviers_invités #Internet_et_société #Libr'en_Vrac #Libre_Veille #DRM #espionnage #Facebook #GAFAM #Internet #Revue_de_web #veille #webrevue

  • Jeffrey Epstein, un espion ? Si oui, pour qui ? | JDQ
    https://www.journaldequebec.com/2019/07/12/jeffrey-epstein-un-espion-si-oui-pour-qui

    Long Before Epstein : Sex Traffickers & Spy Agencies – Consortiumnews
    https://consortiumnews.com/2019/08/23/long-before-epstein-sex-traffickers-spy-agencies

    Some cases include the 1950s -1970s Kincora scandal and the 1981 Peter Hayman affair, both in the U.K.; and the Finders’ cult and the Franklin scandal in the U.S. in the late 1980s. Just as these cases did not end in convictions, the pedophile and accused child-trafficker Jeffrey Epstein remained at arms’ length for years.

    #espionnage #pédophilie

  • Espionage: The Myers case 10 years later – Cuba Money Project
    http://cubamoneyproject.com/2019/06/18/myers
    Les vieux espions

    Convicted of spying for Cuba, Gwendolyn Myers soon adapted to life behind bars, telling a friend, “Did you know you can floss your teeth with the elastic in underpants?”
    Her husband, Kendall Myers, also wound up in prison. He once held a TOP SECRET security clearance at the State Department and earned $131,996 per year. In 2009, two years after his retirement, he admitted to an undercover FBI source that he had spied for Cuba for 30 years.
    Ten years later, Myers is serving a life term at a federal prison in Florence, Colorado.


    Walter Kendall Myers and his wife, Gwendolyn Myers.

    Relatives asked the court for mercy before the couple’s sentencing in 2010. Kendall Myers’ daughter, Amanda Myers Klein, described her father as “a very gentle and thoughtful man.” She wrote:

    He taught me never to yell, nor accept being yelled at. He taught me to think for myself, challenge conventional wisdom and always remain open minded and hearted. My father and Gwen have never displayed hatred or greed. They are motivated and guided by love and compassion for humankind.

    Klein said her father, now 82, had been teaching English as a second language to fellow inmates. She wrote:

    I am not in the least bit surprised by his energy and passion for helping others to learn. It is in his nature to teach and he does it so well.

    U.S. prosecutors considered Kendall Myers, also known as Agent 202, to be a national security threat. They wrote:

    Unlike many defendants who appear for sentencing before this Court, Kendall Myers was born into this world with every conceivable advantage. The great-grandson of Alexander Graham Bell and grandson of Gilbert Grosvenor, his was a life of wealth and privilege. He attended the finest schools, including a private boarding secondary school in Pennsylvania and Brown University for college. He also earned a Ph.D from Johns Hopkins University. Kendall Myers could have been anything he wanted to be. He chose to be a Cuban spy.
    He chose to use his substantial intellect and education to prey on the most sensitive secrets of the United States. He took a federal oath of office “to support and defend the Constitution of the United States against all enemies foreign and domestic” that he never had any intention of honoring. He then sought and obtained jobs within the Department of State solely because they would give him the widest possible access to classified information that he could steal for CuIS. He also developed friendships with other unwitting intelligence analysts just so he could exploit them for the benefit of Fidel Castro.

    Brett Kramarsic, a former electrical engineer, is the FBI special agent who investigated Myers. In 2009, he was assigned to a squad responsible for investigating counterespionage and unauthorized disclosure of classified information. According to Kramarsic’s sworn statement:
    Kendall Myers was born in Washington, D.C., in 1937. In June 1972, Myers earned a doctor’s degree from the School of Advanced International Studies, or SAIS, at Johns Hopkins University in Washington D.C., and later taught at the school.
    In December 1978, Myers traveled to Cuba for “unofficial personal travel for academic purposes.”
    In a journal about his trip, he later wrote:

    Cuba is so exciting! I have become so bitter these past few months. Watching the evening news is a radicalizing experience. The abuses of our system, the lack of decent medical system, the oil companies and their undisguised indifference to public needs, the complacency about the poor, the utter inability of those who are oppressed to recognize their own condition…Have the Cubans given up their personal freedom to get material security? Nothing I have seen yet suggests that…I can see nothing of value that has been lost by the revolution…
    Everything one hears about Fidel suggests that he is a brilliant and charismatic leader. He exudes the sense of seriousness and purposefulness that gives the Cuban socialist system its unique character. The revolution is moral without being moralistic. Fidel has lifted the Cuban people out of the degrading and oppressive conditions which characterized pre-revolutionary Cuba. He has helped the Cubans to save their own souls. He is certainly one of the great political leaders of our time.

    Myers wrote that a visit to Havana’s Museum of the Revolution impressed him:

    Facing step by step the historic interventions of the U.S. in to Cuban affairs, including the systematic and regular murdering of revolutionary leaders left me with a lump in my throat… They don’t need to try very hard to make the point that we have been the exploiters. Batista was only one of the long list of murderous figures that we thrust upon them in the name of stability and freedom.
    There may have been some abuses under the present regime, life may be more complicated by rationing, etc., but no one can make me believe that Cuba would have been better off if we have defeated the revolution. The idea is obscene.

    Walter Kendall Myers and Gwendolyn Myers. Photo: New York Times

    Prosecutors say Myers agreed to serve as a clandestine agent for Cuba in 1979, but didn’t start work until 1981.
    On April 15, 1985, the State Department’s Foreign Service Institute in Arlington, Virginia, offered Myers a job as training instructor, a position that required a TOP SECRET security clearance.
    Later, in October 1999, Myers began working full time at the State Department’s Bureau of Intelligence and Research. His security clearance was bumped from TOP SECRET to TOP SECRET/SCI. SCI stands for sensitive compartmented information. Release of TOP SECRET information can result in “exceptionally grave” damage to national security.
    Gwen Myers was born in 1938 and married her husband on May 8, 1982. She did not work for U.S. government and had no security clearance, but she supported her husband’s activities, prosecutors say. A court document states:

    It was Kendall Myers who was initially contacted by the Cuban intelligence service to be a covert agent, and it was Kendall Myers who, in turn, recruited Gwendolyn.
    Gwendolyn Myers, on the other hand, while she was fully supportive of, and engaged in, their espionage, never had access to classified information. Her role was primarily related to communicating with their Cuban handlers and assisting in the transmission of the information Kendall Myers had gathered.

    Kendall Myers retired from the State Department in October 2007.
    The FBI began investigating the couple on April 15, 2009. The agency sent an undercover source to talk to them and claimed that one of their Cuban handlers – a Cuban intelligence agent – “sent me to contact you.”
    The undercover source said the handler wanted “to get some information from Kendall Myers” about changes in Cuba and the new administration of Barack Obama.
    The source – evidently a Cuban government official – met with the couple at a hotel lounge and reported that Myers stated, “We have been very cautious, careful with our moves and, uh, trying to be alert to any surveillance if there was any.”
    Gwen Myers admitted that the couple still had a short-wave radio they had once used to communicate with Cuban intelligence. She was quoted as saying, “You gave us the money to buy” the radio “a hundred years ago and it still works beautifully…although I haven’t listened to it in a while.”
    The couple agreed to meet with the undercover source again on April 30. At this meeting, they were trained how to use a device to encrypt future emails with the undercover source.
    Kendall Myers asked the undercover source to deliver a message to his Cuban handler. The message said he and his wife were “delighted to have contact again. We really have missed you. And you, speaking collectively, have been a really important part of our lives and we have felt incomplete. I mean, we really love your country…and the people and the team are just important in our lives. So we don’t want to fall out of contact again.”
    He acknowledged working with Cuban intelligence for 30 years, but said he and his wife did not want to continue that work. He said, “We’re a little burned out…We lived with the fear and the anxiety for a long time…and still do.”
    Kendall Myers said he and his wife “would like to be a reserve army…ready when we’re needed.”
    Kendall Myers admitted to the undercover source that Cuban intelligence had asked him decades earlier to seek employment either the State Department or the CIA.
    He applied for a CIA job on Sept. 1, 1981, but wound up at the State Department. A CIA job probably would not have worked out, his wife said, because he is “not a very good liar” and would have likely failed agency polygraph tests.
    While at the State Department, investigators found, Kendall Myers viewed more than 200 sensitive or classified intelligence reports related to Cuba from Aug. 22, 2006, until his retirement on Oct. 31, 2007. Most of the reports were marked SECRET or TOP SECRET.
    Gwen Myers told the undercover source that her preferred method for passing information to the Cubans was to switch shopping carts with them in a grocery store. That was “easy to do,” she said, although she “wouldn’t do it now. Now they have cameras, but they didn’t then.”
    Kendall Myers confessed a “great admiration” for Ana Belén Montes, a Defense Intelligence Agency analyst now serving a 25-year term for spying for Cuba. But he said the FBI caught her because “she was not paranoid enough.”
    He and his wife said they were honored to meet with Fidel Castro around New Year’s Day in 1995.
    “Oh, that was wonderful,” he said. “Fidel is wonderful, just wonderful.”
    Gwen Myers called Castro “the most incredible statesman in a hundred years for goodness sakes.”
    Prosecutors filed charges against the Myers in June 2009. They pled guilty and agreed to a “comprehensive debriefing by the intelligence community concerning their espionage activities.”
    Prosecutors weren’t entirely satisfied with the debriefings.

    …In certain areas the defendants provided information of significant value to the Government. In others, they did not. Further, the FBI memorandum identifies material areas in which the debriefings were marred by both of the defendants’ lack of recollection or inconsistencies and contradictions. There were times when the FBI assessed that Kendall Myers, in particular, gave inconsistent or uncooperative responses or was intentionally withholding information.

    Before sentencing in 2010, friends and relatives flooded the court with letters asking for leniency.
    One letter came from Kendall Myers’ brother, Martin, a doctor in Texas. He said Gwen Myers and her husband “care deeply about people born into poverty and hopelessness. They have spoken often about their concerns that society has left so many behind and their deep feelings about their plight. They have been frustrated by society’s apparent indifference to these people.”
    Gwen’s daughter, Jill Liebler, said her mother was “tirelessly kind, caring and generous.” She wrote:
    “She taught us by example that everyone, regardless of wealth, background, age, education, or employment position is to be treated with equal respect, consideration and kindness.”
    Beverly A. Pierce in Baltimore, Maryland, wrote that Gwen Myers had the “unassuming, unpretentious honesty that’s completely typical of the upper Midwest. (Garrison Keillor is not making that up).”
    She and Myers were friends.

    For years, Gwen and I got together regularly over beer or a glass of win and talked about work and men. She was always supportive and always had sound advice, which she wrapped up with irreverent humor.
    One thing that comes across clearly with Gwen is how deeply and thoroughly she loves Kendall. She can tell hysterically funny stories about him, and she admires and is utterly devoted to him. The depth and liveliness of their relationship is inspiring. We don’t see nearly enough of that in this world.

    Pierce said her friend had dealt with her imprisonment “with a quantity of courage, discipline, humor and resourcefulness,” telling her at one point, “Did you know you can floss your teeth with the elastic in underpants?”
    Pierce said Myers cared about fellow inmates and complained about the shackling of women prisoners who were pregnant.
    She said she hoped Myers could be forgiven for any misdeeds, writing:

    What she did, she did out of widespread love. I understand that Kendall will be in prison for life, sadly but justifiably. But perhaps Gwen can be released soon, for the benefit of her children and grandchildren who have suffered so with this. She brought it on herself, I do understand, but she is harmless at this point and does not threaten national security.

    Prosecutors were not swayed, writing:

    For nearly 30 years, Kendall and Gwendolyn Myers committed one of the worst crimes a citizen can perpetrate against his or her own country – espionage on behalf of a long-standing foreign adversary. They spied on behalf of the Republic of Cuba, an authoritarian Communist regime that undoubtedly used the secrets they provided, and the power those secrets conveyed, to prop itself up and act against the interests of the United States.
    And the defendants are actually proud of that legacy. They feel no remorse for what they did, nor for the harm that their espionage caused the United States. They betrayed the United States by choice. They became spies not because they were pressured by blackmail or the need for money, but allegedly because of a shared Communist ideology and an adoration of the Cuban revolution.
    Any attempt now by them to assert that they acted out of conscience and ideology when they betrayed the United States of America should be rejected by this Court as self-serving and woefully insufficient to mitigate their espionage. Make no mistake, the defendants intended to and did harm the United States.

    Kendall Myers’ ending salary at the State Department was $131,996 per year. He pled guilty and agreed to forfeit past earnings of $1,735,054. Prosecutors said he didn’t deserve the money because he had been spying for Cuba.
    Gwen Myers, also known as Agent 123 and Agent E-634, could have gotten a 10-year prison sentence. Prosecutors agreed to less time – 81 months – because they wanted to be debriefed and hoped to avoid a contested trial that they feared “risked further significant harm to the national security.”
    She was released on April 22, 2015, records show.
    Gwen Myers, who had heart trouble even before going to prison, later died. Court records don’t give a date.
    Her case was closed on Jan. 4, 2016.

    About – Cuba Money Project
    http://cubamoneyproject.com/about

    About
    Tracey Eaton

    Cuba Money Project is a journalism initiative aimed at reporting stories about U.S. government programs and projects related to Cuba.
    Among the project’s goals:

    To shed light on U.S. efforts to bring about a democratic transition 60 years after Fidel Castro took power.
    To learn the fate of hundreds of millions of U.S. tax dollars spent on Cuba programs (see an academic paper I wrote on the subject in 2016).

    Democracy in Cuba: America’s Relentless Quest
    https://docs.google.com/document/d/1caEs6CtxBCJ1EMkg9M-tnke6nqgXTOWDisHItJazKPA/edit

    This paper will examine U.S. democracy programs that have attempted to dislodge the Castro brothers. The State Department, the U.S. Agency for International Development and the Broadcasting Board of Governors have spent more than $1 billion on Cuba programs since Radio Martí was launched in 1980s (Eaton, Cuba spending hovers around $1 billion, 2015).

    Funding for democracy programs peaked at $44.4 million in 2008 under George W. Bush (Gootnick, 2013).
    The projects are barely noticeable in the U.S. government’s multitrillion-dollar budget, but they ignite passionate feelings in Cuba, where Fidel Castro and his followers fought American government interference for decades. Scholars and historians have long been drawn to Cuba because the island has had an outsized role in U.S. history. Key events with a Cuba connection include the Cuban Missile Crisis, the Bay of Pigs invasion, the assassination of John F. Kennedy and the Cold War. I would like to explore U.S. democracy programs to help shed light on the American policy as Cuba moves toward the post-Castro era.
    I will focus mostly on USAID and State Department programs carried out over the past decade. Among the questions I will pursue:
    How transparent are the programs? How much information about them is publicly available?
    How much democracy money reaches dissidents in Cuba? How are the programs seen on the island?
    How have the programs evolved?
    I will show that the programs are a controversial yet important element in the fight for democracy in Cuba. They help raise the international profile of Cuban activists. They highlight persistent human rights abuses. However, much about the programs remains unknown. U.S. officials refuse to disclose many details about the democracy projects. USAID and the State Department have improved internal controls and management, but the programs remain largely unaccountable to American taxpayers.

    #USA #Cuba #espionnage #justice #prpoagande #terrorisme #attentat

  • Khrys’presso du lundi 26 août 2019
    https://framablog.org/2019/08/26/khryspresso-du-lundi-26-aout-2019

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World Pékin a utilisé Twitter et #Facebook contre les manifestants de Hongkong (liberation.fr) – voir aussi : HongKong : … Lire la suite­­

    #Claviers_invités #Internet_et_société #Libr'en_Vrac #Libre_Veille #DRM #espionnage #GAFAM #Internet #Revue_de_web #Surveillance #veille #webrevue

  • Khrys’presso du lundi 19 août 2019
    https://framablog.org/2019/08/19/khryspresso-du-lundi-19-aout-2019

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World « Nous sommes encore là » : des milliers de militants prodémocratie mobilisés à Hongkong (lemonde.fr) Comprendre la crise … Lire la suite­­

    #Claviers_invités #Internet_et_société #Libr'en_Vrac #Libre_Veille #DRM #espionnage #Facebook #GAFAM #Internet #Revue_de_web #Surveillance #veille #webrevue

  • Facebook a espionné et retranscrit des conversations audio de ses usagers - Technologies - RFI
    http://www.rfi.fr/technologies/20190814-facebook-espionne-audio-conversations-usagers

    Faire du micro d’un téléphone un espion pour enregistrer les conversations et mieux cibler les #publicités avait été qualifié de théorie complotiste par Mark Zuckerberg lors de son audition devant le Congrès en avril 2018. « Nous ne faisons pas ça » avait répondu le fondateur du réseau social aux sénateurs américains après le scandale Cambridge Analytica sur la fuite des données personnelles de millions d’abonnés.

    Un an plus tard, c’est en fait une réalité : #Facebook le reconnait ce mardi après les révélations de l’agence Bloomberg. Selon ses informations ce sont des conversations audio passées sur l’application Messenger qui ont été enregistrées et même transcrites par des centaines de sous-traitants. Facebook promet avoir mis fin à cette pratique et l’avoir fait avec l’accord des utilisateurs qui l’auraient permis en cochant certaines règles d’utilisation.

    Il faudrait faire une liste des #complotismes qui n’en étaient pas

    #espionnage

  • Khrys’presso du lundi 12 août 2019
    https://framablog.org/2019/08/12/khryspresso-du-lundi-12-aout-2019

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World La Russie ferme « secrètement » l’Internet mobile pour frustrer les manifestants moscovites, selon un rapport (developpez.com) La … Lire la suite­­

    #Claviers_invités #Internet_et_société #Libr'en_Vrac #Libre_Veille #DRM #espionnage #Facebook #GAFAM #Internet #Revue_de_web #Surveillance #veille #webrevue
    https://mamot.fr/system/media_attachments/files/005/529/906/original/9ef45e6de2714200.mp4?1564703189

  • Khrys’presso du lundi 5 août 2019
    https://framablog.org/2019/08/05/khryspresso-du-lundi-5-aout-2019

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World À Hongkong, « jour après jour, nous perdons nos libertés » (liberation.fr) « Nous sommes face à une absence … Lire la suite­­

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  • Khrys’presso du lundi 5 août 2019
    https://framablog.org/?p=17749

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Brave New World À Hongkong, « jour après jour, nous perdons nos libertés » (liberation.fr) « Nous sommes face à une absence … Lire la suite­­

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