• Euthanasiemorde in Sachsen : Das Archiv erinnert sich, wenn Familien es nicht tun
    https://www.berliner-zeitung.de/article/euthanasiemorde-in-sachsen-das-archiv-erinnert-sich-wenn-familien-e

    Cet article sur l’euthanasie sozs le natibal-socialisme contient une hypothèse intéressante : l’antifascisme officie de l’état socialuste allemandl aurait empeché l’identification de crimes et criminels nazis. L’état capitaliste allemand, l’héritier det successeur officiel du troisième Reiich aurait posé lrs questions essentielles sur son histoire et permis au familles, d’éclaircir la la collaboration et les méfaits de leurs ancêtrs.

    Je pense que c’est faux. Bien au contraire la RFA a été construite sous direction et dans l’intérêts des mazis survivants et de leurs alliés impérialistes, alors qu’en DDR/RDA les combattants antifascistes ont été au pouvoir après la victoire de l’Union des républiques socialistes soviétiques sur les fascistes allemands et leurs collaborateurs.

    La « Aufarbeitung » du nazisme a été une question morale à l’Ouest capitaliste et une histoire de solides faits à l’Est socialiste. La RDA et l’URSS ont puni et mis hios état de nuire tous les nazis qu’ils ont pu arrêter pendant qu’à l’Ouest les criminels fascistes et leurs collabirateurs ont continué à prospérer. tous, même les membres de l’’élite nazie. Les vainquers occidentaux de la guerre avaient besoin d’eux et du pays sous leur contrôle comme rempart contre le communisme.

    L’état socualiste allemand a mis fin au pouvoir des forces fascistes et au capitalisme , la base matérielle du fascisme, alors que l’état capitaliste allemand n’a même pas pu condamner les pires criminels de guerre.

    24.7.2026 von Martyra Peng - Über eine Datenbank, eine Patientenakte und das, was ostdeutsche Familien nicht fragen wollten.

    Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Die Ostdeutsche Allgemeine und die Berliner Zeitung geben allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.

    Jetzt gibt es eine Datenbank. Mit und ohne Paywall. Man gibt den Namen der Großmutter ein, des Großvaters, des Urgroßvaters. Die NSDAP-Mitgliederdateien – digitalisiert, durchsuchbar. Viele suchen gerade.

    Ich habe anders gesucht. Nicht in Mitgliederlisten. Sondern in Patientenakten. Im Staatsarchiv Leipzig. In einer Doktorarbeit über die Euthanasiemorde in Sachsen, die ich fand, weil ich nicht aufgehört habe zu fragen. Was ich fand, war kein Parteibuch. Es war eine Patientenakte. Und eine Geschichte, die meine Familie seit Jahrzehnten falsch erzählt hatte.

    Mein Urgroßvater hieß Otto Kertscher. Geboren 1878 in Chemnitz. Sohn eines Arbeiters. Sechsunddreißig Jahre alt, als der Krieg ihn holte. Vierzig, als er zurückkam – mit zitternden Händen, Augen, die das Licht fürchteten, einer Lunge, die das Gas bei Ypern nie vergessen hat. 38 Mark Rente im Monat. Für vier Jahre Westfront. Er sammelte Zigarettenstummel von der Straße. Das war sein Vergehen.

    Am 14. März 1941 kamen zwei Männer in grauen Kitteln. Otto nahm seine dunkle Brille vom Tisch, setzte sie auf, und ging mit ihnen. Er sah sich nicht noch einmal um.

    Die Patientenakte liegt im Staatsarchiv Leipzig. Sie ist ein erschütterndes Dokument. Otto fleht darin das Anstaltspersonal an, gehen zu dürfen. In seinen eigenen Worten, auf vergilbtem Papier. Ein Mann, der kämpft. Der nicht aufgibt. Der weiß, dass er weg muss.

    Foto

    Gedenk-und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasiemorde in der Tiergartenstraße in Berlin © Reiner Zensen/Imago

    Die Akte vermerkt auch Besuche. Frau und Tochter. Regelmäßig. Dieselbe Tochter, die das Einweisungsformular ausgefüllt hatte, besuchte ihren Vater in der Anstalt. Sie brauchten seine Rente. Ohne die 38 Mark kamen sie nicht durch den Winter. Das ist keine Geschichte über Ideologie. Das ist eine Geschichte über Armut. Über das, was Armut mit Menschen macht.

    Das Wort auf dem Formular lautete: Belastung.

    Sie schrieb es über ihren eigenen Vater. Den Mann mit den zitternden Händen. Der Stummel von der Straße aufhob, weil sonst nichts da war. Der eine Lunge hatte, die noch immer brannte, seit Ypern 1917. Was wir heute PTBS nennen würden, hieß damals Schwäche. Schwäche war eine Wahl – das hatte die Gruppenführerin gesagt. Das stand in ihrem Heft. Sie zog einen Stift aus der Schublade. Schrieb: Belastung.

    Das Wort kam leicht. Es hatte sich über Jahre geformt, Schicht für Schicht.

    Irgendwann zwischen 1941 und 1945 starb Otto Kertscher in Waldheim, in Arnsdorf oder in Großschweidnitz bei Löbau. Ermordet im Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten.

    Das genaue Datum geben die Archive nicht her. Die Geschichte, die meine Familie danach erzählte, war eine andere. Die Russen hätten ihn umgebracht. Diese Geschichte saß fest – so fest, dass die Erzählerin selbst irgendwann daran glaubte. Die Russen-These war bequemer als das Formular.

    Jetzt, wo viele Deutsche in Datenbanken suchen, lohnt es sich, über einen spezifisch ostdeutschen Mechanismus nachzudenken.

    Im Westen gab es die Auschwitz-Prozesse. Den Eichmann-Prozess. „Holocaust“ im Fernsehen, 1979. Die Frage „Was hat Opa gemacht?“ wurde gestellt. Zögerlich, unvollständig, manchmal erst in der dritten Generation. Aber sie wurde gestellt.

    Im Osten gab es einen anderen Weg. Die DDR war der antifaschistische Staat. Nicht als Metapher – als Staatsdoktrin. Wer im Osten lebte, stand per Definition auf der richtigen Seite der Geschichte. NS-Vergangenheit war ein westdeutsches Problem. Man musste nicht fragen, was Opa gemacht hatte. Der Staat hatte es bereits beantwortet: Nichts. Ihr seid die Guten. Diese Entbindung hatte Konsequenzen.

    NS-Täter, die im Osten blieben, konnten sich hinter dem Staatsnarrativ einrichten. Familien wurden von der Frage entbunden, bevor sie gestellt wurde. Das Schweigen wurde institutionalisiert – nicht durch Anordnung, sondern durch Überflüssigmachen.

    Meine Familie stammte aus Sachsen. Aus Freiberg. Sie floh noch vor dem Mauerbau in den Westen. Die Muster reisten mit.

    Das Wort Belastung hat eine lange Reise gemacht. Es stand 1941 auf einem Formular. Staatsarchiv Leipzig, Bestand Großschweidnitz. Jahrzehnte später tauchte es in anderen Mündern auf, über andere Körper, in anderen Kontexten. Es reiste durch Generationen wie ein Erbstück, das niemand bewusst weitergegeben hat. Es kam einfach mit. Eingepackt ins Schweigen.

    Ich war zehn, als ich es zum ersten Mal hörte. Eine Drei in Mathematik. Meine Großmutter väterlicherseits saß mir gegenüber. Ich wusste damals nicht, dass das Wort eine Geschichte hatte. Dass es sechsunddreißig Jahre zuvor über einen Mann geschrieben worden war, der Stummel von der Straße sammelte und nicht schlafen konnte, weil seine Lunge noch immer brannte.

    Ich war in Großschweidnitz. Das Mahnmal ist klein. Fast versteckt hinter Büschen. Ein Stein: Den Opfern der Euthanasie 1940–1945. Keine Namen. Nur diese kollektive Formel für Tausende, die alle ihren eigenen Namen hatten, ihre eigenen Hände, ihre eigenen Gründe, warum sie auf einem Formular landeten. Ich zündete eine Zigarette an. Legte sie auf den Boden vor dem Stein. Wie er es getan hätte.

    Die NSDAP-Datenbank ist ein Werkzeug. Die Patientenakten in den Staatsarchiven sind ein anderes. Was man dort findet, ist nicht immer das, was man gesucht hat.

    Manchmal findet man das Gegenteil: nicht den Täter, sondern das Opfer. Nicht die Mitgliedschaft, sondern das Formular. Nicht die Ideologie, sondern die Armut, die ein Wort produziert hat, das Generationen überlebt. Das Archiv erinnert sich, wenn Familien es nicht tun.

    Meine Familie hatte entschieden, zu vergessen. Die Russen-These war fester als die Wahrheit. Fester als Transportlisten. Fester als eine Patientenakte, in der ein Mann fleht, gehen zu dürfen – und in der vermerkt ist, dass die Tochter ihn besucht hat. Regelmäßig. Solange die Rente kam. Danach kam die Geschichte von den Russen.

    Schweigen schützt die Täter. Nicht die Opfer.

    Otto Kertscher. Geboren in Chemnitz. Sohn eines Webers. Gestorben 1945, allein, achtzig Kilometer von Chemnitz entfernt. Ich kenne deinen Namen. Ich habe eine Zigarette für dich niedergelegt. Ich schweige nicht.

    Martyra Peng ist Politikwissenschaftlerin und Zukunftsforscherin und schreibt als freie Autorin. Sie war langjährige Chefredakteurin des Erotik-Magazins Kaufmich und bringt unter anderem Erfahrungen aus der Sexarbeitsbranche in ihre Arbeit ein. Als Buchautorin und Bloggerin (futurevibes.substack.com) hat sie mehrere Bücher veröffentlicht, darunter die Romane „Workuta“ und „Die unsichtbare Frau“, die Memoirs „Kohle“ und „Der Magnolienbaum“ sowie das Sachbuch „Sexwork 3.0“.

    Transparenzhinweis: Die Autorin verwendet ein Pseudonym, der wahre Name ist der Redaktion bekannt.

    #Allemagne #histoire #nazis #iatrocratie #euthanasie

  • Heatwaves, wildfires and the growing climate challenge
    https://channel4news.substack.com/p/raging-wildfires-and-another-heatwave

    The results are astonishing. Had it happened in 2003 and 1976, daytime maximum temperatures would have been 2C and 3.5C cooler, respectively. This shows just how rapidly our climate is warming.

    #Europe is Earth’s fastest-warming continent, with temperatures rising around 0.56C per decade since the mid-1990s - more than double the global average.

    As heatwaves intensify, so will accompanying droughts, leading to an environment in which any wildfires that start can thrive.

    #climat

  • Calabria, un #manifesto per «normalizzare #San_Luca»: esperti e cittadini immaginano insieme un presente diverso

    Su San Luca (Reggio Calabria), dalle cronache spesso associata alla ’ndrangheta, pesano gravi pregiudizi che emarginano i suoi cittadini e aumentano la sfiducia nello Stato. Anna Sergi e Francesco Donnici raccontano l’iniziativa del «Manifesto con San Luca», nata per coinvolgere abitanti, esperti e rappresentati della società civile in una riflessione collettiva che possa eliminare lo stigma e portare a un cambiamento

    San Luca (Reggio Calabria), cittadina di circa tremila abitanti ai piedi dell’Aspromonte, è nota ai più per le cronache che la associano alla storia di “mamma” ‘ndrangheta. Nei giorni scorsi, una delle voci autorevoli del paese, commentando l’ennesimo blitz di alcune emittenti televisive, scriveva: «Per anni San Luca è stata descritta come il luogo delle tenebre. Oggi gli stessi ambienti che hanno contribuito a costruire quell’immagine spiegano che bisogna superarla». Tale atteggiamento, in questa visione critica, viene descritto dalla stessa autorevole voce come sintomo di una «perfetta economia circolare della narrazione». Un’espressione che sintetizza il sentimento di una popolazione spesso illusa e delusa, quando non usata, dalle tante voci avvicendatesi, nel bene e nel male, in iniziative finalizzate a sconfiggere “mostri” alimentati per essere utilizzati a favor di telecamera.

    A San Luca è sorta un’iniziativa che mette al centro il dialogo con le persone; con i suoi cittadini: non per narrarli, ma per provare a essere cassa di risonanza di voci concepite come parte di un tutto più ampio. Ne è nato un documento politico intitolato “Manifesto con San Luca”. Il Manifesto non vuole dare risposte univoche, ma linee guida, spunti di riflessione e pratiche sociali per interpretare e reimmaginare il presente di queste realtà. Si vuole rivolgere principalmente ai cittadini di San Luca e della Locride, poi ai calabresi tutti. La classe politica e amministrativa locale e della regione Calabria è il target diretto, giornalisti, analisti e forze dell’ordine altrettanto.

    L’iniziativa, ancora in divenire, è presentata con la formula del “Manifesto” perché è una sintesi delle riflessioni raccolte tra cittadini, esperte, ricercatrici, docenti, ingegneri e quante più persone vivono e conoscono il territorio calabrese e si siano sentite di offrire con gratuità il proprio contributo alla costruzione di un testo che potesse essere preludio a una riflessione collettiva e condivisa. Il percorso del Manifesto è iniziato nei primi mesi del 2026 e si è servito dei metodi della ricerca sociale in ambito criminologico per iniziare a mettere su una massa critica di opinioni: individuati gli esperti (calabresi), si sono fatte delle brevi interviste con loro; visite al paese, spesso preannunciate sui social, e coadiuvate anche dalla Caritas locale, hanno permesso di interfacciarsi con la popolazione su alcuni punti di primario interesse.

    In altre parole, il “Manifesto con San Luca” aspira a incarnare un soggetto collettivo che apre a una riflessione più ampia sulle sorti delle “aree interne montane” e della Calabria, riconoscendo e non smentendo l’esistenza di taluni problemi, come può essere la presenza e operatività di storici clan di ‘ndrangheta originari del territorio. L’obiettivo, anche in questo caso, non è però quello di prestarsi a strumentali apologie di mafia, né di ridurre la ‘ndrangheta a semplice questione criminale da risolvere, bensì, è scritto, «di prendere coscienza di quali fattori, all’interno delle stesse comunità e delle istituzioni, facilitino il riprodursi e ripresentarsi della ‘ndrangheta»: l’assenza di uno Stato affidabile, la mancanza di opportunità, la marginalità geografica, la frammentazione sociale, la rassegnazione, il silenzio, l’ambiguità delle posizioni individuali, le narrazioni appiattite su certi stereotipi, sono solo alcuni esempi. San Luca viene chiamato in causa come “laboratorio” dell’esistente, non come oggetto di un esperimento, ma perché è una rappresentazione in piccolo di problemi riscontrabili anche altrove, spesso nemmeno reali, ma frutto di percezioni esterne, anche distorte.

    «Normalizzare San Luca»

    A settembre 2023, proprio in un’intervista pubblicata sulle pagine de lavialibera, Bruno Bartolo, ultimo sindaco eletto della cittadina prima del più recente commissariamento del Comune avvenuto circa un anno dopo, dichiarò che il suo obiettivo era quello di «normalizzare San Luca». Il paese, secondo il primo cittadino insediatosi il 27 maggio 2019 dopo una lunga stagione di scioglimenti e commissariamenti, veniva raccontato come un’anomalia e tale racconto rischiava di distrarre dai “normali” problemi che San Luca condivide con tante aree simili. Su tutti, mancanza di lavoro, di luoghi di incontro e confronto permanenti, di iniziative dello Stato che non siano solo un “mordi e fuggi” spesso tradotto in tanti progetti “non finiti” che affollano il panorama e gli archivi del municipio. «I sanluchesi sono in credito con lo Stato fin dall’alluvione che devastò il territorio nel 1973», diceva ancora Bartolo riassumendo un lunghissimo periodo di mancanze che hanno finito per scoraggiare anche i più volenterosi dall’assumersi il compito di rappresentare la “cosa pubblica” sul territorio.

    Cosa pubblica che nel frangente è diventata “cosa di nessuno”, tra l’incuria e l’assenza di progettazione. Di fatti, «la ‘normalizzazione’ del paese passa dai suoi servizi», come poteva essere la strada che porta al Santuario di Polsi, tanto impraticabile da inibire la celebrazione dello storico pellegrinaggio verso la Madonna della Montagna nel 2025, o l’istruzione, come l’ex sindaco aveva scritto (insieme agli omologhi di Platì, Africo e Careri) nella lettera inviata al ministro Giuseppe Valditara, per chiedere un intervento strutturale su scuola e lavoro, tale da togliere i giovani dalla strada incentivando un «comune percorso di antimafia legato a specifici progetti che fanno perno su una scuola qualificata e realmente formativa». Se fosse riuscito in quest’opera di “normalizzazione”, l’ex sindaco avrebbe valutato di ricandidarsi. Così non è stato e all’esito di una tornata elettorale senza liste e candidati, le sorti del Comune sono state affidate a una commissione straordinaria.

    Missioni e Fondazioni

    Nel mentre, a carico di Bartolo e altri è stata aperta un’indagine legata alla concessione dello stadio comunale e all’assegnazione degli spazi nell’area mercatale del Santuario di Polsi, che ha gettato nello sconforto una popolazione sentitasi accerchiata dagli organi inquirenti. Ma non è tutto. Nel giugno del 2024, la Commissione parlamentare antimafia guidata da Chiara Colosimo si era recata in missione a San Luca. Una visita che ha lasciato in dote soltanto una foto di dubbio gusto scattata dai parlamentari sotto il vecchio cartello d’ingresso al paese – non più esposto sulla pubblica via – forato dai colpi delle lupare e una relazione di 32 pagine «non esenti da retorica» come scritto da Pablo Petrasso su LaC news.

    Nel documento, al classico racconto sulla ‘ndrangheta e sulla cultura mafiosa che influenza i giovani, venivano accostate considerazioni sulle risorse di un territorio, solo per fare un esempio, dal grande potenziale turistico «limitato dal degrado ambientale dell’intera Locride e dalla mancanza di una cultura imprenditoriale adeguata». Sulla scorta di un tale complesso di riflessioni – per certi versi un po’ stantie, per altri un po’ distratte dalle reali dinamiche territoriali incarnate dalle diverse realtà sociali positive che operano in quella porzione della provincia di Reggio Calabria – l’organo concludeva dichiarandosi «disponibile a fornire spinta e testimonianza concreta a quelle comunità, con la candidatura diretta di propri membri» alle elezioni amministrative.

    Il terremoto si completa con la scossa data dallo scioglimento, disposto dalla prefettura di Reggio Calabria il 21 marzo 2025, del CdA della Fondazione culturale “Corrado Alvaro”, giornalista, antifascista, vincitore del premio Strega e autore del capolavoro “Gente in Aspromonte” oltre che figlio nobile di San Luca. Il provvedimento evidenziava criticità come la ridotta operatività della Fondazione o «un progressivo depauperamento del patrimonio e contestazioni relative alla composizione degli organi di governo, anche per la presenza di soggetti con parentele a famiglie riconducibili a contesti di criminalità organizzata». Una lettura che fin da subito ha destato perplessità, ma soprattutto polarizzato l’opinione pubblica tra coloro i quali sostengono la necessità di questo commissariamento, il primo per un soggetto culturale, e chi ritiene che questa sia l’ennesima – forse la più grave – cicatrice inferta all’identità del popolo sanluchese che vede infangato anche il nome dell’intellettuale a 130 anni dalla sua nascita.

    Dopo alcune proteste social, flashmob, la nomina di un Comitato scientifico, il rinnovo del CdA, lo scorso mese di giugno il Tribunale amministrativo regionale – accogliendo il ricorso presentato da Aldo Maria Morace, presidente del CdA sciolto, e dal vice Tonino Perna – ha ribaltato il provvedimento della prefettura. Tuttavia, la decisione del tribunale amministrativo di primo grado viene congelata a inizio luglio dal Consiglio di Stato. Al di là di quelli che saranno gli esiti del processo amministrativo, è evidente il grave disagio forse non considerato ma certamente arrecato alla popolazione di San Luca. Dinamiche che è impossibile disgiungere da quel pregiudizio di fondo derivato dall’abuso di una certa narrazione fatta nei confronti di un paese dove tutti, indistintamente, rischiano di cadere nel calderone della criminalizzazione, che diventa criminalizzazione della fragilità oltre che della devianza mafiosa.
    Sentenze e movimenti sociali

    Il referendum sulla giustizia del 22-23 marzo 2026 ha rappresentato un altro momento di frattura e incomprensione. L’82,39 per cento degli elettori di San Luca ha votato “Sì”. Percentuale simile a quella di altri comuni dell’area aspromontana e ionica. Tale risultato, complici alcuni spunti derivati dalla campagna referendaria, hanno fatto gridare all’endorsement mafioso. Una lettura superficiale e offensiva per chi, in quei territori, ha creduto – ingenuamente o disperatamente secondo chi scrive – che quella riforma potesse rappresentare una giustizia più equa, dove non si viene marchiati a vita per un cognome o per il luogo di nascita. Quel voto, per chi lo osserva conoscendo il territorio, non è stato un allineamento alla ’ndrangheta, ma un grido contro una magistratura percepita come unica presenza dello Stato: non quella che costruisce scuole o strade, ma quella che arriva con le manette e i titoli di giornale. Un voto di protesta che si è inserito perfettamente in quel solco di risentimento e frustrazione alimentato da decenni di abbandono istituzionale, trasformandosi in un messaggio politico urlato: quello di comunità stanche di sentirsi sospette per nascita e residenza, prima ancora che cittadini.

    A completare il quadro di sfiducia è arrivata, nel mese di giugno, la sentenza di appello del processo Gotha, con l’assoluzione, tra gli altri, del sacerdote di San Luca don Pino Strangio, accusato e condannato in primo grado di concorso esterno in associazione mafiosa. Il provvedimento è arrivato dopo dieci anni di processo, di ambiguità relazionali imposte all’intera comunità, di erosione ulteriore della fiducia nelle istituzioni. Come sempre, gli arresti e le prime condanne hanno riempito le prime pagine; le assoluzioni, quando arrivano, vengono relegate in trafiletti che non restituiscono dignità né riparano il danno. Dopo l’assoluzione si è formato un piccolo movimento sui social che chiede, pretende quasi, il ritorno a Polsi di don Pino Strangio come rettore del Santuario della Madonna della Montagna nel frangente riaperto ai fedeli – con accesso per ora solo a piedi – per l’estate 2026. A prescindere dalle considerazioni tecniche sulle nomine ecclesiastiche e a prescindere anche dalle valutazioni nel merito dell’assoluzione – come della precedente condanna – è necessario notare come questo coro social dimostri ancora una volta che la comunità sanluchese non solo c’è, ma quando si muove lo fa in maniera compatta. Se questa dinamica si osserva dalla prospettiva dei movimenti sociali diventa un’opportunità enorme per aprire a un possibile cambiamento. Tuttavia, se da un lato questa coesione è una risorsa potenziale per il cambiamento, dall’altro rischia di tradursi in vittimismo collettivo quando non si accompagna a un’assunzione di responsabilità e a un senso civico che vada oltre la difesa identitaria.

    Parole chiave

    https://www.youtube.com/watch?v=XPIbAULzTvo&t=187s

    Questa breve ricostruzione aiuta a comprendere il contesto all’interno del quale si è fatta strada l’idea del “Manifesto”. Il documento continua ad essere arricchito di spunti, alcuni dei quali arrivati dopo il primo lancio pubblico avvenuto lo scorso 18 giugno al festival “Trame” di Lamezia Terme. La riflessione emersa a quel tavolo è stata sintetizzata in un elenco di parole chiave suddivise in cinque macrocategorie:

    crisi del territorio, marginalità e abbandono;
    crisi della sfera pubblica e del bene comune:
    crisi morale e culturale;
    crisi della fiducia e delle relazioni;
    prospettive di cambiamento.

    Tra queste, si vogliono evidenziare due concetti che fin dall’inizio, dall’osservazione profonda del territorio di San Luca attraverso il metodo scientifico, hanno fatto da traino all’iniziativa: da un lato si parla di “isolamento e marginalità”, intesa «la condizione geografica e sociale che relega aree come San Luca ai margini delle politiche pubbliche e dell’attenzione collettiva»; dall’altro di “vittimismo come interiorizzazione dello stigma”, ovvero «il rischio che le comunità interiorizzino lo sguardo esterno stigmatizzante (in senso lato, criminalizzante), trasformandolo in rassegnazione e risentimento».

    Sullo sfondo, le aree interne

    Questa riflessione non deve essere concentrata esclusivamente su San Luca, ma da San Luca può trasporsi anche su altri livelli territoriali. Basti pensare al dibattito innescato dal Piano strategico nazionale per le aree interne (Psnai) 2021-2027 letto da alcuni come una condanna a morte nella parte in cui parla di accompagnamento dei territori in un «percorso di spopolamento irreversibile». Alcuni studiosi, tra cui l’antropologo Vito Teti, hanno definito il documento come parte di un lungo percorso di “eutanasia territoriale” che coinvolgerebbe diversi paesi, su più livelli, e non solo contesti come San Luca.

    Come hanno evidenziato i docenti Domenico Cersosimo e Rocco Sciarrone in un più recente contributo sulla rivista Dissonanze, «tutta la Calabria è ormai un’unica grande area interna». Secondo la struttura del “Manifesto con San Luca”, l’inciso potrebbe valere addirittura per l’intera Italia dove i dati Istat raccontano di un processo di spopolamento che coinvolge anche i grandi centri urbani. Per questo motivo, se non maneggiato con cautela, il dibattito sulla sorte delle aree interne rischia anch’esso di diventare fuorviante e scoraggiare le forze buone della popolazione. Servono politiche, servono «forme di resistenza» per dirla sempre con Cersosimo e Sciarrone, che incentivino le persone a restare superando l’idea romantica ma vuota di una “restanza” fine a se stessa, che, come tale, diventa solo un modo elegante per selezionare chi può restare e chi non può andarsene.

    L’incentivo è quello di produrre una forte spinta oltre le retoriche della “resilienza” che in questi anni pur si è vista, ma si è tradotta in un tirare a campare spesso disgiunto dai progetti a lungo termine. Viceversa, il dibattito va traslato sul campo dei servizi, dell’economia sociale legata a doppio filo alla valorizzazione dei territori, della loro storia, risorse e identità. Da poco, il commissariamento del Comune è stato prorogato di sei mesi, ma il prossimo anno le elezioni amministrative torneranno a bussare. Si voterà per dare a San Luca una nuova amministrazione. L’auspicio è che le campagne elettorali tengano conto dei reali bisogni dei cittadini e non siano solo spot. Che siano costruite “con”. In tal senso, questo disegno collettivo e condiviso, è a disposizione di chi saprà farne buon uso, per offrire spunti utili alla costruzione di una visione d’insieme.

    https://lavialibera.it/it-schede-2761-un_manifesto_per_normalizzare_san_luca
    #normalisation #Calabre #ndrangheta #mafia #manifeste #préjugés #stigmatisation #aree_interne #imaginaire #changement #criminalité_organisée #Locride #montagne #aree_interne #marginalité #marges #Bruno_Bartolo #éboulement #services #école #travail #anti-mafia #Etat #abandon #territoire #crise #isolement #démographie #Psnai #dépeuplement #eutanasie_territoriale #restanza #résilience #économie_sociale

    • La Calabria non è un altro mondo

      La Calabria non è «un altro mondo», ma una versione estrema di problemi che attraversano l’Italia: povertà, disuguaglianze, debolezza dei servizi pubblici, frammentazione sociale. La regione vive una forte dipendenza dalla spesa pubblica e una modernizzazione guidata dall’alto, con scarso protagonismo collettivo. La politica occupa un ruolo centrale, mentre la ’ndrangheta prospera nelle connessioni tra economia e potere. Accanto a rassegnazione ed emigrazione, esistono esperienze di resistenza e innovazione, ma ancora incapaci di produrre un cambiamento strutturale.

      «È certo la più strana tra le nostre regioni. [...] Si direbbe che qui siano franati insieme i detriti di diversi mondi; che una divinità arbitraria, dopo aver creato i continenti e le stagioni, si sia divertita a romperli per mescolarne i lucenti frantumi. Si deve a questo se i viaggiatori stranieri, in Calabria, rimangono disorientati. Non riescono a definirla. La trovano diversa, non solo dalle altre regioni italiane, ma da qualsiasi parte del mondo, e stentano a valutarne la civiltà». [Guido Piovene, Viaggio in Italia]

      La Calabria è una terra simbolo al negativo. Area estrema del nostro mondo, non un altro mondo. Una regione pervicacemente fuori squadra. Tra le ultime in Europa per reddito; la più povera tra le venti regioni italiane. Ma anche quella con la disuguaglianza economica interna più elevata tra tutte le regioni dell’Unione europea: il reddito del quinto dei calabresi più ricchi è 8,5 volte quello del quinto dei più poveri (attorno a 5 nell’Unione europea e in Italia), a testimonianza del fatto che i calabresi più ricchi sono relativamente meno ricchi degli italiani che abitano nelle regioni del Nord mentre i calabresi poveri sono molto più poveri dei poveri del Nord.

      Già questi pochi dati di sintesi mostrano l’utilità di guardare alla Calabria come a un’area in grado di rappresentare alcuni tra i più rilevanti problemi di cui si discute attualmente, e che in vario modo riguardano altre regioni, l’Italia e l’Europa. Un’utilità amplificata dal fatto che in Calabria questi problemi sembrano essere concentrati alla massima potenza. Lo stesso può dirsi degli interventi rivolti ad affrontarli.

      D’altra parte, il tessuto sociale e istituzionale della regione risulta frammentato e segmentato, strutturato secondo rigide logiche autoreferenziali, per silos verticali; mancano disegni intenzionali di connessioni funzionali; latitano infrastrutture di collegamento, raccordo, interazione. Di nuovo, una situazione ravvisabile anche in altri contesti, che segnala il progressivo sfilacciamento dei legami sociali, che ha però raggiunto qui livelli estremi.

      Da tempo la Calabria si colloca nelle retrovie delle graduatorie nazionali delle dotazioni e della qualità dell’offerta di servizi pubblici essenziali (sanità, scuola, servizi sociali e culturali, servizi per l’infanzia e gli anziani). I calabresi, di conseguenza, sono cittadini a bassa cittadinanza. L’intera regione, comprese le poche città, è assimilabile ad un’unica grande area interna, un’area lontana dai centri di servizi essenziali: spesso distanti fisicamente, inesistenti, di difficile accessibilità o mediamente scadenti.

      Un calabrese su due è a rischio di povertà o di esclusione sociale. Un picco scandalosamente alto, il più alto (e di molto) di tutta Europa. Un calabrese benestante convive con un calabrese povero/vulnerabile. Due società slegate.

      I benestanti godono di risorse adeguate per smarcarsi dal malconcio settore pubblico, mentre i poveri/vulnerabili si trovano in condizioni di gravi deprivazioni materiali quotidiane, di lavori poveri, di salari all’osso, di disconoscimento. I benestanti abitano una certa orizzontalità relazionale, potendo contare su reti di sostegno reciproco, di scambio, di potere, di affari. Reticoli che, seppure limitati alla cerchia sociale di riferimento, alimentano comunanze e vantaggi esclusivi, capitale sociale di club.

      I poveri/vulnerabili abitano invece un tessuto sociale disperso e atomizzato: senza adeguate infrastrutture politico-sindacali, spesso persino senza parrocchie di prossimità.

      Le classi alte trovano convenienze nello status quo; i poveri si rassegnano allo status quo perché senza risorse e «capitali» per immaginare un’altra vita, senza rappresentanza collettiva. Sta in ciò la spiegazione dell’enigma calabrese: una situazione estrema che non implica – non può implicare – un conflitto sociale altrettanto estremo, perché ne mancano i presupposti soggettivi e collettivi.

      Lo Stato, con la sua spesa pubblica, è il soggetto pressoché esclusivo della trasformazione post-bellica della Calabria. Una «modernizzazione passiva», eterodiretta, con una mobilitazione dal basso debole e discontinua. I grandi cambiamenti che hanno trasformato più intensamente la società tradizionale del passato sono tutti ideati e promossi dal centro: finanziamenti di opere pubbliche e riforme che, in un quadro di costante incompiutezza, hanno modificato nel profondo le condizioni di vita e dei comportamenti dei calabresi, caratterizzandoli progressivamente come italiani a tutto tondo per consumi e stili di vita.

      Il film diacronico mostra, dunque, una regione in movimento, disposta all’inseguimento, in tendenziale convergenza con il resto della Penisola, tutt’altro che ferma e ossificata nei suoi assetti sociali e civili. A contrario, l’osservazione sincronica palesa una distanza persistente con il resto del Paese, gravato da disparità diffuse non sanate.

      È la politica il «grande tutto» dei processi di mutamento economico e sociale, il fattore dei successi e degli insuccessi, la calamita attrattiva unica per benestanti e poveri, la determinante di allineamenti e scarti infra e inter-regionali.

      Oggi, la vita nuda della grande maggioranza dei calabresi è in larga parte dipendente, nel bene e nel male, dalla spesa pubblica: per i singoli cittadini e per le imprese, per gli agricoltori e per i costruttori, per le università e per le scuole, per la sanità pubblica e privata, per i sindaci e per le associazioni culturali.

      Massimizzare l’accesso ai contributi pubblici è l’assillo di una regione e di una parte consistente del terziario privato della mediazione (padronati, caf, associazioni varie, commercialisti, avvocati), specializzato nel drenaggio e nell’allocazione minuta di questi flussi di spesa. Ancor più ossessiva è l’intercettazione di risorse collettive e della loro torsione a proprio vantaggio da parte di ampi segmenti delle classi dirigenti (politici, imprenditori, agenzie), anche attraverso l’uso strumentale delle relazioni associative professionali e interprofessionali, legali e occulte.

      In filigrana si intravede una società ruminante, impegnata nella captazione e manipolazione di risorse pubbliche, con una speciale abilità a scovare e massimizzare l’accesso a contributi, incentivi, sostegni e sgravi di ogni tipo e a sfruttare le opportunità legate alla spesa pubblica in direzione di interessi particolaristici.

      La ’ndrangheta è tra gli attori economici più attrezzati nella conquista di questi flussi di risorse, spesso con un ruolo da protagonista negli appalti di opere infrastrutturali, nel campo sanitario, nel settore della raccolta e smaltimento dei rifiuti, configurandosi come uno dei soggetti rilevanti della Calabria espansiva.

      Da pericolosa realtà criminale, a lungo sottovalutata, la ’ndrangheta è diventata anche uno stigma culturale e sociale utilizzato per indicare l’intero territorio regionale e la sua popolazione. Prevalgono al riguardo letture riduttive, da quelle che incredibilmente insistono ancora sulle caratteristiche arcaiche di un popolo e della sua mentalità agro-pastorale a quelle che invece riducono il fenomeno a mero problema di ordine pubblico. Di conseguenza, diventa vago e sfumato il problema delle contiguità e delle collusioni che investono il funzionamento dell’economia e soprattutto il raccordo tra economia e politica, che da sempre costituiscono il vero punto di forza della ’ndrangheta.

      Più in generale, la Calabria può essere considerata un laboratorio per osservare le dinamiche di trasformazione della politica contemporanea, stretta nella morsa di spinte contrapposte tra de-politicizzazione e iper-politicizzazione. Una regione in cui la politica resta al centro della scena, anzi la occupa in modo preponderante. Anche se spesso è una politica senza politiche, che rifugge dalle responsabilità, che opera in via emergenziale attraverso deleghe e commissariamenti, condizionando in modo peculiare la configurazione e il funzionamento delle istituzioni e dei processi democratici.

      Nel quadro di netta prevalenza della regolazione politica, non si sono create le condizioni per favorire relazioni di mercato dotate di sufficiente autonomia ed efficacia, anche se sono emerse nel tempo diverse iniziative imprenditoriali «eccellenti» per innovazione e ampiezza dei circuiti economici ma che, tuttavia, non riescono a contaminare i contesti di insediamento.

      La manifattura è ormai un’attività marginale, tanto in termini di contributo al reddito regionale che di occupazione; l’agricoltura più dinamica e le attività complementari si sono sempre più concentrate nelle poche aree di «polpa»; il ciclo dell’edilizia tende a sovrapporsi a quello della congiuntura politica settoriale; le stesse strutture di ricerca sono sempre più orientate a incrociare flussi di spesa pubblica in modo indifferenziato, attraverso alleanze di scopo di breve periodo con imprese e soggetti privati che tuttavia non sortiscono effetti di lunga durata nell’economia e nella società locale.

      Il turismo, a dispetto dell’enfasi retorica corrente, soffre di congenite improvvisazioni, di despecializzazione e di un’infrastruttura organizzativa ancora rudimentale, nonostante l’emersione di un limitato numero di iniziative imprenditoriali di buona qualità, per lo più puntiformi ed esclusive, e talvolta inquinate da contaminazioni mafiose.

      In questo scenario prevalgono logiche di adattamento, da un lato i calabresi che difendono le posizioni di privilegio acquisite, dall’altro i calabresi che cercano di fronteggiare le diffuse condizioni di precarietà e vulnerabilità della loro vita quotidiana. Ancora oggi, come in passato, un’alternativa è quella della fuga, dell’exit: per scelta, quando possibile, o, spesso, per necessità.

      Tra chi resta non mancano i soggetti, in molti casi giovani, che praticano forme di resistenza, soprattutto tra coloro che cercano di percorrere vie di innovazione, faticando non poco a trovare spazi di visibilità e voice. Ci sono dunque i calabresi non rassegnati, che non si arrendono e pensano a un altro mondo possibile. Quelli che, ad esempio, testardamente avviano attività di impresa, sfidando a viso aperto un contesto ostile, ribellandosi persino alla ’ndrangheta. Come stanno facendo diverse donne che, per tutelare sé stesse e soprattutto i propri figli, hanno deciso di recidere i legami familiari per rinnegare ogni forma di appartenenza mafiosa.

      O ancora coloro che praticano azioni di solidarietà a sostegno delle fasce più povere e marginali della popolazione. Pensiamo anche all’esperienza di Mimmo Lucano, che ha contribuito a fare di Riace un luogo iconico globale per ospitalità e inclusione di migranti e rifugiati. Si tratta però di casi esemplari, delimitati, che non hanno la forza di innescare processi di cambiamento sistemici.

      Lo scenario delineato ha un significato che travalica la regione, rendendo evidenti, in modo radicale e amplificato, processi di più ampia portata. Da questo punto di vista, la Calabria può essere dunque considerata un benchmark negativo: una realtà sempre più sfilacciata, senza collante sociale, permeata da crescente sfiducia e incertezza, che non riesce a immaginare un futuro.

      Decifrare la sua patologia aiuta a spiegare la fisiologia. E, forse, come nel paradosso di Hirschman: nascondere un po’ di «negativo» può aiutare a non abbandonare la speranza, a fuggire la trappola della rassegnazione, lasciando spazio alla «passione per il possibile».

      https://rivistadissonanze.it/calabria/la-calabria-non-e-un-altro-mondo

  • Souveraineté numérique : qu’est-ce qu’Eurosky, ce projet de web social européen ?

    https://next.ink/249061/souverainete-numerique-quest-ce-queurosky-ce-projet-de-web-social-europeen

    via https://piaille.fr/@mathildesaliou.com@bsky.brid.gy/116992204094761008

    Quelle est la philosophie du projet #Eurosky ? Pourquoi passer par l’ #ATmosphère (l’écosystème autour de #Bluesky) plutôt que par le #Fédivers (celui autour de #Mastodon) ?

    Dans @next.ink@bsky.brid.gy, j’en discute avec @robin.berjon.com@bsky.brid.gy (et un peu @renchap@oisaur.com)

  • Cominciare dal vuoto: la nuova edizione di RomaEuropa
    https://scomodo.org/cominciare-dal-vuoto-la-nuova-edizione-di-romaeuropa

    C’è qualcosa di quasi sfacciato nell’aprire un #festival, nel 2026, con uno spettacolo che si chiama Chora – il vuoto all’origine. L’8 settembre, all’Auditorium Conciliazione, Sofia Nappi e la sua compagnia KOMOCO inaugureranno la quarantunesima edizione del Romaeuropa Festival partendo esattamente da lì: dal vuoto. Non dal pieno delle certezze, non dal repertorio rassicurante, ma […] L’articolo Cominciare dal vuoto: la nuova edizione di RomaEuropa proviene da Scomodo.

    #Avanguardie_Culturali #europa #ref #romaeuropa2026

  • Criminel : En pleine canicule, l’Union européenne réforme le système et accélère la course au désastre climatique

    L’article sur la canicule que Christine Poupin et moi avons rédigé mentionne la réforme du système ETS comme un des symptômes du backlash écologique à la sauce européenne. On en sait un peu plus à ce sujet au fil des jours.

    La canicule la plus sévère de l’histoire des relevés météo est en effet le moment que la Commission européenne a choisi pour rendre publique sa proposition de réforme de son système d’échange de droits d’émission (ETS).

    « Plus de temps pour polluer, plus d’argent pour polluer moins »

    Cette proposition, le très capitalistissime Financial Times la résume parfaitement en titrant que l’Europe veut donner « plus de temps aux entreprises pour polluer, et plus d’argent pour polluer moins ».

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/06/22/reflexions-caniculaires-et-autres-textes/#comment-75162

    #europe #ecologie

  • Babys auf dem internationalen Markt
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198749.leihmutterschaft-babys-auf-dem-internationalen-markt.html

    La vision de l’avenir d’une certaine Ayn Rand est en train de devenir une prophétie autoréalisatrice.

    1943, Schwester in einem Lebensbornheim

    La pollution et l’aliénation dans les sociétés industrialisées appelée « conditions de vie » font baisser d’une manière radicale la fertilité des couples en age de procréer. A la fin seulement les vrais riches et leur cour auront les moyens nécessaires pour acheter un enfant mis au monde par une mère porteuse dans un pays africain. Ces enfants de la race de Übermensch seront des blancs soigneusement sélectionnés parmi des millier d’œufs fécondés

    On fabrique des bébés riches dès la prise en mains par leurs parents acheteurs. L’élite contourne ainsi le vieux problème de la noblesse dégénérée par mariages répétés entre cousins. Au contraire, la nouvelle classe dominante élargira soigneusement soon pool génétique avec chaque nouvelle génération.

    Les superflus moins fortunés seront jetés dans l’abîme de l’idiotie, de la consommation et de la dégénération biologique. On les euthanasiera suivant l’exemple de Soylent Green .

    Le cas de l’ancien ministre de la santé allemand, un homme qui est en relation avec Peter Thiel et fait objet du scandale du jour à cause de l’achat d’un enfant, n’est qu’un signe précurseur d’un développement général plausible.

    Jusqu’ici ce sont des spéculations et extrapolations.

    Nous constatons par contre le fait qu’aujourd’hui un organisme du type Lebensborn n’a pas besoin d’idéologie nazie ni de centres de procréation nordique. L’empoissonnement des corps humains et le marché capitaliste l’ont reproduit sous forme de chaîne de production mondialisée. L’imaginaire dystopique et la réalité sous l’impérialisme états-unien se sont fondus dans une activité économiques spécifique et rentable.

    Soyez rassurés, pour le moment ce n’est pas grave. Le monstre capitaliste en fera naître d’autres horreurs. Préparez-vous à les faire tomber.

    2.4.2026 von Irina Herb - Um den Kinderwunsch hat sich eine globale Ökonomie entsponnen, viele Leihmütter kommen momentan aus Ghana. Wie kann eine linke Kritik daran aussehen?

    Bestellen Sie online, von überall und von jedem Gerät«. – »Sichern Sie sich 10 000 Dollar Rabatt«. Bei diesen Werbungen von zwei internationalen Unternehmen geht es nicht um das neueste iPad oder Auto, sondern um menschliche Eizellen und um Babys. Eizellen können von einer dänischen Eizellbank bestellt, in der Ukraine befruchtet und genetischen Tests unterzogen werden. Wenn gewünscht, werden sie nach Geschlecht selektiert und nach Ghana geschifft, wo sie von einer sogenannten Leihmutter ausgetragen werden. Nach etwa zehn Monaten, so das Versprechen, kann das Baby für einen Preis von etwa 36 000 bis 60 000 US-Dollar von deutschen Wunscheltern abgeholt werden.

    Dieses Beispiel ist nur eine von mittlerweile unzähligen Möglichkeiten, auf kommerziellem Wege und mit Rückgriff auf die Körper Dritter, ein »eigenes« Kind zu bekommen. Ob Eizellen von Frauen aus der Ukraine, die groß, blauäugig, intelligent oder »musikalisch« sein sollen, Selektion von Embryonen durch Künstliche Intelligenz in San Diego (USA), genetische Tests durch ein indisches Unternehmen oder Leihmutterschaft in Georgien, Armenien, Mexiko, Kolumbien, Argentinien, Ghana oder der Ukraine – all diese Möglichkeiten stehen mittlerweile für zahlungsfähige Kundschaft zur Verfügung und wurden am Wochenende des 8. März 2026 auf der Messe »Wish for a Baby« in Berlin beworben – obwohl Leihmutterschaft und Eizell-»Spende« in Deutschland illegal sind.

    In konservativen bis rechten Kreisen wird Kritik an Leihmutterschaft geübt, zuletzt, wie im »nd« analysiert, bei dem am gleichen Wochenende stattfindenden Kongress »Kinder und Kommerz« der »Aktion Lebensrecht für Alle« – also Gegnern von Schwangerschaftsabbrüchen. Mit dabei: CDU- und AfD-Mitglieder sowie rechte Influencer*innen wie Birgit Kelle. Durchzogen von Trans*feindlichkeit und konservativen Ideen einer vermeintlich »natürlichen« Familie, wurde dort die Kommerzialisierung des Kinderkriegens skandalisiert.

    Die industrienahe Lobby und liberale Gruppen, inklusive der FDP, sehen im Markt von Eizellen und Schwangerschaft hingegen oftmals die Emanzipation von Frauen, technologischen Fortschritt und Gleichstellung von LGBTQI+, die von der Industrie als kaufkräftige Zielgruppe entdeckt wurden.

    Eine konsistente Antwort auf Leihmutterschaft und Eizell-»Spende« von links bleibt hingegen bisher aus. Vor diesem Hintergrund lohnt ein Blick auf den Leihmutter-Markt unter macht- und kolonialismussensiblen Gesichtspunkten.
    Von globalen Fertilitätsketten

    Leihmutterschaft – also das freiwillige oder erzwungene Austragen eines Kindes für eine andere Person – gab es vermutlich schon immer. Neu ist die sogenannte gestationale Leihmutterschaft, bei der Embryos aus Eizellen und Spermien außerhalb des Körpers erzeugt und einer dritten Person eingesetzt werden. Die Schwangere ist dementsprechend genetisch nicht mit dem Baby verwandt. Diese Form boomte nach technischen Fortschritten ab den 80er Jahren zuerst in den USA.

    Der hohe Preis (100 000 bis 180 000 Dollar für ein Kind) bewegte die Industrie, neue Standorte mit niedrigeren Preisen und vorteilhafteren Regulierungen zu suchen. So entstanden ab den 2000er Jahren in Indien und Thailand Hotspots, die aufgrund strikter werdender Regulierung durch solche in weiteren Ländern wie Georgien, der Ukraine und Mexiko ersetzt oder komplementiert wurden.

    Eine eher neue Entwicklung ist die Erschließung afrikanischer Leihmütter-Märkte wie in Ghana und Kenia für Wunscheltern aus dem Globalen Norden. Durch aggressives Marketing und »Low Budget«-Optionen werden neben der afrikanischen Diaspora dezidiert weiße Europäer*innen und US-Amerikaner*innen angesprochen. So zeigte eine ghanaische Agentur auf der Messe »Wish for a Baby« Bilder von weißen Babys und versicherte, dass die Embryonen mit genetischem Material aus Europa in Zypern hergestellt werden können – diese würden persönlich mit dem Flugzeug dort abholt.

    Ghana steht exemplarisch dafür, wie Fertilität und Schwangerschaft schon immer in kapitalistische und damit auch (neo)koloniale Strukturen eingebettet waren. Wer dort Leihmutterschaft erforscht – wie ich es Anfang dieses Jahres zusammen mit Sabina Appiah-Boateng an der University of Cape Coast tun durfte – kommt nicht um die (neo)koloniale Vergangenheit und Gegenwart herum.

    Ghanas Küste ist gesprenkelt von kolonialen Schlössern, die den Schweden, Dänen, Portugiesen und Briten – und im Osten auch den Deutschen – zu Gräueltaten, inklusive der Vergewaltigung und des Handels mit versklavten Menschen, dienten. Versklavte Menschen wurden nicht nur zur Arbeit auf Plantagen gezwungen, sondern auch zur Schwangerschaftsarbeit: Die biologische Vermehrung – systematisch durch Vergewaltigungen vorangetrieben – der versklavten Menschen war ein zentraler Bestandteil der Ökonomie in den siedlerkolonialistischen Amerikas. In dieser, so rekonstruiert die US-amerikanische Philosophin und Bürgerrechtlerin Angela Davis, wurden Frauen dazu gezwungen, bis zu 18 Kinder zu bekommen, die ihnen nicht selbst »gehörten«. Davis sieht vor diesem Hintergrund in heutiger Leihmutterschaft ein Echo versklavter Frauen.
    Die »doppelt freie« Schwangere

    Heutzutage treten Frauen aus Ghana und den umliegenden Ländern durch eine sogenannte freie Entscheidung in ein Leihmutterschaftsarrangement ein – so frei, wie frau eben entscheiden kann, wenn sie Geld zum (Über)Leben für sich und ihre Kinder braucht. Dieser Zusammenhang erinnert an den Marx’schen Begriff des »doppelt freien Arbeiters«. Aufgrund der globalen Asymmetrie lässt sich diese Ausbeutung mit dem in Ghana entstandenen Konzept des Neokolonialismus verbinden: Kwame Nkrumah, Ghanas sozialistischer und erster Präsident, kritisierte in den 60er Jahren, dass ehemalige Kolonien zwar erfolgreich formale Unabhängigkeit erkämpften, aber innerhalb des kapitalistischen Weltsystems weiterhin von außen kontrolliert würden. Dies, so seine Diagnose, zwinge die ehemaligen Kolonien weiter zu unterbezahlter und gefährlicher Arbeit sowie ungleichem Handel.

    Eine ghanaische Agentur zeigt Bilder von weißen Babys und versichert, dass die Embryonen mit genetischem Material aus Europa hergestellt werden können.

    Diese Asymmetrie, die durch ein liberales Verständnis von Vertragsfreiheit verdeckt wird, drückt sich unter anderem dadurch aus, dass das Leihmutterschafts-Verhältnis durch einen Vertrag geregelt wird, den die Leihmutter aufgrund mangelnder Mittel in den meisten Fällen nicht gerichtlich durchsetzen könnte. Dagegen verpflichtet sie sich den Agenturen und Kliniken gegenüber nicht nur dazu, das Kind nach der Geburt abzugeben, sondern auch dazu, weitreichende Rechte und Selbstbestimmung aufzugeben.

    In den von uns beforschten Fällen wohnen Leihmütter in Sammelunterkünften, die sie nicht verlassen dürfen – wenn sie ins Krankenhaus müssen, werden sie von einem Taxi hin- und zurückgebracht. Ihre Handys werden ihnen teilweise entzogen, und in mehreren Fällen dürfen sie ihre Kinder und Familienangehörige gar nicht oder nur unter Aufsicht sehen. Sie müssen auch unterschreiben, dass sie keinen Sex haben und die vorgeschriebene Nahrung und Medizin zu sich nehmen werden.

    Wie mehrere der interviewten Vermittler betonten, sollen die Leihmütter gar nichts machen, um das »Outcome« des »Programms«, wie es mitunter genannt wurde, nicht zu gefährden: »Sie üben keinerlei Aktivitäten aus. Ihre Aufgabe besteht darin, zu essen, ihre regelmäßigen Dehnübungen zu machen und sich viel auszuruhen. Hygiene ist entscheidend.« Auch über die Art der Geburt – vaginal oder durch Kaiserschnitt – dürfen sie nicht mitentscheiden. Wie ein Arzt sagte: »Die Entscheidung über die Geburt liegt bei mir.« Hingegen können die »Wunscheltern« – so werben mehrere Agenturen explizit – teilweise darüber befinden, ob sie bei der Geburt dabei sein wollen.

    Solche Mechanismen zur Optimierung von Schwangerschaften erinnern an Taylorismus, also an die Versuche Frederick Winslow Taylors im 19. Jahrhundert, die Stahlindustrie durch Standardisierungen, minutiöses Management fragmentierter Arbeitsschritte und Arbeitsteilung effizienter zu strukturieren.
    Ware Baby: In der rechten Kritik an Leihmutterschaft ist das Motiv vom zusammengebauten, künstlichen Baby beliebt, um die »natürliche« Familie zu propagieren.

    In diesem Zusammenhang scheint es auch auffällig – ohne dass gesicherte Zahlen vorliegen –, wie häufig es zu Zwillings- und sogar Drillingsgeburten kommt. Es ist eine so häufige Erscheinung, dass es unterschiedliche Preise gibt: Zwei Kinder gibt es zwar nicht zum Preis von einem, aber billiger als zwei separate Schwangerschaften. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass mehrere Embryonen eingesetzt werden, um Kosten zu drücken und die Erfolgschancen auf eine erfolgreiche Einpflanzung eines Embryos auf Kosten der Leihmutter zu erhöhen. Für all das bekommt die Leihmutter bei einem einzelnen Kind etwa 2000 bis 5000 Dollar – wohl in etwa so viel wie ein deutsches Wunschelternteil in einem Monat verdient.

    Babys: Eine vulnerable Ware

    Klar wurde auf der Messe, insbesondere in Kombination mit den Einsichten aus Ghana: Heute kann sich jede*r, die oder der die Mittel hat, durch Leihmutterschaft ein Baby kaufen. Selbst die sonstige Unberechenbarkeit von Schwangerschaft wird durch »Liefergarantien« (»guaranteed baby-take home packages«) aus dem Weg geräumt – zumindest für die Wunscheltern.

    Dabei ist nicht nur bedenklich, dass Wunscheltern dazu motiviert werden, ihre Babys zu ›optimieren‹, indem sie dazu ermutigt werden, nicht nur das genetische Material nach ihren Präferenzen auszusuchen, sondern auch genetisch zu ›screenen‹ und auszusortieren – ein Trend, der momentan insbesondere im Silicon Valley im Kontext einer »selektiv pronatalistischen« Ideologie propagiert und finanziell unterfüttert wird. Auch der mangelnde Schutz von Kindern gibt zu denken. In vielen Fällen, darunter in Ghana, existiert keine konsistente Regulierung oder Informationen darüber, was mit Babys aus Leihmutterschaftsarrangements passiert. Wie mir ein ghanaischer Anwalt sagte: »Wenn ich das Geld habe, kann ich eine Frau dazu bringen, als Leihmutter zu fungieren, und zack – ich bezahle die Anwälte und werde Elternteil. Es wird so einfach, dass solche Dinge geschehen, und das grenzt schon an Kinderhandel.«

    Das »Wall Street Journal« berichtete beispielsweise von einem superreichen Unternehmer, der bis zu 100 Kinder via Leihmutterschaft gezeugt haben soll. Außerdem tauschen sich Männer in Internetforen darüber aus, wie sie durch Leihmutterschaft an Kinder kommen können. So schreibt ein Forenmitglied, dass in Ghana viele Single-Väter unterwegs seien; die meisten von ihnen hätten das Sorgerecht für ihre biologischen Kinder entweder durch ihre »Ex-Frauen« oder das Jugendamt verloren. Um dieses »Trauma«, wie er es nennt, nicht wiederholt erleben zu müssen, biete es sich an, in Ghana ein »eigenes« Kind per Leihmutter zu »bekommen«. Die Vereinten Nationen schlugen bereits 2018 Alarm.
    Unerfüllte Kinderwünsche

    Kritik an kommerzialisierten internationalen Leihmütter-Märkten greift zu kurz, wenn sie nicht auch den unerfüllten Kinderwunsch politisiert. Im Jahr 2020 waren über 40 Prozent der 25- bis 34-Jährigen in Deutschland ungewollt kinderlos, ein Anstieg von zehn Prozent in weniger als zehn Jahren. Diese Zahlen sind politisch und werden mitunter von rechts vereinnahmt. Dabei weisen diese Zahlen auf wichtige politische Schieflagen hin. Denn steigende biologische Infertilität hängt erwiesenermaßen mit Umweltverschmutzung – darunter Pestizidbelastung, Mikroplastik, hochprozessierte Ernährung und Lärmbelastung – und einem Mangel an guter Gesundheitsversorgung zusammen. Beispielsweise warten Menschen, die unter Endometriose leiden, momentan etwa sechs bis zehn Jahre auf eine Diagnose. Diese Zeit kann einen erheblichen Einfluss auf die Kinderplanung haben.

    Zur steigenden biologischen Infertilität kommt die sogenannte soziale Infertilität, die ebenso politisch ist: Menschen entscheiden sich aufgrund äußerer Umstände, den Kinderwunsch zu verschieben oder aufzugeben. Dazu gehören unter anderem ökonomische Unsicherheiten, die Weltlage und die Wohnungskrise. Eine Studie zum Zusammenhang von Wohnraumverfügbarkeit und Rückgang der Geburtenrate in den USA zeigt: Menschen in überteuerten Mietverhältnissen schieben ihren Kinderwunsch stärker auf als jene in bezahlbarem oder gekauftem Wohnraum. Und mit steigendem Alter wird das Schwangerwerden schwieriger. Die Autor*innen der Studie, Irakli Japaridze und Nagham Sayour, schlussfolgern: Sogar temporäre Wohnungskrisen können langfristige Auswirkungen auf die »Alterspyramide« haben.

    Hier schließt sich der Kreis von global ungleich verteilter Fertilität, Schwangerschaft und dem Recht auf Leben im Kontext globaler Leihmutterschafts-Märkte. Es ist nämlich diese sich wandelnde Demografie und sogenannte Überalterung im Globalen Norden, die momentan im Kontext sinkender Geburtenraten zu Warnrufen von Eliten wie Trump und kapitalnahen Institutionen wie McKinsey oder der OECD führt. Und tatsächlich lässt sich sagen: In kapitalistischen Gesellschaften sind sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung eine Herausforderung, da diese das Hauptaugenmerk auf die Generierung von Profit legen, statt auf Sorgearbeit und Bedürfnisbefriedigung.

    Das Rentensystem und die Versorgung Pflegebedürftiger drohen deshalb bei der Alterung einer Gesellschaft zusammenzubrechen. Vor diesem Hintergrund versuchen viele der reichen Staaten momentan nicht nur, das Recht auf Rente und Teilzeit anzugreifen, sondern auch, Teile der eigenen Bevölkerung dazu zu ermutigen, mehr Kinder zu bekommen – während sie andere junge Menschen im Mittelmeer ertrinken oder mit deutschen Waffen und Geldern zerbomben lassen.

    So finden sich diejenigen, die sich erfolglos ein »eigenes« Kind wünschen, in einem System wieder, das die Konditionen für das Kinderkriegen unterminiert und gleichzeitig nach mehr Kindern ruft – idealerweise aus den »richtigen« Schichten, mit der »richtigen« Hautfarbe und ohne Behinderung. Statt sozialer Lösungen für die Care- und Wohnkrise werden technologische »Fixes« und Outsourcing angeboten: Fertilitätsbehandlungen verheirateter heterosexueller Paare werden in Deutschland subventioniert, und bei der Bewerbung illegaler Praktiken wie Leihmutterschaft und Eizellspende wird ein Auge zugedrückt – während es bis vor Kurzem zu Anklagen führte, wenn Ärzt*innen Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen bereitstellten.

    #sélection #eugénisme #impérialisme #iatrocratie #dystopie #enfants #esclavage #colonialisme

  • L’Union européenne prolonge la protection temporaire des Ukrainiens, sauf pour les hommes en âge de combattre

    A la demande de l’Ukraine, le statut ne sera plus octroyé aux hommes en âge d’être mobilisés.

    A la demande de l’Ukraine, le statut ne sera plus octroyé aux personnes qui ne sont pas autorisées à quitter leur pays en raison de leurs obligations militaires. Sont concernés les hommes en âge d’être mobilisés (de 23 à 60 ans) et les volontaires qui ont effectué leur service militaire dès 18 ans.

    Le 15 juillet 2026, les Etats membres de l’Union européenne, réunis au Conseil, ont donné leur feu vert à un allongement pour un an de la protection temporaire octroyée aux Ukrainiens et Ukrainiennes fuyant la guerre dans leur pays. Ce statut ne sera toutefois plus octroyé aux hommes en âge de combattre.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/07/18/le-commissaire-du-conseil-de-leurope-appelle-a-maintenir-la-solidarite-et-la-protection-des-droits-humains-des-ukrainiens-deplaces-en-europe/#comment-75158

    #ukraine #europe

  • L’Europe-puissance n’est pas l’amie de l’Ukraine

    L’Union européenne et le Royaume-Uni représentent à eux seuls près de 30% des exportations mondiales d’armement et disposent de stocks suffisants pour permettre à l’Ukraine de mener des contre-offensives afin de reprendre les territoires occupés.

    Assez pour résister, pas assez pour gagner
    L’aide militaire fournie a été suffisante pour permettre à l’Ukraine de résister, mais pas pour lui permettre de l’emporter. Il ne s’agit pas d’un problème logistique. Les puissances européennes cherchent à conclure un accord avec Moscou qui limite l’influence russe en Ukraine ; elles ne souhaitent pas un changement de régime imprévisible en Russie et craignent qu’une victoire ukrainienne ne le provoque. Washington est disposé à faire davantage de concessions que Berlin, Paris ou Londres. Leur désaccord porte sur les modalités, non sur le principe.

    La chronologie des livraisons est révélatrice. En mai 2023, l’Ukraine avait sollicité la fourniture de missiles de croisière allemands Taurus, dont la portée est suffisante pour frapper les infrastructures logistiques et les centres de commandement russes suffisamment loin derrière la ligne de front. Cette demande avait été rejetée, puis refusée obstinément pendant plus de trois ans.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/07/21/leurope-puissance-nest-pas-lamie-de-lukraine

    #ukraine #europe

  • Selenskyjs Regierungskrise trifft auch die EU : „Von der Leyen versenkt Milliarden in der Ukraine“
    https://www.berliner-zeitung.de/article/ukraine-fjodorow-entlassung-eu-drohnenstrategie-beitritt-bruessel-1

    Mme. von der Leyen n’est pas Charlemagne, mais elle se comporte en empereur d’Europe moyenâgeux dépourvu d’emprise directe sur ses vassaux lugubres. On aimerait se plonger dans le rêve d’un Moyen Âge chinois plus heureux et cultuvé.
    https://seenthis.net/messages/1182706

    Le Moyen Âge en vue sera bref ou en finira avec tout progrès humain. Avec un peu de chance nos petits enfants verront encote une deuxième renaissance, un âge de raison matérialiste après l’épuisement des belliqueux impérialistes et fanatiques religieux de l’Orient et de l’Occident.

    18.7.2026 von Eric Bonse - Mit der Entlassung von Verteidigungsminister Fjodorow verliert die EU ihren wichtigsten Partner für Drohnen und Beitrittsgespräche – Brüssel ist alarmiert.

    Die Regierungskrise, die Präsident Wolodymyr Selenskyj mit der Entlassung des populären Verteidigungsministers Michailo Fjodorow ausgelöst hat, erschüttert nicht nur die Ukraine. Auch bei der EU in Brüssel sorgt sie für erhebliche Verunsicherung.

    Der Grund: Fjodorow galt als Architekt der ambitionierten Drohnen-Strategie, die die EU mit Milliardenbeträgen fördert, und die die Europäer nun für ihre eigene Verteidigung nutzen wollen. Mit seinem Rücktritt verlieren die Europäer einen wichtigen Verbündeten.

    Ukraine-Krise erreicht die Schaltzentralen der EU

    Der plötzliche Abgang erschüttert auch die laufenden EU-Beitrittsgespräche. Bisher verhandelt die EU mit der Ukraine über die „Grundlagen“ – Demokratie, Rechtsstaat, Korruption. Schon daran gibt es erhebliche Zweifel, nicht zuletzt wegen der vielen Korruptionsskandale.

    Am Dienstag wurden aber auch noch Gespräche zum Thema Außenbeziehungen und Verteidigung aufgenommen. Eigentlich wollten die Europäer dabei an die – aus ihrer Sicht erfolgreiche – Arbeit von Außenminister Andrij Sybiha und Verteidigungsminister Fjodorow anknüpfen.

    Doch nun haben beide ihr Amt verloren, und bis zur Nominierung von vollgültigen Nachfolgern könnten noch Wochen vergehen. Das Parlament hat zwar den neuen Regierungschef Serhij Korezkyj im Eilverfahren bestätigt, die beiden Schlüsselressorts jedoch offen gelassen.

    Selenskyj hat inzwischen den Geheimdienstler Jewhenij Chmara als neuen Verteidigungsminister vorgeschlagen. Die Zustimmung der Rada steht aber noch aus; sie könnte erst nach der Sommerpause folgen. Damit sind auch die EU-Verhandlungen bis auf Weiteres gelähmt.

    Die Beitrittskonferenz hinkt schon jetzt weit hinter den Erwartungen hinterher. Selenskyj hatte gefordert, alle sechs Themen-Cluster gleichzeitig zu eröffnen, Brüssel hat dies unterstützt. Doch wegen Widerstands aus den EU-Staaten blieb es zunächst bei zwei Clustern.

    Nun drohen auch noch Verzögerungen bei Außenpolitik und Verteidigung. Sogar die neue Drohnen-Strategie der EU wird in Mitleidenschaft gezogen. Sie stützt sich auf die Erfahrungen der Ukraine im Drohnenkrieg mit Russland. Die EU will davon für ihre eigene Aufrüstung profitieren.

    Fjodorow war ein Hoffnungsträger

    Besonders große Hoffnungen lagen dabei auf „Drohnen-Minister“ Fjodorow – doch nun ist er seinen Job los. Dass er geschasst wurde, kurz nachdem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Kiew einen neuen Drohnen-Deal ankündigte, sorgt für Frust in Brüssel.

    Von der Leyen ließ sich zwar nichts anmerken. Die Ukraine habe in mehr als vier Jahren Krieg gegen Russland „einzigartiges“ Wissen über Drohnen und Drohnenabwehrsysteme gewonnen, sagte sie bei ihrem bereits elften Besuch in Kiew. Fjodorows Aus quittierte sie mit Schulterzucken.

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    Fjodorow (2 v. l.) war in den vergangenen sechs Monaten ein gern gesehener Gast in Brüssel. © Imago

    Doch EU-Verteidigungskommissar Andris Kubilius sagte, was viele in Brüssel denken. Präsident Selenskyj sei den Europäern eine Erklärung schuldig, erklärte Kubilius. Nach Fjodorows Rauswurf müsse man schnell wissen, wie es mit den EU-Hilfen für die Ukraine und dem Drohnenprogramm weitergeht.

    Die EU hat der Ukraine einen 90 Milliarden Euro schweren Hilfskredit zugesagt, davon sollen 60 Milliarden in Rüstung und Verteidigung gehen. Eine Milliarde für Drohnen sagte von der Leyen bei ihrem Besuch in Kiew zu. Doch was wird aus dem Rest?

    Plötzlich ist unklar, ob sich die EU wie bisher vorbehaltlos auf die Ukraine verlassen kann. Nicht nur Fjodorows plötzlicher Abgang hat Zweifel geweckt. Auch die mit seinem Rücktritt verbundenen Vorwürfe der Korruption sorgen für Verunsicherung.

    Der ehemalige Verteidigungsminister wollte mit Korruption und Vetternwirtschaft im ukrainischen Rüstungs- und Verteidigungssektor aufräumen. Genau dies könnte ihm zum Verhängnis geworden sein, vermuten viele in Kiew. Auch in Brüssel werden Zweifel laut.

    De Masi: „Von der Leyen versenkt Milliarden“

    „Die Entlassung des ukrainischen Verteidigungsministers Fjodorow offenbart, welcher Machtkampf hinter den Kulissen tobt“, sagte der BSW-Europaabgeordnete Fabio De Masi. Doch während Fjodorow die Korruption in Militär und Staatsapparat kritisiert habe, verschließe EU-Chefin von der Leyen die Augen vor den Problemen.

    „Frau von der Leyen versenkt Milliarden in der Ukraine, wo die Korruption grassiert“, so De Masi weiter. „Sie hat diese Probleme nicht einmal bei Selenskyj angesprochen, wie sie in einer Antwort auf meine parlamentarische Anfrage einräumen musste.“

    De Masi bemüht sich seit Wochen um Aufklärung, was die Korruptionsfälle und die EU-Zahlungen an Kiew betrifft. Er hat auch mehrere Anfragen zum Drohnenprogramm der EU und dessen Begründung – mutmaßlich russische Drohnen in Europa – gestellt. Auf eine aussagekräftige Antwort wartet der BSW-Politiker bis heute vergebens.

    #Europe #Ukraine #corruption #guerre

  • Étude Mozilla : comment Windows sabote Firefox et vos choix de navigation
    https://goodtech.info/etude-mozilla-deceptive-design-windows-microsoft-edge-firefox

    Votre #PC #Windows vous manipule-t-il à votre insu ? La passionnante étude « Over The Edge 2.0 », publiée par #Mozilla, démontre comment #Microsoft utilise des designs trompeurs et l’#IA #Copilot pour étouffer #Firefox et saboter la libre concurrence. Enfin, pas partout, notamment en #Europe : merci le #DMA ! 🦊🔓

    Si la Commission européenne a contraint la firme de #Redmond à lever une partie de ses barrières anticoncurrentielles au sein de l’Union, le reste du monde subit un harcèlement d’interface d’une agressivité rare. C’est l’une des conclusions de la nouvelle étude de Mozilla, intitulée Over The Edge 2.0 et rédigée par les experts en design éthique Dr. Harry Brignull et Cennydd Bowles, met à nu les techniques de #manipulation psychologique et technique de Microsoft. L’objectif sous-jacent est limpide : neutraliser la #concurrence et retenir de force les utilisateurs au sein du #navigateur #Edge, au détriment de solutions indépendantes et respectueuses de la #vie_privée comme Firefox.

  • L’autostrada della cocaina disegnata dai motoscafi veloci
    https://irpimedia.irpi.eu/narcotraffico-cocaina-barche-veloci

    Come una flotta di go-fast abbia cambiato il volto del mare, e del #Narcotraffico. L’Europa viene inondata di cocaina in un moderno Mad Max tra narcos e forze dell’ordine in pieno Oceano Atlantico L’articolo L’autostrada della cocaina disegnata dai motoscafi veloci proviene da IrpiMedia.

    #Mafie_e_Criminalità

  • Un an de l’EMFA : la majorité des États membres de l’UE ne respectent toujours pas ce règlement sur la liberté des médias

    Près d’un an après l’entrée en vigueur du règlement européen sur la liberté des médias (European Media Freedom Act – EMFA), la majorité des États membres de l’Union européenne (UE) n’ont toujours pas adapté leur législation nationale. Fait révélateur, seuls les pays les mieux placés dans le Classement mondial de la liberté de la presse de RSF ont engagé des réformes significatives. À quelques jours de la publication du rapport annuel de la Commission européenne sur l’état de droit, Reporters sans frontières (RSF) appelle les gouvernements des États membres qui accusent un retard important à accélérer les réformes nécessaires afin de répondre aux menaces persistantes qui pèsent sur la liberté des médias dans l’UE.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2023/06/24/pourquoi-la-liberte-de-la-presse-reste-un-combat/#comment-75079

    #media #europe

  • « Par peur d’être taxé d’exagération, le GIEC a sous-estimé la brutalité de nos étés »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2026/07/08/par-peur-d-etre-taxe-d-exageration-le-giec-a-sous-estime-la-brutalite-de-nos

    Longtemps accusé de catastrophisme par l’extrême droite, le Groupe d’experts intergouvernemental sur l’évolution du climat a en réalité été trop prudent, sous-estimant l’accélération du changement et ses conséquences, relève l’historien Jean-Baptiste Fressoz dans sa chronique au « Monde ».

    Je dis +1 :-)

    • Je te rassure, dans cinq ans on aura un article expliquant que l’historien Fressoz, dans sa chronique de 2026, a sous-estimé à quel point le GIEC avait sous-estimé les effets du réchauffement climatique.

    • Rendons d’abord justice aux modèles climatiques. A l’échelle globale, ils se sont révélés remarquablement exacts : depuis les années 1990, la courbe des températures planétaires suit de près la trajectoire projetée par les premiers rapports. Sur ce terrain, l’accusation d’alarmisme ne tient pas : le réchauffement est bien arrivé comme annoncé.

      Mais la moyenne globale masque des extrêmes régionaux, et c’est là que le GIEC a plutôt péché par timidité. Cela fait quelque temps déjà que certains climatologues expliquent que les modèles captent mal la mécanique du #jet-stream : quand ce grand courant d’altitude ralentit, les #dômes_de_chaleur s’installent durablement ; nous venons d’en faire l’expérience. Ce phénomène répond au doux nom d’« amplification quasi résonante ».

      Les modèles pourraient donc sous-estimer les chaleurs extrêmes à venir. Un article de 2023 signé par Robert Vautard – coprésident du groupe 1 du GIEC – et ses collègues confirme ce diagnostic. Les extrêmes de chaleur en #Europe_de_l’Ouest augmentent bien plus vite que ne le prévoyaient les modèles. Plus inquiétant encore : aucun n’arrive à simuler l’intensité de ces canicules.

      https://justpaste.it/ex8kr

      #climat #réchauffement_climatique #modélisation

  • All Cars Sold in the EU Now Require a #Camera Aimed at Your #Face. It’s Still Not Clear Where That #Data Goes
    https://allaboutcookies.org/eu-mandatory-distracted-driver-system

    Starting July 7, 2026, every new car sold in the #European Union must include a driver #monitoring camera aimed at your face. Glance at your phone, your kids in the back seat, or the radio for too long, and the car will flash a warning light and sound an alert.[1]

    #Automakers have known this was coming for years. What they, and #EU #regulators, have never spelled out is what happens to that footage after the alert goes off.

    While the intention behind the new system is difficult to dispute, its implementation has raised several concerns. Early real-world testing suggests the distraction warnings can be overly sensitive and potentially distracting.

    Apparemment, il est prévu que les données de la caméra doivent rester dans le véhicule, en boucle fermée. Mais. Y-a des petites lignes et des antécédents.

    #automobile #ue #biométrie

  • Contre la « souveraineté numérique »
    https://lundi.am/Contre-la-souverainete-numerique

    Inquiets à leur tour de cette situation nouvelle, dans laquelle un pays d’origine d’une IA peut décider à tout instant d’en couper l’accès, journalistes et politiques européens en arrivent tous à la même conclusion. Face à la dépendance des Européens aux technologies américaines, il faudrait développer une « souveraineté numérique », c’est-à-dire une industrie du numérique locale (semi-conducteurs, logiciels, hébergement de données). Or, cette proposition de « souveraineté numérique » qui fait consensus nous semble à la fois irréaliste – du fait de la nature mondialisée de l’industrie du numérique – et politiquement inconséquente – car elle ne remet pas en cause le modèle de développement technologique qui est précisément la cause de notre dépendance. Mieux : elle encourage la fuite en avant technologique et ses multiples nuisances. Nous refusons donc ce mot d’ordre illusoire.

    […]

    Car cette proposition de « relocalisation » qui semble relever du bon sens est en réalité une impasse. Pour deux raisons : l’une pratique, l’autre politique.

    #stopmicro #critique_techno #souveraineté_numérique #numérique #IA #TIC #dépendance #États-Unis #USA #Europe

    • Le monde à l’envers
      https://www.lemondealenvers.lautre.net/livres/anatomie_d_une_puce.html

      Alors que la crise écologique s’aggrave, le numérique se présente comme un acteur de la « transition écologique » et l’Europe investit des milliards dans la relocalisation de l’industrie électronique.
      Dans cet ouvrage grand public, activistes, journalistes et universitaires démontrent faits à l’appui que cette « relocalisation » n’est qu’un slogan publicitaire. En effet, loin de l’image écolo qu’on aime à leur prêter, les puces électroniques sont issues d’un extractivisme forcené et de pratiques coloniales. Elles parcourent en outre des centaines de milliers de kilomètres avant de finir dans nos objets quotidiens.

  • Le mauvais levier : l’Europe, l’Ukraine et la question des réfugié·es

    Les dirigeant·es européen·nes s’orientent vers la suppression du droit à la protection temporaire pour les hommes ukrainiens âgés de 23 à 60 ans, afin de faciliter la conscription en Ukraine en cette cinquième année de guerre contre l’agression impérialiste russe. Le gouvernement Zelensky a demandé cette modification. Cela ne la rend pas pour autant juste. Adam Novak, ancien coordinateur du Réseau européen de solidarité avec l’Ukraine (RESU/ENSU) de 2022 à 2025, examine les trois angles morts de la politique européenne d’asile dans le contexte de la guerre : la réduction progressive de la protection temporaire pour les Ukrainien·nes, le refus systématique d’accorder l’asile aux déserteurs russes, et l’absence totale d’activation de la directive pour les Palestinien·nes. [MJ]

    Le 26 juin 2026, la Commission européenne a proposé de prolonger la directive de protection temporaire de l’Union européenne (DPT) jusqu’à mars 2028, tout en excluant les hommes ukrainiens âgés de 23 à 60 ans nouvellement arrivés [1].

    La DPT confère des droits : résidence immédiate dans tout pays de l’Union, accès au marché du travail, à la santé et à l’éducation, sans les délais, les risques de rétention et les titres de séjour restrictifs qui caractérisent la procédure d’asile ordinaire. La proposition retire ces droits aux nouveaux arrivants masculins, en les renvoyant vers les procédures lentes, incertaines, fondées sur l’examen individuel de chaque dossier, qui s’appliquent à toute autre personne sollicitant l’asile dans l’Union.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/07/04/le-mauvais-levier-leurope-lukraine-et-la-quest

    #europe

  • Acceleration and Intensification of Repressive Migration Reforms: A Timeline of European Migration Legislation (2023–2026)
    https://migreurop.org/article3598.html

    As part of her volunteering with Migreurop and EuroMed Rights in Brussels (November 2025–May 2026), Jeanne Olivet closely followed the negotiations surrounding the European Union’s migration reforms. Through this timeline, she highlights the accelerating pace and increasing brutality of EU migration policies. She also provides an analysis of the dynamics within the European institutions that are driving the adoption of ever more repressive migration measures. Last update : 06/25/2026. To (…) #Volunteers'_works

    / #Union_Européenne, #Pacte_européen_sur_la_migration_et_l'asile, #règlement_retour, Migration policies , #Frontex

    #Migration_policies_
    https://migreurop.org/IMG/html/frise_legislative_migration_ue_v21_12_.html

  • #Pax_Silica : l’#Europe s’aligne-t-elle sur #Washington contre #Pékin ?
    https://legrandcontinent.eu/fr/2026/06/29/pax-silica-leurope-saligne-t-elle-sur-washington-dans-la-guerre-tec

    En fin de semaine dernière, l’Union a rejoint aux côtés de 9 pays – dont 3 États membres : l’#Allemagne, les #Pays-Bas et la #Grèce – la Pax Silica, une initiative lancée par l’administration #Trump en décembre qui vise à renforcer la coopération dans les chaînes d’approvisionnement de l’#IA et des technologies de pointe.

    Dans sa forme, la Pax Silica vise à appliquer aux pays membres les principes fixés par Washington en matière de déploiement de l’IA.

    – En rejoignant l’initiative, les pays intègrent l’#écosystème #américain de l’IA et acceptent de développer une #interdépendance #technologique avec les #États-Unis.
    – L’alliance compte désormais 24 membres, dont sept pays européens et cinq États membres de l’Union (Grèce, Allemagne, Pays-Bas, #Finlande et #Suède).

    - #Paris avait dénoncé une tentative de « #colonisation de l’Europe » et une #incompatibilité avec le programme de #souveraineté technologique de l’Union, qui vise à réduire la #dépendance #stratégique du bloc, notamment vis-à-vis des États-Unis

    – Dans le cadre de l’accord commercial signé avec Washington à Turnberry en juillet 2025, la Commission s’était notamment engagée à « acheter pour 40 milliards d’euros de puces IA essentielles au maintien de l’avance technologique de l’Union ».

  • Expulsions et enfermement : le durcissement sans précédent de la politique migratoire européenne

    Le Parlement européen a adopté un règlement qui réorganise l’expulsion des étrangers en situation irrégulière. Ses promoteurs saluent la fin de l’impuissance européenne face à l’immigration non contrôlée. L’ONU et les associations de défense des droits y voient un “risque élevé de violations des droits humains”.

    https://inkyfada.com/fr/2026/06/29/durcissement-politique-migratoire-europeenne-reglement-retour

    #europe

  • Politique migratoire européenne, une victoire de l’extrême droite

    En plus de constituer une victoire politique pour l’extrême droite, la mise en place programmée de « hubs de retour » est une nouvelle formule qui s’inscrit dans des décennies de racisme structurel et de déshumanisation des exilés. Dans ce cadre, et loin des principes de droits humains dont elle se targue, l’Union européenne ne se cache même plus de son accommodement avec des régimes autoritaires, pourvu qu’ils se montrent des partenaires fiables.

    https://orientxxi.info/Politique-migratoire-europeenne-une-victoire-de-l-extreme-droite

    #europe

    • Chloé Fraisse-Bonnaud > Tania Racho > 30 juin 2026 > Orient XXI

      (...) Le 1er juin 2026, les États membres de l’Union européenne et le Parlement européen sont parvenus à un accord sur le règlement dit « retour ». Celui-ci constitue sans doute le symbole le plus frappant d’une dérive engagée depuis trente ans. Il marque une étape supplémentaire vers l’invisibilisation des personnes étrangères sur le territoire européen. Adopté le 17 juin par 418 voix pour, 218 contre et 30 abstentions, ce règlement autorise les États membres à créer des « hubs de retour », autrement dit des centres de privation de liberté installés hors du territoire européen où pourront être envoyées les personnes étrangères expulsées d’Europe, pour une durée pouvant atteindre deux ans. Parmi les pays mentionnés pour accueillir l’installation de ces centres : le Rwanda, l’Ouganda ou encore l’Ouzbékistan. (...)

  • #Colonialité toxique : dans les paysages radioactifs du #Sahara

    De 1960 à 1966, avant et après l’indépendance de l’#Algérie, l’État français a expérimenté au Sahara dit algérien dix-sept bombes atomiques et autres essais chimiques. Ce sujet a longtemps été #tabou en France, dans la presse, dans les discours politiques aussi bien que dans le cadre académique où enquêtes, témoignages, littérature et recherches sur ce thème ont été invisibilisés. Seul le réseau associatif et militant a soutenu les travaux abordant ce domaine – comme par exemple le livre de Raphaël Granvaud, Areva en Afrique, Une face cachée du nucléaire français3. Brisant frontalement la confidentialité de ces faits – presque trois décennies après l’ouvrage de Gabriele Hecht sur l’histoire nucléaire de la France, Le rayonnement de la France4, plusieurs publications récentes issues du monde anglo-saxon abordent la violence coloniale française illustrée dans ses modalités extrêmes par les expérimentations atomiques.

    C’est le cas du nouveau livre de Samia Henni, Toxicité coloniale. Documenter le paysage radioactif dans le Sahara. Paru d’abord en anglais5, il est associé à une exposition6 qui réverbère d’une autre manière les éléments de preuve de l’usage violent d’un territoire colonisé. L’autrice, architecte, historienne et théoricienne de l’architecture, enseigne actuellement à l’Université McGill de Montréal. Elle donne à penser la colonisation et ses effets dévastateurs sur le très long terme. Son point de départ est l’espace et sa gestion en période de guerre, sa réorganisation ou ce que le langage colonial a souvent appelé sa « mise en valeur ». Sensible aux narrations « cosmétiques » qui masquent les réalités de la domination coloniale, Samia Henni évoque en ce sens les euphémismes utilisés pour dire les faits qui ne sont pas seulement des « essais » nucléaires ou de la « radioactivité », mais bien des bombes atomiques à part entière et une toxicité sans limite produite par la colonisation.

    « Saharanisme »

    Faisant écho à cette question, Brahim El Guabli, professeur de pensée et littérature comparées à l’Université Johns Hopkins (USA), explore dans son dernier ouvrage, Desert Imaginations, la représentation des « déserts » à travers une variété de sources littéraires et historiques plurilingues (amazigh, arabe, français, anglais)7. Il montre que dans les productions culturelles majoritaires, les déserts apparaissent comme terra nullius, inhabitée, improductive, inutile et menaçante. La fiction mondialisée d’un désert vide et sans vie a permis de légitimer des projets d’exploitation brutaux et destructifs8. Brahim El Guabli propose d’appeler « saharanisme » ou encore « désertisme » cet imaginaire dominant dont il retrace les origines lointaines et la construction, en particulier dans les écrits politiques et littéraires français du XIXe siècle à aujourd’hui. Il fait de ces notions un outil conceptuel permettant d’approcher à plusieurs niveaux les usages et mésusages du désert, quelles que soient les parties du monde concernées. L’auteur distingue divers secteurs – spirituel, extractif, instrumental, sexuel – où s’exerce le saharanisme. En contrepoint de cette idéologie inhérente aux intérêts coloniaux, Brahim El Guabli montre le rapport intime que des écrivains et artistes autochtones manifestent dans leurs œuvres envers leur environnement, tangible et intangible, humain et non humain, une posture écologique sensible qu’il appelle ecocare ou encore éthique autochtone de la conscience environnementale. Cette attitude m’évoque une maxime touarègue Amaḍal amadal, « la terre est ce qui protège », mise en relation au Sahara avec la nécessité d’être nomade pour ne pas « peser sur le dos de la terre ». Comment une terre confisquée pour être mutilée, blessée, amputée, pourrait-elle continuer à protéger ses enfants ? Telle est la question que se posaient les Touaregs après les interventions violentes menées sur leur sol telles que les explosions atomiques, le creusement des puits de pétrole et des mines d’uranium, ou le réaménagement étrange de l’Afrique saharo-sahélienne en petits territoires enclos sur eux-mêmes, bardés de fils de fer barbelés9.
    La notion de saharanisme parait très utile pour approcher au présent divers types de faits, des plus anodins aux plus dommageables, tous fondés sur une hiérarchisation implicite des savoirs. Par exemple, l’obsession – a priori bienveillante – des organismes de développement ou d’aide qui interviennent en pays nomade pour creuser des puits, comme si le problème en zone aride était l’eau et non la gestion de l’eau. Pourtant, le piétinement animal intense autour des points d’eau, comme le disent bien les intéressés, détruit tous les pâturages alentour. Avec la multiplication des puits, aucune des stratégies nomades pour régénérer la flore ou conserver les plantes fourragères résistant au vent et permettant d’étager la consommation des pâturages ne peut plus s’exercer. Mais rien n’arrête ces politiques sédentaires du territoire couplées à la restriction de la mobilité qui ont finalement conduit à l’incapacité croissante de faire face aux sécheresses – pire, elles les ont aggravées.

    Au sujet des essais nucléaires français au Sahara, les approches des deux ouvrages cités se croisent et se complètent. Comment sortir du secret ? Comment rendre compte de la nuisance impalpable et occultée de ces explosions ? Comment documenter ce programme secret et ses lourdes conséquences, alors que la majorité des archives les concernant sont jusqu’à présent classées « secret-défense » ? Comment rendre audibles les voix des habitants sur la violence mortifère infligée à leurs vies et à leur terre par les gouvernements français et algérien qui ne les ont ni consultés ni avertis ?

    Trouver des voies et des voix pour répondre à ces interrogations fait partie des objectifs clairement énoncés par Samia Henni. Contestant « l’obsession coloniale et néolibérale de la “nouveauté”, la volonté d’être “le premier” à dire ou faire quelque-chose » (p. 37), l’autrice met à la disposition de ses lecteurs et lectrices les informations et les sources dont elle dispose, c’est-à-dire une centaine de documents d’archives (photos, textes) et la reproduction des témoignages de victimes (travailleurs et population d’Algérie, vétérans français) pour servir de socle à de futures recherches.

    Ce livre généreux et militant est fondé sur le partage des documents assemblés en étroite collaboration avec l’Observatoire des armements à Lyon. Il est destiné à « donner corps au silence des archives institutionnelles » et appelle à continuer le travail de mémoire et d’investigation permettant une autre narration des faits et un examen des responsabilités pour, à terme, exiger la décontamination des sites, l’ouverture totale des archives et la perspective de réparations.

    Car ces déflagrations nucléaires, décidées depuis Paris et prolongées en 1962 par les Accords d’Evian avec le gouvernement provisoire d’Algérie, ont eu de multiples répercussions sur les corps, sur l’environnement, sur le bâti, sur les paysages, sur les sols. Le matériel contaminé a été enseveli dans l’urgence au départ du personnel français en 1967, puis déterré par les puissants vents sahariens.

    Temps et espace du désastre atomique

    À partir de documents visuels et d’archives arrachées au secret, Samia Henni retrace les caractéristiques techniques et humaines des deux sites où les explosions ont été menées : d’un côté, Reggane, où furent lancées quatre bombes atmosphériques et de l’autre, In Ekker, émetteur de treize bombes souterraines, certaines échappant au confinement, et cinq expériences supplémentaires de dispersion atmosphérique de plutonium. Elle propose ensuite un corpus visuel composé d’extraits de documentaires et de reportages télévisés, et la reproduction de témoignages des victimes françaises.

    Dans le procédé éditorial choisi, les images impactent efficacement le regard en anticipant le texte. Ainsi, au début de l’introduction, onze photos aux tons jaune-sépia nous plongent dans la matérialité du secret, avec en première page un panneau d’interdiction de prise de vue et de menaces de sanctions contre tout contrevenant, planté sur l’un des sites d’expérimentation. Les images suivantes élargissent la focale, de la localisation des sites à l’emplacement des zones de tirs, du croquis topographique des infrastructures à une manifestation à Accra au Ghana contre ces expériences. Jusqu’à la photo de la « gerboisite », un terme qui conceptualise la matière radioactive anthropogénique produite par les explosions atmosphériques baptisées Gerboises par le pouvoir colonial. Enfin, une image satellite captant les mouvements intercontinentaux de la poussière radioactive du Sahara met immédiatement en évidence la nécessité d’un changement d’échelle pour l’analyse de ces faits.

    L’ouvrage restitue la situation géographique précise des deux sites d’expérimentation : Reggane dans la plaine de la Tanezrouft et In Ekker sur le mont Taourirt tan Afalla (littéralement en langue locale « Colline du haut » ou du « nord ») et aussi Taourirt tan Ataram (« Colline de l’ouest ») dans le massif de l’Ahaggar (nom utilisé dans l’ouvrage sous sa forme arabisée, Hoggar). Remarquons que les toponymes mentionnés sont tous amazighs. Ce qui donne une résonance particulière au choix de ces lieux situés à plus de 1000 km d’Alger et révèle une autre invisibilité qui n’est pas manifeste dans l’ouvrage, celle des habitants ancestraux de ces terres, les Imuhagh10, appelés « Touaregs » par les étrangers. L’invention de l’Algérie comme État colonial puis postcolonial les fera dénommer ensuite « Algériens » (comme dans la légende du 3e cahier photo où ils sont appelés « habitants algériens ») ou encore, selon les recensements sur leurs terres d’ancrage à la saison sèche, les assignera à d’autres identités nationales et territoriales : « Libyens », « Maliens », « Nigériens », « Burkinabè ». Les pouvoirs coloniaux ont en effet redessiné la carte de l’Afrique selon leurs intérêts, divisant le pays touareg par cinq frontières et transformant en peuple sans terre les nomades dont les parcours réguliers ont rendu le désert nourricier en préservant ses ressources végétales et hydriques.

    Samia Henni situe son propos dans le cadre national de l’Algérie. Elle montre cependant que le temps et l’espace de la toxicité nucléaire ne sont pas à l’échelle de la géopolitique humaine. Des témoins évoquent la violence monstrueuse des explosions ressentie non seulement à proximité, à Tamanrasset, mais aussi à 600 km à l’est à Djanet et à plus de 1 000 kilomètres au sud-ouest à Gao (p. 42), ou encore au sud-est dans l’Aïr11, englobant l’espace de référence de la mobilité nomade des Touaregs. Et bien au-delà encore.

    La toxicité invisible, impérissable, inquantifiable, irréversible, circule et s’infiltre partout où la diffusent les vents du globe. Elle contamine non seulement les lieux décrétés vides et sans importance par les autorités coloniales puis postcoloniales – notamment les territoires nomades –, mais également les pays et les continents des décideurs de la mise à feu des bombes atomiques. Elle s’étend à la terre entière et restitue, au-delà de l’approche spatialement fragmentée des événements, la perception géographique nomade qui au Sahara relie directement l’Ahaggar (actuelle Algérie), l’Ajjer (entre l’Algérie et la Libye), l’Aïr (actuel Niger), la Tademekkat (entre le Mali et le Burkina Faso) et la Tagaraygarayt (actuel Niger).

    Je rajouterai une information donnée par les Touaregs qui circulent entre l’Ahaggar et l’Aïr. Selon eux, l’abandon en 1967 des sites nucléaires français du côté algérien aurait été suivi par le transfert entre l’Ahaggar et l’Aïr d’une partie des anciens engins de chantier ainsi que du personnel pour mener des opérations de prospection à Madawela dans la vallée de Tin Marsoy. Cette partie du territoire touareg se trouvait rattachée depuis 1960 à l’État du Niger. Les nomades se souviennent des déplacements incessants et extrêmement dérangeants de camions énormes équipés de sondes qui sillonnaient les terres pastorales et creusaient le sol, faisant parfois jaillir de l’eau sans reboucher leurs forages en quittant les lieux.

    Ces travaux de prospection terrestres mais aussi aériens ont abouti à la mise en œuvre de l’exploitation d’un immense gisement d’uranium à Arlit, à environ 15 kilomètres de Madawela, ce dernier site étant laissé inactif, mais gardé par l’armée nigérienne. Comme ce fut le cas du côté algérien dans les années 1950 en pleine période coloniale, deux décennies plus tard, dans un État indépendant, les autorités françaises s’accaparèrent brutalement des terres touarègues de l’Aïr pour créer les infrastructures géantes d’une première mine à ciel ouvert (Arlit), puis d’une mine souterraine (Akokan), et d’une ville qui compte à présent plus de 100 000 habitants, détruisant toutes les ressources pastorales locales et interdisant aux nomades de poursuivre leur vie sur leurs propres terres. C’est à cette période que les contrôles et les détentions arbitraires de civils touaregs s’intensifièrent au nord du Niger, au point de transformer le seul fait d’être enturbanné en délit menant automatiquement à l’arrestation et à la confiscation des marchandises pour les caravaniers.

    Des vies qui ne comptent pas ?

    Comme l’écrit Samia Henni, après les explosions nucléaires des années 1960, les nomades, les oasiens et les citadins de la région de Reggane et de la vallée du Touat ont été directement affectés. Entre 1960 et 2008, la démographie chuta de moitié, passant de 40 000 à quelque 20 000 habitants (p. 93). La description détaillée des chantiers menés pour les opérations nucléaires et l’accueil du personnel à Reggane, Hamoudia et au point zéro des expérimentations – 82 000 m2 de bâtiments, 7000 m2 d’ouvrages souterrains, 100 km de routes, 3 centrales électriques, etc. (p. 96) – donne une idée du gigantisme de ces infrastructures (laboratoires, appareils de mesures, base avancée, ville nouvelle), au prix d’un labeur humain démesuré, diurne autant que nocturne. La recension des constructions techniques du second site dégage la même impression de démesure et de captation sans merci des terres (170 570 hectares) et des ressources locales. Non seulement l’eau et l’air de l’oued Amguel, mais la main d’œuvre autochtone, à laquelle s’ajoutaient sur le site la main d’œuvre importée d’autres régions de l’Ouest africain, ainsi que les militaires, appelés, techniciens et ingénieurs français, soit environ 9000 personnes sur le site au moment des explosions.

    Dans les années 1960, les procédés de décontamination des corps humains et des engins au jet d’eau (p. 114) paraissent dérisoires, irresponsables et même cyniques dans la mesure où l’eau n’a vraisemblablement pas échappé à la pollution. Pas plus les multiples échecs du confinement des bombes dans les galeries souterraines que l’indépendance de l’Algérie en 1962 n’ont empêché la continuation des essais par la France qui a également poursuivi de 1964 à 1966 ses expériences de dispersion du plutonium (nom de code Pollen) en bafouant le Traité d’interdiction des essais nucléaires atmosphériques signé en 1963. Pire, les expériences biologiques conduites lors de la bombe Gerboise blanche auraient concerné non seulement des animaux (dont des cages et cadavres ont été retrouvés abandonnés sur le site), mais aussi des corps humains, morts ou vivants, ou des « cobayes humains » comme le formule Bruno Barillot dans son ouvrage, Essais nucléaires français : l’héritage empoisonné12, cité par Samia Henni (pp. 107-108).

    Un travailleur local, interrogé trois décennies plus tard, rapporte qu’après les déflagrations, « la plupart des gens qui sont tombés malades sont ceux des campements qui habitent la montagne » (p. 156), autrement dit les habitants invisibilisés d’un désert décrété « vide » par les autorités françaises et algériennes. Le photographe et sociologue Bruno Hadjih a documenté le ravage sanitaire et létal (17 décès survenus immédiatement) des habitants du village de Mertoutek et la destruction durable de leur environnement après la bombe non maîtrisée de Béryl en 1962.

    Le gouvernement français est resté inactif sans mener d’étude de suivi après l’explosion, pas plus qu’il n’a proposé de réparation. Par ailleurs, il n’a fourni aucun descriptif technique des décharges toxiques qu’il a laissées au Sahara et qui continuent d’affecter la santé des êtres vivants. Comme si finalement, tout cela n’avait jamais existé et n’avait eu aucune conséquence pour personne. Jusqu’à quand ?

    ’avance à travers les entrailles de la fournaise
    Je les entends
    sécheresse de leur cœur
    Et ils me roulent dans le nuage
    champignon nuée
    brouhaha atomique
    Et ils aboient
    Toi, tu n’existes pas,
    tu n’as jamais existé

    Hawad, Irradiés13

    L’investigation sans fin

    Au final, on comprend à quel point le projet nécessaire de « documenter le paysage radioactif dans le Sahara » comme le propose Samia Henni est un programme collaboratif à long terme. La constitution de « contre-archives » dans ce domaine est une tâche ardue et ouverte qui appelle à d’autres enquêtes pour sortir le désert de l’oubli. Par exemple, comment faire résonner la mémoire et le présent de ceux qui sont effacés de la carte ? Quelles constellations d’expériences et de géographies peuvent être retracées en dehors des cadres restrictifs de la cartographie coloniale ? Comment mettre en dialogue les expériences vécues par les habitants des différents territoires sacrifiés lors des mises à feu nucléaires réalisées par la France, mais aussi par les États-Unis, la Russie, la Grande-Bretagne et la Chine entre 1945 et 1980 ? Quels sont les formes de survie et de résistance qui ont émergé face à la catastrophe ? Comment faire entendre la voix des écrivains et des artistes qui mobilisent un imaginaire créatif capable de submerger le saharanisme, alors même qu’eux et leurs peuples subissent jusqu’à aujourd’hui la confiscation, la dévastation et la pollution nucléaire ou minière de leurs terres ? Le « Saharanisme expérimental » va en effet de pair avec le « Saharanisme extractif » pour reprendre les concepts de Brahim El Guabli. Quelles relations établir entre d’un côté la manne minérale concentrée au Sahara central sur les territoires nomades (pétrole et gaz en Algérie et Libye, uranium, charbon, or au Niger, or au Mali) et, de l’autre côté, la répression brutale qui touche leurs habitants, privés de leurs droits fonciers, jusqu’à nier et éradiquer leur nom, leur langue, leur mode de vie, leur société et leur histoire ? Le travail d’investigation à venir est immense, il réservera probablement des surprises, autant que l’étude des conséquences, impensées et impensables, de la radioactivité.

    https://www.terrestres.org/2026/06/08/colonialite-toxique-dans-les-paysages-radioactifs-du-sahara
    #radioactivité #colonialisme #pollution #violence_coloniale #territoire_colonialisé #colonisation #euphémismes #radioactivité #vocabulaire #mots #bombes_atomiques #désert #géographie_du_vide #vide #terra_nullius #saharanisme #désertisme #imaginaire #ecocare #conscience_environnementale #Touaregs #nomadisme #aide_au_développement #puits #développement #secret-défense #Accords_d’Evian #paysage #environnement #Reggane #In_Ekker #plutonium #images #secret #gerboisite #Gerboises #France_coloniale #mont_Taourirt_tan_Afalla #Taourirt_tan_Ataram #toponymie #invisibilisation #Imuhagh #violence #Tamanrasset #Ahaggar #Aïr #Madawela #Niger #vallée_de_Tin_Marsoy #Arlit #uranium #mines #Akokan #Arlit #pâturages #vallée_du_Touat #eau #sols #air #décontamination #montagne #destruction #Mertoutek #Béryl #réparation #santé #paysage_radioactif #mémoire #contre-archive #contre-récit #expérience_vécue #territoires_sacrifiés #Saharanisme_expérimental #Saharanisme_extractif #extractivisme

    ping @reka

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    A mettre en lien avec le #film_documentaire #At(h)ome (#athome) :
    https://seenthis.net/messages/819398

    • #Areva en Afrique. Une face cachée du nucléaire français

      L’indépendance énergétique de la France grâce au nucléaire est un mythe : l’uranium qui alimente le nucléaire civil et militaire provient pour une large part du sous-sol africain. Raphaël Granvaud détaille les conditions dans lesquelles la France et Areva se le procurent au meilleur coût, au prix d’ingérences politiques et de conséquences environnementales, sanitaires et sociales catastrophiques pour les populations locales.
      Comme au Niger, fournisseur historique, pourtant en dernière position du classement des pays selon leur indice de développement humain. Dans un contexte international d’intensification de la concurrence sur le continent africain, mondialisation capitaliste oblige, Areva a toujours pu compter sur l’aide active des représentants officiels de l’État français et des réseaux les moins ragoûtants de la Françafrique pour sauvegarder son droit de pillage. L’auteur dévoile enfin les efforts considérables d’Areva pour que les différents éléments de cette réalité et de sa stratégie de dissémination nucléaire ne ternissent pas une image de marque qu’elle voudrait immaculée.

      https://agone.org/livre/arevaenafrique
      #livre

    • TOXICITÉ COLONIALE. DOCUMENTER LE PAYSAGE RADIOACTIF DANS LE SAHARA

      Toxicité coloniale revient sur les programmes nucléaires français menés entre 1960 et 1966 dans le Sahara algérien. Ce programme secret, qui s’est déroulé pendant et après la guerre d’indépendance algérienne (1954-1962), a permis au régime colonial français de mettre à feu quatre bombes atomiques atmosphériques, treize souterraines et de mener d’autres expériences nucléaires dans le désert. Alors que la grande majorité des documents d’archives sont toujours classés secret aujourd’hui, Toxicité coloniale rassemble une variété de sources permettant de documenter l’histoire violente des activités de la France en Algérie. Le livre constitue un corpus de choix à l’intersection de la justice spatiale, sociale et environnementale pour ceux et celles qui s’intéressent à l’architecture, au paysage et aux pratiques d’archivage dans une démarche décoloniale.
      Alors que ces bombes ont eu des conséquences durables pour les populations et les environnements locaux ainsi que pour les vétérans français, le manque de contrôle des explosions, les lacunes de sécurité et l’utilisation des Algériens comme main- d’œuvre sur des chantiers particulièrement dangereux apparaissent comme des faits coloniaux d’une importance majeure.

      https://editions-b42.com/produit/toxicite-coloniale

    • Deserts Are Not Empty

      Colonial and imperial powers have often portrayed arid lands as “empty” spaces ready to be occupied, exploited, extracted, and polluted. Despite the undeniable presence of human and nonhuman lives and forces in desert territories, the “regime of emptiness” has thus inhabited, and is still inhabiting, many imaginaries. Deserts Are Not Empty challenges this colonial tendency, questions its roots and ramifications, and remaps the representations, theories, histories, and stories of arid lands—which comprise approximately one-third of the Earth’s land surface. The volume brings together poems in original languages, conversations with collectives, and essays by scholars and professionals from the fields of architecture, architectural history and theory, curatorial studies, comparative literature, film studies, landscape architecture, and photography. These different approaches and diverse voices draw on a framework of decoloniality to unsettle and unlearn the desert, opening up possibilities to see, think, imagine it otherwise.

      https://www.arch.columbia.edu/books/catalog/998-deserts-are-not-empty

  • [Tribune] À mes amis députés de gauche qui ont voté la loi « sur la fin de vie » mais reviendront sur leur décision lors du prochain vote | Le Télégramme
    https://www.letelegramme.fr/opinions/tribune-a-mes-amis-deputes-de-gauche-qui-ont-vote-la-loi-sur-la-fin-de-

    Par Bertrand du Marais, président, au nom des Poissons Roses, association qui regroupe des chrétiens de différents partis politiques de gauche.

    Chère et Cher Ami député, toi, de gauche, lors du vote du 24 février 2026 sur l’aide à mourir, tu as fait partie des 299 députés qui ont voté favorablement à ce texte. Vous étiez moins nombreux que lors du vote du 27 mai 2025, qui avait recueilli 305 votes positifs. L’opposition à cette loi est passée de 199 voix à 226. L’écart s’est donc réduit. Lors de ce vote, tu n’as pas voté comme le député LFI, la députée écologiste, les deux communistes et les quatre socialistes, qui ont eu le courage de voter NON.

    Finalement, toi, de gauche, tu as voté massivement avec tes collègues pour autoriser ce qui s’appelle « l’aide à mourir ». Toi, de gauche, tu n’as pas frémi au souvenir de la déclaration des droits de l’homme et tu as donné ton accord pour franchir ce Rubicon de la mort donnée. Toi, de gauche, tu n’as pas craint pour les plus fragiles, toutes ces personnes économiquement faibles, ces personnes handicapées, ces personnes âgées à qui leur entourage risque de faire comprendre qu’il serait peut-être temps de laisser la place et qui se retrouveront piégés par les impatiences des bien- portants.

    Toi, de gauche, tu as fait confiance aux critères mentionnés dans le texte afin de constituer des garde-fous alors que tu sais bien que, partout où ce type de loi a été voté, ces critères ont progressivement été étendus. Ainsi, en Belgique, plus de 3,6 % des décès relèvent de cette loi, plus de 7,9 % au Québec et toutes les restrictions tombent les unes après les autres.

    Toi, de gauche, tu pensais défendre une liberté et révérer un noble stoïcisme. Mais tu ne fais que consacrer un matérialisme individualiste que tu combats pourtant ardemment lors des réformes économiques.

    Toi qui défends le collectif devant le libéralisme du marché, tu oublies que toute mort n’est pas une affaire individuelle mais embarque les familles, les voisins, bref toute la société.

    Toi, de gauche, tu t’es laissé enfermer dans la bulle des sondages que l’Association pour le droit de mourir dans la dignité répand au mépris d’une réalité plus complexe. Car si personne ne souhaite mourir dans la souffrance et l’isolement, la majorité des gens préfère être accompagnée dans ce grand voyage et ne souhaitent pas l’euthanasie pour leurs proches. Dès qu’ils bénéficient de soins palliatifs, ils abandonnent leur désir d’euthanasie jusqu’à accepter des sédations adaptées à la dégradation de leur état.

    Toi, de gauche, tu as confondu la dignité de mourir avec la volonté d’effacer ce moment essentiel de notre vie, quand nous touchons à notre humanité la plus nue dans une agonie qui revisite notre existence. Toi, de gauche, tu as mis ta raison et ton cœur au service d’une compassion détournée envers les malades. Mais il n’est pas trop tard. Actuellement, ce texte revient devant l’Assemblée nationale. Ce jour-là, toi, au nom de tes valeurs de gauche, tu pourras voter contre ce projet de loi.