• Exil-Iraner: „Jubel für Reza Pahlavi ist Ausdruck völliger Hoffnungslosigkeit“
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/exil-iraner-jubel-fuer-reza-pahlavi-ist-ausdruck-voelliger-hoffnung

    13.01.2026 - Hamid Nowzari kämpfte gegen die Monarchie und die Islamisten. Er warnt vor einer Wiederholung der Geschichte unter umgekehrten Vorzeichen.

    Ein Name taucht im Zusammenhang mit der Iran-Krise auf, den viele in den Geschichtsbüchern nachschlagen müssen: Der im US-Exil lebende Schah-Sohn Reza Pahlavi heißt genau wie sein 1979 von der Islamischen Revolution vom Pfauenthron gestürzter Vater. Der iranische Schah herrschte als Verbündeter der USA und Israels mit eiserner Faust. Sein Sohn gilt nun als Galionsfigur des iranischen Aufstandes gegen die Mullahs. Die Bilder von 2026 gleichen denen von 1978 unter umgekehrten Vorzeichen. Es ist zum Augenreiben. Hamid Nowzari leitet den Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin und vertritt seit Jahrzehnten die Belange der Exil-Iraner. Er kämpfte gegen den Schah und floh 1980 vor den Mullahs. Wie steht er zu Reza Pahlavi II.?

    Herr Nowzari, Sie haben als junger Mann gegen den Schah protestiert. Jetzt gilt der Sohn des Schahs als Gesicht einer möglichen neuen Revolution im Iran. Legt die Geschichte den Rückwärtsgang ein?

    Ich glaube, das trifft es gut. Die Menschen im Iran sind so verzweifelt, dass sie die Revolution ungeschehen machen wollen. Junge Iraner wissen wenig über die Zeit unter dem Schah. Sie hören, dass es dem Land wirtschaftlich besser ging. Es gab kein westliches Sanktionsregime wegen eines Atomprogramms. Und die persönliche Freiheit war nicht eingeengt durch die religiösen Regeln. Die Folter und die Unterdrückung unter dem Schah sind angesichts des heutigen Albtraums offenbar für viele junge Iraner ganz weit weg. Ich kann das verstehen, aber ich halte es für gefährlich.

    Infobox image

    Markus Wächter/Berliner Zeitung

    Aktivist aus dem Iran

    Hamid Nowzari

    floh 1980 aus dem Iran nach West-Berlin. Er gründete mit Exil-Iranern 1986 den Verein iranischer Flüchtlinge. Nowzari wurde 1958 geboren. Er war Gegner des 1979 durch die Islamische Revolution gestürzten Schahs Reza Pahlavi und der nachfolgenden Herrschaft der Mullahs im Iran.

    Warum?

    Die Iraner müssen sich fragen, wie es so weit kommen konnte mit ihrem Land. Und zur ehrlichen Antwort gehört, dass es ohne die Unterdrückung durch den Schah die Revolution von 1978 bis 1979 und die folgende Diktatur der Mullahs mit ihren schrecklichen Folgen nicht gegeben hätte.

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    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die damalige Linke 1978 mit den Islamisten gemeinsame Sache gegen den Schah gemacht hat, oder nicht?

    Ich bin mit der Analyse auch völlig einverstanden. Deshalb mahnen viele im heutigen linksliberalen Lager der Opposition zur Vorsicht, den Fehler von damals nicht jetzt unter umgekehrten Vorzeichen zu wiederholen. Mich macht die unkritische Haltung der Monarchisten zu Donald Trump besonders misstrauisch.

    Reza Pahlavi, der Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi, spricht während einer Pressekonferenz.

    Reza Pahlavi, der Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi, spricht während einer Pressekonferenz.Thomas Padilla/AP

    Als iranischer Linker haben Sie den Sturz des demokratischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh 1953 mit Unterstützung des US-Nachrichtendienstes CIA sicher nicht vergessen. Es folgte die US-interessenverpflichtete Herrschaft des Schahs. Nun ist Reza Pahlavi II. nicht sein Vater. Er redet von einem Referendum über die Wiedereinführung der Monarchie nach einem Sturz der Mullahs. Das klingt demokratisch.

    Ja, es klingt so. Aber sehen wir auch Konsequenzen? Pahlavi hat sich nie von den Hinrichtungen oder der Folter unter seinem Vater distanziert. Er spricht von Separatisten, wenn es um Kurden und andere Minderheiten Irans geht. Und was Donald Trump betrifft, gäbe es genug Gründe, nicht allzu sehr seine Nähe zu suchen. Es könnte auch sein, dass es Reza Pahlavi am Ende so geht wie der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado.

    Sie meinen, dass Trump Pahlavi II. fallen lassen könnte, um mit jemandem aus der zweiten Reihe des Mullah-Regimes einen Deal zu machen?

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    Trump redet viel über das Öl in Venezuela, das jetzt ihm gehören soll. Er sagt nichts über die Freilassung politischer Gefangener oder über Demokratie für das venezolanische Volk. Das Regime unterdrückt auch ohne Maduro weiter das Volk. Das wünsche ich mir nicht für den Iran.

    Wie geht es nun weiter?

    In den kommenden Tagen gibt es politisch keine Ausreden. Wir dürfen unter keinen Umständen zulassen, dass die Verbrechen des Regimes im Iran erneut aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden. Unsere Aufgabe ist es, Demonstrationen zu organisieren, Druck aufzubauen und Öffentlichkeit zu erzwingen. Schweigen ist keine Option. Keine Sekunde darf vergessen werden, dass unsere Hauptfeinde noch immer im Iran an der Macht sind.

    Sie planen also weitere Kundgebungen der iranischen Exilgemeinde in Berlin. Und was passiert im Iran? Dort lassen die Demonstrationen ja schon wieder nach.

    Ich weiß es nicht. Ich hatte Mitte vergangener Woche das letzte Mal Kontakt mit Bekannten im Iran. Sie haben mir gesagt, die Menschen beben, es wird etwas Großes passieren. Ich weiß im Moment nicht einmal, ob meine Freunde noch am Leben sind. Ich gehe davon aus, dass das Regime das Netz nicht mehr lange abschalten kann, weil sonst die Wirtschaft zusammenbricht. Was danach geschieht, ist für mich völlig unklar.

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    Von der Euphorie zur Zeit der „Frau, Freiheit, Leben“-Bewegung 2022 und 2023 gegen die Unterdrückung der Frauen im Iran scheint bei Ihnen nichts mehr übrig zu sein.

    Damals gab es einen utopischen Moment. Die Menschen träumten von einer feministischen Revolution, die alle Iraner aus den Städten, vom Land, aus den Minderheiten und LGBT vereint. Es schien für einige Zeit möglich zu sein. Die Repression hat gesiegt und heute sehe ich im Iran nur noch Überlebenskampf und nackte Verzweiflung. Pahlavis Anhänger haben den Slogan „Frau, Freiheit, Leben“ in „Mann, Heimat, Entwicklung“ umgedichtet. Das ist vielleicht als Angebot für manche Konservative gedacht, die noch zum Regime halten. Aber es zeigt ihre Haltung. Jubel für Reza Pahlavi ist der Ausdruck völliger Hoffnungslosigkeit für mich.

    #Iran #répresssion #révolte #exile

  • « Pendant que les structures de soins aux exilés ferment, les budgets ­alloués au contrôle migratoire explosent »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/10/22/pendant-que-les-structures-de-soins-aux-exiles-ferment-les-budgets-alloues-a

    Dans un silence pesant, les financements publics affectés à l’accompagnement des personnes exilées, en particulier dans le domaine de la santé mentale, s’effondrent. Ces derniers mois, un nombre croissant d’associations, œuvrant depuis des décennies à la croisée du soin, du droit et de l’accueil, voient leurs budgets amputés, parfois de manière brutale, arbitraire et sans explication.

    Les crédits alloués par le ministère de l’intérieur sont arrêtés ou réduits. Dans d’autres cas, ce sont les subventions de collectivités locales qui disparaissent. Les premières victimes de cette politique de rétraction sont les plus vulnérables : femmes, hommes et enfants en exil, survivants de conflits, de violences, de tortures, qui peinent déjà à retrouver une vie digne. Ces coupes ne sont pas de simples ajustements budgétaires, mais la mise à mort méthodique d’un secteur essentiel de notre société, une attaque frontale contre les structures de soin et de solidarité, et une insulte à l’intelligence collective.

    Les chiffres sont connus : près de 70 % des personnes en exil ont vécu des violences le long de leur parcours – guerre, torture, violences sexuelles, enfermement –, selon le Comité pour la santé des exilés, entre autres ; et une personne sur cinq souffre de troubles psychiques sévères dont des psychotraumatismes et des dépressions, d’après une étude de l’Institut de recherche et documentation en économie de la santé. Faute de soins, ces pathologies s’aggravent et deviennent chroniques. Elles condamnent à l’isolement, entravent les parcours d’insertion et pèsent sur l’ensemble du tissu social.

    Dans ce contexte, saborder les structures spécialisées dans l’accueil et le soin psychique est un acte de violence et un non-sens médical, économique et social. Les associations concernées reposent en général sur des modèles mixtes, mêlant fonds publics, bénévolat et dons.

    Le désengagement de l’Etat provoque un effet domino : perte des équipes expérimentées, réduction de l’accueil, augmentation des délais de soins, puis fermeture. Ce sont des vies qu’on condamne. Ce ne sont pas des ajustements techniques : c’est un choix politique délibéré qui se traduit par la fragilisation des acteurs de terrain, l’invisibilisation des souffrances, le report sur des structures saturées ou l’abandon pur et simple.

    Mission de service public

    Pendant que les structures de soins ferment, les budgets alloués au contrôle migratoire explosent : plus de 150 millions d’euros par an seraient mobilisés pour l’évacuation des #campements, selon le rapport sur les campements et bidonvilles en France du Conseil de l’Europe en 2020 ; et des centaines de millions pour bloquer les #frontières. Depuis 1998, plus de 1 milliard d’euros ont été dépensés pour empêcher les exilés de traverser la Manche. A lui seul, ce budget pourrait financer plus de 500 centres de soins spécialisés. Soigner coûte moins cher qu’exclure. Et surtout, soigner sauve des vies.

    Nous ne faisons pas face à une crise passagère, mais à un tournant : celui où l’Etat choisit de sacrifier les structures associatives, pourtant indispensables à la santé publique, à la cohésion sociale et à l’hospitalité. Les associations ne sont pas des supplétifs. Elles sont des piliers créatifs pour proposer des soins essentiels.

    Le paradoxe est glaçant : la santé mentale a été érigée en « grande cause nationale » de l’année 2025, sans que celle-ci soit au cœur des enjeux financiers et politiques de l’Etat. Partout en France, les associations tiennent à bout de bras un tissu de soins, d’écoute, d’orientation, de médiation et de défense des droits. Elles remplissent une mission de service public. Elles innovent, forment, accompagnent, soignent et ce, malgré l’épuisement, le mépris institutionnel et les coupes. C’est aujourd’hui que se décide quel type de société nous voulons être : une société de soin ou une société de rejet.

    Parmi les signataires : Sabrina Aït-Aoudia, directrice exécutive de l’association Parcours d’exil ; Jean-François Corty, président de Médecins du monde ; Jean-Jacques Férigoule, président de l’association Osiris ; Monique Guyot-Berni, présidente de l’association La Cimade ; Hélène Leroy, directrice médicale du réseau Louis Guilloux ; Camille Niel, cheffe de la mission France de Médecins sans frontières ; Guillaume Rossignol, directeur de l’association Jesuit Refugee Service France ; Marie-Caroline Saglio-Yatzimirsky, présidente du Centre Primo Levi ; Nathalie Tehio, présidente de la Ligue des droits de l’homme ; Sylvestre Wozniak, directeur général de l’association Forum Réfugiés. Liste complète des signataires à retrouver ici. [https://primolevi.org/letat-sacrifie-les-structures-associatives-pourtant-indispensables-a-la-s

    #exilés #étrangers #crédits #subventions #soins #accueil #contrôle_migratoire

  • « Holding Lemahieu » : comment le nom de notre journaliste s’est retrouvé à la tête de l’#empire de Pierre-Édouard Stérin - L’Humanité
    https://www.humanite.fr/medias/extreme-droite/holding-lemahieu-comment-le-nom-de-notre-journaliste-sest-retrouve-a-la-tet

    « Holding Lemahieu » : comment le nom de notre #journaliste s’est retrouvé à la tête de l’empire de #Pierre-Édouard_Stérin

    C’est un mouvement capitalistique resté jusqu’ici sous les radars, mais qui ressemble fort à une tentative d’intimidation, inédite à notre connaissance dans l’histoire de la presse. Un peu plus d’un an après que l’Humanité a révélé, le 19 juillet 2024, le projet #Périclès, ce plan du #milliardaire #exilé_fiscal Pierre-Édouard Stérin pour porter l’extrême droite au pouvoir, nous avons découvert que l’intéressé avait choisi de créer, cet été, au #sommet de sa pyramide de sociétés, une nouvelle « holding de tête », dotée d’un capital de 1,395 milliard d’euros, une somme provenant des actions de sa holding historique en Belgique, dénommée BAD 21.

    Jusqu’ici, rien de surprenant, sauf que l’entrepreneur ultraconservateur a décidé de donner à cette nouvelle structure un nom qui l’est beaucoup plus : la #Lemahieu #Holding, s’appropriant le patronyme de notre collègue Thomas Lemahieu

    • « L’Humanité » accuse le milliardaire conservateur Pierre-Edouard Stérin d’avoir baptisé sa holding du nom d’un de ses journalistes
      https://www.lemonde.fr/economie/article/2025/09/12/l-humanite-accuse-le-milliardaire-conservateur-pierre-edouard-sterin-d-avoir

      Le directeur du journal, Fabien Gay, a vu dans ce nom « une provocation inacceptable, voire une tentative d’#intimidation ». Sollicité pour une réaction de M. Stérin, son fonds d’investissement, Otium Capital, a répondu : « Nous n’avons pas de commentaire à faire. »

      [Thomas Lemahieu a reçu fin août un mel de Stérin : ] « Cher Monsieur, j’ai été très sensible à la très grande attention que vous avez bien voulu porter à mes activités sur les dernières années. Je suis certain que vous apprécierez en retour le nom que j’ai donné à ma holding de tête »

      #extrême_droite #media

    • « Hommage » de Pierre-Edouard Stérin à un journaliste : « Nous refusons que nos consœurs et confrères soient ainsi ciblés »
      https://www.lemonde.fr/actualite-medias/article/2025/09/16/hommage-de-pierre-edouard-sterin-a-un-journaliste-nous-refusons-que-nos-cons

      Le milliardaire conservateur a cru bon de nommer la holding qui abrite désormais l’essentiel de sa fortune du nom d’un journaliste de « L’Humanité » qui a enquêté sur lui. M. Stérin s’est ensuite vanté de cet « hommage », levant tout doute sur une éventuelle coïncidence.

      Depuis un an et demi, le travail d’enquête mené par Thomas Lemahieu, journaliste à l’Humanité, a été essentiel pour faire connaître les projets métapolitiques de l’homme d’affaires français Pierre-Edouard Stérin, exilé fiscal en Belgique. Ses recherches ont révélé les contours du projet Périclès (acronyme de « Patriotes, Enracinés, Résistants, Identitaires, Chrétiens, Libéraux, Européens, Souverainiste ») et permis de comprendre comment le milliardaire d’extrême droite, fondateur de Smartbox, entend peser sur la scène politique française en finançant à cette fin différentes structures le soutenant : associations, think tanks… Ce travail d’enquête constitue le genre de dévoilement d’intérêt public qu’est par essence le journalisme.

      Cet été, Pierre-Edouard Stérin a cru bon de nommer la holding qui abrite désormais l’essentiel de sa fortune du nom du journaliste, « Lemahieu holding », valorisée à 1,3 milliard d’euros et domiciliée en Belgique. Par courriel, il s’est vanté de cet « hommage » auprès du journaliste, levant tout doute sur ses intentions, et sur une éventuelle coïncidence. Il s’y montrait amusé à l’idée de voir ce journaliste contraint à écrire sur une structure financière qui porte désormais son nom.

      Alors que l’extrême droite ne cesse d’étendre son emprise sur les médias, par le biais – notamment - de rachats de titres dont les rédactions sont par la suite mises au pas, une telle démarche d’intimidation est évidemment inacceptable.
      Nous, sociétés de journalistes, souhaitons apporter tout notre soutien à Thomas Lemahieu et refusons que nos consœurs et confrères soient ainsi ciblés, personnellement, quand ils et elles ne font que leur travail.

      Les sociétés de journalistes et de personnels de :
      Arrêt sur images, Arte, BFM Business, BFM TV, Capital, Challenges, Franceinfo numérique, France 24, France 3 rédaction nationale, France télévisions rédaction nationale, Groupe Profession Santé, La Tribune, LCI, L’Humanité, Le Monde, Le Nouvel Obs, Le Télégramme, Les Echos, Le Parisien, L’Informé, Libération, Mediapart, Premières Lignes TV, Public Sénat, Radio France, Radio France Internationale, Télérama, TF1.

  • « Qu’est-ce que je vais faire maintenant ? » : à Paris, le campement de migrants devant l’Hôtel de ville a été évacué - InfoMigrants
    https://www.infomigrants.net/fr/post/66329/questce-que-je-vais-faire-maintenant--a-paris-le-campement-de-migrants

    Mardi matin, le campement situé devant l’Hôtel de ville de Paris a été évacué. Depuis une semaine, quelque 200 personnes, dont une grande majorité de femmes et d’enfants, occupaient la place.

    Dès le lever du soleil, de nombreuses personnes avaient déjà quitté les lieux. Les autres s’attelaient à démonter ce qu’il restait du campement qui hébergeait des centaines de personnes sur le parvis de l’Hôtel de ville de Paris. Sous des bâches, installées à même le sol sur des couvertures et des cartons, « environ 350 personnes, dont 200 femmes et 150 enfants », vivaient ici au pic - recensé lundi soir - de l’occupation, selon l’arrêté préfectoral annonçant l’évacuation de ce mardi.

    [...]
    L’opération s’est déroulée dans le calme en présence d’un important dispositif policier positionné aux abords de la mairie de la capitale. Au moins trois cars ont été positionnés aux alentours du camp pour transporter les familles qui le souhaitaient dans ces lieux en province prévus par la préfecture.

    Les exilés, en fonction de leur composition familiale et de leur situation, se sont vu proposer, entre autres, d’être envoyés à Marseille, Bourges, Toulouse, Besançon ou encore Montgermont, où ils pourraient être accueillis dans un des #sas_régionaux.

    Depuis le début de ce rassemblement il y a une semaine, "150 personnes" ont été "prises en charge et orientées vers une solution d’hébergement, dont la moitié vers des structures d’accueil hors Île-de-France", a précisé la préfecture d’Île-de-France dans un communiqué. Ce mardi, uniquement 66 personnes sont montées dans les cars vers les sas régionaux, selon une source proche du dossier à l’AFP.

    "Je ne vais pas partir je ne sais où alors que j’ai un travail ici"

    Comme lors des précédents démantèlements, seule une petite portion des migrants accepte ces transferts. « J’ai une demande de logement en cours à Paris et s’ils insistent pour me faire partir, ce serait un abus. Mes enfants vont à l’école à Paris. Les deux garçons devaient faire la classe pendant les vacances, on ne va pas partir alors qu’on ne connait que Paris », raconte Yannick, un réfugié camerounais qui vit en France avec sa femme et ses trois enfants suite à un regroupement familial.

    ils ont été évacué pour les protéger des fafs ?
    https://seenthis.net/messages/1129660

    #exilé.es #hébergment #campement #évacuation

  • [Des nouvelles de l’occupation du parvis de l’Hôtel de ville de Paris]
    @Utopia_56
    https://x.com/Utopia_56/status/1954610740616188332

    Cette nuit, vers une heure du matin, deux hommes d’une vingtaine d’années ont uriné sur une femme #sans_abri et ses enfants, endormis à même le sol, place de l’Hôtel de Ville à #Paris.

    Les faits sont d’une extrême gravité.

    Lorsque l’un des bénévoles présents sur place s’est aperçu de la situation, les deux hommes ont pris la fuite. Deux policiers à proximité sont parvenus à interpeller l’un des agresseurs.

    L’agression semblait préméditée et les agresseurs en possession de toutes leurs capacités.

    L’enfant de six ans a reçu des gouttes d’urine sur le visage, et les couvertures de toute la famille étaient imbibées. La plus petite a 14 mois et leur mère est enceinte.

    Cette agression d’une violence inouïe s’est produite alors qu’environ 300 personnes sans abri, dont une dizaine de filles mineures isolées ainsi qu’une centaine d’enfants en bas âge, viennent de passer cinq jours et cinq nuits sur le parvis de l’Hôtel de Ville de Paris.

    Elles demandent simplement à faire respecter la loi, sortir de l’extrême précarité et à accéder à un #hébergement_d’urgence.

    Sur place, la situation humanitaire se dégrade de jour en jour.

    Sur les réseaux sociaux, des milliers de messages de haine à caractère raciste, émanant de sphères d’extrême droite, visent directement les personnes présentes sur place.

    Au vu des témoignages et de la tension ressentie sur le terrain, il apparaît évident qu’il existe un lien entre ce climat et les faits survenus cette nuit.

    Une main courante a été déposée et un signalement au procureur va être envoyé.

    Le policier en charge de la déposition n’a toutefois retrouvé aucun compte rendu de cette agression, ni trace de la personne interpellée.

    Alors que de nombreuses caméras couvrent les lieux, tous les éléments devraient être en possession des autorités pour identifier et poursuivre en justice les deux agresseurs.

    Face à l’urgence, l’État doit immédiatement assumer ses responsabilités et proposer une solution digne, cohérente et bienveillante à toutes ces personnes. Il en va de leur sécurité et de l’équilibre de notre société.

    Enfin, si l’État refuse d’agir, la Mairie de Paris a le devoir moral et humain d’apporter une réponse à cette situation.

    Ce soir sera la sixième nuit.

    #campement #police #extrême_droite #mineurs_isolés #enfants #étrangers #exilé.es

    • Au pied de la mairie de Paris, un campement éphémère cible de nombreuses attaques racistes
      https://www.mediapart.fr/journal/france/120825/au-pied-de-la-mairie-de-paris-un-campement-ephemere-cible-de-nombreuses-at

      La mise à l’abri de ces familles [sic] fait suite à six jours d’occupation du parvis, au cours desquels les familles ont été la cible de violences. Dans l’arrêté annonçant l’expulsion du camp, le préfet de police de Paris fait état de « violences volontaires [...] à l’encontre des habitants du campement », arguant que l’occupation « génère des risques sanitaires et sécuritaires importants ».

      En cause, l’agression d’une famille dans la nuit du samedi 9 au dimanche 10 août. Aux alentours d’une heure du matin, deux hommes d’une vingtaine d’années se seraient rendus près des bâches sous lesquelles les familles sont installées, et auraient uriné sur une femme enceinte et ses deux enfants qui dormaient.

      Les yeux plissés par le soleil cognant et le visage fatigué, Mariam, la mère, revit la scène en boucle. Elle est réveillée par sa voisine, qui l’alerte. Les deux hommes ont uriné sur sa plus petite fille, âgée de quatorze mois, sur les vêtements de sa deuxième fille de 6 ans, et sur les couvertures, avant de s’enfuir en courant.

      Pendant leur course, les deux suspects se séparent. L’un d’entre eux est poursuivi par un bénévole, Nikolaï Posner, puis par un policier de l’équipe de surveillance. Ce dernier finit par rattraper le jeune homme quelques centaines de mètres plus loin, aux alentours de Notre-Dame de Paris. À son retour, le policier remet le suspect à ses collègues qui le transféreront dans une voiture de police ensuite. Mais selon le témoignage de Nikolaï, le policier estime tout de même qu’il sera difficile de dégager un motif pour l’inculper.

      Une enquête finalement ouverte par le parquet
      Le bénévole affirme avoir fait une déposition auprès d’une policière de l’équipe sur place, qui aurait enregistré son témoignage et son identité sur son logiciel afin de « faciliter » les suites de l’affaire. Pourtant, au lendemain de l’évènement, lorsque Nikolaï souhaite déposer une main courante auprès du commissariat, aucune trace. L’officier qui réceptionne son témoignage ne trouve aucun signe ni d’une interpellation, ni d’un contrôle d’identité, ni d’une arrestation dans le système.

      Interrogée, la préfecture de police affirme ne pas avoir d’éléments sur le déroulement des faits à communiquer, et renvoie vers le parquet. Ce dernier, après avoir pris connaissance des faits, a décidé d’ouvrir une enquête le lundi 11 août pour des faits de violences en réunion.

      Depuis les faits, Mariam ne dort plus. « Je surveille mes enfants, j’ai peur que des personnes reviennent », avoue-t-elle. La nuit suivant l’agression, « elle a marché pendant des heures », se souvient Nikolaï Posner. Sa fille ne dort plus à ses côtés, par peur que la situation se reproduise.

      Aucun policier n’est venu recueillir la déposition de Mariam avant l’expulsion. Si les bénévoles tentent de la convaincre de l’intérêt de porter plainte contre le jeune homme, elle s’y refuse, estimant que « ça ne va aboutir à rien, parce que c’est un Français ».

      Un lieu plus exposé
      Pour la plupart des bénévoles et salarié·es d’Utopia 56, cette situation s’inscrit dans un contexte d’agressions verbales et physiques à caractère raciste. Le jour suivant, un homme a proféré des injures racistes aux familles sur place, les exhortant de « retourner en Afrique ». Le passant a été repoussé par les forces de l’ordre, mais pas pour autant interpellé.

      Lors de notre passage sur place la veille de l’expulsion, les remarques racistes de la part de passants sont très régulières. « Je n’ai pas tous mes vaccins », lâche ainsi un jeune homme. Quelques minutes plus tard, un homme s’approche pour désigner le campement du doigt et lance : « Moi, je vous vire tout ça à coups de matraque, et c’est réglé. »

      Des propos choquants et loin d’être isolés, selon les membres de l’association Utopia 56. Tous témoignent d’un climat plus hostile que sur d’autres occupations qu’ils ont déjà accompagnées. « En dix ans, c’est la première fois qu’on entend autant de propos racistes et de menaces », affirme Nikolaï Posner. Cette semaine, « un homme m’a même menacé physiquement », raconte Nathan Lequeux, salarié chez Utopia 56.

      Les équipes font le lien avec la localisation de l’occupation, un lieu passant et prisé par les touristes. Les trois dernières occupations situées devant les mairies des XIe, XIXe et XVIIIe arrondissements se sont passées sans accrocs. « Dans les autres mairies, on avait du soutien des habitants des quartiers et beaucoup de dons », se souvient Nathan Lequeux.

      sur l’évacuation policière que l’on nous présente comme destinée à les protéger des fafs
      https://seenthis.net/messages/1129889

      #Paris

  • « C’est socialement ubuesque » : la préfecture fait évacuer le squat Al-Zol à Pantin, la mairie vent debout
    https://www.leparisien.fr/seine-saint-denis-93/cest-socialement-ubuesque-la-prefecture-fait-evacuer-le-squat-al-zol-a-pa

    Après l’expulsion ce mardi matin d’une quarantaine de personnes qui occupaient deux bâtiments de la rue Candale, la municipalité dénonce une décision « ubuesque socialement et économiquement ». Elle a ouvert un gymnase en urgence pour accueillir pour quelques jours les exilés délogés.


    Pantin (Seine-Saint-Denis), ce mardi 8 juillet. Deux squats, aux numéros 10 et 12 de la rue Candale, dont celui baptisé Al-Zol qui accueillait des exilés, ont été évacués par les forces de l’ordre. DR

    Ils ont dû faire leurs valises dans la précipitation. Ce mardi 8 juillet, les forces de l’ordre ont mené une opération d’#expulsion de deux #squats situés rue Candale à Pantin « en application de décisions de #justice purgées de tout recours », indique la #préfecture de Seine-Saint-Denis dans un communiqué.

    Les numéros 10 et 12 étaient occupés depuis trois ans maintenant par une soixantaine d’#exilés, principalement des jeunes hommes. Baptisé Al-Zol, le squat était installé dans des bâtiments appartenant à l’Établissement public foncier d’Île-de-France (Epfif), vides depuis une dizaine d’années.

    (...) Le maire a reçu un SMS du préfet alors que l’évacuation avait commencé depuis plus d’une heure. Il y avait délibérément la volonté de ne pas nous prévenir. »

    (...) quid du projet de construction de logements évoqué par la préfecture dans son communiqué ? « Il est caduc depuis deux ans », fustige Louise, riveraine et membre du comité. Tout comme le projet initial d’école hôtelière. Une nouvelle audience était prévue au tribunal le 2 octobre pour obtenir un délai supplémentaire avant l’évacuation.

    https://archive.ph/Uojeg

    #sans_papiers #mineurs_non_accompagnés

  • Flottille pour la liberté : le bateau pour Gaza avec Rima Hassan et Greta Thunberg porte secours à des réfugiés en mer
    https://www.franceinfo.fr/monde/europe/migrants/flottille-pour-la-liberte-le-bateau-pour-gaza-avec-rima-hassan-et-greta-t

    Rima Hassan a annoncé que l’agence européenne des frontières, Frontex, venait "de passer récupérer les quatre personnes que nous avons secourues".

    • https://www.liberation.fr/international/moyen-orient/vous-natteindrez-pas-gaza-israel-ordonne-a-larmee-dempecher-larrivee-dun-

      Le navire humanitaire Madleen, en route vers Gaza, va poursuivre sa course malgré l’ordre donné par Israël à son armée de l’empêcher de rallier le territoire palestinien, ont affirmé ce dimanche 8 juin les militants à son bord, parmi lesquels l’activiste suédoise Greta Thunberg.

      « Nous resterons mobilisés jusqu’à la dernière minute – jusqu’à ce qu’Israël coupe Internet et les réseaux », a déclaré l’eurodéputée franco-palestinienne de gauche Rima Hassan, jointe par l’AFP à bord du Madleen, actuellement dans les eaux égyptiennes.

      « Nous n’avons pas peur » des Israéliens, a de son côté affirmé l’activiste allemande Yaesmin Acar, qui compte parmi les douze passagers, les autres étant six Français, une Suédoise, un Brésilien, un Espagnol, un Turc et un Néerlandais. « Le message qu’ils nous envoient […] ne nous fait pas reculer », a-t-elle ajouté.

      Le navire, qui se trouvait à 16 heures heure française à 150 miles nautiques de Gaza selon un live sur Telegram, est parti d’Italie le 1er juin pour « briser le blocus israélien » du territoire palestinien ravagé par 20 mois de guerre entre l’armée israélienne et le mouvement islamiste palestinien Hamas, et y livrer une cargaison d’aide.

      Plus tôt ce dimanche, le ministre israélien de la Défense, Israël Katz, a déclaré dans un communiqué ce dimanche 8 juin qu’il avait donné des instructions à l’armée pour que la flottille appartenant à l’organisation internationale « Coalition de la flottille de la liberté » (FFC) n’atteigne pas Gaza. « A l’antisémite Greta Thunberg et à ses amis, je leur dis sans ambages : vous devriez faire demi-tour parce que vous n’atteindrez pas Gaza », a averti le ministre dans son communiqué, relate le journal Haaretz.

      Le navire humanitaire qui a à son bord 12 militants, dont l’activiste écologiste suédoise Greta Thunberg et l’eurodéputée LFI franco palestinienne Rima Hassan, avait atteint samedi les côtes égyptiennes et se rapprochait de la bande de Gaza, où la guerre entre Israël et le Hamas est entrée dans son 21e mois.

      Quelques minutes après cette annonce, la députée européenne a publié une vidéo sur son compte Instagram dans laquelle elle déplore cette décision des autorités israéliennes. « Internet sera coupé avant cette intervention. Nous ne pourrons pas communiquer ni filmer. Par la suite, nous allons être amenés au port d’Ashdod, cela va prendre six ou sept heures, anticipe Rima Hassan, qui se filme à l’intérieur du navire. Pendant ce temps, nous serons menottés et sous surveillance des soldats israéliens. Nous allons très probablement subir un interrogatoire avant d’être renvoyés dans nos pays d’origine. »

    • @colporteur
      Ce n’était pas écrit de manière explicite dans cet article de France Infox. Mais merci de cette précision. Cela a également permis à certains sur X de se livrer à de belles leçons de « morale » à l’encontre de l’irresponsabilité des commanditaires de cette mission.

      La flotille Madleen a été arraisonnée (dans les eaux internationales d’après certaines sources) par la marine de guerre israélienne dans la nuit. Et les militaires ont même été gentils ...

      https://video.twimg.com/amplify_video/1931885184988651520/vid/avc1/640x360/RuWoduQKt_UMkQeN.mp4?tag=16

      https://xcancel.com/fayedfa/status/1931909555627143195#m

      خارجية الاحتلال تنشر هذا الفيديو الدعائي في محاولة بائسة لتحسين صورة عملية القرصنة والاعتداء على السفينة مادلين واحتجاز النشطاء الذين على متنها.
      #flotilledelaliberte #FlotillaUnderAttack
      #مادلين
      #Madleen

      (Le ministère israélien des Affaires étrangères a publié cette vidéo de propagande dans une tentative désespérée d’améliorer l’image de la piraterie et de l’assaut contre le navire Madeleine et de la détention des militants à bord.)

  • L’invention des réfugiés
    https://laviedesidees.fr/Naima-Ghermani-Le-Droit-des-exiles

    En proie aux conflits religieux, l’Europe moderne a forgé au XVIIe siècle un droit inédit pour protéger les personnes persécutées pour leur foi. Démêlant les débats juridiques que l’accueil de ces #exilés a suscités, l’historienne Naïma Ghermani met au jour leurs témoignages et leurs récits.

    #Histoire
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20250512_ghermani.pdf

  • A #Damas, le café #Rawda, « salon » des #opposants et des #artistes #exilés de retour en #Syrie

    https://www.lemonde.fr/international/article/2025/01/31/a-damas-le-cafe-rawda-salon-des-opposants-et-des-artistes-exiles-de-retour-e

    A Damas, le café Rawda, « salon » des opposants et des artistes exilés de retour en Syrie
    Par Laure Stephan (Damas, envoyee speciale)

    REPORTAGE

    L’établissement, ouvert dans les années 1930, à deux pas du Parlement syrien, a été le témoin des tumultes de la vie politique du pays. C’est aujourd’hui le lieu des retrouvailles des membres de l’intelligentsia, ceux restés dans le pays malgré la guerre et ceux partis à l’étranger.

    Adnan Alaoda se sent chez lui au café Rawda de Damas, rue Al-Abed. « C’est comme un salon, une pièce à vivre au centre de la ville », estime le poète et scénariste. Depuis que cet ancien exilé est revenu en Syrie, le 8 janvier, un mois après la chute de Bachar Al-Assad, il y passe ses journées dans le nuage de fumée de cigarettes et de narguilés qui plane sur la grande salle, où se croisent anonymes et artistes. Là, intellectuels et opposants ayant fui le régime, de retour ou de passage au pays, retrouvent des amis et des souvenirs.

    Adnan Alaoda évoque les séances d’écriture de scénarios, avec des pairs, autour de tasses de café et de thé, avant de quitter la Syrie en 2013, par refus de cautionner la guerre dans laquelle avait sombré le pays, après la répression de la révolte populaire de 2011. « Aujourd’hui, on parle de culture et de politique : quelle direction emprunte le nouveau gouvernement [de Hayat Tahrir Al-Cham, l’autorité de facto], civile ou islamiste ? Comment former des syndicats ? Comment construire la paix civile ? C’est comme un Parlement populaire, explique-t-il. On doit tout reconstruire de zéro, après plus de cinquante ans d’un régime construit autour d’une famille mafieuse. »

    Depuis le 8 décembre 2024, moments festifs et discussions publiques alternent dans le café Rawda, sous des guirlandes de fanions vert, blanc, noir, frappés de trois étoiles, les couleurs de la nouvelle Syrie. L’ancien député Riad Seif, tout comme l’acteur Jamal Suliman et l’écrivain Yassine Al-Haj Saleh, trois figures de proue de l’ex-opposition, tous revenus d’exil, fréquentent le lieu. L’ambiance s’est rajeunie : de jeunes hommes de Damas, qui limitaient leurs déplacements pour échapper au service militaire, s’affichent désormais dans cet espace public.

    Le vrai Parlement, aujourd’hui fermé, est à deux pas. Le café Rawda, ouvert en 1938, en fut un temps la succursale informelle : dans les années 1940-1960, les députés venaient y débattre, entre deux séances – et quelques coups d’Etat. « Damas avait alors la même énergie que Beyrouth, avec des cinémas, des cafés rassemblant intellectuels et élus », explique Ahmad Kozoroch, l’actuel propriétaire du café. C’est son père qui l’avait acquis en 1970, quelques mois avant le putsch qui a conduit Hafez Al-Assad au pouvoir. « Le caractère vibrant de Damas, et la vie des cafés, a décliné avec l’obsession sécuritaire du régime », poursuit celui qui a repris l’affaire familiale en 2020.

    Les habitués se souviennent de la présence, du temps des Al-Assad, des agents des services de renseignement qui épiaient les conversations. « On chuchotait. C’est remarquable d’entendre chacun parler ici à voix haute aujourd’hui », se réjouit l’actrice Amana Wali, restée en Syrie tout au long de la guerre. Déjà en 2000-2001, « lors du “printemps de Damas” [éphémère phase d’ouverture du régime après l’accession au pouvoir de Bachar Al-Assad], le café Rawda avait été une plateforme d’échanges », se rappelle Fayez Sara, l’un des animateurs des débats de cette époque, ému de revoir Damas. Mais, en 2011, lorsque commencent les manifestations contre le régime, « l’activisme se passe dans la rue, pas au café : c’était trop dangereux ici », précise-t-il.

    « Espoir d’un nouveau départ »
    Commence l’exode des Syriens, fuyant les combats ou la menace d’une arrestation. Six millions de personnes quittent le pays, vers la Turquie, le Liban ou la Jordanie pour une majorité, le Golfe, l’Europe ou les Amériques pour d’autres. Parmi ces exilés figurent un grand nombre d’intellectuels et d’artistes. A Damas, le cercle des habitués du Rawda se réduit et ceux qui continuent à s’y rendre doivent faire profil bas. Amana Wali se rappelle des longs moments qu’elle y a passés avec le conteur de la tragédie syrienne, l’écrivain Khaled Khalifa, mort en 2023.

    Aujourd’hui, le café Rawda héberge les retrouvailles entre ceux qui sont partis et ceux qui sont restés, endurant les traumatismes de la guerre et des privations. « On ne se juge pas. Chacun a vécu de grandes souffrances. Ceux qui sont partis ont connu le déracinement », raconte Amana Wali, attablée avec son amie Maya Al-Rahabi, qu’elle n’avait plus vue à Damas depuis la fuite en catastrophe de cette dernière en 2014, « une valise à la main ». « Je n’avais pas imaginé que je pourrais revenir un jour », commente Maya Al-Rahabi, toute à sa joie de parcourir la capitale. Vivant à Paris, elle ne sait pas encore si, et quand, elle rentrera pour de bon : « Y aura-t-il une place pour nous, militantes féministes ? »

    « Damas était plus vibrante autrefois. Sa mélancolie se lit sur les visages de ses habitants. Les Syriens sont épuisés. Mais, aujourd’hui, il y a l’espoir d’un nouveau départ », commente Fayez Sara, parti en 2013. Journaliste à Londres au quotidien saoudien Asharq Al-Awsat, à vocation panarabe, il envisage pour l’instant de faire des allers-retours avec la Syrie et d’y lancer des projets sociaux.

    Tout est encore fragile, instable
    Quand vient le soir, la fièvre monte dans la grande salle, pleine à craquer. Un arbre est planté en son centre. De longues tablées rassemblent amis et familles, de la diaspora et de « l’intérieur ». Un homme joue furtivement de l’oud. Une femme chante au micro. L’assemblée se dresse, frappe dans ses mains, en ignorant les fausses notes. Des chants emblématiques de la révolte syrienne, comme Janna (« paradis ») résonnent dans les haut-parleurs. De vieux messieurs impassibles continuent de jouer à la tawlé (trictrac), dans l’autre salle qui donne sur la rue passante. Plusieurs fois, des combattants du nouveau pouvoir sont venus, sans armes, boire un café, se fondant dans la foule.

    On se prend en photo, on se filme, avant de poster les images sur les réseaux sociaux. Les commentaires des internautes sont parfois acides, comme un rappel des divisions qui ont empoisonné l’opposition syrienne. « De telles réactions sont courantes, dans une période de renversement de régime, mais cela n’aide pas à refaire lien, regrette Amana Wali. J’espère que les artistes pourront envoyer un message de réconciliation. » Elle aimerait voir éclore des moussalsalat – les feuilletons du ramadan, genre dans lequel la Syrie excellait avant la guerre – qui parlent « de pardon ».

    L’euphorie d’en avoir fini avec le régime Al-Assad, qui traverse le café Rawda, n’empêche pas les doutes. Tout est encore fragile, instable, avec un gouvernement de transition, un territoire divisé – le Nord-Est est sous contrôle kurde – et des voisins envahissants, la Turquie et Israël. « On ne sait rien de ce qui nous attend. Mais ça ne pourra pas être pire que ce que l’on a vécu, considère Ahmad Kozoroch, le propriétaire, qui avait quitté la Syrie de 2012 à 2020. Des armes sont encore présentes partout dans le pays. Il y a tant de défis. » Assis dans un coin, d’où il domine la grande salle, dans un canapé venu de la maison de ses parents, il reprend : « Y aura-t-il des restrictions apportées à la mixité ici, ou à la consommation de narguilé ? »

    Revenu des Pays-Bas, Adnan Alaoda, le poète et scénariste, a posé ses valises pour de bon, au cœur de ce qui l’inspire : la société syrienne. Le retour est désormais son principal thème de travail. « Les moments de retrouvailles au café Rawda offrent l’illusion à la diaspora de n’être jamais partie, estime-t-il. Le vrai retour, ce sera quand les #Syriens des camps – d’Idlib, du Liban, de Jordanie, de Turquie – pourront revenir chez eux. » Un mouvement qui risque de prendre plusieurs années, tant le pays est en état de ruines.

    Laure Stephan
    Damas, envoyee speciale

  • Rentrer en #Palestine
    https://laviedesidees.fr/Rentrer-en-Palestine

    Le retour de milliers de Palestiniens sur leur terre après les Accords d’Oslo a suscité une abondante #littérature, en partie autobiographique. Loin de célébrer les retrouvailles, elle porte la marque d’un déchirement. Comment dire la patrie, lorsque l’on ne la reconnaît plus, et se dire quand on est pour toujours un #exilé ?

    #International #poésie
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20250128_retour.pdf

  • Calvados : squats partout et lutte contre les expulsions
    https://fr.squat.net/2025/01/08/calvados-squats-partout-et-lutte-contre-les-expulsions

    Depuis le mois d’octobre 2024, la lutte pour le droit au logement et contre les expulsions s’intensifie dans le département du Calvados. (...)

    [...]

    Par ici, la #loi_Kasbarian-Bergé en a motivé plus d’un-e à redoubler d’effort pour lutter. Les discussions sur la manière de défendre nos lieux de vies et d’en créer de nouveaux s’approfondissent. La lutte contre les politiques racistes, les frontières et les expulsions ne bat pas de l’aile, bien au contraire. La presse constate : il y aurait au moins 18 #squats dans l’agglomération caennaise… évidemment, puisque la précarité s’accentue et que l’État s’attaque toujours davantage aux personnes exilées, à la liberté d’aller-venir et de vivre où on le souhaite. Alors que les gouvernements successifs tentent de nous rendre la vie toujours plus impossible à coup de législations et d’obstacles administratifs, c’est par l’auto-organisation et la solidarité que l’on fait face. Ici, tous ces squats, malgré le lot de conflits et de contradictions qu’ils peuvent susciter, sont des bouffées d’air frais pour nous toustes. Continuons la bagarre.
    Quelques personnes en lutte

    #logment #exilés

  • Avant les #JO, un « nettoyage social » à Paris ? Un nouveau campement évacué, une partie des migrants transférés en régions
    https://www.sudouest.fr/france/avant-les-jo-un-nettoyage-social-a-paris-un-nouveau-campement-evacue-une-pa

    Une centaine de migrants ont été évacués d’un camp de fortune dans le 12e arrondissement de #Paris, ce mardi matin. Certains ont été transférés vers des villes de province. Les associations dénoncent un « #nettoyage_social » de la capitale avant les Jeux olympiques, cet été
    Un #campement informel sous un pont de Paris, où vivaient plus de cent #migrants, a été démantelé mardi 6 février et une cinquantaine d’#exilés ont été transférés en province, a-t-on appris auprès des autorités et de plusieurs organisations humanitaires.

  • mayday : Naufrage de migrants dans la Manche en 2021 : comment la marine nationale a tenté d’interférer dans l’enquête judiciaire


    Le bâtiment du Cross de Gris-Nez (Pas-de-Calais), face aux côtes anglaises, le 3 avril 2022. JOHAN BEN AZZOUZ / PHOTOPQR / VOIX DU NORD / MAXPPP

    Des écoutes téléphoniques montrent que le ministère des armées a soutenu en coulisses les militaires mis en cause par la justice après la mort d’au moins vingt-sept personnes en novembre 2021. Une enquête est ouverte pour violation du secret de l’instruction.
    Par Abdelhak El Idrissi et Julia Pascual

    « Sincèrement les deux mecs… heu… j’aurais préféré qu’ils soient morts. » Ce 31 mai 2023, Marc Bonnafous se confie à un proche. Voilà un an et demi qu’une enquête a été ouverte sur le naufrage d’un bateau de migrants dans la Manche, en novembre 2021. Même s’il n’est plus directeur du centre régional opérationnel de surveillance et de sauvetage (Cross) de Gris-Nez (Pas-de-Calais) depuis plusieurs mois déjà, Marc Bonnafous s’inquiète des développements de cette affaire qui menace les services de secours en mer.
    Une semaine auparavant, neuf de ses anciens subordonnés ont été placés en garde à vue par des gendarmes pour des soupçons de non-assistance à personne en danger. Dans les jours qui avaient suivi ce drame ayant coûté la vie à au moins vingt-sept personnes, les deux survivants qu’évoque Marc Bonnafous avaient notamment expliqué dans la presse avoir appelé les secours français et anglais à de nombreuses reprises pour prévenir que leur bateau était en train de couler. En vain. « Quand j’ai vu que les deux naufragés avaient commencé à dire à la police qu’il y avait eu des soucis sur l’opération[de secours] j’ai dit : “houla, ça pue” », raconte-t-il au téléphone. Il ne se doute pas qu’il est alors écouté par les enquêteurs.
    Au total, une dizaine de personnes, travaillant au Cross ou sur le patrouilleur de service public Flamant, en mer la nuit du naufrage, ont fait l’objet d’interceptions téléphoniques. Le contenu des enregistrements, dont Le Monde a pris connaissance, montre à quel point l’affaire embarrasse la hiérarchie militaire et révèle les manœuvres de la marine nationale pour suivre de près les évolutions de l’enquête afin de préparer les mis en cause, quitte à s’affranchir du secret de l’enquête.

    [...]

    Le 11 mai 2023, les personnels du Flamant ne savent pas encore qu’ils vont être convoqués à la fin du mois par les enquêteurs de la section de recherches de la gendarmerie maritime de Cherbourg (Manche). La marine nationale, elle, est déjà au courant. Et décide d’aviser ses troupes. Le rôle de messager est assuré par un très haut gradé, le vice-amiral d’escadre François-Xavier Blin, alors inspecteur de la marine nationale. « Il va y avoir huit personnes de votre équipage(…) qui vont être convoquées (…). Bon normalement la date n’est pas censée être connue », confie, prudent, le vice-amiral d’escadre Blin à Audrey M., la commandante du patrouilleur Flamant. Il détient cette information depuis la veille grâce, assure-t-il, au commandant Marc Woodcock, à l’époque numéro deux de la préfecture maritime de la Manche et de la mer du Nord.

    [...] Toujours dans l’idée de se préparer aux auditions, François-Xavier Blin propose à Audrey M. de s’entretenir au téléphone, le 12 mai, avec Thomas Bride, un magistrat détaché auprès du ministère des armées où il dirige la division des affaires pénales militaires. Un fait « très rare », souligne le vice-amiral, de sorte que ce magistrat « aimerait qu’il n’y ait pas de publicité » sur l’échange car « il ne veut pas que quelqu’un puisse dire qu’il y a eu collusion (…), vous voyez ? Il est juge, quand même. »
    Interrogé sur son intervention, le magistrat Thomas Bride réfute catégoriquement toute transmission « d’éléments issus d’une procédure pénale ​​à qui que ce soit ». Il explique au Monde sa proposition d’un entretien à Audrey M., par la nécessité d’apporter aux militaires des explications sur le fonctionnement de la procédure pénale. « Aucun autre message que celui d’être le plus exhaustif possible, complet et sincère n’est porté dans ce type d’entretien », ajoute-t-il. C’est pourtant son service qui a reçu des éléments de l’enquête transmis par le parquet de Paris, comme le prévoit le code de procédure pénale, afin d’obtenir un avis consultatif du ministère des armées sur l’opportunité d’élargir l’enquête à des faits de non-assistance à personne en danger.

    https://www.lemonde.fr/les-decodeurs/article/2023/10/11/naufrage-de-migrants-dans-la-manche-en-2021-comment-la-marine-nationale-a-te
    https://justpaste.it/ba264

    #exilés #migrants #Manche #naufrage #naufragés #CROSS #secours_en_mer #non-assistance_à_personne_en_danger #violation_du_secret_de_l’instruction

  • Les distributions alimentaires interdites dans le nord de Paris
    https://www.lemonde.fr/societe/article/2023/10/10/les-distributions-alimentaires-interdites-dans-le-nord-de-paris_6193556_3224

    La préfecture de police justifie l’interdiction de distributions pendant un mois en leur reprochant de « stimuler la formation de campements ».

    La #Préfecture de police de #Paris (PP) a pris un arrêté interdisant, à compter de mardi 10 octobre et pour un mois, les #distributions_alimentaires dans un quartier du nord de Paris où se concentrent les campements de #migrants et des #sans-abri, provoquant l’ire des associations. L’arrêté signé lundi par le préfet, Laurent Nuñez, prévoit une « interdiction des distributions alimentaires » entre le 10 octobre et le 10 novembre sur un secteur « délimité » des 10e et 19e arrondissements, qui concerne neuf artères dans le quartier populaire autour des stations de métro #Stalingrad et #Jaurès.
    C’est là, selon la #PP, « que ces distributions alimentaires engendrent, par leur caractère récurrent, une augmentation de la population bénéficiaire de ces opérations et qu’elles contribuent, en corollaire, à stimuler la formation de campements dans le secteur du boulevard de la Villette, où se retrouvent des migrants, des personnes droguées et des sans-domicile fixe ».
    Le quartier, argumente la PP, est devenu « un point de fixation pour de tels campements ». Les « attroupements », les « débordements sur la voirie », certaines échauffourées ainsi que la présence de « toxicomanes » constituent des « troubles à l’ordre public » qui ont conduit « pour la première fois » le préfet de police à prendre un tel arrêté sur ce secteur parisien, précise la préfecture à l’Agence France-Presse.

    Arrêtés similaires pris à Calais

    Pourtant, il n’y a « jamais eu d’incidents sur nos sites de distribution », conteste Philippe Caro, un responsable du collectif Solidarité Migrants Wilson, l’une des organisations dont l’action est visée. « On complique la vie des associations et des gens, sans jamais résoudre leurs problèmes. On va juste déplacer le problème, mais avec les Jeux olympiques qui arrivent, on sent que la pression monte et là les toxicomanes vont servir de prétexte pour virer tout le monde » du nord de Paris, estime-t-il.
    « C’est une fois de plus ces personnes qui vont trinquer », a également réagi Samuel Coppens, de l’Armée du salut, qui effectue des distributions sur d’autres secteurs. Les interdictions vont priver entre « 200 et 500 personnes » chaque jour de nourriture, déplore à son tour Océane Marache, coordinatrice parisienne à Utopia 56, qui intervient auprès des exilés à la rue.

    Pour l’association, l’Etat applique à Paris « le même schéma qu’à Calais » , où des arrêtés similaires sont pris régulièrement depuis 2020. Le fait que cette interdiction parisienne soit décidée mardi 10 octobre, journée internationale de lutte contre le sans-abrisme, est « révélateur de la politique anti-SDF que mène l’Etat », estime-t-elle.

    #campement #Calais #réfugiés #exilés #JO

  • Lampedusa. Ne tolérons pas l’intolérable, par Cédric Herrou
    https://blogs.mediapart.fr/mouais-le-journal-dubitatif/blog/250923/lampedusa-ne-tolerons-pas-lintolerable-par-cedric-herrou

    « Contrairement à ce qu’a avancé Gérald Darmanin, un centre d’accueil va bientôt ouvrir en France à la frontière franco-italienne. Un lieu où les gens pourront manger, boire, dormir, se soigner et accéder à leurs droits. Ce lieu c’est chez moi, avec Emmaüs-Roya ». Dans ce texte, Cédric Herrou, paysan solidaire de la Roya, appelle à ne pas « être spectateurs d’un monde qui s’effondre ».

    J’étais assis à table, seul, je finissais les restes d’une soupe a l’oignon. Il faisait nuit, la radio était allumée. Les yeux fermés, je regardais le monde à travers mon imagination. Les infos en continu m’assaillaient de faits divers où l’étranger servait de bouc émissaire. Je changeais d’onde. Maintenant c’était le président qui jouait au roi avec ses amis milliardaires, ils dégustaient des homards et buvaient les meilleurs vins à nos frais. Je changeais d’onde. Les cris des badauds restés dehors : « Vive le roi, vive le roi ! ».
    Le poste grésillait, je changeais d’onde. Les Restos du cœur distribuaient à 1 400 000 personnes de quoi manger. Cent cinquante mille bénéficiaires ne pourraient pas être servis. Je changeais d’onde. Ailleurs au Maroc le sol tremblait ; 3 000 morts. Je changeais d’onde.
    Pas très loin, en Libye, la tempête Daniel grondait ; 10 000 morts. Je changeais d’onde.
    En Italie, des barques en bois accostaient. Une voix décrivait la scène après que des centaines de personnes aient survécu à la mer. Leur commentaire : « Dommage ». Je changeais d’onde. Toujours à Lampedusa, ils étaient assis par terre les uns derrières les autres, les genoux entrelacés comme une chaîne d’ancre. Ils ne faisaient qu’un, même à nos yeux ils ne faisaient qu’un. Les commentateurs les présentaient comme un problème unique, sans passé, sans avenir, comme un fardeau.
    Devant eux, fièrement dressés face caméra, des politiques se succédaient aux micros. Excités par une situation humanitaire déplorable, comme des corbeaux qui croassaient au-dessus de leurs proies, ils alimentaient la haine, la peur. Une mise en scène macabre s’opérait face à ce drame, face à ces gens qui souffraient.
    Les débats qui se succédèrent me mettaient la nausée. Je perdais pied. J’avais l’impression que le sol se dérobait. J’ouvrais les yeux, coupais la radio, ma soupe était froide. A mes pieds le chat ronronnait. Je me disais ; « enfin un truc normal ». Le chat me regardait comme il regarderait un chaton. Là, l’envie de me transformer en chat me prenait. Ne plus parler, ne plus penser, me mettre en boule et ronronner, voilà tout ce dont j’avais envie.
    Faute de pouvoir nous transformer en chat, nous, les cousins d’Emmaüs Roya, avons décidé de reprendre l’accueil dans la Roya et cela, ni par amour de l’humanité, ni par envie, mais par devoir.
    Nous ne voulons pas accepter de rester indifférents à la violence de cette dérive politique déshumanisante et irrespectueuse du vivant. Nous voulons rester dignes et en accord avec nos principes. Seuls, nous ne pouvons rien, c’est ensemble que nous pouvons faire que nos convictions vivent.
    Tentez de vous transformer en chat ou rejoignez cette lutte, pour la décence et le respect, en nous soutenant, en rejoignant la première association que vous trouverez mais vivez votre lutte, qu’importe que vous choisissez de lutter en faveur des droits humains, en faveur de l’environnement, qu’importe, ne soyons pas spectateurs d’un monde qui s’effondre.
    Ne tolérons pas l’intolérable.
    Par Cédric Herrou.
    Pour soutenir Emmaüs-Roya c’est par ici https://www.helloasso.com/associations/defends-ta-citoyennete-emmaus-roya-fondateur-abbe-pierre, et Mouais (http://mouais.org) c’est par là https://www.helloasso.com/associations/association-pour-la-reconnaissance-des-medias-alternatifs-arma/boutiques/abonnement-a-mouais.

    #exilés #Lampedusa #Emmaüs-Roya #La_Roya #solidarité

  • Emmanuel Macron et le pape François, deux visions divergentes de l’immigration
    https://www.lemonde.fr/societe/article/2023/09/22/emmanuel-macron-et-le-pape-francois-deux-visions-divergentes-de-l-immigratio

    Emmanuel Macron et le pape François, deux visions divergentes de l’immigration
    Le chef de l’Etat et le souverain pontife, qui se rencontrent samedi en marge de la visite épiscopale à Marseille, défendent respectivement une politique de fermeté et de contrôle des flux migratoires et un accueil le plus large possible.
    Par Julia Pascual
    « La France n’accueillera pas de migrants qui viennent de Lampedusa. (…) Ce n’est pas en accueillant plus de personnes que l’on va tarir un flux qui évidemment touche nos capacités d’intégration. » Mercredi 20 septembre, sur TF1, le ministre de l’intérieur, Gérald Darmanin, a adressé un message de « fermeté », alors que l’île italienne de Lampedusa a été confrontée à plusieurs milliers d’arrivées de migrants en quelques jours. Un message, bien que tempéré d’un appel à protéger les réfugiés, qui cogne avec celui porté par le pape François, attendu à Marseille, vendredi 22 et samedi 23 septembre, à l’occasion des Rencontres méditerranéennes et qui doit consacrer une prière aux migrants disparus en mer.
    Le souverain pontife a fait de Lampedusa un symbole de son message d’ouverture, dès son premier déplacement, en 2013, pour dénoncer la « mondialisation de l’indifférence ». Samedi, il doit rencontrer le président de la République, Emmanuel Macron, à Marseille. Evoqueront-ils le sujet ? Sera-ce, alors, l’occasion de trouver un terrain d’entente ou de mesurer ce qui les sépare ?« Pour le pape, l’accueil doit être très large et il est évident qu’il n’y a pas cette volonté de la part du président de la République, comme l’a rappelé le ministre de l’intérieur », explique Eric Millot, directeur du service national mission et migrations de la Conférence des évêques de France. Dans une tribune publiée par Le Monde, le 2 janvier 2017, alors qu’il n’était que candidat à l’élection présidentielle, Emmanuel Macron avait pourtant regretté que lorsque « l’Italie affrontait seule l’arrivée des réfugiés à Lampedusa, au point que le pape François s’en [était] vivement ému, ni la France ni l’Allemagne n’[aient] été au rendez-vous ». Il estimait que l’Allemagne avait, par la suite, « sauvé notre dignité collective en accueillant des réfugiés en détresse ».
    A l’épreuve du pouvoir, sa vision libérale s’est raidie. « A ces fonctions, vous prenez la pleine mesure de certains enjeux tels que la sécurité et la menace terroriste ; le ministère de l’intérieur, dans ce qu’il a de conformiste, a joué à plein et Emmanuel Macron est par ailleurs très conscient du délitement social du pays et de la montée de l’extrême droite, analyse Pascal Brice, ancien directeur de l’Office français de protection des réfugiés et apatrides et actuel président de la Fédération des acteurs de la solidarité. Je partage cette inquiétude, mais quelle politique en tire-t-on ? C’est bien ça la question. » En six années de pouvoir, le chef de l’Etat a, à son bilan, d’avoir poussé deux lois immigration. La première, dite « loi Collomb », adoptée en 2018, avait déchiré la majorité présidentielle à l’Assemblée car jugée trop dure par son aile gauche. La seconde – sur laquelle le gouvernement veut trouver un accord avec la droite – arrive en séance publique au Sénat début novembre. Entre ces deux textes, M. Macron a fait de l’immigration un thème de la grande consultation citoyenne lancée à la suite du mouvement des « gilets jaunes » – alors même qu’il ne ressortait pas des cahiers de doléances du grand débat national –, de même qu’il a voulu un débat sur l’immigration au Parlement, en 2019.
    Sa politique est censée naviguer entre fermeté et humanité avec, d’une part, une reprise du « contrôle » des flux incarnée par l’amélioration des expulsions et, d’autre part, des efforts sur l’intégration et la préservation de l’asile. « Il y a une colonne vertébrale sur le respect du droit international qui est à mettre à son crédit », souligne un préfet, au moment où la droite républicaine veut s’en affranchir pour se conformer à la « volonté populaire ».Cet attachement s’est traduit, notamment, par l’engagement de la France à accueillir des réfugiés réinstallés depuis des pays tiers (bien que les objectifs soient passés de 10 000 entre 2017 et 2019 à 3 000 entre 2021 et 2023). Mais il est contrebalancé par d’autres actes symboliques : en 2018, la France a refusé d’accueillir le bateau de sauvetage de migrants Aquarius, le laissant mettre le cap vers l’Espagne alors que l’Italie refusait d’ouvrir ses ports ; en octobre 2019, M. Macron a choisi de confier à l’hebdomadaire d’extrême droite Valeurs actuelles sa vision de l’immigration, formulant, à cette occasion, le souhait intenable d’exécuter « 100 % » des obligations de quitter le territoire français. D’aucuns soulignent l’influence du chevènementiste Didier Leschi, actuel directeur de l’Office français de l’immigration et de l’intégration. « Si l’on prend en compte le ressentiment croissant des classes populaires, sur qui repose l’accueil, des mesures de régulation des flux sont nécessaires pour ne pas accentuer les problèmes sociaux, la concurrence dans l’accès au logement par exemple, et les difficultés d’intégration », défend ce dernier. « Macron est un politique, il regarde les rapports de force dans la société française, et d’une certaine manière, il les suit, estime Pierre Henry, président de France Fraternités et ancien directeur général de l’association France terre d’asile. Nous sommes dans un moment de bascule où on a le choix entre un modèle pragmatique d’accueil et le nationalisme, et on aurait aimé un président plus offensif face au déferlement idéologique de l’extrême droite. » Le silence des pouvoirs publics face aux attaques de l’extrême droite dans les zones rurales où existent des projets d’accueil de demandeurs d’asile – comme à Callac (Côtes-d’Armor) ou Saint-Brevin (Loire-Atlantique) – témoigne d’une ambivalence, alors qu’une politique de répartition territoriale des migrants est impulsée par l’Etat, ou encore que le nombre de places d’hébergement pour les demandeurs d’asile a considérablement progressé sous M. Macron.
    Confronté à l’augmentation de l’immigration régulière, de la demande d’asile et des traversées de la Méditerranée, le chef de l’Etat a dit au Point, le 23 août : « La situation que nous connaissons n’est pas tenable et nous devons réduire significativement l’immigration. » Contraint par la situation économique du pays et les tensions de recrutement sur de nombreux secteurs, il envisage, dans le projet de loi à l’étude, de simplifier la régularisation de certains travailleurs sans-papiers. Une mesure érigée en ligne rouge par la droite. « S’il ne tient pas sur ce point, ce sera la preuve qu’il est à la remorque de la droite », prévient l’ancien eurodéputé écologiste Daniel Cohn-Bendit, qui a longtemps échangé avec le chef de l’Etat sur ces questions-là.

    #Covid-19#migration#migrant#france#mediterranee#lampedusa#immigration#migrationirreguliere#asile#politiquemigratoire#droit#catholique#integration

  • En Arabie Saoudite, les gardes-frontières auraient abattu des « centaines » de migrants éthiopiens https://www.liberation.fr/international/moyen-orient/en-arabie-saoudite-les-gardes-frontieres-auraient-abattu-des-centaines-de

    https://youtu.be/f90vwqCYU1c?feature=shared

    Un #massacre « à l’abri du regard du reste du monde ». Les gardes-frontières saoudiens ont tué depuis l’an dernier des « centaines » de migrants éthiopiens qui tentaient de pénétrer dans la riche monarchie du Golfe passant par sa frontière avec le Yémen, a dénoncé ce lundi 21 août l’ONG #Human_Rights_Watch (HRW). « Les autorités saoudiennes tuent des centaines de migrants et de demandeurs d’asile dans cette zone frontalière reculée », a déclaré dans un communiqué Nadia Hardman, spécialiste des migrations à HRW.

    Des centaines de milliers d’#Ethiopiens travaillent en #Arabie_Saoudite, empruntant parfois la « route de l’Est » reliant la Corne de l’Afrique au Golfe, en passant par le Yémen, pays pauvre et en guerre depuis plus de huit ans. Le meurtre « généralisé et systématique » des #migrants éthiopiens pourrait même constituer un #crime_contre_l’humanité, estime l’ONG. « Nous parlons d’un minimum de 655 personnes, mais il est probable qu’il s’agisse de milliers », a déclaré Nadia Hardman à la BBC. « Ce que nous avons documenté, ce sont essentiellement des massacres, a-t-elle ajouté. Les gens ont décrit des sites qui ressemblent à des champs d’extermination avec des corps éparpillés sur les flancs des collines ».

    Les « milliards dépensés » dans le sport et le divertissement « pour améliorer l’image de l’Arabie Saoudite » ne devraient pas détourner l’attention de « ces crimes horribles », a-t-elle fustigé. Les ONG accusent régulièrement Ryad d’investir dans les grands événements sportifs et culturels pour « détourner l’attention » des graves violations des droits humains et la crise humanitaire au Yémen où l’armée saoudienne est impliquée.

    L’année dernière, des experts de l’ONU avaient déjà fait état d’« allégations préoccupantes » selon lesquelles « des tirs d’artillerie transfrontaliers et des tirs d’armes légères par les forces de sécurité saoudiennes ont tué environ 430 migrants » dans le sud de l’Arabie Saoudite et le nord du Yémen durant les quatre premiers mois de 2022. Le nord du Yémen est largement contrôlé par les Houthis, des rebelles que les Saoudiens combattent depuis 2015 en soutien aux forces pro-gouvernementales.

    Pour en arriver à de telles conclusions, Human Right Watch s’appuie sur des entretiens avec 38 migrants éthiopiens ayant tenté de passer en Arabie Saoudite depuis le Yémen, des images satellite et des vidéos et photos publiées sur les réseaux sociaux « ou recueillies auprès d’autres sources ». Les personnes interrogées ont parlé d’« armes explosives » et de tirs à bout portant, les gardes-frontières saoudiens demandant aux Ethiopiens « sur quelle partie de leur corps ils préféreraient que l’on tire ».

    Ces migrants racontent des scènes d’horreur : « Femmes, hommes et enfants éparpillés dans le paysage montagneux, gravement blessés, démembrés ou déjà morts », relate HRW. « Ils nous tiraient dessus, c’était comme une pluie (de balles) », témoigne une femme de 20 ans, originaire de la région éthiopienne d’Oromia, citée par l’ONG. « J’ai vu un homme appeler à l’aide, il avait perdu ses deux jambes », mais, raconte-t-elle, « on n’a pas pu l’aider parce qu’on courrait pour sauver nos propres vies ».

    Auprès de la BBC, plusieurs personnes qui ont tenté de passer la frontière en pleine nuit racontent les scènes d’horreurs. « Les tirs n’ont pas cessé, témoigne Mustafa Soufia Mohammed âgé 21 ans. Je n’ai même pas remarqué qu’on m’avait tiré dessus. Mais lorsque j’ai essayé de me lever et de marcher, une partie de ma jambe m’a échappé ». La jambe de Mustafa a ensuite dû être amputée sous le genou l’obligeant aujourd’hui à marcher avec des béquilles et une prothèse mal ajustée. Zahra [le prénom a été modifié par le média britannique] a, elle, eu tous les doigts d’une main arrachée à cause d’une pluie de balles.

    D’après l’Organisation internationale pour les migrations des Nations unies, plus de 200 000 personnes tentent chaque année ce voyage périlleux qui traverse la mer la Corne de l’Afrique jusqu’au Yémen, pour atteindre l’Arabie saoudite. HRW appelle Ryad à « cesser immédiatement » le recours à la force meurtrière contre des migrants et demandeurs d’asile, exhortant l’ONU à enquêter sur ces allégations.

  • Sur le campement à travers la frontière « passamontagna » du début août - Vallées en lutte
    https://valleesenlutte.org/spip.php?article606

    La pratique du Passamontagna n’a pas fonctionné. Après des années, plusieurs camps et de nombreuses #manifestations qui nous ont amenés à passer la #frontière ensemble, sans que personne -le temps d’une journée - ne risque sa vie pour franchir cette ligne imaginaire qu’est la frontière, cette fois-ci, le passage collectif a échoué.

    Nous n’avons pas réussi à atteindre #Briançon : la police nous a bloqués avant que nous n’atteignions Montgenèvre.

    Samedi plus de 500 personnes ont quitté le campement installé à Claviere pour rejoindre la prochaine étape, en France. La #gendarmerie en tenue anti-émeute, déployée sur tous les chemins, a bloqué notre passage. Des gaz lacrymogènes et des grenades assourdissantes étaient déjà positionnés en amont du cortège. Près de trente camions et voitures anti-émeutes du côté français, plus ceux positionnés du côté italien. Il a été décidé de ne pas aller jusqu’à l’affrontement qui aurait été nécessaire pour tenter de passer, afin d’éviter un très probable massacre. La police française a changé ses pratiques au fil des ans, augmentant de temps en temps son niveau de violence et l’utilisation d’armes. Nous ne voulions pas - dans cette situation - risquer des blessures graves.

    Comme tous les jours, ce week-end a vu passer des centaines de personnes en route pour la #France. Le camp a été un bon moment pour partager des réflexions, des discussions, des danses et des bavardages. Malheureusement, nous n’avons pas réussi à franchir ensemble la frontière. Les personnes de passage sont néanmoins reparties, comme chaque jour sur cette frontière maudite, pour tenter leur chance et poursuivre leur chemin de vie. Plus de 100 personnes sont arrivées à Briançon dans le week-end. Une trentaine de #refoulements.

    Mais le lendemain on a appris une terrible nouvelle. Le lundi, 7 aout, un jeune exilé a été retrouvé mort sur la route militaire reliant Montgenèvre à Briançon. Son nom était Moussa. Il était guinéen. Face contre terre, trouvé par un touriste à vélo. On n’en sait toujours pas plus.
    Un autre mort. Une victime de plus de cette frontière qui est de plus en plus marquée par la présence de la police aux frontières (#PAF), déployée sur les chemins jour et nuit.
    Le onzième, le douzième, le vingtième, qui sait. Les chiffres ne sont pas clairs car tous les décès ne sont pas rendus publics. Théoriquement, dix corps ont été retrouvés depuis 2018.

    #exilés #morts_à_la_frontière #migrants

    • Peut-être que si nous avions pu marcher ensemble, cela ne serait pas arrivé. Peut-être que si le Passamontagna avait fonctionné, ce garçon ne serait pas mort.
      Tous les flics présents sur ces chemins samedi et dimanche ont du sang sur les mains. Tout comme le préfet de Gap, qui avait rendu illégales toutes les manifestations et tous les campements pendant le week-end, et qui a donné l’ordre d’entraver le passage de toutes les manières possibles, a du sang sur les mains. Que les responsables paient cher, ici, à Montgenèvre, à Briançon, partout en France.
      Chaque policier est une frontière. Le bras armé d’un Etat qui continue à diviser, sélectionner et tuer au gré de ses intérêts politiques et économiques. Qu’ils le paient cher !

  • Une prison flottante pour les exilés au large de l’Angleterre - Contre Attaque
    https://contre-attaque.net/2023/07/20/une-prison-flottante-pour-les-exiles-au-large-de-langleterre

    Une prison flottante pour les exilés au large de l’Angleterre
    20 juillet 2023 #Europe, #Exilés, #Racisme

    Mettre à distance les corps indésirables en les maintenant à quai : le gouvernement anglais a trouvé une nouvelle manière d’optimiser sa politique raciste.

    À la fin du Moyen Age, on invente en Europe la « quarantaine maritime » lors de l’épidémie de peste noire. Face à la maladie qui décime la population, les navires qui arrivent dans un port doivent rester 40 jours à quai avec leur équipage, confinés dans une zone isolée pour éviter de contaminer la population. En 2023, c’est sur une barge flottante amarrée sur une île que des exilés devront rester confinés. Comme s’ils constituaient, par essence, une menace d’ordre sanitaire.

    Contre l’immigration, l’Union Européenne a déjà mis en place des murs et des barbelés à l’Est de l’Europe ou à Calais, des îles entières sont transformées en prisons au sud de la Grèce, des drones et des moyens de reconnaissance biométriques, des gardes côtes qui font chavirer les navires en Méditerranée. On peut ajouter à cette variété de techniques de refoulement la barge carcérale.

    L’engin flottant s’appelle « Bibby Stockholm » et il est actuellement remorqué vers la côte sud de l’Angleterre pour être amarré à l’île de Portland, en face de la Normandie, pour une durée de 18 mois. Concrètement, il s’agit d’y parquer 500 réfugié-es, le temps que les demandes d’asile soient examinées par les autorités. Il s’agit de les empêcher de fouler le sol anglais en attendant qu’ils soient fixés sur leur sort.

    Le Ministère de l’Intérieur anglais prétend ainsi « alléger la pression sur le système d’asile » et « faire des économies » en terme de frais d’hébergement. Le journal The Guardian a révélé ces derniers jours que la barge n’offrirait qu’une économie insignifiante. C’est avant tout un symbole, un sas.

    Le navire a été construit en 1976 et il bat pavillon la Barbade. Il a déjà servi de barge d’hébergement depuis 1992. L’État allemand l’avait utilisé pour loger des sans-abris et des demandeurs d’asile dans les années 1990, dans le port d’Hambourg. Déjà l’idée d’une mise à distance des indésirables, pauvres ou immigrés. Utilisé par les Pays-Bas, le Bibby Stockholm avait été contesté suite à la mort d’un demandeur d’asile faute de soins sur la barge.

    Encore plus sinistre, la firme Bibby Marine, propriétaire de la barge, a été fondée par John Bibby, un entrepreneur ayant fait fortune dans le commerce colonial et la déportation d’esclaves, notamment vers le Brésil, au 19ème siècle.

    Un lourd symbole.

  • Leon Trotsky - My Daughter’s Suicide - January 1933
    https://www.marxists.org/archive/trotsky/1933/01/zinaida.htm

    Aujourd’hui la tragédie de l’exil et de la persécution touche des millions. L’histoire répète sans cesse les événements qui ont poussé au suicide la fille ainée de Léon Trotski, Zinaïda Volkova.

    TO ALL MEMBERS OF THE C.C. OF THE C.P. OF THE USSR
    TO THE CHAIRMAN OF THE EXECUTIVE COMMITTEE OF THE USSR
    TO ALL MEMBERS OF THE C.C.C. OF THE C.P. OF THE USSR.

    I deem it necessary to inform you how and why my daughter committed suicide.

    At the close of 1930, upon my request, you authorized my tubercular daughter, Zinaida Volkov, to come to Turkey temporarily with he five year old son Wesewolod, for treatment. I did not suppose that behind this liberalism of Stalin lurked a mental reservation. My daughter arrived here in January 1931 with a pneumothorax in both lungs. After a ten months sojourn in Turkey we finally obtained – despite the constant resistance of the Soviet foreign representatives permission for her to go to Germany for treatment. The child remained temporarily with us in Turkey so as not to burden the invalid. After some time the German physicians thought it possible to remove the pneumothorax. The invalid began to recover and dreamed only of returning with her child to Russia where her daughter and her husband, who is a Bolshevik-Leninist held in exile by Stalin, remained.

    On the twentieth of February 1932 you published a decree by which not only my wife, my son and I, but also my daughter Zinaide Volkov, was deprived of Soviet citizenship. In the foreign land where you gave her permission to go with a Soviet passport my daughter occupied herself only with her treatment. She did not, and because of her health, could not take any part in political life. She avoided anything that might throw the shade of a “suspicion” upon her. Depriving her of her citizenship was only a wretched and stupid act of vengeance against me. For her, this act of personal vengeance meant a break with her little daughter, her husband, her finance and all her customary life. Her mental condition, already disturbed without that by the death of her younger sister, by her own illness, received a fresh blow all the more atrocious as it was quite surprising and not provoked in any way by her. The psychiatrists unanimously declared that only a return to her normal environment, with her family, and her work could save her. But your decree of the twentieth of February of 1932 removed precisely this possibility of saving her. All other attempts, as you know, have remained in vain.

    German physicians insisted that at least her son be brought to her as quickly as possible; in that they still saw the chance of restoring the moral equilibrium of the mother. But as the six-yead old child was equally deprived of Soviet citizenship the difficulties of his departure from Constantinople to Berlin were multiplied. A half year passed in constant but fruitless efforts in several European countries. Only my unforseen trip to Copenhagen gave us the opportunity to bring the child to Europe. With the greatest difficulty he made the trip to Berlin in six weeks. He was hardly near his mother for a week when Gen. Schleicher’s police in collusion with the Stalinist agents decided to expel my daughter from Berlin. Where? To Turkey? To the Island of Prinkipo? But the child needed to attend school and my daughter needed continuous medical attention under conditions of family life bear this new blow. On the fifth of January she asphyxiated herself with gas. She was thirty years old.

    In 1928 my younger daughter Nina, whose husband has been locked up in solitary prison by Stalin for five years, was bedridden and then taken to the hospital for a short time after my exile to Alma Ata. They found her with galloping consumption. A purely personal letter, without the least relation to politics, which was addressed to me, was held up by you for seventy days so that my answer did not find her alive. She died at the age of 26.

    During my stay in Copenhagen, where my wife began a treatment for a serious illness and where I prepared myself to begin a treatment, Stalin, through Tass agency, issued the lying denunciation to the European police that a “Trotskyist conference” was meeting in Copenhagen! That was enough to have the Danish social-democratic government do Stalin the favor of expelling me with feverish haste, interrupting the necessary treatments for my wife. But in this case, as in many others, Stalin’s unity with the capitalist police at least had a political aim. The persecution of my daughter was devoid of even a shade of political sense. Depriving her of Soviet citizenship – a loss of her only hope to return to a normal environment and to recovery – finally her expulsion from Berlin (a service indisputably rendered to Stalin by the German police), are acts without a political aim for miserable and stupid revenge and nothing else. My daughter was pretty clear about her position. She understood that she could receive no safety at the hands of the European police, persecuting her at the request of Stalin. Conscious of that, her death followed on the fifth of January. Such a death is called “voluntary”. No, it was not voluntary. Stalin imposed this death upon her. I limit myself to this information without drawing conclusions. The time will come for this subject. The regenerated party will do it.

    Prinkipo, January 11, 1933
    Leon Trotsky

    Source: The Militant, Vol. VI No. 6, 11 February 1933, p. 2. Open Letter On Stalin’s Role in the Death of Zinaida Volkov (January 1933) written: 11 January 1933

    #exile #persécution #réfugiés #histoire #URSS

  • Conseil d’État : une soirée de violences, une nuit d’errance
    mercredi 21 juin 2023 - Utopia 56
    https://utopia56.org/conseil-detat-une-soiree-de-violences-une-nuit-derrance

    Il est 20h ce mardi 20 juin quand près de 450 jeunes isolés, accompagnés d’une centaine de bénévoles, s’installent sous tentes devant le Conseil d’État à Paris. Cette action avait pour but de visibiliser la détresse de ces jeunes qui survivaient depuis plus de deux mois dans une école désaffectée et d’ouvrir un dialogue avec l’État jusque-là inexistant. La réaction du ministère de l’Intérieur a été un déversement de violences par la préfecture de police. 66 jeunes et bénévoles ont été interpellés, six autres ont dû être hospitalisés.

    Les jeunes dont nous parlons ici ont quitté leur famille, leurs amis, leur maison, leur pays avec l’espoir de trouver une société d’accueil. Ils ont traversé le désert, les montagnes et la mer Méditerranée avant d’arriver ici à Paris, seul et sans ressource. Beaucoup ont enduré la violence, la discrimination, certains, la torture et la traite.

    Selon le droit international, tous ces jeunes devraient être considérés mineurs par l’État avant une éventuelle décision contraire d’un juge des enfants. (...)

    #exilés. #Violences_policières

  • ★ Droits des exilé·es : Les CADA excitent l’extrême-droite en milieu rural - UCL

    Ces derniers mois l’extrême droite s’est lancée dans une bataille médiatique en milieu rural contres les Centres d’accueil pour demandeurs d’asile (CADA). Les municipalités peinent à mettre en place ces projets face aux menaces et aux attaques physiques répétées des fascistes (...)

    #CADA #exilés #violence #extremedroite #racisme #xénophobie
    #Antifascisme

    ⏩ Lire l’article complet…

    ▶️ https://www.unioncommunistelibertaire.org/?Droits-des-exile-es-Les-CADA-excitent-l-extreme-droite-e

  • Haine anti-migrants : à Paris, une association d’aide aux exilés craint des représailles | Mediapart
    https://www.mediapart.fr/journal/france/120523/haine-anti-migrants-paris-une-association-d-aide-aux-exiles-craint-des-rep

    Après des élus de Callac et Saint-Brevin-les-Pins, l’association Utopia56 dénonce un harcèlement croissant de l’extrême droite à son égard, alors qu’elle bataille pour faire reconnaître le droit à l’hébergement des plus vulnérables. Elle redoute « un effet domino » des violences et un passage à l’acte.

    https://jpst.it/3dlga

    #extrême_droite #exilés #migrants #utopia56 #hébergement