• Bauern, Bonzen und Bomben, Kurt Tucholsky, 1931
    http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1931/Bauern,+Bonzen+und+Bomben

    Wer, um sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, einen andern durch Gewalt oder Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt . . .

    § 253 StGB

    Ein politisches Lehrbuch der Fauna Germanica, wie man es sich nicht besser wünschen kann:

    ›Bauern, Bonzen und Bomben‹ von Hans Fallada (erschienen bei Ernst Rowohlt in Berlin). Bevor wir ins Thema steigen: das Buch hat ein gotteslästerlich schlechtes Satzbild. Wie sieht denn nur die Seite aus? Ich habe immer gelernt, der weiße Rand müsse sich nach der Innenseite des Buches hin verbreitern – dies Satzbild ist aber gar nicht schön. Rowohlt, Sie sind doch sonst nicht so? Jetzt gehts los.

    Falladas Buch ist die beste Schilderung der deutschen Kleinstadt, die mir in den letzten Jahren bekannt geworden ist. Der Verfasser hat einen Bauernroman schreiben wollen – wohl anknüpfend an die Vorgänge in Neumünster in Holstein, wo Bauernführer im Sinne Klaus Heims und, unabhängig von ihm, die Nationalsozialisten die vorhandene Unzufriedenheit der Bauern benutzten, um gegen das, was sie die Republik nennen, vorzugehen. »Die Gestalten des Romans«, steht im Vorwort, »sind keine Fotografien, sie sind Versuche, Menschengesichter unter Verzicht auf billige Ähnlichkeit sichtbar zu machen. Bei der Wiedergabe der Atmosphäre, des Parteihaders, des Kampfes aller gegen alle ist höchste Naturtreue erstrebt. Meine kleine Stadt steht für tausend andere und für jede große auch.«

    Die Bauern nun sind in diesem Roman eine dunkle, anonyme Masse – die paar Typen, die herausgegriffen werden, sind viel blasser als die Bewohner der kleinen Stadt Altholm; und von den wirtschaftlichen Gründen bäurischer Notlage wird so gut wie nichts gesagt. Einmal ist das heikle Thema, daß die Bauern vielleicht intensiver wirtschaften sollten, um sich gegen die ausländische Konkurrenz anders als mit Schutzzöllen zu behaupten, leise angeschlagen; kein Wort davon, daß die Verdienste, die der Bauernschaft durch die Inflation in den Schoß gefallen sind, sie damals für lange Zeit hätten schuldenfrei[168] machen können, es war jene Zeit, wo die Ledersessel und die Klaviere in die Bauernhäuser transportiert wurden. Und wo stehn die Bauern heute . . . also davon ist in dem Buch wenig zu spüren. Den Bauern gehts eben schlecht – und nun revoltieren sie.

    Das tun sie auf eine recht merkwürdige Weise.

    Die dem Altdeutschen entlehnten romantischen Formen des armen Konrad wirken wie aufgeklebt. »Bauern Pommerns, habt ihr darüber hinaus schuldig gefunden die ganze Stadt Altholm mit allem, was darin lebt, so sprecht: sie ist schuldig! – Ankläger, welche Strafe beantragst du gegen die Stadt Altholm?« Das ist tragische Oper, Film und neuruppiner Bilderbogen. Sicherlich wird auf diesen Things so gesprochen; es ist die gehobene Sprache von Ackerbürgern, die das Feierliche solcher Handlungen durch einen Stil bekunden, der leise Erinnerungen an die Bibel und an alte verschollene Zeiten aufweist, da der Bauer einmal wirklich revolutionär gewesen ist. Aber warum, warum das alles so ist – davon bekommen wir in diesem Buch wenig zu hören. Gut gesehn und gut geschildert ist das Dumpfe am Bauern, seine Schlauheit, seine ungeheure Aktivität im passiven Erdulden, woran sich jeder Gegner mit der Zeit totläuft . . . aber der Bauer: der ist nicht in diesem Buch. Das hat kein Bauer geschrieben. Dieser Autor hat die Bauernbewegung schildern wollen, und unter der Hand ist ganz etwas andres herausgekommen: ein wundervoller Kleinstadtroman.

    George Grosz, der du das Titelbild hättest zeichnen sollen, das lies du! Es ist dein Buch.

    Die Technik ist simpel; es ist der brave, gute, alte Naturalismus, das Dichterische ist schwach, aber der Verfasser prätendiert auch gar nicht, ein großes Dichtwerk gegeben zu haben. Ein paar Stellen sind darin, an denen schlägt ein Herz. Nein, ein großes Kunstwerk ist das nicht. Aber es ist echt . . . es ist so unheimlich echt, daß es einem graut.

    Gezeigt wird das politische Leben einer kleinen Provinzstadt; ihre Intrigen und ihre Interessenten; ihre Stammtische und ihre Weiberkneipen; ihr Rathaus und ihre Polizeiwache . . . es ist schmerzhaft echt. Das hat einer geschrieben, der diese Umwelt wie seine Tasche kennt, einer, der sich aber doch so viel Distanz dazu bewahrt hat, sie schildern zu können. Er hat genau die richtige Entfernung, deren ein Schriftsteller bedarf: nah, aber nicht zu nah. Es scheint mir ungemein bezeichnend, daß wir keinen solchen Arztroman haben; keinen solchen Börsianerroman; keinen solchen Großstadtroman: es ist, als hätten die Angehörigen dieser gehobenen Bürgerschichten keine Augen im Kopf, um das zu sehen, was rings um sie vorgeht. Es ist ihnen wohl zu selbstverständlich. Fallada hat gesehn.

    Es ist eine Atmosphäre der ungewaschenen Füße. Es ist der Mief der Kleinstadt, jener Brodem aus Klatsch, Geldgier, Ehrgeiz und politischen Interessen; es ist jene Luft, wo die kleine Glocke an der Tür des Posamentierwarenladens[169] scheppert und eine alte Jungfer nach vorn gestolpert kommt . . . Augen tauchen hinter Fensterladen auf und sehen in den ›Spion‹ . . . und wenn das nun noch ein Dichter geschrieben hätte, der nicht nur theoretisch im Vorwort sagt, daß dieses Altholm für tausend andre Städte stehe, sondern wenn er uns das nun auch noch im Buch selbst gezeigt hätte –: dann wäre dies ein Meisterwerk.

    So ist es nur ein politisch hochinteressanter Roman geworden. Ich kann mir nicht denken, daß ich dieses Buch zu Ende gelesen hätte, wenn es etwa eine bretonische Kleinstadt schilderte; das kann für den Fremden nur ein Künstler wie Maupassant schmackhaft machen. Dieses Werk hier habe ich in zwei Nächten gefressen, weil es uns politisch angeht, nur deswegen. Beinah nur deswegen.

    Im Gegensatz zu diesen dummen Büchern gegen die ›Bonzen‹, wo der Sozialdemokrat nichts als dick, dumm und gefräßig ist und die andern rein und herrlich; wo die Arbeiter abwechselnd als verhetzt und unschuldig oder als blöde Masse geschildert werden, und wo sich die ganze Wut nicht zu Worte gekommener Zahlabendmitglieder entlädt – im Gegensatz dazu sind hier Menschen gezeichnet, wie sie wirklich sind: nicht besonders bösartig, aber doch ziemlich übel, mutig aus Feigheit, klein, geduckt alle zusammen – und niemand ist in diesem Betrieb eigentlich recht glücklich.

    Die Bauern demonstrieren in der Stadt mit der schwarzen Fahne gegen die zu hohen Steuern. Der Bürgermeister verbietet die Demonstration nicht, der Regierungspräsident will sie verboten haben; beides sind Sozialdemokraten. Der Regierungspräsident entsendet an die Grenze des städtischen Machtbereichs Schupo; sowie einen ›Vertrauensmann‹. Der Vertrauensmann bringt die städtische Polizei und die Bauern ein bißchen aufeinander; hier ist ausgezeichnet geschildert, wie so etwas verläuft: wie guter böser Wille, Tücke, Schlauheit und Gerissenheit des Beamten ineinander übergehn – Amtsmißbrauch? Das weisen Sie mal nach! Und wie sich dann vor allem die Ereignisse selbständig machen; wie es eben nicht mehr in der Macht der Menschen liegt, ihnen zu gebieten – das ›es‹ ist stärker als sie. Die Herren Führer stehen nachher als Opfer da – wie ist das gewesen? Ein Telefonanruf, die Ungeschicklichkeit eines Polizeiinspektors . . . du lieber Gott, es sind lauter Kleinigkeiten, und zum Schluß ist es ernste Politik. Fallada hat das gut aufgebröselt; er begnügt sich an keiner Stelle mit diesen schrecklichen Rednerphrasen, wie wir sie sonst in jedem politischen Roman finden: er trennt das Gewebe auf und zeigt uns das Futter. Riecht nicht gut, diese Einlage.

    Hießen alle diese Leute: Kowalski, Pruniczlawski, Krczynakowski und spielte dieser Roman in Polen –: die deutsche Rechtspresse würde ihn mit Freudengeheul begrüßen. Was? Diese Tücke! diese Falschheit – denn ein Grundzug geht durch das ganze Buch, und der ist wahr:

    Fast alles, was hier geschieht, beruht auf Nötigung oder Erpressung.

    Der Bürgermeister drückt auf die Zeitungsleute; die Zeitungsleute drücken auf das Rathaus; die Bauern auf die Kaufleute; jeder weiß etwas über wen, und jeder nutzt diese Kenntnis auf das raffinierteste aus. Nun wollen wir uns nicht vormachen, es käme solches nur in deutschen Kleinstädten vor; diese Leute sind immer noch Waisenknaben gegen die Franzosen, die aus Personalkenntnissen gradezu meisterhaft Kapital zu schlagen verstehn – die gute Hälfte ihrer Politik besteht aus solchen Dingen, und es ist sehr lustig, daß der Name ihrer einschlägigen Institution in wörtlicher Übersetzung »allgemeine Sicherheit« bedeutet. Also das ist überall so. Gestaltet ist es in diesem Buche meisterhaft.

    Was vor allem auffällt, ist die Echtheit des Jargons. Das kann man nicht erfinden, das ist gehört. Und bis auf das letzte Komma richtig wiedergegeben: es gibt eine Echtheit, die sich sofort überträgt: man fühlt, daß die Leute so gesprochen haben und nicht anders.

    Diese Aktschlüsse, wenn sie auseinandergehn, mit »Na, denn . . . « und »Also nicht wahr, Herr Bürgermeister . . . «; der schönste Gesprächsschluß ist auf der Seite 517 . . . die grammophongetreue Wiedergabe dessen, was so in einer Konferenz gesprochen wird: wie da die Bürger aller Schattierungen eine Nummer reden, halb Stammtisch und halb Volksversammlung; wie sie unter Freunden sprechen und wie sie sprechen, wenn jemand dabei ist, gegen den sie etwas haben; wie sie schweinigeln . . .

    Ja, da lesen wir nun so viel über die Sittenverderbnis am Kurfürstendamm. Aber auf keinem berliner Kostümfest der Inflationsjahre kann es böser zugegangen sein als es heute noch in jeder Kleinstadt in gewissen Ecken zuzugehen pflegt, wenn die Ehemänner, fern von Muttern, in das Reich der Aktfotografien und der Weiberkneipen hinuntertauchen. Jeder hat was auf dem Kerbholz. »Ich sage bloß: Stettin . . . « sagt einer zum Bürgermeister. Ich sage bloß: Altholm – und hierin steht dieses erfundene Altholm, das gar nicht erfunden sein kann, für jede Stadt. Dieses Laster ist unsagbar unappetitlich.

    Wenn sie aber festgestellt haben, daß Betty, die Sau, heute keine Hosen trägt, dann reißen sie sich am nächsten Vormittag zusammen und werden ›dienstlich‹. Und das ist nun allerdings ganz und gar deutsch. »Ich komme dienstlich«, sagt einer zu einem Duzfreund. Und dann spielen sie sich eine Komödie vor: jeder weiß, daß der andre weiß, daß er weiß – sie grinsen aber nicht, sondern sie wechseln vorschriftsmäßig Rede und Gegenrede, damit sie nachher in den Bericht setzen und beschwören können: »Herr Stuff sagte mir, daß er von dem Verbleib des Inseratenzettels nichts wüßte. So wahr mir Gott helfe.«

    O welsche Tücke, o polnische Niedertracht, o deutsche Dienstlichkeit.

    Und eine Gerichtsverhandlung: wie da die unbequemen Zeugen zu Angeklagten werden; wie es gedreht wird; wie dieses ganze Theater gar nichts mehr mit Rechtspflege, dagegen alles mit Politik zu tun hat –: das ist ein Meisterstück forensischer Schilderung. Nur zu lang.

    Und wenn man das alles gelesen hat, voller Spannung, Bewegung und ununterbrochen einander widerstreitender Gefühle: dann sieht man die immense Schuld jener Republik, die wir einmal gehabt haben und die heute zerbrochen ist an der Schlappheit, an der maßlosen Feigheit, an der Instinktlosigkeit ihres mittlern Bürgertums, zu dem in erster Linie die Panzerkreuzer bewilligenden Führer der Sozialdemokratie zu rechnen sind. Der Lebenswille der andern war stärker; und wer stärker ist, hat das Anrecht auf einen Sieg. Beklagt euch nicht.

    Hier, in diese kleinen Städte, ist der demokratische, der republikanische Gedanke niemals eingezogen. Man hat – großer Sieg! – auf manchen Regierungsgebäuden Schwarz-Rot-Gold geflaggt; die Denkungsart der breiten Masse hat die Republik nie erfaßt. Nicht nur, weil sie maßlos ungeschickt, ewig zögernd und energielos zu Werke gegangen ist; nicht nur, weil sie 1918 und nach dem Kapp-Putsch, nach den feigen Mordtaten gegen Erzberger und Rathenau alles, aber auch alles versäumt hat – nein, weil der wirkliche Gehalt dieses Volkes, seine anonyme Energie, seine Liebe und sein Herz nicht auf solcher Seite sein können. Die Sozialdemokratie ist geistig nie auf ihre Aufgabe vorbereitet gewesen; diese hochmütigen Marxisten-Spießer hatten es alles schriftlich, ihre Theorien hatten sich selbständig gemacht, und in der Praxis war es gar nichts. Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig. Daß nun dieses richtige Grundgefühl heute von den Schreihälsen der Nazis mißbraucht wird, ist eine andre Sache.

    Hier ist eine Blutschuld der nicht mehr bestehenden Republik. Aus keinem Buch wird das deutlicher als aus diesem, der Verfasser hat es uns vielleicht gar nicht zeigen wollen – die These springt aber dem Leser in die Augen. Was war hier zu machen –! Und was hat man alles nicht gemacht –! Zu spät, zu spät.

    Ich empfehle diesen Roman jedem, der über Deutschland Bescheid wissen will. Wie weit ist das von dem Rapprochement-Geschwätz der braven Leute aus den großen Städten entfernt. Hier ist Deutschland – hier ist es.

    Es wäre anzumerken, daß der Künstler in Fallada nur an einigen wenigen Stellen triumphiert. Manchmal sagt er kluge Sachen; wie sich zwei bei einer Unterredung vorsichtig abtasten: »Ein Anfang ist gemacht, ein günstiger Anfang. Die beiden Herren haben sich in ihren Antipathien getroffen, was meistens wichtiger ist, als daß die Sympathien übereinstimmen.« Und einmal steht da einer dieser Sätze, an denen das frühere Werk Gerhart Hauptmanns so reich ist. Einem[172] Bauern geht alles, aber auch alles schief. »Welche sind, die haben kein Glück, sagt Banz und meint sich.«

    Ja, das ist ein Buch! So ist die Stadt; so ist das Land, vor allem das niederdeutsche, und so ist die Politik. Man sieht hier einmal deutlich, wie eben diese Politik nicht allein in wirtschaftliche Erklärungen aufzulösen ist; wie sich diese Menschen umeinanderdrehen, sich bekämpfen und sich verbünden, sich anziehen und abstoßen, sich befehden und verbrüdern . . . als seien sie von blinden und anonymen Leidenschaften getrieben, denen sie erst nachher, wenn alles vorbei ist, ein rationalistisches Etikett aufkleben; das Etikett zeigt den Flascheninhalt nicht richtig an. Sie drücken aufeinander und »lassen den andern hochgehn«; sie spielen einander die Komödie des Dienstlichen vor – und es sind arme Luder, alle miteinander. Und man bekommt einen kleinen Begriff davon, wie es wohl einem zumute sein mag, der in diesen mittlern und kleinen Städten auf republikanischem Posten steht. Fällt er wegen seiner Gesinnung? Natürlich. Fällt er durch seine Gesinnung? Nie. Sie »machen ihn kaputt«, wie der schöne Fachausdruck heißt, aber so: »Herr Schulrat P. hat gegen den § 18 der Bestimmung verstoßen, nach der er . . . « Immer ist da so ein § 18, und immer funktioniert dieser Paragraph prompt, wenn sie ihn grade brauchen. Und niemals hilft die Republik ihren Leuten; sie wird so gehaßt und hat dabei gar nich veel tau seggn. Sie sieht sich das alles mit an . . . sie läßt diese unsäglichen Richter machen, die die Hauptschuld an den blutigen Opfern der letzten Zeit tragen. Rechtsschutz gibt es nicht. Gleichheit vor dem Strafgesetz gibt es nicht. Kommunist sein bedeutet: Angeklagter sein, und wenn die Nazis ganze Kleinstädte terrorisieren, so bleibt der Landgerichtsrat milde und hackt auf den Belastungszeugen herum. Und wenn es gar nicht anders geht, wenn sonst nichts da ist, einen verhaßten Republikaner tot zu machen, dann hilft irgend ein § 18. Noch niemals aber ist ein Mitglied der herrschenden Rechtskaste über solch einen Paragraphen gestolpert, falls er sich nicht bei seiner Klasse mißliebig gemacht hat. Da gilt dann der Paragraph nicht. Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.

    So einen Arztroman möchten wir lesen. So einen Journalistenroman. So einen berliner Roman. Dazu wäre allerdings der besondere Glücksfall nötig, daß ein schriftstellerisch begabter Mann in diesem Milieu lebt und es so genau kennt, wie Fallada das seinige.

    Er hat es kaschiert. Seine Helden heißen nicht Knut, sondern Tunk. Wird diese Tarnkappe genügen? Begeistert wird die kleine Stadt von seiner Schilderung grade nicht sein – nicht davon, wie er sie entblößt; wie er aufzeigt, daß weit und breit keine Juden da sind, die man für alles verantwortlich machen könnte; weit und breit keine Kommunisten,[ die etwas bewirken. Fallada, sieh dich vor. Es gibt ein altes Grimmsches Märchen von der Gänsemagd, die eine Prinzessin war und die nun als Magd dienen muß. Den Kopf ihres treuen Rosses haben sie ans Stadttor genagelt, und jeden Morgen, wenn sie ihre Gänse da vorübertreiben muß, sieht sie es an und spricht:

    »O Fallada – daß du hangest!«

    Wenn sie dich kriegen, Hans Fallada, wenn sie dich kriegen: sieh dich vor, daß du nicht hangest! Es kann aber auch sein, daß sie in ihrer Dummheit glauben, du habest mit dem Buch den Sozis ordentlich eins auswischen wollen, und dann bekommst du einen Redakteurposten bei einem jener verängstigten Druckereibesitzer, die in Wahrheit die deutsche Presse repräsentieren.

    Obgleich und weil du den besten deutschen Kleinstadtroman geschrieben hast.

    · Ignaz Wrobel
    Die Weltbühne, 07.03.1931, Nr. 14, S. 496.

    #Allemagne #histoire #nazis #SPD #politique #province #fascisme

  • Le #Portugal au temps de Salazar
    http://www.laviedesidees.fr/Fernando-Rosas-art-durer-fascisme-Portugal.html

    À propos de : Fernando Rosas, L’art de durer. Le #fascisme au Portugal, Éditions sociales. De 1926 à 1974, le Portugal a vécu sous le joug de la dictature salazariste. L’historien portugais Fernando Rosas revient sur les piliers d’un régime fasciste qui demeure mal connu en dépit de sa longévité.

    #Histoire #régime_politique
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20200316_salazar.pdf
    https://laviedesidees.fr/IMG/docx/20200316_salazar.docx

    • En se penchant sur l’histoire du Portugal au XXe siècle et tout particulièrement sur la période de la dictature, on tombe presque inévitablement sur le nom de l’historien Fernando Rosas. La condition était jusqu’à maintenant de lire le portugais pour pouvoir accéder à son œuvre très dense, qui s’est surtout concentrée sur cette période. La parution de cette traduction, dont l’original date de 2012, marque donc une salutaire étape pour le public français curieux d’en apprendre davantage sur ce moment crucial pour le Portugal et déterminant pour ses anciennes colonies. Elle permet, pour la première fois, de lire Fernando Rosas en français. La rigoureuse traduction réalisée par Clara Domingos, et l’ajout de notes de traduction ainsi que de repères et d’une chronologie facilitent la compréhension de cette période historique.

      Fernando Rosas, L’art de durer. Le fascisme au Portugal, traduit du portugais par Clara Domingues. Paris, Éditions sociales, 2020. 332 p., 22 €. [Salazar e o Poder. A Arte de Saber Durar, Lisbonne, chez Tinta-da-china, 2012].
      #dictature #livre

  • Antiterrorisme : Le gouvernement veut aller encore plus loin vers l’État d’urgence permanent | StreetPress
    https://www.streetpress.com/sujet/1583844739-antiterrorisme-gouvernement-veut-aller-encore-plus-loin-vers

    Selon un document que StreetPress s’est procuré, la « loi Silt » qui transpose dans le droit commun certaines mesures de l’État d’urgence va encore être renforcée au détriment des libertés publiques. L’information part d’une boulette du ministère de l’Intérieur. Vendredi 7 février, les députés membres de la commission des lois reçoivent le rapport annuel dressant le bilan de l’application de la loi « renforçant la sécurité intérieure et la lutte contre le terrorisme » (Silt). Quelques heures plus tard, nouveau (...)

    #anti-terrorisme #législation #surveillance #LDH-France #Amnesty

    • Pour imposer une Micas [Mesure Individuelle de Contrôle Administratif et de Surveillance, anciennement assignation à résidence] à un individu, il faut selon la loi Silt « des raisons sérieuses de penser » que le « comportement » de l’individu « constitue une menace d’une particulière gravité pour la sécurité et l’ordre public » ET cet individu doit « entrer en relation de manière habituelle avec des personnes ou organisations incitant, facilitant ou participant à des actes de terrorisme et/ou soutenir diffuser ou adhérer à des thèses incitant… ». C’est ce caractère cumulatif que le ministère de l’Intérieur envisage de supprimer.

      Pour justifier une visite domiciliaire [anciennement perquisition], « le comportement de la personne visée doit constituer une menace d’une particulière gravité pour la sécurité et l’ordre publics » ET elle doit « entrer en relation de manière habituelle avec des personnes ou organisations incitant, facilitant ou participant à des actes de terrorisme et/ou soutenir diffuser ou adhérer à des thèses incitant à… ». C’est encore une fois ce caractère cumulatif que le ministère de l’Intérieur envisage de supprimer.

  • L’eccidio di Debra Libanòs

    Wikiradio del 20/05/2016 - Rai Radio 3 - RaiPlay Radio
    https://www.raiplayradio.it/audio/2016/05/Leccidio-di-Debra-Libanos---Wikiradio-del-20052016-b1037d40-78c1-4849-9

    Il 20 maggio #1937, nel santuario di #DebraLibanòs, in Etiopia, 297 monaci e 23 laici vengono fucilati per ordine del generale #RodolfoGraziani con Paolo Soldini

    Repertorio

    – testimonianza di Adamu Asegahgn, guerrigliero etiope, da La storia siamo noi. La guerra d’Etiopia:L’Impero di argilla del 5/5/2009 -Archivi Rai

    –frammento dal resoconto di un medico ungherese sulle stragi compiute dagli italiani in Etiopia, tratta dal documentario della #BBC #FascistLegacy, 1989

    https://en.wikipedia.org/wiki/Fascist_Legacy

    https://www.youtube.com/watch?v=oZB48EWuvts

    #Mussolini legge il telegramma di #Badoglio in cui annuncia l’ingresso ad #AddisAbeba

    – testimonianza di Tesfaye Tasew del monastero di Debra Libanos -da La storia siamo noi. La guerra d’Etiopia:L’Impero di argilla del 5/5/2009 -Archivi Rai

    – testimonianza di Belay Berhanmeskel del monastero di Debra Libanos - da La storia siamo noi. La guerra d’Etiopia:L’Impero di argilla del 5/5/2009 -Archivi Rai

    – cronaca dell’arrivo ad Addis Abeba dei ministri Alessandro Lessona ((delle colonie) e Giuseppe Cobolli Gigli (dei lavori pubblici), dal Giornale Luce del 28/10/36

    – Cronaca dell’accoglienza trionfale tributata al generale Rodolfo Graziani a Subiaco, dal Giornale Luce del 16/3/38

    Brano musicale

    Tezeta, Gétatchèw Mèkurya

    #podcast #wikiradio #RaiRadio3 #italie #colonialisme #colonialismeitalian #EmpireColonialItalien #génocide #Éthiopie #UK #Uolchefit #fascisme #gaz #représailles #

  • Hailé Selassié
    Wikiradio del 2/11/2017 - Rai Radio 3
    https://www.raiplayradio.it/audio/2017/10/Hail-Selassi----Wikiradio-del-2112017-8f0e6973-80a7-44b9-9fa7-4923dac0b

    Il 2 novembre 1930 Tafari Maconnen diventa imperatore col nome di Hailé Selassié Primo con Alessandro Triulzi.

    Repertorio

    – vari frammenti da un’intervista di Mario Soldati dal programma A carte scoperte con #HailéSelassié, trasmessa il 18/6/1974 - Archivi Rai

    – intervista di Gianno Bisiach ad Hailé #Selassié da RT - Rotocalco televisivo , realizzata il 28 maggio 1963 nel parco della residenza di Hailé Selassié - Archivi Rai

    – Breve frammento dell’appello in amarico che Hailé Selassié fece a Ginevra il 30 giugno 1936

    Io, Haila Sellase I, Imperatore d’Etiopia sono qui oggi per reclamare quella giustizia che è dovuta al mio popolo e quell’assistenza ad esso promessa otto mesi or sono da cinquantadue nazioni, quando queste affermarono che un atto di aggressione era stato compiuto in violazione dei trattati internazionali. [.] Mai, sinora, vi era stato l’esempio di un governo che procedesse allo sterminio di un popolo usando mezzi barbari, violando le più solenni promesse fatte a tutti i popoli della terra, che non si debba usare contro esseri umani la terribile arma dei gas venefici. È per difendere un popolo che lotta per la sua secolare indipendenza che il capo dell’Impero etiopico è venuto a Ginevra per adempiere a questo supremo dovere, dopo avere egli stesso combattuto alla testa dei suoi eserciti.

    Brani musicali

    – I Love King Selassié, Black Uhuru

    – War, Bob Marley

    #podcast #wikiradio #RaiRadio3 #rasta #secondeGuerreItalo-éthiopienne #italie #1941 #colonialisme #colonialismeitalian #EmpireColonialItalien #WWII #Éthiopie #fascisme #negus

  • La battaglia di Gondar
    raccontata da Gianluca Podestà WIKIRADIO del 27/11/2013
    https://www.spreaker.com/user/radiorai/wikiradio-del-27-11-2013-la-battaglia-di

    La battaglia di Gondar raccontata da Gianluca Podestà.
    Il 27 novembre 1941 con la resa di Gondar l’Italia abbandona l’Africa Orientale con Gianluca Podestà

    Repertorio:

    – Materiale storico dall’Archivio Istituto Luce: #Gondar:"Una visione di luoghi ove le nostre truppe combattono eroicamente" Giornale Luce dell’11 settembre 1941; Gondar antica capitale etiopica -Giornale Luce del 12 febbraio 1936; Gondar Imperiale 1939; Con la colonna Starace a Gondar e al lago Tana - 1936;

    – Testimonianze tratte da Mille Papaveri rossi - Italia in guerra - RAISTORIA;

    Brano musicale:

    The story of the wind - Tseguè Mariam Guebrou

    #podcast #wikiradio #RaiRadio3 #italie #1941 #colonialisme #colonialismeitalian #EmpireColonialItalien #WWII #Éthiopie #UK #Uolchefit #fascisme

  • Le gouvernement a créé une cellule militaire pour surveiller les opposants à l’agro-industrie
    https://reporterre.net/Le-gouvernement-cree-une-cellule-militaire-pour-surveiller-les-opposants

    Le gouvernement veut « faire taire tous ceux qui mènent des actions symboliques contre le système de l’agriculture industrielle », dénoncent de multiples défenseurs de l’agriculture paysanne et biologique, réunis dans cette tribune. Ils s’inquiètent fortement de la création de la cellule de renseignement Demeter, lancée fin octobre, soi-disant destinée à lutter contre l’« agribashing ».

    #fascisme

  • Blood and Soil in Narendra Modi’s India | The New Yorker
    https://www.newyorker.com/magazine/2019/12/09/blood-and-soil-in-narendra-modis-india

    Un très long et très bien informé article sur le fascisme de Modi, et la façon dont l’extrême-droite du RSS a su mobiliser la fureur hindouiste pour détruire la démocratie. Avec des exemples sur les médias et la haine anti-musulman.

    On ressort ébranlé et plus que jamais convaincu que nous avons là toutes les représentations du fascisme telle qu’il a existé dans les années 30 est bien à l’œuvre en Inde.

    On August 11th, two weeks after Prime Minister Narendra Modi sent soldiers in to pacify the Indian state of Kashmir, a reporter appeared on the news channel Republic TV, riding a motor scooter through the city of Srinagar. She was there to assure viewers that, whatever else they might be hearing, the situation was remarkably calm. “You can see banks here and commercial complexes,” the reporter, Sweta Srivastava, said, as she wound her way past local landmarks. “The situation makes you feel good, because the situation is returning to normal, and the locals are ready to live their lives normally again.” She conducted no interviews; there was no one on the streets to talk to.

    Other coverage on Republic TV showed people dancing ecstatically, along with the words “Jubilant Indians celebrate Modi’s Kashmir masterstroke.” A week earlier, Modi’s government had announced that it was suspending Article 370 of the constitution, which grants autonomy to Kashmir, India’s only Muslim-majority state. The provision, written to help preserve the state’s religious and ethnic identity, largely prohibits members of India’s Hindu majority from settling there. Modi, who rose to power trailed by allegations of encouraging anti-Muslim bigotry, said that the decision would help Kashmiris, by spurring development and discouraging a long-standing guerrilla insurgency. To insure a smooth reception, Modi had flooded Kashmir with troops and detained hundreds of prominent Muslims—a move that Republic TV described by saying that “the leaders who would have created trouble” had been placed in “government guesthouses.”

    The change in Kashmir upended more than half a century of careful politics, but the Indian press reacted with nearly uniform approval. Ever since Modi was first elected Prime Minister, in 2014, he has been recasting the story of India, from that of a secular democracy accommodating a uniquely diverse population to that of a Hindu nation that dominates its minorities, especially the country’s two hundred million Muslims. Modi and his allies have squeezed, bullied, and smothered the press into endorsing what they call the “New India.”

    Kashmiris greeted Modi’s decision with protests, claiming that his real goal was to inundate the state with Hindu settlers. After the initial tumult subsided, though, the Times of India and other major newspapers began claiming that a majority of Kashmiris quietly supported Modi—they were just too frightened of militants to say so aloud. Television reporters, newly arrived from Delhi, set up cameras on the picturesque shoreline of Dal Lake and dutifully repeated the government’s line.

    As the reports cycled through the news, the journalist Rana Ayyub told me over the phone that she was heading to Kashmir. Ayyub, thirty-six years old, is one of India’s best-known investigative reporters, famous for relentlessly pursuing Modi and his aides. As a Muslim from Mumbai, she has lived on the country’s sectarian divide her whole life. She suspected that the government’s story about Kashmir was self-serving propaganda. “I think the repression is probably worse than it’s ever been,” she said. She didn’t know what she might find, but, she told me, “I want to speak to those unheard voices.”

    #Inde #Narendra_Modi #Fascisme #Hindouisme

  • Le titre est fait pour atténuer. Non cette vidéo n’indigne pas “l’opposition”, elle indigne TOUS les français, tous ceux qui ne sont pas fascistes !

    Lettre du préfet Maurice Grimaud aux policiers le 29 mai 1968 :

    « Frapper un manifestant tombé à terre, c’est se frapper soi-même en apparaissant sous un jour qui atteint toute la fonction policière... »

    C’est ça un préfet.

    L’indignation...seulement maintenant ???

    Un an de saccage des valeurs républicaines et de notre démocratie dans le silence. Un an où les gilets jaunes ont été laissés seuls dans la lutte, moqués, mutilés, injuriés. Le régime montre son visage. Tous ceux qui ne baissent pas la tête cracheront du sang.

    Ce genre de titre est détestable. Comme si au fond, c’était normal mais que seuls les opposants du gouvernement y voyait à redire.

    Ignoble !

    https://twitter.com/Poulin2012/status/1203216010628796416

  • Guzmán: «Nos quieren explotadas en sus tierras y de sirvientas en sus casas, por eso este golpe necesita ser racista» | Diario Contexto
    https://www.diariocontexto.com.ar/2019/11/18/guzman-nos-quieren-explotadas-en-sus-tierras-como-sus-sirvientas-

    Frente a la terrible situación que existe en Bolivia desde el golpe de Estado contra el presidente Evo Morales, Contexto dialogó con Adriana Guzmán, integrante del movimiento Feminista Antipatriarcal de Bolivia.

    Guzmán analizó las características del golpe, explicó qué sectores están realmente detrás de la autoproclamada «presidenta», Jeanine Áñez, y aseguró que la resistencia de los pueblos originarios «no se acaba con el Evo, esta lucha es por la defensa de nuestra dignidad frente a un golpe de Estado racista y fascista».

    #Bolivie #féminisme #patriarcat #fascisme #répression #racisme

  • Résister plus que jamais
    https://joellepalmieri.org/2019/11/20/resister-plus-que-jamais

    On approche de la semaine internationale contre les violences faites aux femmes et force est de constater que l’Histoire des dominations continue son chemin. Entre le plan migration du gouvernement du 6 novembre 2019, la sortie du film « J’accuse » le 13, la fin des travaux du Grenelle des violences conjugales le 25,… les débats s’animent, … Lire la suite →

    #Humeurs #Domination #Economie #Fascisme #Luttes #Masculinisme #Résistance


    https://0.gravatar.com/avatar/9756ba41fe8333157071419a20733f4a?s=96&d=https%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Fa

  • Le grand remplacement, un virus français (1/5) : à l’origine du mythe
    https://www.franceculture.fr/emissions/mecaniques-du-complotisme-saison-2-les-instructions-secretes-et-le-faux-complot-des-jesuites/le-grand-remplacement-un-virus-francais-episode-1-a-lorigine-du-mythe

    Le mythe d’une invasion migratoire n’est pas un thème nouveau. A intervalles réguliers, il traverse la France depuis près d’un siècle. Belle époque, années folles, grande dépression, décolonisation : chaque décennie a connu ses prophètes de la submersion étrangère qui lancent leurs carrières littéraires et politiques sur le dos de
    l’immigration. Dès les années 1910, le mythe prend forme.

    –----

    Le grand remplacement, un virus français (2/5) : le Front National
    https://www.franceculture.fr/emissions/mecaniques-du-complotisme-saison-2-les-instructions-secretes-et-le-faux-complot-des-jesuites/le-grand-remplacement-un-virus-francais-25-le-front-national

    Après 1945, il faut reconstruire le pays. Un million de travailleurs venus des colonies arrivent en métropole. Mais la guerre d’Algérie et la fin des Trente glorieuses font surgir des tensions économiques et communautaires. Bientôt, des forces politiques extrêmes prospèreront sur ces fractures. Reprenant le flambeau de la peur migratoire, le Front National s’installe dans le paysage politique français.

    –---

    Le grand remplacement, un virus français (3/5) : Renaud Camus
    https://www.franceculture.fr/emissions/mecaniques-du-complotisme-saison-2-les-instructions-secretes-et-le-faux-complot-des-jesuites/le-grand-remplacement-un-virus-francais-35-renaud-camus

    Au début des années 2000, un écrivain français jusque-là principalement connu pour sa contribution à la littérature gay des années 70 s’invite dans les débats sur l’immigration, dont il est convaincu qu’elle amènera la disparition des Français. Il résume sa pensée en deux mots : le “grand remplacement”. D’une formule, Renaud Camus parvient à cristalliser les angoisses de l’époque.

    –---

    Le grand remplacement, un virus français (4/5) : la décennie Zemmour
    https://www.franceculture.fr/emissions/mecaniques-du-complotisme-saison-2-les-instructions-secretes-et-le-faux-complot-des-jesuites/le-grand-remplacement-un-virus-francais-45-la-decennie-zemmour

    Pour populariser son concept du grand remplacement, Renaud Camus peut s’appuyer sur un homme, Éric Zemmour, et sur un contexte. En 10 ans, le polémiste médiatique devient une référence intellectuelle dans une France qui se crispe sous le coup de la crise économique, des attentats islamistes et de la vague des réfugiés syriens. En moins de 10 ans, le grand replacement est sur toutes les lèvres.

    –---

    Le grand remplacement, un virus français (5/5) : Trump, Camus, les mots tuent
    https://www.franceculture.fr/emissions/mecaniques-du-complotisme-saison-2-les-instructions-secretes-et-le-faux-complot-des-jesuites/le-grand-remplacement-un-virus-francais-55-trump-camus-les-mots-tuent

    La France n’est pas le seul pays travaillé par l’angoisse migratoire. Par internet et Amazon, les mots de Renaud Camus traversent les frontières. Dans une extrême droite américaine traumatisée par la présidence Obama et désinhibée par les discours de Trump, le grand remplacement résonne. Inspirés par les appels à résister au “génocide par substitution”, certains vont prendre les armes. Les mots tuent.

    #extrême_droite #fascisme #xénophobie #racisme #exclusion #discrimination #proto-fascisme #néonazis #grand_remplacement

  • Sur les #Gilets_Jaunes, l’État et le #fascisme
    http://www.platenqmil.com/blog/2019/10/07/sur-les-gilets-jaunes-letat-et-le-fascisme
    #bernanos

    suite à une confrontation ayant opposé des #antifascistes à des militants d’extrême-droite. Cela fait près de six mois que je suis enfermé, six mois au cours desquels j’ai subi différents types de pressions de la part de l’institution judiciaire et de l’administration pénitentiaire. J’ai dans un premier temps été écroué à la maison d’arrêt de Fresnes, où la direction m’a placé sous le régime de l’isolement médiatique en raison de mon appartenance à des « mouvances radicales et violentes d’extrême-gauche. J’ai été ensuite transféré du jour au lendemain à la #Santé, en transit pour un transfert dans un établissement sécurisé en dehors de l’Île-de-France - puisque je bénéficierais, selon la direction interrégionale des services pénitentiaires de Paris, de « soutiens extérieurs pouvant nuire à la sécurité des établissements franciliens ». Par ailleurs, il y a deux mois, la juge des libertés et de la détention en charge de mon dossier a ordonné la fin de ma détention provisoire et ma remise en liberté, décision aussitôt annulée par une cour d’appel aux ordres du parquet de Paris, qui a mobilisé son attirail judiciaire pour empêcher ma libération. Cet acharnement, assez typique de la justice et de l’administration pénitentiaire, est exercé à mon encontre alors que toutes les autres personnes incriminées ont été libérées et placées sous contrôle judiciaire, et qu’il n’existe aucun élément dans le dossier permettant de m’associer d’une quelconque façon à l’affrontement. Aucun élément, sauf la déclaration d’un militant identitaire, Antoine Oziol de Pignol, hooligan du Kop of Boulogne, au sein du groupe de la Milice Paris, militant actif de Génération identitaire, et proche du groupuscule nationaliste des Zouaves Paris, avec qui il était au moment de l’affrontement. Ce dernier a donc porté plainte et s’est constitué partie civile, affirmant reconnaître des militants antifascistes parmi les auteurs des violences dont il aurait été victime, et déclarant que je faisais partie du groupe qui a mis en déroute ses camarades et lui-même le soir des faits.

    • accès sous #TOR vu le mur des gafam …

      …platenqmil.com
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      …jsdelivr.net

  • Spaniens „Verschwundene“: Nur in Kambodscha sind es mehr | Telepolis
    https://www.heise.de/tp/features/Spaniens-Verschwundene-Nur-in-Kambodscha-sind-es-mehr-4511141.html


    Aushebung eines Massengrab im baskischen Elgeta (2004). Bild: Ralf Streck

    31. August 2019 - Ralf Streck - Fast 40 Jahre nach dem Ende der Diktatur liegen noch über 100.000 Gegner des Franco-Regimes in Massengräbern und Straßengräben

    Am gestrigen Freitag wurde weltweit der „Tag der Verschwundenen“ begangen, wobei die spanische Variante in der Übersetzung deutlich klarer ist - „Día Internacional de las Víctimas de Desapariciones Forzadas“. Denn die Menschen sind nicht bloß „verschwunden“, sondern man ließ sie mit Gewalt verschwinden. Sie sind „Opfer von gewaltsamem Verschwindenlassen“, wie die wörtliche Übersetzung des spanischen Titels lautet. An diesem von den Vereinten Nationen bestimmten Gedenktag soll an das Schicksal dieser Menschen erinnert werden.

    In Spanien ist weitgehend bekannt, wo die Gegner der Franco-Putschisten verscharrt wurden, anders zum Beispiel als im Fall des Dichters Federico García Lorca, der ebenfalls fern jeder Kriegshandlung aus dem Haus gezerrt und ermordet wurde.

    Mit 114.000 wird die Zahl der Menschen beziffert, die noch immer nicht identifiziert in Massengräbern verscharrt sind. „Nur in Kambodscha gibt es mehr Verschwundene als in Spanien“, titelte zum Beispiel der Schweizer Rundfunk (SFR) zum Thema. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verweist auch darauf, dass der Diktator bis heute unangetastet in seinem Mausoleum liegt.

    Dieses ließ sich Franco noch zu Lebzeiten von vielen Zwangsarbeitern errichten. Viele haben im sogenannten „Tal der Gefallenen“ ihr Leben dabei verloren und wurden dort gegen den Willen ihrer Angehörigen anonym verscharrt - wie zahllose Republikaner, Anarchisten, Kommunisten, Basken oder Katalanen, die die Republik mit ihrem Leben gegen die Putschisten verteidigt hatten.

    Aus dem Projekt der Exhumierung des Diktators, das die Sozialdemokraten von Pedro Sánchez eigentlich schon im vergangenen Sommer abschließen wollten, an dem Ort, wo sich Ewiggestrige noch heute in großer Zahl treffen, um den Faschismus zu verehren, ist bislang nichts geworden. Das Versprechen, das Tal in einen Gedenkort für die Opfer der Diktatur umzuwandeln, wurde ohnehin wie viele andere Sánchez-Versprechen komplett aufgegeben. Und obwohl die Exhumierung im Parlament beschlossen wurde, ist unklar ob sie jemals durchgeführt wird.

    Auch dieser Vorgang, wie der Umgang mit den Massengräbern, in denen auch Parteigänger von Sánchez verscharrt liegen, zeigt die Tatsache auf, dass Spanien nie mit der Diktatur gebrochen hat. So ist es kein Wunder, dass die große Volkspartei (PP) von ehemaligen Mitgliedern der Franco-Diktatur gegründet wurde. Es verwundert auch nicht, dass die „Postfaschisten“ keinerlei Unrechtsbewusstsein entwickelt haben. So erklärte der ehemalige PP-Innenminister Jaime Mayor: „Warum soll ich den Franquismus verurteilen, wenn es viele Familien gab, die ihn natürlich und normal erlebt haben?“

    Man wundert sich dann auch nicht, wenn es in Spanien eine Franco-Stiftung gibt, die mit Steuergeldern gefördert wird, während die Opfer der Diktatur nach dem zaghaften Gesetzen zur Wiederherstellung der historischen Erinnerung in vielen Regionen des Landes außerhalb Kataloniens und des Baskenlands noch heute für die Öffnungen der Massengräber und die DNA-Tests aufkommen müssen.

    Immer mal wieder werden Massengräber ausgehoben, wie das vermutlich größte im ländlichen Raum auf dem Friedhof der alten Bergarbeiterstadt Nerva. Das Massengrab in der andalusischen Provinz Huelva ist besonders. „Normalerweise sieht man ein paar Körper in einem Grab; vier, fünf oder auch zehn, dann folgt darauf einige Meter entfernt ein anderes Grab und so weiter. Hier dagegen gibt es über 40 mal drei Meter einen einzigen riesigen Leichenberg“, erklärt Forensiker Andrés Fernández Martín. Mehr als 200 Menschen sollen hier verscharrt sein und das Grab wird nun vorsichtig ausgehoben.

    Ob das fertiggestellt wird, ist fraglich. Die Finanzierung steht nur für drei Monate. Da aber in Andalusien nun die die PP in Koalition mit der rechten Ciudadanos (Cs) regiert, die von der rechtsradikalen Vox gestützt wird, kann es sein, dass diese Exhumierung abgebrochen werden soll. Denn Vox will diese Ausgrabungen stoppen und kein Geld mehr zur Verfügung stellen.

    Ausgerechnet dieser offen faschistisch auftretenden Partei wurde von PP und Cs die Leitung der Kommission für die historische Erinnerung zugeschustert, um ihre Unterstützung zu erhalten. Sie will die wenigen und zaghaften Entwicklungen zurückdrehen. Spanien läuft, wegen des erratischen Kurses von Sánchez zudem Gefahr, dass eine „Trifachito-Regierung“ im November das ganze Land regieren könnte, weil der Sozialdemokrat unfähig zum Dialog ist und Spanien deshalb auf die vierten Wahlen in nur vier Jahren zustrebt.

    The Spanish Holocaust by Paul Preston London: Harper Press, 2012 (ISBN: 978-0-00-255634-7). 700pp.
    https://www.gla.ac.uk/media/Media_298326_smxx.pdf

    The Kelvingrove Review Issue 12
    In this welcome addition to Spanish Civil War literature, Paul Preston challenges the ‘Pact of Forgetting’ – the Spanish political decision to avoid confronting the legacy of Francoism after Franco’s death in 1975 – and investigates the rhetoric and reality of extermination in Spain during the period 1931-38. Preston is Director of the Cañada Blanch Centre for Contemporary Spanish Studies at the London School of Economics; he has previously published the definitive biography of General Francisco Franco, and has won the prestigious History Prize of Catalonia for The Spanish Holocaust. Alongside extensive detailing of the campaigns of the opposing Republican and Rebel armies, Preston devotes attention to the savagery committed against civilians, including sexual violence, torture, and mass executions. Moving beyond a standard chronological account, the author examines the theme of extermination in the Spanish Civil War through racial, religious, colonialist, and gendered lenses. Supplementing Preston’s examination are personal histories of individuals from both sides of the conflict, providing the reader with a comprehensive account of the origins of prejudices and the escalation of institutionalised and spontaneous violence in the Rebel and Republican zones, respectively.

    #Espagne #fascisme #histoire #politique #crimes_de_guerre

  • “Leni Riefenstahl Nubas” In The Year 2013
    https://www.youtube.com/watch?v=cplXvkpm2wA

    The Last of the Nuba
    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Last_of_the_Nuba

    The Last of the Nuba is the English-language title of German film director Leni Riefenstahl’s 1973 Die Nuba, an illustrations book published a year later in the United States. The book was an international bestseller and was followed-up by the 1976 book Die Nuba von Kau.[1][2] It was the subject of a famous critique by Susan Sontag in claiming that it adhered to a fascist aesthetic.

    #film #fascisme #art #Afrique #Allemagne #nazis

  • American #Immigration: A Century of Racism | by Sarah Churchwell | The New York Review of Books
    https://www.nybooks.com/articles/2019/09/26/american-immigration-century-racism

    Discussions of eugenics and other fascistic ideas in American history tend to provoke the defense that, while such arguments have been made, they never took root. But if they never took root, why do they keep flowering?

    [...]

    History matters, as was made all too clear when Alexandria Ocasio-Cortez was lambasted for her entirely accurate description of the prison camps on the southern US border as “concentration camps.” Hitler is not fascism’s only test case: he was neither its beginning nor its ending.

    Those with power have a vested interest in misreading it, viewing the social rules that benefit them as reflecting the natural order of things, an order their dominance lets them replicate and justify. As Okrent quotes one opponent to restrictionism aptly commenting, the world has “suffered more from the vices of the rich than from those of the poor.” The Guarded Gate sharply reminds us that nativism has never been limited to its most savage enforcers, like the Klan or #neo-Nazis. It always has its “civilized” voices, too, with lobbyists, funders, and advocates giving it respectable cover, domesticating it, putting it in Good Housekeeping rather than in Der Stürmer. But it keeps turning back to the same old-time religion, singing the same sad lament: “Lo, the Poor Nordic!”

    #racisme #fascisme des #civilisés #états-unis

  • India Renders 2M Stateless, Far-Right BJP Slammed by Hindu Nationalists for Excluding Hindus | News | teleSUR English
    https://www.telesurenglish.net/news/india-nrc-assam-1.9-million-stateless-citizenship-bjp-bengalis-20190

    India excluded 1.9 million from citizenship dividing families who have submitted the same documents to prove they are living in India before Bangladesh’s independence in 1971.

    Nearly 2 million people have been left off a list of citizens released Saturday in India’s northeastern state of Assam, after a mammoth years-long exercise to remove so-called illegal immigrants from neighboring Bangladesh.

    Officials checked documents submitted by roughly 33 million people for a draft released last year of a National Register of Citizens (NRC) in Assam, which left out more than 4 million residents of the state, many of them Hindu.

    But 31.1 million people now make up the final list, with 1.9 million excluded, said Prateek Hajela, the coordinator of the state’s register.

    “Any person who is not satisfied with the outcome of the claims and objections can file an appeal before the foreigners’ tribunals,” Hajela said in a statement, adding that everyone had received an adequate hearing.

    Critics accuse Prime Minister Narendra Modi’s ruling Hindu nationalist party of stoking sentiment against illegal immigrants and misusing the register to target even legal Muslim citizens.

    His close aide, Home Minister Amit Shah, has previously vowed to weed out illegal immigrants, calling them “termites”.

    He also said previously that Hindus, Sikhs, and Buddhists do not have to worry about NRC. However, after a large number of Hindus were excluded from the list the ruling party members have been criticizing the NRC.

    Modi’s Bharatiya Janata Party (BJP), which also rules the state, has had to change tack in recent months.

    “Names of many Indian citizens who migrated from Bangladesh as refugees before 1971 have not been included in the NRC,” Assam’s Finance Minister Himanta Biswa Sarma said in a Twitter post, adding that some illegal migrants had been wrongfully added.

    Another BJP lawmaker, Shiladitya Deb, said he did not expect the list to be fair. “It will not have the names of many Bengali Hindus,” he said.

    Those excluded have 120 days to prove their citizenship at hundreds of regional quasi-judicial bodies known as foreigners’ tribunals. If ruled to be illegal immigrants there, they can appeal to higher courts.

    This decision came after the government decided to update the NRC which was formed after the 1951 Census. The current administration under Prime Minister Narendra Modi decided to update the list in 2015 and people had to prove their lineage that they came to India before March 24, 1971, the day Bangladesh became independent from Pakistan.

    During Bangladesh’s freedom struggle, many Bengali Muslims and Hindus alike migrated to India.

    People who could not prove their existence in India before that have been excluded even though they have Indian passports or served in the army.

    For example, Mohammad Sanaullah who served in the Indian army for 30 years found himself excluded from the list.

    Many families found that half of them made to the list. Mijanur Rahman, a 47-year-old farmer, his son, and two daughters were named as citizens while his wife and other three daughters were excluded.

    “Everyone in my family is on the list but not me,” said Munwara Khatun, accompanied by two grandchildren and her husband, Sahar Ali, at a registration center in Assam’s central district of Nagaon. “How can that be?”

    Her 65-year-old spouse, a farmer, said the draft list had also omitted her, prompting them to provide authorities with documents ranging from land records to her voter identification and the Aadhaar identification number of Indian residents.

    Some of the two dozen people at the center said officials had asked them to go to court to get included on the register.

    “They are saying go to court,” said car mechanic Ritesh Sutradhar, 45, who had been left out, along with his wife. “But who will pay for all that?”

    Two sisters Shefali Baidya and Mukul Bose submitted the same document belonging to her father. But Mukul was excluded from the list while Shefali was included.

    State officials say they do not know the eventual fate of those finally adjudged foreigners. Bangladesh has not committed to accepting them.

    More than 1,000 people are being held in Assam’s six detention centers for illegal immigrants and the state wants to set up more centers.

    Human rights activists have criticized conditions at the centers, and lawyers and activists point to problems with the functioning of the foreigners’ tribunals.​​​​​​​

    #Inde #Bangla_Desh #nationalisme #fascisme_hindou

  • #Piazza_della_Vittoria, Bolzano
    En me promenant à #Bolzano en mai 2019, voici ce que je vois :

    Piazza della vittoria, già Piazza della Pace
    (Place de la #victoire, déjà Place de la #paix)

    Je suis évidemment intriguée... pourquoi passer de la paix à la victoire ? Victoire de qui ? Paix pour qui ?

    Le #monument sur ladite place est aussi très imposant et impressionnant... et par son #architecture on comprend vite quand il a été érigé...

    Petit tour sur wikipedia, qui nous dit que le monument a été construit entre 1926 et 1928.
    #Monumento_alla_Vittoria :
    https://it.wikipedia.org/wiki/Monumento_alla_Vittoria_(Bolzano)
    #Siegesdenkmal

    Vous pouvez découvrir l’histoire du monument sur la page wikipedia.

    Je voulais aussi signaler un passage autour de ce monument dans le #livre de #Alessandro_Leogrande, « #La_frontiera » :

    «A Bolzano li chiamano ancora ’relitti fascisti’. Sono tutti quei musolei, palazzi, cimeli che ricordano il ventennio mussoliniano. Il relitto fascista per eccellenza è il monumento realizzato da #Marcello_Piacentini nel 1928 per celebrare la vittoria italiana nella Grande guerra e per rimarcare, com’è scritto in latino a caratteri cubitali sulla facciata, che ’hic patriae fines siste signa, hinc ceteros excluimus lingua legibus artibus’. E, cioè, che non solo qui sono fissati i confini della patria, ma che proprio ’da qui’ educammo ’gli altri’ con la lingua, le leggi, le arti.
    Per decenni ’gli altri’, cioè la comunità germanofona cui il fascismo aveva impedito di usare la propria lingua, hanno visto nel monumento il simbolo più eclatante dell’usurpazione e dell’occupazione. Ed eclatante il monumento di Piacentini lo è davvero. Non solo perché, con grande dispendio di marmo bianco, s’alza in stile littorio fino a dominare un’ampia porzione d’abitato, proprio nel punto in cui era stata avviata la costruzione di un altro monumento, prontamente demolito, in memoria dei caduti del reggimento austriaco #Kaiserjäger. Non so perché appare del tutto fuori luogo rispetto al territorio circostante, al paesaggio, all’architettura tradizionale, con lse sue quattordici colonne a forma di fascio che reggono un’imponente architrave. Ma anche perché è stato il cardine della mutazione urbanistica della città. Una mutazione imposta dal fascismo, che culmina, al termine di una serie di strade che ricordano i ’trionfi’ nazionali, nella piazza del Tribunale.
    Il Monumento è stato sempre percepito come la punta dell’iceberg di una frattura più ampia. D’altro canto, la destra italiana l’ha sempre difeso come un ’proprio’ simbolo, anche in età repubblicana. Così, benché a un certo punto la Südtiroler Volkspartei, il partito che rappresenta le minoranze tedesche e ladina e ha governato il processo di crescente autonomia della provincia, lo volesse buttare giù, è rimasto al suo posto. Ogni volta che gli attriti sono riemersi, ogni volta che il cammino verso l’autodeterminazione della provincia speciale è parso arrestarsi, ogni volta che le bombe hanno ripreso a esplodere, e sono state molte le bombe a esplodere in queste vallate tra gli anni sessanta e ottanta del Novecento, quelle funebri colonne littorie sono tornate al centro del buco nero delle reciproche incomprensioni.
    Nel 1979 fu #Alexander_Langer, leader della nuova sinistra, da sempre sostenitore della necessità di creare gruppi interetnici, tanto da aver fondato dieci anni prima una rivista che si chiamava ’#Die_Brücke', ciò ’Il ponte’, a presentare in Consiglio provinciale una mozione in cui si chiedeva che il monumento diventasse un luogo di ’memoria autocritica’. Ma la mozione non passò, perché gli opposti nazionalismi vedevano entrambi come fumo negli occhi la possibilità di trasformare quelle colonne in un monito permanente. Per gli uni andavano soltanto abbattute, per gli altri dovevano rimanere tali e quali al loro posto. Dopo una serie di attentati, il Monumento venne addirittura recintato, tanto da accrescere il senso di separazione.
    La trasformazione auspicata da Langer si è realizzata solo ora con la creazione di un percorso espositivo permanente intitolato BZ ’18-’45. Un monumento, una città, due dittature , che si snoda nei locali sottostanti l’opera di Piacentini. (...)
    L’esposizione allestita nall cripta e nei corridoi sotterranei mi ha sorpreso. Pannello dopo pannello, video dopo video, sono ripercorsi i momenti della sua costruzione e la storia della città tra le due guerre mondiali, quando fu pesantemente condizionata dai due totalitarismi, quello fascista e quello nazista. Tuttavia il maggior intervento sul monumento non è tanto costituito dal percorso espositivo, quanto da un anello a led che cinge una delle colonne centrali. Sullo schermo nero circolare, spesso almeno mezzo metro, scorre rosso il titolo della mostra (BZ ’18-’45...), tradotto in tre lingue: italiano, tedesco e inglese.
    L’opera di Piacentini non è stata rimossa, ma questa sorta di vistoso ’anello al naso’ ha il potere di desacralizzarla, trasformandola in altro da sé. Tra la retorica del Monumento e gli occhi di chi lo guarda si insinua subito un terzo elemento che ne ribalta il senso profondo».

    (pp.218-220)

    #fascisme #WWI #première_guerre_mondiale #toponymie #Italie #langue #alterité #patriotisme #architecture_fasciste #urbanisme_fasciste #géographie_urbaine #Südtirol #Province_autonome_de_Bolzano #nationalisme #exposition

    ping @simplicissimus @reka

  • Natalité, famille, patrie : comment Viktor Orban renvoie les femmes hongroises au foyer - Basta !
    https://www.bastamag.net/Natalite-famille-patrie-comment-Viktor-Orban-renvoie-les-femmes-hongroises

    Lorsqu’elle arrive au pouvoir, que fait l’extrême droite aux femmes ? En Hongrie, le discours raciste et nationaliste de Viktor Orban va de pair avec la volonté de renvoyer les femmes à la maternité. En Pologne, où le parti ultra-conservateur Droit et justice est au pouvoir depuis 2015, le gouvernement tente sans relâche, avec l’appui de l’Église, d’empêcher les femmes d’avoir accès à l’avortement et à la contraception. « Dans ces deux pays, les femmes comme individus disparaissent lentement des politiques publiques derrière le seul concept de la famille », avertit la chercheuse hongroise Andrea Pető. Premier volet : la Hongrie.

    #famille #sexisme #fascisme #femmes #IVG #natalisme #racisme #homophobie

  • ‘Viva la muerte!’ | The Spectator
    https://www.spectator.co.uk/2012/03/viva-la-muerte

    The rebel leaders sanctioned and even incited such behaviour in their orders and radio broadcasts. So did priests, who led by example, one of them boasting of killing more than 100 leftists, the sort of score one normally associates with a top Mafia hitman at the end of his career.
    ...
    There were of course many frightful atrocities in those areas the rebels did not capture at the start of the uprising. Victims of the Republicans included several thousand monks and priests, large numbers of army officers and civil guards, and landowners, businessmen and members of right-wing parties. Yet as Preston observes, there are a number of moral differences between the repressive actions of the two sides. Many of the secular dead in the Republican zones were in fact rebels prevented from joining Franco only because the uprising had been defeated in their areas (principally Madrid, Catalonia, New Castile, Asturias and the Basque provinces). Most of them in any case were shot in reprisal for rebel atrocities or bombing raids that had killed dozens of civilians: the infamous massacres at Paracuellos were a consequence of the rebels’ advance to the outskirts of Madrid and General Mola’s boast that a ‘fifth column’ was waiting inside the capital ready to help overthrow the Republic.
    ...
    Franco’s death in 1975 prompted a remarkable reconciliation in Spain. A transition directed by the moderate right and accepted by a very restrained left resulted in a political system that neither ETA nor the army (part of which attempted a half-baked coup in 1981) could destabilise. Both sides of the Civil War had agreed tacitly to ‘draw a line’, to ignore the atrocities and in the interests of harmony to allow many prosperous murderers to remain at large.

    This was a mature decision taken by an immature democracy. Now the situation is altogether different. Secure in their constitutional system, Spaniards want to find out what took place, what happened to that father or grandfather snatched away when they were infants and never seen again. Since historians should not be the servants of politics — even benign politics — Paul Preston was justified in embarking on a study that was obviously very painful for him to write. But those who love Spain should be warned before they read it.

    The Spanish Holocaust: Inquisition and Extermination in Twentieth-Century Spain Paul Preston ISBN: 039306476X,9780393064766

    #Espagne #fascisme #histoire

  • Vulgarité, #Masculinisme : équation pour un avenir politique
    https://joellepalmieri.wordpress.com/2019/08/23/vulgarite-masculinisme-equation-pour-un-avenir-politique

    Salvini, Trump, Johnson, Bolsonaro… la liste est longue des chefs d’État dont les xénophobie, homophobie, #Racisme et sexisme sont dénoncés par les commentateurs et parfois par quelques homologues. Banalisés, fers de lance des différentes campagnes électorales, ces axes de haine sont conjoints. Ils ont de plus en commun de placer la sexualité (masculine hétérosexuelle) au … Lire la suite →

    #Humeurs #Afrique_du_Sud #Brésil #Etats-Unis #Fascisme #Italie #Royaume_uni #Traditionalisme #Violences


    https://0.gravatar.com/avatar/9756ba41fe8333157071419a20733f4a?s=96&d=https%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Fa

  • Le nouveau conseiller d’Édouard #philippe est un ancien militant de l’extrême-droite italienne
    https://lemediapresse.fr/international/le-nouveau-conseiller-dedouard-philippe-est-un-ancien-militant-de-lext

    Sandro #Gozi, 51 ans, conseiller d’Edouard Philippe depuis ce mois d’août, a été membre d’une formation d’extrême droite italienne dans les années 1980 et 1990. C’est ce que révèle, preuves à l’appui, le journal Il Primato Nazionale, proche de la formation néo-fasciste italienne Casa Pound.

    #International #fascisme #Italie #Lega #M5S #Macron #Matignon #MSI

  • NachDenkSeiten – Die kritische Website > Flaschenposten – Zum 50. Todestag von Theodor W. Adorno
    https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=53939

    Faschismus und Kapitalismus

    Zu den Leidenserfahrungen Adornos gehört das, wovon in jenem nun erschienenen Bändchen „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“ die Rede ist. Die hier verschriftlichte Rede aus dem Jahr 1967 kreist um die Erkenntnis, dass der damals aktuelle Rechtsradikalismus nicht so sehr das Produkt von fortexistierenden alten faschistischen Kadern war, sondern sich in erster Linie dem Umstand verdankte, dass die gesellschaftlichen Voraussetzungen des Faschismus fortbestanden. Er greift eine These aus einem anderen Vortrag auf, den er unter dem Titel Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit 1959 gehalten hatte. Dort sagte er: „Ich betrachte das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie als potentiell bedrohlicher denn das Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie.“ In Wien präzisierte er, was er damit meinte. Er dachte an die nach wie vor herrschende Konzentrationstendenz des Kapitals. Diese bedeute die Möglichkeit der permanenten Deklassierung von Schichten, die ihrem subjektiven Klassenbewusstsein nach durchaus bürgerlich waren, die ihre Privilegien, ihren sozialen Status festhalten möchten. Diese verschieben die Schuld an ihrer potentiellen Deklassierung nicht etwa auf die gesellschaftlich-ökonomische Apparatur, die das bewirkt, sondern auf Ersatzobjekte, die man ihnen zurechtrückt. Damals wie heute lautet der Kurzschluss: „Die Fremden nehmen uns Deutschen die Arbeitsplätze fort.” Eindringlich beschwört Adorno das mit der Konzentrationstendenz verbundene „Gespenst der technologischen Arbeitslosigkeit“. Das, was man Digitalisierung nennt, wird mit einem gigantischen „Arbeiterlegen“ (Helmut Reinicke) einhergehen. Roboter und Algorithmen werden Millionen von Menschen die Arbeit rauben und sie anfällig machen für rechtsradikale Propaganda und Pseudoerklärungen. Die Angst, aus der Welt herauszufallen, befällt laut Adorno auch jene, die noch Arbeit haben. Auch diejenigen, die noch im Produktionsprozess drinstehen, fühlen sich bereits potentiell überflüssig, empfinden sich als zukünftige Arbeitslose. Wie sollen Menschen ihr Selbstwertgefühl aufrechterhalten, wenn sie ihre Arbeit eingebüßt haben, aus der sie es bisher bezogen?

    Adorno lieferte noch ein weiteres Argument: Das Erstarken des Rechtsradikalismus sei auch Ausdruck dessen, dass sich die Demokratie dem gesellschaftlich-ökonomischen Inhalt nach bis heute nirgends wirklich und ganz konkretisiert hat, sondern formal geblieben ist. „Und die faschistischen Bewegungen könnte man in diesem Sinn als die Wundmale, als die Narben einer Demokratie bezeichnen, die ihrem eigenen Begriff eben doch bis heute noch nicht voll gerecht wird.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert. Letztlich geht es um das spannungsvolle und widersprüchliche Verhältnis von Kapitalismus und Demokratie. Dieser droht jene aufzuzehren und bei Bedarf im Namen des Profits zu opfern. Vollendete und gelebte Demokratie würde eine Überwindung des Kapitalismus voraussetzen.

    Hatte Max Horkheimer am Vorabend des Zweiten Weltkrieges den Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus auf die drastische und einprägsame Formulierung gebracht: „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“, drückte sich Adorno nun sehr viel vorsichtiger aus. Um diese Zurückhaltung verstehen zu können, muss man sich zum einen die Situation im amerikanischen Exil vor Augen halten, wo der Horkheimer-Kreis ständig unter argwöhnischer Beobachtung der Behörden stand, und zum anderen das geistige Klima vergegenwärtigen, in dem die nach Deutschland zurückgekehrte Kritische Theorie existieren musste. Beides lehrte Adorno die Überlebenstechnik der sprachlichen Camouflage. Der Adorno-Schüler Alfred Schmidt charakterisiert die Atmosphäre wie folgt: Marx war in Westdeutschland weitgehend tabuisiert und durfte nur hinter vorgehaltener Hand genannt werden. „Das war ein merkwürdiges Klima, das führte so weit, dass Plessner an Adorno eine witzige Karte aus Trier schickte: ‚Beste Grüße aus der Geburtsstadt Hegels.‘ Das heißt, man hat sich hinter einem gewissen Hegelianismus verschanzt, meinte aber in Wahrheit etwas anderes; die Zeitläufte waren dem aber derart ungünstig, dass sich diese äsopische Sprache eben empfahl. Das geistige Klima jener Zeit war angesichts des massiven Drucks von außen derart vergiftet, dass jeder, der Marx auch nur positiv erwähnte, riskieren musste, als Stalinist abgetan zu werden. Daher wohl die äußerste Zurückhaltung, die sich die Vertreter der Kritischen Theorie in dieser Frage auferlegten.“

    #philosophie #Adorno #fascisme #auf_deutsch