#friedrichstraße

  • Corona-Radwege in Berlin: Aktivisten schwärmen von der „Neuaufteilung des Straßenlandes“ - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/corona-radwege-in-berlin-aktivisten-schwaermen-von-der-neuaufteilung-des-strassenlandes/25750282.html

    18.4.2020 von JÖRN HASSELMANN - Die Corona-Krise treibt die Verkehrswende in Berlin voran: Friedrichshain-Kreuzberg baut immer mehr Pop-up-Radwege, andere planen sie. Wirklich nur „temporär“?

    Friedrichshain-Kreuzberg ist bei Radwegen jetzt schneller als alle anderen Bezirke zusammen. Der Bezirk hat in den vergangenen vier Wochen 8,2 Kilometer „temporäre Radverkehrsanlagen“ geschaffen, die mittlerweile überall Corona-Radwege heißen.

    Angefangen hatte die südamerikanische Stadt Bogota, dann New York. Europaweit ist Berlin jetzt Vorreiter bei dieser pandemiebedingten Verkehrswende. Fahrradaktivisten und ADFC bejubelten das Tempo – und forderten die anderen Bezirke auf, nachzuziehen. „Da werden gerade ordentlich Kilometer gemacht. Es geht also, wenn der Wille da ist!“, sagte Ragnhild Sørensen vom Verein „Changing Cities“, der aus dem Radentscheid hervorging.

    Der ADFC twitterte: „Die neuen Radwege haben den Beinamen ’temporär’. Tatsächlich vollziehen Senat und Bezirke während der Coronakrise in kürzester Zeit die Neuaufteilung des Straßenlandes.“ Bekanntlich sind die Corona-Radwege nur provisorisch angelegt, mit Klebefolien auf dem Asphalt und Warnbaken. Doch der ADFC ist optimistisch: „Ein Zustand, hinter den es kaum zurückgehen wird."

    Ab kommenden Montag geht es weiter, Das Bezirksamt teilte mit, dass an drei Straßenzügen weitere 4,5 Kilometer entstehen sollen. Und zwar in der ##Möckernstraße, dem Kottbusser Damm / #Kottbusser_Straße und am Tempelhofer Ufer. In diesen Straßen sei schon vor einiger Zeit gemäß Mobilitätsgesetz mit der Planung begonnen worden, sie werden jetzt zeitlich vorgezogen.

    Seit Jahren wird über sichere Radwege am #Kottbusser_Damm / Straße diskutiert, dort soll nun „ein geschützter Radstreifen in Kombination mit einem Streifen für Lieferverkehr“ realisiert werden. Da Parkplätze wegfallen, will der Bezirk den Anwohnern Plätze im Parkhaus am Herrmannplatz vergünstigt anbieten. Dieses Parkhaus steht dauerhaft zu zwei Dritteln leer, teilte der Bezirk mit.

    Radaktivist: Viele Parkhäuser schon lange leer

    Der Erfinder des Volksentscheid Fahrrad, Heinrich Strößenreuther, hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass zahlreiche Parkhäuser leer stehen und gleichzeitig illegal auf Rad- und Gehwegen geparkt wird. Bislang scheiterten solche Radwege an Protesten von Anwohnern oder am fehlenden Mut in den Bezirksämtern.

    #Friedrichshain-Kreuzberg veröffentlichte jetzt auch eine Art juristischen Ratgeber für die anderen Bezirke. Darin wird so begründet: „Die Notwendigkeit für die schnelle Anordnung von Radfahrstreifen ergibt sich aus der Pandemiesituation als einer Gefahrenlage auch abseits des Verkehrsrechts: Da die existente Radverkehrsinfrastruktur nicht umfassend geeignet ist, die Abstands-Vorschriften zu befolgen, liegt eine Gefährdung des höheren Rechtsgutes der körperlichen Unversehrtheit vor.“ Zuvor hatte die Verkehrsverwaltung einen Leitfaden für provisorische Radwege veröffentlicht, der weite Beachtung fand.

    Immer mehr Bezirke präsentieren jetzt Vorschläge, umgesetzt wurde davon aber noch nichts. Schöneberg hatte drei Straßen genannt, nämlich Innsbrucker Platz, die Schöneberger Straße in Tempelhof und ein kurzer Abschnitt am Sachsendamm.

    Die SPD des Bezirks #Mitte schlug am Freitag neben der bereits geplanten Müllerstraße diese Straßen vor:

    #Alt-Moabit
    #Invalidenstraße
    #Stromstraße / #Fennstraße
    #Reinickendorfer_Straße und #Pankstraße bis #Pankow
    #Friedrichstraße,# Chausseestraße und #Müllerstraße
    #Schulstraße / #Badstraße / #Brunnenstraße
    #Leipziger_Straße und #Potsdamer_Straße
    #Lützowufer / #Schöneberger_Ufer / #Reichpietschufer (Fortsetzung des bestehenden temporären Radweges Hallesches Ufer)

    Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat der Verkehr in Großstädten in Deutschland und weltweit drastisch abgenommen.

    Sehen Sie hier eine interaktive Analyse des Tagesspiegel Innovation Lab.
    https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/sars-cov-2-der-verkehr-in-den-grossstaedten-nimmt-drastisch-

    #Berlin #Verkehr #Radfahren

  • Ehemaliger Grenzübergang in Berlin: Grüne stoppen Müllers Pläne für den Checkpoint Charlie - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/ehemaliger-grenzuebergang-in-berlin-gruene-stoppen-muellers-plaene-fuer-den-checkpoint-charlie/23655634.html

    20.11.2018, 05:43 Uhr Laura Hofmann Hendrik Lehmann Ralf Schönball

    Berlins Regierender Bürgermeister will am Checkpoint Charlie einen privaten Investor bauen lassen. Doch Müllers Koalitionspartner haben andere Vorstellungen.

    Der Streit um den Checkpoint Charlie spaltet die an Berlins Landesregierung beteiligten Parteien. Am Wochenende hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf dem Landesparteitag der Sozialdemokraten ein Machtwort zugunsten der umstrittenen Pläne für eine Bebauung freier Flächen durch einen privaten Investor gesprochen.

    Am Montag konterten die an der Landesregierung beteiligten Grünen. Sie wollen im Abgeordnetenhaus die Übernahme eines von zwei Grundstücken an der Friedrichstraße durch das Land beantragen sowie den Bau eines Museums des Kalten Krieges in öffentlicher Regie. Die Linke will prüfen, „ob man an dem Ort enteignen kann“. Das wichtigste sei der Erhalt und die Wahrung des Ortes als Kultur- und Denkmalort, sagte die Berliner Abgeordnete Katalin Gennburg. Das Trockland-„Konsortium“ sei „undurchsichtig“ und habe „sicher kein Interesse an der Gemeinwohlorientierung“. Es sei fragwürdig, einer solchen Firma „Eigentum in der Stadt zu verschaffen“.

    Zwei attraktive Baugrundstücke links und rechts der Friedrichstraße sind der wirtschaftliche Einsatz im Tauziehen um den Checkpoint Charlie. Verhandelt wird an dem touristischen Brennpunkt außerdem die Geschichte Berlins, Deutschlands und der Welt, weil sich dort im Kalten Krieg russische und amerikanische Panzer schussbereit gegenüberstanden.

    Hardrock-Hotel geplant

    Bisher verhandelt der Senat ausschließlich mit der Firma Trockland über Bebauung und Nutzung dieser Flächen. Trockland will dort ein Hardrock-Hotel errichten sowie „eine wohlausbalancierte und vielfältige Zusammensetzung aus Wohnungen, Einzelhandel, Büroflächen, Gastronomie und Ausstellungsflächen“.

    Kernpunkt des anhaltenden Streits ist die Gestaltung des Gedenkortes, die Trägerschaft des Museums, dessen Standort und die Größe des Vorplatzes sowie der freien Flächen einschließlich historischer Brandwände. Trockland bietet dem Land einen Mietvertrag im privaten Neubau für 22 Euro je Quadratmeter an, zwei Drittel der Flächen lägen im Keller.

    #Berlin #Mitte #Friedrichstraße #Zimmerstraße #Schützenstraße #Mauerstraße #Checkpoint_Charlie #Stadtentwicklung #Immobilien #Politik

  • Prozess am Amtsgericht Tiergarten: Untreue im Mauermuseum
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/prozess-am-amtsgericht-tiergarten-untreue-im-mauermuseum/22852604.html

    Dass das antikommunistische Gruselkabinett in der Friedrichstraße eine Goldgrube ist, war bereits bekannt. Unbekannt war bisher das Ausmaß von Gier und Raffsucht des Betreibers und seiner Unterlinge. Wie der Herr so’s Gescherr sagt man, oder, für alle, denen es besser gefällt, der Fisch stinkt vom Kopfe her .

    Ein Mitarbeiter zweigte über Jahre 207.000 Euro ab, um seine Spielsucht zu finanzieren. Der Umgang mit Geld sei damals im Museum eher lax gewesen, berichten Zeugen.

    KERSTIN GEHRKE

    Chefin Alexandra Hildebrandt fehlte, als ihr einstiger Mitarbeiter aus der Buchhaltung vor die Richter trat: Im Mauermuseum am Checkpoint Charlie hatte Thomas K. über Jahre hinweg Geld für sich abgezweigt – insgesamt 207.000 Euro. Wegen gewerbsmäßiger Untreue kam er am Donnerstag vor das Amtsgericht Tiergarten und gestand: „Ich habe Überweisungen getürkt, um meine Spielsucht zu finanzieren.“

    In der Zeit von März 2013 bis Januar 2017 blieb der Schwindel im privaten Museum unentdeckt. 162-mal ergaunerte der Diplom-Kaufmann Beträge zwischen 213 und 5.567 Euro. Bis im Steuerbüro eine Summe von 6.000 Euro für Kopfzerbrechen sorgte. Ermittlungen führten zu zwei Anklagen. Im zweiten Fall wurde der Vater von K. mitangeklagt, der damals an der Kasse saß. 2015 hätten sie 6.000 Euro mit einer gefälschten Quittung veruntreut. Ein Vorwurf, den sie bestreiten.

    Die Chefs hätten „dauernd Bargeld“ aus der Kasse genommen
    Die 59-jährige Leiterin des Museums sollte vor allem zur zweiten Anklage befragt werden. Wie ihr Mann war sie zu 10.30 Uhr geladen. Sie fehlten. Die Zeugen seien unentschuldigt nicht erschienen, so das Gericht. 200 Euro Ordnungsgeld, ersatzweise vier Tage Ordnungshaft wurden verhängt und eine polizeiliche Vorführung für den nächsten Prozesstermin angeordnet.

    Thomas K. hatte 2010 im Museum angefangen. Bereits damals sei er ein Zocker gewesen, so der Angeklagte. „Es hat sich gesteigert.“ Er habe mit doppelten Überweisungen begonnen. „Leider ist das, was ich gemacht habe, nicht eher aufgefallen.“ Inzwischen habe er eine Therapie hinter sich und suche einen beruflichen Neuanfang. Ein Gutachter attestierte dem Angeklagten eine Spielsucht.

    Nach Aussagen von Zeugen entstand der Eindruck, dass der Umgang mit Geld damals im Mauermuseum eher lax war. Die Chefs hätten „dauernd Bargeld“ aus der Kasse genommen.

    Hildebrandt wegen Entbindung zu spät

    Der Prozess gegen den mitangeklagten Vater von K. wurde abgetrennt. Er soll später neu aufgerollt werden. Für den Sohn forderte der Ankläger drei Jahre Haft. Das Gericht folgte dem Anwalt und verhängte zwei Jahre Haft auf Bewährung. Zudem wurde die Einziehung von 207.000 Euro angeordnet.

    Und dann tauchte die Museums-Direktorin, die mit 58 Jahren ihr siebtes Kind erwartete, doch noch auf. Zweieinhalb Stunden zu spät, hieß es. Sie soll erklärt haben, sie habe „gerade entbunden“. Sie kann nun schriftlich vortragen, warum sie fehlte. Das Gericht würde den Sachverhalt dann prüfen.

    #Berlin #Tourismus #Kriminalität #Checkpoint_Charlie #Kreuzberg #Friedrichstraße #Politik #Antikommunismus #Mauer

  • #Frank_Thiel | Circle Culture
    http://www.circleculture.com/artists/28025/frank-thiel/biography

    Frank Thiel is widely renown for photographing the architectural spaces of Berlin, reflecting a turbulent social and political history. Thiel’s monumental works are not merely documentation, but picture a city reborn after a tumultuous history. Thiel refers to Berlin as “the youngest city in the world” and further explains that “the city that suffers from an overdose of history… yet it does not suffer from its sediments like other European cities, but from the consequences of its eruptions.” The architectural spaces in these photographs are not only reflections of a turbulent social and political history, but of the emergence of new patterns of urban existence. Previous bodies of work have focused on such topics as state surveillance and the privatization of public space.

    #photographie

  • Checkpoint Charlie,qui va là ? - Libération
    http://www.liberation.fr/cahier-special/2004/07/27/checkpoint-charliequi-va-la_487601


    Wat die andern so über uns erzählen. Diesmal: Frankreusch. Scheckpoingscharlie.

    A Berlin, l’ancien poste frontière entre l’Est et l’Ouest est toujours un no man’s land.
    Checkpoint Charlie,qui va là ?
    Après 18 heures, c’est le désert. Les Berlinois ont fui les bureaux modernes de la Friedrichstrasse qui fut, avant-guerre, l’une des rues les plus vivantes de la capitale prussienne. Avant de tomber à Berlin-Est. Depuis la chute du Mur, la rue est à nouveau très fréquentée. Les Galeries Lafayette construites par l’architecte Jean Nouvel, « le quartier 207 » de la haute couture et le showroom de Volkswagen attirent du monde. Mais plus on s’éloigne de Unter den Linden (les Champs-Elysées berlinois), plus les trottoirs se vident. Juste avant le croisement avec la Kochstrasse, deux terrains vagues sont envahis par des étals où l’on trouve des petits bouts de Mur, des casquettes de militaire russe, des Trabant (voitures est-allemandes) en plastique ou des matriochkas. Encore cinq mètres et « on passe à l’ouest ». Sur le sol, l’ancien emplacement du Mur est marqué par une rangée de pavés. Une baraque en bois blanche est posée au milieu d’un terre-plein. Deux énormes photos de soldats, un Russe et un Américain (une installation signée Frank Thiel), signalent aux passants que c’est bien là : Checkpoint Charlie, le plus célèbre de tous les points de passage entre Berlin-Ouest et Berlin-Est.

    Alphabet. Après la capitulation de l’Allemagne, Berlin avait été divisée en quatre zones d’occupation. A l’est, les Russes, et à l’ouest les forces alliées (France, Grande-Bretagne et Etats-Unis). Dès 1952, le régime communiste est-allemand commença à échafauder l’« opération muraille de Chine ». Le soulèvement ouvrier du 17 juin 1953 avait convaincu les dirigeants de l’ex-RDA de la nécessité de soustraire ses concitoyens aux mauvaises influences capitalistes. Le 13 août 1961, à minuit, la construction du mur de Berlin démarra. Séparée du nord au sud par ce « rideau de fer » de quatre mètres de haut, les deux parties de la ville étaient accessibles en sept postes frontières. Selon l’alphabet britannique, le troisième check point devait s’appeler Charlie (pour C), après Alpha (pour A) et Bravo (pour B). Situé dans la zone américaine, à la frontière des quartiers de Kreuzberg (Ouest) et Mitte (Est), Checkpoint Charlie est rapidement devenu le symbole de la confrontation entre les deux superpuissances.

    Le 17 août 1962, il fut le théâtre d’une tragédie qui a glacé toute une génération. Peter Fechter, un maçon de 18 ans, qui tentait de s’enfuir, a été laissé à l’agonie pendant des heures après avoir été criblé de vingt et une balles par les gardes-frontières de l’Est. Un an plus tôt, « certains pensaient vraiment qu’il y avait un danger de Troisième Guerre mondiale », racontent Werner Sikorski et Rainer Laabs, auteurs d’un livre sur l’histoire de Checkpoint Charlie (1). Le 22 octobre 1961, le ministre plénipotentiaire américain, Allan Lightner, s’apprêtait à traverser en voiture Checkpoint Charlie avec son épouse pour se rendre à l’opéra à Berlin-Est, quand un soldat de la NVA (Nationale Volksarmee) lui réclama ses papiers. Ce qui était totalement contraire aux règles en vigueur. Seuls les diplomates et les soldats alliés étaient autorisés à traverser librement Checkpoint Charlie. Les Allemands devaient choisir un autre poste frontière. Redoutant une modification des contrôles d’accès aux autoroutes reliant l’Allemagne de l’Ouest à Berlin, le gouvernement américain autorisa le général Clay à déployer des chars de protection. Une heure plus tard, les Soviétiques expédiaient trente chars T 54. Le 28 octobre, après quatre jours d’angoisse, la raison l’emporta. Checkpoint Charlie était entré dans l’histoire.

    1 008 morts. En 1963, on y vit s’y promener tour à tour le chef du Parti communiste soviétique Nikita Khrouchtchev (le 17 janvier) et le président américain John Kennedy (26 juin). Le poste frontière était désormais une station pour les visites officielles. Au même titre que la porte de Brandebourg.

    « ACHTUNG ! You are leaving the american sector » (Attention ! Vous quittez le secteur américain), indique encore un panneau d’époque. « Quand j’entends parler d’÷stalgie (nostalgie de l’Est), cela me révulse, s’exaspère Alexandra Hildebrandt, directrice du Musée du Mur baptisé Maison Checkpoint Charlie. 1 008 personnes sont mortes en tentant de s’évader d’Allemagne de l’Est. 270 000 personnes ont été emprisonnées pour des motifs politiques. La RDA était une dictature. Il ne faudrait pas l’oublier ! » Anticommuniste viscéral, Rainer Hildebrandt, son époux, mort l’été dernier, a ouvert ses premières salles d’exposition en 1963. Au fil du temps, il a pris possession de tous les bâtiments de la Friedrichstrasse, du numéro 43 au numéro 45. Son obsession : être le plus près possible du Mur.

    Pour pouvoir mieux observer le poste frontière, Rainer Hildebrandt avait même fini par prendre un appartement au-dessus du café Adler, le vieux café situé juste au coin de Checkpoint Charlie. « Souvent les photographes venaient dans le musée ou chez nous pour prendre des photos, raconte Alexandra. Après la guerre, tout n’était que ruines à Berlin, et l’un de leurs collègues avait eu un accident mortel en voulant prendre des clichés depuis un immeuble branlant. » Chaque année, 700 000 visiteurs arpentent l’exposition un brin poussiéreuse, consacrée aux diverses tentatives de fuite des Allemands de l’Est. Voiture-bélier, ballon, sac de courses... tout est là. Parfois, les réfugiés viennent raconter in vivo leurs histoires incroyables.

    « Foire ». En mai, la directrice du musée a eu un coup au coeur lorsqu’elle a vu deux personnages, déguisés en gardes-frontières de l’ex-RDA, s’installer devant la baraque de l’US Army. Se prétendant acteurs, ils proposent aux touristes de se faire photographier avec eux pour 1 euro. « Une atteinte insupportable à la mémoire des victimes du Mur », s’écrie Alexandra Hildebrandt qui rêvait de transformer cette place en « un lieu de recueillement » et non pas de « foire ». Les visiteurs, eux, sont enchantés. C’est la seule animation du quartier. Ici tout est gris, triste et moche. Comme si, le 9 novembre 1989, des milliers d’Est-Allemands n’étaient pas passés par là en hurlant de joie. Comme si Checkpoint Charlie avait gardé son côté no man’s land.

    #DDR #Geschichte #USA #Berlin #Mitte #Kreuzberg #Friedrichstraße #Kochstraße #Tourismus

  • Roland Ernst: Vom Glück und Unglück eines Baulöwen - Sinsheim - Rhein Neckar Zeitung
    https://www.rnz.de/nachrichten/sinsheim_artikel,-Sinsheim-Roland-Ernst-Vom-Glueck-und-Unglueck-eines-Bauloewen-

    Bankrott und danach immer noch in Opas Luxusvilla. Das kriegen nur reiche Pleitiers hin.

    Der Schreibtisch von Roland Ernst lässt erahnen, wie beruflich agil der bald 80-jährige Unternehmer noch immer ist. Im Hintergrund ist das Bild seines Großvaters Philipp Ernst zu sehen. Foto: Wolf

    10.08.2016 Von Roland Wolf

    Heidelberg/Eschelbronn. Er wohnt in einer herrlichen Villa mit großer Parkanlage an einem der schönsten Plätze von Heidelberg. Der Blick geht vom Park über den Neckar und die Alte Brücke hinauf zum Schloss. Nicht umsonst ist der Wohnsitz von Roland Ernst Drehort der ARD-Serie „Hotel Heidelberg“, die seit Anfang des Jahres läuft.

    Der gebürtige Eschelbronner, der in ein paar Wochen 80 Jahre alt wird, kann auf ein ereignisreiches Leben mit Höhen und Tiefen zurückblicken. Im Gespräch mit der RNZ macht er deutlich, dass es ihm eigentlich widerstrebt, darüber zu reden. Aber das Bild des kalten Immobilienhais und Baulöwen, das ein Teil der Presse so gern kolportiert, will er etwas zurechtrücken.

    Der Enkel von Philipp Ernst, welcher bis 1970 die größte Möbelfabrik im Schreinerdorf mit 200 Beschäftigten betrieb, gründete 1959 den „Möbelvertrieb Eschelbronn“, der sich in kürzester Zeit sehr gut entwickelte. Aber gleichzeitig wurde Ernst auch im Grundstücksgeschäft tätig und im Lauf der Jahre wurde er Wegbereiter für unzählige Projektentwicklungen und Investitionen auf dem Immobilienmarkt.

    Der Schwerpunkt seines Unternehmens lag im Bereich der gewerblichen Immobilien. Hier befasste er sich hauptsächlich mit der Grundstücksbeschaffung, Projektierung, Finanzierung, Baubetreuung und Vermarktung der Objekte. 1986 verlagerte er sein Unternehmen von Eschelbronn nach Heidelberg. Für die Gemeinde war dies ein schmerzlicher Einschnitt, immerhin zahlte Ernst über zwei Millionen DM an Gewerbesteuer. Bis zum Jahr 2000 entwickelte und vermarktete Roland Ernst in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Banken Immobilien mit einem Gesamtvolumen von über 7,5 Milliarden Euro.

    Die Wiedervereinigung 1989 war ein Meilenstein im unternehmerischen Handeln von Ernst. Er war einer der ersten, der sich kurz entschlossen im Osten Deutschlands engagierte. Es war Bundeskanzler Helmut Kohl, der ihn nach Berlin lockte. „1000 Baukräne sollen dort einmal in den Himmel ragen“, so Kohl und Ernst reagierte mutig: „Das machen wir!“ Nun schien alles möglich, aber keiner wusste genau, wie es sich entwickelt.

    Es folgten große Projekte wie die Errichtung der Treptower Türme und des Kaufhauses „Galeries Lafayette“ in der Friedrichstraße, die Wiederherstellung der Hackeschen Höfe oder der Neubau für das Kranzler-Eck am Kurfürstendamm. Auch in Leipzig und Dresden wurden Großbauvorhaben durchgeführt. Ernst war zu dieser Zeit der Big Player in der Baubranche. Er beschäftigte 165 Mitarbeiter und auf den Baustellen arbeiteten bis zu 2000 Handwerker. Doch Ende der 90er Jahre kam es zu erheblichen wirtschaftlichen Einbrüchen. Aufgrund einer unerwartet mangelnden Nachfrage konnten die Objekte nicht mit vernünftigen Mieten an den Markt gebracht werden. Ernst stand mit dem Rücken zur Wand und es kam zu folgenschweren Geschäften im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe durch die Bahn AG.

    Im März 2000 wurde Ernst verhaftet und war zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Wegen Bestechung und Steuerhinterziehung wurde er zu 21 Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe verurteilt. Zwei Bahnmanager wanderten ins Gefängnis. Roland Ernst spricht darüber ganz offen. „Es war nicht die blanke Bereicherungsabsicht, die mein Handeln bestimmt haben, sondern eine Notlage, in die mein Unternehmen aufgrund unglücklicher Verknüpfungen von Ereignissen geraten ist“, sagt Ernst.

    Der wirtschaftliche Niedergang war erheblich und Ernst spricht von einem dreistelligen Millionenbetrag, dessen Verlust verkraftet werden musste. Im Mai 2000 musste er Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit stellen.

    Heute ist er Geschäftsführer der „RE Projektentwicklungs GmbH“, die sein Sohn Falk gründete und plant momentan die Erweiterung des Marriott-Hotels in Heidelberg. Neben all den beruflichen Aktivitäten berichtet Roland Ernst über sein Engagement auf karitativem und gemeinnützigem Gebiet.

    Er gründete die Roland-Ernst-Stiftung für medizinische Forschung beim Deutschen Krebsforschungszentrum, eine weitere Stiftung in Sachsen, wo eine moderne Herzklinik entstanden ist, und fördert das Buchheim-Museum am Starnberger See. Er rief einen Kulturpreis für junge Künstler des Nationaltheaters Mannheim ins Leben, ist Gründungsmitglied der „Partner für Berlin“ und des internationalen Wissenschaftsforums der Uni Heidelberg, die Stipendien an junge Wissenschaftler vergibt. Soweit er dies noch finanziell stemmen kann, unterstützt Roland Ernst noch diverse andere Vorhaben karitativer Art.

    Zu seinem Heimatdorf Eschelbronn hat er nur noch wenig Verbindungen. Er erinnert sich zurück an eine schöne Zeit dort, Mitglied ist er noch beim Fussballclub und Schützenverein. Beim Ortsbild sieht er Handlungsbedarf und die wirtschaftliche Lage von einigen alteingesessenen Eschelbronner Firmen interessiert ihn auch noch. Roland Ernst steht zu seinem unternehmerischen Leben und bereut nichts. Heute zieht er es allerdings vor, nur noch risikofreie Projekte anzupacken. Ans Aufhören denkt er auch mit 80 Jahren aber noch nicht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Ernst

    Roland Ernst (* 11. November 1936 in Eschelbronn) ist ein deutscher Immobilienunternehmer und Projektentwickler.

    Projekte
    Gewerbepark Techno Terrain Teltow in Teltow, 1990 ff
    Die #Oberbaum_City, Berlin-Friedrichshain, 1993-2000, zusammen mit der Hypovereinsbank
    Die Hackeschen Höfe, Berlin, #Spandauer_Vorstadt, 1994-1997
    #Galeries_Lafayette, Berlin 1996
    Bahnhofspassagen Potsdam, 1997
    Bebauung gegenüber dem Deutschen Dom am #Gendarmenmarkt, Berlin 1994
    Die #Treptowers, Berlin Alt-Treptow, 1998
    Das Neue #Kranzler-Eck am #Kurfürstendamm, Berlin 2000
    Park Kolonnaden am #Potsdamer_Platz, Berlin 2000-2002

    IMMOBILIEN: Auf sumpfigem Grund - DER SPIEGEL 14/2000
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16098342.html

    03.04.2000
    IMMOBILIEN
    Auf sumpfigem Grund
    Dass Roland Ernst, Deutschlands größter Bauträger, in finanziellen Nöten ist, weiß die Branche schon lange. Vergangene Woche kam der Verdacht auf, er habe Partner betrogen.

    #Oberbaum_City
    https://www.openstreetmap.org/way/431487802

    #Hackesche_Höfe #Hackescher_Markt #Berlin #Mitte #Rosenthaler_Straße #Oranienburger_Straße #Friedrichstraße #Friedrichshain #Geschichte #Immobilien

  • Victoria review – an authentic piece of cinematic magic
    https://www.theguardian.com/film/2016/apr/03/victoria-sebastian-schipper-observer-review

    Können sie eine Schulterkamera zweieinhalb Stunden laufen lassen und am Ende noch wackelfreie Bilder drehen? Sturla Brandth Grøvlen kann das und hat dafür prompt ein paar Preise bekommen. Mal abgesehen von der Plansequenz ist Viktoria endlich mal wieder ein Film, der Berlin neu sieht und zeigt.
    Na dann ab ins Kino oder Film, Bier und Chips in der Videothek besorgt und ab aufs Sofa. Video on demand? Keine Ahnung, vielleicht gibt es Viktoria auch bei Arte oder Netflix.

    The young heroine of the German film Victoria really does have a busy night on the town – a mere few hours that take in flirtation, peril, dancefloor euphoria, an impromptu piano recital and, to cap it all, some reckless criminality. What’s more, director Sebastian Schipper gets it all into a taut 140 minutes – and one single continuous shot. But, more than a technical prodigy, Victoria is an authentic piece of cinematic magic. Taking us deep into one woman’s experience, it’s as adrenaline-charged as any mainstream action cinema, but with a minimum of production frills.

    When Victoria emerges into a chilly Berlin morning, we feel we’ve lived through the emotions of a lifetime with her
    The film starts in a techno club in Berlin’s Mitte district around 4am; as the bass thumps and the lights flash, we spot Victoria (Laia Costa) dancing alone and carefree. She’s from Madrid, a pianist recently dropped out from conservatoire and taking time out in Berlin, working in a cafe. After a while, the camera follows her to the exit, where a dorkish-looking bloke named Sonne (Frederick Lau) sticks his head in and asks her if the club’s worth the price of admission. When Victoria leaves, Sonne is outside with three dodgy-looking pals. They spin her the weariest lines in the book, offering to show her the real Berlin. For some reason Victoria decides to join them – making us wonder whether she’s hopelessly naive, fearlessly open to anything the night will bring, or very possibly the craziest person in the picture.

    As the night develops, we become aware of how confidently Schipper uses his limited time. He doesn’t pelt through the action, but paces it very effectively. We’re already quite a way into the course of events when Victoria and Sonne share an interlude of quiet intimacy, and she serenades him with a brief Liszt piano recital.

    It’s now, as the film appears to be winding down, that Schipper ramps things up. The boys have urgent business to take care of, and they need Victoria to help them. As they rendezvous in a subterranean car park with the sinister, leather-faced Andi (André Hennicke), we’re suddenly thrown into deep genre territory – and it’s not spoiling anything to reveal that things, as per genre convention, don’t go according to plan.

    What you won’t see coming is the nuanced set of changes in Victoria’s relationship with the guys, or the shifts in her character: from happy-go-lucky ingenue (an impression underlined by Costa’s impish, Björk-like features) to determined urban desperado, and finally to something like a tragic opera heroine. Costa gives a terrific, affecting and, by the end, intensely unsettling performance. Lau’s Sonne undergoes similar changes – starting as an oafish lunk, but once into the adventure, acquiring a muscular dash and a distinctly Brando-esque charisma.

    The tracking shot: film-making magic - or stylistic self-indulgence?
    Read more
    The film doesn’t flaunt its technical bravado, so you’re never too distracted by wondering how Schipper and cinematographer Sturla Brandth Grøvlen pulled off their choreography, turning a nondescript small section of Mitte into a nocturnal playground of seemingly infinite possibility. But you do become aware of the film’s tricks with duration, as in the gang’s brief return to the club – in reality lasting just a few minutes, but feeling like a whole tournament of triumphant revelry. “Real time” in cinema has rarely been so craftily elasticised.

    The art of the mad tracking shot – the seamless, sinuous take that seems to go on for ever – has become a big deal in recent years, whether outrageously faked, as in Iñárritu’s Birdman, or performed with stately rigour, as in Sokurov’s Russian Ark. While Victoria never feels like a mere bid for a championship medal, Schipper, Grøvlen and the cast and crew impress mightily with their energy, discipline and (a usually meaningless term among movie folk, but one that makes absolute sense here) commitment to “the moment”. When Victoria finally emerges into a chilly Berlin morning, we feel we’ve lived through the emotions of a lifetime with her. Mind you, having stayed in this very part of Mitte two months ago, I can tell you she’ll be lucky to find a decent breakfast round there.

    Die Welt der Drehorte: Victoria
    https://www.filmtourismus.de/victoria

    https://www.youtube.com/watch?v=qlG0nauf8fo

    Victoria (2015)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Victoria_(2015)

    Der Film wurde in einer einzigen Kameraeinstellung gedreht. Um die ungewöhnliche Drehweise realisieren zu können, musste die Vorgehensweise der Produktion angepasst werden. So bestand das Drehbuch für den über zwei Stunden langen Film ursprünglich lediglich aus zwölf Seiten. Dies hatte zur Folge, dass die Dialoge des Films gemeinsam mit den Hauptdarstellern vor Ort geschrieben wurden und spontan während des Drehs angepasst werden konnten, beispielsweise wenn bestimmte Vorgänge länger oder kürzer dauerten als geplant.

    Es wurden insgesamt drei vollständige Versionen des Films gedreht. Die letzte dieser Fassungen wurde schließlich komplett im Spielfilm verwendet und dabei nicht geschnitten. Die relativ geringe Drehzeit wurde durch eine umso intensivere Zeit zum Proben ausgeglichen.

    Gedreht wurde die finale Fassung am 27. April 2014 zwischen 4:30 und 7:00 Uhr in Berlin-Kreuzberg und Berlin-Mitte. Schipper standen sechs Regieassistenten und drei komplette Teams für den Ton zur Verfügung. Als Kamera wurde eine Canon C300 verwendet. Es kamen 150 Statisten zum Einsatz.

    #Film #Berlin#Kreuzberg #Mitte #Charlottenstraße #Friedrichstraße #Hedemannstraße #Rudi-Dutschke-Straße #Besselstraße #Behrenstraße #Zimmerstraße

  • Mata Hari – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mata_Hari

    Nach Berlin kam sie zum ersten Mal 1907 zu einem Auftritt im Varieté Wintergarten an der Friedrichstraße und wurde auch hier zur Sensation. Anschließend soll sie in Berlin mehrere Monate mit dem Marienfelder Rittergutsbesitzer Alfred Kiepert, einem vermögenden Leutnant des „Elften Husarenregiments von Westfalen“, in der Nachodstraße 18 zusammengelebt haben.
    ...
    In Berlin gab sie auch eine Vorstellung für den Deutschen Kaiser Wilhelm II. und dessen Familie. Ein weiteres Gerücht berichtete von einem Verhältnis der Tänzerin mit dem Sohn des Kaisers. Dieses wurde von ihr nicht dementiert, was ihr in ihrem Prozess negativ ausgelegt werden sollte.
    ...
    Im Winter 1907 begab sie sich – eventuell zusammen mit Alfred Kiepert – auf eine Reise nach Ägypten und blieb für ihre europäische Anhängerschaft verschwunden. Gerüchteweise verlautete, sie halte sich „im Nillande auf, um die alten Mysterien zu studieren“. Am 30. März 1907 befand sich Mata Hari in Rom und telegrafierte an ihren Manager, ob inzwischen neue Engagements für sie eingetroffen seien. Sie schrieb auch an Richard Strauss, um sich für seine neue Inszenierung als Salome vorzuschlagen: „Nur ich kann die Salome tanzen.“ Als sie keine Antwort erhielt, reiste sie nach Paris zurück.
    ...
    Mata Hari reiste 1913 nach Berlin und sah während einer Rundfahrt durch die Stadt den deutschen Kronprinzen. Ihr Interesse wurde von einem Beobachter namens Guido Kreutzer als fanatische Feindschaft gegenüber Deutschland fehlinterpretiert. Seine Verdachtsmomente dokumentierte Kreutzer 1923 in dem Buch „Der Deutsche Kronprinz und die Frauen in seinem Leben“. Als Mata Hari darum bat, vor dem deutschen Kronprinzen tanzen zu dürfen, wurde ihrer Bitte nicht entsprochen. So reiste sie unverrichteter Dinge aus Berlin ab.
    ...
    Im Mai 1914 war es Mata Hari gelungen, einen Kontakt zum Berliner Metropol-Theater herzustellen, wo sie ab September desselben Jahres sechs Monate lang in der Oper Der Millionendieb auftreten sollte. Dieses Engagement kam indes nicht mehr zustande, da am 28. Juli 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach.

    Anfang August 1914 verließ sie Deutschland, da es für sie als Ausländerin ohne gültige Aufenthaltspapiere bei Kriegsbeginn zu gefährlich war, dort zu verbleiben. Sicherlich flüchtete sie auch vor Gläubigern und unbezahlten Rechnungen, jedoch nicht vor Spionen oder Anklagen der Entente, wie später behauptet wurde. Zunächst versuchte sie, über die Schweiz nach Paris zurückzukehren, was aber nicht gelang, weil sie kein Ausreisevisum hatte. Sie wurde an der Grenze nach Berlin zurückgeschickt. Dort gelang es ihr, einen Fahrschein für einen Zug nach Amsterdam zu ergattern, wo sie sich nach ihrer Ankunft im Victoria-Hotel auf dem Dam einmietete.


    Quellen:

    Marijke Huisman: Mata Hari (1876–1917), de levende legende. Uitgeverij Verloren, Hilversum 1998, ISBN 90-6550-442-7 (niederländisch), S. 15, https://books.google.de/books?id=APHqa5o9SoYC&dq=Mata+Hari&as_brr=1&client=firefox-a&source=gbs

    Friedrich Wencker-Wildberg: Mata Hari. Roman ihres Lebens. Weltbild-Verlag, Augsburg 2004

    #Berlin #Wilmersdorf #Nachodstraße #Mitte #Friedrichstraße #Geschichte #Tanz

  • Mit Lügen ins Gefecht / Das Zeitalter der modernen Kriege auf PR-Basis begann mit einem gigantischen Fake der US-Agentur »Hill & Knowlton« (junge Welt)
    http://www.jungewelt.de/m/artikel/299286.mit-l%C3%BCgen-ins-gefecht.html


    Der Zweite Golfkrieg – auch er begann mit einer Lüge. Dubai, 17. Januar 1991 Foto: GREG BOS/Reuters

    Comment des agences de communication fabriquent des mensonges pour justifier des guerres.

    Von Otto Köhler

    Gell, das könne sich ein Multimilliardenkonzern schon mal erlauben, klagte Stefan Plöchinger über die Künast-SZ-Fälschung auf Facebook. Sie war nach zwei Tagen immer noch nicht gelöscht. Aber auch ein kleinerer Konzern wie die Süddeutsche darf sich für viel längere Zeit was erlauben. Letztes Jahr im November hielt ich vor der Akademie für Sprache und Dichtung die Laudatio für Gabriele Goettle, die den Ernst-Merck-Preis bekommen sollte und ihn an die pharmakritische Initiative BUKO weitergab. Die Süddeutsche berichtete: Da »las selbst ein alter Streithammel wie Otto Köhler seine Brandrede zu Ehren der ›schwarzen Botin‹ Gabriele Goettle und des serbischen Poeten Radovan Karadzic brav vom Blatt …« Ich hatte mich in meinem Leben noch nie mit Karadzic beschäftigt, auch in dieser »Brandrede« nicht. Der Vorwurf, zu seinen Ehren eine Rede gehalten zu haben, ist – zumindest für die Süddeutsche Zeitung selbst – so schwerwiegend wie das Künast-Fake.

    Dreimal hatte ich der Süddeutschen eine – nur automatisch bestätigte – freundliche Mail geschickt, dass ich mich nie mit Radovan Karadzic beschäftigt habe, schon gar nicht in meiner Goettle-Laudatio.

    Keine Reaktion. Auch nicht, als später der von mir angerufene Presserat die Zeitung nachdrücklich auf die Segnungen korrekter Recherche aufmerksam machte.

    Prof. Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, spricht am 30. Januar 2017 im Rahmen der »Lügenpresse«-Ringvorlesung der Hamburger Universität. Er gehört wie ich der Schriftstellervereinigung PEN an. Ihm hatte ich eine (die vierte) Mail, die ohne Antwort blieb, geschickt. Sein spezielles Thema am letzten Montag im Januar: »Trotz alledem. Von der Ehrenrettung eines systemrelevanten Berufs«. Er wird mir um 18 Uhr im Universitätshauptgebäude, Hörsaal B, gewiss erklären, warum ich – »trotz alledem« – eine Brandrede zu Ehren von Radovan Karadzic gehalten haben muss. Otto Köhler

    Stefan Plöchinger, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, war empört: »Es ist jetzt schon ein paar Stunden her, dass wir Facebook gemeldet haben, dass das hier Fake News sind (ausgegeben als Künast-Zitat in der SZ). Außer einem Versprechen, dass man schauen wird, was man machen kann, ist halt leider nichts passiert. Kann sein, dass noch ›was gemacht werden kann‹; aber hey: Ein paar Stunden lang nicht wissen, was man mit so einem demokratiezersetzenden Dreck machen soll – das kann man sich als Multimilliardenmedienkonzern schon mal erlauben, gell?«

    Auf Facebook war ein Satz erschienen, den die Grünen-Politikerin Renate Künast zum Mord von Freiburg in dieser Rechtschreibung zur Süddeutschen Zeitung gesagt haben soll: »Der traumatisierte Junge Flüchtling hat zwar getötet man muß ihm aber jetzt trotzdem helfen.« Künast hatte das nie gesagt und in der Süddeutschen schon gar nicht. Das angebliche Zitat stand mit der Überschrift »KRANK oder?!?« auf der Facebook-Seite »Widerstand deutscher Patrioten« des Schweizer Rechtsextremisten Ignaz Bearth und wurde mehr als 5.000mal geliked und auf anderen Seiten weiterverbreitet. Künast protestierte bei Facebook, die Süddeutsche auch. Aber es dauerte drei Tage, bis der Konzern die Fälschung entfernte.

    Künast: »Mein Fall zeigt, dass die ›schnelle‹ Löschung von Hass- oder Falschnachrichten, wie von Facebook angekündigt, nicht funktioniert.« Die Abgeordnete stellte fest: »Facebook ignoriert weiterhin unser geltendes Recht.«

    Ihr Bundestagskollege, der CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer, weiß Abhilfe. Letztes Wochenende forderte das Mitglied des NSA-Ausschusses im Tagesspiegel »einen entsprechenden Straftatbestand« für »Desinformationskampagnen«. Er bezog sich allerdings eher auf Kampagnen, von denen behauptet wird, dass sie aus Russland kommen. Aber grundsätzlich ist die Idee interessant.

    Sobald Mayers Straftatbestand geschaffen ist, werden unsere Sicherheitsorgane die Standorte von »Hill & Knowlton Strategies« besetzen, die seit 1963 in Deutschland zu Hause sind: »Mit Büros in Frankfurt am Main, Berlin und Düsseldorf sind wir in den wirtschaftlichen und politischen Zentren Deutschlands vertreten und exzellent vernetzt.« Die »H & K Strategies«-Berater von der Berliner Friedrichstraße 148 etwa verfügen »über umfangreiche Erfahrung auf dem Berliner Parkett und belastbare Kontakte zu Entscheidern in Politik, Medien und Wirtschaft«.

    Solch belastbaren Kontakte ermöglichten schon den Zweiten Golfkrieg. Am 10. Oktober 1990 gab Amnesty International im Washingtoner Capitol eine Pressekonferenz für die fünfzehnjährige »Najira«. Sie sei dabeigewesen, versicherte sie unter Tränen, als in Kuwait einmarschierte irakische Soldaten in das Al-Adan-Krankenhaus eingedrungen seien und fünfzehn Babys aus ihren Brutkästen gerissen und zu Boden geschleudert hätten. CNN und alle größeren Fernsehstationen übertrugen diese Pressekonferenz.

    Am 19. Dezember 1990 veröffentlichte Amnesty International einen 84-Seiten-Report, wonach zusätzlich »über 300 Frühgeburten« von irakischen Soldaten getötet worden seien. Präsident Bush erwähnte das in den folgenden Wochen mindestens zehnmal. Und Amnesty bestätigte dies am 8. Januar 1991 vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten. Am 12. Januar stimmte der US-Senat für den Krieg.

    »Augenzeugin Najira« hatte das Krankenhaus nie gesehen. Sie war die wohlpräparierte Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA, die Brutkastenlüge, die sie in die Welt setzte, hatte »H & K« erfunden. Der so zustande gebrachte Krieg der USA kostete mehr als 100.000 Irakern das Leben. Als das Schlachten vorbei war, kam heraus, dass die kuwaitische Exilregierung für zehn Millionen Dollar »Hill & Knowlton« mit einer PR-Kampagne für ein militärisches Eingreifen der USA beauftragt hatte.

    Und so werden seither unsere Kriege von den PR-Agenturen herbeigeschafft. »Mein lieber Professor Hunzinger, das haben Sie sich verdient«, erklärte, stellvertretend für seine Ministerin Ursula von der Leyen, der Brigadegeneral Eckart Klink und überreichte dem Geehrten für »außerordentliche Verdienste um die Verteidigungswürdigkeit Deutschlands« das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold. Aus deren Sicht wohl völlig zu Recht. »Professor« – für PR und Kommunikation – ist Moritz Hunzinger in der Ukraine. Hierzulande aber ist er der große Promotor unseres Endsieges gegen Jugoslawien und der Einkleider – sogar einen eleganten Anzug hat er ihm gekauft – des damaligen Bundesverteidigungsministers Rudolf Scharping, der so eindrucksvoll wie Najira Geschichten aufzusagen wusste, etwa von den schwangeren Frauen, die von Serben ermordet wurden – Bauch aufgeschlitzt, Embryo herausgeschnitten und gebraten, wieder reingelegt und zugenäht.

    Im Krieg zur endgültigen Vernichtung Jugoslawiens waren PR-Agenturen mit ihren Fakes die Strippenzieher an vorderster Front und die rücksichtslosen Kämpfer im Hinterland. Der Politikwissenschaftler Jörg Becker und die OSZE-Diplomatin Mira Beckham haben das in ihrem Buch »Operation Balkan: Werbung für Krieg und Tod« (Nomos-Verlag, 2006) sorgfältig und erschreckend dokumentiert. Allein für die »Serbien-Informationskampagne« von Moritz Hunzinger sind auf den letzten drei Seiten dreißig Termine aufgeführt. Die Fakes (Massaker von Racak, Hufeisenplan), mit deren Hilfe auch US-Agenturen in Jugoslawien Krieg produzierten, nicht gerechnet.

    Hill+Knowlton Strategies
    http://www.hkstrategies.com/about

    We help brands and the public communicate.

    H+K offers senior counsel, insightful research and strategic communications throughout the world. With over 85 offices in 47 countries around the globe, our teams collaborate across time zones, languages, and cultures to help clients make solid decisions and craft compelling campaigns in today’s measurable world.

    We know it’s all connected, and how.

    We understand how audiences think and engage with the world, and recognize that in today’s ever-connected world, it’s all about integrated communications. It can no longer be just about business-to-business or business-to-consumer. We build entire ecosystems with human experience at the front and center – business-to-human integrated communications. And not just that, we know that smart brands care about making an impact on the world and that their messages contribute to a broader purpose.

    We work with the best of the best.

    Our firm has been in this business for more than 90 years, and our world-class teams of trusted advisors and creative experts have a wealth of experience in helping clients strengthen brands, reputations and bottom lines. We work with over 50% of the Fortune Global 500 companies and some of the world’s most transformative social enterprises and technology companies in both established and emerging markets. Our relationship with WPP – one of the world’s largest communications groups – gives us an unmatched worldwide presence.

    We are master storytellers, content creators + data geeks.

    We are structured around ideas, insight and data. Our cutting-edge proprietary products, such as Singlescore™, and Sherlock™ ensure we have our fingers on the pulse of public sentiment, both locally and around the globe. Our expertise in the owned, earned and shared media space proves we deliver credible, engaging ideas and stories that deliver measurable impact in an always-on world.

    We deliver depth and breadth.

    We have a depth of expertise in a variety of sectors, including: Healthcare, Technology, Energy + Industrials, Financial + Professional Services, Retail + Leisure, Food + Drink and Consumer Packaged Goods. Our London office is home to our first Centre of Creative Strategy, a global initiative to embrace and equip our network for the ever-changing and evolving media landscape. In addition to the Hill+Knowlton Strategies brand, we also house Group SJR, the world’s leading content marketing experts; Blanc & Otus, a premier technology boutique; and Research + Data Insights, a best-in-class research and analytics consultancy.

    Home : Hill+Knowlton Strategies Deutschland
    http://www.hkstrategies.de/de

    Online Reputationsmanagement • Reputation • REVOLVERMÄNNER
    https://www.revolvermaenner.com

    #guerre #propagande #Berlin #Mitte #Friedrichstraße #DDR-Handelszentrum

  • Berlin, S-Bahnhof Friedrichstraße, Taxistand 1957
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cd/Bundesarchiv_Bild_183-45477-0001%2C_Berlin%2C_S-Bahnhof_Friedrichs

    Titel: Berlin, S-Bahnhof Friedrichstraße, Taxistand
    Zentralbild-Zimmermann Zi-Qu 23.3.1957 Am Bahnhof Friedrichstrasse, Berlin UBz. Blick auf die Taxi-Haltestelle.
    Datum 23. März 1957
    Fotograf Zimmermann, Peter

    #Berlin #Mitte #Friedrichstraße #Taxi #Geschichte #Photographie #Fotografie

  • Berlin, wo es weh tut
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berghain--checkpoint-charlie---co-die-schlimmsten-tourifallen---und


    Unter dem Titel „#Berghain, Checkpoint Charlie & Co: Die schlimmsten Tourifallen – und ihre Alternativen“ leistet die Berliner Zeitung Lebenshilfe für alle, die sich nicht jeden Tag in der Stadt herumtreiben.

    Ich habe mich schon immer gefragt, warum Massen an Menschen in das Museum am #Checkpoint_Charlie strömen, dort irre lange anstehen, um sich dann im dichten Gedrängel an Fluchtfahrzeugen vorbeizuschieben. Es gibt doch so viele Alternativen! Ich würde meinen Berlin-Besuch unter gar keinen Umständen zum Checkpoint Charlie schicken. Ich mag meine Freunde ja. Die #Friedrichstraße ist an dieser Stelle sowieso ein echtes Ärgernis. Touristen rennen auf dem Weg zu einem Schnappschuss mit einem falschen Uniformierten blindlings auf die Straße. 2017 sollen zwei neue Gebäude das Areal ergänzen: Kalter Krieg (Museum) und Hard Rock (Hotel).

    ...

    Alternative: Ich gehe mit meinem Besuch zur Gedenkstätte Berliner #Mauer an der #Bernauer_Straße (Eintritt frei, kein Gedrängel, echte Mauer, echter Wachturm der #DDR-Grenztruppen, Zeitzeugenberichte auf Video), schicke sie ins Deutsche Historische Museum (Dauerausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“, bis 18 Jahren Eintritt frei, sonst 8 Euro, ermäßigt 4 Euro) oder sehe mit ihnen Filme wie „Sonnenallee“, „Good Bye Lenin“ oder „Das Leben der Anderen“ an, die es auch mit englischen, spanischen und italienischen Untertiteln gibt. Wer mehr über Berlin als Vier-Sektoren-Stadt erfahren will, kann außerdem das #Alliierten-Museum und das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst besuchen.

    Das Gleiche mit #Döner
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/mustafas-gemuesekebap--il-casolare-berlins-schlimmste-tourifallen-i
    Hier schmeckt es garantiert nicht .

    Wenn es allzu schlimm wird, geht die Stadt schon mal mit Verboten gegen #Nepp und Abzocke vor:
    #Touristenattraktion am Potsdamer Platz: Gericht verbietet Fotos mit DDR-Grenzsoldat
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/touristenattraktion-am-potsdamer-platz-gericht-verbietet-fotos-mit-

    Dieses Mega-Ärgernis verdient einen eigenen Artikel: #Bierbikes fahren, wo sie wollen
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/mitte-bierbikes-fahren--wo-sie-wollen,10809148,26952170.html

    Die hier können angeblich echte Auskünfte geben:

    10 Zeichen, an denen man einen Berliner erkennt
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/das-echte-berlin-10-zeichen--an-denen-man-einen-berliner-erkennt,10
    https://www.flickr.com/photos/berliner-feuerwehr/2263913818/sizes/z

    Flickr

    10. Der Berliner geht in der Silvesternacht nicht vor die Tür.

    Im Gegenteil. Ich erinnere mich mit Freude an den urberlinerischen Anwalt, der zu Sylvester immer drei Einkaufswagen voll Böller gemeinsam mit seinen erwachjsenen Söhnen verballert.

    9. In der U-Bahn schockt den Berliner gar nichts mehr.

    Ja. Entweder er fährt nicht U-Bahn, weil er nicht muß, oder er ist so arm, daß er nach seinem Scheißjob zu müde zum Schockiertsein ist.

    8. Der Berliner wohnt nicht innerhalb des S-Bahn-Rings.

    Falsch. Ich kenne sogar Berliner, die zur Villa in Lichterfelde noch eine Wohnung in Mitte dazugekauft haben.

    7. Der Berliner bestellt Schrippen.

    Ja. Ost- oder West-Schrippe ist noch die Frage.

    6. Der Berliner ist noch nie mit einem #Bierbike gefahren und wird es auch niemals tun.

    Ja. Siehe U-Bahn.

    5. Außer zum Arbeiten verlässt der Berliner nie seinen Kiez.

    Doch. Um ins Kino, Theate oder Oper zu gehen (es gibt kaum noch Bezirkskinos), am Wochenende gehts ins Grüne und im Sommer in den Urlaub, am liebsten Malle oder Kanaren, wobei Malle schon wieder #Kiez is.

    4. Der Berliner macht einen großen Bogen ums #Oktoberfest auf dem #Alexanderplatz.

    Stimmt so nicht. Hunderttausende steigen jeden Tag am Alex um. Aber was ist ein Oktoberfest ?

    3. Der Berliner weiß, dass er bis zur Rente nicht vom BER aus nach Mallorca fliegen wird.

    Falsch, der Berliner ist zynischer Optimist. Es will einfach niemand von Schönefeld nach Malle fliegen. Warum wohl ?

    2. Der Berliner ist Charlie und nicht Pegida.

    Hä ?

    1. Das ultimative Zeichen, woran man als Nicht-Berliner einen Berliner erkennt? Außen Zucker, innen Marmelade! :)

    Schlechter Witz. Erklärung steht unter dem Artikel. Ansonsten ist in Berlin ein Berliner ein Berliner und sonst nichts.

    #Berlin #Tourismus #berlintutweh #Karlshost

  • Bärenschanke, Berlin-Mitte, Friedrichstraße 124
    https://www.flickr.com/photos/lautenschlag/16894586801

    Flickr

    martin hufnagel Der Ort war legendär, schon Mitglieder der „Roten Kapelle“ sollen dort vor dem Krieg verkehrt haben.
    Zu DDR-Zeiten konnte man hier und vis-à-vis in der City-Klause hervorragend abstürzen, bevor es gegen Mitternacht über den Tränenpalast zurück in den Westen ging...

    Berlin, Berlin...
    http://www.ddr-zeitzeugen.de/html/berlin-_berlin___.html

    Aber am wichtigsten war damals für mich, zum Schwoof zu gehen. Berlin als Hauptstadt hatte schon mehr zu bieten, als ein Garnisonsnest irgendwo in der DDR.

    Es gab natürlich einige Restriktionen, wo man nicht als Soldat hingehen konnte. In der Einheit existierte eine Liste mit Gaststätten, wo Soldaten der NVA das strikte Verbot hatten, einzukehren. Das waren weniger Etablissements, die verrufen waren, sondern vielmehr Gaststätten, in denen Soldaten der westlichen Armeen verkehrten. Um die Friedrichsstraße herum war fast alles verboten. Die Hotelrestaurants und im Besonderen die Bärenschenke in der Friedrichstraße waren absolut tabu. Wir hatten Order, wenn auch nur ein einziger amerikanischer Soldat eine Gasstätte aufsuchte, sofort die Rechnung zu bezahlen und zu verschwinden."Wo der Gegner sein Bier trinkt - da hat ein NVA Soldat nichts zu suchen".

    Review: Stasiland by Anna Funder | Books | The Guardian
    http://www.theguardian.com/books/2003/jun/07/guardianfirstbookaward2003.biography

    I was befriended by “Detlef” in the Bärenschenke pub in Berlin’s Friedrichstrasse. He showed me round the hospital where he worked as a porter. He didn’t want me to have an unbalanced view of Prussian history and to that end proposed sending me articles from the “impartial” East German press. After November 9 1989, the packets stopped coming.

    Detlef was possibly no more than an “unofficial collaborator” - and unpaid stool-pigeon. The Stasi possessed much larger forces than the Gestapo, but they were not its equals in terror.

    Bärenschänke, Berlin - Mitte - Restaurant Bewertungen & Telefonnummer – TripAdvisor
    https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g187323-d1359698-Reviews-Barenschanke-Berlin.html

    Friedrichstr. 124, 10117 Berlin, Deutschland
    +49 30 2829078

    Berlin: Die Bohème von Mitte | MERIAN
    http://www.merian.de/magazin/berlin-mitte-digitale-boheme.html

    Auf Höhe der Bärenschenke zweigt ein Seitenarm der Friedrichstraße nach Osten ab, zerschellt an einem Flaggschiff von Haus in zwei Teile, die Oranienburger und die Linienstraße. Eine Situation, die sich ein paar Dutzend Meter später wiederholt, wenn sich die Auguststraße im spitzen Winkel von der Oranienburger abspaltet. Nach diesem Auftakt spürt jeder: Wir sind in einer anderen Welt.

    Straßenbekanntschaften | Das Blättchen
    http://das-blaettchen.de/2011/04/strassenbekanntschaften-4470.html

    Ein sonniger, windiger Vormittag, die Luft ist klar und kühl; aus der U-Bahn aufgestiegen, stehe ich, den Fernbahnhof hinter mir, am Admiralspalast. Ringsum viel Neues, doch zuvor ist manch Altes verschwunden: Rechterhand, gleich an der Straße, der weiße Flachbau des tschechischen Kulturzentrums, zuvor schon weiter links, jenseits der Spree, der alte Friedrichstadtpalast, ganz früher mal Zirkus Schumann. „Am Zirkus 1“ war die Adresse der HO-Tanz-Gaststätte im Palast, der „Melodie“, wo man 1964 noch Schnitzel mit Spargel für 3,85 DM und Aal grün mit Gurkensalat für 5,25 DM bestellen konnte. Spargel! Aal! In der DDR, jawoll! In den 70ern gab es hier nichts dergleichen mehr, dafür einmal in der Woche Jazz. „Modern Soul“ etwa mit Klaus Nowodworski, der ein bisschen was Glitzerhaftes an sich hatte. So musste Großstadt sein!

    Weidendammer Brücke und der neue Friedrichstadtpalast sind passiert, kleiner Abstecher nach rechts in die Johannisstraße. Irgendwo war hier einmal das „Johanniseck“, beste Eisbeinkneipe weit und breit, noch so ein Flachbau. „Baracke auf Trümmergrundstück“, das fand man im Zentrum Ost noch bis zum Ende der 80er Jahre. Ein Schild weist nach links: „Helga-Hahnemann-Straße“. Straße? Wo? Ein etwas breiterer Trampelpfad führt zwischen Parkplatz und kahler Mauer Richtung Norden, hinüber zur Oranienburger. Vielleicht ein Ulk? Das wäre der Namensgeberin angemessen.

    Wieder auf der Friedrichstraße, was sehe ich: Meine gute alte „Bärenschenke“ ist nun auch zu. Das Restaurantschild hat man schon entfernt, nur die Fensteraufkleber „Deutsche Küche“ erinnern noch an die einstige Bestimmung. Während die neuen Etablissements überall mehr oder minder florieren, hat von den alten in der weiteren Umgebung kaum eines überlebt.

    #Friedrichstraße #DDR #Stasi #NVA #Grenztruppen #Kneipe

  • Unter den Linden / Friedrichstraße

    Haus der Schweiz
    https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_der_Schweiz

    Hotel Unter den Linden


    Hotel Unter den Linden und Internationales Handelszentrum am 9. Juni 1979

    DDR-Lexikon: Hotel Unter den Linden, Berlin
    http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Hotel_Unter_den_Linden,_Berlin

    aus dem Buch "Berlin. Architektur von Pankow bis Köpenick", VEB Verlag für Bauwesen, Berlin, 1987:

    Interhotel Unter den Linden, Nr. 14, Ecke Friedrichstraße. 1964-66 nach Entwurf von Heinz Scharlipp, Günter Boy und Kollektiv errichteter 6geschossiger Hotelbau mit 400 Betten; Restaurant und Speisesalon mit 220 Plätzen und ein Laden im Erdgeschoß, Küche und Anlieferung an der Mittelstraße. Großplattenbauweise: horizontale Brüstungsflächen mit Glasmosaik in Kontrast zu Fenster- und Wandfeldern sowie Granitscheibe des Endfeldes.
    aus dem Buch "Die Friedrichstraße, Geschichte & Geschichten"; Hrg.: Berlin-Information, 750-Jahr-Feier 1987:

    Das Hotel an der Kreuzung

    Im Dezember des Jahre 1964 begannen die Bauarbeiten für dieses so dringend notwendige Hotel; denn unsere Hauptstadt empfing Jahr für Jahr mehr Besucher aus allen Teilen der Welt, die angenehm unterzbringen eine vornehme Gastgeberpflicht war und ist. Die Architekten Heinz Scharlipp und Günter Boy hatten mancherlei zu beachten, u. a. die Festlegung im sogenannten Linden-Statut, demzufolge Neubauten im angepaßten Verhältnis zu den historischen Bauwerken zu errichten sind. Aus diesem Grunde konnten sie das neue Hotel nicht wie das am Alexanderplatz in den Himmel wachsen lassen. Zum anderen waren - man denke in diesem Zusammenhang an den alten Friedrichstadtpalast - komplizierte Grundwasserbedingungen zu beherrschen. Das gelang, und so steht das Hotel Unter den Linden gewissermaßen in einer riesigen Wanne, die das unerwünschte Wasser fernhält. Seit der Eröffnung am 10. Juni 1966 beherbergten und bewirteten die Mitarbeiter des Hotels in gepflegter Atmosphäre ungezählte Gäste aus allen Kontinenten. Begrüßt werden sie in der Hotelhalle von einem Altberliner Original, von einem Blumenmädchen, das aus der Werkstatt der Bildhauerin Christa Sammler stammt. Der Metallgestalter Prof. Fritz Kühn besorgte die schmiedeeisernen Verkleidungen der Gästefahrstühle. Das Hotel verfügt in acht Etagen über 340 Ein- und Zweibettzimmer, lädt ins niveauvolle Hotelrestaurant oder in die Bar in der Hotelhalle ein.

    Ein kurzer Blick in die Geschichte dieses Teils der weltbekannten Kreuzung: Unmittelbarer Vorgänger bis zu seiner Zerstörung im zweiten Weltkrieg war das Hotel Victoria. Es ließ im Jahre 1901 auf Anregung von Max Reinhardt seinen Festsaal für das später berühmte Kabarett „Schall und Rauch“ umbauen. Danach bestand hier das „Kleine Theater“, das u. a. Gorkis „Nachtasyl“ im Repertoire hatte.

    Hotel Unter den Linden, Unter den Linden, 14, 10117 Berlin, Deutschland
    http://destinia.de/h/h73750-hotel-unter-den-linden

    East Germany and Japan 1: Kajima Corporation | Ben Bansal
    http://benbansal.me/?p=2212


    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0609-023%2C_Berlin%2C_Hotel_%2522Unter_

    Berlin in den 90ern — Hotel Unter den Linden, 1996 Das Interhotel Unter den Linden
    http://90erberlin.tumblr.com/post/58496298396/hotel-unter-den-linden-1996-das-interhotel-unter

    Hotelabriss in Berlin: „Das letzte Stückchen Heimat“ - SPIEGEL ONLINE
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/hotelabriss-in-berlin-das-letzte-stueckchen-heimat-a-403112.html

    In der DDR ein Promi-Treffpunkt, nach der Wende beliebte Billigabsteige und letztes Überbleibsel sozialistischer Architektur in der Friedrichstraße: Das Hotel Unter den Linden ist eine Berliner Institution. Heute begann die Räumung, am Montag folgt der Abriss. Abschied von einer Legende.

    Baustart an Berlins prominentester Ecke „Friedrichstraße / Unter den Linden“ - 2006
    https://www.meag.com/reddot/html/de/unternehmen/Pressemitteilungen%202006_2143.asp

    02.02.2006

    Am 01.03.2006 beginnen die Bauarbeiten für das neue Gebäudeensemble an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden. Dies erklärten heute die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und MEAG. Der zu errichtende Gebäudekomplex wird den historischen Stadtgrundriss, wie er bis 1945 existierte, wieder herstellen. Das auf dem Baugrundstück stehende Hotel ‘Unter den Linden’ wird seinen Betrieb Ende Februar einstellen. Die MEAG wird das Mobiliar an bedürftige Berliner Sozialeinrichtungen spenden. Zur Fußball-Weltmeisterschaft wird das zentral gelegene Grundstück als Veranstaltungsfläche bereitgestellt.„Mit dem Neubau schließen wir eine große Lücke im Stadtbild und werten den Boulevard Unter den Linden weiter auf“, erklärte Ingeborg Junge-Reyer, Senatorin für Stadtentwicklung. Das Bauvorhaben werde auch der Prominenz des Ortes gerecht, sagte die Senatorin am Donnerstag bei einem Besuch der künftigen Baustelle. Auf dem Grundstück befand sich bis Ende des Zweiten Weltkriegs das ‘Café Victoria’. „Dies ist der Ort, an dem Berlin schon vor hundert Jahren Metropole war“, erläuterte Dr. Knut Riesmeier, Geschäftsführer der MEAG.Der Neubau wird sich daher an den traditionellen Fassaden im Stil des Boulevards „Unter den Linden“ der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts orientieren.

    Die Architektur ist das Resultat eines mehrstufigen internationalen Wettbewerbs, als dessen Gewinner die renommierten Architekten von Gerkan Marg und Partner (gmp) hervorgingen. gmp ist für den kompletten Entwurf, die Ausführungsplanung sowie die Gestaltung der Fassadenabschnitte in der Friedrichstraße und der Mittelstraße verantwortlich. Die drei unterschiedlich gestalteten Fassadenabschnitte an der Straße „Unter den Linden“ wurden von gmp sowie den Architekturbüros von Augusto Romano Burelli (Venedig) sowie von Petra und Paul Kahlfeldt (Berlin) gestaltet.

    Nach der Fertigstellung Ende 2008 wird das achtgeschossige Gebäudeensemble rund 40.000 qm für Einzelhandel, Büros und Wohnungen bereitstellen. „Mit diesem Flächenangebot setzen wir neue Maßstäbe in der Friedrichstraße. Die beste Lage und eine äußerst hochwertige Ausstattung sind attraktiv für deutsche und internationale Unternehmen“, sagte Dr. Riesmeier. Dorothée Dubrau, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung in Berlin-Mitte, begrüßt das Projekt. „Die Friedrichstraße ist innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Treffpunkte Berlins geworden. Das neue Gebäude wird zu einer weiteren Belebung der Friedrichstraße beitragen.“

    Die vorbereitenden Umbauarbeiten an der Friedrichstraße sind bereits angelaufen. Der Betreiber des Hotels ‘Unter den Linden’, das auf einem Teil des Grundstückes steht, stellt zum 28. Februar 2006 den Betrieb ein. Das verbleibende Mobiliar wird von der MEAG gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung gestellt. Da sich die Bäume auf dem freien Gelände vor dem Hotel nach Expertenmeinung nicht umpflanzen lassen, wird die MEAG einen Ausgleich an anderer Stelle schaffen – zusätzlich zu den gesetzlich erforderlichen Ausgleichmaßnahmen. „Wir pflanzen gemeinsam mit der Aktion „Bäume für Berlin“ des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND Berlin e.V. neues Grün in die Stadt“, gab Dr. Riesmeier bekannt. Andreas Jarfe vom BUND Berlin e.V. begrüßte diese freiwillige Initiative des Bauherrn: „Die von der MEAG gespendeten Bäume wird der BUND Berlin e.V. in der Großsiedlung Hohenschönhausen pflanzen, denn in diesem Stadtteil ist eine Begrünung des Wohnumfeldes besonders erforderlich.“

    Während der Fußballweltmeisterschaft wird das Grundstück als Veranstaltungsfläche genutzt. „Wir wollen das Areal als Veranstaltungsfläche präsentieren, nicht als Baustelle. Dies ist uns sowie den Verantwortlichen der Stadt Berlin und des Bezirks Berlin-Mitte ein großes Anliegen“, erklärte Dr. Riesmeier von der MEAG. Die MEAG hatte in einem internationalen Bieterverfahren 2002 das Grundstück vom Liegenschaftsfonds Berlin erworben. Für die Laufzeit des Projektes hat sich die MEAG die Dienste des US-amerikanischen Projektentwicklers Hines als Beratungspartner gesichert. Die Hines Immobilien GmbH ist für die Vermarktung der Immobilie zuständig. Die Berliner Agentur Scholz & Friends wurde als Partner für die Kommunikation verpflichtet.

    Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH in München ist Vermögensverwalter der Münchener Rück und der ERGO Versicherungsgruppe. Die MEAG ist mit Einheiten in New York und Hongkong international ausgerichtet und setzt neben dem Management der gruppeneigenen Gelder auf das Geschäft mit Partnern außerhalb der Münchener-Rück-Gruppe. Insgesamt verwaltet die MEAG Kapitalanlagen im Wert von derzeit rund 165 Milliarden Euro, davon rund 16 Milliarden Euro in Immobilien.

    München, 02.02.2006.

    Ansprechpartner MEAG:
    Dr. Josef Wild
    Telefon: 089 | 2489–2072
    Fax: 089 | 2489–2075
    Email:JWild@meag.com

    #Berlin #Unter_den_Linden #Friedrichstraße #Architektur #DDR #Geschichte