• Jeunet et Caro, Delicatessen ; Pascal Bonitzer, Maigret et le mort amoureux #22
    ▻https://radioblackout.org/podcast/jeunet-et-caro-delicatessen-pascal-bonitzer-maigret-et-le-mort-amoure

    Abitare il caos a partire dal tetto, dove ritrovarsi stralunati Una rassegna organizzata dai compagni di El Paso Occupato ci pone di fronte all’obbligo di improvvisare qualche parola sensata su un film culto, che è stato impronta per il resto degli anni Novanta e che ha ispirato il nome della nostra trasmissione: costretti a rievocarlo […]

    #Clown_e_aristocratici #Gastronomia_surreale #Polar_Grottesco
    ▻https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/10/Delicatessen-Maigret_2026-10-08.mp3

  • [Entretien vidéo] « Les poulets deviennent des supports à #viande », #Axelle_Playoust-Braure décortique la #filière_avicole
    ▻https://splann.org/grand-entretien-axelle-playoust-braure-turbopoulet

    Croissance accélérée, problèmes de santé et perte d’autonomie des éleveurs : le #turbo-poulet révèle les dérives d’un modèle intensif guidé par la productivité. Dans son enquête, la #journaliste Axelle Playoust-Braure décrypte les mécanismes d’une industrie qui achève de transformer les #animaux en outils de production. L’article [Entretien vidéo] « Les poulets deviennent des supports à viande », Axelle Playoust-Braure décortique la filière avicole est apparu en premier sur Splann ! | Premier média d’enquête indépendant en Bretagne.

    #Industrie_agroalimentaire #agroalimentaire #agroindustrie #consommation #élevage #élevage_intensif #European_Chicken_Commitment #gaspillage #grande_distribution #label_rouge #LDC #oiseaux #poulet_de_chair #ross_308 #soja #volaille

  • Feministisches Kneipenkollektiv in Berlin bangt um die Zukunft
    ▻https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202898.verdraengung-feministisches-kneipenkollektiv-in-berlin-bangt-um-d


    Im feministischen Kneipenkollektiv Café Cralle in Berlin-Wedding will man einen politischen Raum schaffen, »aber auch mal feiern«. Foto: Café Cralle

    2026 - 1977 ist 49 aber so sind sie die LohnschreiberInnen, jeder Aufhänger wird genommen so dämlich und an den Haaren auf die Seite geschleift er/sie/es auch sei. Allet jut, ihr schafft dit, isja nich dit erstemal. A propos olle Zeiten, kennt ihr nich dit Taxe Moon, Reinickendorfer am Weddingplatz? War dieselbe Chefin. Abba sowat wolltajanich.

    1.10.2026 von Jule Meier - Seit 50 Jahren gibt es im Wedding eine im Kollektiv betriebene Kiezkneipe. Doch sie kämpft ums Überleben. Drei »Collectivistas« erklären, warum.

    »Das Cralle braucht Geld«, steht auf einem Transparent, das von der Decke eines Berliner Kneipenkollektivs hängt. Ein anderes Schild weist darauf hin, dass man am Bartresen Gutscheine gegen Bargeld tauschen könne, um Geflüchtete zu unterstützen. Zwei Frauen stehen am Tresen. »Sollen wir uns ein Bier teilen?«, fragt eine die andere. In einer warm beleuchteten Ecke sitzt ein Mann über einem Stapel Papier und streicht Textstellen mit einem Marker an. Vor ihm stehen ein Bier und ein Schnaps. Wenige Meter von ihm entfernt spielen zwei Männer Karten. Plötzlich kommt eine Traube Menschen herein. Die Leute fragen: »Wo geht’s zum Theater?« Die Person am Tresen zeigt ihnen mit einem Lächeln den hinteren Raum der Kneipe.

    Es ist Freitagabend im Café Cralle in Wedding. In der Hochstädter Straße in der Nähe des Leopoldplatzes sind die Räume eines der ältesten, vielleicht sogar des ältesten Berliner Kneipenkollektivs gut gefüllt. In einem der zwei Gasträume findet nun gar eine Theateraufführung statt. Beobachtet man das Treiben vor Ort, kann man sich kaum vorstellen, dass das Cralle, wie die Kiezkneipe genannt wird, ums Überleben bangt. Warum erhöhte Mieten nur indirekt damit zu tun haben und welche Solidarität sich das Kollektiv nun wünscht, erzählen drei »Collectivistas« im Gespräch mit »nd«.

    Der Grund sind rote Zahlen. »Wir haben noch nie profitorientiert gearbeitet und nie eine große Reserve gehabt«, sagt Lotte. Dann sei im vergangenen Jahr vieles zusammengekommen: Krankheitsausfälle, kaputte Geräte, gestiegene Preise. Das Kollektiv musste einen Kredit aufnehmen. Dazu kommt ein verändertes Ausgehverhalten. Seit Corona habe sich viel geändert, erklärt »Collectivista« Melina: »Die Leute gehen gern um Mitternacht nach Hause und trinken einfach nicht so viel und haben selbst nicht mehr so viel Geld.«

    Ihre Kollegin Paulette sagt, der Alkoholkonsum sei im Vergleich zu vor zehn Jahren »drastisch zurückgegangen«. Sie sagt: »Um 1 Uhr ist Schicht im Schacht.« Auch am Tresen sei die »schleichende Prekarität« spürbar, wenn Gäste ihr Geld zählen oder nach den Bierpreisen fragen. Dabei bekommen Gäste im Cralle sowohl das Bier als auch den Kaffee für drei Euro. »Wir wollen, dass Menschen sich den Kaffee und das Bier leisten können«, erklärt Paulette.

    Das Cralle ist kein Einzelfall. »Kleine Buchläden, Spätis, Kollektive – soziale Zusammenhänge im Kiez sterben«, sagt Paulette. Seit nunmehr 20 Jahren sei sie regelmäßig im Cralle. Vor ein paar Jahren habe sie sich dann entschieden, mitzumachen. Mitmachen, das heißt, Teil eines hierarchiearmen und nicht profitorientierten Kneipenkollektivs mit feministischem Anspruch zu sein, wie Kollegin Melina erklärt. Zwischen den beiden »Collectivistas«, wie sich die Angestellten im Cralle nennen, liegen mehrere Jahrzehnte feministischer Bewegung.

    1977 beginnt die Geschichte des Cralle. »Das waren drei Frauen, die haben sich damals über eine Annonce in einer Frauenzeitschrift kennengelernt«, berichtet Lotte, die schon acht Jahre und damit am längsten Teil des Kollektivs ist. Die Frauen seien damals Teil der Frauenbewegung gewesen und hätten Ideen wie »Frauenräume gemeinsam schaffen, gemeinsam arbeiten, gemeinsam wirtschaften, gemeinsam leben« gekannt. Gerade mal 21 Jahre alt war eine der drei Gründer*innen des Cralle, als sie den Mietvertrag unterschrieben.

    Unter den wenigen Kollektivkneipen, die es in Berlin gibt, ist nur die »Straßenbahn« in Friedenau genauso alt. »Verschiedenste Phasen« habe der Ort bereits durchgemacht. Das Besondere am Cralle sei, so Lotte, dass über die Jahre immer wieder neue Collectivistas dazugekommen und andere gegangen seien, die den Laden prägten. Bei der letzten großen Renovierung packten viele Gäste mit an, »haben mit uns geschweißt und gemalert«, wie Lotte sagt. Es gebe unzählige Geschichten von Menschen, die sich hier kennengelernt haben. Und wer in der Straße aufgewachsen sei, sei als Kind zum Eisessen im Cralle gewesen. Das Cralle sei für sie mehr als irgendein Ort, sagt Lotte. »Ich finde es total schön. Für mich hat das Cralle zum einen ein Eigenleben. Es ist aber auch ein großes Kollaborationsprojekt.«

    Gemeinsame Sache machen gelte nicht nur für die sieben Collectivistas. Denn das Cralle sei eine linke Kiezkneipe, wie Paulette betont. »Das bedeutet, dass die Nachbarschaft, wenn sie will, selbstverständlich einbezogen ist – ganz schlicht.« Zu den Stammgästen gehörten auch obdach- und wohnungslose Menschen. »Sie dürfen und können kommen und hier Menschen um Geld bitten, denn das ist ihr Lebensunterhalt. Wir kennen die, und die kennen uns – mit Namen.« Ähnlich sei es bei Spätis und anderen Läden in Wedding. »Wenn was ist, können wir die fragen«, berichtet Paulette. »Das ist nachbarschaftliche Solidarität. Das ist eben Kiez.«

    »Es braucht diese Orte in Kiezen, in denen wir zusammenkommen, uns austauschen, uns schützen und unterstützen.«
    Paulette Collectivista im Café Cralle

    Das zeige sich beispielsweise auch an konkreten Ereignissen wie beim jüngsten Wahlsieg der AfD Sachsen-Anhalt. Laut Lotte sind gezielt Menschen ins Cralle gekommen, um sich auszutauschen. »Das Cralle ist eine Art Marktplatz. Es gibt hier Mieterberatung am Tresen, man unterstützt sich. Wir verstehen uns als Teil der linken Infrastruktur. Vieles wurde geschlossen und geräumt in den letzten Jahren. Die Zeiten werden härter. Umso wertvoller ist es, solche Orte zu erhalten.« Collectivista Melina ergänzt, es sei eben nicht so, »dass Leute ins Cralle kommen, Bier trinken, sich besaufen und wieder gehen«. Der Anspruch sei es, »eine Art Beziehung« zu den Gästen zu haben und »dem anonymen Zeitgeist entgegenzuwirken«. Paulette nennt es »Vertrauensbildung«. Das sei genau das Gegenteil von dem, was gerade in der Gesellschaft passiere.

    Dabei setzt das Cralle im Gegensatz zu anderen linken Kollektivkneipen wie dem »Syndikat« in Neukölln oder der »Loge« in Friedrichshain den Fokus auf Feminismus. »Dass Frauen und trans Personen hier alleine hinkommen, ist überhaupt nicht selbstverständlich«, so Lotte. Viele Stammtische und Veranstaltungen haben einen feministischen Schwerpunkt. So gibt es einen Stammtisch für Notfallmediziner*innen, ein queeres Trauercafé und einen queeren Familienbrunch. Die meisten Angebote richten sich an Flinta, sind also für Frauen und Lesben sowie inter, nichtbinäre, trans und agender Menschen gedacht.

    Nicht immer leicht sei es, dem linken Anspruch auch gerecht zu werden. Das Arbeiten im Kollektiv sei »anstrengender« als in den klassischen Gastro-Jobs mit Chef*innen, meint Paulette. Denn in der Praxis bedeutet dies, viel im Plenum und unterschiedliche Bedürfnisse auszuhandeln. Aber laut Lotte hat das auch Vorteile. »Vor allem an Flinta gibt es oft den Anspruch: Du musst nett und freundlich sein, und du musst dir Belästigung gefallen lassen. Der Kunde ist bei uns aber nicht König, sondern die Tresenkraft hat das Sagen.« Das schaffe einen Ort, an dem Flinta sich ausprobieren und lernen können, darunter Buchhaltung, Reparatur und anderes.

    Die Preise zu erhöhen, kommt für das Kollektiv nur ungern infrage. »Wir haben Bauchschmerzen, wenn wir daran denken, die Preise zu erhöhen, weil wir wissen, was das mit den Gästen macht«, sagt Lotte. Stattdessen will das Cralle seine Räume häufiger vermieten, denn bei Veranstaltungen sei der Laden voller. Seit das Kollektiv die finanzielle Krise öffentlich gemacht hat, erfahre es viel Zuspruch. »Leute geben superviel Trinkgeld oder haben Ideen, etwas zu organisieren.« Nun soll monatlich ein Soli-Bingo stattfinden. Zudem läuft auf Startnext eine Spendenkampagne mit dem Ziel von 11.585 Euro. Fast 7000 Euro sind bereits eingegangen, eine Woche bleibe noch Zeit. Das Geld soll die Schulden, erwartbare Nebenkostenzahlungen und das Sommerloch abdecken, das meist die umsatzschwächere Zeit sei.

    Damit es im Café Cralle weitergeht, braucht es nun Unterstützung. »Wir brauchen mehr Öffentlichkeit, um weitermachen zu können«, sagt Paulette. Es brauche mehr Aufrufe fürs Crowdfunding, mehr Gäste und »ein Bewusstsein dafür, dass wir jetzt Kohle brauchen«. Auch neue Collectivistas sucht das Kollektiv, »mit Leidenschaft für Kneipe und das politische Projekt«, wie Melina sagt. Lotte wünscht sich zudem Menschen, die den Raum füllen, »sei es, einen Geburtstag hier zu feiern, einen Stammtisch ins Leben zu rufen, Veranstaltungen zu organisieren«. Für Paulette geht es um mehr als das Cralle: »Es braucht diese Orte in Kiezen, in denen wir zusammenkommen, uns austauschen, uns schützen und unterstützen.« Und: »Zusammenrücken ist gerade für Kneipen und Cafés wichtig.«

    #Berlin #Wedding #Hochstädter_Straße #Gastronomie #Kollektivbetrieb #Feminismus #Jugend

  • Schmeckt wie früher: Rogacki bringt Berliner Rezept-Klassiker ins Kochbuch
    ▻https://www.berliner-kurier.de/article/rogacki-traditionshaus-kehrt-mit-kochbuch-zurueck-10402595

    Rogacki kannte jeder. Seit über 90 Jahren bot der Familienbetrieb Feinkost in Charlottenburg an. © Markus Wächter

    Wat war dat war und kommt nich wieda. Zu erben jab et nüscht, die Zeiten warn vorbei. Also Krautfangdingsbums. Irjendwo muss de Knete ja hin.

    17.9.2026 Stefanie Hildebrandt - Nach Ende des Traditionsbetriebs infolge des Feuertods Dietmar Rogackis ist das Buch ein erster Schritt zum Neuanfang.

    Wer in Berlin den Namen Rogacki hört, denkt nicht nur an irgendein Feinkostgeschäft. Es werden Erinnerungen wach: An den Duft frisch geräucherter Fische, an Samstage in der großen Halle an der Wilmersdorfer Straße, an Kartoffelsalat aus der Frischetheke, den Backfisch auf die Hand. Nun sollen genau diese Erinnerungen zwischen zwei Buchdeckeln bewahrt werden. Mit dem ersten offiziellen Rogacki-Kochbuch veröffentlichen die Nachfolger des Berliner Traditionshauses seine bekanntesten Rezepte.
    Berliner Klassiker für die heimische Küche

    Das Kochbuch versammelt 64 Originalrezepte aus dem Rogacki-Archiv. Im Mittelpunkt stehen jene Gerichte, die Generationen von Berlinern mit dem Namen Rogacki verbinden. Dazu gehören der legendäre Kartoffelsalat, Berliner Boulette, Matjes nach Hausfrauenart, krosser Backfisch, Dillhäppchen, Fischsuppe und Senfeier. Ebenfalls vertreten sind Königsberger Klopse, Rote-Bete-Suppe, Schwarzbrot mit Rührei und Räucheraal sowie gebratene Scholle mit Speck.

    Viele dieser Speisen gehören zur klassischen Berliner Alltagsküche. Daneben spiegeln die zahlreichen Fischgerichte jene Tradition wider, die Rogacki über Jahrzehnte geprägt hat.

    Die Geschichte beginnt nicht in Charlottenburg

    Was viele Kunden heute gar nicht mehr wissen: Die Geschichte von Rogacki begann nicht in Charlottenburg. Das Unternehmen entstand 1928 als Aalräucherei im Wedding. Aus dem kleinen Familienbetrieb entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten eine Berliner Institution. Erst später wurde die Filiale in der Wilmersdorfer Straße zum Herzstück des Geschäfts und zum Place to be in Westberlin.

    Dort trafen sich Stammkunden, Nachbarn, Geschäftsleute und Prominente, nach dem Einkaufen blieb man nichr selten noch ein Weilchen. Rund um die übervolle Theke mit ihren Fisch- und Wurstwaren und Delikatessen war Rogacki zugleich Treffpunkt, Kantine und sozialer Ort. Rogacki stand für ein Berlin, das sich Zeit nahm: für ein Gespräch oder für ein Glas Sekt zu Austern.

    Der Einschnitt nach dem Tod des Inhabers

    Die jüngste Geschichte des Traditionshauses ist eng mit dem Schicksal seines langjährigen Inhabers Dietmar Rogacki verbunden. Er führte das Familienunternehmen in dritter Generation.

    Nach der Insolvenz wurde im Geschäft das komplette Inventar vom Gurkenglas bis zur Knochenbandsäge verkauft. © Elisa Schu

    Nach seinem tragischen Tod bei einem Hausbrand in seiner Staakener Villa im Mai 2025 geriet das Unternehmen in eine existenzielle Krise. Wenige Monate später folgten die Schließung des Stammhauses in der Wilmersdorfer Straße und die Insolvenz.

    Mit Rogacki verschwand ein Ort, an dem über Jahrzehnte eingekauft, gegessen, geplaudert und Erinnerungen gesammelt wurden. Doch die Erinnerungen sollen bewahrt werden.

    Daniel Girl erwarb die Markenrechte und will unter dem Namen Rogacki weiter Delikatessen anbieten. © A. S./Ostkreuz

    Auch die neuen Eigentümer der Namensrechte und der Rezepte, Jan Spielhagen und Daniel-Jan Girl, verbinden persönliche Kindheitserinnerungen mit dem Traditionshaus. Daniel-Jan Girl wuchs direkt um die Ecke auf und ging mit seiner Mutter regelmäßig bei Rogacki einkaufen. Bei Jan Spielhagen kamen die Delikatessen am Wochenende auf den Familientisch.

    Ihr Buch, das mit einer Crowdfunding Kampagne entstand, ist nur ein erster Schritt. Die Marke Rogacki soll behutsam wiederbelebt werden. Geplant sind Veranstaltungen, Pop-up-Konzepte und langfristig sogar ein neues Stammhaus zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2028.
    Ein Stück Berlin zum Nachkochen

    Auf 176 Seiten werden die Gerichte mit historischen Fotografien, Erinnerungen und Geschichten aus nahezu 100 Jahren Unternehmensgeschichte ergänzt. Das Buch ist ab dem 05.10.2026 lieferbar und kostet 24, 95 Euro.

    #Berlin #Charlottenburg #Wilmersdorfer_Straße #Geschichte #Ernährung #Einzelhandel #Gastrinomie #Kultur

  • Ableger in Paris, New York und Ibiza: Neuer Club eröffnet im ehemaligen Watergate in Berlin
    ▻https://www.tagesspiegel.de/berlin/ableger-in-paris-new-york-und-ibiza-neuer-club-eroffnet-im-ehemaligen-w

    „Einst“ lautet das Stichwort für die Watergate-Nachnutzung an der #Falckensteinstraße 49. Lynch ist tot und man wird dort weder Eraserhead noch Elephant Man treffen. Alles nur geklaut sangen einst die Provinzprinzen und hier wird dazu noch Geklautes recycled. Armselig. Unsere selbstgemachten underground partys und Festivals sind immer noch besser. Dafür wird am Spreeufer mehr Geld gemacht. So be it.

    ▻https://www.openstreetmap.org/way/303035499

    10.9.2026 von Cristina Plett - Im Januar 2025 schloss der Berliner Club Watergate. Nun übernimmt die Räume ein aus Paris stammender Club. Dessen Interieur designte einst Filmemacher David Lynch.

    Nach 22 Jahren schloss der Technoclub Watergate an der Berliner Oberbaumbrücke im Januar 2025. Seitdem stand die Fläche mit Spreeterrasse und Blick aufs Wasser bis auf einzelne Nutzungen leer. Nun eröffnet dort ein neuer Club, das Silencio. Die Clubnutzung ist als „Pop-up“ angekündigt, das vom 30. Oktober 2026 bis Mai 2027 laufen soll, wie das Magazin „Groove“ berichtet.

    Am Mittwoch fand bereits eine erste Party statt, zur Eröffnung der Ausstellung von Maurizio Cattelan in der Neuen Nationalgalerie im Rahmen der Art Week. Zumindest an diesem Abend spielte der Club elektronische Musik, hinter dem DJ-Pult standen unter anderem Berghain-Resident Ben Klock, Techno-Größe Richie Hawtin und die Experimentalperkussionistin Valentina Magaletti.


    Die Tanzfläche des Silencio in Berlin © Joseph Kadow

    Der neue Berliner Club ist ein Ableger des Silencio-Franchises, ursprünglich aus Paris, inzwischen auch mit Standorten in New York, auf Ibiza und Pop-up-Locations in Cannes oder Miami. Die Standorte deuten bereits auf eine gewisse Exklusivität hin, die den Club umgibt. Bei den bisherigen Silencios gibt es etwa die Möglichkeit, für 100 Euro im Monat Mitglied zu werden. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf elektronischer Musik.

    2011 in Paris von Arnaud Frisch eröffnet, bekam der Club viel Aufmerksamkeit, weil das Interieur von Filmemacher David Lynch designt wurde. Den New Yorker Ableger hat der Designer Harry Nuriev gestaltet.


    Eine Installation von Marc Leschelier auf der Terrasse des Clubs. © Joseph Kadow

    Auch für Berlin wurden laut „Groove“ namhafte Gestalter:innen beauftragt: Studio Karhard, verantwortlich für die Innenarchitektur des Berghains, hat den Club gestaltet. Die Wände sind schwarz gestrichen, die Tanzflächen anders ausgerichtet als zu Watergate-Zeiten. Der Toilettenbereich etwa ist jedoch unverändert. Auch einige Sitzbänke scheinen, dem rissigen Polster nach zu urteilen, die gleichen zu sein. Der Künstler Marc Leschelier zeichnet für neue DJ-Pulte und Raumelemente aus Betonsteinen und mehrere Skulpturen verantwortlich.

    Silencio feiere mit dem Berliner Ableger sein 15-jähriges Bestehen und verfolge einen interdisziplinären Ansatz zwischen Kunst, Musik, Performance und Film, heißt es in der Pressemeldung.

    #Berlin #Kreuzberg #Nachtleben #Gastronomie #Kommerz #wtf

  • La Dolce Vita am Kudamm: Italien übernimmt das legendäre Kranzler Eck
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/la-dolce-vita-am-kudamm-neues-kapitel-fuer-das-historische-kranzler

    Mit dem Aussterben der kuchenfressenden Pelztiere, auch bekannt als „Wilmersdorfer Witwen“, verschwand ihr bevorzugtes Refugium. Nun rechnet ein italienischer Spekulant mit dem verstärkten Auftreten einer neuen parasitären Spezies von arbeitsscheuen Kriegsgewinnlern und dient ihnen die Neuauflage des Spießerparadies „Kaffee Kranzler“ an.

    9.9.2026 von Enno Kramer - Zwei Jahre lang stand das ikonische Kranzler Eck am Kurfürstendamm leer. Im November zieht nun ein neuer Betreiber ein – mit großen Plänen für den Traditionsort.

    Zwei Jahre lang war es still im Kranzler Eck. Wo am Kudamm einst Berliner und Touristen für Kaffee und Kuchen ein- und ausgingen, blieben die Tische zuletzt leer. Im Mai 2024 begann der Umbau des historischen Gebäudeteils – und mit ihm verschwand auch die letzte gastronomische Nutzung aus der markanten Rotunde.

    Das soll sich nun ändern: Oben an der Ecke von Kurfürstendamm und Joachimsthaler Straße wird ab November wieder eingedeckt: Das Circolo Popolare zieht ein. Statt Torte und Filterkaffee landen dort allerdings künftig Pizza, Pasta und Cocktails auf dem Tisch.
    Die „klassischste Trattoria“ im Kranzler Eck

    Hinter dem neuen Restaurant steht die Big Squadra Group, die in Berlin bereits mit dem Pamela am Gendarmenmarkt und dem Coccodrillo im Weinbergspark vertreten ist. Hinzu kommen das Edmondo in Hamburg und das Giorgia in München. Mit dem Circolo Popolare kommt nun ein weiterer Standort mit langjähriger Tradition hinzu.

    Die Betreiber versprechen ihre „klassischste Trattoria“. Dafür soll die Rotunde ordentlich auf italienisch getrimmt werden: Lichterketten, Vintage-Fundstücke aus Italien und mehr als 1000 alte Flaschen sollen die Räume schmücken. Hinzu kommen lange Gemeinschaftstische und ein großer Speisesaal, der die charakteristische Architektur des Gebäudes in Szene setzen soll.

    Kulinarisch geht es ebenfalls ziemlich klassisch zu. Auf der Karte sollen unter anderem neapolitanische Pizza, Gnocchi alla Sorrentina, die direkt aus der Pfanne serviert werden, und Pistazien-Tiramisu stehen. Die Zutaten sollen dabei von mehr als 170 kleinen italienischen Produzenten kommen.

    Auch wenn Pizza und Pasta an diesem Ort neu sind – Gastronomie ist es keineswegs. Noch bevor das Kranzler Eck zu einem Wahrzeichen des Berliner Westens wurde, schrieb hier bereits ein anderes Café Berliner Stadtgeschichte. 1896 eröffnete an der Ecke das „Café des Westens“.

    Um 1900 entwickelte es sich dann zum Treffpunkt der literarischen und künstlerischen Szene Berlins. Schriftsteller, Künstler und Schauspieler gingen hier ein und aus; wegen des illustren Publikums bekam das Café bald den Spitznamen „Café Größenwahn“.

    1932 übernahm das Café Kranzler die Räume. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb zunächst in einem provisorischen Flachbau fortgesetzt, bevor 1958 der Neubau mit der berühmten Rotunde entstand – in das nun das Circolo Popolare einzieht.

    #Gastronomie #Nerlin #Kurfürstendamm

  • Comment les riches ravagent la planète. Et comment les en empêcher

    En dix-sept ans, les riches n’ont rien appris, rien compris, rien changé. Ils se gavent. Les milliardaires ont multiplié leur fortune, la catastrophe écologique s’amplifie, la crise sociale est mondiale. Le lien entre ces phénomènes ? Les inégalités. On n’évitera pas le désastre climatique si l’on ne ramène pas les ultra-riches à la raison. C’est ce qu’explique ce livre détonnant, où une analyse implacable se combine à un dessin complice et surprenant. Inspirée de Comment les riches détruisent la planète, best-seller paru en 2007 et traduit en douze langues qui a largement contribué à montrer l’articulation intime entre crise écologique et crise sociale, cette bande dessinée s’imposait pour en actualiser les données et le constat. Elle raconte comment, en bientôt vingt ans, l’oligarchie a augmenté sa passion destructrice et endossé les nouveaux habits du capitalisme.

    ▻https://www.seuil.com/ouvrage/comment-les-riches-ravagent-la-planete-herve-kempf/9782021552508
    #bande_dessinée #BD #bande-dessinée #livre #riches #richesse #écologie #capitalisme #changement_climatique #Svante_Arrhenius #biodiversité #inégalités #modernisation #1980s #choc_pétrolier #finance #dérégulation #néo-libéralisme #mondialisation #hyper-riches #rivalité_ostentatoire #potlach #ostentation #gaspillage #surconsommation #profit #techno-solutionnisme #oligarchie #médias #résistance #révoltes #répression #violences_policières #surveillance #tax_the_rich #taxer_les_riches

  • #Ikea ou la mafia du #bois

    Ion Holban milite à l’association #Agent_Green, qui lutte contre le #trafic_de_bois en #Roumanie. Rencontré sur le site d’une #coupe_rase illégale, il raconte comment l’#industrie_de_l’ameublement, et notamment Ikea, privatise et détruit les forêts du pays pour vendre des produits rapidement obsolètes.

    Pouvez-vous présenter le site où nous nous trouvons ? Que s’est-il passé ici ?

    Nous sommes sur un site naturel protégé du nom de #Podiciul_Hartibatiului, au centre de la Roumanie. C’est le plus grand site Natura 2000 du pays, avec 250 hectares. Ici, à côté de la ville de #Cincu, il y a eu une coupe rase : sur 10 hectares, tous les arbres ont été coupés en même temps, ce qui est illégal. Cette #forêt, composée à 60-70% de #chênes, avait une grande valeur, car c’est l’espèce la plus rentable que nous avons. Au lieu d’intervenir de façon modérée, en laissant une partie des arbres, l’entreprise #Silva 1 a décidé de tout couper. Ce groupe, basé près de #Sibiu, coupe et transporte du bois. Nous avons suivi leur activité et constaté que le bois a été acheminé, stocké puis envoyé vers plusieurs clients, dont les usines d’Ikea. Elles ont beau ne pas porter la marque “Ikea”, nous savons que la majorité des grosses usines roumaines - qui s’appellent #Aviva 1, #Sortilemn 2 ou #Plimob 3 - produisent pour Ikea.

    Cette chaîne de sous-traitance brouille les pistes ?

    Oui, c’est une façon de cacher la #chaîne_de_production. Si vous demandez à des représentant.es d’Ikea d’où vient leur bois, on vous répondra qu’il vient de différents entrepôts, d’entreprises comme Silva, mais on ne vous dira pas où il a été coupé. Lorsque des journalistes les questionnent, ils et elles répondent que tout va bien. Or, depuis 10 ans, nous avons suivi énormément de #cartels du bois, d’entreprises mafieuses qui abiment la forêt roumaine de façon intensive et, selon moi, la pire est de loin Ikea. C’est l’entreprise la plus opaque à laquelle nous avons affaire, la seule qui refuse de changer quoi que ce soit dans sa manière de faire, qui ne nomme jamais ses partenaires, ne partage jamais ses enquêtes, et nous renvoie vers des institutions bidon comme #FSC. Or les forêts certifiées FSC sont coupées exactement comme ici, car FSC n’est pas un organisme de certification indépendant : c’est un #label bidon créé par l’industrie, payé par l’industrie, pour protéger l’industrie.

    Dans quels autres pays d’Europe constate-t-on des problèmes similaires ?

    Dans les pays où il est possible d’acheter de la forêt. Dans des pays comme l’Ukraine ou la Pologne, c’est très difficile, mais en Roumanie, #Estonie ou #Lettonie, c’est possible et ce n’est pas cher. Vu le niveau de #corruption ici, vous pouvez facilement en acheter beaucoup si vous connaissez les bonnes personnes. Et Ikea a à l’évidence de grosses connections avec les politiques et le ministère de l’environnement roumain. Ils sont donc devenus rapidement les plus gros propriétaires privés de forêts, avec plus de 50 000 hectares. Et leur gestion est déplorable, comme on le voit ici. Les équipes d’Ikea ne voient pas la forêt comme un écosystème, ni comme une alliée indispensable dans la lutte contre le changement climatique. Ils la voient comme une #monoculture intensive : ils coupent agressivement de riches forêts mixtes, puis replantent les espèces qui sont les plus rentables.

    À propos de changement climatique, cet été a-t-il été particulièrement chaud en Roumanie ?

    Oui. Ici, dans le centre du pays on a atteint des records de température. Or les monocultures d’arbres sont les plus exposées au #changement_climatique, aux incendies, aux attaques d’insectes... Une #forêt_mixte est beaucoup plus résiliente : si certains arbres sont touchés par le scolyte, par exemple, certaines espèces mourront, mais d’autres subsisteront et les remplaceront. Là où vous avez 100% d’espèces identiques, la forêt toute entière est soumise aux mêmes vulnérabilités.

    Un autre impact de cette industrie, ce sont les déchets d’ameublement, que nous appelons en France "#bois_B" et dont l’incinération se développe. Comment expliquer le fait que tant de produits du bois soient jetés - ce qui engendre toujours plus de production, de coupes, de #gaspillage ?

    Je pense que c’est une question de mentalité et de business plan. Ikea a développé ce modèle économique de #fast_furniture : on vient en magasin, on achète le #mobilier de cette année, qu’on aime pour sa couleur jaune, mais l’année prochaine on voudra du vert. Alors on jette et on rachète, vu que le prix est relativement bas et qu’ils encouragent cette mentalité, cette idée selon laquelle les meubles sont en quelque sorte jetables : on peut les recycler et les remplacer si on en a envie. C’est complètement insoutenable. La forêt n’en est pas capable. Si toutes les compagnies de meubles adoptaient le modèle d’Ikea, nous viendrions à bout de nos forêts, car elles ne poussent pas aussi vite que les meubles sont fabriqués et jetés.

    Comment fait Ikea pour vendre si peu cher ?

    Une combinaison de stratégies permet de réduire les coûts de production : abuser de la forêt, couper autant que possible, transporter aussi vite que possible, et payer très peu les travailleur.ses. Dans beaucoup de leurs usines, les gens gagnent le salaire mininum 4. On a donc des #coûts_de_production très bas pour un bois de valeur.

    Ce modèle de consommation rencontre-t-il du succès en Roumanie ?

    Il y a quinze ans, il n’y avait qu’un seul magasin Ikea, à Bucarest. Aujourd’hui, il y en a dans la plupart des grandes villes. Il y a donc un marché pour ces meubles à bas coût. L’industrie qui produisait des meubles de qualité il y a 30 ans était dispersée en petites entreprises et s’est complètement effondrée. Nous savons qu’à l’époque communiste les conditions de travail étaient très mauvaises dans les usines, la santé des travailleur.ses n’était pas prise en compte, les produits chimiques employés généraient des cancers et d’autres pathologies. Aujourd’hui, les usines utilisent toujours des produits dangereux comme du #formaldéhyde, ne respectent pas non plus la vie des travailleur.ses ou des riverain.es. Concernant la consommation, il y avait tellement de pauvreté qu’on n’avait pas les moyens de jeter des meubles : si le lit était fonctionnel, on le gardait, si la chaise était cassée, on la réparait et on l’utilisait jusqu’à ce qu’elle soit complètement hors-service. Mais aujourd’hui, alors même qu’il y a plus d’argent en Roumanie et que ces objets de l’ère communiste atteignent la fin de leur cycle de vie, on constate que très peu de gens peuvent se permettre de dépenser dans du bon matériel, ce qui résulte aussi de la #pauvreté.

    La pauvreté incitait à faire durer les choses, aujourd’hui elle incite à acheter du jetable ?

    Oui. Il y a aussi cette représentation : il faut se débarrasser du vieux mobilier communiste et acheter des produits avec de jolies couleurs et un joli design, sans prêter attention à la qualité ou à la traçabilité du bois. Lorsque nous parlons avec des jeunes, ils sont souvent surpris, ils s’attendent à ce que des compagnies comme Ikea soient responsables. Si vous lisez les textes publiés sur leur site Internet, vous pouvez croire que leurs produits sont des dons que Dieu envoie aux terrien.nes, ce qu’il y a de plus soutenable. Les gens croient à ces folies. Nous voulons changer ça, que les gens y réfléchissent à deux fois avant d’acheter ces produits.

    Quelles victoires avez-vous remportées ?

    De petites victoires. Ici, à Cincu, nous avons déposé plusieurs plaintes auprès de la commune et des gardes forestiers, et le maire a accepté de placer 10% de la forêt sous stricte protection - auparavant on était à 1%. Nous voyons des résultats au niveau local, mais peu au niveau international. Les grandes batailles seront longues : il faudra des années avant d’avoir des réponses d’organisations aussi opaques qu’Ikea.

    De l’autre côté de l’Europe, et à l’autre bout du cycle de vie du meuble, d’autres activistes se battent contre les effets néfastes de la fast furniture : je pense aux opposant.es au projet d’incinérateur de bois B "Thermo-sur-Seine", dans le 94. Quels conseils leur donneriez-vous ?

    Il faut continuer à se battre, tenir bon, ne pas être abattu.es par les premiers échecs. Il faut se fixer des objectifs à long terme et persévérer dans la lutte parce que le bien triomphe toujours. C’est ma conviction : si vous vous battez pour la nature, vous êtes du bon côté de l’histoire. Et à la fin, on va gagner.

    –-

    1Entreprise fondée en 2007 à Bucarest, qui produisait initialement des sapins de Noël.

    1Entreprise fondée en 1999 à Sighetul Marmatiei, fabriquant du parquet, des plans de travail, des meubles et ustensiles de cuisine.

    2Entreprise fondée en 1961 à Gherla, privatisée en 1991, fabriquant des meubles en bois.

    3Entreprise également basée à Sighetul Marmatiei, née en 1995 de la scission de plusieurs sites de production, fabriquant notamment des chaises en bois pour Ikea qui est son partenaire principal.

    4En 2026 le salaire minimum net en Roumanie équivaut à 515 € net (815 € brut).

    ▻https://blogs.mediapart.fr/jeanne-guien/blog/050926/ikea-ou-la-mafia-du-bois
    #meubles #privatisation

  • Gastro-Kuriosum im Berliner Westen: Fünftes Asia-Restaurant am selben Ort gescheitert – jetzt kommt das sechste
    ▻https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/charlottenburg-wilmersdorf/gastronomie-probleme-in-fruherer-kneipenmeile-funftes-asia-restaurant-a

    Noch keine Empfehlung, aber da kommt was zum Ausprobieren. Wilmersdorf und Pariser-Sächsische sind ja mittlerweile echte Geheimtips, wenn man nicht zur CDU-Grütterfraktion gehört.

    26.8.2026 von Cay Dobberke - Nur wenige Monate lang hielt ein vietnamesisches Lokal in Berlin-Wilmersdorf durch. Schon wagt ein neuer Wirt an gleicher Stelle den nächsten Versuch mit asiatischer Küche. Läuft es dieses Mal anders?

    Kann das gut gehen? An einem gastronomisch schwierigen Standort im Berliner Westen soll Anfang September wieder ein asiatisches Restaurant eröffnen. Innerhalb weniger Jahre ist dies schon der sechste Versuch, fernöstliche Küche an der Pariser Straße/Ecke Sächsische Straße in Wilmersdorf zu etablieren.

    Erst im Januar dieses Jahres hatte ein Vietnamese dort das Fusion-Restaurant „Lumy“ gegründet. Aber seit ein paar Tagen ist es geschlossen. „Wir bauen für Sie um“, verkündet ein Plakat. Hinter den abgeklebten Fenstern entsteht nun ein chinesisches Restaurant.
    In der einstigen Kneipenmeile ist nicht mehr viel los

    Seit dem Frühjahr 2021 hatten sich in den vorherigen Räumen einer Pizzeria nacheinander das vietnamesische Restaurant „Monsun“, das „Vegansia“ mit veganen Speisen, das japanische „Kitsune“, das vietnamesische „Ban Toi“ und schließlich „Lumy“ angesiedelt. Die Ära der Pariser Straße als West-Berliner Kneipenmeile ist jedoch längst vorbei. Es mangelt an Laufkundschaft.

    Das künftige Lokal wird „Shan Hai Ji“ heißen – abgeleitet von einer alten mythologisch-geografischen Enzyklopädie Chinas, die als „Klassiker der Berge und Meere“ (Shan Hai Jing) berühmt ist. Der neue Wirt stammt aus einer deutsch-chinesischen Familie. Über sich und sein Konzept möchte er erst nach Eröffnung sprechen, deren genaues Datum noch nicht feststeht.

    Schräg gegenüber in der Pariser Straße betreibt der deutsch-türkische Gastronom Ismail Koyun seit vielen Jahren das „Café Sidney“. Er wünscht dem neuen Nachbarn viel Glück, bleibt aber skeptisch. Nach den wiederholten Schließungen ist für ihn klar: „Das ist kein guter Ort für ein asiatisches Restaurant.“ Überhaupt habe es Gastronomie in der heutigen ruhigen Wohngegend schwer.

    Andererseits beweisen drei nahe Sushi-Bars und ein vietnamesisches Restaurant, dass sich asiatische Küche durchaus in dem Wilmersdorfer Kiez behaupten kann. Auch ein traditionsreiches Alt-Berliner Lokal ist wieder sehr gut besucht: Das „Kuchel Eck“ am Ludwigkirchplatz wurde im Mai nach einer Pleite vom bekannten Gastronomen Josef Laggner gerettet.

    #Berlin #Wilmersdorf #Pariser_Straße #Sächsische_Straße #Ludwigkirchplatz #Gastronomie #Chinarestaurant #Stdtentwicklung

  • 30 Jahre Amrit: Wo selbst Markus Söder sein kulinarisches Trauma kurieren konnte
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/30-jahre-amrit-wo-selbst-markus-soeder-sein-kulinarisches-trauma-ku

    Vor 30 Jahren eröffneten Bitu (l.) und Bunty Bans im Herzen Kreuzbergs ihre erste Filiale. © Dahahm Choi für Berliner Zeitung

    Da hat sich der Lohnschreiber sein Geld schwer verdient mit dieser Lobeshymne. Vom Einwanderer zum Restaurant-Kapitalisten, was für eine Immigrations-Erfiogsgeschichte. Systemgastronomie und industriell genormte Benimmse des Personals, so geht das mit dem Aufstieg.

    Leider sind die Speisen in den Tempeln der Massenverköstigung genau das, Frasß für Bauern vom Dorf, deren deutsche Geschmacksknospen in deutscher Erde aus den deutschen Sixties fest verwurzelt sind. Man erinnert sich mit Grauen an die ersten Chinarestaurant von Westberlin, Scheinefleisch süß-sauer und Banane in Honig, echte Chinesenexotik, null Geschmack. Sogar der billige älteste indische Imbiß Berlins, das Ashoka in der Grolmannstraße ist geschmacklich interessanter als der Ketteninder..

    Als wir noch gut verdienten hat Ihr Autor einmal indische Investoren auf der Suche nach Restaurant-Locations durch die Stadt kutschiert und nicht begriffen : Es geht um Ausbeutung. Billigeinwanderer in der Küche sind die Grundlage für Reichtum, Aufstieg und Integration weniger. Glückwunsch zu 30 Jahren Brutalausbeutung, die Herren !

    Wann kommt endluch die indische Volxküche für alle?
    Die wird gebraucht.

    14.8.2026 von Enno Kramer - Als 1996 die erste Filiale in Kreuzberg eröffnete, war indische Küche noch eine Seltenheit. Drei Jahrzehnte später ist Amrit aus Berlin nicht mehr wegzudenken.

    Es war ein anderes Kreuzberg, als die Gebrüder Bans vor mehr als 30 Jahren nach Berlin kamen. Wo sich heute so selbstverständlich Restaurant an Späti, Galerie an Café und Boutique an Bar reihen, prägten im Jahr des Mauerfalls noch lauter heruntergekommene Häuser, improvisierte Kulturstätten, türkische Lebensmittelgeschäfte und Kneipen das Straßenbild rund um das Kottbusser Tor und den damaligen Heinrichplatz.

    Ein Kreuzberg zwischen Aufbruch und Verfall, das die jüngere Bans-Generation nur noch aus den Erzählungen ihrer beiden Väter kennt.

    Als indische Restaurants noch rar gesät waren

    Balbir Bans, der von Mitarbeitern und Familie ebenso liebe- wie respektvoll „Bitu“ genannt wird, ist nur wenige Monate vor dem Fall der Mauer aus den USA nach Berlin gekommen. Als Teil seines Hotelmanagement-Studiums durchlief der heute 59-Jährige eine einjährige Ausbildung im Intercontinental in der Budapester Straße. Wenige Monate später kam sein drei Jahre jüngerer Bruder Harmeet „Bunty“ Bans hinzu und trat prompt in seine Fußstapfen. Was die beiden damals noch nicht ahnten: 30 Jahre später ist die Familie Bans aus der Berliner Gastronomielandschaft kaum noch wegzudenken.

    Jedem in der Hauptstadt dürfte Amrit ein Begriff sein – Generationen von Berlinern sind mit seiner indischen Küche groß geworden. Neben ihrer opulenten Einrichtung, den vielen indischen Ornamenten und der warmen Farbpracht sind die Restaurants vor allem für ihre schiere Größe bekannt geworden. Zwischen 300 und 700 Quadratmeter messen die insgesamt vier Filialen in Kreuzberg, Mitte und Schöneberg; zusammengerechnet finden mehr als 1500 Gäste dort Platz.

    Dabei hat in der Hausnummer 202 auf der Oranienstraße alles ganz klein angefangen, erinnert sich Bitu Bans. Am 15. August 1996 eröffnete er dort gemeinsam mit seinem Bruder die erste Filiale. Erst im Laufe der Zeit konnten sie die benachbarten 203 und 204 übernehmen und den Grundstein für das Amrit-Imperium legen. „Indische Restaurants waren damals in Berlin noch rar gesät. Am Anfang mussten wir den Gästen unsere Küche erst beibringen“, erklärt der ältere Bruder.

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    Bei der Einrichtung setzt man auf ein bisschen Folklore und unauffälliges Interieur © Dahahm Choi für Berliner Zeitung

    Schon zu Beginn hatten die Gebrüder Bans jedoch eine klare Vision: „gutes Essen zum fairen Preis“. Was nach einer Plattitüde klingen mag, die sich jedes zweite Restaurant in der Stadt auf die Fahne schreiben dürfte, scheint bei Amrit seine Berechtigung zu finden. Bis heute kommen Stammkunden, die vor 30 Jahren zum ersten Mal zu Gast waren – darunter „gewöhnliche“ Hauptstadtbewohner ebenso wie Prominenz aus dem In- und Ausland. Erst vor wenigen Wochen schaute Mike Tyson in der Filiale am Potsdamer Platz vorbei, auch Liam Neeson war schon einmal da. Deutsche Politiker? „Sie alle waren schon einmal da“, versichert Bitu Bans.

    Eine besonders rührende Geschichte: „Wir haben am 15. August 1996 eröffnet, und ein Gast hat am 26. August desselben Jahres bereits seinen 50. Geburtstag bei uns gefeiert. Das war damals eine große Feier. Und jetzt, auf den Tag genau drei Jahrzehnte später, möchte er bei uns seinen 80. Geburtstag feiern.“

    Sogar bis nach Indien scheint Amrit sein Ruf heute vorauszueilen. Zwei Wochen lang habe man etwa Mukesh Ambani, den reichsten Mann Indiens, mit einem „ganz besonderen Menü“ bekocht. Und auch der indische Premierminister bekomme ihr Catering: „Wenn er in Berlin zu Besuch ist, möchte er kein deutsches Essen, sondern indische Küche“, verrät Bunty Bans.

    Ein über Generationen geführtes Familienunternehmen

    Mittlerweile tragen zwei Generationen gemeinsam Verantwortung für Amrit. Während Bitu und Bunty Bans den Grundstein legten, führen inzwischen Vijay, Sunny und Raj das Familienerbe zusammen mit ihren Vätern weiter und entwickeln es mit neuen Ideen für die Zukunft. Vijay Bans, der Sohn des älteren Bruders, ist mittlerweile 32 Jahre alt und kann sich an viele einprägsame Momente erinnern: „Ich renne seit meinem zweiten Lebensjahr durch die Restaurants“, lacht er und erzählt, dass er und seine beiden acht Jahre jüngeren Cousins Sunny und Raj nach der Schule und während des Studiums immer wieder ausgeholfen haben.

    Bis heute gibt es bei Amrit keine klare Aufgabenteilung unter den fünf Männern. Jeder arbeitet mit, jeder hat ein bisschen die Zügel in der Hand. „Es ist nicht so, dass der eine diese Filiale übernimmt und der andere die andere“, erklärt Sunny. „Alle machen alles, es ist ein echtes Familienunternehmen.“

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    Ein starkes Team (v.l.n.r.): Raj und Sunny Bans mit ihrem Vater Bunty Bans sowie Bitu und dessen Sohn Vijay Bans. © Dahahm Choi für Berliner Zeitung

    Aus den Erzählungen ihrer Väter können sich Vijay, Raj und Sunny ein gutes Bild davon machen, wie es zur Eröffnung in der Oranienstraße ausgesehen haben muss. „Schon nach drei Monaten war es schwierig, an einem normalen Montag oder Dienstag noch einen Platz zu bekommen“, erinnert sich der Jüngere der älteren Generation. „Am Wochenende war Ausnahmezustand: Der Laden war voll, es gab keine Reservierungen, und die Leute haben trotzdem angestanden.“ Drei Jahre später habe man sich dazu entschieden, eine zweite Filiale auf der Oranienburger Straße gegenüber dem ehemaligen Tacheles zu eröffnen.

    So selbstverständlich indische Küche in Berlin heutzutage scheint, so außergewöhnlich war sie noch im Jahr 1996. An einer Hand hätte man die Restaurants in der Stadt abzählen können, schildert Bitu Bans. Einerseits war es damals also eine gern gesehene kulinarische Abwechslung, mit der man Kundschaft gewinnen konnte, andererseits war es die ungewohnt ehrliche Gastfreundschaft: „Wir waren Kreuzberger und hatten ein gutes Gefühl für den Kiez“, erklärt Bans.

    „Als uns der Laden in der Oranienstraße angeboten wurde, kamen Nachbarn auf uns zu und meinten, diese Straßenseite sei nicht so gut – es sei dunkel dort. Trotzdem haben wir unseren Durchbruch geschafft.“ Ohne Marketing, ohne Social Media.
    Deutsche sind offener für Neues geworden

    Das hat sich sogar bis zum Food-Guru der deutschen Politik herumgesprochen: Markus Söder. Im April 2025 musste der bayerische Ministerpräsident seine Indien-Reise wegen eines heftigen Magen-Darm-Infekts vorzeitig abbrechen. Doch anstatt indisches Essen auf seine schwarze Liste zu setzen, wo es sich zu Tofu und Avocado gesellt hätte, wollte er der Küche noch eine Chance geben – und ging zu Amrit. Sein kulinarisches Trauma scheint er seitdem überwunden zu haben. Bereits einige Male tat er unter dem Hashtag „söderisst“ seine Liebe zu der Restaurantkette kund.

    Gekocht wird bei Amrit überwiegend nordindisch. Zwar habe man einige Akzente aus dem Süden des Landes übernommen, doch liegen die Wurzeln der Familie im Punjab, im Norden Indiens. Regelmäßig reisen die fünf Unternehmer dorthin, um sich von neuen Gewürzmischungen und Zubereitungsarten inspirieren zu lassen. Produkte und Zutaten, bei denen Herkunft und Qualität für den authentischen Geschmack entscheidend sind, werden deshalb direkt aus Indien bezogen. „Im Geschmack macht das einen gewaltigen Unterschied“, betont Raj Bans. „Bei allen anderen Produkten greifen wir, wo immer möglich, auf regionale Produkte und Lieferanten zurück.“

    Abgesehen von Klassikern wie Chicken Tikka Masala, Butter Chicken oder Lamm Korma, die immer bestellt würden, wünschen sich die fünf Männer von ihren Gästen jedoch manchmal ein bisschen mehr Mut zum Probieren. Familienrezepte und -soßen sowie Eigenkreationen wie Chicken Malabari oder Kolhapuri Masala, Goa Masala oder Kerala Masala gebe es nur bei Amrit. Sie würden jedoch nicht so oft bestellt wie das Altbekannte – wenngleich die Deutschen in den vergangenen Jahren „gewürzoffener“ geworden seien.

    Überhaupt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges verändert: hohe Mieten, Personalmangel, steigende Lebensmittel- und Energiepreise und der langjährige Streit um die Mehrwertsteuer, der erst vor kurzem beigelegt wurde. Für Vijay Bans ist klar: Wer sich als Gastronom 30 Jahre lang über Wasser halten möchte, muss einen klaren Plan haben: „Man muss konsistent bleiben – man kann nicht anfangs volles Tempo geben und dann nachlassen. Wir sind alle fünf in unseren vier Filialen aktiv, arbeiten selbst im Service und bedienen unsere Gäste bis heute persönlich. Das Personal sieht, dass der Chef immer mit an Bord ist, und das motiviert alle anderen.“

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    Ob in Kreuzberg oder in Mitte: Jede einzelne Amrit-Filiale misst zwischen 300 und 700 Quadratmetern. © Dahahm Choi für Berliner Zeitung

    Ob es eines Tages eine fünfte Filiale in Berlin geben wird, weiß die Familie Bans selbst noch nicht. Es sei eine Frage des Schicksals, betont Bitu Bans: „Mein Vater sagt immer: Jedes Reiskorn trägt einen Namen – den Namen dessen, der es einmal essen wird. Also steht sowohl fest, wer das Reiskorn isst, als auch, ob es eine fünfte Filiale geben wird. Lassen wir uns überraschen.“

    30 Jahre Amrit. Das Jubiläum feiert Familie Bans am Sonntag, den 16. August, ab 16 Uhr in allen vier Filialen mit besonderem Programm. Weitere Informationen unter www.amrit.de

    #Berlin #Geschichte #Migration #Gastronomie #Ausbeutung

  • „Die Schwarze kriegt auch einen Kaffee?“ Warum diese Berliner Gastronomin keine AfD-Anhänger mehr bedient
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/die-schwarze-kriegt-auch-einen-kaffee-warum-diese-berliner-gastrono

    Diese AfD-freie Zone muss man sich merken. Jawoll.

    20.7.2026 vkn Jana Hermann - Rauer Tonfall, rassistische Beleidigungen und schließlich ein verweigerter Latte macchiato: Die Betreiberin eines Berliner Cafés erklärt, warum sie in ihrem Laden eine rote Linie zieht.

    „Die Schwarze kriegt auch einen Kaffee?“ An diesen Satz erinnert sich die Betreiberin des Berliner Café Eule, Kristiana Elig, noch genau, als sie der Berliner Zeitung von dem Vorfall erzählt. Die Aussage sei von einem Gast gefallen, der eine schwarze Besucherin beleidigt habe. Die Frau habe daraufhin betroffen und ohne Getränk das Café verlassen, berichtet Elig. Als sie anschließend den AfD-Anstecker am Oberteil des Mannes bemerkte, habe sie ihn gefragt, ob er der Partei angehöre. „Ja, klar bin ich von der AfD“, habe er geantwortet. Daraufhin verweigerte Elig dem Mann den bestellten Latte macchiato und gab ihm sein Geld zurück.

    Nicht nur die Bemerkung sei diskriminierend gewesen, sondern auch der arrogante Tonfall, erzählt die 53-Jährige. „Ich werde Menschen, die rassistisch oder asozial auftreten, nicht bedienen“, sagt sie. AfD-Mitglieder wünsche sie sich in ihrem Café grundsätzlich nicht, „sie haben hier nichts verloren“. Diese Haltung machte sie anschließend in mehreren Videos auf ihrem Instagram-Account öffentlich und erntete dafür heftige Kritik.

    Elig selbst ist an diesem Sonntagnachmittag nicht mehr im Café anzutreffen. Ihre Mitarbeiterin vermittelt den Kontakt. Ob sie tatsächlich alle AfD-Mitglieder meint und worum es ihr als Gastronomin wirklich geht, darüber spricht sie mit der Berliner Zeitung am Telefon.

    „Ich möchte meine Gäste schützen“

    Das Café Eule liegt inmitten einer Kleingartenkolonie am Gleisdreieckpark. Seit rund 15 Jahren verkauft Betreiberin Elig dort Kaffee, Kuchen und kleine Speisen. Die Küche befindet sich in einem umgebauten Container, davor stehen gebrauchte Tische und Stühle. Vieles ist Vintage oder Secondhand. Ihr Café, sagt Elig, solle ein Ort sein, an dem sich Menschen unterschiedlicher Herkunft wohlfühlen.

    Genau dieses Wohlgefühl sehe sie zunehmend gefährdet. Obwohl die Situation mit der rassistischen Bemerkung gegenüber der schwarzen Frau die erste dieser Art gewesen sei, komme es immer wieder zu einem „rauen Tonfall“ und unangenehmen Begegnungen mit einzelnen Gästen. Im Nachhinein hätten sich diese nach ihrer Darstellung häufig als Anhänger der AfD oder der Partei Die Basis zu erkennen gegeben.

    „Ich kann das nicht überprüfen, und das ist auch nicht meine Aufgabe als Gastronomin“, sagt die gebürtige Berlinerin. Doch wenn sie dieses „bösartige, selbstverständlich Fiese“ im Tonfall wahrnehme, ahne sie häufig schon, wie ihr Gegenüber politisch ticke. Für sie habe das Konsequenzen. „Meine Aufgabe ist, meine Gäste zu schützen“, sagt sie. Wer andere Menschen rassistisch beleidige oder offen für ein entsprechendes Weltbild eintrete, müsse damit rechnen, nicht bedient zu werden.

    Ricarda Lang unterstützt Cafébetreiberin

    Als die Berliner Zeitung das Café besucht, sitzt eine Jogginggruppe an den Tischen und genießt Kaffee und Kaltgetränke in der Sonne. Kurz zuvor, erzählt Elig, sei auch die frühere Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang vorbeigekommen, die mit der Gruppe unterwegs gewesen sei. „Sie war sehr unterstützend und mitfühlend“, sagt Elig und ergänzt, dass Lang selbst die Anfeindungen, von denen Elig berichtet, längst kenne.

    Während des Gesprächs kommen der Cafébetreiberin für einen kurzen Moment die Tränen. Nach der Veröffentlichung ihrer Instagram-Videos hätten Nutzer ihr geschrieben, sie solle Insolvenz anmelden oder sich gar umbringen. Hinter vielen der Nachrichten und Kommentare vermutet sie AfD-Unterstützer.

    „Missverstanden“ – und bei ihrer Haltung geblieben

    Gleichzeitig glaubt sie, dass ihre Botschaft in den sozialen Netzwerken und damit auch in Teilen der bisherigen Berichterstattung – etwa bei Welt Online – missverstanden worden sei. Im Mittelpunkt der Debatte habe vor allem gestanden, dass sie AfD-Anhänger nicht bediene. Der eigentliche Auslöser – die rassistische Beleidigung einer Besucherin – sei dagegen kaum wahrgenommen worden. Medien, die über sie berichtet hätten, hätten sie zuvor gar nicht kontaktiert. „Sie sind die Erste aus der Presse, die mit mir spricht“, sagt Elig zur Reporterin der Berliner Zeitung.

    Auf Nachfrage, ob nun AfD-Mitglieder oder auch Sympathisanten grundsätzlich nicht bedient würden, antwortet Elig: „Schauen Sie, ich kann das schon aushalten, dass es AfD-Wähler gibt.“ Sie könne weder kontrollieren noch erkennen, welche Partei jemand wähle. „Aber wer bei mir andere rassistisch beleidigt, der ist nicht willkommen.“ Das gelte unabhängig von einer Parteizugehörigkeit. Dennoch räumt Elig ein: „Ich wünsche mir keinen Besuch von AfD-Mitgliedern.“ An ihrer Haltung werde sich nichts ändern.

    Die Videos lösen eine Debatte aus

    Mit mehreren Videos auf Instagram schilderte Elig den Vorfall öffentlich. Darin kündigte sie an, auch künftig Menschen, die sie als Nazis oder AfD-Anhänger erkenne, keinen Kaffee auszuschenken. Die Clips verbreiteten sich rasch über die sozialen Medien und lösen Diskussionen aus. In den Kommentaren loben viele Nutzer ihre Haltung und sprechen ihr Unterstützung aus. Andere werfen ihr vor, Menschen aufgrund ihrer politischen Überzeugung auszugrenzen oder zu diskriminieren.

    Elig berichtet von zahlreichen negativen Online-Bewertungen, persönlichen Beschimpfungen und Drohungen. Teilweise hätten ihr Unbekannte sogar gewünscht, ihr Café möge schließen oder abbrennen. „Aber ich lasse mich nicht mundtot machen“, sagt sie. Kurzzeitig habe sie befürchtet, dass ihr Café leer bleiben könnte. Umso überraschter sei sie gewesen, als Stammgäste ebenso wie Menschen, die bewusst in ihr Café gekommen seien, ihr proaktiv ihre Unterstützung ausgesprochen hätten.

    „Es geht nicht um Parteibücher“

    Den Vorwurf, sie wolle politische Ansichten kontrollieren, weist die Gastronomin mehrfach zurück. Niemand müsse sich bei ihr zu seiner Parteipräferenz bekennen. Entscheidend sei allein das Verhalten. Sie verstehe ihr Café nicht als politischen Versammlungsort, sondern als geschützten Raum. „Lieber bewahre ich meine Haltung, als diesen Rotz mitzumachen“, sagt sie.

    #Berlin #Gleisdreieck-Park #Gastronomie #Cafe

  • on Prater bis Schleusenkrug: Wo Berlin im Sommer am schönsten Bier trinkt
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/fuenf-berliner-biergaerten-und-was-ein-helles-dort-kostet-10149433

    V4.7.2026 von Oliver Weinlein - Von der zweiten Chance auf Bötzow bis zum bedrohten Cassiopeia: Fünf Biergärten erzählen, wie sich Berlin zwischen Ost und West verändert hat.

    Wer in Berlin einen Biergarten sucht, sucht selten nur ein Bier. Es geht um Schatten, um alte Bäume, lange Bänke, Currywurst und Haxe und um die Frage, ob man nach dem zweiten Glas noch merkt, wie teuer die Stadt geworden ist.

    Im Osten der Stadt ist der Biergarten mehr als eine Fläche mit Zapfhahn. Er erzählt Geschichte. In Prenzlauer Berg erinnert er an die Brauereien, Arbeiter und Festsäle des 19. Jahrhunderts. In Friedrichshain steht er zwischen Graffiti, Clubs und Zukunftsangst. In Treptow liegt er auf einer Insel und macht Berlin für ein paar Stunden leise.

    Der Biergarten ist eine bayerische Erfindung. In München gruben die Brauer tiefe Keller für ihr untergäriges Bier, pflanzten Kastanien für den Schatten und durften ab 1812 gleich vor Ort ausschenken.

    Nach Berlin kam diese Idee Mitte des 19. Jahrhunderts und setzte sich vor allem im Osten durch. Auf den lehmigen Anhöhen des Prenzlauer Bergs gruben Brauereien wie Bötzow, Pfefferberg und Königstadt ihre Lagerkeller und öffneten riesige Gärten. So mischt sich das modische bayerische Bier nach und nach unter die alte Berliner Weiße.

    Die folgende Sammlung ist eher Erzählung als Rangliste: der Prater in der Kastanienallee, der Augustiner auf Bötzow, der Cassiopeia Sommergarten auf dem RAW-Gelände, der Inselgarten in Treptow und der Schleusenkrug als Grenzfall.

    Streng genommen liegt der Schleusenkrug im Westen. Wer aber über Berliner Biergärten zwischen Ost und West schreibt, kommt an ihm nicht vorbei. An der Tiergartenschleuse verlief die Teilung der Stadt einmal quer durchs Haus.
    Prater Garten: Der alte Riese unter Kastanien

    Der Prater in der Kastanienallee ist der Klassiker. Er begann 1837 als Bierausschank in einer Bretterbude und gilt seither als ältester Biergarten Berlins. Damals lag der Ort weit vor den Toren der Stadt, an einem lehmigen Weg für Pferdefuhrwerke.

    Später kamen Saal, Bühne, Varieté und Theater dazu. Heute ist der Prater Gastronomie und Prenzlauer-Berg-Geschichte zugleich und bis heute zweite Spielstätte der Volksbühne.

    Man merkt das, sobald man durch den Eingang geht. Draußen die Kastanienallee mit Eisdielen, Touristen und Lastenrädern, drinnen lange Holztische, große Bäume und Selbstbedienung. Der Biergartenlärm ist laut genug, um zu spüren, dass hier viele Menschen gleichzeitig den richtigen Sommerabend erwischen wollen. Der Prater ist der „biergartigste“ Ort hier. Er funktioniert über das Einfachste: alte Kastanien, lange Bänke, genug Schatten für alle.

    Dass der Prater während der WM 2026 ausdrücklich kein Public Viewing anbietet, passt dazu. Der Betrieb wirbt mit „weniger Trubel, mehr Sommer“. Das klingt altmodisch und funktioniert genau deshalb.

    Preislich liegt der Prater im inzwischen normalen Berliner Bereich. Das Prater Hell vom Fass kostet 5,20 Euro für den halben Liter. Alkoholfreies Helles und Naturradler liegen bei 5,50 Euro, Dunkel und Hefeweizen bei je 5,80 Euro. Der Aperol Spritz steht mit 8,90 Euro auf der Karte, dazu zwei Euro Glaspfand.

    Auf den Tellern bleibt es klassisch. Bockwurst mit Kartoffelsalat kostet 8,90 Euro, ein halbes Grillhähnchen 13,50 Euro, Krustenbraten und Schweinshaxe je 13,90 Euro. Vegetarisch kostet die Spätzle-Gemüse-Pfanne 8,50 Euro. Berühmt ist der Prater längst, und gerade das macht ihn entspannt. Hier sieht man, dass ein Biergarten vor allem alt und groß sein muss, um zu funktionieren.
    Augustiner auf Bötzow: Der Biergarten, der besser geworden ist

    Über den Augustiner auf dem Bötzow-Gelände muss man ehrlich sprechen. Als er im Sommer 2024 öffnete, war die Erwartung groß: historisches Brauereigelände, Prenzlauer Berg, Augustiner, Blick auf den Fernsehturm.

    Die Kritik in dieser Zeitung fiel damals hart aus. Zu viel Neubau, zu wenig Garten, zu wenig Schatten, zu viel Baustellengefühl. Der Text erinnerte sogar an die bayerische Biergartenverordnung und ihr Idealbild vom Ort im Grünen, unter großen Bäumen.

    Heute fällt das Urteil milder aus. Die Bauzaun-Atmosphäre ist weitgehend verschwunden, es gibt mehr Schatten, und die neue beschirmte Bar schützt vor Sonne und Regen. Wo vor zwei Jahren noch nackte Flächen lagen, sitzt man heute im Halbschatten.

    Das liegt auch an der Geschichte des Areals. Julius Bötzow baute hier im 19. Jahrhundert eine der größten Privatbrauereien Berlins. Um 1900 fanden im Biergarten der Brauerei bis zu 6000 Gäste Platz. Heute wird das Gelände als Bötzow-Campus neu entwickelt, vor allem für den Prothesenhersteller Ottobock.

    Der Betreiber beschreibt den neuen Augustiner als Hauptstadt-Biergarten auf historischem Grund. Rund 600 Plätze gibt es auf dem oberen Plateau, dazu Separées auf mehreren Ebenen. Neu gepflanzte Bäume sollen den Gartencharakter liefern, der am Anfang fehlte.

    Dass die Anlage noch nicht so gewachsen wirkt wie der Prater, ist klar. Ein Biergarten lässt sich bauen, Patina nicht.

    Aber die jungen Bäume werden größer und die Flächen weniger nackt. Bötzow ist ein Biergarten, der noch werden kann.

    Das Augustiner Hell kostet 5,20 Euro für die halbe Maß und 10,40 Euro für die Maß. Edelstoff, Dunkel, Radler und die alkoholfreien Sorten liegen bei je 5,90 Euro. Cola, Fanta und Sprite kosten 5 Euro für 0,5 Liter, Apfelschorle 4,90 Euro.

    Auf der Karte wird es bayerischer als anderswo in der Stadt. Obazda kostet 11,50 Euro, die Brezn 3,50 Euro. Currywurst mit Pommes und zwei grobe Bratwürste mit Sauerkraut stehen für je 14,50 Euro auf der Karte. Käsespätzle kosten 18,50 Euro, die große Schweinshaxe 24,50 Euro, das Wiener Schnitzel vom Kalb 32 Euro.

    Bötzow bleibt teuer. Trotzdem hat er sich seit dem Start spürbar verbessert. Wer die frühere Kritik kennt, darf jetzt die Korrektur lesen: Aus dem Problemfall ist ein Ort geworden, den man gern besucht.
    Cassiopeia Sommergarten: Bier zwischen Graffiti und Zukunftsangst

    Der Cassiopeia Sommergarten auf dem RAW-Gelände erzählt ein anderes Berlin als Bötzow. Statt rekonstruiertem Brauereigefühl gibt es hier Friedrichshain nach der Wende: alte Hallen, Graffiti, Clubs, Flohmarkt und einen Dauerstreit um die Zukunft des Areals. Der Garten wirkt gewachsen, benutzt, ehrlich abgerockt.

    Das RAW-Gelände war früher ein Reichsbahnausbesserungswerk. Nach dem Mauerfall standen Teile leer, dann zogen Clubs, Vereine, Ateliers und Märkte ein. Daraus entstand der Reiz des Ortes.

    Diese Welt ist erneut bedroht. Mitte Juni 2026 forderte die Eigentümerin, die Göttinger Kurth-Gruppe, mehrere Kulturbetriebe zur Räumung auf, darunter das Cassiopeia. Geschäftsführer Florian Falkenhagen sprach gegenüber dem RBB von der drohenden Abwicklung eines zwanzig Jahre alten Betriebs. Die Kurth-Gruppe will auf dem Areal unter anderem ein rund 100 Meter hohes Bürogebäude errichten.

    Ende Juni kam wieder Bewegung in den Streit. Die zuvor gescheiterten Verhandlungen wurden fortgesetzt, ein erstes Treffen fand statt, ein weiteres ist für den 6. Juli geplant. Falkenhagen nannte das einen guten Schritt. Wie es für das Cassiopeia ausgeht, ist offen.

    Das macht den Sommergarten zu mehr als einem Feierabendort. Wer hier sitzt, sitzt in einer Zwischenzeit, in der niemand weiß, ob es den Garten in zwei Jahren noch gibt.

    Die Atmosphäre ist jung, laut und offen. Der Betreiber wirbt mit Kiezstimmung, Lesungen, Bingo und Queerfesten. Das beschreibt ziemlich gut, was man bekommt: ein Stück RAW-Gelände mit Zapfhahn.

    Die Bierpreise sind moderat. Krombacher Tankbier kostet 5,30 Euro, Starnberger Hell 5 Euro, Berliner Berg Pale Ale 6 Euro, dazu ein Euro Pfand pro Glas. Die Spritz-Varianten von Aperol bis Lillet Wild Berry liegen bei je 8,50 Euro.

    Gegessen wird einfach. Fritten kosten 4 Euro, Currywurst 4,50 Euro, mit Fritten 8 Euro. Die veganen Varianten kosten gleich viel, dazu gibt es vegane BBQ-Pulled-Pork-Fritten für 6 Euro. Hübsch ist hier wenig, und darauf kommt es nicht an. Der Reiz liegt in einer Friedrichshainer Rauheit, die kein Investor zurückholen kann.
    Inselgarten: Der leise Ausflug auf der Spree

    Der Inselgarten auf der Insel der Jugend in Treptow ist der ruhigste Ort dieser fünf. Neu: Man geht über die Abteibrücke, lässt die Straße hinter sich, und der Stadtlärm bleibt am anderen Ufer.

    Das Kulturhaus Insel Berlin beschreibt den Ort als Biergarten und Eventlocation am Wasser. Geöffnet wird bei gutem Wetter, am Wochenende und zu Veranstaltungen, mit regionalen Speisen und Spreeblick.

    Die Geschichte der Insel ist lang. Früher hieß sie Rohr-Insel oder Treptower Bruch. Zur Berliner Gewerbeausstellung 1896 wurde sie aufgeschüttet und erweitert und trug damals den Namen Neu-Spreeland. Später wurde sie als Abteiinsel bekannt, benannt nach einer Ausflugsgaststätte im Stil einer schottischen Klosterruine. In der DDR wurde daraus 1949 die Insel der Jugend.

    Heute betreibt der Verein kulturALARM das Kulturhaus Insel Berlin. 2010 wurde aus dem früheren Jugendklub ein Kulturhaus für Jung und Alt.

    Hierher kommt, wer einen Biergarten will, aber keinen Betriebsausflug. An warmen Tagen ist es trotzdem voll. Die Spree, die Bäume und das Inselgefühl machen aus einem normalen Bier einen kleinen Ausflug.

    Ausgeschenkt wird Pilsner Urquell Tankbier, unpasteurisiert und direkt aus der Brauerei in Edelstahltanks geliefert. Der halbe Liter kostet 5,60 Euro. Kozel Hell und Dunkel liegen bei 5,20 Euro, Berliner Weisse bei 4,60 Euro.

    Die Karte ist übersichtlich. Pommes kosten 4,70 Euro, Bratwurst, Currywurst und Bockwurst mit Brötchen je 5,50 Euro. Flammkuchen gibt es ab 11,90 Euro, die Variante mit Thunfisch und Hirtenkäse für 14,90 Euro. Wer hier sitzt, will über Berlin gerade nichts mehr hören. Spree, ein Tisch, ein Teller, Ruhe. Genau das ist der Reiz.
    Schleusenkrug: Der West-Ort, der in diese Ost-Geschichte gehört

    Der Schleusenkrug liegt im Westen, im Tiergarten zwischen Zoo, Landwehrkanal und Schleuse. Er gehört trotzdem in diese Reihe, weil kaum ein anderer Biergarten so konkret zeigt, wie schräg die Teilung Berlins einmal war.

    Die Familie Fistler eröffnete den Schleusenkrug 1954 an der Tiergartenschleuse. Schon vor dem Krieg hatte sie hier einen Kiosk mit Getränkeausschank betrieben. Beim Neubau der Schleuse entstand ein festes Gebäude, aufgesetzt auf das eigentliche Schleusenhaus.

    Weil die Berliner Wasserstraßen nach dem Krieg unter DDR-Verwaltung standen, verlief die Teilung hier praktisch waagerecht. Unten sorgten DDR-Beamte für den Schiffsverkehr, ein Stockwerk höher saßen West-Berliner in der Sonne. Nach der Wiedervereinigung wurde der Schleusenkrug zu einem Ort der Begegnung. Die Geschichte klingt fast zu gut, stimmt aber.

    Atmosphärisch ist der Schleusenkrug entspannter als die Ostorte: mehr Ausflug, mehr Zoo-Nähe. Man hört die Stadtbahn, sieht Boote und sitzt unter Bäumen am Wasser.

    Wie der Prater verzichtet auch der Schleusenkrug bewusst auf Sportübertragungen: keine WM, kein DFB-Pokal, keine Tour de France. Garten statt Bildschirm. Geöffnet ist täglich von 11 Uhr bis Mitternacht.

    Das Berliner Kindl Jubiläums-Pilsner kostet 5,50 Euro für den halben Liter, Erdinger Urweisse ebenso. Allgäuer Büble Hell liegt bei 5,80 Euro, die Berliner Kindl Weisse bei 4,70 Euro.

    Die Küche ist ambitionierter als reine Imbissware. Die Berliner Currywurst vom Brandenburger Landschwein mit Kartoffelspalten und Aioli kostet 15,50 Euro, die vegane Variante ebenso. Das Schnitzel Wiener Art liegt bei 21,80 Euro. Flammkuchen gibt es ab 13,50 Euro, die Variante mit Räucherlachs für 16,50 Euro.

    Der Schleusenkrug ist der Ausreißer und beweist, dass sich Berliner Biergärten nicht nur nach Himmelsrichtung sortieren lassen. Manche Orte gehören dazu, weil die Stadtgeschichte sie selbst hineingeschrieben hat.

    Was diese Biergärten über Berlin erzählen

    Fünf Orte zeigen, wie unterschiedlich Berliner Biergartenkultur sein kann. Der Prater ist der alte Klassiker, Bötzow der korrigierte Neustart auf historischem Boden. Der Cassiopeia ist der laute, gefährdete Nachwendegarten, der Inselgarten der leise Spree-Ausflug. Der Schleusenkrug ist der Grenzfall, an dem Ost und West einmal buchstäblich übereinanderlagen.

    Preislich hat sich Berlin auch im Biergarten vom alten Ausflugsideal entfernt. Der halbe Liter Bier liegt meist zwischen 5 und 6 Euro. Eine Currywurst kann 4,50 Euro kosten oder 15,50 Euro. Eine Haxe gibt es im Prater für 13,90 Euro und auf Bötzow für 24,50 Euro.

    Welcher ist der beste Biergarten? Das hängt vom Anlass ab: Geschichte und Kastanien findet man im Prater, die zweite Chance auf Bötzow, Friedrichshainer Energie im Cassiopeia, Ruhe im Inselgarten und Teilungsgeschichte im Schleusenkrug.

    Teurer ist der Biergarten geworden. An einem dieser heißen Sommertage ist die Rechnung aber schnell gemacht: Hauptsache, über den Tisch ragt ein großer Baum.

    #Berlin #Gastronomie

  • [Info « Splann ! »] Ils avalent les #déchets de l’agro : comment les #déconditionneurs risquent de semer des #microplastiques dans nos champs
    ▻https://splann.org/deconditionneur-microplastiques-champs

    Ils sont en plein essor en Bretagne : les déconditionneurs désemballent les rebus de l’industrie agro-alimentaire. Mais en voulant trier les #biodéchets, cette technologie risque de participer à la pollution des terres agricoles aux microplastiques et, par ricochet, de devenir un problème de santé publique. L’article [Info « Splann ! »] Ils avalent les déchets de l’agro : comment les déconditionneurs risquent de semer des microplastiques dans nos champs est apparu en premier sur Splann ! | Premier média d’enquête indépendant en Bretagne.

    #Industrie_agroalimentaire #Pollutions #ademe #agriculture #agroindustrie #alimentation #biogaz #digestat #engrais #finistère #France_nature_environnement #gaspillage #inrae #locminé #méthanisation #plabennec #plastique #quévert #Saint-Nicolas-du-Tertre

  • Zoll und Polizei durchsuchen versiffte Küche : Indische Köche schliefen auf der Arbeitsstelle
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/zoll-und-polizei-durchsuchen-versiffte-grosskueche-in-kreuzberg-100

    A Berlin les chaînes de restaurants indiens pratiquent l’exploitation extrême et servent des plats malsains. La législation allemande pour les visas de travail fait fleurir toute sorte d’abus dans tous les secteurs économiques. Conclusion : regardez bien où vous mangez et buvez et n’utilisez surtout pas les Uber.

    4.6.2026 von Andreas Kopietz - Polizei und andere Behörden ermitteln wegen Ausbeutung. Inder wurden unter Mindestlohn bezahlt und schliefen in Kellerräumen von Restaurants.

    Beamte von Zoll und Polizei haben in Kreuzberg eine Großküche durchsucht. Dort haben Menschen aus Indien nicht nur gekocht, sondern auch unter unzumutbaren Bedingungen gewohnt. Hintergrund der Durchsuchung ist ein seit Juni 2023 laufendes Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels zum Zweck der Ausbeutung, das die Staatsanwaltschaft Berlin führt.

    Acht Beschuldigte im Alter von 36 bis 66 Jahren stehen im Verdacht, seit mindestens 2021 indische Spezialitätenköche angeworben und diese nach ihrer Einreise nach Deutschland über Jahre hinweg ausgebeutet zu haben.

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    Gemüsebällchen mit Hühnerkeule: Die Lebensmittel waren nicht abgedeckt, sodass die Hühnerkeule Gefrierbrand hat. Die Bällchen sind verschmutzt. Alles wird entsorgt. © Polizei Berlin

    Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes und des Hauptzollamtes ergaben, dass den Betroffenen nach ihrer Ankunft teilweise die Ausweise abgenommen wurden, um Abhängigkeiten zu schaffen. Zudem sollen sie in Berliner Restaurants regelmäßig über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus bis zu 13 Stunden täglich gearbeitet haben. Der Lohn, den sie bekamen, lag den Ermittlungen zufolge teilweise bis zu 75 Prozent unter dem gesetzlichen Mindestlohn. In einzelnen Fällen blieben Lohnzahlungen ganz aus.

    Die meist aus Indien stammenden Arbeitnehmer waren laut Polizei unter menschenunwürdigen Bedingungen in überbelegten Unterkünften oder in Kellerräumen von Restaurants untergebracht. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand bedienten sich die Beschuldigten zur Verschleierung der Tatbegehung eines konspirativen Geflechts verschiedener Betreibergesellschaften. Außerdem haben die Behörden den Verdacht, dass Sozialversicherungsbeiträge in erheblichem Umfang nicht ordnungsgemäß abgeführt wurden.
    Schimmelige Wände und gravierende hygienische Mängel

    Der Einsatz, der am Mittwoch um 6 Uhr begann, wurde von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Arbeitsausbeutung des Hauptzollamtes Berlin und des Landeskriminalamtes geführt. Beteiligt waren auch das bezirkliche Ordnungsamt, die Lebensmittelaufsicht und die Bauaufsicht. Die Küche, die durchsucht wurde, belieferte indische Restaurants mit vorgekochten Speisen.

    In der Küche trafen die Kontrolleure vier aus Indien stammende Männer an, die dort auch geschlafen hatten. Die Wände des Lagers, wo Mitarbeiter auf Matratzen schliefen, waren nach Auskunft von Ermittlern großflächig von Schimmel befallen.

    Die Lebensmittelaufsicht stellte in den Räumen teils gravierende hygienische Mängel fest. Darunter waren unsachgemäß gelagertes Fleisch und Gemüse. Die Kontrolleure entsorgten zudem mehrere große Kübel mit bereits zubereiteten Soßen, die bei falschen Temperaturen gelagert waren.

    Arbeitsbedingungen haben sich weiter verschlechtert

    Darüber hinaus stellten sie erhebliche Missstände beim Brandschutz fest. So waren Flucht- und Rettungswege blockiert. Das Bauamt ordnete deshalb die sofortige Schließung des Objekts an. Die angetroffenen ausgebeuteten Arbeiter bekamen von den Zoll- und Polizeibeamten englischsprachige Flyer mit Informationen über Hilfsangebote überreicht.

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    Die Kontrolleure stellten diverse offene Behälter mit Zutaten fest, die bei Temperaturen gelagert wurden, bei denen sich die Keime besonders gut entwickeln. © Polizei Berlin

    Zeitgleich durchsuchte die Polizei neben der Großküche drei Wohnungen von Beschuldigten in Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte. Dort stellten die Beamten unter anderem Mobiltelefone und Geschäftsunterlagen wie Lohnjournale von Arbeitnehmern sicher.

    Bereits im Frühjahr 2024 waren in diesem Ermittlungsverfahren zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse in Berlin und Brandenburg vollstreckt worden. Dabei ergaben sich nach Angaben der Polizei neue Erkenntnisse, wonach weiterhin indische Spezialitätenköche unter ausbeuterischen Bedingungen beschäftigt worden sein sollen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen haben sich laut Polizei die Arbeits- und Lebensbedingungen der Betroffenen seit dem Frühjahr 2024 sogar weiter verschlechtert.

    #Allemagne #Berlin #immigration #exploitation #libéralisme #restaurants #gastronomie #tourisme

  • Under #US pressure, #EU moves to soften rules for fighting #climate #superpollutant 
    ▻https://www.politico.eu/article/under-us-pressure-eu-softens-climate-superpollutant-methane-rules

    BRUSSELS — The #European_Union is bowing to demands from the #United_States and the #fossil_fuel industry that it scale back its efforts to fight a planet-warming superpollutant.

    The EU in 2021 vowed to curb emissions of #methane and drew up legislation that forces the oil and gas sector to limit emissions of the powerful #greenhouse #gas, which is responsible for around a third of the global rise in #temperatures since the industrial era.

    Now, however, #Brussels is poised to significantly weaken enforcement of its flagship methane #regulation, granting fossil fuel companies the freedom to pollute with a focus on protecting the continent’s energy security, according to a draft document seen by POLITICO.

    Les chinois imposent aux européens des tas de choses, en tendant des pièges avec des billets pour des matchs de foot.
    (►https://seenthis.net/messages/1171530)

  • Tasty #crousty, bars à salade ou banquets français : les guerres culturelles de l’alimentation
    ▻https://lvsl.fr/tasty-crousty-bars-a-salade-ou-banquets-francais-les-guerres-culturelles-de-lal

    Succès à l’exportation du « french tacos », vidéos virales de milliers de (très jeunes) clients attendant l’ouverture d’un restaurant de la chaîne Tasty Crousty ou d’un Tema’s Cake, opposition du maire Karim Bouamrame (PS) à l’implantation d’un #Master_Poulet sur sa commune de Saint-Ouen : les nouvelles modes alimentaires déchaînent les passions médiatiques. #malbouffe hexagonale ou succès d’une pop-culture de la restauration rapide, le phénomène est en tout cas massif. Cet apparent paradoxe au pays de la grande cuisine touche à l’un des grands défis politico-culturel de l’époque : l’alimentation populaire.

    #Culture #Canon_français #fast_food #gastronomie #gentrification #Karim_Bouamrane #Shein

  • Venture Global,il marcio dietro il business del #gas americano
    ▻https://radioblackout.org/2026/04/venture-globalil-marcio-dietro-il-business-del-gas-americano

    Venture Global ha annunciato il 24/4/2026 che la sua filiale, Venture Global Calcasieu Pass, (“VGCP”) ha concluso un’emissione di obbligazioni per un importo nominale complessivo di 750.000.000 di dollari .Questa società fa parte del comparto del gas liquefatto (GLN)nordamericano che grazie anche alle conseguenze della guerra sta facendo enormi profitti. Ma la Venture Capital ha […]

    #L'informazione_di_Blackout #Capital_venture #fracking #gln #recommon
    ▻https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/04/INFO-27042026-CAPITAL-VENTURE.mp3

  • Plötzliches Ende einer Ära: Zukunft der Fischerpinte am Plötzensee ungewiss
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/nach-tod-des-wirts-der-traditionsreichen-fischerpinte-droht-das-end

    Das grüne Bezirksamt Mitte agiert mal wieder als Stadtzerstörer. Am Ende wird weder für die arbeitrnde Bevölkerung noch für die Zwischenklasse der Funktionselite eine wirlkch lebenswerte Umgebung entstehen. Die Rede von den ideologisch vernagreten Grünen ist leider mehr als rechte Propaganda.

    14.4.2026 von Oliver Weinlein - Fast ein Jahrhundert war die Freizeitanlage ein beliebter Treffpunkt im Wedding. Nun droht wegen Umweltauflagen des Bezirksamts das endgültige Aus für den Bootsverleih.

    Seit fast einem Jahrhundert ist die Fischerpinte ein Ankerpunkt der Erholung in Wedding. Doch nach dem Tod des langjährigen Pächters vor wenigen Tagen ist die Zukunft der traditionsreichen Anlage am Plötzensee nun völlig ungewiss. Das Bezirksamt Mitte pocht auf den Naturschutz – sehr zum Unmut der Anwohner und der Lokalpolitik, die den unwiederbringlichen Verlust einer kostengünstigen Freizeitmöglichkeit befürchten.

    Nach dem Tod des langjährigen Betreibers Wolfgang Düring, der über drei Jahrzehnte das Gesicht der Pinte war, ist die Zukunft der Fischerpinte akut gefährdet. Das Bezirksamt Mitte betont, eine Neuverpachtung sei aus Umweltschutzgründen schon bislang nicht vorgesehen gewesen. Der zuständige Stadtrat prüft nach dem Erbfall nun die vertraglichen Optionen. Kritiker werfen der Verwaltung vor, politische Erhaltungsbeschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) über Jahre nicht konsequent genug verfolgt zu haben.

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    Wolfgang Düring

    Die Suche nach dem stadtpolitischen Kompromiss

    Für das Bezirksamt Mitte hat der Schutz des Sees oberste Priorität. Das Umwelt- und Naturschutzamt verweist auf den Status des Plötzensees als Teil des Landschaftsschutzgebietes (LSG-06) Volkspark Rehberge. Die zugehörige alte Schutzverordnung aus dem Jahr 1953 setzt dort enge Grenzen und verbietet ausdrücklich Veränderungen, die Natur oder Landschaft beeinträchtigen, darunter auch „Bauwerke aller Art“ und „feste Verkaufsstände“. Erschwerend kommt für die Behörde der Nutzungsdruck hinzu: Das Bezirksamt dokumentiert massive ökologische Schäden am See durch übermäßige Badenutzung, Ufererosion und den Verlust der letzten Röhrichtreste. Auch hinsichtlich der Boote gibt es Verdachtsmomente: Es gibt laut Amt Berichte, dass Boote der Fischerpinte genutzt worden seien, um geschützte Uferbereiche von der Wasserseite aus zu erreichen.

    Der politische Konflikt um das Areal ist gut belegt. Im Jahr 2022 gab es den BVV-Antrag „Bootsverleih Düring am Plötzensee erhalten!“, in dem das Bezirksamt einstimmig ersucht wurde, den Ort „mit allen möglichen Mitteln“ zu bewahren und den damals bereits diskutierten Abriss zu verwerfen. Daraufhin wurde in den Jahren 2022 und 2023 öffentlich ein Kompromissmodell diskutiert: Die damalige Bezirksstadträtin schlug vor, die Fischerpinte als Naturschutz- beziehungsweise Naturstation weiterzuführen. Die Idee sah vor, Umweltbildung mit dem traditionellen Feierabendbier zu verbinden, den Tretbootverleih zum Schutz der Ufer aber einzustellen.

    Doch dieses Modell wird gegenwärtig offenbar nicht proaktiv weiterverfolgt. Das Bezirksamt ließ kürzlich gegenüber dem Lokalportal Weddingweiser mitteilen, es habe keinen Sinneswandel gegeben. Der Kontakt zu Herrn Düring bezüglich eines Nutzungsübergabekonzepts sei damals erfolglos geblieben, weshalb eine weitere Planung nicht möglich gewesen sei.

    Mit der Fischerpinte verliert der Bezirk womöglich nicht nur ein Stück Nostalgie, sondern auch einen essenziellen Teil des Kiezlebens. Die soziale Bedeutung zeigt sich besonders im Kontrast zum offiziellen Strandbad Plötzensee: Das Bad ist verpachtet, und Senat sowie Bezirk haben laut der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage keinen Einfluss auf die Tarifgestaltung. Nachdem dort 2024 auf den vollen Eintritt von 9 Euro verwiesen wurde, wird die Fischerpinte in der Nachbarschaft umso mehr als wichtiges, günstiges und niedrigschwelliges Naherholungsangebot wahrgenommen. Für viele Familien und Studierende, so die Kritik aus der Lokalpolitik und von Anwohnern, sei das Strandbad schlichtweg zu teuer. Ob die laufenden vertraglichen Prüfungen des Bezirks letztlich in einem Abriss enden oder doch noch ein Weg zum Erhalt gefunden wird, bleibt abzuwarten.

    #Berlin #Wedding #Dohnagestell #Plötzensee #Rehberge #Freizeit #Natur #Gastronomie

  • En Espagne, des milliers de tonnes de fruits et légumes ne sont jamais récoltées et pourrissent dans les champs
    ▻https://theconversation.com/en-espagne-des-milliers-de-tonnes-de-fruits-et-legumes-ne-sont-jama

    Alors que l’#Espagne figure parmi les pays les plus touchés par le #stress_hydrique, une partie de l’eau mobilisée pour l’#agriculture finit indirectement #gaspillée avec des #récoltes abandonnées faute de débouchés. Une étude met en lumière l’ampleur de ce phénomène largement sous-estimé.

  • #ENI rinuncia all’esplorazione di #gas nelle acque palestinesi
    ▻https://radioblackout.org/2026/03/eni-rinuncia-allesplorazione-di-gas-nelle-acque-palestinesi

    Il 22 marzo 2026 il quotidiano economico israeliano Globes ha riportato che ENI non prenderà parte all’esplorazione né all’eventuale sfruttamento dei giacimenti di gas nelle acque palestinesi. Secondo le informazioni emerse, la società italiana sarebbe uscita dal consorzio che comprendeva anche Ratio Energies e Dana Petroleum. La notizia è stata poi confermata ufficialmente da ENI […]

    #Blackout_Inside #estrattivismo #Israele #palestina
    ▻https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/03/audio-eni.mp3

  • QATARENERGY CEO — 2026-03-19: We’ll be🚨losing 12.8M tons per year of LNG for 3 to 5 YEARS, ~17% of #Qatar's export LNG
    via ▻https://diaspora.psyco.fr/p/12347494

    ♲ Kim Perales - 2026-03-19 14:27:01 GMT

    QATARENERGY CEO:🚨"2 out of 14 of our LNG trains & one out of 2 of our gas-to-liquids (GTL) fac were damaged in the attacks.We’ll be🚨losing 12.8M tons per year of LNG for 3 to 5 YEARS, ~17% of #Qatar's export LNG

    WE MAY HAVE TO DECLARE FORCE MAJEURE ON LT CONTRACTS FOR UP TO 5 YRS FOR LNG SUPPLIES TO ITALY, BELGIUM, KOREA & CHINA.

    And another fire, 270 MW really close to the LNG⬇️trains." tleilax #IranWar #Gas #LNG #SupplyChain #TrumpRegime #Israel #Netanyahu #Trump #Economy #Inflation #USPol

  • New-wave reactors are the face of an American nuclear renaissance. Some experts are sounding alarms | CNN
    ▻https://www.cnn.com/2026/01/22/climate/small-nuclear-reactors-smrs-holtec-kairos

    On the sandy shores of Lake Michigan, set against a backdrop of thick forest, a sharp-angled grey concrete building could be the face of an #American #nuclear renaissance.

    The Palisades nuclear #plant, about a two-hour drive from Chicago, was decommissioned in 2022, judged to be #uneconomical in a world of #cheap American #gas. But Florida-headquartered company Holtec is reviving it. It will mark not only the first ever #restart of a shuttered #US nuclear plant, but, if all goes to plan, Palisades will also be the birthplace of a nuclear #breakthrough: America’s first commercial “#small_modular_reactors.”

    These advanced nuclear #reactors, known as #SMRs, are like mini nuclear power plants but touted as #cheaper, #safer, #faster to #build and #easier to #finance than their conventional counterparts — and #hype around them is rising fast.

  • Yuan Versus the Dollar: Will Hormuz Tensions Reshape the Global #Monetary_Order?

    via ▻https://diaspora.psyco.fr/p/12344248

    ▻https://english.aawsat.com/business/5252197-yuan-versus-dollar-will-hormuz-tensions-reshape-global-monet

    Riyadh: Fathurrahman Yusuf — 2026-03-17

    As geopolitical tensions escalate around the Strait of #Hormuz, #Iran has floated a proposal to link the passage of energy shipments to #payments in currencies other than the US #dollar.

    The move appears designed to pressure global power centers. While it stops short of a declared currency war, it highlights growing international efforts to reduce dependence on the dollar in energy markets.

    This comes as US President Donald Trump calls for an international coalition to secure the strait, casting doubt on Iran’s willingness to negotiate. Diplomacy remains stalled as the conflict involving #Israel, the United States, and Iran enters its seventeenth day.

    Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi has denied any moves toward negotiations or a ceasefire. Trump has also warned that #NATO could face a “very bad” future if US allies fail to act to reopen the waterway, even as Israeli strikes on Iranian military infrastructure continue.

    Dr. Abdulaziz bin Sager, Chairman of the Gulf Research Center, said shifts in energy markets reflect a broader global trend toward currency diversification in international transactions. He argued that Iran’s proposal signals a growing willingness to explore alternatives amid geopolitical change, accelerating debate over the stability of currencies used in energy trade.

    According to bin Sager, this is part of a gradual restructuring of the global #financial_system, particularly as major economies such as #China and #Russia expand the use of their national currencies in bilateral trade. He pointed to the decline in the dollar’s share of global reserves—from 65.3 percent in 2016 to 59.3 percent in 2024—as evidence of a steady shift.

    He noted that countries are seeking to manage geopolitical risk and adopt more flexible economic strategies, reflecting a broader move toward a multipolar monetary system. China promotes the #yuan through the Belt and Road Initiative, while Russia advances its currency through bilateral agreements.

    Dr. Saeed Sallam, Director of the Vision International Center for Strategic Studies, said that Iran’s demand as limited in immediate practical impact but significant in long-term symbolic terms. He warned that it could increase volatility and uncertainty in energy markets, complicate transactions due to limited yuan liquidity, and drive up maritime insurance and transport costs by 20 to 30 percent along alternative routes.

    Rather than stabilizing markets, Sallam argued, the move could fragment oil trade. Limited volumes might be settled in yuan and routed through Hormuz to China, while the rest are diverted via more expensive routes. The result could be sharp increases in #gas, #fertilizer, and #food_prices, raising the risk of recession in Asian and European economies.

    He continued that China is pursuing a strategy of careful balance. While it may accept limited yuan-based transactions to secure oil imports, it is unlikely to support escalation that threatens stability in the strait, through which roughly 40 percent of its imports pass. Russia, meanwhile, uses the proposal symbolically within the #BRICS framework to challenge #Washington, though stable energy markets remain essential to its export revenues.

    Sallam concluded that Iran’s proposal may accelerate the rhetoric of de-dollarization and contribute to price shocks, but its real impact remains constrained by diplomatic and practical limits. The core issue, he stressed, is not the currency used but whether the Strait of Hormuz remains open.

    For now, the dollar retains its dominant position in global energy trade, though that status could be tested by rapidly evolving military and diplomatic developments.

    #Asia #Europe #USA