• Hanns Heinz Ewers - Mein Begräbnis und andere seltsame Geschichten
    https://www.projekt-gutenberg.org/ewers/begraebn/chap003.html

    1905 - Die Tomatensauce

    Das erste Mal: vor fünf Wochen bei der Corrida, als der schwarze Stier von Miura den kleinen Quinito durch den Arm stieß – –

    Und wieder am nächsten Sonntage und am folgenden – – bei jedem Stierkampfe traf ich ihn. Ich saß vorne, unten In der ersten Reihe, um Aufnahmen zu machen; sein Abonnementsplatz war neben dem meinen. Ein kleiner Mann, in rundem Hütchen und schwarzem englischen Pfaffenrock. Blaß, bartlos, eine goldene Brille auf der Nase. Und noch etwas ihm fehlten die Augenwimpern.

    Gleich wurde ich aufmerksam auf ihn. Als der erste Stier den braunen Klepper auf die Hörner nahm und der lange Picador schwerfällig herabfiel. Als die Schindmähre mühsam vom Boden aufsprang, davontrabte mit aufgerissenem Leibe, hineintrat, mit den Beinen sich verwickelte in die eigenen blutigen Eingeweide, die lang herunterhingen und über den Sand schleiften. Da hörte ich neben mir einen leichten Seufzer – so einen Seufzer – – der Befriedigung.

    Wir saßen den Nachmittag zusammen, sprachen aber kein Wort. Das hübsche Spiel der Banderilleros interessierte ihn wenig. Aber wenn der Espada seine Klinge dem Stier in den Nacken stieß, daß der Griff wie ein Kreuz sich über den mächtigen Hörnern erhob, dann griff er mit den Händen nach der Rampe, bog sich weit hinüber. Und die Garocha – das war ihm die Hauptsache. Wenn das Blut in armdickem Strahle aus der Brust des Gaules herausspritzte, oder wenn ein Chulo dem tödlich verwundeten Tiere mit dem kurzen Dolche den Gnadenstoß in das Hirn gab, wenn der rasende Stier die Pferdekadaver in der Arena zerfetzte, mit den Hörnern in den Leibern herumwühlte – – – dann rieb sich dieser Mann leise die Hände.

    Einmal fragte ich ihn:

    »Sie sind ein warmer Anhänger des Stierkampfes – – ein Afficonada?«

    Er nickte, aber sprach kein Wort; er wollte im Schauen nicht gestört sein.

    – – – Granada ist nicht so groß, so erfuhr ich bald seinen Namen. Er war der Geistliche der kleinen englischen Kolonie; seine Landsleute nannten ihn stets den »Popen«. Man nahm ihn augenblicklich nicht für voll, niemand verkehrte mit ihm.

    An einem Mittwoch besuchte ich den Hahnenkampf. Ein kleines Amphitheater, kreisrund, mit aufsteigenden Bänken. In der Mitte die Arena, gerade unter dem Oberlicht. Pöbelgeruch. Kreischen und Speien – – – es gehört ein Entschluß dazu, da hineinzugehen. Zwei Hähne werden hineingebracht, sie sehen aus wie Hühner, da man Kamm und Schwanzfedern ihnen abgeschnitten. Sie werden gewogen, dann aus den Käfigen genommen. Und sie fahren aufeinander los, ohne Besinnen. Die Federn stäuben umher: immer wieder fliegen die beiden Tiere aufeinander, zerfleischen sich mit den Schnäbeln und Sporen – – ohne einen Laut. Nur das Menschenvieh ringsumher johlt und schreit, wettet und lärmt. Ah, der Gelbe hat dem Weißen ein Auge ausgehackt, pickt es vom Boden auf und frißt es! Die Köpfe und Hälse der Tiere, längst zerpflückt, wiegen sich wie rote Schlangen auf den Leibern. Keinen Augenblick lassen sie voneinander, purpurn färben sich die Federn; kaum erkennt man die Formen mehr, wie zwei blutige Klumpen zerhacken sich die Vögel. Der Gelbe hat beide Augen verloren, er hackt blind in der Luft herum und in jeder Sekunde fährt der Schnabel des andern scharf auf seinen Kopf. Endlich sinkt er um; ohne Widerstand, ohne einen Schmerzensschrei erlaubt er dem Feinde, sein Werk zu vollenden. Das geht nicht so rasch; fünf, sechs Minuten noch gebraucht der Weiße dazu, selbst von hundert Sporenhieben und Bissen zu Tode ermattet.

    Da sitzen sie herum, meinesgleichen, lachen über die ohnmächtigen Schnabelhiebe des Siegers, rufen ihm zu und zählen jeden neuen Biß – – der Wetten wegen.

    Endlich! Dreißig Minuten, die vorgeschriebene Zeit, sind vorbei, der Kampf zu Ende. Ein Kerl erhebt sich, der Besitzer des siegenden Hahnes, hohnlachend schlägt er mit seinem Knüppel das Tier des Gegners tot: das ist sein Vorrecht. Und man nimmt die Tiere, wäscht sie an der Pumpe und zählt die Wunden – – der Wetten wegen.

    Da legt sich eine Hand auf meine Schulter.

    »Wie geht’s!« fragt der Pope. Seine wimperlosen Wasseraugen lächeln zufrieden hinter den breiten Gläsern.

    »Nicht wahr, das gefällt Ihnen?« fährt er fort.

    Ich wußte im Augenblick nicht, meinte er das im Ernst? Seine Frage schien mir so maßlos beleidigend, daß ich ihn anstarrte, ohne eine Antwort zu geben.

    Aber er mißverstand mein Schweigen, nahm es für Zustimmung; so überzeugt war er.

    »Ja,« sagte er ruhig und ganz langsam, » es ist ein Genuß.«

    Wir wurden auseinander gedrängt, man brachte neue Hähne in die Arena.

    – – An dem Abende war ich beim englischen Konsul zum Tee geladen. Ich war pünktlich, der erste der Gäste.

    Ich begrüßte ihn und seine alte Mutter, da rief er:

    »Ich bin froh, daß Sie so früh kommen, ich möchte ein paar Worte mit Ihnen sprechen.«

    »Ich stehe ganz zur Verfügung,« lachte ich.

    Der Konsul zog mir einen Schaukelstuhl heran, dann sagte er merkwürdig ernst:

    »Ich bin weit davon entfernt, Ihnen Vorschriften zu machen, lieber Herr! Aber wenn Sie die Absicht haben sollten, länger hier zu bleiben und in der Gesellschaft, nicht nur in der englischen Kolonie zu verkehren, so möchte ich Ihnen einen freundschaftlichen Rat geben.«

    Ich war gespannt, wo er hinaus wollte.

    »Und der wäre!« fragte ich.

    »Sie sind öfters mit unserem Geistlichen gesehen worden – –« fuhr er fort.

    »Verzeihung!« unterbrach ich ihn. »Ich kenne ihn sehr wenig. Heute nachmittag hat er zum erstenmal einige Worte mit mir gewechselt.«

    »Um so besser!« erwiderte der Konsul. »Ich möchte Ihnen also raten, diesen Verkehr, wenigstens öffentlich, so viel wie möglich zu meiden.«

    »Ich danke Ihnen, Herr Konsul,« sagte ich, »Ist es indiskret, nach den Gründen zu fragen!«

    »Ich bin Ihnen wohl eine Erklärung schuldig,« antwortete er, »obwohl ich nicht weiß, ob sie Sie befriedigen wirb. Der Pope – Sie wissen, daß man ihm diesen Spitznamen gab!«

    Ich nickte.

    »Nun gut,« fuhr er fort, »der Pope ist einmal in der Gesellschaft verfemt. Er besucht regelmäßig die Stierkämpfe, – – das ginge noch – – verabsäumt nicht einen einzigen Hahnenkampf, kurz, er hat Passionen, die ihn in der Tat unter Europäern unmöglich machen.«

    »Aber, Herr Konsul,« rief ich, »wenn man ihn deshalb so sehr verurteilt, aus welchem Grunde läßt man ihn dann in seinem, doch gewiß ehrenvollen Amte!«

    »Immerhin – es ist ein Reverend,« sagte die alte Dame. »Und dazu kommt,« bestätigte der Konsul, »daß er niemals seit den zwanzig Jahren, die er hier am Orte ist, auch nur den leisesten greifbaren Grund zur Klage gegeben hat. Endlich ist die Stelle des Geistlichen unserer winzigen Gemeinde die schlechtbezahlteste auf dem ganzen Kontinent – – wir würden so leicht keinen Ersatz finden.«

    »So sind Sie also mit seinen Predigten doch zufrieden,« wandte ich mich an die Mutter des Konsuls und gab mir Mühe, ein etwas malitiöses Lächeln zu unterdrücken.

    Die alte Dame richtete sich im Sessel auf.

    »Ich würde ihm nie erlauben, auch nur ein einziges eigenes Wort in der Kirche zu sprechen,« sagte sie sehr bestimmt. »Er liest Sonntag für Sonntag einen Text aus Dean Harleys Predigtbuch.«

    Die Antwort verwirrte mich etwas, ich schwieg.

    »Uebrigens«, begann der Konsul wieder, »wäre es ungerecht, nicht auch eine gute Seite des Popen zu erwähnen. Er hat ein nicht unbeträchtliches Vermögen, dessen Renten er ausschließlich zu wohltätigen Zwecken verausgabt, während er selbst, von seinen unglücklichen Passionen abgesehen, außerordentlich bescheiden, ja dürftig lebt.«

    »Eine nette Wohltätigkeit!« unterbrach ihn seine Mutter. »Wen unterstützt er denn! Verwundete Toreadores und ihre Familien, oder gar die Opfer einer Salsa.«

    »Einer – was!« fragte ich.

    »Meine Mutter spricht von einer › Salsa de Tomates‹, erläuterte der Konsul.

    »Einer – – Tomatensauce!« wiederholte ich. »Der Pope unterstützt die – – Opfer einer Tomatensauce!«

    Der Konsul lachte kurz auf. Dayn sagte er sehr ernst:

    »Sie haben nie von einer solchen Salsa gehört! – Es handelt sich um eine uralte, furchtbare Sitte in Andalusien, die trotz aller Strafen der Kirche und des Richters leider immer noch besteht. Seitdem ich Konsul bin, hat zweimal nachweislich eine Salsa in Granada stattgefunden; die nähern Umstände hat man aber auch da nicht erfahren, da die Beteiligten trotz der in spanischen Gefängnissen üblichen schlagenden Ermahnungen sich lieber die Zunge abbissen, als ein Wörtchen zu erzählen. Ich könnte daher nur Ungenaues, vielleicht Falsches berichten; lassen Sie sich darüber von dem Popen erzählen, wenn Sie dies schaurige Geheimnis interessiert. Denn er gilt – ohne daß man es ihm beweisen kann – als ein Anhänger dieser entsetzlichen Greuel, und dieser Verdacht ist es hauptsächlich, weshalb man ihm aus dem Wege geht!«

    – – Ein paar Gäste traten ein; unser Gespräch wurde unterbrochen.

    Am nächsten Sonntag brachte ich zum Stierkampfe dem Popen ein paar besonders gut gelungene Photos der letzten Corrida mit. Ich wollte sie ihm zum Geschenk machen, aber er warf nicht einmal einen Blick darauf.

    »Entschuldigen Sie,« sagte er, »aber das interessiert mich gar nicht.«

    Ich machte ein verdutztes Gesicht.

    »Oh, ich wollte Sie nicht verletzen!« lenkte er ein. »Sehen Sie, es ist nur die rote Farbe, die rote Blutfarbe, die ich liebe.«

    Es klang beinahe poetisch, wie dieser bleiche Asket das sprach: » die rote Blutfarbe«.

    Aber wir kamen in ein Gespräch. Und mitten drin fragte ich ihn, ganz unvermittelt: »Ich möchte gern eine Salsa sehen. Wollen Sie mich nicht einmal mitnehmen!«

    Er schwieg, die bleichen zersprungenen Lippen bebten.

    Dann fragte er: »Eine Salsa! – – Wissen Sie, was das ist!«

    Ich log: »Natürlich!«

    Er starrte mich wieder an, da fielen seine Blicke auf die alten Schmisse auf meiner Wange und Stirne.

    Und als ob diese Zeichen kindischen Blutvergießens ein geheimer Freipaß wären, strich er leicht mit dem Finger darüber und sagte feierlich:

    »Ich werde Sie mitnehmen!«

    Ein paar Wochen später klopfte es eines Abends an meiner Türe, so gegen neun Uhr. Ehe ich »herein« rufen konnte, trat der Pope ein.

    »Ich komme Sie abzuholen,« sagte er.

    »Wozu?« fragte ich.

    »Sie wissen ja,« drängte er. »Sind Sie bereit!«

    Ich erhob mich.

    »Sofort!« rief ich. »Darf ich Ihnen eine Zigarre anbieten!«

    »Danke, ich rauche nicht.«

    »Ein Glas Wein!«

    »Danke, ich trinke ebensowenig. Bitte, beeilen Sie sich doch!«

    Ich nahm meinen Hut und folgte ihm die Treppen hinab in die Mondnacht. Schweigend gingen wir durch die Straßen, den Genil entlang unter rotblühenden Pyrrhusbäumen. Wir bogen links ein, stiegen hinauf auf den Mohrenberg und schritten über das Märtyrerfeld. Vor uns strahlten in warmem Silber die Schneekuppen der Sierra, rings herum aus den Hügeln brachen leichte Feuerscheine aus den Erdhöhlen, in denen die Zigeuner hausen und anderes Volk. Wir gingen herum um das tiefe Tal der Alhambra, das ein Meer grüner Ulmen fast bis obenhin ausfüllt, vorbei, an den gewaltigen Türmen der Nassariden, dann die lange Allee uralter Zypressen durch, zum Generalife hin, und weiter hinauf zu dem Berge, von dem der letzte Fürst der Mauren, der strohblonde Boabdil, seine scheidenden Seufzer dem verlorenen Granada sandte.

    Ich schaute meinen seltsamen Begleiter an. Sein Blick, nach innen gekehrt, sah nichts von all dieser nächtlichen Herrlichkeit. Wie der Mondschein auf diesen schmalen blutleeren Lippen spielte, auf diesen eingefallenen Wangen und den tiefen Löchern an den Schläfen – da kam mir das Gefühl, als müßte ich seit Ewigkeiten schon diesen schrecklichen Asketen kennen. Und plötzlich, unvermittelt, fand ich die Lösung, das war ja das Gesicht, das der grauenhafte Zurbaran seinen ekstatischen Mönchen gab!

    Der Weg ging nun zwischen breitblätterigen Agaven daher, die ihre verholzten Blütenschäfte dreimannshoch in die Luft strecken. Wir hörten des Darro Brausen, der hinter dem Berge über die Felsen sprang.

    Drei Kerle kamen auf uns zu, in braunem zerlumptem Mantel; sie grüßten schon von weitem meinen Begleiter.

    »Wachtposten,« sagte der Pope. »Bleiben Sie hier stehen, ich will mit ihnen reden!«

    Er schritt auf die Männer zu, die ihn erwartet zu haben schienen. Ich konnte nicht verstehen, was sie sprachen, doch handelte es sich augenscheinlich um meine Person. Der eine der Männer gestikulierte lebhaft, sah mich mißtrauisch an, schleuderte die Arme in der Luft herum und rief immer wieder: » O jo el Caballero.« Aber der Pope beruhigte ihn, schließlich winkte er mich heran.

    » Sea usted bienvenido, Caballero!« begrüßte er mich und zog seinen Hut. Die beiden anderen Späher blieben auf ihrem Posten zurück, der dritte begleitete uns.

    »Es ist der Patron, sozusagen der Manager der Geschichte,« erklärte der Pope.

    Nach einigen hundert Schritten kamen wir zu einer Höhlenwohnung, die sich durch nichts von den Hunderten anderer der Bergabhänge Granadas unterschied, vor dem Türloch war, wie gewöhnlich, ein kleiner Platz geebnet, von dichten Kaktushecken umgeben. Dort standen einige zwanzig Kerle herum – doch war kein Zigeuner dabei. In der Ecke brannte ein kleines Feuer zwischen zwei Steinen; darüber hing ein Kessel.

    Der Pope langte in die Tasche, zog einen Duro nach dem andern heraus und gab sie unserm Begleiter.

    »Die Leute sind so mißtrauisch,« sagte er, »sie nehmen nur Silber.«

    Der Andalusier kauerte sich an das Feuer und prüfte jedes einzelne Geldstück. Er warf sie auf einen Stein und biß mit den Zähnen darauf. Dann zählte er – hundert Peseten.

    »Soll ich ihm auch Geld geben!« fragte ich.

    »Nein!« sagte der Pope. »Wetten Sie lieber, das wird Ihnen hier eine größere Sicherheit geben.«

    Ich verstand ihn nicht.

    »Eine größere Sicherheit!« wiederholte ich. » Wieso denn!«

    Der Pope lächelte:

    »Oh – – Sie machen sich dann mehr gemein und mehr – schuldig mit diesen Heuten!«

    »Sagen Sie mal, Reverend,« rief ich, »weshalb wetten Sie dann nicht!«

    Er hielt meinen Blick ruhig aus und antwortete nachlässig:

    »Ich! – Ich wette niemals: das Wetten beeinträchtigt die reine Freude am Schauen.«

    Inzwischen war noch ein halbes Dutzend höchst verdächtiger Gestalten gekommen, alle in das unvermeidliche braune Tuch gehüllt, das die Andalusier als Mantel benutzen.

    »Worauf warten wir noch?« fragte ich einen der Leute.

    »Auf den Mond, Caballero,« erwiderte er, »er muß erst untergehen.«

    Dann bot er mir ein großes Glas Aguardiente an. Ich dankte, aber der Engländer schob mir das Glas in die Hand.

    »Trinken Sie, trinken Sie!« drängte er, »Es ist das erstemal für Sie – vielleicht werden Sie es nötig haben!«

    Auch die anderen sprachen dem Branntwein reichlich zu; doch lärmte man nicht, nur ein hastiges Geflüster, ein heiseres Tuscheln drang hinaus in die Nacht. Der Mond barg sich im Nordwesten hinter der Cortadura, man holte lange Pechfackeln aus der Höhle und brannte sie an. Dann baute man mit Steinen einen kleinen Kreis in der Mitte: das war die Arena; rings herum stieß man Löcher in den Boden und steckte die Fackeln hinein. Und in dem roten Feuerschein entkleideten sich langsam zwei Männer. Nur die ledernen Hosen behielten sie an, dann traten sie in den Kreis hinein, setzten sich einander gegenüber und kreuzten die Beine, wie die Türken tun. Nun erst bemerkte ich, daß in dem Boden zwei starke Balken wagerecht eingelassen waren, deren jeder zwei eiserne Ringe trug. Zwischen diese Ringe hatten die beiden Kerle sich hingesetzt. Jemand lief in die Höhle und brachte ein paar dicke Seile mit, umschnürte den Leib der Männer und ihre Beine und band einen jeden an seinen Balken. Sie staken fest wie im Schraubstock, nur den Oberkörper konnten sie frei bewegen.

    Sie saßen da, ohne ein Wort, sogen an ihren Zigaretten oder leerten die Branntweingläser, die man ihnen immer von neuem füllte. Sie waren zweifellos schon stark betrunken, ihre Augen stierten blöde auf den Boden. Und rings herum im Kreise zwischen den qualmenden Pechfackeln lagerten sich die Männer.

    Plötzlich hörte ich hinter mir ein häßliches Kreischen und Knirschen, das die Ohren zerriß. Ich wandle mich um: an einem runden Schleifstein schliff jemand sorgfältig eine kleine Navaja. Er prüfte das Messer am Nagel des Daumens, legte es weg und nahm dann ein anderes.

    Ich wandte mich an den Popen:

    »Diese Salsa ist also eine Art – Duell!«

    »Duell!« antwortete er. »O nein, es ist eine Art – Hahnenkampf!«

    »Was!« rief ich. »Und aus welchem Grunde unternehmen die Männer da diese Art – Hahnenkampf! Haben sie sich beleidigt – ist es Eifersucht!«

    »Keineswegs,« sagte ruhig der Engländer, »sie haben gar keinen Grund, vielleicht sind sie die besten Freunde – vielleicht kennen sie einander gar nicht. Sie wollen nur – ihren Mut beweisen. Sie wollen zeigen, daß sie hinter den Stieren und den Hähnen nicht zurückstehen.«

    Die häßlichen Lippen versuchten ein kleines Lächeln, als er fortfuhr:

    »So etwa – wie bei Ihren deutschen Studentenmensuren.«

    Ich bin – im Auslande – immer Patriot. Das habe ich längst von den Briten gelernt: Right or wrong – my country!

    So antwortete ich ihm scharf:

    »Reverend – der vergleich ist albern! – Sie können das nicht beurteilen.«

    »vielleicht doch,« sagte der Pope. – »Ich habe in Göttingen sehr schöne Mensuren gesehen. – viel Blut, viel Blut –«

    Inzwischen hatte der Patron uns zur Seite Platz genommen. Er zog ein schmutziges Notizbuch aus der Tasche und einen kleinen Bleistift.

    »Wer wettet auf Bombita?« rief er.

    »Ich!« – »Eine Peseta!« – »Zwei Duros!« – »Nein, Auf Lagartijillo will ich wetten!« – Die Branntweinstimmen krächzten durcheinander.

    Der Pope faßte mich am Arm.

    »Richten Sie Ihre Wetten so ein, daß Sie verlieren müssen,« rief er, »legen Sie lange Odds, man kann nicht vorsichtig genug sein mit der Bande.«

    Ich hielt also eine ganze Reihe der angebotenen Wetten, und zwar immer drei zu eins. Da ich auf alle beide setzte, mußte ich so notwendigerweise verlieren. Während der »Manager« mit schwerfälligen Zeichen alle Wetten zu Papier brachte, reichte man die scharfgeschliffenen Navajen herum, deren Klingen etwas über zwei Zoll lang waren. Dann gab man sie zusammengeklappt den beiden Kämpfern.

    »Welche willst du, Bombita Chico, mein Hähnchen!« lachte der Schleifer.

    »Gib her! Gilt mir gleich!« gröhlte der Betrunkene.

    »Ich will mein eigen Messer!« rief Lagartijillo.

    »So gib mir meines! Ist so besser!« krächzte der andere.

    Alle Wetten waren eingetragen, der »Manager« ließ den beiden noch ein großes Glas Aguardiente reichen. Sie tranken es im Zuge aus, warfen dann die Zigaretten fort. Man gab einem jeden ein langes rotes Wolltuch, eine Gürtelbinde, die sie sich fest um den linken Unterarm und die Hand schlangen.

    »Ihr könnt anfangen, kleine Burschen!« rief der Patron. »Klappt die Messer auf!«

    Die Klingen der Navajen schnappten klirrend über die Zahnrädchen und hakten sich fest. Ein helles widerwärtiges Geräusch. – Aber die beiden Männer blieben ganz ruhig, keiner machte eine Bewegung.

    »Fangt doch an, Tierchen!« wiederholte der Patron.

    Die Kämpfer saßen unbeweglich, rührten sich nicht. Die Andalusier wurden ungeduldig:

    »Faß ihn doch, Bombita, mein junger Stier: Stoß ihm das Hörnchen in den Leib!«

    »Fang an, Kleiner, ich habe drei Duros auf dich gesetzt!«

    »Ah, – Hähnchen wollt ihr sein! Hennen seid ihr! Hennen!«

    Und der Chor gröhlte:

    »Hennen! Hennen! – – Legt doch Eier! Feige Hennen seid ihr!«

    Bombita Chico reckte sich hoch und stieß nach dem Gegner, der hob den linken Arm und fing den matten Stoß in dem dicken Tuche auf. Die beiden Kerle waren augenscheinlich so betrunken, daß sie kaum Herren ihrer Bewegungen waren.

    »Warten Sie nur, warten Sie nur,« flüsterte der Pope.

    »Warten Sie nur, bis die Leute Blut sehen!«

    Die Andalusier hörten nicht auf, die beiden zu hetzen, bald mit Aufmunterungen, bald mit beißendem Spott. Und immer wieder zischte es ihnen in die Ohren:

    »Hennen seid ihr! – Legt doch Eier! – Hennen! Hennen!«

    Sie stießen nun beide aufeinander, fast blindlings. In der nächsten Minute erhielt der eine einen leichten Stich an der linken Schulter.

    »Brav lieber Kleiner, brav Bombita! – Zeig ihm, mein Hähnchen, daß du Sporen hast!«

    Sie machten eine kleine Pause, wischten sich mit dem linken Arm den schmutzigen Schweiß von der Stirne.

    »Wasser!« rief Lagartijillo.

    Man reichte ihnen große Kannen, und sie tranken in langen Zügen. Man sah, wie sie sich ernüchterten. Die fast gleichgültigen Blicke wurden scharf, stechend; haßerfüllt schauten sie aufeinander.

    »Bist du fertig, Henne!« krächzte der Kleine.

    Statt aller Antwort stieß der andere zu, zerschnitt ihm die Wange der Länge nach. Das Blut strömte über den nackten Oberkörper.

    »Ah, es fängt an, es fängt an,« murmelte der Pope.

    Die Andalusier schwiegen; gierig verfolgten sie die Bewegungen des Kämpfers, auf den sie ihr Geld gesetzt. Und die beiden Menschen stießen zu, stießen zu – –

    Die blanken Klingen zuckten wie silberne Funken durch den roten Fackelschein, bissen sich fest in den wollenen Schutzbinden der linken Arme. Ein großer Tropfen siedenden Pechs flog dem einen auf die Brust – – er merkte es nicht einmal.

    So schnell schleuderten sie die Arme in der Luft, daß man gar nicht sehen konnte, ob einer getroffen war. Nur die blutigen Rinnen, die überall auf den Körpern sich zeigten, zeugten von immer neuen Rissen und Stichen.

    »Halt! Halt!« schrie der Patron.

    Die Kerle stießen weiter.

    »Halt! Bombitas Klinge ist gebrochen!« rief er wieder, »Trennt sie!«

    Zwei Andalusier sprangen auf, nahmen eine alte Tür, auf der sie saßen, und warfen sie roh zwischen die Kämpfer, richteten sie dann hoch, daß sie einander nicht mehr sehen konnten.

    »Gebt die Messer her, Tierchen!« rief der Patron. Die beiden gehorchten willig.

    Sein scharfes Auge hatte recht gesehen; Bombitas Klinge war in der Mitte gebrochen. Er hatte seinem Gegner die ganze Ohrmuschel durchstochen, an dem harten Schädel war die Klinge zersprungen.

    Man gab jedem ein Glas Branntwein, dann reichte man Ihnen neue Messer und hob die Tür weg.

    Und dieses Mal fuhren sie aufeinander los wie zwei Hähne, ohne Besinnen, blindwütend. Stich um Stich – –

    Die braunen Leiber färbten sich purpurn, aus Dutzenden von Wunden rann das Blut, von der Stirne des kleinen Bombita hing ein brauner Hautlappen herab, feuchte Strähne des schwarzen Haares leckten in die Wunde. Sein Messer verfing sich in der Schutzbinde des Gegners, derweil stieß ihm der andere zwei-, dreimal die Navaja tief in den Nacken.

    »Wirf die Binde weg, wenn du Mut hast!« schrie der Kleine und riß sich selbst mit den Zähnen das Tuch vom linken Arm.

    Lagartijillo zögerte einen Augenblick, dann folgte er dem Beispiel. Unwillkürlich parierten sie nach wie vor mit den linken Armen, die in wenigen Minuten völlig zerfleischt waren.

    Wieder brach eine Klinge, wieder trennte man sie mit der morschen Tür; reichte ihnen neue Messer und Branntwein.

    »Stoß ihn, Lagartijillo, mein starkes Stierchen, stoß ihn!« rief einer der Männer. »Reiß ihm die Eingeweide aus, dem alten Klepper!«

    Der Angerufene gab, unerwartet, in dem Augenblick, als man die Türe wegzog, seinem Gegner von unten her einen furchtbaren Stoß in den Bauch und riß seitlich die Klinge hinauf. Wirklich quoll die ekelhafte Masse der Eingeweide aus der langen Wunde. Und dann, von oben her, stieß er blitzschnell wieder, traf ihn unter dem linken Schultergelenk und zerschnitt die große Ader, die den Arm ernährt.

    Bombita schrie auf, bog sich zusammen, während ein armdicker Blutstrahl aus der Wunde spritzte, dem anderen mitten ins Gesicht. Es hatte den Anschein, als ob er ermattet umsinken wolle; doch plötzlich richtete er noch einmal die breite Brust in die Höhe, hob den Arm und stieß auf den blutgeblendeten Feind. Und er traf ihn, zwischen zwei Rippen durch, mitten ins Herz.

    Lagartijillo schlug mit beiden Armen in die Luft, das Messer entfiel der rechten Hand. Leblos sank der mächtige Körper nach vorn über die Beine hin.

    Und als ob dieser Anblick dem sterbenden Bombita, dessen entsetzlicher Blutstrahl in breitem Bogen auf den toten Gegner spritzte, neue Kräfte verleihe, stieß er wie ein Wahnsinniger immer, immer wieder den gierigen Stahl in den blutigen Rücken.

    »Hör’ auf, Bombita, tapferer Kleiner, du hast gesiegt!« sagte ruhig der Patron.

    Da geschah das Schrecklichste. Bombita Chico, dessen letzter Lebenssaft den Besiegten in ein feuchtes, rotes Leichentuch hüllte, stützte sich mit beiden Händen fest auf den Boden und hob sich hoch, so hoch, daß aus dem handbreiten Riß an feinem Leibe die Fülle der gelben Eingeweide wie eine Brut ekelhafter Schlangen weit hinauskroch. Er reckte den Hals, reckte den Kopf, und durch das tiefe Schweigen der Nacht erscholl sein triumphierendes

    » Kikeri-ki!!«

    Dann sank er zusammen: das war sein letzter Gruß an das Leben – –

    Es war, als ob sich plötzlich ein roter Blutnebel um meine Sinne legte; ich sah, hörte nichts mehr; ich versank in ein purpurnes, unergründlich tiefes Meer. Blut drang mir in Ohren und Nase, ich wollte schreien, aber wie ich den Mund öffnete, füllte er sich mit dickem warmem Blute. Ich erstickte fast – aber schlimmer, viel schlimmer war dieser süße, gräßliche Blutgeschmack auf meiner Zunge. Dann fühlte ich irgendwo einen stechenden Schmerz – doch dauerte es eine unendliche Zeit, bis ich wußte, wo es mich schmerzte. Ich biß auf etwas, und das, worauf ich biß, das schmerzte so. Mit einer ungeheueren Anstrengung riß ich die Zähne voneinander.

    Wie ich den Finger aus dem Munde zog, erwachte ich. Bis zur Wurzel hatte ich während des Kampfes den Nagel abgenagt und nun in das unbeschützte Fleisch gebissen.

    Der Andalusier faßte mich am Knie. »Wollen Sie Ihre Wetten erledigen, Caballero?« fragte er. Ich nickte; dann rechnete er mit vielen Worten vor, was ich verloren und gewonnen hätte. Alle die Männer umdrängten uns – keiner bekümmerte sich um die Leichen. –

    Erst das Geld! Das Geld!

    Ich gab dem Manne eine Handvoll und bat ihn, die Sache zu ordnen. Er rechnete und setzte sich unter heiserem Schreien mit jedem einzelnen auseinander.

    »Nicht genug, Caballero!« sagte er endlich. Ich fühlte, daß er mich betrog, aber ich fragte ihn, wieviel ich noch zu zahlen habe, und gab ihm das Geld.

    Als er sah, daß ich noch mehr in der Tasche hatte, fragte er: »Caballero, wollen Sie nicht das Messerchen des kleinen Bombita kaufen? Es bringt Glück, viel Glück!«

    Ich erstand die Navaja für einen lächerlichen Preis. Der Andalusier schob sie mir in die Tasche.

    Nun achtete niemand mehr auf mich. Ich stand auf und ging taumelnd In die Nacht hinaus. Mein Zeigefinger schmerzte, ich wand fest das Taschentuch herum. In langen, tiefen Zügen trank ich die frische Nachtluft.

    »Caballero!« rief jemand, »Caballero!« Ich wandte mich um. Einer der Männer kam auf mich zu.

    »Der Patron schickt mich, Caballero,« sagte er, »wollen Sie nicht Ihren Freund mit nach Hause nehmen!«

    Ach ja – der Pope! Der Pope! – Während all der Zeit hatte ich ihn nicht gesehen, nicht gedacht an ihn!

    Ich ging wieder zurück, bog durch die Kaktushecken. Noch immer lagen die blutigen Massen angefesselt am Boden. Und darüber bog sich der Pope, streichelte mit schmeichelnden Händen die jämmerlich zerfetzten Leiber. – Aber ich sah wohl, daß er das Blut nicht berührte – – o nein! Nur in der Luft bewegten sich hin und wieder seine Hände.

    Und ich sah, daß es zarte, feine Frauenhände waren – –

    Seine Lippen bewegten sich: »Schone Salsa,« flüsterte er, »schöne rote Tomatensauce!«

    Man mußte ihn mit Gewalt fortziehen, er wollte den Anblick nicht missen. Er lallte und tappte unsicher auf den dürren Beinen.

    »Zuviel Branntwein!« lachte einer der Männer. Aber ich wußte: er hatte keinen Tropfen getrunken.

    Der Patron zog seinen Hut und die anderen folgten seinem Beispiel.

    » Vayan ustedes con Dias, Caballeros!« sagten die Männer – Als wir auf der Landstraße waren, ging der Pope gutwillig mit. Er faßte meinen Arm und murmelte:

    »Oh, so viel Blut! So viel schönes rotes Blut!«

    Wie ein Bleigewicht hing er an mir, mühselig schleppte ich den Berauschten der Alhambra zu. Unter dem Turme der Prinzessinnen machten wir halt, setzten uns auf einen Stein – Nach einer langen Weile sagte er langsam:

    »O das Leben! Wie herrliche Genüsse schenkt uns das Leben! – Es ist eine Lust zu leben!«

    Ein eiskalter Nachtwind feuchtete unsere Schläfen, mich fror. Ich hörte den Popen mit den Zähnen klappern, langsam verflog sein Blutrausch.

    »Wollen wir gehen, Reverend!« fragte ich.

    Ich bot ihm wieder meinen Arm an.

    Er dankte.

    Schweigend stiegen wir zu dem schlafenden Granada hinab.

    #Hanns_Heinz_Ewers #littérature #gore #fascisme

  • MADAME LA MORT « L’HORREUR DANS L’ADN »
    https://laspirale.org/video-692-madame-la-mort-l-horreur-dans-l-adn.html

    L’Entre-Sort, Librairie d’Enfer, Mismerizer, ces noms ne vous disent encore rien ? La Spirale vous envie, car vous êtes sur le point de découvrir l’univers horrifique de Madame La Mort. Un grand voyage en train fantôme, au travers de médias aussi variés que les livres rares, la vidéo et la musique.

    De l’enfance de Madame La Mort, nous ne connaissons pas grand-chose si ce n’est qu’elle a grandi dans un vidéo-club, celui de ses parents. Précurseurs en la matière, à la fin des années 1970, les Parisiens boudaient leur boutique, car à vrai dire, peu avaient de magnétoscopes chez eux. Une mine d’or pour une enfant émulée par la VHS de Thriller, réalisée par John Landis. Chaque jour, elle ramène chez elle un sac plein de films d’horreur. Le virus prend, le goût de l’horreur intègre son ADN, Madame La Mort est née. Et elle vendra du cauchemar.

    Son truc à elle, ce ne sont pas les films, mais les #livres. Fière propriétaire d’une « librairie hantée » créée aux États-Unis en 2018, L’Entre-Sort, Madame LaMort propose aux internautes une vaste sélection de romans horrifiques, fantastiques et gothiques, mais aussi d’ouvrages occultes, du True-Crime et un peu de science-fiction. En français, comme en anglais. Spécialisée dans les ouvrages de poche aux couvertures hallucinantes, appelés aux États-Unis « Paperbacks From Hell », ces romans à deux balles ou #pulps_horrifiques des années 1970 et 1980, sa boutique en ligne constitue une capsule temporelle oubliée du monde de l’édition. Où l’on peut se plonger dans les récits des auteurs et les couvertures d’illustrateurs renommés qui ont catapulté ce genre dans la conscience collective.

    Mais aucun portrait de Madame La Mort ne serait complet sans parler de Mismerizer, son alter ego musical. Mismerizer, ce sont deux albums : Eggs sorti en 2009 (avec Thomas Suire, Jacques DeCande d’Infecticide et Emilie Bera), et en « One Witch Band », Chasm, sorti sur Bandcamp le soir d’Halloween de 2018. Mais aussi trois EP : Herself, Ghost Train et 6 Tales of Terror, un bijoux horrorcore en collaboration avec Creep Lo. Mismerizer est ma première réponse à ceux qui déplorent la nullité de la production musicale française contemporaine. Horrible et géniale, elle a hanté les rues et les scènes pas loin de chez vous.

    Musicienne, crieuse, collectionneuse, libraire, conteuse et désormais passeuse de savoir sur Youtube, voici notre interview de la cauchemardesque, mais fascinante, créature polymorphe.

    Propos recueillis par Ira Benfatto. Photographie de frise de Volga Wagner. Portrait de Mismerizer, alias Madame LaMort, par Kael T. Block.


    #gore #horreur #Ankou #laspirale

  • Les #mémoires comme ressources et enjeux. Dimensions spatiales, politiques et sociales

    Dominique Chevalier
    Les mémoires comme ressources et enjeux. Dimensions spatiales, politiques et sociales [Texte intégral]
    Memories as resources and stakes. spatial, political and social dimensions

    Jean-Luc Poueyto
    Lieux vénérés puis oubliés : L’exemple de #mémoires_familiales #manouches [Texte intégral disponible en décembre 2021]
    Venerated, then forgotten spaces : the example of Manouche family memories

    Dominique Chevalier, François Duchene et Thomas Zanetti
    Palimpsestes mémoriels, #gentrification inachevée et voisinages migratoires : l’exemple de commerces de #La_Guillotière à #Lyon [Texte intégral disponible en décembre 2021]
    Memory palimpsests, unfinished gentrification and migratory neighborhoods : the example of La Guillotière businesses in Lyon

    Elisa Aumoitte
    Sans mémoire des lieux ni lieux de mémoire. La #Palestine invisible sous les #forêts_israéliennes [Texte intégral disponible en décembre 2021]
    Without memory of places or places of memory.Invisible Palestine under israeli forests

    Anne Hertzog et Rafiq Ahmad
    Un #cimetière chinois dans la #Somme : #pratiques_mémorielles, lieu de #co-présence et territorialités diasporiques [Texte intégral disponible en décembre 2021]
    A chinese cemetery in Somme : remembrance practices, place of co-presence and diasporic dynamics
    #diaspora

    William Robin-Detraz
    #Haut-lieu et appropriations de la mémoire des #tirailleurs_sénégalais : le #Tata de #Chasselay (69) [Texte intégral disponible en décembre 2021]
    “Haut-lieu” and appropriations of the memory of African Colonial Soldiers : the Tata of Chasselay

    Aliou Gaye
    Processus de #patrimonialisation et mise en #tourisme des mémoires collectives de l’#esclavage à l’#île_de_Gorée [Texte intégral disponible en décembre 2021]
    Patrimonialization process and setting in tourism of collective memories of slavery on the island of Goree
    #Gorée

    Marie Pouillès Garonzi
    « Un musée à ciel ouvert ». Les traces du passé conflictuel dans les #espaces_publics chypriotes [Texte intégral disponible en décembre 2021]
    “An open-air museum”. Traces of the conflicting past in cypriot public spaces
    #espace_public #Chypre

    Thibault Ducloux
    Là où s’échouent les destinées. Les #prisons, dévoreuses de mémoires ? [Texte intégral disponible en décembre 2021]
    Where destinies run aground. Do jails crush social memories ?

    https://journals.openedition.org/bagf/6655

    #revue #mémoire #géographie

  • Covid-19 : premiers transferts de patients d’Ile-de-France vers des hôpitaux de l’Ouest
    https://www.lemonde.fr/planete/article/2021/03/13/covid-19-premiers-transferts-de-patients-d-ile-de-france-vers-des-hopitaux-d

    La région capitale a échappé au confinement, qui est reconduit ce week-end dans les Alpes-Maritimes, le Pas-de-Calais et la région de Dunkerque.

    La France a recensé vendredi plus de 90 000 morts du Covid-19 depuis plus d’un an et n’est toujours pas sortie d’affaire. Avec 20 000 à 30 000 cas par jour, l’épidémie est loin de faiblir, et la situation est jugée particulièrement inquiétante en Ile-de-France.

    Pour tenter d’échapper à un reconfinement de la région, l’exécutif mise sur les transferts de patients franciliens vers les régions moins touchées par l’épidémie, afin de désengorger les services de réanimation de la région capitale. Trois premiers patients hospitalisés en réanimation dans des hôpitaux franciliens ont été transférés samedi 13 mars par hélicoptère vers l’ouest de la France, à Nantes, Angers et au Mans, a annoncé Frédéric Adnet, directeur du SAMU de Seine-Saint-Denis. Selon l’Agence régionale de santé (ARS) d’Ile-de-France, trois autres patients seront transférés dimanche, deux vers la Nouvelle-Aquitaine et un vers les Pays-de-la-Loire.

    Pour que les patients puissent être transférés, il faut « qu’ils soient dans un état stable » et que « les familles aient donné leur accord », a précisé Frédéric Adnet. Si elle était décidée, une évacuation plus massive de patients par TGV n’aurait lieu qu’en « milieu de semaine prochaine », car il y a « une énorme logistique à mettre en place ».

    Jeudi, le ministre de la santé, Olivier Véran, avait annoncé le transfert prochain « de dizaines, voire de centaines de patients » d’Ile-de-France vers d’autres régions. Vendredi, le directeur général de l’Assistance publique-Hôpitaux de Paris, Martin Hirsch, a affirmé qu’il y avait « entre 20 % et 30 % de déprogrammations » des activités non urgentes, pour faire de la place aux « patients Covid ».

  • Macron sur la septuagénaire blessée à Nice : « Il faut avoir un comportement responsable » | Le Huffington Post
    https://www.huffingtonpost.fr/2019/03/24/macron-sur-la-septuagenaire-blessee-a-nice-il-faut-avoir-un-comportem
    https://o.aolcdn.com/images/dims3/GLOB/crop/3240x1703+0+886/resize/1200x630!/format/jpg/quality/85/https%3A%2F%2Fmedia-mbst-pub-ue1.s3.amazonaws.com%2Fcreatr-images%2F2019-0

    « Je souhaite d’abord qu’elle se rétablisse au plus vite et sorte rapidement de l’hôpital, et je souhaite la quiétude à sa famille. Mais pour avoir la quiétude, il faut avoir un comportement responsable », a déclaré le président de la République. « Je lui souhaite un prompt rétablissement, et peut-être une forme de sagesse », a-t-il ajouté.

    « Quand on est fragile, qu’on peut se faire bousculer, on ne se rend pas dans des lieux qui sont définis comme interdits et on ne se met pas dans des situations comme celle-ci », tout en soulignant que « cette dame n’a pas été en contact avec les forces de l’ordre ».

    Emmanuel Macron a assuré que la décision de « définir des périmètres d’interdiction » était devenue « nécessaire » et avait « été mise en œuvre avec professionnalisme et mesure à Nice ».

    Les conditions encore floues de l’accident

    La garde des Sceaux a également adressé ses vœux de rétablissement à la manifestante dimanche, tout en s’étonnant de sa présence. « Je trouve tout de même curieux que lorsqu’une manifestation est interdite, comme c’était le cas à Nice, quelqu’un aille absolument avec la volonté de manifester à cet endroit-là », a déclaré Nicole Belloubet sur BFMTV. « Il y avait quelques périmètres, dans certaines villes, où les manifestations étaient interdites », avait-elle détaillé. « À la suite de sommations, une personne qui y reste est susceptible de commettre un délit et c’est dans ce cadre-là que les événements se sont passés ».

    De son côté, le procureur de Nice Jean-Michel Prêtre estime que le délit « n’est pas si net » dans le cas de la septuagénaire : « là où ça s’est passé, c’était presque en dehors de la place, dans un mouvement confus des forces de l’ordre et des manifestants ». Le procureur a indiqué que la septuagénaire "a apparemment tapé fort sur un poteau

    #gorets

  • Je suis allé voir le #film Suspiria (2018) de Luca Guadagnino, avec Dakota Johnson et Tilda Swinton
    https://www.youtube.com/watch?v=BY6QKRl56Ok

    C’est évidemment le remake du Suspiria de Dario Argento (écrit avec Daria Nicolodi), de 1977 (avec Jessica Harper).

    Généralement je ne vais pas voir les remakes des classiques de l’horreur. J’ai l’impression que ça donne soit des copies plan par plan mais avec des effets numériques tape à l’œil, soit des outrances gore. Mais là, un remake de Dario Argento, j’avais envie de voir.

    Hé ben c’est pas mal du tout. Il y a une ambiance pesante tout le long, on est relativement surpris par les évolutions de la trame, et les actrices sont épatantes. Évidemment, Tilda Swinton (qui, je le découvre en regardant la fiche IMDB en sortant de la salle, joue aussi le vieux monsieur, ainsi que la mère Markos), pour te foutre les chocottes, tu peux pas te rater. (Je vois que Dakota Johnson et Tilda Swinton étaient déjà dans A Bigger Splash (2015) du même Luca Guadagnino. Pas encore vu.)

    C’est largement de l’horreur d’ambiance, mais fais gaffe quand même : le premier meurtre est long et pénible, et il y a quelques effets gore. Un peu comme Hérédité (2018) : de l’ambiance, mais quand c’est horrible, c’est horrible…

    Plutôt bonne idée d’ajouter des éléments de cadre historique à Berlin, avec la bande à Baader, des évocations de la guerre… c’est pas vraiment lourd, et ça donne un peu de fond à un scénario un peu con-con sinon (c’est des histoires de sabbat de sorcières, à la base).

    Musique de Thom Yorke (Radiohead). Ouaip. Et un cameo de Jessica Harper. Ouaip aussi.

    (En revanche, la programmation du Gaumont à Montpellier, je comprends pas : le film ne passe qu’une fois par jour, à 21h50.)

    • Du coup je me suis revu le Suspiria de Dario Argento (1977) :
      https://www.youtube.com/watch?v=5Y0EEqtWrJI

      Je vais commencer par préciser que Suspiria n’est pas mon Argento préféré : pour moi le chef-d’œuvre, c’est Profondo Rosso avec David Hemmings (1975). C’est beaucoup plus « tenu » et développé, et on y retrouve l’humour à la con d’Argento (après, Profondo Rosso est presque deux fois plus long ; alors forcément il y a le temps pour y mettre beaucoup plus de choses). Mais bon, Suspiria, c’est tout de même un de mes classiques.

      Ce qui est amusant, en revoyant l’original après le remake, c’est que les choix du second font ressortir les limites du premier.

      – Toute la fin est différente. Et ça donne du corps et des enjeux à l’anecdote (le « sabbat de sorcières », un peu con-con sinon). En gros, dans le film d’Argento, le pourquoi et les enjeux autour du personnage de Jessica Harper, il n’y en a pas vraiment.

      – Et justement, les personnages du premier film ne sont pas très développés. Jessica Harper, on ne sait pas trop son parcours. Et surtout, ses copines, c’est assez néantissime. Le personnage de Udo Kier, on se demande même ce qu’il fait là.

      – L’aspect surnaturel surgit dans la scène finale, et le mot « sorcières » est prononcé pour la première fois au bout d’une heure de film. Les meurtres sont plus ou moins réalistes, essentiellement au couteau (comme dans tout bon giallo). Ce sont les espèces de cris omniprésents dans la bande son qui signalent que ce n’est pas un simple polar ; c’est assez pénible du coup, la bande son en fait des caisses dans l’infernal – je ne parle pas de la musique des Goblin, ça curieusement je supporte assez bien –, pendant que le scénario joue sur l’incertitude. Du coup, pendant une heure on fait comme si c’était un thriller, pendant 20 minutes on introduit le thème des sorcières sur le ton de l’évidence, et dans les 3 dernières minutes on montre que c’est totalement surnaturel (mais avec des effets sonores omniprésents qui, eux, contredisent cette hésitation pour le « surnaturel »). Dans le remake, c’est assumé : le thème des sorcières et des 3 Mères est balancé dès le début, et le premier meurtre (long et pénible, comme je l’ai écrit ci-dessus) est explicitement surnaturel.

      – Comme le surnaturel ne vient que tardivement, il y a une « résolution » de type thriller/polar, classique d’Argento, avec une information incompréhensible montrée au début, dont l’héroïne se souvient et qu’elle ne comprend que plus tard dans le film. Ici c’est assez lourd, et pas franchement intéressant, avec les « 3 iris » et le « secret », qui ouvrent une porte dérobée : c’est donc juste une anecdote – pas le dévoilement de la raison de la folie meurtrière comme dans Profondo Rosso par exemple.

  • Top White House Official Involved in Saudi Sanctions Resigns - The New York Times
    https://www.nytimes.com/2018/11/17/us/politics/trump-khashoggi-saudi-arabia.html

    A top White House official responsible for American policy toward Saudi Arabia resigned on Friday evening, a move that may suggest fractures inside the Trump administration over the response to the brutal killing of the dissident Jamal Khashoggi.

    The official, Kirsten Fontenrose, had pushed for tough measures against the Saudi government, and had been in Riyadh to discuss a raft of sanctions that the American government imposed in recent days against those identified as responsible for the killing, according to two people familiar with the conversations. Specifically, she advocated that Saud al-Qahtani, a top adviser to Crown Prince Mohammed bin Salman, be added to the list, and he ultimately was.

    Mauvais timing pour le renvoi de cette fonctionnaire de la Maison blanche en charge du dossier saoudien et qui souhaitait apparemment des sanctions : cela vient juste au moment des fuites sur le rapport de la CIA mettant en cause #MBS et, par dessus le marché, une vidéo (totalement invérifiable) se met à circuler montrant des morceaux choisis (!) du démantèlement (https://twitter.com/mazmbc/status/1063753281099325440)

    #gore de gore #arabie_saoudite #grand_jeu

  • ملف خاشقجي : نقطة دم “جافة” تثير سلطات التحقيق التركية | رأي اليوم
    https://www.raialyoum.com/index.php/%d9%85%d9%84%d9%81-%d8%ae%d8%a7%d8%b4%d9%82%d8%ac%d9%8a-%d9%86%d9%82%d8%b

    Après le bain d’acide, le détonnant polar saoudien se poursuit avec une seule et unique goutte de sang trouvée dans un coin de la maison du consul... Son ADN pourra-t-il être reconstitué afin de savoir si elle appartenanit à Khashoggi ou à quelqu’un d’autre ? La suite au prochain épisode...

    #arabie_saoudite #gore

  • Affaire Khashoggi : les dernières révélations turques qui accablent Riyad
    France 24 - Dernière modification : 22/10/2018 - Avec AFP et Reuters
    https://www.france24.com/fr/20181022-affaire-khashoggi-jamal-revelations-turquie-arabie-mbs-riyad-erdo

    De nouveaux développements dans l’assassinat du journaliste saoudien jamal Khashoggi sont apparus, lundi, à la veille d’un discours très attendu de Recep Tayyip Erdogan, qui entend révéler « toute la vérité » sur cette affaire. (...)

    #Khashoggi #Arabie_saoudite
    #Jamal_Khashoggi

  • La nouvelle cartographie des cours d’#eau menace l’intérêt général
    https://reporterre.net/La-nouvelle-cartographie-des-cours-d-eau-menace-l-interet-general

    Comme Reporterre vous le racontait hier, près d’un cours d’eau sur cinq pourrait être déclassé en fossé ou ravine… et ainsi sortir du cadre protecteur de la #loi sur l’eau. « C’est principalement le cas des têtes de bassin, notamment celles des petites rivières », précise Bernard Rousseau, spécialiste de l’eau à France nature environnement (FNE). Ces têtes de bassin sont constituées de rus, de ruisseaux et d’aubettes qui représentent l’arborescence — le chevelu — en amont des rivières et des fleuves.

    Ce #chevelu, bien qu’épars et instable, joue un rôle écologique fondamental. Refuge de #biodiversité, il détermine, de par sa position en amont, la qualité de l’eau en aval. C’est pourquoi « l’enjeu principal est par rapport aux zones de #traitement : au bord des cours d’eau, les traitements phytosanitaires sont très réglementés, ce n’est pas le cas auprès des simples fossés », résume Bernard Rousseau. La directive #nitrates de 1991, l’arrêté de 2006 sur l’utilisation des produits phytopharmaceutiques, puis le Grenelle de l’environnement préconisent ainsi des zones non traitées et des bandes enherbées de cinq mètres minimum aux abords des points d’eau. Loin d’être symboliques, ces bandes sans pesticide permettent de maintenir un filtre vert, une « zone tampon », afin de limiter les transferts de produits phyto vers les eaux de surface. Ce sont de petites stations d’épuration. L’équation est donc simple : sans zone libre d’épandage, les cours d’eau déclassés vont voir la concentration en pesticides augmenter. « Si l’on se met à traiter en amont, ça se retrouvera en aval. C’est la qualité de notre chevelu qui fait la qualité des cours d’eau », conclut Henri Delrieu, de l’association environnementale Le Chabot.

    #permis_de_polluer comme des #gorets #FNSEA
    Premier épisode https://seenthis.net/messages/573478
    Deuxième épisode https://seenthis.net/messages/573892

  • l’affinage d’assaut


    Prince des ténèbres, Prince of darkness, John Carpenter, 1987
    Ah la pied ! Peut-être le meilleur film de Jonathan que j’ai vu. Une manière d’utiliser les théories du cinéma et de les mettre en image. Je sens bien qu’il faudrait que je donne des exemples.
    Sur des concepts aussi simples que intérieur/extérieur, John est ultra rigoureux. Des gens dedans et dehors des êtres debout qui ne bougent pas... Sauf des fois pour passer de l’autre coté d’un miroir.
    Et toujours sa musique faite lui-même et au synthé... Il y a vraiment quelque chose de trop bien.
    Quand est-ce qu’on a aujourd’hui des vrais films d’horreur ?
    https://www.youtube.com/watch?v=Ii_tDeid7qU

    #Prince_des_ténèbres #Prince_of_darkness #John_Carpenter #1987 #cinéma #critiques_a_2_balles #horreur #huis_clos #gore #c'etait_mieux_avant

  • Un film d’horreur de toute beauté


    Creep, Christopher Smith, 2004

    C’est court. C’est sombre. Ca fait peur. Méga peur. Méga glauque. Méga crado. Délicieux.
    Truffé de maladresse mais très efficace. Sordide à souhait.
    Je spoile : C’est l’histoire d’un métro qui tombe en panne. C’est tout.

    Je vais dire un peu ce qu’il n’y a pas : il y a pas quoi ?
    Y a pas de twist tout pourri. Y a pas de - début qui fonctionne super bien pour finalement s’emmerder pendant deux tiers du film -. Y a pas de kung-fu. Y a pas d’effet spéciaux trop mal fait mais y a pas non plus rien du tout. Je veux dire qu’il y a des films qui s’attachent à faire monter la pression pendant 1h30 pour à la fin donner un générique. Y a pas un film d’horreur qui met tout sur le visuel @intempestive.
    https://www.youtube.com/watch?v=p9vbt_3lFGY


    #dritique_a_2_balles #cinema #creep #2004 #horreur #métro_en_panne #Christopher_smith #meurtre_de_femme_bien_crado #gore #angoisse #glauque #court #cours #solitude #organes_à_l'air #tentative_de_viol_et_c'est_la_qu'on_voit_que_les_monstres_ont_un_intérêt

  • Hanns Heinz Ewers
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Heinz_Ewers

    In seinem äußerst bewegten Leben vertrat Ewers auch einander widersprechende Positionen. So setzte er sich für die Gleichberechtigung der Juden ein, trat aber 1931 der NSDAP bei und engagierte sich in der Propagandaarbeit. 1934 wurde ihm ein generelles Publikationsverbot erteilt.Ewers machte sich an die Recherchen zu seinem letzten Roman Horst Wessel. Ein deutsches Schicksal (1932). Der 1930 ermordete SA-Sturmführer Horst Wessel sollte nach Plänen von Goebbels zu einem Märtyrer der nationalsozialistischen Bewegung aufgebaut werden. Ewers nahm Kontakt zu Wessels Familie und Kameraden aus seinem Sturm auf. Es darf als wahrscheinlich gelten, dass sich Ewers und Wessel zu Lebzeiten gekannt haben – beide studierten Rechtswissenschaften an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin, beide waren in derselben Studentenverbindung, der Normannia – Ewers als Alter Herr, Wessel als Corpsbursch. Außerdem wirkte Wessel in der zweiten Fassung des Studenten von Prag (1926) bei den Dreharbeiten in Berlin als Statist mit. Ewers führte bei dem Film zusammen mit Henrik Galeen Regie und wird in der Biographie von Wilfried Kugel sogar als eventueller Ghostwriter des Textes des Horst-Wessel-Liedes vermutet.

    Wenn Nazis weltenbummeln und schreiben.
    http://www.timokl.de/index.php/germanistik-mainmenu-9/68-wenn-nazis-weltenbummeln-und-schreiben

    Die Besessenen
    Die Anthologie „Die Besessenen“ (Ewers 1914) erschien erstmals 19084 im Münchner Verlag Georg Müller, der sich auf Phantastische Literatur spezialisiert hatte.

    Die blauen Indianer
    Ein namenloser Ich-Erzähler reist durch Mexiko. Unterwegs hat er Mitleid mit einem dahin siechenden Esel und erschießt ihn. Um eventuellen Forderungen des Besitzers zu entgehen, verlässt er überstürzt die Stadt mit dem fliegenden Händler Don Pablo, der ursprünglich aus Remscheid stammt und eigentlich Paul Becker heißt. Don Pablo berichtet dem Ich-Erzähler vom Indianerstamm der Momoskapan, dessen Mitglieder eine komplett blaue Haut hätten. Neugierig geworden reist der Ich-Erzähler zu dem Stamm. Doch von der Hautfarbe ist der Erzähler nur „eine Viertelstunde“ (Ewers 1914a, 70) fasziniert. Vielmehr interessiert ihn das außergewöhnliche Gedächtnis des Stamms. Schließlich stellt er fest, dass sich die Indianer auch an Ereignisse ihrer Vorfahren erinnern können, also über eine Art vererbte Erinnerung verfügen. Ein Indianer präsentiert ihm seine Tochter Teresita, die angeblich Spanisch sprechen könne, obwohl sie diese Sprache nie gelernt haben konnte. Als Teresita durch eine starke Droge in Rausch versetzt worden ist, stellt sich das Spanisch als Deutsch heraus – einer ihrer Vorfahren war ein Missionar aus Köln, der das Wort Christi am liebsten mit Feuer und Folter predigte. Auf dem grellen Höhepunkt der Erzählung zwingt der Vorfahre durch den Mund des Mädchens deren Vater zu einer brutalen Selbstverstümmelung – er beißt sich selbst die Zunge ab.

    Mein Begräbnis und andere seltsame Geschichten von Hanns Heinz Ewers - Die Tomatensauce
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/-7883/3

    »Wirf die Binde weg, wenn du Mut hast!« schrie der Kleine und riß sich selbst mit den Zähnen das Tuch vom linken Arm.

    Lagartijillo zögerte einen Augenblick, dann folgte er dem Beispiel. Unwillkürlich parierten sie nach wie vor mit den linken Armen, die in wenigen Minuten völlig zerfleischt waren.

    Wieder brach eine Klinge, wieder trennte man sie mit der morschen Tür; reichte ihnen neue Messer und Branntwein.

    »Stoß ihn, Lagartijillo, mein starkes Stierchen, stoß ihn!« rief einer der Männer. »Reiß ihm die Eingeweide aus, dem alten Klepper!«

    Der Angerufene gab, unerwartet, in dem Augenblick, als man die Türe wegzog, seinem Gegner von unten her einen furchtbaren Stoß in den Bauch und riß seitlich die Klinge hinauf. Wirklich quoll die ekelhafte Masse der Eingeweide aus der langen Wunde. Und dann, von oben her, stieß er blitzschnell wieder, traf ihn unter dem linken Schultergelenk und zerschnitt die große Ader, die den Arm ernährt.

    Bombita schrie auf, bog sich zusammen, während ein armdicker Blutstrahl aus der Wunde spritzte, dem anderen mitten ins Gesicht. Es hatte den Anschein, als ob er ermattet umsinken wolle; doch plötzlich richtete er noch einmal die breite Brust in die Höhe, hob den Arm und stieß auf den blutgeblendeten Feind. Und er traf ihn, zwischen zwei Rippen durch, mitten ins Herz.

    Lagartijillo schlug mit beiden Armen in die Luft, das Messer entfiel der rechten Hand. Leblos sank der mächtige Körper nach vorn über die Beine hin.

    Und als ob dieser Anblick dem sterbenden Bombita, dessen entsetzlicher Blutstrahl in breitem Bogen auf den toten Gegner spritzte, neue Kräfte verleihe, stieß er wie ein Wahnsinniger immer, immer wieder den gierigen Stahl in den blutigen Rücken.

    »Hör’ auf, Bombita, tapferer Kleiner, du hast gesiegt!« sagte ruhig der Patron.

    Da geschah das Schrecklichste. Bombita Chico, dessen letzter Lebenssaft den Besiegten in ein feuchtes, rotes Leichentuch hüllte, stützte sich mit beiden Händen fest auf den Boden und hob sich hoch, so hoch, daß aus dem handbreiten Riß an feinem Leibe die Fülle der gelben Eingeweide wie eine Brut ekelhafter Schlangen weit hinauskroch. Er reckte den Hals, reckte den Kopf, und durch das tiefe Schweigen der Nacht erscholl sein triumphierendes

    » Kikeri-ki!!«

    Dann sank er zusammen: das war sein letzter Gruß an das Leben – –

    Vampir von Hanns Heinz Ewers - Text im Projekt Gutenberg
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/vampir-7882/1

    ALBERTINA - Ria Munk III von Gustav Klimt
    http://www.albertina.at/forschung/projekte_und_ergebnisse/grafische_sammlung/ria_munk_iii_von_gustav_klimt


    _Source: http://kelliedayart.com/klimts-portrait-of-ria-munk-iii-and-unbridled-doodling/_

    Erstveröffentlichung in: Parnass 3/2009

    Vor kurzem wurde das von Klimt posthum gemalte Bildnis von Maria Munk ("Ria Munk III") vom Lentos-Museum in Linz an die Erben der Aranka Munk, der Mutter der Dargestellten, restituiert. Maria Munk hatte sich mit 24 Jahren wegen ihrer unglücklichen Liebesgeschichte mit dem Schriftsteller Hanns Heinz Ewers am 28.12.1911 durch einen Herzschuss das Leben genommen. Auf Grund ihrer Gespräche mit Erich Lederer, dem um neun Jahre jüngeren Cousin Maria Munks, konnte Alice Strobl die Dargestellte 1984 identifizieren; von ihr wurde das Gemälde erstmals ausführlich beschrieben und mit einer Gruppe von Studien in Zusammenhang gebracht.1 Zur Zeit des tragischen Vorfalls war Erich Lederer 15 Jahre alt; seine Mutter Serena - eine prominente Mäzenin Gustav Klimts - war die Schwester von Aranka Munk. Lederer zufolge schuf Klimt von seiner Cousine, von der bis heute leider kein einziges Foto bekannt geworden ist, drei posthume Gemälde. Zunächst malte der Künstler 1912 das als „Ria Munk I“ bekannte Totenbildnis, höchst wahrscheinlich mit Hilfe eines Fotos der Aufgebahrten, von der er auch Skizzen angefertigt haben mag. 1913 bekam er den Auftrag, die junge Frau als stehende Figur wiederzugeben. Weil das Ergebnis den Auftraggebern missfiel, behielt Klimt das Bild und arbeitete es zur leicht entblößten „Tänzerin“ um ("Ria Munk II"). Das dritte, 1917 begonnene und 1918 durch den Tod des Künstlers unvollendet gebliebene Gemälde „Ria Munk III“

    Sandammeer - Die virtuelle Literaturzeitschrift
    http://www.sandammeer.at/rezensionen/hhewers.htm

    Karl Hans Strobl, übrigens Nachfahre des letzten Scharfrichters von Iglau, bis 1913 im Staatsdienst in Iglau und Brünn, dann Zeitschriftenredakteur in Leipzig, Frontberichterstatter im Ersten Weltkrieg, nach 1918 als Schriftsteller in Perchtoldsdorf ansässig, 1938 Landesleiter der Reichsschrifttumskammer Wien, und gleich Ewers Jurist sowie Verfasser u.a. von Spukgeschichten in der Tradition des fantastischen Realismus, weiter: „Satanismus und Perversität ist recht eigentlich die neue Note, die Ewers in die deutsche Phantastik hineingetragen hat. Eine Verruchtheit, die nicht ohne Bedacht ist, und wirklich, in Berlin W. raunen alle unbeschäftigten, unbefriedigten, unverstandenen Bankdirektorsgattinnen und literarischen Jungfräulein unter angenehmen Schauern des Entsetzens: ’Mein Gott, was ist dieser Hanns Heinz Ewers doch für ein dämonischer Mensch!“

    Biographie und verfügbare Werke von Hanns Heinz Ewers (Hans Heinrich Ewers)
    https://www.ngiyaw-ebooks.org/ngiyaw/author/ewers.htm

    Grupello Verlag: Der Unverantwortliche, Hanns Heinz Ewers, Wilfried Kugel,
    http://www.grupello.de/verlag/anzeigen/isbn/3-928234-04-8/session/ident

    #nazis #littérature #vampires #gore #auf_deutsch

  • Al #Gore, le Nobel menteur, sauveur de planète et milliardaire du carbone (2)
    https://reflets.info/al-gore-le-nobel-menteur-sauveur-de-planete-et-milliardaire-du-carbone-2

    Cette deuxième chronique au sujet d’Al Gore et de la [un peu trop grosse] vérité qui dérangeait — mais qui désormais excite plus les appétits financiers et politiques qu’autre chose — retrace comment un seul homme, très bien entouré, avec l’aide des plus grandes banques de la planète a réussi à faire basculer l’opinion mondiale […]

    #Monde #Sagas #bourse_carbone #CCX #climat #climate_gate #Cop21 #courbe_de_mann #courbe_en_crosse_de_hockey #crédits_carbone #Goldman_Sachs

  • Si tu #likes la #planète, la #COP21et que tu es contre le #CO2 : dis merci à Al #Gore (1)
    https://reflets.info/si-tu-likes-la-planete-la-cop21et-que-tu-es-contre-le-co2-dis-merci-a-al-g

    Al Gore restera dans les annales de l’histoire. Cet Américain a eu plus d’influence sur l’ensemble des fonctionnements économiques et politiques qu’un Einstein ou un Churchill, le tout sans prendre aucun risque, en s’enrichissant impunément. Les citoyens ne connaissent peut-être pas suffisamment bien le parcours de cet homme politique qui a convaincu les grandes puissances […]

    #Monde #Tribunes #al_gore #enfumage_planétaire #Fonds_carbone #GIEC #Goldman_Sachs #ONU #PNUE #Protection_de_l'environnement #Réchauffement_anthropique #une_vérité_qui_dérange

  • The Untold Story - Wikipedia, the free encyclopedia
    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Untold_Story

    The Eight Immortals Restaurant: The Untold Story (Chinese: 八仙飯店之人肉叉燒包) is a 1993 Hong Kong crime-thriller film directed by Herman Yau and starring Danny Lee and Anthony Wong. The film is allegedly based on a true crime that took place in 1985 in Macau.

    1.

    2.

    3.

    Après avoir vu ce film vous n’irez plus jamais au restaurant chinois ;-)

    Au fait ce film et excellent, un comme les plats du Sichuan (四川菜) qui sont si pimentés qu’on passe un moment de douleur intense avant d’en saisir les nuances.

    Déconseillé aux enfants quand même.

    Déconseillé aussi : The Untold Story 2
    http://cine-hk.chez-alice.fr/Hkcine/SITE/DOSSIERS/categorie-III/categorie-III-des-films/The-Untold-Story-2.htm

    http://fromblacktoredfilmreviews.blogspot.de/2011/08/untold-story-1993.html

    http://unserekleinefilmwelt2012.phpbb8.de/asiamania-filme-aus-dem-asiatischen-raum-f16/the-untold-story-1993-t68.html

    https://en.wikipedia.org/wiki/Sichuan_cuisine

    #Hong_Kong #Chine #cinéma #gore #policier

  • Un maire FN de Moselle repeint sa sculpture en bleu : l’artiste de Léojac voit rouge #goret
    http://www.ladepeche.fr/article/2014/07/29/1926249-maire-fn-moselle-repeint-sculpture-bleu-artiste-leojac-voit-rouge.

    De son côté, la ministre de la Culture a dénoncé dans un communiqué « une violation manifeste du #droit moral et des règles élémentaires du code de la propriété intellectuelle et de la protection du patrimoine ». « Les œuvres ne peuvent être ni modifiées, ni même déplacées, ni a fortiori détruites sans l’autorisation de l’#artiste ou de ses ayants droit. Elles ne peuvent en aucun cas être vendues » a précisé Aurélie Filippetti.

    #art #gorafi_encore_plagié

  • Attention, c’est du gros #mansplaining sans nuance... Et bien sûr, la #prostitution, c’est trop cool pour se faire des copines qui sont tellement contentes de faire ça et le #féminisme est contreproductif avec ses jérémiades permanentes sur la #violence, gnagnagna...
    http://www.vice.com/fr/read/amsterdam-diaries-interview-832

    Pour tout ce qui est parité et égalité des sexes, je me revendique féministe. Mais je déplore que le féminisme moderne soit juste une kyrielle de plaintes et de revendications et que tout soit analysé à travers le prisme de la domination masculine. Je regrette aussi que ce mouvement soit dominé par une élite issue de la classe moyenne qui confond l’intérêt général avec ses propres intérêts. Cette idéologie victimise les femmes, quel que soit le problème. Elles sont toujours soit forcées, soit soumises, soit contraintes. Les féministes considèrent les femmes comme des êtres dépourvus de libre-arbitre. Les féministes fabriques les victimes, là où il n’y en n’a pas forcément.

    Je ne peux pas m’empêcher de comparer ces jeunes femmes qui soutiennent des causes qui en valent la peine, comme Malala Yousafzai qui se bat pour l’éducation des filles au Pakistan ou Fahma Mohamed qui milite contre l’excision, avec des féministes dont l’unique revendication est d’obliger les banques à imprimer des portraits de femmes sur leurs billets ou de forcer les magazines à bannir la nudité de leurs pages. Il y a aussi ces tarés qui manifestent avec des slogans du genre « La prostitution, c’est de la violence envers les femmes » ou encore « La prostitution c’est de la misogynie ». C’est un ramassis de conneries et un non-sens total.

    • non mais il est humain, il est gentil avec celles qui assouvissent son besoin de se réchauffer le coeur.
      (oui pour se réchauffer le coeur, rien de tel qu’une bonne pipe affectueuse)
      Et il est respectueux des femmes : il préfère les call girls aux filles en vitrines..
      Belles pépites.. c’est moi qui mets en gras

      Quand as-tu rendu visite aux travailleuses du sexe pour la première fois ?
      C’est difficile à expliquer, je ne l’avais pas prévu, je n’avais aucun besoin à satisfaire . Sur une plage, une nuit, je me suis dit « Qu’est-ce que tu fous dehors à 20h le soir de Noël ? » J’étais en plein divorce et je n’avais pas trop la tête à fêter Noël. J’ai conclu qu’une compagnie féminine pourrait me réchauffer le coeur – idéalement, j’aurais aimé être avec une jeune japonaise sexy de 25 ans (sans doute à cause de l’influence du porno). Puis, je suis redescendu sur Terre en me disant que ça avait peu de chance d’arriver, sauf si j’étais prêt à payer pour ça.

      Et donc tu t’es rendu à Amsterdam.
      Ouais, je me suis éclaté autant que peut le faire un homme qui n’a pas fait l’amour depuis longtemps. J’y suis revenu deux fois en six semaines. (...)
      J’ai rendu visite à une escort girl néerlandaise en plein après-midi, et là j’ai vraiment eu l’impression de partager de bons moments avec elle, comme si c’était ma copine.

      Comment ça ?
      Cette relation se fait sur le long terme, elle implique des actes sexuels beaucoup plus intimes . On pouvait s’embrasser, ce qui compte beaucoup pour moi. Une relation avec une escort girl est parfois beaucoup plus excitante qu’avec une vraie copine . J’ai réitéré l’expérience aussi souvent que possible. Tu ne peux pas attendre la même chose avec une fille en vitrine, même si ça peut arriver. Parfois, il faut que je fasse la cour plusieurs fois à une fille avant de créer ce lien.

      Donc ces visites ne sont pas juste charnelles ?
      Absolument. Les filles auxquelles je rends visite régulièrement sont des personnes que j’affectionne vraiment . J’apprécie leur compagnie. Je m’intéresse à elles en tant que personnes . Je ne suis pas comme ces gens des services sociaux qui cataloguent les prostituées comme des êtres brisés. Pour eux, les prostituées ne sont que des statistiques et des gens vulnérables. Pour moi, ce sont au contraire des personnes qui méritent le respect. Et de ce que j’ai pu voir, elles valent souvent beaucoup mieux que ceux qui prétendent les connaître .

      ben oui, si la valeur et le respect s’obtient par le plaisir qu’elles te procurent, tu m’étonnes que tu les valorises et les respectes..
      #crétin_abyssal

    • #femmes #violence_sexuelle

      Les féministes considèrent les femmes comme des êtres dépourvus de libre-arbitre.

      ba c’est Vice quoi une revue bourgeoise défendant une conception abstraite et bourgeoise du libre arbitre visant à masquer les rapports de domination et d’exploitation salariale ... C’est bien sûr cette conception du libre arbitre qui sous-tend l’abstraction du contrat au cœur de la relation d’échange ( relisons le fameux passage sur le contrat du Chapitre VI de la section 2 du Livre 1 du Capital, j’espère que je ne me trompe pas sur la ref) La prostitution n’est qu’une forme particulièrement abjecte de l’exploitation salariale où la dimension patriarcale se trouve radicalisée. Exiger l’abolition de la prostitution en dehors d’un mouvement révolutionnaire plus large abolissant les rapports sociaux fondés sur l’échange capitaliste me semble illusoire. Cela ne signifie pas que toute lutte partielle autour de la question de la prostitution soit vouée à l’échec. Cependant constituer la prostitution comme terrain de lutte suppose de partir des forces sociales en présence, en l’occurrence les prostituées elle-mêmes, et de leurs situation(s) spécifiques. Les résistances contre l’oppression et l’exploitation prostitutionnelle doivent avoir pour base la prostitution elle-même, sa configuration matérielle spécifique et les relations de pouvoir particulières constituant ses conditions de possibilité. Sinon, on tombe dans l’imposition par l’"extérieur" d’une vision abstraite de l’émancipation qui tend à nier la capacité d’"agency" ( « agence » en français ? ) des prostituées.
      No disrespect, mais je trouve que de nombreux/ses groupes/ personnes sincères se prononçant sur la question, moi y compris, feraient parfois mieux de se taire et se contenter de servir de caisse de résonance aux revendications/ luttes des prostituées elle-même. Ceci vaut d’ailleurs aussi pour les questions ayant trait à l’articulation des problématiques de féminisme et de race.

  • Exhumons un peu des trésors d’#animation
    Food Fight :

    http://youtu.be/e-yldqNkGfo


    1. The World
    2. WWII - Holocaust / French surrender / London Bombing / Pearl Harbor / Battle of Midway / D-day / fall of Berlin / Hiroshima
    3. Arab-Israeli War
    – Brits leave Israel
    – Israel expands territory
    4. Korean War
    – China and Russia back the North
    – The US back the South
    5. Cuban Missile Crisis
    6. Viet Nam
    – China and Russia back the North
    – The US back the South
    7. Cold War
    – Arms race
    8. Intifada
    9. Gulf War
    – Iraq invades Kuwait
    – Scuds
    – Smart bomb
    10. 9/11
    11. Afghanistan
    12. Gulf War II
    – Shock and awe
    – IED
    13. Bug Food

  • Crowdsourcing : quand les foules retournent aux sources ...

    Our RoboCop Remake
    http://ourrobocopremake.com/about.html

    http://vimeo.com/85903713

    Our RoboCop Remake is a crowd-sourced film project based on the 1987 Paul Verhoeven classic. Connected through various filmmaking channels (including Channel 101) we’re 50 filmmakers (amateur and professional) from Los Angeles and New York who have split the original RoboCop into individual pieces and have remade the movie ourselves. Not necessarily a shot-for-shot remake, but a scene-for-scene retelling. As big fans of the original RoboCop, and as filmmakers and film fans admittedly rolling our eyes at the Hollywood remake machine, we’ve elected to do this remake thing our own way.
    ...
    Because if anyone is going to ruin RoboCop, it’s us.

    Protect the innocent - Scene 27 (Attention : cette séquence est déconseillée pour les moins de 80 ans qui n’ont pas fait la guerre)
    http://vimeo.com/86014703

    Vue de Berlin on pourrait avoir l’impression que cette séquence ait éte sponsorisée par notre féministe préférée qui a sérieusement besoin de détourner l’attention publique de ses histoires de fraude fiscale.

    Hat Alice Schwarzer die Wahrheit gesagt ?
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/155824

    Wenn es stimmt, was der Spiegel aus nicht näher genannten Quellen erfahren haben will, dann sieht es für Alice Schwarzers Glaubwürdigkeit nicht gut. Sie hatte behauptet, dass über ihre Selbstanzeige und die Nachzahlung von 200.000 Euro steuerrechtlich Fall abgeschlossen sei: „Inzwischen ist alles legal. Ich gehöre nicht zu den tausenden, die Schwarzgeld in der Schweiz haben, das bis heute nicht versteuert ist. Meine Steuern sind gezahlt“, schrieb sie letzte Woche, um dann den Spiegel des Rufmords und der Denunanziation zu bezichtigen.

    Der Spiegel hat offenbar den Fehdehandschuh aufgenommen und berichtet nun, dass die Finanzbehörden angeblich noch prüfen würden, ob ihre Selbstanzeige vollständig ist. Erst dann wäre sie vor Strafverfolgung geschützt.

    Après avoir systématiquement collaboré avec les journaux les plus réactionnaires pour faire avancer la cause des femmes A.S. s’est faite prendre en flagrant délit de fraude fiscale qui a révélé qu’elle a amassé et caché en suisse plusieurs millions d’Euros. Les mobiles de son engagement et sa sincérité se trouvent alors discrédités auprès d’un public plus large que les milieux conservateurs ou d’extrème gauche qui ne l’ont jamais apprécié.

    #gore #féminisme_de_pacotille

  • Dumplings / Nouvelle cuisine (2004) — Fruit Chan

    Emballant cannibale. | Next
    http://next.liberation.fr/cinema/010137428-emballant-cannibale

    Fable macabre sur l’obsession de la jeunesse dans sa version courte, Nouvelle Cuisine se déplace sur le terrain autrement plus dérangeant du cannibalisme comme tradition séculaire de la Chine parfaitement soluble dans le capitalisme d’aujourd’hui : les autorités incitent les femmes à avorter pour respecter la politique de l’enfant unique, pourquoi ne pas se faire beaucoup d’argent grâce à ces foetus en les transformant en nourriture ?

    http://nicoc.canalblog.com/archives/2011/07/08/20972845.html

    (#film dérangé et légèrement #gore, évidemment conseillé par @mad_meg) #hong-kong

  • Bush V. Gore Decision Looks Even More Disgraceful 10 Years Later - The Daily Beast
    http://www.thedailybeast.com/blogs-and-stories/2010-12-04/bush-v-gore-decision-looks-even-more-disgraceful-10-years-later

    “But buried beneath this colossal error, as I’ve said over and over, was the inescapable fact that Gore was the genuine choice of a plurality of Florida’s voters as well as America’s. As the Associated Press reported in its examination of the NORC report, “In the review of all the state’s disputed ballots, Gore edged ahead under all six scenarios for counting all undervotes and overvotes statewide.” As I pointed out in my book What Liberal Media?, he beat Bush by almost every conceivable counting standard. Gore won under a strict-counting scenario and he won under a loose-counting scenario. He won if you counted “hanging chads” and he won if you counted “dimpled chads.” He won if you counted a dimpled chad only in the presence of another dimpled chad on the same ballot—the so-called Palm Beach standard. He even won if you counted only a fully punched chad. He won if you counted partially filled oval on an optical scan and he won if you counted only a fully filled optical scan. He won if you fairly counted the absentee ballots. No matter what, if everyone who legally voted in Florida had had a chance to see their vote counted, then Al Gore not George W. Bush, was elected president.”

    #Bush #Gore #élection