• Une fenêtre historique, par Frédéric Lordon (Les blogs du Diplo, 20 mai 2026)
    ►https://blog.mondediplo.net/une-fenetre-historique

    Ce texte est le premier d’une série de trois (ou plus...). Pour parler d’une chose simple dans son principe, moins dans son exécution. La survenue d’une crise financière du format de celle qui s’annonce n’appelle pas des actes de gestion mais de faire de la politique. La finance néolibérale est une structure tellement puissante, tellement asservissante que lorsqu’elle nous fait la grâce de s’abattre toute seule, on ne la loupe pas. On fait de la politique – transformatrice. Cette crise, dont tous les éléments sont en place, n’est pas encore ouverte. Ça viendra. Vraisemblablement pour le dernier trimestre. Ce qui laisse encore un peu de temps pour se préparer. Car il faudra être prêt. Ce triptyque est destiné à y contribuer.
    par Frédéric Lordon, 20 mai 2026

    Avec ce qui arrive, tu comprends qu’en quelque sorte ils se préparent l’air de rien des états d’urgence sous forme d’amendements dans les textes en discussion à l’Assemblée...

  • Epstein-Files : Müssen Linke Noam Chomskys Bücher entsorgen ?
    ▻https://overton-magazin.de/top-story/epstein-files-muessen-linke-noam-chomskys-buecher-entsorgen

    Chomsky und Epstein in dessen Privatflugzeug. Bild : House Oversight Democrats

    Les grands intellectuels ont toujours constitué des pierres précieuses pour les puissants qui échangent encore de nos jours protection et alimentation contre réputation et plaisir intellectuel. Le Tasse, Voltaire et Chomsky brillent dans les vitrines des puissants et leur garantissent l’éternité que la science médicale ne leur a toujours pas rendue accessible.

    Que les brillants esprits par contre au moment de la fin inévitable sombrent dans la folie ou jouissent de leur célébrité, peu importe. Nous leurs sommes reconnaissants de pouvoir monter sur leurs épaules d’où la vue sur le monde est dégagé des nuages aux étages inférieurs.

    28.2.2026 von Florian Rötzer - Der Linguist, linke Intellektuelle und Medien-, Kapitalismus- und Machtkritiker Noam Chomsky hatte, wie jetzt bekannt wurde, auch mit Jeffery Epstein engere Kontakte, obgleich dieser 2008 wegen Anstiftung zur Prostitution von Minderjährigen verurteilt worden war. Er ließ sich nicht nur von Epstein einladen, bekannt wurde das Foto, das ihn mit Epstein in dessen Privatflugzeug zeigt, sondern stand im Email-Austausch mit ihm und stellte sich hinter Epstein und gegen die „hysterischen Anschuldigungen“, die gegen diesen vorgebracht wurden.

    War auch der von vielen gefeierte Intellektuelle eine gespaltene Persönlichkeit, ein Dr. Jekyll and Mr. Hyde? Kann man niemanden mehr vertrauen? War Chomsky, das linke Idol von vielen, auch nur ein erbärmlicher Prominenter, der unbedingt in den Kreisen der Reichen und Mächtigen sein und von diesen anerkannt sein wollte, auch und gerade weil er vorgab, diese zu kritisieren?

    Chomsky – von Jacobin 2024 als „moralischer Gigant“ gefeiert – ist jetzt 96 Jahre und seit 2023 nach einem schweren Herzinfarkt kann er nicht mehr laufen und kommunizieren. Alles, was jetzt über ihn gesagt und geschrieben wird, geht über ihn hinweg, weil er dazu nichts mehr sagen kann. Seine Frau Valerie Wasserman entschuldigte sich auch für ihn und gibt dabei vor, von Epsteins Machenschaften nichts gewusst zu haben: „Es war für uns beide zutiefst beunruhigend zu erkennen, dass wir uns auf jemanden eingelassen hatten, der sich als hilfsbereiter Freund präsentierte, aber ein geheimes Leben voller krimineller, unmenschlicher und perverser Handlungen führte.“

    Das ist schon deshalb irritierend, weil Chomsky durchaus Kenntnis von den Anschuldigungen hatte und Epstein noch 2019 in einer Email riet: „Ich habe mit angesehen, wie schrecklich Sie in der Presse und in der Öffentlichkeit behandelt werden. Es tut mir weh, das zu sagen, aber ich glaube, das Beste ist, es zu ignorieren.“ Dabei verglich er die Vorwürfe gegen Epstein mit den Beschimpfungen, die er erhalten hatte. Epstein schrieb er: „Das ist ärgerlich, aber das ist der beste Weg.“ Die Email wurde wohl im Februar 2019 verschickt, einige Monate vor der Verhaftung von Epstein. Dem WSJ sagte Chomsky 2023, Epstein sei verurteilt worden, habe seine Strafe verbüßt und habe jetzt wieder eine „weiße Weste“.

    Wahrscheinlich wollte er sich damit bei Epstein einschmeicheln, zumal über diesen auch Geld an ihn geflossen ist. Zudem scheint es eine Männerangelegenheit zu sein, das Thema Missbrauch an Frauen und Minderjährigen übertrieben zu finden. Es sind nur „Geier“, die nach Aufmerksamkeit suchen: „Das gilt insbesondere jetzt angesichts der Hysterie, die sich um den Missbrauch von Frauen entwickelt hat und die so weit gegangen ist, dass schon das Infragestellen einer Anschuldigung als ein Verbrechen gilt, das schlimmer ist als Mord.“

    Jeffrey Epstein mit Begleitung. Bild: House Oversight

    Nun kann man fragen, ob der kritische Intellektuelle von dem reichen und super vernetzten Investmentbanker und Lebemann (und Sexualstraftäter) so beeindruckt war, dass kritisches Denken bei ihm ausfiel? Waren er und seine Frau also so naiv, auch nicht die Möglichkeit zu sehen, dass der verurteilte Epstein tatsächlich Frauen und Mädchen missbrauchte und damit auch eine sexgetriebene und verschworene Gemeinschaft schuf? Angeblich hat sich Epstein als Philanthrop mit Interesse an Wissenschaft vor Chomsky ausgegeben, als diese sich 2015 erstmals getroffen haben.

    Valerie Wasserman stellt nun Chomsky und sich selbst als naive Trottel hin, die sich von Epstein haben einseifen oder mit Geschenken, Geldüberweisungen und Aufmerksamkeit haben kaufen lassen: „Epstein begann, Noam zu umgarnen, schickte ihm Geschenke und schuf Gelegenheiten für interessante Gespräche über Themen, mit denen sich Noam intensiv beschäftigt hatte“, schrieb sie. „Wir bedauern, dass wir dies nicht als Strategie erkannt haben, uns zu verführen und die Anliegen, für die Noam eintritt, zu untergraben.“

    So viel Naivität und Gutgläubigkeit kann man nicht wirklich glauben. Wenn dies zuträfe, könnte das auch Chomskys Werk beeinträchtigen, da auch hier dann die kritische Distanz in manchen Hinsichten fehlen könnte. Auffällig ist, was nicht nur unter Eliten herrscht, ein Schweigen über moralische Verfehlungen. Man will ja nicht Spielverderber sein und ausgestoßen werden.

    Wir wissen trotz der Emails nicht, was Epstein und Chomsky besprochen und gemacht haben, wenn sie sich zu zweit, mit seiner Frau oder in Kreisen mit anderen Männern wie Woody Allen, Steve Bannon oder mit Ehud Barak, dessen Regierung Kriegsverbrechen begangen hat, getroffen haben. Er hat Epstein in seiner Wohnung in Manhattan besucht und wohl auch Epsteins Wohnungen in Manhattan und Paris benutzt. In einer Email schrieb er, er „träume von der Karibikinsel“ Epsteins. Einige Emails in den Epstein Files von Noam Chomsky an seine Frau und Kinder sind auch völlig eingeschwärzt. Die meisten behandeln die Hilfe, die Epstein den Chomskys bei Finanz- und Steuerangelegenheiten geleistet hat.
    „Chomsky ist für uns als Autor nicht mehr tragbar“

    Was aber macht man jetzt mit einem Mann, den man als kritischen Intellektuellen über Jahrzehnte geschätzt hat, und der nun in die Falle wie andere Männer ging oder wegen eigener Interessen über Kriminelles und sexuelle Gier und Gewalt hinwegsah? Der deutsche linke Unrast Verlag, der einige Bücher von Chomsky veröffentlicht hat, will nun diese nicht mehr vertreiben und hat sich mit der Ankündigung auf jeden Fall schon Medienöffentlichkeit erworben. Anlass sei, so der Verlag, „die Nähe Noam Chomskys zu Jeffrey Epstein“. Damit wäre man bei einer Kontaktschuld, die verstärkt wird durch die Versuche Chomskys in den Mails, Epstein zu schützen: „Als linker Verlag, der sich für eine gerechte Welt und gegen Frauenhass und patriarchale Gewalt einsetzt, ist Chomsky für uns als Autor nicht mehr tragbar“, schreibt die Verlagsleitung. Das ist billig, ein durchschaubarer Versuch, sich eine reine moralische Weste überzuziehen und den wirklichen, komplizierteren Fragen aus dem Weg zu gehen, die nicht nur aus Schwarz und Weiß, Verdammnis oder Preisung bestehen.

    Der Kölner Stadt-Anzeiger mischt mit an der Verdammung, womit man auch die politischen Positionen Chomskys auf den Müll werfen kann: „Die Schere zwischen hochmoralischen Forderungen – ‚Die Verantwortung des Intellektuellen‘ hieß einer seiner frühen Artikel – und rücksichtsloser Vorteilsnahme ist zu groß. Seine Ideen sind farblos geworden, sinnentleert. Jetzt werden sie schlafen gelegt. Es bleibt die Wut.“ Von der rechten Seite wird die Verurteilung der Person und des politischen Autors gerne betrieben, um linke Kritik zu entsorgen.

    „Die Enthüllungen über Epstein und Chomsky dürften das letzte Kapitel der Schande für den viel zu hochgelobten Linguisten und späteren politischen Kommentator bedeuten. Er hatte eindeutig eine Schwäche für Schmeicheleien und Gefälligkeiten. Und da diese von Epstein stammten, stellt dies sein Urteilsvermögen ernsthaft in Frage“, heißt es beispielsweise in Kennedys and King Home, wo man Chomsky auch klein machen will und vom „Todesstoß für seine stark überschätzte Position in der progressiven Gemeinschaft“ spricht.

    Müssen Linke also nun die Bücher von Chomsky aus den Regalen räumen, in den Giftschrank stellen oder zum Altpapier bringen, weil die Inhalte Epstein-verseucht sind? Ist die Nähe zu Epstein ansteckend wie ein Virus? Gibt es bei Chomsky Frauenhass und patriarchale Gewalt? Sicher, Chomsky und seine Frau waren naiv oder haben weggesehen, sich vielleicht auch bestechen lassen. Aber sollten deswegen Chomskys Gedanken nicht mehr rezipiert werden, wie der Unrast Verlag es macht, der zwar zur eigenen Weißwaschung der Cancel Culture frönt, aber nicht erklärt, warum die Inhalte der von ihm verlegten Bücher, die weder mit Epstein noch mit Sexualität zu tun haben, verpönt sein sollen. Zudem soll Chomsky erst seit 2015 Epstein kennengelernt haben. Sollte die Verurteilung aufgrund von Kontaktschuld, so man sie denn machen will, schon auf alles auswirken, was Chomsky zuvor gesagt und geschrieben hat?

    Man kann Chomsky verurteilen, mit Epstein über längere Zeit hinweg in Kontakt gestanden und sich nicht explizit von ihm distanziert zu haben, man darf skeptisch sein, ob die Chomskys tatsächlich nichts von den „kriminellen, unmenschlichen und perversen Handlungen“ Epsteins gewusst haben, aber wirkt sich das aus auf die Kritik am amerikanischen Imperialismus, am Vietnamkrieg und an anderen Kriegen, an den Strukturen der Massenmedien, an der Politik von Trump oder gar auf seine generative Transformationsgrammatik?

    Es ist immer falsch, Menschen zu idealisieren und zu Heroen zu machen. Chomsky kann man als Person verurteilen, dennoch sind nicht alle seine Ideen kontaminiert. Welche es sein könnten, müsste man erst einmal herausarbeiten. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, Autor und Werk nicht gänzlich zu verschmelzen. Das gilt auch für andere verfemte Menschen. Ich jedenfalls lasse Chomskys Bücher in meiner Bibliothek, auch wenn ich die Person skeptischer sehe, und hoffe auch, dass dem Beispiel des Unrast Verlags nicht weitere Verlage folgen werden.

    #histoire #intellectuels #société_de_classes

  • Le ministre de l’éducation juge « profondément scandaleux » le message sur les « génocidaires » publié par un enseignant de Lyon-II
    ▻https://www.lemonde.fr/politique/article/2025/11/26/le-ministre-de-l-education-juge-profondement-scandaleux-le-message-sur-les-g

    L’enseignant [Julien Thery, qui a notamment publié Le Livre des sentences de l’Inquisiteur Bernard Gui, en 2022, ndc], vivement critiqué après la révélation de ce message, a affirmé lundi à l’Agence France-Presse (AFP) n’avoir « évidemment jamais dressé de liste de juifs » et assuré que sa publication « commentait » une tribune du Figaro, où vingt personnalités interpellaient Emmanuel Macron qui s’apprêtait alors à reconnaître au nom de la France l’Etat palestinien.

    Il a accusé la Licra d’avoir repris « une petite partie » de son texte pour lancer « une campagne de harcèlement » en représailles d’un article qu’il a récemment publié.

    l’enquête "sur l’antisémitisme" dans l’enseignement supérieur donne déjà des résultats !
    ▻https://seenthis.net/messages/1147618

    • Pour préciser : la liste dénoncée comme insupportable est très exactement le copier-coller de la liste des signataires de la tribune « « Monsieur le président, vous ne pouvez pas reconnaître un État palestinien sans conditions préalables » : l’appel de 20 personnalités à Emmanuel Macron ». Pas une de plus, pas une de moins.
      ▻https://archive.ph/mMNUC#selection-1479.0-1486.0

      Quant à la photo, c’est celle qui illustre la même tribune :
      ►https://www.lefigaro.fr/vox/monde/monsieur-le-president-vous-ne-pouvez-pas-reconnaitre-un-etat-palestinien-sa

      Théry n’a donc ni établit une liste spécifique en extrayant les personnalités juives parmi les signataires de la tribune, ni choisi spécifiquement les 4 personnes pour la photo : il a pris l’intégralité des signataires (avec les mêmes titres et dans le même ordre) de la tribune, et reproduit directement l’image qui l’illustre sur le site du Figaro.

      Toujours impressionné par ce talent des grand journaux pour réussir à ne surtout pas dire explicitement ce genre de choses : la liste de Théry est le copier-coller exhaustif des signataires de la tribune, et l’image qui a jointe à son message est celle qui illustre la tribune du Figaro.

    • ... concernant l’antisémitisme soviétique Julien Théry note : « Les cas d’antisémitisme repérables dans l’histoire des pays du bloc soviétique – par exemple de la part de Staline et de son entourage, entre autre lors du « complot des blouses blanches » – ne ressortissent évidemment pas à l’idéologie communiste propre à ces régimes, mais à une tradition enracinée de très longue date dans la culture des sociétés concernées ». Pourtant, l’antisémitisme soviétique ne se limite pas à quelques « cas », mais possède un caractère systémique en URSS et ses pays satellites sur plusieurs décennies. Il ne relève pas seulement d’une « tradition antisémite », mais s’inscrit dans une politique stalinienne visant à diffuser et instrumentaliser l’antisémitisme pour réprimer l’opposition politique avec une réadaptation de mythes antisémites spécifiquement ajustés aux besoins de cette politique, en particulier celui du Juif déraciné au service d’une puissance étrangère à la nation (les exemples les plus parlant étant le dit « complot des Blouses blanches » et les procès de Prague en 1952-53). Cette analyse de l’antisémitisme soviétique que Julien Théry semble ignorer n’est pas nouvelle, elle est formulée dès les années 1930, notamment en 1937 par Léon Trotsky, qui en fut la cible, dans son texte « Thermidor et l’antisémitisme » [1937].

      Cette utilisation politique de l’antisémitisme ne s’arrête pas avec la mort de Staline et continue pendant plusieurs décennies par le biais de la sionologie, une pseudo-science qui recycle les thèmes antijuifs en les présentant comme anti-impérialistes. Certaines thèses popularisées à cette époque ont encore cours aujourd’hui à gauche, avec une influence délétère : les « sionistes » auraient été les alliés objectifs du parti nazi, les Juif·ves profiteraient de la Shoah pour en tirer des bénéfices, le « sionisme » serait un projet de domination global du Moyen-Orient, voire du monde, les personnes et organisations juives en désaccord avec la ligne du parti seraient des « sionistes » qui agiraient en réalité pour le compte de l’État israélien, etc. Dire que l’antisémitisme soviétique ne serait qu’une manifestation de l’antisémitisme traditionnel des sociétés concernées revient ainsi à faire l’impasse sur la reconnaissance de la fonction que joue l’antisémitisme pour les régimes en question.

      [...]

      L’objectif du texte est en effet de conforter le déni, d’inciter le lecteur à ignorer, voire à revendiquer fièrement les accusations d’antisémitisme (Julien Théry l’avait d’ailleurs écrit sur les réseaux sociaux : « Si tu es un peu sérieusement de gauche et n’a jamais été traité d’antisémite, t’as raté ta life »), position catastrophique d’un point de vue antiraciste, mais partagée par des personnalités comme Houria Bouteldja et Jean-Luc Mélenchon, qui se sont d’ailleurs empressé·es de soutenir l’universitaire.

      ▻https://juivesetjuifsrevolutionnaires.fr/2025/12/02/non-lantisemitisme-dou-quil-vienne-nest-ni-residuel-ni

      #Julien_Théry #confusionnisme #antisémitisme

    • Ce que l’affaire Julien Théry dit de l’antisémitisme chez les universitaires de gauche
      ▻https://www.liberation.fr/idees-et-debats/tribunes/ce-que-laffaire-julien-thery-dit-de-lantisemitisme-chez-les-universitaire

      Pour l’historien Julien Théry, mis en retrait par son université, l’antisémitisme de gauche n’est qu’une « fiction polémique stigmatisante ». Ce faisant, il sacrifie le vrai au nom du bien, fait valoir le spécialiste du socialisme et du judaïsme français Milo Lévy-Bruhl, pour qui l’antisémitisme de gauche est une tradition prégnante.
      Publié le 16/12/2025

      Julien Théry est professeur d’histoire médiévale à l’université de Lyon-II et producteur et animateur de la Grande H., émission d’histoire du Média, site et chaîne de télévision proche de La France insoumise. A ce titre, il est un membre éminent du groupe social des universitaires de gauche, au sein duquel il symbolise une tendance particulière. Ce groupe social se caractérise, en effet, par une tension entre son ethos universitaire et son inclination politique de gauche. Serviteur d’un idéal du vrai d’un côté, chevalier d’un idéal du bien de l’autre, les universitaires de gauche vivent structurellement une politisation contrariée.

      Bien que leur fonction sociale dépende de leur conformité à ce double idéal, chacun sait qu’il est difficile de servir deux maîtres. La tentation est grande de neutraliser la tension entre deux idéaux en renonçant au bien au nom du vrai, ou au vrai au nom du bien. C’est cette deuxième tendance dont Julien Théry constitue un modèle.

      Absurdité argumentative

      Pour s’en convaincre, il suffit de se plonger dans le premier acte de l’affaire Théry. A la fin du mois d’octobre, le médiéviste s’aventure sur un terrain dont il n’est absolument pas spécialiste, et commet un texte indigent sur l’antisémitisme de gauche. La thèse de l’article est simple : l’antisémitisme de gauche est une « fiction polémique stigmatisante » résultant d’une « manipulation néolibérale-sioniste ». Aucune enquête ne sous-tend cette théorie, seulement des notions obèses et un schéma explicatif simpliste, qui emprunte davantage au complotisme qu’à la recherche empirique. Selon Théry, les « forces politiques de gouvernement » auraient inventé cet antisémitisme pour disqualifier les « grands mouvements de gauche », qui représenteraient une menace à leur hégémonie. Les dirigeants israéliens s’associant à cette machination afin de jeter l’opprobre sur des forces antisionistes repeintes en antisémites.

      La thèse n’a rien de neuf, mais l’universitaire l’assoit ici sur une prétendue démonstration scientifique de l’inexistence d’un antisémitisme de gauche dans l’histoire. L’article commence ainsi par une synthèse démonstrative lapidaire, qui aligne les citations sélectives de figures de gauche, et les explications de texte orientées. Le sommet de l’absurdité argumentative est atteint dans les deux paragraphes consacrés au bloc soviétique.

      L’auteur y réfute que les politiques de discriminations, puis de persécutions des juifs d’URSS, aient pu résulter d’une politique de gauche par l’argument déshistoricisant selon lequel les cas d’antisémitisme repérables durant les soixante-dix ans d’histoire des pays du bloc « ne ressortissent évidemment pas à l’idéologie communiste propre à ces régimes, mais à une tradition enracinée de très longue date dans la culture des sociétés concernées ».

      Pétition de soutien

      Qu’importe que l’antisémitisme de gauche, distinct de l’antisémitisme de droite, soit une tradition prégnante et d’ailleurs protéiforme selon qu’elle s’inscrit, par exemple, dans une matrice chrétienne de communion, laïcisée en injonction à la fraternité, qui voit d’un mauvais œil le résidu de particularisme juif ; dans des critiques sociales insuffisamment réflexives ; ou encore dans des formes pathologiques de revendications de justice promptes à fantasmer un privilège juif qui serait à niveler. Qu’importe également que l’accusation d’antisémitisme de gauche soit chronologiquement bien plus facile à rapprocher de l’explosion de l’antisémitisme depuis deux décennies que de la prétendue crainte néolibérale d’une perte d’hégémonie, ou de « la radicalisation du projet de colonisation de la Palestine après l’abandon des accords d’Oslo ». Le vrai importe peu à Théry quand le bien est en jeu.

      Quelques semaines après la publication de cet article, le même Julien Théry est publiquement pris à partie par la Licra (Ligue internationale contre le racisme et l’antisémitisme) en raison de sa publication d’une liste de noms de « génocidaires à boycotter » sur le groupe Facebook de son émission, la Grande H. Cette liste, rapprochée par la Licra d’une « liste de noms comme sous l’Occupation », reprend celle des signataires d’une tribune parue avant l’été demandant au Président de s’en tenir aux conditions qu’il avait lui-même posées, dans un premier temps, pour la reconnaissance de la Palestine.

      La mise en cause, relayée par certains médias nationaux, occasionnera une campagne de « diffamation et de harcèlement, d’insultes et de menaces de mort ». C’est en tout cas ce qu’affirme une pétition de soutien, signée par plusieurs centaines d’universitaires, titrée « Contre un maccarthysme à la française – pour tous les Julien Théry à venir ».

      Malheureusement, la pétition ne se place pas sur le strict terrain du bien en défendant un universitaire présenté comme injustement accusé d’antisémitisme, puisqu’elle endosse, elle aussi, les thèses de l’article de Julien Théry : il n’y a structurellement pas d’antisémitisme de gauche et l’invention de cet antisémitisme est une manipulation des sionistes – les néolibéraux ayant étrangement disparu de la machination. Collectivement, les universitaires de gauche sacrifient, à leur tour, le vrai au nom du bien.

      Publications antisémites

      Du bien apparent du moins, car quelques heures avant la publication de la tribune, plusieurs publications antisémites, partagées par Julien Théry lui-même, sont retrouvées sur le groupe Facebook de la Grande H. : l’image d’un juif au long nez, étoile de David en or autour du cou, qui pioche discrètement dans le sac à main d’une femme tenant un drapeau palestinien en s’exprimant « God promised me this wallet » ; une citation de Denis Olivennes (1) « Les Juifs sont présents en France depuis deux mille ans, bien avant les Francs et les Burgondes » assortie du commentaire « Ça commence comme ça et on se retrouve 65 millions enclavés à Gaza-sur-Brest au nom de Grand Israël » ; des textes euphémisant l’antisémitisme de Dieudonné, d’autres relayés depuis les comptes d’antisémites notoires comme Paul-Eric Blanrue ou Marc-Edouard Nabe…

      Au-delà de Julien Théry lui-même, on constate rapidement que ce groupe Facebook, dont il est l’administrateur, accueille des dizaines de posts antisémites jamais modérés, même quand ils étaient signalés par certains utilisateurs. Autant d’idées qui préparent depuis vingt ans les passages à l’acte violents, trop souvent meurtriers, que subissent les juifs de notre pays. Les universitaires avaient sacrifié le vrai au bien que représentait la défense d’une victime innocente du « maccarthysme », ils défendaient en fait un antisémite de gauche : plus de trace de bien non plus.

      Pourtant, comme si le bien ne les intéressait subitement plus, aucun signataire de la tribune ne s’est publiquement manifesté depuis pour retirer son soutien ou critiquer l’antisémitisme désormais tout à fait indéniable de Julien Théry. Nous voilà donc réduits à espérer que cette affaire puisse au moins avoir le mérite de rendre l’antisémitisme de gauche plus difficile à nier, à l’avenir, par les universitaires de gauche. Peut-être seront-ils moins nombreux, la prochaine fois, à renoncer à leur idéal du bien en volant au secours d’un antisémite, et à leur idéal du vrai en endossant des thèses tellement absurdes que les propres pratiques de celui qui les énonce les dénoncent dans la foulée. La crédibilité de leur prétention à assumer leur fonction sociale dépend de la leçon qu’ils sauront tirer, ou non, de cette affaire.

      #gauche (maquillages) #intellectuels (abrutisseurs) #antisémitisme_de_gauche #gauche #antisémitisme_à_gauche

    • Généralement les antisémites de « gauche » finissent par rejoindre tranquillement l’extrême droite (Dieudonné en est un bel exemple) et les anciens soutiens se taisent discrètement. Il faudra suivre la trajectoire politique de ce Théry dans les années qui viennent, cela peut être intéressant...

      Il y a trop d’automatismes idiots dans la critique d’Israël (cf le « nazi sans prépuce » de Meurice), qu’on retrouve d’ailleurs, dans un style assez similaire, dans la critique anti-américaine (sans oublier le prisme pro-russe encore parfois résiduel, cf l’indulgence partielle dont bénéficie encore Poutine à gauche). Il faudrait vraiment faire un gros ménage là dedans mais les partis institués ou même un peu à la marge (type NPA) n’aident pas vraiment...

    • Tsedek : Affaire Julien Théry : Nos réponses à Arrêt sur images
      ▻https://tsedek.fr/2025/12/28/affaire-julien-thery-nos-reponses-a-arret-sur-images

      ASI : Plusieurs publications / partages sur les RS de Julien Thery ont été exhumés par des comptes malveillants et dangereux comme Sword of salomon. Certaines sont de simples critiques d’Israël, dénonciations du génocide à Gaza. D’autres, qui ont beaucoup circulé ces derniers jours, sont qualifiés d’ouvertement antisémites par certains, et considérées comme comportant des motifs antisémites clairs. Voici l’énumération des exemples que je vais évoquer dans l’article, si tu veux réagir à chacun d’eux plutôt que de faire une réponse générique car chaque cas est différent.

      Tsedek ! : Julien Théry s’est exprimé sur le premier meme, regrettant avoir partagé trop vite un post effectivement problématique. Nous constatons par ailleurs un défaut de modération évident sur le groupe Facebook de son émission. Soulignons la disproportion entre la gravité de l’accusation d’entretenir une « passion antisémite » et les éléments à charges censés la soutenir : de quoi rendre perplexe quiconque regarde l’affaire sans aucune connaissance du contexte d’énonciation ; une fois acquise cette connaissance, l’affaire tourne à la très mauvaise blague.

      Nous jugeons pour notre part que la lutte contre l’antisémitisme et le racisme en général ne consiste pas à faire du commentaire d’images ou à établir des chaines de responsabilité dans des publications de réseaux sociaux. Là encore, il nous semble essentiel de réaffirmer que l’exceptionalisation de l’antisémitisme, seul racisme à faire l’objet d’une telle instrumentalisation, participe en réalité à la montée de l’antisémitisme dans la société en produisant du ressentiment contre les Juifs et les Juives. Ce type de mécanisme est notamment à l’oeuvre lorsque sont considérés comme des interlocuteurs légitimes pour parler d’antisémitisme des personnalités ayant manifestés à de multiples reprises leur racisme anti-palestinien, affirmant par exemple plusieurs mois après le début des massacres qu’un cessez-le-feu constituerait une « faute morale », ou légitimant en août dernier l’assassinat du journaliste palestinien Anas Al-Sharif. Ainsi, de la même manière, le fait que les accusations d’antisémitisme ne soient mobilisées qu’en vue de légitimer la politique criminelle israélienne et de justifier la mise en place de politiques autoritaires et racistes, en particulier islamophobes, empêche en réalité toute lutte réelle contre l’antisémitisme.

      ASI : Émile Ackermann a publié une tribune dans Marianne, suite à notre entretien. […] Voulez-vous commenter ?

      Tsedek ! : Émile Ackermann n’a manifestement pas compris l’article de Théry, dans lequel il est question « d’antisémitisme de gauche » et non « d’antisémitisme à gauche » comme il l’écrit. Quiproquo malheureux, car le développement qui suit ne tient plus. Personne ne nie qu’une personne « de gauche » puisse adhérer à ou véhiculer des représentations antisémites. En revanche, y a-t-il de l’antisémitisme de gauche, au sens d’une gauche qui porterait un projet politique antisémite ? C’est à nos yeux la question centrale. De notre point de vue, à la différence de toutes les autres composantes du spectre politique, la gauche de rupture défend au contraire un programme antiraciste (bien qu’il demeure insuffisant sur un certain nombre de points). L’analyse d’Ackermann dépolitise la lutte contre l’antisémitisme et participe ainsi au désarmement de la gauche dans la lutte contre le racisme.

  • Intelligence, mais avec l’ennemi
    ▻https://laviedesidees.fr/Roussel-Jusqu-au-bout-de-la-nuit

    Benoist-Méchin (1901-1983) a déployé d’immenses efforts pour collaborer avec les nazis et, après la guerre, influencer les dictateurs du #monde_arabe. Comment un homme aussi brillant a-t-il pu autant œuvrer à l’autoritarisme et à la force ?

    #Histoire #guerre_mondiale #nazisme #intellectuels #biographie
    ▻https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20251022_benoitmeschiin.pdf

    • ... l’invraisemblable obstination de Benoist-Méchin dans l’erreur de son engagement pro-allemand [pro-nazi, en fait] durant l’Occupation, tout comme son dévouement aux chefs arabes autoritaires (et souvent davantage) pendant la guerre froide, s’ancrait dans sa fascination pour les hommes à poigne et son obsession de l’ordre. La sensibilité esthétique y jouait aussi un rôle non négligeable.

      [...]

      Doué d’intelligence, de talent musical et de discernement esthétique, Benoist-Méchin ne s’en remettait pas moins, pour la gouvernance de la société humaine, à la force brute commandée par une supposée « loi biologique » aveugle, anonyme, insensible à l’existence. Maintes fois mise en relief, sa sensibilité littéraire ne s’est pas étendue (ni appliquée) au genre humain.

      (la note est un peu blabla humanisme et démocratie)

      #esthétique_fasciste #culture #intellectuel

    • Ceci nous amène à la question de l’intelligence. Certes, ce travail bien mené cerne avec justesse des événements clés, tout en situant de manière précise leurs protagonistes, donnant à voir de l’intérieur tout un pan de l’évolution du XXe siècle des années 1920 jusqu’aux années 1970. Mais la question « humaine » retiendra peut-être encore plus l’attention. Car l’itinéraire, la psychologie et les choix de cet individu hors du commun nous obligent à réfléchir sur bien des idées reçues sur l’intelligence, la culture, la sensibilité et les dons artistiques.

      Sur cette question « humaine », je dois dire que l’on reste totalement sur sa faim. On a un exposé factuel très intéressant mais à peu près rien sur ce qui le motivait, le faisait « fonctionner ». On perçoit, tout au long de sa vie, une très haute estime de soi et une certitude absolue d’être – éventuellement le seul – à être dans la bonne direction (avec le résultat que l’on connait), matinée, sans doute, d’une inquiétude existentielle liée à son homosexualité probable mais jamais vraiment révélée et la menace qui plane en cas de sa révélation dans ce milieu nationaliste puis collaborationniste.

      On n’en saura pas beaucoup plus que ceci, p. 37 :

      On ne sait rien de la vie privée du jeune Benoist-Méchin mais on peut supposer que son homosexualité était au moins latente.

      (remarque : on n’en sait pas plus pour les périodes postérieures)

      L’auteur insiste aussi sur la présence d’amies femmes au centre de réseaux littéraires étendus qui l’ont soutenu et apprécié dans sa jeunesse et par la suite : Adrienne Monnier, sa compagne Sylvia Beach (qui l’amènera à contribuer à la traduction de Ulysses de James Joyce) et Louise Weiss.

      Adrienne Monnier — Wikipédia
      ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/Adrienne_Monnier


      Adrienne Monnier dans sa librairie par Henri Manuel, vers 1925.
      Source Ville de Paris / Bibliothèque Marguerite Durand.

      Adrienne Monnier (26 avril 1892 à Paris - 19 juin 1955 à Paris) est une libraire, éditrice de livres, organisatrice de soirées et rencontres littéraires, écrivaine et poétesse française.

      Sa librairie « La Maison des Amis des Livres » au 7 rue de l’Odéon est considérée comme « le foyer d’idées le plus attractif de l’époque » selon André Breton.

      Elle participe avec sa compagne Sylvia Beach, fondatrice de la librairie « Shakespeare and Company », à la première édition en langue originale d’Ulysse de James Joyce et est responsable de sa première édition en langue française

      Sylvia Beach — Wikipédia
      ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/Sylvia_Beach


      Sylvia Beach à Paris, en 1920.

      Sylvia Beach, née Nancy Woodbridge Beach le 14 mars 1887 à Baltimore, Maryland et décédée le 3 octobre 1962 à Paris 6e, est une libraire, traductrice et éditrice américaine.

      Elle est connue pour sa célèbre librairie parisienne Shakespeare and Company où elle publie, en 1922, la première édition d’Ulysses de James Joyce.

      Louise Weiss — Wikipédia
      ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/Louise_Weiss


      Louise Weiss en juillet 1980

      Louise Weiss, née le 25 janvier 1893 à Arras et morte le 26 mai 1983 à Paris, est une journaliste, femme de lettres, féministe et femme politique française, notamment doyenne des députés au Parlement européen (1979-1983).

      [pacifiste et féministe dans l’entre-deux-guerres]

  • Jacques Rancière, philosophe : « Aujourd’hui, le peuple du ressentiment fabriqué par les milliardaires tient le haut du pavé »

    La « tristesse du savoir », c’est la retombée de la foi scientiste. Nous savons tout sur la manière dont la domination fonctionne. Mais ce savoir ne donne plus aucune arme contre elle. Il nous incite bien plutôt à nous soumettre à la nécessité des choses, avec la seule consolation de savoir ce qu’ignorent les ignorants et de mépriser les puissances qui nous méprisent.

    Les récits de Tchekhov peuvent nous aider à sortir de cette logique de la soumission. Il refuse en effet les grandes chaînes causales qui donnent les raisons de la servitude, et les théories qui disent qu’on pourra être libres quand la base même de la société aura changé. A contre-courant du scientisme de son temps, il pense que la servitude est cause d’elle-même. Elle est d’abord la peur du territoire inconnu de la liberté, l’acquiescement à un cours du temps où l’on sait déjà ce qu’on a à faire.

    Tchekhov nous dit que la liberté est peut-être loin, mais que, de ce lointain, elle nous fait signe et nous appelle à changer de vie. Il peint donc des personnages dans des circonstances où leur vie pourrait basculer s’ils franchissaient le pas. Et, même s’ils se dérobent à cet appel de la liberté, il continue à les accompagner, à les traiter comme des individus qui pourraient être libres. En cela il s’oppose radicalement à l’humeur du mépris qui fait couple, aujourd’hui plus que jamais, avec celle de la peur. Il nous aide à comprendre que la puissance de changer la vie commence toujours par un certain refus de savoir.
    ▻https://www.lemonde.fr/series-d-ete/article/2025/08/25/jacques-ranciere-philosophe-aujourd-hui-le-peuple-du-ressentiment-fabrique-p

    ▻https://archive.ph/TMaxf

    #Jacques_Rancière #servitude

    • Il m’est donc dur de respirer l’actuelle atmosphère d’inégalité et de servitude. Ce n’est pas une question d’illusions perdues. C’est une dégradation effective des possibilités de vivre, d’expérimenter, de penser et de créer. L’élan demeure, mais il s’adapte difficilement à un temps où il s’agit de résister plutôt que d’inventer.

      [...]

      De fait, le militantisme écologique est venu relayer et renforcer la tradition alternative de créations de nouvelles manières de vivre, de travailler et d’habiter, de cultiver la terre et de se nourrir, de partager les richesses et les responsabilités. Et la réflexion s’est déployée dans tous les domaines pour repenser les formes de la domination et de l’émancipation.

      Mais je ne pense pas que les analyses partielles qui en sont nées aient permis de repenser une intelligence globale de ce qui nous arrive et une capacité collective de forger un autre avenir. Et les grandes synthèses qui, comme celle de Bruno Latour [1947-2022], sont venues prendre la place de la synthèse marxiste n’ont créé aucune dynamique politique susceptible de combattre la domination.

      On assiste aujourd’hui à un renversement significatif. Les combats des deux siècles précédents avaient conduit à la conclusion que les petites communautés utopiques qui voulaient changer la vie tout de suite étaient vouées à l’échec et que seule était réaliste la perspective du bouleversement global. Aujourd’hui, on a plutôt le sentiment que seules les petites communautés offrent des possibilités réelles de changement et que c’est l’idée du bouleversement global qui est devenue une utopie.

      #intellectuels #extrême_droite_de_gauche #laïcité #écologie

  • D’après un détecteur d’IA, l’un des textes le plus importants de l’Histoire n’aurait pas été écrit par des humains
    ▻https://www.science-et-vie.com/cerveau-et-intelligence/intelligence-artificielle/dapres-un-detecteur-dia-lun-des-textes-le-plus-importants-de-lhistoi

    Petit problème, le texte date du 4 juillet 1776.

    Outre la Constitution, la Déclaration d’Indépendance du 4 juillet 1776 est le texte le plus important de l’histoire américaine. Celui-ci officialisait le fait que les États-Unis s’émancipaient de l’Angleterre et de la Couronne pour devenir un pays à part entière. Mais d’après un détecteur d’IA, le contenu de cet écrit serait généré à 98,51% par l’intelligence artificielle. Une erreur, bien entendu.

    Mais cela interroge. Comment pourra-t-on s’assurer à l’avenir qu’un texte a bien été écrit par la main d’un humain et non par une IA ?

    La fiabilité des détecteurs d’IA remise en question

    Il n’y a aucune chance, à moins de maîtriser le voyage dans le temps, que la Déclaration d’Indépendance du 4 juillet 1776 ait été générée par IA. ChatGPT, le modèle de langage le plus abouti aujourd’hui n’a été rendu disponible au public que 246 ans plus tard, 2022.

    Pourtant, d’après les travaux de Dianna Mason, une spécialiste du SEO (Search Engine Optimization - référencement naturel des contenus sur Internet), le texte fondateur des États-Unis aurait été écrit par une IA. Forcément, après une telle découverte, se dire que “les détecteurs d’IA ne marchent pas” comme on peut le lire dans Forbes va presque de soi.

    D’autres tests ont montré par exemple que certains comptes-rendus d’affaires judiciaires datant des années 1990 ou encore… la Bible, étaient des textes générés par IA. Cela est tout bonnement impossible.

    Certes, la révélation de ces tests datent de 2024 et il est possible que des efforts aient été faits pour améliorer cette technologie. Cependant, si la Bible ou encore la Déclaration d’Indépendance ont été désignés comme générés par IA, on peut s’interroger sur le traitement de certaines rédactions d’étudiants qui ont pu être mal notées à cause d’un défaut de la technologie et non pas parce que l’élève avait triché.

    Comment reconnaître l’écriture d’un humain ?

    D’un point de vue technologique, mais aussi des habitudes en place, il était facile de prouver à l’époque de la Déclaration d’Indépendance qu’un écrit était l’œuvre d’un humain. Bien que l’imprimerie était déjà largement répandue à travers le monde, les écrits étaient très souvent manuscrits.

    Mais grâce aux progrès de l’informatique et l’avènement de l’IA, la distinction est, aujourd’hui, largement plus difficile. Si les détecteurs continuent de s’améliorer, les IA telles que ChatGPT évoluent également pour parfois ressembler, à l’écrit, à des humains, rendant alors la détection quasi-impossible.

    Mais pour Dianna Mason, la question n’est pas de savoir si un texte a été généré par une IA ou non, mais de savoir si cette information a une importance particulière pour le public qui le lit. “Je pense que lorsque les gens savent qu’il s’agit d’une création de l’IA, ils en sont automatiquement détournés… pour l’instant” explique-t-elle à Forbes.

    Tout ne serait qu’une question de vivre avec son époque. “Les temps changent, la technologie avance” déclarait Benjamin Morrison, un entrepreneur interrogé par Forbes.

    Bien entendu, nous ne sommes qu’aux balbutiements de cette technologie et il faut encore en dessiner les frontières et les règles pour l’utiliser, notamment au regard de l’éthique et de la propriété intellectuelle. L’IA se mue de plus en plus comme un outil de notre futur quotidien.

    Nul doute que l’IA du futur et son utilisation sauront répondre aux besoins et aux exigences du public, sinon, elle fera comme tout produit inutile, elle finira par disparaître et sera oubliée pour être remplacée.

  • « Nous, Français juifs, n’avons rencontré que le silence, le déni ou l’indifférence de la gauche extrême face à l’antisémitisme » Tribune - Collectif

    [Chapo du Monde :] L’explosion antisémite que traverse notre pays ne trouble pas ceux qui, d’ordinaire, s’insurgent contre le racisme, dénonce un collectif de personnalités, parmi lesquelles la sociologue Eva Illouz ou l’historienne Annette Wieviorka, dans une tribune au « Monde ».

    ▻https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/03/01/nous-francais-juifs-n-avons-rencontre-que-le-silence-le-deni-ou-l-indifferen

    Nous, juifs aux sensibilités politiques diverses, mais tous issus de la large famille de la gauche, voulons exprimer notre désarroi et notre indignation face à un antisémitisme qui prospère, et ce, parmi ceux qui, hier, étaient ou auraient pu être nos alliés.

    Nous sommes affolés de voir nos amis et nos familles avoir peur pour leurs enfants quand ceux-ci sont insultés ou menacés à l’école. Sidérés de voir que beaucoup n’osent plus s’exprimer lors d’échanges avec leurs collègues, ou en arrivent même à cacher leur judéité sur leur lieu de travail. Devant les croix gammées, les graffitis antisémites tagués sur nos vitrines ou boîtes aux lettres, nous n’avons rencontré que le silence, le déni ou l’indifférence de la gauche extrême. Les sévices contre les civils et les otages israéliens n’ont pas semblé émouvoir cette même gauche, qui fait pourtant profession de foi de défendre l’humanité.

    Nous sommes abasourdis que l’explosion antisémite que traverse notre pays depuis le 7 octobre 2023 (1 570 actes avec dépôt de plainte l’an passé, soit plus de quatre par jour) ne trouble pas ceux qui, d’ordinaire, s’insurgent contre le racisme. Depuis l’assassinat d’Ilan Halimi, en 2006, et des enfants de l’école Ozar Hatorah de Toulouse, en 2012, nous savons que l’antisémitisme tue en France.
    Lire aussi | Article réservé à nos abonnés Michel Hazanavicius, réalisateur : « Pourquoi j’ai le sentiment que les juifs sont les ennemis les plus cool à détester ? »

    Nous nous étions habitués à voir les réseaux sociaux devenir des égouts de la haine antijuive, nous nous étions résignés aux blagues nauséabondes qui passent pour de l’humour. Mais rien ne nous avait préparés, nous, juifs de gauche, à la désertion affichée des intellectuels et des penseurs bardés de bonne conscience et de vertu, qui, au lieu de se battre avec nous pour la paix, nous ont isolés et stigmatisés, n’examinant pas les présupposés de leurs raccourcis et amalgames. Le mot « sioniste » est devenu une insulte. Seuls les juifs qui se déclarent « antisionistes » sont désormais pardonnés d’être juifs. Un peu comme dans l’Europe médiévale, où l’on demandait aux juifs d’abjurer leur foi pour être acceptés.
    Les grands coupables de l’histoire

    Exprimer ces propos n’est même plus audible, puisque toute accusation d’antisémitisme est devenue, par principe, suspecte. Nous sommes désormais la seule minorité qui, si elle exprime son sentiment d’exclusion et proteste contre sa stigmatisation, est accusée en retour d’instrumentaliser sa souffrance ; nous sommes la seule minorité ignorée ou ridiculisée par la mouvance politique censée défendre les exclus. Il ne s’agit pas ici de commenter les agissements du gouvernement israélien d’extrême droite, que nous condamnons tous. Mais on ne peut que se demander si faire d’Israël un Etat paria n’est pas le substitut contemporain de la familière et ancienne mise au ban des juifs en tant que peuple paria.
    Lire aussi l’enquête | Article réservé à nos abonnés Partir ? Rester et s’engager ? Depuis le 7 octobre 2023, pour les Français juifs, « tout a changé »

    Comment une partie de la gauche en est-elle venue à délégitimer le seul Etat juif du monde ? L’après-guerre a vu bien des frontières redessinées, en Asie, en Europe et au Moyen-Orient. Israël a fait partie de ce vaste mouvement et a vu le jour dans la légalité internationale, sur un territoire moins grand que la Bretagne. Ce lopin de terre était le seul refuge pour des rescapés de la Shoah et des réfugiés de pays arabes qui espéraient, en rejoignant les quelque 500 000 juifs qui y vivaient déjà, pouvoir enfin bâtir un avenir sans menace ni pogrom. Délégitimer Israël, c’est nier à ces réfugiés et à leurs descendants le droit de vivre. Confondre Israël avec ses implantations illégales, c’est faire des juifs, de tous les juifs, encore une fois, les grands coupables de l’histoire.
    Lire aussi la tribune | Article réservé à nos abonnés « Une partie de la gauche radicale a disséminé un antisémitisme virulent et subverti les valeurs qu’elle prétend défendre »

    Nous sommes sidérés que les progressistes, qui dénoncent le nombre terrifiant de morts et de blessés civils à Gaza, nombre qui nous consterne autant qu’eux, oublient de dénoncer le Hamas. Nous pouvons à la fois exprimer notre accablement devant la destruction de Gaza et voir le Hamas pour ce qu’il est : un mouvement terroriste. Un mouvement qui tolère le viol comme arme de guerre, qui fait de la prise d’otages, y compris de tout-petits et de vieillards, un fait de gloire, qui filme ses exactions terroristes comme autant d’actes héroïques, et qui, à Gaza même, torture, tue ses opposants, soumet les femmes à sa férule, condamne à la mort les homosexuels.
    Vertu simpliste

    Ce même mouvement a déclaré à de nombreuses reprises ses intentions exterminatrices vis-à-vis des juifs et des Israéliens. Nous sommes dans la sidération que de professeurs qui occupent des chaires prestigieuses minimisent ou ignorent la nature du Hamas et de ses actions. Ou que d’autres affirment, comme cet ancien président de Médecins sans frontières à l’occasion du 80e anniversaire de la découverte d’Auschwitz, que « la mémoire d’Auschwitz apparaît comme une espèce de crachat à la figure des Palestiniens » …
    Lire aussi | Article réservé à nos abonnés Antisémitisme : un climat « inquiétant » se diffuse à l’université, alerte un rapport sénatorial

    Disons-le clairement : cette gauche-là ne veut pas la paix. Elle se nourrit des haines et alimente la haine, elle fomente les rejets et les clivages, fière de sa vertu simpliste et de sa lecture univoque d’une histoire complexe. Cette gauche ne sait plus questionner le réel et ne peut plus donner de réponses à ses bouleversements.

    Devant les intolérables menaces trumpistes de nettoyage ethnique des Gazaouis, cette gauche-là n’a aucun espoir ou solution à offrir, elle ne peut que cultiver l’hostilité de deux peuples au lieu de les aider à surmonter la radicalisation de toutes les positions. Sous le couvert d’« antisionisme », elle alimente l’antisémitisme et accélère sous nos yeux le triomphe mortifère des extrêmes.

    Les juifs se trouvent, encore une fois, au cœur de la crise de la République et de ses valeurs universelles. Ils n’ont pas voulu occuper ce rôle, mais force est de constater qu’au travers de la question juive se joue à nouveau l’avenir moral et politique de notre société.

    Premiers signataires : Christine Angot, autrice, cinéaste ; Eric Benzekri, scénariste ; Luc Boltanksi, sociologue ; Tal Bruttmann, historien ; Hélène Cixous, autrice et dramaturge ; Daniel Cohn-Bendit, ancien député européen ; Agnès Desarthe, autrice ; Michel Hazanavicius, réalisateur, producteur, acteur ; Eva Illouz, sociologue ; Liana Levi, éditrice ; Judith Lyon-Caen, historienne ; Ariane Mnouchkine, metteuse en scène et directrice du Théâtre du Soleil ; David Teboul, cinéaste, écrivain ; Annette Wieviorka, historienne. Retrouvez la liste complète des signataires ici.

    • Cf aussi

      ▻https://aoc.media/analyse/2025/01/26/israel-comme-metaphores-ou-le-style-de-pensee-deva-illouz

      La séquence ouverte par le 7-Octobre y est analysée au prisme exclusif de l’antisémitisme et de l’État d’Israël, jamais de sa politique, balayée d’un revers de plume car, nous dit-elle en substance, telle n’est pas, en réalité, la question. Appréhendé à partir de la seule question de sa légitimité, l’État d’Israël se trouve alors être essentialisé au point que ne subsiste qu’une seule alternative : ami ou ennemi de l’État d’Israël, et donc des Juifs, le nom juif étant rivé ici à l’État, sans autre assignation possible

    • On peut se demander quel.le signataire a écrit ce texte ... Le propos, justifié quant à l’indifférence si ce n’est plus de la gauche vis-à-vis de l’antisémitisme, se trouve ruiné par l’occultation des Palestiniens.
      Je ne trouve nulle part d’argumentation qui tienne ensemble le refus de l’antisémitisme et le refus du colonialisme et du racisme anti-arabe.

      Ce serait pas mal de donner accès au texte cité de Hass.

      #gauche #intellectuels #antisémitisme #Rony_Brauman

    • Tribune dans Libé qq jours plus tôt à laquelle celle ci fait indirectement référence  :

      ▻https://www.liberation.fr/idees-et-debats/tribunes/defendre-la-memoire-dauschwitz-pour-les-combats-daujourdhui-20250219_3OMO

      Le 25 janvier 2025, lors d’un colloque organisé par l’Union juive française pour la paix (UJFP) et le collectif juif décolonial Tsedek à l’occasion du 80e anniversaire de la découverte, libération d’Auschwitz, Rony Brauman a déclaré : « Gaza va supplanter Auschwitz dans ce qui relève de la métaphore de la cruauté absolue » et « la mémoire d’Auschwitz apparaît comme une espèce de crachat à la figure des Palestiniens ». Cette déclaration est d’une extrême gravité. En effet, elle exprime l’idée qu’Israël fait pire que le nazisme. Cette aberration aboutit à relativiser ce que fut le génocide des Juif·ves, ce que fut le nazisme, à l’heure où l’extrême droite menace l’Europe avec le soutien d’Elon Musk, l’homme du salut nazi.

      De surcroît, cette déclaration, en portant atteinte à la mémoire de la Shoah, renvoie à d’autres expressions qui, depuis des mois, utilisent la situation à Gaza pour expliquer qu’elle ressemble à ce que fut la Shoah, voire qu’elle est pire. La comparaison entre les massacres perpétrés à Gaza, réponse inacceptable à ceux du 7 Octobre, et l’extermination systématique d’une population, ce que symbolise Auschwitz, n’est pas admissible.

      Nous dénonçons ceux qui, à l’occasion de l’anniversaire de la découverte d’Auschwitz, font de sa mémoire une agression contre les Palestinien·nes. Ils confondent ainsi l’utilisation frauduleuse de la mémoire de la Shoah par les gouvernants israéliens avec sa mémoire elle-même.

      La référence à la Shoah et à sa mémoire doit demeurer un élément essentiel du combat, non seulement contre l’antisémitisme, mais aussi contre tous les racismes et contre l’extrême droite.

      Parmi les 137 signataires : Martine Cohen Sociologue Philippe Corcuff Politiste Janette Habel Politologue Albert Herszkowicz Médecin, Réseau d’actions contre l’antisémitisme et tous les racismes (Raar) Paula Jacques Ecrivaine Marcel Kabanda Historien Marietou Ken Bugul Ecrivaine sénégalaise Sandra Laugier Philosophe Michael Löwy Sociologue, militant anticapitaliste Philippe Marlière Politiste Fabienne Messica Sociologue, Ligue des droits de l’homme Salima Naït Ahmed Philosophe Jonas Pardo Formateur Jean-Yves Pranchère Philosophe politique Myriam Revault d’Allonnes Philosophe Haoues Seniguer Politiste Benjamin Stora Historien Sophie Wahnich Historienne Michel Wieviorka Sociologue Francis Wolff Philosophe

      Et la réponse de Brauman, suivie d’un texte de Cypel approché pour signer la tribune  :
      ▻https://blogs.mediapart.fr/rony-brauman/blog/280225/en-reponse-dune-petition-parue-dans-liberation

    • Je met là en intégral le texte de Cypel (URL au commentaire précédent) :

      Lettre de Sylvain Cypel, journaliste et auteur de « L’Etat d’Israël contre les Juifs » (La Découverte, 2020)

      Chers amis,

      C’est la première fois que vous vous adressez à moi pour signer une pétition – et même que vous vous adressez à moi d’une manière générale.

      Je n’étais pas au colloque auquel vous faites référence. Je ne sais donc pas dans quel contexte Rony Brauman a pu prononcer les propos qu’il a tenus.

      Prise au pied de la lettre, le sens de la première phrase que vous dénoncez – « Gaza va supplanter Auschwitz dans ce qui relève de la métaphore de la cruauté absolue » – ne compare pas Gaza à Auschwitz. La phrase dit que Gaza peut, ou pourrait, supplanter Auschwitz chez certains dans l’incarnation du pire des crimes. Pour tout dire, je le crains aussi. Pour plusieurs raisons : l’ignorance (vous et moi savons ce que le mot Auschwitz incarne, malheureusement la plupart des gens ne le savent pas) et parce que le temps passe. Gaza, on en parle chaque jour, Auschwitz s’éloigne des mémoires. Pour d’autres motifs encore. C’est éminemment regrettable, mais c’est une réalité dont on peut craindre qu’elle advienne.

      Quant à la seconde phrase – « la mémoire d’Auschwitz apparait comme une espèce de crachat à la figure des Palestiniens » – son sens ne m’apparait pas clairement. Signifie-t-elle que cette mémoire est instrumentalisée en permanence par l’Etat d’Israël pour justifier les crimes qu’il commet et nier les souffrances qu’il impose aux Palestiniens ? Et que cette instrumentalisation peut légitimement être perçue par des Palestiniens, à commencer par ceux qui vivent à Gaza, comme insupportable ? Si c’est cela, je pense que nous serons d’accord tous ensemble pour reconnaitre que c’est une affreuse réalité. Mais on peut aussi interpréter cette phrase comme une insulte à la mémoire de la Shoah. Les Palestiniens, ou plutôt des Palestiniens (mais nombreux) cherchent à présenter leur malheur comme « équivalent » à l’extermination des Juifs d’Europe, dans une forme de « concurrence des victimes ». Je connais cette tendance palestinienne. Je passe mon temps à essayer de leur expliquer qu’ils ont tort. La phrase peut être malheureuse, mais je connais suffisamment Rony pour penser qu’il ne se plaçait pas sur ce terrain-là.

      Par ailleurs, j’abhorre la concurrence des victimes. Contrairement à ce que d’aucuns pensent, je considère que les comparaisons d’autres crimes avec la Shoah est légitime. Tout historien sait que la comparaison fait obligatoirement partie de son arsenal professionnel, ne serait-ce que pour démontrer qu’elle est indue. Mais comparaison ne signifie pas identification. Peut-on comparer le génocide des Amérindiens et celui des Cambodgiens ? Oui par certains côtés, pas du tout par d’autres. Peut-on comparer le génocide des Tutsis à celui des Arméniens, ou des Bosniens à Srebrenica ? Même réponse. Mais l’essentiel, à mes yeux, n’est pas tant la légitimité ou pas de la comparaison que l’usage qui en est fait. Car sur le thème du génocide, ou du « nettoyage ethnique », les comparaisons ou les refus de comparaison sont trop souvent instrumentalisés dans des buts idéologiques. C’est vrai en particulier du thème abordé à votre colloque : l’antisémitisme et le racisme.

      Voilà pour mes réflexions sur le texte de la pétition. Vous aurez donc compris que je n’adhère pas à votre vindicte envers Rony Brauman, et que je ne signe pas cette pétition. Mais aurai-je été d’accord avec le contenu de votre texte que je ne l’aurai pas plus signé. Voici pourquoi : je ne crois pas que dans les moments que nous vivons, des temps où les massacres collectifs de population sont quotidiens et où un président américain prône une « solution de la question palestinienne » par l’épuration ethnique, nous devons passer notre temps à nous dénoncer mutuellement. Prenons un exemple : les débats sur ce qui se passe à Gaza. Génocide ou pas génocide ? J’ai eu initialement une attitude très réservée sur l’utilisation du terme (je préférais « crimes contre l’humanité »). Mais je m’y suis finalement rallié, dans le sens où l’ont fait Daniel Blatman et Amos Goldberg, deux historiens israéliens de la Shoah, qui ont publié un article titré : « Gaza n’est pas Auschwitz, mais c’est un génocide » (Haaretz, 30 janvier 2025). Etais-je un négationniste aux yeux des uns lorsque je n’utilisais pas le terme de génocide, ou le suis-je devenu en changeant d’avis aux yeux des autres ?

      Je suis sûr qu’entre vous, il y a des divergences sur le juste terme à utiliser pour caractériser les massacres commis à Gaza par l’armée israélienne et surtout la politique menée ouvertement (et dans un sens génocidaire) par le gouvernement israélien. Mais je connais des gens (aux Etats-Unis) qui se disent toujours sionistes et qui utilisent le terme de génocide pour caractériser ce qui advient à Gaza ; et d’autres Juifs qui sont antisionistes, ou non-sionistes, et qui récusent ce terme. Mais ils peuvent signer ensemble des pétitions pour dénoncer la menace de Trump, soutenue avec enthousiasme par Netanyahou, pour empêcher qu’un nouveau nettoyage ethnique advienne à Gaza. S’il vous plait, le moment est trop grave pour perdre son temps en anathèmes.

    • « Français juives et juifs, nous appelons à mener le combat contre l’antisémitisme en refusant son instrumentalisation »
      ▻https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/03/08/francais-juives-et-juifs-nous-appelons-a-mener-le-combat-contre-l-antisemiti

      Alors qu’une partie des intellectuels français juifs reprochent à la « gauche extrême » de délégitimer Israël, un collectif d’intellectuels et de militants associatifs considère, dans une tribune au « Monde », que l’antisémitisme, largement ancré à l’extrême droite, ne doit pas être utilisé pour discréditer toute critique du sionisme et empêcher la dénonciation des crimes commis par le gouvernement israélien envers les Palestinens.

      Dans une tribune publié par Le Monde le 1er mars, des personnalités se réclamant de la judéité et de la #gauche dénoncent la montée de l’antisémitisme et l’insuffisance des réactions face à ce danger. Nous partageons sans réserve cette préoccupation. Nous avons, en revanche, des désaccords avec eux sur le diagnostic et sur les réponses.

      La multiplication de propos et d’actes antisémites au cours des derniers mois doit être dénoncée. Pour autant, nous ne pensons pas que la France soit devenue en quelques années un pays antisémite.

      Nous ne pensons pas qu’on puisse dénoncer le regain d’antisémitisme sans parler de la montée de l’extrême droite dans le monde. Elle prospère en Allemagne avec l’AFD (Alternative pour l’Allemagne) ou aux Etats-Unis avec Elon Musk et Steve Bannon [respectivement haut-conseiller et ex-conseiller de Donald Trump], mais aussi en France, où elle véhicule et légitime toutes les formes de racisme au nom de la préférence nationale ou du refus du « grand remplacement ».

      Nous ne pouvons passer sous silence les bras levés et autres clins d’œil au nazisme quand nous analysons la résurgence de l’antisémitisme. Même si l’antisémitisme n’est pas son apanage, c’est encore et toujours à l’extrême droite que pullulent les préjugés et actes racistes, anti-Arabes, anti-Noirs, islamophobes et antisémites. C’est parmi elle qu’on trouve les nombreuses personnes condamnées par la justice française pour racisme, antisémitisme et négationnisme.

      Œuvre de justice

      En mettant en cause la « gauche extrême » qui « ne veut pas la paix (…), se nourrit des haines et alimente la haine », cette tribune choisit une autre cible, sans préciser ni qui ni quelles prises de position elle vise. Le seul propos mentionné est une phrase sortie de son contexte et détournée de son sens, à partir de laquelle est mis en accusation, sans le nommer mais de façon transparente et infamante, Rony Brauman, dont le parcours et les engagements sont irréprochables. L’ancien président de Médecins sans frontières s’en est d’ailleurs expliqué sur son blog sur Mediapart.

      Nous contestons l’assimilation de toute critique d’Israël et du sionisme à l’antisémitisme. La tribune du 1er mars demande « si faire d’Israël un Etat paria n’est pas le substitut contemporain de la familière et ancienne mise au ban des juifs en tant que peuple paria ». Nous pensons que quand la Cour pénale internationale émet un mandat d’arrêt contre Benyamin Nétanyahou et Yoav Gallant (son ancien ministre de la défense [2022-2024]) en les accusant de crimes de guerre et de crimes contre l’humanité, elle ne vise ni à « faire d’Israël un Etat paria » ni une « mise au ban des juifs en tant que peuple paria ». Elle fait œuvre de justice au nom du droit international.

      Disant cela, nous combattons l’antisémitisme qui s’appuie sur des amalgames insupportables. Nous combattons l’antisémitisme en refusant de laisser croire que tout juif serait solidaire, et donc complice, des crimes contre l’humanité en cours à Gaza. Nous combattons l’antisémitisme en condamnant une politique de colonisation permanente et la négation des droits nationaux du peuple palestinien, et donc son droit à un Etat.

      Les auteurs de la tribune demandent : « Comment une partie de la gauche en est-elle venue à délégitimer le seul Etat juif du monde ? » Nous leur demandons comment, en étant à gauche ou tout simplement fidèle aux principes républicains, peut-on ne pas critiquer un Etat fondé sur une base ethnico-religieuse ? Car, depuis sa création, Israël est pris dans une contradiction fondamentale : est-il, comme l’affirme sa déclaration d’indépendance, un Etat démocratique qui « assurera une complète égalité de droits sociaux et politiques à tous ses citoyens, sans distinction de croyance, de race ou de sexe », ou bien un Etat juif qui aurait vocation à rassembler les juifs du monde ?

      Contradiction originelle

      L’Etat d’Israël est né d’un processus de colonisation, comme d’autres Etats. Tous les Etats des continents américains, l’Australie et la Nouvelle-Zélande sont nés d’un fait colonial ayant abouti à la création de nations dans des processus complexes où la lutte pour la reconnaissance des populations autochtones reste inachevée. Le fait colonial sioniste s’est aussi transformé en fait national avec la naissance de l’Etat israélien, avec sa culture propre – musique, cinéma, littérature – et avec l’hébreu comme langue. Mais la contradiction originelle a été tranchée dans le mauvais sens en 2018 par la loi faisant d’Israël « l’Etat-nation du peuple juif  ». Cette logique a été résumée, à l’époque, par la ministre de la justice, Ayelet Shaked [2015 à 2019] : « Israël est un Etat juif, pas un Etat de toutes ses nationalités. Les citoyens sont tous égaux, mais ils ne disposent pas de droits nationaux égaux. »

      Parce qu’attachés au respect des droits nationaux des peuples israélien et palestinien, nous pensons que la voie d’un Etat ethnico-religieux est une impasse. Elle est celle du gouvernement d’extrême droite qui nie les droits du peuple palestinien et menace d’expulser les habitants arabes de Gaza et de Cisjordanie, occupée illégalement depuis 1967. Nous sommes indignés par le silence, le déni et l’indifférence assourdissants de tant d’intellectuels et de politiques sur les massacres accompagnés de tortures et de viols commis à Gaza et en Cisjordanie par l’armée israélienne et les colons.

      Nous, Français juives et juifs, considérons que notre place est ici pour participer à la lutte contre l’antisémitisme, contre tous les racismes, pour une société plus juste et plus solidaire. Le combat indispensable contre l’antisémitisme, en France et à travers le monde, passe par la condamnation de la haine alimentée par le fondamentalisme religieux et le recours au terrorisme que partagent dirigeants du Hamas et dirigeants israéliens. Il suppose aussi de réfuter l’essentialisation des Palestiniens assimilés au Hamas et celle des Israéliens (et des juifs) assimilés à Nétanyahou.

      Nous refusons que la dénonciation de l’antisémitisme serve à légitimer la politique criminelle du gouvernement Nétanyahou, comme nous dénonçons l’instrumentalisation du génocide des juifs d’Europe pour justifier le massacre par dizaines de milliers de civils gazaouis et cisjordaniens.

      Premiers signataires : Edgar Blaustein, militant associatif ; Sylvain Cypel, journaliste, essayiste ; Sonia Dayan-Herzbrun, professeure émérite à l’université Paris-Cité ; Sonia Fayman, sociologue ; Dominique Glaymann, professeur émérite en sociologie à l’université Evry-Val-d’Essonne. ; Pierre Khalfa, économiste, membre de la Fondation Copernic ; Marie-José Mondzain, philosophe ; Annie Ohayon-Dekel, productrice de cinéma ; Eyal Sivan, cinéaste, essayiste ; Michèle Zémor, ex-conseillère région Ile-de-France.
      Signataires : ▻https://appeljuin2024.org/instrumentalisation-de-lantisemitisme

    • Bistroscopie : Hanna Assouline, militante : "Nous avons une position radicale pour la paix"

      durée : 00:31:28
      par : Charline Vanhoenacker

      Son association « Guerrières de la paix » est en lice pour le Prix Nobel. Héritière des mouvements antiracistes qui associaient des juifs et des musulmans, Hanna Assouline reprend le flambeau, au féminin. La jeune militante est nommée cette année au travers de son asso pour le prix Nobel de la paix.

      Lien de la page web de l’épisode : ►https://www.radiofrance.fr/franceinter/podcasts/bistroscopie/bistroscopie-du-samedi-08-mars-2025-1967484

      Fichier de l’épisode : ►https://rf.proxycast.org/01beb3c4-f8f9-40ea-9a5a-a33e5c7b4620/24429-08.03.2025-ITEMA_24051511-2025F51894S0067-NET_MFI_09CFADC7-80F0-

      –

      Résister pour la paix
      Documentaires, 2024, 64 min.

      ►https://www.france.tv/documentaires/documentaires-societe/6712066-resister-pour-la-paix.html

      Diffusé le 09/12/2024 à 00h04 - Disponible jusqu’au 20/04/2025

      Un an après leur voyage en Israël et dans les territoires palestiniens à la rencontre des militantes et militants engagés pour la paix et la justice, Hanna Assouline et Sonia Terrab reviennent pour redonner la parole à ceux qui résistent malgré la guerre, au coeur du chaos. De Tel Aviv à Jérusalem, de Ramallah à Bethléem, ces femmes et ces hommes continuent de tisser des liens entre Israéliens et Palestiniens.

      [ @colporteur , en réponse à ta remarque « Je ne trouve nulle part d’argumentation qui tienne ensemble le refus de l’antisémitisme et le refus du colonialisme et du racisme anti-arabe. » que tu disais dans un commentaire ci-dessus._

      Vu l’importance à mes yeux de ce documentaire, je lui ai fait un propre seen : ►https://seenthis.net/messages/1103159 ]

    • Mise au point à propos du texte de Tsedek paru dans Le Média et l’Humanité L’Humanité

      ▻https://seenthis.net/messages/1103414

      Cette tribune a été rédigée par Robert Hirsch, militant du RAAR, Brigitte Stora, docteure en psychanalyse et essayiste, Lorenzo Leschi, porte-parole du collectif GOLEM, Samuel Delor et Jonas Pardo, auteurs du Petit Manuel de Lutte contre l’antisémitisme. Avec le soutien de Claudie Bassi-Lederman, présidente de Mémoire des résistants juifs de la Main-d’œuvre immigrée, Christian Picquet, membre du comité exécutif national du PCF, Claude Sarcey, co-président de l’Union des Juifs pour la Résistance et l’entraide et Bora Yilmaz, membre du conseil national du PCF : « Devant les attaques ignominieuses dont ces derniers et leurs organisations font l’objet, nous nous portons solidaires de leur combat courageux contre l’antisémitisme d’où qu’il vienne. »

    • [27 février 2025] Droit de réponse de Jonas Pardo et Samuel Delor, à la tribune Tsedek ! « Les juifs antisionistes sont-ils encore des juifs ? Mise au point sur la campagne antisémite qui nous vise », publiée le 13 février 2025 à 16h44 sur le site internet Le Média
      ►https://seenthis.net/messages/1101026

      Le mot « sioniste » appliqué sans définition et de manière extensive à tous leurs contradicteurs comme dans cette tribune qui inclue dans « l’arc sioniste » des organisations ou personnes qui ne s’en sont jamais revendiquées, leur sert à instiller une suspicion : les juifs inquiets par l’antisémitisme auraient une intention cachée, un projet secret et dissimulé. Celui de disloquer la gauche, ou de soutenir les massacres à Gaza. Nous rappelons que cette suspicion est le moteur de l’antisémitisme contemporain.

  • Marc Bloch, historien et résistant, va entrer au Panthéon, annonce Emmanuel Macron
    ▻https://www.lemonde.fr/politique/article/2024/11/23/marc-bloch-historien-et-resistant-va-entrer-au-pantheon-annonce-emmanuel-mac

    Resté en France malgré la répression qui s’abattait sur les juifs, Marc Bloch s’engage dans la Résistance en 1943, dont il devient un des chefs pour la région lyonnaise. « Marc Bloch ne désespéra jamais du ressort de notre peuple, certain que le courage n’est pas une affaire de carrière ou de caste », a résumé le chef de l’Etat. Il est arrêté le 8 mars 1944 à Lyon, emprisonné et torturé à la prison de Montluc, et fusillé le 16 juin avec 29 de ses camarades.

    Dans une lettre au président de la République, dont l’AFP a obtenu copie, la famille demande, au regard de son engagement, que « l’extrême droite, dans toutes ses formes, soit exclue de toute participation à la cérémonie » d’entrée au Panthéon. « L’œuvre de ce patriote convaincu est profondément antinationaliste, construite contre le roman national et la réduction de l’histoire française aux frontières nationales », écrivent sa petite-fille Suzette Bloch et son arrière-petit-fils Matis Bloch, au nom des ayants droit. _[voir : ▻https://blogs.mediapart.fr/laurent-mauduit/blog/231124/pantheonisation-les-conditions-posees-par-la-famille-de-marc-bloch]_

    Macron n’est pas soralien, il cause pas depuis le même endroit. En même temps, il a fort bien retenu la méthode.

    #confusionnisme

    • Laissez Marc Bloch tranquille, M. Sarkozy, par Suzette Bloch et Nicolas Offenstadt, 28 novembre 2009
      ▻https://www.lemonde.fr/idees/article/2009/11/28/laissez-marc-bloch-tranquille-m-sarkozy-par-suzette-bloch-nicolas-offenstadt

      Pour l’historien, la France c’était l’ouverture.

      Petite-fille de Marc Bloch et historien médiéviste, nous avons décidé de joindre nos voix pour dire stop à l’utilisation abusive de l’historien, de l’intellectuel, du résistant Marc Bloch par le président de la République, Nicolas Sarkozy - et ceux qui l’entourent - pour habiller leurs discours idéologiques
      Un jour, moi, Suzette Bloch, j’ai demandé à mon père : "Mais comment as-tu fait pour avoir le courage physique de résister à l’occupant ?" Il m’a répondu : "Tu sais, quand tu es agressé, tu ripostes, c’est comme un réflexe, tu ne te poses même pas la question." Mon père s’appelait Louis Bloch. Il était modeste. Ses hauts faits de résistant contre les nazis et leurs auxiliaires français, je les ai appris par le récit d’autres. J’aurais pu poser la question à mon grand-père. Mais je ne l’ai pas connu. Il a été fusillé. Le 16 juin 1944. Il est tombé sous les balles allemandes. Le soir, dans un champ. A Saint-Didier-de-Formans (Ain). Il était lui aussi dans la Résistance. Il s’appelait Marc Bloch. J’aurais pu poser la question à ma grand-mère. Mais je ne l’ai pas connue. Elle est morte le 2 juillet 1944. A Lyon. De douleur, de privations, sans nouvelles de son mari, de ses fils, Etienne, Louis et Daniel, tous engagés dans l’armée de l’ombre. Elle s’appelait Simonne.

      Marc, Simonne, Louis m’ont laissé une mémoire, la mémoire d’une famille qui a érigé la liberté d’esprit au rang de première des valeurs humaines. Aujourd’hui, je suis indignée. Au point où j’en arrive à surmonter la timidité que j’ai aussi reçue en héritage. Pour dire « Assez ! ».

      Le 12 novembre à La-Chapelle-en-Vercors, dans la Drôme, le président de la République a prononcé un discours destiné à apporter sa "contribution" au débat qu’il a lancé sur l’"identité nationale", une notion qui ne s’impose en rien et qui peut servir les pires desseins idéologiques. Il en a appelé à mon grand-père à l’appui de son hymne à la France repliée, chrétienne et éternelle. "Honneur", « patrie », « fierté d’être français », « identité nationale française », "héritier de la chrétienté" : ces termes sont légion dans ce discours où le chef de l’Etat prétend décrire ce que doit être sa France, cautionnée par le "plus grand historien".

      A plusieurs reprises, pendant la campagne présidentielle, il avait cru bon de citer L’Etrange Défaite, ce retour réflexif sur 1940, écrit par l’historien, qui avait été aussi combattant. Mais là, trop, c’est trop. Je suis révulsée. Pourquoi ce besoin de recourir à Marc Bloch pour se vêtir de ses qualités d’homme irréprochable. Peut-être parce qu’il faut rendre noble et acceptable un débat qui sert à la fois de courtes visées électorales et un projet idéologique de retour au « national », sans rapport aucun avec les engagements et la vision du monde, savant et citoyen, de Marc Bloch.

      Je refuse que mon grand-père soit utilisé pour célébrer la patrie selon Nicolas Sarkozy, qui joue de la peur de « l’Autre ». « L’étranger » ? « L’immigré » ? Toujours sommé de se justifier, forcément marginalisé par un débat centré sur l’"identité nationale", pourchassé quant il n’est pas « en règle », obligé de se cacher, de cacher ses enfants ou de travailler aux sinistres conditions du travail au noir. Quels sont ces "renoncements" qui menacent la patrie ? Toute cette phraséologie n’a rien à voir avec Marc Bloch, qui s’est battu dans un tout autre contexte contre de vrais ennemis des libertés.

      "Je suis, je m’en flatte, un bon citoyen du monde et le moins chauvin des hommes. Historien, je sais tout ce que contenait de vérité le cri fameux de Karl Marx : « Prolétaires de tous les pays, unissez-vous ! »", écrivait aussi le médiéviste dans L’Etrange Défaite, soucieux d’articuler son intense patriotisme et de plus larges horizons.

      Non, moi, sa petite-fille, je ne veux pas que Marc Bloch soit instrumentalisé par Nicolas Sarkozy. Il n’aurait pas approuvé cette idéologie nationaliste malsaine. Je demande au président de laisser la pensée de mon grand-père à l’étude, à la critique, aux historiens, ainsi qu’à tous les lecteurs de ses oeuvres.
      L’historien coauteur de ces lignes doit dire, avec bien d’autres, que le fameux passage cité à plusieurs reprises par le président et ses proches, et encore à La Chapelle-en-Vercors, pour faire croire que l’histoire de France s’adopte comme un tout, comme un animal de compagnie, est un détournement bien abusif. Voici la phrase exacte : "Il est deux catégories de Français qui ne comprendront jamais l’histoire de France, ceux qui refusent de vibrer au souvenir du sacre de Reims ; ceux qui lisent sans émotion le récit de la fête de la Fédération."

      Lorsqu’on remet cette phrase dans son contexte, on comprend qu’elle sert avant tout à dénoncer l’étroitesse d’esprit du patronat des années 1930, incapable de saisir l’élan des luttes ouvrières, et en particulier de celles de 1936. "Dans le Front populaire", ajoute Bloch - le vrai, celui des foules, non des politiciens -, il revivait "quelque chose de l’atmosphère du Champ de Mars, au grand soleil du 14 juillet 1790." Surtout, Marc Bloch dénonce ici l’incapacité des élites à bâtir de grands moments de rassemblement autour des idéaux démocratiques, face à ceux des régimes fascistes. Les spécialistes de Marc Bloch invitent à la prudence dans l’usage de la phrase, déjà formulée pendant la Grande Guerre. Ils en ont proposé de multiples lectures, insistant sur ce double contexte de guerre. A l’évidence, ce genre de discours d’union sacrée est un lieu commun pendant un conflit et mérite d’être entendu dans ce contexte.

      Comme d’habitude, le président sort des mots et des icônes de leurs contextes et de leurs engagements pour les peindre aux couleurs du jour, les plus nationales en l’occurrence, oubliant l’époque qui les a produits, empêchant toute compréhension des enjeux du temps. Comme le note l’historien Gérard Noiriel, "alors que Nicolas Sarkozy n’a cessé de stigmatiser la pensée critique comme une menace sur l’identité nationale, Marc Bloch l’a, au contraire, toujours encouragée".

      Suzette Bloch est Journaliste, petite-fille de Marc Bloch
      Nicolas Offenstadtest Maître de conférences en histoire à l’université Paris-I, auteur de "L’Histoire bling-bling", Stock

      #histoire #pensée_critique

    • « Les héritiers intellectuels de Marc Bloch dérangent, qu’ils écrivent sur le réchauffement climatique, la colonisation ou les violences de genre »
      CHRONIQUE, Pierre-Cyrille Hautcœur, Economiste
      ▻https://www.lemonde.fr/idees/article/2024/12/11/les-heritiers-intellectuels-de-marc-bloch-derangent-qu-ils-ecrivent-sur-le-r

      L’annonce de la panthéonisation de l’historien par Emmanuel Macron doit faire prendre conscience de l’importance de l’indépendance des chercheurs et de leurs travaux, souligne l’économiste Pierre-Cyrille Hautcœur, dans sa chronique.

      L’entrée de Marc Bloch au Panthéon est sans doute l’une des brillantes diversions dont le président de la République a le secret. Elle peut cependant nous aider à comprendre pourquoi la #recherche_universitaire est tant remise en cause. Historien, professeur des universités, mais aussi ancien combattant et résistant, Marc Bloch est devenu respectable. Il fut pourtant en son temps un perturbateur du savoir historique établi et un critique aigu de la société de l’entre-deux-guerres et de ses hypocrisies paresseuses.

      Comme universitaire, Marc Bloch découvre en 1919 à l’université de Strasbourg (son premier poste universitaire après quelques années de lycée avant-guerre) les pratiques de recherche de l’université allemande (en avance sur la française alors), en particulier le séminaire et la confrontation systématique aux publications nouvelles comme aux innovations méthodologiques. Influencé par la sociologie et l’économie, il pense l’histoire comme une intervention intellectuelle dans le monde, non comme l’accumulation de connaissances sur le passé. Après en avoir tiré toutes les conséquences, il crée en 1929 avec Lucien Febvre une revue nouvelle, les Annales d’histoire économique et sociale, qui appelle à une rupture avec les pratiques ordinaires de l’histoire et à l’engagement d’un dialogue permanent avec les autres sciences, naturelles comme sociales, pour répondre aux questions du présent.

      L’influence des Annales, prolongée après la guerre par la création de la sixième section de l’Ecole pratique des hautes études (aujourd’hui l’EHESS), n’a pas d’équivalent dans la recherche historique à l’échelle mondiale. Quand il écrit L’Etrange Défaite, au lendemain de la débâcle, Marc Bloch s’appuie sur son savoir d’historien, sur sa pratique comparatiste et sur son expérience militaire pour, par exemple, démontrer impitoyablement en quoi et pourquoi l’état-major français a été incapable intellectuellement de remettre en cause ses doctrines forgées durant la Grande Guerre.

      Multiples assauts

      Ces savoirs nouveaux sont souvent dérangeants, et L’Etrange Défaite ne pouvait pas être publiée sous Vichy. Aujourd’hui, les héritiers #intellectuels de Marc Bloch dérangent aussi, qu’ils écrivent sur le réchauffement climatique, l’impact des pollutions sur la santé, la colonisation ou les violences de genre. Et ceux qu’ils dérangent dans leurs certitudes et dans leurs acquis ont largement les moyens de contester ou de marginaliser ces savoirs.

      C’est pourquoi l’indépendance des chercheurs et des universitaires est garantie par la Constitution et devrait être un sujet de vigilance des gouvernements. Elle subit actuellement de multiples assauts, dont certains viennent de l’intérieur même des institutions républicaines. La première attaque conteste l’engagement social et politique des chercheurs, comme s’il n’était pas nécessaire à la pertinence de leur recherche aujourd’hui, et comme s’il affectait la qualité de la connaissance scientifique. C’est oublier que celle-ci ne peut pas s’apprécier à l’échelle d’un travail individuel, mais seulement à celle du débat savant, impitoyable envers l’erreur.

      Une deuxième remise en cause, plus insidieuse et bureaucratique, absorbe le temps de recherche dans d’innombrables tâches à l’utilité réduite. La troisième, plus radicale, remet en cause la nécessité de la recherche pour l’enseignement universitaire, alors qu’elle est la condition d’un enseignement actualisé. La réduction des budgets des universités (constante en termes de dépense par étudiant depuis le début des années 2010) amène à remplacer les enseignants-chercheurs par des vacataires ou des enseignants non chercheurs. Elle expose les étudiants à des enseignants sans expérience ou sans pratique de la recherche, alors que leur demande d’actualisation des savoirs est immense et que leur efficacité sociale postérieure en dépend.

      Mais il y a une raison contre laquelle Marc Bloch n’a pu nous prémunir : les élites françaises ont, dans leurs grandes écoles, été si peu exposées à la recherche qu’elles n’imaginent pas que celle-ci puisse leur manquer et manquer au pays. Puisse cette panthéonisation les faire changer d’avis.

      Pierre-Cyrille Hautcœur est directeur d’études à l’EHESS (Ecole d’économie de Paris).

      #grandes_écoles #élites_françaises

  • Karim Kattan, écrivain palestinien : « Pourquoi Gaza a-t-elle disparu derrière des sophismes, des approximations, des murmures désolés ? »
    ►https://www.lemonde.fr/idees/article/2024/10/08/karim-kattan-ecrivain-palestinien-pourquoi-gaza-a-t-elle-disparu-derriere-de

    Quel bien étrange paradoxe : #Gaza est partout et nulle part. Il est aussi courant de lire chaque jour le nombre de morts que de commenter les averses en automne. Phénomènes météorologiques, violence atmosphérique : la pluie est normale, et mourir amputé, torturé, affamé par les Israéliens à Gaza aussi. Nous redoutions ce moment mais le savions inévitable tant la mécanique du #racisme est prévisible : les gens s’y sont habitués. Les Israéliens comptaient-ils sur ça, sur l’effet du temps qui atténue l’horreur, facilite le consentement, habitue au pire ? Quoi qu’il en soit, la crise ne suscite plus le même intérêt. Gaza, champ de mort, la Palestine mutilée : dorénavant une normalité et non une urgence. Un aléa, non des crimes contre l’humanité. Une guerre, non des atrocités.

    En France, comme ailleurs, des controverses détournent l’attention. Chaque jour apporte sa petite polémique, où des représentants du pouvoir français s’indignent au sujet des propos tenus par Untel ou Untel et lancent des accusations en tout genre, peu caractérisées, expriment des indignations morales approximatives qui ne souffrent aucune démonstration. Le tout, souvent, pour taire la parole en soutien à la survie et la liberté des Palestiniens. On aurait rêvé qu’ils s’indignent avec au moins autant de ferveur au sujet des dizaines de milliers de victimes palestiniennes.

    Quant aux automatismes journalistiques que l’on aperçoit un peu partout – utilisation de la voix passive, de verbes approximatifs, déshistorisation, euphémismes –, ils viennent créer des ambiguïtés, rendre impersonnelles les atrocités, amoindrir les réalités de l’apartheid, de l’occupation, de la colonisation. C’est à se demander vraiment qui tue les #Palestiniens, dans quel but, et depuis quand.

    Les témoignages des citoyens, des journalistes, des médecins et des rares étrangers pénétrant dans l’enclave détruite mettent en lumière à quel point ce paysage discursif est défaillant. Ils montrent que l’enfer est là depuis près d’un an déjà. Même les soldats le décrivent, car ils sont fiers d’avoir créé cet enfer. Tout cela en dépit du black-out médiatique total imposé par Israël, qui s’assure qu’aucun journaliste étranger ne puisse pénétrer dans Gaza, à moins d’être escorté par l’armée.

    Démissions consenties

    Manière grossière, mais efficace, d’empêcher la production d’une iconographie directe de ses crimes – bien sûr, les Palestiniens la produisent chaque heure, mais on ne croit jamais entièrement ce que nous disons, nous soupçonnant toujours de mensonge et d’imprécision. Ce fait, qui conditionne la manière dont les nouvelles circulent ou non depuis Gaza, devrait être mentionné dans chaque article pour contextualiser les sources, leur absence ou leur fiabilité. Or, il est seulement rappelé de temps à autre, de façon incidente, jamais comme l’élément structurant de l’information en #Israël-Palestine.

    Pourtant, les instances internationales, les spécialistes, les chercheurs, les juristes alertent. Beaucoup affirment que tous les critères sont réunis et que nous faisons face à un risque de génocide – ce mot qui semble horrifier les politiciens plus que les réalités qu’il désigne. Certains disent même que ce génocide serait en cours. En tout cas, l’agression est si furieuse que Gaza est aujourd’hui le lieu au monde le plus dangereux pour les enfants.
    Où est Gaza ? Pourquoi a-t-elle disparu derrière des sophismes, des approximations, des murmures désolés ? C’est qu’on a consenti à bien des démissions avec nos mots.

    En plus de Gaza, d’autres ont disparu : où êtes-vous, mes pairs, mes collègues, mes amis – vous, les #écrivains ? Où est votre parole collective, vous, penseurs et faiseurs de mots ? Mes amis, auriez-vous perdu l’usage du langage, oublié comment vous organiser ? N’avez-vous pas vu qu’on détruit aussi les livres, qu’on décime les vôtres, qu’on rase vos lieux sacrés d’apprentissage, d’inspiration, d’oisiveté, de souvenir : bibliothèques, universités, ruelles, chambres, jardins ? Voici devant vous l’endroit où l’on vous assassine et mutile impunément ; où meurent le plus de gens qui écrivent et le plus d’enfants qui rêvent.

    Où sont vos têtes, vous si fiers de vos pensées ? Où sont vos plumes, vous qui vous épanchiez partout en cette rentrée littéraire ? Vous étiez partout, mais là, vous n’êtes pas. Où êtes-vous ?

    Gaza n’a pas disparu de l’esprit de tous, fort heureusement. On salue ceux qui se réunissent, ceux qui militent, qui écrivent et qui regardent ; les étudiants qui résistent face à des administrations hostiles ; les activistes, mais aussi les citoyens qui œuvrent pour la justice, et certains d’entre vous qui osent prendre la parole. Mais ces derniers sont rares : où êtes-vous ?

    La normalisation de l’horreur

    J’entends que la normalisation de l’horreur, le rétrécissement de l’empathie, est aussi un mécanisme de défense, pas seulement un processus sinistre. Toutefois, ces dernières semaines, j’ai commencé à soupçonner que l’on peut nommer et théoriser un nouveau principe organisateur : la haine des Palestiniens. C’est peut-être cela qui vous fait accepter l’anéantissement et l’invasion en vous contentant de vagues formules d’empathie. Vous n’utilisez pas les mots que vous maniez si aisément ailleurs : massacres, atrocités, crimes, car, au fond, vous trouvez que tout cela est dans l’ordre des choses.
    Alors, nous détestez-vous ? Comment pouvons-nous comprendre autrement votre attitude cette année passée ? On parle beaucoup de déshumanisation, mais ce préfixe « dé- » suggère qu’on nous aurait d’abord considérés comme humains et qu’au terme d’un processus nous aurions perdu ce statut. Je crains que vous n’ayez jamais considéré les Palestiniens comme des êtres humains.

    Je vous soupçonne désormais de cette haine. Certes, elle est nourrie d’islamophobie, de haine anti-arabe, de racisme, du substrat colonial qui charpente la pensée française. Certes, elle est passive, froide, nourrie d’indifférence. Mais elle est aussi, dans cette nouvelle séquence historique, une haine singulière des Palestiniens.
    C’est peut-être seulement ainsi que je peux m’expliquer votre démission intellectuelle, qui risque de devenir, chaque jour un peu plus, votre complicité. Contre toute attente, j’espère me tromper, mes amis. Je comptais sur vous. Je croyais en vous. Où êtes-vous ?

    Karim Kattan est un écrivain palestinien, né à Jérusalem et vivant en France. Son premier roman, « Le Palais des deux collines », est paru aux éditions Elyzad en 2021 et a reçu le Prix des cinq continents de la #francophonie la même année. Il vient de publier « L’Eden à l’aube » (Elyzad, 336 p., 21,50 €).

    #intellectuels

    • « Je vous soupçonne désormais de cette haine. Certes, elle est nourrie d’islamophobie, de haine anti-arabe, de racisme, du substrat colonial qui charpente la pensée française. Certes, elle est passive, froide, nourrie d’indifférence. Mais elle est aussi, dans cette nouvelle séquence historique, une haine singulière des Palestiniens.
      C’est peut-être seulement ainsi que je peux m’expliquer votre démission intellectuelle, qui risque de devenir, chaque jour un peu plus, votre complicité. Contre toute attente, j’espère me tromper, mes amis. Je comptais sur vous. Je croyais en vous. Où êtes-vous ? »

      Je ne m’y attendais pas chez cet auteur en particulier mais voilà un des symptômes de la brisure définitive (?) entre « nous » et les autres...

  • Comment les idées d’#extrême_droite se sont #banalisées dans le monde "intellectuel français

    ▻https://www.lemonde.fr/idees/article/2024/07/05/comment-les-idees-d-extreme-droite-se-sont-banalisees-dans-le-monde-intellec

    La #propagation continue des idéologies #ultraconservatrices et néoréactionnaires dans l’espace public depuis une vingtaine d’années explique pourquoi une partie des intellectuels médiatiques inclinent vers le Rassemblement national et renoncent désormais au front républicain.

    La période d’extrême tension politique accentue le sentiment de #confusion idéologique. Vendredi 28 juin, à deux jours du premier tour des élections #législatives, lors desquelles la France peut basculer à l’extrême droite pour la première fois depuis le régime de #Vichy (1940-1944), l’essayiste Alain Finkielkraut devait donner une conférence au Cercle de Flore, l’espace de rencontres de l’Action française, à Paris.

    « Faut-il être moderne ? », devait se demander l’écrivain « mécontemporain » devant un parterre de royalistes. Se représenter l’auteur du Juif imaginaire (Seuil, 1980) et de L’Avenir d’une négation (Seuil, 1982) discourant devant un mouvement fondé par l’écrivain monarchiste Charles Maurras (1868-1952), antidreyfusard et antisémite notoire, a quelque chose de vertigineux, même si les inclinations antimodernes de l’Académicien sont bien connues. Celui dont les grands-parents et le père ont été déportés à Auschwitz, et dont la mère est une rescapée de la Shoah, devait donc dialoguer avec les héritiers du pamphlétaire du journal L’Action française (1908-1944). Charles Maurras disait du capitaine Dreyfus que « douze balles lui apprendr[aie]nt enfin l’art de ne plus trahir ». Le théoricien du « nationalisme intégral » qualifiait le socialiste Léon Blum (1872-1950), figure tutélaire du Front populaire, de « détritus humain », parlait de lui comme d’« un homme à fusiller, mais dans le dos », espérant dans les années 1940 qu’« avec Pétain nous sortions du tunnel de 1789 ».

    Devant le tollé, Alain Finkielkraut a annulé sa participation. « J’ai répondu à l’invitation d’anciens étudiants, mais aussi parce que des intellectuels très recommandables, comme les philosophes Marcel Gauchet, Pierre Manent et Olivier Rey s’y sont rendus avant moi », se défend-il. Et l’Action française « a rompu avec l’antisémitisme », fait observer M. Finkielkraut.

    « Levée générale des tabous »
    « Le juif n’est plus un ennemi pour l’extrême droite, confirme l’historien Laurent Joly, spécialiste de la France de Vichy. L’ennemi qui ronge le pays de l’intérieur pour ce courant, c’est le musulman. » Mais, précise l’auteur de Naissance de l’Action française (Grasset, 2015), le mouvement monarchiste reste profondément « révisionniste », au sens où « il considère que le maréchal Pétain fut un “bouclier” qui sauva des juifs français, au mépris de la vérité historique ».

    Alain Finkielkraut se défend de tout autre lien avec l’Action française comme de tout ralliement au parti de Marine Le Pen. « Le Rassemblement national [RN] n’est plus pétainiste, mais, entre l’Ukraine et la Russie, il a constamment choisi la Russie, et j’en tire toutes les conséquences », déclare-t-il. Toutefois, le rapprochement, et parfois même le basculement, d’une partie du monde intellectuel français vers les idées d’extrême droite est un long processus, qui s’est accéléré depuis une vingtaine d’années. Dans Le Rappel à l’ordre (Seuil, 2002), l’historien des idées Daniel Lindenberg (1940-2018) estimait que cette inflexion provenait de la « libido réactionnaire » et de la « levée générale des tabous » portées au tournant des années 1990-2000 par des intellectuels souvent venus de la gauche. Dans sa postface de 2016, il écrivait qu’elle s’était transformée en une véritable « révolution conservatrice ». Mais, dès 1981, l’écrivain Alain de Benoist, alors rédacteur en chef de Nouvelle école, qualifiait la « guerre culturelle » occidentaliste qu’il voulait mener de « gramscisme de droite ».

    Le concept, venu du fondateur du Parti communiste italien, Antonio Gramsci (1891-1937), désigne une hégémonie culturelle à conquérir sur le front non seulement politique mais aussi idéologique. Et celle-ci devait passer de gauche à droite. Issu d’une matrice néopaïenne, « le gramscisme de droite était trop ouvertement différentialiste et percutait trop frontalement la culture politique égalitaire française pour s’imposer », analyse le philosophe Serge Audier, auteur de La Pensée anti-68. Essai sur les origines d’une restauration intellectuelle (La Découverte, 2008).

    Les intellectuels d’extrême droite ont pris le temps de comprendre pourquoi la gauche était culturellement dominante depuis Mai 68 et les mouvements d’émancipation des années 1970. Ils ont veillé à ne plus se cantonner aux officines confidentielles, même si la revue Eléments, organe de la « nouvelle droite », recevait sondeurs, éditorialistes et intellectuels mainstream, invités à dénoncer le « gauchisme culturel », la « cancel culture » et le « camp du Bien », à la manière des poncifs trumpistes relayés par le conformisme antiprogressiste ambiant. Non sans complicités journalistiques, ils se sont engouffrés dans les émissions de commentaires où s’est répandue leur idéologie réactionnaire. Et les médias du milliardaire défenseur de l’Occident chrétien Vincent Bolloré sont arrivés, accentuant un mouvement qui avait déjà commencé.

    « L’extrême droite ne gagne pas la bataille des idées, elle gagne la bataille des “écrans”, qu’ils soient télévisuels ou ceux des réseaux sociaux », d’autant que « le mode algorithmique privilégie la binarisation et la radicalisation », précise la philosophe Cynthia Fleury. « Comment voulez-vous que les gens qui pensent “s’informer” en regardant des chaînes focalisées sur le traitement des faits divers, des crimes, des catastrophes, etc., ne soient pas enclins à croire des partis dont le fonds de commerce consiste à les exploiter pour alimenter des discours sécuritaires qu’ils présentent comme des programmes politiques ? », se demande l’historien Gérard Noiriel. Cette « nouvelle logique communicationnelle », poursuit-il, conduit à « une manipulation des émotions au détriment de la raison et de la place accordée aux explications ». Pour la mouvance conservatrice, expliquer équivaut à vouloir excuser. Et les analyses venues des sciences sociales sont régulièrement affublées du terme disqualifiant d’« excusisme ».

    Propagandistes du déclin
    L’offensive médiatique a produit des effets. Certains journalistes sont devenus de véritables courroies de transmission, d’autres ont tout simplement rejoint le RN, comme Philippe Ballard, ancien animateur d’émissions de débats sur LCI, réélu député dans l’Oise. Des convergences idéologiques se sont opérées et une « extrême droite “de gauche” », comme le dit le philosophe Jacques Rancière dans Les Trente Inglorieuses (La Fabrique, 2022), s’est peu à peu installée. La bataille idéologique de l’extrême droite a en effet consisté à capter des grandes valeurs démocratiques et de gauche en les vidant de leur substance émancipatrice et universaliste. Ainsi, « la République est devenue synonyme de l’ordre et de l’autorité ; l’Etat social est devenu l’Etat national réservé aux autochtones ; la laïcité a été lestée d’un contenu “civilisationnel” antimusulmans. En somme, l’identitarisme réactionnaire s’est niché au cœur du socle qui fait le “commun” de la République », relève Serge Audier.

    « Toute une partie de la gauche a sous-estimé la constance de cette droite contre-révolutionnaire », insiste le politiste Laurent Jeanpierre, qui a notamment dirigé, avec Christophe Charle, La Vie intellectuelle en France. Tome 2 (Seuil, 2016). Par paresse ou dédain, nombre d’intellectuels progressistes n’ont pas été curieux du ressort idéologique de ces propagandistes du déclin. Des percées, comme celle de l’essayiste Hervé Juvin, devenu député européen du RN en 2019 après avoir publié cinq ouvrages aux éditions Gallimard, aurait pu pourtant avertir du glissement de terrain. L’historien des idées Daniel Lindenberg fut l’un des premiers à en repérer l’émergence, notamment chez des romanciers tel Michel Houellebecq.

    Jacques Rancière a montré comment l’ancienne critique du communisme s’est muée en une critique de l’individualisme démocratique (La Haine de la démocratie, La Fabrique, 2005) ; les historiens des idées François Cusset et Serge Audier ont montré les ressorts d’un vaste « contre-Mai 68 » ; dans Récidive (PUF, 2018), le philosophe Michaël Fœssel a réfléchi aux échos contemporains de l’année 1938 ; et, dans Le Venin dans la plume (La Découverte, 2019), Gérard Noiriel a établi les correspondances entre le pamphlétaire antisémite et raciste Edouard Drumont (1844-1917) et Eric Zemmour, qui « légitime une forme de délinquance de la pensée ». Mais l’alerte ne fut jamais vraiment prise très au sérieux. Et, peu à peu, tous les étages de la fusée se sont agencés : des journalistes, des écrivains, des humoristes, des sportifs ou des cuisiniers ont rejoint les partis de la réaction française.

    Oppositions binaires
    La droite extrême, par contre, a lu les auteurs de gauche. Président de l’institut de sondage PollingVox, directeur de la formation des cadres au RN et actuellement en campagne dans la première circonscription des Hautes-Alpes, Jérôme Sainte-Marie fut sans doute l’un des artisans les plus actifs de ce retournement. Le croisement des analyses critiques du « bloc bourgeois », notamment portées par les économistes néomarxistes Bruno Amable et Stefano Palombarini, avec celles de la fracture territoriale menées par le géographe Christophe Guilluy sur la « France périphérique » ont, selon Serge Audier – qui a consacré un article à ce sujet dans la revue Cités (n° 82, 2020) –, « permis à Jérôme Sainte-Marie et d’autres de disposer d’une grille de lecture “bloc contre bloc” ».

    Prisés par la presse dextriste, les oppositions binaires entre les élites des grandes villes – les « anywhere » (qui viennent de partout) – et le peuple périurbain et rural – les « somewhere » (« qui sont ancrés quelque part ») –, comme dit le journaliste britannique David Goodhart, ont « renforcé cette matrice idéologique ». D’un côté, un bloc qualifié d’élitaire, libéral, bobo et mondialiste ; de l’autre, un bloc populaire considéré comme périphérique, local et patriote national. Une vision de la France « d’autant plus puissante que le clivage entre ouverture et repli caractérisait aussi l’idéologie macroniste qui pensait ainsi disposer d’une rente électorale », poursuit Serge Audier. C’est ainsi que, sur le plan idéologique, le RN a su trouver sa colonne vertébrale. D’autant que, en ciblant au moins autant Jean-Luc Mélenchon que Marine Le Pen, toute une partie de l’intelligentsia a changé de diable.

    Mais le RN « ne ressemble plus à la vieille extrême droite », rétorque Alain Finkielkraut, intarissable contre cette gauche qui ne peut se passer de son meilleur ennemi et qui semble s’exclamer, affirme-t-il : « Le fascisme ne trépassera pas ! » Dans un entretien accordé en janvier 2022 à La Revue des deux mondes, l’historien Marcel Gauchet est explicite : « Tout cela est mort et enterré ou ne subsiste plus qu’à l’état résiduel. » L’ancien rédacteur en chef de la revue Le Débat en est convaincu : « Est réputé d’extrême droite le discours politique hostile à une immigration hors de contrôle et aux effets du multiculturalisme. » Et de conclure : « L’étiquette d’extrême droite fonctionne en réalité comme le moyen de disqualifier un discours qui dérange par rattachement à un passé honni. »

    Le RN est d’extrême droite, réplique Laurent Joly, notamment à cause de « sa focalisation sur l’identité et les immigrés », son aspect clanique qu’il s’attache à gommer – « il est difficile d’y faire une grande carrière sans être membre ou proche de la famille Le Pen » –, mais aussi en raison des propos sur les prétendus « comptes cachés de l’Etat ». Il l’est également en raison du projet de Jordan Bardella visant à interdire certaines hautes fonctions à des binationaux, « qui fait écho à la toute première loi adoptée par le régime pétainiste, le 12 juillet 1940 ». Cela dit, poursuit Gérard Noiriel, dans les années 1930, l’extrême droite antidémocratique « ne cherchait pas à prendre le pouvoir par les urnes ». Le caractère inédit de la situation dans laquelle nous sommes, indique l’auteur de Préférence nationale (Gallimard, collection « Tracts » no 55, 64 pages, 3,90 euros), c’est que, « pour la première fois dans l’histoire de la France, il est possible que l’extrême droite accède au pouvoir d’Etat par la voie électorale ».

    « Trahison des clercs »
    Certains intellectuels ont longtemps considéré que la majorité présidentielle était une digue politique face au RN. « Emmanuel Macron n’est pas un rempart au RN, mais une passerelle, déclare au contraire l’historien des idées François Dosse. Il a contribué à banaliser ses idées. » Le biographe de Cornelius Castoriadis et de Pierre Vidal-Naquet a été le professeur du futur président à Sciences Po. C’est grâce à lui qu’Emmanuel Macron a rencontré le philosophe Paul Ricœur, dont il fut assistant éditorial. Dans un entretien accordé à Valeurs actuelles sur la question migratoire, le 31 octobre 2019, le président de la République désigna les représentants des associations de défense des migrants comme des « droits-de-l’hommistes la main sur le cœur ». Emmanuel Macron juge désormais le programme du Nouveau Front populaire « totalement immigrationniste », a-t-il déclaré lors des commémorations du 84e anniversaire de l’appel du 18 juin. Comme le fait remarquer François Dosse, « c’est le mot employé par Jean-Marie Le Pen et tous les idéologues de l’extrême droite consacrés par Le Figaro, d’Eric Zemmour à Ivan Rioufol ».

    C’est aussi le terme du sociologue Paul Yonnet dans Voyage au centre du malaise français, publié en 1993 aux éditions Gallimard dans la collection « Le Débat », puis réédité en 2022 à L’Artilleur. Immigrationnisme : ce néologisme désigne « une valorisation de l’immigration justifiant l’opposition à toute mesure de contrôle ou de restriction de ses flux », explique Marcel Gauchet dans sa préface. Dans cette perspective, déclare-t-il, « la vocation » de la France n’est autre, en fin de compte, que de « disparaître en tant que patrie singulière, au nom des droits universels de ceux qui demandent à la rejoindre ».

    Dans une tribune parue le 21 juin dans Libération, l’historien #Patrick_Boucheron, professeur au Collège de France, estime qu’« Emmanuel Macron est sorti de l’histoire ». Ou bien il y rentrera « pour y occuper la place la plus infâme qui soit en République, celle des dirigeants ayant trahi la confiance que le peuple leur a accordée en ouvrant la porte à l’extrême droite, d’abord en parlant comme elle ». Une partie de la Macronie n’a, en effet, pas cessé de manier le vocable de la rhétorique ultraconservatrice, à l’image de Frédérique Vidal, alors ministre de l’enseignement supérieur et de la recherche, annonçant, le 14 février 2021, diligenter une enquête sur l’« islamo-gauchisme à l’université », ou bien du ministre de l’éducation nationale Jean-Michel Blanquer, assurant dans un colloque à la Sorbonne, en janvier 2022, que le « wokisme » était un « virus » auquel il fallait trouver le « vaccin ». Des propos qui ont indigné de nombreux chercheurs, en particulier parce qu’il s’agit de termes utilisés en permanence par l’extrême droite, comme Marine Le Pen, qui déclare aujourd’hui que « le bloc islamo-gauchiste prône la disparition de l’ensemble de nos libertés » (Le Figaro, 16 juin), ou Eric Zemmour, expliquant à ses électeurs que « la propagande wokiste endoctrine [leurs] enfants à l’école ».

    Si le RN parvient au pouvoir, « un certain nombre d’intellectuels de droite, mais aussi de gauche, porteront une grave responsabilité », prévient Serge Audier, notamment en raison de « la guerre culturelle quotidienne pour acculer l’ensemble de la gauche et des écologistes dans un statut de minorité clivante, bobo, islamo-gauchiste, woke, etc. ». Le fait que « certains des intellectuels les plus médiatisés à droite – Alain Finkielkraut, Luc Ferry, Pascal Bruckner, Michel Onfray, etc. – ciblent prioritairement le NFP [Nouveau Front populaire], avec la caisse de résonance de puissants médias, est une nouvelle “trahison des clercs” qui risque de contribuer à l’effondrement démocratique en cours », dit-il.

    Sentiment de déclassement
    La gauche n’est pas non plus épargnée dans ses responsabilités. Historien de l’immigration, Gérard Noiriel trouve « symptomatique » que « le cri d’alarme » lancé il y a une vingtaine d’années par le philosophe américain Richard Rorty (1931-2007) ait été « complètement ignoré chez nous ». Celui-ci craignait que « le ressentiment qu’éprouvent les Américains peu instruits à l’idée de se voir dicter leurs manières par les diplômés universitaires » aboutisse à l’élection d’un « homme fort qui remettrait en cause les acquis dans la lutte contre les discriminations, le sexisme et le racisme », écrivait-il en 1998. Un texte « prémonitoire », rédigé une vingtaine d’années avant l’élection de Donald Trump. Les législatives n’étant qu’un préalable à l’élection présidentielle de 2027, « voilà ce qui nous guette aujourd’hui en France », prévient Gérard Noiriel.

    Une gauche représentée par des partis de diplômés se serait largement déconnectée de certaines réalités et prendrait cette révolte contre les élites de plein fouet. Elle s’est parfois « embourbée dans des débats pour trancher ce qui importait le plus entre la race, le genre ou la classe », analyse Laurent Jeanpierre. Le vote pour le RN témoigne de la rancœur de ceux « d’en bas » contre ceux « d’en haut » et comporte des « bases ressentimistes », estime Cynthia Fleury. La précarisation et le sentiment de déclassement des classes populaires sont des ferments puissants. « Bien entendu, les déserts médicaux, le manque de services publics jouent un rôle capital dans certains territoires, mais ils ne me paraissent pas suffire à expliquer l’importance cruciale de l’idéologie identitaire et xénophobe », poursuit Serge Audier. En résumé, une partie des Français ne votent pas à l’extrême droite simplement parce qu’ils sont éloignés d’un pôle de santé, mais aussi parce que certains d’entre eux sont animés par un puissant rejet de l’étranger.

    L’un des points d’orgue de la confusion précipitée par la dissolution de l’Assemblée, c’est celui d’une partie des intellectuels français juifs prêts à voter pour le RN. Le retournement le plus saisissant est sans doute celui de Serge Klarsfeld. L’avocat et président des Fils et filles de déportés juifs de France a expliqué que, entre le NFP et le RN, il donnerait sa voix au second qui, dit-il, a fait sa « mue », « soutient Israël » et serait devenu « pro-juif ». Le couple Klarsfeld a même reçu, dans son appartement, le 19 février 2024, la présidente du RN, fille de Jean-Marie Le Pen, l’ancien leader du Front national qui expliquait en 1987 que les chambres à gaz étaient « un point de détail » de l’histoire de la seconde guerre mondiale.

    Signifiants chargés et puissants
    « Ça fout un coup », remarque l’écrivain #Régis_Debray. Il faut dire que ce « gaulliste d’extrême gauche », tel qu’il se définit lui-même en riant, connaît bien le célèbre chasseur de nazis. Compagnon de route du Che, Régis Debray a même préparé avec Serge Klarsfeld, depuis le Chili d’Allende, en 1972, l’enlèvement de Klaus Barbie, criminel nazi qui fit torturer Jean Moulin et ordonna la déportation de milliers de juifs, dont 44 enfants d’Izieu (Ain). L’opération a échoué, même si Barbie sera finalement extradé onze ans plus tard. Mais une amitié s’était nouée. Depuis L’Exil à domicile (Gallimard, 2022), Régis Debray se tient le plus souvent à l’écart de la mêlée. Sollicité par Le Monde afin d’analyser le chavirement politique historique en cours, l’ancien chargé de mission pour les relations internationales auprès de François Mitterrand, entre 1981 et 1985, ne cache pas son « trouble » devant « le passage de gauche à droite de nombre d’intellectuels juifs ».

    Justifiant son choix, Serge #Klarsfeld dit aujourd’hui que le RN est devenu « philosémite » et que « les musulmans ne manifestent pas leur attachement à la France ». Pourtant, remarque Régis Debray, « depuis l’affaire Dreyfus, les juifs sont ancrés à gauche. Et une partie de mes amis, que je considérais comme partisans de l’universel, semblent s’être repliés, face aux attaques, sur leur particularisme ». Si la recrudescence de l’antisémitisme est indéniable depuis l’attaque terroriste du Hamas le 7 octobre 2023 en Israël, « elle doit nous alerter mais pas nous faire oublier le massacre en cours à Gaza appuyé par l’extrême droite israélienne », explique Régis Debray.

    Alain #Finkielkraut considère Benyamin Nétanyahou comme « le pire premier ministre de l’histoire d’Israël » et estime qu’Itamar Ben Gvir et Bezalel Smotrich, respectivement ministres israéliens de la sécurité nationale et des finances, sont « d’authentiques fascistes ». Mais il ajoute : « Je suis un adversaire résolu du RN. Cependant, si je dois choisir entre Raphaël Arnault, candidat de La France insoumise dans le Vaucluse et qui a salué l’“offensive sans précédent” du 7 octobre et la députée sortante du RN [Catherine Jaouen], je voterai la mort dans l’âme pour cette dernière. » Selon l’auteur de L’identité malheureuse (Stock, 2013), « appeler à faire barrage au RN sans condition, c’est considérer l’antisémitisme comme un point de détail ».

    Alain Finkielkraut se souvient que son père disait, avant de prendre sa décision chaque veille d’élection : « Est-ce bon pour les juifs ? » Et déclare : « Moi, je ne me suis jamais posé cette question, mais pour la première fois aujourd’hui je vote aussi en tant que juif. » Alain Finkielkraut souligne qu’il a voté au premier tour pour un candidat Ensemble. Régis Debray considère que « substituer l’ethnique au politique a quelque chose d’attristant. Aujourd’hui, on vote en fonction de son identité familiale, non d’un projet collectif. Ce n’est pas ce qu’on appelait la gauche, non ? Essayons de la sauvegarder ». Il signale qu’il a voté de son côté NFP.

    « Les voix juives sont plurielles, irréductibles aux personnalités médiatiques que l’on présente comme des défenseurs d’Israël ou des juifs, alors qu’elles sont principalement des porte-parole d’une offensive idéologique dont la proximité avec l’extrême droite, tant en France qu’en Israël, ne cesse de se préciser », analyse, quant à lui, le philosophe Ivan Segré, auteur de Misère de l’antisionisme (Editions de l’éclat, 2020).

    Rarement une campagne électorale aura mobilisé autant de signifiants aussi chargés et puissants. Et il n’est pas indifférent que la figure du maréchal Pétain soit revenue ces dernières années sur le devant de la scène, notamment par Eric Zemmour, qui a voulu imposer ses mots, ses thèmes et ses haines. Et qui a notamment popularisé la notion complotiste et xénophobe du « grand remplacement ». Sans doute ne faut-il pas minorer ce « transcendantal pétainiste de la France », analysé par le philosophe Alain Badiou, qui consiste à imputer une crise morale nationale à un événement émancipateur : 1789 pour les contre-révolutionnaires, le Front populaire pour Pétain, Mai 1968 pour la droite extrême d’aujourd’hui. Sans doute convient-il également de rappeler, avec l’historien israélien Zeev Sternhell (1935-2020), que le parti de la famille Le Pen incarne « le refus des valeurs intellectuelles et morales des Lumières françaises ». Contrairement à ce que disait Marx, l’histoire ne se répète pas toujours sous la forme d’une farce. Il est encore temps d’empêcher cette étrange défaite et, afin d’éviter une nouvelle trahison des clercs, toujours possible de sortir d’un « ni-ni » mortifère.

    #Nicolas_Truong

    • oui, des propos si insultants pour l’intelligence des auditeurs poussent à l’insulte. dire qu’Emmanuel Laurentin qui présente ce talk show animait par le passé une émission d’histoire audible, documentée, précise, aux invités choisis, et quil s’avait de monter pertinent. quelle dégringolade.

      les journaux de la même chaîne tendent à ressembler à ce qu’étaient les JT (que je ne connais plus), avec non seulement des choix terminologiques ahurissants (une étroitesse d’esprit remarquable) mais y compris des fautes de français (que fait l’Académie !)

      #France_culture

  • La France suspend les mobilités étudiantes avec le Niger, le Mali et le Burkina Faso
    ►https://www.lemonde.fr/societe/article/2023/09/15/la-france-suspend-les-mobilites-etudiantes-avec-le-niger-le-mali-et-le-burki

    La France suspend les mobilités étudiantes avec le Niger, le Mali et le Burkina Faso
    Fin août, des étudiants de ces trois pays ont reçu un message du ministère des affaires étrangères les informant de l’annulation de leur séjour en France en raison de la crise diplomatique en cours.
    Par Soazig Le Nevé
    L’e-mail est arrivé le 30 août, deux jours avant le départ pour la France de Koffi (les étudiants cités témoignent avec un prénom d’emprunt), étudiant burkinabé et doctorant en géographie. « J’ai le regret de vous informer que nous annulons notre soutien pour votre séjour en France, toutes les prestations de Campus France sont annulées (billet d’avion, allocations et assurance santé) », y annonçait un interlocuteur du ministère de l’Europe et des affaires étrangères.
    La décision fait suite aux « événements intervenus à Niamey [Niger] fin juillet », poursuit l’auteur de ce message que Le Monde s’est procuré, en référence au coup d’Etat mené par des généraux désormais au pouvoir. « La France a suspendu son aide au développement à destination du Burkina Faso, du Mali et du Niger. Cette décision concerne également les bourses de mobilité du gouvernement français, dont vous êtes bénéficiaire », acte-t-il. Soit une somme de 1 500 euros mensuels, pour une durée de trois mois, que devait percevoir Koffi durant son séjour de recherche en France.
    Le jeune homme avait pourtant un visa, valable jusqu’en février 2024, explique-t-il au Monde, ainsi qu’un billet d’avion payé par Campus France, l’agence française de promotion de l’enseignement supérieur français à l’étranger. « La situation s’étant dégradée au cours de l’été, les vols Air France ont été suspendus, relate l’étudiant de l’université Joseph-Ki-Zerbo, à Ouagadougou, dont la thèse est codirigée par une chercheuse de l’Institut des mondes africains, une unité du CNRS située à Aubervilliers. Malgré cela, Campus France m’avait acheté un nouveau billet, la semaine de mon départ. » L’espoir a donc été brutalement douché, à réception de l’e-mail, le 30 août.
    La déception fut tout aussi grande pour Aya, une autre étudiante burkinabée, qui devait démarrer un master d’informatique à l’université Lyon-II. « Tout était fin prêt, ma fille avait rendez-vous pour obtenir son visa le 8 août, mais c’est le 4 août que l’interdiction de les délivrer est tombée », se désole son père. Selon lui, des dizaines d’étudiants se retrouvent immobilisés pour une durée inconnue et sont « les victimes innocentes de la crise diplomatique actuelle ». Ce qui aura pour conséquence de restreindre l’influence de l’Hexagone, estime-t-il. « Tout est toujours si compliqué avec la France que de plus en plus de jeunes se tournent vers le Ghana pour apprendre l’anglais et partir ensuite faire des études aux Etats-Unis », relate-t-il.
    Le « contexte sécuritaire » a conduit à une forte réduction du nombre d’agents présents dans les consulats, ce qui limite la capacité à délivrer des visas, explique-t-on au Quai d’Orsay tout en soulignant que les étudiants ne sont pas spécifiquement visés par ces restrictions, pas plus que les artistes. Une directive administrative, émanant des directions régionales des affaires culturelles, a créé la polémique, le 14 septembre, demandant à cesser toute collaboration avec les trois Etats. Lors d’un déplacement en Côte-d’Or, vendredi 15 septembre, Emmanuel Macron a nuancé, en assurant qu’il n’y avait « ni boycott ni représailles » et que la France allait continuer à accueillir des artistes du Sahel s’ils étaient en possession de visas.
    Selon le père d’Aya, il sera possible de relancer les procédures de délivrance, qui, depuis 2022, sont en grande partie gérées par des employés burkinabés au sein de la société Capago, mandatée par le gouvernement français pour traiter les dossiers qu’ils transmettent in fine pour validation au consulat. Du côté du ministère de l’enseignement supérieur, on assure que concernant la délivrance de nouveaux visas, la situation sera « réévaluée dans les semaines à venir à l’aune de l’évolution sécuritaire dans la région ». « Il n’a jamais été question et il ne sera jamais question ni de faire payer les populations pour les erreurs de leurs dirigeants ni de confondre coopération scientifique et politique », justifie l’entourage de Sylvie Retailleau, ministre de l’enseignement supérieur.
    Les coopérations existantes avec des universités ou d’autres établissements scientifiques se poursuivront, ajoute-t-on. « Les intellectuels, les chercheurs et les étudiants qui doivent se rendre en France et qui détiennent déjà un visa pourront, comme les artistes, continuer de le faire », affirme l’entourage de la ministre. Le cas du doctorant Koffi montre pourtant que jusqu’ici, la détention d’un visa ne semble pas suffire pour permettre une mobilité. Une chose est sûre, selon le ministère : les étudiants originaires des trois pays qui poursuivent leurs études actuellement en France et bénéficient d’une aide financière d’un opérateur public continueront de la percevoir. Au cours de l’année 2022-2023, Campus France a recensé un total de quelque 3 000 étudiants maliens, 2 500 Burkinabés et 1 200 Nigériens.

    #Covid-19#migrant#migration#france#mali#niger#burkinafaso#etudiant#intellectuel#chercheur#visas#politiquemigratoire#crise

  • La pensée décoloniale est-elle soluble dans l’État Vénézuelien ?
    ▻https://lundi.am/La-pensee-decoloniale-est-elle-soluble-dans-l-Etat-Venezuelien
    ▻https://lundi.am/local/cache-gd2/72/a470d615d07d1006fc095d97262731.png?1666799149

    « Après la création du Ministère des Mines Écologiques, le Gouvernement-des-oxymores a annoncé la création d’un “Institut National de la Décolonisation du Venezuela” »
    paru dans lundimatin#164, le 8 novembre 2018

    Du 22 au 26 octobre [2018], s’est tenu à la Bibliothèque Nationale du #Venezuela un colloque ayant pour sujet « la IIIe école de la pensée décoloniale critique : processus étatiques et constitutifs ». Ramon Grosfoguel, Enrique Dussel et Houria Bouteldja y étaient notamment présents. Profitant de la présence d’intellectuels et de militants décoloniaux venus de différents pays, #Nicolas_Maduro, a reçu les différents participants au Palais présidentiel pour inaugurer le nouvel « Institut de la pensée décoloniale ». Si le projet est porté de longue date par des penseurs comme Ramon Grosfoguel et Enrique Dussel, le responsable de cet Institut, à savoir Ernesto Villegas, ministre de la Culture, a été désigné par le président Maduro, « afin de donner cohérence, articulation et pouvoir avancer dans l’ensemble de ce processus pour consolider une indépendance absolue du pays. »

    Par cette opération politique grossière, en présence de militants internationaux, le régime vénézuélien semble tenter de redorer son blason. Il semble pourtant difficile, même sous couvert de « décolonisation » de faire oublier la politique menée au profit des métropoles contre les populations autochtones, ainsi que la baisse du niveau de vie, liée à la structuration de toute une économie autour du cours du pétrole. Encore plus difficile serait de cacher les révoltes qui ont secoué le Venezuela ces dernières années. A ces révoltes, le régime a répondu par la répression contre les manifestants, à savoir 150 morts dans les manifestations en 2017 selon Human Rights Watch (dont plus de 70 attribuées à coup sûr aux forces de police), des milliers d’arrestations (4500 d’opposants arrêtés selon l’ONG Foro Penal, dont 1 000 placements en détention, avec 350 personnes encore détenues), des cas de torture reconnus par Tarek William Saab, le « Défenseur du peuple » (équivalent de notre « Défenseur des droits »), ainsi que par une politique de guerre civile menée dans les quartiers pauvres, majoritairement contre les Noirs. Selon Amnesty International, entre 2015 et juin 2017, 8 200 personnes ont été victimes d’« exécutions extrajudiciaires » de la part de la police et de l’armée. Dans un rapport publié en septembre 2018, l’ONG reproche au régime de Maduro d’« utiliser la force meurtrière dans l’intention de tuer les personnes les plus vulnérables et les plus exclues ». Selon les mots d’Amnesty International, le régime « viole leurs droits et les traite comme des criminels en raison de leurs conditions de vie, alors qu’il devrait mettre en œuvre des politiques de lutte contre la criminalité basées sur la prévention et conformes aux normes internationales ».

    Nous pourrions nous borner à ironiser sur ce que signifie « faire de la politique » pour #Houria_Bouteldja et le #PIR, ou sur les grilles de lecture de ceux qui prétendent s’émanciper de la « gauche blanche » tout en ayant à propos de la situation vénézuélienne le même discours que Mélenchon et le PCF. Nous préférons nous saisir de l’occasion pour nous attarder sur la grille de lecture anti-impérialiste qui guide la mouvance décoloniale qui soutient Maduro.

    #intellectuels #anti_impérialisme #courant_décolonial #pensée_décoloniale

  • #Michael_Zemmour (économiste) : « Il y a un tel #contrôle sur les allocataires qu’on leur rend la vie impossible »

    Michael Zemmour, économiste et maître de conférences en économie à l’Université Paris 1, était l’invité de BFMTV pour réagir aux chiffres des fraudes fiscale et sociale. La lutte face à ces fraudes a été fixée comme un objectif pour “les 100 jours” annoncés par Emmanuel Macron lors de son allocution. Invité sur BFMTV ce mardi matin, Bruno Le Maire a par ailleurs durci le ton sur la fraude sociale et les personnes qui envoient des aides sociales vers leur pays d’origine.

    ▻https://www.dailymotion.com/video/x8k7mon


    #fraude_fiscale #fact-checking #vidéo #fraude_sociale #fraude_fiscale

    • Lumière sur : Michael Zemmour

      Michael Zemmour, le guerrier de la réforme des retraites qui a débarqué sur la scène avec un esprit aussi affûté qu’une épée de samouraï ! Ce maître de conférences à l’université Paris-I Panthéon-Sorbonne et chercheur à Liepp (Sciences-Po) a laissé sa marque en se battant pour des politiques sociales bien financées. Et il a réussi à le faire en moins de temps qu’il n’en faut pour dire "retraite" !

      Ce passionné d’économie a écrit des bouquins tellement percutants que même les planches de bois ont peur de lui ! Son chef-d’œuvre intitulé « En France, le travail coûte trop cher » est une source d’inspiration pour peut-être chercher à comprendre les mécanismes des enjeux économiques et sociaux du pays.

      Avec une détermination à faire pâlir un militant enragé, Michael Zemmour s’est jeté dans l’arène du débat sur la réforme des retraites, tel un gladiateur du savoir. Ses analyses ont électrisé le public, attirant l’attention des gens qui cherchent désespérément des solutions concrètes. C’est simple, il est aussi incontournable dans les médias que la météo en été !

      Sa capacité à parler de choses compliquées avec autant de clarté que le rire d’un enfant fait de lui un héros du peuple, capable de briser les barrières entre le jargon économique et le langage compréhensible par tous. Michael Zemmour est le Messi des politiques sociales !

      Son moment de gloire a été lorsqu’il a enflammé le micro de France Inter lors d’une entrevue enflammée avec Léa Salamé. Telle une tornade de vérité, il a démoli l’argument bancaire du ministre de l’Économie Bruno Le Maire sur la pension minimale de 1200 euros pour tous les retraités. Michael a sorti sa boule de cristal et a révélé que le nombre de retraités en dessous de ce seuil serait encore plus long qu’un discours de politicien en campagne !

      Cette révélation fracassante a secoué la sphère publique et a ouvert les yeux sur les véritables enjeux des retraites. Et ce n’était que le début ! Grâce à ses analyses éclairées, il a réussi à ébranler les fondations de la réforme proposée, telle une danse endiablée sur les idées fausses du gouvernement.

      Aujourd’hui, Michael Zemmour continue son combat avec le sourire, comme un super-héros engagé, prêt à sauver la France des méandres de l’ignorance économique. Alors, préparez-vous, car avec lui, le futur des politiques sociales s’annonce plus brillant qu’un feu d’artifice du 14 juillet !

      Ps : Vous savez quelle est la différence entre Eric Zemmour et Michael Zemmour ? C’est simple, Eric est tellement obscur que même dans une pièce plongée dans le noir complet, vous ne le verrez toujours pas. Tandis que Michael est tellement brillant qu’il pourrait éclairer une salle entière rien qu’en récitant des chiffres économiques ! Mais bon, chacun son style : l’un préfère se cacher dans l’ombre des controverses, tandis que l’autre brille de mille feux dans le débat public !

      ►https://twitter.com/RomainMerciere/status/1688109097554436096

    • Sur un autre message référençant le même article, quelqu’un a posté une vidéo de Papa Ndiaye, devenu ministre, soudainement incapable de prononcer « violences policières ». Je ne la retrouve pas, mais c’est édifiant.

    • Q1 : est-ce que c’est une caractéristique du Macronisme de brainwasher voire lobotomiser les ministres et autres députés, ou c’est simplement l’accès au pouvoir et la proximité du sommet qui leur fait perdre leur cerveau et leur liberté de pensée ?

      Q2 : par quel moyen concret « le pouvoir » parvient-il à contraindre de manière aussi efficace et aussi durablement les gens qu’il nome ou fait élire ?

  • « À #Macron qui affirmait que "la foule n’a pas de légitimité", voici la réponse de l’historien Patrick Boucheron en mars dernier.
    Son émission d’histoire sur #FranceInter est supprimée, malgré une excellente audience.
    Le hasard sans doute... »

    ▻https://video.twimg.com/amplify_video/1639301208417484800/vid/720x900/9rPN8M-lDLUE3iFZ.mp4?tag=16

    ▻https://twitter.com/Callystor/status/1660346500088578050?cxt=HHwWhIC-3YmW3oouAAAA

    #Macronistan

    Le podcast du 22 mars 2023 sur franceculture

    Pour Patrick Boucheron :
    – « Machiavel montre que les dominés ont la science de leur domination […] la multitude se trompe parfois dans des jugements généraux, mais pas dans les détails ».
    ▻https://www.radiofrance.fr/franceculture/podcasts/le-temps-du-debat/crise-des-retraites-que-nous-apprend-machiavel-3594626

    • Ce qui est emmerdant, c’est pas seulement le propos, aussi approprié que destructeur, c’est qu’il provient d’un intellectuel macroniste (il a voté pour lui au premier tour en 2017, eh oui...) qui a utilisé France inter pour marquer son désaccord.

      edit la critique doit pouvoir être décrite comme barbare, « décivilisationelle », ennemie (musulmans, ultra-gauche, et voilà comment même LFI sort du pacte républicain ah ah ah)

      #intellectuel #débat_public

    • la multitude [...] sait très bien ce qu’on lui fait, donc y a pas de pédagogie à avoir avec elle.

      Macron et Darmanin font donc bien exactement ça : pas de pédagogie, du mépris, du lacrymo et des coups de matraque. Ou bien ?

  • « Mais lâchez-la, votre virilité ! » Sandrine Rousseau
    ▻https://www.lemediatv.fr/emissions/2022/mais-lachez-la-votre-virilite-sandrine-rousseau-j5P1GZ-1QZeiRnvsE0C7Ww

    Et si on lâchait notre virilité pour sauver la planète ? C’est la proposition de la députée éco-féministe, Sandrine Rousseau, co-autrice d’un essai intitulé Par-delà l’Androcène. L’écologiste raconte sur le plateau du Média, cette ère des hommes qui…

    #Écologie #Gauches #Politique

  • De la #démocratie en #Pandémie. #Santé, #recherche, #éducation

    La conviction qui nous anime en prenant aujourd’hui la parole, c’est que plutôt que de se taire par peur d’ajouter des polémiques à la confusion, le devoir des milieux universitaires et académiques est de rendre à nouveau possible la discussion scientifique et de la publier dans l’espace public, seule voie pour retisser un lien de confiance entre le savoir et les citoyens, lui-même indispensable à la survie de nos démocraties. La stratégie de l’omerta n’est pas la bonne. Notre conviction est au contraire que le sort de la démocratie dépendra très largement des forces de résistance du monde savant et de sa capacité à se faire entendre dans les débats politiques cruciaux qui vont devoir se mener, dans les mois et les années qui viennent, autour de la santé et de l’avenir du vivant.

    ►https://www.gallimard.fr/Catalogue/GALLIMARD/Tracts/De-la-democratie-en-Pandemie

    –-

    Et une citation :

    « La conviction qui nous anime en prenant aujourd’hui la parole, c’est que plutôt que de se taire par peur d’ajouter des #polémiques à la #confusion, le devoir des milieux universitaires et académiques est de rendre à nouveau possible la discussion scientifique et de la publier dans l’espace public, seule voie pour retisser un lien de confiance entre le #savoir et les citoyens, lui-même indispensable à la survie de nos démocraties. La stratégie de l’ _#omerta_ n’est pas la bonne. Notre conviction est au contraire que le sort de la démocratie dépendra très largement des forces de résistance du monde savant et de sa capacité à se faire entendre dans les débats politiques cruciaux qui vont devoir se mener, dans les mois et les années qui viennent, autour de la santé et de l’avenir du vivant. »

    #syndémie #désert_médical #zoonose #répression #prévention #confinement #covid-19 #coronavirus #inégalités #autonomie #état_d'urgence #état_d'urgence_sanitaire #exception #régime_d'exception #Etat_de_droit #débat_public #science #conflits #discussion_scientifique #résistance #droit #santé #grève #manifestation #déni #rationalité #peur #panique #colère #confinement #enfermement #défiance #infantilisation #indiscipline #essentiel #responsabilité #improvisation #nudge #attestation_dérogatoire_de_déplacement #libéralisme_autoritaire #autoritarisme #néolibéralisme #colloque_Lippmann (1938) #économie_comportementale #Richard_Thaler #Cass_Sunstein #neuroscience #économie #action_publique #dictature_sanitaire #consentement #acceptabilité_sociale #manufacture_du_consentement #médias #nudging #consulting #conseil_scientifique #comité_analyse_recherche_et_expertise (#CARE) #conseil_de_défense #hôpitaux #hôpital_public #système_sanitaire #éducation #destruction #continuité_pédagogique #e-santé #université #portefeuille_de_compétences #capital_formation #civisme #vie_sociale #déconfinement #austérité #distanciation_sociale #héroïsation #rhétorique_martiale #guerre #médaille_à_l'engagement #primes #management #formations_hybrides #France_Université_Numérique (#FUN) #blended_learning #hybride #Loi_de_programmation_de_la_recherche (#LPR ou #LPPR) #innovation #start-up_nation #couvre-feu #humiliation #vaccin #vaccination
    #livre #livret #Barbara_Stiegler

    • secret @jjalmad
      ▻https://twitter.com/jjalmad/status/1557720167248908288

      Alors. Pour Stiegler je veux bien des ref si tu as ça, j’avais un peu écouté des conf en mode méfiance mais il y a un moment, sans creuser, et je me disais que je devais pousser parce qu’en effet grosse ref à gauche

      @tapyplus

      ▻https://twitter.com/tapyplus/status/1557720905828253698

      Check son entretien avec Desbiolles chez les colibris par ex. T’as aussi ses interventions à ASI, son entretien avec Ruffin, etc. C’est une philosophe médiatique, on la voit bcp. Et elle dit bien de la merde depuis qq tps. Aussi un live de la méthode scientifique avec Delfraissy

      Je suis pas sur le PC mais je peux te lister pas mal de sources. D’autant plus pbtk parce que « réf » à gauche. Mais dans le détail elle dit de la merde en mode minimiser le virus + méconnaissance de l’antivaccinisme. Et du « moi je réfléchit » bien claqué élitiste et méprisant.

      Quelques interventions de B Stiegler (en vrac) :
      Alors la première m’avait interpellée vu qu’elle était partie en HS complet à interpeller Delfraissy sur les effets secondaires des vaccins : ▻https://radiofrance.fr/franceculture/podcasts/la-methode-scientifique/et-maintenant-la-science-d-apres-8387446…
      (le pauve N Martin se retrouvait sur un débat complètement HS)

      Il y a d’une part la critique politique (rapport à la démocratie en santé publique), mais pour Stiegler outre la position « le gvt en fait trop, c’est des mesures autoritaires inutiles » elle se positionne par ailleurs sur des choix

      Parler des EI des vaccins sans balancer avec les effets de la maladie. Utilisation de la santé mentale des enfants pour critiquer le port du masque à l’école, lecture de la situation où il n’y aurait que gvt vs libertay, et en omettant complètement toutes les positions développées par l’autodéfense sanitaire et les militants antivalidistes et de collectifs de patients (immunodéprimés, covid long, ...) quand ils ne vont pas dans son narratif.

      Elle met de côté toutes les lectures matérialistes de la situation et sort clairement de son champ de compétence sur certains points, tout en ne donnant que très peu de sources et de points de référence pour étayer ses propos.

      Genre elle critique la pharmacovigilance et les EI mais elle ne donne jamais aucune source ni aucune information sur les outils, méthodes et acteurs qui travaillent ces sujets. Pareil quand elle dit découvrir les critiques des vaccination. Il y a de quoi faire avec les travaux historique sur la #santé_publique et la vaccination. A t elle interrogé des spécialiste de ces sujets, notamment les spécialistes qui ne vont pas que dans le sens de son propos. Elle semble manquer cruellement de référence historique sur le sujet alors qu’elle s’en saisit et qu’elle a une aura d’#intellectuelle_de_gauche, donc plein de monde lui accorde une confiance et trouve qu’elle est très pertinente sur certains sujets. Mais sur le traitement des points techniques elle me semble plutôt à la ramasse et ce qui ne va pas dans son sens est renvoyé à la doxa gouvernementale ou technoscientiste liberale, sans apparemment regarder les contenus eux même. Et Desbiolles c’est pareil. Alla je connais moins et je l’ai entendu dire qq trucs pertinents (sur les profils des non vaccines par exemple) mais le fait qu’il cite Desbiolles devant l’opecst, alors que celle ci racontait des trucs bien limites sur les masques et les enfants, ça me met des warnings.

      Je rajouterai 2 points : 1) il y a des sujets super intéressants à traiter de trouver comment on construit une position collective sur des questions de santé publique, ni individualiste ni subissant l’autorité de l’état. Genre comment penser une réflexions sur les vaccinations (en général, pas spécifiquement covid) dans une perspective émancipatrice et libertaire, comment on fait collectif, comment on mutualise des risques, comment on se donne des contraintes individuelles pour soutenir celles et ceux qui en ont plus besoin.

      Stiegler ne fait que critiquer l’autoritarisme d’état, parle de démocratie, mais ne propose aucune piste concrète ni axe de réflexion pour développer cela. D’autres personnes le font et développent cela, et c’est des sujets non triviaux sur lesquels il est important de délibérer.

      2) Un autre point c’est son discours, comme ceux d’autres intellectuels, est surtout axé sur la partie « choix libre » de la phrase « choix libre et éclairé », et n’évoquent pas vraiment la manière dont on construit collectivement la partie « éclairé »

      Il y a des sujets super importants à traiter sur le rapport aux paroles d’expert, de la place des scientifiques dans un débat public, de la dialectique entre connaissance scientifique et choix politiques et éthiques, bref plein d’enjeux d’éducation populaire

      Ah et aussi dernier point que j’ai déjà évoqué par le passé : l’axe « liberté » sur les questions de vaccination, c’est un argument central des discours antivaccinaux, qui axent sur le fait que les individus peuvent choisir librement etc. C’est assez documenté et c’est par exemple un registre argumentaire historique de la Ligue Nationale Pour la Liberté de Vaccination (LNPLV), qui défend le rapport au choix, défendant les personnes qui ont refusé les vaccinations obligatoires. Mais sous couvert de nuance et de démocratie, ce sont des positions antivaccinales assez claires qui sont défendues. Ce truc de la nuance et de la liberté, tu la retrouves par exemple également chez les anthroposophes (j’en parlais récemment dans un thread).

      j’ai enfin compris pourquoi on dit intellectuel de gauche : c’est pour indiquer avec quel pied leur marcher dessus.

  • « Si Macron ne fait pas d’urgence un geste social fort, alors son arrogance peut lui faire perdre un second tour contre Le Pen », Thomas Piketty

    Pour que la gauche retrouve le pouvoir à l’issue de l’élection présidentielle, il lui faudra réconcilier les classes populaires de différentes origines, aujourd’hui profondément divisées, observe l’économiste dans sa chronique.

    Chronique. Lors du premier tour de la présidentielle de 2017, quatre candidats avaient réalisé entre 20 % et 24 % des voix : autant dire que de nombreux seconds tours étaient possibles et auraient pu se produire, au sein d’un paysage politique et idéologique profondément morcelé. Jusqu’au dernier moment, les électeurs de 2022 ont, eux aussi, à faire face à des incertitudes considérables, et en particulier à un choix entre un second tour entre l’extrême droite et la droite (Le Pen contre Macron, que la grande majorité des électeurs placent désormais et assez logiquement à droite) ou entre la droite et la gauche (Macron contre Mélenchon). Ce choix est tout sauf anodin, et il emporte avec lui des conséquences considérables sur le type de délibération publique qui occupera le pays pendant deux semaines (et peut-être davantage) : un débat centré sur la chasse aux immigrés et aux musulmans dans le premier cas, ou bien l’espoir d’une discussion portant sur les salaires et les conditions de travail, la santé et l’éducation, la justice sociale et fiscale, les énergies renouvelables et les services publics dans le second.

    Pour autant, quelle que soit l’issue de l’élection, on peut déjà être sûr d’une chose : nous n’assisterons pas au paisible retour d’un rassurant clivage gauche-droite. D’abord parce que la droitisation générale du paysage politique et l’émergence d’un puissant bloc électoral antimigrants correspondent à une tendance lourde, que le macronisme au pouvoir a dangereusement accentuée. Ensuite, car il faudra un long travail pour que les forces de gauche parviennent à s’unir et à accéder au pouvoir.

    Tropisme fondamental

    Commençons par le premier point. Les choses sont maintenant écrites. En s’appropriant le programme économique de la droite, le centrisme macronien a aussi contribué à droitiser le pays, en poussant la droite républicaine à une course-poursuite sans issue avec l’extrême droite sur les questions identitaires. Le plus dangereux est l’arrogance du président candidat, qui prétend être réélu sans débat ni programme, ou bien avec des mesures bâclées trahissant son tropisme fondamental : gouverner d’abord et toujours pour les premiers de cordée, en misant sur les divisions de ses adversaires.

    La palme du cynisme a été atteinte avec la question des retraites. Rappelons que, pour avoir droit à une retraite à plein taux, il faut remplir deux conditions : atteindre l’âge légal minimum (actuellement 62 ans) et valider la durée requise de cotisations, qui augmente régulièrement et atteindra bientôt quarante-trois annuités (à partir de la génération 1973). Autrement dit, pour tous ceux qui font des études supérieures et commencent à travailler à 22 ans ou au-delà, le fait de porter l’âge légal à 65 ans n’aura strictement aucun effet : dans la législation actuelle, ils devront déjà attendre 65 ans ou au-delà pour avoir une retraite pleine.

    En revanche, pour ceux qui ont commencé à travailler à 18 ans, il faudra désormais attendre 65 ans, soit 47 années de cotisations, alors même que leur espérance de vie est plus faible que celle des premiers. Proposer une telle réforme, tout en prétendant que les carrières longues seront épargnées, alors même que ce sont par définition les seules qui seront touchées, constitue un grossier mensonge. En se comportant de la sorte, Macron permet à Le Pen de se présenter à peu de frais comme défenseuse des classes populaires et de ceux qui travaillent dur.

    Même chose quand Le Pen propose de réintroduire (à dose homéopathique) l’impôt sur la fortune financière. La mesure est largement hypocrite, puisqu’elle prévoit dans le même temps d’exonérer entièrement les résidences principales : les multimillionnaires possédant un château à Saint-Cloud auront droit à une forte baisse de leur impôt sur la fortune immobilière, alors que les Français ordinaires subissent des hausses de taxe foncière. Mais tant que Macron se refusera à réimposer les hauts patrimoines financiers, cela permet là aussi à Le Pen de se présenter à bas coût comme candidate populaire.

    Mea culpa sincère

    Ce cocktail politique détonnant, à base de violents discours antimigrants et de mesures sociales pour les classes populaires blanches, a déjà fonctionné avec succès en Pologne et en Hongrie. Plus loin de nous, c’est aussi ce qui a permis aux démocrates de retrouver le pouvoir après la guerre civile aux Etats-Unis, avec une plate-forme ségrégationniste vis-à-vis des Noirs, mais plus sociale que les républicains vis-à-vis des Blancs (y compris face aux migrants irlandais et italiens). Le risque aujourd’hui est qu’une telle posture sociale-différentialiste (ou sociale-raciste) l’emporte en France. Concrètement, si Macron ne fait pas d’urgence un geste social fort, sur les retraites et la justice fiscale, alors son arrogance peut lui faire perdre un second tour contre Le Pen.

    Venons-en au second point. Pour que la gauche retrouve le pouvoir, il lui faudra réconcilier les classes populaires de différentes origines, aujourd’hui profondément divisées, et donc ramener vers elles ceux qui ne croient plus aux promesses sociales et économiques et qui s’en remettent à des mesures antimigrants pour changer leur sort. Cela passera par un programme ambitieux de redistribution des richesses et un mea culpa enfin sincère sur les errements au pouvoir. Cela prendra du temps, car la rupture avec les classes populaires vient de loin. Les différents partis (« insoumis », socialistes, écologistes, communistes, etc.) devront dépasser leurs rancœurs et se retrouver dans une nouvelle fédération populaire, démocratique et internationaliste. On ne peut pas critiquer le présidentialisme tout en refusant la démocratie interne quand il s’agit de choisir son candidat. On ne peut pas prôner l’internationalisme tout en limitant sa défense de la démocratie aux frontières nationales. Raison de plus pour s’y atteler dès maintenant.
    ▻https://www.lemonde.fr/idees/article/2022/04/08/thomas-piketty-si-macron-ne-fait-pas-d-urgence-un-geste-social-fort-alors-so

    méthode : faire précéder in extremis une tribune à venir par des articles qui confèrent une consistance au pluralisme équilibré dont la démocratie et ses organes se parent. on pourra exhiber tel ou tel sommet de l’iceberg (ben non, tout se décide pas chez Mc Kinsey) :

    Election présidentielle 2022 : comment le lobby des grandes entreprises a influencé les programmes des candidats
    ▻https://www.lemonde.fr/election-presidentielle-2022/article/2022/04/07/presidentielle-2022-comment-le-lobby-des-grandes-entreprises-a-influence-les

    Baisse des impôts de production, refonte des lycées professionnels, pouvoir d’achat… Les promesses des prétendants à l’Elysée ont pour certaines été fortement colorées par les organisations patronales.

    Les patrons s’en félicitent : on a peu parlé des entreprises dans cette campagne. Même les superprofits de Total, cible idéale dans un contexte de flambée des prix du pétrole, ont suscité assez peu de réactions chez les responsables politiques. Geoffroy Roux de Bézieux, le président du #Medef, l’admet lui-même : « On est moins attaqués qu’en 2017, l’entreprise est moins attaquée. Ce n’est pas elle qui a servi de ligne de partage des eaux. » Les batailles idéologiques ont été moins clivantes que lors des deux derniers scrutins, juge-t-il, citant la taxe à 75 % sur les très hauts revenus de François Hollande en 2012 ou les 500 000 suppressions de postes de fonctionnaire de François Fillon en 2017. Une « voie médiane » se serait dégagée.

    Pour autant, les #entreprises ont, comme à chaque élection, veillé à défendre au plus près leurs intérêts ces derniers mois. Le Medef et la Confédération des petites et moyennes entreprises, mais aussi les très grandes entreprises, réunies dans l’Association française des entreprises privées (#AFEP), organisation plus discrète et moins connue du grand public, mais très influente dans la sphère publique : tous ont joué un rôle dans la fabrication et l’évolution des programmes des candidats en matière économique.

    C’est à l’issue d’un effort de lobbying important que les entreprises ont ainsi obtenu la promesse d’une nouvelle baisse des impôts de production. Cet ensemble de taxes et cotisations représente plusieurs dizaines de milliards d’euros, et les différents impôts qui le composent, plus élevés en France qu’ailleurs en Europe, sont décrits comme pénalisants pour l’industrie, parce qu’ils pèsent sur le chiffre d’affaires, le foncier ou la valeur ajoutée. Un argument très puissant dans le contexte post-Covid, qui a remis les questions de souveraineté industrielle au cœur du débat, même si la nocivité de ces impôts pour l’industrie est débattue entre économistes. L’exécutif actuel a déjà commencé à les réduire de 10 milliards d’euros par an à l’occasion du plan de relance de l’automne 2020.

    Relais au Parlement

    Il y a cinq ans pourtant, aucun candidat n’en parlait, à l’exception de François Fillon, qui l’évoquait de façon un peu vague. La priorité était à la réduction de l’impôt sur les sociétés, censée répondre à un objectif de compétitivité – le taux a depuis été ramené de 33 % à 25 %. Cette année, à droite et à l’extrême droite, tous ont repris l’idée de la baisse des impôts de production, dans des configurations variées.

    C’est aussi le cas d’Emmanuel Macron, alors que son programme en 2017 n’en faisait pas mention, qui propose en 2022 de supprimer la cotisation sur la valeur ajoutée des entreprises (CVAE), l’un des impôts les plus décriés par les entreprises et qui rapporte 7 milliards d’euros par an. « C’est curieux d’avoir retenu la CVAE, car elle ne cible pas plus spécifiquement l’industrie que d’autres impôts sur la production, commente l’économiste Clément Malgouyres. C’est un impôt qui a été peu évalué, mais qui, a priori, a peu d’incidence sur le comportement des entreprises ». Ses travaux pour l’Institut des politiques publiques montrent que tous les secteurs paient la CVAE, y compris les services, les banques et les assurances, et que les petites entreprises en sont pour l’essentiel exonérées puisqu’elle n’est due qu’à partir de 500 000 euros de chiffres d’affaires et que son taux est progressif.

    Si les organisations patronales crient victoire, elles n’avaient pas toutes les mêmes objectifs en début de campagne. Seule l’AFEP avait ciblé explicitement la CVAE, dont elle espère la suppression dès le budget 2023. L’organisation, qui fuit la lumière, est connue pour sa capacité à faire avancer son agenda grâce à des relais au Parlement et dans les administrations, et à sa capacité à formuler des demandes qui tiennent compte des contraintes de l’Etat, notamment budgétaires. Certaines de ses propositions, comme les baisses de charges sur les salaires des cadres, ont séduit le ministre de l’économie, Bruno Le Maire. Mais, sentant l’Elysée peu allant, l’organisation lui a préféré la voie plus consensuelle des baisses d’impôts. Les charges sociales attendront.

    Mesure amendée

    L’AFEP, comme les autres, militait aussi pour une refonte des lycées professionnels, qui a été retenue par Emmanuel Macron, candidat à sa réélection. Avant la campagne, elle avait en outre plaidé pour un relèvement du plafond des donations défiscalisées de 100 000 à 150 000 euros par enfant et par parent – un seuil poussé par les chefs d’entreprise à titre personnel. L’idée, d’abord écartée par l’exécutif, a finalement été portée par le candidat, qui en a fait une mesure « classes moyennes ». Le rôle du lobby patronal dans la suppression de l’impôt de solidarité sur la fortune (ISF) – un sujet très important pour ses adhérents, dont près de la moitié sont des entreprises familiales – avait aussi été souligné au début du quinquennat.

    Selon plusieurs sources, c’est enfin l’AFEP, avec le Medef, qui est à l’origine de la correction apportée à l’une des mesures-phares du projet de Valérie Pécresse : la promesse d’une augmentation de 10 % des salaires inférieurs à 2,2 smic. Une proposition qui supposait de contraindre les entreprises à des augmentations. Après intervention des organisations patronales, la mesure a été amendée et, dans sa dernière version, était financée intégralement par des fonds publics.
    Les grandes entreprises n’ont toutefois pas gagné sur toute la ligne. Le « dividende salarié » promu par Emmanuel Macron inquiète ces dernières. Même si elles ont toutes des dispositifs d’intéressement et de participation, elles en redoutent l’idée sous-jacente, visant à conditionner la rémunération du #capital à un effort financier spécifique en direction des salariés. Le message a été passé avant l’annonce du programme. En vain, pour l’instant.

    #pestilentielle #droits_sociaux #fiscalité #retraites #salaire #entreprise_France #économie #État

    • Conseils d’intellectuels de gauche et d’humanistes prodigués dans le journal de l’extrême-centre, suite : « Il incombe à Emmanuel Macron de faire refluer l’abstention qui menace de faire passer Marine Le Pen »

      Une quinzaine d’intellectuels de gauche parmi lesquels la directrice de la revue « Esprit » Anne-Lorraine Bujon et l’historien Benjamin Stora, affirment, dans une tribune au « Monde », qu’ils voteront pour Emmanuel Macron au second tour, mais l’appellent à revoir son programme pour éviter « la catastrophe ».

      Tribune. Le Rassemblement national est aux portes du pouvoir. Dimanche 24 avril, Marine Le Pen peut gagner l’élection présidentielle. On peut aussi craindre que le second tour soit marqué par un fort taux d’abstention. Bien entendu, on peut comprendre les motivations de celles et ceux que cet affrontement ne passionne pas, et qui voudraient se retirer du jeu. Mais, qu’ils ou elles le veuillent ou non, ils ou elles en sont partie prenante, et l’abstention viendra mécaniquement renforcer le score du mieux placé des deux candidats. C’est pourquoi si, comme le dit justement Jean-Luc Mélenchon, « pas une voix ne doit aller à Marine Le Pen », cela ne suffit néanmoins pas. C’est pourquoi nous voterons Emmanuel Macron au deuxième tour de l’élection présidentielle.

      Mais c’est à ce dernier qu’il incombe au premier chef de faire refluer l’abstention qui menace de faire passer Marine Le Pen : en 2002, Jacques Chirac a fait mine de ne pas voir que son immense succès du second tour ne valait pas soutien à sa personne et à son programme, mais signifiait le rejet de son adversaire. Même chose avec Emmanuel Macron en 2017, qui a cru pouvoir confondre légitimité institutionnelle du président élu et soutien à son programme. Il ne peut en être de même en 2022, sauf à courir à la catastrophe.

      S’adresser à tous

      Dans tous les pays démocratiques, c’est à une large coalition des démocrates que l’on assisterait, comme on l’a vu plusieurs fois en Allemagne notamment. La logique institutionnelle française n’étant pas la même, une telle coalition n’est pas possible. Mais il faut que le candidat s’adresse à toutes et tous, alors que les gauches toutes confondues font 30 % des votants.

      En revanche, s’enferrer dans la défense de « son » projet, comme c’est le cas d’Emmanuel Macron et de ses représentants, c’est être aveugle à la nécessité de rassembler bien au-delà de son camp, pour la défense des valeurs de la démocratie et de l’Etat de droit. Pourtant, c’est la seule base sur laquelle peuvent se rassembler toutes celles et tous ceux qui refusent la perspective néfaste d’une victoire du Rassemblement national.

      Cela veut dire mettre l’accent sur la démocratisation de nos institutions, la reconnaissance du Parlement (ce qui signifie en finir avec l’absurde calendrier électoral actuel qui place les législatives dans la foulée de l’élection présidentielle, et revenir d’une manière ou d’une autre à des législatives à mi-mandat), faire confiance aux diverses collectivités territoriales, et faire vivre la démocratie sociale, en s’appuyant sur des partenaires sociaux, et/ou en inventant des formes nouvelles de consultation, comme aurait pu l’être la convention citoyenne pour le climat, si elle avait été suivie d’effets.

      Sur les retraites, dégager un consensus

      Consolider l’avenir des retraites – même si, selon le diagnostic du Conseil d’orientation des retraites, il n’y a pas péril imminent – exige de mettre les propositions des uns et des autres sur la table et de dégager un consensus, sans verrouiller le débat d’emblée par une proposition non discutable sur l’âge de départ.

      Même chose pour la question de l’insertion : on ne peut faire porter la responsabilité de l’insertion sur les seuls allocataires du RSA [revenu de solidarité active, croit devoir expliquer Le Monde]. Enfin, sur le chantier écologique et de lutte contre le réchauffement, les propositions de la convention citoyenne sur le climat, en 2020, sont la bonne référence, actualisée en fonction de la nécessité de se passer en Europe de l’apport du gaz et du pétrole russes.
      Rajoutons que la fin de toute subordination du parquet à l’exécutif et une gestion enfin apaisée de l’ordre public sont signes indispensables ; tout comme une France ouverte et apaisée, inclusive avec nos concitoyens musulmans, et ouverte à l’accueil des réfugiés, d’où qu’ils viennent.

      Ce ne sont là que quelques pistes : dans une telle situation, la consultation démocratique n’est pas une option mais la condition même de la réussite de réformes qui ne soient pas des armes de guerre des uns contre les autres. Au contraire, s’en passer serait confondre la nécessité de l’action avec une précipitation mal venue, et croire que la constance est identique à l’obstination.

      Pour faire barrage à Marine Le Pen, Emmanuel Macron doit faire le nécessaire afin de donner ­envie de voter et faire baisser l’abstention.

      Signataires : Olivier Abel, philosophe ; Anne-Lorraine Bujon, directrice de la revue Esprit ; Françoise Diehlmann, germaniste ; Jacques Donzelot, sociologue ; Bernard Manin, politologue, Philippe Marlière, politologue ; Jean-Pierre Mignard, avocat ; Hélène Milet, sociologue, Olivier Mongin, ancien directeur de la revue Esprit, Yann Moulier-Boutang, économiste, Joël Roman, philosophe ; Jean-Louis Schlegel, éditeur ; Lucile Schmid, politologue ; Benjamin Stora, historien ; Georges Vigarello, historien.

      ▻https://www.lemonde.fr/idees/article/2022/04/14/il-incombe-a-emmanuel-macron-de-faire-refluer-l-abstention-qui-menace-de-fai

      #intellectuels #présidentielle #abstention

  • La révolution par l’amitié, Dionys Mascolo, présentation de l’éditeur de ce recueil qui parait à La Fabrique
    ▻https://lafabrique.fr/la-revolution-par-lamitie

    Né le 11 février 1916 à Saint-Gratien dans une famille d’immigrés italiens, Dionys Mascolo exerce divers petits métiers avant de devenir lecteur chez Gallimard où il fait la connaissance de Marguerite Duras. Pendant l’Occupation, il entre avec elle et son mari Robert Antelme dans la Résistance au sein du Mouvement national des prisonniers de guerre et déportés, dirigé par François Mitterrand. L’appartement de Duras, rue Saint-Benoît, sert de camp de base au mouvement. À la Libération, Mitterrand et Mascolo vont récupérer Antelme, agonisant à Dachau et le ramènent à Paris (Duras l’a raconté dans La Douleur). Le « groupe de la rue Saint-Benoît » s’élargit au contact d’intellectuels tels que Maurice Blanchot, Jean Schuster, Maurice Merleau-Ponty, Claude Roy, et surtout Edgar Morin qui convainc Mascolo, Antelme et Duras d’adhérer au parti communiste. Entre-temps, Antelme et Duras se sont séparés et en 1947 Mascolo épouse Duras dont il aura un fils, Jean.

    Les trois amis ne restent pas longtemps au parti : en 1950 ils sont exclus pour avoir marqué leur opposition au contrôle que les communistes, en bons disciples de Jdanov, entendent appliquer aux arts et aux lettres (« le réalisme socialiste »). Mascolo restera cependant toute sa vie fidèle à l’idéal communiste : il est l’un des rares à avoir conservé le mot tout en lui donnant un sens entièrement différent de celui du parti. En 1953, il publie chez Gallimard Le Communisme, gros livre de lecture difficile, vive critique du milieu intellectuel et de l’humanisme de gauche.

    Mais Mascolo ne se limite pas à des exercices théoriques. En 1955, avec Maurice Blanchot, Jean Schuster et Gérard Legrand, il est à l’initiative du Comité d’action des intellectuels français contre la poursuite de la guerre en Afrique du Nord. Deux ans plus tard, désormais séparé de Duras, il participe au Cercle international des intellectuels révolutionnaires qui défend les victimes de la répression coloniale mais aussi les dissidents hongrois et polonais. Cette activité anticolonialiste culmine en septembre 1960 avec la Déclaration sur le droit à l’insoumission dans la guerre d’Algérie, que Mascolo rédige avec Schuster et Blanchot. Le retentissement de cette déclaration, connue sous le nom de « Manifeste des 121 », est énorme – parmi les signataires on compte Sartre et Simone de Beauvoir, Pierre Boulez, André Breton, Guy Debord, Édouard Glissant, Henri Lefebvre, Michel Leiris, François Maspero, Nathalie Sarraute, Claude Simon, Jean-Pierre Vernant... – et L’Aurore titre le 7 octobre : « Les intellectuels français à ceux de Sartre : “les apologistes de la désertion sont des imposteurs et des traîtres” ».

    Dans les années 1960, Mascolo est tenté par la nouveauté politique que représente le régime cubain. Il se rend à La Havane avec un groupe d’intellectuels et rencontre Castro. Cette proximité cesse d’un coup en 1968, quand Castro donne publiquement son accord à l’intervention des troupes du pacte de Varsovie à Prague.
    Mascolo est très actif au cours de mai 1968 à Paris. Avec Maurice Blanchot, il est à l’origine d’un Comité d’action étudiants-écrivains qui publie une revue, Comité, dont il est l’un des principaux rédacteurs.

    Par la suite, Mascolo reste publiquement dans l’ombre mais ne cesse de travailler sa conception particulière du communisme, dont on suivra le développement dans les pages du présent ouvrage. On y verra que pour lui, l’amitié et la pensée théorique sont indissociables et que, comme il l’écrit dès 1953, « le communisme n’a pas à se décrire en soi. C’est à nous de le faire ».

    avec ce cas Mitterrand, en écho à une remarque récente ici "il n’était toujours pas possible de reconnaître officiellement que certains anciens de la Résistance avaient pu servir loyalement le régime de Vichy, y compris dans une logique de « revanche », au moins au début"
    ▻https://seenthis.net/messages/947121#message947196

    #Dionys_Mascolo #intellectuel #communisme #PCF #amitié #Résistance #occupation #Guerre_d'Algérie

  • Un vrai-faux colloque à la Sorbonne pour mener le procès du « wokis... — Mediapart
    ►https://www.mediapart.fr/journal/france/080122/un-vrai-faux-colloque-la-sorbonne-pour-mener-le-proces-du-wokisme

    Vendredi 7 et samedi 8 janvier s’est tenu à la Sorbonne un colloque éloigné des canons du genre, mais patronné par d’illustres visiteurs, dont le ministre de l’éducation nationale, qui a par ailleurs aidé à financer l’événement. « Épidémie de transgenres », « soleil noir des minorités » : les formules ont fleuri pour qualifier la manière dont le décolonialisme et les études intersectionnelles martyriseraient l’université française.

    ►https://www.dropbox.com/s/fe32q6i5gmomu5y/article_1004736.pdf?dl=0

    • Quand la Sorbonne fait la courte échelle au fascisme : les acteurs.
      ▻https://paris-luttes.info/quand-la-sorbonne-fait-la-courte-15613

      En parachevant ce simulacre de débat universitaire, cet intellectuel [ Thierry Coulhon ] au service du gouvernement et de l’État concède aux associations organisatrices et à leur ligne idéologique une légitimité institutionnelle. Enfin, il faut appeler un chat un chat, et présenter ce joyeux bordel pour ce qu’il est : une offensive en règle des intellectuel·les du bloc bourgeois conservateur, à la fois effrayé·es de voir dans les « études culturelles » et le « décolonialisme » la relève d’un marxisme universitaire si difficilement battu en brèche [13], et suffisamment en confiance pour revendiquer la direction intellectuelle de l’Université française. Ce mouvement accompagne la fascisation de la société, phénomène toujours révélateur à la fois de la force et de la faiblesse de ce bloc bourgeois réactionnaire.

    • Entre autres acteurs :

      Nathalie Heinich est sociologue spécialiste de l’art contemporain. Ses travaux ont été qualifiés de « populisme scientifique » par son directeur de thèse. Comme la plupart de ses camarades, elle utilise le champ lexical de l’infection et de la maladie pour dénoncer le wokisme et la bien-pensance dans l’université. Elle s’était opposée au PACS et au mariage pour tous, et avait soutenu que le port du burkini encourageait le passage à l’acte des djihadistes. Il faut savoir séparer la sociologue de l’artiste...

      Mathieu Bock-Côté est un ultraconservateur fustigeant régulièrement la dictature de la bien-pensance et de la gauche aux côtés d’Eugénie Bastié et de Charlotte d’Ornellas. Il est de ceux qui courent les plateaux de télévision pour y déclarer qu’on ne peut plus rien dire, alors que ni vous ni moins n’avons eu ni n’aurons jamais l’occasion d’y foutre les pieds et d’y asseoir nos fesses, sur un plateau télé. Mathieu Bock-Côté est considéré comme le remplaçant d’Éric Zemmour sur CNEWS depuis que celui-ci est officiellement rentré dans la campagne présidentielle. Bock-Côté trouve ça « grotesque » d’affilier Zemmour à l’extrême droite. Il fait aussi partie de ces personnes qui dénoncent les thèses de leurs adversaires comme des positions militantes tenues par des idéologues... tout en étant critiqué par ses paires comme un « militant » (dixit le sociologue Mark Fortier) dont les analyses ne présentent aucun caractère sociologique ni scientifique (dixit le sociologue Mathieu Noury).

    • Heinich est pas trop awake de la citation. elle balance les siennes sans source, réécrites. Son Bêtisier du sociologue a pour exergue "Contre la bêtise, même les dieux ne peuvent rien" une phrase de Schiller qu’elle attribue à Holderlin.
      elle n’est pas dépourvue d’expertise pour autant :

      Nous autres sociologues sommes payés pour être intelligents. Ce qui ne nous empêche pas, à l’occasion, de dire des bêtises...
      Ce livre tente d’en répertorier les raisons : depuis le goût pour les généralités jusqu’au souci de défendre ses opinions, qui fait parfois déraper les « intellectuels engagés », en passant par la croyance aux arrière-mondes complotant dans notre dos, les erreurs de raisonnement, voire les manipulations rhétoriques qui embrouillent leurs auteurs autant que leurs lecteurs. Il y a même, paradoxalement, le désintérêt pour le réel, qui fait détourner pudiquement les yeux au passage des faits ; et aussi, plus profondément, la peur d’être seul, qui incite à penser « comme nous »…
      Le lecteur intéressé par les chausse-trappes de la pensée trouvera dans ce petit répertoire un certain nombre d’exemples, mais pas de noms (du moins d’auteurs vivants) : se défendre contre la bêtise n’exige pas qu’on soit méchant.[présentation éditeur]

      #intellectuels #intellectuels_de_droite

    • Pour des études noires sans compromis
      ►https://lundi.am/Pour-des-etudes-noires-sans-compromis

      Les 7 et 8 janvier, se tenait à la Sorbonne un colloque intitulé Après la déconstruction. Reconstruire les sciences et la culture. Introduit par Jean-Michel Blanquer himself, un parterre d’universitaires réactionnaires s’y est retrouvé pour disserter de la lourde menace que ferait peser la recherche critique sur la bonne moralité de ses étudiants. La sulfureuse question du « wokisme » y a d’ailleurs été évoquée frontalement. Si scientifiquement les interventions semblent avoir été à la hauteur de toutes les attentes, le caniveaux, l’audace et la vulgarité de l’opération n’en sont pas moins significatives. Comme on ne rit jamais très longtemps de pareille déchéance, nous publions en guise de réponse indirecte, l’introduction de Noirceur le dernier livre de Norman Ajari qui paraît à point nommé le 14 janvier prochains aux Éditions Divergences. Il y est précisément question du spectre qui hante certaines têtes blanches ou chauves.

      ▻https://www.editionsdivergences.com/livre/noirceur-race-genre-classe-et-pessimisme-dans-la-pensee-africai
      JMB doit aussi être chauve de l’intérieur.

    • Clair, net et précis !
      « Le colloque organisé à La Sorbonne contre le “wokisme” relève d’un maccarthysme soft »
      ►https://www.lemonde.fr/idees/article/2022/01/10/francois-dubet-le-colloque-organise-a-la-sorbonne-contre-le-wokisme-releve-d

      Intitulé « Après la déconstruction : reconstruire les sciences et la culture », l’événément qui s’est tenu au sein de l’université parisienne les 7 et 8 janvier, n’a servi à rien d’autre qu’à fabriquer un ennemi de l’intérieur, estime le sociologue François Dubet, dans une tribune au « Monde ».

      Tribune. On peut être agacé, inquiet, voire hostile à la pensée dite « woke », aux théories du genre appliquées à toutes les sauces, au déconstructivisme radical… On peut préférer les arguments scientifiques à la seule force des indignations. On peut refuser d’être réduit à une identité de dominant de la même manière que l’on refuse de réduire autrui à une identité dominée. On peut penser que l’intersectionnalité est un truisme sociologique érigé en pensée critique nouvelle. On peut penser que la critique de l’islam n’est pas plus nécessairement raciste que l’est celle du catholicisme.

      Bref, on peut avoir de bonnes raisons scientifiques et morales de ne pas adhérer à tout un ensemble de théories et d’idéologies, sans faire pour autant comme si cet ensemble-là était un bloc cohérent, homogène et caricatural, uni par la cancel culture, l’islamo-gauchisme, le décolonialisme ou le « wokisme »…

      Mais quand un colloque officiel est tenu en Sorbonne les 7 et 8 janvier sous l’égide de l’Observatoire du décolonialisme, ouvert par [le ministre de l’éducation nationale] Jean-Michel Blanquer et clos par le président du Haut Conseil de l’évaluation de la recherche et de l’enseignement supérieur, Thierry Coulhon, il y a de quoi s’inquiéter. Il s’agit, ni plus ni moins, de fabriquer un ennemi intérieur, un ennemi disparate, masqué mais cohérent, qui viserait à détruire, à la fois, la raison et les valeurs républicaines.

      Faute déontologique et erreur politique

      C’est là un maccarthysme soft visant à désigner les ennemis de l’intérieur, leurs complices, leurs compagnons de route et leurs victimes. Ce colloque, tout ce qu’il y a d’officiel, a mobilisé des collègues honorablement connus et souvent reconnus pour la qualité de leur œuvre, auxquels se sont mêlés des intervenants comme Mathieu Bock-Côté, dont les diatribes à la limite du racisme inondent chaque jour CNews et les réseaux de l’extrême droite. Gageons que si Eric Zemmour n’avait pas été pris par la présidentielle, il aurait été de la fête au nom de son œuvre d’historien !

      Comment un président de la République annoncé comme libéral peut-il encourager cette mise en scène maccarthyste ? Comment penser que c’est à l’Etat de dire quels sont les courants de pensée acceptables et ceux qui ne le seraient pas ? Comment ne pas faire suffisamment confiance au monde académique et scientifique pour laisser un ministre de l’éducation conduire un procès à charge contre les idées et recherches qui le dérangent ?

      Ce maccarthysme soft n’est pas seulement condamnable et inquiétant ; il est aussi stupide. Selon la vieille loi de la prédiction créatrice, ce procès fait advenir l’adversaire qu’il combat. Il transforme une nébuleuse hétéroclite de courants de pensées et de travaux disparates en complot plus ou moins organisé contre la science et contre la République.