• L’antisémitisme ou l’islamophobie : mais que fait-on des oubliés ?
    https://lejournalcorrosif.fr/societe/antisemitisme-islamophobie-oublies-du-systeme

    Dans une France devenue un champ de bataille numérique et IRL, entre islamophobie et antisémitisme, je ne m’y reconnais plus. En tant qu’oublié du système, j’exprime dans ce billet d’humeur triste mon écœurement face à ce constat accablant de haine. <p>The post L’antisémitisme ou l’islamophobie : mais que fait-on des oubliés ? first appeared on Le Journal Corrosif.</p>

    #Société #Antisémitisme #Islamophobie #Grossophobie #Cyberharcèlement #Inégalités #Invisibles #Précarité #Médias #BilletDHumeur #Antifascisme #Humanisme #JournalCorrosif

  • Amokfahrt beim Berliner CSD : Polizei identifiziert mutmaßlich islamistischen Tatverdächtigen – mehrere Opfer kämpfen mit dem Tod
    https://www.berliner-zeitung.de/article/amokfahrt-beim-berliner-csd-polizei-identifiziert-mutmasslich-islam

    Ahornsteig dans parc Tiergarten, lieu de l’attentat

    La CSD de 2026 à Berlin vient d’être frappé par l’ambiance du quartier Schönebeg Nord. Depuis ce voisinage de logements sociaux sont commis de nombreuses agressions contre les habitants plutôt aisés du « Schwulenkiez » voisin.L’augmentation de la pression sur les quartiers populaires par les coupes de budget, l’exclusion sociale et la montée de la droite xénophobe a poussé un jeune Berlinois à suivre l’exemple des héros islamistes de Nice. On ne sait pas encore combien de morts aura couté finalement cette explosion de l’antagonisme maître-esclave

    A gauche le quartier aisé « homo » de Nollendorfplatz , à droite Schöneberg Nord, quartier à population ouvrière et immigrée

    Il y en aura d’autres héros de causes confuses et leurs victimes tragiques. Mettons fin au règne des responsables pour les causes et des instigateurs aux actes contre nous et nos concitoyens.

    26.7.2026 von Harald Neuber - Amokfahrt beim Berliner CSD fordert ein Todesopfer und 16 Verletzte. Polizei identifiziert islamistischen Tatverdächtigen. Was wir am Morgen danach wissen.

    Nach der tödlichen Amokfahrt sowie mutmaßlichen weiteren Angriffen auf Teilnehmer des Christopher Street Days (CSD) im Berliner Tiergarten hat die Polizei in der Nacht einen ersten mutmaßlichen Tatverdächtigen identifiziert. Demzufolge handelt es sich um einen polizeibekannten Mann aus der islamistischen Szene in Berlin. Das geht aus einem Update der Polizei Berlin hervor, das auf der Plattform X um 03:24 Uhr veröffentlicht wurde. Polizei und Staatsanwaltschaft haben inzwischen Details zu dem Mann und ein Foto öffentlich gemacht.

    Der Verdächtige ist demnach 21 Jahre alt, hat Familie in Berlin und wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen. Bis zum frühen Morgen konnte er trotz der Öffentlichkeitsfahndung noch nicht festgenommen werden.

    Die Polizei betont, dass zum Tatbeitrag des Mannes weiterhin Unklarheit besteht. „Wir haben weiterhin noch keinerlei Hinweise auf seine konkreten Motivationshintergründe oder auch den genauen Ablauf oder seinen Tatbeitrag als solchen“, sagte der Polizeisprecher.

    In einer gemeinsamen Meldung baten die Polizei Berlin und die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Sonntagmorgen um Unterstützung bei der Suche nach dem flüchtigen Mann. Namentlich genannt wird der 21-jährige Abdul B., der gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens mehrere Personen mit einem fahrenden Fahrzeug verletzt haben soll, mindestens eine davon mit tödlichen Folgen.

    Eine oder mehrere Personen sollen sich anschließend aus dem Fahrzeug entfernt haben; darüber hinaus sollen mehrere Menschen durch Stichwerkzeuge verletzt worden sein. Die Ermittler beschreiben den Gesuchten als schlank und etwa 1,90 Meter groß, mit schwarzen Haaren, bekleidet mit einem schwarzen Hoodie und einer weißen Hose.

    Foto
    Mit diesem Foto fahndet dien Polizei nach dem 22-jährigen Verdächtigen Abdul B. © Polizei Berlin

    In den Stunden nach der Tat gab es nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Polizeieinsätze in Berlin, die im Zusammenhang mit der Tat standen. Dazu zählte eine Durchsuchung in einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg.

    Der Zugriff, an dem Spezialkräfte des Sondereinsatzkommandos (SEK) beteiligt waren, erfolgte nach Informationen der Welt gegen 1.10 Uhr; demnach war in dem Mietshaus ein lauter, explosionsartiger Knall zu hören, bevor die Polizei gegen 1.25 Uhr wieder abrückte. Eine Festnahme gab es nicht, weil in der Wohnung niemand angetroffen wurde, wie der Sprecher der Berliner Polizei, Florian Nath, sagte.
    Opfer: Eine Tote, drei Menschen in Lebensgefahr

    Nach aktuellen Angaben von Polizei und Feuerwehr wurde bei der Tat mindestens ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt. Laut Polizei erlitt eine Frau tödliche Verletzungen; ihre Identität wurde bislang nicht bekannt gegeben.

    Von den 16 Verletzten sind nach Angaben von Feuerwehrsprecher Dominik Pretz drei lebensbedrohlich und acht schwer verletzt, hinzu kommen fünf Leichtverletzte. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen wurden nach seinen Angaben alle in Krankenhäuser gebracht. Darüber hinaus wurden nach Angaben des Sprechers rund 30 Menschen von Kräften der Feuerwehr betreut; vor Ort gab es eine psychologische Notfallversorgung. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 150 Helfern im Einsatz.

    Für Angehörige richtete die Polizei eine Personenauskunftsstelle unter der Nummer 030 8485 4460 ein. Der Notruf von Feuerwehr und Polizei ist laut einer X-Mitteilung der Berliner Feuerwehr um 1.51 Uhr für Auskünfte ausdrücklich nicht zu wählen.

    Chronologie: Vom Showprogramm zur Evakuierung

    Am Samstag, 25. Juli 2026, hatten hunderttausende Menschen unter dem Motto „Haltung ist hot“ am Christopher Street Day in Berlin teilgenommen. Die Straßenparade begann am Mittag und endete am Abend am Brandenburger Tor, wo unter anderem Popmusikerin Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung auftrat.

    Gegen 22.00 Uhr nahm die Feierstimmung im Herzen der Hauptstadt ein jähes Ende. Ein weißer Kastenwagen fuhr in der Nähe des Potsdamer Platzes in die Menschenmenge.

    Nach Polizeiangaben war der Fahrer am Ahornsteig nahe Lennéstraße unterwegs gewesen; dort habe er mehrere Menschen angefahren, möglicherweise auch überrollt, bevor das Fahrzeug in der Parkanlage einen Baum rammte. Ein Augenzeuge berichtete, ein Fahrzeug sei mit hoher Geschwindigkeit von der Lennéstraße in den Tiergarten abgebogen.

    Der Fahrer stieg nach Polizeiangaben anschließend aus und flüchtete in unbekannte Richtung. Bei dem Fahrzeug handelt es sich nach Angaben von Polizeisprecher Nath um ein Privatfahrzeug, nicht um einen Mietwagen; das leere und stark demolierte Fahrzeug wurde im Bereich des Tatorts sichergestellt.

    Foto
    Das mutmaßliche Tatfahrzeug – nach dem Fahrer läuft eine öffentliche Fahndung. © Thomas Peise

    Unmittelbar danach eilten Polizei und Rettungskräfte mit einem Großaufgebot zum Tatort, auch Spezialeinheiten waren im Einsatz. Auf den Videoleinwänden am Brandenburger Tor erschien auf gelbem Hintergrund das Wort „Evakuierung“.

    Ein Moderator forderte die Menschen auf, das Gelände umgehend, aber ruhig und geordnet zu verlassen und nicht in Richtung Siegessäule zu gehen, sondern die U-Bahneingänge am Brandenburger Tor zu nutzen.

    Die Veranstalter brachen den CSD ab und schrieben auf Instagram: „Bitte geht nach Hause.“ Augenzeugen an der Siegessäule berichteten von panischen Szenen mit schreienden und flüchtenden Menschen.
    Offene Frage: Gab es eine zweite Tatphase?

    Bis zum Morgen blieb nach Darstellung der Polizei unklar, was nach dem Aufprall geschah. „Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab“, sagte Nath – also ob jemand das Fahrzeug verlassen und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt habe.

    Nach Zeugenangaben sollen einige Menschen durch Stiche verletzt worden sein; manche wollen einen schwarz gekleideten Mann mit einer Machete gesehen haben. Die Polizei prüft diese Angaben.

    Ebenfalls ungeklärt ist, ob es einen oder mehrere Täter gab; dazu gebe es unterschiedliche Aussagen, so die Polizei. Das Gebiet rund um den Tatort wurde großräumig abgesperrt und der Tiergarten mit Wärmebildkameras abgesucht. Die Polizei ging zuletzt nicht davon aus, dass sich der Täter noch in diesem Bereich aufhält, sondern anderswo in Berlin.
    Lage am Sonntagmorgen: Großaufgebot, abgesagte Veranstaltungen

    Seit dem Samstagmorgen waren nach Polizeiangaben mehr als 2200 Polizisten in Berlin im Einsatz, teils schwer bewaffnet, darunter auch verdeckte Kräfte. Die Polizei sprach mit Blick auf die Fahndung von „mehreren hundert Einsatzkräften“; bei der Suche kamen demnach auch Hubschrauber mit Wärmebildkameras zum Einsatz.

    In der Nacht sagten die CSD-Veranstalter zwei für Sonntag geplante Veranstaltungen ab.

    Die Berliner Polizei hatte die Öffentlichkeit aufgerufen, den Bereich zu meiden und weiträumig zu umfahren; die Gegend um den Tatort wurde geräumt.

    Reaktionen aus Politik – und Warnung vor Spekulationen

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verurteilte eine „abscheuliche Tat“. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“. Auf die Frage, ob es sich um einen Terroranschlag handle, entgegnete Wegner: „Es ist zu früh, das heute zu sagen.“

    Auch der Berliner Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) warnte vor Spekulationen über den Hintergrund; man könne dazu im Moment noch nichts sagen. Weil sich die Tat nicht in der Veranstaltung selbst, sondern im Tiergarten abgespielt habe, sei die Lage so unübersichtlich.

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bot noch am Abend den Landesbehörden die Unterstützung des Bundes an. Nach Angaben eines Regierungssprechers stehen Merz und Dobrindt „in engstem Kontakt“ und wollen sich „mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen“.

    https://www.berliner-zeitung.de/article/csd-in-berlin-abgebrochen-10233328

    25.7.2026 - Nach ersten Erkenntnissen fuhr ein weißer Lieferwagen gegen 22 Uhr am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße, wie Polizeisprecher Florian Nath erklärte. Dort habe er mehrere Menschen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, bevor er mit einem Baum kollidierte.

    #Berlin #Tiergarten #Ahornsteig #attentat #islamisme #CSD

  • Niqab In Italia: il caso Sardone tra libertà e diritti
    https://informareonline.com/niqab-in-italia-il-caso-sardone-tra-liberta-e-diritti

    Negli ultimi anni l’islam è diventato uno dei temi più discussi nel dibattito pubblico europeo. Questioni legate alla libertà religiosa, ai diritti delle donne e alla sicurezza vengono spesso affrontate, generando confronti politici e culturali molto accesi. Il recente caso che ha coinvolto l’eurodeputata leghista Silvia Sardone e una donna che indossava il niqab (il […] L’articolo Niqab In Italia: il caso Sardone tra libertà e diritti proviene da Informareonline, scritto da Claude Savarese

    #Approfondimenti #Sociale #diritti_umani #Integrazione #Islam #islamofobia #religione

  • « Plus une goutte d’eau ne coulera » : l’Inde confirme « travailler activement » à priver en amont le Pakistan de l’eau de ses fleuves
    https://www.boursorama.com/actualite-economique/actualites/plus-une-goutte-d-eau-ne-coulera-l-inde-confirme-travailler-activement-a

    #New_Delhi a confirmé mercredi 10 juin qu’elle cherchait à priver son voisin pakistanais de l’eau des fleuves qui prennent leur source en #Inde avant de couler au #Pakistan. Il y un an, les Indiens avaient dénoncé unilatéralement un traité de partage des eaux en représailles à un attentat attribué à #Islamabad.

    « C’est une évidence, plus une goutte d’eau ne coulera (au Pakistan) dans les années qui viennent » , a affirmé le ministre indien de l’Eau, CR Patil, dans un entretien accordé mardi à l’agence de presse ANI. « Nous y travaillons activement », sur « directive » du Premier ministre #Narendra_Modi, a ajouté CR Patil.

    #tout_va_bien

  • Berliner Senat verweigert Antworten zu islamistischen Strukturen – Zahl der Zwangsehen unbekannt
    https://www.berliner-zeitung.de/article/islamismus-in-berlin-berliner-senat-verweigert-antworten-mit-verwei

    25.6.2026 von Florian Warweg - Eine BSW-Anfrage zwingt den Senat zu unbequemen Antworten. Bei einem besonders brisanten Thema wird die Auskunft komplett verweigert: Diese sei „geheimhaltungsbedürftig“.

    Wie weit sind islamistische Strukturen in Berlin tatsächlich vorgedrungen – und was unternimmt der schwarz-rote Senat dagegen? Diesen Fragen ist der BSW-Abgeordnete Dr. Alexander King in einer umfangreichen schriftlichen Anfrage (Drucksache 19/26293) nachgegangen, die dieser Zeitung exklusiv vorliegt. Anlass war ein viel beachteter Podcast der Neuköllner Integrationsbeauftragten Güner Balcı, die Anfang Juni vor einer schleichenden Ausbreitung islamistischer Strukturen bis tief in staatlich geförderte Integrationsprojekte hinein gewarnt hatte. Die Antworten der verantwortlichen Senatsverwaltung für Inneres, unterzeichnet von Staatssekretär Christian Hochgrebe (SPD), zeichnen ein ernüchterndes Bild: viel Verwaltungsroutine, wenig belastbare Daten – und an entscheidenden Stellen eine Verweigerung von Antworten mit Verweis auf Staatswohl und Geheimhaltungsbedürftigkeit.
    Zwangsverheiratungen: Hohe Dunkelziffer

    Konkrete Zahlen liefert der Senat zum Thema Zwangsehen. Die im Auftrag der Landesregierung erstellte Studie der Camino gGmbH nennt für 2023 insgesamt 186 und für 2024 bereits 207 Fälle von angedrohten, geplanten oder vollzogenen Zwangsverheiratungen. Dem stehen die Zahlen der Staatsanwaltschaft gegenüber: Zwischen 2021 und Juni 2026 wurden 90 Ermittlungsverfahren nach Paragraf 237 Strafgesetzbuch eingeleitet – im Schnitt also kaum mehr als 15 pro Jahr.

    Die Diskrepanz zwischen mehreren hundert dokumentierten Fällen und einer zweistelligen Zahl an Strafverfahren kommentiert King gegenüber dieser Zeitung wie folgt: „Gut finde ich, dass zumindest der Versuch unternommen wird, das Ausmaß von Zwangsheiraten auszuleuchten. Die bisherigen Ergebnisse, verglichen mit der Zahl der eingeleiteten Verfahren, zeigen, dass hier ein enormer Dunkelbereich und somit großer Handlungsbedarf besteht.“

    Über die Zahl bereits verheirateter Minderjähriger in Berlin liegen dem Senat eigenen Angaben zufolge keine konkreten Daten vor. Auch zu den Ländern, in denen Zwangsehen vollzogen werden, bleibt die Antwort vage: In rund einem Drittel (2023) bzw. einem Viertel (2024) der bekannten Fälle sollte die Heirat im Ausland erfolgen – die Zielstaaten kennt der Senat nicht.
    „Homophobe Gewalt und Antisemitismus“: Keine Erhebung, keine Zielgruppenansprache

    Besonders auffällig sind die Antworten auf jene Fragen, die King zu den Tätergruppen homophober und antisemitischer Straftaten gestellt hatte. Balcı hatte unter Berufung auf den Verein MANEO darauf hingewiesen, dass in 80 Prozent der dort registrierten Fälle homophober Gewalt die Täterbeschreibungen auf einen Migrationshintergrund hinweisen. Der Senat antwortet knapp: „Eine statistische Erhebung von Daten im Sinne der Fragestellungen erfolgt nicht.“

    Auf die Folgefrage, ob solche Erkenntnisse für eine zielgenauere Präventionsarbeit relevant wären, weicht der Senat aus und verweist lediglich pauschal auf die Hintergründe von Zwangsverheiratungen – obwohl danach gar nicht gefragt war. Eine inhaltliche Antwort bleibt aus.

    Auch existieren laut Senat keine spezifischen Präventionskampagnen. Man setze stattdessen auf „allgemeine Aufklärungskampagnen“ für die gesamte Bevölkerung.

    King kritisiert dies wie folgt: „Was ich schade finde, ist, dass es keinerlei Daten zum religiösen oder kulturellen Hintergrund von Tätern im Bereich homophober Gewalt oder von Antisemitismus gibt. […] Mal wieder werden die Augen vor dem Offensichtlichen geschlossen – und damit auch auf effektive Prävention verzichtet.“
    Geförderte Projekte: Selbstverpflichtung statt Kontrolle

    Bei der Frage, ob öffentliche Mittel an Träger mit Verbindungen in islamistische Milieus fließen könnten, verweist der Senat auf die Selbstverpflichtung der Zuwendungsempfänger, keine „demokratiefeindlichen, antisemitischen, rassistischen und sonstigen menschenverachtenden Inhalte“ zu verbreiten. Hinweisen werde nachgegangen, bei Verstößen drohten Auflagen, Entzug der Betriebserlaubnis oder Rückforderungen. Als konkretes Beispiel wird der Träger BNIG genannt – mit Verweis auf frühere Anfragen.

    Hier zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch: Einerseits betont der Senat, mit den Bezirken in Austausch zu stehen. Andererseits formuliert er im Konjunktiv, ein Austausch mit der Integrationsbeauftragten von Neukölln „wäre angezeigt“ – obwohl Balcı seit Jahren öffentlich auf entsprechende Strukturen hinweist. Ein systematischer, institutionalisierter Austausch scheint also gerade nicht zu existieren.

    Friedensrichter und Paralleljustiz: Kaum belastbare Daten

    Zum Phänomen der „Friedensrichter“ räumt der Senat ein, dass belastbare Zahlen fehlen, weil interne Streitschlichtungen „in der Regel nicht offengelegt werden“. Verdachtsmomente ergäben sich vor allem aus auffälligem Aussageverhalten von Opferzeugen. Die Justiz habe bereits 2015 ein Ansprechpartnersystem etabliert und biete Fortbildungen an, etwa die Tagung „Recht ohne Gesetz, Justiz ohne Richter – Die Welt der Schattenjustiz“ an der Deutschen Richterakademie. Eine Förderung der Vernetzung von Friedensrichtern mit öffentlichen Mitteln habe es nicht gegeben. King verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass diese Nichtförderung an der plötzlichen Wahlwiederholung 2023 gescheitert sein könnte. Laut seiner Darstellung sei dies unter Rot-Rot-Grün „von der Linksfraktion ernsthaft diskutiert worden“.
    Rolle von Muslimbruderschaft und Katar: Verweis auf Staatswohl-Gefährdung statt Antwort

    Die wohl politisch brisanteste Passage betrifft Kings Fragen zum Einfluss der Muslimbruderschaft auf Berliner Vereine und zu Finanzbeziehungen Berliner Moscheevereine nach Katar. Der Senat nennt die in Berlin ansässige „Deutsche Muslimische Gemeinschaft“ (DMG) als wichtigste Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft in Deutschland. Darüber hinaus verweigert er jede inhaltliche Auskunft. Begründung: Staatswohl und der Schutz der Arbeitsfähigkeit des Verfassungsschutzes. Eine öffentliche Stellungnahme würde Rückschlüsse auf den Erkenntnisstand der Behörden ermöglichen.

    King zeigt sich darüber gegenüber dieser Zeitung irritiert: „Interessant ist, dass meine Fragen zum Einfluss der Muslimbrüder auf Vereine und Verbände in Berlin und mögliche finanzielle Verbindungen nach Katar aus Gründen des Staatswohls nicht beantwortet werden können.“
    Fazit: Ein Senat, der vieles ahnt – und wenig weiß

    Das Gesamtbild der Anfrage fasst der BSW-Abgeordnete King als Initiator so zusammen: „Islamismus ist auf dem Vormarsch in Berlin und der Senat hat zumindest partiell ein Problembewusstsein, wie es scheint, aber im Großen und Ganzen tappt er im Dunkeln, was das konkrete Ausmaß bestimmter Phänomene betrifft.“

    Tatsächlich offenbaren die Antworten ein strukturelles Dilemma: Wo der Senat erhebt – wie bei Zwangsverheiratungen – wird ein erhebliches Dunkelfeld sichtbar. Wo er nicht erhebt – wie zum Beispiel bei homophober oder antisemitischer Gewalt – verweigert er die Debatte darüber, ob diese erheben sollte. Und wo es politisch besonders heikel wird – bei Muslimbruderschaft und Katar-Finanzierung – schweigt er unter Verweis auf den Verfassungsschutz. Für eine evidenzbasierte Präventionspolitik, die ihren Namen verdient, ist das eine bemerkenswert dünne Grundlage.

    #Allemagne #Berlin #islamisme #politique #administration

  • Eva ist frei !
    https://www.rf-news.de/2026/kw25/eva-ist-frei

    Jetzt muss auch Ahmed Polad freikommen

    L’Allemagne collabire avec le régime islamiste en Syrie. Les relations politiques et économiques on ssns doute facilité la libérstion d’une journaliste enlevée par de milices.

    20.6.2026 von gis - Gestern Abend konnte eine Delegation aus Famlienangehörigen, engen Freunden und ihrem Anwalt die seit dem 18. Januar 2026 in Syrien verschleppte und inhaftierte Kölner Journalistin Eva Maria Michelmann in Berlin begrüßen und in die Arme schließen.

    Gestern Abend konnte eine Delegation aus Famlienangehörigen, engen Freunden und ihrem Anwalt die seit dem 18. Januar 2026 in Syrien verschleppte und inhaftierte Kölner Journalistin Eva Maria Michelmann in Berlin begrüßen und in die Arme schließen.

    „Es war ein überwältigender Moment am Flughafengate, als wir Eva Maria begrüßen konnten, und einigen der Umstehenden standen die Tränen in den Augen. Monatelang wussten ja Familie, Freunde und Anwälte noch nicht einmal, ob sie noch lebt“, berichtet Rechtsanwalt Roland Meister im Gespräch mit Rote Fahne News. "Und jetzt war sie da, freigekämpft durch eine riesige Solidaritätsbewegung in Deutschland und anderen Ländern, endlich von der reaktionären syrischen Übergangsregierung freigelassen nach 150 Tagen Gefängnis, Folter, unmenschlichen Haftbedingungen. Es geht Eva Maria den Umständen entsprechend gut. Erst allmählich wird ihr klar, wie unermüdlich für ihre Freilassung gekämpft wurde.

    Monatelang engagierten sich Mutter und Bruder von Eva Maria, die Eltern von Ahmed Polad und ihre Anwälte unermüdlich für die Freilassung von Eva und Ahmed. „Der Mutter von Eva ist es sehr wichtig, dass jetzt der Kampf um die Freilassung von Evas kurdischem Journalistenkollegen Ahmed Polad und weiteren politischen Gefangenen in Syrien mit unvermindertem Einsatz fortgesetzt wird“, so Roland Meister.

    Aus allen gesellschaftlichen Bereichen kamen und kommen die Unterstützerinnen und Unterstützer des Kampfs für die Freilassung von Eva und Ahmed. "Bekannte Menschenrechtsorganisationen und internationale Journalistenverbände wurden als Mitstreiter gewonnen und schlossen sich an, darunter der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), das Committee to Protect Journalists (CPJ), die International Federation of Journalists (IFJ) und viele andere. Die prominenten Unterstützer waren unentbehrlich.

    Unersetzlich waren aber auch hunderte von Mahnwachen, Kundgebungen, Veranstaltungen, Leserbriefe, Artikel und Posts. Besonders setzten sich hier die Initiative „Freiheit für Eva und Ahmed“ und People’s Bridge ein. Die kurdische Bewegung, insbesondere die Frauenbewegung, bezog die Forderung nach Evas Freilassung immer ein, wenn sie eine Kundgebung für die Freiheit politischer Gefangener durchführte. Auf dem 22. Internationalen Pfingstjugendtreffen war die Solidarität mit Eva und Ahmed ein großes Thema. Courage-Frauen organisierten eine lebendige Gesprächsrunde mit 70 Besucherinnen und Besuchern. So freuten sich die Courage-Frauen gestern auch besonders: „Wir freuen uns mit der Familie, mit der Solidaritätsbewegung über diesen Riesen-Erfolg und haben Rotraut (Evas Mutter) zum Empfang ihrer Tochter Willkommensgrüße vom ganzen Frauenverband gesendet.“ Auch MLPD und REBELL waren mit praktischer Solidarität voll beteiligt.

    So wurde systematisch ein richtig großer Druck aufgebaut: auf die syrische Al-Jolani-Regierung und auf die deutsche Bundesregierung und ihr Auswärtiges Amt. Zuerst musste überhaupt erstmal erzwungen werden, dass die syrische Regierung die Inhaftierung von Eva und Ahmed zugab. Nach einem ersten Besuch bei Eva im Gefängnis am 23. April durch eine Mitarbeiterin des Auswärtigen Amts war erstmal wochenlang wieder Funkstille. Es hieß, Eva werde konsularisch betreut. Aber die Bundesregierung hätte doch ganz andere Mittel in der Hand gehabt.

    Den Durchbruch brachte schließlich die Pressekonferenz am 29. Mai in Berlin. Dort hatte Rotraut Hake-Michelmann gesagt: "Ich will nicht, dass meine Eva und Ahmet enden wie Elisabeth Käsemann: Ermordet durch ein brutales Regime, preisgegeben für Wirtschaftsbeziehungen durch eine deutsche Regierung. Meine Tochter lebt und die Zeit zu handeln ist jetzt!“ Und Rechtsanwalt Roland Meister forderte: „Wir erwarten, dass die Bundesregierung, das Auswärtige Amt und die EU ihre Bemühungen für eine Freilassung deutlich und nachvollziehbar intensivieren.“

    Den Vergleich mit der Ermordung von Elisabeth Käsemann griffen etliche große Medien auf. Ab da kam Bewegung in die Sache. „Man merkte: Syrien wollte Eva Michelmann jetzt los werden“. Die letzte Woche war dann auch vonseiten von Auswärtigem Amt und Bundesregierung nicht mehr von „stiller Diplomatie“ geprägt, sondern von deutlich gesteigerter Aktivität.

    Die Bundesregierung hatte ja freundschaftliche Beziehungen zum Al-Jolani-Regime gepflegt - und pflegt sie heute noch - und hat mit dafür gesorgt, dass der ehemalige Al-Nusra-Führer von der internationalen Terrorliste gestrichen und zum G7-Gipfel eingeladen wurde. Siemens Energy empfing Al-Jolani bei seinem BRD-Besuch und man vereinbarte Millionen für Energie- und Wiederaufbaugeschäfte, unter anderem im Bereich Stromerzeugung und Gas-Kraftwerke.

    Eva und Ahmet wollten darüber berichten, wie die Al-Jolani-Regierung den erneuten Vormarsch des faschistischen IS gegen die demokratische Republik Rojava betreibt. Das könnte einer der Gründe für ihre Inhaftierung gewesen sein. Der Kampf für die Freilassung von Eva und Ahmed war bzw. ist Teil des Kampfes gegen Faschismus und Krieg. Der Vorgang bestätigt auch, dass Syrien kein Land ist, in das man Flüchtlinge abschiebt. Anerkannten Flüchtlingen wird Asyl und Schutz wieder entzogen. Das ist gerade am heutigen Weltflüchtlingstag bedeutsam.

    #Allemagne #Syrie #islamisme #journalisme #kidnapping

  • China warnt, USA und Europa gucken zu : Das Dschihadisten-Problem des „neuen“ Syrien
    https://www.berliner-zeitung.de/article/china-warnt-usa-und-europa-gucken-zu-das-dschihadisten-problem-des-

    Les États Unis et l’Europe contribuent en Syrie à la création d’une base stable du terrorisme islamiste dans les décennies à venir. On est tenté d’y voir la tentative de garantir l’instabilité de la région et de l’Arabie et de garantir la survie des réseaux terroristes tchétchène souigours comme armes d’une guerre de basse intemsité permanente contre la Russie et la Chine.

    On retourne à une situation comme celle décrite dans le film Syriana .

    https://en.wikipedia.org/wiki/Syriana

    18.6.2026 von Christoph Leonhardt - Unter Ahmed al-Sharaa werden ehemalige Foreign Fighters nicht entwaffnet, sondern Teil der syrischen Armee – mit Folgen für die internationale Sicherheit.

    Ausländische Kämpfer sind im „neuen“ Syrien nicht mehr nur ein Relikt aus dem Bürgerkrieg, der einst Zehntausende Kämpfer, darunter Milizionäre und Söldner, aber auch Freiheitskämpfer und Gotteskrieger, aus der ganzen Welt anzog. Unter dem neuen Präsidenten Ahmed al-Sharaa, der im Krieg noch als Dschihadisten-Führer Abu Muhammad al-Julani gefürchtet wurde, sind besonders Letztere zum integralen Bestandteil der Sicherheitsarchitektur geworden.

    So wurden die Foreign Fighters (ausländische Kämpfer, Anm. d. Red.) nach dem Machtwechsel weder entwaffnet noch wurde ihnen der Prozess gemacht. Stattdessen wurden sie geradewegs in die regulären Streitkräfte aufgenommen, die die Nachkriegsordnung in Syrien absichern sollen.

    Libanon: Mit Kriegsverbrechen bringt Israel auch die Hisbollah-Gegner gegen sich auf
    Libanon: Mit Kriegsverbrechen bringt Israel auch die Hisbollah-Gegner gegen sich auf
    Foreign Fighters als Machtbasis

    Unter den ausländischen Kämpfern befinden sich neben international gesuchten Terroristen auch Dschihadisten mit Bezug nach Deutschland, darunter auch Berlin. Einige von ihnen waren am Sturm der Hayat Tahrir al-Sham (HTS) auf Damaskus beteiligt, der letztendlich zum Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 führte. Nach der Machtübernahme zollte die HTS-Führung ihrem harten Kern Tribut, indem sie sie in die staatlichen Strukturen integrierte.

    Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in Großverbänden wie der 84. Division, die unter dem turkmenischen Kommandeur Abdulaziz Dawud Khudabardi in Idlib, Damaskus und Homs operiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind darin allein rund 3500 ausländische Kämpfer aktiv, die hauptsächlich aus zentralasiatischen und kaukasischen Staaten stammen.

    Viele von ihnen stehen der Turkistan Islamic Party (TIP) nahe, die eng mit Al-Qaida (AQ) verbunden ist. Ferner befinden sich darunter tschetschenische Kämpfer, die Teil der Liwa al-Muhajirin wa-l-Ansar (LMA) gewesen sind, die einst dem Islamischen Staat (IS) die Treue schwor.

    Entscheidender als ihre Herkunft ist jedoch ihre neue Rolle: Foreign Fighters, die im Bürgerkrieg teils schwerste Gewaltverbrechen an der syrischen Zivilbevölkerung verübt haben, sollen ihr nun staatlichen Schutz bieten. Dieser Trend wird vom – maßgeblich durch die USA rehabilitierten – neuen Staatsoberhaupt Ahmed al-Sharaa nicht nur toleriert, sondern systematisch vorangetrieben.

    Dagegen stellt die Institutionalisierung radikal-religiöser Kräfte für die Zivilgesellschaft Syriens sowohl ein Vertrauens- als auch ein Sicherheitsproblem dar. So nährt sie deren Zweifel, ob der neue Staat tatsächlich inklusiv, rechtsstaatlich und protektiv ist. Gerade für Syriens Minderheiten wirft die Einbettung ausländischer Dschihadisten in den Sicherheitsapparat die berechtigte Frage auf, ob staatlicher Schutz künftig für alle Bürger gleichermaßen gilt.

    Von der Miliz zur Nationalarmee

    Nach Angaben des syrischen Verteidigungsministeriums wurden bis dato rund 130 Paramilitärs in die Streitkräfte aufgenommen. Tatsächlich wurden in diesem Institutionalisierungsprozess viele der Milizen lediglich umbenannt, in neue Divisionen überführt oder administrativ in die Armee eingegliedert, ohne dass die vorherigen Affilierungen ihrer Kämpfer aufgelöst, sie auf ihre Eignung hin überprüft oder eine Deradikalisierungsmaßnahme durchlaufen haben.

    Dementsprechend entstammen auch Teile der neuen Kommandostruktur dschihadistisch geprägten Milieus, unter anderem der Ägypter Asim al-Hawari, der Jordanier Abdulrahman al-Khatib oder der Türke Umar Jafteshi. Auch vertreten gleich mehrere Armeeeinheiten offen ihre radikale Ideologie. Dazu zählen die 52., 54. und 60. Division, die von ehemaligen Kommandeuren von Jabhat al-Nusra, Ahrar al-Sham und Huras al-Din geführt werden. Gleichzeitig setzen sich ihre Soldaten überwiegend aus genau jenen extremistischen Gruppen zusammen.

    Auch ist es kein Geheimnis, dass viele ihrer ausländischen Kämpfern den „moderaten“ Kurs der neuen Regierung in Damaskus ablehnen. Besonders Einheiten mit engen Bindungen zu sogenannten Tacticals, die als „Blackwater des Dschihads“ bekannt wurden und als private Militärberater die syrische Armee trainieren, verweigerten wiederholt Befehle und agierten eigenmächtig – obwohl sie bereits Teil des offiziellen Militärs waren.

    Dazu zählen die Amshat- und Hamza-Brigaden, die an den Massakern an den Alawiten im März 2025 beteiligt gewesen sind, denen über 1200 Zivilisten zum Opfer fielen. Strukturelle Konsequenzen blieben jedoch weitgehend aus, weil ihre Armeeeinheiten danach lediglich umstrukturiert wurden. Der Hamza-Kommandeur Saif Abu Bakr stieg sogar zum Anführer der 76. Division auf. Einem Bericht von Reuters zufolge waren an den sektiererischen Übergriffen zahlreiche uigurische, usbekische und tschetschenische Dschihadisten aus den Streitkräften beteiligt.

    Doppelte Logik der Integration

    Dagegen mag aus Ahmed al-Sharaas Sicht der Prozess einer sicherheitspolitischen Rationalität folgen. Demzufolge gilt die staatliche Integration als Alternative zur anti-staatlichen Fragmentierung: Wer von den Foreign Fighters nicht eingebunden wird, könnte in parallele Gewaltstrukturen abgleiten, also sich zum Beispiel dem IS anschließen und dann gegen den Staat opponieren. Dagegen bietet ihre Institutionalisierung die Möglichkeit, sie an sich zu binden und so womöglich kontrollieren zu können. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, warum die USA sogar die Etablierung der 84. Division genehmigte.

    Allerdings verschiebt diese Strategie das Problem nur, anstatt es zu lösen. Statistisch gesehen legen ausländische Kämpfer einerseits selten ihre Ideologie ab, andererseits bleiben sie meist ihren transnationalen Milieus treu. Folglich führt ihre Institutionalisierung mitnichten zu einer ideologischen Abkehr, sondern lediglich zu ihrer Neuverortung.

    Ihre Anbindung mag zwar kurzfristig zur Herrschaftskonsolidierung al-Sharaas beitragen, birgt aber erhebliche Risiken für die langfristige Staatsbildung. Indem ideologisch gefestigte und transnational vernetzte Akteure institutionell legitimiert werden, droht der Staat selbst zum Träger dschihadistischer Einflussstrukturen zu werden.

    Foto
    Ahmed al-Scharaa war im März zu Gast im Kanzleramt. © Chris Emil Janssen/imago
    Westliche Duldung trotz Warnung

    Bemerkenswert daran ist, dass diese Entwicklung von westlichen Staaten, allen voran den USA und der EU, akzeptiert wird. Im Gegensatz dazu bewerten andere Staaten sie als unmittelbares Risiko für ihre nationale Sicherheit. Peking beispielsweise betrachtet die uigurischen Dschihadisten innerhalb der syrischen Streitkräfte äußert kritisch und sieht darin sowohl ein Netzwerk- als auch Rückkehrrisiko. Chinas UN-Botschafter Fu Cong warnte im Sicherheitsrat bereits 2025 davor, dass „terroristische Kräfte das syrische Territorium nutzen können, um die Sicherheit anderer Staaten zu gefährden“.

    Der Hintergrund war, dass Ahmed al-Sharaa zuvor Dutzenden uigurischen Kämpfern hochrangige Posten, unter anderem im Verteidigungsministerium, verschafft hatte. Selbst der TIP-Kommandeur Abdulaziz Davud Hudaverdi wurde zum Generalmajor erhoben, obwohl er als Chinas meistgesuchter Terrorist gilt. Wird berücksichtigt, dass der neue Präsident 2011 selbst von AQ-Chef Ayman al-Zawahiri mit dem Auftrag nach Syrien entsandt wurde, einen „sicheren Hafen für Al-Qaida aufzubauen“, erhält die chinesische Warnung an deutlichem Gewicht.

    Demzufolge enthält die westliche Duldung sicherheitspolitischen Sprengstoff: Um die kurzfristige Stabilität in Syrien pragmatisch zu fördern und damit zum Beispiel auch Rückführungen zu ermöglichen, wird die staatliche Bindung radikaler Akteure bewusst in Kauf genommen. Doch damit wird letztendlich eine Nachkriegsordnung zementiert, die nicht auf die Entmachtung dschihadistischer Netzwerke setzt, sondern auf deren Transformation hin zu legitimierten Machtträgern. Schlussendlich überwiegt politische Zweckmäßigkeit gegenüber Sicherheitsinteresse.
    Interner Destabilisierungsfaktor

    Doch mit dieser Logik entsteht in Syrien ein System, in dem radikale Ansichten, persönliche Bindungen, geteilte Kampferfahrungen und transnationale Netzwerke weiter eine entscheidende Rolle spielen. Schon jetzt erweist sich die Einbindung der Foreign Figthers als Balanceakt: Jüngste Berichte deuten auf zunehmende Spannungen zwischen Armeeführung und ausländischen Dschihadisten, gescheiterte Disziplinierungsmaßnahmen und begrenzte Kontrolle durch die politische Führung hin. Das System scheint damit kaum auf institutionellen Bindungen zu beruhen.

    Dabei dürften die Folgen weit über Syrien hinausreichen: Schließlich sind mit der Überführung dschihadistischer Akteure in staatliche Funktionen weder ihre radikale Ideologien noch ihre Bindungen an transnationale Netzwerke verschwunden. Damit droht Syrien erneut zu einem internationalen Drehkreuz zu werden, in dem nationale Sicherheits- und internationale Terrorstrukturen miteinander verwoben sind.

    Transnationales Sicherheitsrisiko

    Die staatliche Integration der Foreign Fighters in Syrien mag zwar kurzfristig eine Nachkriegsordnung schaffen. Allerdings verschiebt sie das Sicherheitsproblem nur in die ohnehin fragile Ordnungsmacht hinein. Damit baut der syrische Präsident eine institutionelle Stabilität auf einer radikalen Machtbasis auf, die zu seiner größten strukturellen Schwachstelle werden könnte. Denn wo ausländische Dschihadisten zum festen Bestand der Nationalarmee gehören, bildet ihre Bindung an transnationale Gewaltmilieus unweigerlich ein internes Machtrisiko.

    Weiterführung begründet ihre Institutionalisierung aber auch ein externes Sicherheitsrisiko, weil ihre Netzwerke nicht einfach an Syriens Grenzen enden. Dies ist auch für die Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik relevant, insofern sich auch deutsche Dschihadisten in den Reihen syrischer Sicherheitskräfte befinden.

    Mit ihrer bestehenden Vernetzung, können sie Milieus nicht nur radikalisieren und koordinieren, sondern darin auch rekrutieren – und dies womöglich ohne staatliche Verfolgung in Syrien befürchten zu müssen. Schon heute gibt es Online-Foren, die Syrien als Brückenkopf für neue Konfliktherde nutzen wollen.

    Sollte die westliche Staatengemeinschaft diese Entwicklung weiter unterstützen, darf sie sich nicht wundern, wenn eines Tages aus Syrien wieder dschihadistischer Terrorismus in die Welt exportiert wird. Abschließend sollte die Fragestellung daher nicht lauten, wie Syrien kurzfristig stabilisiert, sondern wie seine Stabilität langfristig garantiert werden kann.

    Christoph Leonhardt ist Leiter von Okzident-Orient und stellv. Geschäftsführer von Middle East Minds. Nach seinem Studium in Berlin und Beirut hat er an der Universität der Bundeswehr München über paramilitärische Gruppen im Syrien-Krieg promoviert.

    Das ist ein Beitrag, der im Rahmen unserer Open-Source-Initiative eingereicht wurde. Mit Open Source geben wir allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten. Ausgewählte Beiträge werden veröffentlicht und honoriert.

    #Syrie #islamisme #géopolitique

  • Le peuple et moi. François Ruffin cinéaste | RdLI | RdLI
    https://rdli.fr/articles/essai/le-peuple-et-moi-francois-ruffin-cineaste

    Parmi ses « films cultes », Ruffin cite aussi Monsieur Smith au Sénat (1939), toujours de Frank Capra, « le plus grand ». En tant que député, il ambitionne d’« être James Stewart à l’Assemblée », c’est-à-dire de se mettre en branle « pour affronter l’institution et [...] chercher ce qu’il reste de l’humanité dans le cœur des hommes1 ». Quand il parle de ce film, il évoque d’ailleurs surtout l’acteur James Stewart, qui s’est construit une persona (image publique) d’« homme du peuple associé [...] aux “devoirs civiques” et à une “morale inébranlable” », et qui, avec son allure et son élocution hésitantes, convoque « les valeurs populistes de la small-town America2 » (l’Amérique des petites villes).

    Faisons l’hypothèse que ces références n’ont rien d’anodin. Si on les met en regard des films de Ruffin (en partie réalisés avec Gilles Perret), on peut y lire la matrice, voire le fantasme originaire, de son action politique. Le George Bailey de La Vie est belle et le Jefferson Smith de Monsieur Smith au Sénat condensent peut-être la manière dont Ruffin se perçoit, comment il se construit comme personnage central de ses __films et comment il fabrique une certaine image du « peuple ».

    #altruisme_narcissique #cinéma #peuple #François_Ruffin

    • Ruffin ne compte pour rien, il vaut comme énième avatar du rouge-brun dont les mille nuances ont fleuri au cours de la contre-révolution capitaliste. Admettons-le, la Nouvelle droite a marqué le point. Une révolution culturelle s’est produite. De Soral à Dieudonné, de Guiraud à Thery, de Mélenchon à Bouteldja, ça emboucane et ça suinte de partout.

      En ce moment, Villepin fait parait-il un tabac dans les amphis. Fétus atomisés cherch. sauveur, un « désarroi déjà roi » (cf. la place accordée à JLM). Bheurk.

      Sinon, je connais pas assez la BD, mais je trouve extraordinaire le nombre de dessinateurs qui se sont prêtés à cette auto-hagiographie. Une BD de Ruffin sur Ruffin, wtf.
      Usuellement on fait faire ça par d’autres.

      #rouge_brun #gauche

    • Ruffin au Congo
      https://www.senscritique.com/bd/les_aventures_de_francois_ruffin_depute_reporter_picardie_splendor/critique/339436612

      Attiré par les extraits plus ou moins douteux qui traînaient sur Twitter, j’ai lu cette « BD » de François Ruffin (entre autres) composée de plusieurs saynètes, illustrées chaque fois par quelqu’un de moins talentueux que le précédent (c’est visuellement extrêmement laid) où il se met en scène en train de régler les problèmes des pauvres.

      Dans le seul film que j’ai vu de lui : Merci Patron on était déjà face à un écueil similaire, le mec ne sait pas s’effacer, il doit se mettre en avant, dire « moi je ». S’il n’est pas le héros, le sauveur, il ne se sent pas bien. Il veut être reconnu comme tel et donc là il va tartiner son héroïsme pendant 80 pages de BD (vendues 22€ en physique, donc bien au dessus du prix du marché, qui va acheter ça à part moi parce que je suis un connard cynique ?)

    • je connais rien à la BD, mais je sais pas si on peut qualifier Jul (le correcteur dit "Nul) de simple exécutant. ce gros vendeur est connu, et pas seulement comme artiste (caniche) de Macron lors d’une visite officielle en Chine en 2018.

      Sinon, vu la manière dont R.F. fait sa pub, on apprend des choses qui viennent compléter un tableau profondément repoussant. En 2017, Il a publié un livre sur sa visite d’un hôpital psychiatrique, Un député à l’HP.

      il a un côté Trump se mettant en scène dans un avion militaire qui bombarde N-Y de merde. comme à défaut de n’être point offensant il est (presque) inoffensif, il a enfin réussi à faire du bien, tout le monde rigole.

      #politique #pourriture

    • @biggrizzly Le fil sur Mastodon épinglé ici aussi hier par @monolecte dans un autre fil Seenthis.
      https://seenthis.net/messages/1169245#message1172569
      Plutôt que l’égo boursouflé de Ruffin et sa BD qui semble l’être tout autant (je ne l’ai pas lu et je pense que je vais m’en dispenser) American Splendor est un chef d’œuvre et son auteur un héros de l’édition underground. Lui aussi a fait un film de sa bande dessinée. Une interview de Harvey Pekar dans The Comics Journal
      “There Are Just Some Times When You Can’t Deal” : A Previously Unpublished Interview with Harvey Pekar
      https://www.tcj.com/there-are-just-some-times-when-you-cant-deal-an-unpublished-interview-with-harv
      et un autre TCJ avec son ex compagne. Joyce Brabner, 1952-2024.
      https://www.tcj.com/joyce-brabner-1952-2024

      #Harvey_Pekar #American_Splendor
      American Splendor ≣ 2003 ≣ Trailer
      https://www.youtube.com/watch?v=HerH_v1Bw14

      @colporteur From Krakow to Krypton et The Jewish Graphic Novel , deux ouvrages qui explorent en détail les liens entre la bande dessinée et le judaïsme.
      https://www.nebraskapress.unl.edu/jps/9780827608436/from-krakow-to-krypton

    • S’agit de faire mieux que ce branleur de Karl Marx qui siégeait même pas au parlement et aussi bien que Harvey Pekar. Et alors ? Vous êtes contre l’ambition ?

      Bref. Amiens est splendide, certes (surtout ripolinée comme la ville l’est désormais). Ruffin, lui - tout le monde l’aura compris - n’est qu’un de ses fientes.

      Sinon, @vanderling, merci, mais si j’ai bien noté American splendor comme digne d’intérêt (sans savoir par quoi commencer parmi ce qui est dispo en français), grâce au crapaud de la Somme qui se voudrait aussi beau que le boeuf réputé magique dont il se réclame en matière de BD, je crains de continuer à pas savoir grand chose ni de la BD ni du judaïsme. à dire vrai mon insistance depuis plus de deux ans quant à ces histoires (de minoritaires) tient davantage à l’importance que revêt l’antisémitisme qui me parait au principe d’un racisme (éventuellement de masse) qui n’a pas attendu l’invention des races biologiques du XIXeme pour exister et qui perdure (et donc doit se renouveler) au-delà de ses prétentions scientifiques passées. C’est davantage le majoritaire (pas nécessairement en nombre), comment il se constitue qui m’importe. Les ressorts de la normopathie ordinaire, et la manière dont ils sont remis en tension / utilisés ("Moscovici ne parle plus français, il parle la langue de la finance internationale", citation approximative de JLM, par exemple).

      #melon_d'Amiens

    • Ruffin se lance dans la BD, et c’est un naufrage politique
      https://contre-attaque.net/2026/05/16/ruffin-se-lance-dans-la-bd-et-cest-un-naufrage-politique

      (...)

      Dans les dialogues mais surtout dans les dessins, ces pages empruntent de façon criante au registre colonial. Ici, les deux corps non-blancs sont menaçants, grimaçants, colériques et instables. Ils ne maîtrisent pas leurs émotions, contrairement aux agents en uniforme et à François Ruffin. Le député est représenté comme conquérant, droit, tout en maîtrise. Ferme mais juste. Plutôt que de se joindre au passager maghrébin, le seul qui a une réaction normale, à savoir protester contre des contrôleurs et des flics racistes qui dérangent tout le monde, il le corrige. Il le fait taire.

      (...)

      Cela ressemble à un suicide politique. À moins, tout simplement, que Ruffin ne s’adresse plus à la gauche.

      (...)

    • @colporteur Tu dis ne pas savoir par quoi commencer parmi ce qui est dispo en français. Je te conseille son anthologie éditée par Çà & Là, en 3 volume 19€ chaque. Et logiquement disponible dans toute bonne médiathèque digne de ce nom.
      https://www.caetla.fr/_Harvey-Pekar_
      H. Pekar & R. Crumb

      judaïsme et bandes dessinées.
      Un petit extrait de son interview dans The Comics Journal « Il y a juste des moments où on ne peut pas s’en sortir » que je signalais plus haut :

      Les Arabes palestiniens ont été traités plus durement que tous les autres Arabes. Ils n’ont même pas eu la moindre chance d’accéder à l’autonomie. C’était l’un de mes arguments ; c’est un sujet qui demande beaucoup de temps à développer. Et puis, leur recours à la force… c’est une chose d’utiliser la force si c’est pour vraiment obtenir quelque chose. Je ne suis pas pour partir en guerre, ni rien de ce genre, mais si l’on doit faire la guerre, c’est qu’il faut en tirer quelque chose. Et ces guerres qu’Israël mène, ils vont devoir continuer à les mener tant qu’ils existeront, à moins qu’ils ne changent leur politique. Je suis entré dans les détails et j’ai fait beaucoup de recherches à ce sujet. Puis je l’ai envoyé à l’éditeur, qui m’a demandé de le restructurer, et entre-temps, j’ai fait équipe avec un très bon illustrateur. Il s’appelle JT Waldman.

      Harvey Pekar à profondément ausculté la domination et les agressions multiple d’Israël envers la Palestine. Après je n’en sais pas plus que ça de ses réflexions sur le judaïsme, ses conclusions et sa collaboration avec l’illustrateur JT Waldman.

      Pour revenir à ton seen initial, Ruffin est sûrement plus fasciné par les super-héros marvel que par la BD underground. François le MadMan qui se prend pour un super-héros. Super Zéro oui.

    • BD : On a retrouvé Félix le « Maghrébin » de Ruffin !
      https://www.youtube.com/watch?v=xEr_9shMBYs

      sans vouloir gâcher la rigolade renouvellée, cette chaine YT fait aussi dans le Collon, Bouteldja, il est donc possible de douter de de sa fiabilité.

      edit il y a aussi du Seba, Aberkane, Chouard, Alsoumi (d’ Urgence Palestine ; pour lui, l’islamophobie est une stratégie créée par Israel), Youssef Hindi (publié par Kontre Kulture), #Mizane est un site conspi et antisémite, une émanation des Éd. AlBouraq, qui tiennent la librairie éponyme et la « Librairie de l’Orient », qui vend de nombreux livres des éditions Kontre Kulture (Soral). On y trouve aussi le négationniste Garaudy.

      c’est une fois de plus incompréhensible que des Gresh, Mauduit, Cypel, Bégaudeau (bien que...) etc. acceptent de participer (si l’antisémitisme est résiduel, faut-il remettre une pièce dans la machine ?).

      nous voilà toujours plus cernés par les racelards.

      #racisme #antisémitisme

    • @48polopolo

      40:53 Je suis d’Amiens et j’en peux plus de Ruffin, l’année passée il est venu à l’usine ds laquelle je bossais car celle ci était menacée de fermeture (elle a fermé depuis), et tu vois qu’il vient en mode sauveur, super héros des prolétaires et tu sens trop à la fois cet égo démesuré d’1 côté et de l’autre le mépris inconscient qu’il a pour nous les ouvriers. Il ne a parlé d1 manière insupportable comme s’il fallait se mettre à « notre niveau », comme s’il était lui aussi un prol, comme si on était des débiles, et l’expression « la France qui pue des dessous de bras » qu’il emploiera qq tps plus tard ds les médias est tellement parlante de sa personnalité... Mais en gros il vient comme un récolteur des doléances des ouvriers pour les répéter ensuite à la tv ou à l’assemblée pour se mettre en avant et dire que lui est au contact du « peuple qui souffre » et du coup le comprend, mais à aucun mmt il tente d’orienter vers une lutte ouvrière ou un rapport de force... C’est paternaliste au possible, dénigrant et égocentrique un truc de fou, il se croit tellement le haut parleur/porte parole du prolétariat car on serait incapable de le faire et de poser des mots sur nos conditions...

      Et concernant le « respecter la police » un peu ds le mm genre quand il était venu devant notre usine il y avait des médias et à un moment donné on leur avait demandé de nous laisser nous entretenir entre nous les ouvriers et Ruffin ; certaines médias n’ont pas respecté cette doléances de notre part (en plaçant une perche sonore en scred pr ns écouter) et j’ai pousse un coup de gueule contre eux en disant qu’ils n’étaient même pas capables d’avoir du respect pour des dizaines de mecs qui allaient se retrouver au chômage et qu’ils n’avaient aucune morale, éthique et qu’au fond ils étaient des rapaces, Ruffin m’est à moitié tombé dessus en disant qu’il ne fallait pas que je m’énerve contre eux car mm si ds le fond j’avais raison il fallait être conscient qu’on avait besoin d’eux (sachant que c’est très certainement lui qui les avaient fait venir car à tout nos rassemblements précédents on ne les avaient pas vu et on n’avait jms réclamé leur présence 🤷) pour faire porter notre voix... Cette scène m’a vraiment fait penser à ce moment où il se place au-dessus de la mêlée, au dessus de moi en l’occurrence, ouvrier qui ne serait pas capable de gérer sa colère mm ds un moment où elle serait légitime, je vais perdre mon emploi, je me fais enregistrer ac mes collègues à notre insu ds un moment d’organisation de notre mouvement... Il ne se rend mm pas compte de son côté « sauveur autoproclamé » ms qui au fond ne sert à rien... Il avait son p’tit carnet et je ne sais pas ce qu’il a fait de ces p’tites notes prises lors de cette échange...
      Nb : il y avait Deffontaines du pc qui était là aussi et il a été infichu d’exister et de porter un discours quel qu’il soit... Il est dramatique lui aussi ds un autre genre

      Ps : pour être qd même un peu d’eau ds mon vin il est vrai que Ruffin est qd même présent, mm s’il le fait très mal, ds les usines et les luttes ouvrières et je pense que LFI devrait se saisir plus souvent de ce genre de moment de lutte ouvrière (mm s’ils le font ce n’est pas assez à mon avis)

      https://www.youtube.com/watch?v=L1b9XnzKwO8&lc=UgyAF7KJ-SzE_PlIBsd4AaABAg

    • Concernant le témoignage, a priori ce Félix ne raconte pas de bobards puisque Ruffin a reconnu les faits (par contre oui le média sur lequel il s’exprime est tout pourri).

      J’aime bien ce que dit Geoffroy de Lagasnerie, qu’en gros Ruffin quand il doit se positionner sur quelque chose qui sort de ses combats habituels, eh bien il dit systématiquement des trucs de droite :
      https://piaille.fr/@0xdefec7edcafe/116614549796117644

    • Geoffroy de Lagasnerie dès l’entrée « même si, je redis encore que je voterai pour lui, que je le soutiens etc » mais nan voila encore ou nous mène le concept de projection politique sur l’homme érigé en bite centrale, le héros, la star politique. Nous serions ses moutons obligés, c’est exactement comme la projection amoureuse, de l’emprise mentale qui ignore les comportements et actions de la personne pour persévérer dans ses propres croyances qui dénient le grand splash bouseux final.
      Ruffin se torpille tout seul, mais c’est la suite logique de sa mégalomanie (qui s’accompagne d’une cécité totale de l’Autre) il a toujours été imbu, réac et pue de dessous ses idées. Ses films étaient déjà insupportables et dégoulinants de mépris des classes populaires ou des femmes. Nan mais, rien que le titre « Debout les femmes » je fuis, de quel droit il vient dire aux femmes ce qu’elles doivent faire ? et si tu arrives pas à saisir l’injure, imagine un film de Ruffin avec pour titre « Debout les noirs ».
      Ce type est devenu rapidement l’archétype du mâle blanc nourri de ses privilèges qui lui permettent d’être LE donneur de leçon, vraiment d’une autre époque, celle de la domination coloniale, du patriarcat et du racisme.
      Un combo !
      Geofroy, parle nous d’art, c’est ton domaine, pour le reste, allez vous lécher entre vous mais qu’on n’ait pas à suivre vos soutiens puants.

      Et quand même, ce type est censé être journaliste et arrive à pondre des fakes énormes pour déformer la réalité à sa gloire, mazette, la honte.
      https://seenthis.net/messages/1173404#message1173578

    • Ah mais oui je suis d’accord que Lagasnerie est à peine moins problématique (je mets ça un peu dans le même sac que Bégaudeau, des mecs à l’égo boursouflé qui s’écoutent parler) mais je trouvais sa remarque pertinente. Ruffin je l’ai toujours trouvé ridicule par rapport à ses fantasmes sur le vie ouvrière, courant de tournois de foot en fêtes de la saucisse et présentant ça comme l’alpha et l’oméga de la culture des pauvres, se rapprochant par là plus d’un Patrick Sébastien que d’un Jean Jaurès des temps modernes.

    • Ce n’était pas contre toi @alexcorp ! Je suis contente d’être sur seenthis pour me sentir moins seule. J’ose même plus parler de mon aversion pour ces bouses de petits coqs du pouvoir. Donc je suis ravie que tombent les masques et n’allons pas se fourvoyer avec ces mégalos qui prennent la vulgate pour stupide.
      Je pense aussi à Branco qui fait sa petite campagne et auquel les gilets jaunes qui se sont formés dans le froid des ronds-points s’opposent à Toulouse parce qu’ils ne veulent surtout pas d’un chef autoproclamé. Il est temps d’arrêter ce cirque ridicule de la vem république qui offre un boulevard aux tyrans et la course à la mégalomanie.
      La chute prévisible et lamentable de Ruffin est exactement le chemin tracé par cet obsolète système politico-médiatique. Tant que les dégâts que cela engendre sur le cerveau ne sont que risibles, rions, celleux qui s’engagent en politique pour y gagner quelques millimètres de gloire sont dangereux pour les valeurs de notre belle france et de son drapeau et de ses barbelés de frontières. Envie de faire dérailler la belle franfrance dans son traintrain patriotico fasciste seriné tous les jours par les assoiffés mégalos du pouvoir.

    • Cernés, suite

      Derrière le témoignage accablant de Félix Barrès, qui accuse François Ruffin de l’avoir essentialisé comme « un arabe » dans sa BD alors qu’il se revendique « Français de souche », apparaît aussi le parcours d’un journaliste converti à l’islam aux positions pour le moins ambiguës sur le djihad

      https://www.lopinion.fr/politique/des-gens-qui-vont-combattre-en-syrie-dune-maniere-rationnelle-le-vrai-visag

      choisir Mizane pour témoigner, c’était étrange, on nous propose une explication ... sous #paywall

    • Explication empreinte d’une certaine #islamophobie en l’occurrence ...

      https://justpaste.it/njbq9

      Il y a trois liens vers des enregistrement Soundcloud sur la page d’origine mais ils n’apparaissent pas sur la page que j’ai pu sauvegarder :

      1) Félix Barrès et sa conversion
      https://soundcloud.com/robinv-3/felix-barres-et-sa-conversionwav

      2) Félix Barrès et son entourage :
      https://soundcloud.com/robinv-3/felix-barres-et-son-entouragewav

      3) Félix Barrès et le Jihad :
      https://soundcloud.com/robinv-3/felix-et-le-jihadwav

      J’espère que vous arriverez à écouter tout ça sans vous créer de compte. Perso, je n’ai pu y échapper.

      L’Opinion est un quotidien français lancé en mai 2013 par Nicolas Beytout, ancien président des Échos et ancien directeur des rédactions du Figaro. Le journal revendique être pro-business[3]. Il suit une ligne qui s’affirme « néolibérale » selon Marianne.
      Le quotidien est édité en version imprimée et en version numérique.
      L’Opinion appartient à Bey Media, propriété à 100 % d’Ufipar, une filiale de LVMH.
      Son siège est situé à Paris.

      https://fr.wikipedia.org/wiki/L%27Opinion_(quotidien_fran%C3%A7ais)#

      Quel sombre brouet calomniateur tu nous a livré là @colporteur ...

    • Merci @sombre, pas besoin de s’inscrire pour écouter depuis seenthis les 3 fichiers audio !

      L’article raciste de l’opinion ne fait pas la différence entre être arabe et être musulman, avec en non-dit que s’être fait humilier par ruffin devient logique. Super puant.
      La base sempiternelle du caniveau de l’extrême droite, entre amalgamistes et confusionnistes, ils sont fins prêts.

    • Merci @sombre pour l’éclaircissement. Je me demandais d’où sortais ce type, et, pour lui comme pour Gresh et les autres cités plus haut, comment on peut accepter de faire un truc pour cette immondice de Mizane. La question reste posée mais a priori tous ceux qui se commettent sur un tel site sont soit dépourvus de tout sens politique, soit abusés, soit bien louches. Personne ne leur posera la question.

      Ce qui me frappe dans ce qu’il dit c’est qu’il émet l’hypothèse qu’il y a 30 ans il aurait pu satisfaire son besoin de transcendance (c’est moi qui choisi ce terme) grâce à l’existence de "grands penseurs qui n’existent plus". Encore et toujours « l’âme d’un monde sans cœur (...) l’esprit d’une époque sans esprit » ....

    • pour @touti et pour les autres (+10 pour tes commentaires touti)
      je viens de refaire le plein dans ma médiathèque préféré et les bibliothécaires ont eu.e un coup de coeur pour la dernière BD de #Marc_Dubuisson (43 ans, je le croyais plus âgé) le dessin (strip de 6 cases par page) est minimaliste mais les dialogues sont exquis.
      Pour Ruffin même le bisou à un flic de Renaud me semble moins gênant. Dubuisson propose une playlist antifa à la fin de son album (pour les possesseur de smartphone) scanner un QRcode pour une écoute sur Qobuz ou Deezer, il boycotte Spotify (fasciste et xénophobe) ici aussi il y a des playlists antifa de @cdb_77 & @sinehebdo Je tague Marc_Dubuisson car je suis sur qu’il est déjà là sur seenthis.
      Amour, fascisme et CDD édité chez Delcourt (2026)
      c’est frais et percutant à la différence de Ruffin qui sent le moisi et le velours de l’AN.
      https://www.editions-delcourt.fr/bd/series/serie-amour/album-amour-fascisme-et-cdd

    • merci @arno depuis Marc Dubuisson a quitté le X de l’autre facho et il a migré sur Mastodon.
      https://piaille.fr/@unpied
      Une Case extraite de sa BD « Amour, fascisme & CDD »


      Ce serait le pied s’il ouvrait un compte ici

      Dubuisson Seenthis c’est bon aussi

    • Je me souviens @touti d’un autre de tes commentaires ou d’un de tes seen à propos de l’élection de Ruffin comme député (sous étiquette LFI/NFP). Tu disais pis que pendre à son sujet et je trouvais que tu y allais un peu fort. Faut croire que tu avais cerné le bonhomme alors que je pensais que le NFP était révolutionnaire. Des révolutionnaires à l’assemblée nazionale avec braun-pivet au perchoir, suis-je bête, j’ai sacrément déchanté depuis et je suis pas loin de dire comme les anars « élections pièges à cons ». Ruffin n’a même pas l’excuse d’être girouette, il mouline tellement entre sa circo, l’AN, Fakir, son cinéma, ses réseaux... et le syndrome d’être indéboulonnable qu’il croit faire partie de l’histoire de france. Combien de fois je l’ai écouté sur des plateaux télé et non je devais avoir du mou de chat à la place du bulbe pour croire à ce mec là. Tu me diras avoir du mou de chat à la place du cerveau en regardant la télé c’est un peu normal, c’est même fait pour ça et le pire c’est qu’ils le savent.

    • @colporteur

      Ce qui me frappe dans ce qu’il dit c’est qu’il émet l’hypothèse qu’il y a 30 ans il aurait pu satisfaire son besoin de transcendance (c’est moi qui choisi ce terme) grâce à l’existence de "grands penseurs qui n’existent plus". Encore et toujours « l’âme d’un monde sans cœur (...) l’esprit d’une époque sans esprit » ....

      Cela m’évoque le concept de l’#anomie :

      Conséquence d’une politique antisociale

      Une anomie pourrait être suscitée par une propagande promouvant l’isolement ou même la prédation plutôt que la coopération. Ce serait la manifestation d’une politique antisociale.

      « Si l’anomie est un mal, c’est avant tout parce que la société en souffre, ne pouvant se passer, pour vivre, de cohésion et de régularité. Une réglementation morale ou juridique exprime donc essentiellement des besoins sociaux que la société seule peut connaître[3]. »

      -- Émile Durkheim, De la division du travail social

      https://fr.wikipedia.org/wiki/Anomie

      Maintenant, si l’on met en exergue que seules les « religions du Livre » (monothéisme révélé) sont le moyen de retrouver une coexistence pacifiée entre les différentes composantes d’une société donnée , ce n’est pas pour moi, en tant que « gauchiste », la meilleure voie à suivre. Mais bon, normalement, les lois de 1905 devaient permettre à toutes ces communautés religieuses de vivre en bonne intelligence. Ce n’est qu’un siècle plus tard (2004) qu’on a pu constater qu’il n’en était rien.

      Je viens de tomber sur une communication du Conseil d’état à propos d’une étude annuelle intitulée « Un siècle de laïcité », document de plus de 200 pages A4 ... Je pose ça ici, pour mémoire et je me plongerai là-dedans pour y détecter les biais qui ont conduit la société française aux errements que nous connaissons aujourd’hui.

      https://www.conseil-etat.fr/publications-colloques/etudes/etudes-annuelles/un-siecle-de-laicite-etude-annuelle-2004#3

    • @vanderling faut voir aussi que Ruffin a mué politiquement, sans doute transformé et pourri par son expérience du pouvoir. Même si depuis toujours il est complètement nul sur les sujets qui sortent de son ouvriérisme paternaliste, il était quand même un poil plus « exigeant » politiquement il y a quelques années (je me souviens de lui, discutant avec Filoche et se moquant de Hamon car trop mou, eh bien voilà maintenant il marche main dans la main avec Faure, la belle affaire).

    • @sombre Dans mon Robert (2001) deux définitions pour Anomie

      1 — anomie nf sociol . Absence ou désintégration des normes sociales. ETY. Du gr. Anomia « désordre » anomique.
      2 — anomie nf Mollusque bivalve à coquille rose nacrée, à allure de petite huître.

      La deuxième définition correspond mieux au député Ruffin. Il appartient bien à la classe des mollusques comme nombre de ses coreligionnaires du parlement. Accroché·e·s à leurs sièges tels des berniques à leur rocher.

      Ruffin a mué politiquement, sans doute transformé et pourri par son expérience du pouvoir.

      @alexcorp
      ça ira peut être mieux en France quand ils inscriront dans le marbre le bannissement et la proscription pour tout élu·e·s qui trahit ce pour quoi il l’a été justement. Pour trahison, délit d’initié, parjure, cumuls de mandats, favoritisme, etc... Ainsi que la comptabilité et la reconnaissance des votes blancs et des abstentions dans tous les modes de scrutin. Leurs élections seront un peu plus crédibles et les électeurices un peu plus volontaires face aux urnes. Alors la citation de L. Latzarus sera contredite « En démocratie, la politique est l’art de faire croire au peuple qu’il gouverne ».
      Mais je suis un éternel idéaliste et je sais bien que c’est le parlement qui a le pouvoir législatif et que ces empaffé·e·s ne légifèrent jamais contre leurs classes de bourgeois. La ploutocratie a encore de beaux jours devant elle. Quand leur pouvoir vacille ils déclarent la guerre, enfin ils utilisent le populo comme chair à canons. L’histoire est pleine de conflits sanglants en perpétuel recommencement et ils sont de plus en plus meurtrier avec « la guerre moderne » les drones et autre saloperies, les génocides, les conflits sans fin.
      Et Ruffin qui y va de sa moraline et que tout irai mieux si on l’écoutait. Mais qu’il ferme sa gueule et qu’il se fasse oublier. S’il avait un tant soi peu de fierté, il se planquerai sous un rocher et qu’il se contente de pointer, comme nombre de ses collègues, au palais-bourbon en priant que son indemnité parlementaire tombe encore de nombreuses années tant qu’il bernera son électorat.
      Élu député depuis 2017 LFI puis LFI/Nupes et actuellement avec un groupe écologiste depuis sa dissidence des insoumis . C’est quoi le prochain ? Debout la France ?
      https://fr.wikipedia.org/wiki/Debout_(parti_politique)

      Le nom proscription désignait jadis une mesure coercitive prise contre certaines personnes en période de troubles civils graves et, en particulier, désignait le bannissement pour menace à la sûreté de l’État, qui interdisait au proscrit l’accès du territoire français. Mais ce nom doit pour l’essentiel sa triste renommée au sens qu’il avait dans l’Antiquité romaine, quand il désignait la condamnation à mort de citoyens par le pouvoir, et ce, sans décision de justice, pour la simple raison qu’ils déplaisaient aux hommes alors à la tête de l’État. Cette condamnation était rendue publique et exécutoire par le simple affichage du nom des proscrits dans le Forum. Les plus célèbres et les plus tragiques de ces proscriptions sont celles qui furent commandées par Marius et Sylla. Aujourd’hui le mot proscrit désigne plus ordinairement une personne qui se voit refuser l’entrée d’un cercle, d’un salon etc.

    • fils de cadre à l’"ouvriérisme" de manager (n’insultons pas LO à tort et à travers ah ah ah), patron de presse égotique, candidat qui se pousse du col limite macronard. fiente bourgeoise.

      sinon, -"l’esprit d’un monde (ou d’une époque, selon les traductions) sans esprit"_, c’est Marx à propos de la religion, juste avant le passage trop souvent cité tronqué, ce qui réduit la critique (l’analyse) à une dénonciation, « la religion est l’opium du peuple ».

      par ailleurs, la fiction d’un parlement qui légifère date d’avant 1958-1962, le parlement ne légifère pas réellement, il est lieu d’un théâtre où sont entérinés les projets de loi gouvernementaux à condition que le gvt y trouve son intérêt (catégorie composite et variable ou l’exigence de maintenir la démocratie fictive peut cesser de jouer).

      Ruffin vient de faire ce qu’il fallait pour conforter JLM. sauf que lorsque pas tout à fait dépourvu de jugeote ce dernier déclare qu’une mobilisation populaire sera indispensable à l’action d’un futur gouvernement de transformation, personne n’ignore au fond que chaque jour ces propos sont démentis par la pratique réelle d’une France « insoumise » au garde-à-vous devant son leader, ce qu’on se doit de considérer comm l’indice d’une aptitude plus générale à la soumission volontaire.

    • Et pour parfaire l’enterrement politique, voila un article du Monde sur L’Amour et la Révolution un livre de Johanna Silva sur la relation toxique de ruffin.

      Johanna Silva : « Que François Ruffin se soit comporté avec moi comme il l’a fait, c’est aussi un problème politique »

      https://www.lemonde.fr/livres/article/2024/03/17/johanna-silva-que-francois-ruffin-se-soit-comporte-avec-moi-comme-il-l-a-fai

      Johanna Silva, elle aussi, a d’abord ravalé sa colère. Cinq années durant, elle s’est tenue aux côtés de François Ruffin, épousant ses idées, veillant sur lui et prenant en charge nombre d’aspects logistiques – chercher une salle, acheminer la sono, animer la discussion, récupérer le micro… Elle a tenu un rôle important dans le succès du film Merci patron ! (2016), puis dans la campagne qui a permis au rédacteur en chef du journal Fakir d’entrer à l’Assemblée nationale, où elle a été sa première assistante parlementaire : « “L’intendance suivra.” C’est-à-dire Johanna », résumait le député à propos de cette militante incontournable qu’il saluait à la fois comme son « bras droit » et sa « compagne de route ».

      #Johanna_Silva

  • Chez GRDF, Enedis et RTE, les syndicats mobilisés contre la chasse aux salariées portant un voile | StreetPress
    https://www.streetpress.com/1777563656-grdf-enedis-rte-entreprise-gaz-energie-syndicats-cgt-mobilis

    Avertissements, menace de licenciement… Depuis six mois, les entreprises de l’énergie et du gaz instaurent des clauses de neutralité. Parmi les femmes ciblées, l’élue CGT à GRDF Nadia Kabassine, figure syndicale soutenue par ses camarades.

    Le 15 janvier 2026, Nadia Kabassine se rend au siège de GRDF , à Saint-Denis (93). Elle doit rencontrer Pierre-Guy Martin, son nouveau directeur des ressources humaines ( DRH ), pour discuter des conditions de son détachement syndical. Son site du Kremlin-Bicêtre (94) vient de changer de direction pour être rattaché non plus à l’Île-de-France, mais aux fonctions centrales. Cette élue CGT , salariée du gaz depuis 15 ans, a l’habitude de ces échanges formels avec les dirigeants du groupe. Sauf que cette fois, à la fin de l’entretien, le DRH entouré de deux membres de la direction lui lance :

    « Je vois que vous avez un voile religieux, donc vous ne respectez pas le règlement intérieur. Aujourd’hui je tolère mais dorénavant, il faudra venir sans. »

    #discrimination #islamophobie #lois_séparatisme #France_racelarde

    Je ne savais plus trop si GRDF et Enedis avaient à remplir des « missions de services publics » ...

  • #stretto_di_hormuz ,il pirata di Washington minaccia il #blocco
    https://radioblackout.org/2026/04/stretto-di-hormuz-il-pirata-di-washington-minaccia-il-blocco

    Dopo il fallimento dei colloqui di #Islamabad ,l’autocrate della Casa bianca minaccia il blocco dello stretto di Hormuz ,accrescendo la tensione e facendo salire il prezzo del petrolio .Allo stato attuale l’Iran ha effettivamente preso il controllo dello stretto e non l’ha necessariamente chiuso. L’accesso è regolamentato ed è necessaria una forma di pagamento, non […]

    #altavisibilita #L'informazione_di_Blackout #guerra #Iran #Trump
    https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/04/INFO-13042026-SABAHI.mp3

  • « C’est bon ça la pêche aux bicots » : une équipe de la #BAC de #Nice accusée de #racisme

    Après un an de calvaire au sein d’un groupe de la brigade anti-criminalité de Nice, où elle était la seule fonctionnaire d’origine maghrébine, la policière Chaïma a porté #plainte pour #harcèlement_moral et #discrimination.

    Une semaine avant sa prise de poste sur la Côte d’Azur, le 6 septembre 2024, la brigadière-cheffe Chaïma (1) aurait reçu un appel de mauvais augure. À l’autre bout du fil, son futur supérieur hiérarchique : « Je suppose que tu es musulmane ? », « tu fais la prière ? », « tu fais le ramadan ? » Et le chef de groupe Éric C. de souffler à chaque réponse positive. La policière originaire de la région lilloise a beau le rassurer, en lui précisant que cela n’aura aucun impact sur son travail, il lui aurait expliqué que ses gars « s’inquiètent ». « Ils ne pourront plus s’exprimer librement dans la voiture. » Quelques heures plus tôt, son mari, lui aussi policier à Nice, aurait vécu le même appel sous forme d’interrogatoire. Il confirme via son avocat la teneur des questions de l’agent niçois sur les pratiques religieuses de sa femme.

    Les inquiétudes de Chaïma se seraient vérifiées sur place. De septembre 2024 à août 2025, la policière, témoin de nombreux propos racistes, aurait vécu humiliations racistes et sexistes, pressions et ostracisation au sein d’une équipe de la brigade anti-criminalité (BAC) de Nice (06). La fonctionnaire dénonce également les violences et d’autres actes illégaux commis par ses collègues, comme révélé dans le premier épisode de cette enquête. Après un an de calvaire, elle lance l’alerte. Elle a porté plainte contre X ce 5 février auprès du tribunal judiciaire de Nice pour « harcèlement moral, discrimination, faux en écriture publique et usage de faux, violences volontaires sur mineur, atteinte à la liberté individuelle, menaces et abus d’autorité et violation de domicile par personne dépositaire de l’autorité publique ». Le parquet de Nice a informé StreetPress de l’ouverture d’une enquête préliminaire confiée à l’Inspection générale de la police nationale (IGPN). Contactés, ni la Direction générale de la police nationale ni les responsables hiérarchiques et les agents de la BAC de Nice concernés n’ont souhaité nous répondre.

    « Comme c’est le cas dans la plupart des affaires où des policiers dénoncent par les voies traditionnelles les actes illégaux au sein de la police, la hiérarchie tente de les faire taire en les marginalisant et en les sanctionnant », estime Maître Arié Alimi, l’avocat de Chaïma. Si la plaignante n’a pas souhaité s’exprimer, StreetPress a pu consulter de nombreux documents et échanger avec son avocat. Malgré une enquête administrative qui, selon nos informations, aurait reconnu des propos discriminatoires et entraîné le départ de son chef de groupe en mars 2025, le harcèlement de la policière, actuellement en arrêt maladie, n’aurait pas cessé. Devenu délégué départemental du puissant syndicat Unité-SGP, il n’a pas été sanctionné et a été décoré quatre mois après sa nomination en tant que délégué syndical.

    Racisme décomplexé de la « BAC JB »

    Dans la ville qui vient d’élire le maire d’extrême droite Éric Ciotti, toutes les équipes de la BAC ne se valent pas. Elles sont divisées en quatre, deux de jour, deux de nuit. L’une d’entre elles, la BAC « JB », pour « Jour B », est connue pour son turn-over important et la relative jeunesse de ses effectifs. C’est là qu’atterrit Chaïma, unique agent d’origine maghrébine dans un groupe de douze composé de dix hommes. Elle découvre que certains de ses collègues appellent les arabes « les bougnoules » et les noirs « les macaques », détaille-t-elle dans sa plainte, que StreetPress a pu consulter. Parmi les expressions racistes que lanceraient ses collègues : « Le macaque, je vais le faire descendre de son arbre. » Une autre habitude des policiers de la BAC JB serait d’ironiser : « de toute façon t’es coupable ! » ou de répéter « coupable, coupable, coupable » lors de contrôles de personnes racisées, surtout lorsqu’elles ne parlent pas français.

    Dans une capture d’écran de conversation WhatsApp datant du 7 janvier 2025, que StreetPress a pu consulter, un gardien de la paix indique l’horaire et la teneur d’une grosse intervention à venir, en concluant par « pêche au » suivi de l’émoji canard. Le gardien de la paix Nicolas F. lui répond : « C’est bon ça la pêche aux bicôts. » Le chef de groupe Éric C. et son adjoint Fabrice L. auraient assisté à l’échange numérique sans intervenir.
    L’enfer de Chaïma, de Tourcoing à Nice

    La policière de 38 ans Chaïma a vécu dix-neuf ans de carrière sans remous au sein de la gendarmerie puis de la police, jusqu’à obtenir le concours de brigadière-cheffe. Ses problèmes commencent en mars 2024, lorsqu’elle rejoint la police-secours de nuit de Tourcoing (59), dans le Nord de la France. Pour la première fois, un supérieur, l’adjoint du chef de groupe, lui fait sentir sa différence. « T’aurais pas pu t’appeler Virginie ou Elodie ? Ça serait plus simple », se serait moqué Stéphane H., lors de l’appel dès sa première soirée de service.

    Quelques heures plus tard, pendant une pause bavardage au commissariat sur le thème du football, le même aurait évoqué devant elle les « gènes de fils de pute » de Karim Benzema. Dans la même nuit, il lui aurait fait remarquer que les chiens sont arrivés avant les femmes dans la police. Des scènes confirmées auprès de StreetPress par plusieurs sources policières tourquennoises. Dès le lendemain, Chaïma décide d’alerter sa hiérarchie, qui lui aurait recommandé de prendre sur elle et de ne pas faire de vagues. Pendant l’été 2024, décidée à s’éloigner de ce climat hostile, Chaïma obtient l’oral de la BAC et postule à Nice, rassurée par les promesses d’un quotidien ensoleillé et réparateur avec son mari et ses deux enfants.

    Peine perdue. Dans l’institution policière, les réputations de mouton noir se transmettent parfois de service en service. « Deux chefs ont répété devant plusieurs personnes qu’ils connaissaient du monde à Nice et qu’ils allaient lui mettre des bâtons dans les roues. Elle est arrivée dans le Sud avec une étiquette », confie un policier des Hauts-de-France, sous couvert d’anonymat. Leur connaissance était-elle Éric C. ? Chaïma en est persuadée. Elle assure dans sa plainte que ce dernier l’aurait questionnée sur ses mésaventures à Tourcoing lors de son interrogatoire téléphonique. Le policier niçois semble pour le moins partager les idées rances de son homologue du Nord. Sur sa page Facebook, entre une photo de profil des Templiers — ces chevaliers de l’époque des croisades — et le partage du site d’extrême droite Damoclès, le fonctionnaire postait en 2020 l’image d’un guerrier en armure enfonçant sa lance dans un corps sans vie accompagnée de la phrase « non à l’islamisation de la France ». En 2025, il récidive en partageant les phrases xénophobes « ici c’est la France, pas le bled » ou « l’arrêt de l’immigration massive, c’est 70 milliards d’euros d’économie et le retour d’une France paisible ».

    Lorsque Chaïma débarque au sein de la BAC JB, Éric C. s’arrangerait pour l’avoir systématiquement au sein de son équipe. Admiré par ses troupes, le chef répèterait à qui veut l’entendre qu’il la soupçonne d’être une infiltrée qui les enregistre avec une oreillette pour les « balancer » à l’IGPN. Il lui interdirait de parler en arabe auprès des victimes ou des mises en cause, sauf avec son autorisation. Quand elle n’est pas avec lui, il l’appellerait des dizaines de fois d’affilée pour connaître ses faits et gestes. Quand la fonctionnaire demande à poser des congés pendant les fêtes de fin d’année, son supérieur lui aurait refusé sous prétexte qu’elle est la dernière arrivée avant de lui glisser, d’après son témoignage, qu’elle n’est pas catholique et n’aurait donc pas besoin de fêter Noël.
    Enquête administrative et vengeance

    Six mois après l’installation douloureuse de Chaïma dans les Alpes-Maritimes, un rapport du chef de la BAC de Nice, le capitaine R., enclenche une enquête interne. Selon nos informations, cette enquête administrative ouverte en février 2025 retient l’existence de propos sexistes et discriminatoires imputables au brigadier-chef Éric C. La qualification de harcèlement moral n’est pas retenue, ce que contestent Chaïma et son avocat. Le chef de groupe, contre lequel aucune sanction disciplinaire n’est prononcée, quitte en avril 2025 les effectifs de la BAC pour occuper un poste de délégué syndical chez Unité-SGP à Nice, tout en restant affecté à la BAC. Un détachement qui lui permet de bénéficier d’une protection liée au statut syndical. Auprès de StreetPress, une source policière niçoise s’indigne :

    « Comment un policier qui a tenu des propos discriminatoires, reconnus par une enquête administrative, peut être nommé par un syndicat pour défendre les agents ? C’est lunaire. »

    Quelques mois plus tard, le 8 juillet 2025, l’agent Éric C., à l’origine du harcèlement de Chaïma à Nice, a reçu en présence du préfet la « médaille d’honneur de la Police nationale échelon Or » pour l’ensemble de son œuvre. Mais, sur le terrain, le cauchemar de Chaïma aurait continué. Avant son départ, dans un groupe WhatsApp qui réunit des agents de la BAC JB, le chef de groupe envoie le 16 mars 2025 :

    « Le vieux lion est gravement blessé mais pas encore totalement mort, sa vengeance sera terrible. Ça marche bien les cachets lol. »

    Informée de cet avertissement écrit par une collègue, la policière Chaïma l’interprète comme une menace de l’empoisonner. Elle prévient le capitaine R., chef de la BAC, qui ne lui répond pas. Terrorisée, elle se met à vérifier ses boissons. L’ancien adjoint Fabrice L., devenu chef de groupe et la majorité de l’équipage, aurait pris le parti de leur ancien supérieur, qui viendrait souvent leur rendre visite. Ils auraient mis à exécution sa « vengeance ».
    Syndrome de stress post-traumatique

    L’exclusion de Chaïma serait montée d’un cran. Elle apprend que des informations sont échangées dans un groupe WhatsApp de travail auquel elle n’a pas accès. Lors d’interventions dans des quartiers populaires de Nice, la policière aurait régulièrement pour ordre de rester dans le véhicule : elle y serait « trop visible ». Dans un SMS consulté par StreetPress, un policier de la BAC de Nice compatit :

    « Je n’ai jamais vu un accueil pareil et une tournure aussi pourrie pour un collègue. »

    C’est quatre jours après avoir refusé de couvrir les violences de ses collègues sur un mineur isolé — détaillées dans un premier article — que la policière aurait été convoquée par sa hiérarchie. En guise de porte de sortie, le capitaine R. — le même qui avait été à l’initiative du rapport sur les discriminations qu’elle subissait —, son chef de groupe Fabrice L. et un major lui proposent de demander une mutation. Elle refuse, estimant que ce n’est pas à elle de partir. Chaïma prétend que ces derniers l’auraient ensuite menacée de transmettre eux-mêmes à la direction départementale des rapports antidatés pour justifier son éviction. Depuis le 29 juillet, la Lilloise est en arrêt de travail pour syndrome de stress post-traumatique. Son médecin lui a prescrit des anxiolytiques et des somnifères.

    Selon l’avocat Arié Alimi, qui défend Chaïma, cette affaire révèle que « le processus d’impunité et de harcèlement des policiers qui dénoncent se fait en lien entre la hiérarchie policière, le ministère public et les syndicats de police ».

    (1) Le prénom a été modifié pour protéger l’identité du témoin.

    #forces_d'ordre #islamophobie #travail
    –-

    ajouté à la métaliste, mais pour l’instant tout à fait incomplète, de #témoignages de #forces_de_l'ordre, #CRS, #gardes-frontière, qui témoignent de leur métier. Pour dénoncer ce qu’ils/elles font et leurs collègues font, ou pas :
    https://seenthis.net/messages/723573

  • Mahomet au prisme des sciences historiques
    https://laviedesidees.fr/Amir-Moezzi-Tolan-Mahomet-historiens

    Qui se cache derrière les noms « Mahomet » ou « Muhammad » ? Dans une vaste étude pluridisciplinaire, les auteurs du Mahomet des historiens sondent la diversité des traditions et la complexité de l’ancrage culturel et linguistique du fondateur de l’islam.

    #islam #Histoire #religion #Moyen_Âge
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20260323_mahomet.pdf

  • En Italie, l’émergence du « maranza », figure péjorative de la seconde génération de l’immigration arabe
    https://www.lemonde.fr/international/article/2026/02/26/en-italie-l-emergence-du-maranza-figure-pejorative-de-la-seconde-generation-

    En Italie, l’émergence du « maranza », figure péjorative de la seconde génération de l’immigration arabe
    Par Allan Kaval (Rome, correspondant)
    Les murs de Corvetto parlent. Sur les façades orange rapiécées au ciment gris de ce quartier périphérique de Milan, des graffitis parlent d’antifascisme en lettres majuscules, de Palestine et de justice. Mais surtout ils crient le nom d’un mort, « Ramy », souvent accompagné de cœurs aux contours tracés par le mouvement irrégulier de bombes de peinture rouge ou rose. Au même moment, les Jeux olympiques d’hiver évoquent une réalité parallèle : les débats sur la sécurité entourant le rassemblement ont été l’occasion d’une nouvelle vague de stigmatisation des quartiers périphériques.
    A plus d’un an de distance, la blessure reste vive. Elle s’est même infectée depuis le 24 novembre 2024 et la mort de Ramy Elgaml, 19 ans, d’origine égyptienne, à la suite d’une course-poursuite avec les carabiniers qui s’est terminée lorsque le véhicule des forces de l’ordre a percuté le scooter sur lequel il se trouvait. L’ami qui conduisait le deux-roues avait ignoré des agents lui ordonnant plus tôt de s’arrêter. Ramy Elgaml est mort sur le coup.
    Sa compagne, Nada Samih, née en 2005 comme lui, longe les rues de son ancienne vie, un quartier où les communautés marocaine et égyptienne sont très présentes. Elle désigne l’entrée d’une résidence où les hommages écrits en l’honneur du défunt sont plus nombreux qu’ailleurs. « C’est ici qu’habite Ramy », dit sa fiancée. Elle parle toujours de lui au présent. « Dans nos quartiers, on perçoit les policiers comme agressifs, voulant occuper l’espace et montrer leur force. Beaucoup de gens, pas seulement des dealeurs du coin, se sentent visés juste parce qu’ils habitent ici », dénonce la jeune femme, née en Italie de parents marocains, élevée par sa mère, puis en foyer.
    Musulman, Arabe, ayant des antécédents judiciaires, habitant d’une banlieue pauvre où sévit une petite délinquance, plus visible que la gangrène mafieuse travaillant une partie de l’économie italienne, Ramy Elgaml représentait l’archétype dont une partie des responsables politiques et des médias a fait un nouveau démon des grandes villes. Toujours prêt à sortir de l’ombre pour commettre des agressions, descendant des périphéries sur les centres-villes.
    On l’appelle le « maranza », utilisant un vieux mot de dialecte repris récemment de manière positive dans le milieu du rap, mais désormais chargé de connotations racistes. Certains titres de presse ont fait son portrait-robot, décrivant ses chaussures de sport, son sac en bandoulière, son italien créatif et son langage corporel jugé envahissant. On l’assimile parfois à l’islamisme, on accuse la gauche de le couvrir, voire de le courtiser.
    Nada Samih a été à peine surprise quand elle a appris les révélations publiées le 15 février par le quotidien Domani sur les échanges entre les militaires impliqués dans la poursuite fatale. De rares expressions d’empathie d’un agent y sont éclipsées par des messages racistes, des références au fascisme et l’expression de puissants désirs de violence contre les personnes. L’enquête a montré qu’ils avaient aussi intimidé les témoins et livré eux-mêmes de faux témoignages. Quelques jours avant la parution de l’article, à la veille des Jeux olympiques d’hiver de Milan-Cortina, des membres du gouvernement avaient par ailleurs apporté leur soutien à un agent de police ayant abattu un dealeur marocain dans un terrain vague voisin de Corvetto. Il s’est avéré, lundi 23 février, que le policier l’avait tué sans être en situation de légitime défense avant de maquiller la scène du crime. Il s’agissait de l’ultime manifestation de l’ordre violent que le fonctionnaire, désormais arrêté et désavoué, faisait régner sur ce point de deal, entre attaques au marteau et racket.
    « Au-delà de la petite criminalité, l’imaginaire du maranza raconte un pays qui se découvre multiculturel, ce qui fait peur à certains, au moment où les jeunes d’origine arabe sont toujours plus visibles dans le monde de la création, notamment à travers le succès des nouveaux rappeurs », analyse Gabriel Seroussi, journaliste spécialiste de ce genre musical en pleine transformation dans les périphéries du Nord italien. Il a signé l’essai La periferia vi guarda con odio. Come nasce la fobia dei maranza (« la périphérie vous regarde avec haine. Comment naît la phobie des maranza », Agenzia X, 2025, non traduit). « Il y a eu le terrone, l’immigré du sud de l’Italie. Maintenant, il y a le maranza. C’est une nouvelle panique morale. »
    Le terme est omniprésent dans des titres de presse locaux du nord du pays. Il apparaît aussi parmi des Méridionaux qui ont trouvé une figure située plus au sud qu’eux. Un restaurateur connu de Palerme a affiché un écriteau « anti-maranza » représentant un portrait-robot de ce nouvel ennemi social dans un cercle rouge barré.L’inflation de l’usage du terme, qui a explosé durant les JO, correspond à une offensive politique et médiatique sécuritaire dans l’Italie de la présidente du conseil de droite radicale, Giorgia Meloni. Le pic fut d’ailleurs atteint lors des Jeux olympiques d’hiver. Si les Jeux de Paris avaient fait naître, à travers des athlètes dont l’Italie est si fière, et jusqu’au centre droit, un récit positif sur des jeunes représentants des communautés italiennes issues du sud du monde, l’édition hivernale suivante a montré qu’il relevait du passé.
    « L’insécurité est une affaire de perception. Le facteur-clé n’est pas tant qu’elle augmente, mais qu’elle est attribuable à certains profils de deuxième génération liés à une immigration musulmane relativement récente », explique Lorenzo Castellani, politiste à l’université Luiss, de sensibilité de droite et spécialiste de cette famille politique. Des projets miliciens tâtonnants « anti-maranza » ont vu le jour. Certains ont été tués dans l’œuf par les autorités.
    Dans la capitale économique du pays, où des voix toujours plus nombreuses dénoncent l’émergence d’une ville pour riches, les tensions sociales montent et les périphéries montrent des signes de politisation. « Le mouvement de solidarité avec la Palestine a catalysé des initiatives venues de la gauche avec la colère d’une nouvelle génération d’origine arabe qui était déjà en germe après la mort de Ramy. La conscience politique progresse », affirme Imane Ariman Scriba, 29 ans, Italo-Marocaine, fondatrice du magazine MUN, productrice de musique et militante antidiscrimination. Un constat partagé, avec moins d’enthousiasme, par une source policière milanaise haut placée.
    A deux pas d’une grande fresque peinte en hommage à Ramy Elgaml, au centre de Corvetto, se trouve le siège de l’organisation humanitaire chrétienne Sant’Egidio. « Nous assistons à l’enracinement d’un stigmate », juge Stefano Pasta, qui dirige l’antenne locale, décorée de photos souvenirs pleines de sourires, prises lors de sorties estivales à la piscine – les plages sont loin –, et de sincères et simples dessins sur le thème de la paix et de la coexistence tranquille des plus faibles.« La délinquance existe, les couteaux sont devenus courants. Mais elle a toujours existé. Les dealeurs de notre quartier sont d’ailleurs la petite main-d’œuvre d’un système criminel bien plus vaste et opaque. La pauvreté, économique et culturelle, en revanche, monte. C’est de là que provient la haine », juge cet humanitaire qui prépare un repas de rupture de jeûne du Ramadan ouvert à tous, musulmans ou non, pour les habitants de Corvetto.
    « Dans un quartier où la drogue est partout, les jeunes sont pris au piège. Ils tombent dans la violence et l’illégalité. Rares sont ceux qui s’en sortent malgré leur potentiel, regrette Moncef Housni, 19 ans, étudiant et habitant de Corvetto. La violence augmente et l’utilisation du mot “maranza” par les médias et les politiques risque de bloquer les jeunes dans cette identité. » Le Parlement italien doit examiner un nouveau décret sécuritaire du gouvernement qui comporte des mesures contre la petite délinquance dites « anti-maranza ».
    Même ceux à qui tout a réussi n’échappent pas à ce climat. Le célèbre rappeur Ghali, parfaitement mainstream, Milanais d’origine tunisienne, en a été la victime. Invité à participer à la cérémonie d’ouverture des Jeux de Milan-Cortina le 6 février, il devait chanter un poème pacifiste en plusieurs langues. On lui a interdit d’utiliser l’arabe. A la télévision publique, la RAI, le commentateur Paolo Petrecca, directeur de la chaîne sportive du groupe, qui a par ailleurs multiplié les bévues en présentant le spectacle, n’a pas non plus jugé bon de le nommer lorsqu’il est apparu sur scène. Il a quitté ses fonctions après la polémique. Le soir même, sur les réseaux, l’artiste, privé de nom devant son pays tout entier, avait dévoilé son nouveau titre Basta (« assez »). Il y chante ce vers en mélangeant deux langues autorisées : « Free tutti i maranza ».

    #Covid-19#migrant#migration#italie#immigration#secondegeneration#maranza#islam#jeunesse

  • Histoire de l’hôpital et du « cimetière musulmans » de Bobigny
    https://histoirecoloniale.net/histoire-de-lhopital-et-du-cimetiere-musulmans-de-bobigny

    Histoire de l’hôpital et du « cimetière musulmans » de Bobigny

    Un hôpital réservé aux nord-africains et un "cimetière musulman" pour les patients décédés dans cet hôpital qui suscita les protestations de l’Etoile Nord-Africaine. Bobigny fut durant l’entre-deux-guerres un haut-lieu de la ségrégation coloniale en France. Un hôpital « franco-musulman » exclusivement réservé aux patients nord-africains colonisés et participant au contrôle policier étroit des « Français musulmans » y fut en effet inauguré en 1935, – il a été rebaptisé hôpital Avicenne en 1978. L’année suivante, il fut flanqué d’un « cimetière franco-musulman » pour les patients décédés dans cet hôpital. L’Etoile Nord-Africaine protesta alors en ces termes : « Nous avons à maintes reprises signalé les multiples abus et brimades dont sont l’objet les Nord-Africains hospitalisés à Bobigny.(…) Mais nos inquiétudes ne visaient que les soins, qui manquaient aux malades, et que nous étions bien loin de penser que les morts étaient astreints aux loi de l’indigénat. La direction de l’hôpital vient de se signaler par une mesure où elle prouve que même morts, on n’échappe pas aux règles qui régissent les vivants ». Sophia Lamri fait l’histoire de la création de cet hôpital, Benedicte Penn celle du cimetière.
    (...)

    #immigration #Algérie #Islam #discrimination #entre-deux-guerres

  • L’absurde « chasse » aux musulmans à la RATP
    https://www.lemediatv.fr/emissions/2026/labsurde-chasse-aux-musulmans-a-la-ratp-9zHG5w1bQZeYnOw1qpYkEQ

    Au cœur de cet entretien, cette note destinée aux encadrants de la RATP. Signée par Jean Castex en juillet 2025, elle incite à contrôler les pratiques religieuses des agents et prestataires...

    #Islamophobie

  • Ardèche – Exclue depuis 2 mois de son lycée d’Annonay car son bonnet de chimio est assimilé à un signe religieux
    https://le-reveil-vivarais.fr/a-la-une/voile-bonnet-chimio-exclue-lycee

    Lors de ce rendez-vous, la directrice aurait dit mot pour mot, selon l’adolescente : « C’est moi qui décide si c’est un voile. » Quant à la médecin, « elle a dit que les médicaments ne justifiait pas les changements d’humeur mais rien sur le bonnet, rapporte Mélina. Ça fait déjà deux mois que je ne vais plus à l’école, il y a de quoi s’énerver. » Le Keppra peut altérer l’humeur, selon Fanny.

    Mélina a reçu d’autres ordres de la direction : « Je devais plutôt mettre un bandana ou investir dans une perruque. Mais on n’a pas pu acheter de perruque à cause du prix, ma maman étant seule avec mes deux frères et moi. Même la CPE a dit à la directrice que ça partait loin, car ça posait une question financière et que ça n’avait rien à faire ici », affirme la lycéenne.

    Une perruque en cheveux naturels coûte des centaines d’euros, voire plus d’un millier d’euros. « Lors du dernier rendez-vous, la proviseure a dit que le bonnet de chimio ressemblait à un voile islamique. J’ai ramené les trois certificats du médecin. Mais elle a accusé le médecin d’avoir fait un certificat de complaisance », déplore Mélina. C’est allé encore plus loin : « L’ordre des médecins a écrit à notre médecin traitant à la demande de l’établissement. Notre médecin nous a demandé un certificat confirmant qu’on n’a pas d’appartenance religieuse. »

    En effet, interrogé, Thierry Aumage, directeur académique de l’Ardèche, justifie : « Cette jeune fille s’est présentée avec un foulard turban en invoquant un problème de santé pour justifier le port de ce foulard. Nous nous en tenons aux faits et au texte de loi régissant la tenue, sur le port d’un couvre-chef pouvant laisser penser qu’il y a signe ostentatoire d’appartenance religieuse. »

    Un prétexte selon la lycéenne
    Mélina en est convaincue : « Le turban est un prétexte pour me faire partir. Je pense que les crises d’épilepsie sont trop compliquées à gérer pour le lycée. » Épuisée et surtout déscolarisée, Mélina a décidé, avec sa mère, de quitter le lycée Montgolfier.

  • À Grenoble, des conducteurs de bus victimes d’un déluge d’#islamophobie venant de leurs collègues | Mediapart
    https://www.mediapart.fr/journal/france/231225/grenoble-des-conducteurs-de-bus-victimes-d-un-deluge-d-islamophobie-venant

    Dans les locaux de la M Tag, l’une des sociétés responsables des transports publics grenoblois, les actes islamophobes se multiplient. Depuis 2022, des salariés ciblent régulièrement leurs collègues musulmans. L’une d’entre eux a retrouvé une oreille de porc dans sa boîte à lettres.

  • «  La #tribune_dimanche  » et le ministre de l’enseignement supérieur  : un pur moment de #propagande

    L’hebdomadaire dominical du milliardaire #Rodolphe_Saadé a publié un entretien avec le ministre de l’Enseignement supérieur #Philippe_Baptiste, qui a profité de l’occasion pour se poser, sans être contredit, en champion de «  la #liberté_académique  ». Problème  : dans le monde réel, ce ministre engagé est, comme ses prédécesseurs macronistes, un assaillant de cette liberté.

    Dans son édition datée du 30 novembre 2025, l’hebdomadaire dominical La Tribune dimanche (groupe #CMA_Média) a publié, sur deux pages, un article trompetant, comme un cocorico, que la France allait prochainement accueillir 33 «  scientifiques américains de renommée internationale dont la liberté académique est menacée aux États-Unis  » - où le président Donald J. Trump est, comme on sait, parti en guerre contre les universités, accusées, en substance, d’être des repaires de gauchistes pro-palestiniens.

    Ce long article est complété — deux attentions valent mieux qu’une — par un entretien avec le ministre macroniste de l’Enseignement supérieur, Philippe Baptiste, à qui La Tribune dimanche pose la question suivante : «  Qu’est-ce qui empêcherait la #science française de subir le même sort que la science américaine en cas de bouleversement politique dans le pays  ?  »

    C’est-à-dire : dans le cas où l’extrême droite prendrait aussi le pouvoir de ce côté-ci de l’Atlantique.

    Le ministre fait cette réponse bouleversante : «  La question de la liberté académique est centrale. (…) Ce que montre l’exemple américain, c’est que la première garantie de la liberté académique, c’est un #financement suffisant pour la recherche de base  ! Partager collectivement, au sein du pays, un attachement viscéral à la #science et à la recherche libres, c’est la première étape pour protéger les #libertés_académiques.  »

    Ces propos sont si beaux, que l’intervieweur du ministre, probablement subjugué par tant d’attachement au libre exercice de la recherche et de «  la science  », en oublie de confronter Philippe Baptiste à la réalité de ses pratiques ministérielles — et de celles de ses prédécesseurs macronistes.

    Discours admirable, méthodes détestables

    Et c’est un peu dommage, car ce journaliste découvrirait, s’il poussait plus avant sa curiosité, un conséquent décalage entre un discours officiel tout à fait admirable, et des méthodes qui le sont beaucoup — beaucoup - moins.

    Car, premièrement  : loin d’assurer à «  la #recherche_de_base  » le «  financement suffisant  » qui serait selon le ministre «  la première garantie de la liberté académique  », l’État macroniste, en les sous-finançant, entretient au contraire un #déficit chronique des universités, qui sont invitées, sous le sceau de leur #autonomisation, à gérer elles-mêmes les difficultés financières croissantes auxquelles elles se trouvent ainsi confrontées - faute d’une aide publique suffisante.

    Et bien sûr : cette pénurie organisée, où chaque président d’université se trouve contraint de courir après des subsides étatiques en constante diminution, favorise une #compétition entre établissements qui détériore grandement les conditions de la #recherche et de l’enseignement.

    Insistons-y  : pendant que Philippe Baptiste déclame que le «  financement suffisant  » de «  la recherche de base  » est la «  première garantie de la liberté académique  », son gouvernement entretient dans l’université française une #précarité qui a pour effet de fragiliser cette recherche, en la soumettant à des logiques de compétitivité qui empêchent évidemment son libre exercice.

    Mais surtout, et au-delà de cette logique mortifère  : Philippe Baptiste s’implique personnellement dans de préoccupantes limitations de «  la liberté académique  » dont il prétend très sérieusement se faire le champion – mais pourquoi se gênerait-il, puisque d’agréables intervieweurs oublient très gentiment de le confronter à cette #hypocrisie.

    Il est vrai qu’ici le ministre n’innove guère, et qu’il s’inscrit au contraire dans une tradition déjà ancienne - puisque le #macronisme gouvernemental oeuvre depuis de longues années à la #disqualification des enseignants et chercheurs dont les travaux sont jugés trop déviants.

    En 2020, quelques jours après l’assassinat du professeur Samuel Paty par un djihadiste, le ministre de l’Éducation nationale de l’époque – le très droitier Jean-Michel Blanquer (qui s’est depuis reconverti dans la chanson artificielle) - avait ainsi déclaré que «  l’#islamo-gauchisme  » (1) faisait «  des ravages à l’université  », et favorisait «  une idéologie  » qui «  men(ait) au pire  ».

    C’est-à-dire : au terrorisme.

    Il avait ensuite précisé, quelques jours plus tard  : «  Il y a un combat à mener contre une matrice intellectuelle venue des universités américaines et des thèses qui veulent essentialiser les identités et les communautés, aux antipodes de notre modèle républicain. Cette réalité a gangrené notamment une partie des sciences sociales françaises, je défie quiconque de me dire le contraire.  »

    Relevant ce crâne défi, la Conférence des présidents d’université (CPU, devenue France universités en 2022) avait alors publié un communiqué au vitriol invitant le ministre à «  éviter amalgames et raccourcis inutiles  », et rappelant ces quelques sobres évidences  : «  Non, les universités ne sont pas des lieux où se construirait une “idéologie qui mène au pire“. Non, les universités ne sont pas des lieux d’expression ou d’encouragement du fanatisme. Non, les universités ne sauraient être tenues pour complices du terrorisme.  »

    L’année d’après — en 2021, donc —  #Frédérique_Vidal, alors ministre de l’Enseignement supérieur, de la Recherche et de l’Innovation, manifestement désireuse de ne pas se laisser distancer par Blanquer sur le terrain de l’extravagance, avait quant à elle annoncé qu’elle avait demandé au CNRS «  une enquête sur l’islamo-gauchisme  » qui selon elle «  gangrenait  » l’université.

    Là encore  : la CPU avait vivement réagi — pour suggérer à la ministre de ne pas «  raconter n’importe quoi  » —, et plusieurs centaines d’enseignants et de chercheurs ulcérés par cette nouvelle attaque avaient demandé — en vain —, dans une tribune publiée par le journal Le Monde, la «  démission  » de Frédérique Vidal.

    Et finalement, en 2023  : ce même journal avait révélé qu’en réalité, l’intéressée n’avait jamais demandé d’enquête sur l’islamo-gauchisme à l’université, et qu’elle avait donc menti en annonçant deux ans plus tôt le lancement d’une telle investigation - un peu comme si son intention avait effectivement été de «  raconter n’importe quoi  » pour jeter l’opprobre sur le monde universitaire.

    Colloque interdit

    Deux ans plus tard : c’est Philippe Baptiste, qui, pleinement investi dans la perpétuation de ces pratiques, entretient à son tour le soupçon que certains enseignants et chercheurs seraient travaillés par de torves intentions.

    Les 14 et 15 novembre dernier, par exemple, et comme l’a déjà raconté Blast  : un très sérieux #colloque sur la #Palestine devait se tenir au #Collège_de_France.

    Mais il a été annulé, sous la pression, notamment, d’une petite clique d’universitaires qui œuvre dans l’ombre, et sous le couvert d’un obscur Réseau de recherche sur l’antisémitisme et le racisme (RRA), au dénigrement de collègues dénoncés comme trop hétérodoxes — ou trop sensibles au sort des victimes palestiniennes des crimes perpétrés par l’armée israélienne —, et qui s’est mobilisée, avec une association d’avocats et à l’unisson de quelques organisations adeptes du bâillonnement des voix dissidentes, contre la tenue de ce symposium scientifique.

    Non sans succès, puisqu’il a effectivement été annulé.

    Quelle a été, dans cette affaire, la position de Philippe Baptiste  ? Parfaitement informé de la manœuvre du RRA, qui l’avait directement sollicité, ce ministre, loin de dénoncer pour ce qu’elle était cette atteinte caractérisée à la liberté académique — et cette mobilisation pour l’interdiction d’un colloque scientifique —, s’est au contraire associé à cette funeste entreprise, en adressant à l’administrateur du Collège de France un courrier dans lequel il écrivait qu’«  au vu  » du «  programme  » de ce symposium, il «  doutait  » que cette vénérable institution pluriséculaire soit «  en mesure de garantir un débat où le pluralisme des idées puisse pleinement s’exprimer  », et exprimait par surcroît — deux intimidations valent mieux qu’une — son «  profond désaccord  » personnel «  avec l’angle retenu  » par les organisateurs de la conférence.

    Là encore, insistons, et répétons : au lieu de de défendre la liberté académique, Philippe Baptiste, lorsqu’il a été sollicité au début du mois de novembre par des universitaires militants qui protestaient contre l’organisation d’un colloque scientifique, a fait savoir qu’il était, lui aussi, opposé à la tenue de cet événement.

    Et c’était déjà beaucoup, mais cet étonnant ministre ne s’est pas arrêté en si bon chemin.

    L’#antisémitisme à l’université

    Quelques jours après la censure du colloque du Collège de France, en effet  : les présidents des universités françaises ont eu la surprise de recevoir ce qui leur a très officiellement été présenté comme un très sérieux sondage, concocté par des collaborateurs du Centre de recherches politiques de Sciences Po (Cevipof), sur «  l’antisémitisme à l’université  » - intitulé qui, par lui-même, suggérait, on l’aura compris, que cette haine raciste infectait le même monde académique qui avait déjà été accusé quelques années plus tôt d’être gangrené par «  l’islamo-gauchisme  ».

    Immédiatement, le collectif d’enseignants et de chercheurs RogueESR, dénonçant ce qu’il a fort justement appelé une «  trumpisation de l’université française  » et un «  fichage politique  » a publié, sur son site, le 22 novembre, un billet constatant que cet «  envoi d’un questionnaire politique et religieux à des agents du service public viol(ait) le principe de neutralité institutionnelle  » en «  demandant explicitement  » à des «  agents publics, par voie hiérarchique, de répondre à un questionnaire dont plusieurs questions amènent à la collecte de données sensibles portant sur les opinions politiques et les croyances religieuses des personnels  » universitaires.

    Selon RogueESR, «  ce sondage pseudo-scientifique  », qui «  essentialis(ait) des catégories racistes  », était «  totalement illégal  ».

    Et quelques jours plus tard, le 28 novembre : c’est le rabbin Émile Ackermann qui a relevé, dans une tribune accablante publiée par le journal Libération, que le questionnaire adressé aux présidents d’université, pourtant «  présenté  » par le ministère de l’Enseignement supérieur «  comme un outil de mesure de l’antisémitisme  », ne «  cartographi(ait) pas les préjugés  » antijuifs, mais qu’il «  les remet(tait) en circulation  » - excusez du peu.

    Face à ce tollé : cette enquête qui avait été présentée comme très sérieuse a finalement été, comme l’a relevé Le Monde le 1er décembre, «  discrètement interrompue  » par le ministère, qui n’a pas daigné expliquer ce qui avait motivé ce revirement.

    Le ministre fait partie du problème

    En résumé  : en l’espace d’une quinzaine de jours seulement, le ministre de l’Enseignement supérieur a successivement légitimé une campagne dont l’objectif était d’interdire un colloque scientifique au Collège de France, puis une enquête permettant, pour reprendre les termes employés par le collectif RogueESR, de collecter des «  données sensibles portant sur les opinions politiques et les croyances religieuses  » des universitaires - et dont Philippe Baptiste a lui-même a implicitement reconnu, en mettant fin prématurément à cette stupéfiante expérience, qu’elle était, pour le dire très pondérément, problématique.

    La conclusion, qui a semble-t-il complètement échappé à La Tribune dimanche, est relativement simple à formuler : dans un moment où les libertés académiques font l’objet, aux États-Unis comme en France, d’attaques ciblées et concertées, Philippe Baptiste fait partie du problème – pas de la solution.

    (1) Ce néologisme forgé au début des années 2000, très en vogue au sein des droites françaises, est une espèce de lointaine déclinaison du non moins fantasmatique «  judéo-bolchevisme  » contre lequel ces mêmes droites concentraient leur colère au début du siècle dernier – avec les effets et suites que l’on sait.

    https://www.blast-info.fr/articles/2025/la-tribune-dimanche-et-le-ministre-de-lenseignement-superieur-un-pur-mome
    #ESR #recherche #université #islamogauchisme

  • Une révolution conservatrice dans la laïcité | Pierre Tévanian
    https://lmsi.net/Une-revolution-conservatrice-dans-la-laicite

    « Laïcité sacrée » : cet invraisemblable slogan, figurant sur des autocollants arborés lors d’une manifestation commémorant le centenaire de la loi de 1905, indique à quel point la laïcité a été, au sens propre, sacralisée. D’un principe organisateur de la société, dont les modalités restent soumises au débat démocratique, à la critique et à la révision permanentes, on a fait une « valeur » intemporelle, incritiquable et inamendable, et dont la simple invocation est supposée pouvoir régler, comme par exorcisme, tous les problèmes sociaux. Source : Les mots sont importants

  • À l’hôpital, la chasse aux couvre-chefs des femmes perçues comme musulmanes s’intensifie
    https://www.mediapart.fr/journal/france/081225/l-hopital-la-chasse-aux-couvre-chefs-des-femmes-percues-comme-musulmanes-s

    Une infirmière vient d’être licenciée des Hôpitaux de Paris après un an de réprimandes sur son refus de retirer le bonnet qu’elle porte sur la tête. Une injonction qui se généralise, au nom de la laïcité ou de l’hygiène, provoquant la détresse de nombreuses soignantes musulmanes ou perçues comme telles.

    Sept années après avoir débuté son métier d’infirmière à l’hôpital de la Pitié-Salpêtrière à Paris, Majdouline B. a été renvoyée et radiée de la fonction publique. Celle qui, à plusieurs reprises, a été décrite par sa hiérarchie comme « très appréciée de ses collègues, des médecins, mais aussi de l’encadrement », « à l’écoute » et « soucieuse de la prise en charge des patients » n’est donc plus fonctionnaire depuis le 10 novembre 2025.

    L’arrêté a été signé de la main de la directrice du groupe hospitalier Sorbonne-Université de l’Assistance publique-Hôpitaux de Paris (AP-HP), qui regroupe trente-huit établissements publics de santé.

    La raison du renvoi tient à un bout de tissu : le calot, ce petit bonnet d’ordinaire porté au bloc chirurgical ou en réanimation, qui s’achète sur des sites spécialisés dans les tenues hospitalières, dans une multitude de couleurs et de motifs. Majdouline le porte au quotidien depuis son embauche en 2018 sans avoir reçu ni remarque ni critique. Jusqu’à ce que tout bascule en décembre 2024.

    [...]

    Toujours dans un hôpital de l’AP-HP, une jeune chirurgienne, Myriam*, est elle aussi rappelée à l’ordre par sa hiérarchie. [...] Ce strict respect des règles, tout à coup, lui paraît à géométrie variable. « J’ai toujours travaillé beaucoup plus que le temps réglementaire. Ça n’a jamais posé de problèmes à personne. » Elle raconte aussi que certaines fêtes religieuses chrétiennes font partie de la vie des services : « À Noël, il y a des sapins, on mange une bûche, des chocolats. La galette des rois est systématique. »

    « En réalité, poursuit-elle, on me soupçonne en raison de mon nom, de ma tête. C’est de la discrimination. » Une de ses collègues médecins témoigne en soutien de Myriam : « Cela fait des années que j’exerce à l’hôpital, et jamais personne ne m’a reprise sur mon port de la charlotte en dehors du bloc, ce qui m’arrive souvent. On ne me dit rien parce que je ne suis pas perçue comme une femme musulmane. » Comme Majdouline, Myriam ira jusqu’au bout : « S’ils m’excluent, ils auront perdu une chirurgienne. Je trouverai du travail ailleurs. Avant, je voulais travailler pour l’hôpital public. »

    [...]

    « Les conseils de discipline, c’est quand on fait de vraies erreurs, c’est très grave !, se désole Majdouline. Je leur ai dit que j’avais l’impression d’être devant un tribunal, qu’ils me mettaient au même niveau que des gens qui tuent des patients. Alors que je suis une très bonne infirmière, je le sais. » Contactée, l’AP-HP confirme que le conseil de discipline, « qui ne se prononce que sur les manquements les plus graves », n’a, à part pour Majdouline, « été saisi qu’une seule fois depuis juin 2023 » sur le sujet de la laïcité.

    #discrimination #islamophobie