• Urteil des Landgerichts: Berliner Jugendzentrum „Potse“ darf geräumt werden | rbb24
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/07/jugendzentrum-potse-berlin-raeumung-urteil-landgericht.html

    08.07.20 | 11:09 Uhr

    Die Proteste haben nicht zum Erfolg geführt: Das Landgericht Berlin hat nach rbb-Informationen der Räumung des Jugendzentrums „Potse“ in Schöneberg zugestimmt. Der Bezirk signalisierte aber Gesprächsbereitschaft.

    Das links-alternative Jugendzentrum „Potse“ in Berlin-Schöneberg kann geräumt werden. Das hat das Berliner Landgericht nach rbb-Informationen am Mittwoch entschieden. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg als Mieter hatte gegen die Betreiber des Zentrums geklagt.
    Mehr zum Thema

    Bezirk will weiter nach Lösung suchen

    Der Mietvertrag ist seit Ende 2018 gekündigt, die Betreiber wollen aber die Schlüssel nicht herausgeben. Die Jugendlichen halten den Treffpunkt in der Potsdamer Straße besetzt und wollen ihn erst verlassen, wenn sie neue Räume haben. Ein geeignetes Ersatzobjekt fand sich jedoch nicht.

    Der Jugendstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Oliver Schworck (SPD), sagte vor dem Urteil im rbb-Inforadio, man werde im Falle eines Räumungsurteils nicht sofort räumen lassen, sondern weiter nach einer Lösung suchen.
    „Drugstore“ bereits draußen

    Der Treffpunkt in der Potsdamer Straße 180 ist eines der ältesten Jugendzentren in Berlin.
    Das ebenfalls in dem Gebäude beheimatete Jugendzentrum „Drugstore“, gegründet 1972, ist bereits ausgezogen, muss aber auf seine neuen Räumlichkeiten voraussichtlich bis 2021 warten.

    Der Prozess um die Räumungsklage fand von Beginn an unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Um ihrer Forderung nach einem Fortbestand der Jugendzentren Nachdruck zu verleihen, hatten mehrere Angehörige der Szene Ende Juni vorübergehend ein Haus auf dem Kreuzberger Dragoner-Areal besetzt.

    Sendung: Inforadio, 08.07.2020, 10.45 Uh

    #Berlin #Schöneberg #Potsdamer_Straße #Pallassstraße #Jugend #Politik

  • „Die Jugendlichen brauchen Raum für ihren Lebensentwurf“ | Inforadio
    https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/202007/08/jugendzentrum-potse-urteil-schworck.html

    Mi 08.07.2020 | 07:05 | Interviews
    „Die Jugendlichen brauchen Raum für ihren Lebensentwurf“

    Das Landgericht Berlin hat das Jugendzentrum „Potse“ am Mittwoch zur Räumung verurteilt. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg sucht bisher ohne Erfolg nach neuen Räumen für den Treffpunkt. Trotz des Urteils wolle man nicht sofort räumen lassen, sagt Schönebergs Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD).

    Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg als Mieter hat gegen die Betreiber des Zentrums geklagt. Der Mietvertrag ist seit Ende 2018 gekündigt, die Betreiber wollen aber die Schlüssel nicht herausgeben. Die Jugendlichen halten den Treffpunkt in der Potsdamer Straße besetzt und wollen ihn erst verlassen, wenn sie neue Räume haben.

    Der Jugendstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Schworck, sagte im Inforadio, man werde nicht sofort räumen lassen, sondern weiter nach einer Lösung suchen.

    Bezirk sucht neue Räumlichkeiten

    Der Treffpunkt in der Potsdamer Straße 180 ist eines der ältesten Jugendzentren in Berlin. Man sei schon seit über vier Jahren auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für die „Potse“, sagte Schworck. Es sei aber sehr schwierig, einen Ort zu finden, an dem laute Aktivitäten wie Bandproben möglich seien.

    Dennoch sei das Jugendzentrum wichtig: „Diese jungen Menschen haben einen ganz eigenen Lebensentwurf, der nicht ganz zum Entwurf der Mehrheitsgesellschaft passt“, sagte Schworck. Es brauche deshalb eine Vielfalt von Angeboten, in der sich auch diese Jugendlichen wiederfinden.

    Inzwischen ist die Seite aus dem Netz verschwunden. Die privaten Medienunternehmen hindern den öffentlich-rechtlichen RUndfunk daran, ein Gedächtnis der Stadtgeschichte aufzubauen. Schande über sie.

    404 | Inforadio
    https://www.inforadio.de/error/404.html
    https://www.inforadio.de

    page not found - Seite nicht gefunden
    Diese Seite existiert nicht mehr. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wegen rundfunkrechtlicher Vorgaben der rbb wie alle anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aus seinem gebührenfinanzierten Angebot tausende Seiten löschen musste. Grund ist der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag. Danach sind einige Inhalte in öffentlich-rechtlichen Onlineangeboten nicht mehr zulässig oder der rbb darf sie nicht mehr - wie bisher gewohnt - für unbegrenzte Zeit anbieten.

    Ohne zeitliche Begrenzung darf der rbb Online-Inhalte nur noch in einigen wenigen Fällen ins Netz stellen. Welche Inhalte der rbb wie lange anbietet kann, ist detailliert innerhalb des Telemedienkonzepts für das Angebot rbbonline beschrieben.

    Möglicherweise kann die von Ihnen gesuchte Seite durch den Umzug des Inforadio-Angebotes auf ein neues Redaktionssystem nicht angezeigt werden.

    Sendungsbegleitende Inhalte werden zudem nur für einen begrenzten Zeitraum archiviert. Bitte versuchen Sie die gesuchte Seite - falls noch nicht geschehen - über die Homepage www.inforadio.de direkt anzusteuern.

    Mit einem Klick auf das Banner im Seitenkopf werden Sie zur aktuellen Startseite von Inforadio umgeleitet.

    Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    #Berlin #Schöneberg #Potsdamer_Straße #Pallassstraße #Jugend #Politik #Geschichte

  • Urteil zur „Potse“ erst im Juni - Schöneberg
    https://www.berliner-woche.de/schoeneberg/c-politik/urteil-zur-potse-erst-im-juni_a255316

    5. März 2020 - Der Bezirk muss weiter rund 5000 Euro Miete monatlich für die seit Silvester 2018 vom Punker-Jugendclub „Potse“ widerrechtlich in Anspruch genommenen Räume in der Potsdamer Straße 180 zahlen. Das Urteil des Landgerichts im Prozess um die Räumungsklage gegen „Potse“, das der Bezirk angestrebt hatte, wird erst für den 10. Juni erwartet. In der nur wenige Minuten dauernden Verhandlung im Januar hatten die Potse-Anwälte Befangenheitsanträge gegen den Richter gestellt und gemeinsam mit Potse-Vorstandsmitgliedern aus Protest den Saal verlassen, als der Richter dennoch verhandeln wollte. Über die Befangenheitsanträge ist noch nicht entschieden. Laut Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) seien die Mietzahlungen für „Potse“ zunächst wesentlich höher gewesen als jetzt. Der Bezirk habe nämlich erst im Herbst die Räume des zweiten Jugendzentrums „Drugstore“ an den Vermieter übergeben können. Drugstore hatte, anders als Potse, die Räume zwar freigegeben, aber der Bezirk konnte sie erst nach Monaten dem Vermieter wieder zur Verfügung stellen.

    #Berlin #Schöneberg #Potsdamer_Straße #Jugend #Kultur #Justiz

  • ROCKARCHIV - Texte: Die Berlin Szene
    http://www.rockarchiv.infopartisan.net/berlinszene/index.html

    Rock ’n’ Roll und Beatmusik
    in Westberlin der 1950er und 1960er Jahre

    Durch das wohl wichtigste Buch zur Geschichte der bundesdeutschen Beatmusik "ShakinAll Over" von Hans-Jürgen Klitsch angeregt, habe ich mich 2007 entschieden, die westberliner Geschichte des Rockand Roll und der Beatmusik durch empirisches Material umfassender zu illustrieren.

    Cover der Bear Family CD

    Als Ausgangspunkt zur Darstellung der Bands diente mir die Liste der Auftrittsorte im Booklet der CD Die Berlin Szene, verlegt bei BEAR FAMILY RECORDS, Sie wurde von mir auf Richtigkeit überprüft und teilweise korrigiert, überarbeitet und ergänzt.

    Aufgrund der Mithilfe von aufmerksamen LeserInnen sowie umfassender eigener Recherchen im Netz und in Archiven konnten zahlreiche weitere wichtige Ergänzungen und Korrekturen erfolgen. Mittlerweile ist der Datenumfang dadurch so angewachsen, dass die Darstellung des Materials neu strukturiert werden musste. Zwar wird die bisherige Logik der Gliederung nach Spielstätten in alphabetischer Reihenfolge beibehalten, jedoch in sich neu gegliedert.

    #Berlin #Musik #Clubs #Geschichte #Jugendkultur

  • Berliner Drugstore und Potse: Frust macht sich breit - taz.de
    https://taz.de/Berliner-Drugstore-und-Potse/!5595658

    17. 5. 2019 Plutonia Plarre - Das Bezirksamt reicht Räumungsklage gegen das autonome Jugendzentrum Potse ein. Der Stadtrat hofft aber weiterhin auf eine Lösung.

    Es könnte so einfach sein: Das Drugstore-Kollektiv zieht in leerstehenden Räume der früheren Post in der Potsdamer Straße 134-136. Das Potse-Kollektiv kommt in der Potsdamer Straße 140 unter, in dem einst die Deutsche Bank war. Aber aus dem Plan wird nichts, obwohl das Gebäude von der landeseigenen Immobilienmanagement-Gesellschaft (BIM) verwaltet wird, die dem Finanzsenator untersteht. Dessen Sprecher erklärte am Freitag auf Nachfrage: Die Räume sind für die Unterbringung eines Jugendclubs nicht geeignet.“ Grund seien Sicherheitsanforderungen des Brandschutzes.

    Und so geht die Suche nach Probe- und Konzerträumen für die autonomen Jugendzen­tren Potse und Drugstore weiter. Den Projekten waren die Etage in der Potsdamer Straße 180 wie berichtet zum Ende des vorigen Jahres gekündigt worden. Der Drugstore kam provisorisch im Tommy-Weisbecker-Haus in Kreuzberg unter, das Potse-Kollektiv indes verweigert den Auszug nach wie vor. Erst wenn für beide Projekte eine Lösung gefunden sei, werde man die Räume freigeben.

    Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg – offizieller Mieter der Etage – hat nun beim Landgericht Räumungsklage eingereicht. Der Privateigentümer hatte den Mietvertrag nicht verlängern wollen. Dass er wegen der Räumungsklage nun in einem Flugblatt namentlich genannt wird, gefällt dem zuständigen Jugendstadtrat Oliver Schwork (SPD) gar nicht. Mehr als 10.000 Euro Mietkosten liefen jeden Monat an, so Schwork. „Was soll ich machen?“ Er hoffe aber, dass sich in nächster Zeit doch noch eine Lösung finde. Der Nutzungsvertrag für die frühere Post sei unterschriftsreif. Dass die Potsdamer Straße 140 an Sicherheitseinwänden scheitere, so Schork, „ist mir unverständlich“.

    „Das ist der totale Frust,“ schimpfte Domi, Sprecherin des Drugstore, bei einem Treffen mit der taz. Paul, Sprecher der Potse, nickte. „Man fordert und kämpft jahrelang, und dann kommen die mit Sachzwängen.“ Da wundere sich noch jemand über Politikverdrossenheit.

    #Berlin #Schöneberg #Potsdamer_Straße #Jugendzentrum #Politik

  • Protest gegen Aus: Jugendzentrum Drugstore gibt Standort in Berlin-Schöneberg auf | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/protest-gegen-schliessung-jugendzentrum-drugstore-gibt-standort-in-

    Begleitet von Protesten hat das Jugendzentrum Drugstore nach mehr als 45 Jahren seinen bisherigen Standort in Berlin-Schöneberg aufgegeben. Die Schlüssel für die Potsdamer Straße 180 seien freiwillig abgegeben worden, hieß es in einer Mitteilung vom Montag bei Facebook. Das Kollektiv des Zentrums Potse - seit rund 40 Jahren im selben Gebäude - habe sich jedoch entschieden, in seinen Räumen zu bleiben. „Die angebotenen Ersatzräumlichkeiten stellen im besten Falle eine Witz dar“, hieß es in der Mitteilung.

    Gegen Verdrängung und Ausgrenzung

    Rund 150 Menschen demonstrierten am Montag nach Veranstalterangaben vor dem Gebäude in der Potsdamer Straße. Nach Angaben der Polizei gab es zunächst keine Zwischenfälle. Im Internet wurde zu Solidarität und zur Besetzung des Hauses aufgerufen. Das Drugstore-Kollektiv habe sich mit Rücksicht auf andere Projekte seines Trägervereins Sozialpädagogische Maßnahmen Berlin (SSB) gegen eine Besetzung entschlossen, sagte eine Sprecherin. Die Jugendzentren würden jedoch weiterhin gemeinsam gegen Verdrängung und Ausgrenzung kämpfen.

    Die Potsdamer Straße im Berliner Westen wird zunehmend von Bürogebäuden, Galerien, Boutiquen und Eigentumswohnungen mit steigenden Immobilienpreisen geprägt. Das autonome Jugendzentrum kämpft seit Jahren um seinen Erhalt. Nachdem die Mietverträge mehrfach verlängert wurden, ist nun zum 3. Januar 2019 Schluss. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat sich um Ausweichquartiere bemüht. Diese sind aus Sicht von Drugstore und Potse mit Blick auf das Veranstaltungskonzept wenig geeignet und existenzgefährdend.

    #Berlin #Schöneberg #Potsdamer_Straße #Pallasstraße #Jugend #Gentrifizierung

  • Le « Iuventa », emblème de la criminalisation des #ONG en #méditerranée
    https://www.mediapart.fr/journal/international/200418/le-iuventa-embleme-de-la-criminalisation-des-ong-en-mediterranee

    Le « #Iuventa ». © #Jugend_Rettet La saisie, par les autorités italiennes, du bateau d’une ONG portant secours aux #migrants est devenue l’emblème d’une campagne de criminalisation de celles et ceux qui tentent de sauver des vies en Méditerranée. Le collectif #Forensic_Architecture démonte, à l’aide d’outils inédits, les failles et les biais de cette accusation à la veille d’une décision de la Cour suprême italienne.

    #International #europe #frontières #immigration #Italie #migrations #Reconstitution_3D

  • Sie wollen nicht länger der „Rest“ sein - Schöneberg - berliner-woche.de
    http://www.berliner-woche.de/schoeneberg/kultur/sie-wollen-nicht-laenger-der-rest-sein-d150115.html

    Mit einer kreativen Protestveranstaltung unter dem Motto „Heart am Limit“, mit Spiel-, Sport- und Musikangeboten sowie Bühnendarbietungen am 19. April von 16 bis 19 Uhr,vor dem Rathaus Schöneberg am John-F.-Kennedy-Platz wollen Tempelhof-Schönebergs Kinder-, Jugend- und Familienfreizeiteinrichtungen auf ihre, wie sie meinen, magere finanzielle Ausstattung durch den Senat aufmerksam machen. Die Arbeit der Freizeiteinrichtungen werde dort unter der Kostenstelle „T_Rest“ als „sozialpolitischer Restposten“ gewertet, kritisiert Andreas Knöbel vom Berliner Landesverband der Abenteuerspielplätze und Kinderbauernhöfe (AkiB). Dabei seien diese Einrichtungen der kostenlose Anlaufpunkt für alle Kinder und Jugendlichen, die nachmittags nicht in Horte, Sportvereine oder Musikschulen gehen.

    #Berlin #Tempelhof-Schöneberg #Kinder #Jugend #Kultur #Poitik #Termin

  • Die Uhr tickt wieder für Potse und Drugstore
    http://www.berliner-woche.de/schoeneberg/soziales/die-uhr-tickt-wieder-fuer-potse-und-drugstore-d147534.html

    Knapp neun Monate sind es noch hin, bis das Jahr 2018 zu Ende geht. Für die Einrichtungen „Potse“ und „Drugstore“ ist dieses Datum ein rotes Tuch.

    Der Eigentümer will die Räume in der Potsdamer Straße 180 nun wirklich nicht länger das Bezirksamt vermieten. Die jugendlichen Autonomen aber sollen eine andere Bleibe bekommen.

    „Die Gewobag hatt eine Anmietung der #Bülowstraße 90 für Potse und Drugstore in Aussicht gestellt“, erinnert Baustadtrat Jörn Oltmann (Grüne). „Daran halte ich fest und nehme die Gewobag beim Wort.“ Bezirksamt und städtische Wohnungsbaugesellschaft seien noch dabei, Dinge wie Lärmschutz abzuklären, erläutert Jörn Oltmann. Er will mit den „Kollektiven“ von #Potse und #Drugstore bis Mitte April das Flächenangebot besprechen. Die Rede ist von 500 Quadratmetern. Die Punks haben indes ganz andere Vorstellungen von Raumgrößen als das Bezirksamt.

    Die Fraktionschefin der Linken in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), Elisabeth Wissel, will von Begehrlichkeiten der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und des Bezirksamts erfahren haben. Der Senat will in der Bülowstraße laut Wissel Künstlerateliers einrichten, das Bezirksamt Wohnungen in den oberen Etagen. Wissel zweifelt, ob diese verschiedenen Nutzungen zu vereinbaren sind, und fürchtet zudem, dass durch einen offenen Torzugang zu Potse und Drugstore auch die Klientel des benachbarten Straßenstrichs und der Drogenszene angezogen würden.

    Stadtrat Oltmann hat unterdessen noch einen weiteren Standort ins Spiel gebracht. Wo das sein soll, verrät er (noch) nicht. Die SPD drängt ihn, die bauaufsichtlichen Querelen um die Bülowstraße 90 auszuräumen, die laut Fraktionsvize Christoph Götz auch nach Monaten des Planens und Verhandelns noch immer bestünden.

    Das Haus in der Bülowstraße betrachtet die SPD allerdings nur als Interimslösung. Ihr schwebt mittelfristig ein „Haus der Jugend“ vor: „vernünftige Räume“ für die Punker-Zentren, aber auch für weitere Jugendangebote, Proben- und Konzerträume für Bands, Künstlerateliers und anderes. „Ein entsprechendes Finanzierungsangebot einer kommunalen Gesellschaft liegt uns vor und wird der BVV noch im April vorgestellt“, verspricht Christoph Götz. Dem entgegnet Stadtrat Oltmann: Zu diesem Zweck brauche es ein bebaubares Grundstück. „Mir ist nicht bekannt, wo dem Bezirk ein solches Grundstück zur Verfügung stehen könnte.“

    Hingegen ist die Zukunft der ebenfalls im Gebäude an der Potsdamer Straße untergebrachten Kinder- und Nachbarschaftseinrichtung „PallasT“ gesichert. Der Investor des Neubauvorhabens in der Goebenstraße 1-2, die UTB Projektmanagement GmbH, hat sich bereiterklärt, entsprechende Räume einzuplanen. Das Jugendamt hat über die Mietkonditionen Einigkeit erzielt. Ab 2020 sollen in der Goebenstraße rund 300 Quadratmeter im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss zur Verfügung stehen.

    #Berlin #Schöneberg #Potsdamer_Straße #Jugend #Immobilien

  • ITALIE ISOLÉE DANS LA TEMPÊTE MIGRATOIRE
    Article de JÉRÔME GAUTHERET

    Sur les 600 000 migrants arrivés en Italie depuis 2014, la plupart ont traversé la #Méditerranée. Des milliers d’autres y ont péri. L’île de #Lampedusa, avant-poste de l’accueil, est débordée par cette crise humanitaire fortement liée au chaos qui règne en #Libye.

    On rejoint le jardin public en poussant les portes d’une grille qui ne ferme plus depuis longtemps. Puis, après une courte promenade au milieu des agaves et des myrtes, on arrive à un étrange réseau de grottes sommairement aménagées à proximité d’un vieux puits. L’endroit est à peine mentionné par les guides de voyage, mais il mérite qu’on s’y arrête : en effet, le vrai cœur de Lampedusa est là, en ces vestiges
    à peine entretenus d’un sanctuaire millénaire, témoignage unique de ce qu’était l’île avant sa colonisation systématique, au début du XIXe siècle.

    LAMPEDUSA, UNE ÎLE AU CENTRE DU MONDE

    Avant de devenir un paradis touristique perdu au milieu de la Méditerranée, à 150 kilomètres des côtes tunisiennes, en même temps que, pour le monde entier, le symbole de l’odyssée des centaines de milliers de migrants qui, chaque année, bravent tous les dangers pour atteindre l’Europe, Lampedusa a été un havre, un lieu de repos pour les marins de toutes origines qui sillonnaient la mer.

    Marchands phéniciens, arabes ou grecs, chevaliers francs revenant de croisade, pirates barbaresques, pêcheurs en détresse : Lampedusa était leur île. Elle appartenait à tous et à personne. Chacun, du roi de France revenant de Terre sainte au plus humble pêcheur, venait s’abriter ici durant les tempêtes, prier ses dieux et reprendre des forces, en attendant l’accalmie. Aujourd’hui, une chapelle dédiée à
    la Vierge a été aménagée dans la pierre, à deux pas de la grotte, et les habitants viennent, de loin en loin, y déposer quelques fleurs ou prier, dans un calme absolu.

    La " porte de l’Europe ", pour reprendre le nom d’une œuvre d’art installée sur une plage faisant face à l’infini, à la pointe sud de Lampedusa, peut bien être présentée comme une des extrémités de l’Union européenne, un bout du monde exotique. Mais, dès que l’on pose le pied sur l’île, on est assailli par le sentiment inverse : celui d’être au centre d’un espace fluide, au sein duquel les populations ont navigué de rive en rive, depuis toujours. L’impression est encore plus
    saisissante lorsqu’on observe, grossièrement sculptées dans la roche, les traces de ce passé enfoui.

    L’homme qui nous conduit dans ce sanctuaire, un matin d’hiver, s’appelle Pietro Bartolo. Il est né sur l’île en 1956, il en est parti à 13 ans et y est revenu au milieu des années 1980, une fois achevées ses études de médecine. C’est lui qui a fondé, un peu à l’écart du bourg, le petit hôpital qui, aujourd’hui encore, constitue le seul lieu d’assistance, sur terre comme sur mer, à plus de 100 milles nautiques (185 km) à la ronde.

    En tant que directeur de l’#hôpital de Lampedusa, il a accueilli, ces dernières années, des dizaines de milliers de candidats à l’exil sur le quai minuscule qui tient lieu de débarcadère, et les a soignés. Il a aussi eu la terrible responsabilité d’ouvrir, du même geste, des centaines et des centaines de ces grands sacs verts dans lesquels on
    ramène à terre les corps des naufragés. Un film documentaire sorti en 2016, nominé pour l’Oscar, Fuocoammare. Par-delà Lampedusa, dans lequel il jouait son propre rôle, lui a valu une notoriété internationale. A sa manière, lui aussi est devenu un symbole.

    Comme c’est courant ici, l’histoire familiale de Pietro Bartolo est africaine autant qu’italienne. A l’exemple de ces milliers de Siciliens poussés par la misère qui, pendant des décennies, ont pris la mer en sens inverse des migrants d’aujourd’hui pour chercher du travail dans les colonies et protectorats d’Afrique du Nord, la famille de sa mère s’était installée un temps en Tunisie. Cette multitude d’odyssées ordinaires, dont le souvenir est entretenu par les histoires familiales, explique une bonne part des différences de perception du phénomène migratoire entre le nord et le sud de l’Italie.

    LE TEMPS DES " TURCS "

    A la tête de ce qui, à l’origine, n’était guère plus qu’un dispensaire, #Pietro_Bartolo s’est trouvé aux premières loges quand tout a changé. " Ça a commencé dans les années 1990. Les migrants, des jeunes hommes venus d’Afrique du Nord, arrivaient directement sur la plage, par leurs propres moyens, avec des barques ou des canots pneumatiques. Sur l’île, on les appelait “#les_Turcs”, se souvient-il. Les habitants accueillent comme ils peuvent les arrivants, qui gagnent ensuite la Sicile puis, pour l’immense majorité, le continent.

    Le gouvernement, lui, ne considère pas encore le phénomène comme préoccupant. D’autant plus que, depuis le début des années 1990, l’#Italie a la tête ailleurs. L’arrivée dans les Pouilles, au printemps et en été 1991, de plusieurs dizaines de milliers d’Albanais fuyant la ruine de leur pays a provoqué un choc terrible. Le 8 août, le #Vlora, un cargo venu du port albanais de Durres, est entré dans celui de Bari avec à son bord 20 000 migrants, bientôt installés dans l’enceinte du stade de la ville. La désorganisation est totale : le maire multiplie les appels aux dons et à la solidarité, tandis qu’à Rome le gouvernement cherche un moyen de renvoyer chez eux ces arrivants illégaux… Rien ne sera plus jamais comme avant.

    A l’aune de ce bouleversement venu des Balkans, qui force l’Italie, pour la première fois de son histoire, à se poser la question de l’accueil et de l’intégration, les arrivées sporadiques à Lampedusa ne sont pas perçues au départ comme beaucoup plus qu’une anecdote. Selon les souvenirs des habitants, les migrants venaient surtout des côtes tunisiennes, ils étaient jeunes et en relative bonne santé. La plupart du temps, la traversée était assurée par des passeurs, payés une fois le but atteint. Bref, la route de la #Méditerranée_centrale vivait à l’heure d’une migration "artisanale".

    Mais au fil du temps, dans les années 2000, le phénomène change de nature et d’échelle. "Il ne s’agit pas seulement de géopolitique. Il s’est produit un changement anthropologique dans la jeunesse africaine il y a une quinzaine d’années", assure le vice-ministre italien des
    affaires étrangères et de la coopération, Mario Giro, qui, avant d’entrer en politique, a consacré de nombreuses années à des missions en Afrique comme responsable des questions internationales de la Communauté de Sant’Egidio. "Avant, il s’agissait de projets collectifs : une famille se cotisait pour envoyer un de ses fils en Europe, dit-il. Désormais, ce sont des #hommes_seuls qui décident de
    partir, parce qu’ils considèrent que partir est un droit. Dans les villes africaines, la famille a subi les mêmes coups de la modernité que partout dans le monde. Ces jeunes gens se sont habitués à penser seuls, en termes individuels. Dans leur choix, il y a une part de vérité – les blocages politiques – et la perception que l’avenir n’est pas dans leur pays. Alors, ils partent."
    #facteurs_push #push-factors

    Des gouvernements européens essaient de passer des accords avec les Etats africains pour qu’ils arrêtent en Afrique les candidats à l’Europe, ce qui a pour effet de criminaliser l’activité des #passeurs. Des réseaux de plus en plus violents et organisés se mettent en place.

    VIE ET MORT DE MOUAMMAR KADHAFI

    Un acteur central du jeu régional comprend très tôt le parti à tirer de ce phénomène, face auquel les pays européens semblent largement démunis. C’est le chef de l’Etat libyen, Mouammar #Kadhafi, qui cherche depuis le début des années 2000 à retrouver une forme de respectabilité internationale, rompant avec la politique de soutien au terrorisme qui avait été la sienne dans les années 1980 et 1990.
    Grâce aux immenses recettes de la rente pétrolière, dont il dispose dans la plus totale opacité, le Guide libyen multiplie les prises de participation en Italie (Fiat, Finmeccanica) et les investissements immobiliers. Il entre même au capital du club de football le plus prestigieux du pays, la Juventus de Turin. En contrepartie, le groupe énergétique ENI, privatisé à la fin des années 1990 mais dans lequel l’Etat italien garde une participation importante, conserve le statut d’Etat dans l’Etat dont il jouit en Libye depuis la période coloniale (1911-1942).

    Bientôt, la maîtrise des flux migratoires devient un aspect supplémentaire dans la très complexe relation entre la Libye et l’Italie. " De temps en temps, tous les deux ou trois ans, Kadhafi réclamait de l’argent pour la période coloniale. Et quand ça n’allait pas assez bien pour lui, il faisait partir des bateaux pour se rappeler à nous. C’était devenu pour lui un moyen de pression de plus, et ça signifie également qu’en Libye, des réseaux étaient déjà en place", se souvient Mario Giro.
    #chantage

    Entamées à l’époque du deuxième gouvernement Prodi (2006-2008), et émaillées de moments hauts en couleur – comme cette visite privée à Tripoli du ministre des affaires étrangères italien Massimo D’Alema, un week-end de Pâques 2007, au terme de laquelle Kadhafi a affirmé que l’Italie lui avait promis de construire une autoroute traversant le pays d’est en ouest –, les négociations sont poursuivies par le gouvernement de Silvio Berlusconi, revenu aux affaires au printemps 2008. Elles débouchent sur la signature d’un accord, le 30 août de la même année. En échange de 5 milliards d’euros d’investissements sur vingt-cinq ans et d’#excuses_officielles de l’Italie pour la #colonisation, le dirigeant libyen s’engage à cesser ses reproches, mais surtout à empêcher les départs de migrants depuis ses côtes. Plus encore, les migrants secourus dans les eaux internationales seront ramenés en Libye, même contre leur gré et au mépris du droit de la mer.
    #accord_d'amitié

    L’Eglise et plusieurs ONG humanitaires peuvent bien chercher à alerter l’opinion sur les conditions dans lesquelles sont ramenés à terre les candidats à la traversée, ainsi que sur les innombrables violations des droits de l’homme en Libye, elles restent largement inaudibles. Le colonel Kadhafi peut même se permettre de pittoresques provocations, comme ses visites officielles à Rome en 2009 et 2010, où il appelle publiquement à l’islamisation de l’Europe. Le gouvernement Berlusconi, embarrassé, n’a d’autre solution que de regarder ailleurs.

    L’irruption des "#printemps_arabe s", début 2011, va faire voler en éclats ce fragile équilibre. Le soulèvement libyen, en février 2011, un mois après la chute du président tunisien Ben Ali, est accueilli avec sympathie par les chancelleries occidentales. Mais en Italie, on l’observe avec préoccupation. "Bien sûr, l’Etat libyen de Kadhafi n’était pas parfait, concède #Mario_Giro. Mais il y avait un Etat… Dans les premiers mois de 2011 – je travaillais encore pour Sant’Egidio –, alors que la France semblait déjà décidée à intervenir en Libye, le ministre des affaires étrangères du Niger m’a demandé d’organiser une entrevue avec son homologue italien, Frattini. Nous étions trois, dans un bureau du ministère, et il nous a expliqué point par point ce qu’il se passerait en cas de chute de Kadhafi. Le chaos en Méditerranée, les armes dans tout le Sahel… Tout s’est passé exactement comme il l’a dit. Mais personne n’a voulu l’écouter". Il faut dire qu’en ce début d’année 2011, le prestige international de l’Italie est au plus bas. Très affaiblie économiquement et victime du discrédit personnel d’un Silvio Berlusconi empêtré dans les scandales, l’Italie est tout simplement inaudible.

    En mai 2011, les membres du G8, réunis à Deauville, appellent Mouammar Kadhafi à quitter le pouvoir. "Lors de ce sommet, Silvio Berlusconi a plusieurs fois tenté de prendre la défense du Guide libyen, mettant en avant son aide sur le dossier des migrants et le fait qu’il s’était amendé et avait tourné le dos au terrorisme", se souvient un diplomate français, témoin des discussions. "Mais
    personne n’en a tenu compte." Le chef libyen, chassé de Tripoli en août, mourra le 20 octobre, à Syrte. Quatre semaines plus tard, le gouvernement Berlusconi 4 cessait d’exister.

    Sur le moment, entre l’euphorie de la chute de la dictature et le changement d’ère politique en Italie, ces tensions entre puissances semblent négligeables. Il n’en est rien. Au contraire, elles ne cesseront de resurgir dans le débat, nourrissant en Italie un procès durable contre la #France, accusée d’avoir déstabilisé la situation en Méditerranée pour mieux laisser l’Italie en subir, seule, les conséquences.

    CHAOS EN MÉDITERRANÉE

    Car dans le même temps, les "printemps arabes" provoquent un bouleversement de la situation en Méditerranée. Une fois de plus, c’est à Lampedusa que les premiers signes de la tempête apparaissent. Sur cette île minuscule, en hiver, on compte à peine 5 000 habitants d’ordinaire. Là, ce sont plus de 7 000 personnes venues de #Tunisie qui y débarquent en quelques jours, entre février et mars 2011. La population les accueille avec les moyens du bord, dans des conditions très précaires. Des "permis temporaires de séjours" de trois mois
    sont délivrés aux arrivants par les autorités italiennes. Ainsi, les candidats à l’exil pourront-ils circuler aisément dans tout l’espace Schengen. Plus de 60 000 migrants débarqueront en 2011 ; la grande majorité d’entre eux ne resteront pas en Italie.
    #migrants_tunisiens

    Passé les mois de désorganisation ayant suivi la chute du président tunisien #Ben_Ali, Rome et Tunis concluent en 2012 un #accord_de_réadmission, formalisant le retour au pays des migrants d’origine tunisienne expulsés d’Italie. Assez vite, se met en place une coopération qui, de l’avis de nos interlocuteurs dans les deux pays, fonctionne plutôt harmonieusement.

    En revanche, en Libye, du fait de la déliquescence du pouvoir central, Rome n’a pas d’interlocuteur. Dans un pays livré aux milices et à l’anarchie, des réseaux de trafiquants d’êtres humains s’organisent à ciel ouvert. Jusqu’à la catastrophe, qui se produit dans la nuit du 2 au #3_octobre_2013. "J’ai été réveillé à 6 heures du matin par un appel des autorités maritimes, se souvient Enrico Letta, alors chef du gouvernement italien. En quelques minutes, nous avons compris que le #naufrage qui venait d’avoir lieu près de Lampedusa était une tragédie sans précédent – le bilan sera de 366 morts. Il fallait trouver des cercueils, s’occuper des orphelins… J’ai dû presque forcer le président de la Commission européenne - José Manuel Barroso - à m’accompagner sur l’île. Quelques jours plus tard, il y a eu un autre naufrage, tout aussi meurtrier, au large de Malte. Alors que nous demandions l’aide de l’Europe, j’ai vite compris que nous n’aurions rien. Donc, nous avons décidé de nous en occuper nous-mêmes. L’émotion était si forte que l’opinion nous a suivis."

    En une dizaine de jours, l’opération "#Mare_Nostrum" est mise sur pied. Concrètement, il s’agit d’une opération navale, à la fois militaire et humanitaire, visant à lutter contre les réseaux de passeurs, tout en évitant la survenue de nouveaux drames. Ses effets sont immédiats : en moins d’un an, plus de 100 000 migrants sont secourus et le nombre de morts diminue spectaculairement. Pourtant, le gouvernement Renzi, qui succède à Letta un an plus tard, décide d’y mettre un terme, à l’automne 2014. "Ça ne coûtait pas très cher, environ 8 millions d’euros par mois, et nous avons sauvé des centaines de vie avec ce dispositif, tout en arrêtant de nombreux trafiquants, avance Enrico Letta pour défendre son initiative. Mais très vite, Mare Nostrum a été accusée de provoquer un #appel_d'air… "

    De fait, en quelques mois, le nombre de départs des côtes africaines a explosé. Surtout, une évolution capitale se produit : peu à peu, les passeurs changent de stratégie. Pour ne pas voir leurs bateaux saisis, plutôt que de chercher à gagner un port italien, ils se contentent, une fois arrivés à proximité des eaux italiennes, de débarquer les migrants à bord de petites embarcations, les laissant ensuite dériver
    jusqu’à l’arrivée des secours. La marine italienne, trouvant les migrants en situation de détresse, n’a alors d’autre choix que d’appliquer les règles immuables du #droit_de_la_mer et de les conduire en lieu sûr.

    La suppression de Mare Nostrum par le gouvernement Renzi vise à sortir de cet engrenage. En novembre 2014, est annoncée l’entrée en vigueur de l’opération "#Triton", coordonnée par l’agence européenne #Frontex. Un dispositif de moindre envergure, financé par l’Union européenne, et dans lequel la dimension humanitaire passe au second plan. Las, le nombre de départs des côtes libyennes ne diminue pas. Au contraire, en 2015, plus de 150’000 personnes sont secourues en mer. En 2016, elles seront 181’000. Et pour suppléer à la fin de Mare Nostrum, de nouveaux acteurs apparaissent en 2015 au large des côtes libyennes : des navires affrétés par des #ONG humanitaires, aussitôt
    accusés, eux aussi, de former par leur présence une sorte d’appel d’air facilitant le travail des trafiquants d’êtres humains.

    L’ITALIE PRISE AU PIÈGE

    Pour Rome, les chiffres des secours en mer sont bien sûr préoccupants. Mais ils ne disent pas tout du problème. L’essentiel est ailleurs : depuis la fin de 2013, les pays limitrophes de l’Italie (#France et #Autriche) ont rétabli les contrôles à leurs frontières. Là où, jusqu’alors, l’écrasante majorité des migrants empruntant la route de la Méditerranée centrale ne faisaient que traverser le pays en direction du nord de l’Europe, ils se trouvent désormais bloqués sur le sol italien, provoquant en quelques années l’engorgement de toutes les structures d’accueil. Et les appels répétés à la solidarité européenne se heurtent à l’indifférence des partenaires de l’Italie, qui eux-mêmes doivent composer avec leurs opinions publiques, devenues très hostiles aux migrants.
    #frontière_sud-alpine

    Considéré jusque-là comme un impératif moral par une large part de la population, l’accueil des demandeurs d’asile est l’objet de critiques croissantes. En 2015, en marge du scandale "#Mafia_capitale ", qui secoue l’administration de la commune de Rome, l’Italie découvre que plusieurs coopératives chargées de nourrir et d’héberger les migrants se sont indûment enrichies. S’installe dans les esprits une l’idée dévastatrice : l’#accueil des réfugiés est un "#business " juteux plus qu’une œuvre humanitaire.
    #mafia

    Deux ans plus tard, une série de procédures à l’initiative de magistrats de Sicile en vient à semer le doute sur les activités des ONG opérant en Méditerranée. Le premier à lancer ces accusations est le procureur de Catane, Carmelo #Zuccaro, qui dénonce en avril 2017 – tout en admettant qu’il n’a "pas les preuves" de ce qu’il avance – les ONG de collusion avec les trafiquants. Après trois mois de rumeurs et de fuites organisées dans la presse, début août 2017, le navire de l’ONG allemande #Jugend_Rettet, #Iuventa, est placé sous séquestre, tandis qu’il a été enjoint aux diverses organisations de signer un "code de bonne conduite", sous le patronage du ministre de l’intérieur, Marco #Minniti, visant à encadrer leurs activités en mer. La plupart des ONG, dont Médecins sans frontières, quitteront la zone à l’été 2017.
    #code_de_conduite

    Tandis que le monde entier a les yeux tournés vers la Méditerranée, c’est en réalité en Libye que se produit, mi-juillet, une rupture majeure. En quelques jours, les départs connaissent une chute spectaculaire. Moins de 4000 personnes sont secourues en mer en août, contre 21’000 un an plus tôt, à la même période. La cause de ce coup d’arrêt ? Le soutien et l’équipement, par Rome, des unités libyennes
    de #gardes-côtes, qui traquent les migrants jusque dans les eaux internationales, au mépris du droit de la mer, pour les reconduire dans des camps de détention libyens. Le gouvernement italien conclut une série d’accords très controversés avec différents acteurs locaux en
    Libye.
    #accord #gardes-côtes_libyens
    v. aussi : http://seen.li/cvmy

    Interrogé sur les zones d’ombre entourant ces négociations, et les témoignages venus de Libye même affirmant que l’Italie a traité avec les trafiquants, Marco Minniti nie la moindre entente directe avec les réseaux criminels, tout en mettant en avant l’intérêt supérieur du pays, qui n’arrivait plus, selon lui, à faire face seul aux arrivées. "A un moment, confiait-il fin août 2017 à des journalistes italiens, j’ai eu peur pour la santé de notre démocratie."

    De fait, l’accueil de 600’000 migrants depuis 2014 et l’attitude des partenaires européens de l’Italie, qui ont poussé à l’ouverture de "#hotspots" (centres d’enregistrement des migrants) en Sicile et dans le sud de la Péninsule, sans tenir leurs engagements en matière de #relocalisation (à peine 30 000 réfugiés arrivés en Italie et en Grèce concernés à l’automne 2017, contre un objectif initial de 160’000), a nourri le rejet de la majorité de centre-gauche au pouvoir. Il a alimenté le discours xénophobe de la Ligue du Nord de Matteo Salvini et la montée des eurosceptiques du Mouvement 5 étoiles. A quelques jours des élections du 4 mars, celui-ci est au plus haut dans les sondages.

    Depuis l’été, les départs des côtes africaines se poursuivent
    sporadiquement, au gré de la complexe situation régnant sur les côtes libyennes. Resteque des centaines de milliers de candidats à l’exil – ils seraient de 300’000 à 700’000, selon les sources – sont actuellement bloqués en Libye dans des conditions humanitaires effroyables. Pour le juriste sicilien Fulvio Vassallo, infatigable défenseur des demandeurs d’asile, cette politique est vouée à l’échec, car il ne s’agit pas d’une crise migratoire, mais d’un mouvement de fond. "Pour l’heure, l’Europe affronte le problème avec
    la seule perspective de fermer les frontières, explique-t-il. Et ça, l’histoire des vingt dernières années nous démontre que c’est sans espoir. Ça n’a pas d’autre effet que d’augmenter le nombre de morts en mer."

    Depuis 2014, selon les chiffres du Haut-Commissariat des Nations unies pour les réfugiés, 13’500 personnes au moins ont trouvé la mort en mer, sur la route de la Méditerranée centrale. Sans compter la multitude de ceux, avalés par les eaux, dont on n’a jamais retrouvé la trace.


    http://www.lemonde.fr/international/article/2018/02/23/l-italie-seule-dans-la-tempete-migratoire_5261553_3210.html

    Un nouveau mot pour la collection de @sinehebdo sur les mots de la migration : #Les_Turcs

    A la tête de ce qui, à l’origine, n’était guère plus qu’un dispensaire, Pietro Bartolo s’est trouvé aux premières loges quand tout a changé. " Ça a commencé dans les années 1990. Les migrants, des jeunes hommes venus d’Afrique du Nord, arrivaient directement sur la plage, par leurs propres moyens, avec des barques ou des canots pneumatiques. Sur l’île, on les appelait “#les_Turcs”, se souvient-il. Les habitants accueillent comme ils peuvent les arrivants, qui gagnent ensuite la Sicile puis, pour l’immense majorité, le continent.

    #histoire

    #abandon de l’Italie :

    Jusqu’à la catastrophe, qui se produit dans la nuit du 2 au #3_octobre_2013. « J’ai été réveillé à 6 heures du matin par un appel des autorités maritimes, se souvient Enrico Letta, alors chef du gouvernement italien. En quelques minutes, nous avons compris que le #naufrage qui venait d’avoir lieu près de Lampedusa était une tragédie sans précédent – le bilan sera de 366 morts. Il fallait trouver des cercueils, s’occuper des orphelins… J’ai dû presque forcer le président de la Commission européenne - José Manuel Barroso - à m’accompagner sur l’île. Quelques jours plus tard, il y a eu un autre naufrage, tout aussi meurtrier, au large de Malte. Alors que nous demandions l’aide de l’Europe, j’ai vite compris que nous n’aurions rien. Donc, nous avons décidé de nous en occuper nous-mêmes. L’émotion était si forte que l’opinion nous a suivis. »

    #asile #migrations #réfugiés #mourir_en_mer #frontières

    • C’est une manière de classer les étrangers en mouvement ou en attente de statut par le pays d’accueil.
      Migrants pour étrangers en mouvement. Immigrés pour étrangers sur le territoire national quelque soit leur statut.
      Demandeur d’Asile pour ceux qui font une demande de protection.
      Réfugiés pour ceux qui ont obtenu cette protection.
      Sans papiers pour ceux qui n’ont pas encore obtenu un statut qu’ils aient fait la demande ou non. Le terme administratif en France est ESI, étranger en situation irrégulière.
      Exilés pour ceux qui ont quitté leur pays d’une manière volontaire ou involontaire avec ce qui implique de difficultés et de sentiment d’éloignement de son pays.

    • Solidarietà Ue: gli altri paesi ci hanno lasciati da soli?

      Tra settembre 2015 e aprile 2018 in Italia sono sbarcate quasi 350.000 persone. A fronte di ciò, i piani di ricollocamento d’emergenza avviati dall’Unione europea prevedevano di ricollocare circa 35.000 richiedenti asilo dall’Italia verso altri paesi Ue: già così si sarebbe dunque trattato solo del 10% del totale degli arrivi. Inoltre i governi europei avevano imposto condizioni stringenti per i ricollocamenti: si sarebbero potuti ricollocare solo i migranti appartenenti a nazionalità con un tasso di riconoscimento di protezione internazionale superiore al 75%, il che per l’Italia equivale soltanto a eritrei, somali e siriani. Tra settembre 2015 e settembre 2017 hanno fatto richiesta d’asilo in Italia meno di 21.000 persone provenienti da questi paesi, restringendo ulteriormente il numero di persone ricollocabili. Oltre a queste limitazioni, gli altri paesi europei hanno accettato il ricollocamento di meno di 13.000 richiedenti asilo. La solidarietà europea sul fronte dei ricollocamenti “vale” oggi dunque solo il 4% degli sforzi italiani e, anche se si fossero mantenute le promesse, più di 9 migranti sbarcati su 10 sarebbero rimasti responsabilità dell’Italia.

      Oltre al fallimento dei ricollocamenti, neppure le risorse finanziarie destinate dall’Europa all’Italia per far fronte all’emergenza hanno raggiunto un livello significativo. Al contrario, gli aiuti europei coprono solo una minima parte delle spese italiane: nel 2017, per esempio, gli aiuti Ue ammontavano a meno del 2% dei costi incorsi dallo Stato italiano per gestire il fenomeno migratorio.

      https://www.ispionline.it/it/pubblicazione/fact-checking-migrazioni-2018-20415
      #aide_financière

  • Berlin-Neukölln: Mädchenklub „Schilleria“ droht die Schließung - Reportage - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/berlin-neukoelln-maedchenklub-schilleria-droht-die-schliessung/20693426.html

    11.12.2017, 05:43 Uhr Armin Lehmann

    Kein Opfer sein, den Mund aufmachen, das lernen sie in der „Schilleria“. Doch der Mädchenklub im Neuköllner Schillerkiez ist in Gefahr. Über seine Zukunft wird am heutigen Montag entschieden.

    Soumaya wartete einst sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie endlich sieben werden würde. Denn erst mit sieben Jahren darf man hier rein. Sie bemerkte neidisch, wie glücklich ihre Schwester und ihre Cousinen aussahen, die schon hier waren. Und als sie schließlich hinein durfte, da duftete es, denn es wurde gerade gekocht, und schon bald war sie ein Vogel in einem Theaterstück über Tiere, die sich erst gar nicht verstanden, aber das war nur ein Missverständnis, und es gab ein glückliches Ende.
    Hier in der Schilleria, in ihrem geliebten Mädchenklub, hat sich ihr Leben verändert.
    Elf Jahre später sitzt Soumaya an einem schlichten Holztisch in der Schilleria, Schillerkiez in Berlin-Neukölln, neben ihr ihre Schwester, die Cousinen und andere Freundinnen. Alle, die hierher kamen, waren erst schüchtern, aber neugierig, ängstlich und doch hoffnungsvoll. Nun sind sie alle junge Frauen, manche schon volljährig, selbständig und mutig, heiter und klug, viele von ihnen werden die ersten Akademikerinnen in ihren Familien sein, fast alle haben einen Migrationshintergrund. Wenn sie eines gelernt haben in ihrem Mädchenklub, der nun um seine Existenz kämpft, dann das: Sei kein Opfer, überwinde Ohnmacht und Einflusslosigkeit – mach die Klappe auf!
    Soumaya, nun 18 Jahre alt, dreht sich zurück in den Raum, als müsse sie sich vergewissern, dass es ihn noch gibt: die kleine Bar, der Kicker, die selbst bemalten Wände, dahinter der Flur zur Küche, zum Theaterraum, zum Musikraum, zu den Computern und Büchern. Dann sagt sie zu ihrer Schwester Sourour, ihren Cousinen Zaineb und Fatima und ihren Freundinnen Feyza, Eda und Sebahat: „Wir gehen hier nicht weg.“ Der Nachmieter würde ihnen schon sehr leidtun, der könne sich auf was gefasst machen.
    Es klingt wie eine Drohung. Dann lacht sie und alle lachen mit, ausgelassen und ein bisschen bitter zugleich, denn eigentlich wissen sie nicht so genau, was sie nun noch tun können. Man kann an ihren Gesichtern ablesen, welche Bedeutung dieser mit bunten Graffiti verzierte Laden im Erdgeschoss des Mietshauses an der Weise-/Ecke Herrfurthstraße für den Kiez und seine Mädchen besitzt.
    Sozialer Brennpunkt und Boom-Kiez
    Die Schilleria gibt es seit 2003, es ist die einzige Mädcheneinrichtung im Kiez. Vor zwei Monaten hat sie die Kündigung erhalten. Wenig später bot der Eigentümer, laut dem Neuköllner Bezirksamt ein Immobilieninvestor namens Greta AG, einen neuen Mietvertrag an, allerdings zum dreifachen Mietpreis. „Mindestens“ 15 Euro pro Quadratmeter stelle sich der Eigentümer vor, heißt es. Aus dem Bezirksamt ist zu hören, man könne aber nur maximal zwölf Euro zahlen. Auf Nachfrage sagt eine Mitarbeiterin der Greta AG, man möge sich an die Hausverwaltung Hachmann wenden. Dort heißt es: „Wir sagen gar nichts.“ Der Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden will, bestätigt nicht, dass der Eigentümer die Greta AG sei, dementiert es aber auch nicht.
    An diesem Montag wollen sich Vertreter des Bezirksamts, der Schilleria und ihres Trägers, des Mädchenvereins „Madonna“, mit dem Geschäftsführer des Eigentümers zu einem Runden Tisch treffen. Dass sie sich einigen, ist eher nicht zu erwarten.
    15 Euro sind im Vergleich zu den Gewerbemieten, die mittlerweile verlangt werden, nichts. 50 Euro werden jetzt schon pro Quadratmeter aufgerufen. Kommt es heute zu keiner Einigung, ist für die Schilleria zum 1. Januar Schluss. Einen Block weiter hat ein anderer Groß-Investor einem palästinensischen Verein, der vor allem Sozialarbeit macht, angeboten, die zwei bislang genutzten Räume zu kaufen – für 250 000 Euro. Das Angebot kommt einem Rausschmiss gleich. Die Schilleria steht nicht alleine da. Ihr Schicksal ist zugleich symptomatisch für eine Entwicklung, die nicht nur Neukölln betrifft: Immer mehr Jugend-, oder Senioren- und anderen Freizeiteinrichtungen wird gekündigt oder die Miete für ihre Räume wird drastisch erhöht. Der Neuköllner Baustadtrat Jochen Biedermann sagt: „Wir haben jede Woche Notrufe. Wir kommen nicht hinterher, können uns nicht um alle kümmern.“
    Der Schillerkiez ist sozialer Brennpunkt und Boom-Kiez zugleich, sechs Blocks mit 808 Häusern und knapp 12 300 Wohnungen, in denen Tradition auf Zuzug trifft, Eckkneipe auf Hipster-Café, Bruchbude auf Luxus-Dachgeschoss; hier wollen Investoren aus aller Welt auf Berlins noch immer heißestem Sperrmüll-Hotspot mit jährlich bis zu 800 Tonnen illegal abgelagerten Schrott fette Beute machen. Es ist ein Ort, an dem Berlins lähmender Stillstand und seine gleichzeitig rasante Entwicklung wie im Brennglas zu betrachten sind.
    „Es gibt keine Gnade mehr“
    Ein Dachgeschoss am Ende der Herrfurthstraße mit Blick auf das Tempelhofer Feld, nur ein paar Meter von der Schilleria entfernt, wird derzeit für mehr als eine Million Euro Kaufpreis angeboten, ein anderes Dachgeschoss in unmittelbarer Nähe in der Schillerpromenade für 1,2 Millionen Euro. 91 Prozent der Häuser wurden vor 1945 erbaut, es gibt also fast nur Altbauwohnungen, die wiederum haben bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen die größten Margen. Und wer noch eine Mietwohnung hat, muss aufpassen: 70 Prozent beträgt die Mietsteigerung in Neukölln seit 2009, fast 100 Prozent im Schillerkiez.
    Früher, sagt der Anwalt Max Althoff, der hier seit 2011 mitten im Kiez Mietberatung anbietet, habe das Juristische, die Durchsetzung von Recht, kaum eine Rolle gespielt, weil die Alteigentümer ihre Mieter und deren Probleme kannten. Es wurde Rücksicht genommen. Heute werde bei der geringsten Zahlungsverzögerung die Kündigung rausgeschickt. Es gebe kaum noch Alteigentümer, nur große Investoren oder Immobilienfonds. Der Mietanwalt kann dutzende Geschichten erzählen, wie Mieter mit dubiosen Methoden rausgedrängt werden. Eine Familie etwa bekomme die Kündigung, weil es angeblich ständig streng aus ihrer Wohnung rieche, acht Zeugen im Haus konnten den Geruch nicht bestätigen, nur die Mitarbeiter der Hausverwaltung, die gar nicht täglich vor Ort seien. Althoff sagt: „Es gibt keine Gnade mehr.“
    Die Schilleria gehört zum Mädchenverein Madonna, der sich wiederum seit 37 Jahren um junge Frauen im sozialen Brennpunkt kümmert. Die Schilleria-Leiterin Sinaya Sanchis, die hier seit 2006 arbeitet, hat eine zweite, feste Mitarbeiterin, der Rest des Teams wird von ehrenamtlichen Frauen gebildet, die zum Teil selbst als Jugendliche die Schilleria besuchten. Der Ansatz, der hier verfolgt wird, nennt sich „Empowerment“. Es geht darum, Autonomie und Selbstbestimmung von Mädchen und jungen Frauen zu stärken. Vor allem Mädchen machen nach wie vor fast täglich Erfahrungen mit Mobbing, verbalen Attacken und sexueller Anmache in der Schule. Eine Lehrerin, die nicht genannt werden will und selbst Migrationshintergrund hat, sagt: „Vor allem die verbalen Übergriffe auf die Mädchen sind Alltag, der Druck auf sie ist groß. Es ist kaum möglich, sich dem zu entziehen. Leider haben Lehrer oft Angst, die Dinge anzusprechen und zu sanktionieren.“
    Die Schilleria ist Wagenburg und Zufluchtsort zugleich, Zweitfamilie allemal, Ansporn für Selbstfindung und Kreativität. Die großen Mädchen geben dieses Erbe ihren Schwestern und Cousinen weiter. Samstags ist der Tag der jungen Frauen. Sie sind dann unter sich, ohne Betreuerinnen. Alle ihre Geschichten handeln vom Wachsen, nicht nur vom Erwachsenwerden: Soumaya wurde in der Grundschule von einer Mädchengruppe gemobbt. Als sie das in der Schilleria erzählte, sagten die Betreuerinnen, sie solle sich dem Konflikt stellen und die Mädchen ansprechen. Soumaya hatte Angst, sie sagte: „Mach’ ich niemals.“
    Opferrollen mögen sie nicht
    So fängt es hier immer an: mit Abwehr bei den Mädchen und Geduld bei den Betreuerinnen. Irgendwann war Soumayas Leidensdruck so groß, dass sie etwas ändern wollte. Genau an dem Holztisch, an dem die jungen Frauen nun an einem Samstag im November 2017 sitzen, saß Soumaya auch damals. „Setz dich“, hieß es. „Jetzt diskutieren wir, was du machen kannst.“ Mit Hilfe der Betreuerinnen hat Soumaya die anderen in der Schule zur Rede gestellt, sie kamen ins Gespräch. Eines der Mädchen, die sie so geärgert hatten, wurde eine Freundin. Bis sie wegziehen musste – wegen der steigenden Mieten.
    Soumayas und Sourours Familie stammt aus Tunesien. Sourour war drei, als sie in Deutschland ankamen, heute ist sie 21. Damals war die Angst groß, alleine rauszugehen, die Eltern wollten die Kinder schützen. „Die Schilleria war einer der wenigen Orte, wo ich alleine hingehen durfte“, sagt sie. Die Mutter ging bald selbst zum Mütterstammtisch, der hier angeboten wird, der Vater verlegte das Laminat in den Räumen. Er ist heute der erste, der zu ihnen sagt: „Geht raus und kämpft für euren Laden.“ Sourour und ihre Schwester kichern, der Vater mochte es, als die Töchter plötzlich anfingen, mit ihm über Politik zu reden. Das machte alle glücklich. Und stolz.
    Mit sieben Jahren begann Sourour zu rappen, angespornt von der gebürtigen Mexikanerin und Rapperin Sinaya Sanchis, ihrer Leiterin, die den Mädchen beibringt, dass Rappen nicht allein für Jungens da ist. Sie rappte über das, was sie sah, was sie störte: Der Rassismus, den sie etwa beobachtet, ist einer von Einwohnern mit Migrationshintergrund gegenüber blonden Deutschen, vorzugsweise deutschen Mädchen. Sie sang auch darüber, wie dumm sie es findet, dass man sich als Ausländer bezeichnet, obwohl man doch in Deutschland geboren sei. Opferrollen mögen sie in der Schilleria eben nicht.
    Am anderen Ende des Tisches sitzen die Schwestern Feyza und Eda, sie sind in Berlin geboren, ihre Eltern kommen aus der Türkei. Feyzas Cousinen waren auch schon in der Schilleria, auch sie wollte wie Soumaya unbedingt hierher und mogelte sich schon mit sechs Jahren herein. Eines Tages hat sie das Gefühl, dass ein Lehrer in der Schule sie ganz komisch anguckte, auch anderen Mädchen ging es so. Doch als sie das bei einer Lehrerin ansprachen und das Thema bei der Direktorin landete, reagierte die Schule mit Abwehr, drohte mit Tadeln und Verweisen. In der Schilleria wurde Feyza ernst genommen. Die Direktorin der Schule kam auf Einladung, am Ende konnte dem Lehrer zwar nichts nachgewiesen werden, aber durch den Einsatz des Schilleria-Teams sagte die Direktorin später selbst, dass sie anders hätte handeln müssen. Seitdem gibt Sinaya Sanchis an der Schule auch Kurse, etwa für Gewaltprävention.
    Jede achte Wohnung überbelegt
    Hier im Klub, in unmittelbarer Reichweite von drei Schulen, geht es um Bildung, Kunst, Kultur und Bewegung: Rappen, tanzen, Theaterspielen gehören zum Angebot. Genauso wie Nachhilfe, Computerschulungen, Videos drehen und Projekte entwickeln – so wie der Polittalk der Mädchen zur Bundestagswahl. Es wird gekocht und gespielt und vor allem wird offen diskutiert. Ältere und Jüngere, Erwachsene und Kinder, immer auf Augenhöhe. Fragt man die ganz jungen Mädchen, sieben bis zehn Jahre alt, die fast jeden Tag in der Woche da sind, sagen sie: „Schilleria bedeutet mir so so viel“, oder: „Ohne die Schilleria hätte ich nichts, ich bin ja Einzelkind.“ Ein sehr kleines Mädchen sagt: „Ich komme doch schon seit 1000 Jahren hierher.“
    An diesem Montag wird sich die Zukunft der Schilleria entscheiden, das Wort „Runder Tisch“, das das Bezirksamt verwendet, hört der Eigentümer laut Hausverwaltung nicht gerne. Man ist verärgert darüber, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, dass verhandelt wird. Bis 2010 hat auch hier im Kiez die legendäre Jugendrichterin Kirsten Heisig Runde Tische organisiert, um die arabischen und türkischen Familien mit den Mitarbeitern von Polizei, Jugendamt und Quartiersmanagement zusammenzubringen.
    Seit 2010 wiederum sind so viele Menschen neu in den Schillerkiez gezogen, dass sie bereits 40 Prozent aller Bewohner ausmachen. Einmal mehr brechen mühsam aufgebaute Strukturen auseinander. Mietanwalt Max Althoff, der gerade jetzt wieder „verstärkten Beratungsbedarf“ feststellt, sagt: „Das Miteinander geht verloren, das Verständnis für die Sorgen der Nachbarn. Der Zusammenhalt löst sich auf.“
    Mittlerweile sei jede achte Wohnung hoffnungslos überbelegt, ist aus dem Bezirksamt zu hören, die ärmeren Familien müssen zusammenrücken.
    Soumaya sagt, sie wünsche sich für jüngere Mädchen genau das, was sie auch hatte – „und zwar genau an diesem Platz“. Denn woanders, hin zur Sonnenallee oder über die Hermannstraße hinweg, dürften die Mädchen hier im Kiez ja gerade nicht gehen.
    An diesem Holztisch an jenem Samstag in der Schilleria kann man betrachten, was ein kleiner Jugendklub mit hoher Empathie und großer Leidenschaft erreichen kann: Da ist also Eda, sie studiert jetzt Medieninformatik, „kriegste hin“, habe Leiterin Sinaya Sanchis zu ihr gesagt; da ist Sebahat, sie studiert Kulturwissenschaften; da ist Sourour, sie studiert Verkehrswesen und Fahrzeugtechnik und möchte Ingenieurin werden, und da ist ihre Schwester Soumaya, sie kann die Klappe aufreißen, sagt sie, und „behält gerne Recht“. Sie studiert Jura.

    Berlin-Neukölln: Mädchenklub „Schilleria“ ist gerettet
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-neukoelln-maedchenklub-schilleria-ist-gerettet/20698142.html

    Bei einem Treffen einigten sich der Eigentümer, der Träger und das Jugendamt nun auf einen Vertrag für die folgenden fünf Jahre, mit Option auf Verlängerung.

    Über die genaue Miethöhe wurde Stillschweigen vereinbart, „ich kann aber sagen, dass wir diese Miete mit den Mitteln unseres Jugendamtes stemmen können“, so Liecke. Er sei „froh und dankbar“ über die Einigung und zollte dem Eigentümer Respekt, der „mit einem sozialen Gewissen ausgestattet“ sei. Auch Gabriele Heinemann, Leiterin des Trägers MaDonna Mädchenkult.Ur e.V., zeigte sich erleichtert: „Für uns ist das Wichtigste, dass die Schilleria bleiben kann“. Für die Mädchen sicherlich auch.

    #Berlin #Neukölln #Schillerpromenade #Jugend #Mädchen

  • Junges Schlosspark Theater
    http://schlosspark-theater.de/seiten/yas-junges-schlosspark-theater.html

    SCHÜLER, STUDENTEN & AUSZUBILDENDE SPIELEN THEATER!

    Seit der Spielzeit 2015/2016 präsentiert die Jugendtheatergruppe YAS - Junges Schlosspark Theater - am Schlosspark Theater selbst und an anderen Spielstätten im Südwesten Berlins professionelles Amateurtheater.

    Der gebürtige Berliner und Schauspieler Stefan Kleinert leitet das Jugendtheater. Seit elf Jahren arbeitet er mit einem jungen Team zusammen, das ein eingespieltes und vertrautes Ensemble (14-26 J.) ist, das aber auch immer wieder durch neue Theaterinteressierte ergänzt wird. Mit einer großen Spannbreite an ästhetischen Zugängen zu Stoffen und Themen, ist das Theater für Kinder und Jugendliche künstlerisch und gesellschaftlich auf der Höhe der Zeit.

    #Berlin #Steglitz #Theater #Jugend

  • Bunte Kuh - Buchclub : Die autoritäre Revolte
    http://www.buntekuhverein.de/termine.htm

    Freitag | 29.9.2017 | 18:00 Uhr

    Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes.In seinem hochaktuellen Buch bietet Volker Weiß die erste tiefgehende und historisch fundierte Zeitdiagnose zu den rechtspopulistischen Phänomenen Pegida, AfD & Co. Dabei beschreibt er das vielfältige Spektrum der neuen rechten Bewegungen und untersucht die Herkunft und Vernetzung ihrer Kader. Mit seinem kenntnisreichen Blick in die deutsche Geschichte zerschlägt er die zentralen Mythen der Neuen Rechten und zeigt: Gegenwärtig werden nationalistische Strömungen der Vergangenheit, die der Nationalsozialismus verdrängt hatte, wieder aufgegriffen. Volker Weiß geht den autoritären Vorstellungen nach und veranschaulicht Übergänge von Konservativismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

    Die Bunte Kuh ist ein weitgehend selbstverwaltetes Jugendzentrum im Stadtteil Berlin-Pankow. Als Trägerverein fungiert der Verein Bunte Kuh e.V., der unsere Belange gegenüber Ämtern und Behörden vertritt.

    Inhaltliche Entscheidungen fällt der zweiwöchentliche Koordinationsrat. An diesem Plenum beteiligen sich nicht nur die Festangestellten, sondern auch die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und AktivistInnen, die an er Entwicklung des Vereins Bunte Kuh e.V. interessiert sind.

    Die Bunte Kuh bietet Raum für individuelle, gewaltfreie Freizeitgestaltung ohne diskriminerende Sprüche und Pöbeleien.

    Die Bunte Kuh positioniert sich gegen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Faschismus und unterstützt Gruppen und Initiativen, die gegen entsprechende Tendenzen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft agieren.

    Adresse: Bernkastelerstr. 78, 13088 Berlin
    Büro- und Öffnungszeiten: Mo-Fr. 16 -22

    Telefon:030 - 927 43 85
    Mail: buntekuh@t-online.de
    Band & Terminanfragen: buntekuhverein@gmx.de

    öffentliche Verkehrsverbindungen: Haltestelle Betriebshof Weissensee, Tram M4 / Bus 255 / Bus 158
    Spendenko: Deutsche Bank, Kn: 899367700, Blz: 10070024

    http://www.openstreetmap.org/node/1727684579#map=15/52.5495/13.4594
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Bernkasteler-Strasse-13088-Berlin

    #Berlin #Weißensee #Bernkasteler_Straße #Jugendzentrum #Veranstaltung #Antifa

  • Es kann wieder gebowlt werden: Anlage im Centre Talma wiedereröffnet - Reinickendorf - berliner-woche.de
    http://www.berliner-woche.de/reinickendorf/sport/es-kann-wieder-gebowlt-werden-anlage-im-centre-talma-wiedereroeffnet-

    Das Centre Talma ist eine Kinder- und Jugendfreizeitstätte, in der ein vielfältiges Freizeit- und Sportprogramm an fünf Tagen in der Woche angeboten wird. Das Haus verfügt neben der Bowlinganlage über Sport- und Gymnastikräume, einen Kinosaal und zwei Squash-Plätze. Darüber hinaus ist das Kinder- und Jugendrestaurant „Talmarant“ der Kiezküchen GmbH im Centre Talma integriert.

    Weiterhin besteht auch für einzelne Schulklassen die Möglichkeit, die Bowling-Anlage, die aus vier Bahnen besteht und separate Aufenthaltsmöglichkeiten hat, für Wandertage zu buchen. Gleiches gilt für andere öffentliche Institutionen und gemeinnützige Vereine. Buchungen erfolgen unter bowling@fuechse-berlin-reinickendorf.de.

    Cité Foch
    https://de.wikipedia.org/wiki/Cit%C3%A9_Foch

    Jugendzentrum Centre Talma an der Hermsdorfer Straße 18a (13469 Berlin) wurde eine Sport- und Freizeitstätte.

    https://www.flickr.com/search/?text=Cit%C3%A9%20Foch

    #Berlin #Reinickendorf #Hermsdorfer_Straße #Frankreich #Besatzung #Geschichte #Sport #Jugend

  • Vessels deployed by Frontex help rescue 2 800 people in Central Mediterranean

    Vessels deployed by Frontex, the European Border and Coast Guard Agency, helped rescue more than 2 800 migrants from 20 rubber and wooden boats coming from Libya this weekend.

    Majority of the rescued people are believed to have come from Sub Saharan and North African countries, although their nationalities will only be known after the migrants are registered and screened in Italy. Women, some pregnant, and many children were among those rescued.

    Five vessels taking part in Frontex operation Triton were present in the area covering the flows from Libya and were diverted by the Italian Coast Guard to take part in the rescue operations. Frontex assists the Italian authorities with its border control operation #Triton where it currently deploys 11 vessels (some of which belong to the Italian authorities but are financed by Frontex). The operation also includes three airplanes and three helicopters, as well as 334 border and coast guard officers. Their activities include border surveillance, search and rescue, identification and registration of migrants.


    http://frontex.europa.eu/news/vessels-deployed-by-frontex-help-rescue-2-800-people-in-central-medit
    #asile #migrations #sauvetage #réfugiés #Méditerranée #Frontex #frontières #sauvetages

    Reçu avec ce commentaire de Fulvio Vassallo:

    ma chi ha visto 5 mezzi di frontex? (mais qui a vu 5 navires de Frontex?)

    v. aussi:
    Che fine ha fatto l’operazione Triton? Ancora vittime mentre diventano sempre più difficili i soccorsi da parte delle Ong

    Un comunicato di Frontex, riferisce di 2800 persone soccorse nel Mediterraneo Centrale da cinque assetti navali della missione Triton.Nessuno di questi mezzi è stato avvistato in attività al di là della Siem Pilot (nave di Frontex) che ieri mattina si trovava appena fuori dalle acque territoriali libiche, davanti alla costa di Sabratha, con diverse centinaia di migranti a bordo e nella impossibilità di soccorrerne altri presenti in gommoni vicino alla stessa nave. Attendiamo conferma di queste notizie e soprattutto vorremmo sapere dove queste persone saranno sbarcate, e da quali navi. A fronte del rischio che fra le persone “soccorse da Frontex” vengano conteggiate anche quelle assistite da unità navali di questa agenzia ma successivamente “recuperate” dalla Guardia costiera libica. Tutte le navi umanitarie, presenti a nord della costa libica, in acque internazionali, hanno rilevato la “invisibilità” dei numerosi assetti navali, addirittura undici, che sulla carta comporrebbero l’operazione Triton. Una operazione che ha il compito principale di contrastare l’immigrazione iregolare e di controllare le frontiere esterne dell’Unione Europea, compito che evidentemente presupporrebbe una presenza diffusa proprio al limite delle acque territoriali libiche, ma che, in base al Regolamento n. 656 del 2014, deve rispondere alle chiamate di soccorso e partecipare attivamente alle attività SAR coordinate dal Comando Centrale della Guardia Costiera (MRCC). Dove sono le 11 navi di Frontex Triton? Siamo tutti con le ONG abbandonate come i migranti nel mare in burrasca e attaccate da terra.Ed anche dalla Libia. Cosi’ non si puo’ andare avanti.

    http://www.a-dif.org/2017/05/08/che-fine-ha-fatto-loperazione-triton-ancora-vittime-mentre-diventano-sempre-p
    cc @albertocampiphoto

  • Jugendfreizeiteinrichtungen müssen raus - Berlin - Aktuelle Nachrichten - Berliner Morgenpost
    http://www.morgenpost.de/berlin/article209753943/Jugendfreizeiteinrichtungen-muessen-raus.html
    https://www.flickr.com/photos/alwin_richter/9776647043

    Flickr

    Schöneberg. Der Mietvertrag für die Jugendfreizeiteinrichtungen Potse und Drugstore im Gebäude Potsdamer Straße 180 enden Ende 2017. Wie Stadtrat Oliver Schworck (SPD) auf eine Anfrage der SPD mitteilte, könnten die Verhandlungen für einen neuen Vertrag angesichts der geforderten Mietsteigerungen schwierig werden. Die Suche nach Alternativstandorten laufe deshalb auf Hochtouren. Insgesamt sei es aber sehr schwierig, Immobilien für den Bedarf an sozialer Infrastruktur im Bezirk zu finden.

    #Berlin #Schöneberg #Potsdamer_Straße #Pallasstraße #Jugendclub

  • Lortzing-Club erforscht seine Geschichte › BERLINER ABENDBLATT › Club, Schöneberg, Tempelhof, Zeitzeugen › Kultur, Schöneberg, Tempelhof
    http://www.abendblatt-berlin.de/2017/02/28/lortzing-club-erforscht-seine-geschichte

    Er gehört zu Lichtenrade wie der Dorfteich, Bohms Fliegerkneipe oder die Bahnhofstraße: Der LortzingClub. Die beliebte Jugendfreizeiteinrichtung in der Lortzingstraße blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Von einem Nazibonzen in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut und bewohnt, nach Kriegsende von sowjetischen Soldaten beschlagnahmt und dann von der amerikanischen Besatzungsmacht übernommen. Die GIs nutzten die imposante Villa im Landhausstil bis 1948 als Offiziersclub, bis schließlich der LortzingClub daraus wurde, die zweite Heimat für mehrere Generationen von Lichtenrader Kindern.

    Zukunft ungewiss

    Nach fast 70 Jahren in Kinderhand muss der LortzingClub nun um seine Zukunft bangen. „Seit der Club vom Bezirksamt an einen gemeinnützigen Träger übertragen wurde, ist nicht mehr viel in die Instandhaltung des Hauses investiert worden“, sagt Gerhard Moses Heß, Veranstalter des Jugendclubs. Das sieht man dem Haus auch an: Die Dachziegel sind verwittert, an den Fenstern bröckelt die weiße Farbe und auch sonst liegt vieles im Argen. Auch einer der Gründe, warum die Leiterin des Clubs, Carola Thiede, die spannende Geschichte des Hauses wieder zum Leben erwecken will. Sie fordert alle Lichtenrader auf, ihr bei der Spurensuche nach alten Dokumenten, Fotos und Zeitzeugen zu helfen. „Der Club ist ein Stück gelebte Lichtenrader Geschichte, die lebendig bleiben muss“, appelliert Carola Thiede an das Heimatgefühl im Kiez.

    LortzingClub
    Lortzingstraße 16
    Berlin-Lichtenrade
    Tempelhof-Schöneberg
    12307 Berlin
    http://www.openstreetmap.org/way/326812394

    #Berlin #Lichtenrade #Lortzingstraße #Jugendzentrum

  • Private ships play big role in Europe’s migrant crisis

    Two years ago, a small, privately-run ship set out to lend a hand to military operations in the Mediterranean rescuing migrants on boats near capsizing off Libya.

    http://www.thelocal.it/20160806/small-aid-ships-play-big-role-in-europes-migrant-crisis
    #privatisation #asile #migrations #secours #naufrages #mer #Méditerranée #mourir_en_mer #réfugiés #sauvetages #MOAS #SOS_Méditerranée #ONG #sauvetage