• „Afrikaforscher“ Hugo von Othegraven: Postkoloniale (Alb-)Träume
    https://taz.de/Afrikaforscher-Hugo-von-Othegraven/!5993772

    Historisches Bild von Hugo von Othegraven im Gericht. Der eigentliche Leidtragende der ganzen Affäre: Leopard Nanosch, hier als Fell neben Möchtegern-Kolonialherr Hugo von Othegraven   Foto: Lao Rosenthal/Landesarchiv Berlin, F Rep. 290-02-06 Nr. 190/1

    „Berliner Originale“ mal anders.

    29.1.2025/von Bettina Müller - Ein Berliner Adliger hält sich einen Leoparden als Haustier, der am 29. Januar 1932 ein Kind tötet. Konsequenzen muss das NSDAP-Mitglied kaum fürchten.

    Von Othegraven ist ein altehrwürdiges Adelsgeschlecht, zu dem in der Vergangenheit vor allem hochrangige preußische Militärangehörige zählten. Heute ist der Name vor allem durch ein renommiertes Weingut bekannt, das mittlerweile Günther Jauch gehört, dessen Großmutter mütterlicherseits ebenfalls diesen berühmten Namen trug.

    Wieso landete ein Spross dieser Familie aus dem heutigen deutsch-belgisch-niederländischen Grenzgebiet 1932 in einem Berliner Gerichtssaal auf der Anklagebank? Und das mit einem Leopardenfell samt Kopf neben ihm, das der Verteidiger Max Alsberg dort effektheischend drapiert hatte?

    Der Fotograf Leo Rosenthal machte damals das spektakuläre Foto des Mannes, der für einen ausgemachten Skandal und Schlagzeilen auf der ganzen Welt gesorgt hatte. Der selbsternannte „Afrikaforscher“ und erfolglose Maler Hugo Eugen Friedrich Maria von Othegraven hatte nämlich aus Afrika einen vermeintlich gezähmten Leoparden, den er selbst aufgezogen hatte, mit nach Deutschland gebracht. Stolze 150 Pfund Lebendgewicht mit dem Namen „Nannosh“, was so viel wie „Liebling“ bedeutete.

    Gerettet aus einem Feuer, getrennt von seiner Mutter, hatte Nannosh die ersten Monate seines Lebens im Expeditionslager verbracht. Mit einer Ziege als Amme und einem Schimpansen als „Kindermädchen“, und immer wohlwollend beäugt von seinem Retter. Diese Geschichte schweißte zusammen und „Liebling“ wurde fortan zum Familienmitglied, und das auch in der Berliner Wohnung seines Herren. Der war ganz vernarrt in die vermeintlich zahme Großkatze mit dem prächtig gelben Fell, die täglich mit eineinhalb Pfund Pferdefleisch gefüttert wurde.

    Das tote Kind

    Es hätte immer so weitergehen können, diese ungewöhnliche Symbiose zwischen Raubtier und Mensch, die letzten Endes doch nur eine Illusion war. Sie endete an jenem Tag, als die unterdrückte Natur des Raubtieres zum Vorschein kam – mit tödlichem Ausgang. Warnungen hatte von Othegraven beflissentlich überhört, die der Polizei sowieso, aber auch die des Berliner Zoodirektors Lutz Heck, von dem der Ausspruch stammte: „Alle Raubtiere sehen in einem Kleinkind eine Beute.“

    Man mag sich die Szene gar nicht vorstellen: Die Portiersfrau geht in von Othegravens Wohnung in der Schöneberger Kaiserallee, um die Heizungen anzustellen, dabei hat sie ihr Baby auf dem Arm. Nannosh fällt das Kind an und verletzt auch die Frau schwer. Die Mutter überlebt, das Kind nicht. Die gerade einmal ein Jahr alte Erika Scharries stirbt am 29. Januar 1932 um zwölf Uhr mittags auf furchtbare Art und Weise.

    Zerfleischt von einem Leoparden, dessen Besitzer auch nach diesem schrecklichen Vorfall weiterhin darauf beharrte, dass sein Nannosh doch eigentlich ganz zahm gewesen sei. Und der daraufhin sogar noch eine Klage anstrebte, weil die Polizei seinen geliebten Nannosh erschossen hatte. Schließlich war dieser für den erfolglosen Kunstmaler mittlerweile die einzige Einnahmequelle; für diesen Mann mit seiner (post-)imperialen Arroganz, für den Afrika nur ein einziges Jagdparadies war, aber auch für diesen Menschen mit der brüchigen Biografie, der vor allem von seinem Adelstitel zehrte.

    Hugo von Othegraven kommt 1873 als Sohn eines Eisenbahnbeamten in Münster zur Welt. Die Familie ist vermögend, sodass der unstete Sohn seinen Leidenschaften frönen kann: der Malerei und dem afrikanischen Kontinent. 1901 reist er mit seiner ersten Ehefrau Gertrud zum ersten Mal dorthin und kommt nicht mit leeren Händen zurück, im Gegenteil: Von Othegraven schüttet ein wahres Füllhorn von Kulturgegenständen und Götzen über dem Museum für Völkerkunde in Berlin aus.
    Religiöse Schätze aus deutscher Kolonie

    Wie er diese spirituell aufgeladenen Kulturgüter in Kamerun – das von 1884 bis 1919 als Schutzgebiet eine deutsche Kolonie war – beschafft hat, blieb sein Geheimnis. Im November 1903 kommt sein Sohn Friedrich zur Welt, die Familie zieht nach Berlin. Und dort wird aus Hugo von Othegraven auf wundersame Weise ein „Kunstmaler“, wahlweise aber auch ein „Privatier“ oder auch ein „Marinemaler“. In Museen sucht man die Bilder heute vergeblich, sie verschwinden in privaten Sammlungen.

    Bis 1928 ist die Welt für ihn in Ordnung, seine finanziellen Verhältnisse ideal, so erfährt man aus historischen Zeitungen, sogar vermögend sei er gewesen. Dabei hat die Damenwelt wohl eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, wie dezent angedeutet wird. 1929 wird seine Expedition nach Afrika, die er im Auftrag einer Filmgesellschaft unternimmt, sogar von seiner damaligen Verlobten finanziert. Doch im Kongo kommt es zu Streitigkeiten und sogar zu einem mysteriösen Todesfall, bei dem ein Filmoperateur stirbt.

    Gerüchte kommen auf, von Othegraven habe den Mann ermordet. Es ist das fulminante Ende einer gescheiterten Expedition, die von Othegraven ausgerüstet hat. Er kehrt mehr oder weniger mittellos und mit einem beschädigten Ruf aus Afrika zurück und bestreitet seinen Lebensunterhalt fortan damit, seinen aus Afrika mitgebrachten Leoparden für den Film zu vermieten oder ihn bei cineastischen Vorführungen zu präsentieren, bei Filmen wie „Das steht selbst in Brehms Tierleben nicht“.

    Aus der unglückseligen Expedition entsteht 1930 schließlich noch der Expeditionsfilm „Mit Büchse und Lasso durch Afrika. Eine Jagd­expedition durch das Kongogebiet“, in dem es unter anderem um die Tierfangaktionen des Berliner Zoos geht.
    Der Prozess

    Der Tod der kleinen Erika beendet von Othegravens Einnahmequelle auf Kosten des armen Nannosh – der sich sein Leben sicher anders vorgestellt hatte, als in den Kinosälen einer Großstadt herumzulungern und sich von Menschen angaffen zu lassen.

    Von Othegraven wird schließlich wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und der Übertretung der Polizeiverordnung gegen das unangemeldete Halten von wilden Tieren angeklagt. Und hat es nur seinem gewieften Verteidiger Max Alsberg zu verdanken, dass er mit einer recht milden Strafe davon kommt. Am 15. März 1932 wird er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, bei der nach viermonatiger Strafverbüßung Bewährungsfrist eintreten soll.

    Doch es lodert noch ein zweiter Prozess wie ein Damoklesschwert über dem Haupt des Adligen, der schuld ist am Tod eines Kindes. Im April 1932 muss er sich daher auch noch vor einem Arbeitsgericht verantworten, weil ihn die Erben des toten Filmoperateurs verklagt haben, denen er noch Geld schuldete. Er verliert den Prozess.

    Am 10. Dezember 1932 tritt er seine Gefängnisstrafe in Plötzensee an. Doch einverstanden sind er und seine Ehefrau – am 26. April 1932 hat er die 28 Jahre jüngere Hedwig von Herrenkirchen geheiratet – mit der Strafe nicht. Sodass sie nun ihren Adelstitel und auch ihre Gesinnung ins Spiel bringen, um die Reststrafe erlassen zu bekommen.
    Tierlieber Nazi

    Frau von Othegraven ist NSDAP-Mitglied, wie sie in ihrem Brief an Reichskanzler Adolf Hitler vom 7. März 1933 gleich zu Anfang betont. In dem rührseligen Brief bettelt sie förmlich um die sofortige Freilassung ihres Mannes, der ja schließlich auch ein „Parteigenosse“ sei. Sie hat tatsächlich Erfolg, und dann geht es schnell: Hölscher – Staatssekretär im preußischen Justizministerium – ordnet an, dass Hugo von Othegraven am 21. März aus der Haft zu entlassen sei.

    Die Justiz zeigt sich also erneut sehr gnädig mit dem Adligen. Die Vollstreckung des Restes der Freiheitsstrafe wird mit Bewährungsfrist bis zum 31. März 1936 ausgesetzt. Und auch die Geldstrafe darf in Raten abgezahlt werden, erfährt man aus dem Schreiben, das im Bundesarchiv Berlin zu finden ist.

    Hat von Othegraven nach den diversen Skandalen und Ungereimtheiten „beruflich“ wieder Fuß fassen können? Es hat nicht den Anschein. 1933 ist er noch im Gespräch für die Führung einer neuen Expedition im Auftrag eines Zirkus. Dessen Direktor verspricht sich dadurch in Zentralafrika eine „Ausbeute“, die „das Aufsehen der Kulturwelt erregen wird“. Auch das noch, Beutezüge im Namen der Kunst.

    Doch dann wird es still um den mittlerweile über 60-Jährigen. Hugo von Othegraven stirbt am 31. März 1942 in Schöneberg an Leberkrebs. Posthum erscheint 1943 in der Feld-Zeitung in Riga sein Artikel „Tigerjagd beim Maharadja“, in dem er kolonialen Jagdträumen nachhängt. Viel Erfolg war dem ambitionierten „Afrikaforscher“ aber zu Lebzeiten wohl nicht beschert. Ein Leben gefangen in einer Zwischenwelt, die immer noch postkolonialen Träumen von Jagd und Unterwerfung nachhing – und das nicht nur von Tieren.

    #Berlin #Bundesallee #Kaiserallee #Afrika #Kamerun #Geschichte #Kolonialismus #Tiere #Nazis

  • Les taxis de Yaoundé – Libération
    https://www.liberation.fr/debats/2019/01/06/les-taxis-de-yaounde_1816695
    https://www.liberation.fr/resizer/QKdkQv6vrqUtdbDKywwja9nQ3bU=/768x0/filters:format(jpg):quality(70)/cloudfront-eu-central-1.images.arcpublishing.com/liberation/H5SZWFKISJKCXNLPTRXUN7IZUA.jpg
    Taxu jaune, Yaoundé, Jean-Pierre Bat

    Blog « Africa4 »

    7.1.2024 par Jean-Pierre Bat - Au premier regard, rien – ou pas grand-chose – ne distingue les taxis de Yaoundé des autres taxis d’Afrique de l’Ouest ou d’Afrique centrale. Ils en reprennent d’ailleurs presque tous les codes, à commencer par la traditionnelle couleur jaune – un peu comme à Dakar ou N’Djamena. Quant aux modèles de voitures, leur observation donne à lire la lente histoire du marché automobile en Afrique centrale : aux marques françaises succèdent les Toyota, avec les Corolla en haut du podium des dernières importations – un peu comme à Libreville ou Brazzaville. Les décorations des taxis semblent, elles aussi, faire écho à du « déjà vu ». Quelques taxis arborent sur leur capot une coiffe plastique aux lumières définitivement éteintes, vestige de lampes professionnelles de taxis. A l’extérieur, les pare-chocs portent quelques mots d’ordre ou incantations, dont le fréquent « Prudence » – un peu comme à Abidjan.

    A l’intérieur toutefois, un signe distinctif permet de savoir que l’on est au Cameroun : les portraits de Serigne Touba, de cheikhs ou de khalifes généraux que l’on trouverait au Sénégal ont cédé la place au portrait officiel de Paul Biya. Des stickers ronds à son effigie ont largement été distribués et collés à la faveur de l’élection présidentielle de 2018 avec comme slogan : « la force de l’expérience ». Un deuxième élément distingue les taxis de Yaoundé des autres : ils effectuent simultanément des circuits avec transports collectifs (pour quelques centaines de CFA) et des « dépôts » (pour quelques milliers de CFA). Le « dépôt » consiste à conduire le client à l’endroit précis de sa demande. Ce procédé s’avère finalement plus rare que les mobilités par « transport ». Car dans « la ville aux 7 collines », il est impossible de se déplacer sans véhicule, et chaque habitant a su adapter ses stratégies quotidiennes de transport à ses moyens financiers. Dans d’autres pays de la sous-région, il existe au contraire une frontière entre ces deux pratiques ; cette frontière distingue les taxis officiels des « clandos ». Il reste enfin une ultime solution si on ne dispose pas de voiture personnelle : les taxis-motos. Plusieurs d’entre eux sont équipés de parasol pour se protéger du soleil. Raffinement camerounais : ces traditionnels parasols multicolores sont retaillés sur mesure, avec une extension rectangulaire pour protéger le passager assis à l’arrière de la moto.

    Au Cameroun, les taxis et le pouvoir ont toujours entretenu une relation complexe, parfois ambiguë. En 1991, le Cameroun est en crise : dans les mouvements sociaux du débuts années 1990, des frondes se multiplient contre le pouvoir et prennent différentes formes. L’une d’entre elles est le mort d’ordre de « ville morte » et de grèves, notamment lancés par le SDF de John Fru Ndi. A Douala et Yaoundé, cette stratégie paralyse la capitale économique et la capitale politique du pays. La solution vient de Fochivé, l’historique patron des services de renseignement du pays depuis l’indépendance, revenu à la tête des Services après une période de disgrâce (1984-1989). Il procède à la réquisition de taxis et taxis-moto dans les grandes villes (notamment à Douala), et en relance l’activité économique et sociale. Certains policiers se transforment un temps en chauffeurs de taxis tandis que Fochivé recrute également un grand nombre nouveaux de taximen dans la communauté Bamoum, dont il est originaire. Plusieurs deviennent ses hommes au sein de la corporation des chauffeurs de taxis – voire ses informateurs. Même si cette histoire est vieille de 27 ans, aujourd’hui encore, quelques taximen se rappellent encore cette histoire…

    –—

    Série sur les taxis en Afrique

    Les taxis du Golfe#1

    Les taxis du Sahel#2

    Les taxis de la Grande Île#3

    A Addis-Abeba, les taxis conduisent de la chute du Négus à la résurrection du Christ#4

    Les trois couleurs des taxis de Libreville #5

    Les plaques oranges du Bénin #6

    #Afrika #Kamerun #Taxi

  • Cameroun : assassinats ciblés d’une trentaine de taxis à Yaoundé
    https://www.voaafrique.com/a/cameroun-assassinats-cibl%C3%A9s-d-une-trentaine-de-taxis-%C3%A0-yaound%C3%A9/7850465.html

    Des taxis dans les rues de Yaoundé, le 4 novembre 2024 .

    Die Gewalt schwappt aus dem Nordosten Kameruns in die Hauptstadt, und die staatliche Diktatur versagt wie immer beim Schutz der Bürger.

    Selon les syndicats des conducteurs de taxis, plusieurs chauffeurs ont été enlevés puis assassinés ces dernières semaines à Yaoundé, faisant naître une psychose dans la profession et chez les usagers. Une première réunion de sécurité s’est tenue entre la gendarmerie et les syndicats de taxis.

    Selon le syndicat national des employeurs des transports terrestres, Synester, 35 chauffeurs de taxi ont trouvé la mort ces deux derniers mois après avoir embarqué leurs bourreaux à bord. Les autorités sécuritaires enquêtent sur le phénomène.

    Selon les syndicats des conducteurs de taxis, plusieurs chauffeurs ont été enlevés puis assassinés ces dernières semaines à Yaoundé, faisant naître une psychose dans la profession et chez les usagers. Une première réunion de sécurité s’est tenue entre la gendarmerie et les syndicats de taxis.

    Selon le syndicat national des employeurs des transports terrestres, Synester, 35 chauffeurs de taxi ont trouvé la mort ces deux derniers mois après avoir embarqué leurs bourreaux à bord. Les autorités sécuritaires enquêtent sur le phénomène.


    Collins Ndeffossokeng, président du Synester .

    Plusieurs caméras de surveillance sont installées dans la ville de Yaoundé, mais les conducteurs de taxis sont aux abois. « Les caméras de surveillance peuvent apporter une solution dans le cas où elles fonctionnent, mais dans ce cas on aurait déjà attrapé quelques-uns... », assure Aboubacar Pemegnié conducteur de taxi depuis 12 ans.
    « On juge les clients au faciès »

    Idrissou, qui a déjà 15 ans de métier comme chauffeur de taxi, dit craindre un phénomène sans précédent. « Yaoundé est gâté avec les agressions, on tue nos collègues partout, pour se tirer d’affaire, on juge les clients au faciès, quand on voit quelqu’un qui est un peu suspect on évite de le porter et on évite aussi les clients qui veulent qu’on les dépose dans les zones reculées comme Nkolbisson », confie-t-il.

    L’enlèvement et l’assassinat des taxis à Yaoundé fait aussi planer le danger sur les usagers. « Quand ils ont fini d’assassiner les chauffeurs de taxis, ils prennent leur véhicule et transportent des clients avant de les agresser dans le centre urbain », affirme Collins Ndeffossokeng.

    « Je suis montée à bord d’un taxi à partir du centre-ville et j’allais au quartier Damase dans le 6e arrondissement aux environs de 18h30 », raconte Marguerite Essama Mbarga, été victime d’une agression à Yaoundé. « Le taxi a pris une route pas habituelle, je ne m’inquiétais pas parce qu’il y a plusieurs chemins pour arriver à destination, mais plus tard ces gens m’ont pris mon sac à main. »

    Les recherches étant en cours, la gendarmerie nationale n’a pas souhaité se prononcer sur l’assassinat ciblé des conducteurs de taxis. Il a été néanmoins recommandé aux chauffeurs d’installer désormais un dispositif GPS dans leur véhicule.

    Emmanuel Jules Ntap

    Emmanuel Jules Ntap fait carrière dans le journalisme depuis 2001. Il a exercé au Cameroun, et à l’étranger. En février 2017, il devient correspondant radio, web et TV à Yaoundé pour VOA Afrique.
    fallntap@gmail.com

    Kamerun: Ermordung von über 30 Taxifahrern in Younde

    4.11.2024 von Emmanuel Jules Ntap

    Nach Angaben der Gewerkschaften der Taxifahrerverbände wurden in den letzten Wochen in Yaoundé mehrere Fahrer entführt und anschließend ermordet, was zu einer Psychose in der Branche und bei den Fahrgästen führte. Es fand ein erstes Sicherheitstreffen zwischen der Gendarmerie und den Taxifahrerverbänden statt.

    Nach Angaben des nationalen Transport-Arbeitgeberverbands Synester kamen in den letzten zwei Monaten 35 Taxifahrer ums Leben, nachdem sie ihre Mörder hatten einsteigen lassen. Die Sicherheitsbehörden untersuchen die Ereignisse.

    „Die Mörder nehmen Taxis im Stadtzentrum und fahren mit ihnen in die Umgebung von Jaunde und ermorden dort die Fahrer“, beschreibt Collins Ndeffossokeng, Vorsitzender des Synester, die Vorgehensweise, durch die mehr als 30 Fahrer in Jaunde Fahrzeug und Leben verloren haben. Der Verbandsvertreter ist sehr besorgt.

    „Wir können nicht verstehen, wie ein Gruppe von weniger als zehn Männers die nationale Gendarmerie überfordern kann “, beklagt Collins Ndeffossokeng. Wir haben den Generaldelegierten für nationale Sicherheit und den Staatssekretär für die nationale Gendarmerie wurden zu Stellungnahmen aufgefordert, aber nur die Gendarmerie war bereit, uns ihre Türen zu öffnen, damit wir das Problem erläutern und gemeinsam Mittel und Wege finden können, um das Phänomen einzudämmen“,

    Bild: Collins Ndeffossokeng, Vorsitzender des Synester.

    In der Stadt Yaoundé sind mehrere Überwachungskameras installiert, aber die Taxifahrer sind verzweifelt. „Die Überwachungskameras könnten eine Lösung darstellen, wenn sie funktionieren würden. Sann hätten wir schon einige erwischt...“, versichert Aboubacar Pemegnié, der seit 12 Jahren Taxi fährt.

    „Wir beurteilen die Kunden nach dem Aussehen“

    Idrissou, der bereits seit 15 Jahren als Taxifahrer arbeitet, beschreibt ein bislang unbekanntes Phänomen. „Yaoundé ist voller Gewalt,man ermordet unsere Kollegen überall. Wir können nur nach dem Anschein gehen, um Kunden einzuschätzen. Wenn wir jemanden sehen, der ein wenig verdächtig ist, vermeiden wir es, ihn zu fahren, und wir weisen auch Kunden ab, die in abgelegenen Gegenden wie Nkolbisson fahren wollen", sagt er.

    Die Entführung und Ermordung von Taxis in Yaoundé stellt auch eine Gefahr für die Kunden dar. „Wenn sie mit der Ermordung der Taxifahrer fertig sind, nehmen sie mit deren Fahrzeuge Kunden auf, die sie sie im Stadtzentrum überfallen", sagt Collins Ndeffossokeng.

    „Ich stieg gegen 18.30 Uhr im Stadtzentrum in ein Taxi und fuhrin das Damase-Viertel im 6. Arrondissement", berichtet Marguerite Essama Mbarga, die in Jaunde Opfer eines Überfalls wurde. „Das Taxi nahm eine unübliche Route, ich machte mir keine Sorgen, weil es mehrere Wege gibt, um ans Ziel zu gelangen, aber später nahmen mir diese Leute meine Handtasche weg.“

    Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, wollte sich die nationale Gendarmerie nicht zu den Taximorden äußern. Den Fahrern wurde empfohlen, von nun an ein GPS-Gerät in ihr Fahrzeug einzubauen.

    Emmanuel Jules Ntap fait carrière dans le journalisme depuis 2001. Il a exercé au Cameroun, et à l’étranger. En février 2017, il devient correspondant radio, web et TV à Yaoundé pour VOA Afrique.
    fallntap@gmail.com

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    Dieser Artikel ist ein Beispiel dafür, dass man niemals Übersetzungen einer künstlichen Intelligenz trauen darf., inhaltlich nicht und stilistisch erst recht nicht.

    #Kamerun #Yaounde #Taxi #Taximord #KI

  • Comment le « Cameroons » est devenu allemand
    https://www.visionscarto.net/comment-le-cameroons-est-devenu-allemand

    Dès l’origine, le projet colonial s’est accompagné d’une « rhétorique de civilisation » et d’une volonté d’accumulation d’exemples matériels de la culture et de la nature du continent africain, ce qui, en d’autres termes, revenait à organiser la « protection » de l’État pour les collectionneurs et les collections : en Afrique centrale, c’est dans la région qui constitue le territoire national de l’actuel Cameroun que les effets s’en feront particulièrement ressentir. Nous esquissons ici (...) Billets

    / #Kamerun

    #Billets_

  • Présence invisible en Allemagne d’un patrimoine absent du Cameroun
    https://www.visionscarto.net/presence-allemagne-absence-cameroun

    « Provenances inversées ». C’est le titre d’une grande enquête collective (menée conjointement par l’université de Dschang et l’université Technique de Berlin entre 2020 et 2023) sur la situation et l’état du patrimoine camerounais pillé pendant la période coloniale, lequel se trouve aujourd’hui en grande partie dans les musées allemands. Voici la synthèse des premiers résultats de cette enquête, où sont abordées les méthodes employées pour explorer l’état de ce patrimoine dans les (...) Billets

    / #Kamerun

    #Billets_

  • Des « objets de pouvoir » au Cameroun, dépouillés de leur pouvoir en Allemagne
    https://www.visionscarto.net/objets-de-pouvoir

    Par Mikaél Assilkinga Chercheur en histoire coloniale. Membre de l’équipe de recherche Provenance Inversée, Université Technique de Berlin (TUB)/ Université de Dschang (Uds) Les objets de pouvoir du patrimoine culturel camerounais (épées, trônes, portes etc.) devenus objets de musée dans les anciennes puissances coloniales (ici en Allemagne), portent les traces de l’histoire et d’une longue lutte de l’Allemagne coloniale contre les puissances locales. Ils passent par de nombreux ordres (...) Billets

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    #Billets_

  • Des « objets de pouvoir » au Cameroun, dépouillés de leur pouvoir en Allemagne
    https://visionscarto.net/objets-de-pouvoir

    Par Mikaél Assilkinga Chercheur en histoire coloniale. Membre de l’équipe de recherche Provenance Inversée, Université Technique de Berlin (TUB)/ Université de Dschang (Uds) En 1916, l’Allemagne a perdu ses colonies et le Cameroun est devenu, pour un peu moins d’un demi-siècle, un protectorat français et anglais. Le 1er janvier 1960, jour de l’indépendance du Cameroun, marque la fin d’une longue période de colonisation européenne. Mais en réalité celle-ci perdure, car la forme de l’État (...) Billets

    / #Kamerun

    #Billets_

  • Dualastraße
    https://m.kauperts.de/Strassen/Dualastrasse-13351-Berlin

    Plan
    https://www.openstreetmap.org/way/4603231

    PLZ 13351
    Ortsteil Wedding
    ÖPNV Zone B Bus 221
    Verlauf von Senegalstraße bis Afrikanische Straße
    Falk Planquadrat G 13
    Zuständigkeiten
    Geschichte
    Geschichte — Dualastraße Alter Bezirk Wedding
    Name seit 6.7.1927

    Info

    Duala, Hauptort und Hafenstadt der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun.

    Heute ist Duala die größte Hafenstadt der Republik Kamerun. Am 11.7.1884 traf der von Bismarck entsandte Reichskommissar Gustav Nachtigal an der Kamerunküste ein und schloß mit einigen Stammeshäuptlingen sogenannte Schutzverträge. Drei Tage später proklamierte der Kolonialpolitiker die deutsche „Schutzherrschaft“ über Kamerun. Der Duala-Stamm wehrte sich, und ein kaiserliches Marinekorps setzte im Dezember des Jahres Dörfer in Brand und richtete unter den Einwohnern ein blutiges Gemetzel an, womit der Widerstand vorerst gebrochen war. Die Großmächte Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien handelten hier ihre Einflußgebiete aus. Während des Ersten Weltkriegs eroberten französische und britische Truppen die deutsche Kolonie, die 1919 zum französischen Mandatsgebiet erklärt wurde. Der Begriff Duala steht zugleich für einen Bantustamm, dessen Angehörige sich vor allem als Waldlandpflanzer, Fischer und Händler betätigten.

    Vorher Straße Nr. 111 des Bebauungsplanes. Die Straße liegt im Afrikanischen Viertel.

    #Dualastraße #Berlin #Wedding #Senegalstraße #Afrikanische_Straße #Kamerun #Geschichte #Kolonialismus #Afrika

  • In Kreuzberg liegen jetzt die ersten Stolpersteine für Schwarze NS-Opfer
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/in-kreuzberg-wurden-die-ersten-stolpersteine-fuer-schwarze-ns-opfer

    Vor der Alten Jakobstraße 134 liegen nun diese fünf Stolpersteine für die Familie Boholle. Photo : Emmanuele Contini

    Plan / Openstreetmap
    https://www.openstreetmap.org/node/2468915167

    9.10.2023 von Elizabeth Rushton - Das Verfahren zur Verlegung neuer Stolpersteine ist für den Künstler Gunter Demnig inzwischen Routine: Die Messingsteine werden behutsam in das Straßenpflaster eingefügt, sodass ihre golden glänzenden Oberflächen und die Geschichten der Opfer des Nationalsozialismus vor den Häusern, in denen diese einst lebten, zum Vorschein kommen. Mehr als 1000 solcher Steine befinden sich auf den Bürgersteigen in Berlin-Kreuzberg, mehr als 96.000 gibt es in ganz Europa.

    Doch als Gunter Demnig sich am Sonntagmorgen mit seinem vertrauten Werkzeug vor dem Haus Alte Jakobstraße 134 über fünf neue Stolpersteine beugte, war diese Verlegung anders als alle anderen im Bezirk zuvor: Damit wurden die ersten Stolpersteine in Kreuzberg für Schwarze Opfer des NS-Regimes verlegt. In dem Haus wohnte Joseph Bohinge Boholle, der 1880 in Kamerun geboren wurde und im Rahmen der Berliner Kolonialausstellung nach Berlin kam, zusammen mit seiner Frau Stefanie. Joseph und Stefanie brachten drei Kinder zur Welt – Josefa Luise, Rudolf Bohinge und Paul Artur. Im Jahr 1939 wurde der Enkel Peter, der Sohn Josefas und des niederländischen Varieté-Artisten Cornelis van der Want, geboren.

    Nachdem 1943 ein Bombenangriff der Alliierten das Familienhaus in der Alten Jakobstraße zerstört hatte, zogen Josefa, Cornelis, Peter und Stefanie nach Bromberg (heute das polnische Bydgoszcz). Ende 1944 wurden allerdings die drei Erwachsenen verhaftet. Stefanie Boholle kam entweder im Gestapo-Gefängnis in Bromberg oder im KZ Stutthof ums Leben. Josefa, ihre Brüder Paul und Rudolf sowie ihr Mann Cornelis und ihr Sohn Peter überlebten den Nationalsozialismus – Josefa wurde aber während ihrer Gefangenschaft zwangssterilisiert und starb 1955 an den chronischen Erkrankungen infolge ihrer Zeit im Konzentrationslager.


    Frank Boholle (M.) verfolgt mit seiner Familie die Stolpersteinverlegung für ihre Vorfahren. Photo : Emmanuele Contini

    Vor Nachbarn, Aktivisten und Kommunalpolitikern wie Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Grüne) sprach Frank Boholle, der Urenkel von Joseph und Stefanie, bei der Zeremonie am Sonntag von einer „großen Ehre“ für seine Familie. „Jetzt werden unsere nachfolgenden Generationen immer einen Ort haben, wo wir dieser Geschichte gedenken können“, sagte er. Er bedankte sich insbesondere bei dem Historiker Robbie Aitken, der nach der Verlegung eine Biografie der Familie Boholle vorlas, sowie bei Christian Kopp vom Verein Berlin Postkolonial, auf dessen Initiative die Verlegung erfolgt war.

    In ihrem Redebeitrag begrüßte Simone Dede Ayivi von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland den Schritt, der einen oft vergessenen Aspekt der NS-Geschichte näher beleuchtet. „Um die Verfolgungsgeschichte des Nationalsozialismus komplett zu erzählen, müssen alle betroffenen Gruppen miteinbezogen werden – und da sind wir noch lange nicht fertig“, sagte sie; es gebe noch große Wissenslücken zu füllen. Eine Erfahrung, die auch die Familie Boholle während der Vorbereitung auf die Stolpersteinverlegung gemacht hat. „Unsere Familiengeschichte bestand lange Zeit aus vielen Puzzlestücken“, sagte Frank Boholle. „Erst jetzt konnten wir sie zusammensetzen und die Lücken füllen.“


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze

    Siehe auch https://seenthis.net/messages/927660

    Berliner Kolonialausstellung 1896
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Berliner_Kolonialausstellung

    Kolonien des deutschen Kaiserreichs
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kolonien

    #Deutschland #Kamerun #Berlin #Kreuzberg #Alte-Jakobstraße #Geschichte #Kolonialismus #Rassismus #Nazis

  • Le Cameroun pendant la Première Guerre mondiale
    https://visionscarto.net/cameroun-premiere-guerre-mondiale

    En 1914, à la veille de la Grande Guerre, le Cameroun est l’une des possessions allemandes en Afrique dont l’intérêt géostratégique aiguise les appétits des puissances coloniales anglaise, belge et française qui cherchent à dominer la région. « Qui occupe le Cameroun, domine l’Afrique centrale », disait-on à l’époque. Les premières délimitations et finalement les frontières du Cameroun, discutées et définies depuis la conférence de Berlin (1884), ont déjà fait l’objet de nombreux arbitrages impérialistes. (...) #Billets

  • « La Moisel » du Cameroun : Une carte comme trésor de guerre
    https://visionscarto.net/carte-de-moisel

    « La Moisel » est l’expression générique employée par les géographes au Cameroun pour désigner les cartes élaborées par le cartographe allemand Max Moisel (1869-1920) au début du XXe siècle. Ces cartes mêlant des éléments de topographie, d’hydrographie, de climatologie ainsi que des considérations socio-économiques sur le peuplement ou la circulation à petite échelle sont longtemps restées sans équivalent. Lorsque les troupes françaises, britanniques et belges ont attaqué le protectorat allemand du Kamerun en (...) #Billets

  • Les représentations de l’Afrique, de l’Antiquité au XIXe siècle

    Un chouette article de Isabelle Bernier (historienne) publié dans Futura Sciences sur les représentations cartographiques historiques de l’Afrique.

    "Le continent africain n’a pas connu de véritable colonisation européenne avant les années 1850 : les Portugais installent des comptoirs de commerce le long de ses côtes ouest et est, entre 1440 et 1498 ; du XVIe au XVIIIe siècle, l’Afrique intègre les circuits coloniaux mondiaux avec la traite des esclaves mais ce territoire immense reste inconnu des Européens, malgré de très nombreuses tentatives de cartographie."

    Lire la suite ; https://www.futura-sciences.com/sciences/questions-reponses/histoire-representations-afrique-antiquite-xixe-siecle-11785

    Après m’être souvent posée la question de l’apparente absence de cartes africaines, réalisées par des africain.e.s, eux-mêmes, à l’instar d’autres peuples, j’ai beaucoup apprécié de lire la note que voici :
    « À noter :
    Les Africains se sont représenté leur territoire et ses limites mais les cartes ont été tracées sur des supports non pérennes ; ces représentations africaines de l’espace ont existé sous une forme dont on n’a plus de trace aujourd’hui.
     »

    Du coup, je me demande comment sait-on cela s’il n’y a pas de trace ?

    ht Nicolas Lambert (@nico_lambert)
    #representation #cartes #Afrique #histoire

    • [ Update ] Après avoir cherché, il semblerait qu’il existe bien des représentations géographiques, des « cartes » donc, réalisées en Afrique noire, en l’occurrence au Cameroun, qui ont été initiées avant l’arrivée des européens, réalisées lors des premières invasions.

      Ces documents, certains sont parvenus jusqu’à nous, constituent de vrais trésors. Ils méritent une attention et une investigation approfondie. Certains sont disponibles dans les archives allemandes... A suivre.
      Cela intéresserait-il quelqu’un.e ? un.e historien.ne ? étudiant.e ? ...

      #carte #ancienne #Kamerun #protectorat #royaume #civilisation

    • Moi ça m’intéresse en tant qu’amateur. Si tu veux les présenter sur visionscarto ça permettra peut-être de trouver la chercheuse motivée (et compétente) ?

    • @fil moi aussi ça m’intéresse en tant qu’amatrice :-)
      Je regarde ces éléments avec une amie d’enfance qui s’intéresse également à la cartographie. Il y a quand même un travail à faire qui devrait permettre de lever un voile, de remplir le blanc sur l’apparente absence de cartographie historique africaine, historique au sens d’avant l’arrivée des européens.
      On regarde uniquement le Cameroun...
      Avec plaisir pour présenter sur Visions Carto., après qu’on ait terminé la publication qui est actuellement engagée :-)

    • @nepthys : je ne sais pas ce qu’il en est par rapport à la liste que vous évoquez, je ne connais pas le corpus. Nous avons pu identifier quelques explorateurs géographes cartographes (hommes et femmes) allemands qui ont « cartographié » en l’occurrence le Cameroun (Kamerun). L’un d’entre eux à pour cela collaboré avec un roi local...

      Par rapport à cette liste, je suis très surprise de ne pas retrouver quelqu’un comme Max Moisel, par exemple.

      Si cela vous intéresse - et sans vouloir fermer cette conversation publique -, je vous propose de la poursuivre plus formellement, en incluant l’amie géographe qui s’intéresse également au sujet.

      Voici mon adresse email pro., n’hésitez pas à me contacter à ce sujet. francoise.bahoken<@>univ-eiffel.fr

  • Verfall seit 20 Jahren: Steglitz-Zehlendorf enteignet vorübergehend Hausbesitzer | rbb24
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/06/berlin-wohnungsleerstand-leerstand-mieten-enteignung-treuhand.html


    Geht doch - Linke Bausenatorin zieht Verfahren wegen Verfall seit 20 Jahren: Steglitz-Zehlendorf enteignet vorübergehend Hausbesitzer | rbb24
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/06/berlin-wohnungsleerstand-leerstand-mieten-enteignung-treuhand.html

    Geht doch - Linke Bausenatorin zieht Verfahren wegen Leerstand an sich, weil in Steglitz-Zehendorf die schwarz-grüne Zählgemeinschaft und das Bezirksamt nicht dagegen vorgehen.

    Sendung: Inforadio, 11.06.2019, 6 Uhr - von Ansgar Hocke - Dutzende Häuser stehen in Berlin leer, verfallen absichtlich oder werden vernachlässigt. In Steglitz-Zehlendorf wird nun zum ersten Mal in Berlin ein Hausbesitzer vorübergehend enteignet. In Mitte prüft der Senat sogar eine dauerhafte Enteignung.

    In Berlin wird zum ersten Mal ein Hausbesitzer vorübergehend enteignet. Nach Informationen von rbb24 Recherche will der Bezirk Steglitz-Zehlendorf ein seit langem unbewohnbares Mehrfamilienhaus am Hindenburgdamm/Ecke Gardeschützenweg an einen Treuhänder übergeben und sanieren lassen.

    Schon 20 Jahre ist an der Immobilie nichts mehr getan worden. Nach und nach zogen die Mieter aus, inzwischen steht das Haus leer. Die Dachplanen sind längst zerrissen, flattern im Wind. An der Fassade überall Wasserflecken. Die Anwohner schütteln nur noch den Kopf, sind verärgert, schimpfen, wenn man sie auf die Immobilie Hindenburgdamm Ecke Gardeschützenweg in Lichterfelde anspricht.

    Nur wenige Zwangsgeldverfahren laufen

    Im vergangenen Jahr erneuerte Berlins rot-rot-grüne Regierung das Gesetz zum Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Die Bezirke erhielten mehr Eingriffsrechte: Die Eigentümer müssen einen Antrag stellen, wenn sie Wohnungen länger als drei Monate leerstehen lassen wollen. Tun sie es nicht, drohen Zwangsgelder. Per Verwaltungsgericht können die Bezirke zudem die Wiederherstellung von Wohnraum durchsetzen. Hilft das alles nicht, kann auch ein Treuhänder eingesetzt werden, der dann die Häuser und Wohnungen auf Kosten des Eigentümers sanieren lässt.

    Das Thema Leerstand beschäftigt das Verwaltungsgericht bisher noch nicht intensiv, weil die Bezirksämter zunächst auf die Ferienwohnungen reagiert haben. „Aktuell sind 20 Verfahren anhängig“, so Stephan Groscurth, Sprecher des Verwaltungsgerichts.

    Berliner Premiere am Hindenburgdamm

    Auch der Fall des 71-jährigen Berliner Hausbesitzers, dem das Eckhaus am Hindenburgdamm gehört, landete schon vor dem Verwaltungsgericht. Immer wieder versprach er dem Wohnungsamt, der Bauaufsicht und dem Baustadtrat, in das Haus zu investieren, Dach und Fassade sollten saniert werden. Doch nichts geschah. Jetzt beschloss der Bezirk Zehlendorf-Steglitz, den Eigentümer vorübergehend zu enteignen und die Sanierung des Hauses zwangsweise durchzusetzen.

    Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael Karnetzki (SPD) spricht gegenüber rbb24-Recherche von einem Pilotprojekt in Sachen Durchsetzung des Zweckentfremdungsverbots. Warum nicht schon früher gehandelt wurde? „Wir konnten dies erst jetzt angehen“, so Karnetzki, „weil wir vorher die milderen Mittel einsetzen mussten. Und das Zwangsgeld oder die Zwangsgelder, die verhängt worden sind, die sind ja gerade erst jetzt rechtskräftig geworden. Bis dahin hat der Eigentümer das immer noch angefochten.“

    Nun also wird zum ersten Mal in Berlin ein Haus durch einen Treuhänder wieder bewohnbar gemacht. Karnetzki muss darauf achten, dass jeder Schritt sorgfältig erfolgt, denn das Verfahren muss auch vor Gericht bestehen. „Auch gegen den Einsatz von Treuhändern kann der Eigentümer Rechtsmittel einsetzen und wir müssen das gerichtsfest durchziehen“, so Karnetzki.
    Bezirk muss in Vorkasse gehen

    Die Treuhänderschaft für das Haus am Hindenburgdamm ist eine Berliner Premiere. Zwischen Steglitz-Zehlendorf und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gibt es eine klare Verabredung, auch über die Finanzen. Der Bezirk oder die Treuhändergesellschaft müssen dabei in Vorkasse gehen, die Senatsverwaltung für Finanzen erstattet die Kosten.

    Auch wenn Bezirk und Senat die Treuhänder und Sanierungskosten vorstrecken, in der letzten Konsequenz muss es der Eigentümer bezahlen. Kann er dies nicht, wird die Summe als Schuld ins Grundbuch eingetragen und es droht sogar die Zwangsversteigerung.

    Einfach wird das nicht, so der Immobilienexperte und Rechtsanwalt Lukas Wenderoth. In den meisten Fällen gehe es um Immobilien, „die einen massiven Instandhaltungsrückstand haben“, sagt er. „Das heißt, wo wir Kosten zwischen Hundert und vielleicht sogar 2.000 Euro pro Quadratmeter aufwenden müssen, um eine solche Immobilie überhaupt mit einem einfachen Standard wieder bewohnbar zu machen.“ Für das Eckhaus am Hindenburgdamm muss schätzungsweise knapp eine Million Euro für die Sanierung aufgebracht werden.

    Senatorin Katrin Lompscher (Linke) lässt sich davon nicht abschrecken. Sie will den Weg bis zu Ende gehen und den Bezirk unterstützen. Es sei ein entsprechendes Gutachten erforderlich, das die Bausubstanz bewertet, die notwendigen Maßnahmen beschreibt und eine Kostenschätzung mache. Auf dieser Grundlage erfolge dann eine Ausschreibung für einen Treuhänder. „Es gibt etliche Firmen, die so etwas machen können. Also nicht nur Treuhänder des Landes Berlin, die wir jetzt schon haben, sondern auch Private könnten sich bewerben“, so Lompscher.

    Doch genau diesen Punkt sieht Immobilienexperte Wenderoth skeptisch. „Es wird problematisch, jemanden zu finden, der wirtschaftlich ein solches Haus verwalten kann. Denn die Treuhänder sind ja privat, die machen das um Geld zu verdienen. Und wenn jemand die Arbeit für das Land Berlin macht, dann muss er marktüblich vergütet werden.“ Nicht ohne Grund favorisiert Stadtrat Karnetzki deshalb eine städtische Wohnungsbaugesellschaft als Treuhänder.
    Bezirk Mitte will dauerhaft enteignen

    Der Eigentümer der Immobilie am Hindenburgdamm besitzt über ein Dutzend Mietshäuser in Berlin. Entweder stehen sie komplett leer oder nur einzelne Wohnungen oder Seitenflügel. In seinem großen Eckhaus im Bezirk Mitte an der Kameruner Straße stehen alle Wohnungen leer. Seit 1996 zogen dort nach und nach die Mieter aus. Ihnen folgten – illegal – Osteuropäer. Vergangenes Jahr hat die Polizei das Haus geräumt.

    Auch hier handelt jetzt der Bezirk, geht aber einen anderen Weg. Der Bezirksamt Mitte beruft sich auf den Paragrafen 172/85 des Baugesetzbuches [Bundesjustizministerium]: Da sich das Haus in einem sogenannten Erhaltungsgebiet befindet, die soziale Mischung, die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung, die städtebauliche Eigenart und das Ensemble zu schützen sind, kann der Eigentümer auch enteignet werden. Schriftlich erklärt Stadtrat Ephraim Gothe dazu: „Voraussetzung hierfür ist, dass der Eigentümer nicht Willens oder nicht in der Lage ist, die bauliche Anlage zu erhalten, so dass ohne eine Enteignung die Erhaltung gefährdet wäre. Dies ist nach Auffassung des Bezirksamtes gegeben.“ Auch dies ist eine Premiere für Berlin. Für die Enteignung ist jedoch die Enteignungsstelle bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zuständig. Dort wird letztlich alles geprüft und entschieden. Ausgang offen.

    Ob Enteignung oder Treuhänderschaft, wer Wohnungen oder Häuser leer stehen lässt, wird es in Zukunft in Berlin schwerer haben.

    #Berlin #Steglitz #Hindenburgdamm #Gardeschützenweg #Wedding #Kameruner_Straße #Wohnen #Immobilien #EnteignungLeerstand an sich, weil in Steglitz-Zehendorf die schwarz-grüne Zählgemeinschaft und das Bezirksamt nicht dagegen vorgehen.

    Sendung: Inforadio, 11.06.2019, 6 Uhr - von Ansgar Hocke - Dutzende Häuser stehen in Berlin leer, verfallen absichtlich oder werden vernachlässigt. In Steglitz-Zehlendorf wird nun zum ersten Mal in Berlin ein Hausbesitzer vorübergehend enteignet. In Mitte prüft der Senat sogar eine dauerhafte Enteignung.

    In Berlin wird zum ersten Mal ein Hausbesitzer vorübergehend enteignet. Nach Informationen von rbb24 Recherche will der Bezirk Steglitz-Zehlendorf ein seit langem unbewohnbares Mehrfamilienhaus am Hindenburgdamm/Ecke Gardeschützenweg an einen Treuhänder übergeben und sanieren lassen.

    Schon 20 Jahre ist an der Immobilie nichts mehr getan worden. Nach und nach zogen die Mieter aus, inzwischen steht das Haus leer. Die Dachplanen sind längst zerrissen, flattern im Wind. An der Fassade überall Wasserflecken. Die Anwohner schütteln nur noch den Kopf, sind verärgert, schimpfen, wenn man sie auf die Immobilie Hindenburgdamm Ecke Gardeschützenweg in Lichterfelde anspricht.

    Nur wenige Zwangsgeldverfahren laufen

    Im vergangenen Jahr erneuerte Berlins rot-rot-grüne Regierung das Gesetz zum Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Die Bezirke erhielten mehr Eingriffsrechte: Die Eigentümer müssen einen Antrag stellen, wenn sie Wohnungen länger als drei Monate leerstehen lassen wollen. Tun sie es nicht, drohen Zwangsgelder. Per Verwaltungsgericht können die Bezirke zudem die Wiederherstellung von Wohnraum durchsetzen. Hilft das alles nicht, kann auch ein Treuhänder eingesetzt werden, der dann die Häuser und Wohnungen auf Kosten des Eigentümers sanieren lässt.

    Das Thema Leerstand beschäftigt das Verwaltungsgericht bisher noch nicht intensiv, weil die Bezirksämter zunächst auf die Ferienwohnungen reagiert haben. „Aktuell sind 20 Verfahren anhängig“, so Stephan Groscurth, Sprecher des Verwaltungsgerichts.

    Berliner Premiere am Hindenburgdamm

    Auch der Fall des 71-jährigen Berliner Hausbesitzers, dem das Eckhaus am Hindenburgdamm gehört, landete schon vor dem Verwaltungsgericht. Immer wieder versprach er dem Wohnungsamt, der Bauaufsicht und dem Baustadtrat, in das Haus zu investieren, Dach und Fassade sollten saniert werden. Doch nichts geschah. Jetzt beschloss der Bezirk Zehlendorf-Steglitz, den Eigentümer vorübergehend zu enteignen und die Sanierung des Hauses zwangsweise durchzusetzen.

    Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael Karnetzki (SPD) spricht gegenüber rbb24-Recherche von einem Pilotprojekt in Sachen Durchsetzung des Zweckentfremdungsverbots. Warum nicht schon früher gehandelt wurde? „Wir konnten dies erst jetzt angehen“, so Karnetzki, „weil wir vorher die milderen Mittel einsetzen mussten. Und das Zwangsgeld oder die Zwangsgelder, die verhängt worden sind, die sind ja gerade erst jetzt rechtskräftig geworden. Bis dahin hat der Eigentümer das immer noch angefochten.“

    Nun also wird zum ersten Mal in Berlin ein Haus durch einen Treuhänder wieder bewohnbar gemacht. Karnetzki muss darauf achten, dass jeder Schritt sorgfältig erfolgt, denn das Verfahren muss auch vor Gericht bestehen. „Auch gegen den Einsatz von Treuhändern kann der Eigentümer Rechtsmittel einsetzen und wir müssen das gerichtsfest durchziehen“, so Karnetzki.
    Bezirk muss in Vorkasse gehen

    Die Treuhänderschaft für das Haus am Hindenburgdamm ist eine Berliner Premiere. Zwischen Steglitz-Zehlendorf und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gibt es eine klare Verabredung, auch über die Finanzen. Der Bezirk oder die Treuhändergesellschaft müssen dabei in Vorkasse gehen, die Senatsverwaltung für Finanzen erstattet die Kosten.

    Auch wenn Bezirk und Senat die Treuhänder und Sanierungskosten vorstrecken, in der letzten Konsequenz muss es der Eigentümer bezahlen. Kann er dies nicht, wird die Summe als Schuld ins Grundbuch eingetragen und es droht sogar die Zwangsversteigerung.

    Einfach wird das nicht, so der Immobilienexperte und Rechtsanwalt Lukas Wenderoth. In den meisten Fällen gehe es um Immobilien, „die einen massiven Instandhaltungsrückstand haben“, sagt er. „Das heißt, wo wir Kosten zwischen Hundert und vielleicht sogar 2.000 Euro pro Quadratmeter aufwenden müssen, um eine solche Immobilie überhaupt mit einem einfachen Standard wieder bewohnbar zu machen.“ Für das Eckhaus am Hindenburgdamm muss schätzungsweise knapp eine Million Euro für die Sanierung aufgebracht werden.

    Senatorin Katrin Lompscher (Linke) lässt sich davon nicht abschrecken. Sie will den Weg bis zu Ende gehen und den Bezirk unterstützen. Es sei ein entsprechendes Gutachten erforderlich, das die Bausubstanz bewertet, die notwendigen Maßnahmen beschreibt und eine Kostenschätzung mache. Auf dieser Grundlage erfolge dann eine Ausschreibung für einen Treuhänder. „Es gibt etliche Firmen, die so etwas machen können. Also nicht nur Treuhänder des Landes Berlin, die wir jetzt schon haben, sondern auch Private könnten sich bewerben“, so Lompscher.

    Doch genau diesen Punkt sieht Immobilienexperte Wenderoth skeptisch. „Es wird problematisch, jemanden zu finden, der wirtschaftlich ein solches Haus verwalten kann. Denn die Treuhänder sind ja privat, die machen das um Geld zu verdienen. Und wenn jemand die Arbeit für das Land Berlin macht, dann muss er marktüblich vergütet werden.“ Nicht ohne Grund favorisiert Stadtrat Karnetzki deshalb eine städtische Wohnungsbaugesellschaft als Treuhänder.
    Bezirk Mitte will dauerhaft enteignen

    Der Eigentümer der Immobilie am Hindenburgdamm besitzt über ein Dutzend Mietshäuser in Berlin. Entweder stehen sie komplett leer oder nur einzelne Wohnungen oder Seitenflügel. In seinem großen Eckhaus im Bezirk Mitte an der Kameruner Straße stehen alle Wohnungen leer. Seit 1996 zogen dort nach und nach die Mieter aus. Ihnen folgten – illegal – Osteuropäer. Vergangenes Jahr hat die Polizei das Haus geräumt.

    Auch hier handelt jetzt der Bezirk, geht aber einen anderen Weg. Der Bezirksamt Mitte beruft sich auf den Paragrafen 172/85 des Baugesetzbuches [Bundesjustizministerium]: Da sich das Haus in einem sogenannten Erhaltungsgebiet befindet, die soziale Mischung, die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung, die städtebauliche Eigenart und das Ensemble zu schützen sind, kann der Eigentümer auch enteignet werden. Schriftlich erklärt Stadtrat Ephraim Gothe dazu: „Voraussetzung hierfür ist, dass der Eigentümer nicht Willens oder nicht in der Lage ist, die bauliche Anlage zu erhalten, so dass ohne eine Enteignung die Erhaltung gefährdet wäre. Dies ist nach Auffassung des Bezirksamtes gegeben.“ Auch dies ist eine Premiere für Berlin. Für die Enteignung ist jedoch die Enteignungsstelle bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zuständig. Dort wird letztlich alles geprüft und entschieden. Ausgang offen.

    Ob Enteignung oder Treuhänderschaft, wer Wohnungen oder Häuser leer stehen lässt, wird es in Zukunft in Berlin schwerer haben.

    #Berlin #Steglitz #Hindenburgdamm #Gardeschützenweg #Wedding #Kameruner_Straße #Wohnen #Immobilien #Enteignung