• Wie hilfesuchende Kinder während der Pandemie allein gelassen werden

    Jonas* ist ein junger Mann, 19 Jahre alt. Gesund. Kräftig. Er hat tiefe Augenringe. Nicht vom Feiern. Er sitzt in seinem Kinderzimmer. In den vergangenen Monaten war er oft hier. Lange. Er streicht sich mit der Hand über die Haare. „Ich habe während der Pandemie starke Depressionen bekommen. Wären meine Freunde nicht für mich da gewesen, wäre ich jetzt nicht hier“, sagt er. Jonas dachte an Selbstmord.

    Jonas heißt eigentlich anders. Er möchte lieber anonym bleiben. Der Schüler hat zwei Leben gelebt: eins vor der Pandemie und eins während der Pandemie. Vor der Pandemie hat er sich gerne mit seinen Freunden und Freundinnen getroffen, ist zum Kampfsport gegangen und wollte nach der Schule soziale Arbeit oder Psychologie studieren. Doch im März 2020 schlossen zum ersten Mal die Schulen, der Unterricht fand nur noch digital statt, Jonas verlor sein soziales Leben: „Alles, wovon ich Energie geschöpft habe, war plötzlich nicht mehr da.“ Der Schüler kam mit dem Homeschooling nicht klar. Seine Noten verschlechterten sich. Er wurde dieses Jahr nicht zum Abitur zugelassen.

    Seit der Pandemie spielt sich sein Alltag fast nur noch in seinem Zimmer ab. Seit einigen Monaten leidet der Schüler an starken Depressionen. Doch professionelle Hilfe bekommt er nicht. Im Februar versuchte er, einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen, weil er Selbstmordgedanken hatte. Am Telefon wurde ihm gesagt, dass der nächste Termin im Juli sei. Daraufhin wandte Jonas sich an die Schulpsychologin, mit der er sich ein paar Mal traf. Das Reden half ihm zwar, sagt er. Aber sie habe ihm nichts Neues sagen können, was er nicht schon wusste: „Dass sogar eine Schulpsychologin nicht weiterhelfen konnte, war sehr heftig für mich. Ich bin einer Machtlosigkeit ausgesetzt und ich kann nichts dagegen tun.“ Alles was ihm gut tue, könne er momentan nicht machen.

    Die Kinder- und Jugendhilfe ist während der Pandemie stark eingeschränkt

    Für diese Recherche hat CORRECTIV mit mehreren Schülern und Schülerinnen gesprochen. Sie teilten ihre persönlichen Geschichten, wie es ihnen seit Beginn der Pandemie geht und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben. Zudem sprach CORRECTIV mit weiteren Familienangehörigen, Heimen und Beratungsstellen. Das Ergebnis der Recherche: Für notleidende Kinder und Jugendliche steht das Hilfesystem seit der Pandemie fast still. Termine für Therapien und Beratungen sind kaum zu bekommen und Kontrollinstanzen wie Schule und Kita fallen weg.

    Schon im Februar berichtete CORRECTIV, wie dutzende Jugendämter in NRW seit Beginn der Pandemie nur noch in dringenden Fällen Hausbesuche machten. Jetzt zeigt sich: Die Kinder- und Jugendhilfe ist stark zurückgegangen. Für hilfesuchende Kinder und Jugendliche kann das im Extremfall lebensbedrohlich werden.

    Was ein Extremfall bedeuten kann, zeigen die Statistiken der Polizei. Diese Woche wurde in Berlin eine Sonderauswertung der polizeilichen Kriminalstatistik vorgestellt. Daraus geht hervor, dass 2020 sexuelle Gewalt gegen Kinder zugenommen hat. Demnach stieg die Zahl der Misshandlung Schutzbefohlener um zehn Prozent. Der Kindesmissbrauch stieg um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Statistik erfasst alle Taten, die bei der Polizei gemeldet werden. Die Dunkelziffer ist laut der Sonderauswertung wahrscheinlich viel höher.

    Dazu kommt: Kindern und Jugendlichen geht es grundsätzlich seit Beginn der Pandemie schlechter als vorher. Das zeigt eine Studie von den Universitäten Hildesheim, Frankfurt und Bielefeld, in der rund 3400 Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren befragt wurden. Demnach fühlen sich viele Jugendliche aufgrund der Pandemie einsam, verunsichert und überfordert.
    Ein funktionierendes Hilfesystem kann Kindern das Leben retten

    Wie wichtig gerade jetzt ein funktionierendes Unterstützungssystem für hilfesuchende Kinder und Jugendliche ist, zeigt der Fall von Mira. Die heute 25-Jährige hat das Zusammenleben mit ihrer gewalttätigen Mutter unter großen Leiden überlebt. Sie erinnert sich noch sehr gut an ihre Kindheit. Auch heute muss sie vieles noch verarbeiten: „Wenn ich mal eine schlechte Note auf dem Zeugnis hatte, hat meine Mutter zugeschlagen. Sie hat mich dabei im schlimmsten Fall am Nacken gepackt, sodass ich nicht weglaufen konnte“, erzählt Mira.

    Irgendwann kam für die damals 17-Jährige der Punkt, an dem sie nicht mehr konnte: „Ich dachte mir, ich komme hier entweder raus oder ich bringe mich selber um“, sagt sie. Ihre Hoffnung, dass sich ihre Mutter ändern würde, hatte sie aufgegeben. Doch einfach das Jugendamt von zu Hause aus anrufen ging nicht. Ihre Mutter kontrollierte die Telefonrechnungen. Einmal rief sie die Telefonseelsorge an. Ihre Mutter habe die Anrufe auf der Rechnung gesehen. „Sie ist völlig ausgerastet und hat mich geschlagen“, erzählt sie. Deswegen war es wichtig, dass sie in die Schule gehen und mit einem Lehrer darüber sprechen konnte. Der Lehrer reagierte sofort, die damals 17-Jährige wurde von dem Jugendamt in Obhut genommen.

    Während der Corona-Pandemie wäre das kaum möglich gewesen. Es fehlen wichtige Kontrollinstanzen wie Schulen oder Kitas. So werden Kinder und Jugendliche nur noch eingeschränkt wahrgenommen, Gewalt und Missbrauch schwerer erkannt. Der Präsident des deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, sagt, dass viele Fälle häufig nicht gesehen werden: „Trotz der erhöhten Gewaltbelastung in den Familien ist die Zahl der Inobhutnahmen nicht gestiegen, denn der Kontakt zu den Familien ist erschwert.“

    Beratungsgespräche werden abgesagt

    Sara* ist auch eine hilfesuchende Jugendliche, die sich noch kurz vor dem ersten Lockdown in ein Heim retten konnte. Die 17-Jährige wurde zu Hause von ihrem älteren Bruder geschlagen. Weil sie noch minderjährig ist, bleibt auch sie anonym. Sara erzählt: „Als mein Bruder herausgefunden hat, dass ich einen Freund habe, ist er komplett ausgerastet.“ Die Eltern sind machtlos gegenüber dem gewalttätigen Bruder. Ihr Vater versteht bis heute nicht, wieso die Schülerin seit über einem Jahr in einem Heim lebt und nicht zuhause. Er gab ihr zu verstehen, dass sie übertreibt.

    Im Februar 2020 erzählt die 17-Jährige ihren Freundinnen in der Schule, dass ihr Bruder sie geschlagen hat. Ihre Freundinnen ermutigen sie, sich einem Lehrer anzuvertrauen. Dann ging alles sehr schnell. Das Jugendamt reagiert sofort und nimmt die Schülerin in Obhut. Das war rund drei Wochen vor dem ersten Lockdown. Seitdem lebt Sara in einem Heim.

    Doch mit der Inobhutnahme verschwinden die Probleme nicht. Das erste Heim, in das die Schülerin kommt, sei dreckig gewesen und sie habe sich dort nicht wohlgefühlt. Eine „Horror-Inobhutnahme“, sagt Sara. Doch die Schülerin braucht Hilfe und vor allem ein stabiles Umfeld. Im Sommer 2020 kann sie das Heim verlassen, weil in einem sogenannten Hilfeplangespräch mit dem Jugendamt besprochen wird, was mit Sara passiert. Sie entscheidet sich für ein anderes Heim, in dem sie jetzt seit fast einem Jahr lebt und sich wohlfühlt.

    Dass Sara ein Hilfeplangespräch bekam und in ein anderes Heim ziehen konnte, ist keine Selbstverständlichkeit während der Pandemie. Denn die sogenannten Hilfeplangespräche wurden laut einer CORRECTIV-Recherche in einigen nordrhein-westfälischen Jugendämtern entweder verschoben oder ganz abgesagt. Eigentlich sollen sie regelmäßig stattfinden, dabei sprechen der betroffene Jugendliche, eine Fachkraft und das Jugendamt über die Zukunft des Jugendlichen und können aktuelle Konflikte thematisieren.

    Kinder und Jugendliche, die Hilfe von außen suchen, brauchen Heime, in denen sie sich wohlfühlen und in denen sie ihre Traumata und ihre Probleme bewältigen können. Genau diese Schutzorte sind durch die Pandemie stark belastet.
    Keine Therapie, schwierige Betreuung: Traumatisierte und hilfesuchende Kinder leiden stärker durch die Pandemie

    Ein Heim, in dem Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Missbrauch Schutz finden können, ist das St. Vincenz Jugendhilfe Zentrum in Dortmund. Hier können sie durch verschiedene Angebote ein normales Leben führen. Doch auch an diesem Beispiel zeigt sich, wie stark die Pandemie die Arbeit in dem Heim belastet hat.

    Melanie Mohr arbeitet seit rund 15 Jahren als Sozialarbeiterin in der Wohngruppe. Sie erzählt, dass die Kinder und Jugendlichen extrem frustriert sind: „Ein Jugendlicher von uns ist biologisch ein Mädchen, möchte aber als Junge leben, heißt, er ist transsexuell. Wäre Corona nicht gewesen, hätte der Junge eine stabilere Psyche und könnte dadurch ein geregelteres Leben führen.“ Weil seine Behandlung aber teilweise während der Pandemie abgebrochen worden sei, sei er stark depressiv geworden. Das größte Problem sei vor allem, dass es schwieriger geworden sei, Termine bei Therapeuten zu bekommen. Mohr sagt: „Die Jugendlichen, die sich sowieso schon schlecht gefühlt haben, fühlen sich jetzt noch schlechter, weil es kaum ergänzende Maßnahmen gibt. Die Entwicklungen der Kinder sind stagniert.“

    Das größte Problem der stationären Jugendhilfe sei die große Belastung, erzählt Heinz Hilgers vom deutschen Kinderschutzbund: „Die Heime sind eigentlich so aufgebaut, dass die Kinder zur Schule gehen. Durch die Pandemie sind die Schulen aber teilweise geschlossen und auch ergänzende Unterstützungen sind erschwert. Das müssen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Heimen selber versuchen aufzufangen“, sagt Hilgers. Er findet, dass die Kinder- und Jugendhilfe in den ganzen Diskussionen rund um die Pandemie kaum Beachtung gefunden hat.

    Familienhilfe: Vertrauen durch persönliche Gespräche aufbauen

    Nachdem die damals 17-jährige Mira von ihrer gewalttätigen Mutter weg konnte, hat sie später angefangen Pädagogik zu studieren. Die heute 25-Jährige schaut besorgt auf die Kinder- und Jugendhilfe während der Pandemie: „Familienhilfe ist nicht einfach. Man kann nicht einfach ein Telefonat führen und direkt mit dem betroffenen Kind Vertrauen aufbauen. Ich habe das am eigenen Leib gespürt.“ Wenn Mira über ihre Kindheit spricht, weiß sie, dass ihr das Hilfesystem das Leben gerettet hat. Sie erzählt, dass sie niemals in der Gegenwart ihrer Mutter Außenstehenden gesagt hätte, dass sie geschlagen wird. Die Angst war zu groß. Über die Erlebnisse konnte sie erst mit einem Lehrer sprechen, dem sie vertraute.

    Persönliche Gespräche sind für hilfesuchende Kinder und Jugendliche sehr wichtig. Doch gerade diese Möglichkeiten sind durch die Pandemie stark eingeschränkt. Die Beratungsstelle „Gegenwind“ aus Bottrop setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche vor sexuellem Missbrauch geschützt werden. Seit dem ersten Lockdown bietet die Beratungsstelle telefonische Beratungen an. Doch das lief am Anfang nicht so gut. Doris Wagner, Mitbegründerin von „Gegenwind“, erzählt: „Die telefonische Beratung lief im ersten Lockdown sehr schleppend an. Wir haben uns große Sorgen um Kinder gemacht, die nicht mehr raus konnten und somit nicht mehr im Blickfeld waren. Die Kinder waren sehr schlecht zu erreichen.“ Das Problem sei vor allem die Kommunikation gewesen. Viele Betroffene hätten gar nicht gewusst, dass Hilfe auch unter Pandemie-Bedingungen möglich war.

    Jugendliche leben während der Corona-Pandemie zwischen Hoffnung und Verzweiflung

    Die Kinder- und Jugendhilfe ist lebensnotwendig. Mira weiß das nur zu gut: „Wäre Corona in meiner Jugend da gewesen, wäre ich wahrscheinlich nicht am Leben, weil ich das nicht überstanden hätte.“ Fast zehn Jahre, nachdem sie ihre gewalttätige Mutter durch das Jugendamt verlassen konnte, hat sie ihrem damaligen Lehrer eine Nachricht geschrieben: „Ich glaube, ihm war gar nicht bewusst, dass er damals mein Leben gerettet hat. Ich wollte mich einfach bei ihm bedanken.“

    Wenn Sara, die von ihrem Bruder geschlagen wurde, an ihre Zukunft denkt, dann wirkt sie hoffnungsvoll. Sie will die Zeit in dem Heim nutzen, ein gutes Abitur ablegen und vielleicht Polizistin oder Sozialarbeiterin werden. „Weil diese Berufsgruppen Menschen vor Gewalt schützen“, sagt die Schülerin. Wenn Sie an Zuhause denkt, dann hat sie noch die Gewalt im Kopf, die sie noch nicht verarbeitet hat. In dem Heim findet sie trotz der Corona-Pandemie Schutz und Hilfe.

    Jonas, der unter starken Depressionen leidet, wirkt mit Blick auf seine Zukunft hoffnungslos. Weil er sein Abitur nicht bestanden hat, muss er Umwege gehen. Aktuell sucht er nach einem Platz für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr, um sein Fachabitur zu machen. Er kann aber auch nicht sagen, wie er seine Depression bewältigen soll. Der 19-Jährige weiß nur, dass seit Beginn der Pandemie einiges falsch gelaufen ist: „Es wurde nicht auf das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen geschaut.“

    *Name geändert

    #pandemic #covid #children #youth #lockdown #Germany #depression #suicidal_thoughts #life-threatening #support #violence #domestic_violence #child_abuse #sexualized_violence #isolation #social_system #therapy

    https://correctiv.org/aktuelles/gesundheit/2021/05/28/wie-hilfesuchende-kinder-waehrend-der-pandemie-allein-gelassen-werden

  • Greece: Investigate Pushbacks, Collective Expulsions

    Greek law enforcement officers have summarily returned asylum seekers and migrants at the land and sea borders with Turkey during the Covid-19 lockdown, Human Rights Watch said today. The officers in some cases used violence against asylum seekers, including some who were deep inside Greek territory, and often confiscated and destroyed the migrants’ belongings.

    In reviewing nine cases, Human Rights Watch found no evidence that the authorities took any precautions to prevent the risk of transmission of Covid-19 to or among the migrants while in their custody. These findings add to growing evidence of abuses collected by nongovernmental groups and media, involving hundreds of people intercepted and pushed back from Greece to Turkey by Greek law enforcement officers or unidentified masked men over the last couple of months. Pushbacks violate several human rights norms, including against collective expulsion under the European Convention on Human Rights.

    “Greek authorities did not allow a nationwide lockdown to get in the way of a new wave of collective expulsions, including from deep inside Greek territory, ” said Eva Cossé, Greece researcher at Human Rights Watch. “Instead of protecting the most vulnerable people in this time of global crisis, Greek authorities have targeted them in total breach of the right to seek asylum and in disregard for their health.”

    Human Rights Watch interviewed 13 victims and witnesses who described incidents in which the Greek police, the Greek Coast Guard, and unidentified men in black or commando-like uniforms, who appeared to be working in close coordination with uniformed authorities, violently pushed migrants back to Turkey in March and April 2020.

    Six of those interviewed said Greek police officers rounded up people in the Diavata camp for asylum seekers in Thessaloniki, 400 kilometers from the land border with Turkey. This is the first time Human Rights Watch has documented collective expulsions of asylum seekers from deep inside Greece, through the Evros river.

    Six asylum seekers, from Syria, Palestine, and Iran, including a 15-year-old unaccompanied girl from Syria, described three incidents in March and April in which Greek Coast Guard personnel, Greek police, and armed masked men in dark clothing coordinated and carried out summary returns to Turkey from the Greek islands of Rhodes, Samos, and Symi. All of them said they were picked up on the islands soon after they landed, placed on larger Coast Guard boats, and once they were back at the sea border, were forced onto small inflatable rescue rafts, with no motor, and cast adrift near Turkish territorial waters.

    Another asylum seeker described a fourth incident, in which the Greek Coast Guard and unidentified men dressed in dark uniforms wearing balaclavas used dangerous maneuvers to force a boat full of migrants back to Turkey.

    On June 10, the International Organization for Migration reported that they had received allegations of migrants being arbitrarily arrested in Greece and pushed back to Turkey and asked Greece to investigate. On June 12, the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) urged Greece to investigate multiple reports of pushbacks by Greek authorities at the country’s sea and land borders, possibly returning migrants and asylum seekers to Turkey after they had reached Greek territory or territorial waters.

    In response to the Covid-19 pandemic, the Greek government instituted nationwide restrictions on public movement from March 13 until early May. Migrants and asylum seekers were locked down in some camps, mainly on the Greek islands, where restrictions on freedom of movement continue, and where the closing of government offices has left them in legal limbo.

    Human Rights Watch sent letters to the Greek police and the Greek Coast Guard on June 29, presenting authorities with a summary of findings but received no response. The Greek Coast Guard indicated they would reply but at the time of publication, we had received no communication.

    Greek judicial authorities should conduct a transparent, thorough, and impartial investigation into allegations that Greek Coast Guard and Greek police personnel are involved in acts that put the lives and safety of migrants and asylum seekers at risk, Human Rights Watch said. Any officer engaged in illegal acts, as well as their commanding officers, should be subject to disciplinary sanctions and, if applicable, criminal prosecution.

    The Greek parliament should urgently establish an inquiry into all allegations of collective expulsions, including pushbacks, and violence at the borders, and determine whether they amount to a de facto government policy.

    The Greek Ombudsman, an independent national authority, should examine the issue of summary and collective expulsions, and issue a report with recommendations to the Greek authorities, Human Rights Watch said.

    The European Commission, which provides financial support to the Greek government for migration control, including in the Evros region and the Aegean Sea, should urge Greece to end all summary returns and collective expulsions of asylum seekers to Turkey, press the authorities to investigate allegations of violence, and ensure that none of its funding contributes to violations of fundamental rights and EU laws. The European Commission should also open legal proceedings against Greece for violating EU laws prohibiting collective expulsions.

    On July 6, during a debate at the European Parliament on fundamental rights at the Greek border, the European Commissioner for Home Affairs, Ylva Johansson, said that incidents should be investigated and indicated that the European Commission may consider a new system to monitor and verify reports of pushbacks amid increased allegations of abuse at the EU’s external borders. The Commission should take concrete measures to set up an independent and transparent investigation in consultation with members of civil society, Human Rights Watch said.

    Everyone seeking international protection has a right to apply for asylum and should be given that opportunity.

    Returns should follow a procedure that provides access to effective remedies and safeguards against refoulement – return to a country where they are likely to face persecution – and ill-treatment, Human Rights Watch said.

    “Greece has an obligation to treat everyone humanely and not to return refugees and asylum seekers to persecution, or anyone to the real risk of inhuman and degrading treatment or worse,” said Cossé. “Putting a stop to these dangerous incidents should be a priority for the Greek government and the European Commission as well.”

    For more information and accounts from migrants and asylum seekers, please see below.

    Sea Pushbacks to Turkey

    Between May 29 and June 6, 2020, Human Rights Watch interviewed six men from Iran, Palestine, and Syria, and one 15-year-old unaccompanied girl from Syria, who were in Turkey and who described three incidents in which they said the Greek Coast Guard, Greek police officers, and unidentified men in black or commando-like uniforms coordinated summary returns from Symi, Samos, and Rhodes in March and April. In the fourth incident, the Greek Coast Guard and unidentified men in uniforms wearing balaclavas used dangerous maneuvers to force the boat full of migrants back to Turkey from the Aegean Sea.

    Marwan (a pseudonym), 33, from Syria, said that on March 8, the Greek Coast Guard engaged in life-threatening maneuvers to force the small boat carrying him and 22 other passengers, including women and children, back to Turkey:

    “[W]e saw a Greek Coast Guard boat. It was big and had the Greek flag on it…. They started pushing back our boat, by creating waves in the water making it hard for us to continue…. It was like a battle – like living in Syria, we thought we were going to die.”

    In the three cases involving summary returns of people who had reached land, Greek law enforcement officers apprehended them within hours after they landed, and summarily expelled them to Turkey. All of those interviewed said that they were forced first onto large Coast Guard boats and then onto small inflatable rescue rafts, with no motor, and cast adrift near the Turkish sea border. In all cases, they said the Greek officers stole people’s belongings, including personal identification, bags, and money.

    These findings add to growing evidence of abuses collected by nongovernmental groups, including Alarm Phone and Aegean Boat Report, and the reputable German media outlet Deutsche Welle. Human Rights Watch was able to identify 26 reported incidents published by others, that occurred between March and July, involving at least 855 people. In 2015 Human Rights Watch documented that armed masked men were disabling boats carrying migrants and asylum seekers in the Aegean Sea and pushing them back to Turkish waters.

    Karim (a pseudonym), 36, from Syria, said that he arrived by boat to Symi island on March 21, along with approximately 30 other Syrians, including at least 10 children. He said that the Greek police approached the group within hours after they arrived. They explained that they wanted to claim asylum, but the officers detained them at an unofficial port site and summarily returned them to Turkey two days later, he said. They were taken on a military ship to open water, where the asylum seekers – including children and people with disabilities – were violently thrown from the ship’s deck to an inflatable boat:

    [T]hey [Greek police] put us in a military boat and pushed us [from the deck] to a small [inflatable] boat that doesn’t have an engine. They left us on this boat and took all our private stuff, our money, our IDs. We were on the boat and we were dizzy. We were vomiting. They [the Greek Coast Guard] didn’t tell us anything…. [W]e were in the middle of the sea. We called the Turkish Coast Guard. They came and took our boat.

    Karim and his extended family were detained in the Malatya Removal Center in the Eastern Anatolia region of Turkey, and in three other detention centers in Turkey, for seven weeks. They were released on May 7.

    In another incident at the end of March, 17 men and women and an unaccompanied girl from Iran, Palestine, and Syria were intercepted on a highway on the island of Rhodes, an hour after landing and forced back to the shore. They were detained in a tent for two days, without food and water, and then forced onto what they believe was a Greek Coast Guard boat on the third day, then dumped at sea in a small motor-less rescue raft. Human Rights Watch gathered four separate witness statements about the same incident, in which interviewees gave similar accounts. The Turkish Coast Guard rescued them.

    Leila L. (a pseudonym), 15, a Syrian girl traveling alone, said:

    On the third day, it was night, we don’t know what time, they told us to move … they looked like army commandoes and they had weapons with them. There were six of them, wearing masks … they pointed their weapons at us. We were pushed in a horrible way and they pushed our bags in the sea. Before getting on the first boat, they took everything from us – our phones, our IDs, our bags … everything, apart from the clothes we were wearing. We were very scared. Some people were vomiting. Think what you would feel if you’re in the middle of the sea and you don’t know what would happen to you. We stayed between two to three hours [in the sea]. The boat had no engine. It was a rescue boat. It was like a dinghy. After two to three hours, the Turkish Coast Guard drove us to shore.

    In another incident, Hassan (a pseudonym), 29, a Palestinian refugee from Gaza, said that the police apprehended him and his group of approximately 25 people about three hours after they arrived on the island of Samos, during the third week of March. He said the police took them to the shore, where another group of police and Greek Coast Guard officers were waiting:

    The Greek Coast Guard put us in a big boat…. We drove for three hours but then they put us in a small boat. It was like a raft. It was inflatable and had no motor. Like a rescue boat they keep on big boats in case there is an emergency. They left us in the sea alone. There was no food or water. They left us for two nights. We had children with us….

    Hassan said that a Greek Coast Guard boat came back on the third day, threw them a rope, and “drove around for two hours in the sea,” leaving them closer to Turkish waters. The Turkish Coast Guard rescued them.

    Video footage analyzed by Human Rights Watch from an incident that allegedly took place in the sea between Lesbos and Turkey on May 25, shows what appears to be women, men, and children drifting in an orange, tent-like inflatable life raft while three other rafts can be seen in the background. The rafts appear to be manufactured by the Greek company Lalizas, which according to publicly available information is a brand that the Greek Ministry of Maritime Affairs and Insular Policy purchases. The person speaking in the video alleges they were placed on those rafts by the Greek Coast Guard to force them back to Turkey.

    Human Rights Watch contacted the Lalizas company through email with questions on the use of the life rafts by the Greek Coast Guard, but received no response.

    In its June 10 statement, the International Organization for Migration notes that “footage showing the use of marine rescue equipment to expel migrants across the Eastern Aegean Sea are [sic] especially disturbing.”

    Collective Expulsions Across Land Border

    In May, Human Rights Watch interviewed six men from Afghanistan who described five separate incidents in which they were summarily returned from Greece to Turkey in March and April. They gave detailed accounts of the Greek police apprehending them in the Diavata camp, a reception facility in Thessaloniki.

    They said the police took them to what they thought were police stations that they could not always identify or to an unofficial detention site that they said was like a small jail, close to the Greek-Turkish border, robbed them of their personal belongings including their ID, phone, and clothes, and beat them with wooden or metal rods – then summarily expelled them to Turkey.

    In one case, a 19-year-old man from Kapisa, in Afghanistan, gave Human Rights Watch a photo of injuries – red strip-like marks across his back – he said were caused by beatings by people he believed were police officers.

    Reporting by Human Rights Watch and other groups suggests that collective expulsions of people with documents allowing them to be in Greece, from deep inside the mainland, appear to be a new tactic by Greek law enforcement.

    Five of the men had obtained a document from police authorities in Thessaloniki granting the right to remain in Greece for up to 30 days. While the document is formally a deportation order, the person should have the chance to apply for asylum during the 30-day period if they wish to and the document may, under certain circumstances, be renewed.

    The men said they had either not understood their rights or had been unable to apply for asylum, or to renew this document, due to Covid-19 related shutdown of government institutions. They said that before they were returned to Turkey, in the weeks following the nationwide lockdown due to Covid-19, they saw Greek police forces visiting the Diavata camp almost daily to identify and return to Turkey residents whose documents had expired.

    Greece suspended the right to lodge asylum applications for those who arrived irregularly between March 1 and 31, following tensions on the Greek-Turkish land borders at the end of February due to a significant and rapid increase in people trying to cross the border. The Emergency Legislative order said that these people were to be returned to their country of origin or transit “without registration.”

    Making the situation worse, the Asylum Service suspended services to the public between March 13 and May 15 to protect against the spread of the Covid-19 virus. During this period, applications for international protection were not registered, interviews were not conducted, and appeals were not registered. The Asylum Service resumed full operations on May 18 but the Greek Council of Refugees, a non-governmental group providing legal assistance to asylum seekers, said that no new asylum applications had been lodged by the end of May with the exception of people under administrative detention.

    Greek law requires authorities to provide for the reception of third-country nationals who are arrested due to unlawful entry or who stay in Greece under conditions that guarantee human rights and dignity in accordance with international standards. During the reception and identification procedure, authorities should provide socio-psychological support and information on the rights of migrants and asylum seekers, including the right to apply for asylum, and refer vulnerable people such as unaccompanied children and victims of torture to social services.

    Mostafa (a pseudonym), 19, from Afghanistan, said that in mid-April, Greek police rounded him up from Diavata camp, took him to a police station near the camp, and then transferred him to another small detention site near the border, where he was detained for a night, then forced onto a boat and expelled to Turkey:

    When they [the police] came to check my papers [at Diavata camp] I told them I couldn’t renew them because the office was closed but they didn’t listen to me…. They didn’t allow us any time. They just took us to the bus and said: “We will take you to renew the papers.” They were beating us the whole time…. [T]hey took us to the police station near the camp, there were more people, 10 people altogether…. [T]hey kept us in the rain for a few hours and then they transferred us to the border. There were two children with us – around 15 or 16 years old….When they took us to the police station, they took my coat, I was just with pants and a t-shirt and then at the border, they took these too. They took everything, my money, ID, phone.

    Mostafa gave the following description of the detention site near the border and the secret expulsion that followed:

    It was like a small police station. There were toilets. There were other migrants there. It was around four and a half hours away from the border. They carried us in a bus like a prison. We stayed in this small jail for one night, no food was given. It was at 10 or 11 o’clock at night when they took us to the border. I crossed with the boat. There were 18 people in one boat. It took six or seven minutes – then we arrived on the Turkish side. [T]he police were standing at the border [on the Greek side] and looking at us.

    Two men giving accounts about two separate incidents, said that the police took them to an unofficial detention site near the border. They described the detention locations as “small jails” and said they were detained there for a day or two.

    Four out of the six asylum seekers said that Greek security forces had abused them, throughout their summary deportation, beating them with heavy metal, plastic, or wooden sticks.

    Mohamed (a pseudonym), 24, from Afghanistan, said:

    They had a stick that all the police have with them…. The stick was made of plastic, but it was very heavy. They had black uniforms. I couldn’t see all of the uniform – I couldn’t see their faces – if I looked up they would beat us. They beat one migrant for five minutes…. There were eight of them – they asked us if we came from Thessaloniki and we said yes and then they started beating us.

    All of those interviewed said the Greek security forces stripped them of their clothes, leaving them in either just their underwear or just a basic layer, and took their possessions, including personal identification documents, money, telephones, and bags before pushing them back to Turkey.

    In a report published in March, Human Rights Watch documented that Greek security forces and unidentified armed men at the Greece-Turkey land border detained, assaulted, sexually assaulted, robbed, and stripped asylum seekers and migrants, then forced them back to Turkey. At the end of June, Greece’s Supreme Court Prosecutor opened a criminal investigation initiated by the Greek Helsinki Monitor, a nongovernmental group, into the pushbacks and violence documented by Human Rights Watch and others, as well as into the shooting and deaths of two people in Evros in March.

    Human Rights Watch documented similar situations in 2008 and 2018. In March 2019, the Public Prosecutor of Orestiada in Evros, initiated an investigation regarding the repeated allegations of systematic violence against migrants and asylum seekers at the Evros river, based on the Human Rights Watch 2018 report, and a report by three nongovernmental groups, including the Greek Council for Refugees.

    Border Violence Monitoring Network (BVMN), a nongovernmental group, has built an extensive database of testimony of people being pushed back from Greece to Turkey over the Evros river. Between March 31 and April 28, BVMN has reported at least 7 incidents involving more than 306 people. Among these cases, at least six people had legal documents regularizing their stay in Greece when they were summarily expelled.

    https://www.hrw.org/news/2020/07/16/greece-investigate-pushbacks-collective-expulsions

    #refoulements_collectifs #migrations #asile #réfugiés #life_rafts #Grèce #refoulement #push-backs #refoulements #frontières

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    sur les #life_rats :
    https://seenthis.net/messages/840285
    #life_raft #liferafts

    • Press Release: New Legal Centre Lesvos report details collective expulsions in the Aegean Sea

      Greek authorities are unlawfully expelling migrants who have arrived in Greece, and abandoning them at sea on motorless, inflatable vessels. In a report released today by Legal Centre Lesvos, testimonies from 30 survivors detail the systematic, unlawful and inherently violent nature of these collective expulsions.

      Since the Greek authorities’ one month suspension of the right to seek asylum on 1 March 2020, the Greek government has adopted various unlawful practices that are openly geared towards the deterrence and violent disruption of migrant crossings, with little regard for its obligations deriving from international law and specifically from the non refoulement principle – and even less for the lives of those seeking sanctuary.

      While collective expulsions from Greece to Turkey are not new, in recent months Greek authorities have been using rescue equipment – namely inflatable, motorless life rafts – in a new type of dystopic expulsion. Migrants are violently transferred from Greek islands, or from the dinghy upon which they are travelling, to such rafts, which are then left adrift in open water.

      In addition to the well-documented practice of non-assistance to migrant dinghies, the Greek authorities have damaged the motor or gasoline tank of migrant dinghies before returning the vessel – and the people on board – to open waters, where they are subsequently abandoned.

      These collective expulsions, happening in the Aegean region, are not isolated events. Direct testimonies from survivors, collected by the Legal Centre Lesvos, demonstrate that they are part of a widespread and systematic practice, with a clear modus operandi implemented across various locations in the Aegean Sea and on the Eastern Aegean islands.
      The information shared with the Legal Centre Lesvos is from 30 survivors, and testimonies from 7 individuals who were in direct contact with survivors, or were witness to, a collective expulsion. These testimonies, related to eight separate collective expulsions, were collected between March and June 2020, directly by the Legal Centre Lesvos.

      Collective expulsions are putting peoples’ lives at risk, are contrary to Greece’ international legal obligations and violate survivors’ fundamental and human rights, including their right to life and the jus cogens prohibitions on torture and refoulement. When carried out as part of a widespread and systematic practice, as documented in our report, these amount to a crime against humanity.

      Collective expulsions should undoubtedly be condemned, in the strongest possible terms; however, this is not sufficient: it is only through the immediate cessation of such illegal practices that the protection of human rights and access to asylum will be restored at the European Union’s external borders.

      Lorraine Leete, attorney and one of the Legal Centre Lesvos’ coordinators, said that:
      “The Greek authorities are abandoning people in open water, on inflatable and motorless life rafts – that are designed for rescue – with no regard for their basic safety, let alone their right to apply for asylum. Such audacious acts show the violence at the core of the European border regime, and the disregard that it has for human life.

      Greek authorities have denied reports of collective expulsions as “fake news”, despite a plethora of undeniable evidence, from survivors and various media outlets. This is untenable: evidence shared with the Legal Centre has shown that collective expulsions are happening in the Aegean sea, with a systematic and widespread modus operandi that amounts to crimes against humanity. They are being carried out in the open, in plain view – if not with the participation – of the European Border and Coast Guard Agency, Frontex. European Authorities are complicit in these crimes as they have thus far failed to act to prevent further pushbacks, or hold Greek authorities accountable.”

      https://legalcentrelesvos.org/2020/07/13/press-release-new-legal-centre-lesvos-report-details-collective-e

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      Pour télécharger le #rapport:


      http://legalcentrelesvos.org/wp-content/uploads/2020/07/Collective-Expulsions-in-the-Aegean-July-2020-LCL.pdf

      #Mer_Egée #Méditerranée

    • BVMN Visual Investigation: Analysis of Video Footage Showing Involvement of Hellenic Coast Guard in Maritime Pushback

      The following piece is a product of a joint-investigation by Josoor and No Name Kitchen on behalf of the Border Violence Monitoring Network.

      Introduction

      Since the spring, consistent and well-documented reports have shown masked men aggressively pursuing boats full of refugees, migrants, and asylum seekers in the Aegean Sea, before either destroying or off-loading the boats and initiating illegal return operations to Turkey.

      One investigation which Josoor contributed to, analyzed a set of materials documenting masked men operating from an inflatable boat off the island of Lesvos in early June. Testimonies recorded on the BVMN database [June 5th; June 3rd] as well as other media reports describe a series of incidents where Hellenic Coast Guard [HCG] vessels approach boats carrying men, women and children in the Aegean between Turkey and Greece and variably drove them back, intimidated them, or destroyed and removed their engines. Several of these operations have been marked by direct physical violence at the hands of the HCG. A more recent report from the New York Times referenced at least 1,072 asylum seekers being abandoned at sea by Greek officials in at least 31 separate expulsions since March.

      The consistency of these reports underscore a broader pattern of maritime pushbacks which, in many ways, mirrors the similarly illegal procedures which have become commonplace throughout Greece and along the Balkan Route.

      Despite numerous witness testimonies of this behavior, direct evidence linking specific Hellenic Coast Guard Vessels to these illegal practices remain sparse. New video evidence obtained by the association Josoor [a BVMN-member based in Turkey] from an incident on July 11th, may provide a crucial new perspective in the analysis of this behavior.

      https://giphy.com/gifs/U6MK9HH9ZdM33U74aA

      In this investigation, we will focus on a series of four videos [Link to videos 1, 2, 3, & 4] filmed on July 11th and obtained on the same day, showing masked men on a medium-sized vessel approaching a dingy filled with women and children. The man who filmed this video sent the materials over to Josoor while still on the dinghy, after this he reported being returned to Turkey and held in detention for a period of two weeks. The purpose of this analysis is to better identify the individuals and the vessel involved in the operation which resulted in the pushback of the group.

      Given the initial lack of a witness testimony for this event [which was unable to be obtained for several weeks due to the respondent’s detention in Turkey], we had limited material to work with. In order to address these shortcomings, we utilized various open-source techniques such as geolocating the video using topographic satellite renders, stitching together the scene with compiled images, and conducting research on the origins of the vessel carrying the masked men.

      Geolocating of the 11 July Incident

      An important part of this investigation was the geolocation of the incident in order to better understand the dynamics at play, and verify the pushback element.

      A useful hint in geolocating these videos was the distinct mountain lines featured in the background in two of the clips. In order to do this, we first isolated the ridge-lines shown in the backgrounds of these two clips by using a photo-stitching technique to produce a panorama of the scene.

      Using Google Earth’s topographic satellite renders of the Aegean Sea around the coastlines of Lesvos, we were then able to geolocate these two clips. In the background of the alleged pushback operation is the shore of Lesvos; Mytilini can be seen in the center right as the populated area in the background of the videos. This indicates that the dinghy was being chased east towards Diliki, Turkey as it was intercepted by the HCG vessel.

      This geolocated area matches with information posted from Turkish Coast Guard of a rescue operation on July 11th at 10:00 am off the coast of Dikili, Turkey. This was their only reported rescue of that day.

      Identification Of HCG Vessel Involved in the July 11th Incident

      The vessel in question’s colour is light grey and features a white and blue striped symbol towards the bow on the starboard side: the symbol of the Hellenic Coast Guard.

      Slightly farther towards the bow of the boat on its starboard side, the lettering marking the vehicle’s identification within the HCG can also be seen: ΛΣ-618

      The boat in question is one of two Faiakas-class fast patrol crafts (FPCs) currently operated by the Hellenic Coast Guard (HCG) – this one being the ΛΣ-618 and the other being ΛΣ-617. Under a contract awarded by the HCG in April 2014, the Montmontaza-Greben shipyard, located on the island of Korcula, Croatia, was awarded a 13.3 million euro ($15.5 million) contract to supply six of these vessels which are listed as POB-24G.

      The POB-24 vessels are 24.6 meters long, and are equipped with two diesel engines that enable a maximum speed of 30 knots and a range of 400 miles. The vessels are staffed by a crew of seven but can be augmented by up to 25 additional personnel if needed.

      Importantly, the acquisition of these vessels by the HCG was majority financed via the European Commission’s External Borders Fund which provided for 75% of the cost, with the rest consisting of domestic funding. The first of POB-24G vessels, ΛΣ-617, was delivered in February 2015 whereas ΛΣ-618 was launched into service several months later in August 2015. These boats have enhanced the operational capacity of the HCG by relieving pressure from its aging Dilos-Class patrol vessels.

      Identification of the officers present in the 11 July Incident

      While the men seen approaching the dinghy on board the ΛΣ-618 took steps to conceal their identities, context clues within the videos allowed us to draw a better picture of who exactly they were and what their behavior was.

      Six men can be counted standing on board the ΛΣ-618. The men wear dark colored clothing with short-sleeved shirts marked with a logo on their upper right torsos and have either dark colored shorts or long trousers on. All six have their faces covered with either black balaclava masks or neck gaiters – an important point to keep in mind when considering that in June, the Hellenic Coast Guard’s spokesperson stated that “under no circumstances do the officers of the Coast Guard wear full face masks during the performance of their duties”.

      The men in the image above are wearing clothes which share similarities with the uniforms worn by the Hellenic Coast Guard, as the picture below shows.

      The man closest to the bow of the boat holds a weapon which appears to be an FN FAL assault rifle whereas the man second from the stern looks at the group with either a camera or a pair of binoculars. FN-FAL rifles have been carried by Greek government forces since the 1970s, thus falling in line with the scene we are shown in the videos.

      Treatment of the refugees, migrants, and asylum seekers on board the dingy

      Our investigation of the events documented in this video, and what happened next to the refugees, migrants, and asylum seekers on board the dingy, prioritized a fact-finding search within the clips themselves. On the day of the incident, a Syrian man on board the dinghy sent four videos to Josoor. He claimed to have sent them from the dinghy as they were being approached by the vessels initially and then later after they were cast afloat into Turkish waters.

      In one of the videos, at least 32 people on board the now motorless dingy can be seen floating in largely calm waters. The video shows a largely mixed passenger demographic with the men, women, and children on the boat having a varied representation of skin colors. Turkish Coast Guard records from their single intervention of the coast of Dikili on July 11th reports a group of 40 refugees assisted of which 21 were Syrian, 8 Congolese, 4 Somali,
 3 Central African, 2 Palestinian, 
1 Senegalese, and 1 Eritrean. Accounting for the boat passengers not shown within the video, these numbers correspond with the video footage inside the dinghy.

      Giving his testimony of the event several weeks later to Josoor, the man who filmed these videos described that upon its initial approach of their dinghy, the AE-618 had a rigid-hulled inflatable boat (RHIB) deployed next to it which approached them. Allegedly, one of the officers spoke in English to a member of the dinghy group, who expressed their intention to claim asylum. The officer responded negatively to this request and told them that because of COVID-19, they would not be allowed to enter the island and had to return to Turkey. The respondent described that at first, the driver of the dinghy did not follow that order and subsequently the officers destroyed the engine of the dinghy and beat its driver with batons. As other group members tried to protect the driver, they were also beaten with batons.


      The officers subsequently dragged them to Turkish waters and then left the group floating there with the broken engine. After spending several more hours in the water, the Turkish Coast Guard arrived at the scene to rescue the passengers aboard the dingy. They took them to a quarantine detention center, from where they were released after 15 days.

      With closer analysis, the video footage is able to corroborate this account. In the final video sent by the Syrian dinghy passenger, the dinghy is shown to be floating quietly in the ocean. There is no indication of the ΛΣ-618 being present at this point and the group inside the dinghy appears uncertain. At one point in the video, the cameraman pans towards the stern of the boat and briefly shows its motor. When comparing a still of the motor in the final video to a still from the dinghy’s motor during its initial flight from the ΛΣ-618, it becomes clear that it was tampered with in the intervening time. Given the many substantiated reports of boat motor destruction at the hands of the HCG, it is most likely that the balaclava-clad men on the ΛΣ-618 destroyed the dinghy’s motor before setting it adrift towards Turkey

      Contextualizing the incident on 11 July

      In contextualizing the incident of 11 July in the broader practices of the HCG in the Aegean, it is important to look at the documented history of aggression of the ΛΣ-618. On March 7th, 2020 the boat ΛΣ-618 was involved in an incident with a Turkish Coast Guard boat wherein the Greek boat entered Turkish waters and was chased in close proximity at high speeds by the Turkish boat. More recently, in the early morning hours of August 15th, the boat was documented participating in an incident along with Nato and Frontex vessels [and several helicopters], blocking a boat carrying women and children from entering into Greek waters.

      Pushbacks in the Aegean Sea have been reported on a daily basis these past few months. Given the persistence of pushbacks in the area as well as the strong presence of Frontex vessels on the Aegean Sea, the tacit support that the European Union lends to the Hellenic Coastguard in these illegal practices must be considered. The EU-funded acquisition of the ΛΣ-618 represents just a portion of the close to 40 million euros which the EU has afforded the HCG to procure new vessels within the last five years. These boats, as it has been shown in this investigation, are being used to illegally push vulnerable people back to Turkish waters – a gross misuse of power.

      https://giphy.com/gifs/J4ClIZSSzrAUjmFySd

      Conclusion

      This investigation began by analysing a series of four videos showing masked men in a vessel approaching a small dinghy filled with refugees, migrants, and asylum seekers on the Aegean Sea who later claimed to be pushed back to Turkey from Greek waters. Using Earth Studio and photo-stitching techniques, we were first able to geolocate the video to somewhere on the Aegean between Mytilini, Greece and Diliki, Turkey. We were then able to identify the vessel as the Hellenic Coast Guard’s ΛΣ-618 Faiakas-class fast patrol craft by highlighting the clear HCG emblem visible on its side and it’s ship identification number. This allowed us to make a strong conclusion that the masked men on this boat, who wore uniforms identical to those previously worn by the vessel’s crew-members, were acting in an official capacity. Finally, we were also able to contextualize the ΛΣ-618 documented history of aggressive pursuits of boats carrying refugees and asylum seekers in Greek waters and also highlighted the vessel’s EU-linked acquisition from a Croatian boatbuilder.

      When put together, this analysis clearly links the materials shown in the videos to the well documented trend of maritime push-backs by the HCG in the last months. To be clear, the findings of this investigation directly contradicts the claims of the Hellenic Coast Guard’s spokesperson who recently stated that “under no circumstances do the officers of the Coast Guard wear full face masks during the performance of their duties”. Going even further, this investigation disproves the statement of Greek government spokesman Stelios Petsas who told the New York Times in August that “Greek authorities do not engage in clandestine activities.” This investigation also further confirms the conclusion of previous investigations that the Hellenic Coastguard is engaging in pushbacks, casting strong doubt on Prime Minister Mitsotakis statement from August 19 that “it has not happened.”Pushbacks, whether they be on land or on sea, are illegal procedures, emboldened and made more efficient by EU funding mechanisms.

      https://www.borderviolence.eu/bvmn-investigations-analysis-of-video-footage-showing-involvement-of-
      #analyse_visuelle #architecture_forensiques

    • Small Children Left Drifting In Life Rafts In The Aegean Sea!

      In yet another shocking breach of international law, men, women and children have been beaten, robbed and forced onto a life raft by Greek authorities, despite repeated government claims that it does not undertake ‘pushbacks’ of refugees into Turkey. Thirteen men, women and children were forcibly removed from a refugee camp in Lesvos on Wednesday night by uniformed operatives, who claimed the refugees were being taken to be tested for COVID-19. Instead, they were forced into an isobox, repeatedly beaten with batons, stripped of their possessions and forced into the sea on an inflatable life raft.

      On Wednesday night (17th February 2021) at around 19.00 EET, a boat carrying 13 people – 5 children, 3 women and 5 men – landed east of Eftalou, in northern Lesvos. They came ashore and walked into the woods to avoid being seen by people, because they were afraid of being found and pushed back to Turkey by the Hellenic coast guard.

      At 20.00, they contacted Aegean Boat Report on Whatsapp for help. It was a cold night and the children were freezing so the group needed to find shelter. At 20.10 they sent both their live location and regular location on Whatsapp, which showed they were just 300 meters from the quarantine camp in Megala Therma, Lesvos.

      At 20.18 the new arrivals were sent the camp’s location, and directions to it from their position. At first, they were scared of the police, but they decided to listen to the advice they were given, and walked to the camp. Infuriatingly and unforgivably, in light of what happened next, the refugees were proven correct to mistrust the Greek port police to accept and protect their rights as human beings.

      At 21.15, the 13 people arrived outside the Megala Therma camp, where they were met by that night’s port police duty officers, were told to wait inside the camp, while one officer made a phone call on his mobile phone. While the officer made this call, camp residents gave the new arrivals blankets and raisins, because the 13 were freezing and no support was provided by the police. At this point, the new arrivals were inside the camp, and the women and children used the toilets. This detail is important, because what happened next means these people were removed by force from a camp managed by the Greek Ministry of Migration, and illegally deported.

      When the officer returned, he told the new arrivals they were going to be taken to be tested for COVID-19, which camp residents who overheard found odd, because this is not usually done at night. On Wednesday evening there where 29 residents in the quarantine camp, so there are many witnesses of their arrival and later removal by police. There is no doubt that the 13 people later deported were inside Megala Therma camp.

      Aegean Boat Report has obtained a detailed description of the two officers on duty that night, and in coordination with a shift protocol from the port police, it would be fairly easy to determine the identity of these two officers in any official investigation.

      Police told the new arrivals to hand over their phones. They had eight phones between them, but at this stage they only handed three to the police. The officers then demanded that they walk west on the dirt track, but the people refused. They didn’t trust the police, because residents in the camp had told them that testing was not performed at night. The police insisted and the 13 people, five of them children, did not feel they could resist officer carrying guns.

      They walked for about 15 minutes, and arrived at a small white container. They were told to wait outside the container, and about 30 minutes later an officer arrived with a key and locked them inside. When they had calmed down enough, they wrapped the children in blankets, helped them to sleep, and at 22.36 EET, made a video which they sent, along with their location, to Aegean Boat Report.

      Local residents in the area confirm that police have placed a white container/Isobox next to the dirt track in this exact location, and the video sent by the new arrivals from inside the container, combined with the location sent at the same time, confirm that this was where they were locked up.

      After about one hour, a black or dark blue van arrived, and four men wearing unmarked dark blue or black, seemingly military, uniforms and balaclavas, and carrying batons entered the container shouting. The refugees, particularly the children, were very frightened, and the uniformed men screamed “Get up! Get up!” and hit people with batons to force them to stand. They immediately frisked them one by one, even the children, and stole their belongings, bags, money and three of the remaining mobile phones. The refugees report that the men paid particular attention to the women, putting their hands in private areas by force, which was especially humiliating, a violation which they were powerless to prevent. The officers next forced the men, women and children one by one into the back of the van like cattle. Those who resisted were again beaten with batons.

      The refugees said it felt like they had travelled for hours in the van, but it was difficult to get a real feeling of time in their situation. When they eventually arrived, they were taken out of the van, each struck 2-3 times with batons and ordered to look at the ground. Those who didn’t were beaten again. They had arrived in a port, made of concrete, which had floodlights, a fence, and a flat roofed square building. But as they were beaten every time they tried to look around, it was hard for them to be certain about their surroundings. From their description, travel time from the container, and the travel time in the boat to the point they were abandoned in a life raft, it’s fairly certain that the port is the Schengen port in Petra, north-east Lesvos, which has been used frequently in the last months for illegal deportations by the Hellenic coast guard. (Another Proven Pushback!)

      In similar previous cases, people have been taken from the port in large vessels, but this time they were put on a small boat, described by the refugees as a grey rubber speedboat with two engines and a four-man crew. They were placed in the front of the boat, which was piloted by one crew member in its centre. The boat described is almost certainly a Lambro coastal patrol RIB used by the Hellenic coast guard, usually to help people in distress. The five children, three women and five men were forced onto this RIB by four men in the same dark military uniforms and balaclavas as those who had robbed, beaten and forced them into a van. The refugees could not say if they were the same four men who had picked them up and beaten them at the container, but they, too, beat the men, women and children as they forced them into the RIB, ordering them to “look down”.

      They were travelling in the boat for less than 30 minutes, including a short stop close to a large grey vessel, after only 10 minutes. One of the officers spoke on the radio with the large vessel in a language the refugees thought was Greek, and was certainly not English. They described the vessel as grey with blue and white stripes on the front – a description which matches the appearance of the Hellenic Coast Guard vessels which patrol the border area.

      The boat stopped after approximately 30 minutes, and then an orange tent shaped inflatable life raft was cast over the side. One of the officers went into the raft and put up a small light inside, then the officers pushed the people into the raft one by one. This took only a few minutes, and as soon as all 13 people had been forced into the raft, the boat with the Greek officers left the men, women and children alone, in the dark, helplessly drifting in the sea. Not one of the people – even the children – in the life raft were given life jackets, and sea water had already found its way into the life raft.

      At 01.29, they a video was sent to Aegean Boat Report, showing the people inside the life raft. Soon after, alone, cold, tired, powerless, and vulnerable, the refugees began to panic. Using one of the phones they had managed to hide when they were robbed by the uniformed officers, they called the Turkish coast guard.

      At 04.10 the Turkish coast guard reported they had found and rescued 13 people from a life raft drifting outside Behram, Turkey.

      Aegean Boat Report received a third video the following day, this time from inside a bus, and a location that showed they were heading towards Ayvacik, Turkey.

      This video is of the same people in the video from the container on Lesvos, and from the life raft helplessly drifting in the Aegean Sea.

      And there is absolutely no doubt who is responsible for their illegal deportation. Despite the fact that the Greek government continues to claim to follow all international laws and regulations.

      Last week, the minister of asylum and immigration, Notis Mitarachis, once again denied claims that Greece is pushing refugees back to Turkey, calling the allegations “fake news,” and claiming they are part of a strategy promoted by Turkey. For some reason he has not chosen to explain this strategy. (Greek migration minister calls allegations of migrant pushbacks ‘fake news’)

      And yet, even as Mitarachis and his government continues to make these claims, more and more people are illegally set adrift in the Aegean Sea, having been forcibly removed from refugee camps, beaten, stripped of their possessions, and forced onto inflatable rafts by uniformed people operating in Greece.

      https://aegeanboatreport.com/2021/02/22/small-children-left-drifting-in-a-life-raft-in-the-aegean-sea-appr

    • Uno-Flüchtlingshilfswerk zählt Hunderte mutmaßliche Pushbacks

      Das Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) erhöht wegen der Rechtsverletzungen in der Ägäis den Druck auf die griechische Regierung. Seit Beginn des vergangenen Jahres habe man »mehrere Hundert Fälle« von mutmaßlichen Pushbacks registriert, sagte die UNHCR-Repräsentantin in Griechenland, Mireille Girard, dem SPIEGEL.

      Das UNHCR habe den Behörden die entsprechenden Hinweise übergeben. In allen Fällen lägen der Organisation eigene Informationen vor, die auf illegale Pushbacks an Land oder auf See hindeuten. »Wir erwarten, dass die griechischen Behörden diese Vorfälle untersuchen«, sagte Girard. »Das Recht auf Asyl wird in Europa angegriffen.«
      Pushbacks verstoßen gegen internationales Recht

      Der SPIEGEL hat seit Juni 2020 in gemeinsamen Recherchen mit »Report Mainz« und Lighthouse Reports gezeigt, dass die griechische Küstenwache Flüchtlingsboote in der Ägäis stoppt, den Motor der Schlauchboote kaputt macht und die Menschen wieder in türkische Gewässer zieht. Anschließend setzen die griechischen Beamten die Migrantinnen und Migranten auf manövrierunfähigen Schlauchbooten auf dem Meer aus. Manchmal benutzen sie auch aufblasbare orange Rettungsflöße. Am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros kommt es zu ähnlichen Aktionen.

      DER SPIEGEL

      Diese sogenannten Pushbacks verstoßen gegen internationales und europäisches Recht – unter anderem, weil den Schutzsuchenden kein Zugang zu einem Asylverfahren gewährt wird. Griechenland bestreitet die Anschuldigungen pauschal, bei den Augenzeugenberichten und geolokalisierten Videos handele es sich um »Fake News«.

      Auch die europäische Grenzschutzagentur Frontex ist in die Pushbacks verwickelt, sie führt in der Ägäis gemeinsame Operationen mit der griechischen Küstenwache durch. In mindestens sieben Fällen befanden sich Frontex-Einheiten in der Nähe von Pushbacks, in einigen Fällen übergaben die europäischen Grenzschützer den Griechen die Flüchtlinge sogar, diese übernahmen dann den Pushback. Ein deutscher Bundespolizist im Frontex-Einsatz verweigerte deswegen den Dienst.

      Die EU-Antibetrugsbehörde Olaf, das EU-Parlament und die Ombudsfrau der EU untersuchen derzeit die Pushbacks. Eine interne Frontex-Untersuchung konnte nicht alle Vorfälle aufklären.

      Die griechischen Behörden schleppen selbst Geflüchtete zurück aufs Meer, die bereits europäischen Boden erreichen konnten. Der SPIEGEL konnte zwei dieser Fälle zweifelsfrei nachweisen. Im April 2020 war eine Gruppe Asylsuchender auf Samos angekommen, im November eine auf Lesbos.
      UNHCR dokumentierte Pushback von Lesbos

      Das UNHCR hat nun ebenfalls einen solchen Fall aufgezeichnet. Am 17. Februar 2021 seien 13 Asylsuchende auf Lesbos angelandet, sagte Girard. Griechische Inselbewohner hätten das UNHCR alarmiert, die Organisation habe dann den lokalen Behörden Bescheid gegeben.

      Die griechische Polizei habe die Geflüchteten in einen Container in einem Quarantänecamp im Norden der Insel geführt. Dann seien vermummte Männer gekommen, hätten die Migrantinnen und Migranten, darunter Frauen und Kinder, zum Hafen gefahren und die Menschen in einem aufblasbaren Rettungsfloß antriebslos auf dem Meer zurückgelassen. Später wurden sie von der türkischen Küstenwache gerettet.

      Das UNHCR habe den Fall detailliert rekonstruiert sowie Zeugen und die Überlebenden interviewt. Es bestehe kein Zweifel, dass die Menschen auf Lesbos angekommen und illegal in die Türkei zurückgeführt worden seien, sagt Girard. Solche Aktionen seien illegal. »Der Vorfall muss untersucht werden und Konsequenzen haben.«

      Die teilweise gewalttätigen Aktionen führten dazu, dass Geflüchtete sich inzwischen oft vor den Behörden versteckten, so Girard weiter. »Die Asylsuchenden sind ohnehin schon traumatisiert, wenn ihnen nun in Europa wieder Gewalt angetan wird, retraumatisiert sie das«, sagt Girard. »Besonders die Kinder haben damit noch jahrelang zu kämpfen.«

      https://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-fluechtlingshilfswerk-zaehlt-hunderte-mutmassliche-pushbacks-a-01b3fb03-

      #vidéo

  • OP-ed : La guerre faite aux migrants à la frontière grecque de l’Europe par #Vicky_Skoumbi

    La #honte de l’Europe : les #hotspots aux îles grecques
    Devant les Centres de Réception et d’Identification des îles grecques, devant cette ‘ignominie à ciel ouvert’ que sont les camps de Moria à Lesbos et de Vathy à Samos, nous sommes à court de mots ; en effet il est presque impossible de trouver des mots suffisamment forts pour dire l’horreur de l’enfermement dans les hot-spots d’hommes, femmes et enfants dans des conditions abjectes. Les hot-spots sont les Centres de Réception et d’Identification (CIR en français, RIC en anglais) qui ont été créés en 2015 à la demande de l’UE en Italie et en Grèce et plus particulièrement dans les îles grecques de Lesbos, Samos, Chios, Leros et Kos, afin d’identifier et enregistrer les personnes arrivantes. L’approche ‘hot-spots’ introduite par l’UE en mai 2015 était destinée à ‘faciliter’ l’enregistrement des arrivants en vue d’une relocalisation de ceux-ci vers d’autres pays européens que ceux de première entrée en Europe. Force est de constater que, pendant ces cinq années de fonctionnement, ils n’ont servi que le but contraire de celui initialement affiché, à savoir le confinement de personnes par la restriction géographique voire par la détention sur place.

    Actuellement, dans ces camps, des personnes vulnérables, fuyant la guerre et les persécutions, fragilisées par des voyages longs et éprouvants, parmi lesquels se trouvent des victimes de torture ou de naufrage, sont obligées de vivre dans une promiscuité effroyable et dans des conditions inhumaines. En fait, trois quart jusqu’à quatre cinquième des personnes confinées dans les îles grecques appartiennent à des catégories reconnues comme vulnérables, même aux yeux de critères stricts de vulnérabilité établis par l’UE et la législation grecque[1], tandis qu’un tiers des résidents des camps de Moria et de Vathy sont des enfants, qui n’ont aucun accès à un circuit scolaire. Les habitants de ces zones de non-droit que sont les hot-spots, passent leurs journées à attendre dans des files interminables : attendre pour la distribution d’une nourriture souvent avariée, pour aller aux toilettes, pour se laver, pour voir un médecin. Ils sont pris dans un suspens du temps, sans aucune perspective d’avenir de sorte que plusieurs d’entre eux finissent par perdre leurs repères au détriment de leur équilibre mental et de leur santé.

    Déjà avant l’épidémie de Covid 19, plusieurs organismes internationaux comme le UNHCR[2] avaient dénoncé les conditions indignes dans lesquelles étaient obligées de vivre les demandeurs d’asile dans les hot-spots, tandis que des ONG comme MSF[3] et Amnesty International[4] avaient à plusieurs reprises alerté sur le risque que représentent les conditions sanitaires si dégradées, en y pointant une situation propice au déclenchement des épidémies. De son côté, Jean Ziegler, dans son livre réquisitoire sorti en début 2020, désignait le camp de #Moria, le hot-spot de Lesbos, comme la ‘honte de l’Europe’[5].

    Début mars 2020, 43.000 personnes étaient bloquées dans les îles dont 20.000 à Moria et 7.700 à Samos pour une capacité d’accueil de 2.700 et 650 respectivement[6]. Avec les risques particulièrement accrus de contamination, à cause de l’impossibilité de respecter la distanciation sociale et les mesures d’hygiène, on aurait pu s’attendre à ce que des mesures urgentes de décongestion de ces camps soient prises, avec des transferts massifs vers la Grèce continentale et l’installation dans des logements touristiques vides. A vrai dire c’était l’évacuation complète de camps si insalubres qui s’imposait, mais étant donné la difficulté de trouver dans l’immédiat des alternatives d’hébergement pour 43.000 personnes, le transfert au moins des plus vulnérables à des structures plus petites offrant la possibilité d’isolement- comme les hôtels et autres logements touristiques vides dans le continent- aurait été une mesure minimale de protection. Au lieu de cela, le gouvernement Mitsotakis a décidé d’enfermer les résidents des camps dans les îles dans des conditions inhumaines, sans qu’aucune mesure d’amélioration des conditions sanitaires ne soit prévue[7].

    Car, les mesures prises le 17 mars par le gouvernement pour empêcher la propagation du virus dans les camps, consistaient uniquement en une restriction des déplacements au strict minimum nécessaire et même en deça de celui-ci : une seule personne par famille aura désormais le droit de sortir du camp pour faire des courses entre 7 heures et 19 heures, avec une autorisation fournie par la police, le nombre total de personnes ayant droit de sortir par heure restant limité. Parallèlement l’entrée des visiteurs a été interdite et celle des travailleurs humanitaires strictement limitée à ceux assurant des services vitaux. Une mesure supplémentaire qui a largement contribué à la détérioration de la situation des réfugiés dans les camps, a été la décision du ministère d’arrêter de créditer de fonds leur cartes prépayés (cash cards ) afin d’éviter toute sortie des camps, laissant ainsi les résidents des hot-spots dans l’impossibilité de s’approvisionner avec des produits de première nécessité et notamment de produits d’hygiène. Remarquez que ces mesures sont toujours en vigueur pour les hot-spots et toute autre structure accueillant des réfugiés et des migrants en Grèce, en un moment où toute restriction de mouvement a été déjà levée pour la population grecque. En effet, après une énième prolongation du confinement dans les camps, les mesures de restriction de mouvement ont été reconduites jusqu’au 5 juillet, une mesure d’autant plus discriminatoire que depuis cinq semaines déjà les autres habitants du pays ont retrouvé une entière liberté de mouvement. Etant donné qu’aucune donnée sanitaire ne justifie l’enfermement dans les hot-spots où pas un seul cas n’a été détecté, cette extension de restrictions transforme de facto les Centres de Réception et Identification (RIC) dans les îles en centres fermés ou semi-fermés, anticipant ainsi à la création de nouveaux centres fermés, à la place de hot-spots actuels –voir ici et ici. Il est fort à parier que le gouvernement va étendre de prolongation en prolongation le confinement de RIC pendant au moins toute la période touristique, ce qui risque de faire monter encore plus la tension dans les camps jusqu’à un niveau explosif.

    Ainsi les demandeurs d’asile ont été – et continuent toujours à être – obligés de vivre toute la période de l’épidémie, dans une très grande promiscuité et dans des conditions sanitaires qui suscitaient déjà l’effroi bien avant la menace du Covid-19[8]. Voyons de plus près quelles conditions de vie règnent dans ce drôle de ‘chez soi’, auquel le Ministre grec de la politique migratoire invitait les réfugiés à y passer une période de confinement sans cesse prolongée, en présentant le « Stay in camps » comme le strict équivalent du « Stay home », pour les citoyens grecs. Dans l’extension « hors les murs » du hotspot de Moria, vers l’oliveraie, repartie en Oliveraie I, II et III, il y a des quartiers où il n’existe qu’un seul robinet d’eau pour 1 500 personnes, ce qui rend le respect de règles d’hygiène absolument impossible. Dans le camp de Moria il n’y a qu’une seule toilette pour 167 personnes et une douche pour 242, alors que dans l’Oliveraie, 5 000 personnes n’ont aucun accès à l’électricité, à l’eau et aux toilettes. Selon le directeur des programmes de Médecins sans Frontières, Apostolos Veizis, au hot-spot de Samos à Vathy, il n’y a qu’une seule toilette pour 300 personnes, tandis que l’organisation MSF a installé 80 toilettes et elle fournit 60 000 litres d’eau par jour pour couvrir, ne serait-ce que partiellement- les besoins de résidents à l’extérieur du camp.

    Avec la restriction drastique de mouvement contre le Covid-19, non seulement les sorties du camp, même pour s’approvisionner ou pour aller consulter, étaient faites au compte-goutte, mais aussi les entrées, limitant ainsi dramatiquement les services que les ONG et les collectifs solidaires offraient aux réfugiés. La réduction du nombre des ONG et l’absence de solidaires a créé un manque cruel d’effectifs qui s’est traduit par une désorganisation complète de divers services et notamment de la distribution de la nourriture. Ainsi, dans le camp de Moria en pleine pandémie, ont eu lieu des scènes honteuses de bousculade effroyable où les réfugiés étaient obligés de se battre pour une portion de nourriture- voir la vidéo et l’article de quotidien grec Ephimérida tôn Syntaktôn. Ces scènes indignes ne sauraient que se multiplier dans la mesure où le gouvernement en imposant aux ONG un procédé d’enregistrement très complexe et coûteux a réussi à exclure plus que la moitié de celles qui s’activent dans les camps. Car, par le processus de ‘régulation’ d’un domaine censément opaque, imposé par la récente loi sur l’asile, n’ont réussi à passer que 18 ONG qui elles seules auront désormais droit d’entrée dans les hot-spots[9]. En fait, l’inscription des ONG dans le registre du Ministère s’avère un procédé plein d’embûches bureaucratiques. Qui plus est le Ministre peut décider à son gré de refuser l’inscription des organisations qui remplissent tous les critères requis, ce qui serait une ingérence flagrante du pouvoir dans le domaine humanitaire.

    Car, il faudrait aussi savoir que les réfugiés enfermés dans les camps se trouvent à la limite de la survie, après la décision du Ministère de leur couper, à partir du début mars, les aides –déjà très maigres, 90 euros par mois pour une personne seule- auxquelles ils avaient droit jusqu’à maintenant. En ce qui concerne la couverture sociale de santé, à partir de juillet dernier les demandeurs ne pouvaient plus obtenir un numéro de sécurité sociale et étaient ainsi privés de toute couverture santé. Après des mois de tergiversation et sous la pression des organismes internationaux, le gouvernement grec a enfin décidé de leur accorder un numéro provisoire de sécurité sociale, mais cette mesure reste pour l’instant en attente de sa pleine réalisation. Entretemps, l’exclusion des demandeurs d’asile du système national de santé a fait son effet : non seulement, elle a conduit à une détérioration significative de la santé des requérant, mais elle a également privé des enfants réfugiés de scolarisation, car, faute de carnet de vaccination à jour, ceux-ci ne pouvaient pas s’inscrire à l’école.

    En d’autres termes, au lieu de déployer pendant l’épidémie une politique de décongestion avec transferts massifs à des structures sécurisées, le gouvernement a traité les demandeurs d’asile comme porteurs virtuels du virus, à tenir coûte que coûte à l’écart de la société ; non seulement les réfugiés et les migrants n’ont pas été protégés par un confinement sécurisé, mais ils ont été enfermés dans des conditions sanitaires mettant leur santé et leur vie en danger. La preuve, si besoin est, ce sont les mesures prises par le gouvernement dans des structures d’accueil du continent où des cas de coronavirus ont été détectés ; par ex. la gestion catastrophique de la quarantaine dans une structure d’accueil hôtelière à Kranidi en Péloponnèse où une femme enceinte a été testée positive en avril. Dans cet hôtel géré par l’IOM qui accueille 470 réfugiés de l’Afrique sub-saharienne, après l’indentification de deux cas (une employée et une résidente), un dépistage généralisé a été effectué et le 21 avril 150 cas ont été détectés ; très probablement le virus a été ‘importé’ dans la structure par les contacts des réfugiés et du personnel avec les propriétaires de villas voisines installés dans la région pour la période de confinement et qui les employaient pour divers services. Après une quarantaine de trois semaines, trois nouveaux cas ont été détectés avec comme résultat que toutes les personnes testées négatives ont été placées en quarantaine avec celles testées positives au même endroit[10].

    Exactement la même tactique a été adoptée dans les camps de Ritsona (au nord d’Athènes) et de Malakassa (à l’est d’Attique), où des cas ont été détectés. Au lieu d’isoler les porteurs du virus et d’effectuer un dépistage exhaustif de toute la population du camp, travailleurs compris, ce qui aurait pu permettre d’isoler tout porteur non-symptomatique, les camps avec tous leurs résidents ont été mis en quarantaine. Les autorités « ont imposé ces mesures sans prendre de dispositions nécessaires …pour isoler les personnes atteintes du virus à l’intérieur des camps, ont déclaré deux travailleurs humanitaires et un résident du camp. Dans un troisième cas, les autorités ont fermé le camp sans aucune preuve de la présence du virus à l’intérieur, simplement parce qu’elles soupçonnaient les résidents du camp d’avoir eu des contacts avec une communauté voisine de Roms où des gens avaient été testés positifs [11] » [il s’agit du camp de Koutsohero, près de Larissa, qui accueille 1.500 personnes][12].

    Un travailleur humanitaire a déclaré à Human Rights Watch : « Aussi scandaleux que cela puisse paraître, l’approche des autorités lorsqu’elles soupçonnent qu’il pourrait y avoir un cas de virus dans un camp consiste simplement à enfermer tout le monde dans le camp, potentiellement des milliers de personnes, dont certaines très vulnérables, et à jeter la clé, sans prendre les mesures appropriées pour retracer les contacts de porteurs du virus, ni pour isoler les personnes touchées ».

    Il va de soi qu’une telle tactique ne vise nullement à protéger les résidents de camp, mais à les isoler tous, porteurs et non-porteurs, ensemble, au risque de leur santé et de leur vie. Au fond, la stratégie du gouvernement a été simple : retrancher complètement les réfugiés du reste de la population, tout en les excluant de mesures de protection efficiantes. Bref, les réfugiés ont été abandonnés à leur sort, quitte à se contaminer les uns les autres, pourvu qu’ils ne soient plus en contact avec les habitants de la région.

    La gestion par les autorités de la quarantaine à l’ancien camp de Malakasa est également révélatrice de la volonté des autorités non pas de protéger les résidents des camps mais de les isoler à tout prix de la population locale. Une quarantaine a été imposée le 5 avril suite à la détection d’un cas. A l’expiration du délai réglementaire de deux semaines, la quarantaine n’a été que très partiellement levée. Pendant la durée de la quarantaine l’ancien camp de Malakasa abritant 2.500 personnes a été approvisionné en quantité insuffisante en nourriture de basse valeur nutritionnelle, et pratiquement pas du tout en médicaments et aliments pour bébés. Le 22 avril un nouveau cas a été détecté et la quarantaine a été de nouveau imposée à l’ensemble de 2.500 résidents du camp. Entretemps quelques tests de dépistage ont été faits par-ci et par-là, mais aucune mesure spécifique n’a été prise pour les cas détectés afin de les isoler du reste de la population du camp. Pendant cette nouvelle période de quarantaine, la seule mesure prise par les autorités a été de redoubler les effectifs de police à l’entrée du camp, afin d’empêcher toute sortie, et ceci à un moment critique où des produits de première nécessité manquaient cruellement dans le camp. Ni dépistage généralisé, ni visite d’équipes médicales spécialisées, ni non plus séparation spatiale stricte entre porteurs et non-porteurs du virus n’ont été mises en place. La quarantaine, avec une courte période d’allégement de mesures de restriction, dure déjà depuis deux mois et demi. Car, le 20 juin elle a été prolongée jusqu’au 5 juillet, transformant ainsi de facto les résidents du camp en détenus[13].

    La façon aussi dont ont été traités les nouveaux arrivants dans les îles depuis le début de la période du confinement et jusqu’à maintenant est également révélatrice de la volonté du gouvernement de ne pas faire le nécessaire pour assurer la protection des demandeurs d’asile. Non seulement ceux qui sont arrivés après le début mars n’ont pas été mis à l’abri pour y passer la période de quarantaine de 14 jours dans des conditions sécurisées, mais ils ont été systématiquement ‘confinés en plein air’ à la proximité de l’endroit où ils ont débarqué : les nouveaux arrivants, femmes enceintes et enfants compris, ont été obligés de vivre en plein air, exposés aux intempéries dans une zone circonscrite placée sous la surveillance de la police, pendant deux, trois voire quatre semaines et sans aucun accès à des infrastructures sanitaires. Le cas de 450 personnes arrivées début mars est caractéristique : après avoir été gardées en « quarantaine » dans une zone entourée de barrières au port de Mytilène, elles ont été enfermées pendant 13 jours dans des conditions inimaginables dans un navire militaire grec, où ils ont été obligés de dormir sur le sol en fer du navire, vivant littéralement les uns sur les autres, sans même qu’on ne leur fournisse du savon pour se laver les mains.

    Cet enfermement prolongé dans des conditions abjectes, en contre-pied du confinement sécurisé à la maison, que la plupart d’entre nous, citoyens européens, avons connu, transforme de fait les demandeurs en détenus et crée inévitablement des situations explosives avec une montée des incidents violents, des affrontements entre groupes ethniques, des départs d’incendies à Lesbos, à Chios et à Samos. Ne serait-ce qu’à Moria, et surtout dans l’Oliveraie qui entoure le camp officiel, dès la tombée de la nuit l’insécurité règne : depuis le début de l’année on y dénombre au moins 14 agressions à l’arme blanche qui ont fait quatre morts et 14 blessés[14]. Bref aux conditions de vie indignes et dangereuses pour la santé, il faudrait ajouter l’insécurité croissante, encore plus pesante pour les femmes, les personnes LGBT+ et les mineurs isolés.

    Affronté aux réactions des sociétés locales et à la pression des organismes internationaux, le gouvernement grec a fini par reconnaître la nécessité de la décongestion des îles par le biais du transfert de réfugiés et des demandeurs d’asile vulnérables au continent. Mais il s’en est rendu compte trop tard ; entretemps le discours haineux qui présente les migrants comme une menace pour la sécurité nationale voire pour l’identité de la nation, ce poison qu’elle-même a administré à la population, a fait son effet. Aujourd’hui, le ministre de la politique migratoire a été pris au piège de sa propre rhétorique xénophobe haineuse ; c’est au nom justement de celle-ci que les autorités régionales et locales (et plus particulièrement celles proches à la majorité actuelle), opposent un refus catégorique à la perspective d’accueillir dans leur région des réfugiés venant des hot-spots des îles. Des hôtels où des familles en provenance de Moria auraient dû être logées ont été en partie brûlés, des cars transportant des femmes et des enfants ont été attaqués à coup de pierres, des tenanciers d’établissements qui s’apprêtaient à les accueillir, ont reçu des menaces, la liste des actes honteux ne prend pas fin[15].

    Mais le ministre grec de la politique migratoire n’est jamais en court de moyens : il a un plan pour libérer plus que 10.000 places dans les structures d’accueil et les appartements en Grèce continentale. A partir du 1 juin, les autorités ont commencé à mettre dans la rue 11.237 réfugiés reconnus comme bénéficiaires de protection internationale, un mois après l’obtention de leur carte de réfugiés ! Evincés de leurs logements, ces réfugiés, femmes, enfants et personnes vulnérables compris, se retrouveront dans la rue et sans ressources, car ils n’ont plus le droit de recevoir les aides qui ne leur sont destinées que pendant les 30 jours qui suivent l’obtention de leur carte[16]. Cette décision du ministre Mitarakis a été mise sur le compte d’une politique moins accueillante, car selon lui, les aides, assez maigres, par ailleurs, constituaient un « appel d’air » trop attractif pour les candidats à l’exil ! Le comble de l’affaire est que tant le programme d’hébergement en appartements et hôtels ESTIA que les aides accordées aux réfugiés et demandeurs d’asile sont financées par l’UE et des organismes internationaux, et ne coûtent strictement rien au budget de l’Etat. Le désastre qui se dessine à l’horizon a déjà pointé son nez : une centaine de réfugiés dont une quarantaine d’enfants, transférés de Lesbos à Athènes, ont été abandonnés sans ressources et sans toit en pleine rue. Ils campent actuellement à la place Victoria, à Athènes.

    Le dernier cercle de l’enfer : les PROKEKA

    Au moment où est écrit cet article, les camps dans les îles fonctionnent cinq, six voire dix fois au-dessus de leur capacité d’accueil. 34.000 personnes sont actuellement entassées dans les îles, dont 30.220 confinées dans les conditions abjectes de hot-spots prévus pour accueillir 6 000 personnes au grand maximum ; 750 en détention dans les centres de détention fermés avant renvoi (PROΚEΚA), et le restant dans d’autres structures[17].

    Plusieurs agents du terrain ont qualifié à juste titre les camps de Moria à Lesbos et celui de Vathy à Samos[18] comme l’enfer sur terre. Car, comment désigner autrement un endroit comme Moria où les enfants – un tiers des habitants du camp- jouent parmi les ordures et les déjections et où plusieurs d’entre eux touchent un tel fond de désespoir qu’ils finissent par s’automutiler et/ou par commettre de tentatives de suicide[19], tandis que d’autres tombent dans un état de prostration et de mutisme ? Comment dire autrement l’horreur d’un endroit comme le camp de Vathy où femmes enceintes et enfants de bas âge côtoient des serpents, des rats et autres scorpions ?

    Cependant, il y a pire, en l’occurrence le dernier cercle de l’Enfer, les ‘Centres de Détention fermés avant renvoi’ (Pre-moval Detention Centers, PROKEKA en grec), l’équivalent grec des CRA (Centre de Rétention Administrative) en France[20]. Aux huit centres fermés de détention et aux postes de police disséminés partout en Grèce, plusieurs milliers de demandeurs d’asile et d’étrangers sans-papiers sont actuellement détenus dans des conditions terrifiantes. Privés même des droits les plus élémentaires de prisonniers, les détenus restent presque sans soins médicaux, sans contact régulier avec l’extérieur, sans droit de visite ni accès assuré à une aide judiciaire. Ces détenus qui sont souvent victimes de mauvais traitements de la part de leurs gardiens, n’ont pas de perspective de sortie, dans la mesure où, en vertu de la nouvelle loi sur l’asile, leur détention peut être prolongée jusqu’à 36 mois. Leur maintien en détention est ‘justifié’ en vue d’une déportation devenue plus qu’improbable – qu’il s’agisse d’une expulsion vers le pays d’origine ou d’une réadmission vers un tiers pays « sûr ». Dans ces conditions il n’est pas étonnant qu’en désespoir de cause, des détenus finissent par attenter à leur jours, en commettant des suicides ou des tentatives de suicide.

    Ce qui est encore plus alarmant est qu’à la fin 2018, à peu près 28% des détenus au sein de ces centres fermés étaient des mineurs[21]. Plus récemment et notamment fin avril dernier, Arsis dans un communiqué de presse du 27 avril 2020, a dénoncé la détention en tout point de vue illégale d’une centaine de mineurs dans un seul centre de détention, celui d’Amygdaleza en Attique. D’après les témoignages, c’est avant tout dans les préfectures et les postes de police où sont gardés plus que 28% de détenus que les conditions de détention virent à un cauchemar, qui rivalise avec celui dépeint dans le film Midnight Express. Les cellules des commissariats où s’entassent souvent des dizaines de personnes sont conçus pour une détention provisoire de quelques heures, les infrastructures sanitaires sont défaillantes, et il n’y a pas de cour pour la promenade quotidienne. Quant aux policiers, ils se comportent comme s’ ils étaient au-dessus de la loi face à des détenus livrés à leur merci : ils leur font subir des humiliations systématiques, des mauvais traitements, des violences voire des tortures.

    Plusieurs témoignages concordants dénoncent des conditions horribles dans les préfectures et les commissariats : les détenus peuvent être privés de nourriture et d’eau pendant des journées entières, plusieurs entre eux sont battus et peuvent rester entravés et ligotés pendant des jours, privés de soins médicaux, même pour des cas urgents. En mars 2017, Ariel Rickel (fondatrice d’Advocates Abroad) avait découvert dans le commissariat du hot-spot de Samos, un mineur de 15 ans, ligoté sur une chaise. Le jeune homme qui avait été violement battu par les policiers, avait eu des côtes cassées et une blessure ouverte au ventre ; il était resté dans cet état ligoté trois jours durant, et ce n’est qu’après l’intervention de l’ombudsman, sollicité par l’avocate, qu’il a fini par être libéré.[22] Le cas rapporté par Ariel Rickel à Valeria Hänsel n’est malheureusement pas exceptionnel. Car, ces conditions inhumaines de détention dans les PROKEKA ont été à plusieurs reprises dénoncées comme un traitement inhumain et dégradant par la Cour Européenne de droits de l’homme[23] et par le Comité Européen pour la prévention de la torture du Conseil de l’Europe (CPT).

    Il faudrait aussi noter qu’au sein de hot-spot de Lesbos et de Kos, il y a de tels centres de détention fermés, ‘de prison dans les prisons à ciel ouvert’ que sont ces camps. Un rapport récent de HIAS Greece décrit les conditions inhumaines qui règnent dans le PROKEKA de Moria où sont détenus en toute illégalité des demandeurs d’asile n’ayant commis d’autre délit que le fait d’être originaire d’un pays dont les ressortissants obtiennent en moyenne en UE moins de 25% de réponses positives à leurs demandes d’asile (low profile scheme). Il est évident que la détention d’un demandeur d’asile sur la seule base de son pays d’origine constitue une mesure de ségrégation discriminatoire qui expose les requérants à des mauvais traitements, vu la quasi inexistence de services médicaux et la très grande difficulté voire l’impossibilité d’avoir accès à l’aide juridique gratuite pendant la détention arbitraire. Ainsi, p.ex. des personnes ressortissant de pays comme le Pakistan ou l’Algérie, même si ils/elles sont LGBT+, ce qui les exposent à des dangers graves dans leur pays d’origine, seront automatiquement détenus dans le PROKEKA de Moria, étant ainsi empêchés d’étayer suffisamment leur demande d’asile, en faisant appel à l’aide juridique gratuite et en la documentant. Début avril, dans deux centres de détention fermés, celui au sein du camp de Moria et celui de Paranesti, près de la ville de Drama au nord de la Grèce, les détenus avaient commencés une grève de la faim pour protester contre la promiscuité effroyable et réclamer leur libération ; dans les deux cas les protestations ont été très violemment réprimées par les forces de l’ordre.

    La déclaration commune UE-Turquie

    Cependant il faudrait garder à l’esprit qu’à l’origine de cette situation infernale se trouve la décision de l’UE en 2016 de fermer ses frontières et d’externaliser en Turquie la prise en charge de réfugiés, tout en bloquant ceux qui arrivent à passer en Grèce. C’est bien l’accord UE-Turquie du 18 mars 2016[24] – en fait une Déclaration commune dépourvue d’un statut juridique équivalent à celui d’un accord en bonne et due forme- qui a transformé les îles grecques en prison à ciel ouvert. En fait, cette Déclaration est un troc avec la Turquie où celle-ci s’engageait non seulement à fermer ses frontières en gardant sur son sol des millions de réfugiés mais aussi à accepte les réadmissions de ceux qui ont réussi à atteindre l’Europe ; en échange une aide de 6 milliards lui serait octroyée afin de couvrir une partie de frais générés par le maintien de 3 millions de réfugiés sur son sol, tandis que les ressortissants turcs n’auraient plus besoin de visa pour voyager en Europe. En fait, comme le dit un rapport de GISTI, la nature juridique de la Déclaration du 18 mars a beau être douteuse, elle ne produit pas moins les « effets d’un accord international sans en respecter les règles d’élaboration ». C’est justement le statut douteux de cette déclaration commune, que certains analystes n’hésitent pas de désigner comme un simple ‘communiqué de presse’, qui a fait que la Cour Européenne a refusé de se prononcer sur la légalité, en se déclarant incompétente, face à un accord d’un statut juridique indéterminé.

    Or, dans le cadre de la mise en œuvre de cet accord a été introduite par l’article 60(4) de la loi grecque L 4375/2016, la procédure d’asile dite ‘accélérée’ dans les îles grecques (fast-track border procedure) qui non seulement réduisaient les garanties de la procédure au plus bas possible en UE, mais qui impliquait aussi comme corrélat l’imposition de la restriction géographique de demandeurs d’asile dans les îles de première arrivée. Celle-ci fut officiellement imposée par la décision 10464/31-5-2017 de la Directrice du Service d’Asile, qui instaurait la restriction de circulation des requérant, afin de garantir le renvoi en Turquie de ceux-ci, en cas de rejet de leurs demandes. Rappelons que ces renvois s’appuient sur la reconnaissance -tout à fait infondée-, de la Turquie comme ‘pays tiers sûr’. Même des réfugiés Syriens ont été renvoyés en Turquie dans le cadre de la mise en application de cette déclaration commune.

    La restriction géographique qui contraint les demandeurs d’asile de ne quitter sous aucun prétexte l’île où ils ont déposé leur demande, jusqu’à l’examen complet de celle-ci, conduit inévitablement au point où nous sommes aujourd’hui à savoir à ce surpeuplement inhumain qui non seulement crée une situation invivable pour les demandeurs, mais a aussi un effet toxique sur les sociétés locales. Déjà en mai 2016, François Crépeau, rapporteur spécial de NU aux droits de l’homme de migrants, soulignait que « la fermeture de frontières de pays au nord de la Grèce, ainsi que le nouvel accord UE-Turquie a abouti à une augmentation exponentielle du nombre de migrants irréguliers dans ce pays ». Et il ajoutait que « le grand nombre de migrants irréguliers bloqués en Grèce est principalement le résultat de la politique migratoire de l’UE et des pays membres de l’UE fondée exclusivement sur la sécurisation des frontières ».

    Gisti, dans un rapport sur les hotspots de Chios et de Lesbos notait également depuis 2016 que, étant donné l’accord UE-Turquie, « ce sont les Etats membres de l’UE et l’Union elle-même qui portent l’essentiel de la responsabilité́ des mauvais traitements et des violations de leurs droits subis par les migrants enfermés dans les hotspots grecs.

    La présence des agences européennes à l’intérieur des hotspots ne fait que souligner cette responsabilité ». On le verra, le rôle de l’EASO est crucial dans la décision finale du service d’asile grec. Quant au rôle joué par Frontex, plusieurs témoignages attestent sa pratique quotidienne de non-assistance à personnes en danger en mer voire sa participation à des refoulements illégaux. Remarquons que c’est bien cette déclaration commune UE-Turquie qui stipule que les demandeurs déboutés doivent être renvoyés en Turquie et à cette fin être maintenus en détention, d’où la situation actuelle dans les centres de détention fermés.

    Enfin la situation dans les hot-spots s’est encore plus aggravée, en raison de la décision du gouvernement Mitsotakis de geler pendant plusieurs mois tout transfert vers la péninsule grecque, bloquant ainsi même les plus vulnérables sur place. Sous le gouvernement précédent, ces derniers étaient exceptés de la restriction géographique dans les hot-spots. Mais à partir du juillet 2020 les transferts de catégories vulnérables -femmes enceintes, mineurs isolés, victimes de torture ou de naufrages, personnes handicapées ou souffrant d’une maladie chronique, victimes de ségrégations à cause de leur orientation sexuelle, – avaient cessé et n’avaient repris qu’au compte-goutte début janvier, plusieurs mois après leurs suspension.

    Le dogme de la ‘surveillance agressive’ des frontières

    Les refoulements groupés sont de plus en plus fréquents, tant à la frontière maritime qu’à la frontière terrestre. A Evros cette pratique était assez courante bien avant la crise à la frontière gréco-turque de mars dernier. Elle consistait non seulement à refouler ceux qui essayaient de passer la frontière, mais aussi à renvoyer en toute clandestinité ceux qui étaient déjà entrés dans le territoire grec. Les faits sont attestés par plusieurs témoignages récoltés par Human Rights 360 dans un rapport publié fin 2018 : "The new normality : Continuous push-backs of third country nationals on the Evros river" (https://www.gcr.gr/en/news/press-releases-announcements/item/1028-the-new-normality-continuous-push-backs-of-third-country-nationals-on-the-e). Les « intrus » qui ont réussi à passer la frontière sont arrêtés et dépouillés de leur biens, téléphone portable compris, pour être ensuite déportés vers la Turquie, soit par des forces de l’ordre en tenue, soit par des groupes masqués et cagoulés difficiles à identifier. En effet, il n’est pas exclu que des patrouilles paramilitaires, qui s’activent dans la région en se prenant violemment aux migrants au vu et au su des autorités, soient impliquées à ses opérations. Les réfugiés peuvent être gardés non seulement dans des postes de police et de centres de détention fermés, mais aussi dans des lieux secrets, sans qu’ils n’aient la moindre possibilité de contact avec un avocat, le service d’asile, ou leurs proches. Par la suite ils sont embarqués de force sur des canots pneumatiques en direction de la Turquie.

    Cette situation qui fut dénoncée par les ONG comme instaurant une nouvelle ‘normalité’, tout sauf normale, s’est dramatiquement aggravée avec la crise à la frontière terrestre fin février et début mars dernier[25]. Non seulement la frontière fut hermétiquement fermée et des refoulements groupés effectués par la police anti-émeute et l’armée, mais, dans le cadre de la soi-disant défense de l’intégrité territoriale, il y a eu plusieurs cas où des balles réelles ont été tirées par les forces grecques contre les migrants, faisant quatre morts et plusieurs blessés[26].

    Cependant ces pratiques criminelles ne sont pas le seul fait des autorités grecques. Depuis le 13 mars dernier, des équipes d’Intervention Rapide à la Frontière de Frontex, les Rapid Border Intervention Teams (RABIT) ont été déployées à la frontière gréco-turque d’Evros, afin d’assurer la ‘protection’ de la frontière européenne. Leur intervention qui aurait dû initialement durer deux mois, a été entretemps prolongée. Ces équipes participent elles, et si oui dans quelle mesure, aux opérations de refoulement ? Il faudrait rappeler ici que, d’après plusieurs témoignages récoltés par le Greek Council for Refugees, les équipes qui opéraient les refoulements en 2017 et 2018 illégaux étaient déjà mixtes, composées des agents grecs et des officiers étrangers parlant soit l’allemand soit l’anglais. Il n’y a aucune raison de penser que cette coopération en bonne entente en matière de refoulement, entre forces grecques et celles de Frontex ait cessé depuis, d’autant plus que début mars la Grèce fut désignée par les dirigeants européens pour assurer la protection de l’Europe, censément menacée par les migrants à sa frontière.

    Plusieurs témoignages de réfugiés refoulés à la frontière d’Evros ainsi que des documents vidéo attestent l’existence d’un centre de détention secret destiné aux nouveaux arrivants ; celui-ci n’est répertorié nulle part et son fonctionnement ne respecte aucune procédure légale, concernant l’identification et l’enregistrement des arrivants. Ce centre, fonctionnant au noir, dont l’existence fut révélée par un article du 10 mars 2020 de NYT, se situe à la proximité de la frontière gréco-turque, près du village grec Poros. Les malheureux qui y échouent, restent détenus dans cette zone de non-droit absolu[27], car, non seulement leur existence n’est enregistrée nulle part mais le centre même n’apparaît sur aucun registre de camps et de centres de détention fermés. Au bout de quelques jours de détention dans des conditions inhumaines, les détenus dépouillés de leurs biens sont renvoyés de force vers la Turquie, tandis que plusieurs d’entre eux ont été auparavant battus par la police.

    La situation est aussi alarmante en mer Egée, où les rapports dénonçant des refoulements maritimes violents mettant en danger la vie de réfugiés, ne cessent de se multiplier depuis le début mars. D’après les témoignages il y aurait au moins deux modes opératoires que les garde-côtes grecs ont adoptés : enlever le moteur et le bidon de gasoil d’une embarcation surchargée et fragile, tout en la repoussant vers les eaux territoriaux turques, et/ou créer des vagues, en passant en grande vitesse tout près du bateau, afin d’empêcher l’embarcation de s’approcher à la côte grecque (voir l’incident du 4 juin dernier, dénoncé par Alarm Phone). Cette dernière méthode de dissuasion ne connaît pas de limites ; des vidéos montrent des incidents violents où les garde-côtes n’hésitent pas à tirer des balles réelles dans l’eau à côté des embarcations de réfugiés ou même dans leurs directions ; il y a même des vidéos qui montrent les garde-côtes essayant de percer le canot pneumatique avec des perches.

    Néanmoins, l’arsenal de garde-côtes grecs ne se limite pas à ces méthodes extrêmement dangereuses ; ils recourent à des procédés semblables à ceux employés en 2013 par l’Australie pour renvoyer les migrants arrivés sur son sol : ils obligent des demandeurs d’asile à embarquer sur des life rafts -des canots de survie qui se présentent comme des tentes gonflables flottant sur l’eau-, et ils les repoussent vers la Turquie, en les laissant dériver sans moteur ni gouvernail[28].

    Des incidents de ce type ne cessent de se multiplier depuis le début mars. Victimes de ce type de refoulement qui mettent en danger la vie des passagers, peuvent être même des femmes enceintes, des enfants ou même des bébés –voir la vidéo glaçante tournée sur un tel life raft le 25 mai dernier et les photographies respectives de la garde côtière turque.

    Ce mode opératoire va beaucoup plus loin qu’un refoulement illégal, car il arrive assez souvent que les personnes concernées aient déjà débarqué sur le territoire grec, et dans ce cas ils avaient le droit de déposer une demande d’asile. Cela veut dire que les garde-côtes grecs ne se contentent pas de faire des refoulements maritimes qui violent le droit national et international ainsi que le principe de non-refoulement de la convention de Genève[29]. Ioannis Stevis, responsable du média local Astraparis à Chios, avait déclaré au Guardian « En mer Egée nous pouvions voir se dérouler cette guerre non-déclarée. Nous pouvions apercevoir les embarcations qui ne pouvaient pas atteindre la Grèce, parce qu’elles en étaient empêchées. De push-backs étaient devenus un lot quotidien dans les îles. Ce que nous n’avions pas vu auparavant, c’était de voir les bateaux arriver et les gens disparaître ».

    Cette pratique illégale va beaucoup plus loin, dans la mesure où les garde-côtes s’appliquent à renvoyer en Turquie ceux qui ont réussi à fouler le sol grec, sans qu’aucun protocole ni procédure légale ne soient respectés. Car, ces personnes embarquées sur les life rafts, ne sont pas à strictement parler refoulées – et déjà le refoulement est en soi illégal de tout point de vue-, mais déportées manu militari et en toute illégalité en Turquie, sans enregistrement ni identification préalable. C’est bien cette méthode qui explique comment des réfugiés dont l’arrivée sur les côtes de Samos et de Chios est attestée par des vidéos et des témoignages de riverains, se sont évaporés dans la nature, n’apparaissant sur aucun registre de la police ou des autorités portuaires[30]. Malgré l’existence de documents photos et vidéos attestant l’arrivée des embarcations des jours où aucune arrivée n’a été enregistrée par les autorités, le ministre persiste et signe : pour lui il ne s’agirait que de la propagande turque reproduite par quelques esprits malveillants qui voudraient diffamer la Grèce. Néanmoins les photographies horodatées publiées sur Astraparis, dans un article intitulé « les personnes que nous voyons sur la côte Monolia à Chios seraient-ils des extraterrestres, M. le Ministre ? », constituent un démenti flagrant du discours complotiste du Ministre.

    Question cruciale : quelle est le rôle exact joué par Frontex dans ces refoulements ? Est-ce que les quelques 600 officiers de Frontex qui opèrent en mer Egée dans le cadre de l’opération Poséidon, y participent d’une façon ou d’une autre ? Ce qui est sûr est qu’il est quasi impossible qu’ils n’aient pas été de près ou de loin témoins des opérations de push-back. Le fait est confirmé par un article du Spiegel sur un incident du 13 mai, un push-back de 27 réfugiés effectué par la garde côtière grecque laquelle, après avoir embarqué les réfugiés sur un canot de sauvetage, a remorqué celui-ci en haute mer. Or, l’embarcation de réfugiés a été initialement repéré près de Samos par les hommes du bateau allemand Uckermark faisant partie des forces de Frontex, qui l’ont ensuite signalé aux officiers grecs ; le fait que cette embarcation ait par la suite disparu sans laisser de trace et qu’aucune arrivée de réfugiés n’ait été enregistrée à Samos ce jour-là, n’a pas inquiété outre-mesure les officiers allemands.

    Nous savons par ailleurs, grâce à l’attitude remarquable d’un équipage danois, que les hommes de Frontex reçoivent l’ordre de ne pas porter secours aux réfugiés navigant sur des canots pneumatiques, mais de les repousser ; au cas où les réfugiés ont déjà été secourus et embarqués à bord d’un navire de Frontex, celui-ci reçoit l’ordre de les remettre sur des embarcations peu fiables et à peine navigables. C’est exactement ce qui est arrivé début mars à un patrouilleur danois participant à l’opération Poséidon, « l’équipage a reçu un appel radio du commandement de Poséidon leur ordonnant de remettre les [33 migrants qu’ils avaient secourus] dans leur canot et de les remorquer hors des eaux grecques »[31], ordre, que le commandant du navire danois Jan Niegsch a refusé d’exécuter, estimant “que celui-ci n’était pas justifiable”, la manœuvre demandée mettant en danger la vie des migrants. Or, il n’y aucune raison de penser que l’ordre reçu -et fort heureusement non exécuté grâce au courage du capitaine Niegsch et du chargé de l’unité danoise de Frontex, Jens Moller- soit un ordre exceptionnel que les autres patrouilleurs de Frontex n’ont jamais reçu. Les officiers danois ont d’ailleurs confirmé que les garde-côtes grecs reçoivent des ordres de repousser les bateaux qui arrivent de Turquie, et ils ont été témoins de plusieurs opérations de push-back. Mais si l’ordre de remettre les réfugiés en une embarcation non-navigable émanait du quartier général de l’opération Poséidon, qui l’avait donc donné [32] ? Des officiers grecs coordonnant l’opération, ou bien des officiers de Frontex ?

    Remarquons que les prérogatives de Frontex ne se limitent pas à la surveillance et la ‘protection’ de la frontière européenne : dans une interview que Fabrice Leggeri avait donné en mars dernier à un quotidien grec, il a révélé que Frontex était en train d’envisager avec le gouvernement grec les modalités d’une action communes pour effectuer les retours forcés des migrants dits ‘irréguliers’ à leurs pays d’origine. « Je m’attends à ce que nous ayons bientôt un plan d’action en commun. D’après mes contacts avec les officiers grecs, j’ai compris que la Grèce est sérieusement intéressée à augmenter le nombre de retours », avait-il déclaré.

    Tout démontre qu’actuellement les sauvetages en mer sont devenus l’exception et les refoulements violents et dangereux la règle. « Depuis des années, Alarm Phone a documenté des opérations de renvois menées par des garde-côtes grecs. Mais ces pratiques ont considérablement augmenté ces dernières semaines et deviennent la norme en mer Égée », signale un membre d’Alarm Phone à InfoMigrants. De sorte que nous pouvons affirmer que le dogme du gouvernement Mitsotakis consiste en une inversion complète du principe du non-refoulement : ne laisser passer personne en refoulant coûte que coûte. D’ailleurs, ce nouveau dogme a été revendiqué publiquement par le ministre de Migration et de l’Asile Mitarakis, qui s’est vanté à plusieurs reprises d’avoir réussi à créer une frontière maritime quasi-étanche. Les quatre volets de l’approche gouvernementale ont été résumés ainsi par le ministre : « protection des frontières, retours forcés, centres fermés pour les arrivants, et internationalisation des frontières »[33]. Dans une émission télévisée du 13 avril, le même ministre a déclaré que la frontière était bien gardée, de sorte qu’aujourd’hui, les flux sont quasi nuls, et il a ajouté que “l’armée et des unités spéciaux, la marine nationale et les garde-côtes sont prêts à opérer pour empêcher les migrants en situation irrégulière d’entrer dans notre pays’’. Bref, des forces militaires sont appelées de se déployer sur le front de guerre maritime et terrestre contre les migrants. Voilà comment est appliqué le dogme de zéro flux dont se réclame le Ministre.

    Le Conseil de l’Europe a publié une déclaration très percutante à ce sujet le 19 juin. Sous le titre Il faut mettre fin aux refoulements et à la violence aux frontières contre les réfugiés, la commissaire aux droits de l’homme Dunja Mijatović met tous les états membres du Conseil de l’Europe devant leurs responsabilités, en premier lieu les états qui commettent de telles violations de droits des demandeurs d’asile. Loin de considérer que les refoulements et les violences à la frontière de l’Europe sont le seul fait de quelques états dont la plupart sont situés à la frontière externe de l’UE, la commissaire attire l’attention sur la tolérance tacite de ces pratiques illégales, voire l’assistance à celles-ci de la part de la plupart d’autres états membres. Est responsable non seulement celui qui commet de telles violations des droits mais aussi celui qui les tolère voire les encourage.

    Asile : ‘‘mission impossible’’ pour les nouveaux arrivants ?

    Actuellement en Grèce plusieurs dizaines de milliers de demandes d’asile sont en attente de traitement. Pour donner la pleine mesure de la surcharge d’un service d’asile qui fonctionne actuellement à effectifs réduits, il faudrait savoir qu’il y a des demandeurs qui ont reçu une convocation pour un entretien en…2022 –voir le témoignage d’un requérant actuellement au camp de Vagiohori. En février dernier il y avait 126.000 demandes en attente d’être examinées en première et deuxième instance. Entretemps, par des procédures expéditives, 7.000 demandes ont été traitées en mars et 15 000 en avril, avec en moyenne 24 jours par demande pour leur traitement[34]. Il devient évident qu’il s’agit de procédures expéditives et bâclées. En même temps le pourcentage de réponses négatives en première instance ne cesse d’augmenter ; de 45 à 50% qu’il était jusqu’à juillet dernier, il s’est élevé à 66% en février[35], et il a dû avoir encore augmenté entre temps.

    Ce qui est encore plus inquiétant est l’ambition affichée du Ministre de la Migration de réaliser 11000 déportations d’ici la fin de l’année. A Lesbos, à la réouverture du service d’asile, le 18 mai dernier, 1.789 demandeurs ont reçu une réponse négative, dont au moins 1400 en première instance[36]. Or, ces derniers n’ont eu que cinq jours ouvrables pour déposer un recours et, étant toujours confinés dans l’enceinte de Moria, ils ont été dans l’impossibilité d’avoir accès à une aide judiciaire. Ceux d’entre eux qui ont osé se déplacer à Mytilène, chef-lieu de Lesbos, pour y chercher de l’aide auprès du Legal Center of Lesbos ont écopé des amendes de 150€ pour violation de restrictions de mouvement[37] !

    Jusqu’à la nouvelle loi votée il y a six semaines au Parlement Hellénique, la procédure d’asile était un véritable parcours du combattant pour les requérants : un parcours plein d’embûches et de pièges, entaché par plusieurs clauses qui violent les lois communautaires et nationales ainsi que les conventions internationales. L’ancienne loi, entrée en vigueur seulement en janvier 2020, introduisait des restrictions de droits et un raccourcissement de délais en vue de procédures encore plus expéditives que celles dites ‘fast-track’ appliquées dans les îles (voir ci-dessous). Avant la toute nouvelle loi adoptée le 8 mai dernier, Gisti constatait déjà des atteintes au droit national et communautaire, concernant « en particulier le droit d’asile, les droits spécifiques qui doivent être reconnus aux personnes mineures et aux autres personnes vulnérables, et le droit à une assistance juridique ainsi qu’à une procédure de recours effectif »[38]. Avec la nouvelle mouture de la loi du 8 mai, les restrictions et la réduction de délais est telle que par ex. la procédure de recours devient vraiment une mission impossible pour les demandeurs déboutés, même pour les plus avertis et les mieux renseignés parmi eux. Les délais pour déposer une demande de recours se réduisent en peau de chagrin, alors que l’aide juridique au demandeur, de même que l’interprétariat en une langue que celui-ci maîtrise ne sont plus assurés, laissant ainsi le demandeur seul face à des démarches complexes qui doivent être faites dans une langue autre que la sienne[39]. De même l’entretien personnel du requérant, pierre angulaire de la procédure d’asile, peut être omis, si le service ne trouve pas d’interprète qui parle sa langue et si le demandeur vit loin du siège de la commission de recours, par ex. dans un hot-spot dans les îles ou loin de l’Attique. Le 13 mai, le ministre Mitarakis avait déclaré que 11.000 demandes ont été rejetées pendant les mois de mars et avril, et que ceux demandeurs déboutés « doivent repartir »[40], laissant entendre que des renvois massifs vers la Turquie pourraient avoir lieu, perspective plus qu’improbable, étant donné la détérioration grandissante de rapport entre les deux pays. Ces demandeurs déboutés ont été sommés de déposer un recours dans l’espace de 5 jours ouvrables après notification, sans assistance juridique et sous un régime de restrictions de mouvements très contraignant.

    En vertu de la nouvelle loi, les personnes déboutées peuvent être automatiquement placées en détention, la détention devenant ainsi la règle et non plus l’exception comme le stipule le droit européen. Ceci est encore plus vrai pour les îles. Qui plus est, selon le droit international et communautaire, la mesure de détention ne devrait être appliquée qu’en dernier ressort et seulement s’il y a une perspective dans un laps de temps raisonnable d’effectuer le renvoi forcé de l’intéressé. Or, aujourd’hui et depuis quatre mois, il n’y a aucune perspective de cet ordre. Car les chances d’une réadmission en Turquie ou d’une expulsion vers le pays d’origine sont pratiquement inexistantes, pendant la période actuelle. Si on tient compte que plusieurs dizaines de milliers de demandes restent en attente d’être traitées et que le pourcentage de rejet ne cesse d’augmenter, on voit avec effroi s’esquisser la perspective d’un maintien en détention de dizaines de milliers de personnes pour un laps de temps indéfini. La Grèce compte-t-elle créer de centres de détention pour des dizaines de milliers de personnes, qui s’apparenteraient par plusieurs traits à des véritables camps de concentration ? Le fera-t-elle avec le financement de l’UE ?

    Nous savons que le rôle de EASO, dont la présence en Grèce s’est significativement accrue récemment,[41] est crucial dans ces procédures d’asile : c’est cet organisme européen qui mène le pré-enregistrement de la demande d’asile et qui se prononce sur sa recevabilité ou pas. Jusqu’à maintenant il intervenait uniquement dans les îles dans le cadre de la procédure dite accélérée. Car, depuis la Déclaration de mars 2016, dans les îles est appliquée une procédure d’asile spécifique, dite procédure fast-track à la frontière (fast-track border procedure). Il s’agit d’une procédure « accélérée », qui s’applique dans le cadre de la « restriction géographique » spécifique aux hotspots »,[42] en application de l’accord UE-Turquie de mars 2016. Dans le cadre de cette procédure accélérée, c’est bien l’EASO qui se charge de faire le premier ‘tri’ entre les demandeurs en enregistrant la demande et en effectuant un premier entretien. La procédure ‘fast-track’ aurait dû rester une mesure exceptionnelle de courte durée pour faire face à des arrivées massives. Or, elle est toujours en vigueur quatre ans après son instauration, tandis qu’initialement sa validité n’aurait pas dû dépasser neuf mois – six mois suivis d’une prolongation possible de trois mois. Depuis, de prolongation en prolongation cette mesure d’exception s’est installée dans la permanence.

    La procédure accélérée qui, au détriment du respect des droits des réfugiés, aurait pu aboutir à un raccourcissement significatif de délais d’attente très longs, n’a même pas réussi à obtenir ce résultat : une partie des réfugiés arrivés à Samos en août 2019, avaient reçu une notification de rendez-vous pour l’entretien d’asile (et d’admissibilité) pour 2021 voire 2022[43] ! Mais si les procédures fast-track ne raccourcissent pas les délais d’attente, elles raccourcissent drastiquement et notamment à une seule journée le temps que dispose un requérant pour qu’il se prépare et consulte si besoin un conseiller juridique qui pourrait l’assister durant la procédure[44]. Dans le cas d’un rejet de la demande en première instance, le demandeur débouté ne dispose que de cinq jours après la notification de la décision négative pour déposer un recours en deuxième instance. Bref, le raccourcissement très important de délais introduits par la procédure accélérée n’affectait jusqu’à maintenant que les réfugiés qui sont dans l’impossibilité d’exercer pleinement leurs droits, et non pas le service qui pouvait imposer un temps interminable d’attente entre les différentes étapes de la procédure.

    Cependant l’implication d’EASO dépasse et de loin le pré-enregistrement, car ce sont bien ses fonctionnaires qui, suite à un entretien de l’intéressé, dit « interview d’admission », établissent le dossier qui sera transmis aux autorités grecques pour examen[45]. Or, nous savons par la plainte déposée contre l’EASO par les avocats de l’ONG European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), en 2017, que les agents d’EASO ne consacrait à l’interrogatoire du requérant que 15 minutes en moyenne,[46] et ceci bien avant que ne monte en flèche la pression exercée par le gouvernement actuel pour accélérer encore plus les procédures. La même plainte dénonçait également le fait que la qualité de l’interprétation n’était point assurée, dans la mesure où, au lieu d’employer des interprètes professionnels, cet organisme européen faisait souvent recours à des réfugiés, pour faire des économies. A vrai dire, l’EASO, après avoir réalisé un entretien, rédige « un avis (« remarques conclusives ») et recommande une décision à destination des services grecs de l’asile, qui vont statuer sur la demande, sans avoir jamais rencontré » les requérants[47]. Mais, même si en théorie la décision revient de plein droit au Service d’Asile grec, en pratique « une large majorité des recommandations transmises par EASO aux services grecs de l’asile est adoptée par ces derniers »[48]. Or, depuis 2018 les compétences d’EASO ont été étendues à tout le territoire grec, ce qui veut dire que les officiers grecs de cet organisme européen ont le droit d’intervenir même dans le cadre de la procédure régulière d’asile et non plus seulement dans celui de la procédure accélérée. Désormais, avec le quadruplication des effectifs en Grèce continentale prévue pour 2020, et le dédoublement de ceux opérant dans les îles, l’avis ‘consultatif’ de l’EASO va peser encore plus sur les décisions finales. De sorte qu’on pourrait dire, que le constat que faisait Gisti, bien avant l’extension du domaine d’intervention d’EASO, est encore plus vrai aujourd’hui : l’UE, à travers ses agences, exerce « une forme de contrôle et d’ingérence dans la politique grecque en matière d’asile ». Si avant 2017, l’entretien et la constitution du dossier sur la base duquel le service grec d’asile se prononce étaient faits de façon si bâclée, que va—t-il se passer maintenant avec l’énorme pression des autorités pour des procédures fast-track encore plus expéditives, qui ne respectent nullement les droits des requérants ? Enfin, une fois la nouvelle loi mise en vigueur, les fonctionnaires européens vont-ils rédiger leurs « remarques conclusives » en fonction de celle-ci ou bien en respectant la législation européenne ? Car la première comporte des clauses qui ne respectent point la deuxième.

    La suspension provisoire de la procédure d’asile et ses effets à long terme

    Début mars, afin de dissuader les migrants qui se rassemblaient à la frontière gréco-turque d’Evros, le gouvernement grec a décidé de suspendre provisoirement la procédure d’asile pendant la durée d’un mois[49]. L’acte législatif respectif stipule qu’à partir du 1 mars et jusqu’au 30 du même mois, ceux qui traversent la frontière n’auront plus le droit de déposer une demande d’asile. Sans procédure d’identification et d’enregistrement préalable ils seront automatiquement maintenus en détention jusqu’à leur expulsion ou leur réadmission en Turquie. Après une cohorte de protestations de la part du Haut-Commissariat, des ONG, et même d’Ylva Johansson, commissaire aux affaires internes de l’UE, la procédure d’asile suspendue a été rétablie début avril et ceux qui sont arrivés pendant la durée de sa suspension ont rétroactivement obtenu le droit de demander la protection internationale. « Le décret a cessé de produire des effets juridiques à la fin du mois de mars 2020. Cependant, il a eu des effets très néfastes sur un nombre important de personnes ayant besoin de protection. Selon les statistiques du HCR, 2 927 personnes sont entrées en Grèce par voie terrestre et maritime au cours du mois de mars[50]. Ces personnes automatiquement placées en détention dans des conditions horribles, continuent à séjourner dans des établissements fermés ou semi-fermés. Bien qu’elles aient finalement été autorisées à exprimer leur intention de déposer une demande d’asile auprès du service d’asile, elles sont de fait privées de toute aide judiciaire effective. La plus grande partie de leurs demandes d’asile n’a cependant pas encore été enregistrée. Le préjudice causé par les conditions de détention inhumaines est aggravé par les risques sanitaires graves, voire mortels, découlant de l’apparition de la pandémie COVID-19, qui n’ont malheureusement pas conduit à un réexamen de la politique de détention en Grèce ».[51]

    En effet, les arrivants du mois de mars ont été jusqu’à il y a peu traités comme des criminels enfreignant la loi et menaçant l’intégrité du territoire grec ; ils ont été dans un premier temps mis en quarantaine dans des conditions inconcevables, gardés par la police en zones circonscrites, sans un abri ni la moindre infrastructure sanitaire. Après une période de quarantaine qui la plupart du temps durait plus longtemps que les deux semaines réglementaires, ceux qui sont arrivés pendant la suspension de la procédure, étaient transférés, en vue d’une réadmission en Turquie, à Malakassa en Attique, où un nouveau camp fermé, dit ‘le camp de tentes’, fut créé à proximité de de l’ancien camp avec les containeurs.

    700 d’entre eux ont été transférés au camp fermé de Klidi, à Serres, au nord de la Grèce, construit sur un terrain inondable au milieu de nulle part. Ces deux camps fermés présentent des affinités troublantes avec des camps de concentration. Les conditions de vie inhumaines au sein de ces camps s’aggravaient encore plus par le risque de contamination accru du fait de la très grande promiscuité et des conditions sanitaires effrayantes (coupures d’eau sporadiques à Malakassa, manque de produits d’hygiène, et approvisionnement en eau courante seulement deux heures par jour à Klidi)[52]. Or, après le rétablissement de la procédure d’asile, les 2.927 personnes arrivées en mars, ont obtenu–au moins en théorie- le droit de déposer une demande, mais n’ont toujours ni l’assistance juridique nécessaire, ni interprètes, ni accès effectif au service d’asile. Celui-ci a rouvert depuis le 18 mars, mais fonctionne toujours à effectif réduit, et est submergé par les demandes de renouvellement des cartes. Actuellement les réfugiés placés en détention sont toujours retenus dans les même camps qui sont devenus des camps semi-fermés sans pour autant que les conditions de vie dégradantes et dangereuses pour la santé des résidents aient vraiment changé. Ceci est d’autant plus vrai que le confinement de réfugiés et de demandeurs d’asile a été prolongé jusqu’au 5 juillet, ce qui ne leur permet de circuler que seulement avec une autorisation de la police, tandis que la population grecque est déjà tout à fait libre de ses mouvements. Dans ces conditions, il est pratiquement impossible d’accomplir des démarches nécessaires pour le dépôt d’une demande bien documentée.

    Refugee Support Aegean a raison de souligner que « les répercussions d’une violation aussi flagrante des principes fondamentaux du droit des réfugiés et des droits de l’homme ne disparaissent pas avec la fin de validité du décret, les demandeurs d’asile concernés restant en détention arbitraire dans des conditions qui ne sont aucunement adaptées pour garantir leur vie et leur dignité. Le décret de suspension crée un précédent dangereux pour la crédibilité du droit international et l’intégrité des procédures d’asile en Grèce et au-delà ».

    Cependant, nous ne pouvons pas savoir jusqu’où pourrait aller cette escalade d’horreurs. Aussi inimaginable que cela puisse paraître , il y a pire, même par rapport au camp fermé de Klidi à Serres, que Maria Malagardis, journaliste à Libération, avait à juste titre désigné comme ‘un camp quasi-militaire’. Car les malheureux arrêtés à Evros fin février et début mars, ont été jugés en procédure de flagrant délit, et condamnés pour l’exemple à des peines de prison de quatre ans ferme et des amendes de 10.000 euros -comme quoi, les autorités grecques peuvent revendiquer le record en matière de peine pour entrée irrégulière, car même la Hongrie de Orban, ne condamne les migrants qui ont osé traverser ses frontières qu’à trois ans de prison. Au moins une cinquantaine de personnes ont été condamnées ainsi pour « entrée irrégulière dans le territoire grec dans le cadre d’une menace asymétrique portant sur l’intégrité du pays », et ont été immédiatement incarcérées. Et il est fort à parier qu’aujourd’hui, ces personnes restent toujours en prison, sans que le rétablissement de la procédure ait changé quoi que ce soit à leur sort.

    Eriger l’exception en règle

    Qui plus est la suspension provisoire de la procédure laisse derrière elle des marques non seulement aux personnes ayant vécu sous la menace de déportation imminente, et qui continuent à vivre dans des conditions indignes, mais opère aussi une brèche dans la validité universelle du droit international et de la Convention de Genève, en créant un précédent dangereux. Or, c’est justement ce précédent que M. Mitarakis veut ériger en règle européenne en proposant l’introduction d’une clause de force majeure dans la législation européenne de l’asile[53] : dans le débat pour la création d’un système européen commun pour l’asile, le Ministre grec de la politique migratoire a plaidé pour l’intégration de la notion de force majeure dans l’acquis européen : celle-ci permettrait de contourner la législation sur l’asile dans des cas où la sécurité territoriale ou sanitaire d’un pays serait menacée, sans que la violation des droits de requérants expose le pays responsable à des poursuites. Pour convaincre ses interlocuteurs, il a justement évoqué le cas de la suspension par le gouvernement de la procédure pendant un mois, qu’il compte ériger en paradigme pour la législation communautaire. Cette demande fut réitérée le 5 juin dernier, par une lettre envoyée par le vice-ministre des Migrations et de l’Asile, Giorgos Koumoutsakos, au vice-président Margaritis Schinas et au commissaire aux affaires intérieures, Ylva Johansson. Il s’agit de la dite « Initiative visant à inclure une clause d’état d’urgence dans le Pacte européen pour les migrations et l’asile », une initiative cosignée par Chypre et la Bulgarie. Par cette lettre, les trois pays demandent l’inclusion au Pacte européen d’une clause qui « devrait prévoir la possibilité d’activer les mécanismes d’exception pour prévenir et répondre à des situations d’urgence, ainsi que des déviations [sous-entendu des dérogations au droit européen] dans les modes d’action si nécessaire ».[54] Nous le voyons, la Grèce souhaite, non seulement poursuivre sa politique de « surveillance agressive » des frontières et de violation des droits de migrants, mais veut aussi ériger ces pratiques de tout point de vue illégales en règle d’action européenne. Il nous faudrait donc prendre la mesure de ce que laisse derrière elle la fracture dans l’universalité de droit d’asile opérée par la suspension provisoire de la procédure. Même si celle-ci a été bon an mal an rétablie, les effets de ce geste inédit restent toujours d’actualité. L’état d’exception est en train de devenir permanent.

    Une rhétorique de la haine

    Le discours officiel a changé de fond en comble depuis l’arrivée au pouvoir du gouvernement Mitsotakis. Des termes, comme « clandestins » ont fait un retour en force, accompagnés d’une véritable stratégie de stigmatisation visant à persuader la population que les arrivants ne sont point des réfugiés mais des immigrés économiques censés profiter du laxisme du gouvernement précédent pour envahir le pays et l’islamiser. Cette rhétorique haineuse qui promeut l’image des hordes d’étrangers envahisseurs menaçant la nation et ses traditions, ne cesse d’enfler malgré le fait qu’elle soit démentie d’une façon flagrante par les faits : les arrivants, dans leur grande majorité, ne veulent pas rester en Grèce mais juste passer par celle-ci pour aller ailleurs en Europe, là où ils ont des attaches familiales, communautaires etc. Ce discours xénophobe aux relents racistes dont le paroxysme a été atteint avec la mise en avant de l’épouvantail du ‘clandestin’ porteur du virus venant contaminer et décimer la nation, a été employé d’une façon délibérée afin de justifier la politique dite de la « surveillance agressive » des frontières grecques. Il sert également à légitimer la transformation programmée des actuels CIR (RIC en anglais) en centres fermés ‘contrôlés’, où les demandeurs n’auront qu’un droit de sortie restreint et contrôlé par la police. Le ministre Mitarakis a déjà annoncé la transformation du nouveau camp de Malakasa, où étaient détenus ceux qui sont arrivés pendant la durée de la suspension d’asile, un camp qui était censé s’ouvrir après la fin de validité du décret, en camp fermé ‘contrôlé’ où toute entrée et sortie seraient gérées par la police[55].

    Révélateur des intentions du gouvernement grec, est le projet du Ministre de la politique migratoire d’étendre les compétences du Service d’Asile bien au-delà de la protection internationale, et notamment aux …expulsions ! D’après le quotidien grec Ephimérida tôn Syntaktôn, le ministre serait en train de prospecter pour la création de trois nouvelles sections au sein du Service d’Asile : Coordination de retours forcés depuis le continent et retours volontaires, Coordination des retours depuis les îles, Appels et exclusions. Bref, le Service d’Asile grec qui a déjà perdu son autonomie, depuis qu’il a été attaché au Secrétariat général de la politique de l’Immigration du Ministère, risque de devenir – et cela serait une première mondiale- un service d’asile et d’expulsions. Voilà comment se met en œuvre la consolidation du rôle de la Grèce en tant que « bouclier de l’Europe », comme l’avait désigné début mars Ursula von der Leyden. Voilà ce qu’est en train d’ériger l’Europe qui soutient et finance la Grèce face à des personnes persécutées fuyant de guerres et de conflits armés : un mur fait de barbelés, de patrouilles armés jusqu’aux dents et d’une flotte de navires militaires. Quant à ceux qui arrivent à passer malgré tout, ils seront condamnés à rester dans les camps de la honte.

    Que faire ?

    Certaines analyses convoquent la position géopolitique de la Grèce et le rapport de forces dans l’UE, afin de présenter cette situation intolérable comme une fatalité dont on ne saurait vraiment échapper. Mais face à l’ignominie, dire qu’il n’y aurait rien ou presque à faire, serait une excuse inacceptable. Car, même dans le cadre actuel, des solutions il y en a et elles sont à portée de main. La déclaration commune UE-Turquie mise en application le 20 mars 2016, n’est plus respectée par les différentes parties. Déjà avant février 2020, l’accord ne fut jamais appliqué à la lettre, autant par les Européens qui n’ont pas fait les relocalisations promises ni respecté leurs engagements concernant la procédure d’intégration de la Turquie en UE, que par la Turquie qui, au lieu d’employer les 6 milliards qu’elle a reçus pour améliorer les conditions de vie des réfugiés sur son sol, s’est servi de cet argent pour construire un mur de 750 km dans sa frontière avec la Syrie, afin d’empêcher les réfugiés de passer. Cependant ce sont les récents développements de mars 2020 et notamment l’afflux organisé par les autorités turques de réfugiés à la frontière d’Evros qui ont sonné le glas de l’accord du 18 mars 2016. Dans la mesure où cet accord est devenu caduc, avec l’ouverture de frontières de la Turquie le 28 février dernier, il n’y plus aucune obligation officielle du gouvernement grec de continuer à imposer le confinement géographique dans les îles des demandeurs d’asile. Leur transfert sécurisé vers la péninsule pourrait s’effectuer à court terme vers des structures hôtelières de taille moyenne dont plusieurs vont rester fermées cet été. L’appel international Évacuez immédiatement les centres d’accueil – louez des logements touristiques vides et des maisons pour les réfugiés et les migrants ! qui a déjà récolté 11.500 signatures, détaille un tel projet. Ajoutons, que sa réalisation pourrait profiter aussi à la société locale, car elle créerait des postes de travail en boostant ainsi l’économie de régions qui souvent ne dépendent que du tourisme pour vivre.

    A court et à moyen terme, il faudrait qu’enfin les pays européens honorent leurs engagements concernant les relocalisations et se mettent à faciliter au lieu d’entraver le regroupement familial. Quelques timides transferts de mineurs ont été déjà faits vers l’Allemagne et le Luxembourg, mais le nombre d’enfants concernés est si petit que nous pouvons nous pouvons nous demander s’il ne s’agirait pas plutôt d’une tentative de se racheter une conscience à peu de frais. Car, sans un plan large et équitable de relocalisations, le transfert massif de requérants en Grèce continentale, risque de déplacer le problème des îles vers la péninsule, sans améliorer significativement les conditions de vie de réfugiés.

    Si les requérants qui ont déjà derrière eux l’expérience traumatisante de Moria et de Vathy, sont transférés à un endroit aussi désolé et isolé de tout que le camp de Nea Kavala (au nord de la Grèce) qui a été décrit comme un Enfer au Nord de la Grèce, nous ne faisons que déplacer géographiquement le problème. Toute la question est de savoir dans quelles conditions les requérants seront invités à vivre et dans quelles conditions les réfugiés seront transférés.

    Les solutions déjà mentionnées sont réalisables dans l’immédiat ; leur réalisation ne se heurte qu’au fait qu’elles impliquent une politique courageuse à contre-pied de la militarisation actuelle des frontières. C’est bien la volonté politique qui manque cruellement dans la mise en œuvre d’un plan d’urgence pour l’évacuation des hot-spots dans les îles. L’Europe-Forteresse ne saurait se montrer accueillante. Tant du côté grec que du côté européen la nécessité de créer des conditions dignes pour l’accueil de réfugiés n’entre nullement en ligne de compte.

    Car, même le financement d’un tel projet est déjà disponible. Début mars l’UE s’est engagé de donner à la Grèce 700 millions pour qu’elle gère la crise de réfugiés, dont 350 millions sont immédiatement disponibles. Or, comme l’a révélé Ylva Johansson pendant son intervention au comité LIBE du 2 avril dernier, les 350 millions déjà libérés doivent principalement servir pour assurer la continuation et l’élargissement du programme d’hébergement dans le continent et le fonctionnement des structures d’accueil continentales, tandis que 35 millions sont destinés à assurer le transfert des plus vulnérables dans des logements provisoires en chambres d’hôtel. Néanmoins la plus grande somme (220 millions) des 350 millions restant est destinée à financer de nouveaux centres de réception et d’identification dans les îles (les dits ‘multi-purpose centers’) qui vont fonctionner comme des centres semi-fermés où toute sortie sera règlementée par la police. Les 130 millions restant seront consacrés à financer le renforcement des contrôles – et des refoulements – à la frontière terrestres et maritime, avec augmentation des effectifs et équipement de la garde côtière, de Frontex, et des forces qui assurent l’étanchéité des frontières terrestres. Il aurait suffi de réorienter la somme destinée à financer la construction des centres semi-fermés dans les îles, et de la consacrer au transfert sécurisé au continent pour que l’installation des requérants et des réfugiés en hôtels et appartements devienne possible.

    Mais que faire pour stopper la multiplication exponentielle des refoulements à la frontière ? Si Frontex, comme Fabrice Leggeri le prétend, n’a aucune implication dans les opérations de refoulement, si ses agents n’y participent pas de près ou de loin, alors ces officiers doivent immédiatement exercer leur droit de retrait chaque fois qu’ils sont témoins d’un tel incident ; ils pouvaient même recevoir la directive de ne refuser d’appliquer tout ordre de refoulement, comme l’avait fait début mars le capitaine danois Jan Niegsch. Dans la mesure où non seulement les témoignages mais aussi des documents vidéo et des audio attestent l’existence de ces pratiques en tous points illégales, les instances européennes doivent mettre une condition sine qua non à la poursuite du financement de la Grèce pour l’accueil de migrants : la cessation immédiate de ces types de pratiques et l’ouverture sans délai d’une enquête indépendante sur les faits dénoncés. Si l’Europe ne le fait pas -il est fort à parier qu’elle n’en fera rien-, elle se rend entièrement responsable de ce qui se passe à nos frontières.

    Car,on le voit, l’UE persiste dans la politique de la restriction géographique qui oblige réfugiés et migrants à rester sur les îles pour y attendre la réponse définitive à leur demande, tandis qu’elle cautionne et finance la pratique illégale des refoulements violents à la frontière. Les intentions d’Ylva Johansson ont beau être sincères : une politique qui érige la Grèce en ‘bouclier de l’Europe’, ne saurait accueillir, mais au contraire repousser les arrivants, même au risque de leur vie.

    Quant au gouvernement grec, force est de constater que sa politique migratoire du va dans le sens opposé d’un large projet d’hébergement dans des structures touristiques hors emploi actuellement. Révélatrice des intentions du gouvernement actuel est la décision du ministre Mitarakis de fermer 55 à 60 structures hôtelières d’accueil parmi les 92 existantes d’ici fin 2020. Il s’agit de structures fonctionnant dans le continent qui offrent un niveau de vie largement supérieur à celui des camps. Or, le ministre invoque un argument économique qui ne tient pas la route un seul instant, pour justifier cette décision : pour lui, les structures hôtelières seraient trop coûteuses. Mais ce type de structure n’est pas financé par l’Etat grec mais par l’IOM, ou par l’UE, ou encore par d’autres organismes internationaux. La fermeture imminente des hôtels comme centres d’accueil a une visée autre qu’économique : il faudrait retrancher complètement les requérants et les réfugiés de la société grecque, en les obligeant à vivre dans des camps semi-fermés où les sorties seront limitées et contrôlées. Cette politique d’enfermement vise à faire sentir tant aux réfugiés qu’à la population locale que ceux-ci sont et doivent rester un corps étranger à la société grecque ; à cette fin il vaut mieux les exclure et les garder hors de vue.

    Qui plus est la fermeture de deux tiers de structures hôtelières actuelles ne pourra qu’aggraver encore plus le manque de places en Grèce continentale, rendant ainsi quasiment impossible la décongestion des îles. Sauf si on raisonne comme le Ministre : le seul moyen pour créer des places est de chasser les uns – en l’occurrence des familles de réfugiés reconnus- pour loger provisoirement les autres. La preuve, les mesures récentes de restrictions drastiques des droits aux allocations et à l’hébergement des réfugiés, reconnus comme tels, par le service de l’asile. Ceux-ci n’ont le droit de séjourner aux appartements loués par l’UNHCR dans le cadre du programme ESTIA, et aux structures d’accueil que pendant un mois (et non pas comme auparavant six) après l’obtention de leur titre, et ils ne recevront plus que pendant cette période très courte les aides alloués aux réfugiés qui leur permettraient de survivre pendant leur période d’adaptation, d’apprentissage de la langue, de formation etc. Depuis la fin du mois de mai, les autorités ont entrepris de mettre dans la rue 11.237 personnes, dont la grande majorité de réfugiés reconnus, afin de libérer des places pour la supposée imminente décongestion des îles. Au moins 10.000 autres connaîtront le même sort en juillet, car en ce moment le délai de grâce d’un mois aura expiré pour eux aussi. Ce qui veut dire que le gouvernement grec non seulement impose des conditions de vie inhumaines et de confinements prolongés aux résidants de hot-spots et aux détenus en PROKEKA (les CRA grecs), mais a entrepris à réduire les familles de réfugiés ayant obtenu la protection internationale en sans-abri, errant sans toit ni ressources dans les villes.

    La dissuasion par l’horreur

    De tout ce qui précède, nous pouvons aisément déduire que la stratégie du gouvernement grec, une stratégie soutenue par les instances européennes et mise en application en partie par des moyens que celles-ci mettent à la disposition de celui-là, consiste à rendre la vie invivable aux réfugiés et aux demandeurs d’asile vivant dans le pays. Qui plus est, dans le cadre de cette politique, la dérogation systématique aux règles du droit et notamment au principe de non-refoulement, instauré par la Convention de Genève est érigée en principe régulateur de la sécurisation des frontières. Le maintien de camps comme Moria à Lesbos et Vathy à Samos témoignent de la volonté de créer des lieux terrifiants d’une telle notoriété sinistre que l’évocation même de leurs noms puisse avoir un effet de dissuasion sur les candidats à l’exil. On ne saurait expliquer autrement la persistance de la restriction géographique de séjour dans les îles de dizaines de milliers de requérants dans des conditions abjectes.

    Nous savons que l’Europe déploie depuis plusieurs années en Méditerranée centrale la politique de dissuasion par la noyade, une stratégie qui a atteint son summum avec la criminalisation des ONG qui essaient de sauver les passagers en péril ; l’autre face de cette stratégie de la terreur se déploie à ma frontière sud-est, où l’Europe met en œuvre une autre forme de dissuasion, celle effectuée par l’horreur des hot-spots. Aux crimes contre l’humanité qui se perpétuent en toute impunité en Méditerranée centrale, entre la Libye et l’Europe, s’ajoutent d’autres crimes commis à la frontière grecque[56]. Car il s’agit bien de crimes : poursuivre des personnes fuyant les guerres et les conflits armés par des opérations de refoulement particulièrement violentes qui mettent en danger leurs vies est un crime. Obliger des personnes dont la plus grande majorité est vulnérable à vivoter dans des conditions si indignes et dégradantes en les privant de leurs droits, est un acte criminel. Ceux qui subissent de tels traitement n’en sortent pas indemnes : leur santé physique et mentale en est marquée. Il est impossible de méconnaître qu’un séjour – et qui plus est un séjour prolongé- dans de telles conditions est une expérience traumatisante en soi, même pour des personnes bien portantes, et à plus forte raison pour celles et ceux qui ont déjà subi des traumatismes divers : violences, persécutions, tortures, viols, naufrages, pour ne pas mentionner les traumas causés par des guerres et de conflits armés.

    Gisti, dans son rapport récent sur le hotspot de Samos, soulignait que loin « d’être des centres d’accueil et de prise en charge des personnes en fonction de leurs besoins, les hotspots grecs, à l’image de celui de Samos, sont en réalité des camps de détention, soustraits au regard de la société civile, qui pourraient n’avoir pour finalité que de dissuader et faire peur ». Dans son rapport de l’année dernière, le Conseil Danois pour les réfugiés (Danish Refugee Council) ne disait pas autre chose : « le système des hot spots est une forme de dissuasion »[57]. Que celle-ci se traduise par des conditions de vie inhumaines où des personnes vulnérables sont réduites à vivre comme des bêtes[58], peu importe, pourvu que cette horreur fonctionne comme un repoussoir. Néanmoins, aussi effrayant que puisse être l’épouvantail des hot-spots, il n’est pas sûr qu’il puisse vraiment remplir sa fonction de stopper les ‘flux’. Car les personnes qui prennent le risque d’une traversée si périlleuse ne le font pas de gaité de cœur, mais parce qu’ils n’ont pas d’autre issue, s’ils veulent préserver leur vie menacée par la guerre, les attentats et la faim tout en construisant un projet d’avenir.

    Quoi qu’il en soit, nous aurions tort de croire que tout cela n’est qu’une affaire grecque qui ne nous atteint pas toutes et tous, en tout cas pas dans l’immédiat. Car, la stratégie de « surveillance agressive » des frontières, de dissuasion par l’imposition de conditions de vie inhumaines et de dérogation au droit d’asile pour des raisons de « force majeure », est non seulement financée par l’UE, mais aussi proposée comme un nouveau modèle de politique migratoire pour le cadre européen commun de l’asile en cours d’élaboration. La preuve, la récente « Initiative visant à inclure une clause d’état d’urgence dans le Pacte européen pour les migrations et l’asile » lancée par la Grèce, la Bulgarie et Chypre.

    Il devient clair, je crois, que la stratégie du gouvernement grec s’inscrit dans le cadre d’une véritable guerre aux migrants que l’UE non seulement cautionne mais soutient activement, en octroyant les moyens financiers et les effectifs nécessaires à sa réalisation. Car, les appels répétés, par ailleurs tout à fait justifiés et nécessaires, de la commissaire Ylva Johansson[59] et de la commissaire au Conseil de l’Europe Dunja Mijatović[60] de respecter les droits des demandeurs d’asile et de migrants, ne servent finalement que comme moyen de se racheter une conscience, devant le fait que cette guerre menée contre les migrants à nos frontières est rendue possible par la présence entre autres des unités RABIT à Evros et des patrouilleurs et des avions de Frontex et de l’OTAN en mer Egée. La question à laquelle tout citoyen européen serait appelé en son âme et conscience à répondre, est la suivante : sommes-nous disposés à tolérer une telle politique qui instaure un état d’exception permanent pour les réfugiés ? Car, comment désigner autrement cette ‘situation de non-droit absolu’[61] dans laquelle la Grèce sous la pression et avec l’aide active de l’Europe maintient les demandeurs d’asile ? Sommes-nous disposés à la financer par nos impôts ?

    Car le choix de traiter une partie de la population comme des miasmes à repousser coûte que coûte ou à exclure et enfermer, « ne saurait laisser intacte notre société tout entière. Ce n’est pas une question d’humanisme, c’est une question qui touche aux fondements de notre vivre-ensemble : dans quel type de société voulons-nous vivre ? Dans une société qui non seulement laisse mourir mais qui fait mourir ceux et celles qui sont les plus vulnérables ? Serions-nous à l’abri dans un monde transformé en une énorme colonie pénitentiaire, même si le rôle qui nous y est réservé serait celui, relativement privilégié, de geôliers ? [62] » La commissaire aux droits de l’homme au Conseil de l’Europe, avait à juste titre souligné que les « refoulements et la violence aux frontières enfreignent les droits des réfugiés et des migrants comme ceux des citoyens des États européens. Lorsque la police ou d’autres forces de l’ordre peuvent agir impunément de façon illégale et violente, leur devoir de rendre des comptes est érodé et la protection des citoyens est compromise. L’impunité d’actes illégaux commis par la police est une négation du principe d’égalité en droit et en dignité de tous les citoyens... »[63]. A n’importe quel moment, nous pourrions nous aussi nous trouver du mauvais côté de la barrière.

    Il serait plus que temps de nous lever pour dire haut et fort :

    Pas en notre nom ! Not in our name !

    https://migration-control.info/?post_type=post&p=63932
    #guerre_aux_migrants #asile #migrations #réfugiés #Grèce #îles #Evros #frontières #hotspot #Lesbos #accord_UE-Turquie #Vathy #Samos #covid-19 #coronavirus #confinement #ESTIA #PROKEKA #rétention #détention_administrative #procédure_accélérée #asile #procédure_d'asile #EASO #Frontex #surveillance_des_frontières #violence #push-backs #refoulement #refoulements #décès #mourir_aux_frontières #morts #life_rafts #canots_de_survie #life-raft #Mer_Egée #Méditerranée #opération_Poséidon #Uckermark #Klidi #Serres

    ping @isskein

    • The new normality: Continuous push-backs of third country nationals on the Evros river

      The Greek Council for Refugees, ARSIS-Association for the Social Support of Youth and HumanRights360 publish this report containing 39 testimonies of people who attempted to enter Greece from the Evros border with Turkey, in order to draw the attention of the responsible authorities and public bodies to the frequent practice of push-backs that take place in violation of national, EU law and international law.

      The frequency and repeated nature of the testimonies that come to our attention by people in detention centres, under protective custody, and in reception and identification centres, constitutes evidence of the practice of pushbacks being used extensively and not decreasing, regardless of the silence and denial by the responsible public bodies and authorities, and despite reports and complaints denouncements that have come to light in the recent past.
      The testimonies that follow substantiate a continuous and uninterrupted use of the illegal practice of push-backs. They also reveal an even more alarming array of practices and patterns calling for further investigation; it is particularly alarming that the persons involved in implementing the practice of push-backs speak Greek, as well as other languages, while reportedly wearing either police or military clothing. In short, we observe that the practice of push-backs constitutes a particularly wide-spread practice, often employing violence in the process, leaving the State exposed and posing a threat for the rule of law in the country.
      Τhe organizations signing this report urge the competent authorities to investigate the incidents described, and to refrain from engaging in any similar action that violates Greek, EU law, and International law.

      https://www.gcr.gr/en/news/press-releases-announcements/item/1028-the-new-normality-continuous-push-backs-of-third-country-nationals-on-the-e

      Pour télécharger le #rapport:


      https://www.gcr.gr/en/news/press-releases-announcements/item/download/492_22e904e22458d13aa76e3dce82d4dd23

  • [Via Vicky Skoumbi, trad ; Migreurop]

    Enième refoulement en mer Egée sous le sceau grec

    Un nouvel incident de refoulement illégal survenu le 25 mai en mer Egée, dans la zone maritime au large de Lesvos, a été rendu public ; il confirme le lien entre l’utilisation de canots de sauvetage de type liferafts et les autorités portuaires grecques.
    Comme l’avait révélé des recherches récentes publiées sur le site justsecurity.org par le Dr. Itamar Mann et Niamh Keady Tabal, en apportant des preuves de refoulements illégaux, l’Etat grec travaille en étroite collaboration avec la société grecque LALIZAS, dont les canots de sauvetage ont également été fournis à la Marine nationale, selon les dossiers publiés sur Diavgeia en 2017.

    L’enquête a été suscité un débat international et a obligé le chef de Frontex Fabrice Leggeri à admettre l’existence des opérations de refoulement illégales grecques.
    La vidéo publiée aujourd’hui par l’Ef.Syn a été examinée par l’équipe de recherche Disinfaux, qui a participé à l’enquête sur le justsecurity.org. Dans la vidéo, l’inscription LALIZAS ISO-RAFT est clairement visible sur le radeau. Le numéro de série et la date de construction du radeau sont également distingués, sur la base de l’analyse disponible (ISO 96-50-1, LALIZAS ISO-RAFT, Date de fabrication 10/2016 Numéro de série 161012174). Le produit avec ces fonctionnalités est annoncé sur le site Web de l’entreprise.
    Un autre passage de la vidéo montre les trois autres radeaux flottants similaires à proximité, ce qui est compatible avec les données disponibles sur l’incident du 25 mai, tel que rapporté ce matin-là, par les garde-côtes turcs.

    Les vidéos ont été prises par un réfugié sur le radeau au moment du refoulement. Dans un message sur les réseaux sociaux, il décrit les moments dramatiques que lui et quelque 70 autres réfugiés ont vécus le 25 mai, à partir du moment où ils sont tombés entre les mains de l’autorité portuaire grecque, jusqu’à ce que les garde-côtes les abandonnent en pleine mer, et qu’ils se retrouvent à naviguer à la dérivé sur quatre radeaux au milieu de la mer Egée. Parmi eux se trouvaient cinq enfants et deux femmes enceintes. Un réfugié avait réussi à cacher son téléphone portable et a pu appeler la garde-côtière turque, qui les a retrouvés. [Car avant de les abandonner sur un radeau gonflable à la dérive, les garde-côtes grecques les avaient dépouillés de leur téléphones et de leur biens personnels.
    « Ef.Syn » a contacté le réfugié qui a posté la vidéo. Selon lui, un navire des garde-côtes grecs a dans un premier temps manœuvré autour de l’embarcation dans laquelle les réfugiés se trouvaient d’abord. « Tous mes amis pleuraient, criaient, demandaient de l’aide à la garde-côtière. Des hommes portant des uniformes militaires, qui avaient des armes, ont pris le moteur de l’embarcation et nous ont dit : « Nous sommes là pour vous aider, nous voulons vous emmener au camp de Moria » », dit le réfugié.

    Les garde-côtes les avaient fait monter à bord du navire de l’autorité portuaire et après avoir vérifié leur température avec des thermomètres, ils les ont battus et dépouillés de leurs effets personnels. « Ils nous ont tout pris : de l’argent, des sacs, des téléphones », dit-il. Ils ont retiré le drapeau grec du navire de la garde côtière, et ils les ont conduits loin de côtes ; là ils les ont embarqués dans quatre radeaux de sauvetage. Ils les ont obligés de monter par 20 sur chaque radeau, alors que sa capacité - selon les spécifications - est de 12 personnes. LALIZAS n’a pas un type de radeau de sauvetage similaire sur sa liste avec une capacité supérieure de 12 personnes. Le réfugié souligne également que les quatre sacs à partir desquels les flotteurs ont été enlevés étaient de couleur orange, comme c’est annoncé sur le site DELIZAS.

    « Ils n’ont pas donné de gilets de sauvetage aux gens qu’ils n’avaient pas, et quand j’ai demandé à un garde-côte de me donner mon téléphone pour au moins contacter les garde-côtes turcs, il m’a répondu « viens le chercher », en me montrant ses organes génitaux », dit le réfugié, qui veut garder l’anonymat.

    Les radeaux type liferaft ont été encerclés par le navire de la garde-côtière pendant environ 15 minutes, puis abandonnés. L’un des occupants a réussi à cacher son téléphone portable et ils ont pu appeler les garde-côtes turcs qui les ont transporté sains et saufs jusqu’à Foca, Izmir.

    « Je publie cette vidéo pour montrer à l’Union européenne, au HCR et au Parlement européen les résultats de leurs décisions sur la question des réfugiés », conclut-il dans son message. Au même moment, l’Organisation internationale pour les migrations (OIM), le HCR et plusieurs autres instances demandent des réponses et l’ouverture d’une enquête indépendante sur les refoulements et les expulsions massives de réfugiés et de migrants vers la Turquie.

    #covid-19 #migration #migrant #grece #liferats #refoulement

    https://www.efsyn.gr/ellada/dikaiomata/247726_epanaproothisi-me-elliniki-sfragida

  • Antisémitisme. De David Icke à Alice Walker, épidémie conspirationniste, Samuel Blumenfeld
    https://www.lemonde.fr/m-le-mag/article/2020/05/29/de-david-icke-a-alice-walker-epidemie-conspirationniste_6041199_4500055.html

    La célèbre auteure de « La Couleur pourpre » a relayé une vidéo du Britannique reliant la pandémie due au Covid-19 aux juifs, alors que Facebook et YouTube ont décidé de supprimer les comptes de celui-ci.
    David Icke est un ancien joueur de football, un ex-journaliste sportif à la BBC, autrefois affilié au Green Party, le Parti vert britannique. Cet homme a connu plusieurs vies, mais c’est sa plus récente incarnation qui lui vaut le plus ­d’attention. Il est, à 68 ans, l’une des vedettes de la sphère conspirationniste en Europe, un homme qui a cumulé jusqu’à 800 000 abonnés à sa page Facebook, et dont les différents ouvrages, publiés à compte d’auteur, attirent un public aussi nombreux que fidèle. On trouve ainsi parmi ces lecteurs laudateurs la romancière Alice Walker, auteur de La Couleur pourpre, l’un des romans les plus populaires de l’histoire de l’édition aux États-Unis, récompensé, en 1983, du prix Pulitzer et de l’American Book Award, avant de se trouver adapté au cinéma par Steven Spielberg en 1985.

    Comme tous les théoriciens du complot, David Icke est persuadé qu’une société secrète contrôle les intérêts de la planète. Et, comme beaucoup de théoriciens du complot, David Icke avance que cette société secrète est juive. Récemment, ce dernier affirmait que « le coronavirus avait été créé par la dynastie bancaire juive des Rothschild » et que l’État d’Israël mettait à profit la pandémie « pour tester sa technologie ». Des propos qui ont valu la mise à l’écart de cette figure de la complosphère anglophone. Ainsi, dans sa lettre hebdomadaire du 11 mai, le site Conspiracy Watch, l’Observatoire du conspirationnisme en France, annonçait que les propos outranciers de David Icke sur un supposé complot présidant à la propagation du Covid-19 avaient conduit à la suppression de ses comptes sur Facebook et YouTube, en attendant qu’Instagram et Twitter suivent cet exemple.

    « Dans les ouvrages d’Icke, expliquait Alice Walker dans le “New York Times” en 2018, c’est toute notre existence sur cette planète que nous devons reconsidérer. Comme si le rêve d’une personne curieuse se concrétisait. »

    Cette affaire n’est cependant pas soldée. Début mai, la romancière Alice Walker, ancienne militante des droits civiques, proche de Martin Luther King, a relayé sur son site officiel une des vidéos du Britannique. Celle qui se décrit comme une « féministe noire » dépeignait dans La Couleur pourpre la double oppression à laquelle est soumise la femme noire aux États-Unis, ­victime de la société blanche, puis des hommes noirs. C’est donc au nom d’une autre oppression, celle du supposé complot juif, que la célèbre écrivaine accompagnait la vidéo où David Icke résout le mystère de l’origine de cette pandémie de ces mots : « Rendez-vous compte, nous parvenons enfin à prendre la mesure de l’invisible ! »

    Positions antisionistes virulentes

    Reconnaissons à Alice Walker le mérite de ne pas avancer masquée. Interrogée en décembre 2018 par le New York Times, qui lui demandait quels ouvrages se trouvaient sur sa table de nuit, la romancière citait quatre livres, dont l’essai de David Icke, And the Truth Shall Set You Free, que l’on pourrait traduire par La Vérité te délivrera : « Dans les ouvrages d’Icke, explique Alice Walker, c’est toute notre existence sur cette planète que nous devons reconsidérer. Comme si le rêve d’une personne curieuse se concrétisait. » Le « rêve » d’Alice Walker s’avère un cauchemar. Le livre d’Icke recycle de vieilles antiennes. Avec l’idée force que Les Protocoles des Sages de Sion, un faux publié au début du XXe siècle dans la Russie tsariste, présenté comme un plan de conquête du monde ­établi par les juifs et les francs-maçons, constitue une grille de lecture toujours pertinente.

    La romancière est allée jusqu’à exiger que “La Couleur pourpre” ne soit en aucun cas traduit en hébreu.

    Entre autres délires, l’essayiste affirme que le Ku Klux Klan serait contrôlé par des organisations juives, les organisations d’extrême droite en Grande-Bretagne financées par les services secrets israéliens, alors que les actes antisémites, augmentant de manière exponentielle en Occident depuis le début des années 2000, seraient orchestrées par les juifs eux-mêmes. David Icke se révèle tout aussi fantaisiste sur d’autres dossiers : il est tout à la fois climato­sceptique, vaccinosceptique et hostile aux thèses officielles sur les attentats du 11 septembre 2001.

    Alice Walker n’a jamais fait mystère de ses positions antisionistes virulentes, et de son soutien actif à Boycott, désinvestissement et sanctions (BDS), une organisation appelant aux boycotts économique, académique et culturel de l’État d’Israël. La romancière est allée jusqu’à exiger que La Couleur pourpre ne soit en aucun cas traduit en hébreu. Attaquée pour antisémitisme, Alice Walker s’est défendue dans un post publié en novembre 2017 à l’aide d’un long poème intitulé C’est notre (terrifiant) devoir d’étudier le Talmuda. Les juifs, responsables des malheurs du monde, sont décrits comme les assassins du Christ. Depuis, le covid-19 est apparu. Un nouveau fléau dont les juifs s’avèrent, aux yeux d’Alice Walker, les propagateurs. Au point où l’on peut se demander comment une romancière aussi respectée a pu échapper aussi longtemps à l’opprobre.

    Cette source est douteuse (impliquée dans la défense d’Israël, et plus généralement protagoniste active de la disqualification et de la #démoralisation de diverses modalités de critique ou de contestation, ...), mais elle comporte des éléments factuels probants et je n’ai pas pris le temps de chercher des docs qui soient internes à l’anti-sionisme et/ou à l’anti-racisme étasunien, dont j’espère qu’ils existent.

    #complotisme #Alice_Walker #antisémitisme #littérature #lifestinks #tristesse

    • Alice Walker s’est défendue dans un post publié en novembre 2017 à l’aide d’un long poème intitulé C’est notre (terrifiant) devoir d’étudier le Talmuda. Les juifs, responsables des malheurs du monde, sont décrits comme les assassins du Christ. Depuis, le covid-19 est apparu. Un nouveau fléau dont les juifs s’avèrent, aux yeux d’Alice Walker, les propagateurs.

      Savez-vous si il existe dans l’aire #BDS un débat politique à propos de ce type de position ? de la manière dont la campagne BDS est utilisée comme abri par tel ou telle pour véhiculer des thèses antisémites ? des moyens d’y mettre fin ?

      #glissements_successifs #racisme #silence

  • Επαναπροωθούν πρόσφυγες στα νησιά με ειδικές θαλάσσιες σκηνές

    Η « Εφ.Συν. » φέρνει στη δημοσιότητα βέβαιες, καταγεγραμμένες περιπτώσεις παράνομων επαναπροωθήσεων προσφύγων από θαλάσσης προς την Τουρκία από το Λιμενικό, με ειδική μάλιστα διαδικασία : αφού εντοπίζονται στη στεριά, τοποθετούνται σε σχεδίες που μοιάζουν με πλωτές σκηνές και αφήνονται μεσοπέλαγα στα τουρκικά ύδατα για να τους « ξεβράσει » το κύμα προς την ακτή.

    Πυκνώνουν τα περιστατικά παράνομων επαναπροωθήσεων προσφύγων και μεταναστών από τα νησιά στην Τουρκία, την ώρα που καταγράφεται μια διαστροφική ποιοτική αναβάθμιση των μεθόδων που χρησιμοποιούνται και οι οποίες εκθέτουν σε κίνδυνο για τη ζωή τους δεκάδες ανθρώπους.

    Η « Εφ.Συν. » κατάφερε να ταυτοποιήσει συγκεκριμένα πρόσωπα προσφύγων και φέρνει σήμερα για πρώτη φορά στη δημοσιότητα αποκαλυπτικά ντοκουμέντα, που όχι μόνο αποδεικνύουν τις επαναπροωθήσεις, αλλά δείχνουν ότι αυτές υλοποιούνται πλέον με ειδικές ναυαγοσωστικές σχεδίες, οι οποίες μοιάζουν με σκηνές πάνω στη θάλασσα.

    Οπως διαπιστώνεται, οι αρχές και κυρίως το Λιμενικό, αφού εντοπίσουν τους πρόσφυγες είτε στη στεριά σε κάποια απόκρημνη ακτή είτε μεσοπέλαγα, τους επιβιβάζουν σε αυτές τις ναυαγοσωστικές σχεδίες, τα επονομαζόμενα liferafts, και στη συνέχεια τους αφήνουν εντός τουρκικών χωρικών υδάτων, ώστε να παρασυρθούν από τα κύματα μέχρι να εντοπιστούν από σκάφη της τουρκικής ακτοφυλακής.

    Από τη Σάμο, πίσω

    Στη Σάμο, την 1η Απριλίου αυτόπτες μάρτυρες στις οχτώ το πρωί διαπίστωσαν την αποβίβαση μιας βάρκας με αρκετά άτομα στην παραλία Μουρτιά στην ανατολική πλευρά του νησιού. Το περιστατικό κάλυψε ο διαχειριστής της τοπικής ιστοσελίδας aegaio.blogspot.com Ιωάννης Νέγρης, ενώ ένας ακόμη κάτοικος της περιοχής ήταν παρών. Οι μετανάστες βγήκαν στην ακτή, έσκισαν τη βάρκα τους, έβγαλαν μερικές φωτογραφίες « και άρχισαν να κινούνται προς την πόλη, αφού καμία αρχή δεν ήταν στο συμβάν », σημειώνει ο κ. Νέγρης, που διαθέτει και το ανάλογο φωτογραφικό υλικό.

    Οπως περιγράφει, ο ίδιος επικοινώνησε με το λιμεναρχείο και έμαθε ότι ήδη είχε ξεκινήσει ένα πλωτό για να τους παραλάβει.

    « Από εδώ και πέρα ξεκινούν τα περίεργα », σημειώνει και περιγράφει το πώς στη συνέχεια οι άνθρωποι αυτοί « εξαφανίστηκαν » ! « Γύρω στις 12 το μεσημέρι, δέχομαι τηλέφωνο από αστυνομικό που μου λέει « μάθαμε ότι βγήκαν μετανάστες, μας ενημέρωσε η Υπατη Αρμοστεία, αλλά δεν τους βρίσκουμε.

    Μήπως επειδή είναι Ψευταπριλιά μάς κάνουν πλάκα ; ». Του απαντώ αρνητικά και κλείνει το τηλέφωνο », υποστηρίζει ο κ. Νέγρης. Στη συνέχεια γύρω στις 2.10 το μεσημέρι της ίδιας ημέρας, έμαθε τελικά ότι οι πρόσφυγες, τον αριθμό των οποίων υπολογίζει σε περίπου 25, παρελήφθησαν από ένα φουσκωτό που έφυγε προς άγνωστη κατεύθυνση.

    Σύμφωνα με αυτόπτη μάρτυρα που εντόπισε ο κ. Νέγρης, το φουσκωτό κατευθύνθηκε πίσω από ένα βουνό στην άκρη του κόλπου και μετά χάθηκε. Στη συνέχεια, ο ίδιος επικοινώνησε με το νοσοκομείο και συγκεκριμένα με τον διοικητή του, ο οποίος δήλωσε ενήμερος για το περιστατικό. Ωστόσο από το λιμεναρχείο τον διαβεβαίωσαν ότι αυτοί οι μετανάστες δεν υπάρχουν και ότι κανένα τέτοιο περιστατικό δεν έχει καταγραφεί !

    Το φωτογραφικό υλικό όμως που έδωσε στη δημοσιότητα ο κ. Νέγρης, όπως και ακόμα μία κάτοικος, πιστοποιεί όχι μόνο την άφιξη αλλά και την ταυτοπροσωπία ορισμένων εξ αυτών, που διακρίνονται σε ανάλογο υλικό το οποίο δημοσιοποίησε την επόμενη ημέρα η ακτοφυλακή της Τουρκίας. Φωτογραφίες τόσο από την περισυλλογή των προσφύγων μέσα από τη θάλασσα, επιβαινόντων πλέον σε liferaft, όσο και μέσα από την ακταιωρό που μετέφερε τους ναυαγούς !

    Συγκεκριμένα παρατηρούμε και στις δύο φωτογραφίες πρόσφυγες να κρατούν τα ίδια αντικείμενα (χαρακτηριστική η κόκκινη βαλίτσα της φωτογραφίας), να φορούν τα ίδια ρούχα, όπως η κόκκινη φόρμα παντελόνι που φοράει ο ένας, το τζιν μήκους ⅔ που διακρίνεται να φορά μια κοπέλα αφρικανικής καταγωγής και πολλά ακόμη στοιχεία, όπως παπούτσια κ.ά.! Στοιχεία που οδηγούν στο ασφαλές συμπέρασμα ότι οι ίδιοι άνθρωποι, που αποβιβάστηκαν το πρωί της 1ης Απριλίου στη Μουρτιά της Σάμου, φωτογραφήθηκαν σε σκάφος του λιμενικού της Τουρκίας την επόμενη ημέρα. Οπως αποδεικνύεται, η περίπτωση της Σάμου δεν είναι και η μοναδική, ούτε κάτι που συνέβη ευκαιριακά με πρωτοβουλία κάποιου χαμηλόβαθμου αξιωματικού που ενδεχομένως εκμεταλλεύτηκε τη συγκυρία.
    Μαρτυρίες και για Χίο

    Ενδεικτική είναι η μαρτυρία για ένα ύποπτο περιστατικό που σημειώθηκε στη Χίο στις 23 Μαρτίου. Εκεί αρχικά έγινε γνωστό ότι στην περιοχή των Καρδαμύλων κατέφτασε βάρκα με 40 πρόσφυγες, γεγονός που κατέγραψε ο τοπικός Τύπος και επιβεβαίωσε το λιμεναρχείο. Στη συνέχεια όμως από το λιμεναρχείο υποστήριζαν ότι οι συγκεκριμένοι είχαν φύγει από τη ΒΙΑΛ και πήγαν στα Καρδάμυλα, σκηνοθετώντας -υποτίθεται- την αποβίβασή τους με σκοπό να ξεγελάσουν τις αρχές και να ενταχθούν στους νεοεισερχόμενους μετά την 1η Μαρτίου, ώστε να καταφέρουν να αποχωρήσουν αμέσως για κάποια κλειστή δομή στην ηπειρωτική χώρα.

    Σύμφωνα όμως με μαρτυρία ενός πρόσφυγα που διαμένει στη ΒΙΑΛ, ανάμεσα σε αυτούς στα Καρδάμυλα ήταν και ο αδελφός του, ο οποίος ενημέρωσε για την άφιξή του στέλνοντας φωτογραφίες. Ο τελευταίος αμέσως ειδοποίησε τουλάχιστον δύο αλληλέγγυους, στους οποίους προώθησε και τη φωτογραφία με την παραλία. Η μία εκ των αλληλέγγυων στη συνέχεια μαζί με τον πρόσφυγα από τη ΒΙΑΛ έφτασε στα Καρδάμυλα, εκεί όπου η αστυνομία τούς απαγόρευσε την προσέγγιση στην παραλία.

    « Στη συνέχεια δεν υπήρξε καμία επικοινωνία και την επόμενη ημέρα ο νεοεισερχόμενος έστειλε από κινητό τρίτου ατόμου μήνυμα ότι είχε μεταφερθεί στο Τσεσμέ και από τότε αγνοούνται τα ίχνη του », δήλωσε στην « Εφ.Συν. » μέλος της ομάδας αλληλεγγύης. Οπως έγινε γνωστό, ο πρόσφυγας κατέληξε σε φυλακή της Τουρκίας, ενώ το κινητό του έχει κατασχεθεί από το Λιμεναρχείο Χίου. Ανάλογο περιστατικό σημειώθηκε και στα Γρίδια κοντά στον οικισμό των Νενήτων στη Χίο, όπου ομάδα προσφύγων κατέφτασε στην ακτή και ντόπιοι φωτογράφισαν την άφιξή της.

    Πάλι όμως το λιμεναρχείο ισχυρίστηκε ότι επρόκειτο για προσπάθεια σκηνοθετημένης άφιξης. Ωστόσο η ακτοφυλακή της Τουρκίας την επομένη, 26/3, έδωσε στη δημοσιότητα φωτογραφίες από τη διάσωση 21 ανθρώπων έξω από το Τσεσμέ, πάλι σε liferaft, μεταξύ τους 12 παιδιά και πέντε γυναίκες. Οπως μάλιστα έγινε γνωστό, στο liferaft όπου είχαν στριμωχτεί, υπήρχε δεμένο και ένα μικρό φουσκωτό σκάφος όπου είχαν στοιβάξει τις αποσκευές τους.
    Εν κρυπτώ

    Αξίζει να αναφερθεί ότι το Λιμεναρχείο Χίου ουδέποτε έδωσε στη δημοσιότητα κάποια σύλληψη για την υποτιθέμενη μεταφορά των προσφύγων από τη ΒΙΑΛ στα Καρδάμυλα (απόσταση 40 και πλέον χιλιομέτρων), ενώ και στο δεύτερο περιστατικό που συνέβη την πρώτη μέρα περιορισμού της κυκλοφορίας, θεωρείται απίθανο να μην τους αντιλήφθηκε κάποιος κατά τη διαφυγή τους από τη ΒΙΑΛ και την πορεία τους περίπου 10 χιλιόμετρα μέχρι την ακτή, όπου εντοπίστηκαν από ντόπιους. Να σημειωθεί ότι υπάρχουν και άλλες παραλίες σαφώς πιο κοντά στη ΒΙΑΛ που θα μπορούσαν να επιλέξουν οι πρόσφυγες, αν όντως ήθελαν να σκηνοθετήσουν την άφιξή τους.

    Συνολικά εννέα περιπτώσεις διάσωσης προσφύγων σε liferaft έχει δώσει στη δημοσιότητα το λιμενικό της γειτονικής χώρας, με πρόσφυγες που βρέθηκαν να πλέουν χωρίς καμία δυνατότητα ελέγχου της πορείας τους, μια και αυτές οι φουσκωτές σχεδίες στερούνται μηχανή ή όποιο άλλο προωθητικό μέσο ή και πηδάλιο.

    Πρόκειται για περιπτώσεις όπου σκάφη της ακτοφυλακής της Τουρκίας μαζεύουν ναυαγούς από liferaft σε ακτογραμμή μήκους 170 ν.μ. Και συγκεκριμένα από το Δικελί ανατολικά της Λέσβου έως και την πόλη Ντάτσα (Datça) βόρεια της Σύμης, εκεί όπου τα περιστατικά διάσωσης προσφύγων σε liferaft είναι πυκνά. Το πρώτο καταγράφηκε στις 23 Μαρτίου, όταν η τουρκική ακτοφυλακή στις 5.25 μ.μ. μάζεψε από liferaft συνολικά 31 άτομα, που δήλωσαν ότι το πρωί της ίδιας ημέρας είχαν αποβιβαστεί στη Σύμη. Το δεύτερο στη Σύμη και τρίτο χρονικά σημειώθηκε στις 27/3, σχεδόν μία ώρα μετά τα μεσάνυχτα, με τον ίδιο τρόπο, με 10 διασωθέντες.

    Επαναλήφθηκε τέταρτη φορά στις 29/3 και ώρα 23.40 πάλι στην Datça με 18 άτομα. Το πέμπτο καταγεγραμμένο περιστατικό σημειώθηκε στην πόλη Didim της δυτικής Τουρκίας απέναντι από το Φαρμακονήσι, με την τουρκική ακτοφυλακή να διασώζει από liferaft εννέα πρόσφυγες.

    Το έκτο και το έβδομο περιστατικό σημειώθηκαν έξω από το Δικελί, απέναντι από τη Λέσβο, στις 31 Μαρτίου όπου μέσα σε λίγα λεπτά στις 01.21 και 01.38 περισυνελέγησαν συνολικά 39 άνθρωποι. Το όγδοο ήταν αυτό της Σάμου την 1η Απριλίου, όπου οι πρόσφυγες μεταφέρθηκαν στο Αϊδίνι της Τουρκίας, ενώ το ένατο και πιο πρόσφατο σημειώθηκε στις 4 Απριλίου με τον εντοπισμό ενός liferaft με 15 άτομα έξω από το Αϊβαλί. Τα στοιχεία για τους αριθμούς των διασωθέντων, για την τοποθεσία και την ώρα προέρχονται από τη ΜΚΟ Aegean Boat Report, ενώ οι φωτογραφίες από το τουρκικό λιμενικό.

    https://www.efsyn.gr/ellada/koinonia/238226_epanaproothoyn-prosfyges-sta-nisia-me-eidikes-thalassies-skines

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    –-> Commentaire de Vicky Skoumbi, reçu via mail, le 08.04.2020 :

    Absolument terrifiant : une nouvelle méthode de refoulement maritime extrêmement dangereuse est pratiquée au moins depuis le 23 mars par les garde-côtes grecs

    Plusieurs cas de refoulement maritime de réfugiés par une méthode extrêmement dangereuse : ils sont renvoyés vers la Turquie sur des canots de sauvetage gonflables dits #liferaft.

    Le Journal de Rédacteurs révèle des refoulements maritimes illégaux de réfugiés vers la Turquie par les garde-côtes, avec une procédure spéciale : une fois repérés à l’endroit où ils ont débarqués, les réfugiés sont placés sur des radeaux de survie qui ressemblent à des tentes flottantes et sont laissés à la dérive dans les eaux turques afin de le courant les emporte vers la côte turque.

    Cette méthode employée déjà pour repousser des dizaines de personnes est non seulement illégal mais extrêmement dangereuse : dans la mesure où ces radeaux de sauvetage n’ont ni machine ni gouvernail ils dérivent hors contrôle et mettent en danger la vie de ceux qui s’y trouvent.

    Le reportage photographique de Efimerida tôn Syntaktôn permet identifier des visages spécifiques des réfugiés en train de débarquer ; les mêmes visages se retrouvent sur les radeaux de sauvetage spéciaux, qui ressemblent à des tentes, ces liferafts à la dérive.

    Il s’avère que les autorités, et en particulier les garde-côtes, après avoir localisé les réfugiés sur terre, soit sur une ligne côtière escarpée soit au milieu de la mer, les obligent de monter à bord de ces radeaux de sauvetage, ces soi-disant radeaux de sauvetage, puis les laissent dans les eaux territoriales turques, afin qu’ils soient emportés par les vagues jusqu’à ce que les navires des garde-côtes turcs les repèrent.

    Les mêmes personnes, avec des vêtements et des objets caractéristiques, apparaissent sur des photos prises le 1er avril à Samos et le lendemain sur un bateau de la garde côte turque.

    Au total, neuf cas de sauvetage de réfugiés sur des liferafts ont été rendus publics par les garde-côtes turques, les réfugiés naviguant sans aucune possibilité de contrôler leur trajectoire, car ces radeaux gonflables ne sont dotés ni de machine, ni d’autre moyen de propulsion, ni de gouvernail.

    Les données sur le nombre de personnes secourues, l’emplacement et l’heure proviennent de l’ONG Aegean Boat Report, tandis que les photos de garde-côtes turcs. Pour voir le reportage photo Efimerida tôn Syntaktôn (https://www.efsyn.gr/ellada/koinonia/238226_epanaproothoyn-prosfyges-sta-nisia-me-eidikes-thalassies-skines)

    Voir aussi la page FB de Aegean Boat Report :
    https://www.facebook.com/AegeanBoatReport/posts/805700453286394?__tn__=-R

    #migrations #asile #réfugiés #refoulement #push-back #refoulements #push-backs #Mer_Egée #Grèce #Turquie #frontières #life_raft #liferafts #life_rafts #orange

    ping @luciebacon @isskein @karine4

    • More images published by @ABoatReport
      this morning: a floating deportation camp.

      https://twitter.com/itamann/status/1265202422177320960?s=03

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      Tents at Sea: How Greek Officials Use Rescue Equipment for Illegal Deportations

      Back in 2013, Australia introduced strange new machinery in its campaign against unauthorized migration: a dozen bright-orange and windowless life vessels, shaped like missiles. These were equipped with navigational systems, air conditioning, and an engine. Each vessel, asylum seekers said, was given “just enough fuel” to reach Indonesia. When they washed ashore in February 2014, Indonesian locals were initially unsure what they were looking at. It was a piece of new deportation infrastructure, designed to launch migrants intercepted at sea back to where they had come from.

      In the shadow of the coronavirus pandemic, Greek authorities have put in place comparable deportation machinery. In at least 11 incidents since March 23, migrants have been found drifting in orange, tent-like inflatable life rafts without motors or propellants and that cannot be steered. Members of the Turkish Coast Guard reported these apparitions, but Greek authorities neither explained nor documented them. Images of these life rafts, fluorescent triangular structures afloat between black sea and dark sky, looked strange enough to seem superimposed. Relying on testimony and footage we obtained from multiple sources, including asylum seekers in the area, our investigation verifies this latest show of violence at the Greek-Turkish maritime border.

      Far from Australia’s flashier orange vessels from five years back, these are more modest structures. Importantly, the Greek life rafts have appeared in a very different maritime environment: compared to the oceans surrounding Australia, the Aegean Sea is a relatively placid and narrow body of water. Yet like the Australian vessels, these too have been put in place by State authorities, in an organized way, violating fundamental rules of international law. The two sets of deportation craft share visible similarities and are each used in dangerous ways, shedding light on the legal and moral risks that states are now willing to take, just to keep out unwanted populations.

      Maximum Deterrence

      On Nov. 27, Greek Member of Parliament Kyriakos Velopoulos, leader of the right-wing Greek Solution party, appeared on a popular TV talk show on ERT, a Greek state-owned public broadcaster. He advanced a policy first adopted by the United States in Guantanamo Bay, where Haitian asylum-seekers were detained long before 9/11, and later expanded upon by Australia: open-air detention of asylum seekers on “uninhabited” islands. For those whose applications are rejected, Velopoulos suggested unilateral pushbacks to Turkey: Greek authorities should simply remove arriving migrants from the country and send them back to where they came from. Holding photos of the oblong orange vessels Australia had used, he explained: “This here … is a raft made by the Australian government … with food, actual food, and it never sinks.” An interviewer gasped: “There’s a humanitarian aspect to it!”

      The relevant background to Velopoulos’s suggestions goes back to 1990, when the Dublin Convention introduced a system whereby asylum seekers must remain in the first European Union member State they access and have their requests processed there. This created an enormous and unjust burden on states at the “external borders” of the EU, such as Greece.

      The latest version of this arrangement, the Dublin III Regulation, was adopted in 2013. In June 2015, the EU further exacerbated the disproportionate role given to Greece in “migration management”: with the announcement of the “hotspot” approach, several Aegean islands became locations for asylum-seeker screening, with departures to the mainland prohibited. By August, the flow of refugees from conflicts in the Middle East and Africa, particularly the Syrian civil war, began to surge, generating a crisis within the EU as Member States argued over how to handle the arrivals.

      The influx of migrants generated a legal challenge to the Dublin rules, but the Court of Justice of the European Union upheld them in a 2017 ruling. In the meantime, in 2016, the EU and Turkey issued a joint statement saying Turkey would prevent unauthorized migrants from leaving its territory, in return for as much as 6 billion euros from the EU. Refugees and migrants thus became a bargaining chip that Ankara continuously used in its diplomatic wrangles with Brussels.

      Earlier this year, as Turkish President Recep Tayyip Erdogan pressed for Western approval of his military operation against Syrian and Russian forces in northern Syria, he intensified his exploitative bargaining. On Feb. 29, he declared that the country would no longer prevent migrants from reaching Europe.

      As thousands of migrants gathered at the Turkish-Greek border, seeking to enter, Greek Prime Minister Kyriakos Mitsotakis warned in a tweet, “Once more, do not attempt to enter Greece illegally – you will be turned back.” On March 1, the Greek government issued an emergency decree suspending asylum applications. According to Human Rights Watch, the Greek National Security Council announced that unauthorized migrants would be immediately returned, without registration, “where possible, to their countries of origin or transit,” such as Turkey. As in other countries in the Mediterranean basin, which also resorted to emergency measures, the ongoing coronavirus pandemic has provided a convenient pretext for cracking down on migrants.

      Adrift on the Aegean

      According to a report from the Turkish Coast Guard, the first of at least 11 alleged pushback incidents involving life rafts occurred on March 23. One of the Turkish Coast Guard’s March 23 reports on “irregular migration” stated that the Guard had rescued 31 Syrian asylum seekers found floating in a life raft off the coast of Muğla’s Datça district in the Aegean Sea. The raft in question can clearly be seen in a press release photograph published by the Coast Guard about the incident.

      The refugees contacted the Consolidated Rescue Group, a grassroots organization run by Arabic-speaking volunteers who operate an emergency hotline for migrants in distress. In a statement obtained by the group and forwarded to us, the asylum seekers rescued on March 23 said they landed on the Greek island of Symi on March 22, at approximately 6 am. At certain points, the island is less than 8 km (or 5 miles) from the Turkish shore. The next day, the Greek authorities forced them onto “a small raft that looked like a tent and was orange in color” and left them to drift.

      “Up until then, we had no idea that this was what they are going to do,” one of those on board, a construction worker (name withheld for security reasons) from the southeastern outskirts of Damascus, told us in a follow-up interview over WhatsApp.

      The Greek Coast Guard had brought them to the main port of Symi and boarded them onto a ship: “They told us they would take us for a Corona test, and then we would be given our belongings back and transferred to Athens,” he said. Instead, after two hours onboard the Greek Coast Guard vessel, the authorities forced them down into a small raft: “They put everyone in … children, women, elderly, and young people. They didn’t leave anyone in the ship,” he said, telling us that they were left to drift “for over three hours,” until they were eventually rescued by the Turkish Coast Guard.

      He provided us with video footage that he recorded of the group’s arrival on the island of Symi, as well as footage recorded from inside the raft, while awaiting rescue (see below).

      The Greek government’s daily public statistics of arrivals contains no record of their arrival on the Greek island or their deportation to Turkey.

      A series of similar incidents were reported by the Turkish Coast Guard in the following days. On March 27, the Coast Guard reported rescuing 10 migrants (eight Palestinian, two Egyptian, consisting of 3 men, 2 women and 5 children) in a “life raft” off the coast of Muğla’s Datça district (the Turkish version is written as “Can Salı”). Again, photographs accompanying the Coast Guard’s official press release show people being rescued from a tent-like raft. According to the Turkish Coast Guard’s statements, the migrants had been “pushed back towards Turkish territorial waters by Greek Coast Guard.”

      The next day, on March 28, nine Syrians (4 men, 2 women and 3 children) rescued were reported found in a “life boat” off the coast of Aydın’s Didim district, again with clear photographs of the distinctive tent-like raft accompanying the Guard’s report.

      We interviewed a Kurdish couple from Hasaka, Syria, who were among the group. According to the couple, on the morning of March 27, “around 7 or 8 a.m.,” they arrived on the Greek island of Farmakonisi. Unlike the larger Aegean islands of Chios, Lesvos, Samos, and Kos, where refugees most commonly arrive, Farmakonisi is an uninhabited island and a military base. There are no camps or reception facilities for asylum seekers.

      The couple told us they were held by the army in terrible conditions. They described being “treated like animals, … [t]he army took our phones, money, clothes, and documents then threw them into the sea. Around 3 a.m., they took us toward the sea border. Then they made us take a boat shaped like a square tent, 2 meters wide. Then we were rescued by the Turkish Coast Guard.”

      Again, on March 29, the Turkish Coast Guard reported rescuing 18 migrants (7 men, 4 women and 7 children) at 11:40 p.m. The Coast Guard issued a press release, complete with clear photos of the migrants being rescued from a life raft.

      This is consistent with statements from migrants claiming to have been among those rescued. We interviewed a Syrian man who provided us with photographs of his arrival on Rhodes on March 27. The man told us he arrived with a group of 18 people: seven Palestinians, six Syrians and five Iranians, including children and a pregnant woman. After arriving on Rhodes, the man and the rest of the group were held by the Greek police on the roadside from 7 a.m. until 3 p.m.

      “The weather was really cold and they did not let us light a fire to warm the women and children who were with us,” he said. The group was then transferred to the port by bus: “They gave us two tents, without anything in them. We were under full surveillance,” he added.

      “They [Greek authorities] were suspicious that we had corona, so we wrote a sign that none of us has corona so that we could reassure them, hoping they would treat us in a humane way,” he said. “But this changed nothing.”

      The group stayed in the makeshift camp for 2 1/2 days, until the night of March 29. He said that was when “a military van with army officers transferred us to the port and handed us over to the Greek Coast Guard.”

      They were on board the Greek Coast Guard boat for about one hour: “Then they switched off the engine of the boat and made us go down, in the middle of the sea, in a rubber boat shaped like a tent.” They were left to drift for what he describes as approximately two hours, when they were intercepted by the Turkish Coast Guard:

      When the Turkish Coast Guard found us and took us to the Turkish land, they registered our information and transferred us to the police station. They split us in half. One half was Syrians and Palestinians and the other half is the other nationalities. For us, we were detained for like 15 days and after that we were released without any rights as refugees, such as having a Kimlik [Temporary Protection Identification Document].

      Without the proper registration, he explains, he is now hiding from the Turkish authorities as he fears being forcibly returned to Syria, where he fled.

      Contravening International Rules

      “Shaped like a tent,” as migrants repeatedly describe them, the life rafts the Greek Coast Guard appears to be employing to expel migrants are, in fact, designed for emergency evacuation in the case of shipwreck. They are manufactured not for transportation, but for rescue in case of a boat or ship sinking, to keep survivors afloat and alive until assistance arrives. They are not equipped with an engine or other propellant, cannot be steered, and provide minimal protection from the elements.

      As Paul Crowley, a former captain for the Royal National Lifeboat Institution in Ireland, explained to us, such life rafts are never to be deployed “for any other reason other than to preserve life if no other option is available. It would contravene any internationally recognized standard to take people from a non-life-threatening location, either land or vessel, and place them in a raft.”

      As far as the law goes, these returns risk violating the international standard of non-refoulement. This principle is at the centerpiece of international refugee protection, and prohibits returns of asylum seekers to any place where they may suffer persecution, torture, or inhuman and degrading treatment. The returns also violate Greece’s obligations under human rights law, including the prohibition of torture and inhuman and degrading treatment, and the right to life (see Articles 3 and 2, respectively, of the European Convention on Human Rights). Inasmuch as these violations constitute a “widespread or systematic attack” directed against a “civilian population,” they may raise concerns under international criminal law. Evidence continues to surface that these days, when it comes to the treatment of migrants, the Greek authorities violate fundamental edicts of international law unabated.

      While the use of rescue equipment for deportations appears to be a new development, pushbacks on the Aegean are not. On March 23, United Nations Special Rapporteur on the human rights of migrants Felipe González Morales stated that he is “very concerned about the reported pushbacks of asylum seekers and migrants” by Greek authorities at both land and maritime borders. He also referenced recent violence committed by Greek authorities against those seeking to aid migrants in the Aegean Sea area. The Germany-based human-rights monitoring organization Mare Liberum (“The Free Sea”) told us that a more common tactic of the Greek Coast Guard is to remove the engines of migrants’ boats and leave them to drift. Likewise, reports of the Turkish Coast Guard resorting to violence have arisen since Turkey’s implementation of the 2016 deal with the EU. Examples reported to the authors by migrants and NGO workers include driving rings around boats and throwing stones to stop boats from leaving Turkish waters.

      Clearly both countries have geostrategic motives for their treatment of migrants related to their fraught relationships with the EU – including aid money and various benefits for their own citizens. Often, it seems like the two countries are playing a violent game of ping-pong across the Aegean with migrant bodies.

      An Iraqi refugee whom we interviewed over WhatsApp — we will refer to as “Hatim” for safety reasons — told us that he has been pushed back to Turkey by Greek authorities on three occasions since July 2019. Hatim and his family fled to Turkey in 2014, when ISIS took over their home city of Mosul. They were selected for resettlement in the United States, and had just finished their first interview when Trump’s January 2017 Executive Order interrupted the program. On the night of April 1, 2020, he and his family made four separate attempts to reach the Greek island of Chios. On the last attempt, their rubber dinghy, carrying approximately 40 people, entered Greek territorial waters and was intercepted by the Greek Coast Guard. The Coast Guard confiscated the fuel from their boat and returned them to Turkish waters, leaving them to drift.

      The systemic nature of such violations by the Greek authorities was recently highlighted by whistleblowers working under Frontex, the European border enforcement agency. In early March, the crew of a Danish patrol boat participating in “Operation Poseidon,” an EU maritime border patrol mission coordinated by Frontex, revealed that the Hellenic Coast Guard has explicit orders to stop migrant boats from crossing the sea border between Turkey to Greece. The Danish unit had refused to obey a pushback order from Operation Poseidon headquarters. Since then, NGOs Alarmphone and Mare Liberum have documented a series of pushbacks by Greek authorities along the Greece-Turkey border, including in the Aegean, that have become increasingly visible and severe.

      Most notably, Greek newspaper EFSYN reported an incident involving 26 migrants whose arrival on Mourtia Beach on the Greek island of Samos April 1 was documented by a resident. The arrival was not reported by the Greek authorities. In fact, government statistics recorded no new arrivals to Samos on that date.

      However, photographs taken by the Samos resident (and reproduced in EFSYN’s reporting) show the deflated dinghy and newly arrived migrants heading away from the shore. One member of the group is distinguished by bright red trousers while another carries a red duffle bag. EFSYN published photographs obtained from the Turkish Coast Guard of the same group who had arrived on Mourtia Beach aboard a Turkish Coast Guard boat after their rescue later that day, noting the marked similarities in the appearance, clothing and baggage of the migrants in the two sets of photographs. On the same day, the Turkish Coast Guard reported rescuing 26 migrants (found with a life raft) on the shore near Kuşadası national park, in a location that cannot be reached by land. According to the Turkish Coast Guard, the migrants said they had landed on Samos, were rounded up by the Greek Coast Guard and left to drift in the raft.

      On May 12, EFSYN published a video of a life raft like the ones pictured above (but without the cover) being dragged by a Greek Coast Guard boat off the southeast coast of Samos. The video was originally published by the Turkish Coast Guard on April 29, at which time it announced rescuing 22 people found drifting off the coast of Aydin province, bordering the Greek island of Samos. According to Bellingcat’s recent investigation into the incident, the group of 22 migrants rescued on April 29 (pictured in the video) had, in fact, arrived on Samos the previous day, on April 28.

      Most recently, a video surfaced on YouTube appearing to show the Turkish Coast Guard rescuing a group of 30 migrants aboard two life rafts. According to Turkish records and reports, including photographs, the Coast Guard rescued 30 migrants in two life rafts on May 13, consisting of 13 Congolese, eight Syrians, five Bangladeshis and three Palestinian nationals, along with a Lebanese national. The rescue occurred off the coast of the district of Menderes in Turkey’s İzmir province.

      On May 15, yet another group of migrants were rescued by the Turkish Coast Guard after being found in these distinctive life rafts. This group of 25 migrants also reported having been repelled by Greek authorities, again with photographic evidence.

      The Tent and the Missile

      Australians eventually replaced their orange lifeboats with fishing boats, although the intention was the same – pushing migrants away from Australian shores. But there was something chillingly memorable about that episode. It embodied the often-hypocritical moral stance of liberal democracies regarding strangers in need: a willingness to engage in extreme measures, even violence, to enforce borders, coupled with an emphasis on efficiency and a pretense of safety.

      While the Australian deportation vessels appear to have been custom-made and reportedly were purchased for $40,000 AUD each (about $25,000 USD), the Greek life raft “tents” are considerably more modest. They are the kind of equipment a yacht owner might purchase online for around $2,000. Under the 1974 Safety of Life as Sea Convention, maritime vessels are required to have such protective gear available. The Hellenic Coast Guard has now repurposed them for the opposite ends – putting people in danger.

      The Greek orange rafts seen in pictures appear to be a model manufactured by a Greek company called LALIZAS, which specialize in rescue equipment. A November 2019 LALIZAS newsletter includes an article entitled “24 hours in a LALIZAS Liferaft: Mission accomplished!” It describes a training in which members of Greece’s Hellenic Rescue Team and Hellenic Air Force carried out a simulated “‘actual’ case of emergency” by relying on a LALIZAS life raft and its food and survival equipment for a full 24 hours (see the story on the LALIZAS website here, and official video of the simulation, here). The life raft in question, code named “MEDUSSA” for the simulation, appears identical to those in many of the images of the tent-like rafts migrants have been rescued from while adrift in the Aegean.

      According to the Greek government’s procurement records available online, it purchased the life rafts for the Greek Navy in 2017. Several government ministries appear to have contracts with this company.

      The Australian life raft most closely resembles a missile. Its very image conveys the omnipotence of a regional superpower. By using such a machine, Australia effectively said to those attempting unauthorized maritime entry, “We will shoot you away.” To be sure, this missile is not fired at the migrants. It’s as if they become part of its ammunition; shot back at Indonesia’s shores, they are expected to crawl out of the shell once the missile crashes on one of the country’s countless atolls.

      Compared to the grandeur of the Australian missile-like object, and its mechanical cruelty, the Greek tent-like raft is a poignant symbol of inhumanity. Set adrift on the Aegean, its disquieting quality emerges from the fact that it becomes a kind of metaphor for the refugee’s condition. Asylum seekers describing it had often used the Arabic word ḵēma (خيمة), which is the tent one would use in a camp (and typically not a home, even if that too is a tent). It echoes the word mūẖym, which means refugee camp. No fuel is rationed to reach a destination, and the expectation appears to be that the life raft will simply drift across the relatively narrow waterway.

      The act of putting migrants to sea in inflatable tents is in line with the broader EU contemporary response to the “refugee crisis” – rejection and abandonment. This is, at least, how asylum seekers protesting at Moria camp, on the Greek island of Lesvos, see it: “We have been abandoned here,” said one asylum seeker on April 22.

      Like the Australian example, the tent too is an instrument of deterrence: “We will shoot you away” is replaced with a threat of an even more perilous exile on water. This aspect, however, does not make the Greek use of the life rafts any better than the Australian display of technological might. Both are utilized to perform what is almost an act of murder, but ultimately not quite there.

      https://www.justsecurity.org/70309/tents-at-sea-how-greek-officials-use-rescue-equipment-for-illegal-depo

      –-> #camps_flottants #camp_flottant

    • A terrifying video of a push-back in the Aegean sea; men, women –two of them pregnant- and children abandoned at sea on a liferaft by the greek coast-guards

      https://www.youtube.com/watch?v=VKsEHZKGsSE&feature=emb_title

      –—

      Le reportage complet du quotidien grec Efimerida tôn Syntaktôn:

      Επαναπροώθηση με ελληνική σφραγίδα

      Ένα ακόμα περιστατικό παράνομης επαναπροώθησης που σημειώθηκε στις 25 Μαΐου στο Αιγαίο, στη θαλάσσια περιοχή ανοιχτά της Λέσβου, έρχεται στη δημοσιότητα για να επιβεβαιώσει την σύνδεση της χρήσης σχεδιών τύπου liferafts, με τις ελληνικές λιμενικές αρχές.

      Όπως είχε αποκαλύψει πρόσφατη έρευνα που δημοσιεύτηκε στον ιστότοπο justsecurity.org από τους δρ. Itamar Mann και Niamh Keady Tabal, και παραθέτει στοιχεία και για παράνομες επαναπροωθήσεις, το Ελληνικό Δημόσιο συνεργάζεται στενά με την ελληνική εταιρεία LALIZAS, σωστικές συσκευές της οποίας προμηθεύτηκε και το Πολεμικό Ναυτικό, σύμφωνα με αρχεία αναρτημένα στη Διαύγεια, το 2017.

      Η έρευνα συζητήθηκε διεθνώς και ανάγκασε τον επικεφαλής της Frontex Φαμπρίς Λεγκέρι να παραδεχτεί τις ελληνικές παράνομες επιχειρήσεις επαναπροώθησης.

      Το βίντεο που δημοσιοποιεί σήμερα η « Εφ.Συν. » εξετάστηκε από την ερευνητική ομάδα Disinfaux, η οποία συμμετείχε στην έρευνα του justsecurity.org. Στο βίντεο διακρίνεται καθαρά πάνω στη σχεδία η επιγραφή LALIZAS ISO-RAFT. Διακρίνεται επίσης ο σειριακός αριθμός και η ημερομηνία κατασκευής της σχεδίας, βάσει της διαθέσιμης ανάλυσης (ISO 96-50-1, LALIZAS ISO-RAFT, Date of Manufacture 10/2016 Serial Number 161012174). Το προϊόν με αυτά τα χαρακτηριστικά διαφημίζεται στην ιστοσελίδα της εταιρείας.

      Σε άλλο απόσπασμα του βίντεο φαίνονται σε κοντινή απόσταση οι άλλες 3 παρόμοιες πλωτές σχεδίες, γεγονός που συνάδει με τα διαθέσιμα στοιχεία για το περιστατικό της 25ης Μαΐου, όπως είχε δημοσιευτεί το ίδιο πρωί, από τη Τουρκική Ακτοφυλακή.

      Ελληνικές σχεδίες

      Ανήκε η συγκεκριμένη σχεδία στον επίσημο εξοπλισμό του Πολεμικού Ναυτικού ή άλλων ελληνικών δυνάμεων ; Πώς βρέθηκε καταμεσής του Αιγαίου ως μέσο επαναπροώθησης προς την Τουρκία προσφύγων που είχαν βρεθεί σε κίνδυνο ; Τι αναφέρουν τα πρωτόκολλα διάσωσης για όσους βρίσκονται σε κίνδυνο στη θάλασσα ;

      Τα βίντεο τραβήχτηκαν από πρόσφυγα πάνω στη σχεδία την ώρα της επαναπροώθησης. Σε ανάρτησή του στα μέσα κοινωνικής δικτύωσης περιγράφει τις δραματικές στιγμές που έζησε αυτός και άλλοι περίπου 70 πρόσφυγες στις 25 Μαΐου, από τη στιγμή που έπεσαν στα χέρια του Λιμενικού μέχρι που τους εγκατέλειψε, και βρέθηκαν να πλέουν αβοήθητοι πάνω σε τέσσερις σχεδίες στη μέση του Αιγαίου. Παρέμειναν εκεί, ανάμεσά τους πέντε παιδιά και δύο έγκυες. Ένας τους είχε καταφέρει να κρύψει το κινητό του τηλέφωνο και κατάφεραν να καλέσουν το τουρκικό Λιμενικό, το οποίο τους εντόπισε.

      Η « Εφ.Συν. » επικοινώνησε με τον πρόσφυγα που ανάρτησε το βίντεο. Όπως αναφέρει, σκάφος της ελληνικής ακτοφυλακής έκανε μανούβρες γύρω από τη βάρκα στην οποία αρχικά επέβαιναν οι πρόσφυγες. « Όλοι οι φίλοι μου έκλαιγαν, ούρλιαζαν, ζητούσαν βοήθεια από το λιμενικό. Άντρες που φορούσαν στρατιωτικές στολές, και είχαν όπλα, πήραν τη μηχανή της βάρκας και μας είπαν : "Είμαστε εδώ για να σας βοηθήσουμε, θέλουμε να σας μεταφέρουμε στο καμπ της Μόριας" », λέει χαρακτηριστικά.

      Τους επιβίβασαν στο σκάφος του λιμενικού και αφού έλεγξαν τη θερμοκρασία τους με θερμόμετρα, τους χτύπησαν και τους αφαίρεσαν τα προσωπικά τους αντικείμενα. « Μας πήραν τα πάντα : χρήματα, τσάντες, τηλέφωνα », λέει. Αφαίρεσαν από το σκάφος του λιμενικού την ελληνική σημαία, τους οδήγησαν μεσοπέλαγα και τους επιβίβασαν σε τέσσερα liferaft. Τους ανάγκασαν να ανέβουν είκοσι άτομα σε κάθε σχεδία, ενώ η -βάσει προδιαγραφών- χωρητικότητά της είναι για 12 άτομα. Η εταιρεία LALIZAS δεν έχει στον κατάλογο της παρόμοιου τύπου liferaft με χωρητικότητα άνω των 12 ατόμων. Επισημαίνει επίσης πως οι τέσσερις τσάντες από τις οποίες έβγαλαν τα πλωτά ήταν χρώματος πορτοκαλί, όπως διαφημίζεται και το προϊόν στο site της LALIZAS.

      « Δεν έδωσαν σωσίβια στους ανθρώπους που δεν είχαν, και όταν εγώ ζήτησα από έναν λιμενικό να μου δώσει το τηλέφωνό μου για να επικοινωνήσω τουλάχιστον με την τουρκική ακτοφυλακή μου απάντησε "έλα και πάρ’ το", δείχνοντάς μου τα γεννητικά του όργανα », αναφέρει ο πρόσφυγας, ο οποίος θέλει να κρατήσει την ανωνυμία του.

      Τους περικύκλωσαν για 15 περίπου λεπτά και μετά τους εγκατέλειψαν. Ένας από τους επιβαίνοντες κατάφερε να κρύψει το κινητό του τηλέφωνο και έτσι κατάφεραν να καλέσουν την τουρκική ακτοφυλακή η οποία τους μετέφερε σώους στην Φότσα της Σμύρνης.

      « Δημοσιοποιώ αυτό το βίντεο για να δείξω στην Ευρωπαϊκή Ένωση, την Ύπατη Αρμοστεία και το Ευρωκοινοβούλιο, τα αποτελέσματα των αποφάσεων τους για το προσφυγικό », καταλήγει στην ανάρτησή του. Την ίδια στιγμή, ο Διεθνής Οργανισμός Μετανάστευσης (ΔΟΜ), η Ύπατη Αρμοστεία, και αρκετοί φορείς ζητούν απαντήσεις και τη διεξαγωγή έρευνας για τις καταγγελλόμενες επαναπροωθήσεις και μαζικές απελάσεις προσφύγων και μεταναστών στην Τουρκία.

      https://www.efsyn.gr/ellada/dikaiomata/247726_epanaproothisi-me-elliniki-sfragida

      #Norvège

    • Greece Suspected of Abandoning Refugees at Sea

      An investigation by DER SPIEGEL and partners has revealed that the Greek Coast Guard intercepts refugee boats, puts the migrants in life rafts, tows them toward Turkey and then abandons them to their fate. What do German troops in the area know about the practice?

      Europe is just a few kilometers away, recalls Amjad Naim, when the men in masks show up. It’s the morning of May 13 and the Palestinian is sitting in an inflatable boat, having paid migrant smugglers in Turkey for the trip. Naim can already see the Greek coast, and with every second, he is getting closer and closer.

      Naim wasn’t alone in the boat. They were a group of at least 26 people and they had almost reached the island of Samos. Naim remembers hearing a helicopter, and then all hell broke loose. For the next several hours, those on board would be afraid for their lives.

      The men in the masks approached in a large vessel, says Naim, adding that he remembers seeing the Greek flag and several dinghies. And then, he says, the masked men went on the attack.

      They fired shots into the water, he says, snagged the migrants’ inflatable raft with a grappling hook and destroyed the motor, thus stopping the boat. The men then took the migrants on board their vessel, Naim says, adding that he started crying and hid his mobile phone in his underwear.

      There are videos that prove that Naim really was on his way to Samos. The images show a young man with closely cropped hair and a smooth-shaven face. The motor of the small inflatable boat hums in the background as Naim smiles into the camera. He is originally from the Gaza Strip in the Palestinian Territories, where he studied law and got married. His wife is waiting for him in the Netherlands. Naim blows a kiss into the camera.

      The next images of Naim are shaky — a 55-second clip made by Naim that clearly documents a crime. The footage shows him and the other refugees on two inflatable life rafts. The Greek Coast Guard had put them off of the ship and onto the rafts. The square-shaped platforms are little more than wobbly rubber rafts.

      In the video, a Greek Coast Guard ship, 18 meters (59 feet) long, is dragging the rafts back toward Turkey. An additional ship stands by. Water can be seen pouring into Naim’s raft.

      Then, as can be seen in the video, the Greek Coast Guard unties the tow rope, leaving the refugees to their fate in the middle of the sea. Sitting in a rubber raft that has no ability to maneuver on its own.

      It is possible that Naim’s experience could be an isolated incident. It is conceivable that the Greek sailors simply lost their patience or that that particular ship was crewed by an especially nasty group. But that is not the case. Naim is apparently just one victim among many. There is a system behind the tactics he was exposed to. In a joint investigation with Lighthouse Reports and Report Mainz, DER SPIEGEL has forensically analyzed dozens of videos and compared them with geodata in addition to speaking with numerous eyewitnesses.

      https://cdnstatic.secure.spiegel.de/SP/2020/26/OPQWeKYm-32438806.mp4

      The material shows beyond doubt: In the eastern Aegean, European values are being sacrificed in the name of protecting its external borders.

      Masked men, almost certainly Greek border control officials, regularly attack refugee boats in the area. In one case on June 4, the inflatable boat belonging to the masked men can be clearly identified as a Greek patrol boat. It belongs to Greek Coast Guard ship ΛΣ-080.

      After the refugee boats are intercepted, the Greeks, apparently, frequently put the migrants in inflatable life rafts, tow them toward Turkey and then leave them to their fates. In most cases, they are dragged ashore after several hours by the Turkish Coast Guard.

      The actions taken by the Greeks are a clear breach. It has long been known that Greek Coast Guard personnel delay rescue attempts and perform aggressive maneuvers. Now, though, they are actively putting the lives of migrants at risk and they are using life-saving equipment to put people in danger.

      Images of migrants on orange life rafts have been appearing for weeks on Facebook and Instagram. NGOs like Aegean Boat Report, Josoor and Alarm Phone have also spoken with refugees and reported their experiences - and since March 23, activists have documented a number of incidents. The Turkish Coast Guard has also published images of the orange life rafts. But Naim’s video is the first to document beyond doubt a Greek Coast Guard vessel towing life rafts toward Turkey and then abandoning the refugees on the open sea.

      These so-called pushbacks represent both a violation of international law and of the European Union’s Charter of Fundamental Rights. Asylum seekers have a right to have their cases heard on an individual basis and countries are not permitted to bring them back against their will to a place where their safety is not guaranteed.

      Itamar Mann, a lawyer at the University of Haifa and member of the Global Legal Action Network, believes pushbacks could also have criminal consequences. From a legal perspective, such operations, he says, are a kind of torture, with refugees experiencing inhumane treatment and humiliation.

      When contacted, the Greek Coast Guard denied the accusations and claimed that its personnel does not wear masks. They also said they obey all applicable laws. Delays in rescuing the refugees, they said, were due to the Turkish Coast Guard because they only accompany refugee boats if they are traveling in the direction of Greece. The Greek officials, they said, only locate the refugee boats and then inform the Turkish Coast Guard as quickly as possible.

      They claimed that they cooperated with the Turkish Coast Guard in the May 13 incident. In their statement, the Greek Coast Guard did not specifically address the video showing the pushback.
      Caught in the Middle

      Prime Minister Kyriakos Mitsotakis has been in office since last July, and since then, he has taken several steps to ensure that fewer refugees arrive in Greece. He had temporarily suspended the right to asylum and shortened the deadline for appeal in asylum cases. Furthermore, during his tenure, border guards on the Maritsa River between Turkey and Greece have apparently used live ammunition against refugees, likely killing at least one. His government has considered blocking refugee boats with barriers at sea.

      His government refers to the practices as “active surveillance.” In fact, though, they are abandoning refugees on the high seas.

      There is a reason for this new degree of brutality: Since the end of February, Turkish border guards are no longer stopping refugees on their way to Europe. Indeed, President Recep Tayyip Erdogan has even arranged for refugees to be bused to the Greek border, where they were pushed back by Greek border guards. Erdogan’s intention is to ratchet up the pressure on the European Union, with Brussels and Ankara currently trying to hammer out a new refugee deal.

      The cynical game seen on the banks of the Maritsa River is now being repeated in the Aegean. The Turkish and Greek Coast Guards are pushing refugee boats into the territorial waters of the other, with the migrants themselves getting caught in the middle. In such a situation, those wanting to cross the Aegean need quite a bit of luck.

      Omar, a young man from Afghanistan, had lost almost all hope for such luck on the morning of June 4, floating in a boat between the Greek island of Lesbos and the Turkish coast. Omar, whose name has been changed for this story, wasn’t alone: A total of 31 men, women and children were on board.

      Turkish and Greek vessels had repeatedly pushed the migrants back. In one video, a dinghy can be seen that doubtlessly belongs to the Greek Coast Guard. Masked men, says Omar, had pushed their motor into the water, which is why to refugees were hanging off the back of the refugee boat and kicking, doing all they can to propel the boat to European soil. The scene was captured on video.

      Omar is desperate. He makes a final video, posting it to a refugee group on Facebook. In the video, he speaks into the camera for a good six minutes. “Please help us,” he pleads. “We have a right to live.”

      Perhaps it was this video that saved Omar’s life. Activists shared it on Facebook and just a short time later, a Turkish liaison officer on the supply ship Berlin told German soldiers of the vessel in distress. The ship is part of a NATO mission and was located off Lesbos. Using a tender, the Germans took the refugees ashore.

      A subsequent press release from the Bundeswehr, as the German military is called, noted that the refugees’ lives had been in danger, which is why the commander intervened. A small boat unable to maneuver on its own: It must have seemed rather strange to the soldiers. The press release made no mention of an attack on the refugee boat.
      German Officials Pulled Into the Chaos

      The episode shows, though, just how deeply German officials have been pulled into the chaos on the Aegean. It also raises the question as to whether the Germans know of the assaults and of the lifeboats - and whether they tolerate the pushbacks or are perhaps even involved.

      Around 600 border guards are helping the Greeks monitor activity on the Aegean, all part of the Frontex operation Poseidon. And the mission hasn’t always been free of conflict. In March, a Danish Frontex crew refused to carry out an illegal pushback.

      Behind closed doors, Frontex may already have admitted that it is aware of the brutal tactics involving the lifeboats. European Parliamentarian Dietmar Köster, a member of European Parliament from the German Social Democrats (SPD), says that Frontex head Fabrice Leggeri confirmed the incidents in a meeting with him. Though Köster is certain of his understanding of that meeting, Frontex says there was a misunderstanding, adding that Frontex headquarters has received no reports about pushbacks.

      Luise Amtsberg, a Green Party spokesperson on migration policy, doesn’t believe it. The waters around Samos are not endless, she told Report Mainz and DER SPIEGEL. “Pushbacks cannot take place completely without the knowledge of the other units in the area.”

      And there are indications that German officials might know of the pushbacks. In the port of Samos, the German Coast Guard ship Uckermark is anchored. On May 13, on the day that Amjad Naim was on his way to Samos, the Germans identified a refugee boat on their radar, according to information provided by the German Federal Police when contacted.

      In all probability, it was Naim’s boat. There is no evidence that there were any other refugee boats heading for Samos on that day. The Greek Coast Guard also confirmed that a ship and a helicopter belonging to the Germans had spotted a boat that day. They say it was in Turkish waters when first seen.

      The Germans alerted the Greek Coast Guard by radio, and the Greeks then took charge of the situation, according to a written statement. The statement notes that the Germans were “not involved” in any other measures related to the incident and insists that the Germans have no knowledge of the lifeboat episode.

      The German Coast Guard has provided no comment as to why no refugees arrived on Samos that day or what happened to the refugee boat that was spotted. And they apparently aren’t particularly interested, either.

      Even if Frontex was not actively involved in the operation, they bear some of the responsibility, says the lawyer Itamar Mann. Frontex, he believes, must draw a line and even withdraw from the mission if need be.

      After the Germans apparently saw his boat and after the Greeks abandoned him to his fate on the high seas on May 13, Amjad Naim floated around for several hours. The sky was almost cloudless, and the sun was beating down, as can be seen in the videos. The refugees had nothing to eat or drink.

      The lifeboat soon began to spin in circles, Naim says, with some of the passengers becoming nauseous and others fainting. Turkish and Greek ships, he says, simply ignored them. “It was awful,” Naim says.

      It was only after several hours that a Turkish Coast Guard vessel arrived to collect them. Men in white protective equipment helped the refugees off the lifeboat and took their temperatures. Naim then had to remain in quarantine for more than two weeks - in a nasty camp full of filth and mosquitoes, he says.

      Naim is now allowed to move freely in Turkey, but still feels trapped. He says: “I can’t go forward and I can’t go back.”

      https://www.spiegel.de/international/europe/videos-and-eyewitness-accounts-greece-apparently-abandoning-refugees-at-sea-

    • ‘Catastrophe for human rights’ as Greece steps up refugee ‘pushbacks’

      Human rights groups condemn practice as evidence reviewed by the Guardian reveals systemic denial of entry to asylum seekers.

      At about 1am on 24 August, Ahmed (not his real name) climbed into a rubber dinghy with 29 others and left Turkey’s north-western Çanakkale province. After 30 minutes, he said, they reached Greek waters near Lesbos and a panther boat from the Hellenic coastguard approached.

      Eight officers in blue shorts and shirts, some wearing black masks and armed with rifles, forced the group – more than half women and including several minors and six small children – to come aboard at gunpoint. They punctured the dinghy with knives and it sank. “They said they would take us to a camp,” said Ahmed. “The children were happy and started laughing, but I knew they were lying.”

      Through the course of the night, Ahmed, a 17-year-old refugee from Eritrea, alleges that Greek officers detained the group, confiscating possessions and denying them access to toilets and drinking water. By morning, they were dispatched into a liferaft in Turkish waters. It was too small, and videos taken by Ahmed, who hid his phone, show some people were forced to swim. The Turkish coastguard confirmed it intercepted the raft at 1:20pm.

      The event described by Ahmed, who fled conflict in Eritrea after his father died, was one of seven times that he says he has been pushed back by the Hellenic coastguard. The use of these “pushbacks” has surged since March according to an investigation by the Guardian, and experts say it has become an overt policy of Greece’s rightwing New Democracy government, which came to power last year.

      Interviews with five victims of pushbacks, 10 NGOs working across the Aegean Sea including Human Rights Watch, Josoor and the Aegean Boat Report, and a tranche of videos reviewed by the Guardian reveal an organised and systemic practice of denying entry to asylum seekers.

      Next week a coalition of charities including Human Rights Watch and the Border Violence Monitoring Network will publish an open letter condemning the practice of pushbacks and calling for the Greek government and the European Commission to take action against those involved. A draft of the letter seen by the Guardian calls for “disciplinary and criminal sanctions” to be brought against those “found to have engaged in such illegal acts”.

      International law experts say these activities are in breach of international law including the convention relating to the status of refugees and the European convention on human rights. “What you are seeing is the illegal collective expulsion of refugees from Greek territory,” said Satvinder Juss, a professor of human rights and international refugee law at King’s College London. “It’s a catastrophe for human rights.”

      Often pushbacks involve teams of unidentified men in black uniforms who intercept boats of refugees that have arrived in Greek waters and forcibly return them to Turkish waters, either leaving them to drift after engines have been destroyed or in separate liferafts. In some cases, victims have arrived on Greek land before being returned by authorities to the open seas, after actively threatening them with beatings, gunshots and by creating large waves with fast boats. In one case, refugees were left on a tiny island between Greece and Turkey for two days without food before being rescued.

      AlarmPhone, an NGO that operates a telephone line and social media network for refugees in distress, said it observed a substantial increase in reports of pushbacks since the pandemic, recording 55 cases between March and August. The Greek Helsinki Monitor said it submitted a report to the supreme court, naval court and military appeals court of Greece claiming nearly 1,400 people were pushed back between March and July, though the true number is believed to be far higher.

      Minos Mouzourakis, legal officer at Refugee Support Aegean, is currently working on landmark legal cases at the European court of human rights that date back to 2014, when eight Afghan children and three women died after their vessel sank near the island of Farmakonisi during a reported pushback. “This is a regrettable resurgence of those older tactics,” said Mouzourakis.

      In December 2019, Greece said it was predicting up to 100,000 asylum seekers to arrive on its islands from Turkey in 2020. But as of 31 August, there have been 8,860 sea arrivals, according to UNHCR. Stella Nanou, the agency’s Greek representative, acknowledged the “credible accounts” of pushbacks and called on Greece to “guarantee and safeguard the rights of those seeking international protection”.

      Kyriakos Mitsotakis, the Greek prime minister, has taken several official steps to ensure fewer refugees arrive, temporarily suspending the right to asylum, shortening the deadline for appeal in asylum cases, extending fences along the land border with Turkey and is considering installing floating barriers at sea. But the government has described accusations of illegal pushbacks as “fake news” from unreliable sources.

      “Pushbacks are inherently violent, not only physically but mentally,” said Amelia Cooper, advocacy and communications officer for Lesbos Legal Centre, which is documenting pushbacks and providing legal support to survivors. “Survivors are aware that these expulsions, and the abuses that they entail, are constitutive of both the European border and the EU’s political context with Turkey.”

      When contacted, the ministry of maritime affairs and insular policy said its operations were in accordance with international law and that the agency has been subject to “systematic targeting by a portion of the mainstream media, NGOs and other social networking platforms, which tend to promote the relevant actions in a single dimensional and fragmentary way”.

      But documents seen by the Guardian reveal a German navy supply vessel called the Berlin, which heads Nato’s Standing Maritime Group 2 in the Aegean region, observed a boat with refugees being forced into Turkish sea territory by Greek authorities on 19 June and 15 August. The findings came in response to parliamentary questions by Left party MP Andrej Hunko.

      After being detained in Turkey, Ahmed was released and has since slept in a park in the city of İzmir. “I don’t care if I die,” he said. “I don’t have a choice to go back. But I am losing hope.”

      https://www.theguardian.com/global-development/2020/sep/27/catastrophe-for-human-rights-as-greece-steps-up-refugee-pushbacks

    • Migrants accuse Greece of pushing them back out to sea

      Shortly after reaching the Greek island of Lesbos, a group of Afghan migrants say, their hopes for a new life in Europe were cut short when Greek authorities rounded them up, mistreated them, shoved them into life rafts and abandoned them at sea.

      Associated Press journalists on a Turkish government-organized coast guard ride-along were aboard the patrol boat that picked up the 37 migrants, including 18 children, from two orange life rafts in the Aegean Sea on Sept. 12. Two other media organizations on similar government-organized trips in the same week witnessed similar scenes.

      “They took our phones and said a bus will come and take you to the camp,” Omid Hussain Nabizada said in Turkish. “But they took us and put us on a ship. They left us on the water in a very bad way on these boats.”

      Turkey, which hosts about 4 million refugees, accuses Greece of large-scale pushbacks — summary deportations without access to asylum procedures, in violation of international law. It also accuses the European Union of turning a blind eye to what it says is a blatant abuse of human rights.

      The Turkish coast guard says it rescued over 300 migrants “pushed back by Greek elements to Turkish waters” this month alone. Citing what they say are credible reports, international rights groups have called repeatedly for investigations.

      Greece, which lies on the EU’s southeastern border and has borne the brunt of migration flows from Turkey, denies the allegations and in turn accuses Ankara of weaponizing migrants.

      In March, Turkey made good on threats to send migrants to Europe, declaring its borders with the EU open. In what appeared to be a government-organized campaign, thousands headed to the Greek border, leading to scenes of chaos and violence. Turkey’s border with EU member Bulgaria was largely unaffected. Greece shut its frontier and controversially suspended asylum applications for a month.

      Greece’s coast guard says Turkey’s coast guard frequently escorts migrant smuggling boats toward Greece, and has provided videos to back its claims. It says under a 2016 EU-Turkey deal to stem migration flows, Turkey has an obligation to stop people clandestinely entering Greece.

      Greek coast guard spokesman Lt. Cmdr. Nikolaos Kokkalas said its patrols regularly detect boats and dinghies carrying migrants trying to enter Greece illegally, and “among them many times there are also inflatable rafts such as those described” by the AP.

      The life rafts are standard safety equipment on recreational boats, designed to keep passengers safe if they must abandon ship. They generally have no means of propulsion or steering.

      “It must be underlined that in most of the cases, the presence of the Turkish coast guard has been observed-ascertained near the dinghies incoming from the Turkish coast, but without it intervening, while in some cases the dinghies are clearly being accompanied by (Turkish coast guard) vessels,” Kokkalas said in a written response to an AP query.

      Uneasy neighbors Greece and Turkey have been at loggerheads for decades over several territorial issues, and asylum-seekers have found themselves caught up in the geopolitical conflict.

      Tension between the two countries rose dramatically this summer over eastern Mediterranean maritime boundaries, leading to fears of war.

      Both sides deployed warships as Turkish survey ships prospected for gas in waters where Greece and Cyprus claim exclusive economic rights. EU leaders are to discuss imposing sanctions on Turkey for its actions, in an Oct. 1-2 summit. Turkey has repeated its threat to send migrants into the EU if sanctions are imposed.

      The persistent allegations of pushbacks of migrants are the latest manifestations of these tensions.

      Human Rights Watch has accused Greece of summarily returning migrants across land and sea borders with Turkey, citing interviews with asylum-seekers.

      Other rights groups and refugee organizations, including the U.N. refugee agency, have repeatedly called on Greece to investigate what they say are credible reports and testimony of such expulsions occurring.

      “UNHCR is particularly concerned about the increasing reports, since March 2020, of alleged informal returns by sea of persons who, according to their own attestations or those of third persons, have disembarked on Greek shores and have thereafter been towed back to sea,” the agency said in August.

      UNHCR Assistant High Commissioner for Protection Gillian Triggs, reiterating the call for an investigation, said that “with our own eyes on Lesbos, it was quite clear no boats were coming through” recently.

      Earlier this month, Greece’s Shipping Minister Giannis Plakiotakis said Greek authorities prevented more than 10,000 people from entering Greece by sea this year. He would not elaborate on how.

      Former Migration Minister Ioannis Mouzalas pressed for details from the current minister, Notis Mitarachi, in parliament Sept. 21, saying this appeared to violate Greek and international law. He asked directly whether the government carries out pushbacks.

      The four Afghans on the life rafts seen by AP said they reached Lesbos from Turkey’s western Canakkale province on the night of Sept. 11-12, and were caught by Greek law enforcement during daylight.

      One of them, Nabizada, said police hit him while forcing him into the raft.

      “They didn’t say, ‘there are children, there are families, there are women.’ … People don’t do this to animals. The Greek police did it to us,” said the 22-year-old. He said he left Kabul in 2017 and crossed to Turkey via Iran, aiming for Europe.

      Zohra Alizada, 14, said police took their phones and money, put them in the rafts and left. She was traveling with her parents and two siblings after living in Kars, in eastern Turkey, for over four years. She said the migrants called the Turkish coast guard for help.

      Her father, Mohammad Reza Alizada, said Greek authorities inflated the rafts “and they threw us like animals inside.”

      The AP was not able to independently verify their accounts.

      The Turkish coast guard, clad in protective equipment against COVID-19, took them aboard after checking them for fever. Another Turkish coast guard vessel was already in the area when the patrol boat carrying the AP crew arrived.

      Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu raised the allegations against Greece in an August news conference with his German counterpart.

      He said Turkey has shown through government and media reports that Greece is pushing back refugees at sea, adding that “there have been numerous articles published.”

      “How do sinking boats in the middle of the Aegean Sea or sending them to Turkey by pushbacks fit international rights and universal values?” Cavusoglu said.

      Greece denies sinking smuggling boats. Kokkalas noted the Greek coast guard had rescued 3,150 migrants in about 100 incidents this year.

      An independent Norway-based watchdog says it has documented at least 50 cases since March of migrants being put into life rafts and left adrift.

      “They are not going into these life rafts willingly. They are forced,” said Tommy Olsen of the Aegean Boat Report, which monitors arrivals and rights abuses in the Aegean.

      He said his group had no information about the rafts the AP saw, but that it was consistent with similar reports.

      “Usually you save people from life rafts,” Olsen said. “You don’t put them on life rafts and leave them.”

      https://apnews.com/article/virus-outbreak-turkey-aegean-sea-greece-europe-61c54ec57c121026f4891d567f31b

    • Les vrais crimes, ce sont les refoulements et les violations des droits humains par le gouvernement grec

      Lundi, la police grecque a publié un communiqué de presse concernant l’enquête criminelle menée à l’encontre de 33 personnes appartenant à quatre ONG différentes et deux “ressortissants de pays tiers”. A la suite de cette enquête, une procédure pénale a été engagée pour délit de constitution et participation à une organisation criminelle, espionnage, violation des secrets d’Etat et facilitation de l’entrée sur le
      territoire (1). Bien que le communiqué de presse ne nomme pas les ONG ou les individus, plusieurs médias ont déclaré qu’Alarm Phone faisait partie des groupes visés (2). Pour l’instant, nous nous abstenons de commenter publiquement l’enquête en cours. Nous voulons plutôt mettre en évidence les véritables crimes qui ont lieu en ce moment-même !

      Les refoulements, les violences graves comme les coups, les vols et les coups de feu, la non-assistance, le fait de forcer les réfugié.e.s à monter dans des radeaux de sauvetage et de les laisser dériver en pleine mer. Ces crimes sont perpétrés par des corps qui appartiennent de manière manifeste à l’État grec. Nous ne sommes pas les seul.e.s témoins de cette évolution alarmante. Plusieurs acteurs ont publiquement fait état de ces actions illégales menées par les garde-côtes grecs en mer et les gardes-frontières sur terre : le HCR, le Conseil grec pour les réfugiés, Amnesty International, Human Rights Watch et d’autres organisations de défense des droits humains, des ONG et des médias. (3)

      Il en va de même pour la situation à Moria, qui est également mentionnée comme étant l’un des secrets d’État dans le communiqué de presse de la police grecque. Ce n’est pas un secret mais un fait public que, avec les fonds et le soutien européens, Moria est devenu le symbole de la politique migratoire de l’UE dont le but est la dissuasion, foulant aux pieds la dignité et les droits humains.

      Les violations des droits humains ont atteint un niveau inédit en mer Égée depuis le début du mois de mars. Cette escalade en termes de violations s’est accompagnée d’actes de répression contre les ONG et
      toutes sortes de structures de solidarité pour les réfugié.e.s et les migrant.e.s. Il est évident que l’État grec veut éliminer les témoins des crimes contre l’humanité qu’il commet quotidiennement. Il est évident qu’il est gêné par notre activité : rien que cette année, Alarm Phone a été témoin et a documenté de nombreux cas de refoulements et de graves violations des droits humains. (4)

      Il faut noter que depuis la création d’Alarm Phone il y a six ans, notre relation avec les garde-côtes helléniques n’a jamais été aussi compliquée qu’elle ne l’est aujourd’hui. Depuis octobre 2014, nous avons
      transmis environ 1 975 cas de personnes en détresse aux garde-côtes grecs et à d’autres autorités grecques. À plusieurs reprises, nous avions constaté que les garde-côtes faisaient de leur mieux pour porter secours le plus rapidement possible. Nous avions établi une communication rapide et efficace qui avait conduit à des opérations de sauvetage, ce qui était crucial à une époque où nous recevions jusqu’à
      23 appels par jour de bateaux en détresse dans la mer Égée, et ce qui est toujours aussi crucial aujourd’hui.

      Au tout début de notre projet, nous nous étions ouvertement adressé.e.s à tous les garde-côtes, leur expliquant le rôle et l’objectif d’Alarm Phone. Dans cette lettre d’octobre 2014, nous avions déclaré “Nous espérons que grâce à notre travail, nous pourrons vous soutenir dans votre tâche quotidienne qui consiste à sauver la vie des migrant.e.s. Dans le même temps, nous dénoncerons vigoureusement tout échec à mener à bien cette mission. Nous espérons que vos institutions accepteront à la fois notre contribution et la responsabilité que nous exigeons, qui est demandée à toutes les institutions publiques”. C’est ce que nous avons fait et continuerons à faire avec détermination.

      L’augmentation des violations des humains et des refoulements n’est pas un phénomène isolé, concernant uniquement la route entre la Grèce et la Turquie. A Alarm Phone, nous constatons également une tendance à la multiplication des refoulements illégaux de Malte et de l’Italie vers la Libye et la Tunisie en Méditerranée centrale, ainsi que de l’Espagne vers le Maroc en Méditerranée occidentale.

      Nous appelons celles et ceux qui sont solidaires avec les personnes en migration à sensibiliser et à protester contre les crimes contre l’humanité qui sont perpétrés quotidiennement en mer Égée. Chaque
      réfugié.e qui est repoussé.e, chaque personne qui est laissée dans un bateau en mauvais état, chaque enfant qui n’est pas secouru dans une situation de détresse est une raison suffisante pour se lever et élever la voix. Nous ne nous laisserons pas réduire au silence !

      (1)http://www.astynomia.gr/index.php?option=ozo_content&lang=%27..%27&perform=view&id=97610&Itemid=25

      (2) par exemple
      https://vimapress.gr/telos-sti-drasi-evropaikon-mko-pou-diefkolynan-tin-diakinisi-metanaston-ap

      (3) Rapport sur les refoulements :
      UNHCR :
      https://www.unhcr.org/news/briefing/2020/6/5ee33a6f4/unhcr-calls-greece-investigate-pushbacks-sea-land-borders-turkey.html

      Greek Council of Refugees :
      https://www.gcr.gr/en/news/press-releases-announcements/item/1028-the-new-normality-continuous-push-backs-of-third-country-nationals-on-the-e

      Amnesty International :
      https://www.amnesty.org/en/documents/eur01/2077/2020/en

      Human Rights Watch :
      https://www.hrw.org/news/2020/08/21/greece-still-denying-migrant-pushbacks

      New York Times :
      https://www.nytimes.com/2020/08/14/world/europe/greece-migrants-abandoning-sea.html

      The Guardian :
      https://www.theguardian.com/global-development/2020/sep/27/catastrophe-for-human-rights-as-greece-steps-up-refugee-pushbacks

      CNN :
      https://edition.cnn.com/2020/09/17/europe/greece-migrants-turkey-intl/index.html

      (4) Alarm Phone sur les refoulements en mer Egée en 2020 :
      https://alarmphone.org/en/2020/03/04/escalating-violence-in-the-aegean-sea/?post_type_release_type=post

      https://alarmphone.org/en/2020/05/14/push-backs-the-new-old-routine-in-the-aegean-sea/?post_type_release_type=post

      https://alarmphone.org/fr/2020/10/01/les-vrais-crimes-ce-sont-les-refoulements-et-les-violations-des-droits-h

    • Migrants : Athènes lance une guerre en eaux troubles contre les ONG

      Après une enquête policière grecque menée avec de faux exilés infiltrés, des humanitaires opérant à Lesbos sont menacés de graves poursuites pénales. A l’aide d’accusations les assimilant à des passeurs, les autorités tentent de contrer la dénonciation des refoulements secrets de réfugiés vers les côtes turques.

      « Ne vous méprenez pas, ils veulent juste nous faire peur, pour nous forcer à nous taire », martèle Aegean Boat Report dans un long post publié en tête de sa page Facebook. Spécialisée dans les sauvetages en mer, l’ONG norvégienne n’a pas tardé à réagir aux accusations formulées la semaine dernière par la police grecque et confirmées ce week-end. Au moins 33 humanitaires (parmi lesquels figurerait une Française), tous membres de quatre ONG internationales opérant sur l’île de Lesbos, seraient menacés de poursuites pénales après une enquête menée pendant trois mois, non seulement par la police, mais aussi par les services de renseignement et le contre-terrorisme grec.Les noms des organisations et des humanitaires concernés n’ont pas été divulgués pour l’instant. Mais de nombreux indices, notamment une perquisition réalisée début septembre sur un bateau amarré à Lesbos, indiquent que les quatre ONG concernées ont toutes en commun de se consacrer au sauvetage en mer des migrants ou réfugiés qui tentent la traversée depuis les côtes turques.
      Mère d’Hercule

      Ce n’est pas la première fois que le gouvernement grec s’attaque à ceux qui tentent de secourir les naufragés, en les assimilant à des passeurs. Mais cette fois-ci les accusations sont particulièrement graves : les humanitaires ciblés sont non seulement accusés de « violation du code de l’immigration », mais également de « constitution d’organisation criminelle », d’« espionnage » et de « violation de secrets d’Etat ».

      Bien plus, ils auraient été piégés, selon les révélations du ministre grec des Migrations, Notis Mitarakis, dimanche, sur la chaîne de télévision Skai. Les charges contre eux auraient ainsi été recueillies lors d’une opération secrète baptisée « Alcmène » (du nom de la mère du héros antique Hercule), qui aurait notamment permis aux services grecs d’envoyer deux faux migrants à Izmir en Turquie puis sur une plage d’où ils auraient contacté par la suite les lanceurs d’alerte des ONG vouées au sauvetage des embarcations en détresse.

      En l’absence d’autres éléments concrets, l’ampleur de l’opération qui a monopolisé tant de services, passant même par une infiltration en Turquie alors que les relations entre les deux pays sont actuellement très tendues, révèle surtout combien les autorités grecques sont déterminées à faire la guerre aux humanitaires déployés sur les îles.

      A la télévision, le ministre grec l’a d’ailleurs confirmé, accusant le gouvernement précédent d’avoir laissé « les lieux d’accueil des réfugiés sous le contrôle des ONG », alors que la droite conservatrice revenue au pouvoir en juillet 2019, s’est, elle, aussitôt employée à « surveiller le rôle des ONG dans les flux d’immigration clandestine ».

      Depuis son élection, le gouvernement du Premier ministre, Kyriakos Mitsotakis, n’a eu de cesse de stigmatiser les ONG régulièrement accusées de profiter de la situation explosive créée sur les îles grecques où les flux de réfugiés venus des côtes turques n’ont jamais réellement cessé, malgré le deal conclu entre l’Europe et la Turquie en mars 2016. Seule différence notable : les candidats à l’asile sont désormais contraints d’attendre sur place l’examen de leurs dossiers, créant un goulot d’étranglement dans des camps insalubres et surpeuplés. Sans les ONG qui remédient aux carences de l’Etat grec et à l’indifférence de l’Europe, la situation serait bien pire. Mais elles sont une cible facile sur laquelle se défoulent mécontents et aigris, alimentés par un discours populiste. Il fait mouche auprès des populations locales des îles de plus en plus exaspérées par ces abcès de misère qui sont venus se greffer durablement dans leur voisinage.
      Acteurs dubitatifs

      A Lesbos, depuis un an, les humanitaires ont ainsi vu régulièrement leurs voitures vandalisées, des inscriptions hostiles peintes en rouge sur les murs des maisons où ils résident. Les révélations sur « l’opération Alcmène » n’ont fait qu’attiser ce climat d’hostilité notamment sur les réseaux sociaux. Mais à Lesbos, les humanitaires ont également entendu un autre message : la police n’a-t-elle pas affirmé avoir, dans le cadre de son enquête, piraté des conversations sur les applis régulièrement utilisées par les ONG ?

      Il n’en fallait pas plus pour déclencher une certaine méfiance, le sentiment d’être surveillé en permanence. Sous couvert d’anonymat, nombreux sont pourtant les acteurs locaux qui restent dubitatifs face aux accusations de l’enquête policière. « On ne peut jamais exclure qu’un humanitaire ait fait une bêtise, en marge de la légalité mais toutes ces révélations ne tombent pas par hasard », estime ainsi l’un d’eux, pointant la coïncidence entre la divulgation de ces accusations et celles qui se multiplient contre le gouvernement lui-même. Et dont les humanitaires impliqués dans le sauvetage en mer seraient devenus les témoins gênants.

      Depuis plusieurs mois, Athènes se contente en effet de qualifier de « fake news » l’inquiétante multiplication des refoulements (« push back ») observés notamment par les ONG qui scrutent les eaux séparant la Grèce et la Turquie et dénoncent régulièrement ces refoulements forcés, et secrets, vers les côtes turques. Des pratiques totalement illégales puisqu’elles concernent des candidats à l’asile repérés alors qu’ils se trouvent déjà dans les eaux grecques, voire après avoir accosté sur les îles.
      Bateau perquisitionné

      « Depuis mars, 7 300 réfugiés ont été victimes de push back orchestrés par les autorités grecques en mer Egée », tweetait jeudi le compte du navire Mare Liberum. Dédié aux sauvetages en mer et affrété par l’ONG allemande Sea-Watch, le Mare Liberum est justement ce bateau perquisitionné le 5 septembre par la police grecque. Laquelle affirme y avoir notamment trouvé des cartes avec des indications topographiques précises et des data concernant le profil et l’origine des candidats à l’exil. A priori, rien de très choquant s’agissant d’une ONG qui se donne pour mission de secourir des naufragés. Mais ces « preuves » seraient venues conforter les accusations selon lesquelles les humanitaires concernés auraient « au moins depuis début juin » contribué à faire passer « près de 3 000 personnes » en Grèce avec la complicité de « réseaux d’immigration clandestine ».

      Pourtant, la plupart des ONG impliquées estiment n’avoir rien à se reprocher et refusent de se laisser intimider. « Nous ne resterons pas silencieux », souligne ainsi Alarm Phone dans un communiqué publié jeudi sur son site. L’ONG, qui serait elle aussi visée par l’enquête policière, rappelle également que depuis six ans, son central d’appels a toujours cherché à collaborer avec les gardes-côtes en leur indiquant la position des embarcations à la dérive. Mais ces derniers mois, cette collaboration est devenue « plus compliquée », constate également Alarm Phone qui s’inquiète de la « recrudescence des violations des droits de l’homme en mer Egée ». Face à ces dérives, l’Europe a pour l’instant réagi plutôt mollement. « La présidente de la Commission européenne, Ursula von der Leyen, affirme qu’elle n’a pas les moyens d’enquêter. Pourtant, l’équipage d’un navire allemand qui fait partie des forces de l’Otan a admis avoir assisté à trois push back en mer Egée », observe-t-on au Legal Center de Lesbos, une association qui apporte un appui juridique aux réfugiés, et a également publié en juillet un rapport sur ces refoulements forcés.

      Dans l’immédiat, le silence de Bruxelles semble encourager Athènes à renforcer sur tous les fronts son offensive contre les humanitaires. La semaine dernière, les autorités locales annonçaient ainsi la fermeture du centre d’accueil de Pikpa, l’un des rares lieux décents pour les réfugiés à Lesbos, géré depuis 2012 par des bénévoles.
      Ancien camp militaire

      Sur les réseaux sociaux, un mouvement de solidarité s’est aussitôt créé autour du hashtag #SavePikpa. Mais si les autorités persistent, que deviendront la centaine de réfugiés accueillis à Pikpa, souvent des familles considérées comme vulnérables ? Iront-elles rejoindre les sinistrés du camp de Moria, entièrement réduit en cendres dans la nuit du 8 au 9 septembre, et qui tentent désormais de survivre dans un ancien camp militaire, où quelques milliers de tentes ont été installées à la va-vite ? « Trois semaines après l’ouverture de ce nouveau site, il n’y a toujours pas de douche », s’insurge un humanitaire, conscient qu’il faudra de plus en plus d’énergie pour résister à l’hostilité des autorités.

      Les tentatives de blocage ne se limitent pas hélas à la Grèce. En mars, le navire Mare Liberum s’était vu privé de son pavillon de navigation par le ministère allemand de la Marine. Une façon un peu radicale de limiter ses opérations de sauvetage. Mais vendredi, l’équipage exultait sur Twitter : la justice allemande venait de lui donner raison contre le ministère, considérant que le retrait du pavillon « était contraire à la réglementation européenne ». Une première victoire, en attendant d’autres batailles.

      https://www.liberation.fr/planete/2020/10/07/migrants-athenes-lance-une-guerre-en-eaux-troubles-contre-les-ong_1801701

    • HUMAN RIGHTS GROUPS DEMAND THAT GREECE INVESTIGATE PUSHBACKS AND VIOLENCE AT ITS BORDERS

      Members of Greece’s parliament should urgently establish an inquiry into all allegations of unlawful returns of migrants to Turkey by law enforcement officers and others, 29 human rights and humanitarian aid organizations said in an open letter released today. These returns are carried out mainly through pushbacks and collective expulsions and are often accompanied by violence.

      Parliament should exercise its oversight authority to investigate the allegations of these illegal acts by state agents and proxies on Greece’s sea and land borders with Turkey. The parliament’s inquiry should examine whether any illegal acts identified are part of a de facto government policy at odds with international, European, and Greek law.

      Over the years, nongovernmental groups and media outlets have consistently reported the unlawful return, including through pushbacks, of groups and individuals from Greece to Turkey by Greek law enforcement officers or unidentified masked men, who appear to be working in tandem with border enforcement officials.

      Reports from 2020 recorded multiple incidents in which Greek Coast Guard personnel, sometimes accompanied by armed masked men in dark clothing, unlawfully abandoned migrants – including those who had reached Greek territory. They abandoned the migrants at sea, on inflatable vessels without motors; towed migrant boats to Turkish waters; or intercepted, attacked, and disabled boats carrying migrants.

      Nongovernmental organizations and the media have also reported persistent allegations that Greek border guards have engaged in collective expulsions and pushbacks of asylum seekers through the Evros land border with Turkey.

      On June 10, the International Organization for Migration (IOM) said it was “closely monitoring” the situation at the Greek border and reported receiving “persistent reports” of migrants being arbitrarily arrested in Greece and pushed back to Turkey. The IOM said that Greece should investigate.

      On August 21, the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) said it was “deeply concerned by an increasing number of credible reports indicating that men, women, and children may have been informally returned to Turkey immediately after reaching Greek soil or territorial waters in recent months,” and urged Greece to refrain from such practices and to seriously investigate these reports. The agency had released a statement making similar calls on June 12.

      On July 6, during a debate at the European Parliament’s Committee on Civil Liberties, Justice and Home Affairs (LIBE) on fundamental rights at the Greek border, the European Commissioner for Home Affairs, Ylva Johansson, said those incidents should be investigated. In its new Pact on Migration and Asylum, presented on September 23, the European Commission recommended to member states to set up an independent monitoring mechanism, amid increased allegations of abuse at the EU’s external borders. But no such system has been instituted.

      Confronted during a CNN interview with an August 14 New York Times article documenting pushbacks, Prime Minister Kyriakos Mitsotakis said: “It has not happened. We’ve been the victims of a significant misinformation campaign,” suggesting instead that Turkey was responsible.

      Greek lawmakers should conduct a prompt, effective, transparent, and impartial investigation into allegations that Greek Coast Guard, Greek police, and Greek army personnel, sometimes in close coordination with uniformed masked men, have been involved in acts that not only violate the law but put the lives and safety of displaced people at risk.

      Any officer found to have engaged in such illegal acts, as well as their commanding officers and officials who have command responsibility over such forces, should be subject to disciplinary and criminal sanctions, as applicable. The investigation should seek to establish the identity and relationship of the masked men and other unidentified officers to law enforcement and take steps to hold them to account. The investigation should cover events surfaced in 2019 and 2020, the groups said.

      The following quotes may be attributed to members of the groups involved:

      “Despite government denials, over the years many witnesses and victims have told us about pushbacks from land and sea that put migrants’ lives at risk,” said Eva Cossé, Greece researcher at Human Rights Watch. “Parliament should step up now and do all it can to put an end to this life-threatening practice.”

      “The continued failure to address the serious allegations of pushbacks and violence against people on the move at Greece’s borders can no longer be tolerated,” said Adriana Tidona, migration researcher at Amnesty International. “We call on the Greek parliament to exercise its powers in the interest of all those who have been harmed by these actions and to ensure that there is no repetition.”

      “Over the years, we have filed a score of complaints about or related to pushbacks at Greece’s borders, including deaths, that Greek prosecutors seem to ignore,” said Panayote Dimitras, spokesperson for the Greek Helsinki Monitor. “Greece needs to act quickly to set up an independent border monitoring mechanism to investigate violations, as proposed by the European Commission, and end these abuses once and for all.”

      “The right to seek asylum must be upheld at all times,” said Josie Naughton, chief executive officer of Help Refugees. “The Greek parliament should urgently conduct an inquiry to examine the well-documented and illegal practices of pushbacks and mass expulsion, which endanger the lives of men, women, and children seeking asylum in Greece.”

      “We have documented the pushback of more than 1,150 asylum seekers from Greek territory in the past three months alone,” said Natalie Gruber, spokesperson for Josoor. “These are not isolated incidents but systematic violations of national, EU, and international law that the parliament cannot shrug off as fake news anymore.”

      “Greek authorities are systematically expelling migrants, including those who have reached Greek territory, and abandoning them in open water,” said Amelia Cooper from Legal Centre Lesvos. “The Greek parliament should not only open an investigation of these events, but must also decree and enforce – immediately – the cessation of illegal collective expulsions at all Greek borders.”

      “In order to break with the current failures to hold member states like Greece accountable for their pushbacks and rights violations at borders, the European Commission must step up its efforts and quickly put in place an appropriate monitoring mechanism,” said Marta Welander, executive director at Refugee Rights Europe. “Such efforts must also involve civil society, NGOs, and national human rights institutions to ensure that available evidence is taken seriously and leads to timely investigation and redress.”

      “The protection of the borders, of vital importance in itself, can be in compliance with international law and human rights standards,” said Antigone Lyberaki, SolidarityNow’s general manager. “The Greek parliament has both the means and a constitutional obligation to oversee and investigate the alleged infringement of international human rights obligations by the Greek state.”

      “As a child protection organization, Tdh Hellas is particularly worried about the fact that among those reported to have been violently expelled across EU borders are children, including babies,” said Melina Spathari of Terre des hommes Hellas. “The Greek government should stop such acts and try instead to address the chronic gaps in the reception and protection system for families and unaccompanied children.”

      https://legalcentrelesvos.org/2020/10/06/human-rights-groups-demand-that-greece-investigate-pushbacks-and-

  • Lockdown has not changed lifestyle in Derik, northeastern Syria- North Press Agency
    "The lockdown decision did not change aspects of the ordinary life of the population much, which some see as a risk to the health of their children. Youth meetings are held every evening, and visits among families continue, not to mention children gathering and playing.
    #Covid-19#Syrie#Kurdes#Derik#lockdown#life#migrant

    https://npasyria.com/en/blog.php?id_blog=2156&sub_blog=12&name_blog=Lockdown+has+not+changed+lifes

  • Petites géolocalisations entre proches | korii.
    https://korii.slate.fr/et-caetera/geolocalisation-entre-amis-famille-couple-zenly-life360-flicage-rassurer

    Des millions de personnes à travers le monde utilisent ces outils intrusifs pour localiser leurs ami·es, leur famille ou conjoint·e. Pour se rassurer, et parfois se faire peur. Juliette, 29 ans, est capable de dire en temps réel où se trouvent ses parents, son petit frère, son conjoint, sa meilleure amie et le mari de cette dernière. Pas besoin de leur demander : ils se partagent tous d’un commun accord leur géolocalisation, grâce à une fonctionnalité disponible sur les smartphones de la marque (...)

    #surveillance #SocialNetwork #publicité #harcèlement #géolocalisation #famille #GPS #malware #Twitter #Snapchat #Messenger #Life360 #Google #Apple #Facebook #iPhone #LinkedIn (...)

    ##publicité ##smartphone

  • Peeling back the layers on the role of private security companies in Africa

    Private military and security companies have been regular fixtures in conflicts across the globe. For Africa, these corporations became increasingly visible with their role in civil wars in Angola and Sierra Leone.

    More recently, reports in 2015 indicated the Nigerian government contracted a number of companies to aid in counterinsurgency efforts targeting #Boko_Haram.

    And a Russian contractor, the #Wagner_Group, has been actively involved in Sudan and the Central African Republic. Its involvement has included signing contracts that grant it access to potential diamond and gold deposits. Such agreements have been typical of private military and security companies, particularly in Africa. This was the case with Executive Outcomes’ deal with Sierra Leone’s government in the early 1990s.

    But understanding when and why these corporations are able to deliver effective services to clients has remained an elusive task.
    What are they?

    Private military and security companies are defined as legal entities that provide clients with a wide array of military and security services. This includes combat-oriented tasks, military or security training, logistical support and armed security and guarding. It can also include weapons procurement and installation.

    As a multibillion dollar industry, the list of companies is continually growing, as is demand for their services. In late 2018, the US Department of Defense reported nearly 50,000 contractors working under the auspices of such companies. Over 28,000 were in Iraq, Afghanistan, and Syria.

    Beyond the obvious role of combat support, these companies have also been increasingly used in services as diverse as anti-poaching efforts and combating maritime piracy.

    Civil war role

    For many governments, private military and security companies can become an attractive resource. This is particularly true in cases where the capacity of national armed forces is low and the government faces strong threats.

    But, how well do they perform?

    One recent investigation argued that contracting private military and security companies during wartime can actually increase military effectiveness – and with it, the intensity of conflict. Other scholars have explored their impact on the duration of conflicts. This research has suggested that conflicts in which higher numbers of these companies are contracted by a government are likely to be shorter than those with few or none.

    The rationale here is that a more competitive market incentivises the companies to perform better so they can win more contracts.

    Our recent assessment of private military activity, along with work from academics Deborah Avant and Kara Kingma Neu, questions this logic.

    We set out to try and understand how these companies interact. We also wanted to know the effect of these interactions.

    Competition or complementary?

    Private military and security companies frequently do compete over contracts. But we also found that once they were contracted they often collaborated. This was especially likely when a task was very big or when specialised services were needed.

    Observing and evaluating the delivery of specific services is difficult. Some research has compounded this difficulty by assessing effectiveness with generic measures such as conflict duration rather than whether the terms of the contract were met.

    It’s difficult accessing the terms of specific contracts because all the entities involved are private companies. This means that identifying how well they’re meeting the requirements of a specified contract is often unknown. This is a huge challenge for researchers who rely primarily on quantitative assessments to explore these dynamics.

    We also drew attention to how quantitative analyses, in the absence of in-depth investigation, could lead scholars to miss important dynamics in how these companies influence conflicts.

    Exploring the evidence

    We looked at Sierra Leone’s civil war, which began in 1991 when the Revolutionary United Front invaded the country from neighbouring #Liberia.

    Our analysis shows that at no time during the conflict were rival private military and security companies operating simultaneously in the country. For example, the #Gurkha_Security_Guards was contracted in early 1994. But it quickly exited when rebels ambushed and killed their leader. After the company had left, Executive Outcomes was contracted to thwart the #Revolutionary_United_Front threat. In the data, presence in the same year is inaccurately treated as competition.

    We also found that when multiple groups were contracted simultaneously, their repertoire of services didn’t overlap. In other words, they weren’t competing with one another because their services were complementary. From our perspective this increased their ability to execute their mission effectively.

    For instance, #Executive_Outcomes owned and operated a number of subsidiaries, including groups like #LifeGuard_Management and #Ibis_Air. It used these groups to carry out specialised services such as mine security and air transport. These were pivotal in providing Executive Outcomes the best opportunity to regain territory from the Revolutionary United Front while training the Sierra Leone military.

    But the simultaneous presence of each of the companies is not indicative of competition.

    We also found that although hiring the companies shifted the balance of power in the government’s favour by 1996, the conflict wouldn’t end completely until 2002.

    Our qualitative assessment highlighted that, instead of the companies helping to bring the conflict to an end, the same data could actually indicate that they simply managed its intensity.

    This analysis underscores the need to really come to grips with the concept of effectiveness of private military and security companies. It also suggests that more work needs to be done on uncovering insights on contract terms and conditions, however aspirational a task.
    Conclusions

    We are not suggesting that private military and security companies should be avoided. They have proven to be useful alternatives for organisations such as the #UN and the #World_Food_Programme. Rather, our analysis points to the need to fully understand the intricacies of their interactions – not only with the entities that contract them, but with one another.

    This is particularly important in Africa. Foreign investment by both Russia and China is likely to see an increase in private military and security companies hired to protect their investments.

    This might increase security in the region. But depending on the terms of the contracts and the clients these organisations are accountable to, it may not be in the best interests of the states where they operate.

    In addition, a more complete understanding of the roles undertaken by private military and security companies during conflict is necessary to fully understand their effects on conflict dynamics, including duration.

    Recent work has moved in this direction with event datasets like the Private Security Event Database. This provides information on where these companies operate, their clients and the services they provide. Though real time information on contracts and events is likely to prove difficult to get, using historical datasets like this can increase our understanding of their influence.

    For governments, the expanding list of services in an increasingly globalised market allows for greater opportunity to fill real or perceived gaps in security. In certain cases, private military and security companies may be used to insulate a regime from collapse.

    Regardless of the reasons, the interactions between the companies and the influence they have on conflict and stability will continue to be important.

    https://theconversation.com/peeling-back-the-layers-on-the-role-of-private-security-companies-i
    #privatisation #armées #milices #guerres #guerres_civiles #Angola #Sierra_Léone #contractors #Afrique #Russie #FAO #Chine

    ping @albertocampiphoto

  • #Lifeboat

    In 2015 our team produced 50 Feet from Syria - focused on the civilian impact of the Syrian conflict. This was the first of a triad of films focused on one of the great humanitarian crises of our time – the plight of refugees in a global and interconnected world.

    In a political environment increasingly hostile to immigrants and refugees, documenting the real-life plight of those fleeing war and oppression is more vital and important than ever.

    LIFEBOAT bears witness to refugees desperate enough to risk their lives in rubber boats leaving Libya in the middle of the night, despite a high probability of drowning. With few resources but certain that civil society must intervene, volunteers from a German non-profit risk the waves of the Mediterranean to pluck refugees from sinking rafts.

    In a real-life context with dire consequences, LIFEBOAT puts a human face on one of the world’s greatest contemporary, global crises and provides a spark of hope surrounding how civil society can intervene in the refugee crisis in a meaningful way.


    https://www.lifeboatdocumentary.com
    #film #documentaire #décès #cadavre #mourir_en_mer #Méditerranée #Libye #prostitution #viol #kidnapping #sauvetage #ONG #Sea_Watch #Sea-Watch #migrations #asile #réfugiés

  • #Exit

    #Karen_Winther est passée d’un extrême à l’autre : membre d’un groupe de la gauche radicale à l’adolescence, elle a ensuite viré de bord pour rejoindre la mouvance néonazie. Après avoir définitivement rompu avec l’extrémisme, la réalisatrice norvégienne, encore hantée par son passé violent, est allée à la rencontre de personnes du monde entier qui, après avoir connu une « déradicalisation » similaire, ont souhaité témoigner de leur parcours. En Floride, Angela, ex-membre de l’organisation d’extrême droite Aryan Nations, passée par la case prison, s’engage aujourd’hui pour prévenir ces dérives. Manuel, l’un des anciens visages du mouvement néonazi allemand, vit aujourd’hui reclus pour sa propre sécurité. Quant au Français David, hier aspirant djihadiste de l’État islamique, il a quitté la mouvance après sa sortie de prison. Comment ces personnes d’horizons divers ont-elles réussi à tourner la page ? Un documentaire intimiste qui met en lumière les racines de leurs engagements, mais aussi les soutiens et les perspectives qui les ont aidées à s’en détourner.


    http://www.film-documentaire.fr/4DACTION/w_fiche_film/55267_1

    #David_Vallat, ex-djihadiste :

    « On pense que la violence, l’usage de la #violence peut changer les choses, mais à partir du moment où vous l’utilisez c’est la violence qui vous change parce vous changez le regard sur le monde »

    #film #documentaire #extrême_droite #néo-nazis #haine #Ingo_Hasselbach #témoignage #honte #peur #Tore_Bjørg (chercheur sur la police) #djihadisme #GIA #groupe_islamiste_armé #Exit (association) #idéologie #vide #Life_after_hate (association) #colère #viol #traumatisme #pardon #culpabilité #radicalisation

  • I Grew Up Gifted, but My Life Didn’t Turn Out the Way I Expected (h...
    https://diasp.eu/p/9135461

    I Grew Up Gifted, but My Life Didn’t Turn Out the Way I Expected

    HN Discussion: https://news.ycombinator.com/item?id=20059589 Posted by pseudolus (karma: 27130) Post stats: Points: 143 - Comments: 136 - 2019-05-31T10:11:48Z

    #HackerNews #but #didnt #expected #gifted #grew #life #out #the #turn #way HackerNewsBot debug: Calculated post rank: 140 - Loop: 95 - Rank min: 100 - Author rank: 87

  • Filler material – Forthright Magazine
    http://forthright.net/2019/05/12/filler-material

    The classic method for creating a garden planter is to use three elements; a “thriller” (something eye-catching), a “spiller” (something to trail gracefully out of the container, and a “filler” (taking up space among the other two types of plants, and filling the gaps.) That filler plant fills up space while the other two elements get all the attention, even though they may be a smaller part of the composite arrangement.

    #gardening #life #time

  • Authentic #collaboration In Tech Starts with the Right People
    https://hackernoon.com/authentic-collaboration-in-tech-starts-with-the-right-people-6c173514990

    By Samantha Radocchia, co-founder and CMO of ChronicledThe most difficult part of building a company is bringing people together as a team.Traditionally, creating a collaborative, supportive team is viewed as something that can’t be forced. It’s widely recognized as a process that takes time and effort from everyone involved.But, as startup culture has grown and the role of founders has become ever more glamorized, a new method of company creation has popped up-venture production studios. Essentially, these studios bring together “founders” to start a company for a specific purpose.Think of it as manufacturing a company.While it’s possible to find success through that system, it’s also a very inorganic and impersonal way to build a company-and isn’t very good at fostering authentic (...)

    #life #authentic-collaboration #entrepreneurship #life-lessons

  • 3 Women Changing The Way the World Thinks About Product Design
    https://hackernoon.com/3-women-changing-the-way-the-world-thinks-about-product-design-b40fc3802

    These entrepreneurs are nailing category design.By Christopher Lochhead, podcaster, best selling author, and 3X Silicon Valley CMOMost of us can’t go a single hour without reaching for our iPhones.But nobody even knew why they needed an iPhone until Steve Jobs told them. And he did it by creating a brand-new category: a touch-enabled “smartphone” that can connects to the internet and doubles as a media player.Rather than simply solving the problem of, “What should a phone be capable of?” Jobs redesigned the problem by showing us, then conditioning us, to equate smartphones with his product. He owned this niche. Today, it’s still the standard against which all other smartphones are measured — with over 1 billion iPhones sold and counting.To build lasting brands and products, legendary companies (...)

    #business #life #tech #entrepreneurship #marketing