• A Divided City
    https://visibleearth.nasa.gov/images/77998/a-divided-city/77999w

    This natural-color image shows the divided city of Berlin in April 1987. In June of that year, President Ronald Reagan would stand next to the Berlin Wall and declare: “Mr. Gorbachev, tear down this wall!â€

    NASA GSFC Landsat/LDCM EPO Team

    Published May 21, 2012
    Data acquired April 29, 1987

    Source:
    Landsat 5 > TM

    #Berlin #Mauer #Fotografie

  • Hunderte konspirative Wohnungen in Ost und West: Der Atlas der Stasi-Nester | Berliner-Kurier.de
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/konspirative-wohnungen-der-atlas-der-stasi-nester-32286446

    Es ist immer wieder interessant und bewegend festzustellen, wie sehr West- und Ostberlin von Untergrundaktivitäten aller Art durchdrungen waren. Nachbarn als Spione oder Denunzianten, Besatzungsarmeen und ihre Geheimdienste als wichtige Arbeitgeber, Landkartenfälscher, Propaganda- und Fake-News Produzenten, die Mauerstadt war ihr Schlaraffenland. In Berlin bespitzelte jeder jeden und alle anderen auch noch. Es war ein blühendes Geschäft. Berlin galt aus gutem Grund als Welthauptstadt der Spionage im kalten Krieg. Otto Normalverbraucher diente hier gleichzeitig als Vorwand, Opfer und Kulisse für die Untergrundaktivitäten der großen Politik.

    Nun wird also die DDR-Stasi, richtiger das Ministerium für Staatssicherheit oder MfS, mal wieder vorgeführt. Das MfS ist dafür prädestiniert, denn detaillierte öffentlich zugängliche Unterlagen über die Aktivitäten der West-Geheimdienste in Berlin gibt es auch 29 Jahre nach der Wiederherstellung der staatlichen Souveränität Deutschlands nicht. Kein Wunder, sind doch immer noch die selben West-Akteure und ihre von diesen Helden des kalten Kriegs ausgebildeten Nachfolger im Einsatz gegen alle echten und vermeintlichen Bedrohungen der zivilisierten Welt. Nur ihre Vorväter, die Nazi-Spione aus dem Prinz-Heinrich-Palais, sind inzwischen nicht mehr von dieser Welt.

    Die vorliegende Liste der Stasiobjekte ist eine Produktion dieser kalten Krieger und enthält mindestens eine Merkwürdigkeit, die nicht nur vom Untergang der Herren der Normannstraße sondern vor allem vom Siegesrausch ihrer westlichen Gegner zeugt.

    Aufgefallen ist uns die Adresse An Der Krummen Lanke 16 , die es nicht in Köpenick und auch nirgenwo sonst auf der Welt gibt und nie gab. Was ist passiert?

    Wie sie zustande kommt, ist zunächst rätselhaft. Richtig heißt sie An der Krummen Lake 16 . Die Krumme Lanke ist ein Waldsee im ehemaligen amerikanischen Sektor von Westberlin, die Krumme Lake hingegen ein Rinnsal in Müggelheim in der ehemaligen Hauptstadt der DDR. Es wurden zwei Gewässer verwechselt.

    Da ist wohl dem Bearbeiter der Straßenlisten ein Fehler unterlaufen. Es scheint nach 1989 passiert zu sein, nachdem der spätere Bundespräsident Gauck die wichtigsten MfS-Unterlagen an US-Geheimdienste übergeben hatte. Darauf deutet der Umstand hin, dass der Listen-Bearbeiter weder sprach- noch ortskundig war. Außerdem hat er so schlampig gearbeitet, dass er eher nicht in einer preußisch geprägten deutschen Behörde tätig war.

    Zunächst legen das große D in „Der“ und das n in „Lanke“ nahe, dass der Fehler vom Mitarbeiter eines US Geheimdienstes beim Abtippen eingefügt wurde. Dem Mann war mit Sicherheit die _Krumme La n ke_ bekannt, denn sein Arbeitsplatz im Berlin Document Center lag ganz in der Nähe des Westberliner Gewässers. Vielleicht ging er dort sogar am Wochendende mit seiner Familie schwimmen. Außerdem folgte er den englischen Regeln zur Groß- und Kleinschreibung und schrieb Der anstelle von der .
    https://en.wikipedia.org/wiki/Capitalization_in_English
    https://english.stackexchange.com/questions/14/which-words-in-a-title-should-be-capitalized

    Eine mögliche Quelle des Fehlers wäre auch eine in den USA programmierte OCR-Software, die bei der Umwandlung der eingescanten MfS-Unterlagen mit unvollständigen Wortlisten und unvollkommnenen Algorithmen jonglierte. Das würde jedoch nichts daran ändern, dass dieser Fehler ein Indiz für die Bearbeitung der Listen durch US-Geheimdienste darstellt.

    Weitere Änderungen wurden später von der Stasi-Gedenkstätte oder Stasi-Unterlagenbehörde gemacht, indem aus den Westberliner Adressen die Hausnummern gestrichen wurden.

    Auf jeden Fall hat sich in der Hohenschönhausener Gedenkstätte niemand die Mühe gemacht, die Listen auf Plausibilität zu überprüfen und offensichtliche Ungenauigkeiten zu korrigieren.

    Für den Berliner Kurier zählte anschließend das Sensationelle und Gruselige, so dass nichts gegen die kritiklose Übernahme der schlampig überarbeiteten Listen sprach.

    Und so konnten - vermutlich durch einen Webredakteur des Berliner Verlags - zum Abschluß die Charlottenburger Adressen in den Bezirk Tiergarten verlegt werden. Hauptsache die drop-down Listen für die Webausgabe der Zeitung sahen gut aus.

    Das alles ist kurios und wäre nicht weiter weltbewegend, wenn nicht sichtbar würde, wie jede Beschäftigung mit Dokumenten und Belegen diese verändert. Heute manipulieren nicht nur Menschen sondern zunehmend drücken Algorithmen den verarbeiteten Dokumenten ihren Stempel auf. Sie können ganze Fakten- und Zahlengebäude zum Einsturz bringen, wie wir beim Xerox-Kopierer-Skandal erlebt haben.

    07. Februar 2018 - Xerox-Software verändert eingescannte Zahlen
    https://www.heise.de/tp/features/Xerox-Software-veraendert-eingescannte-Zahlen-3961586.html

    Für die Fake-News-Produktion brauchen wir keine Stasi. Software und Pressestellen genügen.

    Berlin - Sie horchte und guckte 40 Jahre in der Hauptstadt. Wie ein gigantisches Spinnennetz breitete sich die Stasi über Berlin aus. An Hunderten von Orten postierte sie geheime Spitzelnester – nicht nur im Ost-, auch im Westteil der Stadt. Direkt in der Nachbarschaft. Es waren vor allem konspirative Wohnungen, die für IM-Treffen oder zur Observierung genutzt wurden. Das ganze Ausmaß zeigt jetzt erstmals die Stasi-Opfer-Gedenkstätte in Hohenschönhausen in einer Ausstellung.

    Die Schau „Stasi in Berlin – Überwachung und Repression in Ost und West“, die heute eröffnet (Eintritt frei): Mittelpunkt ist ein 170 Quadratmeter großes Luftbild von Berlin. Es dokumentiert, wo die Stasi im Ost- und Westteil der Stadt ihre geheimen Stützpunkte hatte.

    Über 4000 Leuchtdioden zeigen sie auf der Karte an, auf der die Besucher gehen können und über ein Tablet mittels Videos, Fotos und Zeitzeugen-Berichten erfahren, was an diesen Stasi-Orten geschah. Nur 300 dieser Orte waren Dienststellen in Betrieben oder Fuhrparks.

    Über 3300 Stasi-Stützpunkte allein in Ost-Berlin

    Der Großteil sind konspirative Wohnungen. „Drei Jahre lang brauchten wir, um mit Hilfe der Stasiunterlagenbehörde die erste komplette Übersicht darüber zu erstellen“, sagt Kurator Andreas Engwert. Davon gab es über 3300 in Ost-Berlin. „Vor allem in den 80er-Jahren nahmen sie zu, konzentrierten sich besonders in Prenzlauer Berg, Lichtenberg, Friedrichshain und Mitte, wo viele DDR-Bürgerrechtler aktiv waren oder es eine MfS-Dienststelle in der Nähe gab“, sagt Engwert. Viele Wohnungen häufen sich an recht prominenten Adressen: etwa an der Leipziger Straße, Fischerinsel, Am Tierpark, an der Schönhauser Allee.

    Die Karte zeigt die Stasi-Nester in Berlin. Die roten gab es seit 1945, wurden von den Sowjets übernommen, die gelben entstanden in den 50er Jahren, die grünen in den 80er-Jahren.

    Eine solche Wohnung befand sich auch in der Oderberger Straße 31 (Prenzlauer Berg, Tarnname „Turm“). In den Zimmern baute die Stasi Monitore auf, filmte mit Kameras nicht nur das Geschehen auf der nahen Westberliner Seite der Bernauer Straße. In der Oderberger Straße wohnte auch die DDR-Regisseurin und Bürgerrechtlerin Freya Klier, die von der Stasi observiert wurde. Das Ziel des MfS war es, mit seiner konspirativen Arbeit vor allem in den 80er-Jahren Oppositionsgruppen zu zersetzen, deren Mitglieder einzuschüchtern.

    Punk-Szene in der Mainzer Straße ausgespäht

    Mehrere geheime Stützpunkte gab es in der Mainzer Straße (Friedrichshain). Das Hauptaugenmerk richtete sich Ende der 80er Jahre auf die sich dort entwickelnde Punk-Szene.

    Größtenteils wurden die Wohnungen jedoch für Treffen mit IMs genutzt. Die Privaträume stellten entweder MfS-Mitarbeiter zur Verfügung oder wurden bei vertrauensvollen SED-Mitgliedern gegen einen Unkostenbeitrag von 30 DDR-Mark/Monat „angemietet“.

    Selbst ungewöhnliche Orte wurden gewählt. „Im Pergamonmuseum gab es sogar ein Zimmer, wo sich Stasi-Offiziere, vermutlich wegen der Nähe zum Grenzübergang Friedrichstraße, mit ihren West-Agenten trafen“, sagt Kurator Engwert.

    Listen mit West-Wohnungen vernichtet

    Auch in West-Berlin gab es konspirative Stasi-Wohnungen. „Die Adressen kennen wir nicht“, sagt Engwert. „Die Listen wurden kurz vor dem Ende des Stasi vernichtet.“ Erhalten geblieben ist aber eine Liste mit über 300 Stasi-Wohnungen im ehemaligen West-Berlin, in dem Stasi-Agenten oder West-Berliner, die als IM tätig waren, wohnten oder noch wohnen. Viele befanden sich in Charlottenburg, Neukölln, Kreuzberg.

    (Mitarbeit: Josephine Bährend)

    Stasi-Wohnungen Ost

    Prenzlauer Berg

    Alte Schönhauser Str. 6
    Angermünder str. 11
    Brunnenstr. 27
    Christinenstr. 6
    Egon-Schultz-Str. 25
    Fehrbelliner Str. 24, 56, 97
    Gaudystr. 11
    Granseer Str. 8
    Invalidenstr. 159
    Lottumstr. 26
    Max-Beer-Str. 33
    Mulakstr. 31, 32
    Schönhauser Allee 5
    Schwedter Str. 24
    Swinemünder Str. 125
    Veteranenstr. 24
    Wilhelm-Pieck-Str. 24, 26, 76, 87, 138, 153
    Weinbergweg 6
    Conrad-Blenkle-Str. 65
    Chodowieckistr. 20, 29, 40
    Christburger Str. 12, 17, 20, 22, 47
    Cotheniusstr. 7, 8
    D.-Bonhöffer-Str. 5
    Dieslerwegstr. 9e
    Dimitroffstr. 102, 104, 125, 134, 139, 140, 142, 144, 146, 166, 167, 199, 241
    Einsteinstr. 16A
    Gleimstraße 16
    Greifswalder Str. 9, 87, 153, 159
    Hans-Beimler-Str. 87
    Hanns-Eisler-Str. 16, 62
    Heinrich-Roller-Str. 26
    Hufelandstr. 1, 12, 21
    Husemannstr. 10
    Immanuel-Kirch-Str. 10, 2, 34
    John-Schehr-Str. 1, 63
    Jablonskistr. 37
    Käthe-Niederkirchner-Str. 2, 26, 36
    Kollwitzstr. 47
    Leninallee 127, 85
    Marienburger Str. 2, 6
    Michelangelostr. 97, 125
    Mühlhauser Str. 3
    Naugarder Str. 7, 17, 35
    Ostseestr. 85 – 105
    Pasteurstr. 17, 42
    Prenzlauer Allee 31, 63-77, 125, 178, 193, 198, 209A
    Rykestr. 2, 11, 32, 50
    Schneeglöckchenstr. 15, 26
    Storkower Str. 101, 114, 134, 158
    Winsstr. 7

    Pankow

    Allenberger Weg 19
    Am Iderfenngraben 50, 79
    Am Schlosspark 30
    Am Sandhaus 24-38
    Am Steinberg 47
    An der S-Bahn
    Berliner Str. 73, 83, 111
    Binzstr. 11
    Blankenburger Chaussee 73A
    Borkenstr. 10, 81
    Bruno-Apitz-Str. 7
    Dettelbacher Weg 19
    Ditfurter Straße 4
    Dolomitenstr. 87
    Elsa-Brändström-Str. 6
    Florastr. 61, 67B, 83, 95
    Freischützstraße 2
    Goethestraße 40
    Grabbeallee 73
    Grunowstr. 2
    Güllweg 10C
    Heinrich-Mann-Platz 16, 18
    Heinrich-Mann-Straße 6, 10
    Hadlichstr. 31
    Hobrechtsfelder Chaussee 96
    Johannes-R.-Becher-Str. 8, 24-26
    Karower Str. 11
    Koppenstr. 56
    Kuckhoffstr. 35
    Kurze Str. 5, 6
    Max-Lingner-Str. 12a, 12b
    Majakowskiring 16, 17, 19, 21, 32, 36, 51, 58
    Neue Schönholzer Straße 4, 5
    Pfeilstr. 19, 27, 28
    Pichelswerdaer Str. 5
    Platanenstr. 66
    Prenzlauer Promenade 82, 149, 152, 175
    Rolandstr. 104
    Romaln-Rolland-Str. 19, 35Stubnitzer Str. 22
    Rudelsburgstraße 18
    Rybniker Straße 20
    Stille Straße 106, 52B
    Taulsteinweg 1, 2
    Thulestr. 49
    Tiniusstr. 60
    Tiroler Str. 68
    Trelleborger Str. 30
    Tschaikowskistraße 25, 27, 29
    Vinetastr. 65
    Waldstraße 5, 6
    W.´-Friedrich-Str. 63
    Wisbyer Str. 68
    Wolfgang-Heinz-Str. 51

    Mitte

    Ackerstr. 11, 17, 20, 150, 157
    Adalbertstr. 49, 50
    Albrechtstr. 15, 16
    Alexanderplatz 2
    Alexanderplatz Bahnhof
    Am Nussbaum 6
    Bhf. Friedrichstraße
    Behrenstr. 21, 22
    Bergstr. 1
    Bodestr. 1, 3
    Borsigstr. 23
    Brunnenstr. 44, 177
    Chausseestr. 1, 105, 123, 130, 131
    Clara-Zetkin-Str. 74-80, 85, 97, 103
    Dirksenstr. S-Bahnhof Alex
    Dirksenstr. 78
    Eichendorffstr. 3
    Egon-Schultz-Str. 51, 59
    Friedrichstr. 61, 120, 122, 123, 124, 194-199
    Georgenstr. 14-18, 23
    Habersaathstr. 1, 4, 44
    Hannoversche Str. 2, 6, 28, 29
    Hans-Beimler-Str. 27-37
    Holzmarktstr. 69
    Invalidenstr. 24-26, 110, 152, 155
    Krausenstr. 38, 39, 67
    Leipziger Str. 5-7, 40, 54, 56, 58, 61, 62, 63, 65, 66
    Linienstr. 121
    Littenstr. 14, 15
    Marienstr. 12, 14, 18, 21, 26, 11
    Memhardstr. 2, 3, 6, 8
    Mittelstr. 29, 44, 50
    Modersohnstr. 58
    Mohrenstr. 36, 37
    Mollstr. 4
    Münzstr. 15
    Neue Schönhauser Str. 14, 15
    Neustädtische Kirchstr. 3, 15
    Oranienburger Str. 17
    Otto-Grotewohl-Str. 13 (heutige Wilhelmstr.)
    Otto-Nuschke-Str. 4, 6 (heutige Jägerstr.)
    Panoramastr. 1
    Parochialstr. 1
    Poststr. 2,
    Probststr. 11
    Rathausstr. 7, 13
    Reinhardtstr. 8, 36
    Reinhold-Huhn-Str. 14
    Rheinsberger Str. 16, 50
    Rochstr. 9
    Rungestr. 22-24
    Seydelstr. 32, 33
    Schadowstr. 1B, 4, 10
    Scharrenstr. 2, 3, 10, 11
    Schillingstr. 30
    Schlegelstr. 5
    Schmidstr. 9
    Schumannstr. 10, 21
    Schwartzkopffstr. 9
    Spandauer Str. 4
    Sperlinggasse 1
    Spreeufer 6
    Tieckstr. 4, 10, 11
    Tucholskystr. 6, 41
    Voltairestr. 2
    Unter den Linden 8, 14, 24, 37, 39, 41
    Wallstr. 9
    Wassergasse 1
    Wilhelm-Pieck-Str. 158, 185, 195, 197

    Lichtenberg

    Am Tierpark 3, 62, 64, 66
    Alfred-Jung-Str. 16
    Archenholdstraße 38, 42
    Atzpodienstr. 32
    Baikalstr. 18, 21
    Beilsteiner Str.
    Bürgerheimstr. 9
    Coppistr. 20, 24
    Dolgenseestr. 21, 27, 40, 43
    Dottistr. 12, 16
    Einbecker Str. 90, 101, 102, 111
    Eberhardtstr. 5
    Egmontstr. 8A
    Elfriede-Tygoeer-Str. 6
    Elli-Voigt-Str. 6, 7
    Enkelortweg 2
    Erich-Kurz-Str. 7
    Erich-Mett-Str. 2, 12
    Fanninger Str. (Verwaltungsgebäude)
    Fanninger Str. 17, 19, 25, 68
    Frankfurter Allee 130, 147, 149, 150, 178, 192, 216, 245, 246
    Friedenhorster Str.
    Glaschkestr. 2
    Hans-Loch-Str. 4-36, 122, 259, 299, 309, 335, 345, 351, 355, 359, 371, 373
    Hauptstraße 8, 9-13
    Harnackstr. 16, 26, 28
    Harnackstr. (Baracke 1)
    Hausburgstr. 16, 24
    Hendrichplatz (Wohnkomplex)
    Herzbergstr. 127
    Hirschbergerstr. 4
    Ho-Chi-Minh-Str. 1, 2
    Irenenstr. 5a , 22
    Jacques-Duclos-Straße 3, 25, 26, 61, 75
    Köpenicker Chaussee 1-4
    Köpitzer Str. 8
    Löwenberger Str. 2, 4
    Lückstraße 32
    Magdalenenstraße 4-12
    Margaretenstr. 2, 4, 26
    Marktstr. 9
    Massower Str. 13
    Mellenseestr. 40
    Münsterlandstraße 58
    Paul-Gesche-Str. 7, 10
    Plonz-/Schottstraße (Wohnkomplex)
    Rhinstr. 1, 4, 5, 9, 11, 75, 91, 105, 149, 159
    Rosenfelder Ring 65-123
    Rummelsburger Str. 37
    Rüdigerstraße 54-57
    Schulze-Boysen-Str. 17, 27
    Schwartmeerstr. 25
    Siegfriedstr. 183, 186, 188. 198a
    Straße der Befreiung 25, 37, 67, 68, 72, 73, 75, 78, 85
    Volkradstr. 8, 24, 26
    W.-Florin-Str. 11
    Weitlingstr. 50
    Werner-Lamberz-Str. 86
    Winninger Weg 6

    Köpenick

    An Der Krummen Lanke 16
    Ahornallee 12
    Becherbacher Straße 40
    Breestpromenade 42
    Bruno-Wille-Straße 88, 98
    Dahmestraße 6, 15
    Dreiser Str. 1-3
    Edisonstr. 61
    Fritz-Kirsch-Zeile 8
    Godbersenstraße 27
    Grünauer Str. 132-134
    Güldenauer Weg 46
    Hämmerlingstr. (Eigenheime)
    Hasenwinkel 34
    Heimgartenstraße 18
    Imkerweg 1
    Karolinenhofweg 10
    Landjägerstr. 11
    Lassallestraße 27, 40, 42
    Libboldallee 16
    Lienhardweg 52
    Lübbenauer Weg 43
    Minkwitzweg 7
    Müggelheimer Damm 12
    Myliusgarten 24-30
    Niebergallstraße 1, 2, 5, 9, 11
    Nixenstr. 3-4
    Ottomar-Geschke-Str. 2, 22
    Piepertswinkel 10-14
    Puchanstr. 34
    Rohrwallallee 67
    Semliner Straße 46
    Striesower Weg 7-9
    Tabbertstr. 10
    Verl. Hämmerlingsstraße 1-3D
    Waldstraße 19, 20, 21, 22
    Weichselmünderweg 11
    Wendenschloss Straße 422
    Wilhelminenhofstr. 54
    Wollerdorfer Weg 28A

    Treptow

    Adlergestell 143
    Baumschulenstr. 9, 10
    Beermannstr. 20
    Britzer Str. 9
    Brückenstr. 19
    Eichenstr. 4, 41
    Elsenstr. 41, 87, 97
    Florian-Geyer-Str. 108
    Friedensstr. 1, 3
    Glienicker Str. 125-127
    Heidelberger Str. 65, 66
    Heidekampweg 97
    Hoffmannstr. 15-26
    Königsheideweg 252-260
    Krullstr. 18
    Schnellerstr. 141
    Sterndamm 127, 30, 36, 72, 74
    Reihersteg 21
    Waldstraße 24
    Waltersdorfer Straße 61

    Stasi-Wohnungen West

    Kreuzberg

    Blücherstraße
    Hallesches Ufer
    Friedrichstraße
    Görlitzerstraße
    Hasenheide
    Kottbusser Damm
    Lausitzer Straße
    Manteuffelstraße
    Mehringdamm
    Reichenberger Straße
    Schönleinstraße
    Skalitzer Straße
    Stresemannstraße
    Zossener Straße

    Neukölln

    Boddinstraße
    Britzer Damm
    Buckower Damm
    Buschkrugallee
    Donaustraße
    Karl-Marx-Straße
    Lichtenraderstraße
    Neuköllner Straße
    Schillerpromenade
    Sonnenallee

    Reinickendorf

    Berliner Straße
    Dannenwalder Weg
    Eichborndamm
    Emmentaler Straße
    Gorkistraße
    Heinsestraße
    Lindauer Allee
    Oraniendamm
    Provinzstraße
    Scharnweberstraße
    Senftenberger Ring
    Wilhelmsruher Damm

    Schöneberg

    Bülowstraße
    Eisenacherstraße
    Hauptstraße
    Kleiststraße
    Martin-Luther-Straße
    Motzstraße
    Nollendorfplatz

    Steglitz

    Goerzallee
    Hindenburgdamm
    Steglitzer Damm

    Tempelhof

    Columbiadamm
    Daimlerstraße
    Kaiserstraße
    Mariendorfer Damm
    Tempelhofer Damm

    Wedding

    Bernauer Straße
    Gropiusstraße
    Grüntalerstraße
    Hochstraße
    Hussitenstraße
    Osloer Straße
    Prinzenallee
    Reinickendorferstraße
    Residenzstraße
    Seestraße
    Sprengelstraße
    Swinemünder Straße
    Wollankstraße

    Tiergarten

    Beusselstraße
    Budapester Straße

    Charlottenburg

    Bismarckstraße
    Kaiserdamm
    Kurfürstendamm
    Mommsenstraße
    Theodor-Heuss-Platz
    Wilmersdorfer Straße

    Wilmersdorf

    Auguste-Viktoria-Straße
    Brandenburgische Straße
    Blissestraße
    Bundesallee
    Hohenzollerndamm
    Fasanenstraße
    Uhlandstraße

    Spandau

    Am Pichelssee
    Brunsbüttler Damm
    Falkenseer Chaussee
    Saatwinklerdamm

    https://www.stiftung-hsh.de/veranstaltungen/vorschau/stasi-in-berlin

    #DDR #Berlin #Geschichte #Straßennamen #Stasi #Spionage #Mauer #Geheimdienste #Kartografie

  • Mauermuseums-Chefin: „Dann gehe ich halt schwanger in den Knast“ – B.Z. Berlin
    https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/bussgeld-alexandra-hildebrandt-mauermuseums-chefin-dann-gehe-ich-halt-schw
    Die Dame ist Bußgeldverweigerin, ein bischen eigensinnig. Das zeigt auch die fogende Meldung:

    29. November 2017 - Die Urne mit der Asche von Museumsgründer Rainer Hildebrandt steht noch immer im Krematorium Ruhleben. Die Witwe weigert sich seit 13 Jahren, sie beizusetzen. Sie will ihm unbedingt seinen letzten Willen erfüllen. Er wollte neben seinem besten Freund auf dem Friedhof Wilsnacker Straße (Moabit) bestattet werden. Doch der ist schon lange geschlossen.

    #Berlin #Moabit #Wilsnacker_Straße #Mauer #wtf

  • Ehemaliger Grenzübergang in Berlin: Grüne stoppen Müllers Pläne für den Checkpoint Charlie - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/ehemaliger-grenzuebergang-in-berlin-gruene-stoppen-muellers-plaene-fuer-den-checkpoint-charlie/23655634.html

    20.11.2018, 05:43 Uhr Laura Hofmann Hendrik Lehmann Ralf Schönball

    Berlins Regierender Bürgermeister will am Checkpoint Charlie einen privaten Investor bauen lassen. Doch Müllers Koalitionspartner haben andere Vorstellungen.

    Der Streit um den Checkpoint Charlie spaltet die an Berlins Landesregierung beteiligten Parteien. Am Wochenende hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf dem Landesparteitag der Sozialdemokraten ein Machtwort zugunsten der umstrittenen Pläne für eine Bebauung freier Flächen durch einen privaten Investor gesprochen.

    Am Montag konterten die an der Landesregierung beteiligten Grünen. Sie wollen im Abgeordnetenhaus die Übernahme eines von zwei Grundstücken an der Friedrichstraße durch das Land beantragen sowie den Bau eines Museums des Kalten Krieges in öffentlicher Regie. Die Linke will prüfen, „ob man an dem Ort enteignen kann“. Das wichtigste sei der Erhalt und die Wahrung des Ortes als Kultur- und Denkmalort, sagte die Berliner Abgeordnete Katalin Gennburg. Das Trockland-„Konsortium“ sei „undurchsichtig“ und habe „sicher kein Interesse an der Gemeinwohlorientierung“. Es sei fragwürdig, einer solchen Firma „Eigentum in der Stadt zu verschaffen“.

    Zwei attraktive Baugrundstücke links und rechts der Friedrichstraße sind der wirtschaftliche Einsatz im Tauziehen um den Checkpoint Charlie. Verhandelt wird an dem touristischen Brennpunkt außerdem die Geschichte Berlins, Deutschlands und der Welt, weil sich dort im Kalten Krieg russische und amerikanische Panzer schussbereit gegenüberstanden.

    Hardrock-Hotel geplant

    Bisher verhandelt der Senat ausschließlich mit der Firma Trockland über Bebauung und Nutzung dieser Flächen. Trockland will dort ein Hardrock-Hotel errichten sowie „eine wohlausbalancierte und vielfältige Zusammensetzung aus Wohnungen, Einzelhandel, Büroflächen, Gastronomie und Ausstellungsflächen“.

    Kernpunkt des anhaltenden Streits ist die Gestaltung des Gedenkortes, die Trägerschaft des Museums, dessen Standort und die Größe des Vorplatzes sowie der freien Flächen einschließlich historischer Brandwände. Trockland bietet dem Land einen Mietvertrag im privaten Neubau für 22 Euro je Quadratmeter an, zwei Drittel der Flächen lägen im Keller.

    #Berlin #Mitte #Friedrichstraße #Zimmerstraße #Schützenstraße #Mauerstraße #Checkpoint_Charlie #Stadtentwicklung #Immobilien #Politik

  • alpha-retro: Berlin - Mitteilungen über eine Stadt | ARD-alpha | Fernsehen | BR.de
    https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/ausstrahlung-1529264.html


    Ein Film über das Leben in der Mauerstadt von 1969, in dem die Berliner Mauer nicht vorkommt, weil sie für das Leben der Menschen kaum eine Bedeutung hat. Regie Manfed Durniok, Musik zeitgenössisch u.a. Kompositionen von Oskar Sala

    Berlin von morgens bis spät in die Nacht, von West nach Ost, von ländlicher Gegend bis zur Großstadt, von der Hochkultur bis zur singenden Heilsarmee: Der Film von 1968 versucht einzufangen, was Berlin als Stadt insgesamt ausmacht, dabei wird nicht verglichen zwischen Ost und West, sondern es wird gezeigt, wie sich die Gesellschaft hüben wie drüben immer mehr angleicht, denn die Probleme und Themen sind dieselben: Wohnen, Verkehr, Konsum, Versorgung, Freizeitgestaltung, Vergnügen. Was gibt es alles zu sehen? Beatlokale, Stadtautobahn, Wachablösung am Ehrenmal in Ostberlin, den Ernst-Reuter-Platz und Sonnenbadende, die Neue Nationalgalerie usw. usf. Durch den Tag begleitet wird der Zuschauer dabei von kleinen Radiobruchstücken aus Ost und West. Und untermalt wird dieses für die damalige Zeit doch recht schnell geschnittene Bilderpotpourri von der Musik des Komponisten und Trautoniumspielers Oskar Sala.

    Redaktion: Martin Posselt

    Zum Start von „Babylon Berlin“ im Ersten: alpha-retro: Berlin | Pressemitteilungen | Presse | BR.de
    https://www.br.de/presse/inhalt/pressemitteilungen/ard-alpha-alpha-retro-berlin-100.html

    Die Free-TV-Premiere von „Babylon Berlin“ ab dem 30. September 2018 im Ersten ist ein TV-Ereignis. ARD-alpha begleitet den Start der international erfolgreichen, vielfach preisgekrönten Kriminalserie vor Beginn der Ausstrahlung mit einem großen, dreiteiligen Berlin-Schwerpunkt: am 15., 22. und 29. September 2018, 20.15 Uhr

    Der Schwerpunkt markiert zugleich den Auftakt des neuen Samstagabendprogramms von ARD-alpha: Unter dem Label alpha-retro präsentiert der Bildungskanal ab dem 15. September 2018 mit Unterstützung der Landesrundfunkanstalten der ARD Kostbarkeiten aus den Fernseharchiven und lädt zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr zu unterhaltsamen, bewegenden und überraschenden Zeitreisen in deutsche Städte und Regionen ein.
    ...
    Auch die anderen beiden Berlin-Abende setzen jeweils einen thematischen Schwerpunkt: "Frontstadt und Nachtleben“ (15. September) und "Alltag und Musike“ (22. September). Präsentiert werden persönlich gehaltene Korrespondentenberichte und -geschichten aus dem Alltag und dem Nachtleben einer geteilten Stadt sowie ein kurzweiliges Musikprogramm aus Ost und West – von den späten 50er Jahren bis 1990. Einen besonderen Glanzpunkt setzt dabei die einstündige Friedrichstadt-Palast-Revue "Alles weg’n de Leut“ am 22. September 2018 um 21.00 Uhr, in der der junge Walter Plathe bekannte und wiederentdeckte Texte des Couplet-Sängers und Komikers Otto Reutter interpretiert.

    Samstag, 22. September 2018: Alltag und Musike

    20.15 Uhr: Berlin – Mitteilungen über eine Stadt
    Dokumentation, 1968, RBB-Übernahme

    21.00 Uhr: Alles weg’n de Leut
    Walter Plathe singt Couplets von Otto Reutter
    Konzert, DDR 1987

    22.00 Uhr: Folklore in Berlin
    Deutsche Liedermacher und internationale Volksmusik
    Reportage, 1971, RBB-Übernahme

    Werkverzeichnis Dokumentarfilm von Manfred Durniok
    http://www.durniok.com/pdf/documentaries.pdf
    Der bemerkenswerte Berlinfilm von 1968 fehlt in dieser Liste.

    HTML-Startseite durniok.com
    http://www.durniok.com/durniok_de.html

    #Berlin #Geschichte #Mauer

  • Prozess am Amtsgericht Tiergarten: Untreue im Mauermuseum
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/prozess-am-amtsgericht-tiergarten-untreue-im-mauermuseum/22852604.html

    Dass das antikommunistische Gruselkabinett in der Friedrichstraße eine Goldgrube ist, war bereits bekannt. Unbekannt war bisher das Ausmaß von Gier und Raffsucht des Betreibers und seiner Unterlinge. Wie der Herr so’s Gescherr sagt man, oder, für alle, denen es besser gefällt, der Fisch stinkt vom Kopfe her .

    Ein Mitarbeiter zweigte über Jahre 207.000 Euro ab, um seine Spielsucht zu finanzieren. Der Umgang mit Geld sei damals im Museum eher lax gewesen, berichten Zeugen.

    KERSTIN GEHRKE

    Chefin Alexandra Hildebrandt fehlte, als ihr einstiger Mitarbeiter aus der Buchhaltung vor die Richter trat: Im Mauermuseum am Checkpoint Charlie hatte Thomas K. über Jahre hinweg Geld für sich abgezweigt – insgesamt 207.000 Euro. Wegen gewerbsmäßiger Untreue kam er am Donnerstag vor das Amtsgericht Tiergarten und gestand: „Ich habe Überweisungen getürkt, um meine Spielsucht zu finanzieren.“

    In der Zeit von März 2013 bis Januar 2017 blieb der Schwindel im privaten Museum unentdeckt. 162-mal ergaunerte der Diplom-Kaufmann Beträge zwischen 213 und 5.567 Euro. Bis im Steuerbüro eine Summe von 6.000 Euro für Kopfzerbrechen sorgte. Ermittlungen führten zu zwei Anklagen. Im zweiten Fall wurde der Vater von K. mitangeklagt, der damals an der Kasse saß. 2015 hätten sie 6.000 Euro mit einer gefälschten Quittung veruntreut. Ein Vorwurf, den sie bestreiten.

    Die Chefs hätten „dauernd Bargeld“ aus der Kasse genommen
    Die 59-jährige Leiterin des Museums sollte vor allem zur zweiten Anklage befragt werden. Wie ihr Mann war sie zu 10.30 Uhr geladen. Sie fehlten. Die Zeugen seien unentschuldigt nicht erschienen, so das Gericht. 200 Euro Ordnungsgeld, ersatzweise vier Tage Ordnungshaft wurden verhängt und eine polizeiliche Vorführung für den nächsten Prozesstermin angeordnet.

    Thomas K. hatte 2010 im Museum angefangen. Bereits damals sei er ein Zocker gewesen, so der Angeklagte. „Es hat sich gesteigert.“ Er habe mit doppelten Überweisungen begonnen. „Leider ist das, was ich gemacht habe, nicht eher aufgefallen.“ Inzwischen habe er eine Therapie hinter sich und suche einen beruflichen Neuanfang. Ein Gutachter attestierte dem Angeklagten eine Spielsucht.

    Nach Aussagen von Zeugen entstand der Eindruck, dass der Umgang mit Geld damals im Mauermuseum eher lax war. Die Chefs hätten „dauernd Bargeld“ aus der Kasse genommen.

    Hildebrandt wegen Entbindung zu spät

    Der Prozess gegen den mitangeklagten Vater von K. wurde abgetrennt. Er soll später neu aufgerollt werden. Für den Sohn forderte der Ankläger drei Jahre Haft. Das Gericht folgte dem Anwalt und verhängte zwei Jahre Haft auf Bewährung. Zudem wurde die Einziehung von 207.000 Euro angeordnet.

    Und dann tauchte die Museums-Direktorin, die mit 58 Jahren ihr siebtes Kind erwartete, doch noch auf. Zweieinhalb Stunden zu spät, hieß es. Sie soll erklärt haben, sie habe „gerade entbunden“. Sie kann nun schriftlich vortragen, warum sie fehlte. Das Gericht würde den Sachverhalt dann prüfen.

    #Berlin #Tourismus #Kriminalität #Checkpoint_Charlie #Kreuzberg #Friedrichstraße #Politik #Antikommunismus #Mauer

  • Das Brandenburger Tor als Denkmal für Mord, Erpressung, Feigheit, und Verrat.


    Fidel Castro am Brandenburger Tor
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Lamberz

    Von 1945 bis 1991 kam Viktoria ohne Eisernes Kreuz aus, und verzichtete auf preußischen Militarismus im Siegerkranz. Hier zu sehen beim Besuch des kubanischen Ministerpräsidenten Fidel Castro in Ostberlin am 14.7.1972. Der Berliner Stadtkommandant Arthur Kunath erläutert dem kubanischen Ministerpräsidenten den Blick nach Westberlin.

    Berlin, Fidel Castro an der Grenze

    Berlin: Castro / Die Partei- und Regierungsdelegationen unter Leitung des Ersten Sekretärs der KPK und Ministerpräsidenten der Revolutionären Regierung der Republik Kuba, Fidel Castro(M), besichtigte am 14.6.1972 die Staatsgrenze der DDR zu Westberlin. Die Delegation, von Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED (2.v.l.), und anderen Persönlichkeiten, begleitet, wurde von Generalleutnant Arthur Kunath, Stadtkommandant von Berlin (2.v.r.), informiert. Rechts: Carlos Rafael Rodriguez, Mitglied des Sekretariats des ZK der KPK und Minister der Revolutionären Regierung.

    Johann Gottfried Schadow, Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor
    https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottfried_Schadow#Weitere_Skulpturen

    1793: Quadriga (Berlin, Skulpturengruppe auf dem Brandenburger Tor). König Friedrich Wilhelm II. ließ das Brandenburger Tor im Andenken an seinen Vorgänger Friedrich den Großen als Friedenstor errichten.

    Wikipedia vermischt hier Dichtung und Wahrheit. Richtig ist, dass Schadow der Schöpfer von Quadriga und EK im Siegerkranz ist. Über Anlaß und Grund des Baues jedoch verbreitet die online-Enzyklopädie im Schadow-Artikel 232 Jahre nach den Ereignissen immer noch Preußenpropaganda.


    7.7.1991 Berlin.- Brandenburger Tor, Quadriga. Preußischer Adler auf Eichenkranz am Stab der Göttin mit Eisernem Kreuz

    Der Artikel über Brandenburger Tor und Quadriga ist da schon erhellender.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburger_Tor#Quadriga

    „Victoria konnte als Symbol nahtlos in die Bildsprache des Absolutismus eingegliedert werden. Sie diente Friedrich Wilhelm folglich als […] Legitimierung der eigenen Militäraktion im Herbst 1787 und der anschließenden Bündnispolitik, die eine Friedensabsicht verfolgte.

    Wozu eine Quadriga?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Quadriga

    Als Fahrerin ist in der Kunst oft die Göttin Eirene dargestellt. Man findet aber auch Apollon als Fahrer in der antiken Kunst vor.

    Die historischen Vorbilder der Berliner Quadriga werden von der Göttin des Friedens oder vom Gott der Dichtung gelenkt. Auf dem Brandenburger Tor dominiert eine preußische Siegesgöttin. Das macht neugierig. Wo Frieden symbolisch durch kriegerischen Triumph ersetzt wird, müssen wir die Wahrheit unter den Opfern auf den Schlachtfeldern suchen.

    Die Errichtung des repäsentativen Brandenburger Tors ist das Ergebnis einer Aneinanderreihung von Lügen und Betrügereien. Im Krieg gegen die junge holländische Republik siegte Preußenkönig Friedich Wilhelm II. durch Verrat. Der schwache König Ludwig XVI. von Frankreich ließ die mit ihm verbündeten holländischen Patriotten (mit Doppl-T) ohne Schutz. Zwei Jahre vor der Französischen Revolution hatte er gedroht, den 25.000 Preußenkriegern ein Heer von 100.000 Soldaten entgegen zu stellen, diese Soldaten jedoch nie geschickt.

    Verhandlungen und Vorbereitung
    https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_II._(Preu%C3%9Fen)#Verhandlungen_und_Vorbereitung


    Die Wahrheit kennen wir als erstes Opfer jeden Krieges. Auch hier war eine gefälschte Depesche von Wilhelmine von Preußen der Frau des Statthalters in den Niederlanden Wilhelm V. und Schwester des Preußenkönigs Auslöser und Vorwand für den Einmarsch der Preußentruppen unter dem Herzog von Braunschweig.

    Letztlich zwang eine Kutschfahrt Wilhelmines den König zur militärischen Intervention. Am 26. Juni 1787 wollte Wilhelmine provokativ ohne Geleitschutz von Nimwegen nach Den Haag reisen. Nach Zwei Dritteln der Strecke wurden die Wagen an einem holländischen Grenzübergang bemerkt und vor dem Übersetzen mit der Fähre über den Fluss Leck angehalten. Bei Schonhoven wurden die Insassen durch ein Patriotten-Freikorps nicht zum Umkehren, sondern zum Warten aufgefordert.

    Diese „Festnahme“, die real keine wahr, da die Prinzessin ja nur die Entscheidung der Generalstaaten über ihre Weiterreise abwarten sollte, um dann ihre Fahrt fortsetzen zu können, schilderte sie Friedrich Wilhelm II. als „Inhaftierung“ mit „unwürdiger Behandlung“. In Wahrheit wurde Wilhelmine im Wohnhaus des Kommandanten untergebracht und standesgemäß behandelt. Letztlich beschlossen die Generalstaaten die Rückreise Wilhelmines nach Nimwegen.

    Preußische Intervention in die Niederlande (1787)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_II._(Preu%C3%9Fen)#Einmarsch

    am 10. Oktober 1787 kapitulierte Amsterdam. Wilhelm V. wurde als Statthalter wieder eingesetzt. Die Wiederherstellung des Friedens in den Niederlanden verherrlichte der preußische König in Berlin mit dem Bau des Brandenburger Tors. Das Brandenburger Tor orientierte sich an den Propyläen des Perikles (dem Torbau der Akropolis in Athen). Mit dieser Anspielung auf Perikles inszenierte sich der König als Begründer eines goldenen Zeitalters, das aus einer klugen Bündnispolitik, d. h. auf Basis der protestantischen Allianz zwischen Preußen, den Niederlanden und Großbritannien, hervorgeht. Die außenpolitische Realität der nächsten Jahre unterschied sich jedoch deutlich von diesem Anspruch.

    Was für ein Sieg, dabei war Friedich Wilhelm II. nicht in Holland. Er gab nur den Befehl zum Krieg und ließ dann seine Offiziere ihr Werk als Schuldeintreiber und Auftragsmörder verrichten. Das Brandenburger Tor macht den feigen Sack dann nachträglich doch zum Helden seiner Klasse.

    Die Zahl der beteiligten Soldaten belegt, dass die Kampagne keine unbedeutende war. Zahlreiche Opfer sind gefallen, die allgemein bekannten Berichte enthalten uns ihre Zahl vor. Die damals auf Feldzügen üblichen hygienischen Zustände, zehn Tage Belagerung und Kampf um Amsterdam und einige Begegnungen mit Einheiten der Patriotten lassen vermuten dass wenigesten tausende Soldaten auf Befehl des Königs ihr Leben lassen mussten. Auch dieser Krieg war Massenmord im Machtkampf von Monarchen.

    Patriotten
    https://de.wikipedia.org/wiki/Patriotten

    Obwohl 1787 durch die preußische Invasion unterdrückt, erhob die Partei der Patriotten bald wieder ihr Haupt und bewirkte mit Hilfe der Franzosen 1795 die Vertreibung der Oranier und die Errichtung der Batavischen Republik.


    ca. 1855 Photographische Aufnahme des Brandenburger Tores von Leopold Ahrendts (1825–1870)


    Die blutige Arroganz unserer Brandenburger Kutsche wird von den Stadtbären des Plastik-Zeitalters aufs Schönste ihrer Bedeutung entkleidet. Beliebigkeit siegt über Preußenheroismus. Wie nett.

    #Berlin #Mitte #Pariser_Platz #DDR #Mauer #DDR #Kuba #Geschichte #Preußen #Militarismus

  • Alter Domfriedhof der St. Hedwigsgemeinde - Berlin Lexikon
    http://www.luise-berlin.de/lexikon/mitte/a/alter_domfriedhof_der_st_hedwigsgemeinde.htm

    Mitte (Oranienburger Vorstadt), Liesenstraße 8.

    Der katholische Friedhof wurde 1834 geweiht. Er löste den ersten katholischen Friedhof am Oranienburger Tor ab, dessen Gelände seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit Mietshäusern bebaut wurde.

    1866/67 wurde auf der Nordhälfte des dreieckigen Territoriums eine Friedhofskapelle mit einem der italienischen Renaissance nachempfundenen Schmuck aus Terrakottaformsteinen und Kupferdach errichtet, die 1987 originalgetreu wiederhergestellt worden ist. Eine beträchtliche Zahl von Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten und Zeugnisse der Berliner Grabmalkunst vom Klassizismus bis in unser Jahrhundert findet man auf dem A., so die in der Nähe des Eingangs stehenden beiden 3 m hohen knieenden Marmorengel von Joseph Limburg (1874–1955). Beerdigt wurden hier u. a. Lorenz Adlon, der Maler Peter von Cornelius, Bernhard Lichtenberg (1965 in die Krypta der St.-Hedwigs-Kathedrale überführt), Carl Sonnenschein, der Komponist Josef Sucher (1843–1908) und seine Frau, die Opernsängerin Rosa Sucher (1847–1927). Der Friedhof ist ein Gartendenkmal.


    #Berlin #Mitte #Liesenstraße #Mauer #Stettiner_Bahnhof #Nordbahnhof

  • Bewegung und Parameter
    https://www.heise.de/tp/features/Bewegung-und-Parameter-3959099.html

    Wussten sie, dass Wernher von Braun Schüler am Französischen Gymnasium war? Geschenkt, aber wer war eigentlich dieser Wernher von Braun?

    Hier die Erklärung von Tom Lehrer.
    Tom Appletons Erinnerungen folgen weiter untern.
    https://www.youtube.com/watch?v=TjDEsGZLbio

    Tom Appleton

    Ich war im Juni 1989 aus Wien kommend, in Berlin zu Besuch bei einem älteren jüdischen Freund aus Neuseeland. Er hatte Berlin 1938 verlassen, sehr spät, auf den letzten Drücker. Die alten Schulfreunde aus dem französischen Gymnasium, die in Berlin geblieben waren, hatten über die Jahrzehnte hinweg brieflich den Kontakt aufrecht gehalten. Sie hatten ihre alte Freundschaft nicht den Wahnvorstellungen der Nazis geopfert.

    Ich fuhr mit diesen alten Freunden, alle Jahrgang 1912, durch Westberlin. „Was meint ihr,“ fragte ich die Berliner, „wie lange wird diese Mauer noch Bestand haben?“ — „Mindestens 30 Jahre“, sagten sie übereinstimmend. „Dass die einmal runterkommt, das erleben wir sicher nimmermehr.“

    Ein halbes Jahr später war der Spuk vorbei. Merke: Wenn die richtigen Parameter zusammen kommen, verläuft der Prozess nicht unbedingt weiter linear, sondern exponentiell.

    Ich hatte es genossen, ihren alten Schulgeschichten zu lauschen. Ihr Schulkamerad Wernher von Braun wurde mit 18 von der Schule geworfen, weil er von seinen Mitschülern 500 Mark pro Person abzocken wollte, um einen raketengetriebenen Rennwagen zu bauen. Es waren Ideen wie aus „Donald Duck“. Braun fand natürlich neue Freunde für seine Raketenpläne.

    Mit Wernher von Brauns ehemaligem Mitschüler fuhr ich in der U-Bahn durch West-Berlin, umringt von Afro-Amerikanern der US-Army, verschleierten Frauen aus Anatolien und buntgemischten Menschen aus aller Welt. „Wie findest du das?“, fragte ich meinen alten Freund. „Dich haben sie als Juden aus Deutschland rausgeschmissen, obwohl du genauso aussiehst, wie alle diese Deutschen hier. Und jetzt leben hier Menschen aus aller Welt, ganz ungehindert?“

    Mein alter Freund zitierte, wie nicht anders zu erwarten, sehr zivilisiert, eine Stelle aus dem „Faust“, indem er Hitler mit Mephisto verglich — als „jene Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft.“

    In der Realität spielte sich das Ganze natürlich weniger altersmild oder sanftmütig ab. Ich wollte 1985 in Ost-Berlin den Pergamon-Fries

    betrachten, der in einem Roman-Essay von Peter Weiss beschrieben wurde. Ich hatte nur den ersten Teil des Buches gelesen, der 1975 erschienen war, und hatte keine genaue Vorstellung davon, was es mit diesem Bildwerk auf sich hatte, das im 19. Jahrhundert aus Griechenland nach Berlin verschleppt worden war.

    Im Endeffekt saß ich in Ost-Berlin vor diesem Gigantoskop und hatte nicht einmal eine Fotokopie der Weiss’schen Seiten vor mir — das Buch über die Grenze in die DDR mitzubringen wäre (so glaubte ich) unmöglich gewesen. Natürlich gab es im Pergamonmuseum auch nicht etwa eine Kopie des Weiss-Textes zum Lesen vor Ort. (Auch im Buch selber gab es keine Bild-Seiten dazu.) Zuletzt blieb mir nichts anderes übrig, als einfach festzustellen, dass auch in Ost-Berlin die jungen Frauen einfach attraktiv waren.

    #Deutschland #Kreuzberg #Bethaniendamm #Tiergarten #Derfflingerstraße #DDR #Nazis #Juden #Mauer #Westberlin #Ostberlin

  • Berlin Wall: German man says he found lost 90 yards

    https://www.usatoday.com/story/news/world/2018/01/24/german-man-says-he-found-90-more-yards-berlin-wall/1060819001

    A 37-year-old man said Monday he had found an 80-meter (87 yard) long section of the Berlin wall that local authorities were unaware of.

    “According to my research, it is the last piece of the original wall,” Christian Bormann told the Berliner Zeitung daily.

    The local government office responsible for monuments apparently did not know about the existence of the section. Records showed the section had been registered as dismantled.

    #berlin #mur #ddr

    • Quelle c....rie - on le connaissait tous ce bout du mur le long de la ligne de S-Bahn qui menait vers le beau quartier Frohnau dans le secteur français de Berlin. C’est un chercheur amateur du nom de Bormann (!) qui l’a soi-disant retrouvé sous les ronces, mais c’est un lieu loin de tout que l’arrondissement de Reinickendorf va exploiter pour améliorer sa visibilité dans le cadre de la campagne touristique des banlieues de la ville.

      Berlin est la seule ville dans le monde où la découverte de quelques caillous oubliés depuis quelques années seulement peut servir de sensation pour vendre des journaux et nourrir des historiens. C’est génial, c’est comme si on était Rome avec ses vestiges de Néron mais à moindres frais.

      Sensationsfund in Pankow : Heimatforscher entdeckt 80 Meter langes Stück der Berliner Mauer | Berliner Zeitung
      https://www.berliner-zeitung.de/berlin/pankow-heimatforscher-entdeckt-80-meter-langes-stueck-der-berliner-

      „Zumeist wurden die älteren Maueranlagen abgerissen, sobald ein moderner Ersatz entstand“, sagt Bormann. Doch im Fall der Schönholzer Schützenstraße versäumte man den Abriss gleich zweimal – beim Bau der neuen Grenzanlage und Jahrzehnte später nach der Wende bei der Beseitigung des Todesstreifens. „Der Grund dafür, dass die Ur-Mauer stehenblieb ist vermutlich, dass sie hier wie die Spitze eines Dreiecks tief in den Wald hineinreicht“, sagt Bormann. Das mache sie schwer einsehbar und insbesondere für heutige Augen kaum noch als Teilstück der Mauer erkennbar.

      Si vous voulez découvrir l’emplacement exact des vestiges historiques voici l’adresse Openstreetmap. Vous descendez à la gare Schönholz et vous prenez le sortie est (bien sûr). N’oubliez pas de mettre de chaussures solides pour la ballade dans la boue.

      http://www.openstreetmap.org/way/24235822#map=18/52.57185/13.38255

      C’est vraiement loin de tout. Si vous ne voulez pas trop vous éloigner des bars et restaurants de Prenzlauer Berg , voici une autre « sensation » récente à visiter.

      Mauerpark-Sensationsfund : Archäologen entdecken DDR-Fluchttunnel | Berliner Zeitung
      https://www.berliner-zeitung.de/berlin/mauerpark-sensationsfund-archaeologen-entdecken-ddr-fluchttunnel--2

      Mit seinem Grabungsteam hat Dressler am Eingang zum Mauerpark einen bedeutenden archäologischen Fund freigelegt, der bisher einmalig in der Geschichte Berlins ist: Einen #Fluchttunnel, der einst 80 Meter vom Westen in den Osten führte, Teile eines unterirdischen Meldesystem der DDR-Grenztruppen und Gebäudereste des früheren Nordbahnhofs, an den Berliner Mauer einst reichte. Freigelegt wurde zudem eine etwa 20 Tonnen schwere Betonplatte mit massiven Stahlträgern, die früher aus der Erde ragten und nach dem Mauerbau einen Grenzdurchbruch in den Westteil verhindern sollten.

      Die Archäologen sind fündig geworden, weil der Eingang zum #Mauerpark derzeit eine Baustelle ist.

      L’article du Berliner Zeitung nous informe sur le caractère construit de l’info.

      Bormann ... kennt die fragliche Stelle schon seit 1999. „Ich mache die Entdeckung aber erst jetzt öffentlich, weil das Mauerstück nun erkennbar Schutz vor der Witterung braucht“, sagt er. Ein weiterer Grund sei, dass jüngst bei archäologischen Ausgrabungen im Mauerpark ein Fluchttunnel entdeckt wurde. Womöglich könne der von ihm entdeckte Mauerstreifen diese Forschungsarbeit noch bereichern. Das Bezirksamt Pankow ist bereits informiert.

      C’est l’occasion pour un politicien provincial de droite de rajouter son grain de sel au cours de l’histoire.

      Am Donnerstag bekommt Bormann ... Besuch vom Europa-Abgeordneten Arne Gericke (Freie Wähler). Der Politiker aus Rostock hält Bormanns Fund in Schönholz für eine „Entdeckung von europäischer Tragweite“.

      Génial, c’est un événement d’importance européenne nous fait savoir cet ami des Junker est-allemands qui espère gagner en notoriété grâce à son intervention.
      C’est une affaire qui marche. Il vient d’être mentionné dans le Berliner Zeitung qui autrement n’aurait rien à faire de ce lèche-botte des nobles les plus réactionnaires.

      Junker
      https://fr.wikipedia.org/wiki/Junker

      Le junker (Jkr.) était un noble, propriétaire terrien en Prusse et en Allemagne orientale1 et un grade de la table des Rangs en Russie impériale.

      En tant que groupe, les junkers ont constitué la noblesse foncière de Prusse et d’Allemagne orientale — plus précisément de l’Ostelbien (en)c’est-à-dire les terres situées à l’est de l’Elbe. La plupart de ces familles, issues de l’Uradel, noblesse immémoriale allemande féodale, a colonisé et christianisé le nord-est de l’Europe aux XIe, XIIe et XIIIe siècles.

      Ostelbien
      https://de.wikipedia.org/wiki/Ostelbien

      Als Ostelbien wurden in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg die Gebiete östlich der Elbe bezeichnet, bis hin nach Ostpreußen. Es handelte sich um flaches Land, das großflächige Gutswirtschaft ermöglichte und auf dem auch nach dem Beginn der Industrialisierung in Deutschland die Landwirtschaft ein stark dominierender Wirtschaftszweig war. Meist waren die Gutsbesitzer Adlige, protestantisch und politisch konservativ.

      #wtf #tourisme #Berlin #Pankow #Schönholz #Schützenstraße #Reinickendorf #S-Bahn #Mauer #Prenzlauser_Berg #Wedding

    • Je découvre pour ma part l’asphalte du parking d’ALDI juste à côté. Vivement que le capitalisme s’effondre, je pourrai vendre la nouvelle :)

      #merci @klaus pour la rigolade

  • Berlin Wall Animations on Vimeo
    https://vimeo.com/24785974


    https://i.vimeocdn.com/video/162991883_1280x720.webp

    Quick journey through the building history of the berlin wall:
    Built in 1961, extended in four stages until its fall in 1989.

    Animations of the Berlin Wall created by frameboX / Till Nowak for the productions “FLUCHT IN DIE FREIHEIT” / “BUSTING THE WALL” by ZDF ENTERPRISES and ZDF / LOOPFILM AND HISTORY-MEDIA directed by Oliver HALMBURGER and JÖRG MÜLLNER

    MUSIC for this showreel:
    ANDREAS UND MATTHIAS HORNSCHUH

    #Berlin #Video #Mauer #Animation #Geschichte

  • Bilderstrecke: So sah das Berlin der 80er Jahre aus
    http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/bildergalerie-so-sah-das-berlin-der-80er-jahre-aus/14663834.htm

    Unser Leser Ralf Fitzner schickte uns ein Bild aus dem April 82. Es zeigt den Mittelbereich „Unter den Linden“ in Höhe der Friedrichstraße, Sichtrichtung Brandenburger Tor.

    Letzter Berliner Vorposten - Dazwischen lag: nichts. Die Grenze an der Landstraße 5 zwischen Hamburg und Berlin. Hier befand sich der Kontrollpunkt Lauenburg.

    Letzter Berliner Vorposten - 1983. Zwischen Hamburg und Berlin gibt es jetzt eine Autobahn. Der Kontrollpunkt Gudow wird eröffnet.

    British Route Bus Service, in den 80ern. Das zeigt die Busse für die britischen Armeeangehörigen am Theodor-Heuss-Platz in Westend (links das Gebäude steht noch). Tagesspiegel-Leser Jörg Zindler hat sogar noch den alten Fahrplan - der Bus rollte von „Station Charlottenburg“ über „Stadium East“ (Olympiastadion) bis nach Spandau.


    Die gingen zu Fuß. Französische Soldaten waren bis auf die Offiziere normale Wehrpflichtige und kamen mangels Sold kaum aus der Kaserne raus. Die GIs der US-Army hatten es besser. Die ließen es jedes Wochenende krachen und machten den Kudamm im Straßenkreuzer unsicher.

    Bahnhof Zoo, Charlottenburg, 1986. Französische Soldaten im britischen Sektor.


    Was besser war? Auf hundert Metern ein Engelchen und ein Kindl , sogar direkt an der Mauer. Heute sind da teure Hipsterlokalitäten, wenn überhaupt. Heidelberger Straße vermutlich.

    Neukölln, 1986

    Oberbaumbrücke, 1986. Wie erbärmlich die Brücke zwischen West (links) und Ost (rechts) aussah, oder? Die Türmchen fehlen. Ganz rechts wird Jahre später Universal einziehen

    1987, 750-Jahr-Feier in Berlin.

    1988, Weißensee. Bruce Springsteen spielte auf der damaligen Radrennbahn Weißensee (die heute nicht mehr existiert). Das Gelände befindet sich an der Rennbahnstraße.

    #Berlin #Geschichte #Mauer #Photographie

  • Fotografie: Die Berliner Mauer aus anderer Sicht | Berliner Zeitung
    http://www.berliner-zeitung.de/kultur/kunst/fotografie-die-berliner-mauer-aus-anderer-sicht-24494592


    Hingehen !

    Für 148 Schüsse auf einen Flüchtling gab es eine Beförderung und eine Armbanduhr als „Sachprämie“. Die Hunde im Todesstreifen trugen Namen wie „Arras von der Wasserstraße“ und „Quinte von der Teufelswand“ und einer ihrer Herrchen hatte laut Personalakte „starke sadistische Neigungen“.

    Notizen und Aktenvermerke aus der lange geheimen Archiv-Hinterlassenschaft der DDR-Grenztruppen. Sie werden jetzt in einer ebenso detailreichen wie historisch verdienstvollen zweibändigen Text-Foto-Edition von der Autorin Annett Gröschner und dem Fotografen Arwed Messmer dokumentiert („Inventarisierung der Macht. Die Berliner Mauer aus anderer Sicht“, Hatje Cantz Verlag).

    Ausstellung im Haus am Kleistpark

    Sie vollenden damit ein schon vor Jahren begonnenes Langzeitprojekt, verbunden mit einer Ausstellung im Berliner Haus am Kleistpark (bis 21. August). Über 1000 Panoramen und Einzelbilder zeigen den gesamten Verlauf der Mauer um West-Berlin, aufgenommen mit Kleinbildkameras der DDR-Grenzsoldaten.

    #Berlin #Mauer #Ausstellung

  • 1913 „Haus Potsdam“ später „Haus Vaterland“
    http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/591

    Das neuerbaute „Haus Potsdam“, später „Haus Vaterland“ am Potsdamer Platz in Berlin-Tiergarten, erbaut 1911/1912 von Architekt Franz Schwechten. Links die Königgrätzer Straße, heute Stresemannstraße.

    1932 - Lichter der Großstadt
    http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/593

    1947 - Hitler kaputt, Haus kaputt
    http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/594

    1952 - Drumherum sieht es auch nicht gut aus.

    1962 - Vor der Mauer die Vaterlandruine, hinter der Mauer die Hotelruine
    Auf Flickr gepostet von https://www.flickr.com/photos/allhails

    Flickr

    1965 - Wenn zwei sich streiten baut der Dritte eine Mauer.
    http://grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/592

    1975 - Der Abriß naht.

    1989 - Wech is wech.
    Auf Flickr gepostet von https://www.flickr.com/photos/phil_p

    Flickr

    Heute - die am schlechtesten dokumentierte Ecke am Potsdamer Platz.
    Kein Foto in Wikipedia, auf Flickr sieht man das langweilige Haus mit dem blauen Plakat - „zu vermieten“.
    Auf Flickr gepostet von https://www.flickr.com/photos/graef

    Flickr

    Fazit: Wo einst ein Wahrzeichen war, ist heute eine Bäckerei.

    #Berlin #Geschichte #Potsdamer_Platz #Stresemannstraße #Königsgrätzer_Straße #Gabriele-Tergit-Promenade #Haus_Vaterland #Mauer

  • Nachruf auf Stephan Noé (Geb. 1957): Ein Untergrundaktivist - Nachrufe - Berlin - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/nachruf-auf-stephan-noe-geb-1957-ein-untergrundaktivist/13713830.html

    Seine schönste und immer wieder staunendes Raunen hervorrufende Erzählung war die vom Lenné-Dreieck anno 1988, einem Kuriosum der Mauerstadt Berlin. Der kleine Gebietszipfel auf der Westseite der Mauer am Potsdamer Platz gehörte zur DDR und sollte im Rahmen eines Gebietsaustauschs am 1. Juli 1988 in die Hoheit West-Berlins übergehen, um Platz zu schaffen für die geplante Stadtautobahn namens „Westtangente“. Die DDR sollte dafür 76 Millionen Mark bekommen.

    Dagegen protestierten Linke und Umweltschützer, sie besetzten das Gelände und gründeten eine exterritoriale Revoluzzerrepublik mit wohlwollender Duldung der Sicherheitsorgane der DDR. Die schauten, mit Gasmasken bewehrt, über die Mauer nach dem Rechten, wenn wieder ein Scharmützel aufflammte und die West-Berliner Polizei zur Klärung der Lage Tränengas einsetzte. Die Polizei massierte ihre Kräfte an der Grenze zum Dreieck, um pünktlich am Morgen des 1. Juli räumen zu können, doch bevor es losgehen sollte, verschwanden die Besetzer mit Leitern über die Mauer in den Osten, wo sie mit Lastwagen empfangen wurden.

    Wer die Aktion mit der Stasi ausgehandelt hatte, wurde nie geklärt. Noés Freunde glauben, er habe eine maßgebliche Rolle gespielt, würde ja zu ihm passen, die verrückte Aktion. Er trat schließlich auch als Sprecher der Besetzer auf. Doch Noé blieb im Westen, als die anderen in die Arme Honeckers türmten, sich bei der Stasi ein kräftigendes Frühstück servieren ließen und dann gut gelaunt in den Westen zurückfuhren. „Ich fand es einfach absurd, mich in den Schutz eines Staates zu begeben, für den die Verletzung der Menschenrechte zum Alltag gehörte“, erklärte Noé 20 Jahre später im „Spiegel“.

    #Berlin #Mauer #Besetzer #Lenné-Dreieck

  • Berlin, wo es weh tut
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berghain--checkpoint-charlie---co-die-schlimmsten-tourifallen---und


    Unter dem Titel „#Berghain, Checkpoint Charlie & Co: Die schlimmsten Tourifallen – und ihre Alternativen“ leistet die Berliner Zeitung Lebenshilfe für alle, die sich nicht jeden Tag in der Stadt herumtreiben.

    Ich habe mich schon immer gefragt, warum Massen an Menschen in das Museum am #Checkpoint_Charlie strömen, dort irre lange anstehen, um sich dann im dichten Gedrängel an Fluchtfahrzeugen vorbeizuschieben. Es gibt doch so viele Alternativen! Ich würde meinen Berlin-Besuch unter gar keinen Umständen zum Checkpoint Charlie schicken. Ich mag meine Freunde ja. Die #Friedrichstraße ist an dieser Stelle sowieso ein echtes Ärgernis. Touristen rennen auf dem Weg zu einem Schnappschuss mit einem falschen Uniformierten blindlings auf die Straße. 2017 sollen zwei neue Gebäude das Areal ergänzen: Kalter Krieg (Museum) und Hard Rock (Hotel).

    ...

    Alternative: Ich gehe mit meinem Besuch zur Gedenkstätte Berliner #Mauer an der #Bernauer_Straße (Eintritt frei, kein Gedrängel, echte Mauer, echter Wachturm der #DDR-Grenztruppen, Zeitzeugenberichte auf Video), schicke sie ins Deutsche Historische Museum (Dauerausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“, bis 18 Jahren Eintritt frei, sonst 8 Euro, ermäßigt 4 Euro) oder sehe mit ihnen Filme wie „Sonnenallee“, „Good Bye Lenin“ oder „Das Leben der Anderen“ an, die es auch mit englischen, spanischen und italienischen Untertiteln gibt. Wer mehr über Berlin als Vier-Sektoren-Stadt erfahren will, kann außerdem das #Alliierten-Museum und das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst besuchen.

    Das Gleiche mit #Döner
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/mustafas-gemuesekebap--il-casolare-berlins-schlimmste-tourifallen-i
    Hier schmeckt es garantiert nicht .

    Wenn es allzu schlimm wird, geht die Stadt schon mal mit Verboten gegen #Nepp und Abzocke vor:
    #Touristenattraktion am Potsdamer Platz: Gericht verbietet Fotos mit DDR-Grenzsoldat
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/touristenattraktion-am-potsdamer-platz-gericht-verbietet-fotos-mit-

    Dieses Mega-Ärgernis verdient einen eigenen Artikel: #Bierbikes fahren, wo sie wollen
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/mitte-bierbikes-fahren--wo-sie-wollen,10809148,26952170.html

    Die hier können angeblich echte Auskünfte geben:

    10 Zeichen, an denen man einen Berliner erkennt
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/das-echte-berlin-10-zeichen--an-denen-man-einen-berliner-erkennt,10
    https://www.flickr.com/photos/berliner-feuerwehr/2263913818/sizes/z

    Flickr

    10. Der Berliner geht in der Silvesternacht nicht vor die Tür.

    Im Gegenteil. Ich erinnere mich mit Freude an den urberlinerischen Anwalt, der zu Sylvester immer drei Einkaufswagen voll Böller gemeinsam mit seinen erwachjsenen Söhnen verballert.

    9. In der U-Bahn schockt den Berliner gar nichts mehr.

    Ja. Entweder er fährt nicht U-Bahn, weil er nicht muß, oder er ist so arm, daß er nach seinem Scheißjob zu müde zum Schockiertsein ist.

    8. Der Berliner wohnt nicht innerhalb des S-Bahn-Rings.

    Falsch. Ich kenne sogar Berliner, die zur Villa in Lichterfelde noch eine Wohnung in Mitte dazugekauft haben.

    7. Der Berliner bestellt Schrippen.

    Ja. Ost- oder West-Schrippe ist noch die Frage.

    6. Der Berliner ist noch nie mit einem #Bierbike gefahren und wird es auch niemals tun.

    Ja. Siehe U-Bahn.

    5. Außer zum Arbeiten verlässt der Berliner nie seinen Kiez.

    Doch. Um ins Kino, Theate oder Oper zu gehen (es gibt kaum noch Bezirkskinos), am Wochenende gehts ins Grüne und im Sommer in den Urlaub, am liebsten Malle oder Kanaren, wobei Malle schon wieder #Kiez is.

    4. Der Berliner macht einen großen Bogen ums #Oktoberfest auf dem #Alexanderplatz.

    Stimmt so nicht. Hunderttausende steigen jeden Tag am Alex um. Aber was ist ein Oktoberfest ?

    3. Der Berliner weiß, dass er bis zur Rente nicht vom BER aus nach Mallorca fliegen wird.

    Falsch, der Berliner ist zynischer Optimist. Es will einfach niemand von Schönefeld nach Malle fliegen. Warum wohl ?

    2. Der Berliner ist Charlie und nicht Pegida.

    Hä ?

    1. Das ultimative Zeichen, woran man als Nicht-Berliner einen Berliner erkennt? Außen Zucker, innen Marmelade! :)

    Schlechter Witz. Erklärung steht unter dem Artikel. Ansonsten ist in Berlin ein Berliner ein Berliner und sonst nichts.

    #Berlin #Tourismus #berlintutweh #Karlshost

  • Die offizielle Mauergeschichte, tausendmal gehört und gesehen.

    Die Insel - Westberlin zwischen Mauerbau und Mauerfall (1/2) [HD]
    https://www.youtube.com/watch?v=Su3xu9D640U

    Die Insel - Westberlin zwischen Mauerbau und Mauerfall (2/2) [HD]
    https://www.youtube.com/watch?v=YwSk3FYnFKg

    Hier gibts nicht Neues, dafür die offizielle einseitige Darstellung durch Autoren, denen der Blick von Innen fehlt. Eine idealtyppische Doku dafür, wie seit 1989 ver-Kohl-t wird. Kommentare zu linken Bewegungen im zweiten Teil führen in die Irre, wenn man sie im Kontext des Films liest. Eigenen Kontext herstellen, dann taugt der Film als Beleg für rechte Quelleninterpretation.

    #Berlin #Mauer #video

  • Der Rias und Friedrich Luft - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/bayerisches-viertel/der-rias-und-friedrich-luft-freiheitsglocke-live-und-im-radio/12040134.html

    Der berühmte Berliner Theaterkritiker, bekannt vor allem als sonntägliche „Stimme der Kritik“ beim Rias, starb vor 25 Jahren.

    Auch an jenem Sonntag verabschiedete er sich mit den legendären Worten: „Wir sprechen uns wieder, in einer Woche. Wie immer gleiche Stelle, gleiche Welle, herzlich auf Wiederhören, Ihr Friedrich Luft.“ Das war im Herbst 1990. Doch er kam nie wieder ins Studio. Zwei Monate nach der letzten Ausgabe der „Stimme der Kritik“ ist er gestorben in Berlin, in seiner Stadt, die immer schon eine Theaterstadt war. Er war ihr Ausrufer, Deuter, Richter und Schenker. Friedlich Luft schenkte Lust auf Schauspiel und Drama.

    Er war lange Zeit Deutschlands populärster Theaterkritiker: Friedrich Luft. Er war über Jahrzehnte eine Instanz, ein Leuchtturm, ein gern gehörter Gast am Sonntagvormittag

    RIAS BERLIN KOMMISSION - RIAS BERLIN COMMISSION
    http://www.riasberlin.de

    #Berlin #Mauer #RIAS #Kultur

  • Und am Hörertelefon begrüßen wir Gott
    http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2014-11/mauerfall-live-westberlin-radio-100


    Sollten Sie sich schon immer gefragt haben, was denn „der Mauerfall“ für die Westberliner wirklich bedeutete, sollten Sie diesen Artikel aus dem Zeit-Magazin lesen:
    Eingentlich hatte das mit der Mauer schon im Oktober 1989 stattgefunden. In der Folge wurde eine Sendung im ersten privaten Radiosender Berlins abgesetzt. Das wars. So einfach.

    Westberlin, 24. Oktober 1989

    Am frühen Abend verlässt der junge Mann seine Wohnung in der Kreuzberger Großbeerenstraße. Er trägt Lederjacke, Stiefel und einen schwarzen Cowboyhut. Es ist Ende Oktober, durch Berlin fegt der erste Herbstwind. Unten schaut der Mann in den Plattenladen im Erdgeschoss, vielleicht ist ein Bekannter zu sehen. Dann läuft er los, unter der düsteren Unterführung der Yorckstraße hindurch, er biegt in die Mansteinstraße, sein Ziel das Ex’n’Pop, in dem er als Barkeeper arbeitet. In der verrauchten Kneipe mixt er einige Gläser Wodka mit Bitter Lemon, trifft Freunde.

    Es ist nach ein Uhr, als der junge Mann ein Taxi zur Potsdamer Straße nimmt. Er fährt vorbei an den vernarbten Häusern voller Einschusslöcher aus dem Zweiten Weltkrieg. Unter der Hochbahn Ecke Bülowstraße steigt er nach einem knappen Kilometer aus und tritt in einen Hinterhof. Am Tor steht auf einem unscheinbaren Schild „Radio 100“. Eilig nimmt er die Stufen im Treppenhaus des Fabrikgebäudes. Er hat nicht viel Zeit, um zwei Uhr muss er auf Sendung sein. „Guten Morgen zu zwei Stunden Shlim Line Show mit Joe B. und Uli M.“ Der junge Mann begrüßt einen Musiker aus Westberlin, spricht mit ihm über das neue Album seiner Band Die Haut und spielt einige Songs daraus. Dann wird die Sendung abrupt unterbrochen – für eine besonders eilige Meldung.

    Es ist 25 Minuten nach zwei. Die Stimme des jungen Mannes fängt beim Lesen an zu zittern.

    https://soundcloud.com/zeitmagazin/shlimline-show-vom-24101989-o-ton-1

    Der „Mauerfall“ zwei Wochen danach war nur eine Erfindung der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten und der Sender des Westlichen Auslands. Die Zeit bis dahin hatte man benötigt, um alle Details im eigenen Sinne nachzuinszenieren. Was glauben Sie denn ?

    Der erste „Mauerfall“ war das Werk von Uli M Schueppel, Joe B. und der Crew von Radio 100. Erich Honnecker und Helmut Kohl waren nicht daran beteiligt.

    Uli M Schueppel

    geboren 1958 in Erbach (Odenwald), lebt seit 1982 in Berlin. International bekannt wurde er 1990 mit seiner Nick Cave-Dokumentation The Road To God Knows Where. Viele seiner Filme handeln von Berlin und der Künstlerszene vor und nach der Wiedervereinigung. Seine Filme finden Sie hier.

    http://schueppel-films.de

    #Berlin #Geschichte #Mauer #Radio