• L’obsession du cinéma français pour le réalisme social
    https://frustrationmagazine.fr/cinema-francais

    Chez Frustration, notamment depuis les articles de Rob Grams sur son concept de « bourgeois gaze », ou dans cet article récent de Farton Bink, on s’intéresse beaucoup à la question des classes dans le cinéma. Aujourd’hui, Jules Adam Mendras se penche sur les nombreuses impasses qui découlent de la mise en scène des rencontres inter-classes dans […]

    #Médias #On_a_vu,_lu,_joué

  • Bundesregierung zu Welle von Kontokündigungen bei Regierungskritikern : „Wir sind ein freies Land“
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=143481

    Le parti communiste allemand DKP et plusieurs journalistes viennent de perdre leur compte bancaire. Il s’agit appatamment d’une sétie de "debanking" suite à des pressions politiques. En Allemagne la liberté d’expressson est menacée au point où toute publication professionnelle non-alignée sur le canon des opinions tolérées par le gouvernement et les maîtres du pouvoir en place comporte le risque de la déstruction de l’existence écinomique des journalistes et éditeurs.

    11.12.2025 von: Florian Warweg - Am 9. Dezember hat die DKP bekanntgegeben, dass ihr die GLS-Bank ohne weitere Begründung alle Konten gekündigt hat. Kurz vor der Kündigung hatte die Bank bei der DKP mit dem Verweis „dringend“ Informationen zu einer Spendenaktion für Kuba eingefordert. Zuvor waren dieses Jahr bereits die Konten zahlreicher regierungskritischer Journalisten wie z.B. Gaby Weber, Aya Velázquez und Flavio von Witzleben sowie von Verlagen (Mehring Verlag) und Radiostationen (Kontrafunk) aufgekündigt worden. Die NachDenkSeiten wollten vor diesem Hintergrund wissen, ob die Bundesregierung ausschließen kann, dass einzelne Ministerien Druck auf die entsprechenden Banken ausgeübt haben, und wie Kanzler Merz grundsätzlich die zunehmende Tendenz zum „Debanking“ von regierungskritischen Stimmen in Deutschland bewertet. Von Florian Warweg.

    Hintergrund

    Die GLS-Bank, die sich selbst als „nachhaltig, sozial und kooperativ“ beschreibt und mit dem Slogan wirbt „Schafft Raum für Vielfalt“, hat zum 31. Dezember 2025 die Konten des Parteivorstands der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) sowie zahlreicher Untergliederungen gekündigt. Die Kündigung erfolgte ohne Angabe von Gründen.

    In einer Pressemitteilung nannte die DKP das Vorgehen allerdings „offensichtlich politisch motiviert“ und begründete dies auch:

    „Eine erste Irritation im Umgang zwischen der DKP und der GLS-Bank trat im September auf. Eine Mitarbeiterin der GLS-Bank bat „dringend“ um „Informationen zu der Nutzung“ der Konten. Sie präzisierte in ihrer Mail: „Insbesondere benötige ich Informationen zu der Spendenaktion für Kuba.“ Die DKP stellte alle gewünschten Angaben fristgerecht zur Verfügung, erhielt aber auch auf Nachfrage, wozu die Informationen benötigt werden, keine Antwort. Stattdessen erfolgte die schriftliche Kündigung der DKP-Konten zum 31. Dezember. Danach waren die Verantwortlichen der Bank für die DKP nicht mehr zu sprechen. Eine Vielzahl von Anrufversuchen und Mails liefen ins Leere.“

    Im Gespräch mit den NachDenkSeiten erklärte Klaus Leger, Leiter Finanzkommission bei der DKP, dass die GLS selbst einräumt, dass die Kündigung der Konten „nicht auf einer souveränen internen Entscheidung der GLS-Bank“ beruhte:

    „Am späten Nachmittag des 10. Dezember erhielt ich einen Anruf von zwei Vertretern der GLS-Bank Der erste Kontakt seit der Kündigung. Sie zeigten sich persönlich betroffen von der politischen Einordnung der Kündigung in unseren öffentlichen Stellungnahmen. Formell wichen sie nicht von der AGB-Linie ihrer Kündigung ab, machten aber deutlich, dass es Druck von außen gab und die Kündigung nicht auf einer souveränen internen Entscheidung der GLS-Bank beruht. Auf meine Frage, ob die Einflussnahme durch den Verfassungsschutz erfolgte, wollten die GLS-Vertreter nicht näher eingehen, dementierten dies aber auch nicht.“

    Dies war mitnichten die einzige Kontokündigung der GLS gegen kritische Geister. Erst Anfang November kündigte die GLS das Geschäftskonto der freien Journalistin Aya Velazquez, bekannt geworden u.a. durch die Veröffentlichung der ungeschwärzten RKI-Protokolle, ebenfalls ohne jede weitere Begründung:

    Zahlreiche weitere Fälle von „Debanking“ bei regierungskritischen Journalisten, Verlagen und Radiostationen

    Allein in diesem Jahr gab es bereits zahlreiche weitere Konto-Kündigungen bei Journalisten, Medienportalen und Verlagen. Anbei eine unvollständige Übersicht:

    Anfang Dezember 2025 gab der freie Journalist Flavio von Witzleben bekannt, dass ihm die Sparkasse Karlsruhe sein Geschäftskonto gekündigt hat.

    Gegenüber der Berliner Zeitung bezeichnete er den Vorgang als „Versuch der Einschüchterung“ aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit. Auf Rückfragen seinerseits habe die Bank lediglich mitgeteilt, dass es „gravierende Gründe“ gebe, ohne dies näher auszuführen. Auch auf eine Presseanfrage der Berliner Zeitung zu den Vorwürfen und rechtlichen Fragen verweigerte die Sparkasse jede Form einer inhaltlichen Stellungnahme und erklärte lediglich:

    „Die Sparkasse Karlsruhe beachtet die geltende Rechtsordnung. Dazu gehört auch das Bankgeheimnis. Das bedeutet, dass sich die Sparkasse Karlsruhe nicht zu bestehenden oder nicht bestehenden Kundenbeziehungen äußert.“.

    Anfang Mai 2025 hatte die zur Deutschen Bank gehörende Postbank das Geschäftskonto des Mehring-Verlags sowie im Juni das Privatkonto des Geschäftsführers Wolfgang Zimmermann ohne Angabe von Gründen gekündigt. Der Verlag ist auf sozialistische Literatur spezialisiert und positioniert sich kritisch zum aktuell herrschenden Gesellschaftsmodell.

    In einer Pressemitteilung dazu heißt es unter anderem:

    „Die Kündigung des Geschäftskontos, die bereits zum 28. Juli wirksam wird, zielt darauf ab, die Arbeit des Mehring Verlags zu sabotieren und die Verbreitung seiner Bücher zu behindern. Andere Gründe dafür gibt es nicht. Der Mehring Verlag und seine Vorgänger haben seit ihrer Gründung vor 45 Jahren ein Konto bei der Postbank unterhalten, die inzwischen vollständig in die Deutsche Bank integriert worden ist, ohne dass es ein einziges Mal zu einer Beanstandung kam.

    Was die Kündigung des Kontos des Geschäftsführers betrifft, handelt es sich um persönliche Schikane. Es ist rein privat und steht in keinem Zusammenhang zum Verlag. (…) Die Banken arbeiten dabei eng mit dem Verfassungsschutz zusammen.“

    Im Februar 2025 kündigte die Commerzbank-Tochter Comdirect der Publizistin und Filmemacherin Gaby Weber ein Spendenkonto, auf dem sie Gelder für Gerichtsprozesse zur Durchsetzung des Informationsfreiheitsgesetzes sammelte. Weber führt unter anderem Klage auf Akteneinsicht zum Zwecke journalistischer Recherche gegen das Bundeskanzleramt, den BND und die Deutsche Bundesbank.

    In einem Beitrag für das Overton-Magazin unter dem Titel „De-Banking oder: die Rache der Bundesbank?“ schildert Weber die näheren Umstände der Kündigung.

    Der Radiosender Kontrafunk gab am 5. Februar 2025 bekannt, dass ihm die Volksbank Pirna ohne Angaben von Gründen das Geschäftskonto gekündigt habe:

    Die Indifferenz der deutschen Journalistenverbände

    Für die zwei großen deutschen Journalistenverbände, die Deutsche Journalisten Union (DJU) sowie den Deutschen Journalisten Verband (DJV), scheint diese Welle an Kontokündigungen kein Thema zu sein. Auf Anfrage von Multipolar erklärte der DJV, laut Selbstdarstellung „einer der größten Journalismus-Organisationen in Europa“, dass bislang ja keine eigenen Mitglieder betroffen seien, zudem ließe sich die politische Motivation bei den verantwortlichen Banken „nicht beweisen“, dies sei folglich „als Grundlage für Aktivitäten zu dürftig.“

    Die zur Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gehörende DJU teilte ebenfalls mit, dass man gegen „Debanking“ von Journalisten bislang nicht öffentlich tätig werden will. Zugang zu einem Bankkonto sei gesetzlich geregelt, Widersprüche gegen Kontokündigungen folglich „in geordneten Verfahren“ möglich. Den Fällen der bisher betroffenen regierungskritischen Journalisten lägen „sicherlich Einzelfallentscheidungen“ zugrunde. Aufgrund „fehlender Informationen“ könne die DJU diese Fälle auch nicht bewerten, grundsätzlich sei aber zu sagen, die Pressefreiheit in Deutschland gelte „ungeschmälert“.

    Fazit

    Pressefreiheit gilt laut den genannten Journalistenverbänden ungeschmälert – allerdings sollte man es mit dem Ausleben dieser „Frei-heit“ bitte nicht übertreiben, sonst könnte man recht schnell konto-frei dastehen – wie die aufgezählten Fälle recht eindringlich aufzeigen …

    Auszug aus der Regierungspressekonferenz vom 10. Dezember 2025

    Frage Warweg
    Die DKP hat am 9. Dezember bekanntgegeben, dass ihr die GLS-Bank ohne weitere Begründung alle Konten gekündigt hat. Kurz vor der Kündigung hatte die Bank allerdings bei der DKP mit Verweis auf Dringlichkeit Informationen zu einer Spendenaktion für Kuba eingefordert. Vor dem Hintergrund würde mich vom Wirtschaftsministerium und vom BMI interessieren, ob beide Ministerien umfassend ausschließen können, dass sie sowie die ihnen unterstehenden Behörden wie Verfassungsschutz oder BAFA entsprechend Druck auf die Bank ausgeübt haben. – Fangen wir mit dem Wirtschaftsministerium an?

    BPK-Vorsitzende Wefers
    Sind Sie dafür zuständig, oder wie verhält sich das? – Das sieht mir gerade nicht so aus.

    Können Sie da weiterhelfen, Frau Dr. Kock?

    Dr. Kock (BMI)
    Ich kann da aus dem Stand auch nicht weiterhelfen.

    Zusatz Warweg
    Gut. Vielleicht können Sie ja etwas nachreichen.

    Ich hätte trotzdem noch eine Nachfrage: Das sogenannte „debanking“ hat in diesem Jahr nicht nur die DKP getroffen, sondern auch einige sich regierungskritisch äußernde Journalisten wie Gabi Weber, Flavio von Witzleben, Aya Velázquez sowie Verlage, den Mehring Verlag zum Beispiel, oder Radiostationen wie Kontrafunk. Da würde mich die Haltung des Kanzlers interessieren. Besorgt ihn diese zunehmende Tendenz des „debankings“ von regierungskritischen Stimmen, oder ist das etwas, was er als durchaus legitim betrachtet?

    Vize-Regierungssprecher Meyer
    Was der Bundeskanzler als legitim betrachtet, ist Kritik an der deutschen Bundesregierung. Wir sind hier ein freies Land, in dem man die Bundesregierung selbstverständlich kritisieren kann. Das gehört, glaube ich, zu den Grundzügen unseres Zusammenlebens in einer freiheitlichen Demokratie. – Das ist das, was ich dazu sagen mag.

    #Allemagne #censure #répression #médias

  • Télé 7 jours supprime un article épinglant le producteur Gérard Louvin
    https://www.off-investigation.fr/tele-7-jours-supprime-un-article-epinglant-le-producteur-gerard-lo

    Télé 7 jours supprime un article épinglant le producteur Gérard Louvin | Photomontage Off Investigation Un article du magazine Télé 7 Jours qui chroniquait le dernier documentaire de Off Investigation évoquant des agressions sexuelles reprochées au producteur Gérard Louvin et à son mari Daniel Moyne, #A été discrètement supprimé après publication. « 404 : Page introuvable ». Sur le site internet du magazine Télé 7 Jours, l’article intitulé « Affaire Gérard Louvin : son neveu raconte des scènes sordides liées aux accusations d’exploitation sexuelle » est désormais introuvable. Le papier, vraisemblablement publié le 23 octobre dernier, faisait suite au documentaire de Off […]Lire la suite : Télé 7 jours supprime un article épinglant le producteur Gérard (...)

    #Médias

  • Les Grandes Gueules : sur RMC, la petite bourgeoisie vous parle
    https://frustrationmagazine.fr/grandes-gueules

    Il n’y a pas une semaine sans qu’on les entende, ces grandes gueules : cela peut-être en voiture, en allumant malencontreusement la radio sur RMC, ou encore sur les réseaux sociaux, où leurs pétages de plomb produisent des séquences virales, ou encore en ayant le regard capté par la chaîne RMC Story sur l’écran d’un […]

    #Médias

  • Règlement européen relatif à la transparence et au ciblage de la publicité à caractère politique | Arcom
    https://www.arcom.fr/actualites/reglement-europeen-relatif-la-transparence-et-au-ciblage-de-la-publicite-carac

    Un nouveau règlement européen pose de nouvelles obligations portant sur la transparence et le ciblage de la publicité politique.
    Le règlement relatif à la transparence et au ciblage de la publicité à caractère politique, dont les dispositions s’appliquent à compter du 10 octobre 2025, a pour objectif de répondre aux préoccupations relatives aux menaces de manipulation de l’information et d’ingérences étrangères, ainsi qu’à l’utilisation de techniques de ciblage avancées.

    Il y aurait de bonnes idées si la définition pouvait être plus claire. Car en l’état, toute prise de position (féminisme, écologie, contre ceci ou cela...) peut être concernée. Est-ce que la publicité gouvernementale ne serait plus un « service public », mais une « publicité politique » ? (ce qu’elle est de plus en plus par ailleurs, mais on pourrait penser revenir à un statut d’information publique sur des questions générales, notamment en matière de santé publique).

    Les objectifs du règlement

    Le règlement vise à garantir que les citoyens de l’Union européenne soient mieux placés pour faire des choix éclairés lors des élections en leur permettant :

    de reconnaître plus facilement les publicités à caractère politique ;
    de comprendre qui est à l’origine de ces publicités ;
    de savoir s’ils ont reçu une publicité ciblée.
    Image

    Une définition renouvelée de la publicité politique

    La « publicité à caractère politique » est définie comme une publicité élaborée, placée, promue, publiée, distribuée ou diffusée directement ou indirectement par ou pour le compte d’un acteur politique ou susceptible et conçue dans le but d’influencer le résultat d’une élection ou d’un référendum, un comportement de vote ou un processus législatif ou réglementaire.

    #Publicité_politique #Médias_sociaux #Economie_numérique #Médias

  • ARD und Verleger fordern Regulierung von Tech-Riesen und KI
    https://m.dwdl.de/a/104744

    Quand les tigres prient que dieux les protège des lions les éleveurs de moutons s’en moquent. Nous, petits producteurs que nous sommes, nous continuerons à vivre des miettes que les grands fauves nous laisseront après avoir pillé nos biens communs.

    D’une manière pas métaphorique du tout l’alliance de médias publiques et privés prouve à qui appartient le contrôle de l’ensemble. Le peuple a perdu il y a longtemps déjà le contrôle démocratique des rédactions et émetteurs censés lui appartenir.

    2.12.2025 von Uwe Mantel - ARD und die Verlegerverbände BDZV und MVFP haben sich für einen gemeinsamen Appell an die Politik zusammengetan, in dem sie den Schutz von Medienvielfalt und die Regulierung von „Tech-Monopolen“ fordern.

    Die ARD und das „Bündnis Zukunft Presse“, in dem sich die beiden Verlegerverbände BDZV und MVFP zusammengetan haben, wollen mit einer gemeinsamen Erklärung einen „offenen Austausch über den gesellschaftlichen und demokratischen Wert von Medien“ einladen. Wobei der Adressat natürlich vor allem die Politik ist, von der man sich einen stärkeren Schutz gegen die Tech-Riesen erhofft.

    So stellt man zunächst den aus eigener Sicht „unverzichtbaren Beitrag für die freie Gesellschaft“ heraus, den freie Medien leisten und schreibt dann: „Unabhängige und verlässlich nach journalistischen Standards arbeitende Medien sind keine Selbstverständlichkeit. Ihre Existenz setzt faire Rahmenbedingungen voraus.“ Dazu gehöre, dass deren Inhalte auch auf Plattformen sichtbar und auffindbar bleiben müssten, die von wenigen Technologie-Konzernen kontrolliert werden.

    Das gilt für die von Algorithmen getriebenen Netzwerke, aber auch für die Tatsache, dass redaktionelle Inhalte zunehmend in intransprarente KI-Antworten einfließen, ohne dass der Ursprung klar ist oder die Urheber etwas davon hätten. „Monopolartige Gatekeeper Strukturen entscheiden zunehmend darüber, was die Menschen im Netz sehen und welche Informationen sie erreichen. Die Freiheit und die Vielfalt der Medien sind in Gefahr, wenn ihre Sichtbarkeit und der Ursprung der redaktionellen Inhalte in intransparenten KI-Antworten verschwinden. Daher braucht es jetzt entsprechendes politisches und regulatorisches Handeln“, heißt es im gemeinsamen Appell.

    Florian Hager, ARD-Vorsitzender und hr-Intendant, sagt: „Das deutsche Mediensystem ist eines der stabilsten der Welt - noch. Wir müssen alles daransetzen, dass das so bleibt. Das geht nur gemeinsam, im engen Schulterschluss zwischen privaten und öffentlichen Medien. Wir erleben gerade eine Erschütterung gewachsener medialer Strukturen: Demokratien werden weltweit politisch angegriffen, KI-Agenten torpedieren Ausgewogenheit, Tech-Konzerne bestimmen in ihren Monopolen den Blick der Menschen auf die Welt. Wir fordern deshalb eine klare Regulierung als Schutz vor Desinformation und eine Stärkung unserer digitalen und publizistischen Souveränität.“

    Matthias Ditzen-Blanke, BDZV-Vorstandsvorsitzender und Sprecher ’Bündnis Zukunft Presse’: „BDZV, MVFP und ARD appellieren an die Politik, den gesellschaftlichen und demokratischen Wert von publizistischen Medien aktiv zu schützen. Die wachsende Macht globaler Plattformen und die Manipulationsrisiken durch intransparente Algorithmen und KI-Systeme stellen Demokratien weltweit vor neue Herausforderungen. Medienfreiheit und -vielfalt sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Daher wollen wir gemeinsam mit allen Akteuren und Beteiligten daran arbeiten, wie wir diese Errungenschaft auch in einer plattform- und KI-geprägten Welt erhalten und befördern können.“

    Philipp Welte, MVFP-Vorstandsvorsitzender, Sprecher ’Bündnis Zukunft Presse’ und Vorstand von Hubert Burda Media: „Freie Presse und Rundfunk stehen Seite an Seite im Artikel 5 des Grundgesetzes und haben einen gemeinsamen gesellschaftlichen Auftrag, der heute so wichtig ist wie nie. Wir erleben, wie das Vertrauen der Menschen in die Demokratie und ihre Institutionen erodiert und sukzessive zerstört wird durch Manipulation und Agitation in den sozialen Massenmedien. Die unheilvolle Konzentration medialer, ökonomischer und zunehmend politischer Macht in den Händen weniger Tech-Monopole gefährdet die freie Meinungsbildung und damit unsere liberale Demokratie. Wir fordern die Politik auf, ihre Verantwortung für den Erhalt der im Grundgesetz verankerten Institutionen der freien Presse und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerecht zu werden und sich für die Vielfalt unserer Medienlandschaft und damit für das Fundament unseres demokratischen Diskurses einzusetzen.“

    #Allemagne #médias #monopoles #concentration #capilalisme

  • Maccarthysme à la française : un historien dans le collimateur
    https://frustrationmagazine.fr/maccarthysme-historien

    Nouvelle panique morale dans la France autoritaire de Macron : un historien aurait publié “une liste de Juifs” afin de leur mettre une “cible dans le dos”. C’est évidemment un mensonge éhonté : l’historien en question est Julien Théry et les accusations dont il est la victime sont de la diffamation pure et simple. La […]

    #Antiracisme #Désintox #Édito #International #Médias

  • „Wenn der Laden abfackelt“ : Auch linke Intellektuelle fordern jetzt ARD-Stopp
    https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/wenn-der-laden-abfackelt-auch-linke-intellektuelle-fordern-jetzt-ar

    Cet article contient une citation de R. Buckminster Fuller, l’incarnation de l’esprit d’avant-garde états-unien. Et alors ? Avec les paroles de ce visionnaire on peut justifier à peu près tout ou n’importe qoi. QED.

    1.12.2025 von Ole Skambraks - Mit Sascha und Jule Lobo stimmen zwei langjährige Fans des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus dem linken Spektrum in den Abgesang auf die Anstalten ein. Sie sind nicht allein.

    Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat bis vor kurzem schnell den Stempel „rechts“ aufgedrückt bekommen. Die Erfahrung musste ich selbst als Unterzeichner und Herausgeber des „Manifests für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ im vergangenen Jahr machen. Ausgerechnet der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) verletzte journalistische Standards, indem er den ÖRR-Kritikern eine AfD-Nähe andichtete, die es nie gab.

    Die AfD fordert seit geraumer Zeit die Abschaffung von ARD, ZDF und Co. zugunsten eines deutlich abgespeckten „Grundfunks“. Auch hat der neue Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk in die Nähe von Desinformation gerückt. In einem Twitch-Videogespräch des RBB, das vor der Bundestagswahl stattfand, warnte der damalige Vize des Geheimdienstes vor einem „Ökosystem der Desinformation“. Selen sieht primär von Russland gesteuerte Kampagnen dahinter in der Absicht, „hier bestimmte Dinge zum Kippen zu bringen“. Kritik an der Nachrichtenvermittlung des ÖRR gehört für ihn explizit dazu.

    So hatten es reformorientierte, nicht destruktive Ansätze für eine Erneuerung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Vergangenheit schwer. Doch mittlerweile ist der Verdruss so groß, dass sich selbst das Bundesverwaltungsgericht der Kritiker angenommen hat. Im Oktober kam ein richtungsweisendes Revisionsurteil: Die Verweigerung des Rundfunkbeitrags sei gerechtfertigt, wenn das ÖRR-Angebot über einen längeren Zeitraum unausgewogen und einseitig ist – was noch zu beweisen wäre.

    Auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer spricht neuerdings von „Zwangsbeiträgen“. Beim Spiegel schaffte es die Existenzkrise von ARD und ZDF zur Titelstory.
    Von Jérôme Boateng und Hitlers Mikropenis

    Nachgelegt haben nun Sascha und Jule Lobo. Die beiden kann man ohne Zweifel als bisherige Nutznießer des Systems bezeichnen. Der Spiegelkolumnist mit dem roten Iro war Talkshow-Dauergast in diversen Formaten der Öffentlich-Rechtlichen. Seine Frau, Podcasterin und ehemalige Redakteurin des „Neo Magazin Royale“, stand bei vielen öffentlich-rechtlichen Sendern auf der Payroll. In der jüngsten Folge ihres Podcasts „feel the news“ geht es 60 Minuten lang um den Niedergang der ARD.

    Jule Lobo kritisiert die „Tagesschau“, weil die Redaktion auf Instagram über Hitlers vermeintlichen Mikropenis berichtete. Wie viel Clickbait ist erträglich? Am Beispiel der Jérôme‑Boateng‑Doku illustrieren die beiden den Kern ihrer Kritik: Die ARD habe einen aufwendigen Dreiteiler über den ehemaligen Fußballstar produziert, obwohl das Thema kaum journalistischen Mehrwert biete. In seiner unkritischen Machart sei dies ein Projekt, das eher der Reinwaschung Boatengs diene, als für Aufklärung zu sorgen. Sascha Lobo stellt die Vermutung auf, die ARD sei einen Deal mit Boateng eingegangen. Der wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilte frühere Nationalspieler nehme gerade viel Geld in die Hand, um sich zu rehabilitieren.

    21 Seiten voll mit Kommentaren unter den veröffentlichten Folgen in der ARD-Mediathek sprechen eine klare Sprache: Von „Wie unfassbar, dass ich das auch noch mit finanzieren muss“ über „Ein Schlag ins Gesicht für Opfer von Beziehungsgewalt“ bis „Spürt ihr euch noch?“ attestieren die meisten Kommentare einen journalistischen Tiefpunkt.

    Die Causa Mischke

    Jule Lobos letztes Engagement für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wurde durch die schnelle Abberufung von Thilo Mischke als Moderator von „ttt – Titel, Thesen, Temperamente“ vereitelt. Sie hatte Mischke als Nachfolger von Max Mohr empfohlen und sollte mit ihm den Podcast „ttt für die Ohren“ moderieren.

    Lobo hatte die Redaktion im Vorfeld auf frühere Äußerungen von Mischke hingewiesen, die als problematisch ausgelegt werden könnten. Die Entscheidungsträger hätten Rückendeckung signalisiert, sahen aber schlussendlich nur das Potenzial für Quote. Als der Shitstorm wegen seines vor 15 Jahren entstandenen Buches „In 80 Frauen um die Welt“ groß wurde, machte die ARD einen Rückzieher und wollte von Mischke und Lobo nichts mehr wissen.

    „Ich habe meine berufliche Karriere an euch verschwendet“, resümiert Jule Lobo verbittert. Doch der forcierte Abstand hat ihren Blick auf die systematischen Verfehlungen geschärft. So spricht sie über grobe Lügen in der Berichterstattung, juristisch dubiose Arbeitsverträge freier ÖRR-Journalisten, zu hohe Intendantengehälter und die Ignoranz in den Führungsetagen, wo der Aufprall des Dampfers ignoriert wird.

    Ihr Mann fährt fort: Das Abservieren der konservativen Journalistin Julia Ruhs war für ihn „fragwürdig bis beschämend“. Das Bild von ideologisch verbohrten ÖRR-Redakteuren sei kein erfundenes rechtes Klischee. Er habe im Kosmos der ARD sehr viele Menschen angetroffen, die „null Lust haben, auch nur irgendeinen Zentimeter außerhalb des Horizonts als sinnvoll wahrzunehmen“. Diese Menschen empfänden sich als „Korrektiv der Gesellschaft“, seien aber gleichzeitig unkündbar und würden nicht nach Leistung bezahlt.

    Das ZDF nimmt Sascha Lobo von seiner Kritik weitestgehend aus

    Hätte Sascha Lobo einen Knopf, mit dem er die gesamte ARD zerstören könnte, würde er ihn sofort drücken. Das ZDF nimmt Lobo kurioserweise von seiner Kritik weitestgehend aus. Dort könnten „ein paar Verbesserungen“ die Dinge zum Guten richten, meint der Autor. Er weist darauf hin, dass er schon mehrere Filme für den Sender produziert hat.

    Jule Lobo benutzt ein ähnlich deutliches Bild für das Ende der ARD: „Wenn dieser Laden abfackelt, ich werde so applaudieren. Ich werde mich so freuen, weil ich denke, dass es höchste Zeit ist, dass es passiert.“

    Beide Lobos sind Teil einer links-woken Hauptstadtblase, in der es sich nicht schickt, Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk deutlich zu äußern. Insofern erstaunt ihre differenzierte und gleichzeitig radikale Bilanz. Sie deckt sich mit der vieler ÖRR-Aussteiger, die den Grundgedanken eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks zwar verteidigen, die Hoffnung auf tiefgreifende Veränderungen innerhalb des Systems aber aufgegeben haben.

    So hat der Dokumentarfilmer Thorolf Lipp 15 Jahre lang innerhalb des Systems für echte Veränderungen gekämpft. Er war Sprecher des Deutschen Medienrates, zwölf Jahre Vorstand der AG DOK und zuletzt Vorstand der Deutschen Akademie für Fernsehen. Seine Ideen hat er zusammen mit dem gerade verstorbenen Dieter Wiedemann im Buch „Medienzukunft 2025“ zusammengetragen. Ein Medienkonvent zur Diskussion weitgehender Reformvorschläge hat weder in den Sendern noch in der Politik und selbst bei den Kreativen wenig Rückendeckung erhalten. Der fehlende Veränderungswille ist für ihn verblüffend. Vor einem Jahr hat Lipp ernüchtert Abstand von seinem Engagement genommen. Er sagt, „es muss wahrscheinlich noch dramatisch schlechter werden, damit sich wirklich etwas ändert“.

    Vielleicht liegt die Lösung im Zitat des Architekten Richard Buckminster Fuller: „Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man Modelle, die das Alte überflüssig machen.“

    Fast zeitgleich zur Veröffentlichung des Lobo-Podcasts tagten die ARD-Intendanten zum letzten Mal in diesem Jahr. Ihre Erklärung liest sich in dem Kontext wie Satire:„Der Reformstaatsvertrag der Länder gibt der ARD zusätzliche Impulse für den bereits eingeschlagenen Weg. Noch mehr Zusammenarbeit, auch mit ZDF und Deutschlandradio, und noch mehr Dienst an der Gesellschaft – diese Ziele unterstützen wir.“

    Eine Petition zur Abschaffung und Privatisierung des ÖRR wurde bei OpenPetition hingegen gelöscht, weil sie angeblich gegen die Community-Regeln verstoßen hat. Der Vorwurf: hetzerische Aussagen und falsche Tatsachenbehauptungen. Die Initiatoren, zwei FDP-Politiker, haben nun eine eigene Website für die Petition erstellt.

    Unser Autor

    Ole Skambraks war insgesamt zwölf Jahre als Redakteur und redaktioneller Mitarbeiter für MDR, WDR und SWR tätig. In einem offenen Brief kritisierte er 2021 die Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Daraufhin wurde ihm vom SWR fristlos gekündigt. Er ist Mitgründer der Initiative Meinungsvielfalt.Jetzt und setzt sich für eine Renaissance des Journalismus ein.

    #Allemagne #médias #privatisation

  • Le #milliardaire anti-écolo #Bernard_Arnault achète « Challenges » et deux #journaux_scientifiques
    https://reporterre.net/Le-milliardaire-anti-ecolo-Bernard-Arnault-rachete-Challenges-et-deux-jo

    Le groupe LVMH de Bernard Arnault va devenir entièrement propriétaire du magazine économique « Challenges » et des revues « Sciences et Avenir » et « La Recherche ». Les salariés craignent de voir leur indépendance s’envoler.

    Bernard Arnault, le nouveau milliardaire croquemitaine des #médias, s’apprête à #engloutir le #magazine économique #Challenges ainsi que les revues #Sciences_et_Avenir et #La Recherche. En 2020, il était déjà entré au capital de ces médias à hauteur de 40 %. D’ici la fin de l’année, il deviendra l’actionnaire majoritaire de ces trois titres car Claude Perdriel, le patron actuel, souhaite passer la main.

    « #Claude_Perdriel a 99 ans et commence à sentir les effets de l’âge. Il a décidé de vendre l’ensemble des titres à Bernard Arnault, qui n’attendait que cela. C’est surtout “Challenges” qui l’intéressait, car cela fait quelques années qu’il était chatouillé par le numéro du classement des personnalités les plus riches. Il n’aime pas voir sa #tête_en_couverture », rapporte Florence Leroy, journaliste chez Sciences et Avenir et membre du comité social et économique des éditions Croque Futur, qui chapeautent les trois médias.

  • Tribunal administratif Victoire de Christophe Nobili contre la direction du Canard Enchaîné
    https://www.off-investigation.fr/victoire-de-christophe-nobili-contre-la-direction-du-canard-enchai

    Le journaliste Christophe Nobili remporte la bataille face au Canard Enchaîné, son employeur, devant le tribunal administratif de Paris. | photomontage Mélina Zafiropoulos Ce jeudi 27 novembre, le tribunal administratif de Paris #A rejeté une énième demande de la direction du Canard Enchaîné d’autoriser le licenciement de son journaliste Christophe Nobili, à l’origine des révélations sur un emploi fictif présumé au sein de la rédaction. Ce dernier dénonce un « acharnement absurde » alors qu’il participe activement au fonctionnement du journal. Le psychodrame continue au Canard Enchaîné. Le tribunal administratif a, le 27 novembre, rejeté l’ensemble des requêtes de la direction du palmipède […]Lire la suite : Tribunal administratif Victoire de Christophe Nobili contre la direction du Canard (...)

    #Médias #Société

  • Sleeping Giants (vs) Frontières L’extrême droite harcèle Leroy Merlin
    https://www.off-investigation.fr/sleeping-giants-vs-frontieres-extreme-droite-harcele-leroy-merlin

    Plusieurs figures d’extrême droite ont pris part à une virulente campagne en ligne contre Leroy Merlin, déclenchée après l’annonce du retrait des publicités de l’enseigne du média Frontières. | Photographie : media.leroymerlin.fr #A l’heure où le RN drague le patronat en vue de la présidentielle de 2027, voilà que le média d’extrême droite Frontières fait activement campagne contre Leroy Merlin, la célèbre enseigne de bricolage de la famille Mulliez. C’est ce qui s’appelle jeter un pavé dans la mare. Le 17 novembre dernier, le collectif Sleeping Giants (les Géants Endormis) interpelle une des plus grandes enseignes de bricolage françaises sur le réseau […]Lire la suite : Sleeping Giants (vs) Frontières L’extrême droite harcèle Leroy (...)

    #Médias #Société

  • La lente dérive du Point, torchon bourgeois et fascisant
    https://frustrationmagazine.fr/le-point

    Le célèbre magazine Le Point a publié une énième « enquête » clickbait, cette fois un article grossier contre l’une des plus importantes maisons d’éditions indépendantes françaises, La Fabrique, qui édite parmi les plus grands penseurs français et internationaux, intitulé : « la lente dérive de la Fabrique, maison d’édition radical-chic ». Culotté de la […]

    #Antiracisme #Désintox #Médias

    • Compilation de nombreuses fakes news du Point.

      En 1976, un des co-fondateurs du Point, le grand bourgeois Georges Suriel, fait une “enquête” contre le militant révolutionnaire Henri Curiel. La couverture du magazine, fidèle à sa sobriété habituelle, titrait à son sujet : “le patron des réseaux terroristes ». En effet, Le Point accusait Curiel, sans la moindre preuve, d’être un complice du terroriste Carlos et un agent du KGB soviétique. Il le qualifiait aussi de “moine rouge”.

      Moins de deux ans plus tard, Henri Curiel est assassiné par un commando d’extrême droite.

      « L’enquête » du Point : https://pastebin.com/n3mY0Rud

      Concernant les éditions La Fabrique, il n’y a pas de mauvaise pub, confère leur compte Instagram (l’article a probablement été encadré et affiché dans le bureau comme un trophée).

  • Hanouna, vitrine des perversités du système Bolloré
    https://www.off-investigation.fr/hanouna-vitrine-des-perversites-du-systeme-bollore

    « HANOUNA, Show, intox et culture du viol » est le nouveau documentaire de Off Investigation. Disponible dès maintenant pour nos abonnés (voir ci-dessous), le 7 décembre en accès libre sur YouTube. | Photomontage Off Investigation Le nouveau documentaire de Off Investigation, signé Clarisse Feletin, révèle les perversités de la machine Hanouna, ainsi que celles de tout le système Bolloré : humiliations, diffusion de scènes pénalement répréhensibles en direct et protection d’agresseurs sexuels. « J’ai autre chose à foutre que de vous parler. » C’est avec ce texto tout en finesse que Cyril Hanouna balaye les sollicitations de la réalisatrice Clarisse Feletin. […]Lire la suite : Hanouna, vitrine des perversités du système (...)

    #Enquêtes #Médias #Société #A

  • Vorwurf Russland-Propaganda : Wie ein deutscher Journalist durch EU-Sanktionen kaltgestellt wird
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/eu-sanktionen-deutscher-journalist-russland-propaganda-li.10005566

    Qu’est qui est pire que la baqueroute ? Être sanctionné par l’UE pour rien.

    15.11.2025 - Raphael Schmeller, Simon Zeise - Die EU hat erstmals einen deutschen Journalisten sanktioniert. Experten warnen vor dem willkürlichen Eingriff. Kann es bald jeden treffen?

    Ein Fall wie aus Kafkas „Prozess“. Ein deutscher Staatsbürger gerät in die Fänge der Justiz. Von einem Tag auf den anderen werden ihm wesentliche Grundrechte verwehrt, seine Bank sperrt ihm das Konto. Was ihm zur Last gelegt wird, erfährt er nur durch Zufall. Als er sich juristisch zur Wehr setzen will, erklären die deutschen Behörden, sie seien nicht zuständig.

    Wir treffen Hüseyin Doğru in Berlin. Er erzählt, wie alles begann. Ende Mai will er mit seiner schwangeren Frau Medikamente besorgen. Als er in der Apotheke bezahlen möchte, ist seine Karte gesperrt. Auch die Karte seiner Frau funktioniert nicht. Er ruft die Bank an. Dort kann man ihm zunächst keine Auskunft geben. Später teilt man ihm mit, gegen ihn liege ein Vollstreckungsbescheid vor. Doch Doğru hat keine Schulden. Erst durch eigene Recherchen erfährt er den Grund: Die EU-Kommission hat ihn auf die Sanktionsliste gesetzt. Vorwurf: Russland-Propaganda.

    Vorwurf der EU: „Bedrohung der Stabilität Europas“

    Auf Anfrage der Berliner Zeitung stellt die EU-Kommission ihre Sicht auf den Vorgang dar. Demnach sei Doğru Gründer und Vertreter von AFA Medya A.Ş., einem Medienunternehmen mit Sitz in Istanbul. Das Unternehmen wiederum betreibe das Portal Red, das eine Reihe von Medienplattformen umfasse und „enge finanzielle und organisatorische Verbindungen zu russischen staatlichen Propagandaeinrichtungen und -akteuren“ unterhalte. Es bestünden „tiefgreifende strukturelle Verbindungen, einschließlich Verflechtungen zwischen einzelnen Mitarbeitern und Rotationen, mit russischen staatlichen Medienorganisationen“, so die EU-Kommission.

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    Hüseyin Doğru berichtete für Red über Palästina-Proteste an der Humboldt Universität.Soeren Stache/dpa

    Über AFA Medya unterstütze Doğru „Maßnahmen der Regierung der Russischen Föderation, die die Stabilität und Sicherheit der Union und eines oder mehrerer ihrer Mitgliedstaaten untergraben oder bedrohen“, heißt es weiter aus Brüssel. Unter anderem unterstütze er indirekt und erleichtere gewalttätige Demonstrationen und beteilige sich an „koordinierter Informationsmanipulation“.

    Doch Doğru weist die Anschuldigungen von sich. Richtig sei, dass er früher für Redfish gearbeitet habe, das vom russischen Sender Ruptly finanziert wurde. Im Zuge des Ukrainekriegs habe er das Arbeitsverhältnis jedoch aufgegeben. „Ich habe immer kritisiert, dass es sich um eine Invasion in der Ukraine handelt“, sagt er im Gespräch. „In Russland drohen mir für eine solche Aussage bis zu zehn Jahre Gefängnis.“ Denn von der russischen Regierung wird der Krieg in der Ukraine offiziell als „Spezialoperation“ bezeichnet. Wer von der offiziellen Sprachlinie abrückt, wird bestraft.

    Sollen in der EU ähnliche Standards gelten? Doğru berichtete für Red über Palästina-Proteste an der Humboldt Universität, er interviewte Vertreter der Hamas, mit denen auch der Spiegel oder die Taz gesprochen haben.

    Kurios ist, wie der Vorwurf ins Rollen kam. Denn der Tagesspiegel berichtete im Juni 2024 über Red und schrieb unter Berufung auf „deutsche Sicherheitskreise“, dass die Spur des Mediums „zu einem russischen Propagandanetzwerk“ führe. Drei Monate später nahm kein Geringerer als der damalige US-Außenminister Antony Blinken die Recherche des Tagesspiegel auf und stellte es als erwiesen dar, dass Red als Propagandawerkzeug des Kreml agiere. Der Tagesspiegel wiederum bezog sich anschließend auf Blinkens Aussage und titelte: „USA sehen Medium ‚Red‘ als Werkzeug des Kremls“. Damit hatte sich eine Echokammer gebildet: Eine Behauptung wurde im Kreis zwischen Medien und Politik verstärkt, ohne dass neue Belege hinzukamen.
    Journalistenverband: „Sanktionen nicht mit der Pressefreiheit vereinbar“

    Brisant ist der Fall, weil mit Doğru erstmals ein deutscher Staatsbürger und Journalist von der EU sanktioniert worden ist. Der Fall berührt die Pressefreiheit und die Grundrechte in Deutschland und in der EU. Laut Sanktionsbeschluss ist es den Betroffenen untersagt, Geld anzunehmen und zu reisen – ob ein Betätigungsverbot darunter fällt, ist unklar, weil die EU-Kommission keine konkreten Auskünfte erteilt.

    „Ich habe immer kritisiert, dass es sich um eine Invasion in der <a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.berliner-zeitung.de/topics/ukraine">Ukrainea> handelt“, sagt Hüseyin Doğru im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

    „Ich habe immer kritisiert, dass es sich um eine Invasion in der Ukraine handelt“, sagt Hüseyin Doğru im Gespräch mit der Berliner Zeitung.privat

    „Die Beschlüsse des Rates basieren auf Rechtsstaatlichkeit“, teilt die EU-Kommission auf Anfrage der Berliner Zeitung mit. „Sobald eine Person auf die Liste gesetzt wurde, wird sie von der EU darüber informiert. Sie hat das Recht, beim Rat Stellung zu nehmen und zu beantragen, dass sie von der Liste gestrichen wird. Darüber hinaus hat jede auf der Liste aufgeführte Person das Recht, vor den europäischen Gerichten Rechtsmittel einzulegen und die Aufnahme in die Liste anzufechten.“

    In der Praxis ist es jedoch ein Kampf gegen Windmühlen. Die Russland-Sanktionen werden alle sechs Monate „aktualisiert“. Sprich, Vorwürfe können erneuert und erweitert werden, sodass die sanktionierte Person erneut ihre Unschuld beweisen muss – ein zermürbender Prozess. Doğru ist der Rechtsweg in Deutschland versperrt. Er kann nicht auf niedrigster Instanz sein Recht einklagen, sondern muss sich an den Europäischen Gerichtshof wenden. Eine Klage ist kostspielig – zumal ihm nur gewährt wird, ein Existenzminimum von 506 Euro pro Monat von seinem Konto abzubuchen –, und wird erst nach geraumer Zeit zugelassen.

    Stellt Russland eine so große Gefahr für die deutsche Öffentlichkeit dar, dass EU-Sanktionen gegen deutsche Journalisten gerechtfertigt sind? „Ohne Bezugnahme auf den konkreten Fall können wir sagen, dass dies nicht mit der Pressefreiheit vereinbar wäre“, erklärt der Deutsche Journalistenverband (DJV) auf Anfrage. „Wenn Journalisten oder Medienunternehmen mit dem bloßen Hinweis auf ‚Desinformation‘ sanktioniert werden, kommt eine Verletzung von Art. 4 des Europäischen Medienfreiheitsgesetz in Betracht. Danach dürfen Medienschaffende nicht sanktioniert werden.“ Dies sei nur ausnahmsweise unter anderem dann möglich, wenn ein unabhängiges Entscheidungsgremium wie zum Beispiel ein Gericht der Maßnahme zustimme. Zudem garantiere Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention die Pressefreiheit und schütze Journalisten und Medienunternehmen vor Sanktionen ohne gerichtliche Vorabkontrolle der Maßnahme.

    Rechtsgutachten: Sanktionen führen zu „zivilrechtlichem Tod“

    Mittlerweile beschäftigt der Fall auch das Europaparlament. „Der neue Sanktionsrahmen der EU wirft erhebliche rechtliche und menschenrechtliche Bedenken auf“, heißt es in einer Erklärung der Abgeordneten Ruth Firmenich und Michael von der Schulenburg (beide BSW). „Das Ende 2024 eingeführte und in diesem Jahr erstmals gegen Journalisten wegen der Produktion und Verbreitung angeblicher Desinformation angewandte Sanktionsregime der EU stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Meinungsfreiheit und die Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union dar. Sanktionsbeschlüsse werden von Politikern ohne ordnungsgemäßes Verfahren und ohne gerichtliche Kontrolle verhängt.“

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    Mit einem „European Democracy Shield“ will die EU Europa vor „Desinformation“ abschirmen.Marcel Kusch/dpa

    Die Folgen einer Sanktionierung nach dem neuen EU-Sanktionsregime gegen Desinformation seien für die Betroffenen gravierend, kritisieren die Abgeordneten des BSW. Die Sanktionen umfassten ein faktisches Verbot des Zugangs zum Finanzsystem sowie Reiseverbote, wodurch die betroffenen EU-Bürger in ihrer Arbeitsfähigkeit und ihrer Freizügigkeit erheblich eingeschränkt würden.

    Die Abgeordneten haben ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das am vergangenen Dienstag von der ehemaligen Richterin am Europäischen Gerichtshof, Ninon Colneric, und der Professorin für internationales Recht an der Universität Angers, Alina Miron, im Europaparlament in Brüssel vorgestellt wurde.

    Die EU habe mit den Einschränkungen der Meinungsfreiheit durch das neue EU-Sanktionsregime gegen Desinformation den Rubikon überschritten: „Mit diesen Maßnahmen zur Einschränkung der Meinungsfreiheit schränkt die EU eine Freiheit ein, die für ihre Identität von grundlegender Bedeutung ist.“

    Von der Leyen plant eigenen Geheimdienst

    Eine Sanktionierung wirke sich auf die gesamte Existenz der gelisteten Personen aus, heißt es in dem Rechtsgutachten. Sanktionen seien eine Art „mort civile“ (zivilrechtlicher Tod) – Vermögenswerte würden eingefroren und der Zugang zu Bankdienstleistungen effektiv gesperrt; es sei verboten, sanktionierten Personen direkt oder indirekt Geld oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen, wodurch ihre Fähigkeit, zu arbeiten oder ein Unternehmen zu führen, um Einkommen zu erzielen, praktisch zunichte gemacht werde; und es sei ihnen verboten, innerhalb der Europäischen Union über den Staat hinaus zu reisen, in dem sie ihren Wohnsitz haben.
    BSW-Politiker warnen vor „gefährlichem neuen Rechtsrahmen“

    Zahlreiche Aspekte des neuen Sanktionsrahmens, wie die Einschränkung der Freizügigkeit, seien nach EU-Recht rechtswidrig. Die darin verwendeten Begriffe wie „Informationsmanipulation und Einmischung“ seien so weit gefasst, dass sie dem Europäischen Rat praktisch uneingeschränkte Ermessensfreiheit bei der Entscheidung über Sanktionen gegen Personen einräumten. Zumal sich die EU in Bezug auf Desinformation nicht auf Fälle beschränke, in denen es offensichtlich sei, dass sie zu destabilisierenden Aktivitäten Russlands beitrügen. „Ein solcher ‚uneingeschränkter Ermessensspielraum‘ lässt natürlich die beängstigende Gefahr einer politisch motivierten Verfolgung von Personen im Rahmen dieses Regelwerks aufkommen“, erklären Firmenich und von der Schulenburg.

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    Militärübung der ukrainischen ArmeeDmytro Smolienko/imago

    Die Professorinnen kommen zu dem Schluss, dass die Verweigerung des Rechts auf Anhörung von Personen, denen Desinformation vorgeworfen wird, bevor die Entscheidung über Sanktionen gegen sie getroffen wird, „unverhältnismäßig und daher rechtswidrig“ sei. Der Schaden, der der Meinungsfreiheit zugefügt werde, stehe in keinem Verhältnis zum Ziel der Bekämpfung von Desinformation. Letztlich verstießen die Maßnahmen gegen Artikel 11 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Aus dem Rechtsgutachten lässt sich lesen, dass es nicht nur um einen einzelnen Fall geht, sondern die Pressefreiheit in Gänze in Europa bedroht wird. So betonen die Autorinnen, dass das EU-Sanktionsregimes eine „abschreckende Wirkung“ auf Journalisten habe. Es werde dadurch riskant, Themen anzusprechen, die Gegenstand öffentlicher Kontroversen seien, da Informationen als Desinformation eingestuft werden könnten. „Das Sanktionsregime kann Journalisten und andere davon abhalten, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Information in Bezug auf bestimmte Themen auszuüben“, heißt es in dem Rechtsgutachten weiter.

    Für die Abgeordneten Firmenich und von der Schulenburg ist klar: „Das Sanktionsregime der EU gegen ‚Desinformation‘ muss angefochten werden, da es einen gefährlichen und umfassenden Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung darstellt und zahlreiche Verstöße gegen EU-Recht beinhaltet.“ Das Europäische Parlament müsse handeln und sich dafür einsetzen, dass dieser „gefährliche neue Rechtsrahmen“ aufgehoben werde. Mit den Sanktionen gegen ihre eigenen Bürger habe die EU die Büchse der Pandora geöffnet. Der Fall Doğru dürfte erst der Anfang gewesen sein, wenn sich das Mittel der Willkür in Brüssel durchsetzt.

    #UE #sanctions #censure #presse #médias

  • Taxe Zucman : La fuite des milliardaires

    Comment est-ce que les #ultra-riches arrivent à organiser leur fortune pour payer le moins d’impôt possible ? Et pourquoi la taxe Zucman pourrait être le premier pas vers l’#équité_fiscale en France ?

    https://www.youtube.com/watch?v=Q0kwriDkI3Y


    #taxe_zucman #fiscalité #vidéo #riches #taux_d'imposition #justice_fiscale #Gabriel_Zucman #économie #taxe_plancher #optimisation_fiscale #patrimoine #abus_de_bien_social #fraude_sociale #dividendes #holding #artemis #François_Pinault #Suisse #Gucci #Tessin #Cadempino #Kering #évasion_fiscale
    #explication #à_voir #médias

  • #A L’Equipe, les journalistes engagent un bras de fer avec la direction
    https://www.off-investigation.fr/a-l-equipe-les-journalistes-engagent-un-bras-de-fer-avec-la-direct

    Les journalistes de L’Equipe sont vent debout contre leur nouvelle direction qu’ils soupçonnent de vouloir imposer un plan social déguisé. | Photomontage Off Investigation Le projet de réorganisation du journal L’Equipe porté par la nouvelle direction venue du groupe Prisma Media, suscite de vives inquiétudes en interne. Révélations exclusives. Un an et demi après l’arrivée de Rolf Heinz à la direction générale du groupe L’Equipe, et même pas 10 mois après celle de Matthias Gurlter, le nouveau directeur des rédactions, les journalistes du célèbre quotidien sportif tirent la sonnette d’alarme. En effet, le tandem venu de Prisma Media a présenté les 9 […]Lire la suite : A L’Equipe, les journalistes engagent un bras de fer avec la (...)

    #Enquêtes #Médias

  • Addiction au scrolling : pourquoi ne sommes-nous plus capables de nous concentrer sur quelque chose sans regarder nos smartphones ?
    https://france3-regions.franceinfo.fr/normandie/calvados/caen/addiction-au-scrolling-pourquoi-ne-sommes-nous-plus-capab
    https://france3-regions.franceinfo.fr/image/aT3CgMf9G2j-88f04dtraxq_q48/930x620/regions/2025/11/10/illustration-reseaux-sociaux-smartphones-69120bb96e860056

    Écrit par
    Boris Letondeur
    Publié le
    10/11/2025 à 18h30

    Pendant plus d’une semaine, France Télévisions diffuse une Slow TV autour du Mont-Saint-Michel et des grandes marées. Une démarche de contemplation à contre-courant du scrolling et des modes de consommations actuels de contenus sur les réseaux sociaux, qui nous font bien souvent perdre concentration et attention.

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    Vous êtes-vous déjà demandés pourquoi vous ressentiez l’envie irrépressible de prendre votre téléphone alors même que vous êtes en train de regarder un bon film ou une série, parfois même un livre ?

    Un moment un peu mou dans la narration, « Oh, je peux bien faire un peu de scrolling sur Instagram, TikTok, Facebook ou Snapchat... » Trop tard, vous avez perdu le fil de l’histoire, manqué un passage clé et vous en voulez d’avoir saisi ce satané smartphone, qui monopolise votre attention, ou qui perturbe votre concentration.

    Scroller sur smartphone, une addiction au sens premier du terme

    "C’est le principe même de l’addiction. Ça fonctionne pareil avec la drogue, l’alcool, les jeux d’argents, les casinos, explique Virgine Bagneux, maître de conférences en psychologie à l’Université de Caen. Voilà, ne vous culpabilisez pas trop, vous êtes tout simplement addict au smartphone et aux réseaux sociaux.

    Alors que les plus de 35 ans passent moins de deux heures par jour sur les réseaux sociaux, les 18-24 ans y consacrent 3h15 en moyenne selon un rapport de l’Insee paru en 2025. • © ALICIA WINDZIO / DPA
    De plus en plus de travaux en neurosciences montrent que le scrolling sur les réseaux sociaux a un impact sur notre cerveau, et notamment sur le circuit de la récompense.

    Notre cerveau est basé sur un système de récompense nourri par la dopamine, qui nous permet d’associer un comportement et un sentiment de plaisir. La dopamine est tellement stimulée par les réseaux sociaux que notre cerveau n’en produit plus de manière spontanée. Quand on cesse de scroller, notre système naturel n’est plus en capacité de reprendre le contrôle.
    Virgine Bagneux, maitre de conférence en psychologie à l’Université de Caen
    Des vidéos qui reproduisent l’hormone du bonheur

    Toutefois, sachez que vous n’êtes pas seuls, nous sommes des millions et ce n’est pas uniquement de notre faute. « En Chine et aux USA, les entreprises travaillent à développer des algorithmes dans cet objectif-là. Et ce sont les deux plus grandes puissances au monde », note Virginie Bagneux.

    En somme, difficile de lutter pour le quidam dans son canapé, harassé par sa journée de travail, qui a bien besoin de décompresser en regardant des vidéos ludiques programmées exprès pour qu’ils les regardent à l’infini.

    Les vidéos courtes sur les réseaux sociaux peuvent « contribuer à reproduire l’hormone du bonheur, ce qui est une bonne chose quand même, mais il faut savoir à un moment restaurer le contrôle, tempère la spécialiste. Je dois décider quand je m’adonne à cette activité et déceler quand ça devient délétère. Quels sont les effets néfastes de cette utilisation ».

    Sous peine de ne plus réussir à se concentrer, même sur des activités qui nous passionnent ou génèrent normalement de la satisfaction, du bonheur.

    La nécessité d’apprentissage social des réseaux sociaux

    Pour Hervé Le Crosnier, enseignant-chercheur spécialiste des technologies du web et de la culture numérique, il est nécessaire d’apprendre à apprivoiser notre utilisation des réseaux sociaux.

    Il fait remarquer que le même genre de remarques surgit dès lors qu’une invention majeure apparaît. « Ce n’est pas nouveau, on a dit la même chose au moment où la télé est passée avec la zapette. À la naissance du cinéma, les gens expliquaient qu’il n’y aurait plus besoin de manuels scolaires », explique-t-il.

    À lire aussi :
    Fort de son succès, la Slow TV au cœur des grandes marées du Mont-Saint-Michel prolongée jusqu’au 11 novembre
    Une grande différence tout de même avec les réseaux sociaux, c’est l’hyperpersonnalisation des contenus proposés, « la capacité des producteurs de médias sociaux à nous accrocher individuellement, avec des choses qui ne s’adressent qu’à nous ».

    Dès lors, que faire ? « De la même manière que l’on réduit la dépendance aux substances, la solution, c’est l’alternative. Est-ce qu’il y a dans l’environnement de l’individu des pratiques susceptibles de générer cette hormone du plaisir en passant par autre chose que le smartphone et les réseaux sociaux ? ».

    Il y a une accélération globale de la société, le sentiment qu’il faut tout faire plus vite. Les mouvements slow (slow life, slow food, slow science), peuvent être une solution. Ils ne résoudront pas le problème mais aident à prendre conscience. Il faut accepter d’ignorer quelque chose qui se passe à côté, reprendre la capacité à aller au fond des choses.
    Hervé Le Crosnier, enseignant-chercheur à l’Université de Caen, spécialiste des technologies du web et de la culture numérique
    Pour Hervé Le Crosnier, s’en sortir relève autant de la question individuelle que des choix politiques. « Peut-être qu’il faut bloquer l’appétit de pouvoir des gens qui font les médias sociaux. Il y a une proposition politique intéressante qui est d’interdire le défilement continu, en demandant à l’utilisateur son autorisation toutes les vingt vidéos par exemple ».

    Individuellement, une solution peut aussi être « dans l’approfondissement, dans la contemplation », plaide le spécialiste des questions numériques.

    « Les distractions sont plus nombreuses, on fait plus de choses que les générations plus anciennes. Se pose la question de la société dans laquelle on veut vivre. A-t-on besoin de ralentir ? », s’interroge Virgine Bagneux, qui rappelle que d’après des études, « plus la consommation de réseaux sociaux est importante, plus l’humeur est mauvaise ». 

    La slow TV, un dispositif spécial

    Plongez dans cette expérience unique sur la plateforme de France Télévisions. La Slow TV consacrée aux grandes marées au Mont Saint-Michel est à vivre en direct depuis le lundi 3 novembre.

    Chaque jour sur France 3 Normandie à partir de 10 heures, retrouvez notre émission spéciale « Grandes Marées » pour vibrer au rythme de ce lieu mythique.

    Revivez les plus beaux instants et moments forts de chaque journée sur nos réseaux sociaux : Instagram, Facebook, Threads et TikTok ainsi que sur notre chaîne Youtube.

    #Slow_tv #Médias_sociaux #Doomscrolling

  • Vor Gericht : Reichster Mann Vietnams klagt gegen Journalisten in Berlin
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/vor-gericht-reichster-mann-vietnams-klagt-journalisten-li.10004195

    Les nouvraux riches commumistrs sint comme les nouveaux riches amticommunistes. Tu les critiques, ils te persécutent avec des procédures SLAPP. Au Vietnam on est encore moins scrupuleux. Va savoir quelle est la part de propagande dans les articles du site Thoibao, après l’enlèvement d’un dissédent vietnamien par l’ambassade du pays on a de bonnes raisons de s’inquiéter ppur les personnes qui publient des choses négativrs sur le pays et ses entreprises.

    5.11.2025 von Franz Becchi - Vietnamesischer Konzern klagt gegen Vietnam-Kritiker: Journalist Trung Khoa Le vor Gericht in Berlin – ein richtungsweisender Fall für die Pressefreiheit.

    Trung Khoa Le steht vor dem Landgericht Berlin, umgeben von einem Dutzend Polizisten. Der deutsche Journalist vietnamesischer Herkunft, der seit Jahren unter Personenschutz steht, hat als Chefredakteur der Nachrichtenseite Thoibao (auf Deutsch etwa „Die Zeit“), die regelmäßig kritisch über die vietnamesische kommunistische Staatsführung berichtet, immer wieder Konsequenzen zu tragen.

    Im September verklagte Pham Nhat Vuong, Gründer des vietnamesischen Konglomerats Vingroup, Le wegen zweier Facebook-Beiträge. Die Klage wurde von ihm und der VinFast Germany GmbH, einer Tochtergesellschaft von Vingroup mit Sitz in Frankfurt am Main, eingereicht. Le wurde vorgeworfen, das Unternehmen und seinen Gründer falsch darzustellen, nachdem er unter anderem behauptet hatte, Vingroup habe ihm Geld angeboten, um seine Berichterstattung zu beeinflussen. Zudem hatte er seine Sorge geäußert, es könnten Anschläge auf die Redaktion verübt werden.
    Vingroup vs. Journalisten: David gegen Goliath?

    Am Dienstag erging das Urteil des Zivilgerichts. Die Kläger beantragten, Le zur Unterlassung zahlreicher Aussagen zu verpflichten. Der Journalist hatte unter anderem behauptet, dass hinter Vingroup eine „mafiöse“ Struktur stecke und ihr Gründer versuche, die vietnamesische Wirtschaft und Politik zu kontrollieren. Das Gericht entschied, mehrere der Aussagen als zulässige „Meinungsäußerungen“ zu werten, verhängte jedoch ein Verbot gegen Le, zu behaupten, man habe versucht, ihn zu bestechen. Im Falle eines Verstoßes droht ihm nun ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

    Da das Landgericht einen erheblichen Teil der Äußerungen für zulässig erachtete, muss Le Trung nur ein Achtel der außergerichtlichen Kosten tragen, den Rest müssen die Kläger zahlen. Le Trungs Anwalt, Raphael Thomas, bezeichnete das Urteil als „ersten Etappensieg im Kampf gegen die aus Vietnam gesteuerte Klagewelle gegen Thoibao.de“. Er wies jedoch darauf hin, dass die Kläger weiterhin aggressive Klagen einreichen, um „unabhängige Berichterstattung zu unterbinden“.

    Unter den Zuschauern des Prozesses befanden sich zwei vietnamesische Journalisten, die in Vietnam wegen „Propaganda gegen den sozialistischen Staat“ in Haft waren. Vingroup hat laut Thomas inzwischen weltweit mehr als 68 Journalisten verklagt oder abgemahnt.

    Die Klägerseite argumentierte, dass Le Trungs Aussagen dem Unternehmen, insbesondere VinFast Germany, erheblichen Image-Schaden zugefügt hätten. Laut eigenen Angaben verzeichnet die Webseite von Thoibao mehr als 20 Millionen monatliche Aufrufe, wobei über 95 Prozent der Zugriffe aus Vietnam stammen und etwa 0,8 Prozent aus Deutschland.

    Le selbst hat mehr als 400.000 Facebook-Follower und erzielt monatlich sechs Millionen YouTube-Aufrufe. Thoibao berichtet regelmäßig über Korruption, Machtkämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei Vietnams und über große Wirtschaftskonglomerate wie Vingroup. Die Webseite ist in Vietnam vom Sicherheitsministerium blockiert worden.

    Seit August entfernte Facebook zwei Beiträge der Redaktion und drohte mit der Löschung des Accounts wegen angeblicher Verstöße gegen die Gemeinschaftsstandards. Zudem wurde die Monetarisierung der Seite eingeschränkt. Reporter ohne Grenzen (RSF) vermutet, dass diese Maßnahmen politisch motiviert seien, da Thoibao regelmäßig kritisch über das Regime in Hanoi berichtet und häufig Ziel von Cyberangriffen ist.

    Reporter ohne Grenzen warnt vor zunehmender Zensur

    „Wir sind schockiert über die wiederholten Angriffe gegen Thoibao.de und die unangemessene Reaktion von Facebook“, sagte Anja Osterhaus, Geschäftsführerin von RSF, im September. Chefredakteur Trung Khoa Le, der seit 2024 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, steht nach Morddrohungen unter Polizeischutz des Landeskriminalamts. Laut seinem Anwalt wird die Klägerseite vermutlich nach Erhalt der Urteilsbegründung in Berufung gehen.

    „Es wird den Klägern vermutlich egal sein, dass sie den Großteil der Verfahrenskosten zu tragen haben. Sie haben bereits ein weiteres Klageverfahren eingeleitet“, sagte Thomas. Für Khoa Le und Thoibao geht das an die finanzielle Substanz. Zur Finanzierung der Verfahrenskosten wurde eine Spendensammlung auf Gofundme eingerichtet.

    #Allemagne #Vietnam #médias #SLAPP #persécution #censure

  • “J’ai passé deux ans sans papier” : Maskey face à la bureaucratie xénophobe de l’État
    https://frustrationmagazine.fr/maskey

    Le 4 Novembre dernier, Maskey, alias Mohamed, a décidé de se mettre à nu. Dans sa vidéo « J’ai passé deux ans sans papiers », l’humoriste et vidéaste raconte un cauchemar administratif vécu depuis l’intérieur : celui d’un créateur étranger, intégré, reconnu, mais broyé par la machine bureaucratique française. Ce récit, entre facecam et sketchs, […]

    #Antiracisme #Médias #On_a_vu,_lu,_joué

  • La DRH de France Télévisions jette l’éponge
    https://www.off-investigation.fr/la-drh-de-france-televisions-jette-leponge

    Off Investigation #A appris ce mardi 4 novembre que la DRH du groupe France Télévisions présidé par Delphine Ernotte, Isabelle Caroff, a démissionné. | photomontage Off Investigation Selon nos informations, la DRH de France Télévisions, Isabelle Caroff, a démissionné de son poste. Un énième camouflet pour Delphine Ernotte dans un contexte de fortes pressions sociales et politiques. Cette démission survient au pire moment pour la présidente de France Télévisions, Delphine Ernotte. Selon nos informations, Isabelle Caroff, DRH numéro un du groupe, vient de claquer la porte de l’entreprise publique. Contactée par texto par Off Investigation, Mme. Caroff nous a confirmé sa […]Lire la suite : La DRH de France Télévisions jette (...)

    #Médias

  • « C à vous » et « C dans l’air » : Mediawan visé par une plainte pénale
    https://www.off-investigation.fr/c-a-vous-et-c-dans-lair-mediawan-vise-par-une-plainte-penale

    Alors qu’il produit "C à vous" et "C dans l’air" pour France Télévisions, le groupe Mediawan est visé par une plainte au pénal, notamment pour travail dissimulé. | Photomontage Off Investigation Des techniciens des émissions de France 5 « C dans l’air » et « C à vous » portent plainte au pénal contre le groupe de production audiovisuelle Mediawan, propriété de Xavier Niel et de Pierre-Antoine Capton. Révélations. Depuis des années, le groupe de production audiovisuelle Mediawan produit, avec l’argent des contribuables, les émissions emblématiques de France Télévisions. C’est notamment le cas de « C dans l’air » et « C à […]Lire la suite : « C à vous » et « C dans l’air » : Mediawan visé par une plainte (...)

    #Enquêtes #Médias #A

  • Léa Salamé, l’accident industriel de l’audiovisuel public
    https://www.off-investigation.fr/lea-salame-accident-industriel-de-audiovisuel-public

    La journaliste française Léa Salamé sur le plateau du JT de France 2, à Paris, le 7 octobre 2025. | Photographie STEPHANE DE SAKUTIN / AFP Au 20h de France 2, les faux pas de Léa Salamé ravivent un malaise plus profond. Chez France Télévisions, certains reprochent à la patronne Delphine Ernotte, un manque de vision pour l’avenir du groupe. Léa Salamé va-t-elle terminer l’année au JT ? C’est la question que se posent les salariés de France Télévisions après le retour précipité de la « star » du 20h de France 2 le jeudi 30 octobre. Et pour cause, pendant son absence, officiellement […]Lire la suite : Léa Salamé, l’accident industriel de l’audiovisuel (...)

    #Médias #A

  • Appel à contenus pour le prochain numéro de RICOCHETS papier de fin 2025
    https://ricochets.cc/Appel-a-contenus-pour-le-prochain-numero-de-RICOCHETS-papier-de-fin-2025-8

    Un nouveau numéro est prévu pour courant décembre !

    Envoyez svp des textes critiques, de la poésie, des jeux, des dessins. Proposez de nouvelles chroniques sur ce qui se passe dans la Drôme ou au-delà. Tout plein d’autres choses locales ou pas sont possibles !!! Lancez vous si le coeur vous en dit. Ecrivez si vos tripes crient à la rage et que celles-ci ne trouve pas comment sortir. Partagez vos contenus pour que vivent un media libre en Drôme. Le numérique et les IA envahissent nos (...) #Les_actus_de_RICOCHETS

    / #Médias_et_expressions

  • « Maltraitance médiatique » et « défiance » mutuelle : 20 ans après les révoltes, la presse toujours aux abonnés absents dans les quartiers populaires – Libération
    https://www.liberation.fr/economie/medias/maltraitance-mediatique-et-defiance-mutuelle-20-ans-apres-les-revoltes-la-presse-toujours-aux-abonnes-absents-dans-les-quartiers-populaires-20251026_YMGZCKUYHRAELPPILY2HSVGG4E/?redirected=1
    https://www.liberation.fr/resizer/v2/VEQXJZ5OL5BDFABMQWODA7K45M.jpg?auth=bb60fd708979ba5f59a2ca6c35f48ceaf6fdd

    Le traitement médiatique, très souvent purement sécuritaire, des quartiers populaires n’a que peu évolué depuis la mort de Zyed Benna et Bouna Traoré à Clichy-sous-Bois en 2005. La faute à un manque de diversité sociale dans les rédactions.
    Rassemblement de jeunes de Clichy-sous-Bois devant la stèle érigée en hommage à Zyed Benna et Bouna Traoré, le 27 octobre 2015.
    Rassemblement de jeunes de Clichy-sous-Bois devant la stèle érigée en hommage à Zyed Benna et Bouna Traoré, le 27 octobre 2015. (Denis ALLARD/Denis ALLARD)
    ParJean-Baptiste Chabran
    Publié le 26/10/2025 à 19h20

    « Quand ça pète, les médias sont là. Mais quand on fait des choses bien, ils ne sont jamais là. » Cette phrase d’une jeune lycéenne, rapportée dans le livre et projet de recherche Jeunes de quartier. Le pouvoir des mots (C&F Editions, 2021), synthétise bien la situation de méfiance, voire de défiance mutuelle, installée entre médias mainstream et quartiers populaires. Après la mort de Zyed Benna et Bouna Traoré à Clichy-sous-Bois (Seine-Saint-Denis), le 27 octobre 2005, les rédactions – pas toutes, mais au moins quelques-unes – avaient compris que quelque chose clochait dans leur façon de représenter les « banlieues ». Certaines avaient même fait leur autocritique : promis, juré, on ne les reprendrait plus à débarquer en bas des tours uniquement quand une énième bavure policière viendrait, fatalement, remettre ces endroits au centre de l’attention.

    Vingt ans plus tard, et deux ans après la mort de Nahel Merzouk, tué par un policier à Nanterre (Hauts-de-Seine) en juin 2023, la plupart des bonnes intentions ont pourtant été rangées au placard et les quelques progrès sont jugés largement insuffisants par les observateurs interrogés par Libération. En cause, un ensemble de raisons difficilement dénombrables : de l’implantation parisienne des grands médias à leur composition sociologique en passant par leurs logiques de temporalité et d’audience.
    « Une forme de mauvaise conscience »

    Reste que « globalement, le sujet des quartiers populaires n’intéresse pas », résume le journaliste Edouard Zambeaux. De septembre 2005 à juin 2017, ce dernier était producteur de l’émission de reportages Périphéries, diffusée tous les dimanches sur France Inter. Il a aussi cofondé la ZEP, Zone d’expression prioritaire, qui intervient régulièrement dans Libération pour donner la parole aux jeunes. Longtemps « journaliste promeneur », il estime que « la presse reste prisonnière de son réflexe de classe » et que son regard n’a pas tellement changé en deux décennies. « 90 % du temps médiatique, la banlieue reste quelque chose de dangereux », observe-t-il.

    Et puis, de temps en temps, à cause « d’une forme de mauvaise conscience », un mouvement de balancier s’opère et, pendant un moment, « la banlieue devient quelque chose de merveilleux ». Ce qui a le don d’exaspérer Edouard Zambeaux presque autant que l’inverse. « Pendant cette courte séquence, n’importe quel bouffon qui rappe trois rimes bancales devient “un poète contemporain” ! » s’agace le journaliste, déplorant que « ces endroits n’aient pas le droit à une équité médiatique ».
    « La défiance vis-à-vis des médias est énorme »

    « Il y a une forme d’exceptionnalité et de maltraitance médiatique », confirme sa consœur Nora Hamadi, chargée depuis la fin du mois d’août de la revue de presse de France Inter, très engagée sur le sujet. La principale raison se trouve selon elle dans la sociologie des rédactions qui manquent encore largement de diversité sociale et ethnique, les journalistes venant le plus souvent de milieux et de zones géographiques favorisés. « Après 2005, la question a un peu percuté les rédactions », remarque Nora Hamadi qui cite la création, en 2007, de la prépa aux écoles de journalisme, la Chance aux concours, ouverte aux étudiants boursiers et handicapés. Elle regrette toutefois que sur cette question, les grands médias recrutent « au compte-goutte » et que les postes de chefferie et de direction échappent toujours au changement. « Depuis 2005, il y a certes un peu plus de couleur dans les rédactions mais la véritable question, celle de la diversité sociale, reste très présente », constate-t-elle.

    Reportage
    Clichy-sous-Bois vingt ans après la mort de Zyed et Bouna : « Ici, on pleure de joie pour un tramway, alors qu’il fonctionne mal »

    Résultat : les journalistes méconnaissent les banlieues et quartiers populaires et « les rédactions où ils travaillent ne voient tout simplement pas ce qui s’y passe au quotidien ». Une invisibilisation qui vaut aussi pour les espaces ruraux, au moins aussi absents du champ médiatique, sauf quand une crise – en général une mobilisation d’agriculteurs – éclate. De cette distance découlent un ressentiment durable et une méfiance des populations concernées, qui gardent, selon la sociologue Julie Sedel, autrice de l’ouvrage les Médias et la banlieue (Le Bord de l’eau-INA, 2009), « une mémoire des précédents médiatiques ».

    Pour l’exemple, la chercheuse cite un épisode où des photographes de Paris Match avaient été accusés de payer des jeunes pour brûler des voitures dans le quartier des Minguettes, à Vénissieux (Rhône), en 1981. De nos jours, on pourrait aussi faire le rapprochement avec les émissions de reportages embarqués avec la police qui pullulent sur les chaînes pin-pon de la TNT et associent dans l’imaginaire collectif les journalistes à des laquais de la force publique. « La défiance vis-à-vis des médias mainstream est énorme », appuie Nora Hamadi. « Les habitants ont effectivement assimilé, digéré, un certain pouvoir de nuisance qui peut être attaché à la presse », complète Edouard Zambeaux.

    Dans ce sombre tableau, quelques éclaircies subsistent tout de même. Pour Renaud Epstein, professeur de sociologie à Sciences-Po Saint-Germain-en-Laye, « l’évidence, c’est la transformation provoquée par l’émergence du Bondy Blog ». « Une rupture majeure », juge-t-il, car la création de ce média ancré en Seine-Saint-Denis, juste après les révoltes de 2005, marque selon lui le début d’une « démonopolisation de la parole ». Un phénomène qui se poursuit aujourd’hui de façon décuplée avec les réseaux sociaux et les médias alternatifs nés d’Internet, et qui permet de faire émerger des contre-récits inaudibles auparavant.
    Des habitants ciblés par les médias d’extrême droite

    Pour autant, l’actuelle rédactrice en cheffe du Bondy Blog, Héléna Berkaoui, se montre prudente, notamment à cause de l’émergence de médias d’extrême droite comme CNews, qui donnent « une autre teinte à la couverture des quartiers populaires, parce que leurs habitants sont des cibles revendiquées comme telles ». « Les mots qui y sont employés sont extrêmement durs et ils sont reçus comme tels par les intéressés. Sur le terrain, on nous en parle beaucoup, développe-t-elle. Je me demande quels effets cela peut avoir sur les jeunes de se faire insulter quasi quotidiennement sur petit écran. »

    Au fond, la journaliste juge aussi que le traitement du soulèvement des banlieues après la mort de Nahel Merzouk n’a pas été si différent de celui de 2005. Le déclencheur de la colère, à savoir les violences policières, « a été évacué avec une rapidité désarçonnante ». Le tout au profit d’un discours politico-médiatique enrobé des stigmates habituels sur l’islam, « les jeunes violents, les jeux vidéo ou la responsabilité des mères isolées ». Les médias n’auraient-ils donc rien appris en vingt ans ?

    #Quartiers #Médias #Jeunes_de_quartier

  • Uber-CEO : In über 20 Jahren fahren und fliegen unsere Autos von selbst
    https://www.businessinsider.de/gruenderszene/uber-ceo-in-ueber-20-jahren-fahren-und-fliegen-unsere-autos-von-selb

    Mit Uber-CEO Dara Khosrowshahi hat Mathias Döpfner über die Zukunftsvisionen des amerikanischen Dienstleisters gesprochen. Ralf Günter

    Quelle agitation ! On peut pas prendre au sérieux ce que ce type raconte à ses investisseurs (potentiels).

    Les voitures volantes existent depuis un certain temps, mais qu’importe. Le pilotage automatiques et les systèmes d’atterrissage entièrement automatisés sont depuis longtemps la norme dans l’aviation commerciale. Cela montre comment les choses fonctionnent. Dans certains secteurs économiques, les nouvelles technologies sont utilisées lorsqu’elles apportent un avantage (concurrentiel), mais cela ne signifie pas pour autant qu’elles provoquent une révolution sociale ou bouleversent nos vies.

    Ce qui se passe en revanche, c’est la lutte incessante et impitoyable du capital pour le profit, au détriment des travailleurs et au prix de l’existence de la race humaine sur cette planète.

    Intéressant : Khosrowshahi s’entretient avec Mathias Döpfner, le capitaliste idéaliste allemand. Ergo, ces personnages veulent croire à cela et mettent tout en œuvre pour nous exposer à leurs fantasmes pervers.

    Heureusement, eux aussi ne sont pas des Übermensch 😉

    30.10.2025 von Leandra Finke - Der Mensch am Steuer ist ein Sicherheitsrisiko, sagt Uber-Chef Khosrowshahi im Gespräch mit Mathias Döpfner. In Zukunft sollen Roboter seine Uber fahren.

    Elektrische Autos, die durch Software-Roboter gesteuert werden und Lufttaxis, die Reisende von A nach B befördern – so sehe der Verkehr in über 20 Jahren auf und über den Straßen aus, davon ist Uber-CEO Dara Khosrowshahi überzeugt. Im Gespräch mit Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner im Podcast „MD Meets“ spricht Khosrowshahi über Uberfahrten der Zukunft.

    Fahrdienstvermittler Uber und Alphabet-Tochter Waymo sind gemeinsam bereits dabei, diese Mobilitätswende in den US-Städten Atlanta und Austin voranzutreiben – seit Frühjahr 2025 können Uber-Nutzer die autonom fahrenden Autos über die Plattform für Mitfahrgelegenheiten buchen. „Manche Menschen möchten lieber von Menschen gefahren werden, aber sobald sie das Produkt nutzen, bewerten sie es sehr positiv“, sagt Khosrowshahi.

    Globale Flotte an Robo-Taxis geplant

    Uber plant, das Geschäft des autonomen Fahrens weiter auszubauen. Wie Nvidia am Dienstag mitteilte, wolle der Fahrdienstleister gemeinsam mit dem Chipkonzern Nvidia eine Flotte von 100.000 Fahrzeugen weltweit aufbauen. Der Ausbau solle 2027 beginnen – eine Partnerschaft hatten die beiden Unternehmen bereits im Januar geschlossen.

    Dara Khosrowshahi ist seit 2017 CEO von Uber Ralf Günter

    Uber arbeitet laut Khosrowshahi weiterhin an Beziehungen zu Avride, Nuro und chinesischen Unternehmen wie Pony AI, um das autonome Fahren voranzutreiben. „Wir haben eine Vereinbarung mit Volkswagen, um nächstes Jahr auch in Los Angeles autonome Fahrzeuge einzuführen, worüber wir uns sehr freuen.“

    Uber ohne Fahrer bald auch in Deutschland?

    Auch in Europa sieht Khosrowshahi schon in näherer Zukunft autonome Fahrzeuge über die Straßen rollen: „Tatsächlich sind die Vorschriften in Deutschland recht zukunftsorientiert. Es gibt einige Länder, darunter die Schweiz, in denen wir davon ausgehen, dass autonomes Fahren zumindest in kleinem Maßstab eher früher als später Realität werden wird.“

    Sollten wir also Menschen erlauben, auf öffentlichen Straßen zu fahren? Ich denke, das ist eine echte Frage, die sich Gesellschaften stellen werden. Dara Khosrowshahi, Uber-CEO

    Er zeigt sich davon überzeugt, dass die Teilnahme am Straßenverkehr dadurch sicherer werden kann, der Mensch selbst sei schließlich beim Autofahren das größte Risiko: „Menschen sind fehlbar, und ich denke, dass Maschinen viel weniger Spielraum haben, solche Fehler zu machen, insbesondere wenn diese Fehler zu Todesfällen führen.“ Ein klarer Vorteil dieser Roboterfahrer: Sie würden nicht müde, schrieben keine Nachrichten am Handy, ließen sich nicht ablenken. Khosrowshahi wirft die Frage auf: „Sollten wir also Menschen erlauben, auf öffentlichen Straßen zu fahren? Ich denke, das ist eine echte Frage, die sich Gesellschaften stellen werden.“

    Trotzdem: Ganz verdrängt werde der Mensch hinter dem Steuer so schnell wohl nicht: „Ich denke, dass es noch lange dauern wird, bis alle Autos autonom sind, ich würde sagen, mehr als 20 Jahre. Es wird lange dauern, bis die Kosten gesenkt und die Sicherheitsstandards so hoch wie nötig sind, aber es wird zweifellos passieren, und ich denke, dass Autofahren dann so etwas wie Reiten sein wird. Es macht wirklich Spaß. Es ist eine Art, sich fortzubewegen, aber es ist etwas, das man vielleicht in seiner Freizeit macht.“

    Uber baut ein Logistik-Ökosystem auf

    „Heute sind es Autos, morgen vielleicht fliegende Autos, heute sind es von Menschen gesteuerte Autos, morgen werden es von Robotern gesteuerte Autos sein, die Formfaktoren können sich also ändern.“ Auch den Luftraum will Uber erschließen, ist dafür eine Partnerschaft mit Joby Aviation eingegangen, einem Anbieter von elektrischen Lufttaxis für den kommerziellen Passagierverkehr. Der Uber-Chef denkt groß: „Wir bauen eine Art Logistiknetzwerk der nächsten Generation auf, um alle Menschen und alle Güter zu transportieren.“

    Mathias Döpfner mit Dara Khosrowshahi, Ralf Günter

    Im neuen Podcast „MD meets“ von Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer (zu der auch Gründerszene gehört) spricht er regelmäßig mit bedeutenden Persönlichkeiten über die wichtigsten politischen, wirtschaftlichen, technologischen und kulturellen Themen unserer Zeit. Sie finden die Folgen bei Spotify, Apple, Amazon, YouTube und überall, wo es Podcasts gibt.

    https://mdmeets.com

    #Uber #marketing #médias #idéologie